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Kabelabdeckhaube

auch: Kabelhaube, Kabelabdeckhauben

Kabelabdeckhauben sind Halbschalen aus PVC oder Ton, die über Erdkabel gestülpt werden. Sie bieten Schutz vor Druck durch Steine und Geröll. Wenn der Graben wieder geöffnet wird, ist eine Beschädigung durch den Bagger oder sonstiges Arbeitsgerät fast vollständig ausgeschlossen.

Kabelabschottung

auch: Kabelabschottungen

siehe Abschottung.

Kabelbandpistole

auch: Kabelbinderpistole

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Die Kabelbandpistole bzw. Kabelbinderpistole eignet sich für die Verarbeitung von Endlos-Kabelbändern bzw. Kabelbindern. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kabelbändern bzw. -bindern werden hier sämtliche Bündelungen in jedem beliebigen Durchmesser abgedeckt und das ohne jeglichen überflüssigen Verschnitt bzw. Abfall. Es sind also alle benötigten Kabellängen sofort "griffbereit". Das Kabelband wird aus der Pistole herausgeführt, um das zu bündelnde Teil gelegt, wieder in die Pistole eingeführt, gestrafft und durch Tastendruck abgeschnitten und verschlossen. Die Kabelbandpistole ist zur Verarbeitung von Kabelbäumen, Leitungen, Schläuchen usw. geeignet.

Kabelbinderpistole

Kabelbox

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Eine Kabelbox ist ein Kasten, der in Montage- und Massivwände, in Schacht- und Brandwänden eingebaut wird und eine sichere Leitungsdurchführung gewährleistet. Eine Kabelbox verhindert, dass Feuer zu schnell durch Mauerdurchdringungen von einem Raum in den anderen übergreifen kann.

Kabelbügel

auch: Bügelschellen

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Kabelbügel haben im Prinzipp dieselbe Funktion, wie eine Schelle oder eine Klemmschelle, nämlich die Befestigung von Elektrokabeln an der Wand. Während Schellen jedoch nur ein Kabel festhalten, können unter einem Kabelbügel mehrere Kabel fixiert werden. Die Industrie liefert solche Kabelbügel mit oder ohne vormontierte Dübel.

Kabeldurchführung

auch: Kabeldurchführungen

Kabeleinziehgerät

siehe Röhrenaal.

Kabel-Einziehgriff

auch: Kabel-Einziehgriffe, Kabeleinziehgriff, Kabeleinziehgriffe

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Der Kabel-Einziehgriff ist ein Handgriff, an dem der Elektriker Einziehspiralen oder Einziehkabel befestigen kann. Dadurch wird das Einziehen von Drähten in Leerrohre vereinfacht und geht um einiges schneller. Zudem verhindert der ergonomisch geformte Griff Schwielen an den Händen. Durch das Spannrad wird das Rutschen verhindert.

Kabelhaltestrümpfe

auch: Kabelhaltestrumpf

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Kabelhaltestrümpfe zählen zu den Kabelstrümpfen. Sie werden eingesetzt, um Kabel bei stationären und mobilen Installationen zu verlegen. Im Vergleich zur traditionellen Schellenbefestigung lassen sich Kabel mit Haltestrümpfen schnell und einfach befestigen. Sie werden eingesetzt, um Kabel über größere Höhen senkrecht zu führen und weisen dank der ausgereiften Konstruktion und der hohen Qualität des Materials eine enorme Tragfähigkeit, auch für schwere Kabel auf. Einsatzgebiete für Kabelhaltestrümpfe sind beispielsweise die Stromversorgung auf Baustellen, Installationen in Fahrstuhlschächten oder Antennenanlagen.

Kabelhaube

auch: Kabelhauben

Kabelkanal

auch: Kabelkanäle

Unter Kabelkanälen versteht man konstruktive Leerräume für die Verlegung von Kabeln. Sie können an der Wand (siehe Wandkanäle), an Decken oder im bzw. auf dem Fußboden (Unterflur-Installationskanal, Aufboden-Installationskanal) verlegt werden. Es handelt sich dabei um eckige Leerrohre, die nach der Kabelverlegung mit Kanalabdeckungen versehen werden. Kabelkanäle gibt es in unterschiedlichen Nennbreiten und Nenntiefen. Sie können mit Trennstegen ausgestattet sein, die eine übersichtlichere Verlegung ohne gegenseitige Beeinflussung gewährleisten. Es gibt Kabelkanäle aus PVC, Aluminium und Stahl.

Kabelkanal-Leiste

auch: Kabelkanal-Leisten

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Mit einer Kabelkanal-Leiste lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen verdeckt sie das Kabelgewirr, das durch Fernseher, Stereoanlage und andere elektrischen Geräte entsteht. Zum anderen überdeckt sie auch die zwangsläufig bei der Verlegung von Parkett, Laminat oder Holzdielen entstehenden Dehnungsfugen. Bei Kabelkanal-Leisten gibt es unterschiedliche Modelle mit kleinen Unterschieden, die große Wirkungen erzielen können. Die Leiste sollte beispielsweise über getrennte Kammern verfügen. Dadurch lassen sich Störungen vermeiden, die durch eine gemeinsame Führung von Strom und Antennenkabeln entstehen können. Darüber hinaus muss die Leiste manchmal Platz für mehrere auch dicke Kabel bieten. Dabei darf dann nicht die schlanke und formschöne Optik verloren gehen.

Kabelkran

auch: Kabelkrane

Kabelkrane werden auf weiträumigen Baustellen oder in schwierigem Gelände zur Überbrückung großer Spannweiten (z.B. Talsperrenbau) eingesetzt. Zwischen zwei Stahltürmen mit bis zu 25 m Höhe sind ein oder mehrere Tragseile als Fahrbahn für eine Seillaufkatze gespannt, welche die Hubvorrichtung trägt.

Kabelmesser

Ein Kabelmesser ist ein Werkzeug zum Entfernen der Mantelschicht bei Mantelleitungen und Isolierungen von elektrischen Leitern. Kabelmesser sind meist für alle Durchmesser zwischen 4 und 28 mm geeignet. Kabelmesser sollten dafür sorgen, dass eine Beschädigung der inneren Leiter ausgeschlossen ist.

Kabelpritsche

auch: Kabelpritschen

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Kabelpritschen findet man vornehmlich dort, wo große Kabelmengen, wie sie zum Beispiel bei Großbauten vorkommen, getragen werden müssen. Sie ermöglichen die Kabelverlegung nach der Montage der Pritsche, indem man die Kabel in ihr ablegt. Dies erleichtert eine spätere Erweiterung der elektrischen Anlage oder ein Austausch der Leitungen. Kabelpritschen sind in der Regel aus abgekantetem Stahl-, Edelstahlblech oder aus Kunststoff und werden über einen Tragarm an der Decke oder der Wand befestigt. Zur Befestigung mit Schrauben und Muttern am Tragarm, ist der Pritschenboden gelocht. Kabelpritschen können durch einen Deckel geschlossen werden.

Kabelsalat

Der Kabelsalat schmeckt weder bei Zugabe von Balsamico und extra nativem Olivenöl, noch bei Hinzufügen von gebratenen Rinderfiletscheiben. Da der Kabalsalat wegen der Vielzahl neben- und übereinander liegender Kabel wie auf einer Bunga-Bunga-Party zu einem Durcheinander und zur Stolperfalle werden kann, kann man ihn bändigen durch den Einsatz von Kabelbindern oder durch das Unterbringung in einem Kabelkanal.

Kabelschacht

auch: Kabelschächte

Was im häuslichen Bereich oder in Büros der Kabelkanal ist, ist im Tiefbau der Kabelschacht. Kablelschächte werden aus Beton oder aus hochdruckfestem und verrottungsresistentem Kunststoff hergestellt und dienen dazu, unterschiedliche Kabel so unter zu bringen, dass sie bei den Bau- und möglichen späteren Reparaturarbeiten nicht beschädigt werden. Kabalschächte aus Kunststoff haben auch Unterabteilungen, damit sich Kabel für unterschiedliche Anwendungen nicht gegenseitig negativ beeinflussen.

Kabelschelle

auch: Kabelschellen

Kabelschellen dienen zur Befestigung von Kabeln, Röhren und Schläuchen. Dabei ermöglichen sie die einfache und schnelle Verlegung von einzelnen oder gebündelten Kabeln. Die Kabelschellen selbst werdem an Tragprofilen (in Längs- und Querrichtung) oder mittels Dübel, Schrauben oder selbsklebendem Klebeband an Wänden und Decken befestigt. Zur Verlegung mehrerer parallel geführter Kabel, ist die Verwendung von Ankerschienen zu empfehlen, welche auf Wände/Decken gedübelt bzw. an Tragprofile geklemmt werden können. Dort, wo nicht gebohrt werden darf, können Befestigungspunkte auch mit dem Spannband-System geschaffen werden. Zudem wird zwischen Kabelschellen für Rundkabel und Flachkabel unterschieden.

Kabelschere

auch: Kabelscheren

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Eine Kabelschere ist ein universell einsetzbares Werkzeug zum Abschneiden, Abmanteln und Abisolieren von Kabeln. Eine Kabelschere schneidet Kupfer- und Aluminiumkabel quetschungs- und verformungsfrei. Kabelscheren gibt es in unterschiedlichen Öffnungsweiten für unterschiedlich dicke Kabel.

Kabelschlagseil

auch: Kabelschlagseile

Das Kabelschlagseil ist ein sehr geschmeidiges Anschlagseil. Es besteht aus mehreren Litzenseilen, die ihrerseits wieder zu einem Seil gefügt sind. Man erkennt Kabelschlagseile bereits von außen an der Feingliedrigkeit der einzelnen Litzen.

Kabelschneider

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Ein Kabelschneider ist ein speziell für das Ablängen von Strom- und Kommunikationskabeln aus Aluminium oder Kupfer konstruiertes Schneidwerkzeug für den professionellen Einsatz. Die lange Ausführung der Werkzeuggriffe, die meist aus Fiberglas bestehen, sorgt für eine große Kraftübertragung. Die Schneidbacken bestehen aus legiertem Werkzeugstahl.

Kabelschneider mit Ratsche

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Ein Kabelschneider mit Ratsche ist ein Profi-Werkzeug für Handwerker, die Kommunikationskabel verlegen. Der Ratschenmechanismus verringert den Kraftaufwand, erleichert das Ablängen und trägt zu sauberen Schnitten bei. Die Industrie stellt unterschiedliche Kabelschneider mit Ratschen her - je nach Anwendungszweck. Weichkabelschneider mit Ratsche (siehe Foto) durchtrennen "weiche" gummi- oder blei-ummantelte Kabel bis 50 mm Durchmesser. Hartkabelschneider mit Ratsche werden speziell für das Durchtrennen von harten Kabeln und Stahlseilen gebaut. Für das Schneiden sehr harter Spanndrahtseile wiederum gibt es eigens gefertigte Kabelschneider, auch diese mit Ratschenausstattung.

Kabelschott

auch: Kabelschotts

siehe Abschottung.

Kabelschuh

auch: Winkelrohrkabelschuh, Ringkabelschuh, Rohrkabelschuh, Lötkabelschuhe, Stiftkabelschuh, Kabelschuhe

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Ein Kabelschuh ist ein Metallteil, an dem Kabel beispielsweise mit der Crimpzange befestigt werden. Auf der einen Seite wird das Kabel eingeführt, diese Seite bei allen Modellen in etwa gleich. Die andere Seite kann verschieden ausgeführt sein für verschiedene Einsatzzwecke. Es gibt zum Beispiel Winkelrohr-(1), Ring-(2), Rohr-(3), Löt-(4) und Stiftkabelschuhe (5).

Kabelschutzrohr

auch: Kabelschutzrohre

Kabelschutzrohre schützen beispielsweise Erdkabel vor hohen Belastungen, wie sie beispielsweise unter Bahntrassen entstehen. Weiterhin gibt es Kabelschutzrohre, die schwer entflammbar sind. Auch im Innern von Gebäuden findet man Kabelschutzrohre. Auch dort haben sie die Aufgabe, vor hohen Belastungen und Feuer, aber auch vor mechanischen Beschädigungen zu schützen. Kabelschutzrohre gibt es aus Kunststoff oder Metall (Stahl).

Kabelstrümpfe

auch: Kabelstrumpf

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Kabelstrümpfe sind allgemein Werkzeuge, die über Erdkabel oder Installationsleitungen gestülpt werden, damit diese beim Einziehen bzw. Verlegen nicht beschädigt werden. Dabei kommen tausende von Typen in Stahl-, Edelstahl oder Kunststtoffausführung mit verschiedenen Schlaufen zum Einsatz. Das flexible, zylindrische Geflecht passt sich dem Durchmesser des Kabels an und setzt sich rutschsicher auf dem Kabelmantel fest, wodurch die kraftschlüssige Übertragung von Zugkräften erreicht wird.Die Anwendungsbereiche reichen von: • Kabelziehstrümpfe für die Gebäudeinstallation, • Kabelziehstrümpfe für den unterirdischen Leitungsbau, • Kabelziehstrümpfe für den Freileitungsbau • Kabelhaltestrümpfe für die Kabelsicherung in Windkraftanlagen, • Seil- und Kabelverbindungsstrümpfe für den schnellen Tausch in Kran- und Aufzuganlagen • Schlauchstrümpfe zur Absicherung von Hochdruckleitungen

Kabeltacker

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Ein Kabeltacker ist ein spezieller Tacker zum Anbringen von Kabeln. Mit Spezialklammern (Rundklammern oder Flachklammern)lassen sich beispielsweise Telefon-, Antennen- oder Stromleitungen auf allen gängigen Baustoffen befestigen. Der Kabeltacker funktioniert bei Holz, Gipskartonplatten, Putz, Dachböden, Holzpaneele, Holzvertäfelungen, Fußleisten etc. Auch beim Verlegen der Kabel bei einer Modelleisenbahn ist der Kabeltacker eine wertvolle Hilfe.

Kabelträgerbahn

auch: Kabelträgerbahnen

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Die Kabelträgerbahn, auch "Kabelkanal" genannt, ist eine Endlos-Leiste mit abnehmenbarem Deckel, bei der Elektroleitungen in eine oder mehrere Nute eingelegt und festgeklipst werden können. Sie werden auf Putz verlegt, mit Nägeln oder Schrauben befestigt und insbesondere im gewerblichen Bereich verwendet. Kabelträgerbahnen werden aus PVC oder Metall hergestellt; zu allen auf dem Markt befindlichen Systemen gibt es Eck- und Winkelstücke. In einer Kabelträgerbahn dürfen nur Leitungen mit starren Adern verlegt werden (NYM oder ähnlich).

Kabeltrommel

auch: Kabeltrommeln

Auf einer Kabeltrommel werden elektrische Leitungen aufgerollt und aufbewahrt. Sie sind aus Kunststoff oder Blech und es gibt Kabeltrommeln für Wechsel- und für Drehstrom. Wechselstromtrommeln können neben den Schuko-Steckdosen noch einen Überstromschalter besitzen. Drehstromkabeltrommeln besitzen zusätzlich noch eine fünf-polige Steckdose für Starkstrom. Die Qualität der Kabeltrommeln ist recht unterschiedlich, Billigprodukte sollten nicht gekauft werden. Gute Trommeln bieten doppelte Sicherheit durch Überhitzungs- und Unfallschutzautomatik mit roter Kontrollleuchte, die auf Überhitzung und Überlastung reagiert. Für den Einsatz im Freien, z.B. als Stromquelle für den Elektro-Rasenmäher, sollten n u r spritzwassergeschützte Kabeltrommeln mit selbstschließenden Deckeln und einem sog. Vollschutz-Tragegriff verwendet werden. Unser Foto zeigt eine solche Kabeltrommel des Herstellers Brennenstuhl. Die Kabellängen üblicher Kabeltrommeln liegen bei 10, 20, 25, 40 und 50 m. Um eine Überhitzung des Kabels zu vermeiden, sollte es immer komplett aus der Trommel abgerollt werden.

Kabelverbindungsstrümpfe

auch: Kabelverbindungsstrumpf

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Seil- und Kabelverbindungsstrümpfe zählen zu den Kabelstrümpfen. Sie sind auf beiden Seiten offen, besitzen also keine Schlaufe, wo sie eingehängt werden können. Sie werden dort eingesetzt, wo vorhandene Seile und Kabel gegen neue ausgetauscht werden sollen. Sie ermöglichen eine absolut kraftschlüssige, schnell hergestellte Verbindung, die ebenso schnell wieder gelöst werden kann. Verbindungsstrümpfe eignen sich hervorragend, um neue Seile in einen Kran einzuziehen. Sie beschleunigen den Austausch veralteter Energiekabel. Die neuen Leitungen werden mit den alten Kabeln verbunden und an diesen eingezogen.

Kabelwanne

auch: Kabelwannen

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Kabelwannen sorgen dafür, dass Kabel und Leitungen geschützt und unsichtbar an ihren Bestimmungsort gelangen. Der Arbeitsplatz in Fertigung und Werkstatt ist heute ebenso wie ein Schreibtisch im Büro gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Kommunikations- und Versorgungsleitungen: neben den „klassischen“ Kabeln wie Licht und Telefon sind eine Vielzahl von Datenleitungen, Ein- und Ausgabegeräten sowie Steuerungen und Stromversorgung der unzähligen Werkzeuge rund um die moderne Produktion. Darüber hinaus ist oftmals auch noch eine Druckluft-Versorgung für bestimmte Vorrichtungen notwendig. Alle diese Kabel und Leitungen müssen möglichst geschützt und unsichtbar an ihren Bestimmungsort gelangen, um Unfallgefahren zu vermeiden und ein ansprechendes aufgeräumtes Erscheinungsbild des Arbeitsplatzes sicherzustellen. Dafür werden Kabelwannen verwendet.

Kabelziehstrümpfe

auch: Kabelziehstrumpf

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Kabelziehstrümpfe zählen zu den Kabelstrümpfen. Sie werden aus zugfesten Stahllitzen hergestellt. Die verwendete Litze besteht je nach Strumpftyp aus 7, 12 oder 19 Drähten. Durch Auswahl der am besten geeigneten Litze lässt sich die Charakteristik des Kraftverlaufes an die Anforderungen anpassen. Kabelziehstrümpfe werden durch Zusammendrücken aufgeweitet und über das zu befestigende Objekt gestülpt. So lassen sich Kabel oder Rohre sicher befestigen und an die gewünschte Stelle transportieren, ziehen oder einziehen. Es gibt Kabelziehstrümpfe für die Gebäudeinstallation, für Lichtwellenleiter, für Freileitungen oder für den unterirdischen Leitungsbau. Ziehstrümpfe für die Gebäudeinstallation sind besonders flexibel und lassen sich auch in Rohren mit kleinem Durchmesser einsetzen. Lichtwellenleiter sind sehr empfindlich, hier schützen Kabelziehstrümpfe vor Beschädigungen. Im Freileitungsbau kommt es vor allem auf die Sicherheit an, was bei der Herstellung der Kabelziehstrümpfe berücksichtigt werden muss. Kabelziehstrümpfe für den unterirdischen Leitungsbau müssen hohe Zugkräfte übertragen können.

Kabine

auch: Kabinen

Eine Kabine ist ein vielseitig zu verstehender Begriff für einen abgetrennten kleineren Raum, jedoch nicht nur in Gebäuden, sondern auch in Flugzeugen ("Kabinenpersonal") oder auf Schiffen ("Luxuskabine"). Der Stadionsprecher sitzt in einer Kabine, Umkleidekabinen gibt es in Modehäusern, Sporthallen und Freibädern, letztere auch als System-Bauteile. Im privaten Baubereich taucht der Begriff vor allem in dem Wort Duschkabine auf. Im Hochbau spricht man auch von der Kabine, in der ein Kranführer viele Meter über der Erde sitzt.

Kabinettfeile

auch: Kabinettfeilen

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Eine Kabinettfeile hat möglicherweise ihren Namen vom "Kabinettschrank" unserer Vorfahren. Jedenfalls wird diese Feile hauptsächlich von Möbeltischlern eingesetzt. Die Kabinettfeile ist eine Halbrundfeile, allerdings mit flacherem und größerem Radius.

Kabinettraspel

auch: Kabinettraspeln

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Eine Kabinettraspel ist eine Raspel mit dünnem, halbrundem Querschnitt. Sie wird zur Bearbeitung von Holz, Sperrholz, Bauplatten, Kunststoffen und anderen weichen Werkstoffen verwendet. Kanten und Seiten besitzen einen unterschiedlichen Hieb.

Kachel

auch: Kacheln

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Zunächst einmal ist das Wort Kachel der Stammbegriff für alle aus Ton gebrannten Wand-, Boden- oder Ofenplatten. Auch heute noch spricht man von "Delfter Kacheln", die - soweit sie antik sind - recht hohe Preise erzielen, aber inzwischen zeitgemäß "Delfter Fliesen" heissen müßten. Irgendwann wurde die Kachel, mit der Fußböden oder Wände "verkachelt" wurden, in Fliese umbenannt, sodass man inzwischen unter einer Kachel nur noch eine Ofenkachel versteht. Ofenkacheln werden auch heute noch vor allem in handwerklich geprägten Betrieben hergestellt, und zwar durch Pressen von platischer Tonmasse, durch Handformung oder durch Gießen des flüssigen Tons in Gipsformen. Genauso wichtig, wie der hochwertige Ton, ist der Zuschlag von Schamotte oder anderen Stoffen, die zum Teil streng geheim gehalten werden. Jedenfalls gilt, dass Kacheln mit einem hohen Schamotteanteil hitzebeständiger sind und weniger zur Rißbildung neigen und dass erst ein hohes spezifisches Eigengewicht eine gute Ofenkachel ausmacht. Allen Kacheln gemeinsam ist die matte oder glänzende Glasur, die auch in vielen dutzend Farbvarianten ausgeführt werden kann. Durch den Brennvorgang kann es zu Haarrissen in der Glasur kommen. Die sind jedoch wesenstypisch und kein Reklamationsgrund, zumal diese meist unsichtbar sind und die Funktion nicht beeinträchtigen. Kacheln werden ebenso wie Fliesen in vielerlei Dekoren geliefert. Auch Einzelanfertigungen nach eigenen Entwürfen sind machbar. Das Foto zeigt Kacheln mit Reliefs vor der Glasur.

Kachelgrundofen

auch: Kachegrundlöfen

Kachelherd

auch: Kachelherde

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Ein Kachelherd verbindet Nostalgie und Moderne. Wie einst bei Großmutter in der Küche ist der Herd zum einen Heizung und wird zum anderen zum Kochen, Backen und zur Warmwassererzeugung genutzt. Problemlos ist die Integration in moderne Einbauküchen. Und auch das Einsetzen eines Mikrowellenherdes oder eines Pizzaofens in den Kachelkörper ist möglich.

Kachelkamin

auch: Kachelkamine

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Der Kachelkamin ist im Prinzip nichts anderes als ein Grundkachelofen, nur dass beim Kachelkamin die Flammen durch ein dekorativ eingefasstes Keramikglas beobachtet werden können. Die Energieausbeute ist durch den geschlossenen Brennraum um ein vielfaches höher als bei einem offenen Kamin.

Kachelofen

auch: Kachelöfen

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Den Kachelofen gibt es seit der Bronzezeit und er ist moderner denn je. Das liegt einmal an der wohligen und gesunden Strahlungswärme, die er abgibt, dann an dem ökologisch besonders interessanten, da nachwachsendem Brennstoff, nämlich hauptsächlich Kaminholz und schließlich an der Vielfalt, in der ein Kachelofen gebaut und gestaltet werden kann. Beliebt ist in diesem Zusammenhang die Ofenbank, auf der unsere Vorfahren schliefen und sich den arbeitskrummen Rücken erwärmen ließen. Am weitesten verbreitet ist der Kachelofen mit gemauertem Sockel. Der Oberbau besteht oft aus einer Kuppel. Kachelöfen werden aus Schamottesteinen zusammengesetzt und mit Kacheln verkleidet. Die Kacheln dienen als Speichermedium, sie strahlen die Wärme nach und nach ab. Kacheln werden von spezialisierten, oft handwerklich ausgerichteten Herstellern in vielen Formen, Farben, Formaten und sog. Radienteilen hergestellt. Unterschieden wird bei den Kachelöfen in Grundkachelofen, Warmluftkachelofen, Strahlungsflächen-Kachelofen, Kachelkamin, Kombiofen und Kachelherd.

Kachelofen- und Luftheizungsbauer

Kachelofen- und Luftheizungsbauer ist ein dreijähriger handwerklicher Lehrberuf, dessen traditionelle Bezeichnung "Ofensetzer" geläufiger ist, als diese neue Bezeichnung. Der Kachelofen- und Luftheizungsbauer baut handwerkliche Kachelöfen wie z. B. den Grundkachelofen oder den Kachelkamin aus Schamottesteinen und Kacheln, wobei von ihm neben den handwerklichen auch gestalterische Fähigkeiten verlangt werden. Zu den Aufgaben des Kachelofen- und Luftheizungsbauers gehört auch der Anschluß des Kachelofens an den Schornstein.

Kaffgesims

auch: Wasserschlag

Ein Kaffgesims, auch als Wasserschlag bezeichnet, ist ein in der Gotik verwendetes, ausgeprägtes Gurtgesims (= Gesims zwischen zwei Stockwerken) an Mauerabsätzen insbesondere bei Kirchengebäuden. Durch die vorspringende Gesimsform ist dieses der Witterung besonders stark ausgesetzt und bedarf daher einer intensiven Kontrolle auf Schäden und verursacht damit entsprechenden Instandhaltungsaufwand.

Kaiserstiel

auch: Helmstange

Ein Kaiserstiel (oder "Helmstange") ist die Spitze einer Kirchturmkonstruktion. Es handelt sich um das (meist hölzerne) senkrecht stehende oberste Bauteil der Dachkonstruktion, welches die Kirchturmbekrönung (Wetterhahn, Turmkreuz, Heiligenfigur etc.) trägt. Auf Grund seiner Position ist ein Kaiserstiel bei spitzen pyramiden- oder kegelförmigen Dachkonstruktionen im verbauten Zustand von innen nicht mehr zu erreichen. Da er dadurch besonders gefährdet ist, durch schadhafte Dachdeckung unbemerkt zu verrotten, wird er aus besonders widerstandsfähigen Materialien (beispielsweise Eichenholz) hergestellt.

Kalabreser

Ein Kalabreser ist der breitkrempige Hut der Zimmergesellen, die auf Wanderschaft gehen. Den Namen hat der spitz zulaufende Filzhut seiner kalabrischen Herkunft zu verdanken.

Kalander

Folien zur Beschichtung von Holzwerkstoffen werden hauptsächlich auf Kalandern hergestellt. Ein Kalander ist ein Walzwerk mit drei oder vier gegenläufig sich drehenden, beheizten schweren Stahlwalzen, die die vorgeknetete Kunststoffmasse zu einer endlosen Folie mit der gewünschten Dicke auswalzen. Durch die Anordnung einer Prägewalze können auch Folien mit Oberflächenstruktur hergestellt werden. Auf Kalandern können auch Gewebebahnen mit Kunststoff beschichtet werden, z.B. bei der Herstellung von Fußbodenbelägen und Dichtungsbahnen. Durch Warmverpressen mehrerer Folien lassen sich Platten von größerer Dicke herstellen.

Kalialaun

siehe Alaun.

Kalibrierer

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Eine Kalibrierer ermöglicht in der Sanitär- und Heizungstechnik das Kalibrieren, Entgraten und Anfasen von Kunststoffrohren. Das geschieht in einem Arbeitsschritt durch mehrmaliges Drehen des Kalibrierers im Rohr und ist nach dem Schneiden eines Rohrs notwendig. Kalibrierer sind in der Regel für mehrere Rohrdurchmesser geeignet. Sie besitzen in der Regel einen T-Griff und werden aus gehärtetem Stahl hergestellt. Der Griff kann auch aus Kunststoff sein.

kalibrierte Fliesen

Unter einer Kalibrierung ist zu verstehen, dass Bauteile auf ein ganz exaktes Maß gebracht werden. Bei Meßwerkzeugen versteht man unter einer Kalibrierung auch das Eichen. Im Bauwesen kommt der Begriff der Kalibrierung vor allem bei Fliesen vor. Alle Fliesen haben zwar ein definiertes Maß, aber das Rohmaterial ist nun einmal ein Naturprodukt. Geringfügige Abweichungen sind deshalb nicht auszuschließen. Es sei denn, man kauft/bestellt kalibrierte Fliesen. Diese wurden nach dem Brennvorgang auf ein exaktes Maß geschnitten und haben dann gerade Kanten. Kalibrierte Fliesen können somit knirsch verlegt werden.

Kalium

auch: Natrium

siehe Natrium

Kaliumchromat

siehe Alkalichromate

Kaliumdichromat

siehe Alkalichromatet

Kaliumhydroxid

Kaliumhydroxid, auch Ätzkali genannt, hat ähnliche Eigenschaften wie Natriumhydroxid. Kaliumhydroxid wird in der Waschmittelfabrikation zur Herstellung weicher Seifen (Schmierseifen) und zur Herstellung wasserenthärtenden Kaliumphosphats für flüssige Waschmittel benutzt.

Kaliwasserglas

siehe Wasserglas.

Kalk

auch: Wasserkalk, Baukalk, Trasskalk

Kalk ist ein traditioneller Baustoff zur Herstellung von Mörtel, Putz, Estrich, Anstrichen und Kunststeinen. Man unterscheidet Luftkalk und hydraulischen Kalk bzw. Wasserkalk. Luftkalk erhärtet nur mit dem Kohlendioxid aus der Luft, was einige Wochen dauert. Während der Erhärtung darf der Kalk nicht luftundurchlässigen Materialien wie z.B. Tapeten abgedeckt werden. Für Reparaturarbeiten ist er daher meist nicht zu verwenden. Zudem ist der Luftkalk nicht wasserbeständig. Zu den Luftkalken zählen Sumpfkalke, Kalkhydrat sowie fein gemahlener Branntkalk in Pulverform, der vor der Verarbeitung noch gelöscht werden muss. Auch ohne Luftzufuhr und sogar ohne Wasser erhärtet der hydraulische Kalk. Zudem sind solche Wasserkalke druckfester und erhärten schneller als die Luftkalke. Für die Herstellung von Wasserkalken verwendet man Mergel, einem Gemisch aus Kalk und Ton. Weiterhin gibt es noch Trasskalke, die durch Zugabe von Trass entstehen. Trass verleiht dem Mörtel eine höhere Druckfestigkeit, weshalb Trasskalk für viele Konstruktionen anstelle von Zement empfohlen wird.

Kalkablagerung

auch: Kalkablagerungen

Kalkablagerungen kennt jeder aus dem täglichen Leben. Natürliche Prozesse führen dazu, dass in unbehandeltem Regen- oder auch Grundwasser Kalk in gelöster Form vorliegt. Kalkablagerungen entstehen meist dann, wenn das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht gestört wird. Die Kalkablagerung ist ein Prozess, bei dem die im Wasser gelösten Bestandteile des Kalkes ausfällen und damit festhaftende Kalkkristalle, Wasser und Kohlensäure entstehen. Durch die Ablagerung von Kalk beispielsweise an den Innenwänden von Rohren, kommt es zur Bildung einer festen Kalkkruste (auch Kesselstein genannt), die über Jahre hinweg immer dicker werden. Diese Kalkprobleme führen letztendlich zu Verstopfungen in den Leitungen, Brauseköpfen und Wasserhähnen. Auch optische Beeinträchtigen bringt der Kalk auf Fliesen, Badewannen, Duschtassen mit sich. Diese Kalkablagerungen können dann nur mit aggressiven Reinigungsmitteln und viel Mühe entfernt werden. Der Prozess der Kalkablagerung oder Kalkprobleme werden bei Temperaturen über 62°C extrem beschleunigt. Daher werden vor allem warmwasserführende Rohre, Wärmetauscherflächen der Warmwasserbereitung und Heizspiralen (Heizwendel) durch Kalkablagerungen in Mitleidenschaft gezogen. Kalkablagerungen spielen nicht nur im Sanitärbereich, sondern beispielsweise auch auf der Fassade eine große Rolle. Hier sind Kalkablagerungen Ablagerungen von Calciumhydroxid, die durch eindringendes Wasser aus undichten Mauerfugen und undichtem Beton gespült und an die Oberfläche transportiert werden, wo sie sich in Form von Kalkfahnen ablagern.

Kalkanstrich

auch: Kalkanstriche

siehe Kalkfarbe.

Kalkausblühung

auch: Kalkausblühungen

siehe Ausblühung.

Kalkauslaugung

auch: Kalkauslaugungen

Kalkauswaschung

auch: Kalkauslaugung, Kalkauswaschungen

Kalkauswaschungen bzw. Kalkauslaugungen gehören nicht zu den eigentlichen Ausblühungen, können aber häufig bei frisch errichtetem Mauerwerk beobachtet werden. Hier handelt es sich um Ausscheidungen an Mauerwerksflächen, wenn das noch nicht karbonatisierte Kalziumhydroxid aus den Mörtelfugen, z.B. infolge Schlagregen, ausgelaugt wird. Im Unterschied von Ausblühungen wird das schwerlösliche Hydroxid nicht gelöst, sondern in einer Suspension (Kalkmilch) ausgeschwemmt. Typisch sind kräftige, weiße Kalkfahnen, die an einer Mörtelfuge beginnen. Bei Hintermauerwerk werden die Kalkauswaschungen trocken abgebürstet. Bei Sichtmauerwerk ist eine chemische Behandlung mit Salzsäure oder Phosphorsäure notwendig.

Kalkcaseinfarbe

auch: Casein-Wandfarbe, Kasein-Wandfarbe, Kalkkaseinfarbe, Kaseinkalkfarbe, Kalkcaseinfarben

Kalkcaseinfarbe bzw. Casein-Wandfarbe ist eine Pulverfarbe zum Anrühren mit Wasser. Man verwendet sie für weiss oder farbig deckende, diffusionsoffene Anstriche auf Beton, Kalksandstein und Kalk- und Zementputz sowie auf Rauhfaser, Holz oder Holzwerkstoffen. Für Feuchträume ist die Farbe nicht geeignet. Kalkcaseinfarben beinhalten weder Lösemittel noch Konservierungsstoffe und sind daher auch für sensible Anwender ein gute Alternative. Casein ist ein wichtiger Eiweißbestandteil der Milch und fungiert bei der Farbe als Bindemittel. In reiner Form ist das gelblich-weiße Pulver nicht wasserlöslich. Dies wird es erst in Verbindung mit gelöschtem Kalk oder Laugen. Vermutlich wurde Casein bereits bei den Höhlenmalereien verwendet. Viele historische Gebäude wie Kirchen, Burgen und Schlösser sind mit Caseinfarben gestrichen und haben viele Jahrhunderte oder gar Jahrtausende, wie bei Gebäuden der Römer, auf dem Buckel. Kalkcaseinfarbe wird mit Pinsel und Rolle aufgetragen. Der Untergrund muss dazu trocken, fest, sauber, fett- und staubfrei sein. Bei stark oder unterschiedlich saugenden Untergründen muss gegebenfalls die Kalkcaseinfarbe mit Wasser verdünnt und einmal vorgestrichen werden. Auch das Vorstreichen mit einem Tiefengrund als Untergrundverbesserer ist möglich.

kalken

auch: kälken

Kalken ist ein uralte Methode, um die Maserung von Holz zu betonen, es zu schützen und eine attraktive Oberfläche zu verleihen. Dabei wird das Holz mit einer dicken Kalkpaste gefüllt, nachdem die Poren durch Streichen mit einer Drahtbürste in Faserrichtung geöffnet wurden und einem Grundlacküberzug erhalten haben. Nach dem Trocknen der Paste und Entfernen der Überschüsse wird die Fläche mit Lack überzogen. Eichenholz eignet sich wegen seiner großen Poren zum Kalken. Auch andere grobjährige und großporige Holzarten wie Esche und Ulme können gekalkt werden. Den Porenfüllbrei kann man selbst ansetzen aus Wachs und weißen Pigmenten – er ist auch als Fertigprodukt in der Dose erhältlich. Heute werden im Handel zudem zahlreiche Kalkersatzmittel angeboten, die sowohl unschädlich als auch rasch und einfach anzuwenden sind. Das Kalken wird mitunter auch als "kälken" bezeichnet, wobei dem Kälken noch eine weitere Bedeutung zukommt. Dabei werden Wände und Decken mit einem Anstrichmittel auf Kalkbasis weiß eingefärbt (siehe auch tünchen).

kälken

siehe kalken.

Kalkentferner

siehe Entkalker

Kalkfarbe

auch: Kalkanstrich, Tünche, Kalkfarben

Kalkfarbe setzt sich aus gelöschtem Kalk und Wasser ohne weitere Zusatzstoffe zusammen. Aus ökologischen und baubiologischen Aspekten ist die Farbe daher sehr empfehlenswert. Bei diesem wasserverdünnbaren Anstrich wirkt der Kalk gleichzeitig als Bindemittel und Pigment. Zum Abtönen sind nur kalkechte Buntpigmente geeignet. Starke Farbtöne sind nicht möglich, weil Kalkfarben Pigmente nur bis maximal 5 % binden. Es sind daher mehrere Anstriche notwendig. Der Anstrich ist feuchtigkeitsunempfindlich und wirkt desinfizierend und fungizid. Für Decken und Wände in Küchen und Bädern, Kellern und Lagerräumen kann die Kalkfarbe deshalb ohne Probleme verwendet werden. Im Außenbereich wird die Farbe wegen des sauren Regens heutzutage nicht mehr verwendet. Aufgebracht wird der Anstrich auf Kalk-, Kalkzement- und Zementputze, auf Schalungsbeton, gebrannten und ungebrannten Mauersteinen, Wänden und Decken. Nicht geeignet sind Kalkfarben für Sichtbeton und ebenso nicht für alle Holz- und Metalluntergründe. Beim Verarbeiten von Kalkfarbe sollten Schutzbrille und Arbeitshandschuhe getragen werden, da Kalk und Zement starke, ätzende Laugen bilden.

Kalkglätte

auch: Reinkalkglätte

Kalkglätte bzw. Reinkalkglätte ist eine Spachtelmasse auf Basis eines natürlichen, hochhydraulischen Kalkes, die für die Renovierung von tragfähigen Altputzflächen sowie im Neubaubereich eingesetzt werden kann. Als Glättspachtel ist Kalkglätte zum Abglätten von kalk- und zementgebundenen Unterputzen, raugeschaltem Beton, Wand- und Deckenflächen geeignet. Zudem ist sie für den Einsatz im baubiologisch orientierten Bereich oder zur Sanierung historischer Bauwerke geeignet. Kalkglätte darf nur in Innenräumen verwendet werden. Nicht angewendet darf er auf gipsgebundenen Untergründen, in Feuchträumen oder auf Flächen, die verfliest werden sollen.

Kalkkaseinfarbe

auch: Kalkkaseinfarben

Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht

Kalkmilch

auch: Kalkwasser, Kalkfarben

Kalkmilch entsteht durch die Aufschlämmung (Suspension) von Calciumhydroxid in Wasser. Früher wurde Kalkmilch zum Weißen von Wänden in Tierställen verwendet, da das in der Kalkmilch vorhandene Calciumhydroxid Kohlenstoffdioxid absorbiert und unter Bildung von weißem Kalk (Calciumcarbonat) abbindet. Kalkmilch wirkt wegen seiner alkalischen Reaktion vor allem auf Schleimhäute und Augen ätzend. Der Kalkanstrich (siehe Kalkfarben) ist heute wieder ein beliebter ökologisch unbedenklicher Wandanstrich. Mit Pigmenten versetzt eignet er sich hervorragend zur farbigen Gestaltung von Innenräumen. Kalkmilch gefiltert ergibt Kalkwasser, welches zum einfachen Nachweis von CO2 (Kohlenstoffdioxid) dient.

Kalkmörtel

Kalkmörtel wird der Mörtelgruppe I zugeordnet und enthält nur (gebrannten) Kalk als Bindemittel. Kalkmörtel ist weniger druckfest als andere Wassermörtel (z. B. die zementgebundenen Mörtel) und eignet sich daher nur dort zum Mauern, wo keine hohe Druckfestigkeit erwartet wird. Kalkmörtel (ohne Zementzusatz) wirken jedoch gut feuchtigkeitsregulierend und können daher für Innenputze eingesetzt werden. Nicht zulässig ist Kalkmörtel wegen der verminderten Druckfestigkeit bei mehr als zwei Vollgeschossen und bei Wanddicken unter 24 cm. Ebenfalls nicht zulässig ist dieser Mörtel beim Mauern von Außenschalen und Kellermauerwerk. Kalkmörtel wurden bereits im 12.Jahrtausend v.Chr. in Palästina verwendet. Seit Mitte des 18.Jhs. n.Chr. wird hydraulischer Kalk eingesetzt. Das Mischungsverhältnis von Kalkmörtel beträgt 3 Teile Sand und 1 Teil Kalkhydrat. Anstelle von Kalkhydrat kann auch Kalkteig oder hydraulischer Kalk verwendet werden. Bei der Verwendung von Kalkteig erhöht sich der Sandanteil auf 4 Raumteile.

Kalknatronglas

auch: Kalknatrongläser

Kalknatronglas wird, wie schon der Name sagt, neben Quarzsand aus Kalk und Natron hergestellt. In der Praxis wird es zum Beispiel zu Flaschen und Konservengläsern sowie für Baugläser wie Flachglas verarbeitet. Aufgrund seiner Zusammensetzung erfüllt es die in diesem Bereich gestellten Anforderungen sehr gut. Allerdings ist bei starken Temperaturschwankungen Vorsicht geboten.

Kalkputz

auch: Kalkputze

Kalkputze zählen zu den Mineralputzen. Sie werden in der Denkmalpflege zur Sanierung historischer und denkmalgeschützter Fassaden eingesetzt. Da Kalkputz zu der Mörtelgruppe I gehört, muss der Unterputz entsprechend auf den Kalkputz abgestimmt sein. Bestandteile des Kalkputzes sind gelöschter Kalk und Sand oder Weißkalkhydrat und Sand mit geringen Zusätzen von Weißzement. Der wesentliche Vorteil des Kalkputze besteht in der ausgesprochen guten Wasserdampfdiffusionsfähigkeit. Kalkputze erhärten chemisch, das bedeutet, dass sie sich durch Carbonatisierung verfestigen. Um chemisch zu reagieren braucht Kalk Wasser. Dieses bezieht er aus dem Anmachwasser. Das überschüssige Anmachwasser verdunstet.

Kalksandblockstein

auch: Kalksandblocksteine

siehe KS-Blockstein.

Kalksandlochstein

auch: Kalksandlochsteine

siehe KS-Lochstein.

Kalksandstein

Kalksandstein (der Naturstein wohlgemerkt, nicht der künstlich hergestellte) lässt sich vom Sandstein einerseits und vom Kalkstein andererseits nur schwer abgrenzen, die Übergänge sind fließend. Das überwiegend helle oder weiße Gestein (eventuell mit organischen Einschlüssen) ist wenig widerstandsfähig, für Bildhauer jedoch einfach zu bearbeiten. Die Verwendung ist ähnlich derer von Sandstein. Was den industriell hergestellten, aus dem Hochbau nicht wegzudenkenden Kalksandstein aus den natürlichen Rohstoffen Kalk, Sand und Wasser betrifft, verweisen wir auf das Suchwort KS-Stein.

Kalksandstein-Verblender

siehe KS-Verblender.

Kalksandstein-Vollstein

auch: Kalksandsteine-Vollsteine

siehe KS-Vollstein.

Kalksand-Vormauerstein

auch: Kalksand-Vormauersteine

Kalkseife

Kalkseifen bilden sich bei der Verwendung von Seifen in hartem Wasser. Beim Waschen wird durch die Bildung von Kalkseifen die Waschwirkung vermindert. Die Kalkseifen setzen sich als Verunreinigungen auf der Oberfläche ab. Verhindert werden kann die Kalkseifenbildung durch die Verwendung von Enthärtern. Diese binden die Calcium- und Magnesium-Ionen. Wegen der Bildung von Kalkseife enthalten die heute im Haushalt benutzten Reinigungsmittel in der Praxis keine oder wenig Seifen im klassischen Sinne, sondern andere waschaktive Substanzen (Tenside). Die von den Herstellern als Ersatz für "echte" Seife gewählten Mittel bilden wenig bis keine Kalkseifen und führen so nicht zu Verflockung und schlechter Waschwirkung. Die Bildung von kleineren Mengen an Kalkseifen wird in modernen Waschmitteln genutzt, um eine übermäßige Entwicklung von Schaum zu hemmen. Genutzt wird das Prinzip der Kalkseife auch bei der Herstellung bzw. Nachbehandlung von Stuccolustro. Hier wird Glätteseife mit einem weichen Pinsel aufgetragen, die nach kurzem Anziehen mit der Kelle heiss oder kalt gebügelt wird. Hierdurch entsteht ein höherer Glanz und die Oberfläche wird schmutz- und wasserabweisend. Chemisch entsteht dabei eine wasserunlösliche Kalkseife, indem die Seife mit dem Kalk im Untergrund reagiert.

Kalkstein

auch: Kalksteine

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Kalkstein kann in nahezu allen geologischen Formationen vorkommen. Da ist es kein Wunder, dass es auch in fast jedem Land Kalksteinvorkommen gibt. Häufig wird Kalkstein als Marmor bezeichnet, was jedoch falsch ist, da Marmor umgewandelter (kristalliner) Kalkstein ist. Bekannte deutsche Kalksteinarten sind Solnhofer Platten und Jura Marmor. Das Gestein ist überwiegend wenig beständig, jedoch gut polierbar und leicht zu bearbeiten. Das Farbspektrum ist sehr umfangreich: es reicht von schwarz über rot bis braun und gelb. Auch mehrfarbiger Kalkstein ist möglich. Trotz geringer Beständigkeit, wird er im Innen- und Außenbereich sehr gerne verwendet. Kalkstein wird verwendet für Mauern, Trockenmauern, Bodenplatten oder Steingärten. Früher wurde das Gestein auch für Pflastersteine und Einfassungen verwendet.

Kalktreiben

Beim Kalktreiben handelt es um eine schädliche Reaktion, die Beton zerstören kann. Die Reaktion entsteht meist bei fehlerhaft zusammengestelltem Zement. Enthalten Zementkörner in ihrem Inneren ungelöschten Kalk, besteht die Gefahr, dass Wasser zu diesem ungelöschten Kalk vordringen kann und der Kalk ablöscht (Reaktion mit Wasser). Infolge des Ablöschens tritt eine Volumenvergrößerung ein. Ist der Zementleim weitgehend erhärtet, so ist er nicht mehr genügend verformungsfähig, um die Volumenvergrößerung des Kalks schadlos aufnehmen zu können und es kommt zur Rissbildung. Das Kalktreiben kommt gewöhnlich nach kurzer Zeit zum Abschluss. Beim Einsatz normgerechte zusammengesetzter Zemente tritt Kalktreiben nicht auf.

Kalktuff

siehe Travertin.

Kalkwasser

siehe Kalkmilch.

Kalkzementmörtel

auch: Kalk, Zement, Mörtel

Kalkzementmörtel gleicht die Qualitäten und Nachteile der anderen Mörtelsorten aus. Ein Zementüberschuss erhöht die Widerstandsfähigkeit, mehr Kalk vereinfacht die Verarbeitung. Nach DIN ist er der Mörtelgruppe II zugeordnet. Kalkzementmörtel darf für alle Wände eingesetzt werden, außer es ist Mörtelgruppe III vorschrieben (siehe Zementmörtel). Das Mischungsverhältnis beträgt 2 Teile Kalkhydrat bzw. Hydraulischer Kalk, 1 Teil Zement und 8 Teile Sand. Kalkzementmörtel der Mörtelgruppe IIa besteht aus 6 Teilen Sand und je 1 Teil Zement und Kalkhydrat. Dieser Mörtel besitzt eine höhere Druckfestigkeit als Mörtelgruppe II und ist für die meisten Anwendungen gut geeignet. Dieser Mörtel hat eine ausreichende Druckfestigkeit und kann für normal belastetes Mauerwerk sowohl für Innen- als auch für Außenwände verwendet werden.

Kalkzementputz

auch: Kalkzementputze

Kalkzementputze zählen zu den Mineralputzen. Sie bestehen aus den Bindemitteln Luft-/Wasserkalk (Kalk) und Zement, sowie dem Zuschlagstoff Sand. Auf Grund seiner wasserabweisenden Eigenschaften wird Kalkzementputz als Außenputz eingesetzt. Durch ihn ist eine langlebige, feuchteresistente, schlagregensichere Ausführung der Außenwand möglich. Die Zementanteile geben dem Putz eine gewisse Sprödigkeit, er ist daher nur bedingt für hochwärmedämmende Wandbausteine einsetzbar, da die Gefahr der Rissbildung aufgrund der verschiedenen Wärmeausdehnungskoeffizienten hoch ist. Bei der Verarbeitung kann Kalkzementputz bei fehlender Schutzbekleidung evtl. zu Verätzung und zu Maurerkrätze führen.Das Mischungsverhhältnis von Kalkzementputz lautet: Zement : Kalk : Zuschlag = 1 : 2 (1,5) : 9.

Kalotte

auch: Strosse

Vielfach wird beim Bau von Tunnels in verschiedenen Abschnitten vorgegangen. Zunächst wird der obere Teil mit dem Gewölbe vorangetrieben. Dieser Teil wird als Kalotte bezeichnet. Es folgen der zweite Teil, Strosse genannt, und schließlich die Sohle. In der Architektur steht die Bezeichnung „Kalotte“ für eine gewölbte Kuppel in Form eines Kugelabschnitts, d.h. eine Kalotte ist geometrisch Teil einer Kugel. Eine Kalotte findet sich beispielsweise bei einer Apsis in Kirchen oder Burgen, aber auch in Kurparks (z.B. in Bad Camberg bei Wiesbaden) als Wetterschutz und Klangverstärker für Musikgruppen (Kurorchester usw.).

Kaltbitumen

Kaltbitumen ist eine Bitumenlösung, die aus weichem bis mittelhartem Straßenbaubitumen besteht, dessen Viskosität durch Zusatz von leichtflüchtigen Lösemitteln herabgesetzt ist. Kaltbitumen ist also bereits flüssig und muss nicht erst noch erhitzt werden, bevor es verarbeitet wird. Kaltbitumen wird beim Hausbau häufig zur äußeren Abdichtung des Kellermauerwerks auf dem Isolierputz verwendet.

Kaltdach

auch: Kaltdächer

Das Kaltdach ist eine Flachdachkonstruktion bzw. eine Steildachkonstruktion, wobei letztere zwei Varianten kennt. Alle Konstruktionen basieren darauf, dass zwischen dem wärmegedämmten Tragwerk und der Dachhaut (beim Flachdach) bzw. dem Dachtragwerk einschließlich Eindeckung (beim Steildach) "kalte" Luft zirkulieren kann. Dadurch wird ermöglicht, dass durch die Wärmedämmung diffundierte Feuchtigkeit entweichen bzw. abtrocknen kann. Kaltdächer bieten auch einen höheren sommerlichen Hitzeschutz, sie werden jedoch weit weniger errichtet als Warmdächer, was auch mit dem höheren, also teureren Bauaufwand zusammenhängt. Was die zwei Varianten beim Steildach betrifft, so spricht man schon dann von einem Kaltdach, wenn die Decke zum Dachgeschoß wärmegedämmt ist und über dieser Dämmung Luft in den Speicherraum dringen und aus dem Speicherraum auch wieder entweichen kann. Wird das Dachgeschoß ("der Speicher") zu Wohnzwecken genutzt, werden gesonderte Lüftungsebenen angelegt.

Kältebrücke

auch: Kältebrücken

siehe Wärmebrücke.

Kältefeind

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Ein Kältefeind ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine Türdichtung, die am unteren Falz des Türblattes - in der Regel verdeckt liegend - eingelassen ist und beim Schließen der Tür über einen Hebelmechanismus automatisch ausgefahren wird, wodurch eine höhere Dichtheit erlangt wird.

Kalteinbau

Kalteinbau ist ein Begriff aus dem Straßenbau. Von einem Kalteinbau wird bei Einbau eines Straßenbelags gesprochen, der durch die Art der verwendeten bituminösen Bindemittel kalt gemischt und verarbeitet werden kann. Dünne Schichten im Kalteinbau werden eingesetzt zur Sanierung von Straßen- und anderen Verkehrsflächen, die Verschleißschäden durch Abrieb und Alterung aufweisen. Ebenso bei verminderter Griffigkeit und zur Reprofilierung. Als farbige dünne Schichten im Kalteinbau wird das Mischgut für rote Radwege und zur farbigen Abgrenzung von Asphaltflächen (Linksabbiegespuren, Busspuren, usw.) verwendet. Die Vorbereitung der Straßenoberfläche ist ein wesentlicher Bestandteil des Gelingens bei einem Kalteinbau, da für einen einwandfreien Schichtenverbund eine saubere, praktisch staubfreie Unterlage notwendig ist. Um dies zu gewährleisten, wird die Straßenoberfläche möglichst kurz vor der Verlegung des Straßenbelags mit selbstaufnehmenden Saugkehrmaschinen bzw. auf höherrangigen Straßen mit Wasser-Hochdruckreinigungsmaschinen porentief gesäubert. Bei Querunebenheiten > 10 mm sollte die Fahrbahn zusätzlich vor der Reinigung mittels Feinfräsen bearbeitet werden, um den Verbrauch des Mischgutes zu verringern.

Kaltfassade

auch: Kaltfassaden

siehe Fassade

Kaltfräse

auch: Kaltfräsen

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Eine Kaltfräse ist eine Baumaschine zum Abtragen von Asphaltschichten, wenn der Fahrbahnbelag ausgetauscht werden soll. Das Abtragen der Asphaltschicht erfolgt über eine rotierende Fräswalze, die das Material in der gewünschten Tiefe löst. Die Maschine kann den Straßenbelag sowohl parallel als auch in einer bestimmten Neigung zur Fahrbahnoberfläche abfräsen. Kaltfräsen gibt es in verschiedenen Größen Arbeitsbreiten von ca. 0,30 m (Kleinfräsen) bis zu 3,80 m (Großfräsen). In Deutschland werden allerdings aus logistischen Gründen kaum Fräsen mit einer Arbeitsbreite über 2,20 m eingesetzt, da eine solche Fräse inklusive Tieflader und Zugmaschine ca. 70 t Gesamtgewicht mit sich bringt und auch in Transporthöhe und -breite grenzwertig ist.

Kaltlichtreflektorlampe

auch: Kaltlichtreflektorlampen, Kaltlicht-Reflektorlampe, Kaltlicht-Reflektorlampen

Kaltlichtreflektorlampen sind Niedervolthalogenlampen. Sie besitzen speziell beschichtete Glasreflektoren, die einen großen Teil der Wärmestrahlung der Halogenlampe durch den Reflektor nach hinten durchlassen. Das angestrahlte Objekt bleibt dadurch kühler. An der Wand oder Decke hinter der Kaltlichtreflektorlampe wird es dagegen heiß. Die auch als "Cool Beams" bezeichneten Lampen werden häufig in Museen eingesetzt.

Kaltluftschleieranlage

Kaltmalerei

auch: Glaskaltmalerei

Im Gegensatz zur klassischen Glasmalerei, bei der die aufgetragenen Farben eingebrannt werden, werden bei der Kaltmalerei mit Lack- und Ölfarben Motive und Ornamente "kalt" auf das Glas gemalt. Die Hinterglasmalerei ist eine Form der Kaltmalerei.

Kaltraum

auch: Kalträume

Kalträume sind Räume, die ganzjährig oder auch nur zu gewissen Zeitpunkten besonders niedrige Temperaturen aufweisen, wie z. B. Kühlräume, offene Tiefgaragen und Garagen im Allgemeinen. Kalträume werden nicht geheizt, sondern höchstens gekühlt. Grenzen beheizte Räume an einen Kaltraum, ist auf eine sorgfältige Dämmung zu achten. Kalträume wie Garagen o.ä. werden, vor allem wenn sie einzeln stehen, in der Regel nicht gedämmt.

Kaltrecycling

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Kaltrecycling von beschädigten Fahrbahnen ist die umweltfreundlichste und Ressourcen schonendste Methode, um eine Straße zudem auch noch sehr wirtschaftlich zu sanieren. Beim Kaltrecycling wird der vorhandene Straßenbelag aufgefräst. Durch die Zugabe von Bindemitteln entsteht an Ort und Stelle ein neues Baustoffgemisch, das als Trag- oder Fundationsschicht dient. Dabei werden sowohl die gebundenen als auch die ungebundenen Schichten zu 100 Prozent wiederverwendet. In der Praxis werden drei verschiedene Kaltrecyclingverfahren ausgeführt: - Kaltmischgutaufbereitung mit hydraulischen Bindemitteln - Kaltmischgutaufbereitung mit Bitumenemulsionen - Kaltmischgutaufbereitung mit Schaumbitumen Je nach Situation sind auch Kombinationen mit hydraulische und bituminösen Bindemitteln möglich.

kaltschmieden

Kaltschmieden ist eine Form der Metallbearbeitung, bei der der Werkstoff zum Bearbeiten nicht erwärmt wird. Durch gezieltes hämmern kann man das Werkstück verzieren oder verformen. Eine weitere Form des Kaltschmiedens ist das Treiben. Man könnte es auch Verformen von Blechen durch Hämmern nennen. Durch Hämmern mit besonders geformten Treibwerkzeugen (Treibhammer, Tellerhammer, Schlichthammer, Sickenhammer, Treibamboss ("Faust") in einer Treibmulde, wird das Blech in der Stärke und der Dimension nachhaltig verändert. Da je nach verwendetem Metall früher oder später eine Versprödung (hohe Verdichtung des Materials) eintritt, muss die Arbeit entsprechend zwischengeglüht (Das Werkstück wird bis zur beginnenden Rotglut erwärmt und wieder abgekühlt bevor es weiter bearbeitet wird) werden. Weitere Informationen siehe schmieden.

Kaltselbstklebe-Bahn

auch: Kaltselbstklebe-Bahnen, Kaltselbstklebebahnen

siehe KSK-Bahn.

Kaltverfestigung

Kaltverfestigung ist das physikalische Phänomen, dass wenn Metalle plastisch verformt werden, ihre Festigkeit in unterschiedlichem Maße zunimmt. Die Zunahme an Festigkeit ist abhängig von der Schnelligkeit, mit der sich die Verformung vollzieht, und von der Veranlagung des Werkstückstoffes zum Kaltverfestigen. Eine hohe Kaltverfestigungsgeschwindigkeit bedeutet eine schnelle Erhöhung der Festigkeit im Verhältnis zur abnehmenden Verformungsgeschwindigkeit. Bei der Zerspanung von Stahl ist die Verformungsgeschwindigkeit an bestimmten Stellen sehr hoch, insbesondere nahe der Schneidkante. Werkstückstoffe, bei denen eine hohe Kaltverfestigungsgeschwindigkeit angetroffen wird, sind austenitische rostfreie Stähle und einige hochwarmfeste Legierungen.

Kaltwachsen

Beim Kaltwachsen wird das Wachs kalt auf den Holzboden bzw. das Parkett aufgetragen. Dies kann mit der Maschine oder per Hand geschehen. Beim manuellen Wachsen wird das Kaltwachs mit einem Schwamm auf den Boden aufgetragen. Das Wachs sollte sparsam aufgetragen werden. Der Boden sollte zwar vollkommen bedeckt sein, aber ein Schmierfilm darf nicht zurückbleiben. Um eine gleichmäßige Behandlung des Holzfußbodens zu erreichen, wird das Wachs mit kreisenden Bewegungen aufgetragen. Dabei muss die Fußbodenoberfläche eine gewisse Wärme aufweisen, sonst kristallisiert das Wachs aus.

Kaltwasser-Klimasystem

auch: Kaltwasser-Klimasysteme

Eine Alternative zur herkömmlichen Klimaanlage ist ein Kaltwasser-Klimasystem, das aus einem Kaltwassererzeuger und den dazugehörigen Innengeräten besteht. Die vom Hersteller in der Regel anschlussfertig gelieferte Kompakteinheit braucht nur an das Leitungsnetz angeschlossen zu werden. Die Erzeugung von Kaltwasser erfolgt über einen hermetisch geschlossenen Kältemittelkreislauf innerhalb der Kaltwassererzeuger. Das Kaltwasser-Klimasystem kann auf dem Dach, auf der Garage oder an der Gebäuderückseite montiert werden.

Kaltwasserleitung

auch: Kaltwasserleitungen

Wie der Name bereits erahnen lässt, fließt in Kaltwasserleitungen nur kaltes Wasser. Nach DIN 1988 müssen Trinkwasserleitungen vor Erwärmung geschützt werden. Auch Tauwasserbildung muss verhindert werden. Dazu müssen die Kaltwasserleitungen zum Beispiel einen ausreichenden Abstand von Wärmequellen besitzen. Bei nebeneinander angeordneten Entnahmestellen von kaltem Wasser und warmem Wasser muss die Kaltwasserleitung immer rechts angebracht werden. Das gilt auch bei Mischarmaturen. Keinesfalls dürfen Wasserleitungen in Kellerfußböden verlegt werden. Da Wärme immer nach oben steigt, liegen Warmwasserleitungen immer unterhalb von Kaltwasserleitungen.

Kaltwasserzähler

siehe Wasserzähler.

Kalziumaluminatzement

Der auch als Feuerzement bekannte Kalziumaluminatzement ist widerstandsfähig gegenüber hohen Temperaturen, Abnutzung, chemischen Angriffe und Korrosion. Dafür, dass er die gleiche Fixierungsdauer wie die gewöhnlichen Zemente besitzt, Feuerzement sehr rasch an Druckfestigkeit. Außerdem ist er gegen biologische Einwirkungen und Säuren beständig. Aufgrund dieser Eigenschaften wird er bei der Produktion monolithischer Refraktoren in der Refraktorindustrie, bei Gießereien, Öfen, Kaminen und Brennkammern sowie in der Bauindustrie, in rapiden Reparaturmörteln, Keramikklebern und Dichtungsmaterialien verwendet.

