Das große Baumarkt Lexikon

Alles zum Thema "E"

Ebenheitstoleranz

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Als Ebenheitstoleranz wird die zulässige Abweichung einer Fläche von der Ebene bezeichnet, wobei die Ebene nicht grundsätzlich waagerecht sein muss. Die Ebenheit einer Fläche wird durch das Auflegen einer Meßlatte festgestellt. Ebenheitstoleranzen werden nach DIN 18202 geregelt und dürfen ein bestimmtes Maß nicht übertreffen. Grob gesagt: je größer die Meßpunktabstände, desto größer darf das Stichmaß sein. Dabei wird noch unterschieden, ob sich um fertige (Fliesenbeläge, Nutzestriche) oder nichtfertige (Unterböden, Oberseiten von Decken) Oberflächen handelt. Weiterhin wird unterschieden zwischen Flächen für gehobene Ansprüche und Flächen für untergeordnete Zwecke (z.B. Keller, Lagerraum).

Ebenholz

auch: Ebenhölzer

Zur Familie der Ebenholzgewächse gehören über 400 Holzgewächse. Einige von ihnen, hauptsächlich aus Ostindien und Afrika, liefern das wertvolle Ebenholz, das schon im Altertum sehr beliebt war. Ebenholz gehört zu den schönsten und teuersten Holzarten. Das braune bis tiefschwarze Kernholz ist sehr hart, fest und spröde und neigt deshalb zum Reissen und Splittern, weshalb bei der Verarbeitung mit viel Verschnitt zu rechnen ist. Ebenholz findet hauptsächlich Verwendung für Intarsien, Musikinstrumente und Kunstdrechslerarbeiten.

E-Block-Batterie

auch: E-Block-Batterien

Der E-Block zählt zu den gängigsten Batteriegrößen. Er besitzt eine Spannung von 9V. Die Bezeichnung "E-Block" findet man häufig nicht auf der Verpackung, dort stehen Kürzel wie 6LR61, 6F22 oder 1604D. 6LR61 ist die europäische Bezeichnung für eine Alkali-E-Block-Batterie, 6F22 die Bezeichnung für eine Zink-Kohle-Batterie. Dies sind zwei verschiedene Batteriesysteme. 1604D ist schließlich die amerikanische Bezeichnung für einen E-Block.

Echt-Antikglas

siehe Antikglas

Echter Hausschwamm

auch: Echten, Hausschwamm,, Echte, Hausschwamm

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Von den jährlich an Gebäuden verursachten Schäden durch holzzerstörende Organismen gehen zusammengenommen etwa 90 % zu Lasten von Pilzen. Die weitaus größte Gefahr für die Standfähigkeit droht dabei von einem Befall durch den Echten Hausschwamm, der in Mitteleuropa als aggressivster holzzerstörender Pilz in Gebäuden gilt. Der Pilz kann sich unter günstigen Bedingungen rasch entwickeln und in kürzester Zeit erhebliche Schäden (Braunfäule) am Holz anrichten. Der Hausschwamm kann sowohl Nadel- wie Laubholz rasch und vollständig zerstören. Der Echte Hausschwamm kommt häufig an bodennahen Holzbauteilen, Faserplatten, Schilfdämmstoffen, Papier, Textilien und anderen zellulosehaltigen Materialien vor. Als Nährboden braucht der Pilz organische Kohlenwasserstoffe und zellulosehaltiges Material. Bevorzugt entwickelt sich der Pilz über längere Zeit versteckt in Hohlräumen, hinter Möbeln, in Hohlböden und hinter Wandverkleidungen. Bis zum sichtbaren Ausbruch kann es 1 - 3 Jahre dauern. Wenn der Fruchtkörper auf dem Mauerwerk, an Decken, im Bereich von Fussleisten oder unter Treppenstufen sichtbar wird, ist die Zerstörung der Bausubstanz in der Regel bereits weit fortgeschritten.

Echtholz

auch: Echthölzer

Juristisch umstrittener Begriff, da - wie es die Juristen sagen - "ein nicht unerheblicher Teil der angesprochenen Verkehrskreise" (womit Käufer gemeint sind) unter Echtholz Massivholz versteht. Echtholz ist aber jedes Teil, das aus echtem Holz besteht - und seien es Späne, die miteinander verleimt sind. Bei Leimholz, das aus mehreren miteinander verleimten Lagen "Echtholz" besteht, kann man an der Echtheit nicht zweifeln, denn jede Schicht ist sogar aus Massivholz. Bei Echtholz-Paneelen hingegen können den Verbraucher Zweifel überkommen, denn aus "Holz aus einem Stück" ist nur das Furnier, und das auch nur "hauchzart", während das "Echtholz", auf das das Furnier geklebt wurde, eine Holzfaserplatte ist. Grundsätzlich gilt, dass der Verbraucher prüfen sollte, ob er nun Echtholz oder Massivholz kauft.

Echtholz-Paneel

auch: Echtholzpaneel, Echtholzpaneele, Echtholz-Paneele

Holzpaneel aus einem Holzfaser-Trägermaterial (meistens eine MDF-Platte) und einem darauf aufgebrachten Furnier aus "echtem" Massivholz. Juristisch ist der Begriff Echtholz umstritten. Gebräuchliche Furniere sind Ahorn, Birke, Buche, Kirsche, Eiche, Esche und Pinie.

Eckabzweig

auch: Eckabzweige

siehe Abzweig.

Eckbalkon

auch: Eckbalkone

Ein Balkon ist eine nicht überdeckte, an den freien Seiten mit einem Geländer oder einer Balustrade versehene Auskragung in den Geschossen von Gebäuden. Wie der Name schon sagt, ragt der Eckbalkon über die Ecken zweier aneinander stoßender Außenwände. Diese Balkone haben den Vorteil, dass sich die Bewohner den Witterungsverhältnissen wie Sonnenlicht oder Windrichtung anpassen und mal die eine, mal die andere Seite des Balkons nutzen können. Eckbalkone werden meistens aus Stahlbeton ausgeführt und mit der Betonplatte der Geschoßdecke verbunden, wobei es Systeme gibt, die für eine thermische Trennung der außenliegenden Betonbauteile sorgen, so dass keine Kälte vom Eckbalkon in das Gebäude eindringen und auch keine Wärme von innen nach außen abfließen kann. Führt ein Balkon nicht nur um eine Ecke, sondern um das ganze Haus, spricht man von einer Porch, wie sie aber in Mitteleuropa nur selten anzutreffen ist.

Eckbosse

auch: Eckbossen

siehe Bosse

Eckenroller

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Der Eckenroller ist ein Malerwerkzeug, das das Streichen von Ecken erleichtert. Wo sonst mit dem Pinsel mühsam jede Ecke ausgemalt werden muss, geht es mit dem Eckenroller wesentlich schneller und einfacher. Durch Aufstecken auf einen Teleskoparm lässt sich auch ohne Leiter in größeren Höhen malern.

Eckenschutzleiste

auch: Eckenschutzleisten

Eckkelle

auch: Eckkellen

siehe Kantenkelle.

Ecklager

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Das Ecklager ist Teil des Fensterbeschlags. Zusammen mit der Schere ist es ein Drehpunkt des Fensters. Auf dem Ecklager ruht aber auch das Gewicht des Fensterflügels.

Eckleiste

auch: Eckleisten

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Wird vor dem Verputzen am Mauerwerk befestigt. Die Befestigung der Schutzleisten für stoßfeste Kanten sollte mindestens einen Tag vor den eigentlichen Putzarbeiten erfolgen. (Abbildung: Knauf)

Eckmauerziegel

Mit diesem Formmauerziegel läßt sich die vorspringende Ecke einer Wand mauern.

Eck-Regulier-Ventil

siehe Eckventil.

Eckrisalit

auch: Seitenrisalit

Münden zwei rechteckig zueinander verlaufende Flügel in einem Risalit, so spricht man von einem Eckrisalit. Dieser hat häufig einen turmartigen Aufbau mit einem Glockendach oder Zwiebeldach.

Eckrohrzange

auch: Eckrohrzangen

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Die Eckrohrzange eignet sich zum Greifen von flachen, runden und eckigen Werkstücken – universell für Rohre, Muttern, Flachteile usw. Durch schlanke Maulform ist sie ideal für Arbeiten, wenn wenig Platz um das Werkstück zur Verfügung steht.

Eckschacht

auch: Eckschächte

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Begriff aus dem Baubereich, der sich eindeutig nur der Vorwandinstallation zuordnen läßt. Dabei lassen sich die Bauteile einer Vorwandinstallation auch diagonal versetzt in ein Bad einbauen, so dass auch schmale Bäder eine besondere Optik erlangen können - siehe Zeichnung. Die Industrie bietet zu diesem Zweck spezielle Module für die Installation von WC-Schüsseln, Bidets, Urinalen und Waschtischen.

Eck-Seifenhalter

siehe Seifenhalter

Eckspaltenbildung

auch: Eckspaltenbildungen

Eckspaltenbildung ist ein typisches Schadensbild bei einem Holzfenster und dort speziell bei den unteren Eckverbindungen. Die Eckspaltenbildung entsteht durch ständiges Quellen und Schwinden des Holzes, d.h. das Holz nimmt abwechselnd Feuchtigkeit auf und wieder ab. Niederschlagswasser von außen und Kondensatbildung von innen sind Ursache für das Quellen des Holzes. Sonnenstrahlen und Heizungswärme sorgen dafür, dass das Holz schwindet. Geschieht das über einen längeren Zeitraum, bilden sich irgendwann einmal Spalten. Als Folge solcher Eckspaltenbildungen kommt es oft zum Pilzbefall, da Sporen und Feuchtigkeit in die Hirnholzflächen der Rahmenteile eindringen können.

Eckständer

siehe Fachwerkhaus

Eckstiel

auch: Eckstiele

siehe Fachwerkhaus

Eckstufe

auch: Eckstufen

Ecktiefschneider

siehe Tiefschneider.

Eckventil

auch: Eck-Regulier-Ventil, Eckventile

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Eckventile sind erforderlich, wenn Standardarmaturen, zum Beispiel auf Waschtischen, Bidets und Küchenspülen montiert werden. Spülkästen werden ebenfalls mit Eckventilen angeschlossen. Sie ermöglichen das Absperren der Wasserzufuhr bei einer Reparatur oder bei einem Austausch der Auslaufarmatur ohne Absperrung der Wasserversorgung der ganzen Wohnung. Zusätzlich kann man an Eckventilen den Wasserdurchsatz der Auslaufarmaturen begrenzen, deshalb werden sie auch als Eck-Regulier-Ventile bezeichnet.

Eckverbindung

auch: Eckverbindungen

Der Begriff der Eckverbindung ist nicht einem bestimmten Gewerk zuzuordnen, sondern sehr allgemein gehalten. Wenn zwei Bauteile "über Eck" verbunden werden müssen, spricht man von einer Eckverbindung. Diese kann bei einem Mauerwerk durch Mauersteine, bei einer Beton-Fertigwand durch Verschraubung, bei einer Säule aus Marmor durch Klebung und im Trockenbau oder beim Bau eines Schaufensters durch Einfügen der Bauteile bzw. der Glasscheiben in Eckprofile entstehen. Meistens wird der Begriff jedoch im Holzbau verwendet, siehe Stichwort gefederte Eckverbindungen.

Eckverkämmung

Die Eckverkämmung ist das typische Kennzeichen eines Wohnblockhauses im besonderen und eines Blockhauses im allgemeinen. Eckverkämmungen sind jene Stellen, wo die Blockbohlen, Rundblockbohlenan oder Naturstämme an den Haus- bzw. Zimmerecken gegeneinander stoßen. Erfolgte früher die Eckverbindung durch ganz gewöhnliche Wechsellage oder Verblattung der Bohlen wie bei zwei Kämmen, die ineinander gesteckt werden, so haben sich die Verkämmungen inzwischen verfeinert, basieren aber alle auf überlieferte Techniken, insbesondere die Sattelecke und die daraus abgeleitete Chalet-Verkämmung.

Eckwinkel

Eckwinkel werden vor dem Aufbringen des Oberputzes an allen Außenecken, aber auch an Fensterleibungen oder Überständen zu Türen oder im Bereich von Tür- und Fensterstürzen ohne Rollladenkasten aufgebracht. Eckwinkel schützen die Außenecken der Wand vor mechanischen Beanspruchungen und sorgen dafür, dass die Ecken auch optisch ansprechend wirken. Eckwinkel bestehen je nach Anforderungen an die Dauerhaftigkeit und die Beanspruchung aus Edelstahl (in Feuchträumen oder in Spritzwasserbereichen), aus verzinktem Stahlblech, aus Aluminium oder aus Kunststoff (z.B. in Wohnräumen), erhältlich sind auch Eckwinkel aus Edelstahl oder Aluminium, die eine abgerundete Kunststoffkappe im Bereich der Ecke aufweisen.

Eckziegel

siehe Anfänger

Eckzwickel

siehe Pendentif.

ECR-Glas

auch: ECR-Gläser

Alumo-Kalksilicatglas mit einem Masseanteil an Alkali von < 1 %. Durch seine besonders gute Beständigkeit gegenüber Säuren und Laugen eignet sich ECR-Glas für den Einsatz in Bereichen in denen hohe Chemikalienbeständigkeiten gefordert sind. Zur Verwendung kommt es zum Beispiel als Verstärkung von Kunststoffen.

Edelbrechsand

auch: Edelbrechsande

Bei einem Edelbrechsand handelt es sich um einen Brechsand mit erhöhten Anforderungen bezüglich Korngröße und Überkorn. Es darf also nicht so viele Körner geben, die über das Größtkorn von 2 mm hinausgehen.

Edelfeinputz

auch: Edelfeinputze

Der Edelfeinputz gehört zur Gruppe der dickschichtigen Edelputze. Er wird mit einem Glätter in einer Stärke von rund 10 Millimetern aufgetragen. Der Putz an sich ist mit einer Korngröße von maximal einem Millimeter sehr fein. Was die Oberflächengestaltung angeht, hat man beim Edelfeinputz die meisten Möglichkeiten: Er kann mit einem Kunststoffreibebrett ganz fein abgerieben werden aber er eignet sich auch für die Bearbeitung mit sogenannten freien Strukturen. Die Bearbeitung mit einer Strukturrolle ist ebenso denkbar wie die Verwendung eines Stahlglätters, eines Zahnspachtels, eines Malerpinsels, eines Malerspachtels oder einer sogenannten Erbslochwalze. Edelfeinputz ist normalerweise nicht mit Farbpigmenten angereichert und ist daher nur im typischen Kalkton erhältlich.

Edelgasfüllung

auch: Edelgasfüllungen

siehe Füllgas.

Edelholz

auch: Edelhölzer

Eher umgangssprachliche Bezeichnung für besonders wertvolle und ausdrucksstarke Holzarten wie beispielsweise Mahagoni, Ebenholz, Edelkastanie, Palisander oder Nussbaum. Hier besonders auch das Holz aus dem Wurzelstock mit einer hervorragend schönen Maserung. Edelholz verwendet man beispielsweise für Möbel und den Innenausbau.

Edelkorundscheibe

Wer mit einem Winkelschleifer Stein oder Metall trennen will, setzt dazu eine Schleifscheibe ein - und zwar eine, die mit Diamant- oder Korundkörnern besetzt ist. Korund ist nach Diamant das härteste Mineral und wird, ebenso wie der Diamant, auch künstlich hergestellt und nennt sich dann Edelkorund. Der Korund selbst ist als Schmuckstein nicht begehrt, wohl aber verschiedene Varietäten, die als Rubine oder Saphire den Hals mancher Dame zieren. Was den Einsatz in der Werkstatt betrifft, kommen Korundscheiben mit verschiedenen Korngrößen zum Einsatz - je nachdem, ob Metall entgratet werden soll oder Oberflächen ein feines Finish erhalten sollen.

Edelmetall

auch: Edelmetalle

Metall, das aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften, seinem Aussehen oder seiner Seltenheit besonders begehrt und/ oder teuer ist. Edelmetalle werden vom Luftsauerstoff nich angegriffen und weisen eine hohe Beständigkeit gegen Chemikalien, insbesondere Säuren auf. Edelmetalle sind Gold, Silber und Platin sowie alle Platin-Nebenmetalle wie: Rhodium, Palladium, Iridium, Osmium und Ruthenium. Silber ist das einzige Edelmetall, das "anläuft", was der Laie oft für eine Oxidation hält. Edelmetalle verbinden sich jedoch nicht mit Sauerstoff, demnach Silber auch nicht. Silber sulfidiert, das heißt es verbindet sich mit dem Schwefelgehalt der Luft.

Edelputz

auch: Edelputze

Als Edelputze werden weiß oder farbig eingefärbte Oberputze bezeichnet. Edelputze sind nichts anderes als mineralische Putze, die einen besonderen Wertbegriff erfahren. Hohe Luftfeuchtigkeit und niedrige Temperatur können den Abbindeprozeß verzögern, was zu Farbtonunterschieden und Ausblühungen führen kann. Das gleiche Problem tritt bei Regen auf der frisch verputzten Fassade auf. Damit eine optisch einwandfreie, gleichmäßig farbige Fassade entsteht, muss daher zusätzlich ein Egalisationsanstrich vorgenommen werden. Egalisationsanstrich ist die Bezeichnung für eine sog. "Ausgleichsfarbe" auf Dispersions-, Organo-Silikat- oder Siliconharzbasis. Damit werden optische Unregelmäßigkeiten bei einer farbigen Edelputz-Fassade ausgeglichen. Ein Egalisationsanstrich muss auf den Edelputz abgestimmt sein und darf erst dann aufgebracht werden, wenn dieser oberflächlich gut abgetrocknet ist.

Edelputzkratzer

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Dieses Werkzeug aus Holz mit gehärteten Stahlspitzen wird zum universellen Aufrauhen von Innen- und Aussenputz verwendet. (Abbildung: Schwan)

Edelrost

siehe Patina.

Edelsplitt

Edelsplitt erfüllt gegenüber Splitt erhöhte Anforderungen hinsichtlich Korngröße, Kornform, Frost- und Raumbeständigkeit sowie Unter- und Überkorn. Er wird als Zuschlag für die Herstellung von Beton verwendet. Der gebrochene Mineralstoff setzt sich aus Korngemischen mit einem Kleinstkorn von 2 mm und einem Größtkorn von 22 mm zusammen.

Edelsplitt-Pflastersteine

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Betonpflasterstein mit einer körnigen, rutschfesten Oberfläche aus verschiedenen Gesteins-Splitten. Das Pflaster wird in verschiedenenen Formaten und Farben angeboten. Die Fotos zeigen drei Beispiele des Herstellers DIEPHAUS.

Edelstahl

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Als Edelstahl werden legierte oder unlegierte Stähle mit besonderem Reinheitsgrad bezeichnet, zum Beispiel Stähle, deren Schwefel- und Phosphorgehalt (sog. Eisenbegleiter) 0,025 % nicht übersteigt. Häufig sind danach weitere Wärmebehandlungen (z. B. Vergüten) vorgesehen. Die alleinige Begriffsdefinition, ein Edelstahl sei ein „chemisch besonders reiner“ oder „nichtrostender“ Stahl, ist ungenau bzw. falsch. Ein Edelstahl muss nicht zwangsläufig den Anforderungen eines nichtrostenden Stahls entsprechen. Trotzdem werden im Alltag häufig nur rostfreie Stähle als Edelstähle bezeichnet. Ebenso muss ein rostfreier Stahl nicht unbedingt auch ein Edelstahl sein. Zu den Edelstählen zählen zum Beispiel hochreine Stähle, bei denen durch einen besonderen Herstellungsprozess Bestandteile wie Aluminium und Silicium aus der Schmelze ausgeschieden werden, oder zum Beispiel auch hochlegierte Werkzeugstähle, die für eine spätere Wärmebehandlung vorgesehen sind. Auf der Abbildung ist ein Edelstahlgeländer der Kunstschmiede Weimann zu sehen.

Edelstahlblech

auch: Edelstahlbleche

siehe Blech.

Edelstahldach

auch: Edelstahldächer

Die Oberflächen von Edelstahldächern können walzblank, mattiert oder verzinnt sein. Der mit einer Zinn-Oberfläche beschichtete Edelstahl läßt sich in üblicher Klempnertechnik verarbeiten, auch im Winter. Das Material besitzt zudem einen geringen Ausdehnungskoeffizienten, ein geringes Eigengewicht und Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion. Durch die Verzinnung lassen sich außerdem Verbindungen im Weichlötverfahren herstellen. Das Herstellen von profilierten Scharen (Bahnen) sowie das maschinelle Bearbeiten in Einfachfalz, Winkelstehfalz oder Doppelstehfalz ist ebenso möglich, wie das Schneiden, Kanten und Verfalzen mit Handwerkzeugen. Aus Stahl werden auch selbst tragende Profilbleche hergestellt. Die selbst tragende Struktur erleichtert das Anbringen auf Latten oder Pfetten, eine geschlossene Verschalung als Unterkonstruktion ist nicht notwendig. Als Korrosionsschutz sind diese Bleche mit Kunststoff beschichtet. Die Profile haben je nach Hersteller unterschiedliche Maße und Farben oder imitieren aneinander gereihte Dachziegel.

Edelstahlschornstein

auch: Stahlschornstein, Edelstahlschornsteine

Wie der Name bereits sagt, handelt es sich bei einem Edelstahlschornstein um einen Schornstein aus Edelstahl. Edelstahlschornsteine eignen sich bestens für einen nachträglichen Anbau, wenn bisher noch kein Schornstein vorhanden ist oder wenn noch zusätzlich ein Kaminofen betrieben werden soll. Zudem werden Schornsteinsysteme aus Edelstahl auch in bestehende Kaminzüge eingebaut, wenn der bisherige Zug zu groß dimensioniert ist. Was meistens beim Einbau einer modernen und effizienteren Heizungsanlage der Fall ist. Hier sind die Abgase weniger heiß, was dazu führen würde, dass diese nicht mehr oben beim Schornstein ankommen, sondern sich in den Wandungen festsetzen, was zur Versottung führt. Die glatten Wände des Rauchrohrs aus Edelstahl bieten dem Abgasstrom hingegen wenig Widerstand, so dass die Abgase problemlos nach oben entweichen können. Edelgastschornsteine werden einwandig, doppelwandig und auch dreischalig angeboten. Dreischalige Edelstahschornsteine haben eine Außenwand aus Edelstahl, dann folgt eine Dämmschicht und innen folgt ein Keramikrohr. Angeschlossen werden können an die Schornsteine aus Edelstahl Feststoffheizungen, Kamine, Kaminöfen, Kachelöfen sowie Öl- oder Gasheizungen unterschiedlichster Betriebsweise.

Edelstahlspitzen

siehe Vogelabwehr

Edelstahl-Türgriffe

auch: Edelstahl-Türgriff

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Edelstahl-Türgriffe werden aus Chrom-Nickelstahl gefertigt. Durch Merkmale wie Langlebigkeit, Korrosions- und Säurebeständigkeit sowie Abriebfestigkeit hat sich Edelstahl im Objekt- und zunehmend auch im privaten Wohnungsbereich bewährt. Er wird als rostfrei bezeichnet. Sollten sich an den Beschlägen aus Edelstahl dennoch Rostspuren zeigen, so handelt es sich hierbei um sogenannten Flugrost, d.h., Rost, der durch Umwelteinflüsse auf den Beschlag gelangt. Flugrost, wie auch fett- und ölhaltige Verschmutzungen, lassen sich mit für Edelstahl geeigneten Haushaltsreinigern entfernen. Unser Foto zeigt einen Türgriff des Herstellers Hoppe in der Kombination Messing/Edelstahl.

Edisongewinde

auch: Edison-Gewinde

Sockelbezeichnung bei einer Glühlampe. Den Schraubsockel gibt es in fünf Größen, immer mit dem "E" für Edisongewinde und dem Durchmesser in Millimetern. Die kleinste Fassung, E 5,5 verwendet man für Modelle und Spielzeug. Bei der Fahrradbeleuchtung und bei Kontrolllampen kommen Glühlampen mit einem Schraubsockel E 10 zum Einsatz. Mit normaler Netzspannung und vor allem in kleineren Leuchten werden Glühlampen mit der Bezeichnung E 14 verwendet. Leuchtmittel in der Standardgröße E 27 schraubt man in Wandleuchten oder Deckenleuchten. Sind Leistungen von 300 bis 1000 Watt gefragt, wird der Sockel größer. Die Bezeichnung lautet dann E 40.

Efeubewuchs

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Über eine Fassadenbegrünung haben wir uns in diesem Lexikon durchaus positiv geäußert. Da speziell der Efeu keine Kletterhilfen braucht und mühelos bis in das vierte Stockwerk und unter Dächer kriecht, ja angebaute Nachbarhäuser gleich mit überzieht, muss der Efeubewuchs aber auch kritisch gesehen werden. Er kann sich nämlich zur Plage entwickeln und Mieterproteste hervor rufen. Hingegen gibt es auch Hausbesitzer, die sich hinter einem Efeuteppich (siehe Foto) förmlich verkriechen können und das Freischneiden über den Fenstern als naturgegeben hinnehmen.

Effekthandschuh

auch: Effekthandschuhe

Mit einem Effekthandschuh, der einem Waschhandschuh nicht unähnlich ist, lassen sich interessante Gestaltungseffekte erzielen. Auf einen zuvor erfolgten Grundanstrich werden mit dem Effekthandschuh konstrastierende Farben in einer weiträumigen Wischbewegung aufgetragen. Je leichter dieser Wischeffekt erfolgt, je harmonischer ist die Wirkung. Effekthandschuhe haben aus diesem Grund auf der Innenseite eine spezielle Textil- und/oder Noppenbeschichtung.

Effektivzins

auch: Effektivzinsen

Auf diesen Zins sollten Kreditnehmer achten. Denn nur der Effektivzins verrät, wie teuer ein Darlehen wirklich wird. Im Effektivzins sind nahezu alle Gebühren eingerechnet. Über den Effektivzins lassen sich Angebote für Darlehen vergleichen.

Effektkante

auch: Effektkanten

Arbeitsplatten, worunter meistens eine Küchenarbeitsplatte verstanden wird, haben natürlich eine Kante. Bei Platten aus Naturstein sieht die Kante nicht anders aus, als auf der Platten-Oberfläche. Bei Arbeitsplatten aus Holzwerkstoffen werden die Kanten jedoch häufig mit sog. Effektkanten ausgestattet. Das sind Kanten aus Kunststoff, die etwa einen Edelstahl-Effekt oder einen Effekt wie Walnussholz haben, sich in jedem Fall aber von der Farbe der Oberfläche der Arbeitsplatte absetzen. Die Effektkanten gibt es auch in schwarz oder weiß und sind im Handel als Rollenware erhältlich. Da sie selbstklebend sind, können sie je nach Ausführung mit einem Bügeleisen "aufgeschweißt" oder einfach nur durch Druck mit der Hand an die Kante geklebt werden.

Effektpigment

auch: Effektpigmente

Mit Effektpigmente werden Pigmente bezeichnet, die in Farben, Lacken, Kunststoffen, Druckfarben, Kosmetika u.a. einen bestimmten optischen Effekt erzeugen, der vorwiegend auf Lichtreflexion beruht. Hierzu gehören Metalleffektpigmente (Aluminiumbronze), Perlglanzpigmente (Metalloxid-Glimmer-Pigmente), blättchenförmiges Eisenoxid, mikronisiertes Titandioxid, Graphit und die sog. Polymerpigmente auf Basis verschiedener, sehr dünner Kunststoff-Folien (Opaleszenzeffekt).

Effektroller

auch: Effektrollen, Effektrolle

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Mit einem Effektroller lassen sich interessante Gestaltungseffekte beim Innenanstrich auf Tapeten erzielen. Der Untergrund (kein Putz, keine Strukturtapete) sollte seidenglänzend gestrichen und trocken sein, bevor die Effektfarbe mit einem Pinsel oder einem Farbroller gleichmäßig auf der Oberfläche verteilt wird. Anschließend mit dem Spezialroller leicht, ohne Druck und in verschiedenen Richtungen über die frisch aufgetragene Farbe rollen, bis das gewünschte Resultat erreicht ist.

Effektstippler

Kleines, handliches Kunststoffbrett, dessen Unterseite mit flexiblen, weichen Kunststoffborsten versehen ist. Wie bei der Arbeit mit einem Effektroller, wird der Stippler über die aufgetragene Effektfarbe geführt. Je nach Art und Schwung der Handbewegung entstehen wellenförmige Dekore auf der Tapete oder dem Putz. Während des Arbeitsablaufs muss der Effektstippler immer wieder mit lauwarmem Wasser gereinigt werden.

Effizienzhaus 40

Seit dem 1. Juli 2010 gibt es neben dem Effizienzhaus 55 und dem Effizienzhaus 70 noch das Effizienzhaus 40. Das Effizienzhaus 40 darf nur 40 Prozent der nach Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV) gültigen Höchstwerte hinsichtlich Jahres-Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust erreichen. Neben der Einsparung von 60 Prozent beim Jahres-Primärenergiebedarfs sind auch beim Transmissionswärmeverlust 45 Prozent einzusparen. Der maximale Jahresprimärenergiebedarf beträgt 30 kWh/m². Ein KfW-Effizienzhaus 40 Haus ist luftdicht und nutzt regenerative Energien, häufig eine Kombination aus Holzpellets, Solaranlage und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Effizienzhaus 55

Effizienzhaus 55 ist die Bezeichnung eines Energiesparhauses, das von der KfW-Bank gefördert wird. Es löst das KfW-40 Haus ab. Das Effizienzhaus 55 darf nur 55 Prozent der nach Energieeinsparverordnung 2007 (EnEV) gültigen Höchstwerte hinsichtlich Jahres-Primärenergiebedarf und Transmissions-wärmeverlust erreichen. Wie vorher beim KfW-40-Haus beträgt der Jahresprimärenergiebedarf damit 40 KWh pro m² Nutzfläche des Hauses. Der Jahresprimärenergiebedarf beziffert, wie viel Energie im Verlauf eines durchschnittlichen Jahres für Heizen, Lüften und Warmwasserbereitung benötigt wird, der Transmissionswärme-verlust beschreibt die energetische Qualität der thermischen Hülle (Isolierung von Dach, Außenwänden, Fenstern und Boden) eines Gebäudes.

Effizienzhaus 70

Effizienzhaus 70 ist die Bezeichnung eines Energiesparhauses, das von der KfW-Bank gefördert wird. Es löst das KfW-60 Haus ab. Das Effizienzhaus 70 darf nur 70 Prozent der nach Energieeinsparverordnung 2007 (EnEV) gültigen Höchstwerte hinsichtlich Jahres-Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust erreichen. Wie vorher beim KfW-60-Haus beträgt der Jahresprimärenergiebedarf damit 60 KWh pro m² Nutzfläche des Hauses. Der Jahresprimärenergiebedarf beziffert, wie viel Energie im Verlauf eines durchschnittlichen Jahres für Heizen, Lüften und Warmwasserbereitung benötigt wird, der Transmissionswärmeverlust beschreibt die energetische Qualität der thermischen Hülle (Isolierung von Dach, Außenwänden, Fenstern und Boden) eines Gebäudes.

