Das große Baumarkt Lexikon

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Fabrikantenvilla

auch: Fabrikantenvillen

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Die Epoche, als in allen deutschen Industriestädten sogenannte Fabrikantenvillen gebaut wurden, währte von 1870 bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs. Paradebeispiel eines solchen Bauwerks ist die Villa Hügel in Essen, erbaut von der Krupp-Dynastie. Der Unterschied zum Patrizierhaus liegt nicht nur darin, dass solche Villen erheblich größer sind und zum Teil einen schlossähnlichen Charakter haben, sondern auch darin, dass sie von parkähnlichen Gärten umgeben sind. Fabrikantenvillen werden heute kaum noch von den Erben ehemaliger Industriebarone bewohnt, sondern sind vielfach in städtischen Besitz übergegangen. Die Städte haben darin zum Beispiel Museen eingerichtet wie in die Villa Kaiser in Viersen, dem Haus des Gründers von Kaiser`s Kaffeegeschäft. In andere Fabrikantenvillen wurden exklusive Wohnungen eingebaut, wieder andere dienen als repräsentative Adressen von Anwaltskanzleien, Botschaften oder Vertriebsfirmen für Kapitalanlagen.

Fabrikziegel

Ein Fabrikziegel bezeichnet im Gegensatz zum Feldbrandziegel maschinell und in Serie in einer Fabrik hergestellte Mauerziegel oder Dachziegel. Fabrikziegel garantieren eine gleichbleibende Qualität, sind aber oft eintönig und monoton. Daher sind heutzutage wieder vermehrt Architektenklinker und Abbruchziegel im Einsatz.

facettieren

siehe gravieren

Fachanwalt für Baurecht

auch: Baumängel

Den Rechtsanwalt, der nur Rechtsanwalt auf seinem Türschild stehen hat, gibt es zwar auch noch, aber das deutsche Rechtswesen ist gleichsam mit einer Flut von Fachanwälten überzogen worden. Für das Bauwesen gibt es den Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, im allgemeinen Sprachgebrauch nur "Fachanwalt für Baurecht" genannt. Wer bei einem Bauprojekt einen Baumangel feststellt, sollte eine Mängelrüge verfassen, wobei ein Fachanwalt für Baurecht hinzugezogen werden kann. Das Problem der Fachanwälte ist, dass sie ihre Klienten da suchen, wo die meisten Verfahren mit den höchsten Streitwerten anfallen. Für einen Häuslebauer ist es deshalb nicht immer einfachm, in seiner Umgebung einen solchen Fachanwalt zu finden, denn die vertreten meistens schon die Bauhandwerker oder Bauunternehmer.

Fachboden

auch: Fachböden

Fachböden bestehen aus Metall oder Holz und sind wesenstypische Bestandteile eines jeden Regals und werden immer von sog. Bodenträgern gehalten. Sie können, insbesondere bei Schwerlastregalen, enorme Lasten aufnehmen und sind in solchen Fällen immer aus Stahlblech mit verstärktem Stahlrahmen gefertigt. Die üblichen Fachböden in Haushaltsregalen und Schränken können in der Regel variabel eingesetzt werden, so dass jeder Schrankbesitzer die Höhe seines Faches selbst bestimmen kann.

Fächerbesen

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Ein Fächerbesen ist ein Gartenwerkzeug. Es besteht aus fächerförmig angeordneten Federstahlzinken und einem langen (Holz)Stiel. Er wird zum Zusammenfegen von Laub, Grasschnitt, Vertikutiergut und Gartenabfällen verwendet.

Fächerbürste

auch: Fächerbürsten

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Die Fächerbürste wird anstatt des Bohrers in eine Bohrmaschine eingesetzt und eignet sich besonders zum Schleifen und Mattieren von geschwungenen und schwer zugänglichen Stellen. Sie ist verwendbar für Holz, Metall und Kunststoffe.

Fächer-Markise

auch: Fächer-Markisen, Fächermarkisen

Markisen, die sich fächerartig öffnen und einen eckigen oder runden Korb bilden. Sie eignen sich zur Beschattung kleinerer Fenster, insbesondere bei Landhäusern. Doch Achtung: An einem Haus am Hang und an Häusern in ungeschützter Lage sollte man keine Fächer-Markisen anbringen lassen, weil der Wind in der korbähnlichen Konstruktion eine gute Angriffsfläche findet. Häufig sieht man Fächer-Markisen auch als Deko-Markisen vor Boutiquen, Restaurants und Hotels.

Fächermuster

Verlegemuster bei der Anlage von Wegen, Plätzen und Terrassen. In der Regel werden dazu Steine in mindestens zwei unterschiedlichen Farben verwendet.

Fächerrosette

Eine Fächerrosette ist ein Ziermotiv, das man vor allem bei Fachwerkhäusern der Renaissance häufig findet. Das Schmuckelement wurde als Halbkreisform auf den Fußwinkelhölzern und dem Ständerfuß angebracht - und zwar entweder geschnitzt oder aufgemalt.

Fächerscheibe

auch: Fächerscheiben

Fächerschleifscheibe

auch: Fächerscheibe, Schleifmopteller, Fächerschleifscheiben

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Schleifscheibe, bei der Lamellen von Schleifgewebe fächerartig auf einem starren Trägermaterial angeordnet sind. Als Trägermaterial fungieren zum Beispiel Kunststoff, Stahlblech oder Glasgewebe. Die Fächerschleifscheibe wird zur Bearbeitung von Metall aber auch Holz, meist in Zusammenspiel mit einem Winkelschleifer, verwendet. Die Scheibe ist geeignet zum Flächen- und Kantenschliff, Grob- und Zwischenschliff von Schweißnähten, Bearbeiten von Kehlnähten, Entrosten, Entgraten und Verputzen von Gussteilen.

Fächerschleifteller

siehe Schleifteller.

Fachwerkbau

auch: Fachwerkbauten

siehe Fachwerkhaus.

Fachwerkbinder

auch: Fachwerkträger

Fachwerkbinder bzw. Fachwerkträger sind Stabtragwerke zur Überdeckung großer Räume für Spannweiten von 20 m bis 100 m. Die Bauteile aus Holz oder Stahl finden ihre Einsatzgebiete im Geschoss- und Hallenbau sowie bei Brücken. Vorteilhaft gegenüber Vollwandträgern sind die relativ geringe Eigenlast und die Transparenz. Bei Geschossdecken und Hallendächern ist darüber hinaus die Führung von Installationsleitungen senkrecht zur Spannrichtung kaum behindert.

Fachwerkfiguren

In den Gefachen von Fachwerkhäusern findet man häufig Aussteifungen. Diese Aussteifungen können unterschiedlich angeordnet sein und werden Fachwerkfiguren genannt. Fachwerkfiguren sind zum Beispiel Andreaskreuz, Wilder Mann oder Bauerntanz. Auch "Klammerbug", "K-Rune" oder stehendes oder liegendes Fünferkreuz sind bekannte Fachwerkfiguren. Fachwerkfiguren dienen nicht allein der Aussteifung, sondern vor allem auch dem Schmücken der Fassade.

Fachwerkhaus

auch: Fachwerkbau, Fachwerkhäuser

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Das Fachwerkhaus gilt als typisches deutsches Haus, weshalb denn auch die amerikanische Übersetzung "German houses" lautet. Allerdings stand der Fachwerkbau auch in England und Teilen Frankreichs sowie der Schweiz in hoher Blüte. Die Tragekonstruktion eines solches Hauses, eben das Fachwerk, bestand und besteht aus Schwellen, Rähmen, Ständern und Riegeln, die allesamt aus Holz sind. Und zwar entweder aus Eiche, Buche oder Fichte und im modernen Fachwerkbau auch aus Leimholzbindern. Die Zimmerleute beherrschten früher die Kunst, das einzelne Holzteil mit dem Zimmermannsbeil aus dem Rundstamm zu beilen. Fachwerkhäuser sind außerordentlich stabile Konstruktionen, die teilweise Jahrhunderte überdauert haben. Unsere Vorfahren verstanden sich darauf, nicht einfach Stockwerk auf Stockwerk zu setzen, sondern Fachwerkhäuser mit bis zu acht überkragenden Geschossen und Zwischengeschossen aufzurichten. Der gute Brauch des Richtfestes rührt daher. Fachwerkbauten wurden ohne Kenntnis von Statik und rein aus der Erfahrung der Zimmerleute errichtet. In repräsentativen Fachwerkhäusern und Rathäusern manifestierte sich auch der Wohlstand des erstarkenden Bürgertums, was man an den mit Schnitzereien und Malereien versehenen Schwellen und Balkenköpfen noch heute vielerorts sehen kann. Die Gefache des Fachwerkhauses wurden und werden mit Ziegeln oder mit einer Holzstakung ausgefüllt, die mit Lehm beworfen und verputzt wurden und bei originalgetreuen Nachbauten und Restaurierungen auch noch so ausgeführt werden. Moderne Fachwerkhäuser orientieren sich entweder am Baustil der Vorfahren, wobei jedoch auch moderne Baumaterialien zum Einsatz kommen oder aber sie zeichnen sich durch eine architektonisch aufregende Weiterentwicklung aus, bei der die Gefache zu einem erheblichen Teil verglast sind. In bestimmten Gebieten Deutschlands wie etwa in Westfalen wurden nicht zuletzt Bauernhöfe und Scheunen in Fachwerk-Bauweise errichtet.

Fachwerkträger

Facility Management

Facility Management ist die Gesamtheit aller Leistungen zum Bewirtschaften von Gebäuden und Liegenschaften auf der Grundlage einer ganzheitlichen Strategie. Beachtet wird der gesamte Lebenszyklus von der Planung und Erstellung bis zum Abriß. Ziel ist, die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit, die Werterhaltung, die Optimierung der Gebäudenutzung und die Minimierung des Ressourceneinsatzes zum Schutz der Umwelt.

fahrbare Arbeitsbühne

auch: fahrbare, Arbeitsbühnen

siehe Arbeitsbühne.

Fahrenheit

In den angelsächsischen Ländern wird die Temperatur in Grad Fahrenheit und nicht in Grad Celcius wie bei uns gemessen. Die Abkürzung lautet °F. 0°F entsprechen -17,777°C, 32°F ergeben 0°C und 212°F sind 100°C.

Fahrgerüst

auch: Fahrgerüste

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Fahrbare Gerüst-konstruktion, die dazu dient, in einer bestimmten Höhe an einer Fläche zu arbeiten (streichen, verkleiden etc.). Fahrgerüste entsprechen in der Regel DIN 4422 und sind entsprechend ihrer Bezeichnung als fahrbares Gerüst für Montage- und Wartungsarbeiten einsetzbar. Alternativ dazu werden für die stationäre Montage an Gebäuden Fassadengerüste aus Stahl oder Aluminium eingesetzt, die nicht verfahren werden können. Fahrgerüste sind im Innenbereich bis zu einer Arbeitshöhe von 13 Meter zugelassen. Handelsüblich sind Gerüstlängen von 1,90, 2,50 und ca. 3,00 Meter. Die Breiten werden wahlweise mit 0,80 und ca. 1,50 Meter angeboten. Fahrgerüste dürfen nur auf ebenen Flächen eingesetzt werden. Gegen das Wegrollen werden sie durch Radbremsen oder Spindeln gesichert. Beim Verschieben darf sich niemand auf dem Gerüst befinden.

Fahrmischer

auch: Mischfahrzeug

Fahrmischer sind Fahrzeuge, die den werkgemischten Transportbeton vom Werk zur Baustelle bringen. Der Fahrmischer ist auch in der Lage, die in einer Betonbereitungs- oder Dosieranlage abgemessenen Betonausgangsstoffe, während der Fahrt zur Baustelle zu mischen. Die Mischtrommel ist innen mit spiralförmigen Schaufeln ausgestattet, die das Mischgut anheben und im freien Fall vermischen. Durch Änderung der Drehrichtung wird die Trommel entleert (Umkehrtrommelmischer).

Fahrmischerpumpe

Bezeichnung für einen Fahrmischer, der mit einer Betonpumpe ausgerüstet ist. Damit kann der fertig gemischte Beton über ein an einen Ausleger montiertes elastisches Rohr über Entfernungen von 20 und mehr Metern in die Baustelle gepumpt werden. Wenn noch größere Distanzen überwunden werden müssen, kommen sog. Autobetonpumpen zum Einsatz, die nur pumpen, den Beton selbst jedoch nicht mischen.

Fahrschalungen

auch: Fahrschalung

Fahrzeugkran

auch: Fahrzeugkrane

Fahrzeugkrane sind Straßenfahrzeuge mit Hubeinrichtungen, die drehbare Teleskop- oder Gittermastausleger besitzen. Angetrieben werden die Fahrzeuge fast ausschließlich mit Dieselmotoren. Die Kraftübertragung erfolgt meist hydrostatisch über Hydraulikpumpen, seltener über mechanische Schaltgetriebe. Hydraulikpumpen lassen sich wesentlich leichter bedienen und die Arbeitsgeschwindigkeit läßt sich besser regulieren. Teilweise werden auch Mischsysteme zur Kraftübertragung eingesetzt. Dabei geht beispielsweise das Heben mechanisch vonstatten und das Drehen, Wippen und Fahren des Kranes hydraulisch. Man unterscheidet Ladekrane, Mobilkrane, Autokrane und Raupenkrane, wobei die Bezeichnungen „Mobilkran“ und „Autokran“ im allgemeinen Sprachgebrauch nicht eindeutig verwendet werden. Fahrzeugkrane kommen oft dann zum Einsatz, wenn keine fest installierte Krane eingesetzt werden können, zum Beispiel wenn keine Stromzufuhr vorhanden ist. Oder es lohnt sich nicht, da der Kran nur sehr kurze Zeit benötigt wird. Mit manchen Fahrzeugkranen lassen sich sogar schwerere Lasten heben, als mit Turmdrehkranen. Beim Aufbau eines Fahrzeugkrans muss allerdings besonders darauf geachtet werden, dass er kippsicher ist.

Fäkalienhebeanlage

auch: Fäkalienhebenanlagen

siehe Hebeanlage

Fallarm

Teil bestimmter Markisen, die vorne einen Volant besitzen, der ebenfalls ausgerollt werden kann. Die Fallstange verhindert ein Herumflattern des Volants.

Fallarm-Markise

auch: Fallarm-Markisen, Fallarmmarkise

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Eine besonders in südlichen Ländern beliebte Form der Markise, bei der diese Markise zunächst wie bei der Fallmarkise senkrecht herabgelassen und dann arretiert wird, um dann in beliebigem Neigungswinkel aufgestellt werden zu können. Wird die Fallarm-Markise bei 90° aufgestellt, ist ein ungehinderter Blick durch das Fenster möglich.

Falle

auch: Fallen

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Fallen stellt nicht nur der Jäger oder Wilderer. Auch beim Einsteckschloss gibt es eine Falle. Dies ist der Teil, der die Tür zuhält, wenn sie nicht abgeschlossen ist. Mit dem Türdrücker läßt sich die Falle bewegen und die Tür öffnen. Bei einem Wechselschloss, das bei Haustüren vorgeschrieben ist, läßt sich die Falle auch mit dem Schlüssel bewegen. Fallen können herstellerseits auch mit einer Fallensperre versehen sein.

Fallensperre

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Über und unter der Falle eines Schlosses kann herstellerseits eine Fallensperre eingebaut werden. Sobald die Tür geschlossen wird, wird die Schlossfalle zu einem starren Riegel. Auch mit raffinierten Hilfsmitteln und oder gar mit Scheckkarten (wie man das in Kriminalfilmen häufig sieht), können Einbrecher die Falle nicht mehr zurückschieben, um die Tür zu öffnen. Eine einbruchhemmende Tür verfügt über eine Fallensperre.

Fallenüberwachung

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Fallenüberwachung ist die Fachbezeichnung für eine Innenraumüberwachung. Sie ist die schlechtere Wahl, um Ganoven abzuschrecken, denn die Fallenüberwachung tritt natürlich erst dann in Aktion, wenn der Einbrecher schon im Haus oder in der Wohnung ist. Bewegungsmelder, an den kritischen Stellen angebracht wie etwa Hausflur oder Wohnraum mit Tür zur Terrasse, lösen stillen Alarm aus oder je nach Installationsart auch eine Alarmsirene. Eine Fallenüberwachung durch einen Infrarot- oder Ultraschall-Bewegungsmelder ist natürlich nur sinnvoll, wenn nach der Scharfstellung keine Personen mehr im Haus sind.

Fallhöhe

Beton neigt bei größeren Fallhöhen zum Entmischen, das heißt Zuschlag und Zementleim trennen sich. Die Fördergefäße sollten daher möglichst dicht über der Einbaustelle geöffnet werden. Bei Fallhöhen über 2 m sollte ein Fallrohr verwendet werden.

Fällkeil

auch: Fällkeile

Fällkeile werden in der Forstwirtschaft dann eingesetzt, wenn in den Stamm des zu fällenden Baumes Einschnitte gemacht worden sind. Durch Einsatz der Fällkeile, die aus Kunststoff oder Aluminium bestehen, kann ganz präzise berechnet werden, in welche Baumschneise der Stamm zu fallen hat.

Fallleitung

auch: Fallleitungen

siehe Fallrohr.

Fallmarkise

auch: Fallmarkisen

Markise, die zwei seitliche Führungsschienen aufweist und wie ein Rolladen senkrecht heruntergelassen wird. Die Fallmarkise kann nicht - wie die Fallarm-Markise oder Markisolette - teilweise oder ganz "aufgestellt" werden.

Fallriegelschloss

auch: Fallriegelschlösser

Das Fallriegelschloss ist das älteste bekannte Schloss. Es wurde bereits von den alten Ägyptern aus Holz gefertigt. Erst später wurde das Holz durch Metall ersetzt. Die ältesten Hinweise stammen aus einer Zeit um 3.000 vor Christus, der älteste Originalfund entstammt aus einer Zeit um 750 vor Christus. Im oberen Bereich des Schlosses befinden sich Stifte, Fallriegel, die durch ihr Eigengewicht in Löcher im Riegel fallen und diesen blockieren. Der bürstenartige Schlüssel hat Zinken, die die einzelnen Fallriegel anheben und den Riegel so wieder freigeben. Die Variation ergibt sich daraus, dass in den verschiedenen Schlössern unterschiedlich viele Fallriegel in ganz unterschiedlichen Abständen eingebaut werden können. Technologisch betrachtet ist das Fallriegelschloss der direkte Vorläufer des Schließzylinders. Fallriegelschlösser werden bis heute in bestimmten Regionen der Welt (Westafrika, Anatolien, Färöerinseln) hergestellt und verwendet.

Fallrohr

auch: Schmutzwasserfallrohr, Fallleitung, Schmutzwasserfallleitung, Fallrohre

Fallrohre sind für den Abtransport von Regenwasser (siehe Regenfallrohr) oder Schmutzwasser zuständig, wobei ein Fallrohr immer lotrecht verläuft (eventuell mit Verziehung). Für Regenwasser und Schmutzwasser sind getrennte Fallleitungen vorzusehen, das ist Vorschrift. Während Fallrohre für Regenwasser meist außen an der Fassade angebracht sind, werden Schmutzwasserleitungen innen verlegt. Diese gegebenfalls über mehrere Etagen verlaufende Fallleitungen für Schmutzwasser, sind am oberen Ende be- und entlüftet. Wegen der großen erforderlichen Luftmengen müssen die Rohre mit gleichbleibendem Querschnitt und möglichst geradlinig verlegt werden. Sie sind aus Zink, verzinktem Stahl, Kupfer, Aluminium, Kunststoff oder Edelstahl. Sie haben einen runden oder quadratischen Querschnitt.

Fallrohrfilter

Der Filter wirkt als erste Reinigungsstufe der Regenwassernutzungsanlage. Üblich sind Einsätze aus Edelstahl, Zink oder Kupfer mit Maschenweiten von 0,5 mm. So genannte Sammelfilter werden direkt in das senkrechte Dachabflussrohr eingebaut. Alternativ dazu empfiehlt sich ein größerer zentraler Filter, der zwischen der Zisterne (Erdspeicher) und dem Zusammenlauf aller am Haus installierten Fallrohre eingebaut wird, was ggf. kostengünstiger ist.

Fallrohrheizung

auch: Regenfallrohre

Regenfallrohre leiten das Regenwasser auf dem kürzesten Weg zur Grundleitung, sofern sie nicht bei extremen Temperaturen zufrieren. Genau das verhindert eine Fallrohrheizung über sog. Heizbänder, wie sie auch in einer Dachrinnenheizung funktionieren und mit dieser auch verkoppelt sind. Frieren Dachrinnen und Fallrohre zu, bilden sich Eiszapfen, die malerisch aussehen können, aber gar nicht malerisch wirken, wenn sie einem bei Tauwetter auf den Schädel prallen.

Fallrohrstütze

auch: Fallrohrstützen

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In Gebäuden bis zu 5 Geschossen ist das Fallrohr durch eine Fallrohrstütze, die oberhalb der Kellerdecke befestigt wird, gegen eine Absenkung zu sichern. Außerdem ist bei höheren Gebäuden in jedem weiteren 5. Geschoss eine Fallrohrstütze einzubauen. Diese werden mit den dazugehörigen Auflagerungen und Konsolen an der Wand befestigt.

Fallschutzmatte

auch: Fallschutzmatten

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Der Boden unter Spielgeräten sollte weich und "fallfreundlich" sein. Er sollte daher aus Fallschutzsand, Rindenhäcksel oder Rundkies bestehen. Als Alternative bieten sich Fallschutzmatten an. Fallschutzmatten aus Kautschuk oder einem anderen weichen Kunststoff gibt es in verschiedenen Stärken. Dabei gilt: je dicker, desto besser. Der Vorteil der losen Fallschutzmaterialien wie Sand oder Rindenhäcksel ist, dass sie sich im Falle eines Sturzes verschieben. Im Gegensatz dazu kann es bei Fallschutzmatten bei einem Sturz, der zum Beispiel durch Herausschleudern aus einer Rutsche oder einem Karussell entsteht, zu Hautabschürfungen und verbrennungsartigen Verletzungen kommen. Weitere Nachteile der Fallschutzmatten sind, dass sie im Randbereich leicht Stolperkanten bilden und bei der Entsorgung Sondermüll darstellen. Sollten sie dennoch unvermeidbar sein, empfiehlt sich ein Zertifikat des Herstellers einzuholen, da es dieses Material in unterschiedlichen Qualitäten gibt und es somit hinsichtlich der Fallhöhe nicht unbegrenzt anwendbar ist.

Fallschutzplatte

auch: Fallschutzplatten

Fallschutzplatten werden ähnlich wie Fallschutzmatten auf Kinderspielpätzen verlegt. Während die Matten großflächig wie eine Teppich-Auslegeware verlegt werden, müssen die Fallschutzplatten mittels Steckverbindern aneinander gefügt werden. Die Fugen dienen dabei gleichzeitig als Ablauf von Regenwasser, weshalb gute Fallschutzplatten eine kalottenförmige Unterseite haben, die als Drainage dient. Die Platten müssen auf ebenen, tragfähigen Untergründen verlegt werden, also keinesfalls auf Sand. Im Randbereich kommen Randplatten oder spezielle Randprofile zum Einsatz, die die aus den Platten ragenden Steckverbinder abdecken.

Fällung

siehe Ausfällung.

falsches Fresko

siehe Fresko

Falschkern

durch Pilzbefall verursachter Wuchsfehler bei Laubhölzern, durch den das Holz nicht mehr verwertbar wird.

Falschluft

Falschluft gelangt durch Undichtigkeiten (z.B. defekte oder brüchige Türdichtungen) in den Heizkessel oder den Ofen. Falschluft, die im Bereich der Primärluftklappe in das Heizgerät gelangt, kann die Verbrennung intensivieren und bei geringem Wärmebedarf zu einer Überhitzung führen. Falschluft im Bereich der Fülltür kühlt die Abgase und wirkt sich so wirkungsgradmindernd aus. Bei geringem Wärmebedarf kann dieser Mangel sogar ein Erlöschen der Glut zur Folge haben.

Faltdach

auch: Faltdächer

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Das Faltdach ähnelt dem Rhombendach, mit dem Unterschied, dass beim Faltdach die rhombische Fläche nach innen gebrochen ist und dadurch eine Kehle entsteht.

Faltfenster

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Fenster, das aus mehreren Fensterflügeln besteht, die miteinander durch Scharniere verbunden sind. Faltfenster laufen in einer Decken- und Bodenschiene und werden bevorzugt in Wintergärten u.ä. eingebaut, damit man bei schönem Wetter den Wintergarten sozusagen in den Garten verlängern kann.

Faltköcher

Faltköcher sind Schalungselemente zum Betonieren eines Köcherfundaments. Sie sind eine Variante der Fundamentköcher, werden aber zusammengefaltet auf die Baustelle geliefert. Dadurch ist der Transport wesentlich einfacher zu realisieren. Faltköcher werden aus kalzgewalztem Wellblech oder in Lochblechausführung gefertigt.

Faltladen

auch: Faltläden

Nicht nur Fenster können aufgefaltet werden (siehe Faltfenster), sondern auch Klappläden. Ein Klappladen ist über Scharniere "ziehharmonikamäßig" mit einem oder mehreren weiteren Klappläden verbunden, so dass auch größere Fensterflächen abgedeckt werden können. Von Fall zu Fall muss entschieden werden, welches Gesamtgewicht über die Verankerung in der Mauer abgetragen werden kann. Faltläden aus Aluminium oder verzinktem und lackiertem Eisenblech, in südlichen Ländern üblich, lassen eine breitere Ausladung eher zu, als Faltläden aus Massivholz.

Faltleiste

auch: Faltleisten

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Die Faltleiste ist eine besondere Form der Deckenleiste und sorgt für saubere Abschlüsse und Übergänge in Ecken (Foto Parador). Faltleisten haben zwar einen Holzkern, sind aber mit einem flexiblen Laminat beschichtet, wodurch sie nach außen und innen gewölbt und sehr flexibel als Winkelverbindungen mit unterschliedlichen Radien eingesetzt werden können.

Faltmarkise

auch: Faltmarkisen

Eine Faltmarkise hat die gleichen Aufgaben wie eine herkömmliche Markise. Der Unterschied zur Markise ist bei der Faltmarkise allerdings, dass diese sich beim Zurückziehen zusammenfaltet. Eine normale Markise rollt sich hingegen auf einer Tuchwelle auf. Geführt wird die Faltmarkise mit Edelstahlseilen, die beispielsweise bei einer Pergola direkt an den Holzbalken befestigt werden. Dies geschieht z.B. mit der Seilspanntechnik. Der Stoff ist bei einer Faltmarkise nicht straff gespannt, so wie man es zum Beispiel bei einer Gelenkarmmarkise gewohnt ist. Durch die leichte Wölbung eignet sich die Faltmarkise insbesondere für die Innenbeschattung von Terrassendächern und Pergolen.

Faltschiebeladen

siehe Schiebeladen.

Faltschiebetor

auch: Faltschiebetore

siehe Falttor

Falt-Stores

auch: Faltstores

Falt-Stores funktionieren ähnlich wie horizontale Jalousien, jedoch bestehen sie nicht aus einzelnen Lamellen, sondern aus einem durchgehenden textilen Gewebe, das wie bei einem Plissee-Rock zusammengefaltet ist. Daher kommt auch die Bezeichnung Plissee-Vorhang. Falt-Stores werden in mehreren hundert Dessins und Farben angeboten und können mehr noch als eine Jalousie innenarchitektonisches Gestaltungsmittel sein, obwohl die Hauptaufgabe natürlich in der Verschattung und im Sichtschutz liegt.

Falttor

auch: Falttore

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Falttore ähneln vom Konstruktionsprinzip her einem Seiten-Sektionaltor, allerdings mit dem Unterschied, dass die einzelnen Sektionen (=Flügel) des Tores nicht plano nach hinten an eine Wand geschoben, sondern seitlich wie eine Ziehharmonika aufgefaltet werden. Falttore werden fast ausschließlich aus Stahlrohr und Stahlblech oder Aluminium hergestellt und kommen ausschließlich in Gewerbebetrieben oder in öffentlichen Einrichtungen wie Feuerwehrhallen zum Einsatz. Falttore können, wie das Foto des Schweizer Herstellers Berico zeigt, auch mit Fensterelementen ausgestattet werden. Wie bei allen Toren, kann die Öffnung und Schließung eines Falttores auch über einen elektrischen Antrieb erfolgen.

Falttreppe

auch: Falttreppen

Falttür

auch: Falttüre, Falttüren

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Tür aus vertikalen Kunst­stoff­lamellen, die sich beim Öffnen oder Schließen wie eine Ziehharmonika auseinander- oder zusammen­ziehen. Das Türelement wird zu diesem Zweck mittig in eine Spezialzarge eingebaut und erlangt seinen Halt durch eine obere und untere Führungsschiene. Falttüren sind eine Alternative, wenn enge räumliche Verhältnisse den Einbau einer Drehflügeltür nicht zulassen.Die andere Alternative ist die Schiebetür.

Falttüren

auch: Falttüren

Falttüren bestehen aus mehreren durch Gelenke miteinander verbundenen Türflügeln, die sich über Boden- oder Deckenschienen zusammenschieben - also zusammen\"falten\" lassen. Solche Falttüren sind in Hotels allgegenwärtig, um einen großen Tagungssaal in zwei oder mehrere kleinerev Tgaungsräume aufzuteilen. Hausbesitzer entscheiden sich oft für eine Falttür mit Glasfüllung, damit man auf ganzer Breite und barrierefrei aus dem Wohnraum auf die Terrasse treten und die Sonne ebenfalls auf ganzrer Breite ins Haus lassen kann, was bei Schiebetüren ja nur maximal zur Hälfte der Maueröffnung möglich ist. Falttüren können problemlos Breiten von 5 oder 7 m überbrücken.

Faltversuch

auch: Faltversuche

Beim Faltversuch wird die Sprödigkeit von Baustahl untersucht. Dabei wird der Stabstahl um einen Dorn gebogen. Auch bei Blechen wird der Faltversuch durchgeführt. Hier werden die Umformbareigenschaften der Bleche ermittelt. Im Detail wird der Biegewinkel gemessen, bei dem das Blech auf der Zugseite anreißt. Die Bleche haben dabei Raumtemperatur.

Faltwand

auch: Faltwände

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Faltwände sind konstruiert wie Faltfenster. Sie bestehen aus einzelnen, durch Scharniere und eine Scherenkonstruktion miteinander verbundenen gleichgroßen Flügeln, die sich wie eine Ziehharmonika auffalten lassen, daher auch der Begriff "Harmonikawand". Die Füllung der einzelnen Flügel kann aus Sicherheitsglas bestehen. Zur Abtrennung von Konferenzräumen in Hotels und Stadthallen werden schallisolierte Füllungen aus Holz oder Holzwerkstoffen verwendet. Faltwände laufen entweder über eine obere Führungsschiene, die sog. Laufschiene, oder über eine untere Führungsschiene, die sog. Bodenschiene.

Faltwerk

auch: Faltwerke

Faltwerke sind ein Begriff aus der räumlichen Statik. Faltwerke werden z.B. bei Dächern als Modell bei der statischen Berechnung angenommen. Ein Faltwerk besteht aus steifen Flächenelementen, die an den Kanten miteinander verbunden sind und so eine räumliche Tragwirkung besitzen. Nach Art der Faltung können prismatische, pyramidische und halbprismatische Faltwerke unterschieden werden. Halbprismatisch ist z.B. das Walmdach ausgebildet, während ein Satteldach eine prismatische Form besitzt. Das Zeltdach schließlich ist ein pyramidisches Faltwerk. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche andere Arten von Faltwerk mit viel komplexeren Formen.

falunrot

siehe Schweden-Rot

Falu Rödfärg

siehe Schweden-Rot

Falz

auch: Deckfalz, Wasserfalz, Falze

Längsaussparungen an den Kanten zum passenden Übereinandergreifen der Holzteile. Auch Dachziegel gibt es mit oder ohne Falz. Wie auch bei Holzteilen greift der Falz bei Dachziegeln in den nächsten Dachziegel über. Bei weniger stark geneigten Dächern sollten Dachziegel mit Falzen verwendet werden. Diese entstehen durch das Zusammenfügen einer Ober- und Unterform durch die Presse. Die einzelnen Falze wirken innerhalb der Dachdeckung so zusammen, dass der Deckfalz dabei den darunter liegenden Wasserfalz überdeckt. Dieses so genannte Verfalzungssystem wirkt dabei als Wassersperre und leitet den anfallenden Niederschlag sicher ab. Je nach Ausbildung des Verfalzungssystems und ihrer Form kann man Tondachziegel in verschiedene Gattungen unterteilen. Diese besitzen unterschiedliche Regeldachneigungen. Darunter versteht man die kleinstmögliche Neigung, bei der das Dach trotz extremen Niederschlags noch regensicher bleibt.

Falzbekleidung

Der Teil einer Zarge, in der der Türfalz eingelassen ist. Sie bildet den Übergang zur Wand und ist meist durch eine Wandanschlussleiste verziert.

Falzdach

auch: Falzdächer

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Das Falzdach ist ein Metalldach aus "gefalzten" Blechen aus Zink, Kupfer, Aluminium oder Edelstahl. Es wird bei allen Neigungen und Rundgauben ausgeführt. Es ist einsetzbar im Ein- und Mehrfamilienhausbereich, Fassadenbekleidungen, Steildach, gering geneigten Dächern sowie Turmverblendung und Denkmalschutz. Wie bei Ziegeldächern kann das Dach als Warmdach oder Kaltdach ausgeführt werden, also unbelüftet oder belüftet. Auf den Abbildungen von Rheinzink sieht man diese beiden Varianten (links belüftet, rechts unbelüftet).

Falzdachziegel

siehe Falzziegel.

Falzdichtung

auch: Falzdichtungen

Eine Falzdichtung bezeichnet die elastische Gummidichtung im Fenster- oder Türfalz. Sie ist entscheidend für Regensicherheit, Schall- und Wärmeisolierung. Eine Falzdichtung kann je nach Konstruktion auf drei Arten angebracht sein. Am Überschlag als Anschlagdichtung im Innenbereich, am Mittelfalz als Mitteldichtung oder am Außenfalz oder Rahmen als Anschlagdichtung im Außenbereich.

Falzen

Form der Blechbearbeitung ohne zusätzliche Verbindungsmittel, bei der die Ränder der Bleche so umgebogen, zusammengedrückt und gekröpft werden, dass sie sich ineinander verhaken.

Falzfräser

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Fräser für eine Oberfräse. Falzfräser sind vor allem für die Herstellung von Möbeln und im Rahmenbau (Fenster, Türen, Bilder) einsetzbar und zum Fräsen von Holz und Holzwerkstoffen. Gestellbau und Innenausbau (z.B. Einfälzen von Korpusrückwänden, Fräsen von Glasfalzen in Bilderrahmen. Sie werden für rechtwinklige Abstufungen und Ausfräsungen an Werkstückkanten benutzt. Als Führung dient ein Zapfen oder ein Kugellager. Die Führungshilfen Anlauf-Zapfen und -Kugellager ermöglichen es, den Fräser direkt am Werkstück zu führen. In Verbindung mit Kugellagern verschiedener Größe lassen sich unterschiedliche Falztiefen erzielen.

Falzhobel

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Der Falzhobel ist ein Elektro- oder Handhobel zum Herstellen eines Falzes, zum Beispiel bei Möbeltüren. Beim Handhobel unterscheidet man einfache und verstellbare Falzhobel. Bei dem einfachen Falzhobel springt eine Hobelkastenwange zurück und dient als Auflauf. Hierdurch wird die Tiefe des Falzes bestimmt. Die andere Wange springt gegen die Hobelsohle vor und bildet den Anlauf, wodurch die Breite des Falzes festgelegt ist. Da beide Wangen unverstellbar sind, können mit diesem Hobel nur Falze von bestimmter Breite und Tiefe hergestellt werden. Bei dem verstellbaren Falzhobel werden einstellbare Metall- oder Holzschienen als An- und Auflauf zur Festlegung der Größe der Fälze benutzt. Es können bis zu 30 mm breite Falze hergestellt werden. Für Querholzbearbeitung ist außer der Schrägstellung des Eisens ein Vorschneider vorhanden. Der Vorschneider durchschneidet die Holzfaser, bevor die Spanabnahme durch das Eisen erfolgt.

Falzklemme

auch: Falzklemmen

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Falzklemmen sind Bauteile aus nichtrostendem Stahl, Kupfer, Aluminium oder Stahl mit einer Titan-Zink-Legierung. Sie werden zum Verbinden von Leitungen einer Fangeinrichtung mit Falzen verwendet. Es gibt Falzklemmen mit gewinkelter oder gerader Ausführung. Manche Falzklemmen können an Falze, die nahe an einer Dach- bzw. Wandfläche liegen untergehakt werden. Andere werden mit zwei Schrauben befestigt und wiederum andere mit einem Klemmbock (siehe Abbildung).

Falztreibriegel

auch: Federbänder

Falztreibriegel findet man bei Türen mit zwei Flügeln. Der Falztreibriegel löst bei der Verriegelung der Tür selbst aus. Das funktioniert so, dass beim Öffnen der Tür eine Feder vorgespannt wird, die beim Schließen der Tür dafür sorgt, dass mittels einer Hilfsfalle die Türe wieder verriegelt wird. Falztreibriegel findet man u.a. auch bei Rauchschutztüren und Brandschutztüren.

Falzzange

auch: Falzzangen

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Dachdecker und Klempner, aber auch Karosseriebauer benutzen Falzzangen zum Falzen von Stahlblechen. Falzzangen gibt es in gerader und in abgewinkelter Ausführung. Die Dachdecker und Klempner biegen damit natürlich auch Kupferbleche, Bleibleche und Aluminiumbleche.

Falzziegel

auch: Falzdachziegel, Dachfalzziegel

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Falzziegel, auch Falzdachziegel oder Dachfalzziegel genannt, ist die allgemeine Bezeichnung für Dachziegel, die eine Verfalzung aufweisen. Die Ziegel können nur an den Seiten oder an den Seiten und Kopfenden ineinandergreifen. Das wichtigste Teil bei der Verfalzung ist der Punkt, an dem vier Dachziegel aufeinandertreffen, das Vierziegeleck. Bei den meisten Deckungsarten, insbesondere bei Falzziegeldeckungen, überdecken sich alle vier Ziegel in vier Ebenen = Prinzip A. Bei der Vorschnittdeckung im Hohlpfannendach und einigen anderen Falzziegeldeckungen überdecken sich vier Ziegel in drei Ebenen = Prinzip B. Bei unverfalzten Dachziegeln kann die Abdichtung der Stoßstelle nur durch Doppeldeckung erfolgen. Dies ist bei einer Verfalzung nicht notwendig. Dadurch ergibt sich ein geringeres Gewicht der Dacheindeckung und ermöglicht eine leichtere Dachunterkonstruktion. Falzziegel bieten zudem besseren Schutz gegen Regen, Schnee und Staub bei ausreichender Dachentlüftung.

Fang

auch: Fänge

Der Fang, die Fänge - in Österreich gebräuchliche Begriffe für Schornsteine.

Fangbecken

Regenüberlaufbecken, das stark verschmutztes Mischwasser zu Beginn des Mischabwasserabflusses zurückhalten soll. Das Fangbecken hat keinen Überlauf zum Ableiten geklärten Abwassers. Vor dem Fangbecken ist allerdings ein Regenüberlauf angeordnet.

Fangedamm

auch: Fangedämme

Bei einem Fangedamm handelt es sich eine Erdschüttung gegen eine Spundwand oder einen Erddamm. In erster Linie haben Fangedämme die Aufgabe, großräumige Baugruben zu umschließen. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn ein gegenseitige Abstützung der Baugrubenwände unwirtschaftlich wird. Auch bei Wellenbrechern, Ufereinfassungen oder Molen können Fangedämme vorteilhaft sein. Es werden einfache Fangedammformen, Kastenfangdämme und Zellenfangdämme unterschieden.

Fangeinrichtung

auch: Fangstange, Fangleitung, Fangmast, Fangeinrichtungen

Die Fangeinrichtung ist Bestandteil des äußeren Blitzschutzes. Sie besteht aus Fangstangen, Fangleitungen oder Blitzschutzmasten. Aufgabe aller dieser Fangeinrichtungen ist die Ableitung des Blitzes zur Erdungsanlage. Fangeinrichtungen müssen dazu in der Lage sein, die enormen Stromstärken und Spannungen aufzunehmen. Fangstangen und Fangleitungen werden normalerweise auf Dächern oder an der Fassade montiert. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen, freistehend oder getrennt. Häufig werden mehrere Fangstangen auf dem Dach montiert, die alle miteinander verbunden sind. Fangmasten bzw. Blitzschutzmaste sind um einiges größer und höher. Sie dienen dem Schutz vor direktem Blitzeinschlag bei besonderen Anlagen z.B. Photovoltaik-Anlagen auf Freiflächen, Munitionslager etc.. Fangmasten können gut und gerne 20 m hoch sein.

Fanggerüst

auch: Fanggerüste

Fanggerüste dienen der Absturzsicherung von Personen und Gegenständen. Fanggerüste sind notwendig, wenn die Arbeitshöhe mehr als 5,00 m beträgt, bei Arbeiten auf Dächern die Absturzhöhe mehr als 3,00 m beträgt und wenn bei anderen Arbeitsplätzen die Absturzhöhe mehr als 2,00 m beträgt. Ausgebildet werden Fanggerüste als Standgerüst, Hängegerüst oder Auslegergerüste. Darüber hinaus werden fahrbare Gerüste als Fanggerüst eingesetzt.

Fangleitung

auch: Fangleitungen

Fangmast

auch: Fangmaste

Fangspitze

auch: Fangspitzen

Fangspitzen sind der Abschluss von Fangleitungsenden (siehe Fangeinrichtung) des äußeren Blitzschutzes. Sie werden auf das Ende aufgeschraubt und sind in zwei unterschiedlichen Varianten für Leiter aus Stahl oder Aluminium sowie für Kupferleitungen erhältlich.

Fangstange

auch: Fangstangen

Farbaluminium

Farbaluminium ist ein speziell für die Dach- und Fassadenbekleidung entwickelter Aluminiumwerkstoff mit einer auf die Klempnertechnik abgestimmten Legierung und Oberflächenbeschichtung. Es bietet sich als gute Alternative zu Kupfer an. Es ist in fast allen Farbschattierungen erhältlich und steht in Haltbarkeit und Wartung Kupfer in nichts nach.

farbbeschichtetes Glas

auch: farbbeschichtete, Gläser

Sammelbegriff für zwei Verfahren, Einscheibensicherheitsglas auf einer Seite farbig zu beschichten. Dabei werden entweder farbige keramische Schmelzfarben im Siebdruck auf das Glas aufgedruckt, wodurch das Glas teildurchsichtig bleibt. Oder aber es wird eine farbige Emailschicht auf das Glas gewalzt, das durch dieses Verfahren undurchsichtig wird. Die Auswahl an möglichen Farben ist groß, bis zu 200 Standardfarben und Sonderfarben wie Leucht- oder Metallicfarben können auf das Glas aufgebracht werden.

Farbchips

Farbchips kommen vor allem bei Bodenbeschichtungen im gewerblichen Bereich zum Einsatz. Es sind hauchdünne, kleine und farbige Flocken auf Basis von Polyvinylacetat oder Acrylat, die per Hand in noch nicht ausgehärtete Reaktionsharz-Bodenbeschichtungen eingestreut werden. Die ansonsten eintönig-grauen Industriebodenbeläge erhalten dadurch eine optische Aufwertung. Die Industrie liefert Farbchips unterschiedlicher Einfärbung in Dosen und Eimern. Oft vermischen die Verarbeiter die Farbchips, um einen bunten Streueffekt zu erzielen.

Farbe

auch: Farben

Stoffe (Farbmittel), die den Farbeindruck von Gegenständen verändern (z.B. Anstrich-, Druck-, Ölfarbe), insbesondere Farbstoffe oder Pigmente. Farben werden im Innen- und Außenbereich genutzt, um Wände, Decken oder andere Gegenstände (Zäune, Gartenhäuser, Türen etc.) gestalterisch zu verändern. Dazu gibt es für jedes Material verschiedene Farben (Holzfarben, Wandfarben, Innenfarben etc.). Von ihren Inhaltsstoffen und Anwendungen unterscheidet man Leimfarbe, Kalkfarbe, Zementfarbe, Volltonfarbe, Dispersionsfarbe, Reinsilikatfarbe, Dispersionssilikatfarbe und Latexfarbe.

Färberwaid

Waid ist seit der Jungsteinzeit eine bekannte Färberpflanze, die den Farbstoff Indigo lieferte. Im Mittelalter wurde er in Thüringen kultiviert, bis er immer mehr durch die Importe indischen Indigos verdrängt wurde. Der Anbau wurde schließlich mit der synthetischem Herstellung des Indigos eingestellt. Heute wird in Thüringen wieder auf ca. 80 ha Färberwaid angebaut, wobei die Nutzung als natürliches Holzschutzmittel in den Vordergrund gerückt ist.

Färberwau

siehe Reseda.

Farbfächer

Farbkarte

auch: Farbkarten

Farbmischmaschine

Farbmischmaschinen stehen im Fachhandel und in Baumärkten und sind heutzutage alle Computer gesteuert. Üblicherweise wird eine weiße Grundfarbe mit anderen Farben abgetönt. Das Abtönen erfolgt anhand von Farbmustern oder anhand voreingestellter Prozentwerte. Auf diese Weise ist es möglich, zehntausende Farbvarianten zu produzieren. Problematisch ist das Nachbestellen des einmal erzeugten Farbtons, weil feuchte Farbe eine andere Farbwirkung hat als im abgetrockneten Zustand.

Farbmischmaschinen

auch: Farbmischmaschine

Farbmischmaschinen haben in vielen Baumärkten und Farbenfachgeschäften Aufstellung gefunden. In ihnen kann fast jeder gewünschte Farbton computergesteuert gemischt werden, und zwar bei Lacken ebenso wie bei Dispersionsfarben. Die Rezeptur wird auf einem selbstklebenden Etikett ausgedruckt und auf den Behäter geklebt, so dass der Farbton jederzeit nachgemischt werden kann. Um den passenden Farbton zu Gardinenstoffen oder Polsterbezügen zu finden, können Stoffreste sogar an den Farbmischmaschinen eingescannt werden. Der Computer gibt dann das errechnete Mischungsverhältnis der benötigten Farben an.

Farbmittel

Als Farbmittel werden alle farbgebenden Stoffe bei Farben, Lack§2en und (%Lasuren bezeichnet. Dies können sowohl lösliche Farbstoffe als auch unlösliche Pigmente sein.

Farbmixer

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Spiralenförmiger, langer Einsatz in eine Handbohrmaschine, mit dem insbesondere Volltonfarben - auch Abtönfarben genannt - mit weißer oder einer anderen Farbe gleichmäßig vermischt werden können. Andere Bezeichnungen sind Farbrührer, Farbquirl und Farbrührstab. Farbmixer werden aus verzinktem Stahl, seltener auch aus nichtrostendem Edelstahl hergestellt. Sie sind als Mischwerkzeug bei Profis und Heimwerkern gleichermaßen im Einsatz.

Farbquirl

siehe Farbmixer

Farbrolle

auch: Farbrollen

siehe Lammfellwalze.

Farbrührer

siehe Farbmixer

Farbrührstab

siehe Farbmixer

Farbsand

auch: Farbsande

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Farbsande sind eingefärbte Kristallquarzsande, wie sie insbesondere für die Herstellung von Steinchenteppichen und Buntsteinputzen verwendet werden. Die Körnungen reichen dabei von 0,1 bis 3,5 mm; die einschlägige Industrie liefert zahlreiche Farbvarianten. Da Farbsand (bei ordnungsgemäßer Herstellung) auch bei Regen und Frost nicht ausfärbt, wird er auch als Fugmaterial für besonders spektakuläre Pflasterarbeiten eingesetzt.

Farbschaber

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Werkzeug zum Abkratzen von Farben oder Lacken. Zunächst wird mit der Heißluftpistole der Lack solange erhitzt, bis er sich ablöst und anschließend mit dem Farbschaber entfernt. Farbschaber gibt es mit unterschiedlichen Klingen. Die breiten Klingen werden für große Flächen, die schmalen Klingen für schwer zugängliche Stellen eingesetzt. Im Malerhandwerk werden vielfach auch sogenannte Lackabziehklingen verwendet.

Farbschiefer

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Während der in Deutschland abgebaute Schiefer anthrazit-farbig bis dunkelblau ist, kommen in anderen Ländern - inbesondere in Spanien - auch Schiefergesteine vor, die andersfarbig sind. Der Farbschiefer ist also keinesfalls eingefärbt. Die Farbnuancen umfassen insbesondere grünliche und rötliche Varietäten. Farbschiefer wird auch nach Deutschland exportiert und hier verarbeitet.

Farbsieb

auch: Farbsiebe

Farbe kann durch lange Lagerung Klumpen bilden kommen, die sich auch durch Rühren oder Schütteln nicht immer auflösen. Beim Lackieren mit einer Farbspritzpistole wird daher ein Farbsieb verwendet, der den Farbklumpen festhält. So kann die Spritzdüse nicht verstopfen.

Farbspritzpistole

auch: Lackierspritzpistole, Elektro-Farbspritzpistole, Lackierpistole, Spritzpistole, Farbspritzpistolen

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Werkzeug zum Anstreichen und Lackieren von Wänden, Decken, Geländer, Gitter, glatte Türen und Tore, verwinkeltes Trag-und Fachwerk, schwer erreichbaren Heizkörperzwischenräume oder leicht zugänglichen Möbel. Die Farbe wird mit Druckluft durch Düsen geblasen, wobei die Düsen verschieden groß sein können.

Farbstoffbeize

auch: Farbstoffbeizen

Durch Beizen wird die Oberfäche des Frühholzes farblich verändert, jedoch so, dass die Struktur des Holzes sichtbar und fühlbar bleibt. Bei der Farbstoffbeize dringen Farbpulver oder Farbemulsionen in das weiche Frühholz ein und bewirken dort ein "negatives" Holzbild.

Farbtemperatur

Die Temperatur einer Farbe wird in Kelvin (K) bemessen und angegeben. Sie informiert über die spektrale Energieverteilung einer Lichtquelle und zeigt somit die Intensität auf. Eine niedrige Farbtemperatur impliziert eine psychologisch wärmere Lichtfarbe (gelb/rot), eine hohe Farbtemperatur impliziert eine pyschologisch kühlere Farbe (blau). Tageslicht hat zur Zeit der Dämmerung eine eher niedrige Farbtemperatur, und eine höhere über den Mittag. Einige typische Werte der Farbtemperatur sind: 1500 k: Kerzenlicht 2680 k: 40 W Glühbirne 3200 k: Sonnenaufgang/Sonnenuntergang 3400 k: Halogenglühbirne 5500-5600 k: Elektronischer Fotoblitz 6500-7500 k: Bedeckter Himmel 9000-12000 k: Blauer Himmel

Farbtextur

Als Farbtextur wird eine durch unregelmäßige Einlagerungen von farbigen Inhaltsstoffen bewirkte farbige Zeichnung oder Streifung des Holzes bezeichnet. Von Farbtexturen wird auch im Zusammenhang mit anderen Materialien wie Gesteinen oder in der Malerei oder Fotografie gesprochen.

Farbwalze

auch: Farbwalzen

siehe Lammfellwalze.

Farbwalzenreiniger

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Jeder, der einmal mit einer Lammfellwalze die Wohnung gestrichen hat weiß, wie mühsam es ist, die Walze nach getaner Arbeit von der Farbe zu befreien. Mit einem Farbwalzenreiniger geht es bedeutend einfacher und umweltfreundlicher. Diese benötigen nur etwa 3 Liter Wasser, um in wenigen Sekunden eine Walze gründlich zu reinigen und das Schmutzwasser in einem Behälter aufzufangen

Farbzeichnung

auch: Farbzeichnung

siehe Farbtextur

Farinage

siehe Kreidung.

Farmerzange

auch: Farmerzangen

Diese Zange wird als Hammer und zum Herausziehen von Drahtösen aus Holzpfosten verwendet. Der Drahtschneider schneidet Draht bis zu einem Durchmesser von 5 mm. Landwirte verwenden die Farmerzange beispielsweise für Zaunarbeiten.

Fasche

auch: Fensterfasche, Faschen

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Eine Fasche bzw. Putzfasche bezeichnet einen in Struktur oder Farbe abgesetzten Streifen um Gebäudeöffnungen. Durch dieses altbewährte Mittel können Fassaden aufgewertet und Fenster optisch vergrößert werden. Die Putzfasche kommt dabei dem historischen Vorbild der Steinumrandung optisch am nächsten. Sie arbeitet mit einer unterschiedlichen Struktur der Putze. Um die Fenster- bzw. Türöffnungen herum wird ein glatter Feinputz verwendet, der sich vom gröberen Putz der übrigen Fläche deutlich abhebt. Die Ausführung nit unterschiedlichen Putzstrukturen ist eine stark vereinfachte neuzeitliche Gestaltungslösung. Historische Faschen waren auf glatten Wandflächen häufig plastisch hervortretend und profiliert, in rustikal gegliederten Flächen meist vertieft und eher schlicht.

Faschine

auch: Faschinen

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Mit Faschinen werden Böschungen oder Ufer gesichert. Zur Wiederaufforstung von normalen bis steilen Hängen verwendet man meist Faschinen aus Totholz (Reisig von Birken und Nadelgehölzen). Dadurch wird eine Bodenerosion während der Wachstumsphase der Anpflanzung vermieden. Faschinen werden aber auch bei steinigem Untergrund eingesetzt. In diesem Fall wird häufig auch Lebendholz (das heißt austriebfähiges Holz) wie Weide, Erle oder Hasel verwendet.

