Das große Baumarkt Lexikon

Alles zum Thema "L"

Labilitätszahl

Labilitätszahl ist ein Begriff aus der Baustatik. Mit dieser einfach zu berechnenden Kennzahl lässt sich beurteilen, ob die aussteifenden Bauteile das Bauwerks genügend stabilisieren, also aussteifen. Sind z.B. die Wandscheiben zu weich, werden die Verformungen und damit auch die Horizontalkräfte zu weich, das System wird labil. Die Labilitätszahl nimmt die Abgrenzung zwischen zu weich und ausreichend steif vor.

Labrador

siehe Syenit.

Labrador Blue Pearl

blue-pearl.jpg

Aufgrund seines blau-grau schillernden Erscheinungsbild ist Labrador Blue Pearl eine sehr beliebte Syenitart. Beim Schleifen oder Flammieren verliert der Stein sein Erscheinungsbild. Es ist daher schwierig, ihn rutschfest zu machen. Im Außenbereich sollte er daher nicht unbedingt für Treppen oder Bodenbeläge verwendet werden. Auf stark frequentierten Laufflächen kommt es zudem zu einem schnelleren Oberflächenverschleiß. Ansonsten kann er im Innenbereich (auch im Außenbereich als Fassadenplatten) bedenkenlos für alle Zwecke eingesetzt werden.

Lacke

auch: Lack

Der Begriff "Lacke" ist ein Sammelbegriff für Anstrichstoffe, die Beschichtungen mit bestimmten Eigenschaften ergeben. Es bilden sich nach dem Trocknen qualitativ und optisch ganz besonders hochwertige Oberflächenfilme. Auch gegenüber vielen Chemikalien sind Lacke beständig. Der Übergang zu den Farben ist fließend, doch in der Regel haben Lacke einen höheren Bindemittelgehalt. Lacke werden zur Beschichtung von Oberflächen aus Holz, Metall, Kunststoff oder mineralischem Material verwendet. Es werden Natur- und Kunstharzlacke unterschieden. Lacke werden für verschiedene Anwendungen gebraucht (z.b. Holzlacke). Nach ihrer Zusammensetzung unterscheidet man Wasserlack, Acryllack, Alkydharzlack, Nitrozelluloselack, Polyurethanlack, Polyesterlack, Epoxidharzlack und Schellack. Weiterhin werden Lacke bezeichnet: nach dem Bindemittel (zum Beispiel Alkydharzlack), nach dem Löse- oder Verdünnungsmittel (zum Beispiel Wasserlack), nach der Beschaffenheit (zum Beispiel Zweikomponenten-Reaktionslack), nach dem Glanzgrad (zum Beispiel Hochglanzlack), nach der Optik (zum Beispiel Effektlack), nach der Anwendung (zum Beispiel Vorlack), nach dem Verwendungsbereich (zum Beispiel Holzlack), nach der Art des zu beschichtenden Objekts (zum Beispiel Bootslack).

Lackhilfsmittel

siehe Additive.

Lackierpinsel

lackierpinsel.jpg

siehe Flachpinsel

Lackierpistole

auch: Lackierpistolen

Lackierspritzpistole

auch: Lackierspritzpistolen

Lack-in-Lack-System

auch: Lack-in-Lack-System

Das Lack-in-Lack-System ist ein Verfahren zum Herstellen von unterschiedlichen Farbtönen. Diese werden durch das Mischen von Lacken erzeugt und nicht durch Abtönpasten, wie es auch noch möglich ist. Da bei dieser Abtönmethode auf bindemittelgleiche Farbsysteme zurückgegriffen wird, ist die Verträglichkeit untereinander optimal. Es sind dabei allerdings große Mengen an Stammlacken vorzuhalten. Vorteil der Lack-in-Lack-Systeme: kein Kreiden.

Lackwanne

auch: Lackwannen

Die Lackwanne ist ein Behältnis, in das Lacke vor ihrer Verarbeitung gegossen werden können. Anschließend wird die Farbrolle darin eingetaucht und auf der geriffelten Fläche gut abgerollt, damit sie gleichmäßig Lack aufnimmt und überschüssigen abgibt. Durch die Lackwann wird die Rolle somit besser ausgenutzt.

Lackziehklinge

auch: Lackziehklingen

Rechteckiges, handliches Edelstahlblech, das zum Abziehen von Lacken und Wachsen von Holzoberflächen verwendet wird. Die Handhabung erfordert erheblichen Kraftaufwand. Die Seitenteile der Ziehklinge sind metallverstärkt, damit sich das Werkzeug bei der Arbeit nicht durchbiegt. Die Klinge kann immer wieder nachgeschliffen werden.

Ladegerät

auch: Ladegeräte

Ladekran

auch: Ladekrane

ladekran.jpg

Bei diesem Fahrzeugkran wird der Ladekran hinter dem Führerhaus oder am Heck eines Lkw‘s montiert. Er wird vollhydraulisch betätigt und ist schwenkbar. Die knickbaren und teleskopartig ein- und ausfahrbaren Ausleger ermöglichen den Verzicht auf ein Hubwerk. Mit Greifern oder Haken lassen sich Schütt- oder Stückgut auch dort entladen, wo keine Krananlagen zur Verfügung stehen. Bei größeren Lasten werden seitlich ausziehbare und hydraulisch verstellbare Stützen eingesetzt, welche die Standsicherheit das Fahrzeugs während der Kranarbeit erhöhen.

Laderaumsaugbagger

siehe Hopperbagger.

Ladeschaufel

Die Ladeschaufel ist ein Baggerwerkzeug, das zum Laden lockerer bis mittelfester Bodenarten bis hin zu Sprengfels verwendet wird. Sie entspricht einem breiteren Hochlöffel und kann auch zum Abtragen des Mutterbodens und zur Planierung eingesetzt werden.

Lagenholz

Lagenwerkstoff

auch: Lagenholz, Lagenwerkstoffe

Lagenwerkstoffe bestehen aus einzelnen Furnierschichten, die zu Platten oder Formteilen verleimt sind. Die Furnierschichten werden in der Regel kreuzweise aufeinander geleimt. So wird eine hohe Formbeständigkeit erreicht. Ein Beispiel für einen Lagenwerkstoff ist das Furniersperrholz oder Schichtholz.

Lager

Lager sind Konstruktionen, die der Kräfteübertragung von einem Bauteil auf ein anderes dienen. Früher waren Lager üblicherweise aus Stahl, doch sie werden immer mehr durch altersbeständige Kunststoffe abgelöst. Man unterscheidet feste , einseitig bewegliche und allseitig bewegliche Lager. Feste Lager übertragen Vertikalkräfte (Eigenlast, Verkehrslasten, Stützensenkungen) und Horizontalkräfte (Bremslast, Windlast, Reaktionskräfte aus Lagerreibung, Zwängungskräfte infolge Behinderung der Längsbewegungen (Temperatur, Kriechen, Schwinden, Vorspannung). Einseitig bewegliche Lager übertragen Vertikalkräfte und Horizontalkräfte, allerdings nur quer zur Bewegungsrichtung. Überhaupt keine horizontalen Lasten, sondern nur Vertikalkräfte.

Lagerbehälter

Allgemeinbegriff für Behältnisse aller Art und Form, in denen feste oder flüssige Stoffe gelagert werden. Speziell Heizöl-Lagertanks werden oft als Lagerbehälter bezeichnet.

Lagerfäule

Lagerfuge

auch: Lagerfugen

lagerfuge.jpg

Ein Mauerverband besteht aus Mauersteinen und Mörtel. Die Fuge, bei der die Mauersteine vertikal zusammentreffen, nennt man Stoßfuge, die horizontale Fuge zwischen den einzelnen Schichten Lagerfuge. Die Lagerfuge ist bei der Verwendung von Mörtel 12 mm dick, bei der Verwendung von Plansteinen und Dünnbettmörtel dagegen nur 1 bis 3 Millimeter. Eine Ausfugung der Lager- und Stoßfugen erfolgt, wenn Sichtmauerwerk oder Verblendmauerwerk gemauert worden ist. Auch bei Bögen gibt es Lagerfugen. Diese weisen zum Bogenzentrum hin und liegen senkrecht zu vorherrschenden Krafteinwirkungsrichtung.

Lagerhalle

auch: Lagerhallen

lagerhalle.jpg

Zum Bereich des Gewerbebaus gehört der Bau von Lagerhallen, der überwiegend in Stahlbauweise ausgeführt wird. Durch einen hohen Grad an Vorfertigung können Lagerhallen oft sehr kurzfristig in wenigen Wochen aufgebaut werden. Durch die Stahlkonstruktion solcher Hallen können große Spannweiten überbrückt und in der Halle große Höhen erreicht werden, um dort sog. Hochregale aufstellen zu können. Lagerhallen weisen immer ein Tor auf, meistens Rolltore, damit Ware zügig angeliefert und mit Gabelstaplern verteilt werden kann. Zu den Lagerhallen zählen auch fliegende Bauten, die natürlich nicht fliegen, aber sehr kurzfristig an- und abgebaut werden können.

Lagerhausaufzug

siehe Güteraufzug

Lagerholz

auch: Lagerhölzer

Bei einem Lagerholz handelt es sich zum einen um eine Stapellatte, zum anderen aber auch um das vierkantige Schnittholz, das als Unterlage für Holzfußböden verlegt wird. Lange Parkettstäbe und Dielen werden auf den Lagerhölzern direkt verschraubt, für Stabparkett wird ein Blindboden aus Brettern auf den Lagerhölzern befestigt. Soll der Parkett verklebt werden, kommen Span- oder OSB-Platten zum Einsatz. Als Abstand zwischen den Lagerhölzern werden bei Stabparkett ab einer Dicke von 22 mm 30-40 cm empfohlen, bei Dielen gleicher Stärke liegt der Abstand bei 45-60 cm. Dieser Abstand muss verringert werden, wenn mit erhöhten Verkehrslasten oder Einzellasten (z.B. durch einen Flügel) zu rechnen ist. Die Richtung der Lagerhölzer ergibt sich aus der Richtung des späteren Belages. Wird der Belag diagonal im Raum verlegt, muss auch die Lagerholzkonstruktion diagonal verlegt werden. Jede Lage muss 90° versetzt zur unteren Lage verlegt werden.

Lagermatte

auch: Lagermatten

Die Lagermatte ist eine Betonstahlmatte, die im Stahlhandel lagermäßig geführt wird. Es gibt sie in einheitlichen Breiten von 2,15 m und in Längen von 5 m bzw. 6 m. Typenabhängig wird sie mit oder ohne Randeinsparung geliefert.

Lagerungsdichte

Die Eigenschaften von nichtbindigen Böden (Sand, Kies) werden von der Lagerungsdichte entscheidend bestimmt. Es wird zwischen lockerer, mitteldichter und dichter Lagerung unterschieden. Locker gelagerte Böden sind in den meisten Fällen problematisch für die Gründung von Bauwerken. Die Lagerungsdichte hängt sehr stark von der Kornabstufung des Materials ab. Sind beispielsweise nur gleich große kugelförmige Steine (z.B. aus Kalkstein) in einem würfelförmigen Kasten vorhanden, befinden sich zwischen den Steinen relativ große Hohlräume, die Steine berühren sich nur an wenigen Stellen. Füllt man jedoch noch sehr fein gemahlenes Kalkstein hinzu, rieseln diese in die zuvor nicht ausgefüllten Hohlräume, die Lagerungsdichte wird deutlich vergrößert, obwohl die Kiste selbst sich nicht verändert hat. Analog gilt dies für alle anderen Baustoffe oder für Erdreich.

Laibung

auch: Laibungen

Wandfläche zwischen dem eingebauten Fensterrahmen und der Außenseite der Außen- oder Innenwand. Sofern der Fensterrahmen nicht in einer Front mit der Außenwand, also der Fassade abschließt, was in Deutschland ja nicht die Regel ist, muss der untere Teil der Laibung mit einer Fensterbank versehen werden.

Laibungsdämmung

Die EnEV hat einem ganzen Berufsstand kräftigen Auftrieb gegeben - den Sachverständigen für Schimmel im Gebäude. Zu den ersten Maßnahmen einer Gebäudesanierung zählt der Austausch von Fenstern. Die Wandanschlüsse, also die Fugen zwischen Fensterrahmen und Innenwand, müssen absolut luft- und winddicht sein. Es findet also kein Luftaustausch in den "Fensterritzen" mehr statt, was nicht nur schöne Effekte hat, sondernn auch negative. Denn durch die wesentlich dichtern Fensteranschlüsse kann Feuchtigkeit nicht mehr entweichen und es lässt sich Schimmel an der kältesten Stelle nieder - an der Laibung des Fensters. Für die Laibungsdämmung bietet die Industrie spezielle Systeme an, die aus Laibungsplatten mit Kantenanschlußprofilen und Dichtprofilen bestehen.

Laibungsspachtel

laibungsspachtel.jpg

Speziell geformter Spachtel, um Fenster- und Türlaibungen schnell und in einem Zug aufzuputzen.

Lambda-Wert

Der Lambda-Wert gibt an, welche Leitfähigkeit ein bestimmtes Baumaterial hat. Je schneller ein Transport der Wärme durch ein Bauteil, je höher (und damit schlechter) ist der Lambda-Wert. Da die Wärme im Haus gehalten und nicht schnell nach außen abgeleitet werden soll, ist ein niedriger Lambda-Wert von 0,031 W/(mk), wie ihn etwa Styropor hat, besonders gut, während der Lamda-Wert von Kupfer bei 300 W/(mk) liegt und damit die Wärme etwa 10.000-mal schneller als bei Styropor abgeleitet wird. Auch beim U-Wert, dem Wärmedurchgangskoeffizienten gilt, je niedriger der U-Wert, je besser die Dämmeigenschaft.

Lamellenbalken

siehe Duobalken

Lamellendecken

auch: Lamellendecke

lamellendecken.jpg

Eine Form der Deckenverkleidung, bei der Lamellen aus Aluminium oder Edelstahl auf Trägerprofile geklemmt oder geschraubt werden. Da diese Lamellen in unterschiedlicher farbiger Beschichtung geliefert werden, eignen sie sich für interessante Deckengestaltungen (Foto). Sie bieten einen guten optischen Raumabschluss und sind dabei licht- und luftdurchlässig. Lamellendecken eignen sich besonders zum nachträglichen Einbau in Räume, deren akustische Eigenschaften verbessert werden sollen, ohne die vorhandene Licht- und Luftführung verändern zu müssen. Es kommen Mineralfaserplatten oder spezielle Schallabsorber-Platten zum Einsatz.

Lamellendübelfräse

Lamellenfenster

auch: Einfachverglastes Lamellenfenster, Isolierverglastes Lamellenfenster

lamellenfenster.gif

Lamellenfenster sind Fenster, deren Gläser als Lamellen ausgestaltet sind. Es gibt sie als einfach- oder als isolierverglaste Elemente. Einfachverglaste Lamellenfenster werden überall dort eingesetzt, wo keine oder untergeordnete Anforderungen an u-Wert und Dichtigkeit des Fensters gestellt werden. Bsp.: Laubengänge und Balkone, Industriehallen, Vorfassaden, Keller, Generatorenhäuser, Ställe, Bienenhäuser. Isolierverglaste Lamellenfenster werden in Fassaden, Wintergärten, Treppenhäusern, Passarellen, Oberlichtern usw. eingebaut. Sie finden auch Verwendung als Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA). Durch ihren hohen Lüftungsquerschnitt bei gleichzeitig geringer Öffnungstiefe stellen sie ein ideales Lüftungselement dar. Lamellenfenster werden meist horizontal, können aber auch, wie auf der Abbildung, vertikal eingebaut werden.

Lamellengeländer

lgelaender.jpg

Das Lamellengeländer ist ähnlich aufgebaut wie das Knieleistengeländer, nur dass anstatt Stäben Lamellen parallel zum Handlauf montiert werden. Wie auf der Abbildung zu sehen ist, muss der Abstand der Lamellen nicht unbedingt gleich sein. Man kann beispielsweise den Abstand immer größer werden lassen und somit optisch einen Übergang von der schweren Tragkonstruktion zum leichten Geländer schaffen.

Lamellenradiator

auch: Lamellenradiatoren

Variante eines Radiators.

Lamellenrohrdeckenheizung

auch: Lamellenrohrdeckenheizungen

Diese Deckenheizung wurde aus der Rohrdeckenheizung entwickelt. Durch sie wird die Trägheit der Heizung vermindert und eine schnellere Anpassung an den Wärmebedarf erreicht. An den Heizrohren befestigte rechteckige Bleche, die meist aus Aluminium bestehen, sollen die Wärme schneller von den Rohren an den Raum abgeben.

Lamellenschichtholz

siehe Duobalken

Lamellenschleifscheibe

auch: Lamellenschleifscheiben

lamellenschleifscheibe.jpg

Eine Lamellenschleifscheibe eignet sich beispielsweise zusammen mit einem Winkelschleifer zum Blankschleifen und Abschleifen von Resten von Schweißpunkten. Die Schleifscheibe trägt gut ab, ist aber dennoch so flexibel, dass man in dünnes Blech nicht so leicht Löcher schleift.

Lamellenstopfen

lamellenstopfen.jpg

Ein Stopfen aus Kunststoff, der ein sich verjüngendes, ziehharmonika-ähnliches Teil aufweist, welches in die Metallfüße von Stühlen und Möbelgestellen gedrückt wird. Die Lamellenkonstruktion erleichert die Arretierung im Rohr.

Lamellenverglasung

auch: Schuppenverglasung, Glaslamellen, Lamellenverglasungen

Bei einer Lamellenverglasung besteht die Verglasung nicht aus einer einzelnen starren Scheibe, sondern aus einer Vielzahl von Lamellen. Diese Lamellen werden rechts und links am Rahmen befestigt und lassen sich mit einem Motor bewegen. Durch das Aufrichten der Lamellen bekommt die Verglasung ein schuppiges Aussehen, weshalb sie auch als Schuppenverglasung bezeichnet wird. Die Lamellenverglasung hat gegenüber der "normalen" Verglasung den Vorteil, dass eine natürliche Belüftung möglich ist, ohne dass Regen und Wind für Nässe bzw. Durchzug im Gebäude sorgen. Glaslamellen werden in vielen Bereichen sinnvoll eingesetzt. Ob Innenhofverglasung, Glasfassaden, Wintergarten, Dachfenster, Glaspyramide oder Lichtbänder: Praktisch überall macht die Glaslamellen-Technologie Sinn.

Lamellenvorhang

auch: Streifenvorhang, Senkrechtjalousie, Vertikaljalousie, Lamellenvorhänge

lamellenvorhang.jpg

Der Lamellenvorhang ist Jalousie und Vorhang zugleich. Er wird auch als Streifenvorhang, Senkrecht- bzw. Vertikaljalousie bezeichnet. Beim Lamellenvorhang werden die Lamellen, im Gegensatz zur Jalousie, senkrecht angeordnet. Der wesentliche Vorzug der senkrechten Anordnung der Lamellen ist, dass es kein Durchhängen, Verdrehen oder Knicken der Lamellen gibt. Die Lamellen laufen in einer Oberschiene mit U-Profil, in der die Aufhänge- und Wendemechanik untergebracht ist. Man unterscheidet zwischen freihängenden oder gespannten Vertikaljalousien. Freihängend schließen die Lamellen mit einer am unteren Abschluss angebrachten, kunststoffummäntelten Beschwerungsplatte ab. Zur senkrechten und waagerechten Ausrichtung dienen Verbindungskettchen. Bei gespannten Jalousien werden die federnd eingespannten Lamellen zusätzlich in einer Unterschiene geführt.

Lamellenwand

auch: Lamellenwaende

eine Wand aus massiven Brettern, die so aufgebaut ist, dass im Innern zahlreiche Hohlräume entstehen. Dadurch wird eine gute Wärmedämmung bei gleichzeitiger hoher statischer Belastbarkeit erzielt.

lamelliertes Holz

auch: lamellierte, Hölzer

siehe Lamellierung.

Lamellierung

Unter Lamellierung versteht man die schichtweise Verleimung hölzerner Lamellen (Bretter, Bohlen, Kanteln) zu größeren Elementen mit nahezu unbegrenzten Querschnitts- und Längenabmessungen. Hierdurch wird eine weitgehende Homogenisierung und damit ein verbessertes Stehvermögen des Materials erreicht. Natürliche Holzfehler können einfach herausgesägt und die weitgehend fehlerfreien Holzteile anschließend durch Keilzinkung wieder verbunden werden. Diese Maßnahme führt zu einer wesentlichen Verbesserung der Holzqualität.

Lamello

auch: Lamellos

lamello.jpg

Lamellos sind ovale Massivholzplättchen verschiedener Größe, die der Schreiner oder Heimwerker verwendet, um gefederte Eckverbindungen herzustellen. Lamellos werden als fertige Produkte im Handel angeboten, können aber auch mit einer Oberfräse selbst hergestellt werden.

Laminat

auch: Laminate,, Laminatboden,, Laminatböden

laminat.gif

Grundsätzlich ist ein Laminat eine Platte, die aus einer Trägerplatte, z.B. einer MDF-Platte sowie einer Verschleißschicht, einer Gegenzugschicht und einer meist mit Holzdekoren bedruckten Dekorschicht besteht. Die Gegenzugschicht verhindert, dass sich die Platte verzieht, die Verschleißschicht - auch Overlay genannt - verhindert, dass die Dekorschicht beschädigt wird. Umgangssprachlich wird aber unter Laminat ein Fußbodenbelag verstanden, der häufig als Ersatz für das teurere Parkett eingesetzt wird. Laminatböden zeichnen sich durch eine hohe Beanspruchbarkeit aus, die in verschiedenen Beanspruchungsklassen klassifiziert ist. Heutzutage werden fast nur noch Laminatböden hergestellt, die eine leimlose Verlegung zulassen, meistens in Form von Klicklaminat, bei dem ein Paneel in das andere einrastet. Der Name Laminat leitet sich ab von dem Verb "laminieren". Bücher, Dokumente, Landkarten und dergleichen werden vielfach laminiert, also mit einem Schutzüberzug versehen.

Laminateinpasser

Mit einem Laminateinpasser kann die letzte Laminatplanke genau angezeichnet werden, so dass sie exakt zugeschnitten werden kann und exakt in den verbleibenden Zwischenraum bis zur Mauer passt. Auch die Maßübertragung bei schrägen oder gebogenen Wänden stellt kein Problem dar, wobei der Laminateinpasser auch gleich die wichtige Dehnungsfuge mit berücksichtigt. Das Gerät kann natürlich auch für echte Holzdielen verwendet werden.

Laminat-Fußbodenheizung

auch: Laminat-Fußbodenheizungen

Laminat-Fußbodenheizungen werden ausschließlich mit ungefährlicher Niedervoltspannung (24 Volt) betrieben. So kann beim Einbau auf den Elektriker verzichtet werden. Dazu wurde eine spezielle Heizfolie entwickelt, die auf einer drei Millimeter starken Trittschalldämmung angebracht ist. Über Kabel ist die Folie mit einem Steuergerät verbunden, das je nach Modell über zwei oder vier Ausgänge verfügt, an die jeweils bis zu sieben Heizelemente angeschlossen werden. Die Stromversorgung erfolgt über die normale Steckdose. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen basiert die Laminat-Fußbodenheizung auf dem Prinzip einer Direktheizung. Das heißt, es wird kein Speichermedium erwärmt, sodass die Wärme ohne Vorlaufzeit und Verzögerung sofort und gleichmäßig in den Raum abgegeben wird.

Laminat-Randfugenfüller

In Kartuschen abgefüllte Fugmasse, mit der störende Randfugen nach der Laminat- oder Parkettverlegung geschlossen werden können, sofern ein Kaschieren der Randfugen durch Anbringen einer Abschlußleiste nicht möglich ist. Die Randfugenfüller werden in unterschiedlichen, zu den üblichen Laminatbelägen passenden Farben angeboten. Sie sind schleifbar und überstreichbar sowie frei von Silikon.

Laminatschneider

laminatschneider.jpg

Mit einem Laminatschneider können Laminatplanken auf das gewünschte Maß gekürzt werden. Das geschieht mittels kräftigem Hebeldruck, wobei eine stumpfe Schneide das Laminat so durchtrennt, dass keine scharfen Schnittkanten und Ausfransungen übrig bleiben. Je nach Ausführung können mit einem Laminatschneider nicht nur Schnitte im exakten 90° Winkel ausgeführt werden, sondern über eine drehbare Schneide auch Schrägschnitte für Winkel unter 90°.

Lammfellrolle

auch: Lammfellrollen

siehe Lammfellwalze.

Lammfellwalze

auch: Lammfellrolle, Farbrolle, Farbwalze, Lammfellwalzen

lammfellwalze.jpg

Lammfellwalzen sind Rollen zum Aufbringen von Farben auf Wände, Decken und Fassaden. Jeder professionelle Maler weiss um die hervorragenden Eigenschaften einer echten Lammfellwalze: höchstes Farb - Aufnahmevermögen, beste Farbabgabe, schönes Farbbild, entsprechend optimale Arbeitsleistung. Andererseits sind Lammfellwalzen seit jeher nicht ganz unproblematisch, speziell im Bereich der Pflege, der Reinigung. Auch können im Einsatz Materialfehler auftreten, welche bei der Verarbeitung dieser Naturprodukte nicht festgestellt werden können (im Fachjargon «Doppelhäutigkeit» genannt). Letztendlich sind echte Lammfellwalzen auch verhältnismässig hochpreisig. All diese Argumente haben dazu geführt, dass Lammfellwalzen immer weniger eingesetzt werden. Die heutigen Farbwalzen, die man so im Baumarkt bekommt, sind in der Regel aus Kunststoff wie Polyamid, Perlon oder Polyester. Sie sind genauso gut zu verwenden wie Lammfellwalzen. Die Walze wird in den Farbeimer getaucht und anschließend über das Abstreifgitter gerollt, um die Farbe zu verteilen und überschüssige Farbe abzustreifen.

Lamparkett

Diese Massivholzriemen sind aus einem Stück Holz gefertigt, ohne jeglichen Kleber oder Leim. Lam- oder auch Dünnbrettparkett wird überwiegend in 10 mm Dicke hergestellt, es gibt gelegentlich auch Hölzer von 6 mm und bis zu 15 mm Dicke. Die Breiten liegen zwischen 40 und 55 mm, selten bis 70 mm. Die Längen liegen zwischen 200 und 800 mm. Bei Stäben mit zu geringer Breite im Verhältnis zur Stablänge (optimal= 1:4 -5) ist in Abhängigkeit der Holzart mit stärkeren Verwerfungen zu rechnen. Lamparkett wird in Einheiten als Glattkanteinzelstäbe (ohne Nut/Feder) oder als vorgefertigte Verlegeeinheiten in der Art wie Mosaikparkett in vielfältigen Mustervarianten geliefert.

Lampe

Eine Lampe bezeichnet die künstliche Lichtquelle wie beispielsweise Glühlampe oder Halogenlampe. Im Volksmund wird sie ebenso oft wie falsch als "Birne" bezeichnet. Ebenso oft wird die Lampe mit der Leuchte gleichgesetzt. Dabei wird die Lampe in die Leuchte eingesteckt oder eingeschraubt.

Lanconicum

Lanconicum ist der heißeste Raum des römischen Bades. Er hat eine Temperatur von etwa 50°C bis 60°C und eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Landerdach

siehe Legschindel.

Landesbauordnung

auch: Landesbauordnungen

Die Landesbauordnungen sind Gesetzeswerke, die sich an das Baugesetzbuch und die Baunutzungsverordnung des Bundes anlehnen und im Grunde von Bundesland zu Bundesland identisch sind. Dennoch gibt es Unterschiede, auf die Architekten und Bauingenieure achten müssen. Hauptsächlich regelt die Bauordnung alles, was bei einem Bauvorhaben zu beachten ist. In welcher Art und Weise das Grundstück bebaut werden darf, wird hingegen vom Bauplanungsrecht geregelt. Über die Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes wird beispielsweise die Einhaltung von Abständen oder die Standsicherheit (Statik) von Gebäuden geregelt. Aber auch die Bestimmung von Rettungswegen, der Schutz gegen Schall oder Feuchtigkeit sind Bestandteil der Landesbauordnung. Brandschutz, Wärmeschutz, Art der Heizung oder Verkehrssicherheit werden ebenfalls über die Landesbauordnung geregelt. Darüber hinaus regeln die Bauordnungen auch die Formalien des Bauordnungsrechts. Hier sind z.B. der Ablauf des Baugenehmigungsverfahrens, die Organisation der Bauaufsichtsbehörden und die Voraussetzungen für die Bauvorlageberechtigung zu nennen. Die Bauordnung bzw. Landesbauordnung sind ein wesentlicher Bestandteil des deutschen Baurechts, wobei die Kompetenz für das Bauordnungsrecht liegt bei den einzelnen Bundesländern liegt.

