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Alles zum Thema "H"

Haarkalkmörtel

Haarkalkmörtel ist ein mit Tierhaaren (vorzugsweise Rinderhaaren) versetzter Kalkmörtel. Er wird in der Altbausanierung dazu eingesetzt, erhebliche Putzgrundvertiefungen bzw. Altrisse gegebenenfalls auszugleichen. Die Haare dienen dabei als Armierung, die das Reißen des Putzes und des Mörtels verhindern sollen.

Haarriss

auch: Haarrisse

Feine Risse, die mit dem bloßen Auge kaum sichtbar sind. Sie können in Putz, Anstrich, Keramik, Holz oder Beton auftreten. Meist sind sie ungefährlich und oft auch unvermeidlich. Sie treten durch Austrocknung, Schwinden oder Beanspruchung auf. Werden die Risse allerdings zu groß, muss etwas gegen sie unternommen werden. Zum Schließen und Überbrücken von Rissen in Putz oder Beton gibt es beispielsweise spezielle Spachtelmassen. Risse lassen sich aber auch zuschlämmen oder mit Injektionen schließen. Haarrisse in Fassadenbeschichtungen können dazu führen, dass die Farbe groflächig abblättert.

Haarröhrchenkraft

siehe Kapillarkraft.

Hackberry

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Dieser Laubbaum ist im Osten der USA verbreitet und gehört zur Elm-Familie. Der Unterschied zwischen Kern und Splint ist gering: beide sind gelbgrau bis hellbraun mit gelben Streifen. Hackberry ist sehr anfällig für Bläue vor und nach der technischen Trocknung. Das Holz ist gut zu hobeln und zu drechseln. Nägel und Schrauben hält es mittelgut und beizen bzw. polieren läßt es sich befriedigend. Hackberry hat eine recht hohe Schwindung und kann anfällig für Verformungen in der Verarbeitung sein. Das mäßig hart und schwere Holz wird vor allem für Möbel und Küchenschränke, Tischlerarbeiten, Türen und Leisten verwendet. Als Thermoholz behandelt, nimmt Hackberry eine dunkelbraune Färbung an und eignet sich dann auch sehr gut für den Außenbereich, zum Beispiel für den Bau von Holzterrassen.

Hacke

auch: Hacken

Unter Hacke wird ein Gartengerät verstanden, mit dem das Erdreich aufgebrochen ("gehackt") wird. Die Hacke ist gleichsam ein archaisches Instrument, das die Menschen/Bauern seit Jahrtausenden und auch heute noch in Entwicklungsländern bei der Feldarbeit benutzen. Hacke ist aber auch der österreichische Begriff für Beil oder Axt - je nach Wortzusammensetzung. Das deutsche Zimmermannsbeil ist in Österreich die Zimmermannshacke und die deutsche Spaltaxt ist in Österreich die Kliebhacke.

Hackschnitzel

Als Hackschnitzel werden zerkleinerte Holzstückchen mit einer Größe von 10 mm bis 50 mm verstanden, die zur energetischen Nutzung bestimmt sind. Hackschnitzel aus Biomasse sind eines der am weitesten verbreiteten Brennstoffe für Feuerungsanlagen zur Nutzung regenerativer Energien. Hackschnitzel werden aus den verschiedensten Holzarten bzw. aus Industrie-Restholz oder Recyclingholz produziert (z.B. unbehandeltes Altholz, Kappholz). Sie werden nach Größe, Feuchtegehalt, Feinanteil und Herkunft unterschieden. Heute gibt es bereits Feuerungen für jede Art von Hackschnitzeln. Im gewerblichen Bereich kommen meistens große Anlagen (bis zu mehreren MW Leistung) zum Einsatz. Oft wird hiermit nicht nur Wärme, sondern auch Strom erzeugt. Für den privaten Bereich gibt es automatische Anlagen mit einer Leistung von 25 - 100 kW zum Beheizen von Einfamilienhäusern und ganzen Wohnanlagen.

Häcksler

auch: Schlaghäcksler, Leisehäcksler

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Mit einem Häcksler werden Gartenabfälle aller Art, insbesondere jedoch Schnittgut von Ästen, Sträuchern und Hecken zerkleinert. Dabei unterscheidet man Schlaghäcksler und Leisehäcksler. Beim Schlaghäcksler wird alles, was in die Einführungsöffnung der Maschine passt mit einer schnell rotierenden Schlagmesserscheibe zerkleinert. Der Schlaghäcksler ist sehr laut, sowohl bei der Arbeit als auch im Leerlauf. Leisehäcksler sind besonders für Schnittgut von Bäumen und Sträuchern geeignet. Eine langsam laufende Messerwalze oder Quetschschnecke zieht das Schnittgut automatisch ein und zerkleinert es nahezu geräuschlos. Das Häckselmaterial ist ideal für die Kompostierung vorbereitet. Der Häcksler ist ein sehr gefährliches Werkzeug, das keinen Unterschied zwischen Holz und Gliedmaßen macht. Daher ist beim Umgang mit dem Häcksler besondere Vorsicht geboten.

Hafner

Was im deutschsprachigen Raum weitgehend als Ofensetzer bezeichnet wird, ist in Österreich der Hafner. Den Begriff kennt man allerdings auch im süddeutschen Raum, speziell in Bayern. Der seit Jahrhunderten bekannte Handwerksberuf leitet sich ab vom handwerklichen Hersteller eines "Hafens", nämlich einer aus Ton geformten und gebrannten Schüssel. Der Nachthafen ist demnach kein Hafen am Meer, sondern ein Nachttopf. Der Hafner oder Ofensetzer baut Kachelöfen und umkleidet diese mit Kacheln, die er nur noch in Einzelfällen selbst formt und brennt. Hafner verkaufen auch Kaminöfen und stellen diese auf.

Haftblech

auch: Haftbleche

andere Bezeichnung für Hafte.

Haftbrücke

auch: Betonhaftbrücke, Haftbrücken

Haftbrücken dienen zur Haftvermittlung zwischen glatten und/oder schwach saugenden Untergründen (insbesondere Beton) und einem Gipsputz oder gipshaltigen Putz und tragen zur Haftung des Putzes am Untergrund bei. Nur bei Betonflächen, die mit ungehobelten/sägerauen Brettern geschalt wurden und eine ausreichende Saugfähigkeit aufweisen, kann auf eine Haftbrücke verzichtet werden. Haftbrücken bestehen hauptsächlich aus alkalibeständigen Dispersionen und anorganischen Zuschlagsstoffen, wie z.B. Sand, Quarzmehl, Steinmehl u.ä.

Hafte

auch: Haftstreifen

Hafte sind Blechverbinder, die der indirekten Befestigung von Metalldeckungen sowie von Abdeckungen, Kehlen, An- und Abschlüssen aus Metall dienen, um die materialspezifischen Temperaturdehnungen zu ermöglichen. Man unterscheidet Fest- und Schiebehafte und hierbei wird wieder unterteilt in Zahnhaft, Plattenhaft oder Federhaft.

Haftemulsion

Eine Haftemulsion ist eine Grundierung für stark saugende Untergründe. Sie wird beispielsweise beim Einsatz von Grundputzen auf Porenbeton-Mauerwerk verwendet.

Haftfixierung

Eine Haftfixierung ist ein wasserlöslicher Kleber für eine Befestigung von Teppichboden mit Schaumstoffrücken. Gegenüber einer festen Verklebung hat die Haftfixierung folgende Vorteile: Sie ist umweltfreundlich, lösungsmittelfrei und leicht zu verarbeiten. Zudem kann der Teppichboden problemlos ausgetauscht werden. Eine Haftfixierung ist in erster Linie für Wohnbereiche empfehlenswert.

Haftgrund

auch: Haftgründe

Der Haftgrund gehört mit den den Primern und unterscheidet sich vom Tiefgrund dadurch, dass er bei nicht saugfähigen Untergründen wie Beton oder Gussasphalt eingesetzt wird. Die Haftgrundgemische dringen nur begrenzt in die Oberfläche des Untergrundes ein und werden in der Regel im Nass-in-Nass-Verfahren mit mineralischen Produkten wie z. B. selbstverlaufender Spachtelmasse eingesetzt.

Haftleiste

auch: Haftleisten

andere Bezeichnung für Hafte.

Haftnagel

auch: Haftnägel

Ein Haftnagel ist ein Nagel mit Rillen und Zacken. Stabile Verbindungen auch zwischen schweren Balken stellt man mit Holzverbindern aus Metall und Nagelblechen her. Dazu verwendet man Haftnägel, die sich fast wie Schrauben in das Holz "graben".

Haftprimer

siehe Haftgrund

Haftputz

auch: Haftputze

Haftputze zeichnen sich durch eine besonders gute Haftfähigkeit auf schwierigen Untergründen aus. Man unterscheidet Gips-, Gips-Kalk- und Kalk-Zement-Putze. Gips- und Gips-Kalk-Putze werden im Innenbereich auf Wand- und Deckenflächen verwendet. Darüber hinaus gibt es noch spezielle Gipsputze für stark saugende Untergründe wie Porenbeton. Haftputze auf Kalk-Zement-Basis können im Innen- und Außenbereich auf Wand- und Deckenflächen verwendet werden. Haftputze werden häufig durch Filzen auf den Untergrund aufgetragen.

Haftputzgips

auch: Haftputzgipse

Haftputzgips ist ein Baugips mit werkseitig beigegebenen Zusätzen, der vorzugsweise für das Herstellen einlagiger Innenputze verwendet wird. Dem Haftputzgips sind Stellmittel zugesetzt, Füllstoffe wie Sand oder Perlite dürfen zugesetzt sein.

Haftreibwert

auch: Haftreibwerte

Haftspannung

auch: Haftspannungen

Die Haftspannung tritt an verschiedenen Stellen auf. Bei Flüssigkeiten sorgt die Haftspannung dafür, diese an Gefäßwänden immer etwas höher oder tiefer steht, als dies bei einem freien Flüssigkeitsspiegel der Fall ist. Der Grund liegt an den unterschiedlichen molekularen Anziehungskräften zwischen Flüssigkeit und festem Körper. Auch beim Stahlbeton ist eine Haftspannung zu finden. Sie tritt als Schubspannung an der Oberfläche des Stahls auf, der in Beton gebettet wird.

Haftstreifen

siehe Hafte.

Haftvermittler

Stoffe, die zur Verbesserung der Haftfestigkeit miteinander kombinierter Werkstoffe (z. B. Beschichtungen auf verschiedenen Untergründen) führen. Als Haftvermittler kommen anorganische Verbindungen wie Phosphat- oder Chromat-Schichten oder organische Verbindungen zum Einsatz, z. B. organofunktionelle Silane, Titanate, Zirkoniumaluminate und modifizierte Polyamidharze.

Haftwasser

Als Haftwasser wird derjenige Anteil des Wassers im Boden bezeichnet, der durch den Boden festgehalten wird, d.h. nicht nach unten versickert. Haftwasser setzt sich aus Adsorptionswasser und Kapillarwasser zusammen. Zwischen Adsorptions- und Kapillarwasser gibt es fließende Übergänge. Die maximale Menge an Haftwasser, die ein Boden speichern kann, nennt man auch Feldkapazität. Je feiner also die Bodenstruktur ist, desto höher ist seine Feldkapazität (Ton > Schluff > Sand). Ton besitzt also wesentlich mehr Haftwasser als Sand. Wird die Feldkapazität überschritten, versickert das zusätzliche Wasser.

Hagelwiderstandsklasse

auch: Hagelwiderstandsklassen

Es kann vorkommen, dass taubeneiergroße Hagelkörner vom Himmel fallen. Das sind dann aufgrund der Fallhöhe wahre Geschosse, die mit 20 oder 30 m in der Sekunde auf die Dächer prasseln. Hagelschäden haben nicht nur ganze Ernten vernichtet, sondern auch verglaste Treibhäuser und die eine oder andere Dacheindeckung - ob Dachziegel, Dachsteine oder Glasdach. Aus diesem Grund sind die Materialien, die dem Eindecken eines Dachs dienen, in Hagelwiderstandsklassen eingeteilt. Diese werden in bestimmten Prüfverfahren ermittelt, wobei bei der HW 1 (Hagelwiderstandsklasse 1) das Material bei Aufprall eines Korns von 10 mm Durchmesser noch schadensfrei bleibt, bei 20 mm oder mehr aber beschädigt wird. Materialen mit den Klassen HW 4 oder HW 5 hingegen sind so hergestellt, dass sie auch größere Hagelkörner verkraften

Hahn

siehe sanitärarmatur.

Hahnbalken

siehe Hahnenbalken.

Hahnenbalken

auch: Hahnbalken, Hainbalken, Haynbalken, Spitzbalken, Katzenbalken

Hahnen- bzw. Hahnbalken ist die Bezeichnung für den obersten horizontal liegenden Querriegel im Kehlbalkendach. Er bildet die horizontale Queraussteifung innerhalb der Sparrengebinde. Die Kehlbalken und die Hahnenbalken stützen die Sparren gegeneinander ab und sind in diese eingezapft. Er wird auch als Hainbalken, Haynbalken oder Spitzbalken bezeichnet. Da die Katze auf diesem Balken durch das Dach laufen kann, wird er mitunter auch Katzenbalken genannt.

Hainbalken

siehe Hahnenbalken.

Hainbuche

auch: Hainbuchen

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Die Hain- oder Weißbuche ist das schwerste sowie härteste einheimische Holz. Das Holz ist über den ganzen Querschnitt gelblichweiß bis hellgrau und bei starkem Licht vergilbend, alte Stämme sind im Innern oft unregelmäßig bräunlich. Aufgrund eines überdurchschnittlich hohen Abnutzungswiederstandes wird die Hainbuche überwiegend als Vollholz in kleinen Abmessungen dort eingesetzt, wo hohe Festigkeitseigenschaften und eine dichte Oberfläche erforderlich sind: für gefräste, gedrechselte oder geschnitzte Möbelteile, Hocker, Stühle, Teile von Musikinstrumenten, wie Piano- und Klaviermechaniken, Hämmer, Hobelkästen und Hobelsohlen.

Haken

auch: Winkelhaken

Die Bewehrung muss eine genügende Verankerungslänge haben, so dass ihre Kräfte in den Mörtel oder Füllbeton eingeleitet werden und eine Längsrißbildung oder ein Abplatzen des Mauerwerks ausgeschlossen sind. Um die Verankerungslänge zu verkürzen, kann das Stabende des Betonstahls zu einem Haken,Winkelhaken oder einer Schlaufe umgebogen werden.

Hakenblatt

auch: gerades Hakenblatt, schräges Hakenblatt, verdecktes Hakenblatt, Hakenblätter

Das Hakenblatt ist eine traditionelle Art der Holzverbindung, das zur Übertragung von Zugkräften geeignet ist. Hakenblätter werden mit oder ohne Doppelkeile ausgeführt. Mit den Keilen kann die Verbindung kraftschlüssig nachgespannt werden und es werden dadurch kleinere Ungenauigkeiten bei der Ausarbeitung ausgeglichen. Man unterscheidet gerade, schräge und verdeckte Hakenblätter. Das gerade Hakenblatt wurde hauptsächlich zum Übertragen größerer Zugkräfte verwendet. Da der Holzquerschnitt stark geschwächt wird, wird diese Verbindung kaum mehr verwendet. Das schräge Hakenblatt kann im Gegensatz zum geraden Hakenblatt auch zur Übertragung von größeren Querkräften verwendet werden. Das verborgene oder verdeckte Hakenblatt ist eine seltene Sonderform. Hier werden keine Keile verwendet. Eine waagrechte, dreieckige Fläche bildet den Haken.

Hakenfallenschloss

auch: Hakenfallenschlösser

Das Hakenfallenschloss wird wie das Einsteckschloss durch Stemmen oder Fräsen einer Tasche eingelassen. Anstatt Riegel und Falle besitzt das Schloss allerdings einen Hakenriegel, der sich auf und ab bewegen läßt. Das Hakenfallenschloss eignet sich zum wirkunsvollen Verschluss von Schiebetoren und Schiebetüren. Beim Schließen der Tür hakt das Schloss ein. Zum Öffnen des Tores muss der Haken dann angehoben werden.

Hakenhaus

auch: Hakenhäuser

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Das Hakenhaus ist in seiner Grundrißgestaltung dem Reihenbungalow verwandt, allerdings sind Hakenhäuser zweigeschossig. Die Bauweise stammt aus dem mährischen Donauraum bzw. dem Weinviertel. Beim Hakenhaus, oft auch "Hakenhof" bezeichnet, sind die Häuser wie Reihenhäuser aneinander gebaut, während zur Gartenseite hin ein Anbau erfolgt ist, wodurch der Grundriß einem Haken oder "L" ähnelt. In früheren Jahren wurden die Grünflächen landwirtschaftlich bearbeitet, die Anbauten wurden als Stallungen und Scheunen genutzt. Diese verdichtete Bebauung garantiert eine gewisse Intimität, da die Anbauten zum Nachbarn hin keine rückwärtigen Fenster hatten. Alte Hakenhäuser sind heute sehr beliebt. Aus den Anbauten sind Ferienwohnungen oder Ateliers entstanden. Es gibt auch wieder Massivhaus- oder Fertighausbauer, die moderne Hakenhäuser bauen.

Hakenhof

siehe Bauernhöfe

Hakenklinge

auch: Hakenklingen

Hakenklingen sind die hakenförmigen Klingen, wie sie vor allem in Teppichmessern zu finden sind.

Hakenkopfschraube

auch: Hakenkopfschrauben

Hakenkopfschrauben haben, wie der Name schon sagt, Haken und zwar jeweils zwei, mit denen sich die Schrauben nach einer 90°-Drehung in Profilschenkel von Ankerschienen oder Montageschienen einhängen.

Hakenschlüssel

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Hakenschlüssel werden für Nutmutter oder Kreuzlochmuttern benötigt. Für Nutmuttern ist der Hakenschlüssel mit einer Nase versehen, für Kreuzlochmuttern besitzen sie einen Zapfen. Sie werden sowohl als feststehende Schlüssel verkauft, die dann nur für einen bestimmten Durchmesser der Mutter passen oder als beweglicher Schlüssel.

Hakenschraube

auch: Hakenschraube

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Hakenschrauben besitzen einen Schraubkopf in Form einer halbgeöffneten Öse. Sie sind aus Stahl überall im Haushalt, in Werkstätten und immer dort im Einsatz, wo etwas befestigt werden muss - zum Beispiel eine Wäscheleine, eine Deckenleuchte oder ein Ölgemälde, welches rückseitig ein Drahtseil als Hängevorrichtung aufweist. Je nach Größe der Öse können an Hakenschrauben auch Elektrokabel, Gießkannen und dergleichen aufgehängt werden. Üblicherweise verfügen die Schrauben über ein Steigungsgewinde und können unkompliziert und per Hand in Holz oder in einen Dübel eingedreht werden. Hakenschrauben, die ein metrisches Gewinde haben, kommen im Metallbau zum Einsatz und werden durch Muttern befestigt.

Hakenschraubendreher

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Hakenförmige Schrauben und Ringschrauben lassen sich mit einem "normalen" Schraubendreher nicht in die Wand drehen. Als Alternative zur Zange gibt es Hakenschraubendreher, mit denen das Schrauben mühelos geht. Dazu ist der vordere Teil des Hakenschraubendrehers so ausgebildet, dass er den Haken oder den Ring der Schraube aufnehmen kann. Der T-Griff erleichtert die Arbeit zusätzlich.

Hakenstein

Hakenziegel

Halber Riss

Beim halben Riss wird das Sägen, Stemmen, Fräsen oder Hobeln so genau ausgeführt, dass vom aufgezeichneten Riss nur noch die Hälfte stehenbleibt.

Halber Wilder Mann

siehe Wilder Mann.

halbe Windelbodendecke

auch: halbe, Windelbodendecken

Halbfertigteildecke

auch: Halbfertigteildecken

Halbfertigteildecken sind teilweise vorgefertigte Decken, die aus einer mindestens 4 cm dicken Fertigplatte und einer statisch mitwirkenden Schicht aus §13Ortbeton%) bestehen. Die Fertigplatten werden meist im Fertigteilwerk in der erforderlichen Länge und mit einer Breite bis zu 2,50 m hergestellt. Sie enthalten bereits ganz oder teilweise die untere Tragbewehrung sowie die Verbundbewehrung. Vor Ort wird die obere Bewehrung sowie die Eckbewehrung verlegt und anschließend der Ortbeton in der erforderlichen Dicke eingebracht. Bei einer Halbfertigteildecke kann die Schalung entfallen. Es ist lediglich eine Deckenabstützung notwendig.

Halbgarnitur

auch: Halbgarnituren

Eine Halbgarnitur ist eine halbe Drückergarnitur, die einseitig an der Tür befestigt wird. Sie besteht aus dem Türdrückerstiftteil oder dem Türdrückerlochteil, dem Innenschild bzw. Türrosetten, dem Türdrückerstift (nicht bei Verwendung eines Türdrückerstiftteils und den Befestigungsmitteln.

halbgestemmte Treppe

auch: halbgestemmte, Treppen, halbgestemmten, Treppe

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Die am häufigsten hergestellte Wangentreppe ist die halbgestemmte Treppe. Die Form der Ausfräsung entspricht dem Querschnitt der dazugehörigen Trittstufe. Setzstufen wie bei der gestemmten Treppe sind nicht vorhanden. Die halbgestemmte Treppe eignet sich für gerade und gewendelte Treppen, während eingeschnittene Treppen und eingeschobene Treppen nur mit geradem Lauf ausgeführt werden können.

halbgewendelte Treppen

Halbholz

auch: Halbhölzer

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Stammholz wird im Sägewerk zu Kanthölzern und Balken verarbeitet. Dabei unterscheidet man verschiedene Schnittarten. Eine Schnittart neben Ganzholz und Kreuzholz ist Halbholz. Hier werden aus einem Stamm zwei Kanthölzer bzw. Balken geschnitten. Der Schnitt erfolgt durch die Markröhre des Baumstammes. Man spricht in diesem Fall auch von kerngetrenntem Holz.

Halbmesserschnitt

auch: Halbmesserschnitte

halboffene Systeme

auch: halb-offene, Systeme

Im Bauwesen spricht man von halboffenen Systemen, wenn genau definierte Produkte bestimmter Hersteller mit frei wählbaren Komponenten kombiniert werden. Diese genau definierten Produkte weisen im Regelfall Eigenschaften auf, die über der jeweiligen DIN-Norm liegen. Siehe dazu auch die Lexikon-Einträge offene Systeme und geschlossene Systeme.

Halböl

auch: Halböle

Halböl bestand ehemals aus gleichen Teilen Leinölfirnis und Balsamterpentinöl. Heute werden auch andere ölverdünnende Lösemittel eingesetzt, insbesondere von herkömmlichen Farbenher­stellern. Es dient der Grundbehandlung von Oberflächen, da es durch den Lösemittelanteil besonders gut einzieht und eine größere Strapazierfähigkeit der Oberfläche erzeugt. Bei der Anwendung belasten die verdunstenden Lösemittel die Raumluft.

Halbpalisade

auch: Halbpalisaden

Holzpalisade, die senkrecht mittig durchsägt wurde und die dadurch eine flache und eine halbrunde Seite aufweist. Dadurch eignen sich Halbpalisaden für den Zaunbau wie für das Zusammenfügen zu Beetrollis.

Halbpodest

auch: Viertelpodest, Halbpodeste

Als Halbpodest bezeichnet der Fachmann den Podest zwischen zwei Treppenläufen. Genauer gesagt wird der Podest einer U-Treppe so bezeichnet. U-Treppe bedeutet, dass die beiden Treppenläufe genau entgegengesetzt sind. Der Halbpodest verbindet dann beide Treppenläufe miteinander und besitzt selbst keine Stufen. Sind zwei Treppenläufe in einem 90-Grad-Winkel miteinander verbunden, wird der Podest dazwischen als Viertelpodest bezeichnet.

Halbriftschnitt

auch: Halbriftschnitte

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In einem Sägewerk werden aus einem Baumstamm Bretter und Bohlen geschnitten. Dies geschieht auf unterschiedliche Art und Weise - eine Möglichkeit ist der Halbriftschnitt. Holz im Halbriftschnitt gesägt besitzt überwiegend stehende Jahresringe. Dies ist von Vorteil, da das Holz dann nicht so sehr arbeitet. Noch weniger arbeiten Hölzer, die im Spiegelschnitt gesägt wurden.

halbringporig

Als halbringporig werden Hölzer bezeichnet, deren Gefäßwachstum nur im Frühjahr oder Herbst stattfindet. Damit nehmen sie eine Zwischenstellung zwischen ringporig und zerstreutporig ein. Halbringporig sind beispielsweise die Holzarten Kirschbaum oder Nussbaum.

Halbrundfeile

auch: Halbrundfeilen

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Die Halbrundfeile ist sozusagen der feinere Bruder der Halbrundraspel, beide werden eingesetzt zur Bearbeitung konkaver oder konvexer Oberflächen, wobei mit der flachen Rückseite auch flache Oberflächen gefeilt werden können. Je nach Anzahl der Hiebe und dem Einsatzzweck, der bei Halbrundfeilen vorwiegend in der Metallbearbeitung liegt, weisen Halbrundfeilen Einhiebe und Kreuzhiebe auf, wobei die flachen Rückseiten meistens eine Zahnung nach Einhieben erhalten.

Halbrundholz

auch: Halbrundhölzer

wie der Name schon sagt, sind darunter halbrund gefräste Hölzer zu verstehen - meistens Zaunlatten.

Halbrundkopfschraube

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Schraube, die wegen der Wölbung ihres Schraubenkopfes besonders bei gelegentlichen Heimwerkern beliebt ist, da die Schraubendreher im einfachen Schlitzantrieb oder im Kreuzschlitzantrieb guten Halt finden. Halbrundkopfschrauben werden vor allem als Montageschrauben eingesetzt, und zwar hauptsächlich an Stellen, die verdeckt sind. Das Material der Schrauben besteht hauptsächlich aus Stahl, es werden aber auch Halbrundkopfschrauben aus Aluminium hergestellt.

Halbrundnieten

Halbrundnieten sind Nieten mit einem halbrunden Kopf, wobei der Kopf unterschiedlich groß sein kann.

Halbrundraspel

auch: Halbrundraspeln

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Raspel mit halbrundem Querschnitt. Sie wird zur Bearbeitung von Holz, Sperrholz, Bauplatten, Kunststoffen und anderen weichen Werkstoffen verwendet. Es gibt Halbrundraspeln mit unterschiedlichem Hieb.

Halbsäule

auch: Halbsäulen

Eine Halbsäule ist nicht etwa eine in der Höhe halbierte Säule, die als dekoratives Bauteil irgendwo aufgebaut wurde, sondern eine Säule, die an eine Mauer angebaut wurde und zur Hälfte im Mauerwerk verschwindet. Solche Halbsäulen kennt jedermann, der sich in alten Kirchen die Gewölbe ansieht. Hier haben Halbsäulen auch eine statische Bedeutung. Andererseits wurden in der Antike und im romanischen Zeitalter auch Halbsäulen nur zur Gliederung von Fassaden verwendet. Halbsäulen aus Spezialbeton werden auch heute noch von Firmen hergestellt, die sich in der Fertigung auf dekorative Bauelemente eingerichtet haben.

Halbsäulenkapitell

auch: Halbsäulenkapitelle

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Ein Halbsäulenschaft wird am oberen Teil "gekrönt" durch ein Halbsäulenkapitell. Vereinfacht dargestellt, ist ein solches Bauteil eine Hälfte eines Kapitells. Man findet Halbsäulenkapitelle an den Fassaden von Schlössern und hochherschaftlichen Bürgerhäusern vergangener Epochen. Spezialbetriebe stellen solche Kapitelle auch heute noch für Restaurierungsarbeiten an Denkmal geschützten Objekten her.

Halbsäulenschaft

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Halbsäulenschäfte dienten und dienen entweder rein dekorativen Zwecken, um als Bestandteil des Fassadenstucks die Fassade eines historischen Bauwerks zu veredeln. Oder aber sie werden heute bei der Restaurierung von Schlössen und ähnlichen Bauwerken eingebaut, um T-Träger, Dachabläufe und ähnliche Bauelemente zu kaschieren.

Halbschale

auch: Drittelschale, Halbschalen

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Halb- bzw. Drittelschalen sind kreisförmig ausgeformte, oben offene Schalen aus Beton. Sie werden zum Beispiel als Entwässerungssystem in Einschnittbereichen (z.B. an Dämmen) eingesetzt.

Halbschlichtfeile

auch: Halbschlichtfeilen

Halbschlichtfeilen ist die Bezeichnung für Feilen mit der (%Hiebnummer(% 2. Halbschlichtfeilen liegen damit zwischen Bastardfeilen mit der Hiebnummer 1 und Schlichfeilen mit der Hiebnummer 3.

Halbstabfräser

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Fräser für eine Oberfräse. Halbstabfräser eignen sich zum Verzieren von Plattenkanten, zur dekorativen Frontgestaltung von falschen Füllungen. Häufige Anwendungen ergeben sich beim Abrunden von Kanten an Fensterrahmen, Schränken, Tischplatten, Regalen und Kamineinfassungen.

Halbtonnendach

auch: Halbtonnendächer

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Halbtonnendächer werden in der modernen, international orientierten und experimentierfreudigen Architektur gebaut, um versetzte Baukörper zu akzentuieren oder Dachlandschaften aufzulockern.

Halbtonnengewölbe

siehe Gewölbe.

halbtrockenes Holz

auch: halbtrockene, Hölzer

Holz mit einem mittleren Feuchtegehalt von höchstens 30%, bei Querschnitten von über 200cm² von höchstens 35% (siehe auch Trockenes Holz und Frisches Holz).

Halbtür

auch: Halbtüren

siehe Klöntür.

Halbwalmdach

auch: Halbwalmdächer

Halbzeug

auch: Halbzeuge

Halbzeug ist der Oberbegriff für vorgefertigte Rohmaterialformen wie beispielsweise Bleche, Stangen, Rohre oder Stahlprofile. In der Metallverarbeitung stellen Halbzeuge die mit Abstand verbreitetste Lieferform für Rohmaterialien aus Metall und Kunststoff dar. Man unterscheidet über 1000 Halbzeugarten, die jeweils in Material- und Oberflächenqualität, Form und Abmessungen sowie deren Toleranzen genormt sind. Typisch für Halbzeuge ist, dass sie in aller Regel nicht in der ursprünglichen Abmessung bzw. Größe Verwendung finden. Meist besteht der erste Verarbeitungsschritt in einem Zuschnitt, bei dem durch ein geeignetes Trennverfahren (z.B. Sägen) der benötigte Materialabschnitt abgetrennt wird.

Halbziegel

Halbziegel kommen sowohl bei Dachziegeln als auch bei Mauerziegeln zum Einsatz. Auf dem Dach wird der schmalere Halbziegel notwendig, um eine Dachdeckung im Verband zu ermöglichen. Hierbei wird die Ziegelfläche in jeder zweiten Reihe mit einem schmaleren Ziegel überbrückt. Als Mauerziegel ist der Halbziegel genau halb so lang wie ein Normalziegel. Auch hier wird er notwendig, damit ein Verband entsteht.

Halbzylinder

Halfenschiene

auch: Halfenschienen

siehe Ankerschiene.

Hallenbinder

Hallenbinder sind hallenüberspannende Binder, die als Fachwerkbinder, Leimbinder oder Nagelbinder ausgeführt sein können. Hallenbinder müssen große Kräfte aufnehmen können und müssen daher entsprechend groß dimensioniert sein.

Hallenheizung

Als Hallenheizung werden alle Heizsysteme für Industrie-, Gewerbe- oder Sporthallen bezeichnet. Meist sind das die verschiedenen Arten von Deckenheizungen.

Hallradius

siehe Direktschall.

Halogene

auch: Halogen

Die Elemente der 7. Hauptgruppe des Periodensystems (Fluor, Chlor, Brom, Iod und Astat) nennt man Halogene. Der Name kommt von den griechischen Worten „hals” (Salz) und „gennan” (erzeugen), bedeutet also Salzbildner. Verbindungen zwischen Halogenen und Metallen sind immer Salze. Einsatz finden Halogene zum Beispiel bei der Halogen-Glühlampe.

Halogen-Glühlampe

auch: Halogen-Glühlampen, Halogenglühlampen

Halogenlampen haben durch den Zusatz von Halogenen eine bessere Lichtausbeute und höhere Lebensdauer als herkömmliche Glühlampen. Dass Halogenlampen immer beliebter werden, liegt aber auch an den kleinen Abmessungen und der Lampenvielfalt - angefangen beim Punktstrahler bis hin zum Wandfluter. Halogenlampen zaubern zudem durch das Spiel der Spektralfarben in den Reflektoren faszinierende Effekte auf die beleuchteten Objekte. Man unterscheidet Hochvolthalogenlampen und Niedervolthalogenlampen.

Halogenlampe

auch: Halogenlampen

Halsverbindung

auch: Halsverbindungen

siehe Einhälsung.

Haltekrampe

siehe Krampe.

Haltestrümpfe

auch: Haltestrumpf

Hamam

siehe türkisches Bad.

Hamburger Elbziegel

siehe Elbziegel.

Hamburger Putzkelle

auch: Hamburger, Putzkellen

Hammer

auch: Hämmer

Der Hammer ist ein universell einsetzbares Werkzeug. Seine grundlegende Funktion besteht darin, zu schlagen, zu nageln und im Falle eines Zimmermannshammers auch darin, Nägel herauszuziehen. Es gibt sehr viele unterschiedliche Hämmer wie Handfäustel, Vorschlaghammer, Fliesenlegerhammer, Beilhammer, Schindelhammer, Latthammer, Gummihammer, Schreinerhammer, Klüpfel, Spalthammer, Schonhammer, Schlosserhammer, Maurerhammer, Holzhammer oder Schlichthammer. Die Form des Kopfes verrät meist, wofür der Hammer verwendet wird. Aber nicht nur auf das Kopfteil sollte beim Kauf geachtet werden. Da die Verbindung zwischen Hammerkopf und Stiel nicht nur beim Nageln, sondern vor allem auch beim Herausziehen von Nägeln enormen Kräften ausgesetzt ist, sollte auf gute Qualität Wert gelegt werden. Sollen viele Nägel herausgezogen werden, ist ein Hammer mit Stahlrohr- oder Glasfaserstiel die beste Wahl. Ist der Stiel aus Holz, handelt es sich bei guten Hämmern in der Regel um Esche oder Hickory. Der einfache Hammerkopf besteht aus der Finne, das ist die schmale Seite und der Breitbahn. An die Stelle der Finne tritt beim Zimmermanns- oder Klauenhammer die Klaue.

hammerbohren

Bohren mit einem Bohrhammer. Dabei wird der Bohrer durch kräftige "Hammerschläge" der Maschine vorwärtsgetrieben.

Hammerbohrer

Hammerbohrer wirken genau so wie Steinbohrer durch Schlagwirkung und Rotation. Wegen der höheren Einzelschlagstärke des Bohrhammers sind sie jedoch kräftiger gestaltet und meist auch aus einem hochwertigerem Material. Zudem unterscheiden sich Hammerbohrer in der Geometrie wesentlich von Steinbohrern. Hammerbohrer werden nicht mehr über ein Bohrfutter gespannt. Dieses kann die auftretenden Kräfte nicht mehr übertragen. Beim Hammerbohrer sind Fixierung und Kraftübertragung voneinander getrennt. Es ist daher kein zusätzliches Werkzeug wie beispielsweise ein Bohrfutterschlüssel mehr notwendig. Verschiedene Hammerbohrerarten sind Dübelbohrer, Saugbohrer, Wendelbohrer, Durchbruchbohrer und Hohlbohrkrone.

Hammerbrecher

auch: Hammermühle

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Hammerbrecher und Hammermühlen sind riesige Maschinen zur Zerkleinerung von grobstückigen, weichen bis mittelharten Rohmaterialien. Eingesetzt werden sie zum Beispiel weltweit in der Zement-, Gips- und Kalksteinindustrie. Je nach Ausführung kann ein Hammerbrecher über 200 t wiegen und über 2000 t Gestein pro Stunde zerkleinern. Die den Prallbrechern und -mühlen ähnlichen Zerkleinerer bearbeiten das Aufgabegut durch Schlag und Prall mit einem oder mehreren Rotoren auf einer horizontalen Achse mit pendelnd aufgehängten Einzelhämmern. Der Brechraum ist zur Vermeidung von Überkorn in der unteren Arbeitsraumhälfte von einem Rost umgeben. Das Brechgut verbleibt solange im Brechraum, bis es durch den Rost ausgetragen werden kann.

Hammergerüst

auch: Hammergerüste

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Das Hammergerüst ist eine Hilfskonstruktion zum Eintreiben von Tiefenerderstäben mit einem Abruchhammer. Dafür stehen extra verschiedene Hammereinsätze zur Verfügung, die den Einsatz von Maschinen unterschiedlicher Hersteller ermöglichen. Das Hammergerüst wird quasi wie ein Stativ über der Stelle aufgebaut, wo der Tiefenerder ins Erdreich getrieben werden soll. Eine angebaute Seilwinde ermöglicht ein sicheres Führen des Hammers.

Hammergrundstück

auch: Hammergrundstücke

Ein Hammergrundstück ist ein Grundstück, bei dem der hinten wohnende Nachbar (nutzt praktisch die Fläche wie beim echten Hammerkopf) keine eigene Zufahrt hat und darauf angewiesen ist, über das vordere Grundstück laufen und fahren zu müssen (praktisch wie beim echten Hammerstiel). Im Baulastenverzeichnis bzw. Grundbuch ist dann dieses Wegerecht als Nutzungsbeschränkung für den Eigentümer des vorderen Grundstücks eingetragen.

Hammerhalter

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Hammerhalter oder Hammer-Gürtelhalter werden aus Leder gefertigt und weisen zwei Schlaufen auf. Mit der einen Schlaufe wird der Hammerhalter am Gürtel des Handwerkers befestigt, in die andere Schlaufe wird der Hammer eingeschoben. Hammerhalter können auch aus einer Kettenschlaufe bestehen.

Hammerkopfschraube

auch: Hammerkopfschrauben

Hammerkopfschrauben haben einen quaderförmigen Kopf, so dass sie wie ein Hammer aussehen. Sie werden zum Beispiel bei Ankerschienen eingesetzt. Hammerkopfschrauben können sich nach dem Einsetzen und Verdrehen um 90° im Schienenschlitz nicht mehr zurückdrehen, da sie unter dem Kopf mit einem Vierkant versehen sind.

Hammermühle

auch: Hammermühlen

siehe Hammerbrecher.

Hammerrechtes Schichtenmauerwerk

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Bei diesem Schichtenmauerwerk sind die Steine der Sichtfläche 12 cm tief bearbeitet. Das bedeutet, dass die Lager- und Stossfugen der Steine in den ersten 12 cm parallel bzw. senkrecht zueinander sind. Die Schichtdicke darf innerhalb einer Schicht und in den verschiedenen Schichten wechseln. In Abständen von höchsten 1,50 m muss das Mauerwerk jedoch abgeglichen werden. Die Steinabmessungen liegen etwa zwischen 25 cm x 10 cm x 7 cm und 80 cm x 40 cm x 40 cm.

Hammerschlagblech

auch: Hammerschlagbleche

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Das Hammerschlagblech zählt zu den Dekorblechen und weist eine durch maschinelle Prägung erzielte narbige Struktur auf, als sei das Blech mit manuellen Hammerschlägen bearbeitet worden. Hammerschlagbleche aus Aluminium gibt es auch messing-, bronze- oder kupferfarbig eloxiert.

Hammerschlagprobe

auch: Hammerschlagproben

Hammerschlagprüfung

auch: Hammerschlagprobe, Estriche

Wenn Zweifel an der Oberflächenfestigkeit von Estrichen bestehen, wird zur Erkennung von harten Schalen/Oberflächenschichten die Hammerschlagprüfung eingesetzt. Ziele der Hammerschlagprüfung sind zum einen die Ermittlung dünner, harter Schichten und darunter liegender weicher Zonen, die keine ausreichende Tragfähigkeit haben. Zum anderen dient die Hammerschlagprüfung der Ermittlung des Bruchverhaltens und der elastischen Biegeverformung des Estrichs an der Oberfläche. Bei der Hammerschlagprüfung erfolgt der Hammerschlag ohne Kraftaufwand im Winkel von ca. 45 bis 600. Das Hammergewicht soll ca. 500 g betragen (z.B. Schlosserhammer). Liegt eine harte Schale vor, dann bricht diese in geldstückgroßen Stücken aus und die darunterliegende Schicht ist labil.

Hammertacker

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Schlagtacker werden ähnlich wie Hämmer verwendet. Sie wirken durch die Wucht des Schwunges. Beim Anschlag treibt ein Schlagbolzen durch die Schwungmasse des Gerätes die Klammer in das Werkstück. Der Hammertacker kombiniert durch seine Reichweite und Schnelligkeit die Vorzüge eines Handtackers und eines Hammers. Er wird verwendet zum Heften von Isoliermaterial, Folien, Teppichboden, Dachpappen oder Unterspannbahnen.

Handbandsäge

auch: Zimmerei-Handbandsäge, Handbandsägen

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Handbandsägen sind kleine, handgeführte Bandsägen mit einem oder zwei Griffen. Mit ihnen lassen sich zum Beispiel Kurven besonders gut sägen. Weiterhin eignet sich eine Handbandsäge zum Bündigsägen von überstehenden Holzteilen. Die Handbandsäge ist die vielseitigste und damit wichtigste Zimmereihandmaschine. So lassen sich bis zu einer bestimmten Tiefe winkelrechte Schnitte herstellen, ohne dass das zweite Sägeband das Material berührt.

Handbandschleifmaschine

auch: Handbandschleifmaschinen, Hand-Bandschleifmaschine, Hand-Bandschleifmaschinen

Tragbare Schleifmaschine zum Schleifen von Vollholz, Holzwerkstoffen, Kunststoffen und Metallen. Sie ist für größere Flächen mit hoher Abriebleistung geeignet. Die Handbandschleifmaschine besitzt ein endloses Schleifband, das über zwei Umlenkrollen läuft.

Hand-Blechschere

auch: Handblechscheren, Hand-Blechscheren, Handblechschere

Handwerkzeug zum Schneiden von Blech (bis zu etwa 1,2 mm Stärke), Drahtgeflecht, Plastik, Pappe, Leder oder Linoleum. Man unterscheidet je nach Ausrichtung der Klinge rechtsschneiden, linksschneidend und geradeschneidend.

Handbohrer

Handbohrer gibt es seit Jahrtausenden. Im Prinzip sind es Metallstäbe mit Bohrgewinde und einem Griff, der per Hand gedreht wird. Handbohrer wurden längst von elektrischen Bohrmaschinen verdrängt, sind aber immer noch bei Drechslern, Modellbauern und Heimwerkern im Einsatz. Bekannteste Handbohrer sind die sog. Nagelbohrer, die Drillbohrer oder die Löffelbohrer. Auch vergleichsweise wuchtige Erdlochbohrer gibt es als Handbohrer.

Handbohrmaschine

auch: Handbohrmaschinen

Im Innenausbau und für Montagebohrungen in Holz, Kunststoff, Metall, Mauerwerk und Beton werden meist Handbohrmaschinen verwendet. Es gibt Bohrmaschinen in verschiedenen Größen und Funktionen. Manche können Schrauben ein- und ausdrehen wie der Bohrschrauber, andere besitzen ein Schlagwerk wie die Schlagbohrmaschine oder ein Hammerwerk wie der Bohrhammer.

Handbrause

auch: Handbrausen

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Im Gegensatz zur fest installierten Kopfbrause kann die Handbrause einer Halterung entnommen und mit der Hand zur gezielten Körperreinigung eingesetzt werden. Moderne Handbrausen (Herstellerfoto IDEAL STANDARD) weisen verschiedene Verstellmöglichkeiten hinsichtlich der Wasserzufuhr und der Intensität des Duschstrahls auf, wobei die unterschiedlichen Funktionen über einen Drehring am Brausekopf eingestellt werden können. Viele Handbrausen verfügen auch über eine Massagefunktion, wobei das Wasser zu einem dicken Strahl gebündelt wird und unter größerem Druck abfließt.

Handdrehkreuz

auch: Handdrehkreuze, Hand-Drehkreuz, Hand-Drehkreuze

siehe Drehkreuz.

Handentgrater

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Beim Bohren oder Fräsen in Blech, Kunststoff oder anderen Materialien entstehen scharfe Kanten. Mit dem Handentgrater lassen sich diese Kanten beseitigen. Handentgrater gibt es in verschiedenen Größen für runde Bohrungen sowie für gerade Schnitte.

Handfäustel

auch: Fäustel

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Ein bis eineinhalb Kilo schwerer Hammer mit zwei flachen Seiten. Er wird mit einer Hand und meist zusammen mit einem Meißel für Ausbrucharbeiten oder zum Bearbeiten von Steinoberflächen verwendet. Einsatz findet er beim Entfernen von Mörtelresten oder dem Durchbrechen einer Mauer.

Handfeuermelder

siehe Feuermelder.

Handflügeltor

auch: Handflügeltore

siehe Flügeltor.

Handformziegel

handgehackt

auch: handgehackte Balken, handgehackte Sparren

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Handgehackt werden gehobelte Bretter, Balken oder Sparren aus Massivholz, wenn das Holz eine besonders rustikale, sozusagen antike Optik bekommen soll. Mit dem Breitbeil behauen Tischler nach alter Zimmermannstradition. Das funktioniert so wie vor Jahrhunderten, als Balken und Bretter noch nicht gesägt, sondern gehauen wurden. Heute gibt es nur noch wenige, die diese Kunst beherrschen. Handgehackte Sparren oder Balken werden gerne auch aus dem Rückbau alter Gebäude wie Bauernhöfe, Fachwerkhäuser oder Scheunen gewonnen und dann als Altholz für teures Geld verkauft.

handgehackte Balken

siehe handgehackt.

handgehackte Sparren

siehe handgehackt.

handgehobelt

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Der Hobel ist das traditionelle Tischlerwerkzeug und natürlich wird auch heute noch in jeder Tischlerwerkstatt "handgehobelt". Als handgehobelt werden jedoch speziell Bretter und insbesondere Breitprofile aus Massivholz angeboten, die durch die Handarbeit des Tischlers eine besonders rustikale Optik erhalten haben. Dabei wird bewußt in Kauf genommen, dass ein handgehobeltes Brett nie so gleichmäßig ist, wie ein maschinengehobeltes. Neben Breitprofilen werden auch handgehobelte Massivholzdielen angeboten.