Kalzium-Silikatplatten

auch: Kalziumsilikatplatten

Kalzium-Silikatplatten werden als Wärmedämmung (z.B. Innendämmung, Wärmedämmverbundsysteme)eingesetzt. Sie sind völlig faserfrei und unbrennbar, gleichzeitig aber diffusionsoffen (im Gegensatz zu den Schaumglasplatten). Kalziumsilikatplatten, als Mineralschaumplatten besser bekannt, sind anorganisch zusammengesetzt und bestehen aus Quarzmehl (also Sand), Kalkhydrat und Zement. Die Ökobilanz ist gut, denn das Material lässt sich problemlos mit dem Bauschutt entsorgen. Die Platten fühlen sich wie Porenbetonplatten an (sind aber noch leichter) und können wie diese leicht bearbeitet werden - durch Schneiden und Schleifen. Die Wärmedämmwirkung ist gut, für die Weiterverarbeitung etwa in einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) stehen entsprechende Kleber und Putze zur Verfügung.

Kambala

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Kambala ist ein afrikanisches Tropenholz mit hellgelbem bis grauem Splint und grüngelbem bis olivbraunem Kern. Es ähnelt in der Farbe dem Teakholz und dunkelt mit der Zeit kräftig nach. Kambala oder auch Iroko ist ein mäßig hartes, festes und zähes Holz, das nur sehr wenig schwindet. Es ist witterungsfest und beständig gegen Pilz- und Insektenbefall. Kambala läßt sich zwar gut bearbeiten, doch mineralische Einlagerungen erschweren die spanende Bearbeitung. Das Holz wird im Außenbereich beispielsweise für Balkonverkleidungen, Fenster, Türen oder Gartenbänke verwendet. Im Innenbereich kommt das Holz bei Fuß- und Parkettböden sowie Furnieren zum Einsatz.

Kambium

siehe Baumstamm.

Kamin

auch: Kamine

siehe Schornsteine.

Kaminabdeckung

auch: Kaminabdeckungen

Kaminbrand

auch: Kaminbrände

siehe Rußbrand.

Kamineffekt

auch: Kaminwirkung

Der Kamineffekt bezeichnet den thermischen Vorgang, bei dem warme Luft nach oben steigt, und aus tiefer gelegenen Schichten kühlere Luft nachströmt. Der Kamineffekt kann im Brandfall fatale Folgen wie eine intensive Brandausbreitung, sowie den Verlust von Menschenleben nach sich ziehen. Er kann jedoch auch die Rettung von Menschenleben in bestimmten Situationen erleichtern. Kamineffekte im größeren Maßstab, beispielsweise bei Waldbränden können gewaltige Ausmaße annehmen, dann spricht man von einem Feuersturm. Zu Nutze gemacht wird der Kamineffekt neben der Nutzfeuerung auch bei Aufwindkraftwerken, bei denen unter einem Dach erwärmte Luft durch einen Turm nach oben steigt und hierbei Turbinen antreibt. Außerdem kann man mit dem Kamineffekt sehr elegant die Holzkohle eines Grills entfachen. Man stellt ein ca. armdickes und armlanges Rohr auf die brennende Holzkohle. Durch den Kamineffekt entzündet sich die Kohle zügig gleichmäßig.

Kamineinsatz

auch: Heizeinsatz, Radiante, Kamineinsätze

Ein Kamineinsatz ist Bestandteil eines Heizkamins. In ihm wird der Brennstoff (Holz, Kohle usw.) verbrannt und er wird aus Stahlblech oder Gusseisen gefertigt. Der Feuerraum des Heizeinsatzes ist in der Regel mit Schamottesteinen ausgekleidet. Es gibt die unterschiedlichsten Ausführungen von Kamineinsätzen von rund über gerade bis hin zur Prismaform. Zudem stehen zahlreiche Optiken bei Verglasungs- und Scheibenansichten als bedruckte oder unbedruckte Scheibe, sowie der Art der Oberflächenausführung zur Verfügung. Technisch gesehen hat der Kamineinsatz die Aufgabe, das Brenngut möglichst komplett und mit dem größten Energienutzen zu verbrennen.

Kamingewand

auch: Kamingewänder

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Das Kamingewand ist die Bezeichnung für eine Kaminverkleidung. Es wird insbesondere aus Marmor gefertigt. Antike Kamingewänder haben Pate gestanden für Replikate, wie sie der Fachhandel in beachtlicher Qualität und Auswahl anbietet. Kamingewänder sind meistens nach bestimmten Stilrichtungen geformt, beispielsweise im Stil von Ludwig XV. Für echte antike Kamingewänder hat sich in Deutschland ein Markt gebildet, wobei die Ware meistens aus Frankreich kommt.

Kaminholz

auch: Brennholz, Kaminhölzer

Als Kaminholz werden Holzscheite von etwa 30 - 35 cm Länge und maximal 12 cm Dicke bezeichnet, die mindestens zwei Jahre regensicher an der Luft getrocknet wurden. Als Kaminholz eignen sich besonders Eiche, Buche und Birke sowie das Holz von Obstbäumen. Strikt untersagt ist das Verfeuern von Holzkisten, Holzwerkstoffplatten und von allen behandelten, also gestrichenen oder lackierten, mit Folien oder Laminaten beklebten Spanplatten. Die fachgerechte Lagerung von Kaminholz spielt eine große Rolle beim Heizen. Wenn das Brennholz zu feucht gelagert wurde, sinkt der Heizwert dramatisch.

Kaminholzlagerung

Bei der Kaminholzlagerung ist einiges zu beachten. Kaminholz soll nur im Freien gelagert werden, damit es ständig gut belüftet wird. Dies geschieht am besten in einem stabilen Holzregal, das jedoch unbedingt überdacht und so konstruiert sein muss, dass kein Regen auf die Scheite fallen kann. Wenn Kaminholz angeliefert wird, sollte dies nur an trockenen Tagen geschehen. Die Scheite sollten unverzüglich in dem Regal oder Unterstand gestapelt werden. Das Ablegen der Scheite "irgendwo" und Zudecken mit Plastikplanen verhindert das Abtrocknen. Feuchtes Holz darf erstens sowieso nicht verbrannt werden, zweitens ist der Heizwert solches Holzes gering.

Kaminkassette

auch: Kaminkassetten

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Weil der offene Kamin nur eine vergleichsweise geringe Heizkraft hat und außerdem wegen des Funkenflugs auch nicht ungefährlich ist, wurden Kaminkassetten entwickelt, die als Einbauteile in die offenen Kamine eingebaut werden. Die Kassetten bestehen aus Gusseisen und sind mit feuerfesten Glasscheiben ausgestattet, so dass das romantische Spiel der Flammen weiterhin beobachtet werden kann. Die Glasscheiben verrußen von Zeit zu Zeit und müssen immer mal gereinigt werden. Der Vorteil der Kassetten liegt aber darin, dass die Wärmeausbeute wesentlich höher ist und dass vor allem keine Funken in den Wohnraum fliegen können. Die Kassetten verfügen unten über Lufteintrittslamellen und im Innern über Wärmetauscherrohre für die Konvektionsluft. Zur Regulierung der Luftzufuhr und damit der Geschwindigkeit des Abbrands haben alle Heizkassetten Stellhebel zur Regulierung.

Kaminofen

auch: Schwedenofen, Kaminöfen

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Der auch als Schwedenofen bekannte Kaminofen ist ein idealer Wärme­spender für all jene, die sich schnell und preiswert das Erlebnis "Feuer" in die eigenen vier Wände holen möchten. Kaminöfen gibt es in unzähligen Formen und Farben und sogar mit Keramik, Natur- oder Speckstein verkleidet. Metallische Kaminöfen haben einen meist mit Schamottestein aus­ge­leg­ten Feuerraum mit einer Glastüre. Der Kaminofen wird im Raum auf eine Brandschutzplatte gestellt und per Rauchrohr an den Schornstein an­ge­schlossen. Er gibt Wärme durch Strahlung und Konvektion ab. Diese Kombination schafft ein angenehmes, lebendiges Raumklima und die Ofenwärme wird optimal und zugfrei verteilt. Seit etwa 2010 sind auch wasserführende Kaminöfen auf dem Markt.

Kamintür

auch: Kamintüren

Ein Schornsteine, umgangssprachlich Kamin genannt, muss regelmäßig gefegt werden und das macht vom Dach aus der Schornsteinfeger mit seinen Sternen, Stoßbesen, Haspeln, Wechselschlagapparaten und Biegewellen. Durch die Reinigung fällt der Ruß in den Schornsteinschacht und muss entsorgt werden. Aus diesem Grund werden unten in alle Schornsteine kleine Kamintüren eingebaut, im Fachjargon Schornsteinreinigungsverschlüsse genannt. Sie bestehen aus einem Rahmen und einer Tür aus nicht rostendem oder verzinktem Stahlblech mit einer zusätzlichen Dichtung.

Kaminverwahrung

Kaminwirkung

siehe Kamineffekt.

Kammerräucherung

Kammerräucherung ist die konventionelle Art der Räucherung von gerbsäurehaltigem Holz wie beispielweise Eiche. Bei der Räucherung werden die fertigen Holzstäbe oder Lamellen in eine dicht zu verschließende Kammer gelegt. Dort werden Gefäße aufgestellt, in denen sich Salmiak in flüssiger Form befindet. Das Salmiak als Base reagiert mit der Gerbsäure und färbt das Holz dunkler. Der Räuchervorgang ist sehr zeitintensiv und witterungsabhängig. Der Prozess ist nicht kontrolliert, die Steuerung erfolgt durch Erfahrungswerte. Die Eindringtiefe ist nicht genau kontrollierbar und das Verfahren ist bedenklich hinsichtlich der Umweltbelastung, daher ist das Verfahren der Kernräucherung vorzuziehen. Geräuchertes Holz ist häufig bei Parkett anzutreffen.

Kammertrocknung

Unter Kammertrocknung wird die technische Trocknung von gesägtem Holz verstanden. Sie ist neben der Freilufttrocknung die zweite Möglichkeit Holz zu trocknen. Die technische Trocknung erfolgt in elektronisch gesteuerten Trockenkammern, in denen jede gewünschte Endfeuchte erreicht werden kann. Der Trocknungsprozeß wird über spezielle Sonden im Holz, die mit einer elektronischen Auswertung an den Prozessrechner angeschlossen sind, überwacht und geregelt. Der Feuchtegehalt von kammergetrocknetem Holz lässt sich eigentlich frei einstellen, liegt aber i.d.R. bei ca. 12-15% Holzfeuchte, was auch durch die Lagerung bei ca. 50% rel. Luftfeuchte erreicht werden kann (da dauert es aber deutlich länger). Vor einem Einbau in beheizte Räume (rel. Luftfeuchte normalerweise ca. 30% ) muss auch solches Holz akklimatisiert werden, was je nach Holzart unterschiedlich lange dauert.

Kammnagel

auch: Kamm-Nagel, Kammnägel, Kamm-Nägel

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Kammnägel sind speziell hergestellt zur Befestigung von Holzverbindern auf Holzbalken. Sie bestehen aus verzinktem Stahl oder rostfreiem Edelstahl und haben eine scharf ausgewalzte Widerhakenprofilierung. Dadurch erhält der Nagel einen hohen Auszugswert. Die üblichen Längen liegen zwischen 40 und 100 mm. Vorteilhaft ist der Einsatz von Kammnägel dort, wo mit einer relativ geringen Anzahl von Nägeln eine gute und statisch relativ hoch beanspruchbare Verbindung hergestellt werden soll. Kammnägel kommen sowohl im zimmermannsmäßigen Abbund (z.B. bei der Herstellung von traditionellen Dachstühlen) als auch im Ingenieurholzbau zum Einsatz.

Kammputz

auch: Kammputze

kammputz_hell.jpg kammputz_rot.jpg Kammputz_grau.jpg

Der Kammputz ist eine heutzutage kaum noch angebrachte Variante des Außenputzes. Mit einem kammähnlichen breiten Spachtel wurden Rillen durch den frischen Putz gezogen, was zu einer Auflockerung der Fassade führte. In der Epoche des Art Deco - etwa ab 1920 bis 1932 - wurden die Rillen auch wellenförmig angeordnet. Der Kammputz hat den Nachteil, dass sich in den Rillen der Umweltschmutz festsetzt. Die Umwelt­belas­tun­gen waren um 1900 noch nicht so gravierend, so dass damals diese Nachteile über­sehen wurden. Die übliche Technik waren horizontall verlaufende, schmale Rillen. Vertikal verlaufende und breite Rillen waren die Aus­nahme und sind auch damals (siehe Foto rechts) nicht in jedem Fall gelungen. In der Gegenwart kommen gele­gen­tlich Architekten auf die Idee, auch moderne Bauwerke mit Kammputz zu verschönern. Sie erschweren damit die Reinigung der Fassade.

Kammschraube

auch: Kamm-Schraube

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Die Kammschraube, auch Ankerschraube genannt, wird eingeschlagen wie ein Nagel. Sie besteht aus verzinktem Stahl und verfügt über hohe Auszugswerte. Im Gegensatz zum Kammnagel kann eine mit Kammschrauben hergestellte Holzverbindung jedoch zerstörungsfrei wieder demontiert, also "zurückgeschraubt" werden. Das liegt an einem speziellen Steigungsgewinde. Mit der Kammschraube sind auch nachträgliche Justierungen möglich. Die üblichen Längen liegen zwischen 40 und 60 mm.

Kammspachtel

Ein Kammspachtel ist ein mit Zähnen versehener Spachtel, weshalb er auch als Zahnspachtel bezeichnet wird.

Kammverbindung

auch: Kreuzkamm, Kammverbindungen

Die Kammverbindung ist eine handwerkliche Holzverbindung im Holzbau. Man findet sie bei sich kreuzenden Hölzern oder bei Eckverbindungen (siehe auch Eckverkämmung). Kammverbindungen gibt es beispielsweise bei Blockhäusern oder bei Fachwerkhäusern im Bereich Grundschwellenecke oder Rähm. Bei ein Kammverbindung handelt es sich um eine nicht verschiebbare Auflagerkonstruktion. Häufig wird diese Art von Holzverbindung durch einen Balkenschuh ersetzt.

Kammzwecken

auch: Kammzwecke

Kammzwecken sind kleine Nägel, mit denen auf der nicht sichtbaren Seite von Sitzmöbeln die Stoffe im Holz festgenagelt werden.

Kämpfer

Der Kämpfer bezeichnet im Bauwesen verschiedene Dinge. Zunächst ist er das Widerlager von Bögen und Gewölben, also die Stelle, an der die Krümmung beginnt. An dieser Stelle muss das Mauerwerk die Schubkräfte des Bogens oder des Gewölbes aufnehmen. Dieser erste Stein eines Bogens im Anschluss an die Gerade wird daher als Kämpferstein bezeichnet. Weiterhin bezeichnet ein Kämpfer die waagerechte Binnengliederung einer steinernen Fensteröffnung. Schließlich ist der Kämpfer noch die Abkürzung für Kämpferholz.

Kämpferholz

auch: Loosholz

Das Kämpferholz ist das waagerechte Querholz bei Fenstern (z.B. mit Oberlicht) oder Türen. Es dient als Anschlag für die Fensterflügel. Andere Bezeichnung auch "Riegel". In der älteren Literatur finden sich für das Kämpferholz auch die Bezeichnungen Kreuzholz und Loosholz.

Kämpferpunkt

Der Kämpferpunkt ist in der Architektur der Ansatzpunkt eines Bogens über einer Geraden, an dem zum Ausgleich der kämpfenden Kräfte von Gerade und Bogen meist ein waagerechtes Entlastungsbauteil eingebaut wird. Bei einem gemauerten Gewölbe oder Bogen stellt der Kämpferstein den ersten Stein am Kämpferpunkt dar.

Kämpferstein

auch: Anfängerstein, Kämpfersteine

Der Kämpferstein stellt den ersten Stein einer gemauerten Reihe oder eines Bogens dar. Er ruht auf dem Kämpfer und wird auch als Anfänger bzw. Anfängerstein bezeichnet.

kanadische Zeder

Die kanadische Zeder gilt als ideales Baumaterial für Wohnblockhäuser. Die einschlägige kanadische Holzbau-Industrie weist darauf hin, dass das Holz nicht mit Holzschutzmiteln behandelt zu werden braucht und Blockhäuser aus Zedernholz tausend Jahre halten, weil dieses Holz resistent gegen Pilzbefall ist. Die Frage ist nur: Wer wird tausend Jahre alt, um die Behauptung nachprüfen zu können?

Kanalbaulaser

auch: Kanal-Bau-Laser, Kanal-Baulaser, Kanalbau-Laser

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Kanalbaulaser sind Baulaser, die auf Vermessungsaufgaben ausgerichtet sind, die eine ausgeprägte Längsrichtung aufweisen. Dies ist beispielsweise beim Verlegen von Rohren zwischen zwei Schächten der Fall. Die Laser sind horizontal, vertikal und mit vorgegebener Neigung einstellbar. Außerdem kann ein Referenzstrahl lot- und winkelgerecht zur Instrumentenachse eingerichtet werden. Eine Drehung der Vertikalebene wie bei Rotationslasern ist nicht möglich.

Kanalbrücke

auch: Kanalbrücken

Eine Kanalbrücke wird notwendig, wenn sich zwei Wasserstraßen kreuzen. Dies ist zum Beispiel bei Magdeburg der Fall, wo die längste Kanalbrücke Europas den Mittelland-/Elbe-Havel-Kanal über die Elbe hinwegführt. So können Schiffe die Elbe überqueren, ohne mit Elbwasser in Berührung gekommen zu sein. Kanalbrücken können außer anderen Gewässer auch Verkehrswege wie Bahnschienen oder Autobahnen oder Geländeeinschnitte überqueren.

Kanaldiele

auch: Kanaldielen

Eine Kanaldiele ist ein rammbares Profil, das zur Bildung von Wänden dient, jedoch nicht durch Schlösser (Verbindungsstücke) verbunden wird. Das schmiedeeiserne Walzblechprofil wird zum Beispiel zur Sicherung kleiner Baugruben und Leitungsgräben verwendet.

Kanalgrundrohr

auch: Kanalgrundrohre

siehe KG-Rohr.

Kanalguss

Kanalguss ist der Sammelbegriff für Bauteile der Straßen- und Hausentwässerung, die aus Gusseisen oder aus Gusseisen in Verbindung mit Beton hergestellt werden. Beispiele für Kanalguss sind z. B. Benzin- und Fettabscheider, Straßen- und Hofabläufe, Schachtabdeckungen usw.

Kanalisation

Als Kanalisation wird ganz allgemein das Leitungsnetz zur Sammlung und Ableitung des Abwasser bezeichnet. Schmutzwasser, Regenwasser oder Schmelzwasser werden durch unterirdische Kanäle z.B. zur Kläranlage geleitet und dort gereinigt. Neben dem Kanalnetz gehören auch Sammelanlagen, Absperranlagen oder Pumpanlagen zur Kanalisation. Auch mechanische Reinigungsanlagen können Bestandteil der Kanalisation sein. Das Prinzip der Kanalisation ist bereits seit mehreren tausend Jahren bekannt. Nahe dem Fluss Indus in Pakistan wurde z.B. ein etwa 4.000 Jahre altes gemauertes Entwässerungssystem entdeckt. Die Abwasserkanäle einer modernen Kanalisation weisen in der Regel ein Gefälle von 0,1 Prozent bis 2 Prozent auf. Minimum besitzt die Kanalisation einen Durchmesser von 250 mm, in großen Städten kann die Nennweite aber auch mehrere Meter betragen. Als Materialien für die Kanalisation kommen Beton, Faserbeton, Stahl, Gusseisen, Steinzeug oder Kunststoff zum Einsatz. Bei der Art der Schmutzwasser- und Regenwasserableitung werden Mischkanalisation und Trennkanalisation unterschieden.

Kanalklinker

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Kanalklinker sind speziell für das Mauern von Abwasserschächten und Abwasserkanälen hergestellte Klinker. Die Steine sind meist ungelocht, es ist eine Lochung bis zehn Prozent der Lagerfläche erlaubt. Kanalklinker werden aus Ton, Lehm oder tonigen Massen, teilweise mit magernden oder porenbildenden Zusätzen in Ziegeleien geformt und gebrannt. Die dabei physikalisch und chemisch bewirkte keramische Verfestigung verleiht den Ziegeln hervorragende Eigenschaften (Maßhaltigkeit, Porosität, Festigkeit, Beständigkeit gegen aggressive Medien). Bei Kanalklinkern werden besondere Anforderungen an die Abriebfestigkeit gestellt. Die ältesten Abwasserkanäle aus Kanalklinkern sind bereits mehr als 100 Jahre alt, nach dieser Zeit sind die erst die ersten Schäden sichtbar.

Kanalklinkerriemchen

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Kanalklinkerriemchen sind die schmale Ausgabe der Kanalklinker. Herstellungweise und Anforderungen sind wie bei den großen Brüdern. Sie werden im Tiefbau z.B. zur Verblendung von Kanalbauwerken verwendet. Kanalklinkerriemchen gibt es in den Abmessungen 240 mm x 52 mm x 71 mm und 240 mm x 52 mm x 52 mm. In den gleichen Abmessungen gibt es auch noch einseitig abgerundete Klinkerriemchen.

Kanalmeißel

auch: Kanalmeissel

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Mit einem Kanalmeißel können Kanäle und Schlitze für Gas-, Wasser- und elektrische Leitungen in die verschiedensten Baustoffe gezogen werden. Kanalmeißel mit vorgezogenen Flügeln werden hauptsächlich bei weicheren Baustoffen eingesetzt..

Kanalnetz

Als Kanalnetz wird nach DIN 4045 die Gesamtheit der Kanäle, Abwasserdruckleitungen und zugehöriger Bauwerke in einem Entwässerungsgebiet bezeichnet. Das Kanalnetz umfasst z.B. die Kanalisation einer Stadt oder Abwasserzweckverbands.

Kanalprofil

auch: Kanalprofile

Als Kanalprofil wird die Querschnittsform eines Kanals in einer Kanalisation bezeichnet. Als Kanalprofile sind Kreisprofile, Maulprofile und Eiprofil gebräuchlich.

Kändel

siehe Dachrinne.

kanneliertes Glas

auch: kannelierte, Gläser

Als kanneliertes Glas bzw. Rillenglas, Linienglas oder Rippenglas wird ein rillenförmig strukturiertes Glas bezeichnet. Es war um 1900 eine böhmische Spezialität und wurde nicht frei in der Luft geblasen, sondern in eine mit Längsrillen versehenen Form aus Holz, Ton oder Metall. Das weitgehend undurchsichtige Glas diente zur Dämpfung der direkten Sonnenstrahlen oder als Sichtschutz. Es gilt heute als typisches Glas des Jugenstils und wurde später auch als Ornamentglas gegossen.

Kannelierung

siehe Kannelure.

Kanneluren

auch: Kannelüren

Als Kannelure bezeichnet man die senkrechten, halbrunden Rillen in Säulen, Pfeilern oder Pilastern. Diese Verzierung erfolgte vornehmlich an griechischen Säulen (Stützen), diese finden sich aber auch an (Holz-)Säulen des Klassizismus wieder. Als Motiv sind Kanneluren später auch im Möbelbau, Kunsthandwerk, Metallverarbeitung etc. verwendet worden.

Kanteln

auch: Fensterkanteln

Einfach gesagt sind Kanteln nichts anderes als quadratische Holzstäbe. Das besondere an ihnen ist jedoch, dass sie eine besonderes hohe Qualität besitzen und dazu auch aus verschiedenen Teilen aneinandergefügt werden. Teile mit Rissen, Ästen, Farbunterschieden oder Harzgallen werden abgetrennt und nur die einwandfreien Abschnitte verwendet. Dadurch wird ein gleichbleibender Qualitätsstandard sichgestellt. Das Zusammenfügen der einzelnen Holzabschnitte erfolgt entweder über Lamellierung oder Keilzinkung. Erst durch die Lamellierung werden, zum Beispiel, grosse Querschnitte herstellbar mit weit günstigeren Eigenschaften durch den Werkstoffverbund. Keilgezinkte, lamellierte bzw. keilgezinkte und lamellierte Fensterkanteln, hergestellt aus geeigneten Nadel- und Laubhölzern, stellen ein ausgezeichnetes Ausgangsprodukt für die Herstellung von Fenstern dar. Kanteln werden im Fensterbau, im Möbelbau und zur Produktion von Türrahmen verwendet. Auch Schreiner und Tischler nutzen Kanteln zur Weiterverbeitung.

kanten

Als Kanten wird Biegen eines Bleches um eine gerade Kante bezeichnet. Das Kanten funktioniert entweder mit der Hand oder der Maschine. Kleinere Bauteile oder handwerklich herzustellende Metalldachanschlüsse werden mit Handwerkzeugen gekantet. Dabei eignet sich zum Kanten z. B. von kleinen einzupassenden Bauteilen fast jede feste, scharfe Kante, über die das Blech mit einem Holz- oder Kunststoffhammer gebogen wird. Übliche Werkzeuge für Kantungen von Hand sind Umschlageisen, Schaleisen, Polierstock, Sperrhaken und Rohrstange. Auf der Baustelle genügt meistens eine starke Bohle mit eingelegtem Winkelstahl. Weiter kommen auf der Baustellen unterschiedliche Biegezangen zum Einsatz. Für lange Bauteile wie Kehlen, Kastenrinnen, Traufbleche, Mauerabdeckungen, Ortgänge usw. werden Abkantmaschinen eingesetzt. Beim Herstellen von Profilen mit Abkant- oder Schwenkbiegemaschinen wird das Blech zwischen der Ober- und Biegewange gespannt und von der schwenkbaren Biegewange gekantet.

Kantenanleimmaschine

auch: Kantenanleimmaschinen

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Mit einer Kantenanleim-maschine werden Vollholzumleimer, Furnierumleimer oder Kunststoffumleimer aus PVC oder ABS industriell oder in der Werkstatt angeleimt. Die Kanten in einer gängigen Höhe zwischen 10 und 45 mm werden mit Schmelzkleber versehen und durch den Druck von Rollen an die sägerauhe Schnittkante einer Massiv- oder Tischlerplatte geklebt. Anschließend werden die Kanten von der Maschine bündig gefräst. Bei Vollholzumleimern lässt sich zudem ein Profil fräsen. Die Maschinen bestehen aus einem stabilen Grundkörper, der mit einer Transporteinrichtung für Plattenwerkstoffe, dem Verleimteil, verschiedenen Aggregaten für die Nachbearbeitung und einer Steuerung ausgestattet ist. Es gibt einseitige und doppelseitige Maschinen, wobei letztere meist in der Industrie und Großserienfertigung eingestzt werden. Für den auswärtigen Montage-Einsatz gibt es auch Handkantenanleimmaschinen, die sowohl an gerade, als auch an geschwungene Platten Kanten anbringen. Dabei wird die Maschine um das fest eingespannte Werkstück herum geführt und bei diesem Vorgang wird der Umleimer mittels Schmelzkleber fest verklebt.

kantenbeleuchtetes Glas

Kantenfräser

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Ein Kantenfräser ist zum einen ein Fräser zum Bearbeiten überstehender Laminat- und Furnierkanten. Zum anderen ist ein Kantenfräser auch ein Elektrowerkzeug. Mit der einhändig zu bedienenden Maschine lassen sich Kanten mühelos fräsen. Eine in verschiedene Winkel verstellbare Grundplatte ermöglicht das Herstellen von Fasen.

Kantenhobel

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Mit einem Gipskarton-Kantenhobel werden die Schnittkanten von Gipskartonplatten geglättet, damit sie später passgenau zusammengefügt werden können. An Plattenquerkanten lassen sich Fasen hobeln. Es gibt auch Kantenhobel zum Abschneiden der Überstände von Umleimerkanten.

Kantenkelle

auch: Eckkelle, Kantenkellen

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Eine Kantenkelle bzw. Eckkelle ist eine Kelle mit gewinkeltem Blech. Dementsprechend gut lassen sich Ecken und Kanten bearbeiten und herstellen. Beispielsweise läßt sich mit der Eckkelle Bewehrungsgewebe, das bei Armierungsputz benötigt wird, an Ecken andrücken. Es gibt Eckkellen für Außenecken und Eckkellen für Innenecken.

Kantenriegel

Der Kantenriegel ist ein in das seitliche Rahmenholz eingelassener Metallriegel, der bei einer zweiflügeligen Tür oder einem zweiflügeligen Fenster einen Flügel fest arretiert, bevor der andere Flügel mit einem beliebigen Verschluss geschlossen wird.

Kantenschleifmaschine

auch: Kantenschleifmaschinen, Kanten-Schleifmaschine, Kanten-Schleifmaschinen

Die Kantenschleifmaschine ist eine stationäre Schleifmaschine, mit der Furnier- und Massivholzkanten geschliffen werden. Die Kanten können gerade, schräg oder geschweift sein. Bearbeitet werden die Kanten meist vor dem Flächenschliff. Ein endloses Schleifband läuft über zwei senkrecht gelagerte Schleifbandrollen. Der Arbeitstisch läßt sich in Höhe und Neigung zum Schleifband verändern. Lange, gerade Werkstücke werden am Schleifband entlanggeschoben, kurze gerade Werkstücke werden in ihrer gesamten Länge an das Schleifband gedrückt.

Kantenschutzleiste

auch: Kantenschutzleisten

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Transportkisten werden mit Winkelleisten aus Metall ausgestattet, um die Holzkanten vor dem Absplittern zu schützen. Fliesenabschlussleisten werden in das Kleberbett eingefügt, um zu verhindern, dass Fliesenkanten etwa an einer Treppenstufe ausbrechen. Hauptsächlich aber werden Kantenschutzleisten (auch Eckenschutzleisten genannt) verwendet, um die Ecken verputzter Wände vor Beschädigungen zu schützen. Kantenschutzleisten bestehen aus dünnem, verzinktem Metallblech oder aus Kunststoff. Kunststoffleisten können so biegsam sein, dass sie etwa um die Laibung eines Rundfensters geführt werden und auch in diesem Fall ein Ausbrechen der Kanten verhindern können. Generell können Kantenschutzleisten, wie sie der Putzer oder Maler verwendet, übertapeziert werden.

Kantenschutzprofil

auch: Kantenschutzprofile

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Herkömmliche Kantenschutzprofile bestehen aus verzinktem Stahlblech oder Aluminium. Sie dienen dem Schutz und der exakt geraden Ausbildung von Außenecken aus Gipsbauplatten. Bei Konstruktionen mit Gipsfaserplatten sind Kantenschutzprofile nur bei mechanisch besonders beanspruchten Außenecken (z.B. in Fluren) erforderlich. Die Profile werden auf die Außenecke aufgesetzt und eingespachtelt. Für verschiedene Plattendicken und mehrlagige Beplankungen sind die Kantenschutzprofile mit unterschiedlichen Schenkellängen lieferbar. Weiterhin gibt es Profile für nicht rechtwinklige Eckausführungen und spezielle Profile aus PVC. Diese lassen sich längs biegen und können so zum Kantenschutz für gewölbte Konstruktionen eingesetzt werden.

Kantenschutzwinkel

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Kantenschutzwinkel sind der ideale Schutz für Ecken und Kanten von Betonwänden und -stützen in Parkhäusern, Werkhallen mit Gabelstaplerverkehr und ähnlichen Gebäuden. Kantenschutzwinkel sind in feuerverzinkter und in Edelstahlausführung mit U-förmiger Rückverankerung aus Betonstahl lieferbar.

Kantenumleimer

auch: Umleimer

Die sägerauhe Schnittkante einer Massivholzplatte oder einer Sperrholzplatte sieht meist nicht sehr ansehnlich aus und ist zudem sehr empfindlich gegen Feuchtigkeit und Absplittern. Deshalb verdecken häufig Umleimer bzw. Kantenumleimer aus Vollholz, Furnier oder Kunststoff die Kanten. Man unterscheidet dementsprechend Vollholzumleimer, Furnierumleimer und Kunststoffumleimer.

Kantenzwinge

auch: Kantenzwingen

Um Anleimer an Kanten, beispielsweise einer Tischplatte, zu befestigen, verwendet man eine Kantenzwinge. Man muss dann nicht über die ganze Plattenbreite spannen, was nur mit sehr großen Spannknechten möglich wäre.

Kantholz

auch: Kanthölzer

Kanthölzer sind Schnittholz mit einem quadratischen oder rechteckigen Querschnitt mit einer Seitenlänge von mindestens 60 mm. Die große Querschnittsseite ist höchstens dreimal so groß wie die kürzere. Kanthölzer, deren größere Querschnittseite mindestens 200 mm beträgt, nennt man Balken. Kanthölzer und Balken sind das typische Bauholz. Dabei unterscheidet man verschiedene Schnittarten wie Ganzholz, Halbholz oder Kreuzholz. Die Einschnittart hat Auswirkungen vor allem auf das Schwundverhalten des Querschnittes.

Kantrippenverbinder

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Die Kantrippenverbinder dienen vor allem der Befestigung von Holzbauteilen auf Beton-, Naturstein- oder Terrazzoböden bzw. Betondecken und Betonwänden. Durch die Rippenbildung an den Kanten erfahren die Kantrippenverbinder eine wesentliche höhere Biegefestigkeit und eine wesentliche höhere Tragfähigkeit, als dies ein normaler Winkelverbinder aufweist. Der obere Schenkel wird an das Holz genagelt, der untere im Beton bzw. in den anderen Werkstoffen mit Steinschrauben, Dübeln oder Bodenankern befestigt.

Kantschnitt

siehe Modellschnitt.

kanzerogene Stoffe

Kanzerogene Stoffe können Krebs erzeugen. So ist z.B. Asbest ein kanzerogener Stoff, aber auch z.B. Arsen, Benzpyren oder Nitrosamine zählen dazu.

Kaolin

auch: Porzellanerde, Kaoline

Kaoline (Porzellanerde) sind Tone, die aus dem Mineral Kaolinit bestehen und die mehr oder weniger Beimengungen von Quarz und Feldspat aufweisen. Kaolin entsteht durch die Zersetzung und Umwandlung silikatischer Gesteine. Allgemein dient Kaolin zur Verbesserung der Chemikalienbeständigkeit und der elektrischen Eigenschaften sowie zur Verringerung der Wasseraufnahme. Es vermindert die Neigung zur Rissbildung im Endprodukt und verbessert die Stossfestigkeit und die Oberflächengüte. Für die Herstellung von Keramiken wird Kaolin als Hochtemperaturbindemittel eingesetzt, wobei Kaolin bei Temperaturen von über 1500 °C in Mullit übergeht. Kaolin verleiht Farben und Lacken bestimmte vorteilhafte Eigenschaften, zudem dient es als inerter Füllstoff.

kapazitive Feuchtemessung

auch: kapazitive, Feuchtemessungen

Die kapazitive Feuchtemessung ist eine Möglichkeit, die Feuchtigkeit in Bauteilen zu messen. Im Gegensatz zur Widerstandsfeuchtemessung werden jedoch keine Elektroden in das Material eingerammt, sondern die Messung erfolgt zerstörungsfrei. Die Feuchtemessung erfolgt über das Auflegen der am Gerät befestigten Meßbügel auf dem Meßgut. Man spricht von einem "dieelektrischen" Wassergehaltsmessverfahren. Je höher die Dielektrizitätskonstante, desto größer ist die Feuchtigkeit. Das Meßgerät sendet Hochfrequenzwellen aus. Dabei wird eigentlich die Kapazität eines Kondensators gemessen, der das Herz des Meßgeräts darstellt. Die Messelektronik wandelt die Messdaten in einen ablesbaren Prozent-Wert um. Die Rohdichte des zu messenden Materials muss allerdings bekannt sein, da sonst keine vernünftigen Ergebnisse zu erwarten sind. Meßfehler können auch bei unebenen Oberflächen auftreten, wenn der Meßbügel nicht vollständig aufliegt. Wie bei der Widerstandsfeuchtemessung, ist auch bei dieser Methode darauf zu achten, dass mehrere Messungen durchgeführt werden, um Meßfehler erkennen und beseitigen zu können. Die kapazitive Feuchtemessung ist sowohl für Holz als auch für mineralische Baustoffe geeignet.

Kapillardämmplatte

Kapillarität

auch: Kapillarität

Kapillare im Anstrichuntergrund ermöglichen das tiefe Eindringen von Imprägniermitteln und damit die gute Haftung zwischen Anstrich und Untergrund. Physikalisch bedeutet Kapillarität folgendes: Flüssigkeit steht in einer engen Röhre höher als im Bodengefäß. Effekt des Grundwasseranstiegs in den Kapillaren des Bodens aufgrund der Oberflächenspannung an der Grenzfläche Wasser - Luft.

Kapillarkohäsion

auch: scheinbare Kohäsion

Als Kapillarkohäsion wird der Festigkeitsanteil eines Boden aufgrund von Kapillarkräften in den Poren bezeichnet. Die Kapillarkohäsion geht beim Austrocknen oder bei Wassersättigung des Bodens verloren. Sie wird daher auch als "scheinbare" Kohäsion bezeichnet. Vorstellen kann man sich das wie bei einer vakuumverpackten Packung Erdnüssen. Bei geschlossener Packung "kleben" die einzelnen Erdnüsse zusammen und bilden eine kompakte Einheit. Nach dem Öffnen der Packung geht dieser Zusammenhalt verloren und die Erdnüsse kullern einzeln aus der Packung. Baupraktisch macht man sich die Kapillarkohäsion zum Beispiel beim Errichten von Trägerbohlwänden oder bei Unterfangungen zu Nutze. Hier kann der Boden senkrecht abgegraben werden, was bei nicht bindigen Böden nur durch die Wirkung der Kapillarkohäsion möglich ist.

Kapillarkraft

auch: Haarröhrchenkraft, Kapillarkräfte

Die Kapillarkraft sorgt dafür, dass Flüssigkeiten als Folge von Oberflächenspannungen entgegen der Schwerkraft in feinen Poren nach oben steigen können. Das kann positive und negative Auswirkungen haben. Zum Beispiel sorgt die Kapillarkraft, dafür, dass das Wasser in den oberen Erdschichten bleibt und die Pflanzen genügend Flüssigkeit bekommen. Sie sorgt aber auch dafür, dass Keller oder ganze Häuser durchfeuchtet werden und riesige Bauschäden entstehen.

Kapillarporen

Zement kann etwa 40 % seines Gewichts Wasser binden, das heißt diese Menge benötigt er zum Erhärten. Für eine bessere Verarbeitbarkeit des Betons wird jedoch meist mehr Wasser hinzugegeben. Dieses Wasser kann der Zement nicht binden und so verdunstet es mit der Zeit, es bilden sich Kapillarporen. Kapillarporen verringern die Betonfestigkeit, weshalb man bestrebt ist, ihren Anteil möglichst klein zu halten.

Kapillarwasser

Als Kapillarwasser wird das Wasser bezeichnet, das sich aufgrund der Kapillarkraft in den Kapillarporen befindet. Kapillarwasser findet man im Boden - wo es erwünscht ist - aber auch im Beton, wo es nicht so gerne gesehen wird. Kapillarwasser kann zudem aus dem Fundament aufsteigen (aufsteigende Feuchtigkeit) oder aufgrund ständiger Kondensation (Tauwasserniederschlag) in eine Wand hineindiffundieren. Weil das Kapillarleitvermögen von Mauersteinen, Mörtel, Beton, Putz und Holz sehr groß ist, kann die Durchfeuchtung von Wänden eine beträchtliche Höhe erreichen. Wie hoch Wasser im Baustoff aufsteigen kann, hängt vom Kapillardurchmesser ab.

Kapitalkosten

kapitalkosten entstehen, wenn der Kunde die Finanzierung in Anspruch nimmt, die im Finanzierungsplan zusammengestellt wurden. Bei den Kapitalkosten wird zwischen den Kosten für Fremd- und Eigenkapital unterschieden. Darlehenszinsen und Verwaltungsbeiträge für öffentliche Baudarlehen sind beispielsweise Fremdkapitalkosten, Tilgungsbeiträge nicht.

Kapitell

auch: Kapitelle

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Ein Kapitell ist das vorspringende Endstück einer Säule, im Altertum oft durch Steinmetzarbeiten verschönt und mit Darstellungen versehen. Säulen mit Kapitell werden heutzutage aus Beton und Steingußmassen hergestellt und finden immer noch Verwendung bei Kaufhausbauten etc. Kapitelle waren in der mitteleuropäischen Baugeschichte ein besonderes Merkmal der Romanik, wobei hier in drei Grundtypen unterschieden wird, nämlich in Würfelkapitell, Kelchkapitell und Figurenkapitell. Unsere Zeichnungen zeigen zwei Kapitelle im romanischen Stil aus der Kirche zu Schwarzrheindorf.

Kappendecke

auch: Kappengewölbe

Als Kappendecke bezeichnet man eine Deckenkonstruktion, die aus mehreren nebeneinander gereihten Teilstücken von einfachen, relativ flach geformten Gewölbestücken besteht. Sie wurde seit den 1930er Jahren weitgehend von Decken aus Beton verdrängt. Bei einer Kappendecke bilden zwei parallele Stahlträger das Auflager für die Gewölbestücke. Auch ausgemusterte Eisenbahnschienen kamen gelegentlich zum Einsatz. Dazwischen sind die Gewölbe aus Ziegelsteinen. Die Höhe der Wölbung, die als "Kappen" bezeichnet werden, beträgt üblicherweise weniger als 15 % der Breite. Verwendet wurden die Decken in der Landwirtschaft bei Ställen oder Scheunen, als Kellerdecke bei feuchter Umgebung, wo eine Holzbalkendecke verrotten würde oder auch bei Fabriketagen, weil sie eine höhere Belastung aushalten konnten. Kappendecken werden auch als "Preußische Kappe" oder "Berliner Gewölbe" bezeichnet.

Kappengewölbe

siehe Kappendecke.

Kappenschrauben

auch: Zierkappenschrauben, Kappenschraube

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Kappenschrauben, die auch als "Zierkappenschrauben" in den Preislisten der Hersteller stehen, haben Schraubenköpfe, die so konstruiert sind, dass Plastikkappen aus Polyethylen aufgedrückt werden können (siehe Zeichnung). Diese Kappen werden in unterschiedlichen Farben hergestellt. Kappenschrauben erfüllen somit nicht nur Befestigungs-, sondern auch dekorative Zwecke.

Kappholz

Als Kappholz werden kurze Holzstücke (mit oder ohne Rinde) bezeichnt, die beim Abschneiden der Enden von Rund- oder Schnittholz anfallen. Sie werden zum Beispiel zu Hackschnitzeln verarbeitet.

Kappkreissäge

auch: Kappkreissägen

Kappkreissägemaschine

auch: Kappkreissägemaschinen

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Die Kappsäge ist eine Kreissägemaschine, bei der das Sägeblatt von oben auf das Werkstück geführt wird. Die Kapp­kreis­säge­maschine wird für Quer- und Winkel­schnitte in Vollholz, Kunststoff oder Leichtmetall (Aluminium) verwendet. Häufig läßt sich die Säge auch drehen, sodass auch der Einsatz als Gehrungssäge möglich ist.

Kappsäge

auch: Kappsägen

Kapp- und Gehrungssäge

auch: Kapp-, und, Gehrungssägen

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Die Kapp- und Gehrungssäge ist zunächst eine Kreissägemaschine, bei der das Sägeblatt von oben auf das Werkstück geführt wird. Als solche wird sie für Quer- und Winkelschnitte verwendet. Auf einem drehbaren Metallteller (meistens aus Aluminium) kann die Kappsäge so gedreht und arretiert werden, dass Gehrungsschnitte möglich sind. Das typische Einsatzgebiet der Akku-Kappsäge sind leichte Trennarbeiten wie beispielsweise im Trockenbau, Messebau, Dachdecken. Bezüglich der Sägeblätter gilt dasselbe wie bei den Akku-Kreissägen: Es müssen spezielle Sägeblätter mit besonders geringer Zahnbreite verwendet werden. Wegen des hohen Leistungsbedarfes sind für Akku-Kappsägen nur hohe Betriebsspannungen (z. B. 24 Volt) sinnvoll.

Kapp- und Zugsäge

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Die Kapp- und Zugsäge ist ein Verwandter der Kapp- und Gehrungssäge, verfügt aber im Gegensatz zu dieser über eine Zugvorrichtung, über die die eigentliche Säge vorgezogen werden kann. Dadurch werden neben dem normalen Kappen (=Ablängen) in einem Arbeitsgang je nach Modell auch Schnitte bis 30 cm Breite und mehr möglich. Kapp- und Zugsägen verfügen ebenfalls über eine Einrichtung für das Schneiden von Gehrungen bis 45°. Unser Foto zeigt ein Modell der Fa. Bullcraft aus dem Quelle-Versandhaus.

Kapselpinsel

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Beim Kapselpinsel wird das Borstenbündel durch eine runde, ovale oder flache Metallzwinge zusammengehalten und in seine Form gepresst. Von dieser Pinselart gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Formen. Sie zählen zu den Streichpinseln.

Karbolineum

Karbolineum ist ein braunroter, wasserunlösliches Holzschutzmittel und wird aus Steinkohleteerprodukten hergestellt. Es ist desinfizierend und fäulnishemmend und wurde aus diesem Grund für Eisenbahnschwellen, Telegraphenmasten und Zaumpfähle als abdichtendes Isoliermittel verwendet. Karbolineum ist stark hautreizend, karzinogen, die Dämpfe greifen die Atemwege an und wirken narkotisierend. Seit 1991 in der Teerölverbots-VO nicht mehr für die Verwendung zugelassen. Altholz, das mit Karbolineum behandelt wurde, ist als Sondermüll zu entsorgen.

Karbonatgestein

auch: Karbonatgesteine

Karbonatgesteine bestehen zum überwiegenden Teil aus Karbonatmineralien (Calcit, Dolomitstein), die nicht nur verhältnismäßig weich, sondern auch chemisch leicht angreifbar sind. Der Praktiker sagt dazu (aber auch zu Sandstein, Vulkantuffen u.a.) Weichgestein. Der Gegensatz hierzu ist Silikatgestein.

Karbonatisierung

Karbonatisierung bezeichnet einen zerstörenden Prozess im Beton. Im Prinzip ist Karbonatisierung keine Zerstörung des Betons, denn die Härte des Betons erhöht sich dadurch. Sie bewirkt aber den Übergang von den basischen in den sauren Zustand und damit ist der Korrosionsschutz für den Bewehrungsstahl aufgehoben. Dadurch beginnen vorerst einzelne, später weitere Stahl- oder Eisenteile zu rosten und es entstehen Risse und Abplatzungen. Diese bedürfen früher oder später einer Sanierung.

Karbonatisierungsbremse

Als Karbonatisierungsbremse bezeichnet man in der Regel einen Anstrich auf einer Betonoberfläche, der ausreichend dicht gegen Kohlendioxid ist und die Karbonatisierung des Betons aufhält. Die diffusionsäquivalente Luftschichtdicke des Anstriches muss mindest 50 m betragen. Dadurch wird verhindert, dass das Kohlendioxid in das Porengefüge des Betons schnell eindringen kann. Ein geeigneter Anstrich wirkt karbonatisierungsbremsend, jedoch nicht absolut karbonatisierungs- verhindernd.

Karbonatisierungstiefe

Die Karbonatisierungstiefe ist in Zusammenhang mit Beton-Korrosion von Interesse. Die Karbonatisierungstiefe gibt Aufschluss darüber, ab welcher Tiefe das basische Milieu des Betons noch vorhanden ist, bzw. bis zu welcher Tiefe dieses durch Kohlendioxdeintritt zunehmend neutralisiert wird und somit keinen Schutz der Bewehrungseisen mehr darstellt. Die Karbonatisierungstiefe des Stahlbetonbauteils kann mit dem Phenolphtaleintest bestimmt werden. Bei dem Test wird eine Bruchfläche in gewünschter Tiefe hergestellt und der frisch gebrochene Beton mit der Indikatorlösung besprüht. Der nicht karbonatisierte Bereich verfärbt sich rotviolett, während der karbonatisierte Bereich farblos bleibt.

Kariwaku

Die Kariwaku ist eine spezielle Japansäge.

Karnies

Das Wort „Karnies“ geht auf das griechische Wort kronis = gekrümmt zurück. In der Baukunst ist ein „Karnies“ ein Zierglied mit konkav-konvex geschwungenem Abschlussprofil, welches an Gesimsen, Sockeln oder Rahmen verwendet wird. Den Karnies gibt es sowohl in großer Ausführung bei Säulen und Pfeilern (an Basis und Kapitell), aber auch in kleiner und feiner Form an Tischplatten und anderen Möbeln, sowie bei Bilderrahmen, Wandvertäfelungen usw. Ein Karnies ist S-förmig, meist schräg vorzustellen. Oft ist der Karnies mit geraden Absätzen verbunden. Je nach Anwendung wird der Karnies als „steigend“ oder „fallend“ bezeichnet. Steigende Karniese können „bekrönend“ oder „stützend“, fallende Karniese können „auslaufend“ oder „fußend“ sein.

Karniesblei

Karniesblei kommt als Fensterblei zum Einsatz. Es handelt sich dabei um eine besonderen Art einer profilierten Bleisprosse, in die zur Verstärkung ein Eisendraht gesteckt wurde. Durch diese Verstärkung konnte das Windeisen entfallen. Die Bezeichnung Karniesblei erklärt sich durch die Profilierung der Bleistreifen (siehe auch Karnies).

Kartätsche

auch: Kartätschen

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Eine Kartätsche ist ein bis zu 1,20 m langes, brettartiges Werkzeug aus Holz, Metall oder Aluminium. Es dient dem flächigen, gleichmäßigen Aufziehen von Putzen, Estrichen usw. auf großen Flächen. Anstelle der Kartätsche kann auch ein Richtscheit zum Verteilen des Putzes verwendet werden.

Karton-Wabenfüllung

auch: Kartonwabenfüllung, Karton-Wabenfüllungen

Die Karton-Wabenfüllung ist eine Hohlraumfüllung aus wabenförmig aufgefaltetem Karton. Sie dient als Mittellage bei einer Innentür im untersten Preissegment.

Kartusche

auch: Kartuschen

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Kartuschen sind im Bauwesen allgegenwärtig. Kartuschen sind gängige Behälter für Injektionsmörtel, Dichtungsmassen und Kleber aller Art. Es sind röhrenförmige Dosen, die als "Einheitskartuschen" im Markt sind und jeweils 310 ml Inhalt fassen. Die Dosen werden in eine Kartuschenpresse eingelegt. Durch Federdruck aus der Presse wird der Boden der Dose, eine runde Scheibe, gegen die Inhaltsmasse gedrückt, die somit aus der Kartuschenspitze herausgepresst wird.

Kartuschenpresse

auch: Kartuschenpressen

In eine Kartuschenpresse werden Kartuschen mit Injektionsmörtel, Dichtungsmassen oder Kleber eingespannt. Durch gleichmäßiges Betätigen des Hebels kann man beispielsweise Silikon direkt in die Fugen spritzen.

Kartuschenschneider

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In eine Kartuschenpresse werden Kartuschen mit Injektionsmörtel, Dichtungsmittel oder Kleber eingespannt. Damit diese Inhaltsstoffe verarbeitet werden können, muss die Kartuschentülle schräg angeschnitten werden. Wenn man das ganz exakt und sauber machen will, nimmt man dafür einen Kartuschenschneider.

Karusselltür

auch: Karusselltüren

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Karusselltüren sind zwei- oder mehrflügelige Türsysteme, die sich karusselartig um die eigene Achse drehen. Karusselltüren sind besonders für Gebäude mit direkter Eingangshalle oder Kundenbereich geeignet, weil auf aufwendige, konventionelle Windfangkonstruktionen verzichtet werden kann. Durch die ständige Geschlossenheit ist ein gleichbleibendes Klima im Inneren gewährleistet. Zug entsteht nicht. Automatisch betrieben kann die Karusselltür auch problemlos von Behinderten und älteren Besuchern gefahrlos genutzt werden.

Karyatide

auch: Karyatiden

Die Karyatide (griechisch; Gebälkträgerin, gelegentliche Bezeichnung auch „kore“) stellt in der Baukunst eine Stütze in Form einer weiblichen Figur dar, wobei diese mit einem langen, faltenreichen Gewand und einem korbförmigen Kapitell auf dem Kopf dargestellt wird. Karyatiden sind Schöpfungen der klassischen Baukunst Griechenlands. Besonders berühmt sind die Karyatiden des Erechtheions auf der Akropolis in Athen. Auch die neuere Baukunst seit der Renaissance verwendet gern Karyatiden als Schmuck an Balkonen und Portalen.

kaschieren

Unter kaschieren bzw. einer Kaschierung wird ein "Aufziehen", also ein Aufkleben von einem leichteren Material auf ein schwereres verstanden. Das Aufziehen eines Fotos auf eine Holzwerkstoffplatte oder eine Kunststoffplatte ist also eine Kaschierung. Im Bau- und Ausbaubereich sind kaschierte Materialien allgegenwärtig. Die oberste Folie eines Laminats ist ebenso aufkaschiert, wie die Dekorfolie bei einer folierten Möbelplatte. Für Dekozwecke werden speziell Platten aus Hartschaum angeboten, die bereits mit einer Klebefolie beschichtet sind. Insbesondere bei Trägermaterialien aus Holzwerkstoffen ist meistens ein "Gegenzug" oder Gegenkaschierung erforderlich, um ein Verziehen oder Aufschüsseln der Trägerplatte zu verhindern.

Kaschierung

auch: Kaschierungen

siehe kaschieren

Kaseinkalkfarbe

auch: Kaseinkalkfarben

Kaseinleim

auch: Caseinleim

Kaseinleim ist ein natürlicher Klebstoff mit den Bestandteilen Kasein in Pulverform oder dickflüssig (z.B. Magerquark) und gelöschter Kalk. Das Bindemittel Kasein ist ein wichtiger Eiweißbestandteil der Milch. Es ist in reiner Form ein weiß-gelbliches Pulver, welches in Wasser nicht löslich ist. Erst in Verbindung mit gelöschtem Kalk oder mit Laugen, z. B. mit Borax, wird es wasserlöslich. Mit Kaseinleim fertigten bereits ägyptische und chinesische Handwerker Tischlerarbeiten an. Die Verleimungen mit Kaseinleim sind elastisch, feucht- und schimmelfest. Kaseinleim wird auch für Bauteile im Außenbereich verwendet, zum Beispiel für Fenster. Die Festigkeit der Verleimung ist so hoch wie die von Kunstharzleim. Kaseinleim ist jedoch teurer als Kunstharzleim. Da sich Kaseinleim verfärben kann, ist er als Furnierleim nicht geeignet.

Kasein-Wandfarbe

auch: Kasein-Wandfarben

Kashmir White

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Kashmir White ist eine Granit-Art mit einer grau-weißen Grundfarbe. Durchzogen ist der Naturstein aus Indien mit einer bläulichen Aderung und brombeerfarbenen Einschlüssen, die an Marmor erinnern. Das Gestein ist für den Außenbereich nur bedingt geeignet, es nimmt viel Wasser auf und verfärbt sich nach dem Verlegen. Es sollte darauf geachtet werden, dass mit dem Wasser keine verfärbenden Substanzen mit in das Gestein gelangen. Daher sollte es auch unbedingt imprägniert werden. Kashmir White eignet sich für Treppen, Bodenbeläge, Fensterbänke oder Küchenarbeitsplatten.

Kaskade

auch: Kaskaden

Als Kaskaden werden treppenförmig ausgebildete Gerinne bezeichnet. Wörtlich übersetzt bedeutet Kaskade einfach nur Wasserfall, im engeren Sinne besteht eine Kaskade jedoch aus mehreren Stufen. Seit der Antike findet man solche Wasserspiele in Parks oder Gärten. Bekannte Kaskaden findet man in den Parks von Versailles oder Schloss Nymphenburg. Neben den künstlich angelegten gibt es auch natürliche Kaskaden. Manchmal werden auch nebeneinander liegende Wasserfälle als Kaskade bezeichnet.

Kassettendecke

auch: Kassettendecken

Eine Kassettendecke ist eine Decke mit quadratischen bzw. rechteckigen Feldern, die durch rechtwinklig zueinander verlaufenden Rippen entstehen. Kassettendecken können aus rein gestalterischen (z.B. abgehängte Decke), aber auch aus statischen Gründen verwendet werden. Sie eignen sich für schwerbelastete Decken mit großer Spannweite: Zum einen besitzen sie eine große Nutzhöhe mit relativ kleinem Gewicht. Zum anderen können sie durch die rechtwinklig angeordneten Rippen Lasten in zwei Richtungen abtragen. Die Kassettendecken in Schlössern waren häufig mit aufwändig geschnitzten Füllungen versehen, siehe dazu auch unter Plafonds. Kassettendecken aus Stahlbeton sind zweiachsig gespannte Rippendecken.

Kassettenladen

auch: Kassettenläden

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Der Kassettenladen ist eine Fertigungsvariante des Klappladens. Dabei besteht die Füllung aus Holzkassetten, was dem Klappladen eine besonders gefällige Optik verleiht. Es gibt auch Kombinationsformen halb Kassetten-Füllung, halb Jalousiefüllung; diese nennt sich dann Jalousie-Kassettenladen.

Kassettenmarkise

auch: Kassettenmarkisen

Kassettenprofil

auch: Kassettenprofile

Kassettenprofile kommen im Stahlleichtbau zum Einsatz. Es handelt sich dabei um annähernd U-förmige Bauteile, aus denen statisch tragende Wände und Decken errichtet werden. In die U-förmigen Aussparungen der Profile wird Wärme- bzw. Schalldämmung gepackt. Anschließend wird die noch offene Seite mit Stahltrapezblechen geschlossen.

Kassettenschalung

auch: Kassettenschalungen

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Eine Kassettenschalung ist eine Holzverschalung, die man auf Garagentoren aus Holz sieht, wobei auch Garagtoren aus Stahlblech häufig eine kassettenartige Prägung haben. Auch hochwertige Deckenverkleidungen werden als Kassettenschalung ausgeführt, wobei die Industrie spezielle, auch andersfarbige Friese, Leisten, Profilleisten und Eckstücke zur Einfassung der Holzkassetten anbietet.

Kasteneckverbindung

auch: Kasteneckverbindungen

Eine Kasteneckverbindung ist eine Möglichkeit der Holzverbindung. Will man Möbelkörper, Kästen und Kisten herstellen, müssen breite Flächen an ihren Enden miteinander verbunden werden. Die Möbel können aus Vollholz, aus Sperrholz- oder aus Spanplatten hergestellt werden. Je nach verwendetem Material, der Verwendung des Erzeugnisses oder nach Wirtschaftlichkeit des Fertigungsverfahrens kommen verschiedene Eckverbindungen zum Einsatz: Genagelte Eckverbindung Gefederte Eckverbindung Gegratete Eckverbindung Gedübelte Eckverbindung Gezinkte Eckverbindung

Kastenfenster

Kastenfenster bestehen aus zwei kompletten Einfachfenstern mit getrennten oder gemeinsamen Blendrahmen, die über ein Futter verbunden sind. Beide Flügel sind voneinander unabhängig und besitzen getrennte Verschlussmöglichkeiten. Kastenfenster sind Spezialkonstruktionen, die für höchste Anforderungen an Schallschutz benötigt werden. Deutliches Konstruktionmerkmal der Fenster ist ein großer Abstand zwischen zwei getrennten Fensterflügeln. Da moderne Fenster bereits exzellente Schallschutzwerte besitzen, werden Kastenfenster nur noch für Extremfälle eingesetzt, z.B. in Flugplatznähe, aber auch bei der Wärmedämmung hinter Fassadenausschnitten mit alten Glasbausteinen. Lässt sich ein Kastenfenster nicht öffnen, sprechen die Fensterbauer von einem "fixierten Fenster" oder einem Fenster mit feststehendem Flügel.

Kastengründung

auch: Kastengründungen

Bei der Kastengründung handelt es sich um eine spezielle Art von Gründung. Mehr dazu unter Senkkastengründung.

Kastenofen

auch: Kastenöfen

siehe Beilegerofen.

Kastenpressen

Kastenrinne

auch: Kastenrinnen

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Kastenrinnen sind zum einen kastenförmige Dachrinnen und zum anderen Abläufe, die in den Boden eingebaut werden. Solche Kastenrinnen werden in den Boden von nässebelasteten Räumen eingebaut, damit Wasser und andere Flüssigkeiten sofort abfließen können und sich keine Pfützen bilden. Haupteinsatzgebiete sind demenstprechend Großküchen, Molkereien, Brauereien, Schwimmbäder, chemische Labore und dergleichen. Kastenrinnen bestehen aus rostfreiem Edelstahl und werden bodengleich eingebaut, wobei ein Gitterrost als Abdeckung dient. Gegenüber den Schlitzrinnen haben sie den Vorteil, dass sie schnell größere Wassermengen aufnehmen können. Der Nachteil ist natürlich, dass eine regelmäßige Reinigung der Roste vorgenommen werden muss. Kastenrinnen können bis zu einer Länge von 10 m an einem Stück geliefert werden, individuelle Anfertigung sind natürlich ebenfalls möglich. Unser Foto zeigt eine Kastenrinne mit einer Aufkantung für Wandanschluss und einem Fliesenanschlusswinkel.

Kastenschloss

auch: Kastenschlösser

Kastenschlösser werden von innen auf das Türblatt geschraubt. Der Schließkasten, in den der Riegel greift, wird innen auf der Zarge montiert. Eine noch höhere Stabilität bietet die Verankerung des Schließkastens im Mauerwerk. Von außen kann das Schloss mit einem Schlüssel betätigt werden, von innen durch einen Drehknopf. Bei Glastüren ist ein Kastenschloss mit Drehknopf ungeeignet, da ein Täter in Höhe des Schlosses ein Loch in die Scheibe schlagen und so den Drehknopf erreichen kann. In diesem Fall muss der Drehknopf mit einem Schließzylinder ausgestattet sein. Zum Schutz vor Einbruch und Überfall gibt es Kastenschlösser mit Sperrbügel.

Kastenstabel

siehe Holzstapel.

Kastenstreuer

siehe Streuwagen

Kataba

Die Kataba ist eine spezielle Japansäge.

