Das große Baumarkt Lexikon

Alles zum Thema "I"

Igel

Siehe Stachelwalze.

Igelwalze

auch: Igelwalzen

Siehe Stachelwalze.

Ijsselziegel

Eine Ijsselziegel ist eine andere Bezeichnung für Holländischer Mauerziegel.

Illusionsmalerei

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Die Illusionsmalerei - auch Scheinarchitektur genannt - hat heute noch in der Architektur eine gewisse Bedeutung. Vor allem in Bayern, Österreich und der Schweiz findet man an den Fassaden (auch neu erbauter Häuser), insbesondere im Bereich der Fenster Illusionsmalereien, die Ornamente aus Stuck oder Säulen und Kapitelle aus Marmor vortäuschen. Auch große Erker werden auf die Fassade so täuschend echt aufgemalt, dass man schon sehr nahe an das Gebäude herangehen muss, um die Erker-Illusion zu erkennen. Die Illusionsmalerei hat eine lange Tradition. So wurden in Schlössern an die Wände relativ kleiner Säle perspektivisch verlaufende Säulen und Brüstungen aufgemalt, so dass der Saal dann riesig wirkte. Illusionsmalereien werden meistens in Fresko-Technik ausgeführt. Heutzutage haben sich Malermeister, insbesondere aber freischaffende Künstler darauf spezialisiert, in Steakhäusern, Badelandschaften und dergleichen mittels Illusionsmalerei den Eindruck zu vermitteln, als schaue man statt auf eine nackte Wand in die Weite der Pampas oder der Südsee. Mit der Illusionsmalerei verwandt ist die sog. Lüftlmalerei.

Ilmenit

auch: Titaneisen

Ilmenit ist eine Gesteinsart. Sie besitzt eine hohe Rohdichte und daher besonders schwer. Im zerkleinerten Zustand kommt Ilmenit bei der Betonherstellung zum Einsatz (z.B. Schwerbeton, bautechnischer Strahlenschutz. Weitere Bezeichnungen sind Titaneisen bzw. Titaneisenerz.

Iltisaxt

auch: Iltisäxte

Eine Iltisaxt ist eine Spezialaxt zum Entasten und Fällen von Bäumen. Sie kann aufgrund ihrer schmalen und leichten Schneide nicht als Spaltaxt eingesetzt werden.

Imbrex

Imitationstechnik

auch: Imitationstechniken

Die Imitationstechnik ist ein Verfahren im Malerhandwerk, mit dem durch Bemalung z.B. Marmor- oder Holzverkleidungen vorgetäuscht werden. Die Imitationstechnik erfordert eine Zusatzausbildung des Malers und erhebliches handwerkliches und künstlerisches Geschick. Im Baubereich werden diese Techniken auch heute noch angewandt, insbesondere im Bereich der Restaurierung von Schlössern und Kirchen. Bei der Imitation von Marmor oder Naturstein spricht man von marmorieren, bei der Imitation von Holz von "maserieren".

Immission

Immissionen sind auf Menschen, Tiere, Pflanzen oder Sachen einwirkende Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlung und ähnliche Umwelteinwirkungen. Die Quelle dieser Einwirkungen ist die Emission, das Ziel die Immission. Das Ausmaß der Schadstoffeinwirkung hängt von ihrer Konzentration am Ort der Einwirkung und der Dauer dieser Einwirkung ab. Die Immission wird daher als Menge Schadstoff pro Menge Wasser, Boden oder Luft gemessen.

Immobiliarkredit

auch: Immobiliarkredite

andere Bezeichnung für Realkredit.

Immobilie

auch: Immobilien

Eine Immobilie ist die Bezeichnung aus der Maklersprache für ein bebautes Grundstück. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "unbeweglich". Wegen ihrer „Unbeweglichkeit“ unterliegen Immobilien hinsichtlich Eigentumserwerb, Gebrauch usw. anderen gesetzlichen Bestimmungen als bewegliche Güter. Für den Kauf einer Immobilie ist ein notariell beurkundeter Kaufvertrag notwendig. Zudem wird eine Auflassung, also einee notariell beurkundete Einigung über den Eigentumsübergang benötigt. Der dritte Punkt, der beim Kauf einer Immobilie berücksichtigt werden muss, ist die Eintragung des neuen Eigentümers in das Grundbuch.

Immobilienfinanzierung

auch: Immobilienfinanzierungen

Unter einer Immobilienfinanzierung versteht man die meist langfristige Finanzierung von Immobilien durch einen oder mehrere Finanzierungsbausteine. Üblicherweise sind das Bauspardarlehen, Bank- und/oder Versicherungshypotheken, die von einem oder mehreren Baufinanzierungsinstituten zur Verfügung gestellt werden. Um eine solide Finanzierung zu gewährleisten, sollte die Eigenkapitalsquote des Bauherrn bzw. des Käufers 30 Prozent des insgesamt für die Anschaffung des benötigten Kapitals nicht unterschreiten.

Immobilienkredit

auch: Immobilienkredite

Immobilienmakler

Der Immobilienmakler vermittelt im Auftrag Dritter Baugrundstücke und Immobilien. Er hat das Recht auf Zahlung einer %)Courtage%), und zwar je nach Vereinbarung vom Käufer und vom Verkäufer. Die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) regelt die Rechte und Pflichten zwischen Makler oder Bauträger einerseits und dem Immobilienkäufer oder Bauherrn andererseits.

Imperfektion

auch: Imperfektionen

Imperfektion ist ein Begriff aus der Statik. Als Imperfektionen werden hier ungewollte Abweichungenen (auch herstellungsbedingt) vom Idealzustand bezeichnet. Dabei kann es sich um eine Vorkrümmung eines Stabes aber auch der Lotabweichung einer Stütze handeln. Auch Eigenspannungen im Querschnitt werden als Imperfektionen bezeichnet.

Imperial Red

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Imperial Red ist eine Granitart aus Indien. Wie alle roten Granite ist das Mineral sehr hart und daher für alle Bereiche drinnen und draußen sehr gut geeignet. Imoperial Red lässt sich hervorragend mit anderen Materialien wie Holz oder Metall, aber auch mit feinkörnigen, schwarzen Graniten kombinieren. Verarbeitet wird das Material zu Fliesen, Treppen, Fensterbänke, Bordüren, Küchenarbeitsplatten, Fassadenplatten, Pflaster und vieles mehr. Die Oberfläche ist entweder geflammt, poliert oder geschliffen. Die polierte Oberfläche ist am wenigsten empfindlich gegen Verschmutzung. Rutschfester wird das Material bei einer geschliffenen Oberfläche. Sehr rauh ist die geflammte Oberfläche (siehe flammieren). Solche Steine werden vor allem im Außenbereich eingesetzt.

Imperial White

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Imperial White ist eine sehr helle und elegant wirkende Paragneis-Art. Im Innenbereich kann der Naturstein für alle Zwecke vom Bodenbelag, über Küchenarbeitsplatten bis hin zu Treppen verwendet werden. Die Verwendung von Imperial White im Außenbereich kann nicht empfohlen werden, da das Gestein sehr viel Wasser aufnehmen kann und sich dadurch verfärbt. Daher sollte das Material auch unbedingt imprägniert werden und nur solches Fugenmaterial verwendet werden, das nicht das Verfärben in den Randbereichen der Fliesen begünstigt.

Imprägniermittel

Es muss zwischen Imprägniermitteln für Holz und für Putz- und Steinuntergründe unterschieden werden. Holz wird vor allem mit Holzschutzsalzen imprägniert. Diese beugen Pilz- und Fäulnisbefall vor, verhindern oder verzögern das Entflammen und Brennen. Sie werden deshalb bei tragenden Bauteilen wie beispielsweise Dachstühlen oder im Außenbereich eingesetzt. Da die Salze durch Regen und Feuchtigkeit ausgewaschen werden können, reicht eine einfache Beschichtung wegen der geringen Eindringtiefe meist nicht aus. Ein besserer Schutz lässt sich durch Kesseldruckimprägnierung erzielen. Zur Imprägnierung von Putz- und Steinuntergründen werden vor allem wasserabstoßende Silikonharzbeschichtungen verwendet. Sie verringern die Wasseraufnahme und damit die Verwitterungsgefahr bei Frost. Gleichzeitig kann weniger Schmutz eindringen. Ein Befall mit Algen, Moos oder Pilzen wird erschwert. Imprägniermittel sind keine Versiegelungen oder Beschichtungen. Weiterhin darf die Verminderung der Wasserdampfdurchlässigkeit nur gering sein.

Imprägnierung

Imprägnierungen sind Behandlungen, die in das Material (z.B. Holz oder Beton) eindringen und einen Schutz gegen Verwitterung bieten. Hölzer werden hierbei z.B. mit Holzschutzmitteln behandelt , um diese widerstandsfähiger gegenüber Umwelteinflüssen ( Wetter , Tiere , Fäulnis , Pilzbefall etc.) zu machen . Auch Beton kann imprägniert werden. Zur Imprägnierung werden beispielsweise Epoxyd-Lösungen verwendet, die teilweise die Poren füllen und die Oberfläche verfestigen. Dadurch wird die Widerstandsfähigkeit erhöht und durch Abrieb entstehende Staubbildung verhindert.

Impulsgeber

Ein Impulsgeber gibt der Steuerung eines Türschließers mit Öffnungsautomatik den Befehl zum Öffnen der Tür. Impulsgeber unterscheiden sich dabei in "bewusste Geber" (z.B. Schalter, Taster), über die die Türöffnung bewusst eingeleitet wird, und "unbewusste Geber" (z.B. Radar, Lichtschranken, Kontaktmatten), über die die Türöffnung unbewusst beim Betreten der überwachten Zone eingeleitet wird.

Inbusschlüssel

auch: Innensechskantschlüssel, Stiftschlüssel, Inbus-Schlüssel

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Der Inbusschlüssel oder auch Stiftschlüssel ist ein Werkzeug, das jeder Ikea-Kunde bestens kennt. Liegt er doch jedem Möbelstück bei, das aufgebaut werden soll. Mit ihm lassen sich Innensechskantschrauben lösen und anziehen. Innensechskant bedeutet, dass sich in der Schraube eine sechseckige Vertiefung befindet. Inbusschlüssel gibt es in unterschiedlichen Größen.