Handkreissäge

auch: Handkreissägen

Handkreissägemaschine

auch: Handkreissäge, Handkreissägemaschinen

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Eine Handkreissäge besitzt ein rundes Sägeblatt. Sie dient zum Ablängen von Brettern und Bohlen. Auch verschiedene Holzwerkstoffe und Platten aus einem anderen Material werden mit diesem Elektrowerkzeug, das viele Heimwerker in ihrer Werkstatt haben, gesägt. Mit Hilfe von Zusatzvorrichtungen läßt sich eine Handkreissäge in eine kleine Tischkreissäge umbauen.

Handlauf

auch: Handläufe

Der Handlauf (=Geländer) schließt die sog. Geländerfüllung ab und dient vor allem der Sicherheit. Er muss mindestens 90 cm hoch sein (von der vorderen Stufenkante aus gemessen) und zur Wand einen Abstand von 4 cm haben, damit man den Handlauf umfassen kann und sich nicht die Finger einklemmt.

Handmischen

Nur in Ausnahmefällen und nur für Beton der Festigkeitklassen B 5 und B 10 ist das Mischen des Betons mit der Hand erlaubt. Zunächst werden Zuschlag und Zement trocken mit einer Schaufel gemischt, anschließend das Wasser zugegeben und alles nochmals sorgfältig gemischt.

Handnietzange

auch: Handnietzangen

Handputz

auch: Handputze

Bei Handputzen handelt es sich, im Gegensatz zu Maschinenputzen, um Putze, die von Hand aufgetragen werden. Sie werden üblicherweise auf erst auf der Baustelle im Bottich mit einem Quirl angerührt. Ein Handputz kann zum Beispiel ein Kalkputz, Gipsputz oder Kalkzementputz sein. Darüber hinaus gibt es Handputze für die Verwendung drinnen oder draußen.

Hand-Rasenmäher

auch: Handrasenmäher

siehe Rasenmäher.

Hand-Rohraufweiter

siehe Rohraufweiter.

Hand-Rohraushalser

Handsägeblatt

auch: Handsägeblätter

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Sägeblatt für handgeführte Sägen. Handsägeblätter werden in die Sägebögen eingespannt. Die Breite des Sägeblattes liegt bei 12,7 mm, die Länge bei ca. 300 mm. Andere Maße sind auch möglich. Das Material besteht entweder aus HSS-Stahl oder dem besonders hochwertigen, legiertem Molybdän-Werkzeugstahl. Handsägeblätter kommen fast ausnahmslos bei Sägearbeiten an und in Metall zum Einsatz.

Handsappie

siehe Sappie

Handschlagverfahren

Handschlagziegel

auch: Handschlagverfahren

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Handschlagziegel unterscheiden sich von anderen Ziegeln dadurch, dass sie mit der Hand hergestellt werden, genauer gesagt, im Handschlagverfahren. Dabei wird der feuchte Ton mit aller Kraft in eine besandete Form (meist aus Holz) gedrückt und geschlagen. Den gebrannten Ziegeln sieht man diese Behandlung auch an und das macht gerade ihren Reiz aus. Handschlagziegel werden vor allem zur Restaurierung von denkmalgeschützten Bauten verwendet. Das liegt daran, dass sich kleine Stückzahlen und jedes bauliche Detail wirtschaftlich fertigen lassen. Aber auch bei Neubauten bieten Handschlagziegel viele reizvolle Gestaltungsmöglichkeiten.

Handschleifer

auch: Schleifbügel

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Der Handschleifer ist ein Werkzeug zum Schleifen von Oberflächen mit der Hand. In den Schleifer wird ein Schleifgitter oder ein Schleifpapier eingespannt oder mit einem Klettverschluss befestigt. Der Handschleifer oder Schleifbügel, wie er wegen seines Aussehens auch genannt wird, ist ein gerne verwendetes Werkzeug des Trockenbauers. Dieser verwendet ihn zum Schleifen der Verspachtelungen von Gipskartonwänden.

Handschwengelpumpe

auch: Handschwengelpumpen

Pumpentyp, bei dem mit einem Handschwengel ein Kolben in einem Zylinder auf und ab bewegt wird. Bewegt man den Schwengel nach oben, strömt das Wasser ein, bewegt man ihn nach unten, wird das Wasser nach außen gepumpt.

Handstampfer

Handstampfer oder Erdstampfer sind sehr einfach konstruierte Werkzeuge aus Stahl, die zum Verdichten oder Planieren von Bodenflächen eingesetzt werden. Sie bestehen aus einer Bodenplatte, die an einem senkrechten Stahlstab angeschweißt ist, der in Hüfthöhe wiederum in einen beidseitigen Handgriff übergeht. Das Gewicht eines Handstampfers ist je nach Hersteller unterschiedlich. Das Gerät wird für kleinere Gelegenheitsarbeiten und an schwer zugänglichen Stellen eingesetzt. Im gewerblichen Bereich kommen Rüttelplatten und Maschinenstampfer zum Einsatz.

Handstrichziegel

auch: Handformziegel, Streichziegel

Ein Ziegelstein wurde ursprünglich natürlich von Hand geformt, später wurde die Tonmasse per Hand in Formen gegeben und dann gebrannt. Vor dem Brennen wurden sie per Hand glattgestrichen, was natürlich zu unsauberen Kanten und Narben auf der Oberfläche führte. Genau dieser Effekt ist aber heute noch sehr beliebt, weshalb speziell Vollziegel, die für die Restaurierung oder Rekonstruktion alter Gebäude benötigt werden, mit "Handstrich" angeboten werden, insbesondere Klosterziegel und Ziegel mit der Maßbezeichnung deutsches Reichsformat. Eine spezielle Art des Handstrichziegels ist der Handschlagziegel.

Handtacker

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Handtacker ist wohl das, was die meisten unter einem Tacker verstehen und was die meisten selbst besitzen. Beim Handtacker wird durch eine Hebelbetätigung im Griff des Tackers manuell eine Feder gespannt. Nach Erreichen einer konstruktiv vorgegebenen Federvorspannung wird die Feder schlagartig freigegeben. Mit der in ihr gespeicherten Energie treibt die Feder über einen Schlagbolzen die Klammer in das Werkstück. Das Klammermagazin befindet sich im Tackergehäuse.

Handtuchablage

auch: Handtuchablagen

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Meist ein verchromtes Gestänge zur Wandbefestigung im Badezimmer. Handtuchablagen bestehen mindestens aus drei waagerechten Stangen, auf denen die Handtücher abgelegt oder über die sie gehängt werden können. Ein Zwischending ist die Handtuchablage mit Halter (Herstellerfoto Haceka).

Handtuchring

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Der Handtuchring ist die dekorative Alternative zur Handtuchstange bzw. Handtuchablage (Herstellerfoto Haceka). Handtuchringe werden an der Wand befestigt und sind als verchromte, bronzierte oder sogar vergoldete Ausführung erhältlich. Die Industrie bietet solche Ringe in sehr unterschiedlichen Durchmessern an. Die Halterung, die den Ring umfaßt, kann je nach Serienmodell einfach und schlicht gehalten sein, jedoch auch als Löwenkopf, Muschel oder mit anderweitigen Ornamenten ausgeprägt sein.

Handtuchstange

Meist eine verchromte Stange zur Wandbefestigung im Badezimmer. Handtuchstangen sind oftmals jedoch auch schon auf die Außenwände von Duschkabinen montiert oder sie gehören zur Sonderausstattung von Badheizkörpern. Der Fachhandel unterscheidet zwischen Handtuchstange und Badehandtuchstange. Letztere ist gewöhnlich 30 - 50 % länger. Da auch §12§Handtuchablagen%) aus einem Gestänge bestehen, sind die Unterschiede zwischen beiden Produkten nur marginal.

Handtuchwärmekörper

Handwaschbecken

Wie der Name schon sagt ein Waschbecken, das nur für die Handreinigung benutzt wird und dementsprechend klein dimensioniert ist. Handwaschbecken werden in Gästebäder und in öffentliche Sanitärräume eingebaut. Das Material besteht hauptsächlich aus Sanitärkeramik.

Handwerk

Das Bauwesen würde ohne das Handwerk nicht funktionieren. Obwohl das Handwerk nach einem oft zitierten Sprichwort einen goldenen Boden haben soll, ist die Gefahr groß, dass auch ein Meisterbetrieb insolvent wird, wenn Bauträger selbst Pleite gehen und Rechnungen an die Handwerker nicht mehr begleichen. Generell ist das Handwerk aus dem Baubereich gut angesehen. Wer ein Handwerk lernt, schließt mit einer Gesellenprüfung ab, an die sich nach einer Wartezeit eine Meisterprüfung anschließen kann.

Handwerker

Handwerkerservice

Darunter wird im Bauwesen nicht der Service verstanden, den ein Handwerker erbringt. Vielmehr ist diese Bezeichnung mit dem Wachstum der Baumarktgruppen etwa Mitte der 70-er Jahre entstanden. Darunter ist zu verstehen, dass ein Baumarkt oder ein Großhandel für Baustoffe, Holz, Bauelemente etc. Handwerker vermittelt, die jene Gegenstände einbauen, bei denen sich der normale Heimwerker übernehmen könnte. Innerhalb der Handwerkerschaft eher scheel angesehen, breitet sich aber das Betätigungsfeld der Montagehandwerker immer mehr aus. Die anhaltend schlechte Baukonjunktur tut ein übrigens, dass immer mehr Handwerker in Kooperation mit dem Handel den Montage"service" anbieten. Irreführend ist allerdings das Wort vom Service, bei dem der Verbraucher von einer kostenfreien Zusatzleistung im Sinne der Kundenpflege ausgeht. Der Handwerkerservice jedoch, den der Handel anbietet, ist kostenpflichtig und beruht auf einem gesonderen Vertragsverhältnis zwischen dem Produktkäufer und dem Handwerksbetrieb.

Handwerkskammer

Die Handwerkskammer ist wie die Industrie- und Handelskammer oder die Rechtsanwaltskammer eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat damit gewisse hoheitliche Aufgaben bis hin zur Entziehung der Erlaubnis zur Lehrlingsausbildung oder zur Streichung eines Meisterbetriebs aus der Handwerksrolle. Nach außen hin verstehen sich die Handwerkskammern als Interessenvertreter des Handwerks. Sie sind für die Prüfungen in der handwerklichen Berufsausbildung, also auch für Gesellenprüfungen und Meisterprüfungen zuständig. Die Handwerkskammern bieten Weiterbildungslehrgänge an, beraten über Existenzgründungen und ernennen und vereidigen auch Sachverständige, wobei bei Streitfällen im Baubereich es sinnvoller sein kann, einen Sachverständigen der Handwerkskammer mit praktischem Sachverstand hinzu zu ziehen als einen diplomierten Sachverständigen, der bei einer IHK vereidigt worden ist. Wichtig sind auch die Schlichtungsstellen, die bei Streitfällen etwa zwischen einem Bauherrn und einem Handwerker vermitteln.

Handwerksordnung

Im Mittelalter waren die Handwerker in Zünften organisiert, die eifersüchtig darüber wachten, dass nur Mitglieder eine bestimmten Zunft spezielle Handwerksarbeiten erledigen durften. Aus den Zünften entwickelten sich die Innungen, die auch heute noch ihre Bedeutung haben. Die Innungen haben sich auf Kreisebene in den sog. Kreishandwerkerschaften organisiert. Die Handwerksordnung regelt auch die Ausbildung. Je nach Gewerk dauert diese drei- oder dreieinhalb Jahre und schließt mit einer Gesellenprüfung ab. Der Geselle erhält damit seinen Gesellenbrief. Nach drei Jahren als Geselle kann dieser seine Meisterprüfung ablegen, wobei auch Ausnahmegenehmigungen möglich sind. Die alte Handwerksordnung, die bis noch in das Jahr 2003 ihre Gültigkeit hatte und prinzipiell noch auf den alten Zunftregeln und -beschränkungen basierte, wurde gesetzlich neu definiert. Nunmehr ist die Meisterprüfung nicht mehr für jedes Gewerk die Voraussetzung, sich als Handwerker selbständig zu machen. Auch können Handwerker Neben- und ergänzende Arbeiten aus einem anderen Gewerk mit übernehmen, wie es in der Vergangenheit sowieso oft gehandhabt wurde.

Handwerksrolle

Aus der Zeit der mittelalterlichen Zünfte stammende Bezeichnung für eine Liste, die bei den Handwerkskammern geführt werden und in die die Meister eines Handwerks eingetragen werden. Nach abgelegter Meisterprüfung ist ein Handwerksmeister nicht verpflichtet, in seiner Innung zu verbleiben. Er kann dennoch einen Betrieb eröffnen und Lehrlinge ausbilden.

Hanf

Hanf ist nicht nur eine Droge, sondern läßt sich auch für etwas Sinnvolles einsetzen wie z.B. zur Herstellung von Hanfwolle, Seilen oder Kosmetikprodukten.

Hanfwolle

Dämmplatten aus Hanfwolle kommen als Dachdämmung ebenso zum Einsatz wie als Trittschalldämmung unter dem Estrich. Aber auch Außenwände und Innenwände in Holzständer-Bauweise lassen sich mit Hanfwolle dämmen. Hanfwolle bietet nicht nur eine ausgezeichnete Wärmedämmung, sondern ist gleichzeitig sehr robust und feuchtigkeitsbeständig. Ihre natürlichen Inhaltsstoffe machen sie resistent gegen Schädlingsbefall. Mittlerweile sind klemmbare Dämmplatten aus Hanf auf dem Markt. Als Stützfaser wird eine textile Polyesterfaser verwendet. Die klemmbaren Hanfwolle-Dämmplatten eignen sich zur Zwischensparrendämmung. Neben einem zeitgemäßen Dämmwert gegen Kälte, bietet Hanf eine hohe Speicherkapazität. Hanf ist spezifisch mehr als doppelt so schwer als anorganische Faserprodukte oder Schäume. Als Folge bleibt es im Sommer tagsüber länger kühl, da mehr als doppelt so viel Zeit benötigt wird, die in der Nacht gespeicherte kühlere Masse freizusetzen.

Hang

auch: Hänge

Als Hang wird die natürlich entstandene geneigte Geländeroberfläche verstanden. Zum Bauen ist eine Hanglage einerseits reizvoll, andererseits häufig mit Problemen behaftet. Probleme bereiten mitunter das Hangwasser oder eine Hangrutschung.

Hangar

auch: Hangars

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Im Stahlbau gefertigte große Hallen, die als "Garage" für Flugzeuge dienen. Im militärischen Bereich sind Hangars mit Schnelllauftoren ausgestattet, üblich sind auch sog. Knicktore. Hangars dienen auch als Wartungshallen und sind je nach Einsatzzweck beheizbar. Dem vorbeugenden Brandschutz und dem Grundwasserschutz kommen bei Hangars besondere Bedeutung zu.

Hängebalken

siehe Hängesäule.

Hängeband

siehe Hängesäule.

Hängebaum

siehe Hängesäule.

Hängebock

siehe Hängewerk.

Hängeboden

auch: Hängeböden

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Während ein Dachboden die gesamte Grundfläche des Gebäudes überspannt, nimmt der Hängeboden nur einen Teil ein. Der Boden hängt also quasi über einem Raum und ist Bestandteil eben dieses Raums. Hängeböden können natürlich nur eingebaut werden, wenn der Raum die entsprechende Höhe hat. Um auf den Hängeboden zu gelangen, muss natürlich eine Treppe eingebaut werden. Auch muss der Hängeboden mit einer Brüstung umfaßt sein, damit niemand abstürzt. Hängeböden werden eingebaut, um zusätzlichen Wohnraum zu gewinnen. Insbesondere werden hier Betten aufgestellt und sozusagen offene Schlafzimmer eingerichtet.

Hängebrücke

auch: Hängebrücken

Eine Hängebrücke ruht nicht auf großen Pfeilern, sondern wird von oben mittels Seilen gehalten. Die Seile bzw. auch Ketten wiederum sind an riesigen Pylonen befestigt, die weit über die Fahrbahnoberfläche herausragen. An den beiden Enden der Brücke werden die Seile in der Erde verankert. Es gibt aber auch die "unechte" Hängebrücke, bei denen Teile der Zugkräfte aus den Seilen als Druckkräfte in den Fahrbahnträger übertragen werden. Dadurch lassen sich die großen Ankerblöcke vermeiden, der Fahrbahnträger muss jedoch kräftiger sein. Die wohl berühmteste Hängebrücke der Welt ist die Golden Gate Bridge in San Francisco. Die längste Hängebrücke der Welt ist allerdings die Akashi-Kaikyô-Brücke mit einer Mittelspannweite von 1991 Metern. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Hängebrücken, wie die über den Rhein bei Speyer.

Hängedachrinne

auch: Hängedachrinnen

siehe Hängerinne.

Hängeeisen

Das Hängeeisen ist ein Metallbeschlag an der Hängesäule, das den Deckenbalken oder Unterzug aufnimmt.

Hängegerüst

auch: Hängegerüst

Hängegerüste finden überall dort Anwendung, wo ein Arbeits- und Schutzgerüst nicht auf einem festen Untergrund aufgestellt werden kann oder darf, z.B. aus statischen, verkehrstechnischen oder sicherheitsrelevanten Gründen. Hängegerüste eignen sich für Dachrand- und Brückensanierungen. Sie bestehen aus Gitterträgern und Gerüstrahmen. Das Gerüst kann abgestützt oder mobil auf Rollen montiert werden. Zusätzliche Verkleidung mit Gerüstschutznetz möglich.

Hängekuppel

Hängekuppel ist die Form eines Gewölbes. Sie stellt mit ihrer Halbkugelform die allgemeinste Form der Kuppel dar. Bei der Hängekuppel berührt der Fußkreis der Kuppel die Ecken des Grundrisses. Zudem wird die Schale von den Wänden senkrecht angeschnitten.

Hängelift

siehe Schrägaufzug.

Hängepfosten

siehe Hängesäule.

Hängerinne

auch: Hängedachrinne, Hängerinnen

Hängerinnen sind Dachrinnen, die in Rinnenhalter gehängt unter der Traufkante montiert werden. Sie werden aus Kunststoff, Kupfer, Zink oder Edelstahl hergestellt.

Hängesäule

auch: Hängepfosten, Hängebalken, Hängeständer, Hängebaum, Hängeband

Als Hängesäule werden die senkrechten Hölzer eines Hängewerkes bezeichnet. Abgefangen werden Hängesäulen durch Streben und Spannriegel. Weiterhin sind Hängesäulen frei endende Ständer bei Stockwerksfassaden (z.B. beim Fachwerkhaus) eines Geschosses. Hier werden die Hängesäulen einem vorkragenden Deckenbalken vorgezapft oder angeblattet und enden in einem Hängezapfen. Weitere Bezeichnungen für Hängesäule sind Hängepfosten, Hängebalken, Hängeständer, Hängebaum oder Hängeband.

Hängeschiebewand

auch: Hängeschiebewände

Die Hängeschiebewand unterscheidet sich von der Schiebewand eigentlich nur dadurch, dass die Wandelemente obenlaufend in Deckenprofile eingehängt sind und wie ein Vorhang in einer Vorhangschiene auf- und zugeschoben werden können. Dementsprechend besteht eine Ähnlichkeit mit Schiebefenstern und Schiebetoren. Eine Hängeschiebewand kann natürlich auch als Faltwand konstruiert sein. Hängeschiebewände sind vor allem ein Gestaltungselement beim Bau von Einkaufspassagen und Kaufhäusern. In diesen Fällen bestehen sie meistens aus Sicherheitsglas. Bei Schönwetter können diese Glaswände aufgeschoben werden, so dass der Passant gleichsam mitten im Geschäft steht. Führungsschienen im Boden dienen nicht der Lastabtragung, sondern verhindern Pendeleffekte bei Windbelastung und sorgen für eine relative Winddichtigkeit.

Hängeständer

siehe Hängesäule.

Hängewerk

auch: Hängebock, Hängewerke

Tragekonstruktion, besonders im Dachwerk zum Beispiel eines Fachwerkhauses, bei dem eine Hängesäule am oberen Ende durch lange Streben gestützt wird und deshalb an ihrem unteren Ende ein angehängtes Gewicht (z.B. einen Unterzug oder einen Balken) tragen kann. Das Hängewerk bzw. der Hängebock leitet die Last auf die Seiten ab und ermöglicht unter sich einen stützenfreien Raum. Hängewerke sind häufig auch übereinander angeordnet, wenn besonders große Lasten oder Spannweiten vorliegen. An ein Hängewerk werden z.B. auch Decken von Kirchen oder gar Fahrbahnen von Brücken angehängt

Hängezapfen

auch: Abhängling

Hängezapfen bzw. Abhängling ist die Bezeichnung für einen herabhängenden, gestielt wirkenden Schlussstein oder zapfenförmigen Knauf, insbesondere bei Gewölben aus der Spätgotik und der Renaissance.

Hangflorstein

auch: Hangflorsteine

siehe Pflanzenstein.

Hangkriechen

Unter Hangkriechen wird eine langsame, über einen langen Zeitraum anhaltende Bewegung eines Hanges verstanden. Im Unterschied zu Hangrutschung gibt es keine durchgehende Gleitflächen. Vielmehr findet eine bruchlose, kontinuierliche Verformung statt, wobei es durchaus kleinere Trennflächen geben kann.

Hanglage

auch: Hanglagen

Grundstücke in Hanglage, also auf einem Grundstück mit Gefälle, sind zwar reizvoll, aber nicht in jedem Fall für eine Bebauung geeignet. Risse in der angrenzenden Straße können darauf hinweisen, dass Erdschichten in Bewegung sind. Generell kann nur durch ein Bodengutachten ermittelt werden, ob eine Hangbebauung möglich ist. Bei Hangbebauungen ergeben sich immer Probleme mit dem Oberflächenwasser bzw. dem Schichtenwasser, wodurch die Kelleraußenseiten wesentlich stärker nässebelastet werden, als bei Häusern in der Ebene. Eine Drainage ist also unerläßlich, wobei Drainagerohre mit 100 mm Durchmesser in der Regel ausreichen; die müssen jedoch fachgerecht von Sickermaterial umschlossen sein.

Hangrost

auch: Pilotenwand, Hangroste

Hangroste werden zur Sicherung von Hängen angeordnet. Sie sind eine Weiterentwicklung der Pilotenwand. Während bei der Pilotenwand nur einzelne Balken gesetzt werden, die den Hang sichern, werden diese Balken bei den Hangrosten zu einer zusammenhängenden Holzkonstruktion zusammengesetzt. Dadurch wird der ganze Hang mit einem Rost aus Balken überzogen und großflächig gesichert. Durch Pilotenwände oder Hangroste können oberflächliche, labile Hangschichten gesichert werden (10-20 cm tief). Hangroste werden dort eingesetzt, wo die Flächen sehr steil sind, so dass einfache Ansaatmethoden keinen Erfolg haben. Nach Möglichkeit werden die Rostflächen mit Erdmaterial ausgefüllt, angesät und mit Stecklingen ausgepflanzt. Bei den Hangrosten übernimmt nach Ablauf ihrer Lebensdauer die in sich zusammengewobene Vegetationsdecke die Rückhaltefunktion.

Hangrutschung

siehe Geländebruch.

Hangwasser

Hangwasser stellt eine besondere Form des Sickerwassers dar. Das bei Niederschlägen auftretende Schichtenwasser kann sich vor den hangseitigen Gebäudeaußen- und -kellerwänden stauen und unter Umständen hydrostatischen Druck (von außen drückendes Wasser) erzeugen. Ohne Vorhandensein einer Wasserableitung, kann das Wasser in das Mauerwerk eindringen und es schädigen. Beim Vorliegen von Hangwasser sind die einschlägigen Vorschriften der DIN 18195 zu beachten. Insbesondere ist in aller Regel das Anlegen einer Dränung nach DIN 4095, falls möglich, erforderlich.

Hanichlzaun

Der Hanichlzaun ist eine alte Zaunform, die früher besonders in Bayern üblich war. Er wird aus halbierten und oben zugespitzten Fichten- oder Tannenstämmen hergestellt.

Häpe

österreichischer Begriff für Hiepe

Hard Maple

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Diese Ahornart findet man im Osten der USA, vor allem in den Mid-Atlantic und Großen Seen-Staaten. Der bevorzugt das kalte, nördliche Klima. Das Splintholz ist creme-weiß mit leichter rötlich-brauner Tönung. Das Kernholz variiert vom hellen bis dunkel-rötlichen Braun. Hard Maple trocknet langsam mit starker Schwindung und ist daher anfällig für Verformungen in der Verarbeitung. Beim Nageln und Schrauben sollte das Holz vorgebohrt werden. Es lässt sich gut maschinell bearbeiten, drechseln und befriedigend verleimen. Das harte und schwere Holz kann zu einer hervorragenden Oberfläche gebeizt und poliert werden. Verwendung findet Hard Maple für Fußböden, Möbel, Vertäfelungen, Küchenschränke, Werkbänke, Treppen, Geländer und Türen.

Harfentreppe

auch: Harfentreppen

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Die Harfentreppe ruht üblicherweise auf einer Zwei-Holmen-Konstruktion - siehe Zweiholmtreppe - weist aber kein übliches Geländer auf. Vielmehr übernehmen senkrechte Stahlstäbe, die an ein Bodenprofil geschweißt sind, die Geländerfunktion. Diese harfenartige Konstruktion, die der Treppe auch ihren Namen gegeben hat, ist also nicht mit den Holmen verbunden, sondern zieht sich über die gesamte Bauhöhe der Treppe.

Harfenzaun

auch: Harfenzäune

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Bezeichnung für Zäune aus Metallgitterstäben, die so angeordnet sind, dass der Zaun dem geschwungenen Bogen einer Harfe ähnelt.

Harigiri

siehe Sen.

Harke

auch: Harken

Meist synonym verwendeter Begriff zu Rechen.

Harmonikatür

auch: Harmonikatüren

Umgangssprachliche Bezeichnung für Falttür.

Harmonikawand

auch: Harmonikawände

Mobile Wände zum Schieben und Falten liegen voll im Trend. Neben Schiebetüren, die wie der Name sagt, geschoben werden, gibt es auch noch Falt- bzw. Harmonikawände. Hier werden die einzelnen Wandelemente zusammengefaltet. Sie werden überall dort eingesetzt, wo eine einfach zu bedienende Abtrennung benötigt wie zum Beispiel in Einkaufszentren, Flughäfen, Hotels, Restaurants oder Banken. Aber auch im privaten Bereich werden die faltbaren Trennwände aus Glas oder Holz verwendet.

Harnstoffharz

auch: Harnstoffharze, Harnstoff-Harz, Harnstoff-Harze

Kunststoff aus der Gruppe der Duroplaste. Harnstoffharz ist hart und spröde. In reinem Zustand ist er farblos, glasklar und dunkelt nicht nach. Das Harz läßt sich jedoch färben. Durch Erwärmung oder durch die Zugabe von Härter erfolgt die Aushärtung. Harnstoffharz wird bei der Herstellung von Holzleimen und Klebstoffen verwendet. Verwendung findet es auch bei der Spanplattenherstellung der Herstellung von lösemittelfesten, lichtechten und abriebfesten Lacküberzügen.

Harnstoffharzleim

auch: Harnstoffharzleime

Hartbeton

Beton- bzw. Estrichart, die durch Einarbeiten von Hartgestein oder Hartstoffen wie beispielsweise Siliciumcarbid, Elektrokorund oder Metallen eine sehr dichte und abriebfeste Oberfläche bekommt. Hartbeton wird z.B. bei Industrieflächen und Hallenböden verwendet.

Hartbitumen

Unter dem Begriff Hartbitumen verstehen wir in Deutschland Bitumen, die sich durch einen hohen Erweichungspunkt in Verbindung mit einer niedrigen Penetration auszeichnen. Sie werden vornehmlich für die Herstellung von Gussasphalten für Innenraumestriche sowie als Basismaterial für Bitumenschutzlacke, Gummizusätze und für die Druckfarbenherstellung eingesetzt. Im benachbarten Ausland werden harte Straßenbaubitumen für den Bau besonders widerstandsfester Asphaltschichten eingesetzt. Dabei sind für ihre Einsatzbereiche die möglichen klimatischen Randbedingungen sorgfältig zu beachten. Ihre Eigenschaften unterscheiden sich von den Hartbitumen für industrielle Anwendungen.

Hartblei

Hartblei ist die Bezeichnung für eine harte, zerreißfeste Bleilegierung mit einem Anteil von 8,7 - 9 % Antimon.

Hartbrandziegel

veraltete Bezeichnung für Vormauerziegel.

Hartdach

auch: Hartdächer

Härte

Unter Härte versteht man den Widerstand eines Stoffes, den dieser dem Eindrücken oder Einritzen in seine Oberfläche durch einen anderen Körper entgegensetzt. Widersteht ein Stoff dem Eindringen eines anderen Körpers, ist er härter als der andere. Harte Werkstoffe sind Diamant und gehärterter Stahl, die beispielsweise für Werkzeug verwendet werden. Harte Baustoffe Granit und Klinkermauersteine. Sie werden für Bauteile verwendet, die einer besonders starken Abnutzung unterliegen wie beispielsweise Treppenstufen.

harte Bedachung

auch: harten, Bedachung

In der Musterbauordnung wird gefordert, dass die Dachhaut gegen Flugfeuer und strahlende Wärme widerstandsfähig sein muss. Der Grund dieser Forderung liegt in der Notwendigkeit des Schutzes des Daches vor einer Entzündung bei Bränden benachbarter Gebäude. Es soll verhindert werden, dass durch hochtreibende, leichte brennende Teile, durch Funkenflug oder durch Wärmestrahlung eine benachbarte Dachhaut in Brand gesteckt wird. Dächer die laut DIN 4102 diesen Anforderungen entsprechen, werden als "harte Bedachung" bezeichnet. Ohne weitere Prüfung können z.B. Dachziegel, Dachsteine, mindestens 0,5 mm starke Metallbahnen zur harten Bedachung verwendet werden. Bei einem Gründach muss individuell entschieden werden, ob es sich um eine harte Bedachung eignet. Dächer mit einer Intensivbegrünung sind in den meisten Fällen in der Lage, dem Brand und dem Funkenflug eines Nachbargebäudes zu widerstehen. Ist dies nicht der Fall, spricht man von einer weichen Bedachung.

Härteprüfung

Härteprüfung ist die Bezeichnung einer Werkstoffprüfung für Metalle, bei der mittels Eindrücken von Prüfkörpern in ein Probestück oder Bauteil die dadurch verursachte bleibende Verformung ausgemessen wird. Bei anderen Prüfverfahren wird eine Abriebmessung vorgenommen. Nach den Verfahrensarten zur Härteprüfung werden Brinellhärte, Vickershärte, Rockwellhärte oder Ritzhärte-Prüfung unterschieden.

Hartfaserplatte

auch: Holzfaserhartplatte, Hartfaserplatten

Hartfaserplatten sind nur etwa 3 bis 4,5 mm dicke Holzfaserplatte, die durch Verdichtung der zerfaserten Zellulosemasse im sogenanneten Naßverfahren hergestellt wird. Die Platten sind mit glatten, genarbten sowie lackierten Oberflächen erhältlich. Holzfaserhartplatten kommen insbesondere für Dach, Wand und Boden als Dämmplatte (z.B. sommerlicher Wärmeschutz und winterlicher Kälteschutz) zum Einsatz.

Hartformgips

auch: Hartformgipse

Hartformgipse sind Gipse, aus denen sich Formen herstellen lassen, wie sie in der Keramikindustrie für die Herstellung verschiedener Produkte benötigt werden. Aus Hartformgips können auch Gipsfiguren gegossen werden oder Ornamente und Abbildungen aus dem Bereich des Fassadenstucks, wobei solcher Stuck hydrophorbiert, also wasserabweisend gemacht werden muss, da Fassaden Wind und Regen ausgesetzt sind.

Hartgestein

auch: Hartgesteine

Hartes Gestein (z.B. Granit, Porphyr, Basalt, Quarzit). Wird verwendet als Zuschlag bei der Herstellung von Hartbeton.

Hartglas

auch: Hartgläser

Hartglas ist Glas, dessen Oberfläche durch rasches Abkühlen festigkeitserhöhende Druckspannungen erfährt. Da Hartglas wesentlich stärker ist als herkömmliches Glas, wird es häufig in Glaskonstruktionen wie begehbaren Treppen und Fußböden aus Glas eingesetzt. Darüber hinaus ist Hartglas, das zu Verbundsicherheitsglas verarbeitet wird, in besonderer Weise für Balustraden und Brüstungen geeignet. Das Glas kann, je nachdem, wie dick es ist, zwischen den einzelnen Balustern, aber auch ohne diese eingesetzt werden, um ein Bild der völligen Transparenz zu schaffen. Gehärtetes und laminiertes Verbundsicherheitsglas ist außerdem für Dächer und Überdachungen aus Glas geeignet. Das Glas kann dabei auf Stahlprofile aufgelegt werden, möglich ist aber auch eine Verleimung mit speziell entwickelten Abstandshaltern.

Hartholzlauge

Speziell für harte Hölzer wie Buche oder Eiche entwickelte Holzlauge. Die in Hartholzlaugen befindlichen Tenside sind biologisch abbaubar. Die ebenfalls enthaltene Oxalsäure hat jedoch eine ätzende Wirkung. Das Holz wird dadurch nicht geschädigt, aber der Verarbeiter sollte unbedingt Schutzhandschuhe tragen, da der unmittelbare Kontakt mit der Hartholzlauge zu Verätzungen der Haut führen kann.

Hartkabelschneider

Hartkonglomerat

Hartkonglomerat ist ein altes und daher besonders gut verfestigtes Trümmergestein aus Partikeln von harten Silikatgesteinen. Meist graugrün, dunkelrot, selten sehr bunt. Das Gestein wird als polierte Platte innen und außen eingesetzt. Die wenigen in Deutschland ab und zu verwendeten Sorten kommen aus Norwegen, Schweiz, Ägypten und Peru.

Hartlot

auch: Hartlote

Lot, das zum Hartlöten verwendet wird. Hartlote sind vor allem Legierungen aus Kupfer (Cu), Silber (Ag) und Zinn (Sn). Aus Kostengründen verwendet man auch silberfreie Lote aus Kupfer mit Phosphorzusatz.

Hartlöten

auch: Hartlötverbindung

Unter Hartlöten versteht man das Löten bei einer Arbeitstemperatur über 450 °C. Hartlötverbindungen haben eine höhere Festigkeit als Weichlötverbindungen. Deshalb ist bei Kupferrohren für Gasleitungen das Hartlöten zwingend vorgeschrieben. Auch bei Leitungen, bei denen thermische Spannungen zu erwarten sind, wie bei langen Warmwasser-Leitungsstrecken, sollte hart verlötet werden.

Hartlötverbindung

auch: Hartlötverbindungen

siehe Hartlöten.

Hartmetalle

Hartmetalle sind gegossene oder gesinterte Werkstoffe hoher Härte, die für stark auf Verschleiß beanspruchte Teile wie Bohrer, Fräser und andere Schneidwerkzeuge, für Ziehsteine oder Glasschneider verwendet werden. Hartmetall besteht meistens aus 90-94% Wolframkarbid (Verstärkungsphase) und 6-10% Kobalt (Matrix, Bindemittel, Zähigkeitskomponente). Die Wolframcarbidkörner sind durchschnittlich ca. 0.5-1 Mikrometer groß. Das Kobalt befindet sich als feines Pulver dazwischen. Es gibt neben den konventionellen Hartmetallen auf Wolframcarbid-Basis auch Hartmetalle, die nur Titancarbid und Titannitrid als Hartstoffe beinhalten. Die Bindephase besteht dabei aus Nickel, Kobalt und Molybdän. Diese als Cermets (ceramic + metal) bezeichneten Hartmetalle zeichnen sich durch eine weiter erhöhte Warmfestigkeit und Härte und durch sehr geringe Diffusions- und Adhäsionsneigung aus. So sind noch höhere Schnittgeschwindigkeiten zum Schlichten von Metall möglich.

Hartmetall-Mehrzweckbohrer

Bohrer für den rein drehenden Betrieb. Er verfügt über eine Hartmetallschneide, die an ihrer Schneidkante scharf geschliffen ist. Man verwendet ihn beispielsweise zum Bohren in lockerem, porösen Gestein (z.B. Mauerwerk).

Hartölgrundierung

Stark wasserabweisende, offenporige, tief eindringende Imprägnierung (meist auf natürlicher Basis), die als Vorgrundierung bei stark strapazierten Hölzern verwendet wird. Dazu zählen insbesondere auch Holz- und Korkfußböden. Bei Kork und Weichhölzern wird herstellerseits meist eine zweimalige Grundierung empfohlen, wobei nach jedem Auftrag ein Zwischenschliff erfolgen muss (180-er bis 240-er Körnung). Nach Trocknung Folgebehandlung des Holzes mit Heisswachs, Fußbodenwachs oder Möbelwachs.

Hart-PVC

PVC in seiner harten Form. Diese Härte behält er bis zu einer Temperatur von 80°C bei. Bis zu einer Temperatur von 165°C verhält sich Hart-PVC plastisch-weich. Er ist beständig gegen Säuren, Laugen, Salze, Alkohole, Benzine und Öle. Nicht beständig ist der Kunststoff dagegen gegen Lösemittel wie Benzol und Aceton, die quellend wirken. Dagegen ist Hart-PVC alterungs- und witterungsbeständig und wird gerne im Außenbereich für Dachrinnen oder Bedachungen verwendet. Auch Rohre, Fenster und Behälter sind häufig aus Hart-PVC.

Hartschaum

Geschäumter Kunststoff (Polystyrol, Phenolharz, PUR), der als Wärmedämmstoff verwendet wird. Hartschaumplatten werden als Dämmstoff vorzugsweise für schwimmende Estriche zur Verbesserung des Trittschallschutzes und/oder als Wärmedämm-Verbundsystem für Aussenwände verwendet. Folgende Anwendungstypen werden unterschieden: Wärmedämmung nach DIN 18164-1W = nicht druckbelastbar, WD = druckbelastet, WS = mit erhöhter Belastbarkeit für Sondereinsatzgebiete.Für die Trittschalldämmung nach DIN 18164-2T = für Decken, z.B. unter Estrich, auch unter Fertigteilestrich.

Hartschaum-Schalungsstein

auch: Hartschaumschalungsstein, Hartschaum-Schalungssteine, Hartschaumschalungssteine

Hartschaum-Schalungssteine sind zunächst keine Steine, sondern aus Polystyrol-Hartschaum bestehende Formteile, die wie Legosteine zusammen- und übereinandergesetzt werden können. Diese Hartschaumformteile müssen auf der Baustelle mit Beton ausgefüllt werden, wodurch sie erst zu Steinen werden. Auch bei diesem Schalungsstein ist also die Wärmedämmung gleich mit integriert in das gesamte Bausystem. Die Abbildung zeigt das System "isorast", nämlich das Aufstellen der Steine und das Ausfüllen mit Fließbeton.

Hartschott

auch: Hartschotts

siehe Abschottung.

Hartschotter

Als Hartschotter wird ein Schotter aus Hartgestein bezeichnet. Er kommt vor allem im Gleisbau zum Einsatz, da dort die Belastungen besonders hoch sind.

Hartstoffestrich

auch: Hartstoffestriche

Hartstoffestrich ist ein Zementestrich mit Zuschlag aus Hartstoffen. Er besteht entweder aus einer Schicht, der Hartstoffschicht, oder aus zwei Schichten, der Übergangsschicht und der Hartstoffschicht. Für die Übergangs- und Hartstoffschicht ist Zement gleicher Art und Festigkeitsklasse zu verwenden. Dieser Estrich wird besonders bei sehr stark belasteten Bauteilen verwendet.

Härtung

Das Verfestigen einer Klebeschicht zwischen den verklebten Teilen.

Hartwachsöl

Stark wasserabweisende, offenporige, farblose und feuchtigkeitsregulierende Beschichtung (meist auf natürlicher Basis), die Holz- und Korkböden wasserabweisend und strapazierfähig macht. Hartwachsöl muss zweimal aufgetragen werden, wobei die Trocknung bei guter Durchlüftunmg erfolgen soll.

Harze

auch: Harz

In den Harzgängen (Harzkanälen) zahlreicher Nadelhölzer gebildete zähflüssige und klebrige Substanz, die auch bei Baumverletzungen auftritt. Stark verharzte Hölzer sind nur sehr bedingt für Bauzwecke einsetzbar. Künstlich hergestellte Harze (Kunstharze) werden durch Polymerisation, Polyaddition oder Polykondensation gewonnen. Im Bereich der Klebstoffchemie sind besonders Epoxidharze und Polyesterharze bekannt, deren Eigenschaften durch Beimengungen etwa von Füllstoffen oder Weichmachern variiert werden können. Einsatzbereiche von Kunstharzen sind beispielsweise Kunstharzbeton, Kunstharzkleber, Kunstharzlack, Kunstharzmörtel oder Kunstharzputz.

Harzflecken

auch: Harzfleck

Meist klebrige Verfärbungen im Holz, die auch nach der Oberflächenbehandlung einiger Laub- und Nadelhölzern auftreten können.

Harzgalle

auch: Harzgallen

Harzeinschlüsse zwischen den Jahresringen bei Fichten, Kiefern und Douglasien. Harzgallen gelten als Holzfehler. Sie laufen in beheizten Räumen aus und schlagen durch Lackanstriche. Große Harzgallen müssen aus Schnittholz entfernt werden.

Harzöl

auch: Harzöle

Harzöl setzt je nach Anwendung und Werkstoff die Saugfähigkeit und die Diffusionsfähigkeit herab, in Ölfarben wirkt es härtend. Wird Holz mit Harzöl gestrichen und in Mauerwerk eingesetzt, ist es gegen Temperaturschwankungen und den dabei entstehenden Feuchtigkeitsprobleme geschützt. Harzöl ist bis auf wenige Ausnahmen kein eigenständiges Anstrichmittel.

Haspel

auch: Drahthaspel

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Eine Haspel ist eine Vorrichtung zum Auf- und Abwickeln von Fäden, Drähten und Binden. Eine Haspel besteht aus mindestens drei Stäben, welche in einem bestimmten Abstand parallel zu einer Achse befestigt sind. Das aufgewickelte Gut bildet dann ein Drei- Vier- oder Vieleck. Es gibt aber auch Haspeln, bei denen der Draht wie auf einer Spule um einen Zylinder in der Mitte gewickelt wird. Das Prinzip ist dann wie bei einer Kabeltrommel. Manche Haspeln haben zusätzlich noch einen Abspulgriff.

Haspen

siehe Kloben.

Haubendach

siehe Walmdach.

Haubenziegel

Haubrücke

auch: Haubrücken

Haufwerk

auch: Haufwerksporen, haufwerksporig

Als Haufwerk wird loses Gestein ohne Verkittung der Körner bezeichnet. Bei der Betonherstellung füllt Zementleim die Haufwerksporen - also den Raum zwischen den einzelnen Gesteinskörnern - vollständig aus. Bei der Herstellung von Dränbeton bleiben hingegen Hohlräume zwischen den Körnern. Auch Mauersteine aus Leichtbeton sind häufig haufwerksporig ausgeführt. Solche Steine haben eine verbesserte Schall- und Wärmedämmung.

Haufwerksporen

auch: Haufwerkporen

siehe Haufwerk.

haufwerksporig

siehe Haufwerk.

Hauptbewehrung

auch: Längsbewehrung

Stahlbetonbauteile (Wände, Stützen, Decken u.a.) bestehen aus einer Hauptbewehrung (Längsbewehrung) und einer Querbewehrung. Zur Bewehrung werden Betonstabstahl(% oder (%Betonstahlmatten verwendet. Die Hauptbewehrung wird in Richtung der Tragrichtung (bei Wänden z.B. senkrecht) gelegt. Die Querbewehrung senkrecht zur Hauptbewehrung. Bei der Verwendung von Betonstahlmatten haben diese in Tragrichtung größere Stabquerschnitte als in Querrichtung.

Hauptdachfläche

auch: Walmdachfläche, Hauptdachflächen

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Ein Walmdach besteht in der Regel aus zwei Hauptdach- und zwei Walmdachfächen. Die Hauptdachflächen sind die größeren Flächen, die wie ein Satteldach aufgebaut sind. Die Walmdachflächen sind hingegen die kleineren Flächen, die den Giebel ersetzen.

Hauptfirstrichtung

Die Richtung, in der der First eines (Haupt)Gebäudes verläuft. Die Hauptfirstrichtung wird allermeistens im Bebauungsplan festgeschrieben. Die Aufsteller dieser Bebauungspläne, also die Gemeinden und Städte, wollen mit Vorgaben wie dieser verhindern, dass in einem Baugebiet "wie wild" gebaut wird und keine einheitliche Strukturen entstehen.

Hauptflügel

Begriff aus dem Türenbau, er bezeichnet jenes Türblatt in einer zwei oder mehrflügeligen Türanlage, das sich drehen, also öffnen läßt im Gegensatz zum Stehflügel

Hauptleitung

auch: Hauptleitungen

Bei einer Hauptleitung kann es sich zum einen um eine Elektroleitung, zum anderen um eine Wasserleitung handeln. Als Elektroleitung ist die Hauptleitung die Leitung zwischen Hausanschlusskasten und Zähler. Die Hauptleitung als Wasserleitung zweigt in einem Versorgungsgebiet von den Versorgungsleitungen ab.

Hauptlüftung

auch: Einzel-Hauplüftung, Sammel-Hauptlüftung

Die Hauptlüftung stellt den Normalfall einer Lüftungsleitung dar und ist gleichzeitig die Grundausstattung für alle weiteren Lüftungssysteme wie Nebenlüftung, Umlüftung oder Sekundärlüftung. Nach DIN 1986 sind Grund-, Sammel und Fallleitungen zu lüften. Häufig werden liegende Leitungen über vorhandene Fallleitungen gelüftet. Bei Anlagen ohne Fallleitungen sind gesonderte Lüftungen über Dach zu führen. Bei der Einzel-Hauptlüftung (EHL) wird jede Fallleitung in gleichbleibender Nennweite über Dach geführt. Um die Zahl der Dachdurchführungen zu reduzieren, werden die Lüftungsleitungen unter dem Dach zusammengeführt und als eine gemeinsame Sammel-Hauptlüftung (SHL) über Dach geleitet.