Kataster

auch: Flurbuch, Liegenschaftskataster

Das Kataster ist ein bei einer Gemeinde geführtes Register, in dem sämtliche Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte nachgewiesen sind. Es wird im Katasteramt geführt. Das Kataster enthält Angaben über Wirtschaftsart, Lage, Größe und Grundstücksangaben, wie Gemarkung, Flur und Flurstück der Liegenschaften. Diese können dem Bestandsverzeichnis entnommen werden (siehe Grundbuch). Die Nutzungsart eines Grundstücks ist nicht im Kataster sondern im Flächennutzungsplan eingetragen.

Katasteramt

auch: Vermessungsamt

Das Katasteramt ist Teil der Baubehörde und hat die Aufgabe, alle Gebäude, Grundstücke und landschaftlichen Eigenheiten zu kartieren und zu beschreiben. Dazu erstellt es das Katasterkartenwerk (Flurkarte) im Maßstab 1:500 bis 1:2000. Dieses Kartenwerk nennt man Kataster, Liegenschaftskataster oder Flurbuch. Diese Verzeichnisse können im Katasteramt gebührenpflichtig eingesehen oder angefordert werden. Das Katasteramt ist auch unter der Bezeichnung Vermessungsamt oder Amt für Geoinformation und Vermessung bekannt.

Kate

auch: Katen

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Althergebrachte Bezeichnung für ein kleines ländliches Haus, in dem einst Kleinbauern, Tag­löhner, Heimweber und Angehörige anderer Berufs­gruppen lebten. Eine Kate kann auch ein Fachwerkhaus sein und heute zur Bereicherung eines Ortsbildes beitragen. Katen werden in verschiedenen Landesteilen Deutschlands, insbe­sondere in Westfalen, auch als Kötterhäuser bezeichnet.

Kathodenschutztechnik

Ein Möglichkeit des Korrosionschutzes ist die Kathodenschutztechnik. Sie wird vor allem bei Erdgasleitungen aus Stahl angewendet. Jede Art von Korrosion findet immer in Verbindung mit einem Ladungstransport vom Metall in Richtung Erdboden oder Wasser statt. Strom tritt von der Kathode in positiver Richtung in den Elektrolyt aus. Bei diesem Vorgang lösen sich Ionen aus der Metallstruktur. Um Korrosion zu stoppen, wird mittels entlang der Pipelines verlaufender Kabel elektrischer Gleichstrom in umgekehrter Richtung vom Erdboden zum Metall geleitet. Die Stromstärke richtet sich nach der gemessenen Korrosionsgeschwindigkeit und beträgt für Stahl etwa 0,9 V. Das bedeutet, dass beim Erreichen dieses Wertes an einer Stahloberfläche keine Ionen mehr aus dem Metall herausgelöst werden können. Die Korrosionsgeschwindigkeit beträgt dann Null. Der kathodische Korrosionsschutz garantiert die Haltbarkeit von erdverlegten Metallkonstruktionen und unterstützt damit wesentlich den sicheren Transport von Erdgas.

kathodischer Korrosionsschutz

auch: kathodische, Korrosionsschutz

Der kathodische Korrosionsschutz (Abkürzung: KKS) ist eine Erhaltungsmethode für Stahlbetonbauwerke. Sobald die Bewehrung rostet, fließt ein Korrosionsstrom. Der KKS setzt dem Korrosionsstrom im Beton einen Schutzstrom entgegen und stoppt damit den Vorgang der Korrosion. Zu einer KKS-Anlage gehören prinzipiell Anode, Kathode, Gleichrichter und ein Kontrollsystem. Der Gleichrichter liefert vor Ort den Gleichstrom bzw. den Schutzstrom, um das Bauwerk zu schützen. Die Anode wird auf der Betonoberfläche appliziert und verteilt den Schutzstrom über die Betondeckung zur Bewehrung. Der Schutzstrom fließt dann in die Bewehrung und zurück zum Gleichrichter. Somit ist der Kreislauf geschlossen. Die Anode kann zum Beispiel ein leitfähiger Anstrich auf dem Beton sein. Zur Überprüfung der Wirksamkeit des KKS werden Sensoren in den Beton eingebaut und die Daten periodisch abgerufen und kontrolliert.

Katzenbalken

siehe Hahnenbalken.

Katzenzungenkelle

auch: Zungenkelle, Hamburger Putzkelle, Katzenzungenkellen

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Diese Kellen erinnern von ihrer Form an Katzenzungen. Katzenzungenkellen werden hauptsächlich von Elektrikern und Installateuren für Unterputzarbeiten verwendet. Zudem eignet sich die klein dimensionierte Kelle für kleine Ausbesserungsarbeiten sowie zum Einsatz an schwer zugänglichen Stellen. Die Kelle ist in den Größen 120, 140 und 160 mm erhältlich. Die Katzenzungenkelle ist auch unter den Bezeichnungen Zungenkelle oder Hamburger Putzkelle bekannt.

Kautschuk

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Natürlicher Kautschuk wird aus den Pflanzensäften des Gummibaums gewonnen. Diese Pflanzensäfte dienen als Rohstoff bei der Herstellung von Gummi, woraus sich zahlreiche Gegenstände für alle Lebenslagen herstellen lassen, Autoreifen, Radiergummi oder Kondome beispielsweise. Schon lange bevor die Europäer mit dem Kautschuk in Berührung kamen, haben die Ureinwohner von Amerika den Nutzen des Materials erkannt. Im 10. und 11. Jahrhundert vergnügten sich die Maya-Indianer mit einem Ballspiel, für das sie einen Kautschukball verwendeten. Aber auch für „nützliche“ Zwecke wurde das Kautschuk gebraucht, wie beispielsweise für Fackeln, Gefässe, Schläuche und Kleidungsstücke. Mittlerweile wird der natürliche Kautschuk in vielen Bereichen von syntetischem abgelöst. Diese Kunststoffe zählen zur Gruppe der Elastomere.

Kautschukbaum

Der Kautschukbaum hat mit dem "Gummibaum" aus unseren Wohnzimmern nichts zu schaffen. Der aus Brasilien stammende Kautschukbaum wird heute weltweit in tropischen Ländern in Plantagen angebaut. Durch Einschnitte in der Rinde wird der Kautschuk-Rohstoff gewonnen. Wird der Baum nach ca. 20 Jahren saftlos, eignet er sich hervorragend für die Möbelproduktion. 80 % der malaysischen Möbel werden z.B. aus dem Holz des "Gummibaums" hergestellt. Parkett aus diesem Holz ist inzwischen auch in Europa erhältlich.

Kautschukbelag

auch: Kautschukbeläge,, Kautschuk-Belag,, Kautschuk-Beläge

Bei einem Kautschukbelag handelt es sich um einen elastischen Bodenbelag aus Gummi (synthetischer Kautschuk). Kautschukbeläge gibt es mit matter oder glänzender Oberfläche sowie mit genoppter, gerillter oder glatter Oberfächenstruktur. Der Belag ist in Platten oder Bahnen erhältlich und wird vollflächig auf einem ebenen Untergrund verklebt. Zur Erfüllung spezieller Hygieneanforderungen wie zum Beispiel im Krankenhaus oder einem Labor, lassen sich Kautschukbeläge in den Nahtbereichen verfugen. Sie sind äußerst strapazierfähig und trittschalldämmend, unempfindlich Gegen Zigarettenglut und widerstehen zumindest kurzzeitigen Einflüssen verdünnter Öle, Fette, Laugen und Säuren.

Kaverne

auch: Kavernenkraftwerk, Kavernen

Eine Kaverne ist ein unter der Erde liegender Hohlraum. Auch in Baustoffen wie beispielsweise Kalksandsteinen können sich durch physikalische Vorgänge Kavernen bilden. Im Bauwesen sind Kavernen eher hinderlich, weil sie beispielsweise die Standfestigkeit eines Gebäudes beeinflussen. Die Hohlräume müssen in diesem Fall z.B. durch eine Injektion gefüllt werden. Zur Lagerung von Erdöl oder Erdgas, werden Kavernen aus einem Salzstock künstlich ausgespült. In Deutschland gibt es etwa 250 solcher Kavernen. Im Bergbau werden alle künstlich geschaffenen Hohlräume, die nicht die Form eines Stollens oder Schachts haben, als Kavernen bezeichnet. Turbinen bei Wasserkraftwerken oder Pumpspeicherwerke werden häufig in riesigen Kavernen untergebracht. Man spricht in diesem Fall auch von einem Kavernenkraftwerk.

Kavernenkraftwerk

siehe Kaverne.

Kavitation

Kavitation ist eine äußerst unerwünschte Erscheinung in schnell strömenden Flüssigkeiten bzw. an mit hoher Geschwindigkeit in Flüssigkeiten bewegten Teilen. An Orten hoher Umströmungsgeschwindigkeit werden durch lokale Druckabsenkung mit Dampf gefüllte Hohlräume gebildet, die in Gebieten wieder ansteigenden Druckes in sich zusammenfallen. Die dabei auftretenden hohen örtlichen Drücke und Strömungsgeschwindigkeiten können eine Zerstörung des Werkstoffes der Strömungsberandung zur Folge haben. Die Vorhersage - oder besser die Vermeidung - von Kavitation ist das Ziel beim Entwurf von hydraulischen Maschinen wie Turbinen, Pumpen, Propellern und wasserbaulichen Anlagen.

K-Bänder

auch: K-Band

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K-Bänder sind Türbänder, die speziell für Kunststofftüren hergestellt werden (Foto Simonswerk). Die Funktionsweise ist identisch mit der des Fitschenbandes.

Keder

Ein Keder ist ein runder Abschluss eines Stoff-, Folien- oder Gummigewebes. Keder haben vor allem eine dekorative Aufgabe im Bereich der Innendekoration. Ein Keder entsteht, in dem eine Stoffbahn umgeschlagen wird. An der umgeschlagenen Stelle entsteht eine Wölbung. Diese Wölbung wird belassen und durch Anbringen einer Naht fixiert. Bei technischen Materialien wird oft nicht genäht, sondern der Keder durch Verkleben oder Verschweißen hergestellt. Im Baubereich hat der Keder eine gewisse Bedeutung bei der Verspannung von Spanndecken, weil er ein Herausrutschen der Spannfolie aus dem Klemmprofil verhindert.

Kegel

siehe Kloben.

Kegelbohrer

auch: Konus-Bohrer

siehe Konusbohrer

Kegelbrecher

auch: Kreiselbrecher

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Kreiselbrecher bzw. Kegelbrecher zerkleinern grobes Gestein durch Druck zwischen einem innerhalb eines feststehenden Brechmantels exzentrisch bewegten (taumelnden) Brechkegels und der inneren Oberfläche des Brechmantels. Die Achse des Brechkegels ist gegenüber der des Brechmantels geneigt. Das zerkleinerte Gestein wird beispielsweise als Zuschlag bei der Zubereitung von Beton, im Straßenbau, für den Erdbau oder andere Zwecke in der Bauindustrie verwendet.

Kegeldach

auch: Kegeldächer

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Ein Kegeldach ist ein kegelförmiges Dach, welches wie das Zeltdach vor allem auf Kirchtürmen errichtet wurde und gelegentlich noch errichtet wird. Als Eindeckung kommen Schindeln aus Schiefer, Ton oder Metall infrage. Auch Ganzmetalllösungen sind möglich.

Kegelsenker

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Kegelsenker verwendet man zum Entgraten von Bohrlöchern oder zum Versenken von Schrauben, so dass diese nicht überstehen. Sie haben eine kegelförmige Spitze mit drei oder mehr Schneiden, durch die sich der Senker besser im Bohrloch zentrieren und eine saubere Schnittkante erzeugen. Für tiefe Senkungen verwendet man Kegelsenker mit 3 Schneiden, da die Späne in den großen Spannuten gut abgeführt werden. Für flache Senkungen verwendet man Kegelsenker mit fünf und mehr Schneiden. Der Spitzenwinkel beträgt 60, 75, 90 oder 120 Grad.

Kegelwand

auch: Kegelwände

Eine Kegelwand findet man bei Blockbauten. Sie wird erforderlich, wenn die Außenwand zu lang ist und ein Stoß angeordnet werden muss. Das ist bei Wänden mit über 6 Metern Länge der Fall. Die Kegelwand dient der Wandsicherung und besteht aus einem schmalen Blockwandstück, das im rechten Winkel mittig oder außermittig eingebaut wird.

Kehlbalken

auch: Kehlriegel

Der Kehlbalken ist ein Balken, der in einem Kehlbalkendach horizontal zwischen den Sparren eingebaut wird. Er hat die Aufgabe, die Durchbiegungen der Sparren zu verringern und die einzelnen Sparrengebinde zusätzlich zu versteifen. Kehlbalken werden bei zunehmender Breite von Gebäuden notwendig, da mit Zunahme der Breite auch die Spannweite der Sparren zunimmt. Bei sehr breiten Gebäuden können auch mehrere Kehlbalkenlagen angeordnet werden. Bei symmetrischer Belastung wirkt der Kehlbalken als Druckriegel.

Kehlbalkendach

auch: Kehlbalkendächer

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Das Kehlbalkendach ist eine Weiterentwicklung des Sparrendachs. Hiermit lassen sich auch größere Spannweiten zwischen 9 m und 14 m herstellen. Bei dieser Dachkonstruktion stützen sich die Sparrenpaare nicht nur am First, sondern auch am Kehlbalken gegenseitig ab. Die Kehlbalken verkürzen die Stützweiten der Sparren und mindern somit die Knick- und Biegebeanspruchung. Neben größeren Stützweiten sind somit auch kleinere Sparrenquerschnitte möglich. Die Kehlbalken werden etwa in Raumhöhe zwischen jedes Sparrenpaar eingebaut und durch seitlich genagelte Brettlaschen verbunden. Ein balkenfreies Ausbauen ist somit auch beim Kehlbalkendach gewährleistet. Um das seitliche Ausknicken der Sparren zu verhindern, nagelt man im Bereich der Sparrenanschlüsse ein Brett über die Kehlbalken.

Kehlbalkenlage

auch: Kehlbalkenlagen

Die Kehlbalkenlage bezeichnet die Balkenlage aus Kehlbalken, die sich im Pfettendach oder Kehlbalkendach befindet.

Kehlbiber

Kehlbiber sind alle in der Richtung des Kehlsparrens eingedeckten Biberschwanzziegel. Sie werden in der Regel ohne Aufhängenasen gedeckt.

Kehlblech

auch: Kehlrinne, Kehlbleche

Ein Kehlblech überdeckt die Kehle, die beim Aufeinandertreffen zweier innengeneigter Dachflächen entsteht. Es hat die Aufgabe, das abfließende Regenwasser zur Dachrinne abzuleiten. Der Dachdecker muss beim Anbringen des Kehlblechs darauf achten, dass dieses dicht an die Dacheindeckung angeschlossen wird. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Regenwasser unter das Kehlblech läuft. Häufig werden Kehlbleche verwendet, die keine besondere Unterkonstruktion erfordern. Dabei hat die mit Steg versehene, sogenannte den Vorteil, dass auch bei unterschiedlich steilen Dachflächen kein Niederschlagswasser über das Kehlblech hinweg unter die Dachfläche strömt. Kehlbleche bei größeren Dachflächen und bei Kehlneigungen unter 7 Grad sind vertieft anzuordnen. Man nennt diese auch Kehlrinnen. Sie erfordern eine aufwendigere Unterkonstruktion. Kehlbleche sollen flächig auf einer Schalung aufliegen. Die Befestigung erfolgt seitlich durch Hafte. Kehlbleche gibt es aus Kupfer, Titanzink, verzinktem Stahl, Edelstahl oder auch farbbeschichtetem Aluminium.

Kehldichtstreifen

auch: Dichtkeil

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Kehldichtstreifen sind keilförmige Streifen aus verrottungsstabilem Netzschaum. Sie werden für die Abdichtung von Anschlussstücken wie Kehlen, Wandblechen, Kaminanschlüssen oder Brustblechen verwendet. (Foto: Hersteller Klöber)

Kehle

auch: Dachkehle, Kehlen

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Kehlen sind die innenliegenden Verschneidungslinien von zwei geneigten Dachflächen. Kehle werden meist mit Blechen ausgelegt, den sogenannten Kehlblechen. An ihnen wird das Regenwasser zur Traufe und zur Dachrinne geführt.

Kehlelement

auch: Kehlelemente

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Kehlelemente aus Kunststoff werden in die Kehle gelegt. Sie dienen der statisch einwandfreien Befestigung der Kehl-Konterlattung. Darüber hinaus ist es für eine sichere Wasserführung verantwortlich, das heißt, dass kein Wasser in den Dachraum gelangt. (Foto: Hersteller Klöber)

Kehlnaht

auch: Kehlnähte

Bei einer Kehlnaht handelt es sich um eine Schweißnaht. Mit einer Kehlnaht werden senkrecht, geneigt oder flach aufeinander liegende Bauteile verbunden. Der Fachmann unterscheidet - je nach Lage der Kehlnaht - zwischen Stirn-, Hals- und Flankenkehlnähte.

Kehlriegel

siehe Kehlbalken.

Kehlriegelverbinder

Kehlrinne

siehe Kehlblech.

Kehlsockel

Der Kehlsockel ist ein Sonderstück bei Fliesen. Kehlsockel gibt es mit Außengehrung und Innengehrung - je nachdem, ob der Sockel um Außenecken oder Innenecken verlegt werden soll. Kehlsockel sind in der Regel aus dem gleichen Material und Farbe wie die Bodenfliesen.

Keilbalken

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Keilbalken sind ein typisches Produkt der Unternehmen, die Brettschichtholz und insbesondere Leimbinder herstellen, wobei korrekterweise der Leimbinder eigentlich Brettschichtholzbinder heißen müßte. Der keilförmige, allerdings nicht spitz zulaufende Balken aus Brettschichtholz kann Dachspannweiten bis 40 m überbrücken; er wird deshalb für den Bau von Industrie- oder Sporthallen verwendet und hat eine sehr hohe Stabilität und Tragkraft.

Keilnagel

auch: Keilnägel

siehe Deckennagel.

Keilrahmen

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Ein Keilrahmen ist ein rechteckiges Rahmengestell aus Holzleisten, wobei in die Eckverbindungen Nute eingearbeitet sind, in die schmale Holzkeile zum Spannen und Nachspannen eingeschoben werden. Keilrahmen werden mit Leinwand oder Baumwolle bespannt, wobei der Künstler sein Gemälde direkt mit Öl- oder Acrylfarben auf das sog. Maltuch malt. Das Holz für einen Keilrahmen muss gleichmäßig getrocknet sein und aus einer Holzqualität und -art bestehen, um ein Verziehen zu vermeiden. Bei großen Keilrahmen werden rückseitig (siehe Zeichnung) kreuzweise Leisten eingeschoben, damit der Rahmen stabil bleibt.

Keilstein

auch: Keilsteine

Ein Keilstein ist ein keilförmiger Stein, der für Bogenkonstruktionen wie Pflasterkreise oder Fächer mit Pflastersteinen verwendet wird. Darüber hinaus dienen Keilsteine auch zur Herstellung von Gewölben.

Keilzinkenverbindung

auch: Keilzinkenverbindungen, Keilzinkenverleimung, Keilzinkung, Keilzinkenanlage

Mit einer Keilzinkenverbindung lassen sich Bretter, Kanthölzer oder Bohlen zu unendlichen Längen verleimen oder verkleben. Die Keilzinkenverbindung wird bei Brettschichtholz und anderen verleimten Konstruktionsteilen verwendet. Keilzinken gibt es in verschiedenen Größen und Formen, auch kann die Keilzinkung vertikal oder horizontal erfolgen. Zur Keilzinkenverleimung kommen vor allem Melaminleime zum Einsatz, welche sich entweder gemischt oder getrennt dosieren und applizieren lassen. Ebenso verarbeitet werden können Harnstoff-Formaldehyd-Leim, PVAc Klebstoffe und EPI-Systeme. Die Herstellung solcher Verbindungen erfolgt vollautomatisch in einer Keilzinkenanlage. Die Keilzinkenanlage produziert "endlose" Lamellen für Brettschichtholz eingesetzt. Eine anschließende Ablängsäge kappt die benötigte Lamellenlänge.

Keilzinkung

Für die Herstellung langer Bauteile ist es erforderlich, die einzelnen Holzlamellen zu einer Endloslamelle durch Keilzinkung zu verbinden. Die Keilzinkung ist eine Längsverbindung zweier Vollhölzer, zum Beispiel Balken, Bretter, Bohlen oder zweier zuvor verleimter Holzteile. Gebildet wird die dadurch, dass eine Reihe von gleichartigen, symmetrisch spitz zulaufenden Keilzinken in den Endstücken der Holzbauteile maschinell eingefräst und dann verleimt werden. Auf kürzester Länge wird so eine größtmögliche Querschnittsfläche für eine schlüssige Verbindung geschaffen.

Keimfarbe

auch: Keimfarben

Kelchkapitell

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Kapitelle waren in der mitteleuropäischen Baugeschichte ein besonderes Merkmal der Romanik, zu den wesentlichen Gestaltungsformen gehörte das Kelchkapitell mit seiner kelchförmigen Ausführung, die diesem Kapitelltyp den Namen gab.

Kelle

auch: Kellen

Die Kelle ist eines der wichtigsten Werkzeuge auf dem Bau. Sie wird zum Auftragen und Glätten von Mörtel verwendet, beim Verputzen oder beim Fugenfüllen. Fast alle die auf dem Bau zu tun haben, ob Maurer, Stukkateur, Fliesenleger, Elektriker usw. kommen früher oder später mit einer Kelle in Kontakt. Für unterschiedliche Arbeiten gibt es verschiedene Kellen. Man unterscheidet beispielsweise Fugenkelle, Zahnkelle, Glättekelle, Maurerkelle, Putzkelle, Venezianer, Katzenzungenkelle, Kantenkelle oder Stecherkelle. Allen Kellen gemeinsam ist das Kellenblatt aus Stahl. Unterschiedlich ist lediglich die Form und die Größe des Kellenblatts.

Kellenschnitt

Der Kellenschnitt dient zur Trennung unterschiedlicher Materialien wie z.B Putz an Gipsbauplatten oder Anschluss einer verputzten Laibung an ein Holzfenster, um Bewegungsrisse in diesem Bereich zu vermeiden. Trennung erfolgt dabei unter Verwendung einer Kelle im noch feuchten Zustand des Putzes. Nach dem Trocknen des Putzes wird der Kellenschnitt häufig mit einer dauerelastischen Fugendichtmasse gefüllt.

Kellenstrichputz

auch: Kellenstrichputze

Beim Kellenstrichputz wird der angeworfene und angezogene Mörtel mit dem Glätter etwas verdichtet. Weil die Kellenstriche sichtbar bleiben, ergibt sich eine individuelle Oberflächenstruktur. Scheibenputz entsteht bei der Verwendung eines Mörtels mit einer Grobkorn-Beimischung. Verreibt man den Putz mit einem Reibebrett, entstehen durch die gröberen Körner Rillen entsprechend der Reiberichtung.

Kellenwurfputz

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Von einem Kellenwurfputz wird gesprochen, wenn der Putz mit der Kelle angeworfen und die dabei entstehende Struktur beibehalten wird. Zur Verwendung gelangen dabei Putzmörtel mit einem hohen Grobkornanteil, z.B. Korndurchmesser 6 bis 10 mm, in besonderen Fällen auch bis 32 mm. Wird die Struktur nach dem Anwerfen nicht beibehalten, sondern mit dem Glätter etwas verdichtet, spricht man vom Kellenstrichputz.

Keller

auch: Unterkellerung

Früher war der Keller lediglich ein Abstell- oder Lagerraum. Auch die Heizungsanlage war dort untergebracht. In Zeiten steigender Grundstückspreise wurde der Keller längst für andere Nutzungen entdeckt. Ein zusätzlicher Raum zum Wohnen, für Partys oder für das Hobby ist keine Seltenheit mehr. Allerdings muss dabei einiges beachtet werden. Bei der Nutzung von Kellerräumen für den ständigen Aufenthalt muss eine Mindesthöhe eingehalten werden, die in der Regel bei 2,30 m liegt (abhängig von der jeweiligen Landesbauordnung). Zudem muss die Nutzung als Wohnraum genehmigt werden. Dies werden sie nur, wenn sie dafür geeignet sind. Neben der Raumhöhe sind dabei wichtige Punkte die Fensterflächen und die Belüftung. Natürlich muss der Keller bei der Nutzung als Wohnraum ausreichend gedämmt sein. Dies sollte schon beim Neubau eines Kellers berücksichtigt werden, denn eine nachträgliche Innendämmung ist nur die zweitbeste Lösung und zur Außendämmung muss der Keller komplett ausgegraben werden, was nicht immer möglich ist. Der Keller kann entweder aus Betonfertigteilen (siehe Fertigkeller), Mauersteinen, Schalungssteinen oder Frischbeton hergestellt werden. Drückt Grundwasser oder sickert das Regenwasser nicht schnell genug ab, muss der Keller besonders dicht sein. Dann wird häufig eine Weiße Wanne betoniert. In anderen Fällen reichen bituminöse Abdichtungstechniken vollkommen aus.

Kellerabdichtung

auch: Kellerabdichtungen

Unter Kellerabdichtung werden alle Maßnahmen zur Abdichtung eines Kellers zusammengefasst. Die Anforderungen an die Kellerabdichtung richten sich nach der Feuchtebelastung. Die DIN 18195 unterscheidet hierbei zwischen Bodenfeuchtigkeit, nichtstauendem Sickerwasser, vorübergehend aufstauendem Sickerwasser und drückendem Wasser. Für die Abdichtung gemauerter Keller im Wohnungsbau sind kunststoffmodifizierte Bitumen-Dickbeschichtungen, kalt selbstklebende Bitumenbahnen und verschiedene Varianten von heiß verklebten Bitumenbahnen üblich. Bei drückendem Wasser sind Abdichtungen mit heiß verklebten Bitumenbahnen ("Schwarze Wanne") eine Alternative zur "Weißen Wanne" aus wasserundurchlässigem Beton. Auch die K-Wanne wird im Falle von drückendem Wasser gerne eingesetzt.

Kelleraußenwand

auch: Kelleraußenwände

Die Kelleraußenwand ist ein ganz sensibles Bauteil bei einem Gebäude. Sie muss beispielsweise den Erddruck aufnehmen und die Feuchtigkeit abhalten. Feuchte Keller, bedingt durch fehlerhaft isolierte Außenwände, sind ein häufiger Schadens- und damit Sanierungsfall. Kelleraußenwände werden klassisch mit einer Bitumendickbeschichtung isoliert (schwarze Wanne), jedoch ist auch eine Isolierung mit Betonit möglich (braune Wanne). Je nach Bodenbeschaffenheit kann zudem eine Dränung erforderlich werden. Die Außenwände neuer Keller werden fast ausnahmslos mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen, wobei neben der eigentlichen Dämmlage sowie der üblichen Bitumendickbeschichtung auch Noppenbahnen oder Dränmatten eingebaut werden, die ein Ablaufen von Oberflächenwasser in eine Dränung bewirken.

Kellerbodenplatte

auch: Kellerbodenplatten

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Unter einer Platte für den Kellerboden kann fast alles und jedes verstanden werden; wahrscheinlich am ehesten die betonierte Bodenplatte eines unterkellerten Gebäudes. Die Ziegelindustrie versteht unter einer Kellerbodenplatte jedoch eine Tonhohlplatte, die speziell gefertigt wird, damit Altbaukeller und Scheunen mit gestampften Naturböden einen Belag erhalten, der feuchtigkeitsregulierend und in eingeschränktem Maße auch wärmedämmend wirkt. Jedenfalls können diese Tonplatten fast soviel Wasser aufnehmen, wie das Eigengewicht beträgt. Feuchte kann also aufgesogen und dann wieder abgegeben werden, wenn die Luft trockener geworden ist. Nach diesem Prinzip arbeiten auch die Sanierputze. Da die Kellerbodenplatten Hohlkörper aufweisen und der gebrannte Ton als solches auch "atmungsaktiv" ist, erfolgt eine dauernde Belüftung, was einer Schimmelbildung am Boden entgegenwirkt. Der Ton trägt auch dazu bei, die Kellertemperatur konstant zu halten, weshalb in Kellern, die mit Kellerbodenplatten ausgestattet sind, Obst und Gemüse länger gelagert werden können.

Kellerdeckendämmung

Kellerentwässerungspumpe

auch: Kellerentwässerungspumpen

Kellerentwässerungspumpen sind spezielle Pumpen, wie sie zum Beispiel in einem Pumpensumpf zu finden sind. Neben dem stationären Betrieb gibt es auch Kellerentwässerungspumpen für den mobilen Einsatz. Die Pumpen können dann neben dem Abpumpen von vollgelaufenen Kellern auch zur Schacht- und Grubenentleerung, zum Auspumpen von Behältern und für viele weitere Zwecke eingesetzt werden. Kellerentwässerungspumpen sind meist mit einer Schwimmersteuerung versehen. Die Einbindung in die Entwässerungsleitung sollte oberhalb der Rückstauebene erfolgen.

Kellerfenster

Kellerfenster sind in der Regel Stahlfenster. Sie besitzen häufig ein Lochgitter als Abdeckung zum Schutz vor Mäusen oder anderem Ungeziefer. Meist schließt sich an ein Kellerfenster ein Lichtschacht an, es sei denn, der Keller liegt nur teilweise unter der Erde (zum Beispiel an einem Hang). In diesem Fall werden dort dann häufig normale Fenster verwendet, da diese Räume als Wohnraum verwendet werden können. Kellerfenster sind normalerweise kleiner als die übrigen Fenster.

Kellerinnenwand

auch: Kellerinnenwände, Keller-Innenwand, Keller-Innenwände

siehe Innenwand.

Kellerlichtschacht

auch: Kellerlichtschächte

siehe Lichtschacht.

Kellerschacht-Sicherung

auch: Kellerschacht-Sicherungen

Kellerschwamm

Der Kellerschwamm gehört zu den häufigsten holzzerstörenden Pilzen und kommt sowohl im Freien als auch in Häusern und sonstigen Bauwerken vor. Der Kellerschwamm verursacht Braunfäule, Destruktionsfäule und verlangt hohe Holzfeuchte (Nassfäule, früher wegen des trockenen Eindrucks der Befallsstellen Trockenfäule genannt), die er, begünstigt durch das gegenwärtige Bautempo, gar nicht selten in Neubauten findet. Dieser Pilz hat bei genügender Feuchtigkeit eine hohe Zerstörungskraft, stirbt aber nach Feuchteentzug bald endgültig ab. Er bildet nur ein spärliches Oberflächenmyzel auf befallenem Holz, aus dem bisweilen wurzelartig verästelte, dunkel gefärbte, dünne Stränge entstehen, die dem Holz fest anliegen.

Kellertrockner

Kellertrockner ist die von einigen Herstellern verwendete Bezeichnung für einen Entfeuchter.

Kellerziegel

Kellerziegel sind großformatige Hochlochziegel, welche die Vorteile von Ziegeln mit den Erfordernissen eines Kellers vereinen. Der Baustoff Ziegel ist in der Lage, Schwankungen der Luftfeuchtigkeit auszugleichen. Kondensatbildung an Kellerwänden, die zu Schimmelbildung führen, werden durch Kellerziegelmauerwerk vermieden. Immer häufiger wird der Keller auch als Wohnraum genutzt. Da Ziegel gute Dämmeigenschaften aufweisen, sorgen sie für ein gesundes Wohnraumklima. Kellerziegel benötigen wegen ihrer glatten Oberfläche keinen Innenputz, wodurch Arbeit gespart werden kann.

Keloholz

auch: Antikholz, Kelohölzer

Kelo ist die finnische Bezeichnung für dichtfaserige Föhren, die aus Altersgründen von selbst abgestorben und in der arktischen Zone natürlich getrocknet sind. Die Keloföhren werden meistens zufällig gefunden. Das rötliche Keloholz gilt als hochwertiges Bau- und Möbelholz. Im Handel wird es auch als "Antikholz" bezeichnet.

Kelvin

auch: Grad Kelvin

Absolute Temperaturen und Temperatur-Differenzen werden in der Wissenschaft nicht in der für den Normalbürger gebräuchlichen Einheit Grad Celsius, sondern in Kelvin angegeben. Die Kelvin-Skala beginnt bei Null und kennt keine negativen Werte. Der Wert von 0 Kelvin entspricht -273,15°C. Der Nullpunkt der Kelvin-Skala heißt absoluter Nullpunkt. Bei dieser Temperatur kommen sämtliche Elektronenbewegungen in einem Atom zum Stillstand; eine niedrigere Temperatur ist gemäß dem dritten Hauptsatz der Thermodynamik nicht möglich. Zum Beispiel wird die Farbtemperatur in Grad Kelvin angegeben.

Keramik

auch: Technische Keramik

Keramik ist der älteste künstlich hergestellte Werkstoff, den die Menschheit kennt, und gleichzeitig einer der vielseitigsten. Seit rund zehntausend Jahren ist die Keramik bekannt. Die ersten Gefäße nutzten die Menschen zur Aufbewahrung von Nahrungsmitteln und zum Kochen. Der Rohstoff zu ihrer Herstellung war Ton, der praktisch überall zu finden war. Deshalb war Keramik schon früh in fast allen Teilen der Welt bekannt. Neben den gebrannten ton- bzw. kaolinhaltigen Massen (Ton-Keramik) werden auch andere kristallinen nicht metallisch-anorganisch Werkstoffe als Keramik verwendet. Keramik dient als Grundmaterial für die Herstellung von beispielsweise Fliesen, Steingut, Porzellan u. Majoliken. In der Technik halfen die spezifischen Eigenschaften der keramischen Werkstoffe Probleme zu lösen, die neue technische Entwicklungen mit sich brachten. Hierzu gehörten u.a. die Feuerfestigkeit, die Widerstandsfähigkeit gegen Chemikalien sowie die isolierenden Eigenschaften der Keramik, die z.B. bei Hochspannungsisolatoren oder Zündkerzen wichtig sind. Keramische Werkstoffe werden auch als Substrate für Schaltungen, als Hartstoffe für Schleifkörper, Schneidwerkzeuge und verschleißfeste Maschinenteile verwendet. Man spricht in diesem Fall von Technischer Keramik. Weiterhin wird zwischen Grobkeramik, Feinkeramik, Wohnkeramik, Sanitärkeramik, Glaskeramik und Baukeramik unterschieden.

Keramikfaserband

auch: Keramikfaserbänder

Keramikfaserband ist ein hochtemperaturbeständiges Abdichtband einseitig selbstklebend, ausgerüstet für Temperaturen bis +1.200°C. Es kommt als Dichtungs- und Vorlegeband für Fenster und Türen zum Einsatz, wenn erhöhter Brandschutz erforderlich ist. Weitere Einsatzgebiete von Keramikfaserband sind Glasfenster im Ofen- und Wärmeschrankbau sowie die Solar- und Wärmetechnik.

Keramikfassade

auch: Keramikfassaden

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Der Begriff Keramikfassade steht für drei Varianten, eine Fassade zu bekleiden. Zum einen (und meistens) wird darunter die Bekleidung einer hinterlüfteten Fassade mit Fassadenziegeln verstanden, die auf Profilschienen montiert sind. Es kann darunter aber auch eine Fassade verstanden werden, bei der großformatige keramische, meist farbig glasierte Platten auf der Fassade verankert werden. Regelrecht mit Azulejos verflieste Fassaden sieht man z.B. in Portugal noch recht häufig, in Deutschland sind solche Keramikfassaden eher selten, da witterungsbedingt risikobehaftet.

Keramikklinker

Keramikklinker sind Ziegel, die aus hochwertigen, dicht brennenden Tonen geformt und mit oder ohne Zusatzstoffe gebrannt werden. Sie sind frostbeständig und haben einen Massenanteil der Wasseraufnahme von höchstens 6 %. Keramikklinker werden in verschiedenen Farben angeboten und insbesondere für das Mauern von Verblendmauerwerk oder als Wandbelag für Außenbereiche verwendet. Weitere Informationen siehe Klinker.

Keratin

auch: Keratine

Keratine sind Faserproteine, die z.B. in Schafwolle aber auch in anderen Haaren von Säugetieren zu finden sind. Diese Keratine haben eine Eigenschaft, die sie für den Baubereich sehr interessant machen. Sie nehmen nämlich Schadstoffe auf und bauen diese in einer chemischen Reaktion in ihre Struktur ein, wodurch die Schadstoffe der Raumluft dauerhaft entzogen werden. Absorbervliese aus Schafwolle werden daher zur Schadstoffsanierung eingesetzt. Auch spezielle Gipsfaserplatten werden mittlerweile mit Keratin ausgestattet. Diese Platten können dann in Raucherzonen, Großküchen, Büros oder Werkstätten eingesetzt werden und für eine bessere Luft sorgen.

Kerbe

auch: Kerve, Sattel, Kerbwirkung

Die Kerbe, Kerve, oder Sattel ist der dreieckige Ausschnitt beispielsweise an einem Dachsparren. Sie dient dem besseren Anschluss an andere Hölzer. Man unterscheidet gewöhnliche Kerven, sowie Gratkerven an Gratsparren und Kehlkerven an Kehlsparren. Als Kerben werden auch gewollte oder unvermeidbare Störungen im Bauteilquerschnitt bezeichnet. Im Nahbereich solcher Kerben sind Spannungsspitzen zu erwarten. Bei vorwiegend ruhender (statischer) Beanspruchung wirken sich Kerben kaum auf die Beanspruchbarkeit des Bauteils aus. Anders sieht die Kerbwirkung bei vorwiegend nicht ruhenden (dynamischen) Beanspruchungen aus. Hier kann es zu Rissbildung und fortschreitender Querschnittsschwächung kommen. Die Kerbwirkung hängt von der Art und Größe der Kerbe ab.

Kerbrisse

auch: Kerbriss

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Kerbrisse sind diagonal von eckigen Maueröffnungen ausgehende Putzrisse. Maueröffnungen rufen bei thermischen oder hygrischen Volumenänderungen des Mauerwerks Scherspannungen im Bereich der Mauerecken hervor. Wird die Spannung zu groß, kommt es zu diagonal verlaufenden Rissen in der Putzschale. Häufig treten sie bei zu harter Putzschale und bei verputzten Wärmedämmplatten auf, wenn eine Putzbewehrung in den Eckbereichen fehlt. Die Instandsetzung ist aufwendiger, als zum Beispiel bei Schwindrissen, da dieser putzgrundbedingte Riss nur bedingt "beruhigbar" ist.

Kerbschnitt

auch: Kerbschnitzen, Kerbschnittrosetten, Kerbschnitte

Beim Kerbschnitt oder Kerbschnitzen handelt es sich um eine der ältesten ornamentalen Künste. Schon in grauer Vorzeit wurden Ornamente in Holz und Stein geritzt. Diese Kunst setzte sich bis zur heutigen Zeit fort und ist in vielen Ländern zu besichtigen. Mit Ornamenten verziert wurden und werden Gebrauchsgegenstände oder auch Dachstühle. Im Fachwerkbau findet man Kerbschnittrosetten auf den Stockwerksschwellen zum Beispiel in Form von Pentagrammen, Hexagrammen oder anderer Ornamenten. Geschnitzt wird traditionell mit dem Kerbschnittmesser bzw. Kerbschnitzmesser, heutzutage kommen aber auch Bildhauereisen zum Einsatz. Zwei Kerbschnitt-Techniken sind der Dreischnitt und der Sechsschnitt.

Kerbschnitzbeitel

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Der Kerbschnitzbeitel ist ein Werkzeug des Holzschnitzers. Er eignet sich für alle kleinen bis mittleren Holzbildhauerarbeiten. Die Auswahl der Schneidformen ist erheblich geringer als bei den normalen Bildhauereisen. Sie sind deutlich kürzer als die normalen Bildhauerbeitel. Ihre Gesamtlänge beträgt immer um die 20 cm.

Kerbschnitzmesser

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Kerbschnitzmesser eignen sich für alle einfachen Holzschnitz-Arbeiten wie beispielsweise für Verzierungen und Einlegearbeiten (siehe auch Kerbschnitt). Es gibt Kerbschnitzmesser in verschiedenen Griffformen und mit verschiedenen Klingen und Schneiden. So kann die Klinge rund sein oder gerade, schmal oder breit und die Schneide kann schräg, gebogen oder gerade sein.

Kerbwirkung

siehe Kerbe.

Kern

Der Kern ist die Zone eines Baumes, die keinen Saft bzw. Wasser mehr führt. Man spricht in diesem Fall von Kernholz.

Kernbeton

Die Betontechnologie unterscheidet beim Festbeton zwischen Kernbeton und Betonrandzonen, da verschiedene Eigenschaften zum Tragen kommen. Manchmal findet man die Bezeichnung Kernbeton auch für Mantelbeton.

Kernbohrkrone

auch: Kernbohrkronen

Die Kernbohrkrone entspricht konstruktiv der Diamant-Bohrkrone. Allenfalls kann darin ein Unterschied gesehen werden, dass eine Diamant-Bohrkrone für Kernbohrungen konstruiert sein kann - oder auch nicht, während die Kernbohrkrone grundsätzlich für das Durchbohren von Löchern in Decken und Wänden vorgesehen ist. Kernbohrkronen können je nach Maschinentyp der Kernbohrmaschine Mauerwerk und Betonwände von 400 mm Stärke und mehr durchdringen.

Kernbohrmaschine

auch: Kernbohrmaschinen

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Kernbohrmaschinen sind Profigeräte, mit denen Kernbohrungen ausgeführt werden, wobei Kernbohrmaschinen je nach Gewicht der Maschine selbst und je nach Durchmesser des durch eine Wand zu bohrenden Loches mit der Hand geführt werden können. Bei größeren Bohrloch-Durchmessern und besonders starken Wänden wie z. B. armierten Betonwänden müssen Kernbohrmaschinen in einen Bohrständer oder eine Bohrsäule eingespannt werden. Das Foto zeigt eine Kernbohrmaschine mit Bohrständer und Diamant-Bohrkrone.

Kernbohrung

auch: Kernbohrungen

Kernbohrungen im Bauwesen werden sowohl im Altbau als auch im Neubau für vielfältige Zwecke eingesetzt. Mit einer speziellen Kernbohrmaschine werden sowohl in Stahlbetondecken und -wänden als auch in Mauerwerk (Backstein, Kalksandstein, Zementstein, Naturstein) nachträglich Bohrungen hergestellt, die zur Durchführung von Rohrleitungen, Kabeln, Hausanschlussleitungen usw. erforderlich werden. Durch das erschütterungsfreie Bohrverfahren entstehen an den umgebenden Bauteilen keine Schäden, jedoch muss zur Kühlung der Bohrkrone in der Regel Wasser eingesetzt werden, was ggf. zu entsprechenden Schäden an den anschließenden Bauteilen führen kann, gleichzeitig ist jedoch eine staubfreie Herstellung des Durchbruchs gegeben.Die Kernbohrung ist aber auch eine Methode der Holzuntersuchung. Sie wird für die allgemeine Begutachtung, zur Holzalterbestimmung oder Zustandsuntersuchungen herangezogen. Dazu wird mit einem Hohlbohrer bzw. Kernbohrer eine Materialprobe als Kerne genommen. Nach der Probenentnahme muss das Bohrloch wieder mit artgleichem Material verschlossen werden. Bei Baudenkmalen ist eine Kernbohrung an Holz erlaubnispflichtig.

Kernbrett

auch: Herzbrett, Kernbretter

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Stammholz wird im Sägewerk mit der Vollgatter zu Bohlen und Brettern verarbeitet. Das Kernbrett stammt genau aus der Mitte des Baumstamms und ist somit quasi das Filetstück. Das Holz besitzt stehende Jahresringe, was den Vorteil hat, dass keine Wölbungen auftreten. Es kann daher in allen Einsatzgebieten verwendet werden, in denen sich das Holz nicht mehr schwinden oder quellen darf, wenn es einmal fest verbaut wurde oder seine tragende oder aussteifende Funktion übernommen hat.

Kerndämmung

auch: Kerndämmungen

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Kerndämmung ist neben Außendämmung und Innendämmung die dritte Möglichkeit einer Fassaden­dämmung. Dabei wird die dämmende Schicht zwischen zwei Mauerschalen einge­bracht. Bei einer nach­träg­lich erstellten Klinkerfassade werden dazu wasser­ab­weisen­de Platten ange­bracht. Liegt bereits eine hinterlüftete Vor­mauer­schale vor, wird der Dämm­stoff (z.B. Perlite) nachträglich in den Hohlraum eingefüllt. Zwar ist auf Grund der festgelegten Hohlraumbreite die Dämm­wirkung begrenzt und Wärmebrücken lassen sich nicht vollständig vermeiden, doch das Erscheinungsbild der Fassade bleibt weitgehend unangetastet.

Kernfäule

Bei der Kernfäule wird ein Baum oder ein Bauteil aus Holz von parasitischen Pilzen befallen, die sich vom Kernholz ernähren. Dadurch wird der Baum oder das Bauteil ausgehöhlt. Die Pilzsporen dringen über die Wurzeln oder Verletzungen in den Baumstamm ein. Bei eingebautem Holz sind Nässeschäden die Ursache von Kernfäule. Das Splintholz wird vom Pilz in der Regel nicht angegriffen. Kernfäule tritt in der Regel in Form von Weißfäule oder Braunfäule auf. Bei mit Kernfäule befallenen Bauteilen wird in der Regel die Tragfähigkeit stark herabgesetzt.

Kernfeuchte

Kernfeuchte ist die Feuchtigkeit in den Poren des Betonzuschlags. Sie wird bei der Bestimmung des Wasserzementwerts nur bei porösen Zuschlägen berücksichtigt. Ansonsten hat die Kernfeuchte keinen Einfluss auf die Konsistenz und den Wasserzementwert des Betons.

Kerngebiet

auch: Kerngebiete

Das Kerngebiet ist in einem Bebauungsplan die Bezeichnung für ein Gebiet, das vorwiegend der Unterbringung von Handelsbetrieben sowie der zentralen Einrichtungen der Wirtschaft, der Verwaltung und der Kultur dient. Kerngebiete werden mit MK abgekürzt. Das Kerngebiet ist in den meisten Städten mit der Innenstadt identisch.

kerngeräuchert

kerngetrennt

Kerngetrennt ist Holz, wenn beim Sägen der Schnitt durch die Markröhre des Baumstammes geführt wird. Das ist zum Beispiel beim Kreuzholz oder Halbholz der Fall.

Kernholz

auch: Kernhölzer

Die meisten Holzarten lassen mit zunehmendem Alter eine Differenzierung in eine helle äußere Zone und in einen dunkler gefärbten Kern erkennen. Das Kernholz besteht aus abgestorbenen Zellen und ist aufgrund seiner mechanischen Festigkeit der wirtschaftlich wertvollere Teil des Holzkörpers. Es ist härter, wasserärmer und beständiger als die äußere Schicht, das sogenannte Splintholz. Einheimische Kernholzbäume sind z. B. Kiefer, Eiche, Eibe, Lärche, Rotbuche und Ulme. Zu den importierten Kernhölzern gehören Ebenholz, Mahagoni und Palisander. Bei Bäumen ohne Kernholz, d.h. ohne Kernverfärbung spricht man von Reifholzbaum.

Kernholzbaum

auch: Kernholzbäume

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Bei einem Kernholzbaum kann deutlich zwischen Kernholz und Splintholz unterschieden werden. Zu den Kernholzbäumen zählen Kiefer, Lärche, Eiche, Ulme, Akazie, Eibe, Nußbaum und alle Obstbäume mit Ausnahme von Birnbaum, der ein Reifholzbaum ist.

Kernkraftwerk

auch: Kernkraftwerke

Kernkraftwerke sind streng genommen, genauso wie Kohle- oder Gaskraftwerke, Wärmekraftwerke. Sie verdampfen Wasser, um damit eine Turbine anzutreiben. Das besondere ist hierbei der Brennstoff: Statt Erdöl oder Erdgas zu verbrennen, wird die Wärme genutzt, die bei der Kernspaltung entsteht. Dabei werden Urankerne durch Beschuss mit Neutronen in kleinere Kerne zerlegt, und es wird eine große Menge Energie in Form von Hitze frei. In den ausgebrannten Brennstäben finden aber noch weiter Zerfallsprozesse statt, der Atommüll ist deshalb hoch radioaktiv. Die ungeklärte Frage, was mit diesem radioaktiven Abfall passieren soll, ist eines der Haupt-Argumente der Atomkraft-Gegner. Zur Zeit sind in Deutschland 17 Kernkraftwerke in Betrieb, die etwa ein Viertel des deutschen Stroms produzieren. Nach einem Vertrag der Bundesregierung mit den Betreibergesellschaften soll das letzte deutsche Kernkraftwerk im Jahr 2020 abgeschaltet werden.

Kernräucherung

Die Kernräucherung ist ein Verfahren zur Räucherung von Holz. In speziellen Anlagen wird dabei unter definierten Bedingungen Ammoniak gasförmig durch Über- und Unterdruck in die Holzporen eingepresst. Dabei reagiert die Base Ammoniak mit der Gerbsäure des Holzes und bewirkt eine Dunklerfärbung. Im Gegensatz zur Kammerräucherung ist das Verfahren umweltschonend, zudem wird das Holz bis in den Kern durchgeräuchert. Nach dem Räuchern wird das Holz abgelüftet, insgesamt dauert das Verfahren zwei bis vier Wochen - je nach Stärke des zu räuchernden Materials.

Kernreifholzbaum

auch: Kernreifholzbäume

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Der Baumstamm eines Kernreifholzbaums ist in drei Bereiche eingeteilt. Die äußeren Jahresringe sind aus Splintholz, es folgt ein mittlerer Bereich aus Reifholz. Der Kern schließlich ist aus Kernholz. Ein Kernreifholzbaum ist beispielsweise die Ulme.

Kernriss

auch: Strahlenriss, Radialriss, Herzriss, Markriss, Kernrisse

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Kernrisse verlaufen radial vom Kern in Richtung Splintholz und mit großer Ausdehnung in Längsrichtung des Holzes. Diese Risse entstehen bereits während des Wachstums durch Wind, Schneedruck, Hangneigung oder einseitiger Krone. Besonders sind die astarmen Stammabschnitte der Buche rissgefährdet. Kernrisse befinden sich meist am Fuß des Stammes. Sichtbar werden sie erst nach der Fällung des Baumes. Durch Austrocknung können sich die Risse stark vergrößern und somit die Säge- und Furniertauglichkeit wesentlich beeinflussen. Das weitere Aufreißen des Holzes kann durch Klammern oder Schutzanstriche verhindert werden. Kernrisse werden auch als Strahlen-, Radial-, Herz- oder Markrisse bezeichnet.

Kernschädigung

siehe Kernfäule.

Kernschäle

siehe Ringriss.

Kernschutz

Kernziehschutz

auch: Kernschutz

Als Kernschutz bzw. Kernziehschutz bezeichnet man die bewegliche Abdeckung des Schliesszylinders in einem Türbeschlag. Er ist in der Regel von hinten in den Beschlag eingelagert und schützt den Zylinder vor Abbruch oder Herausriss durch moderne Öffnungswerkzeuge. Im Kernschutz selbst befindet sich nur noch ein Schlitz zum Einführen des Schlüssels. Der Kern ist beweglich, so dass eine Schliessung möglich ist.

Kerve

auch: Kerven

siehe Kerbe.

Kervenspanner

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Der Kervenspanner ist ein Werkzeug des Zimmermanns. Es dient zum Anpressen der Pfette in der Kerve. Der Zimmermann hat dadurch beide Hände frei zum Fixieren des Sparrens.

Kesseldruckimprägnierung

Bei der Kesseldruckimprägnierung werden gelöste Salze mit sehr hohem Druck tief in das Holz gepresst, wodurch das Holz dauerhaft vor Fäulnis und Schädlingsbefall geschützt wird. Derart behandelte Kiefer kann auch in der Erde verbaut werden (siehe "Gartenholz"). Kesseldruckimprägnierte Hölzer werden in den Farben grün, braun oder farblos angeboten. Diese Farbe sagt nichts über die Qualität der Imprägnierung aus, sondern hat vor allem etwas mit dem Wunsch von Bauherren oder Architekten nach farblicher Gestaltung zu tun. Die wässrigen Lösungen der Holzschutzsalze sind in der Regel farblos, bei der "braunen Imprägnierung" wird ein Farbstoff zugeführt. Die metallischen Bestandteile (Chrom, Kupfer) der farblosen Imprägniersalze bewirken beim Splintanteil der Kiefer eine durchgehende grünliche Verfärbung. Das Kernholz behält seine ursprüngliche rotbräunliche Farbe. Bei einer chromfreien Behandlung wirkt der Grünschimmer zunächst kräftig, verblasst dann aber innerhalb nur weniger Monate. Auch die angebotenen grünen Farbpasten vermögen das nicht wesentlich zu verbessern, denn sie sind im Gegensatz zur braunen Imprägnierung nicht lichtecht. Diese ist dauerhafter, lichtecht und verzögert das Vergrauen der Holzoberfläche durch Witterungseinflüsse.

Kesselstein

Kesselstein ist ein geläufiger Begriff für Inkrustationen in Heizkesseln, an den Heizstäben von Geschirrspülern, Waschmaschinen und an den Heizelementen von Boilern. Das Wort Kesselstein ist so alt wie die Dampfmaschine, mit der früher Lokomotiven und Schiffe betrieben wurden. Kesselstein entsteht, weil die sog. freie Kohlensäure das Wasser auf dem Weg durch Gestein und Boden dazu veranlasst, Kalziumkarbonat aufzunehmen. Die Entstehung der freien Kohlensäure wird übrigens durch die CO2-Belastung der Luft gefördert. Infolge eines chemischen Prozesses entweicht bei Bewegung und Erhitzung des Wassers das Kohlendioxyd und der gelöste Kalk kristallisiert aus. Das Endprodukt dieses Prozesses ist Kesselstein. Laienhaft wird auch von einer "Verkalkung" gesprochen. Die Hausfrau rückt dem Kesselstein mit Essig zu Leibe, das sie in die Kaffeemaschine gibt. Die Industrie bietet jedoch auch Kesselsteinlösemitel insbesondere für den Einsatz in Heizkesseln an.

Kesselsteinbildung

Als Kesselstein bezeichnet man den Niederschlag von unlöslichen Karbonaten und Sulfaten aus hartem Wasser, der sich an der Innenseite von Kesseln und Rohrleitungen als feste Kruste ansetzt. Kesselsteinbildung und die damit zusammenhängende Schädigung der Kesselwand (Korrosion) kann zur Kesselexplosion führen, wenn im Kessel ein entsprechender Überdruck besteht. Zur Vorbeugung gegen Kesselsteinbildung wird das Wasser enthärtet, d.h. der Kalkanteil verringert.

Kesselsteinlösemittel

Kesselstein kann zu einer erheblichen Minderung der Leistung von Heizkesseln führen. Mit Kesselsteinlösemitteln, die dem Kesselinhalt beigegeben werden, können alte Inkrustationen abgesprengt und zu Schlamm zersetzt werden. Der Schlamm muss natürlich entsorgt werden, weshalb an den Kesseln eine Abschlammvorrichtung nötig ist. Kesselsteinlösemittel enthalten das stark ätzende Natriumhydroxid, weshalb beim Umgang mit unverdünntem Konzentrat Schutzbrille und Gummihandschuhe getragen werden müssen.

Kette

auch: Ketten

Ketten sind allgegenwärtig, man denke nur an Hals- und Armschmuck. Im häuslichen Bereich werden z.B. Jalousien mit einem Kettenzug bewegt. Kettenvorhänge aus feinen Messinggliedern dienen in der Innenarchitektur als dekorative Raumteiler. Im Baubereich dienen Ketten aus Stahl der Absicherung von Baustellen. Zimmerleute und Dachdecker tragen an ihrem Gürtel kleine Kettenschlaufen, in die sie ihre Montagehämmer einhängen.

Kettenbagger

siehe Bagger

Kettenbungalow

auch: Kettenbungalows

Kettenbungalow ist eine andere Bezeichnung für Reihenbungalow.

Kettendumper

siehe Dumper.

Kettenfräse

auch: Kettenfräsen

Kettenfräsmaschine

auch: Kettenfräse, Kettenfräsmaschinen

Die Kettenfräsmaschine ist ein Profiwerkzeug. Mit ihr werden Löcher für Schlitz- und Zapfenverbindungen oder Schlosskastenausfräsungen für Türen hergestellt. Wie bei der Kettensäge wird das eckige Loch mit einer Fräskette ausgefräst.

Kettenhaus

auch: Kettenhäuser

Das Kettenhaus ist eine spezielle Art des Reihenhauses. Meist gleichartig gestaltete Häuser mit gleichem Grundriss für (in der Regel) eine Familie werden aneinander gereiht. Eine individuelle Gestaltung ist nur begrenzt und auch nur in Absprache mit den anderen Hausbesitzern möglich. Bei guter Planung des Bauträgers (Kettenhäuser sind meist eine Trägermaßnahme) ist auch bei Kettenhäusern eine günstige Gebäudestellung möglich. PKW-Stellplätze lassen sich auf dem Grundstück ebenfalls unterbringen. Trotz höherer Verdichtung mit kleinen Grundstücksflächen, läßt sich dennoch ein hoher Wohnwert erreichen. Zudem ist der Erschließungsaufwand geringer, als beispielsweise bei einem Doppelhaus oder gar einem Einzelhaus.

Kettensäge

auch: Elektrokettensäge, Kettensägen

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Die Kettensäge ist sehr gut dafür geeignet, dicke Hölzer schnell und geradlinig zu durchtrennen. Für filigrane Präzisionsschnitte lässt sich die Säge dagegen weniger verwenden. Kettensägen werden zuallererst mit Waldarbeitern in Verbindung gebracht, die mit der Säge Bäume fällen. Der Dachdecker benutzt die Kettensäge zum Ausklinken und Ablängen von Balken. In privaten Haushalten hat die Säge inzwischen auch Einzug gehalten. Der Heimwerker verwendet die Säge zum schneiden von Brennholz, beim einpassen von Konstruktionshölzern für das Gartenhaus oder den Carport oder um überstehende Äste zu entfernen. Es gibt zwei Arten von Kettensägen, die Elektrokettensäge und die Motorkettensäge. Elektrokettensägen sind eher in der unteren Leistungsklasse angesiedelt und auch leiser als die Motorkettensäge. Deshalb wird die elektrische Kettensäge meist in Wohngebieten eingesetzt. Die Kettensäge ist ein sehr gefährliches Werkzeug. Man sollte daher bei der Arbeit mit diesem Gerät unbedingt Handschuhe, Schutzbrille und feste Kleidung tragen.

Kettensägefeile

auch: Kettensägefeilen

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Eine Kettensägefeile wird zum Schärfen von Kettensägen verwendet. Es gibt zwei verschiedene Typen. Einmal die Rundfeile (Foto) mit gleichmäßig gehauenem Spiralhieb und dann eine Flachspitzfeile, beidseitig mit Einhieben behauen, jedoch zwei runden Kanten ohne Hiebe.

Ketten-Schärfgerät

auch: Ketten-Schärfgeräte, Kettenschärfgerät, Kettenschärfgeräte

Ketten-Schnellverschluß

auch: Kettenschnellverschluß

Der Ketten-Schnellverschluß besteht aus einem ovalen Stahlring, der sich mittels eines Schraubverschlusses öffen und schließen läßt. Mit einem derartigen Verschluß lassen sich Kettenenden miteinander verbinden.

Kettenstemmer

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Ein Kettenstemmer wird zum maschinellen Herstellen von Zapflöchern verwendet. Vor dem Einsatz wird er auf die Zapflochtiefe eingestellt. Der Kettenstemmer fräst einer Kettensäge ähnlich das Zapfloch aus. Beim Arbeiten mit dem Kettenstemmer muss besonders darauf geachtet werden, dass keine Nägel im Holz sind, da Ketten für die Geräte sehr teuer sind. Der Einsatz empfiehlt sich auch fast nur bei neuem Holz, da das Holz winklig und gerade sein muss, um ein sauberes Zapfloch zu fertigen. Außer für Zapflöcher kann der Kettenstemmer zum Fräsen und Schneiden von Fugen in Massivholz verwendet werden. Für den vielfältigen Einsatz gibt es ein umfangreiches Sortiment an Stemm- und Schlitzketten.

Kettfadentapete

auch: Kettfadentapeten

Eine Kettfadentapete ist eine Textiltapete, bei der die Kettfäden (Fäden aus einem textilen Material oder auch Metallfäden) in Längsrichtung auf die Grundware (Papier) kaschiert sind. Kettfadentapeten sind atmungsaktiv, lichtbeständig, spaltbar abziehbar, tapezierfreudig, pflegeleicht und können zusätzlich antistatisch und schmutzabweisend ausgerüstet werden.

KfW

Die Abkürzung KfW steht für "Kreditanstalt für Wiederaufbau". Die KfW Bank ist eine Förderbank. Sie spielt eine große Rolle bei der Förderung des Mittelstandes, bei Existenzgründungen, bei der Förderung von Wohneigentum und Wohnraummodernisierung, bei der Förderung der Entwicklungs- und Reformländer und in vielen weiteren Bereichen. Die Bank bietet keine anderen Produkte als Kredite an.

KFZ-Stellplatz

KGF

KG-Rohr

auch: KG-Rohre

KG-Rohre (KG steht hierbei für Kanalgrund) sind orange-braun eingefärbte Abflussrohre aus Kunststoff. Sie dienen der Abwasserbeseitigung außerhalb des Hauses und werden im Erdreich verlegt. KG-Rohre dürfen nicht für Hausinnenleitungen verwendet werden, weil sie nicht Hochtemperatur beständig sind. Hier werden HT-Rohre eingesetzt. Sollte es zu einem Brand im Haus kommen, würden die Härtemittel des KG-Rohrs eine tödliche Bedrohung für die Bewohner darstellen, da diese beim Verbrennen extrem toxisch sind. KG-Rohre haben beispielsweise einen Durchmesser von 110 oder 125 Millimetern.