Fase

auch: anfasen, Fasen

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Wenn eine "scharfe" Kante aus Holz, Metall oder anderen Werkstoffen abgeschrägt wird, dann ist die Kante "gefast". Die Abschrägung bezeichnet man demnach als Fase. Bei Natursteinen erfolgt die Abfasung durch Schrägschnitt des Materials. Hierdurch vermeidet man, dass sich an dem jeweiligen Material scharfe Kanten bilden können. Bei Stützen und Bauteilen aus Beton (z.B. Fertigbetonelemente und Ortbetonelemente) werden in die Schalung des zu betonierenden Bauteils in den Eckbereichen dreieckige Holzleisten eingelegt, um eine saubere Abschrägung an den Eckpunkten zu erreichen.

Fasebrett

auch: Fasebretter

Fasebretter sind gehobelte Bretter mit Nut und Feder, gelegentlich auch mit Wechselfalz, deren Kanten an der Sichtseite durch eine Fase gebrochen sind. Zweck der Fase ist einerseits die Unterbrechnung bzw. Belebung einer Fläche, andererseits sollen durch Schwinderscheinungen auftretende Fugen nicht unangenehm auffallen, weil sie sich ohnehin in einer gewollten Fuge (Fase) befinden. Fasebretter werden heute seltener verwendet. Einsatz in Süddeutschland vorwiegend als Schalung für Vordächer.

Fasefräser

auch: Fasenfräser

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Fräser für eine Oberfräse. Fasefräser werden zum Abfasen bzw. zur Herstellung von feinen Schriftnuten und dekorativen Ziernuten in Massivholz oder Plattenwerkstoffen eingesetzt. Die Führungshilfen Anlauf-Zapfen und Anlauf-Kugellager ermöglichen es, den Fräser direkt am Werkstück zu führen - auch an geschweiften Kanten. Zu den üblichen Anwendungen zählen Schilderherstellung, Freihand-Gravur und Kunsttischlerarbeiten.

Fasenfräser

siehe Fasefräser.

Fasenstein

auch: Fasensteine

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Mauersteine gleich welcher Art haben in der Regel "scharfe" Kanten. Allerdings liefert die Bausteinindustrie auch Fasensteine, also Steine, deren Kanten eine Fase aufweisen. Ein praktischer Nutzen oder bautechnischer Vorteil ist dadurch nicht gegeben. Wohl aber ein optischer, denn Fasensteine haben - in unterschiedlichem Mauerwerksverband gemauert - eine sehr gefällige Wirkung. Die Kalksandsteinindustrie bietet Fasensteine auch in verschiedenen Pastelltönen an (siehe Foto). Werden die Fugen dann noch mit einem kontrastierenden Mörtel ausgefüllt, entsteht eine Fassade mit grafischer Wirkung.

Faseprofil

auch: Faseprofile

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Bezeichnung für ein Profilbrett, das durch Bearbeitung mit Hobel- und Fräsmaschine abgeschrägte Kanten erhalten hat. Unsere Zeichung zeigt ein Faseprofilbrett, wie es für die Verkleidung von Fassaden verwendet wird.

Faserbeton

Bei Faserbeton werden dem Frischbetont duktile oder spröde Fasern zugegeben. Als Fasermaterialien eignen sich Stahl, Glas und Polymere. Die Fasern haben die Aufgabe, die geringe Zugfestigkeit, Bruchdehnung und Schlagfestigkeit des Betons zu verbessern. Faserbeton eignet sich besonders für dünne und flächenhafte Bauelemente, bei denen bereits durch die Herstellung eine in Beanspruchungsrichtung bevorzugte Faserorientierung erzwungen wird.

Faserbewehrung

auch: Faserbewehrungen

Eine Faserbewehrung kann aus Stahlfasern, Glasfasern oder Kunststofffasern bestehen. Stahlfasern werden ausschließlich im Betonbau verwendet. Aufgrund der großen Querschnitte bei den Betonpumpen, dem Verdichten und dem maschinellen Glätten sind sie dort bestens geeignet. Bei Estrichpumpen, mit Schlauchdurchmesser 50mm, führen sie jedoch zu Verstopfung. Die Fasern stehen teilweise aus der Estrichoberfläche heraus, was zu Problemen beim Belag oder der Beschichtung führt. Glas- und Kunststofffasern werden seit Jahren mit gutem Erfolg bei der Estrichverlegung verwendet. Sie werden mit dem Verpackungsbeutel in die Mischmaschine gegeben. Dort löst sich der Beutel auf und die Fasern verteilen sich in der Mischung, so dass sie überall im Estrichquerschnitt zu finden sind. Teilweise stehen die Kunststofffasern aus der Estrichoberfläche heraus. Dies stört jedoch nicht, da auf bewehrte Estriche, und dies sind in der Regel Zementestriche, fast immer Fliesen verlegt werden. Ist später ein Anstrich, oder eine Beschichtung vorgesehen, sollte auf eine Faserbewehrung verzichtet werden. Kunstfaserbewehrungen erhöhen die Biegezugfestigkeit und nehmen Feuchtigkeit auf. Die Trocknung des Estrichs und das Schwinden wird verzögert, so dass das Verformungs- und Risseverhalten günstig beeinflußt wird.

Faserdämmplatte

auch: Faserdämmplatten

Faserdämmplatten werden auch als poröse Holzfaserdämmplatten (HFD) bezeichnet. Die Fasern werden mit oder ohne Klebstoff vermischt und nur mit geringem Druck gepresst, so dass eine weiche, formbare Platte entsteht, die zur Schall- und Wärmedämmung eingesetzt wird.

Faserdämmstoffe

auch: Faserdämmstoff, Faser-Dämmstoffe, Faser-Dämmstoff

Dämmstoffe aus mineralischen und/oder organischen Fasern. Die Platten, Filzen oder Matten werden für Wärmedämmzwecke, bei entsprechender Eignung und zusätzlicher Kennzeichnung gleichzeitig auch für Schalldämm-, Schallschluck- und Trittschalldämmzwecke verwendet.

Faserputz

auch: Faserputze

Es gibt organisch gebundene Spachtelmassen und mineralische Spachtelmassen. Um die Vorteile der beiden Spachtelmassen nutzen zu können, wurden so genannte Faserputze entwickelt. Hierbei handelt es sich um mineralische Spachtelmassen, die neben einer organischen Vergütung auch einen hohen Faseranteil aufweisen. Diese Spachtelmassen können dank ihrer organischen Vergütung auf mineralischen und organisch gebundenen Untergründen aufgebracht werden, soweit diese nicht elastisch sind. Aufgrund seiner Eigenschaften wie hohe Wasserdampfdiffusion und der hohen Rissresistenz, der organischen Vergütung und damit der Tatsache, dass alte Mineralputze, Silikatputze, Siliconharzputze und Kunstharzputze überarbeitet, aber auch als Schlussbeschichtung verwendet werden können, ist Faserputz der ideale Problemlöser bei der Fassadeninstandsetzung.

Fasersättigung

auch: Fasersättigungsfeuchte, Fasersättigungspunkt, Fasersättigungsbereich

Feuchtezustand des Holzes, bei dem nur die Zellwände mit Feuchte gesättigt sind, die Zellhohlräume aber kein freies Wasser enthalten. Der Feuchtegehalt bei einer Fasersättigung schwankt je nach Holzart, Standort und Lage zwischen etwa 22% und 35 %.

Fasersättigungspunkt

auch: Holzfasersättigungspunkt

Grenzwert, bei dem Holz eine maximale Menge an gebundenem Wasser enthält. Der konkrete Feuchtegehalt bei Fasersättigung schwankt im Bereich von 20% bis ca. 30%, und zwar nicht allein je nach Holzart, sondern auch innerhalb einer Holzart und sogar innerhalb eines Stammes. Der Feuchtegehalt wird jeweils von zahlreichen Faktoren wie z. B. Zellwanddicke und Stoffeinlagerung bestimmt. Im Bereich des Feuchte- bzw. Wassergehalts des Holzes von ca. 30 bis 100 % (oberhalb des Fasersättigungspunktes) vollziehen sich im Holz keine volumenmäßigen Veränderungen. Unterhalb des Fasersättigungspunktes von ca. 30 % (also zwischen 0 und 30 % Holzfeuchtegehalt) verändert sich das Holzvolumen bedingt durch Auf- und Abnahme von Feuchte bzw. Wasser in den Zellwänden selbst.

Faserverbundwerkstoff

auch: Faserverbundwerkstoffe

Unter einem Faserverbundwerkstoff wird ein Werkstoff verstanden, in den zum Beispiel Glasfasern, Kohlefasern oder Pflanzenfasern eingelagert werden. Durch die Fasern wird die Festigkeit und Steifigkeit erhöht. Zugleich bleibt das Gewicht jedoch gering. Verwendet werden Faserverbundwerkstoffe dementsprechend, wenn leichte Tragsysteme erstellt werden sollen. Im Unterschied zu den natürlichen Verbundstoffen ist der Verbund der technischen Fasern meistens nicht mehr zu lösen. Die einzelnen Komponenten können nicht mehr in einen vollwertigen Recycling-Kreislauf zurückgeführt und wiederverwendet werden. Die Verbrennung der aus Erdölprodukten bestehenden Grundsubstanz ist wegen der eingelagerten Faserkomponenten nicht problemlos.

Faserzement

Homogene Vermischung von Portlandzement als Bindemittel mit Zuschlagstoffen wie Kalksteinmehl und Armierungsfasern sowie natürlich Wasser. Als Armierungszuschlag diente früher Asbest, heute vor allem Polyacrylfasern oder Zellulosefasern, nachdem erkannt worden war, dass Asbestfasern in die Raumluft entweichen und Krebs erzeugen können. Aus Faserzement werden unter hohem Druck u.a. Wellplatten, Pflanzkübel, Gartenmöbel, Dachschindeln, Fassadenplatten und Faserzementplatten hergestellt. Faserzement ist nicht brennbar, aber hitzebeständig sowie resistent gegen Fäulnis und Korrosion.

Faserzement-Dachplatte

auch: Faserzement-Dachplatten

Faserzement-Dachplatten sind Faserzementplatten für kleinformatige Dacheíndeckungen und Wandbekleidungen. Sie sind in der Regel 4 mm dick. Die der Witterung ausgesetzte Oberfläche der Platten kann dabei glatt oder texturiert sein. Die Dachplatten können eingefärbt oder in ihrer natürlichen Farbe belassen sein. Faserzement-Dachplatten können weiterhin mit farbigen oder farblosen Beschichtungen an ihrer Oberfläche versehen und mit Löchern zur Befestigung geliefert werden.

Faserzement-Fassadenplatte

auch: Faserzement-Fassadenplatten

Faserzement-Fassadenplatten sind Faserzementplatten zur Bekleidung von Fassaden. Diese Platten können kunststoffbeschichtet, z.T. oberflächenversiegelt, in zahlreichen Farben und unterschiedlichen Oberflächenstrukturen hergesetellt werden. Kleinformatige Platten mit einer Dicke von 4,5 mm sind ähnlich den Faserzement-Dachplatten. Großformatige Platten weisen eine Dicke von 6 bzw. 8 mm und Längen von 2530, 2830 bzw. 3130 mm auf.

Faserzementplatten

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Vielseitig einsetzbare Bauplatten aus Faserzement, die nicht brennbar, aber hitzebeständig sowie resistent gegen Fäulnis und Korrosion sind. Sie wurden 1900 von dem Österreicher Ludwig Hatschek erfunden. Die Faserzementplattenindustrie hatte jahrelang damit zu kämpfen, dass seit Hatscheck's Zeiten Asbest als Fasermaterial verwendet worden war. Die heutigen Platten sind jedoch asbestfrei und haben längst das Image der "grauen Maus" verloren. Denn sie werden u.a. mit Reinacrylat farbig beschichtet und decken damit ein großes Farbspektrum ab von schiefergrau bis gelb oder rot. Mit Faserzementplatten in Form von Schindeln werden Dächer gedeckt und vor allem Fassaden verkleidet, siehe hier Beispiel von hinterlüfteten Fassaden nach dem System Eurofox-Fassadenelemente.

Faserzementschindel

auch: Faserzementschindeln

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Zur Dachbekleidung werden die Dachplatten aus Faserzement in unterschiedlichen Formen, Farben und Oberflächen angeboten. Die Farbpalette reicht von klassischen Farben wie Dunkelbraun, Ziegelrot und Dunkelbraun bis hin zu Kristallweiss, Lichtgrau und Dunkelblau. Die Oberflächen der Schindeln können glatt, strukturiert oder genarbt sein, wobei die genarbte Ausführung in schwarz auf den ersten Blick kaum von echtem Schiefer zu unterscheiden ist. Die Deckungsarten sind mit denen einer Dacheindeckung mit Schieferschindeln zu vergleichen. Möglich sind zum Beispiel Deutsche Deckung, Doppeldeckung, Waagerechte Deckung und Rhombendeckung (vergleiche Abbildungen von links nach rechts). Dementspechend werden die Schindeln aus Faserzement in unterschiedlichen Formen angeboten.

Faserzement-Wellplatte

auch: Faserzement-Wellplatten

Faserzement-Wellplatten sind Bauteile für Bedachungen aus Faserzement, deren Querschnitt wellenförmig ist. Dabei erfolgt die Einteilung und Unterscheidung der Platten in Abhängigkeit von deren Profilhöhe und dem Abstand der Wellenhochpunkte zueinander.

Fassade

auch: Fassaden

Die Fassade bedeutet im Bauwesen das Äußere eines Gebäudes. Durch die Verwendung von verschiedenen Materialien ergeben sich eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten. Auch Säulen, Arkaden, Erker oder Fenstergruppierungen geben der Fassade ein individuelles Aussehen. Fassaden können aus sehr unterschiedlichen Materialien bestehen. Eine Fassade kann verputzt sein (Putzfassade), sie kann aus einer Stahl- oder Aluminium-Glaskonstruktion bestehen, es kann sich um eine Leuchtfassade, eine Vorhangfassade oder eine Holzfassade handeln. Je nach Konstruktionsart der tragenden Wand kann z.B. eine Fassade aus Sichtmauerwerk direkt mit der Wand verbunden sein, es kann sich aber auch um eine Fassade mit Hinterlüftung handeln, die in der Fachwelt Kaltfassade genannt wird. Entsprechend heißt die nicht hinterlüftete Fassade Warmfassade.

Fassadenanker

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Fassadenanker dienen der Befestigung von Fassadenverkleidungen unterschiedlicher Art wie Natursteinplatten, Betonfertigteilen, Keramikplatten oder Schichtpresstoffplatten. Sie sind aus Edelstahl gefertigt und müssen nicht nur das Gewicht der Platten tragen, sondern auch Winddruck und Temperaturschwankungen standhalten, weshalb einer jeden baulichen Zulassung sorgfältige bauamtliche Prüfungen vorausgehen. So unterschiedlich, wie die Fassenbekleidungen, sind auch die Konstruktionsweisen der Anker. Beim Hinterschnitt-Fassadenanker (Foto Hersteller KEIL) werden die Platten rückseitig angebohrt und sog. Agraffen befestigt, die in Ankerschienen eingehängt werden. Bei anderen Systemen (Zeichung Hersteller HALFEN-DEHA) werden die Anker in Betonplatten gegossen und diese dann mit dem Tragwerk verbunden, wobei eine Abstandsschraube für eine einheitliche Distanz sorgt. Weitere Ankersysteme wie die Konsolanker dienen der Mauerwerksabfangung bei Vorsatzschalen aus Verblendern.

Fassadenaufzug

auch: Fassadenaufzüge

Fassadenaufzüge sind Aufzugsanlagen, die Gebäuden zugeordnet und dazu bestimmt sind, Personen mit und ohne Arbeitsgerät und Material aufzunehmen und deren an Tragmitteln hängende Arbeitsbühnen durch Hubwerke oder durch Hubwerke und Fahrwerke bewegt werden. Fassadenaufzüge werden zum Beispiel bei Reparaturarbeiten oder zur Fensterreinigung in luftiger Höhe benötigt.

Fassadenbahn

auch: Fassadenbahnen

Fassadenbahnen aus Polyestervlies haben ihren Einsatzbereich hinter Holz-, Stahl- oder Glasfassaden. Sie werden z.B. über der Wärmedämmung befestigt und sorgen für Winddichtigkeit und Schlagregenfestigkeit. Fassadenbahnen sind diffusionsoffen und uv-beständig. Die dauerhafte UV-Beständigkeit des Materials ist die Grundlage für spezielle Anwendungen, beispielsweise mit Schattenfugen in vorgehängten Fassaden. Die einzelnen Fassadenbahnen werden nicht mit herkömmlichen Klebebändern, sondern mit einem schnell wirksamen Klebstoff im Kaltschweißverfahren homogen und dauerhaft wind- und wasserfest miteinander verbunden. Speziell für den Einsatz hinter Glasfassaden gibt es farbige Fassadenbahnen. Den Gestaltungsvarianten mit harmonischen Farbspielen und blickfangenden Lichteffekten sind somit keine Grenzen gesetzt.

Fassadenbegrünung

auch: Fassadenbegrünungen

Eine Hausverkleidung aus lebendigem Grün bietet Vögeln und nützlichen Insekten Lebensraum. Das Blattwerk produziert Sauerstoff; es bindet Staub und Abgase; es reguliert Feuchtigkeit und Luftströmungen; es schützt das Haus vor Sommerhitze und Winterkälte. Wer Klettergewächse pflanzt, der verbessert die Lebensqualität für Mensch und Umwelt. Folgende Pflanzen eignen sich besonders zur Fassadenbegrünung: Clematis, Geißblatt und Knöterich benötigen allerdings Kletterhilfen. Rankgitter müssen dafür mit etwa 20 cm Abstand von der Wand angebracht werden. Efeu, Wilder Wein und Kletterhortensien halten sich mit eigenen Haftorganen direkt an der Mauer fest. Speziell der "wie wild" wuchernde Efeubewuchs bringt aber auch Nachteile mit sich, weil Fenster überwuchert und Reihenhäuser gleich mit überzogen werden, auch wenn der Nachbar das gar nicht will.

Fassadenbekleidung

auch: Fassadenbekleidungen

Fassadenbekleidungen werden an tragenden Wandkonstruktionen aus schuppen- oder tafelförmig angebrachten ebenen oder profilierten klein- oder großformatigen Elementen hergestellt. Sie werden auch Außenwandbekleidung genannt. Fassaden können mit Fassadenschindeln oder Fassadenplatten, aber auch mit Paneelen aus unterschiedlichen Materialien wie Holz oder Faserzement bekleidet werden. Mehr zum Thema Fassadenbekleidung siehe vorgehängte Fassade. Im "Bergischen Land" östlich von Köln werden traditionsgemäß Fassaden mit Schieferschindeln bedeckt, wie man sie auch für Dacheindeckungen verwendet.

Fassadenbeschichtung

auch: Fassadenbeschichtungen

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Unter einer Fassadenbeschichtung ist das Aufbringen hochwertiger Anstriche zu verstehen, die besonders resistent gegen Regen, Sonnenbestrahlung und Umweltverschmutzung sein müssen. Sie wird auf verputzten Flächen, Beton, Kalksandstein oder Holz aufgetragen. Neben einer farblichen Gestaltung können Beschichtungen auch spezielle Kriterien erfüllen wie etwa die Fassadenimprägnierung. Seit Ende der 90-er Jahre werden insbesondere Fassadenbeschichtungen mit Lotus-Effekt aufgebracht. Generell neigen die Mitteleuropäer dazu, (insbesondere die Deutschen), für ihre Fassaden bei Wohnhäusern oder Gewerbebauten einen einfarbigen Anstrich zu wählen. Etwas mehr Mut zur Farbe (siehe Foto eines Hotelbaus auf Kreta) könnte unsere Städte und Siedlungen optisch aufwerten.

Fassadendämmung

Abgesehen von verschiedenen Dämmstoffen, die verwendet werden können, gibt es auch technisch sehr unterschiedliche Möglichkeiten, die Fassade zu optimieren. Man hat die Wahl zwischen Außendämmung, Kerndämmung und Innendämmung.

Fassadenfarbe

auch: Fassadenfarben

fassadenfertig

auch: Ausbauhäuser

In Österreich verwendeter Begriff für eine bestimmte Ausbaustufe bei einem Ausbauhaus. Unter "fassadenfertig" wird beispielsweise verstanden, dass die Fassade verputzt oder verbrettert ist und Außentüren, Fenster udn Fensterbänke eingebaut sind.

Fassadengestaltung

auch: Fassadengestaltungen

Eine Fassade kann auf verschiedene Art gestaltet werden. Dennoch sind die Fassaden in Deutschland meist fantasielos und deshalb langweilig. Unsere Vorfahren verstanden es, nicht nur Schlösser- und Kirchenfassaden optisch aufzuwerten, sondern auch Patrizierhäuser durch die Einbeziehung von Gewänden, Simse oder Halbsäulen attraktiv zu machen. Derartige Bauelemente werden auch heutzutage aus Spezialbeton hergestellt. Die einfachste Art, eine Fassade zu gestalten, ist die farbige Fassadenbeschichtung, gefolgt von der Fassadenbekleidung mit Tafeln, Schindeln und Paneelen aus verschiedenen Materialien. Die Fassadenbegrünung hat durchaus ökologische Vorteile, aber speziell bei Efeubewuchs auch nicht weg zu diskutierende Nachteile.

Fassadengitterkasten

siehe Mauerkasten

Fassadenheizung

auch: Fassadenheizungen

Einer Fassadenheizung dienen die senkrechten und waagerechten Profile aus Aluminium oder Stahl als Basis. Auf diese Tragprofile werden maßgenaue Zusatzprofile befestigt, die mittels innenliegender Kupferrohre und Anschluss an einen Wasserkreislauf beheizt (oder gekühlt) werden können. Zusätzliche Heizkörper sind nicht erforderlich. Über die Oberflächentemperatur des Heizprofils wird im Winter die Kältestrahlung der Verglasung kompensiert, im Sommer kann die Wärmestrahlung hiermit gemindert werden.

Fassadenimprägnierung

auch: Fassadenimprägnierungen

Das Aufbringen spezieller, oft farbloser Anstriche, die verhindern, dass Fassaden mit saugenden Putzen oder aus saugenden Mauersteinen "Wasser ziehen" und so die Wärmedämmung beeinträchtigen. Je nach Fassadenart muss natürlich darauf geachtet werden, dass die Diffusionsfähigkeit des Tragwerks nicht durch eine solche Imprägnierung beeinträchtigt oder sogar unterdrückt wird.

Fassadenkollektoren

Fassadenkollektoren sind Solarkollektoren, die im Gegensatz zu Indachkollektoren oder Aufbaukollektoren an der Fassade montiert werden. Dabei können die Kollektoren mit oder ohne Hinterlüftungebene befestigt werden. Bei einer Befestigung ohne Hinterlüftung ist darauf zu achten, dass die Wand nach innen diffusionsoffen ist, damit eventuell auftretende Feuchtigkeit austrocknen kann. Ein weiteres Problem ist die Verschattung. Schon bei der Montage ist darauf zu achten, dass nicht zu viel Schatten von Bäumen oder anderen Häusern auf die Kollektoren fällt. Fassadenkollektoren sind auch ein wichtiges architektonisches Gestaltungselement für die Fassade. Werden glatte, klare Gläser für die Kollektorabdeckung verwendet, so ist besonders auf die Auswahl der Absorbermaterialien und die Verarbeitungsqualität des Kollektors zu achten.

Fassadenpaneele

auch: Fassadenpaneel, Fassaden-Paneel

Der Begriff eines Fassadenpaneels ist nicht genau definiert. Die Industrie bietet unter diesem Begriff z.B. Paneele aus Stahlblech mit Dämmschicht oder Paneele aus Faserzement an. Holzpaneele für die Fassadenbekleidung werden Holzprofile genannt.

Fassadenpinsel

auch: Fassadenstreicher

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Fassadenstreicher bzw. Fassadenpinsel sind etwa doppelt so dicke Heizkörperpinsel. Sie werden vor allem zum Begrenzen von Farbflächen an Anschlüssen zu Blenden oder Fensterrahmen in der Fassade und für schwer zugängliche Stellen eingesetzt.

Fassadenplatten

auch: Fassadenplatte

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Der Begriff "Fassadenplatten" kann nicht eindeutig einem bestimmten Material zugeordnet werden. Die keramische Industrie benutzt ihn, wenn sie von ihren Fassadenziegeln spricht. Die Faserzementindustrie versteht unter Fassadenplatten Produkte aus Faserzement oder Holzzement, die in einer vielseitigen Farbpalette angeboten werden. Die Flachglasindustrie verkauft Fassadenplatten aus eingefärbtem Glas, wobei auch schwarze "Glasplatten" erhältlich sind. Metall wird allgemein zu Paneelen geformt und zur Fassadenbekleidung eingesetzt. Ausnahme jedoch Kupferplatten, die dann auch als Fassadenplatten bezeichnet werden. Auch Betonwerke bieten Fassadenplatten an, die Marmorwerke sowieso, nämlich Fassadenplatten aus Granit und dergleichen. Auch die Schiefergruben liefern nicht nur Schieferschindeln bzw. Schiefer-Decksteine, sondern auch Fassadenplatten aus Schiefer. Sogar die Hersteller von Mineralwoll-Dämmprodukten haben eine Fassadenplatte im Angebot. Diese besteht aus komprimierter Steinwolle, deren Oberfläche beschichtet worden ist.

Fassadenplattennagel

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Fassadenplattenägel dienen der Befestigung von Fassadenplatten, sie sind also, da im Außenbereich eingesetzt, aus rostfreiem Edelstahl. Da Fassadenplatten sehr unterschiedlich eingefärbt sein können, bieten die Hersteller solcher Nägel auch farbig lackierte Nägel an. Fassadenplattennägel besitzen ein Widerhakengewinde, das gewährleistet, das sich die Platten auch bei hohen Wind- und Soglasten nicht lösen. Da sich die Nägel dicht an die Platte schmiegen müssen, besitzen sie einen flachen Linsenkopf.

Fassadenprofil

auch: Fassadenprofile

Profile, die auf Wärmedämmverbundsysteme aufgeklebt und ebenfalls endbeschichtet werden. Sie erlauben eine dreidimensionale Strukturierung der Fassade. Für die Rekonstruktion historischer Fassaden sind spezielle Profile erhältlich. Als Profile werden in unterschiedlichen Abmessungen angeboten: - Gurtgesimse - Fensterrahmeneinfassungen - Fensterbankprofile - Sohlbankstützen - Kopfsteine - Bossen und Bossensteine - Rundbögen Fassadenprofile gibt es aber auch als Hobelware aus Holz. Häufig werden solche Fassadenprofile auch schon gefärbt angeboten, so dass keine zusätzliche Behandlung mehr notwendig wird.

Fassadenputz

auch: Fassadenputze

siehe Außenputz

Fassadenrenovierung

auch: Fassadenrenovierungen

Fassadensanierung

auch: Fassadensanierungen

Ganz gleich, ob Putzfassade, Holzfassade, Klinkerfassade oder sonstige Fassade, früher oder später wird eine Fassadensanierung bzw. Fassadenrenovierung fällig. Denn Sonne, Wind, Regen oder Frost machen jeder Fassade im Laufe der Zeit zu schaffen. Was sich deutlich durch Risse im Putz oder abblätternden Putz zeigt. Auch das Holz einer Holzfassade kann mit der Zeit Risse bekommen oder Ausbleichen, wenn es nicht richtig gepflegt wird. Und sind die Fugen einer Klinkerfassade erst einmal brüchig, sind weitere Schäden nicht weit entfernt, denn eindringendes Wasser kann die Bausubstanz gefährlich schädigen. Eine schadhafte Fassade ist also nicht nur schlecht für die Optik, sondern weitere, noch viel schlimmere Schäden sind programmiert. Deshalb lassen sich mit einer Fassadensanierung bzw. Fassadenrenovierung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Doch so unterschiedlich die Fassaden sind, so unterschiedlich sind auch die Sanierungsmethoden. Die Sanierungsmethode bzw. Renovierungsmethode hängt auch stark von ab, wie sehr die Fassade in Mitleidenschaft gezogen ist. Oft reicht auch ein neuer Anstrich für die Putzfassade oder eine neue Lasur für die Holzfassade aus. In diesem Fall spricht man dann von einer Fassadenrenovierung. Bei einer Fassadensanierung geht es aber um mehr als nur um Schönheitsreparaturen. Hier wird in der Regel die komplette Fassade ausgetauscht oder die bestehende Fassade zusätzlich gedämmt und dann neu mit Putz oder einer Holzverschalung versehen. Bei einer Klinkerfassade reicht es meist aus, wenn man die Fugen erneuert. Bei älteren Häusern ist es aber häufig notwendig, dass das Haus zusätzlich gedämmt werden muss. Und da eine Außendämmung einer Innendämmung in der Regel vorzuziehen ist, muss in diesem Fall dann auch die Klinkerfassade dran glauben.

Fassadenschindeln

auch: Fassadenschindel

Fassadenschindeln gehören zu den bewährten historischen Baustoffen. Landschaftstypisch wurden und werden in den Alpenländern Dächer und Fassaden mit Holzschindeln gedeckt bzw. bekleidet. In Deutschland, hier speziell im Großraum Eifel-Hunsrück, im Bergischen Land und in Thüringen, wurden und werden Fassadenschindeln aus Schiefer verwendet, um Fassaden - insbesondere die Wetterseite - trocken und warm zu halten. Schiefer ist ein nahezu unverwüstlicher Baustoff, der Hitze und Kälte mühelos gewachsen ist. Die Ziegeleien und die Bitumenindustrie haben ebenfalls Fassadenschindeln im Angebot. In dem einen Fall sind es gebrannte Ziegel, in dem anderen Fall schindelförmige, besandete Bitumenprodukte.

Fassadenstreicher

Fassadenstuck

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Der Fassadenstuck ist insofern eine besondere Art des Stucks, als er an der Fassade Nässe, Frost und Sturm ausgesetzt ist, also von besonderer Konsistenz sein muss, um Jahrhunderte zu überdauern. Heute wird Fassadenstuck aus einem Polystyrolkern hergestellt, der mit einem Polymer vergüteten Zementspachtel überzogen ist und dann mit einem Armierungskleber auf der Putzfassade befestigt wird. Diese relativ leichte Bauweise sorgt dafür, dass die Fassade nicht mit tonnenschweren Mörtelteilen belastet wird.

Fassadentafeln

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Wann eine Fassadenplatte zu einer "Fassadentafel" wird, ist Ermessenssache des Herstellers. Jedenfalls spricht die Industrie von kleinformatigen und von großformatigen Fassadenplatten, die werksseitig und je nach Hersteller auch als Fassadentafeln in den Baustoffhandel kommen. Grundsätzlich gilt, dass die Größe einer Fassadentafel da aufhört, wo sie aufgrund ihres Eigengewichts nicht mehr statisch sicher befestigt werden kann. Die Zeichnung zeigt die Befestigung einer Fassadentafel aus Faserzement auf einer Aluminium-Unterkonstruktion.

Fassadenziegel

auch: Vorhangfassadenziegel

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Früher wurden normale Dachziegel an die Fassade gehängt, damit diese vor Wind und Wetter geschützt ist. Später wurden Behangziegel für spezielle Unterkonstruktionen entwickelt. Die Abbildung zeigt beispielsweise eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade aus Fassadenziegeln, die auf Aluminiumprofilen arretiert sind. Zu sehen ist auch eine zusätzliche Lage aus Dämmaterial, dessen Stärke fast beliebig hoch sein kann. Fassadenziegel werden in einer Standardoberfläche sowie geschliffen, gebürstet oder gerillt angeboten. Etwa 20 keramische Farben stehen zur Verfügung. Die Formate variieren in der Breite zwischen 150 bis 500 mm, in der Höhe zwischen zwischen 150 und 250 mm. Die Industrie bietet für Fensterlaibungen und Eckausbildungen auch Gehrungsplatten an.

Faßmalerei

Als Faßmalerei wird das Bemalen bzw. Vergolden von Stein- und Holzplastiken bezeichnet. Sie dient entweder als Schmuck, zum Konservieren oder für beides. Das Holz wird vor dem Fassen mit Gips- oder Kreidegrundierung oder mit Leinwand überzogen, gelegentlich auch direkt mit Ölfarbe bemalt. Die Faßmalerei ist mit wenigen Ausnahmen bis Ende das Barocks allgemein üblich und der Beruf des Faßmalers entsprechend verbreitet.

Fasspressen

Faulbehälter

auch: Faulschlamm

Einen Faulbehälter bzw. Faulturm oder Faulraum findet man bei einer Kläranlage. Ein geschlossener Faulbehälter wird aus Beton oder Stahl gefertig. Darüber hinaus gibt es noch offene Faulbehälter. Ganz gleich ob geschlossen oder offen - in einem Faulbehälter faulen sämtliche auf dem Klärwerk anfallenden Schlämme aus. Der Fachmann spricht bei einem geschlossenen Faulbehälter vom anaeroben (ohne Sauerstoff) Abbau organischer Verbindungen. Dabei entstehen Faulgasen, die den Energiebedarf einer Kläranlage zu einem großen Teil decken können. Das bei der Faulung entstehende Gemisch besteht nahezu ausschließlich aus Methan und Kohlenstoffdioxid. In Biogasanlagen wird dieses Prinzip der Energiegewinnung in einem größeren Umfang genutzt. Man spricht dann auch nicht mehr von Faulgas, sondern von Biogas. Aus dem Klärschlamm wird durch das Ausfaulen im übrigen Faulschlamm, der ein Abfallprodukt der Abwasserreinigung ist.

Faulgas

siehe Biogas.

Fäulnis

siehe Holzfäule.

Faulraum

auch: Faulräume

Faulschlamm

siehe Faulbehälter.

Faulturm

auch: Faultürme

Fäustel

siehe Handfäustel.

Fayence

auch: Majolika

Fayence ist eine spezielle Glasur bei keramischen Produkten, die durch zweimaliges Brennen erzielt wird. Werkstücke aus Ton werden luftgetrocknet, dann bei 800 bis 900°C in Öfen gebrannt, in ein Zinnoxydbad getaucht und danach noch feucht bemalt. In einem zweiten Brand verschmelzen bei Temperaturen bis 1,100°C die weißdeckende Glasur und die Scharffeuerfarben zu einem glänzenden Überzug. Der Name stammt von der italienischen Stadt Faenza ab, die im 15. Jahrhundert Zentrum der Fayenceherstellung war. Ein gleichwertiger Begriff ist Majolika, der hauptsächlich für Produkte aus Italien verwendet wird.

FCKW

Abkürzung für Fluorchlorkohlenwasserstoff.

Fechtel

Unter einer Fechtel versteht ein Dachdecker einen speziellen Abschluss der Traufe mit fächerartig verlegten Dachgratanfängern. Bei einem Dachgrat mit Fechtel wird die Traufreihe ganz herumgeführt, d.h. der untere Gratziegel entfällt und wird durch die Zusammenführung der beiden dreieckförmigen Gratspitzen der Ziegeldeckung der Traufreihe ersetzt. Eine Fechtel findet man bei Dacheindeckungen mit Hohlpfannenziegeln häufiger, bei Dacheindeckungen mit Biberschwanzziegeln seltener.

Feder

auch: Federn

Im Holzbau ist eine Feder eine an der Schmalseite vorstehende, aus dem Brett gefräste Leiste, die sich nahtlos in die Nut einfügt. Federn können jedoch auch Einzelleisten sein, durch die die Verbindung zwischen zwei genuteten Brettern hergestellt wird. Federn findet man häufig bei Laminatböden oder Fertigparkett. Bei einer Feder kann es sich aber auch um eine Garagentorfeder, Torsionsfeder oder Biegefeder handeln. Daunenfedern werden zudem immer noch gerne als Füllung für Bettdecken oder Kopfkissen verwendet.

Federband

auch: Federbänder

Ein Federband findet sich bei selbstschließenden Türen. Hier sorgt eine vorgespannte Feder dafür, dass eine Tür von alleine schließt. Solche Federbänder werden vor allem bei einflügeligen Brandschutztüren aus Stahlblech eingesetzt. Zu finden sind sie entweder in einem der beiden Türbändern, oder sie sind ein eigenständiges Bauteil. Dann findet man das Federband meist mittig zwischen den beiden Türbändern.

Federfräser

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Fräser für eine Oberfräse. Zum Fräsen von klassischen Rahmentüren in verschiedenen Stilrichtungen. Die zweischneidigen Hartmetallwerkzeuge ermöglichen ein sanftes und sauberes Fräsbild.

Federklappdübel

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Bewährtes Befestigungselement für Abhängungs- oder Aufhängungsmontagen an Wänden oder Decken aus Gipskartonplatten, Spanplatten, Sperrholzplatten usw., deren rückseitige Hohlräume unzugänglich sind. Der Federklappdübel spreizt sich durch Federkraft selbständig in der Hohlraumlage auf.

Federring

auch: Federringe

Federring ist eine andere Bezeichnung für Sprengring

Federschnapper

auch: Federschnäpper

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Der Federschnapper (auch Federschnäpper genannt) ist ein einfacher Schließmechanismus, bei dem eine federnde kleine Metallklammer, nämlich die Feder, auf einen ausgebuchteten starren Metallbügel trifft. Die vergleichsweise elastische Feder aus Stahlblech umschließt dabei den Metallbügel und die Möbeltür oder die Revisionstür wird dadurch arretiert, aber nicht verschlossen. Denn durch Anziehen mit der Hand gibt die Feder nach und die Tür öffnet sich wieder.

Federschnäpper

Federzug

auch: Federzüge

siehe Balancer.

Federzwinge

auch: Federzwingen

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Die Federzwinge ist eine praktische Spannhilfe für Haushalt und Hobby. Sie ersetzt die herkömmliche Spannzwinge bei vielen Arbeiten, z.B. Kleben, Leimen oder Befestigen. Mit nur einem Handgriff wird das Werkstück festgespannt. Die beweglichen Spannbacken passen sich dabei automatisch dem Werkstück an.

Fehhaarpinsel

Ein Fehhaarpinsel ist ein spezieller Pinsel, der zum Vergolden und auch für die Aquarellmalerei verwendet wird. Fehhaar ist das beste Haar von den Schweifen russischer und kanadischer Eichhörnchen. Solch ein Pinsel kann bis zu 50 Euro kosten.

Fehlboden

auch: Einschubdecke, Blindboden

Zur Verbesserung der Trittschall- und der Wärmedämmung wird bei einer Holzbalkendecke oft ein Fehlboden - auch Blindboden oder Einschubdecke genannt - eingezogen. An der Unterseite der Decke wird zwischen den Deckenbalken eine Bretterlage befestigt. Der Hohlraum, der auf diese Weise zwischen oberer Diele und unteren Brettern entsteht, wird mit Dämmmaterial ausgefüllt.

Fehlbrandziegel

auch: Fehlziegel

Ziegel, der durch einen Fehler beim Brennen entstanden ist. Er hat meist eine schlechtere Qualität, wird aber von Architekten wegen seines besonderen Reizes bewußt eingesetzt. Bei Fehlbrandziegeln unterscheidet man Schwachbrandziegel, Schmolzziegel, Blähziegel und Fehlfarbenziegel.

Fehlerstrom-Schutzschalter

Der Fehlerstrom-Schutzschalter, auch FI-Schutzschalter genannt, mindert das Risiko eines elektrischen Stromschlages. Das "F" steht für Fehler, das "i" steht für Strom. Der FI-Schutzschalter mißt die Differenz zwischen dem zu- und dem abfließenden Strom und schaltet einen defekten Stromkreis in Bruchteilen einer Sekunde ab. Ein FI-Schutzschalter reagiert bei geringsten Fehlerströmen. In den normalen Hausinstallationen ist er in der Regel für einen Nennfehlerstrom von 0,5 A ausgelegt. Er unterbricht den Stromkreislauf sofort, wenn ein Fehlerstrom fließt. Fehlstromschutzschalter sind in Baustellen-Verteilern, landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Anwesen, Schwimmbädern, medizinisch genutzten Räumen, Laborräumen, Schulen und Ausbildungsstätten sowie in feuergefährdeten Betriebsstätten vorgesehen.

Fehlfarbenziegel

Fehlbrandziegel, der beim Brandvorgang eine andere als die gewünschte Farbe erhalten hat. Dies kann durch falsches Anwärmen, Brennen oder Abkühlen geschehen sein.

Fehlstromschutzschalter

auch: FI-Schutzschalter

Der Fehlstromschutzschalter bzw. FI-Schutzschalter ist eine Sicherheitsvorrichtung. Er unterbricht den Stromkreislauf sofort, wenn ein Fehlerstrom fließt. Fehlstromschutzschalter sind in Baustellen-Verteilern, landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Anwesen, Schwimmbädern, medizinisch genutzten Räumen, Laborräumen, Schulen und Ausbildungsstätten sowie in feuergefährdeten Betriebsstätten vorgesehen.

Fehlwurf

auch: Fehlwürfe

Nicht immer sortieren alle Bürger den anfallenden Abfall korrekt. So entstehen sogenannte Fehlwürfe, wodurch nicht alle Wertstoffe wirklich recycelt werden können. Bei Glas kommt es beispielsweise auf die Trennung nach Farben an, um Wiederverwertung zu gewährleisten. Während Scherben als Rohstoff für die Wiedergewinnung von grünem Glas relativ große Toleranzen an Fehlfarben zulassen, dürfen sie für braunes Glas nur wenig Fremdanteile und für weißes Glas nur 0,5 Prozent Grün- oder Braunanteil enthalten. Um Fehlwürfe zu vermeiden, ist es wichtig, sich genau über die Zuordnung und Entsorgungsmöglichkeiten eines Gegenstandes zu informieren.

Fehlziegel

Feierabendziegel

Der Begriff "Feierabendziegel" stammt aus einer Zeit, in der Dachziegel und Ziegel noch mit der Hand gefertigt wurden. Am Ende eines Tages wurden bei der Ziegelherstellung häufig die letzten gebrannten Ziegel mit einer Jahreszahl oder einem Spruch versehen. Ziegel, die eine solche besondere Kennzeichnung tragen, wurden als Feierabendziegel bezeichnet. Ursprünglich versah man Ziegel mit Sprüchen, Zeichnungen oder christlichen Symbolen, um „bösen Zauber“ von dem Haus, das mit diesen Ziegeln gedeckt wurde, abzuhalten. So schmücken manche Häuser des 18. Jahrhunderts Ziegel mit einem Drachen, einem Fuchs, einem Hahn oder teuflischen Fratzen, die erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihre ursprüngliche Bedeutung als „Schreckköpfe“ verloren und nun nur noch Zierde waren.

Feile

auch: Feilen

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Mit einer Feile schließt man die Holzbearbeitung ab, die mit der Raspel begonnen wurde. Man beseitigt damit übrig gebliebene Unebenheiten. Wie die Holzraspel gibt es auch die Feile in verschiedenen Feinheitsgraden (Hiebteilung) und Ausführungen. Es gibt neben den Feilen zur Holz- natürlich auch solche zur Metallbearbeitung. Diese werden beispielsweise zum Entgraten von Schnittkanten oder zum Glätten der Metalloberfläche verwendet. Die Formen sind sehr unterschiedlich - je nach Anwendungszweck. Sie können u.a. einen runden, halbrunden, dreieckigen oder viereckigen Querschnitt haben oder - wie die Nadelfeile - sich nadelartig verjüngen. Die bekannteste Feilenart dürfte die Flachstumpffeile sein. Feilen zur Metallbearbeitung sind in aller Regel mit Diamantkörnungen ausgestattet.

Feilenangel

Eine Feile besteht aus einem gehärteten stählernen Feilenblatt mit der sog. Hiebteilung, der Feilenangel und dem Feilenheft. Das Feilenheft ist meistens ein Holzgriff, in den die spitz zulaufende Feilenangel eingedrückt bzw. eingelassen wird.

Feilenblatt

siehe Feilenangel

Feilenbürste

auch: Feilenbürsten

Die sog. Hiebe einer Feile setzen sich bei längerem Gebrauch natürlich zu. Um die Feile wieder voll funktionsfähig zu machen. wird eine Feilenbürste eingesetzt. Mit dieser werden Späne und Holz- und Metallreste in Richtung des Hiebs weg gebürstet.

Feilenhalter

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Haltevorrichtung für die biegbare Feile. Im Feilenhalter kann das Feilenblatt so verstellt werden, dass es sich nach innen oder außen krümmt. Dadurch wird eine exakte Bearbeitung konkaver oder konvexer Flächen möglich. Der Feilenhalter wird ähnlich wie ein Hobel geführt, arbeitet jedoch auf Stoß und Zug.

Feilenheft

siehe Feilenangel

Feilmaschine

auch: Feilmaschinen

Die Feilmaschine ist ein elektrisches Werkzeug, das besonders zum Entgraten von Guß- und Maschinenteilen aber auch für Entgratarbeiten an Stahl-, Leichtmetall- und Kunststoff-Teilen verwendet wird. Das mehrschneidige Maschinenwerkzeug führt eine geradlinige oder pendelnde Hubbewegung aus.

Feilnase

auch: Feilnasen

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In jedem Schließblech befindet sich eine rechteckige Öffnung, in die die Falle einrastet, wenn die Tür verschlossen wird. Da es selbst bei der besten Türmontage immer zu Toleranzen kommen kann, aufgrund derer die Falle im Schließblech zu viel Spiel hat (also bei Winddruck "scheppert"), sind die Öffnungen in den Schließblechen vielfach mit einer Ausbuchtung ausgestattet, der sog. Feilnase. Durch vorsichtiges Nachfeilen kann erreicht werden, dass die Falle dicht in das Schließblech greift.

Feinblech

auch: Feinbleche

Feinbleche sind alle Bleche mit einer Stärke bis 2,99 Millimeter. Nach der Herstellung werden die (warm- oder kaltgewalzten) Feinbleche meist aus Bändern geschnitten. Bleche, die eine genaue Textur benötigen, kommen nicht von Bändern. Unterschieden werden Feinbleche nach der Güte, der Ziehgüte, der Grundgüte, der Tiefziehgüte und der Sondertiefziehgüte. Eingesetzt werden Feinbleche vor allem in der Automobilindustrie. Aber auch in der Metallindustrie und der Elektrotechnik kommen Feinbleche zum Einsatz. Feinbleche bestehen meist aus Edelstahl, Aluminium und Kupfer. Aber auch Bleche aus Stahl (oder verzinkter Stahl) werden eingesetzt.

Fein-Brechsand

auch: Feinbrechsand

Fein-Brechsand ist laut DIN 4226-1 Brechsand mit einem Größtkorn von 1 mm.

Feindrahtklammer

auch: Feindrahtklammern

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Diese Klammern werden wie die Flachdrahtklammern mit einem Tacker verwendet. Sie eignen sich gut zum Tackern von textilen Materialien, da sie das Gewebe kaum verletzen und vor dem Ausfransen schützen.

Feinfilzen

siehe Filzen.

Feingewaschen

Feingewaschen ist die Bezeichnung für eine Oberfläche eines Betonwerksteins, von der die oberste Feinmörtelschicht in einer Tiefe von höchstens 2 mm durch Auswaschen entfernt wurde. Dieses Verfahren ähnelt der Herstellung von Waschbeton, bei dem aber über 2 mm ausgewaschen werden.

Feinjährigkeit

Wenn die Jahresringe eng und gleichmäßig beieinander liegen, spricht man von "feinjährigem Holz". Dieses ist qualitativ besonders hochwertig.

Feinkalk

Feinkalk ist feingemahlener, gebrannter, ungelöschter Kalk. Er wird in geeigneten Löschgefäßen zu Sumpfkalk gelöscht und ist für alle Arbeiten, die mit dieser Verarbeitungsweise ausgeführt werden, bestens geeignet z.B. Mörtel und Putze, Anstriche und Restaurierungen, ...

Feinkeramik

Bei der Feinkeramik sind die einzelnen Körner im Gegensatz zur Grobkeramik sehr viel feiner. Porzellan, Terracotta oder Feinsteinzeugfliesen gehören zur Feinkeramik. Aus Porzellan stellt man Geschirr, Sanitärkeramik oder kunsthandwerkliche Produkte her. Fliesen verwendet man für Wand- und Bodenbeläge, drinnen oder draußen.

Feinkies

Kies mit einem Korndurchmesser von 2 - 6,3 mm. Wird im Baubereich beispielsweise als Zuschlag bei der Betonherstellung verwendet.

Feinkornbaustahl

auch: Feinkornbaustahl

Feinkornbaustahl ist ein Baustahl, der sich besonders zum Schweißen eignet. Er hat im Vergleich zu anderem Baustahl eine höhere Streckgrenze, das wird durch einen Kohlenstoffgehalt von weniger als 0,2 Prozent erreicht. Für das feine Korn sorgen Legierungselement, deren Carbide oder Nitride sich erst bei hohen Temperaturen auflösen. Feinkornbaustahl kommt zum Beispiel in hoch auf Zug beanspruchten Betonbauteilen, beim Bau von Kränen oder Hydraulikzylindern zum Einsatz.

Feinmasche

Maß beim Streckgitter, wobei die Maschenlänge 4 bis 22 mm und die Breite 1,5 bis 12 mm beträgt. Streckgitter dieser Kategorie werden auch als Putzträger eingesetzt.

Feinmörtel

Mörtel aus Zuschlag mit einem Größtkorn von 1 mm.

feinporig

siehe Pore.

Feinputz

auch: Feinputze

Bei einem in mehreren Lagen aufgebrachten Putz ist der Feinputz die Bezeichnung für die oberste Schicht. Er bestimmt somit maßgeblich das Aussehen der Wandoberfläche zum Beispiel bezüglich der Farbe. Er muss auf die übrigen Putzschichten abgestimmt sein.

Feinsäge

auch: Rückensäge, Feinsägen

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Fein- und Rückensägen sind kleinere Sägen für präzise Schnitte wie Gehrungen in Bilder- und Profilleisten. Bei ihnen wird das rechteckige Sägeblatt in einer Rückenschiene gehalten, wodurch es sich nicht so leicht verbiegt. Feinsägen arbeiten auf Stoß und Zug, das Sägeblatt besitzt eine kleine Zahnteilung. Bei Feinsägen mit gekröpften Griffen kann der Griff um 180° gedreht werden - die Säge ist damit auch für Linkshänder verwendbar. Feinsägen gibt es auch mit abgewinkelten Blättern, so dass z.B. eingeleimte Zapfen unmittelbar an der Wand abgesägt werden können.

Fein-Sägefeile

auch: Fein-Sägefeilen, Feinsägefeile, Feinsägefeilen

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Sägefeile, die zum Schärfen von Sägen mit sehr feiner Zahnteilung verwendet wird. Die Feile läuft zu einer Kante hin konisch zu, der Rücken ist ungehauen, also ohne Hieb.

Feinsand

Sand mit einer Korngröße von 0,06 bis 0,2 mm.

Feinschlämme

auch: Lehm-Feinschlämme, Mineralische Feinschlämme

Mineralische Feinschlämme sind sozusagen Putz und Farbe in einem. Sie eignen sich speziell für die Sanierung oder Neugestaltung "untergeordneter Räume" wie Garagen oder Keller. Eingesetzt werden kann das Produkt zum Verschlämmen von planebenem Mauerwerk aus Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton oder Beton. Eine sonst übliche Vorgrundierung entfällt. Die Schlämme kann direkt auf die Wände in einer Stärke von ca. 2 mm mit einer Glättkelle oder einem Quast aufgetragen werden. Lehm-Feinschlämme eignen sich für Arbeiten im Innenbereich als Putzverfestiger auf Lehmfeinputz, sowie alle anderen geeigneten Flächen. Nicht saugende Oberflächen, wie Kunststoff, Metall u.ä. sind ungeeignete Untergründe für Lehm-Feinschlämme.

Feinschliff

auch: Feinschliffe

Mit Farbe oder Lack beschichtetes Holz wie beispielweise Parkett oder Möbel muss von Zeit zu Zeit renoviert werden. Dazu müssen die alten Beschichtungen abgeschliffen und neue aufgetragen werden. Dazwischen liegen mehrere Schleifdurchgänge, die in Grobschliff, Zwischenschliff und Feinschliff unterteilt werden können. Der Feinschliff bildet den Abschluss der Schleifarbeiten. Sie werden mit einer ganz feiner Körnung ab etwa 280 durchgeführt. Mit einem Feinschliff werden die restlichen Spuren der vorherigen Schleifgänge beseitigt.

Feinschneiden

auch: Feinstanzen

Feinschneiden, auch Feinstanzen genannt, ist ein Fertigungsverfahren, bei dem in einem Arbeitsgang gratfreie Werkstücke aus Metall mit glatten, rechtwinkligen Schnittflächen hergestellt werden. Da der Schneidenspalt nur 0,5 % der Blechdicke betragen darf und bei dünnen Blechen sehr klein wir, sind zur Führung Säulengestelle erforderlich. Vor Beginn des eigentlichen Schneidens wird der Schnittstreifen durch eine bewegliche Pressplatte fest auf die Schneidplattenoberfläche gedrückt. Charakteristisch für dieses Verfahren ist eine keilförmige Ringzacke, die sich dabei allmählich in Schnittstreifen einpresst und den Werkstoff in der Scherzone festhält. Feinbleche bestehen meist aus Edelstahl, Aluminium und Kupfer. Aber auch Bleche aus Stahl (oder verzinkter Stahl) werden eingesetzt.

Feinschnittsäge

auch: Feinschnittsägen

Bei einer Feinschnittsäge handelt es sich um eine elektrische Säge für feine Sägearbeiten. Mit ihr lassen sich Fußleisten und Profile ablängen oder Rahmenleisten auf Gehrung gesägt werden. Mit Hilfe eines Sägetisch sind solche Gehrungs- und Kappschnitte auch außerst präzise möglich. Die Feinschnittsäge kann aber auch als Handsäge verwendet werden bzw. es gibt auch Feinschnittsägen, die nicht elektrisch betrieben werden. Diese haben meist einen Pistolengriff und eignen sich für Abläng- und Passungsschnitte.