Hauptpotentialausgleich

auch: Haupt-Potentialausgleich

Hauptunternehmer

Hauptwetterrichtung

Hauptwetterrichtung ist die Richtung, aus der im Jahresmittel die Hauptregenmenge auftritt und die Hauptwetterbeanspruchung des Bauwerks erfolgt. Groben Aufschluss über die Hauptwetterrichtung kann der Moosbewuchs an Dächern oder Bäumen geben, der in Hauptwetterrichtung am stärksten ist.

Hausanschluss

Hausanschluss ist der Anschluss der Installationen von Elektrizität, Wasser, Abwasser, Gas, Fernheizung, Telefon und Kabel eines Gebäudes an die Ver- und Entsorgungsleitungen des öffentlichen Netzes. Die Kosten für den Hausanschluss gehören zu den Baukosten.

Hausanschlusskasten

Der Hausanschlusskasten ist ein mit den Anschlussklemmen, Sicherungselementen und dem Zähler bestückter Wandschrank für den Hausanschluss des elektrischen Stromes. Vom Hausanschlusskasten führt ein Kabel zur Hauptverteilung, die unter anderem die Stromzähler enthält. Der Hausanschlusskasten ist verplombt und enthält die Hauptsicherungen. Sie trennen den Anschluss bei einem Kurzschluss vor der Hauptverteilung vom öffentlichen Versorgungsnetz. Diese Sicherungen dürfen nur von einer ausgebildeten Elektrofachkraft gezogen oder ausgetauscht werden, da dadurch ein lebensgefährlicher Lichtbogen gezündet werden kann. Der Hausanschlusskasten ist in der Regel im Keller an einer Außenmauer des Hauses angebracht und kann eventuell über ein zweites hereinkommendes Kabel nachfolgende Haushalte mit versorgen. Ebenfalls erfolgt dort eine eventuelle Aufteilung der Adern, entsprechend der geltenden Netzform.

Hausanschlussraum

auch: Hausanschlussräume

Der Hausanschlussraum ist innerhalb eines Gebäudes der Raum, in dem sich der Hausanschluss befindet. Für Ein- und Zweifamilienhäuser sind Hausanschlussräume nicht zwingend vorgeschrieben, sinngemäß kommen geeignete Installationswände zur Anwendung. Die DIN 18012 gibt Empfehlungen für die Planung und den Bau von Hausanschlussräumen in Wohn-, Geschäfts und Bürogebäuden sowie vergleichbaren Bauwerken. Sie gilt sinngemäß auch bei wesentlichen Änderungen und Ergänzungen der Hausanschlüsse in bestehenden Gebäuden.

Hausarbeitsraum

auch: Hausarbeitsräume

Hausarbeitsräume sind spezielle Räume, in denen die für gewöhnlich anfallenden Haushaltarbeiten verrichtet werden. Möglicherweise stehen Trockner und Waschmaschine in ihnen. Auf jeden Fall sollte ein Hausarbeitsraum möglichst viele Stellenflächen und Aufbewahrungsmöglichkeiten bieten. Auch Arbeitsfläche sollte genügend vorhanden sein. Daher ist bei der Planung darauf zu achten, dass Fenster und Türen so angeordnet werden, dass möglichst wenig Fläche verloren geht. Bauaufsichtlich gelten Hausarbeitsräume als Aufenthaltsräume, die eine Grundfläche von mindestens sechs Quadratmetern besitzen müssen.

Hausbegrünung

Von Hausbegrünung wird gesprochen, wenn Dächer oder Fassaden mit Pflanzen begrünt werden. Zur Fassadenbegrünung werden z.B. Kletterpflanzen verwendet, auf dem Dach wird von einem Gründach gesprochen.

Hausbock

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Der Hausbock bereitet dem Hausbesitzer sicherlich die meisten Albträume bei den holzzerstörenden Insekten. Der Käfer ist 8 bis 25 mm lang, wobei das Männchen deutlich kleiner als das Weibchen ist. Der Körper ist dunkel bis schwärzlich und weist auf den Flügeldecken weißbehaarte Winkel auf. Typisch sind weiterhin zwei glänzende Höcker auf dem Halsschild und die verdickten Schenkel. Bis zu 400 Eier legt jedes Weibchen in Risse und Ritzen von Nadelholz. Die Larve lebt vom Eiweiß im Holz. Sie frisst sich daher bevorzugt durch das nährstoffreiche Splintholz von Kiefer, Tanne, Fichte oder Lärche. Laubholz wird grundsätzlich gemieden. Die Hausbocklarve liebt Wärme (24-30°C) und feuchtes, frisches Holz [Holzfeuchte 18-30%]. So feucht werden Dachbalken zwar meist nicht sein, doch erst ab einer Holzfeuchte unterhalb von 8-10% stellen die Larven ihre Weiterentwicklung ein. Am stärksten ist der Befall des frischen und nährstoffreichen Holzes bis zu einem Alter von etwa 30 Jahren. Ist das Holz über 60 Jahre alt, ist die Larvenentwicklung rückläufig und bei über 100 Jahren altem Holz findet man Hausbocklarven nur noch vereinzelt. Von diesen Larven geht auch keine Gefahr mehr für das Holz und das Bauteil aus.

Hauseinführung

auch: Hauseinführungen

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Gasleitungen, Wasserleitungen, Stromleitungen oder Fernwärmeleitungen sowie Datenleitungen wie Telefon- und Fernsehkabel müssen irgendwie durch die Kellerwand oder eine sonstige Wand ins Gebäude gelangen. Dies gelingt in der Praxis mit Hauseinführungen. Diese Hauseinführungen müssen so ausgebildet sein, dass sowohl drückendes als auch nichtdrückendes Wasser nicht ins Gebäude gelangen kann. Sie haben also in erster Linie eine abdichtende Funktion. Der Brandschutz muss allerdings auch oft mit berücksichtigt werden. Zudem muss noch unterschieden werden zwischen Hauseinführungen, die mehrere Versorgungsleitungen gemeinsam ins Haus führen oder Hauseinführung, die lediglich eine Versorgungsleitung ins Haus führen. Hauseinführungen sollten nicht unter Hauseingängen, Treppen, Balkonen und Terrassen angeordnet werden, damit ein ungehinderter Zugang möglich ist. Wegen Frostschutz ist die Wasserhauseinführung min. 80 cm im seitlichen Abstand von einem Lichtschacht vorzusehen.

Hauseingangstür

auch: Hauseingangstüren

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Tür, die von einer Straße oder einem Gehweg direkt ins Haus führt. Hauseingangstüren haben mehrere Funktionen zu erfüllen. Sie sollen verhindern, dass Regen und Wind, aber auch Einbrecher in das Haus eindringen. Gleichzeitig sollen sie dekorativ aussehen, um die Optik des Hauses zumindest nicht zu beeinträchtigen. Hauseingangstüren werden aus sehr unterschiedlichen Materialien gefertigt, wobei sie je nach Breite und Material ein erhebliches Gewicht aufweisen können. Haustüren werden aus Holz bzw. Holzwerkstoffen, aus Kunststoff, aus Aluminium und aus Bronze hergestellt. Sehr häufig weisen sie Türfüllungen aus Glas auf. Es ist zu empfehlen, nur Hauseingangstüren einzubauen, die auch schweren Einbruchwerkzeugen (mindestens Klasse WK 4) standhalten, siehe auch einbruchhemmende Türen. Da Hauseingangstüren stark unterschiedlichen Witterungsbedingungen ausgesetzt sind, nämlich warme Innenseite, im Winter extrem kalte Außenseite, sollten bei Hauseingangstüren aus Holz inbesondere die Klimaklassen beachtet werden.

Hausentwässerung

siehe Entwässerung.

Hausfäule

Hausfinanzierung

auch: Hausfinanzierungen

Darunter versteht man die meist langfristige Finanzierung von Immobilien durch einen oder mehrere Finanzierungsbausteine. Üblicherweise sind das Bauspardarlehen, Bank- und/oder Versicherungshypotheken, die von einem oder mehreren Baufinanzierungsinstituten zur Verfügung gestellt werden. Um eine solide Finanzierung zu gewährleisten, sollte die Eigenkapitalsquote des Bauherrn bzw. des Käufers 30 Prozent des insgesamt für die Anschaffung des benötigten Kapitals nicht unterschreiten.

Haushaltsbeil

auch: Haushaltsbeile

siehe Beil

Haushaltshaken

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Der Haushaltshaken ist ein runder Stahlhaken, der entweder gelbchromatiert oder glanzverzinkt ist und der als Allerweltshaken dient, wenn im Haushalt für leichtere Lasten wie Kalender, Pinnboards oder Küchenschürzen eine schnelle Befestigung gesucht wird. Die Haken haben einen Durchmesser von 3 bis 4 mm bei Längen zwischen 35 und 60 mm (Fotos: Bierbach).

Hauskläranlage

auch: Hauskläranlagen

häusliches Schmutzwasser

Schmutzwasser aus Küchen, Waschräumen, Toiletten und ähnlich genutzten Räumen.

Hausmüll

Hausmüll ist fester Abfall aus Haushalten einschließlich der darin enthaltenen gegebenenfalls separat erfassten Alt- und Schadstoffe, die in den ortsüblichen Abfallsammelbehältern zur Entsorgung durch die Müllabfuhr bereit gestellt werden. Altoffe sind diejenigen Stoffe, die der Verwertung zugeführt werden und Schadstoffe sind diejenigen Stoffe im Hausmüll, die besonders gesundheits-, luft- oder wassergefährdend sind.

Hausmüllverbrennung

Hausnummernleuchte

auch: Hausnummernleuchten

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Eine Hausnummernleuchte besteht einfach gesagt aus einem beleuchteten Kasten, auf den eine Hausnummer aufklebt ist. Sie sorgt dafür, dass die Hausnummer auch bei Nacht gut gesehen werden kann. Neben den einfachen Leuchten mit aufgeklebter Nummer gibt es auch Modelle, bei denen die Nummer eingraviert ost oder die zusätzlich mit einem Bewegungsmelder ausgestattet sind. Viele Hausnummernleuchten sind heutzutage für den Betrieb mit einer Energiesparlampe ausgestattet. Häufig werden Hausnummernleuchten auch mit Solarenergie betrieben. Hausnummernleuchten gibt es in den verschiedensten Preisklassen und für jeden Geschmack.

Hausschornstein

auch: Hausschornsteine

Bei einem Hausschornstein handelt es sich um einen Schornstein in einem Haus bzw. Gebäude. Er ist ausschließlich dazu da, die Abgase von Feuerstätten ins Freie zu fördern.

Hausschwamm

Haussignalanlage

auch: Haussignalanlagen

Unter Haussignalanlagen werden Haussprechanlagen, Klingelanlagen, Videoanlagen, Türöffneranlagen und ähnliches zusammengefasst. Solche Anlagen arbeiten in der Regel mit Schwachstrom.

Hausstaub

Die meisten Allergiker reagieren nicht negativ auf den Hausstaub selbst, sondern vielmehr auf das im Hausstaubmilbenkot enthaltene Allergikum Guanin. Eine Hausstaubmilbe produziert im Laufe ihres 3-5 Monate dauernden Lebens etwa das 200-fache ihres Gewichtes an Exkrementen, die nach einiger Zeit zu Feinteilchen zerfallen und sich mit dem Hausstaub verbinden. Dieser Feinstaub kann sowohl bei jeder Bewegung im Bett als auch von Glattböden und anderen glatten Flächen aufgewirbelt und inhaliert werden.

Hausstaubmilbe

auch: Hausstaubmilben

Von den etwa 15 verschiedenen Arten der Hausstaubmilbe (Pyroglyphidae) sind 6 im Bezug auf den Hausstaub relevant. In unseren Breiten leben sie überall. Allerdings gelten innerhalb der Grenzen Deutschlands sowohl die Nord- und Ostseestrandgebiete als auch die hoch gelegenen Alpenregionen als milbenfrei. Bei Räumen, welche stark mit Pilzen befallen sind, ist meist auch eine erhöhte Population von Milben anzutreffen.

Haustelefonanlage

auch: Haustelefonanlagen

Haustelefonanlagen eignen sich für die Kommunikation zwischen verschiedenen Räumen eines Hauses oder einer Wohnung. Dies geschieht häufig über die "normalen" Telefone und ist gebührenfrei. Kleinanlagen mit zwei Sprechstellen werden auch für Batteriebetrieb geliefert. Bei größeren Anlagen mit oder ohne Hauptsprechstelle kann die Türsprechanlage mit einbezogen werden. Dabei wird zwischne Gegensprechanlagen und Wechselsprechanlagen unterschieden. Bei der Gegensprechanlage können beide Teilnehmer gleichzeitig reden und hören, bei der Wechselsprechanlage ist das nur abwechselnd möglich - der eine spricht und der andere hört bzw. umgekehrt.

Haustrennwand

auch: Haustrennwände

Wand zwischen zwei aneinander grenzenden Häusern, z.B. Doppelhäuser, Reihenhäuser oder Kettenhäuser. Wegen des besseren Schallschutzes wird sie häufig auch zweischalig ausgeführt. Zudem muss eine Haustrennwand als Brandwand ausgebildet sein.

Haustrennwandplatte

auch: Haustrennwandplatten

Bei einem Reihenhaus, aber auch in Wohnungs- und Apartementhäusern ist es unerläßlich, die Schallübertragung von einem Haus bzw. einer Wohnung zur anderen zu unterbinden. Das geschieht u.a. durch den Einbau von Haustrennwandplatten, die dichtgestoßen und vollflächig verlegt werden müssen - und zwar im Fugen-Hohlraum der üblichen gemauerten zweischaligen Hauswände. Aber auch bei Betonfertigteil- und Holzbauwänden findet die entsprechende DIN 4109 Anwendung. Die handelsüblichen Platten bestehen aus unbrennbarer Glaswolle und sind 20, 30 oder 40 mm dick.

Haustür

auch: Haustüren

Haustyp

auch: Haustypen

Die Grundstücksknappheit und die hohen Baukosten haben zu einer engen Typisierung des Hausbaus geführt. Allerdings kann jeder Haustyp durch Dachformen, Balkone, Loggien, Erker, Wintergärten usw. eine sehr individuelle Note bekommen - je nach Kreativität des Architekten.

Haustypen

auch: Haustype

Allgemeine Bezeichnung für ein Haus, das in gleicher oder ähnlicher Bauweise und Optik errichtet worden ist, zum Beispiel Walmdachbungalow, Flachdachbungalow usw.

Hauswasserversorgung

Von einer Hauswasserversorgung wird gesprochen, wenn das Trinkwasser nicht über die zentrale Wasserversorgung bereitgestellt wird, sondern auf dem eigenen Grundstück gewonnen wird. Die Trinkwassergewinnung erfolgt in diesem Fall durch einen Brunnen, z.B. durch einen Bohrbrunnen, Schachtbrunnen, Rammbrunnen oder Spülbrunnen. Gefördert wird das Brunnenwasser entweder durch Unterwasserpumpen (Tauchpumpen) oder oberirdisch aufgestellte Pumpen. Damit das Wasser sich in einem Störfall nicht in den Brunnen entleert, müssen Rückschlagventile in die Hauswasserversorgung eingebaut werden. Der Wasserdruck wird mit einem Druckkessel konstant gehalten. Bevor eine Anlage zur Hauswasserversorgung geplant wird, sollte zunächst eine Wasseranalyse vorgenommen werden.

Hauswasserzähler

auch: Großwasserzähler

Groß- und Hauswasserzähler sind Wasserzähler, die für große Durchlaufmengen ausgelegt sind. Sie messen den Wasserdurchlauf für ein Haus oder eine Wohnung. Bei einem Haus wird er an der Stelle eingebaut, an der die Wasserleitung ins Haus führt. In Mehrfamilienhäusern, in denen der Wasserverbrauch pro Wohnung getrennt abgerechnet wird, erfolgt der Einbau am Ende des jeweiligen Wasserstrangs.

Häutungshemmstoff

auch: Häutungshemmstoffe

Häutungshemmstoffe sind die Insektizide, die zur Bekämpfung von holzzerstörenden Insekten eingesetzt werden. Sie unterdrücken im Larvenstadium der Insekten die Neubildung der Larvenhaut, so dass die Insektenlarven austrocknen. Bei erwachsenen Insekten können diese Wirkstoffe zu Unfruchtbarkeit durch Schädigung der Eihüllen führen

Haynbalken

siehe Hahnenbalken.

HDF-Platte

auch: HDF-Platten

Bei der HDF-Platte handelt es sich um eine Holzwerkstoffplatte, die einer MDF-Platte ähnelt. Das HDF steht hierbei für "High Density Fibreboard" - es handelt sich demnach um eine Hartfaserplatte mit hoher Dichte. Die Hartfaserplatten werden hauptsächlich aus Nadelholz gefertigt, da dieses besonders lange Fasern besitzt. Die Platten besitzen eine glatte und eine rauhe Seite. Die raue Struktur entsteht bei der Herstellung, sie ist der Abdruck des Siebes, der zum Herauspressen des Wassers benötigt wird. HDF-Platten sind im Rohzustand (beidseitig braune Oberfläche), aber auch in zahlreichen Dekoren im Handel erhältlich. Am bekanntesten sind die HDF-Platten wohl für ihre Anwendung als Schrankrückwand. Hier ist dann eine Seite weiß lackiert. Auch Lochplatten oder Türen werden aus HDF hergestellt. Für Türen sind die Platten dann natürlich auf beiden Seiten lackiert.

Hebauffeier

siehe Richtfest.

Hebauf-Feier

auch: Hebauffeier

Die Hebauf-Feier ist dasselbe wie ein Richtfest, der Begriff Hebauf-Feier wird hauptsächlich im süddeutschen Raum verwendet.

Hebeanlage

auch: Abwasserhebeanlage, Hebeanlagen

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Eine Hebeanlage hebt das Abwasser über die Rückstauebene und führt es der Kanalisation zu. Wenn also der Keller unter dem Kanalanschluss liegt oder Fallrohre weit entfernt sind, ermöglichen es derartige Anlagen dennoch, an solchen Orten ein WC aufzustellen und anzuschließen. Aus diesem Grund lautet die fachlich richtige Bezeichnung "Fäkalienhebeanlage"; gebräuchlich ist auch der Begriff der Kleinhebeanlage, die hinter einer Toilette eingebaut wird. Fäkalien und WC-Papier werden in diesen Anlagen so zermahlen, dass eine Entsorgung über das normale Wasserrohrnetz möglich ist. Das Foto zeigt eine solche Kleinhebeanlage als Wand-Einbausatz.

Hebefaltläden

auch: Hebefaltladen

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Hebefaltläden sind die moderne Variante zur Schiebefalttüre. Während bei dieser die einzelnen miteinander verbundenen Türflügel seitlich aufge­­scho­ben und dabei zusammen gefaltet werden, öffnen sich Hebefaltläden über eine Fernbedienung ähnlich wie ein Garagen-Schwingtor - mit dem Unterschied, dass ein Schwingtor ganz unter der Garagendecke verschwindet, während sich die Hebefaltläden mittig auffalten und je nach Schaltbefehl sogar ein Vordach und damit einen Regenschutz bilden. Hebefaltläden eignen sich zum Einbau in jedes Wohnhaus und können die üblichen Hebeschiebetüren oder Schiebefalttüren ersetzen. Vor allem sind sie aber auch eine Alternative für die Gastronomie, weil sie bei gutem Wetter einen störungsfreien Zugang zum Außen-Outlet gewährleisten.

Hebefenster

auch: Hebeflügel, Aufschiebfenster

Das Hebefenster ist eine Sonderform des Schiebefensters. Dabei ist die obere Hälfte des Fensters fest und die untere Hälfte (der sogenannte Hebeflügel) lässt sich in vertikalen Führungsschienen nach oben schieben. Hebefenster sind vorwiegend in Nachkriegsbauten anzutreffen. Heutzutage werden diese, einst sehr geschätzten Elemente, für Privathäuser so gut wie nicht mehr hergestellt. In Bürogebäuden sind Hebefenster jedoch weitverbreitet.

Hebeflügel

siehe Hebefenster.

Hebeklemme

hebeklemme1.jpg hebeklemme2.jpg

Hebeklemmen werden eingesetzt, um Bleche, Stahlplatten und Bauplatten aus unterschiedlichen Materialien anzuheben und zu positionieren. Hebeklemmen verfügen über einen Spannarm und eine Gegennocke mit Federmechanismus, wobei beide Stahlteile geriffelt sind. Hebeklemmen sind so konstruiert, dass sie sich umso fester schließen, je schwerer die Last ist. Bei der Nutzung der Hebeklemmen muss der Zustand der Riffelung ständig überprüft werden. Ist diese beschädigt, müssen die Verschleißteile ausgewechselt werden, um ein Durchrutschen der beförderten Platten zu verhindern. Die Fotos zeigen links eine Campbell-Hebeklemme bis 3 t und rechts eine Hebeklemme mit Sicherheitsverschluß bis 20 t Tragekraft.

Hebel-Blechschere

auch: Hebel-Blechscheren, Hebelblechschere, Hebelscheren

Handwerkzeug zum Schneiden von Blechen und Rundmaterial. Mit der Hebel-Blechschere lassen sich Bleche mit einer Stärke bis etwa 3 mm und Rundstahl bis zu einem Durchmesser von etwa 9 mm durchtrennen.

Hebeleisen

hebeleisen.jpg

Mit diesem Werkzeug aus Rund- oder Flachstahl lassen sich Kisten aufhebeln, Türen aufbrechen, Nägel ziehen und vielerlei mehr. Es ist lang (besitzt einen großen Hebel) und auf einer Seite gebogen. Das gebogene Ende ist abgeflacht und besitzt meist Einkerbungen, die als Nagelauszug dienen.

Hebelgesetz

Das Hebelgesetz ist eine Gesetzmäßigkeit, die für die Statik von elementarer Bedeutung ist. Beispiel: Wirkt auf einen festen Körper eine Kraft, so kann eine Drehwirkung hervorgerufen werden. Wird zum Beispiel ein Holzbalken an einem Ende hochgehoben, so entsteht eine Drehung um das andere Balkenende. Der Balken kann in diesem Fall als Hebel bezeichnet werden, wobei die Balkenlänge der Hebellänge entspricht. Der Drehpunkt befindet sich an dem Balkenende, das am Boden verbleibt. Das Produkt aus der Hebellänge und der rechtwinklig dazu angreifenden Kraft wird als Drehmoment bezeichnet. Befindet sich der Hebel im Gleichgewicht, so ist die Summe aller Momente um einen Drehpunkt gleich Null, es herrscht die sogenannte Gleichgewichtsbedingung vor.

Hebelpresse

auch: Fettpresse, Hebelpressen

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Die Hebel- bzw. Fettpresse besteht aus Kolben, Zylinder, Hebel und einem Hochdruckschlauch. Sie wird mit Fettkartuschen, Füllgerät oder losem Fett befüllt. Bei Betätigen des Hebels wird das Fett durch den Schlauch mit hohem Druck herausgepresst. Das Fett wird beispielsweise zum Schmieren von Wälz- und Gleitlagern bei Kraftfahrzeugen und landwirtschaftlichen Maschinen verwendet.

Hebelrollenschere

auch: Hebelrollenscheren

Hebeschiebefenster

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Der Fensterflügel ist oben angeschlagen, wird beim Öffnen nach außen geklappt und kann zu etwa 2/3 zur Seite geschoben werden. Die Befestigung eines Insektenschutzgitters, einer Gardine oder eines Vorhangs ist problemlos, da kein Teil des Fensterflügels in den Raum ragt.

Hebeschiebekippfenster

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In Deutschland ungebräuchliche Fensterversion, bei der sich ein Fensterflügel sowohl horizontal verschieben als auch nach innen kippen läßt.

Hebeschiebetür

auch: Hebetür, Hebe-Schiebetüren, Hebeschiebetüren

Hebe-Schiebetüren müssen, wie der Name bereits sagt, durch Heben und Schieben geöffnet werden. Angehoben werden die Türen durch einen Drehgriff. Über eine Schiene wird die Tür seitlich vor ein danebenliegendes Fensterteil geschoben. Meist lassen sich Hebe-Schiebetüren kippen und in verschiedenen Stellungen arrettieren. Verwendet werden die Türen bei großen Fensteröffnungen, wenn man beispielsweise Wohnräume zum Garten öffnen oder Terrassen in Wohnräume einbeziehen will. Je nach Öffnungsbreite bestehen sie aus ein, zwei oder noch mehr Flügeln. Dabei können alle Flügel oder nur ein Teil von ihnen zu verschieben oder zu kippen sein. Nicht nur im Privatbereich, auch in Büros oder Hotels findet man solche Hebe-Schiebetür-Anlagen.

Hebe-Schiebetüranlage

auch: Hebe-Schiebetüranlagen, Hebe-Schiebetür-Anlage, Hebe-Schiebetür-Anlagen, Hebeschiebetüranlagen, Hebeschiebetüranlage

siehe Hebe-Schiebetür.

Hebetür

auch: Hebetüren

Hebezeug

Ein Hebezeug ist eine allgemeine Bezeichnung für Vorrichtungen, die Lasten heben und senken können oder Transporter entladen oder beladen können. Hebezeuge sind Schraubenwinden, Krane Hebebühnen, Elektrozüge oder hydraulische Hebeböcke oder Trommelwinden. Manche dieser Vorrichtungen können auch Güter über kurze Entfernungen transportieren. Hebezeuge gibt es mit unterschiedlichen Antriebsarten, unterschiedlichen Bremsen und unterschiedlicher Art der Kraftübertragung. Bei allen Arten von Hebezeug ist darauf zu achten, dass die zulässige Tragkraft nicht überschritten wird, da sonst erhöhte Unfallgefahr besteht.

Hebmal

andere Bezeichnung für Richtfest.

Hebung

auch: Hebungen

Hechtgaube

Sonderform der Fledermausgaube, die durch eine breit ausladende Schleppgaube gekennzeichnet ist.

Heckenbuschlage

auch: Heckenlage, Buschlage, Heckenbuschlagen

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Mit der Heckenbuschlage befestigt man Hang oder Böschung. Dazu werden Löcher in den Hang gegraben und Weidenruten senkrecht in die Löcher gestellt. Anschließend werden diese wieder zugeschüttet. Die Heckenbuschlage kombiniert Heckenlage und Buschlage, das heißt es werden sowohl bewurzelte als auch unbewurzelte, ausschlagfähige Pflanzen verwendet. Dies hat den Vorteil, dass von Beginn an ein hoher Wirkungsgrad vorhanden ist. Geeignete Pflanzen für den Buschlagenbau sind verschiedene Weidenarten wie beispielsweise Silberweide, Grauweide, Reifweide, Mandelweide oder Korbweide und bewurzelungsfähige Pappelarten. Zum Heckenlagenbau eignen sich unter anderem Hainbuche, Bergahorn, Haselnuss, Weissdorn, Sanddorn, Esche und Schlehe. Die Heckenbuschlage wird an nicht zu steilen Hängen mit normaler Erosionsgefahr eingesetzt.

Heckenlage

auch: Heckenlagen

Heckenschere

auch: Heckenscheren

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Mit diesem Elektrowerkzeug werden Hecken und Sträucher geschnitten. Dabei bewegen sich zwei Messerbalken hin und her. An diesem Balken befinden sich mehrere Messer schräg zur Bewegungsrichtung. Die Messer können ein- oder doppelseitig angeordnet sein. Beim Umgang mit der elektrischen Heckenschere ist besondere Vorsicht geboten, da das Scherblatt mit den scharfen Schneiden schon so manche Verletzung verursacht hat.

Heft

auch: Hefte

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Der Griffteil eines Messers, einer Feile oder einer Raspel wird als Heft bezeichnet. Das Heft besteht aus Kunststoff oder Hartholz. Es sind auch Feilenhefte im Handel, die austauschbare Einsätze haben und für die gebräuchlichsten Feilen eingesetzt werden können (Foto Cooper Tools).

Hefthammer

auch: Hefthämmer

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Der Hefthammer ist ein Verwandter des Handtackers. Aber anders als bei einem Tacker werden die Drahtstifte nicht durch Federdruck in das zu befestigende Material getrieben, sondern wie bei einer Schlagbewegung mit einem Hammer. Hefthämmer werden vor allem von Dachdeckern benutzt, um damit Dachbahnen zu fixieren. Das Gerät ist jedoch sehr vielseitig einsetzbar - etwa um Unterspannbahnen oder Verpackungsfolien zu befestigen. Hefthämmer werden in Ausführungen für Flachdrähte und Runddrähte hergestellt.

Heidefirst

Der Heidefirst ist ein aus Heidekraut bestehender Dachfirst bei einem Reetdach oder Strohdach. Bei der Erstellung befestigt der Dachdecker auf beiden Seiten des Firstes einen kunststoffummantelten Maschendraht und stopft das Heidekraut von beiden Seiten fest unter den Draht, der im nächsten Arbeitsschritt in der Mitte zusammengenäht wird. So wird das Heidekraut fest auf dem First gehalten. Anstelle des Heidekrauts kann auch Stroh verwendet werden. Heidekraut ist von der Farbe her eher dunkel, das Stroh hingegen leuchtet ins Gelbliche hinein.

Heidenhaus

Das Heidenhaus ist keinesfalls ein Haus, in dem Heiden wohnen. Vielmehr ist es die Urform des Schwarzwaldhauses mit einem fast bis zur Erde herabgezogenen Vollwalmdach.

Heimfall

Begriff aus dem Erbbaurecht. Bei einem Heimfall fällt das im Erbbaurecht übertragene Grundstück an den Grundstückseigentümer zurück, es fällt diesem also "anheim". Gründe für den sog. Heimfall werden immer in der Notarurkunde aufgelistet. Ein triftiger Grund für den Heimfall wäre z.B., wenn ein Erbbaugrundstück für den Bau eines Einfamilienhauses übertragen worden ist, der Bauherr des Hauses daraus aber ein Tierheim macht. Die Gerundstückseigentümer, die das Erbbaugrundstück überlassen, versuchen fast immer, so viele Gründe wie möglich für den Heimfall notariell beglaubigen zu lassen. Ob ein Heimfall gegeben ist, müssen fast immer die Gerichte entscheiden. Tritt der Heimfall ein, steht dem Erbauer des Hauses eine Entschädigung zu.

Heimtrockner

Fantasievolle Bezeichnung für einen Entfeuchter.

Heimwerkerhobel

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Der Begriff des "Heimwerkerhobels" oder auch "Knabenhobels" ist mit der Heimwerkerwelle in den 70-er Jahren aufgekommen. Im Prinzip handelt es sich um einen Schlichthobel in einfacherer Ausführung, der für normale Hobelarbeiten oder als Übungswerkzeug im Werkkundeunterricht eingesetzt wird. Üblicherweise ist der Heimwerkerhobel aus Holz gefertigt. Er wird aber auch in Metallausführung angeboten (siehe Foto).

Heißbitumen

Heißbitumen ist heiß zu verarbeitendes Bitumen, wie Destillationsbitumen, Straßenbaubitumen und Bitumen besonderer Aufbereitung. Heißbitumen wird nicht nur beim Gießverfahren für Bitumenbahnen eingesetzt, sondern auch zum Verkleben von anderen Baustoffen, z.B. Dämmstoffen aus Schaumglas usw. Die Verarbeitung entspricht entweder dem Gießverfahren - meist aus einer Gießkanne wird das heiße Bitumen auf den Untergrund gegossen und die Dämmstoffe werden in das noch flüssige Bitumen gelegt - oder die Dämmstoffe werden in heißes Bitumen getaucht und dann verklebt. Anschließend wird häufig noch ein Dichtanstrich aus Heißbitumen mittels Besen oder Bürste aufgetragen.

Heißeinbau

Bauweise unter Verwendung von Asphaltmischgut, das mit einer Temperatur von mindestens 120°C hergestellt und eingebaut wird. Als Bindemittel dient Straßenbaubitumen. Dünne Asphaltschichten im Heißeinbau sind sofort nach dem Auskühlen und Verdichten ohne Einschränkung befahrbar und haben sich vor allem bei Splittasphaltmastix als außerordentlich haltbar erwiesen.

Heißkleben

Unter Heißkleben versteht man Verklebungen von Klebstoffen, welche sich unter Hitzeeinwirkung verflüssigen (siehe Heißkleber). Sie werden im flüssigen Zustand auf die Klebeflächen aufgebracht. Nach dem Zusammenfügen der Klebeflächen muss die Klebefläche bis zum Erkalten des Klebers fixiert sein. Erst dann hat der Kleber seine Endfestigkeit. Durch erneutes Erhitzen kann der Kleber wieder verflüssigt und die Klebekraft aufgehoben werden.

Heißklebepistole

auch: Klebestick, Heißklebepistolen

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Heißklebepistolen verwendet man zum Heißkleben. Sie verfügen über eine Heizpatrone und ein Vorschubsystem. Mittels des manuell betätigten Vorschubsystems wird der stabförmige Heißkleber, auch Klebestick genannt, durch die Heizpatrone gedrückt. Innerhalb der Patrone wird der Kleber erhitzt und tritt dann verflüssigt durch eine Düse aus. Die Temperatur der Heizpatrone ist elektronisch geregelt, weshalb es auch im Dauerbetrieb nicht zur Überhitzung kommt. Durch die hohe Schmelztemperatur von 150°C bis 180°C des Klebers ist bei der Anwendung jedoch Vorsicht geboten, um Verbrennungen zu vermeiden. Auch in diesem Bereich haben sich mittlerweile die Lithium-Ionen-Akkus etabliert und ermöglichen ein kabelloses Arbeiten, auch an Plätzen die nicht über eine Stromversorgung verfügen. Eine Akkuladung kann hier für bis zu 6 Klebesticks reichen.

Heißkleber

Heißkleber sind bis zu einer Temperatur bis etwa 50°C fest, darüber hinaus werden sie sehr schnell flüssig. Es gibt Heißkleber in verschiedenen Farben und Härtegraden. Sie eignen sich nicht für dauernde Wasser- und Lösemitteleinwirkung, sind aber gut alterungsbeständig. Verklebt werden können mit Heißkleber alle Werkstoffe mit saugfähigen oder porösen Oberflächen, welche entsprechend hitzebeständig sind. Typische Werkstoffe sind Holz, Holzwerkstoffe, Steinwerkstoffe und Faserwerkstoffe wie Gewebe, Leder, Karton und Papier. Nicht mit Heißkleber verklebt werden können alle Werkstoffe mit glatter, nicht saugfähiger Oberfläche wie Glas, Metall und glatte Kunststoffe. Auch Hitzeempfindliche Kunststoffe wie beispielsweise Polystyrolschäume können nicht verklebt werden. Verarbeitet wird Heißkleber mit der Heißklebepistole.

Heißluftgebläse

Heißluftpistole

auch: Heißluftpistolen

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Dieses Werkzeug für Haushalt, Hobby und Handwerk funktioniert ähnlich wie ein Fön, nur dass die Luft bis zu 700°C heiß sein kann. Verwendet wird die Heißluftpistole zum Entfernen von Lack, zum Auftauen von vereisten Leitungen, zum Verschrumpfen und Verformen von Kunststoffen und Kabeln, zum Weichlöten von Zinn und Silberlot, zum Löten von Kabelschuhen, zur Vernichtung von Ungeziefer, zum Anzünden von Grillkohle, zur Wachspflege von Ski und Snowboard, zum Lösen von Fußbodenbelägen, zum Emaillieren von Schmuck etc. Gute Heißluftpistolen haben einen Taster mit LED-Anzeige zur stufenlosen Temperatureinstellung und eine dreistufige Luftmengeneinstellung.

Heißluft-Schweißautomat

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Heissluft-Schweißautomaten werden von Bodenlegern eingesetzt, wenn sie Bodenbeläge aus Kunststoff "auf Stoß" miteinander verschweißen müssen, insbesondere solche aus PVC = Polyvinylchlorid. Was beim Verlegen von Fliesen oder Naturstein das Verfugen, ist beim Verlegen von thermoplastischen Belägen das Verschweißen. Das Foto zeigt einen solchen Automaten der Firma Leister. Artverwandte Geräte werden hergestellt, um z.B. Dachbahnen überlappend zu verschweißen.

Heißluftverfahren

Verfahren zur Bekämpfung von holzzerstörenden Insekten. Das Heißluftverfahren beruht auf der Erkenntnis, dass Eier, Larven, Puppen oder Käfer bei einer Temperatur oberhalb von 48°C absterben. Bei dieser Temperatur gerinnt das Körpereiweiß. Laut DIN 68800 beträgt die Abtötungstemperatur 55°C bei einer Abtötungszeit von einer Stunde. Befallene Bauteile müssen daher mit Heißluft solange behandelt werden, bis im ganzen Querschnitt die geforderte Temperatur über eine Stunde anhält. Die Einblastemperatur sollte aus Gründen der Feuersicherheit 120 Grad nicht überschreiten. Zudem müssen die Austrittsöffnungen der Heißluftzuleitungsrohre mindestens einen Meter von leicht entflammbaren Stoffen der Baustoffklasse B3 (Papier, Pappe und ähnliches) entfernt bleiben. Hitzeempfindliche Bauteile wie Unterspannbahnen, Teerdächer, Antennen oder Kabeldosen müssen einer niedrigerer Temperatur bei längerer Heizzeit ausgesetzt werden. Durch das Heißluftverfahren können Anstriche Blasen werfen, insbesondere in der Nähe der Ausblasöffnungen. Zudem tritt durch die Austrocknung eine geringe Rißbildung oder Rißerweiterung bei Holz ein. Dies ist bei Bauholz unter dem Dach jedoch unbedenklich, zumal es möglich ist, der heißen Luft Wasser beizufügen und somit die Rißgefahr zu mindern.

Heißpressenleim

auch: Harnstoffharzleim, Heißpressenleime

Unter diesem Begriff werden Harnstoffharzleime verstanden, die für Furnierarbeiten in Heißpressen eingesetzt werden. In Pulverform werden sie erst bei Bedarf mittels Wasserzufuhr zu einer gebrauchsfertigen Leimflotte angerührt. Die Presszeiten sind in der Regel sehr kurz und das Werkstück kann schnell weiterverarbeitet werden. Harnstoffharzleime zeichnen sich durch hohe Leimdurchschlagssicherheit aus. Ein weiterer großer Vorteil sind die geringen Materialkosten. Bei Verarbeitung von geringen Mengen, z.B. bei kleinen Stückzahlen oder bei Furnierarbeiten ohne Wärmezufuhr, ist es vorteilhafter, Weißleime einzusetzen.

Heißrecycler

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Mit Heißrecyclern lassen sich Deckschichten von Asphaltstraßen, von der Stadtstraße bis zur Autobahn, in kürzester Zeit sanieren. Die schadhafte Asphaltdeckschicht wird mit Vorheizgeräten und den Infrarot-Heizelementen am Heißrecycler (Remixer) bis zu einer maximalen Arbeitstiefe von 6 cm schonend aufgeheizt. Dahinter lockern rotierende Aufreißer den bituminösen Belag auf. Beim „Remix“-Verfahren wird der Belag mit Korrekturmischgut und / oder heißem Bitumen in einem Zweiwellen-Zwangsmischer homogen durchmischt. Eine Einbaubohle baut das neue Asphaltmischgut profilgerecht wieder ein. Beim „Remix plus“-Verfahren recycelt man den vorhandenen Asphaltbelag ebenfalls und baut ihn ein. Gleichzeitig wird darüber eine zweite Schicht aus neuem Mischgut eingebaut. Das Ergebnis ist eine zu 100 % recycelte Schicht, überzogen mit einer neuen Deckschicht. Der gesamte Aufbereitungsprozess läuft in einem Arbeitsgang direkt auf der Fahrbahn als wandernde Baustelle ab.

Heißvergussmasse

Dieses Wort mit dreimal Doppel-"s" kommt im Tiefbau besonders häufig vor. Es handelt sich dabei um hochelastische Vergussmassen, die Bitumen enthalten. Vermischt mit Mineralstoffen, wird aus Bitumen bekanntlich Asphalt für den Straßenbau. Beim Aspaltieren von Straßen, beim Betonieren von Brücken insbesondere im sog. Schrammbordbereich und nicht zuletzt bei Reparaturen an Straßenbelägen kommen derartige Heissvergussmassen zum Einsatz, um Fugen dauerhaft zu schließen.

Heißwasserspeicher

Elektrisches Gerät zur Heißwasserbereitung. Das sich ständig in einem wärmegedämmten Innenbehälter befindliche Wasser wird durch Elektroheizkörper direkt erwärmt und automatisch als ständige Bereitschaft auf Höhe der einstellbaren Temperatur gehalten. Druckspeicher können mehrere, drucklose Speicher nur eine Zapfstelle versorgen.

Heißwasserzähler

Wasserzähler für eine Temperatur von mehr als 90°C.

Heizband

auch: Heizbänder

Um ein Zufrieren von Fallrohren, Dachrinnen usw. zu verhindern, werden elektrische Heizbänder am Rohr oder an der Rinne angebracht. Diese wärmen im Bedarfsfall so auf, dass Wasser nicht gefrieren kann. Heizbänder sind schutzisoliert und können auch vom Heimwerker in Eigenleistung verlegt werden. In nicht wärmegedämmten und/oder unbeheizten Innenbereichen sorgen Heizbänder für frostfreie Warmwasserleitungen und für konstante Temperaturen im Heizungsrohr.

Heizeinsatz

auch: Heizeinsätze

siehe Kamineinsatz.

Heizelementschweißen

Das Verfahren des Heizelementschweißens wird im Bauwesen bei der Bauwerksabdichtung verwendet. Die Naht- und Stoßverbindungen von Kunststoff-Dichtungsbahnen werden dabei durch einen Heizkeil plastifiziert und unmittelbar danach durch Druck verbunden.

Heizenergieverbrauchskennwert

auch: Heizenergieverbrauchskennwerte

Der Heizenergieverbrauchskennwert wird zur Berechnung des Energieverbrauchs nach der Energieeinsparverordnung und zur Erstellung des Energieausweises herangezogen. Der Heizenergieverbrauchskennwert beeinhalte den Energieeinsatz für die Raumheizung und den Energieverbrauch für die Warmwasserbereitstellung. Die Warmwasserbereitstellung wird allerdings nur mit einbezogen, wenn diese über den zentralen Wärmeerzeuger erfolgt. Die Warmwasserbereitstellung über andere Quellen ist entsprechend zu vermerken. Die Einflüsse der jährlich veränderlichen Witterung und die Vergleichbarkeit der Kennwerte werden durch Einbeziehung der Gradtagzahlen berücksichtigt. Zur Bildung der Verbrauchskennwerte können unterschiedliche Bezugsfläche bzw. -volumina und Betrachtungszeiträume genutzt werden. Gebräuchlich ist die Bruttogrundfläche und das Kalenderjahr.

Heizestrich

auch: Heiz-Estrich

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Heizestrich ist ein schwimmender Estrich, der zur Aufnahme von Heizelementen für die Raumheizung sowie der Wärmespeicherung dient. Je nach Lage der Heizelemente werden Heizestriche in die Bauarten A, B, C unterteilt. Bauart A: Heizelement innerhalb der Estrichschicht.   Bauart B: Heizelement innerhalb der profilierten Dämmschicht.   Bauart C: Heizelement innerhalb der separaten Estrichausgleichsschicht. Der Heizestrich muss grundsätzlich den Anforderungen des schwimmenden Estrichs genügen. Die Dicke der Estrichschicht richtet sich nach der Bauart. Die Überdeckung der Heizelemente muss jedoch mindestens 45 mm betragen. In der Bezeichnung des Heizestrichs wird zunächst der verwendete Estrich mit der Festigkeitsklasse angegeben (hier ZE 20). Es folgen die Konstruktionsbezeichnung (S) und Überdeckungshöhe der Heizelemente (hier 50). Der Zusatz H steht für Heizestrich. (Estrich DIN 18560 - ZE 20 - S 50 - H).

Heizfolie

auch: Heizfolien

Bei der Heizfolie wird im Siebdruck eine elektrisch leitende Beschichtung auf eine Trägerfolie aufgebracht. Die Verteilung und Dicke der aufgedruckten Polymerschicht bestimmen den elektrischen Widerstand, der nach allseits bekanntem physikalischen Prinzip dann Wärme erzeugt. Die Folien werden mit speziellen Haftklebern mit allen Gegenständen verbunden, die eine Mindest-Niedrigtemperatur benötigen. Das können Ampeln sein, die auch bei starkem Frost funktionieren müssen, oder Terrarien, Tierkäfige usw. Für den Einsatz im Bauwesen liegen keine verläßlichen Erkenntnisse vor. Vorstellbar ist, dass kleinere Räume durch an Decken oder Wänden oder in Fußböden aufgebrachte Heizfolien eine Zusatzheizung erhalten oder dass Kellerräume, die als Weinkeller dienen, im Winter in einer "weingerechten" Raumtemperatur gehalten werden. Heizfolien werden entweder durch Flachstecker oder durch Verlötung von isolierten Anschlüssen mit Strom versorgt.

Heizglas

Dieses Glas ist allseits bekannt als aufheizbare Heckscheibe im PKW. Heizglas ist ein Verbundglas, zwischen dessen Glasscheiben Drähte oder Folienstreifen eingebracht sind. Diese fungieren als elektrische Widerstandsheizung. Allerdings kann Heizglas auch im ganz normalen Wohnungs- oder Gewerbebau zum Einsatz kommen.

Heizgradtage

Die Heizgradtage HGT sind die über alle Heiztage eines Jahres gebildete Summe der täglich ermittelten Differenz zwischen Raumlufttemperatur und mittlerer Tagesaußentemperatur.

Heizkabel

Heizkabel sind spezielle Kabel, die zum Beispiel für die Temperierung oder Eisfreihaltung kleinerer Flächen eingesetzt werden, z. B. als Dachrinnenheizung, Rohrbegleitheizung, für Treppenstufen und Eingangsbereiche. Die Heizkabel funktionieren in diesem Fall wie kleine, elektrische Heizleiter. Durch die Selbstregulierung der Heizkabel wird die Stromaufnahme und Wärmeabgabe dem Wärmebedarf automatisch angepasst, so dass keine separaten Steuerungen notwendig sind.

