Das große Baumarkt Lexikon

Alles zum Thema "D"

Dach

auch: Dächer

Wichtiger Teil der Gebäudehülle. Dächer werden in vielfältigen Formen vom Flachdach bis zum Krüppelwalmdach und mit unterschiedlichen Materialien vom Tondachziegel bis zur Dachbahn hergestellt. Tragekonstruktion für das Dach ist der Dachstuhl, allerdings kommt das Massivdach ohne Dachstuhl aus. Was die Wärmedämmung betrifft, so gibt es das System des Kaltdachs oder des Warmdachs, beim Flachdach auch des Umkehrdachs. In Deutschland werden Steil- und Gefälledächer überwiegend mit Tondachziegeln gedeckt. Beliebt, wenn auch aufwändig, ist die Eindeckung mit dem historischen Naturbaustoff Schiefer. Der Dachstein aus Beton ist eine weitere Alternative. Das Metalldach hat auch im Bereich des privaten Hausbaus Liebhaber gefunden.

Dachabdichtung

auch: Flachdachabdichtung, Dachabdichtungen

Dachabdichtungen sind der obere, wasserdichte Abschluss von Gebäuden auf flachen oder geneigten Dachkonstruktionen. Abgedichtet gegen stehendes Wasser werden muss das Flachdach mit einer Neigung bis 3°. Dazu verwendet man Bitumen-, Kautschuk oder Kunststoffdachbahnen. Moderne Materialien dichten das Dach ab und wirken gleichzeitig als Dachdämmung. So wird PUR Dachspritzschaum in flüssiger Form auf das Dach aufgespritzt. Hier schäumt er auf, verbindet sich mit dem Untergrund und härtet aus. Der Dachspritzschaum bildete eine naht- und fugenlose Schicht. Andere Materialien werden aufgestrichen oder als Rollen verlegt. In die Dachabdichtung müssen auch Lüftungsrohre, Kamine, Schornsteine und Dachfenster mit einbezogen werden.

Dachablauf

auch: Dachabläufe

siehe Dachgully.

Dachanhebung

auch: Dachanhebungen, Dach-Anhebung

Bei einer Dachanhebung wird der gesamte Dachstuhl angehoben, um zusätzlichen Wohnraum zu gewinnen. Mittels Hydraulikzylindern wird der Dachstuhl hochgedrückt. Wie geht das hydraulische Dachanheben vonstatten? Das Prinzip ist einfach: Alle eingemauerten Dachbalken werden freigelegt. Unter die Mittelpfette und längsseits der Traufe außerhalb des Gebäudes werden Hydraulikzylinder aufgestellt und verbunden. Wie viele, hängt von der Größe und der Konstruktion des Daches ab. Führungsstützen unter der Mittelpfette sichern das Dach gegen Abkippen. Danach wird die Dachfläche vom Haus abgetrennt und das Kaminblech entfernt. Nun können die Maurer ans Werk gehen: den Kniestock mauern, das Dach und das Gebäude wieder verbinden.

Dachanschluss

auch: Dachanschlüsse

Wie immer, wenn zwei Bauteile aufeinanderstoßen, muss auch beim Dachanschluss besonders sorgfältig gearbeitet werden. Beim Dachanschluss stoßen die aufgehende Wand und die Dachfläche aufeinander. Das kann beim Flachdach aber auch bei einem Steildach sein. Während beim Steildach das Wasser jedoch über die Dachrinne problemlos abgeführt werden kann, ist dies beim Flachdach nicht immer ohne Probleme. Hier ist der Dachanschluss daher so auszuführen, dass kein Wasser in die Konstruktion gelangen kann. Zudem müssen bei Dachanschlüssen Wärmebrücken vermieden werden. Bei einem Flachdach werden starre und bewegliche Anschlüsse unterschieden.

Dachaufbauten

Dachaufbauten sind beispielsweise Gauben oder Laternengeschosse. Sie erweitern den nutzbaren Raum im Dachbereich und dienen der Belüftung und Belichtung. Durch die Gliederung des Daches tragen Dachaufbauten wesentlich zur Gestaltung des Daches bei. Sie sind bei nachträglicher Ausführung grundsätzlich genehmigungspflichtig. Ursprünglich war die Dachfläche kaum unterbrochen, da Dachaufbauten stets eine mögliche Schadensquelle waren. Dachaufbauten sollen sparsam verwendet werden und sich in ihren Proportionen der Dachfläche und dem Gebäude unterordnen.

Dachaufsatzlüftung

auch: Dachaufsatzlüftungen

Dachaufsatzlüftungen benutzen den thermischen Auftrieb, der durch den Temperaturunterschied zwischen innen und aussen entsteht, um die Abluft nach draußen zu führen. Dazu werden Schächte, Dachreiter, Dachlaternen oder anderer Entlüftungsöffnungen am Dach verwendet. dazu benutzt wird, die Abluft nach außen zu führen. Dachaufsatzlüftungen werden vor allem bei Brennereien, Druckereien, Kraftwerken, u.a. angewendet, wo im Inneren meist höhere Temperaturen herrschen und ständig für Frischluft gesorgt werden muss. Diese strömt über Fenster , Türen oder Zuluftöffnungen nach.

Dach aufstocken

Dachaufstockung

auch: Dach aufstocken, Dachaufstockungen

Die Gründe, die für eine Dachaufstockung sprechen, sind vielfältig: Wenn der Wohnraum knapp wird, ist die Dachaufstockung eine gute Möglichkeit, vergleichsweise preiswert an zusätzlichen Platz zu kommen. Interessant ist diese Option aber auch, wenn sich herausstellt, dass die Wärmedämmschicht z.B. eines Bungalow-Flachdaches durchfeuchtet ist. Grundsätzlich gibt es mehrere Methoden, mit denen man sein Ziel erreicht. In allen Fällen kann man während der Bauzeit, die zum Teil nur ein paar Tage dauert, ungestört im Haus wohnen bleiben. Bei der ersten Variante wird das Dach handwerklich Balken für Balken aufgebaut. Methode zwei setzt auf ein hohes Maß an Vorfertigung. Ein Zimmermann bzw. Fertighaus-Hersteller liefert komplett den Dachaufbau, der dann nur noch vom Tieflader auf das Haus gehievt werden muss. Am häufigsten angewendet wird heute der Dachaufbau mit Studiobindern oder Nagelplattenbindern. Das sind industriell vorgefertigte Bauteile, die hintereinandergesetzt den Dachstuhl bilden. Bei einigen Gebäuden mit intaktem Giebeldach kann man aber noch auf eine andere Art für Platz unterm Dach sorgen: Das vorhandene Dach wird einfach mit Hydraulikzylindern ein Stück angehoben. Darunter wird zuletzt rasch ein neuer Kniestock gemauert, auf den das Dach wieder aufgesetzt wird

Dachausbau

auch: Dach-Ausbau

Als Dachausbau wird der Ausbau eines Dachgeschosses (meistens) für Wohnzwecke bezeichnet. Grundsätzlich gilt: Wer ein Dach ausbaut, muss die entsprechenden baurechtlichen Bestimmungen einhalten. Das sind im Wesentlichen die Vorschriften des Bundesbaugesetzes und die der jeweiligen Landesbauordnung. So ist beispielsweise sicherzustellen, dass die Bausubstanz einen Ausbau überhaupt zulässt. Außerdem sind die jeweiligen Vorgaben für die Wärmedämmung sowie für den Schall- und Brandschutz einzuhalten. Auch wenn häufig der Dachgeschoss-Ausbau für Besitzer von Einfamilienhäusern nicht genehmigungspflichtig ist, sollte immer das zuständige Bauamt oder ein Architekt bzw. Planer zu Rate gezogen werden. Für die Raumplanung ist zunächst die Dachform von großer Bedeutung. Hohe und steile Dächer wie zum Beispiel Satteldächer bieten die besten Voraussetzungen für einen Ausbau. Die meisten Landesbauordnungen verlangen, dass die Hälfte der Grundfläche über eine Raumhöhe von mindestens 2,40 Metern verfügt. Möglichst frühzeitig sollte man sich auch über den Zugang zum Dachgeschoss Gedanken machen. Während einläufige Treppen den direktesten Weg nach oben bieten, stellen Spindeltreppen eine besonders Platz sparende Lösung dar. Bei der Planung der Heizung sowie der Wasser- und Stromanschlüsse ist fachmännischer Rat empfehlenswert. So sollte ein Installateur im Vorfeld prüfen, ob der Anschluss an die Ver- und Entsorgungsleitungen des Hauses gewährleistet ist. Ein entscheidender Faktor für hohe Wohnqualität im ausgebauten Dachgeschoss ist die Tageslichtplanung. Hier erweisen sich Dachwohnfenster als ideale Lösung.

Dachausstiegsfenster

siehe Dachfenster.

Dachbahn

auch: Bitumendachbahn, Dachbelagbahn, Dachbahnen

Eine Dachbahn ist eine auf der Basis von Bitumen hergestellte elastische Abdichtungsbahn, die vorwiegend auf Flachdächern verlegt und verschweißt wird. Dachbahnen werden auch in "besandeter" oder beschieferter Ausführung oder in Kombination mit aufkaschierten Dämmstoffen hergestellt. Erhältlich sind auch Dachbahnen speziell für die Kaltverklebung. Im letzten Jahrzehnt hat die Industrie ständig an einer Weiterentwicklung der Witterungs- und Hitzeresitenz gearbeitet und Dachbahnen entwickelt, die hoch belastbar sind. Elastomer-Bitumenbahnen neuester Technik sind kalt biegbar bis -35° und hitzebeständig bis ca. 115°. Dennoch haben alle Dachbahnen den Schwachpunkt, durch mechanische Beanspruchung beschädigt werden zu können. Entsprechend vorsichtig müssen Flachdächer begangen werden, die mit Dachbahnen ausgelegt sind. Neben den Dachbahnen auf Bitumenbasis gibt es auch welche aus PVC (siehe PVC-Dachbahn).

Dachbalkenlage

auch: Dachbalkenlagen

Die Dachbalkenlage bezeichnet die Balkenlage, welche ein Gebäude nach oben abschließt. Sie ist also die Tragkonstruktion von Flachdächern oder die oberste Geschossbalkenlage zum Dachraum.

Dachbalkon

auch: Dachbalkone

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Von einem Dachbalkon wird bei Häusern mit Steil- und Ge­fälle­dächern gesprochen, wenn dieser Balkon in die Dach­kon­stru­ktion eingebaut ist. Insbesondere bei Häusern, in deren Dachgeschosse Ap­par­te­ments für die Weitervermietung eingebaut sind, findet man derartige (oft winzig kleine) Balkone, die dem Mieter ein Plätzchen fürs Sonnenbad gewähren. Bautechnisch sind diese Balkone nicht unproblematisch hinsichtlich Dichtigkeit und Entwässerung, weshalb der Einbau unbedingt einem Dachdeckerbetrieb überlassen werden sollte. Unter Dachbalkon versteht der Marktführer unter den Dachwohnfensterherstellern jedoch auch ein kombiniertes Fenster- und Türsystem, das bei schönem Wetter geöffnet wird. Der Balkon wird folglich so lange in den Wohnbereich verlegt, wie Fenster und Türen geöffnet sind. Derselbe Hersteller liefert jedoch auch Dachbalkone, die aus der Dachneigung heraus ragen und unterscheiden sich damit von einer Dachloggia.

Dachbauschrauben

Dachbauschrauben sind spezielle Schrauben zur Befestigung von Dachbahnen und Dämmstoffen auf Trapezblech. Sie kommen aber auch an Fassaden zum Einsatz. Dachbauschrauben gibt es in verschiedenen Längen bis 300 mm, sie besitzen in der Regel einen Sechskantkopf.

Dachbegehung

auch: Dachbegehungen

Eine Dachbehung ist ein Gitterrost aus verzinktem Eisen oder rostfreiem Edelstahl, das auf Gefälledächern montiert wird, um ein gefahrloses Begehen des Daches zu ermöglichen. Zur Dachbegehung führt ein sog. Steigtritt.

Dachbegrünung

siehe Gründach

Dachbegrünungsarbeit

auch: Dachbegrünungsarbeiten

Dachbegrünungsarbeiten sind Pflanzarbeiten, das Verlegen von Fertigrasen, Rasen­soden, Vegetationsstücken oder vorkultivierten Vegetationsmatten, -platten und der­gleichen sowie Ansaatarbeiten mit Saatgut oder Sprossen einschließlich ggf. erforderli­chem Wurzelschutz und Schichtenaufbau, einschließlich Drän-, Filter und Vegetationstragschichten, auf Dächern, Dachterrassen, Tiefgara­gen und anderen Bauwerkdecken.

Dachbelagbahn

auch: Dachbelagbahnen

siehe Dachbahn.

Dachbelichtung

Die Frage nach der ausreichenden Dachbelichtung stellt sich immer dann, wenn das Geschoß unter einem Steildach zu einem Wohnraum umgebaut werden soll. Bei freistehenden Häusern kann als Tageslichtquelle ein großes Giebelfenster ausreichen, wobei je nach Bundesland eine Fensterlichtfläche von mindestens 10 % der Grundfläche (oder mehr) gefordert wird. In jedem Fall können die Auflagen aus den Baugesetzen erfüllt werden, wenn Dachwohnfenster oder sogar Dachbalkone oder Dachloggien eingebaut werden. Bei Flachdächern müssen, sofern unter dem Dach Wohn- oder Büroräume angelegt werden, zu Belichtungszwecken Lichtkuppeln oder sog. Glaspyramiden eingebaut werden, falls die Wandfenster keine ausreichende Lichtausbeute zulassen.

Dachbeschichtung

auch: Dachbeschichtungen

Alles kommt einmal in die Jahre, also auch der Dachziegel oder Dachstein aus Beton, Schindeln aus Faserzement oder Dacheindeckungen aus Blech. Sind Ziegel, Dachsteine oder Schindeln mehr oder weniger stark verwittert und das Blech angerostet, steht der Hauseigentümer vor der Frage: Neueindeckung oder Dachbeschichtung? Dachbeschichtungen sind inzwischen eine verlässliche Alternative, wobei in allen Fällen die Dachfläche mittels Hochdruckreiniger gereinigt und damit auch von Algen und Moos befreit wird. Beim Blechdach muss zuvor Rost durch Schleifen beseitigt werden. Bei Ziegeln, Steinen oder Schindeln wird zunächst eine verfestigende Grundierung aufgebracht, dann erfolgen ein erster und ein zweiter Deckanstrich. Beim Blechdach entfällt die Grundierung, die sonstigen Arbeitsschritte sind identisch. Durch Zusatzmittel, die dem 2. Deckanstrich beigegeben werden, kann die neuerliche Bildung von Algen und Moosen stark eingeschränkt werden. Nach der Endbeschichtung sehen die behandelten Dächer wie neu aus, sind vor Regen imprägniert und die Verwitterung bzw. Durchrostung wurde verhindert.

Dachboden

siehe Dachraum.

Dachbodentreppe

auch: Bodentreppe, Dachbodentreppen

Dachbodentreppen sind eine platzsparende Treppenverbindung zu Dachräumen. Häufig findet man nur eine Luke und eine Treppe, die bei Bedarf ausgeklappt wird. Die gängigen Modelle basieren auf einem Scheren-, Auszugs- oder Faltmechanismus, wobei der Raumbedarf bei einem Faltmechanismus während des Ausklappvorgangs etwas größer ist als bei den beiden anderen Systemen. Wem das ewige auf und zu der Luke zu mühselig ist, kann sich auch für eine Raumspartreppe oder Sambatreppe entscheiden. Diese ist laut Gesetz nur als Zugang zu Speichern, jedoch nicht zu Wohnräumen erlaubt.

Dachbodenverseuchung

auch: Dachboden-Verseuchung

Bis 1988 wurden in der ehemaligen DDR Dachstühle und Holz in Innenräumen mit dem Holzschutzmittel "Hylotox 59" behandelt, welches die hochgiftigen Inhaltsstoffe DDT und Lindan enthielten. Beim Kauf oder der Sanierung solcher Häuser ist eine Schadstoffmessung dringend zu empfehlen, um einer möglichen Dachbodenverseuchung auf die Spur zu kommen.

Dachbruch

Unter Dachbruch versteht man die Stelle auf einem Dach, an der ein Gefällewechsel stattfindet, das Dach also flacher oder steiler wird. Der Dachbruch muss parallel zur Traufkante verlaufen. Der Dachbruch wird auch als Dachknick bezeichnet.

Dachdämmung

auch: Dächerdämmung, Dach, dämmen

Dächer müssen wärmegedämmt werden, das ist nach der EnEV (Energieeinsparverordnung) bindende Vorschrift. Man unterscheidet zwischen einer Teilflächendämmung - bekannterer Begriff Zwischensparrendämmung - und einer Vollflächendämmung. Bei der Renovierung von Altbauten hat man meist keine andere Wahl, als eine Zwischensparrendämmung herzustellen. Es sei denn, es steht eine Neudeckung des Dachstuhls an. Dann ist auch eine Vollflächendämmung möglich. Die Vollflächendämmung oberhalb der Sparren hat einige Vorteile gegenüber der herkömmlichen Zwischensparrendämmung: Durch die vollflächige Verlegung entfallen die Wärmebrücken im Bereich der Sparren, was natürlich im Zuge der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) von sehr großer Bedeutung ist. Zudem ist die Sparrenhöhe nur nach statischen Erfordernissen zu bemessen. Im Vergleich zur Zwischensparrendämmung ergibt sich neben dem optischen auch ein räumlicher Gewinn. Der Raum zwischen den Sparrenfeldern kann beispielsweise für Einbauschränke genutzt werden. Eine Vollflächendämmung oberhalb der Sparren bedeutet auch eine Arbeitseinsparung, da der Dachwohnraum nach der Eindeckung fertig und sofort bewohnbar ist. Eine Verkleidung raumseitig, wie sie bei der Zwischensparrendämmung hergestellt werden muss, entfällt damit. Die Holzsparren bleiben also sichtbar, was die Wohnatmosphäre günstig beeinflusst. Als Materialien für die Dachdämmung kommen z.B. Mineralwolle, PUR-Hartschaum, Schaumkunststoffe aus EPS oder Holzfaserdämmplatten zum Einsatz.

Dachdecker

Ein Dachdecker lernt in seiner dreijährigen Ausbildungszeit nicht nur, wie man das Dach mit verschiedenen Materialien wie Dachziegeln oder Schiefer eindeckt bzw. ein Metalldach, Flachdach oder Gründach anlegt. Zum Aufgabengebiet eines Dachdeckers gehören auch das Herstellen einer wärmedämmenden Wandbekleidung und die Bauwerksabdichtung. So muss er das Fundament ebenso gegen nichtdrückendes Wasser abdichten können, wie einen Balkon oder eine Dachterrasse. Die Montage von Blitzschutzanlagen gehört ebenfalls zum großen Aufgabengebiet des Dachdeckers, ebenso die Fassadenbekleidung. Er muss sich mit den verschiedenen Dachformen ebenso auskennen wie mit den verschiedenen Deckungsarten wie wilde Deckung, altdeutsche Deckung oder Rechteckdeckung, wenn er ein Dach mit Schiefer-Decksteinen decken muss. Der historische Beruf des Schieferdeckers ist in das Berufsbild des Dachdeckers eingeflossen. Nur der Reetdachdecker bildet eine Ausnahme - dieses ist ein eigener Lehrberuf.

Dachdeckerbeil

auch: Dachdeckerbeile

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Das Dachdeckerbeil wird vor allem für das Annageln von Dachlatten verwendet und verfügt je nach Hersteller über verschiedene Zusatzfunktionen und Stiele aus Holz oder Stahl mit Gummigriffen. Das abgebildete Modell verügt über eine Schneide zum Trennen und Bearbeiten von Verlattungen oder Schindeln, eine zusätzliche Klinge zum Kütrzen von Schindeln, über eine Bahn zum Setzen von Nägeln und eine Finne mit integriertem Abstandhalter zur genauen Einpassung der Schindeln.

Dachdeckerhammer

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Dachdecker benutzen den Dachdeckerhammer keineswegs nur zum Einschlagen von Nägeln. Die spitze Seite wird vielmehr verwendet, um Löcher in Dachziegel und Schieferschindeln zu schlagen, was aber sehr viel Erfahrung erfordert. Dachdeckerhämmer gibt es in verschiedenen Ausführungen. Das Foto zeigt einen sogenannten Rheinische Dachdeckerhammer. Angeboten werden Hämmer mit magnetischem Nagelhalter oder einer Klinge im Holzstil, mit der Schieferplatten angeritzt werden können, um anschließend exakt behauen zu werden. Im Handel sind auch Dachdeckerhämmer erhältlich, die im spitzen Kopf einen Keilschlitz aufweisen, um damit Nägel heraus zu heben.

Dachdeckermörtel

Dachdeckermörtel ist ein möglichst elastischer Mörtel zum Verlegen von Dachziegeln, speziell Firstziegeln, die großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Früher wurde dem Dachdeckermörtel Kälberhaare beigegeben, heutzutage werden witterungsbeständige Kunstfasern zugemischt, die die Zugfestigkeit und das Zusammenhaltevermögen erhöhen.

Dachdecker-Schere

auch: Dachdeckerschere

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Die Dachdecker-Schere ist, wie der Name bereits vermuten lässt, ein Werkzeug für den Dachdecker. Die Schere ist geeignet für die Bearbeitung von Eternit, Schiefer, Faserzementplatten usw. Neben dem sauberen, splitterfreien Schneiden läßt sich mit der Dachdecker-Schere noch lochen. Das macht das Werkzeug unentbehrlich für Dackdeckerbetriebe, Fassaden- und Innenausbau und Isolierbetriebe.

Dachdeckung

auch: Dacheindeckung, Dachdeckungen

Dachdeckungen sind der obere, regensichere Abschluss von Gebäuden auf geneigten Dächern aus in der Regel schuppenförmig überdeckten ebenen oder profilierten platten- oder tafelförmigen Deckwerkstoffen. Meist kommen Dachsteine oder Dachziegel zum Einsatz. Seltener, dafür sehr reizvoll ist ein Schieferdach. Weniger im Wohnungsbau aber eher im Gewerbebau ist das Metalldach zu finden. Im nordeutschen Raum, vereinzelt auch im Schwarzwald ist das Reetdach zu Hause. Für Gartenhäuser oder Carports, zunehmend aber auch für Gewerbebauten oder sogar Wohnhäuser kommen Wellplatten zum Einsatz. Hohlkammerplatten schließlich werden ebenfalls zur Dachdeckung verwendet und zwar hauptsächlich für Terrassenüberdachungen, Wintergärten, Pergolen oder Carports.

Dachdichtungsbahn

auch: Dachdichtungsbahnen

Dachdurchdringung

auch: Dachdurchdringungen

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Dächer sollen dicht sein. Erfolgt eine Dachdurch­dringung mit ungeeigneten Mitteln, wird das Dach undicht. Die gesamte Dachdämmung kann - je nach eingebautem Dämmaterial - komplett durchfeuchtet werden und damit ihren Dämmeffekt verlieren. Damit dies nicht geschieht, bietet die Industrie spezielle Sonderziegel und Bauteile an, durch die Antennen, Abgasrohre oder Anschlußleitungen von Solarelementen so geführt werden, dass das Dach dicht bleibt.