Landhaus

auch: Landhäuser

Bezeichnung für ein Wohngebäude im ländlichen Stil - was immer darunter verstanden werden mag. In Norddeutschland kann darunter ein Walmdachbungalow mit Reetdach verstanden werden, im Allgäu ein Gebäude mit umlaufenden Holzbalkon. In aller Regel ist das Landhaus größer als das normale Einfamilienhaus. Es ist freistehend gebaut und großzügig mit Holz ausgestattet.

Landhausdiele

auch: Landhausdielen

Landhausdielen sind eine dem traditionellen Dielenmuster nachempfundene Parkettart. Landhausdielen aus Massivholz sind häufig mittig geteilt; man spricht dann von der 2-Stab-Diele als einem Mehrschichtparkett. Landhausdielen werden jedoch auch als verlegeleichtes Fertigparkett angeboten. Landhausdielen werden aus Fichte, Kiefer, Douglasie, Eiche, Buche, Esche und weiteren Holzarten hergestellt.

Landhausprofil

auch: Landhausprofile

Bezeichnung für ein Profilbrett, das durch Bearbeitung mit Hobel- und Fräsmaschine zierleistenähnliche Einkerbungen erhalten hat.

Landhaustür

auch: Landhaustüren

Bautechnisch nicht genau definierte Bezeichnung für eine Innentür im Landhausstil. Darunter werden landläufig Türen verstanden, die aus Nadel- oder Eichenholz sind mit profilierten und verzierten Füllungen.

Landkabel

Historische Bezeichnung für das Erdkabel. Um stromführende Leitungen "im Land", also unter der Erde verlegen zu können, musste erst ein brauchbares Isolationsmaterial gefunden bzw. entwickelt werden. Das gelang 1848 mit dem aus Singapur eingeführten . Damit schritt die Elektrifizierung der Städte und Länder stürmisch voran. Die heutigen Erdkabel werden durch einem Mantel aus PVC-Gemisch geschützt. Der Begriff Erdkabel wird vor allem für derartige Kabel im Bereich Haus und Garten verwendet. Die mehradrigen, dicken Erdkabel, die die Energieversorger unter der Erde verlegen, bezeichnet man mehrheitlich als Energiekabel.

Landschaftsarchitekt

auch: Landschaftsarchitektin, Landschaftarchitekten

Das Aufgabengebiet eines Landschafts- und Gartenarchitekten umfasst Konzeption, gestalterische Durcharbeitung und Betreuung der Ausführung von Außenanlagen. In der Objektplanung hat er folgende Tätigkeitsschwerpunkte: Gestaltung des öffentlichen Raumes, z.B. mit - Straßen und Plätzen - Parkanlagen Planung von gemeinschaftlich nutzbaren Außenanlagen, z.B. bei - Wohnanlagen - Industrie- und Gewerbeanlagen - Schulen, Altenheime, Krankenhäuser Planung von privat nutzbaren Außenanlagen, z.B. - Privatgärten, Atrien, Terrassen, Gartenteiche Bei der Landschaftsplanung liegen Tätigkeitsschwerpunkte des Landschaftsarchitekten, neben fachspezifischen Beiträgen zu anderen Fachplanungen, im Bereich der Raumordnungs- und Bauleitplanung sowie des Städtebaus, z.B. mit - Grünordnungsplänen, - landschaftsplanerischen Konzepten, und im Bereich des Naturschutzes, z.B. mit - Eingriffsgutachten.

Landschaftsplanung

Ausarbeitung und Aufstellung der im Bundesnaturschutzgesetz und in den Naturschutzgesetzen der Länder vorgesehenen förmlichen Pläne.

Landschaftsschutzgebiete

auch: Landschaftsschutzgebiet

Der Gesetzgeber will grundsätzlich verhindern, dass die Landschaft zersiedelt wird. Gleichzeitig will er das ökologische Gleichgewicht in der Natur und für die Menschen Freiräume erhalten, in denen sie sich erholen können. Aus diesem Grund werden von den dafür zuständigen Landesregierungen immer mehr Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen, in denen Neubaumaßnahmen bis auf solche ausgeschlossen sind, bei denen es sich um sog. privilegierte Bauvorhaben handelt. Auch Flächen innerhalb geschlossener Ortschaften können zum Naturschutzgebiet erklärt werden, was für die Inhaber dieser Grundstücke de facto bedeutet, dass sie hier keine Straßen und erst recht keine Gewerbehallen bauen, keine Bäume fällen und keine Hecken rohden dürfen - es sei denn, es liegt eine Erlaubnis der Unteren Naturschutzbehörde vor. Selbstverständlich darf in einem Landschaftsschutzgebiet auch keine Fischerhütte errichtet oder eine bestehende Fischerhütte in ein Gasthaus verwandelt werden. Auch für die Einrichtung von Ferienappartements in einer Feldscheune wird die Nutzungsänderung versagt werden, während die forst- und landwirtschaftliche Nutzung natürlich erlaubt und ganz im Sinne des Gesetzgebers ist.

Langband

auch: Langbänder

langband.jpg

Dieser Beschlag ist ein längliches Band aus Metall, das an der einen Seite zu einer Bandrolle ausgeformt ist, die in einem am Rahmen oder im Stein befindlichen Kloben eingehängt wird. Das Langband wird beispielsweise an Bretterladen oder Brettertüren befestigt.

Langbandschleifmaschine

auch: Doppelbandschleifmaschine, Langband-Schleifmaschine, Langbandschleifmaschinen, Langband-Schleifmaschinen

Die Langbandschleifmaschine ist eine große, stationäre Schleifmaschine. Geschliffen wird mit einem endlosen Schleifband mit einer Länge von 7 m bis 8 m und einer Breite von 15 cm. Das Schleifband wird zwischen zwei Rollen eingespannt, wobei eine Rolle mit dem Antriebsmotor verbunden ist. Das Schleifband läßt sich unterschiedlich fest spannen. Ist es elastisch gespannt, können auch leicht gewölbte Werkstücke geschliffen werden. Eine weniger elastische Spannung eignet sich für Flächenschliffe. Ebenfalls eine Langbandschleifmaschine ist die Doppelbandschleifmaschine, bei der zwei Schleifbänder nebeneinander angeordnet sind. Vorschliff und Feinschliff können so ohne Bandwechsel durchgeführt werden. Manche Maschinen haben eine Sprüheinrichtung zum Naßschliff von Lacken oder Kunststoffen. Dabei wird das laufende Schleifband mit Schleifflüssigkeit benetzt und enstehender Schleifschaum sofort abgespült.

Langecke

auch: Langecken

Wenn bei einer Eckverkämmung im Blockhausbau die Bohlen über die Ecken hinausragen, sprechen die Zimmerleute von einer Langecke.

Langerscher Balken

Beim Langerschen Balken handelt es sich um eine von dem Österreicher Josef Langer erfundene Brückenkonstruktion. Statisch betrachtet handelt es sich um einen untenliegenden Balken, der von einem Stabbogen überspannt wird. Der Stabbogen wird durch sogenannte Hänger (in der Regel zwischen 6 und 14) an dem Balken befestigt. Durch die Bogentragwirkung ist der Langersche Balken für gleichmäßig verteilte Lasten eine sehr wirtschaftliche Konstruktion. Sind die Lasten ungleichmäßig verteilt, führt das zu einer Biegebeanspruchung des Balkens, der sonst nur auf Zug belastet wird.

Langfeldstrahler

langfeldstrahler.jpg

Ein Begriff mit zwei Bedeutungen. Einmal werden darunter elektrisch betriebene Infrarot-Heizstrahler verstanden in Baulängen zwischen 70 und 120 cm (siehe Foto), wie sie zur kurzfristigen und zeitlich begrenzten Wärmegewinnung an kühlen Abenden, in kühlen Kellern etc. eingesetzt werden. Zum anderen versteht man unter Landfeldstrahlern besonders große ("lange") Hellstrahler, wie sie als gasbetriebene Deckenheizung in Hallen verwendet werden.

Langfurnier

auch: Langfurniere

Parallel zur Stammachse geschnittene Furniere.

Langhaus

Begriff aus dem Kirchenbau. Das Langhaus kann z.B. aus einer dreischiffigen Halle bestehen.

Langholz

auch: Langhölzer

Holz mit der generellen Mindestlänge von drei Metern. Dieses Maß wird aber auch unterschritten, denn bei Güteklasse A beträgt diese mindestens zwei Meter.

Langlochbohrmaschine

auch: Langlochbohrmaschinen

Maschine zum Bohren von Langlöchern für traditionelle Holzverbindungen oder von Dübellöchern.

Langlochfräsbohrer

langlochfraesbohrer.jpg

Ein Langlochfräsbohrer eignet sich zum Herstellen von Langlöchern und Zapfenlöchern. Sie können nur in Langlochbohrmaschinen eingesetzt werden. Im Gegensatz zum Spiralbohrer sind die Spannuten gerade. Die Spanabfuhr ist daher sehr gering, sodass Langlöcher nicht auf einmal, sondern stufenweise gebohrt werden müssen.

Langlochziegel

siehe Lochziegel.

Langsamfilter

Bei der Abwasserreinigung kommen mitunter auch Langsamfilter zum Einsatz. Dabei handelt es sich um mit Sand und/oder Kies gefüllte Betonbecken. Mit Langsamfiltern wird die natürliche Bodenfiltration nachgeahmt. Der Vorteil dieser Art der Filtration ist, dass außer der Abtrennung von Feststoffen auch biologische Vorgänge stattfinden. Die Bakterienzahl im Wasser wird durch Langsamfilter beträchtlich reduziert. Um Langsamfilter zu reinigen, wird die oberste Schicht von etwa fünf Zentimetern entfernt, gewaschen und wieder aufgebracht.

Langsamladegerät

Längsbewehrung

Langschild

auch: Langschilder

langschild.jpg

Das Langschild ist eine Abdeckung, mit der die Bohrungen für Türgriff und Schlüsselloch verkleidet werden. Langschilder bestehen in der Regel aus Metall, nämlich aus Aluminium, Edelstahl oder Messing, aber auch aus Kunststoff und werden zusammen mit dem Türgriff als Drückergarnituren in den Handel gebracht. Türgriffe und Langschilder werden in sehr unterschiedlichen Ausführungen produziert - von nostalgischem Look bis zu coolem modernem Design. Rosetten sind eine Alternative zum seit alters her bekannten Langschild.

Langschnittpfanne

Längsfuge

auch: Längsfugen

laengsfuge.jpg

Stoßen zwei Läufer mit ihrer breiten Seite aufeinander, werden die dabei entstehenden Fugen als Längsfugen bezeichnet.

Langspanholz

Langspanholz ist ein Bauholz aus verleimten Großspänen, die in einem speziellen Extruderverfahren zu großen Plattenbalken gepresst werden. Der Baustoff zeichnet sich durch die höchsten E-Module und Festigkeitswerte in der Gruppe der Holzwerkstoffe aus. Verwendet wird Langspanholz überwiegend bei Sturzkonstruktionen oder als Unterzug - also dort, wo hohe Steifigkeiten und Biegefestigkeiten gefordert sind. Durch die sehr grobe Auflösung des Langspanmaterials ist dieser Werkstoff nicht unproblematisch. Feuchtigkeit kann leicht eindringen und im Querschnitt verbleiben. Deshalb ist insbesondere beim Einsatz von druckluftbetriebenen Befestigern wie Klammern und Nägeln darauf zu achten, dass die Einbindelängen ausreichend lang sind, denn es kann in der Praxis vorkommen, dass eine Klammer erst nach 5 bis 10 mm unter der Oberfläche einen festen Passsitz im Material findet. Empfohlen wird daher eine Erhöhung der nach DIN erforderlichen Einbindelängen für Klammern und Nägel um 25 %.

Langspreizdübel

langspreizduebel.gif

Dieses Verbindungsmittel mit langem Spreizbereich ist speziell für die Befestigung von Unterkonstruktionen auf Hohlblocksteinen oder Hohlziegeln geeignet. Durch die Spreizung wird die Schraube fest im Untergrund verankert.

Längsquartier

Siehe Riemchen.

Längsrisse

auch: Längsriss, Längsriß

Längsrisse sind Trocknungsrisse im Holz, verursacht durch ungleichmäßiges Schwinden. Längsrisse sieht man am häufigsten auf Hirnflächen von Schnittholz.

Längsschnitt

auch: Längsschnitte

Schnitt parallel zur Baumstammachse oder längs der Faserrichtung.

Längsverband

auch: Längsverbände

siehe Windrispe.

Langzeittauchen

siehe Tauchen.

Lappato

auch: gelappt, Lappato-Keramik, Lappato-Fliesen

Lappato bezeichnet eine spezielle Oberflächenbearbeitung für keramische Bodenbeläge. Eine aufwändige Technik, bei der die unglasierte Fliesenoberfläche in einer Stärke von nur wenigen Zehntelmillimetern mit Diamantscheiben anpoliert wird. Weil das Verfahren nicht alle Flächenbereiche erfasst, entsteht das für Lappato-Fliesen typische Wechselspiel von matt und glänzend.

Lappenwachs

Lappenwachs wird aus besonders rückstandsfreiem Bienenwachs hergestellt. Das Bienenwachs wird geschmolzen und gereinigt. Gemischt mit Leinölfirnis und Standölen ergibt es eine lösemittelfreie Holzoberflächenbehandlung. Besonders geeignet ist Lappenwachs für Möbel, Türen und Holzverkleidungen. Dünn aufgetragen eignet sich das Lappenwachs auch zur Pflege von lasierten Oberflächen. Ungeeignet ist es für den Fußbodenbereich. Lappenwachs wird mit einem Ballentuch oder einem fusselfreien Lappen, je nach Saugfähigkeit des Untergrundes, 1 - 2 mal dünn und gleichmäßig aufgetragen. Überstände sind zu vermeiden oder mit einem fusselfreien Lappen abzunehmen. Späteres Polieren mit einer Roßhaarbürste erhöht den Glanz.

Lapplandkiefer

Andere Bezeichnung für Polarkiefer, wobei einige Holzimporteure und Holzhändler die Lapplandkiefer als noch hochwertigere Holzart ausgeben, während andere in dieser Bezeichnung nur einen Werbegag sehen.

Lärche

laerche.jpg

Die Lärche ist in Europa beheimatet. Lärchenholz hat einen rötlichbraunen, stark nachdunkelnden Kern und einen gelblich weißen Splint. Der farbliche Unterschied zwischen Früh- und Spätholz ist vor allem im Kern auffallend groß, wodurch das Holz eine sehr lebhafte Zeichnung erhält. Lärchenholz ist noch dichter, härter, zäher, harzreicher und witterungsbeständiger als Kiefernholz und eignet sich besonders für Außenarbeiten, z.B. für den Schiffs- und Brückenbau.

Lärm

Lärm ist in den letzten Jahrzehnten zu einer ernsten Belastung der Bevölkerung geworden. Die rasche Zunahme der Lärmquellen wirkt sich besonders gravierend aus, weil die Bundesrepublik Deutschland allgemein dicht besiedelt ist und große hochverdichtete Siedlungs- und Wirtschaftsräume aufweist. Als besonders störend wird unverändert der Verkehr empfunden. Zunehmende Belästigungen gehen aber auch von Wohn- und Freizeitlärm aus. Bei den einzelnen Lärmquellen, gegen die Bürgeraktivitäten verzeichnet wurden, standen in den vergangenen Jahren neben dem Verkehrslärm und dem allgemeinen Fluglärm in wachsendem Maße Lärm von Geräten und Anlagen, die der Landesverteidigung dienen, im Vordergrund. Zur Beseitigung oder Linderung von Lärm stehen verschiedene bauliche und planerische Instrumente zur Verfügung. Planerische Möglichkeiten zur Verminderung von Lärm sind beispielsweise bei der Anordnung von Häuserzeilen parallel zur Straße zu finden. So führt auch eschlossene Bauweise, das heißt z.B. die Verbindung von Gebäuden zu Bebauungszeilen parallel zur Lärmquelle zu einer deutlichen Verringerung der Geräuschbelastung an der Gebäuderückseite oder in den neu entstandenen Innenhöfen. Aus baulicher Sicht tragen zum Beispiel Lärmschutzwände, Schallschutztüren, Schallschutzfenster, Schallschutzziegel oder eine spezielle Schallisolierung zur Lärmreduzierung bei.

Lärmschutzfenster

Lärmschutzplatte

auch: Lärmschutzplatten, Lärmschutz-Platte, Lärmschutz-Platten

Als Lärmschutzplatten eignen sich die verschiedensten Typen von Ausbauplatten. Entscheidend für den Schallschutz ist neben dem Material aus dem die Platte besteht auch der eingeschlossene Luftraum zwischen zu dämmender Wand und Dämmplatte. Die beste Lärmdämmung erzielt man, indem man zwischen Platte und Mauer ein weiteres dämmendes Material einbringt, zum Beispiel Zellstoff oder Mineralwolle.

Lärmschutzwall

Ein Lärmschutzwall ist eine Erdaufschüttung, die den Lärm von Kraft- und Schienenfahrzeugen von einem zu schützenden Bereich abhalten oder zumindest mindern soll. Lärmschutzwälle können zusätzlich noch mit Pflanzen bzw. Bäumen bepflanzt werden und sind daher schon allein aus optischen Gründen einer Lärmschutzwand vorzuziehen. Allerdings benötigt ein Wall wesentlich mehr Platz, sodass häufig eine Wand oder eine Kombination aus Wand und Wall hergestellt wird.

Lärmschutzwand

auch: Schallschutzwand, Lärmschutzwände

Zur Minderung von Verkehrs-, Industrie- und Freizeitlärm wird zwischen Lärmquelle (Emissionsquelle) und dem zu schützenden und beeinträchtigten Bereich (Immissionsort) ein Lärmschutzwall oder eine Lärmschutzwand erstellt. Lärmschutzwände sind wandartige Bauteile, die durch Schallabschirmung oder Schallumleitung, bzw. Schallspiegelung die Lärmbeeinträchtigung am Immissionsort reduzieren und erträglicher machen. Die Wände sind meist aus Beton, Holz oder (seltener) aus Kunststoff.

Laschenverbinder

laschenverbinder.jpg

Laschenverbinder dienen dazu, runde oder eckige Metallstäbe oder Rohre insbesondere im Zaunbau miteinander zu verbinden. Die Laschenverbinder aus verzinktem Stahl werden beidseitig auf die Rohre gelegt und mittig verschraubt oder vernietet, wodurch die Stäbe bzw. Rohre eingeklemmt werden und sicher befestigt sind.

Laser-Entfernungsmesser

Lasernivellier

Laser-Wasserwaage

auch: Laser-Wasserwaagen

laserwaage.jpg

Bei dieser Wasserwaage dient ein Laserstrahl als Verlängerung zum Fluchten und Nivellieren, rechten Winkel anlegen und bei vielen anderen Vermessungsaufgaben. Mit einem Drehteller lässt sich die Laser-Wasserwaage um 360° drehen und somit in jede gewünschte Position bringen. Für möglichst genaue Messungen müssen Laser-Wasserwaagen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Sie sollten ein robustes Metallgehäuse für eine genaue Laserjustierung haben. Idealerweise sitzt die Präzisionslinse exakt einjustiert in einer Metallfassung. Die Libellen müssen eine etwa fünfmal so hohe Empfindlichkeit als bei einer normalen Wasserwaage besitzen, um die erforderliche Genauigkeit im Profibereich zu erzielen. Das Gehäuse der Libelle und die Lasereinheit sollten fest mit dem Wasserwaagenprofil vergossen sein.

Lastausleger

siehe Ausleger.

Lasteintragung

In der Baustatik versteht man unter Lasteintragung den Ort und die Art und Weise wie eine Last auf ein Bauteil wirkt. Man unterscheidet zudem zwischen direkter und indirekter Lasteintragung. Bei der direkten Lasteintragung ist Ort, Richtung und Größe der Last eindeutig bekannt. Dies ist bei der indirekten Lasteintragung zwar auch der Fall, doch bevor die Last auf das zu untersuchende Bauteil einwirkt, macht sie noch einen "Umweg", das heißt es ist vielleicht noch ein Träger dazwischen, der die Last verteilt, so dass die genaue Lasteinwirkung auf das Bauteil nicht mehr so einfach zu bestimmen ist.

Lasten

Auf jedes Bauwerk wirken viele Kräfte ein, wie beispielsweise Druckkräfte und Zugkräfte. Diese Kräfte belasten den Baukörper und bezeichnet sie daher auch als Lasten. Lasten entstehen durch den Baukörper selbst und durch äußere Einwirkungen. Man unterscheidet ständige Lasten und Verkehrslasten.

Lastenaufzug

auch: Lastenaufzüge

Lastenaufzüge sind Aufzüge, die vorwiegend zur Beförderung von Waren bestimmt sind. Man findet sie zum Beispiel in Kaufhäusern, Lagerhallen und Industrieanlagen. Sie sind in aller Regel als Seilaufzüge ausgeführt. Im Normalfall dürfen nur Personen mit dem Aufzug fahren, die vom Betreiber beschäftigt werden. Wenn der Aufzug von einem Aufzugführer bedient wird oder die Fahrkorbzugänge mit Türen versehen sind, dürfen auch andere Personen befördert werden. Bei Betriebsgeschwindigkeiten ab 1,25 m/s müssen Lastenaufzüge ohnehin eine Tür erhalten.

Lasthaken

lasthaken.jpg

Lasthaken werden immer dann eingesetzt, wenn an Seilen Lasten hochgezogen werden - und zwar durch Mobilkrane, Turmdrehkrane usw. Solche Haken aus gesenkgeschmiedeten Spezialstählen können Lasten bis 800 t tragen. Kleinere Ausführungen (Foto) für den Lastenaufzug über Winden usw. verfügen oft über eine Sicherungsklappe mit Federmechanismus, die ein Wegrutschen des Seils verhindert.

Lastplattendruckversuch

Lasur

auch: Holzschutzlasur, Holzlasur, Lasuren

Lasuren sind Buntlacke und andere Farben mit besonders fein verteilter, geringer Pigmentierung oder mit färbenden, aber nicht deckenden Pigmenten. Lasierende Anstriche gibt es bei allen Untergründen, wobei Holz neben Beton das Hauptanwendungsgebiet ist. Holz wird mit Lasuren vor Witterungseinflüssen, vor UV-Licht, teilweise auch vor Pilzen und Insekten geschützt. Außerdem kann mit Lasuren die Holzoberfläche farblich auf ein einheitliches Bild gebracht werden. Wer das nicht möchte, kann die Oberfläche auch mit einer farblosen Holzschutzlasur behandeln. Man unterscheidet Dickschichtlasuren und Dünnschichtlasuren. Lasuren für Beton können farblos oder farbig in mehreren Schichten aufgebracht werden. Damit ist es möglich, Korrekturen an Farbschwankungen des Betons auszugleichen, ohne die optische Wirkung der Oberflächenstruktur zu beeinträchtigen. Je nach Grundstoffen ergeben sich matte oder glänzende Oberflächen. Fugen und oberflächig geschlossene Ankerlöcher werden dabei aber unter Umständen besonders hervorgehoben.

Lasursysteme

auch: Lasursysteme

Eine Lasur ist ein transparentes z.T. pigmentiertes Oberflächensystem.

Lasurtechnik

lasurtechnik.jpg

Die Lasurtechnik zählt zu den edelsten Methoden der Wandgestaltung. Durch das Auftragen mehrerer, transparenter Farbschichten entfaltet die Lasurtechnik eine Tiefenwirkung und lässt Räume dadurch größer wirken. Die Wände werden nicht mehr so stark als Raumbegrenzung empfunden. Bei der Lasurtechnik stehen sehr viele verschiedene Materialien zur Verfügung, wodurch diese Technik ihre Individualität erhalten hat. Meist dient als Basis ein weißer, fein strukturiert oder glatter Untergrund, auf dem die lasierenden Farbtöne aufgetragen werden. Durch die verschiedenen Materialien lassen sich unterschiedliche Effekte erzeugen. Die Art der zu verwendenden Materialien hängt von dem Untergrund und dem gewünschten Effekt ab. Meist werden dispersiongebundene Lasuren eingesetzt, was auch den Einsatz der zusätzlichen Veredelung bei Strukturputzen, Rauhfasertapeten, u. a. ermöglicht. Zu den Lasurtechniken zählen Wickeltechnik, Rakeltechnik, Schwammstupftechnik und Bürstentechnik.

latente Wärme

Unter diesem Begriff versteht man die Wärme, die man einem Stoff zuführen muss, damit er seine Phase ändert, also z.B. völlig schmilzt oder verdampft. Latent heißt übersetzt "versteckt" und soll andeuten, dass diese Wärme nicht zu einer Temperaturerhöhung führt, solange der Stoff nicht völlig geschmolzen oder verdampft ist (idealerweise aber nur bei reinen Stoffen). Es handelt sich also um "nicht fühlbare" Wärme, was eine andere Umschreibung des Begriffes "latente Wärme" ist. Diese Wärme wird durch Kondensation bei Brennwertheizungen nutzbar gemacht.

Latentwärmespeicher

Einsatz finden Latentwärmespeicher beim Hausbau in Form von Paraffinkapseln im Innenputz (Aufnahme von Wärme tagsüber und Wärmeabgabe abends) als temperaturausgleichende Materialien. Dieser Vorgang kann jedoch nicht gezielt gesteuert werden. Zur passiven Raumklimatisierung kann eine in Aluminiumbeuteln eingeschweißte Salzhydratmischung in abgehängte Deckenkonstruktionen eingebaut werden. Sie beginnt bei einer Raumtemperatur von ca. 23º C ihren Aggregatzustand von fest nach flüssig zu wechseln. Die dazu notwendige Wärmeenergie wird dabei der Raumluft entzogen und dann bei gleich hoher Materialtemperatur gespeichert. Sinkt dagegen die Raumlufttemperatur unter 22º C beginnt der Kristallisationsprozess: Die vorher aufgenommene Energie wird an die Umgebungsluft abgegeben und das Material regeneriert sich für eine erneute Energieaufnahme.

Laternengeschoss

auch: Laternengeschosse

lgeschoss.gif

Laternengeschosse sind Aufbauten am Dachfirst. Sie sind quasi ein Dach auf dem Dach, vergleichbar einer Gaube, die über den Dachfirst weitergeführt wird. Der Name stammt vom laternenförmigen Aussehen.

Latexfarbe

auch: Latexfarben

Eine spezielle Dispersionsfarbe ist die Latexfarbe. Dabei handelt es sich um Dispersionen besonders feiner Teilchen. Latexfarbe ist wasserdampfdurchlässig, sehr strapazierfähig, scheuerbeständig und unempfindlich gegenüber üblichen Reinigungsmitteln. Latexfarbe ist durch ihre Wetterbeständigkeit nicht nur für den Innenbereich, sondern auch für den Außenbereich geeignet. Darüber hinaus vergilbt die Farbe nicht und bleibt elastisch. Da sie robust und widerstandsfähig ist, bietet sich Latexfarbe in Räumen an, die stark beansprucht werden wie beispielsweise Treppenhäuser, Kinderzimmer oder Küchen und Bäder. Im Handel wird Latexfarbe in matter, seidenglänzender oder hochglänzender Form angeboten.

Latexkleber

Latexkleber ist ein Dispersionsklebstoff, der zum Verkleben von Kunststoffen mit porösen Stoffen wie z.B. Holz geeignet ist. Im Latexkleber ist der Kunststoff in Wasser dispergiert. Der Kleber erhärtet, wenn das Wasser verdunstet.