Khaya

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Khaya ist eine Holzart, die in den Regenwäldern Westafrikas, Liberia, Gabun, Zentral- Ostafrika, Sambia und Mosambique beheimatet ist. Das Splintholz ist graurosa, das Kernholz hellrotbraun, es dunkelt stark nach und wird dann goldglänzend. Das Holz ist mittel hart, leicht, gut zu bearbeiten, messern und schälen. Es trocknet schnell, schwindet mässig und ist dauerhaft und witterungsfest. Weiterhin ist es gut zu spalten, drehen, leimen und polieren. Verwendung findet es in der Schälfurnier- und Sperrholzfabrikation, als Konstruktionholz, für Drechselarbeiten und allgemein als Mahagoni-Ersatz.

Kiefer

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Kiefern haben ein sehr großes Verbreitungsgebiet. Sie kommen in ganz Europa, Nordamerika, Nahost und in Ostasien vor. Kiefernholz hat im frischen Zustand eine gelbliche bis rötliche Farbe, wobei der breite Splint heller ist als der Kern. Nach kurzer Lagerung dunkelt das Kernholz aber stark nach. Das Holz ist außerdem sehr harzig und fettig. Kiefernholz ist gutes Bauholz und findet für Tischlerarbeiten, Fußböden, Türen etc. Verwendung.

Kielbogen

auch: Eselsrücken, Eselsrückenbogen, Kielbögen

Ein Kielbogen bezeichnet in der Architektur einen spitz auslaufenden Bogen, dessen Spitzbogen die Form eines umgekehrten Schiffskiels besitzt. Die Form des geschwungenen Bogens ist konvex-konkav. Da die Form dem herausragenden Rückgrat des Esels ähnelt, wird der Kielbogen auch als Eselsrücken bzw. Eselsrückenbogen bezeichnet. Verwendet wurden Kielbögen häufig in der Spätgotik.

Kielpinsel

siehe Strichzieher.

Kies

Kies ist ein nicht bindiger Boden mit einer Korngröße von 2 bis 63 mm. Man unterscheidet den Grobkies (20 -63 mm), Mittelkies (6,3 - 20 mm) und den Feinkies (2 - 6,3 mm). Die Form von Kies kann gedrungen oder länglich, plattig sein. Kies wird im Bauwesen z.B. verwendet als Zuschlag für Beton oder als Schüttung bei einer Flächendränung unter der Bodenplatte eines Gebäudes. Kies kommt auch als Oberbelag bei Kieswegen zum Einsatz oder als Unterbau von Terrassen.

Kiesbeton

Als Kiesbeton wird ein herkömmlicher Beton aus Sand und Kies bezeichnet, wenn ein Gegensatz zu einem anderen Beton, z.B. Hartbeton hervorgehoben werden soll.

Kiesdach

auch: Kiesdächer

Kiesdach ist eine gängige, wenn auch architektonisch nicht korrekte Bezeichnung für ein Flachdach, dessen oberste Schicht aus Rollkies besteht. Kiesdächer werden immer seltener gebaut, weil die positive Wirkung, nämlich u.a. die Schutzfunktion der Dachbahn vor UV-Bestrahlung, durch negative Begleitumstände mehr als aufgehoben wird. Kiesdächer bedürfen nämlich wegen der tonnenschweren Gesteinslasten eines höheren konstruktiven Aufwands, außerdem erschweren sie das Auffinden eines Lecks, da der gesamte Kies abgeräumt und später wieder aufgebracht werden muss.

Kieselbelag

auch: Kieselbeläge

Kieselglas

auch: Quarzglas, Kieselgläser

Kieselglas oder Quarzglas ist ein Glas aus reinem Siliziumdioxid. Beimengungen wie Soda oder Calciumoxid, welche bei anderen Gläsern immer mit zugemischt werden, gibt es bei Kieselglas nicht. Kieselglas kann durch eine hohe chemische Beständigkeit punkten. Außer von Flusssäure und heißer Phosphorsäure wird das Glas von keiner Säure angegriffen. Weiterhin ist Kieselglas durchlässig für Infrarot- bis Ultraviolettstrahlung. Es kommt daher als Fenster- und Linsenmaterial für Ultraviolett-Optik zum Einsatz. Auch Kolben für Halogenglühlampen oder Lichtleitkabel werden aus Kieselglas hergestellt. Die Fenster des Space Shuttle sind ebenfalls aus Kieselglas.

Kieselgur

auch: Diatomeenerde

Kieselgur ist ein natürliches Kieselgel, das aus den Skeletten abgestorbener Kieselalgen in ehemaligen Binnenseen oder Mooren entstanden ist. Es wird auch Diatomeenerde genannt und ist ein mattierender und extrem leichter Füllstoff. In der Naturfarbenherstellung ist Kieselgur unter anderem als diffusionsfördernder Füllstoff und natürliches Antiabsetzmittel eingesetzt. Zudem findet Kieselgur Verwendung für Filter- und Wärmedämmzwecke.

Kieselsäure

Chemisch betrachtet ist Kieselsäure eine Verbindung des Silicium (Sauerstoffsäure). Sie kommt in der Erdkruste in Form von Silikaten (z. B. Quarzsand) vor. Zu finden ist Kieselsäure nahezu in allen Wässern , gilt aber im Trinkwasser als toxisch unbedenklich. Kieselsäuren werden aber auch künstlich hergestellt. Synthetische Kieselsäuren finden in vielen Dingen des täglichen Bedarfs Anwendung. Von Zahnpasten über Autoreifen und Farben bis hin zu Waschmitteln.

Kieselsteinpflaster

Kieselsteinpflaster besteht aus nicht bearbeiteten runden Flusskieseln. Sie finden ihre Vorbilder in mittelalterlichen Gassen und historischen Städten. Die Kieselsteine wurden häufig in der näheren Umgebung gefunden. Heute liegen diese Pflaster wieder voll im Trend. Das Verlegen eines Kieselsteinpflasters ist nicht einfach und sollte unbedingt einem Fachmann überlassen werden.

Kieselwacke

siehe Flusskiesel.

Kiesfang

Als Kiesfang wird umgangssprachlich der Abdeckrost eines Ablaufgullys bei einem bekiesten Flachdach bezeichnet.

Kiesnest

auch: Kiesnester

Bei Kiesnestern handelt es sich um stark poröse, meist oberflächennahe Anhäufungen von Kies mit zu wenig Feinanteilen und Zement innerhalb eines Betonsquerschnitts. Kiesnester können entstehen, wenn die Abstufung der Korngrößen (die Mischung) nicht auf die Gegebenheiten der Baustelle abgestimmt ist (z.B. bei dicht verlegter, konzentrierter Bewehrung mit relativ kleinen Zwischenräumen, durch die die größeren Kieselsteine nicht hindurchrutschen können), wenn nach dem Einbringen des Betons anschließend unzureichend verdichtet wird oder wenn eine Mischung mit zu hohem Wasserzementwert verwendet wurde

Kiesrigole

auch: Kiesrigolen

siehe Rigole

Kiessand

Kiessand ist ein natürliches, körniges Materialgemisch aus dem groberen Kies und dem feineren Sand, welches hauptsächlich als Unterbau von Straßen und Bahnen eingesetzt wird. Kiessand ist ebenfalls das Ausgangsmaterial für die Aufbereitung zu den Einzelkomponenten Kies und Sand im Kieswerk. Kiessand kann aus runden, eckigen oder gebrochenen Körnern oder entsprechenden Gemischen davon bestehen. Kiessand weist eine Korngröße von 0 bis 4 mm Sand und 4 bis 32 mm Kies auf.

Kies-Splittdecke

auch: Kies-Splittdecken

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Kies-Splittdecken werden zur Flächenentsiegelung eingesetzt. Dabei besteht die Oberfläche aus Kies und oder Splitt mit einer mittleren Körnung. Aufgebracht werden Kies- und Splittdecken auf einem durchlässigen Unterbau. Gartenbesitzer mit kleinen Kindern sollten auf die scharfkantigen und Splittdecken verzichten, da man sich bei einem Sturz leicht verletzen kann. Alternativ können runde Flußkiesel ausgebracht werden. Kies- und Splittdecken eignen sich für Stellplätze, Zufahrten und Gartenwege. Die Regenversickerungsleistung dieser wassergebundenen Decken liegt bei 50 bis 60 Prozent.

Kilowatt-Peak

In der Photovoltaik wird die maximal mögliche Leistung eines Solargenerators bei Standardbedingungen als Peak-Leistung definiert, sie wird in Watt gemessen und als Wp (Watt, Peak) angegeben. Kilowatt-Peak gibt die Leistung an, die ein Solarmodul bei voller Sonnenbestrahlung (unter festgelegten Standard-Test-Bedingungen) erreicht. Als Standardbedingung wird eine optimale Sonneneinstrahlung von 1.000 Watt pro Quadratmeter angesetzt, die in Deutschland in den Mittagsstunden eines schönen Sommertages erreicht wird.

Kimmschicht

auch: Kimmschichten

Kimmschichten sind Schichten, die zum Ausgleich von Unebenheiten und Lageabweichungen dienen und die untere Schicht eines Mauerwerks bilden. Von Fall zu Fall kann erforderlich werden, dass Kimmsteine in diese Schichten eingebaut werden. Die Kimmschicht muss sehr präzise verlegt werden, denn mit den planebenen Mauersteinen über der Schicht kann kein Ausgleich mehr geschaffen werden.

Kimmsteine

auch: Kimmstein

Kimmsteine sind Ausgleichs- und Ergänzungssteine, die in die sog. Kimmschicht eingebracht werden, um Unebenheiten und Höhenunterschiede in Bodenplatten oder Geschossdecken auszugleichen. Um Wärmebrücken zu vermeiden, sollten nur Kimmsteine verwendet werden, die aus demselben Material wie das übrige Mauerwerk bestehen. Da Kimmsteine die unterste Schicht eines aufgehenden Mauerwerks bilden, müssen sie druckfest und bauamtlich zugelassen sein. Unsere Grafik zeigt die Formate der KS-Kimmsteine.

Kinawa

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Der indische Naturstein Kinawa besticht durch eine grau-rosa Bänderung. Er wird den Graniten zugordnet bzw. zumindest als Granitvariante im Handel angeboten, ist jedoch ein sog. Migmatit, der durch einen Umwandlungsprozess aus Granit entstanden ist. Die Oberfläche ist entweder geflammt, poliert oder geschliffen. Die polierte Oberfläche ist am wenigsten empfindlich gegen Verschmutzung. Rutschfester wird das Material bei einer geschliffenen Oberfläche. Sehr rauh ist die geflammte Oberfläche. Solche Steine werden vor allem im Außenbereich eingesetzt. Der Stein eignet sich für alle Einsatzbereiche im Innen- und Außenbereich. Er wird verwendet für Bodenbeläge, Fensterbänke, Tische, Pflaster, Terrassen oder Arbeitsplatten.

Kinderschutzgitter

Kleinkinder wollen krabbelnd oder auf unsicher schwankenden Beinchen die Welt entdecken. Die Welt ist für Kleinkinder das hausliche Umfeld, wo viele Gefahren lauern. Kinderschutzgitter sind anzubringen an Kellerabgängen und an allen Treppenaufgängen, wobei es eine EN-Norm gibt (EN 1930), die präzise vorschreibt, auf was zu achten ist. Gitter sind auch unverrückbar anzubringen rund um Kaminöfen und offene Kamine. Türdurchgänge in Zimmer, in denen gekocht wird, Flaschen oder Vasen auf dem Boden stehen, sind ebenfalls zu sichern, und zwar mit Türschutzgittern.

Kinderspielgeräte

siehe Spielgeräte.

Kippdübel

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Der Kippdübel ist ein bewährtes Befestigungselement für Abhängungs- oder Aufhängungsmontagen an Wänden oder Decken aus Gipskartonplatten, Spanplatten, Sperrholzplatten usw., deren rückseitige Hohlräume unzugänglich sind. Der Kippdübel besitzt einen Kippbalken, der in Hohlräumen selbständig verriegelt. Kippdübel sind nicht für statisch tragende Bauteile (beispielsweise für Windsogverankerungen) zugelassen, sondern nur für untergeordnete Bauteile im Innenausbau (z.B. Lampen, Regale, Waschbecken, Gardinen, Garderoben, Boiler) und im Haushalt.

Kippfenster

Kippflügelfenster

auch: Kippfenster

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Das Kippflügelfenster ist ein Fenster, bei dem sich der Fensterflügel nach innen kippen lässt. Solche Fenster findet man speziell in Altbauten als Oberlichte für Lüftgungszwecke. Das gekippte Fenster sollte nicht über die Dicke der Laibung hinausgehen, um Verletzungsgefahr durch Dagegenstoßen zu vermeiden. Kippflügelfenster haben , im Gegensatz zum Klappflügelfenster, die Bänder am unteren Schenkel des Fensterflügels. Sie können mit Beschlag wie Drehflügelfenster, mit einem Gestängeöffner oder auch nur mit Riegel verschlossen und geöffnet werden.

Kippgaragen

auch: Kippgarage

Eine Kippgarage dient dem Unterstellen von Fahrzeugen oder Kleingeräten. Kippgaragen dürfen allerdings nicht mit Doppelparker-Garagen verwechselt werden, in denen die PKW's ja "gekippt" bzw. abgesenkt werden. Bei Kippgaragen geht es aber um ein ganz anderes System, wobei schon fraglich ist, ob überhaupt von einer Garage gesprochen werden kann. Jedenfalls besteht eine Kippgarage aus einer zeltähnlichen Rohrkonstruktion, die mit Planen bezogen ist. Damit diese Planen bei Regen keine Wassersäcke bilden, ist der Dachbereich ausgesteift, z.B. durch stahlarmierte PU-Platten. Die Konstruktion wird am Boden verschraubt. Sinnvoll ist, sie in windgeschützten Ecken aufzustellen. Die zeltähnliche Haube wird mittels Drehstabfedern aufgekippt und wieder abgesenkt. Nicht geklärt ist bisher, ob für das Aufstellen einer solchen Haube eine Baugenehmigung erforderlich ist.

Kipp-Japaner

auch: Kippjapaner

siehe Schubkarre, wobei sich die Mulden dieser Schubkarren nach vorne kippen lassen, also nicht die ganze Schubkarre hochgestemmt werden muss.

Kipplager

Kipplager sind Balkenauflager, bei denen sich der Balken ohne Widerstand und bestimmungsgemäß drehen lässt. Kipplager gibt es aber auch bei Baumaschinen (z.B. LKWs), mit denen sich Bauschutt, Schüttgut oder Erdreich transportieren und kippen lässt. In diesem Fall ist z.B. eine Mulde an einem Kipplager befestigt (siehe Muldenkipper).

Kippschalter

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Von der Funktion gibt es keinen Unterschied zwischen einem Wippschalter und einem Kippschalter. Während jedoch bei einem Wippschalter die Funktionsauslösung zwischen Ein- und Ausschalten einer Beleuchtung gleichsam "weich" erfolgt und nur ein kurzer Fingerdruck erforderlich ist, muss beim Kippschalter der Schalter "umgelegt" werden. Die Lichtschalter unserer Vorfahren waren alle Kippschalter, weshalb man heute Kippschalter auch noch gerne aus nostalgischen Gründen einsetzt. Kippschalter werden durchaus sinnvoll eingebaut in Schaltpulte, Gehäuse von elektrischen Geräten, aber auch aus dekorativen Gründen - und dann sogar beleuchtet, siehe Foto oben - in Yachten und dergleichen. Da ein Kippschalter nicht auf einfache Berührung reagiert, sondern immer ein gewisser Kraftaufwand erforderlich ist, bietet er generell größere Sicherheit vor fehlerhafter Benutzung.

Kippsicherheit

Als Kippsicherheit bezeichnet der Fachmann die Sicherheit eines Gründungskörpers oder des Baukörpers gegen Umkippen. Sie muss im Rahmen der statischen Berechnungen ebenfalls berechnet werden, um große Ausmittigkeiten der Belastungen auf die Sohlfläche zu vermeiden.

Kippspiegel

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Kippspiegel werden insbesondere in senioren- und behindertengerechte Bäder eingebaut und können über einen Bedienhebel bis etwa 22° verstellt werden. Personen, die in einem Rollstuhl sitzen, können sich auf diese Weise beim Rasieren, beim Kämmen oder beim Auflegen von Make-up im Spiegel betrachten. Im Handel angeboten werden Kippspiegel in rechteckiger und ovaler Ausführung.

Kippstellung

Kipptor

auch: Kipptore

Kipptore werden hauptsächlich in Garagen eingebaut. Sie ähnelnGaragen-Schwingtoren und werden auch häufig synonym verwendet. Allerdings schwingen die Kipptore im Gegensatz zu Schwingtoren nicht nach außen, sondern werden gerade die Laibung hochgeführt bzw. kippen nach innen.

Kipptrommelmischer

Ein Kipptrommelmischer ist ein Freifallmischer zum mischen von Beton. Seine Entleerung erfolgt durch das Kippen der Trommelachse.

Kirchenmäuschen

Ein Kirchenmäuschen ist eine besondere Form des Biberschwanzziegels. Der Ziegel läuft vorne besonders spitz zu. Die Ziegelform stammt aus der Zeit der Gotik. Er betont in besonderem Maße Dachflächen und Dachdetails. Besonders geeignet ist das Kirchenmäuschen für steile Dachflächen und Wandbehang.

Kirschbaum

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Der europäische Kirschbaum ist in Mittel- und Südeuropa beheimatet. Das Furnier des Holzes ist feinporig, sehr gleichmäßig und mit typischem seidenmatten Glanz ausgestattet. Anfangs zart-rosa, erhält das Holz unter Lichteinfluß einen warmen Farbton. Das edle Holz kann problemlos gebeizt, mattiert und poliert werden und gilt im Stilmöbelbau zu den am häufigsten verarbeiteten Hölzern.

Kistenbeschlag

auch: Kistenbeschläge

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Kistenbeschlag ist ein Sammelbegriff für Beschläge, mit denen Kisten aus Holz, Metall, Kunststoff oder Spezialpappe verschlossen, an den Ecken verstärkt oder tragbar gemacht werden. Aus diesem Grund unterscheidet man zwischen Kistenverschluss, Kistengriff und Kistenecken, siehe Zeichnung des Beschlagherstellers GAH Alberts.

Kistenecken

auch: Kistenecke

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Eine Kistenecke ist ein Beschlag, mit dem Kisten aus Holz, Metall, Kunststoff oder Spezialpappe an den Ecken verstärkt werden. Je nach Art des Materials, auf dem die Kistenecken angebracht werden sollen, werden diese angeschraubt, angenagelt oder bei Pappkisten oder Koffern angenutet. Übliche Kistenecken bestehen aus Metall, meistens aus verchromtem Eisen.

Kistengriff

auch: Kistengriffe

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Ein Kistengriff ist ein Beschlag, mit dem Kisten aus Holz, Metall, Kunststoff oder Spezialpappe tragbar gemacht werden. Je nach Art des Materials, auf dem der Verschluss angebracht werden soll, werden Kistengriffe angeschraubt, angenagelt oder bei Pappkisten angenutet. Übliche Kistengriffe verfügen über einen Tragegriff aus starkem Draht oder einem Tragebügel aus Metall.

Kistenverschluss

auch: Kistenverschlüsse,, Kistenverschluß

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Ein Kistenverschluss ist ein Beschlag, mit dem Kisten aus Holz, Metall, Kunststoff oder Spezialpappe verschlossen werden. Je nach Art des Materials, auf dem der Verschluß angebracht werden soll, werden Kistenverschlüsse angeschraubt, angenagelt oder bei Pappkisten angenutet. Beim üblichen Kistenverschluß hakt der Verschlußbügel in einen Ring ein und wird durch Federzug arretiert. Kistenverschlüsse können auch ein Schloss aufweisen.

Kitt

auch: Fensterkitt

Unter Kitt wird heutzutage hauptsächlich Fensterkitt verstanden. Früher waren unter der Bezeichnung "Kitt" alle möglichen Arten von Bindemittel wie Leime, Kleister und Mörtel im Gebrauch. Beim herkömmlichen Kitt handelt es sich um eine Dichtungsmasse aus Schlämmkreide und Leinölfirnis. Dieser Kitt kommt hauptsächlich zur Abdichtung beim Einsetzen von Fensterscheiben zum Einsatz. Er kann aber auch zum Ausbessern von schadhaften Holzbauteilen verwendet werden. Durch Oxidation mit der Luft härtet Kitt im Laufe der Jahre aus und wird spröde. Fängt der Kitt an zu Bröckeln, muss er ausgebessert oder erneuert werden. Kitt kommt heutzutage meist nur noch bei historischen Fenstern zum Einsatz. Aktuelle Isolierglasscheiben werden hauptsächlich mit vollsynthetischen Dichtungsmaterialien eingeglast.

Kittmesser

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Ein Kittmesser ist ein Werkzeug, das sich zum Aufbringen von Glaserkitt, zum Verfüllen von Fugen, kleinen Rissen und Löchern eignet. Es besitzt verschiedene Klingenformen und -größen. Das Messer ist elastisch mit einer spitzen, geraden oder stumpfen Klinge. Manche Messer sind zweischneidig.

Klafter

Klafter ist ein nicht mehr gebräuchliches Raummaß, das insbesondere für Brennholz verwendet wurde. Ein Klafter Holz entsprach einem Holzstapel mit einer Länge und Höhe von je einem Klafter, die Tiefe dieses Stapels entsprach der Länge der Holzscheite. Je nach Region umfasst ein Klafter drei bis vier Raummeter Holz.

Klammerentferner

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Mit einem Tacker befestigte Materialien lassen sich nur schwer lösen - es sei denn, es wird ein Klammerentferner eingesetzt. Diese Geräte verfügen über eine integrierte Zangenfunktion; sie werden unter die Klammer geschoben, wobei dann auf Hebeldruck die Klammer ausgehoben wird.

Klammergerät

auch: Klammergeräte

Mit Klammergeräten - auch Tacker genannt - werden Metallklammern zu Befestigungszwecken in Holzunterkonstruktionen geschossen, um auf diesen Materialien Folien, Stoffe, dünnere Spanplatten und dergleichen zu befestigen. Einfache Geräte arbeiten mit Federspannung, professionelle Geräte mit Elektroantrieb oder Druckluft.

Klappbahn

auch: Klappbahnen

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Bei der Klappbahn handelt sich es sich um eine Dachbahn, genauer um eine Polymerbitumen-Dachdichtungsbahn, die auf der Unterseite bereits fest mit einer unterschiedlich starken Dämmschicht (etwa 60 bis 200 mm stark) verbunden ist. Die besondere Produktionsform erlaubt es, die Bahnen zusammen zu falten (zu "klappen"), so dass sie in rechteckigen Paketen angeliefert, auf das Flachdach ausgebracht, dort ausgeklappt und zügig verarbeitet werden können.

Klappbrücke

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Klappbrücken werden bzw. wurden bevorzugt dort eingesetzt, wo den größeren Schiffen eine Möglichkeit zur Durchfahrt gegeben wird, ohne dass gleichzeitig eine große bzw. hohe Brücke errichtet werden muss. Klappbrücken sind so konzipiert, dass ein Teil dieser Brücke, meist in Feldmitte befindlich, sich nach oben hochklappen lässt. Die Nutzung der Brücke ist für diesen Zeitraum selbstverständlich nicht möglich, entsprechende Wartezeiten für die Brückennutzer sind damit einzuplanen. Eine der bekanntesten Klappbrücken ist die 1894 erstellte Tower Bridge in Londen. Ihre 2 Klappen zwischen den Türmen sind zusammen 82 m weit.

Klappdach

auch: Klappdächer

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Auf dem Bau ist die Vorfertigung in Werken immer mehr im Vormarsch, bekanntestes Beispiel sind Fertighäuser, bei denen komplette Wandaufbauten auf die Baustelle geliefert und in kürzester Zeit montiert werden. Mit dem Klappdach gibt es nun auch das entsprechende für Steildächer. Hier wird der komplette Dachaufbau mit Sparren, allen benötigten Folien und der Dämmung bereits in einer Werkhalle vorgefertigt. Lediglich die Dacheindeckung fehlt noch. Die Besonderheit ist das Scharnier im Dachfirst. Damit lässt sich das Dach zusammenklappen und einfacher zur Baustelle zu transportieren. Der Vorteil eines Klappdachs liegt darin, dass es innerhalb kürzester Zeit auf der Baustelle montiert werden kann. Dazu ist es weniger fehleranfällig, denn bei der Dämmung und der Herstellung der Luftdichtheit passieren auf der Baustelle doch häufig Fehler.

Klappenscharniere

auch: Klappenscharnier

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Klappenscharniere sind Scharniere für Möbeltüren. Klappe und Boden des Klappenscharniers sind im geöffneten Zustand innenseitig bündig. Ein Klappenscharnier lässt sich einfach montieren. Es gibt die Scharniere aus Kunststoff oder Metall.

Klappenstütze

auch: Klappenstützen

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Die Klappenstütze ist ein Möbelbeschlag, der Klappen hoch stellt, weshalb sie auch Hochstellbeschlag genannt wird. Eine übliche Verwendung sind beispielsweise kleine Tischplatten, die in Küchen oder auf Balkonen parallel zur Wand eingeklappt sind und zum Aufstellen der Platte eine oder bei größerer Belastung auch zwei Stützen brauchen. Verschiedene Modelle sind auf dem Markt. Die Zeichnung zeigt eine Klappenstütze mit Gasfeder. Auch einfache Dachfenster verfügen über eine Klappenstütze, so dass das Fenster hochgeklappt werden kann.

Klappfenster

Klappflügelfenster

auch: Klappfenster

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Klappflügelfenster werden, im Gegensatz zu Kippflügelfenster, an der oberen Seite mit zwei Drehpunkten angeschlagen. Die Flügel des Fensters öffnen daher unten nach außen oder nach innen. Bei einem nach innen öffnenden Flügel ist der Regenschutz unzureichend. Bei beiden Öffnungen kommt die Frischluftzufuhr von unten. An der Fassade aufsteigender Lärm und Wärme können ungehindert eindringen. Eine Reinigung ist erschwert. Klappfenster können als Oberlicht für Rauch- und Wärmeabzugsanlagen eingesetzt werden.

Klappkonsole

auch: Klappkonsolen

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Klappkonsolen werden an die Wand geschraubt und an den Konsolen zum Beispiel eine kleine Tischplatte befestigt, die sich dann je nach Platzbedarf aus- oder wegklappen lässt. Um die jeweils maximale Tragfähigkeit der Konsolen zu erreichen, müssen Schrauben und Dübel je nach Wandmaterial zum Einsatz kommen. Die Tragkraft der Wandbefestigung sollte höher als die der Konsole sein, oder mindestens mit ihr übereinstimmen. Klappkonsolen eignen sich zum Beispiel für den Essplatz im Miniappartement oder die bei Bedarf aufklappbare Ablagefläche auf der Terrasse oder dem Balkon.

Klappladen

auch: Klappläden

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Klappläden bzw. Fensterläden sind in südlichen Ländern allgegenwärtig, denn sie bieten Schutz vor der sengenden Sonne und in den engen Gassen auch Schutz vor neugierigen Blicken. Die Klappläden in Südeuropa sind meistens aus Aluminium gefertigt, die Füllung besteht fast ausschließlich aus beweglichen Lamellen, so dass die Luft zirkulieren kann. Solche Klappläden werden auch in Deutschland unter der Bezeichnung Jalousieläden hergestellt und angeboten, ebenso Klappläden aus PVC. Traditionell bestehen Klappläden aus Holz. Sie bieten eine gewissen Einbruchschutz, sind vor allem aber ein erstklas­siges Gestaltungselement, um langweilige Putz- oder Ziegelsteinfassaden aufzulockern. Klappläden werden natürlich auch mit Segmentbögen oder in anderen Formen gefertigt. Klappläden aus Holz- oder Aluminium können in allen Farbtöne nach RAL beschichtet werden. Bei Klappläden aus PVC ist die Farbauswahl eingeschränkt. Grundsätzlich sind Klappläden in Bayern, Österreich und der Schweiz landschaftstypisch. Bei der Entfernung von Klappläden und deren Austausch gegen Rolladen können in solchen Wohngebieten die örtlichen Baubehörden einschreiten und eine Veränderungssperre erwirken.

Klappsäge

auch: Klappsägen

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Es gibt einige dutzend machanischer und von Motoren angetriebener Sägen. Die Bügelsäge hat jeder Heimwerker und jeder Bauarbeiter in seinem Besitz. Klappsägen sind, anders als Klappmesser, erst ab etwa 1980 in die Werkstätten der Heimwerker und vor allem in die Schuppen der Gartenbesitzer eingezogen, während Outdoor-Freaks sie natürlich schon seit Jahrzehnten in ihren Rücksäcken mit sich trugen. Der Vorteil von Klappsäghen ist der gefahrlose Transport, der Nachteil ist das kurze Sägeblatt und die eingeschränkte Stabilität, da aller Kraftaufwand beim Sägevorgang von einem Gelenk aufgefangen werden muss. Klappsägen eignen sich deshalb nur für kleinere Sägearbeiten wie etwa beim Kappen von Ästen.

Klappschott

auch: Sicherheitsklappschott

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Ein Klappschott ist ein Flächenschutzsystem aus Stahlblech oder Betontafeln zum Schutz von Boden und Gewässern vor umweltgefährdenden Stoffen, aber auch zum Schutz von Tiefgaragen oder Kellerräumen vor Hochwasser. In Fabrikationsräumen und Lagerhallen von chemischen Flüssigkeiten sind Klappschotts obligatorisch. Treten giftige Flüssigkeiten aus, klappt das Schott automatisch nach oben und verhindert, dass diese ins Freie, in die Kanalisation oder in andere Räume gelangen. Umgekehrt werden Gewerbebauten, Hotels, Tiefgaragen und auch Privathäuser in hochwassergefährdeten Regionen mit Klappschotts ausgestattet, um Überflutungen von Keller und Erdgeschoss zu verhindern.

Klapp-Schwingfenster

auch: Klappschwingfenster, Klapp-Schwing-Fenster

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Klapp-Schwingfenster findet man hauptsächlich als Variante des Dachwohnfensters. Der Fensterflügel lässt sich (je nach Hersteller und Fenstertyp) bis 45° aufklappen, wodurch eine freie Aussicht gewährt wird und kein Fensterrahmen den Ausblick stört. Dank einer zusätzlichen Schwingfunktion lassen sich die Fenster um die Mittelachse herum schwingen, was vor allem das Putzen der äußeren Scheibe erleichtert.

Klappspiegel

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Klappspiegel besitzen einen festen Mittelteil und rechts und links davon zwei klappbare Flügel. So kann sich derjenige, der in den Spiegel schaut problemlos von allen Seiten begutachten. Klappspiegel findet man hauptsächlich im Badezimmer. Eine andere Variante des Klappspiegels findet man in vielen Damen-handtaschen. Dies sind nämlich kleine Handspiegel in Taschenformat, die sich zusammenklappen lassen. So können die Damen unterwegs kontrollieren, ob die Frisur sitzt oder der Lippenstift korrekt aufgetragen ist.

Klapptischfuß

auch: Klapptischfüsse

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Klapptischfüße oder Klapptischbeine sind Beschläge, die unter einer Tischplatte verschraubt sind und im Bedarfsfall ausgeklappt werden, so dass aus einer Tischplatte ein richtiger Tisch wird. In eingeklapptem Zustand können die Tische dann raumsparend untergebracht werden. Klapptischfüße sind so konstruiert, dass sie im ausgeklapptem Zustand von selbst arretieren. Bankett-Tische in Hotels, Tische als Leihmobiliar der Messegesellschaften und die allseits bekannten Biergartentische sind mit Klapptischfüßen versehen. Als Material kommt nur Metall infrage, nämlich Aluminium oder Stahl.

Klapptreppe

auch: Klapptreppen

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Die Klapptreppe ist eine Schwester der Einschiebetreppe. Während diese aus einer starren Leiter besteht, verfügt die Klappleiter über zwei Leiterflügel, die zusammen- oder auseinander geklappt werden können. Sie kommen insbesondere da zum Einsatz, wo der Dachboden nicht ausreichend Raum für eine Einschiebetreppe besitzt.

Kläranlage

auch: Klärwerk, Kläranlagen

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In der Kläranlage wird das Abwasser aus Haushalt, Industrie und Gewerbe gereinigt. Eine Kläranlage besteht normalerweise aus einer mechanischen, biologischen und chemischen Stufe. In der mechanischen Stufe werden die Grobstoffe und absetzbaren Bestandteile herausgefiltert (Rechen, Sandfang, Absetz- oder Vorklärbecken). In der biologischen Stufe werden Bakterien und andere Kleinlebewesen zugefügt, die vom Abbau der organischen Bestandteilen im Abwasser leben (Belebungsbecken, Nachklärbecken). Da das Abwasser zunehmend mit Stickstoffen und Phosphor belastet ist, werden in der 3. Reinigungsstufe chemische Lösungen (Fe3+ und Al3+ Kationen) zugesetzt. Diese Fällmittel reagieren mit den Posphaten zu einer wasserunlöslichen Verbindung. Der Restschmutz flockt zudem aus und setzt sich am Boden des Nachklärbeckens ab. Nach dieser Reinigungsprozedur kann das Wasser dem Vorfluter (Fluß oder Bach zugeführt werden). Mittlerweile gibt es auch sogenannte Kleinkläranlagen, Kläranlagen die nur das Abwasser einer kleinen Siedlung oder gar eines einzelnen Hauses reinigen. Dagegen ist ein Klärwerk eine große Kläranlage oder der Zusammenschluß mehrerer kleineren.

Klarlack

auch: Klarlacke

Klarlacke sind Beschichtungsstoffe, die, auf einen Untergrund wie beispielsweise Holz aufgetragen, eine transparente Beschichtung mit schützenden, dekorativen oder spezifisch technischen Eigenschaften ergeben. Klarlacke enthalten keine Pigmente. In einem Beschichtungssystem schützt Klarlack als oberste Schicht die darunterliegenden Schichten gegen mechanische Beschädigungen und Witterungseinflüsse.

Klärschlammverordnung

Die Klärschlammverordnung regelt das Aufbringen von Klärschlamm aus der Abwasserreinigungsanlage auf landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen. Eine Klärschlammverordnung gibt es schon seit 1982. Sie wurde 1992 verschärft. So wurden insbesondere Vorgaben für höchstzulässige Schwermetallgehalte der Klärschlämme sowie der Böden, auf denen Klärschlamm verwertet wird, festgelegt. Die Verordnung enthält auch vorsorgliche Grenzwerte für Dioxine, AOX und PCB. Das Bundesumweltministerium führte zur Novelle der Klärschlammverordnung am 6. und 7. Dezember 2006 in Bonn eine Expertentagung über die Perspektiven der Klärschlammverwertung und damit die Ziele und Inhalte einer Novelle erfolgreich durch. Unter Berücksichtigung der vorgelegten Stellungnahmen hat BMU einen Arbeitsentwurf zur Novellierung der Klärschlammverordnung erarbeitet und mit den Beteiligten umfassend diskutiert. Voraussichtlich im Herbst 2008 wird dann der Entwurf einer Neufassung der Klärschlammverordnung vorlegt werden („Referentenentwurf“).

Klärwerk

auch: Klärwerke

siehe Kläranlage.

Klassizismus

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Der Klassizismus ist ein Kunst- und vor allem ein Architekturstil, der das verspielte Rokoko ablöste zugunsten einer klaren, der Antike entlehnten Formensprache von der Typografie über die Möbelherstellung bis hin zum Schlossbau (hier Schloss Rosenstein, Foto www.stuttgart.de). Typisch für den Baustil sind die griechischen Vorbildern entlehnten Säulenformationen an den Vorderfronten. Zeitlich ist der Klassizismus schwieriger einzuordnen, zumal sich an den Klassizismus, wie er in Frankreich und England zwischen 1750 und 1800 aufblühte, ab 1800 der Neo-Klassizismus anschloß. Auch die jungen Vereinigten Staaten bemächtigten sich des klassizistischen Baustils. Ab etwa 1820 vermischte sich der Neo-Klassizismus auch mit Elementen der Neo-Renaissance und des Historismus.

Klaue

auch: Geißfuß

Die Klaue ist ein dreiecksförmiger Ausschnitt am Ende von schrägliegenden Kanthölzern zum zweiseitigen Anschluss. Gegen Verschieben erhält die Klaue einige Nägel. Anwendung u.a. zum Aufklauen der Schifter auf den Kehlsparren (Gratsparren und Kehlsparren). Als Bezeichnung für Kerbe ist der Ausdruck Klaue nicht zweckmäßig. Die Klaue wird auch als Geißfuß bezeichnet.

Klauenhammer

auch: Zimmermannshammer, Klauenhämmer

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Der Klauenhammer wird auch Zimmermannshammer genannt. Er hat eine asymmetrischen Finne mit V-förmigen Spalt. Diese Klaue kann gerade oder gebogen sein. Dadurch ist er sowohl zum Einschlagen als auch zum Herausziehen von Nägeln geeignet.

Klauenverbindungen

siehe Aufklauung.

Klavierband

auch: Stangenscharnier, Klavierbänder

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Das Klavierband ist ein langes Scharnier, mit dem z. B. der Klavierdeckel an den Klavierkorpus geschraubt wird - daher auch der Name. Klavierbänder werden in Längen bis 2 m und mehr angeboten und verbinden Deckel mit Kiste oder auch die Faltflügel der Spanischen Wand. Klavierbänder können problemlos auf das benötigte Maß abgelängt werden. Das Klavierband wird auch als Stangenscharnier bezeichnet.

Klavierlack

auch: Klavierlacke

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Klavierlack ist ein besonders glänzender, besonders robuster und besonders teurer Lack. Er wird in bis zu 12 Schichten auf die zu lackierende Fläche aufgetragen. Außer bei Klavieren findet man Klavierlack noch bei exklusiven Lautsprecherboxen, Aufbewahrungsbehälter für Zigarren (siehe Foto) oder bei exklusiven Autoarmaturen. Hauptsächlich wird unter Klavierlack ein schwarzer Lack verstanden, doch sind auch farbige oder weiße Lackierungen möglich. Das Auftragen des Klavierlacks erfordert eine große Kunstfertigkeit des Verarbeiters. Für Laien ist das Lackieren mit Klavierlack daher nicht unbedingt zu empfehlen. Klavierlack ist auch nur im Fachhandel erhältlich, in Baumärkten sucht man ihn vergeblich.

Klebedach

auch: Klebepfosten, Klebedächer

Bei einem Klebedach handelt es sich um eine Art Vordach, das nachträglich an eine bestehende Fassade angebracht wird. Das schmale Schutzdach kann dabei über eine gesamte Fassadenfront verlaufen und ist mit zusätzlichen Hölzern gesichert, den sogenannten Klebepfosten. Diese werden vertikal am Mauerwerk befestigt. In Verbindung mit Tropfkanten bildet das Klebedach eine gestalterisch interessante Form, Regenwasser abzuleiten und dabei die Spritzwasserbelastung zu mindern. Klebedächer findet man u.a. im Länderdreieck Schweiz-Frankreich-Deutschland, wo die Bauart von wandernden Zimmerleuten verbreitet wurde.

Klebefeder

auch: Klebefedern

Holzpaneele sind so gearbeitet, dass bei der Montage die Feder des einen in die Nut des anderen Paneels greift. Dabei bleibt jedoch immer die Feder zu einem Teil sichtbar. Dies ist herstellerseits so gewollt, damit die Wand- oder Deckenverkleidung belebt und nicht eintönig wirkt. Dieser "Belebungseffekt" lässt sich steigern, indem sog. Klebefedern auf die Feder zwischen den Paneelen geklebt werden. Diese sind unterseitig selbstklebend. Die Sichtseite kann verschiedenfarbig beschichtet sein, unter anderem auch in Metalleffekten wie Silber oder Gold.

Klebeflansch

auch: Anschweißflansch, Klebeflansche

Klebeflansch und Anschweißflansch sind flächige Einbauteile, die mit den Durchdringungen von Abdichtungen wasserundurchlässig und fest verbunden sind und zum wasserdichten Auf- oder Einkleben einer Abdichtung aus Bitumenwerkstoffen oder zum Anschweißen einer Abdichtung aus Kunststoffbahnen geeignet sind.

klebeoffene Zeit

Die klebeoffene Zeit bezeichnet die Frist, in der der Kleber noch nicht abgebunden hat und noch plastisch ist. Nur in dieser Zeit dürfen z.B. Fliesen nach Auftragen des Klebers auf den Untergrund verlegt werden. Der Fliesenleger muss also immer bedenken, wie lange er für eine bestimmte Fläche benötigt. Die kleboffene Zeit ist sehr stark abhängig von der Raumtemperatur und der Saugfähigkeit des Untergrundes. Sie ist auch nicht mit der Verarbeitungszeit zu verwechseln. Verarbeitet, also auf den Untergrund aufgetragen werden, kann der Fliesenkleber um einiges länger.

Klebepacker

Klebepfosten

siehe Klebedach.

Klebepistole

Kleber

Kleber ist die umgangssprachliche Bezeichnung für zähflüssige Massen, die fertig in Gebinden verkauft werden oder die der Handwerker/Heimwerker erst anmischen muss. Mit Klebern werden Laminat, Fliesen, Bauplatten und dergleichen fest mit dem Untergrund verbunden. Je nach Anwendungsart bietet der Baustoffhandel unterschiedliche Kleber an wie etwa den Armierungskleber.

Klebespachtel

siehe Ansetzbinder

Klebestick

auch: Klebesticks

Klebestreifentest

Der Klebestreifentest ist eine Untergrundprüfung, mit der sich inbesondere die Haftung von Grundierungen prüfen lässt. Dazu klebt man auf die Grundierung ein Klebeband (z.B. Tesafilm) und zieht es ruckartig weg. Der Untergrund ist dann brauchbar, wenn auf der Klebeseite des Bandes kein Rückstände des Anstrichs zu finden sind und der Anstrich nach dem Test noch fest auf dem Untergrund haftet.

Kleblacke

Kleblacke sind organische Lösungsmittel mit einem gelösten Feststoffanteil. Sie werden auf die Klebestellen aufgestrichen und härten bei Verdunsten des Lösungsmittels aus. Ihr Spektrum beginnt bei Lösungsmitteln mit einem sehr geringen Feststoffanteil, die wie die reinen Lösungsmittel die Oberflächen von Teilen aus thermoplastischen Kunststoffen anlösen. Beispiel ist das Kleben von Polystyrol mit einer Lösung von Polystyrol in Dichlormethan. Andere Kleblacke enthalten größere Feststoffanteile, lösen jedoch immer noch die zu verklebenden Kunststoffe. Sie sind häufig auch zur Verbindung nichtlöslicher Materialien geeignet. Wichtige Vertreter der Kleblacke sind die sogenannten Alleskleber. Bei ihnen liegt der Zweck des Lösungsmittels praktisch nur noch darin, den Klebstoff flüssig zu halten.

Klebstoffdurchschlag

Als Klebstoffdurchschlag wird Leim bezeichnet, der beim Furnieren durchgeschlagen ist. Er kann je nach Leimart mit unterschiedlichen Substanzen entfernt werden.

Klebstoffe

auch: Klebstoff

Klebstoff ist der Sammelbegriff für Leim, Kunstharz, Zement oder Kleister. Klebstoffe verbinden gleiche oder andersartige Bauteile je nach Klebstoffart durch Adhäsion oder Kohäsion miteinander. Oft sind Klebstoffe fabrikationsfähig mit bestimmten Trägermaterialien fest verbunden und erleichtern damit dem Profi wie dem Heimwerker die Arbeit wie z.B. bei Kreppbändern, Isolierbändern, Montagebändern oder beispielsweise dem legendären Tesa-Film.

Kleeblatt

auch: Kleeblätter

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Pflastersteine aus Beton gibt es in vielen verschiedenen Formen - so auch in der Form eines Kleeblattes. Das Kleeblatt hat sich seit Jahrzehnten in unterschiedlichsten Pflasterflächen und Gestaltungen bewährt. Der Pflasterstein besticht durch eine sehr gute Rundumverbundwirkung. Durch seine scharfen Kanten eignet er sich besonders für eine geräuscharme, gut befahrbahre und geschlossene Pflasterfläche.

Kleinbohrpfahl

auch: Kleinbohrpfähle

Kleinbohrpfähle sind Pfähle mit kleinem Durchmesser, die für unterschiedliche Einsatzgebiete verwendet werden. Sie decken den Bereich zwischen Standardpfählen und Verpressankern ab. Der Durchmesser von Kleinbohrpfählen darf 30 cm nicht überschreiten. Sie kommen als Gründungselemente zum Einsatz, wo sie Lasten bis zu 1 MN in den Boden abtragen können. Auch die Verankerung von Strommasten, wo sie unter wechselnder Belastung stehen, können Kleinbohrpfähle übernehmen. Zudem dienen sie zur Rückverankerung von Sohlen zur Auftriebssicherung und sie werden bei der Nachgründung oder Lagekorrektur von Gebäuden eingesetzt. Durch den geringen Bohrdurchmesser können kleinere Geräte im Vergleich zu anderen Pfählen verwendet werden, was sich mitunter als großer Vorteil erweist. Vorteilhaft ist zudem, dass der Boden durch den Einbau nur minimal gestört wird.

Kleinfeuerungsverordnung

Kleinfräse

auch: Kleinfräsen

siehe Kaltfräse

Kleingarten

auch: Kleingärten

Der Kleingarten, auch Schrebergarten genannt, ist nur in Kleingartenanlagen zu finden und wird heutzutage vor allem für die naturnahe Erholung der Familien genutzt, die keinen eigenen Garten haben. Diente der Kleingarten vor allem in den Mangeljahren der Kriegs- und Nachkriegszeit dem Anbau von Gemüse, Kartoffeln und Obst und war damit ein reiner Nutzgarten, so sind nunmehr viele Kleingärten reine Ziergärten, wobei es natürlich auch viele Mischformen gibt, bei denen die Gurken einträchtig neben den Rosen wachsen. Kleingärten sind zwar selten das Eigentum des Kleingärtners, werden jedoch häufig von Generation zu Generation weiter "vererbt". Wer einen Kleingarten betreibt, muss sich mit dem Reglement einverstanden erklären, das für die ganze Kleingartenanlage festgeschrieben ist. Wer seinen Garten verwildern läßt, muss mit dem Verlust des Pachtvertrags rechnen.

Kleingartenanlage

auch: Kleingartenanlagen

Kleingartenanlagen, auch Laubenkolonien genannt, sind in die Flächennutzungspläne der Städte und Gemeinden eingetragen und genießen damit eine Art Bestandsschutz. Das Gelände, auf dem die Kleingärten stehen, ist fast immer nur gepachtet; Eigentümer sind Kirchen, Gemeinden, Siedlungsgesellschaften, aber auch Unternehmen wie Zechen, die Deutsche Bahn oder die Deutsche Post, die solche Gelände für ihre Bediensteten zur Verfügung stellen. Die Verwaltung der Kleingartenanlagen unterliegen den Kleingärtnervereinen. Baurechtlich sind Kleingartenanlagen nicht so ganz unproblematisch, da vielfach auf dem Wege des Schwarzbaus aus Gartenlauben kleine Wohnhäuser entstanden sind.

Kleingüteraufzug

auch: Kleingüteraufzüge

Kleingüteraufzüge sind nicht betretbare Aufzugsanlagen, die ausschließlich dazu bestimmt sind, Güter über eine nicht begrenzte Förderhöhe zu transportieren. Sie werden als Aktenaufzüge in Bürogebäuden, Büchereien und Krankenhäusern oder als Speiseaufzüge in Hotel- und Restaurantbetrieben eingesetzt.

Kleinhebeanlage

siehe Hebeanlage

Kleinkläranlage

auch: Grundstückskläranlage, Hauskläranlage, Kleinkläranlagen

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Eine Kleinkläranlage ist eine Abwasserbehandlungsanlage (Kläranlage) für die Reinigung von häuslichem Abwasser bis zu einer Menge von acht Kubikmetern pro Tag. Damit können 50 Personen Tag für Tag 150 l pro Person Schmutzwasser anfallen lassen. Abflusslose Sammelgruben sind keine Kleinkläranlagen. Häusliches Abwasser ist das gesamte im Haushalt anfallende Abwasser aus Küche, Bad, Toilette und Waschhaus. Es ist ausnahmslos in die Kleinkläranlage einzuleiten. Niederschlagswasser, Dränwasser, Wasser aus der Tierhaltung, Wasser aus Schwimmbecken, flüssige oder feste Abfälle dürfen nicht in die Kleinkläranlage eingeleitet werden. Für den Betrieb einer Kleinkläranlage bedarf es einer Genehmigung der unteren Wasserbehörde. Die untere Wasserbehörde will beispielsweise wissen, wo die Kleinkläranlage liegt, wo das Wasser eingeleitet wird und ob sich Brunnen in unmittelbarer Nähe befinden. Jede Kleinkläranlage muss entsprechend den Betriebsanweisungen der Hersteller ordnungsgemäß betrieben und regelmäßig gewartet werden. Dies gilt besonders für die Entnahme, den Abtransport und die Unterbringung des Schlammes aus den Mehrkammergruben. Schon vor der Errichtung der Kleinkläranlage muss nachgewiesen werden, dass der anfallende Schlamm schadlos beseitigt wird. Für die Wartung des Systems soll der Eigentümer der Anlage laut DIN 4261 Teil 3 eine geeignete Person betrauen.

Kleinküche

auch: Kleinküchen

siehe Küche.

Kleinmosaik

Unter einem Kleinmosaik werden kleine quadratische Mosaikfliesen verstanden. Sie sind z.B. 1 x 1 cm oder 2 x 2 cm groß und aus optischen Gründen besonders für kleine Bäder geeignet. Etwas größere Mosaikfliesen werden hingegen als Mittelmosaik bezeichnet.

Kleinpalisaden

auch: Kleinpalisade

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Kleinpalisaden ist die Bezeichnung hauptsächlich der Betonwerke und des Baustoffhandels für niedrige Palisaden aus Beton. Solche Betonpalisaden werden in runder Form oder mit einer Kehle hergestellt. Letztere Variante eignet sich besonders für Beeteinfassungen, weil sich bei der Verlegung eine Palisade in die andere schmiegt. Unser Foto zeigt ein Einbaubeispiel der Betonwerke DIEPHAUS. Das Gegenstück zur Kleinpalisade aus Beton ist die Minipalisade aus Holz, wobei jedoch hinzugefügt werden muss, dass beide Begriffe auch von beiden Industriezweigen für ihre "Kleinerzeugnisse" in Anspruch genommen werden.

Kleinpflaster

Kleinpflaster ist ein Natursteinpflaster in drei Größensortierungen und zwei Sortierklassen. Hier die Maße: Kopffläche Zul. Abweichung der Abmessung Größe Breite/Länge/Höhe Klasse 1 Klasse 2 1 100/100/100 +/- 10 +20 -10 2 90/90/90 +/- 10 +20 -10 3 80/80/80 +/- 10 +20 -10

Kleinschaufel

auch: Kleinschaufeln

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Eine Kleinschaufel ist eine Schaufel mit kurzem Stiel. Sie ist vor allem für Gartenarbeiten, Umfüllarbeiten oder zum Säubern geeignet. Kleinschaufeln gibt es in verschiedenen Formen, mit Holzgriff, mit Kunststoffgriff oder ganz aus Metall.

Kleinsiedlung

auch: Kleinsiedlungen,, Kleinsiedlungsgebiete

Eine Kleinsiedlung ist eine Ansammlung weniger Häuser, die eine Art selbst versorgende Gemeinschaft bilden. Laut Definition in der Baunutzungsverordnung hört sich das dann folgendermaßen an: "Das Kleinsiedlungsgebiet ist ein Baugebiet, das vor allem der Unterbringungen von Kleinsiedlungen dient. Dabei handelt es sich um Wohngebäude mit deren Nutzgärten sowie landwirtschaftlichen Nebenerwerbsstellen." Bei Kleinsiedlungen ist meist der Flächenverbrauch pro Haus ziemlich groß, was nicht mehr zeitgemäß ist. Häufig werden solche Gebiete dann nachverdichtet (siehe Nachverdichtung), was bedeutet, dass in die zuvor landwirtschaftlich genutzten Flächen Häuser gebaut werden.

Kleinstklima

Das Kleinstklima oder auch das Mikroklima (frühere Bezeichnung) ist die Bezeichnung für das Klima unmittelbar am Bauteil. Es muss besonders beachtet werden, da Einflüsse der Luftfeuchtigkeit, Taupunktunterschreitungen sowie örtliche Befeuchtungen und deren Dauer, besonders in Kombination mit Schadstoffen, sich sehr stark auf die Korrosion auswirken. Dies gilt beispielweise für Bauteile an der Unterseite einer Brücke, im Dampfbereich einer Wäscherei oder im Einzugsbereich einer Beizerei.

Kleinstkorn

Als Kleinstkorn wird das kleinste Prüfkorn einer Korngruppe oder eines Zuschlaggemischs bei der Herstellung von Beton bezeichnet.

Kleinstmaß

Das Kleinstmaß ist das kleinste zulässige Maß eines Bauteils. Der Begriff wird im Zusammenhang mit Maßtoleranzen im Hochbau verwendet.

Kleintiersperre

auch: Kleintiersperren

siehe Rattensperre.

Kleinverteiler

Kleinwindkraftanlage

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Im Gegensatz zu einer Windkraftanlage ist die Kleinwind­kraft­an­lage für den privaten Verbraucher und vor allem für den Gewer­be­­trei­ben­den gedacht, der Strom für eigene Zwecke erzeugen will. Voraussetzung ist natürlich, dass ein geeignet großes Grundstück zur Verfügung steht und die Baubehörde das Aufstellen einer solchen Anlage genehmigt, denn "klein" ist realtiv zu sehen. Solche Anlagen können eine Höhe zwischen 20 und 49 m erreichen und die Nachbarn auf den Plan rufen, die sich gestört fühlen können. Kleinwindkraftanlagen müssen keine üblichen "Propeller" aufweisen, sondern können eine vertikale Rotationsachse haben mit vertikalen Flügeln.

Kleister

Kleisterautomat

auch: Kleistergerät, Kleisterautomaten

Mit einem Kleisterautomat lässt sich Tapetenkleister sauber, maschinell und gleichmäßig auf Tapeten auftragen. Der Automat wird an einer der Schmalseiten des aufgestellten Tapeziertisches montiert. Mit dem Kleisterautomaten können die Tapetenbahnen auch zugeschnitten werden. Anstatt mit einer Maschine, lässt sich der Kleister auch mit der Hand auftragen. Dafür benötigt man eine Kleisterbürste.

Kleisterbürste

auch: Kleisterbürsten

Wenn man keinen Kleisterautomaten besitzt, benötigt man zum Auftragen des Kleisters eine Kleisterbürste. Auch zum Entfernen der Tapeten lässt sich die Kleisterbürste verwenden. Die Tapete wird dazu mit Hilfe der Bürste nass eingestrichen. In das Wasser kommen ein paar kräftige Spritzer Geschirrspülmittel.

Kleistergerät

auch: Kleistergeräte

Kleisterroller

Während normale Tapeten rückseitig mit der Kleisterbürste oder einem (%Kleisterautomat(%en eingekleistert werden, wird bei Vliestapeten die Wand eingekleistert. Das geschieht vornehmlich mit einem Kleisterroller, dessen Walze mit einem saugstarken Textilbezug bespannt ist.

Klemmbock

auch: Klemmböcke

Ein Klemmbock ist eine Vorrichtung zum Festklemmen von Kabeln, Leitungen und Rohren. Klemmböcke findet man beispielsweise bei Fahrrädern zum Schnellspannen des Lenkers oder Sattels. Der Klemmbock umschließt hier das Sattel- oder Lenkerrohr. Beim Drehen der Flügelschraube übt der Klemmbock einen immer stärkeren Druck auf das Rohr aus, bis sich der Sattel oder der Lenker schließlich nicht mehr bewegen lässt. Eine Dimension kleiner aber mit ähnlicher Wirkungsweise findet man den Klemmbock beispielsweise auch bei der Falzklemme. Die Flügelschraube wird dort allerdings durch eine Sechskantschraube ersetzt.

Klemmfilz

auch: Klemmfilze

Klemmfilz ist die Bezeichnung für einen elastischen Dämmstoff aus Mineralwolle, der zwischen zwei Bauteile geklemmt wird, z.B. zur Zwischensparrendämmung. Klemmfilze werden in Dicken zwischen 100 und 240 mm geliefert. Bei der Verarbeitung erfolgt der Zuschnitt mit einer Überbreite von 10 mm des gemessenen lichten Sparrenabstandes. Diese Überbreite bewirkt den Klemmeffekt. Klemmfilze müssen also nicht zusätzlich mit Tellerdübeln o.ä. an den Sparren befestigt werden. Ebenfalls ohne Befestigungsmittel kommen Dämmkeile aus, dies sind Dreiecke, die miteinander zwischen den Sparren verkeilt werden.

Klemmflansch

auch: Klemmflansche

Um Dachgullys an die Dachabdichtung anzubinden, werden neben Anschlussmanschetten auch sogenannte Klemmflansche verwendet. Die Klemmflansche lassen sich z.B. durch Schweißverfahren an die Bitumen-Schweißbahn, Polymerbitumen-Schweißbahn oder EPDM-Bahn homogen anschließen.

Klemmhalter

Klemmhalter ist die Universalbezeichnung für Halterungen, mit denen zwei und mehr Kabel oder Rohre nebeneinander befestigt werden. Während bei der Klemmschelle das Kabel oder Rohr nur in die Halterung gedrückt zu werden braucht und damit arretiert ist, besteht ein Klemmhalter in der Regel aus einer Profilschiene mit vorgebohrten Gewinden. Kabel oder Rohre werden neben die Schiene gelegt und dann mittels einer gebogenen Metallplatte durch Verschraubung festgedrückt. Speziell zur Befestigung von Radiatoren werden Klemmhalter geliefert.

Klemmprofil

auch: Klemmprofile

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Klemmprofile werden insbesondere im Zaunbau eingesetzt, um Gittermatten an den Zaunpfosten zu befestigen. Im Gegensatz zum Laschenverbinder verdeckt das Klemmprofil die Mattenstöße, was ein mutwilliges Abhebeln der Zaunelemente verhindert bzw. stark erschwert (Zeichnung WEGO-Systems).

Klemmschelle

auch: Klemmschellen

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Klemmschellen sind Schellen aus Kunststoff für die Auf-Putz-Montage von Elektrokabeln oder Rohren. Klemmschellen werden an die Wand geschraubt oder genagelt. Die Seitenbacken sind dehnbar, so dass Kabel oder Rohre eingeklemmt werden können. Für eine besonders sichere Montage sind auch sog. Schlagdübel-Klemmschellen im Handel.

Klemmschuh

auch: Klemmschuhe

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Ein Klemmschuh dient bei Blitzschutzsystemen dem Anklemmen der Leitungen von Fangeinrichtungen. Dabei werden zwei unterschiedliche Varianten unterschieden. Bei der einen Variante wird die Leitung/ der Draht durch zwei Schrauben befestigt. Bei der anderen Variante wird die Leitung nicht durch Schrauben festgehalten, sondern nur durch Nieten oder Schrauben an einer Blech- oder Stahlkonstruktion befestigt. Die erste Variante besteht aus verzinktem Gusseisen, die zweite Variante aus Kupfer oder verzinktem Stahl, das in die entsprechende Form gebogen wurde. Mitunter werden auch Kabelschuhe als Klemmschuhe bezeichnet.

Klemmsockelleisten

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Klemmsockelleisten sind eine besondere Variante der Sockelleiste. Sie werden auf ein zuvor an der Wand befestigtes Kunststoffprofil aufgeklemmt. Unschöne Nagelköpfe oder Schraubenköpfe sind bei Klemmsockelleisten keine sichtbar. Die Deckleiste besteht dabei meistens ebenfalls aus Kunststoff, oft in einem Holzdekor bedruckt.

Klempner

Klempner ist ein handwerklicher Lehrberuf mit dreieinhalbjähriger Ausbildungszeit. Die Fertigung und Montage von Dachrinnen, Dachdeckungen oder Fassadenverkleidungen, wenn sie aus Blechen bestehen, gehören zum hauptsächlichen Betätigungsfeld der Klempnerin oder des Klempners. Zugeschnitten werden die Bleche meistens in der Werkstatt. Hier werden auch die Vorbereitungen für die Montage am Bau getroffen. Bleche werden gebogen, gefalzt, abgekantet und geformt. Verarbeitet werden Bleche aus Zink, Edelstahl, Kupfer, Aluminium und gelegentlich auch aus Blei. Arbeitserleichterung bringt dabei der Einsatz entsprechender Maschinen. Es gibt auch vorgefertigte Teile, aber im Vordergrund steht die handwerkliche Einzelfertigung, die bei der Restaurierung wie am Neubau Maßarbeit gewährleistet. Ganz gleich, ob z. B. Dachabdeckungen, Dachrinnen oder Regenfallrohre anzubringen sind. Der Beruf als Klempner erfordert Freude an der Arbeit auf Baustellen und Schwindelfreiheit in luftigen Höhen. Je nach Region wird der Beruf auch Spengler, Flaschner, Blechner bezeichnet.

Klettband

auch: Klettbänder

Ein Klettband ist ein Band mit Millionen kleiner Kletthaken, die verhindern, dass etwas verrutscht oder sich löst. Klettbänder findet man beispielsweise bei Schuhen, Taschen usw. Sie verhindern zudem das Verrutschen oder Faltenschlagen von Teppichen mit Vlies- oder Filzrücken. Bei Bedarf lässt sich der Teppich leicht wieder ablösen und durch einen anderen ersetzen - ohne neues Klebeband zu verlegen.

Klettergriff

auch: Klettergriffe

Klettergriffe werden speziell für Kletterwände hergestellt und mit diesen verankert. Die Griffe können Fingerlöcher aufweisen oder so konstruiert sein, dass sowohl die Hände als auch die Füße des Kletterers Halt finden. Speziell zum Abstützen der Füße werden jedoch auch Trittleisten hergestellt. Die Griffe werden aus verschiedenen Materialien gefertigt und sogar aus Naturstein. Sie müssen verdreh- und bruchsicher sein - nicht zuletzt beim Anziehen der Muttern am Gewindestab eines Ankers. Für die Anfertigung der Griffe gilt die Europanorm DIN EN 12572-3.