Dachdurchführung

auch: Dachdurchführungen

Im Prinzip könnten alle Bauteile, die durch ein Dach "führen", also ein Dach durchdringen, im Sammelbegriff Dachdurchführung zusammen gefasst sein. Also wäre auch ein klassischer gemauerter Schornstein eine Dachdurchführung - jedoch werden unter diesem Begriff speziell Metall- und Kunststoffrohre verstanden, über die etwa Abluft oder Abgase nach draußen befördert werden. Solche Rohre haben fast immer eine sog. Dachhaube.

Dacheindeckung

auch: Dacheindeckungen

siehe Dachdeckung.

Dacheinschnitt

auch: Dacheinschnitte

Dacheinschnitt ist eine andere Bezeichnung für Loggia. Vereinzelt wird ein Dacheinschnitt auch als Negativgaube bezeichnet.

Dachentlüfter

auch: Dach-Entlüfter

Dachentlüftung

auch: Dachentlüfter, Dachentlüftungen

Dachentlüftung ist eine Maßnahme, um erstens durch Diffusionsvorgänge hinter die Dachdämmung eingedrungene Feuchtigkeit abzuleiten. Dazu bedient man sich spezieller Dachentlüftungselemente, zum Beispiel der Lüfterdachziegel. Zweitens wird unter Dachentlüftung auch das Abführen von Abluft aus dem Hausinnern verstanden, z.B. durch die mechanische Lüftung in einem Gäste-WC oder durch die maschinelle Lüftung über eine Dunstabzugshaube. Dabei gelangt die Abluft über einen Flexschlauch und das daran angeschlossene Dunstrohr ins Freie.

Dachentwässerung

Dachentwässerung ist die Sammelbezeichnung für alle Maßnahmen, um Regenwasser von Flach- und Gefälledächern in die Kanalisation zu leiten. Üblich und allseits bekannt sind Dachgullys in Flachdächern sowie Dachrinnen und Fallrohre bei Gefälledächern. Das Wasser kann nicht nur in die Kanalisation abgeleitet werden, vielmehr ist es auch möglich, bei kleineren Dachflächen das Regenwasser über Flächenversickerung, Schachtversickerung, Muldenversickerung oder Rohrversickerung im Garten versickern zu lassen. Auch die Nutzung des Regenwassers zur Gartenbewässerung oder zur Toilettenspülung ist möglich.

Dacherker

Ein Dacherker wird auch als Zwerchhaus oder Lukarne bezeichnet und ist eine leichte Abwandlung der Gaube, insofern, dass die Fenster des Dacherkers mit der Außenwand des Gebäudes eine Ebene bilden.

Dachfalzziegel

siehe Falzziegel.

Dachfanggerüst

auch: Dachfanggerüste

Dachfanggerüste sind bei Dacharbeiten vorgeschrieben, wenn die Traufhöhe mehr als 3,00 m über dem Gelände liegt. Nach den Unfallverhütungsvorschriften darf der Belag des Dachfanggerüstes nicht mehr als 1,50 m unterhalb der Traufkante liegen. Diese Gerüstart wird hauptsächlich im Wohnungbau eingesezt. Dachfanggerüste werden als Schutz- und Fangerüste werden für Arbeiten im Bereich der Dachtraufe und des Daches eingesetzt (z.B. Zimmermanns-, Dachrinnen- und Dachdeckungsarbeiten).

Dachfenster

auch: Dachausstiegsfenster

Dachfenster sind ungedämmte Dach- und Ausstiegsfenster. Sie sind regensicher. Sie dienen der Belichtung, Belüftung und für den Ausstieg für Wartungsarbeiten an Dachflächen und Kaminanlagen bei nicht ausgebauten Dachgeschossen. Bei ausgebauten Dachgeschossen spricht man hingegen eher von Dachflächenfenstern.

Dachfirst

auch: Dachfirste

siehe First.

Dachfirstanfänger

auch: Firstanfänger

Der Dachfirstanfänger ist der erste und letzte Dachfirstziegel. Er ist oft als Sonderziegel mit plastischem Schmuck versehen.

Dachfläche

auch: Dachflächen

Als Dachfläche wird die Summe aller Flächen eines Daches bezeichnet. Diese Fläche kann eben oder konvex bzw. konkav gekrümmt sein. Festgelegt wird sie durch die Dachform. Je komplizierter der Dachaufbau, desto komplizierter sind auch die Dachflächen und deren Deckung. Am einfachsten ist das Satteldach. Es besitzt einen quadratischen oder rechteckigen Grundriss, dessen zwei Dachflächen oben durch den First, unten durch die Traufe und seitlich durch den Ortgang des Giebels begrenzt sind. Komplizierter sind die Dachflächen von zusammengesetzten oder gebrochenen Dächern auf winkelförmigem oder rundem Grundriss. Hier kommen zum Beispiel Grat, Kehle oder Dachknick hinzu.

Dachflächenfenster

Dachflächenfenster sind schall- und wärmgedämmte Dach- und Ausstiegsfenster. Sie dienen der Belichtung und Belüftung bei ausgebauten Dachgeschossen. Sie müssen den Anforderungen der Bauregelliste entsprechen und sind Ü-Zeichenpflichtig. Dachflächenfenster müssen aufgrund der erhöhten Anforderung auf ihre Schlagregensicherheit geprüft sein. Dachflächenfenster sollen nicht unter 15° Fensterneigung eingebaut werden. Bei Dachneigungen unter 15° sind Sondermaßnahmen erforderlich. Seit den 60er Jahren in technisch ausgereifter Form als Belichtungsmöglichkeit für Wohnräume unter dem Dach weit verbreitet. Örtlich kann es baurechtlich einfacher sein, ein Dachfenster einzubauen als eine Gaube.

Dachflächenheizung

auch: Dachflächenheizungen

siehe Rinnenheizung.

Dachformen

auch: Dachform

Ein Dach kann verschiedene Formen haben. Die bekanntesten Dachformen sind Pultdach, Satteldach oder Walmdach. Weitere Formen sind Zeltdach, Krüppelwalmdach, Mansarddach, Tonnendach, Bogendach, Halbtonnendach, Schleppdach und Sheddach,. Mehr in den exotischen Bereich gehört das (%Schmetterlingsdach, während Kuppeldach, Turmdach und Kegeldach fast ausschließlich an Sakralbauten zu finden sind. Auch Kombinationen von verschiedenen Dachformen findet man häufig.

Dachforst

siehe First.

Dachfuß

Der Dachfuß ist eine andere Bezeichnung für Traufe.

Dachgarten

auch: Dachgärten

Dachgärten werden vor allem in Verbindung mit einem Penthaus angelegt. Sie bedürfen erheblicher planerischer Vorarbeit und müssen in Deutschland auch bauaufsichtlich genehmigt sein. Ähnlich wie bei einem Gründach muss das Regenwasser staufrei abgeleitet werden und die Dachhaut vor Durchwurzelung geschützt sein. Erhebliche statische und sicherheitstechnische Aspekte sind ebenfalls zu berücksichtigen. Diese betreffen nicht nur ein Sicherheitsgeländer, sondern auch Vorkehrungen, die verhindern, dass Kübelpflanzen und -bäume, Pergolen und sonstige Garteneinrichtungen bei einem Orkan vom Dach gefegt werden.

Dachgaube

auch: Dachgauben

siehe Gaube

Dachgeschoss

auch: Dachgeschosse

Jedes Stockwerk über dem obersten Vollgeschoss wird baurechtlich als Dachgeschoss bezeichnet. Damit ein Dachgeschoss bewohnt werden darf, müssen zwei Drittel seiner Grundfläche die für Wohnräume erforderliche Geschosshöhe haben. Bei Neubauten kann das durch einen höheren Kniestock erreicht werden. Auch eine Gaube kann zur Erhöhung der des Dachgeschosses beitragen. Um ein Vollgeschoss zu sein, müssen mehr als 3/4 seiner Grundfläche eine Höhe von 2,3m (bzw. die in der Landesbauordnung geforderte Höhe) aufweisen. Die Höhe wird von der Oberkante des Fußbodens bis zur Oberkante der Dachhaut gemessen, maßgeblich ist somit das Außenmaß. Das Dachgeschoss wird häufig als Ausbaureserve erst später ausgebaut (siehe Dachausbau), wenn die Kinder älter werden und mehr Platz benötigen.

Dachgesims

siehe Gesims.

Dachgraben

auch: Dachgräben

Mit Dachgraben bezeichnet man die Verschneidungslinie zweier giebelständiger Gebäude oder Gebäudeteile sowie die Kehle beim Sheddach. Die Ausbildung des Dachgrabens erfolgt meist als Stufenrinne mit Gefälle. Die Ausbildungen von Dachgräben ohne Stufen müssen wasserdicht sein.

Dachgrat

auch: Dachgrate

siehe Grat.

Dachgratanfänger

auch: Gratanfänger, Walmanfänger

Der Dachgratanfänger, Gratanfänger oder Walmanfänger ist der erste Dachziegel am unteren Punkt des Dachgrates. Häufig ist er geschmückt.

Dachgratziegel

auch: Gratziegel, Walmgratziegel, Mansardknickziegel

Der Dachgratziegel ist ein spezieller Dachziegel zur Deckung des Grates. Er übernimmt eine ähnliche Aufgabe wie der Firstdachziegel und muss die Dachziegel zweier aufeinander stoßenden Dachflächen überdecken. Grate befinden sich sowohl auf dem Walmdach als auch auf dem Mansarddach sowie auf Vordächern. Bei einem Walmdach heißt er Walmgratziegel, bei einem Mansarddach Mansardknickziegel. Verwendet als Dachgratziegel werden zum Beispiel Hohlziegel, Rinnenziegel oder speziell geformte Ziegel. Die Dachgratanfänger sind beliebte Schmuckorte für dekorativ ausgestaltete Dachziegel, z.B. in Form von Fabeltieren oder Drachen.

Dachgully

auch: Dachablauf, Dachgullys

Dachgullys bzw. Dachabläufe werden zur Dachentwässerung von Flachdächern, Terrassen, Balkonen und Loggien eingesetzt. Sie sind erhältlich aus Zink, verzinktem Stahl, Kupfer, Aluminium, Kunststoff oder Edelstahl. Häufig ist eine Wärmedämmung integriert, um Kondenswasserbildung zu vermeiden. Es gibt auch Dachgullys mit eingebauter Heizung, um im Winter Vereisung zu vermeiden. Ein Schmutzfang verhindert Verstopfungen durch Laub und Schmutz. Der Einbau von Dachgullys erfolgt am tiefsten Punkt der Dachfläche, ihre Anzahl richtet sich nach der Größe der Dachfläche. Das Wasser wird in den Dachgullys gesammelt und dann zum Regenfallrohr geleitet. Der Anschluss an eine Regenwassernutzungsanlage ermöglicht die Verwendung des Regenwassers, wo der Einsatz von Trinkwasser nicht erforderlich ist, z.B. bei der Gartenbewässerung, der Toilettenspülung oder beim Wäschewaschen.

Dachhaken

Dachhaken dienen der Befestigung von Lasten wie Dachdecker-Auflegeleitern und Dachdeckerstühlen bei Arbeiten auf dem Dach. Zusätzlich ist der Haken mit einer Öse ausgerüstet als Anschlagpunkt für das Sicherheitsgeschirr. Dachhaken gibt es in verschiedenen Ausführungen, zum Beispiel passend für Schiefer, Biber, und profilierte Betondachsteine und Dachziegel. Dachhaken werden auch als Leiterhaken bezeichnet.

Dachhandwerker

Als Dachhandwerker werden alle am Dachaufbau beteiligten Handwerker bezeichnet. An erster Stelle seien hier Zimmermann, Dachdecker und Klempner genannt, wobei der Dachdecker sicherlich d e r Dachhandwerker ist.

Dachhaut

siehe Dachbahn

Dachheizung

auch: Dachheizungen

siehe Rinnenheizung.

Dachheizzentrale

Von einer Dachheizzentrale wird gesprochen, wenn die Heizungsanlage nicht im Keller, sondern unter dem Dach zu finden ist. Bei Verwendung eines gebläseunterstütztem Heizgerät, das unabhängig von der Raumluft betrieben wird, kann auf einen Schornstein verzichtet werden. Sowohl Brennwertgeräte als auch konventionelle Heizgeräte können als Dachheizzentrale verwendet werden. Sie stellt bei einem Altbau oft die einzige Möglichkeit dar, wenn z.B. an den bestehenden einzügigen Schornstein ein Kamin angeschlossen ist. Der Vorteil einer Dachheizzentrale ist zudem, dass der Weg zu einer eventuell vorhandenen Solaranlage nicht so weit ist. Nachteil dieser Art von Dachheizzentrale ohne Schornstein ist, dass ein Wechsel des Energieträgers zu Holz später kaum noch möglich ist.

Dach-Kaltkleber

auch: Dachkaltkleber

Dachkamm

auch: Dachkämme

Der Dachkamm ist eine Firstbekrönung in Form einer kammartig gesägten Dachverzierung. Er kann floral oder ornamental, mit Palmetten, Blumen, Kreuzen oder ähnlichem Dekor geschmückt sein. Dieser plastische Schmuck hat bis heute noch in einigen Regionen überlebt und ist unter anderem auf Dächern am Randes des Harzes, in Franken sowie im Elsass und in der Provence zu finden.

Dachkändel

Dachkändel ist eine andere Bezeichnung für Dachrinne.

Dachkehle

siehe Kehle.

Dachklammer

auch: Dachklammern

siehe Sturmklammer

Dachknick

Der Dachknick bzw. Dachbruch ist der Übergang zweier verschieden geneigter Dachflächen. Hierbei unterscheidet man zwischen dem Übergang von einer unteren steilen zur oberen flachen Dachneigung (Mansarddachknick) und von einer unteren flachen zur oberen steilen Dachneigung (Schleppdachknick). Dieser Knick wird entweder mit speziellen Dachbruchziegeln, die nach innen oder nach außen abgebogen sind, oder mit anderen Deckmaterialien gedeckt. Den steileren Teil unterhalb des Dachknickes belegt man häufig mit Schiefer oder Biberschwanzziegeln, den flacheren Teil auch mit anderen Dachziegeln. Desweiteren bezeichnet ein Dachknick auch eine geknickte Dachfläche, die durch das Anbringen von einem Aufschiebling am Sparrendach herbeigeführt wird.

Dachknickziegel

siehe Knickziegel.

Dachkonstruktion

auch: Dachkonstruktionen

Als Dachkonstruktion bezeichnet man den konstruktiven Aufbau eines Daches. Die Dachdeckung ist da meist nicht mit inbegriffen. Eine Dachkonstruktion besteht aus mehreren Einzelschichten, die in ihrer Funktion zusammenwirken. Je nach Anordnung der Schichten unterscheidet man einschalige, nicht durchlüftete Konstruktionen, oder mehrschalige, durchlüftete Konstruktionen. Dachkonstruktionen beruhen in Mitteleuropa auf zwei Grundformen, dem germanische Sparrendach und dem römischen Pfettendach.

Dachkrampe

siehe Krampe.

Dachlack

auch: Dachlacke

Dachlack ist ein Bitumenanstrich zum Schützen und Verschönern alter und neuer Bitumendächer. Er wird mit einer lösemittelbeständigen Rolle aufgebracht. Zuvor müssen jedoch Schäden wie beispielsweise Dachblasen und Risse repariert werden. Der leicht lösemittelhaltige Anstrich dringt tief in alte Dachpappen ein und verbindet sie wieder fest mit dem Untergrund. Dachlack schützt Flach- und geneigte Dächer aus Bitumen, Metall und Beton, und ist widerstandsfähig gegen aggressive Industrieatmosphäre.

Dachlaterne

auch: Dachlaternen

Eine Dachlaterne ist ein turmartiger Aufbau auf einem Dach. Sie dient zum Beispiel als Glockenturm oder als Rauchabzug. Bei einer Dachaufsatzlüftung befördert sie die Abluft nach draußen. Besteht sie hauptsächlich aus Glas, kann sie aber auch zur Verbesserung der Belichtung beitragen.

Dachlatte

auch: Dachlatten

Als Dachlatten werden Schnitthölzer mit Querschnittsflächen nicht größer als 32 qcm und einer Breite bis 80 mm bei einem Seitenverhältnis des Querschnitts von maximal 1:2 bezeichnet. Dachlatten werden im Baubereich universell, nicht nur für das Dach, eingesetzt. Auf dem Dach werden Dachziegel oder andere Dacheindeckungen wie Schiefer, Metall oder Reet an den Dachlatten befestigt. Sie können dort als Traglattung oder Konterlattung fungieren. Dachlatten werden aber auch bei einer vorgehängten Fassade oder beim Innenausbau bei einer Decken- oder Wandverkleidung mit Holzpaneele verwendet. Bei der Herstellung der Luftdichtheit von Gebäuden fungieren Dachlatten als Anpresslatten.

Dachlattung

Die Dachlattung bezeichnet die Gesamtheit aller parallel zum First verlaufenden Dachlatten. Sie hat sich aus Ersparnisgründen aus der ursprünglichen Schalung der gesamten Dachfläche entwickelt. Wahrscheinlich tauchte sie zuerst in Frankreich in Kombination mit dem Biberschwanzziegel auf, wobei die Entwicklung parallel zur Aufhängung von Dachziegeln mit Haken oder Nasen verlief. Notwendig wurde sie durch die Abkehr von den flacheren Dächern im Süden zu den steileren Dächern nördlich der Alpen.

Dachlawine

auch: Dachlawinen

Rutscht der sich auf einem geneigten Dach befindliche Schnee aufgrund der verringerten Haftung ab, spricht man von einer Dachlawine. Je steiler das Dach ist, desto größer ist auch die Gefahr, dass Dachlawinen herabstürzen. Das Prinzip entspricht dem Abgang von Lawinen im Gebirge. Befindet sich das Gebäude unmittelbar an einer öffentlichen Straße, besteht die große Gefahr, dass dabei Personen zu Schaden kommen, aber auch Fahrzeuge können beschädigt werden. Zum Schutz vor Dachlawinen werden an gefährdeten Stellen, etwa über Hauseingängen und Fußwegen, sogenannte Schneefanggitter am Dach angebracht. Sind keine Schneefanggitter vorhanden, müssen gefährdete Bereiche entsprechend abgesperrt werden. Rechtlich gesehen ist der Hauseigentümer (oder die von ihm beauftragte Person) für Schäden haftbar, die durch eine Dachlawine entstehen, wenn er nicht nachweisen kann, dass er ausreichende Maßnahmen zur Vermeidung der Dachlawine ergriffen hat.

Dachleitungshalter

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Dachleitungshalter sind spezielle Leitungshalter für das Dach. Dabei wird unterschieden zwischen Dachleitungshaltern an First- und Gratsteinen, auf Flach- oder Metalldächern. Es gibt Dachleitungshalter mit gerader Streben zum Einschieben für Ziegel-, Schiefer- und Pappdächer. Weiterhin gibt es Halter mit gewinkelter Strebe zum Einhängen in die Dachpfanne oder Dachlattung. Zudem gibt es noch verstellbare Dachleitungshalter zum Befestigen von Fangleitungen bei Blitzschutzanlagen auf dem First oder Grat z.B. für Ziegeldächer.

Dachloggia

auch: Dachloggien

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Die Dachloggia ist das Gegenstück zu einem Dachbalkon. Während ein Balkon aus einem Baukörper heraus ragt, ist eine Loggia in den Baukörper integriert und schließt bündig mit der Fassade ab. Bei Dachloggien befindet sich die Loggia in einer Ebene mit dem Satteldach oder Walmdach. Dachloggien verleihen den Häusern einen gewissen Charme - besonders dann, wenn sie begrünt sind. Wie bei den Dachbalkonen auch ist von Wichtigkeit, dass der Loggiaboden absolut dicht ist und Regenwasser problemlos in ein Fallrohr abläuft

Dachneigung

auch: Dachneigungen

Dachneigung ist die Neigung der Dachkonstruktion (Unterkonstruktion) gegen die Waagerechte. Das Maß der Dachneigung wird ausgedrückt als Winkel zwischen der Waagerechten und der Dachfläche in Grad (°) oder als Steigung der Dachfläche über der Waagerechten in Prozent ("%"). Bei Dachdeckungen ist die Neigung des Deckwerkstoffes aufgrund der Verlegetechnik immer geringer als die Dachneigung. Durch die Dachneigung werden die Dachformen nach dem Aussehen in Flachdächer, flach geneigte Dächer und Steildächer unterteilt. Das bekannte Flachdach wird dabei als waagerechte oder annähernd waagerechte Fläche empfunden, wobei diese Dachform oftmals Probleme mit der dauerhaften Dichtigkeit mit sich bringt. Bei flach geneigten Dächern liegt die Dachneigung zwischen 5° und etwa 30°. Flachdächer sowie flach geneigte Dächer werden hauptsächlich bei Hallen, bei Wohngebäuden ohne Nutzung des Dachraums und bei Betriebsgebäuden ausgeführt, wobei wegen der Anforderungen and die Dauerhaftigkeit der Dachabdichtung auch bei Flachdächern zwischenzeitlich eine Mindestneigung der Dachebenen von 3° vorgegeben ist. Die im Wohnhausbau üblichen Steildächer ab ca. 30° erlauben meist eine Nutzung des Dachgeschosses zumindest als Lagerfläche, wegen der inzwischen hohen Baulandpreise und der relativ hohen Baukosten sind diese Flächen jedoch zu wertvoll, um sie nicht auch als Wohnraum zu nutzen. Reetdächer benötigen mindestens eine Dachneigung von 45°, um Wasser wirkungsvoll ableiten zu können.

Dachpappe

auch: Dachpappen

Dachpappe ist eine mit Bitumen oder Teer beschichtete Filzpappe, die oftmals mit Sand oder Kies bestrichen ist. Sie wird häufig mit Bitumendachbahnen verwechselt. Während in früheren Zeiten die Dachpappen in der Regel mit Teer beschichtet waren, hat im 20sten Jahrhundert das Bitumen, welches nicht ganz so gesundheitsschädlich ist, den Teer immer mehr verdrängt. Während Bitumen eine wesentlich höhere Plastizität und Temperaturstabilität hat, zeichnet sich Teer durch eine hohe Wasserbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Mikroorganismen und Durchwurzelung aus. Aus diesem Grund sind teerhaltigen Materialien noch lange Zeit z.B. in den Vereinigten Staaten verwendet worden.

Dachpappennagel

auch: Dachpappennägel

Ein Dachpappennagel ist ein kurzer Nagel mit breitem Kopf. Er wird zum Annageln einer Dachbahn verwendet. Der Nagel ist ca. 20-35 mm lang bzw kurz. Durch den breiten Kopf wird das Herausreißen der Dachpappe verhindert. Sie hat dadurch einen besseren Halt. Dachpappennägel sind meist verzinkt.

Dachpappeschindeln

auch: Dachpappeschindel

Dachpappeschindel ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für Bitumenschindeln.

Dachpappeziegel

Dachpappeziegel ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für Bitumenschindeln.