Egalisationsanstrich

auch: Ausgleichsanstrich, Egalisationsanstriche

Egalisationsanstrich ist die Bezeichnung für eine sog. \"Ausgleichsfarbe\" auf Dispersions-, Organo-, Silikat- oder Siliconharzbasis zum Ausgleich optischer Unregelmäßigkeiten bei einer farbigen Edelputz-Fassade. Ein Egalisationsanstrich muss in seinem Diffusionsverhalten auf den hoch wasserdampfdurchlässigen Edelputz abgestimmt sein und darf erst dann aufgebracht werden, wenn dieser oberflächlich gut abgetrocknet ist. Die verwendete Egalisationsfarbe muss deshalb offenporig, d.h. ebenfalls hoch wasserdampf- und CO2-durchlässig sein, um die Carbonatisierung des mineralischen Putzes möglichst wenig zu verzögern, so dass dieser dieselbe Endhärte erreicht wie ohne den zusätzlichen Anstrich.

Ehgraben

auch: Ehgräben

Der Ehgraben war ein offener, zwischen zwei Häuserzeilen gelegener Graben, der im Mittelalter neben den Abortgruben zu den wichtigsten Einrichtungen der Abwasserentsorgung gehörte. Sein Ursprung sind wahrscheinlich Grenzgräben zwischen den Grundstücken. Dafür spricht die Herkunft des Wortes Eh, welches etwas für alle Zeiten Festgesetztes bezeichnete. Das in den Ehgraben abgeleitete Schmutzwasser gelangte entweder in ein offenes Gewässer oder auf ein freies Feld zur Versickerung. Die festen Inhaltsstoffe setzten sich im Gerinne ab und faulten dort. Die enge Verbindung zwischen Wasser und Abwasser und die mangelhaften hygienischen Verhältnisse führten zum vermehrten Auftreten von Seuchen.

Ehrbarkeit

Krawatte der Handwerksgesellen, die auf Wanderschaft gehen. Es ist nicht ratsam, einem "fahrenden Gesellen" an die Ehrbarkeit zu gehen, weil dies als große Schmach empfunden wird und nach sofortigen Sühnemaßnahmen schreit.

EIB

EIBA

Eibe

auch: Eiben

Die Eibe - auch Taxus genannt - ist vielen Gartenbesitzern als immergrüner Heckenstrauch bekannt. Zwischen den tannenartigen Zweigen wachsen im Sommer rote Beeren, die teilweise giftig sind. Die Samenschale ist essbar und wird mitunter zu Marmelade verarbeitet. Der Samenkern ist hingegen wie alle Pflanzenteile wie Holz, Borke und Nadeln giftig. Bei der Verarbeitung von Eibenholz ist eine besonders gute Absaugung bzw. ein Atemschutz notwendig, da die Verarbeitungsstäube ebenfalls hoch toxisch sind. Eine ungeschützte Bearbeitung von Eibenholz kann sogar lebensgefährlich werden. Die Eibe als Heckenstrauch wächst sehr langsam zu einem Baum mit einem mächtigen, knorrigen Stamm heran und erreicht nur eine begrenzte Höhe. Eiben können wie die Eichen Jahrhunderte alt werden. Die Eibe ist ein seltener Baum, das Holz ist rissfest und elastisch, aber auch teuer. Eibenholz wird gerne für Drechslerarbeiten verwendet. Es lässt sich unter Dampfeinwirkung gut biegen und wird deshalb gelegentlich in die Stuhlproduktion einbezogen. Auch für Bögen wird Eibenholz gerne verwendet. Auch liefert es Messerfurniere für Vertäfelungen, die jedoch mehr zu den Raritäten gehören.

Eiche

Eichen sind vor allem in Mitteleuropa und Nordamerika zu Hause. Der deutlich sichtbare Jahresringaufbau verleiht der Eiche eine kräftige, gleichmäßige Struktur. Farbtöne variieren von beige bis honiggelb. Das rustikale Eichenholz wird unbehandelt sowie farbig lackiert in allen Wohnbereichen verwendet. Eiche gilt als ideales Holz für Parkett und Bodendielen. Eiche ist witterungsbeständig, hart und dauerhaft, weshalb schon unsere Vorfahren ihre Fachwerkhäuser aus Eichenholz bauten. Diese haben z.T. Jahrhunderte überdauert. Die zwei häufigsten Eichenarten (von etwa 800) sind die Stieleiche und die Traubeneiche. Besonders bekannt bei Gourmets ist die Limousineiche für den Bau von Wein- und Cognacfässsern.

Eichen

Eichen ist etwas, das bei Messgeräte in regelmäßigen Abständen geschehen sollte. Das Eichen stellt sicher, dass das Gerät auch die richtigen Werte anzeigt. Das Eichen wird meist von der zuständigen Eichbehörde nach den Eichvorschriften vorgenommen. Im Bereich Haustechnik müssen Kaltwasserzähler, Warmwasserzähler, Wärmezähler, Stromzähler und Gaszähler geeicht werden. Die in vielen Mietwohnungen anzutreffenden Heizkostenverteiler fallen nicht unter die Eichpflicht. Diese Geräte messen keinen physikalischen Verbrauch, sondern erfassen nur den Anteil am Gesamtverbrauch.

Eichenwirrling

Der Eichenwirrling zählt zu den holzzertörenden Pilzen, wenngleich auch nicht zu den gefährlichsten. Wie der Name bereits sagt, befällt der Eichenwirrling vor allem Eichenholz, aber auch Robinie, Kastanie oder Rotbuche. Vor allem Hölzer im Außenbereich sind durch den Eichenwirrling gefährdet, bei lang anhaltender Feuchtigkeit findet man den Pilz aber auch im Innenbereich, z.B. im Fachwerkbau, bei Grubenholz, Pfählen oder Parkett. Die Schadstellen müssen abgeschnitten werden.

Eierstab

Der Eierstab ist eine Zierleiste aus wechselnd ei- und pfeilförmigen Gebilden, die zuweilen auch von halbrunden Ornamentgliedern begleitet werden. Er stammt aus der griechischen Antike und gehört seither zu den häufigsten Ornamenten in Holz, Stein oder Metall.

Eiform-Ziehklinge

Ziehklingen gibt es auch in Ei- oder Schwanenhalsform. Sie werden zum Bearbeiten gewölbter Flächen und größerer Profile verwendet.

Eigenbedarf

Begriff aus dem Mietrecht. Ein Hausbesitzer, der Eigenbedarf anmeldet, will auf diesem Weg einen Mieter aus seinem Haus oder aus einer von ihm vermieteten Wohnung heraus bekommen. Generell kann zwar jedes Mietverhältnis gekündigt werden. Wenn sich aber der Mieter nichts zu schulden kommen läßt und seine Miete prompt bezahlt, hat der Hausbesitzer schlechte Karten, zumal der Mieter Kündigungsschutz genießt. De facto ist es fast unmöglich, einen Mieter, der 20 Jahre in einem Haus wohnt, zum Auszug zu bewegen. Eine Möglichkeit bietet das Anmelden eines Eigenbedarfs. Der in einer Einliegerwohnung lebende Mieter muss mit Sicherheit dann seine Wohnung aufgeben, wenn in der Familie des Hausbesitzers eine Vierlingsgeburt stattfindet und größerer Wohnraum als Eigenbedarf auf der Hand liegt. Andere Fälle sind jedoch wesentlich problematischer. Der Wunsch des erwachsenen Sohnes, mit seiner Frau in die Einliegerwohnung des Elternhauses zu ziehen, wirde nicht unbedingt als wichtiger Grund für einen Eigenbedarf angesehen. Der Sohn kann sich ja auch eine Wohnung woanders suchen. Kann er jedoch glaubhaft machen, dass er genau diese Wohnung braucht, um seine hinfälligen Eltern zu betreuen, wird der Mieter nicht lange bleiben können. Um die Frage des Eigenbedarfs hat sich eine umfangreiche Rechtsprechung entwickelt, wobei die einzelnen Gerichte zu sehr unterschiedlichen Auffassungen kommen. Wird ein Mieter aufgrund eines vorgetäuschten Eigenbedarfs "vertrieben", kommen auf den Eigentümer erhebliche Schadensersatzansprüche zu.

Eigenfeuchte

Die Eigenfeuchte ist bei der Herstellung von Beton ein Thema. Sie bezeichnet die Feuchtigkeit des Zuschlags bzw. der Körnung, wie es neuerdings heißt. Sie setzt sich aus dem Wasseranteil zusammen, der auf den einzelnen Körner haftet und dem Wasser, das sich in den Poren der Körner befindet. Der Fachmann spricht hier auch von Oberflächenfeuchte und Kernfeuchte. Die Eigenfeuchte des Zuschlags muss bei der Herstellung des Betongemischs immer mit berücksichtigt werden, da ansonsten zu viel Wasser verwendet wird. Um den vorgeschriebenen Wasserzementwert einhalten zu können, muss bekannt sein, wieviel Wasser durch den Zuschlag bereits dem Frischbeton zugefügt wird.

Eigenheim

auch: Eigenheime

Bezeichnung für ein Haus gleich welcher Bauart und welchen Haustyps, in dem eine Familie wohnt, der dieses Haus auch gehört. Das Wort "Eigenheim" ist in den 20-er Jahren entstanden, als die Politik erkannte, dass das eigene Heim zu den größten Wunschvorstellungen der Deutschen gehörte und soziale Unruhen auch dadurch vermieden werden könnten, wenn möglichst viele Menschen in einem Eigenheim leben würden. Der Begriff Eigenheim ist heute etwas antiquiert, aber z. B. im Eigenheimzulagengesetz noch fest verankert. Das Wort Eigenheim ist inzwischen fast abgelöst durch den Begriff Einfamilienhaus.

Eigenheimrente

siehe Wohn-Riester.

Eigenheimzulage

auch: Eigenheimzulagen

Der Staat fördert durch Zulagen und Steuervergünstigungen den Erwerb von eigengenutztem Wohneigentum. Die tatsächliche Belastung bei einer Baufinanzierung reduziert sich dadurch unter Umständen erheblich.

Eigenheimzulagengesetz

Gesetzeswerk, dem die Fördermöglichkeiten beim Bau eines Einfamilienhauses zu entnehmen sind.

Eigenkapital

Um ein Bauvorhaben zu realisieren, benötigt der Bauherr Eigenkapital. Dass er dieses zu 100 % aus eigener Tasche zur Verfügung stellen kann, ist die große Ausnahme. In der Regel wird der Bau einer privaten oder auch gewerblichen Immobilie über eine Baufinanzierung realisiert, in die im privaten Bereich Bausparkassen, Geldinstitute und Versicherungen eingebunden sind. In der Regel sollte die Eigenkapitalquote beim Bau eines Einfamilienhauses bei 25 - 30 % liegen. Allerdings können staatliche Hilfen zumindest teilweise als Eigenkapitalersatz angerechnet werden. Verfügt der Bauherr (etwa durch Erbschaft) über eine Grundstück, so wird dessen Wert voll dem Eigenkapital zugeschlagen. Ein solcher Grundstückseigentümer kann also durchaus eine Baufinanzierung erlangen, wenn er selbst keinen Euro beisteuert. Als Maßnahme zur Beschaffung von Eigenkapital dient auch die sog. Muskelhypothek.

Eigenlast

Die Eigenlast ist die Belastung eines Bauwerks, die nur von seinem Eigengewicht herrührt. Dazu zählt zum Beispiel das Gewicht der tragenden oder stützenden Bauteile und den unveränderlichen, von den tragenden Bausteilen dauernd aufzunehmender Einwirkungen (z.B. Auffüllungen, Fußbodenbeläge, Putz usw. Die Eigenlast wird aus der Wichte der Baustoffe ermittelt.

Eigenleistung

auch: Eigenleistungen

Eigenregie

Unter Eigenregie werden im Bauwesen alle Bau- und Ausbaumaßnahmen verstanden, die der Bauherr selbst und in eigener Verantwortung ausführen läßt oder die er selbst ausführt. Dies ist inbesondere bei Ausbauhäusern der Fall. In diesem Zusammenhang wird oft von einer Muskelhypothek gesprochen. Nicht immer klar wird dem Bauherrn oder Umbauer aber, dass er sich und seine Helfer bei der Berufsgenossenschaft anmelden muss. Auch ist sich der Bauherr nicht immer darüber im Klaren, dass die Behebung von in Eigenregie verursachten Bauschäden natürlich nicht von anderen, etwa dem Hersteller eines Ausbauhauses, erwartet werden kann. Klassisches Betätigungsfeld für Bauherren, die durch Eigenleistung preisgünstig zum eigenen Haus kommen wollen, ist die Errichtung eines Selbstbauhauses.

Eigenspannung

auch: Eigenspannungen

Beim Verdunsten von Wasser im Beton schwindet der Zementstein, es entstehen Eigenspannungen, die zu Rissen führen können. Eigenspannungen sind auch bei ungleicher Wärmedehnung von Zementstein und Zuschlag möglich. Eigenspannung sind ganz allgemein Spannungen, die in einer unbelasteteten Konstruktion vorhanden sind. Auch bei gewalztem oder geschweißtem Stahl können Eigenspannungen zu finden sein.

Eigentümergemeinschaft

Die Eigentümer von Eigentumswohnungen bilden qua Gesetz eine Eigentümergemeinschaft, die mindestens einmal im Jahr zusammenkommen muss und die von einem gewählten Verwalter geleitet wird. Die offizielle Bezeichnung lautet "Wohnungseigentümergemeinschaft". Der Verwalter verwaltet die von den Eigentümern zu leistenden Rücklagen und beauftragt Handwerker für Reparaturen am sogenannten Gemeinschaftseigentum wie etwa der Heizungsanlage oder einem Aufzug. Dem Verwalter kann durch Mehrheitsbeschluss ein Verwaltungsbeirat beigeordnet werden. Eigentümergemeinschaften können keine baulichen Veränderungen am Gemeischaftseigentum beschließen wie etwa die Überdachung aller Balkone. Dazu müsste die Baubehörde ihre Einwilligung geben. Untersagen und ggflls. auf Unterlassung verklagen kann die Eigentümergemeinschaft solche Miteigentümer, die beispielsweise ihre Balkonbrüstungen knallig bemalen, auf die Wände Parolen oder Graffiti sprayen, im Hausflur Schränke aufstellen oder Müll in Laubengängen lagern.

Eigentumswohnung

auch: Eigentumswohnungen

Eine Eigentumswohnung ist die kostengünstige Variante, um zu eigenen vier Wänden zu kommen. In der Regel sind Eigentumswohnungen Bestandteil größerer Wohnanlagen, jedoch kann auch ein Zweifamilienhaus oder ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung eine Eigentumswohnanlage sein. Die Beleihbarkeit, die steuerliche Abschreibung und die öffentliche Förderung entspricht in etwa dem beim Bau eines Eigenheims. Allerdings regelt ein besonderes Gesetz über das Wohnungseigentum, welche Rechte und Pflichten der einzelne Wohnungseigentümer hat. Eigentumswohnungen erfreuen sich in Städten mit teuren Grundstücken großer Beliebtheit. Je mehr Eigentumswohnungen eine Wohnanlage hat, je geringer sind die Grundstückskosten für den Wohnungskäufer. Der Käufer wird mit dem Kauf seiner Wohnung automatisch Miteigentümer am Grundstück und an allen Gemeinschaftseinrichtungen wie z.B. der Zentralheizung. An einem Kellerraum oder an einem Garagenplatz erwirbt der Eigentümer der Wohnung ein sogenanntes Teileigentum, das im Grundbuch vermerkt wird. Die Eigentümer sind verpflichtet, eine Eigentümergemeinschaft zu bilden, die nicht nur das Miteinander der einzelnen Parteien regelt, sondern auch einen Verwalter bestimmt. Dieser hat für die Instandhaltung des Hauses, für die Erledigung von Reparaturen, für die Versicherungen des Hauses und für die Reinigung und Wartung der Gemeinschaftsanlagen zu sorgen. Die gas- und wasserführenden Leitungen, die in die Wände und Decken einer Wohnung eingebaut sind, fallen ebenso in das Gemeinschaftseigentum, wie etwa ein Laubengang zu den einzelnen Wohnungen. Ereignet sich ein Wasserschaden aufgrund eines undichten Rohrnetzes oder muss der Plattenbelag des Laubengangs erneuert werden, muss dieses aus den Rücklagen bezahlt werden, die die Eigentümer zu bilden haben. Sind diese aufgebraucht, muss von den Eigentümern nachgeschossen werden.

Eigenwasserversorgung

In der Regel sind Gebäude an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen. Es ist aber auch eine Eigenwasserversorgung ist möglich. Damit ist meist eine Versorgung aus eigenem Brunnen gemeint. Generell ist jede Bohrung, die das Grundwasser berührt oder beeinflusst, anzeigepflichtig. Deshalb ist eine Erlaubnis der örtlichen Unteren Wasserbehörden nötig. Die Behörde kann genau sagen, in welcher Tiefe Grundwasser ansteht, welche Qualität es hat und wozu es verwendet werden kann. Soll der Brunnen auch zur Trinkwassernutzung verwendet werden, muss selbstverständlich einiges mehr in Richtung auf Wasserqualität und -hygiene beachtet werden. Zum Beispiel muss das Gesundheitsamt oder ein privates Institut vorher die Qualität des Wassers prüfen. Auch während des Betriebs des Brunnens muss das Wasser einmal im Jahr überprüft werden. Einfacher ist eine Genehmigung für einen Brunnen zur Eigenwasserversorgung zu erlangen, der ausschließlich für Brauchwasserzwecke angelegt werden soll. Dieses Wasser kann dann für die Toilettenspülung, die Waschmaschine oder insbesondere die Gartenbewässerung verwendet werden. Auf jeden Fall müssen jedoch die Installationen der Brunnenanlage getrennt von denen der öffentlichen Wasserversorgung verlaufen, um eine mögliche Verunreinigung des Leitungswassernetzes zu verhindern.

Eimerkettenbagger

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Der Eimerkettenbagger ist fast nur im Tagebau und bei der Kies- oder Rohstoffbaggerung zu finden. Er besteht aus einem Maschinhaus mit Bedienungsstand und der an einem Fachwerkträger befestigten Eimerleiter. Unzählige Eimer sind an einer endlosen Kette befestigt, so dass unaufhörlich gefördert werden kann. Die Eimerleiter kann ein -oder mehrfach geknickt werden, um Profilschnitte auszuführen. Der Bagger besitzt ein Schienen- oder Raupenfahrwerk (siehe Gleisbagger und Raupenbagger), der Antrieb erfolgt über Diesel- oder Elektromotoren. Der Einsatz ist auch unter Wasser möglich.

Einbaubadewanne

auch: Einbauwanne

Die Einbaubadewanne ist das Gegenteil einer freistehenden Badewanne. Diese Art von Badewanne wird auf einem Wannenträger montiert und anschließend verkleidet. Die Mehrzahl der Wannen in deutschen Bädern sind heutzutage Einbaubadewannen. Bei Einbaubadewannen kann es sich um Eckbadewannen oder Badewannen handeln, die entlang einer Wand aufgestellt werden. Einbaubadewannen werden zum Beispiel aus Sanitäracryl oder Email hergestellt.

Einbauküche

auch: Einbauküchen

siehe Küche.

Einbaumleiter

siehe Baumtreppe

Einbaumtreppe

siehe Baumtreppe

Einbauteil

auch: Einbauteile

Einbauteile sind Bauteile oder Elemente, die in Dachdeckungen, Abdichtungen oder Außenwandbekleidungen eingebaut werden, z. B. Dachflächenfenster, Lichtkuppeln, Sicherheitsdachhaken, Schneefanggitter, Wandhalterungen, Lüfter u. ä.

Einbautresor

auch: Wandtresor, Einbautresore

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Der Einbau- bzw. Wandtresor ist ein Tresor, der in die Wand eingebaut wird. Er sollte so versteckt angebracht werden, dass Einbrecher ihn nicht so schnell finden kann. Ein Gemälde ist hier sicherlich nicht die beste Lösung. Den Wandtresor hinter einer Holzvertäfelung anzubringen, ist da schon besser. Für die Schutzeigenschaften von Einbautresoren ist ausschließlich die Vorderplatte maßgebend. Um die Einbruchsicherheit gemäß I. Klasse zu gewährleisten, soll sie mindestens 10 mm dick sein, während zur Schlossvorrichtung ein Drei-Seiten-Verriegelungssystem gehören soll. Es gibt keine auf Feuerfestigkeit zertifizierte Einbautresore, weil deren Feuerfestigkeit von den Wandeigenschaften, jedoch nicht von der Tresorkonstruktion selbst abhängig ist. Zur Verbesserung ihrer Feuerschutzeigenschaften können auch feuerfeste Baustoffe verwendet werden. Das Problem bei Einbautresoren ist die Wanddicke. Der Tresor kann höchstens so dick wie die Wand sein und je kleiner der Tresor, desto schwieriger ist es, seine Einbruchsicherheit zu gewährleisten. Einbautresore werden mit Schlüsselriegelschloss, mechanischem Code-Schloss oder elektronischem Schloss ausgestattet.

Einbauwanne

Einbauwaschtisch

auch: Einbauwaschtische

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Waschtische, die für den Einbau in Möbel vorgesehen sind. Dafür werden Waschtische hergestellt, bei denen das eigentliche Becken und die obere Möbelplatte aus einem Guß und einem Material bestehen, zum Beispiel aus Sanitärkeramik oder Metall. In anderen Fällen besteht der Einbauwaschtisch nur aus einer Waschschüssel, die in eine vorbereitete Natursteinplatte eingelassen wird.

Einblasdämmung

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Die Dämmung der Außenwand kann neben der Verwendung von Dämmplatten aus Mineralfasern oder pflanzlichen Fasern auch aus sogenannter Einblasdämmung erfolgen. Diese Dämmung wird in die Gefache der Holzrahmenbauwand maschinell eingebracht und dabei verdichtet. Eine andere Verwendung ist das Einblasen der Dämmung zwischen Deckenbalken oder Sparren. Diese Dämmstoffe bestehen in der Regel aus Zellulose (mechanisch zerkleinertes Zeitungspapier) und werden durch mechanische und chemische Behandlung wasserabweisend und normalentflammbar (Baustoffklasse B2) gemacht.

Einbohrbänder

auch: Einbohrband

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Einbohrbänder sind Scharniere, die für Fenster und leichte Türen eingesetzt werden. Übliche Zimmertüren sind mit solchen Bändern ausgestattet, die in vorgebohrte Löcher in Zarge und Tür eingedreht werden. Einbohrbänder sind von außen sichtbar. Hängt eine Tür schief, kann dies durch leichtes Ein- oder Herausdrehen berichtigt werden.

Einbohrpuffer

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Ein Türpuffer, der nicht in der Wand oder im Fußboden befestigt wird, sondern in den Rahmen einer Tür eingesteckt wird. Dementsprechend muss zuvor in den Rahmen ein Bohrloch gefräst werden. Einbohrpuffer bestehen aus Kunststoff. Der Kopf des Puffers ist hohl, wodurch ein abfedernder Effekt erreicht wird, wenn die Tür gegen eine Mauerecke stößt.

Einbohrschloss

auch: Einbohrschloss

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Ebenfalls von der Rückseite wie das Aufschraubschloss wird das Einbohrschloss angebracht. Zuvor muss jedoch ein passendes Bohrloch in die Möbeltür gebohrt werden. Der Riegel greift wiederum in ein Schließblech.

Einbohrzapfenband

auch: Einbohrzapfenbänder

siehe Einbohrband.

Einbrennlackieren

Beim Einbrennlackieren werden die Aluminiumteile wie beispielsweise Aluminiumfenster mit einem widerstandsfähigen Lack überzogen, der bei hohen Temperaturen getrocknet wird. Jede erdenkliche Farbe ist auf diese Weise möglich. Darüber hinaus wird das Aluminium vor Korrosion geschützt.

Einbringen

Der Vorgang, den Frischbeton zur endgültigen Formgebung in die Schalung zu geben, wird Einbringen genannt. Dabei muss beachtet werden, dass sich der Beton dabei nicht entmischt, das heißt, dass sich Zuschlag und Zementleim trennen. Dies passiert beispielsweise, wenn die Schütthöhe zu groß ist. Bei mehr als 2 m Fallhöhe müssen daher Schüttrohre verwendet werden.

Einbringverfahren

Einbringverfahren sind Verfahren zum Auf- und Einbringen von Holzschutzmitteln. Dabei können Holzschutzmittel je nach Holzart, Holzfeuchte, Größe der Holzteile, geforderter Eindringtiefe und Verwendung im handwerklichen Verfahren durch Streichen, Spritzen, Tauchen und Tränken aufgebracht bzw. eingebracht werden. Daneben gibt es industrielle Verfahren, bei denen Tief- und Vollschutz durch Kesseldruckverfahren (siehe Kesseldruckimprägnierung) erreicht wird.

Einbruchhemmende Tür

auch: Einbruchhemmende, Türen

Begriff nach DIN 18103 für Türen, die gegen Einbruch Schutz bieten. Die Widerstandsklassen reichen von WK1 (Grundschutz) bis WK6 (Schutz bei Einbruchversuch mit schwerem Gerät und Maschinen). Zu den Wesensmerkmalen der einbruchhemenden Tür gehören Zylinderschlösser mit Bohrschutz oder Bohr- und Ziehschutz, entsprechende Schutzbeschläge und entsprechende Verglasungen, die gegen Durchwurf oder Durchbruch schützen. Schwenkriegel haken sich von unten in die Metallzarge. Sie wirken als Sperre gegen Aufhebeln und Eindrücken im Schlossbereich. Tresorbolzen schieben sich automatisch in die Zarge und schützen vor Aufhebeln im Schlossbereich. Doppelt gelagerte Türbänder mit starken Gegenplatten schaffen eine hohe Ausreißfestigkeit, die Tür läßt sich also nur sehr schwer "aus den Angeln heben".

Einbruchhemmende Verglasung

auch: Einbruchhemmende, Verglasungen

Einbruchhemmende Verglasung ist eine Zertifizierung des Verbands der Sachversicherer, die einbruchhemmende Verglasungen (EH) auf durchbruchhemmende Eigenschaften prüft. Die vom Verband anerkannten Scheiben werden in ein Verzeichnis aufgenommen. Die verschiedenen EH-Verglasungen sind in fünf Widerstandsklassen mit steigender Schutzwirkung eingeteilt (EH01, EH02, EH1, EH2, EH3). Einbruchhemmende Verglasung darf nicht mit Durchbruchhemmende Verglasung und Durchwurfhemmende Verglasung verwechselt werden. Das eine ist eine Prüfbescheinigung des Verbands der Sachversicherer, das andere sind DIN-Normen.

Einbruchmeldeanlage

auch: Einbruchmeldeanlagen

siehe Alarmanlage.

Einbruchmelder

siehe Alarmanlage.

Einbruchmeldezentrale

auch: Einbruchmeldezentralen

Die Einbruchmeldezentrale ist quasi das Herz einer Alarmanlage, bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Einbruchmeldungen, Sabotagemeldungen oder Störungsmeldungen werden bei der Einbruchmeldezentrale angezeigt, aufgenommen und weitergeleitet. Die Weitergabe des Alarms erfolgt dann an die hilfeleistenden oder abwehrleistenden Stellen wie z.B. Polizei, Feuerwehr oder privaten Sicherheitsdienst. Daneben löst die Einbruchmeldezentrale die Alarmierungseinrichtungen aus und überwacht die Energieversorgung des Systems. Darüber hinaus zeigt die Einbruchmeldezentrale an, ob die Alarmanlage bzw. Einbruchmeldeanlage scharf oder unscharf gestellt ist.

Eindachhaus

auch: Eindachhäuser

siehe Einhaus.

Eindachhof

auch: Eindachhöfe

siehe Bauernhöfe

Eindeckrahmen

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Zur Abdichtung des Übergangs zwischen Fenster und Dach benötigt jedes Dachwohnfenster einen Eindeckrahmen. Er leitet das von der Dachfläche herabfließende Wasser seitlich am Fenster vorbei und sorgt für eine sichere Abdichtung, durch die weder Wasser noch Staub und Flugschnee ins Dach eindringen können. Es gibt Fenstersysteme, bei denen der Eindeckrahmen fest mit dem Fenster verbunden ist und Systeme, bei denen der Eindeckrahmen nicht fest mit dem Fenster verbunden ist.

eindicken

Lacke können durch Nachquellen, chemische Reaktion oder Verdunsten der Lösungsmittel eindicken. Dies kann in der Regel durch einen Verdünnungszusatz aufgehoben werden. Ist die Lackfarbe dagegen bereits in einem Gelzustand übergegangen, ist von einer Verarbeitung Abstand zu nehmen (s. gelieren).

Eindringtiefe

auch: Eindringtiefen

Maß für die Fähigkeit speziell von Grundierungen, durch die Oberfläche in das Untergrundmaterial einzudringen. Je größer die Eindringtiefe, um so stärker die Verankerung im Material und um so sicherer die Anhaftung weiterer Anstriche. Auch bei Beizen spielt die Eindringtiefe eine Rolle, weil diese darüber entscheidet, wie lange die Farbwirkung im Holz anhält.

Eindrücken

Dieses Abbruchverfahren bezeichnet das Umlegen von Bauwerken und Bauwerksteilen durch Ein- oder Umdrücken. Dieses kann manuell oder maschinell durch mechanisch oder hydraulisch geführte Druckwerkzeuge erfolgen. Voraussetzungen: Es muss ausreichend Platz für das Trägergerät und für den Sicherheitsabstand zur Verfügung stehen. Der Druckpunkt muss sich im obersten Bereich des umzudrückenden Bauteils befinden, um ein kontrolliertes Vorgehen zu gewährleisten. Das umzudrückende Bauteil muss in der Regel von den verbleibenden Bauteilen vorab getrennt werden. Hauptanwendungsgebiet: Abbruch von Mauerwerkskonstruktionen, sofern keine zu erhaltenden Bauteile in unmittelbarer Nähe vorhanden sind. Vorteile: niedrige Kosten, sehr schnell. Nachteile: starke Erschütterungen möglich, teilweise lärmintensiv, größere Staubentwicklung. Ablauf nur begrenzt zu kontrollieren.

Einfachdach

Einfachfalz

auch: Einfach-Falz, Einfachfalze, Einfach-Falze

Einfachste Verbindungsart bei Bahnen oder Tafeln aus Metall. Der Einfachfalz kann bei Dachneigungen über 45 Grad, Einfassungen und Wandbekleidungen verwendet werden.

Einfachfenster

Einfachfenster sind - vereinfacht ausgedrückt - Fenster mit einer Fensterscheibe. Diese Fensterscheiben bestanden früher aus Einfachglas, heute werden Mehrscheibengläser verwendet (siehe Isoliergläser). Einfachfenster sind die ursprüngliche Fensterform, ehe im 17. Jahrhundert das Doppelfenster in Mode kamen. In den 1950er Jahren kamen dann die modernen Isoliergläser auf, so dass wieder die Einfachfenster im Vormarsch waren. Im Gegensatz zum Doppelfenster, das zwei Flügel besitzt, gibt es beim Einfachfenster nur einen Flügel. Einfachfenster mit Einscheibenverglasung sind bei beheizten Neubauten heute unzulässig. Es müssen aus Wärmeschutzgründen Isolierglasfenster verbaut werden.

Einfachreiber

schlichte Art von Vorreiber.