Inchromieren

Inchromieren ist ein Verfahren zur Steigerung der Korrosionsbeständigkeit metallischer Bauteile. Hierbei handelt es sich um eine thermochemische Diffusionsbehandlung der Werkstückrandzone. Bei Temperaturen zwischen 1000 und 1200 °C diffundiert Chrom ungefähr 30 µm in die Randschicht ein und reichert diese bis auf 35 % Chrom an. Die daraus resultierende sehr harte Oberfläche bleibt bis 800 °C zunderbeständig. Dieses Verfahren eignet sich besonders für Kleinteile wie Schrauben, Bolzen, Schutzrohre u.v.a.

Indachkollektoren

Bei der Montageart von Solarkollektoren unterscheidet man Indachkollektoren, Aufbaukollektoren und Fassadenkollektoren. Der Indachkollektor wird in die Dachebene integriert. Die transparente Abdeckung des Kollektors ist gleichzeitig die witterungsbeständige Dachhaut. Bei den Indachkollektoren werden Kollektoren mit einer Modulgröße von 1,5 bis 18 m² angeboten. Die Montage der Großflächenmodule erfolgt in der Regel mittels Kran, wodurch die Montage wesentlich vereinfacht wird. Die Blecheinfassung wird wie bei einem Wohnraumfenster vorgenommen. Indachkollektoren sind zwar etwas teurer als beispielsweise Aufbaukollektoren, doch optisch passen sie sich besser in die Dachlandschaft ein. Indachkollektoren können allerdings nur bei geneigten Dächern verwendet werden, wohingegen Aufbaukollektoren auch für Flachdächer geeignet sind.

Indach-Montage

auch: Indachmontage

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Wenn Bauteile in ein Dach eingebaut werden, bezeichnet das der Baufachmann oder Dachdecker als Indach-Montage. Bei Dachwohnfenstern findet also immer eine Indach-Montage statt. Hauptsächlich jedoch wird dieser Begriff verwendet, um die verschiedenen Montagemöglichkeiten von Solarkollektoren zu unterscheiden. Diese nämlich können auf das Dach montiert oder in das Dach eingefügt werden. Man spricht in diesem Fall von Indachkollektoren.

Indigo

Der blaue Pflanzenfarbstoff Indigo wird aus der bengalischen Indigo-Pflanze oder aus dem Färberwaid gewonnen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde das organische Pigment synthetisch hergestellt. Das preiswertere Industrieprodukt verdrängte die Gewinnung von Indigo auf pflanzlicher Rohstoffbasis.

Indirekte Beleuchtung

Von indirekter Beleuchtung wird gesprochen, wenn die Lichtquelle nicht direkt sichtbar ist, sondern hinter z.B. einer Verkleidung bzw. Blende verborgen ist. Das abgeschirmte Licht wird hierbei von den Wänden und/oder Decken reflektiert und gleichmäßig im Raum verteilt. Eine direkte Beleuchtung erfolgt meist zusätzlich zu einer "normalen" Beleuchtung, um den Raum wirkungsvoller zu gestalten. Das kann das Schlafzimmer oder Wohnzimmer aber auch ein Hotelzimmer oder das Treppenhaus sein.

Indirekteinleiter

Als Indirekteinleiter werden die Industrie- und Gewerbebetriebe bezeichnet, die ihre Abwässer nicht wie die sogenannten Direkteinleiter unmittelbar in ein Gewässer, sondern in die öffentliche Kanalisation bzw. eine Kläranlage einleiten. Hierunter fällt auch die überwiegende Mehrzahl der Druckereien.

indirekte Nebenlüftung

siehe Nebenlüftung.

Induktionsgerät

auch: Induktions-Klimaanlage, Induktionsgeräte

Induktionsgeräte sind eine Bauweise von Klimaanlagen. Solche Klimaanlagen benötigen keinen Ventilator, da die Luft durch das Induktionsprinzip durch den Wärmetauscher strömt. Insbesondere Räume mit großer Kühllast lassen sich mit einem Induktionsgerät komfortabel kühlen. Die Funktionsweise ist folgendermaßen: Die frische Luft wird mit hohem Druck und hoher Geschwindigkeit durch feine Düsen in den Raum geblasen. Dadurch wird die Luft im Raum angesaugt und beim Durchgang durch den Wärmetauscher erwärmt oder gekühlt.

Induktionshärtung

Die Induktionshärtung ist ein Verfahren zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Bau- und Konstruktionsteilen aus Stahl, Stahlguss oder Gusseisen. Das Härteverfahren funktioniert unter Ausnutzung der elektromagnetischen Induktion. Mit einer Spule induziert man im Werkstück Wirbelströme. Bei ausreichender Intensität wird so in der zur härtenden Schicht Wärme erzeugt. Die Einhärtetiefe hängt von der Eindringtiefe des Stroms ab, der Strom wird seinerseits durch die Frequenz bestimmt: Je höher die Frequenz, desto geringer die Stromeindringtiefe.

Induktions-Klimaanlage

auch: Induktionsklimaanlagen, Induktions-Klimaanlagen

Industrieabwasser

auch: Industrieabwässer

Unter Industrieabwasser versteht man alle Abwässer, die bei Produktions- und Verarbeitungsprozessen in der Industrie anfallen. Auch das Kühlwasser von Kühltürmen bildet einen großen Anteil am Industrieabwasser, wird jedoch in der Regel unbehandelt in die Flüsse geleitet. Oft muss das Abwasser jedoch in einer eigenen Abwassserreinigungsanlage vorgereinigt werden, bevor es der städtischen Kanalisation zugeführt wird.

Industriebau

Der Industriebau beschäftigt sich als Teilgebiet des Hochbaus mit dem Bau von Gebäuden für Industrie- und Wirtschaftsbetriebe. Darunter zählen Zweckbauten für Produktionsvorgänge, wie beispielsweise Hallenbauten, Flachbauten oder Geschoßbauten, aber auch Forschungslabors, Verwaltungsgebäude und Gebäude für soziale Einrichtungen.

Industriebitumen

Industriebitumen ist ein Bitumen, das überwiegend außerhalb des Straßen-, Wasser- und Flugplatzbaus oder zur Instandhaltung eingesetzt wird. Einige Bitumensorten werden sowohl im Straßenbau als auch in industriellen Anwendungen eingesetzt, so z.B. für industrielle Zwecke zur Herstellung von Dach- und Dichtungsbahnen.

Industriebrache

Im Gegensatz zum Brachland ist eine Industriebrache ein bebautes Gelände, auf dem sich Fabrik- oder Gewerbeanlagen befinden, die nicht mehr genutzt werden, dem Verfall preisgegeben sind und meistens nur notdürftig vor fremdem Zutritt gesichert sind. Zuverlässige Zahlen über die Anzahl und den Umfang aller Industriebrachen in Deutschland gibt es nicht, Schätzungen gehen von einem Geländebestand aus, auf dem über 1 Million Einfamilienhäuser gebaut werden könnten. Technisch ist der Abbruch solcher Anlagen und die Zerkleinerung und damit Wiederverwertung der Beton- und Gesteinsmassen ebenso wenig ein Problem, wie der Austausch oder die Aufarbeitung schadstoffbelasterer Böden.

Industrieestrich

auch: Industrieestriche

Industrieestrich wird vorrangig in industriell oder gewerblich genutzten Räumen eingebaut. Er wird auch in Lagerhallen aller Art, Parkhäuser oder in Flughafenanlagen verwendet. Dieser Estrich muss einer erheblichen Beanspruchung z.B. durch Personen- und Fahrverkehr standhalten. Die Vorteile sind die hohe mechanische Festigkeit, hohe Wärmestandfestigkeit, gute chemische Beständigkeit und hohe Abriebfestigkeit.

Industriegebiet

auch: Industriegebiete

Industriegebiete werden auf einem Bebauungsplan mit GI abgekürzt. Gebäude dürfen laut Baunutzungsverordnung maximal eine Grundflächenzahl von 0,8, eine Geschossflächenzahl von 2,4 und eine Baumassenzahl von 10,0 haben. Sie dienen ausschließlich der Unterbringung von Gewerbebetrieben, und zwar vorwiegend solcher Betriebe, die in anderen Baugebieten unzulässig sind.

Industrielack

Industrielacke sind spezielle Lacke oder Lackfarben, die in der Industrie für Serienprodukte verwendet werden wie z.B. Autos, Beschichtungen für Lebensmittelverpackungen, Fenster, Türen, Büroartikel. Diese Lacke müssen schnelltrocknend sein und werden teilweise mit dem Einbrennverfahren (siehe Einbrennlackieren) aufgetragen.

Industrielles Schmutzwasser

Schmutzwasser aus Industriebetrieben (z.B. Brauerei, chemische Fabrik etc.). Industrielles Schmutzwasser weist meist besondere und starke Verschmutzungen auf, weshalb es oft in industrieeigenen Anlagen vorbehandelt wird, bevor es entweder in die öffentliche Kanalisation oder ein Gewässer abgeleitet wird.

Industrierestholz

Industrierestholz fällt als Produktionsrückstand bei der Holzbe- und -verarbeitung an. Es handelt sich um meist unbehandelte stückige Holzteile wie Holzschnitzel, Kappholz oder Ablängstücke aus Massivholz, Schwarten und Spreißel. Industrierestholz fällt vor allem bei Zimmereien, Schreinereien, Möbel- und Fertighausherstellern an.

Inert

auch: inerter Abfall

Inert ist die Eigenschaft von Stoffen, sich an chemischen Vorgängen nicht oder nur sehr gering zu beteiligen. Chemisch inert sind etwa Edelgase, Stickstoff, viele Edelmetalle unter Normalbedingungen oder häufig die bei Reaktionen eingesetzten Lösungsmittel und Trägergase. Als Beispiele im Baubereich für inerte Stoffe lassen sich Abbruchstoffe wie Mauerwerk (z.B. gebrannte Ziegel, Kalksteine usw.) oder Beton nennen, die dann auf entsprechenden Inertstoffdeponien entsorgt werden können, ohne dass diese dort mit Regenwasser oder anderen Stoffen chemisch reagieren und somit die Umwelt nicht beeinflussen. Als inerten Abfall bezeichnet der Fachmann einen reaktionsträgen Abfall. Das kann zum Beispiel ein Bodenaushub sein, der keine oder nur geringe mobile Schadstoffe enthält.

inerter Abfall

siehe Inert.