Heizkamin

auch: Heizkamine

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Ein Heizkamin sieht aus wie ein offener Kamin. Er kann rustikal oder sehr modern gestaltet sein, verkleidet mit schönen Kacheln oder Marmor. Und auch das flackernde Feuer sieht man durch eine Glasscheibe. Der Heizkamin funktioniert wie ein Kachelkamin, er besitzt lediglich eine größere Glasscheibe. Durch die Keramikglasscheibe wird dem Feuerraum die große Sogwirkung zur Raumluft genommen. Der Heizkamin bekommt nur die zur Verbrennung benötigte Luftmenge zugeführt. Dadurch arbeitet er mit einem deutlich besseren Wirkungsgrad als ein offener Kamin. Die Kachelwände geben zudem noch sanfte Strahlungswärme an die Umgebung ab. Ein Heizkamin könnte die Lösung sein für alle, die keinen geeigneten Schornsteinquerschnitt für einen offenen Kamin besitzen. Foto: Rittmayer + Partner

Heizkeilschweißen

Das Heizkeilschweißen ist ein handwerkliches Verfahren zum stoffschlüssigen Verbinden von Kunststofffolien (vornehmlich aus Polyethylen, Polypropylen und Poylvinylchlorid) mit einer Stärke von 1 bis 4 mm. Sein Hauptanwendungsgebiet umfasst die Herstellung von Basis- und Oberflächenabdichtungen von Deponien. Bei dieser Technologie wird die Plastifizierung der Fügeflächen durch den direkten Kontakt des Werkstoffes mit einem elektrisch beheizten Keil realisiert. Dabei gleiten die beiden Bahnen über die Ober- und Unterseite des Heizelementes. Das Fügen der überlappenden Bahnen geschieht mit Hilfe geriffelter Andruckrollen. Sie dienen außerdem dem Vortrieb der Schweißmaschine.

Heizkessel

Die zentralen Punkte einer Heizungsanlage sind der Kessel und der passende Brenner. Gerade in diesen Bereichen sind in den vergangenen Jahren ganz erhebliche technische Fortschritte gemacht worden, so dass die heute erhältlichen Systeme viel effizienter arbeiten. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von unterschiedlichen Kesseltypen. Die Unterschiede liegen unter anderem in der Art der Befeuerung und der Konstruktion. Die meisten Kessel lassen sich mit Öl oder Gas beheizen. Modelle, die nur mit Koks oder wahlweise mit Koks und Öl funktionieren, spielen am Markt praktisch keine Rolle mehr. Am Markt beginnen sich aber die Heizkessel zu etablieren, die mit Holzpellets beschickt werden. Nach der Konstruktion unterscheidet man Niedertemperaturkessel, Gas-Spezialkessel und Brennwertkessel.

Heizkörper

Ein Heizkörper ist ein Gerät, das die im Heizkessel erzeugte Wärme an einen Raum überträgt. Die Wärmeübertragung erfolgt durch Konvektion und/oder Strahlung. Entsprechend unterscheidet man bei Heizkörpern Konvektoren (wasserdurchflossene Rohre mit dicht aufgereihten Aluminiumlamellen) und Radiatoren. Radiatoren bestehen aus wasserführenden Rippen, Gliedern oder Platten, die miteinander verbunden sind. Dazu zählen auch die heute überwiegend eingesetzten Flachheizkörper.

Heizkörperbekleidung

auch: Heizkörperverkleidung, Heizkörperbekleidungen

Heizkörperbekleidungen werden zum Verdecken von Heizkörpern verwendet, wenn diese entweder hässlich sind oder nicht zur Inneneinrichtung passen. In diesem Fall werden Heizkörperbekleidungen in Oberfläche, Form, Struktur und Farbe mit den Möbeln des Raumes abgestimmt. Heizkörperverkleidungen werden meist montagefertig geliefert und sind zur Reinigung des Heizkörpers abnehmbar. Verwendete Materialien für Heizkörperverkleidungen sind beispielsweise Holz, Keramik oder Flechtwerk.

Heizkörperkonsole

auch: Heizkörperkonsolen

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Eine Heizkörperkonsole ist eine Vorrichtung, welche das Anbringen von Ablageflächen in den verschiedensten Werkstoffen am Heizkörper ermöglicht. Es gibt verzinkte und weiß beschichtete Konsolentypen, Konsolentypen für Rippenheizkörper und für Flachheizkörper sowie universell für beide Typen verwendbare Heizkörperkonsolen.

Heizkörperlack

auch: Heizkörperlacke

Ein hitzebeständiger Lack, dem Temperaturen bis etwa 150° nichts anhaben. Ein solcher Lack blättert also bei Hitze nicht ab und er sollte sich auch durch Hitzeeinwirkung nicht verfärben. Für den Anstrich werden spezielle Heizkörperpinsel und kleine Rollen verwendet; die Industrie bietet auch Heizkörperlacke in der Spraydose an. Heizkörperlack ist auch unter dem Begriff "Thermolack" im Handel.

Heizkörperpinsel

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Dieser flache Pinsel hat einen langen, teilweise abgewinkelten Stiel mit verstärkter Metallzwinge. Zu den Heizkörperpinseln gehört auch der besonders flache Plattpinsel. Der Heizkörperpinsel wurde ursprünglich, daher auch der Name, dazu verwendet, die Rippen des Heizkörpers zu streichen. Er eignet sich aber auch gut zum Vorstreichen der Ecken und Kanten eines Raumes und zum Streichen von schwer zugänglichen Stellen.

Heizkörperrolle

Die Heizkörperrolle dient zum Rollen von der zugänglicheren Stellen an Heizkörpern. Die unzugänglichen Stellen erreicht man mit dem Heizkörperpinsel. Weitere Verwendung finden Heizkörperrollen aber auch beim Vorlegen von Kanten beim Wand- oder Deckenanstrich und zum Auftragen von Dispersionslacken. Heizkörperrollen sind auch praktisch zum Verstreichen von Dispersionsfarbe an Deckenrändern. Die Heizkörperrolle ist quasi eine Farbrolle im Kleinformat.

Heizkörperventil

auch: Heizkörperventile

Heizkörperverkleidung

auch: Heizkörperverkleidungen

Heizkostenverteiler

Heizkostenverteiler sind Messgeräte, die den Heizöl-Verbrauch oder Gasverbrauch an einem einzelnen Heizkörper erfassen. Man findet sie meist in kleineren Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern, um die Heizkosten verbrauchsabhängig berechnen zu können. Der Heizkostenverteiler erfasst keine physikalischen Einheiten wie Liter oder Gramm, sondern zeigt abstrakte Recheneinheiten an, die den jeweiligen Anteil am Gesamtverbrauch im Gebäude darstellen. Erst aus dem Verhältnis mehrerer gleichartiger Heizkostenverteiler in einem Gebäude errechnen sich also die konkreten Heizkosten zum Beispiel für eine Wohnung. Die Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip sind die klassische Variante dar. In diesen Heizkostenverteilern bildet die temperaturabhängige Verdunstungsrate einer speziellen Messflüssigkeit die relevante Messgröße. Neben Heizkostenverteilern nach Verdunstungsprinzip, gibt es auch Heizkostenverteiler in elektronischer Ausführung. Bei diesen Heizkostenverteilern ist es nicht mehr notwendig, dass die Wohnung zum Ablesen des Verbrauchs betreten werden muss, das funktioniert in diesem Fall über Funk. Diese Geräte stellen bei Niedertemperatur-Heizanlagen oder bei besonderen Anforderungen hinsichtlich Zwischenablesungen eine sinnvolle Alternative dar.

Heiz-Kraft-Anlage

auch: Heiz-Kraft-Anlagen, Heizkraftanlage

Unter einer Heiz-Kraft-Anlage ist ein Heizkessel zu verstehen, der auch Strom erzeugt - also eine Kombination von Stromerzeuger mit einem Heizkessel - oder umgekehrt. Der Verbrennungsmotor im Heizkessel wird mit Flüssiggas, Erdgas oder Heizöl betrieben. Die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme wird in einem Pufferspeicher zwischengelagert und für die Beheizung eines Wohnhauses verwendet. Nach Herstellerangaben können solche Anlagen so variabel ausgelegt werden, dass sogar Mehrfamilienhäuser beheizt werden können, wobei Strom erzeugt wird, der deutlich billiger als der vom E-Werk gelieferte sein soll.

Heizkraftwerk

Dieser Kraftwerkstyp wird oft mit Kohle, verschiedentlich aber auch mit Erdgas, Erdöl oder Müll und zunehmend mit Biomasse betrieben. Das Heizkraftwerk dient der gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und Strom (Kraft-Wärme-Kopplung). Wasserdampf treibt dabei eine Turbine an und wird gleichzeitig einem Kondensator zugeführt, der die Abwärme einem Fernheizungskreislauf überträgt. Verglichen mit getrennter Erzeugung von Strom und Wärme in entsprechenden Kraft- bzw. Heizwerken verbrauchen Heizkraftwerke deutlich weniger Brennstoff für die gleiche Wärme- und Strommenge. Dies bedeutet: Energieeinsparung sowie geringerer Schadstoffausstoß.

Heizkreis

auch: Heizkreise

Ein oder mehrere Heizkörper bilden mit den dazugehörigen Komponenten wie Pumpe, usw. einen Heizkreis - gleiches gilt auch für die Fußbodenheizung. So werden z. B. beim Einfamilienhauses, in welchem sowohl Heizkörper als auch ein Fußbodenheizungssystem zum Einsatz kommen, die Heizkörper zu einem Heizkreis zusammengefasst und die Fußbodenheizung, die mit niedrigeren Temperaturen betrieben wird, zu einem zweiten Heizkreis.

Heizkreisverteiler

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Das Heizungswasser führende Heizungsrohr mündet in einen Heizkreisverteiler ein, von dem aus die in die einzelnen Räume führenden Heizungsrohre "unterverteilt" werden. Heizkreis-verteiler sind aus Messing gefertigt mit Außengewinde für den Rohranschluß. Die Endstücke sind mit Verschraubung, Füllhahn und Entlüftungsventil ausgestattet.

Heizkurve

Die Heizkurve einer witterungsgeführten Regelung bestimmt den Zusammenhang von Außentemperatur und Vorlauftemperatur. Jeder Außentemperatur entstpricht eine bestimmte Vorlauftemperatur. Die Heizkurve verläuft nicht als Gerade, sondern als leicht geschwungener Bogen. Das liegt daran, dass die Wärmeabgabe der Heizkörper an die Raumluft bei verschiedenen Temperaturen unterschiedlich abläuft. Der Anstieg der Heizkurve, die Steilheit, bestimmt das Temperaturniveau der Heizung. Der Heizungsinstallateur stellt die Steilheit der Heizkurve am Regelgerät entsprechend der Wärmeabgabecharakteristik der Heizkörper ein.

Heizleisten

auch: Heizleiste

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Heizleisten (engl. base-boards) sind eine Ausführungsform von Wandheizungen, somit eine Vollheizung (und kein bloßer Zusatz zu einer anderen Heizung). In Nordamerika (USA bzw. Canada) nach dem 2.Weltkrieg entwickelt, haben sie dort wegen der energetischen Vorteile und des optimalen Raumklimas die Heizkörper weitgehend verdrängt. Im europäischen Raum werden ihre Vorteile zunehmend wahrgenommen. Da der menschliche Körper mehr Energie produziert, als er benötigt, muss er den Überschuss abgeben. Aufgrund seiner Oberflächentemperatur von ca. 30°C geschieht diese Abgabe hauptsächlich über Wärmestrahlung an kältere Umgebungsflächen (neben Atmung und Konvektion). Daher suchen wir im Sommer gerne eine schattige Umgebung. In der kälteren Jahreszeit werden diese aber leicht zu kalt, sodass er zu stark auskühlt ("uns wird kalt"). Dem können wir entgegenwirken, indem wir die Oberflächentemperatur der Gebäudehülle erhöhen (rauminnenseitig natürlich). Heizleisten sind zu diesem Zweck einfach und wirksam. Sie bestehen aus einem eingehausten Kleinkonvektor in Bodennähe, der mit Warmwasser oder elektrisch betrieben wird. Er soll einen nur leichten wandnahen warmen Luftstrom erzeugen, der seine Wärme an die kälteren Wände darüber abgibt und somit deren Oberflächentemperatur anhebt, bis wir uns wieder thermisch wohl fühlen. Angenehme Begleiterscheinungen: - Die Raum- = Atemluft bleiben dabei praktisch unbewegt (wohltuend für die Atemwege) und die Füße durch keinen bodennahen Luftstrom gekühlt. -Annähernd gleiche Temperaturverteilung im Raum wegen des Strahlungsausgleichs (auch an den Möbeln), wir fühlen uns rundum wohl. - Die Wandtemperatur ist immer höher als Raumlufttemperatur, daher keine Feuchtekondensation und Schimmelbildung. - Trocknen der Außenwände bis zu einer deutlich tieferen Ausgleichsfeuchte, was den Wärmedurchlasswiderstand merklich erhöht, bei entsprechender Energieeinsparung.

Heizleistung

Der Wert gibt an, wieviel die Heizung leisten muss, um den Wärmebedarf eines Hauses zu decken. Der Wärmebedarf wird nach DIN 4701 berechnet. Der Heizkessel muss also mindestens diese Leistung aufbringen können. Moderne Niedrigenergiehäuser brauchen auch an frostigen Tagen verhältnismäßig wenig Heizwärme. Im Interesse einer komfortablen Warmwasserversorgung dimensioniert man die Heizungen jedoch meist etwas größer als nach DIN 4701 erforderlich wäre.

Heizlüfter

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Heizlüfter bzw. Elektroschnellheizer sind kompakte, tragbare Geräte mit Anschlussleitung und Stecker in schutzisolierter Ausführung. Sie werden hauptsächlich für temperäres Heizen bzw. Heizen in Notsituationen verwendet. Die gewünschte Raumtemperatur lässt sich bei einem Heizlüfter mit Hilfe eines Leistungsschalters und eines Raumthermostates einstellen. Die Geräte können im Sommer als Lüfter (Kaltluftstufe) genutzt werden.

Heizölabscheider

siehe Abscheider.

Heizöl EL

Heizöl extra leicht (Heizöl EL) ist ein leichtflüssiger und aschefreier Brennstoff mit festgelegten Qualitätseigenschaften. Sein hoher Heizwert (10,08 kWh/l) und der günstige Marktpreis machen Heizöl zu einer besonders wirtschaftlichen Heizenergie. Und da sich Heizöl EL erst bei über 55 °C entzündet, lässt es sich einfach und sicher handhaben und lagern. Die Qualität von Heizöl EL wird durch vielfältige Kontrollverfahren während und nach dem Raffinerieprozeß garantiert. Und die Qualität von Heizöl EL wird ständig verbessert, um den Anforderungen moderner, energiesparender Technik zu entsprechen.

Heizöl EL schwefelarm

Besonders umweltschonend ist der Betrieb einer Öl-Brennwertanlage mit der eigens dafür entwickelten Sorte Heizöl EL schwefelarm. Wichtigste Eigenschaft der neuen Heizölqualität ist die nahezu rückstandsfreie, besonders saubere Verbrennung. Sie garantiert eine gleichbleibend optimale Energieausnutzung, senkt also den Heizölverbrauch. Zudem verringert sie den Wartungsaufwand bei Kessel und Brenner und erhöht die Lebensdauer der Ölheizung. Kosten mindernd wirkt sich überdies die nicht mehr erforderliche Kondensatneutralisation bei Brennwertanlagen bis 200 kW aus. Schwefelarmes Heizöl reduziert die Luftschadstoffemissionen deutlich. Mit maximal 50mg/kg oder 0,005 Prozent Schwefelanteil – Standard-Heizöl darf bis 2000 mg/kg Schwefel enthalten – sinken die SO2-Emissionen der Ölheizung um den Faktor 40 und erreichen ein vergleichbares Niveau wie Erdgasheizungen. Die Vorteile von Heizöl EL schwefelarm kommen auch in konventionellen Öl-Niedertemperaturkesseln zum Tragen. Die Heizgeräteindustrie empfiehlt das schwefelarme Heizöl ausdrücklich für alle Ölheizgeräte.

Heizöl extra leicht

siehe Heizöl EL.

Heizöl-Lagertank

auch: Heizöl-Lagertanks

Heizöl-Lagertanks werden auch als Öltanks, Lagerbehälter oder Tankanlagen bezeichnet. Stehen mehrere dieser Lagerbehälter nebeneinander und sind durch Rohrleitungen miteinander verbunden, spricht man von Tankanlagen oder Batterietanks. Heizöl-Lagertanks werden aus Stahl oder einer Mischung aus Polyesterharz und Glasfasern hergestellt, weshalb sich der auch der Begriff GFK-Tank (glasfaserverstärkter Kunststoff) durchgesetzt hat. Die Tanks müssen hohem Sicherheitsstandard entsprechen, weshalb die Bezeichnung "Sicherheitstank" auf alle derartige Behältnisse zutrifft. GFK-Tanks können bis zu einem Füllvolumen von 5.000 l fast überall aufgestellt werden, ohne dass um den Tank eine Auffangwanne gemauert werden muss. Die länderrechtlichen Vorschriften differieren in diesem Punkt jedoch. Doppelwandige GFK-Tanks können sogar in Wasserschutzgebieten aufgestellt werden, ohne dass ein Auffangraum angelegt werden muss. Grundsätzlich müssen derartige Tanks der Feuerwiderstandsklasse F 30 entsprechen. Heizöl-Lagertanks sind mit einem Geruchsverschluss und einem Füllstandanzeiger ausgestattet.

Heizplatten

auch: Heizplatte

Heizplatten werden vor allem als Wandheizung eingesetzt. Sie bestehen in der Regel aus Marmor, Granit oder keramischen Platten, die durch eine Wärmequelle aufgeheizt werden. Die Platten speichern die Wärme "wie beim Kachelofen" und geben diese als Strahlungswärme ab.

Heizraum

auch: Heizräume

Der Heizraum ist für den Laien jeder Raum, in dem die Feuerstätte für die Heizung aufgestellt wird. Der Experte bzw. die Feuerungsverordnung machen da Unterschiede. Nach der neuesten Fassung dieser Verordnung sind nur noch für festbrennstoffbefeuerten Anlagen mit mehr als 50 kW Gesamtnennleistung Heizräume vorgeschrieben. Bei Öl- und Gasfeuerstätten sowie kleineren festbrennstoffbefeuerten Anlagen sind überhaupt keine Heizräume mehr notwendig. Das ist für den Hausbesitzer deshalb von Bedeutung, weil der Raum, in dem die Feuerstätte aufgestellt wird, jetzt nicht mehr brandsicher ausgeführt werden muss. Es sind also keine Decken, Wände oder Türen mit entsprechender Feuerwiderstandsdauer vorgeschrieben. Auch Brandschleusen, Rettungswege, Abluftanlagen und vieles mehr werden nicht mehr gefordert. Die einzige Forderung bei Öl- und Gasfeuerstätten ist, dass die Tür zum Aufstellungsraum so beschaffen sein muss, dass diese selbsttätig und dicht schließt. Der Grund für diese Erleichterungen in Sachen Brandschutz liegt ganz einfach darin, dass die Ursache eines Gebäudebrandes selten oder nie im Heizraum zu finden war. Der einzige Grund für die umfangreichen Schutzmaßnahmen lag darin, die Feuerstätte vor dem Brand zu schützen. Aber wer braucht denn noch eine Feuerstätte, wenn der Rest des Hauses abgebrannt ist?

Heizstrahler

auch: Rotlichtlampe, Wickeltisch-Heizstrahler

Die Funktionsweise eines elektrischen Heizstrahler ist ähnlich wie bei einer Glühlampe - elektrischer Strom durchfließt eine Heizwendel oder einen Heizstab und erwärmt diese. Der einzige Unterschied ist, dass bei einer Glühlampe Licht und bei einem Heizstrahler Wärme erzeugt werden soll. Bei einem Heizstrahler wird der Glühkörper nicht so heiß und muss daher nicht, wie bei einer Glühlampe, in Schutzgas eingeschlossen werden. Mehrere hundert Grad Celcius wird der Glühkörper bei einem Heizstrahler aber dennoch heiß, weshalb stets ein Berührungsschutz angebracht ist. Über einen Spiegel werden die Infrarotstrahlen eines Heizstrahlers in die gewünschte Richtung gelenkt. Solche Infrarotheizstrahler werden in vielen Bereichen verwendet. In der Gastronomie und im privaten Bereich werden sie als sogenannte Outdoor- oder Terrassenheizungen verwendet. Auch als Zusatzheizung im Badezimmer und überall dort, wo kurzfristig Wärme benötigt wird, kommen sie zum Einsatz. Für Babys gibt es spezielle Wickeltisch-Heizstrahler, die sichere Heizstäbe haben müssen und die so beschaffen sein müssen, dass sich die Kleinen wohl fühlen. Oft besitzen solche Geräte auch eine Abschalt-Automatik. Die Rotlichtlampe ist eine Sonderform des elektrischen Heizstrahlers. Bei ihr ist die über den Glühkörper erzeugte Wärme gering genug ist, um aus kleinerem Abstand medizinisch wirken zu können.

Heizsystem

auch: Heizsysteme

Als Heizsystem bezeichnet man die komplette Anlage zur Erzeugung der Raumwärme. Heizsysteme bestehen in der Regel aus Wärmeerzeuger, Regelung, Verteilungssystem und den Heizflächen in den Räumen. Als Wärmeträger fungiert bei den meisten Heizsystemen Wasser, bei Warmluftheizungen ist aber auch Luft der Wärmeträger. Heizsysteme unterscheiden sich zudem in Einzelraumheizung und Zentralheizung. Nach den Übertragungsflächen unterscheidet man Heizkörper wie z.B. Radiatoren und Fußbodenheizung.

Heizungspumpe

auch: Heizungspumpen

siehe Umwälzpumpe.

Heizungsregelung

Moderne Heizungsregelungen sind elektronisch gesteuert und ermöglichen die Wärmeerzeugung nach der Außentemperatur, nach Tageszeiten oder nach Wochentagen. Zusammen mit Raumthermostaten oder speziellen Thermostatventilen ist auch eine Regelung nur für bestimmte Räume möglich. Hochwertige Regelungen sind nicht nur komfortabel, sondern vor allem energiesparend.

Heizungsrohr

auch: Heizungsrohre

Das heiße Wasser bzw. bei einer Fußbodenheizung das warme Wasser wird über Heizungsrohre vom Heizkessel zu den Heizkörpern transportiert, und zwar in einem Einrohrsystem oder Zweirohrsystem. Heizungsrohre bestehen aus Stahl oder Edelstahl, vor allem aber aus Kupfer oder aus Kunststoff, z. B. aus Polybuten (PB) oder aus vernetztem Polyethylen (PE-X). Ferner werden verstärkt auch seit den 90-er Jahren Verbundrohre eingesetzt. Damit auf dem Weg zu den Heizkörpern keine Wärme verschleudert wird, müssen Heiztungsrohre isoliert werden. Dabei regelt sich die Dicke der Dämmschicht nach der Wärmeleitfähigkeit des Heizungsrohres, wie sie in Anhang 5 des § 12 der Energieeinsparverordnung (EnEv) niedergelegt ist. Heizungsrohre werden auf Putz, unter Putz oder unter Estrich in einer Wärmedämmschicht verlegt, im Fall der Fußbodenheizung auch im Estrich selbst. Bei der Altbausanierung werden Heizungsrohre auch unter speziellen Fußleisten eingebaut oder sie befinden sich bereits in vorinstallierten Heizleisten. Hatten die Kunststoffrohre der ersten Generation noch den großen Nachteil, dass sie Sauerstoff durchließen, wodurch das Rohrsystem bei Fußbodenheizungen verschlammte, so ist dieser Nachteil durch den Einsatz besseren Kunsstoffmaterials längst behoben. Im Kampf um Marktanteile werben die Hersteller von Kupferrohren damit, dass ihre Rohrleitungen weniger anfällig gegen Salmonellenbefall seien. Gesundheitsfördernde Aspekte, die einem Armreifen aus Kupfer nachgesagt werden, kann die Kupferrohrindustrie jedoch ernsthaft nicht in Anspruch nehmen.

Heizwand

auch: Heizwände

Heizwände sind im Prinzip nichts anderes als Heizkörper. Der Begriff "Heizwand" wird vor allem dann verwendet, wenn neben dem Heizen noch die Optik ein Rolle spielen soll. Heizwände haben demnach immer auch eine "schmückende" Komponente. Man findet sie z.B. in Wohnräumen oder auch im Badezimmer. Heizwände gibt es in verschiedenen Stilrichtungen von Landhaus bis Purismus. So kann sich jeder die passende Heizung in seine Wohnung holen. Eine Heizwand zeichnet sich in der Regel dadurch aus, dass sie im Vergleich zu einem "herkömmlichen" Heizkörper flacher gebaut ist.

Heizwert

Der Heizwert gibt an, welche Wärmemenge aus einem Brennstoff pro Kilogramm gewonnen werden kann. Ein Liter Heizöl besitzt beispielsweise einen Heizwert von etwa 11,4 kWh und bei einem Kubikmeter Erdgas liegt der Heizwert bei etwa 10,0 kWh. Beim der Verbrennung bildet sich neben den Abgasen noch Wasserdampf. In diesem Wasserdampf ist ebenfalls Wärme enthalten, die jedoch beim Heizwert nicht berücksichtigt wird, sondern nur beim Brennwert. Der Brennwert gibt an, wie viel Wärme bei vollständiger Verbrennung des Brennstoffs frei wird, einschließlich der Wärme, die im Wasserdampf der Abgase gebunden ist. Der Heizwert dagegen berücksichtigt diese versteckte Wärme nicht. Er ist deshalb immer niedriger als der Brennwert.

Hektar

Der Hektar ist eine historische, aber heute noch gültige Maßeinheit, wie man sie auch im Grundbuch findet. Der Hektar - abgekürzt (ha) - ist 10.000 Quadratmeter groß. Die nächst kleinere Maßeinheit für Flurstücke in Feld, Wald und im Bauwesen ist der Ar.

Heliostat

auch: Heliostaten

Heliostaten sind Spiegelsysteme und bestehen aus mindestens zwei oder mehr Spiegeln. Durch einen im Freien installierten Spiegel wird das direkte Sonnenlicht umgelenkt. Der Empfangsspiegel wird kontinuierlich zweiachsig der Sonne nachgeführt, so dass die direkte Sonnenstrahlung immer in das Gebäude gelenkt wird. Die Anwendung von Heliostaten ist vielfältig. Prinzipiell lassen sich zwei Anwendungsbereiche unterscheiden: zum einen die Effektbeleuchtung z.B. in Ausstellungsräumen, Foyers, Treppenhausaufgängen oder verglasten Atriumbereichen, zum anderen die allgemeine Tageslichtbeleuchtung zur Erhöhung der Grundhelligkeit und zur besseren Wahrnehmung des Sonnenlichtes im Raum z.B. in Museen, Einkaufspassagen oder Flughäfen. Die Einleitung des Sonnenlichtes in den Innenraum kann direkt durch den Heliostatenspiegel, durch ein oder mehrere Umlenkspiegel oder durch die Einspeisung des Sonnenlichtes in neuartige Lichthohlleitersysteme (Lightpipes) erfolgen

Hellbezugswert

Hellbezugswert ist der Reflektionsgrad eines bestimmten Farbtons zwischen dem Schwarzpunkt = 0 und dem Weißpunkt = 100. Der Hellbezugswert gibt dabei an, wie weit der betreffende Farbton vom Schwarz- oder Weißpunkt entfernt ist. So sagt ein Hellbezugswert von 85 für einen gelblichen Farbton aus, dass dieser sehr hell sein muss, dass andererseits ein brauner Farbton mit einem Hellbezugswert von 15 relativ dunkel ist, während sich ein blauer Farbton mit einem Hellbezugswert von 52 im mittleren Bereich bewegt. Entscheidend für den Hellbezugswert sind weder der Glanzgrad noch das verwendete Bindemittel, sondern allein Art und Höhe der farbigen Pigmentierung. Dunklere Farbtöne im Außenbereich unterliegen infolge des andauernden Wechsels zwischen Erwärmung durch Sonneneinstrahlung und Abkühlung während der Nachtstunden größeren Temperaturspannungen als heller eingefärbte Beschichtungen. Dies spielt z. B. eine besondere Rolle bei Wärmedämm-Verbundsystemen mit dem gegen Wärme und Kälte isolierenden Untergrund (Polystyrol-Hartschaum oder Mineralwolle) und der darauf befindlichen Putzbeschichtung, so dass unter anderem hierbei bestimmte Hellbezugswertgrenzen eingehalten werden müssen.

Hellstrahler

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Hellstrahler werden als Deckenheizung unter die Decken von Fabrik- und Lagerhallen montiert. Auch Hellstrahler sind, ebenso wie die Dunkelstrahler, direkt mit Gas befeuerte Anlagen, wobei das Gas in einer perforierten Keramik katalytisch verbrennt und diese auf ca. 900° aufheizt. Der Name Hellstrahler rührt daher, dass die Heizkörper im Gegensatz zu den Dunkelstrahlern . Der Vorteil der Hellstrahler liegt darin, dass diese quasi "auf Kommando" große Wärme erzeugen. Der Nachteil liegt darin, dass sich die Abgase mit der Raumluft vermischen und ein entsprechender Geruch wahrnehmbar ist. Aus diesem Grund ist zwingend erforderlich, dass eine thermische oder mechanische Entlüftung erfolgt. In der Regel wird diese Abluft über Ventilatoren nach außen befördert.

Hellvergilbung

siehe Vergilbung.

Helmdach

auch: Helmdächer

Das Helmdach ist ein Verwandter des Zwiebelturms. Türme erhielten ab dem Mittelalter nicht selten ein helmförmiges Dach, das mit Bleiplatten und später mit Kupferblech eingedeckt wurde und aus dem - ähnlich wie bei der Pickelhaube des preußischen Militärs - metallene Turmspitzen ragten. Um 1880 bis 1910, als der Historismus in Deutschland eine maßgebliche Architekturrichtung war, erhielten viele Patrizierhäuser und Fabrikantenvillen Türmchen, auf die Helmdächer aufgesetzt wurden. Ein gelungenes Beispiel dafür ist dieses Doppel-Helmdach eines Bürgerhauses aus Neuss, dass um 1900 erbaut worden ist.

Helmstange

siehe Kaiserstiel.

Hemlock

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Der Hemlock-Baum kommt nur in Nordamerika von Kalifornien bis Alaska und in den Rocky Mountains vor. Der 2 cm schmale Splint ist fast weiss bis weiss-gelblich, das Kernholz ist gelbbraun mit einem leichten Rotstich. Hemlock läßt sich mit allen scharfen Werkzeugen gut bearbeiten, ist gut zu sägen, hobeln, schleifen und zu polieren. Leider ist das Holz nicht witterungsfest und läßt sich nur schwer imprägnieren. Hemlock findet als Bauholz für den mäßig beanspruchten Innenausbau und für Verkleidungen, als Blindholz für Leisten und für Verpackungen Verwendung.

Herzbrett

siehe Kernbrett.

Herzfalzziegel

Herzholz

Als Herzholz wird das unmittelbar um die Markröhre befindliche Holz eines Baumstammes bezeichnet. Durch die Markröhre besitzt das Herzholz größere Poren (es ist weitlumiger) und ist damit auch weniger fest als das umschließende Holz. Herzholz bildet sich je nach Holzart und Standort unterschiedlich aus. Für hochwertiges Schnittholz wird es herausgetrennt, da sich bei Herzholz beim Trocknen entlang der Markröhre ein Wulst bilden würde.

Herzkelle

auch: Herzkellen

Die Herzkelle ist eine spezielle Fliesenlegerkelle zum Mörtel aufziehen auf die Fliesen. Mit dem Griff, der einen Gummipfropfen besitzt, werden die Fliesen angeklopft.

Herzriss

auch: Herzrisse

siehe Kernriss.

Herzschifter

siehe Schifter.

Herzschippe

auch: Herzschippen

Herzziegel

Hespe

siehe Kloben.

heterogener PVC-Bodenbelag

auch: heterogene, PVC-Bodenbeläge

Hetzerträger

ältere Bezeichnung für Brettschichtholz.

Hexenschnitt

Der aus dem traditionellen zimmermannsmäßigen Holzbau stammende Begriff „Hexenschnitt“ bezeichnet einen weiteren Arbeitsgang beim Abbund eines Gratsparrens (und eines Kehlsparrens), wenn dieser am Traufpunkt unterseitig nicht waagerecht abgeschnitten wird, was der konstruktiv einfachsten Ausführung entspräche, um so z.B. eine horizontale, unterseitige Verkleidung des umlaufenden Gesimses leicht anbringen zu können. Soll dagegen ein Dachkasten (mit umlaufender Dachrinne) oder eine Fläche für die Anbringung von Verzierungen ausgeführt werden, muss die Neigung der Stirnseite des Gratsparrens auf die der normalen Sparren angepasst werden. Bei einem Walmdach mit Gratsparren wird dieser in der Regel auf der Oberseite abgegratet, damit dessen Oberfläche in Verbindung mit den beiden anschließenden Dachflächen jeweils eine Ebene ergibt. Ein ähnliches Problem entsteht am Traufpunkt. Der Gratsparren weist eine andere (kleinere) Neigung auf als die Schifter. Würde man jetzt den Gratsparren am Traufpunkt im gleichen Winkel abschneiden wie die Normalsparren, ergäbe sich damit eine Unebenheit in der Traufenfläche. Aus den geometrischen Beziehungen heraus ergeben sich daher für den Gratsparren (und analog gilt dies auch für einen Kehlsparren) an der Traufe andere Schnittwinkel, damit im Endzustand keine Unebenheiten im Traufschnitt sichtbar sind und ein Dachkasten (samt Dachrinne) problemlos ausgeführt werden kann. Diesen Arbeitsgang bezeichnet man als „Hexenschnitt“.

HFD-Platte

auch: HFD-Platten

Hickory

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Hickory wächst in Nordamerika und zwar im Südosten der Vereinigten Staaten. Das Kernholz ist hellbraun bis rötlichbraun (rotes Hickory), der Splint ist außergewöhnlich breit und gelblichweiß (weißes Hickory). Das Holz ist hart, vor allem sehr zäh, biegsam, stark schwindend und wenig dauerhaft im Freien. Es ist sehr schwierig zu bearbeiten und schlecht zu leimen, dafür läßt es sich aber gut polieren. Verwendung findet das Holz des Hickorybaums für Werkzeugstiele, Turn- und Sportgeräte, Sitzmöbel und vor allem als Spezialholz für Maschinen- und Wagenbau.

Hieb

auch: Zweihieb, Hiebe

Die Zähne von Raspeln und Feilen werden als Hieb bezeichnet. Bei Raspeln unterscheidet man, je nach Zahl der Hiebe drei Hiebnummern, 1,2 und 3. Hiebzahl ist die Anzahl der Einhiebe je Quadratzentimeter Raspelfläche. Mit steigender Hiebnummer bei gleicher Raspellänge nimmt die Feinheit der Raspel zu. Mit zunehmender Raspellänge wird jedoch bei gleicher Hiebnummer der Hieb gröber. Deshalb bedeutet die höhere Hiebnummer nicht immer eine größere Feinheit des Hiebes. Im Gegensatz zu den einzeln stehenden Raspelhieben der Raspeln haben Feilen mehr oder weniger zusammenhängende Zahnreihen. Sie werden entweder gehauen oder gefräst. Feilen mit gehauenen Zähnen wirken schabend, solche mit gefrästen Zähnen mit Spanbrechern schneidend. Es gibt ein- und zweihiebige Feilen. Bei Feilen mit Einhieb liegen die Hiebe parallel zueinander. Bei Feilen mit "Zweihieb" liegen die Hiebe kreuzförmig aufeinander, man spricht dann von einem Kreuzhieb. Der Begriff des Hiebes stammt aus der Feilen- und Raspelfertigung. In den noch zäh-weichen Stahlrohling werden durch maschinell geführte Spitzmeißel Vertiefungen in das Metall "gehauen". Die Fachleute kennen dabei die Unterscheidungen Schweizer Hieb und deutscher Hieb.

Hiebnummer

auch: Hiebnummern

Die Hiebnummer einer Holz- oder Metallfeile bezeichnet den Grobheitsgrad. Je höher die Zahl, desto mehr Hiebe werden je Materialzentimeter benötigt. Die Feile wird also mit zunehmender Hiebnummer feiner. Grobfeilen haben die Hiebnummer 0, Bastardfeilen die Hiebnummer 1, Halbschlichtfeilen die Hiebnummer 2, Schlichtfeilen die Hiebnummer 3 und Doppelschlichtfeilen die Hiebnummer 4. Für Präzisionsfeilen gibt es zusätzlich noch die Hiebnummern 5, 6 und 8.

Hiebteilung

Die Hiebe, also die Verzahnungen auf einer Feile, werden je nach der Anzahl der Hiebe pro Quadratzentimeter gekennzeichnet. Man spricht dabei von der "Hiebteilung". Je geringer die Zahl, je gröber die Feile. Bei einer Präzionsfeile entspricht die Hiebteiling O zwanzig Hieben pro Quadratzentimeter, bei Hiebteilung 4 sind es schon 46. Noch feinere Hiebteilungen werden ebenfalls hergestellt. Siehe dazu Schweizer Hieb.

Hiepe

Eine Hiepe ist ein kleines, sichelförmiges Werkzeug für das Roden von Gesträuch und Unterholz. Eine etwas andere, größere Form ist in der Forstwirtschaft als "Schweizer Gertel" bekannt.

High-Solid-Lack

auch: High-Solid-Lacke

High-Solid-Lacke besitzen einen hohen Feststoffanteil von bis zu 80%. Ihr Lösemittelgehalt liegt zwischen 10 und 20 %. Da sie eine besonders dicke Lackschicht bilden, eignen sie sich im Heimwerkerbereich vor allem zum Streichen von Fensterrahmen, Heizungskörpern u.ä.. Hinsichtlich der Emissionen organischer Lösungsmittel belasten sie die Umwelt und Gesundheit in deutlich geringerem Maße als andere Lacke. HS-Lacke sind mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" gekennzeichnet, wenn der Lösemittelgehalt bis zu 15 % beträgt. Bei HS-Lacken ohne Umweltzeichen ist von einem höheren Lösemittelgehalt auszugehen. HS-Lacke setzen bei der Trocknung aromatenhaltige Kohlenwasserstoffe frei. Eine grundsätzliche Lösemitteleinsparung und höhere Trockenschichtdicken sind bei den HS-Lacken realisiert. Buntfarbtöne sind mit diesem geringen Lösemittelanteil nicht herstellbar, daher wird bei farbigen HS-Lacken oft mit einem höheren Lösemittelanteil gearbeitet.

hinnehmbarer Mangel

auch: hinnehmbare, Mängel

Grundsätzlich hat man zwar das Recht auf die Beseitigung eines kleineren Mangels. Häufig ist der Aufwand dafür aber unverhältnismäßig hoch im Vergleich zum erzielbaren Erfolg, d.h. zum Grad der Abweichung vom vertragsgemäßen Zustand. In solchen Fällen kann der Bauherr nicht auf Mängelbeseitigung bestehen, sondern die Abweichungen werden durch einen sogenannten Minderwert "in Geld" abgegolten. Zur Beurteilung z.B. von optischen Beeinträchtigungen werden Kriterien wie der Grad der optischen Beeinträchtigung benutzt. Aber: Eine Unverhältnismäßigkeit liegt nicht schon dann vor, wenn die Kosten der Nachbesserung den eigentlichen Preis der Leistung übersteigen, wie es oftmals vom Unternehmer behauptet wird. Nur im Ausnahmefall sollte diese Regelung in Anspruch genommen werden. So etwa dann, wenn sich nach der Fertigstellung des Daches herausstellt, dass die Drempelhöhe geringer ist als im Vertrag vereinbart oder die Geschosshöhen nicht eingehalten wurden. Der Bauherr kann nicht anstelle der Nachbesserung die Zahlung eines Minderwertes verlangen. Dem Unternehmer steht grundsätzlich ein Recht zu, selbst den Mangel zu beseitigen.

Hinterglasmalerei

auch: Hinterglasmalereien

Maltechnik, bei der durch Auftragen von lichtundurchlässigen Farben (Wasser-, Tempera-, Öl- oder Mischfarben) auf die Rückseite einer dünnen Glasscheibe unter Lichteinfall ein besonders leuchtkräftiges Bild entsteht. Insofern ist die Hinterglasmalerei eine Form der Kaltmalerei. Im Gegensatz zur üblichen Reihenfolge des Malvorgangs werden zuerst der Vordergrund (Konturen, Schrift) und die Schattierungen aufgetragen, dann folgt das Mitteltönen und schließlich das Aufmalen des Hinter- bzw. Malgrunds. Angewandte Techniken sind unter anderem die partielle Vergoldung (zum Beispiel für Gewänder, Aureolen), die Verspiegelung unbemalter Flächen mit Stanniol und Quecksilber ("Spiegelbilder"), das Abdecken des Grunds mit Kienruß und Leinöl, das Einritzen feiner Zeichnungen in Gold- und Silbergrund und das Einfassen von "Hinterglasradierungen" in feingeätzte Spiegelrahmen.

Hintergreifhaken

siehe Hinterhaken.

Hinterhaken

auch: Hintergreifhaken

Hinterhaken bzw. Hintergreifhaken werden zum Schutz der Haustür vor Aushebeln der Tür montiert. Hinterhaken sind Metallzapfen, die sich an der Bänderseite der Tür befinden und beim Schließen der Tür in dafür vorgesehene Aussparungen in der Zarge greifen. Dadurch wird ein Aushebeln des Türblattes aus der Zarge verhindert. An jeder Tür sollten mindestens zwei Hinterhaken angebracht werden, damit ein ausreichender Schutz besteht.

Hinterhof

Ein Hof, der sich hinter einem Haus befindet, ist ein Hinterhof. Bei Einfamilienhäusern befindet sich hinter dem Haus in der Regel ein Garten. Der Hof ist hingegen eine befestigte, gepflasterte oder mit Platten abgedeckte Fläche, auf der nichts wächst und grünt. Der Begriff des Hinterhofs hat einen schlechten Ruf, weil darunter die trostlosen Höfe hinter Mietskasernen verstanden werden, wie sie zu Beginn des Industriezeitalters in allen Großstädten entstanden sind. Die Hinterhöfe dienten nur dem Zweck, dass hier die Mieter ihre Teppiche ausklopfen oder die Wäsche zum Trocknen aufhängen konnten. Inzwischen wurde der Hinterhof als Kommunikationsort entdeckt. Es werden Tische und Bänke aufgestellt und Überdachungen geschaffen, an den Häuserfronten lässt man Efeu wuchern und auch der eine oder andere Busch oder Baum wird eingepflanzt. Problematisch ist, wenn eine Hinterhofbebauung erfolgt ist.

Hinterhofbebauung

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Wenn ein Hinterhof bebaut wird, so wird an die rückwärtige Front eines Mehrfamilienhauses ein Anbau gesetzt - meist eingeschossig, aber auch mehrgeschossig. Das geht heutzutage nur mit einer Baugenehmigung. Vor Generationen und insbesondere nach dem 2. Weltkrieg scherte sich niemand um eine amtliche Erlaubnis - man baute einfach drauf los. Das ist auch heute manchmal noch der Fall nach dem Motto, dass das Bauordnungsamt nicht sehen kann, was sich hinter dem Gebäude tut. Das Ergebnis ist eine in weiten Teile der BRD (und keineswegs nur in den neuen Budnesländern) zu besichtigende Hinterhofbebaung mit fürchterlicher Optik, bei der oft ein Anbau an den Anbau "geklatscht" wurde und Menschen, die hier wohnen, kaum Sonnenlicht zu spüren bekommen.

Hinterlader

siehe Beilegerofen.

hinterleuchteter Spiegel

auch: hinterleuchtete, Spiegel

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Hinterleuchtete Spiegel besitzen eine indirekte Beleuchtung. Die Leuchten sind dabei hinter dem Spiegel angebracht und sorgen somit für eine besondere Akzentuierung des Spiegels und des Badezimmers bzw. Schlafzimmers. Damit die Leuchten hinter dem Spiegel montiert werden können, muss der Spiegel natürlich ein Stück von der Wand abstehen. In den Spiegel selbst können Glaselemente eingearbeitet sein. So werden zusätzliche Akzente gesetzt. Für eine klare Allgemeinbeleuchtung ist eine weitere Lichtquelle erforderlich.

Hinterlüftung

auch: Belüftungsschicht, belüftete Luftschicht

Die Hinterlüftung spielt eine wichtige Rolle beim Flachdach, beim Steildach und bei der Wärmedämmung von Fassaden. Das Prinzip beruht in allen Fällen darauf, dass zwischen der Wärmedämmung des Daches bzw. zwischen der Wärmedämmung der Fassade einerseits und der Dachdeckung bzw. der Fassadenbekleidung andererseits ein Zwischenraum gelassen wird, in dem die Außenluft frei zirkulieren kann. Dadurch kann Feuchtigkeit, die durch das Dach oder die vorgehängte Fassade gedrungen ist, wieder abtrocknen. Außerdem kann von innen nach außen gewanderte Raumfeuchte in die Außenluft diffundieren. Dadurch bleibt die Dämmlage trocken, was wiederum postiven Einfluss auf den U-Wert hat, da dieser sich nicht verschlechtert.

Hintermauerung

auch: Hintermauerwerk

Die Hintermauerung bzw. Hintermauerwerk bezeichnet bei einschaligem Verblendmauerwerk oder Natursteinmauerwerk das Mauerwerk hinter der Verblendung. Während die Verblendung optische Aufgaben übernimmt, ist die Hintermauerung für das Abtragen der Lasten zuständig. Als Baumaterial für die Hintermauerung kommen z.B. KS-Steine, Porenbetonsteine oder Ziegelsteine zum Einsatz.

Hintermauerwerk

Hintermauerziegel

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Wie der Name schon sagt, wird ein Hintermauerziegel wie etwa ein Planziegel nicht dazu verwendet, um damit eine optisch wirkungsvolle Fassade zu mauern. Bei einem zwei- oder dreischaligen Wand­auf­bau, wie er heutzutage aus Energiespargründen üblich ist, bildet also der Hinter­mauer­ziegel die Innenwand zu den Wohnräumen, wobei diese Innenwand natürlich verputzt werden muss. Hinter­­mauer­­ziegel sind Lochziegel, deren Stoßfugen meistens eine Verzahnung aufweisen, wodurch passgenaue Mauerverbände angelegt werden können.