Feinspachtel

Feinspachtel ist ein Mörtel, der meist hydraulisch abbindet und ein Größtkorn bis höchstens 1 mm Durchmesser hat. Feinmörtel wird überwiegend in der Betoninstandsetzung für Flächenspachtelungen in einer Schichtddicke von 1 bis 5 mm aufgetragen.

Feinsprühsystem

auch: Feinsprühsysteme

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Durch ein Feinsprühsystem können Farbanstriche schnell und präzise aufgetragen werden. Durch ein Niederdrucksystem können Lacke, Lasuren, Acryl­farben und teilweise sogar Disper­sionswandfarben versprüht werden. Der Vorteil im Vergleich zum Pinselanstrich besteht darin, dass die Arbeiten schneller und mit weniger Farbverbrauch erledigt werden können.

Feinstanzen

siehe Feinschneiden.

Feinstblech

auch: Feinstbleche

siehe Blech.

Feinstbleche

Feinstbleche sind Bleche mit einer Dicke von weniger als 0,5 mm.

Feinstbrechsand

auch: Feinst-Brechsand

Feinstbrechsand ist Brechsand mit einem Korngröße von 0,125 mm bis 0,250 mm.

Feinsteinzeugfliese

auch: Feinsteinzeugfliesen

Feinsteinzeugfliesen sind feinaufbereitete, unglasierte Fliesen mit extrem niedriger Wasseraufnahme, die der europaweit gültigen Norm DIN EN 14411 - Gruppe B Ia entspricht. Demnach liegt die Wasseraufnahme von Feinsteinzeugprodukten bei höchstens 0,5 % des Gewichtes. Das heißt, die materialische Besonderheit von Feinsteinzeug besteht vor allem in der extrem niedrigen Wasseraufnahme und der dadurch erreichten Frostfestigkeit. Diese Fliese ist eine vollkommen dicht gesinterte, unglasierte Platte und hat dementsprechend keine offene Poren. In einem zweiten und dritten Brenngang können Feinsteinzeugfliesen auch "dekoriert" und glasiert werden. Unter Dekorieren ist die Herstellung von farbigen, mit beliebigen Mustern und Motiven versehenen Fliesen zu verstehen.

Feinstmasche

Maß beim Streckgitter, wobei die Maschenlänge 1 bis 3 mm und die Breite 0,8 bis 2 mm beträgt. Streckgitter dieser Kategorie werden im Bauwesen kaum und wenn, dann höchstens im dekorativen Bereich eingesetzt, wohl aber als Abdeckung von Lautsprechern usw.

Feinstsand

Bei einem Feinstsand handelt es sich um einen Sand mit einem Kornanteil des gekörnten Zuschlags zwischen 0,125 mm und 0,250 mm.

Feldbrandziegel

Feldbrandziegel ist die Bezeichnung für alle Ziegel, die im Feldbrand entweder in einem Meiler oder Feldofen gebrannt wurden. Dabei wurden die Formlinge im Freien in Formen gestrichen, getrocknet und anschließend gebrannt. Heutzutage werden alle Ziegel, die so aussehen, als ob sie handgefertigt und in Feldöfen gebrannt worden wären, als Feldbrandziegel bezeichnet. In vielen Fällen handelt es sich allerdings schon um Ziegel, die in modernen Öfen gebrannt wurden.

Feldfreischalter

siehe Netzabkoppler.

Feldmoment

auch: Feldmomente

Bei einem Durchlaufträger treten über den Innenstützen und zwischen den Stützen Momente auf. Im ersten Fall nennt man diese Momente Stützmomente, im zweiten Fall Feldmomente.

Feldsparmatte

auch: Feldsparmatten

Feldsparmatten sind Listenmatten, deren Stahlquerschnitt dem Verlauf der Zugkraftlinie entsprechend gestaffelt ist. Die Staffelung wird dadurch erreicht, dass unterschiedliche Stablängen (lange und kurze Stäbe) in Mattenlängsrichtung angeordnet werden.

Feldspat

Feldspat ist das häufigste aller Minerale mit einer beachtlichen Härte. Es ist in vielen Farbstellungen in allen Tiefen- und Ergussgesteinen sowie in den meisten Metamorphiten als Hauptbestandteil enthalten. Der Feldspat bestimmt weitgehend Farbe und Eigenschaften des Gesamtgesteins.

Feldstein

auch: Feldsteine

Die Bezeichnung "Feldstein" kommt vermutlich daher, dass sie beim Pflügen massenhaft zum Vorschein kommen. Im umgangssprachlichen Gebrauch wird jeder Stein, der in der freien Natur gefunden wird, als Feldstein bezeichnet. Die weitere Bezeichnung von Feldstein ist folgerichtig auch Findling. Wissentschaftlich betrachtet sind Feldsteine durch Gletscher während der letzten Eiszeiten vor 25.000 bis 10.000 Jahren aus Skandinavien in die nördlichen Regionen Deutschlands transportiert worden. Dabei wurden sie zerkleinert und geglättet. Feldsteine wurden häufig in Ermangelung anderer Baustoffe für den Bau von Kirchen, Häusern, Straßen und Einfriedungen genutzt (siehe auch Feldsteinmauerwerk).

Feldsteinmauerwerk

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Ein Mauerwerk aus Feldsteinen wird heutzutage nicht mehr errichtet - es sei denn bei der Restaurierung von alten Feldstein-Kirchen und Gehöften, wie man sie z. B. in Norddeutschland und im Hohen Venn noch findet. Von der Eiszeit angeschwemmte Feldsteine, deren größere Formen als Findlinge bezeichnet werden, wurden von unseren Vorfahren dann vermauert, wenn - aus welchen Gründen auch immer - keine gebrannten Ziegelsteine verwendet werden konnten. Bei diesem Mauerwerk werden die sehr unregelmäßigen, meistens abgerundeten Feldsteine mit Mörtel miteinander verbunden, wobei sich - siehe Foto - breite Fugen ergeben können, die teilweise mit kleineren Steinen mehr aus dekorativen, als aus statischen Gründen ausgefüllt wurden. Für die Anlage eines Mauerwerks aus Feldsteinen gibt es keine bestimmten DIN-Regeln, sondern nur das "Händchen" und das know-how des Maurers.

Fels

auch: Felsen

Als Fels bezeichnet wird in der Bodenmechanik Festgestein, das dicht und festgelagert oder locker und zerklüftet ist. Alle Gesteinsarten wie Kalkstein, Sandstein, Granit oder Porphyr werden als Fels bezeichnet. Die Tragfähigkeit dieser Bodenart ist hoch bis sehr hoch.

Felsanker

Felsanker werden im Felsbau benötigt. Mit Felsankern lassen sich Böschungen sichern oder Zugkräfte von einem Bauwerk in den Fels übertragen. Im Gegensatz zum Felsnagel werden Felsanker vorgespannt. Sie bestehen aus einem Ankerkopf, einem Zugglied und dem Verankerungselement. Rohre, Litzen oder Stäben dienen einem Felsanker als Zugglied. Im Fels verankert werden sie entweder über Spreizhülsen oder durch Einkleben mit Zementmörtel oder Kunstharz.

Felsbau

Als Felsbau werden ganz allgemein Arbeiten rund um das Herstellen von Bauwerken auf oder im Fels bezeichnet. Dabei wird zwischen Felsbau über Tage und Felsbau unter Tage unterschieden. Über Tage beschäftigt sich der Felsbau mit der Herstellung von Felsböschungen oder Baugruben, der Sicherung von Felsböschungen oder der Gründung von Talsperren. Unter Tage wird der Tunnelbau, Schachtbau oder Stollenbau dem Felsbau zugerechnet. An Hochschulen, die das Bauingenieurstudium anbieten, gibt es meist auch eine Professur für Felsbau.

Felsbolzen

siehe Felsnagel.

Felslöffel

auch: Reißzähne

Als Felslöffel wird ein Anbaugerät verstanden, das an einen Raupenbagger montiert ist und extrem harte Gesteinsschichten mit seinen Stahlzähnen lockert, wobei ein solcher Felslöffel eine Schnittbreite von fast zwei Metern erreichen und das Volumen von 35 vollen Badewannen bewältigen kann. Der Felslöffen dient nicht nur zum Abbau etwa von Schottergestein, sondern auch zum Verladen.

Felsnagel

auch: Felsbolzen, Felsnägel

Felsnägel werden im Felsbau zur Sicherung von beispielsweise Baugrubenwänden verwendet. Weiterhin dient der Felsnagel gegen Gesteinsverbruch. Bei einem Felsnagel handelt es sich um einen Stahlstab, Glasfaserstab oder Kunststoffstab. Im Gegensatz zum Felsanker werden Felsnägel nicht vorgespannt. Eine weitere Bezeichnung ist Felsbolzen.

Felssicherung

Die Felssicherung beinhaltet die Sicherung von Felsen mit Felsankern oder Felsnägeln im Felsbau.

Feng Shui

Feng Shui heißt übersetzt "Wind" und "Wasser" und ist die uralte chinesische Kunst der richtigen Plazierung und Konstruktion von Häusern, Wohnungen, Arbeitsplätzen und Gärten für ein harmonisches Leben und Arbeiten. Doch nicht nur in China, sondern auch in der übrigen Welt setzen sich immer mehr Menschen mit dieser Materie auseinander. Viele große Firmen wie Mercedes oder BMW lassen sich von einem Feng-Shui-Fachmann beraten. Basis für das Feng Shui ist der Grundriss einer Wohnung oder eines Gartens. Dieser Grundriss wird im Prinzip auf ein neunteiliges Quadrat übertragen. Jeder Sektor in diesem Quadrat steht für eine Himmelsrichtung und verschiedene Aspekte des Lebens: Während die Gestaltung des Südostens etwa Einfluss auf das Vermögen der Bewohner nimmt, wird im westlichen Bereich das Glück der eigenen Kinder gestaltet. Nach den Feng-Shui-Regeln kann so genau bestimmt werden, wie eine Wohnung eingerichtet werden sollte. Darüber hinaus spielen auch noch die verwendeten Materialien wie Holz, Metall usw. und vieles weitere mehr eine Rolle.

Fenster

auch: Fensterarten

Bauelement, aus Blendrahmen, Flügelrahmen und Fensterflügel bestehend, wobei der Fensterflügel verglast ist. Das Fenster hat die Aufgabe, das Tageslicht ins Haus und Wind und Sturm draußen zu lassen, gleichzeitig erfüllt es die wichtige Aufgabe der Durchlüftung. Blendrahmen und Flügelrahmen sind aus unterschiedlichen Materialien. Man unterscheidet Holzfenster, Kunststofffenster, Aluminiumfenster und Stahlfenster. Darüber hinaus gibt es noch Fensterrahmen aus dem Materialmix Holz und Aluminium oder Kunststoff und Aluminium. Dachwohnfenster übernehmen neben der normalen Fensterfunktion teilweise auch die Funktion des Daches. Kellerfenster sind häufig Einfachkonstruktionen mit Rahmen aus verzinktem Stahlblech. Von der Art, wie Fenster geöffnet werden, unterscheidet man Drehflügelfenster, Kippflügelfenster, Drehkippfenster, Klappflügelfenster, Wendefenster, Schwingfenster, Vertikalschiebefenster oder Horizontalschiebefenster.

Fensterabdichtung

auch: Fensterdichtung, Fensterabdichtungen

Die Fensterabdichtung gliedert sich in drei Bereiche. Der erste Bereich ist die Fuge zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk. Um Wärmebrücken und Feuchteschäden zu vermeiden, sollte der Fensterrahmen beim Fenstereinbau in die Dämmungsebene der Wand integriert werden, dann ist die Wärmebrückenwirkung des Fensters am geringsten. Laut Energieeinsparverordnung muss die Fuge völlig luftdicht abgedichtet werden. Dies führt allerdings auch dazu, dass bei mangelhafter Lüftung die Gefahr der Schimmelbildung sich erhöht. Auch der Falz zwischen Fügel und Rahmen muss abgedichtet werden. Dies geschieht nach der DIN 18055. Diese Falzdichtungen, die aus mehreren Ebenen bestehen, übernehmen die Regenabdichtung sowie die Luft- und Schallabdichtung. Der dritte Bereich der Fensterabdichtung betrifft das Fensterglas im Fensterrahmen. Fenster werden generell mit Dichtprofilen z.B. aus Neopren oder Silikon verglast. Sie werden in die Profile eingeschoben und mit der Glasleiste angedrückt.

Fensteranschlag

auch: Fensteranschläge

Ein Fensteranschlag ist eine vorgesetzte Aufmauerung in der Fensterlaibung zur Raumseite hin, an die das Fenster angeschlagen wird. Anschlaglose Fensterlaibungen sind Wärmebrücken. Es besteht die Gefahr von Tauwasserniederschlag durch niedrige Oberflächentemperatur auf der Innenseite. Durch eine Fensterkonstruktion mit Fensteranschlag wird die Gefahr der Tauwasserbildung verringert. Fensteranschläge können durch spezielle Fensteranschlagziegel hergestellt werden.

Fensteranschlagziegel

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Fensteranschlagziegel sind L-förmige Mauerziegel. Durch ihre Form nehmen sie den Fensterrahmen zusätzlich in Schutz. Zusätzlich vermindern sie die Gefahr von Wärmebrücken in der Laibung und unterstützen das Dämmverhalten der Mauer. Dank der glatten Oberfläche des Ergänzungsziegels kann der Fensterrahmen wind- und luftdicht montiert werden. Der Anschlag sorgt für eine dauerhaft feste Position.

Fensteranschluss-Schürze

auch: Fensteranschluss-Schürzen, Fensteranschlussschürze, Fensteranschlussschürzen

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Fensteranschluss-Schürze sorgen für einen winddichten und regensicheren Einbau von Dachwohnfenstern. Die Schürzen werden übergestülpt, ausgerichtet und verklebt. Der Einbau ist fugenfrei und verhindert schädlichen Wasserdampftransport.

Fensterantrieb

auch: Fensterantriebe

Mit einem Fensterantrieb lässt sich das Öffnen und Schließen eines Fensters automatisieren. Die Fensterantriebe können mit unterschiedlichsten Steuerungen ausgerüstet werden. Meist wird der Fensterantrieb über einen Taster angesteuert, er kann aber auch über einen Regenfühler oder einen Rauchmelder angesteuert werden. Weitere Möglichkeiten der Ansteuerung von Fensterantrieben sind zeitgesteuerte oder ferngesteuerte Lösungen.

Fensterarten

siehe Fenster.

Fensterbank

auch: Fensterbrett, Fenstersohlbank, Fensterbänke

Fensterbänke werden auf der unteren Laibung eines Fensters angebracht. Es werden Außenfensterbänke und Innenfensterbänke unterschieden. Sie haben ganz unterschiedliche Aufgaben wahrzunehmen und sind sehr verschiedenen Belastungen ausgesetzt. Im Außenbereich ragen sie über die Außenwand (=Fassade) hinaus. Damit das Regenwasser abfließen kann, müssen sie in diesem Fall mit Gefälle eingebaut werden. Fensterbänke im Außenbereich können aus verschiedenen Materialien bestehen: Naturstein, Keramikplatten, verzinktes Eisenblech, Aluminium oder Zementplatten. Im Innenbereich erfolgt der Einbau natürlich plano. Diese Fensterbänke werden fast ausschließlich aus Naturstein oder Terrazzo gefertigt, gelegentlich auch aus Holz. Fensterbänke werden von allen Herstellern in Standardmaßen geliefert.

Fensterbankgesims

siehe Gesims.

Fensterbauer

siehe Glaser.

Fensterbauschraube

auch: Fensterbauschrauben

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Diese Schrauben werden zum Montieren von Beschlägen auf Kunststoff- und Holzprofilen im Fensterbau verwendet. Sie besitzen in der Regel einen Senkkopf und sind, je nach Anwendung, mit einem Hochtief-Doppelganggewinde oder einem Blechgewinde versehen.

Fensterbekleidung

auch: Fensterbekleidungen

Ausdruck speziell aus der Innenarchitektur. Darunter sind alle Maßnahmen und Materialien zu verstehen, durch die und mit denen ein Fenster "bekleidet" werden kann. Das können Jalousien ebenso wie Falt-Stores oder Gardinen sein.

Fensterbeschlag

auch: Fensterbeschläge

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Fensterbeschläge sind die mechanischen Teile, die das Öffnen und Schließen des Fensters ermöglichen. Sie verbinden Fensterflügel und Fensterrahmen und sorgen für guten Bedienkomfort. Auch der Schutz vor Einbruch und Kindersicherung sind Aufgaben von Fensterbeschlägen. Weiterhin müssen sie dafür sorgen, dass das Fenster dicht ist und Wind und Regen nicht in die Wohnung gelangen. Fensterbeschläge bestehen aus verschiedenen Teilen. Sie bestehen aus Getriebe, Ecklager, Schere und Schließblech.

Fensterblei

Unter Fensterblei wird jede Art von Blei verstanden, das bei der Konstruktion von Fenstern Verwendung findet. Es hilft kleinere Glastafeln zu einer größeren Glasfläche zusammenzufügen oder gebrochenes Glas zu reparieren. Man unterscheidet zum Beispiel Bleiruten, Bleisprossen oder Notblei.

Fensterbrett

auch: Fensterbretter

siehe Fensterbank.

Fensterbrüstung

auch: Fensterbrüstungen

Die Fensterbrüstung ist das vertikale Maß zwischen fertig hergestelltem Fußboden und der Oberkante des unteren, fest stehenden Fensterprofils (Blendrahmen). Niedrige Fensterbrüstungen (60 cm) haben den Vorteil, dass man auch im Sitzen oder Liegen das Geschehen vor dem Haus beobachten kann. Besonders für Menschen im Rollstuhl sollten niedrige Fensterbrüstungen vorgesehen werden. Diese haben aber gleichzeitig auch den Nachteil, Schwindel oder Unsicherheitsgefühle auslösen zu können. In höheren Geschossen sollte deshalb sparsam mit diesen niedrigen Höhen umgegangen werden. Hier kommt noch der Sicherheitsaspekt hinzu, da bei niedriger Fensterbrüstung die Gefahr eines Sturzes aus dem Fenster größer ist. In Küche und Bad können auch kleine Fenster mit relativ hohen Brüstungshöhen von 1,20 m bis 1,40 m sinnvoll sein. Sie erlauben eine Nutzung der darunter liegenden Wandfläche (z.B. für Regale), erschweren die Einsicht, ohne die Aussicht im Stehen zu beeinträchtigen und erzeugen ein Gefühl der Sicherheit.

Fensterdichtband

auch: Fensterdichtbänder

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Besonders Fenster können sehr viel Wärmeenergie entweichen lassen. Je nach Bauklasse und Fensterausstattung kann der Anteil der Fenster am gesamten Energieverbrauch bis zu 27 Prozent betragen. Doch nicht nur die Verglasung ist wichtig. Hohe Wärmeverluste treten vor allem auch am Rahmen auf. Hier sorgt der Einbau von Fensterdichtbändern für Abhilfe und führt innerhalb kürzester Zeit zu erheblichen Energie- und damit Kosteneinsparungen. Anwender haben die Wahl zwischen Gummiprofilen (z.B. EPDM-Zellkautschuk oder EPDM-Moosgummi) und Dichtungsstreifen aus Schaumstoff. Die Entscheidung für ein Produkt hängt von der abzudichtenden Spaltenbreite sowie der gewünschten Haltbarkeit und Qualität ab.

Fensterdichtung

auch: Fensterdichtungen

Fensterfasche

auch: Fensterfaschen

Eine Fensterfasche ist eine farblich abgesetzte und abgestufte Fensterumrandung. Fensterfaschen dienten bereits im Mittelalter als Gestaltungselement für die Fassade. Weitere Informationen: siehe Fasche.

Fensterfeststeller

Mit einem Fensterfeststeller lassen sich Fenster im geöffneten Zustand arretieren. So bleibt ein Fenster auch bei Wind und Wetter oder bei Durchzug in der Kippstellung. Gleichzeitig kann ein Fensterfeststeller auch als Fenstersicherung bzw. als Klemmschutz (gegen das Einklemmen von z.B. Kinderhänden) genutzt werden. Es gibt unterschiedliche Arten von Fensterfeststellern. Eine Art wird fest am Fensterrahmen montiert, eine andere Art wird einfach in das geöffnete Fenster geklemmt ohne ständiger Befestigung und ohne dass der Rahmen angebohrt werden muss.

Fensterflügel

Der Fensterflügel entspricht der Türfüllung im Türenbau und besteht logischerweise aus Glas bzw. heutzutage aus einer Zwei- oder Dreischeiben-Isolierverglasung. Je nach Anzahl der Flügel in einem Fensterelement, spricht man von ein-, zwei- oder auch dreiflügeligem Fenster.

Fenstergewände

siehe Gewände

Fenster-Gewände

siehe Gewände

Fenstergitter

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Fenstergitter werden aus Sicherheitsgründen oder als Fassadenschmuck angebracht. Meist findet man solch ein Gitter im Keller oder im Erdgeschoss, seltener in den oberen Geschossen. Je nach Verwendungszweck kann es aus Schmiede- oder Gusseisen, zweckmäßig oder reich verziert sein. Damit Fenstergitter einen wirksamen Schutz gegen Einbrecher darstellen, müssen sie entsprechend gut im Mauerwerk verankert sein. Fenstergitter sollten 8 cm im Mauerwerk eingelassen oder von außen unlösbar verschraubt sein. Die Gitterstäbe sollten aus mindestens 18 mm Stahl bestehen und einen Abstand von 12 cm nicht überschreiten.

Fensterglas

auch: Fensterscheibe, Fenstergläser

Fensterglas ist eine umgangssprachliche Bezeichnung, die sich auf Gussglas, meistens jedoch auf Flachglas oder noch präziser auf Floatglas beziehen kann. Soweit "Fensterglas" für Fenster eingesetzt wird, und das ist ja der Regelfall, bezieht sich die Energieeinsparverordnung EnEV, die die Wärmeschutzverordnung abgelöst hat, in einem hoch komplizierten Berechnungsverfahren über die geforderte Energieeinsparung nicht allein auf die Verglasung, sondern auch auf die Fensterrahmen und die Abstandshalter zwischen den Scheiben.

Fenstergriff

auch: Fenstergriffe

Beweglicher, handlicher Griff, mit dem Fenster geöffnet und geschlossen werden. Fenstergriffe gibt es aus verschiedenen Materialien, vor allem aus Metall, als Preiswertversion auch aus Kunststoff. Stark verlangt werden seit den 90-er Jahren auch abschließbare Fenstergriffe.

Fensterkanteln

siehe Kanteln.

Fensterkitt

siehe Kitt.

Fensterklappe

ebenso wie Fensterladen oder Schlagladen eine weitere Bezeichnung für den Klappladen

Fensterlack

auch: Ventilationslack, Fensterlacke

Fensterlack oder Ventilationslack ist die Bezeichnung für feuchtigkeitsregulierend wirkende Lacksorten. Sie sind wasserfest aber gleichzeitig auch wasserdampfdurchlässig. Sie trocknen sehr schnell und können mit herkömmlichen Holzlacken überstrichen werden. Ventilationslacke eignen sich besonders gut für den Anstrich von Holzfenstern. Die Lacke eignen sich sowohl für den Außenbereich als auch für den Innenbereich.

Fensterladen

auch: Fensterläden

siehe Klappladen

Fensterladenfeststeller

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Der Fensterladenfeststeller ist eine Vorrichtung aus Metall, die zum Arretieren eines geöffneten Fensterladens dient. Der als Kippriegel ausgebildete Feststeller wird in die Wand eingemauert. Es gibt aber auch Feststeller, die auf die Wand oder mittels eines Gewindes in die Wand geschraubt werden. Häufig sind Fensterladenfeststeller als Männchen ausgebildet.

Fensterladenverriegelung

Wie bereits der Name erahnen lässt, dient eine Fensterladenverriegelung der Verriegelung von Fensterläden. Er besteht meist in der Kombination einer Schließung von innen und außen. Die Verriegelung kann dabei auf unterschiedliche Weise erfolgen wie beispielsweise mit einem Schraubenverschluss, Riegelverschluss, Stangenverschluss oder Kettenverschluss.

Fensterlaibung

siehe Laibung

Fensterolive

siehe Olive.

Fensterparasol

Andere Bezeichnung für Markise.

Fensterpinsel

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Pinsel mit Schrägschnitt für die präzise Linienführung an Fensterrahmen und Innen- bzw. Haustüren.

Fensterrahmen

auch: Fensterstock

Der Fensterrahmen bzw. der Fensterstock nimmt die Verglasung auf, beides zusammen ergibt den Fensterflügel. Fensterrahmen werden aus Holz, Aluminium, Aluminium mit Holzeinlage und aus Kunststoff gefertigt (siehe Holzfenster, Aluminiumfenster, Kunststofffenster.

Fensterrose

auch: Fensterrosen

siehe Rosette.

Fensterruder

auch: Ruder, Überwurfriegel

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Das Fensterruder ist ein historischer Beschlag zum Verriegeln von Fenstern. Es kann entweder am Mittelpfosten bei einem zweiflügeligen Fenster oder an einem Fensterflügel, wenn kein Mittelpfosten vorhanden ist. Hier fällt das bewegliche Ruder in einen Haken am Rahmen des anderen Fensterflügels und schließt so gleichzeitig beide Flügel. Bei einem zweiflügeligen Fenster mit Mittelpfosten fällt das Ruder in einen dort angebrachten Verschlusshaken. Dafür wird ein gelenkig gelagertes Griffstück über ein Widerlager und ein oder zwei hakenförmige Schließstücke am Flügel und/oder Mittelpfosten geführt.

Fensterscheibe

auch: Fensterscheiben

siehe Fensterglas.

Fensterschenkel

Bei einem Holzfenster werden die jeweils beiden senkrechten und waagerechte Profile eines Flügelrahmens als Fensterschenkel bezeichnet. Der untere Flügelabschluss wird auch als Wetterschenkel bezeichnet.

Fensterschere

auch: Oberlichtschere, Fensterscheren

Die Fensterschere ist ein Beschlag für ein Kippflügelfenster. Sie fixiert als Haltevorrichtung den geöffneten Flügel des Fensters bzw. des Oberlichts. Fensterscheren gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert in den verschiedensten Ausführungen. Das Funktionsprinzip ist aber immer das gleiche.

Fensterschloss

auch: Fensterschloss, Fensterschlösser

Fenstersicherung, die zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel eingebaut wird. Sie erschwert das Aufhebeln eines Fensters.

Fensterschraube

auch: Fensterschrauben

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Fensterschrauben sind sehr lange Schrauben mit einem kleinen Kopf, die sich ohne Dübel direkt in Mauerwerk oder Beton einschrauben lassen. Sie werden verwendet für Befestigungen von Fensterrahmen auch in sehr kleinen Falznuten oder für Befestigungen von Türrahmen, Leisten und Holzlattungen.

Fensterschürze

auch: Fensterschürzen

Fenstersicherung

auch: Fenstersicherungen

Darunter werden Bauteile verstanden, die meist nachträglich in die Laibung, auf der Fassade oder auf dem Fensterrahmen angebracht werden, um ein gewaltsames Öffnen der Fenster zu verhindern. Dazu gehören schmiede-eiserne Gitter und vorgefertigte Sicherheitsgitter. Eine weitere Maßnahme ist der nachträgliche Einbau von Fensterschlössern und Bandseitensicherungen.

Fenstersims

auch: Fenstersimse

siehe Gesims.

Fenstersohlbank

auch: Fenstersohlbänke

siehe Fensterbank.

Fenstersprosse

auch: Sprosse, Fenstersprossen

Eine Sprosse bzw. Fenstersprosse ist eine schmale Leiste aus Blei (siehe Bleisprosse, Holz (siehe Holzsprosse) oder Gusseisen zur Unterteilung der Glasfläche eines Fensters. Sprossen waren früher bei Fenster- oder Türglasflächen üblich, da das Verglasen großer Flächen sehr aufwendig war. Heute sind Sprossenfenster wieder sehr beliebt, doch oft werden diese Sprossen aus Kostengründen nur aufgesetzt.

Fensterständer

siehe Fachwerkhaus

Fensterstiel

auch: Fensterstiele

siehe Fachwerkhaus

Fensterstock

siehe Fensterrahmen.

Fenstersturz

auch: Fensterstürze

siehe Sturz

Fensterstütze

auch: Fensterstützen

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Montagehilfe für den Einbau von Fenstern, wobei die Fensterstütze im zweischaligen Mauerwerk verbleibt und für eine wärmebrückenfreie Lastabtragung sorgt. Fensterstützen lassen sich in Sekundenschnelle mm-genau ausrichten, wodurch die Fenster präzise justiert werden können und das übliche Klotzen und Keilen überflüssig wird (Zeichnung Logotec).

Fenstertür

auch: Französisches Fenster, Türfenster

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Die Fenstertür ist eine Zwischenform von Tür und Fenster. Sie besitzt ein bis zwei große, bis zum Fußboden reichende Fensterflügel. Sie führt meist auf eine Terrasse oder in den Garten. In einem oberen Stockwerk muss eine Absturzsicherung in Form einer Brüstung oder eines Gitters angebracht werden. Andere Bezeichnungen für Fenstertür sind Französisches Fenster oder Türfenster.

Fensterumrahmung

auch: Fensterumrahmungen

siehe Gewände

Fensterwand

auch: Fensterwände

Eine Fensterwand ist nach DIN 18056 die Bezeichnung für Fenster mit einer Fläche von mindestens 9 m² und einer Kantenlänge von mindestens 2 m, bestehend aus einem Traggerippe (Rahmen, Pfosten, Riegel) mit Füllungen (z.B. Verglasungen). Fensterwände können beliebige Formen haben (Rechteck, Mehreck usw.), unterteilt sein und dabei sowohl feststehende Scheiben als auch bewegliche Fensterflügel haben. Fensterwände erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, da die großen Fensterflächen jede Menge Licht ins Haus lassen. Aus statischer Sicht darf die Belastung der Fensterkonstruktion nicht unterschätzt werden. Auf die große Spannweite der Rahmenprofile und erhöhte Windlasten wirken große Kräfte auf die Fensterwand.

F-Erdungsblock

auch: F-Erdungsblöcke

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Um einen wirksamen Blitzschutz in der Satellitenanlage zu realisieren, kann ein F-Erdungsblock in die Koaxialleitung geschaltet werden. Von dort kann ein entsprechendes Kabel an die vorhandene Blitzschutzanlage verlegt werden (z.B. über die Potentialausgleichsschiene).

Ferienhaus

auch: Ferienhäuser

Sammelbegriff für ein eigenes oder gemietetes Haus, in dem man seinen Urlaub verbringt. Ferienhäuser können aus ganz unterschiedlichen Baumaterialien und in beliebigen Bauweisen errichtet werden, insofern ist der Begriff nicht in einer Norm beschrieben. Überwiegend sind Ferienhäuser jedoch in einer einfachen Bauweise errichtet, um Kosten zu sparen. Ferienhäuser sind auch nicht für ein ganzjähriges Bewohnen gedacht, weshalb Zentralheizungen häufig fehlen. Heizquellen sind dann in der Regel Elektro-Heizkörper, die jedoch hohe Betriebskosten verursachen. Ferienhäuser können nur in Ausnahmefällen über einen Bausparvertrag finanziert werden.

Ferienvilla

auch: Ferienvillen

Unter dieser Bezeichnung werden überwiegend "Villen" verstanden, die Baugesellschaften in südlichen Ländern in Serienbauweise entwickeln und vor allem an Mitteleuropäer verkaufen. Der optische Eindruck dieser Häuser ist oft gut bis sehr gut, die Bauqualität jedoch schlecht bis miserabel. Ein erheblicher Teil der im Süden, insbesondere in der Türkei gebauten "Villen" entspricht keinerlei deutschen Baustandards oder einer DIN-Norm.

Fermentierung

siehe Gärung.

Ferndimmer

Ferndimmer werden in den Verteiler anstelle von Fernschaltern eingebaut. Danach kann mit den Lichttastern das Licht nicht nur ein- und ausgeschaltet, sondern auch gedimmt werden. Mit Ferndimmern können Beleuchtungsanlagen auf einfache Weise wirtschaftlich und bequem betrieben werden. Sie stellen eine Vielzahl sinnvoller Funktionen und sind auch in steuerbaren Varianten lieferbar. Es gibt Ferndimmer mit 300W, 600W und 1000W.

Fernfühler

Thermostatventile besitzen eine feinfühlige Technik, deren zuverlässige Funktion leicht gestört wird, wenn sich die Wärme in ihrer Umgebung staut. Und genau das kann der Fall sein, wenn sich Möbel oder Gardinen zu dicht am Heizkörper befinden. Als Lösung bei solchen Regelungsproblemen bietet sich ein Fernfühler an. Das unscheinbare, nur etwa 3 x 7 Zentimeter große, weiße Element, wird an einer beliebigen Stelle der Wand befestigt, wo es die Raumtemperatur ungehindert erfassen kann. Über ein hauchdünnes Kapillarrohr ist es mit dem Thermostatventil verbunden, das vom Fernfühler nun das korrekte Signal "Heizen" oder "Temperatur absenken" empfängt, aber selbst weiterhin den Heizwasserzulauf reguliert. Auch die Temperatureinstellung erfolgt wie bisher weiterhin am Thermostatgriff.

Fernheizung

auch: Fernwärme

Bei einer Fernheizung wird die Wärme nicht innerhalb des Gebäudes durch Öl, Gas, Pellets oder ähnlichem erzeugt, sondern kommt von außerhalb. Produziert wird Fernwärme in Großfeuerungsanlagen, dabei ist die Abwärme aus der Stromerzeugung. Per Ringleitung mit Abzweig zum Verbraucher kommt die Wärme als heißes Wasser in die Wohnung. Was Fernwärme kostet, lässt sich nicht pauschal sagen, da die Preise doch von Region zu Region sehr unterschiedlich sind. Um die Fernwärme nutzen zu können, ist ein Hausanschluss als Übergabestation notwendig. Dort wird die Wärme durch einen Wärmetauscher an das Wärmeverteilnetz abgegeben. Das kann z.B. zunächst ein Warmwasserspeicher sein. Ja nach Konstruktion ist auch die direkte Nutzung als Heißwasser möglich. Fernheizung kann bei günstiger Lage des Hauses im Einzugsgebiet eines Fernwärmeerzeugers eine günstige Alternative zu anderen Hausheizungssystemen bieten. Da die Leitungsverluste groß sind, lohnt sich eine Fernheizung nur, wenn die Fernwärme in unmittelbarer Nähe des Gebäudes erzeugt wird. Wirtschaftlich arbeitet eine Fernheizung erst, wenn möglichst viele (mindestens 600-700) Wohneinheiten an das Netz angeschlossen sind. Zudem muss eine entsprechend hohe Bebauungsdichte vorhanden sein. In ländlichen Gebieten ist eine Fernheizung da eher ungeeignet.

Fernsehüberwachung

auch: Fernsehüberwachungsanlage

Fernwärme

siehe Fernheizung.

Fernwasserversorgung

In vielen Gegenden in Deutschland ist die Qualität des Trinkwassers nicht ausreichend oder es ist eben einfach nicht genug Trinkwasser vorhanden. In diesen Fällen wird das Wasser durch Leitungen über größere Entfernungen in das Wasserversorgungsgebiet gebracht. So sind zum Beispiel viele Gemeinden in Baden-Württemberg an die Bodensee-Wasserversorgung angeschlossen. Es kommt also zum Beispiel in Buchen im Odenwald Wasser vom Bodensee aus der Leitung und der ist mehrere hundert Kilometer entfernt.

Ferrarizement

Ferrarizement hat seinen Namen nicht von den roten italienischen Flitzern, obwohl er sich durch seine sehr rasche Abbindung auszeichnet. Vielmehr ist Ferrarizement die Bezeichnung für einen eisenoxidreichen Portlandzement.

ferrogestrahlt

auch: ferro-gestrahlt

Was beim Sandstrahlen der Sand, sind beim Ferrostrahlen winzige Stahlkügelchen (ferrum (lat.) - das Eisen). Das Verfahren wird insbesondere bei Betonsteinpflaster angewendet, um die im Vorsatzbeton enthaltenen Edelsplitte freizulegen und so den Steinen ein besonders edles Finish zu geben.

Ferrozement

Ferrozement ist die Bezeichnung für einen Verbundwerkstoff aus Zementmörtel mit einem sehr hohen Bewehrungsgrad (hauptsächlich Maschendraht). Verwendet wird er für dünnwandige Flächentragwerke und im Bootsbau. Auch Wassertanks und Waschbecken werden mitunter aus Ferrozement hergestellt.

Fersenversatz

auch: Fersenversätze

siehe Versatz.

Fertigbad

auch: Fertigbäder

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Aus einem Stück gefertigte Sanitärzelle, die mit dem Baukran an die vorgesehene Stelle gehoben wird. Im Fertigbad sind die Anschlußrohre verlegt und alle Einrichtungsgegenstände vom WC bis zur Dusche bereits installiert. Die Baumaterialien sind sehr unterschiedlich. Fertigbäder werden u.a. als Rahmenkonstruktion geliefert, in die verflieste Styrodurwände eingelassen sind. Auch Fertigbäder aus Leichtbeton oder Beton sind üblich; letztere können bis 6 t schwer sein. Den höchsten Marktanteil dürften Fertigbäder aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) haben. Eine Sonderform nehmen Beton-Fertigbäder ein, die als tragende Raumelemente konstruiert sind und beim Bau von Pflegeheimen und Hotels quasi turmähnlich übereinander montiert werden können. Fertigbäder werden nicht nur in die Rohbauten von Kliniken oder Pflegeheimen eingebaut. Auch in der System-Hotellerie kommen diese vorgefertigten Bäder zum Einsatz, wobei Fertigbäder auch in Luxusausführung geliefert werden, siehe Foto des Herstellers ESTEC der Marke STAUDENMAYER.

Fertigbalkon

auch: Fertigbalkone

Fertig- bzw. Anstellbalkone sind selbsttragende Balkonsysteme, meist in Holz-, Aluminium- oder Stahlkonstruktion, für Neubauten oder zur nachträglichen Montage an bestehenden Gebäuden. Sie eignen sich zudem als Austausch für sanierungsbedürftige und nicht mehr tragfähige Altbalkone. Die Befestigung erfolgt je nach örtlichen Gegebenheiten an der Außenwand, an senkrechten Tragprofilen oder an der Geschossdecke.

Fertiger

siehe Beschicker

Fertigestrich

Estrich, der in gemischtem Zustand auf die Baustelle geliefert wird.

Fertiggarage

auch: Fertiggaragen

Garage aus Fertigteilen wie beispielsweise Stahl oder Stahlbeton. Die Stahlbetongaragen werden meist in monolithischer Bauweise in einem Guß betoniert. Auf Wunsch können Fenster und Türen an jeder beliebigen Stelle vorgesehen werden. Auch die Dachform, ob Flachdach, Walmdach, Satteldach oder Bogendach läßt sich individuell an die Dachform des Hauses anpassen. Haus und Garage bilden somit eine architektonische Einheit. Die Fertiggarage wird mit einem Spezialtransporter oder Kran direkt auf ein vorbereitetes Fundament abgesetzt. Dieses Fundament kann beispielsweise als Streifenfundament ausgebildet sein. Platzsparende Fertiggaragen sind beispielsweise Doppelstockgaragen, bei denen die Fahrzeuge übereinander geparkt werden. Ist mehr Platz vorhanden, können Fertiggaragen auch als Doppelgaragen geliefert werden. Dann finden zwei Fahrzeuge nebeneinander platz und/ oder es können Gartengeräte und Fahrräder in der Garage aufbewahrt werden.

Fertiggaube

auch: Fertiggauben

Sammelbegriff für Gauben, die handwerklich oder industriell vorgefertigt und unter Umständen schon mit einer Eindeckung versehen worden sind (z.B. aus Zink). Fertiggauben brauchen nur mit einem Kran hochgehievt und eingebaut zu werden, insofern ist auch die Bezeichnung "Systemgaube" geläufig.

Fertighaus

auch: Fertighäuser

Unter Fertighaus wird im deutschsprachigen Raum vorzugsweise ein Haus verstanden, dessen tragendes Element eine Holzkonstruktion ist, die beidseitig z.B. mit Holzwerkstoffplatten oder Gipskartonplatten beplankt wird, wobei der Wandzwischenraum mit Dämmmaterial ausgefüllt wird. Die Fassade ist meistens verputzt, sie wird vielfach jedoch auch mit Klinkerriemchen ausgestattet oder mit einer Vorsatzschale aus Klinkern versehen. Die Wandelemente incl. der eingebauten Fenster werden in den Werkhallen der Fertighaushersteller gebaut und auf der Baustelle entweder auf einer Kellerdecke oder einer Bodenplatte montiert. Weltweit meistverbreitet ist die Holzrahmenbauweise. Allerdings werden auch Fertighäuser in Massivbauweise angeboten. Hierbei werden die Wandelemente ebenfalls vorgefertigt und auf der Baustelle zusammengefügt.

Fertighausabbruch

auch: Fertighausabbrüche

Auch ein Fertighaus wird irgendwann so baufällig, dass es abgebrochen werden muss. Beim Fertighausabbruch muss in der Regel nicht mit schwerem Gerät ran gegangen werden, wie es beim Massivhaus der Fall ist. Allerdings muss beim Abbruch darauf geachtet werden, dass schadstoffbelastete Bauteile gesondert entsorgt werden müssen. Bei älteren Fertighäusern wurden häufig Materialien verbaut, die zur damaligen Zeit erlaubt und teilweise sogar vorgeschrieben waren, die aber heutzutage nur noch als Sondermüll entsorgt werden dürfen. Den Fertighausabbruch sollten daher nur Spezialfirmen machen, die wissen, was sie mit asbest- oder formaldehydverseuchtem Material machen müssen.

Fertighausdachaufstockung

auch: Fertighausdachaufstockungen

Das Dach bei einem Fertighaus ist nicht anders aufgebaut, wie das Dach bei einem Massivhaus. Eine Fertighausdachaufstockung funktioniert daher wie eine Dachaufstockung.

Fertighausdämmung

auch: Fertighausdämmungen

Trotz des vergleichbaren guten Wärmeschutzes, den die Fertighäuser auch schon bis in die 80er Jahre hatten, denken angesichts Energieeinsparverordnung und ständig steigender Heizkostenpreise wohl alle Besitzer gebrauchter Fertighäuser über eine Fertighausdämmung nach. Allein durch bauliche Maßnahmen kann der Energieverbrauch problemlos bis zu 70 % und mehr gesenkt werden, so dass sich die Kosten der Wärmedämmung schnell amortisieren - von der Wertverbesserung des Hauses ganz zu schweigen. Handwerklich begabte Hausbesitzer können einiges selber machen. Da neben dem Wärmeschutz bei allen Verbesserungsmaßnahmen aber auch der Brandschutz, die Statik und der Holz- und Feuchteschutz beachtet werden muss, sollte man bei größeren Baumaßnahmen immer den Fachmann konsultieren, damit nicht durch kleine Fehler große Schäden entstehen. Einige Firmen haben sich auf die Fertighaussanierung spezialisiert. Die wichtigsten Punkte einer Fertighausdämmung unterscheiden sich nicht von denen beim Massivhaus. Gedämmt werden die Fassade, Decken zwischen der Wohnung und nicht ausgebautem Dachraum, Dachschrägen oder auch die Kellerdecke.

Fertighausgeruch

auch: Fertighausmuff, Fertighausgerüche

Viele Besitzer älterer Fertighäuser kennen den typischen "Fertighausgeruch". Er tritt vor allem bei Häusern auf, die vor 1984 gebaut wurden. Die Ursache für den Fertighausgeruch ist in den bis zu diesem Jahr verwendeten Holzschutzmitteln zu finden. Nicht dass diese Holzschutzmittel damals verbotenerweise eingesetzt wurden: Nein, diese Mittel waren häufig sogar ausdrücklich vorgeschrieben, so dass den Fertighaus-Herstellern kein Vorwurf zu machen ist. Dennoch haben viele Hausbewohner heute mit dem Fertighausgeruch zu kämpfen, der seine Ursache in einem längerfristigen chemischen Reaktionsprozess hat. In diesem Reaktionsprozess bilden sich aus den eingebrachten Holzschutzmitteln sogenannte Chloranisole (Tetrachloranisol TeCA oder Trichloranisol TCA) aus, die bereits bei sehr niedrigen Konzentrationen zu einer intensiven Geruchsbildung führen. Die angesprochene Geruchsbildung erfolgt nicht bei allen Häusern, die mit den betreffenden Holzschutzmitteln behandelt wurden. Es ist durchaus möglich, dass Häuser exakt gleicher Bauart eine Geruchbildung aufweisen können oder auch nicht. Nach heutigen Erkenntnissen spielen die individuellen Rahmenbedingungen wie Außen- und Raumklima, Dichtigkeit der Bauteile, Lüftungsverhalten, vor allem jedoch die Feuchtebedingungen innerhalb der Bauteile eine maßgebliche Rolle. Gerade der Einfluss der Feuchtebedingungen erklärt, warum bei Auftreten einer Geruchsbildung immer die Außenwand betroffen ist.

Fertighausmodernisierung

Fertighausmontage

auch: Fertighaus-Montage

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Die Fertighaus-Wand- und Deckenelemente werden in Ferti­gungs­hallen gebaut (Foto), zur Baustelle gebracht, mittels Baukran auf die Bodenplatte bzw. die Kellerdecke einge­schwenkt und dort von spezialisierten Bauhandwerkern, meistens Zimmerleuten, zusammen­gefügt. Die Außenhülle eines Fertighauses incl. der Innenwände, der Treppen­aufgänge und incl. der Dachein­deckung usw. ist binnen weniger Tage errichtet. Nun erfolgt der Innenausbau entweder durch den Hersteller oder den Bauherrn teilweise oder ganz in Eigenregie, insbesondere beim Ausbauhaus.

Fertighausmuff

Fertighaussanierung

auch: Fertighaussanierungen

Die Fertighaussanierung ist wie auch die Sanierung eines Massivhauses ein weites Feld. Das kann bei der Fassadensanierung anfangen und bei der Schadstoffsanierung enden. Und wenn die Familie größer wird, kommt häufig noch eine Dachaufstockung dazu. Fast zwangsläufig wird bei den steigenden Energiepreisen und den stetig wachsenden Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung eine Fertighausdämmung notwendig. Handwerklich begabte Hausbesitzer können einiges bei der Fertighaussanierung selber machen. Vor allem, wenn es in den Bereich der Modernisierung geht, wie zum Beispiel Malerarbeiten, Bodenlegerarbeiten oder Tapezierarbeoten. Da neben dem Wärmeschutz bei allen Verbesserungsmaßnahmen aber auch der Brandschutz, die Statik und der Holz- und Feuchteschutz beachtet werden muss, sollte man bei größeren Baumaßnahmen immer den Fachmann konsultieren, damit nicht durch kleine Fehler große Schäden entstehen. Einige Firmen haben sich auf die Fertighaussanierung spezialisiert. Fachleute für die Sanierung findet man zunächst natürlich beim Hersteller des Fertighauses, sofern er noch auf dem Markt ist. Jedenfalls unterhalten einige dieser Hersteller spezielle Renovierungstrupps. Der nächste Ansprechpartner wäre ein örtlicher Zimmermeister, denn auch Zimmerleute bauen Häuser in Holzrahmenkonstruktion.

Fertigkeller

auch: Ausbaukeller, Mitbaukeller

Ein Fertigkeller wird innerhalb weniger Stunden auf der vorbereiteten Bodenplatte errichtet. Die Teile aus Stahlbeton werden im Werk maßgerecht angefertigt und anschließend mit dem Lkw auf die Baustelle gebracht. Dort werden sie mit dem Kran an die vorgesehene Stelle befördert und montiert. Bei Fertigkellern sind Fenster- und Türöffnungen, Installationsschlitze und Entsorgungsleitungen bereits ab Werk eingebaut. Wie beim Fertighaus stehen auch beim Fertigkeller verschiedene Ausstattungspakete zur Verfügung. Beim Komplettkeller muss der Bauherr praktisch nichts mehr machen. Beim Ausbaukeller fehlen Innentreppe und die Isolierung der erdberührten Außenwandflächen. Beim Mitbaukeller fehlen zusätzlich noch Fundamenterder, Bodenplatte, Entwässerungsleitungen und Kellerfenster. Dieser Keller-Typ ist natürlich der günstigste, verlangt allerdings die meisten Eigenleistungen.

Fertigmörtel

Ähnlich wie Transportbeton, wird Fertigmörtel im Werk hergestellt und in Mischfahrzeugen auf die Baustelle gebracht. Unter bestimmten Voraussetzungen bleibt er bis zu 36 Stunden verarbeitbar. Sobald er jedoch verarbeitet wird, entziehen die Mauersteine dem Mörtel das Wasser und er erhärtet früher.

Fertigparkett

Aus zwei oder drei Schichten bestehende Parkettart, mit einer Nutzschicht aus mindestens 2 mm starkem Vollholz. Diese kann zum Beispiel aus Buchenholz, Eiche, Ahorn oder Kirsche sein. Die Mittellage und die Gegenzugschicht können aus Holzwerkstoff oder anderen Materialien bestehen. Dieser Aufbau sorgt dafür, dass sich Fertigparkett so gut wie gar nicht verwerfen kann, das bedeutet das Quellen und Schrumpfen - also das Ausdehnen und Zusammenziehen des Holzes - wird beim Fertigparkett auf ein Minimum reduziert. Wie Laminat wird auch Fertigparkett in der Regel nicht fest mit dem Untergrund verklebt, sondern schwimmend verlegt. Die einzelnen Paneele werden entweder miteinander verklebt oder mit einem Klicksystem verbunden. Die meisten Verbraucher entscheiden sich heute für Fertigparkett, wenn sie ihren Wohnraum mit einem edlen Bodenbelag versehen wollen, denn Fertigparkett zeichnet sich durch ein besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis aus und lässt sich auch einfach selbst verlegen.

Fertigpfahl

auch: Fertigpfähle

Fertigpfähle sind Pfahlgründungen, die eingerammt, eingerüttelt, eingeschwemmt oder in ein vorbereitetes Bohrloch eingestellt werden. Hergestellt können Sie aus Holz, Stahl, Stahlbeton oder Spannbeton sein.

Fertigputzgips

auch: Fertigputzgipse

Der Fertigputzgips ist ein Baugips mit werkseitig beigegebenen Zusätzen, der langsam versteift und für das Herstellen von Innenputzen verwendet wird. Stellmittel dienen dabei zum Erzielen der besonderen Verarbeitungseigenschaften. Im Werk werden bereits Füllstoffe zugesetzt.

Fertigschneider

Fertigspachtelmasse

auch: Fertigspachtelmassen

Fertigsturz aus Porenbeton

auch: Fertigstürze, aus, Porenbeton

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Stürze aus bewehrtem Porenbeton werden zur Überdeckung von Tür- und Fensteröffnungen mit Öffnungsbreiten bis 1,75 m eingesetzt. Die bei anderen Baustoffen fast zwangsläufig auftretenden Wärmebrücken im Sturzbereich sind bei Porenbeton-Stürzen vernachlässigbar. (Foto: Hersteller YTONG)

Fertigteilbau

Fertigteildecke

auch: Fertigteildecken

Fertigteildecken sind Decken, die im Werk nach Plan hergestellt und auf der Baustelle mit einem Kran an die vorgesehene Stelle gehievt werden. Fertigteildecken können aus Beton, Leichtbeton, Holz, Ziegel oder Porenbeton bestehen. Bei Fertigteildecken aus Beton bzw. Stahlbeton ist meist nur die untere Hälfte fertig, die obere Hälfte der Decke mit der oberen Bewehrung wird auf der Baustelle aus Ortbeton gegossen.

Fertigteilestrich

Estrich aus vorgefertigten, kraftschlüssig miteinander verbundenen Platten. Er wird auch als Trockenestrich bezeichnet.

Fertigteil-Schlitzwand

auch: Fertigteil-Schlitzwände

Fertigteilschlitzwände sind Schlitzwände aus Fertigteilen, die in einen ausgehobenen Schlitz abgesenkt werden. Zur Stützung enthält der Schlitz eine selbsthärtende Suspension (Bentonit-Zement). Zwischen Fertigteil und Erdwandung verbleibt nur ein geringer Zwischenraum von etwa 3 - 5 cm. Die von dem Fertigteil nicht verdrängte Suspension bleibt im Schlitzwandgraben und erhärtet mit der Zeit infolge ihres Zementanteils.

Festbeton

Erhärteter Beton.

Festbettverfahren

Das Festbettverfahren ist ein Verfahren der Abwasserreinigung und ist demzufolge in einer Kläranlage oder Kleinkläranlage zu finden. Beim Festbettverfahren wird das anfallende Abwasser in drei Verfahrensstufen gereinigt. In der mechanischen Vorklärung wird das Abwasser von Sink- und Schwebstoffen befreit. Bei der biologischen Reinigung fließt das Abwasser im freien Gefälle von der Vorklärkammer in die Festbettkammer. Dort wird das Abwasser durch Mikroorganismen, die auf einem getauchten Festbett aufwachsen, biologisch gereinigt. Die dritte Reinigungsstufe beim Festbettverfahren ist die mechanische Nachklärung. In der Nachklärkammer wird das gereinigte Abwasser von überschüssigen Bakterien getrennt, die sich vom Festbett abgelöst haben. Die überschüssige Biomasse setzt sich am Boden der Nachklärung ab.

Festbrennstoff

auch: Festbrennstoffe

Dies sind die am häufigsten eingesetzten biogenen Brennstoffe: Holz in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln, Hobelspänen, Sägemehl und Holzstaub. Stroh und speziell angebaute einjährige Pflanzen als Häcksel, Ballen oder Pellets zur Energiegewinnung.