Einfachverglastes Lamellenfenster

auch: Einfachverglaste, Lamellenfenster

Einfachverglasung

auch: Einfachverglasungen

Bei der Einfachverglasung weist der Flügel nur eine Scheibe auf. Die Wärmedämmung solcher Fenster ist gering, weshalb Einfachverglasungen bei Neubauten nicht mehr verwendet werden, bzw. hierzu nicht mehr zugelassen sind. Hier schreibt die Energieeinsparverordnung bereits die Verwendung von Mehrfachgläsern vor.

Einfachvorreiber

schlichte Art von Vorreiber.

Einfamilienhaus

auch: Einfamilienhäuser

Bezeichnung für ein Haus gleich welcher Bauart und welchen Haustyps, in dem eine Familie wohnt, der dieses Haus auch gehört. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Eigenheim. Allerdings werden häufig auch Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnung gebaut. Dann wohnen u.U. zwar zwei Familien in einem Haus, der Begriff des Einfamilienhauses wird dadurch aber nicht berührt.

Einfassschienen

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Einfassschienen sind Schienen aus Messing, Aluminium oder Kunststoff, die in einem U-Profil enden. In dieses U-Profil wird das Endstück eines Bodenbelags vor allem aus Textilgewebe eingeschoben. So entsteht ein sauberer Abschluß etwa zum Podest einer Treppe.

Einfassung

auch: Einfassungen

Einfassungen sind Bauteile oder Elemente, die einen regensicheren bzw. wasserdichten Anschluss von Dachdeckungen bzw. Abdichtungen an Durchdringungen gewährleisten. Sie sind in Form und Ausführung auf den jeweiligen Werkstoff abzustimmen.

Einfeldplatte

auch: Einfeldplatten

Einfeldplatte ist ein Begriff aus der Baustatik bzw. dem Stahlbetonbau. Bei einer Einfeldplatte handelt es sich um eine einachsig gespannte Decke aus Stahlbeton mit einem Deckenfeld. Solch eine Platte ist zweifach gestützt.

Einfirsthof

siehe Einhaus.

eingeschnittene Treppe

auch: eingeschnittene, Treppen, eingeschnittenen, Treppe

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Eingeschnittene Treppe ist eine Bauform der Wangentreppe. Bei ihr stehen die Trittstufen vorne und hinten über der Wange vor. Die Ausfräsungen, in denen die Trittstufen aufliegen, verlaufen über die ganze Wangenbreite.

eingeschobene Treppe

auch: eingeschobene, Treppen, eingeschobenen, Treppe

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Eingeschobene Treppe ist eine Bauform der Wangentreppe. Im Gegensatz zur eingeschnittenen Treppe stehen die Stufen nur vorne über die Wange über. Die Ausfräsung verläuft nicht über die ganze Wangenbreite und kann schwalbenschwanzförmig ausgebildet werden. Dadurch wird eine feste Verbindung von Trittstufen und Wangen ohne Treppenschrauben erreicht.

Eingriff-Mischbatterie

auch: Eingriffmischbatterie, Eingriff-Mischbatterien, Eingriffmischbatterien

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Bei Eingriff-Mischbatterien kann an einem Hebel oder Griff die Auslaufmenge und die Mischtemperatur des Wassers eingestellt werden. Dabei wird die Wassermenge durch Heben oder Ziehen des Griffs geregelt. Durch Schwenken oder Drehen erhält man die gewünschte Wassertemperatur. Eingriff-Mischbatterien gibt es für Spüle, Dusche, Badewanne oder Waschbecken.

Eingriffmischer

Eingriffs-Ausgleichsregelung

Wo etwas weggenommen wird, muss auch wieder etwas hinzugefügt werden. Auf diese einfache Formel kann man die Eingriffs-Ausgleichsregelung bringen. Speziell angewandt wird die Regel bei Grünflächen. Aufgrund der immer größer werdenden Flächenversiegelung kann im Bebauungsplan festgelegt werden, dass ein Gebäude nur errichtet werden darf, wenn dafür zum Ausgleich eine neue Grünfläche entsteht. Dies kann beispielsweise ein Gründach sein oder durch Abriss eines anderen Gebäudes geschehen.

Einhalsung

siehe Einhälsung.

Einhälsung

auch: Einhalsung, Halsverbindung

Bei der Einhälsung oder auch Einhalsung handelt es sich um eine Holzverbindung, wie sie zum Beispiel beim Bau eines Fachwerkhauses Verwendung findet. Dabei ist ein Deckenbalken oder Unterzug kurz vor seinem Ende, dem sogenannten Hals, beidseits auf etwa ein Drittel seiner Stärke reduziert und wird in einen Schlitz am Ständerkopf eingelegt. Das äußere Balkenende (Balkenkopf) ist in voller Stärke belassen und bewahrt so den Ständer vor dem Ausweichen.

Einhandhebelmischer

auch: Einhand-Hebelmischer

Einhand-Kantenzwinge

auch: Einhand-Kantenzwingen

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Beim Anbringen von Kantenumleimern auf Rundungen entsteht fast immer das Problem der Fixierung während der Trocknungszeit des Leims. Die Einhand-Kantenzwinge hat die Lösung für das Problem. Mit dem Drehen des Griffes werden zwei mechanische Vorgänge durchgeführt. Zuerst werden die zwei Spannbacken über eine Spindel auf die Flächen zugeführt. Liegen diese an, tritt eine Rutschkupplung in Aktion, und eine zweite Spindel beginnt die eigentliche Druckkappe gegen die Kante zu drücken.

Einhand-Mischbatterie

auch: Einhand-Mischbatterien, Einhandmischbatterie, Einhandmischbatterien

Einhandmischer

auch: Einhand-Mischer

Einhandstein

auch: Einhandziegel, Einhandsteine

Einhandsteine sind Mauersteine, die mit einer Hand zwischen Daumen und Fingern ergriffen und vermauert werden können. Die Greifspanne ist die in der Ebene der Lagerfuge geringste Abmessung. Als Einhandsteine gelten Mauersteine mit einer Greifspanne von mindestens 40 mm und höchstens 115 mm. Bei einer Greifspanne von mehr als 75 mm darf das Verarbeitungsgewicht nicht mehr als 6 kg, bei einer Greifspanne bis 75 nicht mehr als 7,5 kg betragen.

Einhand-Winkelschleifer

auch: Einhandwinkelschleifer

Einhandziegel

siehe Einhandstein.

Einhandzwinge

auch: Einhandzwingen

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Es ist gar nicht so einfach, mit lediglich zwei Händen Montageteile richtig zu positionieren und gleichzeitig zu spannen. Bei der Einhandzwinge hat man immer eine Hand frei. Ähnlich wie bei Pistolen für Dichtungsmassen entsteht durch Pumpen am Pistolengriff ein Druck. Einhandzwingen gibt es für unterschiedliche Anwendungen von sehr groß bis zu sehr klein.

Einhaus

auch: Eindachhaus, Einfirsthof

Unter einem Einhaus bzw. Eindachhaus versteht man einen ländlichen Haustyp, bei dem sich Wohn- und Stallgebäude und somit alle Funktionsräume des bäuerlichen Wohnens und Wirtschaftens unter einem Dach vereinen. Nur kleinere Gebäude wie Speicher und Backhaus sind wegen der Feuergefahr abgetrennt. Ein typischer Vertreter für ein Einhaus ist das Schwarzwaldhaus. Aber auch in Norddeutschland findet man zahlreiche als Einhaus ausgeführte Gebäude.

Einhebel-Mischbatterie

Einhebel-Mischer

auch: Einhebelmischer

Einheitskartuschen

siehe Kartuschen

Einheitspreis

auch: Einzelpreis, Einheitspreise

Unter einem Einheitspreis ist im Baubereich kein einheitlicher Preis, sondern der Preis je Einheit gemeint. Gemäß VOB werden Bauverträge in der Regel als Einheitspreisverträge abgeschlossen. Darin werden feste Preise für bestimmte Leistungseinheiten vertraglich vereinbart. Da steht dann z.B., dass ein Quadratmeter Fliesen 55 Euro kosten. Die Abrechnung erfolgt dann über die tatsächlich verbrauchte Menge, die meist durch ein örtliches Aufmaß ermittelt wird. Für Einheitspreis ist mitunter auch der Begriff "Einzelpreis" in Gebrauch.

Einheitspreisvertrag

auch: Einheitspreisverträge

siehe Abrechnung.

Einheitswert

siehe Grundsteuer.

Einhieb

auch: Einhiebe

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Der Einhieb ist die einfache, parallel und dabei diagonal verlaufende Verzahnung einer Einhiebfeile. Diese Feilen werden mit leichtem Druck geführt und besonders gerne zum Schärfen von Messern, Scheren und Sägeblättern wie zur Herstellung glatter Metalloberflächen verwendet. Die Anzahl der Hiebe pro Zoll oder Zentimeter wird in der sog. Hiebteilung definiert. Je mehr Hiebe pro Zentimeter, je feiner ist die Feile.

Einholmtreppe

auch: Mittelholmtreppe, Einholmtreppen

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Einholm- bzw. Mittelholmtreppen haben nur einen Tragholm, der sich in der Mitte des Treppenlaufes befindet. Die Trittstufen müssen auf dem Holm so befestigt sein, dass sie seitlich nicht kippen können. Das wird erreicht, indem man zum Beispiel die Trittstufen gegen den Tragholm abstrebt. Bei Einholmtreppen muss der Tragholm im Gegensatz zur aufgesattelten Treppe einen größeren Querschnitt haben. Er wird zusätzlich zur Biegung noch auf Verdrehung beansprucht. Die Tragholme bestehen häufig aus Brettschichtholz, sie können aber auch aus Stahlträgern mit kastenförmigen Querschnitt hergestellt werden. Treppen mit Tragholm aus Stahl wirken leichter, weil die Stahlträger geringere Querschnittsabmessungen als Holzträger benötigen.

Einklebeleisten

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Spezielle Ausführung der Teppichleiste. Dabei wird ein auf Maß zugeschnittener Streifen des Teppichbodens auf das mit einer Selbstklebefolie versehene Trägerprofil geklebt.

Einkomponenten-Silikatputz

Einkornbeton

Einkornbeton ist Beton, dessen Zuschläge im Wesentlichen aus Körnern nahezu gleicher Größer bestehen, wodurch (des hohen Anteils an Hohlräumen wegen) eine bessere Wärmedämmfähigkeit, eine geringere Schwindung, eine geringere Wassersaugfähigkeit sowie geringere Festigkeiten entstehen.

einlagige Brettertür

siehe Brettertür.

Einlassdübel

Einlassdübel sind spezielle Dübel zum Herstellen von Holzverbindungen. Diese werden in vorbereitete passende Vertiefungen des Holzes eingelegt. Dies unterscheidet Einlassdübel von Einpressdübeln, für die keine Vertiefung gebohrt, gefräst oder genutet wird. Einlassdübel gibt es aus verschiedenen Materialien wie Holz, Stahl, Messing oder Glas.

Einlasseckenhobel

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Ganz spezieller Hobel zum Einarbeiten von Beschlägen. Dabei wird die Vertiefung ausgehobelt, in der die Einlassecken später dann bündig zur Holzoberfläche zum Liegen kommen.

einlassen

Im Baubereich taucht häufig die Bezeichnung "einlassen" auf. Topfscharniere oder allgemein Scharniere werden eingelassen, ebenso das Türband und versenkte Schrauben. In allen Fällen ist nichts anderes damit gemeint, dass sie mit der Oberfläche eines Gegenstandes (z.B. Möbelstück) bündig gemacht werden.

Einlassmuschel

auch: Einlaßmuschel, Einlassmuscheln, Einlaßmuscheln

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Türbeschlag aus Metall, der vor allem in Büromöbel-Schiebetüren und in die Türrahmen von Schiebetüren eingelassen wird und mit der Oberfläche der Tür bündig abschließt. Einlassmuscheln sind so gearbeitet, dass man mit den Fingern einer Hand in die Muschel greifen und dann den Türflügel aufschieben kann. Einlassmuscheln können auch mit einem Schloss kombiniert werden.

Einlassschloss

auch: Einlassschlösser

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Einlassschlösser werden so in die Rückseite der Tür eingelassen, dass die Schlossplatte mit der Türrückseite bündig ist. Der Riegel des Schlosses fasst in ein Schließblech, das bei Türen mit einem Flügel in die Korpusseite eingelassen, bei Doppeltüren in die Kante der anderen Tür eingelassen ist.

Einlaufblech

siehe Traufblech.

einläufige Treppen

Einläufige Treppen sind Treppen, die den Höhenunterschied ohne Unterbrechung (in einem Lauf) überbrücken. Es werden dabei einläufig gerade, einläufig halbgewendelte und einläufig gewendelte Treppen. Auch die Wendeltreppe bzw. Spindeltreppe zählt zu den einläufigen Treppen. Die gerade einläufige Treppe ist die einfachste aller Treppenformen, einläufig halbgewendelte Treppen kehren die Bewegungsrichtung um 180° um und einläufig gewendelte Treppen beschreiben einen Bogen, der kleiner ist als 180°.

Einlaufrost

auch: Einlaufroste

Einlaufschacht

auch: Einlaufschächte

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Einlaufschächte haben eine Abdeck­platte, die auch ein Gitterrost sein kann. Auch Einlaufschächte, die bei einem Starkregen das Abfliessen des Regens erheblich unterstützen, müssen regelmäßig auf Verschmutzungen durch Erdreich und Laub kontrolliert werden.

Einlegeboden

siehe Fachboden

Einleger

Als Einleger bezeichnet der Fliesenfachmann ein kleinformatiges Dekorationsteil, das in die eigens dafür ausgesparte Öffnung einer Dekorfliese gelegt und mit dieser verklebt wird. Einleger können ebenfalls kleine, unter Umständen farbige Fliesen sein. Es werden aber auch Einleger aus Naturstein oder sogar aus Metall angeboten.

Einleimer

Ein Einleimer ist eine zwischen den Deckfurnieren eines Holzwerkstückes eingeleimte Holzleiste als Randverstärkung bzw. stirnseitige Abdeckung von Tischlerplatten, Spanplatten oder dgl. Des weiteren ist ein Einleimer ein Randabschluss einer Holzwerkstoffplatte aus Hartholz wobei der Deckbelag (Kunstharz, Fournier) über den Einleimer gezogen wird (im Gegensatz zu einem Umleimer)

Einleitgenehmigung

Einliegerwohnung

Separate, abschließbare Wohnung mit Bad und Küche und allen Versorgungsleitungen, wobei sich die Einliegerwohnung in einem Einfamilienhaus befindet. Solche Einliegerwohnungen werden meistens in das Dachgeschoss eingebaut, Einliegerwohnungen im Souterrain sind aber ebenfalls möglich. Der Zugang zur Einliegerwohnung erfolgt entweder über einen gemeinsamen oder einen getrennt angelegten Hauseingang. Über Jahrzehnte erfolgte der Einbau von Einliegerwohnungen vor allem aus Steuerspargründen, wobei es dabei zu vielen Mißbrauchsfällen gekommen war.

Einmalbrandverfahren

Im Einmalbrandverfahren, auch Monocottura genannt, wird bei der Fliesenproduktion eine feste, insbesondere stoßfeste Verbindung zwischen der Scherbenmasse und der Glasur erreicht, wobei mit diesem Verfahren Steinzeugfliesen und Feinsteinzeugfliesen, aber auch Fliesen aus Steinzeug produziert werden. Der Fliesen-Rohling wird entweder im Trockenverfahren glasiert und danach unmittelbar gebrannt oder es erfolgt bei einer flüsssigen Glasur erst noch ein Trockenvorgang.

Einmannplatte

auch: Einmannplatten

Einmannplatte ist ein geläufiger, wenn jedoch auch nicht normenmäßig erfaßter Begriff für Trockenbauplatten, die so dimensioniert sind, dass eine Person sie alleine tragen und montieren kann.

Einnietmutter

auch: Einnietmuttern

siehe Blindnieten.

Einphasenschlitzwand

auch: Einphasenschlitzwände

Die Einphasenschlitzwand ist eine Schlitzwand mit dichtender Funktion aus einer selbsterhärtenden Suspension, die im Gegensatz zur Zweiphasenschlitzwand zugleich als stützende Flüssigkeit dient. Dichtende Elemente, wie Dichtungsbahnen oder Spundwände, können eingebaut werden.

einpoliger Phasenprüfer

Mit einem einpoligen Phasenprüfer kann man in 220 Volt-Wechselstromnetzen den stromführenden Pol finden. Man kann damit aber beispielsweise nicht herausfinden, ob der Mittelleiter angeschlossen ist oder nicht.

Einpressdübel

Einpressdübel sind ein- oder zweiseitig gezahnte Holzverbinder, die hohe Kräfte aufnehmen. Die Verbinder werden mit geeigneten Vorrichtungen bzw. Werkzeugen in das Holz gepresst. Das unterscheidet sie von Einlassdübeln, für die zuvor eine Vertiefung hergestellt werden muss. Einpressdübel werden im Zimmermannsbau und im industriellen Holzbau eingesetzt.

Einpresshilfe

auch: Einpresshilfen

Einpresshilfen für Einpressmörtel sind Betonzusatzmittel, die im Spannbetonbau das Einpressen des Zementmörtels erleichtern und das Fließen in den Spannkanälen erleichtern. Durch mäßiges Quellen des Mörtels beim Erhärten verhindert man Hohlräume im oberen Bereich der Spannkanäle.

Einpressmörtel

Einpressmörtel sind Mörtel zum Verfüllen der Spannkanäle von Bauteilen aus Spannbeton mit nachträglichem Verbund. Sie sind im allgemeinen aus hochwertigem Portlandzement, geringen Mengen Zusatzmitteln und Wasser zusammengesetzt. Beim Verpressen ist Vorsicht und Sorgfalt angebracht, da die unter hohen Zugspannungen stehenden Spannglieder besonders korrosionsempfindlich sind und komplett vom Einpressmörtel umschlossen sein müssen.

Einreiber

Ein Einreiber ist ein veralteter, einfacher Verschluss bei Fenstern, Türen, Möbelstücken in Form einer im beweglichen Teil drehbar angeordneten Zunge, die beim Verschließen in eine Öffnung im Rahmenholz oder im feststehenden Teil eingreift.

Einreichplan

Der Einreichplan ist der österreichische Begriff für Bauantrag. Ein Einreichplan ist im Maßstab 1:100 zusammen mit einer Baubeschreibung vorzulegen. Im Einreichplan müssen alle Geschoßgrundrisse mit genauen Höhenlagen bezogen auf einen Fixpunkt sowie alle Ansichten des Hauses enthalten sein, ferner ein Lageplan mit den Anrainergrundstücken, Fluchtlinien sowie den Ver- und Entsorgungsleitungen.

Einreichung

Österreichischer Begriff für Bauantrag. Bei der Einreichung muss ein Einreichplan im Maßstab 1:100 sowie eine Baubeschreibung vorgelegt werden. Im Einreichplan (vergleichbar dem deutschen Bauplan) müssen alle Geschoßgrundrisse, Gebäudeabschnitte mit genauen Höhenlagen bezogen auf einen Fixpunkt sowie alle Ansichten des Hauses enthalten sein, ferner ein Lageplan mit den Anrainergrundstücken, den Fluchtlinien und den Versorgungs- und Entsorgungsleitungen. Ferner muss ein aktueller Grundbuchauszug beigefügt werden.

Einrohrsystem

auch: Einrohrsysteme

Begriff aus der Heizungstechnik. Dabei wird, im Gegensatz zum Zweirohrsystem, das Vorlaufwasser nacheinander durch die verschiedenen Heizkörper geführt. Die Vorlauftemperatur ist beim Einrohrsystem für den jeweils nachfolgenden Heizkörper niedriger, sodass die hinteren Heizkörper entsprechend größer dimensioniert werden müssen, um noch ausreichend Wärme abgeben zu können. Das Einrohrsystem ist einfacher herzustellen und daher auch preisgünstiger. Es wird dort eingesetzt, wo nur wenige Heizkörper versorgt werden müssen, z.B. bei Gasetagenheizungen. Verschiedene Spezialventile ermöglichen die Temperaturregulierung der einzelnen Heizkörper.

Einrohrzähler

Einsatzhärten

Durch das Einsatzhärten wird auf einem zähen Grundwerkstoff aus Stahl eine harte, verschleißfeste Oberflächenschicht erzeugt. Gleichzeitig entsteht ein Eigenspannungszustand, der für die Beanspruchung des Bauteiles durch Schwingung günstig ist. Diese Eigenschaften sind unverzichtbar bei Verzahnungsteilen, Kugel- und Rollenlagern. Das Einsatzhärten beginnt mit dem Aufkohlen, wobei die Randschicht mit Kohlenstoff angereichert wird, dann folgt das Härten, bei dem diese Randschicht eine wesentlich höhere Härte erhält als der Kernwerkstoff.

Einsatzwerkzeug

auch: Einsatzwerkzeuge

Als Einsatz- oder Arbeitswerkzeug bezeichnet man die Werkzeuge, die in den Werkzeughalter des Elektrowerkzeugs eingesetzt werden. Dies sind beispielsweise Bohrer, Meißel, Trennscheiben, Schleifscheiben oder Bohrkronen.

einschaliges Mauerwerk

Das einschalige Mauerwerk ist der Prototyp der Mauer. Darunter ist zu verstehen, dass eine Mauer nur aus einer "Schale" besteht, also einer "Lage Steine". Innenwände sind auch heute noch in aller Regel einschalig. Angesichts der erhöhten Anforderungen an eine effiziente Wärmedämmung ist die einschalige Außenmauer mehr und mehr durch zweischaliges Mauerwerk verdrängt worden, feiert aber ihre Wiedergeburt, weil moderne Leichtbausteine in entsprechend breiter Dimensionierung hohe Dämmwerte erreichen. Einschaliges Fassadenmauerwerk kann zudem mit %)Vorhangfassaden%) ausgestattet werden oder Bestandteil eines Wärmedämmverbundsystems sein.

Einscheiben-Schleifmaschine

auch: Einscheibenschleifmaschine, Einscheiben-Schleifmaschinen, Einscheibenschleifmaschinen

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Ein Alleskönner ist die Einscheiben-Schleifmaschine. Für Grobarbeiten wie das Schleifen von Beton oder Estrichen ist sie ebenso geeignet wie für den Fein- und Lackzwischenschliff von Parkett - je nachdem, welche Schleifscheibe eingesetzt wird. Auch Naturstein läßt sich mit der Einscheiben-Schleifmaschine schleifen. Sie ist ein Tellerschleifer, das heißt sie hat einen runden, rotierenden Schleifteller.

Einscheiben-Sicherheitsglas

Einschichtdecklack

auch: Einschichtdecklacke

siehe Decklack.

Einschiebetreppe

auch: Einschiebetreppen

Eine Einschiebe- bzw. Einschubtreppe ist eine platzsparende Treppe in leiterartiger Konstruktion aus Holz oder Metall. Sie ist im unbenutzten Zustand in einen über ihr liegenden Raum (zumeist Dachraum) eingeschoben und wird nur zur Benutzung herausgezogen. Die ein- oder mehrteilige Treppe ist durch einen Rahmen mit unterseitiger Klappe in die Decke eingebaut und wird auf Führungsschienen oder Gleitlagern bewegt.

Einschlagbodenhülse

auch: Einschlagbodenhülsen

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Holzzäune und Sichtschutzelemente werden an Holzpfosten befestigt, die ihrerseits einen sicheren Stand haben müssen. Dazu dienen Pfostenanker, Bodenhülsentöpfe und die Einschlagbodenhülse. Sie besteht aus verzinktem Stahl und wird durch Schläge mit dem Vorschlaghammer in das Erdreich eingetrieben, wobei in den eigentlichen Hülsenteil ein kurzes Holzstück oder eine spezielle, industriell gefertigte Einschlaghilfe aus Hartgummi eingefügt werden sollte. Das Problem solcher Einschlaghülsen besteht darin, dass sie absolut lotrecht im Erdreich stehen müssen, damit der Zaun nicht in Schieflage gerät. Die Industrie bietet, um diesem Manko vorzubeugen, auch Bodeneinschlaghülsen mit einem Verstellmechanismus an.

Einschlagen

Bei diesem Abbruchverfahren werden einzelne Bauteile mittels kinetischer Energie zertrümmert bzw. aus ihrem Verbund gelöst. Manuell erfolgt dies durch Vorschlaghämmer, maschinell durch an Seilen geführte Stahlkörper. Voraussetzungen: Es muss ausreichend Platz für das Trägergerät und für den Sicherheitsabstand zur Verfügung stehen. Hauptanwendungsgebiet: Abbruch von Beton- Stahlbeton- und Mauerwerkskonstruktionen auch in größeren Höhen, sofern keine zu erhaltenden Bauteile in unmittelbarer Nähe vorhanden sind. Vorteile: niedrige Kosten, sehr schnell. Nachteile: auftretende Erschütterungen müssen berücksichtigt werden, lärmintensiv, größere Staubentwicklung, Ablauf nur begrenzt zu kontrollieren.

Einschlagkloben

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Der Einschlagkloben, ein Stift mit gekröpftem Dorn zum Einschlagen, ist die einfachste Form eines Klobens. Er ist aus einem Stück geschmiedet, der Zapfen abgesetzt und nur für leichte Holztüren geeignet. Es wird eingemauert oder in einen Holzstock eingetrieben. Vor allem wird er aber bei Fenstern in Verbindung mit Holzflügeln und Langbändern benutzt.

Einschlagmutter

auch: Einschlagmuttern

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Einschlagmuttern sind spezielle Muttern mit metrischem Innengewinde, die in vorgebohrte Löcher mit einem Hammer in das Holz eingeschlagen werden. So lassen sich dann Rollen, Tischbeine und sonstiges an ein Möbelstück anschrauben. Einschlagmuttern können aus Kunststoff oder Metall, zum Spreizen oder zum Leimen sein. Bei den Einschlagmuttern zum Spreizen spreizen sich beim Eindrehen der Schraube die Flügel und verankern sich im Holz. Weiterhin gibt es noch Einschlagmuttern mit Sackloch. Diese eignen sich bei dünneren Holzstücken zum Einschlagen von der Rückseite. Der Bund verhindert dabei ein durchrutschen.

Einschnittmaß

auch: Einschnittmaße

Das Einschnittmaß ist das Maß, das beim „Einschneiden“, also beim Sägen im Sägewerk, maschinell für Bretter, Bohlen und Kanthölzer eingestellt worden ist. Frisch eingeschnittenes Holz, das luftgetrocknet wird, verliert natürlicherweise durch die Trocknung an Volumen – aus einem Kantholz 100 x 100 mm kann also eins mit den Maßen 98 x 97 mm entstehen. Auch bei kammergetrockneten Hölzern ist ein geringfügiger Schwund möglich. Im Holzhandel liegt der Berechnung von Schnittholz immer das Einschnittmaß zugrunde.

Einschnürigkeit

Einschubdecke

auch: Einschubdecken

siehe Fehlboden.

Einschubtreppe

auch: Einschubtreppen

Andere Bezeichnung für Einschiebetreppe.

Einseitkleber

Der Einseitkleber ist ein lösemittelfreier Universalkleber, der beim Kleben von PVC-Bodenbelägen, Gummibelägen und Textilbelägen Verwendung findet. Das einseitige Auftragen auf den Unterboden erfolgt mit Zahnspachteln. Nach vorgeschriebener Ablüftzeit kann der Belag eingelegt und angerieben werden.

Einsensäge

siehe Metallsäge

Einsichtsrecht

Zum Genehmigungsverfahren eines Bauantrags gehört auch die Nachbarbeteiligung. Nachbarn haben ein Einsichtsrecht in die Planungsunterlagen, insbesondere dann, wenn an ihren Grundstücksgrenzen bauliche Anlagen - zum Beispiel Stichstraßen - oder Bauten errichtet werden sollen, die Auswirkungen auf das eigene Haus und das eigene Lebensumfeld haben. Die Aufstockung eines Nachbarhauses und die damit zusammenhängende Verschattung des eigenen Grundstücks und der Solarkollektoren auf dem Dach wäre beispielsweise ein Grund, gegen das Bauvorhaben anzugehen. Wirtschaftliche Gründe jedoch wie etwa der, dass durch Bau eines Behindertwohnhauses das eigene Grundstück an Wert verliert, spielen aber keine Rolle.

Einspänner

Ein Einspänner ist nicht nur eine Kutsche mit einem Pferd oder eine Kaffeespezialität aus Wien, sondern auch ein Begriff aus der Immobilienbranche. Wenn in einem Mehrfamilienhaus auf einem Geschoss lediglich eine Wohnung an einem Treppenhaus liegt, so spricht man von einem Einspänner.

Einspannung

auch: Einspannungen

Ein Auflager eines Balkens bzw. einer Decke oder der Fußpunkt einer Stütze kann entweder gelenkig gelagert sein oder er kann eingespannt sein. Bei einer Einspannung können nicht nur Querkräfte und Längskräfte übertragen werden, sondern auch Biegemomente. Dies ist bei der Berechnung der Schnittkräfte und anschließend bei der Bewehrung zu berücksichtigen.

Einsteckrost

auch: Einsteckroste

siehe Gitterrost.

Einsteckschloss

auch: Einsteckschlösser

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Das Einsteckschloss wird hauptsächlich bei Haus- und Zimmertüren verwendet. Seltener wird es auch in Möbeln verwendet. Einsteckschlösser werden so in die Rückseite der Tür eingelassen (durch Stemmen oder Fräsen einer Tasche), dass nur noch der Schlossstulp mit dem Riegel sichtbar ist. Die Sicherungsart reicht vom Buntbartschloss über das Besatzungsschloss bis hin zum Zuhaltungsschloss und Zylinderschloss. Man unterscheidet Einsteckschlösser für gefälzte und stumpf einschlagende Türen. Schlägt die Tür stumpf ein, liegt der Stulp mittig auf dem Schlosskasten. Bei einer gefälzt einschlagenden Tür ist der Stulp einseitig mit dem Schlosskasten bündig. Ein wichtiger Begriff beim Bestellen und Einbauen von Schlössern ist das Dornmaß. Es gibt den Abstand vom Mittelpunkt des Türdrückers bzw. des Schlüssellochs bis zur Außenkante (Stulp) an. Es sind Türschlösser mit einem Dornmaß von 25 mm bis 100 mm erhältlich. Zimmertüren haben meist ein Dornmaß von 55 mm.

Einstellplatz

auch: Behindertenstellplatz, Einstellplätze

Stellplätze in Garagen werden als Einstellplätze bezeichnet. Einstellplätze müssen mindestens 5 m lang und 2,30 m breit sein. Für Behindertenstellplätze ist eine Breite von mindestens 3,50 m erforderlich, wobei die angegebenen Maße durch Stützen und Pfeiler nicht eingeengt werden dürfen.

Einstelltränkung

Einstelltränkung ist ein Verfahren des chemischen Holzschutzes. Das Verfahren kommt sowohl beim bekämpfenden als auch beim vorbeugenden Holzschutz zum Einsatz. Bei der Einstelltränkung wird das zu behandelnde Holz in einen Behälter aus Holzschutzmittel gestellt. Das Holzschutzmittel dringt in das Holz ein und bleibt solange im Behälter, bis die gewünschte Eindringtiefe erreicht ist. Danach wird das Holz zum Abtropfen herausgehoben. Das Verfahren kommt nach DIN 68800 u.a. bei Masten, Bahnschwellen oder Pfählen zum Einsatz. Auch ausgebautes, gefähretes Altholz kann durch Einstelltränkung behandelt und danach wieder eingebaut werden.

Einstemmband

auch: Einstemmbänder

siehe Fitschenband.