Infiltrationsbrunnen

Infrarot-Flächenstrahler

Infrarotkabine

auch: Infrarotkabinen

Infrarotsortierung

Die Infrarotsortierung ist ein modernes Sortierverfahren, bei dem Kunststoffverpackungen auf dem Sortierband mit Infrarotlicht bestrahlt werden. Die unterschiedliche Reflexion dieses Lichts durch verschiedene Kunststoffe wird von Sensoren aufgenommen, die das sortenreine Trennen von Kunststoffen ermöglichen.

Infrarotstrahlen

Ohne Infrarotstrahlen würde die Thermografie genausowenig funktionieren, wie der Großteil der Bewegungsmelder. Infrarotstrahlen sind, wie das sichtbare Licht, ein Teil aus dem Spektrum der elektromagnetischen Wellen. Die vom Menschen als Wärme empfundene Strahlung ist physikalisch gesehen eine Infrarotstrahlung. Alle Körper, ob Mensch oder Bauwerk oder Bauteil, haben eine messbare Temperatur. Bei Temperaturdifferenzen zwischen Körper und Umgebung besteht das Bestreben, diese Differenzen auszugleichen. Die moderne Elektronik hat es verstanden, Infrarotstrahlen zu empfangen und die Signale zu nutzen. Sei es, um Kältebrücken in einem Bauwerk aufzuspüren, sei es, um eine Alarmanlage auszulösen. Die Infraro-Wärmekabine ist die gesunde Alternative zur Sauna.

Infrarotverfahren

siehe Thermografie.

Infrarot-Wärmekabine

auch: Infrarotwärmekabine

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Die klassische Sauna hat seit den späten 90-er Jahren Konkurrenz bekommen durch Infrarot-Wärmekabinen. Bei geringem Platzbedarf ab etwa 110 x 110 cm bringt sie den Nutzern Tiefenwärme durch infrarote Strahlung, die der Sonnenstrahlung weitgehend entspricht, jedoch ohne Abgabe der schädlichen UV-Strahlen. Zur Inbetriebnahme bedarf es nur eines normalen 230 V-Stromanschlusses, also der üblichen Steckdose. Die Infrarotstrahlen werden über Keramikplatten oder Folien abgegeben. Die Platten werden an verschiedenen Stellen der Kabine installiert, die Folien hinter der Kabinen-Innenwand eingebaut. Die verwendeten Hölzer sind hauptsächlich Abachi, Polarfichte und Red Zeder. Die Temperatur liegt in einem den Organismus schonenden Bereich, nämlich zwischen 45 und 60°. Infrarotstrahlen lindern Beschwerden der verschiedensten Art und sollen auch dazu beitragen, im Körper abgespeicherte Gifte wie etwa Pestizide abzubauen.

Infraschall

auch: tieffrequenter Schall

Infraschall ist ein Schall mit einer sehr tiefen Frequenz von 0 bis 20 Hz. Er wird daher auch tieffrequenter Schall genannt. Diesen Schall kann das menschliche Ohr nicht hören. Der Mensch kann Infraschall nur indirekt spüren, indem er die erzeugten Schallwellen sehr schwach als Vibration wahrnimmt. Solche Schallwellen können beispielsweise bei Hubschrauber-Vorbeiflügen, durch Klimaanlagen, durch Windräder oder Pumpen entstehen. Wird der Infraschall als belästigend empfunden, gilt er als Lärm, obwohl er nicht hörbar ist.

Infrastruktur

Als Infrastruktur werden alle Anlagen und Einrichtungen bezeichnet, auf die die Nutzer von Grundstücken zurückgreifen können, ohne sie selbst erstellen und unterhalten zu müssen. Die Infrastruktur wird meist unterteilt in technische Infrastruktur (z.B. Einrichtungen der Verkehrs- und Nachrichtenübermittlung, Straßen, Bahnlinien, der Energie- und Wasserversorgung, der Entsorgung) und soziale Infrastruktur (z.B. Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Sport- und Freizeitanlagen, Einkaufsstätten, kulturelle Einrichtungen). Die Infrastruktur entscheidend meist maßgebend bei der Wohnungswahl. Junge Familien schauen zum Beipiel, dass Schulen oder Kindergärten in der Nähe sind. Für Berufstätige ohne Auto ist ein Bahnhof oder öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe vordringlich. Für ältere Menschen sind fußläufig erreichbare Einkaufsmöglichkeiten vordringlich.

Ingenieurbau

Ingenieurbau ist ein dehnbarer Begriff aus dem Bauwesen, der von größeren Bauunternehmen und Baukonzernen oft auch im Firmennamen geführt wird, um zu verdeutlichen, dass der Schwerpunkt der Tätigkeit in einem Bereich liegt, in dem insbesondere die Bauingenieure tätig sind. Die Planung, Konstruktion und Errichtung von Sonderbauten wie Sporthallen, U-Bahnen, Brücken, Hochhäusern, Flughäfen, Staudämmen, Industrie- und Gewerbehallen, Bürohäusern aber auch durchaus der Bau von großen Mietwohnanlagen fällt unter den Begriff Ingenieurbau. Der sog. konstruktive Ingenieurbau ist auch Studienschwerpunkt bei angehenden Bauingenieuren. Dabei geht es u.a. darum, statische Berechnungen auszuführen. Eine spezielle Richtung des Ingenieurbaus ist der sog. Holzingenieurbau.

Ingenieurbauschraube

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Die Ingenieurbauschraube wird speziell im Ingenieurholzbau eingesetzt, wenn Balken, Binder oder Blockbohlen miteinander verschraubt werden müssen. Ingenieurbauschrauben erreichen dementsprechend Längen bis 440 mm bei einem Durchmesser bis 10 mm. Eine Ingenieurbauschraube verfügt über hohe Abscherwerte, ihr Schaft ist mit einem Teilgewinde, zum Teil auch mit einem rechtsdrehenden Reibgewinde ausgestattet. Unsere Fotos zeigen oben eine Ingenieurbauschraube mit einem solchen Gewinde und einem Senkkopf, unten eine Schraube mit Sechskantantrieb.

Ingenieurholz

Bezeichnung für Holz, das im sog. Ingenieurbau verwendet wird, also z.B. beim Bau von Sporthallen. Ingenieurholz ist ein Oberbegriff; Ingenieurhölzer sind z. B. Leimbinder, die für spezielle konstruktive Anforderungen im Holzbau hergestellt werden.

Ingenieur-Holzbau

auch: Ingenieurholzbau

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Der Ingenieur-Holzbau, auch als Holz-Ingenieurbau bezeichnet, unterscheidet sich vom Ingenieurbau dadurch, dass die für den Bau eines Gebäudes verwendeten Materialien, insbesondere die tragenden Bauteile, aus Holz sind. Im Holzingenieurbau werden zum Teil riesige Gebäude errichtet, insbesondere in den skandinavischen Ländern, wo Flughäfen, Konzerthäuser, ja sogar Brücken errichtet worden sind, deren tragende und gestaltende Elemente aus Holz sind. Das Foto von Regnauer Fertigbau zeigt beispielhaft, welche Möglichkeiten Holz in gestalterischer und konstruktiver Hinsicht bietet.

Ingrain-Papier

Ingrain-Papier ist ein Begriff aus dem Fertigungsprozess von Rauhfasertapeten. Die Holzspäne ("grains"), die der Tapete ihren Charakter geben, werden zwischen zwei Papierlagen eingebettet.

Inhibitor

Ein Inhibitor ist eine Substanz, die chemische Reaktionen verlangsamt oder unterbindet (inhibiert). So kann beispielsweise ein Hautverhinderungsmittel die Oxidation von Öl- und Alkydharz-Beschichtungsstoffen verhindern oder verzögern. Weiterhin kann ein Inhibitor z.B. das Abbinden von Zement bei der Herstellung von Beton verzögern. Das Gegenteil eines Inhibitors ist ein Katalysator, der eine chemische Reaktion beschleunigt.

Initiator

Ein Initiator ist eine Substanz, die bereits in geringer Konzentration eine chemische Reaktion einleitet. Beispiel: Photoinitiatoren starten bei strahlungshärtenden Klebstoffen die Polymerisation.

Injektion

auch: Baugrundinjektion, Injektionen

Injektionen kommen im Baubereich vielfältig zum Einsatz. Als Baugrundinjektion: Verpressung von Hohlräumen im Fels oder Boden zum Zwecke der Verfestigung oder Dichtung mit Hilfe von Suspensionen. Als Bauwerkinjektion: Methode zur Trockenlegung bei feuchtem Mauerwerk oder Betonbauteilen mit Rissen. Anwendungsbereiche für die Abdichtung von Betonbauwerken mittels Injektionen sind beispielsweise: Tunnels, Stollen, Kavernen, Staumauern, Undichte, einfache oder Doppelwannen mit elastischer, plastischer oder starrer Abdichtung, Betonstrassen, Trinkwasserreservoirs, Kläranlagen, Fäkalbehälter, Kanalisation und Schächte, Schwimmbecken, Sichtbetonfassaden, Unterniveaugaragen, Stützmauern, Brücken usw. Man unterscheidet zudem Hochdruckinjektion und Niederdruckinjektion.

Injektions-Ankerhülse

auch: Injektions-Ankerhülsen

Wo Dübel nicht ausreichen, weil Bauteile von erheblichem Gewicht zu befestigen sind, kommen Injektions-Ankerhülsen zum Einsatz - etwa wenn eine Markise angebracht oder ein Waschbecken an der Wand verankert werden soll. Ankerhülsen werden in Bohrlöcher gesetzt und mit einem Spezialmörtel per Injektion verfüllt. Je nach Konstruktionsart der Hülsen eignen sich diese nicht nur für Vollziegel und Kalksandvollsteine, sondern gerade eben auch für Lochsteine und Hohlblocksteine aus Leichtbeton oder Beton. Die Hülse bildet über den Mörtel mit der angebohrten Wand sowie der eingeschobenen Gewindestange eine kraftschlüssige Verbindung. Auf die Gewindestangen werden Muttern verschraubt, wodurch z.B. ein Klettergriff in einer Kletterhalle sozusagen bombenfest sitzt.