Festdarlehen

Die andere Form eines langfristigen Darlehens. Doch im Gegensatz zu einem Annuitätendarlehen wird nicht jeden Monat eine bestimmte Summe zurückgezahlt. Die Darlehenssumme wird am Ende der vorab errechneten Laufzeit in einem Schlag zurückgezahlt. Während der Laufzeit des Darlehens sind nur die Zinsen zu bezahlen.

feste Farbe

Eine ursprünglich von einem britischen Farbenkonzern entwickelte, neuartige Dispersionsfarbe für Innenwände und -decken, die beim Auftragen mit einem Farbroller nicht tropft und nicht spritzt. Inzwischen wird feste Farbe von dutzenden Herstellern angeboten. Feste Farbe deckt sehr gut und ist lösemittelfrei. Sie haftet auf Alt- und Neuputzen, Beton, Kalksandstein, Gipsputzen, Rauhfasertapeten und fest haftenden Altanstrichen. Bei porösen, sandenden und mehlenden Untergründen ist allerdings eine Grundierung mit Tiefengrund vorzunehmen.

Festfenster

Das Festfenster ist die einfachste Form des Fensters, das sich nicht öffnen lässt. Beim Festfenster kann die Verglasung direkt im Blendrahmen eingebaut sein oder, wenn das Festfenster zu einer größeren Einheit gehört, um des einheitlichen Bildes willen im Flügel verglast und direkt eingeschraubt oder mit Riegeln gehalten werden.

Festgesteine

auch: Festgestein

Gestein, dessen Bestandteile (Körner) eine feste und dauerhafte Bindung aufweisen, die unter Wassereinwirkung auch nach längerer Zeit nicht verloren geht. Zu den Festgesteinen gehören Granit, Basalt und die verschiedensten Natursteinarten wie etwa der Marmor. Schon in der Frühzeit der Menschheitsgeschichte lernten unsere Vorfahren, aus Festgestein-Brocken Hütten und Türme zusammenzusetzen, ohne diese zu vermörteln. Auch heute noch werden Mauern aus Naturstein errichtet.

Festhalter

Festhalte-Schraubendreher

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Festhalte-Schraubendreher besitzen eine Vorrichtung, um die Schrauben festzuhalten. Dadurch kann man die Schraube mit einer Hand eindrehen und hat die andere Hand frei. Festhalte-Schraubendreher gibt es für Schlitz-, Kreuz- und Pozidriv-Schrauben.

Festigkeit

Widerstandsfähigkeit eines Werkstoffes oder Bauteiles gegen Bruch. Zahlenmäßig die mechanische Spannung, die zum An- oder Durchbrechen der Probe führt (auch als Bruchspannung bezeichnet).

Festigkeitsklassen

Festkörper

Festkörpergehalt

auch: Festkörper

Als Festkörpergehalt bezeichnet man die Bestandteile eines Anstrichstoffes, die nach dem Entweichen aller flüchtigen Anteile (z.B. Verdunstung des Lösungsmittels) zurückbleiben. Im wesentlichen sind das Pigmente und Bindemittel.

Festmeter

Begriff aus der Holzwirtschaft, wobei ein Festmeter (fm) ein massiver Holzwürfel von 1 x 1 x 1 m ist. Da Stämme rund wachsen und Volumen von 1 x 1 x 1 m nur theoretisch zu erzielen sind, wird der Festmeter in der Praxis rechnerisch ermittelt. Im Gegensatz zum Festmeter bezeichnet der Raummeter (rm) das Handelsmaß für Stapelholz, insbesondere Brenn- oder Kaminholz. Aus wirtschaftlichen und praktischen Gründen wird allerdings der Schüttraummeter verwendet.

Festmörtel

Erhärteter Mörtel.

feststehender Flügel

Feststellanlage

auch: Feststellanlagen

Mit einer Feststellanlage lassen sich Türen arretieren bzw. fest stellen. Somit lässt sich ein unkontrolliertes Schließen der Tür verhindern. Das kann eine Tür mit Türschließer oder eine Tür, die sehr dem Wind ausgesetzt sein. Feststellanlage gibt es zur Montage an der Wand oder Boden. Außerdem kann die Feststellanlage in Obertürschließern integriert sein. Zudem gibt es noch elektromechanische Feststeller, die z.B. mit Rauchmeldeanlagen gekoppelt sind und die bei Feuerschutztüren eingesetzt werden.

Feststeller

Der Feststeller ist ein Mechanismus, der die Sperrelemente an Notausgangverschlüssen oder Paniktürverschlüssen in der zurückgezogenen Stellung arretiert, bis sie manuell zurückgesetzt werden.

Feststellvorrichtung

auch: Feststellvorrichtungen

Feststellvorrichtungen sind Bestandteil einer Feststellanlage. Als Feststellvorrichtung wird in der Regel ein Elektromagnet, etwa ein Haftmagnet, eine Magnetkupplung oder ein Magnetventil eingesetzt. Sobald der Brandmelder ein Alarmsignal geschaltet hat, unterbricht die Auslösevorrichtung die Stromzufuhr zum Elektromagneten – das Schließmittel kann den Abschluss, etwa die Tür, schließen.

Feststoffbrennkessel

Früher wurde nur mit festen Brennstoffen wie Holz oder Kohle geheizt. Diese wurden mit der Zeit immer mehr von nicht nachwachsenden Rohstoffen wie Heizöl oder Gas ersetzt. Mittlerweile geht der Trend wieder mehr zu den nachwachsenden Brennstoffen. Dabei sind die modernen Feststoffbrennkessel nicht mit den Holzöfen unserer Großeltern zu vergleichen. Sie sind so konstruiert, dass der größtmögliche Teil der Wärme auf das Heizwasser übertragen wird. Möglichst viel von der Energie, die im Brennholz steckt, soll dabei genutzt werden. Eine hochwirksame Wärmedämmung sorgt zusätzlich dafür, dass die Wärmeverluste gering bleiben. Ein Beispiel für einen modernen Feststoffbrennkessel findet man bei der Pelletheizung.

Festverglasung

Eine Festverglasung bezeichnet ein Verglasung, die sich nicht öffnen lässt. Diese kann in ein Fenster, eine Fenstertür, einen Rahmen oder in eine sonstige Öffnung eingesetzt werden.

Fettabscheider

auch: Fettfang

Der Fettabscheider bzw. Fettfang ist eine Anlage, die dazu dient, aus dem Abwasser durch Flotation Leichtstoffe wie Fette, Öle etc. abzutrennen. Der Fettfang wird vor der biologischen Stufe der Kläranlage angeordnet, da Fette sich an Mikroorganismen anlagern und dadurch den Stoffwechsel (biologischen Abbau) verhindern.

fetter Beton

Beton mit einem hohen Zementgehalt wird gelegentlich als "fetter Beton" bezeichnet. Frischbeton entwickelt mit zunehmendem Zementgehalt eine steifere Konsistenz, was sich auf die Verarbeitbarkeit negativ auswirkt. Dafür schwindet der Beton beim Trocknen weniger, hat eine höhere Dichtigkeit und dem entsprechend eine höhere Festigkeit.

Fettfang

Fettpresse

auch: Fettpressen

siehe Hebelpresse.

Fettriss

auch: Fettrisse

Fettrisse sind oberflächennahe Haarrisse an einer verputzten Fassade. Sie entstehen durch Bindemittelanreicherungen an der Oberfläche und stellen keinen technischen Mangel dar. Fettrisse können mit einer entsprechenden Fassadenfarbe einfach überpinselt werden.

feuchteadaptive Dampfbremse

auch: feuchteadaptive, Dampfbremsen

siehe Klimamembran

Feuchtegehalt

Feuchtegehalt bzw. Wassergehalt eines Werkstoffes ist das Verhältnis der Masse des im Stoff enthaltenen Wassers zur Masse des wasserfreien Stoffes. Er wird in der Praxis normalerweise in Prozent angegeben. Er spielt beispielsweise bei Holz bzw. Estrich eine wichtige Rolle für die weitere Vorgehensweise, darf ein bestimmtes Maß nicht überschreiten bzw. unterschreiten, weshalb der Feuchtemessung eine wichtige Rolle zukommt. Im Zusammenhang mit Holz wird beim Feuchtegehalt von Holzfeuchte gesprochen.

Feuchtegleichgewicht

Diejenige Ausgleichsfeuchte, die Materialien wie z.B. Holz oder Holzwerkstoffe annehmen, wenn sie lange einer bestimmten Temperatur und relativen Luftfeuchte ausgesetzt werden.

Feuchtemessung

auch: Baufeuchtemessung, Feuchtemessungen

Feuchtigkeit ist überall - angefangen von der Luft bis hin zu Bauteilen wie Holzbalken, Parkett, Putz, Mauerwerk oder Wärmedämmung. Bei manchen Bauteilen ist Feuchtigkeit durchaus wünschenswert und keinesfalls schädlich. Holz darf beispielsweise nicht unter einen gewissen Prozentsatz austrocknen, sonst wird es spröde und bekommt Risse. Weiterhin muss Holz mit einer bestimmten Feuchte eingebaut werden, die von der Raumfeuchte abhängig ist. Andernfalls ist infolge von Schwind- oder Quellvorgängen mit Fugen, Rissen oder Aufwölbungen ("Aufschlüsselungen") zu rechnen. Wird die Wärmedämmung dagegen feucht, steigt die Wärmeleitfähigkeit an. In diesem Fall kann nicht mehr von Wärmedämmung gesprochen werden, da nichts mehr dämmt. In diesem Fall ist es auch nur wichtig, wo und nicht wieviel Feuchtigkeit sich in der Dämmung befindet. Frisch verlegter Estrich braucht etwa drei Wochen, ehe der Fußboden darauf verlegt werden darf, sonst drohen Wasserschäden. Aus diesen und anderen Gründen ist es manchmal erforderlich, dass die Feuchtigkeit von Bauteilen bekannt ist. Dafür gibt es einige Messgeräte und Methoden, die mehr oder weniger genaue Resultate liefern. Zu nennen sind hier Kapazitive Feuchtemessung, Calciumcarbid-Methode, Widerstandsfeuchtemessung, Gravimetrische Feuchtemessung, Radiometrisches Neutronenmessverfahren, Mikrowellen-Feuchtemessung und Thermografie.

Feuchtenester

auch: Feuchtenest

Bezeichnung für Stellen in einem Gebäude, insbesondere im Keller, wo sich aufgrund von Undichtigkeiten in wasserführenden Leitungen, aufgrund von ungenügender Isolierung des Mauerwerks und vor allem aufgrund von Kondensation Feuchte bildet. Feuchtenester sind ein idealer Nährboden für Schimmel.

Feuchtepuffer

In einem Raum kann durch Duschen oder Kochen kurzzeitig hohe Raumfeuchte entstehen. Diese wird nicht sofort über Diffusion oder Lüftung abgebaut, sondern teilweise von Teppichen, Tapeten, Putzen, Möbeln etc. aufgenommen. Da diese Feuchteaufnahme nur oberflächlich geschieht, wird die Feuchtigkeit bei nächster Gelegenheit durch Lüftung wieder an die Raumluft abgegeben.

Feuchteschutz

auch: Feuchtigkeitsschutz

Die meisten Schäden an Bauwerken entstehen durch die Einwirkung von Feuchtigkeit. Feuchtigkeit schadet oder zerstört Bauteile innerhalb kurzer Zeit und setzt deren Wärmedämmvermögen erheblich herab. Durch feuchte Wände und Decken entsteht zudem ein gesundheitsschädigendes Raumklima. Wichtiges Ziel ist es daher, Gebäude vor jeder Art von Feuchtigkeit zu schützen. Wasser und Feuchtigkeit können von außen und von innen in ein Bauwerk gelangen. Von außen gelangt Feuchtigkeit beispielsweise durch Grundwasser, Schichtenwasser, Sickerwasser, feuchte Außenluft, Regen oder Schnee ins Gebäuden. Innen entsteht Feuchtigkeit bei der Bauherstellung (Neubaufeuchte), durch Wasser in Bädern und Küchen, durch Wasserdampfausatmung des Menschen oder durch Kondenswasser in Bauteilen. Durch geeignete Maßnahmen (z.B. Dampfsperre, richtiges Lüften) muss das Festsetzen von Feuchtigkeit (entstehen von Tauwasser) in den Bauteilen verhindert werden.

Feuchte-Suchmethode

Verfahren zur Leckortung von wasserführenden Leitungen. Mit einem Baufeuchte-Meßgerät läßt sich zerstörungsfrei Feuchtigkeit in Wänden, Decken und Fußböden aufspüren. Die Feuchtemessung erfolgt über das Auflegen der am Gerät befestigten Meßbügel auf dem Meßgut. Man spricht von einem "dieelektrischen" Wassergehaltsmessverfahren. Je höher die Dielektrizitätskonstante, desto größer ist die Feuchtigkeit. Das Meßgerät sendet Hochfrequenzwellen aus. Dabei wird eigentlich die Kapazität eines Kondensators gemessen, der das Herz des Meßgeräts darstellt. Die Messelektronik wandelt die Messdaten in einen ablesbaren Prozent-Wert um. Die Rohdichte des zu messenden Materials muss allerdings bekannt sein, da sonst keine vernünftigen Ergebnisse zu erwarten sind. Meßfehler können auch bei unebenen Oberflächen auftreten, wenn der Meßbügel nicht vollständig aufliegt. Bis zu einer Tiefe von etwa 120 mm kann damit übermäßige Feuchtigkeit im Untergrund entdeckt und lokalisiert werden. Die Feuchte-Suchmethode dient insbesondere zur Bestätigung einer mit anderen Mitteln erstellten Diagnose.

Feuchtewechselzeiten

Rohe Hölzer haben verschiedene Feuchtewechselzeiten. Diese Feuchtewechselzeiten besagen, wie schnell eine Holzart auf eine Feuchtigkeitsänderung des Umgebungsklimas reagiert und sich an die neue Luftfeuchtigkeit angepasst hat. Buche und Ahorn reagieren sehr schnell (ca. 20 Tage), während Eiche "sehr langsam" reagiert (ca. 60 Tage). Die Feuchtewechselzeit muss beim Verlegen von Massivholzböden berücksichtigt werden, um beispielsweise Schüsselungen zu vermeiden.

Feuchthalten

Damit Beton beim Erhärten nicht zu schnell trocknet (Gefahr der Bildung von Rissen), wird Beton feucht gehalten. Übliche Methoden zum Feuchthalten sind: Kontinuierliches Besprühen mit Wasser, Abdecken mit Folie, Aufsprühen von flüssigen Nachbehandlungsmitteln oder das Belassen in der Schalung.

Feuchtigkeit

Feuchtigkeit wirkt sich auf die Eigenschaften und die Funktion von Bauteilen, Baustoffen und Schichten, die konstruktiven Verhältnisse, die Nutzung des Gebäudes, die Hygiene und die Gesundheit der Bewohner und Nutzer aus. Einwirkungen von Feuchtigkeit entstehen durch Niederschlag, Baufeuchte und Nutzungsfeuchte.

Feuchtigkeitsgehalt

Wassergehalt der Betonzuschläge in Gewichtsprozent. Bestimmt wird er durch das Trocknen einer vorher abgewogenen Menge feuchter Zuschläge. Der Feuchtigkeitsgehalt wird beim Herstellen des Betons benötigt, um den richtigen Wasserzementwert zu bestimmen.

Feuchtigkeitsschutz

siehe Feuchteschutz.

Feuchtraum

auch: Feuchträume

Als Feuchtraum werden alle Räume bezeichnet, in denen die Verwendung von Wasser besondere Maßnahmen für den Feuchtigkeitsschutz sinnvoll erscheinen lässt, jedoch keine Bodenabläufe vorhanden sind, wie z. B. häusliche Bäder, häusliche Küchen, Hausarbeitsräume, häusliche Wasch- und Trockenräume. Oft kann aus Feuchträumen der Wasserdampf nur sehr langsam entweichen, da es keine Fenster gibt. Der entstandene Wasserdampf setzt sich an den Wänden ab und kann die Bildung von Schimmel hervorrufen. Daher werden in Feuchträumen häufig Fliesen verlegt. Allerdings kann man mit speziellen Feuchtraumfarben, die Wasserdampfdiffusion ermöglichen, vorbeugend gegen Schimmelpilz und Stockflecken vorgehen. Bereits vorhandener Schimmel muss allerdings vorher bekämpft und restlos entfernt werden. Imprägnierte Gipskartonplatten für Feuchträume bezeichnet man als Feuchtraumplatten. Außerdem gibt spezielle Sorten Teppichboden, die für Feuchträume geeignet sind. Bei geeigneten konstruktiven Maßnahmen spricht in der Regel auch nichts gegen Holz in Feuchträumen.

Feuchtraumfarben

Seit die Energieeinsparverordnung das absolut winddichte Haus vorschreibt, steigt die Gefahr der Schimmelbildung in den Wohnräumen. Die Farbenindustrie hat nun spezielle Feuchtraumfarben auf den Markt gebracht, die als waschbeständige Dispersionsfarben mit Zusätzen angereichert wurden, die die Schimmel- und Bakterienbildung erschweren, wenn nicht sogar verhindern sollen.

Feuchtrauminstallation

Feuchtraumplatte

auch: Feuchtraumplatten

Feuchtraumplatte ist der geläufige Titel für imprägnierte (meist grüne) Gipskartonplatten, die für den Einbau in Badezimmern und anderen Feuchträumen vorgesehen sind. Feuchtraumplatten sind aber keineswegs wasserfest, halten aber einer Luftfeuchtigkeit bis zu 70 % stand. Als Feuchtraumplatten können auch Gipsfaserplatten eingesetzt werden, ferner speziell behandelte OSB-Platten, Spanplatten und Leimholzplatten.

Feuchtraumtür

auch: Feuchtraumtüren

Feuchtraumtüren sind industriell oder handwerklich so ausgestattet, dass sie trotz hohem Feuchtigkeitsgehalt in der Raumluft weder rosten (bei Metalltüren) noch sich verziehen oder aufschüsseln (bei Holztüren). Badezimmer, Waschküchen und andere Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit sollten also mit einer Feuchtraumtür verschlossen werden, wie sie die Industrie eigens anbietet. Türen mit einem Kern aus Holzwerkstoffen werden deshalb mit einem Schichtstoff "versiegelt", Wasserdampf kann also nicht in das Türblatt eindringen. Holztüren der Klimaklasse III können in der Regel auch für private Badezimmer eingesetzt werden, wenn die Dampfschwaden durch ausreichende Lüftung oder eine automatische Belüftung nach draußen befördert werden.

Feuchtstrahlen

Feuchtstrahlen ist eine sehr effektive Methode, um verschmutzte Oberflächen wie zum Beispiel Fassaden zu reinigen. Die Methode ähnelt dem Druckluftstrahlen, allerdings werden der Druckluft durch Eindüsen geringe Wassermengen in Form feiner Tropfen oder Wasserdampf zugeführt. Ein weiterer Vorteil des Feuchtstrahlens ist die Staubbindung. Feuchter Staub kann aber auch teilweise zu Verkrustungen und Anrostungen führen, die ein trockenes Nachstrahlen dieser Bereiche erfordern.

Feuerbeton

Feuerbetone werden aus hitzebeständigen sowie feuerfesten, dichten oder porigen Granulaten, Bindemitteln, Anmachflüssigkeit und ggf. unter Zugabe von Mikrofüllern hergestellt. Feuerbeton kann in tragenden und nichttragenden Bau- und Anlagenteilen, ungeformt in monolithischen bzw. geformt und ungebrannt in Fertigteil- oder Stahlbetonkonstruk­tionen bei Temperaturen > 350 bis 2000 °C eingesetzt werden. Ein Anwendungsgebiet ist zum Beispiel der Tunnelbau.

Feuerleiter

auch: Feuerleitern

siehe Fluchtleiter

Feuerlöscher

Ein Feuer kann entstehen und brennen, wenn brennbares Material, Sauerstoff und eine Zündenergie vorhanden sind. Fehlt nur eines der drei Dinge, kann kein Feuer bestehen. Darauf beruht die Wirkung des Feuerlöschers, indem er nämlich als Wasserlöscher, Pulverlöscher, Schaumlöscher und Kohlendioxidlöscher dem Feuer buchstäblich die Luft (also den Sauerstoff) entzieht oder die Flammen durch Wasser, Schaum oder Pulver erstickt. Eines haben alle Feuerlöscher gemeinsam: die Löschmittel müssen beim Einsatz unter Druck stehen. Dabei unterscheidet man zwischen Dauerdrucklöscher und Aufladelöscher.

Feuerlöschspray

Feuerlöschspray in Dosen ist der kleine Bruder eines Feuerlöschers. Brände brechen sehr oft in Küchen aus, wenn Töpfe und Pfannen auf der heißen Herdplatte "vergessen" werden. "Beliebte" Brandherde sind auch vergessene Kerzen oder noch glühende Zigaretten. Bevor aus einem kleinen Brand ein lebensbedrohliches Feuer wird und Bewohner an Brandgasen sterben, sollte jeder kleine Brand erstickt werden. Feuerlöschspray hilft dabei sehr effektiv und die Dosen sollten griffbereit aufbewahrt werden. Bei einer Sprühweite bis fast 4 m bringt sich der Nutzer dieser Sprays selbst nicht in Gefahr. Mit dem Spray können Fette und Öle, brennbare Flüssigkeiten sowie schmelzende Stoffe und nicht schmelzende Stoffe - etwa Textlilien aus Kunststoff - gelöscht werden. Hat sich das Feuer schon stark ausgebreitet, sollte ein Feuerlöscher eingesetzt werden.

Feuermelder

auch: Handfeuermelder, Druckknopfmelder

Feuermelder dienen wie Rauchmelder, Flammenmelder oder Wärmemelder zur Benachrichtigung eines Brandes. Allerdings geschieht das beim Feuermelder nicht automatisch, wie bei den oben genannten Meldern. Unter einem Feuermelder wird demnach in der Regel ein Handfeuermelder verstanden, bei dem ein Knopf gedrückt werden muss, um den Brand zu melden. Gesehen hat solch einen Feuermelder, der durch eine Glasscheibe geschützt ist, sicherlich schon jeder. Diese Glasscheibe muss für den Gebrauch zunächst eingeschlagen werden, bevor der rote Knopf gedrückt werden kann. Der missbräuchliche Gebrauch des Feuermelders kann strafbar sein. Ist der Knopf erst einmal gedrückt und der Alarm an die Brandmeldezentrale weitergegeben, kann er nur durch den zugelassenen Techniker oder die Feuerwehr wieder zurückgestellt werden. Feuermelder sind in einem Brandschutzplan durch ein spezielles Piktogramm gekennzeichnet.

Feuerschutztore

auch: Feuerschutztore

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Industriegebäude, Hallen, Tiefgaragen, Hangars usw. müssen mit Feuerschutztoren ausgestattet sein, wobei die Anforderung an die Dauer des Brandwiderstands, den das Tor leisten muss, von Bauwerk zu Bauwerk sehr unterschiedlich sein kann. Die Widerstandsklassen T 30, T 60 und T 90 besagen, dass das entsprechende Feuerschutztor 30, 60 oder 90 Minuten "feuerbeständig" sein muss. Die Ausführungsbestimmungen sind in der DIN EN 12604 festgelegt. Zu den Anforderungen gehört, dass die Tore im Brandfall selbst bei Stromausfall automatisch schließen, um die gefürchtete Sogwirkung des Feuers zu unterbrechen. Die Torflügel bzw. Lamellen eines solchen Tors bestehen aus Stahlblechen, zwischen die unbrennbare Mineralwolle und z. B. Silikatplatten eingebaut sind.

Feuerschutztür

auch: Feuerschutztüren, Feuerschutztüre

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Feuerschutztüren sind bauaufsichtlich und feuerpolizeilich für bestimmte Einsatzzwecke vorgeschrieben. Dazu gehört z. B. im Privatbereich die Tür, die den Heizungsraum im Brandfall abschottet. Türen in bestimmten Gewerbe- und Industriebereichen müssen feuerhemmend ausgestattet sein, wobei die entsprechenden Abkürzungen T 30 bis T 180 bedeuten, dass so gekennzeichnete Feuerschutztüren dem Feuer 30 bis 180 Minuten standhalten müssen. Eine Wohnungseingangstür sollte nach Expertenmeinung mindestens 60 Minuten einem im Treppenhaus/Korridor entstandenen Feuer Widerstand leisten können.

Feuerschutz von Dächern

Beim Feuerschutz von Dächern wird zwischen "widerstandsfähig gegen Flugfeuer und strahlende Wärme (harte Bedachung)" und "Dächer ohne Nachweis (weiche Bedachung)" unterschieden. Der notwendige Nachweis ergibt sich für einzelne Deckungen oder Abdichtungen aus DIN 4102-4 "Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Zusammenstellung und Anwendung klassifizierter Baustoffe, Bauteile und Sonderbauteile" oder es ist eine Prüfung gemäß DIN 4102-7 "Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Bedachungen" erforderlich.

Feuerton

Feuerton wird aus dem natürlich vorkommenden Ton, welches mit Schamotte vermischt wird, unter Beimischung von Quarz und Wasser hergestellt, somit handelt es sich um einen natürlichen Baustoff. Der daraus gebrannte Feuerton ist bis zu einer Temperatur von ca. 1700 °C feuerbeständig. Feuerton wird zur Herstellung von Schornsteinen, als Ofenausmauerung, für Sanitärobjekte wie Badewannen und Waschbecken und als Spülsteine in der Industrie verwendet. Da der Scherben des Feuertons porös ist, muss zur Verbesserung der Eigenschaften eine relativ dicke Porzellanglasur aufgebracht werden, gleichzeitig kann damit jedoch die Oberflächenfarbe des Feuertons über weiß und farbig bis zu den dunkelbraunen Farbtönen gestaltet werden. Die Glasuren bestehen aus natürlichen Mineralien, wie z. B. Kalk, Kreide, Dolomit, Feldspäte sowie den Farbkörpern.

Feuertreppe

auch: Feuertreppen

Andere Bezeichnung für Fluchttreppe

Feuerungstechnik

siehe Brenner.

feuerungstechnischer Wirkungsgrad

Der feuerungstechnische Wirkungsgrad gibt an, wieviel Prozent der im Brennstoff enthaltenen Energie tatsächlich ausgenützt werden. Er errechnet sich aus der mit dem Brennstoff zugeführten Wärmeenergie (Heizwert) abzüglich dem Abgasverlust, also der Energie, die mit dem Abgas verloren geht. Auf eine Formel gebracht: Feuerungstechnischer Wirkungsgrad in % = 100 % – Abgasverlust in %

Feuerungs- und Schornsteinbauer

Feuerungs- und Schornsteinbauer erlernen ihr Handwerk in einer dreijährigen Ausbildung. Sie bauen und sanieren industrielle Feuerungsanlagen für extrem hohe Temperaturen und die dafür erforderlichen Abgasleitungen. Sowohl im Schornsteinbau als auch im Feuerungsbau mauern, verputzen und verfugen sie oder montieren Fertigteile. Sie beherrschen die Tätigkeit des Maurers ebenso wie die des Stahlbetonbauers. Denn die oft alles überragenden, bis zu 300 Meter hohen Schornsteine bestehen außen aus Stahlbeton und innen aus einem Schamotte-Mauerwerk. Moderne Gleitschaltungen werden gebaut, zeitgemäße Fördertechnik und Spezialmaschinen für das Herstellen von Beton eingesetzt. Der Feuerungs- und Schornsteinbauer darf keine Höhenangst haben und muss absolut schwindelfreí sein.

Feuervergoldung

Die Feuervergoldung ist ein Vergoldungsprozess, bei dem Gold in Quecksilber aufgelöst und als dünne Schmelze auf den gereinigten Metallgegenstand (meist Kupfer oder verkupfert) aufgestrichen wird. Anschließend wird der Gegenstand in Feuer oder Glut erhitzt, wodurch das Quecksilber verdampft und das Gold eine feste Verbindung mit dem Trägermetall eingeht. Dabei entstehen hochgiftige Quecksilberdämpfe. Die Feuervergoldung diente früher zum Schutz vor Korrosio und war gleichzeitig sehr dekorativ. War früher auch mit Silber und Zinn bei kostbaren Beschlägen im Einsatz. Wegen seiner gefährlichen Dämpfe ist dies heute aber nicht mehr üblich.

Feuerverzinkung

Bei diesem Schmelztauchverfahren werden die Konstruktionsteile, Werkstücke oder Bleche aus Stahl durch Eintauchen in eine flüssige Zinkschmelze (ca. 450 °C) mit einem Zink- bzw. Zinklegierungsüberzug versehen. Dadurch entsteht ein massiver, metallischer Zinküberzug (je nach Werkstoff ca. 50 – 150 µm). Zwischen Eisen und Zink kommt es zu einer metallurgischen Reaktion ( Fe-ZN-Legierung). Diese untrennbare Verbindung von Zink und Stahl, die beim Verzinkungsprozess entsteht, bewirkt einen Korrosionsschutz, der sich von allen anderen Verfahren vorteilhaft unterscheidet.

Feuerwehraufzug

auch: Feuerwehraufzüge

Spezieller Aufzug, der den Sicherheitsanforderungen der technischen Regeln für Aufzüge entspricht und der für die schnelle Beförderung von Einsatzkräften der Feuerwehr einschließlich Gerät zur Brandbekämpfung sowie für Rettungsarbeiten im Brandfall bestimmt ist.

Feuerwehrplan

auch: Feuerwehrpläne

Entscheidend für einen wirkungsvollen Einsatz sind für die Einsatzkräfte unter anderem die Ortskenntnisse und die Kenntnis über besondere Gefahrenpunkte des Objektes. Durch Feuerwehrpläne wird die Lagebeurteilung und die Gefahrenabwehr wesentlich erleichtert. Der Feuerwehrplan enthält alle notwendigen Angaben die für eine rasche Orientierung am und im Objekt notwendig sind. Durch Aussagen über die bauliche Beschaffenheit, Gefahrenpunkte und Schutzeinrichtungen wird eine genauere Lagebeurteilung ermöglicht. Sofern die Darstellung einer baulichen Anlage auf nur einem Blatt nicht möglich ist, darf der Feuerwehrplan mehrere Blätter umfassen. Die einzelnen Etagen können zum z.B. auf Detailplänen dargestellt werden. Zusätzlich muss dann aber ein Übersichtsplan als Teil des Feuerwehrplanes auf einer Seite erstellt werden. Besondere Angaben, z.B. zur Löschwasserrückhaltung, zum Abwassernetz oder sicherheitstechnische Einrichtungen, können auch in Form einer gesonderten Seite dem Feuerwehrplan beigegeben werden.

Feuerwehrzufahrt

Die Feuerwehrzufahrt ist eine befestigte Fläche auf einem Grundstück, die mit der öffentlichen Verkehrsfläche direkt in Verbindung steht. Die Feuerwehrzufahrt kann auch überbaut sein. Sie dient zum Erreichen von Aufstell- und Bewegungsflächen mit Feuerwehrfahrzeugen. Da die Zufahrt zu den Gebäuden immer möglich sein soll, müssen die Flächen von Autos und anderen Hindernissen freigehalten werden.

Feuerwiderstandsdauer

Mindestdauer in Minuten, die Bauteile den Feuer widerstehen können.

Feuerwiderstandsfähigkeit

Die Feuerwiderstandsfähigkeit ist die Fähigkeit eines Tragwerks oder eines Bauteils, die geforderten Funktionen (z.B. Tragfähigkeit) für eine bestimmte Brandbeanspruchung oder für eine bestimmte Dauer zu erfüllen. Sie wird für einzelne Bauteile festgestellt, die einzelnen Feuerwiderstandsklassen zugeordnet werden.

Feuerwiderstandsklassen

auch: Feuerwiderstandsklasse, Feuerwiderstands-Klasse, Feuerwiderstands-Klassen

Einteilung von Bauteilen nach ihrer Feuerwiderstandsdauer. Bei Tragwerken, Unterdeckungen, Dächern, z.T Verglasungen, z.T Wände gibt es folgende Feuerwiderstandsklassen: F30, F60, F90. Die Zahl gibt die Feuerwiderstandsdauer in Minuten an. Sonderbauteile haben statt "F" einen anderen Buchstaben zur Kennzeichnung: Gegen Feuer widerstandsfähige Verglasung: G 30 - G 120, Nichttragende Außenwände und Brüstungen: W 30 - W 180, Feuerschutztüren, Rolladen, Tore: T 30 - T 180, Lüftungsleitungen: L 30 - L 120, Brandschutzklappen: K 30 - K 90,Rohrabschottungen: R 30 - R 120, Elektrokabelkanäle: E 30 - E 90, Kabelabschottungen: S 30 - S 180.

Feuerzement

Fiberglas-Rollbandmaß

auch: Fiberglas-Rollbandmaße

siehe Rollbandmaß.

Fiberscheibe

auch: Fiberscheiben

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Fiberscheiben sind sehr gut für alle Schleifarbeiten geeignet. Sie können beispielsweise zum Entgraten und Entrosten verwendet werden. Neben der Metallbearbeitung läßt sich auch Holz oder Gusseisen mit Fiberscheiben bearbeiten. Als Beschichtung von Fiberscheiben dient Korund oder Siliciumcarbid.

Fichte

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Die Fichte ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Nordamerika stark verbreitet. Das Fichtenholz hat eine gelblichweiße bis rötlichweiße Farbe und ist sehr harzig. Das Holz der Fichte gilt als wichtigstes Bauholz. Zudem wird es zur Papierherstellung und für Tischlerarbeiten verwendet.

Figurenkapitell

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Kapitelle waren in der mitteleuropäischen Baugeschichte ein besonderes Merkmal der Romanik. Zu den wesentlichen Gestaltungsformen gehörte das Figurenkapitell, das diesem Kapitelltyp den Namen gab. In das Kapitell wurden sehr unterschiedliche Figuren eingemeißelt, vom Heiligenbild bis zur Fratze, was auf heidnischen Abwehrzauber zurückgeht.

Fiktive Abnahme

Eine fiktive Abnahme kann auf drei unterschiedliche Arten eintreten. Eine Bauleistung gilt zum Beispiel als fiktiv abgenommen mit Ablauf von 12 Werktagen nach schriftlicher Mitteilung über Fertigstellung der Bauleistung. Zahlt der Bauherr nach der Fertigstellungsmitteilung des Handwerkers die Schlussrechnung, wird das ebenfalls als fiktive Abnahme gewertet. Es gilt hier ebenfalls eine Frist von 12 Tagen. Schon nach 6 Werktagen gilt eine Bauleistung als fiktiv abgenommen, wenn der Bauherr in das fertiggestellte Haus einzieht oder sich wohnlich einrichtet. Außer, der Bauherr hat mit dem Handwerker bzw. Bauunternehmer etwas anderes vereinbart. Nicht als Abnahme dient das teilweise Bewohnen einer baulichen Anlage, damit die Bauarbeiten weitergeführt werden können.

Filamentband

auch: Filamentbänder

Mit Glasfasern verstärktes Packband mit hoher Längs- und Querreissfestigkeit. Zum Verpacken überschwerer Kartons. Zum Bündeln von Rohren und Sichern von Paletten.

Filigrandecke

Bei einer Filigrandecke handelt es sich um eine Fertigbetondecke, die bei der Anlieferung sofort verlegt werden kann. Die Filigrandecke wird später noch mit der oberen Bewehrung versehen und betoniert. Die Teile der Fertigdecke liegen auf den tragenden Innenwänden und auf den tragenden Außenwänden 2-3 cm auf. Die Filigrandecke hat den Vorteil, dass man keine Schalung von unten benötigt. Lediglich die Ränder müssen eingeschalt und mit einer Wärmedämmung versehen werden.

Filler-Machart

Machart einer Litze für ein Stahldrahtseil im Parallelschlag. Seile in Filler-Litzenkonstruktion haben besonders gute Dauerbiegeeigenschaften.

Filter

Ein Filter ist eine technische Anlage zur Trennung oder Aufspaltung eines Stoffgemisches. Im Fall der Trinkwasseraufbereitung wird in Feststoffe (Filterkuchen) und Flüssigkeiten (Filtrat) aufgetrennt. Als Filtermaterial wird hier z. B. Quarzsand oder Aktivkohle verwendet. Im Fall der Abluftreinigung dient der Filter der Entfernung oder Verringerung von umweltrelevanten Emissionen (insbesondere Partikel). Üblicherweise werden in der Abluftreinigung Elektro-, Gewebe- und Keramikfilter verwendet.

Filterbeton

siehe Dränbeton.

Filterschicht

auch: Filterschichten

Die Filterschicht ist der Teil der Dränschicht die verhindert, dass ausgeschlämmter Boden in die Sickerschicht gelangt.

Filterstabilität

Bezeichnung aus dem Straßen- und Wegebau, wobei in die ausgekofferte Grube verschiedene Kies- und Schotterschichten eingebracht werden. Die Korngrößen des eingebrachten Schotters müssen so gewählt werden, dass nach der Verdichtung kein Materialaustausch erfolgen kann, was ansonsten die Drainfähikeit, die Frostsicherheit und die Belastbarkeit des Weges oder der Straße beeinträchtigen könnte.

Filtervlies

Filtervliese haben im Baubereich zahlreiche Einsatzgebiete. Grundsätzlich haben sie die Aufgabe, Schadstoffe oder andere unerwünschte Stoffe aus dem Wasser oder der Luft zu filtern. Luftfilter findet man im Klima- und Lüftungsbereich, Belüftung im Elektrotechnik-Bereich, Klimaschränke, Ansaug- und Verbrennungsluft vor Gebläsen oder Verdichtern. Wasserfilter werden beispielsweise beim Gründach oder der Dränage verwendet.

filzen

auch: gefilzter Putz

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Arbeitstechnik beim Verputzen von Decken und Wänden. Dabei erfolgt unmittelbar nach dem Bewurf und dem ersten "Anziehen" des Putzes das Filzen des Putzes als Glättung. Zum Filzen werden Schwämme oder Schwammbretter verwendet mit deren Hilfe der angeworfene Putz bis auf ein gewünschtes Niveau ausgerieben und je nach gewünschtem, bewegtem Oberflächencharakter geglättet wird und in den Untergrund des überkommenen Mörtelbestandes einmassiert werden kann.

Filzgleiter

Filzgleiter schützen Bodenbeläge aus Holz, Laminat, Fliesen, Marmor oder Vinyl vor Schäden, die beim Schieben und Herumrücken von Möbeln entstehen können. Die Filzplättchen sind rund und werden in verschiedenen Größen und Stärken angeboten. Aufgrund der selbstklebenden Oberfläche lassen sie sich einfach unter Stühlen, Schränken oder sonstigen Möbeln befestigen. Filzgleiter mit Einschlagnägeln haben sich nicht bewährt, weil sich die Nagelköpfe nach einiger Zeit herausdrücken und den Bodenbelag zerkratzen.

Filzputz

auch: Filzputze

Filzputz als Oberputz ist ein Kalkzementputz, der 3-4 mm stark auf die ausgetrocknete Grundierung aufgetragen und mit einem Filzbrett strukturiert wird. Die Oberfläche ist nahezu glatt. Dieser Putz ist besonders geeignet für kleine Flächen. Große, untergeordnete Flächen sind ebenfalls mit Filzputz zu gestalten. Jedoch muss man auf großen Flächen mit feinen Haarrissen rechnen, die bei einer so glatten Struktur deutlich sichtbar werden.

Finanzierung

auch: Finanzierungen

Darunter versteht man die meist langfristige Finanzierung von Immobilien durch einen oder mehrere Finanzierungsbausteine. Üblicherweise sind das Bauspardarlehen, Bank- und/oder Versicherungshypotheken, die von einem oder mehreren Baufinanzierungsinstituten zur Verfügung gestellt werden. Um eine solide Finanzierung zu gewährleisten, sollte die Eigenkapitalsquote des Bauherrn bzw. des Käufers 30 Prozent des insgesamt für die Anschaffung des benötigten Kapitals nicht unterschreiten.

Findling

auch: Findlinge

Streng genommen versteht man unter einem Findling einen Natursteinbrocken, der durch die Gletscher der Eiszeit über eine weite Strecke fortbewegt und an ganz anderer Stelle als seinem Enstehungsort gefunden wurde. Findlinge sind durch Eisschliff meist abgerundet und weisen teils Schrammen auf. Im Handel werden aber auch Steinbrocken unter dem Namen „Findling“ verkauft, die keine eiszeitlichen Einwirkungen aufweisen.

Fingerprint

Fingerscanner

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Fingerscanner werden in steigendem Maße in Bürogebäuden, aber auch an Wohn­häusern eingesetzt. Nur für den, der über seinen Fingerabdruck auf einen in einem kleinen Kästchen untergebrachten Sensor identifiziert worden ist, öffnen sich die Türen. Das System hat Vorteile gegen­über der automatischen Einlasskontrolle durch Zugangscodes oder Magnetkarten. Codes können vergessen oder verwechs­elt werden, Magnetkarten können verloren werden. Der Fingerabdruck hingegen nicht.

Finne

siehe Hammer

finnische Sauna

auch: finnischen, Sauna

Die finnische Sauna ist die traditionelle Form der Sauna. Die Temperatur beträgt zwischen 85°C und 95°C, die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 10% und 30%. Durch Aufgüsse wird die Luftfeuchte kurzeitig erhöht und der Hitzereiz verstärkt. Durch den Saunagang wird die Haut porentief gereinigt, man entschlackt und das Immunsystem gestärkt. Auch der Stoffwechsel wird angeregt. Für kreislaufempfindliche Personen eignet sich jedoch mehr die Bio-Sauna.

Firnis

auch: Firnisse

Das Wort kommt aus dem Französischen (vernis = Lack). Firnis ist aber in unserer Bedeutung kein Lack, sondern allenfalls ein Klarlack. Firnis wird im Baubereich vor allem bei der Holzbearbeitung eingesetzt, und zwar hier ausschließlich das Leinölfirnis. Ansonsten wurde und wird Firnis von den Kunstmalern benutzt, um die Leuchtkraft von Ölgemälden zu verstärken und die Gemälde insgesamt vor Umwelteinflüssen zu schützen. Reine Ölfirnisse haben die Angewohnheit nachzudunkeln. Der Vorgang läßt sich beschleunigen, in dem man den Firnis leicht einfärbt. Das nutzt(t)en Kunstfälscher aus, um neue Bilder zu "antikisieren".

First

auch: Dachfirst, Firstlinie, Dachforst, Forst, Firste

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Der First ist die oberste Dach- bzw. Gebäudekante. Sie ist waagerecht und wird von zwei sich schneidenden Dachflächen gebildet. Weitere Bezeichnungen für den First sind Dachfirst, Firstlinie, Dachforst, Forst und Först.

Firstanfänger

Firstanfangsscheibe

auch: Firstanfangsscheiben

siehe Firstscheibe

Firstbalken

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Firstbalken sind ein typisches Produkt der Unternehmen, die Brettschichtholz und insbesondere Leimbinder herstellen, wobei korrekterweise der Leimbinder eigentlich Brettschichtholzbinder heißen müßte. Der trapezförmige Firstbalken aus Brettschichtholz kann Dachspannweiten bis 40 m überbrücken; er wird deshalb für den Bau von Industrie- oder Sporthallen verwendet und hat eine sehr hohe Stabilität und Tragkraft. Je nach Architektur und statischen Anforderungen wird der Firstbalken auch als "umgekehrter Firstbalken" eingebaut (siehe Zeichnungen).

Firstbaum

andere Bezeichnung für Firstpfette.

Firstdachziegel

auch: Firstziegel, Sattelziegel, Haubenziegel

Mit diesem speziellen Dachziegel wird der First eingedeckt. Der Firstdachziegel muss die anderen Dachziegel auf beiden Seiten überdecken. Er ist meist als Hohlziegel oder Rinnenziegel ausgebildet. Der Firstdachziegel macht das Dach regensicher und kann trocken oder in Mörtel verlegt werden. Sie werden auch häufig als Dachschmuck gestaltet. Weitere Bezeichnungen für den Firstdachziegel sind Sattelziegel und Haubenziegel.

Firstendscheibe

auch: Firstendscheiben

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Firstendscheiben aus Aluminium, PVC oder Keramik bilden den Abschluss des Firstes. Zum einen sind sie dekorativ, zum anderen verhindern sie den Vogeleinflug ohne die Lüftung zu behindern. (Foto: Hersteller Klöber)

Firstformstein

auch: Firstformsteine

siehe Firststein.

Firstklammer

auch: Firstklammern

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Klammern aus Aluminium für die Befestigung von Tondachziegeln oder Betondachsteinen am First.(Foto: Hersteller Klöber)

Firstlasche

siehe Firstzange.

Firstlattenhalter

siehe Firstnagel

Firstlinie

auch: Firstlinien

siehe First.

Firstnagel

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Der Firstnagel oder Firstlattenhalter ist nur insofern ein Nagel, als er tatsächlich in Holz eingeschlagen wird. Und zwar genau an jener Stelle eines Steildaches, an der die Sparren den First bilden (siehe Zeichnung). Der Firstnagel hat eine Länge zwischen 21 und 26 cm und verfügt statt über einen Nagelkopf über eine Art Balkenschuh, in den die Firstlatte eingelegt und seitlich beidseitig verschraubt wird (Foto Bierbach). Der Firstnagel ermöglicht ein Eindecken des Daches bis zum First.

Firstpfahl

Andere Bezeichnung für Giebelspieß.

Firstpfette

auch: Firstpfetten

siehe Pfette.

Firstsäule

auch: Firstsäulen

siehe Firstständer.

Firstscheibe

auch: Firstscheiben

Am First des Daches aus Dekorationszwecken angebrachte, mit Dekoren verzierte Scheiben aus Dachkeramik

Firstschmuck

siehe Dachschmuck.

Firstspitze

Andere Bezeichnung für Giebelspieß.

Firstständer

auch: Firstsäule, Hochsäule

Vom Erdboden bis zum First reichender Ständer zur Stützung des Dachgerüstes, im Innern des Hauses freistehend als Firstsäule bezeichnet, im Giebel oder in Querwänden Firstständer, veraltet auch hier Firstsäule genannt. Bei einem Pfettendach trägt der Firstständer gemeinsam mit mindestens einem anderen Firstständer die Firstpfette. Daran hängen die schräg verlaufenden Sparren bzw. Rofen, an denen wiederum die Dachhaut befestigt wird. Weitere Begriffe für Firstständer sind Hochsäule oder Spitzsäule.

Firststein

auch: Firstformstein, Gratstein, Gratformstein, Betonfirst, Firststeine

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Der Betonfirst bzw. Firststein ist die Abdeckung für den First. Dieser Formstein verhindert, dass Regen in die Dachkonstruktion gelangt. Wie auch die Dachpfannen gibt es den Firststein in unterschiedlichen Farben und Formen.

First- und Gratlattenhalter

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Der First- und Gratlattenhalter ermöglicht, im Gegensatz zum First- und Gratnagel, einen variablen Nageleinschlag und erleichtert damit die genaue Fixierung der Firstlatte. Der Aufbau erlaubt Winkel- und abstandsgenaue Justierung des Elements auf jedes geforderte Maß. (Foto: Hersteller Klöber)

First- und Gratnagel

auch: First-, und, Gratnägel

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Der First- und Gratnagel aus feuerverzinktem Stahl wird in die First- oder Gratpfette eingeschlagen. Dort läßt er sich einfach wie gewünscht ausrichten und anschließend darauf die Firstlatte befestigen.(Foto: Hersteller Klöber)

Firstverglasung

Bei der Firstverglasung wird im Gegensatz zu einer Dachverglasung nicht das ganze Dach bzw. der Dachstuhl verglast, sondern (fast ausschließlich) bei Wohnbauten Teile des Firstes. Das geschieht, um einen besonderen Effekt und eine größere Lichtausbeute zu erzielen, wenn der Wohnraum in ein Dachgeschoß übergeht. Die Verglasung sollte dabei sowohl eine einbruchhemmende Verglasung sein wie auch eine Dreifachverglasung, um Energieverluste zu vermeiden.

Firstzange

auch: Firstlasche

Eine Firstzange oder -lasche bezeichnet die zug- und druckfeste Verbindung der Sparren im Bereich des Firstes. Diese Bretter werden ein- oder beidseitig an die Sparren genagelt.

Firstziegel

Fischband

auch: Fischbänder

siehe Fitschenband.

Fischbauchträger

Der Fischbauchträger ist ein Fachwerkträger, der ähnlich einem Fischbauch elliptisch geformt ist. Fischbauchträger findet man zum Beispiel im Industriebau oder bei älteren Brücken (vor allem Eisenbahnbrücken). Die zu erreichende Tragsicherheit wird durch ein unter dem Träger umgelenktes Zugband erzeugt wird. Diese Bauweise ist heute nicht mehr üblich, da durch neue Baustoffe und Bauverfahren schlankere Bauweisen möglich sind.

Fischblase

auch: Schneuß

Die Fischblase oder auch Schneuß ist ein im Spätmittelalter häufig vorkommendes Ornamentmotiv des spätgotischen Maßwerk, das in seiner Form der Schwimmblase von Fischen ähnelt. Die Fischblase kann auch S-förmig geschwungen und in Gruppen angeordnet sein. Die Fischblasen in einem Kreis zusammengestellt, ergeben z.B. eine Wirbelform, den sogen. Dreischneuß. In der franz. und engl. Spätgotik ist die geschwungene Fischblase in die Länge gezogen, so dass sie eher einer Flamme gleicht, weshalb sie in der Spätgotik "Style flamboyant" (geflammter Stil) genannt wird.

Fischgrät

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Das Fischgrätmuster zählt zu den klassischen Verlegemustern bei Parkett. Es produziert interessante Lichtspiele und hat seinen Namen, weil es an die Gräten von Fischen erinnert. Fischgrätmuster werden auch als Doppel- und Dreifachfischgrät ausgeführt, wo immer zwei oder drei Stäbe nebeneinander angeordnet werden (siehe auch Abbildung). Das Fischgrätmuster eignet sich besonders für große Räume. Auch eine Art dieses Musters, das französische Fischgrät, ist ein überaus schönes Muster für Parkett. Es besteht aus Parkettstäben, die beidseitig um 45° abgeschrägt sind. Angebracht wird es dann als Zopfreihen, zwischen denen eine durchgehende Kopf-Fuge verläuft.

Fischgratschalung

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Eine Holzverschalung, bei der die Bretter oder Paneele wie bei einem Fischgratmuster in Anzugstoffen diagonal verlegt werden. Bei einer Fassadenbekleidung nur zu empfehlen, wenn konstruktiver Holzschutz vorhanden ist - z. B. ein weit überkragendes Dach. Diese Art der Brettbekleidung wird bevorzugt bei Garagentoren aus Holz ausgeführt.

FI-Schutzschalter

Fitschen

auch: Fitsche

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Klassische Türbänder an Holztüren, die es in verschiedenen Stärken gibt. Fitschen wurden früher in den Türrahmen mit dem sogenannten Fitscheneisen eingelassen. Später verwendete man dazu spezielle Kombi-Maschinen, mit denen man auch Schlösser von Haus- und Zimmertüren einstemmen konnte. Fitschen werden heutzutage vor allem im Bereich der denkmalgeschützten Sanierung eingesetzt. Der Begriff des Fitschenrings ist jedoch nach wie vor in Gebrauch, Fitschenringe gehören zum Standardsortiment des Eisenwarenhandels.

Fitschenband

auch: Einstemmband, Fischband, Fitschenbänder

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Fitschenbänder, auch Einstemmbänder genannt, sind spezielle Beschläge bei Fenstern und Türen. Sie bestehen aus zwei Bandlappen und einem Dorn. Ein Bandlappen wird in den Fensterflügel oder in das Türblatt, der andere in den Blendrahmen eingestemmt. Das Einlassen kann maschinell mit einem Fräser oder manuell mit einem Stemmeisen vorgenommen werden. Unter Fitschen hingegen wird zwar auch ein Türband verstanden, jedoch eines zum Aufschrauben auf den Türrahmen.

Fitscheneisen

Das Fitscheneisen ist ein Werkzeug zum Einstemmen von Fitschen. Diese Eisen sehen aus wie Meissel, haben also oben den Griff und die Schlagfläche. Unten verbreitern sie sich und dieses entsprechend der Stärke der Bänder. Die Breite der Eisen war ebenfalls auf die Stärke abgestimmt. Das Geheimnis dieser Fitschenbandeisen sind die auf den flachen Seiten der Klinge aufgebrachte kleinen Zähne. Man schlägt das Fitschenbandeisen immer ein wenig tiefer in das Holz und wendet es nach jedem Arbeitsgang, da diese Zähne nur einseitig aufgebracht sind. Beim Herausziehen des Eisens blieben dann die Späne in diesen Zähnen hängen. Das Einstemmen der Fitschen war eine äusserst mühselige Angelegenheit und man musste die Stelle, wo das Fitschenband eingestemmt werden sollte, immer sehr sorfältig zwischen zwei Beilagen spannen, denn es kam häufig vor, dass der Rahmen oder die Tür an dieser Stelle platzte. Besonders schön war es immer, wenn sich genau an der Stelle ein Ast befand. Ende der fünfziger Jahre entwickelte die Industrie entsprechende Maschinen, um die Fitschenbänder einstemmen zu können. Diese Maschinen waren damals schon Kombi - Maschinen, denn man konnte sie umrüsten und dann Schlösser, speziell an Zimmer- und Haustüren, damit einstemmen.

Fitschenring

auch: Fitschenringe

Fitschenbänder sind Beschläge an normalen Türen, vor allem an Innentüren, wobei der eine Beschlagsteil - nämlich der in der Zarge - einen Dorn aufweist, der andere - nämlich der im Türrahmen - eine Hülse. Das Türblatt wird mit der Zarge auf die Art und Weise verbunden, dass die Hülse über den Dorn gesteckt wird. Falls das Türblatt über den Boden schleift oder zu niedrig hängt, können Fitschenringe auf den Dorn geschoben werden. Diese bestehen aus Stahl und sind meistens vermessingt.

Fitting

auch: Fittings

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Aus dem Englischen stammender, eingedeutscher Universalbegriff für Montageteile und Kleinteile aus Metall insbesondere zum Befestigen und Verbinden. Fittings (to fit = montieren, befestigen) werden vor allem in der sanitären Installation und in der Heizungstechnik eingesetzt, hier speziell im Bereich der Rohrverbindungen.