Dachpfanne

auch: Pfanne, Dachpfannen

Unter Dachpfannen werden in der Regel entweder Dachsteine aus Zement oder Dachziegel aus einem Ziegelgemisch verstanden.

Dachpfannenklammer

auch: Dachpfannen-Klammer

siehe Sturmklammer

Dachplatte

auch: Dachplatten

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Die Bezeichnung Dachplatte ist nicht eindeutig definierbar. Darunter kann ein großfächiges Pendant zur Deckenplatte aus Porenbeton verstanden werden, aber auch eine schindelförmige, also kleinformatige Platte zur Dachdeckung und Fassadenverkleidung. Weit verbreitet sind diese Dachplatten aus Faserzement in der Farbe anthrazit. Sie sollen den Eindruck einer Schieferschindel erwecken. Allerdings werden solche Dachplatten auch in anderen Farben (siehe Foto) angeboten, wobei hier der optische Eindruck einer Ziegelschindel bezweckt wird.

Dachrandabdeckung

auch: Dachrandabdeckungen

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Dachrandabdeckungen werden auf die Randaufkantung von Flachdächern, die sog. Attika, aufgesetzt und mit dem Mauerwerk verbunden. Sie haben damit nicht nur eine gestalterische Aufgabe, nämlich die Bildung eines sauberen Dachabschlusses, sondern sind auch Teil der Dachabdichtung. Dachrandabdeckungen bestehen aus Aluminium oder Verbundblechen, wobei die Dachbahn mit der Abdeckung verklebt wird.

Dachrandabschluss

auch: Dachrandabschlüsse

siehe Ortgangblech.

Dachraum

auch: Dachboden, Dachräume

Als Dachraum wird bei Steildächern der Raum zwischen den Dachschrägen als seitliche Begrenzung und der obersten Geschossdecke als untere Begrenzung bezeichnet. Wurde früher der Dachraum meist als Speicher genutzt, ist er heutzutage meist ausgebaut und wird als Wohnraum genutzt. In diesem Fall muss er natürlich entsprechend gedämmt werden. Ist der Dachraum unbewohnt, muss nach Vorgaben der neuesten Energieeinsparverordnung wenigstens der Dachraumboden gedämmt werden.

Dachreiter

auch: Reiter, Aufdach, Überdach

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Der Dachreiter ist ein schlankes Türmchen oder eine Figur (meist eine Tierfigur wie Eule oder Hahn) auf dem Dachfirst. Das Dach des Dachreiters kann selbst außerordentlich vielfältig gestaltet sein. Er dient meist zur Überdeckung einer Firstöffnung oder zur Aufnahme von Glocken und Uhren. Dachreiter bestanden früher aus Holz oder Stein, heute werden diese jedoch aus Gründen der Dauerhaftigkeit aber meist aus Metall (z.B. Kupfer) oder auch aus gebranntem Ton hergestellt und unter künstlerischen Aspekten gestaltet. Der Dachreiter aus Holz oder Stein ersetzte in der Zisterzienserarchitektur den Turm. Weitere Bezeichnungen sind Reiter, Aufdach oder Überdach.

Dachrinne

auch: Regenrinne, Kändel, Traufrinne, Dachrinnen

Die Dachrinne ist ein meist halbrohrfömiges Bauteil für die Dachentwässerung. Dachrinnen werden aus PVC, Kupfer, Zink und Edelstahl hergestellt. Bei rechteckigen Dachrinnen spricht man von Kastenrinnen. Daneben gibt es noch halbrunde Rinnen, Kehlrinnen und Shedrinnen. Nach der Lage der Rinnen unterscheidet man zwischen außenliegenden und innenliegenden Dachrinnen. Bei außenliegenden Dachrinnen kann Wasser infolge von erhöhtem Niederschlag, verstopften Abläufen, Undichtigkeit o. ä. sicher nach außen abgeleitet werden. Bei innenliegenden Dachrinnen könnte diese Feuchtigkeit in die Konstruktion bzw. in das Bauwerk gelangen. Durch geeignete Maßnahmen, Notüberläufe, Sicherheitsrinnen o. ä., muss dies vermieden werden. Nach der Art der Anbringung unterscheidet man vorgehängte, stehende und liegende Rinnen. Die halbrunde, vorgehängte Dachrinne ist die gebräuchlichste Rinnenform. Sie bietet gegenüber anderen Rinnenarten einige Vorteile. Sie ergibt den größten Querschnitt für einen Zuschnitt, was der maximal möglichen Ablaufmenge entspricht. Sie hat einen guten Wasserlauf und günstige Schwimmtiefen und ist kostengünstig und einfach herstellbar. Durch die freihängende Anbringung bietet sie auch bei Störungen eine Sicherheit gegen Schäden durch Niederschlagwasser.

Dachrinneneisen

siehe Rinneneisen.

Dachrinnenheizung

auch: Dachrinnenheizungen

Eine Dachrinnenheizung verhindert ein Zufrieren von Dachrinnen. Dazu werden elektrische Heizbänder unter der Rinne angebracht. Diese wärmen im Bedarfsfall die Rinnen so auf, dass Wasser nicht gefrieren kann. Bei extremen Wetterbedingungen im Winter besteht die Gefahr, dass infolge der Wechselwirkung von Sonne oder sonstigen Wärmeeinflüssen und Frosttemperaturen und der damit möglichen Vereisungen Dachrinnen, Abläufen und Fallrohre beschädigt oder verstopft werden können.

Dachrinnenklemme

auch: Dachrinnenklemmen

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Eine Dachrinneklemme ist eine Vorrichtung zum Verbinden von Leitungen einer Fangeinrichtung beim Blitschutz mit der Dachrinne. Dabei sind verschiedene Varianten im Einsatz. Bei der einen Variante werden die Leitungen mittels eines Klemmbocks festgeklemmt. Es gibt aber auch die Variante wo über die Leitung ein ausgewölbtes Abdeckplättchen (Überleger heißt der Fachausdruck)gelegt und mit zwei Schrauben befestigt wird. Zudem gibt es noch die Dachrinnenklemme mit dem Doppelüberleger. Hier können zwei Leitungen an der Dachrinnenklemme befestigt werden. Dachrinnenklemmen werden beispielsweise aus nichtrostendem Stahl, Aluminium oder Kupfer hergestellt.

Dachrohling

auch: Dachrohlinge

Dachrohling ist eine aus der Immobilienwirtschaft stammende Bezeichnung für unausgebaute Dachgeschosse (sogenannte "Speicher") insbesondere auf alten und älteren Mietshäusern. Solche Dachrohlinge gelten inzwischen als Top-Immobilien insbesondere in Berlin und anderen Ballungsgebieten, weil sich daraus attraktive Wohnungen machen lassen. Dachrohlinge werden verkauft mit der Auflage, daraus Wohnraum herzurichten. Je nach Lage des Hauses werden für Dachrohlinge sogar Spitzenpreise gezahlt - insbesondere dann, wenn das ehemalige Mietshaus in eine Eigentums-Wohnanlage umgewidmet worden ist.

Dachschalung

auch: Dachschalungen

Bei einer Dachschalung handelt es sich um eine vollflächige Schalung aus Vollholz (Dachschalungsbretter) oder Spanplatten. Sie wird auf den Dachsparren bzw. Dachbinder oder Träger befestigt und bildet die Unterkonstruktion unter der Dachhaut. Es wird dabei zwischen Sparschalung und geschlossener Schalung unterschieden. Bei einer Sparschalung gibt es zwischen den Brettern Fugen, bei der geschlossenen Schalung sind die Bretter dicht aneinander gestoßen. Eine geschlossene Dachschalung bietet Schutz vor Windsog oder Winddruck, was insbesondere bei ausgebauten Dachräumen notwendig ist. Bei bestimmten Dachdeckungsmaterialien wie Schiefer, Metallblechen, Bitumenabdeckungen oder Well- und Profilplatten aus Faserzement ist eine Dachschalung nötig

Dachschalungsbretter

Bei Dachschalungsbretter handelt es sich um Bretter, die für eine Dachschalung verwendet werden dürfen. Die Güte solcher Bretter wird durch die DIN 18334 und die DIN 4074 bestimmt. Demnach müssen Dachschalungsbretter parallel besäumt und gleichmäßig stark sein. Durchfalläste über 20 mm sind nicht zulässig. Die Stöße der Dachschalungsbretter sind versetzt anzuordnen. Je Auflager sind mindestens zwei Nägel zu verwenden. Um eine Scheibenwirkung der Schalungsebene zu erreichen, sind die Nagelbilder exakt einzuhalten. Die Nagelläcke ist mit dem 2,5fachen der Brettdicke zu wählen.

Dachschar

auch: Dachscharen

Eine Schar und in diesem Zusammenhang eine Dachschar ist eine Bahn oder Platte aus Metallblech, mit der Metalldächer gedeckt werden. Die einzelnen Scharen können aus Titanzink, Edelstahl, Kupfer oder Aluminium bestehen; sie werden in verschiedenen Techniken miteinander verbunden. Bei der Eindeckung sind viele Gesichtspunkte zu beachten, insbesondere die Ausdehnung der metallenen Scharen aufgrund Hitzeeinwirkung der Sonne.

Dachschindel

auch: Dachschindeln

siehe Schindel.

Dachschmuck

auch: Firstschmuck

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Auf dem Dachfirst, Giebelspitze oder Dachkanten findet man häufig Dachzubehör, das über die reine Funktion hinausgeht. Am Dachschmuck lässt sich der Gestaltungswille der Dachhandwerker oder das Repräsentationsbedürfnis des Hausbewohners ablesen. Auch regionale Besonderheiten findet man im Dachschmuck wieder. Als Dachschmuck bezeichnet man alle auf dem Dach vorhandenen Figuren, Ornamente, Wetterfahnen also auch auf dem Grat, Traufe, Dachrinne usw.. Der Dachschmuck kann aus Keramik, Holz, Metall oder Stein gefertigt sein. (Abbildung: Walther Dachziegel)

Dachsparren

siehe Sparren

Dachstein

auch: Betondachstein, Dachsteine

Dachsteine sind Dachpfannen auf Zementbasis wie beispielsweise die Frankfurter Pfanne. Sie gehören zu den kleinformatigen Deckwerkstoffen. Sie bestehen in der Regel aus rund 70 % klassiertem Sand, Zement, Wasser und Farbpigmenten auf Eisenoxidbasis. Dachsteine unterscheiden sich durch ihre Form, Abmessungen, der Seitenfalzausbildung, der Fußverrippung und dem Überdeckungsbereich. Zu jeder Dachstein-Modellreihe gibt es zahlreiche Formsteine.

Dachstroh

Dachstroh ist aufbereitetes Stroh, das zur Deckung eines Strohdaches geeignet ist. Es muss eine gewisse Länge haben, frei von Unkräutern und ungebrochen sein. Am besten eignet sich handgedroschenes Roggenstroh, aus welchem unerwünschte Gräser und Unkrautpflanzen mit einem Heurechen ausgeschabt waren. Mit dem Aufkommen der Mähdrescher wurde das Roggenstroh als Deckmaterial ungeeignet.

Dachstuhl

auch: stehender Stuhl, Dachstühle

Der Dachstuhl ist eine Tragkonstruktion für die Bedachung und fast ausschließlich aus Holz hergestellt. Bau und Aufrichtung eines Dachstuhls ist typische Zimmermannsarbeit. Der Dachstuhl muss zunächst einmal sich selbst tragen können und zusätzlich die Dachziegel. Bei einem ausgebauten Dach kommen die Wärmedämmung und eine Schalung hinzu. Weiterhin muss ein Dachstuhl noch die Belastung von Schnee und von Wind aufnehmen können. Damit der Wind den Dachstuhl nicht davonbläst, muss er im Mauerwerk verankert sein. Deshalb werden die Sparren mit den Schwellen bzw. Pfetten mit Nägeln oder mit Blechverbindern verbunden. Die Schwellen und Pfetten werden in der Regel mit einbetonierten Ankerschrauben, Flachstallaschen oder Stahlwinkeln auf der Unterkonstruktion befestigt. Bei der Planung von Dachstühlen muss besonders auch darauf geachtet werden, dass der First in Längsrichtung keine Eigendynamik entwickelt. Einfach gesagt, darf er sich nicht verschieben. Dies erreicht man durch Längsaussteifungen oder Längsverbände, die je nach Art des Dachtragwerks verschieden sein können. Die wichtigsten Arten von Dachstühlen sind das Sparrendach, das Kehlbalkendach und das Pfettendach.

Dachsubstrate

auch: Dachsubstrat

Dachsubstrate sind industriell erzeugte Mischungen aus verschiedenen natürlichen Zuschlagstoffen, die die Anzucht von Stauden und Gehölzen auf dem Flachdach möglich machen. Grundstoffe sind neben Humus vor allem Hochmoortorfe, die mit Zuschlagstoffen wie Tonpellets, Kokos- und Holzfasern, Perlitekügelchen oder Lavakügelchen angereichert sind, wobei diese Mischungen insbesondere unter dem Aspekt angelegt worden sind, dass sie möglichst viel Regenwasser über einen längeren Zeitraum speichern können.

Dachsvertreiber

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Dachsvertreiber sind die teuersten Pinsel, die der Maler und Lackierer verwendet. Die langen, dünnen Pinsel sind mit langen Dachshaaren bestückt. Dachshaare sind sehr fein und elastisch. Dachvertreiber sind Spezialpinsel für Restaurateure. Sie werden beispielsweise zum Maserieren, der Holzimitation oder zum Marmorieren verwendet.

Dachterrasse

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Eine Dachterrasse ist eine Terrasse auf einem Flachdach oder oberhalb eines geneigten Daches, bei dem ein Dacheinschnitt eine Terrasse freilegt. Grundsätzlich unterscheidet sich eine Dachterrasse von einem Dachgarten dadurch, dass auf ihr zwar Pflanzkübel aufgestellt werden können, aber kein „Gartenboden“ in Form von Dachsubstraten. Eine Dachterrasse ist vor allem dort interessant, wo der Freiraum begrenzt ist, also in Städten. Hier ist die klassische Dachterrasse eine Oase über den Dächern, weit ab vom hektischen Betrieb der Strasse. Allerdings zählen auch Terrassen, die auf Garagen oder eingeschossigen Anbauten eingerichtet wurden, zu den Dachterrassen, siehe Foto. Soll eine Dachterrasse nachträglich in ein Dach eingebaut werden, ist eine Änderung am vorhandenen Dach fast immer unumgänglich. Wenn die Dachterrasse auf dem Fußboden des Dachgeschosses aufgebaut werden soll, ist zunächst die Tragfähigkeit der Deckenkonstruktion zu prüfen. Für eine Terrasse sind weitaus höhere Lasten anzusetzen, als für eine Zimmerdecke, da man davon ausgeht, dass bei Feiern sehr viele Personen dicht gedrängt auf einer solchen Terrasse stehen. Für diesen Ausnahmefall werden Terrassen statisch dimensioniert. Durch den Einbau einer Dachterrasse haben die Zimmer unter der Terrasse zudem plötzlich eine potenziell kalte Decke. Aus diesem Grund muss die Decke in diesem Bereich gedämmt werden. Auf der Dämmung wird ein sogenannter Flachdachaufbau ausgeführt, der sicherstellt, dass kein Wasser in das darunter liegende Geschoss dringt.

Dachtraufe

auch: Dachtraufen

siehe Traufe.

Dachüberstand

auch: Dachüberstände

siehe Dachvorsprung.

Dachumdeckung

auch: Umdeckung, umdecken, Dachumdeckungen

Auf vielen Dächern ist im Laufe der Jahre eine Grünbildung zu beobachten, die auf Algen, Flechten und Moose zurückzuführen ist. Diese Grünbildung beeinträchtigt zwar nicht die Funktion des Daches, doch besonders schön sieht das ganze nicht aus. Viele Dachdecker bieten aus diesem Grunde eine Dachumdeckung an. Dabei werden die alten Dachziegel oder Dachsteine entfernt und eine neue Dachdeckung vorgenommen. Häufig werden dann zusätzlich noch die Dachunterspannbahnen sowie Trag- und Konterlattung erneuert. Eine Dachumdeckung ist eine gute Gelegenheit, die Dachdämmung zu erneuern bzw. zu erweitern und eine Vollflächendämmung vorzunehmen.

Dachunterspannbahn

auch: Unterspannbahn, Dachunterspannbahnen

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Dachunterspannbahnen werden zwischen der Wärmedämmung und der Traglattung der Dachbedeckung befestigt. Die Wirkungsweise der Folien unterscheidet sich, je nachdem, ob es sich um ein Warmdach oder um ein Kaltdach handelt. Beim Kaltdach muss sie wasserdampfdurchlässig sein und das Eindringen von Staub, Schmutz und Flugschnee verhindern. Beim Warmdach muss sie diffusionsoffen sein (von innen diffundierfähig, von außen feuchtigkeitsundurchlässig). Unterspannbahnen erfüllen eine wichtige bauphysikalische Funktion, denn wenn die Diffusionsfeuchte nicht aus dem Gebäude entweichen kann, sind Bauschäden vorhersehbar, die nur mit erheblichen Aufwand beseitigt werden können. Wurden früher gitterverstärkte PE Folien verwendet, so finden heute moderne diffusionsoffene Materialien Verwendung, die direkt auf die Sparren verlegt werden.

Dachverglasung

auch: Dachverglasungen

siehe Glasdach

Dachvorsprung

auch: Dachüberstand, Dachvorsprünge

Der Dachvorsprung oder auch Dachüberstand ist laut Definition der Teil der Dachfläche, der über die Schnittlinie Außenwand-Dachfläche (ggf. inklusive Dachrinne) hinausragt. Er dient dazu, ungünstige Witterungseinflüsse wie Schlagregen auf die Fassade zu vermindern. Bei Holzhäusern oder mit Holz verkleideten Fassaden ist der Dachvorsprung mit einem möglichst weit "auskragenden" Dach wichtiger Bestandteil des konstruktiven Holzschutzes. Außerdem spenden Dachvorsprünge Schatten, mildern also das Aufheizen der Haushülle bei sommerlichen Hitzeperioden. Dachvorsprünge mit einer Auskragung von maximal 1,50 m werden bei der Bemessung der Abstandsflächen nicht berücksichtigt, wenn sie gleichzeitig mindestens 2 m von Nachbargrenzen entfernt sind. Mit den gleichen Abmessungen können sie auch auf der nicht überbaubaren Grundstücksfläche, d.h. außerhalb der Baugrenzen und Baulinien, zugelassen werden. Was möglich ist, ist in der Regel bereits im Bebauungsplan festgelegt. Der Übergang vom Dachvorsprung eines Steildachs hin zu einem Schleppdach ist fließend, aber auch nur dann möglich, wenn dies der Bebauungsplan vorsieht.

Dachwerk

Dachwerk ist die übliche Bezeichnung für das gesamte Tragwerk eines geneigten Daches ohne Dacheindeckung und Wärme- bzw. Feuchteschutz-Ausstattung. Das Dachwerk besteht in der Regel aus Sparren, Kehlbalken und Pfetten. Das Dachwerk muss die Lasten aus Dacheindeckung, Dämmung usw. sowie äußere Lasten wie Schnee- und Windlast tragen und ableiten.

Dachwohnfenster

auch: Dachwohnraumfenster

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Dachwohnfenster ist die Bezeichnung für konstruktiv besonders vorbereitete und ausgestattete Fenster für den Einbau in Gefälledächern. Dachwohnfenster werden aus Aluminium mit Holzkern, aus Holz und aus Kunststoff hergestellt und mit entsprechenden Eindeckrahmen geliefert. Am meisten eingebaut werden Schwingfenster. Ein Klapp-Schwingfenster ist die Variante, die einen besonders freien Ausblick zulässt, weil sich das Fenster bis zu einem Winkel von 45° stufenlos öffnen läßt. Bei einer weiteren Variante, dem Dachwohnfenster mit Dachaustritt, wird der obere Flügel aufgeklappt und der untere ausgeklappt, so dass eine balkonähnliche Brüstung entsteht. Eine Weiterentwicklung dieses Typs ist der Dachbalkon. Dachwohnfenster können von außen wahlweise mit einer Markise oder einem Rolladen und von innen mit einem Rollo oder einer Jalousette ausgestattet werden.

Dachwohnraumfenster

Dachziegel

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Dachziegel werden aus einer Mischung aus Ton und Lehm hergestellt. So machten es auch die alten Römer und sie brachten den Dachziegel nach Mitteleuropa.Bei der Herstellung von Dachziegeln unterscheidet man zwischen Strangdachziegeln und Pressdachziegeln.Beim Strangpressverfahren wird die Rohmasse durch Formen gepresst und anschließend bei einer Temperatur von etwa 900° Celcius gebrannt. Dies geschieht ähnlich wie bei der Herstellung von Mauerziegeln. Zu Strangdachziegeln zählen Ziegel ohne Falz wie Hohlpfannenziegel und Biberschwanzziegel sowie die seitlich mit einer Falz versehenen Strangfalzziegel.Pressdachziegel werden auf Stempelpressen ausgestanzt. Zum einen gibt es beispielsweise die falzlosen Mönch und Nonne sowie Krempziegel. Zum anderen werden Ziegel mit zweiseitigem Falz hergestellt. Hierzu zählen unter anderem Doppelmuldenfalzziegel, Reformziegel, Flachdachziegel (Flachdachpfannen) und Krempziegel. Verschiebeziegel sind Pressdachziegel, deren Kopf- und Fußverfalzung eine Höhenverschiebbarkeit von mindestens 3 cm ermöglicht. Dachziegel sind "Natur pur" und deshalb umweltfreundlich. Außerdem sind sie UV-beständig, säurefest und farbecht. Das gilt auch für die modernen Dachziegel in vielen "Alternativfarben" unserer Zeit. Bauphysikalisch von Vorteil ist, dass kondensierte Feuchte auf der Deckungsunterseite schnell wieder abtrocknen kann, was nicht bei jedem Deckungsmaterial der Fall ist. Begriffe wie "Metalldachziegel" oder "Kunststoffdachziegel" sind im übrigen irreführend, da diese eben nicht aus "Ziegelmaterial" bestehen und demenstprechend auch nicht in einer "Ziegelei" aus Ton gebrannt wurden.

Dachziegelnase

auch: Ziegelnase, Dachziegelnasen

Die Dachziegelnase ist eine kleine vorstehende Stelle an einem Dachziegel. An ihr kann der Ziegel an der Dachlattung aufgehängt werden. Notwendig wurde sie durch die Entwicklung eines steileren Daches nördlich der Alpen. Eine Nase kam im 11. und 12. Jahrhundert etwa zur gleichen Zeit beim Biberschwanzziegel und beim Hohlziegel auf. Beim frühen Mönch und Nonne-Ziegel befand sich die Nase der breiteren Nonne ganz oben am breiten Kopfende, während sie bei den Mönchen am schmaleren Kopfende mit einem Abstand von etwa 8 cm vom Ziegelende angebracht war.