Injektionsbefestigung

auch: Injektionsbefestigungen

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Immer dann, wenn es auch für den pfiffigsten Dübel schwierig wird, in Steinen mit großen Hohlkammern Halt zu finden oder eine große Belastungsfähigkeit zu bieten, kommt die Injektionsbefestigung zum Zuge. Dabei wird eine Gewindestange mit einer schnell und fest aushärtenden Mörtelmasse in das Bohrloch eingeklebt. Die Mörtelmasse wird dabei entweder mit einer Auspresspistole oder über einen Kolben mit Gewinde (siehe Foto fischerwerke) eingebracht. Letzteres Verfahren erlaubt eine besonders gute Dosierung. Mit der Gewindestange können dann die Halterungen für Waschtische, Hängeschränke und ähnliche "Schwergewichte" verschraubt werden.

Injektionsmörtel

Injektionsmörtel ist ein Gemisch aus Zement, Wasser und Sand zum Verfüllen von großen Hohlräumen, zur Verfestigung von altem Mauerwerk sowie zur Unterfüllung von Bodenplatten. Injektionsmörtel gibt es auch aus Kunstharz, Füllstoffen sowie einer separat eingebrachten Härterkomponente. Diese Arte von Injektionsmörtel wird für die spreizdruckfreie Verankerung verwendet und ist für nahezu alle Baustoffe geeignet.

Injektionspacker

auch: Bohrpacker, Klebepacker, Packer

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Ein Injektionspacker ist ein Hilfsmittel aus Messing, Stahl oder Kunststoff zum Einpressen der Dichtungsmittel bei Injektionen. Dichtungsmittel sind beispielsweise Injektionsmörtel oder Reaktionskunststoff. Injektionspacker werden unterschieden in Bohrpacker und Klebepacker. Während Klebepacker auf das Injektionsloch geklebt werden, schlägt oder schraubt man Bohrpacker in das Bohrloch. Bohrpacker gibt es für verschiedene Bohrlochdurchmesser. Dichtungsgummi stellen sicher, dass die Dichtungsmittel auch bei großen Einpressdrücken an die gewünschte Stelle gelangen.

Injektionsschlauch

auch: Injektionsschläuche

Injektionsschläuche werden zur Abdichtung von Arbeitsfugen im Betonbau verwendet. Vereinfacht gesagt ist der Injektionsschlauch ein Kunststoffschlauch mit seitlichen Öffnungen. In den Schlauch wird das Injektionsmaterial eingepresst. Das Material tritt dann durch die Öffnungen aus und dichtet das Bauwerk ab.

Injektionsverfahren

Die Behebung von Bauschäden kann durch verschiedene Injektionsverfahren erfolgen. Dabei wird zwischen Injektionen zur Abdichtung und kraftschlüssigen Injektionen unterschieden. Bei Abdichtungsinjektionen werden gerissene Bauteile mit zweikomponentigen Polyurethanharzen verpresst, die nach der Aushärtung noch elastisch sind und die Verformungen aufnehmen können. Polyurethanschäume sind sogenannte Wasserstopper, die bei stärkerem Wasserandrang eingesetzt werden. Da die großen Poren dieses aufgeschäumten Harzes bei ständigem Wasserandrang zerstört werden, ist nur eine Vorabdichtung möglich. Die endgültige Abdichtung erfolgt mit stabilen Harztypen. Kraftschlüssige Injektionen werden bei Rissen eingesetzt, die die Standfestigkeit eines Bauwerks gefährden. In der Regel werden Epoxidharze eingesetzt. Tiefgehende Risse werden durch das Einpressen von flüssigen Zweikomponentenharzen unter hohem Druck geschlossen. Die heute zur Verfügung stehenden Geräte und Spezialharze gestatten die Verpressung von Rissen bis zu einer Breite von 0,1 mm.

Injektionszement

auch: Injektionszemente

Injektionszement wird zur Verfestigung oder Abdichtung von klüftigem Gestein, Lockergestein oder Gesteinsschüttungen sowie in der Umwelttechnik und bei Instandsetzungsarbeiten im Beton- und Mauerwerksbau verwendet. Als Injektionszemente können alle Normzemente und bauaufsichtlich zugelassene Zemente verwendet werden, die besonders fließfähige Eigenschaften und eine geringe Sedimentationsgeschwindigkeit aufweisen.

Inklinometer

Ein Inklinometer ist ein Gerät das in der Geotechnik verwendet wird. Mit ihm lassen sich zum Beispiel Bodenbewegungen messen. Um eine eventuelle Baugrundbewegung feststellen zu können, wird ein flexibles Rohr in das Erdreich eingebaut. In das Rohr hinein kommt das auf vier Rollen gelagerte Inklinometer. Durch Bewegen des Gerätes im Rohr kann festgestellt werden, ob sich das Rohr verformt hat und der Baugrund sich daher bewegt. Inklinometer kommen auch ohne Rohr in einem Bohrloch zum Einsatz.

Inkrustation

auch: Inkrustationen

Inkrustation ist ein Begriff sowohl aus der Medizin, als auch aus der Sanitär- und Abwassertechnik. Gemeint sind in beiden Fällen Ablagerungen in einer Ader bzw. in einem Rohrnetz, die sich zu einer festen Schicht verbunden haben und den freien Durchfluss von Blut in dem einen und von Spülwasser in dem anderen Fall behindern. Im Extremfall müssen im Sanitärbereich Rohrsysteme ausgetauscht werden, wenn das mit Fäkalien angereicherte Spülwasser nicht mehr richtig abfließen kann.

inkrustiert

Im Bauwesen spricht man von "inkrustiert", wenn ein Baustoff in einen anderen eingelegt wird. So gibt es beispielsweise Putztechniken, bei dem eine oder mehrere farbige Putzflächen in einen anderen Putzgrund eingelegt werden, was sehr dekorativ ist. Im Mittelalter gab es auch inkrustierte Bodenziegel. Bei diesem Ziegel wurden andersfarbige Tone in Vertiefungen eingebracht, ähnlich wie dies bei Einlegearbeiten aus Stein in Stein üblich ist.

Innenabdichtung

auch: Innenabdichtungen

Die Innenabdichtung ist eine Möglichkeit der Vertikalabdichtung. Sie kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn eine Außenabdichtung nicht möglich ist oder zu teuer wird. Innenabdichtungen werden meist aus zementgebundenen Dichtungsschlämmen oder Sperrputzen hergestellt. Dies kann in ungünstigen Fällen zu Kondenswasserbildung führen. Hier ist zu überlegen, ob diese nicht durch Aufbringen eines wärmedämmenden Putzes unterbunden werden kann. Weitere Möglichkeiten der Innenabdichtung sind Flächeninjektion und Schleierinjektion.

Innenanschlag

auch: Innenanschläge

Innenanschlag ist die Anschlagart eines Fensters, bei der die Laibung innen eine Aussparung besitzt. Der Rahmen kann daher nur von innen und an der vorspringende Kante der Aussparung befestigt werden. Diese Anschlagart ist im Geschossbau (Stahlbeton oder Ziegelmauerwerk) hin und wieder üblich.

Innenarchitekt

auch: Innenarchitekten, Innenarchitektin, Innenarchitektinnen

Der Innenarchitekt ist heute mehrheitlich eine Innenarchitektin. Durch Studium an einer Fachhochschule kann man Innenarchitekt/in werden, wobei neben Abitur oder Fachabitur eine Lehre, mindestens aber ein Praktikum in einer Tischlerei als Studienvoraussetzung gilt. In der Tat haben es Innenarchitekten vorzugsweise mit Holz zu tun als dem häufigsten Baumaterial für Innenausbauten. Voraussetzung für den Beruf ist ein gutes Gefühl für Farben, denn der Innenarchitekt entwirft nicht nur einzelne Möbelstücke, sondern die Einrichtung einer ganzen Wohnung von der Wand- und Fensterbekleidung über die Einbauwand bis zum Bodenbelag. Innenarchitekten spezialisieren sich häufig auf bestimmte Gebiete, beispielsweise auf die Planung von Gastronomiebetrieben oder Modegeschäften.

Innenausbau

Innenausbau ist die Sammelbezeichnung für Gewerke des Tischlers, Zimmermanns oder Trockenbauers, die im Innern eines Gebäudes vorgenommen werden. Für den Innenausbau kommt deshalb nur Holz infrage, das mit den klimatischen Verhältnissen im Gebäude korrespondiert. Der Innenarchitekt ist für die Planung des Innenausbaus zuständig.

Innenbeleuchtung

auch: Innenbeleuchtungen

siehe Beleuchtung.

Innenbeschichtungsstoff

auch: Innenbeschichtungsstoffe

Bei einem Innenbeschichtungsstoff ist es wichtig, dass er nicht gesundheitsgefährdend ist und vor allem keine gesundheitsgefährdeten Dämpfe absondert. Er muss beständiger gegen Abrieb sein wie im Außenbereich und andere Oberflächenqualitäten aufweisen wie zum Beispiel besseres Deckvermögen. Innenbeschichtungsstoffe sind Wandfarben, Heizkörperfarben, Holzlasuren, Fußbodenfarbe usw.

Innendämmung

Innendämmung ist neben Aussendämmung und Kerndämmung die dritte Möglichkeit einer Fassadendämmung. Durch die Innendämmung ist es möglich, auch Fachwerk-Fassaden, denkmalgeschützte Gebäude oder Kellerwände zu dämmen. Wird der Dämmstoff von innen an die Außenwand aufgebracht ist es notwendig, der Tauwasserproblematik erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Da das massive Mauerwerk dann kälter ist als vorher (der Wärmefluss von innen ist ja unterbrochen), kann die Feuchtigkeit in möglicherweise ausströmender Luft leichter im Mauerwerk kondensieren. Daher ist besonders auf eine luftdichte Ausführung zu achten.

Innendichtung

auch: Innendichtungen

Innenecke

auch: Innenecken

Eine Innenecke ist ein Sonderstück bei Fliesen. Mit ihr lässt sich die Ecke beim Fliesen ausbilden.

Innenentwässerung

auch: Abwasserrohr

Dieser Begriff wird für zwei unterschiedlichen Arten von Entwässerung verwendet. Zum einem für die Ableitung des Abwasser aus dem Gebäudeinnern, zum anderen für die Ableitung von Regenwasser durch das Gebäude (z.B. bei Flachdächern bzw. bei nach innen geneigten Dächern (z.B. Sheddach, Schmetterlingsdach)). Bei der Ableitung von Abwasser muss auf die richtige Wahl des Abwasserrohrs geachtet werden, das hitzebeständiger als im Freien sein muss. Es kommen daher HT-Rohre (HT steht für hochtemperaturbeständig) zum Einsatz. Bei der Entwässerung von Flachdächern z.B. durch einen Dachgully kommt es vor allem auf eine fachgerechte Abdichtung ab. Eine mangelnde Abdichtung ist das Hauptproblem bei der Innenentwässerung von Dächern.