Latrine

Aus dem Lateinischen ("latrina") stammende Bezeichnung für ein Not-WC. In unserem heutigen Sprachgebrauch wird unter der Latrine ein Abort ohne Wasserspülung verstanden, den Soldaten im Feld notdürftig aus Baumstämmen errichten. Bei den alten Römern waren Latrinen aber keineswegs ohne Wasserspülung. Aus dem Frigidarium wurde das Wasser durch ein Rohr in die Latrine geleitet und von dort auf's freie Feld zur weiteren Entsorgung.

Lattbeil

auch: Lattbeile

Lättchenverlegung

Lättchenverlegung ist eine Verlegeart von Holzpflaster im industriellen bzw. gewerblichen Bereich. Dabei wird das Holzpflaster mit in der Regel 4 mm breiten Zwischenräumen verlegt. Um den richtigen Abstand untereinander einzuhalten, werden 4 mm dicke Lättchen verwendet. Die entstandenen Fugen werden anschließende mit flüssigem Bitumen ausgegossen.

Latte

auch: Latten

Schnitthölzer mit Querschnittsflächen nicht größer als 32 cm² und einer Breite bis 80 mm. Bei Dachlatten beträgt das Seitenverhältnis des Querschnitts höchstens 1:2. Latten werden häufig als Traglattung unter Massivholzdielen oder bei Wänden unter Paneelen verwendet.

Latteibrett

Als Latteibrett wird ein innenliegendes Fensterbrett bezeichnet. Es wird meist aus Eichenholz gefertigt.

Lattenrichter

Mit einem Lattenrichter werden Nivellierlatten oder Fluchtstäbe senkrecht gestellt. Er wird drangehalten, -geschraubt oder -gehängt. In den Lattenrichter eingebaut ist eine Dosenlibelle.

Lattentür

auch: Lattentüren

Bei dieser einfachen Konstruktion eines Türblattes werden meist raue und ungehobelte Latten (3/5, 4/6,5 oder 5/8 cm Stärke) mit einem Abstand von wenigen Zentimetern auf Querriegel und Diagonalleisten genagelt. Dadurch kann Luft und Licht noch leicht in die Räume eindringen, was beispielsweise bei Keller- oder Dachbodenräumen durchaus erwünscht sein kann.

Lattenzaun

auch: Lattenzäune

latten.gif

Der Lattenzaun besteht aus geschnittenen oder gehobelten senkrecht stehenden Latten, wobei der Lattenquerschnitt rechteckig voll oder rohrförmig ist. Die senkrechten Latten sind vor zwei waagerechten Trägern befestigt.

Latthammer

auch: Latthämmer

latthammer.jpg

Hammer für allgemeine Bauarbeiten, zum Nageln und zur Holzverarbeitung für Dachdecker und Schreiner. Es lassen sich aber nicht Nägel einschlagen, sondern auch entfernen. Ein Nagelhalter sorgt dafür, dass man Nägel auch mit einer Hand einschlagen kann. So bleibt die andere Hand immer frei und blaue Daumen gibt es auch nicht. Dieser Hammertyp ist ein Zimmermannshammer mit Spitze, welcher es durch seine spezielle Formgebung ermöglicht, große Nägel aus dem Holz zu entfernen.

Lattung

auch: Lattungen

Äußerer Teil einer Unterkonstruktion, an der z.B. eine Dachdeckung oder die Holzverkleidung einer Fassade eingehängt bzw. befestigt wird.

Lauan

lauan.jpg

Die ausschliesslich auf den philippinischen Inseln beheimatete Holzart Lauan besitzt eine rötlichbraune Holzfarbe mit einem hellgrauen Splint. Das mässig harte Holz ist dauerhaft und witterungsfest. Es lässt sich leicht bearbeiten, gut messern und schälen, normal Leimen und polieren. Der Holzstaub verursacht Hautreizungen. Verwendung findet das Holz als Furnierholz in der Sperrholzindustrie, für Fenster, Türen, Parkbänke und hochbeanspruchte Konstruktionen. Außerdem ist es als Ersatzholz für Mahagoni im Einsatz.

Laube

auch: Gartenlaube, Lauben

Nicht exakt zu definierendes, an allen oder einigen Seiten offenes, leichtes, aber überdachtes Holzbauwerk, als Gartenlaube (so auch der Titel einer Massenzeitschrift des 19. Jahrhunderts) die bürgerliche Version eines Pavillions. Die Seitenteile der Holzkonstruktion sind oft mit Spalieren ausgestattet, so dass Kletterpflanzen die Lauben umwuchern können. Im Schweizerdeutschen wird unter einer Laube eine Arkade verstanden, also ein massives Bauwerk aus Stein. Unter einer Laube wird vielerorts allerdings auch ein Gartenhaus verstanden, also ein nach allen Seiten abgeschlossenes Bauwerk. Speziell bei Laubenpiepern (Schrebergartenbesitzern) ist die Laube weit mehr als ein Abstellplatz für Gartengeräte oder ein Unterstellplatz bei schlechtem Wetter. Oft ist sie komplett eingerichtet mit Ofen, Schlafplatz und Kochstelle. Das dauerhafte Wohnen ist allerdings laut Bundeskleingartengesetz nicht erlaubt. Dort heißt es: "Im Kleingarten ist eine Laube in einfacher Ausfertigung mit höchstens 24 Quadratmetern Grundfläche einschließlich überdachtem Freisitz zulässig; ...... Sie darf nach ihrer Beschaffenheit, insbesondere nach ihrer Ausstattung und Einrichtung nicht zum dauernden Wohnen geeignet sein." Das Verbot, die Laube zum dauernden Wohnen zu nutzen, schließt eine gelegentliche Übernachtung in der Laube, etwa am Wochenende oder in der Urlaubszeit nicht aus, soweit es die hygienischen Verhältnisse gestatten, ohne dass gegen geltende Umweltvorschriften bezüglich der Entsorgung von Fäkalien, Geschirrspülwasser usw. verstoßen wird.

Laubengang

auch: Laubengänge

laubengang.jpg

Überdachter, aber zu einer Seite offener Gang, der in Mietshäusern oder Eigentumswohnanlagen entweder an der Straßen- bzw. Gartenseite oder von einem Innenhof her direkt zu den Wohnungseingangstüren führt. Der Vorteil eines offenen, nicht überdachten Laubengangs liegt darin, dass dieser auf die Geschoss- und Nutzflächen des Gebäudes nicht angerechnet werden muss. Der Nachteil ist darin zu sehen, dass bei einem offenen Laubengang die Witterungseinflüsse naturgemäß insbesondere im Winter ungehindert bis zur jeweiligen Erschließungstür einer Nutzungseinheit (z.B. bis unmittelbar vor der Eingangstür einer Wohnung) vorhanden sind. Laubengänge haben ihre Tradtion. Schon im späten Mittelalter wurden sie in Schlösser integriert. Vom Laubengang aus konnte ein Fürst oder König bei Regenwetter die Huldigungen seiner Bürger entgegen nehmen, ohne nass zu werden. Unsere historische Abbildung zeigt den Laubengang in einem Schloß um 1600.

Laubenkolonie

Laubfänger

laubfang02.jpg

Auch beim Laubfänger geht es darum zu verhindern, dass Laub über die Dachrinne in die Kanalisation gelangt und möglicherweise im Bereich eines Bogenanschlusses das Fallrohr oder Abwasserrohr verstopft. Im Gegensatz zum Laubfanggitter darf beim Laubfänger, einem siebartigen Einsatz im Fallrohr, das Laub zunächst in das Fallrohr geschwemmt werden. Dort sammelt es sich in dem Sieb, das regelmäßig entleert werden muss. Die Hersteller bieten verschiedene Systeme an. Die Entleerung erfolgt entweder, in dem ein Schiebestück hochgeschoben (Foto LempHirz) oder eine in das Fallrohr eingebaute und wasserdicht verschlossene Klappe geöffnet wird.

Laubfanggitter

auch: Laubfang-Gitter,, Laub-Fanggitter

laubfang.jpg

Biegsames, engmaschiges Gewebe aus Kunststoff oder Metall, das in Dachrinnen geklemmt wird, damit sich der Abfluß im Herbst nicht durch herumfliegende Blätter zusetzt. Verschiedene Hersteller bezeichnen ihre derartigen Systeme auch als "Laubschutz".

Laubholz

auch: Laubhölzer

Holz von laubtragenden Bäumen. Wichtige europäische Hölzer sind beispielsweise Ahorn, Birke, Eiche, Esche, Kirschbaum, Birnbaum, Nußbaum oder Pappel.

Laubholzlauge

siehe Holzlauge

Laubholzsortierung

Laubrente

auch: Laubrenten

Die Laubrente ist ein merkwürdiger juristischer Begriff aus dem Nachbarschaftsrecht. Bäume, die auf einem Grundstück stehen und deren Laub den Garten eines Nachbarn außergewöhnlich beeinträchtigen, können vom Baumbesitzer eine Entschädigung für die Beseitigung der herbstlichen Blätter verlangen, die sog. Laubrente. Diese wird auch fällig, wenn das Laub die Dachrinnen des Nachbarn verstopft. Ob Gemeinden und Städte eine Laubrente zahlen müssen, wenn im öffentlichen Raum - etwa auf einem Bürgersteig - Bäume stehen, die eine Dachrinne verstopfen, ist strittig.

Laubsäge

auch: Laubsägebogen, Laubsägebrettchen, Laubsägezwinge, Laubsägen

laubsaege.jpg

Eine Laubsäge besteht aus dem Laubsägeblatt und dem Laubsägebogen. Mit dieser Handsäge lassen sich beispielsweise feine Sägearbeiten im Modellbau durchführen. Dazu wird das Werkstück auf ein Laubsägebrettchen gelegt und mit einer Laubsägezwinge an der Werkbank befestigt.

Laubsägeblatt

auch: Laubsägeblätter

Das Laubsägeblatt ist ein ganz feines Sägeblatt, das in den Laubsägebogen eingespannt wird und das das Sägen von ganz feinen Konturen ermöglicht. Das Sägeblatt kann auch rund sein, so dass in alle Richtungen gesägt werden kann.

Laubsägebogen

siehe Laubsäge.

Laubsägebrettchen

siehe Laubsäge.

Laubsägezwinge

siehe Laubsäge.

Laubsauger

laubsauger.jpg

Gartengerät zum Saugen, Blasen und Häckseln von Laub, Tannenzapfen, Papier und anderen Unrat. Es ist somit genau das richtige Gerät für jeden, der einen Garten mit vielen Laubbäumen besitzt oder gerne Parties feiert und zu faul ist die ganzen Papierabfälle mit der Hand aufzusammeln. Der Laubsauger wird mit einem Tragegurt geschultert. Das eingesaugte und im Häcksler zeerkleinerte Gut wird in einem Fangsack gesammelt.

Laubschutz

Laubstab

auch: Laubstäbe

Bei einem Laubstab handelt es sich um eine geschnitzte Verzierung an Schwellen und Ständern von Fachwerkhäusern. Als Schnitzwerk kamen Blattornamente mit Ranken, die sich z.B. in der ganzen Länge der Schwelle windet. Bei den Blättern kann es sich um Eichenlaub, Efeu oder Distellaub handeln. Der Laubstab wird als gotisches Stilelement angesehen, da er die typische Naturverbundenheit dieser Epoche zum Ausdruck bringt. Diese Naturverbundenheit ist auch bei vielen Steinbauten dieser Zeit zu bewundern.

Läufer

laeufer.jpg

Ein Läufer ist ein Mauerstein, den man bei der Maueransicht von der Seite sieht. Im Gegensatz dazu steht der Binder, von dem man beim gemauerten Verband lediglich die Kopfseite sieht.

Läuferschicht

auch: Läuferschichten

Läuferverband

auch: Läuferschicht, Läuferverbände

mauer05.gif mauer06.gif

Aus Läufern bestehen alle Schichten beim Läuferverband. Im Normalfall werden zwei übereinander liegende Mauersteine mit einem Versatzmaß von 1 am oder ½ am angeordnet. Das Mindestversatzmaß liegt bei 4,5 cm. Hauptsächlich 11,5 cm dicke Wände aus kleinformatigen Steinen werden im Läuferverband hergestellt. Aus einer Kombination von klein- und mittelformatigen Steinen lassen sich 30 cm dicke Wände mauern. Im Läuferverband lassen sich auch großformatigen Steine mit einer Dicke von 24 cm, 30 cm oder 36,5 cm mauern.

Laufinsel

auch: Laufinseln

Eine Ausgleichsschüttung darf nach dem Ausbringen nicht mehr betreten werden. Sollen nun zum Beispiel Trockenestrichplatten verlegt werden, helfen sogenannte Laufinseln dabei, auch die von der Tür abgewandten Seite zu erreichen. Als Laufinseln können z.B. Reste von Gipsfaser- oder Gipskartonplatten fungieren. Die Laufinseln sorgen für eine Druckverteilung, so dass keine Abdrücke in der Ausgleichsschüttung zu sehen sind.

Laufkatzausleger

auch: Laufkatze

laufkatzausleger.jpg

Der Laufkatzausleger ist neben Nadelausleger und Knickausleger ein weiterer Turmdrehkrantyp. Beim Laufkatzausleger läuft das Lastseil über eine horizontal verfahrbare Seilzuglaufkatze. Die Winde, die die Laufkatze bewegt, sitzt am Auslegerfußstück oder im Gegenausleger. Das Schwenkwerk kann über oder unter dem Kranturm sein. Der Kranturm kann teleskopierbar sein oder freistehend bzw. mit einer Klettereinrichtung versehen sein. Soll ein Laufkatzausleger verwendet werden, muss dieser alle Hindernisse im Schwenkbereich überragen. Seine Vorteile liegen im horizontalen Lastweg, der die Bedienung des Kranes erleichtert und mit relativ geringem Leistungsaufwand für das schnelle Verfahren der Laufkatze sorgt. Die Abbildung zeigt einen Laufkatzausleger des Herstellers Zeppelin Baumaschinen.

Lauflinie

auch: Lauflinien

Die Lauflinie ist eine gedachte Linie, die den üblichen Weg einer Treppe angibt. Die zeichnerische Darstellung im Grundriss gibt die Laufrichtung der Treppe an. Der Punkt kennzeichnet die Vorderkante der Antrittsstufe, der Pfeil die Austrittsstufe. Das Steigungsverhältnis einer Treppe darf sich in der Lauflinie nicht ändern.

Laufplattentreppe

auch: Laufplattentreppen

Die Laufplattentreppe ist eine häufig beim Hausbau verwendete Treppenart. Laufplattentreppen bestehen aus einer (Lauf-) Platte aus Stahlbeton mit aufgesetzten (betonierten) Stufen oder aus Stahlbetonfertigteilen. Der Belag der Treppe kann direkt aufgebracht werden. Der Vorteil einer Laufplattentreppe liegt darin, dass sie sofort nach der Montage benutzt werden kann und während des Hausbaus zur Verfügung steht. Nichts ist nerviger, als wenn die ganzen Baumaterialien über eine wackelige Sprossenleiter nach oben gebracht werden müssen. Nach Fertigstellung der Innenausbauarbeiten kann die Treppe mit Fertigstufen aus Kunststein, Naturstein wie Granitplatten oder Holz belegt werden. Die Laufplattentreppe gibt es als Stahlbetonfertigteil, was sich bei komplizierteren Formen als Vorteil erweisen kann, wenn diese nicht auf der Baustelle geschalt und gegossen werden müssen. Gerade Treppen zum Beispiel als Kellertreppe kann der ambitionierte Heimwerker aber durchaus auch selbt herstellen. Es werden lediglich Schaltafeln für den Treppenlauf, Schalbretter für die aufbetonierten Stufen, Kanthölzer zum Abstützen und Stahlmatten für die Bewehrung benötigt. Und Beton braucht es natürlich auch.

Laufrollen

auch: Laufrolle

siehe Lenkrollen

Laufrost

auch: Laufroste

laufrost.jpg

Ein Laufrost ist einerseits identisch mit einem Steigrost, wie es Dachdecker einbauen, um ein Begehen von Steildächern zu ermöglichen. Andererseits wird unter einem Laufrost auch ein Gitterrost verstanden, dass in Laboren, Getränkebetrieben, Kellereien usw. ausgelegt wird, damit das Personal nicht in Wasserpfützen stehen muss. Laufroste können auch aus Holz gefertigt sein und als Laufzonen in Saunen oder Badeanstalten dienen.

Laufwasserkraftwerk

auch: Flusskraftwerk, Ausleitungskraftwerk, Grundleistungskraftwerk, Laufwerkwerke

Bei einem Laufwasserkraftwerk wird die Strömung eines Flusses oder Kanals ausgenützt. Das Wasser wird dabei mittels einer Wehranlage aufgestaut. Der durch die Stauung entstehende Höhenunterschied wird zur Stromerzeugung genutzt. Die Wasserführung der meisten größeren Flüsse unterliegt wenig Schwankungen, so dass ein solches Kraftwerk zur Grundlast-Stromerzeugung (24 Stunden am Tag gleichbleibende Leistung) eingesetzt werden kann. Daher werden solche Kraftwerke manchmal auch als Grundleistungskraftwerke bezeichnet. Laufwasserkraftwerke unterscheidet man auch nach der Anordnung im Gelände: Bei einem Flusskraftwerk wird der Flusslauf durch ein Wehr aufgestaut. Das im Flusslauf integrierte Flusskraftwerk nutzt das gesamte Flusswasser und führt es wieder direkt zu, eine Mindestwasserregelung ist daher nicht notwendig. In einem Ausleitungskraftwerk befindet sich im Flusslauf ein Wehr, an dem das Wasser gestaut und durch einen separaten Triebwasserkanal ausgeleitet wird. Auf diesem Weg wird es der Wasserkraftanlage zugeführt und anschließend wieder in den Flusslauf eingeleitet. Im natürlichen Flussbett verbleibt der nicht durch die Wasserkraft genutzte Restwasseranteil. Die so genannte Mindestwasserführung regelt, dass eine bestimmte Restwassermenge im Gewässerbett nicht unterschritten werden darf.

Laufzeit

Unter der Laufzeit eines Kredits versteht man den Zeitraum von der Auszahlung der Darlehenssumme bis zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens. Bei der Immobilienfinanzierung kann die Laufzeit mehrere Jahrzehnte betragen.

Lava

lava.jpg

Wenn Magma, also das glutflüssige Gestein des Erdinnern, an die Erdoberfläche kommt und dann erkaltet, spricht man von Lava oder Lavagestein. Dieses wird in Gasgrills verwendet, um ein direktes Einwirken der Gasflamme auf das Grillgut zu verhindern. Lava mit seinem grobporigen Gefüge wird auch in der Bauwirtschaft in stark geblähter Form als Leichtzuschlag genutzt. Auch im Tiefbau und im Sport- und Spielplatzbau wird Lava eingesetzt, nämlich als Frostschutz- und Schottertragschicht sowie im Landschaftsbau als Pflasterunterlage und zur Drainage. Auch Trockenmauern können aus Lavagestein errichtet werden. Lava muss nicht grundsätzlich an der Erdoberfläche liegen. In der Eifel wird noch in großem Maße Lavagestein abgebaut, das im Laufe der Jahrtausende von anderen Erdschichten überdeckt worden ist (Foto: Lava Stolz GmbH).

L-Beschlag

auch: L-Beschläge

l-beschlag.jpg

Der L-Beschlag gehört zur Gruppe der Holzverbinder und dient dem Befestigen von kleineren Pfosten und Latten etwa beim Bau eines Sichtschutzzauns oder einer Pergola. Er ist in feuerverzinkter oder verchtromter Ausführung erhältlich.

Leckortung

auch: Leckortungen

Wasser findet generell immer das kleinste Leck, um in das Haus oder die Hauskonstruktion zu gelangen. Die Leckortung ist nicht einfach, da Ort des Schadens und Wassereintritt meterweit auseinander liegen können. Da ist es sehr unangenehm, wenn Wand oder Fußboden komplett aufgeklopft werden müssen, um das Leck zu finden. Das muss nicht sein, denn es gibt mehrere Methoden der zerstörungsfreien Leckortung. Diese werden häufig auch in Kombination miteinander eingesetzt. Es gibt Methoden der Leckortung sowohl für Wasserleitungen als auch für Flachdächer. Bei der Leckortung bei wasserführenden Leitungen kommen die Horchmethode, Feuchte-Suchmethode, Temperatur-Differenz-Suchmethode oder Spürgastechnik zum Einsatz. Zum Aufspüren von Leckstellen bei Flachdächern kommen Stromimpulsmessung oder Rauchgasuntersuchung zum Einsatz.

Lecksuchspray

Hochempfindliches Schaumspray zum Auffinden undichter Stellen an allen Leitungen die unter Druck stehen. Bestens geeignet für Rohrleitungen, Armaturen Verschraubungen, Gas-, Brems- und Hydraulikleitungen. Starke Schaumbildung zeigt undichte Stellen an.

LED

auch: Leuchtdiode, LEDs

Leuchtdioden oder LEDs - (light emitting diodes) basieren auf Halbleiterverbindungen, die Strom direkt in Licht umwandeln. Ströme von wenigen Milliampere reichen bereits aus. Sie sind äußerst robust und erreichen eine Lebensdauer von etwa 100.000 Stunden, das heißt bei 24 Stunden Betrieb leuchten sie elf Jahre lang, und das mit konstanter Helligkeit. Der Markt für Leuchtdioden ist groß, denn ihre Vorteile überzeugen. Sie sind klein, leicht, unzerbrechlich, langlebig und leistungsstark. Bei der Entsorgung haben sie einen wichtigen Vorteil - sie enthalten kein Quecksilber. In rot, grün oder gelbgrün gibt es sie schon lange, in blauer Farbe kamen sie erst vor wenigen Jahren auf den Markt. Inzwischen ist es auch gelungen, LEDs in weißer Farbe herzustellen. Die Einsatzbereiche von Leuchtdioden sind vielfältig. Neben LED-Signalanlagen und tageslichtfähigen Grossdisplays werden LEDs in stark steigendem Maße für die Wohnraumbeleuchtung eingesetzt.

Lederleim

auch: Lederleime

Lederleim wird wie der Knochenleim aus tierischen Abfällen gewonnen, mit dem Unterschied, dass in diesem Fall keine Knochen, sondern Tierhäute verwendet werden. Dieser Holzleim wird nur noch für Restaurationsarbeiten verwendet.

Legierung

auch: Legierungen

Legierungen sind Endprodukte, die sich aus mindestens zwei, wenn nicht drei oder mehr anderen Materialien zusammensetzen. Unter einer Legierung wird meist eine Verschmelzung verschiedner Metalle verstanden, was aber so nicht ganz richtig ist. Stahl zum Beispiel besteht aus einer metallisch-chemischen Verschmelzung, nämlich aus Eisen und Koglenstoff. In aller Regel geht es aber im Baubereich um metallische Legierungen wie etwa Messing oder Lötzinn.

Legionellen

Legionellen sind Bakterien, die ihren Lebensraum im Wasser haben. Sie leben in natürlichen Gewässern (Süsswässern) wie Grundwasser, Oberflächenwasser, Quellwasser und Regenwasser, besiedeln aber auch jegliche Form von künstlichen Systemen wie verschiedene wasserführende haustechnische Anlagen, in die sie mit der direkten Wasserzufuhr gelangen. Sie bevorzugen eher wärmeres, stagnierendes Wasser. Bei Temperaturen ab 50°C wird ihr Wachstum gehemmt, bei Temperaturen über 60°C werden sie abgetötet. Ideale Bedingungen für eine Vermehrung von Legionellen geben mit Wasser benetzte Oberflächen, z.B. Rohre und Armaturen. Eine Gesundheitsgefährdung besteht dann, wenn legionellenhaltiges Wasser als Aerosol, d.h. feinste Wassertröpfchen, mit der Luft eingeatmet wird. Damit stellen sanitäre Einrichtungen, insbesondere Duschen, lüftungstechnische Anlagen (Klimaanlagen, Luftbefeuchter), Industrieanlagen (Kühltürme) sowie Warmsprudelbecken eine potentielle Gefahr dar. Der Genuss von Wasser als Trinkwasser stellt kein Risiko dar. Ein erhöhtes Infektionsrisiko haben Personen mit ausgeprägter Abwehrschwäche, Ältere, Personen mit schweren Grunderkrankungen (z.B. Lungen-, Herz- und Nierenerkrankungen, Diabetes, Leberzirrhose, Krebserkrankungen, entzündliches Rheuma) sowie starke Raucher. Männer über 50 erkranken häufiger als Frauen der gleichen Altersgruppe.

Legionellenschutz

Als Legionellenschutz werden Maßnahmen bei der Trinkwasserinstallation zum Schutz vor Legionellen verstanden. Eine Maßnahme zum Legionellenschutz ist die Hitze-Entkeimung. Hierbei wird das gesamte System regelmäßig mehr als 30 Minuten lang mit über 70° Celsius warmen Wasser durchgespült. Dabei wird das gesamte System von Bakterien befreit - allerdings nur kurzfristig. Die Entkeimung muss regelmäßig alle zwei bis drei Wochen wiederholt werden. Alternativ kann man mit der Kupfer-Silber-Ionisierung des Wassers dauerhaft Herr des Problems werden. Mit einer Elektrolyseeinheit wird das Wasser in geringen Mengen mit Kupfer- und Silberionen versetzt, die für die Legionellen, nicht aber für den Menschen schädlich sind. Die Elektrolysezellen müssen regelmässig entkalkt und überprüft werden. Bei einer zu hohen Konzentration der Ionen ist sonst eine Verfärbung des Wassers sowie der Sanitärkeramik denkbar. Für kleine Leitungssysteme ist auch die Behandlung des Wassers mit UV-Strahlen realisierbar. Die UV-Strahlen schädigen das Erbgut der Legionellen. Auch bei solchen Geräten ist eine regelmäßige Wartung Pflicht. Auch die Hyperchlorierung des Leitungssystems ist eine funktionierende Methode, um die lästigen und gefährlichen Bakterien zuverlässig loszuwerden. Allerdings hat dieses Verfahren einen entscheidenden Nachteil und das sind die Folgekosten. Da die Legionellen relativ unempfindlich auf Chlor reagieren, muss man den Chlor relativ hoch dosieren - und das führt zu einer starken Korrosion an den Rohren. Die Zahl der "Rohrbrüche" dürfte als Folge also ansteigen. Außerdem ist noch ein gesundheitliches Aspekt zu beachten: Durch die hohe Chlorierung steigt auch die Gefahr der Bildung von unerwünschten, krebserregenden Stoffen in Folge der Korrosion.

Legschindel

auch: Schwardach, Landerdach, Legschindeln

Urform der Schindel aus Holz, insbesondere aus Eichen- und Lärchenholz. Die mit einem Spaltbeil gespaltenenen (nicht gesägten) Legschindeln werden auch heute noch hergestellt und verarbeitet. Sie haben meistens eine Fase, damit das Wasser besser ablaufen kann und nicht hinter die Schindel kriecht. Legschindeln werden durch Gesteinsbrocken gehalten. In Alpendörfern sieht man öfters noch diese traditionelle Art der Dacheindeckung. Gelegentlich bezeichnet man das Legschindeldach auch als „Schwardach“, im Schwarzwald und im Allgäu auch als Landerdach.

Legstufe

auch: Legstufen

siehe Plattenstufe.