Dachziegelschneider

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Dachziegelschneider gibt es in Ausführungen, die einer Fliesenschneidemaschine ähneln. Allerdings kann wegen der Wölbungen bei Dachziegeln keine gerade Linie geritzt werden, vielmehr werden die Dachziegel auf ein Schneiderädchen gelegt und mit Hilfe eines fest installierten Meißels entlang der vorgesehenen Bruchlinie einschließlich der Vertiefungen und Wölbunghen "angepickt". Der so vorbereitete Dachziegel wird dann unter dem Hebebolzen des Dachziegelschneiders mit Druck gespalten.

Dachzunge

Daino

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Daino ist ein beigefarbener, leicht strukturierter Kalkstein. Er wird vornehmlich im Innenbereich verwendet und zwar dort, wo unaufdringliche Natursteinflächen gewünscht sind. Durch Ausblühungen kann die Oberfläche des Materials matt werden. Ausblühungen entstehen, wenn aus dem Untergrund des Materials Stoffe an die Oberfläche gelangen und dort mit der Luft reagieren. Bei feuchten Untergründen wie zum Beispiel dem Keller sollte Daino nicht verwendet werden.

Dallglasplatten

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Dallglasplatten sind etwa 25 mm dicke, in der Masse durchgefärbte und lichtdurchlässige Platten, die von spezialisierten Glashütten in über 150 Farbnuancen gefertigt werden können. Die flüssige Glasmasse wird bei der Herstellung in rechteckige Eisenrahmen gegossen, die auf einer Graphitplatte aufliegen. Nach einem ausgewogenen Abkühlprozess sind die Dallglasplatten einsatzfertig vor allem für den Einbau in künstlerisch gestaltete Betonglasfenster. Dallglasplatten haben im Gegensatz zu Floatglas eine unregelmäßige Oberfläche. Übliche Formate sind 200 x 300 mm.

Damm

auch: Dammsohle, Dammfuß, Dammkrone, Dammauflager, Dammschulter, Dammbalken, Erddamm, Dämme

Als Damm wird ein aufgeschütteter, fester Erdkörper bezeichnet. Straßen oder Eisenbahnstrecken werden häufig auf einem Damm errichtet. In flachen Gebieten werden rechts und links von Flüssen häufig Hochwasserdämme aufgeschüttet, die verhindern sollen, dass das Wasser bei Hochwasser Straßen und Häuser überflutet. Solche Deiche findet man auch am Meer. Dort haben sie die gleiche Aufgabe. Folgende Begriff werden im Zusammenhang mit einem Damm gebraucht: Als Dammsohle wird die Auflagerungsfläche des Dammes bezeichnet. Der Dammfuß hingegen ist der Übergang vom Damm auf das Gelände. Die Dammkrone bezeichnet die Oberseite eines Dammes - also die Fläche zwischen den Böschungen. Auf dem Dammauflager wird der Damm errichtet, es bezeichnet den Untergrund unterhalb der Dammsohle. Weiterhin ist noch der Begriff "Dammbalken" gebräuchlich, der Teil eines Revisionsverschlusses ist, der ein Öffnung in einem Damm horizontal verschließt. Schließlich gibt es noch die Dammschulter, das ist der Dammbereich am oberen Teil der Böschung.

Dammar

Dammar ist das Harz tropischer Laubbäume. Man findet das Naturharz als Bindemittel in Lacken oder Polituren. Als Lösemittel kommen Kohlenwasserstoffe, Aromate oder Terpentinöl zum Einsatz. Das Farbspektrum geht von weiß bis braun. Dammarharz vergilbt kaum, macht Ölfarben „blockfest“.

Dammauflager

siehe Damm.

Dammbalken

siehe Damm.

Dämmbalken

Ein Dämmbalken ist ein Sandwichelement aus Holz oder Holzwerkstoffen mit einem Kern aus Dämmmaterial. Dämmbalken werden bei Dachkonstruktionen eingesetzt. Dämmbalken ganz anderer Art werden bei Hochwasser eingesetzt. Hier werden ganze Flussabschnitte mit wasserdichten Dämmbalkensystemen gesichert. Diese Systeme bestehen aus Zaunfeldern, in die im Bedarfsfall Dämmbalken eingesetzt werden können. Damit werden die Straße und die umliegende Bebauung bei extremen Hochwasser zusätzlich geschützt.

Dämmerungsschalter

Dämmerungsschalter sind mit Leuchten gekoppelt und sorgen dafür, dass die Beleuchtung bei anbrechender Dunkelheit angeht und beim Hellerwerden, also im sog. Morgengrauen, wieder erlischt. Dafür sorgt ein Lichtsensor, der die Umgebungshelligkeit registriert. Dämmerungsschalter können individuell eingestellt werden. Die gewünschte Ansprechschwelle ist je nach Modell von o,5 bis 10 Lux regulierbar.

Dämmfilz

auch: Dämmfilze

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Viele Maßnahmen, die der Dämmung dienen, können statt mit Dämmplatten auch mit Dämmfilzen erledigt werden. Dämmfilze sind elastisch und werden als Rollenware angeliefert. Sie eignen sich besonders, um selbst schwierige Ecken z.B. bei einem Dachstuhl mit Dämmmaterial auszufüllen. Dämmfilze bestehen meistens aus Mineral- oder Glaswolle, die nicht brennbar ist. Für die Trittschalldämmung werden auch Filze aus Hanf angeboten.

Dammfuß

siehe Damm.

Dämmkeil

auch: Dämmkeile

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Dämmkeile sind werkseitig in Dreiecke geschnittene Dämmplatten. Diese können unabhängig vom Sparrenabstand zwischen den Sparren miteinander verkeilt werden. Dämmkeile gibt es aus Mineralwolle, Holzfasern und anderen Dämmmaterialien. Ebenfalls ohne zusätzliche Befestigungsmittel wie zum Beispiel Tellerdübel kommen Klemmfilze aus.

Dämmkork

Dämmkork wird aus der Rinde der Korkeiche hergestellt und wird in Platten und Granulatform geliefert. Kork ist besonders gut als Dämm- und Putzträgerplatte im Fassadenbereich und unter Wandheizungen einsetzbar. Weiters können Korkplatten als Dämmung unter Naßestrich eingesetzt werden. Dämmkork wird ohne chemische Zusätze wie Bindemittel oder Brandschutzmittel hergestellt. Es sind daher keine Ausdünstungen von gesundheitsgefährdeten Stoffen zu befürchten, die das natürliche Raumklima beeinträchtigen oder der Gesundheit schaden können. Dämmkorkplatten können jederzeit für Dämmzwecke wieder- verwendet werden. Des weiteren ist es möglich, die Platten zu Granulat zu verarbeiten, das für Schüttdämmungen und zur Bodenauflockerung eingesetzt wird.

Dämmkorkplatten

Dammkrone

siehe Damm.

Dämmlehm

Dämmpaneel

auch: Dämmpaneele, Dämm-Paneel

Der Begriff eines Dämmpaneels ist nicht genau definiert. Die Industrie bietet für die Steildachdämmung solche Paneele an, die bis zu 10 m lang sein können. Diese Dämmpaneele bestehen aus zwei Spanplatten mit einer Mittellage aus Dämmmaterial. Neben Dämmpaneelen für das Dach gibt es auch Dämmpaneele aus Aluminium für die Fassade. Hier ist neben der Dämmung bereits die Oberflächenbeschichtung vorhanden. Die Paneellänge reicht bis Hochhaushöhe von 22 m. Ein Vorteil solcher Dämmpaneele ist die schnelle Montage. Zudem sind sie sehr leicht. Weiterhin gibt es noch Dämmpaneele mit glasfaserverstärkten Polyester-Deckschichten. Diese sind so ausgelegt, dass sie auch den strengsten Hygienevorschriften, wie sie für Räume der Lebensmittelverarbeitung gelten, entsprechen. Die EU-Richtlinien für Nahrungsmittelindustrie und Handwerk werden erfüllt. Die Dämmpaneele eignen sich hervorragend für den Einsatz in Kühlräumen und Betriebsräumen der Lebensmittelproduktion: Schlachtereien, Bäckereien, Molkereien, Wurst-, Fleisch-, Fisch- und Gemüseverarbeitung.

Dämmputz

auch: Dämmputz

Dämmputz dient der Verbesserung der Wärmedämmung bei Außenwänden. Dazu wird ein Leichtzuschlag, z.B. Schaumstoffperlen, Blähton, Perlite usw. zugesetzt. Manchen Dämmputzen wird auch Sumpfkalk und Zellulosefasern zugesetzt. Dämmputze weisen etwa die Hälfte des Wärmedurchlasswiderstands herkömmlicher Dämmstoffe auf und müssten daher in etwa doppelter Dicke verwendet werden. Dämmputze werden jedoch in der Praxis nur bis zu einer Dicke von wenigen cm aufgetragen. Dämmputze eignen sich daher vor allem für Bauwerke, deren Fassaden optisch nicht verändert werden dürfen (Denkmalschutz).

Dämmschalung

auch: Dämmschalungen

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Unter einer Dämmschalung ist, wie der Name schon sagt, eine Schalung zu verstehen, die an Ort und (Bau)Stelle verbleibt und aufgrund ihrer Konstruktionsart gleich die Wärmedämmung ganz oder teilweise mit übernimmt. Insofern fallen natürlich auch Schalungssteine unter den Begriff der Dämmschalung. Im Fertigbau werden Systeme angeboten, die aus raumhohen Dämmschalungen bestehen. Diese werden mit Fließbeton ausgegossen, die Wand ist fertig. Häufiger werden Dämmschalungen jedoch für Detailanwendungen am Bau verwendet, zum Beispiel als Deckenrandeinschalung oder als Ringbalkenschalung.

Dämmschicht

auch: Dämmschichten

Um bei Bauteilen die geforderten Wärm- und Schalldämmwerte zu erreichen, ist meist eine Dämmschicht notwendig. Verwendung finden dabei zahlreiche Dämmstoffe. Die Dämmschicht kann auch zweiteilig aufgebaut sein. Dämmschichten gibt es zum Beispiel an der Fassade, bei Flachdächern oder Steildächern oder unter Estrichen. So unterschiedlich wie die Einsatzorte sind auch die Anforderungen. Dämmschichten sind jedoch generell vor Durchfeuchtung zu schützen, da sie sonst unwirksam werden und die Gefahr von Schimmelbildung besteht.

Dämmschichtbildner

Dämmschichtbildner sind Flammschutzmittel, die Wirkstoffe enthalten, welche im Brandfall durch die Hitze einen Kohlenstoffschaum bilden. Dadurch wird zum einen Wärmeenergie verbraucht. Zum anderen enthält der Kohlenstoffschaum eine riesige Anzahl kleiner Glasbläschen mit geringer Wärmeleitfähigkeit, wodurch der Untergrund (meist Stahl oder Holz) vor Hitze geschützt wird.

Dammschulter

siehe Damm.

Dammsohle

siehe Damm.

Dämmstoff

auch: Dämmstoffe

Material zur Wärme- oder Schalldämmung von Bauteilen. Dämmstoffe können beispielsweise aus Kunststoffen wie Polystyrol ("Styropor"), Polyurethan, Mineralwolle wie Glaswolle oder Steinwolle, aus Schaumglas oder natürlichen Materialien wie Blähton, Zellulose, Holz-Weichfasern, Schafswolle oder Hanffasern bestehen. Dämmstoffe unterscheiden sich beispielsweise in Bezug auf ihre Wärmeleitfähigkeit, das Feuchtigkeitsverhalten, das Wärmespeichervermögen, dem Rohgewicht und der Dampfdiffusion. Aus ökologischen Gesichtspunkten immer häufiger beachtet wird auch der Primärenergieverbrauch bei der Herstellung und die Energetische Amortisation. Damit wird angegeben, wie lange ein Dämmstoff im Einsatz sein muss, um die bei der Herstellung verbrauchte Energie eingespart zu haben. Das ist aber selbst im ungünstigsten Fall (Polyurethan) nach spätestens zwei Jahren der Fall. Die Wärmeleitfähigkeit eines Stoffes wird in Lambda (= W/mK) gemessen. Der Lambda-Wert gibt die Wärmemenge an, die durch einen ein Kubikmeter großen Würfel eines Stoffes dringt, wenn zwischen den beiden Seiten ein Temperaturunterschied von 1° Celsius herrscht. Je kleiner der Wert ist, desto besser dämmt das Material. Hat ein Material einen hohen Lambda-Wert, kann man aber mit größeren Dämmstoffdicken trotzdem eine hervorragende Wärmedämmung erzielen. Um eine Vergleichbarkeit der Dämmstoffe zu erreichen, werden diese in Wärmeleitgruppen eingeteilt. Dazu wird der Lambda-Wert mit 1000 multipliziert. Das Feuchtigkeitsverhalten ist ebenfalls interessant, da Feuchtigkeit die Wärmedämmeigenschaften eines Baustoffes stark herabsetzen kann. Pflanzliche Dämmstoffe sind hier den synthetischen Varianten in der Regel überlegen. Das Wärmespeichervermögen macht sich besonders im Sommer bemerkbar. Ideal sind Dämmstoffe, die tägsüber bei großer Sonneneinwirkung viel Wärme speichern, um sie dann nachts, wenn es kühler geworden ist, wieder an die Außenluft abzugeben. Diese Dämmstoffe wirken dem "Backstuben-Klima" unter gedämmten und ausgebauten Steidächern entgegen.

Dämmstoffabdeckung

auch: Dämmstoffabdeckungen

Eine Dämmstoffabdeckung sind Folien, Papiere oder Pappen, die ein Eindringen von Frischmörtel/Anmachwasser in die Dämmschicht verhindern sollen. Sie haben keine abdichtende Funktion gemäß DIN 18 195, müssen jedoch bei Fließestrichen bis zum Erstarren des Mörtels wasserundurchlässig und wie eine Wanne ausgebildet sein. Sie sollten generell in ungefaltetem Zustand eingesetzt werden, da beim Entfalten meist eine Sollbruchstelle im Bereich der Faltkante verbleibt (vor allem bei fließfähigen Estrichen).

Dämmstoffdübel

auch: Dämmstoff-Dübel

Dämmstoffmesser

Ein Dämmstoffmesser besitzt eine 30 bis 40 cm lange Klinge mit unterschiedlichem Schliff auf beiden Seiten der Klinge. Eine Seite weist eine Sägezahnung auf für das Zersägen von (relativ) unelastischen Dämmstoffen wie z.B. Polystyrol ("Styropor") oder Polyurethan. Die andere Seite der Klinge ist wellenförmig geschliffen für das Zerschneiden von weichen Dämmstoffen z. B. aus Glaswolle, Steinwolle oder Holz-Weichfasern.

Dämmstoffnagel

auch: Tellernagel, Dämmstoffnägel

Dämmstoffnägel werden bei der Montage der Dämmung vornehmlich bei Holzständer-, Holzrahmenbauweise und für die Massivholzbauweise verwendet. Sie weisen anstelle eines Kopfes einen "Teller" auf, also einen flachen Kopf mit einem relativ großen Durchmesser. Der Teller drückt sich sanft in das Dämmaterial ein. Je nach Dämmplatte und Größe, müssen fünf und mehr Dämmstoffnägel oder Tellernägel gesetzt werden. Dämmstoffnägel eignen sich zum Beispiel für die Befestigung von Styropor, Mineralwolle oder Glasfaserwolle.

Dämmstreifen

Dämmung

Unter einer Dämmung versteht der Laie in der Regel die Wärmedämmung. Im Bauwesen werden aber nicht nur Wände, Fenster oder Dächer gedämmt, damit die durch Heizen erzeugte Wärme möglichst lange im Raum bleibt. Eine spezielle Dämmung ist auch erforderlich, wenn sommerliche Hitze möglichst nicht oder nur in geringerem Maße durch Fenster, Wände und vor allem durch das Dach in das Gebäude eindringen soll. Bei Kühlhäusern soll durch Dämmung der Wände und Türen erreicht werden, dass die Kälte möglichst ohne Transmissionsverluste in der Lagerhalle verbleibt. Eine spezielle Dämmung gegen Schallschutz ist in unmittelbarer Nähe von Hauptverkehrsstraßen oder Einflugschneisen von Flughäfen erforderlich und im Inneren eines Wohnhauses oder einer Maisonettewohnung ist oftmals Dämmung erforderlich, um den Trittschall zu reduzieren, der sich aus der oberen in die untere Etage überträgt.

Dämmwolle

Dämmwolle ist der Oberbegriff für viele Dämmstoffe, die zum Dämmen verwendet werden wie z.B. für Glaswolle, Schafwolle, Steinwolle, Hanfwolle oder Mineralwolle. Dämmwolle besteht also nicht unbedingt aus echter Wolle. Dämmwolle gibt es als Matten, Vlies, Filz oder lose. Lose Dämmwolle wird ähnlich wie Zellulose zum Ausstopfen von Hohlräumen verwendet.

Dämmzarge

auch: Dämmzargen

Zargen geben Füren und Fenstern Halt und sind deshalb unabdingbar. Bei Dämmzargen handelt es sich um Einbauteile, die mit Dämmaterial "ausgepolstert" sind und zwischen Tür- oder Fensterzargen eingebaut werden - und zwar fast ausschließlich im Außenbereich und hier insbesondere bei Dachwohnfenstern.

Dampfbad

auch: Bio-Sauna, Dampfbäder

Im Dampfbad ist, im Gegensatz zur finnischen Sauna, nicht starkes Schwitzen das Ziel. Ein feiner, feuchter Nebel sorgt vielmehr dafür, dass sich die Poren öffnen und die Haut gründlich gereinigt wird. Außerdem werden verspannte Muskeln sanft gelockert und die Durchblutung gefördert. Auch wenn das Schwitzen nicht im Vordergrund steht, wird es einem doch feucht bei einer Wärme von etwa 43°C bis 48°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 100%. War ein Dampfbad ursprünglich ein größerer Raum, wie er auch in römischen Badehäusern vorkam, gibt es inzwischen auch kleinere, die ohne weiteres in das Badezimmer integriert werden können. Diese Kabinen für ein bis zwei Personen werden dann meist Dampfduschen genannt.

Dampfbremse

auch: Dampfbremsen

Dampfbremse ist eine Bezeichnung für Folien, die insbesondere beim Dachausbau eingesetzt werden. Die Dampfbremse stellt wie auch die Dampfsperre die Luftdichtheit des Hauses her. Im Unterschied zur Dampfsperre wird die Wasserdampfdiffusion jedoch nur gebremst und nicht verhindert. Die Dampfbremse soll vielmehr eine atmungsaktive Wand- oder Dachkonstruktion gewährleisten. Überschüssige Feuchtigkeit in der Luft eines Raumes soll kontrolliert durch die Konstruktion ausdiffundieren können, um Probleme wie Feuchtigkeitsschäden im Bereich der in Wand oder Dachaufbau befindlichen Dämmschichten zu verhindern (Schimmelbildung, Bildung von Wasserflecken an der Raumseite der Konstruktion).

Dampfdiffusion

Dampfdiffusionswiderstand

Dampfdruckausgleichsschicht

auch: Dampfdruckausgleichsschichten

Eine Dampfdruckausgleichsschicht findet man häufig bei Flachdächern. Dabei handelt es sich um eine Dachbahn, die bei nichtbelüfteten Flachdächern eingefügt wird. Die Dachbahn ermöglicht es, dass Wasserdampf abgeführt wird, der in der Konstruktion eindringt oder entsteht. Weiterhin dient eine Dampfdruckausgleichsschicht als Trennschicht zwischen Dachabdichtung und Wärmedämmung. Sie ermöglicht Bewegungen zwischen diesen beiden Schichten, die aufgrund von Schwinden oder Temperaturdehnung entstehen können. Die Dampfdruckausgleichsschicht verhindert also auch Schäden mechanischer Art an der Konstruktion. Bei Mineralfaserdämmstoffen erfolgt der Dampfdruckausgleich im Dämmstoff. Dachabdichtungen können auf Mineralfaserdämmstoffen deshalb vollflächig aufgeklebt werden.

Dampfdusche

auch: Dampfduschen

Eine Dampfdusche ist ein Dampfbad im Kleinen. Dampfduschen sind aber auch Multifunkionsduschen mit vielen verschiedenen Duschfunktionen, wie Überkopf-, Wasserfall- und/oder Seitenbrausen sowie Aroma- und Lichttherapie. Man unterscheidet bei den Dampfduschen Einbauduschkabinen, Vor-der-Wand-Kabinen und Dampfduschkomponenten, die in eine herkömmliche Dusche eingebaut werden können. Ausgestattet sind sie zumeist mit einstellbaren Massagedüsen, die auch die hartnäckigsten Verspannungen lösen können. Modelle mit zwei Sitzen, lassen einen heilsamen und entspannenden Dampfduschengang auch prima zu Zweit genießen. Natürlich läst sich eine Dampfdusche auch als normale Dusche verwenden oder auch nur als Massagedusche. Extras erleichtern die Bedienung dieser Multifunktionsduschen. Mit Touch-Screen-Systemen lässt sich die Temperatur und andere Funktionen kinderleicht einstellen. Eine getrennte Steuerung von Rücken- und Nackenmassagedüsen ist sinnvoll, wenn man nur bestimmte Körperregionen behandeln möchte.

Dämpfen

Sollen Holzstämme vor der Verarbeitung zum Furnier weich gemacht werden, werden sie über heißem Wasserdampf gedämpft oder in heißes Wasser eingetaucht. Dabei wird entweder der ganze Stamm oder Stammteile eingeweicht. Die Furnierfarbe heller Holzarten würden unter dieser Prozedur leiden. Deshalb werden sie nicht gedämpft. Auch Parkett wird gedämpft. Das Dämpfverfahren bewirkt eine kräftigere, wärmere Farbgebung des Holzes ("Anfeuerung") im Vergleich zu ungedämpfter Ware. Durch Dämpfen lässt sich Holz auch biegen. Dabei wird das Holz durch heißen Wasserdampf behandelt. Dadurch wird das Holz biegsam und geschmeidig. Das Dampfbiegen erfordert großes Geschick, weil unter anderem das Biegen direkt nach dem Dämpfen geschehen muss, solange das Holz noch warm ist. Häufig wird das Holz wie bei der Formverleimung auch in eine Form gesteckt. Nach dem Trocknen und Abkühlen behält das Holz somit die gewünschte Form.

Dampfhärtung

Dampfhärtung ist eine Technik bei der Herstellung von Porenbeton. Dabei wird der geschnittene Rohblock über einen Zeitraum von 6 bis 12 Stunden einer Sattdampf-Atmosphäre von 190°C bei einem Druck von 12 bar ausgesetzt. Nach der Dampfhärtung hat der Porenbeton seine endgültigen Eigenschaften. Der Kalksandstein (siehe KS-Stein) ist wie der Porenbeton ebenfalls ein dampfgehärteter Baustoff.

Dampfheizung

auch: Dampfheizungen

Eine nicht mehr zeitgemäße Heizungsart ist die Dampfheizung. Heute trifft man in der Regel die Warmwasserheizung an. Gründe sind die schlechte Regelbarkeit, höhere Wärmeverluste in Kessel und Rohrsystem, sowie störende Geräusche durch Wasserschläge beim Anheizen und Erkalten der Anlage. Allenfalls in der Industrie, wo nebenher Dampf gleichzeitig auch zu anderen Zwecken gebraucht wird, oder bei Fernheizungen wird neben Heißwasser auch Dampf als Wärmeträger verwendet. Der Dampf wird allerdings dann vor Ort in der Regel durch einen Wärmetauscher in Warmwasser umgewandelt.