Fixativ

Fixativ ist ein farblose Flüssigkeit, die als Verdünnungsmittel beispielsweise bei Reinsilikatfarbe oder Dispersionssilikatfarbe verwendet wird. Fixativ kann für Grundierungen stark saugender Untergründe auch ausnahmsweise mit Wasser verdünnt werden. Zum Vorstreichen nimmt man eine Verdünnung der fertigen Farbe mit Fixativ.

Fixbride

auch: Fixbriden

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Fixbriden sind an einem Ende aufgebogene Metallteile. Am anderen Ende befindet sich ein Loch, durch das eine Schraube geführt werden kann. Sie werden zum Befestigen von Heizungsrohren oder Rohren der Fußbodenheizung verwendet. Auch Elektrokabel oder Leitungen lassen sich mit Fixbriden fixieren und befestigen.

Fixiergewinde

auch: Teilgewinde

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Schrauben, die eine dauer­haften Ver­bindung von zwei Holz­teilen garantieren sollen, weisen oft ein Fixier­gewinde auf. Diese Schrauben haben kein durch­gängiges Gewinde, sondern ein Gewinde im Unter­teil und eines im Ober­teil unterhalb des Schraubenkopfes. Etwa in der Mitte hat Fixierschraube kein Gewinde, was zu einem sog. Schraubstockeffekt führt. Besonders bei der Montage von Terrassendielen sorgen Schrauben mit Fixiergewinde für eine feste Verbindung ziwschen dem Deckbrett und dem Holzbalken der Tragekonstruktion.

fixiertes Fenster

Fixierung

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen fixierenden und nicht fixierenden Holzschutzmitteln. Nicht fixierende Holzschutzmittel können wieder aus dem Holz ausgewaschen werden und werden daher nur für unter Dach verbautes Holz eingesetzt, das nicht der Witterung ausgesetzt ist. Fixierende Holzschutzmittel werden in großtechnischen Verfahren, wie dem Kesseldruck- oder Doppel-Vakuum-Verfahren ins Holz eingebracht und sind nach Fixierung im Holz schwer auswaschbar. Unter Fixierung versteht man die Reaktion von wasserlöslichen zu weitgehend unlöslich im Holz befindlichen Wirkstoffen. Eine andere Möglichkeit der Fixierung wird beim Befestigen von Teppichböden verwendet. Hier ist eine Fixierung ein wasserlöslicher, dünn eingestellter Klebstoff. Die Wasserlöslichkeit bezieht sich auf die Reaktivierung des Materials nach der Nutzung des Bodenbelags. Dabei wird entspanntes Wasser (unter Zusatz von Spülmittel) aufgebracht, das die Zerstörung der Klebesubstanz bewirkt.

Fix-Pin

auch: Fix-Pins, Fixpin, Fixpins

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Fix-Pins sind kleine Bolzen aus Edelstahl, die mit einem speziellen Schußgerät oder mit einem manuell zu betätigenden Montagegerät in Decken und Wände aus Beton oder Mauersteinen sowie in Estriche eingeschossen bzw. eingeschlagen werden. Mit Fix-Pins werden z. B. Rohrschellen (siehe Zeichnung) befestigt. Fix-Pins haben eine Stärke von 4 mm bei Längen zwischen 14 und 40 mm. Das Foto links zeigt einen Fix-Pin für den Einsatz über ein Schießgerät, rechts einen Fix-Pin für Montage mit einem Schlaggerät.

Flachbandhalter

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Während Leitungshalter und Dachleitungshalter für runde Leitungen des äußeren Blitzschutzes verwendet werden, findet man Flachbandhalter bei flachen Metallbändern. Die Befestigung des Flachbänder erfolgt mit zwei Schrauben oder mit einer Schraube und Druckteller. Der Flachbandhalter selbst wird je nach Untergrund ebenfalls unterschiedlich montiert. Es gibt Halter mit Innengewinde, mit Langloch, mit Holzschraube, mit Schraube und Spreizdübel. Hergestellt werden Flachbandhalter aus Kupfer, nichtrostendem Stahl sowie Stahl mit einer Titan-Zinnlegierung.

Flachbandkabel

auch: Flachbandkabeln

siehe Flachkabel

Flachbordstein

auch: Flachbordsteine

Der Flachbordstein ist ein Bordstein mit abgeflachter (abgeschrägter) Kantenausbildung. Er ist zwischen 12 und 20 cm breit und 20 cm hoch. Er wird meist an Fahrbahninseln eingebaut und kommt noch häufiger als der Hochbordstein mit den Reifen von Fahrzeugen in Berührung. Daher ist er angeschrägt, damit er selbst und die Fahrzeugreifen nicht beschädigt werden.

Flachdach

auch: Flachdächer

Flachdächer sind allgegenwärtig und dominieren im Gewerbebau, im Bereich des privaten Hausbaus werden sie - mit stark abnehmender Tendenz - bei Bungalows angelegt und natürlich bei Garagen und Carports. Bei Flachdächern erfolgt keine Dacheindeckung mit Dachpfannen, vielmehr wird die Dachfläche mit Dachbahnen oder mit Metallblechen regenfest gemacht. Konstruktiv wird beim Flachdach unterschieden zwischen Kaltdach, Warmdach und Umkehrdach. Mit Dachbahnen abgedichtete Flachdächer werden auch heute noch, wenn auch mit stark abnehmender Tendenz, mit Rollkies belegt. Stark steigend, bei Gewerbebauten jedoch oftmals auch baubehördlich vorgeschrieben, ist die Anlage einer Dachbegrünung. Dadurch wird das Flachdach zum Gründach. Gründächer sind eine sinnvolle Alternative gegen die zunehmende Verdichtung des Bodens. Flachdächer sind im übrigen keineswegs eben, sie müssen ein Gefälle von mindestens 3 % aufweisen, damit das Regenwasser über den Dachgully oder die Dachrinnen abfließen kann.

Flachdachabdichtung

auch: Flachdachabdichtungen

Flachdachablauf

Flachdachdämmplatte

auch: Flachdachdämmplatten

Flachdachdämmplatten sind spezielle, für die Verwendung auf Flachdächern zugelassene, Dämmplatten. Insbesondere für begehbare Flachdächer müssen sie besonders druckfest sein. Eine hohe Temperaturbeständigkeit ist ebenfalls erforderlich. Zum Einsatz kommen zum Beispiel Dämmplatten aus PUR-Hartschaum, EPS oder Holzwolle. Zum Schutz vor Feuchtigkeit gibt es bitumenbeschichtete oder lateximprägnierte Platten.

Flachdacheinlauf

auch: Flachdachablauf, Flachdacheinläufe

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Damit sich das Regenwasser auf Flachdächern nicht ansammelt, müssen diese entwässert werden. Das Wasser fließt in den Flachdach­ein­lauf, auch Flachdachablauf genannt. Damit Laub oder anderer Schmutz das Rohr nicht verstopfen können, besitzt er ein Sieb, das zwecks Säuberung herausgenommen werden kann.

Flachdachentlüfter

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Flachdachentlüfter sind Strangentlüfter, die den oberen Abschluß von Lüftungsleitungen bilden und die Luftzirkulation von belüfteten Dächern sichern. Sie verfügen über eine Lüfterhaube (auf dem Foto nicht dargestellt) und einem PE-Rohr mit verschiedenartigen Flanschen zum homogenen Verbund mit der Dachbahn. Die Fachleute unterscheiden zwischen Schweißflansch, Klebeflansch oder Los-Fest-Flansch, letzterer zum Anschluß an Dampfsperren.

Flachdachziegel

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Die Bezeichnung Flachdachziegel könnte für Mißverständnisse sorgen. Dieser Ziegel wird selbstverständlich nicht für Flachdächer, sondern für mittel bis flach geneigte Dächer verwendet. Der Flachdachziegel eignet sich jedoch ebenso gut für steile Dachneigungen. Besonders ausgebildete Falze leiten das Wasser auf die Mulde des darunter liegenden Ziegels. Durch den zusätzlichen Vorteil einer sehr dichten, doppelten Kopf- sowie Seitenverfalzung und einem besonders ausgebildeten Vierziegeleck, ist der Flachdachziegel besonders regensicher.

Flachdexel

siehe Dexel

Flachdrahtklammer

auch: Flachdrahtklammern

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Diese Klammern werden wie die Feindrahtklammern mit einem Tacker verwendet. Flachdrahtklammern sind die richtige Wahl bei großen Flächen wie Folienbahnen, da die flach gewalzten Klammern hier besseren Halt bieten.

Flachdübel

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Flachdübel sind flache, elliptisch geformte Dübel aus Pressholzabschnitten. Die Dübel in unterschiedlichen Größen dienen zum Verbinden von Holzteilen. Dazu müssen mit der Flachdübel-Fräse Nute zur Aufnahme der Flachdübel in das Holz gefräst werden. Durch ihre Ellipsenform lassen Flachdübel sich, im Gegensatz zu Runddübeln, in dem 4 mm breiten Schlitz verschieben bzw. ausrichten. Das erleichtert eine genaue Ausrichtung der Holzteile beim Verleimen. Vor allen Dingen ist aber die Leimfläche eines Flachdübels wesentlich größer als die eines Runddübels. Dies und das Auseinanderquellen des Flachdübels bei der Leimzugabe führt zu der enormen Tragkraft und Festigkeit einer Flachdübelverbindung. Es gibt Flachdübel in drei verschiedenen Größen: Typ 0, 10 und 20. Welcher Flachdübel eingesetzt werden kann, richtet sich nach der Holzstärke der Bretter, die man miteinander verbinden will. Als Faustregel gilt: Flachdübel Typ 0 = 10 – 12 mm HolzstärkeFlachdübel Typ 10 = 13 – 15 mm HolzstärkeFlachdübel Typ 20 = ab 16 mm Holzstärke

Flachdübel-Fräse

auch: Flachdübel-Fräsen, Flachdübelfräse, Flachdübelfräsen

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Elektrisches Werkzeug zum Fräsen von Nuten in Holz oder Kunststoff. In diese Nuten werden Flachdübel eingesetzt und mit einem anderen Bauteil verbunden. Dadurch lassen sich nicht sichtbare stabile Holzverbindungen herstellen. Eine weitere Bezeichnung für Flachdübel-Fräse ist Lamellendübelfräse.

Flächenabbrandrate

Flächenabdichtung

auch: Flächenabdichtungen

siehe K-Wanne.

flächenbündig

Flächenbündig

Wenn ein Bauteil gleich welcher Art so in ein anderes Bauteil eingebaut wird, dass sich eine durchgehende Ebene ergibt, spricht man von "flächenbündig". Insbesondere bei Innentüren gibt es die Variante, dass das Türblatt stumpf in die Zarge "einschlägt". Die fachmännische Begriffsdefinition ist "stumpf einschlagend". Türblatt und Zarge sind dann nach landläufiger Bezeichnung flächenbündig. Dieser Effekt spielt vor allem in der Innenarchitektur eine Rolle, wenn Büros oder Wohnungen in einem modernen Design gestaltet werden. Insbesondere Glastüren sind fast ausnahmslos flächenbündig mit der Zarge.

Flächendachziegel

auch: Flächenziegel

Als Flächendachziegel bzw. Flächenziegel werden allgemein alle Dachziegel bezeichnet, die zur Deckung der Dachflächen geeignet sind. Im Gegensatz dazu gibt es auch noch Sonderziegel für zum Beispiel Dachfirst, Dachtraufe, Dachgrat, Ortgang oder Dachkehle.

Flächendrainage

auch: Flächendränage

Flächendränung

auch: Flächendrainage

Die Flächendränage soll Durchfeuchtungsschäden im Bodenbereich des Kellers verhindern. Sie besteht aus einer filterstabilen Kiesschüttung unterhalb der Bodenplatte. Die Dränschicht wird oben mit einer Trennschicht abgedeckt, um das Einfließen des Betons zu verhindern. Bei Verwendung von Kies der Sieblinie B 32 beträgt die Schichtdicke mindestens 30 cm. Wird Kies der Körnung 4/32 mm auf einem Filtervlies eingebaut, kommen Sie mit einer 10 cm dicken Schicht aus. Unterhalb der Dränschicht werden Dränrohre eingebaut, deren Durchmesser und Abstand vom Wasserandrang abhängig sind. Die Dränrohre werden in die Kiesschicht eingebettet und an die Ringdränung angeschlossen.

Flächengründung

auch: Flächengründungen

Eine Flächengründung ist eine Gründung, bei der äußere Lasten (z.B. Gewicht des Gebäudes, Lasten durch Schnee oder Wind) über eine horizontale oder wenig geneigte Sohlfläche in den Boden eingeleitet werden. Flächengründungen setzen einen ausreichend tragfähigen Untergrund voraus. Ist dieser nicht vorhanden, muss in vielen Fällen eine Pfahlgründung vorgenommen werden. Je nach Lage der tragfähigen Bodenschicht kann eine Flächengrundung als Flachgründung oder Tiefgründung ausgebildet werden.

Flächenheizsystem

auch: Flächenheizsysteme

Flächenheizsysteme geben Wärme über große Flächen an den Raum ab. Man unterscheidet Fußbodenheizung, Wandheizung, Fassadenheizung oder Deckenheizung. Oft werden die Systeme in vorhandene Bauteile integriert. Größtenteils funktionieren Flächenheizsysteme über Wärmestrahlung. So werden Luftbewegungen, die zu Zugerscheinungen führen, vermieden. Durch die Wärmestrahlung und die große Fläche der Systeme benötigen sie nur sehr geringe Vorlauftemperaturen und gehören damit zu den Tief- bzw. Niedrigtemperatursystemen.

Flächeninjektion

auch: Flächeninjektionen

Die Flächeninjektion ist eine Möglichkeit der Innenabdichtung von Kellerwänden. Die Flächeninjektion dringt direkt in das abzudichtende Bauteil ein. Das injizierte Gel verteilt sich im Porengefüge, reagiert aus und bildet darin eine flächige Abdichtung. Die Flächeninjektion sollte in Bauteilen aus Mauerwerken nur bei Wänden mit größeren Querschnitten ausgeführt werden. Bei Beton- und Natursteinmauerwerken spielt die Klüftigkeit eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Maßnahmen, bei Ziegelmauerwerk ist die Fugenverteilung der wichtigste Faktor. Bei größeren Hohlräumen und Klüftigkeiten ist eine verfüllende Vorinjektion aus Zementsuspensionen oder Zementleimen sinnvoll.

Flächenkleber

Bezeichnung für Klebstoffe, die für das Verkleben von Materialien auf großen Flächen vorgesehen sind, wobei zur Begriffsbestimmung hinzugefügt werden muss, dass Flächenkleber vollflächig und nicht partiell aufgetragen werden. Typische Einsatzgebiete von Flächenklebern sind das Verkleben von Kork-Bodenplatten oder Fertigparkett.

Flächenkorrosion

Die Flächenkorrosion ist eine Erscheinungsform der Korrosion. Dabei erfolgt ein gleichmäßiger Metallabtrag auf der gesamten Metalloberfläche. Der Vorgang verläuft je nach Werkstoff, Oberflächenbeschaffenheit und Inhaltsstoffen des Wassers sehr unterschiedlich. Die Flächenkorrosion hat ihre Ursache in der Säurekorrosion. Sie ist umso stärker, je weiter der pH-Wert des Wassers vom neutralen Wert 7 in den sauren Bereich abweicht.

Flächenkühlung

auch: Fußbodenkühlung

Abhilfe bei überhitzten Gebäuden kann die Flächenkühlung schaffen. Dabei erfolgt der Wärmeaustausch zwischen den Personen und den großen Kühlflächen zugluftfrei und überwiegend durch Strahlung. So ist auch im Hochsommer ein behagliches Raumklima zu erreichen. Anders als die Klimaanlage sorgt die Flächenkühlung für eine stille bzw. sanfte Kühlung ohne Luftverwirbelungen. Dies ist besonders für Allergiker von Vorteil. Der menschliche Körper verspürt das größte Wohlempfinden, wenn er mindestens 50% seiner Wärmeabgabe über Strahlung regulieren kann. Damit kommt die Flächenkühlung den Bedürfnissen des Menschen entgegen. Eine Flächenkühlung ist auch bei den Wänden oder der Decke möglich. Da aber der überwiegende Teil der in den Raum gelangenden Sonneneinstrahlung auf den Fußboden auftrifft, ist die Flächenkühlung dort am wirkungsvollsten. Da man auf dem Fußboden aber auch mal barfuß unterwegs ist, sollte die Oberflächentemperatur mindestens 19°C betragen. Bei der Fußbodenkühlung unterscheidet man zwischen Trockensystemen und Naßsystemen. Bei Naßsystemen werden die Rohre auf dem Wärmeschutz über dem Rohbeton verlegt und mit Estrich vergossen. Bei Trockensystemen werden die Rohre in Systemplatten verlegt, die meist auch die untere Wärmedämmung bilden. Darauf kommen anschließend Trockenestrichplatten. Zur Flächenkühlung können Systeme zum Einsatz kommen, die im Winter zum Heizen dienen. Im Sommer wird die Flüssigkeit abgekühlt, im Winter erwärmt.

Flächennutzungsgrad

siehe Nutzungsgrad.

Flächennutzungsplan

auch: Flächennutzungspläne

Vorbereitender behördenverbindlicher Bauleitplan, in dem die beabsichtigte Art der Bodennutzung nach den voraussehbaren Bedürfnissen der Kreise, Gemeinden und Städte dargestellt ist. Im Flächennutzungsplan wird u. a. festgeschrieben, welche Gebiete in welcher Weise bebaut werden dürfen, und zwar für Wohn- oder gewerbliche Zwecke und welche Flächen von einer Bebauung freizuhalten sind, zum Beispiel Landschaftsschutzgebiete oder Naturschutzgebiete. Der von den Gemeinden und Städten herausgegebene Bebauungsplan muss sich an den Vorgaben des Flächenutzungsplans halten.

Flächenrakel

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Spezialwerkzeug für den Spachtelauftrag von Fußbodenbeschichtungen. Das Heft ist aus Holz oder Kunststoff, die Klinge aus Stahl oder Gummi kann glatt oder gezahnt sein. Eine gezahnte Klinge erleichtert das Aufbringen einer Beschichtung bestimmter Dicke. Die Breite der Klinge kann bis zu 60 cm betragen.

Flächenrecycling

Flächenrecycling ist ein Begriff aus dem Städtebau. Er bedeutet, dass überwiegend erschlossene Flächen einer anderen Nutzung zugeführt werden. Vielerorts liegen Industrieflächen brach, Militärgelände wird frei oder Bahnstrecken werden stillgelegt. An ihre Stelle treten Gewerbe- oder Wohnbebauung. In Zeiten zunehmender Zersiedelung und abnehmender Siedlungsflächen ist Flächenrecycling eine hervorragende Möglichkeit, zu neuen Bauflächen zu kommen. Die Probleme des Flächenrecyclings liegen im Bereich der Altlasten. Vielfach handelt es sich um sogenannte Altstandorte, an denen früher mit Umweltgefährdenden Stoffen umgegangen wurde, was zu Bodenverunreinigungen führte.

Flächenrüttler

Ein Flächenrüttler ist eine Maschine, mit der bei frisch verlegten Pflastersteine der Fugensand eingerüttelt wird. Damit die Pflastersteine dabei nicht beschädigt werden, sollte beim Abrütteln eine Gummiauflage verwendet werden. Mit einem Flächenrüttler werden jedoch auch Schüttungen (z.B. Schaumglasschotter als Untergrund für Fußböden) verdichtet. Die Schüttung wird dabei häufig mit einer Lastverteilungsplatte (z.B. Holzfaserplatte, Schalplatte) abgedeckt.

Flächenschalter

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Der Flächenschalter ist das Gegenstück zum Wippschalter und zum Kippschalter, da die gesamte Fläche dieses Lichtschalters auf Berührungsdruck regiert, wodurch eine Beleuchtung ein- oder ausgeschaltet wird. Flächenschalter werden aus verschiedenen Materialien angeboten; meistens aus unterschiedlich durchgefärbtem PVC. Die Industrie fertigt Flächenschalter jedoch auch aus Metall und sogar aus Echtholz an.

Flächenspachtel

Flächenspachtel ist zum einen eine schnell erhärtende Gipsspachtelmasse zum Spachteln und Glätten von Putzen. Er wird zum Herstellen idealer Untergründe beispielsweise vor dem Tapezieren verwendet. Zum anderen ist ein Flächenspachtel auch ein besonders breites Spachtelwerkzeug zum Spachteln von größeren Flächen wie Fassaden oder Fußböden. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen (z.B. Flächenrakel) und in Breiten bis 50 cm.

flächensparendes Bauen

Flächensparendes Bauen sollte das Ziel einer jeden städtbaulichen Entwicklung sein. Eine Möglichkeit bzw. Maßnahme der Flächeneinsparung ist die Nachverdichtung älterer Siedlungen, bevor neues Bauland am Stadtrand beansprucht wird. Beim Neubau ist die Minimierung der Erschließungsflächen durch verdichtete Bauweise erstrebenswert. Weiterhin können befestigte Verkehrsflächen gemischt genutzt werden: verkehrsberuhigte Wohnstraßen für Radfahrer und Fußgänger, ohne Bevorzugung des motorisierten Verkehrs. Flächensparendes Bauen verringert den Landverbrauch und das Verkehrsaufkommen; es reduziert den Aufwand für technische und soziale Infrastruktur.

Flächenstrahler

auch: Infrarot-Flächenstrahler

Der Begriff "Flächenstrahler" wird meist in Zusammenhang mit Infrarot-Wärmekabinen verwendet. Bei einem Flächenstrahler handelt es sich demzufolge um einen Infrarot-Flächenstrahler. Solche Flächenstrahler liefern eine milde Infrarot-Strahlungswärme, die im Infrarot-C-Bereich liegt. Dieser Bereich ist gesundheitlich unbedenklich. Durch rundum angebrachte Strahler geben Flächenstrahler ihre Wärme gleichmäßig ab, so dass eine zu starke Erhitzung mit Verbrennungsgefahr ausgeschlossen werden kann. Flächenstrahler gibt es auch bei Lautsprechern und dort in den unterschiedlichsten Bauformen und den verschiedensten Antriebsformen. Bei einem Flächenstrahler erfolgt die Schallabstrahlung des Lautsprechers mit Hilfe einer relativ großen Fläche.

Flächenstreicher

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Flächenstreicher sind in verschiedenen Breiten von 7 cm bis 14 cm erhältlich. Diese Art von Pinsel sind besonders gut zum Anstreichen von großen Flächen wie beispielsweise Fassaden, Fußböden oder Wänden geeignet.

Flächentragwerk

auch: Flächentragwerke

Ein Flächentragwerk ist eine typische Bauform des Stahlbeton- oder Spannbetonbaus. Es zeichnet sich dadurch aus, dass die Dicke gegenüber der Länge und der Breite sehr klein ist. Einfache Flächentragwerke sind beispielsweise Platten oder Scheiben, aber auch komplizierte räumliche oder gekrümmte Formen lassen sich herstellen.

Flächenversickerung

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Eine Möglichkeit der gezielten Regenwasserversickerung ist die Flächenversickerung. Dabei erfolgt die Versickerung des Niederschlagswassers über offene begrünte oder durchlässig befestigte Oberflächen in den Untergrund. Da keine Zwischenspeicherung erfolgt, ist ein sehr gut durchlässiger Untergrund Voraussetzung.

Flächenversiegelung

auch: Bodenversiegelung

Der Anteil der Verkehrs- und Siedlungsflächen in den Industriestaaten steigt ständig. Straßen, Plätze, Häuser oder Gewerbe- und Industrieanlagen werden gebaut. An diesen Stellen kann das Regenwasser nicht mehr auf natürliche Weise im Boden versickern. Es muss über die Kanalisation den Gewässern zugeführt werden. Die Folge bei zu starkem Regen sind überlastete Kanalisationen, dadurch überflutete Straßen und vollgelaufene Keller. Hat die Kanalisation den Abtransport des Wassers geschafft, entsteht ein weiteres Problem. Die Pegel der Flüsse steigen an, so dass es schneller zu Hochwasser kommt. Weiterhin beeinflußt die Flächenversiegelung das Grundwasser sowie Flora und Fauna, die durch die Versiegelung zurückgedrängt werden. Um der Flächenversiegelung entgegenzuwirken kann man Regenwasser gezielt versickern. Das geschieht mit Muldenversickerung, Flächenversickerung, Schachtversickerung oder Rohrversickerung.

Flächenwidmungsplan

Der österreichische Begriff Flächenwidmungsplan entspricht dem deutschen Bebauungsplan.

Flächenziegel

Flachfeile

auch: Flachfeilen

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Die Flachfeile wird im Prinzip für das Gleiche verwendet, wie die Ansatzfeile. Jedoch speziell zum Feilen von Ecken und Winkeln an schwer erreichbaren Stellen ist sie besser geeignet.

Flachfräsbohrer

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Flachfräsbohrer eignen sich zum Bohren von flachen Löchern mit mittleren und großen Durchmessern in weichen Hölzern. Mit Einschränkungen sind sie auch für weiche Kunststoffe geeignet. Die Bohrer besitzen eine Zentrierspitze sowie zwei Schneidkanten. Die Zentrierspitze fixiert die Position des Bohrers zum Werkstück, bevor die Schneidkanten in das Werkstück eindringen. Die beim Bohren anfallenden Späne werden nicht aus dem Bohrloch befördert, sondern verbleiben hinter dem Schneidkopf. Der Bohrer wird vor allem dann verwendet, wenn die Anforderungen an die Schnittgüte nicht zu hoch sind und ein schneller Arbeitsfortschritt erwünscht ist.

Flachgaube

auch: Flachgauben

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Eine eher seltene Form der Gaubenausbildung ist die Flachgaube. Sie eignet sich wie die Schleppgaube, Trapezgaube oder Walmdachgaube für geringere Dachneigungen, um zusätzliche Höhe zu gewinnen. Doch wie bei Flachdächern auch, ist die Dachentwässerung ein besonderes Thema. Damit das Wasser nicht in den Dachraum gelangen kann, muss die Flachgaube besonders sorgfältig abgedichtet werden.

Flachglas

siehe Floatglas

Flachgründung

auch: Flachgründungen

Unter Flachgründung wird im Allgemeinen die Flächengründung eines Bauwerks in einer oberflächennahen Bodenschicht verstanden. Liegt die Gründung in tieferen Bodenschichten, spricht man von einer Tiefgründung. Bei Flachgründungen unterscheidet man Fundamentplatte, Einzelfundamente (Punktfundamente) unter Einzelstützen und Streifenfundamente. Hergestellt werden diese Fundamente aus Beton, der in den meisten Fällen bewehrt wird. Bei der Bemessung des Fundaments ist sicherzustellen, dass das Fundament durch die Auflast nicht zerstört wird. Zusätzlich muss der Baugrund unter dem Fundament die Last tragen können(Ermittlung des Sohldruckes). Übersteigt der Sohldruck die Tragfähigkeit des Bodens (abhängig von der Bodenart), muss die Aufstandsfläche des Fundamentes vergrößert oder ein Bodenaustausch vorgenommen werden. Ebenfalls zu beachten sind Setzungen, die abhängig von der Bodenart erst nach einiger Zeit abgeschlossen sind und daher unzumutbare Schäden am Bauwerk hervorrufen können. Die Gründung ist anhand eines statischen Nachweises zu überprüfen.

Flachheizkörper

auch: Plattenheizkörper

Flachheizkörper kommen wegen ihrer geringen Einbautiefe dort zum Einsatz, wo die räumlichen Dimensionen keine Radiatoren zulassen oder wo aus Gestaltungsgründen keine solchen angebracht werden sollen. Flachheizkörper basieren entweder auf einer Beheizung durch Warmwasser oder durch Strom. Elektrische Flachheizkörper sind in einer Bautiefe von nur 12 mm erhältlich.Auch Flachheizkörper arbeiten nach dem Prinzip der Konvektionsheizung.

Flachkabel

auch: Flachkabeln

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Flachkabel bestehen aus Adern, die nicht wie in einem normalen, runden Elektrokabel eingefasst sind, sondern parallel neben­ein­ander liegen und in ein Kunststoff- oder Gummi­band eingebettet sind. Das Verlegen von Flachkabeln (Foto) war früher üblich. Sie wurden auf Wände und Decken genagelt und überputzt, wobei die Spezialnägel mit Scheiben zwischen die Stege der einzelnen Adern zu sitzen kamen. Grundsätzlich können solche Flachkabel auch heute noch verlegt werden, wenn auch nicht auf jedem Untergrund. Flachkabel sind als Flachbandkabel mit mehreren Polen in der modernen Elektronik und Computertechnologie nicht wegzudenken. Statt zwei, drei oder fünf Adern können hier in ein Band bis zun 96 Adern eingelassen sein, wobei die Adern auch noch farblich unterschiedlich gekennzeichnet sein können, um Montage und Anschlußverbindungen zu erleichtern. Flachbandkabel werden als Rollenware geliefert.

Flachkette

auch: Flachketten

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Eine Flachkette ist eine flexible Kette zum Bündeln mehrerer Elektroleitungen. Eine Flachkette sorgt speziell bei Datenleitungen, die nicht unzulässig stark gebogen oder geknickt werden dürfen, für einen zuverlässigen Schutz. Die einzelnen Kettenglieder können dabei einfach mit einem Handgriff aufgeklappt werden, um Leitungen bequem einlegen zu können, ohne sie „einfädeln“ zu müssen. Neben der Schutzfunktion haben Flachketten auch eine ästhetische Funktion, verhindern sie doch den weitverbreiteten "Kabelsalat".

Flachkollektor

auch: Vakuum-Flachkollektor, Flachkollektoren

Dieser Typ von Solarkollektor wird meist für die Brauchwassererwärmung oder zur Unterstützung der Heizung eingesetzt. Prinzipiell funktioniert der Flachkollektor wie ein Treibhaus, in dem die Wärme der Sonne eingefangen wird. Hauptbestandteile des Flachkollektors sind Absorber, wärmegedämmtes Gehäuse und Solarsicherheitsglas. Der Absorber wird von der Glasplatte und dem Gehäuse vor Witterungseinflüssen geschützt. Durch zusätzliche Wärmedämmung auf der Rückseite des Absorbers und an den Seitenwänden werden Wärmeverluste durch Wärmeleitung vermindert. Die Temperatur im Kollektorinneren kann auf bis zu 150 Grad C steigen. Um mögliche Konvektionsverluste im Kollektor zu reduzieren, besteht auch die Möglichkeit, die im Kollektor vorhandene Luft aus dem Innenraum herauszupumpen. Diese Kollektoren nennt man dann Vakuum-Flachkollektoren.

Flachkopfnagel

auch: Flachkopfnägel

siehe Senkkopfnagel.

Flachkremper

Dieser Ziegeltyp ist besonders beliebt für die traditionelle, schlichte Bauweise. Die trapezförmige Krempe verleiht dem Flachkremper ein markantes Profil. Die mehrfache Ringverfalzung ist die Voraussetzung für die Einstufung als Flachdachziegel, wodurch eine sehr geringe Regeldachneigung erzielt werden kann. Der Flachkremper ist für flachgeneigt Dächer bis hin zu senkrechten Flächen auch als Ziegelbehang für die Fassade geeignet.

Flachkrepp-Band

auch: Flachkrepp-Bänder

Wird benötigt zum Abkleben bei Lackierarbeiten, zum Bündeln, Kennzeichnen usw.. Flachkrepp besteht aus Papier, welches in der Regel einseitig auf der Oberfläche lackiert oder imprägniert ist. Die Dicke des Bandes beträgt in der Regel max. 0.2 mm. Flachkrepp lässt sich bis zu 15% seiner ursprünglichen Länge bis zu seinem Zerreißpunkt ausdehnen. Neben dem Flachkrepp-Band gibt es noch das Hochkrepp-Band.

Flachleisten

auch: Flachleiste

Flachleisten werden insbesondere als Deckenleisten verarbeitet; sie sind in aller Regel aus 8 bis 10 mm breitem Massivholz.

Flachmeissel

auch: Flachmeißel

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Flachmeissel gibt es in verschiedenen Ausführungen und für verschiedene Arbeitsgebiete. Zum einen wird der er zusammen mit einem Fäustel zum Ausstemmen von Öffnungen im Mauerwerk verwendet. Flachmeissel können auch in Baumaschinen, wie beispielsweise den Abbruchhammer fest eingespannt werden. Der Drechsler verwendet den Flachmeissel auf der Drechselbank zur Holzbearbeitung. Dieser Meissel muss natürlich filigraner und zierlicher als ein Meissel für Abbrucharbeiten sein.

Flachpinsel

Einen breiten Stiel in Flach- oder Biberschwanzform haben die Flach- beziehungsweise Lackierpinsel. Ein solcher Pinsel ist in breiten Blechen gefasst und wird meist als Lackierpinsel eingesetzt. Es gibt sie in verschiedenen Stärken. Je größer die Stärke, desto höher ist die Qualität. Ein guter Flachpinsel kann zudem die Farbe gut auf-, aber auch wieder abgeben. Er hat einen schmalen Holz- oder Kartonstreifen in der Farbkammer und Zwingen aus Messing oder anderen rostfreien Blechen. Dieser Pinsel eignet sich aufgrund seiner Form besonders für große ebene Flächen wie beispielsweise Türen.

Flachpressplatte

auch: Flachpressplatten

Die Flachpressplatte ist eine Spanplatte, deren Späne vorzugsweise parallel zur Plattenebene liegen. Sie wird einschichtig, mehrschichtig oder mit stetigem Übergang in der Struktur hergestellt. Nach der Oberfläche werden geschliffene und ungeschliffene Platten unterschieden. Nach der Verklebung und den Holzschutzmittel-Zusätzen werden weiterhin die Plattentypen V 20 und V 100 unterschieden. Zudem werden kunststoffbeschichtete dekorative Flachpressplatten hergestellt.

Flachrohr-Radiator

auch: Flachrohrradiator

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Im Heizungsbau und innerhalb der Herstellerbranche geläufiger Begriff für einen Radiator, der aus schmalen, vertikal angeordneten Flachovalrohren besteht, die ein- oder zweireihig angeordnet sein können. Aufgrund seiner designbetonten Form läßt sich ein solcher Heizkörper gut als Raumteiler und wegen seiner lichtdurchlässigen Struktur speziell auch vor Glasflächen einsetzen. Die Reinigung eines Flachrohr-Radiators ist einfacher, als die eines Radiators oder speziell eines Mehrsäulers.

Flachrundschrauben

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Flachrundschrauben bestehen aus einem flachen Schraubenkopf, der in einen Vierkantansatz und dann in den runden Schraubenschaft übergeht, an dessen Endstück sich ein Gewinde befindet. Mit einer Sechskantmutter wird dann die Schraubverbidnung hergestellt. Flachrundschrauben werden aus Stahl, verzinktem Stahl, Edelstahl und Messing hergestellt mit Längen bis zu 200 mm. Der Vierkantansatz ist so ausgebildet, dass er exakt in die Aussparungen von Holzverbindern paßt und so eine unverrückbare Verbindung hergestellt wird.

Flachrundzange

auch: Storchschnabelzange, Radiozange, Flachrundzangen

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Die Flachrundzange hat ähnliche Funktionen wie die Kombizange, der Kopf mit den Greifbacken ist allerdings wesentlich länger und schmäler. Eine Flachrundzange mit längerem Kopf wird auch Storchschnabelzange, mit einem kürzeren Kopf Radiozange genannt. Flachrundzangen besitzen eine Schneide, so dass mit ihnen nicht nur Gegenstände gegriffen werden können. Durch die schmale Form ist sie besonders für enge, schwer zugängliche Stellen geeignet. Die Backen können auch abgewinkelt sein.

Flachs

Flachsauger

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Flachabsaugende Tauchpumpe, die besonders zum Abpumpen von Restwasser in Kellern, Garagen oder auf Flachdächern geeignet ist. Auch zum Umpumpen von Regentonnen oder für sonstige Arbeiten rund um Haus, Hof und Garten kann der Flachsauger eingesetzt werden.

Flachschaber

Der Flachschaber ist ein Schaber mit gerader Stirnfläche und einem Keilwinkel von kaum weniger als 90°. Der Flachschaber dient zum Bearbeiten ebener Flächen. Für andere Flächen verwendet man den Dreikantschaber.

Flachschippe

auch: Flachschippen

Flachsdämmstoffe

auch: Flachs, Flachs, Flachsdämmung, Flachsdämmstoff

Flachsdämmstoffe gelten als Produkte mit sehr hoher Ökobilanz; schließlich ist Flachs ein nachwachsender Rohstoff, der auch in der BRD wieder angebaut wird. Flachsdämmstoffe sind als Flocken, Schäben, Matten umd Dämmfilze auf dem Mark; sie gelten als sicher vor Schädlingsbefall. Am Bau werden Dämmstoffe aus Flachs besonders zur Zwischensparrendämmung und zur Wanddämmung im Holzständer- und Holzrahmenbau eingesetzt. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Trittschalldämmung sowie die Schallschutzdämmung auf abgehängten Decken.

Flachsenkkopfschraube

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Schraube, die speziell als Ingenieurbauschraube hergestellt wird. Der Schraubenkopf hat einen sehr flachen Senkkopf und ist mit einem speziellen Antrieb versehen, der das maschinelle Verarbeiten in Holz- und Dachkonstruktionen erleichtert. Das Foto zeigt eine solche Schraube mit BIROX-Antrieb des Herstellers Bierbach.

Flachspitzfeile

auch: Flachspitzfeilen

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Diese Feile hat einen flachen Körper, der sich zur Spitze hin leicht verjüngt, aber trotz des Namens nicht wirklich spitz zuläuft. Flachspitzfeilen haben häufig einen Kreuzhieb an den Seiten, die Hiebteilungen sind je nach Anwendungszweck sehr unterschiedlich.

Flachspüler

siehe Flachspül-WC.

Flachspülklosett

Flachspül-WC

Flachspül-WC sind eine Art von WC-Schüssel. Dabei fallen die Fäkalien im Gegensatz zum Tiefspül-WC in eine flache, wassergefüllte Mulde. Sie sind dann zu empfehlen, wenn der Stuhl beispielsweise im Krankheitsfalle beobachtet werden sollte. Nachteilig ist die Geruchsbelästigung, deshalb sollten WC-Räume mit Flachspülern gut zu lüften sein.

Flachstrahl

Flachstumpffeile

auch: Flachstumpffeilen, Flachstumpf-Feilen

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Gängige Feilenform mit einem sehr langen, rechteckigen Körper und einem stumpfen Ende. Die Anzahl der Hiebe, also der Verzahnungen, ist je nach Anwendungszweck unterschiedlich. Flachstumpffeilen gibt es in den Verzahnungsarten Einhieb und Kreuzhieb.

Flachsturz

auch: Flachstürze

Flachstürze bestehen aus einem vorgefertigten, bewehrten "Zuggurt" und erlangen im Zusammenwirken mit einer "Druckzone" aus Mauerwerk oder Beton oder beidem ihre Tragfähigkeit. Der Zuggurt kann mit oder ohne Schalen, z.B. aus gebranntem Ton, Leichtbeton, Kalksandstein und dergleichen, vorgefertigt werden. Der Zuggurt kann schlaffbewehrt oder vorgespannt sein. Flachstürze dürfen nur als Einfeldträger frei an ihrer Unterseite aufliegend und mit einer größten Stützweite von l = 3,00 m verwendet werden. Es dürfen mehrere Zuggurte nebeneinander verlegt werden, wenn die Druckzone in ihrer Breite alle Zuggurte erfaßt. Die Stürze dürfen nur bei vorwiegend ruhender Last verwendet werden. Balken-Rippendecken müssen im Bereich der Stürze zur Lastverteilung einen bewehrten Massivstreifen aus Beton haben. Eine unmittelbare Belastung des Zuggurts durch Einzellasten ist unzulässig.

Flachsturz aus Porenbeton

auch: Flachstürze, aus, Porenbeton

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Flachstürze sind Fertigstürze aus Porenbeton mit geringem Verarbeitungsgewicht für Tür- und Fensteröffnungen in Porenbeton-Mauerwerk. Die Tragwirkung des Sturzsystems wird durch eine zwischen 125 und 750 mm hohe Übermauerung des Flachsturzes mit Plansteinen und/oder einer Massivdecke erreicht. Durch Kombination der verfügbaren Flachsturzbreiten von 11,5 und 17,5 cm lassen sich alle üblichen Wanddicken ausführen. (Foto: Hersteller YTONG)

Flachverbinder

auch: Kehlriegelverbinder

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Flachverbinder gibt es für leichte und schwere Konstruktionen. Sie ersetzen Loch und Zapfen, also zimmermannsmäßige Pfosten-Ständer-Verbindungen. Sie sind geeignet Zug- und Druckkräfte zu übertragen. Sie werden speziell im Fachwerkständerbau eingesetzt. Leichte Flachverbinder werden im Heim- und Hobbybereich eingesetzt, z. B. Regal-, Schrank- und Innenausbau. Flachverbinder sollten nach Möglichkeit immer paarweise eingesetzt werden. Größere, schwere Flachverbinder werden mitunter auch als Kehlriegelverbinder bezeichnet.

Flachverblender

siehe Riemchen.

Flachzange

auch: Flachzangen

Zange mit kurzen flachen Backen und einer gezahnten Greiffläche. Sie werden zum Festhalten von Werkstücken eingesetzt.

Flachziegel

Flader

auch: Fladerung

Unter Flader bzw. Fladerung versteht man die durch den Jahrringaufbau und den hell-dunkel Wechsel von Frühholz und Spätholz deutlich parabelförmige Zeichnung bei Brettern auf tangentialen Flächen. Allgemein wird die Fladerung auch Maserung genannt.

Fladerfurnier

auch: Fladerfurniere

Fladerfurniere zeigen eine typische ovale Zeichnung, da sie tangential vom Baumstamm geschnitten werden.

Fladerschnitt

Fladerung

siehe Flader.

Flämischer Verband

Der Flämische Verband ist eine etwas einfachere Variante des Holländischen Verbands. Dabei wechseln sich drei oder mehr Schichten im Läuferverband mit zwei Schichten im Holländischen Verband ab. Es wechseln sich dabei jeweils ein Läuferziegel und ein Binderziegel miteinander ab.

Flämischer Ziegel

Flammausbreitungszeit

Flammenausbreitungsgeschwindigkeit

Flammenmelder

Flammenmelder haben wie Rauchmelder die Aufgabe, auf einen Brand aufmerksam zu machen. Allerdings reagieren Hitzemelder nicht wie diese auf Rauch, sondern auf UV-Strahlen. Flammenmelder erkennen somit die mit dem menschlichen Auge sichtbare und unsichtbare Strahlung einer offenen Flamme. Für verschiedene Strahlungsarten gibt es spezielle Infrarot- oder Ultraviolett- Flammenmelder, wobei manche Infrarotmelder auch auf heiße Rauchgase reagieren können. Flammenmelder werden vorzugsweise zur Brandüberwachung in höheren Räumen bis 20m Deckenhöhe eingesetzt, wenn dort mit einem schnellen und offenen Brandverlauf gerechnet werden kann. In der Praxis werden Flammenmelder häufig mit zusätzlichen anderen Meldertypen kombiniert.

Flammgestrahlt

siehe Flammstrahlen.

flammieren

Unter geflammten oder "flammierten" Natursteinen oder Marmor versteht man nicht etwa eine "flammige" Zeichnung des Steins, sondern eine spezielle Art der Oberflächenbearbeitung, die den Naturstein rutschfest macht. Die Steinplatten werden durch eine Flammiermaschine einer Hitzebehandlung unterzogen, wobei die oberste Schicht abplatzt und sich eine leicht unebene, rauhe Struktur ergibt. In vielen privaten Schwimmbädern findet man auf dem Boden derartig geflammte Platten, auch für Bäder und Terrassen sind sie ideal geeignet.

Flammpunkt

Der Flammpunkt bezeichnet die niedrigste Temperatur, bei der Flüssigkeiten durch Verdunstung ein entflammbares Gasgemisch bilden. Der Flammpunkt kennzeichnet die Feuergefährlichkeit brennbarer Flüssigkeiten (nicht fester Brennstoffe).

Flammrichten

Unter Flammrichten versteht man das Beseitigen von Verzügen und Spannungen so wie das Verformen von Bauteilen aus Metall durch örtliche Erwärmung mit einer Sauerstoff-Acetylen Flamme. Dieses Verfahren kann mit den verschiedensten Materialen (z.B. Stahl, VA-Stahl, Aluminium) durchgeführt werden und findet vor allem im Stahlbau, Schiffbau, Behälterbau, Rohrbau, Maschinenbau usw. seine Anwendung.

Flammschutzmatte

auch: Flammschutzmatten

Überall dort, wo Arbeitssicherheit, Hitze- und vorbeugender Brandschutz notwendig ist, sollte eine Flammschutzmatte verwendet werden. Sie dient als Unterlage bei Löt- und Schweißarbeiten und vermindert so die Brandgefahr, schont Wandbeläge, Kabel, Teppichböden und andere brandgefährdete Materialien.

Flammschutzmittel

Flammschutzmittel sind Weichmacher mit brandhemmenden Eigenschaften. Sie sind weit verbreitete Verbindungen in Kunststoffen, hauptsächlich in Polyurethan (PU) und Polyvinylchlorid (PVC). Sie sind teilweise mit 50 Gewichtsprozent in Montageschäumen enthalten. Bei einer akuten Belastung treten als Beschwerdebilder Reizungen von Haut, Schleimhäuten und Atemwegen auf. Bei langzeitiger Einwirkung sind Befindlichkeitsstörungen wie Kopfschmerzen, Lähmungen und Infektanfälligkeit beschrieben.

Flammstrahlen

auch: Abbrennen, Flammgestrahlt

Als Flammstrahlen bezeichnet man die thermische Behandlung einer Betonoberfläche durch kurzzeitige Einwirkung einer bis zu 3200 °C heißen Flamme. Das Brenngas kann z.B. Acetylengas sein. Die oberste Zementhaut des erhärteten Betons wird weggeschmolzen, und die oberen Kappen der Zuschläge werden abgesprengt. Durch eine oder mehrere Brennerübergänge kann der Beton in dünnen Schichten flächig gelöst (geschält) werden, bis die freigelegte Oberfläche eine bestimmte strukturelle Beschaffenheit (z.B. Eignung zur dauerhaften Aufnahme einer Beschichtung) oder ein bestimmtes Aussehen hat. Die äußere Betonrandzone ist im Anschluß an die thermische Behandlung stets in einem zweiten, mechanischen Verfahrensschritt von gelockerten Gefügepartikeln und erstarrtem Schmelzgut zu reinigen. Dies geschieht i.d.R. mit Klopfmaschinen oder rotierenden Stahldrahtbürsten, in besonderen Fällen auch durch mechanisches Strahlen. Flammstrahlen ist aber auch die Bezeichnung für eine thermische Oberflächenvorbereitung von Stahl, für den eine Beschichtung vorgesehen ist. Dabei werden Flammstahlbrenner unter Einsatz einer Acetylen-Sauerstoff-Flamme mit Sauerstoffüberschuss einmal oder, nach jeweiligem Nachreinigen und Abkühlen, mehrmals über die Fläche geführt. Das Verfahren ist bei Blechdicken über 5 mm anwendbar und für unbeschichtete Oberflächen geeignet. Zum vollständigen Entfernen alter Beschichtungen ist das Verfahren nur geeignet, soweit daraus nicht Gefahrstoffe freigesetzt werden.

Flämmverfahren

Flämmverfahren ist ein Verfahren der Bauwerksabdichtung, bei dem in ausreichender Menge auf dem Untergrund vorhandene Klebemasse durch Wärmezufuhr aufgeschmolzen und die fest aufgewickelte Bitumenbahn darin ausgerollt wird. Bei der Verarbeitung von Bitumen-Dichtungsbahnen im Flämmverfahren ist dabei im Überdeckungsbereich der Bahnen zusätzlich Klebemasse aufzubringen.

Flankenübertragung

Unter Flankenübertragung wird die Schallübertragung über seitlich neben dem trennenden Bauteil gelegene, flankierende Bauteile verstanden. Die Flankenübertragung ist der Teil der Nebenwegübertragung, der ausschließ-lich über die angrenzenden Bauteile erfolgt, d.h. unter Ausschluss der Übertragung über Undicht-heiten, Lüftungsanlagen, Rohrleitungen und Ähnliches.

Flansch

auch: Flansche

Flansch hat im Bauwesen mehrere Bedeutungen. Bei Formstahl sind es die senkrecht zum Steg liegenden Teile; sie sind meist gleich breit und symmetrisch angeordnet, die Außenflächen parallel verlaufend, während die Innenflächen entweder zum Steg hin geneigt oder ebenfalls parallel verlaufen. Der Begriff "Flansch" wird aber auch im Zusammenhang mit Elektrowerkzeugen verwendet. Dort sind sie ebene Scheiben, die zur Vergrößerung der Aufnahmefläche, zum Zentrieren und zum Befestigen von Einsatzwerkzeugen bei Winkelschleifern benötigt werden. Flansche mit Bohrungen werden durch Muttern gespannt, sie dienen überwiegend zum Befestigen von Kreissägeblättern. Weiterhin bezeichnet ein Flansch den scheibenförmig überstehender Rand an Rohrenden, Saug- und Druckstutzen von Pumpen, geteilten Gehäusen oder anderen Gegenständen. Er dient zur Verbindung der Gegenstände untereinander oder miteinander durch Schrauben oder mittels anderer Techniken. Zur Gewährleistung der Dichtheit wird meistens eine Dichtung aus Gummi oder anderen Materialien zwischengelegt.

Flaschenbaum

Der Flaschenbaum trägt seinen Namen wegen der "bauchigen" Form des unteren Stammes, in dem er auch große Mengen Wasser speichern kann. Aus diesem Grund wird er auch Wasserpalme genannt, obwohl es sich bei diesem subtropischen Gehölz nicht um eine Palme handelt. Ein anderer Name ist "Elefantenfuß". Der Flaschenbaum kommt ursprünglich aus Mexiko, ist aber auch in anderen Ländern zu finden. Er wird bis 20 m hoch, das Holz eignet sich aber für keine holzwirtschaftliche Verarbeitung. Speziell kultivierte kleine Flaschenbäume sind beliebte und anspruchslose Pflanzen für unsere Wintergärten.

Flaschenrüttler

siehe Innenrüttler.

Flaschensiphon

Art von Geruchsverschluss, der wie eine Flasche funktioniert in die man ein langes Rohr steckt. Das Abwasser gelangt von oben durch das Rohr in die Flasche und wird an den Flaschenwänden seitlich bis zum Ablauf hochgedrückt. So bliebt immer ausreichend Wasser als Geruchsverschluss stehen. Ein Flaschensiphon wird nur bei Waschbecken bzw. Handwaschbecken eingesetzt.

Flaschner

Süddeutsche und österreichische Bezeichnung für Klempner

Flashover

Von einem Flashover spricht man bei einem plötzlichen Entzünden aller brennbaren Stoffe in einem Raum durch Aufheizen der Raumtemperatur durch ein Initialfeuer oder Strahlungshitze (schlagartiges Übergreifen eines Brandes auf die Oberfläche aller brennbaren Stoffe eines Brandraumes). Ein Flashover wird durch die im Bauwesen verwendeten modernen Materialien begünstigt, die zu einer Zersetzung durch Hitze neigen. Gleichzeitig wird die Wärmedämmung der Objekte immer mehr verbessert, so dass die bei einem Brand entstehende Wärme nicht mehr rasch genug abfließen kann.

Flatterband

auch: Warnband

Der Begriff Flatterband ist allgemein bekannt. Richtigerweise müsste es Absperrband oder Warnband heißen. Solche Bänder begegnen dem TV-Zuschauer bei jedem Krimi, wenn ein Tatort abgesperrt wurde. Mehr noch sind diese Bänder im Tiefbau und bei der Absperrung von Baugruben im Einsatz, wobei die Absperrwirkung nur eine optische ist. Denn die rot-weiß oder gelb-schwarz bedruckten Bänder aus PE-Folie halten einem Sturm nicht stand und erst recht nicht leichter Gewaltanwendung. Sie haben aufgrund ihrer Warnfarben eine gewisse Schutzwirkung, dürfen aber als Absturzsicherung auf keinen Fall verwendet werden.

Flatterecho

Eine der Hauptaufgaben von Akustiktechnikern besteht darin, in Vortrags- und Seminarräumen und in Konzertsälen das Flatterecho zu verhindern. Ein Flattercho ist ein Mehrfachecho, das zwischen den Wänden immer wieder reflektiert wird. Um dieses zu verhindern, müssen die Wände und Decken schallabsorbierend ausgestattet werden. Dies geschieht u.a. durch Einbau von Akustikdecken und durch Anbringen von Baffeln.

Flechtband

Bandförmiges Ornament, aus einem oder mehreren Streifen, die sich in sich oder miteinander verschlingen, wahrscheinlich aus der Flechttechnik entwickelt. Das Flechtband kommt bereits in vorgeschichtlicher Zeit als Ziermotiv vor, wird in der Antike gern als Randverzierung (z.B. von röm. Mosaikfussböden) verwendet und tritt in der Holzarchitektur und Steinarchitektur (auch in Kunstgewerbe, Buchmalerei etc.) des Mittelalters, hauptsächlich an Balken, Friesen, Bändern, Gesimsen und Kapitellen, auf.

Flechterzange

auch: Flechterzangen

siehe Rabitzzange.

Flechtmuster

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Das Flechtmuster ist ein Verlegemuster von Parkett. Dabei werden die Parkettstäbe so angeordnet, dass eine Flechtoptik entsteht. Aufgrund dieser Optik sind Flechtmuster sehr beliebt. Beim klassischen Flechtmuster werden jeweils drei gleich lange Parkettstäbe zu einem Quadrat angeordnet und umschließen eine kleine Quadratform. Daneben gibt es Flechtmuster im Würfelverband, wobei hier vier gleich lange Paare von Parkettstäben, bestehend aus jeweils drei Stäben, eine kleine Quadratform umschließen und so ein Würfelgeflecht bilden. Beim so genannten Flechtmuster im altdeutschen Verband werden zwei gleichlange Parkettstäbe horizontal angeordnet und dann von einem vertikal verlaufenden Stab in doppelter Breite begrenzt.