Lehm

staken.gif

Lehm ist der Urbaustoff der Menschheit. Lehmbauten z.B. in Nordafrika und Arabien haben Jahrhunderte überdauert. Lehm ist das Verwitterungsprodukt aus einer Mischung von Ton, Schluff, Sand, und Kies. Die bindigen Bestandteile sind Ton und Schluff, die "rolligen" Bestandteile sind Sand und Kies. Früher hatten viele Dörfer eigene Lehmgruben, aus denen die Bewohner praktischerweise gleich das Lehmmaterial beziehen konnten, um damit die Holzstakungen in Fachwerkhäusern zu bewerfen und anschließend die Gefache mit Lehm zu verputzen, wie auch Lehmböden heute noch in alten Kellern anzutreffen sind. Im Zuge des Erstarkens ökologischer Bauweisen wurde Lehm wieder entdeckt, da er Luftfeuchte aufnehmen, speichern und bei trockener Witterung wieder abgeben kann. Mit Lehmputz versehene Innenräume halten deshalb eine ziemlich konstante Luftfeuchte von 45 %, was als gesundes Raumklima gilt. Fertige Mischungen für Lehm und Lehmputze werden inzwischen von der einschlägigen Industrie angeboten. Die Holzstakung (andere Schreibweise auch Staakung) besteht aus Hölzern, die senkrecht zwischen in die Gefache eines Fachwerkhauses eingelassen und anschließend mit Ruten umflochten werden. So entsteht ein natürliches "Trägerrost", welches mit Lehm beworfen wird. Fie Fachleute bezeichnen das Verfahren als Lehmschlag. Holzstakungen werden auch heute noch bei der Restaurierung historischer Fachwerkhäuser angefertigt. Auch neuerbaute Fachwerkhäuser können, wenn der Bauherr dies wünscht, mit Staken ausgebaut werden, dann sind aber, was die Innendämmung betrifft, erhebliche Auflagen nach der EnEV zu erfüllen. Daß ein mit Lehmschlag ausgekleides Gefach natürlich auch mit einem Lehmputz verputzt werden muss, ist selbstverständlich.

Lehmbau

lehmbau.jpg

Das Bauen mit Lehm war einige Jahre völlig aus der Mode. Lehm als Bausstoff schien überflüssig (zumindest in Deutschland) und wurde von anderen Baumaterialien verdrängt. Seit einigen Jahren jedoch wird der Baustoff Lehm wieder vermehrt von Bauherren und Architekten eingesetzt. Die Gründe hierfür sind eigentlich logisch. Lehm ist ungiftig und hat wegen seines hohen Feuchtespeichervermögens einen sehr angenehmen Einfluss auf das Wohnklima. Zudem hat Lehm eine unbegrenzte Lebensdauer und ist ein "geduldiger" Baustoff. So kann beispielsweise die Bearbeitbarkeit bei Lehmputz durch Anfeuchten sehr lange ausgedehnt werden. Ein großer Vorteil vor allem für Häuslebauer, die durch Eigenleistung vieles selbst machen wollen. Und nicht zuletzt wird beim Lehmbau nur sehr wenig Primärenergie eingesetzt, da die Lehmbaustoffe in aller Regel an der Luft trocknen.

Lehmbauplatte

auch: Lehmbauplatten

Hauptbestandteil von Lehmbauplatten ist Lehm bzw. Ton. Dieser wird entweder durch eine Schilfrohrmatte armiert oder durch Stroh- bzw. Holzfasern (Sägespäne) stabilisiert. Ferner können weitere pflanzliche oder mineralische Zuschläge enthalten sein. Die Platten werden nicht wärmebehandelt, so dass die positiven Eigenschaften des Lehms erhalten bleiben. Lehmbauplatten weisen sehr gute Schallschutzeigenschaften auf. Ferner wirken sie regulierend auf Feuchtigkeit und ihre Oberfläche wird als "warm" empfunden. Eine weitere Eigenschaft ist ihre Fähigkeit, Geruch zu absorbieren und Strahlung abzuschirmen. Die Einstufung in die Baustoffklassen schwankt je nach Ausführung zwischen B1 - brennbar - und A1 - nicht brennbar. Lehmbauplatten werden zur Erstellung von Wand- und Deckenverkleidungen und Vorsatzschalen. Die Lehmbauplatten werden auf ein Stahlprofil oder Holzrahmenkonstruktion mit Hilfe von Schrauben oder Nägeln montiert. Bei Deckenverkleidungen müssen je nach Lehbauplatten-Typ mit Unterlegscheiben gearbeitet werden. Die Stöße müssen mit einem Jutegewebe oder Glasfasergewebe armiert und mit einem Lehm-Feinputzmörtel verspachtelt werden. Anschließend kann die Lehmbauwand mit einem Lehmputz behandelt werden.

Lehmestrich

Als Lehmestrich wird ein Estrich bezeichnet, der aus feuchtem Lehm und eventuell Faserstoffen wie Strohhäcksel oder Kuhhaaren hergestellt wird. Die Herstellung erfolgt schichtenweise in einer Dicke von 8 bis 20 cm. Die nach dem Trocknen der jeweiligen Schicht auftretenden Risse werden wieder so lange zugestampft, bis keine Risse mehr auftreten. Wird harter Estrich gebraucht, mengt man der obersten Schicht Rinderblut und Asche bei. Verwendung findet Lehmestrich bei landwirtschaftlich genutzten Gebäude, Ställen oder Getränkekellern.

Lehm-Feinschlämme

siehe Feinschlämme.

Lehm-Mauermörtel

Lehm-Mauermörtel eignet sich sowohl zum Vermauern von Lehmsteinen, als auch von gebrannten Ziegeln oder Natursteinen. Nicht geeignet ist er für nichtsaugende Oberflächen wie zum Beispiel Metall oder Kunststoff. Er besteht aus Lehm und Sanden verschiedener Körnung. Leichtlehm-Mauermörtel wird zusätzlich mit Faserzuschlägen gemagert. Er bindet ab durch einfache Trocknung. Lehmbaustoffe sind keine DIN-Materialien, weshalb sie keine statischen Aufgaben übernehmen dürfen.

Lehmputz

auch: Lehmputze

Lehmputze werden nicht nur beim Bau oder der Sanierung eines Fachwerkhauses verwendet, sondern erfreuen sich wegen ihres großen Puffervermögens, also der Fähigkeit, Feuchte aufzunehmen und wieder abzugeben, steigender Beliebtheit. Sie können bei ausreichend rauhen Oberflächen auch auf Ziegel-, Naturstein-, Kalksandstein oder Betonflächen geputzt werden. Lehmputze bestehen überwiegend aus Sand und Schluff und sollten nur soviel Ton enthalten, dass ihre Haftfähigkeit und Bindekraft ausreichend ist, was schon bei einem Tonanteil von nur 5 % der Fall sein kann. Mehr als 12 % Tonanteil führt in der Regel zu Trockenschwindrissen.

Lehmschlag

Das Aufbringen von Lehm auf eine Holzstakung im Fachwerkbau. Der Lehm wird dabei beidseitig von unten nach oben auf das Stakungsgeflecht aus Holzstaken und Ruten geworfen ("geschlagen").

Lehmschüttung

auch: Lehmschüttungen

Lehmschüttungen sind im wesentlichen rieselfähige, erdfeucht zu verarbeitende Mischungen aus aufbereitetem Lehm und verschiedenen mineralischen Zuschlägen für Decken- und andere Verfüllungen, bei denen ein hohes Raumgewicht erforderlich ist. Die Art der Zuschläge richtet sich nach den jeweiligen Anforderungen an das Material und an das Bauteil: Sandige Zuschläge erleichtern die Verarbeitung, weil das Material kaum noch an Werkzeugen, Förderanlagen, etc. kleben bleibt. Kiesige bis grobsteinige Mischungen weisen bei entsprechender Verdichtung einen minimalen Schwund auf und sind daher besonders für Stampfarbeiten geeignet.

Lehmstake

siehe Holzstakung.

Lehmstampfbauweise

auch: Stampflehmbauweise

Bei dieser Bauweise mit Lehm wird schichtweise erdfeuchter Lehm in vorbereitete Schalungen für Wände eingefüllt und anschließend festgestampft. Die Einfülltiefe beträgt pro Schicht etwa einen halben Meter. Der Lehmbau gilt als eine der ältesten Bauarten und findet sich insbesondere in regenarmen Gebieten wie zum Beispiel in Nordafrika oder am Indus. In Mitteleuropa gilt Lehmbau heute als eine ökologische Naturbauweise, die immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Lehmwickel

Besonders im 19. Jahrhundert weit verbreitete Verfüllung des Einschubs von Holzbalkendecken. Lehmwickel wurden aus minderwertigem Abfallholz, dass bei der Durchforstung massenweise anfällt, durch Aufspalten hergestellt, wobei die Rinde dran blieb. Auf der Baustelle wickelte man vorher in Lehmschlamm gebadetes langes Stroh als Wickel (oder Windel) um die Staken herum und baute sie in die Nuten zwischen die Deckenbalken eingeschoben als Einschubboden ein. Dabei abstehendes Material wurde beim Einbau der Wickel auf der Ober- und Unterseite an die zuvor eingebauten Wickel übergeschlagen und glatt gestrichen. Hierauf, auf den Einschubboden, kommt später dann der Strohlehm in die Deckenfelder.

Lehmziegel

Lehm ist ein natürlicher, sehr vielfältiger Baustoff, den es schon lange vor Ton und gar Beton gab. Noch immer wohnt etwa ein Drittel der Menschheit in Häusern aus Lehm. In unseren Breitengraden ist der Lehm jedoch ein Baustoff, den man sehr wenig kennt und der von Architekten und Bauplanern kaum berücksichtigt wird. Erst in den vergangenen Jahren hat der Wunsch nach umweltschonendem Bauen und gesunden Wohnen dem Werkstoff Lehm zu einer Renaissance verholfen. Das Material hat sich seit Jahrtausenden als lebensfreundlich bewährt und besticht insbesondere durch die Verbindung mit Naturprodukten wie Hanf, Kork und Schilf oder durch innovative, selbstbaufreundliche Entwicklungen. Zur Herstellung von Lehmziegeln wird Lehm mit Wasser und Pflanzenfasern vermischt, meist mit zerkleinerten Strohhalmen und anschließend an der Luft getrocknet. Luftgetrocknete Lehmziegel sind der älteste von Menschenhand geschaffene Baustoff.

Lehrbogen

lehrbogen.jpg

Der Lehrbogen ist Teil eines Lehrgerüstes und wurde vormals aus Latten und Balken genagelt, wobei der Lehrbogen beim Mauern eines Rundbogens oder Spitzbogens als Stütz­kons­truk­tion diente - siehe Zeichnung. Gemauerte Bogen werden heute nur noch bei Sanierungsarbeiten im Bereich denkmalgeschützter Bauten angelegt. Wer Fenster- und Türöffnungen in Bogenform haben will, verwendet dazu Beton-Fertigelemente.

Lehrenstein

auch: Lehrensteine

Um ein einheitliches Pflasterbild zu bekommen sollte man möglichst Lehrensteine versetzen. Dies sind Steine, an denen sich die anderen Steine ausrichten.

Lehrgerüst

auch: Lehrgerüste

lehrgeruest01.jpg

Wenn ein größeres Gewölbe gemauert werden soll, wie es im Bauwesen unserer Vor­fahren sozusagen Stan­dard war, muss ein Lehrgerüst kon­struiert werden. Das Lehr­gerüst stützt den meist aus Ziegel­steinen ge­mauerten Bogen, bis der Mörtel ab­gebunden hat. Das klas­sische Lehrgerüst besteht aus Kreuz­hölzern, die einen regel­rechten Quer- und Längs­verband auf­weisen. Auf diese Hölzer werden die ein­zelnen Lehr­bogen (Rippen) gesetzt, über die 4 bis 6 cm starke Latten im Abstand von 2,5 cm zur Auf­nahme der Wölb­steine gelegt werden. Die Latten müssen bei den Gewölbe­anfängen an den Bogen an­genagelt werden. Das Lösen des Lehr­gerüste vom gemauerten Gewölbe­bogen geschieht durch vor­sichtiges Ab­senken, weshalb die tragenden Balken des Gerüstes auf Schraub­winden ruhen, die gleich­mäßig niedriger ge­schraubt werden. Unsere Ab­bildung zeigt das Lehr­gerüst eines Korb­bogens.

Leibrente

auch: Leibrenten

Unter einer Leibrente wird eine wiederkehrende Zahlung verstanden, die bis zu einem bestimmten Ereignis gezahlt wird. Dieses Ereignis ist in der Regel der Tod der Leibrente empfangenden Person. Leibrenten gibt es seit Jahrhunderten. Fürsten setzten sie zum Beispiel aus, um einem mittellosen, aber hoch verdienten Künstler eine Existenzgrundlage zu geben oder dessen Lebensabend zu verschönern. Leibrenten nach § 759 BGB gehen heutzutage jedoch fast nur noch einher mit einer "Gegengabe", nämlich dem Verkauf eines Eigenheims an eine Privatperson oder an eine öffentliche Institution. Ein 85-jähriger Villenbesitzer wird beispielsweise durchaus eine Stadtverwaltung finden, die ihm die Immobilie gegen eine Leibrente abkauft, wenn sich die Villa in einer städtebaulich interessanten Lage befindet.

Leibstuhl

auch: Nachtstuhl, Zimmerklosett, Leibstühle

Der Leibstuhl ist ein Stuhl mit einem eingebauten Nachttopf, wie er heutzutage nur noch in Krankenhäusern zu finden ist. Früher, als die Toiletten noch nicht bequem im Haus waren, gab es ihn vor allem in den besseren Kreisen. Leibstühle waren zum Teil mit sehr aufwendigen Schnitzereien versehen. An europäischen Höfen gab es die modische Variante eines Leibstuhls mit Samtpolstern für den königlichen Allerwertesten.Weitere Bezeichnungen für Leibstuhl sind Nachtstuhl oder Zimmerklosett.

Leibung

Oft gebräuchliche, dennoch aber falsche Schreibweise von Laibung

Leichtbau

Leichtbau ist ein Oberbegriff für die Verwendung besonderer Baustoffe (Leichtbaustoffe wie Leichtmetall, Leichbeton, Leichtziegel usw.), Bauweisen und Bauformen (Hohlprofile, Sandwichbauweise) bei der Konstruktion tragender Elemente im Hochbau. Dabei ist es große Tragfähigkeit bei gleichzeitig geringem Gewicht ein Ziel.

Leichtbauplattennagel

auch: Leichtbauplattennägel

lbpnagel.gif

Leichtbauplattennägel werden zur Befestigung von Wand- und Deckenelementen verwendet, sowie zur Befestigung von Wärmedämmplatten auf Holz oder leichtem Mauerwerk. Sie besitzen eine runde oder quadratische Kopfplatte.

Leichtbauplattenstift

leichtbauplattenstift.gif

Dieser Stift ist ein Verwandter des Scheibenkopfnagels, verfügt allerdings über kein Gewinde. Die bis zu 100 mm langen Nägel mit ihren Kopfscheiben von etwa 20 mm Durchmesser dienen der Befestigung von porösen Materialien wie Styropor, Glaswolle, Schaumstoffen, Presspappen und Leichtbauplatten.

Leichtbeton

auch: Leichtbeton-Deckenplatten, Leichtbeton-Wandelemente

Beton mit einer Rohdichte von höchstens 2,0 Kg/dm³ und einem Zuschlag aus dichtem oder porigem Gefüge wie beispielsweise Bims wird als Leichtbeton bezeichnet. Gegenüber normalem Beton besitzt Leichtbeton einen wesentlich höheren Porenanteil. Auch in Zusammensetzung und Eigenschaften unterscheidet sich Leichtbeton erheblich vom Normalbeton. Es gibt verschiedene Arten von Leichtbeton, die sich durch ihre Porigkeit unterscheiden. Zu den Leichtbetonarten gehören Porenbeton oder Bims-Leichtbeton. Aus Leichtbeton werden z.B. Deckenplatten oder ganze Wandelemente hergestellt. Ähnlich wie Fertighäuser lassen sich damit auch massive Systemhäuser in kurzer Zeit errichten.

Leichtbeton-Deckenplatten

auch: Leichbetondecken

siehe Leichtbeton.

Leichtbetonstein

auch: Leichtbetonsteine

Die erhöhten Anforderungen der Energieeinsparverordnung verlangen ein hochdämmendes Mauerwerk. Das Geheimnis des Erfolgs ist die Luft, die eine hervorragende Wärmeschranke darstellt. Lufteinschlüsse werden bei Leichtbetonsteinen durch spezielle Leichtzuschläge wie z.B. Naturbims, Hüttenbims, Blähton oder Blähschiefer erreicht. Diese werden mit Wasser und Zement zu Leichtbetonsteinen verarbeitet. Ihre Wärmeleitung ist so gering, dass eine zusätzliche Dämmung nicht unbedingt erforderlich ist. Dadurch ist der Leichtbetonstein ein homogener und preiswerter Baustoff für den Mauerwerksbau, der durch die einfache Verarbeitung auch Arbeitszeit einspart. Leichtbetonmauerwerk kann im Bereich Schallschutz, Feuchteschutz und Brandschutz mit guten Werten überzeugen und ist als umweltverträglicher Baustoff einzuordnen. Leichtbetonsteine müssen immer verputzt oder verkleidet werden. Außen zum Schutz des Materials, innen aus optischen Gründen. Da Leichtbetonsteine eine geringe Kapillarität aufweisen, kann Regenwasser nachträglich nicht in die Steine eindringen. Diese Eigenschaft zahlt sich auch beim Verputzen aus, da dem Putz das Wasser nicht entzogen wird. Vornässen oder Vorbehandlung durch Spritzbewurf ist also nicht notwendig.

Leichtbeton-Wandelemente

auch: Leichtbetonwand,, Leichtbetonwände

siehe Leichtbeton.

leichter Boden

auch: leichte, Böden

Ein leichter Boden ist Sandboden. Der hellgelbe bis dunkelbraune Boden klebt nicht zusammen und rieselt auch im feuchten Zustand durch die Finger. Sandböden bestehen zum Großteil aus Sand, können aber auch einen geringen Lehm- und Humusanteil besitzen. Sie sind gut wasserdurchlässig, sind gut durchlüftet und können gut bearbeitet werden. Die Wasserdurchlässigkeit birgt allerdings Nachteile. Nährstoffe, die eh schon nicht zahlreich im Boden vorhanden sind, können auch durch Düngung kaum zugeführt werden. Sie werden sofort wieder ausgewaschen. Verhindert werden kann dies durch Zugabe von Humus. Auf einem Sandboden gedeihen sehr gut Wurzelgemüse wie Spargel, Möhren oder Rettich. Einige Wildpflanzen wie Acker- und Hasenklee, Sandmohn, Breit- und Spitzwegerich oder Vogelknöterich sind ein Zeichen dafür, dass es sich um Sandboden handelt.

Leichtestrich

auch: Leichtestriche

Unter einem Leichtestrich wird im Allgemeinen ein Estrich mit einer Trockenrohdichte nach 28 Tagen von unter 1 400 kg/m³ verstanden. Er wird in der Regel dazu verwendet, um Unebenheiten des tragenden Untergrundes auszugleichen oder Rohrzwischenbereiche zu füllen. Leichtestrich kann aber auch zur Erreichung einer bestimmten Höhenlage dienen. Bevor weitere Schichten aufgebracht werden, sollte der Leichtestrich Gelegenheit haben, ausreichend auszutrocknen. Hierfür sind je nach Materialdicke und -zusammensetzung sowie Bauklima ca. 14 Tage einzuplanen.

leichte Trennwand

auch: leichte, Trennwände

trennwand.jpg

Die "leichte Trennwand" ist eine Formulierung aus der Architektur. Sie besagt im Grunde das, was der Name auch schon aussagt - eine Trennwand in einem Gebäude aus "leichten" Baustoffen. Das können alle Baustoffe sein, die im Trockenbau verwendet werden. Das können aber auch Wände sein, die aus Porenbetonsteinen (wie auf dem Foto) oder ähnlichen Leichtbausteinen gemauert werden.

Leichtflexkleber

Werbebegriff einschlägiger Hersteller von Flexmörteln bzw. Flexklebern. Mit diesen Bezeichung soll insinuiert werden, dass ein kunststoffvergüteter Zementkleber besonders leicht und "sahnig" zu verarbeiten ist.

Leichtflüssigkeit

auch: Leichtflüssigkeiten

Als Leichtflüssigkeiten werden Flüssigkeiten bezeichnet, die eine geringere Dichte als Wasser besitzen und die darüber hinaus in Wasser nur im geringen Maße löslich sind. Leichtflüssigkeiten sind zum Beispiel Benzin, Diesel und Heizöl.

Leichthochlochziegel

Der Leichthochlochziegel unterscheidet sich vom Hochlochziegel vor allem darin, dass der Tonrohmasse vor dem Brennen porenbildende Zusätze zugefügt werden. Diese verdampfen dann beim Brennen und es bilden sich somit Luftporen, welche die Dämmwirkung erhöhen. Wegen seiner erhöhten Wärmedämmung ist der Leichtlochhochziegel besonderst für die Herstellung von Außenwänden geeignet.

Leichtlanglochziegel

Der Leichtlanglochziegel bzw. die Leichtlanglochziegelplatte sind Mauerziegel, die sich durch eine gute Schall- und Wärmedämmung auszeichnen. Er ist in verschiedenen Größen, Rohdichte und Druckfestigkeitsklassen erhältlich und wird hauptsächlich für Innenwände genutzt. In Deutschland wurde er bis zum Zweiten Weltkrieg produziert und verwendet. Aufgrund seiner mangelnden Stabilität wurde der Leichtlanglochziegel weitestgehend durch den Hochlochziegel ersetzt, bei dem die Löcher senkrecht und nicht parallel zur Lagerfuge verlaufen. In Europa findet man den Leichtlanglochziegel lediglich noch in Südfrankreich oder Italien.

Leichtlanglochziegelplatte

auch: Leichtlanglochziegelplatten

Leichtlehm

Unter Leichtlehm versteht man im traditionellen Bau ein sehr mageren Lehm, der unter wesentlicher Zugabe von Pflanzenfaser (z.B. Hanf, Holzfaser) in den Lehm gewonnen wird. Die Pflanzenfasern verhindern Rissbildung während der Trocknung und später bei Feuchtigkeitsschwankungen. Außerdem hat er einen besseren Wärmedämmwert. Dieser Leichtlehm wird zumeist in Ausfachungen von Fachwerkhäusern verwendet. Der Leichtlehm bezieht sich auf Dichten von 600 kg/m³ bis 1.400 kg/m³. Schwerere Lehmmischungen werden als Massivlehm bezeichnet und kann statische Funktionen übernehmen.

Leichtlehm-Mauermörtel

Leichtlehmschüttung

Unter einer Leichtlehmschüttung bezeichnet man eine Schüttung aus Leichtlehm. Bei einer Leichtlehmschüttung werden aber noch zusätzlich Hanffasern oder Holzspäne zugefügt, so dass eine Leichtlehmschüttung insgesamt noch um einiges leichter ist als Leichtlehm. Eine Leichtlehmschüttung ist für die Füllung aller horizontalen Fächer (Fußböden, Deckenfelder etc.) geeignet und verbessert die Wärme- und Schalldämmung.

Leichtlehmziegel

Leichtlehmziegel werden aus natürlich unbelastetem Lehm und wärmedämmenden Zuschlagstoffen aus Holz, Sägemehl, Perlite, Strohhäcksel oder Recycling-Kork-Schrot hergestellt. Die wärmedämmende Eigenschaften einiger Leichtlehmsteine sind mit denen von Porenbeton vergleichbar. Dazu weisen sie noch viele andere für den Bau wichtige Eigenschaften auf wie beispielsweise holzkonservierend, feuchtigkeitsregulierend, dampfdiffusionsfähig, schalldämmend, wärmespeichernd und wärmeregulierend. Verwendet werden Leichtlehmziegel im ökologischen Hausbau, im Außen- und Innenwandbereich, für Fachwerkausmauerungen oder für Sanierungen verwendet.

Leichtmauermörtel

auch: Leichtmörtel

Durch die Zugabe von Leichtzuschlägen wie Bims oder Blähton, aber auch Blähglimmer, Perlite oder Polystyrolperlen wird die Wärmeleitfähigkeit des Mörtels verringert und damit das Wärmedämmvermögen der Wand erhöht.

Leichtmörtel

Leichtputz

auch: Leichtputze

Putz für besondere Anwendungsgebiete drinnen und draußen. Er wird speziell für hochwärmedämmende Wandbaustoffe wie Leichtziegel, Porenbeton und Leichtbausteine verwendet. Der Putz ist rein mineralisch und besitzt mineralische der organische Leichtzuschlagstoffe. Auch als ein- oder zweilagiger Grundputz zur Aufnahme von Edelputzen wird Leichtputz verwendet. Leichtputze neigen bei Trockenförderung stärker zur Entmischung und können sich elektrostatisch aufladen. Sie wirken auf den ersten Blick hochpreisig, bezogen auf den Materialpreis. Demgegenüber sind Leichtputze bei der Verarbeitung zwischen 10 und 20% billiger, was sich sowohl bei der maschinellen als auch manuellen Verarbeitung bemerkbar macht. Durch den günstigen E-Modul lassen sich einerseits höhere Schichtdicken auftragen und andererseits kritische, zur Rissbildung neigende Untergründe besser verputzen. Außerdem sind Leichtputze sehr geschmeidig, lassen sich deshalb gut aufziehen und ggf. nacharbeiten. Infolge der Leichtzuschläge und/oder Luftporen sind Leichtputze sehr diffusionsoffen und erfüllen damit bauphysikalische Anforderungen. Nach dem Rabbotieren oder Aufrauhen stellen sie einen idealen Untergrund für dekorative Deckputze oder Anstriche dar.

Leichtschalung

Schalungssystem, dessen einzelne Elemente so leicht sind, dass sie von Hand versetzt und montiert werden können.

Leichtspat

Als weißes Erdpigment wird Leichtspat u.a. als Verschnittmittel für viele Anstrichmittel verwendet, die im Innenbereich eingesetzt werden. Gewonnen wird Leichtspat durch Abbau und Feinmahlen von Gipsstein.

Leichtzuschlag

auch: Leichtzuschläge

Zuschlag für Leichtbeton. Die Körner sind porig und haben eine geringe Rohdichte. Dadurch wird das Wärmedämmvermögen erhöht. Leichtzuschläge sind beispielsweise Bims, Hüttenbims, Blähschiefer oder Blähton.

Leim

auch: Leime

siehe Holzleim.

Leimbinder

Gehobelte, keilgezinkte und festigkeitssortierte Holzlamellen werden in Pressen zu Balken verleimt. Das in seinen mechanischen Eigenschaften homogene Produkt findet Anwendung als gerader, gebogener oder sogar räumlicher Balken in allen Formen von Tragwerken. Heute setzt sich die Bezeichnung Brettschichtholz immer mehr durch.

Leimdruck-Tapete

auch: Leimdruck-Tapeten

Tapete, die im sog. Leimdruckverfahren hergestellt wird. Leimdruck-Tapeten gibt es mit verschiedensten farbigen Druckdessins, aber auch einfarbig als sog. Decker- oder Fond-Tapete. Durch Aufdruck einer teigartigen Farbpaste kann eine Leimdruck-Tapete zur Relief-Tapete werden.

Leimentferner

Industriell gefertigtes Mittel, um auch Weißleim dann zu entfernen, wenn er ausgehärtet ist. Leimentferner greifen das Holz nicht an, sofern man nach der Beseitigung der Leimspuren feucht nachwischt. Insbesondere beim vollflächigen Verkleben von Parkett und Laminat tritt immer wieder Weißleim aus den Fugen. Ist der Leim noch flüssig, kann er abgeschabt und der Rest feucht weggewischt werden.

Leimfarbe

auch: Leimfarben

Leimfarbe besteht aus den natürlichen Rohstoffen Leim, Kreide und Wasser. Pflanzlicher Stärkeleim oder Zelluloseleim ist das Bindemittel. Da diese Bindemittel immer wasserlöslich bleiben, kann man die Farbe nicht in Kellern, Küchen oder Bädern verwenden. Die Farbe wird als Pulver gekauft und mit Wasser angerührt. Da der Anstrich nur wischfest ist, wird er vorwiegend für Decken, aber auch an Wände und auf Raufasertapeten verwendet. Nichtsaugende und nichtsandende mineralische Untergründe (Innenputz) sind geeignet für den Anstrich mit Leimfarbe, der in zwei Arbeitsgängen, als Grundierung und mit einer Schlussbeschichtung aufgetragen wird. Leimfarbe ist eine gesundheitlich unbedenkliche Farbe, die preiswert und gut deckend ist. Überstreichen läßt sie sich allerdings nicht. Bevor ein neuer Anstrich erfolgt, muss die alte Farbe restlos abgewaschen werden. Dazu reicht einfaches Wasser.