Kletterhalle

auch: Kletterhallen

Nach dem inzwischen längst abgeflachten Boom an Tennishallen kann man seit etwa 2005 von einem Boom an Kletterhallen sprechen. Kletterhallen werden selten neu gebaut. Vielmehr werden leerstehende Lager- und Fabrikhallen zu Kletterhallen umfunktioniert. Sogar eine katholische Kirche in Mönchengladbach hat eine Umwidmung erfahren und ist nun eine Kletterhalle. Die vorhandenen oder zusätzlich eingebauten Wände werden in diesen Hallen zu Kletterwänden umfunktioniert und diese wiederum mit Klettergriffe und Kletterleisten ausgestattet. Das setzt jedoch genaueste statische Überprüfungen des Mauerwerks voraus, weil das Klettern an Steilwänden trotz Sicherungsseilen ein Gefahrenpotential beinhaltet.

Kletterhilfe

auch: Kletterhilfen

siehe Rankhilfe.

Kletterkran

auch: Kletterkrane

Bei einem Kletterkran handelt es sich um einen Turmkran, der seinen Turm mittels einer Klettervorrichtung selbst verlängern bzw. verkürzen kann. Die Höhe des Anschlagpunktes des Auslegers lässt sich somit variieren.

Kletterleiste

siehe Klettergriffe.

Kletterpflanzen

auch: Rankgewächse

Kletterpflanzen verkleiden Hauswände, kahle Mauern, Zäune, Pergolen und Lauben mit Blättern und Blüten. Die Auswahl ist groß und vielfältig und reicht von Clematis und Geißblatt über Kletterhortensien und Knöterich bis hin zu Efeu und Wildem Wein. Dabei gibt es Unterschiede in der Art des Kletterns. Clematis, Geißblatt und Knöterich benötigen Kletterhilfen. Rankgitter müssen mit etwa 20 cm Abstand von der Wand angebracht werden. Efeu, Wilder Wein und Kletterhortensien halten sich mit eigenen Haftorganen direkt an der Mauer fest. Eine Hausverkleidung aus lebendigem Grün bietet Vögeln und nützlichen Insekten Lebensraum. Das Blattwerk produziert Sauerstoff; es bindet Staub und Abgase; es reguliert Feuchtigkeit und Luftströmungen; es schützt das Haus vor Sommerhitze und Winterkälte. Allerdings bringen Kletterpflanzen auch Nachteile. Lässt man sie bis zum Dach klettern, sorgen sie dafür, dass Wasser in das Dachgeschoss eindringen kann, indem sie die Dachziegel einfach "anlupfen". Die Pflanzen, die sich direkt an der Fassade festkrallen, sorgen zudem für hässliche Flecken, wenn man sie dann irgendwann wieder entfernen möchte.

Kletterschalung

auch: Kletterschalungen

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Die Kletterschalung klettert, wie der Name schon sagt, als Schalung mit dem Baukörper in die Höhe. Die Kletterschalung kommt also vor allem dort zum Einsatz, wo Form und Grundriss des Baukörpers auch nach oben gleich bleiben und wegen der Höhe des Baukörpers Gerüste nicht mehr oder nur zu unwirtschaftlichen Konditionen eingesetzt werden können. Kletterschalungen werden abschnittsweise "umgesetzt", sobald ein Abschnitt ausbetoniert ist. Kletterschalungen werden fest im Beton verankert und gegebenenfalls mit untergehängten Arbeitsbühnen ausgestattet. Unser Foto zeigt eine Kletterschalung des Herstellers DOKA. Grundsätzlich wird zwischen selbstkletternden Schalungen, die hydraulich betrieben werden und nicht selbstkletternden Schalungen unterschieden, die vom Kran umgesetzt werden müssen.

Kletterwand

auch: Kletterwände

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Unter einer Kletterwand kann eine Tafel etwa aus OSB-Holz verstanden werden, die auf ein Balkengerüst montiert und anschließend in der Wand etwa einer Schule verankert worden ist. Nicht wenige Heimwerker haben für ihre Kinder solche Kletterwände auch an einer Außenwand ihrer Eigenheime angebracht und daran zuvor Klettergriffe angeschraubt. Kletterwände bis zu Höhen von maximal drei Metern stehen auch in städtischen Grünanlagen. Sie sind dann Felsen nachempfunden und bestehen aus Beton oder meistens aus Kunststein. Bei solchen Kletter"felsen" werden Fall­schutz­matten ausgelegt oder Rindenmulch ausgebracht, damit es bei Stürzen zu keinen Verletzungen kommt. Richtige Kletterwände in Kletterhallen bestehen aus Mauerwerk oder Betontafeln und können Höhen von 20 und mehr Metern erreichen.

Klettteller

auch: Klett-Teller

siehe Polierteller.

Klettverschluss-Kabelbinder

auch: Klettverschlusskabelbinder

Im Gegensatz zum normalen Kabelbinder, der auch als Einwegkabelbinder bezeichnet wird, lässt sich der Kabelbinder mit Klettverschluß logischerweise mehrfach verwenden. Er wird im Gegensatz zu den normalen Kabelbindern nicht aus Polyamid oder PVC, sondern aus einem Textilgewebe gefertigt und dient dazu, besonders empfindliche Kabel etwa bei den Hardware-Kabeln im PC-Bereich zu verbinden, um dadurch Kabelsalat zu reduzieren.

Klicklaminat

auch: Klicklaminat

Klicklaminat ist ein Laminat, bei dem die einzelnen Paneele mittels eines Klicksystems ohne Leim miteinander verbunden werden. Die Ausbildung dieses Klicksystems kann von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein. Meist sind die Kanten von Klicklaminat mit einem Feuchtigkeitsschutz versehen, von der Kantenimprägnierung bis zum "Aqua-Stopp". Klicklaminat ist vor allem für Heimwerker interessant, da die Verlegung, auch wegen der schwimmenden Verlegung, ganz einfach und schnell ist. Häufig sind Klicklaminate bereits mit einer Trittschalldämmung versehen, so dass keine extra Trittschalldämmung mehr verlegt werden muss.

Klickparkett

Klickparkett wird wie Klicklaminat nicht an Nut und Feder verleimt, sondern mittels eines Klicksystems miteinander verbunden. Das Klicksystem kann von Hersteller zu Hersteller variieren. Es haben sich jedoch zwei Grundprinzipien entwickelt. Entweder werden zwei Parkettstücke verbunden, indem durch waagrechtes Anklopfen an der Stirn- und Längsseite der Bretter ein Nut- und Feder-System einrastet. Oder ein Parkettstück wird längsseitig eingeklickt, dann abgeklappt und an der Stirnseite waagrecht eingeschoben. Für diese Variante benötigt man kaum noch Werkzeug. Von der Qualität unterscheiden sich beide Systeme nicht. Klickparkett hat vor allem den Vorteil, dass es auch vom ungeübten Heimwerker schnell, einfach und ohne Leim oder Kleber verlegt werden kann.

Klimaanlage

auch: Klimaanlagen

"Klimaanlage" ist der Oberbegriff für Verfahren und Geräte, die Räume erwärmen oder ja nach Anlagetyp auch kühlen. Klimaanlagen sind in subtropischen und tropischen Ländern allgegenwärtig - ohne Klimaanlagen würde das geschäftige Leben etwa in den Emiraten zusammenbrechen. Unterschieden werden Vollklimaanlagen und Teilklimaanlagen, wobei Mobilgeräte - auch Raumklimageräte genannt - eingesetzt werden sowie Kompaktgeräte und Splitgeräte. Induktionsgeräte benötigen relativ wenig Energie, wobei Klimaanlagen generell einen hohen Energieverbrauch haben.

Klimabelastungsstufen

siehe Klimaklasse.

Klimafassaden

Als Klimafassaden werden Fassaden mit zwei Ebenen bezeichnet. Diese sind in einem Abstand von bis zu einem Meter voneinander angeordnet. Die äußere, meist einfachverglaste Ebene ist in der Regel geschlossen, während die innere Ebene aus Isolierglas mit zu öffnenden Fenstern besteht. Durch die Luftschicht zwischen beiden Fassaden besteht ein hervorragender Wärmeschutz. Im Sommer besteht allerdings die Gefahr, dass sich zwischen den Ebenen die Hitze staut. Ein Beispiel für eine Klimafassade ist die Glasdoppelfassade.

Klimagerät

auch: Klimageräte

Klimaglas

Klimaklasse

auch: Differenzklima, Klimabelastungsstufen, Klimaklassen

Klimaklassen geben bei Wohnungstüren Auskunft darüber, in welchen Temperaturbereichen eine Tür verwendet werden sollte. Türen, insbesondere Wohnungseingangstüren und Haustüren aus Holz, sind ständig unterschiedlichen klimatischen Zuständen ausgesetzt. Im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses kann es trocken und kalt, in der Wohnung selbst warm und z.B. aufgrund schlechter Lüftung feucht sein. Und eine Haustür kann von einer Seite Eiseskälte ausgesetzt sein, während die andere Seite im Warmen "hängt". Der Fachmann spricht in diesem Fall auch von einem "Differenzklima". Das Differenzklima kann zur Folge haben, wenn die Holztüren Billigprodukte sind, dass sich die Türblätter verziehen oder aufschüsseln, die Türen also nicht mehr dicht sind. Die Folge ist Durchzug und Wärmeverlust. Um dem Bauherrn eine Orientierung zu geben, sind Klimaklassen nach RAL RG-426 und EN 79 geschaffen worden. Grundsätzlich ist bei Räumen mit regelmäßig höherer Luftfeuchte aufgrund von ständig offenstehenden ("gekippten") Fenstern usw. die Klimaklasse III ratsam. Türblätter aus Holz für Badezimmer, die einer extrem hohen Luftfeuchte ausgesetzt sind, werden nicht nach Klimaklassen eingeteilt. Hierfür gibt es spezielle Feuchtraumtüren. Klima-klasse Warme Seite Kalte Seite Einsatzempfehlung   Temperatur relative Luftfeuchte Temperatur relative Luftfeuchte   I 23 °C 30 % 18 °C 50 % z.B. Wohnungs-Innentüren II 23 °C 30 % 13 °C 65 % z.B. Wohnungsabschluß-türen, Eingangstüren von Praxen, öffentlichen Verwaltungen, Kellerabgangstüren III 23 °C 30 % 3 °C 80 % z.B. Wohnungsabschluß-türen, Eingangstüren von Praxen, öffentlichen Verwaltungen, Kellerabgangstüren, Türen zu nicht ausgebauten Dachgeschossen

Klimaleuchte

auch: Klimaleuchten

Klimaleuchten sind spezielle Leuchtensysteme, in denen Durchlässe für Zu- und Abluft integriert sind. Sie sind also eine Kombination aus Leuchte und Klimaelement. Mit einer Klimaleuchte lassen sich separate Durchlässe sparen, wenn dies aus dekorativen Gründen nicht erwünscht. Klimaleuchten gibt es für Leuchtstofflampen oder Kompaktleuchtstofflampen. Einsatzorte sind insbesondere Büroräume und Geschäftshäuser.

Klimamembran

auch: Klimamembranen

Klimamembranen sind Baufolien, die wasserdicht und dabei atmungsaktiv sind. Ihre Atmungsaktivität kommt aber nur dann zum Tragen, wenn ein Energiegefälle in Form eines Temperaturgefälles von der Innen- zur Außenseite besteht. Ist dies nicht der Fall verlieren Klimamembranen ihre Atmungsaktivität und werden quasi in beide Richtungen wasserundurchlässig. Die Membran besitzt demnach einen variablen Diffusionswiderstand, der sich an die Temperatur und Jahreszeit anpasst. Durch die Funktion einer Dampfbremse stoppt sie das Eindringen von Feuchte in Dach- und Wandkonstruktionen. Sie lässt aber auch überschüssige Feuchte entweichen und trocknet feuchte Konstruktionen aus. Bei alledem ist die Folie dennoch winddicht. Die Klimamembran wird auch als feuchteadaptive Dampfbremse bezeichnet.

Klimastein

auch: Klimasteine

Auf Grund seiner Eigenschaften wird der Holzspan-Schalungsstein von manchen Herstellern auch als Klimastein bezeichnet.

Klimatruhe

auch: Klimatruhen

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Klimatruhe ist die Bezeichnung für eine dezentrale Klimaanlage, die so konzipiert ist, dass sie in einzelnen Räumen raumsparend aufgestellt werden kann. Klimatruhen sind in aller Regel Standgeräte. Die Luft wird von unten oder frontal angesaugt, gekühlt und oben aus den Lüftungsschlitzen ausgeblasen. Kilmatruhen sind mit Filtermatten ausgestattet, die regelmäßig erneuert oder gewaschen werden müssen. Die Regelung der Kühlleistung erfolgt über ein in das Gerät eingebautes Bedienungstableau.

Klimawand

auch: Klimawände

Bei der Klimawand werden Wände und Decken als Heiz- und als Kühlflächen verwendet, was dadurch ermöglich wird, dass integrierte Rohrleitungen die Bauteile durchziehen. In diesen Rohrleitungen zirkuliert Wasser, dass je nach Innentemperatur erwärmt oder gekühlt wird. Da die Temperaturen auch in Mitteleuropa tropische Ausmaße annehmen können, werden Klimaanlagen und Kühldecken auch in unseren Breiten immer öfter eingebaut. Die Klimawand bildet ein komplettes Heiz- und Kühlsystem, das Strahlungswärme abgibt und bei dem es - anders als bei Kühlgeräten - keine Zugerscheinungen gibt. Wände und Decken werden bei der Klimawand vorgefertigt. Von Vorteil ist, dass Klimawände für Hausstaub-Allergiker eine große Erleichterung bringen und dass Räume optisch nicht von Heizkörpern beeinträchtigt werden. Von Nachteil ist natürlich, dass an eine Kühlwand oder -decke nur nach Planzeichnung und nicht "einfach so" Hängeschränke oder Lampen angedübelt werden können.

Klingelanlagen

Klingelanlagen findet man hauptsächlich bei Mehrfamilienhäusern oder größeren Bürokomplexen mit vielern Mietern. Meist sind solche Klingelanlagen auch mit Sprechanlagen kombiniert. Auch der Briefkasten ist dann oft schon mit dabei. Klingelanlagen gibt es für Unterputz, Aufputz oder zur Türseitenmontage. Auch komplett freistehende Klingelanlagen werden angeboten.

Klingeltaster

Der Klingeltaster ist die zeitgemässe Form des Klingelknopfes und funktioniert auf Berührung des Tastfeldes. Bei älteren Modellen besteht das Tastfeld aus einem Wippschalter, der ähnlich wie beim Klingelknopf nicht auf Berührung, sondern auf Druck reagiert. Klingeltaster sind oft hinterleuchtet, wobei in das Tastfeld ein transparentes Namensschild eingeschoben oder der Name direkt in das Tastfeld eingraviert werden kann. Die Industrie bietet Klingeltaster an, die einen zusätzlichen Geheimtaster aufweisen oder die auf mehrere Gong- oder Signaleinheiten mit unterschiedlichen Tönen programmiert werden können.

Klingschrotverbindung

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Klingschrotverbindung ist der Begriff für eine Weiterentwicklung der Verzinkungsart Tiroler Schloss. Auch diese Art der Zinkung stammt aus dem Blockhausbau in Österreich. Diese Holzverbindung mit zweifacher Bombierung hält statisch noch besser, als das schon als besonders hochwertig beschriebene "Tiroler Schloss". Die Klingschrotverbindung ermöglicht ebenso wie das "Tiroler Schloss" aufgrund seiner Formgebung eine Selbstentwässerung regenbelasteter Eckverbindungen.

Klinker

auch: Keramikklinker

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Wie Vollziegel, allerdings haben Klinker eine besondere Härte und Dichtigkeit, da sie bei sehr hohen Temperaturen gebrannt wurden. Dadurch erhält das Produkt seine hohe Beständigkeit gegen Verwitterung, was seine Verwendung als Verblendmauerwerk begünstigt. Als Vormauersteine können sie mit Mörtel direkt mit der Hausmauer verbunden sein. Klinker kann man aber auch als zusätzliche Schale mit einer etwa 6 cm dicken Luftschicht zwischen Hausmauer und Verblendmauerwerk einsetzen. Wichtig dabei ist eine ausreichende Hinterlüftung. Klinker bestehen aus Schamotte, Feldspäten und weiß- oder rotbrennenden Tonen. Durch verschiedene Zuschläge zur Rohmasse lassen sich vielfältige Farbnuancen erreichen.

Klinkerfliese

auch: Klinkerfliesen

Die Klinkerfliese ist eine der Spaltplatte ähnliche Bodenfliese aus Steinzeug. Der Begriff der Klinkerfliese wird zwar von einigen Herstellern verwendet, ist jedoch nicht in der Fliesen-Norm EN 87 verankert. Klinkerfliesen sind frostfest wie der Klinker-Mauerstein, beständig gegen Temperaturwechsel, lichtecht und tritt- und rutschfest sowie größtenteils resistent gegen Laugen und Säuren. Aus diesem Grund werden Klinkerfliesen gerne im gewerblichen Bereich und in öffentlichen Gebäuden verlegt.

Klinkerpflaster

Klinkerplatten

siehe Spaltplatten.

Klipfel

Andere Bezeichnung für Klüpfel.

Kloben

auch: Angelzapfen, Türangel, Kegel, Haspen, Hespe

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Kloben sind senkrecht stehende Bolzen mit Halterung, die paarweise - unten und oben - an Türstock, Fensterrahmen oder Zarge befestigt werden. Somit können das Türblatt bzw. der Fensterladen in die Kloben eingehängt werden. Man unterscheidet nach der Form einfache Winkelkloben und Stützkloben, nach dem Material der Anbringung Holzkloben und Steinkloben, die unterschiedlich als Einschlagkloben oder Plattenkloben befestigt werden. Weitere Bezeichnungen für Kloben sind Angelzapfen, Angel, Kegel, Haspen, Haspe oder Hespe.

Klöntür

auch: Halbtür, Klöntüren

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Eine Klöntur (Halbtür) ist in der Regel eine Außentür/Haustür, bei der es möglich ist, nur die obere Hälfte des Türflügels zu öffnen und die untere Hälfte dabei verschlossen zu lassen. Die Klöntür war in früheren Jahrhunderten in ländlichen Gegenden ortsüblich. Man konnte mit dem Nachbarn bei geöffneter Tür oder geöffnetem Tor "klönen" (tratschen) - und das Vieh konnte dennoch nicht entwischen.

Klopfbrett

auch: Klopfbretter

Das Klopfbrett ist ein wichtiges Hilfsmittel eines Reetdachdeckers. Das Reet wird bündelweise auf das Dach gebracht und dort mit Bindedraht zunächst locker an der Lattung befestigt. Nun werden die Bunde aufgeschnitten und mit einem geriffelten Klopfbrett in Form gebracht. Anschließend erst wird der Bindedraht fest angezogen.

Klöpfel

Andere Bezeichnung für Klüpfel.

Klosterdachziegel

siehe Klosterziegel.

Klosterziegel

auch: Klosterdachziegel

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Klosterziegel ist ein Begriff mit zwei Bedeutungen. Es wird darunter ein einteiliger verfalzter Dachziegel mit der Optik einer Mönch und Nonne-Deckung verstanden (siehe Foto). Dank der Verfalzung garantiert der Klosterziegel auch bei geringeren Dachneigungen als bei Mönch- und Nonnen-Ziegeldach Regensicherheit bei mörtelloser Verlegung. Aber auch ein Ziegelstein, wie er in Vorzeiten von den Mönchen selbst geformt und gebrannt wurde. Solche Klosterziegel werden auch heute noch hergestellt und insbesondere bei Restaurierung historischer Gebäude eingesetzt. Die Grundbestandteile entsprechen denen des herkömmlichen Ziegels: Ton, Lehm und Sand. Bei der Herstellung verwendet man jedoch den Handstrich, das heisst, der nasse Ton wird von Hand in Holzformen gestrichen, luftgetrocknet und mit Kohle im Ringofen gebrannt.

Klothoide

Klothoiden spielen im Straßenbau bei der Ausbildung von Kurven eine Rolle. Jeder, der mit dem Auto fährt, benutzt mehr oder weniger unbewusst Klothoiden, ohne die keine Straße mit den heutigen Geschwindigkeiten befahrbar wäre. Beim Befahren einer geraden Straße ist kein weiterer Lenkeinschlag erforderlich, die einmal eingestellte Richtung bleibt ohne Veränderung. Gleiches gilt für die Fahrt im Kreisbogen, die einmal eingestellte Lenkradstellung bleibt bestehen. An der Übergangsstelle zwischen der Geraden und dem Kreisbogen wäre jedoch ein ruckartiger Lenkeinschlag erforderlich. Zudem würden die im Kreisbogen wirkenden Zentrifugalkräfte (Fliehkräfte) schlagartig auftreten. Um dies zu vermeiden und um eine stetige Änderung des Lenkeinschlags zu erreichen, wird zwischen der Geraden und dem Kreisbogen ein Übergangsbogen vorgesehen, diesen bezeichnet man im Fachjargon der Straßenbauer als Klothoide.

Klotzstufe

auch: Klotzstufen

siehe Blockstufe.

Klotzstufentreppe

auch: Klotzstufentreppen

Klotzung

auch: Verklotzung, Klotzungen

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Um eine Tür oder ein Fenster einzubauen, ist meistens eine Klotzung der Zarge erforderlich. Individuell zugeschnittene Holzklötze dienen der Fixierung der Zarge. Sie verbleiben so lange zwischen Zarge und Wand, bis die Zarge lotrecht eingebaut und verschraubt oder verschweißt worden ist. Danach werden die Klötze entfernt und der Zwischenraum wird mit Dichtmaterial ausgefüllt. Es gibt aber auch Klotzungen, bei denen die Klötze in der Konstruktion verbleiben, nämlich bei Ganzglasfassaden. Die Zeichung zeigt ein solches Konstruktionsdetail.

Klotzware

siehe Blockware

Kluft

Eine Kluft bezeichnet den Riss oder Fuge bei einem Gestein. Klüftiges Gestein bezeichnet dementsprechend ein mit Rissen und Fugen überzogenes Gestein.

Kluftinjektion

auch: Kluftinjektion

Kluftinjektion ist ein Verfahren der Baugrundverbesserung, z.B. für die Ausführung von Verankerungen, Verfüllung von natürlichen Hohlräumen, Abdichtungen (Dichtungssohlen) in Baugruben. Das Verfahren dient zur Vergütung von Klüften, Fugen, Spalten und Diskontinuitäten in Festgestein. In einem Bohrloch wird über Packer ein vorher festgelegter Abschnitt abgetrennt und mit dem Injektionsgut sowie einem zuvor festgelegten Druck und/oder einer Menge beaufschlagt. Nach Fertigstellung des Bereiches wird der darüber liegende Abschnitt vergütet.

Klüpfel

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Der Klüpfel ist ein Schlagwerkzeug mit einem trapezförmigen, rechteckigen, glockenförmigen oder zylinderartigen Kopf aus Holz, Hartplastik, Hartgummi oder relativ weichem Metall wie Bronze. Er wird dazu benutzt, mit weicheren oder leichteren Schlägen auf Holzverbindungen oder auf Werkzeughefte zu schlagen. Auch bei Arbeiten, bei denen nur vorsichtig gestoßen statt geschlagen werden muss, ohne Spuren auf dem Holz zu hinterlassen, greift man zum Klüpfel. Klüpfel werden in der Regel von Bildhauern und Holzschnitzern gebraucht. Die verlängerte Kopfform und der kurze Griff sind geeignet, um die Hefte von Stechbeitel und Hohlbeitel mit kurzen, trockenen Schlägen zu bearbeiten. Der Klüpfel wird auch als Knüpfel, Klöpfel oder Klipfel bezeichnet.

Kluppe

siehe Schneidkluppe.

Kluppenpinsel

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Kluppenpinsel sind spezielle Rundpinsel. Sie haben einen dicken, handlichen Stiel. Die Borsten sind in eine Höhlung des Holzgriffes, der Kluppe, eingepresst und meist mit einem Schnurvorband versehen. Kluppenpinsel wurden früher vorwiegend in Süddeutschland und in der Schweiz für die Verarbeitung von Öl- und Lackfarben verwendet. Sie sind heutzutage jedoch kaum noch üblich.

KMB

Knabber

siehe Nager.

Knabberzange

auch: Blechknabberzange, Knabberzangen

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Um Bleche mit rechteckigen oder runden Aussparungen zu ver­­se­hen, wird eine Blech­­knabber­zange benötigt. Die arbeitet sich bei richtiger Führung, ausgehend von einem zuvor gebohrtem Loch, vorsichtig durch das Material, ohne dieses zu verziehen. Knabber­zangen werden in verschiedenen Varianten angeboten - in gerader oder gebogener Form der Zangenbacken. Fliesenleger arbeiten ebenfalls mit einer Knabberzange, mit der vorher angeritzte Teile sauber "angeknabbert", also ausgebrochen werden. Wegen ihrer Kopfform werden diese Knabberzangen auch Papageienschnabelzangen genannt.

Knabenhobel

andere Bezeichnung für den Heimwerkerhobel

Knagge

auch: Knaggen

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Knaggen sind tragende bzw. verstärkende, dreieckförmige Holzstücke oder Metallformteile. Sie eignen sich besonders zur Sicherung kippgefährdeter Pfetten gegen Abheben und Kippen auf geneigten Bindern und Trägern. Knaggen in Kombination mit Pfettenankern geben optimale Anschlüsse von Balken und Pfetten in geneigten Dachkonstruktionen. Da die Lochbilder in den Schenkeln nicht gleich sind, sollen die breitesten Schenkel immer an die tragenden Binder angebracht werden.

Knarre

auch: Ratsche, Ratschenschraubendreher, Durchsteckknarre, Knarren

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Eine Knarre oder ein Ratschenschraubendreher ist ein Werkzeug zum Ein- und Ausdrehen von Schrauben und Muttern. Der Vorteil einer Knarre gegenüber einem Schraubenschlüssel liegt darin, dass man ohne Abzusetzen arbeiten kann (Ratschenfunktion). Über einen Hebel wird die Drehrichtung eingestellt. Knarren sind Bestandteil des Steckschlüsselsatzes. Auf die Knarre wird der Steckschlüssel, eventuell Verlängerungen, eine biegsame Welle, Adapter oder Bits gesteckt, so dass jede beliebige Schraubenkopfform mit der Knarre bearbeitet werden kann. Es wird zwischen unterschiedlichen Arten von Knarren wie Durchsteckknarren oder Umschaltknarren unterschieden. Beide funktionieren mit unterschiedlicher Technik. Umschaltknarren besitzen die Kombination zweier Sperrklinken, die eine Schwenkbewegung eines Hebels nur in eine Richtung überträgt, während eine Bewegung in Gegenrichtung automatisch gesperrt wird. Durchsteckknarren (mit durchgängigem Vierkantloch) kommen hingegen mit einer einzigen Sperrklinke aus, wobei die effektive Drehrichtung mittels Durchstecken eines 4-Kantstummels auf die eine oder andere Seite der Ratsche erreicht wird. Neben den Varianten mit einer oder zwei Sperrklinken ist auch die Ausführung der Knarre mit einer federbelasteten gerasterten Wippe weit verbreitet.

Knarren-Maulschlüssel

auch: Knarrenmaulschlüssel

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Der Knarren-Maulschlüssel ist auf der einen Seite ein Maulschlüssel und auf der anderen Seite ein Ringschlüssel mit Knarrenfunktion. Diese ermöglicht ein leichtes und einfaches Anziehen und Lösen der Schraube ohne den Schlüssel abzusetzen.

Knarren-Ringschlüssel

auch: Knarrenringschlüssel

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Der Knarren-Ringschlüssel ist ein Ringschlüssel mit einer Knarre. So lassen sich Sechskantschrauben ohne abzusetzen festziehen oder lösen.

Knaufzylinder

Kneifzange

auch: Kneifzangen

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Eine Kneifzange wird dazu verwendet, Nägel aus Holz herauszuziehen oder um Draht durchzutrennen oder festzuhalten. Im Stahlbetonbau wird die Kneifzange zum Befestigen des Rödeldrahts verwendet. Beim Herausziehen von Nägeln oder Klammern läßt sich die Zange gut über den gerundeten Kopf abrollen, so dass mit weniger Kraftaufwand gearbeitet werden kann.

Knetlegierung

auch: Knetlegierungen

Knetlegierung ist ein Sammelname für alle metallischen Werkstoffe, die sich durch ein Umformverfahren (Walzen, Schmieden, Pressen u. a.) formen lassen. Im Gegensatz zum Gußwerkstoff zeigen Knetlegierungen ein feineres Gefüge. Knetlegierungen enthalten bis zu 10% Legierungselemente und sind für gutes Umformen bestimmt. Man unterscheidet aushärtbare Knetlegierungen und naturharte (nicht aushärtbare) Knetlegierungen: In naturharten Legierungen sind die Elemente vollständig gelöst. Diese Werkstoffe lassen sich gut umformen. In aushärtbaren Legierungen liegen die zulegierten Elemente bei Raumtemperaturen in Form von Ausscheidungen vor. Deren Verteilung bestimmt die Festigkeit. Bei Knetlegierungen steht die plastische Verformbarkeit (im Gegensatz zur Gusslegierung) im Vordergrund. Die am häufigsten angewandten aushärtbaren Aluminium-Knetlegierungen sind solche mit Magnesium, Silizium, Mangan, Kupfer und Zink.

Knickausleger

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Der Knickausleger ist neben Nadelausleger und Laufkatzausleger ein weiterer Turmdrehkrantyp. Beim Knickausleger ist der zweiteilige Fahrkatzausleger durch Knicken in einem Verbindungsgelenk variierbar. Für spezielle Einsätze, beispielsweise für den Bau von Kühl- oder Fernsehtürmen, bieten diese Krane große Vorzüge. Der Knickausleger in Steilstellung an einem Fernsehturm bringt beispielsweise einen Gewinn zusätzlicher Hakenhöhe bzw. Einsparung von Turmstücken und Abstützungen. Je größer die Ausladung des Auslegers ist, desto weniger Gewicht darf an das Lastseil gehängt werden. Ein weiterer Nachteil des Knickauslegers ist der hohe Einkaufspreis, der durch die aufwendigen technischen Einrichtungen bedingt ist. Bei diesem Modell von Liebherr beträgt die Tragfähigkeit bei maximaler Ausladung zwei Tonnen. Die maximale Tragfähigkeit beträgt hingegen zwölf Tonnen.

Knickaussteifung

Von einer Knickaussteifung wird gesprochen, wenn in eine tragende Wand eine weitere Wand oder ein Wandteil einbindet. Die tragende Wand bekommt so eine weitere Halterung und gilt statisch gesehen als dreiseitig gehalten (zwei Deckenscheiben und die knickaussteifende Wand). Eine Knickaussteifung hilft der Wand zum Beispiel dabei, die horizontalen Windkräfte abzuleiten. Eine Knickaussteifung findet man nicht nur bei Mauerwerk, sondern z.B. auch im Holzbau bei Brettschichtträgern oder im Holztafelbau.

Knickdachziegel

siehe Knickziegel.

Knicken

auch: Knicksicherheit

Knicken ist ein Begriff aus der Baustatik. Bei schlanken Stützen ( aus Stahl, Beton oder Stahlbeton) besteht bei hoher Belastung die Gefahr des Knickens, das heißt die Stütze hält dem Druck nicht mehr stand und versagt. Deshalb muss bei der statischen Berechnung schlanker Stützen ein Knicksicherheitsnachweis geführt werden.

Knicksicherheit

siehe Knicken.

Knicktor

auch: Knicktore

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Knicktore werden fast ausschließlich in Flughafen-Hangars eingesetzt. Der Torflügel ist mit einer horizontalen Gelenkkonstruktion versehen und kann somit hydraulisch angehoben und gleichsam "hochgeknickt" werden. Knicktore können aus Trapezblechen bestehen, die auf eine Stahlrahmenkonstruktion genietet werden. Sollen höhere Anforderungen an den Wärmeschutz erfüllt werden, kommen Hohlprofile aus Alublechen mit einer PUR-Ausschäumung zum Einsatz (Foto: Belutec).

Knickziegel

auch: Knickdachziegel, Dachknickziegel

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Bei Knickziegeln handelt es sich um spezielle Dachziegel mit einem Knick. Sie kommen bei geknickten Dachflächen zum Einsatz und ermöglichen einen fachgerechten Übergang von flach zu steil geneigten Dachflächen. Dadurch lassen sich zum Beispiel Bleche an den Knickstellen vermeiden. Knickziegel werden von den Herstellern für die verschiedensten Arten von Dachziegel angeboten. Sie bestehen aus zwei sorgfältig zusammengefügten Flächenziegeln. In Sonderanfertigung werden sie auch auf die jeweils gewünschten Dachneigungen abgestimmt angeboten.

Knieleistengeländer

auch: Relinggeländer

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Das Knieleistengeländer ist ein Treppengeländer, bei dem die Füllstäbe, im Gegensatz zum Füllstabgeländer, parallel zum Handlauf verlaufen. Das Geländer besteht zumindest aus Handlauf, einer Knieleiste und Fußleiste. Der Abstand zwischen Handlauf und Knieleiste sowie zwischen Knieleiste und Fußleiste darf maximal 0,5 m und die Fußleistenhöhe muss mindestens 5 cm betragen. Hat das Geländer mehr als eine Knieleiste, wird es auch als Relinggeländer bezeichnet. Egal wieviele Knieleisten das Geländer besitzt, für Kinder ist es denkbar ungeeignet. Denn wie schnell erklimmt ein Kleinkind das Geländer und ist sich nicht der damit verbundenen Gefahren bewußt. Auf der Abbildung sieht man ein Relinggeländer des Treppenspezialisten Kenngott.

Kniestock

auch: Drempel, Kniestöcke

Wenn ein Dach errichtet wird, müssen die Sparren irgendwo aufliegen. Dies kann entweder direkt die Decke sein oder eben der Kniestock (Drempel). Dabei werden an den Längsseiten des Hauses ( auch Traufseite genannt) die Außenwände über die Decke hinaus hochgemauert oder betoniert. Darauf wird dann die Dachkonstruktion aufgelegt und verankert. Der Kniestock ist meistens zwischen 40 und 80 Zentimeter hoch und schafft so mehr begehbare Wohnfläche unter dem Dach. Je höher der Kniestock also ist, je mehr Stellfläche steht unter der Dachschräge zur Verfügung. Ohne den Kniestock trifft die Dachschräge direkt auf die Obergeschossdecke, was eine mögliche Wohnfläche im (auszubauenden) Dachgeschoß reduziert. Die Höhe des Drempels ist oft im Bebauungsplan vorgeschrieben.

Kniestockstütze

auch: Kniestockstützen

knirsch

Knirsch ist ein Fachausdruck aus dem Bauwesen, der verwendet wird, wenn Bauteile glatt gegen einander stoßen, wobei die Trennfuge nicht verklebt oder vermörtelt zu werden braucht, siehe dazu auch kalibrierte Fliesen.

Knirschfuge

auch: Pressfuge, Knirschfugen

In vielen Fällen ist es nicht möglich, Stahlbetonbauteile(z.B. große Deckenfelder oder Bodenplatten) in einem Arbeitsgang zu betonieren, wenn beispielsweise entweder die Flächen zu groß sind oder verwinkelte Bauteile mit Höhen- oder Dickensprüngen wegen der dazu erforderlichen Schalung in einem Bauwerk dies behindern. Diese Arbeitsfugen, die durch das gegeneinander betonieren zweier Betonierabschnitte entstehen, werden als „Knirschfugen“ (da beide Betonteile knirsch aneinander stoßen) oder als Pressfugen bezeichnet. Knirschfugen durchtrennen damit Bodenplatten oder Decken in ganzer Dicke. Auch wenn sie Fugen heißen, besteht bei Knirschfugen keine Möglichkeit, dass sich sich über die ursprüngliche Lage hinaus ausdehnen.

Knochenglas

siehe Milchglas.

Knochenleim

auch: Perlleim

Knochenleim ist natürlicher, aus Knochen hergestellter Holzleim. Die Leimbrühen werden gereinigt, verdampft und getrocknet, wodurch eine feste Geleeform entsteht. Da diese Formen wie Perlen aussehen, wird Knochenleim auch als Perlleim bezeichnet. Knochenleim ist vollkommen unschädlich und umweltfreundlich. Knochenleim war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts der im Möbelbau überwiegend verwendete Leim. Da er jedoch erst durch Auflösen in Wasser und Erwärmen gebrauchstauglich gemacht wird, ist er für die Industrie eher uninteressant. Durch die Fertigteilbearbeitung in weiten Bereichen des Handwerks ist er auch dort weitgehend zurückgedrängt worden und wird heute fast nur noch im Bereich der Restaurierung verwendet.

Knochenpflaster

Knotendübel

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Der Knotendübel ist ein universell einsetzbarer Dübel. Er spreizt in Vollbaustoffen wie Porenbeton und hält durch Anpressdruck an der Bohrlochwandung. In Hohlbaustoffen oder bei Platten verknotet sich der Dübel im Hohlraum. Der Kotendübel ist abgestimmt auf Holz- und Spanplattenschrauben. Die Schraubenlänge errechnet sich aus der Dübellänge plus Dicke des Montagegegenstandes.

Knüpfel

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Der Knüpfel ist ein Werkzeug des Steinmetz oder Steinbildhauers, der mit diesem Holzhammer und verschiedenen Meißeln die Oberfläche von Gestein bearbeitet. Er wird häufig auch als Klüpfel bezeichnet.

Knüpfziegel

Knüpfziegel ist eine andere Bezeichnung für Krempziegel.

Knüppelratsche

auch: Knüppelratschen

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Eine Ratsche bzw. eine Knarre hat überlicherweise einen geraden Griff wie etwa ein Schraubendreher. Das eigentliche Endstück ist die Knarre. Einige Hersteller produzieren sog. Knüppelratschen, die in der Form in weitestem Sinne an einen Knüppel, eher jedoch an ein Beil erinnern.

Knüppelstufe

auch: Knüppelstufen

Eine sehr einfache Form der Stellstufen sind die sogenannten "Knüppelstufen", bei denen anstelle eines Bordes zwei horizontal übereinander liegende Rundhölzer oder ein senkrecht gestelltes Brett verwendet werden. Als Sicherung dient ein weit genug in den Boden getriebener Holzpflock. Derartig einfache Stufen eignen sich nur für gering belastete Bereiche im Hausgarten.

Koagulation

Der Begriff "Koagulation" hat mehrere Bedeutungen. In der Meteorologie meint Koagulation die Tropfenvergrößerung durch Kollisionen von Tropfen unterschiedlicher Größe bzw. von Tropfen mit Eiskristallen. Weiterhin kommt Koagulation in der Abwasserreinigung vor und bezeichnet dort die Ausflockung. In der Medizin bezeichnet dieser Begriff die Gerinnung von gelösten Stoffen (mit Flüssigkeitsabgabe) durch chemische oder physikalische Faktoren (z.B. Blutgerinnung durch Enzyme, Elektrokoagulation durch Wärmeentwicklung, Chemokoagulation durch Säuren)

Koaxial-Antennenleitung

auch: Koaxial-Antennenleitungen

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Die Koaxial-Antennenleitung ist eine Elektroleitung, die zur Verlegung auf, in oder unter Putz in trockenen und feuchten Räumen sowie im Freien (keine direkte Sonneneinstrahlung) geeignet ist. Auch in Kabelkanälen und Leerrohren ist die Koaxial-Antennenleitung zulässig. Im Erdreich darf es dagegen nicht verlegt werden.

Köcherfundament

auch: Hülsenfundament, Becherfundament, Köcherfundamente

Im Fertigteilbau werden Einzelfundamente für Stützen meist als Köcherfundamente ausgeführt. Es besteht aus einer unteren Fundamentplatte und dem Köcher. Dieser besitzt meist eine Vertiefung in der Mitte zur Aufnahme der Stütze. Sowohl die Köcherwände als auch der untere Teil der Fertigteilstützen werden in der Regel profiliert, um eine bessere Verzahung zu erreichen. Der Hohlraum zwischen beiden Teilen wird nach dem Einsetzen der Stütze mit Vergussmörtel ausbetoniert.

Kochinsel

auch: Kochinseln

Bei einer Kochinsel steht der Herd mitten in der Küche und kann rundherum bedient werden. Oft sind zusätzlich noch Arbeitsflächen oder eine Fläche zum Einnehmen des Essens mit in der Insel integriert. Vom Design her, kann die Kochinsel sehr verschieden aussehen. Sie kann rund, quadratisch oder rechteckig in der Form sein. Gerade runde Küchenblöcke sehen sehr interessant aus, weil selbst der Herd in die Rundung eingebaut wurde. Kochinseln sind momentan groß in Mode, da sie die Kommunikation steigern sollen. Der Koch oder die Köchin kann dann problemlos gleichzeitig kochen und den Gästen dabei in die Augen schauen. Allerdings hat eine Kochinsel auch ihre Schattenseiten. Zunächst braucht man für sie jede Menge Platz in der Küche, am besten gar eine offene Küche. Abgesehen davon: manchmal spritzt es erheblich beim Kochen. Eine Wand hinter dem Kochfeld ist einfacher und schneller zu reinigen als der Essbereich auf hinter der Insel. Zudem sind Dunsthaubenlösungen für eine Insel wesentlich teurer als die klassische Wandhaube. Dafür ist meist der Abluftweg von der Insel lang (mit den entsprechenden Leitungsverlusten) und muss auch noch verkleidet werden. Meist ist auch der Weg zur Spüle sehr weit, wer schonmal einen Topf kochender Kartoffeln über eine längere Strecke tragen musste, um diese abzuschütten, weiß die Spüle direkt neben dem Herd zu schätzen. Auch verteilen sich die Fettspritzer bei einer Kochinsel viel besser im Raum. Die Rutschgefahr steigt dadurch enorm an. Auch ist eine fettverspritzte Wand einfacher und schneller zu reinigen als der Küchenboden.

Kodierschloss

siehe Codeschloss.

Koffer

siehe auskoffern.

Kohäsion

Allgemein ist die Kohäsion der Zusammenhalt von festen und flüssigen Körpern durch Molekularkräfte bei sehr geringen Abständen der Moleküle. Im Bauwesen ist die Kohäsion vor allem beim Zusammenhalt von bindigen Bodenteilchen ein Thema. Die Tragfähigkeit eines bindigen (lehmigen) Bodens hängt im wesentlichen von der Kohäsion ab. Sie ändert sich mit dem Wassergehalt des Bodens. Sandiger Boden kann sich hingegen auf sein Stützgerüst aus Körnern verlassen.

Kohlebadeofen

siehe Badeofen.

Kohlebrandplatten

auch: Kohlebrandplatte

Eine Kohlebrandplatte ist eine spezielle Spaltplatte eines Herstellers, der für den Brennprozess Kohle verwendet. Dadurch erhält die Bodenplatte sowohl eine abriebfeste, als auch eine besonders ungewöhnlich-dekorative Struktur.

Kohlekraftwerk

auch: Kohlekraftwerke

Kohlekraftwerke sind Dampfkraftwerke, die mit Braun- oder Steinkohle befeuert werden. Sie erzeugen in Deutschland mit rund 50.000 Megawatt etwa die Hälfte des Stromes. Die meisten von ihnen sind zur Wärmeauskopplung der Abwärme in die Fernheizung vorgesehen. Eine Kohlekraftwerk arbeitet in vier Energieumwandlungsstufen. In der ersten Stufe wird die zu Staub zermahlene Kohle verbrannt. Dabei wird die chemische Energie der Kohle in Wärmeenergie umgewandelt. In der nächsten Stufe führt diese Wärmeenergie zum Verdampfen von Wasser in einem Kessel. Der Dampf wird dabei unter großem Druck gehalten, die Wärmeenergie wird also in potenzielle Energie des hochgespannten Dampfes umgewandelt. Diesen hochgespannten Dampf lässt man in der dritten Umwandlungsstufe aus den Düsen gegen die Schaufeln der Dampfturbine strömen. Dabei wird die potenzielle Energie in Bewegungsenergie umgewandelt. Die letzte Energieumwandlung findet im Generator statt, der an die Dampfturbine gekoppelt ist. Endlich hat man das, was man haben will - nämlich Strom bzw. elektrische Energie. Die ganzen Umwandlungsprozesse gehen nicht ohne Verluste ab. In jeder Stufe geht ein Teil der Energie in Form von Wärmeenergie verloren, so dass am Ende ein Wirkungsgrad von etwa 45 % (bei modernen Kohlekraftwerken) bis 30 % (bei älteren Kraftwerken) zu verzeichnen ist. Im Durchschnitt liegt der Gesamtwirkungsgrad heute bei etwa 38 %. Problematisch ist bei Kohlekraftwerken das Freisetzen vieler Schadstoffe. So werden allein in Deutschland 300 Millionen Tonnen Kohlendioxid durch Kohlekraftwerke in die Atmosphäre abgegeben. Die Umweltverträglichkeit wurde durch Rauchgasreinigung sowie Reststoffverwertung in den vergangenen Jahren jedoch erheblich verbessert. Moderne Kohlekraftwerke mit Wirbelschichtfeuerung senken die Emissionen von Schwefeldioxid und Stickstoffoxid (Stickstoffoxide) nochmals erheblich und besitzen außerdem einen höheren Wirkungsgrad.

Kohlendioxid

Kohlendioxid ist ein Gas, das bei allen Verbrennungs- und Atmungsvorgängen entsteht. Es wird chemisch mit CO2 abgekürzt, was bedeutet, dass sich zwei Sauerstoffatome aus der Luft mit einem Kohlenstoffatom verbinden. Kohlendioxid wird beim Verbrennen von kohlenstoffreichen Verbindungen wie Holz, Kohle, Öl oder Erdgas freigesetzt. In schwachen Konzentrationen ist das Gas geruchlos. Ist es stärker konzentriert, macht sich CO2 durch einen stechenden Geruch bemerkbar. Erlebt hat das sicher jeder schon einmal, der ein Glas Mineralwasser schnell getrunken hat. Kohlendioxid reichert sich bereits seit Jahrzehnten in der Erdatmosphäre an. Die Zunahme des Gases soll zu einer Erwärmung der Erdatmosphäre führen. Das hat bedrohliche Folgen wie der Anstieg des Meeresspiegels, vermehrtes Auftreten von Dürren an dem einen Ort und von Überschwemmungen an einem anderen Ort. Auch das vermehrte Auftreten von Orkanen oder das Aussterben von Tierarten wird der Zunahme von Kohlendioxid in der Atmosphäre zugeschrieben. Kohlendioxid ist nicht nur schädlich, sondern wird auch vielfältig verwendet, wie zum Beispiel in Getränken, als Dünger in Gewächshäusern, als Schutzgas in der Schweißtechnik oder zum Löschen von Bränden.

Kohlendioxidlöscher

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Der Kohlendioxidlöscher ist ein spezieller Feuerlöscher, der für die Brandklassen B und C zugelassen ist. Aufgrund seiner Löscheigenschaften, wird der CO2-Löscher meist nur in geschlossenen Räumen eingesetzt. Es löscht durch seine erstickende Wirkung, indem der Luftsauerstoff verdrängt wird. Deshalb müssen alle Personen rechtzeitig vorher gewarnt und evakuiert werden. Derjenige, der das Feuer löscht, muss einen Atemschutz tragen und mit dem notwendigen Sauerstoff versorgt werden. Nach Verwendung des Löschmittels muss ausreichend gelüftet werden, bevor ungeschützte Personen den Raum betreten dürfen.

Kohlenmonoxid

Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas. Es ist in Wasser kaum löslich und sehr giftig. Es ist deshalb so giftig, weil es sich mit dem Hämoglobin im Blut verbindet und dadurch der Sauerstoff-Transport blockiert wird. Man kann in diesem Fall trotz normal funktionierender Atmung ersticken, weil das Blut den lebensnotwendigen Sauerstoff nicht mehr in den Körper weiterleiten kann. Kohlenmonoxid ist mitverantwortlich für Rauchgasvergiftungen. Die chemische Industrie benötigt Kohlenmonoxid für die Herstellung von Kunststoffen, die zum Beispiel in CDs, DVDs, Autoscheinwerfern oder Sportbrillen stecken. Kohlenmonoxid ist Ausgangsprodukt vieler großtechnischer organischer Synthesen. Reines Kohlenmonoxid dient in der Metallurgie als Reduktionsmittel und über die Carbonyle zur Gewinnung reiner Metalle.

Kohlenmonoxid-Melder

siehe CO-Melder.

Kohlensäure

siehe Kohlendioxid

Kohlenstoffäquivalent

Das Kohlenstoffäquivalent wird zur Beurteilung der Schweißeignung von Stählen herangezogen. Das Verhalten des Stahls wird ganz entscheidend von seinem Kohlenstoffgehalt und einer Vielzahl anderer Legierungselemente geprägt. Im Kohlenstoffäquivalent wird daher der Kohlenstoffgehalt und der Anteil der ebenfalls die Schweißeignung des Stahls beeinflussenden Elemente in einem Zahlenwert zusammengefasst. Liegt der Wert des Kohlenstoffäquivalents unter 0,45 Prozent, lässt sich der Stahl gut schweißen. Ist der Wert größer als 0,65 Prozent, kann der Stahl nur mit erhöhtem Aufwand geschweißt werden. Es kann zu Kalt- bzw. Härterissen kommen.

Kohlenstoffdioxid

Kohlenstoffdioxid ist die fachlich richtige Bezeichnung für Kohlendioxid.

Kohlenstoffkreislauf

Der Kohlenstoff wird durch natürliche Prozesse vor allem in der Form von CO2 zwischen der Atmosphäre, der Biosphäre und der Hydrosphäre ausgetauscht. Heute ist dieser Zyklus nicht mehr im Gleichgewicht, da sich der anthropogene Einfluss seit der industriellen Revolution zu Beginn des 19 Jh. rapide verstärkt hat. Der durch die Menschheit verursachte CO2-Anstieg findet seine Quellen im Verbrauch fossiler Brennstoffe, in der Abholzung großer Waldflächen und der Änderung der Landnutzung. Folgen sind möglicherweise eine globale Erwärmung und dadurch ein Wandel der klimatischen Bedingungen auf der Erde.

Kohlenstoffmonoxid

Kohlenstoffmonoxid ist der fachlich richtige Ausdruck für den umgangssprachlich meist verwendeten Begriff Kohlenmonoxid.

Kohlevergasung

Die Kohlevergasung bezeichnet Verfahren zur Umwandlung von Kohle in Gas. Dazu sind hohe Temperaturen von 650 bis 2.000 Grad Celcius, Drücke bis 100 Bar sowie Vergasungsmittel wie Sauerstoff, Wasserdampf und Wasserstoff und gemahlene Kohle notwendig. Die Kohlenvergasung wurde in Deutschland großtechnisch durchgeführt, verlor aber aus wirtschaftlichen Gründen mit dem Vordringen von Erdöl und Erdgas an Bedeutung. In jüngster Zeit wird ihr jedoch wieder zunehmendes Interesse entgegengebracht. Je nach Verfahren entsteht bei der Kohlevergasung Synthesegas mit verschiedenen Anteilen von Wasserstoff, Kohlenmonoxid und Methan. Synthesegas dient als Ausgangssubstanz der chemischen Industrie. Aus Synthesegas können u.a. Methanol und höhere Kohlenwasserstoffe (z.B. Benzin) hergestellt werden. Synthesegas mit hohen Methananteilen findet als Erdgasersatz Verwendung.

Koinzidenzeffekt

Kokosfaserdämmung

auch: Kokosfasermatte, Kokosfaserdämmungen, Kokosfaser-Dämmung, Kokosfaser-Dämmungen, Kokosfaserdämmstoffe

Auch mit Kokosfasern lässt sich dämmen. Die Fasern gewinnt man aus der Kokosnusshülle und verarbeitet sie nach Reinigung und Trocknung zu Filzen, Matten und Platten. Zur Gewährleistung des Brandschutzes werden die Fasern mit Ammoniumsalzen imprägniert. Sie gelten als pilz-, insekten und feuchtigkeitsresistent. Mit Kokosfaserdämmungen werden beispielsweise Decken und Böden gedämmt. Auch als Zwischensparrendämmung unter dem Dach ist die Dämmung geeignet. Kokosfasermatten werden auch zur Dämmung von Fensteranschlüssen eingesetzt. Kokosfasern besitzen relativ gute Wärmedämm- und Schallschutzeigenschaften und sind sowohl unter bauphysikalischen, als auch unter ökologischen Aspekten als empfehlenswert einzustufen.

Kokosfasermatte

auch: Kokosfasermatten

Kokospalme

auch: Kokospalmen

siehe Palmenholz.

Koks

Bei Koks handelt es sich um einen Brennstoff mit einem hohen Anteil an Kohlenstoff. Er wird in Kokereien aus Braunkohle oder Steinkohle gewonnen. Das geschieht durch Wärmeeinwirkung unter Sauerstoffabschluss. Ist in der Kohle viel Schwefel enthalten, wird diese abgetrennt. Koks kommt vor allem bei der Eisenproduktion in Hochöfen zum Einsatz. Hier ist die Steinkohle nicht geeignet, da bei der Verbrennung zu viel Schwefel, Rauch und Ruß freigesetzt werden. Zum Heizen kommt Koks auch gelegentlich in privaten Haushalten zum Einsatz. Hierfür ist ein Kokskessel notwendig.

Koksheizkessel

siehe Kokskessel.

Kokskessel

auch: Koksheizkessel

Bei einem Kokskessel handelt es sich um einen Heizkessel, der mit Koks befeuert wird. Diese Art des Heizens war früher weit verbreitet. Heute spielen Kokskessel auf dem Markt kaum eine Rolle mehr. In einigen Regionen Deutschlands ist das ergänzende Heizen mit Koks jedoch eine günstige Alternative zu herkömmlichen Brennstoffen. Kokskessel lassen sich in der Regel auch mit Scheitholz betreiben.

Kolonnaden

auch: Kolonnade

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Die Kolonnaden ist ein in den Baukörper eines großen Gebäudes, zum Beispiel eines Grandhotels oder eines "Kaufpalastes" einbezogener oder vorgesetzter, überdachter Säulengang. In Mitteleuropa wurden in der Blütezeit der fürstlichen Kurbäder allenthalben Kurkolonnaden gebaut, unter denen die Kurgäste zum Teil heute noch lustwandeln. Arkaden gebaut. Der Unterschied zwischen Kolonnaden und Arkaden besteht darin, dass bei Kolonnaden die Säulen eine gerade Decke stützen und dementsprechend auch keine Bogenform aufweisen. Unser Foto zeigt eine Computermodell der östlichen Kolonnaden auf dem Forum des Kaisers Trajan in Rom.

Kolophonium

Kolophonium ist das Harz von Kiefern und Fichten. Das Naturharz ist gelb bis braun, glas- oder bernsteinartig durchscheinend und alkohollöslich. Es wird bzw. wurde zur Herstellung oder dem Gebrauch zahlreicher Dinge verwendet: Zur Leimung von Papier, zur Herstellung von Lacken und Farben, Siegellack und Isoliermitteln.

Kombibalken

Kombibalken sind verleimte Balken, die aus zwei Holzarten bestehen. Sie werden vor allem im Blockhausbau verarbeitet, wobei z. B. innenseitig Fichte und außenseitig robustere Holzarten wie Lärche bzw. White Cedar eingebaut werden.

Kombi-Band-Schleifmaschine

auch: Kombi-Band-Schleifmaschinen, Kombi-Bandschleifmaschine, Kombi-Bandschleifmaschinen, Kombibandschleifmaschine, Kombibandschleifmaschinen

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Eine Kombi-Band-Schleifmaschine ist ein stationäre Schleifmaschine. Es gibt die Maschine in verschiedenen Ausführungen. Grundsätzlich besteht sie aus einem Bandschleifer und einer Schleifscheibe. Die Maschine auf dem Foto verfügt noch nach Art eines Doppelschleifers über eine Stahlbürstenscheibe. Diese kann ausgewechselt werden z. B. gegen eine Polierscheibe. Somit steht ein Universalwerkzeug zur Verfügung zum Entgraten und zum Flächenschleifen wie auch zum Schärfen oder Polieren von Werkstücken.

Kombihammer

auch: Kombihämmer

Der Kombihammer ist ein multifunktionales Elektrowerkzeug. Es eignet sich zum Beispiel zum Hammerbohren in Beton, Mauerwerk und Naturstein. Weiterhin wird er zum Meißeln von Beton, Mauerwerk und Naturstein mit Spitzmeißel, Flachmeißel, Hohlmeißel, Kanalmeißel, Fugenmeißel und Stockerwerkzeug (siehe Stocken) eingesetzt. Schließlich lässt sich mit dem Kombihammer auch ohne Schlag in Holz und Metall bohren oder mit den entsprechenden Rührwerkzeugen Mörtel anrühren.

Kombikabine

auch: Kombikabinen

Kombinagler

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Der Kombinagler beinhaltet zwei Geräte in einem. Zum einen lassen sich Klammern verarbeiten wie beispielsweise für unsichtbare Verbindungen in der Nutwange bei Paneelen sowie Nut- und Federbrettern. Zum anderen ist er zum Nageln geeignet, z.B. für den Randabschluss bei Holzverkleidungen sowie Zier-, Profil- oder Sockelleisten. Es ist daher das universelle Gerät für den Innenausbau.

Kombinationsabzweig

auch: Kombinationsabweige

siehe Abzweig.

Kombinationszange

siehe Kombizange.

Kombiofen

auch: Kombiöfen

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Der Kombiofen ist eine Kombination aus Warmluftofen und Grundofen, d.h. es werden die Vorzüge beider Kachelofentypen miteinander vereint. Er gibt gesunde Strahlungswärme über eine relativ große Speichermasse an die Umgebung ab und bleibt sehr lange warm. Im Inneren des Kachelofens steht ein gusseiserner Heizeinsatz. Um den Heizeinsatz herum, bzw. an einer Seite des Heizeinsatzes, wird ein Hohlraum gelassen, in dem die Luft von der metallischen Fläche des Einsatzes sofort erwärmt wird. Diese Luft strömt dann durch ein Lüftungsgitter oder eine Lüftungskachel in den Raum. Die Heizgase im Feuerraum jedoch werden über ein Rauchrohr in ein Zugsystem (Speicher) geleitet. Die heißen Metallflächen des Einsatzes erwärmen die Raumluft und der heiße Rauch zieht durch die Schamotte-Züge und erwärmt den Speicher.

Kombiplatte

auch: Kombiplatten

Eine Kombiplatte ist eine Holzwerkstoffplatte, die aus einem Vollholzkern und zwei dünnen Spanplatten-Deckschichten besteht. Da sie ebenso glatt wie eine Spanplatte, aber leichter und stabiler ist, wird sie gerne für Fachböden und Wandborde eingesetzt.

Kombi-Raspelfeile

auch: Kombi-Raspelfeilen

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Die Kombi-Raspelfeile ist ein Werkzeug, das auf der einen Seite Feile und auf der anderen Seite Raspel ist. Mit der Raspel läßt sich Holz, Sperrholz und weiche Kunststoffe grob feilen. Die Feile ist für feine Oberflächenbearbeitung von Metallen, Eisen und Kunststoffen geeignet.

Kombi-Schärffeile

auch: Kombi-Schärffeilen

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Eine Kombi-Schärffeile ist eine Feile mit zwei unterschiedlichen Seiten und unterschiedlichem Hieb. Die eine Seite ist für das grobe Schärfen von Spaten, Hacken und Äxten geeignet, mit der anderen Seite lassen sich diese Werkzeuge fein Schärfen. Diese Seite ist zudem zum Schärfen von Messern und Scheren geeignet.

Kombischleifmaschine

Kombischott

auch: Kombischotts

siehe Abschottung.

Kombispeicher

Kombispeicher sind Teil einer Solaranlage und dienen der Speicherung von warmem Wasser. Kombispeicher bestehen aus zwei Speichern, einem Pufferspeicher und einem - im oberen Bereich des Puffer-Speichers integrierten - Warmwasserspeicher. Anstelle des Warmwasserspeichers kann auch eine Heizspirale integriert sein, die das Wasser im Durchfluss erwärmt. Einsatzgebiet von Kombispeichern ist z. B. die kombinierte solare Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung. Der Kombispeicher ist mit dem Heizkessel und der Solaranlage verbunden. Der Pufferteil des Kombispeichers beinhaltet das Heizwasser des Heizkreislaufs. Im unteren Bereich des Kombispeichers ist der Solarwärmetauscher angeordnet. Bei ausreichender Sonneneinstrahlung fließt die Wärmeträgerflüssigkeit der Solaranlage durch diesen Wärmetauscher und erwärmt das Heizwasser im Pufferteil des Speichers. Dieses wiederum gibt die Wärme an den Warmwasser-Speicher bzw. an die Heizspirale weiter. Sollte nicht genügend solare Wärme zur Verfügung stehen, wird der Heizkessel zugeschaltet. Wird hingegen mehr solare Wärme erzeugt, als für die Trinkwassererwärmung benötigt, wird diese bei Bedarf an den Heizkreislauf abgegeben.

Kombitherme

Die Kombitherme ist ein in einer Einheit kombiniertes Heizungsgerät plus Gas-Durchlauferhitzer. Sie sorgt bei Bedarf für Wärme im Haus und jederzeit für fließend warmes Wasser. Typisches Merkmal einer Therme ist der geringe Wasserinhalt des Wärmetauschers (weniger als 0,13 Liter pro kW Heizleistung). Das spart Platz und ermöglicht sehr kurze Ansprechzeiten. So steht bei einer Gaskombitherme in kürzester Zeit Warmwasser zur Verfügung.

Kombizange

auch: Kombinationszange, Kombizangen

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Die Kombinationszange, kurz Kombizange, ist, im Gegensatz zur Kneifzange, ein Werkzeug mit mehreren Funktionen. Mit den Schneiden lassen sich Draht, kleinere Nägel und Kabel trennen. Die Greifbacken halten flache Gegenstände fest, und mit der elliptischen Aussparung in der Mitte lassen sich vor allem runde Gegenstände greifen oder drehen.