Hinterschnittanker

auch: Hinterschnittverankerung

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Die Hinterschnittverankerung ist eine unsichtbare Befestigungsart von Fassadenbekleidungen (siehe verdeckte Befestigung). Diese Fassadenbekleidungen sind vorgehängt und hinterlüftet. Ein Hinterschnittanker besteht aus Dübel, Schraube, Agraffe oder durchgehendem Profil und eventuell erforderlichen Zwischenlagen. Der Dübel wird in eine Bohrung mit konischer Aufweitung in die Rückseite der Fassadenbekleidung eingebracht und durch die eingedrehte Schraube in dem Fassadenmaterial gespreizt. Über die Agraffe oder ein durchgehendes Profile wird die Fassadenbekleidung an der Unterkonstruktion befestigt. Die aktuellen bauaufsichtlichen Zulassungen müssen überprüft werden.

Hinterschnitt-Fassadenanker

Hinterzange

auch: Hinterzangen

Die Hinterzange ist die rechte Spannvorrichtung an einer Hobelbank. Sie schließt bündig mit der Vorderkante der Hobelbank ab. Neben dem Einspannen wird die Hinterzange zum Beispiel zum Herstellen von Zinken, zum Kürzen oder Absetzen verwendet.

Hinweisleuchte

auch: Hinweisleuchten

hinzunehmende Unregelmäßigkeit

auch: hinzunehmende, Unregelmäßigkeiten

Ob es sich bei einer kritisierten Leistung um einen Mangel oder eine hinzunehmende Unregelmäßigkeit handelt, ist in vielen Fällen schwierig zu beurteilen. Möglicherweise liegen die Unregelmäßigkeiten noch im Rahmen des vertraglich zu Erwartenden. Überschreiten die kritisierten Unregelmäßigkeiten nicht die vertraglich festgelegten bzw. die in den anerkannten Regeln der Bautechnik definierten Grenzwerte, handelt es sich um hinzunehmende Unregelmäßigkeiten und nicht um einen Mangel. Diese Unregelmäßigkeiten müssen als unvermeidbar und als allgemein üblich hingenommen werden. So müssen beispielsweise kleine Abplatzungen und Einbeulungen sowie kleine Kratzer u.ä. grundsätzlich hingenommen werden. Kleinere Kantenbrüche z.B. bei Mauerwerksmaterialien können grundsätzlich nicht vermieden werden. Glasscheiben müssen i.d.R. erst ausgewechselt werden, wenn Kratzer aus der Entfernung von einem Meter noch zu sehen sind. Die Beurteilung kann jedoch aufgrund der Komplexität häufig nur von einem Sachverständigen vorgenommen werden. Es ist daher empfehlenswert, sich den Rat einer unparteiischen unabhängigen Fachperson vor Beginn einer gerichtlichen Auseinandersetzung einzuholen.

Hirnendenschutz

in die Stirnseiten von Schnittholz eingeschlagene Metallbänder, die ein Einreißen des Holzes bei der Trocknung verhindern sollen.

Hirnholz

auch: Hirnhölzer

Bezeichnung für Holz, das quer zur Stammachse bzw. zum Faserverlauf geschnitten wurde. Hirnholz wird z.B. als Holzpflaster im Außenbereich verwendet. Die deutlich sichtbaren Jahresringe sorgen für eine interessante Optik.

Hirnholzhobel

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Hobel zum hobeln von Hirnholz. Hirnholzhobel benötigen ein besonders scharfes Eisen und ein möglichst kleinen Schnittwinkel. Da dies bei einem Holzhobel nur schwer möglich ist, werden sie meist aus Metall hergestellt.

Hirnholzpflaster

siehe Holzpflaster

Hirnschnitt

auch: Hirnschnitte

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Der Quer- bzw. Hirnschnitt ist ein quer zur Stammachse bzw. zum Faserverlauf eines Baumstammes geführter Schnitt. Bei ihm sind die Jahresringe im Gegensatz zum Tangentialschnitt oder Spiegelschnitt deutlich zu erkennen.

Historismus

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Kunst- und vor allem Baustil, der dem Klassizismus folgte und um 1870 - 1880 in den Stil der Gründerjahre überging. Bis heute streiten sich die Gelehrten, ob der Historismus mehr Stil oder mehr Kitsch ist. Jedenfalls sind die Grenzen fließend, zumal im Historismus Stilelemente unterschiedlicher Art vermischt worden sind. Bürgerhäuser - heutzutage als Patrizierhäuser im Sprachgebrauch der Makler - wurden im Historismus mit Zinnen, Erkern und Türmchen ausgestattet. Der Hang zum Pompösen war unverkennbar. Aus heutiger Sicht schlimme Auswüchse dieser Epoche stellen heroische Baudenkmäler wie die Porta Westfalica oder das Niederwald-Denkmal dar. Manches geriet im Historismus jedoch auch gefällig - wie die hier abgebildete schmiede-eiserne Veranda einer Stadtvilla.

hitzebeständiger Lack

Hitzedraht-Anemometer

siehe Anemometer.

Hitzemelder

siehe Wärmemelder.

Hitzeschutzfolie

auch: Hitzeschutzfolien

HOAI

Die Honorare für Architekten und Bauingenieure sind in der HOAI geregelt, nämlich der Honorarordnung für Architekten und (Bau)Ingenieure. Der Gesetzgeber schreibt in der HOAI nicht nur vor, für welche Leistungsphasen welche Prozentsätze am Gesamthonorar fällig werden. Er gibt auch fünf "Honorarzonen" vor, wonach das Mindesthonorar durchaus auch erheblich steigen kann, wenn statt eines einfachen Bauwerks ein sehr aufwendiges erstellt werden muss. Das Honorar für Architekten und Bauingenieure ist also nicht frei aushandelbar. Verhandlungsspielraum besteht aber bei der Frage, wie ein Bauwerk hinsichtlich der Honorarzonen einzuordnen ist.

Hobbygips

auch: Hobbygipse

Hobbygipse haben sehr vielseitige Anwendungsmöglichkeiten. Zum einen werden sie wie Stuckgipse zum Füllen von Löchern und zum Einsetzen von Dübeln verwendet. Zum andern kann man mit Hobbygips Abgüsse formen wie beim (%Modellgips(%.

Hobel

Klassisches Handwerkzeug der Tischler und Zimmerleute, ursprünglich ausschließlich aus Holz, heute auch aus Stahl gefertigt. Um Verwechslungen mit der Metallausführung vorzubeugen, wird deshalb öfters auch die Bezeichnung Holzhobel verwendet. Der Hobel dient dem Glätten, also dem Hobeln von Holz. In den Grundkörper eines Holzhobels wird eine Messerklinke geschoben, das sog. Hobeleisen, das mit einem Holzkeil im Hobel eingeklemmt oder bei einem Metallhobel auf diesem festgeschraubt wird. Hobel gibt es in verschiedensten Ausführungen für die unterschiedlichsten Arbeiten. Man unterscheidet folgende Hobel: Grundhobel, Nuthobel, Profilhobel, Putzhobel, Schlichthobel, Wangenhobel, Zahnhobel, Hirnholzhobel, Doppelhobel, Rauhbank, Simshobel, Doppelsimshobel, Schrupphobel, Grathobel, Schiffhobel, Schabhobel und Reformputzhobel.

Hobelbank

auch: Hobelbänke

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Die Hobelbank ist die Werkbank des Tischlers, Schreiners aber auch vieler Heimwerker. Sie wird zum Auflegen und Einspannen von Werkstücken benutzt. Viele Arbeiten wie hobeln, sägen, schleifen oder stemmen werden an der Hobelbank gemacht. Viele Werkzeuge wie Hobel, Säge, Schleifmaschine oder Stechbeitel kommen zum Einsatz. Eine Hobelbank besteht aus Bankplatte, Vorderzange, Hinterzange, Bankhaken, Spindel, Gestell und Zangenschlüssel.

Hobeldiele

auch: Dielenboden, Hobeldielen

Die Hobeldiele ist ein Bodenbelag aus Massivholz und seit Jahrhunderten bewährt, wenn man auch in den letzten Jahrzehnten vielfach alte Dielen mit Teppichböden und dergleichen überdeckt hat. Infolge der Rückbesinnung auf ein natürliches Wohnen werden alten Dielen nun wieder renoviert oder es werden neue Hobeldielen eingebaut. Hobeldielen werden in Breiten von 96 bis 280 mm angeboten. Die üblichen Breiten liegen bei 121 und 146 mm. Je nach Länge der Hobeldiele schwanken die Brettstärken zwischen 20 und 33 mm. In den meisten Holzarten werden Hobeldielen in Längen ab 200 cm fallend angeboten, Fichten-Hobeldielen jedoch auch bis 500 und mehr cm, Douglasiendielen sogar in Längen bis 12 m. Hobeldielen weisen Nut und Feder auf, letztere in einer Stärke von 6 - 8 mm. Heute gefertigte Hobeldielen haben meistens auf der Unterseite Entlastungsnute. Der Holzhandel bietet Hobeldielen aus Fichte, Kiefer, Polarkiefer, Red Pine, Pitch Pine, Eiche, Asteiche, Esche, Ahorn, Douglasie, Buche, Birke und Kirsche an. Hobeldielen werden so verlegt, dass sie leicht federn, was der Fußmuskulatur zu Gute kommt.

Hobeleisen

Das Hobeleisen ist der wichtigste Bestandteil eines Hobels. Es wird so in den Hobel eingeklemmt oder aufgeschraubt, dass seine Schneide in einem Winkel von 45° über das zu hobelnde Holz fährt und bei diesem Vorgang das Holz glättet, also glatthobelt. Je nachdem, wie weit das Hobeleisen über die Sohle (Gleitfläche) des Hobels hinausragt, erfolgt ein stärkerer oder schwächerer Abtrag des Holzes. Typisch für das Hobeln sind die lockenartigen Hobelspäne, die das Hobeleisen erzeugt. Hobeleisen bestehen aus Spezialstählen, die mit Schleifsteinen und Abziehsteinen regelmäßig nachgeschliffen werden müssen. Eine Sonderform stellt das Doppeleisen dar.

Hobelmaschine

auch: Hobelmaschinen

Mit einer Hobelmaschine werden glatte und ebene Oberflächen bei Holz erzeugt. Die rauen und unebenen Holzoberflächen werden gegen eine rotierende Messerwelle geführt. Es werden verschiedene Hobelmaschinen unterschieden: Abrichthobelmaschine, Dickenhobelmaschine, kombinierte Abricht-Dickenhobelmaschine und Mehrseitenhobelmaschine.

hobeln

Hobeln ist eine Tätigkeit zum Glätten von Holzoberflächen. Die Oberfläche wird dabei bearbeitet, indem mit dem Hobeleisen Späne vom Material abgetragen werden. Es wird zwischen Handhobel und Elektrohobel unterschieden. Für kleinere Arbeiten genügen manuelle Hobel. Sie trennen die Späne mit einem oder zwei Eisen ab. Dabei ist zu beachten, dass Hobeln „mit der Holzfaser“ weniger Kraft erfordert. Die Fläche wird glatter. Das Hobeln „gegen die Faser“ erfordert mehr Kraft. Das Hobelmesser hat das Bestreben, tiefer in das Holz einzudringen. Die Holzoberfläche wird dadurch rauer und das Holz kann einreißen. Elektrohobel eignen sich für größere Flächen, weil damit ein schnellerer Arbeitsfortschritt zu erzielen ist. Zwei bis drei Messer sitzen bei einem Elektrohobel an einer rotierenden Welle und trennen die Holzspäne vom Werkstück ab. Das Hobeln mit Maschinen ist genau genommen ein Fräsvorgang. Eine neuartige Methode des maschinellen Hobelns ist das Hydrohobeln.

Hobelware

auch: Hobelwaren

Bei fast jedem Holzhändler ist eine Abteilung mit Hobelware zu finden. Jeder geht mit dem Begriff ganz selbstverständlich um, die wenigsten können aber erklären, was denn Hobelware genau ist und wofür sie verwendet wird. Grob gesagt wird bei Hobelware zwischen Profilholz, Rauspund, Hobeldielen, Glattkantbrettern, Leisten und Fassadenprofilen unterschieden. Allein diese Aufzählung zeigt, dass Hobelware für optische Zwecke verwendet wird – sei es als Fassaden-, Wand- oder Deckenbekleidung, als Bodenbelag oder als Wandabschluss. Auch handelt es sich bei Hobelware um Massivholz und nicht um einen Holzwerkstoff. Das „Hobel“ in der Hobelware bedeutet, dass das Holz durch Hobeln in eine bestimmte Form gebracht wird.

Hochbau

Befasst sich im Gegensatz zum Tiefbau mit Gebäuden, die im Wesentlichen über der Erde liegen. Dazu zählen Wohnhäuser, Verwaltungs- und Bürogebäude, Hotels, Hochhäuser, Schulen, Hochschulbauten, repräsentative Bauten, wie Kirchen, Museen, Theater, ferner Sporthallen, Markt- und Ausstellungshallen, Parkhäuser und anderes. Die Grenzen zum Ingenieurbau sind fließend. Außerdem teilt sich der Begriff des Hochbaus in %). Auch der Industriebau ist ein Teilgebiet des Hochbaus.

Hochbaufacharbeiter

Der Hochbaufacharbeiter kann sich in seiner zweijährigen Ausbildung für drei unterschiedliche Schwerpunkte entscheiden. Im Schwerpunkt Maurerarbeiten stellt er Wände her, bringt Wärmedämmungen an, baut Stahlbetonfertigteile ein, verlegt Estriche, stellt Betonschalungen her, betoniert Decken und führt Wand- und Deckenputzarbeiten aus. Der Schwerpunktbereich Beton- und Stahlbetonarbeiten umfasst das Errichten von Betonschalungen, Biegen und Flechten von Stahlbewehrungen. Die Fachkräfte stellen Betonmischungen her, bringen den Beton ein und verdichten ihn, entfernen Verschalungen und führen die Nachbehandlungsarbeiten aus. Im Schwerpunkt Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten werden Feuerungsanlagen, Abzugskanäle und Schornsteine aus feuerfesten Materialien errichtet, Dämmstoffe, Stahlbetonfertigteile und Vorrichtungen eingebaut sowie Bewehrungen und Betonbauteile hergestellt. In einer zweiten Ausbildungsstufe kann der Hochbaufacharbeiter einen Abschluss als Beton- und Stahlbetonbauer, Maurer oder Feuerungs- und Schornsteinbauer erwerben.

Hochbehälter

Diese Trinkwasserbehälter stehen auf einem der höchst gelegenen Punkte im oder nahe des Versorgungsgebietes. Sie bestimmen und begrenzen den Druck im zugehörenden Rohrnetz und dienen, bedingt durch ihr Speichervolumen (durch das die Tagesschwankungen des Verbrauchs ausgeglichen werden) und ihre Lage zum Versorgungsnetz, letztendlich auch der Versorgungssicherheit. In Gebieten ohne Höhenlagen werden Hochbehälter in Form eines Wasserturmes ausgeführt.

Hochbordstein

auch: Hochbordsteine

Ein Hochbordstein ist ein Bordstein, der das Geländer bestimmungsgemäß überragt und die Fahrbahn als die vom motorisierten Verkehr befahrene Fläche von den Bereichen für Fußgänger abgrenzt. Er ist zwischen 15 und 18 cm breit und 25 bis 30 cm hoch. Er dient dazu, die Fußgänger vor dem Verkehr zu schützen. Zu diesem Zweck wird er in Deutschland und seinen Nachbarländern meist so eingebaut, dass zwischen Fahrbahn und Gehweg ein Höhenunterschied von 10 bis 12 cm vorhanden ist. Damit der Reifen bei Fahren gegen den Bordstein oder beim erlaubten Parken auf dem Gehweg nicht beschädigt wird, ist der Hochbordstein im der oberen Hälfte angeschrägt; in Österreich wird zumindest seine Kante gebrochen.

Hochdruck-Dampfheizung

auch: Hochdruck-Dampfheizungen

Bei dieser Heizungsart dient Wasserdampf als Wärmeträger anstelle von Warm- oder Heißwasser. Gearbeitet wird mit einem Betriebsdruck von 1,0 bis maximal 2,0 bar. Die Oberfläche der Heizflächen (z.B Gussradiatoren oder glatte bzw. verkleidete Rohre) wird dabei bis zu 130 °C heiß. Für normale Aufenthaltsräume in Wohngebäuden ist eine solche Temperatur natürlich nicht tragbar. Zumal die Wärmeabgabe nicht ohne weiteres geregelt werden kann. Hochdruck-Dampfheizungen kommen deshalb nur für die Heizung von Fabriken und Industrieanlagen in Frage, wo ohnehin hochgespannter Dampf für industrielle Zwecke aus fabrikationstechnischen Gründen oder zur Stromerzeugung gebraucht wird.

Hochdruckfräsen

Hochdruckinjektion

Dies ist das in der Praxis gängigste Injektionsverfahren. Es wird bei Rissbreiten ab 0,1 mm angewandt. Der Arbeitsdruck liegt dabei nach der Rissbreite, dem Reibungsverlust im Schlauchsystem und dem Gegendruck des Rückschlagventils am Packer. Dabei steigern höhere Drücke nicht die Erfolgschancen. Die Praxis zeigt, dass Drücke zwischen 50 und 100 bar durchaus ausreichend sind. Weitaus wichtiger ist es, die Drücke über einen längeren Zeitraum konstant zu gewährleisten. Als Injektionspacker kommen nur Bohrpacker zum Einsatz, die in ein Bohrloch versenkt und dann verspannt werden.

Hochdrucklaminat

siehe HPL-Platten.

Hochdruckreiniger

auch: Flachstrahl, Punktstrahl, Rotationsstrahl, Hochdruck-Reiniger

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Ein Gerät, das die Reinigung wesentlich beschleunigt ist der Hochdruckreiniger. Ein Hochdruckreiniger saugt mittels einer Pumpe Wasser an und spritzt es unter Druck durch eine Pistole mit Spritzrohr und Düse. Infolge des hohen Drucks beseitigt das Wasser selbst hartnäckige Verschmutzungen beispielsweise an stark verschmutzten Aussenwänden. Aber auch Fassaden aus Ziegel- oder Natursteinen, Auffahrten, Gartenwege und Terrassenböden lassen sich mit einem Hochdruckreiniger säubern. Jedoch ist darauf zu achten, dass kein Schaden an den Fugenmaterialien entsteht. Es ist daher ratsam, immer mit geringerem Druck zu beginnen und ihn nach Bedarf zu steigern. Der Einsatz eines Hochdruckreinigers unterstützt und beschleunigt wesentlich die Reinigung von stark verschmutzten Aussenwänden. Aber auch Fassaden aus Ziegel- oder Natursteinen, Auffahrten, Gartenwege und Terrassenböden lassen sich mit einem Wasserstrahl, der mit hohem Druck auf die jeweiligen Flächen gerichtet wird, relativ schnell reinigen. Hochdruckreiniger gibt es als unbeheizte oder als beheizte Geräte, mit Elektro- oder Verbrennungsmotoren. Sie bringen Leistungen bis zu 240 bar. Das Wasser kann bis 80°C erhitzt werden. Die Reinigungswirkung ist entscheidend von der Form des Wasserstrahls abhängig. Mit einem Flachstrahl lassen sich Schmutz, Beschichtungen oder lose Teil entfernen. Durch einen Punktstrahl lösen besonders fest haftende Teile. Mit dem Rotationsschal erreicht man eine Kombination zwischen Punkt- und Flachstrahl. Düsen mit Rotationsstrahl werden auch als Dreckfräsen bezeichnet.

Hochdruckschneiden

auch: Hochdruckfräsen, Wasserstrahlen, Hochdruckwasserstrahlen

Hochdruckschneiden bzw. -fräsen ist die Bezeichnung für ein Abbruchverfahren durch Fräsen bzw. Lösen von einzelnen Bauteilen mittels eines Hochdruckwasserstrahls. Hierbei trifft ein durch Druck von ca. 1.000 bis 4.000 bar beschleunigter Wasserstrahl, teilweise mit Beimengungen von abrasiven Stoffen (siehe Abrasion), auf das zu bearbeitende Bauteil und durchtrennt es oder fräst es ab. Das Hochdruckschneiden (oder Wasserstrahlen, Hochdruckwasserstrahlen) wird in den unterschiedlichsten industriellen Bereichen wie z.B auch im Wohn- und Industriebau eingesetzt. Die Bearbeitungsaufgaben reichen von Schneiden, Abtragen und Bohren über Markieren und Entgraten bis zum Reinigen und Recycling.

Hochdruckwasserstrahlen

Hocheffizienzpumpe

auch: Hocheffizienzpumpen

Hocheffizienzpumpen sind Umwälzpumpen bei einer Heizung, die besonders sparsam im Verbrauch sind. Hocheffizienzpumpen erkennen die Veränderungen des Wasserdrucks in der Leitung und reagieren darauf, indem sie ihre Leistungsaufnahme den veränderten Druckverhältnissen anpassen. Wenn die Ventile der Heizkörper zugedreht werden, arbeitet die Hocheffizienzpumpe langsamer und verbraucht dadurch weniger Energie. Auch während der Nachtabsenkung der Heizung schalten diese Pumpen zurück. Dies unterscheidet Hocheffizienzpumpen von herkömmlichen Umwälzpumpen, die ununterbrochen mit konstant hoher Leistung arbeiten. Hocheffiziente Heizungsumwälzpumpen erbringen die gleiche Pumpleistung mit bis zu 70% weniger Strom.

Hochfeste Klinker

Hochfeste Ziegel

Hochfeste Ziegel und hochfeste Klinker sind Ziegel, die aus Ton, Lehm oder tonigen Massen mit oder ohne Zusatzstoffe geformt und gebrannt werden, wobei die Zusatzstoffe die Eigenschaften der Ziegel auf auf Dauer nicht nachteilig beeinflussen dürfen. Die Rohdichte muss mindestens der Rohdichteklasse 1,2 und die die Druckfestigkeit mindestens der Druckfestigkeitsklasse 36 entsprechen. Hochfeste Ziegel sind Baustoffe für tragendes und nichttragendes Mauerwerk. Sie sind besonders geeignet zur Erstellung von hochbeanspruchten Außen- und Innenwänden.

Hochhaus

auch: Hochhaus

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Die beiden Fotos hier zeigen zwei Hochhäuser aus Düsseldorf. Links eines aus den 30-er Jahren mit zehn Geschossen, damals bestaunt als architektonische Glanzleistung und dann eines aus dem Jahr 2010 mit elf Geschossen. Die Anzahl der Geschosse wird von den Kommunen im Bauleitplan festgelegt. Es kann also nicht "wie wild" in die Höhe gebaut werden - jedenfalls nicht in Deutschland. Bürgerinitiativen haben sich zum Beispiel in Köln mit Erfolg dagegen gewehrt, dass die weltweit bekannte Silhouette mit dem Kölner Dom von Hochhäusern bedrängt wird, die über die Domspitze hinaus ragen. Hochhäuser werden im Stahlbetonbau errichtet und haben ihren Ursprung nicht in New York, sondern in Chicago, wo das erste Hochhaus mit einer Höhe von 55 m 1885 erbaut und 1931 wieder abgerissen wurde, um einem noch höheren Gebäude Platz zu machen. Inzwischen lächeln die Architekten über Höhen von 55 m, denn in Dubai hat man Höhen von über 800 m erreicht, in der Pilgerstadt Mekka von über 600 m und in Nww York von über 540 m, dicht gefolgt vom Willis Tower in der Skyscraper-Geburtsstadt Chicago. Einige Architekten träumen von Hochhäuser über 1.000 m. Was statisch möglich ist, ist trotz gewaltiger Fundamente (die auch Pendelbewegungen des Hochhauses bei Erdbeben trotzen sollen) höchst umstritten. Trotz modernster Baumaterialien und qualifizierter Statiken sind "Wolkenkratzer" anfällig gegen Gewalteinwirkungen, wie man seit den Attentaten vom 11. September 2001 in New York weiß. Gezielte Sprengladungen an nur einer Stelle kann das ganze Bauwerk zum Einsturz bringen - ebenso wie ein starkes Erdbeben. Hochhäuser in Deutschland wachsen nicht in den Himmel, jedenfalls bisher noch nicht. Sie müssen mit besonderen Brandschutzeinrichtungen und Fluchttreppen ausgestattet sein. Hier in Deutschland stehen Hochhäuser oft in Problemvierteln wie in Köln-Chorweiler, sie können aber auch Edelquartiere sein wie das oben im Bild gezeigte moderne Hochhaus aus Düsseldorf mit Blick auf den Rhein und Pförtnerkontrolle wie in den USA.

Hochkant-Lamellenparkett

Hochkant-Lamellenparkett ist ein robuster, unempfindlicher, vielseitig einsetzbarer und zugleich preiswerter Parkettfußboden. Der Anwendungsbereich reicht von Fabrikationsräumen, Lagern und Werkstätten über Büro-, Hotel- und Gaststättenräume bis hin zu Schulen, Kindergärten und ausgebauten Kellerräumen. Hochkant-Lamellenparkett besteht aus hochkant aneinandergesetzten Holz-Lamellen. Es wird in vorgefertigten Einheiten in verschiedenen Größen geliefert und in Parkettklebstoff auf alle geeigneten Unterböden verlegt. Die Dicke des Materials beträgt 18 bis 24 mm. Wie alle Parkettböden kann Hochkant-Lamellenparkett geschliffen und oberflächenbehandelt werden.

Hochkrepp-Band

auch: Hochkrepp-Bänder

Darunter versteht man ein Papierband, welches stark geleimt, in der Regel nicht lackiert, sich um mindestens 40% seiner ursprünglichen Länge bis zu seinem Zerreißpunkt ausdehnen lässt. Zum Verpacken und Bündeln. Als Abdeck- und Schutzband bei Lackier-, Maler- und Putzarbeiten. Besonders gut geeignet zum Abkleben von Rundungen und Kurven. Neben dem Hochkrepp-Band gibt es noch das Flachkrepp-Band.

Hochleistungsbeton

auch: Hochleistungsbetone

Beton, der eine oder mehrere herausragende Eigenschaften aufweist, die ihn vom "normalen Beton" unterscheidet. Hierzu gehört der Massenbeton, hochfester Beton, der neben der hohen Festigkeit auch eine hohe Dichtheit aufweist und selbstverdichtender Beton.

Hochleistungsverflüssiger

Verringern wie die Betonverflüssiger den Wasserbedarf des Frischbetons und verbessern seine Verarbeitbarkeit.

Hochlochklinker

Hochlochklinker sind senkrecht zur Lagerfläche gelochte Keramikklinker. Sie können mit verschiedenen Lochungen ausgebildet werden. Als Hochlochklinker gelten Steine, deren Gesamtlochquerschnitt in der Lagerfläche (Länge mal Breite) zwischen 16 und 35 % beträgt. Weiterhin sind drei verschiedene Lochungsarten zugelassen, Lochung A,B oder C. Diese bestimmen die Größe etwaiger Grifflöcher und die einzelnen Lochdurchmesser. Hochlochklinkersteine müssen frost-, farb-, licht-, säure- und laugenbeständig sein. Ihre Oberfläche muss eine bestimmte Ritzhärte aufweisen, die Wasseraufnahme darf höchstens 6% betragen. Zudem muss die Freiheit von schädlichen Salzen und Einschlüssen, die Ausblühungen oder Absprengungen verursachen, gewährleistet sein.

Hochlochstein

auch: Hochlochsteine

Hochlochziegel

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Hochlochziegel zählen zu einer Untergruppe der Mauerziegel. Sie werden gebrannt und im Strangpressverfahren hergestellt. Aufgrund ihrer Lochung werden sie in drei Gruppen A, B oder C eingeteilt, wobei der Anteil der Lochfläche zwischen 15% und 50% variiert. Bei Lochung A ist der Locheinzelquerschnitt £ 2,5 cm², bei Lochung B £ 6 cm² und bei Lochung C £ 16 cm². Diese Lochung spart Material und reduziert das Gewicht. Hochlochziegel werden als Hintermauerziegel sowohl für tragendes als auch für nichttragendes Mauerwerk, für Innen- als auch für Außenwände verwendet. Die Wahl des Ziegels wird meist durch seine technischen Anforderung wie beispielsweise Druckfestigkeit und seiner Dauerhaftigkeit festgelegt.

Hochlöffel

Heutzutage nur noch wenig verwendetes Baggerwerkzeug. In vielen Bereichen ist er vom Tieflöffel und der Ladeschaufel verdrängt worden, teilweise kann der gleiche Löffel als Tief- und Hochlöffel eingesetzt werden.

Hochofenschlacke

auch: Hochofenschlacken, Hochofen-Schlacke, Hochofen-Schlacken

Nebenprodukt beim Schmelzen von Eisenerz. Kann nach entsprechender Aufbereitung bzw. Verarbeitung (Granulieren) vielfach verwendet werden: zur Herstellung von Eisenportlandzement, Hochofenzement und Hüttenbims, als Schotter, Pflasterstein oder Mauerstein.

Hochofenzement

auch: CEM III, Hochofenzemente

Entwickelt beim Erhärten weniger Wärme und hat daher eine etwas geringere Anfangsfestigkeit als andere Zementarten. Hochofenzement eignet sich zum Betonieren massiger Bauteile. Den Zement gibt es in zwei unterschiedlichen Mischungsverhältnissen. CEM III/A besteht zu 35% bis 64% aus Portlandzementklinker und zu 36% bis 65% aus Hüttensand. CEM III/B besteht zu 20% bis 34% aus Portlandzementklinker und zu 66% bis 80% aus Hüttensand.

Hochparterre

Unter einem Hochparterre versteht man ein Parterregeschoss, das nicht wie beim normalen Erdgeschoss mehr oder weniger auf dem Niveau des Baugrundstücks, sondern deutlich darüber liegt. In der Regel sind es ein halbes Geschoss, also etwas über einen Meter. Mietshäuser mit Hochparterre wurden vor allem in den Weltstädten zwischen 1880 und 1910 bevorzugt gebaut, um im Souterrain Wohnraum für Dienstboten oder für Familien mit geringerem Einkommen zu schaffen. Heute werden Einfamilienhäuser mit Hochparterre dann gebaut, wenn der hohe Grundwasserspiegel es erforderlich macht, den Keller höher zu legen. Andere Gründe liegen in einer repräsentativeren Architektur, denn der Hauseingang kann nur über eine mehrstufige Freitreppe erreicht werden. Auch Sicherheitsaspekte spielen heute eine Rolle. Die Fenster im Hochparterre können nur aufgebrochen werden, wenn man eine Leiter anlegt.

Hochrähmgefüge

Hochrähmkonstruktion

Hochrähmverzimmerung

Hochsäule

auch: Hochsäulen

siehe Firstständer.

Hochschiebesicherung

auch: Hochschiebesicherungen

Rolläden sollten zum Schutz vor Einbrechern mit einer Hochschiebesicherung ausgestattet werden. Dabei wird zwischen mechanischen und automatischen Systemen unterschieden. Das Problem bei mechanischen Vorrichtungen wie Siften, Riegel oder Schlössern ist, dass man ihre Anwendung in der Alltagsroutine leicht vergisst. Automatische Hochschiebesicherungen verkeilen oder versperren den Rolladen beim unerwünschten Versuch des Hochschiebens z.B. durch Sicherungsfedern, Riegel- oder Klemmverschlüsse. Die Funktion des Gurtroller wird hierdurch nicht beeinträchtigt, da sich die Sperre bei dessen Betätigung aufhebt. Ein dritte Möglichkeit der Hochschiebesicherung besteht in der Installation eines Rohrmotors im Rolladenkasten. Eine Wirkung durch einen solchen Motor wird meist erst dann erreicht, wenn der Rolladen vollständig runtergelassen ist.

Hochschnitt

siehe gravieren

Hochsicken

Hochsicken sind Sicken, die von der Außenseite eines Trapezprofils betrachtet, erhaben in Erscheinung treten.

Hochtief-Doppelganggewinde

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Diese Gewindevariante des Doppelganggewindes findet man in Holzbauschrauben, Betonschrauben und Spezialschrauben wie den Fensterbauschrauben. Die besondere Gewindegeometrie erhöht die Ausrißfestigkeit der Schrauben.

Hochvolthalogenlampe

auch: Hochvolthalogenlampen, Hochvolt-Halogenlampe, Hochvolt-Halogenlampen

Diese Art von Halogen-Glühlampen haben eine 25% bessere Lichtausbeute und die doppelte Lebensdauer herkömmlicher Glühlampen. Im Gegensatz zur Niedervolthalogenlampe wird die Hochvolthalogenlampe mit einer Netzspannung von 230 V betrieben. Dementsprechend lassen sich diese Lampen einfach gegen normale Glühbirnen austauschen. Sie besitzen wie die Glühlampe ein Edisongewinde. Allerdings werden auch Seilsysteme angeboten, bei denen die Lampen kein Edisongewinde aufweisen und wie bei den Niedervolt-Seilsystemen an die Drahtseile geklemmt oder geschraubt werden.

Hochwasser

Hochwasser macht auch den Deutschen mehr und mehr zu schaffen, wie es die Überflutung weiter Landesteile im späten Frühjahr 2013 gezeigt hat, nehmen aber auch weltweit zu. Selbst in Südafrika kommt es zu Hochwasser-Katatrophen, die hunderte Menschenleben kosten. Hochwasser wird in der Regel durch Bäche und Flüsse verursacht, die über die Ufer treten und (falls überhaupt vorhanden) Deiche zum Bersten bringen. Auslöser von Hochwasser ist entweder Schmelzwasser aus den Alpen und Voralpen, insbesondere auch Dauerregen und vor allem Starkregen. Gegen Hochwasserschäden kann man sich versichern lassen, sofern die Versicherungsgesellschaften die Anträge überhaupt annehmen.

Hochwasserschaden

auch: Hochwasserschäden

Sammelbegriff für alle Schäden, die an einem Gebäude und auf einem Grundstück direkt oder indirekt durch Hochwasser verursacht worden sind.

Hochwasserversicherung

auch: Hochwasserversicherungen

Hochzwiesel

siehe Gabelwuchs.

Hocken

siehe Nonnenziegel.

Höckerschwelle

auch: Höckerschwellen

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Die Schwelle aus Holz ist ein Jahrhunderte alter Fachbegriff, die Höckerschwelle allerdings nicht. Diese ist ein oben gewölbtes Hartgummi-, Kunststoff- oder Metallprofil, mit dem eine Übergangsfuge bei Bodenbelägen, insbesondere bei unterschiedlichen Bodenbelägen von einem Raum zum anderen abgedeckt wird. Bei Höckerschwellen aus Metall werden diese im Estrich verschraubt. Höckerschwellen aus Hartgummi oder Kunststoff werden entweder geklebt oder sie haben an der Unterseite einen Wulst, der in die Fuge eingeklemmt wird. Höckerschwellen sorgen dafür, dass zum Beispiel bei Innentüren keine Wärmeverluste und kein Durchzug entstehen.

Höhenarbeiter

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Höhenarbeiter ist kein Beruf, sondern eine Zusatz­quali­fikation, die insbesondere höhentaugliche Zimmerleute oder Dachdecker aber auch schwindelfreie Bauarbeiter aus anderen Berufszweigen erwerben. Höhenarbeiter kommen zum Einsatz, wenn höhere Bauwerke wie etwa Windräder oder Kirchtürme nicht über Gerüste oder Kranausleger erreicht werden können. Höhenarbeiter sind besonders geschult in der Seiltechnik, weil sie angeseilt arbeiten.

Höhenverstellelemente

Hohlbalkenträger

Hohlbeitel

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Der Hohlbeitel ist ein Handwerkzeug zur Holzbearbeitung. Er hat eine gekrümmte Klinge, die entweder außen oder innen angeschliffen ist. Dies unterscheidet ihn vom Stechbeitel. Es gibt Hohlbeitel mit verschiedenen Rundungen und Breiten.

Hohlblock

auch: Hohlblocksteine, Hohlblöcke

Mauersteine beispielsweise aus Leichtbeton oder KS-Stein mit ein bis sechs Kammern senkrecht zur Lagerfläche. Durch die Luftkammern haben sie günstige Wärmedämmeigenschaften und werden daher sowohl für Außen- als auch für Innenwände verwendet. Hohlblöcke werden als großformatige Steine hergestellt.

Hohlblocksteine

auch: Hohlblockstein

siehe Hohlblock.

Hohlboden

siehe Hohlraumboden.

Hohlbohrer

Während mit der Hohlbohrkrone kurze Bohrungen z.B. für Abzweig- oder Verteilerdosen gebohrt werden, sind Hohlbohrer Bohrer mit einem durch den Bohrer reichenden runden Hohlraum versehen, durch den das Bohrmehl nach außen gelangt und sofort abgesaugt werden kann. Dadurch entfällt die aufwände Reinigung des Bohrlochs mittels Ausblasen oder Ausbürsten. Hohlbohrer gibt es für Bohrmaschinen unterschiedlichster Art.

Hohlbohrkrone

auch: Hohlbohrkronen

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Hohlbohrkronen werden auch Dosensenker genannt und werden als Einsatz im Bohrhammer hauptsächlich zum Herstellen von kurzen Bohrungen für Abzweig- oder Verteilerdosen eingesetzt. Beim Bohrvorgang bleibt ein Kern stehen, der manuell ausgebrochen wird. Die Bohrdurchmesser gehen von 40 bis 125 mm bei Arbeitslängen von 100 mm.

Hohldexel

siehe Dexel

Hohldiele

auch: Hohldielen

Eine Hohldiele ist eine Deckentragplatte aus Stahlbeton mit in Tragrichtung angeordneten Hohlräumen. Sie werden aus Leicht- oder Schwerbeton hergestellt. Die Ränder von Hohldielen haben eine nut- bzw. federartige Ausformung zur dichten Verlegung. Die Sttoßfugen werden oben mit Zementmörtel vergossen.

Hohlfalzziegel

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Nach dem Vorbild klassischer Hohlpfannen wurde der Hohlfalzziegel entwickelt. Er ist ein echter Schiebeziegel mit variabler Decklänge. Das spezielle Falzsystem ermöglicht das Verschieben ohne anheben des Ziegels. Das erleichtert die Verlegung besonders bei nachträglichen Einbauarbeiten und bei der Dachbegehung. Aerodynamische Sperren und Wirbelkammern garantieren eine hohe Sicherheit gegen Schlagregen und Flugschnee. Aus den verdeckt liegenden Seitenfalzen wird eindringendes Wasser sicher in die Mulde des Ziegels zurückgeleitet. Mit Hohlfalzziegeln lassen sich sogar geschwungene Dachflächen, wie beispielsweise bei Fledermausgauben, mühelos eindecken. Normalerweise werden dafür nur falzlose Dachziegel wie Biberpfannen oder Hohlziegel verwendet, da Falzziegel zu wenig Spiel haben.

Hohlglas

auch: Hohlgläser

Hohlglas ist die Sammelbezeichnung für alle nicht tafelförmigen Gläser (Flachglas), die entweder mundgeblasen oder maschinengeblasen sein können oder als Pressglas erzeugt sind. Zu Hohlglas gehört im Bauwesen z.B. der Glasstein, ansonsten auch Flaschen oder Konservengläser.

Hohlkammerpaneele

auch: Lichtbahnelement, Hohlkammer-Paneele

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Paneele aus transparentem Kunststoff. Diese Lichtbahnelemente kommen überall zum Einsatz, wo Sicht, und Schutz gefordert, aber direkte Durchsicht unerwünscht ist. Anwendungsbereiche sind z.B. Wind- und Sichtschutzwände im Terrassen- und Balkonbereich oder aber zum Ausfachen einer Pergola- oder Carport-Holzkonstruktion. Auch für senkrechte Lichtbänder, Raumteiler oder hinterleuchtete Lichtdecken im Innenbereich sind die handlichen Paneele bestens geeignet. (Foto: Hersteller Gutta)

Hohlkammerplatte

auch: Hohlkammerplatten

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Kunststoffplatten mit Hohlkammern. Diese Hohlkammern sorgen dafür, dass die Platten auch gute Isoliereigenschaften besitzen. Sie werden beispielsweise für Dacheindeckungen, Wandverkleidungen, Terrassenüberdachungen, Wintergärten, Pergolen oder Carports verwendet. Man unterscheidet Acryl-Hohlkammerplatten und Polycarbonat-Hohlkammerplatten.

Hohlkastenträger

auch: Hohlbalkenträger

Der Hohlkastenträger ist ein röhrenförmiger Träger mit rechteckigem Querschnitt aus Holz, Stahlbeton, Spannbeton oder Stahl. Der Vorteil eines Hohlkastenträgers im Vergleich zu einem Vollquerschnitt liegt neben der Materialersparnis eindeutig beim geringeren Gewicht. Die Tragfähigkeit ist zudem nicht wesentlich geringer als bei einem vergleichbaren Vollquerschnitt, da der innere Kern eines Querschnitts weniger zur Gesamttragfähigkeit beiträgt als der äußere Bereich. Das Prinzip des Hohlkastenträgers ist insbesondere im modernen europäischen Brückenbau kaum noch wegzudenken. Aber auch beim Bau von weit gespannten Hallen kommen Hohlkastenträger bzw. Hohlbalkenträger zum Einsatz.

Hohlkehle

auch: Hohlkehlen

Allgemein ist eine Hohlkehle die negative Ausrundung einer Kante. Sie wird häufig als Zierprofil verwendet. Auch Wassernasen werden häufig in Form einer Hohlkehle ausgeführt. Weiterhin ist eine Hohlkehle auch die Anschlussstelle zwischen Kellerwand und Bodenplatte. Sie wird in der Regel aus wasserdichtem Mörtel gefertigt und soll verhindern, dass Wasser an dieser Stelle in das Gebäude eindringt.

Hohlkehlenprofil

auch: Hohlkehlenprofile

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Häufig werden die Anschlüsse von aufgehenden Wänden und Bodenplatten mit einer Hohlkehle aus Mörtel hergestellt. Eine Arbeitserleichterung bringen Hohlkehlenprofile aus Epoxidharz. Hohlkehlenprofile sind vorgefertigte Profile zur Herstellung eines dauerhaft dichten und sauberen Boden-Wandanschlusses im Innen- und Außenbereich. Hohlkehlenprofile werden mit einem Zweikomponentenkleber auf der Bodenplatte befestigt. Der Anschluss an die Wand wird mit einer Masse auf Polyurethan-Basis abgedichtet. Das Profil stößt entweder direkt an der Wand oder aber auch an einem Wärmedämmverbundsystem an. Oberhalb des Hohlkehlenprofils folgt gegebenenfalls eine Wandverkleidung. Hohlkehlenprofile eignen sich nicht zuletzt auch als Boden-Wand-Anschluß bei verfliesten oder Trockenbauwänden.

Hohlkehlfräser

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Fräser für eine Oberfräse. Hohlkehlfräser dienen zur Kantenprofilierung (z.B. mit Hohlkehlen), zur Konstruktion von Sekretären (Scharnierverbindungen mit Hohlkehlprofilen), zur Herstellung dekorativer Ziernuten, zur Strukturierung von Oberflächen, zum Fräsen von Saftrinnen und zum Einsatz in Kopierfräsmaschinen. Die Führungshilfen Anlauf-Zapfen und Anlauf-Kugellager ermöglichen es, den Fräser direkt am Werkstück zu führen - auch an geschweiften Kanten.

Hohlkehlleiste

auch: Hohlkehlleisten

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Besondere Form der Profilleiste, wobei eine rechteckige Leiste halbkreisförmig ausgefräst worden ist. Hohlkehlleisten eignen sich besonders als Deckenleisten und werden industriell in verschiedenen Holzarten, Furnieren und Beschichtungen hergestellt. Mit einer Oberfräse und einem Hohlkehlfräser kann der Heimwerker diese Leisten auch selbst herstellen. Unser Foto zeigt eine Hohlkehlleiste aus echtem Kirschholz des Herstellers Parador.

Hohlkörperdecke

auch: Hohlsteindecke, Füllkörperdecke, Hohlkörperdecken

Unter einer Hohlkörperdecke bzw. Füllkörper- oder Hohlsteindecke versteht man eine Teilfertigdecke, die aus im Werk vorgefertigten Gitterträgern mit Betonfußleisten besteht und im Abstand zwischen 50 und 75 cm verlegt wird. Die Zwischenräume werden mit vorgefertigten Hohlblockelementen, Lochziegelsteinen oder Deckensteinen aus Leichtbeton ausgelegt. Diese dienen danach unterseitig als Putzträger und nach oben hin als Schalungskörper. Je nach System werden anschließend nur die Bereiche zwischen den Füllsteinen ausbetoniert, bei statisch höher tragfähigen Decken oder bei höheren Anforderungen an den Schallschutz kann die örtlich aufzubringende Ortbetonschicht auch über die gesamte Fläche z.B. in einer Dicke von 5 cm aufgebracht werden. Der Vorteil einer Hohlkörperdecke liegt darin, dass sie vom Selberbauer vergleichsweise einfach in Eigenleistung hergestellt werden kann. Es ist keine großflächige Schalung, sondern nur eine Montageunterstütung notwendig. Diese wird vom Hersteller vorgegeben. Der Beton kann dann in einem zweiten Arbeitsgang aufgebracht werden.

Hohlmauerwerk

Hohlmauerziegel

siehe Lochziegel.

Hohlmeißel

auch: Hohlmeissel

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Mit einem Hohlmeißel können Kanäle und Schlitze für Gas-, Wasser- und elektrische Leitungen in die verschiedensten Baustoffe gezogen werden. Durch die leichte Kröpfung des Hohlmeißels kann die Tiefe einfach konstant gehalten werden.

Hohlpfanne

auch: Hohlpfannen

Hohlpfannendach

auch: S-Pfannendach

Von einem Hohlpfannendach wird gesprochen, wenn die Dacheindeckung mit Hohlpfannenziegeln erfolgt. Diese Eindeckung hat sich als Alternative zur Eindeckung mit Mönch und Nonne, die wesentlich aufwändiger war. Seit dem 15. Jahrhundert hat sich das Hohlpfannendach von Holland aus schnell über den gesamten norddeutschen Raum verbreitet. Bei der Art der Deckung wird zwischen Vorschnittdeckung und Aufschnittdeckung unterschieden.