Leimfuge

auch: Leimfugen

Beim Verleimen von Holzbauteilen ensteht die sogenannte Leimfuge. Diese sollte nach Erhärten des Klebstoffes fester sein als die Festigkeit des zu verleimenden Holzes. Die Festigkeit der Leimfuge wird durch Adhäsion und Kohäsion bewirkt. Kohäsionskräfte entstehen innerhalb des Klebstoffes durch dessen Erhärtung. Adhäsionskräfte hingegen entstehen bei der Berührung von Holz und Leim, also in der Grenzschicht der Leimfuge.

Leimholz

auch: Leimhölzer

Leimholz übernimmt, im Gegensatz zum Brettschichtholz, keine tragende Wirkung. Es wird beispielsweise für Möbel, Raumteiler oder Verkleidungen verwendet. Leimholz ist zu Platten verleimtes Massivholz. Das Holz ist so verleimt, dass es nur noch wenig arbeitet und daher fast wie Plattenmaterial verwendet werden kann.

Leimholzbinder

auch: Leimbinder

leimholzbinder01.jpg

Der Leimholzbinder ist die statisch besonders trag- und biegefeste Variante des Holzbinders. Er besteht aus Leimholz, fachlich richtig auch Brettschichtholz genannt. Leimholzbinder werden im Leimholzbau eingesetzt, um große Dachkonstruktionen mit Breiten von 20, 30 und mehr Metern zu tragen. Im spezialisierten Holzhandel sind Leimholzbinder bis zu Stärken von 20 x 44 cm und Längen bis 16 m ab Lager lieferbar, größere Formate werden eigens angefertigt. Das Foto zeigt die gewaltige Leimholzbinderkonstruktion der Sporthalle in Limoges.

Leimholzplatte

auch: Leimholzplatten

Massivholzplatten aus einzelnen, miteinander verleimten Holzlamellen. Gut geeignet für den Möbelbau.

Leimkreidefarbe

auch: Leimkreidefarben

Leimkreidefarbe ist eine pulverförmige Leimfarbe zum Selbstanrühren für Anstriche auf mineralischen Untergründen im Innenbereich. Leimkreidefarbe eignet sich für Putzflächen und Rauhfaser. Der Untergrund muss trocken, fest, eben, sauber, fettfrei und ohne durchschlagende Inhaltsstoffe sein. Zur Vorbereitung des Untergrunds muss dieser gereinigt und lose sitzende Teile abgekehrt werden.

leimlose Verlegung

Spezielle Bezeichnung aus dem Bereich der Fußbodenoberbeläge. Gemeint ist damit insbesondere, dass Fertigparkett und vor allem Laminate weder mit dem Estrich oder den Estrichverlegeplatten verklebt, noch Nut und Federn der Laminatpaneele bzw. der Parkettelemente miteinander verleimt zu werden brauchen - siehe auch Klicklaminat. Mieter, die solche Oberbeläge leimlos verlegen, können das Fertigparkett bzw. das Laminat problemlos wieder abbauen und die Wohnung wieder in den vom Hausbesitzer oft geforderten Urzustand zurück versetzen. Der Hinweis auf die Wiederverwendbarkeit ist jedoch mehr ein Werbegag. Wann findet man schon eine Wohnung, deren Zimmergrößen cm-genau übereinstimmen? Falls man wegen anders geschnittener oder größerer Zimmer nachkaufen muss, paßt das alte und das neue Material farblich und von der Abnutzung her nicht mehr zusammen.

Leimzange

auch: Schweißzange, Leimzangen

leimzange.jpg

Die Leim- oder Schweißzange ist ein praktisches Hilsmittel beim Verkleben dünner Werkstoffe, Bohren kleiner Teile oder Klemmen beim Schweißen. Sie gibt es in vielen Größen. Die Klemmkraft der Feder ist nicht sehr groß.

Leinöl

Leinöl ist das durch Kalt- oder Warmpressung gewonnene Öl aus dem Samen der Leinpflanze (Flachs). Es hat die Eigenschaft, durch Oxidation mit dem Luftsauerstoff einen elastischen Film zu bilden, der weder durch Wasser noch durch Leinöl wieder zu entfernen ist. Daher wird Leinöl bei Naturfarben häufig als Bindemittel verwendet. Auch bei der Herstellung von Linoleum findet es Verwendung. Aufgebrannt ist Leinöl auch bei Metallen ein wichtiger Korrosionsschutz. Die Trockenzeit bei reinem Leinöl beträgt vier bis acht Tage. Bei mehreren Anstrichen ist das kaum praktikabel. Mit Leinölfirnis, die speziell für die Anwendung auf Holz entwickelt wurde, wird diese Zeitspanne deutlich reduziert.

Leinölfirnis

Zur schnelleren Trocknung innerhalb von 12 bis 24 Stunden werden dem Leinöl Trockenstoffe zugesetzt. Dies sind sogenannte Seifenverbindungen von Metallen mit organischen Säuren, die katalytisch eine Sauerstoffübertragung an das Öl bewirken. Die so entstandene Firnis wurde schon von den "alten Meistern" in der Malerei als Schutzfilm für Ölfarben verwendet. Leinölfirnis hat eine imprägnierende, aber offenporige Wirkung bei der Behandlung von Hölzern, aber auch von Mauerwerk. Auch auf Putz kann Leinölfirnis aufgetragen werden, da es einen feuchtigkeitsregulierenden Film bildet. Leinölfirnis wird speziell bei der Holzbearbeitung immer mit Verdünnern vermischt. Ist das Holz im Außenbereich montiert, werden zwei bis drei Behandlungen - jeweils mit Zwischenschliff - erforderlich. Die Höhe der Verdünnung nimmt dabei von Anstrich zu Anstrich gemäß individueller Gebrauchsanleitung ab.

Leinölkitt

Leinölkitt besteht aus natürlichen Rohstoffen und eignet sich für Einfach- und Reparaturverglasungen von Fenstern mit Holz- , Stahl- und Betonrahmen. Zur Verarbeitung müssen die Falze müssen sauber, trocken, staubfrei und grundiert sein. Unbehandelte Hölzer sollten vor der Verarbeitung des Leinölkittes mit Grundieröl behandelt werden. Nach dem Durchkneten muss das Leinölkitt fest in den Falz eingedrückt und die Oberfläche mit einem Kittmesser geglättet werden. Während der Trockenzeit ist unbedingt zu vermeiden, dass eventuell auftretendes Schwitzwasser in das Kittbett eindringt. Da der Kitt zum Abbinden Sauerstoff benötigt, dürfen Doppelfenster nicht sofort nach dem Verglasen zusammengebaut werden. Nach dem Aushärten, spätestens nach 4 - 6 Wochen, muss der Kitt mit elastischer Farbe witterungsbeständig überstrichen werden. Bei Acryllacken sollten in jedem Fall Vorversuche durchgeführt werden.

Leinölstandöl

Das Standöl ist ein modifiziertes Leinöl. Es besitzt verbesserte Verlaufseigenschaften und der Anstrich ist wasserfester.Als Standöle werden durch Wasserentzug eingedickte Pflanzenöle bezeichnet. Die Eindickung erfolgte früher über eine relativ lange Standzeit. Heute werden die verbesserten Farbeigenschaften der Standöle in modernen Herstellungsverfahren erzeugt.

Leisehäcksler

siehe Häcksler.

Leiste

auch: Leisten

Der Begriff "Leiste" müßte eigentlich dem Holzbereich vorbehalten sein, zumal der sprichwörtlichen Leisten des Schusters, also das Formstück, um das der Schuhmacher einen Schuh fertigt, natürlich auch aus Holz ist. In der Tat wird in der Holzwirtschaft unter einer Leiste zunächst einmal ein 12-38 mm starkes und 25-63 mm breites Holzteil verstanden. Das ist gewissermaßen der Rohling für Parkettleisten, Sockelleisten, Hohlkehlleisten, Winkelleisten, Bilderleisten oder Profilleisten. Der Begriff Leisten hat sich aber auch in anderen Gewerken eingebürgert und wird auch für Leisten aus ganz anderen Materialien verwendet. Es gibt die Kunststoffleisten ebenso wie die Aluminiumleisten; die Heizungsbauer installieren Heizleisten und die Elektroindustrie stellt Steckdosenleisten her.

Leistenclip

auch: Leistenclips

Ob Parkettleiste, Sockelleiste, Hohlkehlleiste oder Profilleiste - alle Leisten müssen befestigt werden. Sind sie aus Kunststoff, sind sie rückseitig oft mit einer selbstklebenden Folie bestückt. Parkettleisten und sonstige Leisten aus Massivholz können mit dünnen Stahlnägeln an die Wand genagelt werden. Vielfach sind die Leisten jedoch so vorbereitet, dass sie auf zuvor an der Wand angeschraubte (angedübelte) Leistenclips nur noch aufgesteckt zu werden brauchen. Diese Leisten sind natürlich teurer, jedoch gewährleistet die Cliptechnik eine unsichtbare Befestigung und demnach ein optisch einwandfreies Bild.

Leistenschere

auch: Leistenscheren

Bei einer Leistenschere handelt es sich um eine spezielle Schere zum Ablängen von Leisten oder Profilen aus Kunststoff, Gummi oder Holz. Hat die Leistenschere einen integrierten Winkel, lassen sich mit ihr auch problemlos Gehrungsschnitte durchführen. Bei manchen Werkzeugen lässt sich auch die Klinge wechseln. Hier gibt es dann z.B. auch Klingen zum Schneiden von Rohren.

Leistenstift

auch: Leistenstifte

siehe Schreinerstift Die Kammschraube, auch Ankerschraube genannt, wird eingeschlagen wie ein Nagel. Sie besteht aus verzinktem Stahl und verfügt über hohe Auszugswerte. Im Gegensatz zum Kammnagel kann eine mit Kammschrauben hergestellte Holzverbindung jedoch zerstörungsfrei wieder demontiert, also "zurückgeschraubt" werden. Das liegt an einem speziellen Steigungsgewinde. Mit der Kammschraube sind auch nachträgliche Justierungen möglich. Die üblichen Längen liegen zwischen 40 und 60 mm.

Leistenziegel

Der Leistenziegel ist ein Flachziegel (tegula) mit Aufkantungen an den Längsseiten, den Leisten. Seine Stoßfugen werden von gewölbten „Imbrices“ (Imbrex, Hohlziegel) überdeckt. Diese sind die Vorläufer des Mönchziegels (siehe Mönch und Nonne). Der Leistenziegel gilt als der älteste, in Griechenland und dem römischen Imperium verbreitete Ziegel. Für das raue Klima nördlich der Alpen war die Deckung mit Leistenziegel jedoch ungünstig. Um der Witterung besser zu trotzen, wurden im Mittelalter die flach geneigten Leistenziegeldächer der Römer durch die Hohlziegel- bzw. Flachziegeldeckung ersetzt. Im heutigen Süddeutschland setzte sich der Flachziegel durch. Dagegen bevorzugte man in Norddeutschland den Krempziegel, eine Weiterentwicklung aus der Leisten-Hohlziegeldeckung.

Leistungsbeschreibung

auch: Bauleistungsbeschreibung, Leistungsbeschreibungen

Wer ein Haus baut, muss meist jeden Cent zusammenkratzen. Um so ärgerlicher ist es dann, wenn weitere, nicht eingeplante Kosten auf ihn zukommen. In der Bau- und Leistungsbeschreibung steht, wofür man in den vergangenen Jahren gerackert hat und wofür man in den nächsten Jahrzehnten arbeiten wird. Was nicht in der Leistungsbeschreibung steht, auf das hat man auch kein Anrecht. Da kann die bauausführende Firma noch so schön von einem schlüsselfertigen Haus reden: Wenn nichts von Fliesen im Badezimmer in der Leistungsbeschreibung stand, muss die Firma auch keine Fliesen verlegen. Auch die Bezeichnung "Rauhputz" ist ein wenig dürftig, denn das kann die billigste Pampe sein. In der Leistungsbeschreibung sollte z.B. drin stehen: Buntsteinputz der Firma XYZ in der Farbe weiß/bunt. So wissen sowohl Bauherr als auch Bauunternehmen woran sie sind. Die Leistungsbeschreibung ist also das zentrale Dokument des zukünftigen Eigenheims. Sie sollte daher genauer unter die Lupe genommen und zusätzlich noch einem Experten vorgelegt werden. Dies kostet zwar eine Kleinigkeit, doch noch teurer wird es, wenn in der Leistungsbeschreibung einiges "vergessen" wurde. Dem Bauunternehmen zu sagen, das Haus sei noch nicht fertig gebaut oder die Bauausführung sei mangelhaft, wird ebenfalls schwierig, wenn es nichts Schriftliches oder nur "Schwammiges" gibt. Gerne verwendet der Bauunternehmer billigere Materialien, wenn ihm nicht genau gesagt wird, welches Produkt er nehmen soll. Ein Zusatz "oder ähnlich" hinter der Baubeschreibung ist für den Bauunternehmer in der Regel die Aufforderung, Ähnliches zu verwenden, das spart Kosten. Auf solch einen Zusatz kann man als Bauherr daher gerne verzichten. Nicht verzichten sollte man auf den Zusatz, dass die VOB Teil B Anwendung findet. Ansonsten gilt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Dies ist allerdings sehr allgemein gehalten und geht nicht auf die Spezialitäten auf der Baustelle ein. Die VOB berücksichtigt sehr viel mehr die Rechte des Bauherrn. Eine Bau- und Leistungsbeschreibung ermöglicht dem Bauherrn zudem zwischen verschiedenen Anbietern zu vergleichen. So kann man das für sich günstigste Angebot herausfinden. Dies gelingt aber fast nur in Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Experten. Für den Laien ist es fast unmöglich, zwischen zwei ausführlichen Baubeschreibungen zu vergleichen, zu unterscheiden und richtig einzuschätzen. Die Leistungsbeschreibung erfolgt meist in Form eines Leistungsverzeichnises.

Leistungsdiagramm

Leistungsphasen

auch: Leistungsphase

Die Honorare für Architekten und Bauingenieure sind in der HOAI geregelt, nämlich der Honorarordnung für Architekten und (Bau)Ingenieure. Der Gesetzgeber schreibt in der HOAI nicht nur vor, welches Gesamthonorar fällig ist, sondern auch für welche Leistungsphasen welche Prozentsätze fällig werden. Zu den neun Leistungsphasen gehören die Vorplanung, die Entwurfsplanung, die Genehmigungsplanung, die Ausführungsplanung(%, die (%Auftragsvergabe, die Bauüberwachung(% und die (%Objektbetreuung.

Leistungsverzeichnis

auch: Bauleistungsverzeichnis

Im Baubereich ist das Leistungsverzeichnis (LV) ein Verzeichnis, in dem die gesamte Bauleistung des jeweiligen Gewerkes in einzelnen Teilleistungen aufgegliedert wird. Das Verzeichnis erleichtert das technische Verstehen der geforderten Leistung und damit die Kalkulation. Dabei werden im Leistungsverzeichnis über die Beschreibung der Teilleistungen hinaus alle besonderen Umstände angegeben, welche die Preisgestaltung beeinflussen können.

Leistungszahl

Mit der Leistungszahl wird die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe beschrieben. Sie ist das Verhältnis der abgegebenen Wärmeleistung zur aufgenommenen Leistung. Der Wirkungsgrad der Wärmepumpe ist umso höher, je höher die Leistungszahl ist. Bei einer Leistungszahl von beispielsweise 3 wird das dreifache der eingesetzten elektrischen Arbeitsleistung in Wärmeenergie umgesetzt.

Leiter

auch: Leitern

Steiggeräte, meist als Sprossen- oder Stufenleitern mit 30 mm bzw. 80 mm Sprossen- bzw. Stufentiefe ausgestattet. Gängigste Modelle sind: Anlegeleitern, Plattformleitern, Stehleitern, Schiebeleitern mit oder ohne Seilzug, Allzweck- oder Mehrzweckleitern in 2- bzw. 3-teiliger Ausführung und Vielzweckleitern (Klappleitern) in den verschiedensten Materialien (Holz, Aluminium, Kunststoff). Die erreichbare Höhe von Rettungsleitern, die zur Rettung und zum Abtransport von Personen dienen, liegt bei ca. 7 m, darüber hinaus sind nur noch Leitern im Einsatz, die nur durch eine Person begangen werden kann, wobei die mit Leitern maximal erreichbare Höhe bei etwa 12 m liegt. Beim Einsatz von Leitern auf einer Baustelle sind die entsprechenden Unfallverhütungsmaßnahmen zu beachten, insbesondere bezüglich des Anstellwinkels, der möglichen Arbeitshöhe und der Sicherung gegen horizontales Abrutschen der Leiter an der Aufstandsfläche.

Leiterfüße

Die Leiterfüße sind für die Standsicherheit von Leitern von großer Bedeutung. Man unterscheidet Leiterfüße mit Gummigleitschuhen, Metallspitzen oder abgerundete Leiterfüße. Gummigleitschuhe eignen sich für Betonböden, Pflaster usw.. Metallspitzen sind zweckmäßig bei lockerem, sandigem Boden. Abgerundete Leiterfüße bieten auf glatten Böden den besten Halt. Es ist zudem darauf zu achten, dass Leiterfüße nicht auf ungeeigneten Unterlagen, wie Kisten, Steinstapel, Steine, Tische oder lose Unterlagen, z.B. Teppiche, Kunststofffolien gesetzt werden. Bei unebenen oder geneigten Standflächen kann die erforderliche Standsicherheit durch besonderes Leiterzubehör zum Niveauausgleich oder durch einen standsicheren waagerechten Unterbau erreicht werden.

Leitergerüst

auch: Leitergerüste

Bei einem Leitergerüst handelt es sich im Prinzip um zwei Leitern, auf die eine Arbeitsplattform aufgelegt wird. Die Leitern sind natürlich keine herkömmlichen Leitern, sondern bilden zusammen mit der Plattform ein System, das genau aufeinander abgestimmt ist. Unten an den Leitern sind in der Regel spezielle Füße angebracht, die für Standsicherheit sorgen. Die Arbeitsplattform wird auch nicht einfach so aufgelegt, sondern in die Sprossen eingehakt.

Leiterhaken

Leitungsdurchführung

auch: Rohrdurchführung, Kabeldurchführung, Leitungsdurchführungen

Die Durchführung von Kabeln, Rohren und Leitungen durch Wände und Decken ist ein besonderer Schwachpunkt im Falle eines Brandes. Deshalb werden bezüglich des Brandschutzes besondere Anforderungen gestellt. Die Fachleute sprechen dabei von einer Rohrabschottung. Mit einer Kabelbox, einer Rohrbox oder mit anderen Rohrabschottungssystemen wird das schnelle Übergreifen des Feuers und je nach Art der Abschottung auch die Weiterleitung von Brandgasen vom unteren in das obere Geschoss verhindert. Die Schottsysteme müssen neben dem Brandschutz auch die geltenden Anforderungen im Schall- und Wärmeschutz erfüllen.

Leitungseigengeräusche

Leitungseigengeräusche sind neben Armaturengeräusche, Füllgeräusche, Gurgelgeräusche und (%Aufprallgeräusche(% eine Geräuschquelle bei sanitären Anlagen. Sie entstehen allein durch das Fließen des Wassers bei Richtungsänderung der Leitung und bei Querschnittsverengungen. Sind die Rohre dann auch noch aus Metall, werden die Geräusche problemlos in die übrigen Räume übertragen - und zwar nicht nur die Geräusche des Wassers, sondern auch Geräusche vom Auf- und Abdrehen der Armaturen.

Leitungsfinder

auch: Leitungssuchgerät, Wandscanner, Wallscanner

leitungsfinder.jpg

Theoretisch müssten sich die elektrischen Leitungen in Elektroinstallationszonen befinden. Da dies aber vor allem bei älteren Gebäuden nicht immer so ist, sollte man vor dem Bohren oder dem Einschlagen eines Nagels mit einem Leitungsfinder überprüfen, wo sich die Elektroleitungen befinden. Das kann unter Umständen lebenserhaltend sein. Auch das Anbohren wasserführender Rohre kann zu schweren Schäden führen. Deshalb sind Leitungsfinder, auch Leitungssuchgeräte oder Wallscanner genannt, für Hand- und Heimwerker wichtig. Die Geräte können je nach Ausstattung Metallträger, Bewehrungen oder Balken aufspüren. Letzteres ist vor allem bei Fertighäusern wichtig, um die Stelle zu finden, wo die Schraube oder der Nagel Halt findet.

Leitungshalter

auch: Leitungshaltern

leitungshalter.jpg

Von Leitungshaltern ist vor allem im Zusammenhang mit Blitzschutzsystemen die Rede. Sie werden zum Verlegen von Fangeinrichtung auf Dächern und an Wänden benötigt. Je nach Untergrund sind die Leitungshalter unterschiedlich ausgebildet. Es gibt Leitungshalter speziell für Wärmedämmverbundsysteme, Regenfallrohre, Flachdächer (Dachleitungshalter), Metalldächer usw.. Die Leitungen werden entweder durch Schrauben (eine oder zwei Schrauben) oder durch Eindrücken am Halter befestigt, wobei die Leitungen entweder fest fixiert oder in Längsrichtung lose geführt sind. Leitungshalter können aus Kunststoff oder Metall gefertigt sein.

Leitungsschutzschalter

Leitungssuchgerät

auch: Leitungssuchgeräte

Leitungswärmeverluste

Leitungswärmeverluste sind ein Problem, das sich nicht hundertprozentig lösen lässt. Es lassen sich zwar durch bestmögliche Isolierung sämtlicher Teile der Heizanlage wie Leitungen, Armaturen oder Pumpen Wärmeverluste vermindern. Dennoch entweicht weiterhin Wärme in Form von Ausfluss- und Zirkulationsverlusten.

Leitwände

auch: Leitwand

Leitwände werden bei der Herstellung von Schlitzwänden im oberflächennahen Bereich benötigt. Vor dem eigentlichen Schlitzwandaushub werden sie im Verlauf der Dichtwandtrasse zunächst parallel zu den Längsseiten des auszuhebenden Schlitzes eingebaut. Sie dienen als Führung für das Aushubwerkzeug und sichern die Seitenwände des Schlitzwandgrabens im Bereich der Geländeoberfläche gegen Einbruch. Leitwände bestehen im allgemeinen aus Beton, selten aus Stahl oder Holz, und werden entweder vor Ort hergestellt oder als Fertigteile eingebaut. Die Tiefe der Leitwände liegt meist zwischen etwa 0,7 m und 1,5 m und richtet sich nach den zu erwartenden Betriebsschwankungen des Flüssigkeitsspiegels und nach erdstatischen Gesichtspunkten, wie z. B. nach der seitlich neben dem Schlitz vorhandenen Belastung. Die Leitwände müssen standsicher sein und gegebenenfalls gegeneinander abgestützt werden.

Leitzelle

auch: Tracheen, Gefäße, Leitzellen

Die Holzmasse von Laubhölzern besteht aus Stützzellen, Leitzellen und Speicherzellen. Die Leitzellen leiten den Saft und werden auch als Tracheen, Gefäße oder Poren bezeichnet. Die Größe und Verteilung der Leitzellen hat großen Einfluss auf die Holzstruktur. Man unterscheidet daher grobporige und feinporige sowie ringporige und zerstreutporige Hölzer. Feinporige Hölzer sind beispielsweise Hainbuche, Rotbuche und Ahorn. Zu den grobporigen Hölzern zählen z.B. Eiche und Esche.

Lenkradplatte

auch: Lenkradplatten

Kleine, quadratische Stahlplatten, die fest mit Laufrollen ausgestattet sind und unter Transportbehälter, Kisten und Möbel geschraubt werden. Aus diesem Grund verfügen die Lenkradplatten über Löcher zur Aufnahme von Senkkopfschrauben.

Lenkrollen

auch: Lenkrollen

lenkrolle.jpg

Lenkrollen, manchmal auch als Laufrollen bezeichnet, sind im Bau- und Heimwerkerbereich allgegenwärtig. Lenkrollen werden unter jene Gegenstände geschraubt, geschweißt oder mittels eines Metallzapfens gesteckt, die in irgendeiner Weise Lasten aufnehmen und dann von einer Stelle zur anderen geschoben werden sollen. Lenkrollen sind im Prinzip kleine Räder, wobei als Regel gilt: Je härter der Boden, je weicher die Lauffläche des Rades - und umgekehrt. Lenkrollen befinden sich unter jedem Einkaufswagen und jedem Möbelhund, aber auch unter Podestleitern, Werkstattwagen oder Rollgerüsten. Heimwerker montieren Lenkrollen unter Möbelcontainer, Fernsehtische usw. Lenkrollen können sehr unterschiedlich sein - und zwar hinsichtlich Material, Belastbarkeit und Größe. Qualitätsunterschiede bestehen vor allem bei den Radlagern und den Schwenklagern.

Leuchtdichte

Die Leuchtdichte beschreibt das von einer Fläche (z.B. von Lampen oder Leuchten) ausgehende Licht und darf nicht mit der Beleuchtungsstärke verwechselt werden. Definiert ist die Leuchtdichte als das Verhältnis der Lichtstärke zu der auf die Ebene senkrecht zur Ausstrahlungsrichtung projizierten Fläche. Das Licht kann aber auch von der Fläche reflektiert oder transmittiert werden. Einfach gesagt ist die Leuchtdichte (Kurzzeichen: L) das Maß für den Helligkeitseindruck, den das Auge von einer leuchtenden oder beleuchteten Fläche hat. Gemessen wird die Leuchtdichte in Candela pro Flächeneinheit (cd/m²), bei Lampen meist in cd/cm².

Leuchtdiode

auch: Leuchtdioden

siehe LED.

Leuchte

auch: Leuchten

Eine Leuchte ist der gesamte Beleuchtungskörper, der die Lampe ("Birne") schützt, ihr Licht verteilt und das Licht lenkt und verhindert, dass das Lampenlicht blendet. Entscheidendes Kriterium bei der Leuchtenauswahl ist also die Art der Lichtverteilung. Naturgemäß darf die Umkleidung einer Leuchte nicht brennbar sein. Lampenschirme aus Kunststoff können jedoch abschmelzen, wenn sich durch Stoß oder Fall ein solcher Schirm verbiegt. Preiswerte Plastik-Leuchten können insofern, trotz VDE-Zeichen, ein Verletzungsrisiko in sich bergen. Leuchten sind in einer Vielzahl von Typen erhältlich, um unterschiedliche Beleuchtungsanforderung zu erfüllen. Man unterscheidet Strahler, Fluter, Wandfluter, Downlights, Arbeitsplatzleuchten, Wandleuchten, Bodeneinbauleuchten, Orientierungsleuchten und Not- und Hinweisleuchten.

Leuchtenaufzug

laufzug.jpg

Leuchtenaufzüge kommen in Konzerthallen, Industriehallen oder Kirchen zum Einsatz, in denen die Decken so hoch sind, dass die Wartung der Lampen - also z. B. das Auswechseln der Glühbirnen - nur erfolgen kann, wenn zuvor eine Leiter oder sogar ein Gerüst aufgebaut worden ist. Auf Knopfdruck kann mittels eines Lampenaufzugs der Leuchtkörper abgesenkt werden - je nach Liftmodell bis 20 m. Vor dem Absenken des Leuchtkörpers wird die Stromversorgung mechanisch unterbrochen. Die Lampe hängt also nicht etwa am stromführenden Kabel, was auch gar nicht zulässig wäre, sondern an einem Adapter. Aus diesem wird sie gelöst und mittels einer Konstruktion aus Stahlseilen abgesenkt, wenn Wartungsarbeiten anstehen (Zeichnung NAIS Luxlift).

Leuchtfassade

auch: Leuchtfassaden

leuchtfassade.jpg

Bei der Leuchtfassade handelt es sich nicht um eine bestimmte Konstruktionsart, wie auch der Begriff "Leuchtfassade" sehr indifferent ist. Üblicherweise wird darunter eine Fassade verstanden, deren tragende, aussteifende oder nur rein dekorative Elemente mit Leuchtmitteln bestückt sind. Dies können z. B. luminiszierende Folien sein, die auf Aluträger laminiert worden sind und dem Architekten ungewöhnliche Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Solche Leuchtfolien werden von der gebäudeeigenen Stromversorgung gespeist, die Lichtintensität kann über Dimmer gesteuert werden.