Dampfreiniger

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Mit einem Dampfreiniger lassen sich Hartbodenflächen, Armaturen und vieles mehr umweltschonend ohne Reinigungsmittel säubern. Die Geräte sorgen als dafür, dass Fußböden, Fliesen oder Fensterscheiben in neuem Glanz erstrahlen. Auch Spiegel, Waschbecken oder Pflanzen lassen sich mit einem Dampfreiniger bearbeiten. Und sogar zum Auffrischen von Kleidungsstücken sind solche Geräte geeignet. Dampfreiniger gibt es in verschiedenen Größen und Ausführung. Manche sehen aus wie ein Bodenstaubsauger, andere eher wie ein Handstaubsauger. Eines ist aber allen Geräten gemeinsam - sie arbeiten mit heißem Wasserdampf. Damit es beim Umgang mit dem Dampfreiniger nicht zu Verbrühungen kommt, sind sie meist mit Kindersicherungen und Sicherheitsventilen ausgestattet. Die größeren Geräte gibt es mit den verschiedensten Zubehörteilen von der Bodendüse über die Handdüse bis hin zur Rundbürste oder dem Fensterabzieher.

Dampfsperre

auch: Dampfsperren

Eine Dampfsperre ist eine Folie aus Kunststoff oder Aluminium. Sie verhindert das Eindringen von Wasserdampf in Materialien, die gegen Feuchtigkeit anfällig sind (Verrottung) oder deren Funktion bei Durchfeuchtung herabgesetzt ist. Die Dampfsperre wird bei der Innendämmung von Außenwänden oder Dächern auf der dem Raum zugewandten Seite angebracht. Nur so kann sie das Eindringen des im warmen Hausinneren entstehenden Wasserdampfes in die Dämmung unterbinden.

Dämpfungsprofil

auch: Dämpfungsprofile

Dämpfungsprofil ist ein Universalbegriff für Produkte, die Schall und/oder Druck abmildern sollen z.B. beim Zuschlagen von Türen, Fenstern oder Fensterläden. Das Material eines Dämpfungsprofils kann aus Moosgummi, PVC, Zellgummi oder Vollgummi bestehen. Zur Dämpfung der Schallübertragung aus Rohrleitungen ("Gluckergeräusche") werden Rundprofile aus PE-Schaum eingesetzt.

Dampfwalze

siehe Planierwalze

Danarium

siehe Bio-Sauna.

dänische Lauge

Nach alter Rezeptur aus Dänemark auch heute noch hergestellte Lauge, die aus Wasser, Natriumhydroxid, Kalihydroxit und holzgebranntem Marmorkalk angerührt wird. Die dänische Lauge verhindert ein Vergilben bzw. Nachdunkeln von Holz im Innenbereich, z.B. von Fußböden, Profilbrettern, Möbeln, Türen oder Tischplatten. Mit weißer Lauge können besondere Effekte erzielt werden, ebenso jedoch auch mit farbigen Laugen, die durch Beigabe von Farbpigmenten entstehen. Das Verstreichen von dänischer Lauge muss mit Vorsicht erfolgen, das Tragen von Gummihandschuhen ist sinnvoll. Bei beanspruchten Holzflächen sollte nach dem Laugen eine Ölbehandlung stattfinden, z. B. bei Fußböden mit einem Hartöl.

Danta

auch: Kotibe

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Danta ist ein oft mahagonifarbene Holz mit guten technischen Eigenschaften. Es ist besonders im westlichen Afrika verbreitet und kann vielfältig, durch den teils deutlichen Glanzstreifen, auch im dekorativen Bereich eingesetzt werden. Der Splint ist rötlich grau bis blaß braun. Das Kernholz lachsfarben bis rotbraun, frisch angeschnitten teils mit leicht violetter Tönung, letztere am Licht bräunlich verblassend. Aufgrund der guten Festigkeitseigenschaften, der feinen Struktur und der Pilzfestigkeit ist das Holz im Innen- wie im Außenbau vielseitig einsetzbar. So bei Rahmen für Fenster, Türen, Tore sowie Pergolen, Wand und Deckenverkleidungen (Profilbretter), außerdem für Verbände im Fahrzeug- und Bootsbau, für Waggonböden, Treppenstufen, Parkett, Bänke Möbelteile und Werkzeuggriffe. Gut gestreifte Blöcke ergeben ein ansprechendes Sichtfurnier für Möbel, Türen und Vertäfelungen.

Danziger Glas

auch: Danziger, Gläser

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Sonderform des Echt-Antikglases, wobei das Danziger Glas wellenartige Strukturen erhält. Das Glas wird in Tür- und Fensterrahmen eingebaut. Einerseits wird Licht durchgelassen, andererseits der Durchblick erschwert. Die "bewegten" Strukturen entstehen dadurch, dass der flüssigen Glasmasse noch im Ofen ungeschmolzene Glassscherben beigegeben werden, bevor der Glasbläser den Glasposten entnimmt und das Danziger Glas bläst.

Darlehen

auch: Baudarlehen

Das Darlehen ist ein Rechtsgeschäft (§ 607 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)) zwischen Gläubiger und Darlehensschuldner, mit dem eine bestimmte Geldsumme oder andere vertretbare Sachen (Darlehensbetrag) gegen ein Entgelt (Zins) zur Verfügung gestellt wird und zwischen den Vertragsparteien eine Rückzahlungsverpflichtung zu einem bestimmten Termin vereinbart wird. Soweit die Definition. Im privaten Baubereich wird wohl kaum ein Haus ohne Darlehen finanziert. Dabei gibt es die verschiedensten Varianten von Baudarlehen. Die Banken sind sehr erfinderisch, aber auch flexibel, was die Gestaltung und die Eigenheiten verschiedener Darlehenvereinbarungen angeht. Da jeder Bauherr andere Anforderungen an seine Finanzierung stellt, gibt es keine Vertragsgestaltung, die nur schlecht wäre. Manche Angebote basieren leider mehr auf den Eigeninteressen der Banken und Finanzierungsvermittlern als dies dem Kreditnehmer nutzen würde. Verschiedenen Darlehensvarianten sind z.B. Annuitätendarlehen, Forward-Darlehen, Bauspardarlehen, Hypothekendarlehen oder Festdarlehen. Jede Darlehens-Variante hat seine Vor- und Nachteile und hängt oft auch mit den persönlichen Vorlieben und Verhältnissen der Bauherren zusammen.

Darrgewicht

auch: Darrgewicht

Als Darrgewicht wird Gewicht bzw. Masse des Holzes im absolut trockenen Zustand (Feuchtigkeitsgehalt 0%) bezeichnet. In der Praxis wird häufig auch die Rohdichte des Holzes (= Masse bezogen auf Volumen) als Gewicht oder spezifisches Gewicht bezeichnet, Angabe in kg/m³ oder g/cm³. Das Darrgewicht wird bei der Darrprüfung bzw. Darrprobe benötigt

Darrprobe

auch: Darrproben

siehe Darrprüfung.

Darrprüfung

auch: Darrprobe, Darrprüfungen

Die Darrprüfung bzw. Darrprobe ist ein Messverfahren zur Feststellung der Holzfeuchte bzw. der Feuchtigkeit von anderen Bauteilen. Dabei wird die Probe auf über einhundert Grad erhitzt und bis zur absoluten Trockenheit entfeuchtet. Anhand des Masseverlustes lässt sich anschliessend die Feuchte bestimmen. Die Holzfeuchte wird ermittelt, in dem man das Darrgewicht vom Nassgewicht abzieht und das Ergebnis durch das Darrgewicht teilt. Multipliziert man dieses Ergebnis mit 100, erhält man die Holzfeuchte in Prozent. Diese Methode ist sehr genau, aber auch sehr aufwendig. Im praktischen Gebrauch wird sie deshalb nur zu Laborzwecken oder zur Kontrolle von technischen Trocknungsprozessen eingesetzt.

darrtrocken

Von "darrtrocken" wird bei einem praktisch wasserfreien Zustand des Holzes nach einer Darrtrocknung (Lagerung im Wärmeschrank bei 103°,C +/- 2°,C bis zur Gewichtskonstanz, siehe Darrprüfung) gesprochen. Man nennt dies auch Darrgewicht.

Daube

auch: Dauben

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Dauben sind gewölbte, schmale Bretter vornehmlich aus Eichenholz, die für die Herstellung von Fässern benötigt werden. Früher vom Böttcher oder Küfer in aufwendigen Verfahren von Hand hergestellt, werden Dauben heute mit einer Zylindersäge aus einem Baumstamm-Viertelstück gesägt. Die Rohdauben werden, wenn aus ihnen hochwertige Wein- und Weinbrandfässer hergestellt werden sollen, bis zu 36 Monaten im Freien gelagert, wobei der Regen verschiedene Holzinhaltsstoffe auswäscht. Die Endverarbeitung zum Fass erfolgt durch Biegen der Dauben unter Dampfeinwirkung und Toastung des aus den Dauben zusammengesetzten Fassrumpfes.

Daubenrohre

siehe Holzrohre.

Dauerbrandofen

auch: Durchbrandofen, Unterbrandofen, Dauerbrandöfen

Dauerbrandöfen sind speziell auf die Verwendung lange brennender Stoffe wie Braun- oder Steinkohle optimiert und dienen der ständigen Beheizung. Bei der Konstruktion wurde besonderes Augenmerk auf bedienungsarmen Betrieb gelegt, d.h. neben der Kohlenfeuerung ist auch Teillastbetrieb im unteren Leistungsbereich möglich (besonders feine Verbrennungsluftsteuerung) und eine besonders große Aschenlade erübrigt häufiges Entleeren. Es gibt auch Kaminöfen, die diese Voraussetzungen erfüllen und überdies durch das Leuchtfenster einen Blick auf das Geschehen im Brennraum erlauben. Allerdings sind die meisten Kaminöfen konstruktiv eher als Zusatzheizung gedacht (oder man muss sich relativ viel um seinen Ofen kümmern). Je nach Konstruktion wird beim Dauerbrandofen zwischen dem Durchbrandofen und dem Unterbrandofen unterschieden. Beim Durchbrandofen ist die Brennkammer ausgemauert und er brennt von unten nach oben ab. Umgekehrt ist es beim nicht ausgemauerten Unterbrandofen, bei dem die Füllung von oben nach unten abbrennt.

Dauerdrucklöscher

Der Dauerdrucklöscher ist ein Feuerlöscher, bei dem sich das Treibmittel direkt im Löschmittelbehälter zusammen mit dem Löschmittel (Pulver oder Schaum) befindet. Dieses System ist anfälliger gegen Druckverlust durch Dichtungsmängel und aufwendiger zu warten als der Aufladelöscher. Da es jedoch billiger ist, findet es sich nach wie vor in den Standardfeuerlöschern in Büros, Hotels und Haushalten. Auch bei Autofeuerlöschern sind Dauerdrucklöscher aus Platzspargründen weiterhin im Einsatz.

Dauerholz

auch: Dauerhölzer

Mit der Verknappung von Tropenholz und der Diskussion über die Raubfällungen in den Urwäldern hat sich die europäische Industrie einiges einfallen lassen, um Terrassenholz aus heimischen Hölzern geeignete Beläge zu entwickeln, die gegen Feuchte, Pilze und Schädlinge resistent sind. Eine Alternative zu Tropenholz ist deshalb Dauerholz, das durch eine Imprägnierung mit Wachs 15 Jahre im Außenbereich haltbar sein soll.

Dauerlüftung

DD-Lack

auch: DD-Lacke

DD-Siegellack

auch: DD-Siegellacke

DDT

Deckaufstrich

Ein Deckaufstrich wird mitunter bei der Verlegung von Dachdichtungsbahnen benötigt. Genauer gesagt handelt es sich beim Deckaufstrich um ein kalt flüssiges, in sich geschlossenes, meist bituminöses Material. Ein Deckaufstrich ist insbesondere dann erforderlich, wenn mit Bahnen nach DIN 52 130, Dachdichtungsbahnen (z. B. G 200 DD) oder nackten Bahnen R 500 N als letzter Lage gearbeitet wird. Sowohl bei Bitumenschweißbahnen als auch bei Polymerbitumenbahnen ist ein Deckaufstrich in der Regel nicht erforderlich, wird aber manchmal zum Stoßabgleich im Überlappungsbereich verwendet.

Deckbeschichtung

auch: Deckbeschichtungen

Als Deckbeschichtung bezeichnet man die oberste(n) Schicht(en) eines Auftrags mit Beschichtungsstoffen wie zum Beispiel Farben oder Lacken. Die Beschichtung muss für den jeweiligen Anwendungszweck geeignet und auf die darunterliegenden Schichten abgestimmt sein. Eine Deckbeschichtung hat die Aufgabe, die unter ihr liegenden Schichten zu schützen und dem Beschichtungssystem die geforderten Oberflächeneigenschaften zu geben. Dabei kann es sich um eine dünne Schicht, wie z.B. einen Anstrich oder eine Lackierung handeln, oder eine dicke Schicht, wie z.B. einen Kunstharzputz.

Deckbreite

auch: Deckbreiten

Die Deckbreite ist bei Dachdeckungen die Distanz zwischen der Außenkante eines Deckwerkstoffes und der Außenkante des nächsten Deckwerkstoffes. Bei Dachziegeln wird die mögliche Deckbreite zwischen der niedrigsten und höchsten Deckbreite ermittelt, bei Dachsteinen wird sie vom Hersteller vorgegeben.

Deckchair

siehe Deckstuhl.

Decke

auch: Decken

Der obere Abschluss eines Raumes wird als Decke bezeichnet. An eine Decke werden verschiedene Anforderungen bezüglich Standsicherheit, Brandschutz, Schallschutz (Trittschallschutz) oder Wärmeschutz gestellt. Ist die Decke zugleich Dachdecke (z.B. bei Flachdächern), dann muss die Decke auch dem Feuchteschutz dienen. Die Hauptkonstruktionsarten sind die Balkendecke (z.B. Holzbalkendecke, (Stahl)Steindecke, Hourdis) und die Platten-/Scheibendecke (z.B. Stahlbetondecke). Stahlbetondecken werden häufig als Montagebauteile schon fertig oder teilweise fertig auf die Baustelle geliefert. Eine eher seltene Deckenvariante ist die aus fest verbundenen Holzkastenelementen zusammengesetzte Kastendecke. Getragen werden die Decken von den Außenwänden, tragenden Innenwänden oder bei Balkendecken auch von Stützen (z.B. im Fachwerk- oder Stahlbau). Häufig werden an die tragende Rohdecke Unterdecken / abgehängte Decken angebracht oder es werden zusätzliche Decken eingeschoben (Einschubdecken / Fehlboden).

Deckenabschlussleiste

auch: Deckenabschlussleisten

Deckenabstellstein aus Porenbeton

auch: Deckenabstellsteine, aus, Porenbeton

Deckenaufbauleuchte

auch: Aufbaudownlights, Deckenaufbauleuchten

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Wenn der zum Einbau herkömmlicher Downlights benötigte Raum in der Decke nicht zur Verfügung steht, kommen Deckenaufbauleuchten bzw. Aufbaudownlights zum Einsatz. Die bewusste Entscheidung für ein Beleuchtungskonzept mit Aufbaudownlights verringert den Installationsaufwand beispielsweise in massiven Decken oder in bereits bestehenden Gebäuden erheblich, und die Planung lässt sich den Gegebenheiten flexibel anpassen. Deckenaufbauleuchten gibt es in den unterschiedlichsten Formen, so dass für jeden Geschmack und für jede Anwendung das Passende gefunden wird.

Deckenbalken

Deckenbalken sind auch heute noch allgegenwärtig. Sie bilden die Unterkonstruktion einer Geschossdecke - und zwar insbesondere bei den Häusern, die nur aus einem Erdgeschoss und einem Dachgeschoss bestehen. Hier ist eine Geschossdecke aus Beton(fertigteilen) nicht unbedingt angesagt und im Holzrahmenbau - also bei Fertighäusern - sowieso nicht möglich. Eine ganz wesentliche Rolle spielen Deckenbalken allerdings bei historischen Fachwerkhäusern, bei denen drei und vier Geschosse nichts Ungewöhnliches waren. Oft wurden die Deckenbalken über die Fassade hinausgeführt und mit aufwendigen Schnitzereien versehen. Diese Balkenköpfe sind als Neidköpfe in die Baugeschichte eingegangen.

Deckenbekleidung

auch: Deckenbekleidungen

Deckenbürste

auch: Deckenbürsten

siehe Malerbürste.

Deckendose

auch: Deckendose

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Deckendosen werden vom Elektriker in Plattendecken und Hohlwände eingebaut. Sie verfügen über eine Kabeleinführung und nehmen die eigentliche Steckdose auf. Deckendosen müssen aufgrund der Anforderungen der EnEV so konstruiert sein, dass sie keinen Luftzug durchlassen. Im Holzrahmenbau muss die Sperrfolie, die ein Durchdringen des Wandaufbaus mit Wasserdampf verhindern soll, sorgfältig mit der Deckendose verklebt werden.

Deckeneinbauleuchte

siehe Downlights.

Deckenfalttor

auch: Deckenfalttor

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Beim Deckenfalttor werden die einzelnen Elemente ("Sektionen") anders als beim Sektionaltor nicht in voller Länge unter die Decke geschoben, sondern zusammengefaltet. Deckenfalttore können ganz aus Metall, insbesondere Aluminium, hergestellt werden. Es können aber auch Sprossenrahmenkonstruktionen ausgeführt werden, deren Füllungen aus Acrylglas bestehen. Das Deckenfalttor ist der ideale Tortyp für Gebäudebereiche, bei denen die volle Raumhöhe – zum Beispiel bei Hebebühnen – benötigt wird oder um bauliche Gegebenheiten zu optimieren. Die geringe Einschubtiefe ist bei Hallen mit Lichtkuppeln, Glasdächern und -fassaden besonders vorteilhaft.

deckengleicher Unterzug

auch: deckengleiche, Unterzüge

Ein deckengleicher Unterzug bzw. Blindbalken wird angeordnet zur Aufnahme von Einzel- und Linienlasten aus den übergeordneten Geschossen, wenn keine Wand oder Stütze zur Abfangung der Lasten verfügbar ist. Der Bereich des deckengleichen Unterzugs ist durch Bewehrung besonders verstärkt. Im betonierten Zustand ist jedoch kein Unterschied zur Decke zu entdecken, daher auch die Bezeichnung "Blindbalken". Deckengleiche Unterzüge findet man auch im Holzrahmenbau. Die Unterzüge sind dann dementsprechend aus Holz oder Leimholzbindern.

Deckengliedertor

auch: Deckengliedertore

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Ein Deckengliedertor ist eine Sonderform des Garagen-Sektionaltores, wobei sich dieses Tor statt aus Sektionen aus schmalen Lamellen zusammensetzt. Auch unter der Bezeichnung Deckenlauftor auf dem Markt. Ein Deckengliedertor öffnet sich senkrecht nach oben und wird platzsparend unter die Decke geführt. So wird der Platz vor und in der Garage voll genutzt. Das Foto zeigt ein Deckengliedertor des Herstellers Teckentrup, das aus doppelwandigem, mit Polyurethan ausgeschäumtem Stahlblech besteht, wodurch eine spürbare Wärmedämmung erreicht wird.

Deckenhaken

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Der Deckenhaken ist nichts anderes als ein normaler Schraubhaken, jedoch mit einem längeren Schraubenschaft. Wie der Name schon sagt, wird ein solcher Haken in eine Decke geschraubt, und zwar vornehmlich in eine Balkendecke. Deckenhaken hatten zur Zeit unserer Vorfahren eine große Bedeutung, da an solchen Haken sowohl die Würste und Schinken im Rauchfang, als auch Vorräte in Beuteln und kleinen Säcken hingen, damit Ratten und Mäuse sich nicht schadlos halten konnten.

Deckenheizung

auch: Deckenstrahlungsheizung, Deckenstrahlheizung, Deckenheizungen

Die Deckenheizung ist eine Flächenheizung, bei der die wärmeabgebenden Heizrohre in oder unterhalb der Decke angeordnet sind. Sie wird auch als Deckenstrahlungsheizung oder Deckenstrahlheizung bezeichnet, da der größte Teil der Wärme von der Decke durch Strahlung abgegeben wird. Durch die Wärmestrahlung werden von der Decke aus Wände, Fußboden und Möbel eines Raumes aufgeheizt, die ihrerseits wieder Wärme durch Strahlung und Konvektion abgeben. Unterschieden werden muss in zwei grundverschiedene Betriebssysteme auf Basis von Heißwasser oder Heizrohren, die durch Gasverbrennung erhitzt werden. Die Vorteile einer Deckenheizung liegen vor allem darin, dass eine Halle beheizt werden kann, ohne dass Platzbedarf für Raumheizkörper besteht. Zudem kann die Deckenheizung auf Heißwasserbasis im Sommer durch Kaltwasserzirkulation zur Raumkühlung eingesetzt werden. Bei wasserführenden Deckenheizungen unterscheidet man die vier Ausführungsarten Rohrdeckenheizung, Lamellenrohrdeckenheizung, Strahlplattenheizung und Hohlraumdeckenheizung. Bei den Deckenheizungen, die durch Gasverbrennung Wärme erzeugen, wird unterschieden in Hellstrahler und Dunkelstrahler, wobei es hier auch den Konstruktionstyp der Strahlungsbänder gibt. Wenn Gas verbrennt, entstehen zwangsläufig Abgase. Diese steigen nach oben in die Halle und müssen entweder durch Ventilatoren oder durch andere Be- und Entlüftungstechniken abgeführt werden. Der Vorteil der gasbefeuerten Deckenheizungen liegt darin, dass sehr kurzfristig Wärme erzeugt werden kann, weshalb dieses Heizsystem bei der Hallenbeheizung überwiegt.

Deckenlauftor

Das Deckenlauftor ist eine Sonderform des Garagen-Sektionaltores, wobei sich dieses Tor statt aus Sektionen aus schmalen Lamellen zusammensetzt. Das Deckenlauftor fährt senkrecht nach oben. Durch seine Lamellenbauweise lenkt es in einem sehr engen Radius dort in die Waagerechte um und schiebt sich unter die Garagendecke. Ein Deckenlauftor benötigt keinen Bodenanschlag (Schwelle). Dadurch, dass das Tor nicht nach vorne aufschwingt, kann problemlos vor der Garage geparkt werden. Insgesamt ist das Deckenlauftor eine sehr platzsparende Konstruktion.

Deckenleisten

auch: Deckenleisten

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Deckenleisten, auch Deckenabschlussleisten genannt, werden vorwiegend aus Holz hergestellt und sorgen für einen sauberen Übergang zwischen Wandpaneelen und Deckenverkleidungen oder für einen sauberen Abschluß zwischen Deckenverkleidung und verputzten oder tapezierten Wänden. Die einfachste Form der Deckenleiste ist der Viertelstab, Hersteller wie Parador (siehe Foto) bieten jedoch Leisten in vielfältigen Profilen und Beschichtungen an, die mit einer Clipmechanik unsichtbar befestigt werden.