Flechttafel

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Verlegeform von Parkett, speziell von Stabparkett

Flechtzaun

auch: Flechtzäune

Der Flechtzaun hat waagerechte oder senkrechte biegsame Brettprofile, die um einen oder mehrere Holme, die die ganze Konstruktion tragen, herum "geflochten" werden. Konstruktionsbedingt entstehen Zwischenräume, die sich gut als Rankhilfen eignen. Werden um den Flechtzaun Schlingpflanzen gesetzt, ensteht sehr schnell eine Art immergrüner Zaun.

Flechtzaunbeschlag

auch: Flechtzaunbeschläge

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L-förmiger Holzverbinder aus Edelstahl. Er wird zum Befestigen von Sichtschutz- und Vorgartenzäunen an Holzpfosten verwendet.

Fleckenbeständigkeit

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Farbe hat eine geringe Fleckenbeständigkeit, wenn sie Schmutz und Flecken annimmt (siehe Foto Paint Quality Institute). Dies ist zum Beispiel der Fall bei einer Farbe minderer Qualität, die von Natur aus porös ist oder beim Auftrag einer Farbe auf einem nicht grundierten Substrat. Dispersionsfarben mit mehr Bindemitteln verhindern, dass Verunreinigungen in die Anstrichoberfläche eindringen und daher besser entfernt werden können.

Fledermausgaube

auch: Fledermausgauben

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Ursprünglich als kleine Lüftungsöffnung für Speicherräume unter dem Dach eingesetzt, wird sie heute auch als Gaube zur Belichtung von Wohnräumen gebaut. Die fließende Einbindung in die Dachfläche erfordert große Dachflächen. Eine bautechnisch einwandfreie Ausführung ist nur mit kleinformatigen Deckmaterialien möglich, die sich Rundungen anpassen können. Fledermausgauben sind auch unter der Bezeichnung "Ochsenauge" bekannt.

flexible Welle

siehe Biegewelle

Flexkleber

Flexmörtel

Flexrohr

auch: Flexrohre

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Ein Flexrohr ist ein flexibles Rohr, wobei das Rohrmaterial generell wie eine Ziehharmonika aufgebaut ist. Das Rohrmaterial kann je nach Anwendungszweck aus sehr unterschiedlichen Materialien bestehen. Flexrohre, mit denen die heiße Abluft aus einem Wäschetrockner durch die Außenwand an die frische Luft befördert werden, bestehen aus einem beschichteten Textilgewebe, das mit Drahteinlagen verstärkt ist. Flexrohre aus verzinktem Stahlblech werden zum Bau von Be- und Entlüftungsanlagen verwendet. Flexrohre aus Kunststoff werden beispielsweise verwendet, um Drainagen anzulegen, wobei in diesem Fall das Rohr auch noch perforiert ist, damit das Wasser versickern kann, siehe auch Drainrohre. Der Biegeradius der Flexrohre ist je nach Material unterschiedlich eng. Auch das Wellrohr ist ein Flexrohr, freilich mit erheblich höheren Anforderungen an die Dichtigkeit.

Flickmörtel

Mörtel zur Reparatur schadhafter Betonoberflächen und Putze. Verwendet werden reine Zementmörtel, kunststoffmodifizierte Zementmörtel oder Reaktionsharzmörtel.

fliegende Bauten

Fliegende Bauten sind Lagerhallen und Ausstellungshallen, die kurzfristig auf- und wieder abgebaut werden. Aufgestellt werden dürfen die fliegenden Bauten je nach Landesbauordnung nur, wenn zuvor eine Ausführungsgenehmigung erteilt worden ist. Die wird nur erteilt, wenn die Bauten sicherheitstechnische Standards erfüllen und nicht beim ersten Sturm umgeweht werden.

Fliegender Bau

Fliegende Bauten sind Gebäude und bauliche Anlagen, die nach ihrem Verwendungszweck dazu bestimmt sind, an verschiedenen Orten wiederholt aufgestellt und abgebaut zu werden. Da ihnen die Ortsgebundenheit fehlt, werden sie nicht wie herkömmliche Gebäude und bauliche Anlagen behandelt. Zu den fliegenden Bauten zählen Anlagen und Einrichtungen für Wanderausstellungen, Zirkusveranstaltungen, Messen, Schausteller- und Festzelte sowie Traglufthallen. Baustelleneinrichtungen und Baugerüste gehören nicht zu den Fliegenden Bauten. Bei Fliegenden Bauten wird keine Baugenehmigung erteilt, an deren Stelle tritt die Ausführungsgenehmigung (Zeltbuch). Trotz fehlender Ortsgebundenheit unterliegen Fliegende Bauten der Bauüberwachung der Bauaufsichtsbehörde. Erhält ein fliegender Bau Ortsgebundenheit, etwa weil er länger als 6 Monate am gleichen Ort aufgestellt wird, ist eine Baugenehmigung dazu erforderlich. Die Ortsgebundenheit kann dann zu erhebliche Folgekosten führen, da eine Baugenehmigung nur dann erteilt wird, wenn die einschlägigen öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften eingehalten werden, wozu beispielsweise auch die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2002 zählt.

Fliegengitter

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Lästige Insekten machen die Menschen nervös und schlecht gelaunt. Um das zu umgehen, sollte man den Insekten keine Chance lassen sich in der Wohnung breit zu machen. Die Industrie hält hierfür verschiedene Lösungen von Fliegengitter für Fenster und Türen parat. Die einfachste Lösung sind Fliegengitter, die mittels Klettband am Fenster- oder Türrahmen befestigt werden. Auch Fliegengittervorhänge kommen ohne aufwändige Konstruktion aus. Aufwändiger wird die Konstruktion, wenn das Fliegengitter in einen Rahmen montiert wird, der dann vor das Fenster gesetzt wird. Auch Rollo-Systeme, wo das Fliegengitter wie ein Rollo hoch- und runtergeschoben wird, sind auf dem Markt erhältlich. Zusätzlich können Fliegengitter mit einem Sicht- oder Sonnenschutz ausgestattet sein.

Fliesen-Abriebklassen

auch: Fliesenabriebklassen

Klasse 1: Für Räume mit leichter Beanspruchung, z.B. den Barfuß- und Hausschuhbereich in Bädern und Schlafzimmern oder als Wandbelag. Klasse 2: Für Räume mit mittlerer Beanspruchung, wie den allgemeinen Wohnbereich im Wohn- und Esszimmer. Klasse 3: Für Räume mit mittelstarker Beanspruchung, z.B. in Dielen, Fluren sowie auf Terrassen und Balkonen. Klasse 4: Für Räume mit hoher Beanspruchung, z.B. in Hauseingängen, Küchen, Arbeits- und Wirtschaftsräumen. Klasse 5: Für höchste Beanspruchung in allen Räumen und auf Flächen, die extrem belastet werden, wie z.B. Garagen, Industrielabore usw.

Fliesenbrechzange

auch: Fliesenbrechzangen

Werkzeug, mit dem die durch den Glasschneider angeritzte Fliese gebrochen werden kann. Fliesen lassen sich jedoch auch auf einer harten Unterlage brechen. Man legt die Fliese entlang der angeritzten Linie auf die Kante der Unterlage und drückt mit einem kräftigen Ruck nach unten.

Fliesendekore

auch: Fliesendekor

Im Gegensatz zur Dekorfliese wird unter einem Fliesendekor ein nachträglich auf eine Fliese anzubringendes Gestaltungsmittel verstanden. Diese sind insbesondere bei Mietern beliebt, denen der Hausbesitzer ein Neuverfliesen nicht gestattet. Solche Fliesendekore können aus selbstklebender, wieder abziehbarer Folie bestehen oder aus Gestaltungselementen, die mit Gummisaugern auf den Fliesen befestigt werden. Eine weitere Variante sind Gestaltungselemente aus Keramikmasse, die mit Silikon auf die Grundfliesen geklebt werden. Auch diese können wieder entfernt werden, in dem die Silikonreste mit einem Schaber abgeschabt und Restspuren mit einem Silikonreiniger weggewischt werden. Fliesendekore sind im Fach- und Versandhandel und über Online-Shops erhältlich.

Fliesenfeile

auch: Fliesenfeilen

Werkzeug, mit dem die Kanten der Fliesen nach dem Schneiden mit einem Glasschneider oder Fliesenschneider geglättet werden können.

Fliesenformat

auch: Fliesenformate

Fliesenformate oder Fliesenmaße sind nicht genormt. Wandfliesen werden in Deutschland hauptsächlich in diesen Formaten angeboten: 10 x 10 cm 13,5 x 19 cm 20 x 33,3 cm 15 x 20 cm 15 x 22,5 cm 28,4 x 40,8 cm 18 x 18 cm 20 x 25 cm 30 x 60 cm Bodenfliesen werden hauptsächlich in diesen Formaten angeboten: 20 x 20 cm 30,5 x 30,5 cm 41 x 41 cm 20 x 25 cm 32 x 32 cm 30 x 60 cm 25 x 25 cm 33 x 33 cm 30 x 30 cm 40 x 40 cm

Fliesengummi

Werkzeug, mit dem die Fugenmasse in die Fliesenzwischenräume geschlämmt wird. Das Fliesengummi hat meist einen Stiel, so dass auch größere Flächen bequem verfugt werden können. Für kleinere Flächen eignet sich das kleinere Fugengummi.

Fliesenhammer

auch: Fliesenlegerhammer, Fliesenhämmer

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Werkzeug des Fliesenlegers. Der Hammer ist auf der einen Seite sehr spitz und somit sehr gut geeignet, um kleine Löcher in Fliesen zu schlagen. Mit der Fliesenlochzange lassen sich diese Löcher vergrößern. Der Fliesenhammer ist mit etwa 60-110 g sehr leicht und sehr fein gearbeitet.

Fliesenhauschiene

auch: Fliesenhauschienen

Wird zum Abtrennen von sehr harten und dicken Fliesen wie beispielsweise der Steinzeugfliese verwendet. Nach dem Einstellen der Abtrennlinie wird entlang der Hauschiene ein Hartmetallmeißel unter leichten Hammerschlägen einige Male entlang geführt, bis die Fliese getrennt ist.

Fliesenhexe

auch: Fliesenhexen

Die Fliesenhexe besteht aus einer Gummischnur mit zwei Halteblechen. Sie ist eine Richtschnur, die besonders bei größeren Wandflächen hilfreich ist. Die Haltebleche mit der Schnur werden auf die Fliesen gesetzt und zeigen den exakten Verlauf der Fuge an.

Fliesenkeil

auch: Fliesenkreuze, Fliesenkeile

Fliesenkeile und Fliesenkreuze aus Kunststoff ermöglichen das Herstellen gleicher Fugenbreiten und verhindern das Abrutschen der Fliesen. Insbesondere Heimwerker nutzen die Fugenkreuze, damit Sie die Fliesen in der Senk- wie in der Waagerechten ohne "Schieflage" verlegen.

Fliesenkleber

Fliesen können entweder in Mörtel (Dickbettverfahren) oder mit Kleber (Dünnbettverfahren) verlegt werden. Bei Fliesenklebern unterscheidet man entsprechend der Verarbeitungsweise generell zwei Arten: Kleber auf Zementbasis und Kleber auf organischer Basis. Kleber auf Zementbasis werden vom Handel im wesentlichen als Fertigtrockenmörtel angeboten. Bei ihrer Verarbeitung ist nur noch Wasser zuzugeben. Sie bestehen aus Zement, Sand, Harzen und weiteren Zusatzstoffen, die im wesentlichen der stärkeren Wasserbindung und der größeren Haftfähigkeit dienen. Kleber auf Zementbasis werden dort optimal eingesetzt, wo die Schichtstärke des Belags gering sein soll und herkömmliche Mörtel daher ungeeignet sind. Siehe auch Zementkleber, kunststoffvergüteter Zementkleber und Fließbettkleber. Bei Klebern auf organischer Grundlage unterscheidet man zwei Arten: organischer Dispersionskleber oder gebrauchsfertige Klebepasten sowie Reaktionsharzkleber.

Fliesenkreuze

auch: Fliesenkreuz

siehe Fliesenkeil.

Fliesenlack

auch: Fliesenlacke

Wandfliesen können - im Gegensatz zu Bodenfliesen - lackiert werden, dazu bietet der Fachhandel spezielle Beschichtungssysteme an. Auf die gesäuberten, fettfreien Altfliesen wird ein Voranstrich aufgebracht, der etwa einen Tag aushärten muss. Dann erfolgt die eigentliche Lackierung, die bis zu 24 Stunden aushärten muss. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen und hält viele Jahre.

Fliesenleger

Fliesenlegerhammer

auch: Fliesenleger-Hammer, Fliesenlegerhämmer, Fliesenleger-Hämmer

siehe Fliesenhammer.

Fliesenlegerkelle

auch: Fliesenleger-Kelle, Fliesenleger-Kellen, Fliesenlegerkellen

siehe Herzkelle.

Fliesenlochapparat

auch: Fliesenlochapparate

Ermöglicht das Anreißen und Lochen von Fliesen bis zu einem Lochdurchmesser von etwa 80 mm in einem Arbeitsgang. Die Fliese wird in den Fliesenlochapparat eingespannt, so dass die Fliese nicht springen kann. Anstelle des Lochapparates kann auch eine Bohrmaschine mit Ständerhaltung und entsprechendem Bohrvorsatz verwendet werden.

Fliesenlochbohrer

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Hartmetall-bestückter Bohrer für die elektrische Handbohrmaschine. Er eignet sich zum Bohren in Fliesen, Mauerwerk, Ziegelsteinen, Leichtbausteinen und Gipsplatten. Löcher können gebohrt werden für Steckdosen, Rohrdurchführungen, Abflussleitungen oder Leerrohre.

Fliesenlochboy

Werkzeug zur Herstellung von runden Löchern in Fliesen für Installationsdurchgänge. Die Fliese wird in den Lochboy eingespannt und mit einem Fliesenlegerhammer wird vorsichtig ein Loch in die Fliese geschlagen.

Fliesenlochzange

auch: Papageienschnabel, Fliesenlochzangen

Mit der Fliesenlochzange lassen sich Fliesen vom Rand her millimeterweise anknabbern. Auf diese Weise können Aussparungen beispielsweise für Sanitäranschlüsse und Steckdosen hergestellt werden. Aufgrund ihres Aussehens wird die Zange auch Papageienschnabel genannt.

Fliesenmaße

Fliesenmeißel

auch: Fliesenmeissel

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Dieser Meißel mit ergonomisch abgewinkeltem Arbeitsende ist zum einfachen Entfernen von Fliesen gedacht.

Fliesenplan

auch: Fliesepläne

In einem Fliesenplan wird festgehalten, wie Fliesen bzw. Platten in Küche oder Bad verelgt werden sollen. Ein Fliesenplan ermöglicht dem Fliesenleger z.B. die exakte Platzierung von Anschlüssen (Armature u.a.) in den Schnittpunkten von Fugen. Auch saubere Anschlüsse an Türen oder Fenstern oder in den Ecken sind mit einem Fliesenplan besser möglich.

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger

Der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger erlernt sein Handwerk in einer dreijährigen Ausbildung. Im Alltag wird er meist nur als Fliesenleger, Plattenleger oder Mosaikleger bezeichnet. Er verlegt Fliesen und Platten aus Keramik an Wänden und auf dem Boden. Dazu müssen Dämm- und Sperrschichten und Untergründe hergestellt werden. Auch die Instandsetzung von vorhandenen Fliesen und Kachelöfen gehört zu seinem Arbeitsgebiet. Da Wand und Bodenbeläge aus Fliesen, Platten und Mosaiken der Abnutzung und Verwitterung ausgesetzt sind, analysieren sie eventuelle Schäden und reparieren fachgerecht Untergründe und Beläge. Neben dem handwerklichen erfordert der Beruf ein künstlerisches Geschick. Attraktive Muster aus Fliesen und Mosaiken verzieren nicht nur Schwimmbäder und Eingangshallen, sie sind überall gefragt, wo´s um einfaches Reinigen und Hygiene geht.

Fliesenschneidemaschine

auch: Elektro-Fliesenschneidemaschine, Fliesenschneidemaschinen

Im Gegensatz zum Fliesenschneider verfügt eine solche Maschine über einen Motorantrieb und einen Wasserkasten, wobei eine Diamanttrennscheibe ständig durch das Wasser rotiert. Dadurch kann die Fliese im Naßverfahren optimal und mm-genau durchschnitten werden. Die Schnittiefe liegt bei den üblichen Maschinen bei 60 mm. Im Profi-Einsatz werden Maschinen benötigt, die eine Schnittlänge von über 60 cm aufweisen, um auch große Fliesenplatten durchtrennen zu können.

Fliesenschneider

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Dünnere Fliesen lassen sich auch mit einem Glasschneider trennen. Dickere und härtere Fliesen, insbesondere Steinzeugfliesen, können mit einem Fliesenschneider besser getrennt werden. Bei diesen handbetriebenen Geräten, fälschlicherweise oft Fliesenschneidemaschine genannt, erfolgt das Schneiden und Brechen meist in einem Arbeitsgang. Mit einem Hartmetzall-Rädchen wird die Fliese angeritzt, bei geringem Druck bricht sie dann in zwei Hälften. Fliesenschneider verfügen meistens auch über einen Längs- und Winkelanschlag für Diagonalschnitte.

Fliesenspiegel

Der Fliesenspiegel bezeichnet eine Wand, die nur in einem Streifen gefliest wurde, z. B. zwischen der Arbeitsplatte und dem Hängeschrank in der Küche. Beginnend bei ca. 70 cm Höhe wird bis hinter den Hängeschrank (Küche) oder Spiegel (z.B. im Gäste-WC) gefliest, so dass die Wand in diesem Bereich mechanisch geschützt und bei Verschmutzung leicht zu reinigen ist.

Fliesen-Trittsicherheit

Fließbeton

auch: Fliessbeton

Fließbeton ist Beton des Konsistenzbereiches KF mit gutem Fließ- und Zusammenhaltevermögen, dessen Konsistenz durch Zumischen eines Fließmittels hergestellt wird. Fließbeton wird zum Beispiel zum Ausfüllen von Schalungssteinen benutzt. Er wird meistens mittels Betonpumpe und Schlauch verarbeitet.

Fließbettkleber

Ein Fließbettkleber wird zum Verlegen von Fliesen verwendet, er zählt zu den Zementklebern. Sein Haupteinsatzgebiet sind große, ebene Bodenflächen. Der Fließbettkleber wird zu einer zähflüssigen Masse angemischt und nach dem Abkleben der Ränder direkt auf den Untergrund gegossen. Dabei darf nur immer so viel Kleber ausgegossen werden, wie innerhalb der offenen Zeit gefliest werden kann, d.h. bis der Kleber anfängt auszuhärten. Der Vorteil von Fließbettkleber gegenüber normalem Dünnbettmörtel ist hierbei, dass nach Einlegen der Keramik in den vorbereiteten, angemischten Fließbettkleber eine annähernd hohlraumfreie rückseitige Benetzung der Keramik erzielt wird. Dies ist von entscheidender Bedeutung bei Verlegung im Außenbereich, da hierbei mögliche Schadensrisiken des keramischen Belages unter Frost / Tauwechseleinwirkung erheblich reduziert werden kann. Bei Verwendung von Dünnbettmörtel im Außenbereich muss vorherige Abspachtelung der Keramik vor dem Einlegen in das Kleberbett erfolgen um annähernd einen vollflächigen Verbund mit dem Kleber sicherzustellen. Dies ist ein zusätzlicher Arbeitsgang, der bei Verwendung von Fließbettkleber entfällt.

Fließestrich

auch: Fließ-Estrich, Fließestriche

Fließestrich ist ein Estrich, der sich durch leichten Einbau und die selbstnivellierende Oberfläche auszeichnet. Der werkgemischte Trockenmörtel wird z.B. in Silos angeliefert und an der Baustelle unter Zugabe von Wasser mit entsprechenden Mischpumpen (Estrichmaschinen) zur Einbaustelle gefördert. Fließestrich wird ohne große körperliche Anstrengung und Verdichtungsaufwand eingebaut. Das Abziehen der Oberfläche entfällt. Als Fließestrich eignet sich besonders der Anhydritestrich, aber auch Zementestrich wird als Fließestrich geliefert und eingebaut. Fließestriche können nach zwei Tagen begangen und nach fünf Tagen belastet werden. Bei allen Fließestrichen ist auf eine ausreichend lange Austrocknungszeit zu achten.

Fließmittel

Fließmittel ist ein Betonzusatzmittel. Es wird zur Betonverflüssigung mit sehr starker Wirkung eingesetzt.

Fließspachtel

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Mit Fließspachtelmassen können Unebenheiten auf Betonböden und Estrichen ausgeglichen werden. Fließestriche sind fertig gemischt im Baustoffhandel erhältlich, sie können vor Ort mit Wasser angemacht werden. Beim Ausbringen fängt man in der Ecke des Raumes an, die die größe Vertiefung aufweist.

Flinze

auch: Flinzen, Flinz

Floatglas

Flachglas oder Floatglas ist ein bei der Herstellung normal gekühltes Glas, das der Fachmann wiederum allumfassend als Spiegelglas bezeichnet. Mußte früher das Flachglas nach der Herstellung poliert werden, um "spiegelglatt" (daher die Bezeichnung) und durchsichtig zu sein, so läuft heute das Floatglas so aus der Maschine, dass es keiner weiteren Bearbeitung mehr bedarf. Floatglas ist aber nicht gleich Floatglas - je nach seiner chemischen Zusammensetzung und der Art der Beschichtung oder Weiterverarbeitung kann es beispielsweise ein Wärmeschutzglas, ein Sonnenschutzglas oder ein Sicherheitsglas sein. Da die Flachglasindustrie ihre Produkte mit Markennamen ausgestattet hat, die zum Teil in den Sprachgebrauch eingegangen sind, ist die Unübersichtlichkeit groß, zumal sich die Industrie einen heftigen Kampf liefert mit der Herstellung immer neuer Markengläser, die immer niedrigere (also bessere) U-Werte aufweisen.

Floatverfahren

Das Float- oder auch Ziehverfahren ist ein Verfahren zur Herstellung von Floatglas. Dabei wird die heiße Glasschmelze (Temperatur 1560 °C) auf die ebene Fläche von geschmolzenem Zinn gegossen und erhält dabei eine so gute Oberfläche, dass nachträgliches Schleifen und Polieren nicht mehr erforderlich sind. Dicke und Breite des über die Zinnoberfläche fließenden Glasbandes hängen von der einlaufenden Glasmenge, der Viskosität der Glasschmelze und der Bandgeschwindigkeit ab. Hinter dem Zinnbad befindet sich ein Kühlofen, in dem das Glas gleichmäßig und langsam abgekühlt wird, damit im Glas keine inneren Spannungen auftreten.

Flockteppich

auch: Flockteppiche

Bei einem Flockteppich handelt es um eine Art der Teppichherstellung. Bei einem Flockteppich werden auf elektrostatischem Wege Flockfasern auf eine, mit Klebemasse bestrichene, Unterlage aufgetragen. Bei der Unterlage handelt es sich um ein Grundgewebe oder Faservlies.

Flockung

siehe Ausflockung.

Florstein

auch: Florsteine

Eine von vielen weiteren Bezeichnungen für Pflanzenstein.

Florwallstein

auch: Florwallsteine

siehe Pflanzenstein.

Floßholz

auch: Floßhölzer

Früher wurden häufig frisch geschlagene Rundhölzer auf dem Wasserweg transportiert. Dieser Transport erfolgte in der Regel über Flöße bzw. das Rundholz wurde zu Flößen gebunden und dann dorthin gebracht, wo es weiterverarbeitet wurde (z.B. nach Holland zum Schiffsbau). Von Floßholz wurde gesprochen, wenn es mindestens acht Wochen im Wasser verbracht hatte.

Flotation

Die Flotation ist ein Verfahren, das in der Abwasserreinigung häufig als eine von zahlreichen anderen Aufbereitungsstufen eingesetzt wird. Es wird beispielsweise beim Fettabscheider verwendet. Bei der Flotation bilden die im Abwasser gelöste Verunreinigungen (Feststoffteilchen, Tropfen, Moleküle) mit Hilfe von Gasblasen Aggregate, die dann aufgrund der geringeren Dichte gegenüber dem umgebenden Medium zur Oberfläche der Flüssigkeit aufsteigen und eine abtrennbare Schaumschicht bilden. Diese Schaumschicht kann dann mühelos entfernt werden.

Fluate

Fluate sind Metallsalze (Aluminium, Magnesium, Zink) der Kieselfluorwasserstoffsäure. Fluate bewirken eine gute Neutralisation des für zahlreiche Anstrichstoffe schädlichen Alkalis. In der Regel wird zweimal fluatiert. Auf lehm- und gipshaltigen sowie bei früher schon mehrfach fluatierten Flächen sind Fluate unwirksam. Fluate dienen zur Isolier- oder Putzneutralisation für kalk- und zementhaltige Putze und zählen zu den Absperrmitteln.

Fluatieren

Aufgrund der Alkalität bei Spachtelmassen auf Kalk- bzw. Zementbasis können Neuanstriche verseifen, was eine Fleckenbildung zur Folge hat. Durch den Einsatz von Fluaten (Metallsalzen) wird der Untergrund für nachfolgende Beschichtungen vorbereitet, d.h. Kalk- und Zementputze werden neutralisiert. Als Alternative: der Untergrund neutralisiert sich i.d.R. innerhalb 8 Wochen von selbst.

Fluchthaube

auch: Fluchthauben

flüchtige organische Verbindungen

auch: flüchtige, organische, Verbindung

Flüchtige organische Verbindungen (VOC = volatile organic compounds) kommen in Innenräumen in großer Vielfalt vor. Sie können Kopfschmerzen, Unwohlsein und Bronchialerkrankungen hervorrufen. Zu den Quellen gehören u.a. Lösemittel, Lacke, Farben, Kleber, Heizöl. Es lassen sich vorübergehende und dauerhafte VOC-Quellen unterscheiden. Erhöhte Konzentrationen, die beispielsweise durch Raumluftsprays, Parfüms oder lösemittelhaltige Filzstifte in Innenräume eingebracht werden, lassen sich gut „weglüften“. Dauerhafte Quellen wie Bodenbeläge können dagegen über Jahre die Raumluft mit VOC belasten. Zu den VOC zählen z.B. Verbindungen der Stoffgruppen Alkane/Alkene, Aromaten, Terpene, Halogenwasserstoffe, Ester, Aldehyde und Ketone.

Fluchtleiter

auch: Fluchtleitern

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Während eine Fluchttreppe ein sicheres Hinuntersteigen bei Feuer gewährleistet, dürfen Fluchtleitern nur im absoluten Notfall von Personen benutzt werden, denn die immer aus Stahl gebauten Leitern bieten nur eingeschränkte Sicherheitsvorkehrungen gehen Absturz. So sind sie denn mehr noch als ein Rettungsweg für die Bewohner eines Hauses ein Angriffsweg für die Feuerwehr, um an einen Brandherd zu gelangen. Aus diesem Grund werden Fluchtleitern auch als Feuerleitern bezeichnet, wobei sie oft nicht über eine Feuerschutztür, sondern nur über einen Notausstieg betreten werden können.

Fluchtstab

auch: Fluchtstäbe

Ein Fluchtstab ist in Halbmeterabständen rot-weiß eingeteilt. Er dient zum Kennzeichnen von Punkten wie z.B. Wegkreuzungen und wird mit dem Theodoliten oder dem Nivellierinstrument angepeilt, indem der vertikale Fadenkreuzstrich auf die Mitte der Dicke des Fluchtstabes ausgerichtet wird. Wenn man mehrere Punkte vermessen will, die auf einer Strecke liegen, stellt man eine Flucht her. Dazu kennzeichnet man zuerst den Anfangs- und den Endpunkt der Strecke mit einem Fluchtstab. Dann werden die anderen Fluchtstäbe auf der Strecke so eingefluchtet, dass ein Beobachter, der in Verlängerung der Fluchtlinie steht, nur den ersten Stab der Reihe sieht. Der Fluchtstab wird mit einem Lattenrichter lotrecht gestellt. Damit der Fluchtstab nicht die ganze Zeit gehalten werden muss, wird er von einem Fluchstabstativ gehalten.

Fluchtstabstativ

auch: Fluchstabstative, Fluchstab-Stativ, Fluchtstab-Stative

Halterung für den Fluchstab mit drei Beinen. Die Fluchtstäbe werden mittels einer Klemmschraube festgehalten.

Fluchttreppe

auch: Fluchttreppen

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Ab fünf Vollgeschossen -also erst recht in einem Hochhaus - muss ein Bauwerk eine Fluchtreppe aufweisen, die innerhalb des Gebäudes (aber getrennt vom Treppenhaus) eingebaut oder als Außentreppe in der Fassade verankert sein muss. Unterschieden wird in feuerbeständige und feuerhemmende Fluchttreppen mit einer Beständigkeit gegen Feuereinwirkung von 30 bis 120 Minuten. Dementprechend dürfen nur Materialien verbaut werden, die einem Brand bis 120 Minuten Widerstand leisten. Der Zugang zu einer Fluchttreppe führt über eine Feuerschutztür

Fluchttür

auch: Notausgang, Fluchttüren

Bei einer Fluchttür handelt es sich um eine Tür, die im Falle eines Brandes oder anderen Notfalls einen Rettungsweg darstellt. Fluchttüren sind in der Regel mit einer Antipanikfunktion ausgestattet, die es ermöglicht, die Tür immer von innen zu öffnen. Fluchttüren sind immer ein Notausgang und es muss sichergestellt sein, dass sie ihrer Funktion jederzeit nachkommen können. Fluchttüren müssen als solche gekennzeichnet sein und dürfen nicht erst durch Dritte geöffnet werden können. Was eine Gefahr darstellt, ist bei jedem subjektiv anders, so dass man nicht sagen kann, dass die Tür nur im Brandfall, bei Rauch oder Wasser öffnen soll.

Fluchtweg

auch: Fluchtwege

siehe Rettungsweg.

Flugasche

auch: Flugstaub, Flugaschen

Industrielles Abfallprodukt von Kohle, das bei der Reinigung der Abgase von Dampferzeugern in Kraftwerken in riesigen Mengen anfällt. Vor allem die Flugasche von Steinkohle und Braunkohle wird dem Frischbeton zugesetzt und hat Einfluß auf das Erstarren, die Raumbeständigkeit und Druckfestigkeit des Betons.

Flugasche-Hüttenzement

Flugaschezement

Flügelfalzdichtung

auch: Flügelfalzdichtungen

Eine Flügefalzdichtung ist ein spezielles Tür- bzw. Fensterdichtband. Der obere Teil der Dichtung ist wie ein Flügel geformt. Beim Schließen des Fensters oder der Tür drückt sich dieser Flügel zusammen und sorgt somit für eine optimale Dichtheit.

Flügelfenster

Flügeligkeit

Begriff aus dem Dachbereich. Abweichung einer oder mehrerer Ecken gegenüber den anderen bei einzelnen Deckwerkstoffen.

Flügelmutter

auch: Flügelmuttern

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Flügelmuttern sind Muttern, die an zwei Seiten flache Erweiterungen haben, die Flügel. Dadurch können sie ohne Werkzeug mit der Hand angezogen werden. Flügelmuttern kommen vor allem dort zum Einsatz, wo Schrauben ohne Schraubenschlüssel häufig angezogen und wieder geöffnet werden müssen.

Flügelpfahl

auch: Flügelpfähle

Bei einem Flügelpfahl handelt es sich um einen Pfahl, an dessen Fuß Flügel angeschweißt werden. Dadurch lässt sich die Tragfähigkeit des Pfahls erhöhen.

Flügelrad

auch: Flügelräder

siehe Ventilator.

Flügelrahmen

Wie der Name schon sagt ein Rahmen, in den der Fensterflügel - also die Verglasung - eingesetzt wird. Der Flügelrahmen ist also der Rahmen des beweglichen Teils eines Fensters. Zum Flügelrahmen gehören noch die Verglasung und die Beschläge.

Flügelschere

auch: Flügelscheren

Eine Flügelschere ist eine Halterung beim Drehkippfenster. Sie wird oberseitig am Flügel angebracht.

Flügelschraube

auch: Flügelschrauben

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Die Flügelschraube und ihr Gegenstück, die Flügelmutter, dienen nur der zeitlich befristeten Befestigung von leichten Holz- und vor allem von Metallteilen. Statt des Schraubenkopfes verfügen sie über ein flügel- oder propellerartiges Endstück, das ein Eindrehen der Schraube mit den Fingern ermöglicht. Das Endstück dieser Schraube wird aus dem Grundmaterial der Schraube, nämlich Stahl, gefertigt, jedoch werden diese Endstücke oft auch mit Kunststoff ummantelt (siehe Foto).

Flügelsonde

auch: Flügelsondierung

Bei der Flügelsonde handelt es sich um einen mit einem Flügel versehenen Stab. Er wird bei der Flügelsondierung verwendet. Die Flügelsondierung ist eine Methode, um die Scherfestigkeit eines Bodens zu bestimmen - und zwar eines wassergesättigten, undränierten sowie bindigen und organischen Bodens. Zur Anwendung kommt die Flügelsonde im Erdbau und Straßenbau. Die Flügelsondierung gibt im Grund an, wie viel Widerstand der Boden der Drehbewegung der Flügelsonde entgegensetzt.

Flügelsondierung

siehe Flügelsonde.

Flügeltor

auch: Handflügeltor, Flügeltore

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Ein Flügeltor besteht aus einem Flügel (oder mehreren) und kann damit ebenso ein Schiebetor wie ein Drehflügeltor sein. Im allgemeinen wird darunter aber ein Drehflügeltor verstanden, wobei man auf die Silbe "Dreh" verzichtet. Flügeltore gibt es seit Jahrtausenden, mit Flügeltoren wurden die Eingänge zu Burgen, Schlössern und Kirchen verschlossen. Flügeltore findet man heute als Eingang zu Sportarenen, Bürogebäuden usw., usf., aber auch das normale Gartentor ist ein Flügeltor, nämlich ein einflügeliges. Zweiflügelige Flügeltore bestehen immer aus einem Stellflügel und einem Stehflügel; auch mehrflügelige Toranlagen werden gefertigt. Bei einflügeligen Toren erfolgt die Verrieglung über ein Wechselschloß oder Schwenkriegelschloß, bei einem zweiflügeligen Tor wird der Standflügel durch einen Bodenriegel arretiert. Bei einem Tor, das mit der Hand geöffnet wird, sprechen die Torbauer von einem Handflügeltor. Bevorzugtes Material ist seit alters her Holz. Aber auch Stahl und Stahlblech, Bronze, Aluminium und Sicherheits-Flachglas werden verbaut. Im privaten Bereich werden relativ selten Garagen-Flügeltore eingebaut, wobei diese meistens individuelle Anfertigungen sind.

Flügeltür

Flugkreisdurchmesser

auch: Schnittdurchmesser

Der Flugkreisdurchmesser ist der diagonal gemessene Abstand der Sägezähne bei Kreissägeblättern. Bei holzbearbeitenden Werkzeugen wie Kreissägeblatt, Hobelwelle oder Fräser wird er auch als Schnittdurchmesser bezeichnet.

Flugrost

Die Oberfläche blanker Baustähle wird bei feuchter Luft innerhalb von wenigen Stunden mit Rostpartikelchen befallen, die als Flugrost bezeichnet werden. Einfluß auf die Dauerhaftigkeit des Stahls hat Flugrost nicht.

Flugsparren

siehe Freigespärre.

Flugstaub

siehe Flugasche.

Fluorchlorkohlenwasserstoff

auch: Fluorchlorkohlenwasserstoffe

Fluorchlorkohlenwasserstoffe, besser bekannt unter der Abkürzung FCKW, finden Verwendung als Kältemittel für Kühl- und Gefriergeräte, Wärmepumpen und Klimaanlagen, als Verschäumungsmittel für Kunststoffe, als chemische Reinigungsmittel und vor allem bei Spraydosen. Sie stehen unter Verdacht, die schützende Ozonschicht zu zerstören. Deshalb werden immer mehr Spraydosen FCKW-frei angeboten.

fluoreszierende Pigmente

Fluoride

Fungizid, Zementzusatz, Holzkonservierungsmittel, wird in der Emailleindustrie, zum Glasätzen sowie als Flußmittel in der Stahl- und Aluminiumindustrie verwendet.

Flur

auch: Fluren

Flur ist die katastertechnische Bezeichnung für ein abgegrenztes Gebiet. Mehrere Fluren bilden eine Gemarkung. Die Flur wiederum ist in Flurstücke aufgeteilt, die mit Flurnummern versehen sind. Diese Flurstücksnummern entsprechen der Eintragung im jeweiligen Grundbuch. Allerdings gibt es in verschiedenen deutschen Sprachgebieten auch den Flur als Bezeichnung für einen kleinen Korridor zwischen Windfang und den eigentlichen Wohnräumen.

Flurbuch

siehe Kataster.

Flurstück

auch: Parzelle, Flurstücke

Ein Flurstück ist der Teil einer Flur, der von Linien eingeschlossen und im Kataster mit besonderer Nummer aufgeführt ist. Ein Flurstück darf nicht Flächen aus verschiedenen Grundstücken umfassen. Mehrere Flurstücke können jedoch im Grundbuch ein Grundstück bilden.

Flüssigdämmung

Insbesondere beim Einbau einer Fußbodenheizung kann eine Flüssigdämmung erfolgen, wobei es sich dabei um ein Schaumfeinzementgemisch handelt, das zu einem Teil aus Polystyrol-Kügelchen besteht. Das Gemisch wird auf die Bodendecke unter den Rohrleitungen ausgebracht und gleichmäßig verteilt, so dass auch Unebenheitem im Boden ausgeglichen werden.

Flüssiges Holz

Reparaturmasse aus Schleifstaub und Nitrozelluloselack, mit der Bearbeitungsfehler behoben oder kaschiert werden. Die Verwendung von flüssigem Holz im Außenbereich, z.B. um Schäden im Sichtholzbereich zu beseitigen, ist nicht die optimale Lösung, da Wasser in der Konstruktion eingeschlossen werden kann, was zu Fäulnis führt.

flüssige Tapete

auch: flüssige, Tapeten

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Fasern aus Baumwolle, Flachs oder Jute und Zellstoff sind die Hauptbestandteile von Flüssigtapeten bzw. Baumwollputzen. Naturharze und Zellulose dienen als Bindemittel und halten die Mischung an der Wand zusammen. Durch Zugabe von Farbpigmenten kann die flüssige Tapete in einem reichen Farbspektrum angeboten werden. Die Tapete wird nicht aufgestrichen, sondern mit einer Glättkelle "aufgebügelt". Sie ist rißüberbrückend und wirkt schalldämmend. Kleine Macken, wie sie nach einiger Zeit häufig in Tapeten zu finden sind, lassen sich bei der flüssigen Variante leicht ausbessern. Auch einem Recycling steht nichts im Wege: Die Tapete lässt sich mit Wasser leicht von der Wand entfernen und mit zugesetztem Kleister in der neuen Wohnung wieder anspachteln.

Flüssiggas

Flüssiggas fällt als Gemisch von Butan und Propan bei der Gewinnung von Erdöl und Erdgas an. Es verbrennt ähnlich wie Erdgas, daher ist es bei den Geräten meist kein Problem, zwischen den beiden Energiearten zu wechseln. Auf dem Land, wo es keine Versorgung mit Erdgas gibt, findet Flüssiggas für Heiz- und Kochzwecke. Das Flüssiggas wird dort von Tankfahrzeugen angeliefert und in Tanks gelagert. In kleineren Mengen wird es in Gasflaschen oder in Gaskartuschen im Campingbereich oder auf Baustellen eingesetzt. Flüssiggas findet auch Anwendung als Kraftstoff für Ottomotoren.

Flüssigholz

Ein neuer Begriff für einen Anfang 2.000 erfundenen Werkstoff aus einer Mischung aus Lignin und Naturfasern. Das in einem Silo angemischte Pulver wird erhitzt, vermengt, gekühlt und zu Pellets geformt, die sich aufbereiten und gießen und spritzen (also verflüssigen) lassen. Gehäuse für Lautsprecher, Armaturenbretter oder ähnliche Erzeugnisse können aus dem biologisch 100 % abbaubaren Flüssigholz gebaut werden. Die Hersteller nennen das patentierte Produkt "Arboform". Der Anwendung von Arboform wird eine große Zukunft voraus gesagt.

Flüssigkeitskollektor

auch: Flüssigkeitskollekoren

Flüssigkeitskollektoren sind Solarkollektoren, die Wasser mit einem Frostschutzmittel als Trägermedium verwenden. Sie werden in Mitteleuropa vor allem für Brauchwasseranlagen genutzt. Neben den Kollektoren benötigt eine thermische Solaranlage einen Wärmetauscher, in dem die solare Wärme von dem Solarkreislauf an das Brauchwassersystem weitergegeben wird. Der Wärmetauscher kann mittels einer Zusatzheizung auch als Brauchwasserspeicher fungieren.

Flüssigtapete

auch: Flüssigtapeten

Flusskiesel

auch: Kieselwacke

Der Flusskiesel ist wie Feldstein eine Gesteinsart, die nicht aus dem anstehenden Gestein herausgebrochen wird. Vielmehr wurde er durch die Kraft des fließenden Wassers zum Teil über sehr große Entfernungen transportiert, zerkleinert und gerundet. Flusskiesel wird in Kiesgruben oder Flüssen gewonnen. Verwendung finden Flusskiesel zum Beispiel als Kieselsteinpflaster.

Flusskraftwerk

Flussmatratze

auch: Flussmatratzen

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Die Flussmatratze ist wie die Gabione ein Stahlgitterkorb, der mit Steinen gefüllt wird. Hauptsächlich verwendet man sie zur Sohlen- und Uferbefestigung. Aber auch als Drainageschicht im Deponiebau wird die Flussmatratze verwendet. Im Fluss- und Wasserbau schützt sie vor Erosionen und widersteht höchsten Strömungsgeschwindigkeiten und Schleppkräften. (Abbildung: Sytec Geoproducts)

Flussmittel

auch: Flußmittel

Flussmittel gibt es in verschiedenen Bereichen des Bauwesens. Flussmittel sind beispielsweise Hilfsmittel zum Schweissen und Löten von Metallen. Die chemischen Mittel erleichtern den Schmelzfluss und säubern korridierte und verschmutzte Stellen. Auch beim Brennen von Ton kommen Flussmittel zum Einsatz. Dort dienen beispielsweise Feldspat oder Kreide dazu, einen porös brennenden Ton dicht (wasserundurchlässig) zu machen. Beim Schmelzprozeß können Flußmittel die Temperatur herabsetzen, damit die Sinterung der Masse bzw. das Schmelzen der Glasur erfolgen kann.

Flusssäure

auch: Flüssiggase

Stark ätzende, stechend riechende und sehr giftige farblose Lösung von Fluorwasserstoff in Wasser. Wird zum Ätzen von Glas, Stein, Porzellan und Metallen in der Galvanik sowie zur Fassadenreinigung und zur Herstellung von Fluoriden verwendet.

Flussstahl

Flussstahl ist die Bezeichnung für den meist verwendeten Stahl, der von außerordentlich zäher und fester Konsistenz ist. Er wird in schmelzflüssigem Zustand durch Entkohlung von Roheisen, Verbrennung von Verunreinigungen und gegebenenfalls unter Beimengung erwünschter Nebenbestandteile hergestellt. Flussstahl wird dabei in der sogenannten Thomas- oder Bessemerbirne in flüssigem Zustand gewonnen.

Flüsterbeton

Flüsterbeton wird eingesetzt für Fahrbahnoberflächen, wenn die Fahrgeräusche minimiert werden sollen. Die Oberfläche von Flüsterbeton weist eine sehr feine Struktur auf. Die Reifen vibrieren nur sehr wenig, da die Luft zwischen Reifen und Fahrbahn gut entweichen kann.

Flüstergalerie

Flüstergewölbe

auch: Flüstergalerie

Flüstergewölbe oder Flüstergalerie ist die Bezeichnung für einen überwölbten Raum, in dem an einer Stelle geflüsterte Worte durch Reflextion an einer entfernten Stelle deutlich vernehmbar sind, während sie im übrigen Raum nicht oder aus der Nähe kaum gehört werden. Diese Erscheinung kann zufällig sein oder auf einer raffiniert ausgeklügelten Planung beruhen, (meist elliptische Raumbegrenzungen, Sprecher und Hörer in den Brennpunkten). Bekannte Flüstergewölbe sind u.a. der Karyatidensaal des Louvre in Paris, die Vorhalle der Residenz in Würzburg und ein Raum im Sforzakastell zu Mailand.

Fluten

auch: Flutverfahren

Fluten bezeichnet ein Lackierverfahren. Dabei werden zu beschichtende Objekte mit dem Beschichtungsmaterial übergossen. Das überschüssige Material wird aufgefangen und der Anlage wieder zugeführt. Flutanlagen gibt es als transportable Geräte für den Handwerksbetrieb, aber auch als große geschlossene Anlagen für Industriebetriebe. In Maler- und Lackiererbetrieben wird dieses Verfahren hauptsächlich zur Beschichtung von Heizkörpern angewendet. Durch Fluten werden auch Holzschutzmittel aufgebracht, d.h. das Bauteil damit übergossen. Auch Schwammsperrmittel als bekämpfende Maßnahme gegen Echten Hausschwamm werden geflutet.

Fluter

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Fluter sind vergleichbar mit Strahlern, allerdings besitzen diese Art von Leuchten eine breitstrahlende Charakteristik. Sie werden mit einer vorwiegend symmetrischen Lichtverteilung angeboten. Fluter werden zum Beispiel zur gleichmäßigen Beleuchtung von Flächen oder Objekten für Museen, Ausstellungen, Messestände, Verkaufsräume oder repräsentative Bereiche eingesetzt.

Flutverfahren

auch: Flutverfahren

siehe Fluten.

Fluxbitumen

Fluxbitumen ist Straßenbaubitumen, dessen Viskosität durch Zusatz von schwerflüchtigen Fluxölen auf Mineralölbasis herabgesetzt ist. Dadurch lässt sich die Verarbeitbarkeit bei niedrigen Temperaturen erleichtern.

Fluxmittel

Flüssigkeit, die zu einer anderen Flüssigkeit hinzugefügt wird, um deren Viskosität zu verringern. Dieser Begriff umfasst relativ flüchtige Destillate, die bei der Herstellung von Kaltbitumen verwendet werden, relativ schwer flüchtige Öle, die bei der Herstellung von Fluxbitumen verwendet werden, und Weichbitumen.

Fluxöl

auch: Fluxöle

Relativ schwerflüchtiges Öl, das bei der Herstellung von Fluxbitumen verwendet wird.

Flying Space

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"Space", das ist der Raum an sich, auch der Weltraum ist Space. Als Flying Space benennt ein deutscher Fertig­haus­her­stel­ler seine Mobilheime, die allerdings nicht auf Rädern stehen, sondern von LKW's überall hin "geflogen" werden, wo man sie gerade braucht. Man kann diese Büro-, Wohn-oder Freizeitwürfel, die allen Energieeinsparstandards ent­spre­chen, als Apartement für Senioren oder Studenten bzw. die erwachsenen Töchter/Söhne nutzen und auch an ein Wohnhaus anbauen, sofern die Bauämter das zulassen. Die "Würfel" (Herstellerbezeichnung) werden von einem Kran auf vorbereitete Punktfundamente gehoben und sind binnen eines Tages bezugsfertig. Sie sind je nach Bedarf auch mit einer Küche oder einem Bad ausgestattet.

Foamglas

siehe Schaumglas.

Fogging-Effekt

Phänomen der plötzlichen Schwarzfärbung von Wohnungen durch Staubniederschlag. Der eigentliche Vorgang des Schwarzwerdens entsteht vermutlich durch die Ablagerung des luftgetragenen Feinstaubes auf dem sich bildenden "klebrigen, öligen Film" von schwererflüchtigen Verbindungen auf bestimmten, meist erhöht weichmacherhaltigen Oberflächen. Nach den bisherigen Erkenntnissen können dem auch als "Phänomen der schwarzen Wohnungen" bezeichneten Fogging-Effekt keine eindeutigen Ursachen oder Zusammenhänge zugeordnet werden. Als Erklärungen werden verschiedene Faktoren (vorausgegangene Renovierungsarbeiten, kalte Außenwände mit Wärmebrücken, Dachschrägen, Russquellen in der Wohnung, Russeintrag durch die Außenluft, Teppichböden mit Faserfreisetzung, chemische Teppichreinigung, sonstige raumklimatische und Witterungseinflüsse wie Luftfeuchtigkeit, Elektrostatik der Luft u.v.a.m.) diskutiert: In entsprechenden Wischproben der schwarzen Ablagerungen finden sich häufig Weichmacher, Paraffine, Fettsäuren, Rückstände von Zigarettenrauch, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe.

Folie

auch: Folien

siehe Baufolie.

Folienschneider

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Folien sind im Baubereich in vielfältiger Form im Einsatz, z. B. als Dampfbremsen, Dampfsperren oder Unterspannbahnen, wie sie in jedes Steildach eingebaut werden. Um solche Folien schnell und sauber zuschneiden zu können, hat die Industrie spezielle Folienschneider entwickelt. Das Foto zeigt einen solchen Schneider mit zusätzlichem Fingerschutzbügel.

Folientor

auch: Folientore

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Folientore trennen in gewerblich genutzten Gebäuden bestimmte Bereiche voneinander ab. Der Grund liegt vor allem darin, dass in bestimmten Lagerräumen Wärme- oder Kälteverluste in Grenzen gehalten werden sollen - z. B. in einem Lagerraum für Obst und Gemüse. Statt aus Metall bestehen die Flügel der Folientore aus Polyestergewebe (Foto Belutec) oder aus transparentem, also durchsichtigem, etwa 4 mm starkem Weich-PVC. Insbesondere bei sog. Schnelllauffolientoren, die sich über eine Sensortechnik öffnen und schließen, ist die Durchsichtsmöglichkeit unabdingbar.

Folienummantelung

auch: Folienummantelungen

spezielle MDF-Platten werden mit einer Folie überzogen, so dass Flächen und Kanten "wie aus einem Stück" aussehen. Die Folien werden in verschiedenen Farben und Holznachbildungen angeboten. Die ummantelten Platten haben eine relativ gute Widerstandsfähigkeit.

Fond-Tapete

auch: Fondtapete, Fondtapeten, Fond-Tapeten

Förderanlage

auch: Förderanlagen

Zu den Förderanlagen werden alle Arten von Aufzügen gezählt. Ganz allgemein dienen Förderanlagen der vertikalen Beförderung von Personen und Lasten. Neben Aufzügen zählen also auch z.B. Fahrsteige oder Fahrtreppen zu Förderanlagen.

Förderbrunnen

siehe Bohrbrunnen

Förderleistung

Die Förderleistung sagt etwas über die Effizienz von Pumpen aus, d.h. wieviel Wasser mit einer Pumpe pro Stunde gefördert werden kann. Gartenbrunnen haben z.B. eine mittlere Förderleistung von zwei bis drei Kubikmeter pro Stunde. Für die landwirtschaftlich oder gewerbliche Nutzung gibt es aber auch Brunnen mit einer Förderleistung von bis zu 60 Kubikmetern pro Stunde.

fördern

Den Transport des Frischbetons vom Mischer bzw. vom Lieferfahrzeug zur Einbaustelle nennt man Fördern. Das Fördern geschieht beipielsweise mit einem Betonkübel oder mit einer Betonpumpe. Das Verb "fördern" wird allerdings im Baubereich sehr vielseitig eingesetzt. Man spricht z. B. auch von der Förderleistung von Pumpen oder vom Wasser, das aus einem Bohrbrunnen gefördert wird.

Fördersysteme

Unter diesem Begriff wird vor allem eine Hebeanlage verstanden.

Forest Stewardship Council

siehe FSC.

Formaldehyd

Stechend riechendes, giftiges, farbloses und brennbares Gas, als wässrige Lösung "Formalin" mit 37 % Formaldehyd-Anteil im Handel. Diese wässrige Lösung ist eine sehr vielseitig eingesetzte Chemikalie, die in geringer Konzentration Bestandteil von Spanplatten, Farben, Lacken, Dämmstoffen, Bauschäumen, textilen Bodenbelägen, Kunststoffen, Glas- und Steinwolle, kosmetischen Produkten usw. sein kann. Da Formaldehyd in unzulässiger Dosierung zu Erkrankungen unterschiedlicher Art führen kann und auch im Verdacht steht, eine krebserzeugende Wirkung zu haben, wird es heute nur noch in geringen Konzentrationen verwendet, die unterhalb festgeschriebener Grenzwerte liegen. Vielfach verzichten die Hersteller jedoch auf diese Chemikalie, um ihre Produkte mit dem verkaufsfördernden Hinweis "Formaldehyd-frei" ausstatten zu können. Vor allem bei Spanplatten und anderen Holzprodukten kann es möglich sein, dass mit Formaldehyd belastete Platten entsorgt worden sind, aber über Recyclingmaßnahmen doch wieder in unzulässiger Konzentration in den Wirtschaftskreislauf zurückkehren. Insofern ist der Verbraucher gut beraten, die Produktinformationen zu studieren und auf den Hinweis "Formaldehyd-frei" zu achten.