Innenfarbe

auch: Wandfarbe, Innenfarben

Unter Innenfarbe wird eine Farbe für die Beschichtung von Decke und Wand in Innenräumen verstanden, wobei zwischen wischfesten, waschfesten und scheuerfesten Innenfarben unterschieden wird. Der Trend geht zu lösemittelfreien Innenfarben. Stark im Trend sind auch Latexfarben, die einen höheren Glanz auf die Wände bringen. Neben Latexfarben kommen im Innenbereich zum Beispiel Dispersionsfarben, Silikatfarben, Kalkfarben oder Leimfarben zum Einsatz.

Innenfäule

Innenfäule ist die an der Oberfläche nicht sichtbare Fäule im Innern von Holzteilen. Tritt z. B. in außen abgetrockneten, im Innern aber feucht gebliebenen Deckenbalken auf. Wird häufig verursacht durch den Echten Hausschwamm oder tritt in unzureichend (nur an der Oberfläche) geschützten Masten auf.

Innenfenster

Das Innenfenster ist zum Beispiel bei einem Kastenfenster das innere der beiden Fenster. Es kann konstruktiv einfacher gestaltet sein, da es nicht Wind und Wetter ausgesetzt ist und auch keinen Beitrag zur Fassadengestaltung leisten muss.

Innenfensterbank

auch: Innenfensterbänke

Da Innenfensterbänke gerne als Blumenbank oder auch als Standplatz beim Fensterputzen genutzt werden, sollten sie gut unterstützt sein. Breite Bänke werden rechts und links etwa 1-2 cm in die Fensterlaibung eingestemmt. Bei schmalen Bänken genügt es auch, sie in die Fensterlaibung einzuputzen. Bei einer Bankbreite von bis zu 20 cm genügt es, wenn die Bank zur Hälfte längs am Mauerwerk aufliegt. Marmorbänke erfordern meist eine zusätzliche vordere Unterstützung z.B aus verzinktem Stahlrohr. Wichtig ist auch bei den Innenbänken, dass der Anschluss Fenster/Fensterbank dicht ist, damit weder ablaufendes Schwitzwasser eindringen noch Zugluft von außen hindurch kann. Innenfensterbänke können aus Holz, Marmor, Naturstein, Faserzement, Betonwerkstein oder HDF-Holzformteilen bestehen.

Innenfensterladen

auch: Innenladen, Innenfensterläden

Der Innenfensterladen wird im Gegensatz zum Außenladen innen angebracht. Der Innenfensterladen war im Mittelalter der Vorläufer von Glasfenstern. Nachdem plastische Rahmungen der Fenster üblich geworden waren oder profilierte Laibungen das Anbringen eines Außenladens verhinderten, verbreitete er sich auch wieder im 18. und 19. Jahrhundert.

Innenfurnier

auch: Innenfurniere

Das Innenfurnier bezeichnet Furniere, die man innen an Möbelstücken sieht (Rückseiten von Platten, Schubkästen usw.). Innenfurniere sind weniger wertvolle und anspruchsvolle Furniere.

Innenholzblende

auch: Innenholzblenden

Innenholzblenden sind abnehmbare Abdeckungen zumeist aus Holz. Sie dienen der Sicherung von Fenstern von innen her und sollten mindestens 35 mm stark sein. Zusätzliche Stabilität kann man durch das Anbringen von Stahlblech-Beschlägen auf der Innenseite gewinnen. Wichtig ist, dass die Blenden von aussen nicht angreifbar sind.

Innenjalousie

auch: Innenjalousien

Innenjalousien bestehen aus vertikal angeordneten Lamellen aus Aluminium oder Kunststoff und sind in vielen Farben erhältlich. Die Lamellen sind beidseitig an Schnüren befestigt und können mittels eines sog. Schnurzugs oder einer elektronischen Steuerung auf- und runtergezogen bzw. gefahren werden. Die Lamellen sind um 180° drehbar, werden aber meistens zur Regulierung des Lichteinfalls über einen sog. Wendestab in Schrägstellung gehalten. Generell ist die Reinigung der Lamellen aufwändig, die Befestigung in der Fensterlaibung, auf der Wand oder direkt auf dem Rahmen des Fensterflügels unproblematisch. Die Lamellen werden hauptsächlich in Breiten zwischen 16 und 50 mm angeboten.

Innenladen

auch: Innenläden

innenliegende Dachrinne

auch: innenliegenden, Dachrinnen, innenliegende, Dachrinnen

Innenliegende Dachrinnen verlaufen innerhalb der Gebäudefläche im Dachbereich. Sie werden in Haltekonstruktionen oder auf durchgehenden Unterlagen verlegt. Damit bei erhöhtem Niederschlag oder verstopften Abläufen kein Wasser in das Gebäudeinnere dringen kann, müssen zusätzliche unabhängige Abläufe (Sicherheitsabläufe) oder ausreichende Notabläufe oder eine ausreichend bemessene Sicherheitsrinne mit eigener Entwässerung vorgesehen werden, die für sich allein die gesamte anfallende Niederschlagsmenge ableiten können.

innenliegendes Arbeitsfugenband

auch: innenliegende, Arbeitsfugenbänder

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Das innenliegende Arbeitsfugenband ist ein Fugenband aus thermoplastischem Kunststoff, das wie ein innenliegendes Dehnungsfugenband, jedoch ohne Hohlkörper oder Schlaufe ausgebildet ist. Es wird im Innern eines Betonquerschnitts z. B. für Sohlen- und Wandanschlüsse angeordnet (Abbildung: Besaplast).

innenliegendes Dehnungsfugenband

auch: innenliegende, Dehnungsfugenbänder

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Das innenliegende Dehnungsfugenband ist ein Fugenband aus thermoplastischem Kunststoff mit einem in der Längsachse angeordneten schlauchförmigen Hohlkörper oder mit einer Schleife sowie mit beidseitig ausgebildeten, parallelen Profilierungen an den Dichtteilen. Das Band kann mit Nagellaschen zur Befestigung an der Betonschalung versehen sein und wird im Innern eines Betonquerschnitts angeordnet (Abbildung Besaplast). Das Abdichtungsband wird zur Abdichtung von Dehnungsfugen im Hoch-, Tief- und Ingenieurbau verwendet.

Innenputz

auch: Innenputze

Innenputz ist ein Putz für den Innenbereich, wobei es noch Unterschiede gibt, ob der Putz für Wand, Decke oder Feuchträume verwendet wird. In erster Linie dient Putz im Innenbereich dazu, Tapeten oder Anstriche aufzubringen, gemauerte Untergründe zu glätten oder Fliesen zu verlegen. Bei der Regulierung des Raumklimas erfüllt der Putz auch eine wichtige Funktion: Im gewissen Maße übernimmt er überschüssige Luftfeuchtigkeit und gibt sie auch wieder ab. Daher sind für Innenputze vor allem Kalk- und Gipsmörtel gut geeignet. Der Innenputz sollte aus genannten Gründen auch nicht großflächig mit feuchtigkeitssperrenden Materialien wie Fliesenbelägen, Metalltapeten oder Latexfarben abgedeckt werden.

Innenrüttler

auch: Flaschenrüttler, Rüttelflasche, Innen-Rüttler

Der Innenrüttler (Tauchrüttler) wird zum Verdichten des Frischbetons verwendet. Er besteht aus einem Schlauch und einer Rüttelflasche. Die Flasche besitzt eine Unwucht und wird durch Strom in Schwingung versetzt. Zum Verdichten wird die Rüttelflasche in den Beton eingetaucht. Dabei breiten sich die Schwingungen kreisförmig aus und der Beton wird verdichtet. Die Rüttelflasche sinkt durch ihr Eigengewicht in den Beton und beim langsamen Herausziehen schließt sich die Eintauchstelle. Anschließend muss die Oberfläche mit einer Abziehbohle geglättet werden. Je nach Größe des zu betonierenden Bauteils gibt es Rüttler verschiedener Größen.

Innensechskantschlüssel

Innen-Sechskantschraubendreher

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Ein Innen-Sechskantschraubendreher ist ein Schraubendreher für Schrauben mit innen im Schraubenkopf befindlichen Sechskantantrieb, siehe Zeichnung.

Innensperrholz

auch: Innensperrhölzer

Innensperrholz ist ein Sperrholz, das im Gegensatz zu Außensperrholz nur für den Innenbereich geeignet ist. Es ist nicht wetterfest und nicht wasserfest. Es wird zum Beispiel im Möbelbau für Rückwände oder Schubladenböden verwendet. Es hat die Verleimungsart IF 20 (IF heißt innen feuchtfest verleimt).

Innenstern

Innenstern ist die andere Bezeichnung für den sechseckigen, einem Davidstern ähnlichen (Antrieb einer Torxschraube. Für das Eindrehen einer Schraube mit Innenstern bedarf es eines speziellen Schraubenschlüssels oder eines speziellen Bits.

Innen-Torxschraubendreher

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Der Innen-Torxschraubendreher ist ein Schraubendreher für Schrauben mit Torxantrieb, siehe Zeichnung.

Innenvielzahnschraube

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Die Handwerker sprechen von einer Innenvielzahnschraube. Diese hat einen Schraubenkopf mit einem zwölfzackigen Profil und ähnelt damit der Torxschraube, die allerdings nur ein sechszackiges, sternförmiges Profil hat. Schrauben mit diesem Antrieb werden vor allem in der Blechverarbeitung und bei der Montage von Kraftfahrzeugen eingesetzt. Die internationale Bezeichnung dieses Schraubenkopfes ist XZN.

Innenwand

auch: Kellerinnenwand, Innenwände

Als Innenwand werden Wände innerhalb von Gebäuden bezeichnet, die einen Raum vom anderen trennen. Es gibt tragende und nichtragende Innenwände. Tragende Wände sind an der Lastabtragung des Gebäudes mit beteiligt. Sie werden vom Statiker mit in die Berechnungen einbezogen und dürfen keinenfalls ohne vorherige Prüfung durch den Statiker entfernt werden. Nichttragende Wände hingegen können durchbrochen oder entfernt werden.