Komfortwert

auch: Komfortwerte

Der Komfortwert ist wie der Strapazierwert Bestandteil des Teppichsiegels. Er ergibt sich aus der Noppenzahl sowie aus Polschichtgewicht und Polschichtdicke. Der Komfortwert wird mit Hilfe einer mathematischen Formel ermittelt. Die Unterteilung ist 4-stufig und wird von einfach bis luxuriös vorgenommen.

kommunaler Bauhof

auch: kommunale, Bauhöfe

siehe Bauhof.

kommunales Schmutzwasser

Als kommunales Schmutzwasser wird Abwasser aus geschlossenen Siedlungsgebieten bezeichnet. Es enthält häusliches, gewerbliches und industrielles Schmutzwasser sowie möglicherweise auch Regenwasser und Fremdwasser.

Kommunikationskabelschneider

Der Kommunikationskabelschneider ist eine spezielle Ausführung eines Kabelschneiders. Die papageienschnabel-ähnlichen Klingen erlauben das saubere Ablängen von blei- und gummi-ummantelten Kommunikationskabeln, wie sie im profressionellen Einsatz verlegt werden. Kabel mit sehr hoher Härte bzw. mit Stahlkern können mit diesem speziellen Werkzeug nicht abgelängt werden.

Kompaktdach

Das Kompaktdach ist eine Markenbezeichnung der Foamglas-Industrie. Dieses System erlaubt die Ausführung als einschaliges, unbelüftetes Flachdach aus Schaumglas, es ist inzwischen zudem wirtschaftlich und technisch leistungsfähig herstellbar. Per Definition ist das Kompaktdach durch den vollflächigen und vollfugigen Verbund sämtlicher Funktionsschichten im Dach beschreiben. Der hohlraumfreie Aufbau mit Schaumglasplatten beginnt ohne zusätzliche Dampfsperre unmittelbar auf der tragenden Decke, auf Beton, und wird bis zur Oberlage der Abdichtung fortgesetzt. Das ist der markante Unterschied zu allen anderen Dächern.

Kompakt-Dämmhülse

auch: Kompakt-Dämmhülsen

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Wasser, das in Wannen, Spülkästen oder Waschbecken fließt, versetzt diese in Schwingungen, die Schallwellen erzeugen und als sogenannter Körperschall durch Wände, Fußböden und Decken in andere Räume weitergeleitet werden. Dadurch entstehen erhebliche Geräuschbelästigungen. Nicht ohne Grund heißt es in vielen Mietverträgen: Baden und Duschen nicht nach 22 Uhr. Ein spezieller Fußbodenaufbau mit Dämmschicht sorgt dafür, dass Trittgeräusche nicht weitergeleitet werden. Dies geschieht mit speziellen Kompakt-Dämmhülsen. Mit diesen qualifizierten, erprobten, reißfesten Körperschall-Systemdämmungen können Körperschallkontakte zwischen Rohren, Wannen, Unterputzspülkästen und Baukörper zuverlässig vermieden werden. Spätere Nachbesserungen sind nur mit großem baulichen Aufwand möglich und deshalb ist Vorbeugung gerade in diesem sensiblen Schallschutzbereich überaus wichtig.

Kompaktgerät

auch: Kompaktgeräte

Kompaktgeräte sind ein Grundtyp von Klimaanlagen bzw. eines Raumklimageräts. Kompaktgeräte(bis 5 kW) sind die klassischen Kältemaschinen, die in den USA und in den südlichen Ländern fest in die Außenwand oder in die Fenster montiert sind. Sie bringen erhebliche Leistung, tragen aber nicht zur Verschönerung der Hausfassaden bei.

Kompaktheizkörper

Kompaktheizkörper gehören zur Gruppe der Flachheizkörper. Sie lassen sich durch ihre kompakten Abmessungen sehr gut im Raum integrieren. Zudem kommen sie mit niedrigen Wassertemperaturen als ältere Heizkörper aus, die nicht selten 90 Grad warmes Wasser benötigen. Kompaktheizkörper begnügen sich hingegen mit 55 Grad Celcius warmem Wasser. In der Regel werden Kompaktheizkörper unter Fenstern angeordnet. Damit solch ein Heizkörper optimal arbeiten kann, darf er nicht mit Möbeln zugestellt werden. Auch Vorhänge stören die Wärmeausbreitung. Kompaktheizkörper gibt es in zahlreichen Designs und Formen.

Kompaktlader

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Der Kompaktlader ist eine Baumaschine und zählt zur Gruppe der Radlader. Kompaktlader sind klein, wendig und multifunktionell. Sie sind für alle kleineren Bauarbeiten in der Stadt, im Garten, im Bereich der Instandhaltung und allgemein im Bauwesen geeignet. Für Kompaktlader werden verschiedene Anbaugeräte angeboten, die ihn so vielseitig machen. Anbaugeräte sind z.B. Bodenfräse, Grabenfräse, Anbaudumper, Abbruchschere, Bodenfräse, Universalschild, Universalgabel, Nivellierrechen, Palettengabel und Universalgreifer.

Kompaktleuchtstofflampe

auch: Kompaktleuchtstofflampen, Kompakt-Leuchtstofflampe, Kompakt-Leuchtstofflampen, Kompakt-Leuchtstofflampe

Komposit

auch: Komposite

Der Begriff leitet sich aus dem Lateinischen "Compositum" ab und bedeutet, dass ein Werkstoff aus zusammengesetzten bzw. zusammengemischten Materialien besteht. Komposite haben in der Holzwirtschaft eine steigende Bedeutung, da sie aus Holzfasern hergestellt werden (Anteil ca. 60 - 70 %), wetterfest sind und somit eine Alternative zu Tropenhölzern bilden, wenn Holzterrassen oder Zäune gefragt sind. Im Handel werden Dielen und Bohlen aus diesem Komposit meistens als "WPC" angeboten, der Abkürzung für Wood Plastic Composites.

Kompositionsgold

auch: Blattgold-Imitation

Als Kompositionsgold werden zu hauchfeinen Blättern geschlagene Metalle mit goldglänzendem Aussehen bezeichnet, die an Stelle des weitaus teureren Blattgoldes verarbeitet werden. Es ist geeignet für alle Vergoldungen, die nicht der Witterung ausgesetzt sind, also Bilder- und Spiegelrahmen, Ikonen usw. Kompositionsgold sollte mit Zaponlack oder Schellack überdeckt werden, um es vor Oxidation zu schützen.

Kompost

auch: Abfallkompostierung

Kompost ist das Zersetzungsprodukt organischer Abfälle. Die Kompostierung läuft im wesentlichen in zwei Phasen ab: Zuerst werden in der sog. Abbauphase die organischen Materialien durch Bakterien in ihre Bestandteile zersetzt. Innerhalb weniger Wochen zerfällt das Material unter großer Wärmeentwicklung. Das Innere des Komposthaufens kann dabei durchaus 80 Grad heiß werden. Dabei werden Krankheitserreger und Unkrautsamen vernichtet. Danach sinkt die Temperatur und die Abbauphase verläuft deutlich ruhiger. In der folgenden Aufbauphase entstehen die Huminstoffe, die gemeinsam mit Tonmineralien wichtig für die Bodenqualität sind. Es kommt im Kompost zur Ansiedlung von Regenwürmern, Borstenwürmern und Spinnentieren, die für einer zusätzliche Zerkleinerung und eine bessere Durchmischung des Kompostes sorgen. Durch die Verwendung von Kompost profitiert der eigene Garten durch die Zufuhr von Humus- und Nährstoffen spürbar: Die Bodenqualität steigt, die Pflanzen wachsen kräftiger und werden unempfindlicher gegen Schädlinge.

Komposttoilette

auch: Komposttoiletten

Bei einer Komposttoilette handelt es sich um eine Toilette, die ohne Spülung auskommt. Die Fäkalien werden direkt in einen mit Stroh oder Rindenmulch gefüllten Behälter geleitet und dort kompostiert. Solche eine naturnahe Form der Entsorgung bietet sich im Außenbereich und bei fehlender Kanalisation bei kleineren Hütten oder Gebäuden an. Es ist weder ein Wasseranschluss noch ein Abwasseranschluss notwendig. In einer Komposttoilette können auch organische Abfälle aus dem Garten oder der Küche verarbeitet werden.

Kompressionsbauweise

Von Kompressionsbauweise wird im Straßenbau bei Asphalt gesprochen, der nach Einbau und Walzverdichtung noch nicht die endgültige Verdichtung erreicht hat, sondern seinen endgültigen Lagerungszustand erst durch die Verkehrsbelastung erhält. Alle früher üblichen Makadamdecken und Asphaltdeckschichten im Warmeinbau zählen dazu. Die Kompressionsbauweise ist veraltet. Heute werden Asphaltschichten meist im Heißeinbau eingebracht. Zu Reparaturzwecken kommt auch der Kalteinbau zum Einsatz.

Kompressions-Wärmepumpe

auch: Kompressionswärmepumpe, Kompressions-Wärmepumpen, Kompressionswärmepumpen

Eine Kompressions-Wärmepumpe ist eine Wärmepumpe, bei der die Druckerhöhung des Kältemitteldampfes durch eine mechanische Verdichtung erfolgt. Angetrieben wird der Kompressor meist mechanisch.

Kompressor

auch: Kompressoren

Ein Kompressor ist ein Gerät zur Erzeugung von Druckluft durch Luftkomprimierung, z.B. für den Drucklufthammer, Druckluftbohrer oder Druckluftnagler. Es gibt Kompressoren mit unterschiedlicher Leistung für den Heimwerker oder für den Profi sowie fest installiert oder tragbar. Auf der Baustelle findet man häufig auch fahrbare Kompressoren, die fest auf einem Anhänger installiert sind. Betrieben werden Kompressoren meist mit Strom, es gibt aber auch Geräte, die von einem Dieselmotor angetrieben werden.

Kompriband

auch: Abdichtband, Kompribänder

Ein Kompriband ist ein vorkomprimiertes, imprägniertes Schaumstoffdichtungsband auf Polyurethanbasis, das nach dem Einbringen in eine Fuge langsam expandiert und sich dicht an die Fugenränder anlegt. Einsatzbereiche von Kompriband sind: Dehnfugen, Abdichtungen bzw. Fertigbauteile, Asbestzementteile, Fenster- und Türanschlüsse, Trennwände usw. Der Einbau dieser komprimierten Dichtungsbänder wird durch die Energieeinsparverordnung für das Verfugen von Fenster-Maueranschlüssen vorgeschrieben.

Komprimator

auch: Komprimatoren

siehe Müllpresse.

komprimiertes Dichtungsband

auch: komprimierte, Dichtungsbänder

siehe Kompriband

Koncha

siehe Apsis.

Kondensat

siehe Tauwasser.

Kondensathebeanlage

auch: Kondensathebeanlagen

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75% aller Wärmeerzeuger, die zur Zeit installiert werden, sind Brennwertgeräte, die neben Wärme auch Kondensat erzeugen. Wegen seine hohen Säuregehaltes ist das Kondensat über das Abwassersystem zu entsorgen. Befinden sich Kessel oder Therme unterhalb der Rückstauebene oder ist keine Gefälleabflussleitung vorhanden, wird eine Hebeanlage zur zuverlässigen Kondensatentsorgung benötigt - eben eine Kondensathebeanlage.

Kondensation

auch: Schwitzwasser

Wenn feuchtwarme Umgebungsluft auf kältere Teile in einem Raum trifft, kommt es zur Kondensation. Das in der Raumluft enthaltene ("schwebende") Wasser kondensiert - es entstehen kleine Wassertropfen, die sich irgendwo niederlassen. Der Effekt tritt auch auf, wenn man eine kalte Bierflasche aus dem Kühlschrank holt und sich daran aus der Raumluft ein Kondensat entwickelt und in Tropfenform niederläßt. Solches Kondensat bildet sich besonders gern in Neubauten aus massiven Baustoffen, in denen ein erheblicher Restwassergehalt gespeichert ist, was zu einer hohen Luftfeuchtigkeit beiträgt. Durch Kondensation gebildetes Wasser, das sich in Räumen niederschlägt, bildet einen Nährboden für Schimmel. Kondensation bedroht durch Oxidation die Metallteile im Bau (z.B. Putzschienen). Sie führt zur Zerrüttung von Baustoffen, abplatzendem Putz, Frostschäden, Verfärbungen, Verlust der Dämmwirkung von Wärmedämmstoffen, Verformungen durch Quellen und Schrumpfen der Baustoffe oder zur Riß- und Spaltenbildung. Maßnahmen gegen Kondesation, siehe Tauwasserschutz.

Kondensationsheizkessel

Kondensationsheizkessel ist die selten verwendete Bezeichnung für Brennwertkessel.

Kondensatpumpe

auch: Kondensatpumpen

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Eine Kondensattpumpe ist eine Anlage, die speziell für die Förderung von aggressivem Kondensat aus modernen Brennwertgeräten entwickelt wurde. In der Heizkesseltechnologie hat sich seit einigen Jahren sehr erfolgreich die Brennwerttechnik durchgesetzt. Durch die zusätzliche Nutzung der im Abgas gespeicherten Wärme über einen nachgeschalteten Wärmetauscher werden die Rauchgase über ihren Taupunkt hinaus abgekühlt. Dabei bildet sich Kondensat, das in der Regel über einen Kondensatablaufschlauch aus dem Kessel in die örtliche Kanalisation abgeleitet wird. Desgleichen kann ein Teil des Kondensats auch in der Abgasanlage entstehen. Dieser Sachverhalt bedarf in mehrerer Hinsicht besonderer Beachtung. Zum einen kann das Kondensat in vielen Fällen, besonders bei der Kesselsanierung, nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand im freien Gefälle in die Hausabflussleitung eingeleitet werden. Eine leistungsstarke Kondensatpumpe, mit der auch die entlegensten Einleitungsstellen im Gebäude erreicht werden, schafft da wirkungsvolle Abhilfe. Aber auch die Werkstoffe, die mit dem sauren und aggressiven Kondensat in Berührung kommen, bedürfen einer besonderen Aufmerksamkeit. Nur ausgesuchte Edelstahlsorten und Kunststoffe gewähren hier eine lange Lebensdauer.

Kondenswasserbildung

siehe Kondensation

Kondroti

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Kondroti ist ein Tropenholz, das man vor allem in Westafrika findet. Der Splint ist weiß bis rotlichgrau, später gelblichbraun verfärbend. Das Kernholz ist im frischen Zustand rosa bis hellrötlichbraun. Das trockene Holz dunkelt rotbraun nach und sich hebt sich deutlich vom Splint ab. Kondroti ist ein mäßig leichtes Holz mit Festigkeitseigenschaften, die denen des Okoume weitgehend entsprechen. Kondroti ist wegen seiner guten Schälfähigkeit besonders für die Herstellung von gezogenen Decks und Platten geeignet. Wegen der leichten Bearbeitung ist auch eine Verwendung als Vollholz im Innenbau möglich, so vor allem für Leisten, Bekleidungen,leichte Rahmenkonstruktionen und Blindhölzer sowie für Zierverpackungen, wie Kästen und Schachteln.

Konfigurator

Ein Konfigurator ist eine Software, mit der Küchen, Badezimmer oder sogar Fertighäuser am Bildschirm geplant werden können. Konfiguratoren sind im Profi-Bereich seit langem im Einsatz. Für Heimwerker und Bauherren werden aber auch Online-Konfiguratoren angeboten, wobei die Software so abgestimmt ist, dass sich nur Pläne am Bildschirm darstellen, die tatsächlich werkseitig verwirklicht werden können. Freie Planungen sind also mit dieser Software nicht möglich.

Konglomerat

Bei einem Konglomerat handelt es sich um einen verfestigten Schotter. Die Vorkommen am deutschen Alpenrand nennt man Nagefluh, die entsprechenden aus Italien Ceppo. Beide weisen noch viel Hohlräume auf und werden von Unkundigen oft für Stampfbeton gehalten. Wenn die Hohlräume gut durch Calcit ausgeheilt sind, verfährt man mit den oft recht bunten Konglomeraten wie mit Kalkstein. Besonders ornamentive Sorten kommen aus Österreich, Italien, Bulgarien, Griechenland und Portugal. Konglomerate sind für Steinmetze und in der Bauwirtschaft brauchbar, wenn die einzelnen Trümmer fest im Verband sitzen und die Härte (Festigkeit) des Gesteins annähernd gleichartig ist. Eingelagerte Quarzitgerölle erschweren eine Bearbeitung. Die technische Beurteilung der Konglomerate ist ähnlich wie bei grobem Sandstein.

Koniferen

Koniferen ist eine vor allem in Baumschulen gebräuchliche Sammelbezeichnung für Nadelbäume. Sie haben ihren Namen vom lateinischen Wort „conifera“, was soviel heißt wie „Zapfenträger“. Zu den Koniferen zählen Kiefern, Eiben, Fichten, Wacholder und Tannen. Vor allem Lebensbäume (Thuja) und Schein-Zypressen erleben momentan eine Renaissance – nicht nur im Garten, sondern auch auf Balkon und Terrasse. Koniferen werden in der Regel nach dem Sommer zurückgeschnitten. Die meisten Koniferen lassen sich in jedes gewünschte Modell schneiden. Der Baumschnitt sollte nicht an einem sonnigen Tag durchgeführt werden, damit die freigelegten Äste nicht sofort der prallen Sonne ausgesetzt sind.

Königsholz

auch: Eisenholz, Königshölzer

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Königsholz ist ein besonders dekoratives Holz, das aus Sumatra und Brasilien eingeführt wird. Das Königsholz, oft auch Eisenholz genannt, besitzt eine hell- oder dunkelbraunrote Farbe mit fast schwarzen Adern. Das Holz ist sehr hart, fest und schwer, fast ohne Poren. Es lässt sich trotz seiner Härte gut bearbeiten, sauber drehen und auch messern. Gehobelte Flächen sind glatt und lassen sich gut leimen und polieren. Es wird in der Kunsttischlerei und Drechslerei, sowie in der Stock- und Bürstenfabrikation sehr geschätzt. Das dekorative Holz wird sehr gerne für den exklusiven Innenausbau und für Luxusmöbel verwendet.

Königswasser

auch: Aqua Regia

Königswasser ist ein Gemisch aus 1 Teil konzentrierter Salpetersäure und 3 Teilen konzentrierter Salzsäure. Da dieses Gemisch in der Lage ist, sogar das „königliche“ Edelmetall Gold zu lösen, wurde es aqua regis oder aqua regia (lat. Wasser des Königs bzw. königliches Wasser), also Königswasser, genannt. Das aufgelöste Gold wird dazu verwendet, auf anderen Metallen Goldüberzüge anzubringen. Mit Hilfe von Königswasser werden aber u. a. auch Edelmetallpräparate für die Porzellan- und Glasmalerei hergestellt.

Konka v-Schüsselung

auch: Konkav-Schüsselungen

siehe schüsseln.

Konkludente Abnahme

Konsistenz

Konsistenz bezeichnet in der Betontechnik die Verarbeitbarkeit des Frischbetons. Je nach Gegebenheit kann der Beton steif, plastisch, weich oder fließfähig sein.

Konsistenzbereiche

Frischbeton wird bezüglich seiner Verarbeitbarkeit in die vier Konsistenzbereiche steif, plastisch, weich und fließfähig eingeteilt.

Konsolanker

Konsole

auch: Konsolen

Eine Konsole bezeichnet in der Architektur einen aus der Wand vorspringender Tragstein , auch Kragstein genannt, der als Auflager für unterschiedliche Konstruktionen wie Balkon und Emporen oder bei Sakralbauten für Heiligenfiguren dient. Aus diesem ursprünglichen Begriff haben sich die Konsolen aus Holz oder Metall abgeleitet, die heutzutage allenthalben als Halterung für Einfachregale angeboten werden.Aber auch Handwerker benötigen Konsolen - beispielsweise, wenn Sie das Gehäuse einer Klimaanlage an der Wand befestigen wollen.

Konsolgerüst

auch: Konsolgerüste

Konsolgerüste sind Baugerüste, die auf Konsolen aufliegen. Diese sind aus Holz oder Stahl in Form von rechtwinkligen Dreiecken. Die Auskragung der Konsolgerüste darf maximal 1,30 m und der Konsolabstand höchstens 1,50 m betragen. Konsolgerüste dürfen nur an Stahlbetondecken befestigt werden. Je Konsole müssen 2 Einhängeschlaufen aus Betonstahl BSt 500 S oder Profilstahl St 37-2 mit einem Mindestdurchmesser von 10 mm angeordnet werden, die mindestens 50 cm in die Decke hineinragen und an der Deckenbewehrung verankert werden müssen. Der Gerüstbelag muss vollflächig mit mindestens 3,5 cm dicken Brettern oder Bohlen aus Nadelholz ausgelegt sein. Der Belag darf nicht ausweichen oder wippen.

Konsolhaken

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Der Konsolhaken ist ein Vierkant-Stahlhaken aus gebläutem Stahl mit einer Standardbreite von 3,8 oder 4,3 mm bei Längen zwischen 40 und 80 mm. Diese Haken wurden früher handgeschmiedet. Sie dienten und dienen der Wandbefestigung von Konsolen für Regale, wobei die moderne Dübeltechnik den Konsolhaken etwas ins Abseits gedrängt hat (Fotos: Bierbach).

Konsolidation

Konsolidationssetzung

auch: Primärsetzung

Als Konsolidationssetzung bezeichnet der Fachmann die Setzung von wassergesättigten Böden infolge Auspressen von Porenwasser. Mehr zu diesem Thema unter Konsolidierung.

Konsolidierung

auch: Konsolidation

Die Konsolidation bzw. Konsolidierung ist in der Bodenmechanik die Änderung der Porenzahl und des Wassergehaltes eines Bodens infolge einer Änderung der effektiven Spannungen. Zunahme der Porenzahl und des Wassergehalts wird auch Schwellung genannt. Wassergesättigte Böden konsolidieren nach einer Erhöhung bzw. schwellen nach einer Verminderung der totalen Spannungen mit zeitlicher Verzögerung unter zeitlicher Abnahmen bzw. Zunahme des Porenwasserdrucks entsprechend der Wasserdurchlässigkeit des Bodens. Injektionstechnisch betrachtet ist eine Konsolidierung die künstliche Verfestung von Fels und Boden mittels Injektionen.

Konstruktionsfräser

Konstruktionsgrundfläche

auch: KGF, Konstruktionsgrundflächen

Die Konstruktionsgrundfläche (KGF) bei einem Gebäude ist die Summe der Grundflächen von Wänden, Stützen und Pfeilern (hierzu gehören auch Schornsteine, nicht begehbare Schächte, die Fläche von Türöffnungen, Wandnischen und Wandschlitzen). Zur Ermittlung der Konstruktionsgrundfläche sind die jeweiligen Fertigmaße anzusetzen, d.h. der Putz oder die Verkleidungen werden mitgerechnet, nicht jedoch evtentuell vorhandene Sockelleisten, Schrammborde sowie Vor- und Rücksprünge an den Außenflächen.

Konstruktionsleichtbeton

Konstruktionsleichtbeton ist ein Leichtbeton mit sehr hoher Druckfestigkeit, der bei Bauteilen eingesetzt wird, bei denen eine hohe Festigkeit und ein geringes Eigengewicht erforderlich sind. Erreicht werden die guten Werte durch die Zugabe von Silicastaub und Hochleistungsverflüssiger.

Konstruktionstür

auch: Konstruktionstüren

Konstruktionstür ist die eigenwillige Bezeichnung eines süddeutschen Herstellers für seine Alu-Hauseingangstüren mit Sprossen und Glasfüllungen.

Konstruktionsvollholz

auch: Konstruktionsvollhölzer

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Konstruktionsvollholz (KVH) ist die Bezeichnung für ein nach Tragfähigkeit, Holzfeuchte, Einschnittart und Maßhaltigkeit sortiertes, besonders hochwertiges Bauholz aus einheimischer Fichte, Tanne, Lärche oder Kiefer. Der Begriff "Konstruktionsvollholz" ist nicht genormt, sondern eine „Erfindung“ der Bauholzindustrie. Mit diesem Produkt hat die Sägeindustrie auf die schlechte Bauholzqualität der vergangenen Jahre reagiert, als oftmals Holz mit einem Feuchtegehalt von mehr als 18 % verbaut wurde und dadurch entsprechende Schäden in den Bauwerken durch die nachträgliche Austrocknung des Holzes entstanden. Die Sägeindustrie garantiert, dass das KVH bei Anlieferung auf der Baustelle einen Feuchtegehalt von maximal 15 % aufweist. Dieser Feuchtegehalt wird durch künstliche Trocknung erreicht. Gleichzeitig wird damit eine höhere Maßhaltigkeit erzielt, die optische Qualität des geschnittenen Bauholzes wird verbessert.

Konstruktiver Holzschutz

auch: Konstruktivem, Holzschutz, Konstruktiven, Holzschutz

Konstruktiver Holzschutz ist die Bezeichnung für alle Maßnahmen, die eine Dauerbelastung von Holz im Außenbereich vor allem durch Nässeeinwirkung verhindern oder doch zumindest stark einschränken, ohne dass das Holz mit Holzschutzmitteln behandelt werden muss. Zu diesen konstruktiven Maßnahmen gehören die Wahl von hochwertigen Hölzern, möglichst weit überkragende Dächer, die Schlagregen von einer Holzverkleidung fern halten, die ausreichende Hinterlüftung einer vorgesetzten Brettbekleidung, damit feucht gewordenen Holz wieder abtrocknen kann und ferner auch das Einhalten eines Abstands von 30 cm zwischen einer Fassadenverkleidung aus Holz und dem Erdreich. Die Hinterlüftung sollte 2 cm nicht unterschreiten, 4 cm wären ideal. Ein Abstand von nur 10 cm zwischen Brettbekleidung und Boden ist möglich, wenn eine Kiesdrainage angelegt und diese mit einem Rost abgedeckt wurde.

Kontaktgrund

Kontaktgrund wird zur Verbesserung der Haftung von Gips- und Kalk-Gips-Putzen auf glatten, foliengeschalten Betonflächen, Gipskartonplatten und Styroporflächen aufgetragen. Der Putzuntergrund muss dafür tragfähig sein. Lose Teile müssen entfernt, poröse Putze vorbehandelt (verfestigt) werden. Verschmutzungen wie z.B. starke Schalöl- und Schalwachsreste müssen entfernt werden. Kontaktgrund ist für die Verwendung im Innenbereich vorgesehen.

Kontaktkleber

Klebstoffe auf Basis von Polychloropren werden im allgemeinen als Kontaktkleber bezeichnet. Der Begriff bezieht sich auf die besondere Anwendung, dem sogenannten Kontaktverfahren. Dabei werden die zu klebenden Flächen erst nach einer Ablüftzeit unter kurzem, hohem Pressdruck zusammengefügt. Danach ist eine sofortige Weiterverarbeitung der Werkstücke möglich. Der Kontaktkleber ist in seinem Anwendungsbereich sehr vielseitig. Es können die unterschiedlichsten Materialien und Untergründe miteinander verbunden werden.

Kontaktkorrosion

Kontaktkorrosion entsteht, wenn unterschiedlich edle Metalle in einem korrosiven Medium aufeinandertreffen. Die Korrosion betrifft in diesem Fall immer den unedleren Partner (die Anode), d.h. der Edelstahl ist hier meistens nicht gefährdet. Für das Auftreten von Kontaktkorrosion ist das Flächenverhältnis der beiden Metallsorten von entscheidender Bedeutung. Je größer die Fläche des edleren Partners im Verhältnis zum unedleren ist, umso stärker wird der letztere korrodieren. Verschraubt man beispielsweise Edelstahlbleche mit Aluminiumschrauben, so werden diese innerhalb kurzer Zeit stark angegriffen. Eine Verschraubung von Aluminiumblechen mit Edelstahlschrauben ist hingegen ziemlich unproblematisch.

Kontaktmatte

auch: Kontaktmatten

siehe Trittmatte.

Kontaktmelder

Kontaktmelder sind Alarmgeber, die auf Kontakt reagieren, wie zum Beispiel das unberechtigte Öffnen bzw. Schließen beliebiger Türen, Fenster oder Klappen. Auch wertvolle Gemälde und andere Gegenstände im Museum werden mit einem Kontaktmelder überwacht. Als Kontaktmelder an Fenstern und Türen werden Magnet-Reedschalter verwendet. Dies ist ein Schalter, dessen Kontakte in einem Glasrohr unter einer Schutzgasatmosphäre angeschlossen sind und durch äußere magnetische Felder betätigt werden.

Kontaktscheibe

auch: Kontaktwalze, Kontaktscheiben

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Kontaktscheiben sind Walzen, über die bei stationären Bandschleifern das Schleifband läuft. Kontaktscheiben gibt es in unterschiedlichen Durchmessern, Breiten und Materialien, wobei der Kern in der Regel aus Aluminium besteht. Als Belag kommen zum Beispiel Bauwolllamellen, Segeltuchlamellen, Schaumstoff, Kunststoff oder Gummi in Frage. Schaumstoff-, Kunststoff und Gummibeläge können glatt oder gerillt sein. Die Wahl der Kontaktscheibe hat wesentlichen Anteil am Ergebnis des Bandschleifens.

Kontaktstoß

auch: Kontaktstöße

Kontaktstoß ist ein Begriff aus dem Stahlhochbau. Insbesondere bei langen Stützen werden die Stahlträger gerne direkt aneinander gestoßen, so dass sie sich berühren. Dadurch wird ein Teil der Druckkraft übertragen, was den Umfang der Schweißarbeiten erheblich verringert.

Kontaktwalze

auch: Kontaktwalzen

Kontamination

auch: Kontaminierung

Kontamination oder Kontaminierung bezeichnet in Naturwissenschaft und Technik ganz allgemein die Verunreinigung mit unerwünschten und meist gesundheitsschädlichen Stoffen. Es können Gewässer, Kanäle oder Rohrleitungssysteme kontaminiert sein, aber auch die Atemluft oder Bauteile. Bei Holzbauwerken besteht die Kontamination zum Beispiel häufig aus Wirkstoffen von nicht mehr zugelassenen Holzschutzmitteln. Eine der bekanntesten Verunreinigungen ist die mit Asbest, das jahrelang in vielen Baustoffen wie Fußböden oder Dacheindeckungen verwendet wurde.

Konterlattung

auch: Konterlattung

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Eine Konterlattung wird quer zur Traglattung genagelt oder geschraubt. Sie wird verwendet, um Unebenheiten auszugleichen oder Platz für Wärmedämmung oder Elektroinstallation zu gewinnen. Bei einer hinterlüfteten Fassade oder einem der Dachkonstruktion sorgt eine Konterlattung für genügend Luftzufuhr. Bei der Dacheindeckung besteht allerdings eine Diskrepanz zwischen Vorschrift und Praxis. Die DIN schreibt vor, dass über der Unterspannbahn eine Konterlattung bzw. Konterklötzchen oder andere Abstandhalter eingebaut werden müssen. In der Praxis wird häufig auf die Konterlattung verzichtet und die Dachkonstruktion bleibt trotzdem schadensfrei. Bei intensiver Kontrolle ist das sogar erlaubt, sagt das OLG Düsseldorf.

Kontraktorverfahren

auch: Contractorverfahren

Das Kontraktorverfahren ist ein Verfahren zum Betonieren unter Wasser. Das Einbringen des Betons erfolgt durch ein Schüttrohr mit oben aufgesetztem Trichter, wobei das untere Ende stets unter der Frischbetonoberfläche verbleibt. Das Betonieren unter Wasser ist überall dort angebracht, wo das Trockenlegen von Baugruben technisch oder wirtschaftlich unvorteilhaft ist, z.B. bei der Herstellung von Brückenpfeilerfundamenten, Sohlplatten im Grundwasser gegründeter Gebäude, bei Kaimauern und Hafenanlagen, aber auch bei Ausführen von Großbohrpfählen o.ä. im Wasser. Unter Wasser betonierte Bauteile erfordern als seitliche Begrenzung dichte Schalungen wie beim Betonieren im Trockenen.

kontrollierte Wohnraumlüftung

Bei der kontrollierten Wohnraumlüftung wird der Wohnung ständig Frischluft zugeführt, ohne dass Fenster geöffnet werden müssen. Geruch, Straßenlärm, Insekten oder Pollen bleiben somit draußen, eine feine Sache nicht nur für Allergiker. Bei geschlossenem Fenster haben es zudem Einbrecher schwerer, ins Haus zu kommen. Hauptsächlich dient eine kontrollierte Wohnraumlüftung allerdings zum Abtransport der Feuchtigkeit und zur Energieeinsparung. Dabei wird die verbrauchte Luft dort abgesaugt, wo sie am meisten belastet ist, nämlich von Räumen wie WC, Bad oder Küche. Über Wohn- und Schlafräume strömt gleichzeitig frische, gefilterte Luft zu. Die Luftverteilung innerhalb des Gebäudes erfolgt durch Luftschlitze in den Innentüren, durch Öffnungen in den Wänden, im Fußboden oder durch Lüftungskanäle. Mit einem dauerhaft betriebenen Ventilator wird der Luftaustausch sichergestellt. Häufig ist die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung gekoppelt, damit lässt sich noch mehr Energie eingesparen. Die Wärmerückgewinnung geschieht mit Wärmetauschern, genauer gesagt mit Kreuzstromwärmetauschern.

kontrollierte Wohnungslüftung

Kontrollschacht

auch: Kontrollschächte

Ein Kontrollschacht ist ein Schachtbauwerk, das zur Überprüfung, Unterhaltung und Reinigung von Rohrleitungen benötigt wird. Oft handelt es sich bei Kontrollschächten um Fertigteile, welche schon mit Steigeisen oder gegebenenfalls sogar einer befahrbaren Abdeckung ausgestattet sind. Diese Schächte (auch Revisionsschacht genannt), dienen zur Kontrolle, Reparatur oder Reinigung von im Boden verlegten Leitungen oder Rohren. Wann muss ein Kontrollschacht eingebaut werden? - zur Kontrolle - bei Richtungsänderungen in der Leitungsführung - als Sammelschacht, wenn 2 oder mehr Leitungen zusammengeführt werden müssen - als Absturzschacht zum Ausgleich von großen Höhenunterschieden Revisionsschächte müssen ein offenes, durchgängiges Gerinne haben. Sie dürfen nicht durch Putzstücke verschlossen sein. Liegt ein Kontrollschacht innerhalb von einem Gebäude, so muss er geruchs- und wasserdicht verschlossen sein. Innerhalb eines Gebäudes sind Kontrollschächte zudem in der Regel nicht begehbar, sondern sind direkt zugänglich. Kontrollschächte können auch mit einem Rückstauverschluss ausgestattet sein.

Konusbohrer

auch: Konus-Bohrer

Bei Konusbohrern sind drei Systeme im Einsatz. Ähnlich einem ganz normnalen Bohrer weisen Konusbohrer zum An- und Durchbohren etwa von Porenbeton jedoch eine besondere Spitze auf, durch die das Bohrloch hinterschnitten wird. Wird das Bohrloch dann mit einem Injektionsmörtel oder Hybridmörtel verschlossen, ergibt sich eine bessere Kraftübertragung. Ganz anders konstruiert sind jedoch solche Konusbohrer, die eine kegelförmige Spitze haben und deshalb auch Kegelbohrer genannt werden. Sie weisen senkrechte seitliche Fräskanten auf und schälen sich stufenweise speziell durch Metall, weshalb sie auch Schälbohrer oder Stufenbohrer genannt werden. Die dritte Version eines Konusbohrers weist waagerechte ringförmige Fräsrippen auf, wobei neben jeder Rippe die jeweilige Bohrtiefe verzeichnet ist. Das ermöglicht es speziell dem Modellbauer, den Bohrvorgang abzubrechen, wenn er den vorgesehenen Bohrlochdurchmesser erreicht hat. Konusbohrer dieser Art werden auch Ringbohrer genannt.

Konusplättchen

Konusplättchen sind kreirunde Plättchen aus Kiefernholz. Sie werden zum Verschließen von Astlöchern oder zur Abdeckung von unschönen Schraubenlöchern verwendet. Daneben lassen sich die in den Durchmessern 15, 20, 25, 30, 35 und 40 mm erhältlichen Konusplättchen aber auch sehr gut für zahlreiche andere Anwendungsfälle einsetzen. Beispielsweise beim Bau von Kinderspielzeug können Konusplättchen hervorragend als Räder eingesetzt werden.

Konvektion

Unter Konvektion versteht man die Strömung von Luft von der Seite des höheren zum niedrigeren Druck. Die wärmedämmende Umfassungsfläche eines Gebäudes oder Bauteils muss dauerhaft luftundurchlässig abgedichtet werden. Das Prinzip der Konvektion findet auch bei der Konvektionsheizung Anwendung.

Konvektionsheizung

auch: Konvektionsheizungen

Die Konvektionsheizung basiert auf dem Prinzig der Konvektion, nämlich der Wärmeströmung. Die Konvektionsheizung nutzt die Raumluft als Medium für den Wärmestrom. Dabei erwärmt der Radiator, der aus Rippen, Lamellen oder einem Flachheizkörper bestehen kann, die umgebende Luft auf. Diese steigt infolge der Erwärmung auf, stößt an die Decke, fließt auf die gegenüberliegende Seite und von dort wieder abwärts. Dabei kühlt sie sich ab und wird vom Radiator erneut erwärmt, so dass sich der Kreislauf wiederholt. Diese ständige Umwälzung der Luft bringt natürlich auch eine Umwälzung von Staub mit sich, weshalb dieses Heizungssystem - ansonsten hundertmillionenfach bewährt - für Allergiker nicht ideal ist. Nach dem Prinzip der Konvektionsheizung arbeiten alle wandvorgehängten oder wandvorgebauten Heizkörper, ganz gleich, ob diese elektrisch oder über eine Warmwasserzentralheizung aufgewärmt werden.

Konvektor

auch: Wandkonvektor, Konvektoren

Im Unterschied zu Heizkörpern, die Wärme abstrahlen, wird bei Konvektoren die Raumluft im Heizkörper umgewälzt und dabei erwärmt. Häufig werden die Heizkörper dabei durch elektrische Energie aufgewärmt. Wandkonvektoren können auch als Vollheizung eingesetzt werden, wenn sie über die Möglichkeit einer Temperatur-Nachtabsendkung verfügen. Diese Heizkörper findet man hundertmillionenfach in den Ländern des Mittelmeerraums, wo sie in der Übergangszeit und in den Wintermonaten die Wohnungen beheizen. Die sogenannten Standkonvektoren sind transportable Heizkörper, die mit Thermostat und Überhitzungsschutz ausgestattet sind. Durch sein gute Leistungsabgabe und die Möglichkeit der Integration mit der Raumeinrichtung wird der Konvektor gerne im gewerblichen Bereich eingesetzt, z.B. Ladenbau, Büroräume usw..Der Konvektor gehört zu den Heizflächen, die ihre Wärme zum überwiegenden Teil als Konvektionswärme abgeben. Er besteht aus einem oder mehreren Heizrohren, auf die Lamellen aufgefädelt sind, sowie einer Verkleidung in Schachtform. Durch diesen Aufbau kommt es zu einer Luftströmung, über die der Wärmetransport erfolgt. Die Luftumwälzung erfolgt entweder auf natürliche Weise oder einer Zwangsumwälzung. Man nennt solche Konvektoren dann Gebläsekonvektoren. Eine Sonderform ist der Unterflurkonvektor, der insbesondere an Glasfronten eingebaut wird.

Konventionalstrafe

auch: Konventionalstrafen

Eine Konventionalstrafe ist eine vor allem im Gewerbebau und hier wiederum besonders bei Großbauten, beispielsweise dem Bau einer Kongresshalle, übliche vertragliche Vereinbarung. Wobei der Generalübernehmer oder - seltener - der einzelne Handwerksbetrieb eine Konventionalstrafe zahlen muss, wenn er zuvor festgelegte Fertigstellungsfristen nicht einhält. Konventionalstrafen können erhebliche Größenordnungen erreichen und sind im Baugewerbe durchaus nicht unumstritten, führen sie doch zu Pfusch am Bau, wenn beispielsweise aufgrund extrem langer und schlechter Witterung ein Rohbau nicht von der Stelle kommt und zum Schluß extremer Termindruck herrscht.

Konventioneller Abbruch

Konvex-Schüsselung

auch: Konvex-Schüsselungen

siehe schüsseln.

Konzentrationswirkung

Die Bündelung mehrerer, für ein und dasselbe Vorhaben erforderlicher Genehmigungen und Erlaubnisse wird von den Behörden als Konzentrationswirkung bezeichnet. Eine Genehmigung, etwa die Baugenehmigung, tritt an federführende Stelle und schließt andere Genehmigungen und Erlaubnisse, wie nach dem Denkmal- oder Naturschutzrecht, ein. Voraussetzung für eine Konzentrationsfähigkeit ist stets eine Beteiligung der für die anderen Genehmigungen und Erlaubnisse zuständigen Behörden durch die Bauaufsichtsbehörde. Den Bauherren sollen durch eine umfassende Konzentrationswirkung der Baugenehmigung unnötige Behördengänge erspart werden.

konzentrierender Kollektor

auch: konzentrierende, Kollektoren

Will man mit Solarthermie höhere Temperaturen erreichen als mit Flachkollektoren möglich ist, muss die einfallende Sonnenstrahlung durch Spiegel oder Linsen konzentriert werden, ehe sie auf den Absorber gelenkt wird. Man spricht deshalb - im Unterschied zu den Flachkollektoren, die das Sonnenlicht ohne vorherige Bündelung absorbieren - von konzentrierenden Kollektoren. Die hochkonzentrierte Strahlungsenergie vermag den Absorber auf Temperaturen von mehreren tausend Grad zu erhitzen. Für die Stromerzeugung genügen bereits Temperaturen, wie sie bei Dampfturbinen-Kraftwerken üblich sind. Im Unterschied zu Flachkollektoren können konzentrierende Kollektoren kein diffuses Licht, sondern nur die direkte Sonneneinstrahlung nutzen. Da der Absorber stets im Brennpunkt liegen muss, sind Vorrichtungen erforderlich, um sie dem wechselnden Stand der Sonne nachzuführen. Das macht sie aufwendiger und teurer.

Kopal

auch: Kopale

Kopale sind Harze tropischer Laubbäume, beheimatet in Afrika und Südostasien. Sie werden auch "Afrikanischer Bernstein" genannt. Im Unterschied zu Bernstein ist das Harz nicht millionen, sondern "nur" hunderte bis tausende Jahre alt. Zudem ist es nicht durchscheinend. Die Farbe ist hellgelb bis dunkelbraun. Neben Schmuck werden aus Kopalen hochwertige Öllacke hergestellt. Dort ist es das Bindemittel. Als Lösemittel fungiert Alkohol. Auch bei der Herstellung mancher Klebstoffe werden Kopalharze verwendet.

Kopfanker

Mit einem Kopfanker werden Holzbalkendecken und aufgehendes Mauerwerk zug- und druckfest miteinander verbunden, insbesondere, wenn es sich um mehrstöckige Gebäude handelt. Die Kopfanker aus Stahl gibt es in verschiedenen Ausführungen, z.B. als U-Winkel oder L-Winkel. Sie alle haben eines aber gemeinsam, sie werden am Kopfende des Holzbalkens angebracht und dann in das Mauerwerk eingebunden. Dies muss so geschehen, dass die Holzbalkendecke eine aussteifende Wirkung übernehmen und die auftretenden Horizontalkräfte aufnehmen kann. Der Balkenkopf muss zudem so eingebunden werden, dass an ihm keine Feuchteübertragung stattfinden kann. Dazu wird eine Sperrschicht (z.B. nackte Bitumenbahn) zwischen Mauerwerk und Balkenkopf mit Kopfanker gelegt. Luftschlitze an der Stirnseite, oben und möglichst an der Seite, sorgen dafür, dass alles gut durchlüftet wird und eventuelle Feuchtigkeit wieder abtrocknen kann. Falls konstruktiv seitlicher Kontakt mit dem Mauerwerk erforderlich ist, Mauersteine trocken gegen den Balken setzen. Die Außenwand muss zur Vermeidung von Tauwasserbildungen gut wärmegedämmt sein.

Kopfband

auch: Kopfbänder

Kopfbandbalken

auch: Kopfstrebe, Kopfband, Kopfbug, Bug, Steigband, Kopfbügel, Kopfbänder

Der Kopfbandbalken ist eine kleine Verstrebung, die in der Regel unter einem Winkel von etwa 45° verläuft. Er verbindet bei einer Holzkonstruktion Pfette oder Rähm mit dem vertikal stehenden Holzpfosten Ständer. Kopfbandbalken gehören im Holzbau zu den althergebrachten zimmermannsmäßigen Konstruktionen. Sie kommen bei hölzernen Hausdächern und im Hallenbau vorwiegend als Pfetten und Unterzüge vor. Bei dieser Konstruktion wird einerseits die Stützweite verringert und andererseits infolge der Rahmenwirkung eine horizontale Aussteifung erzielt. Kopfbänder gibt es heutzutage im modernen Fachwerkbau nicht mehr, seitdem verzapft und nicht mehr überblattet wird, wodurch eine Kopf- oder Fußstrebe auch auf Druck und nicht nur auf Zug belastet werden kann. Weitere Bezeichnungen und Varianten des Kopfbandbalkens sind Kopfstrebe, Kopfbügel, Kopfbug oder Bug. In Süddeutschland wird die Kopfstrebe auch als „Steigband“ bezeichnet.

Kopfbandverbinder

Kopfbolzen

Kopfbolzenverankerung

auch: Kopfbolzen

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Von einer Kopfbolzenverankerung wird bei Ankerplatten mit Kopfbolzen gesprochen. An diesen Ankerplatten können Stützen, Träger, Konsolen oder andere Stahlteile angeschweißt werden. Zug-, Schrägzug- und Querkräfte werden in den Beton abgeleitet. Die Kopfbolzen werden an Stahlplatten angeschweißt und die so entstandene Ankerplatte wird oberflächenbündig einbetoniert. Der Kopfbolzen ist die im Stahlverbundbau gängigste Verankerungsart. Dabei wird durch die pilzförmige Konstruktion des Ankers ein guter Verbund vom Stahlteil zum angrenzenden Beton und somit eine Kraftübertragung erreicht

Kopfbrause

auch: Kopfbrausen

Eine Kopfbrause ist eine fest installierte Duschbrause, die entweder direkt an der Wand oder der Decke montiert wird. Letzteres macht eine Zuleitung der Wasserrohre unter Putz erforderlich. Alternativ besteht noch die Möglichkeit, die Kopfbrause auf einem Gestänge fest "auf Putz" zu installieren. Der Brausekopf kann also im Gegensatz zur Handbrause nicht abgenommen werden, wohl aber sind bei den meisten Kopfbrausen Verstellmöglichkeiten gegeben hinsichtlich der Richtung und der Intensität des Duschwassers bzw. der Wasserstrahlen. Kopfbrausen werden vor allem in Hotels und in öffentlichen Sanitärräumen eingebaut, Kult sind hingegen im Privatbad Kopfbrausen in Form von Regenbrausen.

Kopfbug

Kopfbügel

Kopffalznut

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Die Kopffalznut ist Teil eines Falzziegels (C). In die Kopffalznut wird der benachbarte Dachziegel eingehängt.

Kopffalzrippen

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Die Kopffalzrippen sind Teil eines Falzziegels (B). Sie begrenzen rechts und links die Kopffalznut. Die Kopffalzrippen legen zusammen mit den Fußrippen das Deckspiel eines Dachziegels fest, welches in der Regel 40 mm beträgt.

Kopffalzteil

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Teil eines Falzziegels (A).

Kopfform

auch: Kopfformen

Nicht nur die Friseure beschäftigen sich mit Kopfformen, sondern praktisch alle Heimwerker und Handwerker. Denn Schrauben haben sehr unterschiedliche Kopfformen wie etwa die Linsensenkkopfschraube, die Halbrundkopfschraube, die Tellerkopfschraube oder die Zylinderkopfschraube. Die Kopfform einer Schraube hat nicht nur etwas damit zu tun, was für den jeweiligen Montagezweck die technisch beste Form ist, sondern wird oft auch aus rein dekorativen Gründen gewählt. Auch der Sicherheitsaspekt spielt eine große Rolle, etwa bei der Montage von Terrassendielen, bei die die Schrauben im Holz versenkt werden müssen.

Kopfklammer

auch: Kopfklammern

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Kopfklammer ist nicht nur ein Griff beim Ringen, sondern auch eine Sturmklammer. Dabei handelt es sich um einen gebogenen Runddraht, der über Dachpfanne und Dachlatte geschoben wird. Dies geschieht, im Gegensatz zur Seitenfalzklammer, bei der schmalen Seite des Dachziegels. (Abbildung: FOS)

Kopfsteinpflaster

Kopfstrebe

Kopiereinrichtung

auch: Kopierwerk, Kopiereinrichtungen

Soll ein gelungenes Drechselwerk in Kleinserie produziert werden, bedient man sich einer Kopiereinrichtung. Dabei wird eine Schablone oder ein Originalmuster abgetastet. Statt von Hand wird das Werkzeug hier mit Kurbeltrieben geführt. Kopiereinrichtungen werden als Zubehör auf das Bankbett geschraubt und sind für Quer- und Längsholzarbeiten zu verwenden.

Kopierwerk

auch: Kopierwerke

Koppelfuge

auch: Koppelfugen

Abschnittsweise hergestellte Spannbetonbrücken verfügen über Arbeitsfugen, in denen Spannglieder zunächst verankert, vorgespannt und anschließend gekoppelt werden, um einen kontinuierlichen Spanngliedverlauf zu ermöglichen. Diese Arbeitsfugen werden auch als Koppelfugen bezeichnet.

Koppelzaun

auch: Koppelzäune

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Der Koppelzaun ist das mitteleuropäische Gegenstück zum Rancherzaun. Anstelle von Brettern werden Halbstangen aus gefrästen Rundhölzern mit Durchmessern von 7 bis 10 cm und Längen bis 300 cm auf die Pfosten genagelt oder geschraubt. Koppelzäune sind ideal für die Selbstmontage. Beim Kauf der Halbhölzer muss darauf geachtet werden, dass keine astige Ware verwendet wird, die ein Pferd leicht durchknicken kann.

Koralle

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Eine Koralle ist nicht nur ein Meeresbewohner. Koralle ist auch eine in Südostasien, Ostindien, China und Afrika beheimatete Holzart. Das Splintholz ist gelblichgrau, das Kernholz hat die typisch korallenrote Farbe. Das Holz ist sehr hart, witterungsfest und dauerhaft. An der Luft schnell nachdunkelnd. Es lässt sich leicht aber uneben spalten, normal bearbeiten auch messern, gut drehen und polieren. Verwendung findet es im Möbelbau, für Kunstgegenstände und Einlegearbeiten sowie für den luxuriösen Innenausbau.

Korbbogen

auch: Korbbögen

Bei einem Korbbogen handelt es sich um einen gedrückten Rund- oder Segmentbogen, d.h. um eine Aneinanderreihung mehrerer Eilinien. Der Name „Korbbogen“ resultiert aus der korbähnlichen Form, wenn man ihn umdrehen würde. Korbbögen findet man zum Beispiel bei alten Gewölben oder Brücken. Im Straßen- oder Eisenbahnbau findet sich der Korbbogen neben der Klothoide als weitere Möglichkeit der Kurvenausbildung wieder.

Korbbogenschnitt

Beim Korbbogenschnitt handelt es sich um eine besondere Form bei einem Biberschwanzziegel.

Korbbogentür

auch: Korbbogentüren, Korbbogen-Tür, Korbbogen-Türen

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Eine Korbbogentür ist eine Tür, deren Zarge und demenstprechend auch Türblatt oben eine sanfte Rundung in Form eines Korbbogens aufweist - im Gegensatz zur Rundbogentür, bei der der Bogen halbkreisförmig verläuft.

Korbmarkise

auch: Korbmarkisen

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Diese Art von Markise findet man vor allem im Objektbereich zum Schutz der Auslage hinter der Scheibe und um die Blendwirkung auf der Scheibe zu verringern. Darüber hinaus bieten sie einen Regenschutz. Bei Korbmarkisen sind die Markisenstoffe (auch eine Lackfolie ist möglich) wie auf einem Korb verspannt, also nicht freitragend wie bei anderen Markisenarten. Ideal sind Korbmarkisen als Werbeträger. Dieser Funktion werden sie durch einen große Formenvielfalt gerecht: Von rund oder oval bis hin zu glocken-, trapez-, kegel- und pyramidenförmig gibt es die Korbmarkise. Sie können klappbar oder feststehend sein.

Kork

auch: Korkbelag

Kork wird im Bauwesen als Dämmstoff (siehe Korkdämmplatten und Kork-Granulat) und für Bodenplatten (Korkparkett) oder Wandbekleidungen (Korktapete) verwendet. Man gewinnt ihn aus der im Mittelmeerraum, insbesondere in Portugal beheimateten Korkeiche, deren Rinde in Abständen von etwa 10 Jahren geerntet und dann zu unterschiedlichen Bauprodukten verarbeitet wird. Der Rohstoff ist zwar nachwachsend, aber er steht dennoch nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung. Kork ist verrottungs- und fäulnisresistent. Korkplatten mit versiegelter oder gewachster Oberfläche sind besonders fußwarm, schallisolierend sowie beständig gegen Benzin, Öl und Säure.

Korkbelag

auch: Korkbeläge

siehe Kork.

Korkboden

auch: Korkböden

Kork kann heute fast im gesamten Wohnbereich eingesetzt werden. Korkböden sind pflegeleicht, fußwarm, unempfindlich und tragen zu einem speziell für Allergiker gesunden Raumklima bei. Korkboden kann entweder schwimmend verlegt (Kork-Fertigparkett) oder vollflächig verklebt werden (Korkfliesen bzw. Klebekork, Korkparkett). Korkfliesen sind 4 - 8 mm dick und haben die Formate 60 x 30 oder 30 x 30 cm. Andere Formate können bestellt werden. Die Korkfliesen können an den Längskanten oder allseitig mit einer Fase versehen sein, so dass eine dielenähnliche Struktur entsteht oder der Fliesencharakter hervorgehoben wird. Korkparkett ist massiv oder furniert erhältlich, massives Korkparkett kann mehrmals geschliffen werden. Korkparkett in 4 mm Stärke ist für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet. Korkfliesen sind auch mit wohnfertig behandelten Oberflächen erhältlich.

Korkdämmplatten

auch: Korkdämmplatte, Kork-Dämmplatten

Korkdämmplatten haben sich einen gewissen Marktanteil erobert, freilich mehr als (Tritt)Schalldämmplatten, also zur Trittschalldämmung. Korkplatten werden aus Korkschrot unterschiedlicher Körnung hergestellt. Unter Zusatz von Bindemitteln wird der Schrot zu Blöcken gepresst, die anschließend zu Platten geschnitten werden. Da diese Platten aus Korkresten hergestellt werden, die verleimt werden müssen, geht es also auch bei diesem Ökoprodukt nicht ohne Chemie ab. Als Wärmedämmung bei Ziegelfassaden werden nur dann gute Werte erzielt, wenn die Dämmlage zwischen 25 und 35 cm stark ist.

Korkeiche

auch: Korkeichen

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Die im Mittelmeerraum, vor allem in Portugal wachsende und dort kultivierte Korkeiche braucht über zwanzig Jahre, bis die erste brauchbare Korkschicht - also die Rinde der Korkeiche - geerntet werden kann. Bis zur nächsten Ernte dauert es dann wieder 10 bis 12 Jahre. Von einem Baum werden durchschnittlich 100 bis 150 kg Kork abgeschält; alte Baumriesen, die bis 20 m hoch werden können, bringen es sogar auf über 500 kg. Kork hat im Baubereich vor allen Dingen Bedeutung für die Produktion von Korkparkett, Korktapeten und von Kork-Granulat für Schüttdämmungen.

Kork-Granulat

auch: Korkgranulat

Kork-Granulat wird aus den anderweitig nicht mehr verwertbaren Resten der Rinde der Korkeiche oder aus recyceltem Kork gewonnen und ist ein ökologisches Dämmprodukt. Es wird als Schüttdämmmung eingesetzt ähnlich wie Perlite oder (%Zellulose(%.

Korkmosaik

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Korkmosaik ist ein spezieller Korkboden, der aus runden, massiven Korkplättchen besteht, die auf Lochpapier aufgezogen sind und als Platten auf dem Estrich ausgebracht, verklebt und wie Fliesenmosaike verfugt werden können. Das Standardmaß solcher Platten beträgt 30 x 60 cm. Vor oder nach dem Verlegen können Korkmosaike eingefärbt und versiegelt werden. Wenn farbig kontrastierende Fugmassen verwendet werden, können interessante Oberflächen erzielt werden. Da Kork ein reines Naturprodukt und zudem auch "fußwarm" ist, werden Korkmosaike bevorzugt auch in Badezimmern verlegt.

Korkparkett

auch: Kork-Parkett

Wie Laminat zählt Korkparkett nur im weiteren Sinne zu den Holzbelägen. Vom Aufbau ähnelt Korkparkett einem mehrschichtigen Parkett. Die Trägerplatte besteht meist aus einer Holzwerkstoffplatte wie MDF oder HDF, die rundum mit Nut und Feder versehen ist. Bei der aufgeleimten Nutzschicht handelt es sich meist um ein Korkfurnier, das aus der Rinde der Korkeiche gewonnen wird. Wie die meisten Holzböden verlegt man Mehrschicht-Korkparkett schwimmend, an Nut und Feder wasserfest verleimt. Die Korknutzschicht ist entweder mit einem strapazierfähigen Lack versiegelt oder mit Hartwachsöl wohnfertig endbehandelt. Bei Korkfurnier ist auch ein vorsichtiges Aufarbeiten der Lackschicht möglich. Dickere Korknutzschichten können abgeschliffen und neu versiegelt werden. Korkbeläge sind ausgesprochen fußwarm und sehr elastisch. Sie reduzieren die Trittschall-Übertragungen und dämpfen Gehgeräusche im Raum besonders effektiv. Korkparkett wird auch in zahlreichen eingefärbten Varianten angeboten, wodurch sich dieser Bodenbelag auch für eine effektvolle, farbenfrohe und moderne Raumgestaltung eignet.

Korkplatten

Unter Korkplatten werden in der Regel Korkdämmplatten verstanden. Aber auch bei Pinwänden kommen Korkplatten zum Einsatz. Im Architekturmodellbau kann man die gleichmäßig dünnen Korkplatten zum Bau topografischer Schichtenmodelle verwenden.

Korkschrot

siehe Korkgranulat

Korkstein

auch: Korksteine

siehe Teerkork.

Korktapete

auch: Korktapeten

Die Korktapete ist eine Naturwerkstofftapete. Bei der Produktion werden auf spezielle, zum Teil eingefärbte Papier- oder Vinylträger unterschiedlich große, hauchdünne Korkfurniere aus der Rinde der Korkeiche aufgeklebt oder in einen farbigen Lackfond eingelegt. Danach werden die Bahnen gewalzt, getrocknet und zugeschnitten, evtl. auch bedruckt. Korktapeten sind lichtecht, unempfindlich, robust und gut zu reinigen. Zur Verarbeitung muss ein Spezialkleister verwendet werden.

Korn

Korn ist im Baubereich - speziell aus dem Tiefbau - die Bezeichnung für Bauschutt, der in einer Gesteinsbrechanlage auf Korngröße reduziert worden ist.

Körner

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Ein Körner ist im Baubereich nichts zum Essen oder zum Schroten, sondern ein Werkzeug zum Ankörnen von Glas, Fliesen oder Metall. Der Körner ist länglich und besitzt eine Hartmetallspitze. Als Alternative zum Körner kann ein Nagel fungieren oder ein Bohrer, der in niedrigen Drehzahlen läuft.

Kornfestigkeit

Als Kornfestigkeit wird die Druckfestigkeit des Betonzuschlags bezeichnet.

Kornform

Betonzuschlag wird hinsichtlich seiner Kornform unterschieden in gedrungen, plattig, gerundet und kantig. Ist die Kornform des Zuschlags gedrungen, lässt sich der Frischbeton einfacher verarbeiten, besser verdichten und benötigt weniger Zugabewasser. Es wird daher angestrebt, dass der Anteil ungünstig geformter Körner möglichst gering ist.

Korngruppe

auch: Korngruppen

Die Korngruppe spielt bei der Herstellung von Beton eine wichtige Rolle. Zu einer Korngruppe zählen die Gesteinskörner einer bestimmten Größe, z.B. mit einem Durchmesser zwischen 8 und 16 mm. Bei der Betonherstellung ist es wichtig, dass der Zuschlag Anteile von mindestens drei Korngruppen hat. Die Korngruppen werden im sogenannten Siebversuch ermittelt und in einer Sieblinie dargestellt.

Kornkohle

siehe Aktivkohle.

Körnung

auch: Körnungen

Der Begriff Körnung hat im Bauwesen mehrere Bedeutungen. Körnung ist beispielsweise das Maß für die Größe des verwendeten Schleifkorns bei Schleifmitteln. Schleifmittel werden nach ihrer Korngrösse eingeordnet. Dabei unterscheidet man grobe, mittlere, feine oder superfeine Körnung. Der europäische Verband der Schleifmittelhersteller (FEPA) hat die Werte der Kornklassifizierung festgesetzt. Die Zahl, die eine Körnung kennzeichnet, ergibt sich durch die Anzahl der Maschen, die sich pro Zoll auf einem Sieb befinden. So passiert ein Schleifmittel mit der Körnung 150 beispielsweise gerade noch einen Sieb mit 150 Maschen pro Zoll. Je höher die Zahl, desto feiner ist demzufolge die Körnung. Weiterhin unterscheidet die FEPA zwischen flexiblen Schleifmitteln wie Schleifpapier oder Schleifbändern und starren Schleifmitteln wie Schleifscheiben. Flexible Schleifmittel bekommen den Zusatz "P" (z.B. P120) , starre Schleifmittel den Zusatz "F" (z.B. F180). Allerdings gelten diese Zusätze nur, wenn das Beschichtungsmaterial Korund oder Siliciumcarbid ist. Ist das Schleifmittel Diamant, kommt vor die Körnungszahl der Buchstabe "D", bei Bornitrid (CBN) der Buchstabe "B". Weiterhin ist zu beachten: Während sonst bei Schleifscheiben und Schleifpapier höhere Zahlen für feinere Körnungen stehen, ist es bei Diamant-Schleifscheiben umgekehrt. Auch im Zusammenhang mit Kies- oder Sandgemischen wird im Bauwesen von Körnung gesprochen. Die Körnung 4/32 bezeichnet z.B. ein Korngemisch mit einem Kleinstkorn von 4 mm Durchmesser und einem Größtkorn mit einem Durchmesser von 32 mm. Die Körnung eines Korngemischs wird über die Sieblinie bestimmt.