Leuchtpigmente

auch: selbstleuchtende Pigmente, nachleuchtende Pigmente, fluoreszierende Pigmente, Tagesleuchtfarben

Pigmente, die im Dunkeln leuchten oder am Tag besonders starke Leuchtkraft besitzen, werden als Leuchtpigmente bezeichnet. Dabei wird zwischen selbstleuchtenden, nachleuchtenden, fluoreszierenden Pigmenten und Tagesleuchtfarben unterschieden. Selbstleuchtende Pigmente enthalten radioaktive Stoffe, sind sehr teuer und werden wegen ihrer Strahlung kaum noch eingesetzt. Nachleuchtende Pigmente bestehen aus Schwefelverbindungen von Zink. Sie leuchten nach vorheriger Lichteinwirkung. Fluoreszierende Pigmente wandeln kurzwelliges UV-Licht in sichtbares Licht um und verstärken dadurch die Leuchtkraft. Sie leuchten nur während der Bestrahlung. Tagesleuchtfarben leuchten durch Fluoreszenz bereits bei normalem Tageslicht. Sie werden deshalb für Signalfarben, Warntafeln usw. verwendet.

Leuchtröhre

auch: Leuchtröhren

Leuchtstofflampe

auch: Neonröhre, Leuchtröhre, Leuchtstofflampen

Die den meisten als Neonröhre bekannte Leuchtstofflampe erzeugt weit über die Hälfte des künstlichen Lichts auf der ganzen Welt. Das liegt auch daran, dass zum einen die Lebensdauer mit etwa 12.000 Stunden extrem lang und zum anderen die Leuchtstofflampe sehr wirtschaftlich ist. Sie braucht nur etwa 1/5 soviel Strom wie eine Glühlampe. Die Lebensdauer einer Leuchtstoffröhre wird durch häufiges Ein- und Abschalten reduziert. Die angegebene Lebensdauer von Leuchtstofflampen wird zu 100% erreicht, wenn man einen Schaltrhythmus von 165 Minuten EIN und 15 Minuten AUS einhält.

Leuchtstoffröhre

auch: Leuchtstoffröhren

Leuchtstoffröhren sind so genannte Entladungslampen, bei denen durch eine elektrische Entladung zwischen den beiden Polen des Glasrohres eine kaum sichtbare UV-Strahlung erzeugt wird. Das Licht entsteht erst dadurch, dass der in die Innenseite des Glasrohres eingefüllte Leuchtstoff durch das UV zum Leuchten angeregt wird. Dieser Leuchtstoff ist in aller Regel das Edelgas Argon oder ein Gemisch aus Argon-Neon-Krypton. Aus diesem Grund werden Leuchtstofflampen im allgemeinen Sprachgebrauch auch "Neonröhren" genannt. Neben den Gasen befindet sich in den Röhren auch das zur Strahlung notwendige Quecksilber, und zwar in dampfförmigen Zustand, wobei die Hauptmenge unter Normalbedingungen flüssig ist. Damit sind Leuchtstofflampen entsorgungspflichtig, sofern sie gewerblich eingesetzt werden, was hauptsächlich der Fall ist. Leuchtstoffröhren erhellen weltweit Büros, Firmengebäude, Tiefgaragen usw. Der Marktanteil dürfte bei 70 % liegen, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass sie besonders wirtschaftlich sind und eine extrem lange Lebensdauer von 12.000 Stunden haben (Glühlampen nur etwa 1.000 Stunden). Die Standardröhren haben einen Durchmeser von 26 mm, neuere Röhren sind mit 16 mm erheblich schlanker. Für Spezialanwendungen gibt es auch bleistiftdünne Röhren von nur 7 mm Durchmesser.

LGA-Gebäude-Pass

auch: Gebäudepass

Der LGA-Gebäude-Pass wird für Häuser bzw. Gebäude vergeben, die auf ihren baulichen und technischen Zustand geprüft worden sind. Grundlage für die Zeichenvergabe ist zum einen eine ausführliche Beschreibung des Bauvorhabens bzw. des Gebäudes. Diese beinhaltet sämtliche Planungs- und Ausführungsunterlagen mit z.B. Listen über die verwendeten Materialien oder die beauftragten Firmen sowie Angaben zu Vertrags-bestimmungen, Sondervereinbarungen etc. Zum anderen wird die gesamte Bausubstanz anhand von bis zu 14 Modulen zertifiziert. Das Zertifikat "LGA-Gebäude-Pass" wird von der Landesgewerbeanstalt Bayern (LGA) an Baufirmen und Bauträger nach Fertigstellung der Bauausführung vergeben.

Lichtausbeute

Die Lichtausbeute ist das Maß für die Wirtschaftlichkeit einer Lampe. Sie definiert, wieviel Licht eine Lampe aus der eingebrachten Energie erzeugt. Je höher der Wert in Lumen pro Watt (lm/W), desto energieeffizienter arbeitet eine Lampe. Beispiele Glühlampe 12 lm/W, Halogen-Glühlampe 20 lm/W, Energiesparlampe 60 lm/W.

Lichtbahnelement

auch: Lichtbahnelemente

Lichtband

auch: Lichtbänder

lichtband.jpg

Lichtbänder bestehen aus Glas, das in eine satteldachförmige Stahl- oder Aluminium-konstruktion eingebaut wurde. Lichtbänder - auch Satteloberlichter bezeichnet - werden hergestellt und eingebaut, um gewerbliche Bauten wie Hotels oder Einkaufszentren mit Tageslicht zu versorgen. Die technischen Anforderungen entsprechen denen des Glasdachs.

Lichtbeständigkeit

auch: Lichtbeständigkeit

Nach DIN 52 231 Widerstandsfähigkeit von Anstrichen gegen Veränderungen, die durch Einwirkung von Sonneneinstrahlung bei gleichzeitiger Feuchtigkeit bedingt sind. Hier sind Glanz- und Farbtonveränderungen sowie Kreidung gemeint.

Lichtbeton

beton_badewanne.jpg

Lichtbeton ist eine Neuentwicklung der Betonindustrie und - ähnlich wie Porenbeton - ein leichter Baustoff. Die Lichtdurchlässigkeit wird durch ein Gewebe aus lichtleitenden Fasern erreicht, wobei Feinbeton abwechselnd mit dem Gewebe in 2 bis 5 mm dünnen Schichten übereinander gelegt wird. Je dichter die Schichten, je lichtdurchlässiger wird auf Grund der besonderen Fasereigenschaften der Beton. Dieser kann dann erstaunliche Effekte erzielen - etwa durch Farbspiele oder Schattenwürfe. Ein Badewannen-Einsatz aus Beton kann also - siehe Foto - rot oder grün schimmern, was den Innenarchitekten neue Gestaltungsvarianten bietet.

Lichtbogen-Handschweißen

auch: Lichtbogenhandschweißen, Lichtbogenhandschweissen, Lichtbogenhandschweißen

Bei diesem Verfahren des Schmelzschweißens wird der aus dem Netzstrom umgewandelte Schweißstrom über Leitungen dem Werkstück und der Stabelektrode zugeführt. Durch elektrische Gasentladung entsteht der Lichtbogen, der die für das Aufschmelzen des Werkstücks notwendige Schweißwärme liefert.

Lichtbrechung

lstreuung.jpg

Stellt man einen Stab in einen Behälter mit Wasser, erscheint der Stab geknickt. Dieses Phänomen ist durch eine besondere Eigenschaft des Lichts erklärbar: Lichtstrahlen, welche in durchsichtige Materialien eindringen, ändern bei Eintritt an der Grenzfläche ihre Richtung. Leitet man einen gebündelten Lichtstrahl in einem schrägen Winkel in Wasser, so wird er am Übergang zwischen Luft und Wasser abgeknickt. Aufgrund des Phänomens der Brechung von Licht erscheinen Objekte, welche im Wasser liegen, näher an der Oberfläche, als sie tatsächlich sind. So wird auch meistens die Wassertiefe von glasklaren Gewässern viel zu gering eingeschätzt.

Lichte Breite

siehe Rohbaulichte.

Lichtechtheit

auch: Lichtechtheit

Lichtechtheit bezieht sich im Gegensatz zu Lichbeständigkeit nur auf Farbveränderungen. In ihr wird z.B. die Veränderung des Farbtons von hellen Hölzern, die farblos lackiert werden, definiert.

Lichte Höhe

siehe Rohbaulichte.

lichte Raumhöhe

auch: lichte, Raumhöhen

Als lichte Höhe wird der Raum zwischen Oberkante Fussboden und Unterkante Decke definiert. Das ist quasi der im Licht stehende Raum. Die lichte Raumhöhe wird hauptsächlich zur Festlegung der Mindestanforderungen in Wohn- und Arbeitsräumen angewendet. Zu finden sind die Anforderungen in den Landesbauordnungen. In den meisten Bundesländern beträgt die minimale lichte Raumhöhe bei Aufenthaltsräumen 2,40 m. Im Dachraum kann die lichte Raumhöhe etwas darunter liegen (meist 2,30, bei nachträglichem Umbau sogar noch darunter).

Lichtfarbe

auch: Lichtfarben

Als Lichtfarbe wird die spektrale Zusammensetzung von Licht bezeichnet, so wie es von einer Lichtquelle wie einer Lampe abgestrahlt oder von einem Körper zurückgeworfen wird. Lichtfarben lassen sich direkt messen und wahrnehmen. Sie wird durch die Farbtemperatur (TCP) in Kelvin (K) bestimmt. Je höher die Temperatur, desto weißer die Lichtfarbe. Die Lichtfarben der Lampen sind in drei Gruppen (warmweiß, neutralweiß und tageslichtweiß) eingeteilt. Das warmweiße Licht mit einer Farbtemperatur unter 3.300 K wird als gemütlich und behaglich empfunden. Das neutralweiße Licht mit einer Farbtemperatur zwischen 3.300 und 5.300 K erzeugt eher eine sachlich Stimmung. Erst ab einer Beleuchtungsstärke von 1.000 Lux in Innenräumen eignet sich das tageslichtweiße Licht mit einer Farbtemperatur ab 5.300 K. Da die Lichtfarbe spektral unterschiedlich zusammengesetzt ist, kann das Licht von Lampen mit gleicher Lichtfarbe unterschiedlich Farbwiedergabeeigenschaften haben. Sowohl Farbwiedergabeeigenschaften als auch Lichtfarbe können durch spezielle Vorsätze verändert werden. So kann das Licht gelenkt, gefiltert oder eingefärbt werden.

Lichtgaden

auch: Obergaden, Untergaden

Der Lichtgaden, auch als Obergaden bezeichnet, ist ein Wandteil mit Fenstern, das sich im höher gebauten Mittelschiff oberhalb der Seitenschiffe einer Basilika befindet. Die niedriger gelegene Fensterzone der Seitenschiffe heißt Untergaden.

Lichtkamin

auch: Lichtröhre, Tageslicht-Spot, Lichtkamine

lichtkamin.jpg

Mit einem Lichtkamin bzw. einer Lichtröhre lässt sich Tageslicht in innenliegende Räume ohne Fenster bringen. Dazu wird auf dem Dach eine transparente Acrylglaskuppel angebracht. An die Kuppel ist eine offene Röhre angeschlossen, die das Licht dorthin transportiert, wo es benötigt wird. Die Röhre ist innen mit einer hochreflektierenden optischen Schicht versehen, die das Licht immer wieder spiegelt und nach unten reflektiert. So kann die Röhre sogar gekrümmt sein und das Licht kommt trotzdem an. Unten an der Röhre befindet sich eine Streulinse, die das zuvor zum großen Teil gerichtete Licht verteilt. Streulicht ist nur mit großen Verlusten zu transportieren. So ist es von großem Vorteil, dass es erst am Ende gestreut wird. Mit einem Lichtkamin lässt sich somit z.B. in ein fensterloses Badezimmer Tageslicht bringen. Bei manchen Systemen ist dieser Tageslicht-Spot auch mit einer Lüftungsanlage kombiniert. So lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Lichtkuppel

auch: Lichtkuppeln

lkuppel1.jpg lkuppel2.jpg

Unter einer Lichtkuppel werden zwei artverwandte, jedoch unterschiedliche Bauelemente verstanden. Lichtkuppeln bestehen zum einen aus gewölbtem Glas oder Acryl, das in eine Stahl- oder Aluminiumkonstruktion in der Form eingebaut wurde, dass sich daraus praktisch eine Endloskonstruktion ergibt (Foto links). Derartige Lichtkuppeln werden hergestellt und eingebaut, um gewerbliche Bauten wie Hotels oder Einkaufszentren mit Tageslicht zu versorgen. Die technischen Anforderungen entsprechen denen des Glasdachs. Daneben wird unter einer Lichtkuppel jedoch auch ein Bauelement verstanden, das aus einem Rahmen oder "Aufsatzkranz" und einem schalenartigen Aufsatz aus Acryl oder anderen Kunststoffen besteht, wobei dieser Aufsatz zu Belüftungszwecken manuell über eine Getriebestange oder elektrisch angehoben werden kann (Foto rechts).

Lichtplatte

auch: Lichtplatten

Lichtplatten werden in unterschiedlichen Materialien und Profilen hergestellt. Gebräuchliche Materialien sind Acrylglas (Plexiglas), Polycarbonat oder glasfaserverstärkter Polyester (GFK). Die Elemente in unterschiedlichen Abmessungen sind als Platten (ein-, zwei- oder dreischalige Lichtpaneele, Sandwich-Elemente, Hohlkammerplatten oder Stegdoppelplatten) ausgeformt oder passend zu metallischen Trapezprofilen oder Wellprofilen profiliert. Je nach gewünschtem Lichteinfall werden Lichtplatten transparent, opalisiert oder eingefärbt hergestellt. Zum Einsatz gelangen Lichtplatten im Hallenbau (z.B. Stadien, Bahnhöfen. Sporthallen) oder als Terrassenüberdachung, Vordach oder Carportbedachung. Auch bei Kleingewächshäusern oder beim Wintergarten kommen die Platten zum Einsatz.

Lichtrasterdecke

auch: Lichtrasterdecken

lichtrasterdecken.jpg

Lichtrasterdecken bestehen nicht aus geschlossenen Deckenplatten, sondern aus abgehängten Gitterplatten mit einer bestimmten Höhe der Gitterstege. Die Gitter selbst können z.B. quadratisch, kreis- oder wabenförmig sein. Das Material ist Kunststoff, Aluminium oder Stahl mit verschiedenen Beschichtungen. Die Gitterplatten werden auf T-Profile aufgelegt oder untereinander nahtlos verbunden und direkt abgehängt. Über der Fläche der Decklage werden üblicherweise Beleuchtungskörper angeordnet. Durch das Gitter wird eine indirekte Beleuchtung erreicht, geeignet für Räume mit Anforderung an die Blendungsbegrenzung. Der Abstand zwischen an der Rohdecke befestigten Leuchten sollte doppelt so groß wie die Abhängehöhe der Unterdecke sein. Durch schräge Stege können gezielt einzelne Raumzonen angestrahlt werden. Die Rastergröße ist auf den jeweiligen Einsatzzweck bezüglich der Beleuchtungs- und architektonisch-optischen Wirkung abgestimmt. Lüftungselemente, Lichtkassetten, Downlights usw. können integriert werden. Lichtrasterdecken findet man häufig auch in Aufzügen.

Lichtregie

Die Frage der richtigen Beleuchtung spielt in manchen Bereichen wie beispielsweise im Theater eine größere Rolle als im Privatbereich. Im Theater oder auch im Film ist die Lichtregie eine Kunst für sich und ein eigener Berufszweig. Licht spielt aber auch bei anderen öffentlichen Gebäuden eine große Rolle. Das neue Münchner Fussballstadion oder das neue Krefelder Eisstadion können beispielsweise je nach Art der Veranstaltung in unterschiedlichen Farben angestrahlt werden. In Büros oder auch in Privatwohnungen kann durch unterschiedliche Beleuchtung von Objekten, durch Dimmen oder das Schalten von Leuchtengruppen eine individuelle Raumwirkung erzielt werden. Eine moderne Lichtregie wird von einem Schaltpult, das auch ein Touchpanel sein kann, geregelt.

Lichtröhre

auch: Lichtröhren

siehe Lichtkamin.

Lichtschacht

auch: Kellerlichtschacht, Lichtschächte

lichtschacht.jpg

Ein Lichtschacht dient zur Belichtung und Belüftung von Aufenthalts- oder Kellerräumen (Nutzräumen) in unterirdisch gelegenen Geschossen, beispielsweise in einem Kellergeschoss, aber auch in Tiefgaragen. Der Lichtschacht wird an der Außenwand angeordnet und muss zum Schutz gegen versehentliches Abstürzen mit einem Rost (Gitterrost) abgedeckt werden. Zu beachten ist, dass mehrere Lichtschächte direkt übereinander liegend nicht zulässig sind, da ansonsten im Brandfall die Gefahr eines Feuerüberschlags besteht. Im modernen Wohn- und Geschäftshausbaubau bestehen die Lichtschächte inzwischen überwiegend aus einem stabilen Kunststoff. Es gibt aber auch Lichtschächte, die an die Weiße Wanne oder Schwarze Wanne (Bitumenabdichtug) angeschlossen werden können und die dem äußeren Wasserdruck Stand halten.

Lichtschachtrost

siehe Gitterrost.

Lichtschranke

Lichtschranken sind aus vielen Kriminalfilmen bekannt, wenn sich Einbrecher abseilen, um in einen durch Lichtschranken gesicherten Raum (etwa eines Museums) zu gelangen, ohne dabei Alarm auszulösen. Lichtschranken lösen, ganz gleich, ob sie über eine Infrarotstrahlung funktionieren oder über Licht aus einer Leuchtdiode oder Laserdiode, immer dann Alarm aus, wenn eine Person den Lichtstrahl unterbricht, der von einem Sender zu einem gegenüberliegenden Sensor geschickt wird.

Lichtspiegel

lichtspiegel.jpg

Unter einem Lichtspiegel wird vornehmlich ein Badezimmerspiegel verstanden, der fest mit Beleuchtungsquellen unterschiedlicher Art verbunden ist. Die Leuchtkörper können dabei wie bei einer Bilderleuchte über oder neben dem Spiegelglas angeordnet sein, sie können jedoch auch in das Spiegelglas integriert sein.

Lichtstärke

Unter der Lichtstärke versteht der Fachmann die Strahlungsleistung einer Lichtquelle pro Raumwinkel. Anders ausgedrückt: Wieviel Licht wird in eine bestimmte Richtung abgestrahlt. Dabei wird nur von dem Licht ausgegangen, welches für das menschliche Auge sichtbar. Das nicht sichtbare Infrarotlicht hat immer eine Lichtstärke von Null, da kann es noch so strahlen und den Körper aufheizen. Gleichwohl kann man nicht sagen, dass die Lichtstärke umso größer ist, desto heller das Licht strahlt. Das hängt nämlich immer auch vom Kontrast ab, die die Lichtquelle mit dem Hintergrund bildet. Kleine Lichtquellen werden meist als stärker empfunden als große Lichtquellen - obwohl die Lichtstärke bei beiden gleich ist. Dies lässt sich beispielsweise bei Autoscheinwerfern verschiedener Größe beobachten. Physikalisch wird die Lichtstärke in der Einheit "Candela" mit dem Kurzzeichen "cd" gemessen.

Lichtstreuung

lstreuung.jpg

Die Streuung des auf Glas fallende Sonnenlicht kann eine wichtige architektonische Vorgabe sein, um Räume gleichmäßig mit Tageslicht auszuleuchten. Dies kann u.a. erreicht werden durch die Einbringung von Glasgespinst oder von transparenten Kunststoffwaben zwischen zwei Scheiben (Foto WACOTECH). Insbesondere im Interieur- und Designbereich können mit solchen Waben, in eine zweischaligen Glaswand eingelassen, auch Raumteileffekte erzielt werden.

Lichtstrom

siehe Lumen.

Lichttherapie

Die Hersteller von Saunen bieten inzwischen Wellnesskabinen für eine multifunktionale Nutzung an. Dazu gehören das Dampfbad, aber auch die Lichttherapie. Während die Schulmedizin diese Therapie in das Reich der Esoterik befördert, schwören andere auf die heilende, zumindest beruhigende Wirkung von farbigen Lichtquellen, mit denen man sich in den Kabinen bescheinen lassen kann. Bei der Lichttherapie werden keine Infrarotstrahlungen erzeugt und auch keine Bräunungseffekte erzielt. Es wird einfach schön warm, wobei Rot- oder Blaulicht (fernab jeder polizeilicher Mitwirkung) wohltuende Effekte erzeugen (sollen),

Lichtwange

auch: Lichtwangen

siehe Wangentreppe.

Liegende Verzahnung

auch: Liegenden, Verzahnung, Liegender, Verzahnung

liegendeverz.jpg

Eine Möglichkeit der Einbindung von gemauerten Zwischenwänden. Sie gilt im Gegensatz zur Lochverzahnung und Stockverzahnung als vollwertige Verbindungsart und kann daher auch bei tragenden Zwischenwänden angewendet werden.

Liegenschaftsamt

Das Liegenschaftsamt ist zuständig für die Verwaltung des bebauten und unbebauten Grundbesitzes einer Gemeinde oder Stadt. Hierzu zählen u.a. Vermietung, Kauf und Verkauf von städtischen Wohnungen, Stadthallen, Kioske, usw. sowie die Verpachtung des städtischen Grundbesitzes (Ackerland, Wiesen, Kleingärten usw.).

Liegenschaftsbuch

Das Liegenschaftsbuch ist ein beim zuständigen Katasteramt geführtes Register. Dort sind alle Grundstücke eines Bezirks erfaßt. Die angegebenen Größen sind verbindlich und entsprechen den aktuellen Vermessungsergebnissen.

Liegenschaftskataster

siehe Kataster.

Liegerinne

auch: Liegerinnen

Liftlmalerei

Landsmannschaftlich andere Schreib- und Sprechweise für die Lüftlmalerei

Lift-Slab-Methode

Lifttürschließer

Speziell für Aufzugtüren konstruierter Türschließer. Im Gegensatz zum normalen Türschließer muss der Lifttürschließer besondere Anforderungen hinsichtlich Brandschutz erfüllen, zum Beispiel muss die Hydraulik-Flüssigkeit schwer entflammbar sein.

Lift-WC

Eine WC-Schüssel, die auf Knopfdruck höhenverstellbar ist. Solche WC-Becken werden insbesondere in REHA-Kliniken ubnd Pflegeeinrichtungen eingebaut, aber auch in Privathaushalten für Personen, die in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt sind. Lift-WC's werden auch in einer Variante angeboten, bei der das Becken leicht nach vorn geneigt werden kann. Dadurch wird es (nach Herstellerangaben) zu einem höhenverstellbaren Urinal.

Lignin

Pflanzlicher Naturstoff und wichtiger Bestandteil des Holzes. Etwa ein Viertel der Holzsubstanz besteht aus Lignin, das dem Holz Stabilität und Druckfestigkeit verleiht. Lignin ist neben Zellulose der häufigste organische Stoff der Erde. Es bewirkt das Verholzen der Pflanzenzellen.

Ligninsulfonat

Ligninsulfonat ist ein Klebstoff, den die Zellstoffindustrie dem Holz entzieht. Ligninsulfonat wird als Emulgator verwendet, z. B. in Lebensmitteln bei denen braune Farbe nicht stört, auch tiermedizinischer Futterzusatz in der Kälbermast beim Übergang von Winter zu Sommerfütterung oder auch in Gipsplatten.

Limba

limba.jpg

Limba wächst in West- und Zentralafrika. Splint und Kern sind hellgelb oder der Kern ist dunkelbraun bis olivgrau, wobei das Holz noch nachdunkelt. Es ist kurzfaserig und besitzt eine seidigglänzende Oberfläche. Das mäßig harte, feste und elastische Holz läßt sich leicht messern und schälen. Es besitzt ein gutes Stehvermögen, schwindet nur mäßig und ist besonders gut zu beizen. Da es nicht witterungsfest und nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall ist, wird es hauptsächlich für den Innenausbau, Sperrholz und Furniere verwendet. Weitere Bezeichnungen für Limba sind Afara, Fraké, Akom oder Ofram.

Limonit

auch: Brauneisenstein

Limonit ist ein Gestein mit hohem Eisengehalt, es wird daher auch als Brauneisenerz bzw. Brauneisenstein bezeichnet. Im Baubereich kommt Limonit als mechanisch zerkleinerter natürlicher Zuschlag bei Beton für den Strahlenschutz zum Einsatz.

Limousineiche

auch: Limousineichen

Edle Cognacs und wertvolle Rotweine werden in Barriques aus Limousineiche gelagert, dadurch verbessert sich die Farbe und gewinnt einen Mahagoni-Schimmer. Die Limousineiche hat ihren Namen von der Region Limousin in Zentralfrankreich, die von dichten Wäldern durchzogen ist. Bekannteste Stadt im Limousin ist die Porzellanstadt Limoges. Limousineiche ist natürlich auch ein hervorragender Naturbaustoff mit allen Vorzügen der Eiche, wird jedoch wegen des hohen Preises nur selten verbaut.

Lindan

auch: Lindane

Lindan ist ein festes weisses Kristall, das nicht entzündbar und licht-, luft und hitzebeständig ist. Wie alle chloroorganischen Insektizide ist Lindan gut fett-, aber nur minmal wasserlöslich. Verwendet wird es in Imprägnierungsmittel, Schädlingsbekämpfungmittel oder in Holzschutzmitteln. Die Verwendung ist allerdings auch mit gesundheitlichen Gefahren verbunden. Kopfschmerzen, Erbrechen, Schleimhautreizung, Krämpfe sind einige der zahlreichen möglichen Symptome. Auch auf den Hormonhaushalt kann Lindan Einfluss haben.

Linde

Die Linde ist in Europa und Weissrussland beheimatet. Ihr Holz ist gelblichweiss glänzend, oft rötlich bis bräunlich. Es ist weich, leicht, biegsam und wird leicht von Pilzen und Insekten befallen. Es lässt sich gut bearbeiten leicht spalten und schwindet wenig. Verwendet wird das Lindenholz beispielsweise für Zeichenbretter, Holzschuhe, Spielwaren, Musikinstrumente, Zündholzfabrikation und Holzwolle. Zudem ist es ein beliebtes Holz für Schnitzerarbeiten.

Linearschiebetür

auch: Linear-Schiebetür

Fachbezeichnung für eine Schiebetür, die nicht gewölbt ist und parallel zur Wand verläuft.

Linienentwässerung

Unter Linienentwässerung versteht man (im Gegensatz zur Punktentwässerung), dass Entwässerungsrinnen auf ihrer gesamten Länge das zufließende Wasser aufnehmen und es in die Grundleitung führen. Damit ein solches Rinnensystem funktionieren kann, müssen genaue Berechnungen angestellt werden: Die Größe und Oberflächenbeschaffenheit des zu entwässernden Geländes müssen ebenso berücksichtigt werden wie die durchschnittliche Niederschlagsmenge in dem Gebiet.

Linienglas

auch: Liniengläser

Linienlast

auch: Linienlasten

In der Statik können Lasten unter anderem als Linien- oder Punktlast auftreten. Bei einer Linienlast verteilt sich die Belastung über einen bestimmten Teil eines Bauteils. Der Statiker muss für seine Berechnungen wissen, welche Belastungen linien- oder punktförmig in Erscheinung treten. Eine Linienlast erzeugen beispielsweise Wind oder Schnee. Auch das Bauteil selbst (z.B. eine Betondecke) erzeugt eine Linienlast.

Linksdrehwuchs

siehe Drehwuchs.

Linkskrämper

siehe Linkskremper

Linkskremper

auch: Linkskrämper

linkskremper.jpg

Der Linkskremper, auch Links­kräm­per geschrieben, ist ein histo­rischer Dachziegel, der vor allem im niedersächsischen Raum verbreitet ist. Linkskremper werden heute fast nur noch bei Sanierungen historischer Dächer verwendet, weshalb er heutzutage nur noch in kleinen Mengen von einem Dach­ziegel­hersteller produziert wird.