Innenwandbekleidung

auch: Innenwandverkleidung, Innenwandbekleidung

Innenwandbekleidung ist der Oberbegriff für alles, was der Gestaltung und Überdeckung von Innenwänden dient. Bei Innenwandbekleidungen gibt es zunächst einmal Baustoffe, die einen überdeckenden und egalisierenden Charakter haben wie Putze, Holzfaserplatten, Gipsfaserplatten, OSB-Platten oder Gipskartonplatten. Diese werden meist noch bekleidet mit Tapeten, Fliesen, Profilbrettern, verstäbten Verkleidungen, Rahmentäfelungen, Plattentäfelungen, Anstrichen oder Beschichtungen. Manche dieser Innenwandbekleidungen werden direkt auf die Wand geklebt, andere benötigen noch eine Unterkonstruktion. Bei Feuchträumen mit einer relativen Luftfeuchtigkeit über 45% ist zum Beispiel eine Hinterlüftung der Innenwandbekleidung wie zum Beispiel einer Verbretterung erforderlich. Merkmal einer Verbretterung ist zumeist eine verdeckte Befestigung. Mitunter ist aber auch eine sichtbare Befestigung erwünscht. Bei einer Innenwandbekleidung von Außenwänden ist häufig zusätzlich noch eine Innendämmung erforderlich, falls keine Außendämmung oder Kerndämmung möglich war.

Innenwandverkleidung

auch: Innewandverkleidungen

Innenwandziegel

Innenwandziegel sind Mauerziegel, die für Innenwände verwendet werden. Sie sind meist schmaler als Ziegel für Außenwände. Das liegt zum einen daran, dass Innenwände häufig nicht tragend ausgebildet sind und zum anderen daran, dass die Anforderungen an Schall- und Wärmeschutz nicht so hoch sind.

innerer Blitzschutz

Innerer Blitzschutz beinhaltet Maßnahmen, um die von außen eingeführten metallenen und elektrischen Systeme in den Blitzschutz-Potentialausgleich einzubeziehen. Der innere Blitzschutz beinhaltet den Potentialausgleich, den Überspannungsschutz und die Beseitigung von Näherungen. Diese Maßnahmen stehen teilweise in engem Zusammenhang mit der elektrischen Anlage.

Innung

auch: Innungen

Das Handwerk ganz allgemein und das Bauhandwerk im besonderen hat sich seit dem frühen Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert hinein in Zünften organisiert. Die Innungen, die bei den Kreishandwerkerschaften gebildet werden, sind quasi die legitimen Nachfolger der Zünfte. Jedes Gewerk hat eine eigene Innung, wobei aber Handwerksmeister nicht zwangsweise Mitglied einer Innung werden müssen. Die Kreishandwerkerschaften sind in den Handwerkskammern zusammengeschlossen, die ähnlich der Industrie- und Handelskammern als Körperschaft des öffentlichen Rechts staatliche Aufgaben übernehmen und u.a. auch die Berufsausbildung in den einzelnen Handwerksberufen regeln. Die Innungen, Kreishandwerkerschaften und Handwerkskammern wachen darüber, dass nur Handwerksmeister in den entsprechenden (Bau)Gewerken tätig werden dürfen. Auf europäischer Ebene bestehen jedoch Bestrebungen, diese Privilegien abzuschaffen und auch Nicht-Meistern den Weg in die Selbständigkeit zu erlauben.

Insektenbefall

Insektizide

auch: Insektizide

Insektizide sind chemische Substanzen, die speziell zur Bekämpfung schadensverursachender Insekten eingesetzt werden. Beim Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln ist immer auch zu beachten, dass diese gesundheitsgefährdend auf Menschen wirken können. Besonder Vorsicht ist bei der Verwendung von Insektiziden im Wohnbereich geboten. Insektizide wirken in erster Linie als Nervengifte und können bei missbräuchlicher oder fahrlässiger Anwendung darüber hinaus schwere allergische Reaktionen auslösen.

Inselanlage

auch: Inselanlagen

Inselanlagen sind Photovoltaik - Anlagen (auch Windkraftanlagen), die eine autonome Stromversorgung ohne öffentlichen Netzanschluss ermöglichen. Die Speicherung von elektrischer Energie erfolgt bei Inselanlagen durch Batterien. Durch einen speziellen Laderegler wird die Energie der Solarmodule so geregelt, dass eine optimale Ladung der Batterien gewährleistet ist. Inselanlagen findet man häufig im Gebirge, sie kommen aber auch in Entwicklungsländern zum Einsatz. Dort gibt es außerhalb der großen Städte noch keine flächendeckende Elektrifizierung.

Inselesse

Inselhaube

Installateur

auch: Installateure

Installateur ist die Bezeichnung für einen Handwerker, der sich um die Versorgung des Hauses mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme kümmert. Man unterscheidet Elektroinstallateure sowie Gas- und Wasserinstallateure.

Installationsblock

auch: Installationsblöcke

Installationsboden

auch: Installationsböden.

Ein Installationsboden wird über dem normalen Fußboden zur Unterbringung von Installationen und Elektrolleitungen angeordnet. Das hat den Vorteil, dass bei Reparaturen ein ganz einfacher Zugang zu den Leitungen sichergestellt ist. Man unterscheidet Hohlraumboden und Doppelboden.

Installationsebene

Die Installationsebene ist eine zusätzliche Wandebene, häufig mit einer weiteren Dämmschicht auf der Rauminnenseite der Außen- oder Innenwand zur Aufnahme von Haustechnik unter Vermeidung von Durchbrüchen der eigentlichen Wandkonstruktion. Dies ist bei Fertighäusern besonders bei der Außenwand zur Gewährleistung der Luftdichtheit erforderlich. Bei manchen kostensparenden Bauweisen wird auf die Installationsebene verzichtet. Dann müssen die Durchdringungen entsprechen abgedichtet werden (z.B. Verwendung von luftdichten Hohlwanddosen).

Installationselement

auch: Installationselemente

Als Installationselemente werden im Badbereich alle Sanitärgegenstände bezeichnet, die in eine Vorwandinstallation oder Installationswand eingebaut werden können. Dabei kann es sich um Waschbecken, Urinale, WC-Becken, Bidets oder ähnliches handeln. Installationselemente können aber auch bereits komplett vorgefertigte Sanitärzellen sein. Diese werden im Werk vormontiert und dann mit einem Kran an die gewünschte Stelle im Gebäude gehievt.

Installationswand

auch: Installationswände

Während bei einer Vorwandinstallation die Installationen auf Mauerwerk verlegt werden, handelt es sich bei der Installationswand um eine leichte Trennwand. Aber wie bei der Vorwandinstallation auch, dient die Installationswand der Aufnahme aller erforderlichen Installationsführungen und für den Einbau von Tragkonstruktionen für Sanitärgegenstände (z.B. Hänge-WC). Eine Installationswand muss nicht allein im Badezimmer zum Einsatz kommen, auch in der Küche oder bei der Sanierung sind Installationswände eine praktische Lösung. Beim Einsatz in Feuchträumen, z.B. Duschen und Bädern, kommen spezialimprägnierte Gipsplatten zum Einsatz. Diese werden auf dem Ständerwerk montiert, das aus Holzbalken oder Metallprofilen bestehen kann.

Installationszone

auch: Installationszonen

Instandsetzungsprinzipien

Die Betoninstandsetzung erfolgt nach sogenannten "Instandsetzungsprinzipien". Diese werden in der ENV 1504 Teil 9 geregelt. Die Instandsetzungsprinzipien 1 bis 6 beziehen sich auf die Instandsetzung des Betons und auf die Bauteilverstärkung. Prinzip 1 – Schutz gegen Eindringen von Schadstoffen - Imprägnierung - Beschichtung - Lokale Bandagen über Rissen - Füllen von Rissen - Risse als Dehnfugen ausbilden - Anordnung von Vorhängekonstruktionen - Anbringen von Folien und Membranen Prinzip 2 – Kontrolle des Feuchtegehalts im Beton - Hydrophobierung - Beschichtung - Anordnung von belüfteten Vorhängekonstruktionen - Elektrochemische Verfahren Prinzip 3 – Betonersatz - Örtliche Fehlstellenbeseitigung im Handeinbau - Großflächiges Auftragen einer Betonschicht - Ersetzen ganzer Betonteile Prinzip 4 – Verstärkung - Zufügen oder Ersetzen der ursprünglich im Beton vorhandenen bzw. einer außenliegenden Bewehrung - Einkleben oder Einmörteln von zusätzlicher Bewehrung in Schlitze oder Löcher - Ankleben von Stahllaschen oder Kohlefaserlamellen - Querschnittsvergrößerungen durch Aufmörteln oder Aufbetonieren - Injektion von Rissen, Löchern, Zwischenräumen und Fehlstellen - Anordnung von zusätzlicher schlaffer oder vorgespannter Bewehrung Prinzip 5 – Steigerung der mechanischen und physikalischen Widerstandsfähigkeit Ziel: Widerstandsfähige Oberfläche gegen mechanischen oder physikalischen Angriff - Beschichtung - Imprägnierung - Mörtelauftrag oder Verschleißschichtauftrag Prinzip 6 – Verbesserung der chemischen Beständigkeit - Beschichtung - Auftragen eines Mörtels

Intarsien

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Unter Intarsien ist eine Einlegearbeit zu verstehen, bei der kleine einfarbige oder mehrfarbige Holzteile - meistens Furniere - zu einem Bildnis oder zu dekorativen Ornamenten zusammengefügt und in eine Trägerplatte eingefügt werden. Das Herstellen von Intarsien erfordert vom ausführenden Kunsttischler erhebliches Geschick. Sein Handwerk stand in den vergangenen Jahrhunderten in hoher Blüte, von der noch zahlreiche antike Möbelstücke, aber auch Wandverkleidungen Zeugnis ablegen. Auf die Restaurierung solcher Intarsienarbeiten haben sich inzwischen einige dutzend Werkstätten verlegt. Darüber hinaus arbeiten aber auch moderne Künstler an zeigemäßen Intarsienbildern. Das Foto zeigt eine 103 x 103 cm große Arbeit aus Mooreiche, Limba und Nussbaum (amerikanisch). Neben Holzplättchen bzw. Furnieren können auch Plättchen aus Messing, Silber, Perlmutt, Elfenbein oder Naturstein in die Trägerplatte eingelegt werden. Weiche Gesteine wie z. B. der Speckstein eignen sich für die Anfertigung von Intarsien in Gebrauchsgegenständen wie z.B. Boxen oder Schatullen. Intarsien werden aus Marmor oder anderen Natursteinen werden in Fußböden aus demselben Material eingelegt. Intarsienparkett findet man sowohl in alten Schlössern und Villen, als auch in Bauten unserer Zeit.