Einstemmtreppe

Andere Bezeichnung für Einschiebetreppe.

Einstichsäge

auch: Einstichsägen

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Spezialsäge für enge, schwer erreichbare Bereiche. Das Heft der Einstichsäge nimmt alle handelsüblichen Handsägeblätter auf, wobei das Sägeblatt mit einer Sicherheitsschraube am Heft arretiert wird.

Einstutzen-Gaszähler

Einstutzenzähler

auch: Einstutzen-Gaszähler, Einrohrzähler

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Der Einstutzenzähler ist neben dem Zweistutzenzähler und dem Münzgaszähler eine mögliche Bauart eines Gaszählers. Einstutzenzähler haben ein Sonderformstück für den gemeinsamen Gaseintritt und Gasaustritt. Diese Gaszähler hängen mit dem Anschlussstück an der Gasleitung und sind dadurch immer spannungsfrei montiert.

Ein-Topf-System

Begriff aus der Fachsprache der Maler und Lackierer. Bedeutet, dass mehrere Beschichtungen hintereinander aus einem "Topf", also einem Farbeimer, erfolgen können. Dabei wird die erste Beschichtung als Primer beispielsweise mit einer Wasserverdünnung von 30 % ausgeführt, die zweite Beschichtung mit einer Verdünnung von 20 % und die letzte Beschichtung ohne oder nur mit 10 Verdünnung aufgetragen.

eintouriges Schloss

siehe Tour.

Einwalzenbrecher

siehe Walzenbrecher.

Einwegkabelbinder

siehe Kabelbinder

Einwegverpackung

auch: Einwegverpackungen

Einmalverpackung für den Großteil der marktgängigen Produkte. Steht trotz meist guter Recyclingfähigkeit oft im Kreuzfeuer der Umweltkritik. Einwegverpackungen machen etwa 50 Volumenprozent unseres Hausmülls aus. Für die Verwertung von Einwegverpackungen hat das Duale System ein neues Sammelsystem aufgebaut. Einwegverpackungen lassen sich nicht immer durch Mehrwegverpackungen ersetzen. In vielen Fällen ist aus hygienischen, logistischen und auch ökologischen Gründen die Einwegverpackung eine sinnvolle Lösung.

Einwohnergleichwert

Der Verschmutzungsgrad von industriellem Abwasser wird durch den Einwohnergleichwert (früher EGW, heute EW) angegeben. Ein Einwohnergleichwert entspricht der täglich von einem Einwohner in das Abwasser abgegebenen Menge an organischen Schadstoffen. Der Wert dieser Schmutzmenge beträgt in Westdeutschland im Mittel 60-65 mg/l BSB (siehe biologischer Sauerstoffbedarf) je Einwohner und Tag. Je nach Land und Industrialisierungsgrad nimmmt der Einwohnergleichwert unterschiedliche Werte an. Z.B. beträgt er in den USA ca. 75 mg/l, während er in Ländern mit niedrigerem Lebensstandard kleiner ist. Jede organische Verschmutzung kann über den BSB oder Einwohnergleichwert bewertet werden. Er dient zum Vergleich von industriellem, gewerblichem und häuslichem Abwasser und wird unter anderem als Maß für die Berechnung der Größe von Kläranlagen (Abwasserreinigung) benutzt.

Einwurfblende

auch: Einwurfblenden

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Bauteil für die Montage in eine Hauseingangstür. Die Einwurfblende, auch als Einwurfklappe bezeichnet, hat dieselbe Funktion wie der Briefkasten. Falls hinter die Blende kein solcher Kasten montiert worden ist, landet die Post auf dem Fußboden des Hauseingangsbereichs.

Einzelfundament

auch: Einzelfundamente

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Wird eine Gründung punktförmig belastet wie etwa durch die Stützkonstruktion des Eiffelturms, werden Einzelfundamente angelegt, die in diesem Fall gewaltige Dimensionen angenommen haben. Landläufig wird auch der Begriff des Punktfundaments verwendet. Beim Einzelfundament unterscheidet man abgetreppte und abgeschrägte Fundamente, Blockfundamente oder Köcherfundamente. Punktfundamente legen auch Heimwerker an, wenn sie die Stützen eines Carports oder eines Sichtschutzzauns fest verankern müssen.

Einzel-Hauplüftung

auch: Einzel-Hauptlüftungen

siehe Hauptlüftung.

Einzelkonsolanker

Einzelpreis

auch: Einzelpreise

siehe Einheitspreis.

Einzelraumregelung

auch: Einzelraumregler

Die in einem Gebäude zu erzielende Heiztemperatur kann auf sehr vielfache Weise geregelt werden. Jedermann bekannt sind die Thermostate, die am Heizkörper selbst befestigt sind und von Hand verstellt werden können. Die zentrale Steuerung der Heizanlage über Außenfühler ist nicht immer unproblematisch, auch wenn der Außenfühler dafür sorgen soll, dass bei zunehmender Kälte die Heizung mehr Leistung fährt - oder umgekehrt. Da Energie teuer ist, gewinnt die Einzelraumregelung an Bedeutung zu, da nur in jenen Räumen die gewünschte Raumtemperatur erzielt wird, die auch bewohnt sind oder genutzt werden. Für die Fußbodenheizung ist die Einzelraumregelung von besonderer Wichtigkeit. Eine Fußbodenheizung ohen Einzelraumregelung sollte heutzutage nicht mehr eingebaut werden.

Einzelsparten-Hausdurchführung

auch: Einzelsparten-Hauseinführungen

Mit der Einzelsparten-Hausdurchführung(ESH) werden die Gas- und Wasserrohre und die Stromkabel beschrieben, die als einzelne Zuführungen vom öffentlichen Versorger durch die Kellerwand oder eine Bodenplatte ins Haus geleitet und dann vom Fachhandwerker angeschlossen werden. Im Kommen sind im Gegensatz zu diesen Einzel-Hausdurchführungen die Mehrsparten-Hausdurchführung.

Einzeltritt

auch: Einzeltritte

siehe Steigtritt.

Einziehen

Dieses Abbruchverfahren bezeichnet das Umlegen von Bauwerken und Bauwerksteilen durch Umziehen. Dieses kann manuell mit Seilwinden oder maschinell mittels Seilzug oder durch Bagger mit geeigneten Abbruchauslegern erfolgen. Voraussetzungen: Es muss ausreichend Platz für das Trägergerät und für den Sicherheitsabstand zur Verfügung stehen. Der Zugpunkt muss sich im obersten Bereich des umzuziehenden Bauteils befinden, um ein kontrolliertes Vorgehen zu gewährleisten. Das umzuziehende Bauteil muss in der Regel von den verbleibenden Bauteilen vorab getrennt werden. Hauptanwendungsgebiet: Abbruch von Beton-, Stahlbeton-, Mauerwerks- und Stahlkonstruktionen, sofern keine zu erhaltenden Bauteile in unmittelbarer Nähe vorhanden sind. Vorteile: niedrige Kosten, sehr schnell. Nachteile: starke Erschütterungen möglich, teilweise lärmintensiv, größere Staubentwicklung. Ablauf nur begrenzt zu kontrollieren.

Eisblumenglas

auch: Eisblumengläser

Zur Herstellung von Eisblumenglas wird normales Fensterglas sandgestrahlt und dann mit warmen Knochenleim überstrichen. Bei gleichmäßigen Temperaturen und einer entsprechenden Luftfeuchtigkeit wölbt sich der Leim und reißt die oberste Glasschicht mit ab. Dabei entstehen die Eisblumen ähnlichen Gebilde, die den Kunstwerken in der Natur nicht nachstehen. In Kombination mit anderen Gestaltungselementen wie Blumen, Jagd- oder Handwerksmotiven entstehen dekorative Gläser, die vor allem für Lichtausschnitte in Türen eingesetzt werden.

Eisbohrer

Eisbohrer sind entweder Aufsätze für den Bohrhammer oder Geräte, bei denen Bohrer und Motor fest miteinander verbunden sind. Auf beide Arten lassen sich jedoch Löcher in gefrorenen Schnee und Eis bohren. Verwendet werden die Bohrer beispielsweise beim Setzen der Slalomstangen im Wintersport. Auch beim Eisangeln wird ein Eisbohrer benötigt, um Löcher in das dickgefrorene Eis zu bohren.

Eisen

auch: Gusseisen

Was man allgemein unter Eisen versteht, ist Gusseisen, denn auch Stahl ist Eisen. Gusseisen hat einen Kohlenstoffgehalt von über zwei Prozent. Es läßt sich nicht formen durch Schmieden, sondern kann nur gegossen werde. Beispiele für Gusseisen sind Kanalroste bzw. -Deckel, Sinkkästen, Rohre und ähnliches. Ansonsten findet Gusseisen im Bauwesen weniger Verwendung. Es sei denn bei Lockvogel-Angeboten auf den Wühltischen mancher Baumärkte, wobei die gußeiserne Zwinge aus Fernost schon nach den ersten kräftigeren Anziehen auseinanderbricht.

Eisenbahnschwelle

auch: Eisenbahnschwellen

Bei Eisenbahnschwellen handelt es sich um rechteckige Balken aus Eiche oder Buche, auf denen die Gleise ruhen. Ausrangierte Schwellen wurden gerne von Gartenfreunden zur Gartengestaltung in Form von Stufen oder Palisaden weiterverwendet. Die Bahnschwellen wurden allerdings mit Teeröl gegen Verrottung imprägniert, welches Krebs auslösen kann. Sind sie daher mit dem Teeröl WIE Typ A (mit Giftwarnsymbol Totenkopf) getränkt worden, dürfen sie nicht für Spielgeräte oder im Garten und verbaut werden. Wer auf den Schick alter Eisenbahnschwellen nicht verzichten möchte, der findet im Handel Imitate, die völlig unbedenklich sind. Die Holzindustrie bietet z.B. Neuschwellen an, zudem werden Betonprodukte vertrieben, die alten Eisenbahnschwellen täuschend echt sehen.

Eisenbeton

siehe Stahlbeton.

Eisenfenster

auch: Gusseisenfenster

Dieses Fenster besitzt einen Fensterrahmen aus Eisen anstelle von Holz, Kunststoff oder Alumimium. Gebräuchlich wurde ein Eisenfenster im 19. Jahrhundert mit der industriellen Produktion von Gusseisenrahmen und Walzprofilen. Verwendet wurde es hauptsächlich beim gewerblichen oder industriellen Zweckbau oder bei landwirtschaftlichen Nebengebäuden. Der Rahmen war meist sehr einfach gearbeitet und mit möglichst gleichen Glastafelabmessungen. Um eine Raumbelüftung zu ermöglichen, sind bei großen Fenstern einzelne Kipp-, Dreh- oder Schiebeflügel in die oft fest stehenden verglasten Rahmen eingesetzt.

Eisenholz

auch: Eisenhölzer

siehe Königsholz.

Eisenmetall

auch: Eisenmetalle

Eisenmetalle oder auch kurz E-Metalle sind Metalle und Eisenlegierungen, bei denen der Eisenanteil überwiegt. Beispiele sind Baustahl, Edelstahl oder Qualitätsstahl.

Eisenofen

siehe Gusseisenofen.

Eisenoxidpigmente

auch: Eisenoxidpigment

Transparente, UV-Licht absorbierende Pigmente, die den Untergrund nicht abdecken und deswegen für Lasuren eingesetzt werden. Ihre Qualität ist entscheidend für den UV-Schutz und die Transparenz von Lasuren.

Eisenoxidrot

Eisenrot

Eisensäge

siehe Metallsäge

Eislinse

auch: Eislinsen

Bei einer Eislinse handelt es sich um eine linsenförmige Eisschicht, die sich in frostempfindlichen Böden bilden kann. Je nach Frostverlauf und Wassernachschub kann die Eislinse ziemlich groß werden und für Hebungen an Bauteilen verantwortlich sein. Bei Tauwetter ist die Eislinse Ursache für Bodenaufweichungen.

Eisschanze

auch: Eisschanzen

siehe Eisstaugefahr.

Eisspeicher

Eisspeicher treten immer zusammen mit einer Wärmepumpe auf, das heißt im Behälter sind Wärmetauscher­systeme eingebaut. Eine Wärmepumpe produziert sowohl Kälte als auch Wärme, die – wenn sie nicht sofort benötigt wird – irgendwo gespeichert werden muss. Dazu eignet sich ein Eisspeicher bestens, der in der Regel im Garten vergraben wird. Im Winter nutzt die Wärmepumpe den mit warmem Wasser aus dem Sommer gefüllten Eisspeicher als Wärmequelle. Die Wärmepumpe entzieht dem warmen Wasser dabei seine Energie. So kühlt das Wasser immer mehr ab, bis es bis es komplett durchgefroren ist. Dieses Eis kann im Sommer ohne energetischen Zusatzaufwand zur Klimatisierung des Gebäudes verwendet werden. Das ist umweltfreundlich und energiesparend. Nach und nach schmilzt das Eis und das Wasser erwärmt sich. Nun beginnt der Kreislauf wieder von vorne.

Eisstaugefahr

auch: Eisschanze, Schneeschwelle

Bei schneebedeckten,ausgebauten Dachräumen besteht bei unsachgemäßem Dachaufbau Eisstaugefahr. Oberhalb eines ausgebauten Dachteils wird Schnee durch die Wärmebestrahlung der ausgebauten Räume bzw. durch die Isolierung zum Schmelzen gebracht und staut sich vor den auf dem Dachüberstand länger liegen bleibenden Schneemassen, sodass durch den Rückstau Feuchtigkeit in die Dachhaut eindringen kann. Bei unsachgemäßen Traufausbildungen sind im Winter häufig Wasserschäden in den darunter liegenden Räumen zu erwarten. Eisschanzen bzw. Schneeschwellen am überstehenden Dachfuß lassen sich durch ein ganzflächig unterlüftetes Dach vermeiden: Die Kaltluft von außen muss dabei unterhalb der Dachhaut zirkulieren und bis zum First geführt werden. Es darf im Innern nicht zu einer teilweisen Erwärmung der Dachfläche durch die Innenraumluft kommen.

Eitempera

Bei dieser Maltechnik werden Farbpigmente in ihrer ursprünglichen Form mit einer Flüssigkeit, die hälftig aus Hühnerei und Leinöl besteht, direkt vor dem Malen verrührt. Dabei kann ein pastoser wie auch ein lasierender Farbauftrag angestrebt werden, je nach Zugabe von Wasser. Diese Maltechnik ist der Vorläufer der Ölmalerei, bei der fertig zubereitete Farbe verwandt werden. Das Ergebnis sind zum Teil sehr farbintensive Bilder mit satter Farbgebung.

Eiweiß

Eiweiß kennt sicherlich jeder aus zahlreichen Lebensmitteln wie Milch, Eiern oder Pflanzen. Eiweiß wird aber auch als Bindemittel für Farben verwendet. Da es als recht spröder und fester Film austrocknet, wird Eiweiß häufig nicht als alleiniges Bindemittel verwendet.

Elastifikator

Dieser Flüssigkunststoff wird Fliesenkleber oder Dichtschlämme beigefügt, um diese flexibel zu gestalten und die Klebkraft zu verstärken. Zur Weiterverarbeitung des Kombinationsprodukts muss der Untergrund sauber, ausreichend eben, tragfähig und frei von durchgehenden Rissen sein. Er darf feucht, aber nicht nass sein. Öl, Fett, Schmutz, alte Anstriche, Rost usw. sind restlos zu entfernen. Stark saugende Untergründe wie z. B. Porenbeton, Gips u. ä. werden mit einer Grundierung vorbehandelt.

elastische Beschichtungen

auch: elastische, Beschichtung

Elastische Beschichtungen kommen in vielen Baugewerken zum Einsatz. Bei der Flachdachbeschichtung sollen sie durch ihre Elastizität eine Rißbildung aufgrund von Temperaturschwankungen verhindern. Ähnlich verhält es sich bei der Isolierung von Kellerwänden. Auch bestimmte Putze haben bis zu einem gewissen Grad eine elastische, rißüberbrückende Eigenschaft. Auch elastische Fassadenbeschichtungen sollen unabhängig von der Außentemperatur die Wand dauerhaft gegen Feuchtigkeit schützen und kleine Risse im Untergrund überbrücken.

Elastizität

Fähigkeit eines Materials, die durch äußere Kräfte bewirkte Verformung rückgängig zu machen, wenn die Lasteinwirkung aufhört. Elastische Werkstoffe sind beispielsweise Gummi und Federstahl, die man zum Abfedern von Körperschallwellen verwenden kann. Auch Hölzer sind mehr oder weniger elastisch. Es gibt Stoffe, die bei übermäßiger Belastung nicht wieder in ihre ursprüngliche Form zurückkehren, weil ihre Elastizitätsgrenze überschritten wurde. Solche Werkstoffe wie Holz oder Stahlbeton, dürfen nur unterhalb ihrer Elastizitätsgrenze beansprucht werden.

Elastizitätsbereich

Der Bereich, in dem Werkstoffe Elastizität aufweisen wird als Elastizitätsbereich bezeichnet. Dabei besitzen alle Metalle eine gewisse Elastizität, wobei die Größe der elastischen Verformung von der Art des Metalls abhängig ist. Stahl hat z.B. einen größeren Elastitzitätsbereich als Kupfer. Bei der Ermittlung der Elastizität wird ein Probestab in eine Prüfmaschine gespannt und auf Zug belastet. Dabei steigt die Zugspannung im elastischen Bereich im gleichen Verhältnis wie die Dehnung. Nach der Entlastung geht der Probestab auf die Ausgangslänge zurück. Wird Stahl über den Bereich der elastischen Dehnung gezogen, geht Stahl vom elastischen in den plastischen Bereich über. Die Verformung bleibt in diesem Fall bestehen. Stahl kann also nur im Elastizitätsbereich beansprucht werden.

Elastizitätsmodul

auch: E-Modul

Der E-Modul stellt ein Maß für die Elastizität eines Werkstoffes dar. Er ist das Verhältnis von Spannung zur Dehnung in N/mm². Je größer der E-Modul, desto geringer die Verformbarkeit des Materials. Beton hat ein E-Modul von ca. 30.000 N/mm², Stahl von 210.000 N/mm², Gummi von 5 N/mm².

Elastomerbahn

auch: Elastomerbitumenbahn, Elastomerbahnen

Diese Dachbahnen werden zum Beispiel zum Abdichten von Flachdächern verwendet. Die Abdichtung ist in der Regel, je nach Einsatzzweck, aus mind. einer Lage Elastomerbahnen mit einer Dicke von mind. 1,2 mm herzustellen. Die Bahnen werden lose verlegt oder mit Klebemasse bzw. einem Kaltklebstoff aufgebracht. Auf die Abdichtung ist eine geeignete Schutzlage zu verlegen (z. B. ein Vlies mit mind. 300 g/m²).

Elastomerbelag

auch: Elastomerbeläge

siehe Gummibelag.

Elastomerbitumenbahn

auch: Elastomerbitumenbahnen

siehe Elastomerbahn.

Elastomere

Elastomere sind Kunststoffe mit elastischen Eigenschaften. Sie lassen sich leicht verformen und nehmen bei Aufhebung der Spannung ihre ursprüngliche Form wieder an. Aus Elastomeren werden beispielsweise Schläuche, Fahrzeugreifen, Dichtungsprofile oder Schwingungsdämpfungen hergestellt. Wichtige Elastomere sind Styrol Butadien-Kautschuk, Butyl-Kautschuk, Polychloroprenkautschuk, Polysulfidkautschuk, Polyurethankautschuk und Silikonkautschuk.

Elastomerlager

Elastomerlager sind verformbare Lager. Jede von außen einwirkende Last erzeugt, neben der zentrischen Stauchung, eine Relativbewegung der durch das Lager verbundenen Bauteile. Elastomerlager werden zum Beispiel in tragenden Teilen von Brücken verwendet.

Elbklinker

siehe Elbziegel.

Elbziegel

auch: Elbklinker, Hamburger Elbziegel

Der Elbziegel (auch Elbklinker oder Hamburger Elbziegel) ist ein Mauerziegel, der seinen Namen dem Produktionsort seiner Ziegelei verdankt. Er wurde demnach in Hamburg, an der Elbe oder in den Elbmarschen hersgestellt. Er hat ein altes Format von 230 mm x 110 mm x 52 mm.

Elefantenfuß

Kleiner, runder Tritthocker, der in Haushalten und Büros verwendet wird, um auch an hohe Regalborde und Schrankfächer zu kommen. Der Elefantenfuß hat Rollen, die jedoch bei Belastung arretiert werden. Der Begriff Elefantenfuß hat jedoch auch eine botanische Bedeutung; es ist der Zweitname für den Flaschenbaum.

Elektrikergips

Elektrikergips ist ein schnellhärtender, hochfester Montagegips. Er wird für Installations- und Ausbesserungsarbeiten im Innenbereich verwendet.

Elektriker-Zange

auch: Elektriker-Zangen, Elektrikerzange, Elektrikerzangen

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Die Elektriker-Zange ähnelt einer Kombizange, ist aber immer mit einem Isoliergriff ausgerüstet. Sie eignet sich zum Greifen, Biegen und Schneiden elektrischer Kabel und Litzen.

Elektrische Holzfeuchtemesser

Meßgeräte zur schnellen Bestimmung der Holzfeuchte mit Hilfe elektrischer Verfahren.

elektrische Impulsortung

Elektrischer Rohraushalser

elektrisches Gleichfeld

siehe elektrostatische Aufladung.

Elektro-Blechschere

auch: Elektro-Blechscheren, Elektroblechscheren, Elektroblechschere

Elektrowerkzeug zum Schneiden von Blech oder Blechprofilen. Manche Elektro-Blechscheren besitzen ein spezielles Kurvenschneidwerk, mit denen auch schwierige Formen problemlos geschnitten werden können. Elektro-Blechscheren arbeiten mittels Hubbewegung eines Schermessers, wodurch das zu schneidende Material durch aufeinander folgende Schervorgänge in einem Stück getrennt wird. Die Schneidwerkzeuge von Blechscheren bestehen aus einem Untermesser und einem Obermesser. Das Untermesser ist fest im Schneidfuß gelagert, das Obermesser wird von der Maschine angetrieben und macht eine Hubbewegung.

Elektro-Breitband-Schleifer

auch: Elektro-Breitbandschleifer

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Ähnlich wie die stationäre Breitbandschleifmaschine besitzt diese elektrische, handgeführte Schleifmaschine ein extrabreites, endloses Schleifband. Durch die große Schleiffläche lassen sich schnelle Schleiffortschritte erzielen. Der Elektro-Breitband-Schleifer eignet sich für Holz und Metall.

elektrochemische Korrosion

Elektrochromes Glas

auch: Elektrochrome, Gläser

Elektro-Doppel-Schleifer

auch: Elektrodoppelschleifer

Elektrodrehkreuz

auch: Elektro-Drehkreuz, Elektrodrehkreuze, Elektro-Drehkreuze

siehe Drehkreuz.

Elektro-Einhandhobel

siehe Elektrohobel.

Elektro-Farbspritzpistole

auch: Elektro-Farbspritzpistolen

Elektrofeile

auch: Elektrofeilen

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Diese elektrische Feile eignet sich besonders zum Bearbeiten schwer zugänglicher Stellen aus Holz, Metall, Gips, Keramik, Kunststoff oder Mauerwerk. Die Elektrofeile besitzt ein endloses Schleifband und ist mit der Handbandschleifmaschine zu vergleichen.

Elektro-Fliesenschneidemaschine

auch: Elektro-Fliesenschneidemaschinen

Elektro-Fuchsschwanz

auch: Elektro-Fuchsschwänze

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Elektronische Fuchsschwänze, wie der von Bosch auf der Abbildung, sind wahre Alleskönner. Sie sind beispielsweise ideal zum Entasten von Bäumen, Zuschneiden von Gasbetonsteinen oder Trennen von Metallrohren und -Profilen. Neben dem Sägen kann er mit dem entsprechendem Zubehör noch andere Arbeiten übernehmen. Mit einem Raspeleinsatz läßt sich Holz abtragen, Bürsten helfen beim Entrosten und Reinigen. Eine Feile glättet Metall, und mit den Messern lassen sich Styropor und andere weiche Materialien schneiden.

Elektro-Fußbodenheizung

auch: Elektro-Fussbodenheizung, Elektro-Fussbodenheizungen, Elektro-Fußbodenheizungen

Werden direkt unter dem Bodenbelag bzw. im Fliesenkleberbett verlegt und sind in dem Fall nur für Fliesen- und (Natur)Steinböden geeignet. Die Verfahren sind ausgereift, dennoch wird dieses Heizsystem hauptsächlich in Ferienwohnungen oder dort eingesetzt, wo bei niedriger Deckenhöhe eine nur geringe Einbautiefe zur Verfügung steht. Positiv ist, dass benötigte Wärme in ausgekühlten Räumen sehr schnell zur Verfügung steht, was bei einer Warmwasser-Fußbodenheizung nicht der Fall ist. Negativ sind die höheren Heizkosten, was jedoch bei Einsatz einer Fußboden-Speicherheizung relativiert werden muss. Mittlerweile sind auch Elektro-Fußbodenheizungen auf dem Markt, die unter Parkett oder Laminat verlegt werden können (siehe Laminat-Fußbodenheizung). Solche Heizungen sind hauchdünn und werden einfach über dem Estrich verlegt.

Elektroheizer

auch: Elektro-Heizer

Der Elektroheizer, auch Elektolufterhitzer genannt, bringt Sofortwärme aus der Steckdose. In südlichen Ländern bilden sie häufig die einzige Wärmequelle in der Wohnung, wobei die Betriebskosten generell teuer sind. In Deutschland werden Elektroheizer als Zusatzheizung in Werkstätten und je nach Modell auch in Wohnungen eingesetzt. Im Baubereich kommen Elektroheizer zum Einsatz, um den Bauarbeitern auch in der kalten Jahreszeit ein Weiterarbeiten in unbeheizten Baustellen zu ermöglichen oder um eine geforderte Mindest-Betriebstemperatur zum Beispiel bei der Estricheinbringung zu garantieren. Elektroheizer eignen sich jedoch nicht zum Einsatz als Bautrockner.

Elektroheizung

auch: Elektroheizungen

Eine Elektroheizung ist ganz allgemeine eine mit elektrischem Strom betriebene Heizung. Meist ist damit eine Nachtspeicherheizung gemeint. Es gibt aber auch welche, die mit Tagstrom betrieben werden. Solche Elektroheizungen wie z.b. der Elektroradiator sollten nur als Zusatzheizung oder Übergangsheizung zum Einsatz kommen, da der Betrieb doch recht teuer ist. Auch eine Elektro-Fußbodenheizung kann als Elektroheizung bezeichnet werden.

Elektrohobel

auch: Elektro-Einhandhobel

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Ein Elektrohobel lässt sich im Prinzip für die gleichen Arbeiten wie der manuelle Hobel verwenden. Mit ihm gelingen auch dem Laien schnell und präzise Fasen, Falze und ebene Flächen auf Holzwerkstücken. Beim Arbeiten mit dem Elektrohobel frißt sich eine rotierende Welle mit zwei Hobelmessern durch das Holz. Mit einem Stellrad läßt sich die Schnitttiefe der Hobelmesser genau einstellen. Je nach Maschine können dabei Spandicken von 0 bis zirka 3,5 Millimeter gewählt werden. Die meisten Hobelarbeiten können so in einem Arbeitsgang erledigt werden. Wenn der Motor der Maschine stark genug ist, gerät die Qualität der gehobelten Oberfläche bei dünnem wie bei dickem Span gleich gut. Nur bei Hartholz sollten mehrere Arbeitsgänge mit dünnem Span durchgeführt werden.

Elektroinstallateur

auch: Elektroniker, Elektroinstallateure

Der Elektroinstallateur heißt seit dem 1. August 2003 nicht mehr Elektroinstallateur, sondern Elektroniker. Darüber hinaus gibt es noch drei Fachrichtungen: Energie- und Gebäudetechnik, Automatisierungstechnik sowie Informations- und Telekommunikationstechnik. Elektroniker aller Fachrichtungen kümmern sich um bestimmte elektrische Anlagen. Sie errichten diese Anlagen, prüfen sie, stellen sie ein, nehmen sie in Betrieb und warten sie. Dabei arbeiten sie entweder allein oder im Team. Wer sich für die Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik entscheidet, wird lernen, wie man Anlagen und Anlagenkomponenten zur Erzeugung, Fortleitung, Umwandlung und Abgabe elektrischer Energie einrichtet und wartet. Wer die Fachrichtung Automatisierungstechnik wählt, wird sich um Anlagen oder Komponenten der Mess-, Steuerungs-, Regelungs- und Antriebstechnik sowie der Prüf- und Zähltechnik für Fertigungs- und Produktionsprozesse kümmern. Beim Elektroniker der Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik stehen im Gegensatz dazu Anlagen und Anlagekomponenten der Telekommunikationstechnik, der Elektro-Akustik, der Datenübertragung, der Ruf- und Signaltechnik einschließlich der Gefahrenmelde- und Sicherheitstechnik im Vordergrund.

Elektroinstallationszone

auch: Installationszone, Elektroinstallationszonen, Elektro-Installationszone, Elektro-Installationszonen

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Normalerweise werden Elektrokabel senkrecht und waagerecht und auch nur in bestimmten Installationszonen verlegt. Bei senkrechten Wandleitungen ist die Zone 20 cm breit und beginnt in einem Abstand von 10 cm von Fenster- bzw. Türöffnungen oder Ecken. An Fenstern, zweiflügeligen Türen und Wandecken werden die senkrechten Installationszonen an beiden Seiten angeordnet. Bei einflügeligen Türen ist nur eine Installationszone erforderlich, diese ist an der Schlossseite der Tür vorzusehen. Waagerechte Wandleitungen liegen in einer Zone von 30 cm Breite. Diese Zone beginnt jeweils in 15 cm Abstand vom fertigen Fußboden und der Decke. Neben der oberen und unteren Installationszone gibt es bei Räumen, für die eine Arbeitsfläche vorgesehen ist, noch eine mittlere Installationszone. Dies ist vor allem bei Küchen und Hauswirtschaftsräumen der Fall. Durch diese Festlegung soll die problem- und gefahrlose Versorgung der Betriebsmittel, wie beispielsweise der Steckdosen über den Arbeitsflächen, gewährleistet werden. Die mittlere Zone beginnt in einem Abstand von 100 cm vom fertigen Fußboden und ist ebenfalls 30 cm breit. Schalter in einem normalen Wohnraum sind in einer Höhe von 105 cm angeordnet. Schalter und Steckdose über Arbeitsflächen sind normalerweise in einer Höhe von 115 cm installiert (mittlere Installationszone). Für Fußboden und Decke sind keine Installationszonen vorgesehen. Man kann aber davon ausgehen, dass die Leitungen auf dem kürzesten Weg verlegt werden.