Körperform-Badewanne

auch: Körperform-Badewannen

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Die Badewanne war ursprünglich ein Bottich, gefüllt mit heißem oder warmem Wasser, und diente der Reinigung. Das hat sich im Laufe der Geschichte geändert. Zwecks Reinigung des Körpers steigt man lieber unter die Dusche - in der Badewanne entspannt man oder lässt sich in einer zum Whirlpool umfunktionierten Badewanne per Jetdüsen massieren. Die Körperform-Badewanne ist generell eine Wasserspar-Badewanne und ist im oberen und unteren Teil ausgebuchtet, in der Mitte "tailliert". Wer sich in der Wanne zwecks Reinigung bewegen will, muss schon ganz schön gelenkig sein. Wer sich eigentlich nur entspannen will, für den ist dieser Wannentyp goldrichtig, sofern sich nicht noch ein/e Partner/in in die Wanne zwängen will und mit entspannen will.

Körperschall

Von Körperschall wird gesprochen, wenn Schall über einen festen Körper wie beispielsweise Mauerwerk weitergeleitet wird. Das Geräusch kann durch Klopfen, Hämmern, Türschlagen oder Wasserrauschen erzeugt werden. Der größere Teil wird als Luftschallwellen an angrenzende Räume abgegeben. Ein Teil wird an angrenzende andere Bauteile übertragen. Diese Übertragung wird durch bautechnische Mängel wie Schallbrücken begünstigt und im ungünstigsten Fall kann sich der Schall im ganzen Haus ausbreiten. Andererseits wird durch geeignete Maßnahmen wie dem Zwischenschalten von Luftschichten oder elastischen Stoffen (z.B. beim schwimmenden Estrich (Estrich auf Dämmschicht)) die Körperschallübertragung unterbrochen. Den Körperschall, der beim Begehen einer Decke bzw. beim Auftreten auf den Fußboden entsteht, nennt man Trittschall.

Körperschluss

Körperschluss ist die Bezeichnung für eine lebensgefährliche Berrührungsspannung, die bei fehlerhaftem Zustand eines elektischen Geräts durch eine leitende Verbindung zwischen einem spannungsführenden Geräteteil und dem betriebsmäßig nicht spannungsführenden Körper des Geräts entsteht. Ein Körperschluss wird beispielsweise durch Isolationsfehler in elektrischen Geräten, Anlagen oder Betriebsmitteln verursacht.

Korridor

auch: Korridore

Der Korridor ist ein langer Gang innerhalb eines Gebäudes, von dem beidseitig Zimmer oder auch Wohnungen abzweigen. Krankenhäuser, Gerichtsgebäude, Rathäuser oder Verwaltungsgebäude großer Firmen haben oft Korridore von vierzig und mehr Meter Länge. Je nach landschaftlichem Sprachgebrauch wird ein Korridor auch als "der Flur" bezeichnet. Gegenstück eines Korridors ist der Laubengang.

Korrosion

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Metalle, aber auch Beton, Kunststoffe oder andere Werkstoffe, können durch chemische oder witterungsbedingte Angriffe Veränderungen erfahren, die nach längerer Einwirkung zur völligen Zerstörung eines Bauteils führen können. Dies wird als Korrosion bezeichnet. Das Foto zeigt beispielhaft eine korrodierte Bewehrung in einer Betonmauer, wobei selbst der Laie erkennt, dass die Bewehrungseisen nicht tief genug in den Beton eingebracht worden waren. Generell kann durch einen schon in der Bauphase aufgetragenen Schutzanstrich oder (bei Beton) der Herstellung eines dichten Betons (damit die Bewehrungseisen nicht korridieren), die Korrosion verhindert werden. Für den Korrosionsschutz werden zahlreiche Produkte hergestellt, wobei dem Rohrschutz bei Fernleitungen extreme Bedeutung zukommt.

korrosionsbeständig

Korrosionsbeständige Werkstoffe, z. B. Befestigungsmittel, sind solche, die unter normalen atmosphärischen Bedingungen gegen Korrosion resistent sind. Im Freien sollten generell korrosionsbeständige Schrauben verwendet werden, z.B. zum Bau von Terrassen oder einem Zaun.

Korrosionsfäule

siehe Weißfäule.

korrosionsgeschützt

Korrosionsgeschützte Werkstoffe, z. B. Befestigungsmittel, sind solche, die mit einer Schutzschicht oder einem Überzug aus einem weitestgehend korrosionsbeständigen Material versehen und somit vor (%Korrosion§§ geschützt sind.

Korrosionsschutz

Unter Korrosionsschutz werden alle Maßnahmen verstanden, die eine Korrosion verhindern. Bei Stahlbetonbauten besteht der Korrosionsschutz zum Beispiel darin, die Bewehrung mit ausreichend dicker Betonüberdeckung zu versehen. Stahl- und andere Metallteile im Freien können mit einem Anstrich versehen werden, der zum Beispiel Korrosionsschutzpigmente enthält. Auch konstruktiver Korrosionsschutz ist eine Möglichkeit. Wichtig ist dabei die Wahl solcher Metalle, die den zu erwartenden Umwelteinflüssen standhalten können. Entsprechende Metalle bilden selbständig eine fest haftende Schutzhaut, die sie vor Oxidation und Zersetzung schützt. Zudem sollte die direkte Kombination unterschiedlicher Metalle vermieden werden (soweit dies möglich ist). Rohrleitungen, die in der Erde verlegt werden, können zudem mit Korrosionsschutzbinden umhüllt werden. Auch mit Strom lässt sich erfolgreich Korrosionsschutz betreiben. Das dabei verwendete Verfahren wird als Kathodenschutztechnik bezeichnet.

Korrosionsschutzbinde

auch: Korrosionsschutzbinden

Korrosionsschutzbinden dienen dem Korrosionsschutz und sind eine Umhüllung von erdverlegten Stahlrohrleitungen, Armaturen usw. Die Binden sind auf Vaseline- und Bitumenbasis mit einer Trägereinlage aus Glasgewebe oder Acrylgewebe. Früher fungierten Pappe oder Jute als Träger. Da Korrosionsbinden die Rohre vor der Korrosion schützen sollen, müssen sie aus einem unverrottbaren Material hergestellt werden. Mit Korrosionsschutzbinden werden vor allem die Verbindungen der Rohre geschützt. Alternativ kommen Schrumpfschläuche zum Einsatz.

Korrosionsschutzpigment

auch: Korrosionsschutzpigmente

Korrosionsschutzpigmente sind Pigmente, die in Grundbeschichtungen (Grundanstrichen) auf Metallen durch in der Regel chemische oder physikalisch-chemische Wirkung die Korrosion der Metalloberfläche hemmen oder verhindern.

Korrosivitätsklassen

Korrosivitätsklassen bezeichnen die Einteilung unterschiedlich starker atmosphärischer Korrosion an metallischen Werkstoffen. Sie werden aus Massenverlustraten ermittelt. Dazu werden Drahtwendeln aus Stahl, Zink, Kupfer und Aluminium üblicherweise ein Jahr lang am vorgesehenen Standort des Objektes ausgelagert. Aus den Masserverlustraten aufgrund der Korrosion ergeben sich die vier Korrosivitätsklassen C1 bis C4. C1 bezeichnet hier den trockenen Innenraum mit sehr geringer Korrosionsbelastung. Über C2 (geringe Korrosionsbelastung) und C3 (mittlere Korrosionsbelastung) steigert es sich bis zu einer hohen Korrosionsbelastung und C4. Diese ist zum Beispiel in Schwimmbädern, Chemieanlagen oder bei Küstenklima mit mittlerem Chloridgehalt gegeben.

Korund

Korund ist das Material, aus dem Schleifkörner hergestellt werden. Die chemische Verbindung von Korund ist Aluminiumoxid. Es wird aus dem Mineral Bauxit im elektrothermischen Schmelzverfahren gewonnen. Seine Eigenschaften sind große Härte und Zähigkeit, wobei die Härte unter der von Siliciumcarbid liegt, die Zähigkeit dagegen ist höher. Die aus Korund hergestellten Trennschleifscheiben werden für die Bearbeitung von nieder- und hochlegierten Stählen sowie metallischen Werkstoffen mittlerer und hoher Zugfestigkeit verwendet. Korund eignet sich besonders für große Zerspanungsleistung.

Kosipo

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Kosipo ist mit den ebenfalls afrikanischen Holzarten Sapeli und Sipo botanisch nahe verwandt und kann farblich sowie strukturell diesen Hölzern teils entsprechen. Der Splint ist grau bis hellbraun, das Kernholz ist scharf abgesetzt, rotbraun und tief violettbraun nachdunkelnd. Kosipo ist hauptsächlich ein Furnierholz, das durch große Durchmesser, die satte Färbung und durch stark sowie gleichmäßig ausgebildete Glanzstreifen besonders für die Erzeugung von Quartiers geeignet ist. Diese Deckfurniere sind wegen ihrer Gleichartigkeit besonders für eine effektvolle, großflächige Verwendung geeignet, wie zum Beispiel für Türendecks, Einbaumöbel, Trennwände, Dekorationsflächen und Vertäfelungen aller Art.

Kosmetikspiegel

siehe Rasierspiegel.

Kostenberechnung

Das zweite Glied neben der Kostenschätzung innerhalb der Kostenermittlung eines Bauwerks ist die Kostenberechnung. Sie wird ebenfalls vom Architekten vorgenommen und dient der Ermittlung der angenäherten Gesamtkosten gemäß der HOAI. Diese Kostenberechnung ist die Entscheidungsgrundlage zur Ausführung des Bauwerks und die Grundlage für die erforderliche Finanzierung. Im Gegensatz zur Kostenschätzung ist die Kostenberechnung eine verbindliche Unterlage. Sie dient außerdem dazu, das Honorar des Architekten sowie der Fachplaner zu bestimmen. Letzteres müssen Sie allerdings vertraglich vereinbaren. Fehlt eine schriftliche Vereinbarung hierüber, gelten automatisch die Mindestsätze der Honorarordnung.

Kostengruppe

auch: Kostengruppen

Kostengruppe ist ein Begriff aus der DIN 276, die sich mit der Kostenermittlung im Hochbau beschäftigt. In einer Kostengruppe werden zusammenhängende Positionen bei der Kostenaufstellung eines Bauvorhabens zusammengefasst. Die Kostengruppe 100 beschäftigt sich zum Beispiel mit dem Grundstück und die Kostengruppe 300 mit dem Bauwerk, wobei auch die Baugrube dazu gehört. Nicht aber die technischen Anlagen, die der Kostengruppe 400 zugeordnet sind. Die Außenanlagen werden in der Kostengruppe 500 erfasst und die Baunebenkosten in der Kostengruppe 700. In der Kostengruppe 600 werden alle Kosten, die Ausstattung und Kunstwerke betreffen, ermittelt.

Kostenschätzung

Die Kostenschätzung wird vom Architekten oder Bauingenieur vorgenommen und dient zur ungefähren Ermittlung der Gesamtkosten gemäß der Honorarordnung für Architekten und Ingenieuren (HOAI). Sie bildet die Basis für die Baufinanzierung und ist selten mehr als eine vage Kostenprognose. Verbindlich hingegen ist die Kostenberechnung.

Kota

auch: Kotas

Die Kota ist ein kleines Blockhaus, das aus Blockbohlen errichtet wird und als Wesensmerkmal ein kegelförmiges Dach mit einem Rauchabzug hat. Die Kotas stammen aus Lappland, wurden dann in ganz Finnland heimisch und sind mittlerweile auch in deutschen Gärten anzutreffen. Im Innern der Kota kann nämlich ein offenes Feuer entzündet werden, dessen Rauch durch das Dach entweicht. Sinn macht das Ganze aber nur, wenn man in der Kota sozusagen wetterunabhängig grillen will, weshalb die heutzutage serienmäßig gefertigen Holzhütten über eingebaute Grills und einen Metallschornstein verfügen, dessen Unterteil schüsselförmig ausgebildet ist, damit der Rauch sauber aufgesogen wird und sich nicht tränenbildend in der Hütte verteilt. Zur serienmäßigen Ausstattung der Grillhütten gehören Sitzbänke, die rund um die Feuerstelle angeordnet sind.

Kote

auch: Koten

Eine Kote ist in der Geographie eine Höhenangabe auf einer topographischen Karte. Auch Bemaßungen von Bauteilen oder deren Höhenlage am Bauplan werden als Koten bezeichnet.

Kotibe

siehe Danta.

Koto

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Koto ist ein mäßig schweres, afrikanisches Holz, das in seiner hellen Naturfärbung im Möbelbau und bei der Gestaltung von Innenräumen vielfältig eingesetzt wird. Man findet es im tropischen West- und Zentralafrika. Das Sägen, Hobeln, Fräsen, Bohren Messern und Schälen bereiten keine Schwierigkeiten. Bei mineralischen Einlagerungen kann jedoch ein Stumpfen der Werkzeuge die Bearbeitung erschweren. Der Einsatz in Feuchträumen oder im Außenbau ist wegen Verfärbungen und der Zerstörung durch Pilze nicht möglich.

Kötterhaus

auch: Kötterhäuser

siehe Kate

Krabbe

auch: Kriechblume, Krabben

Krabben sind aus bautechnischer Sicht Dekorelemente der gotischen Architektur in Form von Knospen und Blattknäueln oder blattförmig verzierten Knollen. Diese wiederholen sich gleichförmig und im selben Abstand voneinander an den schräg ansteigenden Kanten von gotischen Turmhelmen, Giebeln und Fialen wiederholen. Da sie aussehen, als ob sie sich emporrankten, werden die Krabben auch "Kriechblumen" genannt.

Kraft

Kraft ist eine physikalische Größe und wird zur Beschreibung einer Wirkung zwischen Körpern und zwischen - durch gedachte Schnitte getrennten - Teilen eines Körpers verwendet. Ihre physikalische Ursache wird durch Kraftgesetze beschrieben. Die auf einen Körper wirkende Kraft ist gleich der zeitlichen Änderung seines Impulses. Kräfte sind zum Beispiel Massenanziehungskräfte (z.B. Eigenlast), elektrostatische und magnetische Anziehungskräfte, Widerstandskräfte und Kräfte bei Formänderungen (Volumen- und Gestaltsänderungen) verformbarer Körper. Die Maßeinheit der Kraft ist Newton (N) und seine Vielfachen wie Kilonewton (KN) und Meganewton (MN). 1 Newton ist dabei die Gewichtskraft, die eine Masse von 100 g (genauer 98,1 g) erfährt. Dabei liegt die Ortsabhängigkeit innerhalb der Rundung von 100g. Diese näherungsweise Beschreibung der Gewichtskraft einer Masse von 100g für 1 Newton gilt auf der Erde.

Kraftpapier

Kraftpapier ist ein Verpackungspapier aus gebleichtem oder ungebleichtem, langfaserigem Nadelholz-Sulfatzellstoff (Kraftzellstoff) oder gleichwertigen Fasern mit hoher mechanischer Festigkeit und Geschmeidigkeit. Kraftpapier eignet sich z.B. für die Herstellung von Papiersäcken, da es die stoßweise Beanspruchung bei gefüllten Säcken aushält. Zudem wird Kraftpapier als Rieselschutz verwendet.

Kraftschneider

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Ein Kraftschneider ist ein Seitenschneider mit besonders langen Griffen. Durch die gute Hebelwirkung lassen sich Drähte einfacher durchschneiden. Kraftschneider werden daher vor allem für dickere und sehr harte Drähte wie beispielsweise Pianodraht verwendet.

Kraftseitenschneider

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Kraft-Wärme-Kopplung

Mit der Kraft-Wärme-Kopplung wird gleichzeitig Heizwärme und elektrischer Strom erzeugt, zum Beispiel durch einen mit Heizöl betriebenen Motor. Die dabei entstehende Wärme kann zum Beispiel für die Raumheizung genutzt werden. Auf diesem Prinzip basiert zum Beispiel das Blockheizkraftwerk. Dagegen geht bei normalen Kraftwerken die Wärme, die bei der Energieerzeugung entsteht, verloren.

Kraftwerk

auch: Kraftwerke

Elektrische Energie muss man im gleichen Augenblick im Kraftwerk erzeugen, in dem sie vom Verbraucher benötigt wird. In Wärmekraftwerken werden die fossilen Energieträger, d.h. Steinkohle, Braunkohle, Erdöl und Erdgas sowie der Kernbrennstoff Uran, eingesetzt. In Wasserkraftwerken verwendet man die Energie des angestauten Wassers zum Antrieb der Turbinen. Die rechtzeitige und ausreichende Bereitstellung elektrischer Energie liegt in der Verantwortung der Energieversorgungsunternehmen (EVU). Über das Verbundnetz sind die EVU Westeuropas untereinander verbunden. Damit sind die Voraussetzungen für den Austausch elektrischer Energie auch über die Landesgrenzen hinaus erfüllt.

Kraftzwinge

auch: Kraftzwingen

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Die Kraftzwinge unterscheidet sich von der Schraubzwinge dadurch, dass fast alle Materialien durch das einfache Umlegen eines Hebels schnell fixiert und gespannt werden können. Ein spezieller Raster-Mechanismus ermöglicht hierbei, dass die Spannkraft ganz nach der Beschaffenheit des Werkstücks dosiert werden kann. Nach der Bearbeitung des Materials kann die Zwinge mit Hilfe eines Entriegelungshebels am Griff ohne großen Aufwand wieder gelöst werden. (Abbildung: Wolfcraft)

Kragarm

siehe Kragbalken.

Kragarmbalkone

Wenn Toreinfahrten, Gehwege oder Stellplätze kein Fundament und keine Stützen zulassen, ein Anbaubalkon oder Vorstellbalkon also nicht möglich ist, kommen Kragarmbalkone bei nachträglich errichteten Balkonen zum Einsatz. Wandseitige Randstützen, die punktuell je Geschossdecke befestigt werden, dienen zur Lastabtragung. An sie werden die Balkone dann angehängt.

Kragbalken

auch: Freiträger, Kragarm, Kragträger

Ein Kragbalken oder, wie er auch genannt wird, Kragarm oder Kragträger ist ein einseitig eingespannter Träger. Der Kragbalken spielt in der Statik eine wichtige Rolle. Das System ist statisch bestimmt und ist gekennzeichnet durch ein negatives Moment im Kragarm. Das heißt, an der Oberseite des Bauteils entsteht eine Zugzone, die im Stahlbetonbau mit einer Bewehrung versehen werden muss.

Kragplatte

Ähnlich wie der Kragbalken, ragt auch die Kragplatte aus einer Fassade heraus - sie kragt also über ("überkragen"). Kragplatten bestehen aus bewehrtem Beton und haben je nach Vorgabe des Architekten unterschiedliche Aufgaben. Eine Balkonplatte ist immer auch eine Kragplatte. Auf eine Kragplatte kann z.B. ein Erker aufgesetzt werden, wobei in diesem Fall je nach statischer Anforderung noch Kragbalken einzuziehen sind.

Kragstein

auch: Kragsteine

siehe Konsole

Kragträger

siehe Kragbalken.

Krainerwand

auch: Raumgitterwand, Krainerwände

Eine Krainerwand ist ein Verbundsystem aus Holzstämmen (auch Beton oder Stahl ist möglich), Erde und Pflanzen zur Stabilisierung von Böschungen. Durch ihre Anpassungsfähigkeit an kleinräumige Gegebenheiten (z. B. Straßenverlauf, wechselnde Baugrundverhältnisse) ist sie vielfältig einsetzbar und lässt sich gut in die Landschaft eingliedern. Krainerwände werden für Längsverbauungen und zur Sicherung von steilen Hang- und Uferböschungen sowie zur baulichen Überwindung von Geländesprüngen eingesetzt.

Krakelee

Krakelee bzw. Craquelée bezeichnet im Rahmen der Patina von Werkstoffen und Oberflächen eine plastische Verformung mit feinen Haarrissen, die sich in einer Veränderung von Glanz und Farben bemerkbar macht. Das kann sowohl bei organischen als auch bei anorganischen Materialien auftreten, wie beispielsweise Farbschichten, Lacken, Ölen, an Bernstein, Holz, glasierter Keramik und Stein, ja selbst noch auf den Mineralbildungen des Kupfers. Werden die feinen Haarrisse künstlich auf eine Oberfläche aufgebracht, spricht man von krakelieren.

krakelieren

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Der Begriff des Krakelierens kommt aus dem Französischen. Craquelées sind so genannte Alterssprünge - Rissbildungen in Farbschichten, die beim Alterungsprozess durch unterschiedliche Reaktionen von Bildträger, Grundierung, Farbschichten und Firnis entstehen können. Diese beim Alterungsprozess im Lack oder einer Glasur entstehenden Risse und Sprünge können allerdins auch künstlich, mit Hilfe von Reisslacken, auch Krakelier-Lacke genannt, erzeugt werden - z.B. auf der Glasur von Keramiken oder auf Glas- und Holzoberflächen. Diese erhalten so ein besonderes "antikes" Finish. Bilderrahmen, Geschenk- und Schmuckdosen, Vasen, Blumentöpfe und vieles mehr lassen sich auf diese Weise veredeln.

Krampe

auch: Dachkrampe, Haltekrampe, Krampen

Eine Krampe ist ein hufeisenförmiger Nagel mit zwei Spitzen. Dient der Befestigung von Maschendraht und anderem Geflecht an Holzbalken. Für die Befestigung von Reet oder Stroh auf dem Dach wurden bzw. werden auch Krampen aus dünnen, gespaltenen Weidenruten gefertigt. Diese sind etwa 60 cm lang, u-förmig und wurden früher mit einem Querbeil hergestellt. Aus einer dünnen Weidenrute konnte man im Durchschnitt ein Dutzend Krampen gewinnen, die in Bündeln geliefert wurden und bis zur Verarbeitung feucht gelagert werden müssen.

Kran

auch: Krane

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Das Heben von Lasten war und ist ein Schlüsselproblem in der Technikgeschichte der Menschheit. Eine wichtige Rolle dabei spielen die Krane. Nicht, dass man ohne Krane keine großartigen Bauwerke errichten könnte. Die Pyramiden in Ägypten wurden alle ohne Kran gebaut und sind dennoch über 100 m hoch. Eine Menge Arbeit hätten sich die Ägypter aber ersparen können, hätten sie Krane gekannt. Zudem wären sicherlich nicht 100.000 Arbeiter am Bau einer Pyramide beteiligt gewesen. Die Technik der Krane war bereits den Römern bekannt, doch sinnvoll eingesetzt wurde sie erst im Mittelalter. Viele Kirchen und Dome konnten nur dank Kranen in den Himmel wachsen. Große Erleichterung brachten Krane auch in Häfen und im Bergbau. Inzwischen ist die Technik der Krane zwar wesentlich ausgereifter, doch das Prinzip ist das gleiche: Lasten werden gehoben und können im Arbeitsbereich des Kranes transportiert werden. Grob betrachtet gibt es Turmdrehkrane und Fahrzeugkrane und Sonderbauformen wie Portalkran, Derrickkran und Kabelkran.

Kranturm

auch: Schnelleinsatzkran, Krantürme

Der Kranturm ist der hohe senkrechte Aufbau eines Kranes, an dem der Ausleger befestigt ist und der einen unterschiedlichen Kranunterbau besitzen kann. Dabei muss unterschieden werden, ob es sich um einen Untendreher oder Obendreher handelt. Beim Obendreher ist der Kranturm freistehend, kann aber bei größeren Bauhöhen und Auslegerlängen durch Verstrebungen am Bauwerk rückverankert bzw. durch Seile abgespannt werden. Ein Spezialfall ist der Turmdrehkran mit Klettereinrichtung. Mit einer Klettereinrichtung kann der Turm hydraulisch gehoben oder gesenkt werden. Beim Untendreher hat der Kranturm eine geringere Bauhöhe und ist oft teleskopierbar (z.B. Schnelleinsatzkrane). Schnelleinsatzkrane können durch eine Hydraulik relativ schnell auf- bzw. abgebaut und umgesetzt werden.

Kranunterbau

Der Kranuterbau bezeichnet die Lagerung eines Turmdrehkranes. Es wird der Kranunterbau bei stationären Kränen und mobilen Kränen unterschieden. Turmdrehkrane sind entweder fest an einer Stelle aufgebaut oder sie besitzen ein Gleisfahrwerk bzw. Reifen oder Raupen. Der stationäre Kran wird auf Fundamentblöcke gestellt, in die Fundamentplatte des Bauwerks einbetoniert oder in einem Gebäudeschacht wie beispielsweise den Fahrstuhlschacht eingespannt. Besitzt der Kran ein Gleisfahrwerk, ist er auch unter Last verfahrbar. Dies ist beim Reifen- und Raupenfahrwerk nicht der Fall. Hier ist der Kran zum Umsetzen, allerdings nicht unter Last verfahrbar. Turmdrehkrane auf Gleisfahrwerken müssen soviel Ballast mitführen, dass die Räder bei hoher Belastung nicht vom Boden abheben. Krane auf Reifenfahrwerken haben eine geringe Standsicherheit. Deshalb benötigen sie während des Lastentransports eine zusätzliche hydraulische Abstützung. Bei Raupenkranen kann aufgrund ihres hohen Eigengewichts auf Gegenausleger verzichtet werden, sofern sie als Untendreher konzipiert sind.

Kranverleih

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Der Kranverleih oder "Kranservice" ist aus dem Hochbau nicht wegzudenken. Anders als etwa beim Maschinenverleih kann man jedoch nicht einen Kran einfach so leihen - man muss das Fahr- und Bedienungspersonal natürlich gleich mit mieten. Mehrere dutzend gewerbliche Kranverleiher teilen sich in Deutschland den Markt mit Bauunternehmen, Dachdeckereien, Zimmereien usw., die ihre eigenen Krane auch weiter vermieten. Entsprechend hart ist der Wettbewerb. Üblich ist das Anmieten von Fahrzeugkranen mit Teleskopauslegern, wenn es um kurzfristige Arbeiten, etwa die Aufstellung eines Fertighauses geht. Nicht die Höhe eines Bauwerks entscheidet über die Art des Krans, sondern die örtlichen Verhältnisse - sprich Zufahrtsmöglichkeit, Wendekreis und Schwenkbereich. Beim Mieten eines Kranes (Foto Liebherr LTM 1800 mit 800 t Tragkraft und 126 m max. Ausladung) kann es erforderlich werden, dass der Kran in einer anderen Straße steht, als das Haus aufgebaut wird.

Krapp

Krapp ist die Bezeichnung für eine Färberpflanze. Die Krappwurzel besitzt einen hohen Gehalt an rotem Farbstoff. Die Färberpflanze ist im östlichen Mittelmeerraum, Südeuropa und dem Iran heimisch. Krapp ist der einzige Rotlieferant, dessen Anbau unter mitteleuropäischen Klimabedingungen Perspektive besitzt. Der rote Farbstoff wird neben dem Bereich der Künstlerpigmente von Naturfarbenherstellern verwendet.

Kraterbildung

auch: Kraterbildungen

siehe Schaumbildung.

Kratzprobe

auch: Kratzproben

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Die Kratzprobe ist Teil der Untergrundprüfung von Beton, bevor dieser verputzt werden soll. Zur Untergrundprüfung zählen optische Prüfung, Wischprobe, Kratzprobe, Benetzungsprobe, CM-Prüfung und Temperaturmessung. Die Kratzprobe erfolgt mit einem spitzen und harten Gegenstand wie Spachtel oder Kelle. Dabei festgestelltes Abplatzen, Abblättern oder Absanden erfordert Maßnahmen vor Beginn des Putzens. Maßnahmen: Die Betonoberfläche mit einem Stahlbesen kräftig abbürsten oder mit einer Stoßscharre abstoßen. Betonkontakt als Haftbrücke auftragen. In Sonderfällen kann auch Sandstrahlen notwendig sein. Auch zur Prüfung der Haftfähigkeit von Altanstrichen wird die Kratzprobe eingesetzt. Nur ein einwandfrei haftender Altanstrich eignet sich als Anstrichgrun für eine darauf aufbauende Beschichtung. Lockere, zum Abplatzen neigende bzw. abkreidende Anstriche müssen entfernt werden. Überstreicht man Altbeschichtungen ungeprüft, kann die Beschichtung abplatzen. Um die Haftfähigkeit zu überprüfen, kratzt man mit einem Spachtel oder Messerklinge die Oberfläche an. Ergeben sich dabei Späne, die sich leicht zerbröseln lassen, ist die Altbeschichtung spröde und daher nicht mehr tragfähig. Sind die Abgeschälten Späne dagegen elastisch, kann der Altanstrich als Untergrund dienen.

Kratzputz

auch: Kratzputze

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Kratzputze können nur mit mineralischen Bindemitteln aus Kalk oder Zement hergestellt werden. Ihre Auftragsdicke liegt zwischen 10 – 15 mm, abhängig vom Größtkorn des Zuschlags. Die heute verwendeten Korngrößen gehen, bedingt durch die geforderte Maschinengängigkeit, von 1 – 9 mm. Händisch aufgetragen sind bis zu 16 mm möglich. Kratzputze müssen dicker – um das 3- bis 4fache ihrer Kornstärke – aufgetragen werden als andere Putze. Nach bestimmter Erhärtungszeit wird mit einem Nagelbrett (Putzigel) bis auf eine Dicke von 8–10 mm die bindemittel- und spannungsreiche Oberfläche abgekratzt. Dadurch entsteht eine größere Oberfläche, Schwindrissbildung wird vermieden. Bei einer einlagigen Putzausführung ist eine Gesamtdicke von 20–25 mm nötig. Die charakteristische Struktur entsteht durch das herausspringende runde oder gebrochene Korn.

Kräusellack

auch: Kräusellacke

siehe (%Runzellack(%.

Krauskopf

siehe Versenker.

Kreide

Kreide ist ein weißer Kalkstein, mit dem Hauptbestandteil Calciumcarbonat, der aus natürlichen Lagerstätten gewonnen wird. Feinst vermahlen und geschlämmt kann Kreide als weißes Pigment und Füllstoff eingesetzt werden. Als Grundierungsmaterial ist Kreide weit verbreitet und wurde vor allem für Holztafeln und geschnitzte Bildwerke verwendet. Ein Beispiel für ein natürliches Vorkommen von Kreide ist der Rügener Kreidefels.

Kreideglas

auch: Böhmisches Kristallglas, Kreidegläser

Kreideglas ist ein Glas aus den Rohstoffen Quarzsand, Pottasche und Kreide. Es ist auch unter der Bezeichnung "Böhmisches Kristallglas" bekannt, da es im Jahre 1683 vom böhmischen Glashüttenmeister Michael Müller entdeckt wurde. Mit dieser Methode war es erstmals möglich, bleifreies Kristallglas herzustellen.

Kreiden

auch: Abkreiden

siehe Kreidung.

Kreidung

auch: Kreiden, Farinage

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Bei der Bildung eines feinen Pulvers auf der Oberfläche des Anstrichfilms bei Bewitterung (siehe Foto von Paint Quality Institute) spricht man von Kreidung bzw. Farinage. Sie kann zu einem Verblassen der Farbe führen. Auch wenn ein gewisses Maß an Kreidung eine normale und sogar erwünschte Abnutzung eines Anstrichs ist, kann sich durch starkes Kreiden eine übermäßige Erosion des Anstrichfilms ergeben. Eine Ursache kann die Verwendung einer Farbe minderer Qualität mit hohem Füllstoffgehalt sein. Auch die Verwendung einer Innenfarbe im Außenbereich kann zu Kreidung führen. Um sie zu beseitigen, müssen zunächst möglichst alle Kreidungsrückstände entfernt werden. Dies geschieht mit einer hartborstigen Bürste (auf Mauerwerk mit einer Drahtbürste). Man kann zu diesem Zweck auch eine Hochdruckreiniger verwenden. Nach dem Trocknen prüft man mit der Hand, ob immer noch Kreidungsrückstände vorhanden sind. Sind noch welche zu sehen, trägt man eine qualitativ hochwertige Kunstharz- oder Acrylat-Latexgrundierung (oder bei Mauerwerk einen vergleichbaren Sperrgrund) auf und überstreicht diese dann mit einer guten Reinacrylat-Außenfarbe. Ist wenig oder keine Kreide mehr festzustellen und die alte Farbe noch intakt, braucht keine Grundierung aufgetragen zu werden.

Kreiselbrecher

siehe Kegelbrecher.

Kreiselpumpe

auch: selbstansaugende Kreiselpumpe, normalsaugende Kreiselpumpe, Kreiselpumpen

Eine Kreiselpumpe fördert Wasser und andere Flüssigkeiten mittels eines stetig rotierenden Laufrads. Man unterscheidet selbstansaugende und normalsaugende Kreiselpumpen. Die selbstansaugenden Pumpen können selbständig das Wasser aus maximal acht Metern Tiefe ansaugen. Normalsaugende Pumpen können das Wasser nicht selbst ansaugen. Zunächst muss an der Unterseite der Saugleitung ein Rückschlagventil angebracht werden. Anschließend müssen Pumpe und Saugleitung komplett mit Wasser gefüllt werden. Nur so kann das Wasser gefördert werden.

Kreislaufwirtschaft

In der Kreislaufwirtschaft sollen die eingesetzten Rohstoffe über den Lebenszyklus einer Ware hinaus wieder in den Produktionsprozess zurückgelangen. Das Modell der Kreislaufwirtschaft ist der Grundgedanke der Verpackungsverordnung. Sie ist im Kreislaufwirtschaftsgesetz verankert, in dessen Rahmen weitere Verordnungen gefolgt sind, zum Beispiel zu Altautos und Altbatterien.

Kreissäge

auch: Kreissägen

Kreissägeblatt-Schärfgerät

auch: Kreissägeblatt-Schärfgeräte

Kreissägemaschine

auch: Kreissägemaschinen

Kreisschneider

siehe Rundschneider.

Kreiswuchtschwingsiebmaschine

Kremper

siehe Krempziegel.

Krempziegel

auch: Altdeutsche Pfanne, Alter Deutscher, Kremper, Breitziegel, Blattziegel, Rechtskremper

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Wie Mönch und Nonne ist der Krempziegel ein Pressdachziegel ohne Falz. Er ist ein historischer Ziegel in reiner Dachkultur. Bis zum Beginn des 11. Jahrhunderts reicht die Geschichte dieses Ziegels. Viele alte Gebäude sind noch mit Krempziegeln gedeckt. In Deutschland findet man dieses Modell vom Harz bis nach Franken. Besonders ausdrucksstark wirkt der Krempziegel als Wandbehang. Am häufigsten ist der Linkskremper, der die Krempe oder Tüte auf der linken Seite hat. Es gibt aber auch Rechtskremper, wie zum Beispiel im westlichen Münsterland. Weitere Bezeichnungen für Krempziegel sind "Altdeutsche Pfanne", "Breitziegel", "Knüpfziegel", "Blattziegel" und "Alter Deutscher".

Kreppband

siehe Malerkrepp.

Kresol

siehe: Phenol

Kreuzbalken

auch: Viertelholz

Zur Verbesserung der Tragfähigkeit von hölzernen Balkenquerschnitten sind neben dem Brettschichtholz auch so genannte Kreuzbalken entwickelt worden. Solche Balken bestehen aus je vier miteinander verklebten (verleimten) Rundholzsegmenten. Deren Außenseite wird beim Verkleben nach innen gewendet, so dass innerhalb des rechteckigen Querschnitts eine über die Länge des so entstandenen Balkens eine durchlaufende Röhre entsteht. Jedes der Viertelhölzer weist fünf Ecken auf. Jedes der Segmente ähnelt grob einem Viertelholz eines kreuzweise aufgetrennten Stammes, wobei die Viertelkreisberandungen der Segmente dreikantig bearbeitet sind.

Kreuzbalkendecke

Eine Kreuzbalkendecke ist eine Holzbalkendecke, die aus Kreuzbalken besteht. Diese Balken werden mit Nut- und Federverbindungen zu Deckenelementen von bis zu 2,50 m Breite verbunden. Die Dicke der Kreuzbalkendecke beträgt zwischen 10 cm und 24 cm.

Kreuzband

auch: Kreuzbänder

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Das Kreuzband ist zunächst einmal das, was bei Fussballern häufig reißt und eine lange Pause nach sich zieht. Im Holzbau ist das Kreuzband eine andere Bezeichnung für Andreaskreuz. Schließlich ist das Kreuzband noch ein Beschlagteil aus Metall von sich zwei überkreuzenden Metallteilen. Dieses Band kann beispielsweise ein Kreuzstockfenster mittig zieren. Früher war das Kreuzband häufig aufwändig verziert.

Kreuzblatt

auch: Kreuzblätter

Das Kreuzblatt ist eine Holzverbindung, sie wird bei sich schneidenden Schwellen eingesetzt. In der einfachsten Ausführung bekommen beide Holzbalken jeweils eine rechteckige Auskerbung, deren Tiefe die halbe Balkenhöhe entspricht. Dann werden beide Balken ineinandergesteckt und bilden eine Ebene. Beim einfachen Kreuzblatt kreuzen sich die Balken in einem rechten Winkel. Der Einschnitt im Holz muss dabei nicht unbedingt quaderförmig erfolgen, es gibt auch Varianten mit einseitigem und beidseitigem Haken, was aber keine Vorteile mit sich bringt. Die Balken können sich auch in einem schiefen Winkel kreuzen. Hier sorgt ein Stirn- und Fersenversatz für besseren Halt. Ein Kreuzblatt mit Stirnversatz kann Zug- und Druckkräfte aufnehmen, allerdings ist auch eine starke Querschnittsschwächung zu verzeichnen, so dass solch ein Kreuzblatt nur bei großen Holzquerschnitten zum Einsatz kommen kann.

Kreuzdach

auch: Kreuzgiebeldach, Kreuzdächer

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Das Kreuzdach ist eine Dachform mit Quergiebel, der bis zum First hochgezogen ist. Dies ist der Unterschied zum Zwerchdach, wo der Giebel nicht bis zum First geht. Wie auch bei Gauben wird durch den Quergiebel die Wohnfläche vergrößert. Nicht in allen Wohngebieten ist es erlaubt, ein Kreuz- oder Zwerchdach zu errichten.

Kreuzflachverbinder

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Kreuzflachverbinder werden für allgemeine Holzkonstruktionen, Carports, Pergolen, Freisitze usw. verwendet. Sie dienen zur universellen Befestigung der Kreuzpunkte bei aufliegendem Balken auf Stützen. Kreuzflachverbinder sollten möglichst paarweise eingesetzt werden. Sie werden einfach auf die Außenseite der Stützen und Balken genagelt. Der senkrechte Schenkel wird an der Stütze und der waagerechte Schenkel am Balken angeordnet.

Kreuzfuge am Dach

Eine Kreuzfuge ist auf dem Dach dann gegeben, wenn bei einer Dachdeckung die allseitige Über- oder Unterdeckung weniger als 2 cm beträgt und damit der Verband z. B. bei eingebundenen Biberkehlen nicht mehr gewahrt ist. Die Regensicherheit ist an einer Kreuzfuge nicht mehr gewährleistet.

Kreuzfuge im Fliesenverband

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Die Kreuzfuge besteht aus zwei Fugen, die sich kreuzen. Interessant wird diese sozusagen alltägliche Fuge, wenn sie in einem "gemischten Verband" bewußt als Gestaltungsmittel eingesetzt wird - siehe Foto des Bodenplatten- und Ziegelherstellers A-K-A. Die Kreuzufuge sollte nicht verwechselt werden mit dem Fugenkreuz.

Kreuzgang

Der Kreuzgang bezeichnet eine in der Regel viereckige Wandelhalle, die sich mit Arkaden nach dem von ihr allseitig umschlossenen Klosterhof öffnet, oftmals überwölbt und mit reichem, plastischem und malerischem Schmuck verziert. Der Kreuzgang verbindet die Haupträume des Klosters (Klausur) und dient auch als Prozessionsweg, seltener aber als Begräbnisstätte.

Kreuzgewölbe

Kreuzgewölbe sind uns aus sakralen Gebäuden bekannt, aber auch aus historischen Lagerkellern. Kreuzgewölbe ruhen an den Eckpunkten auf Säulen oder auf Mauerkonsolen. Heutzutage werden Kreuzgewölbe mit und ohne Gurtbogen als Fertigbauteile aus Faserbeton hergestellt. Damit lassen sich z.B. beim Bau von Villen, Luxushotels etc. interessante Akzente setzen.

Kreuzgiebeldach

auch: Kreuzgiebeldächer

siehe Kreuzdach.

Kreuzgratgewölbe

Kreuzt man zwei Tonnen (vgl. Tonnengewölbe) von gleichem Querschnitt, so erhält man das Kreuzgewölbe. Blickt man von unten auf das Wölbungsfeld, so erkennt man die sich kreuzenden diagonalen Schnittlinien, die sogenannten Grate. Man spricht daher von Kreuzgratgewölbe. Von den Graten werden vier Kappen begrenzt. Das Kreuzgratgewölbe war der in der Romanik gängigste Gewölbetyp.

Kreuzhacke

siehe Kreuzpickel.

Kreuzhieb

auch: Kreuzhiebe

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Der Kreuzhieb ist die zweifach diagonal verlaufende Verzahnung einer Kreuzhiebfeile. Zunächst erfolgt der Einhieb, dann wird die zweite Verzahnung über die erste gelegt. Diese Feilen werden mit größerem Druck geführt, das Arbeitsergebnis wird generell schneller erreicht, als mit einer Einhiebfeile. Die Anzahl der Hiebe pro Zoll oder Zentimeter wird in der sog. Hiebteilung definiert. Je mehr Hiebe pro Zentimeter, je feiner ist die Feile.

Kreuzholz

auch: Kreuzhölzer

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Stammholz wird im Sägewerk zu Kanthölzern und Balken verarbeitet. Dabei unterscheidet man verschiedene Schnittarten. Eine Schnittart neben Ganzholz und Halbholz ist Kreuzholz. Hier werden aus einem Stamm vier Kanthölzer bzw. Balken geschnitten. Der Einschnitt erfolgt kreuzförmig und durch die Markröhre des Baumstammes. Man spricht in diesem Fall auch von kerngetrenntem Holz.

Kreuzkamm

Kreuzkämmung

Beim Bau eines Blockhauses müssen die Bohlen miteinander verzahnt werden. Erst dadurch bekommt die Wand ihre Standfestigkeit. Die Stelle, an der zwei oder mehrere Bohlen sich kreuzen, wird Kreuzkämmung oder Kreuzecke genannt.

Kreuzlinienlaser

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Kreuzlinienlaser sind die idealen Lasermessgeräte für den Innenausbau. Der Kreulinienlaser projiziert, im Gegensatz zum Rotationslaser durch eine spezielle Linse - senkrecht und waagerecht. Durch ein Pendelsystem richten sich die Geräte automatisch aus. Der Kreuzlinienlaser erzeugt gut sichtbare Laserlinien, die ein einfaches Ausrichten von Fliesen, Ständerwerk, Fenster, Türen etc. ermöglichen.

Kreuzlochblech

auch: Kreuzlochbleche

Das Kreuzlochblech ist eine Variante des Lochbleches mit kreuzartigen Ausstanzungen. Kreuzlochbleche werden meistens als Dekorbleche eingesetzt.

Kreuzlochmutter

Die Kreuzlochmutter ist mit der Nutmutter zu vergleichen. Anstatt Nuten besitzt die Kreuzlochmutter lediglich Bohrungen.

Kreuzmontageplatte

Die Kreuzmontageplatte ist Bestandteil eines Topfscharniers. Die Kreuzmontageplatte wird an den Korpus des Möbelstücks angeschraubt. Die Tür mit dem anderen Teil des Topfscharniers wird dann in die Kreuzmontageplatte eingehängt und festgeschraubt.

Kreuzpickel

auch: Pickel, Kreuzhacke, Spitzhacke

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Ein Kreuzpickel ist ein Werkzeug, das im Garten und auf der Baustelle bei Grabarbeiten nahezu unverzichtbar ist. Bei schweren und insbesondere steinigen Böden, wo Schaufel und sogar der Spaten nichts mehr ausrichten, wird damit der Grund zum Ausheben mit der Schaufel aufgelockert. Der Kreuzpickel wird auch als Kreuzhacke oder Spitzhacke bezeichnet.

Kreuzpunktverbinder

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Kreuzpunktverbinder sind im Holzbau extra für den Einsatz von Kreuzungspunkten bei aufliegendem Balken auf Stützen konzipiert. Sie werden für allgemeine Holzkonstruktionen, Carports, Pergolen, Freisitze usw. verwendet. Sie sind für Hölzer mit einem quadratischen oder rechteckigen Querschnitt geeignet. Der u-förmig gebogene Teil wird an der Stütze befestigt, der Balken wird einfach zwischen die Laschen auf der Stütze aufgelegt. Kreuzpunktverbinder sollten immer paarweise eingesetzt werden.

Kreuzrippengewölbe

Das Kreuzrippengewölbe ist eine Variante des Kreuzgewölbes. An die Stelle von Graten wie beim Kreuzgratgewölbe, treten beim Kreuzrippengwölbe gemauerte Rippen. Dies nehmen dann Druck und Schub des Gewölbes auf sich und entlasten dadurch die Kappen. Die Rippen kreuzen sich im Schlussstein. Kreuzrippengewölbe kennt schon die spätromanische Architektur, jedoch nur über quadratischen Jochen. Um eine Folge von Rechtecken einzuwölben, muss man vom halbkreisförmigen zum spitzbogigen Querschnitt (ideales Gewölbe der Gotik) übergehen.

Kreuzrohrradiator

auch: Kreuzrohrradiatoren

Ein Kreuzrohrradiator ist eine Variante eines Radiators. Charakteristisch sind die flachen, planen Köpfe der senkrechten Rohre, die im Kreuzrohr-Schweißverfahren mit den Sammelrohren verbunden sind. 1- und 2-reihig.

Kreuzschalter

Kreuzschalter werden in der Elektroinstallation benötigt, wenn ein und derselbe Verbraucher von drei oder mehr räumlich getrennten Stellen aus geschaltet werden soll. Die Beleuchtung des Treppenhauses soll zum Beispiel von Haustür, Treppenhaus, Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachgeschoss aus schaltbar sein. Für diese fünf Stellen werden fünf Schalter benötigt, und zwar zwei Wechselschalter und drei Kreuzschalter. Kreuzschalter können nur zusammen mit zwei Wechselschaltern eingesetzt werden. Zu beachten ist, dass der oder die Kreuzschalter immer zwischen den beiden Wechselschaltern installiert sein müssen und der oder die Verbraucher von einem Wechselschalter aus gesteuert werden. Von den Verteilerdosen muss zu jedem Kreuzschalter eine 5-adrige Leitung verlegt werden. Zu den Wechselschaltern genügt eine 4-adrige Leitung.

Kreuzschaltung

Eine Kreuzschaltung bezeichnet eine Schaltung in der Elektroinstallation, die das Ein- bzw. Ausschalten z.B. einer Leuchte wahlweise von mehr als zwei Schaltstellen aus ermöglicht. Die Kreuzschaltung wird vor allem zur Ansteuerung von Beleuchtungsanlagen – zum Beispiel in Fluren – verwendet. Nachteile einer Kreuzschaltung sind zum Beispiel, dass für eine Kreuzschaltung ein durchgehendes Adernpaar über alle Schalter benötigt wird, was eine Erweitung erschwert. Zudem sind Kreuzschalter teurer als einfache Schalter und ein Defekt eines Schalters führt zum Ausfall der gesamten Verschaltung

Kreuzscheibe

auch: Kreuzscheiben

Eine Kreuzscheibe ist ein Instrument zum Abstecken rechter Winkel. Sie besteht aus einem kegelförmigen Metallkörper, 10 cm hoch, 14 cm Durchmesser, mit kreuzförmig angeordneten Zielschlitzen. Sie ist auf einem stabilen Metallstab geschraubt und hat eine Dosenlibelle zur Kontrolle der Senkrechtstellung. Die Kreuzscheibe dient zur Errichtung von Loten, indem man sie auf einem bekannten Fußpunkt einsetzt und durch die Schlitze die Fluchtstäbe einweist. Damit ist sie vor allem für Absteckungen geeignet, wobei sich ihr stabiler Bau und ihre robuste Handhabung sehr bewährt. Daneben ist ein großer Vorteil, dass man durch ihre Zielschlitze auch schräg, also bergauf oder bergab, zielen kann. Sie wird deshalb besonders viel im hügeligen Gelände (z. B. Süddeutschland) eingesetzt.

Kreuzschlag

Kreuzschlag ist ein Begriff, der im Zusammenhang mit Stahlseilen gebraucht wird. Beim Kreuzschlag ist die Schlagrichtung der Drähte in den Außenlitzen entgegengesetzt zu der Schlagrichtung der Litzen im Stahldrahtseil. Ein rechtsgängiges Seil mit linksgängigen Litzen wird mit sZ abgekürzt. Ein linksgängiges Seil mit rechtsgängigen Litzen trägt die Bezeichnung zS.

Kreuzschlitzschraubendreher

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Der Kreuzschlitzschraubendreher ist ein Schraubendreher für Schrauben mit Kreuzschlitzantrieb, siehe Zeichnungen. Kreuzschlitze können unterschiedlich gestaltet sein, je nach Herstellersystem der Schrauben. Unsere Zeichnungen zeigen einen Kreuzschlitzschraubendreher Philips-Recess und einen Pozidriv/Supadriv (unten).

Kreuz-Schweifhammer

auch: Kreuz-Schweifhämmer

siehe Schweifhammer.

Kreuzstakendecke

auch: Kreuzstakung, Kreuzstakendecken

Eine Kreuzstakendecke ist eine Bauart von Holzbalkendecke. Sie ist heute allerdings nicht mehr gebräuchlich, sie war bis etwa 1918 vor allem bei großen Spannweiten gefragt. Durch den gekreuzten Einbau der Wickelstaken sollte die Quersteifigkeit der Decke verbessert werden. Wickelstaken deshalb, weil die Staken mit Strohlehm umwickelt waren. Die Kreuzstaken bestanden aus sich kreuzenden, vier bis fünf Zentimeter starken Latten, die im Abstand von einem bis zwei Meter oder als Zwischendecke nebeneinander gelegt wurden. Dadurch ließen sich die Einzellasten auf mehrere Balken verteilen. Da bei dieser Bauweise horizontale Druckkräfte wirken, müssen genügend Spannanker aus Stahl in die Deckenebene einbezogen werden.

Kreuzstakung

Kreuzstockfenster

auch: Mittelkreuzstockfenster

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Dieser Fenstertyp wird ab dem späten 14.Jh. verwendet. Das Kreuzstockfenster teilt einen Fensterrahmen in vier einzelne Fensterflächen, die jede für sich verschlossen werden kann. Immer sind die oberen Fenster kleiner als die unteren. Ist das Querholz mittig angeordnet, so spricht man von einem Mittelkreuzstockfenster. Kreuzstockfenster waren ursprünglich aus Stein. Erst im Barock entwickelte sich das hölzerne Kreuzstockfenster.

Kreuzstromwärmetauscher

Kreuzungsbauwerk

auch: Kreuzungsbauwerke

Kreuzungsbauwerke sind Bauwerke, die einen störungsfreien Verkehrsfluss ermöglichen. Brücken sind beispielsweise Kreuzungsbauwerke, da der Verkehrsfluss auf der Brücke nicht durch den Verkehr unter der Brücke beeinflusst wird. Im Gegensatz zu einer normalen Kreuzung (z.B. mit Ampeln und Vorfahrtsregeln) entsteht so ein planfreier Knotenpunkt. Eine Autobahn z.B. ist ohne Kreuzungsbauwerke nicht denkbar, der jederzeit ungehinderte Verkehrsfluss wäre nicht möglich.

Kreuzverband

auch: Kreuzverbände

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Beim Kreuzverband handelt es sich um einen Mauerverband. Um einen Kreuzverband erkennen zu können, sind mindestens vier Schichten notwendig. Die erste Schicht ist eine Binderschicht. Es folgt eine Läuferschicht, die um ½ am gegenüber der Binderschicht versetzt ist. Als dritte Schicht kommt wieder eine Binderschicht. Die zweite Läuferschicht ist um 1 am gegenüber der ersten versetzt angeordnet und läßt somit die charakteristischen Kreuze erkennen. Der Kreuzverband ist erst aber einer Mauerdicke von 24 cm möglich. Bei einer Dicke ab 36,5 cm liegen Läufer und Binder in der selben Schicht. In der Maueransicht sieht man jedoch weiterhin Binder innerhalb der Binderschicht und Läufer innerhalb der Läuferschicht.

Kreuzzapfen-Längsverbindung

auch: Kreuzzapfen-Längsverbindungen, Kreuzzapfenlängsverbindung, Kreuzzapfenlängsverbindungen

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Die Kreuzzapfen-Längsverbindung ist eine gängige Holz-Längsverbindung. Der Kreuzzapfen ist eine besonders verwindungssteife Verbindung. Wie bereits der Name erahnen läßt, sind Schlitze und Zapfen kreuzförmig angeordnet. Der Kreuzzapfen ist eine aufwändige aber wirkungsvolle Aufstandsverbindung.

Kreuzzaun

auch: Kreuzzäune

siehe Jägerzaun

Kriechblume

auch: Kriechblumen

siehe Krabbe.

Kriechen

Als Kriechen des Betons bezeichnet man die zeitabhängige Zunahme der Verformungen unter gleichbleibender Last. Abhängig ist das Kriechen von der Luftfeuchtigkeit, der Betonzusammensetzung und den Abmessungen des Bauteils. Einfluß hat zudem der Erhärtungsgrad des Betons bei Belastungsbeginn, sowie Dauer und Größe der Belastung. Kriechen verursacht sowohl negative als auch positive Wirkungen für Stahlbeton- und Spannbetonbauteile. Nachteilig ist z.B., dass infolge Kriechen die Verformungen von Stahlbetonbauwerken mit der Zeit zunehmen. Von Vorteil ist hingegen, dass Zwangskräfte durch Kriechen abgebaut werden.

Kriechöl

auch: Kriechöle

Kriechöl ist ein dünnflüssiges Öl, das die Eigenschaft hat, in kleinste Ritzen zu kriechen. Ferner hat Kriechöl rostlösende, korrosionslösende und schmutzlösende Eigenschaften, darf aber absolut nicht als Schmieröl verwendet werden. Wenn der Heimwerker eine festsitzende Schraube lösen will, gibt er Kriechöl auf den Schraubenkopf. Das Öl unterwandert dann Rost und Verschmutzungen, die sich in den Gewindegängen gebildet haben können.

Kriechsetzung

auch: Kriechsetzungen

Kriechsetzung ist ein Begriff aus der Bodenmechanik. Er bezeichnet den bei bindigen Böden infolge viskosen Fließens des Korngerüsts auftretenden Setzungsanteil. Kriechsetzungen treten bei wenig wasserdurchlässigen Bodenarten auf, wo der Druckanstieg auch im gebundenen Porenwasser zur Lageänderung der Bodenteilchen führt. Diese Kriechsetzungen können vor allem bei organischen Böden, z. B. Torf, nach Abschluss der Konsolidation über lange Zeiträume (Jahrzehnte bis Jahrhunderte) stattfinden.

Kriechwasser

Kriechwasser kommt in den unterschiedlichsten Bauteilen eines Gebäudes vor. Bezeichnet wird mit diesem Begriff jenes Wasser, dass infolge mangelhafter Abdichtung oder mangelhafter Verbindungen von wasserführenden Rohrleitungen unter Bauteile oder in den Baukörper kriecht. Die Stelle des Leks kann oft nur mühsam gefunden werden, weil Kriechwasser - wie der Name schon sagt - langsam abläuft und unter Umständen mehrere Meter von der Lekstelle entfernt erst festgestellt werden kann. Anfällig für Kriechwasser sind alle Sanitäranschlüsse, Schäden am Dach oder z.B. Anschlußstellen von bodengleichen Duschen mit Wänden oder Bodenbelägen.

Kriechzahl

Mit der Kriechzahl kann man den durch das Kriechen ausgelösten Verformungszuwachs bei einem Bauteil aus Beton bzw. Stahlbeton ermitteln. Die Kriechzahl kann als Vielfaches der elastischen Verformung ausgedrückt werden, wobei die Kriechzahl vom Betrachtungszeitpunkt und vom Betonalter bei Belastung abhängig ist.

Krimpzange

auch: Krimpzangen

siehe Crimpzange.

kristallisieren

Kristallquarzsand

auch: Kristallquarzsande

Der Kristallquarzsand ist ein Sand von hellgrauer Färbung, der speziell im "Hirschauer Becken" abgebaut wird. Kristallquarzsand wird als Zuschlag für die Herstellung von Putzen, Industrieböden und kunstharzgebundenen, naturstein-ähnlichen Arbeitsplatten sowie ebensolchen Waschbecken verwendet. Ein weiterer Anwendungsbereich findet sich in der Ziegelindustrie. Dachziegel, die speziell in schneereichen Gebieten verbaut werden, können eine Oberfläche aus Kristallquarzsand aufweisen, was ein Abrutschen des Schnees erschwert. Kristallquarzsand eignet sich besonders zur Herstellung von Farbsand.

Kristallspiegelglas

auch: Kristallspiegelgläser

Kristallspiegelglas ist ein auf beiden Seiten planparallel geschliffenes, poliertes Gussglas als Flachglas mit ebenen, hochglänzenden Oberflächen und klarer, optisch verzerrungsfreier Durchsicht und Reflexion. Kristallspiegelglas findet gefärbt Verwendung als Sonnenschutz- und Wärmeschutzglas. Ansonsten wird das Glas hauptsächlich im Innenausbau und bei der Möbelherstellung eingesetzt.

Kristallwasser

In bestimmten Mineralien, wie zum Beispiel dem Gipsmineral, ist chemisch gebundenes Wasser vorhanden, das sogenannte Kristallwasser. Gips kommt mit einer unterschiedlichen Anzahl von im Kristall eingelagerten Wassermolekülen vor. Am häufigsten ist das Dihydrat mit zwei Wassermolekülen pro Calciumsulfatmolekül. Anhydrit ist ein Gips ohne Kristallwasser, der sofort mit Wasser reagiert und es unter Volumenvergrößerung und Hitzeentwicklung in das Kristall einbaut, wobei Dihydrat (Gipsstein) entsteht. Das Brennen von Gipsstein setzt je nach Temperatur unterschiedliche Anteile des Kristallwassers frei, wobei gezielt verschiedene Gipssorten mit unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten hergestellt werden können

Krokodilhautbildung

auch: Krokodilhautbildungen

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Zu Krokodilhautbildung kann es durch den Auftrag einer extrem harten, starren Farbe wie beispielsweise eines Kunstharzlackes auf einen flexibleren Anstrich wie einer Acrylat-Grundierung kommen. Dies ist eine gemusterte Rißbildung an der Oberfläche des Farbfilms, die den Schuppen eines Krokodils ähnelt (siehe Foto vom Paint Quality Institute ). Eine weitere mögliche Ursache für Krokodilhautbildung kann der Auftrag eines Deckanstriches sein, bevor die untere Schicht trocken ist. Außerdem kann bei Anstrichen auf Kunstharzbasis durch Temperaturschwankungen dieser Effekt eintreten.

Krönel

siehe Kröneleisen.

Kröneleisen

auch: Krönel

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Das Kröneleisen oder der Krönel ist ein Werkzeug, das zweihändig geführt wird. Es besitzt einen Eisenstiel, an den ein etwa 4 cm breiter Bügel anschließt. An diesem Bügel sind zugespitzte Stahlstäbchen befestigt. Mit einem Kröneleisen lässt sich Stein bearbeiten (siehe auch Kröneln).

Kröneln

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Kröneln ist die Bearbeitung einer Oberfläche aus Beton oder Naturstein mit dem Kröneleisen. Dabei werden die Ansichtsflächen aufgerauht. Die Technik des Krönelns reicht vermutlich ins 15. Jahrhundert zurück. Die Bearbeitung diente ursprünglich fast ausschliesslich als Vorbereitung zum Scharrieren und taucht erst Ende 18. und Anfang 19. Jahrhundert häufig als Bossenzierde im unteren Fassadenbereich auf.

Kronendach

auch: Kronendächer

Das Kronendach hat nichts mit gekrönten Häuptern und deren Schloßdächern zu tun. Es wird auch Ritterdach genannt und ist eine ältere Bezeichnung für eine bestimmte Dacheindeckung mit Biberschwanzziegeln, nämlich der Biberschwanzkronendeckung.

Kronendeckung

Kronenmutter

auch: Kronenmuttern

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Kronenmuttern sind Muttern, bei denen die Schraubverbindungen mit einem Splint gesichert werden. Dazu besitzt die Mutter rechtwinklig zur Achse an einer Seite Schlitze (Kronenform). In der Schraube oder dem Gewindebolzen muss eine Querbohrung vorhanden sein, um mit einem durchgesteckten Splint oder Draht die Mutter gegen Verdrehen zu sichern. Kronenmuttern findet man zum Beispiel im Fahrzeugbau beim Befestigen von Bremsscheiben oder Antriebswellen.

Kronglas

auch: Krongläser

siehe Mondglas.

Kronleuchterhaken

Kronleuchterhaken sind nichts anderes, als Hakenschrauben, die jedoch wegen des Gewichts eines Kronleuchters einen größeren Schaftdurchmesser haben. Im Idealfall bestehen solche Schrauben aus spezial gehärteten Stählen.

Kröpfen

siehe Abkröpfen.

Kröpfling

auch: Kröpflinge

siehe Krümmling.

Kropfstück

auch: Kropfstücke

siehe Krümmling.