Intarsienparkett

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Intarsienparkett ist ein seit Jahrhunderten bekannter, besonders wertvoller Holzbodenbelag, bei dem Parkettstäbe und kleine Holzscheiben nach einem vorgegebenen Muster verlegt werden. Um Farbenspiel in das Intarsienparkett zu bringen, können unterschiedlich farbige Hölzer verwendet werden, die jedoch in Ihrer Härte, Holzfeuchte und Schwindverhalten weitgehend identisch sein müssen. Intarsienparkett wird nur individuell gefertigt und insbesondere in historische Bauwerke entsprechend den Originalvorlagen eingebaut. Jedoch gehört zu dem moderneren Anwendungsbereich auch die Gestaltung von Firmen-Logos als Intarsienparkett.

Integralschaum

auch: Integralschäume

siehe Schaumstoff.

intelligenter Molch

Der intelligente Molch ist ein Gerät, das wie eine Rohrpost vom Gasdruck durch eine Leitung (z.B. Erdgasleitung) bewegt wird und dabei den Zustand der Rohrleitung bezüglich Geometrie und Anomalien (Korrosion, Fabrikationsfehler, usw.) in der Rohrwand mit dem Magnetflussverfahren und Hall-Effekt-Sensoren registriert. Neben den intelligenten Molchen gibt es auch "normale" Molche.

Intensivbegrünung

auch: intensive Begrünung, Intensivbegrünungen

Unter einer Intensivbegrünung werden vor allem Dachgärten und Gründächer verstanden, die "intensiv" wie ein richtiger Ziergarten mit Stauden und kleinen Gehölzen bepflanzt sind. Da Gehölze starke Wurzeln bilden können, muss die Dachhaut noch wirksamer, als bei der Extensivbegrünung, vor einer Durchwurzelúng geschützt werden. Auch sind die Substratschichten deutlich höher anzulegen. Bei Intensivbegrünung auf dem Dach ist der Pflegeaufwand erheblich, insbesondere muss für eine dauernde Bewässerung gesorgt werden, da Sträucher und Gehölze kein Wasser speichern können.

intensive Begrünung

Intensivverdichtung

Interferenz

Interferenz ist ein Phänomen, das auftritt, wenn sich zwei oder mehr Wellen an derselben Stelle befinden und sich überlagern. Dabei können sich die Wellen gegenseitig verstärken oder auslöschen. Die Wellen können beliebiger Art sein (z.B. Schall, Licht, Materie usw.). Das Phänomen der Interferenz kann in der Natur und in der Technik vielfältig beobachtet werden: Das regenbogenfarbige Schillern von Perlen oder Perlmuttmuscheln, das farbige Schillern von Seifenblasen oder von Öl auf der Straße weisen auf das Phänomen der Interferenz bei Lichtwellen hin. Auch bei Floatglasscheiben können Interferenzen ihre Finger im Spiel haben. Diese machen sich bei bestimmten Lichtverhältnissen durch regenbogenartige Flecke, Bänder und Ringe bemerkbar, die beim Druck auf die Scheiben ihre Lage verändern. Lichttechnisch genutzt werden Interferenzeffekte beim Auftreffen von Licht auf sehr dünne Schichten, die dazu führen, dass bestimmte Frequenzbereiche reflektiert, andere aber transmittiert werden (z.B. wie bei den Kaltlichtlampen – sichtbares Licht reflektiert, infrarote Strahlung aber transmittiert). Auch Reflektoren und Filter für die Erzeugung farbigen Lichts können auf diese Weise hergestellt werden. Im Schallschutz macht man sich das Prinzip der Interferenz zunutze, um störenden Schall auszulöschen. Um das zu erreichen, ist die Erzeugung eines Signals nötig, das dem des störenden Schalls mit entgegengesetzter Polarität exakt entspricht. Erfolgreiche Anwendungen sind Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung und aktive bzw. hybride Schalldämpfer in Kanälen (Lüftung, Abgase). Man spricht in diesem Fall auch von Antischall.

Internalarm

siehe Alarmanlage.

Internalisierung

Internalisierung ist ein Begriff, der unter anderem in der Umweltpolitik verwendet wird. Er bedeutet, dass sämtliche Umweltbelastungen eines Produktes oder der Energieerzeugung bzw. die daraus entstehenden Kosten in den regulären Verkaufspreis einberechnet werden. Beispielsweise müssten im Benzinpreis anteilig die Kosten für Gesundheitsschäden, Umweltschäden (Waldsterben etc.) und Ressourcenverbrauch berücksichtigt werden. In diesem Falle lägen die Benzinpreise ein mehrfaches über den heutigen Preisen. Würden diese externen Kosten internalisiert, wäre eine Verschiebung der Wirtschaftlichkeit zugunsten umweltverträglicher Produkte die Folge.

International Organization für Standardization

siehe Iso-Normen

interne Kühllast

siehe Kühllast.

intumeszierend

Intumeszierend ist eine Bezeichnung aus dem Brandschutz. Sie bezeichnet die Wirkungsweise besonderer Materialien (z. B. Beschichtungen), die im Brandfall aufschäumen und eine "isolierende" Schutzschicht (z. B. in Form eines Hartschaums) bilden.

Inwandinstallation

Ionische Ordnung

auch: Ionischen, Ordnung

Die Ionische Ordnung ist eine Architektur-Entwicklung in der Antike (ca 570 v. Chr). Die Ionische Ordnung entspringt der griechisch – ionischen Ordnung. Merkmale: Die Ionische Säule, die wesentlich schlanker ist und sich weniger stark verjüngt als die Dorische, steht auf einer prächtig gestalteten kreisförmigen Basis mit wechselnder Folge von Wülsten (Torus) und Kehlen (Trochilus). Das Kapitell ist durch Voluten (lateinisch volvere: rollen) charakterisiert, durch eine ausgiebige Anwendung von Ornamenten und wird von einem schmalen, verzierten Abakus abgeschlossen. Es liegt ein flacher Architrav vor, der in drei abgetennte Schichten untergliedert ist.

Ipe

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Ipe ist ein aus Südamerika stammendes Ultra-Hartholz mit vergleichbaren Eigenschaften wie Cumarú. Ipe ist sehr hart und beständig. Es wird der Resistenzklasse 1 zugeordnet, so dass es meist über 25 Jahre haltbar ist. Aus Ipe werden Terrassendielen und Konstruktionshölzer hergestellt. Aber auch im Wasser-, Brücken- oder Schiffsbau wird es eingesetzt.

Irdengut

Als Irdengut werden allgemein alle keramische Baustoffe bezeichnet, die aus porösen und farbigen Scherben hergestellt werden und die unterhalb der Sintergrenze gebrannt sind. Nach der Mahlfeinheit der Rohstoffe werden dabei Grobkeramik und Feinkeramik unterschieden.

Irisierung

Unter einem irisierenden Effekt wird ein zart-farbiges schimmern und schillern verschiedener Baustoffe verstanden. Diese Wirkung ändert sich je nach Lichteinfall, Art der Lichtquelle und Stärke der Helligkeit. Eine Irisierung wird erzeugt durch bestimmte Glasuren auf Fliesen, durch Aufdampfen von Metallsalzen bei Glas und durch Lackierung mit Speziallacken.

Iroko

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Iroko ist eine Holzart, die in West- und Ostafrika, insbesondere in Kamerun, Nigeria, Togo, Elfenbeinküste, Liberia und Uganda wächst. Die Holzfarbe ist goldbraun mit einem gelblichweissen Splint. Das Holz des Iroko ist sehr hart, dicht, fest und dauerhaft. Zudem schwindet es wenig und ist witterungsfest. Es lässt sich zwar schwer hobeln und sägen, ist aber sonst normal zu bearbeiten. Das Iroko-Holz wird zumeist für Türen, Tore, Aussenbänke, Treppen, Tische und Parkett verwendet.

Irrtumsziegel

Planziegel haben ihren Namen nicht etwa deshalb, weil die Maße nach einem bestimmten Plan festgelegt worden sind, sondern weil sie oben und unten planparallel geschliffen worden sind. Dadurch liegen die Planziegel fast von selbst in einem Mauerverband und brauchen nur noch durch ein \"hauchdünnes\" Mörelbett von 1 bis 3 mm Dicke miteinander vermauert zu werden. Der Dünnbettmörtel wird nicht mit einer Kelle aufgetragen, sondern mit einem Mörtelschlitten. Ein anderes Verfahren ist, die zu vermörtelnden Seiten in die Mörtelmasse zu tauchen. Planziegel werden als Hochlochziegel hergestellt und als Hintermauerziegel verwendet.

Isoaliphate

Isoaliphate sind aus Erdöl synthetisierte Lösemittel auf Kohlenwasserstoffbasis. Manche Hersteller von Naturfarben verwenden Isoaliphate statt ätherischer Naturöle. Damit verringern sie den Anteil an aromatischen Kohlenwasserstoffen und gleichzeitig das Allergiepotential. Allerdings kann der fehlende Geruch der ätherischen Öle auch nicht vor flüchtigen Stoffen warnen.

Isolierband

auch: Isolierbänder

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Isolierband ist für Elektro-, Installations- und Reparaturarbeiten unentbehrlich. Es ist besonders robust und besitzt eine hohe Klebekraft. Zudem ist Isolierband schwer entflammbar, ozon- und abriebfest und weitgehend unempfindlich gegen Weichmacher aus der Kabelisolation. Darüber hinaus zeichnet es sich durch seine Alterungs- und Witterungsbeständigkeit aus. Isolierbänder gibt es in allen möglichen Farben. Sie sind aus einem relativ weichem Material, normalerweise aus Weich-PVC und sind stark dehnbar. Die Klebekraft ist eher gering, sie eignen sich also nicht um damit irgendwas festzukleben. Zur farblichen Kennzeichnung oder zur Beschriftung sind sie ebenfalls bestens geeignet.