Elektrokachelofen

auch: Elektrokachelöfen

Ein Elektrokachelofen ist ein mit elektrischer Energie betriebener Kachelofen. Von außen unterscheidet sich ein Elektrokachelofen nicht von einem Holzbrandkachelofen. Lediglich das Innenleben ist anders. Elektrokachelöfen sind in verschiedenen Varianten erhältlich, so z.B. als Elektrospeicherofen mit einem Mantel aus Ofenkacheln oder als Kachelofen mit Elektro-Heizeinsatz. Beheizt wird ein Elektrokachelofen entweder mit Niedrigtarifstrom oder direkt mit Tagstrom. Elektrokachelöfen sind auch als beheizte Wandflächen oder Teile von anderen Öfen, z.B. elektrisch beheizte Sitzbänke im Handel erhältlich. Ein Elektrokachelofen ist dann eine gute Alternative, wenn man keinen Rauchfang hat oder keine Möglichkeit, Holz zu lagern. Auf die Strahlungswärme eines Kachelofens muss beim Elektrokachelofen werden, der einen separat abgesicherten Stromanlschluss mit 240 oder 400 Volt.

Elektrokettensäge

auch: Elektrokettensägen, Elektro-Kettensäge, Elektro-Kettensägen

siehe Kettensäge.

Elektrokonvektor

auch: Elektrokonvektoren

Elektrokonvektoren sind elektrisch betriebene Konvektionsheizungen, also Direktheizgeräte. Diese Geräte geben ihre Wärme durch natürliche Konvektion ab. Elektrokonvektoren eignen sich als Übergangs- oder Zusatzheizung, bzw. für nicht ständig genutzte Räume. Auch als Notheizung kommen Elektrokonvektoren zum Einsatz.

Elektro-Laubsauger

siehe Laubauger.

Elektronenstrahlschweißen

Beim Elektronenstrahlschweißen erlauben gebündelte, durch hohe Gleichspannung im Vakuum beschleunigte Elektronen Schweißarbeiten mit schmaler Wärmeeinflußzone und großer Tiefenwirkung sowie Verbindungen verschiedener (auch höchstschmelzender) Werkstoffe bei größter Reinheit der Naht.

Elektronik-Entfernungsmesser

Elektroniker

Elektronik-Säbelsäge

auch: Elektronik-Säbelsägen, Elektroniksäbelsäge, Elektroniksäbelsägen

siehe Säbelsäge

Elektronikschloss

Ein Türschloss öffnet sich, wenn der mechanische Profilzylinder mit einem Schlüssel geöffnet wird. Bei einem Elektronikschloss, auch Pincode-Schloss genannt, übernimmt ein elektronisch gesteuerter Profil-Zylinder und eine numerische Eingabetastatur die Funktion des Schlüssels. Das Tastaturfeld mit den Zahlen von NULL bis NEUN bietet wie bei einem Biometrie-Schloss eine Million Codemöglichkeiten, insofern sind die Schlösser absolut sicher.

Elektronikschlüssel

elektronischer Schlüssel

auch: elektronische, Schlüssel

Ob Auto oder Parkhaus, Tresor oder Wohnung, immer mehr halten elektronische Schlüssel Einzug in unser Leben. Von einem elektronischen Schlüssel spricht man, wenn z.B. der Schlüssel und das Schloss neben der mechanischen Funktion die elektronische Freigabe erteilt, um das Schloss öffnen zu können. Es gibt auch Schliesssysteme, bei denen man die Tür öffnet, indem man eine Codekarte durch ein Lesegerät zieht und diese dann elektrisch den Zugang freigibt.

elektronisches Thermostatventil

auch: elektronische, Thermostatventile

Elektroosmose

auch: Elektro-Osmose

Bei den elektrophysikalischen Verfahren zur Mauerentfeuchtung ist in erster Linie die Elektroosmose zu nennen, wobei auch noch andere Verfahren wie zum Beispiel mit Funkwellen angeboten werden. Diese Verfahren sind aber eher kritisch zu sehen, da sie von ihrer Umgebung sehr stark beeinflusst werden können. Bei der Elektroosmose ist Grundlage für die Osmose die Potentialdifferenz zwischen einem Plus- und einem Minuspol. Leitfähige Flüssigkeiten - wie Wasser - bewegen sich immer vom Plus- zum Minuspol. Bei der Entfeuchtung von Mauerwerk wird sich das zu Nutzen gemacht. Feuchtes und salzbelastetes Mauerwerk wird mit entsprechenden Elektroden bestückt und es wird versucht, das Wasser zur Kathode, die im Bereich des Grundmauerwerkes verlegt ist, zu lenken. Mit dieser umweltfreundlichen Methode soll nicht nur die aufsteigende, kriechende Nässe beseitigt, sondern langfristig das gesamte Gebäude trockengehalten werden. Die komplette Entfeuchtung kann je nach Bausubstanz und Feuchtegehalt allerdings zwei und mehr Jahre dauern. Zudem muss sichergestellt werden, dass durch drückende Feuchte und Oberflächenwasser das Mauerwerk nicht aufs Neue durchfeuchtet wird. Es sind daher häufig noch zusätzliche Maßnahmen notwendig.

Elektro-Osmose

siehe Elektroosmose.

Elektroradiator

auch: Elektroradiatoren

Elektroradiatoren sind elektrisch betriebene Radiatoren. Sie werden hauptsächlich zur schnellen Erlangung von Wärme verwendet. Für einen Dauerbetrieb sind Elektroradiatoren eher nicht geeignet, es sei denn, es besteht keine andere Möglichkeit des Heizens, wie zum Beispiel in einer Werkstatt oder einem Gartenlaube.

Elektro-Rasenmäher

auch: Elektrorasenmäher

siehe Rasenmäher.

Elektroschaber

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Mit einem Elektroschaber lassen sich hartnäckige Materialreste sehr einfach und schnell entfernen. Auf das mühsame Hantieren mit dem Handspachtel kann somit verzichtet werden.

Elektroschlackeschweißen

Das Elektroschlackeschweißen ist ein spezielles Schweißverfahren. Es hat eine besonders hohe Abschmelzleistung und wird daher insbesondere zur Verbindung dicker Querschnitte eingesetzt.

Elektroschnellheizer

siehe Heizlüfter.

Elektrosmog

Entstanden ist der Begriff "Elektrosmog" Ende der siebziger Jahre. Sein Wortbestandteil "smog" setzt sich aus den beiden englischen Worten "smoke" (Rauch) und "fog" (Nebel) zusammen. Nimmt man die eigentliche Bezeichnung für Smog (Dreck) hinzu, bedeutet Elektrosmog die "Verunreinigung" der menschlichen Umgebung mit elektromagnetischer Strahlung. Im Gegensatz zum "normalen" Smog ist Elektrosmog jedoch nicht zu sehen oder zu riechen. Er läßt sich nur mit besonderen Elektrosmog-Messgeräten aufspüren und nachweisen. Für den Laien ist Elektrosmog gleich Elektrosmog, der Experte unterscheidet jedoch zwischen verschiedenen Arten von Elektrosmog. Überall, wo elektrische Leitungen und Elektrogeräte am Stromnetz angeschlossen sind, verursachen sie in der näheren Umgebung elektrische Wechselfelder. Es muss dabei gar kein Strom verbraucht werden.

Elektrospeicherheizung

auch: Elektrospeicherheizungen,, Elektro-Speicherheizungen

Elektrostatische Aufladung

Elektrostatisch aufladbar sind Stoffe mit hohem elektrostatischem Isoliervermögen, z.B. Kunststoffe. Die wichtigste Quelle für solche Aufladungen (elektrisches Gleichfeld) im Haus sind Kunststoffteppichböden, die sich durch die Reibung durch Fußtritte aufladen und deren Entladung durch eine trockene Raumluft behindert wird. Eine weitere Quelle sind Vorhänge oder Textilüberdecken u.ä. mit hohem Kunststoffanteil. Es kann zu unangenehmen aber ungefährlichen Entladungen kommen. Schlimmer ist da schon, dass die Hausstaubmilben abwechselnd angezogen und abgestoßen und dadurch ziemlich durcheinandergewirbelt werden. Das ist natürlich für Allergiker das reinste Gift. Abhilfe schaffen eine genügend feuchte Raumluft, die Verwendung natürlicher Materialien oder auch ableitende Metalleinlagen o.ä. im Teppichboden. Auch ein Blitz, der sich mit bis zu 20.000 V/m entlädt, ist eine elektrostatische Entladung, die man bei einem Gewitter sogar als säuerlichen Geruch in der Luft wahrnehmen kann. Deshalb sprechen Baubiologen bei einem durch Elektrostatik gestörten Raumklima auch von »Gewitterluft».

elektrostatischer Filter

auch: elektrostatische, Filter

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Elektrostatische Filter kommen bei Luftreinigern zum Einsatz. Sie bestehen aus einem System aus mehreren parallel angeordneten, mit Spannung geladenen Metallplatten. Im Innern des Luftreinigers verlaufen Drähte, die eine Spannung führen und den angesaugten Schmutz elektrisch aufladen. Dadurch werden die Staub- und Schmutzpartikel von den Metallplatten angezogen und im Filter festgehalten. Der Wirkungsgrad liegt bei ca. 95% und wird bei regelmäßiger Wartung permanent gewährleistet. Elektrostatische Luftreiniger zeichnen sich durch eine gute Filtereigenschaft ohne Nachkaufkosten für Ersatzfilter aus. Die Filterplatten können durch die regelmäßige Reinigung mit dem Staubsauger gesäubert werden.

Elektrotacker

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Der Elektrotacker ist ein Werkzeug, das Hammer und Nägel quasi überflüssig macht. Es kann beispielsweise bei Polsterarbeiten, beim Befestigen von Schrankrückwänden oder von Isoliermaterial beim Dachausbau verwendet werden. Ein Elektrotacker schießt Nägel bzw. Klammern in Sekundenbruchteilen an die gewünschte Stelle ohne Gefahr, dass sich der Heimwerker auf den Daumen haut. Neben der Sicherheit ist auch die Schnelligkeit gegenüber Hammer und Nagel ein Vorteil. Ein Nachteil ist allerdings, dass die Klammern wie Geschosse aus dem Tacker kommen. In Kinderhände sollte das Gerät daher auf keinen Fall geraten. Bei einigen Modellen gibt es aber für das Auslösen auch Schutzmechanismen, so dass z.B. nur ausgelöst werden kann, indem die Gerätenase an das Werkstück gedrückt wird. In der Form gleichen Elektrotacker dem Handtacker, sind aber größer. Sie enthalten ein elektromechanisches Schlagwerk, bei dem ein Magnet den Schlagbolzen betätigt. Durch eine vorgeschaltete Elektronik kann die Schlagstärke in gewissen Grenzen vorgewählt werden. Dadurch lässt sich die Schlagkraft auf das Material und auf die Größe der Klammern und Nägel einstellen. Im Gerät ist meist ein Universalmagazin vorhanden, in dem Klammern verschiedener Breite und Länge, aber auch Nägel untergebracht werden können.

Elementarschadenversicherung

auch: Elementarschadenversicherungen

Schäden, die durch Hochwasser oder Erdbeben verursacht werden, sind nicht automatisch durch die sog. "Verbundene Wohngebäudeversicherung" abgedeckt. Nun finden Erdbeben, bei denen es zu Schäden kommt, nur selten bei uns statt - und wenn, dann auch nur in wenigen Regionen. Anders ist es mit dem Hochwasser. An Rhein, Mosel, Oder, Elbe und vielen anderen Flüssen kommt es so regelmäßig, wie das Amen in der Kirche. Natürlich kann man sich gegen diese Schäden versichern lassen durch Abschluss einer Elementarschadenversicherung. Wer eine solche Police für ein Haus auf einsamer Bergkuppe haben will, bekommt sie sicherlich ohne Mühen. Wer aber in der Nähe von Flüssen und Bächen wohnt und ganz besonders in Gebieten, die sowieso hochwassergefährdet sind, der wird oft vergeblich nach einem Versicherer Ausschau halten, der dieses hohe Risiko zu versichern gewillt ist.

Element-Schiebetor

auch: Element-Schiebetore

eletrische Spannung

siehe Spannung.

Elfenbeinschnitzer

siehe Drechsler.

Ellenbogenverband

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Verlegemuster im Fliesenlegerhandwerk und (seltener) im Maurerhandwerk. Dabei werden schmale, rechteckige Fliesen und Spaltplatten sowie Verblender so "im Verband" ausgelegt bzw. zusammengefügt, dass zwei Fliesen bzw. Steine mit etwas Phantasie wie ein Arm mit angewinkeltem Ellenbogen aussehen.

Eloxierung

Bei der Eloxierung wird die Oberfläche des Aluminiums in einem Säurebad durch Einwirkung von elektrischen Strom in Aluminiumoxid umgewandelt. Diese Oxidschicht ist sehr hart, abriebfest, licht- und witterungsbeständig. Gegen organische und anorganische Lösungsmittel ist sie sehr widerstandsfähig. Empfindlich ist die Eloxalschicht allerdings gegen Säuren und Laugen. Beton und Kalk sollte daher nicht mit dem Aluminium in Kontakt gebracht werden, da sie Schäden an der Oxidschicht hinterlassen. Aluminiumfenster werden beispielsweise eloxiert. Auch Dekorbleche werden in eloxierter Ausführung angeboten.

Elsbeere

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Die Elsbeere wächst in sonnigen Lagen Mittel- und Südeuropas, vor allem in Frankreich. Das feinporige Holz ist gleichmäßig strukturiert, mit zarter Zeichnung ausgestattet und geht farblich ins rosa. Elsbeere ist gut zu lackieren und zu färben und ist ein beliebtes und hochwertiges Ausstattungsholz für Möbel und Innenausbau.

Emaille

Email ist einerseits und bekanntermaßen ein digital verschickter Brief, andererseits aber auch die eingedeutschte Schreibweise für Emaille. Um hier kein Durcheiander aufkommen zu lassen, sprechen wir hier in diesem Lexikon von Emaille (sprich: Emalja). Emaille ist eine durch völliges oder teilweises Schmelzen entstandene glasartige Masse. Die Herstellung erfolgt aus natürlichen Rohstoffen wie Quarz, Feldspat, Borax, Soda, Pottasche und Metalloxiden. Emaillierungen kombinieren die positiven Eigenschaften von Glas und Metall. Beim Emaillieren bei Temperaturen bis 900°C entsteht ein neuer Verbundwerkstoff durch Verschmelzen von Emaille und Metall. Emaillierte Oberflächen sind dauerhaft korrosionsgeschützt. Emaille ist keineswegs die Erfindung aus jüngeren Tagen. Die erste Blüte erlebte die Emaillierkunst im 5. bis 10. Jahrhundert nach Christus in Byzanz, wobei schon lange vor unserer Zeitrechnung im ostasiatischen Raum Emaille bekannt zu sein schien. Das Wort Emaille ist erst im 17. Jahrhundert in den deutschen Sprachsatz eingegangen. Bis dahin und daneben benutzte man Begriff "Schmelz". Erst 1934 wurde das Haftproblem von Emaille auf Metallen gelöst. Seitdem wird ständig an der Weiterentwicklung von Spezialemaille gearbeitet, um die Qualität noch weiter zu erhöhen. Emaille wird beispielsweise zur Herstellung von Küchengeschirr, Backöfen oder Emaille-Badewannen verwendet.

Emaille-Wanne

auch: Emaille-Wannen

emaillieren

Emaillieren bezeichnet das Überziehen von Porzellan und Metall mit einem glasähnlichen Überzug. Hauptbestandteil des Emails sind neben der Glasmasse Silikate und Oxide von Metallen. Ein Emailüberzug ist farbbeständig, kratzfest und widersteht Säuren. Badewannen oder Töpfe sind beispielsweise mit Email überzogen.

Embossieren

veraltete Bezeichnung für Bossieren.

Emerald Pearl

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Emerald Pearl eine grünlich-schwarz schillernde Syenitart. Beim Schleifen oder Flammieren verliert der Stein sein Erscheinungsbild. Es ist daher schwierig, ihn rutschfest zu machen. Im Außenbereich sollte er daher nicht unbedingt für Treppen oder Bodenbeläge verwendet werden. Auf stark frequentierten Laufflächen kommt es zudem zu einem schnelleren Oberflächenverschleiß. Ansonsten kann er im Innenbereich (auch im Außenbereich als Fassadenplatten) bedenkenlos für alle Zwecke eingesetzt werden.

E-Metall

auch: E-Metalle

Abkürzung für Eisenmetall.

Emission

Jegliche Art der Abgabe von Stoffen, Energien und Strahlen an die Umgebung durch eine bestimmte Quelle wird als Emission bezeichnet. Das Ziel wird durch Immission belastet, denn häufig handelt es sich dabei um die Abgabe von Schadstoffen bzw. Schadenergien. Schadstoffe können in Rauchgasen, Abluft, Abwasser und in festen oder flüssigen Abfällen enthalten sein. Schadenergien können beispielsweise in Form von Lärm, Erschütterungen, Radioaktivität, Mikrowellen, Elektrosmog in festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffen übertragen werden.

emissionsfrei

Die Eigenschaftsbeschreibung "emissionsfrei" ist eine Wunschvorstellung und steht im allgemeinen Bewußtsein dafür, dass Baustoffe und inbesondere Farben und Lacke, aber auch Kleber, textile Bodenbeläge usw. keine Ausgasungen verursachen, die für den Menschen schädlich sind oder schädlich werden können. Bei Produkten wie Biofarbe oder Naturharzlack folgern Verbraucher, dass diese emissionsfrei sind - was aber keineswegs der Fall ist. Naturharzlacke können ganz im Gegenteil in bedenklichem Umfang ausgasen. Selbst von seit Jahrtausenden bewährten Baustoffen wie Ziegelsteinen gehen Emissionen aus, wenn diese auch gesundheitlich völlig unbedenklich sind. Auch der "Blaue Engel" auf der Lackdose besagt nicht, dass aus dem entsprechend "dekorierten" Lack nun keine Schadstoffe emittieren.

E-Modul

Empore

auch: Emporen

Tribüne oder Galerie im Kirchenraum, die entweder die Bodenfläche vergrößert, bestimmte Gruppen der Gemeinde absondert ( z.B. Frauen, Nonnen, Kirchenchorsänger), die Orgel aufnimmt oder vornehmlich die Wand gliedert.

Emscherbecken

auch: Emscherbrunnen

Ein Emscherbecken bzw. Emscherbrunnen ist ein Bauwerk zur Abwasserreinigung. Bei dem zweistöckigen Emscherbecken dient der obere Teil als Absetzbecken, wo die Grob- und Schwebestoffe aus dem Abwasser abgeschieden werden. Der untere Teil fungiert als Faulbehälter. Das Emscherbecken kann Teil einer Pflanzenkläranlage sein.

Emscherbrunnen

siehe Emscherbecken.

Emulgator

auch: Emulsion, Emulgatoren

Ein Emulgator bewirkt, dass zwei miteinander nicht mischbare Flüssigkeiten eine stabile homogene Masse (Emulsion) bilden. Dabei wird der eine Stoff durch Schütteln im anderen Stoff fein verteilt. Beispiele sind Wasser in Öl oder ÖL in Wasser. Im ersten Fall bildet das Öl eine durchgehende Phase und das Wasser ist fein verteilt. Dies ist beispielsweise bei Butter der Fall. Im zweiten Fall (Öl in Wasser) bildet das Wasser eine durchgehende Phase und das Öl darin in Tröpfchen vorhanden. Dies ist beispielsweise bei Milch der Fall. Auch bei der Herstellung von Farben, Lacken und Lasuren kommen Emulgatoren zum Einsatz.

Emulsion

auch: Emulsionen

siehe Emulgator.

Encoder

Unter Encoder werden u. a. spezifische Computerprogramme zur Musikbearbeitung und ganz speziell zur Umwandlung eingeleser Musikdaten verstanden. Im Baubereich werden freilich elektronische Geräte eingesetzt, die sich ebenfalls Encoder nennen und beispielsweise an Rolltoren eingesetzt sind, wo sie aufgrund optischer Signale einen sofortigen Laufstopp herbeiführen, wenn sich im Schließbereich des Tores Personen oder Gegenstände befinden.

Endauflager

Bei einem Durchlaufträger gibt es Zwischenauflager und Endauflager. Im Gegensatz zu den Zwischenauflagern, sind die Endauflager frei von Momenten. Dies hat Einfluß auf die Bewehrung. Dennoch müssen zur Aufnahme ungewollter Einspannungsmomente und zur Schubsicherung einige Bewehrungsstäbe am Endauflager aufgebogen werden.

Endenergie

auch: Sekundärenergie, Endenergieverbrauch

Als Endenergie wird die unmittelbar gebrauchsfähige Energieform bezeichnet. Sie wird berechnet, indem von der Primärenergie Umwandlungs-, Speicher- und Leitungsverluste sowie Eigenverbrauch und nichtenergetischer Verbrauch abzieht. Der Endenergieverbrauch ist angegeben in GWh (1 GWh = 1.000.000 kWh). Der Endenergieverbrauch in Deutschland hat sich seit 1990 nicht maßgeblich geändert. Er schwankt um einen Wert von 2.600.000 GWh. Dies liegt daran, dass der steigende Energiebedarf der Gesellschaft durch die steigende Effizienz der Anlagen und Verbraucher kompensiert wird. In den meisten Fällen handelt es sich bei der Endenergie um eine Sekundärenergie, das heißt, sie wurde zuvor umgewandelt wie z.B. Heizöl oder Holzpellets. In seltenen Fällen handelt es sich auch um Primärenergie wie beispielsweise bei Anthrazitkohle.

Ender

Siehe Walmkappe

Endfestigkeit

Endfestigkeit bezeichnet den Zustand eines Baumaterials bei endgültiger Aushärtung und daran anschließender Weiterverarbeitungsmöglichkeit. Die Endfestigkeit eines zementgebundenen Werkstoffs ist erreicht, wenn der Zement völlig hydratisiert ist, das heißt wenn Wasser und Zement vollständig miteinander reagiert haben. Das kann unter Umständen mehrere Jahre dauern. Je geringer die Mahlfeinheit des Zements, um so länger dauert die Hydratation. Bei bestimmten Klebematerialien etwa aus einer Kartusche kann die Endfestigkeit schon nach 24 Stunden erreicht sein.

Endklammer

auch: Endklammern

Spezielle Paneelklammer oder Fugenkralle für das letzte Paneel bei der Verkleidung von Wänden oder Decken mit Profilbrettern.

Endlosbordüre

Endlosschleifpapier

auch: Endlosschleifpapiere

siehe Schleifpapier.

Endmontage

Jener Teil einer Montage, nach dessen Ausführung ein Produkt endgültig fertiggestellt worden ist und die Produktionsstätte verläßt. Der Begriff der Endmontage bezieht sich zwar hauptsächlich auf industriell gefertigte Produkte der metallverarbeitenden Industrie wie etwa die Endmontage eines vom Fließband laufenden Kraftfahrzeugs, wird jedoch auch im Baubereich angewendet - zum Beispiel bei der Endmontage eines Fertighauses auf der Baustelle.

Endwertfeststellung

auch: Endwertfeststellungen

ENEC-Zeichen

Das ENEC-Zeichen auf einem elektrischen Gerät bezeichnet die Normenkonformität mit den Europäischen Sicherheitsnormen. Geräte die ein solches Zeichen tragen, müssen die selbe Prüfungen bestehen, wie solche die ein VDE-Zeichen erhalten haben, nur dass das ENEC-Zeichen europaweit anerkannt wird.

Energieabsorber

Energieausweis

auch: Energiesparausweis, Bedarfsausweis, Verbrauchsausweis

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Bei Waschmaschinen oder Kühlschränken ist es seit Jahren üblich, dass ein Label über die Energieeffizienz des Geräts Auskunft gibt. Seit Oktober 2007 ist auch bei Verkauf und Vermietung von Gebäuden verpflichtend ein Energieausweis notwendig. Gab es zunächst eine Übergangsfrist, wo nur ältere Häuser einen Energieausweis benötigten, ist seit Juli 2009 für jedes Haus ein solcher Ausweis notwendig. Der Energieausweis hilft bei Kauf, Bau oder Anmietung die Energieeffizienz eines Gebäudes einzuschätzen. Mieter oder Käufer können einfach ablesen, ob sie mit hohen oder niedrigen Energiekosten rechnen müssen. Grundsätzlich haben Eigentümer die Möglichkeit, zwischen zwei Varianten zu wählen: Beim Bedarfsausweis ermittelt ein Fachmann den rechnerischen Energiebedarf und dokumentiert den energetischen Zustand des Gebäudes. Dabei werden die Qualität der Gebäudehülle - wie Fenster, Decken und Außenwände - sowie der Heizungsanlage und des Energieträgers berücksichtigt. Dagegen beruht der Verbrauchsausweis auf dem Energieverbrauch der vergangenen drei Jahre. Das Ergebnis dieses Ausweistyps hängt somit stark vom individuellen Nutzerverhalten ab und ist daher meist weniger aussagekräftig. Bei Wohngebäuden, die vor 1977 gebaut, nicht grundlegend energetisch saniert wurden und weniger als fünf Wohneinheiten haben, ist der Bedarfsausweis zwingend vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Egal, ob der Energieausweis auf gemessenen Verbrauchswerten oder dem rechnerischen Energiebedarf beruht - er muss individuelle Modernisierungsempfehlungen enthalten. Mit dem Energieausweis ist es erstmals möglich, Gebäude energetisch miteinander zu vergleichen. Zuvor gab es lediglich regionale Energiepässe, die aber nicht einheitlich waren und deshalb auch keinen Vergleich boten. Der Energieausweis wird umgangssprachlich mitunter auch Energiesparausweis genannt, was eigentlich so nicht richtig ist, weil er keine Auskunft darüber gibt, wieviel Energie "gespart" wird, sondern wieviel Energie "verbraucht" wird.Auf der Abbildung ist der mögliche Energiebedarf eines Gebäudes abgebildet, so wie er in einem Energieausweis angegeben sein könnte. Der Pfeil steht irgendwo mitten auf der Skala zwischen "grün" und "rot". Ganz links bei "grün" stehend würde bedeuten, dass es sich um ein Passivhaus handelt, das keinen Energiebedarf hat. Wäre der Pfeil ganz rechts auf der Skala, würde es bedeuteten, dass es sich um ein Haus handelt, das energetisch nicht wesentlich modernisiert ist. Als Mieter oder Käufer sollte man von solch einem Haus besser die Hände lassen oder darauf gefasst sein, dass in das Haus noch einiges an Geld gesteckt werden muss, um es energetisch fit zu machen. Liegt der Pfeil in der Mitte, verbraucht das Gebäude durchschnittlich viel Energie, alles was in Richtung "grün" geht, ist gut.

Energiebedarfsausweis

Energiediagnose

Durch undichte Fenster und Türen, schlecht gedämmte Mauern und Dächer entweichen in "älteren" Häusern Energiereserven, die das Hauskonto des Hausbesitzers nicht unerheblich belasten. Auch der Wohnkomfort leidet. Damit die aufgewendeten Mittel zu einer maximalen Energieeinsparung führen, ist vor der Renovierung eine Energiediagnose notwendig. Bei der Energiediagnose bekommt der Hausbesitzer von einem Energieberater erläutert, wie er sein Haus unter energetischen Gesichtspunkten komfortabler gestalten kann. Die umfangreiche Analyse zeigt Schwachpunkte am Haus und listet zudem Verbesserungsvorschläge und Energieeinsparpotenziale auf.

Energiedurchlassgrad

auch: Energiedurchlaßgrad

Siehe g-Wert.

Energieeinsparverordnung

auch: EnEV

Die Energieeinsparverordnung ist Teil des deutschen Baurechts und regelt vor allem den Energieverbrauch von Gebäuden. Erreicht werden die Ziele der Energieeinsparverordnung vor allem durch umfangreiche Dämmmaßnahmen, der Herstellung winddichter Häuser (mit der Gefahr von Schimmelbildung bei falschem Lüftungsverhalten) und die Umrüstung auf moderne Heizungsanlagen. Die EnEV soll damit zur Verringerung der Umweltbelastung beitragen. Im Detail regelt die EnEV die Energieausweise für Gebäude und die energetische Mindestanforderungen für Neubauten sowie für Modernisierung, Umbau, Ausbau und Erweiterung bestehender Gebäude. Weiterhin regelt die EnEV die Mindestanforderungen für Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie Warmwasserversorgung und die energetische Inspektion von Klimaanlagen. Die Anforderungen an neue Nichtwohngebäude werden wie bei Wohngebäuden über den Jahresprimärenergiebedarf definiert. Die Bilanz umfasst jedoch zusätzlich zum Energiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung und Lüftung auch die Anteile für Kühlung und eingebaute Beleuchtung. Die EnEV gilt für alle beheizten und gekühlten Gebäude bzw. Gebäudeteile. Sonderregelungen gelten für Gebäude, die nicht regelmäßig geheizt, gekühlt oder genutzt werden (z. B. Ferienhäuser), die nur für kurze Dauer errichtet werden (z.B. Zelte, Traglufthallen) oder für ganz spezielle Nutzungen, wie z.B. Ställe und Gewächshäuser. Kleine Gebäude unter 50 m² Nutzfläche und nach Landesrecht geschützte Baudenkmäler sind von der Verpflichtungnach Energieausweisen nicht betroffen. Die erste Energieeinsparverordnung (EnEV 2002) trat am 01.02.2002 in Kraft. Sie hatte die bis dahin gültige Wärmeschutzverordnung vom 16.08.1994 und die „Verordnung über energiesparende Anforderungen an heizungstechnische Anlagen und Warmwasseranlagen“ kurz: Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) vom 04.05.1998 abgelöst. Am 18.11.2004 trat eine Novellierung der EnEV in Kraft. Mit den Änderungen in der novellierten Fassung wurden Verfahrensvereinfachungen vorgenommen sowie die Rechtssicherheit und Rechtsklarheit bei der Anwendung der EnEV erhöht. Schwerpunkt war die Anpassung an den verbesserten Stand der Technik. Die dadurch notwendigen Änderungen wurden zum Anlass genommen, einige redaktionelle Klarstellungen vorzunehmen. Das grundsätzliche Anforderungsniveau wurde gegenüber der Fassung vom 01.02.2002 nicht verändert. Im Rahmen der Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007), die am 01.10.2007 in Kraft getreten ist, werden Energieausweise zukünftig auch für Bestandsgebäude zur Pflicht. Außerdem werden bei Nichtwohngebäuden Kühleinrichtungen und Kunstlicht im Rahmen der nun vorgeschriebenen Berechnung mit Hilfe der DIN V 18599 mit in die Betrachtung aufgenommen. Seit Oktober 2009 ist die EnEV 2009 gültig. Die energetischen Anforderungen wurden nun im Gebäudebereich um bis zu 30 Prozent im Vergleich zur EnEV 2007 verschärft. Eine weiter wichtige Änderung ist, dass Dachböden bis Ende 2011 eine Wärmedämmung erhalten müssen – das kann eine Dämmung der Geschossdecke oder eine Dachdämmung sein. Bei Neuerwerbung besteht eine Nachrüstpflicht. Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sind von der Nachrüstpflicht befreit, wenn sie bereits am 1. Februar 2002 in ihrem Haus wohnten. Darüber hinaus gibt es weitere Neuerungen in der EnEV 2009, auf die hier nicht im Detail eingegangen werden soll. Inzwischen (Stand Mai 2013) ist eine weitere Novelle auf den Weg gebracht. Sie sollte schon im Februar 2013 Rechtsgültigkeit haben, verschiebt sich aber von Monat zu Monat, weil auch die EU ihren Segen dazu geben muss. Es wundert keinen, wenn aus der EnEV-Novelle 2013 eine in 2014 wird.