Hohlpfannenziegel

auch: Hohlpfanne, S-Pfanne, Holländische Dachpfanne, Holländische Pfanne, Flämischer Ziegel, Langschnittpfanne

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Der Hohlpfannenziegel (Hohlziegel) ist ein klassischer Ziegel ohne Verfalzung, der im Strangpressverfahren hergestellt wird. Der Ziegel hat einen langen Eckanschnitt, man spricht daher auch von Langschnittpfanne. Dieser lange Anschnitt ist die Voraussetzung für die Verlegung in Vorschnittdeckung, die ein sehr dichtes, ebenmäßiges Deckbild ermöglicht. Hohlpfannenziegel eignen sich hervorragend für die Eindeckung denkmalgeschützter Bauten, aber auch Fledermausgauben bringt er wirkungsvoll zur Geltung. Da der Ziegel als eine holländische Entwicklung gilt, wird er auch als Holländische Dachpfanne oder Holländische Pfanne bezeichnet. Auch die Bezeichnung Flämischer Ziegel ist verbreitet. Wegen seinem s-förmigen Profil wird er aber auch als S-Pfanne bezeichnet.

Hohlquerschnitte

auch: Hohlquerschnitt

Hohlquerschnitte, seien sie aus Stahl oder Stahlbeton, bieten gegenüber einem Vollquerschnitt einige Vorteile. Zum einen sind sie durch Materialeinsparung leichter und zum anderen zeichnen sie sich durch große Widerstandsmomente im Vergleich zu ihrer Fläche aus.

Hohlraumboden

auch: Hohlboden, Hohlraumböden

Hohlraumböden bzw. Hohlböden sind Installationsböden aus Systembauteilen mit einer im Gegensatz zum Doppelboden geschlossenen, nicht aufnehmbaren Trägerplatte (aus Anhydrit-Fließestrich oder im Trockenbau aus nichtbrennbaren Bauplatten). Der Zugang zum Hohlraum, bzw. die Erschließung des Hohlraumbodens erfolgt über Revisionsöffnungen oder über Doppelbodentrassen. Hohlraumböden eigenen sich besonders für weniger stark installierte Büroflächen, mit der Option auf eine einfache Nachinstallation. Aufgrund der geschlossenen Trägerplatte können auf Hohlraumböden fast alle konventionellen Oberbeläge bis hin zum Natursteinmosaik problemlos verarbeitet werden.

Hohlraumdeckenheizung

auch: Hohlraumdeckenheizungen

Bei dieser Deckenheizung liegen die Rohre im Zwischenraum zwischen Tragdecke und abgehängter Zwischendecke. Die Unterseite der Tragdecke ist isoliert. Die Wärmeabgabe der Heizrohre erfolgt durch Strahlung und Konvektion. Das Heizmittel kann jede Temperatur haben. Die abgehängten Zwischendecken werden als Putzdecke, Plattendecke, Metalldecke oder Lochdecke, auch mit der Möglichkeit der Lüftung und Schalldämmung, ausgeführt.

Hohlraumdübel

auch: Hohlraum-Dübel

Hohlraumdübel sind spezielle Dübel, die dort verwendet werden, wo herkömmliche Spreizdübel keinen ausreichenden Halt mehr finden. Auf Hohlräume stößt man beim Bauen ziemlich häufig, z.B. bei großen Hohlblocksteinen, bei Decken oder hinter Leichtbauwänden aus Gipskartonplatten oder Spanplatten. Hier sind Hohlraumdübel häufig die beste Wahl. Es werden Federklappdübel und Kippdübel unterschieden.

Hohlraumpalisade

auch: Hohlraumpalisaden

Betonpalisade, die rohrförmig gegossen worden ist. Die Belastbarkeit ist naturgemäß gegenüber Palisaden aus Vollbeton deutlich vermindert.

Hohlraum-Verfüllmörtel

Hohlsäule

auch: Hohlsäulen

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Unter einer Hohlsäule werden verschiedene Arten von Säulen verstanden. So gibt es zum Beispiel Hohlsäulen aus Gusseisen, oder hohle Schalungselemente, die mit Beton ausgefüllt werden. Diese Säulen übernehmen eine tragende Aufgabe. Darüber hinaus gibt es aber auch Hohlsäulen, die zur Verkleidung von nackten Beton- oder Stahlsäulen verwendet werden. Die Säulenteile werden als Halbrund-Elemente geliefert und sind auch besonders gut zur nachträglichen Verkleidung geeignet. Die sehr dünnwandigen Säulen ermöglichen bei Bedarf auch eine unsichtbare Durchführung von Regenfallrohren oder Abwasserrohren. Im Schwimmbad können sie als Lüftungskanal dienen. Hergestellt werden diese Hohlsäulen aus einem Spezialbeton.

Hohlstein

siehe Lochziegel.

Hohlsteindecke

auch: Hohlsteindecken

Hohlwanddämmung

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Verfahren, um bei Altbauten die oftmals anzutreffenden dicken Luftschichten in einem zweischaligen Mauerwerk zu füllen. Diese Luftschichten sind oft 7 cm breit und erfüllen die Aufgabe einer Wärmedämmung nur unzureichend. Mit einem speziellen Einblasverfahren können in diese Hohlräume Granulate wie z.B. Perlite eingeblasen und beim Einblasvorgang gleichzeitig verdichtet werden. Es können natürlich nur solche Granulate verwendet werden, die feuchte-unempfindlich sind, nicht verklumpen und Diffusionsvorgänge im Wandaufbau nicht unterbinden.

Hohlwanddose

auch: Hohlwanddosen

siehe Deckendose

Hohlwanddosenfräser

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Mit dem Hohlwanddosenfräser lassen sich die Aussparungen für Hohlwanddosen in Plattenbaustoffe wie Gipskartonplatten, Gipsfaserplatten und Holzwerkstoffe fräsen.

Hohlwandplatten

auch: Hohlwandplatte

Werden zum Bau leichter Trennwände verwendet. Sie bestehen wie Hohlblöcke aus Leichbeton und haben Kammern senkrecht zur Lagerfläche.

Hohlziegel

siehe Lochziegel.

Holländische Dachpfanne

Holländische Pfanne

Holländischer Mauerziegel

Der Holländische Mauerziegel ist ein kleinformatiger Mauerziegel mit einer offenporigen Struktur, der in der Optik und in dem niedrigen Dampfdiffusionswiderstand den früheren Backsteinen und Feldbrandziegeln ähnlich ist. Er hat die Abmessungen 153 x 75 x 45 mm und wird auch als Ijsselziegel bezeichnet, da er aus den angeschwemmten Flusstonen des Ijsselmeers hergestellt wird.

Holländischer Verband

auch: Holländischen, Verband

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Beim Holländischen Verband wechseln Läufer-Binder-Schichten und Binderschichten regelmäßig miteinander ab. Die Binder jeder Läufer-Binder-Schicht liegen übereinander.

Holländischer Ziegel

Damit kann entweder ein Hohlpfannenziegel oder ein Holländischer Mauerziegel gemeint sein.

Holländisches Dach

Damit ist entweder ein Hohlpfannendach oder ein Walmdach gemeint.

Holm

Vertikales, stab- oder leistenförmiges Element, das mittig im Blendrahmen eines zwei- oder mehrflügeligen Fensters sitzt und gegen das die Fensterflügel angeschlagen und geschlossen werden.

Holsteiner Schaufel

auch: Holsteiner, Schaufeln

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Diese Schaufel wird wegen ihrer Form auch Flachschippe genannt. Sie eignet sich vor allem zum Umschichten von Sand bzw. Kies. Durch die große Auflage des Schaufelblattes, ist ein schnelles Abtragen möglich. Sobald die Erde jedoch härter wird, kommt man mit der flachen Schaufel nicht mehr gut in den Boden. Hier hilft dann beispielsweise eine Frankfurter Schaufel.

Holunder

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Holunder ist in Europa, Kaukasus und Kleinasien beheimatet. Das Holz des Baumes ist gelblich bis dunkelgrau, das Splintholz weiss bis hellgelb. Es ist dicht, hart, mittelschwer und leicht spaltbar. Verwendet wird es für Pfeifenköpfe, Einlegearbeiten und Drechslerarbeiten.

Holzalterbestimmung

Holz-Aluminium-Fenster

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Draußen schützt Aluminium vor Wind und Wetter, drinnen sorgt Holz für Wärme und Behaglichkeit. Aluminium-Holz-Fenster oder auch Holz-Aluminium Fenster verbinden die gute Wärmedämmung von Holz mit der Witterungsbeständigkeit von Aluminium. Die Holzprofile werden dabei durch vorgesetzte äußere Aluminiumprofile geschützt. Sie sichern im Fenster- und Fassadenbereich gute bauphysikalische Werte. Für Holz-Aluminium Konstruktionen gibt es vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Die Aluminiumoberfläche auf der Außenseite kann in sämtlichen Farbtönen ausgeführt werden. Auf der Innenseite ist eine Vielzahl von Hölzern in Kombination mit lasierten oder deckenden Anstrichen möglich. Außerdem können die Ansichtsbreiten, je nach eingesetzter Systemvariante und den statischen Erfordernissen, sehr schlank gehalten werden.

Holzarten

auch: Holzart

Holz findet man überall am und im Haus, wobei je nach Einsatzgebiet unterschiedliche Holzarten gebräuchlich sind. Beim Innenausbau (Fußböden) verwendet man hauptsächlich die einheimischen Holzarten wie Buche, Eiche, Esche oder Ahorn, wobei Buche und Eiche die härtesten sind. Nussbaum, Kirsche und andere Edelhölzer werden trotz ihrer hervorragenden Qualitäten aus preislichen Gründen nur noch wenig verwendet. Für ein Fachwerkhaus bieten sich mehrere Holzarten an. Eiche ist sehr haltbar, aber wie gesagt sehr teuer. Nordamerikanische Douglasie oder europäische Lärche sind die etwas günstigere Alternative. Dachstühle wiederum werden hauptsächlich aus Fichte oder Tanne errichtet.

Holzartenbestimmung

auch: Holzarten, bestimmen

Ein routinierter Schreiner kann viele Holzarten auf den ersten Blick bestimmen. Die Holzartenbestimmung erfolgt dann durch eigene Kenntnisse und Erfahrungen, kann aber auch mit definierten Vergleichsmustern erfolgen. Helfen diese makroskopischen Methoden nicht weiter, kommt ein Mikroskop zum Einsatz. Jede Holzart hat nämlich einen charakteristischen Feinaufbau, der sich nur unter dem Mikroskop erschließt. Die mikroskoopische Identifikation einer Holzart erfolgt durch Vergleich mit Schnittpräparaten. Eine Holzart lässt sich zum Beispiel durch Faserverlauf, Farbe, Jahrringaufbau, Spätholzanteil, Textur oder auch den Geruch bestimmen. Darüber hinaus können physikalisch-technische Eigenschaften wie Festigkeit, wärmetechnische und elektrische Eigenschaften, Rohdichte oder Sorptionseigenschaft zur Holzartenbestimmung herangezogen werden. Im Baubereich ist das Bestimmen der Holzart zum Beispiel bei Gebäuden im Bestand von Bedeutung, wenn verschiedene Holzarten zum Einsatz kamen oder eine bestimmte Holzart vermutet wird.

Holzausformung

Bei der Holzausformung werden frisch gefällte Bäume entastet, entrindet, zerlegt und nummeriert, so dass nur noch die eigentlichen Baumstämme übrig bleiben. Die Stämme werden nach Stärke des Durchmessers in Derbholz oder Nichtderbholz eingeteilt.

Holzausgleichsfeuchte

auch: Holz-Ausgleichsfeuchte

Holzbadewanne

auch: Holzbottich, Holzwanne, Holzbadewannen

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In den Badestuben des Mittelalters badete man in Badewannen aus Holz, die von einem Böttcher gebaut wurden. Solche Bottiche überdauerten Generationen und vielleicht hätte Napoleon 20 Jahre länger auf St. Helena gelebt, wenn er nicht in einer Wanne mit Bleiauskleidung gebadet hätte. Möglicherweise wurde der Kaiser der Franzosen nicht ermordet wie lange Zeit vermutet, sondern ist an einer Bleivergiftung gestorben. In den vergangenen Jahren tauchten auch wieder vereinzelt Holzbadewannen in den Badezimmern auf. Diese werden hauptsächlich aus Lärchen- und Kambalaholz fertigt. Beide Holzsorten haben ein badefreundliches Quell- und Schwindverhalten und eignen sich daher hervorragend zur Herstellung von Holzbadewannen.

Holzbalkendecke

auch: Holzbalkendecken

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Holz­balken­decken sind Ge­schoss­decken, deren tragende Elemente, die Bal­ken, aus Holz sind. Neben der Holz­balken­decke aus Vollholz oder Konstruktionsvollholz werden auch Balken­decken aus Brettschichtholz, Furnierschichtholz oder Furnierstreifenholz her­gestellt. Die Bal­ken liegen auf den Außen­wänden und den tragenden Innen­wänden auf, eventuell auch auf speziellen Krag­steinen, die aus der Wand innen hervor­ragen. Der Ab­stand der Bal­ken ist sehr unter­schiedlich. In Wohn­gebäuden reichen sie üblicher­weise von 0,50 m bis 1,20 m, wobei jüngere Gebäude tendenziell geringere Abstände haben. Den oberen Ab­schluss, also die beg­ehbare Fläche der Holz­balken­decke, bilden in der Regel die Dielen. Zudem sind ver­schiedene Estricharten vom Trockenestrich über Zementestrich und Gussasphaltestrich bis hin zum Magnesiaestrich und Anhydrit-Estrich möglich. Zur Schall- und Wärme­dämmung müssen bei Holz­balken­decken einige Maß­nahmen er­griffen werden. Bei älteren Holz­balken­decken besteht die Füllung en­tweder aus Hoch­ofen­schlacke oder Sand, der auf einen so genannten Blind­boden aus Holzbrettern liegt. Dieser Aufbau wird auch als Fehl­boden bezeichnet. Andere Arten der Fül­lung sind Form­elemente aus Gips oder gebranntem Ton. Moderne oder modern­isierte Decken haben zusätzlich eine Dämmung z.B. aus Mineral­wolle. Auch Perlite findet als Aus­gleichs­schüttung unter Trockenestrich seinen Einsatz. Die Holzbalken bleiben von unten unsichtbar, weil sie ver­kleidet werden. Hierfür eignen sich besonders Gipsbauplatten oder Holzpaneele. Ältere und nicht mehr gebräuchliche Arten von Holz­balken­decken sind die Kreuzstakendecke und die Windelbodendecke.

Holzbau

auch: Holzbauten

Zum einen kann unter Holzbau ein Holzhaus verstanden. Zum anderen (hauptsächlich) wird unter Holzbau der Ingenieur-Holzbau verstanden.

Holzbauschraube

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Schraube, die speziell für die schnelle Montage von Spanplatten und Holztafeln auf Unterkonstruktionen hergestellt wird. Der Schraubenkopf hat einen Senkkopf und kann mit Fräsrippen ausgestattet sein. Der Unterschied zwischen einer Holzschraube und einer Holzbauschraube ist nicht eindeutig definiert. Vielfach haben Holzbauschrauben aber (Foto: 5K-Holzbauschraube des Herstellers Bierbach) ein Hochtief-Doppelganggewinde, welches das Eindrehen erleichtert, gleichzeitig aber für hohe Auszugswerte bürgt.

Holzbauwinkel

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Holzbauwinkel aus rostfreiem Edelstahl sind in verschiedenen Größen auf dem Markt und können für unterschiedliche Zug- oder Druckanschlüsse eingesetzt werden bei der Verbindung Holz/Holz oder Holz/Beton. Zur Erhöhung der Biegesteifigkeit verfügen sie über Sicken im Winkelbereich. Nach DIN 1052 sind die Nagelabstände genormt, die Art der Ausnagelung zur Faserrichtung ist genau vorgeschrieben.

Holzbeize

siehe Beize.

Holzbeizen

Als Holzbeizen werden Mittel zum Beizen von Holz verstanden. Mit Hilfe von Beizen wird Holz gefärbt. Die Färbung des Holzes wird durch lösliche Farbstoffe oder Pigmente bewirkt, die in die Holzstruktur eindringen bzw. sich auf dem Holz ablagern. Es können aber auch chemische Zusätze in der Beize, die mit den Inhaltsstoffen des Holzes reagieren, den Farbton im Holz verändern. Zweck des Beizens ist die farbliche Veränderung der Holzoberfläche unter Erhaltung der natürlichen Struktur und Eigenart des Holzes. Es können unterschiedliche Wirkungen und Effekte erzielt werden: - Unterstreichung und Verstärkung des ursprünglichen natürlichen Holzfarbtones - Betonung der Textur ("Maserung") - Hervorhebung des Kontrastes bei Weichhölzern unter Beibehaltung der positiven Struktur - Angleichung und Egalisierung - Abdeckung von Holzunterschieden Es werden unterschiedliche Arten von Holzbeizen wie Pulverbeizen, Holzbeizen auf Wasserbasis, Holzbeizen auf Wasser-Alkoholbasis, Holzbeizen auf Lösungsmittelbasis sowie Laugenbeizen sowie Farb- und Beizextrakte unterschieden.

Holzbeschichtung

auch: Holzbeschichtungen

Holzbeschichtungen müssen sich den örtlichen Gegebenheiten anpassen. Es ist auf Dehnbarkeit, Quellbarkeit und Feuchtigkeitsaufnahme des Holzes zu achten. Die Beschichtungen sollten dehnbar und wasserdampfdurchlässig sein. Hölzer im Innenbereich haben weniger Bewegung als solche im Außenbereich. Holzteile wie Fenster und Türen sind der Witterung von außen und der Wärme des Innenbereich ausgesetzt und benötigen deshalb unterschiedliche Behandlungsweisen. Zu den Holzbeschichtungen zählen Fensterlack, Holzlacke, Holzbeizen, Holzlasuren und Holzschutzlasuren.

Holzbeton

auch: Holzzement

Als Holzbeton oder auch Holzspanbeton bezeichnet man einen Leichtbeton, der als Bindemittel Zement und als Zuschlag Holzspäne besitzt. Er wird in Form von kleinformatigen Bauelementen unter einer Vielzahl von Bezeichnungen und Produktnamen hergestellt, gehandelt und eingesetzt. Holzbeton ist dynamisch belastbar, frostbeständig und verrottungsfest. Zudem läßt er sich sehr gut verarbeiten, ist leicht, läßt sich sägen und nageln und ist ein guter Putzträger. Holzbeton zeichnet sich zudem durch gute Wärme- und Schalldämmeigenschaften aus. Er wird beispielsweise zu Platten oder Steinen verarbeitet.

Holz-Beton-Verbund

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Unter Holz-Beton-Verbund wird vor allem ein Decken-Tragwerk auf Holzbalken verstanden. Dabei wird eine dünne Betonplatte von etwa 60 mm auf der Holz-Unterkonstruktion aufgebracht. Bei Holz-Beton-Verbundkonstruktionen kann der Verbund zwischen den beiden Baustoffen über diverse Verbindungsmittel hergestellt werden. Das Nutzen von Verbundschrauben ist nur eine dieser Möglichkeiten. Das zur Zeit effektivste Verbindungsmittel stellt ein über die Länge kontinuierlich in den Holzquerschnitt eingeklebtes Metall dar. Dessen Kapazität übersteigt die von Verbundschrauben um ein Vielfaches. Holz-Beton-Verbundlösungen stellen im allgemeinen kostengünstige Lösungen im Neubau sowie in der Sanierung von Holzbalkendecken dar.

Holzbild

auch: Holzbilder

Alle Farb- und Strukturmerkmale, die zusammen das Aussehen einer Holzart ergeben. Dies kann beispielsweise die Holzmaserung oder die Farbe des Splint und des Kerns sein.

Holzbinder

Dach-Trägerelemente aus Vollholz oder aus Leimholz. Binder aus Vollholz kommen vor allem im Wohnungsbau zum Einsatz. Insbesondere Leimholzbinder sind statisch stark belastbar, sie überspannen auch große Weiten zum Beispiel in Sporthallen.

Holzblockhaus

auch: Holzblockhäuser

siehe Blockhaus

Holzblocktafel

auch: Holzblocktafeln

Mehrschichtiges, wandähnliches Holzelement, das für den Wandaufbau von Holzhäusern, aber auch als Holzdecke eingesetzt wird.

Holzbohle

auch: Holzbohlen

siehe Bohle.

Holzbottich

auch: Holzbottiche

siehe Holzbadewanne.

Holzbriketts

Holzbriketts werden aus entrindeter Fichte hergestellt. Das Holz wird auf unter 6 % Restfeuchte getrocknet und dann unter hohem Druck zu brikettförmigen, handlichen Stücken gepresst. Der Heizwert übertrifft den des Kaminholzes, das eine Restfeuchte von etwa 18 % besitzt, bei weitem. Holzbriketts verbrennen sauber und verhindern weitgehend ein Verrußen der Kaminofenscheiben. Die Asche enthält wertvolle Mineralstoffe für die Verbesserung von Erdreich und kann bedenkenlos in den Komposter geschüttet werden.

Holzdaubenrohre

siehe Holzrohre.

Holz-Drehmaschine

auch: Holz-Drehmaschinen

siehe Drechselbank.

Holzdübel

siehe Runddübel.

Holzdübler

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Ein Holzdübler ist eine Bohrhilfe, mit deren Hilfe Dübellöcher exakt und im gleichen Abstand gebohrt werden können. Ohne Holzdübler besteht immer das Problem, Dübellöcher vom einen Brett genau auf ein anderes Brett zu übertragen. Das Ergebnis sind überstehende Kanten oder die Bretter passen überhaupt nicht zusammen. Der Holzdübler wird quasi als Schablone auf den Holzwerkstoff aufgelegt und mit einer Bohrmaschine die Dübellöcher gebohrt. Es können Bohrer mit verschiedenen Durchmessern verwendet werden.

Holzeinschraubmutter

siehe Rampamuffe.

Holzelementtür

auch: Holzelementtür

Nur von wenigen Herstellern benutzte Bezeichnung für eine Glastür mit einem integriertem Holzelement (z.B. am Türgriff).

Holz-Emissionsklasse

auch: Holz-Emissionsklassen

Holzwerkstoffplatten sind in Emmissionsklassen unterteilt. Dabei geht es um den Anteil an Formaldehyd. E 0 = absolut formaldehydfrei. E 1 = kann unbedenklich, also auch unversiegelt, verarbeitet werden, E 2 = Platte sollte, um Emissionen zu vermeiden, beidseitig beschichtet werden, E 3 = Platte muss komplett beschichtet sein, damit kein Formaldehyd entweichen kann.

Holzfarben

auch: Holzfarbe

Mit dem Begriff Holzfarbe kann sowohl der Farbton gemeint sein, den Schnittholz oder Furniere haben, wenn sie verarbeitet werden oder verarbeitet worden sind, wobei eine solche "Holzfarbe" natürlich nie gleichmäßig ist, selbst dann nicht, wenn es sich um Holz ein- und desselben Holzstammes handelt. In aller Regel werden aber unter "Holzfarben" Lasuren, Beizen und Lacke verstanden, die speziell für die Beschichtung von Holz im Innen- und Außenbereich entwickelt worden sind.

Holzfärbung

innerhalb einer Holzart kann die Färbung stark variieren. Das Kernholz ist meist dunkler als das Splintholz.

Holzfaser

auch: Holzfasern

Die Faser ist die kleinste mit bloßem Auge erkennbare Einheit im Aufbau des Holzes. Fasern verlaufen in Wuchsrichtung.

Holzfaser-Dämmplatten

auch: Holzfaser-Dämmplatte, Holzfaserdämmplatte

Dämm-Materialien aus Holz werden aus Sägewerksabfällen und Restholz hergestellt. Zu nennen sind die Holzwolle-Leichtbauplatten, bei denen die Holzwolle durch Magnesit oder Zement gebunden wird und Holzfaser-Dämmplatten, die aus verklebten Holzfasern bestehen. Die Wärmedämmfähigkeit ist gut, ebenso der sommerliche Wärmeschutz. Durch chemische Behandlung können diese Platten schwer entflammbar gemacht werden. Holzfaser-Dämmplatten haben ein poröses Gefüge und besitzen daher wärmedämmende, schalldämmende und schallschluckende Eigenschaften. Sie eignen sich besonders für eine Aufsparrendämmung bei Dachgeschossen, für Trennwand- und Türmittellagen oder für Trittschalldämmungen. Im Fertighaus- und Holzhausbau können Holzfaser-Dämmplatten auch als Dämm- und Trägermaterial für eine verputzte Fassade eingesetzt werden.

Holzfaserdämmstoff

auch: Holzfaserdämmstoffe

Holzfaserhartplatte

auch: Holzfaserhartplatten

Holzfasermatten

auch: Holzfasermatte

In Plattenform hergestellte Matten für die Trittschalldämmung, wobei auch Platten angeboten werden, die frei von Bindemitteln sind und im sog. Naßverfahren hergestellt werden. Dabei werden die Holzfasern so verfilzt, dass strapazierfähige, 4 mm dicke Platten produziert werden können, die eine Trittschallreduzierung bis zu 26 dB erreichen.

Holzfaserplatte

auch: Holzfaserplatten

Holzfaserplatten werden aus verholzten Fasern mit oder ohne Bindemittelzusatz hergestellt. Neben den Bindemitteln können Holzfaserplatten, wie die Holzspanplatten, Zusätze zum Erreichen bestimmter Eigenschaften erhalten. Holzfaserplatten werden hauptsächlich nach dem Härtegrad (Festigkeit) und der Oberflächenbeschaffenheit unterschieden. Harte und mittelharte Holzfaserplatten (HFH- und HFM-Platten) nach DIN 68754 können in der Tafelbauart als mittragende Beplankung tragender und aussteifender Elemente eingesetzt werden. Sie finden im Baubereich Verwendung bei Innen- und Außenwänden, Dächern, Bekleidungen, Fußböden. Weiterhin gibt es noch nichttragende Holzfaserplatten. Dies sind zum Beispiel poröse Holzfaserplatten (HFD-Platten), die zur Isolierung und Dämmung eingesetzt werden (siehe Holzfaser-Dämmplatte. Auch kunststoffbeschichtete dekorative Holzfaserplatten (KH-Platten) zählen zu den nichttragenden Holzfaserplatten. Diese harten Holzfaserplatten sind mit Trägerbahnen beschichtet, die mit härtbaren Kunststoffen imprägniert und unter Wärmeeinwirkung aufgepresst sind.

Holzfasersättigungspunkt

Holzfassade

auch: Holzfassaden

Die Holzfassade ist eine Fassade mit einer vorgesetzten Schale. Diese ist auf eine Grund- und Traglattung aufgenagelt oder geschraubt, wobei zwischen die Latten der Grundlattung meistens eine Wärmedämmung eingebracht wird. Zwischen Grundlattung/Wärmedämmung und der "Brettbekleidung" muss immer eine Hinterlüftung erfolgen. Die Brettbekleidung erfolgt üblicherweise als Stülpschalung oder als Boden-Deckel-Schalung. Im Handel sind neben naturbelassenen Profilhölzern auch farbig endbehandelte Bretter erhältlich.

Holzfäule

auch: Fäulnis

Die Holzfäule bezeichnet eine von Pilzen oder Bakterien verursachte Zerstörung des Holzes. Die Zersetzung des Holzes wird durch bestimmte Voraussetzungen bezüglich Feuchtigkeit und Temperatur begünstigt. Bei verbautem Holz sind folgende Pilze am gefährlichsten: Die Zellulose abbauenden Braunfäuleerreger (z. B. Echter Hausschwamm, Weißer Porenschwamm, Kellerschwamm und Blättlinge), für lagernde Laub- und Nadelhölzer die Lignin und Zellulose abbauenden Weißfäuleerreger sowie die Moderfäuleerreger. Nach Art der Holzzerstörung durch Pilze werden Braunfäule, Weißfäule und Moderfäule unterschieden.

Holzfehler

Abweichungen im Wuchs, in der Beschaffenheit und in den Eigenschaften gesunden Holzes. Zu den Holzfehlern zählen aber auch Bearbeitungsfehler, die zum Beispiel durch schlecht geschärfte Sägen entstanden sind. Innerhalb eines zulässigen Toleranzbereichs wird bei der Holzsortierung das Holz mit Holzfehlern aussortiert bzw. einer anderen Sortierklasse zugeordnet.

Holzfenster

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Fenster aus Holz sind das klassische Fensterbaumittel. Sie stehen für Behaglichkeit. Das Verhältnis von hoher Festigkeit und geringem Gewicht ist sehr günstig. Weiterhin sind Holzfenster atmungsaktiv und bieten eine gute bis sehr gute Wärmedämmung. Es eignet sich allerdings nur Holz mit bestimmten Eigenschaften. Es muss gleichmäßig gewachsen und von geringer Astigkeit sein. Zudem muss es eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Pilze, Insekten, Witterungseinflüsse und mechanische Einwirkungen sowie ein gutes Stehvermögen aufweisen. Weitere Qualitätskriterien sind: Das Holz muss genügend fest, gut zu bearbeiten, gut zu imprägnieren und sich gut anstreichen lassen. Weitgehend diese Eigenschaften haben die Holzarten Kiefer, Fichte, Douglasie oder Sipo-Mahagoni.

Holzfestigkeit

Die Holzfestigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, so zum Beispiel von der Art der Beanspruchung (Zugbeanspruchung, Druckbeanspruchung, Biegebeanspruchung), der Rohdichte, der Feuchtigkeit oder der Holztemperatur. Aber auch der Wuchs spielt bei der Holzfestigkeit eine Rolle. So lässt sich die Festigkeit eines Holzbalkens nie genau vorhersagen, die Festigkeitseigenschaften können von Holzbalken zu Holzbalken bis zu 300 Prozent schwanken. Definiert wird die Holzfestigkeit durch die Biegefestigkeit, Druckfestigkeit, Zugfestigkeit und Scherfestigkeit, die durch Versuche ermittelt werden können. Entsprechend seiner Verwendung wird das Bauholz in Sortierklasscn (Festigkeitsklassen) eingeteilt (siehe Holzsortierung).

Holzfeuchte

auch: Holzfeuchtigkeit, Holzfeuchten

Die Holzfeuchte gibt an, wieviel Wasser im Holz vorhanden ist. Errechnet wird die Holzfeuchte aus dem Unterschied zwischen Nass- und Darrgewicht (Trockengewicht). Angeben wird sie in Prozent. Bei frisch geschlagenem Holz beträgt die Feuchtigkeit zwischen 40% und 60%. Für die weitere Verwendung muss das Holz einer natürlichen oder technischen Trocknung unterzogen werden. Die Holzfeuchte sollte beim Einbau in etwa der Ausgleichsfeuchte entsprechen. Parkett sollte beispielsweise mit einer Holzfeuchte von 9% eingebaut, sichtbare Balken mit einer Holzfeuchte von 15% eingebaut werden. Bauschnittholz darf höchstens eine Feuchte von 20% besitzen, es sei denn, es wird in Konstruktionen eingesetzt, in denen es ungehindert nachtrocknen kann und deren Bauteile nicht empfindlich gegenüber den hierbei auftretenden Verformungen sind. In diesem Fall darf das Holz mit einer Holzfeuchte bis 30% eingebaut werden. Da Holz, wie erläutert, mit einer bestimmten Holzfeuchte verarbeitet werden muss, ist es wichtig, diese vorher genau zu bestimmen. Dies erfolgt mit dem Holzfeuchtemesser.

Holzfeuchtemesser

auch: Holzfeuchte-Messgerät

Mit einem Holzfeuchte-Messgerät wird die Holzfeuchte von Laminat, Balken, Furnieren, Fensterrahmen oder Waldholz ermittelt. Es gibt mehrere Methoden, die Holzfeuchte zu messen, die einen erfolgen zerstörungsfrei, die anderen sind mit Zerstörung verbunden. Beim zerstörungsfreien Messen muss man das spezifische Gewicht des zu untersuchenden Produkts eingeben. Das Gerät wird auf das Material aufgesetzt und mittels eines Sensors wird die absolute Feuchtigkeit ermittelt. Die Bedienung ist relativ einfach und die Ermittlung der Holzfeuchte geht schnell, doch es muss, wie gesagt, das spezifische Gewicht des Holzes bekannt sein. Am genauesten läßt sich die Holzfeuchte mit der Darrprobe ermitteln. Wie der Name bereits sagt, muss dabei eine Probe entnommen werden, das Verfahren ist nicht zerstörungsfrei. Auch mit Nadeln läßt sich die Holzfeuchte ermitteln. Zwei Messelektroden werden in das Holz eingetrieben. Nach dem Eintreiben wird von den Messgeräten sofort der ermittelte Messwert angezeigt. Gemessen wird dabei der elektrische Widerstand, der sich im Holz einstellt, bei einer bestimmten Feuchte und Holztemperatur. Ungleiche Feuchteverteilung im Meßgut, Klebstofffugen, Oberflächenbehandlungen oder schlechter Kontakt der Elektroden können bei dieser Methode allerdings zu Fehlmessungen führen.

Holzfeuchte-Messgerät

auch: Holzfeuchte-Messgeräte, Holzfeuchtemessgerät, Holzfeuchtemessgeräte

Holzfeuchtemessung

auch: Holzfeuchtemessungen

Holzfeuchtigkeit

siehe Holzfeuchte.

Holzfliese

auch: Holzfliesen

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Gängige Bezeichnung für einen wetterfesten Terrassenbelag aus Holz. Die vorgefertige Rahmenkonstruktion mit aufgeschraubten schmalen Brettern wird in quadratischen, handlichen Formaten angeboten, daher der Name "Fliese". Holzfliesen gibt es vor allem in den Maßen 25 x 25, 30 x 30, 45 x 45, 50 x 50 und 60 x 60 cm, aber auch rechteckige Formate wie z.B. 60 x 120 cm werden angeboten. Holzfliesen können auf einer Unterkonstruktion oder einem verdichteten, ebenen Kiesbett zu einer Holzterrasse zusammengesetzt werden. Die Oberfläche der Bretter ist meistens geriffelt. Als Holz wird für einfache Holzfliesen kesseldruckimprägniertes europäisches Nadelholz verwendet. Der Holzhandel bietet aber auch Holzfliesen aus tropischen Hölzern an. Auf dem Markt sind auch Produkte, die durch eine Steckverbindung aneinander gefügt werden, so dass die Holzfliesen nicht verrutschen können. Zu Irritationen führt, dass Holzfliesen auch als Terrassenfliesen beworben werden.

Holzfüllstabgeländer

auch: Holz-Füllstabgeländer

Holzgefährdungsklassen

Holzgewölbe

Nicht nur steinerne Gewölbe haben eine lange Tradition, sondern auch Holzgewölbe, gab es diese Holzgewölbe doch bereits in der Gotik. Genau genommen handelt es sich dabei aber nicht um Gewölbe, sondern um Brett und- Bohlenkonstruktionen, die durch Zuschnitt und Vernagelung die gewünschte Gewölbegeometrie verpasst bekamen. Im Vergleich zu Steingewölben nehmen Holzgewölbe außer den Druckkräften auch Zugkräfte auf. Holzgewölbe findet man hauptsächlich über Kirchen, aber auch in Klostergebäuden, Gasthäusern, Ratssälen oder in repräsentativen Schlossbauten wurden Holzgewölbe von den Baumeistern errichtet. Verschiedene Bauweisen von Holzgewölben waren Tonneneinwölbungen oder Korbbogeneinwölbungen.

Holzhammer

auch: Holzhämmer

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Dieser Hammer ist komplett aus Holz, meist Hartholz. Ansonsten kann er sehr unterschiedlich sein. Klüpfel sind beispielsweise Holzhämmer und werden vom Schreiner verwendet. Zum Einschlagen von Pfosten werden ebenfalls Holzhämmer verwendet. Diese sind allerdings um einiges größer und besitzen am Kopf eine Metallummantelung. Ansonsten findet man Holzhämmer noch beim Fassanstich auf dem Oktoberfest.

Holzhärte

auch: Holzhärten

Zur Bestimmung der Holzhärte wird in einem Meßgerät (siehe auch "Brinell") eine Stahlkugel von 10 mm Durchmesser mit 500 N bei langsam steigendem Druck in das Holz gedrückt. Aus dem mehr oder weniger großen Eindruck errechnet sich die Holzhärte oder Brinellhärte. Buche (34 N/mm²) und Eiche (34 - 41 N/mm²) gelten z.B. als harte Hölzer, Robinie oder einige tropische Hölzer als sehr harte Hölzer. Für die Parkettherstellung werden harte bis sehr harte Hölzer verwendet.

Holzhaus

auch: Holzhäuser

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Unter Holzhaus wird vorzugsweise ein Haus verstanden, dessen tragendes Element eine Holzkonstruktion ist, die beidseitig z.B. mit Holzwerkstoffplatten oder Gipskartonplatten beplankt wird, wobei der Wandzwischenraum mit Dämmmaterial ausgefüllt wird. Die Fassade ist meistens mit einer Vorsatzschale aus Profilholz in Stülpschalung oder Boden-Deckel-Schalung versehen. Insofern ist das Holzhaus in aller Regel ein Fertighaus, dessen Wandelemente incl. der eingebauten Holzfenster in den Werkhallen der Fertighaushersteller oder Holzbaubetriebe (Zimmereien) gebaut und auf der Baustelle entweder auf einer Kellerdecke oder einer Bodenplatte montiert wird. Das Holzhaus ist in Skandinavien, dem Baltikum und Russland allgegenwärtig und hat sich dort seit Jahrhunderten auch bei schlechtesten Klimabedingungen bewährt. In Deutschland werden Holzhäuser wegen des gesunden Wohnklimas und der warmen Ausstrahlung von Holz auch in den Innenräumen immer beliebter. Zur Gruppe der Holzhäuser gehören auch die Wohnblockhäuser.

Holzheizung

auch: Holzheizungen

Holzhobel

Mit einem Hobel wird immer und ausschließlich Holz gehobelt. Hobel werden ihrerseits als klassisches Handwerkzeug der Tischler und Zimmerleute ursprünglich nur aus Holz, heute aber auch aus Stahl gefertigt. Um Verwechslungen mit der Metallausführung vorzubeugen, wird deshalb öfters auch die Bezeichnung Holzhobel verwendet. Ein solcher Holzhobel besteht aus Buchenholz oder dem Holz einheimischer Obstbäume, die Gleitfläche, die sog. Sohle, wird hingegen aus dem tropischen Pockholz hergestellt.

Holzimprägnierung

Imprägniermittel gibt es als farbige und farblose Lasur, mit und ohne Fungizidanteil. Für pilzanfällige Hölzer sollte ein Imprägniermittel mit fungiziden Zusätzen verwendet werden. Die Imprägnierung ist gleichzeitig die Grundlage für die Verbindung von Holz und einer weiteren Beschichtung.

Holz-Imprägnierung

auch: Holz-Imprägnierungen

Holzingenieur

auch: Holzingenieure

Umgangssprachliche Bezeichnung für Diplom-Ingenieure der Fachrichtungen Holztechnik und Holzbau. Holzingenieure sind bevorzugt auch im Holzingenieurbau tätig.

Holzingenieurbau

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Der Holzingenieurbau unterscheidet sich vom Ingenieurbau dadurch, dass die für den Bau eines Gebäudes verwendeten Materialien, insbesondere die tragenden Bauteile, aus Holz sind, nicht zuletzt aus Leimholzbindern. Im Holzingenieurbau werden zum Teil riesige Gebäude errichtet, insbesondere in den skandinavischen Ländern, wo Flughäfen, Konzerthäuser, ja sogar Brücken errichtet worden sind, deren tragende und gestaltende Elemente aus Holz sind. Das Foto von Regnauer Fertigbau zeigt beispielhaft, welche Möglichkeiten Holz in gestalterischer und konstruktiver Hinsicht bietet.

Holzinhaltsstoffe

Im Holz enthaltene Stoffe wie Harze, Zucker, Stärke, Eiweiß, Fette, Wachse, Gerbsäuren und ätherische Öle, die zum Ausbluten bestimmter Holzarten führen oder Einfluß auf die Qualität von Lacken und Lasuren haben und Verfärbungen bewirken können. In diesen Fällen empfehlen sich geeignete Grundierungen, z. B. selbstvernetzende wässrige Polymerdispersionen oder spezielle Isolierlacke.

Holzkitt

Für problemloses Verfugen oder Verfüllen von Rissen, Rillen oder Löchern in Holz. Holzkitt kann beispielsweise für Reparaturen an Fenstern und Türen verwendet werden. Er kann mit allen handelsüblichen Abtönfarben eingefärbt werden und läßt sich daher auch sehr gut für Restaurierungen an Holzmöbeln verwendet werden.

Holzkloben

Der Holzkloben ist eine Variante des Klobens. Er wird, im Gegensatz zum Steinkloben, in das Holz eingeschlagen. Es gibt ihn in einfacher Winkelform oder mit Stützfuß. Daneben gibt es ihn als Plattenkloben oder Kloben auf Platte, der auf das Holz aufgeschraubt wird.

Holzkonstruktion

auch: Holzkonstruktionen

Von Holzkonstruktionen wird vor allem im Holzbau gesprochen. Eine Holzkonstruktion kann z.B. der Dachstuhl, oder bei Fertighäuser die Grundkonstruktion in der Holzrahmenbauweise oder Skelettbauweise sein. Auch dem Fachwerkhaus liegt eine Holzkonstruktion zugrunde. Allen Holzkonstruktionen ist gleich, dass verschiedene Balken zu einem Ganzen zusammengefügt werden. An den Stoßstellen der Balken spielt die Holzverbindung eine große Rolle. Grundsätzlich kann zwischen zimmermännischen Holzverbindungen oder Holzverbindungen mit Winkeln, Schrauben, Nägeln oder ähnlichem unterschieden.

Holzkorrosion

Als Holzkorrosion oder Mazeration wird das Auflösen des Zellgefüges des Holzes verstanden. Dabei können sich Teile (je nach Grad der Schädigung) des Holzes ablösen, die eine faserige bis wollige Struktur aufweisen. Ursache der Holzkorrosion ist eine chemische und/oder chemisch-physikalische Reaktion bei Wechselwirkung mit der Umgebung. Die Schädigung ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie Holzart, Feuchtigkeit, Temperatur oder Dauer der Einwirkung. Holzkorrosion findet man besonders häufig bei Gebäuden der chemischen Industrie oder bei Stallungen.

Holzkugel

auch: Holzkugeln

Holzkugeln vor allem aus Wurzelholz und exotischen Hölzern können ausgesprochen dekorativ aussehen, aber im Baubereich hat man dafür keine rechte Verwendung. Lediglich bei Holztreppen, die in klassischem Stil gehalten sind oder die aus denkmalpflegerischen Gründen restauriert werden müssen, kommen größere Holzkugeln als dekorativer Abschluß eines Holzgeländers zum Einsatz.

Holz-Kunststoff-Composite

siehe WPC.

Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe

siehe WPC.

Holzlack

auch: Holzlacke

Alle Mittel, mit denen Holz beschichtet werden kann, fallen unter den Oberbegriff Holzlacke. Auch Holzlasuren, Holzschutzlasuren und Dispersionslacke zählen zu den Holzlacken. Es gibt lösungsmittelhaltige Holzlacke und mit Wasser verdünnbare. Im Innenbereich finden Holzlacke für Möbel, Türen oder für den Schutz von Parkett und Holzdielen Verwendung. Im letzteren Fall wird auch von Versiegelung gesprochen, wenn der Holzfußboden mit einem speziellen Klarlack vor Nässe und Abrieb geschützt werden soll. Lacke für den Außenbereich sollten Fungizide enthalten, damit das Holz vor Pilzbefall und Insektenschäden geschützt wird. Holzlacke gibt es farblos oder in jeder gewünschten Farbe, die im Handel angemischt werden kann.

Holzlagerung

Die Holzlagerung stellt sicher, dass das Holz später beim Einbau (z.B. als Dachbalken, als Holzständer usw.) die richtige Holzfeuchte besitzt. Das Holz darf weder zu feucht noch zu trocken sein, es darf also weder durch die Sonne austrocknen noch ständiger Feuchtigkeit (durch Bodenfeuchte, Spritzwasser, Niederschlag usw.) ausgesetzt sein. Wer einen Kaminofen oder offenen Kamin sein Eigen nennen darf, für den ist die Kaminholzlagerung wichtig.

Holz-Längsverbindung

auch: Holz-Längsverbindungen, Holzlängsverbindung, Holzlängsverbindungen

Manchmal reichen in der Möbeltischlerei oder im Baubereich die Holzlängen nicht aus, das Holz muss verlängert werden. Dabei müssen die Verbindungen die auftretenden Kräfte aufnehmen und übertragen können. Je nach Belastung können Druck-, Zug-, Biegekräfte oder Verdrehungen auftreten. Dementsprechend müssen die Verbindungen unterschiedlich ausgebildet sein. Solange keine Biegekräfte, sondern nur reine Druckkräfte auftreten, würde eine einfache Überblattung oder ein stumpfer Stoß ausreichen. Da dies aber nicht so ist, werden in das Holz Schlitze und Zapfen gesägt oder gefräst. Dies geschieht heutzutage meist mit Maschinen, doch früher mussten die Verbindungen mit Säge und Stemmeisen hergestellt werden. Gebräuchlich Holz-Längsverbindungen sind Bügelzapfen-Längsverbindung, Sichelzapfenverbindung, Doppelzapfen-Längsverbindung, Doppelbügel-Längsverbindung, Kreuzzapfen-Längsverbindung und vierzapfige Längsverbindung.

Holzlasur

auch: Holzlasuren

siehe Lasur.

Holzlauge

auch: Holzlaugen

Massivholzmöbel, insbesondere aber auch Hobeldielen oder Schlossdielen, erhalten durch die Behandlung mit einer Holzlauge, die herstellerseits leicht pigmentiert ist, eine hellere Optik. Für Laubhölzer bzw. Nadelhölzer werden Holzlaugen angeboten, die sich in der chemischen Zusammensetzung unterscheiden. Dementsprechend wird unterschieden zwischen Hartholzlauge und Weichholzlauge. Die wesentlichen Bestandteile einer Holzlauge sind natürlichen Ursprungs, der Hauptbestandteil ist sowieso Wasser. Holzlauge darf nur auf sehr sauberes, trockenes Holz aufgetragen werden - und zwar mit Nylonpinsel in Längsrichtung des Holzes. Dringend empfohlen wird von allen Herstellern, einen Probeanstrich zu machen. Nach dem Trocknen kann die Behandlung wiederholt werden, um einen noch höheren Bleicheffekt zu erzielen. Gelaugtes Holz kann bei mäßiger Beanspruchnung mit einer Holzseife nachbehandelt werden, bei stärkerer Beanspruchung ist das Auftragen eines Holzöls empfehlenswert.