Deckennagel

auch: Keilnagel, Deckennägel

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Der Deckennagel ist ein spezieller Nagel, der sich besonders zur Verankerung von Deckenabhängern eignet. Er zeichnet sich durch einfache und schnelle Montage bei hoher Haltekraft aus. Das Bohrloch wird mit dem Nagel-Nenndurchmesser eingebracht und gereinigt. Der Deckennagel wird durch das Bauteil hindurch eingeschlagen. Die keilförmig geformten Teile des Deckennagels (daher auch mitunter die Bezeichnung Keilnagel) werden dabei übereinander geschoben. Durch diese Zwangsspreizung verkeilt sich der Nagel im Bohrloch. Er eignet sich für Beton, Naturstein oder Mauerwerk aus Vollsteinen.

Deckenplatte

auch: Deckenplatten

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Deckenplatten werden für Unterdecken und sog. abgehängte Decken eingesetzt. Üblicherweise werden darunter handliche Platten auf Mineralfaserbasis verstanden, die in von der Decke abgehängten, quadratischen Schienen eingesetzt werden. Deckenplatten werden vor allem im gewerblichen Bereich verwendet, um Raumhöhen auch aus Gründen der Energieeinsparung zu reduzieren. Je nach Material können Deckenplattem auch resistent gegen Feuchte sein oder den Schall einschränken. Die Deckenplatte aus Porenbeton fällt auch in die Rubrik der Deckenplatten, ebenso die Lichtrasterdecke.

Deckenplatte aus Porenbeton

auch: Deckenplatten, aus, Porenbeton

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Dach- und Deckenplatten aus Porenbeton sind bewehrte, tragende, großformatige Bauteile nach DIN 4223. Als einbaufertige Montagebauteile besitzen sie bereits bei der Anlieferung volle Tragfähigkeit. Der Einbau erfolgt weitgehend trocken, lediglich Fugen und Ringankerquerschnitte müssen mit Beton vergossen werden. Schalungen sind keine erforderlich. Porenbeton-Deckenplatten eignen sich für alle Zwischen- und Abschluss-Decken von Gebäuden und können auf Stahlbeton, Stahl, Holz oder Mauerwerk verlegt werden. Aufgrund ihrer sehr guten Wärmedämmfähigkeit erfüllen Deckenplatten aus Porenbeton als Keller- oder Obergeschossdecken schon mit den üblichen Deckenauflagen die Forderungen eines erhöhten Wärmeschutzes. Die Porenbeton-Dachplatten werden wie die Deckenplatten mit Nut und Feder verlegt. Der Fugenverguss entfällt, statt dessen müssen Verankerungsteile entsprechend ausgebildet und eingebaut werden. Bei geneigten Dächern muss die erste Platte an der Traufe sofort mit einer Absturzsicherung verbunden werden. (Foto: Hersteller YTONG)

Deckenprofil

auch: Deckenprofile

siehe CD-Profil.

Deckenrandschalung

auch: Deckenrandschalungen

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Den Abschluß eines Mauerwerks, nämlich den Deckenrand, bildet vielfach aus konstruktiven und statischen Gründen ein Ringbalken aus Beton. Die entsprechende Deckenrandschalung kann vor Ort aus Schalbrettern gezimmert werden. Allerdings bietet die Industrie auch aus einem Stück gefertigte Deckenrandschalungen an, die zudem durchgehend mit einer Wärmedämmung versehen ist. Diese Elemente werden auf das Mauerwerk genagelt oder mit diesem vermörtelt oder verklebt. Die Dämmschicht ist bei diesen vorgefertigen Deckenrandschalungen gleichzeitig auch der Putztäger. Unsere Zeichnungen zeigen entsprechende Schalungselemente des Herstellers BECK und HEUN.

Deckenrandstein aus Porenbeton

auch: Deckenrandsteine, aus, Porenbeton

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Deckenrandsteine bzw. Deckenabstellsteine sind dünne Porenbeton-Planbauplatten mit aufkaschiertem Mineralfaserdämmstreifen. Sie werden für die Abmauerung der Geschossdecken verwendet und verhindern Wärmebrücken sowie Bauschäden durch Übertragung von Spannungen aus den Decken. (Foto: Hersteller YTONG)

Deckenschalung

auch: Deckenschalungen

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Zum Herstellen einer massiven Stahlbetondecke ist eine Deckenschalung notwendig. Deckenschalungen werden aus Schaltafeln, bzw. Schalungsplatten oder Brettern und Schalungsträgern hergestellt. Stützen unter den Trägern tragen die Lasten auf den Untergrund ab. Zur seitlichen Schalung werden entweder Bohlen bzw. Bretter oder fertige Schalelemente wie auf der Abbildung verwendet. Bei diesen Schalelementen ist die Wärmedämmung bereits mit eingebaut. Diese ist notwendig, um Wärmebrücken zu vermeiden. Bei der Schalung mit Brettern oder Bohlen ist somit zusätzlich eine Wärmedämmung mit einzubringen.

Deckenscheibe

auch: Deckenscheiben

Deckenscheibe ist ein Begriff aus der Baustatik. Deckenscheiben sorgen durch ihren inneren Aufbau für die gleichmäßige Verteilung der horizontal angreifenden Kräfte auf die ableitenden Elemente. Damit eine Verschiebung der Geschossdecken gegeneinander und den Baugrund nicht stattfindet, müssen die aussteifenden Elemente die vertikalen und horizontalen Kräfte aufnehmen. Die Decken müssen in ihrer Ebene als starre Scheiben wirken. Dies ist sowohl in einer Ausführung aus Stahlbeton als auch aus Holz möglich. Bei letzterem durch die Verwendung von Diagonalen, Schalungen oder Holzwerkstoffplatten.

Deckenschubrisse

auch: Deckenschubriß

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Deckenschubrisse sind Putzrisse, die im Bereich der Geschossdecken auftreten. Das Rissbild zeigt ein oder zwei horizontale Risse, die dem Einbau der Decke entsprechen. Deckenschubrisse entstehen beim Fehlen von Wärmedämmung im Bereich der Geschossdecke, da Beton eine höhere Wärmeleitfähigkeit als beispielweise Ziegel hat. Es entstehen thermische Spannungen, die schließlich die Deckenschubrisse auslösen. Diese Risse haben noch geringe Restverformungen und sind daher nicht ganz ohne Aufwand zu reparieren.

Deckensegel

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Unter einem Deckensegel kann ein drei- oder recht­ecki­ges einfarbiges Tuch verstanden werden, dass als Deko-Element in Räumen verspannt wird, um eine hohe oder wenig ansehnliche Decke optisch aufzuwerten. Hier in diesem Baulexikon geht es aber nicht speziell um Dekoration, sondern um Bautechnik, wozu auch der Akustikbereich gehört. Deckensegel haben ähnlich wie Akustikdecken oder Baffeln die Aufgabe, in Konferenz- oder Seminarräumen für eine gute Akustik zu sorgen und Störgeräusche oder gar ein Flatterecho zu verhindern. Das Tuch eines Deckensegels ist in einen Leichtmetallrahmen gespannt, die Segel werden unter einer Decke abgehängt. Sowohl die Unter- als auch die Oberseite eines Deckensegels trägt zur Verbesserung der Raumakustik bei. Außerdem können diese Segel durchaus einen raumgestalterischen Aspekt haben, denn die Industrie liefert das Segeltextil in verschiedenen Farben.

Decken-Sektionaltor

Deckenstrahlheizung

auch: Deckenstrahlheizungen

siehe Deckenheizung.

Deckenstrahlplatte

auch: Deckenstrahlplatten

Deckenstrahlplatten werden zum Heizen von Hallen verwendet. Die vom Warmwasser durchflossenen Deckenstrahlplatten werden unter der Hallendecke in verschiedenen Längen und Breiten aufgehängt. Die Wärmeübertragung erfolgt durch Strahlung und Konvektion. Sie werden verwendet zur Beheizung von mittleren und großen Hallen, wie Industriehallen, Tennis- und Turnhallen, Großmärkte, Garagen, Ausstellungshallen, etc. Im Sommerbetrieb können Deckenstrahlplatten mit einer Durchlauftemperatur von 18°C auch zum Kühlen der Halle verwendet werden.

Deckenstrahlungsheizung

auch: Deckenstrahlungsheizungen

siehe Deckenheizung.

Deckenverkleidung

auch: Deckenbekleidung, Deckenverkleidungen

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Sollen Unebenheiten ausgeglichen, Installationsebenen versteckt, eine Wärme- oder Schalldämmung untergebracht oder einfach nur ein optischer Akzent gesetzt werden, ist eine Deckenverkleidung ideal. Als Deckenverkleidung kommen infrage Paneele aus Holz oder lackierten Blechen (Foto) oder Kassettenelemente aus Holz, Gipsfaser, Hartschaum, Edelstahl oder pulverbeschichtetem Aluminium. Metallverkleidungen werden jedoch ausschließlich im gewerblichen Bereich eingesetzt und nur dann, wenn die Frage einer Schalldämpfung keine Rolle spielt. Zu den modernen Formen der Deckenverkleidung zählt die Spanndecke. Deckenverkleidungen bestehen aus Unterkonstruktion und Verkleidungsschale. Die Unterkonstruktion hat die Aufgabe, die Deckenverkleidung zu tragen. Sie kann aus Holz, wie Latten und Lattenroste, oder aus Metallprofilen bestehen. Je nach Bauart unterscheidet man unterscheidet man Deckenbekleidungen und Unterdecken. Bei Deckenbekleidungen ist die Unterkonstruktion direkt an der Gebäudedecke befestigt, bei Unterdecken durch eine besondere Unterkonstruktion von dieser abgehängt.

Decker-Tapete

auch: Deckertapete

Deckfähigkeit

Deckfähigkeit bezeichnet bei Farben und Lacken die farbliche Abdeckung eines Untergrundes. Schlechte Deckfähigkeit kann auf mangelhaftes Aufrühren oder zu starkes Verdünnen zurückzuführen sein. Weiß und Pastellfarben haben in der Regel eine gute Deckfähigkeit. Es gibt aber auch viele Farbtöne, die sich nur mit einem hohen Anteil von lasierenden Pigmenten herstellen lassen. Schwache Deckfähigkeit darf nicht zu dickem Lackauftrag führen, sondern muss durch einen geeigneten Vorlack ausgeglichen werden.

Deckfalz

auch: Deckfalze

siehe Falz.

Deckfalznuten

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Deckfalznuten sind Teil eines Falzziegels (auf der Abbildung siehe Punkt M).

Deckfalzrippen

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Deckfalzrippen sind Teil eines Falzziegels (siehe Abbildung Punkt L).

Deckfalzteil

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Das Deckfalzteil ist Teil eines Falzziegels (siehe Abbildung Punkt K).

Deckfurnier

auch: Deckfurniere

Deckfurniere geben den furnierten Vollholzteilen, dem Sperrholz, den Verbundplatten oder anderen mit Furnier beplankten Werkstoffen ein dekoratives Aussehen. Deck- bzw. Edelfurniere werden sichtbar innen oder außen aufgeleimt. Dementsprechend unterscheidet man Innenfurniere und Außenfurniere. Weiterhin unterscheidet man bei Deckfurnieren je nach Faserverlauf Langfurniere und Maserfurniere. Bei Langfurnieren erfolgte die Schnittführung parallel zur Stammachse. Maserfurniere werden aus Maserknollen oder Wurzelholz hergestellt. Sie besitzen eine besonders schöne Maserung, weshalb Maserfurniere etwas teurer als andere Furniere sind. Die Dicke der Deckfurniere beträgt bei Laubhölzern 0,55 mm bis 0,75 mm und bei Nadelhölzern 0,85 mm bis 1,00 mm. Da sich einseitig furnierte Flächen verziehen, muss auf der nicht sichtbaren Seite eines Werkstücks ebenfalls ein Furnier aufgeleimt werden, dieses Furnier nennt man Gegenfurnier. Um das Reißen der Deckfurniere (vor allem Maserfurniere) zu verhindern, müssen unter dem Deckfurnier Unterfurniere aufgeleimt werden. Zudem verbessern Unterfurniere die Plattenoberfläche. Als Unterfurniere eignen sich besonders dünne feinporige Furniere. Absperrfurniere werden auf Holzplatten aufgeleimt, um ein Arbeiten des Holzes zu verhindern - dementsprechend sind sie auch zwischen 1,5 und 3,5 mm dick. Mehr als 10 % der Plattendicke sollen sie allerdings nicht überschreiten, damit die Absperrfurniere die abgesperrte Platte nicht verziehen.

Deckkraft

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Ein Anstrichstoff hat eine schlechte Deckkraft, wenn die getrocknete Farbe die überstrichene Fläche nicht überdeckt und der Untergrund durchscheint (siehe Foto von Paint Quality Institute). Gründe dafür können die Verwendung einer Farbe minderer Qualität, Verwendung ungeeigneter Werkzeuge oder eine ungeeignete Kombination aus Abtönpaste und Grundfarbe sein. Ist die Farbe sehr viel heller als der Untergrund, oder enthält sie hauptsächlich organische Pigmente mit geringem Deckvermögen, scheint der Untergrund ebenfalls durch. Wenn der Untergrund erheblich dunkler oder eine gemusterte Tapete ist, sollte er vor dem Deckanstrich grundiert werden. Bei Verwendung abgetönter Farben sollte die richtige Grundfarbe gewählt werden. Wenn eine schlecht deckende organische Farbe verwendet werden muss, muss zuvor ebenfalls eine Grundierung aufgetragen werden. Siehe dazu auch Deckvermögen. Die neue Europäische Norm EN 13 300 teilt die Deckkraft in 4 Klassen ein, wobei wiederum die Klasse 1 das beste Qualitätsniveau darstellt (Schulnotensystem). Zur Bestimmung der Deckkraft wird eine ganz bestimmte Schichtstärke an Farbe auf eine sogenannte Kontrastkarte (schwarz-weiß Karte) aufgetragen. Nach definierter Trocknungszeit wird dann das Kontrastverhältnis gemessen (wie gut deckt die weiße Farbe die schwarz-weiss Karte ab). Die genaue Einteilung nach der EN 13 300 lautet: Klasse 1 : Deckkraft besser oder gleich 99,5% Klasse 2 : Deckkraft besser oder gleich 98,0% Klasse 3 : Deckkraft besser oder gleich 95,0% Klasse 4 : Deckkraft weniger als 95,0%

Decklack

auch: Einschichtdecklack, Zweischichtdecklack, Decklacke

Der Decklack ist die oberste Schicht eines Lackaufbaus. Decklacke bestimmen den Farbton und Glanz einer Lackierung und gewährleisten die mechanische und chemische Beständigkeit. Einschichtdecklacke sind pigmentiert. Bei Zweischichtdecklacksystemen wird auf einen farbigen Basislack ein Klarlack aufgetragen. Zweischichtdecklacksysteme werden insbesondere bei der Kraftfahrzeuglackierung eingesetzt.

Decklänge

auch: Decklängen

Die Decklänge bei Dachdeckungen ist die Distanz zwischen der Unterkante einer Aufhängenase eines Dachziegels und der Unterkante der nächsten Aufhängenase. Die Decklängen werden bestimmt durch Dachziegel-/Dachsteinlänge, Dachziegel-/Dachsteinform, Maßtoleranzen der Dachziegel, dachneigungsabhängige Höhenüberdeckung. Wird die Decklänge nicht verbindlich in der Herstellervorschrift angegeben, dann ist diese auf der Baustelle zu ermitteln. Die mögliche Decklänge liegt zwischen der niedrigsten und höchsten Decklänge.

Deckleiste

auch: Deckleisten

Eine Deckleiste ist ein gehobeltes bzw. profilgehobeltes Holzteil zum Abdecken und Schutz von Fugen zwischen verschiedenen Materialien und Oberflächen. Eine Deckleiste kommt beispielsweise zwischen Fenster und Wand in Form einer Bekleidung zum Einsatz. Deckleisten müssen nicht zwangsläufig aus Holz sein. Es gibt auch Deckleisten aus Kunststoff, Aluminium und anderen Metallen.

Deckschicht

auch: Deckschichten

Die Deckschicht ist die oberste Schicht im Straßenbau. Sie sollte möglichst lange haltbar und sicher befahrbar sein. Als Deckschicht kommen beispielsweise Betondecken, Asphaltdecken oder Pflasterdecken in Frage. Unterhalb der Deckschicht liegen eine oder mehrere Tragschichten. Eine Verbindung aus beiden Teilen wird Tragdeckschicht genannt. Für Deckschichten aus Asphalt werden unterschiedliche Mischgutarten verwendet. Unterschieden werden Asphaltbeton, Splittasphaltmastix, Gussasphalt oder Dränasphalt.

Deckstuhl

auch: Deckchair, Deckstühle

Der Deckstuhl ist zum einen ein wichtiges Hilfsmittel eines Reetdachdeckers. Zum anderen ist ein Deckstuhl bzw. Deckchair ein Liegestuhl aus Holz. Der Deckstuhl des Reetdachdeckers wird benötigt, da man auf einem Reetdach nicht so einfach umhergehen kann, wie auf einem mit Dachziegeln gedeckten Dach. Der Deckstuhl ist bei einem Reetdachdecker eine kurze Leiter mit einem Dorn an einer Seite. Der lange Dorn wird durch das frische Reet gesteckt und an den Latten festgehakt. Ein Deckstuhl oder Deckchair, wie er eingedeutscht auch heißt, ist zudem eine Gartenliege aus Holz. Deckchairs waren früher nur auf Kreuzfahrtsschiffen und auf Yachten zu finden (daher auch der Name). Heutzutage sind sie beliebte Möbelstücke für die eigene Terrasse oder für die Erholung im Garten. War früher Teakholz wegen seiner Seetauglichkeit das bevorzugte Material für Deckstühle, kommen heutzutage auch andere Holzarten wie Eukalyptus zum Einsatz.

Deckung

Die Deckung ist im Dachbereich die Fachbezeichnung für die Art, ein Dach einzudecken. Sie wird auch als Dachdeckung bezeichnet.

Deckvermögen

Das Deckvermögen bezeichnet die Fähigkeit eines Lackes oder einer Farbe, einen vorhandenen farbigen Untergrund abzudecken. Im Allgemeinen spricht man auch von der Deckkraft einer Farbe. Das Deckvermögen ist nach DIN EN 13300 in vier Klassen unterteilt. Die Klasse 2 betrifft die gut deckenden, die Klasse 1 die hoch deckenden Farben. Siehe dazu auch unter Deckkraft.

Deele

auch: Deelen

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Norddeutscher Begriff für Diele. Im ländlichen Bereich ist die Deele oft ein hallenähnlicher Raum, in dem sich das Zusammenleben der Generationen abspielte und von dem aus es in andere Bereiche/­Zimmer eines Hauses ging. In Bauernhöfen aus Fachwerk oder den friesischen Bauernhöfen findet man sehr oft eine Deele, auch Mitteldeele genannt, wenn sie sich nicht am Seiteneingang, sondern hinter dem Tor direkt in der Mitte des Hauses befand.

Dehnbarkeit

Viele Materialien im Baubereich dehnen sich, wenn auch im Bereich von Millimetern oder nur von Mikromillimetern. Einer natürlichen Dehnbarkeit unterliegen Hölzer (z. B. Parkett, Stahl, Putze, Farben und Lacke. Verschiedene DIN-Normen legen fest, wie weit die Dehnbarkeit zum Beispiel einer trockenen Beschichtung einer Formveränderung des Untergrunds folgen muss, ohne dass Risse auftreten.

Dehnfuge

auch: Dehnfugen

siehe Dehnungsfuge.

Dehnfugenband

auch: Dehnfugenbänder

Ein Dehnfugenband ist ein einseitig teilweise klebendes, geschlossenzelliges PE-Schaumstoffband. Es wird zur Verhinderung von Spannungen und Rissen bei Anschlüssen unterschiedlicher Materialien oder auch zur Abdichtung einer Wannengründung verwendet. Es wird zwischen außenliegenden und innenliegenden Dehnfugenbänder unterschieden. Innenliegende Dehnfugenbänder werden vollständig in das Bauteil einbetoniert. Außenliegende Dehnfugenbänder werden zwar auch teilweise einbetoniert, sind aber noch sichtbar.

Dehnung

auch: Dehnungen

Als Dehnung wird bauphyikalisch eine durch eine Normalspannung (Zug, Druck) bewirkte Längenänderung einer Probe oder eines Bauteils verstanden (bezogen auf die Ausgangslänge,reine Verhältniszahl). Zugspannungen rufen eine Längenzunahme und damit eine positive Dehnung (Längsdehnung), Druckspannungen eine Verkürzung und damit eine negative Dehnung (Stauchung, Längsstauchung) hervor. Bei Belastung unterhalb der Fließgrenze tritt eine elastische, d.h. reversible Dehnung ein (das Material verhält sich elastisch, der Körper nimmt nach Entlastung wieder die Anfangslänge ein), während oberhalb der Fließgrenze die Dehnung nur teilweise oder gar nicht mehr reversibel ist (der Körper bleibt dauernd deformiert, man spricht von der plastischen Dehnung). Mit der Dehnung ist stets auch eine Querschnittsänderung (positive oder negative Querkontraktion) verbunden.

Dehnungsfuge

auch: Dehnfuge, Dehnungsfugen

Bei großflächigen Bauteilen können sich die Dimensionsänderungen durch den Einfluss von Wärme, Kälte oder Feuchtigkeitsänderung so stark auswirken, dass es zu Rissbildungen kommt. Hiervor schützen Dehnungsfugen. Sie trennen große Flächen in kleinere Einzelfelder, innerhalb derer die auftretenden Druck- und Zugspannungen von der Eigenfestigkeit des Materials aufgefangen werden können. Dehnungsfugen werden in der Regel dauerelastisch oder auch dauerplastisch verfugt. Vorhandene Dehnungsfugen müssen bei Renovierungsarbeiten erhalten bleiben. Bei bereits vorhandenen Rissen können zusätzliche Dehnungsfugen Abhilfe schaffen. Dehnungsfugen findet man beispielsweise bei größeren Estrichflächen, gefliesten Flächen, Parkett oder anderen Bodenbelägen. Dehnungsfugen findet man aber auch beispielsweise bei Betonstraßendecken, Brückenkonstruktionen, Staumauern, Ufermauern, Schleusen und sonstige längere Bauwerke.