Formaldehydsanierung

Formaldehyd gilt nach wie vor als ein potentiell krebserregender Stoff. Trotzdem atmen Millionen von Menschen ihn immer noch täglich in zum Teil bedenklich hohen Konzentrationen ein, denn der Giftstoff ist Bestandteil von Bindemitteln, die zur Herstellung von Möbeln und Holzwerkstoffen verwendet. Die Folge können Augenreizungen, Schnupfen, Husten, oder Schlafstörungen sein. Im Normalfall erfolgt eine Formaldehydsanierung durch Austausch der betroffenen Möbel oder Bauteile. Das ist aus statischen Gründen häufig nicht möglich. In diesen Fällen haben sich Ammoniakbegasungen und der Einsatz von Schafwolle zum Beispiel als Absorbervlies bewährt.

Formänderung

auch: Formänderungen

Durch Quellen, Kriechen, Schrumpfen oder Schwinden kann ein Baustoff wie Beton eine Formänderung erfahren. Die Formänderung wird durch Alter, Größe und Umgebungsbedingungen des Bauteils beeinflusst. Auch andere Baustoffe wie Holz sind häufig eine Formänderung unterworfen. Bei Holz schwindet oder quillt der Baustoffe durch Feuchtigkeitsaufnahme oder -abgabe. Kann sich ein Bauteil hinsichtlich der Formänderung nicht frei entfalten, kommt es häufig zu Rissen oder anderen Bauwerksschäden.

formatieren

Für die meisten ist "formatieren" ein Begriff aus dem Computerbereich. Der Schreiner versteht darunter jedoch, ein Werkstück auf die exakte Größe schneiden.

Formatkreissäge

auch: Formatkreissägen

Formatkreissägemaschine

auch: Formatkreissäge, Formatkreissägemaschinen

Tischkreissäge mit schwenkbarem Sägeblatt und Schiebeschlitten. Mit dem Parallelanschlag werden Werkstücke auf Breite und mit dem Längsanschlag auf Länge gesägt.

Formfliesen

Formfliesen sind Fliesen besonderer Gestalt (z.B. mit winkelförmigem Querschschnitt, für Rundungen, Abschrägungen und Ecken), die zur Erzielung geschlossener Belagsflächen notwendig sein können.

Formklinker

Formklinker sind Keramikklinker, die aus anwendungstechnischen Gründen von der üblichen, rechteckigen Form abweichen. Formklinker sind beispielsweise mit Ornamenten oder einer Rundung versehen.

Förmliche Abnahme

Die förmliche Abnahme sollte die Regel bei allen Bauvorhaben sein. Sie hat stattzufinden, wenn der Bauherr oder der Bauunternehmer es verlangen. Zur Abnahme können beide Seiten einen Sachverständigen hinzunehmen. Das kann auf der Seite des Bauherrn ein Architekt, Bauleiter oder unabhängiger Sachverständiger (zum Beispiel vom Verband Privater Bauherren, Bauherren-Schutzbund oder TÜV) sein. Für den Bauherren ist es sicherlich ein großer Vorteil, einen Experten auf seiner Seite zu wissen. Ob die Bauleistungen ohne Mängel erbracht wurden kann in den meisten Fällen nur ein Experte beurteilen. Der Befund der Abnahme ist in gemeinsamer Verhandlung schriftlich in einem Abnahmeprotokoll niederzulegen. In das Protokoll sind etwaige Vorbehalte wegen bekannter Mängel und wegen Vertragsstrafen aufzunehmen, ebenso etwaige Einwendungen des Bauunternehmers. Jeder Vertragspartner erhält anschließend eine Ausfertigung des Protokolls.

Formling

Unter einem Formling oder auch Grünling versteht man einen bereits geformten, aber noch nicht getrockneten und gebrannten Ziegel. Erhalten hat er seinen Namen nach dem unfertigen (grünen) Zustand der Ziegel in dieser Phase der Produktion.

Formmauerziegel

Formmauerziegel sind nicht wie normale Ziegel rechteckig, sondern haben eine spezielle Form. Für Gesimse, Abdeckungen oder Fenstereinfassungen gibt es beispielsweise einfache Profile wie Fase, Wulst oder Hohlkehle. Beispiele für Formmauerziegel sind auch Eckmauerziegel, Brüstungsabschlussziegel, Rippenziegel und Anschlagmauerziegel.

Formmeißel

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Einsatzwerkzeug für Bohrhammer, Meißelhammer oder Kombihammer. Je nach Form werden sie für unterschiedliche Zwecke verwendet. Der Meißel mit der wellenförmigen Spitze ist zum Ausführen kleinerer Schrupp- und Spachtelarbeiten geeignet. Zum Erstellen von Installationskanälen im Mauerwerk und Porenbeton eignet sich der Formmeißel mit der halbrunden Spitze. Schließlich gibt es noch Formmeißel für die Sanierung von Mörtelfugen. Diese sind mit einer gebogenen Spitze ausgestattet.

Formröhre

auch: Formröhren

Werkzeug zum Bearbeiten eines Holzstücks auf einer Drechselbank. Die Formröhre ähnelt der Schruppröhre, sie ist jedoch etwas schmaler und zierlicher. Die Formröhre wird zum Schneiden von ausgeprägten und schön profilierten Kehlen und Rundstäben verwendet.

Formsperrholz

Dünnste Holzlagen werden unter Hitze und Druck in Formpressen gekrümmt und gebogen und mittels eines Rahmens in Form gehalten. Überwiegend kommen Buchenschälfurniere zum Einsatz. Bekanntestes Anwendungsgebiet sind Sitzmöbel, die als Sitze, Sitzschalen oder Rückenlehnen in ergonomisch formschöner Gestaltung angeboten werden.

Formstahl

auch: Formstähle

Formstähle sind Stähle mit L-, U-, T- und I-förmigem Querschnitt, die vor allem im Stahlbau verwendet werden. Diese Stähle werden mit einem entsprechenden Kurzzeichen und meist mit der Höhenmaßzahl h benannt, z.B. IPE 300 (mittelbreiter I-Träger mit einer Höhe von 300 mm).

Formstein

auch: Formsteine

Formsteine sind speziell geformte Dachsteine, die einen besonderen Zweck erfüllen. Dachdurchbrüche für Fenster, Dunstrohre und Schornsteine sowie verschiedene First- und Gratlösungen sind Beispiele dafür, wofür Formsteine verwendet werden. Man unterscheidet Firststein, Ortgangstein, Pultdachabschluss, Lüfterstein oder Standstein.

Formteil

auch: Formteile

Formteile sind Teile aus Gips, Keramik, Kunststoff, Glas oder Metall, die durch gießen, strecken, pressen, blasen oder knicken enstanden sind. Ebenfalls von Formteilen spricht man, wenn Gipsplatten in individuelle Formen geschnitten bzw. gefräst werden. Gipsplatten lassen sich zudem biegen oder so fräsen, dass sie passgenau geknickt und gefaltet werden können. Umkleidungen, Kanten, Übergänge, Rundungen, Decken werden somit ohne hohen Aufwand hergestellt. Formteile findet man aber auch sonst überall im täglichen Leben. Kaum eine Fliesenserie, zu der keine Formteile gehören wie etwa Eck-Verbindungsstücke oder Fliesen, die auch die Ecken von Treppenstufen umschließen. Aus Kunststoff werden beispielsweise Eimer, Schutzhelme, Fensterprofile oder Sitzmöbel hergestellt. Formteile aus Metall sind beispielsweise eine Kuchenbackform oder verschiedenste Teile am Pkw. Auch der warmgewalzte Formstahl fällt unter die Bezeichnung Formteil.

Formulierung

auch: Formulierungen

Bezeichnung aus der (Bau)chemie für eine Rezeptur, zum Beispiel von Farben. Je nach "Formulierung", also der chemischen Formel für beigegebene Substanzen, kann eine Farbe, ein Isolieranstrich, ein Putz oder Kleber unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.

Formziegel

Unter einem Formziegel kann ein Formmauerziegel verstanden werden, aus archäologischer Sicht jedoch auch ein beliebig mit der Hand geformter Ziegel, wie er schon vor Jahrtausenden hergestellt wurde. In der mesopotanischen Hochkultur (im heutigen Irak) wurden solche Formziegel etwa 2.000 Jahre v. Chr. sogar schon emailliert oder glasiert.

Forst

siehe First.

Forstnerbohrer

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Forstnerbohrer eignen sich zum Bohren von Hart- und Weichhölzern sowie von Holzwerkstoffen. Die Bohrer haben einen niedrigen zylindrischen Schneidkopf, eine Zentrierspitze und zwei Hauptschneiden. Mit einem Forstnerbohrer lassen sich auch Bohrungen ausführen, die seitlich offen sind.

Fortluft

Ist Abluft die Luft, die das Gebäude verlässt vor dem Eintritt in das Lüftungsgerät, so ist Fortluft die Luft nach dem Austritt aus einem Lüftungsgerät. Die Fortluft ist aber auch bei einem Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung wärmer als die Umgebungsluft. Durch den Einsatz einer Wärmepumpe kann die Restwärme in der Fortluft weiter genutzt werden.

Forum

Das Forum war der Marktplatz einer römischen Stadt. Es war meist als gestrecktes Rechteck angelegt und von öffentlichen Gebäuden umstanden. Später wurden diese Gebäude noch zu Kolonnaden zusammengefasst. Während die kleineren Provinzstädte jeweils nur ein Forum besaßen, hatten große Städte wie Rom mehrere Fora. Unter diesen bildete das "Forum Romanum" den politischen und religiösen Mittelpunkt Roms und des ganzen Imperiums. Es soll bis in die Gründungszeit Roms zurückreichen und war eine gewachsene Anlage. An dieses republikanische Forum schlossen sich die durchgeplanten, dem Kaiserkult dienenden "Kaiserfora" an.

Forward-Darlehen

Ein Forward-Darlehen ein in die Zukunft geschlossenes Darlehen. Forward-Darlehen machen immer dann Sinn, wenn konkreter künftiger Darlehensbedarf besteht und Sie gleichzeitig mit steigenden Zinsen rechnen. Die Darlehensgeber lassen sich das Forward-Darlehen mit einem zeitabhängigen Zinsaufschlag bezahlen. Desto weiter das Darlehen in der Zukunft liegt, desto teurer wird der Zinsaufschlag. Aus diesem Grund machen Forward-Darlehen in der Regel nur bis 2 Jahre im Voraus Sinn. Bei einem Forward-Darlehen trägt man zudem das Risiko, dass die Zinsen in Zukunft sinken und nicht wie erwartet steigen könnten.

fossiler Energieträger

auch: fossile, Energieträger

fossiler Rohstoff

auch: fossile, Rohstoffe

Steinkohle, Braunkohle, Erdöl, Erdgas und Torf und sind fossile Energieträger bzw. fossilen Rohstoffe. Sie sind im Verlauf der Erdgeschichte aus Pflanzen entstanden. Fossile Rohstoffe erneuern sich nicht, sie sind deshalb als Energiereserven begrenzt. Da der Weltprimärenergiebedarf zu 90% durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe gedeckt wird, ergeben sich zwei gravierende Probleme: Zum einen nehmen die Energiereserven ab. Zum anderen wird das Weltklima gefährdet: Kohlendioxydproblem, Treibhauseffekt. Nach nun nach sollte daher ein Großteil der Energie aus erneuerbaren Energieformen gewonnen werden.

Fotofliese

auch: Fotofliesen

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Bei einer Fotofliese wird ein individuelles Lieblingsfoto auf eine Fliese gebrannt. Wer es lieber größer mag, kann auch ein Foto auf mehrere Fliesen verteilen. So können ganze Fliesenbilder für Wandnischen oder über Badewannen entstehen. Mit der richtigen Auswahl des Bildes lassen sich Urlaubserinnerungen, Verwandtenportraits oder einfach nur ein gelungener Schnappschuss für die dauerhafte Nutzung in Bad oder Küche festhalten.

Fototapete

auch: Bildtapete, Fototapeten

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Bei einer Fototapete handelt es sich um eine Tapete, die mit einem Fotomotiv beschichtet ist. Dieses Fotomotiv kann sich über eine ganze Wand erstrecken. Beim Kleben der einzelnen Tapetenbahnen ist bei einer Bildtapete besonders sorgfältig zu arbeiten, damit die Ansätze alle passen. Fototapeten gibt es entweder mit vorgegebenen Motiven wie zum Beispiel der Skyline von Manhattan oder Landschaften versehen. Man kann sich aber von diversen Anbietern auch seine individuelle Wunschtapete mit einem beliebigen Motiv anfertigen lassen. Die Einzelteile der Bildtapete wurden meistens im Flachsieb- oder im Offset-Druckverfahren hergestellt, inzwischen aber im Digitaldruck auf Vliestapeten. Tapeziert werden können sie meist mit herkömmlichem Tapetenkleister.

Foyait

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Foyait ist eine in Mitteleuropa nicht auftretende Gesteinsart, die wegen ihres attraktiven Aussehens reichlich für Luxusausstattungen aus Portugal, Namibia, Zambia, vor allem aber aus Brasilien eingeführt wird. Es handelt sich um ein Tiefengestein mit "ausgefallener" Zusammensetzung aus Feldspatvertretern (Foide), die jedoch chemisch nicht stabil sind und daher besondere Sorgfalt in der Anwendung erfordern. Neben dem braun, gelben Nephelin erregt der leuchtend blaue Sodalith das Interesse der Bauherren und Architekten.

Fraké

siehe Limba.

Framire

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Framire gehört, wie das bekanntere Limba, der gleichen botanischen Gattung Terminalia an. Der Splint ist blaß gelblich und vom feuchten Kernholz kaum unterscheidbar. An Licht dunkelt das Holz goldgelb bis hellbraun nach. Framire ist gut zu leimen, zu schrauben und zu nageln und ergibt haltbare Verbindungen jeder Art. Aufgrund der guten Verarbeitseigenschaften und Witterungsfestigkeit, des vorteilhaften Stehvermögens und der eichenähnlichen Färbung ist Framire vielseitig einsetzbar. Im Außenbau wird das Holz für Fenster, Fensterläden, Tore, Türen, Zierschalungen und Verbretterungen sowie für Holzhäuser (Fertigbau) verwendet. Im Innenbau werden Treppenwangen, Stoßstufen, Rahmenkonstruktionen, Bekleidungen, Fußbodenleisten sowie Wand- und Deckenverkleidungen aus Framire hergestellt.

Francis-Turbine

auch: Francis-Turbinen

Bei der Francis-Turbine handelt es sich um eine vom amerikanischen Ingenieur James B. Francis entwickelten Wasserturbine. Sie zeichnet sich vor allem durch das schneckenförmige Rohr aus, welches das Wasser in einen zusätzlichen Drall versetzt. Francis-Turbinen werden von der Außenseite angeströmt und leiten das Wasser durch die Laufradmitte ab. Bei Wasserkraftwerken ist die Francis-Turbine der am weitesten verbreitete Turbinentyp. Die Turbine kommt bei mittleren Fallhöhen und mittleren Durchflussmengen zum Einsatz.

Frankfurter Küche

Die Frankfurter Küche ist ein Begriff aus der Architekturgeschichte und geht zurück auf die Wiener Architektin Grete Schütte-Lihotzky, die sehr sozial engagiert war und sich in den 20-er Jahren Gedanken machte, wie das Wohnumfeld insbesondere der Arbeiterschaft verbessert werden könnte. 1926 kam Grete Schütte-Lihotzky nach Frankfurt, wo sie mit der Frankfurter Küche den Prototyp der Einbauküche entwickelte. Ihre Küche sollte unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Prinzipien eine arbeitssparende Haushaltsführung ermöglichen, um den berufstätigen Frauen die Haushaltsführung zu erleichtern. Die in die Architekturgeschichte eingegangene Frankfurter Küche war mit knapp 2 x 4 m sehr schmal, die geschickte Anordnung der Möbel ermöglichte es aber der Hausfrau, die Küche effektiv zu nutzen und durch die geöffnete Schiebetür auch ihre Kinder im Wohnraum zu beobachten. Da die Vorratshaltung damals voin großer Bedeutung war, gehörte zu jeder Küche Aluminiumschütten für Graupen, Gries usw. sowie eine große Mehlschublade aus Eiche, wobei die im Eichenholz enthaltene Gerbsäure Mehlwürmer fernhielt. Die Küche wurde allein vom Frankfurter Hochbauamt über 10.000-mal im kommunalen Wohnungsbau eingebaut. Grundsätzlich war die Küche mit einem Fenster ausgestattet. Fensterlose, nur über Abzugschächte zu belüftende Küchen werden fälschlicherweise auch als Frankfurter Küche bezeichnet.

Frankfurter Pfanne

Die meistverlegte Dachpfanne Deutschlands, etwa 4 Milionen Dächer wurden bisher mit der Frankfurter Pfanne gedeckt. Sie wird bevorzugt zur Deckung von Sattel- und Pultdächern bei Ein- und Zweifamilienhäusern, Reihen- und Mehrfamilienhäusern, aber auch bei landwirtschaftlichen Gebäuden und Geschäftshäusern eingesetzt. Die Frankfurter Pfanne besteht in der Regel aus folgenden Materialien: Klassierte, gewaschene Sande, Zemente und Farbpigmente auf Eisenoxidbasis. Bereits seit vier Jahrzehnten ist die Frankfurter Pfanne ein Klassiker, den es in mehr als 15 Farben gibt.

Frankfurter Schaufel

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Diese wegen ihrer Form auch Herzschippe genannte Schaufel verwendet man hauptsächlich zum Umschichten von losem Material. Das leicht spitz zulaufende Blatt ermöglicht ein relativ leichtes Eindringen in den Boden. Sie ist damit, im Gegensatz zur Holsteiner Schaufel auch für Grabarbeiten geeignet. Dank der Blattfläche bietet die Frankfurter Schaufel einer Menge Erde, Sand oder ähnlichem Platz.

Franki-Pfahl

auch: Franki-Pfähle

siehe Ortrammpfahl.

Französische Aufziehglätte

auch: französiche, Aufziehglätten

Französischer Balkon

auch: Französische, Balkone

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Ein Französischer Balkon ist kein Balkon im eigentlichen Sinn, sondern nur ein Geländer als Absturzsicherung vor bodentiefen Fenstern, die auch "Pariser Fenster" genannt werden. Das Geländer wird von außen vor das Fenster gesetzt und im Mauerwerk verankert. Aus Sicherheitsgründen kommen nur Geländer aus Metall infrage, meistens aus Edelstahl oder verzinktem Stahl. Es gibt allerdings auch die Variante, bei der tatsächlich eine Miniatur-Balkonplatte etwa 20 bis 25 cm aus dem Baukörper ragt und natürlich keinen Platz für Stuhl und Tisch bietet, wohl aber für Balkonpflanzen. Diese Variante ist in südeuropäischen Ländern weit verbreitet.

Französisches Fenster

siehe Fenstertür.

Fräsbohrer

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Bohrer mit speziellen Fräszähnen. Eignet sich zum Bohren, Fräsen, als Lochsäge und Rotationsfeile. Mit einem Fräsbohrer läßt sich Holz, Metall und Kunststoff bearbeiten. Verwendet wird der Fräsbohrer vor allem zum Ausfräsen von Figuren und Langlöchern, Vergrößern von Löchern und Aussägen von Formen.

Fräsdübel

Fräsdübel werden vor allem in der Möbelindustrie und im Tischlerhandwerk eingesetzt, damit Nivellierfüße eingeschraubt werden können. Fräsdübel bestehen aus Stahl. Von außen verfügen Sie über ein Gewinde mit Widerhaken, so dass der Dübel fest im Holz sitzt. Das Innengewinde ist abgestimmt auf die entsprechenden Nivellierfüße. In Fachkreisen spricht man auch von einem "spread sert"-Dübel.

Fräser

Ein Fräser ist ein ein- oder mehrschneidige Einsatzwerkzeug, das mit einer Spannzange an einer Fräsmaschine befestigt wird. Über eine Spindel wird der Fräser zum Rotieren gebracht und in das zu bearbeitende Werkstück aus Metall, Kunststoff oder Holz eingetaucht. Durch spanende Wirkung wird das Werkstück bearbeitet.

Fräskopfschraube

Gelegentliche Bezeichnung für eine Schraube, deren Schraubenkopf sog. Friktionsrippen aufweist. Diese Rippen sorgen dafür, dass sich Senkkopfschrauben in das Holz einfräsen.

Fräsmaschine

auch: Fräsmaschinen

Fräsmaschinen dienen zum Bearbeiten von Metall, Kunststoff oder Holz. Bei der Metall- oder Kunststoffbearbeitung wird das Werkstück fest in die Maschine eingespannt bzw. angesaugt. Bei der Holzbearbeitung wird die Fräsmaschine zur Herstellung von Fälzen, Nuten, Profilen oder Verbindungen verwendet. Das Werkstück wird im allgemeinen am Werkzeug vorbeigeführt, wobei der Vorschub überwiegend manuell erfolgt. Man unterscheidet verschiedene Fräsmaschinen zur Holzbearbeitung: Tischfräsmaschine, Tischoberfräsmaschine, Kettenfräsmaschine.

Fraßgänge

auch: Fraßgang

Als Fraßgänge oder Bohrlöcher werden Insekten-Bohrgänge im Holz bezeichnete. Inwieweit Fraßgänge die Stabilität des Holzes beeinflussen, muss der Fachmann entscheiden.

Fredeburger Schiefer

In Deutschland wird seit Jahrhunderten und auch heute noch Schiefer abgebaut, wobei die Schieferabbaugebiete dem dort gewonnenen Naturstein den Namen gaben (Ausnahme Moselschiefer). In der Schiefergrube bei Fredeberg wird auch heute noch ein hochwertiger anthrazit-farbiger Schiefer abgebaut, der widerstandsfähig gegen Frost und Hitze ist, silbrig schimmert und leicht gesägt, gebohrt oder sonstig verarbeitet werden kann.

Freianlage

auch: Freianlagen

Für Architekten und Bauingenieure sind Freianlagen planerisch gestaltete Freiflächen und Freiräume sowie entsprechend gestaltete Anlagen in Verbindung mit Bauwerken. Als Freianlage werden dementsprechend dann die Vegetationsflächen mit den in ihnen liegenden Verkehrsflächen wie Plätze oder Gehwege bezeichnet. Ein Raumplaner sollte erhaltenswerte Vegetation immer mit in seine Planungen mit einbeziehen. Die Planung von Freianlagen muss neben den ökologischen Aspekten auch soziale, wirtschaftliche und ästhetische Aspekte berücksichtigen. Die Planung von Freianlagen liegt häufig im Bereich des Landschaftsarchitekten. Die Abrechnung erfolgt über die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI).

Freiarmschirm

Andere Bezeichnung für Ampelschirm

Freibereich

auch: Freibereichs,, Freibereiche

In der Sprache der Architekten sind Balkone und Terrassen Freibereiche. Im Fall der Terrassen aber nur, wenn sie an das Haus angebaut sind. Bei den Balkonen spielt es keine Rolle, ob diese in den Baukörper integriert oder nur später aufgestellte Anbaubalkone sind. Ein solcher Freibereich sollte immer eine Sichtverbindung zum Wohnhaus haben und eine Große von 4,5 qm nicht unterschreiten, wobei bei Terrassen als Richtmaß 10 % der Wohnungsgröße anzusetzen ist. Freibereiche sind immer zu mindestens einer Seite offen mit Ausnahme der Atrium-Bauweise, wo der Freibereich vom Baukörper umschlossen wird.

Freibord

Freibord ist gemäß DIN 4045 der Abstand zwischen einem Wasserspiegel und einer höherliegenden maßgebenden definierten Kante eines Bauwerks oder Maschinenteils.

freie Lüftung

Freier Sachverständiger

auch: Freie, Sachverständige

Freier Sachverständiger und öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger sind die Berufsgruppen, mit denen es der Bauherr am meisten zu tun hat. Der freie Sachverständige ernennt sich sozusagen selbst, allerdings muss er über Fachkompetenz verfügen, sonst macht er sich der Irreführung schuldig. Pauschal kann nicht gesagt werden, dass der "Öffentliche" dem "Freien" überlegen ist. Es gibt in diesem Feld eine erhebliche Grauzone und erhebliche Kompetenzunterschiede.

Freifallbär

auch: Freifallbäre

Der Freifallbär gehört zur Gruppe der Rammbäre. Er wird über mechanische Seilwinden oder Hydraulikstangen angehoben und fällt durch sein Eigengewicht auf das Rammgut. Dies ist eine sehr preiswerte Methode Pfahl, Rohr oder Spundbohle in die Erde zu rammen. Allerdings ist auch nur ein langsamer Arbeitsfortschritt möglich und zudem ist ein Trägergerüst und ein Mäkler notwendig.

Freifallmischer

Freifallmischer bestehen aus einem sich um eine waagrechte oder geneigte Achse drehenden Trommelgefäß mit innensitzender Beschaufelung. Durch das Drehen der Trommel wird das Mischgut angehoben und im freien Fall vermischt. Im Vergleich zu Zwangsmischern haben Freifallmischer eine lange Mischzeit und eine geringere Mischqualität. Die Freifallmischertypen werden nach Art der Entleerung unterschieden in: Kipptrommelmischer, Umkehrtrommelmischer und Gleichlaufmischer.

Freifläche

auch: Freiflächen

Als Freifläche werden nach HOAI Freianlagen oder Teile von Freianlagen bezeichnet.

Freiflächenheizung

auch: Freiflächenheizungen

Freiflächenheizungen funktionieren nach dem Prinzip der Elektro-Fußbodenheizung. Sie werden unter Treppenstufen, Betondecken, Gußasphalt oder Straßenpflaster eingebaut und sorgen dafür, dass Schnee und Eis wegschmilzen. Insbesondere bei Miets- und Einfamilienhäusern rechnet sich der relativ geringe Kostenaufwand sowohl für die Installation als auch für den Stromverbrauch insofern, als die Kosten des Abstreuens entfallen und kein Risiko mehr besteht, dass ein Passant/Besucher hinfallen könnte. Es ist für den Hausherrn wesentlich komfortabler, die Außenflächenheizung anzustellen, als nachts bei -10° die Wege und Außentreppen freizuschaufeln bzw. abzustreuen.

Freigefälleentwässerung

auch: Freispiegelentwässerung

Freigefälle- bzw. Freispiegelentwässerung ist die herkömmliche Art der Entwässerung. Das Regenwasser oder Abwasser wird durch ein Gefälle der Rohrleitungen in den Hauptsammler und über die Kanalisation in die Kläranlage abgeleitet. Müssen Steigungen überwunden werden, wie zum Beispiel vom Keller zum Kanalanschluss, sind Hebeanlagen notwendig. Bei starken Regenfällen und damit einhergehenden Überlastung der Kanalisation, können Rückstauverschlüsse notwendig werden.

Freigeländesicherung

auch: Freigeländesicherungen

Bei der Freigeländesicherung wird ein Bereich im Freien überwacht, der vor dem Eindringen unbefugter Personen geschützt werden soll. Der Vorteil einer Freigeländesicherung liegt darin, dass potenzielle Einbrecher bereits beim Betreten des Grundstücks erfasst werden, also noch bevor ein Einbruch mit möglichen Sachschäden wie einer zerschlagenen Fensterscheibe oder einem zerstörten Rollladen passiert. Es kann also die Sicherheit der zu schützenden Personen und Sachwerte erheblich erhöht werden. Zudem können bereits vor einem Einbruch die entsprechenden Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Freigeländeüberwachung

Wer zu einem gefährdeten Personenkreis gehört wie etwa hochrangige Politiker, dem wird von Staats wegen eine Freigeländeüberwachung rund um Vorgarten und Garten installiert. Wer in einer einsam gelegenen Villa auf einem großen Grundstück wohnt, muss natürlich selbst für seine Sicherheit sorgen. Freigeländeüberwachungen dienen der sog. Voralarmmeldung. Mögliche Übertäter sollen also schon erfasst und ein Voralarm ausgelöst werden, noch bevor sich diese dem Gebäude nähern oder gar in dieses eindringen. Die Freigeländeüberwachung funktioniert sowohl mit einer Lichtschranke, als auch über Mikrowellensysteme und Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder. Auch Kamerasysteme auf Laser-Scan-Basis, die auch bei Nacht einen Überwachungsradius von 30 m erfassen, zählen zu den Systemen der Freigeländeüberwachung. Alle Systeme können so konfiguriert werden, dass stiller oder lauter Alarm ausgelöst oder Scheinwerfer eingeschaltet werden. Ein Problem ist, dass die Systeme mehr oder weniger Fehlalarm auslösen können durch Tiere, aufwirbelndes Laub, herunter fallende Äste und dergleichen.

Freigespärre

auch: Vorgespärre, Schwebegiebel, Flugsparren

Liegt im Freien vor dem Dachgiebel noch ein Sparrenpaar, so nennt man dies Freigespräche. Durch das Freigespärre, das auf weit auskragenden Pfetten aufliegt, besteht für den Giebel ein erhöhter Witterungsschutz. Das Freigespärre wird auch Schwebegiebel, Vorgespärre oder Flugsparren genannt.

Freileitung

auch: Freileitungen

Werden Leitungen der Elektroversorgung überirdisch geführt, so werden diese als Freileitungen bezeichnet. In ländlichen Gebieten sind diese auch heute noch häufig zu finden, während sie in der Stadt meist unter der Erde verschwunden sind. Freileitungen werden entweder von Dach zu Dach geführt, oder - wenn keine Dächer vorhanden sind - von Mast zu Mast. Das können Masten aus Holz, Beton oder Stahl sein.

Freilufttrocknung

auch: Lufttrockung

Die Freilufttrocknung ist neben der Kammertrocknung eine weitere Möglichkeit der Holztrocknung. Sie ist die ursprüngliche Art der Holztrockung. Bei der auch als natürliche Trocknung bezeichneten Freilufttrocknung wird das Schnittholz durch geeignete Lagerung (Stapelung) im Freien oder im offenen Schuppen unter Dach dem örtliche Klima ausgesetzt. Geschützt wird das Holz dabei lediglich gegen Regen, Schnee und direkte Sonneneinstrahlung. Feuchteentzug und erreichbare Restfeuchte sind bei dieser Art der Holztrocknung vorwiegend von den jahreszeitlichen Klimaschwankungen abhängig. Häufig müssen die Hölzer daher anschließend für bestimmte Verwendungsarten noch in Trockenkammern auf eine niedrigere Endfeuchte fertiggetrocknet werden.

Freilufttrockung

Auch als natürliche Trocknung bezeichnet, ist das älteste Verfahren der Holztrocknung, bei der das Schnittholz durch geeignete Lagerung (Stapelung) im Freien oder im offenen Schuppen unter einer Überdachung dem örtliche Klima ausgesetzt wird. Feuchteentzug und erreichbare Restfeuchte sind vorwiegend von den jahreszeitlichen Klimaschwankungen abhängig. Für viele Verwendungsarten müssen die Hölzer nach der Freilufttrocknung noch in Trockenkammern auf eine niedrigere Endfeuchte fertiggetrocknet werden.

Freiraumplanung

Die Freiraumplanung beschäftigt sich mit der Planung der Freianlage. Wird häufig auch als Grünplanung bezeichnet und wird meist von einem Landschaftsarchitekten übernommen. Zu den Aufgaben der Freiraumplanung zählen die Planung von Parks und Gärten und die Gestaltung des Orts- und Landschaftsbildes. Darüber hinaus dient sie dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und den sozialen und kulturellen Bedürfnissen der Menschen. Die Freiraumplanung ist Teil der Stadtplanung.

Freischalter

siehe Netzabkoppler.

Freischneider

Freischneider sind die professionellen Helfer wenn es gilt, in unzugänglichen Ecken, Spalten oder an Rändern stehengebliebenen Grasresten, Gestrüpp oder hohem Unkraut zu Leibe zu rücken. Bei ihnen kommen, im Gegensatz zur Motorsense oder dem Trimmer, vor allem metallische Werkzeuge zum Einsatz; die Hubräume erreichen Größenordnungen von 6o bis 7o ccm. Sie haben immer eine gerade, vielfach gelagerte Welle zur Kraftübertragung und einen stabilen 'Fahrradlenker-Griff'. Das Angebot an Werkzeugen ist das umfangreichste und speziellste.

Freisitz

auch: Freisitze

Bezeichnung aus der Architektensprache für eine an das Haus anschließende Terrassenfläche, die auch überdacht sein kann ("überdachter Freisitz") und die dem architektonischen Überbegriff des Freibereichs zuzordnen ist.

Freispiegelentwässerung

Freispiegelleitung

auch: Gravitationsleitung, Freispiegelleitungen

Eine Freispiegelleitung ist eine Rohrleitung, in der das Wasser gemäß dem Gesetz der Schwerkraft von einem höher gelegenen Anfangspunkt zu einem tiefer gelegenen Endpunkt gelangt. Da das Wasser einzig durch die Schwerkraft gefördert wird, bezeichnet man die Freispiegelleitung auch als Gravitationsleitung.

freistehend

Mit "freistehend" wird eine Bausituation bezeichnet, bei der ein Einfamilienhaus oder ein anderes Gebäude "frei" auf einem Grundstück steht, ohne an ein anderes Gebäude zu stoßen. Bei einem freistehenden Einfamilienhaus müssen Grenzabstände eingehalten werden. Bilden lediglich die Garagen zweier freistehender Häuser eine gemeinsame Trennwand, beeinträchtigt dies nicht die Begriffsdefinition "freistehend".

freistehende Badewanne

auch: freistehenden, Badewanne

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Die freistehende Badewanne ist die Mutter aller Badewannen. Sie steht frei in einem Raum ohne direkten Anschuß an eine Wand. Nostalgische "Freisteher" erleben eine Renaissance, besonders die viktorianischen Wannen mit ihren Standfüßen, die Löwentatzen nachempfunden worden sind. Zu solchen Wannen werden natürlich auch passende Badarmaturen als Replikate alter Modelle oder als romantische Neuentwicklungen angeboten, siehe Foto des Armaturenherstellers GROHE. Freistehende Wannen in modernem Design werden auch als Einbauwannen hergestellt. Die Wanne steht dann frei im Raum, ist aber rundum verkleidet mit Marmor, Fliesen oder sogar Holz.

freistehender Tresor

auch: freistehende, Tresore

siehe Tresor.

Freisteher

Kurzbezeichnung für eine freistehende Badewanne

Freistellung

Freistellungsverfahren

auch: Freistellung, Genehmigungsfreistellungsverfahren, Genehmigungsfreistellung

In vielen Bundesländern ermöglichen Freistellungsverordnungen insbesondere im Einfamilienwohnungsbau ein genehmigungsfreies, „freigestelltes“ Bauen. Voraussetzung für die Freistellung von der Genehmigungspflicht ist, dass das zu bebauende Grundstück im Geltungsbereich eines qualifizierten Bebauungsplanes bzw. einer entsprechenden Gemeindebausatzung liegt. Das Bauvorhaben muss den Vorgaben dieses Planes entsprechen und die üblichen Anforderungen der jeweiligen Landesbauordnung erfüllen. Entsprechende Nachweise von Architekten, Statikern und Sachverständigen sind beizufügen. Im vereinfachten Genehmigungsverfahren kann der Bauherr dann sein Bauvorhaben mit den erforderlichen Unterlagen bei der zuständigen Baubehörde anzeigen (Bauanzeige). Nach Ablauf einer bestimmten Frist - in den meisten Bundesländern ein Monat - darf mit dem Bau begonnen werden (Baubeginn), wenn die Behörde nicht doch noch erklärt, dass ein (normales oder vereinfachtes) Genehmigungsverfahren durchgeführt werden muss.

Freistrahlturbine

auch: Freistrahlturbinen

freitragendes Schiebetor

auch: freitragenden, Schiebetore

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Schiebetore werden, wie der Name schon sagt, aufgeschoben. Das kann per "Handdruck" erfolgen, kraftschonend über einen Kurbelantrieb oder ganz bequem über einen elektrischen Torantrieb. Unterschieden wird zwischen freitragenden Schiebetoren und Rollenschiebetoren. Schiebetore dienen hauptsächlich der Absperrung von Freigeländen, Fabrikhöfen usw.; sie werden fast ausschließlich aus Stahlrohr gefertigt. Das Torblatt eines freitragenden Schiebetors besteht aus mindestens zwei Stahlholmen, nämlich dem Torblattoberholm und dem Torblattunterholm, auf den ein Laufrollenprofil aufgeschweißt ist. Das Torblatt wird innerhalb eines Montagerahmens über das Laufrollenwerk bewegt und auf der gegenüberliegenden Seite am Anschlagpfosten verschlossen. Bei Handschiebetoren ist das Schloss meistens ein Hakenfallenschloß. Um Quietschgeräusche auszuschließen, bestehen die kugelgelagerten Rollen meistens aus dem hoch abriebfestem Kunststoff Pevolon. Hinsichtlich der Sicherheitsvorrichtungen siehe kraftbetätigte Tore. Unser Foto zeigt ein Schiebetor des Herstellers Anton Lüke.

freitragende Treppe

auch: freitragende, Treppen

Bei einer freitragenden Treppe werden die Tritte bzw. Stufen mittels Staketen am Handlauf aufgehängt. Sie kommt daher ohne seitliche Wange aus und wirkt dadurch schwebend. Die tragende Funktion bei einer freitragenden Treppe übernimmt der Handlauf, der entsprechend zu dimensionieren ist. Freitragende Treppenanlagen werden bevorzugt zur Erhöhung der Lichtdurchlässigkeit in Treppenhäusern verwendet. Freitragende Treppen können aus verschiedenen Werkstoffen (Holz, Naturstein, Beton u.a.) gefertigt werden.

Freiträger

siehe Kragbalken.

Freitreppe

auch: Freitreppen

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Grundsätzlich ist die Freitreppe ein Treppe im Freien. Die zwei oder drei Stufen, die zu einer normalen (%Hauseingangstür(% führen, fallen also unter diesen Begriff - auch dann, wenn der Eingangsbereich überdacht worden ist. Freitreppen sind in vielen Städten allgegenwärtig, insbesondere in hügeligen Landschaften. Oftmals haben sie - etwa als Treppe zu einer Kirche - erhebliche Ausmaße in der Breite, müssen aber heutzutage in jedem Fall ein Treppengeländer aufweisen. In der Schlossarchitektur vergangener Jahrhunderte hatten die Freitreppen auch einen symbolischen Charakter. Besucher mussten sich acht oder zehn Stufen "hochquälen", um vom Schlossbesitzer oder dessen Zeremonienmeister empfangen zu werden. Dieser Symbolcharakter wurde noch dadurch verstärkt, dass historische Freitreppen von imposanten steinernen Statuen wie Löwenköpfen und dergleichen flankiert wurden, um dem Besucher klar zu machen, wie klein er selbst und wie erhaben der Schlossherr ist. Bei den Freitreppen, die zu Kirchen und Kathedralen führen, ging es um einen ähnlichen Symbolgehalt. Der Gläubige sollte über die Treppe "zum Herrn" schreiten und zu diesem aufschauen.

Freivorbau

Freivorbau ist ein Verfahren beim Brückenbau. Beim Freivorbau sind keine Abstützungen nach unten notwendig, die Brücke aus Spannbeton wird Schritt für Schritt verlängert. Von einem Pfeiler ausgehend wird die Brücke nach beiden Seiten gleichmäßig erweitert, um ein Kippen zu vermeiden. Der Vorteil des Freivorbaus liegt darin, dass keine aufwendige und teure Gerüste notwendig sind.

Freiwange

auch: Freiwangen

siehe Wangentreppe.

Fremdfinanzierung

Fremdleistungen

Fremdleistungen sind Leistungen beim Bau eines Hauses, die ein Bauunternehmer einkauft, damit er seine Projekte schneller und effektiver beenden kann. Aus Sicht des Bauherren können Fremdleistungen aber auch alle Arbeiten sein, die er nicht übernimmt. Sie sind also das Gegenteil von Eigenleistung.

Fremdmittel

Bezeichnung für alle Gelder, die kein Eigenkapital sind und die der Finanzierung eines Bauvorhabens dienen. Klassische Fremdmittel sind die Hypotheken, ferner Bauspardarlehen, Darlehen aus einer Risikolebensversicherung, öffentliche Fördermittel usw.

Fremdwährungsdarlehen

Darlehen in einer fremden Währung. Auszahlung, Rückzahlung und laufende Verzinsung erfolgt in Landeswährung und zu dem dort vorherrschenden Zinsniveau. Und das implementiert ein Währungsrisiko. Die Schulden können steigen oder im günstigsten Fall weniger werden. Gerade der japanische Yen hatte in der Vergangenheit häufiger mit erheblichen Schwankungen zu kämpfen. Wegen des Währungsrisikos verlangen viele Darlehensgeber zusätzliche Sicherheiten, um potenzielle Währungsschwankungen abzusichern, bzw. sind nur bereit, mit kleineren Beleihungsausläufen zu finanzieren.

Fremdwasser

Fremdwasser bezeichnet alle Wassermengen, die ins Abwassernetz eindringen, aber eigentlich dort gar nicht zufließen dürften. Dieses Wasser stammt aus verschiedenen Quellen, wie Drainagen, Leckstellen im Kanalsystem, laufenden Brunnen, Bach- und Grundwassereintritten, Kühlwasserhaltung und Reservoirüberläufen. Diesen Einleitungen gemeinsam ist die saubere Wasserqualität. Bei Einleitung ins Schmutzwassersystem belastet Fremdwasser die Kanalisation und auch die Abwasserreinigungsanlage unnötig. Es vermischt sich mit dem Schmutzwasser und erhöht die Gesamtabwassermenge. Fremdwasser muss in Pumpwerken weitergefördert werden, wodurch die Energiekosten ansteigen. Alles in allem erhöht Fremdwasser die Abwassermenge im Kanalisationsnetz und die reduziert die Reinigungswirkung auf der Abwasserreinigungsanlage. Es entstehen wegen des Fremdwassers unnötige Mehrkosten in der Siedlungsentwässerung.

Freskenmalerei

siehe Fresko

Freskentechnik

siehe Fresko

Fresko

auch: Fresken

Das Fresko ist eine Wandmalerei. Die Freskotechnik war schon im alten Ägypten bekannt, erlangte aber ihre Blüte in der Renaissance. Unterschieden wird das echte Fresko vom falschen, trockenen Fresko. Beim echten Fresko wird in einem komplizierten Verfahren die Wandmalerei auf den nassen Putz gemalt, weshalb Freskenmaler schnell arbeiten müssen. Beim falschen Fresko wird der trockene Putz mit einem Bimsstein abgerieben und anschließend dünn mit Kalkwasser bestrichen. Auf diesen Untergrund wird dann die Farbe aufgetragen. Das echte Fresko hat jedoch eine größere Leuchtkraft und Haltbarkeit. Restauratoren und spezialisierte Kunsthandwerker fertigen auch heute noch Fresken an bzw. sanieren beschädigte Fresken.

friderizianisches Rokoko

Fries

auch: Rundbogenfries, Bogenfries

Ein Fries ist in der Baukunst ein waagerechter, gemalter oder gemeißelter Streifen mit seriellen Ornamenten oder figürlichen Darstellungen als Gliederung und Schmuck einer Wand. Es wird vor allem zur Abtrennung bzw. Teilung von Flächen angeordnet. Gibt es auch als Rundbogenfries, das aus kurzen, aneinander gereihten Rundbögen besteht und eine vorgeblendete Arkade bildet. Rundbogenfries sind auch im Holzbau zu finden.

Friesenzaun

auch: Friesenzäune

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Der Friesenzaun mit waagerechtem oberen Abschluß ähnelt dem Staketenzaun. Meistens wird unter einem Friesenzaun ein Zaun mit einem wannenartigen Bogen verstanden. Hergestellt werden aber auch Friesenzäune mit gewölbtem Bogen (Zeichnungen Seidack-Zaunbau).

Frigidarium

Bezeichnung für das Kaltbad als Teil der dreistufigen Badeanlagen der alten Römer. Das Frigidarium ist vergleichbar mit dem Tauchbecken, in das sich geübte Saunagänger stürzen. Zur altrömischen Badeanlage gehörten noch das Caldarium und das Tepidarium.

Frikadellentechnik

Als Frikadellentechnik bezeichnet man im Mauerwerksbau das unsachgemäße, weil nicht vollflächige, Auftragen von Mörtel beim Mauern. Damit eine Mauerwerkswand sowohl die ihr zugewiesene statische Funktion als auch die Anforderungen hinsichtlich des Wärme-, Schall- und Brandschutzes einwandfrei erfüllen kann, sind die Lagerfugen grundsätzlich vollflächig zu vermörteln. Insbesondere bei Steinen mit einem hohen Hohlraumanteil führt die Frikadellentechnik zu einer deutlichen Reduzierung der statischen Tragfähigkeit der gesamten Wand. Auch der spätere Putzauftrag mit einer Teilvermörtelung des äußeren Fugenbereichs führt nicht dazu, dass die Lagerfuge dann wieder einwandfrei tragfähig ist, da der Putzmörtel bei weitem nicht die gleiche Tragfähigkeit aufweist wie der Mauermörtel. Zudem besteht an schlecht ausgeführten Lagerfugen ein deutlich höheres Risiko der Rissbildung in der Wandfläche.

Friktionsrippen

Frischbeton

Beton in verarbeitbarem Zustand bezeichnet man als Frischbeton. Damit der erhärtende Beton auch die erwarteten Eigenschaften erreicht, gibt es bestimmte Regelungen, wie beispielsweise zur Verarbeitung und Nachbehandlung (siehe auch Frischbetoneigenschaften. Der Frischbeton wird mit einer Betonpumpe oder auch mit der Schaufel in die vorbereitete Schalung eingefüllt. Nach wenigen Stunden beginnt der Beton zu erstarren, so dass die Schalung nach wenigen Tagen wieder entfernt werden kann.

Frischbetondruck

auch: Frischbetondrücke

siehe Betondruck.

Frischbetoneigenschaften

auch: Frischbetoneigenschaft

Frischbeton wird über seine Eigenschaften definiert: Die wichtigste ist sicherlich die Konsistenz, wobei auch noch die Betontemperatur und die Frischbetonrohdichte zu nennen ist.

Frischbetonrohdichte

Quotient aus der Masse und dem Volumen des eingebauten und verdichteten Frischbetons.

Frisches Holz

Beliebiger Holzfechtegehalt oberhalb der Fasersättigungsfeuchte, nicht zu verwechseln mit saftfrischem, also frisch geschlagenem Holz.

Frischluft

siehe Außenluft.

Frischluft-Wärmetauscher

auch: Wärmerückgewinnungs-Anlagen

Siehe Wärmerückgewinnungs-Anlage. Der Begriff "Frischluft-Wärmetauscher" wird von enigen Herstellern verwendet, ist aber mißverständlich. Der Frischluft als solcher wird keine Wärme entzogen. Vielmehr wird die Wärme aus der verbrauchten Luft gespeichert und wieder der Zuluft, also der herein strömenden kalten Frischluft zugeführt.

Frischmörtel

Frischmörtel ist der noch nicht erhärtete Mörtel. Er soll geschmeidig und gut verarbeitbar sein, am Mauerstein haften, sich nicht entmischen, kein Wasser absondern und nicht zu früh erhärten. Der Gegensatz zum Frischmörtel ist der Trockenmörtel.

Frontispiz

Frontispiz ist ein Fachbegriff aus dem Bauwesen. Bezeichnet wird damit das Giebeldreieck über einem einem Mittelrisalit. Verwendung findet der Begriff auch auch für Dreieckgiebel über Fenstern und Türen.

Frosch

auch: Frösche

siehe Stampfer

Frostaufbruch

auch: Frostaufbrüche

Frostaufbruch ist ein Begriff aus dem Straßenbau. Was für den Laien ein Schlagloch ist, ist für den Fachmann häufig ein Frostaufbruch. Dringt Wasser durch Risse in den Fahrbahnbelag ein, kommt es beim Gefrieren zu Aufwölbungen, dessen Ränder in der Folge einbrechen. Wenn dann nicht im Frühjahr die Schäden sofort behoben werden, wird der Schaden immer größer. Ursache für die Risse im Straßenbelag ist die Zunahme der Belastung durch den Straßenverkehr. Vor allem die schweren LKW sorgen dafür, dass der Straßenbelag reißt, weil er nicht für diese Art der Belastung ausgelegt ist. Auch wenn beim Straßenbau unsachgemäß (wenn z.B. der Unterbau nicht bis unter die Frostgrenze sich erstreckt) gearbeitet wird, kann es zum Frostaufbruch kommen.

Frosteindringtiefe

Als Frosteindringtiefe wird die Dicke des während einer Frostphase gefrorenen Bodens bezeichnet. Sie wird von der Geländeoberfläche aus gemessen. Bei der Planung von Fundamenten ist z.B. zu berücksichtigen, dass sie unterhalb der maximal zu erwartenden Frosteindringtiefe (der sogenannten Frostgrenze liegen. Im Straßenbau müssen Anlagen eine Frostschutzschicht aus Kies enthalten. Durch die durchlässige Kiesschicht kann das Wasser abfließen. Kann das Wasser unterhalb des Straßenoberbelags gefrieren, bilden sich Eislinsen und infolge dessen entstehen Schlaglöcher.

Frostempfindlichkeit

auch: Frostempfindlichkeitsklassen

Von Frostempfindlichkeit wird bei Böden oder Baustoffen gesprochen, die durch den Frost eine Gefügeveränderung erfahren oder die durch den Frost geschädigt werden. Böden werden hinsichtlich ihrer Frostempfindlichkeit in drei Klassen aufgeteilt. In der Klasse F1 werden die nicht frostempfindlichen Böden zusammengefasst. Dabei handelt es z.B. um kiesige Böden oder Sand-Kies-Gemische. Gering bis mittel frostempfindliche Böden werden in der Klasse F2 zusammengefasst. Dieser Klasse sind z.B. grob bis gemischtkörnige Böden mit humosen Beimengungen oder mit kalkig, kieseligen Bildungen zugeordnet. Sehr frostempfindliche Böden sind der Klasse F3 zugeordnet. Sehr frostempfindlich bedeutet, dass es bei Zutritt von Wasser zu Eislinsen und Eisschichten kommen kann, was insbesondere bei Straßen zu Schäden führen kann. Sehr frostempfindlich sind feinkörnige Böden wie leicht- oder mittelplastische Tone sowie leicht- oder mittelplastische Schluffe.

Frostempfindlichkeitsklassen

Frostgrenze

auch: Frostgrenzen

Die Frostgrenze bezeichnet die maximale Eindringtiefe des Frostes in den Boden. Sie ist abhängig vom Klima, örtlicher Lage, Wassergehalt und Bodenart. In Mitteleuropa liegt die Frostgrenze zwischen 0,80 und 1,50 m unter der Oberfläche. Das Fundament bzw. die Bodenplatte müssen tiefer liegen, damit es durch die Bodenbewegungen (frieren und wieder auftauen) zu keinen Schäden kommt. Auch Rohrleitungen sollten in etwa 1,50 m Tiefe verlegt werden.

Frosting

siehe Reifbildung.

Frostkriterium

auch: Frostkriterien

Nach den Frostkriterien wird die Frostempfindlichkeit von Böden beurteilt. Ein sehr wichtiges Frostkriterium ist die Korngrößenverteilung des Bodens. Ein sehr grobkörniger Boden wie Kies ist zum Beispiel sehr viel frostunempfindlicher als ein feinkörniger Boden wie Ton oder Schluff.

Frostleiste

Durch Überwallung von Frostrissen verursachter Wuchsfehler, der den Nutzwert des Holzes vermindert.

Frostprüfung

Bei der Frostprüfung wird die Frostbeständigkeit von Beton im Labor ermittelt. Die Frostprüfung kann an Zuschlagstoffen, an gesondert hergestellten oder dem Bauwerk entnommenen Probekörpern erfolgen. Bei der Prüfung wird ein stetiger Frost-Tau-Wechsel simuliert.

Frostriss

auch: Frostrisse

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Frostrisse gehen von der Rinde in Richtung Markröhre aus und dringen infolge von Spannungen tief in den Baumstamm ein. Frostrisse entstehen bei plötzlich eintretenden Frostperioden vor allem bei Hartlaubhölzern wie Eiche, Ulme, Esche oder Ahorn. Bei Nadelhölzern und Weichlaubhölzern kommen sie weniger vor. Die Ursache für Frostrisse ist die unterschiedliche Ausdehnung von Stamminneren und Stammäußeren. Bei Erwärmung schließen sich die Risse wieder und durch diese Überwallung entstehen sogenannte Frostleisten. Aber schon bei leichten Frösten reißen die alten Risse meist wieder mit einem lauten Knall auf. Das kann sich mehrere Male wiederholen.

Frostschaden

auch: Frostschäden

Frostschäden treten im Bauwesen in mehreren Ebenen auf. Zunächst werden sie dadurch hervorgerufen, dass Beton, Mörtel und Putz bei Frost keine ausreichende Abbindewärme entwickeln können. Das unvollständige Abbinden ruft Risse und Fugenundichtigkeiten hervor, in die Wasser eindringt, was bei Frost zu Absprengungen führen kann. Beton- Mörtel- und Putzarbeiten sind deshalb auch im Winter über 0° C auszuführen. Weiterhin treten Frostschäden bei Fliesenbelägen auf, die durch fehlende Drainage oder mangelhafte Abdichtung häufig zu Schaden kommen. Eindringendes Regenwasser und Frost sprengen Fliesen und Beton regelrecht auseinander und sorgen für zahlreiche Sanierungsfälle. Auch bei Holz treten Frostschäden auf, die als Frostrisse bezeichnet werden.

Frostschürze

auch: Frostschürzen

Unter einer Frostschürze versteht der Fachmann ein in frostsicherer Tiefe gegründetes Streifenfundament unter Bauteilen. Aufgabe einer Frostschürze ist es, Frostschäden im Inneren des Gebäudes zu verhindern, zum Beispiel an Fußböden. Notwendig können sie zum Beispiel bei nicht unterkellerten Gebäuden werden. Um als frostsicher zu gelten, müssen die Fundamente mindestens 80 cm tief ins Erdreich eingebunden werden. Im Gebirge oder in kalten Regionen kann auch eine größere Einbindetiefe notwendig sein. Frostschürzen werden zum Beispiel aus Beton gegossen oder aus Fertigelementen zusammengefügt.