Krümmling

auch: Kropfstück, Kröpfling

Bei herkömmlichen gestemmten Holztreppen sind Krümmlinge, Kröpflinge oder Kröpfstücke die gekrümmten Verbindungsstücke zwischen den Enden der aufsteigenden und absteigenden Wangen. Sie sind geometrisch komplizierte Gebilde, die einiges handwerkliches Geschick verlangen. Üblicherweise werden Sie mit den geraden Wangen durch Dübel und Verleimung verbunden. Die meisten Treppen werden aus Kostengründen in der Wendelung mit Eckpfosten gefertigt, das heißt sie sind keine Krümmlinge. Dies ist natürlich wesentlich einfacher und billiger, als die Wange oder den Handlauf in einem Stück ohne Unterbrechung durchlaufen zu lassen. Der Krümmling ist deshalb ein Merkmal für eine hochwertige und teure Treppenanlage.

Krummschäftigkeit

auch: Stammkrümmung, Einschnürigkeit, Zweischnürigkeit

Die Krummschäftigkeit bezeichnet einen Fehler in der Stammform, welcher auf die Güte des Holzes Einfluss hat. Bei der Krummschäftigkeit weicht der Wuchs der Stammachse von einer Geraden ab. Unterschieden wird dabei noch zwischen Einschnürigkeit, Zweischnürigkeit und Unschnürigkeit. Einschnürig ist ein Stamm, wenn sich eine oder mehrere Krümmungen in einer Ebene befinden. Unschnürig ist ein Stamm, wenn sich Krümmungen in mindestens zwei Ebenen befinden. Zweischnürig ist ein Stamm, der nahezu parallel zur Stammachse verläuft. Gemessen wird die Krümmung auf 1 m Stammlänge an der maximalen Stammkrümmung in cm. Ursache für Krummschäftigkeit können sein: Boden, Wind, Bodenbewegungen, Sonneneinstrahlung, Berghang oder einfach nur genetische Veranlagung.

Krümmungszahl

auch: Krümmungszahlen

Die Krümmungszahl ist ein Begriff aus der Bodenmechanik. Der Kennwert beschreibt die Sieblinie eines Bodens. Einfach gesagt gibt die Krümmungszahl Auskunft über die Körngrößen-Verteilung eines Bodens. Aus der Krümmungszahl kann bei nichtbindigen Böden (z.B. Kies) zum Beispiel die Verdichtungsfähigkeit oder die Frostempfindlichkeit eines Bodens abgeleitet werden.

Krüppelwalmdach

auch: Halbwalmdach, Krüppelwalmdächer

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Das Krüppelwalmdach ist eine besonders auf nord- und niederdeutschen Gehöften gebräuchliche Variante des Walmdachs. Es entspricht einem Walmdach mit hochgesetzter Traufhöhe am Giebel, d.h. es besitzt einen im oberen Teil abgewalmten Giebel. In manchen Gegenden wird es auch als Schopfwalmdach oder auch Halbwalmdach bezeichnet.

Krustenplatte

auch: Krustenplatten

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Krustenplatte ist ein Begriff aus der Geologie. Im Verlauf der erdgeschichtlichen Endstehung von Gesteinsschichten ist es immer wieder vorgekommen, dass Ton- und Lehmschichten auf natürliche Weise zwischen Gesteinsblöcke gepresst wurden. Wird im Steinbruch ein Steinblock mit derartigen Fremdeinlagerungen gefunden, so wird die Gesteinsschicht, auf die über Jahrtausende Ton oder Lehm eingewirkt haben, herausgebrochen, aber keineswegs dem Abraum zugeführt. Denn diese Platten besitzen eigenwillige, reizvolle "Krusten" und können sehr unterschiedliche, in jedem Fall aber eine andere Farbe aufweisen, als das eigentliche Muttergestein. Krustenplatten können relativ eben, aber auch bucklig sein - gerade so, wie sie die Natur "geliefert" hat. Wegen diesen Rundungen nennen Fachleute diese Platten auch Schweinebauch. Mit Krustenplatten können reizvolle, rutschsichere Gartenwege angelegt werden.

Krypton

Das Edelgas Krypton wird in großem Umfang als Füllgas für Glühlampen und in Gasentladungsröhren für Leuchtreklame eingesetzt. Auch im Zwischenraum von Isolierglas bzw. Wärmeschutzglas befindet sich Krypton. Das Gas verbessert den Wärme- uns Schallschutz der Scheibe.

KS-Blockstein

auch: KS-Blocksteine

Der KS-Blockstein ist ein KS-Stein, dessen Querschnitt ungelocht oder durch eine Lochung senkrecht zur Lagerfläche bis 15 % gemindert wird. KS-Blocksteine sind, abgesehen auf der Seite mit den Grifföffnungen, auf den anderen fünf Seiten geschlossen. Es sind Wanddicken zwischen 11,5 cm und 30 cm möglich. Verwendet werden KS-Blocksteine für Außen- und Innenwände sowie für Schallschutzwände. Seine Steinhöhe überschreitet 123 mm. Er kann vorzugsweise mörtelfrei verzahnt werden. Da der Kalksandblockstein in verschiedenen kompakten Formen erhältlich und nicht sehr schwer ist, ist er am Bau sehr variabel einsetzbar.

KS-Hohlblockstein

auch: KS-Hohlblocksteine

Der KS-Hohlblockstein ist ein KS-Stein, der im Gegensatz zum KS-Blockstein mit einem Lochanteil von über 15 % senkrecht zur Lagerfläche versehen ist. Die Schichthöhe beträgt zwischen 12,5 cm und 25 cm. Mit KS-Hohlblocksteinen können Wanddicken zwischen 11,5 cm bis 36,5 cm realisiert werden.

KSK-Bahn

auch: KSK-Bahnen

KSK-Bahn steht für kalt selbstklebende Bitumen-Dichtungsbahn. Kalt selbstklebende Bitumen-Dichtungsbahnen sind Dichtungsbahnen, die werkseitig mit einer unterseitigen Kaltselbstklebeschicht ausgerüstet sind. Nach Abzug einer Trennfolie oder eines Trennpapieres werden sie unter Druck auf einen kaltselbstklebefreundlichen Untergrund verlegt. KSK-Bahnen werden beispielsweise bei der Balkonsanierung verwendet.

KS-Lochstein

auch: KS-Lochsteine

KS-Lochsteine sind eine Variante der KS-Steine. Diese Mauersteine ist fünfseitig geschlossen, die Lochung liegt senkrecht zur Lagerfläche und mindert den Querschnitt der Steine um 15 bis 55 %. Kalksandlochsteine werden in allen Bereichen der Mauerkonstruktionen (tragend, nichttragend), als Schallschutz- oder als Vormauersteine eingesetzt. Es gibt sie in vielen verschiedenen Variationen mit unterschiedlichen Festigkeiten und Dichten.

KS-Planstein

auch: KS-Plansteine

Der KS-Planstein ist ein KS-Stein, der im Dünnbettmörtel versetzt wird. Es gibt KS-Plansteine mit und ohne Löcher senkrecht zur Lagerfläche (Blocksteine oder Hohlblocksteine). Sie können für Außen- und Innenwände, für tragende und nichttragende Wände verwendet werden. Es sind Wände mit einer Dicke bis 36,5 cm möglich.

KS-Stein

auch: KS-Steine

Der KS-Stein (Kalksandstein) ist der meistverwendete Mauerstein. Er ist ein Gemisch aus Kalk, Sand und Wasser, das unter hohem Wasserdampfdruck gehärtet wird. KS-Steine eignen sich für Außen- und Innenwände und auch als Sichtmauerwerk. Der Mauerstein wird wegen seiner Maßgenauigkeit und seiner einfachen Verlegung sehr gerne von Selbermachern verwendet. Allerdings sind KS-Steine sehr schwer, so dass mit der Hand nur kleinere Formate verlegt werden können. Größere Formate müssen mit Verlegegeräten verarbeitet werden. Die Schwere der Steine wirkt sich allerdings positiv auf den Schallschutz aus. Zudem sind KS-Steine sehr druckfest, weshalb die Wände schlanker gemauert werden können, als vergleichbare Mauern beispielsweise aus Ziegelstein.

KS-Verblender

Ein KS-Verblender ist ein frostwiderstandsfähiger KS-Stein, der sich für Sichtmauerwerk und Verblendmauerwerk eignet. Der Voll- oder Lochstein gehört mindestens der Druckfestigkeitsklasse 20 an. Steine dieser Klasse müssen mindestens einen 50fachenen Frost-Tau-Wechsel überstehen. Für die Herstellung werden besonders ausgewählte Rohstoffe verwendet. Kalksandstein-Verblender mit glatter oder strukturierter Oberfläche bietet eine Fülle von gestalterischen Möglichkeiten, speziell auch in Kombination mit anderen Baustoffen wie beispielsweise Holz oder Beton. Er passt als farbneutrale Fassade in jede Landschaft und lässt sich harmonisch in vorhandene Straßenfronten einfügen. KS-Verblender lassen sich für Innen- und Außenwände verwenden.

KS-Vollstein

auch: KS-Vollsteine

Der KS-Vollstein ist ein KS-Stein, dessen Querschnitt ungelocht ist oder der durch eine Lochung senkrecht zur Lagerfläche bis 15 % gemindert wird. Die Steinhöhe beträgt bis zu 113 mm. Er wird verwendet zur Abmauerung und Ergänzung. Auch Schallschutzwände und hochbelastetes feingliedriges Mauerwerk wie beispielsweise Pfeiler werden aus KS-Vollsteinen hergestellt. Durch Drehen der Steine ist ein Wanddicke von 24 cm möglich.

KS-Vormauerstein

auch: KS-Vormauersteine

Der KS-Vormauerstein ist ein frostwiderstandsfähiger KS-Stein. Der Voll- oder Lochstein gehört mindestens der Druckfestigkeitsklasse 12 an. Mauersteine dieser Klasse müssen mindestens einen 25fachenen Frost-Tau-Wechsel überstehen. Er eignet sich für Sichtmauerwerk und Verblendmauerwerk. Beim Kalksand-Vormauerstein ist neben Wärmespeicherung, gutem Wohnklima und enormer Belastbarkeit vor allem der optische Aspekt von Bedeutung.

Kübbung

Als Kübbung wird die Abseite unter der Traufe bezeichnet, die auf der einen Seite eines alten niedersächsischen Bauernhofs (Zweiständerbau) die Stallungen für das Vieh, auf der anderen Seite die Durchfahrt für die Erntewagen beherbergte. Durch die Kübbung wird das Dach abgeflacht und weiter heruntergezogen. Dies ist einerseits vorteilhaft als Wetterschutz, andererseits wird es dadurch im Inneren des Hauses sehr dunkel.

Kübelsystem

Das Kübelsystem ist ein veraltetes System der Abwasserentsorgung, bei dem die Exkremente in einem beweglichen Kübel oder einer Tonne gesammelt wurden. DAs System wurde für Paris entwickelt. Hier wurden mit einem Sieb im Inneren des Kübels die festen Stoffe zurückgehalten, während der Urin und allenfalls das Spülwasser in die Kanalisation flossen. Dadurch gingen der Landwirtschaft keine wertvollen Dungstoffe verloren und die Gewässer wurden entlastet. In manchen unterentwickelten Ländern ist das Kübelsystem auch heute noch im Gebrauch und sorgt für zum Teil katastrophale hygienische Verhältnisse, wenn die Kübel nicht regelmäßig geleert werden.

Küche

auch: separate Küche, Wohnküche, offene Küche, Einbauküche, Anbauküche, Küchenzeile, Schrankküche, Kleinküche, Küchen

Bei Küchen werden unterschiedliche Arten unterschieden, wobei allen Küchen gleich ist, dass darin gekocht werden soll. Vor allem beim Studieren von Immobilienangeboten ist es gut zu wissen, welche Küchenart sich hinter welchen Bezeichnung verbirgt. Eine separate Küche ist eine reine Arbeitsküche, die sich in einem abgeschlossenen Raum befindet. In ihr werden lediglich die entsprechenden Mahlzeiten vorbereitet und gekocht. Mitunter ist in einer separaten Küche aber auch eine Ecke für einen (kleinen) Esstisch, wohingegen es in einer Wohnküche sehr viel mehr Platz dafür gibt. Hier kann sich dann auch die ganze Familie gleichzeitig zum Essen aufhalten. Geselliger und kommunikativer geht es hingegen bei einer offenen Küche zu. Diese geht in den Wohnraum über und ist in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden, da das Kochen immer mehr zum Event wurde. Neben diesen verschiedenen Küchentypen gibt es auch noch Unterschiede in der Ausführung der Küche. Eine Einbauküche ist zum Beispiel aus einem Guss. Küchenmöbel und Küchengeräte sind aufeinander abgestimmt, der Herd, der Kühlschrank oder der Ofen sind in die Küchenmöbel integriert. Eine Einbauküche wird millimetergenau in den Raum eingepasst und mit einer durchgehenden Arbeitsplatte versehen. Bei der Anbauküche hingegen besteht alles aus Einzelteilen. Hier werden einzelne Küchenschränke oder Küchengeräte aneinandergereiht. Daher sind die Arbeits- und Abdeckplatten nicht durchlaufend, sondern mit Fugen versehen. Hier können problemlos einzelne Teile ausgetauscht werden, wenn sie nicht mehr gefallen oder defekt sind. Das ist bei einer Küchenzeile nicht möglich. Diese ist nicht veränderbar und besteht aus Küchenmöbeln und -geräten, die einen Teil der Küche darstellen. Schließlich gibt es auch noch die sogenannte Schrank- oder Kleinküche. Solche Küchen besitzen nur eine Minimalausstattung und bestehen in der Regel aus einem Teil, in dem Herd, Spüle und Kühlschrank intergriert sind. Solche Küchen findet man häufig in Ferienwohnungen, aber auch in kleinen Appartments in einem Single-Haushalt.

Küchenarbeitsplatte

auch: Küchenarbeitsplatten

siehe Arbeitsplatten.

Küchenbeil

auch: Küchenbeile

siehe Beil

Küchenleisten

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Küchenleisten haben eine vergleichbare Funktion wie die Sockelleiste, bilden jedoch den Abschluß und Übergang zwischen der Arbeitsplatte (auch "Küchenarbeitsplatte" genannt) und der Wand, die meistens gefliest ist. Küchenleisten sind aus flexiblem Kunststoff, der sich durch die Montage dicht auf die Arbeitsplatte preßt und so ein Eindringen von Wasser hinter die Leiste (weitgehend) verhindert. Küchenleisten gibt es als Klemmleisten und als aufschraubbare Variante.

Küchenzeile

auch: Küchenzeilen

siehe Küche.

Küfer

Küfer ist ein historischer, jedoch auch heute noch ausgeübter Handwerksberuf. Der Küfer baut vornehmlich aus Eichenholz Fässer, in denen Wein, Weinbrand und auch andere Spirituosen gelagert werden. Das dazu speziell zugeschnittene Holz nennt der Fachmann Dauben. Der Küfer hat mit dem Bauwesen allenfalls im Bereich der Inneneinrichtung zu tun, wenn rustikale Gaststätten mit Holzfaß-Ambiente ausgestattet werden sollen.

Kugelkopf-Augenanker

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Der Kugelkopf-Augenanker ist ein Transportanker, der überall dort eingesetzt wird, wo aufgrund besonderer Situationen eine Krafteinleitung über einen Ankerfuß nicht möglich ist. Er ist vorwiegend für den Einsatz in schmalen Stahlbetonfertigteilen, wie z.B. Binder und Träger vorgesehen.

Kugelkopf-Plattenanker

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Der Kugelkopf-Plattenanker ist ein Transportanker, der für alle großflächigen dünnen Stahlbetonfertigteile empfohlen wird, die senkrecht zu ihrer Hauptausdehnungsrichtung gehoben werden sollen (Platten und Schalen) und bei denen der übliche Kurzanker keine ausreichende Verankerung in der Betonplatte findet. Besonders geeignet ist der Kugelkopf-Plattenanker für das Heben von Fertiggaragen mit dem Kran.

Kugelkopfschraubendreher

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Kugelkopfschraubendreher sind Sechskantschraubendreher (Inbusschlüssel) mit einem "kugeligen" Kopf an einer Seite. Dieser Kopf ermöglicht das Schrauben in einem Winkel von bis zu 30 Grad. Dadurch ist auch ein Arbeiten an schwer zugänglichen Stellen möglich. Kugelkopfschraubendreher gibt es in L-Form ohne Griff oder in gerader Form mit Längsgriff oder Quergriff.

Kugelkopf-Stabanker

auch: Kugelkopfstabanker

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Der Kugelkopf-Stabanker ist ein Transportanker, der in sehr dünnen Wänden, in Stegen von Stahlbetonbindern oder in Fertigteilgaragen eingesetzt wird. Auch Fertigteil-Mauerwerkswände können mit dem Kugelkopf-Stabanker transportiert werden.

Kugelkopf-Transportanker

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Der Kugelkopf-Transportanker ist ein sehr häufig verwendeter Transportanker, der sich für großflächige Beton-Fertigteile wie Platten, Binder, Wandelemente und Rohre eignet. Er wird in das Bauteil einbetoniert. Die Lasteinleitung in den Beton erfolgt über den Fuß des Ankers. Dadurch werden mit relativ kurzen Ankerlängen hohe zulässige Lasten erreicht.

Kugelmühle

Kugelschlagprüfung

auch: Kugelschlagprüfungen

Die Kugelschlagprüfung ist ein Verfahren zur Prüfung der Schlagfestigkeit von Beton oder anderen Oberflächen. Dabei lässt man ein definiertes Gewicht, dessen probenseitiges Ende kugelig mit festgelegtem Durchmesser ausgebildet ist, aus verabredeter oder variabler Höhe durch ein Führungsrohr frei auf die Probe fallen. Nach dem Schlag wird die Probenoberfläche im deformierten Bereich auf Rissbildung und Schichtablösung untersucht. An der Intensität der entstehenden Vertiefung lässt sich die Schlagfestigkeit, das heißt der Widerstand eines Werkstoffes gegen hohe Belastungen durch Schlag oder Stoß bestimmen.

Kugeltank

auch: Kugeltanks

Bei einem Kugeltank handelt es sich um einen kugelförmigen Heizöl-Lagertank. Solche Tanks gibt es für die oberirdische und unterirdische Lagerung und aus verschiedenen Materialien wie Beton, Stahl oder Kunststoff (GFK). Es gibt auch Kugeltanks zur Pelletlagerung.

Kühldecke

auch: Kühldecken

Auch in Deutschland können Temperaturen auftreten, die man sonst nur aus dem Hochsommer am Mittelmeer oder aus den Tropen kennt. Die Bauindustrie und die Unternehmen, die Heizsysteme herstellen, haben deshalb Kühldecken entwickelt, deren bessere Bezeichnung eigentlich "Klimadecke" ist, denn diese Decken kühlen nicht nur, sondern heizen auch, sie sorgen also angepasst an die Jahreszeit für ein Wohlfühlklima in den eigenen vier Wänden. Wie bei der Weiterentwicklung der Kühldecke, nämlich der Kimawand, durchläuft Wasser ein in die Decke eingelassenes oder unter die Decke montiertes Rohrsystem. Kühldecken werden vor allem in Großraumbüros und sonstigen gewerblichen Bauten eingesetzt. Sie geben keine Kälte ab, sondern entziehen dem Raum Wärme, wobei sich bei höherer Luftfeuchtigkeit infolge des Herunterklühlens Tauwasser bilden kann, weshalb Kühldecken nur in Verbindung mit einem Taupunktwächter betrieben werden sollten.

Kühllast

auch: externe Kühllast, interne Kühllast, Kühlasten

Als Kühllasten (Wh/(m²xd) werden die externen und internen Wärmemengen, die im Laufe eines Tages im Gebäude anfallen, bezeichnet. Sie müssen aus dem Raum abgetragen werden, um den angestrebten Raumluftzustand aufrechtzuerhalten. Externe Kühllasten entstehen durch Solargewinne, Transmission und ggf. Lüftungserträge. Die Wärmegewinne durch Sonneneinstrahlung sind je nach Himmelsrichtung abhängig von der Tages- und Jahreszeit. Durch geeignete Sonnenschutzmaßnahmen, einen niedrigen g-Wert (Energiedurchlassgrad) der Fenster und sinnvolle Fenstergrößen kann die Kühllast soweit wie möglich reduziert werden. Interne Kühllasten entstehen durch die Wärmeabgabe von Bürogeräten, Personen und der Beleuchtung. Durch die Zunahme der Gerätedichte und ihrer Betriebsdauer, macht die Wärmeabgabe von Computer, Scanner, Drucker, Kopierer etc. mittlerweile den bedeutendsten Anteil der internen Wärmelasten aus.

Kühlofen

Beim Herstellen von Dallglasplatten und anderen Glasarten, bei denen die flüssige Glasmasse zunächst in eine Form gegossen wird, ist ein Abkühlprozess erforderlich. Diese Abkühlung darf jedoch nicht abrupt, sondern muss abgestuft erfolgen - und zwar, so paradox das klingen mag - in einem Kühlofen, der eigentlich Abkühlofen heißen müßte. Hier wird die heiße Glasmasse stufenweise abgekühlt, so dass keine Spannungen im Glas entstehen.

Kühlwasser

Wasser, das zur Übertragung von Wärme verwendet wurde. Viele Industriebetriebe verwenden Wasser zu Kühlzwecken, wobei es aufgeheizt und unbehandelt in Flüsse geleitet wird. Warmes Wasser, das in einen Vorfluter eingeleitet wurde, stellt eine thermische Belastung in dem Sinne dar, dass die erhöhte Wassertemperatur eine Abnahme des Sauerstoffgehaltes bewirken kann. Tier- und Pflanzenarten die an niedrige Wassertemperaturen und hohen Sauerstoffgehalt angepasst sind, verschwinden. Kühlwasser wurde früher überwiegend im offenen Kreislauf gekühlt, so läuft der aktuelle Trend auf geschlossene Kühlkreislaufsysteme hinaus, wobei der Wasserverbrauch und die Wasserabgabe drastisch gedrosselt werden kann. Dieses System verbraucht allerdings mehr Energie, um die Zirkulation und das Verdampfen des Wassers zu gewährleisten. Ferner muss gewöhnlich auf das Beimischen von korrosionshemmenden und anderen wasseraufbereitenden Stoffen zurückgegriffen werden, die zur Umweltbelastung werden können, da auch in einem geschlossenen Kreislauf gelegentlich Wasser ausgetauscht und nachgefüllt werden muss.

Kükenhähnchen

Kükenhähnchen ist die Bezeichnung für einen kleinen "Wasserhahn", der direkt hinter der Wasseruhr eingebaut ist. Das Kükenhähnchen dient der Entnahme von Wasserproben, um bei Eintrübungen oder Verunreinigungen des Leitungswassers feststellen zu können, ob das von den Wasserwerken gelieferte Wasser nicht einwandfrei ist oder ob die Quelle der Eintrübungen im häuslichen Rohrsystem selbst liegt.

Kulturlandschaft

Als Kulturlandschaft wird eine von den Menschen geprägten Landschaft bezeichnet. In Mitteleuropa war die Kulturlandschaft zum Beispiel lange Zeit durch die landwirtschaftliche Nutzung geprägt. Das hatte bzw. hat Auswirkungen auf die ursprüngliche Fauna und Flora des Gebiets. Dies ist nicht negativ gemeint, sondern brachte zum Beispiel sehr artenreiche Biotope hervor. In städtisch geprägten Gebieten ist die Kulturlandschaft hingegen durch Industrie- und Verkehrsanlagen geprägt.

Kultursichel

Die Kultursichel hat ihren Namen von den "Baumkulturen", wie sie in der Forstwirtschaft angelegt werden. Die Schneide ist gebogen wie bei einer Sichel, aber nur sehr kurz. Der Stiel ist je nach Ausführung mittellang oder lang, so dass die Waldarbeiter damit Gehölz auch in halb gebückter oder aufrechter Haltung jäten bzw. wegschlagen können.

Kunstbohrer

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Der Kunstbohrer wird in der Bohrmaschine verwendet und dient dem Herstellen von flachen Sacklöchern. So lassen sich beispielsweise Astlöcher ausbohren oder Löcher in Holzwerkstoffe bohren. Er ähnelt in seinen Anwendungen dem Forstnerbohrer.

Kunstfaserteppich

auch: Kunstfaserteppiche

Kunstfaserteppiche sind in unseren Haushalten am häufigsten anzutreffen, da die Kunstfaser das am häufigsten für die Teppichherstellung verwendete Material ist. Hierbei werden so typische Fasern wie Polyester, Nylon und Polyacryl eingesetzt, die ebenfalls in der Bekleidungsindustrie verwendet werden. Vorteile dieser Fasern sind eine hohe Abriebfestigkeit, Strapazierfähigkeit und geringe Anschmutzbarkeit. Das liegt nicht zuletzt an der Struktur der Chemiefasern, in die kein Schmutz eindringen kann. Eine unangenehme Nebenerscheinung der Chemiefasern ist ihre Elektrostatik, deren Entladung sich in kleinen unangenehmen elektrischen Stößen bemerkbar macht, beispielsweise beim Anfassen einer Türklinke. Normalerweise verhindert man die antistatische Aufladung durch Einbindung von kohlenstoffhaltigen Fasern in die Nutzschicht bzw. durch die Behandlung mit einem Antistatikum.

Kunstharz

auch: Kunstharze

siehe Harz.

Kunstharzbelag

auch: Kunstharzbeläge

Kunstharzbeton

siehe Polymerbeton.

Kunstharzestrich

auch: Kunstharzestriche

Kunstharzestriche sind spezielle Estriche, bei denen als Bindemittel Kunstharz (meist Epoxidharz) verwendet wird. Dazu kommenen Gesteinskörnungen (Quarz, feuergetrocknet) und gegebenenfalls Zusatzstoffe zur Verbesserung bestimmter Eigenschaften (organische Füllstoffe zur Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit, etc.). Kunstharzestriche werden vor allem im Industriebau für höchstbelastete Böden oder Maschinenfundamente eingesetzt. Kunstharzestrich überzeugt eine sehr hohe Druckfestigkeit mit bis zu 100 N/mm². Dazu besitzen Kunstharzestriche eine hohe hohe Chemikalienbeständigkeit und eine hohe Abriebfestigkeit.

Kunstharzimprägnierung

auch: Kunstharzimprägnierungen

Mit einer Kunstharzimprägnierung wird ein saugfähiger Untergrund getränkt, um diesen zu verfestigen, die Widerstandsfähigkeit zur erhöhen und Staubbildung durch Abrieb zu vermindern. Durch eine Kunstharzimprägnierung wird der Boden nicht diffusionsdicht verschlossen, Wasserdampf kann also immer noch durch und auch die Struktur der Oberfläche bleibt bestehen. Eine Kunstharzimprägnierung bietet allerdings nur einen schwachen Schutz gegen mechanische Beanspruchungen und chemischen Abrieb.

Kunstharzkleber

Kunstharzkleber ist ein Kleber für Fliesen. Kunstharzkleber mischt man aus den beiden Komponenten Kunstharz und Härter zusammen. Sie werden für absolut wasserdichte Verklebungen auch auf schwierigen Untergründen wie Kunststoff, Metall oder glasierten Fliesen eingesetzt.

Kunstharzlack

auch: Kunstharzlacke

Kunstharzlacke werden aus Erdölprodukten gewonnen, wobei das synthetisch hergestellte Alkydharz als Bindemittel dient. Kunstharzlacke werden aufgrund ihrer hohen Elastizität und Haltbarkeit sehr vielseitig, nicht zuletzt im Außenbereich eingesetzt. Klassische Kunstharzlacke sind Acryllack und Alkydharzlack. Althergebrachte Kunstharzlacke haben den Nachteil, dass sie durch ihre aromatenhaltigen Lösemittel Geruchs- und Umweltbelastungen mit sich bringen. Schon jetzt gibt es Lacke, die den strengeren Umweltauflagen entsprechen. Die neue Generation aromatenfreier Kunstharzlacke verzichtet auf den aggressivsten Bestandteil konventioneller Lösemittel. Dies sind die aromatischen Kohlenwasserstoffe.

Kunstharzleim

auch: Kunstharzleime

Kunstharzleime sind vollsynthetische Holzleime. Sie werden aus Kunstharzen hergestellt und sind mit anderen Stoffen, wie Füll-, Streck-, Lösungs-, Verdünnungs- und Alterungsschutzmitteln vermischt. Sie binden durch Verdampfen des Dispersionsmittels (Wasser) ab (physikalischer Vorgang) oder erhärten durch die chemische Reaktion von Leim und Härter (chemischer Vorgang). Kunstharzleime werden beispielsweise bei der Herstellung von Sperrholzplatten oder allgemein zur Verleimung von Holz verwendet.

Kunstharz-Marmor

auch: Kunstharzmarmor

siehe Agglo-Marmor.

Kunstharzmörtel

Kunstharzmörtel ist vergleichbar mit Polymerbeton, allerdings sind beim Mörtel Zuschläge auf maximal 4 mm Größe begrenzt. Zudem besitzt Kunstharzmörtel einen höheren Bindemittelgehalt. Kunstharzmörtel wird zum Ausbessern von Oberflächenschäden und für Ausgleichsschichten verwendet.

Kunstharzpressholz

auch: Kunstharzpresshölzer,, Kunstharz-Pressholz,, Kunstharz-Presshölzer

Kunstharzpressholz wird aus kunstharzgetränkten Buchenfurnieren hergestellt, die unter hohem Druck zu Platten gepresst werden. Die Anzahl der Furnierschichten beträgt je Zentimeter Erzeugnisdicke mindestens sieben Lagen. Die Platten kommen überall dort zum Einsatz, wo eine hohe Widerstandskraft erforderlich ist, aber Materialien wie Metall oder Stein nicht in Frage kommen. Anwendungsgebiete sind zum Beispiel einbruchhemmende Türen und Fenster, durchschußhemmende Konstruktionen, Modellbau, Maschinenbau oder Vorrichtungsbau.

Kunstharzputz

auch: Kunstharzputze

Kunstharzputz ist der Sammelbegriff für Beschichtungen mit putzartigem Aussehen. Er wird ausschließlich als Oberputz verwendet. Die Bindemittel von Kunstharzputzen sind organischer Natur, Zement oder Kalk fehlen völlig. Die Putze werden in pastöser Form verarbeitungsfertig geliefert. Vor der Verarbeitung müssen sie nur noch kurz durchgerührt und eventuell mit Wasser- oder Lösemittelzusatz auf die gewünschte Konsistenz gebracht. Unterschieden wird nach Außen- und Innenputze mit unterschiedlichem Bindemittel-Mindestgehalt. Kunstharzputze gibt es in vielen Farben, Körnungen und Strukturvarianten. Wässrige Kunstharzputze trocknen rein phyikalisch durch Verdunsten des Wasseranteils. Bei niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit verlängert sich daher die Trocknungszeit, während sie sich im Sommer bei hohen Temperaturen verkürzt. Fällt die Temperatur unter 5°C, dürfen keine wässrigen Kunstharzputze mehr verwendet werden. Hierfür wurden sogenannte Winterputze entwickelt, die durch eine verbesserte Bindmittel-Technologie bis knapp über dem Gefrierpunkt verarbeitet werden können. Sie sind nach acht Stunden regenfest sowie frostsicher und nach einem Tag soweit trocken, dass sie überarbeitet werden können.

Kunstharzversiegelung

auch: Kunstharzversiegelungen

Mit einer Kunstharzversiegelung lassen sich saugfähige (poröse) Untergründe verschließen und mit einem dünnen geschlossenen Schutzfilm versehen. Kunstharzversiegelungen kommen sowohl bei Parkett als auch bei mineralischen Untergründen wie Beton zum Einsatz. Durch eine Kunstharzversiegelung wird die mechanische Beanspruchung des Bodens verbessert und seine Reinigung und Pflege erleichtert. Öle, Fette und andere Verschmutzungen können somit nicht eindringen. Eine Kunstharzversiegelung wird meist in zwei Arbeitsgängen durch Streichen und Rollen aufgebracht.

Kunstharzwerkstein

auch: Kunstharzwerkstein

Bei einem Kunstharzwerkstein handelt es um ein Material, das aus Polyesterharz und einer Marmor- oder Granitkörnung hergestellt wird. Der Fußboden- und Wandbelag kommt sowohl in Badezimmern als auch in Küchen zum Einsatz. Durch die Granitkörnung ist der Belag sehr verschleißfest und abriebbeständig. Zudem besitzt Kunstharzwerksten eine hohe Widerstandfähigkeit gegen chemische Einflüsse. Nicht nur in Küchen und Bädern kommt das Material zum Einsatz, so z.B. zur Renovierung von Treppenaufgängen, auch Intarsienarbeiten sind möglich. Die Platten aus Kunstharzwerkstein gibt es von 30 x 30 cm bis 60 x 300 cm.

Kunstholz

auch: Kunsthölzer

Der Begriff Kunstholz wird für alle Entwicklungen zur Modifizierung des Naturbaustoffes Holz verwendet. Dabei kann es sich zum Beispiel um Kunstharzpressholz, Pressschichtholz oder WPC handeln. Ziel bei der Herstellung von Kunstholz ist es, einen Werkstoff herzustellen, der zwar ähnliche Eigenschaften und Bearbeitbarkeit wie Holz hat, doch wesentlicher Widerstandsfähiger ist.

Künstliche Mineralfaser

auch: Künstliche, Mineralfasern

siehe Mineralfaser.

Kunstmarmor

Kunstmarmor ist weißer oder gefärbter, mit Leimwasser angemachter Gipsmörtel aus Marmorgips, der nach dem Erstarren geschliffen und poliert wird. Kunstmarmor wurde schon in der Antike hergestellt und erlebte seine Blüte im 18. Jahrhundert. Heutzutage wird er z.B. verwendet für Innen- und Außenfensterbänke, Türschwellen, Treppenstufen und Mauerabdeckungen. Kunstmarmor sieht wie echter Marmor aus, ist wetterfest, frostsicher, widerstandsfähig, langlebig, pflegeleicht und in vielen Farbtönen lieferbar.

Kunstschiefer

Kunstschiefer ist die Alternative zu echtem Schiefer. Es gibt ihn in verschiedenen Größen, Farben und Formen. Die Ziegel bestehen aus asbestfreiem Faserzement der beständig gegen Witterung, Fäulinis und Korrosion ist und zudem nichtbrennbar nach DIN-Norm. Einige Modelle sind auch wasserabweisend beschichtet oder haben andere zusätzliche Eigenschaften wie z. B. Schalldämmung.

Kunstschmied

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Auch der Kunstschmied arbeitet an einer Esse, wo er Eisen zum Glühen bringt, um es dann mit dem Schmiedehammer zu kunstvollen Gittern und Fensterverzierungen zu formen. Der Kunstschmied ist kein offizieller Lehrberuf. Als Kunstschmiede bezeichnen sich jedoch solche Schmiede, die sich auf dekorative - die sogenannten kunstschmiedernen - Arbeiten spezialisiert haben. Für einen Kunstschmied stellt es keine Schwierigkeit dar, etwa Weinlaub aus Eisen zu formen oder Eisenzäune mit Ornamenten zu verzieren. An vielen Einfamilienhäusern findet man vor den Fenstern im Erdgeschoss mehr oder weniger geschmackvolle kunstschmiederne Gitter, die vor Einbruch schützem sollen.

Kunststein

auch: Kunststeine

Nicht jeder künstlich hergestellte Stein, der zum Bauen verwendet wird, ist ein Kunststein. Kalksandstein oder Mauerziegel zählen zwar zu den künstlichen Steinen, aber nicht zu den Kunststeinen. Kunststeine bzw. Betonwerksteine sind mineralisch- (Zement und Baukalk) oder harzgebundene Werkstoffe, die mit Zuschlägen von beispielsweise Sanden und gebrochenem Gesteinen hergestellt werden oder ein Gemisch von Steinmehl und Kunstharz sind. Verwendet werden Kunststeine heute unter anderem für Fensterbänke, Treppen und Bodenbeläge sowie Wandfliesen im Bauwesen, neuerdings nur die Quarzwerkstoffe für Küchenarbeitsplatten. Kunststeine bildeten ab Mitte des 19. Jahrhunderts eine Alternative zur Produktpalette der Natursteine. Kunststein - auch Polyresin oder Polystone genannt - ist ein weit verbreitetes Material für Garten- und Grabfiguren und oft kitschigen Figürchen für die Fensterbank. Das Material ist generell nicht frostfest, sondern nimmt immer auch Wasser auf, wird mürbe und zerbricht. Um frostfest zu sein, muss es speziell beschichtet werden.

Kunststeinboden

auch: Kunststeinböden

Unter Kunststeinböden werden vor allem Böden aus Betonwerkstein verstanden. Aus zerkleinertem schleif- und polierfähigem Naturstein (Travertin, Quarzit, Jura, Marmor etc.) werden mit Zement als Bindemittel Platten hergestellt und nach dem Erhärten geschliffen, gestockt oder scharriert (Stocken, Scharrieren). Zur Veränderung des Aussehens können der Betonmischung noch Farbzusätze zugegeben werden. Betonwerkplatten werdem als Agglo-Marmor, Terrazzo oder Waschbeton angeboten.

Kunststoff

auch: Plaste, Kunststoffe

Kunststoffe finden im Bauwesen zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten: Fußbodenbeschichtungen, Dichtungsmassen, Zusätze für Mörtel und Beton, Dichtungsbahnen, Regenabläufe, Fenster, Wärmedämmung und Schalldämmung, um nur einige zu nennen. Oft kennt man nicht einmal den wissenschaftlichen Namen, oder wissen Sie, wie Styropor wirklich heißt? Extrudierter Polystyrol ist die richtige Antwort. Auch dass PVC die Abkürzung für Polyvinylchlorid ist, dürfte den wenigsten bekannt sein. PUR ist nicht nur eine Musikgruppe aus Schwaben, sondern auch ein Dämmstoff mit dem Namen Polyurethan. Weiterhin wird bei Kunststoffen zwischen Duroplasten und Thermoplasten unterschieden.

Kunststoffaderleitung

auch: Kunststoffaderleitungen

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Kunststoffaderleitungen sind Elektroleitungen mit eindrähtigen oder feindrähtigen Kupferleitern. Sie eignen sich zur festen Verlegung in Schalt- und Verteilungsanlagen sowie in Leerrohren auf oder unter Putz in trockenen Räumen. Zudem werden sie zur inneren Verdrahtung von beispielsweise Lampen und Motoren verwendet. Kurzzeichen für Kunststoffaderleitungen lauten zum Beispiel H07V-U, H07V-R oder H07V-K.

Kunststoffborsten

Kunststoffdachziegel

Kunststoffdachziegel ist die irreführende Bezeichnung für Kunststoffpfannen oder -schindeln für die Dacheindeckung. Ziegel, also auch Dachziegel, bestehen aus gebranntem Ton und wurden und werden, wie die Name schon sagt, in einer Ziegelei hergestellt.

Kunststoff-Dichtungsbahn

auch: Kunststoff-Dichtungsbahnen

Dichtungsbahnen können nicht nur aus Bitumen, sondern auch aus Kunststoff sein. Kunststoff-Dichtungsbahnen werden zur Bauwerksabdichtung, zur Abdichtung von Mülldeponien, Teichen, Dämmen, Tunnel, Fasslagern und vieles mehr verwendet. Die Kunststoffbahnen werden mit speziellen Schweißgeräten oder Schweißmitteln homogen miteinander verbunden.

Kunststoffdispersion

auch: Kunststoffdispersionen

Kunststoffdispersionen sind Gemische aus festen Stoffen, Wasser und darin fein verteilten Kunststoffteilchen. Hinzu kommen noch Stabilisatoren und Emulgatoren zur Stabilisierung. Kunststoffdispersionen gehören heute zu den wichtigsten Bindemitteln. Die Gründe hierfür liegen in der großen Bandbreite ihrer Einsatzgebiete. Sie sind wasserverdünnbar, frei von gesundheitsschädlichen Lösemitteln und tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Sie lassen sich problemlos verarbeiten, trocknen schnell, sind überstreichbar und besitzen gute Haft- und Oberflächeneigenschaften. Eingesetzt werden sie zum Beispiel in Dispersionsklebern, Dispersionsfarben, Dispersionslacken, Kunststoffputzen oder Armierungsklebern.

Kunststofffaserbeton

Bei einem Kunststofffaserbeton handelt es sich um einen Beton, dem Kunststofffasern zugesetzt werden. Die Eigenschaften des Betons sind mit denen von Glasfaserbeton zu vergleichen.

Kunststofffenster

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Kunststofffenster sind die Alternative zu Holzfenstern oder Aluminiumfenstern. Gefertigt werden Kunststofffenster meist aus PVC oder Polyurethan (PU). Fenster aus PU ergeben zusammen mit modernem Isolierglas sehr gut wärmedämmende Fenster - oft besser wärmedämmend als Holzfenster. Sie besitzen meist einen Metallhohlkern aus Aluminium oder Stahl. Ummantelt ist dieser Kern mit einer etwa 10 mm dicken Pur-Hartschaumschicht. Die Oberfläche ist beschichtet mit einem Farblack auf PUR-Basis. PVC-Fenster bestehen aus Hohlprofilen mit Wanddicken zwischen 2 mm und 4 mm. Dabei unterscheidet man Ein- und Mehrkammersysteme. Einkammersysteme haben nur eine Luftschicht zwischen innerer und äußerer Profilwand. Die Wärmedämmung ist demzufolge schlechter als bei Mehrkammersystemen, wo mehrere Kammern hintereinander liegen. Kunststofffenster besitzen eine lange Lebensdauer bei geringem Pflegeaufwand. So müssen sie beispielsweise nie gestrichen werden. Kunststoffe sind gegen Korrosion, viele Säuren, Laugen sowie Abgase und Reinigungsmittel beständig, allerdings kann UV-Bestrahlung zu Verfärbungen führen. Fenster aus weißem Kunststoff sind dabei am wenigsten anfällig. Bei homogen eingefärbtem PVC treten höhere Belastungen des Materials auf. Dies liegt an der erhöhten Temperaturaufnahme und Wärmedehnung bei Sonneneinstrahlung. Dadurch kann es zu Funktionsstörungen beim Fenster kommen. Als Alternative zu homogen durchgefärbten Kunststoffen kann die Oberfläche mit Acrylfarbe oder Dekorfolien beschichtet werden. Dies kann auch nachträglich geschehen. Oft ist die Oberfläche dieser Fenster kratzfester als eine reine Kunststoffoberfläche. Auch die Farbbeständigkeit ist häufig besser.

Kunststoff-Hohlkammerpaneele

kunststoffmodifizierte Bitumenemulsion

auch: kunststoffmodifizierten, Bitumenemulsionen

Kunststoffplatten

auch: Kunststoffplatte

Unter Kunststoffplatten, die für Bauzwecke bzw. baunahe Bereiche eingesetzt werden, werden fast aussschließlich solche aus Hart-PVC verstanden. Integralschaumplatten aus PVC können zur Schall- und thermischen Isolierung eingesetzt werden. PVC-Hartschaumplatten sind für allem für Werbezwecke, etwa zum kaschieren von Fotos und Plakaten sowie zum Bedrucken vorgesehen. Dies gilt auch für Kompaktplatten aus Hart-PVC, die zudem witterungs- und UV-beständig sind oder sein können. Solche Platten werden nicht nur in weiß, sondern auch in Holzdekoren geliefert und speziell im Messebau eingesetzt. Auch glasklate Platten aus Hart-PVC kommen im Messebau zum Einsatz, aber auch für Überdachungszwecke, da witterungsbeständig und schwer entflammbar. Die gewellte Variante der glasklaren Hart-PVC-Platte ist im gewerblichen und privaten Bereich vielseitig einsetzbar vor allem für Überdachungen, zumal sie auch noch hagelschlagdämmend wirkt.

Kunststoffprimer

Dieser Primer verhindert, dass die in Lacken vorhandenen Lösungsmittel Kunststoffteile, die lackiert werden sollen, angreift und zerstört. Der Kunststoffprimer wirkt also als Trennschicht zwischen Kunststoff und Lack. Er verklebt auf dem Kunststoff und härtet nach kurzer Zeit aus, wobei sich eine rauhe Oberfläche bildet, auf der der Lack gut haftet. Kunststoffprimer sind farblos.

Kunststoffschäume

auch: Kunststoffschaum

Kunststoffschäume haben im Bauwesen eine besondere Bedeutung. Sie verbinden die Eigenschaften der Kunststoffe wie beispielsweise die Widerstandsfähigkeit gegen pflanzliche und tierische Schädlinge mit den Schaumstoffeigenschaften. Man unterscheidet Schaumstoffe nach der Kunststoffart, dem Gefügeaufbau, dem mechanischen Verhalten und den Herstellungsverfahren. Haben Schäume einen geschlossenzelligen Gefügeaufbau, werden Luftaustausch und Feuchtigkeitstransport unterbunden. Sie eignen sich daher zur Wärmedämmung, als Dampfsperre oder als Schalkörper. Offenzellige Schaumstoffe eignen sich mehr zur Schallschluckung. Schäume aus Polyurethan haben beispielsweise innen ein geschlossenzelliges, in der Außenzone ein dichtes, fast zellenfreies Gefüge. Man stellt daraus selbst tragende Bauteile her, wie z.B. Türen und Stühle sowie Imitationen von Holzbalken und Türfüllungen. Harte Schaumstoffe werden aus Phenolharz oder Harnstoffharz gefertigt. Sowohl für harte, als auch für weiche und elastische Schäume können Polyurethanharze verwendet werden.

Kunststoffschlauchleitung

auch: Kunststoffschlauchleitungen

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Kunststoffschlauchleitungen zählen zu den Elektroleitungen für flexible Verlegung. Es gibt sie in leichter und mittelschwerer Ausführung. Die leichte Kunststoffschlauchleitung (Kurzzeichen H03VV-F) wird verwendet bei geringen mechanischen Beanspruchungen für Haushaltsgeräte und Büromaschinen. Die mittlere Kunststoffschlauchleitung (H05VV-F) ist geeignet für mittlere mechanische Beanspruchungen bei Haushaltsgeräten wie Waschmaschine oder Kühlschrank.

Kunststoff-Schweißdraht

Zubehörteil einer Heißluftpistole für das sichere Verschweißen von Kunststoffen wie Hart-PVC, LPDE, HDPE, PP und ABS.

Kunststoffspachtel

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Kunststoffspachtel ist genau wie der Metallspachtel ein Begriff, der zwei Bedeutungen hat. Einmal kann damit eine pastöse Masse gemeint sein, mit der Beschädigungen in Bauteilen aus Kunststoff "beigespachtel" oder "überspachtelt" werden. Bei der alljährlichen Überholung von Yachten und Segelbooten aus Kunststoff geht es ohne solche Spachtelmassen nicht ab. Ebenso wird unter einem Kunststoffspachtel aber auch ein Werkzeug verstanden, dessen Blatt aus flexiblem Kunstoff besteht (siehe Foto) und mit dem Spachtelmassen insbesondere auf Putzuntergründen verteilt werden, um diese zu nivellieren. Viele Maler bevorzugen das billige Kunststoffprodukt, weil es nach Gebrauch einfach weggeworfen wird und nicht gereinigt zu werden braucht.

Kunststofftapete

auch: Kunststofftapeten

siehe Vinyl-Tapete.

Kunststofftür

auch: Kunststofftüren,, Kunststoff-Türen

Kunststofftüren sind Türen, die größtenteils aus Kunststoff bestehen. Die Rahmentüren bestehen aus Kunststoffprofilen, die eventuell mit Aussteifungsprofilen aus Stahl oder Aluminium verstärkt werden. Kunsstofftüren gibt es als Haustür, Nebeneingangstür oder auch als Zimmertür. Neben den Aluminium- oder Stahlprofilen zur Aussteifung kommen auch Aluminium-Kunststoff-Verbundprofile zum Einsat. Durch die Rahmenbauweise bieten Kunststofftüren vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten z.B. mit Glasfüllungen, die mit Sprossen, Gittern oder Zierleisten versehen sein können. Bei Haustüren muss die Kunsstofftür gedämmt sein, damit sie keine Wärmebrücke darstellt. Kunststofftüren besitzen eine lange Lebensdauer bei geringem Pflegeaufwand. So müssen sie beispielsweise nie gestrichen werden. Kunststoffe sind gegen Korrosion, viele Säuren, Laugen sowie Abgase und Reinigungsmittel beständig, allerdings kann UV-Bestrahlung zu Verfärbungen führen.

Kunststoff-Türgriffe

auch: Kunststoff-Türgriff

Kunststoff-Türgriffe sind die Alternative zu Türgriffen aus Metall. Kunststoff- Türgriffe besitzen gute Festigkeitseigenschaften bei hoher Schlagzähigkeit und gutem Verschleißwiderstand. Durch zusätzliches antistatisches Verhalten sowie gute Witterungs- und Chemikalienbeständigkeit eignet sich Kunststoff bestens als Konstruktionswerkstoff für viele technische Anwendungsfälle, so z.B. auch für Beschläge. Verschmutzungen können mit Wasser und herkömmlichen Reinigern beseitigt werden.

Kunststoffumleimer

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Ein Kunststoffumleimer ist ein Kantenumleimer zum Abdecken der sägerauhen Schnittkante einer Massiv- oder Sperrholzplatte. Sie sind meist mit einem Schmelzkleber auf der Rückseite versehen, so dass sie vom Heimwerker ganz einfach mit dem Bügeleisen aufgebügelt werden können, wobei Handwerk und Möbelindustrie dafür natürlich spezielle Maschinen benutzen. Kunststoffumleimer findet man häufig unter der Bezeichnung ABS-Kante. ABS steht für Acrylnitril-Butadien-Styrol und ist der verwendete Kunststoff. Die Umleimer sind im Handel in etwa 600 Uni- und Holzdekorfarben, aber auch in Gold- und Silberausführungen und als Rollenware in unterschiedlicher Länge erhältlich. Der Fachmann unterscheidet zwischen ABS-Dünnkanten und ABS-Starkkanten.

kunststoffvergüteter Zementkleber

Mit einer Kunststoffvergütung wird aus Zementkleber ein "Flexkleber" oder "Flexmörtel". Dieser flexibel aushärtende Fliesenkleber nimmt die Bewegungen des Untergrunds auf und verhindert, dass sowohl Schwingungen als auch Spannungen den Belag zum Reißen bringen. Die Richtlinie "Flexmörtel", aufgestellt von zwei deutsche Industrieverbänden, fordert deshalb eine hohe Flexibilität mit einer Durchbiegung von mindestens 2,5 mm. Zementgebundene, kunststoffvergütete Fliesenkleber werden hauptsächlich auf Balkonen und Terrassen, an Fassaden, in privaten Badezimmern und auch in Schwimmbädern und auf Fußbodenheizungen eingesetzt. Für alle arbeitenden Untergründe wie Trockenestrich-Elemente, Faserzement- und Gipskartonplatten ist dieser flexible Fliesenkleber sehr gut geeignet.

Kupfer

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Kupfer ist das älteste Gebrauchsmetall. Kupfer ist ein Werkstoff, der in vielen Bereichen des Bauwesens (beispielsweise in der Trinkwasser-, Heizungs-, Heizöl-, Gas-, Flüssiggas- und Solarinstallation sowie in Regenwassernutzungsanlagen und bestimmten Abwassersystemen) eingesetzt werden kann. Kupferrohre können vom Heimwerker mit einer einfachen Metallsäge oder mit einem Rohrabschneider getrennt werden. Auch das Biegen und das Verlöten von Kupferrohren ist für den Heimwerker möglich. Das Verpressen von Kupferrohren mit einer Presszange ist dagegen eher etwas für den Fachmann. Häufig zu sehen, vor allem bei Denkmälern, ist auch das Kupferdach. Auf der Abbildung zu sehen ist ein Dachrinnensystem von Fricke.

Kupferbadewanne

auch: Kupferbadewannen

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Nach der französischen Revolution fingen sich die Leute Anfang des 19. Jahrhundert langsam wieder an zu waschen. Zuvor war eine solche Art der Reinigung geradewegs verpönt. Die Adligen gingen dabei mit gutem Beispiel voran. Mit der neuen Hygiene änderte sich auch das Badegerät. Der gewichtige Holzbottich des Mittelalters wurde durch die leichtere Blechbadewanne aus der Blechnerwerkstatt verdrängt. Wer es sich leisten konnte, badete allerdings in einer Kupferwanne, die vom Kupferschmied in kunstvoller Art und Weise geschmiedet wurde. Eine solche Kupferwanne kann man sich heute ebenfalls wieder ins Badezimmer stellen (siehe Foto).

Kupferblech

auch: Kupferbleche

siehe Blech.

Kupferblechnagel

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Ein Kupferblechnagel ist ein Nagel aus Kupfer mit einem großen Nagelkopf. Er dient der Befestigung von Kupferblechen z.B. bei Dachkonstruktionen. Kupferblechnägel haben ein Widerhakengewinde, damit sich die Nägel nicht bei hohen Wind- und Soglasten aus dem Holz ziehen.

Kupferdach

auch: Kupferdeckung, Kupferdächer

Ein Kuperdach wird meist als nicht tragende Metalldeckung hergestellt. In Form von Tafeln, Trapezblechen oder großen Scharen (Bändern) kommt das Kupfer auf eine vollflächige Schalung, meist aus Holz. Für ein dichtes Dach sorgen Stehfalze. Kupfer hat die stärkste Bruchdehnung von allen Baumetallen, das heißt es läßt sich am stärksten dehnen und verformen, bevor das Material bricht. Es eignet sich daher besonders bei komplizierten Anschlüssen, bei denen starke Verformungen erforderlich sind. Im Montagezustand ist Kupfer rot-metallisch glänzend. Durch Witterungseinflüsse bildet sich rasch eine Patinadeckschicht, so dass sich das geneigte Dach in einem hellgrünen bis blaugrünen Farbton zeigt. Bei senkrechten Flächen ist nicht mit einer Grünfärbung zu rechnen, sondern mit einer tiefbraunen bis anthrazitgrauen Färbung der Patina. Diese Patina, im Volksmund fälschlicherweise Grünspan genannt, führt keineswegs zu einer Qualitätsminderung der Dacheindeckung, sondern bildet im Gegenteil eine Schutzschicht. Kupfer läßt sich durch Kanten, Falzen und Biegen bearbeiten. Auch besondere Umformarbeiten, wie beispielsweise das Treiben von Kupfer ist möglich. Kupfer wird daher gerne bei denkmalpflegerischen Arbeiten verwendet. Feste Verbindungen lassen sich durch Weichlöten, Hartlöten und Schweißen herstellen. Beim Hartlöten und Schweißen sind vorübergehende Farbveränderungen im Erwärmungsbereich jedoch nicht zu vermeiden.

Kupferdeckung

auch: Kupferdeckungen

siehe Kupferdach.

Kupfer-Rinneisenstift

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Ein Kupfer-Rinneisenstift ist ein Nagel aus Kupfer mit angerauhtem Schaft, die der Befestigung von Rinnenträgern aus Kupfer dienen. Es gibt sie in Längen bis 90 mm.

Kuppeldach

auch: Kuppeldächer

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Kuppeldächer ruhen auf acht- bis zwölfeckigen (oder mehr) Auflagern und wölben sich kuppelartig über ein Gebäude bzw. einen Gebäudeteil wie beim verglasten Kuppeldach im Reichstagsgebäude in Berlin. Meistens sieht man diese Dachform jedoch auf Kirchtürmen wie bei der Liebfrauenkirche in München. Kuppeldächer sind meistens mit Kupfer, Edelstahl oder Titanzink eingedeckt.

Kurupa’yra

Der Kurupa’yra oder Curupay mit einer Wuchshöhe bis 26 m trägt im englischsprachigen Raum auch die Namen Cebil Colorado oder Patagonian Rosewood. Der Baum wächst nicht im US-Bundesstaat Colorado, sondern in Argentinien, Bolivien und Paraguay. Das sehr harte Kernholz mit seiner orangenen Farbe verändert sich nach der Zuschnitt im Sägewerk zu einem dunklen Orange bis zu einem rötlichen Braun mit schwarzen Streifen. Dieses Farbspiel macht das Holz interessant für den modernen Innenausbau, obwohl es wegen seiner Härte schwer zu bearbeiten ist. Aus Kurupa’yra wird Parkett hergestellt, vor allem aber auch Terrassenholz, da es sehr witterungsbeständig ist.

Kurupayra

auch: Kurupayra,, Kurupa'yra

Der Kurupa'yra oder Curupay mit einer Wuchshöhe bis 26 m trägt im englischsprachigen Raum auch die Namen Cebil Colorado oder Patagonian Rosewood. Der Baum wächst nicht im US-Bundesstaat Colorado, sondern in Argentinien, Bolivien und Paraguay. Das sehr harte Kernholz mit seiner orangenen Farbe verändert sich nach der Zuschnitt im Sägewerk zu einem dunklen Orange bis zu einem rötlichen Braun mit schwarzen Streifen. Dieses Farbspiel macht das Holz interessant für den modernen Innenausbau, obwohl es wegen seiner Härte schwer zu bearbeiten ist. Aus Kurupa'yra wird Parkett hergestellt, vor allem aber auch Terrassenholz, da es sehr witterungsbeständig ist.

Kurvenschere

auch: Kurvenscheren

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Die Kurvenschere ist eine Blechschere, mit der Bögen und Kurven geschnitten werden können. Die Schnitte mit diesem Elektrowerkzeug werden grat- und verzugsfrei.

Kurzarm-Brecheisen

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Das Kurzarm-Brecheisen ist wie das Brecheisen ein Universalwerkzeug zum Brechen, Anheben, Ziehen, Öffnen und Zurichten. Es ist allerdings in kürzerer Ausführung und besitzt damit mit eine geringere Hebelwirkung. Kurzarm-Brecheisen verfügen über einen breiteren Griff, als das normale Brecheisen.

Kurzheckbagger

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Ein Kurzheckbagger ist im Prinzip ein ganz normaler Bagger - allerdings mit ganz kurzem Heck. Durch die kurze Gestaltung des Oberwagens zwängen sich Kurzheckbagger auch durch Lücken und arbeiten problemlos z.B. in Innenstädten auf engstem Raum, da das Heck innerhalb der Grundfläche des Laufwerks dreht. Der Fahrer kann sich so voll auf den vorderen Arbeitsbereich konzentrieren.

Kurzholz

Kurzholz ist ein Begriff aus der Forstwirtschaft. Genauer gesagt ist Kurzholz die Sortierbezeichnung für Holz mit oder ohne Rinde mit geringerer Länge als Langholz. Die üblichen Kurzholzlängen liegen zwischen einem und drei Metern.

Kurzschild

auch: Kurzschilder

Kurzschild ist eine Bezeichnung aus der Beschlagindustrie und dem Tischlerhandwerk für ein Langschild, das kein Schlüsselloch abzudecken braucht und aus diesem Grund kürzer ausfällt - eben als Kurzschild.

Kurzumtriebsholz

auch: Kurzumtriebshölzer

Bezeichnung aus der Land- und Forstwirtschaft für Gehölze und Bäume, die schnell wachsen, aus denen sich aber kein Holz für die Möbel- oder Bauindustrieb gewinnen lässt. Kurzumtriebsholz wird dementsprechend zu Holzpellets und Hackgut verarbeitet, um als Heizmaterial in Holzvergaserkesseln verfeuert zu werden. Der Anbau von Kurzumtriebshölzern erfolgt in Plantagen, bevorzugte Holzarten sind Pappel und Weide. Der Anbau solcher Hölzer stellt für die heimische Landwirtschaft eine interessante Erwerbsquelle dar, da es sich um nachwachsende Rohstoffe handelt. Insbesondere für den Anbau von Riesen-Chinaschilf zur Gewinnung von Bioenergie in Deutschland haben sich Netzwerke gebildet. An den Verfahren zur Gewinnung und Ernte von Kurzumtriebshölzern forschen mehrere landwirtschaftliche Versuchsanstalten.

Kurzzeitanker

auch: Temporäranker

Kurzzeitanker bzw. Temporäranker sind Verpressanker, die nur für eine besimmte Zeit im Baugrund verbleiben. Diese Zeit beträgt in der Regel nicht mehr als maximal zwei Jahre.

Kurzzeittauchen

siehe Tauchen.

K-Wanne

auch: K-Wannen

Als K-Wanne wird bei der in Deutschland DIN-genormten Bauwerksabdichtung von Kellerbauwerken im Gegensatz zur schwarzen Wanne (schwarze Bitumendick­beschich­tung-KMB oder Bitumenbahnen) eine weiss-saubere PVC/Vlies-Bahn mit unveränderlicher Schichtdicke und somit ohne Schichtdickennachweise - wie bei der schwarzen Wanne erforderlich - eingesetzt. Als K-Wanne M (Maßanzug) wird eine Ausführung schon vorgefertigter Abdichtungsbahnen bezeichnet, die dann vor Ort als homogene, wetterunab­hängig einzubauende Bauwerksabdichtung "tapeziert" werden kann. Die kraftschlüssige Flächenabdichtung ist das FBVS Frisch-Beton-Verbund-System und gleichzeitig Normabdicht­ungs­bahn nach DIN V 20000-202 bzw. EN 13967. Sie ist einsetzbar als sog. Schwarze Wanne gemäß DIN 18195. Die K-Wanne kann in der FBVS-Variante schon im Betonfertig­teilwerk in die Betonfertigteile eingelegt oder auf der Baustelle unter der Bodenplatte auf einer Betonsauberkeits­schicht kraftschlüssig eingebaut und ebenso auf Mauerwerk ohne den sonst erforderlichen Unterputz "tapeziert" werden. Die Stöße/Anschlüsse werden überlappend mit Sichtkontrolle verklebt. Diese PVC/Vlies-Bahn eignet sich gleichzeitig für den Einsatz der Übergänge von Bauwerksabdichtungen auf Bauteile aus Beton mit hohem Wassereindringwiderstand (PG-ÜBB) gemäß Bauregelliste A, Teil 2, Nummer 2.48. Durch die einzigartige kraftschlüssige Verbindung mit dem Beton und die monolithische Verbindung der Stöße / Anschlüsse ist eine Hinterläufigkeit ausgeschlossen. Zum Schutz der Abdichtung wird auf der Außenseite in der Regel eine Schutzschicht zum Beispiel aus Perimeterdämmplatten oder Drainplatten aufgebracht. Die Bauweise der schwarzen Wanne gilt heute unter einigen Fachleuten ebenso wie die Unterteilung in sog. Lastfälle der unterschiedlichen Wasserstände als veraltet. Ein Kellerbauwerk sollte immer druckwasserdicht ausgeführt werden.

k-Wert