Dehnungsfugenprofil

auch: Dehnungsfugenprofile

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Einen Dehnungsfugenprofil ist ein Profil aus Kunststoff oder Aluminium zur Ausbildung von Dehnungsfugen in Bauwerken. Dehnungsfugen werden benötigt, da Bauteile sich unterschiedlich stark erwärmen und damit unterschiedlich ausdehnen können. Dehnungsfugenprofile werden verwendet zur Herstellung von Dehnungsfugen in Belägen aus Klinkerplatten, Keramikfliesen, Naturstein- oder Kunststinplatten, die in Mörtelverlegung verarbeitet werden. Dehnungsprofile gibt es aber auch in Parkett, Putzfassaden oder Wärmedämmverbundsystemen. (Abbildung: Schlüter Systems)

Dehnungsmessstreifen

Um die Dehnung bzw. Stauchung eines Bauteils zu messen, wird ein Dehnungsmessstreifen auf das Bauteil geklebt. Der Messstreifen ist ein mäanderförmiger Widerstand, der auf einer Kunststofffolie aufgebracht ist. Die Dehnung bzw. Stauchung des Bauteils ist nun gleich der Dehnung bzw. Stauchung des Dehnungsmessstreifens. Dehnungsmessstreifen ermöglichen die experimentelle Bestimmung von mechanischen Spannungen und damit die Beanspruchung des Werkstoffs. Dies ist sowohl in den Fällen wichtig, in denen diese Beanspruchungen rechnerisch nicht hinreichend genau bestimmt werden können als auch zur Kontrolle von berechneten Beanspruchungen, da bei jeder Berechnung Annahmen gemacht werden müssen und Randbedingungen angesetzt werden. Stimmen diese nicht mit der Realität überein, so ergibt sich trotz genauer Berechnung ein falsches Ergebnis.

Deichertüchtigung

Deko-Leiste

auch: Deko-Leisten, Dekoleisten, Dekoleiste

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Unter einer Deko-Leiste kann jede Leiste verstanden werden, die durch eine besondere Profilierung und farbige Beschichtung betont dekorative Zwecke erfüllt. Einige Hersteller bezeichnen mit dem Begriff "Deko-Leiste" oder "Deco-Leiste" eine breitere "Basisleiste" aus Holz, in die eine Nut eingefräst worden ist. In diese Nut kann dann eine schmale, farblich von der Basisleiste abgesetzte Leiste eingeschoben werden - auch aus anderen Materialien wie pulverbeschichtetem Aluminium.

Dekorationsfachwerk

Bei einem Dekorationsfachwerk handelt es sich um ein an ein massives Bauwerk vorgesetztes Fachwerk, das nur sich selbst trägt und teilweise nur als Bohlenkonstruktion angeschraubt ist. Mit einem richtigen Fachwerkhaus hat eine solche Konstruktion außer der Optik nichts zu tun. Ein Dekorationsfachwerk lässt sich aber immerhin zur Verbesserung der Wärmedämmung verwenden. Dazu werden die Gefache mit Dämmmaterialien ausgefüllt. Nach dem Verputzen hat man dann ein Haus, das wie ein Fachwerkhaus aussieht und optimal gedämmt ist.

Dekorbeschichtung

auch: Dekorbeschichtungen

Türen, Laminatböden, Möbel oder Küchenarbeitsplatten sind häufig mit einer Dekorbeschichtung versehen. Dabei handelt es sich meist um mit Melaminharz (Naturharz) getränkte und zuvor in unterschiedlichen Dekoren bedruckte Papiere, in einem eigenen Prozess auf Schichtholz- oder Werkstoffplatten geleimt werden. Die Platten verfügen über eine hohe Widerstandsfähigkeit und werden zu oben genannten Produkten weiterverarbeitet.

Dekorblech

auch: Dekorbleche

Die Bezeichnung Dekorblech beginnt sich im Markt durchzusetzen und betrifft insbesondere Aluminiumbleche, aber auch Bleche aus Edelstahl, die vorwiegend eine dekorative Aufgabe haben. Dekorbleche aus Aluminium werden bronze-eloxiert oder messing-eloxiert, aber auch in Edelstahloptik angeboten. Weitere Gestaltungsvarianten sind Beschichtungen in Marmor-, Granit- oder Holzoptik. Nicht nur durch farbige Beschichtung, auch durch Einprägung oder Ausstanzung von besonderen Mustern entstehen Hammerschlagbleche, Noppenbleche, Rauhputzbleche, Schlitzlochbleche, Tränenbleche, Kreuzlochbleche, Lochbleche, Riffelbleche und schließlich das beim Verputzen häufig benötigte Streckmetall.

Dekorelemente

auch: Dekorelement

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Dekorelement ist ein Begriff, der nicht eindeutig einem bestimmten Bauteil zuzuordnen ist. Dekorelemente im Bereich der Fliesen sind Bordüren oder Listel, aber auch Einleger. Rosetten aus Stuck, unter die Decke gegipst, fallen natürlich auch unter diesen Sammelbegriff. Dekorelemente gibt es bei Dachziegeln ebenso wie bei Holz- oder Metallzäunen. Hauptsächlich spricht man von Dekorelementen aber im Bereich der Deckengestaltung mit Holzpaneelen. Hier werden farbige, quadratische Teilstücke angeboten, die wie die eigentlichen Paneele Nut und Feder aufweisen. Damit können Deckenflächen (siehe Zeichnung) wirkungsvoll aufgelockert werden.

Dekorfliese

auch: Dekorfliesen

Als Grundfliese bezeichnet der Fliesenfachmann die einfarbige oder nur zart verschiedenfarbig bedruckte Fliese einer sog. Fliesenserie. Mit der Grundfliese werden "Grundflächen" an Wand und Boden gestaltet. Zur Auflockerung und optischen Aufwertung dieser Grundfläche werden Dekorfliesen eingearbeitet, die sehr unterschiedlich gestaltet sein können. Das Gestaltungsspektrum der Dekorfliesen ist enorm. Es reicht von leuchtend-farbigen Blumenmotiven über eher grafische Ornamente bis hin zu Dekorfliesen mit Einlegern. Listel oder Bordüren können mit den Grund- und Dekorfliesen ebenfalls kombiniert werden.

dekorgewalzte Bleche

auch: dekorgewalztes, Blech

Dekorpaneele

auch: Dekor-Paneele, Dekorpaneel, Dekor-Paneel

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Dekorpaneele sind Holzpaneel aus einem Holzfaser-Trägermaterial (meistens eine MDF-Platte) und einem darauf aufgebrachten Laminat oder einer Folie, auf die eine Holzmaserung aufgedruckt wurde. Es sind aber auch reichlich Dekorpaneele auf dem Markt, die einfarbig in Trendfarben beschichtet sind. Dekorpaneele mit Holzmaserung können wirken (siehe Foto) wie ein Echtholzpaneel, was ja auch herstellerseits beabsichtigt ist. Der Hauptvorteil liegt jedoch im Preis, der wesentlich niedriger ist als bei Massivholz oder auch bei furnierten Dekoren.

Dekor-Spanplatte

auch: Dekor-Spanplatten,, Dekorspanplatte,, Dekorspanplatten

Eine Dekor-Spanplatte ist eine Feinspanplatte mit einer beidseitigen, dekorativen Kunststoffbeschichtung auf Melaminharzbasis. Dekorspanplatten werden für die unterschiedlichsten Anwendungen vom Regal über Schreibtische bis hin zu Möbeln verwendet. Es gibt viele Uni-Farben aber auch zahlreiche Holzdekore zur Auswahl.

Dekorwalze

auch: Dekorwalzen

siehe Musterwalze.

Dekosäule

auch: Dekosäulen

Dekosäulen sind reine Dekorations-Elemente, die anders als eine richtige Säule keine lastabtragende Funktion haben. Dekosäulen für Theater, Foto- und TV-Studios werden aus Kunstharz hergestellt und sind kinderleicht zu transportieren. Es werden aber auch Dekosäulen aus Spezialbeton hergestellt, die in Parkanlagen und auf hochherrschaftlichen Terrassen Aufstellung finden und natürlich kippsicher verankert werden müssen.

Dekupiersäge

auch: Dekupiersägen

Für feine Schweifarbeiten und Intarsienschnitte wird die Dekupiersäge verwendet. Entsprechend dünn und schmal sind die Sägeblätter ausgebildet. Mit dieser elektromotorbetriebenen Säge arbeiten insbesondere Modellbauer und alle, die Bastelarbeiten aus Sperrholz herstellen. Das Prinzip ist wie bei einer Pendelhub-Stichsäge, allerdings wird bei der Pendelhub-Stichsäge die Maschine durch das Holz, bei der Dekupiersäge aber das Holz durch die Maschine geführt.

Delfter Fliese

auch: Delfter, Fliesen

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Die Delfter Fliese ist eine spezielle Fliese aus Delft in Holland, wo im 16. Jahrhundert die Fliesenproduktion begann. Ihren Höhepunkt fand die Delfter Fliese im 17. und 18. Jahrhundert - sowohl in kunstvoll gestalteten Einzelfliesen als auch in Fliesentableaus. Über den Handel der Seefahrer verbreitete sich die Fliese über die Küsten- und Inselregion der Nordsee. Charakteristisch ist der weiße Untergrund in Verbindung mit dem bekannten Delfter Blau der Dekore.

Deltaschleifer

auch: Delta-Schleifer

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Der Deltaschleifer hat seinen Namen der Form des Schleiftellers zu verdanken, der dem griechischen Buchstaben Delta (Δ) nachempfunden ist. Die Schleifplatte hat drei gleichgroße, konvex gebogene Seitenkanten. Sind die Kanten gerade, wird er auch als Dreieckschleifer bezeichnet. Den Deltaschleifer könnte man auch als kleinen Bruder des Schwingschleifers bezeichnen, da er über ähnliche Eigenschaften wie feine Oberflächengestaltung bei geringem Abtrag verfügt. Der dreieckige Schleifkopf des Deltaschleifers lässt sich in Schritten von 120 Grad drehen. Seine Beweglichkeit macht ihn zum Spezialisten für Schleifarbeiten an Stellen, wo andere Schleifer nicht mehr hinkommen: in Ecken auch kleiner als 90 Grad sowie entlang gebogener und gerader Kanten. Geräte mit entsprechenden Spezialaufsätzen erlauben sogar das Schleifen zwischen den Lamellen von Fensterläden. Ebenso handlich wie das Gerät selbst ist beim Deltaschleifer auch der Wechsel der Schleifmittel: Bequem mittels Kletthaftung. Schleifmittel mit Löchern zur Staubabsaugung bieten den Vorteil staubarmer Arbeit an Holz, Lack und Spachtel.

Deltaschwingschleifer

Dendriten

siehe Plattenkalk.

dendrochronologische Untersuchung

auch: dendrochronologische, Untersuchungen,, Dendrochronologie

Bei einer dendrochronologischen Untersuchung wird anhand der Jahresringe das Alter eines Holzbauwerks oder Holzbauteils bestimmt. Dazu muss man wissen, dass Jahresringe aus Jahren mit guten Wachstumsbedingungen breiter sind als solche aus Jahren mit schlechten Lebensbedingungen. Weiß man dann, woher das Holz stammt, welches untersucht werden soll, lässt sich durch Vergleich mit bereits datierten Holzproben recht genau das Alter des Holzes bestimmen. Das liegt daran, dass alle Bäume einer Region etwa die gleiche charakteristische Abfolge von schmalen und breiten Jahresringen besitzen. Mit den Jahresringen verhält es sich also ähnlich wie mit Fingerabdrücken. In einigen Gebieten liegen für bestimmte Baumarten lückenlose Jahresringtabellen für die letzten 10.000 Jahre vor.

Dengelhammer

Ein Dengelhammer ist ein kurzstieliger Hammer mit flacher Bahn. Er wird zum Dengeln einer Sense verwendet.

dengeln

Dengeln ist eine althergebrachte Bezeichnung für das Schärfen von Sensen und Sicheln. Dabei wird durch Klopfen mit dem Dengelhammer auf den Dengelstock (ersatzweise auf ein Stück Eisenbahnschiene oder einen Amboss oder Schraubstock) die zu dick gewordene Schneide des Sensenblattes wieder ausgezogen, damit die Sense während der Arbeit auf dem Felde leichter mit dem Wetzstein scharfgehalten werden kann. Beim Dengeln sollte mit der Finne des Dengelhammers nur die Dengel (scharfe Seite) des Sensenblatts getroffen werden, maximal 5 mm breit. Schlägt man zu weit in das Sensenblatt hinein, erhält dieses eine Spannung, wodurch es früher oder später bricht. Das Dengeln sollte nicht mit Kraft erfolgen, sondern ganz locker vor sich gehen.

Dengelstock

Ein Dengelstock ist ein kleiner, in einen Holzklotz eingelassener Amboss. Auf ihn wird die Sense zum Dengeln gelegt.

Denitrifikation

Denitrifikation ist ein Vorgang, der zum Beispiel bei der Abwasserreinigung ausgenutzt wird. Er bezeichnet die Umwandlung von Nitrat und Nitrit in atmosphärischen Stickstoff durch Mikroorganismen. Die Denitrifikation findet unter anaeroben Bedingungen statt, also in Abwesenheit von Sauerstoff. In der Abwasserreinigung wird die Denitrifikation verfahrenstechnisch zur Nitrat-Elimination sowohl als Belebungsverfahren als auch mittels Festbettverfahren ausgenutzt. Sie wird hauptsächlich in Kombination mit der Nitrifikation angewendet. Bei der Abwasserreinigung ist Denitrifikation erwünscht, häufig ist sie jedoch unerwünscht so wie beispielsweise im Kunstdünger die Umwandlung von Nitraten und Nitriten in Stickoxide bzw. Stickstoff, die für die Düngung keine Bedeutung haben.

Denkmalliste

In Deutschland werden die anerkannten Kulturdenkmale in Denkmallisten aufgeführt. Allerdings stehen nicht unbedingt alle Kulturdenkmale in der Denkmalliste: Dies ist abhängig vom jeweiligen Bundesland und seinem Denkmalschutzgesetz (DSchG). So werden bewegliche Denkmale zum Beispiel in manchen Bundesländern nur eingetragen, wenn es einen historisch begründeten Ortsbezug gibt. Da der Denkmalschutz in Deutschland unter die Kulturhoheit der Bundesländer fällt, gibt es für jedes Bundesland ein eigenes Denkmalschutzgesetz. Die genauen Regelungen zum Führen der Denkmalliste sind Teil des Denkmalschutzgesetzes und somit von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Denkmalschutz

Aufgabe des Denkmalschutzes ist es, den Besitz an kulturellen Gütern (Boden-, Bau- und Kulturdenkmale) zu erhalten und gegen Zerstörung bzw. Veränderung durch private, geschäftliche oder auch öffentliche Interessen zu sichern. Er kann sich auf einzelne Objekte (z.B. Gebäude) oder ganze Ensembles (z.B. Stadtviertel) beziehen. Die geschützten Objekte sind in ein Denkmalbuch bzw. eine Denkmalliste eingetragen. In Deutschland ist der Denkmalschutz Sache der Länder (Landesdenkmalämter). In Österreich und der Schweiz wird er durch Bundesgesetze geregelt. Die Kommunen und Landkreise unterhalten Abteilungen für Denkmalschutz in den Bau- oder Planungsämtern. Stadtbild- oder Ortsbildsatzungen sind Weiterführungen des Denkmalschutzes auf kommunaler Ebene. Der Denkmalschutz begründet für den Eigentümer verschiedene Pflichten. Neben der Erhaltungspflicht besteht die Verpflichtung zur Anzeige von Schäden und Mängeln. Bauliche Änderungen eines Kulturdenkmales sind grundsätzlich genehmigungspflichtig, d.h. der „Besitzer“ eines Denkmals ist nicht mehr Herr der Planung und Nutzung! Wird eine Baugenehmigung erteilt, umfasst diese wegen der Konzentrationswirkung auch die denkmalschutzrechtliche Erlaubnis zur Ausführung der entsprechenden Arbeiten, die Auflagen der Baugenehmigung sind jedoch zwingend zu beachten.

Deponie

siehe Deponierung.

Deponiegas

Bei den in der Deponie ablaufenden bakteriologischen und chemischen Abbauvorgängen von organischen Materialien ohne weitere Sauerstoffzufuhr entstehen als Abbauprodukte Deponiegase und Sickerwasser. Dieser Vorgang setzt bereits kurz nach der Ablagerung ein und hält bis zu mehreren Jahrzehnten an. Das Deponiegas besteht zu 40 -60% aus Methan (CH4), Kohlendioxid, (CO2) und Spurengasen. Dieses Deponiegas ist eigentlich unerwünscht, da es zu Geruchsbelästigungen führen kann und bei der Rekultivierung einer Altanlage stört. Im Falle eines Brandes auf einer Deponie kann es sogar gefährlich werden, da es die Verbrennung unterstützt. Methan gilt auch als eines der Gase, welches für die Klimaveränderungen verantwortlich gemacht wird. Heute hat man aber erkannt, dass Deponiegas ein Energieträger ist, der ungefähr dem halben Heizwert von Erdgas entspricht, welches im übrigen auf ähnliche Weise entstanden ist, nur über einen viel längeren Zeitraum. Der Heizwert von Deponiegas beträgt ca. 5 kWh/m³ und man rechnet pro Tonne Abfall ca. 150 -200 m³ Deponiegas auf 20 Jahre. Wobei der Prozeß am Anfang schneller verläuft als gegen Ende.

Deponierung

auch: Deponie

Als Deponierung wird das dauerhafte Lagern von Abfällen in einer Deponie bezeichnet. Die Errichtung, der Betrieb, die Stilllegung und die Nachsorge von Deponien ist in Rechtsvorschriften geregelt. Eine umweltverträgliche Deponierung wird durch das sogenannte Multibarrieren-Konzept bewirkt. Grob lassen sich die Deponien je nach Schadstoffgehalt der abgelagerten Abfälle in die Deponieklassen 0 bis III (DK0 bis DK III) einordnen. Klasse 0 sind Deponien für unbelasteten Bauschutt und unbelasteten Boden. Klasse I und II sind Deponien für behandelten (verbrannt oder gerottet) Haus-und Gewerbemüll, Industrieabfälle sowie für Einlagerungsstoffe, die nicht für die Deponieklasse III (Sondermülldeponie mit besonderen Überwachungsbedarf) zugeordnet sind. Die Deponieklasse II verträgt höhere Schadstoffbelastungen als die Deponieklasse I. Deponieklasse 0 muss mindestens eine natürliche Barriere gegen Grundwasser vorweisen. Deponieklasse I muss mindestens über eine natürliche (geologische) Barriere (in der Regel 50 cm Ton) sowie eine Basisabdichtung (in der Regel 2,5 mm Kunststoffdichtungsbahn) verfügen. Deponieklasse II und Sondermülldeponien müssen mindestens eine natürliche Barriere und eine Kombidichtung aus mineralischer und künstlicher Dichtung (z.B. Kunststoffdichtungsbahn (KDB)) vorweisen. Hier können auch Schlacken aus Müllverbrennungsanlagen abgelagert werden. Seit dem 1. Juni 2005 dürfen nur noch vorbehandelte, weitgehend mineralisierte Abfälle auf Deponien abgelagert werden. Bis zum 1. Juni 2005 konnte zum Beispiel auch Restabfall aus Haushalten ohne Vorbehandlung deponiert werden.

Derbholz

Als Derbholz werden die oberirdischen Rundholzstücke eines Baumes mit einem minimalen Durchmesser von 7 cm bezeichnet. Nadeln, dünne Äste und die Baumspitze zählen demzufolge nicht zum Derbholz. Das nutzbare Derbholz eines Baumes setzt sich zusammen aus dem Schaftderbholz ohne Rinde und ohne Stock und dem Astderbholz. Gefällte Waldbäume werden nach der Holzmessanweisung neben Derbholz noch in Reisigholz und Stockholz unterteilt.

Derrickkran

auch: Derrickkrane

Der Derrickkran ist ein stationärer Kran, der sich zum Heben schwerster Lasten eignet. Dieser Kran wird nur in speziellen Fällen wie beim Freivorbau von Stahlbrücken oder beim Bau von Hochhäusern in Stahlskelettbauweise eingesetzt.

Designerhaus

auch: Designerhäuser

Designerhaus ist eine nicht näher festgelegte Bezeichnung für ein Haus, das hinsichtlich seiner Konstruktion und seiner Optik noch das Architektenhaus übertrifft. Entworfen werden solche Häuser möglicherweise von Designern; Architekten, Bauingenieure und Statiker müssen dann sehen, wie sie die tollen Ideen solch eines Designers realisiert bekommen. Einige wenige Architekten sind allerdings auch zu (Star)Designern aufgestiegen. Diese entwerfen dann nicht nur Häuser und Industriebauten, sondern auch Badewannen und dergleichen.

Design-Heizkörper

auch: Designheizkörper

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Unter einem Design-Heizkörper wird allgemein ein Radiator verstanden, der durch Form, Größe und/oder Farbe von der Regel abweicht. Der Design-Heizkörper, von einigen Herstellern auch Design-Wärmekörper genannt, hat also neben seiner Hauptfunktion, nämlich der Wärmeabgabe nach dem Prinzip der Konvektionsheizung, auch dekorative Aufgaben. Was ein Hersteller als Design-Heizkkörper bezeichnet und was nicht, bleibt diesem selbst überlassen. Bei dem hier gezeigten Beispiel des Herstellers Zehnder ist jedoch der Designaspekt unübersehbar.

Design-Quadrate

auch: Design-Quadrat, Designquadrat

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Unter Design-Quadrate sowie unter dem Begriff Akzent-Quadrate werden quadratische Elemente verstanden, die in eine Decke aus Holzpaneelen oder Dekorpaneelen eingesetzt, eingeklemmt oder aufgeklebt werden können. Die in vielen Farben und Mustern sowie auch in metallischen Beschichtungen erhältlichen Elemente dienen dazu, eine möglicherweise langweilige Paneeldecke aufzulockern (Foto: Meister-Leisten). Design-Quadrate sind auch ganz allgemein unter der Bezeichnung Dekorelemente im Handel.

Desinfektion

auch: Entseuchung

Desinfektion ist ganz allgemein das abtöten oder unschädlich machen von Erregern übertragbarer Krankheiten. Desinfiziert werden können z.B. Hände oder andere Körperteile, Wasser oder Gegenstände. Zur Desinfektion kommen unterschiedliche Wirkstoffe und Verfahren zum Einsatz. Das Wasser in einem Swimming-Pool wird z.B. mit Chlor oder Ozon desinfiziert. Wasser kann aber auch durch Erhitzen auf über 70 Grad Celcius desinfiziert werden. Auch die UV-Desinfektion wird bei Trinkwasser angewandt. Zur Desinfektion der Haut kommen z.B. Jod, Alkohol, Wasserstoffperoxid oder Phenol zum Einsatz. Auch von Schimmel befallene Flächen müssen desinfiziert werden. Hierfür bietet der Handel spezielle Mittel zur Schimmelpilzdesinfektion an.

Desinfektionsmittelbeständigkeit

In Heimen, Laboren und Krankenhäusern müssen Materialien verbaut bzw. eingesetzt werden, die desinfektzionsmittelbeständig sind. Das gilt für alle Wand- und Bodenbeläge, insbesondere für Fliesen. Aber auch auf Behältern für Latexfarben und sonstige Beschichtungen muss, sofern sie für die geschildeten Zwecke eingesetzt werden, verzeichnet sein, ob sie zeitzlich begrenzt oder langzeitig beständig sind.

dessinierte Bleche

auch: desiniertes, Blech

Unter desisinierten Blechen werden kaltgewalzte Bleche aus Edelstahl mit einem Muster verstanden. Dabei werden muster- und dekorgewalzte Bleche unterschieden. Mustergewalztes Blech erhält durch Ober- und Unterwalze eine durchgeprägte Struktur. Durch das Prägewalzen tritt eine Verfestigung ein, das Blech ist steifer, so dass die Dicke vermindert werden kann. Dekorgewalztes Blech bekommt hingegen nur auf der Oberseite ein Muster, die Unterseite bleibt glatt. Beide Arten von dessinierten Blechen sind in einer Vielzahl von Musterungen lieferbar. Ihre Oberfläche ist unempfindlich gegen Fingerabdrücke, Kratzer oder anderen Gebrauchsspuren. Sie sind daher für Wandverkleidungen in der Innen- und Außenarchitektur, Fassaden, Aufzugskabinen, Rolltreppen, Sanitärräume, Theken, Kühltruhen und -vitrinen und viele andere Anwendungen besonders geeignet.