Linoleum

Ökologischer Bodenbelag aus nachwachsenden Rohstoffen. Die maßgeblichen Bestandteile sind Leinöl, das aus Flachspflanzen gewonnen wird, Naturharze, Holz- und Kalksteinmehl. Linoleum hat in den letzten Jahren eine Renaissance erfahren, wird heute in attraktiven Unifarben angeboten und auch intensiv im Objektbereich eingesetzt. Das Trägermaterial ist ebenfalls ein Naturprodukt, nämlich ein Netz aus Jute. Das sog. Möbel-Linoleum wird von Innenarchitekten gerne eingesetzt, um Schranktüren, Schreibtischplatten usw. eine Designernote zu verleihen.

Linsensenkkopfschraube

auch: Linsensenkkopfschrauben

lskschraube.gif

Während sich die normale Senkkopfschraube so weit im Werkstück versenkt, dass sie entweder plano mit der Oberfläche abschließt oder sich sogar tiefer einzieht, bleibt der abgerundete - eben linsenförmige - Kopf der Linsensenkkopfschraube auf der Oberfläche liegen. Das hat keine konstruktiven Vorteile, wird aber aus dekorativen Gründen sehr oft gehandhabt. Dementsprechend werden Senkkopfschrauben (auch) aus dekorativeren Materialien wie Edelstahl oder Messing hergestellt. Unsere Zeichnung zeigt eine Linsensenkkopfschraube mit BIRAX-Kreuzschlitz.

Lisene

auch: Lisenen

lisene.jpg

Eine Lisene ist ein senkrechter, aus der Wandfläche hervortretender und diese gliedernder, schmaler Wandstreifen ohne Basis und ohne Kapitell. In der Romanik wurden Lisenen oftmals mit Bogenfriesen miteinander verbunden. Lisenen finden sich häufig an Kirchen und alten öffentlichen Gebäuden. Auch in der Holzbildhauerei oder im Kachelofenbau wird bei hervortretenden Elementen von Lisenen gesprochen. Lisenen können kunstvoll verziert oder schlicht und einfach sein. Auch Lisenen aus Porenbeton sind im Handel in verschiedenen rechteckigen oder trapezförmigen Querschnitten erhältlich. Nach individuellen Wünschen können diese Montagebauteile zusätzlich strukturiert oder farbig abgesetzt werden. So bekommen Gebäude ein unverwechselbares Gesicht.

Listel

auch: Listelli

Sehr schmale, leistenartige Fliesen, oft nur 1 bis 2 cm breit sind. Listel oder auch Listelli sind meistens einfarbig und werden auch mit gewölbten Oberflächen angeboten. Sie werden zu einem umlaufenden Band zusammengesetzt, um einer gefliesten Wand eine besondere Optik zu geben. Die Farbe des Listels, die auch metallisch sein kann, steht dabei meistens im Kontrast zu den Grundfliesen bzw. Dekorfliesen.

Listelli

siehe Listel.

Listenmatte

auch: Listenmatten

Listenmatten sind rechteckige Betonstahlmatten, die im Gegensatz zu Lagermatten in ihren Abmessungen, Stababständen und Stabdurchmessern vom Anwender frei gewählt werden können. Der Vorteil von Listenmatten ist, dass genau nach Vorgaben des Statikers gearbeitet werden kann und somit weniger Verschnitt anfällt. Allerdings sind Listenmatten teurer als vordefinierte Lagermatten. Die Länge der Matte kann bis 12 m, die Breite bis 3 m betragen, Randeinsparungen und Stabüberstände müssen vom Besteller angegeben werden.

Lithium-Batterie

auch: Lithium-Batterien

Photo-Lithium-Batterien haben viele Vorteile in sich vereint. Sie weisen eine hohe Spannungslage und Energiedichte auf. Die geringe Selbstentladung macht diese Batterien optimal für Langzeitanwendungen. Zudem können die Batterien dieses Systems in vielen Temperaturbereichen eingesetzt werden. Optimaler Einsatzbereich: Fotoanwendungen. Moderne Fotoapparate nutzen Lithium-Systeme für den automatischen Filmtransport, die Belichtungsmessung und das Blitzlicht.

Lithopone

auch: Farben

Lithopone ist ein durch gemeinsame Fällung synthetisch hergestelltes Weißpigment aus Zinksulfid und Bariumsulfat. Einsatzgebiete für Lithopone in Beschichtungsstoffen sind heutzutage - insbesondere wegen der guten Schleifbarkeit - fast nur noch Grundierungen und Spachtelmassen. In anderen Anwendungsgebieten ist die Bedeutung von Lithopone zugunsten von Titandioxid wegen dessen höherem Weißgrad, besserem Deckvermögen und günstigerem Bewitterungsverhalten stark zurückgegangen.

Litze

auch: Litzen

litze.jpg

Eine Litze ist Teil der Ausrüstung von Soldaten oder Teil eines Stahldrahtseiles. Im zweiten Fall besteht eine Litze Drähten und zwar standardmäßig aus 7, 19 oder 37. Beim Seil der Golden Gate Bridge besteht eine Litze allerdings aus 27.372 Drähten. Bei der Herstellung des Stahldrahtseiles werden mehrere Litzen um den Seilkern gewickelt. Bei der Machart von Litzen unterscheidet man zwischen Normalschlag und Kreuzschlag. (Abbildung: Seilhersteller Diepa)

Lochbeitel

lochbeitel.jpg

Der Lochbeitel ist, ähnlich dem Stechbeitel ein Handwerkzeug zur Holzbearbeitung. Lochbeitel haben jedoch eine stärkere und robustere Klinge, die es erlaubt, tiefere Löcher auszustemmen. Dies ist wegen der dünneren Klinge mit dem Stechbeitel nicht möglich. Lochbeitel gibt es in verschiedenen Größen. Die breiteren Lochbeitel werden zum austechen von Zapfenlöchern verwendet, während mit den schmaleren viereckige Dübellöcher hergestellt werden.

Lochblech

auch: Lochbleche

lochblech.jpg

Seit neuestem heißt das Lochblech Lochplatte - sagt die DIN 24 041 bis 24 043 und DIN 4185 Teil 2. Dennoch wird der Begriff "Lochblech" weiterhin verwendet. Eine Lochplatte nach DIN ist eine Platte (Blech, Tafel usw.) mit gleichartigen Öffnungen (Löchern) in regelmäßigen Anordnungen, die z.B. durch Stanzen, Bohren, Fräsen oder andere Verfahren hergestellt werden. Die meisten Lochplatten haben Rund-, Quadrat- oder Langlöcher. Lochplatten findet man in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Im Baubereich findet man die Platten beispielsweise als Geländerfüllung, als Schallschutzwand an Autobahnen oder als Trägerelemente für Absorptionsplatten aus Stein- oder Glaswolle. Lochbleche werden insbesondere auch als Dekorbleche verwendet und das sogar an den Fassaden von Gewerbebauten. Lochplatten werden auch in Werkstätten vielfach verwendet. Sie nehmen, wenn sie mit ensprechenden Halterungen ausgestattet sind, Werkzeuge aller Art auf, das somit sofort griffbereit ist.

Locheisen

locheisen.jpg

Mit Locheisen lassen sich Löcher unterschiedlicher Größe in Gummi, Kunststoff, Pappe oder Leder ausstanzen. Auch zum Herstellen von Dichtungsringen ist das Locheisen geeignet. Selbst kleine Scheiben aus Blech für Unterleger oder Abstandshalter lassen sich mit einem Locheisen ausstanzen.

Lochfraß

siehe Lochkorrosion.

Lochkanal

auch: Lochkanäle

Senkrechte Hohlräume in Planfüllziegeln und Verfüllziegeln, die mit Fließbeton oder Spezialmörtel ausgefüllt werden.

Lochkorrosion

auch: Lochfraß, Pitting

Lochkorrosion bzw. Loch- oder Muldenfraß oder Pitting ist eine häufiger auftretende Korrosionsart. Hierbei wird die schützende Passivschicht des Edelstahls punktförmig durchbrochen und es kommt zu häufig nur nadelstichgroßen aber tiefen Löchern. Der Korrosionsvorgang läuft sehr schnell und auf kleiner Fläche ab. Ursachen sind Elementbildungen, bei denen die Anodenfläche, z.B. die blanke Metalloberfläche, sehr klein ist. Derartige Lokal- oder Belüftungselemente können entstehen, wenn sich auf der Metalloberfläche kleine Teilchen, wie zum Beispiel Rostteilchen oder abgeplatzte Deckschichten ablagern. Diese verhindern eine gleichmäßige Schutzschichtbildung und sind damit Ursache für die Korrosion durch Elementbildung.

Lochlaibungsfestigkeit

Wird ein Verbindungsmittel (z.B Schraube) auf Abscheren beansprucht, wird der befestigte Werkstoff auf seine Lochlaibungsfestigkeit beansprucht. Folglich ist die Lochlaibungsfestigkeit der Widerstand, welcher die Platte im Kontaktbereich dem Verbindungsmittel entgegensetzt.

Lochlehre

auch: Lochlehren

lochlehre.jpg lochlehre2.jpg

Mit diesem Werkzeug läßt sich schnell überprüfen, ob eine Bohrung den richtigen Durchmesser besitzt. Auch der Rohr-Innendurchmesser läßt sich mit der Lochlehre feststellen.

Lochplatte

auch: Lochplatten

lochplatte.jpg

Der Begriff Lochplatte hat zwei Bedeutungen. Lochplatten aus Stahl verleihen schmalen oder großflächigen Holzverbindungen hohe Stabilität. Sie dienen hauptsächlich der Lagesicherung im Fachwerkständerbau und zur Ableitung von Windsogkräften. Lochplattenstreifen werden wie Lochplatten verarbeitet und können auf der Baustelle auf die erforderlichen Längen zugeschnitten werden. Weiterhin ist Lochplatte auch die offizielle (laut DIN) Bezeichnung für Lochblech.

Lochplattenwand

siehe Lochwand

Lochsäge

auch: Bimetalllochsäge, Lochsägen

Lochsägen bestehen aus einer becherförmigen Hülse, die an ihrem offenen Ende mit Sägezähnen versehen ist. Auf der geschlossenen Seite befindet sich ein fester oder durch ein Gewinde lösbarer Antriebsschaft, in dem ein Zentrierbohrer fixiert ist. Dieser ragt über die Sägezähne hinaus und fixiert die Position der Lochsäge zum Werkstück bevor die Sägezähne der Lochsäge in das Werkstück eindringen. Mit einer Lochsäge lassen sich große bis größte Durchmesser in Bleche, Kunststoffe und Verbundwerkstoffe sägen. Sie werden beispielsweise zum Aussägen der Löcher für Steckdosen oder Schalter verwendet. Bimetall-Lochsägen eignen sich praktisch zur Bearbeitung aller Materialien und schneiden sauberere und glattere Löcher als herkömmliche Lochsägen. Bei Anwendung in Metall sind Bimetall-Lochsägen auf alle Fälle notwendig.

Lochverzahnung

lochverz.jpg

Eine Möglichkeit der Einbindung von gemauerten Zwischenwänden. Sie kann im Gegensatz zur liegenden Verzahnung und stehenden Verzahnung nur bei nicht tragenden Zwischenwänden angewendet werden.

Lochwand

lochwand.jpg

Die Lochwand sollte nicht verwechselt werden mit der Lochplatte, die inzwischen nach DIN "Lochblech" heißt. Die Lochwand besteht aber in der Tat aus gelochten Blechen und werden als Tafeln oder Wandelemente angeboten für die Montage an einer Wand. Allerdings darf die Montage nicht direkt auf der Wand erfolgen, vielmehr werden sie zwischen senkrechten Metallschienen eingebaut, so dass zwischen Lochwand und Wand ein Zwischenraum verbleibt. Lochwände verfügen über kleine Löcher, in die Halterungen eingehakt werden können, die für die übersichtliche Aufbewahrung von Werkzeugen wie Zangen oder Schraubschlüsseln geformt worden sind. Angeboten werden aber auch Lochwände mit senkrechten U-förmigen Ausstanzungen, bei denen die kleinen Blechzungen mit einem Schraubendreher heraus gezogen und so gebogen werden können, dass man daran Werkzeuge ohne separate Halterungen einhängen kann. Eine weitere Alternative sind Lochwände mit einer sog. Euro-Schlüssellochung, bei der sich das runde Loch in einen zylndrischen Schlitz fortsetzt, was das Einhaken der Werkzeug-Halterungen erleichtert.

Lochzange

auch: Lochzangen

Lochziegel

auch: Hohlstein, Hohlmauerziegel, Luftziegel, Langlochziegel, Hohlziegel

Der Lochziegel ist ein Mauerziegel mit Löchern. Diese dienen der Gewichtsersparnis, zur wärmetechnischen Dämmung und manchmal auch zur Belüftung. Beim Hochlochziegel sind die Löcher senkrecht zur Lagerfläche, beim Langlochziegel verlaufen sie parallel zur Lagerfläche. Nach inoffizieller Sprachregelung gilt als Lochziegel jeder Mauerziegel mit einem Lochanteil zwischen 15 und 45 Prozent. Ziegel mit kleinerem Lochanteil gelten als Vollziegel, solche mit höherem Anteil als Hohlziegel oder Hohlblock. Weitere Bezeichnungen für den Lochziegel sind Hohlstein, Hohlmauerziegel oder Luftziegel. Lochziegel weisen inzwischen vielfach in ihren "Löchern" statt Luft als Dämmmaterial Polystyrol auf. Mit Lochziegeln können Gebäude bis neun Stockwerke erbaut werden.

Lockergestein

auch: Lockergesteine

Geologisch fallen unter den Begriff Lockergestein Sande, Kies, Geröll, aber auch Lehm und Ton. Im Bauwesen spricht man von Lockergestein auch im Zusammenhang mit gewachsenem Boden.

Löffel

loeffel.jpg

Am Greiferarm eines Baggers befindliche, muldenförmige und korbgroße Vorrichtung, um Bauschutt, Erdreich und dergleichen aufzunehmen. Je nach Anforderung kommen neben dem Universallöffel sog. Tieflöffel, Grabenräumlöffel oder Schwenklöffel zum Einsatz. Jeder Löffel ist mit Stahlzähnen ausgestattet. Das Foto zeigt zwei Tieflöffel des Herstellers Lehnhoff.

Löffelbohrer

auch: Tieflochbohrer

loeffelbohrer.jpg

Der Name "Löffelbohrer" ist historischen Ursprungs. Schmiede schmiedeten lange Stangen, an deren Ende sich ein gezahnter Löffel befunden hat. Damit wurden größere Bohrlöcher in Bretter und Bohlen gebohrt. Löffelbohrer sind jedoch auch heutzutage in moderner Form und natürlich gefertigt aus Spezialstählen vor allem im Modellbau und in Drechslerwerkstätten im Einsatz. In besonders langer Ausführunmg wird er als Tieflochbohrer bezeichnet, mit dem Holzsäulen mittig durchbohrt werden können - etwa um ein Kabel durch eine Lampensäule führen zu können. Heutige Löffelbohrer haben nur eine entfernte Ähnlichkeit mit einem Löffel. Der konische Löffelbohrer erinnert mehr an einen Meißel.

Löffelschaber

Loft

auch: Lofts

Aus dem Amerikanischen stammende Bezeichnung für Wohnräume, die nachträglich in ehemaligen Fabrikgebäuden, Lagerhallen und dergleichen eingebaut werden. Da die ehemals gewerblich genutzten Räumlichkeiten meistens sehr groß sind, können Architekten dort pfiffige bis avantgardistische Wohnungen einrichten, wobei in aller Regel die Außenfassade nicht verändert wird. Lofts haben oft große Fenster, was Vor- und Nachteile hat. Wenn Fabrikgebäude hier in Deutschland in Wohnungen umgewidmet werden, also Bauen im Bestand stattfindet, müssen jedoch die Anforderungen der EnEV erfüllt werden, was gerade bei alter Bausubstanz und großen Fensterflächen zu erheblichen Kosten führt. Neben den großen Fensterflächen sind typisch für Lofts Emporen und Hängeböden.

Loggia

auch: Loggien

Im Gegensatz zum Balkon ist die Loggia in den Baukörper einbezogen, also allseitig fest ummauert bis auf die zur Straßen- oder Gartenseite hinausführenden Seite, die offen bleibt. Hier ist entweder eine hüfthohe Mauer oder ein Geländer eingebaut. Um Loggien auch in Deutschland bei schlechterem Wetter, insbesondere bei Schlagregen, nutzen zu können, werden häufig Glasschiebefenster oder Glasfaltwände eingebaut. Weil solche Glaseinbauten die geschlossene Optik eines Baukörpers verändern, ist für deren Einbau jedoch in der Regel eine Baugenehmigung erforderlich. Seltener wird eine Loggia auch als Negativgaube oder aber als Dacheinschnitt bezeichnet.

Loosholz

siehe Kämpferholz.

Los

auch: Lose

siehe Holzlos.

Los-Angeles-Smog

siehe Photosmog.

Löscherpumpe

siehe Mammutpumpe.

Löschungsbewilligung

Hypotheken und Grundschulden müssen ins Grundbuch beim örtlichen Amtsgericht eingetragen werden. Sind diese Kredite getilgt, kann der Hausbesitzer eine Löschungsbewilligung beantragen. Die entsprechende Bewilligung wird vcm Kreditgeber (meistens einer Bank) ausgesprochen und über einen Notar beim Grundbuchamt eingereicht. Damit verschwinden auch die bei der SCHUFA abrufbaren Einträge über die bisherige Grundschuld bzw. Hypothek.

Lösemittel

Lösemittelklebstoff

Lösungsmittel

auch: Lösemittel

Unter einem Lösungsmittel (oft auch als Lösemittel bezeichnet) versteht man eine Flüssigkeit, die Gase, andere Flüssigkeiten oder Feststoffe lösen kann, ohne dass es dabei zu chemischen Reaktionen zwischen gelöstem Stoff und lösender Flüssigkeit kommt. Das einfachste Lösemittel ist Wasser. Da jedoch viele Produkte nicht oder nur schwer in Wasser löslich sind, gibt es organische Lösemittel, Kohlenwasserstoffe. Lösemittel findet man in Farben und Lacken, Abbeizmitteln und Klebstoffen. Während oder nach der Verarbeitung entweichen Lösemittel in die Luft und werden überwiegend über die Atmung und die Haut aufgenommen. Diese Dämpfe können mehr (z.B. in scharfen Abbeizern) oder weniger gesundheitsschädlich sein. Es ist daher dringend ratsam, bei der Verarbeitung von lösemittelhaltigen Produkten einen Atemschutz und Handschuhe zu tragen sowie für eine gute Belüftung zu sorgen. Im übrigen sind auch natürliche Lösemittel wie z.B. Terpentinöl oder Orangenschalenöl nicht gesundheitlich unbedenklich.

Lot

auch: Lote

Zum Löten benötigt man Flussmittel und Lote. Lote sind Metalllegierungen, die in Form von Drähten, Stäben und Lotformteile sowie in Pulver- und Pastenform angeboten werden. Lote erfüllen ihren Zweck nur, wenn ihr Schmelzpunkt niedriger als der Schmelzpunkt der Grundwerkstoffe ist. Darüber hinaus müssen sich Lote gut mit anderen metallischen Werkstoffen verbinden und in geschmolzenem Zustand besonders dünnflüssig sein. Man unterscheidet nach dem Schmelzbereich Hartlote und Weichlote.

Löten

Unter Löten versteht man das Verbinden gleicher oder verschiedener Metalle durch ein Zusatzmetall, dem Lot. Das Lot hat eine niedrigere Schmelztemperatur als die zu verbindenden Metalle. Das Löten zählt zu den unlösbaren Verbindungen. Nach Höhe der Arbeitstemperatur unterscheidet man Weichlöten und Hartlöten.

Lötkabelschuhe

auch: Lötkabelschuhe

siehe Kabelschuh.

Lötkolben

loetkolben.jpg

Elektrische Lötkolben bestehen aus einem Heizelement, durch welches eine meist aus Kupfer bestehende Lötspitze beheizt wird. Die Heizpatrone ist elektrisch und thermisch isoliert an einem Handgriff befestigt. Die Heizleistung von Lötkolben erstreckt sich über einen Bereich von etwa 5 bis 500 Watt. Im Elektronikbereich werden Lötkolben mit niedriger Leistung verwendet, im Installationsbereich verwendet man Lötkolben mit hoher Leistung. Große Lötkolben besitzen eine lange Aufheiz- und Abkühlzeit, die bei Lötpistolen wesentlich kürzer ist.

Lötpistole

auch: Lötpistolen

loetpistole.jpg

Lötpistolen arbeiten nach dem Tranformatorprinzip. Die Netzspannung wird durch einen in der Lötpistole befindlichen Transformator auf die sehr geringe Spannung von wenigen Volt heruntertransformiert. Diese geringe Sekundärspannung wird über die drahtförmige Lötspitze kurzgeschlossen. Dadurch erhitzt sich die Spitze auf Löttemperatur. Im Gegensatz zu Lötkolben ist die Aufwärm- und Abkühlzeit sehr kurz. Daher eignen sich Lötpistolen besonders für Einzellötstellen, wie sie im Service-Betrieb täglich anfallen.

Lötreflektordüse

Zubehörteil für Heißluftpistolen zum Löten und Schrumpfen von Lötmuffen und Schrumpfschläuchen.

Lotschmiege

siehe Schmiege.

Lötwasser

Lötwasser ist ein Flussmittel, das aus einer wässrigen Lösung von Zinkchlorid mit Salzsäure besteht. Es wird zum Weichlöten von Titanzink, verzinktem Stahlblech und Feinzink verwendet. Besonders gut geeignet ist Lötwasser für Arbeiten im Dachdecker-Bereich.

Luftanströmgeschwindigkeit

auch: Luftanströmgeschwindigkeiten

Die Luftanströmgeschwindigkeit ist ein Begriff aus der Textiltechnik. Die Staubbindungskräfte sind so hoch, dass bei Teppichboden eine bis zu 15fach höhere Luftanströmgeschwindigkeit als bei Glattböden nötig ist, um Staubpartikel von Teppichboden zu lösen und in die Atemluft zu befördern. Darum ist nicht nur die Keimbelastung am Boden selbst, sondern auch in der Luft signifikant niedriger als bei Räumen, die mit Glattbelag ausgelegt sind. Für Hausstauballergiker sind Räume mit Teppichboden daher keineswegs so schädlich, wie häufig behauptet wird.

Luftbefeuchter

auch: Luftbefeuchtung, Zimmerbrunnen

Luftbefeuchter kommen dann zum Einsatz, wenn die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zu gering ist. Dies ist häufig im Winter der Fall, wenn die Heizung auf vollen Touren läuft und es draußen kalt ist. Dann kann die relative Luftfeuchtigkeit schon mal auf unter 30 Prozent fallen. Ist es in der Wohnung dauerhaft zu trocken, hat dies Auswirkungen auf das Wohlbefinden. Bemerkbar macht sich dies durch ausgetrocknete Schleimhäute oder brennende Augen. Zudem dringen Krankheitserregerleichter in den Körper ein. In solchen Fällen ist der Einsatz eines Luftbefeuchters sinnvoll, um die relative Luftfeuchtigkeit wieder auf "normale" 40 und 55 Prozent zu bringen. Meist reichen die natürliche Feuchtigkeit aus Badezimmer oder Küche aus, um die Luftfeuchtigkeit nach oben zu bringen. Auch Zimmerpflanzen in Hydrokulturen können helfen. Reicht das nicht aus, kommen elektrische Luftbefeuchter zum Einsatz. Diese Geräte gibt es für verschiedene Raumgrößen.

Luftbefeuchtung

Luftbindemittel

Luftbindemittel sind Bindemittel, die an der Luft erhärten und unter Wassereinfluss sich wieder lösen. Beispiele für Luftbindemittel sind Gips und Luftkalk.

Luftdichtheit

Luftdichtheitsebene

auch: Luftdichtheitsebenen

Luftdichtheits-Klasse

auch: Luftdichtheits-Klassen

Fenster werden nach DIN EN 12207 in unterschiedliche Luftdichtheits-Klassen eingeteilt. Die Luftdurchlässigkeit wird bei Prüfdrucken von 150 Pascal (Pa) bis 600 Pa ermittelt. Die gemessenen Werte werden auf einen Referenzdruck von 100 Pa umgerechnet, sowohl auf die Gesamtfläche des Fensters als auch auf die Fugenlänge bezogen und danach klassifiziert. Ein Fenster gehört zu einer vorgegebenen Klasse, wenn die gemessene Luftdurchlässigkeit den oberen Grenzwert bei einem Prüfdruck in dieser Klasse nicht überschreitet. Es gibt die Klassen 0 bis 4, wobei Klasse 0 als nicht geprüft gilt und Klasse 4 Fenster mit der geringsten Luftdurchlässigkeit bezeichnet.

Luftdichtheitsschicht

auch: Luftdichtheitsebene, Luftdichtheit, Luftdichtheitsschichten

Die Außenhülle eines Hauses muss witterungsbeständig gegen Schnee, Sturm und Regen abgedichtet sein, das ist selbstverständlich. Doch auch im Innenbereich muss für ausreichend Schutz gegen unkontrolliertes Eindringen von Raumfeuchte in die Konstruktion gesorgt werden. Dafür gibt es die sogenannte Luftdichtheitsschicht bzw. Luftdichtheitsebene. Sie wird auf der Innenseite der Bauteile angebracht und schließt Nähte und Stöße luftdicht ab. Im Massivbau übernimmt der Innenputz diese Funktion. Im Holz- und Fertigbau kommen häufig Dampfbremsen zum Einsatz, wobei der Trend weg von den Baufolien hin zu einer natürlichen Luftdichtheitsschicht wie beispielsweise OSB-Platten geht. Luftdichte Produkte müssen auch an Anschlüssen, Abschlüssen und Durchdringungen luftdicht angeschlossen werden. Ist die Luftdichheitsebene nicht fugenlos ausgeführt, entweicht viel Energie und kann zu Bauschäden und Schimmel führen. Die Prüfung der Luftdichtheit erfolgt beispielsweise mit dem Blower-Door-Test.

Luftdruckwächter

Sicherheitsvorrichtung, die den gleichzeitigen Betrieb einer Feuerstätte - z. B. eines Kachelofens oder Kaminofens - und einer Ablufteinrichtung wie dem Dunstabzug einer Küche ermöglicht. Weil die Feuerstätten dem Wohnraum Luft entziehen, kann sich die Strömungsrichtung der Luft im Kamin dann umkehren, wenn gleichzeitig die Ablufteinrichtung läuft oder in Gang gesetzt wird. Die Folge ist, dass ein Unterdruck entsteht und die giftigen Abgase statt in den Schornstein in die Wohnung gelangen. Ein elektronisch gesteuerter Luftdruckwächter erkennt den Unterdruck und schaltet die Ablufteinrichtung aus.

Luftentfeuchter

siehe Entfeuchter

Lüfterdachziegel

auch: Lüfterziegel, Lüftungsziegel, Lüftungsdachziegel

luefterdachziegel.jpg

Dachziegel mit einer Gitteröffnung, durch die Luftfeuchtigkeit nach außen entweichen kann. Siehe auch Dachentlüftung. Lüfter­dachziegel werden in denselben Farbtönen wie die eigentlichen Ziegel geliefert.

Lüfterfirstkappe

auch: Lüfterfirstkappen

lfkappen.jpg

Lüfterfirstkappen stellen die Alternative zur Lüftung von mörtellos erstelltem First und Grat dar. Sie werden am First befestigt und schützen gegen Flugschnee und Spritzwasser. Flexible Bürsten oder Schaumstofflippen ermöglichen die formgerechte Anpassung an die jeweilige Pfannenform.(Foto: Hersteller Klöber)

Lüftergaube

auch: Lüftergauben

luefterg.jpg

Hitze und Frost sowie extreme Wolkenbrüche oder Schneestürme, bei denen waagerecht peitschende Niederschläge stundenlang auf ein belüftetes Dach einwirken, sind im Normalfall ein Problem. Eine Lüftergaube verhindert das Eindringen von Regen und Schnee und stellt gleichzeitig die Belüftung des Dachraums sicher.(Foto: Hersteller Klöber)

Lufterhitzer

Lüfterstein

luefterstein.jpg

Oft wird von Lüfterstein gesprochen, aber gemeint ist ein Lüfterdachziegel. Lüftersteine sind eine Besonderheit bei den Glassteinen (früher: Glasbausteinen). Sie werden in eine Wand aus Glassteinen eingesetzt und sorgen für eine Luftzirkulation zwischen Innen- und Außenbereich, siehe Zeichnung.