Holzleim

auch: Leim, Holzleime

Bei Holzleimen wird zwischen vollsynthetischen Leimen (Kunstharzleim) und Leimen pflanzlicher (z.B. Stärkeleim) oder tierischer (Knochenleim, Lederleim, Kaseinleim) Herkunft unterschieden. Die Auswahl eines geeigneten Holzleims richtet sich nach dem jeweiligen Verwendungszweck. Neben den bisher genannten physikalisch abbindenden werden auch chemisch abbindende Leime als Holzleim eingesetzt, u.a. solche auf der Basis von Harnstoff-, Melamin-, Phenol- od. Kresolharzen. Mit derartigen Holzleimen sind auch wasserfeste Verleimungen von Holz möglich. Der wichtigste Einsatzzweck von Holzleim am Bau ist das Verkleben von Holzfußböden. Wobei das vollflächige Verkleben von Parkettböden nur noch in den seltesten Fällen vorgenommen wird. Für Selbermacher ist die schwimmende Verlegung sowieso die geeignetere Methode. Das vollflächige Verkleben von Parkett oder Massivholzdielen sollte man dem Fachmann überlassen.

Holzleimbau

Der Holzleimbau ist Teil des Holzingenieurbaus. Typische Gebäude, die vor allen unter Verwendung von hochbelastbaren und große Weiten überspannenden Leimholzbindern hergestellt werden, sind Tennis- und Sporthallen. Die Leimholzbinder haben im Holzleimbau dieselbe Funktion, wie ansonsten im Hochbau die Stahlträger.

Holzleiter

auch: Holzleitern

Holzleitern sind die Vorgänger der heute üblicherweise verwendeten Alu-Leitern. Sie werden jedoch nach wie vor industriemäßig oder handwerklich von Leitermachern als Sprossenstehleitern(%, Obstleitern, (%Malerleitern sowie als Anlege- und Schiebeleiter hergestellt. Als Material dient nur astfreies Massivholz. Die Holmen und Sprossen bestehen bei hochwertigen Leitern aus Hartholz, verarbeitet wird jedoch auch Fichtenholz und für die Sprossen Eschenholz. Lange Leitern aus Holz werden wegen des relativ hohen Gewichtes heute nur noch sehr selten eingesetzt. Holzleitern vertragen Nässe und Frost, müssen jedoch ansonsten in trockenen Räumen abgestellt oder aufgehängt werden.

Holzlochplatte

auch: Holzlochplatten

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Was als Lochblech allseits bekannt ist, inzwischen aber nach DIN "Lochplatte" genannt wird, hat einen Mitbewerber, nämlich die Holzlochplatte. Diese dient vielfältigen dekorativen Aufgaben und ist aus einer Holzwerkstoffplatte gefertigt, auf die beidseitig ein Echtholzfurnier aufgebracht wurde. Haupteinsatzzweck ist das Anfertigen von Trennwänden in Restaurants, Friseursalons und dergleichen, um einen gewissen Sichtschutz herzustellen. Vielfältig wie Holz allgemein, ist auch das Farbspektrum der Holzlochplatten. Es gibt diese von hellem Ahorn bis zum dunklen Tropenholz. Auch lackierte Holzlochplatten werden angeboten.

Holzlos

auch: Los, Holzlose

Als Holzlose werden in der Forstwirtschaft Holzmengen gleicher Güte und Sortierung bezeichnet. Diese werden dann in einer Gesamtheit verkauft. Unterschieden werden beispielsweise B-Holzlose, Langholzlose oder Schadholzlose.

Holzmauer

auch: Holz-Mauer, Holz-Mauern, Holzmauern

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Unter einer Mauer versteht man etwas massives, allerdings aus Natursteinen oder künstlichen Steinen. Es gibt jedoch auch Mauern aus Holz. Diese kombinieren die Vorteile von Holz mit den Vorteilen massiver Bauweise. Die Holzmauer besteht aus Fichtenbretterschichtung, die durch Aluminiumnägel miteinander verbunden sind. Außenwände sind bis etwa 37 cm stark, Innenwände etwa 20 cm. Holzmauern bieten einen sehr guten Schallschutz, eine hohe Wärmedämmung und ein gesundes behagliches Raumklima. Es sind keine Dampfsperren oder Dampfbremsen nötig. Dennoch besteht keine Schimmelgefahr. Das Holz sorgt für den notwendigen Feuchteausgleich. Wenn Sie mehr über den Hersteller erfahren möchten, dann klicken Sie bitte hier

Holzmehl

Holzmehl ist eine durch das Mahlen von Sägespänen und anderen Holzspänen gewonnene Masse, die zum Beispiel bei zur Herstellung von Linoleum oder als Füllmittel für Pressmassen verwendet wird.

Holznagel

auch: Holznägel

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Zylindrischer Holzstab (meistens) aus Eiche. Holznägel sind entweder eckig oder rund und laufen vorne konisch zu. Sie werden in vorgebohrte Löcher getrieben und sorgen durch die dabei entstehende Verformung für eine feste Verbindung. Nägel aus Holz wurden schon vor Jahrhunderten im Fachwerkbau, bei Holzskelett-Bauweisen sowie beim Möbelbau eingesetzt. Auch die Schiffsbauer zu Zeiten von Christoph Columbus wären ohne Holznägel nicht in der Lage gewesen, Schiffe zu konstruieren, die den Ozean überqueren können. Mittlerweile haben rostfreie Stahlnägel den Holznagel in weiten Bereichen abgelöst. Vor allem im Fachwerkbau oder bei der Fachwerksanierung werden Holznägel jedoch noch heute verwendet. Das hat nicht nur mit Tradition, sondern auch mit rein physikalischen Überlegungen zu tun. Metall hat im Gegensatz zu Holz die Eigenschaft, kälter zu sein. Dadurch bildet sich am kalten Metall Tauwasser, was zu Schäden am Holz führen kann. Eine Metallverbindung kann zudem durch Bewegung locker werden. Dies ist bei einem Holznagel nicht der Fall.

Holzofen

auch: Holzöfen

Holzöfen bieten eine günstige Alternative zu Gas-, Öl und Elektroheizungen. Sie sind eine Weiterentwicklung des Warmluftofens und werden mit Scheitholz oder Holzbrickets befeuert. Holzöfen vereinen die Vorteile des Warmluftofens eines "normalen" Kaminofens mit großer Warmhalteplatte. Nicht zum Heizen werden Holzöfen in Bäckereien und Pizzerien verwendet. Dort sind es Backöfen, die mit Holz oder Kohle betrieben werden und die der Pizza oder dem Brot den leicht rauchigen Geschmack verleien.

Holzöl

Holzöl dient der Behandlung von rohen oder gelaugten Laub- und Nadelhölzern und hat eine ähnliche Wirkung wie die Holzseife. Holzöl verleiht dem Holz eine seidige, pflegeleichte und strapazierfähige Oberfläche. Das Auftragen des Öls verlangt etwas Geschick. Nach der Einwirkzeit muss überflüssiges Öl mit einem Gummischieber abgezogen werden. Der noch feuchte Ölfilm muss mit einer handgeführten Poliermaschine (grünes Polierpad) poliert und die Fläche danach mit einem Lappen trocken gerieben werden.

Holzpalisaden

auch: Holzpalisade

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Palisaden, ob rund, eckig, halbrund, gespitzt, gefast (gefaste Kante = abgeschrägt) oder als Beetrollis (mit Drähten zu Einheiten geheftet), bestehen aus heimischer Fichte oder nordischer Kiefer. Bei der geschälten Palisade bleibt die Stammform mit unterschiedlichen Durchmessern erhalten, wogegen bei der rundgefrästen und hobelglatten Palisade ein einheitlicher Durchmesser anzutreffen ist. Auf jeden Fall sollte bei der Holzpalisade auf das RAL-Gütezeichen geachtet werden, denn nur dieses garantiert eine korrekte Holzschutzbehandlung. Wegen des ständigen Erdkontaktes nach dem Einbau der Palisaden ist dieser Schutz unerlässlich. Im Fachhandel sind die gängigen Holzpalisadenlängen von 30 bis 400 Zentimetern zu erhalten.

Holzpaneele

auch: Holzpaneel

Schmale, lange Profilhölzer für den Innenausbau. Die Paneele werden unterschieden in Massivholzpaneele, Echtholzpaneele und Dekorpaneele. Holzpaneele sind in einer Vielzahl von Holzarten und Dekoren auf dem Markt. Die gängigen Breiten liegen zwischen 96 und 300 mm. Es werden Längen um die 900 bis 4200 mm angeboten. Die Paneelstärken liegen zwischen etwa 10 mm und 13 mm, wobei bei allen hier genannten Maßeinheiten Ausnahmen die Regel bestätigen. Wesensmerkmal der Holzpaneele sind feste Nut-Feder-Verbindungen, wodurch die Montage erleichtert wird.

Holzpellets

auch: Pellets, Holzpellet

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Holzpellets werden hergestellt aus den Massivholzabfällen der Holzindustrie. Es entweichen also keine gefährlichen chemischen Substanzen, wie sie etwa beim Verbrennen kunstharzgebundener Werkstoffplatten entstehen. Die Pellets sind auch absolut trocken, eine wichtige Voraussetzung für optimale Energieausbeute und umweltschonende Verbrennungsvorgänge. Die Pellets sind kaum größer als Maiskörner und werden als Heizmaterial seit den frühen 80-er Jahren in den Holzländern USA und Kanada und seit den 90-er Jahren in den skandinavischen Holzländern im steigenden Maße verfeuert. In Schweden werden jährlich etwa 1,5 Mio Tonnen Pellets hergestellt. Man kann also sagen: Die Pellet-Heizmethode hat ihre Bewährungsprobe bestanden. In Deutschland werden Pellets als Sack- oder Siloware angeboten, wobei letztere in Tankwagen-ähnlichen Fahrzeugen zum Verbraucher gelangen. Über 30 Hersteller stellen spezielle Heizkessel für die Befeuerung mit Holzpellets her.

Holzpfahl

auch: Holzpfähle

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Holzpfähle sind ein geradezu historisches Baumaterial, siehe dazu unter Pfähle. Sie werden auch heutzutage vielfach eingesetzt, z. B. als Gartenholz, für den Bau von Spielgeräten und -burgen auf öffentlichen Spielplätzen, für die Anlage von Weidezäunen, für Tierschutzzäunen entlang vielbefahrener Straßen und auch für die Böschungs- und Küstenbefestigung sowie als Wellenbrecher an den Meeresküsten. Neu angepflanzte Straßenbäume und Bäume im Garten kommen ohne Holzpfähle als stützende Elemente nicht aus. Anstatt von einem Holzpfahl wird seit etwa zwei Jahrzehnten immer mehr von der Palisade gesprochen. Unterschiede zwischen Pfählen und Palisaden sind kaum auszumachen und erklären sich allenfalls daraus, dass Holzpfähle (auch) einzeln gesetzt werden, während Palisaden im Verbund - etwa als Wand aus Palisaden - zur Geltung kommen. Holzpfähle werden im Holzhandel oben und unten gerade zugeschnitten oder mit einer Einschlagspitze unten angeboten. Der kleine Bruder des Holzpfahls ist der Pflanzenstab

Holzpflaster

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Holzpflaster werden zum Beispiel zur Flächenentsiegelung eingesetzt, wenn es als Rundholz verwendet wird. Sie bestehen aus imprägnierten Hölzern, die auf einem wasserdurchlässigen Untergrund ausgelegt und mit Splitt oder Sand ausgefugt werden. Gartenwege aus Holzpflaster haben eine warme Ausstrahlung, es gibt Pflaster aus Kantholz und Rundholz sowie in verschiedenen Größen, Stärken und Durchmessern. Bei Nässe kann die Oberfläche von Holzpflastern allerdings rutschig werden. Die Versickerungsleistung beträgt etwa 50 Prozent. In einem geschlossenen Verband verlegt (Holzpflaster in rechteckiger Form), findet man Holzpflaster in Werkhallen, aber auch in privaten Wohnräumen. Beim Holzpflaster stehen die Fasern immer senkrecht, weshalb es mitunter auch als Hirnholzpflaster bezeichnet wird. Hirnholz ist widerstandsfähiger und besser gegen Abnutzung und Eindrücke geschützt. Wird Holzpflaster in Innenräumen verwendet ist zu beachten, dass dieses nicht mit Wasser gereinigt werden darf. Lediglich zu Beseitigung klebriger Rückstände darf ein wenig Wasser verwendet werden. An stark benutzten Flächen wird der Boden mit Bohnerwachs geschützt.

Holzpfropfen

Lose und nicht gesunde Äste (siehe Durchfallast) schwächen das Holz und werden in Holzbauteilen daher in der Regel ausgebohrt. Nach dem Ausbohren wird das Holz mit einem Holzpfropfen verschlossen (siehe auch Astlochstopfen).

Holzprüfgerät

auch: Holzprüfgeräte

mit diesen Geräten wird z.B. ermittelt, ob Bäume von Moderfäule befallen sind oder ob Holzdichte und Festigkeit an totem oder lebendem Holz den Regeln entsprechen.

Holzrahmenbauweise

auch: Holzrahmenbau

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Die Holzrahmenbauweise und das Fertighaus gehören zusammen, wie der Wind und das Meer. Jedenfalls ist sie die ursprüngliche Konstruktionsform für Fertighäuser. Die Wände bestehen aus rahmenartig zusammengefügten Holzständern. Beplankt werden sie beidseitig mit Holzwerkstoffplatten oder Gipskartonplatten, wie auf diesem Foto mit der Gipsfaserplatte "Rigidur H". Diese Beplankung trägt im Gegensatz zur Skelettbauweise auch die Lasten teilweise mit ab.

Holzraspel

auch: Holzraspeln

siehe Raspel.

Holzriegeltür

auch: Holzriegeltür

Sonderform der Glasrahmentür. Dabei geht der Rahmen nicht komplett um die Füllung, sondern ist in Form von Riegeln rechts und links der Füllung angeordnet.

Holzriese

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Die Holzriese ist eine Art Rutschbahn, die im Gebirge aus Rundholz aufgebaut wurde und über die gefällte Bäume zu Tale gleiten konnten. Der muldenförmige Aufbau der Holzriesen - auch Riesen genannt - verhinderte, dass die gefällten Stämme über die Rutschbahn hinaus schossen. Holzriesen sind kaum noch im Einsatz, weil diese Arbeiten durch moderne Rückefahrzeuge erledigt werden.

Holzrohr

auch: Holzrohre

Holzrohre gab es bereits um 1500 in der lybischen Wüste oder um 1615 in London, sie stellen die älteste Bauweise zur Beförderung von Flüssigkeiten und insbesondere von Wasser dar. Bei den ursprünglichen Holzrohren handelte es sich um ausgebohrte Baumstämme, die stirnseitig mit Eisenringen zu einer Leitung verbunden wurden. Bei den modernen, auch heute eingesetzten Holzrohren handelt es sich fast ausschließlich um Holzdaubenrohre, deren Herstellung ähnlich wie bei Fässern funktioniert. Das Holzrohr ist aus vielen, gegeneinander versetzten Bohlen zusammengefügt. Die Bohlen werden mit Stahlringen zusammengehalten. So entsteht ein leichtes, endloses Rohr ohne durchgehende Stöße. Die Rohre werden in einem Graben auf Kies verlegt oder oberirdisch auf Böcken aus Holz oder Beton. Die am häufigsten verwendeten Holzarten für Holzrohre sind wegen des hohen Harzgehaltes Kiefer, Douglasie oder Lärche, es kommen aber auch Eiche oder Ulme zum Einsatz. Holzrohre sind resistent gegen Säuren und Laugen und andere aggressive Stoffe. Da sich in den Rohren eine schleimige Schicht bildet, gibt es keine Reibungsverluste. Holzrohre kommen zum Beispiel als Turbinenleitungen, für Wasserversorgungsanlagen (z.B. für Heilwässer) oder für den Transport von Laugen, Solen und verdünnten Säuren zum Einsatz.

Holzrolladen

Ursprünglich kannte man nur Holzrolläden. Die Rolläden wurden in ausgesparte Öffnungen über den Fenstern montiert. Sie liefen vor den Fenstern in Führungsschienen aus Stahl. Oft waren diese Laufschienen aus Ausstellerschienen ausgelegt, der Rolladen ließ sich dann im unteren Bereich nach außen drücken, die Lüftung wurde dadurch wesentlich verbessert. Ab etwa 1965 werden auch Rolladen aus Kunststoff und Aluminium eingebaut. Holzrolladen haben eine Lebensdauer von mehr als 50 Jahren, wenn die einzelnen Rolladenstäbe mittels Drahtgliedern verbunden sind. Wenn sie nicht gepflegt werden, werden sie im Laufe der Jahre unansehnlich und verrotten.

Holzrost

auch: Holzroste

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Holzroste sind vorgefertigte, rechteckige Holzelemente, wobei schmale Bretter auf einer Rahmenkonstruktion mit Querriegeln aufgeschraubt worden sind. Gängige Maße sind 50 x 50, 60 x 60, 50 x 100, 60 x 120 und 60 x 180 cm. Aneinander gefügt, ergeben solche Holzroste einen Terrassenbelag, wobei als Untergrund schon ein eben planiertes und gut verdichtetes Kiesbett genügt, das Oberflächenwasser schnell aufnimmt und ableitet. Holzroste werden aus druckimprägnierter Fichte oder Kiefer, aber auch aus tropischem Bangkirai oder anderen Holzarten sowie aus Thermoholz hergestellt. Die Hersteller solcher Roste, vor allem aber der Handel bezeichnen Holzroste inzwischen als Terrassenfliesen, was eine unkorrekte Bezeichnung ist.

Holzschädling

auch: Holzschädlinge

Holzscheit

auch: Holzscheite

Mit der Axt oder maschinell aus einem zersägten Holzstamm zerteilte Holzstücke für die Befeuerung von offenen Kaminen, Kaminöfen und Biomasseheizungen. Kaminholz und Stückholz sind weitere Bezeichnungen für Holzscheite.

Holzschiebeladen

auch: Holzschiebeläden

siehe Schiebeladen

Holzschindel

auch: Holzschindeldeckung, Holzschindelmacher, Holzschindeln

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Holzschindeln haben in den Alpenregionen eine große Tradition - und zwar als Material für die Dacheindeckung und die Fassadenbekleidung. Sie werden auch heute noch in handwerklichen Spezialbetrieben gefertigt - und zwar durch Spaltung aus einem Holzstammabschnitt von Eichen-, Buchen-, Lärchen-, Fichten-und vor allem auch aus Zedernholz. Dazu benutzt der Holzschindelmacher ein Spaltbeil, die Schindeldeckhacke und das Zugmesser. Gespaltene Schindeln sind wesentlich haltbarer, da beim Spaltvorgang das Holz entlang der Faser zerteilt wird und in der ganzen Schnittlänge unzerstört bleibt. Gesägte Schindeln, die natürlich auch hergestellt werden, werden vorzugsweise zur Fassadengestaltung eingesetzt, während sich zur Dacheindeckung besonders gespaltene Schindeln aus Eiche oder Lärche bewährt haben. Falsch ist die Annahme, Holzschindeln seien nicht haltbar, weil das Holz doch dauernd dem Regen oder gar Schnee und Eis ausgesetzt sei. Holz, das abtrocknen kann, überdauert Jahrhunderte, wie jedermann an einem alten Fachwerkhaus nachverfolgen kann. Und so schließen sich die Holzschindeln bei Regen und wölben sich bei Tockenheit auf, um dabei gut durchlüftet zu werden und die Feuchtigkeit wieder abzugeben. Fachleute sprechen dabei vom "Tannenzapfen-Effekt", wie denn auch die Eindeckung mit Holzschindeln an einen Tannenzapfen erinnert. Holzschindeln werden in einer Vielzahl von Breiten und Längen hergestellt; übliche Formate sind 8 x 10 oder 8 x 25 cm bzw. 10 x 25 und 10 x 28 cm. Befestigt werden Schindeln mit sog. Schindelstiften auf einer Traglattung. Da für einen Quadratmeter 139 Schindeln des Formats 8 x 20 cm benötigt werden, kann man sich vorstellen, dass bei den Holzschindel-Dachdeckern inzwischen der Druckluftnagler den Hammer abgelöst hat. Je nach Größe der Holzschindel, müssen an einer Giebelwand 4.000, 6.000 oder gar 12.000 Schindeln befestigt werden. So sind denn Holzschindeln in höchstem Maße ökologisch, aber eben auch teuer bei Herstellung und Eindeckung. Holzschindeln werden in über 20 Formen angeboten, neben den runden Varianten auch herzförmig, laubförmig, dreieckig oder fünfkantig. Auch gotische und barocke Formen sind erhältlich. Die Holzschindeldeckung erfolgt in der Regel dreilagig. Bei steilen Dächer mit einer Neigung von über 71 Grad ist auch eine zweilagige Deckung möglich. Beträgt die Dachneigung weniger als 22 Grad, ist auf jeden Fall ein Unterdach notwendig.

Holzschindeldeckung

siehe Holzschindel.

Holzschindelmacher

siehe Holzschindel.

Holzschraube

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Zum Verschrauben von Holz werden Senkkopfschrauben, Halbrundkopfschrauben und Linsensenkkopfschrauben verwendet. Sonderformen stellen die Ingenierbauschrauben dar, deren Schraubenköpfe auch anders gestaltet sein können. Die handelsüblichen Stärken einer Holzschraube liegen zwischen 1,4 und 6,0 mm bei Längen bis 200 mm. Die Längenangaben betreffen den ins Holz ragenden Teil, bei Senkkopfschrauben also die ganze Schraube. Bei Halbrundkopfschrauben nur den Schaft ohne Kopf. Die Antriebe der Holzschrauben können sehr unterschiedlich sein, siehe Suchwort Schraubenköpfe. Das Standardmaterial der Holzschraube ist Stahl.

Holzschutz

Maßnahmen gegen schädliche Einflüsse auf Holzbauteile wie Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Pilze, Mikroorganismen etc. Unterschieden wird zwischen konstruktivem Holzschutz, chemischem Holzschutz und physikalischem Holzschutz. Für tragende Bauteile im Bauwesen ist Holzschutz gesetzlich vorgeschrieben.

Holzschutzlasur

auch: Holzschutzlasuren

siehe Lasur.

Holzschutzmittel

Als Holzschutzmittel werden verstanden wasserlösliche, ölige, lösemittelhaltige, pastenförmige oder gasförmige Produkte zur vorbeugenden und/oder bekämpfenden Behandlung von Holz oder Holzwerkstoffen gegen Witterungseinflüsse, Pilze, Insekten oder Meerwasserschädlinge verstanden. Der Begriff Holzschutzmittel ist gesetzlich nicht festgelegt und die Zahl der Produkte kaum zu überblicken. Die eingesetzten Wirkstoffe haben die Eigenschaft auszugasen und auf diese Weise die Raumluft zu belasten. Im Innenbereich von Wohnungen oder Häusern ist der Einsatz von chemischen Mitteln zum Holzschutz unnötig, da hier keine günstigen Lebensbedingungen für Pilze oder Insekten vorherrschen. Im Außenbereich können vor allem konstruktive Maßnahmen wie ausreichende Dachüberstände, gemauerte Sockel und die Hinterlüftung von Fassaden das Holz schützen. Völlig auf eine Behandlung des Holzes verzichten sollten Sie immer bei Saunen, Kinderspielzeug und Sandkästen. Für statisch tragende und aussteifende Holzbauteile wie z.B. Dachstühle, Decken und Balken regeln bautechnische Vorschriften den Einsatz von chemischem Holzschutz.

Holzschutzmittelsanierung

auch: Holzschutzmittelsanierungen

Holzschutzsalz

auch: Holzschutzsalze

Schwermetallhaltige Verbindungen, die je nach Zusammensetzung für verschiedene Anwendungen im Innen- und Außenbau Verwendung finden. Man unterscheidet z.B. die Holzschutzsalze CK-Salz, CKA-Salz, CKB-Salz, SF-Salz und CKF-Salz.

Holzseife

Holzseife, von einigen Herstellern auch "Holzbodenseife" genannt, dient der Nachbehandlung von gelaugten Hölzern. Holzseife wird als flüssiges Konzentrat geliefert. Die Inhaltsstoffe sind fast ausschließlich natürlichen Ursprungs. Wesentlicher Bestandteil ist Pfanzenfett.

Holzskelettbauweise

Diese Holzbauweise ist in Deutschland als Fachwerkbau allgegenwärtig, Architekten und Zimmerleute sprechen auch von Ständerbauweise. Während beim klassischen Fachwerk das Skelett viel engmaschiger ist, bestimmen bei der modernen Ständerbauweise große Abstände zwischen den Holzpfeilern das Erscheinungsbild. Die senkrechten Ständer und die horizontalen "Schwellen" und "Rähme" sind die tragenden Teile dieser Großrasterkonstruktion, wobei unter Einbezug der nichttragenden, raumabschließenden Elemente außerordentlich vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten entstehen können. Im klassischen Fachwerkbau wurden die Ausfachungen mit Lehm oder Ziegeln ausgefüllt, im heutigen Fachwerkbau werden moderne Dämm-Materialien verwendet, die von außen verputzt oder mit Riemchen versehen werden. Der Vorteil der Holzskelettbauweise liegt darin, dass die Innen- und Außenbekleidungen keine tragende Funktion haben und die Trennwände daher überall erstellt und wieder entfernt werden können. In der Grundrissgestaltung sind Sie damit sehr variabel und flexibel, ebenso wie bei der Gestaltung der Außenwand. Die Wände können mit Dämmstoffen verfüllt, mit Holzwerkstoffplatten und Gipsbauplatten verkleidet und anschließend verputzt werden. Außerdem können die Wände ausgemauert, gedämmt und verklinkert oder mit Glasfronten versehen werden. Das moderne Fachwerkhaus mit sichtbarer Holzkonstruktion, verputzten oder ausgemauerten Gefachen und großen Fensterfronten erfreute sich großer Beliebtheit.

Holzskeletthaus

auch: Holzskeletthäuser

Holzsortierung

auch: Sortierung von Nadelholz, Sortierung von Laubholz, Laubholzsortierung, Nadelholzsortierung

Warum ist eine Holzsortierung notwendig? Holz wächst in der Natur in großer Vielfalt und unter verschiedenen Bedingungen heran. Die Holzeigenschaften können sich daher von Baum zu Baum erheblich unterscheiden. Die Streuung kann bei unsortiertem Schnittholz so stark sein, dass die Festigkeit des stärksten Kantholzes oder Brettes das Zehnfache der Festigkeit des schwächsten Stückes beträgt. Bei der Verwendung des Holzes für tragende Zwecke wäre das denkbar ungünstig. Alle Teile müssen den auftretenden Belastungen zuverlässig standhalten. Deshalb müssen sich die Bemessungsvorschriften an den schwächsten Hölzern orientieren. Die Holzsortierung erfolgt bei Nadelhölzern nach elf Sortierkriterien, wobei im Normalfall nur wenige der elf Kriterien in der Praxis entscheidend sind. Die Sortiermerkmale und Sortierkriterien der Laubholzsortierung entsprechen weitestgehend denen für Nadelholz. Allerdings bleiben die Jahrringbreite und das Reaktionsholz bei der Sortierung von Laubholz unberücksichtigt. Somit müssen Laubhölzer nur neun Kriterien erfüllen und nicht elf wie Nadelholz.

Holzspachtelmasse

auch: Holzspachtelmassen

Spachtelmassen speziell für Holz. Holz, als Naturwerkstoff, unterliegt durch verändernde Temperaturen ständigen Volumenschwankungen. Um sich den permanenten Formschwankungen des Holzes anzupassen, müssen Spachtelmassen hierfür eine hohe Flexibilität aufweisen.

Holzspalter

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Holzspalter sind Maschinen, die ähnlich wie eine Guillotine arbeiten. Ein Spaltmesser saust auf einen Holzklotz bzw. Stammabschnitt herunter und spaltet diesen je nach Maschinengröße mit einem Druck von 7 bis 25 Tonnen. Der Stammabschnitt wird dabei von sog. Spannpratzen sicher in Griff gehalten. Da Holzspalter weder sägen noch hacken, sondern parallel zur Holzfaser spalten, dürfen die Stammabschnitte niemals quer zur Faser eingespannt werden. Holzspalter sind inzwischen nicht nur in forstwirtschaftlichen Betrieben im Einsatz, sondern werden zunehmend auch von Privatleuten angeschafft, denen das Spalten mit der Axt zu mühsam ist.

Holzspanbeton

Holzspanbeton wird aus Zement, Zuschlagstoff und Wasser hergestellt, da unterscheidet er sich nicht von herkömmlichem Beton. Als Zuschlagstoff wird beim Holzspanbeton jedoch kein Kies, sondern Holzspäne (Tannen- oder Fichtenholzspäne) verwendet. Ausgangsmaterial ist also Weichholz, wie es von der Natur durch natürliches Wachstum in reichem Maße hervorgebracht wird, bzw. als Restholz bei der Holzverarbeitung anfällt. Das Verfahren der Holzspanbetonherstellung wurde bereits 1934 in den Niederlanden entwickelt. Hergestellt werden aus Holzspanbeton z.B. Hohlblocksteine oder Holzspan-Schalungssteine. Auch plattenförmige Elemente werden aus Holzspanbeton hergestellt.

Holzspandämmstein

auch: Holzspandämmsteine

Holzspanplatte

auch: Holzspanplatten

siehe Spanplatte.

Holzspan-Schalungsstein

auch: Holzspan-Schalungssteine

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Der Holzspan-Schalungsstein oder auch Holzspandämmstein ist ein Schalungsstein mit einer Hülle aus Holzspänen und einem Styroporeinsatz als Wärmedämmung. Die einzelnen Holzspan-Schalungssteine werden bei einem Selbstbauhaus ohne zu kleben oder zu mörteln, trocken aufeinander gesetzt. Der Hohlraum in der so entstandenen Wand wird anschließend mit Beton verfüllt. Alternativ dazu werden für ein Ausbauhaus auch auch ganze Wandelemente auf die Baustelle geliefert und dort ebenfalls mit Beton verfüllt. Holzspanndämmsteine überzeugen durch eine sehr gute Wärmedämmung. Durch den Holzanteil sind die Wände zudem in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen. Das wirkt sich positiv auf das Raumklima aus. Durch den Betonkern wird ein ausgeglichenes Temperatur- und Klimaverhalten erreicht, d.h. die Wärme geht tagsüber langsam in den Betonkern und wird in der kühleren Nacht wieder an die Räume zurückgegeben. Die Kombination aus Holzspänen und Betonkern sorgt zudem für eine ausgezeichnete Schalldämmung. Das wird hauptsächlich durch das hohe Wandgewicht erreicht.

Holzsprosse

auch: Holzsprossem

Eine Holzsprosse ist eine schmale hölzerne Leiste mit Falz, die die Glasfläche innerhalb eines fest stehenden oder beweglichen Rahmens konstruktiv unterteilt. Je nach Lage spricht man von Quersprosse, Längssprosse oder Kreuzsprosse durch Kreuzung zweier Sprossen. Sie verdrängte ab dem 19. Jahrhundert die Bleisprosse.

Holzstakung

auch: Stakung, Ausstakung, Lehmstake, Packholz, Holzstakungen, Holzstaakung, Holzstaakungen

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Die Holzstakung (andere Schreibweise auch Staakung) besteht aus Hölzern, die senkrecht zwischen in die Gefache eines Fachwerkhauses eingelassen und anschließend mit Ruten umflochten werden. So entsteht ein natürliches "Trägerrost", welches mit Lehm beworfen wird. Fie Fachleute bezeichnen das Verfahren als Lehmschlag. Holzstakungen werden auch heute noch bei der Restaurierung historischer Fachwerkhäuser angefertigt. Auch neuerbaute Fachwerkhäuser können, wenn der Bauherr dies wünscht, mit Staken ausgebaut werden, dann sind aber, was die Innendämmung betrifft, erhebliche Auflagen nach der EnEV zu erfüllen. Daß ein mit Lehmschlag ausgekleides Gefach natürlich auch mit einem Lehmputz verputzt werden muss, ist selbstverständlich.

Holzstapel

auch: Blockstabel, Kastenstabel, Holzstapeln

Holzstapel werden zur Lagerung und Trocknung von Schnittholz benötigt. Holzstapel sollten überdacht sein, damit keine Feuchtigkeit ans Holz kommt. Der Stapel sollte zudem so ausgerichtet sein, dass er vom Wind gut durchlüftet wird. Weiterhin muss das Holz auf einem Sockel aus Mauersteinen oder Beton etwa 30 bis 40 cm hoch gelagert werden, damit es nicht von unten feucht wird. Zwischen den Bohlen sorgen Lagerhölzer dafür, dass das Holz gut austrocknen kann. Direkte Sonnenbestrahlung muss aber vermieden werden, da das Holz dann zu schnell austrocknet und reißen kann. Hölzer lassen auf unterschiedliche Art und Weise stapeln. Wird der Baum eingeschnitten,ist zunächst noch Borke, Bast und gegebenenfalls Splintholz vorhanden. Möchte man den Baum als ganzen Stamm stapeln, um die Bretter beieinander zu halten, so nennt man diese Art des Stapels Blockstapel. Werden besäumte Bretter gestapelt, bei denen es unwesentlich ist, welche Bretter zueinander gehören, so spricht man von einem Kastenstapel.

Holzstift

auch: Holzstifte

Holzstifte sind sehr kleine Holznägel, die zum Beispiel im klassischen Schuhmacher-Handwerk zum Einsatz kommen. Vor allem Massschuhe werden traditionell so gefertigt. Aber auch andere Schuhe, wie beispielsweise Berg- und Treckingstiefeln, werden mit mit Holzstiften ausgesteift. Durch die Stifte wird der Boden mit dem Oberleder und der Brandsohle verbunden. Dieses Verfahren ist 1818 in Amerika erfunden und kurz darauf nach Europa gebracht worden. Die Holzstifte werden in vorgebohrte Löcher mit zwei kurzen, schnellen Schlägen eingeschlagen und festgeklopft. Dabei muss der Nagel so lang sein, dass seine Spitze die Brandsohle noch durchstößt. Die herausstehenden Enden der Stifte werden abgeraspelt, damit eine glatte Innensohle entsteht.

Holzstrahlen

siehe Markstrahlen.

Holztafel

auch: Holztafeln

Eine Holztafel ist eine Verbundkonstruktion von Rippen aus Bauschnittholz, Brettschichtholz oder Holzwerkstoffen und der Beplankung aus Vollholz oder Holzwerkstoffen, die ein- oder zweiseitig angeordnet sind. Holztafeln werden als tragende Wand-, Decken- oder Dachtafeln verwendet.

Holztafelbau

auch: Holztafelbauweise

siehe Tafelbauweise.

Holzterrasse

auch: Holzterrassen

siehe Terrasse

Holztreppe

auch: Holztreppen

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Holz und Holzwerkstoffe sind ein perfekter Werkstoff für Treppen. Zum einen ist Holz (realtiv)leicht und läßt sich gut maschinell bearbeiten, zum anderen sieht Holz sehr schön aus. Die Treppe übernimmt dadurch auch gestalterische Aufgaben. Eine große Rolle spielt dabei das verwendete Holz. Alle einheimischen Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer, Lärche oder Douglasie weisen die erforderliche Biegefestigkeit auf. Auch viele europäische Laubhölzer wie Ahorn, Esche oder Nussbaum sind für den Treppenbau besonders geeignet. Für die stark beanspruchten Trittstufen verwendet man besonders harte Hölzer wie Eiche oder Rotbuche. Neben dem verwendeten Holz spielt auch die Bauart eine Rolle. Nach Art und Lage der Stufenunterstützung unterscheidet man Wangentreppen, aufgesattelte Treppen, Einholmtreppen, abgehängte Treppen und Spindeltreppen.

Holztrocknung

auch: Holz-Trocknung

Man unterscheidet bei der Holztrocknung die natürliche und die künstliche Holztrocknung. Die natürliche Holztrocknung wird dadurch gewährleistet, dass genügend vertikale Schächte unter dem Stapel vorgehalten werden, um für eine ausreichende Luftzirkulation zu sorgen. Wird dieses vernachlässigt, kann es zu einem Feuchtegefälle und unterschiedlichen Schwindmaßen im Holz kommen, die zu Verwerfungen und Verkrümmungen führen können. Bei der natürlichen Holztrocknung kann eine Holzfeuchte nicht unter u = 18 % erreicht werden. Die künstliche Holztrocknung wird meistens dann vorgenommen, wenn Bretter für Leimholz verwendet werden sollen. Dem zum Zeitpunkt der Verleimung bestehenden Feuchtegehalt ist wegen der Beständigkeit der Leimverbindung und der Vorsorge gegen Rissbildung durch nachträgliches Schwinden besondere Bedeutung beizumessen.

Holztrocknungsanlage

auch: Holztrocknungsanlagen

Die meisten Holzprodukte müssen für die Weiterverarbeitung trocken sein. Holzfeuchtigkeitswerte von unter 15% sind in unseren Breitengraden nur mit einer technischen Holztrocknung möglich. In einer Trockenkammer wird bei Temperaturen von 50 bis 70 °C das Holz einem trockenen Klima ausgesetzt und so die Feuchtigkeit entzogen. Dabei muss aufgepasst werden, dass das Holz nicht nur außen trocken wird (Verschalung, Risse). Wenn das eintritt (dauernde Überwachung), muss Wasser in die Kammer eingespritzt werden, um die äußere Holzschicht wieder durchlässig zu machen.

Holztür

auch: Holztüren

Holztür ist ein allgemeiner Begriff für alle Türen, die ganz oder aber auch nur zu Teilen aus Holz hergestellt werden. Bei einer Holztür kann es sich um eine Hauseingangstür oder aber auch um eine Innentür handeln. Es gibt aber auch ganz einfache Latten- oder Brettertüren, die zu einem Keller, Stall, Gartenhaus oder Dachboden führen.

Holzverbinder

Holz muss im Baubereich immer mit Holz, Mauerwerk oder Beton verbunden werden. Holz an Holz zu nageln oder zu schrauben, ist die einfachste Form der Verbindung. Der Tischler und der Zimmermann kennen auch metallfreie Verbindungen, z.B. das Zapfen. Unter Holzverbindern werden landläufig jedoch Metallteile verstanden wie Winkel- und Lochplattenverbinder, Aufschraubhülsen, Balkenschuhe oder Sparren-Pfettenanker.

Holzverbindung

auch: Holzverbindungen

Überall, wo zwei Holzteile aufeinanderstoßen und eine Verbindung eingehen sollen, muss eine Holzverbindung geschaffen werden. Dies kann ganz einfach mit einer Überblattung geschehen oder aber auch mit Zapfen, Dübeln, Zinken oder Federn. Man unterscheidet Holz-Längsverbindung, Kasteneckverbindung und Rahmeneckverbindung. Treffen Hölzer schräg aufeinander, so spricht man von Versatz. Holzverbindungen findet man im Möbelbau oder bei der Holzrahmenbauweise, insbesondere beim Fertighaus oder beim Fachwerkhaus.

Holzveredelung

auch: Holzvergütung, Holzveredelungen

Unter Holzveredelung werden Verfahren zusammengefasst, die das Holz bezüglich verschiedener Eigenschaften verbessern. Verbesserte Holzeigenschaften können sich bezüglich Bearbeitbarkeit, Tragfähigkeit oder Feuersicherheit einstellen. Häufig ändert sich mit der Holzveredelung auch die Holzstruktur oder die Holzfarbe. Bei der Holzveredelung wird das Holz zum Beispiel getränkt, gepresst, gedämpft, gewässert, versiegelt, laminiert oder gefärbt. Beispiele für Holzveredelung sind Thermoholz, Pressholz, Holzvernetzung oder Furfurylierung.

Holzveredelungsmittel

Holzveredelungsmittel sind nicht mit Holzschutzmitteln zu verwechseln. Letztere schützen das auch, während Holzveredelungsmittel zur Oberflächenbehandlung für Hölzer im Innenbereich verwendet werden. Auch wenn Holzverdelungsmittel das Holz nicht schützen, machen sie dennoch die Oberfläche des Holzes unempfindlich gegen Flecken, Schmutz und Staub. Zudem erleichtern sie die Pflege und werten einfach Holzarten optisch auf. Zu den Holzveredelungsmitteln sind Wachse und Holzbeizen zu zählen. Auch Acryllackfarben, Schellackpolitur und Innenlasuren werden den Holzveredelungsmitteln zugeordnet.

Holzvergaserkessel

Ein Automobil "läuft" mit Benzin, wobei aber Benzin im Vergaser erst einmal in Gas umgewandelt werden muss. Gas kann natürlich auch direkt als Treibmittel eingesetzt werden, weshalb ja auch der eine oder andere PKW-Besitzer einen Gastank im Kofferraum mit sich führt. Im 2. Weltkrieg, als Benzin extrem knapp war, wurden Lastwagen als "Holzvergaser" umgerüstet, der Treibstoff war also Holz bzw. das beim Verbrennungsprozess entstehende Gas. Diese Technik, wenn auch in wesentlich verfeinerter Form, haben sich Hersteller aus waldreichen Ländern wie Österreich zu Nutze gemacht, um ganze Häuser mit dem Gas aus einem "Stückholzvergaserkessel" zu beheizen. In einer Primärverbrennungszone, der über Luftklappen Verbrennungsluft zugeführt wird, verbrennen Holzscheite zu einem Gasgemisch, in der Nachverbrennungszone erfolgt dann der Ausbrand des Holzgasluftgemische bei geringsten Emissionswerten.

Holzvergütung

auch: Holzvergütungen

Holzverkleidung

Holzverkleidung mit Querfries

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Eine Holzverschalung, die durch eine oder mehrere quer zur Verlegerichtung der Brettbekleidung montierte Latte, Leiste oder Profilleiste aufgelockert bzw. unterteilt wird.

Holzvernetzung

Holzvernetzung ist ein Verfahren zur Dimensionsstabilisierung von Holz. Hierbei wird ein Vernetzungsmittel im Wechsel von Vakuum und Druck in herkömmlichen Behandlungsanlagen eingebracht und anschließend in Heißdampftrocknern zur Reaktion mit der Holzzellwand gebracht. Neben der Verbesserung der Dimensionsstabilisierung wird durch die Holzvernetzung eine Erhöhung der Dauerhaftigkeit gegen holzabbauende Pilze erreicht. Das erheblich reduzierte Quell-Schwindvermögen des modifizierten Holzes führt im Verlaufe der Außenbewitterung zu einer deutlichen Abnahme von Rissen im Holz. Hierdurch wird die Oberflächenhaftung von Lack- und Beschichtungssystemen erhöht und Niederschlagswasser kann weniger stark ins Holz eindringen, was zu einer verbraucherfreundlichen Verlängerung von Pflege- und Wartungsintervallen führt.

Holzverschalung

auch: Holzverschalungen

Dieser Suchbegriff ist mehrdeutig, es kann darunter auch eine Holzverschalung für den Betonbau verstanden werden (siehe Schalung). Meistens wird unter einer Holzverschalung jedoch eine Brettbekleidung oder Holzverkleidung an Decken und Wänden in Innenräumen, an Fassaden und auch an Garagentoren verstanden. Dabei wird unterschieden in Boden-Deckel-Schalung, Stülpschalung, Diagonalschalung, Fischgratschalung, Doppelfischgratmuster, V-Schalung, Doppel-V-Schalung, Spinnwebschalung, Doppelspinnwebschalung, Sternschalung, Sonnenschalung, Kassettenschalung und Holzverkleidung mit Querfries.

Holzwanne

auch: Holzwannen

siehe Holzbadewanne.

Holzwerkstoff

auch: Holzwerkstoffe

Neben dem Massivholz spielen die Holzwerkstoffe eine immer größere Rolle. Als Holzwerkstoffe bezeichnet man Platten oder Formteile, die aus verleimten, verklebten oder verpressten Holzlagen, Holzspänen oder Holzfasern bestehen. Diese Holzwerkstoffe, die man nach Lagen-, Verbund-, Holzspan- und Holzfaserwerkstoffen unterscheidet, sind gleichmäßiger in ihrem Aufbau und vor allen Dingen maßhaltiger als massives Holz, so dass sie sich für großflächige Holzkonstruktionen geradezu anbieten. Im wesentlichen unterscheidet man Spanplatten (darunter auch OSB-Platten), Holzfaserplatten und Sperrholz. Holzwerkstoffplatten sind genormte Werkstoffe. Je nach Typ finden sie im Trockenbau Anwendung für Innen- und Außenwände, Decken, Bekleidungen, Dachschalungen und Fußböden.

Holzwerkstoffplatte

auch: Holzwerkstoffplatten

Holzwerkstoffplatten bestehen im wesentlichen aus zerkleinerten Holzteilen bzw. Schälfurnieren, Stäben, Stäbchen und Bindemitteln, die zu einer Platte verpresst werden. Im wesentlichen unterscheidet man Spanplatten (darunter auch OSB-Platten), Holzfaserplatten und Sperrholz. Holzwerkstoffplatten sind genormte Werkstoffe. Je nach Typ finden sie im Trockenbau Anwendung für Innen- und Außenwände, Decken, Bekleidungen, Dachschalungen und Fußböden. In Abhängigkeit von Aufbau und Herstellungsbedingungen können die Platten für tragende, aussteifende und nichttragende Bauteile verwendet werden.

Holzwerkstoffzaun

auch: Holzwerkstoffzäune

Holzwerkstoffzäune sind im Prinzip Holzzäune, die anstatt aus Massivholz aus einem Holzwerkstoff wie zum Beispiel Pressholz hergestellt werden.