Energieetikett

Das Energieetikett ist ein europaweit gesetzlich vorgeschriebenes Etikett auf neuen Haushaltsgeräten wie Kühl- und Gefrierschränke, Wäschetrockner, Waschmaschinen und Geschirrspülmaschinen. Es muss an jedem Gerät im Verkaufsraum kleben muss und gibt Auskunft über Sparsamkeit und Leistungsfähigkeit. Die Farbskala reicht von grün (A = ausgesprochen günstiger Energieverbrauch) bis rot (G = Großer Stromräuber) und zeigt auf einen Blick, wie der Energieverbrauch bei dem jeweiligen Fabrikat einzuschätzen ist.

Energiekabel

Bezeichnung für Erdkabel, vor allem für solche, die die Energieversorger unter der Erde verlegen, um Gemeinden und Städte mit Elektrizität zu versorgen. Der Durchmesser dieser Energiekabel - "amtliche" Bezeichnung: Energieversorgungskabel - kann die Dicke eines muskulösen Oberarms erreichen. Unter diesen Begriff fallen jedoch auch Kabel, die im Haus- und Gartenbereich verlegt werden, beispielsweise um eine Gartenleuchte mit Strom zu versorgen.

Energielabel

Das Energielabel ist eine für Elektro-Haushalts-Großgeräte (Kühl-/Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschautomaten, Wäschetrockner) gesetzliche Verbraucherinformation in Form eines Etiketts. Dieses Etikett enthält wichtige umweltrelevante Daten, wie z.B. den Strom- und Wasserverbrauch, aber auch wesentliche Angaben zu den Gebrauchseigenschaften, wie z.B. Nutzinhalt, Waschwirkung oder Schleuderwirkung. Das Besondere dabei ist die Einteilung der Geräte in sogenannte Effizienzklassen von "A" bis "G". Diese Klassifizierung ist auf dem Etikett deutlich hervorgehoben. Dabei bezeichnet ein "A" die effizientesten und "G" die ineffizientesten Geräte. Damit ist der direkte Vergleich von verschiedenen Modellen schnell und bequem möglich. Alle in Verkaufsräumen ausgestellte Geräte müssen künftig ein solches Etikett tragen. Darüber hinaus sind in Katalogen alle Gerätedaten in einheitlicher Form abgedruckt. Grundlage der Energieetiketten sind mehrere Richtlinien der Europäischen Union, die damit den Verkauf und die Entwicklung von sparsamen Hausgeräten fördern möchte.

Energiepass

auch: Energiepässe

Bei Waschmaschinen oder Kühlschränken ist es seit Jahren gang und gäbe, dass ein Label Auskunft über die Energieeffizienz der Geräte gibt. So lassen sie sich vergleichen und jeder weiss sofort, welches Gerät der größere Energieverschwender ist. Bevor der Energieausweis von der Bundesregierung verpflichtend eingeführt wurde, gab es zahlreiche regionale Energiepässe. Das Problem bei diesen Pässen war allerdings, dass sie von unterschiedlichen Kennwerten ausgingen und auch sonst unterschiedlich berechnet wurden. Der eine regionale Energiepass ließ sich demnach mit einem anderen regionalen Energiepass nicht vergleichen.

Energiepfahl

auch: Energiepfähle

Energie- bzw. Wärmetauscherpfähle bieten sich überall dort an, wo Gebäude wegen des schwierigen Untergrunds auf Pfahlgründungen errichtet werden müssen. Mit nur geringen Mehrkosten erhält der Bauherr Zugang zu Erdwärme und damit zu einer Energiequelle, mit der er, in Verbindung mit einem intelligenten Versorgungskonzept, den Energieverbrauch und die Energiekosten drastisch senken kann. Die Abmessungen der Energiepfähle richten sich in erster Linie nach statischen Erfordernissen.

Energiepflanze

auch: Energiepflanzen

Energiepflanzen sind natürlich vorkommende organische Rohstoffe z.B. Holz, Raps, Stroh, die ganz oder teilweise für weitere technische oder energetische Anwendungen genutzt werden: z.B. Verbrennung, Biogaserzeugung oder Kunststoffherstellung. Energiepflanzen werden daher auch als nachwachsende Rohstoffe bezeichnet. Als Energierohstoff können die ganze Pflanze, Pflanzenteile oder Pflanzenabfälle eingesetzt werden. Der entscheidende Vorteil von nachwachsenden Rohstoffen im Vergleich zu fossilen Rohstoffen ist, dass sie prinzipiell unbegrenzt zur Verfügung stehen. Sie können Jahr für Jahr neu angebaut werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die CO2-Neutralität bei der Verbrennung, denn dabei wird nicht mehr Kohlendioxid freigegeben als vorher von der Pflanze gebunden wurde.

Energieplushaus

Energie-Plushaus

Energiesäule

auch: Energiesäulen

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Von einigen Herstellern benutzte Bezeichnung für eine im Außenbereich aufgestellte und auf einem Stein- oder Betonsockel verschraubte Steckdosenleiste. Energiesäulen sind mit Schuko-Steckdosen bestückt, die kindergeschützt und wassergeschützt sind. Zusätzlich kann in diese Säulen auch ein Beleuchtungselement integriert sein.

Energiesparausweis

Energiesparhaus

auch: Energiesparhäuser

Ein Energiesparhaus ist ganz allgemein betrachtet ein Haus, das weniger Energie benötigt, als gesetzlich vorgeschrieben ist. Da sich die Anforderungen an die Wärmedämmung ständig ändern und verschärft werden, kann es durchaus sein, dass ein Haus, das vor 20 Jahren als Energiesparhaus gebaut wurde, heutzutage nicht mehr als solches bezeichnet werden kann. In Deutschland kursieren viele Begriffe, die ein Energiesparhaus bezeichnen - vom Null-Liter-Haus über das 3-Liter-Haus bis zum Passivhaus. Auch das KfW-60 und KfW-40-Haus sind Energiesparhäuser. Seit April 2009 ändern sich in Deutschland die Bezeichnungen für förderungswürdige Energiesparhäuser: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) änderte die Bezeichnung von KfW-40 Energiesparhaus in Effizienzhaus 55 und von KfW-60 Energiesparhaus in Effizienzhaus 70.

Energiesparlampe

auch: Energiesparlampen, Energie-Sparlampe, Energie-Sparlampen

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Die Energiesparlampe, von Technikern Kompaktleuchtstofflampe genannt, ist im Prinzip nichts anderes, als eine kompakt "gefaltete" Leuchtstoffröhre mit einem elektronischen Vorschaltgerät. Bei Energiesparlampen in Kerzen-, Kugel- oder Glühbirnenform ist die Leuchtstoffröhre zusätzlich von einem Glaskolben umhüllt. Der wesentlich höhere Anschaffungspreis im Vergleich zur Glühbirne macht sich mehr als bezahlt, da diese Lampen eine wesentliche höhere Energieeffizienz aufweisen. Statt 5 % wie bei der herkömmlichen Glühbirne wandeln sie mehr als 25 % der eingesetzten Energie direkt in Licht um. Auch die Lebensdauer ist wesentlich höher - 10 bis 12-fach im Vergleich zur Glühbirne. Rechnerisch können bei einer 12-Watt-Energiesparlampe 60 € an Energiekosten - bezogen auf die Lebensdauer - eingespart werden. Je nach Einsatz der Lampe sollte darauf geachtet werden, ob diese eine hohe Schaltfestigkeit besitzt. Energiesparlampen für den Außenbereich werden auch mit eingebautem Lichtsenor geliefert; die Lampe geht also bei Dunkelheit selbständig an. Energiesparlampen verbrauchen rund 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühlampen bei gleicher Lichtausbeute. Eine Energiesparlampe mit 15 Watt entspricht in der Leuchtkraft einer herkömmlichen Glühlampe von 75 Watt. Energiesparlampen haben darüber hinaus eine zirka achtmal längere Lebensdauer.

EnEV

Engländer

Englischer Verband

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Die Bezeichnung Englischer Verband wird bei Holzböden für die Verlegung von größeren Parkettstäben in einer Richtung verwendet. Genauer gesagt, werden beim Englischen Verband die Parkettstäbe um die Hälfte versetzt zueinander verlegt. Beim Oxford-Verband sind die Parkettstäbe um zwei Drittel zueinander versetzt angeordnet (siehe Abbildung). Sind die Parkettstäbe parallel, aber wild zueinander angeordnet, so spricht der Fachmann von Schiffsboden-Verband oder auch Wildem Verband. Optisch werden so die Planken auf einem Schiffsdeck dargestellt.

Englisch Rot

Engoben

Eine Engobe dient zum Beschichten und Einfärben von keramischen Produkten wie zum Beispiel Dachziegeln. Sie haben nur einen dekorativen Charakter und haben keinen Einfluss auf die Güteeigenschaften des Tonscherbens, Engoben bilden also keine Schutzschicht. Durch die Art des Auftrags lassen sich allerdings verschiedene Effekte erzielen. Dachziegel müssen z.B. auch ohne Engoben gebrauchstauglich sein. Erzeugt werden farbige Engoben durch den Auftrag mineralhaltiger Tonschlämmen mit gleicher oder einer anderen Brennfarbe. Engoben überdecken die unterschiedlichen Brennfarben des Scherbens. Mit Engoben lassen sich matte, mattglänzende und glänzende Oberflächen herstellen. Bei der Herstellung von matten Oberflächen werden Engoben als toniger Schlicker durch Tauchen, Übergießen, Schleudern oder Spritzen auf den noch ungebrannten Dachziegel aufgetragen. Um glänzende Oberflächen herzustellen, müssen den Engoben glasbildende Zusätze wie Glasurfritten, Glasurfarbkörper zugefügt werden.

engobierte Tondachsteine

Engobierte Tondachsteine (Dachziegel) wirken "wie glasiert", es handelt sich jedoch bei Engoben weder um eine Glasur, noch eine Schutzschicht, sondern um einen gestalterischen Effekt.

Enkaustik

siehe Wachsmalerei.

Enlastungsfugen

EN-Norm

auch: EN-Normen

Sinn hinter der EN-Norm war die Schaffung „gleicher“ Voraussetzungen für Produkte und Verfahren im europäischen Binnenmarkt. Anders als ISO-Normen haben EN-Normen nur Gültigkeit innerhalb der Europäischen Union. Das CEN versucht, Normenidentität zwischen der EN und ISO-Norm herzustellen. Grundsätzlich sollen vorhandene ISO-Normen unverändert als EN-Normen mit der ISO-Normnummer übernommen werden. Gelingt das auf europäischer Normungsebene nicht, werden eigenständige EN-Normen mit von der ISO-Norm abweichenden EN-Normnummern erstellt.

Ensemble

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Jeder kennt den Begriff "Ensemble" aus der Theaterwelt. Aber auch in der Architektur wird von einem Ensemble gesprochen, wenn eine Siedlung oder ein Straßenzug eine stilistisch artverwandte Optik aufweist, wie es etwa in Straßen mit Patrizierhäusern - siehe Foto - der Fall ist. Auch in der Innenarchitektur wird von einem Ensemble gesprochen, wenn z.B. Tische, Stühle und Schränke aufeinander abgestimmt sind und aus derselben Tischlerei kommen. Im Hochbau werden Neubauten kaum zugelassen, die sich nicht in den Charakter eines Ensembles einfügen, wenn beispielsweise ein Bürohaus aus Glas und Stahl mitten in eine Häuserreihe mit neoklassizsitischen Bauwerken errichtet werden soll.

Entcarbonisierung

Verfahren der Wasserenthärtung, wie sie in aller Regel im Wasserwerk stattfindet. Dabei wird dem Wasser das stark basische Calciumhydroxid (gelöschter Kalk) zugesetzt. Dadurch erhöht sich der pH-Wert, und das im Wasser gelöste Calcium fällt zusammen mit dem zugegebenen als Calciumkarbonat (Kalk) im Verhältnis 1:1 aus. Der anfallende Feststoff (als Schlamm oder feste Kügelchen) stammt also je zur Hälfte aus dem zudosierten und dem natürlichen Calciumgehalt des Wassers.

Entfernungsmesser

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Elektronische Entfernungsmesser sollen das Aufmaß auf der Baustelle erleichtern. Man unterscheidet zwei Techniken: Ultraschall- und Lasertechnik. Das Ultraschallsignal breitet sich mit einer Geschwindigkeit von 344 Meter pro Sekunde kegelförmig aus und wird beispielsweise von einer Wand reflektiert. Aus der Zeitdifferenz zwischen Senden und dem Empfangen des reflektierten Signals errechnet das Messgerät die Entfernung. Möbel, Wandvorsprünge und sogar Türzargen können bei der Ultraschalltechnik jedoch schnell zu Fehlergebnissen führen. Die besten Ergebnisse lassen sich daher in leeren Räumen erzielen. Im Freien wird das Ergebnis durch starken Wind und Temperaturunterschiede in der Luft beeinflußt. Ultraschall-Entfernungsmesser sind daher für das Messen im Freien weniger geeignet. Hierfür sollte man Laser-Entfernungsmesser verwenden. Hier sendet der gebündelte Laserstrahl einen roten Messpunkt auf die Zielwand. Im Empfänger wird das reflektierte Lichtsignal ausgewertet und aus der Phasenverschiebung die Entfernung ermittelt. Der rote Laserpunkt ist in Innenräumen und an trüben Tagen bis etwa 20 Meter Entfernung gut zu erkennen. Wer größere Strecken messen will, kann auf Reflexionstafeln, Lasersichtschieben oder Brillen, Peilsucher oder Fernrohrsucher zurückgreifen.

Entfeuchter

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Unter Entfeuchter versteht man vorwiegend mit einem Elektromotor betriebene Geräte unterschiedlicher Größe und Leistung, die der feuchten Raumluft das Wasserkondensat entziehen und über Kältemittel wieder in den Urzustand, nämlich in Wasser umwandeln. Das Wasser wird in einem Behälter aufgefangen und dann entsorgt. Die Entfeuchtungsleistung ist um so höher, je höher die Raumtemperatur ist. Ein Entfeuchter, der in der Stunde 200 m Kubikmeter Luft umwälzt, entzieht der Raumluft bei +15° und 80%rF etwa 8,5 Liter Wasser, bei +30° jedoch das Doppelte. Bei Temperaturen unter +5° arbeiten die Geräte entweder überhaupt nicht mehr oder sehr unwirtschaftlich. Entfeuchter werden in Größenklassen angeboten, die für bestimmte Raumgrößen ideal sind. Wichtig ist aber nicht nur, dass der Entfeuchter auf die Raumgröße abgestimmt ist, sondern dass die Leistung des Ventilators auch der des Kompressors entspricht, sonst wird nur die Luft im Nahbereich des Gerätes entfeuchtet. Der Übergang zwischen Entfeuchter und Bautrockner ist fließend. Während Entfeuchter vor allem im Wohnbereich da eingesetzt werden, wo es feucht ist, also z.B. im Bad oder im Keller, liegt das Einsatzgebiet der Bautrockner auf der Baustelle.

Entfeuchtungsputz

auch: Entfeuchtungsputze

Die Bezeichnung "Entfeuchtungsputz" ist irreführend, da der Putz keineswegs zur Mauerwerkstrockenlegung geeignet ist. Dazu muss gleichzeitig die Ursache für die Durchfeuchtung gesucht und beseitigt werden. Entfeuchtungsputze entfeuchten nicht, sie wirken bestenfalls ähnlich wie ein Sanierputz. Sehr oft ist eine solche „Sanierung" mit Entfeuchtungsputzen nur deswegen erfolgreich, weil es sich „nur“ Kondenswasserbildung aus Gründen einer falschen Nutzung handelte oder um technische Schäden, wie beispielsweise eine undichte Regenrinne. Möglicherweise wurden auch Fugen abgedichtet, die Heizung an der richtigen Stelle angebracht, die Fassade gestrichen usw. - und somit ist der eigentliche Schaden beseitigt.

Entgratemesser

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Kunststoffplatten und Kunststoffrohre werden nach dem Durchsägen mit einem Entgratemesser entgratet. Es sind sehr viele Modelle im Handel, u.a. auch mit drehbaren Klingen, um runde Kanten säubern und entgraten zu können.

entgraten

Beseitigen des dünnen, scharfen Randes an Blech oder anderen Stahlerzeugnissen, das z.B. geschnitten, gebohrt oder gefräst wurde. Das Entgraten bzw. Abgraten geschieht mit einer Feile oder speziellen Werkzeugen wie beispielsweise Querlochsenker. Auch durchsägte Kunststoffplatten und -rohre müssen entgratet werden. Dies geschieht mit speziellen Entgratemessern.

Enthärtung

auch: Wasserenthärtung

In manchen Gegenden ist die Wasserhärte so groß, dass das Wasser enthärtet wird. Dies geschieht mit unterschiedlichen Methoden. In der Regel erfolgt die Wasserenthärtung aber entweder durch Ionenaustausch oder durch Fällungsverfahren. Im Wasserwerk sind Ionenaustauscher, die mit Natrium regeneriert werden, seit einiger Zeit verboten. Dort wird meist mit der sogenannten Entcarbonisierung gearbeitet. In Haushalten werden zunehmend Ionentauscher und Dosieranlagen zur Wasserenthärtung eingesetzt. Dosieranlagen verzögern durch Zusatz von Phosphat- und/oder Silikatverbindungen die Ausfällung von Calcium- und Magnesiumverbindungen bzw. sollen dafür sorgen, dass diese nicht als Stein, sondern als Schlamm ausfallen. In Wohnhäusern sollte - wenn überhaupt - nur das Warmwasser enthärtet werden. Kalzium und Magnesium sind wertvolle Mineralstoffe, welche nicht aus dem Trinkwasser entfernt sollten. Zudem tragen die für den Ionenaustausch verwendeten Salztabletten zur Versalzung der Flüsse bei.

Entharzen

Entfernen von Harz durch Seifenlauge, Lösungsmittel und mechanische Bearbeitung.

Entkalker

Umgangssprachliche Bezeichnung für Flüssig-Reiniger, die so aufgebaut sind, dass sie Kalkspuren und Kalkringe auf der Sanitärkeramik und auf Armaturen mittels einer chemischen Reaktion auflösen. Entkalker für den Gebrauch im Haushalt werden überwiegend auf ökologischer Basis hergestellt, nämlich aus natürlicher Zitronensäure.

Entkalkungspumpe

auch: Entkalkungspumpen

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Die Entkalkungspumpe ist das professionelle Werkzeug eines Gas- und Wasserinstallateurs zum Entkalken von Thermen, Boilern, Wärmetauschern, Kühlsystemen und verschiedenes mehr. Das Enkalken geschieht unter Druck und mit Verwendung spezieller Enkalkungschemie.

Entkernung

auch: Entkernungen

Man spricht von einer Entkernung, wenn die Substanz eines Gebäudes so stark geschädigt ist, dass eine Sanierung oder gar Restaurierung unmöglich ist. Bei der Entkernung werden alle Bauteile bis auf Keller, Bodenplatte und tragende Wände abgetragen. Je nach Zustand Das Mauerwerk wird, so weit erforderlich, trocken gelegt. Alsdann erfolgt der Wiederaufbau. Der gesamte Ablauf von Entkernung bis Wiederaufbau kann wesentlich teurer werden, als ein Neubau.

Entkopplungsmatte

auch: Entkopplungsmatten

Entkopplungsmatten sind Matten meist aus Kunststoff zur Entkopplung von Untergrund und Belag. Durch die Trennung von Untergrund und Belag werden Bewegungen und Formveränderungen nicht mehr auf die starre Oberfläche übertragen. Dadurch können beispielsweise Risse vermieden werden. Im Verbund mit dem Fliesenbelag verhindert die Entkopplungsmatte, dass Sickerwasser in die Konstruktion eindringen und diese zerstören kann. Besonders im Außenbereich auf Balkonen und Terrassen oder innen auf kritischen Untergründen wie frischen Estrich- und Betonflächen, Heizestrichen, Holzwerkstoffen oder Gussasphalt kommen Entkopplungsmatten zum Einsatz.

Entladungslampe

auch: Entladungslampen

Entladungslampen erzeugen Licht mit Hilfe von elektrisch angeregten Gasen und Metalldämpfen. Im Gegensatz zum Tageslicht oder Glühlampen besteht das Licht meist aus einem ungleichmäßig verteilten Lichtspektrum. Durch verschiedene Leuchtstoffschichten können jedoch gezielt Lichtfarben, sogar annähernd Tageslicht, produziert werden. Da die Lichtausbeute von Entladungslampen 5-8 -fach höher ist als bei Temperaturstrahlern (wie zum Beispiel die Glühlampe), sind diese energiesparender und sollten alternativ zur Glühlampe verstärkt eingesetzt werden, zumal für jeden Anwendungsbereich in der Innen- und Außenbeleuchtung eine breite Auswahl von Lampen angeboten wird. Eine der häufigsten Anwendungsgebiete für Entladungslampen ist die Straßenbeleuchtung.

Entlastungsnut

auch: Entlastungsnute

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Massivholz ist insofern ein lebendes Material, als es immer eine natürliche Holzfeuchte aufweist und auch nach der Verarbeitung behalten muss. Aufgrund zu trockener Raumluft können im Holz Spannungen auftreten, die zu Rissen führen können. Um diesen Spannungen vorzubeugen, werden z. B. massive Hobeldielen unterseitig mit Nuten versehen (siehe Foto).

Entlastungsschnitte

auch: Enlastungsfugen

Entlastungsschnitte findet man zum Beispiel häufig auf der Unterseite breiterer Dielenbretter oder von Sichtschalungen. Diese sollen verhindern, dass das Holz schüsselt oder reißt. Bei den Entlastungsschnitten oder auch Entlastungsfugen handelt es um schmale Nuten, die in einem bestimmten Abstand zueinander eingefräst werden. Sie helfen, Spannungen zu kompensieren.

Entleerungsgeräusche

Entlüftungsautomat

auch: Entlüftungsautomaten

Der Heizkörper wird nur mäßig, bzw. überhaupt nicht warm. Jahr für Jahr nach dem Sommer das gleiche Problem. Es ist Luft im Heizkreislauf. Wo ist der Schlüssel zum Entlüften? Mit einem Entlüftungsautomaten hat man diese Probleme nicht mehr. Er läßt die Luft automatisch aus dem System entweichen, die integrierten Quellscheiben schließen den Entlüftungsautomaten automatisch. Wer mag, kann aber auch weiterhin mit der Hand entlüften.

Entlüftungsroller

Entlüftungsroller sind mit Stacheln besetzte Walzen. Sie werden zum Entlüften von Spachtelmassen oder zum Abrollen frischer Fußbodenbeschichtungen verwendet, um Luftblasen zu entfernen. Es gibt Entlüftungsroller mit unterschiedlichem Durchmesser, unterschiedlicher Breite und unterschiedlicher Stachellänge.

Entlüftungswalze

auch: Stachelentlüftungswalze, Entlüftungswalzen

Entlüftungswalzen sind mit Stacheln aus Kunststoff oder Metall versehene Walzen. Sie verhindern die Kraterbildung beim Beschichten von Böden mit lösungsmittelhaltigen Flüssigkunststoffen, Bodenausgleichsmassen und Fließestrichen, aufsteigende Blasen werden aufgestochen und egalisiert. Die frisch eingebrachten Ausgleichsmassen und Fließestriche werden dazu mit der Entlüftungswalze bearbeitet. Dabei empfiehlt es sich Stachelschuhe zu tragen, um auf der Oberfläche keine Spuren zu hinterlassen.

Entmagnetisiertisch

auch: Entmagnetisiertische

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Metallische Werkstücke, Werkzeuge oder Messwerkzeuge müssen beispielsweise vor der Weiterverarbeitung, vor galvanischen Behandlungen, vor Waschvorgängen, vor dem Sintern, vor Kontroll- und Messabläufen oder vor Montageabläufen entmagnetisiert werden. Dies geschieht mit einem Entmagnetisiertisch.

Entmanteler

Werkzeug zum Entmanteln von Kabeln, das heißt die Leiter werden freigelegt ohne beschädigt zu werden. Es gibt spezielle Entmanteler für Coaxialkabel (TV-Antennenkabel) und Universalentmanteler für normale Kabel.

Entmischen

Trennung von Wasser und Zuschlag bei Frischbeton oder Frischmörtel im Zeitraum zwischen dem Verdichten und Erstarren. Dem Gesetz der Schwerkraft folgend sinken die schweren Teile nach unten und das Anmachwasser steigt an die Oberfläche. Um dies zu verhindern, kommt es vor allem auf das richtige Mischungsverhältnis an. Je mehr Wasser verwendet wird, um so größer ist die Gefahr des Entmischens.

Entrostungsspachtel

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Spachtel mit einem kurzen, steifen Stahlblatt und einer einseitig geschliffenen Klinge. Das Werkzeug eignet sich besonders gut zum Entfernen von grobem Rost.

Entsalzungsanlagen

auch: Meerwasser-Entsalzungsanlagen

Entsalzungsanlagen sind riesige Anlagen, in denen Meerwasser das Salz entzogen wird, um es zu Trinkwasser oder Brauchwasser zu machen. In manchen Gegenden der Erde ist dies die einzige Möglichkeit, den Wasserbedarf zu befriedigen. Dabei ist ein großer Energieeinsatz notwendig. Es werden thermische und physikalisch-chemische Verfahren unterschieden. Thermische Verfahren sind zum Beispiel Ausfrieren oder Destilieren. Bei physikalisch-chemischen Verfahren kommen Ionenaustausch, Umkehr- und Druckosmose, Elektrodialyse oder Trennung mit Membranen infrage.

Entschalen

siehe Ausschalen.

Entschalungsmittel

siehe Trennmittel.

Entschalungsöl

siehe Schalöl.

Entschäumer

Entseuchung

siehe Desinfektion.

Entsiegelung

Um der Flächenversiegelung entgegenzuwirken, kann man befestigte, wasserundurchlässige Terrassen, Wege und Zufahrten entsiegeln. Und zwar durch Einbau wasserdurchlässiger oder zumindest teilweise wasserdurchlässiger Materialien wie etwa Rasengittersteine, Schotterrasen oder Porenpflaster.

Entsorger

Entsorgungsunternehmen

auch: Entsorger

Entsorgungsunternehmen erbringen die notwendigen Sammel– und Sortierleistungen für gebrauchte Verkaufsverpackungen. Die Branche der Entsorger ist im Umbruch begriffen. Statt Müllabfuhrunternehmen im herkömmlichen Sinne entstehen hoch spezialisierte Betriebe mit moderner Logistik und Sortiertechnik. Nur so kann den Anforderungen und Bedürfnisse moderner Abfall- und Recyclingwirtschaft entsprochen werden.

Entspannen

Abbau der während einer künstliche Trocknung auftretenden Trocknungsspannungen des Holzes durch ein unmittelbar an die Holztrocknung anschließendes Lagern in einem Klima, das mit der gewünschten Holzfeuchte im Gleichgewicht steht.

Entspannungslüfter

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In Flachdachkonstruktionen kann während der Bauphase oder durch Undichtigkeiten Feuchtigkeit in die Dachschichten eingedrungen sein. Durch ein- oder zweiteilige Entspannungslüfter wird die eingeschlossene Feuchtigkeit der Konstruktion abgeführt. (Foto:Hersteller Klöber)

entspiegeltes Glas

auch: entspiegelte, Gläser

Sobald es vor einer Glasscheibe hell und hinter ihr dunkel ist, setzt ein störender Spiegeleffekt ein, der den Ein- und Ausblick und damit insbesondere die Beobachtung von Vorgängen erschwert. Besonders störend ist dieser Effekt, wenn ein hinter Glas gerahmtes Kunstwerk betrachtet werden soll. Die Glasindustrie beschichtet das Floatglas deshalb beidseitig hart und witterungsbeständig mit hauchdünnen Metalloxiden, wodurch die Reflexion nahezu auf 0 % gesenkt wird. Entspiegeltes Glas kann auch zu Multifunktionsglas verarbeitet werden in Verbindung mit Wärme- und Sonnenschutz oder angriffshemmender Verglasung.

Entwässerung

auch: Hausentwässerung

Entwässerung ist die Ableitung von Wasser und Abwasser aus Wohnhäusern, Industriebetrieben und Städten. Das Wasser wird in Hauptsammler eingeleitet, die zur Kläranlage führen. Im Regelfall wird ein natürliches Gefälle zum Abtransport das Wassers genutzt. Man spricht in diesem Fall von Freigefälleentwässerung. Müssen Steigungen überwunden werden oder Hindernisse unterfahren werden, bietet sich die Vakuumkanalisation an.

Entwässerungsanlage

auch: Entwässerungsanlagen

Zur Entwässerungsanlage zählt alles, was dem Ableiten von Abwasser - also der Entwässerung - dienen kann. Abwasserkanäle sind ebenso eine Entwässerungsanlage wie Abwasserleitungen. Auch Abscheider oder Abwasserhebeanlagen gehören zur Entwässerung. Selbst Gegenstände der Santitärausstattung werden der Entwässerungsanlage zugerechnet.

Entwässerungsgesuch

auch: Einleitgenehmigung

Zusammen mit dem Bauantrag ist für jeden geplanten Anschluss von Grundstücksentwässerungsanlagen an das öffentliche Netz grundsätzlich ein Entwässerungsgesuch zu stellen. Im Falle des Anschlusses eines kompletten Teilortes mit einem gewachsenen Gebäudebestand genügt jedoch die Abgabe der Anzeige über den Anschluss. Beizufügen ist dem Gesuch eine Planskizze, aus der entnommen werden kann, wo die Hausanschlussleitungen verlaufen, wo der Kontrollschacht sitzt und wie über den Kontrollschacht an das Kanalnetz angeschlossen wurde. Wichtig ist auch die Angabe des Zählerstandes der Wasseruhr am Tage des Anschlusses. Das Entwässerungsgesuch wird mit unter auch als Einleitgenehmigung bezeichnet.

Entwässerungsplan

auch: Entwässerungspläne

In einem Entwässerungsplan wird dargelegt, wie das häusliche Abwasser und das Regenwasser beseitigt werden. Ein Entwässerungsplan muss den Planunterlagen zur Genehmigung des Gebäudes beigelegt werden. Zum Entwässerungsplan gehört ein Lageplan im Maßstab 1: 1000 mit Darstellung der Entwässerungsleitungen und deren Anbindung an den Hauptkanal. Dazu sind noch Bauzeichnungen aller Haupt- und Nebengebäude (Grundrisse aller Geschosse) einzureichen, die an die Entwässerung angeschlossen werden. Aus den Zeichnungen muss der Verlauf der Leitungen sowie die Auflassung der bisherigen Entwässerungseinrichtungen ersichtlich sein. Zudem sind dem Entwässerungsplan noch Längsschnitte aller Leitungen mit Darstellung aller Entwässerungsgegenstände beizufügen.

Entwässerungspumpe

auch: Entwässerungspumpen

Als Entwässerungspumpe werden ganz allgemein Pumpen bezeichnet, die dabei helfen, überflutungsgefährdete Höfe oder Keller trocken zu halten. Auch Gruben oder tief liegende Straßenunterführungen können mit Entwässerungspumpen gesichert werden. Sobald sich dort Wasser ansammelt, schaltet sich die Pumpe automatisch an und fängt an zu arbeiten.