Isolierdorn

auch: Isolierdorne

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Ein Isolierdorn ist ein Dämmstoffdübel aus nichtrostendem Stahlblech zur Befestigung von Dämmstoffen in Wandverkleidungen, wo nicht brennbares Material erwünscht ist. Je nach Dämmstoffdicke gibt es Isolierdorne in unterschiedlicher Länge. Er eignet sich bei ungerissenem Beton, Leichtbeton, Vollstein-Mauerwerk und Lochstein-Mauerwerk als Untergrund.

Isolierfarbe

auch: Isoliermittel, Isolierfarben

Isolierfarbe ist die im allgemeinen Sprachgebrauch des Malerhandwerks übliche Bezeichnung für spezielle Grundbeschichtungsstoffe, die schädliche Einwirkungen eines Substrates auf die nachfolgende Beschichtung verhindern oder ein Durchschlagen löslicher Stoffe unterbinden sollen. Der korrekte, genormte Begriff lautet Absperrmittel. Um Verwechslungen mit Elektroisolierstoffen oder Schall- und Wärmedämmstoffen auszuschließen, ist die ebenfalls noch gebräuchliche Bezeichnung „Isoliermittel" zu vermeiden. Es gibt lösemittelhaltige und wasserverdünnbare Absperrmittel für die verschiedensten Arten von Verunreinigungen, wobei Nikotinablagerungen und getrocknete Wasserflecken (von vorhergehenden partiellen Durchfeuchtungen) den größten Anteil ausmachen, neben Rußverschmutzungen, Teerflecken, Verfärbungen durch Holzinhaltsstoffe und Wandschmierereien mit Kugelschreibern, Filzstiften oder anderen Malmaterialien.

Isolierglas

auch: Isolierverglasung, Isoliergläser, Isolierverglasung

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Isolierglas bzw. Isolierverglasung ist eine Verglasung aus zwei (oder mehr) Scheiben, bei der die Zwischenräume zwischen den Scheiben mit Luft, Edelgas oder Gasgemischen gefüllt sind. Je nach Art der Scheibe und Art der Füllung (Edelgase Argon oder Krypton) und je nach Abstandsbreite zwischen den Scheiben kann ein Isolierglas eine niedrigere oder eine höhere Isolierwirkung erzielen. Dabei ist das Isolierglas jedoch keineswegs grundsätzlich ein Wärmeschutzglas, obwohl dies vom Nicht-Fachmann meistens so verstanden wird. Eine Isolierverglasung kann auch dem Sonnenschutz oder dem Schallschutz dienen. Mit einer Dreischeibenverglasung können U-Werte von 1,0 erreicht werden. Falls die äußere Scheibe ein Verbund-Sicherheitsglas mit Durchwurfhemmung der Sicherheitsklasse P4A ist, hat das Fenster nicht nur eine hochgradige Iselierwirkung, sondern bietet auch Schutz vor Einbruch.

Isolierglas in großen Höhen

Isolierglas verändert sich mit zunehmender Höhe und abnehmendem Außendruck - es wird bikonvex. Diese "Ausbauchung" führt zu einem Doppelscheibeneffekt, zu Glasbruchrisiko und außergewöhnlicher Belastung des Randverbundes ("Versiegelung"). Isolierverglasungen, die über 600 m Höhe eingebaut werden, sollten mit Druckausgleichsventilen ausgestattet sein, bei Höhen ab 1.200 m wird auf die Gasfüllung verzichtet.

Isoliergrund

siehe Absperrmittel.

Isolierklinker

Isolierklinker sind ein Verbund mit echten Ziegel und einer Wärmedämmung (in der Regel PUR-Hartschaum). Diese Elemente sind etwa einen Quadratmeter groß und die Riemchen sind mit der PUR-Hartschaumplatte dauerhaft verbunden. Die Platten übernehmen sowohl die Aufgabe der Fassadengestaltung als auch die Funktion einer zusätzlichen Wärmedämmung. Das System wird von zahlreichen Firmen und in den unterschiedlichsten Farben angeboten. Der Vorteil von Isolierklinker ist die einfache Montage. Die Platten werden mit Dübeln an der Wand befestigt, ein zusätzliches Fundament ist nicht notwendig. Weiterhin können Isolierklinker sowohl bei konventionellem Mauerwerk als auch bei den verschiedenen Wandkonstruktionen von Fertighäusern eingesetzt werden. Elemente für die Ecken des Hauses, für Tür- und Fensteröffnungen sowie Sturzelemente für Fenster und Türen werden individuell für jede Hauskonstruktion hergestellt.

Isoliermittel

siehe Isolierfarbe.

Isoliertapete

auch: Isolier-Tapeten, Isoliertapeten

Die Isoliertapete ist eigentlich eine Wärmedämmfolie, die aus einer dünnen Dämmlage und einer darauf kaschierten Aluminiumfolie besteht. Hinter Heizkörpern angebracht, soll die Folie die Wärme in den Raum reflektieren und so die Heizkosten senken.

Isolierteller

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Ein Isolierteller ist ein Zusatzelement für Dämmstoffdübel bzw. Isolierdorne zur Befestigung von weichen Dämmstoffen. Die Isolierteller aus Kunststoff oder nichtrostendem Edelstahl funktionieren dabei ähnlich wie Unterlegscheiben bei Schrauben. Der Dämmstoffdübel wird durch den Isolierteller durchgesteckt. Dieser vergrößert die Auflagerfläche und verteilt somit den Druck.

Isolierung

auch: Isolierungen

Von einer Isolierung wird im Baubereich sehr häufig gesprochen. Darunter wird zunächst einmal die vollflächige Isolierung von Bauteilen wie Kellerwänden verstanden, die vor dem Eindringen von Wasser isoliert werden müssen. Im Bereich der Elektrizität spricht man von Isolierung, wenn Strom führende Teile durch entsprechende Isoliermaterialien gegen Berührung geschützt sind. Häufig wird der Begriff "Isolierung" auch gleichbedeutend mit Wärmedämmung verwendet. Doch eigentlich ist das nicht korrekt.

Isolierverglastes Lamellenfenster

auch: Isolierverglaste, Lamellenfenster

Isolierverglasung

auch: Isolierverglasungen

siehe Isolierglas.

ISO-Norm

auch: Iso-Norm

ISO-Normen sind weltweit gültige, von der Internationalen Organisation für Standardisierung herausgegebene Normen, die auch Baumaterialien betreffen können. Der Begriff "iso" stammt vom griechischen Wort für "gleich" ab. Die ISO ist die wichtigste internationale Organisation für Industrienormen. Zu ihren Hauptzielen gehört die Qualitätssicherung bei Industrieprodukten (ISO-9000-Serie). Neuerdings werden auch ökologische Aspekte einbezogen (Umweltmanagement, ISO-14000-Serie).

isotherm

Das Wort isotherm bezeichnet Zustandsänderungen, die bei konstanter Temperatur ablaufen. Beim Erhärten von Beton wird beispielsweise untersucht, ob die Hydratation isotherm abläuft.

Isothiazolinone

Moderne umweltverträgliche Lacke und Farben sind grösstenteils lösemittelfrei oder lösemittelarm. In ihnen sind die herkömmlichen organischen Lösemittel ( flüchtige, organische Stoffe, auch VOC genannt ) weitgehend durch Wasser ersetzt worden. Wasserbasierende Produkte müssen zur Verhinderung von Verschimmelung oder Kontaminierung mit Bakterien oder Hefen konserviert werden ( sog. Topfkonservierung ). Isothiazolinone sind Konservierungsmittel und in dieser Funktion eine Alternative zum früher oft verwendeten und umstrittenen Formaldehyd. Isothiazolinone werden aus frisch aufgebrachten Farbanstrichen in die Luft abgegeben. Dank rascher Verdunstung sowie der Zersetzung der Isothiazolinone im Kontakt mit der Luft, nimmt die Konzentration in der Raumluft jedoch schnell ab.

Isotropie

Isotropie ist die Besonderheit eines geologischen oder technischen Körpers oder Stoffes bezüglich bestimmter Eigenschaften (z.B. Festigkeit, Verformbarkeit, Durchlässigkeit) in allen Richtungen die gleiche Intensität zu zeigen. In der Physik bezeichnet eine isotrope Strahlung ist in der Regel eine solche Strahlung, die in alle Richtungen des 3-dimensionalen Raumes gleichmäßig abgestrahlt wird.

Istabmaß

Das Istabmaß spielt im Baubereich bei den Maßtoleranzen eine Rolle. Es bezeichnet die Differenz zwischen Nennmaß und Istmaß. Das Istabmaß kann sowohl negative als auch positive Werte annehmen.

Istmaß

Das Istmaß spielt im Baubereich im Zusammenhang mit den Maßtoleranzen eines Bauwerks eine Rolle. Es bezeichnet das durch Messung festgestellte Maß eines Bauteils.

Itaúba

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Itaúba ist ein südamerikanisches Hartholz mit sehr großen Festigkeitswerten. Verwendung findet es Konstruktionsholz im Innen- und Außenbau für mechanisch und biologisch hoch beanspruchte Anwendungen, an die keine hohen Anforderungen bezüglich Maßhaltigkeit gestellt werden, z.B. Schwellen, Brückenbau, Lärm- und Sichtschutzwände, Zaunanlagen, Parkbänke. Nach sorgfältiger Sortierung und Trocknung auch als Vollholzparkett. Als Gartenholz wird es als Ersatz für Bangkirai mit einigen Vorteilen eingesetzt. Es verzieht/verdreht sich weniger als Bangkirai, lässt sich gut verarbeiten und blutet weniger aus. Itaúba wird in Resistenzklasse 1 eingestuft und ist damit länger haltbar als Bangkirai.

Izombe

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Izombe ist ein zentralafrikanisches Laubholz. Das Kernholz ist orange bis grau, das Splintholz setzt sich nur wenig von dem Kernholz ab. Die Struktur ist fein mit ein sehr geraden Maserung. Izombe trocknet leicht und verändert sich hierbei nur wenig. Das Kernholz ist hochgradig ausdauernd, witterungsresistent und sehr beständig gegen Insekten. Anwendungsbereiche sind Brücken, Drechseln, Furnierholz, Möbel, Parkett, Profilleisten, Schiffsbau, Skulpturen und Treppen.