Frostschutzschicht

auch: Frostschutzschichten

Frostschutzschichten kommen im Straßenbau zum Einsatz. Bei einer Frostschutzschicht handelt es sich um eine Tragschicht ohne Bindemittel, mit deren Hilfe Frostschäden im Straßenbelag verhindert werden sollen. Sie besteht aus frostunempfindlichen, mineralischen Stoffen und muss im verdichteten Zustand ausreichend wasserdurchlässig und kapillarbrechend sein.

Frostschutzventil

auch: Frostschutzventile

Frostschutzventile verhindern das Einfrieren von Wasserleitungen. Die Funktionweise ähnelt der eines Überdruckventils: Wasser dehnt sich bei Kälte aus, dadurch wird der Druck in der Wasserleitung erhöht. Sobald das eingestellte Druckniveau überschritten wird, öffnet das Ventil und geringste Mengen Wasser werden abgesprüht. Dadurch bleibt das Wasser in der Leitung in Bewegung und kann nicht einfrieren.

Frostwiderstand

Als Frostwiderstand wird die Fähigkeit von Beton oder Beton-Zuschlag bezeichnet, Beanspruchungen durch Frosteinwirkung ohne Schäden auszuhalten. Beton mit hohem Frostwiderstand wird verwendet, wenn dieser im durchfeuchteten Zustand heftigen Frost-Tau-Wechseln ausgesetzt ist. Zur Herstellung wird wasserundurchlässiger Beton und Zuschlag mit erhöhtem Frostwiderstand verwendet. Zudem darf der Wasserzementwert die in der Norm festgelegten Grenzwerte nicht überschreiten.

Frühbeet

auch: Frühbeete

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Bei einem Frühbeet macht man sich das Grundprinzip zunutze, dass Sonnenstrahlen durch Glas oder Folie dringen und die Luft darin erwärmt. Da die Wärme nur sehr langsam wieder entweichen kann, ist es im Frühbeet immer einige Grad wärmer als in der Umgebung. Das bringt Pflanzen dazu, dass sie früher und schneller wachsen. Das Frühbeet ist also ein Gewächshaus in klein. Frühbeete lassen sich aus unterschiedlichen Materialien herstellen. So können die Seitenteile aus Holz bestehen, gemauert oder betoniert werden. Länger haltbar ist ein Frühbeet aus Holz, wenn es keinen direkten Erdkontakt besitzt. Es sollte daher auf eine Schicht Mauersteine oder ein Fundament aus Beton gestellt werden. Abgedeckt werden Frühbeete mit einem Rahmen, der eine Neigung haben sollte, damit das Regenwasser ablaufen kann. Als günstigste Variante wird der Rahmen mit einer durchsichtigen Folie bespannt. Hier ist eine Unterstützung mit Sprossen oder einem Drahtgeflecht hilfreich, damit sich keine Wassersäcke bilden. Stabiler wird es mit einer Abdeckung aus Glas oder Kunststoff. Günstig ist die Verwendung von Glas, das auf der einen Seite glatt und auf der anderen Seite genörpelt ist. Dadurch wird das Sonnenlicht zerstreut und die gesamte Fläche gut ausgeleuchtet. Auch alte Fensterrahmen mit Glaseinsatz lassen sich sehr gut als Frühbeetabdeckung verwenden. Oder man greift auf ein fertiges Produkt aus dem Handel zurück, der Frühbeete in verschiedensten Materialien und Größen anbietet.

Frühfestigkeit

auch: Frühhochfestigkeit

Als Frühfestigkeit bezeichnet man die Betonfestigkeit im Alter von einigen Stunden oder Tagen. Sie kann durch Wärmebehandlung oder die Zusammensetzung des Betons beeinflußt werden. Eine höhere Frühfestigkeit kann benötigt werden, wenn eine verbesserte Gefrierbeständigkeit des Betons gefordert ist oder das Bauwerk schneller genutzt werden soll.

Frühhochfestigkeit

Frühholz

auch: Frühhölzer

Die Zellen eines Baumstammes wachsen nicht das ganze Jahr über gleichmäßig. Im Frühjahr werden große Zellen gebildet, die es erlauben große Mengen an Wasser und Nährstoffen zu transportieren. Beides wird für die Blattentwicklung benötigt. Dieses Holz, das sich im Frühjahr und Sommer bildet, wird als Frühholz bezeichnet. Die Zellen sind weiträumig, dünnwandig und von heller Farbe - ganz im Gegensatz zum Spätholz.

FSC

auch: Forest Stewardship Council

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Der FSC (Abkürzung für Forest Stewardship Council) ist eine gemeinnützige Organisation, die 1993 nach dem Umweltgipfel von Rio gegründet wurde, um Holz aus kontrollierter Waldbewirtschaftung zu zertifizieren. Das FSC-Gütesiegel für Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft ist weltweit anerkannt und gibt dem Endverbraucher die Sicherheit, dass das von ihm gekaufte Holz oder Holzprodukt in einer ökologisch verantwortungsvollen Weise gewonnen wurde. Die Ziele des FSC werden von zahlreichen Umweltorganisationen, Gewerkschaften, den Interessenvertretern der in den Waldgebieten lebenden einheimischen Bevölkerung sowie Waldbesitzern und Verarbeitungsbetrieben unterstützt. Unabhängige Prüfer zertifizieren die aufgrund festgelegter Standards erfolgten Baumfällungen, wobei erst nach erfolgter Prüfung der Waldbesitzer das FSC-Siegel verwenden darf. Die weitere Verwendung des Siegels durch Verarbeiterbetriebe wird ebenfalls verfolgt, damit die kontrollierten nicht mit unkontrollierten Hölzern vermischt werden. Das FSC-Siegel gibt dem Verbraucher die Sicherheit, aus verantwortungsvoller Fortwirtschaft gewonnenes Holz zu kaufen. Weitere Informationen: www.fsc-deutschland.de

Fuchsschwanz

auch: Fuchsschwänze

Der Fuchsschwanz ist eine Universalsäge, die in der professionellen Holzbearbeitung ebenso wie in Haushalt und Heimwerkerwerkstatt eingesetzt wird. Je nach Art des Sägeblattes bewältigt er mühelos dickere Bretter, Bohlen oder Kanthölzer, aber auch Gipskartonplatten und Gasbetonsteine. Auch Kurvenschnitte lassen sich mit ihm ausführen. Fuchsschwänze gibt es auch als Elektro-Fuchsschwanz und Tandem-Fuchsschwanz.

Fugbank

siehe Rauhbank

Fuge

auch: Mörtelfuge, Fugen

Eine Fuge ist der Zwischenraum zwischen zwei aneinanderstoßenden Bauteilen. Über die Fuge werden sie kraftschlüssig oder dichtend verbunden. Ausgefüllt wird eine Fuge beispielsweise mit Mörtel oder einem Kleber. Fugen können auch verschiedene Aufgaben übernehmen. Sie begrenzen die wirksame Länge der Bauelemente bei Lägenänderungen. Sie schaffen Bewegungsmöglichkeit für Verformungen (z.B. durch unterschiedliche Bauteilsetzung, Temperatur, Schwinden). Man unterscheidet mehrere Arten von Fugen: Arbeitsfuge, Bewegungsfuge, Dehnfuge, Setzfuge, Scheinfuge, Schwindfuge und Stoßfuge. Für die Verfugung insbesondere von Mauerwerk werden spezielle Fugenmörtel verwendet.

Fugeisen

Das Fugeisen, auch Fugenkelle genannt, ist ein Handwerksgerät mit einer 10 oder 12 mm schmalen Metallleiste und einem Arbeitsgriff aus Holz. Mit dem Fugeisen wird der Fugenmörtel aufgenommen und in die offenen Fugen eines Mauerwerks, insbesondere von Sichtmauerwerk oder Verblendmauerwerk gedrückt. Durch hin- und herbewegen des Fugeisens, in der Fachsprache "bügeln" genannt, erhält der Fugenmörtel sein glattes Finish.

Fugenabdeckband

auch: Fugenabdeckbänder, Fugen-Abdeckband, Fugen-Abdeckbänder

Flaches weiches Band aus Polysulfid, Polyurethan oder Silikon, das zum nachträglichen Abdichten von Bewegungsfugen auf die Bauteiloberfläche geklebt wird.

Fugenabdichtung

auch: Fugenabdichtungen

Da Bauteile nur ganz selten aus einem Guss errichtet werden können, ist insbesondere bei unter der Erde liegenden Bauteilen eine Fugenabdichtung notwendig. So sind z.B. häufig Bewegungsfugen notwendig, auch Arbeitsfugen sind manchmal unumgänglich. Eine Fugenabdichtung verhindert, dass Feuchtigkeit, Wasser oder Fremdkörper in das Bauwerk eindringen können. Zur Fugenabdichtung bietet der Handel Profile aus Metall oder Kunststoff an, die in eine Fuge eingesteckt oder geklebt werden. Man unterscheidet z.B. Fugenbänder oder Fugenbleche.

Fugenabdichtungsprofil

auch: Fugenabdichtungsprofile, Fugen-Abdichtungsprofil, Fugen-Abdichtungsprofile

Profile aus Metall oder Kunststoff, die in eine Fuge eingesteckt oder geklebt werden, um diese vor Fremdkörpern, Feuchtigkeit und Wasser zu schützen.

Fugenband

auch: Fugenbänder

Flache, weiche Bänder aus Gummi, Kunststoff oder Kunstkautschuk, gelegentlich auch aus Bitumenpappe oder Metall, die bei hohen Ansprüchen an die Dichtigkeit und Verformbarkeit, sowie bei weiten Fugen verwendet werden. Diese Bänder haben zwei Lappen, die fest einbetoniert werden. Der Querschnitt, die Breite und die Dicke der Fugenbänder können jedoch unterschiedlich sein. Fugenbänder verwendet man drinnen und draußen zum Abdichten von Bewegungsfugen sowie bei Boden-, Wandanschlüssen in Flächen, die abgedichtet und mit keramischen Belägen belegt werden.

Fugenblech

auch: Fugenbleche

Fugenbleche dienen im wesentlichen zur Abdichtung in Arbeitsfugen mit durchlaufender Bewehrung. Die Fugenblechschenkel werden satt im Beton eingebettet. Zum Einsatz gelangen in der Regel Stahlbleche mit 250-400 mm Breite und 1-2 mm Dicke. Daneben werden beschichtete Fugenbleche eingesetzt, die an einem Rand mit einer speziellen Bitumenmischung oder sogenanntem Quellmaterial (gegen drückendes Wasser) beschichtet sind. Stahlbleche besitzen gegenüber Fugenbändern eine größere Steifigkeit, sind einfach zu befestigen und preiswerter.

Fugendeckleiste

auch: Fugendeckleisten

Die Fugendeckleiste ist ein gehobeltes bzw. profilgehobeltes Holzteil zum Abdecken und Schutz von Fugen zwischen verschiedenen Materialien und Oberflächen.

Fugendichtigkeit

Fugendichtungsmasse

Um eine Fuge gegen Staub, Feuchtigkeit und andere äußere Einflüsse abzudichten, wird ein Füllmaterial in die Fuge gegeben, das gegebenenfalls auch die Bewegungen der Konstruktion aufnehmen kann und in diesem Fall auch verformbar sein muss. Die wichtigsten Materialien sind: Kitte (Fensterkit), elastische (z.B. auf Basis von Polysulfid, Polyurethan, Silikonkautschuk) und plastische (z.B. auf Basis von Öl, Bitumen oder Polybutyl).

Fugendurchlässigkeit

Fugendurchlasskoeffizient

auch: a-Wert

Der Fugendurchlasskoeffizient gibt an, wieviel Luft (m³) pro Meter Fugenlänge bei der Druckdifferenz von 1kp/m² pro Stunde durch ein Fenster hindurchgeht. Je kleiner der a-Wert ist, desto dichter schließt das Fenster, um so geringer ist der Wärmeverlust und desto besser der Schallschutz. Der Fugendurchlasskoeffizient darf einen festen Grenzwert nicht überschreiten, um den Anforderungen des Wärmeschutzes zu genügen.

Fugenfräse

siehe Nutfräse

Fugengips

auch: Fugengipse

Fugengips ist ein Baugips mit werkseitig beigegebenen Zusätzen, der insbesondere zum Verbinden von Gipsbauplatten verwendet wird. Stellmittel bewirken erhöhtes Wasserrückhaltevermögen und langsames Versteifen.

Fugenglattstrich

auch: Fugenverstrich, Mörtelfugenstrich, Fugenstrich

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Im Gegensatz zur Ausfugung wird beim Fugenglattstrich kein besonderer Fugenmörtel verwendet. Vielmehr wird der Mauermörtel, sofern er eine homogene Struktur mit einem guten Wasserrückhaltevermögen besitzt, gleich als Ausfugmaterial für alle Fugen genutzt. Durch den Druck des aufliegenden Mauersteins quillt natürlich Mörtel aus den Fugen, der mit der Kelle "abgeschnitten" und nach dem Ansteifen durch hin- und herbewegen mit einem Schlauchstück, einer speziellen Fugenkelle oder einem Holzscheit glattgestrichen werden muss (siehe Zeichnungsbeispiel mit KS-Steinen). Der Fugenglattstrich ist bei sauberer Ausführung eines Sichtmauerwerks oder Verblendmauerwerks der Ausfugung mit Fugenmörtel ebenbürtig.

Fugengummi

auch: Fuggummi

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Wischer mit einer Gummileiste, mit dem der Fugenmörtel in die Fliesenzwischenräume eingearbeitet wird. Dazu wird der Mörtel über die Fliesen verteilt und mit dem Fugengummi in die Zwischenräume gebracht.

Fugenhai

Hersteller spezifische Bezeichnung für einen Fugenkratzer.

Fugenkelle

auch: Fugenkellen

anderer Begriff für Fugeisen.

Fugenking

Hersteller spezifische Bezeichnung für einen Fugenkratzer.

Fugenkralle

auch: Fugenkrallen

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Fugenkrallen sind Verbindungselemente aus Metall, die mit Hilfe von Tackerklammern oder Nägeln Profilholz so verbinden und befestigen, dass die Verbindungsstelle nicht sichtbar ist. Die Klammern halten die Paneele an der Traglattung. Sie werden in die Nut eingeschoben und mit Tackerklammern oder Nägeln an der Traglatte befestigt. Fugenkrallen werden verwendet, wenn keine Fuge gewünscht ist (sogenannte "Nullfuge"). Soll eine Fuge sichtbar sien, wird eine Paneelklammer verwendet.

Fugenkratzer

fugenkratzer-1.jpg

Fugenkratzer sind handliche Geräte mit einem Griff und einer kurzen Metallstange, an deren unterem Ende sich eine meist dreieckig geformte oder eine sichelförmige Spitze befindet. Die Geräte dienen dazu, Unkraut zwischen den Fugen eines Terrassen-Plattenbelags oder einer gepflasterten Fläche heraus zu kratzen. Je enger die Fugen, desto geringer die Wirkung dieser Gerätschaften, denn es gelingt per se schon sehr selten, dass Unkräuter wie Löwenzahn mit der Wurzel heraus gehoben werden können.

Fugenkreuz

auch: Fugenkreuze

fugenkreuz.jpg

Fugenkreuze werden bei der Verlegung von Fliesen oder Platten verwendet. Zwischen den Fliesen in den noch feuchten Kleber gedrückt, sorgen sie für einheitliche Fugenbreiten. Routinierte Fliesenleger verwenden keine Fugenkreuze, sie haben die richtigen Fugendbreiten "einfach so" im Griff. Für Heimwerker sind die Fugenkreuze aus Kunststoff jedoch ein wertvolles Hilfsmittel. Sie tragen zu einer schnelleren Verlegung bei und gewährleisten bei Betonplatten, dass diese auch langfristig ästhetisch liegen, ohne zu verrutschen. Fugenkreuze sorgen aber auch dafür, dass Fliesen auf glatten Untergründen nach dem Anklopfen nicht so schnell wegrutschen. Handelsübliche Fugenkreuze für die Fliesenverlegung sind zwei oder drei Millimeter breit.

Fugenlüftung

auch: Fugenlüftungen

Bei der Fugenlüftung strömt kalte oder warme Luft durch undichte Fenster und Türen sowie Spalte, Löcher und Risse im Baukörper. Ausgelöst wird die Fugenlüftung durch Druckunterschiede oder Temperaturunterschiede zwischen drinnen und draußen. Früher, als die Häuser noch nicht so luftdicht versiegelt waren, sorgte die Fugenlüftung dafür, dass die feuchte Innenraumluft nach draußen gelangen konnte, mit der Folge, dass es zu weit weniger Schimmelbildung kam als heutzutage üblich. Allerdings sorgt die Fugenlüftung auch dafür, dass jede Menge Energie unnötig verloren geht. Üblich ist daher heutzutage eine kontrollierte Wohnraumlüftung.

Fugenmeißel

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Dieser spezielle Meißel besitzt hartmetallbestückte Zähne zum Entfugen von Mauerwerk. So lassen sich intakte Mauersteine so aus dem Verbund lösen, dass sie anschließend unbeschädigt aus dem Mauerverbund herausgenommen werden können. Auch zum Abschlagen von Fliesen und Kacheln läßt sich der Fugenmeißel verwenden. Selbst Verputzlagen lassen sich mit dem Meißel abschlagen.

Fugenmörtel

Bei Sichtmauerwerk bzw. Verblendmauerwerk, beim Verfugen von Fliesenbelägen und bei bestimmten Pflasterungsarten wird ein besonderer Mörtel verwendet, der sich Fugenmörtel nennt. Er ist wasser- und frostfest und im Fliesenbereich in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Der Fugenmörtel für das Verfugen von Mauerwerk hat eine graue Farbe, andere Farbnuancen sind möglich. Der größte Anwendungsbereich liegt in der Verfugung von Mauerwerk, wobei bestimmte Fugenmörtel universell für Ziegel, Klinker, KS-Stein und Natursteine eingesetzt werden können. Diese Fugenmörtel sind wasserabweisend und wetterbeständig, gleichzeitig aber wasserdampfdurchlässig, also diffusionsoffen. Bei durchschnittlichen Fugenbreiten von 12 mm ist mit einem von 3 bis 6 kg je qm zu rechnen - je nach Fugentiefe und Materialverdichtung. Die Ausfugung erfolgt mit einem Fugeisen bzw. der Fugenkelle.

Fugenprofil

auch: Fugenprofile

Fugenprofil ist ein allgemeiner Begriff für allerlei Profile, die in Fugen gelegt werden. Auf dem Boden gibt es zum Beispiel Bewegungsfugenprofile und Dehnungsfugenprofile. Es gibt aber auch Fugenprofile für Fugen an Fassaden. Bei sehr geringen Toleranzen im Außenwandbereich, z. B. im Bereich von Metall-/Glasfassaden, sind Fugenprofile geeignet, die allein durch Klemmwirkung in den Fugen gehalten werden. Fugenprofile haben zum einen die Aufgabe, Innenräume oder Bauteilschichten vor Witterungseinflüssen zu schützen. Zum anderen übernehmen sie aber auch gestalterische Aufgaben wie beispielsweise das Herstellen geradliniger Fugenflanken.

Fugenreiniger

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Werkzeug mit Hartmetall-bestückter Klinge. Es wird zum Reinigen und Auskratzen von Fugen verwendet. Der Fugenreiniger eignet sich somit ideal zum Säubern der Fliesen in Küche oder Bad.

Fugenrisse

auch: Fugenriß

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Fugenrisse orientieren sich am Fugenverlauf des Mauerwerks und zeichnen diesen nach. In der Regel treten die Risse in den beiden ersten Jahren nach Baufertigstellung auf. Die Ursache von Fugenrissen liegt zum einen daran, dass die hygrische und thermische Verformung der äußeren Steinschale der Mauersteine vom Putz nicht aufgenommen und abgebaut werden kann. Zum anderen kann die Änderung der Schichtdicke bei schlechtem Ausfüllen der Lager- oder Stoßfugen die Ursache von Fugenrissen sein. Die Instandsetzung ist bei diesen Putzrissen sehr aufwendig.

Fugensand

Für die Fugen zwischen Betonpflastersteinen und Betonplatten wird idealerweise ein Fugensand verwendet, der fein wie Wüstensand ist, aber aus einer feuergetrockneten, nährstoffarmen Mineralienmischung besteht, die einen hohen pH-Wert hat. Dieser hohe pH-Wert sorgt dafür, dass sich Unkraut zwischen den Fugen schwer damit tut, Wurzeln zu schlagen. Ganz verhindert werden kann Unkraut natürlich nicht, aber der lockere Fugensand sorgt dafür, dass Unkraut leicht mit den Wurzeln aus den Fugen herausgezogen werden kann. Fugensand eignet sich für das Neuverfugen ebenso wie das Nachverfugen, sofern die alten Fugen von Dreck und Erde freigekratzt worden sind.

Fugenschneiden

Fugenschneider

auch: Fugenschneiden

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Mit diesem Werkzeug schneidet man Fugen in Asphalt,Beton oder Estrich. Die meisten Fugenschneider sind für Trocken- und Naßschnitt geeignet. Angetrieben werden sie mit Benzin-, Diesel- oder Elektromotor. Speziell für folgende Einsatzgebiete ist das Fugenschneiden geeignet: Herstellen von maßgenauen Öffnungen in Beton und Asphalt, z.B. für das Herstellen von Dehnungsfugen oder Bodenschlitzen für Kanalverlegungen oder im Straßenbau. Einbringen von Quer- und Längsfugen in Industrie- und Gewerbebauten.

Fugenstrich

Fugenverguss

auch: Fugenverguß

Beim Zusammenfügen von Bauteilen aus Beton, Asphalt oder Porenbeton entstehen Fugen, die eventuell gefüllt werden müssen, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann. Zum Fugenverguss verwendet man beispielsweise Polyesterharz oder Vergussbeton.

Fugenverstrich

Fugenverstrichputz

auch: rasa pietra, Verbandelung, Fugenverstrichputze

Bis zum Ende des 13. Jahrhunderts herrschten an der Putzfassade Fugenverstrichputze (Verbandelung, rasa pietra) vor. Dabei blieben die Steinköpfe überwiegend frei. Kellenstriche betonten den Fugenverlauf, das Fugennetz wurde teils farbig abgesetzt. Rasa pietra bedeutet im übrigen "verstrichener Stein": Der nach dem Aufsetzen des Steins aus der Fuge hervorquellende Mörtel wurde verstrichen, wobei unter Umständen große Teile des Bruchsteins abgedeckt wurden. Um ein Fugenbild zu erhalten, wurde mit der Kelle ein künstlicher Fugenstrich in den feuchten Mörtel geritzt.

Fuger

auch: Verfuger

Fuger bzw. Verfuger ist eine Berufsbezeichnung. Eine in diesem Beruf tätige Person füllt Fugen oder Risse im Mauerwerk oder zwischen Betonbauteilen aus und dichtet diese ab. Auch Fensterabdichtungen, Balkonabdichtungen und Terrassenabdichtungen zählen zu den Aufgabengebieten eines Fugers. Um als Fuger arbeiten zu können, ist in der Regel eine Ausbildung im Baubereich notwendig. Fuger arbeiten in Hochbauunternehmen oder in Fachbetrieben der Schornstein- oder Betontechnik.

Fuggummi

siehe Fugengummi.

Fugmasse

auch: Fugmassen

Sammelbegriff für alle Materialien, mit denen Fugen am Mauerwerk oder zwischen einem Platten-Bodenbelag oder einer gepflasterten Zufahrt ausgefüllt werden. Der Baustoffhandel bietet Fugmassen aus unterschiedlichen Grundstoffen für ganz feine, für schmale und für breite Fugen an. Die Fugmasse darf nicht verwechselt werden mit der Fugendichtungsmasse.

Fühler

Führungsschlitten

auch: Trennschlitten

Trennschlitten und Führungsschlitten ermöglichen winkelgenaues Freihandtrennen mit Winkelschleifern. Die Gefahr des Verkantens, welches zum Scheiben- oder Segmentbruch bei Trennscheiben führen kann, wird hierdurch stark vermindert. Die Verwendung von Trennschlitten sind zum Freihandtrennen von Steinwerkstoffen vorgeschrieben.

Füllbeton

Zum Ausfüllen von Hohlräumen wird Füllbeton verwendet. Normalerweise hat Füllbeton keine oder nur geringe statische Eigenschaften mit Ausnahme der Verfüllung von Schalungssteinen aus Hartschaum.

Fülldraht-Machart

Füller

Ein Füller ist nicht nur etwas zum Schreiben, sondern auch ein Begriff aus dem Bereich der Lacke. Sie dienen als Haftvermittler zwischen Grundierung und Decklackierung. Sie erhöhen die Schichtdicke und damit die Haltbarkeit, gleichen kleine Unebenheiten aus und füllen Schleifspuren. Füller stellen einen einheitlichen Untergrund her und ermöglichen so eine gleichmäßige Farbgebung der folgenden Decklackierung.

Fuller-Kuppel

Bei der Fuller-Kuppel handelt es sich um eine aus unzähligen Dreiecken zusammengesetzten Kuppel. Die Seiten der Dreiecke werden dabei aus schlanken Stäben (aus Metall oder Holz) oder Seilen gebildet. Benannt ist die Kuppel nach dem amerikanischen Architekten und Erfinder Richard Buckminster Fuller, der von 1895 bis 1983 lebte. Eine weiter Bezeichnung für Fuller-Kuppel ist Geodätische Kuppel. Die Kuppel ist sehr stabil und besitzt eine hohe Erdbebensicherheit. Zudem besitzt sie ein günstiges Verhältnis von Material zu Volumen. Hauptsächlicher Anwendungsbereich sind Schutzkuppeln über Radaranlagen. Breitere Aufmerksamkeit erfuhr die Fuller-Kuppel auf der Expo 1967 in Montreal, als sie als Pavillon der USA gezeigt wurde.

Füllgas

auch: Edelgasfüllung, Füllgase

Isolierglas wird zur Reduktion des Wärmedurchgangskoeffizienten mit Edelgasen befüllt. Dabei bieten sich vor allem Edelgase als Füllgase an. Deren große Atome reagieren träger auf die Temperaturdifferenzen zwischen den Scheiben und reduzieren somit die Konvektionsströme und den Wärmetransport. Durch die niedrige Wärmeleitfähigkeit der Gase kann der Scheibenabstand weiter reduziert werden. Als Füllgase werden Argon, Krypton und Xenon eingesetzt. Durch die Füllung des Scheibenzwischenraumes mit Argon reduziert sich der u- Wert um 0,3 bis 0,4 W/m²K. Noch bessere Werte lassen sich mit Krypton erreichen, jedoch wird es aus Kostengründen weniger verwendet. Zur Verbesserung der Schalldämmung ist das Gas Schwefelhexafluorid gut geeignet, es wird jedoch aus umwelttechnischen Gründen kaum noch verwendet und durch Krypton, das ähnliche Werte aufweist, ersetzt.

Füllgeräusche

Füllgeräusche sind neben Armaturengeräuschen, Leitungseigengeräuschen, Gurgelgeräuschen und (%Aufprallgeräusche(%n eine Geräuschquelle bei sanitären Anlagen. Füllgeräusche entstehen, wenn das Wasser nach dem Aufdrehen der Armatur auf die Wasserfläche, die Wanne oder den Waschtisch trifft.

Füllkörperdecke

auch: Füllkörperdecken

Füllmauerwerk

auch: Füllwerk

Das Füllmauerwerk oder auch nur kurz: Füllwerk hat zwei unterschiedliche Bedeutungen. Zum einen bezeichnet es das Mauerwerk zwischen zwei Pfeilern. Hier ist das Mauerwerk sichtbar. Zum anderen bezeichnet das Füllwerk aber auch das Mauerwerk zwischen zwei Schalen eines doppelwandigen Mauerwerks. Hier besteht das Füllmauerwerk lediglich aus Füllsteinen und Mörtel. Manchmal besteht bzw. bestand die Füllung auch lediglich aus einer losen Füllung aus Erde, Kies oder Lehm.

Füllregulierofen

auch: Regulierofen

Jeder Ofen, der allgemein als Dauerbrandofen über eine Regulierung der Luftzufuhr mit Hilfe einer Schraube, Schieber oder Schlitz verfügt.

Füllspachtel

Füllstabgeländer

auch: Holzfüllstabgeländer, Stahlfüllstabgeländer

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Beim Füllstabgeländer sind die Stäbe, im Gegensatz zum Knieleistengeländer, senkrecht angebracht. Die Füllstäbe können aus Holz, Stahl oder Aluminium sein. Damit Kindersicherheit gegeben ist, müssen die Stäbe einen Abstand von weniger als 12 cm haben. Auf der Abbildung sieht man ein Holzfüllstabgeländer der Treppenspezialisten von Kenngott.

Füllstoff

auch: Füllstoffe

Füllstoffe sind im Bindemittel unlösliche natürliche oder synthetische anorganische Stoffe die in Form feinteiliger Partikel als Rohstoffe für Lacke und Beschichtungsstoffe eingesetzt werden. Sie haben Einfluss auf die mechanischen und chemische Eigenschaften sowie Haftung oder Diffusionswiderstand der Lackfilme. Typische Füllstoffe sind Bariumsulfate, Kaoline, Talkum oder Kreiden.

Füllung

auch: Füllungen

Die Füllung ist ein klassischer Begriff für Teile insbesondere aus Holz, die in eine Rahmenkonstruktion eingebaut worden sind. Dabei kann diese Rahmenkonstruktion ebenso die Tür oder die Seitenfront eines Schrankes oder eines Plafonds sein. Füllungen haben immer eine dekorative Aufgabe. Die Kunsttischler der Vergangenheit stellten Füllungen aus üppigem Schnitzwerk her (siehe Detailzeichnung eines Renaissance-Schrankes). Auch wurden Türfüllungen aus Bronze mit figürlichen Darstellungen, z. B. an Kirchenportalen, hergestellt. Heutzutage wird unter einer Füllung hauptsächlich eine Türfüllung verstanden.

Füllwerk

Fundament

auch: Fundamente

Ein Fundament hat die Aufgabe, die Last eines Bauwerks so auf den Baugrund zu übertragen, dass dessen Tragfähigkeit nicht überfordert wird. Die Baulast darf nicht zu Setzungen oder Verschiebungen im Baugrund führen. Es gibt mehrere Arten von Fundamenten: Streifenfundament, Einzelfundament, oder Fundamentplatte.

Fundamenterder

auch: Gebäudeerder

Der Fundamenterder ist ein Leiter, der im Beton des Gebäudefundamentes eingebettet ist und deshalb mit Erde (Potenzial null) dauerhaft und großflächig in Verbindung steht. Die Aufgabe des Fundamenterders besteht hauptsächlich darin, in Verbindung mit dem Hauptpotenzialausgleich, dem Gebäude ein definiertes Erdpotenzial zu verschaffen. Er kann außerdem für alle im Gebäude anfallenden Erdungsaufgaben herangezogen werden, z. B. als Erder für eine eventuell vorhandene Blitzschutzanlage oder als Erder für die Antennenanlage.

Fundamentköcher

auch: Schalungsköcher

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Fundamentköcher bzw. Schalungsköcher sind Schalungselemente meist aus trapezprofiliertem Stahlblech, die nach dem Betonieren im Beton verbleiben. Fundamentköcher werden individuell in den verschiedensten Formen und Größen hergestellt. Für den Großteil aller Abmessungen sind die Schalungsköcher selbsttragend und bedürfen keiner zusätzlichen Aussteifung. Übergrößen erfordern allerdings einer bauseitigen Aussteifung. Mit Fundamentköchern lassen sich Köcherfundamente schnell und einfach herstellen.

Fundamentplatte

auch: Sohlplatte, Plattenfundament, Fundamentplatten

Eine Fundamentplatte ist eine unter dem ganzen Bauwerk durchgehende Stahlbetonplatte. Sie wird notwendig bei hohen Lasten, vergleichsweise geringer Tragfähigkeit des Baugrundes oder bei Baugrund aus unterschiedlichen Bodenarten. Bei Gründungen mit Fundamentplatte wird die Last des Bauwerks auf die gesamte Bodenplatte verteilt und damit die vorhandene Bodenpressung gegenüber dem Streifenfundament oder Einzelfundament herabgesetzt.

Fundamentschalung

auch: Fundamentschalungen

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Ohne Fundament ist kein Hausbau möglich. Fundamente werden aus Beton gegossen, wozu naturgemäß eine Schalung erforderlich ist. Diese kann mit herkömmlichen Schalungssystemen erfolgen, jedoch auch - zumindest im Bereich des Eigenheimbaus und kleinerer Bauvorhaben - mit Fundamentschalungen aus Polystyrol-Hartschaum (siehe Beispiel des Herstellers REKORD), wobei der Hartschaum später auch der Wärmedämmung dient.

Fundamentvergelung

Fünfjahres-Regenereignis

Das Fünfjahres-Regenereignis ist ein Kennwert, der zur Berechnung der Dachentwässerung benötigt wird. Er stellt dort den Bemessungsregen dar. Genau gesagt wird unter dem Fünfjahres-Regenereignis ein fünf Minuten andauernder Regenguss verstanden, der statisch maximal alle fünf Jahr einmal überschritten wird.

Fünf-Säuler

fuenfsaeuler.jpg

Im Heizungsbau und innerhalb der Herstellerbranche geläufiger Begriff für einen Radiator bzw. speziell für einen Säulenradiator, der aus mehreren Stahlrohrelementen besteht, die in fünf "Säulen" unterteilt sind (siehe Zeichnung). Zwischen den einzelnen Säulen kann Luft zirkulieren, was den Wirkungsgrad dieser Konvektionsheizung erhöht.

Fungizid

auch: Fungizide, fungizid

Fungizide sind Chemikalien, die zur Bekämpfung und/oder Vernichtung von Pilzbefall in Bauteilen eingesetzt werden. Von Pilz befallen werden kann Holz ebenso wie feuchtes Mauerwerk. Wenn von einer "fungiziden" Ausstattung eines Baumaterials wie z.B. Unterwassersilikon oder von Bodenbelägen wie z. B. textiler Auslegeware die Rede ist, so sind den Materialien Fungizide beigemischt worden, die einen Befall durch Pilze verhindern sollen.

Funkenschutzplatte

Wenn der Kaminofen auf brennbaren Oberflächen aufgestellt werden soll – und das sind definitionsgemäß alle Materialien außer Fliesen und Stein – muss eine sogenannte Funkenschutzplatte aus einem unbrennbaren Stoff untergelegt werden. Dafür benötigt man zusätzlichen Platz, denn die Funkenschutzplatte muss seitlich und hinten ca. 30 cm, vorne in einer Länge gemessen vom Boden bis zur Oberkante des Feuerungsraums über die Standfläche des Ofens hinaus reichen. Funkenschutzplatten schützen den Boden vor herabfallenden Glutstückchen und Funken und vermeiden Beschädigung und Brandgefahr bei Holz- oder Kunststoff-Fußböden. Je nach persönlichem Geschmack und Geldbeutel und entsprechend des Design und der Bauart des Kaminofens gibt es verschiedene Formen aus Glas oder Metall in unterschiedlichen Farben.

Funkrauchmelder

auch: Brandmeldeanlagen

Ein Funkrauchmelder ist eine Brandmeldeanlage im Kleinen, sprich für den Einsatz in Eigenheimen und Wohnungen. Dabei sind mehrere Rauchmelder drahtlos miteinander per Funk vernetzt. Wenn ein Melder Alarm meldet, werden alle anderen Melder auch aktiviert und die Personen in den einzelnen Zimmern gewarnt.

Funkschloss

auch: Funkschlösser

Funktaster

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Funktaster ermöglichen das kabellose Schalten oder Dimmen von Lampen oder die Steuerung von Jalousien. Sie können überall dort montieren, wo es gewünscht ist – ohne aufwändiges Verlegen von Energie- und Datenleitungen. Einfach aufschrauben oder festkleben, fertig. Stemmarbeiten sind nicht notwendig. Damit eignet er sich für Renovierung und Nachrüstung sowie für den Neubau.

Funktionalismus

Bezeichnung in der Architektur für einen Baustil, der sich streng an funktionellen Kriterien orientiert und der sich aus dem Bauhausstil weiterentwickelt hat - allerdings nicht zum Positiven. Die fensterlosen Kaufhäuser der 60-er Jahre oder die rein nach Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten entworfenen Büro- oder Krankenhäuser aus dieser Epoche werden heutzutage nicht mehr akzeptiert, nachdem sich die Einsicht durchgesetzt hat, dass der Mensch, der in solchen Baukörpern arbeitet oder gar lebt, sich hier auf Dauer nicht wohlfühlt. Entschieden bekämpft wurde diese Stilrichtung von Friedensreich Hundertwasser, der mit schiefen Ebenen, Erkern, Türmchen und farbenfrohen Fassaden genau das Gegenteil des Funktionalismus propagierte.

Funktionsfläche

auch: Funktionsflächen

Die Funktionsfläche ist der Teil der Nettogrundfläche, in dem die betriebstechnischen Anlagen untergebracht sind (Heizungs-, Lüftungsanlagen, elektrische Stromversorgung).

Funk-Türgong

auch: Funk-Tür-Gong

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Wird an der Hauseingangstür der Klingeltaster gedrückt, kann das akustische Signal über einen Funk-Türgong wesentlich verstärkt werden. Ein Türgong ist so ausgelegt, dass sowohl ein in der Lautstärke regelbares akustisches Signal ertönt, als auch ein optisches Signal blitzartig aufleuchten kann. Mehrere Funk-Gongs können in verschiedenen Räumen und sogar an der Außensteckdose der Terrasse angeschlossen werden, so dass die in Intervallen ablaufenden Gongsignale auch im Garten gehört werden. Mobile, mit Batterien betriebene Geräte zeigen insbesondere schwerhörigen Mensch an, dass jemand wie der Briefträger vor der Hauseingangstür steht.

Furfurylierung

Furfurylierung ist ein Modifizierungsverfahren zur Verbesserung der Holzeigenschaften (wie z.B. auch Hitzbehandlung, Acetylierung oder Holzvernetzung). Durch die Behandlung von Holz mit Furfuryalkohol wird dessen Widerstandsfähigkeit verbessert. Genauer gesagt erhöht die Furfurylierung die Rohdichte und reduziert die Kriechverformung, das relative Kriechen und die Holzfeuchte. Modifiziertes Holz kriecht signifikant weniger als unbehandeltes Holz. Allerdings sinkt die Bruchschlagarbeit deutlich, im Falle von furfuryliertem Kiefernsplintholz um 19-37%. Durch Furfurylierung entsteht quasi eine "neue Holzart". So lassen sich dann Holzarten, die eigentlich nicht im Freien verwendet werden können, auch z.B. als Gartenholz verwenden.

Furnier

auch: Furniere

Maschinell vom Stamm "gemesserte" Holzschicht (zumeist teurer, insbesondere tropischer Hölzer), die auf anderes, preiswerteres Massivholz oder Holzwerkstoffplatten geklebt und verpresst wird. Furniere werden nicht nur als Deckfurniere wie bei Parkett, sondern auch als Unterfurnier oder Absperrfurniere verwendet. Nach Art der Herstellung unterscheidet man Messerfurnier, Schälfurnier und Sägefurnier.

Furnierbild

auch: Furnierbilder

Je nach Verarbeitung entstehen unterschiedliche Furnierbilder. Beim Einblattfurnier bedeckt das blumige Holzbild beispielsweise die gesamte Paneelfläche. Beim mittig gestürzten Furnier ergibt sich ein symmetrisches, blumiges Furnierbild. Beim fallenden Furnier werden blumige oder gestreifte Bilder erzeugt - oder beides gemischt.

Furnierkante

auch: Furnierkanten

Furnierkreissäge

auch: Furnierkreissägen

Mit Furnierkreissägen werden Furniere und Plattenwerkstoffe mit Druckbalken auf dem Maschinentisch gehalten und ermöglichen dadurch gerade und splitterfreie Fügeschnitte.

Furniersäge

auch: Furniersägen

Furniersägen sind sozusagen die Feinen der Feinen, also für hochpräzise Schnitte konstruierte Sägen. Auch sie sind Rückensägen, allerdings ist das Sägeblatt ungeschränkt. Dadurch können Furniere sauber und ausrissfrei geschnitten werden. Sie arbeiten je nach Typ auf Zug oder auf Stoß und Zug. In einer Spezialausführung mit abgerundetem Sägeblatt wird sie vor allem von Möbelrestauratoren für Intarsienarbeiten eingesetzt.

Furnierschichtholz

Das Furnierschichtholz ist ein Konstruktionsholz und sozusagen der große Bruder des Furniersperrholzes. Es ist ein Leimholz, das ebenso wie die Leimholzbinder für Tragwerkskonstruktionen eingesetzt wird. Weitere Verwendungszwecke sind Holzkonstruktionen aller Art. Furnierschichtholz besteht aus Furnierlagen. Diese Lagen mit einer Mindestdicke von 3 mm werden versetzt aufeinander geleimt. Die Fasern verlaufen in Längsrichtung oder könne auch kreuzweise aufeinander geleimt werden, um die Festigkeit zu erhöhen. Eingesetzt wird Furnierschichtholz bei stabförmigen Bauteilen. Die Verleimung erfolgt mit Phenolharzleim.

Furniersperrholz

auch: Furniersperrhölzer

Furniersperrholz besteht aus kreuzweise aufeinandergeleimten Schälfurnieren. Dadurch können die einzelnen Furnierschichten nicht mehr ungehindert arbeiten; sie sind gegeneinander abgesperrt. Furniersperrholz hat eine höhere Festigkeit, Maßhaltigkeit und Formbeständigkeit als Vollholz. Furniersperrholz kann wie Vollholz bearbeitet werden, wie z.B. gesägt, gefräst, gebohrt und geschliffen werden. Außerdem können Furniersperrholzplatten beschichtet, furniert oder oberflächenbehandelt werden. Sie sind selbst an den Kanten noch nagelfähig.

Furnierstreifenholz

auch: Parallel Strand Lumber, Parallam

Furnierstreifenholz ist ein Bauholz aus parallel verleimten Schälfurnierstreifen, die alle in die gleiche Richtung orientiert sind. Furnierstreifenholz besitzt höhere Festigkeitswerte als Vollholz, da es keine Fehlerstellen wie z.B. Astquirle besitzt. Tragende Konstruktionen können daher mit weniger Materialeinsatz als bei Vollholz oder Leimholz hergestellt werden. Das Holz findet man unter der Abkürzung PSL (Parallel Strand Lumber) im Handel. Zudem ist die Bezeichnung "Parallam" gebräuchlich.

Furnierumleimer

auch: Furnierkante

Ebenfalls für eine Holzoptik wie der Vollholzumleimer, aber für mehr Flexibilität sorgen Furnierumleimer bzw. Furnierkanten, die üblicherweise eine Breite zwischen 15 und 45 mm haben. Diese Kantenumleimer gibt es in fast allen erdenklichen Holzarten, wobei der Fachmann unterscheidet zwischen Starkfurnierkanten und Dünnfurnierkanten. Je dünner das Furnier, desto flexibler ist natürlich die Handhabung. Rundungen lassen sich problemlos mit Umleimer versehen, auch gewölbte Kanten sind mit dünnen Furnierkanten kein Problem. Furnierkanten sind auf der Rückseite häufig mit einem Schmelzkleber versehen, so dass sie unter Hitzeinwirkung (z.B. Heißluftpistole oder Bügeleisen) befestigt werden können. Auch Vlieskaschierungen oder Splitterschutz können auf der Rückseite der Furnierkanten aufgebracht sein. Die Vorderseite kann mit einer UV-Lackierung oder PUR-Lackierung versehen sein. Eine UV-Lackierung wird bei einer geraden und schnellen industriellen Kantenbearbeitung verwendet. Furnierumleimer mit einer PUR-Lackierung finden Verwendung für verformbare Kantenbearbeitung, schwierigen Profilen und engen Radien.

Fusingtechnik

siehe Schmelzglas

Fußabstreifer

fussabstreifer.jpg

Fuß­ab­streifer sind Matten oder Gitter­roste, die in den Boden­belag vor der Haus­ein­gangs­tür eingelassen werden und die Halt finden in einem verzinkten Stahlrahmen oder in einem Aluminiumrahmen. Durch den Einbau in den Bodenbelag werden Stolperfallen vermieden. Im Gegensatz zu einer Schmutz­fang­zone sind Fußabstreifer kleinformatig in den Standard­maßen 60 x 40, 75 x 50, 90 x 60 und 100 x 60 cm. Sie können aus Kokosfasern, aus Gummiwaben, aus Rips- oder Gummiprofilmatten und aus verzinktem Stahl bestehen.

Fußboden-Direktheizung

auch: Fußboden-Direktheizungen

Fußbodenheizung

auch: Warmwasser-Fußbodenheizung, Fußbodenheizungen, Fussbodenheizung, Fussbodenheizungen

Fußbodenheizungen waren schon bei den alten Römern bekannt. Heutzutage sind hauptsächlich Warmwasser-Fußbodenheizungen im Einsatz, die über eine zentrale Heizungsanlage gespeist werden. Für solche Heizysteme ideal sind Keramik- und Natursteinböden, weil diese die abgegebene Wärme schnell aufnehmen und lange speichern. Möglich sind auch Warmwasser-Fußbodenheizungen unter Parkett, Laminat und Teppichböden, sofern diese herstellerseits dafür zugelassen sind. Speziell beim Einbau unter Holzbodenbelägen sind die Einbau- und Verlegehinweise der Heizungs- wie der Bodenbelagshersteller genau zu beachten. Fußbodenheizungen verbreiten eine angenehme, vom Fußboden aufsteigende Wärme. Sie haben den Vorteil, dass keine störenden Radiatoren oder Flachheizkörper an den Wänden befestigt werden müssen, also mehr Gestaltungsfreiraum in der Wohnung besteht. Sie haben aber den Nachteil, dass dieses "träge" Heizsystem auf plötzliche Kälteeinbrüche oder Wärmeperioden nur zögerlich reagiert. Anders ist das bei der Elektro-Fußbodenheizung, die besonders dann gerne eingesetzt wird, wenn bei niedrigen Decken flache Einbauhöhen angesagt sind. Elektro-Fußbodenheizungen sind auch als Speicherheizungen erhältlich.

Fußbodenkanal

auch: Fußbodenkanäle

siehe Kabelbrücke.

Fußbodenkühlung

Fußbodenlacke

Fußbodenlack, auch als Parkettlack oder Parkettversiegelung im Handel, dient dem Verschleißschutz von unbehandelten Fußböden aus Echtholz oder Kork. Manche dieser Fußbodenlacke, die auch als Hartsiegel im Handel sind, können in einer Verdünnung von 5 % dem Wischwasser beigegeben werden und dienen dann sogar als Pflegemittel. Fußbodenlacke können bei inhaltsstoffreichen Hölzern wie Eiche, Kastanie oder einzelnen Tropenhölzern Farbverfälschungen auslösen und die Trocknungszeiten verzögern.

Fußbodenöl

Fußbodenöle, auch als Parkettöle im Handel, werden als Grundierung und (je nach Fabrikat) zur anschließenden Vor- und Endbehandlung von saugfähigen Fußböden aus Echtholz, Kork oder Arbeitsplatten verwendet. Vor der Erstanwendung müssen die Hölzer unbehandelt sein. Inhaltsstoffreiche Hölzer wie Eiche, Kastanie oder einzelne Tropenhölzer können die Trocknungszeiten verzögern.

Fußbodenschleifmaschine

auch: Fußbodenschleifmaschinen

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Wer seinen Parkett- oder Dielenboden selbst auf Vordermann bringen will, kommt kaum an einer Fußbodenschleifmaschine vorbei. Die praktischen Helfer lassen sich in Baumärkten, bei Parkettfirmen oder speziellen Verleihfirmen mieten. Vorsicht: Sie sind für Laien nicht gerade leicht zu handhaben, da sie schnell ausbrechen. Außerdem sollte man sich den Wechsel des Schleifpapiers gut erklären und zeigen lassen. Denn wenn man das Schleifpapier falsch einlegt, reißt es leicht. Für die Bearbeitung der Ränder und Ecken gibt es entsprechende Randschleifmaschinen. Neben den Schleifmaschinen für Holzböden gibt es auch noch Geräte für Granit und andere Hartgesteine, Marmor, Kalkstein, Betonwerkstein, Ort-Terrazzo, Estrich und Beton. Für die unterschiedlichen Materialien stehen verschiedene Diamant-Schleifsysteme zur Verfügung.

Fußboden-Speicherheizung

auch: Fußboden-Speicherheizungen

Variante der Elektro-Fußbodenheizung, wobei dieses System die niedrigen Nachtstromtarife ausnutzt, also die Wärme nachts in Speichermeidien (z.B. Schamottesteine) speichert. Durch den "Nachtstrom" werden die Stromkosten gesenkt.

Fußbodentemperierung

Die Fußbodentemperierung ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit zur Erhöhung der Oberflächentemperatur von fußkalten Böden. Sie ist aufgebaut wie eine Fußbodenheizung. Bei diesen Systemen werden Elektroheizmatten unterhalb der Fliesen in das Klebstoffbett und damit oberhalb des Estrichs platziert, um die Fußbodenoberfläche in einem gewissen Maß zu erwärmen; sie erzeugen elektromagnetische Felder.

Fußbodenwachse

Fußbodenwachse, auch als Parkettwachse im Handel, dienen der Imprägnierung von unbehandelten Fußböden aus Echtholz oder Kork. Auch als Pflegemittel für gewachste Holzböden oder Linoleum sind Fußbodenwachse geeignet. Für die Möbelpflege wiederum gibt es spezielle Wachse; dafür eignet sich nicht zuletzt Bienenwachs. Fußbodenwachse können bei inhaltsstoffreichen Hölzern wie Eiche, Kastanie oder einzelnen Tropenhölzern Verfärbungen auslösen und die Trocknungszeiten verzögern.

Fußbodenziehklinge

Die Fußbodenziehklinge ist größer und dicker als die einfache Ziehklinge. Sie wird vom Fußboden- und Parkettleger zum Glätten von Böden verwendet.

Fußfalznut

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Teil eines Falzziegels (F).

Fußfalzrippen

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Teil eines Falzziegels (E).

Fußfalzteil

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Teil eines Falzziegels (D).

Fußgesims

siehe Gesims.

Fußleisten

auch: Fußleiste

Fußleistenheizung

auch: Fußleistenheizungen

Fußleistenheizungen sind als Fußleisten verkleidete Heizungsrohre. Sie werden rundumlaufend an den Wänden angebracht und erzeugen, ähnlich wie Wandheizungen, zu einem großen Teil Strahlungswärme. Der Vorteil dieser Heizung ist die gleichmäßige Verteilung der Wärme, wodurch im Vergleich zu einem einzelnen Heizkörper nur eine minimale Luftbewegung hervorgerufen wird. Die Kosten für Material und Einbau sind vergleichbar mit einer Fußbodenheizung.

Fußleistennagel

auch: Fußleistennägel

Feine Nägel mit kleinem Kopf zur Befestigung von Leisten. Nägel dieser geringen Größe lassen sich sauber mit einem Dekorateurshammer einschlagen.

Fußpfette

auch: Fußpfetten

Fußpfetten werden bei Pfettendächern eingesetzt. Sie bilden den unteren Auflagerpunkt für den Sparren und liegen auf einer Massiv- oder Holzbalkendecke auf. Die Verankerung von Pfette und Sparren ist besonders sorgfältig vorzunehmen, da die horizontale Windlast auf das Dach von der Fußpfette aufgenommen werden muss. Die Verankerung gegen Abheben durch Windsog wird durch Sparrenpfettenanker vorgenommen.

Fußplatte

auch: Fußplatten, Fussplatte, Fussplatten

Die Fußplatte ist die Grundplatte einer Stichsäge. Sie ist beidseitig neigbar in verschiedenen Winkel von 0° bis 45° für Schrägschnitte, zum Anfasen und zum Sägen von Gehrungen. Die Fixierung erfolgt mit der Innensechskantschraube.

Fußrippe

auch: Fußrippen

siehe Rippen.

Fußschmiege

siehe Schmiege.

Fußschwelle

auch: Fußschwellen

siehe Schwelle.

Fußspüler

Fußspüler sind fußbetätigte Auslösevorrichtungen für den Spülvorgang von Urinalen und WCs. Sie sind besonders hygienisch und in öffentlichen Anlagen zweckmäßig. Sie werden durch Hebel, Knopf oder Druck auf die Bodenplatte betätigt.

Fußwalmdach

auch: Fußwalmdächer

Walmdach, bei dem die Walmfläche nur im unteren Bereich des Giebels angeordnet ist.

Futter

siehe Futterrahmen.

Futterbrett

auch: Futterbretter

siehe Setzstufe.

Futterrahmen

auch: Futter

Der Futterrahmen oder auch nur kurz das Futter ist bei Fenstern ein vierteiliger, bei Türen dreiteiliger Rahmen aus Hölzern. Diese brettstarken Hölzer werden in das lichte Maß der Fenster- oder Türöffnung hineingestellt. Die Rahmenbreite entspricht meist der Dicke der Wand. Der Futterrahmen kann auch mit einer Bekleidung versehen sein. Diese Bekleidungen schließen den Spalt zwischen Futter und Wand und heißen je nach Funktion Falz- oder Zierbekleidung. Der Futterrahmen wird auch als Zargenrahmen bezeichnet.

Futterrohr

auch: Futterrohre

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Futterrohre sind Hauseinführungen. Sie sorgen also dafür, dass Rohre, die ins Gebäude durch die Kellerwand eingeführt werden, dicht sind. Futterrohre gibt es aus PVC oder Faserzement. Sie sind innen glatt und außen gewellt. Die wellige Außenseite verkrallt sich mit dem Beton. Zudem können bei Futterrohren aus PVC Quellbänder aufgebracht sein, die zusätzlich verhindern, dass Wasser ins Bauwerk gelangt. Futterrohre gibt es in den unterschiedlichsten Längen und für verschiedene Rohrdurchmesser.

Futterstufe

auch: Futterstufen

siehe Setzstufe.