Entwässerungsrinne

auch: Entwässerungsrinnen

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Bei der zunehmenden Flächenversiegelung kommt der Oberflächenentwässerung im öffentlichen, industriellen oder privaten Bereich zunehmende Bedeutung zu. So entstanden Entwässerungssysteme nach dem Prinzip der Linienentwässerung. Sie werden an unterschiedlichsten Verkehrsflächen eingesetzt, sorgen für den schnellen Ablauf von Regen- und Tauwasser und verhindern die Bildung von Wasserpfützen. Die Flächen trocknen schnell ab, rutschige Beläge können so erst gar nicht entstehen. Die Systeme werden individuell und passgenau auf die jeweilige Geländesituation zugeschnitten. Vom Material her reicht das Rinnensortiment von Polymerbeton über unbewehrten oder glasfaserverstärkten Beton und Stahlbeton bis zu glasfaserverstärktem Polyester oder Polyethylen. Die einzelnen Rinnenkörper besitzen in der Regel eine Länge von 0,50 m bzw. 1,0 m. Es werden jedoch auch Baulängen bis zu 4,0 m hergestellt. Die lichten Rinnenweiten reichen von 100 mm bis 500 mm. Die Bauhöhe des Rinnenelements kann je nach Einsatzbereich gewählt werden. Abgedeckt werden die Rinnen durch spezielle Rinnenroste.

Entwässerungsschacht

auch: Entwässerungsschächte

In den Entwässerungsschacht fließt bei Regen das Niederschlagswasser. Der Schacht ist an eine Entwässerungsleitung angeschlossen. Auch das Wasser, das in einer Drainage gesammelt wird, kann einem Entwässerungsschacht.

Entwässerungsstein

auch: Entwässerungssteine

siehe Dränstein.

Entwurfsmischung

Bei der Entwurfsmischung handelt es sich um einen Rezeptbeton.

Entwurfsplanung

auch: Entwurfsplanungen

Die Entwurfsplanung ist ein Begriff aus der Architektensprache. Sie ist die dritte Leistungsphase, der in der HOAI geregelten Arbeit eines Architekten. Wird die Vorplanung vom Bauherrn bestätigt, erfolgt die Entwurfsplanung nach denselben Kriterien, die schon der Vorplanung zugrunde lagen. Bis zum vollständigen Entwurf integriert der Architekt die Leistungen anderer an der Planung fachlich Beteiligter und führt wiederum Verhandlungen über die Genehmigungsfähigkeit. Die zeichnerische Darstellung im Maßstab M 1:100 wird gegenüber der Vorplanung deutlich konkreter. In der Objektbeschreibung werden Aussagen zum Entwurf, der Konstruktion, den Materialien, Farbkonzept und dem Betrieb des geplanten Bauwerks gemacht, sofern diese Informationen nicht aus den Zeichnungen hervorgehen. Der Genauigkeitsgrad der Durcharbeitung des Entwurfs führt zu einer detaillierten Kostenberechnung nach DIN 276. 11 % der Gebühren nach HOAI werden für die Entwurfsplanung fällig.

EPDM-Moosgummi

Im Gegensatz zu EPDM-Zellkautschuk ist EPDM-Moosgummi offenzellig. Das Material zeichnet sich durch ein gutes Rückstellvermögen aus, zudem ist es alterungs-, witterungs-, lichtriß- und ozonbeständig. EPDM-Moosgummi ist verträglich mit allen umweltfreundlichen Lacken und temperaturbeständig von -40°C bis +120°C. Verwendet wird das Material zum Beispiel für Dichtungen an Fenstern oder Türen.

EPDM-Zellkautschuk

Zellkautschuk auf EPDM-Basis ist vor allen Dingen durch ausgezeichnetes Temperaturverhalten, auch im tiefen Temperaturbereich bis –40° C, hohe Witterungsbeständigkeit, gute Rückstellkraft und Stoßelastizität ein beliebtes Dichtungsprofil. Das Material verfärbt sich nicht und zeigt keine Kristallisationserscheinungen. Im Glasbau wird es als Dichtungsband für Oberlichtelemente und Lichtkuppeln verschiedenster Art verwendet. Im Baugewerbe findet EPDM-Zellkautschuk Anwendung in der Isolation und Abdichtung von Metalldächern oder der Rohrisolation. In der Möbelindustrie werden Schubladeneinsätze, Anschlagprofile, geräuschhemmende, stoßdämpfende Unterlagen für Tastaturen und Bildschirmelemente oder Unterlagen für Schrankwände aus dem geschlossenzelligen Zellkautschuk hergestellt.

Epoxidharze

auch: Epoxidharz

Kunststoff aus der Gruppe der Duroplaste. Epoxidharze sind hart und spröde und zudem beständig gegen Säuren, Laugen und Lösemittel. Bei der Verarbeitung entweichen giftige Dämpfe. Verwendung finden Epoxidharze als Klebstoff für viele Materialien (Zweikomponentenkleber). Sie werden zum Verpressen von Rissen im Beton verwendet. Als Zusatzstoff für Mörtel und Betone verhelfen Epoxidharze zu besonders beanspruchbaren Industrieböden oder eine kraftschlüssige Verbindung im Betonfertigteilbau. Durch Kontakt mit der Haut können Reizungen und Ekzeme hervorgerufen werden. Durch das Einatmen der Dämpfe kann es zu Reizungen der Atemwege kommen. Bei hohen Temperaturen > 50 Grad Celsius (z. B. durch Hochdruckheißwasserreinigung) kann es zu Schäden an Epoxidharzen (z. B. beim Einsatz als Verfugmaterialien) kommen. Ein Vorteil dieses Materials ist seine hohe Festigkeit und sein geringer Schrumpf.

Epoxidharzlack

auch: Epoxidharzlacke, Epoxidharz-Lack, Epoxidharz-Lacke

Epoxidharzlacke bestehen aus den beiden Komponenten Epoxidharz und Härter. Erst kurz vor der Verarbeitung werden die beiden Komponenten gemischt. Um die Eigenschaften zu modifizieren, gibt man Füllstoffe, Weichmacher oder Glasfasern hinzu. Alle zweikomponentigen Epoxidharzlacke und -farben sind sehr widerstandsfähig gegen nahezu alle Chemikalien. Zudem sorgen die als Härter verwendeten Polyamide für hohe Elastizität und Wasserbeständigkeit. Man verwendet sie hauptsächlich für Unterwasseranstriche und als Korrosionsschutz auf besonders stark belasteten Untergründen aus Stahl oder Beton. Wasserverdünnbare Epoxidharzlacke und -farben verwendet man besonders oft für mechanisch sehr stark belastete Betonböden.

EPS

EPS steht für expandiertes Polystyrol.

EPS-Beton

Leichtbeton, der aus Polystyrolschaumstoffperlen unter Zugabe von Zement, Feinsand oder Füller, Wasser und ggf. Betonzusatzmitteln aufbereitet wird.

Erbbaugrundbuch

Erbbaugrundstücke

auch: Erbbau-Grundstück, Erbbau-Grundstücke, Erbaugrundstück

Wer ein Erbbaugrundstück kauft, erwirbt dieses nur für einen bestimmten Zeitraum - meistens 99 Jahre. Der Inhaber eines Erbbaurechts hat fast dieselben Rechte wie der Grundstückseigentümer, allerdings darf er Baumaßnahmen auf dem Grundstück nur vornehmen, wie vorher vertraglich vor dem Notar vereinbart. Erbbaugrundstücke werden in das sog. Erbbaugrundbuch eingetragen.

Erbbaurecht

Erbslochwalze

auch: Noppenwalze, Erbslochwalzen

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Verarbeitungsgerät zum Strukturieren von Dekorputzen. Die Erbsloch- bzw. Noppenwalze stellt gleichmäßige, runde Vertiefungen und Erhebungen im Putz her. Putzgrate, die eventuell hervorstehen, lassen sich im angetrockneten Zustand mit einem Spachtel entfernen.

Erdableitwiderstand

Erddamm

auch: Erddämme

siehe Damm.

Erddruck

auch: Erddrücke

Auf jedes unter der Erde liegende Bauteil wirkt der Erddruck. Dieser nimmt mit zunehmender Tiefe zu und kann beachtliche Ausmaße annehmen. Insbesondere bei der Bemessung des Fundaments ist der Erdruck von Bedeutung. Unterer Grenzwert des Erddrucks ist der aktive Erddruck. Der passive Erddruck stellt hingegen die oberere Grenze des Erddrucks dar. Bis zu diesem Wert kann ein Boden die Bauwerkswand stützen. Solch ein Erddruck tritt in der Regel nur bei stärkeren Bewegungen des Bauwerks auf. Verschiedene Parameter wie Dichte und Konsistenz des Bodens beeinflussen den Erddruck. Auch die Neigung der Bauwerkswand und der Reibungsbeiwert zwischen Wand und Boden haben Einfluss auf den Erddruck. Und natürlich wird durch Auflasten von Gebäuden oder auch Fahrzeugen der Erddruck größer.

Erddruckgaragen

auch: Erddruckgarage, Erddruck-Garagen, Erddruck-Garage

Unter Erddruckgaragen werden, wie der Name schon sagt, Garagen verstanden, die einem (zum Teil erheblichen) Erddruck ausgesetzt sind. Erddruckgaragen werden in Hanglagen eingebaut und sind von drei Seiten von Erdreich umgeben. Meistens ist auch die Dachplatte von Erdreich bedeckt, von Fall zu Fall findet man diese jedoch auch als Terrassen ausgebildet. Erddruckgaragen werden zwar auch als Fertigteilbauten hergestellt, in jedem Einzelfall muss aber statisch berechnet werden, wie die Betonelemente zu bewehren und ev. zu verstärken sind. Auch muss eine Isolierung erfolgen, damit kein Niederschlagswasser durch die Bauteile dringt.

Erdgabione

auch: Erdgabionen

siehe Gabione.

Erdgas

Erdgas ist ein fossiler gasförmiger Brennstoff, der aus unterirdischen Lagern, vielfach mit Erdöl zusammen in porösen Gesteinen der Erdkruste vorkommt. Es wird off- und onshore, d.h. im Meer und an Land gefördert. Der Transport zum Verbraucher geschieht durch Pipelines. Erdgas ist ein Gasgemisch aus Methan (80–95%), Äthan (bzw. Ethan), Propan, Butan, Pentan, Kohlendioxid, Stickstoff, Schwefelwasserstoff, Wasser und Helium. Erdgas ist ein wichtiger Brennstoff für die Wohnungsheizung mit zunehmendem Marktanteil. Bei der Verbrennung von Erdgas entsteht weniger Kohlendioxid als bei Erdöl und Kohle, weil Erdgas bei gleichem Energieinhalt weniger Kohlenstoff und mehr Wasserstoff enthält.

Erdkabel

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Erdkabel sind Strom- und Nachrichtenkabel speziell für den Außenbereich, die also für das Auslegen im Erdreich vorgesehen sind. Ein Erdkabel wird in der Regel nicht in Kabelschutzrohren verlegt, muss aber gegen mechanische Beschädigungen durch geeignete Abdeckungen gesichert und durch ein mitverlegtes Kennband kenntlich gemacht werden. Es gibt Erdkabel in ein- und mehrpoliger Ausführung, wobei einpolige Erdkabel für höhere Spannungen verwendet werden. Der Mantel der Kabel besteht für Spannungen bis 200 kV überwiegend aus schwarzem Kunststoff. Für Spannungen darüber werden auch noch Kabel mit einer Isolation aus ölimprägnierten Papier verwendet. Stromleitungen mit Spannungen unter 100 kV werden heute in Deutschland in neu angelegten Wohn- oder Industriegebieten grundsätzlich als Erdkabel ausgeführt. Auch in vielen älteren Wohngebieten sind die Stromleitungen zur Versorgung der Häuser als Erdkabel ausgeführt. Die über das Dach geführten Freileitungen werden dementsprechend immer seltener. Das Erdkabel wird auch als Energieversorgungskabel (Kurzbezeichnung Energiekabel) bezeichnet.

Erdkollektor

auch: Erdkollektoren

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Bei diesem Verfahren der Energiegewinnung wird über ein im Erdreich verlegtes Rohrsystem die dort gespeicherte Solarwärme entzogen, der Wärmepumpe zugeführt und für Heizzwecke nutzbar gemacht. Das Rohrsystem aus unverrotbarem Polyethylen wird in ca. 1,2 bis 1,6 m Tiefe unterhalb der Frostgrenze großflächig verlegt. Durch diesen Erdwärmetauscher fließt ein Wasser-Solegemisch und übernimmt den Energietransport vom Erdreich zu einer Wärmepumpe.

Erdleiter

siehe Schutzleiter. Der Begriff des Erdleiters darf nicht verwechselt werden mit dem Begriff Erdkabel.

Erdlochbohrer

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Erdlochbohrer gibt es als Handbohrer und in motorbetriebener Ausführung. Sie finden ihren Einsatz im Garten- und Landschaftsbau und in der Forstwirtschaft. Mit einem Erdlochbohrer (auch Erdbohrer genannt) werden Löcher gebohrt für Zaunpfähle, Punktfundamente, Pflanzlöcher und Entwässerungsschächte. Fischanzuchtbetriebe nutzen Motor-Erdlochbohrer auch, um Löcher in Eisschichten zu bohren.

Erdpigmente

Diese Art von anorganischen Pigmenten gewinnt man aus natürlich vorkommenden Erden, Steinen oder Mineralien. Sie werden unter anderem durch Brechen, Schlämmen bzw. Reinigen und Mahlen aufbereitet. Beispiele für Erdpigmente sind Kreide, Schwerspat, Ocker, Ton, Rote Erde, Grüne Erde.

Erdplanum

siehe Planum.

Erdrakete

auch: Bodendurchschlagsrakete, Erdraketen

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Erdraketen bzw. Bodendurchschlagsraketen arbeiten im Prinzip wie ein Presslufthammer. Sie werden zum Einziehen von Kabeln und kleineren Rohren unter der Straße bzw. unter der Erde benutzt, ohne dass diese aufgegraben werden muss. Es gibt Erdraketen mit verschiedenen Durchmessern, wobei dieser nach dem Durchmesser des einzuziehenden Rohrs bzw. Kabels zu wählen ist. Die Raketen haben je nach Durchmesser verschiedene Längen von z.B 120 Millimeter bis ca. zwei Meter. Hinten an der Rakete ist ein Anschluss für den Pressluftschlauch, darüber wird das Rohr an der Rakete befestigt. Im Innern der Rakete schlägt ein ventilgesteuerter Kolben gegen die Raketenspitze, so dass sich diese ruckweise durch den Boden bohrt. Probleme kann es geben, wenn große Steine die Richtung verfälschen oder wenn Leitungen beschädigt werden.

Erdreich-Wärmepumpe

auch: Erdreich-Wärmepumpen

Erdsonde

auch: erdsonden

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Bei einer Erdwärmesondenanlage wird ein Wärmeaustauscher-system in Tiefenbohrungen 30 m bis 100 m tief ins Erdreich eingebracht. Die Tiefe sowie die Anzahl der Bohrungen ist neben der Heizleistung der Wärmepumpe wesentlich von der Bodenbeschaffenheit abhängig. Durch die eingebrachten Rohre fließt eine Flüssigkeit, die dem Erdreich Wärme entzieht und der Wärmepumpe zuführt. Diese Wärme wird genutzt, um das Kältemittel in der Wärmepumpe zu verdampfen. Anschließend wird die abgekühlte Flüssigkeit wieder in Erdinnere geschickt.

Erdungsanlage

auch: Erdungsanlagen

Die Erdungsanlage ist ein Bestandteil eines Blitzschutzsystems. Sie verteilt den Blitzstrom in der Erde und reduziert Überspannungen. Es gibt verschiedene Arten von Erdungsanlagen wie natürlicher Erder, Oberflächenerder, Tiefenerder und Fundamenterder. Als natürliche Erder werden Gebäude- oder Fundamentteile oder metallene leitende Körper bezeichnet, die großflächig mit dem Erdreich in Verbindung stehen (z. B. Bewehrungen, Stahlträger, Rohrleitungen). Oberflächenerder gibt es in Form von Strahlenerder, Ringerder und Maschenerder. Als Material wird Rund- oder Bandmaterial verwendet, das im Allgemeinen in geringer Tiefe von etwa 0,5 m - 1,0 m eingegraben wird. Eine weitere Art von Erdungsanlage ist der Tiefenerder. Dieser besteht aus Rund- oder Profilstahl, der meist senkrecht in größerer Tiefe eingebracht wird. Schließlich gibt es noch den Fundamenterder, bei dem der Rundstahl oder Bandstahl im Betonfundament eingebettet ist und der dadurch mit der Erde großflächig in Berührung steht.

Erdungsband

auch: Erdungsbänder

Erdungsbänder sind Bestandteil des Blitzschutzes. Bei Neubauten wird vor dem Betonieren der Bodenplatte ein sogenannter Fundamenterder angebracht. Mit dem Erdungsband, das in Längen von 50 m und mehr bei Breiten zwischen 8 und 35 mm angeboten wird, ist das Haus bzw. Gebäude geerdet. Das Band wird vom Elektriker über eine separate Leitung mit dem Verteilerkasten verbunden. Erdungsbänder bestehen aus blanken oder verzinnten hochflexiblen Kupferdrähten, die zu sog. Litzen verflochten sind.

Erdverdichter

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Erdverdichter sind schwere Baumaschinen, die für großflächige Verdichtungsarbeiten auf großen Erdbaustellen eingesetzt werden. Sie sind konzipiert für das Verdichten von Mischböden und leicht bindigen Böden in dünnen bis mittleren Lagen und großen Flächen. Erdverdichter gibt es in verschiedenen Größen bzw. mit unterschiedlicher Leistung. Schwere Erdverdichter werden für großflächige Verteil- und Verdichtungsarbeiten und im Dammbau eingesetzt. Durch ihr hohes Gewicht ermöglichen sie die Verdichtung größerer Lagendicken. Durch breitere Vorderräder werden zudem höhere Flächenleistungen erreicht.

Erdwärme

auch: Geothermie

Wärme aus dem Innern der Erde kann zur Wärme- und Stromversorgung genutzt werden, wobei in Deutschland Erdwärme hauptsächlich zur Wärmeversorgung genutzt wird. Die "Gewinnung" der Erdwärme oder Geothermie, wie es auch genannt wird, erfolgt in der Regel durch einen Erdwärmetauschvorgang. In der Regel wird kaltes Wasser nach unten geleitet, dort erwärmt und dann wieder nach oben gepumpt. Als Alternative bietet sich Hot-Dry-Rock-Verfahren an. Bei diesem Verfahren nutzt man heißes Tiefengestein als Wärmetauscher. Kaltes Wasser wird ohne irgendwelche Rohre oder Vorrichtungen in das Erdreich gepresst, wo es sich erwärmt und heiß wieder aus dem Boden kommt. Erdwärme liefert eine gleichmäßige und stetige Energie, das unterscheidet sie von der Windkraft oder Solarstrahlung.

Erdwärmepumpe

auch: Erdreich-Wärmepumpe, Erdwärmepumpen

Bei einer Erdwärmepumpe handelt es sich um eine Wärmepumpe, die das Erdreich als Wärmequelle nutzt. Da Erdreich sehr gute Wärme speichert und auch im tiefsten Winter in zwei Meter Tiefe der Boden noch deutlich im Plusbereich liegt, kann über Wärmetauscher genügend Wärme gewonnen werden, um das Haus zu heizen und Warmwasser bereitstellen zu können. Gefördert wird die Wärme entweder über horizontal verlegte Erdkollektoren oder vertikal eingebrachte Erdsonden. Die Erdsonden werden dabei höchstens 5 Meter in den Boden getrieben - das reicht vollkommen aus. Um an die Wärme zu kommen, wird eine Flüssigkeit, bestehend aus Wasser und Frostschutzmittel, in Kunsstoffrohren in den Boden geleitet. Von dort gelangt sie zum Verdampfer der Sole/Wasser-Wärmepumpe. Dieser kann der Flüssigkeit die Wärme entziehen, was im übrigen so ähnlich wie beim Kühlschrank verläuft - nur umgekehrt. Das Erdreich verliert im Winter rund um das Rohrnetz an Wärme - was aber durch die Wärme im Frühjahr und Sommer problemlos wieder ausgeglichen werden kann. Der Einbau einer Erdwärmepumpe ist beim Neubau kein Problem, ein nachträglicher Einbau ist meist so teuer, dass er sich nicht lohnt.

Ergänzungsziegel

Nicht jeder Mauerverband kann so aus Planziegeln gemauert werden, dass in einer gemauerten Reihe keine Lücke entsteht. Mit dem Maurerhammer können Ziegel natürlich auf das benötigte Maß gehämmert werden, aber es entstehen dabei häßliche Bruchstellen und eine Stoßfugenverzahnung ist dann auch nicht mehr gegeben. Die Industrie liefert aus diesem Grund Halbziegel, die auch Ergänzungsziegel oder Ausgleichsziegel genannt werden.

Ergussgestein

auch: Ergussgestein, Ergussgesteine, Ergußgesteine

Magmatisches Gestein, das an der Erdoberfläche oder auf dem Meeresboden entstanden ist. Dazu zählen auch Bims oder Tuffgestein.

Erhaltungssatzung

auch: Erhaltungssatzungen

Zu den Hoheitsaufgaben der Gemeinden und Städte gehört, Baugebiete auszuweisen und Bebauungspläne zu entwickeln, die sich wiederum an die Vorgaben eines (möglicherweise ortsübergreifenden) Flächenutzungsplans halten müssen. Auch sind die Kommunen berechtigt (und machen davon auch üblicherweise Gebrauch), sog. Gestaltungssatzungen festzulegen. Diese werden insbesondere in Städten mit historischer Bausubstanz ergänzt durch die Erhaltungssatzungen. So kann den Hausbesitzern auch bei Gebäuden, die nicht unter Denkmalschutz stehen, vorgeschrieben werden, wie sie ihre Häuser zu erhalten bzw. zu restaurieren haben. Eine Erhaltungssatzung kann beispielsweise vorschreiben, dass in einem Fachwerkhaus beschädigte Ständer nur gegen solche aus dem Ursprungsmaterial, also etwa Eichenbalken, ausgewechselt werden dürfen. Auch kann die Kommune einschreiten, wenn ein Hausbesitzer ein Wohn- oder Geschäftshaus verkommen läßt.

Erhärtungsgeschwindigkeit

Die Erhärtungsgeschwindigkeit bezeichnet den zeitlichen Verlauf der Festigkeitsentwicklung von Zementleim. Diese Geschwindigkeit hängt von vielen Einflüssen, wie beispielsweise der Mahlfeinheit des Zements, der Zementart, dem Wasserzementwert und der Nachbehandlung ab.

Erker

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Der Erker ist ein geschlossener Ausbau an der Fassade oder Hausecke. Der Erker in seiner ursprünglichen Begrifflichkeit hat keine Verbindung mit dem Erdboden, sondern kragt aus dem ersten oder einem anderen Obergeschoss, kann aber auch über mehrere Stockwerke reichen. In der Spätgotik, Renaissance und Neubarock ist der Erker als Schmuckstück des Hauses besonders beliebt. Man findet Erker - oft "türchen­förmig" - an Schlössern und Stadtpalais, aber auch an Sakralbauten. Patrizierhäuser aus Fachwerk weisen oft Erker mit reich verzierten Balkenköpfen auf. Erker können halbrund, viereckig, sechs- oder achteckig sein. Sind solche Erker ebenerdig angebaut, spricht der Fachmann von einer Utlucht. Heutzutage wird unter einem Erker generell auch ein ebenerdiges Bauteil verstanden. Insbesondere bei einem Fertighaus wird gerne solch ein Erker angeboten, der dann als Eß- oder Lese-Ecke bzw. Blumen"zimmer" genutzt werden kann.

Erkerdecke

auch: Erkerdecken

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Unter einer Erkerdecke wird eine Holzkonstruktion verstanden, die entsprechend dem Grundriß des Erkers rund, sechs- oder achteckig ist. Die üblichen achteckigen Erkerdecken verfügen in ihrem Zentrum über eine Erkerscheibe. Der Holzhandel bietet vorgefertigte oder auf Maß gefertige System-Erkerdecken an, die ähnlich wie Holzpaneele in Eigenleistung montiert werden können. Der Einbau von Erkerdecken bietet sich besonders in rustikalen Landhäusern an, aber auch bei Sanierungsarbeiten in Burgen und Schlössern.

Erkerscheibe

auch: Erkerscheiben

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Im Zentrum einer Erkerdecke aus Holz befindet sich meist eine handwerklich oder industriell gefertigte, achteckige Erkerscheibe. Diese ist entweder tellerförmig (linkes Foto) ausgebildet oder aber sie verfügt über eine erhabene Füllung, die mit Schnitzereien verziert ist (Foto rechts).

Erkerturm

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Im Mittelalter hatten Burgen mit ihren dicken Türmen eine wichtige Bedeutung als Rückzugsort und "Fluchtburg" vor heranstürmenden feindlichen Heeren. Mit dem Ausklang des Mittelalters und den immer zerstörerischer werdenden Kanonen verloren die Burgen mit ihren Türmen an Bedeutung. Aber so ganz mochten Schloßherren, aber auch wohlhabende Zünfte und städtische Patrizier nicht auf Türme verzichten. Und so wurden vor allem in der Renaissance an Schlösser und Patrizierhäuser Türme gebaut, die aus mehrgeschossigen Erkern bestanden und die statt schmaler Schießscharten relativ große Fenster aufwiesen, wie hier auf der historischen Abbildung zu sehen. Für diese Art der Bauform wird auch der Begriff des "Tumerkers" verwendet. Verteidungsstartegische Bedeutung hatte so ein Erkerturm nicht. Wie alle Erker diente er als kleines Stübchen für vertrauliche Gespräche oder als Refugium der Schloßherrin oder einer Patrizierin, die sich hier die Zeit mit Stickereien vertreiben konnte. Die Gebildeten (und die waren damals in der Minderheit) nutzten auch die vergleichsweise gute Lichtausbeute, um galante Bücher zu lesen.

Erklärte Abnahme

Erle

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Die Erle findet man beinahe überall in Mitteleuropa. Charakteristisch für das Erlen-Laubholz ist die gleichmäßige, strukturierte Maserung mit blaß-gelblich-brauner bis rötlich-brauner Färbung. Erle ist ein weiches Holz, das sich durch die hervorragende Annahme von Polituren und Beizen auszeichnet. Erlenholz wird vor allem im Möbelbau und als Ersatz für Edelhölzer, wie Kirschbaum, Nußbaum und Mahagoni eingesetzt.

Erlebnisdusche

auch: Erlebnisduschen

erneuerbare Energie

auch: erneuerbare, Energien

siehe regenerierbare Energien.

Ernhaus

auch: Ernhäuser

Das Ernhaus ist ein im Mittelalter aufgekommener Bauernhaustyp in Fachwerkbauweise. Der Begriff "Ernhaus" nimmt Bezug auf den ursprünglich quer in der Mitte über die volle Gebäudebreite gelegenen Durchgangsraum ("Ern"), in dem sich der Herd als offene Feuerstelle befand. Dieser Raum war nach oben auf ganzer Fläche offen, der Rauch zog über den Dachboden durch die Rohrdeckung ab. Von hier aus wurden sowohl Wohn- und Stallteile erschlossen als auch die offenen Dachböden über beiden Teilen. Später wurde der Ern so aufgeteilt, dass ein mittig gelegener fensterloser Herdraum zwischen einem Vorder- und einem Hinterflur entstand. Die Flure konnten damit nach oben durch die Geschossdecke geschlossen werden. Der Herdraum blieb weiterhin nach oben offen, jedoch zog der Rauch jetzt über einen auf den Herdraum aufgesetzten und sich nach oben verjüngenden Rauchabzug (Schlot) ab, welcher bis über die Dachhaut geführt wurde. Erst seit dieser Zeit waren die Dachböden rauchfrei und standen als vollwertiger Lagerraum zur Verfügung.

Erosion

siehe Bodenerosion.

Erscheinungsbalkon

auch: Erscheinungsbalkone

Das Bild kennt man von Schloß Windsor, wo sich die königliche Familie regelmäßig von einem Erscheinungsbalkon aus huldigen lässt. Vor allem historische deutsche Rathäuser besitzen noch solche Balkone, die eine Länge von 12 oder 15 m haben können. Bei besonderen Anlässen erscheinen hier die städtischen Honorationen und deren Gäste und winken freundlich dem versammelten Volk zu.

Erschließung

auch: Erschliessung

Gesamtheit der im öffentlichen und privaten Bereich zu treffenden Maßnahmen, die es ermöglichen sollen, dass Grundstücke genutzt und an das öffentliche Verkehrs- und Versorgungsnetz angeschlossen werden können. Man unterscheidet äußere und innere Erschließung. Die äußere Erschließung bezieht sich dabei auf Erschließungsanlagen außerhalb eines Baugebiets, die erforderlich sind, um das Baugebiet an das öffentliche Verkehrs- und Versorgungsnetz anzuschließen, sowie Erschließungsanlagen innerhalb des Baugebietes mit übergebietlicher Bedeutung. Die innere Erschließung beschäftigt sich mit Erschließungsanlagen, die zur Anbindung der Grundstücke innerhalb eines Baugebietes erforderlich sind.

Erschließungsanlagen

auch: Erschließungsanlage, Erschliessungsanlagen, Erschliessungsnlage

Erschließungsanlagen sind öffentliche Straßen, Wege, Plätze, Parkflächen und Grünanlagen, die zur Erschließung des Baugebietes erforderlich sind, sowie Anlagen zum Schutz des Baugebietes gegen schädliche Umwelteinwirkungen im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes.

Erschließungskosten

auch: Anliegerkosten, Anliegerbeitrag, Erschliessungskosten

Ein Grundstück darf nur bebaut werden, wenn es erschlossen ist. Sinnvoll ist, nur ein voll erschlossenes Grundstück zu kaufen. Die volle Erschließung umfaßt die Verlegung aller Versorgungs-, Abwasser- und Kabelleitungen bis an die Grundstücksgrenze. Wenn das Grundstück voll erschlossen ist, müssen diese Erschließungskosten im Kaufpreis enthalten sein. Anders ist es bei den Kosten der öffentlichen Erschließung. In Neubaugebieten werden Straßen und Grünanlagen oft erst dann angelegt, wenn die Bebauung abgeschlossen ist. Selbst dann kann es noch Jahre dauern, bis der letzte Gebührenbescheid etwa über den Bau von Bürgersteigen beim Bauherrn eintrifft. Die Erschließungskosten muss immer der bezahlen, der zum Zeitpunkt des Beitragsbescheids Eigentümer des Grundstücks war. Da auch die Versorgungsunternehmen Geld dafür haben wollen, wenn sie die Leitungen von der Grundstücksgrenze bis zum Haus verlegen, sollten diese Kosten im Finanzierungskonzept eines Hausbau mit budgetiert sein.

Erstarren

Der Zementleim im Beton wird mit der Zeit zähflüssiger. Nach der DIN darf dies jedoch frühestens eine Stunde nach dem Anmachen des Betons beginnen. Spätestens nach 12 Stunden muss der Erstarrungsvorgang abgeschlossen sein.

Erstarrungsbeschleuniger

auch: Abbindebeschleuniger, Beschleuniger

Erstarrungsbeschleuniger sind Betonzusatzmittel. Sie verkürzen die Erstarrungszeit des Frischbetons. Eingesetzt werden sie beispielsweise bei Bauteilen, die aufgrund zeitlicher Vorgaben schneller wieder ausgeschalt werden müssen. Auch beim Betonieren über Kopf liegender Bauteile mit Spritzbeton (z.B. im Tunnelbau) verwendet man Erstarrungsbeschleuniger, damit der Beton nach dem aufspritzen nicht gleich wieder abfällt.