Holzwolle-Leichtbauplatte

auch: Holzwolle-Leichtbauplatten, Holzwolleleichtbauplatten, Holzwolleleichtbauplatte

siehe (%Holzwolle-Platte(%

Holzwolle-Mehrschichtplatte

auch: Holzwolle-Mehrschichtplatten

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Diese Platten bestehen aus einem Kern aus Mineralwolle oder Polystyrol mit einer ein- oder beidseitigen Deckschicht zementgebundener Holzwolle. Bei einer Platte mit Mineralwollekern verbessern sich die Eigenschaften gegenüber einer Holzwolle-Platte bezüglich Wärme-, Brand- und Schallschutz erheblich. Je nach Befestigungsgrad werden bis zu 95% des auftretenden Schalls absorbiert. Einsatz finden die Platten beispielsweise bei der Dämmung von Dächern, Hallenbauten und Tiefgaragen. Bei der Holzwolle-Mehrschichtplatte mit Polystyrolkern steht die Wärmedämmung im Vordergrund. Bei der Verwendung im Außenwandbereich kommt die gute Eignung als Putzträger hinzu. Häufig werden die Holzwolle-Mehrschichtplatten auch als verlorene Schalung verwendet, das heißt sie bleiben nach dem Betonieren im Bauwerk zurück. Beispielsweise gibt es Elemente zur Deckenrandschalung. Diese ersparen das mühsame Ein- und Ausschalen der Betondecke. Im Innenbereich können die Mehrschichtplatten auch unverputzt bleiben und eine Dekorfunktion übernehmen. Die Platten werden dann höchstens noch farbig angestrichen.

Holzwolle-Platte

auch: Holzwolle-Platten, Holzwolleplatte, Holzwolleplatten

Die Ausgangsbasis für die Dämmplatten bilden allein natürliche Rohstoffe. Die Holzwolle wird aus heimischen Hölzern wie Fichte oder Kiefer hergestellt. Dies geschieht in einer Holzwollemaschine, wo ausreichend luftgetrocknete Holzstämme zu Holzwolle verarbeitet werden. Bei der Herstellung wird auf die Verwendung von Formaldehyd und Pilzgiften verzichtet. Dennoch sind Holzwolle-Platten widerstandsfähig gegen Verrottung, Pilzbefall und Feuer. Sie können daher zur Dämmung von Dach, Decke oder Wand im Innen- und Außenbereich verwendet werden. Holzwolle-Platten sind nicht nur ein Dämmstoff, sie werden auch als wandbildender Baustoff für beispielsweise leichte Trennwände eingesetzt. Eine weitere positive Eigenschaft der Platte ist die Schalldämmung. Ohne Putzauftrag wirkt sie aufgrund ihrer offenen Porenstruktur als Schallabsorber. Die Holzwolle-Platte ist allerdings auch ein hervorragender Putzträger und besitzt gute Brandschutzeigenschaften. Bei Holzständerwänden, Holzbalken- und Stahlträgerdecken wird die Feuerwiderstandsklasse F 30 erreicht, in Verbindung mit Stahlbetondecken sogar die Feuerwiderstandsklasse F 180. Eine andere Bezeichnung für Holzwolle-Platte ist Holzwolle-Leichtbauplatte. Diese Bezeichnung ist etwas irreführend. Sind Holzwolle-Leichtbauplatten doch die Schwersten unter den Holzwerkstoffen. Das liegt vor allen daran, dass keine Kunstharze als Bindemittel verwendet werden wie bei Spanplatten, sondern Zement, Magnesit oder Gips.

Holzwurm

Holzzapfen

siehe Verzapfung

Holzzaun

auch: Holzzäune

Holzzaun ist die Bezeichnung für alle Zäune, die aus Holz hergestellt werden. Sichtschutzzäune werden z.B in der Regel aus Holz gefertigt. Typische Holzzäune sind allerdings eher der Jägerzaun, Lattenzaun oder Staketenzaun. Damit die Zäune möglichst lange halten, müssen sie regelmäßig (in der Regel alle zwei Jahre) mit Holzschutzmitteln behandelt werden. Darüber hinaus kann ein Gartenbesitzer den Zaun auch streichen oder beizen. Durch das Beizen behält das Holz sein natürliches Aussehen. Ein Lackanstrich ist hingegen wetterbeständiger und man muss nicht so viel Aufwand mit der regelmäßigen Pflege des Gartenzauns betreiben. Wer unbedingt seinen Holzzaun beizen möchte und dennoch einen optimalen Schutz haben möchte, kann auf die Beize auch noch einen Klarlack auftragen.

Holzzelle

auch: Holzzellen

siehe Baumstamm.

Holzzement

siehe Holzbeton.

holzzerstörende Insekten

auch: holzzerstörenden, Insekten

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Pochende sowie kratzende Geräusche oder gar Löcher im Gebälk sind für viele Hausbesitzer der blanke Horror. Schnell heißt es dann: "Ich habe den Holzwurm". Dies ist allerdings nicht ganz richtig, denn einen Holzwurm gibt es überhaupt nicht. Was als Holzwurm angesehen wird, sind Larven von holzzerstörenden Insekten, die dickere oder dünnere Gänge durch das Holz fressen. Daher wird manchmal vom großen und kleinen Holzwurm gesprochen. Der große Holzwurm ist dann der Hausbock und der kleine Holzwurm der Nagekäfer und seine Familie. Zu den Trockenholz-Insekten, und diese findet man hauptsächlich in Häusern und Gebäuden, zählt auch der Splintholz-Käfer. Hausbock, Nagekäfer und Splintholz-Käfer sind die drei Arten, die wirklich gefährlich sind. Sie können an Dachstühlen, Deckenbalken, Parkett, Möbeln, Treppen, Bilderrahmen oder Schnitzereien erhebliche Schädigungen verursachen. Besonders gefährlich wird es, wenn dabei die Statik des Gebäudes beeinträchtigt wird. Durch Vorsorge und Verwendung von Brettschichtholz oder Konstruktionsvollholz kann die Insektenplage zwar verringert werden, auszuschließen ist sie dennoch nicht. Die modernen Holzwerkstoffe sind glatt und frei von Rissen. Schlechte Zeiten also für die Weibchen der Insekten, die kein Platz für ihre Eier finden.

holzzerstörende Pilze

Holzzerstörende Pilze sind nicht nur die wichtigste Gruppe der pflanzlichen Holzschädlinge, vielmehr sind die durch sie hervorgerufenen Schäden auch noch ungleich höher als die durch tierische Zerstörer wie beispielsweise Hausbock oder Nagekäfer. Sie bauen die Zellwände der Holzzellen ab und verursachen die Zerstörung des befallenen Holzes. Der Aufbau dieser Pilze ist relativ einfach. Der eigentliche Vegetationskörper besteht aus einem Geflecht bandförmiger bzw. röhrenförmiger Zellfäden, die als Hyphen bezeichnet werden. Die Hyphen sind reich verzweigt und sehr fein und daher nur unter dem Mikroskop erkennbar. Die Gesamtheit der Hyphen wird als Myzel bezeichnet. Je nach Pilzart ist die Aufgabe des Myzels bzw. der Hyphen, entweder Zellinhaltsstoffe aufzuschließen oder Zellwandsubstanzen aufzulösen. Hierdurch wird das Holz bis hin zur völligen Zerstörung zersetzt. Die wichtigsten holzzerstörenden Pilze sind der Echte Hausschwamm, der Braune Kellerschwamm und der Weiße Porenschwamm. Bei Pilzen kann zwischen Ort des Auftretens und nach Art des Schadens unterschieden werden. Nach Ort des Auftretens werden Stammfäule, Lagerfäule und Hausfäule unterschieden. Stammfäule tritt am lebenden, daher saftfrischen, Baum auf. Lagerfäule findet man an (unsachgemäß) gelagertem Holz mit hoher Feuchte. Bei der Hausfäule werden Holz, Holzwerkstoffe oder andere zellulosehaltigen Materialien innerhalb von Gebäuden zerstört. Nach Art des Schadens werden Braunfäule, Moderfäule, Weißfäule und Weißlochfäule unterschieden.

homogener PVC-Bodenbelag

auch: homogene, PVC-Bodenbeläge

Honorarordnung

Die Honorare für Architekten und Bauingenieure sind in der HOAI geregelt.

Hookesches Gesetz

Das Hookesche Gesetz ist ein Materialgesetz, das den Zusammenhang zwischen Spannungen und Dehnungen beschreibt. Für elastische Materialien besagt es, dass innerhalb des elastischen Bereichs die Dehnung der Spannung proportional entspricht. Der bei der Dehnung auftretende Proportionalitätsfaktor wird Elastizitäts-Modul genannt. Das Hookesche Gesetz findet nicht nur in der Mechanik, sondern auch in der Molekülphysik Anwendung.

Hopperbagger

auch: Laderaumsaugbagger

Der Hopperbagger ist ein Schiff, das zum Fahrrinnenausbau verwendet wird. Das Schiff nimmt mit Saugköpfen ein Wasser-Boden-Gemisch vom Grund des Gewässers auf und leitet es in den Laderaum. Das Wasser fließt dann seitlich aus dem Laderaum wieder in den Fluss oder das Meer zurück. Der Hopperbagger wird daher auch als Laderaumsaugbagger bezeichnet.

Horchmethode

Verfahren zur Leckortung von wasserführenden Leitungen. Bei der Horchmethode wird mit einem elektro-akustischen Meßgerät auf die Suche nach Lecks gegangen. Das Meßgerät besteht aus einem hochempfindlichen Spezial-Mikrofon mit eingebautem Verstärker, Tastspitze und Kopfhörer. Damit werden zunächst in einer Vor-Ortung zugängliche Armaturen und Leitungsteile abgehorcht. In einer Fein-Ortung werden danach die Flächen zwischen den Punkten mit der größten Geräusch-Intensität mit dem Boden-Mikrofon abgesucht. Die Horchmethode läßt sich nur bei einem erheblichen Rohrdefekt anwenden, bei dem das Wasser unter Druck herausspritzt. Das Ausström-Geräusch kann durch das Geben von Druckluft auf das entleerte Leitungssystem verstärkt werden. Bei kleineren Defekten funktioniert die Horchmethode nicht mehr. Entweder ist der Druck bei Heizungsanlagen zu gering oder das Wasser tritt beispielsweise bei Korrosionsschäden im Anfangsstadium an Kupferrohren zu langsam aus.

Horizontalabdichtung

auch: Horizontalsperre, Horizontalabdichtungen

Die Horizontalabdichtung, auch Horizontalsperre genannt, verhindert das Aufsteigen von Feuchtigkeit in den Wänden. Die waagrechte Dichtung wird bei unterkellerten Häusern etwa auf Höhe der Oberkante des Kellerbodens in der Wand verlegt, beispielsweise in die Lagerfuge der zweiten Mauerwerksschicht oder auf das Fundament im Betonbau. Bei nicht unterkellerten Häusern muss eine Horizontalabdichtung etwa 30 Zentimeter oberhalb des Geländes eingebaut werden. Bei einer fehlenden Horizontalabdichtung im Mauerwerk, muss diese nachträglich z.B. im Injektage-Niederdruckverfahren oder im Sägeverfahren (siehe Chromstahlblechverfahren) eingebracht werden. Horizontalabdichtungen werden in Bauwerken seit der vorigen Jahrhundertwende verlegt, als man erkannte, dass Wasser in beträchtlichem Umfang kapillar aufsteigen und dort entsprechende Feuchtigkeitsschäden verursachen kann.

Horizontalbogen

Horizontalbrunnen

auch: Horizontalfilterbrunnen

siehe Brunnen.

horizontale Plattenklemme

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Diese Plattenklemmen dienen dem horizontalen Transport und Anheben von Bauplatten, insbesondere solchen aus Holzwerkstoffen. Erforderlich sind jedoch immer mindestens zwei dieser Hebeklemmen (siehe Zeichnung), die durch eine Kette miteinander verbunden werden. Die Gegennocke der Plattenklemme, an der auch die Kette befestigt wird, hat eine geriffelte Oberfläche (Foto Campbell).

Horizontalgatter

Beim Horizontalgatter läuft der Sägerahmen im Gegensatz zur Vertikalgatter mit nur einem waagerechten Sägeblatt vor und zurück und schneidet Bohlen oder Bretter von dem darunterliegenden Stamm scheibenweise ab. Die Vorteile bestehen in geringerem Schnittverlust durch dünnere Sägeblätter, größerem Durchlaß (bis 2 m) und der Möglichkeit, die Brettstärke nach jedem Durchgang der Holzqualität anzupassen.

Horizontalschiebefenster

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Horizontalschiebefenster werden in zwei oder mehrere nebeneinander stehende Flügel geteilt. Sie haben herkömmlichen Fenstern gegenüber den Vorteil, platzsparend und bedienungsfreundlich zu sein. Der Platzverlust durch den Öffnungsradius entfällt, da sich die Flügel dieses Fenstertyps horizontal verschieben lassen. Bei zweiflügeligen Fenstern lassen sich entweder beide Flügel verschieben, oder es gibt einen feststehenden und einen verschiebbaren Flügel.

Horizontalsperre

Hosenrohr

auch: Hosenrohre

Als Hosenrohr bezeichnet der Fachmann ein Rohr, dass sich (meist) in zwei gleich große Verteilrohre aufspaltet. Dabei kann es sich um ein Abwasserrohr oder jedes beliebige andere Rohr handeln.

Hoteltresor

auch: Hoteltresore

Hoteltresore sind eine Art der Möbeltresore. Sie zeichnen sich durch Spezialschlösser aus. Einerseits sollen diese Schlösser den Hotelgästen keine Schwierigkeiten beim Umgang mit ihnen bereiten, andererseits sollen sie absolut zuverlässig sein. Im Notfall (z.B. bei Schlüssel- bzw. Codeverlust) müssen Hoteltresore aufzumachen sein. Am besten eignen sich elektronische Schlösser für diese Anforderungen. Manche dieser Tresore lassen sich beispielsweise mit der Kreditkarte öffnen, bei anderen benötigt man eine separate Karte mit Magnetcode. Elektronische Schlösser haben zudem den Vorteil, dass Ergebnisse ausgedruckt werden können, sofern strittige Situationen zwischen dem Hotelgast und der Hotelverwaltung entstehen sollten.

Hotzenhaus

Das Hotzenhaus ist nicht das Haus des Räubers Hotzenplotz, sondern ein für das Gebiet des Hotzenwaldes typisches Schwarzwaldhaus. Das Haus besitzt ein bis auf den Erdboden heruntergezogenes Dach, das in dem rauen Klima des Südschwarzwaldes ganz auf Wärmeschutz konzipiert war. Im äußeren Dachbereich, in dem keine Stehhöhe mehr vorhanden war, wurde eine zusätzliche Wand als Dämmung eingezogen. Die eigentliche Hauswand begrenzte die für Wohn- und Arbeitszwecke nutzbare Höhe.

Hourdis

auch: Tonhohlplatte, Hourdisziegel, Hourdisplatte

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Der Hourdis ist eine dünnwandige Tonhohlplatte, die vorwiegend für leichte Trennwände oder Decken eingesetzt wird. Hourdis haben in der Regel einen rechteckigen Querschnitt und sind an den Enden mit 60° zur Waagerechten abgeschrägt. Die Ziegel sind 60 cm bis 110 cm lang, etwa 25 cm breit und etwa 6 cm hoch. Als Decke werden sie zwischen Stahlträger eingehängt oder als Einschubplatten zwischen Holzbalken geschoben. Weitere Anwendungsgebiete sind Ofenabdeckungen oder Sitzbänke am Kachelofen

Hourdisplatte

auch: Hourdisplatten

siehe Hourdis.

Hourdisziegel

siehe Hourdis.

H-Pfostenanker

siehe Pfostenanker

HPL-Platten

auch: HPL-Platte

Dekorative Hochdruck Schichtpressstoffplatten (High Pressure Laminate) bestehen aus durchgehend gleichmässig geschichteten Papierbahnen, die mit härtbaren (duroplastischen) Kunstharzen getränkt worden sind. Die Dekorschicht besteht aus einem eingefärbtem oder bedruckten und mit Melaminharz getränkten Bogen. Die Kernschichten bestehen aus Bogen, die mit Phenolharz getränkt werden. Unter hohem Druck bei gleichzeitiger Hitzeeinwirkung werden die verschiedenen Schichten unlösbar miteinander verpresst und härten zu einem festen nicht mehr erweichbaren Plattenkörper aus. Das Ergebnis sind Kunststoffplatten von durchgehender Härte und grosser Festigkeit mit porenlosen Oberflächen. Die Dicke der Platte beträgt je nach Fabrikat zwischen 0,6 und 1Millimetern. Sie wird auf Spanplatten verleimt. Die nachformbaren (Postforming)) Schichtstoffplatten werden in speziellen Einrichtungen in eine Richtung verformt und auf entsprechend profilierten Trägerplatten verleimt. So ist es möglich, fugenlose Kantenausbildungen und Rundungen auszuführen. HPL-Platten werden in den Küchen als Arbeitsplatten sowie als Belag für Fronten und Kanten verwendet. Sie sind weitgehend unempfindlich gegen chemische und thermische Einflüsse. HPL-Platten werden zum Beispiel für Möbel, Laminatböden Türen oder Küchenarbeitsplatten verwendet.

HS-Lack

auch: HS-Lacke

HSS-Stahl

Der Begriff "Hass-Stahl" ist tausendfach in Gebrauch, wenn etwas über die Qualität von Bohrern, Meißeln oder Fräswerkzeugen gesagt werden soll. Die Abkürzung steht für Hochleistungs-Schnell-Stahl, der im Stahlhandel meistens "Schnellarbeitsstahl" genannt wird. HSS-Stahl zeichnet sich durch eine hohe mechanische und termische Belastbarkeit aus; er ist sogar noch bei Rotglut sehr hart - also dann, wenn sich der Bohrer heiß gelaufen hat. Hauptlegierungselemente neben Chrom, Vanadium und Mangan sind insbesondere Wolfram und Kobalt.

HS-Zement

auch: HS-Zemente

HS-Zement ist ein Zement mit hohem Sulfatwiderstand. Er wird verwendet zur Herstellung von Beton, der einem Sulfatangriff von Wasser oder Boden ausgesetzt ist.

HT-Rohr

auch: HT-Rohre

HT-Rohre sind grau eingefärbte Kunststoff-Abwasserrohre bzw. Abflussrohre, die sich durch hohe Temperaturbeständigkeit auszeichnen. Diese sind für die Abwasser-Entsorgung innerhalb des Hauses gedacht. Für die Abwasserbeseitigung außerhalb des Gebäudes werden hingegen KG-Rohre verwendet. Die HT-Rohre aus Polypropylen lassen sich problemlos ineinanderstecken. Es gibt sie in verschiedenen Stärken, wobei für einzelne Waschbecken ein Durchmesser von 40 mm, für Küchenablaufstellen 50 mm, bei einem Waschmaschinenanschluss 75 mm und bei einem WC ein Durchmesser von 110 mm erforderlich ist. Haben Sie mehrere Abflüsse in Reihe, empfiehlt sich ein 110 mm starkes Rohr, von dem aus Sie 50-mm-Rohre zu den Ablaufstellen führen. Dafür sind entsprechende Abzweige und Bogenstücke auszuwählen.

Hubarbeitsbühne

auch: Hubsteiger, Hubarbeitsbühnen

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An Stelle von Gerüsten werden zunehmend Hubarbeitsbühnen eingesetzt. Sie sind in wenigen Augenblicken betriebssicher aufgestellt. Die Arbeitszeit, die für den Auf- und Abbau von Gerüsten notwendig wäre, entfällt. Da die Standkosten für eine Hubarbeitsbühne im allgemeinen wesentlich höher als von Gerüsten ist, ist es aber auch eine Kostenfrage ob Hubarbeitsbühnen eingesetzt werden. Den Ausschlag für die Verwendung von Hubarbeitsbühnen geben häufig die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten. Vor allem ermöglichen sie den Einsatz über Hindernisse hinweg, ohne den Verkehr zu behindern. Ihre Verwendung bietet sich vor allem bei Reinigungsarbeiten, Wartungs- und Beschichtungsarbeiten an Fassaden, Brücken oder Dachrinnen an, für die nur kurze Zeit an der selben Stelle gearbeitet werden muss. Für Arbeiten mit schwerem Gerät oder hohem Materialaufwand eignen sie sich jedoch nicht.

Hubdeckenverfahren

auch: Lift-Slab-Methode

Das Hubdeckenverfahren ist ein in den USA entwickeltes Verfahren zur Deckenherstellung - es wird auch als Lift-Slab-Methode bezeichnet. Die Decken der verschiedenen Stockwerke werden hierbei nacheinander - nur durch eine Kunststofffolie voneinander getrennt - betoniert. Hierbei bildet die untere Decke dann zugleich die Schalung für die nächste Decke. Sind alle Decken in Beton gegossen, werden sie mit Hilfe von Hubwinden an ihre entgültige Position gehoben. Der Vorteil des Hubdeckenverfahrens ist, dass außer für die Randschalung keine Schalungsplatten benötigt werden, auch ein Gerüst ist nicht notwendig. Das Verfahren kommt in Deutschland trotzdem eher selten zum Einsatz.

Hubkolbenpumpe

auch: Hubkolbenpumpen

Hubkolbenpumpen gehören zur Gruppe der oszillierenden Verdrängerpumpen. Der typische Aufbau einer solchen Pumpe besteht aus zwei in Reihe liegenden Doppelkolben. Jeder Kolben unterteilt sich in zwei Bereiche: in den meist hydraulisch betriebenen Antriebszylinder und in den Förderzylinder. Das zu fördernde Material fließt vom Vorratsbehälter in den jeweiligen Förderzylinder, der gemäß Takt zur Befüllung ansteht. Dann wird im Fördertakt das Mörtelmaterial ausgestoßen. Dabei fungiert eine Rohrweiche als Verbindung zwischen Druckleitung und förderndem Zylinder. Die Rohrweiche wird hydraulisch zu dem Zylinder geschwenkt, der mit seinem Fördertakt beginnt. Kolbenpumpen gehören zur Gruppe der pulsierenden Dichtstrompumpen, die abrasive und hoch viskose Schlämme fördern können. Mit dieser Fördertechnik sind Fließestriche auf Calciumsulfat- oder Zementbasis sowie Leichtbeton pumpbar. Auch Normal- und Spezialbetone oder auch Spritzbetone können auf diese Weise zum Verarbeitungsort transportiert werden. Wichtig ist die richtige Konsistenz des geförderten Materials. Die maximale Zuschlagskörnung ergibt sich primär aus dem Aufbau der Kolbenpumpe und dem Durchmesser der Förderzylinder. Typisch sind maximale Körnungen zwischen 16 und 32 mm.

Hubsteiger

Hülsenfundament

auch: Hülsenfundamente

Hülsen-Markise

auch: Hülsen-Markisen, Hülsenmarkisen

huelsenmarkise.jpg

Bei dieser Art der Markise wird das Markisentuch in einer Markisenhülse gelagert, die mit einer Dichtlippe und einem Kunststoffgleitprofil gegen das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit ausgerüstet ist. Gelenkarme und Technik sind im Gegensatz zur Gelenkarm-Markise nicht geschützt. Es gibt Hülsen-Markisen zur Wand-, Decken- oder Dachsparrenmontage.

Humus

Humus nennt man die organischen Stoffe im und auf dem Boden, die von abgestorbenen Pflanzen und Tieren herrühren. Er fällt durch sein typisch dunkles Aussehen auf. Durch die Arbeit vielfältiger Bodenlebewesen verändert er sich ständig. Humus findet sich in der obersten Schicht des Bodens, dem Mutterboden. Der Humusgehalt von Böden ist sehr unterschiedlich, die Spanne reicht von 3% bei Ackerböden bis über 20% manchen Gartenböden. Humus verbessert die Bodenstruktur, den Wasser- und Lufthaushalt des Bodens, er erhöht durch seine dunkle Farbe, die Sonnenstrahlen gut aufnimmt, die Bodentemperatur und er speichert Nährstoffe.

Hundeknochen

Hundertwasser

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Der Wiener Maler Friedrich Stowasser (1928 - 2000) wurde unter seinem Künstlernamen Friedensreich Hundertwasser weltberühmt - und zwar nicht nur wegen seiner farbenfrohen Gemälde, die fast ausschließlich spiralenförmige Muster aufweisen, sondern vor allem auch durch die von ihm konzipierten 37 Gewerbe- und Miethausbauten, die sich durch einen geradezu orientalisch-märchenhaften Baustil auszeichnen. Das Hundertwasser-Haus in Wien, von 1983 bis 1985 erbaut, ist heute eines der beliebtesten Wiener Wahrzeichen. Auch in Kleinstädten wie Plochingen (siehe Foto) stehen Hundertwassserhäuser, die immer bunt verzierten Säulen oder sogar Zwiebeltürme aufweisen. Hundertwasser bemalte die Fassaden seiner Häuser oftmals selbst in dem ihm eigenen, unverwechselbaren Malstil und war erbitterter Gegner seelenloser Bauweisen, wie ihn der Funktionalismus hervor gebracht hat.

Husbrand

Andere Bezeichnung für Giebelspieß.

Hutmutter

auch: Hutmuttern

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Die Hutmutter ist eine Mutter, bei der das Innengewinde als Sackgewinde ausgeführt ist. Somit ist die Mutter einseitig geschlossen und das Schraubenende ist vor Rost und Verschmutzung geschützt. Damit die Hutmutter selbst nicht rostet, sollte sie aus Edelstahl sein. Hutmuttern verhindern zudem das Beschädigen des Gewindeendes und schützen vor Verletzung durch scharfe Schraubenenden.

Hüttenbims

auch: Hütten-Bims

Künstlich hergestellter Leichtzuschlag zur Herstellung von Leichtbeton. Das Grundmaterial für den grobporigen Hüttenbims ist Hochofenschlacke, die mit Hilfe von Wasser oder Dampf geschäumt und zerkleinert wird.

Hüttenbimsbeton

Hüttenbimsbeton ist ein besonders leichter Beton aus Zement, Wasser und Hüttenbims. Außer als Leichtbeton wird der Hüttenbimsbeton noch zur Herstellung von Hohlblocksteinen verwendet.

Hüttenhohlblockstein

auch: Hüttenhohlblocksteine

Der Hüttenhohlblockstein ist neben dem Hüttenvollstein und dem Hüttenlochstein eine Variante des Hüttensteins. Er ist ein großformatiger fünfseitig geschlossener Mauerstein mit Hohlräumen senkrecht zur Lagerfläche. Je nach Steinbreite variiert die Anzahl der Hohlräume zwischen drei und fünf. Da der Stein relativ groß ist, sollte er Grifftaschen besitzen. Aufgrund seines guten Schallschutzes und seiner guten Wärmespeicherkapazität hat der Stein eine große Bedeutung im Wohnungsbau. Der Frostwiderstand ist nach DIN 398 nachgewiesen, daher können Hüttenhohlblocksteine als Vormauersteine verwendet werden. Der hohe Feuerwiderstand lässt sich damit erklären, dass der Stein keine brennbaren Stoffe enthält. Da die Steine sehr stabil gegen angreifende Stoffe sind, werden sie auch im Tiefbau (z.B. Kanalbau) verwendet.

Hüttenlochstein

auch: Hüttenlochsteine

Der Hüttenlochstein ist neben dem Hüttenvollstein und dem Hüttenhohlblockstein eine Variante des Hüttensteins. Hüttenlochsteine sind fünfseitig geschlossen Mauersteine mit einem Lochanteil senkrecht zur Lagerfläche von über 25 %. In mindestens drei Reihen müssen die Löcher gleichmäßig über der Lagerfläche verteilt sein. Wie Mauerziegel werden die ungebrannten, künstlichen Steine für Innen- und Außenwände verwendet. Aufgrund des hohen Widerstandes gegen angreifende Stoffe werden Hüttenlochsteine auch im Tiefbau verwendet. Hochofenzement mit hohem Hüttensandanteil erhöht das positive Verhalten der Hüttensteine gegenüber betonangreifenden Stoffen bei der Verwendung im Kanal- oder Bergbau.

Hüttensand

Hüttensand ist Hauptbestandteil von Hochofenzement und auch im Portlandhüttenzement enthalten. Er wird aus der Hochofenschlacke gewonnen (granuliert durch schnelles Abkühlen der feuerflüssigen Hochofenschlacke mit Wasser). Hüttensand ist ein latent hydraulischer Stoff, der seine hydraulischen Eigenschaften durch einen Anreger (Branntkalk) entwickelt.

Hüttenstein

auch: Hüttensteine

Mauersteine, die aus künstlichem Zuschlag (Hüttensand) und einem hydraulischen Bindemittel ( Zement oder Kalk) hergestellt werden. Sowohl kleinformatige Voll- oder Lochsteine, als auch großformatige Hohlblocksteine werden als Hüttensteine hergestellt. Die ungebrannten, künstlichen Steine werden für Innen- und Außenmauerwerk verwendet. Die farbigen Hüttenvollsteine werden bevorzugt bei dekorativem Sichtmauerwerk eingesetzt.

Hüttenvollstein

auch: Hüttenvollsteine

Der Hüttenvollstein ist ein Hüttenstein, der sich durch eine hohe Stein- und Druckfestigkeit auszeichnet, wodurch er sehr maßgenau ist. Desweiteren besitzt er wegen seines großen Gewichts günstige Eigenschaften im Schallschutz und der Wärmespeicherung. Außerdem weist er einen hohen Widerstand gegen Frost und aggressive Stoffe auf. Aufgrund seiner nicht brennbaren Bestandteile ist er sehr widerstandsfähig gegen Feuer. Je nach Format wird der Hüttenvollstein sogar bis in die Feuerwiderstandsklasse 360 eingeordnet. Schließlich kann er noch auf Wunsch in den Farben rot, gelb, grün und braun eingefärbt werden. Er wird daher auch bevorzugt bei dekorativem Sichtmauerwerk eingesetzt.

Hüttenzemente

auch: Hüttenzement

Als Hüttenzemente werden die Zemente bezeichnet, die außer Portlandzementklinker auch Hüttensand als Bestandteil enthalten.

HV-Schraube

auch: HV-Schrauben

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HV ist die Kennzeichnung einer Verbindung mit hochfesten Schrauben. H bedeutet dabei Hochfest (Materialqualität der Schraube). V leitete sich ursprünglich von vorgespannt (Zustand der Schraube) ab, aber die Weiterentwicklung der Schrauben hat auch zur Verwendung von hochfesten Schrauben geführt, die nicht oder nur teilweise ohne nachträgliche Überprüfung vorgespannt werden. Die Verbindungen mit nicht oder nur teilweise vorgespannten hochfesten Schrauben machen heute im Stahlhochbau einen Anteil bis zu 90% aus. Sie dürfen jedoch nur für Bauteile mit vorwiegend ruhender Beanspruchung benutzt werden, wie zum Beispiel für Hallen, Bühnen, und Skelettkonstruktionen.

Hybrid-Heizung

auch: Hybrid-Heizungen, Hybridheizungen

Eine Hybrid-Heizung besteht aus einer Kombination mehrerer Heiztechnologien. So können zum Beispiel ein Öl-Brennwertgerät, eine Solaranlage und ein Holzkaminofen miteinander kombiniert werden. Kernstück einer solchen Hybrid-Heizung ist ein Pufferspeicher, der flexibel mittels Heizöl, Sonne oder Holz erwärmt werden kann.

Hybridklebstoff

auch: Hybridklebstoffe

Das Wort "Hybrid" ist aus der Automobilindustrie bestens bekannt und steht für Verbindung zweiter unterschiedlicher Techniken zu einem Ganzen. Im Baubereich, insbesondere bei den Klebern sind Hybridklebstoffe als Kombination zweier Klebstoffe auf dem Vormarsch. Hybridklebstoffe gasen nicht aus. Sie sind lösemittel- und silikonfrei sowie wasserfrei und härten normal aus. Sie sind UV- und Witterungsbeständig und haften ohne Vorbehandlung auf fast allen Untergründen. Ferner sind sie dauerelastisch und können somit auch auf vibrierenden Untergründen - z.B. auf Motorbooten - eingesetzt werden. Wegen der positiven Eigenschaften werden Parkett und Laminat immer öfters mit Hybridklebstoffen geklebt.

Hybridmörtel

auch: Hybrid-Mörtel

Jahrhunderte kam man "auf dem Bau" mit dem klassischen Mörtel aus. Inzwischen gibt es Baustoffe wie etwa Hohlblocksteine, an denen Lasten nur bedingt befestigt werden können. Hier kommen Hybridmörtel zum Einsatz, denen Vinylester beigemischt wurde, wodurch der Mörtel zum Abtragen auch hoher Lasten geeignet ist. Diese Zwei-Komponenten-Mörtel werden in Kartuschen angeboten und können mit handelsüblichen Silikonpistolen ausgepresst werden.

Hydrant

auch: Überflurhydrant, Unterflurhydrant, Hydranten

Ein Hydrant ist eine Zapfstelle im öffentlichen Wasserversorgungsnetz zur Entnahme von z. B. Löschwasser. Er dient aber auch zur Spülung, Entlüftung und Entspannung der Rohrleitung, sowie zur Errichtung von Notverbindungen mittels Schläuchen. Man unterscheidet Überflur- und Unterflurhydranten. Der Überflurhydrant ist oberirdisch fest installiert und hat mehrere Abgänge mit genormten Kupplungen unterschiedlicher Größe. Zur Entnahme größerer Wassermengen (zum Beispiel in der Industrie) wird der größere Abgang verwendet, für Feuerwehrschläuche reichen kleinere Abgänge aus. Unterflurhydranten befinden sich unterhalb einer Hydrantenkappe, die plan in die Straße eingebaut wird. Der Deckel der Hydrantenkappe wird mit dem Schieberschlüssel ausgehoben und zur Seite geschwenkt, wodurch der Hydrantenfuss zugänglich wird. Der Unterflurhydrant ermöglicht den Anschluss eines Standrohres. Unterflurhydranten haben den Nachteil, dass sie von Kraftfahrzeugen zugeparkt werden können oder auch durch Schnee oder Eis verfroren und somit oft nicht benutzbar sind.

Hydratation

Allgemein ist Hydratation die Reaktion eines Stoffes mit Wasser, bei der Wasser an den betreffenden Stoff angelagert wird. Im Bauwesen spielt die Hydratation besonders beim Erhärten von Zement eine Rolle. Der Zementleim erhärtet unter Bindung des Wassers an den Zement. Bei der vollständigen Hydratation kann Zement etwa 40 Prozent seines ursprünglichen Gewichts an Wasser binden. Dies entspricht einem Wasserzementwert von 0,40.

Hydratationsgrad

Der Hydratationsgrad gibt an, zu wieviel Prozent der in einer Beton- und Mörtelmischung vorhandene Zement durch Hydratation in Zementgel umgewandelt wurde und damit festigkeitsbildend wirkt.

Hydratationswärme

Hydratationswärme entsteht nach dem Mischen von Zement und Wasser. Zement und Wasser reagieren miteinander (Hydratation). Speziell der Aluminiumanteil im Beton reagiert sehr schnell mit anderen Stoffen und ist deshalb für die Wärmeentwicklung des Zements maßgebend. Im Winter ist diese Wärmeentwicklung erwünscht, im Sommer kann sie jedoch zu Spannungen und damit zur Bildung von Rissen führen. Das Gleiche gilt auch bei massigen Bauteilen. Daher werden in diesen Fällen Zemente mit einer niedrigen Wärmeentwicklung, dies ist bei Hüttenzementen der Fall, verwendet.

Hydraulikaufzug

auch: Hydraulikaufzüge

Diese Bauart von Aufzug wird nur aufwärts mit einem Motor betrieben. Die Abwärtsfahrt erfolgt motorlos über hydraulische Ventile. Eine Pumpe fördert das Hydrauliköl über ein Rückschlagventil in den Hydraulikzylinder. Die Haltestelle wird meist um einige Zentimeter überfahren und die Kabine sinkt dann auf exaktes Niveau ab. Es ist durch eine hydraulische Steuerung aber auch ein direktes Anfahren der Stockwerke möglich. Hydraulikaufzüge zeichnen sich durch eine besonders hohe Tragfähigkeit aus. Sie benötigen keinen Dachaufbau und können die ganze Schachtgrundfläche in Anspruch nehmen, da sie kein Gegengewicht benötigen.

Hydraulikbagger

auch: Universalbagger

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Ein Universal- bzw. Hydraulikbagger zählt zur Gruppe der Standbagger. Nach dem Fahrwerk unterscheidet man Raupenbagger, Radbagger, Gleisbagger, Schreitbagger, Schwimmbagger und Zweiwegebagger. Als Antrieb ist ein Diesel- oder Elektromotor möglich. Bei Hydraulikbaggern wird die Antriebskraft, im Gegensatz zum Seilbagger, über ein Getriebe oder direkt vom Motor auf eine oder mehrere Ölpumpen übertragen. Von diesen werden Drücke bis 250, teilweise bis 400 bar durch Rohre oder Druckschläuche zu Ölmotoren oder Druckzylindern geleitet, die die einzelnen Bewegungsvorgänge ausführen. Das Lösen und Laden des Bodens erfolgt mit Hochlöffel, Tieflöffel oder Schalengreifer.

Hydraulik-Türschließer

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Dieser automatische Schließmechanismus einer Tür wird oben an der Tür oder im Boden eingebaut. Türschließer gibt es für Außen- und Innentüren, für rechts- und linksanschlagende Türen. Bei einem Hydraulik-Türschließer lassen sich Schließgeschwindigkeit und Schließdruck stufenlos einstellen.

Hydraulische Dachanhebung

Siehe Dachanhebung.

Hydraulischer Abgleich

Mit dem hydraulischen Abgleich stellt ein Heizungsfachmann sicher, dass alle Heizkörper gleichmäßig mit der erforderlichen Wärmemenge versorgt werden. Dafür wird die Heizung so eingestellt, dass jeder Heizkörper genau die Warmwassermenge erhält, um in jedem Raum die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Da sich hierdurch Energie sparen lässt, gehört der hydraulische Abgleich zu den Fördervoraussetzungen bei der KfW im Rahmen eines Heizungsaustausches. Video zum hydraulischer Abgleich

Hydraulischer Grundbruch

siehe Grundbruch.

hydraulischer Kalk

auch: hydraulische, Kalke

Wird aus tonhaltigem Kalkstein gebrannt. Enthält hydraulisch abbindende Komponenten und erreicht dadurch eine höhere Frühfestigkeit. Man unterscheidet drei Qualitätsstufen HL 2, HL 3,5 und HL 5, je nach Druckfestigkeit nach 28 Tagen. Hydraulischer Kalk erhärtet im Gegensatz zu Weißkalk auch ohne Luftzufuhr. Sein Einsatzgebiet ist das Bauhandwerk, wo er als Klebemittel im Putz- oder Mauermörtel den Zement ersetzen kann aber nicht dessen Härte erreicht.

hydraulischer Klebemörtel

auch: hydraulische, Klebemörtel

Kleber für Fliesen. Hydraulische Klebemörtel (Pulverkleber) sollten nur auf ausgehärteten Flächen eingesetzt werden. Hier eignen sie sich allerdings für alle Verlegebereiche innen und außen. Sie sind frostsicher und wasserbeständig.

hydraulischer Mörtel

Hydraulischer Mörtel ist ein Gemisch aus Sand, Zement und/oder hydraulischem/hochhydraulischem Kalk und Wasser, der, nach mehrtägiger Luftlagerung, auch ohne das Kohlendioxid der Luft (z.B. unter Wasser) erhärtet. Bei der Fliesenverlegung im Dickbettverfahren ist hydraulischer Mörtel unbedingt zu empfehlen, da der Fliesenmörtel nach dem Verfugen von der Außenluft abgeschnitten wird.

hydraulisch gesteuerte Armatur

auch: hydraulisch, gesteuerte, Armaturen

siehe Gesteuerte Armatur.

Hydrazin

Verwendung als Korrosionsinhibitor z.B. im Kesselspeisewasser und in der chemischen Industrie.

Hydro-Biosphäre

siehe Biosphäre.

Hydrohobeln

Hydrohobeln ist eine neuartige Methode des maschinellen Hobelns. Hier werden die Holzfasern an der Oberfläche nicht einfach flachgedrückt, sondern einzeln abgeschnitten. Die Holzoberfläche wird dadurch besonders glatt und hochwertig. Die Poren des Holzes bleiben offen, eine eventuelle Grundierung kann tief und dauerhaft schützend in das Holz eindringen. Beim Hydrohobeln wird die Spindel zusätzlich hydraulisch gespannt und führt so eine optimale Taumelbewegung aus, die eine makellos glatte Oberfläche ergibt. Holzfenster werden häufig durch Hydrohobeln geglättet.

hydrophil

Das Wort "hydrophil" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Wasser liebend". Baustoffe oder Bauteilflächen, die sich mit Wasser leicht benetzen lassen, werden als hydrophil bezeichnet. Auf hydrophilen Oberflächen findet man häufig einen dünnen, meist nicht sichtbaren Wasserfilm. Beispiele: Metalle, Salze. Hydrophile Baustoffe können durch die Behandlung mit hydrophobierenden Präparaten/Produkten wasserabweisend ausgerüstet werden.

hydrophob

Der Begriff hydrophob stammt aus dem Griechischen und heißt wörtlich übersetzt "Furcht vor Wasser" und im übertragenen Sinne "wasserabweisend". Im Baubereich werden Baustoffe oder Baustoffflächen, die sich mit Wasser nicht oder nur sehr schwer benetzen lassen, als hydrophob bezeichnet. Das Gegenteil von hydrophob ist hydrophil. Einen Baustoff wasserabweisend zu machen, wird als Hydrophobierung bezeichnet.

Hydrophobiermittel

Hydrophobierung

auch: Hydrophobiermittel

Einen Baustoff zu hydrophobieren bedeutet ihn wasserabweisend zu machen, oder zumindest seine Wasseraufnahme zu reduzieren. Der hydrophobierende Wirkstoff belegt die inneren Poren- und Kapillaroberflächen und macht sie dadurch wasserabweisend. Die Poren und Kapillaren werden dabei aber nicht verschlossen, das heißt, dass die Diffusionsfähigkeit (Atmungsaktivität) des Baustoffes so gut wie unverändert erhalten bleibt. Alle Hydrophobierungsmittel auf Basis siliciumorganischer Verbindungen brauchen für die Reaktion zum endgültigen Wirkstoff (Siliconharz) Feuchtigkeit, die aber auf jedem Baustoff in ausreichender Menge vorhanden ist (adsorbiert). Zur optimalen Wirksamkeit gehört es auch, dass die Siliconharzmoleküle chemisch fest auf der Baustoffoberfläche gebunden werden und ihre wasserabstoßenden Molekülteile (die Kohlenwasserstoffketten) in den freien Porenraum hinein recken können. Wirkstoffe für Hydrophobierungsmittel sind beispielsweise Silane, Siloxane oder Siliconharze.

Hydro-Seeding

Hydrosphäre

Als Hydrosphäre bezeichnet man alle an der Erdoberfläche befindlichen oder oberflächennahen mit flüssigem Wasser erfüllten Räume. Hierzu gehören die Weltmeere, Flüsse, Seen, aber auch das Grundwasser. Die Hydrosphäre bedeckt etwa 70 % der Erdoberfläche und beeinflusst das Klima und die Biosphäre in vielfältiger Weise.

Hygrometer

auch: Hygrometer

Gerät zur Bestimmung der relativen Luftfeuchte.

hygroskopisch

Hygroskopizität

auch: hygroskopisch

Wasseranziehende Eigenschaft eines Werkstoffes. Holz ist zum Beispiel hygroskopisch, d.h. es kann Wasser aufnehmen und sich mit seiner Feuchte der Luftfeuchte seiner Umgebung anpassen. Hauptsächlich spielt Hygroskopizität aber eine Rolle bei salzbelasteten Baustoffen oder mit Salz angereicherten Bauteilen. Im Sockelbereich wird durch Hygroskopizität oftmals kapillar aufsteigende Feuchtigkeit simuliert. Deshalb ist es wichtig, bei Durchfeuchtungen im Sockelbereich neben dem Feuchtegehalt auch die Salzbelastung zu bestimmen.

Hypokaustenheizung

auch: Hypokaustenheizungen

Das Prinzip der Hypokaustenheizung wurde bereits in der Antike entwickelt. Dabei handelt es sich um ein System der Boden- und Wandheizung durch Warmluft. Im Keller wurde mittels einer zentralen Feuerstelle heiße Luft erzeugt. Diese wurde durch 50-120cm hohe Kanäle unter dem Fußboden und durch Hohlraumsysteme in den Mauersteinen geleitet. Die heiße Luft erwärmt die angrenzenden Bauteile (Wand und Fußboden), die die Wärme in die Räume abstrahlen. Dieses System wird heute wieder angewendet. Die warme Luft wird jedoch unter Verwendung von Brennwerttechnik oder solarer Energiegewinnung gewonnen, da sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen auskommt.

Hypokausten-Kachelofen

auch: Hypokausten-Kachelöfen

Hypokaustenofen

auch: Hypokaustenöfen

Hypothek

auch: Hypotheken

Wer baut, beschafft sich in der Regel einen Teil des benötigten Geldes über eine Hypothek. Dies ist eine Pfandverschreibung auf bebaute und unbebaute Grundstücke in der Höhe, in der das Geld für diese Hypothek ausgezahlt worden ist. Hypotheken werden immer im Grundbuch eingetragen, eine 1. Hypothek immer an erster Stelle des Grundbuchs, eine 2. Hypothek entsprechend an zweiter Stelle. Zur Hypothek gehört die vertraglich festgelegte Laufzeit, die bis 30 Jahre währen kann, und natürlich die Höhe der Tilgung und der Zinsen, die in der Regel vierteljährlich fällig sind. Bei längerfristigen Hypotheken werden üblicherweise nach einer bestimmten Laufzeit, zum Beispiel nach sechs oder acht Jahren, Zinsanpassungen vereinbart. Das kann - siehe Vorfälligkeitsentschädigung - je nach Höhe des allgemeinen Zinsniveaus für den Hausbesitzer von Vor- oder von Nachteil sein. Geldinstitute gewähren Hypotheken höchstens bis zu 60 % der benötigten Baugelder bzw. des Immobilien-Kaufpreises und dann auch nur nach einer bankinternen Bewertung der Immobilie. Der Hausbesitzer muss die Hypothek natürlich bedienen. Kann er das nicht, droht die Zwangsversteigerung.

Hypothekarkredit

auch: Hypothekarkredite

andere Bezeichnung für Realkredit.

Hypothekendarlehen

auch: Immobilienkredit, Grundpfandkredit

Ein Hypothekendarlehen auch Immobilien- oder Grundpfandkredit genannt ist ein Darlehen, das durch eine Immobilie abgesichert wird. Hypothekendarlehen können vielseitig eingesetzt werden: Zum Kauf oder Neubau, zum Umbau oder zur Sanierung von Einfamilien- und Zweifamilienhäusern, Eigentumswohnungen, Mietshäusern und gewerblich genutzten Gebäuden, zur Umschuldung oder auch für andere Zwecke.