Lüfterziegel

Luftfeuchte

Luftfeuchtigkeit

auch: Luftfeuchte, relative Luftfeuchte, absolute Luftfeuchte

Die Luftfeuchtigkeit, oder kurz Luftfeuchte, bezeichnet den Anteil des Wasserdampfs am Gasgemisch der Erdatmosphäre oder in Räumen. Flüssiges Wasser (z.B. Regentropfen, Nebeltröpfchen) oder Eis (z.B. Schneekristalle) werden der Luftfeuchtigkeit folglich nicht zugerechnet. Dabei wird zwischen relativer und absoluter Luftfeuchte unterschieden. Die absolute Luftfeuchte ist ist die tatsächlich in der Luft enthaltene Wasserdampfmenge, ausgedrückt in [g/m3]. Die relative Luftfeuchtigkeit ist das prozentuale Verhältnis zwischen dem momentanen Wasserdampfdruck und dem Sättigungswasserdampfdruck. Für den Menschen ist eine relative Raumluftfeuchte von ca. 50 % zuträglich. Diese Größe schützt auch vor elektrostatischen Aufladungen und begünstigt die Werterhaltung von Bodenbelägen, insbesondere aus Holz, Holzwerkstoffen und Kork. Relative Luftfeuchten von < 50 % können zu größeren Dimensions- und Formveränderungen von Bodenbelägen führen. Während der Heizperiode auftretende Verbreiterungen von Fugen sind deshalb auf produktspezifische Eigenschaften zurückzuführen und nicht zu beanstanden. Im Winter ist die erforderliche relative Luftfeuchte von ca. 50 % nur durch zusätzliche Maßnahmen (z. B. Luftbefeuchter) erreichbar. Probleme mit der Luftfeuchtigkeit im Wohnraum treten dann auf, wenn im Vergleich zur Raumtemperatur kühlere Stellen vorhanden sind und die Luft mit Feuchtigkeit angereichert ist. Besonders in den Ecken zu Außenwänden herrscht oft wegen dem Vorhandensein von Kältebrücken eine niedrigere Oberflächentemperatur. Da die mit Feuchtigkeit angereicherte Luft bei Abkühlung die überschüssige Feuchtigkeit abgeben muss, kondensiert der Dampf an der kühlen Stelle. Es bildet sich Tau, die Wand wird feucht, die Fenster beschlagen. Eine feuchte Wand hat schlechtere Wärmedämmwerte. Ist sie durchfeuchtet, kühlt sie bei niedrigen Außentemperaturen noch stärker ab, der oben geschilderte Effekt verstärkt sich. An der feuchten Wand herrschen durch Farbe, Kleister, Tapeten ideale Bedingungen, die gesundheitsschädlichen Schimmel bzw. Pilze wachsen lassen. Ist ein Schimmel bereits vorhanden, so macht er sich durch modrigen, muffigen Geruch oder durch erste dunkle Flecken bemerkbar.

Luftfilter

Luftfilter dienen der Reinigung der Luft von Staub und Schwebstoffen. Sie kommen in raumlufttechnischen Anlagen sowohl für die Außenluft als auch die Raumluft zum Einsatz. Je nach Erfordernis kommen verschiedene Arten von Filtermaterialien zum Einsatz. Es werden Dauerfilter, die regenerierbar sind und Wegwerffilter, die nur einmal verwendet werden können unterschieden.

Luftheizung

auch: Luftheizungen, Luftheizanlagen

Heizsystem, bei dem der Wärmetransport und die Wärmeabgabe durch Luftumwälzung erfolgt. Die kalte Luft wird in verschiedenen Varianten von Kanälen, außerhalb oder innerhalb des Ofenraums oder unmittelbar durch den Feuerungsraum, angesaugt, erwärmt und an den Raum zu dessen Erwärmung abgegeben.

Luftkalk

auch: Luftkalke

siehe Kalk

Luftkissenmäher

luftkissenmaeher.jpg

Dieser Rasenmäher gleitet auf einem Luftpolster. Dadurch ist er extrem leicht und ohne Kraft in jede Richtung zu bewegen. Insbesondere für steile Böschungen ist der Luftkissenmäher daher geeignet. Das technische Konstruktionsprinzip des Luftkissenmähers ist folgendermaßen: Ein Gebläserad fördert Luft und drückt sie in die speziell geformte Gehäuseglocke. Je nach Luftmenge wird der Mäher angehoben und gleitet auf dem seitlich entweichenden Luftpolster dahin. Damit wird klar, dass nur leichte Materialien für diese Art von Rasenmäher verbaut werden können. Dazu muss der Antriebsmotor so stark sein, dass er das Messer oder die Trimmerfäden antreibt und zusätzlich so viel Luft zur Verfügung stellt, dass ein ausreichendes Luftpolster entsteht.

Luftkollektor

auch: Luftkollektoren

Luftkollektoren sind eine einfache Art von Sonnenkollektoren. Anstatt Wasser dient hier die Luft als Wärmeträger. Die Funktionsweise von Luftkollektoren ist ganz einfach: Von schwarzen Lochblechen oder Blechen wird die Wärme verstärkt und die Luft in den dahinter liegen Kanälen erwärmt. In der Übergangszeit können Luftkollektoren die normale Heizung unterstützen. Auch können sie mit einem nachgeschalteten Warmluftaggregat kombiniert werden.

Luftkühler

Luftkühler sollen wie Klimaanlagen die Raumluft abkühlen. Die warme Raumluft wird dabei durch einen mit Wasser durchtränkten Spezialfilter geblasen. Durch das Verdunsten des Wassers wird die Luft abgekühlt. Bei manchen Geräten können auch Kühlakkus aus der Kühltruhe eingesetzt werden. Der Luftkühler funktioniert demnach nur, wenn man regelmäßig Wasser nachfüllt oder die Kühlakkus austauscht, wenn sie ihre Kühlfunktion verloren haben. Luftkühler funktionieren zudem hauptsächlich nur bei trockener Raumluft, als Ersatz für ein Raumklimagerät taugt er hauptsächlich im Bereich Camping. Vieles was da für viel Geld angeboten wird, ist technisch gesehen nicht viel mehr als simpler, großer Radialventilator in einem aufwendig gestalteten Gehäuse.

Lüftlmalerei

auch: Lack

lueftlmalerei.jpg

Die Lüftlmalerei (auch Liftlmalerei genannt) ist insbesondere in Bayern zuhause, wo um und zwischen die Fenster von Häusern, Pensionen und landestypischen Hotels dekorative und farbenfrohe Ornamente gemalt werden, manchmal auch verknüpft mit der Darstellung von Heiligen sowie biblischen und bäuerlichen Szenen. Die Lüftlmalerei wird von Dekorationsmalern ausgeführt, die früher einen eigenen Berufsstand darstellten, inzwischen aber zum Handwerksberuf des Malers und Lackierers gehören. Die Darstellungen werden dabei wie ein Fresko auf den frischen Kalkputz gemalt, so dass die Farben tief in den noch feuchten Mörtel eindringen können. Manche Lüftlmaler beherrschen auch die Technik der Illusionsmalerei.

Luftmörtel

Alle Mörtelarten, die nur an der Luft abbinden, werden als Luftmörtel bezeichnet. Diese Mörtelarten sind zum Beispiel Gipsmörtel, Lehmmörtel und Kalkmörtel. Lehmmörtel erhärtet durch Austrocknen, löst sich aber bei Einwirkung von Wasser wieder auf. Gipsmörtel dient zur Glättung von Flächen und für Stuckarbeiten. Durch Einwirkung von ständiger Feuchte und wechselnden Feuchtigkeitseinflüssen lockert sich jedoch das Gefüge des Gipsmörtels. Der bekannteste und wichtigste Luftmörtel ist der Kalkmörtel. Bei ihm bindet Kalk bei gewissen Feuchtigkeitsverhältnissen und Luftzutritt zu kohlensaurem Kalk ab, der ähnlich wie Gips im Gefüge mürbe werden kann. Häufig wird daher Zement beigefügt (siehe Kalkzementmörtel).

Luftpolsterfolie

auch: Luftpolsterfolien

Luftpolsterfolien werden nicht nur zur Verpackung zerbrechlicher Gegenstände, sondern auch zur Wärmedämmung eingesetzt. Dabei werden mehrere Lagen Luftpolsterfolie zu einer Wärmedämmmatte zusammengefügt. Die in den wabenförmigen Polstern eingeschlossene Luft verhindert die Wärmeübertragung. Zudem sind in den Verbund Infrarot-reflektierende Metallfolien eingearbeitet, die zusätzlich den Energieverlusten durch Wärmestrahlungsreflexion entgegenwirken. Eine Wärmedämmung aus Luftpolsterfolie ist besonders für die Dachdämmung oder die Wärmedämmung im Holzständerbau geeignet. Auch der Einsatz im Fußboden- oder Deckenbereich ist möglich, ebenso wie die Innen- oder Außendämmung von massiven Bauteilen und Fassaden.

Luftporen

Im Beton durch Zusatzmittel (Luftporenbildner) erzeugte Luftporen. Diese Luftporen wirken wie Kugeln bei einem Kugellager und machen den Frischbeton einfacher zu verarbeiten. Zudem dienen sie dem Druckausgleich beim Gefrieren des Kapillarwassers im Beton und erhöhen somit den Widerstand gegen Frost und Tausalz.

Luftporenbildner

auch: Mischöl

Betonzusatzmittel, das im Frischbeton eine große Anzahl sehr kleiner Luftporen einführt. Luftporenbildner werden hauptsächlich zur Erhöhung der Frost- und Frosttausalzbeständigkeit eines Betons eingesetzt. Weiter verbessern Luftporenbildner vor allem bei Mörteln die Verarbeitbarkeit. Wenn die Konsistenzverbesserung im Vordergrund steht, wird ein Luftporenbildner als "Mischöl" bezeichnet.

Luftreiniger

Luftverschmutzung in Innenräumen ist eine der Hauptursachen für Krankheiten wie Asthma, Allergie, Neurodermitis, chronische Kopfschmerzen, Müdigkeit und Unwohlsein. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil wir uns heutzutage im Durchschnitt zwischen 15 und 22 Stunden täglich in geschlossenen Räumen aufhalten. Luftreiniger filtern die gefährliche Partikel aus der Raumluft und können somit gesundheitlichen Beschwerden entgegenwirken. Durch spezielle Filter werden Tabakrauch, schlechter Geruch, Schimmelsporen aber auch allergene Hausstaubpartikel abgefiltert und größtenteils eliminiert. Luftreiniger unterscheiden sich durch die Filtermedien und die jeweilige Technologie. Es kommen Aktivkohlefilter, elektrostatische Filter und photokatalytische Filter zum Einsatz.

Luftschall

auch: Luftschalldämmung

Unter Luftschall versteht man Schallwellen, die sich über die Luft ausbreiten (im Gegensatz zum Körperschall). Die Bauteile werden durch den Luftschall angeregt. Die Intensität der Übertragung über die Geschossplatte, die Trennwände und andere flankierende Bauteile richtet sich jeweils nach deren Konstruktion und Masse. Mit Bodenbelägen ist in der Regel kaum eine Verbesserung der Luftschalldämmung zu erreichen. Dämmstoffbezogen ist die Luftschalldämmung bei Verwendung einer Mineralwolle in der Regel besser, als beim Einsatz eines Polystyrols. Dies liegt am höheren Raumgewicht der Mineralwolle sowie an der schallabsorbierenden Wirkung von Mineralwolleplatten. Im Bauwesen wird die Luftschalldämmung zwischen fremden Wohn- oder Arbeitsbereichen im Sinne einer Qualitätsbestimmung des Luftschallschutzes durch Messung bestimmt.

Luftschicht

auch: Luftschichten

Luft spielt im Bauwesen eine bedeutende Rolle. Luft macht moderne Leichtbausteine nicht nur leicht (wie der Begriff schon sagt), sondern sorgt auch für eine zusätzliche Wärmedämmung. Luft wird eingearbeitet nicht nur in Bausteine, sondern auch in Dämmaterial wie Foamglas. Beim Bau eines Kaltdaches ist eine Luftschicht unterläßlich, ebenso wird eine Luftschicht vorgesehen, wenn zweischaliges Mauerwerk optimal wärmegedämmt und vor Feuchtigkeit geschützt werden soll.

Luftschichtanker

auch: Drahtanker

luftschichtanker.jpg

Der Draht- bzw. Luftschichtanker ist ein Verbindungselement aus nichtrostendem Stahl zur Verbindung von Mauerwerksschalen z. B. der Innen- und Außenschale bei zweischaligen Wänden. Luftschichtanker werden entweder direkt beim Mauern des Rohbaues eingesetzt, oder bei Altbauten nachträglich. Bei Altbauten müssen vor dem Mauern der Klinker Löcher für 3-4 mm Dübel und 3-4 mm Luftschichanker gebohrt werden, die Dübel werden eingesetzt und die Anker eingeschlagen, am besten mit einen "Schlageisen", damit die Anker tief genug in den Dübel getrieben werden.

Luftschichtmauerwerk

Luftschleier

Luftschleieranlage

auch: Luftschleier, Luftschleieranlagen

Eine Luftschleieranlage bzw. einen Tor- bzw. Türluftschleier kennt jeder, der einmal im Winter durch den Eingang eines Kaufhauses gegangen ist und dem dort die Frisur durcheinander geblasen wurde. Das kräftige Warmluftgebläse verhindert das Entweichen von warmer Luft bei offenen Verkaufsstellen, Türen und Toren. Es wird quasi eine Barriere aus strömender Luft zwischen den verschiedenen Temperaturzonen erzeugt. Neben der Eingangstür eines Kaufhauses findet man eine Luftschleieranlage auch bei Toren an Industrieanlagen und Werkhallen, die häufig geöffnet werden müssen. Neben der kalten Luft werden auch Insekten, Schmutz, Staub und Rauch durch diesen Luftschleifer abgehalten. Neben den beschriebenen Warmluftschleieranlagen gibt es auch noch Kaltluftschleieranlagen. Diese haben die gleiche Aufgabe mit den umgekehrten Vorzeichen. Anstatt zu verhindern, dass warme Luft nach draußen gelangt, darf bei Kaltluftschleieranlagen keine kalte Luft nach draußen gelangen. Dementsprechend wird durch das Gebläse am Eingang kalte Luft geblasen. Kaltluftschleieranlagen findet man bei Kühlhäusern.

Luftsperre

auch: Luftsperren

luftsperre.jpg

Die Energieeinsparverordnung fordert die Luftdichte Gebäudehülle. Bei verputzten Wänden sorgt die Putzschicht für Luftdichtheit. Bei Fertighäusern in Holzständerbauweise muss dagegen eine lufdichte Ebene vorgesehen werden. Diese kann mit einer Luftsperre erzeugt werden. Die Luftsperre ist eine Folie, die jedoch nicht mit der Dampfsperre verwechselt werden darf. Eine Luftsperre ist diffusionsoffen und läßt Wasserdampf durch. (Foto: Hersteller Klöber)

Luftsprudler

sieheStrahlregler.

Lufttrockung

Lüftung

siehe Belüftung.

Lüftungsband

auch: Lüftungsbänder

lband.jpg

Band aus Kunststoff mit Löchern. Es dient zur Abdeckung von Lüftungsöffnungen an Traufe, Pult- sowie anderen Dach- und Wandabschlüssen. Dadurch ist zum einen für eine gute Belüftung gesorgt und zum anderen bietet das Lüftungsband Schutz gegen einfliegende Insekten und Einnisten von Vögeln. (Foto: Hersteller Klöber)

Lüftungsbeschlag

auch: Lüftungsbeschläge

Lüftungsbeschläge findet man bei Fenstern, sie sorgen für eine dauerhafte Belüftung, ohne dass Fenster geöffnet oder geschlossen werden müssen. Früher waren die Fenster noch so undicht, dass Lüftungsbeschläge unnötig waren, doch die neuen Fenster haben nur noch eine sehr geringe Fugendurchlässigkeit. Ausgeführt wird der Lüftungsbeschlag als als Schiebelüftung mit Wetterschutzlamellen und Insektengitter. Bedienbar ist diese Art von Lüftung durch Hebel oder Kurbel. Sie wird in den oberen Blendrahmen oder ins seitliche Fensterprofil eingebaut. Durch Einbau eines Walzenlüfters mit integrierte Heizung, kann warme Luft zugegeführt werden. Ein Einbau in Schallschutzfenster ist ebenfalls möglich, allerdings ist hier der Lüftungsbeschlag mit einer Schalldämmung zu versehen. Ansonsten wird die Schallschutzwirkung des Fensters gemindert.

Lüftungsdachziegel

Lüftungsdecke

auch: Lüftungsdecken

lueftungsdecke.jpg

Lüftungsdecken stellen für die Be- und Entlüftung von gewerblichen Küchen eine saubere Komplettlösung dar, die einen hygienisch einwandfreien Abtransport der Küchenabluft garantieren. Sie überspannen den kompletten Küchenbereich von Wand zu Wand. Es sind neben den Zu- und Abluftelementen auch die komplette Beleuchtung und die abgehängte Zwischendecke integriert. Lüftungsdecken findet man neben Großküchen auch in Kliniken (z.B. Operationssaal) oder in der Landwirtschaft zur Belüftung von Schweine- oder Kuhställen.

Lüftungsgitter

lueftungsgitter.jpg

Lüftungsgitter sind im häuslichen und im Baubereich allgegenwärtig. Überall da, wo Luft hinkommen muss, damit elektrische Geräte keine Betriebsstörung melden, werden Lüftungsgitter aus Alu, Edelstahl oder Kunststoff eingebaut. Lüftungsgitter können je nach Anforderung aus siebförmigem Metallgeflecht oder aus Lamellen bestehen. Je enger die Drahtmaschen oder die Abstände der Lamellen, je geringer die Gefahr, dass sich Insekten oder Mäuse einnisten können. Lüftungsrohre, die durch Mauern "geführt" werden (Mauerdurchführung), sind an ihrem Endstück mit einem Lüftunsgitter versehen. Spezielle Lüftungsgitter aus Kunststoff werden auch im Sockel- und Dachbereich bei hinterlüfteten Fassaden zwischen die Ziegelsteine gesetzt (siehe Zeichnung), damit die Luft zirkulieren und feuchte Luft trocknen kann.

Lüftungsleitung

auch: Lüftungsleitungen

Lüftungsleitungen haben die Aufgabe, bei den Ablaufvorgängen von Abwasserrohren entstehende Unter- und Überdrücke abzubauen, um Störungen wie Geruchsbelästigung und Geräuschbildung zu vermeiden. Dabei wird sowohl be- wie auch entlüftet. Das Luftvolumen, das hierbei bewegt wird, macht ein Vielfaches des abfließenden Wasservolumens aus. Außerdem leitet die Lüftungsleitung entstehende Kanalgase ab. Je nach Art der Entwässerungsleitung verwendet man zusätzlich zur Hauptlüftung noch Nebenlüftung, Umlüftung und Sekundärlüftung.

Lüftungsschacht

auch: Abluftschacht, Lüftungsschächte

Lüftungsschächte findet man in Gebäuden z.B. zur Entlüftung von innenliegenden Räumen. Badezimmer und Toiletten besitzen z.B. häufig keine Fenster, hier ist dann ein Lüftungschacht notwendig, wobei die Schachtlüftung mit oder ohne Ventilator erfolgt. Lüftungschächte werden entweder beim Bau des Hauses mitgemauert oder als Fertigschacht errichtet. Das können zum Beispiel Lüftungsschächte aus Faserzementrohren oder flexiblen Metallrohren sein. Die Öffnungen werden mit Lüftungsgittern verschlossen, die feuchtigkeits- und chemikalienbeständig sein müssen. Gegebenenfalls wird zusätzlich noch ein Insektenschutzgitter angeordnet.

Lüftungssysteme

Bei Neubauten wird nach der EnEV die dauerhaft undurchlässige Gebäudehülle verlangt, die durch einen Blower-Door-Test nachzuweisen ist. Diese rigiden Maßnahmen haben einerseits dafür gesorgt, dass die Bildung von Schimmel rasant zunimmt und in dessen Gefolge auch die Zahl der Sachverständigen gestiegen ist, die sich auf Schimmelbefall spezialisiert haben. Sieht man einmal von der Schimmelbildung ab, taucht auch das Problem auf, wie eine Wohnung oder ein Haus gut durchlüftet werden kann, wenn kein Windstoß mehr durch die Laibung am Fensterrahmen dringen darf. Die Industrie hat deshalb verschiedene Lüftungssysteme auf den Markt gebracht, wobei speziell Fertighäuser seit Inkrafttreten der EnEV grundsätzlich mit solchen System ausgestattet sind. Je nach Bauart sind solche Systeme auch mit einer Wärmerückgewinnung verbunden, die aus der warmen Abluft generiert wird. Lüftungssysteme funktionieren dadurch, dass über Lüftungsschächte oder Lüftungsrohre frische Luft durch Zuluftkanäle in alle Räume gelangt und die verbrauchte Abluft über Abluftrohre nach draußen geblasen wird. Das geschieht über Ventilatoren, die konstruktive Bestandteile der Schächte oder Rohre sind. Solchen Ventilatoren können Pollenfilter vorgeschaltet sein.

Lüftungsziegel

Luftwechselrate

Die Luftwechselrate ist das Maß für die Lüftung, sie gibt den kompletten Luftaustausch eines Raumes pro Stunde an. Sie ist somit entscheidend für die Höhe des Verbrauchs. Ihre Größe hängt davon ab, wieviel Wind bei geschlossenen Fenstern durch die Fugen gelangt, wie lange und wie oft die Fenster geöffnet sind. Eine Luftwechselrate von "1" bedeutet, dass die Luft im Mittel einmal pro Stunde komplett erneuert wird. Wird die Luft pro Stunde zweimal erneuert, beträgt die Luftwechselrate "2".

Luftziegel

siehe Lochziegel.

Luftzwischenraum

Unter Luftzwischenraum könnte die Luftschicht verstanden werden, die etwa bei einem hinterlüfteten Dach oder einer solchen Fassade belassen wird. In der Regel wird darunter jedoch der Scheibenzwischenraum in einer Isolierverglasung verstanden.

Lügenstift

auch: Lügenstifte

Lukarne

siehe Gaube

Lumen

auch: Lichtstrom

Lumen ist eine physikalische Einheit für Lichtstrom. Sie definiert die Lichtmenge, die eine Lichtquelle abgibt (siehe auch Lichtausbeute). Die früher gängige Bezeichnung etwa für eine "100 Watt Birne" ist kein Bewertungsmasstab mehr. Der Verbraucher sollte sich nur noch an der Lumen-Zahl orientieren, denn diese gibt an, welche Lichtleistung Lampen haben. Wenn eine alte Glühlampe 60 Watt und 710 Lumen hatte, so ist diese Helligkeit mit modernen Energiesparlampen bei nur etwa 12 Watt Energieverbrauch zu erzielen.

Lünette

Eine Lünette ist ein oftmals mit Malereien oder Reliefs geschmücktes Wandfeld, das nach oben durch einen Halbkreis abgegrenzt wird. Im Bauwesen wird der Begriff auch noch für halbkreisförmige Fenster verwendet. Lunette stammt aus dem Französischen und bedeutet "kleiner Mond".

Lunker

Lunker ist die umgangssprachliche Bezeichnung für kleine Hohlräume mit wenigen Millimetern Durchmesser (meist Lufteinschlüsse), die beim Einbringen des Betons in die Schalung entstehen. Meist sind diese Lunker an der Betonoberfläche mit einer dünnen Zementleimschicht überzogen und daher auf Anhieb nicht ersichtlich. Erst durch eine mechanische Bearbeitung der Betonoberfläche (z.B. Sandstrahlen) werden diese Lufteinschlüsse sichtbar. Um einen ebenen, glatten Untergrund für Anstriche oder andere Beschichtungen zu erhalten, müssen die Unebenheiten geschlossen werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die in den Hohlräumen enthaltene Luft beim Überziehen mit einer Spachtelmasse oder einer füllenden Beschichtung eingeschlossen wird. Das kann zu Blasenbildung führen, wenn der verwendete Beschichtungsstoff das Entweichen der Luft bis zum Beginn der Austrocknung verhindert. Auch in Stahl treten Lunker auf. Diese entstehen, wenn sich nach dem Vergießen Hohlräume im Block oder Strang befinden, die bei der weiteren Umformung nicht geschlossen werden können.

Lüster

luester.jpg

Prunkvolle, mehrflammige Deckenleuchte, die mit zahlreichen Ketten verziert ist, die aus runden, eckigen, ovalen oder tropfenförmigen geschliffenen Kristallglasteilen zusammengesetzt sind. Das Licht bricht sich in dem geschliffenen Kristallglas, wodurch die Lichtausbeute verstärkt wird und die Optik des Lüsters noch festlicher wirkt. Lüster findet man in Festräumen großer Hotels, in Villen und Schlössern, aber auch in bürgerlichen Wohnstuben. Antike Lüster stammen fast ausnahmslos aus dem früheren Böhmen, wo sie von Kunstschlossern und Glasschleifern hergestellt wurden. Heute werden Lüster auch als Massenprodukt hergestellt. Das Foto zeigt einen antiken Lüster aus dem Hause Bleikristall Schöler. Unter dem Begriff Lüster wird jedoch auch ganz allgemein ein schimmernder Glanz verstanden, der durch den Zuschlag von Metallen in die Glasurmasse erzielt wird. Bei der Bewertung von Zuchtperlen gilt ein Hauptaugenmerk des Experten der Qualität des Lüsters. So kommt die Bezeichnung "Lüster" also auch in ganz anderem Zusammenhang vor, darunter auch im Baubereich, z.B. bei der Lüsterfliese.

Lüsterfliese

auch: Lüsterfliesen

Unter einem Lüster versteht man zunächst einmal einen perlmuttartigen Glanz, der durch Beimischung von Metallen in eine Glasur erzielt wird. Kobalt als Zuschlag bewirkt z.B. einen bläulichen Lüster. Der Begriff der Lüsterfliese ist allerdings heutzutage kaum mehr in Gebrauch - es sei denn im Bereich der Architekturgeschichte. Islamische Handwerker verstanden es, schon vor 800 Jahren, Fliesen mit einer Lüsteroberfläche herzustellen, mit denen häufig Gebetsnischen in Moscheen ausgekleidet wurden. Solche Lüsterfliesen hatten nicht nur einen grünen, blauen oder andersfarbigen Glanz, sondern verfügten oft auch über reliefartige, erhabene Oberflächen.

Lüsterglas

Glas mit einer irisierenden, schimmernden Oberfläche, wobei dieser Effekt durch Bedampfung mit Metall oder durch einen hauchdünnen Metallüberzug erreicht wird. Zur Herstellung eines Lüsters wird jedoch hauptsächlich Bleikristall verwendet.

Lüstersud

auch: Blausud

Lüstersud ist die Bezeichnung für ein Elektrolyt zum Färben von Kuper und Kupfer-Legierungen (Hauptbestandteile sind Bleiacetat und Natriumthiosulfat). Beim Erhitzen scheidet sich ein Metallsulfid als fest haftende Schicht auf der Metallfläche ab, die je nach Dauer des Tauchbades gelb, rot, violett, dunkelblau oder grau sein kann. Bei der blauen Färbung spricht der Fachmann von Blausud, bei der goldgelben Färbung von Falschvergoldung.

Luteolin

siehe Reseda.

lutro

Lutro ist die Abkürzung für "lufttrocken": Gleichgewichtszustand zwischen Holzfeuchtigkeit und relativer Luftfeuchtigkeit, also kein statischer Zustand, sondern wechselnd, je nach Wechsel der relativen Luftfeuchtigkeit.

Lux

Einheit der Beleuchtungsstärke.