Erstarrungsgesteine

auch: Erstarrungsgestein

Sie sind durch das Erstarren von flüssiger Magma entstanden. Der Erstarrungsvorgang fand entweder rasch an der Erdoberfläche (Ergussgesteine = Vulkanite) oder langsam im Erdinneren (Tiefengesteine = Plutonite) statt. Vertreter von Erstarrungsgesteinen sind Granit, Syenit, Porphyr und Basalt.

Erstarrungsverzögerer

auch: Verzögerer

Erstarrungsverzögerer sind Betonzusatzmittel. Unterschiedliche Betonierbedingungen können es erforderlich machen, die Zeit bis zum Erstarrungsbeginn des Zements zu verlängern und damit eine längere Verarbeitbarkeit des Betons zu ermöglichen. Zu diesem Zweck werden Erstarrungsverzögerer, die im allgemeinen aus mehreren anorganischen und/oder organischen Substanzen, wie z.B. Phosphonaten, Ligninsulfonaten, Zuckerderivaten oder Oxicarbonsäuren bestehen, eingesetzt.

Erstarrungszeit

Die Erstarrungszeit bezeichnet nach DIN 18218 den Zeitunterschied zwischen dem Zeitpunkt des Mischens des Frischbetons und dem Zeitpunkt, zu dem der Beton durch Hydratation des Zements soweit versteift ist, dass der waagrechte Druck gegen eine Schalungsfläche bei zusätzlicher Belastung des Betons nicht mehr zunimmt.

Erstluft

siehe Primärluft.

erstrangig

Eine Hypothek oder Grundschuld wird im Grundbuch eingetragen. Dabei ist von Bedeutung, ob diese - falls mehrere Beleihungen erfolgt sind - im ersten Rang oder nur "nachrangig" eingetragen worden ist. Falls eine Hypothek oder Grundschuld vom Immobilienbesitzer nicht mehr "bedient" werden kann, die Rückzahlungen also ausbleiben, kommt es meistens zur Versteigerung des Anwesens. Die Hypothek, die erstrangig eingetragen worden ist, kann fast immer aus dem Verkaufserlös zurückgezahlt werden. Bei nachrangig eingetragenen Hypotheken steigt das Risiko, dass bei niedrigem Verkaufserlös jede eingetragene Hypothek oder Grundschuld auch tatsächlich ganz zurückgezahlt werden kann. Hypothekenbanken sichern sich freilich immer so gut ab, dass sie so gut wie nie ihr Geld verlieren.

Erweichungspunkt

Temperatur bzw. Temperaturbereich, der den Übergang vom festen in den teigigen und später flüssigen Zustand bei amorphen Stoffen, wie z.B. Gläsern, und nicht vernetzten Polymeren, wie z.B. Thermoplasten kennzeichnet. Mit Beginn des Fließens setzt ein sprunghafter Festigkeitsabfall ein. Siehe auch Glasübergangstemperatur. Der Erweichungspunkt gibt auch Auskunft über das Verhalten des Bitumens bei hohen Temperaturen. Ermittelt wird die Temperatur, bei der eine in einem Messingring befindliche Bitumenschicht bei gleichmäßiger Erwärmung unter dem Gewicht einer Stahlkugel eine bestimmte Verformung erfährt.

Erziehungsschnitt

auch: Erziehungschnitte

Bäume benötigen eine ständige Pflege. Das Beschneiden des Baumes ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen überhaupt. Oberstes Ziel des Erziehungsschnittes ist es, ein kräftiges, standsicheres Grundgerüst zu erreichen und schon früh die gewünschte Endform der Baumkrone festzulegen. Mit dem Schnitt wird normalerweise erst begonnen, wenn die Blätter voll ausgebildet sind. Werden unerwünschte Verzweigungen sowie krankes und totes Holz entfernt, gelangen Luft und Sonne besser in die Krone. Der Schnitt darf hierbei nur über den Knospen des Zweiges erfolgen beziehungsweise bei Seitenästen an der Basis zum nächst stärkeren Ast. In den ersten 6 bis 8 Jahren eines Baumes ist ein jährlicher Erziehungsschnitt notwendig. Der beste Zeitpunkt dafür ist im Spätwinter an einem frostfreien Tag. Dabei werden die Seitenleittriebe um ein Viertel ihrer Länge zurückgeschnitten. Außerdem werden alle Steiltriebe, Konkurrenztriebe für den Haupttrieb und nach innen wachsende Triebe entfernt. Der Haupttrieb wird so gekürzt, dass er die Seitentriebe immer noch um ca. 10-15 cm überragt.

Esche

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Die Esche ist nahezu über gesamt Europa verbreitet. Auch Nordamerika ist ein bedeutendes Wuchsgebiet. Durch deutlich sichtbare Jahresringe und stark gefladerte oder gestreifte Zeichnungen ist die gelblichweiß schimmernde Esche von ausdrucksvoller Struktur. Das schwere, harte Holz ist ein beliebtes Ausstattungsfurnier im Möbelbau und wird gern für großflächige Wand- und Deckenverkleidungen verwendet.

Eselsrücken

siehe Kielbogen.

Eselsrückenbogen

auch: Eselsrückenbögen

siehe Kielbogen.

Espagnolette

Espagnolettenverriegelung

Espagnolettenverschluss

Espe

auch: Zitter-Pappel, Espen,, Espenholz

Die Espe ist ein Laubbaum, der vor allem in Europa, Westasien und Nordafrika verbreitet ist. Sie gehört zur Gattung der Pappeln und wird mitunter auch als Zitter-Pappel bezeichnet. Hier kommt wahrscheinlich auch der Ausdruck "wie Espenlaub zittern" her. Espenholz ist sehr stabil, splittert nicht so schnell und ist harzarm und astarm. Das Holz hält zugleich Feuchtigkeit und hohe Temperaturschwankungen aus, weshalb es gerne im Saunabau verwendet wird. Hinzu kommt, dass das Espenholz auch optisch durch seine reine und helle Anmutung überzeugen kann. Da es darüber hinaus eine geringe Wärmeleitfähigkeit besitzt, wird es gerne für den Innenausbau der Sauna verwendet. Einfach gesagt, verbrennt man sich auf einer Bank aus Espenholz weniger leicht das Hinterteil.

Esse

Eine Esse hat im Baubereich unterschiedliche Bedeutungen. Zum einen bezeichnet sie die über einer offenen Feuerstelle angebrachten Vorrichtung zur Rauchabführung wie beispielsweise in einer Schmiede. Sie kann aber auch zum anderen das Schmiedefeuer des Schmiedes bezeichnen. Schließlich ist Esse aber auch die Bezeichnung für einen großen, freistehenden Schornstein einer Fabrik. In manchen Gegenden Deutschlands wird aber auch jeder Schornstein als Esse bezeichnet.

Estrade

Eine Estrade bezeichnet die Erhöhung eines Raumes um ein oder mehrere Stufen. Auf dieser Erhöhung können ein Thron, das Chorgestühl oder ein Vortragspult platziert sein. In Wohngebäuden dient eine Estrade häuig auch nur der Raumgliederung und nicht dafür, dass jemand besser gesehen werden kann.

Estremoz

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Diese Marmorart ist die wohl bekannteste Natursteinart Portugals. Sie wird dort verwendet, wo ein edles und exklusives Ambiente erwünscht ist. Den Namen hat der Marmor von der portugiesischen Provinz Estremoz, wo er abgebaut wird. Es gibt den Marmor in sehr vielfältigen Sortierung von hellbeige, fast weißen, Untergründen mit schwacher Äderung bis zu stark rosafarbenen mit starker Äderung. Handelsnamen dieser verschiedenen Sortierungen sind zum Beispiel Estremoz branco, Estremoz creme oder Estremoz rosa. Wie bei allen hellen Marmorarten können durch Wasser verfärbende Substanzen in den Naturstein gelangen.

Estrich

auch: Estricharten, Estriche

Ein Estrich entsteht nach Aushärten einer "fließenden" Estrichmasse unterschiedlicher Zusammensetzung, daher auch der Begriff Fließestrich. Estrich kann als Verbundestrich entweder direkt auf der Rohdecke, dann als Estrich auf Trennschicht auf einer Zwischenlage und schließlich als Estrich auf Dämmlage auf einer Dämmschicht ausgebracht werden. Im letzteren Fall spricht man auch von einem "schwimmenden Estrich", weil der Estrich ohne Verbindng zu anderen Bauteilen gleichsam auf dem Dämmbelag schwimmt. Eine Sonderform des schwimmenden Estrichs ist der sog. Heizestrich für die Aufnahme einer Fußbodenheizung. Je nach Anforderungsprofil kommen zum Einsatz der Zement-Estrich, der Anhydrit-Estrich, der Magnesia-Estrich und der Gussasphalt-Estrich. Bei Altbaurenovierungen wird oft ein Trockenestrich eingebaut, der aus speziellen Estrichverlegeplatten besteht. Beim Einbringen eines Estrichs müssen zuvor immer Randdämmstreifen angebracht werden.

Estricharten

siehe Estrich.

Estrich auf Dämmschicht

auch: Estrich, auf, Dämmlage

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Dies ist der viel beschriebene schwimmende Estrich. Er wird über einer Dämmschicht eingebaut und hat keine unmittelbare Verbindung mit den angrenzenden Bauteilen, er "schwimmt" sozusagen. Der schwimmende Estrich ist eine Konstruktion, die den Anforderungen sowohl des Schallschutzes als auch des Wärmeschutzes dienen muss. Er dient insbesondere zur Verbesserung der Trittschalldämmung. Als schwimmender Estrich können alle Estricharten verwendet werden. Der Estrich ist auch für die Lastverteilung über dem Dämmstoff zuständig. Der Dämmstoff kann je nach erforderlicher Dicke ein- oder mehrlagig sein. Als Dämmschichten werden Dämmstoffe aus mineralischen und pflanzlichen Fasern sowie aus Schaumkunststoffen wie Polysterol und Polyurethan (PUR) verwendet. Dabei ist auch eine kombinierte Trittschall- und Wärmedämmung aus zwei Einzellagen möglich. Beim mehrlagigen Einbau von Dämmschichten ist auf einen Versatz der Plattenstöße sowohl in Längs- als auch in Querrichtung zu achten. Als Dämmstoffabdeckung werden Polyethylenfolien oder Bitumenpapier verwendet. Die Estrichdicken sind von der Dicke der Dämmstoffschicht, deren Zusammendrückbarkeit sowie dem Belag abhängig. Die Dicke bei Gussasphaltestrich beträgt mindestens 20 mm, bei Anhydrit- und Zementestrich 35 mm. Der schwimmende Estrich wird beispielsweise folgendermaßen angegeben: Estrich DIN 18560 - AE 20 - S 40.

Estrich auf Trennschicht

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Dieser Estrich ist durch eine Zwischenlage vom Untergrund getrennt. Er eignet sich unmittelbar als Boden sowie zur Aufnahme einer Beschichtung oder eines Belages wie z.B. in Heizräumen, Wasch- und Trockenräumen oder Lagerräumen. Als Estrich auf Trennschicht eignen sich alle Estricharten. Als Trennschichten werden Polyethylenfolien, Bitumenpapier oder Rohglasvliesbahnen verwendet. Sie sind, außer bei Gußasphalt, zweilagig zu verlegen. Eine Lage kann bei Untergeschoßräumen beispielsweise auch als Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit ausgeführt werden. Durch die zweilagige Verlegung der Trennschicht wird die Entkopplung des Estrichs vom Untergrund gesichert und eine spannungsfreie Bewegung auf der Unterlage ermöglicht. Ein umlaufend fünf Millimeter dicker Trennstreifen an den Wänden verhindert eine Einspannung. Die Estrichmindestdicken betragen bei Gussasphaltestrich 20 mm, bei Anhydritestrich 30 mm und bei Zementestrich 35 mm. Estrich auf Trennschicht wird, analog dem Verbundestrich, z.B. wie folgt angegeben: Estrich DIN 18560 - GE 15 - T 25.

Estrichbeschichtung

auch: Estrichbeschichtungen

Eine Estrichbeschichtung ist eine direkt auf den Estrich aufgebrachte Bodenbeschichtung, die dann häufig als eigentlicher Bodenbelag fungiert. Häufig basiert die Estrichbeschichtung auf Epoxidharz. Die Schichtdicke beträgt ca. 0,1 - 0,3 mm und die Reaktionskunststoffe sind häufig mit Zuschlägen gefüllt. Die Estrichbeschichtung wird entweder aufgespachtelt oder verteilt sich selbstverlaufend.

Estrichbeton

Estrichbeton ist ein Spezialbeton für den Bodenunterbau. Seine Oberfläche muss besondere Anforderungen hinsichtlich Widerstandsfähigkeit und Ebenheit erfüllen. Die Korngröße des Zuschlags überschreitet im Allgemeinen 8mm nicht, so dass Estriche in einer geringen Dicke (wenige Zentimeter) aufgebracht werden können.

Estrichbewehrung

Der Einbau einer Bewehrung in einem Estrich ist in der Regel nicht erforderlich. Sinnvoll kann der Einbau einer solchen Bewehrung bei Zementestrichen dann sein, wenn es sich um Estriche auf Trenn- und Dämmschichten handelt, auf die später Keramik- oder Steinbeläge aufgebracht werden sollen. Die Bewehrung verhindert in diesem Falle jedoch nicht die Rissbildung, sondern bewirkt eine Vergleichmäßigung und Reduzierung der Rissbreiten. Bewegt sich der Untergrund und tritt somit ein Abscheren im Estrich ein, wird dieser Effekt durch eine Estrichbewehrung nicht verhindert, höchstens etwas reduziert. Wesentlich wirksamer gegen Rissbildung ist eine einwandfreie Verarbeitung des Estrichs sowie die planmäßige Berücksichtigung von Bewegungsfugen (Raumfugen) im Estrich, die vom Estrichlegermeister bereits vor Beginn der Arbeiten festgelegt werden müssen.

Estrichfräse

auch: Estrichfräsen

Estrichleger

Handwerklicher Lehrberuf mit dreijähriger Ausbildungszeit. Da es eine Vielzahl von Estricharten gibt, braucht der Estrichleger neben einer guten Ausbildung auch viel Erfahrung, um für alle infrage kommenden Untergründe geeignete Estriche auswählen und vor allem rißfrei ausbringen zu können. Spezielle Kenntnsse sind erforderlich, um Fußbodenheizungen in sog. Heizestriche einzubetten. Zum Aufgabengebiet des Estrichlegers gehört generell die Schallentkopplung von Fließestrichen und auch das Verlegen von Trockenestrichen.

Estrichmaschine

auch: Estrichmaschinen

Mit einer Estrichmaschine, entweder mit Dieselmotor oder elektrisch angetrieben, wird der Estrich maschinell eingebracht, was vor allem bei größeren Flächen zu empfehlen ist. Die Maschine mischt den Estrich außerhalb des Gebäudes und pumpt ihn dann mit einem Schlauch an den vorgesehenen Ort. Dabei gibt es verschiedene Pumpsysteme: entweder mit Schnecken oder Druckluftpumpen. Üblicherweise wird Fließestrich mit einer Estrichmaschine hergestellt.

Estrichmörtel

Estrichmörtel wird als Frischmörtel auf Rohdecken oder Rohböden aufgebracht. Nach dem Trocknen kann er entweder unmittelbar begangen werden oder er dient als Unterlage für Bodenbeläge. Estrichmörtel ist ein vergleichsweise trockener Mörtel. Er ist so trocken, dass Schnitte mit der Kelle unverändert bestehen bleiben. Estrichmörtel erfordert daher ein intensives und langes Durchmischen mit der Mischmaschine, bei kleineren Mengen mit dem Mörtelquirl, damit Sandnester verschwinden.

Estrichrandstreifen

Estrichziegel

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Estrichziegel sind eine Alternative zum Heizestrich und zum Trockenestrich. Die mit Nut und Feder versehenen Ziegel werden über einer Fußbodenheizung verlegt, wobei die Ziegel auf einem sog. Systemelement liegen, in das die wasserführenden Rohrschlangen integriert sind. Da Ziegel Wärme besonders gut leiten und speichern, liegen die Vorteile auf der Hand. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Ziegel im Format 200 x 400 mm wie Estrichverlegeplatten verlegt werden können, wobei die Fugen allerdings vermörtelt werden. Auf den so hergestellten "Ziegelestrich" können dann Oberbeläge unterschiedlichster Art aufgebracht werden. Allerdings ist dieser Estrich auch sofort als Bodenbelag nutzbar, zumal der Hersteller neben Ziegelrot auch weitere Farbmischen auf den Markt gebracht hat.

Etagenheizung

auch: Stockwerkheizung, Etagenheizungen

Die Stockwerk- oder Etagenheizung ist eine Warmwasserheizung, bei der der Kessel und die Heizkörper im selben Geschoss auf gleicher Höhe angeordnet sind. Zwar ist der Einbau einer bestimmten Anzahl einzelner Etagenheizungen teurer als eine Zentralheizung für das gesamte Gebäude, doch hat er den Vorteil, dass jede Partei eines Mietshauses oder auch eines Bürohauses ihre Heizung nach eigenem Ermessen betreiben und auch einschränken kann und dass jeder Streit um die Heizkostenumlage vermieden wird.

Ethanol

Ethanol (Ethylalkohol) ist der bekannte Trinkalkohol. Er wird im Allgemeinen durch Gärung aus Naturprodukten gewonnen (Zuckerrüben, Kartoffeln, Getreide), kann aber auch synthetisch hergestellt werden. Häufig wird diese Verbindung umgangssprachlich auch als Weingeist oder Spiritus bezeichnet, obwohl sie nur der prominenteste Vertreter einer ganzen Gruppe von Stoffen ist. Ethanol ist der wichtigste alkoholische Bestandteil alkoholischer Getränke. Für Bakterien ist Ethanol giftig und wird daher häufig als Desinfektionsmittel verwendet. Auch wird durch Einreiben mit Spiritus (z.B. Franzbranntwein) die Durchblutung gefördert. Im Haushalt wird Spiritus gern als Reinigungsmittel für Glas, Chrom, Kunststoff usw. verwendet. In der Scheibenwaschanlage von Automobilen wirkt Spiritus sowohl als Reinigungs- als auch als Frostschutzmittel. Als Brennstoff wird Ethanol in Form von Brennspiritus verwendet.

Ether

siehe Ethylether

Ethylakohol

siehe Ethanol

Ethylenoxid

Zwischenprodukt bei der Herstellung von Ethylenglykol, Waschrohstoffen, Weichmachern, Kunststoffen usw. Sterilisations- und Schädlingsbekämpfungsmittel.

Ethylether

Eigenschaften: Farblose, nicht mit Wasser mischbare, niedrig siedende, hochentzündliche Flüssigkeit. Dämpfe schwerer als Luft und im Gemisch mit Luft explosionsfähig. Ether kann explosionsgefährliche Peroxide bilden. Verwendung: Hauptsächlich Verwendung als Lösemittel. Gesundheitsgefahren: Dämpfe wirken in höheren Konzentrationen narkotisch. Hautentfettend.

Ettringit

Die Ettringitbildung (auch als Sulfat- oder Gipstreiben bekannt) erfolgt unter einer 7-8-fachen Volumenvergrößerung und bewirkt damit die Zerstörung des Betongefüges. Sie wird hervorgerufen durch die Reaktion von sulfathaltigen Lösungen mit dem im erhärteten Beton oder Mörtel vorhandenen Calciumaluminat bzw. Calciumaluminathydrat. Einen gewissen Schutz kann die Verwendung von Zementen mit hohem Sulfatwiderstand bringen. Je nach Angriffsgrad sind jedoch gegebenenfalls noch weitere Maßnahmen (z.B. Beschichtungen, Drainagen usw.) erforderlich. Die Bezeichnung Ettringit ist auf die Gemeinde Ettringen in der Eifel bei Mayen zurückzuführen, wo Ettringit als Naturprodukt im Bellerberg in der Basaltlava vorkommt.

Ettringittreiben

siehe Sulfattreiben.

Eukalyptus

Dieser australische Baum, der in etwa 600 Arten vorkommt, ist ein wahres Naturwunder. Er wächst sehr schnell, wird meterdick, bis zu 40 m hoch und treibt sogar nach verheerenden Buschbränden schnell wieder aus. Aus den Blättern werden Heilöl und Aromastoffe gewonnen, die Koala-"Bären" leben nur von Eukalyptusblättern. Der Eukalyptus wurde seit Mitte des 19. Jahrhunderts auch im Mittelmeerraum kultiviert, durch ihn wurden ganze Sumpfgebiete trockengelegt und dadurch malariafrei. Aus den Arten "eukalyputs rostrata" und "eukalyptus globulus" wird ein Parkett von großer Härte und mit geringer Neigung zur Rißbildung hergestellt. Auch Gartenmöbel oder Terrassen werden mittlerweile aus Eukalyptus hergestellt.

Eulenloch

auch: Uhlenloch, Eulenlöcher

Das Eulenloch ist eine Öffnung im Giebeldreieck (Bereich des Firstes) einer Scheune oder eines Fachwerkhauses. Es sollte Eulen zum Nisten anlocken, die gleichzeitig noch auf dem Dachboden auf Mäusefang gingen. Gleichzeitig galten Eulen als Zeichen von Gesundheit und Frieden im Haus. Ein Eulenloch findet man vor allem auch bei einem Reetdach oder Strohdach. Dort diente es als Rauchabzug, da wegen der Feuergefahr kein Schornstein durch das Dach geführt werden konnte.

Eurocode

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Zum 1. Juli 2012 hat der Eurocode im Bauwesen die bisher gültigen DIN-Normen abgelöst. Dieser Europäische Standard kann durch nationale Anhänge (AN) ergänzt werden. Die Anhänge sind im jeweiligen Land der europäischen Union gültig. Insgesamt gibt es 58 Teilnormen, die sich auf die zehn derzeit gültigen Eurocodes erstrecken: Es gibt derzeit zehn Eurocodes:

  • Eurocode 0: Grundlagen der Tragwerksplanung
  • Eurocode 1: Einwirkungen auf Tragwerke
  • Eurocode 2: Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton- und Spannbetontragwerken
  • Eurocode 3: Bemessung und Konstruktion von Stahlbauten
  • Eurocode 4: Bemessung und Konstruktion von Verbundtragwerken aus Stahl und Beton
  • Eurocode 5: Bemessung und Konstruktion von Holzbauten
  • Eurocode 6: Bemessung und Konstruktion von Mauerwerksbauten
  • Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik
  • Eurocode 8: Auslegung von Bauwerken gegen Erdbeben
  • Eurocode 9: Berechnung und Bemessung von Aluminiumkonstruktionen

Europäischer Installations Bus

In Bürobauten, Hotels und Krankenhäusern gab es sie zuerst, mittlerweile gönnen sich immer mehr private Bauherren den Segen moderner Elektronik. Sie macht das Haus komfortabler und sichererer. Über Fernbedienung, PC, Handy oder Telefon lässt sich die Heizung regeln, das Garagentor schließen, das Bügeleisen abstellen und vieles mehr. Die gesamte Elektronik wird über EIB gesteuert. „EIB“ ist die Abkürzung für „Europäischer Installations Bus“. Zusätzlich zur normalen Elektroinstallation zieht sich eine zweiadrige, abgeschirmte 24-Volt-Leitung durch das Gebäude. Diese wird am einfachsten bereits mit der Elektroinstallation verlegt. Zwar kann die Verlegung des Systems auch nachträglich erfolgen, doch dazu müssen Schlitze geklopft werden. Dies bedeutet Schmutz und Staub im ganzen Haus. Die Busleitung verbindet alle Geräte miteinander zur dezentralen Kommunikation. Über Chips in den angeschlossenen Schaltern und Geräten gehen Datenströme hin und her, melden Zustände und reagieren aufeinander.

European Installation Bus Association

Die European Installation Bus Association ist eine 1990 von führenden europäischen Unternehmen der Elektroinstallationstechnik gegründete Gesellschaft nach belgischem Recht mit Sitz in Brüssel. Diese Gesellschaft sorgt dafür, dass es in Europa ein einheitliches, zusammenpassendes System, das EIB gibt.

Exedra

siehe Apsis.

Exergie

Jedes technische System, das seine Energie ändert, erzeugt einen Wärmestrom während es arbeitet. Meist ist diese Wärme für eine weitere Nutzung verloren. In der Energiebilanz wird diese verlorene Wärme als Anergie bezeichnet. Im Gegensatz zu Exergie, die eine in das System ein- und ausströmende nutzbare Energie bezeichnet. Die erste Energie, die einem System zugeführt wird, ist stets eine Exergie, das heißt die Energie wird genutzt. Erst im Verlauf von Energiewandlungen wird diese Exergie stufenweise in Anergie umgesetzt. Das letzte System der Kette setzt die verbleibende Exergie schließlich unter Nutzung der verrichteten Arbeit ebenfalls in Anergie um. Dabei entsteht aber immer ein Nutzen bzw. es wird ein Bedürfnis befriedigt. Beide Teile zusammen sind konstant. Die Exergie kann in Anergie umgewandelt werden (meist indem die Energieform genützt wird), umgekehrt geht es nicht. Beispiel: Die wertvollste Energieform ist der elektrische Strom. Er ist im Prinzip zur Gänze Exergie, das heißt die Energie kann vollständig genutzt werden, z.B. um Wärme, Licht oder Bewegung zu erzeugen. Ist die elektrische Energie allerdings einmal in Wärme umgewandelt, dann ist sie für eine weitere Nutzung verloren, sie kann nicht mehr von Anergie in Exergie zurückverwandelt werden. Aus diesem Grund ist eine Kilowattstunde Strom auch teurer als eine Kilowattstunde Fernwärme.

expandiertes Polystyrol

siehe Polystyrol.

Expansionsgefäß

Expositionsklasse

auch: Expositionsklassen

Um die Dauerhaftigkeit sicherzustellen, müssen Betonbauwerke und Betonbauteile widerstandsfähig gegenüber chemischen und physikalischen Einwirkungen ihrer Umgebung sein. Die Einwirkungen verschiedener Umgebungsbedingungen werden in Expositionsklassen unterteilt, aus denen sich die Anforderungen an die Zusammensetzung des zu verwendenden Betons herleitet. Es wird folgende Unterteilung vorgenommen: Klasse Umgebung X0 Kein Korrosions- oder Angriffsrisiko XC Bewehrungskorrosion durch Karbonatisierung XC 1 trocken oder ständig nass XC 2 nass, selten trocken XC 3 mäßige Feuchte XC 4 wechselnd nass und trocken XD Bewehrungskorrosion durch Chloride, ausgenommen Meerwasser XD 1 mäßige Feuchte XD 2 nass, selten trocken XD 3 wechselnd nass und trocken XS Bewehrungskorrosion durch Chloride aus Meerwasser XS 1 salzhaltige Luft, kein Meerwasserkontakt XS 2 unter Wasser XS 3 Tide-, Spritzwasser- und Sprühnebelbereiche XF Frostangriff mit und ohne Taumittel XF 1 mäßige Wassersättigung, ohne Taumittel XF 2 mäßige Wassersättigung mit Taumittel XF 3 hohe Wassersättigung ohne Taumittel XF 4 hohe Wassersättigung mit Taumittel XA Betonkorrosion durch chemischen Angriff XA 1 chemisch schwach angreifende Umgebung XA 2 chemisch mäßig angreifende Umgebung XA 3 chemisch stark angreifende Umgebung XM Betonkorrosion durch Verschleißbeanspruchung XM 1 mäßige Verschleißbeanspruchung XM 2 starke Verschleißbeanspruchung bei schweren Lasten XM 3 sehr starke Verschleißbeanspruchung

Extensivbegrünung

auch: extensive Begrünung, Extensivbegrünungen

Unter einer Extensivbegrünung werden vor allem Dachgärten und Gründächer verstanden, die mit pflegeleichten, wasserspeichernden Stauden wie Sedum bepflanzt sind. Allerdings wirkt ein Gründach, das ausschließlich mit Sedumstauden bepflanzt ist, wenig attraktiv. Deshalb wird empfohlen, auch farbenfrohe, für die Extensivbegrünung auf Dachflächen geeignete andere Stauden einzusetzen wie Iris, Blutnelken, ja sogar die bis 1 m hoch werdende Königskerze. Die Pflege bei extensiver Begrünung besteht aus 1-2 Kontrollgängen pro Jahr.

extensive Begrünung

Externalarm

siehe Alarmanlage.

externe Kühllast

siehe Kühllast.

Extrudieren

siehe Strangpressen.

extrudiertes Holz

siehe WPC.

extrudiertes Polystyrol

siehe Polystyrol.

Exzenterantrieb

Beim Exzenterantrieb wird eine Scheibe von einer Welle angetrieben, wobei der Mittelpunkt der Scheibe und der Mittelpunkt der treibenden Welle nicht identisch sind. Dadurch wird die Rotationsbewegung von einer weiteren Bewegung überlagert. Diese zweifache Bewegung nutzen beispielsweise Exzenterschleifer aus.

Exzenterschleifer

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Der Exzenterschleifer vereint die Stärke des Bandschleifers - starker Materialabtrag - mit der Stärke des Schwingschleifers: feine Oberflächen herzustellen. Der Grund liegt an seiner besonderen Arbeitsweise: Die runde Schleifplatte schwingt und rotiert zugleich. So können in kurzer Zeit große Flächen Holz, Metall oder Kunststoff geglättet werden. Für Polierarbeiten an gewachstem Holz wird dem Schleifteller eine Lammwollhaube aufgesetzt. Trotz einer Leistung bis zu 480 Watt sind beim Exzenterschleifer weniger die Kraft als vielmehr zwei hilfreiche Hände gefragt. Vorteile bei der Arbeit bietet dabei eine variable Geschwindigkeitsregelung. Das heißt, die Drehzahl kann individuell angepasst werden. Vorsicht geboten ist allerdings beim Schleifen an Ecken und Kanten. Hierbei kann der Schleifteller beschädigt werden. Spezialschleifplatten ermöglichen die Anpassung des Exzenterschleifers an die jeweilige Werkstücksform. So werden ebene Werkstücke am besten mit einem harten Schleifteller geschliffen, gewölbte Werkstücke hingegen besser mit einem weichen Schleifteller. Über den Schleifteller wird auch der Staub abgesaugt.

exzentrischer Wuchs

Als exzentrischen Wuchs bzw. Kernverlagerung oder Markverlagerung bezeichnet man die nicht zentrische Lage des Kerns bzw. der Markröhre eines Holzstammes. Vielfach ist sie mit ovalen Wuchsquerschnitten verbunden. Die Verlagerung der Markröhre kann in Prozent der Abweichung vom Mittelpunkt des jeweiligen Hirnschnittes zum Durchmesser oder als absoluter Wert der Abweichung angegeben werden von z.B. 10 oder 20 % bei den Güteklassen A oder B für Kiefer. Exzentrischer Wuchs entsteht beispielsweise durch einseitige Beanspruchung mittels Wind, Sonne, Schneeschub, Kronenform oder Hanglage.

Exzentrizität

Die Exzentrizität ist beim Exzenterantrieb das Maß zwischen Mittelpunkt der antreibenden Welle und dem Mittelpunkt der bewegenden Scheibe. Der Wert wird in Millimeter angegeben. Allgemein ist Exzentrizität der Abstand zum Mittelpunkt eines Kreises.