Destruktionsfäule

siehe Braunfäule.

deutsche Deckung

Deutsche Härtegrade

siehe Wasserhärte.

Deutscher Hieb

deutsches Reichsformat

Das deutsche Reichsformat ist ein altes Mauerziegelformat. Als es noch keine DIN- oder andere Normen gab, gab es aber schon ein deutsches Reichsformat. Die auch heute noch in diesem Format hergestellten Vollziegel sind ca. 250 x 120 x 65 mm groß. Ziegelsteine im "Reichsformat" werden vor allem für die Restaurierung historischer Gebäude eingesetzt. Oft erhalten Sie einen "Handstrich", also per Hand herbeigeführte Narbung, um dem Ziegel eine antike Optik zu geben. Es soll nicht verschwiegen werden, dass es natürlich auch Maschinenhandstrichziegel gibt.

Dexel

Der Dexel ist ein Mittelding zwischen Beil und Hacke. Die Schneide verläuft nicht parallel, sondern quer zum Schaft. Mit dem sog. Flachdexel, also einem Dexel mit schmaler, flacher Schneide, werden Stämme und Bohlen ausgehölt. Dazu dient auch der Hohldexel, dessen Schneide gebogen ist. Mit dem Hohldexel lassen sich auch Rundungen ausschlagen, beispielsweise für die in Alpenländern noch weit verbreiteten Dachrinnen aus Holz oder für Brunnen aus ausgehöhlten Baumstämmen.

Dezibel

Dezibel (dB) ist das logarithmierte Verhältnis zweier elektrischer Größen (Spannung, Strom, Leistung). Typischerweise kommt der Begriff Dezibel allerdings im Zusammenhang mit Schall und Akustik vor. Dort ist er das Maß für die Intensität eines Geräusches. Im Bauwesen soll die in Wohnräumen herrschende Lautstärke möglichst gering sein, weshalb der Schallschutz ein wichtiges Thema ist. Dass zuviel Lärm krank macht, ist seit langem bekannt. Ab einem Dauerschallpegel von 60 Dezibel treten Stressreaktionen im Schlaf auf, ab 80 Dezibel kann die Gesundheit leiden. Die Schmerzgrenze liegt bei 130 Dezibel, dann hält sich ein Mensch automatisch die Ohren zu. Lärmeinwirkung von 150 Dezibel verursacht in Sekunden irreparable Schäden. Im Nachfolgenden sind einige Beispiele von Geräuschen und ihren Schallpegeln aufgeführt. Eine Zunahme um zehn Dezibel entspricht einer Verdopplung der Lautstärke. 10 Dezibel: Atmen, raschelndes Blatt 20 Dezibel: Ticken einer Armbanduhr 30 Dezibel: Flüstern 40 Dezibel: leise Musik 45 Dezibel: übliche Geräusche in der Wohnung 50 Dezibel: Regen, Kühlschrankgeräusche 55 Dezibel: normales Gespräch 60 Dezibel: Nähmaschine, Gruppengespräch 65 Dezibel: Kantinenlärm 70 Dezibel: Fernseher, Schreien, Rasenmäher 75 Dezibel: Verkehrslärm 80 Dezibel: Telefonläuten, Presslufthammer 90 Dezibel: Lastwagen 100 Dezibel: Ghettoblaster 110 Dezibel: Diskomusik, Motorsäge, Autohupe 120 Dezibel: Kettensäge, Presslufthammer 130 Dezibel: Autorennen, Düsenjäger

DHF-Platte

auch: DHF-Platten

Eine DHF-Platte ist eine diffusionsoffene Holzfaserplatte insbesondere für Dach- und Wandbereiche im Holzbau. DFH-Platten sind wasserableitend, winddicht und wärmedämmend. DHF-Platten kommen zum Beispiel als Unterdeckplatte oder äußere Beplankung gemäß DIN 68800-2 in der Gefährdungsklasse 0 zum Einsatz.

Diabas

Diabas ist ein mittelgraues Gestein, mit oft grünlichem Farbstich. Diabas ist älteren Ergußmassen zuzuordnen und ist artverwandt dem Basalt. Das Gestein besitzt eine hohe Druckfestigkeit und wird daher vor allem im Strassen- und Bahnbau verwendet. Es kann aber auch als Natursteinpflaster verwendet werden. Die deutschen Vorkommen in Nordhessen sind erschöpft. Importe aus Türkei und Indien. Anwendung wie Granit.

Diagenese

Diagenese ist die Umbildung unverkitteter Sedimente zu mehr oder weniger festen Gesteinen durch langzeitige Wirkung von Druck, Temperatur, chemischer Lösung und Ausscheidung. Die Zeit bis zur Verfestigung kann in der Größenordnung von Millionen Jahren liegen. Ein Beispiel für Diagenese ist der Sandstein, der aus lockerem Sand entsteht. Ein weiteres Beispiel ist die Bildung von Feuerstein aus Kieselsäure-Anreicherungen in Kalksteinen. Die Bildung von Erdöl und Erdgas aus Kerogenen findet ebenfalls bei der Diagenese statt.

Diagonalpflaster

auch: Diagonalpflasterverband

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Der Diagonalpflasterverband ist eine Abwandlung des Reihenpflasterverbandes. Allerdings werden die Reihen mit versetzten Fugen diagonal zum Weg- oder Terrassenverlauf in einem 45°-Winkel verlegt. Als Anschlusssteine verwendet man Dreieck- oder Fünfecksteine. Dieser Verband wird mit Großpflastersteinen ausgeführt und ergibt eine sehr stabile Fläche. Durch mehrmalige Änderung der Richtung entsteht das sogenannte Fischgrätmuster, das im Straßenbau verwendet wird.

Diagonalschalung

auch: Diagonalschalungen

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Eine Diagonalschalung ist eine Holzverschalung, bei der die Bretter oder Paneele in beliebigem Winkel diagonal verlegt werden. Bei einer Fassadenbekleidung nur zu empfehlen, wenn konstruktiver Holzschutz vorhanden ist - z. B. ein weit überkragendes Dach.

Diamant

auch: Diamanten

Diamant ist ein Material, aus dem im Baubereich Schleifkörner hergestellt werden. Diamanten sind bekanntlich die besten Freunde der Frauen. Doch Diamanten funkeln nicht nur wunderbar, sondern sind auch sehr hart. Die Diamantkörnung, die in der Schleiftechnik Anwendung findet, wird heute vorwiegend synthetisch hergestellt. Aus Graphit wird unter extremem Druck und Wärme der synthetische Diamant. Durch den geringen Verschleiss ist er zum Schleifen anderer Werkstoffe sehr gut geeignet. Einschränkungen gibt es allerdings bei hohen Temperaturen von über 700°C, wie sie beim Schleifen von Stahlwerkstoffen vorkommen können. Kunststoffe, Glas, Natur- und Kunststeine, Hartmetall oder Keramik lassen sich mit Diamantschleifkörnern gut bearbeiten.

Diamant-Bohrkrone

auch: Diamant-Bohrkronen, Diamantbohrkrone, Diamantbohrkronen

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Die Diamant-Bohrkrone ist ein Einsatz insbesondere für Kernbohrmaschinen. Sie besteht aus einem metallischen Grundkörper, der mit Diamantstaub bestückt ist. Diamant-Bohrkronen eignen sich insbesondere zum Bohren in und durch Stahlbeton. Sie werden beispielsweise eingesetzt, wenn Rohrduchführunen in der Gas-, Elektro-, Wasser- und Heizungsinstallation erforderlich werden. Ideal geeignet sind sie auch für Aussparungen im Treppen- und Fassadenbau, Lüftungs- und Klimaanlagenbau. Die Industrie bietet Diamant-Bohrkronen in Durchmessern zwischen 37 und 400 mm an.

Diamant-Bohrmaschine

auch: Diamant-Bohrmaschinen, Diamantbohrmaschine, Diamantbohrmaschinen

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Stationär oder handgeführte Bohrmaschine für erschütterungsfreies und lärmarmes Bohren auch von größeren Löchern beispielsweise für Durchführungen oder Dosen. Diamant-Bohrmaschinen verwendet man zum Antrieb von Diamant-Bohrkronen. Es ist Nass- und Trockenbohren möglich. In beiden Fällen ist eine Absauganlage notwendig. Die Maschine arbeitet ohne Schlag, es muss mit einem hohen Andruck gearbeitet werden. Deswegen werden sie bei größeren Bohrdurchmessern ausschließlich mit einem Bohrständer betrieben, welcher am Werkstück mittels Dübel oder Vakuum-Saugplatte befestigt wird.

Diamantdrahtsäge

auch: Diamantdrahtsägen

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Eine Diamantdrahtsäge schneidet das Werkstück mit einem Draht, der endlos über Rollen im Kreis läuft, ähnlich dem Band einer Bandsäge. Der mit synthetischen Diamanten bestückte Draht läuft mit einer hohen Geschwindigkeit, was den industriellen Einsatz der Maschine wirtschaftlich macht. Da der Draht in jede Richtung gleich gut schneidet, muss das Teil bei der Bearbeitung exakt geführt werden. Eine Diamantdrahtsäge wird beispielsweise zum Sägen von Natursteinen wie Granit oder Marmor verwendet.

Diamantkettensäge

auch: Diamantseilsäge, Diamantkettensägen

Bei einer Diamantkettensäge bzw. Diamantseilsäge handelt es sich um ein Sägesystem zum Trennen von Reihenhäusern, bei denen die Gebäudetrennfuge nicht fachgerecht ausgeführt wurde. Das Sägesystem besteht aus zwei Führungsmasten rechts und links des Hauses, einem ferngesteuerten Hydraulikaggregat und einem Diamantsägeseil, das mit einem Treibrad und verschiedenen Umlenkrollen von oben in die Trennfuge eingeführt wird. Um die Führungsmasten sicher zu verankern, muss eine etwa 2 x 2 Meter große und mindestens 2,60 Meter tiefe Grube an der Hauswand ausgehoben werden. Gleichzeitig ist es durch die tiefe Grube auch möglich, die Kellerbodenplatte (falls nötig) zu durchtrennen. Das Diamantsägeseil kann weit über 20 Meter lang sein und ist mit diamantbestückten Schneidperlen versehen. Nur so schafft es das Seil, sich durch eine Mischung aus Mauerwerk, Beton und Bewehrungseisen zu schneiden.

Diamant-Lochscheibe

auch: Diamant-Lochscheiben

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Eine Diamant-Lochscheibe ist eine sehr hochkonzentrierte Diamant-Trennscheibe mit gelochtem Stammblatt. Sie ist geeignet für Beton, Granit und allgemeines Baustellenmaterial. Durch das gelochte Stammblatt ist die Diamant-Lochscheibe sehr leise. Außerdem kann man beim Schneiden durch die Scheibe hindurchsehen und somit den Schnitt besser kontrollieren.

Diamantnadel

siehe gravieren

Diamantnadelfeile

auch: Diamantnadelfeilen

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Nadelfeilen haben ihren Namen von der nadelförmigen, also spitz zulaufenden Ausführung. Dies gilt auch für Diamantnadelfeilen. Aber keine Regel ohne Ausnahme: Nicht alle Feilen, die als Nadelfeilen angeboten werden, müssen sich nadelartig verjüngen, andere Formen laufen unter demselben Oberbegriff. Diamantnadelfeilen weisen keine Hiebe auf. Vielmehr wurde auf galvanischem Weg Diamantstaub auf dem Feilen-Rohling gebunden. Die Zeichung zeigt oben eine flachstumpfe, unten eine Vierkantspitz-Diamantnadelfeile. Diese Feilen werden für Präzisionsarbeiten eingesetzt, zum Beispiel im Uhrmacherhandwerk

Diamant-Nadelfeile

auch: Diamant-Nadelfeilen, Diamantnadelfeile, Diamantnadelfeilen

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Diamant-Nadelfeilen sind mit Diamant bestreut und daher zum Feilen von extrem harten Materialien, wie z.B. gehärtetem Stahl und Hartmetall in Schneid- und Stanzwerkzeugen, sowie für Glas, Keramik und Graphit geeignet. Diamant-Nadelfeilen gibt es mit unterschiedlichen Querschnitten von rechteckig über quadratisch bis hin zu dreieckig und halbrund.

Diamant-Präzisionsfeile

auch: Diamant-Präzisionsfeilen, Diamantpräzisionsfeile, Diamantpräzisionsfeilen

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Wenn konventionelle Feilen uneffektiv sind, kommt die Diamant-Präzisionsfeile zum Einsatz. Speziell geeignet ist die Feile für sehr harte Materialien, wie z.B. Hartmetall, Hartplastik, Graphit und Epoxid. Der Querschnitt der Feile kann rechteckig, quadratisch, dreieckig, rund oder halbrund sein.

Diamant-Riffelfeile

auch: Diamant-Riffelfeilen

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Die Diamant-Riffelfeile ist eine mit Diamant bestreute bzw. bestückte Feile. Sie wird für Hochleistungsarbeiten verwendet, bei denen konventionelle Feilen uneffektiv sind. Sehr gut ist die Diamant-Riffelfeile geeignet für Formenbauer und bei speziellen Arbeiten an gehärtetem Stahl, Keramik, Glas und Graphit.

Diamant-Schleifscheibe

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Die Diamant-Schleifscheibe ist sozusagen der feinere Bruder des Diamant-Schleiftellers. Während letzterer vorwiegend zum Schleifen von Betonüberflächen eingesetzt wird, können mit Diamant-Schleifscheiben auch Rundungen geschliffen, Kanten angefast und geschwungene Oberflächen bearbeitet werden. Dementsprechend werden diese Schleifscheiben zur Bearbeitung von Feinsteinzeug, Granit, Estrich, Marmor, Sandstein, Holz und Gips verwendet. Der Einsatz auf Betonoberflächen ist auch möglich.

Diamant-Schleifteller

auch: Diamantschleifteller

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Um beim Schleifen mineralischer Untergründe wie etwa Beton zu einem optimalen Ergebnis zu kommen, werden Schleifteller eingesetzt, die mit Industriediamanten bestückt sind. Dafür werden die Diamanten nicht vollflächig, sondern auf speziellen rotierenden Segmenten stern- oder ringförmig angeordnet. Auch bei Schleiftellern, die mit PKD-Segmenten bestückt sind, handelt es sich letztlich um Diamant-Schleifteller, die sich besonders für das Entfernen von Kleberresten und Spachtelmassen oder zum Glätten von Estrich eignen.

Diamantseil

auch: Diamantseile

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Diamantseile sind spezielle, mit Diamanten bestückte Seile, die beispielsweise in der Seilsägetechnik zum Einsatz kommen. Diamantseile werden in Steinbrüchen zum Sägen bzw. Schneiden von Marmor, Granit und Natursteinen zu Steinblöcken verwendet. In Verarbeitungsbetrieben werden die Seile benutzt, um Blöcke "zuzurichten" und um Tranchen und dicke Platten zu schneiden. Weiterhin lassen sich Diamantseile zum Konturenschneiden verwenden oder im Baubereich zum Schneiden und Trennen von Mauerwerk oder Beton.

Diamantseilsäge

auch: Diamantseilsägen

Diamantseilsägetechnik

auch: Diamantseilsägetechniken

Diamant-Trennscheibe

auch: Diamant-Trennscheiben, Diamanttrennscheibe, Diamanttrennscheiben

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Die Diamant-Trennscheibe ist ein Aufsatz für Winkelschleifer oder Tischkreissäge. Die Trennscheiben gibt es in unterschiedlicher Qualität vom Heimwerkerbedarf bis hin zur Profiqualität. Es gibt Diamant-Trennscheiben zum Schneiden bzw. Bearbeiten von Beton, Natur- und Kunststein, Gips, Fliesen, Ziegel oder Metall. Bei Diamant-Trennscheiben werden synthetische Diamanten in ein metallisches Trägermaterial eingebettet. Die Schnittigkeit der diamanthaltigen Schneidsegmente hängt von der Größe der einzelnen Diamanten und der Festigkeit ihres Trägerbettes ab.

Diamant-Trockenbohrer

Der Diamant-Trockenbohrer ist ein Bohrer für extrem harte Boden- und Wandbeläge und übertrifft noch den Hammerbohrer, Steinbohrer oder Widiabohrer an Leistungsvermögen. Wo bisher wassergekühlte Bohrsysteme eingesetzt werden mussten, kommt der Handwerker meistens mit dem Diamant-Trockenbohrer aus, der in handelsübliche Akkuschrauber eingespannt werden kann. Hammerbohrer wirken genau so wie Steinbohrer durch Schlagwirkung und Rotation. Wegen der höheren Einzelschlagstärke des Bohrhammers sind sie jedoch kräftiger gestaltet und meist auch aus einem hochwertigerem Material. Zudem unterscheiden sich Hammerbohrer in der Geometrie wesentlich von Steinbohrern. Hammerbohrer werden nicht mehr über ein Bohrfutter gespannt. Dieses kann die auftretenden Kräfte nicht mehr übertragen. Beim Hammerbohrer sind Fixierung und Kraftübertragung voneinander getrennt. Es ist daher kein zusätzliches Werkzeug wie beispielsweise ein Bohrfutterschlüssel mehr notwendig. Verschiedene Hammerbohrerarten sind Dübelbohrer, Saugbohrer, Wendelbohrer, Durchbruchbohrer und Hohlbohrkrone.

Diamantwerkzeug

auch: Diamantwerkzeuge

Diamantwerkzeug ist die Bezeichnung für alle Werkzeuge, deren Schneiden mit Diamanten besetzt sind wie beispielsweise Trennscheiben, Schleifscheiben oder Bohrkronen. Die Diamanten üben eine schleifende Wirkung auf den Werkstoff aus. Sie werden auf Segmenten aus einem Bindemetall eingelagert. Durch Sintern, Löten oder Laserschweißung sind die Segmente auf dem Trägermaterial befestigt. Die Qualität von Diamantwerkzeugen wird durch verschiedene Faktoren bestimmt: - Anzahl der Diamanten pro Segmentvolumen für den zu bearbeitenden Werkstoff - Verteilung der Diamanten innerhalb des Segmentes - Form der Einzeldiamanten - Segmentform für den zu bearbeitenden Werkstoff - Nutzbare Segmenthöhe - Befestigung des Segmentes auf dem Trägermaterial

Diaphthorese

auch: Diaphthorite

Als Diaphthorese wird eine rückschreitende Metamorphose verstanden. Sie findet statt, wenn ein bereits metamorphisiertes Gestein bei erneut einsetzenden gebirgsbildenden Vorgängen in eine höhere Tiefenstufe versetzt und damit in einen niedrigeren Grad der Metamorphose zurückgeführt wird; z.B. Amphibolite in Grünschiefer. Solche durch Diaphthores entstandene Gesteine nennt man Diaphthorite.

Diaphthorite

siehe Diaphthorese.

Diapir

siehe Salzdom.

Diatomeenerde

siehe Kieselgur.

Dibetou

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Dibetou ist eine in Westafrika (Kongo, Kamerun, Nigeria, Elfenbeinküste, Gabun) verbreitete Holzart. Die Farbe des Holzes ist kastanienbraun mit rötlichbraunem Schimmer, das Splintholz ist weisslich bis braungelb. Das Holz ist nicht sehr hart und nicht einfach zu bearbeiten. Es lässt sich gut drehen, schälen, messern, leimen,lackieren und polieren. Es ist zudem nur bedingt witterungsfest. Verwendung findet Dibetou in der Furnierindustrie, als Konstruktionsholz für mittlere Beanspruchungen, Möbel, Schubladen und Drechslerwaren. Zudem dient es auch als Nussbaumersatz.

Dichlordiphenyltrichlorethan

auch: DDT

Dichlordiphenyltrichlorethan, besser bekannt unter der Abkürzung DDT ist ein Pflanzenschutzmittel. Wegen seiner guten Wirksamkeit gegen Insekten, der geringen Toxizität für Säugetiere und des einfachen Herstellungsverfahrens war es jahrzehntelang das weltweit meistverwendete Insektizid. Es wirkt auf den Menschen als Nervengift, steht in Verdacht krebserregend zu sein und hat Einfluss auf den Hormonhaushalt. In Deutschland ist die Produktion, der Vertrieb und der Umgang mit DDT verboten. Weltweit sind die Herstellung und Verwendung des Insektizids DDT seit Inkrafttreten der Stockholmer Konvention im Jahr 2004 nur noch zur Bekämpfung von krankheitsübertragenden Insekten, insbesondere den Überträgern der Malaria zulässig.

Dichlorethan

auch: Dichlorethane

Dichlorethan ist eine ölige, farblose, brennbare und stark giftige Flüssigkeit mit einem charakteristischen Geruch. Es wird in Abbeizmitteln, als Zusatz in Antiklopfmitteln, als Lösungsmittel für Harze, Asphalte oder in Bitumen verwendet. Die Hauptmenge dient jedoch zur Herstellung von Vinylchlorid, dem Ausgangsstoff zur PVC-Produktion. Das Einatmen der Dämpfe führt zu Kopfschmerzen, in schlimmsten Fall zur Bewußtlosigkeit. Auch Leber-, Nieren und Darm-Magenbeschwerden können durch Dichlorethan hervorgerufen werden.

Dichlormethan

Dichlormethan bzw. Methylenchlorid ist eine farblose, wasserunlösliche, niedrig siedende Flüssigkeit. Seine Dämpfe sind schwerer als Luft und sie sind schwer brennbar. Es wird als Extraktions- und Lösemittel sowie zur Metallentfettung verwendet und ist möglicher Bestandteil von Klebstoffen. Dämpfe der Flüssigkeit wirken beim Einatmen gesundheitsschädlich und narkotisch. Die Flüssigkeit wirkt hautentfettend und vermindert die Alkoholverträglichkeit.

Dichtbahn

auch: Dichtbahnen

Dichtbahn ist der Sammelbegriff für Folien, die im Bauwesen eingesetzt werden, um Kellerwände, Fundamente, Verlegeplatten, Flachdächer und Dachstühle vor Wasser, Feuchtigkeit und Wasserdampf zu schützen. Von Wichtigkeit ist bei Einsatz speziell im Dachstuhl, ob eine Dampfbremse oder eine Dampfsperre angebracht werden soll.

Dichtband

auch: Dichtbänder

Viele Abdichtungsprobleme lassen sich durch selbstklebende Dichtbänder beheben. Sie bestehen aus bituminösen Werkstoffen oder sind in verschiedenen Gummi- und Kunststoffqualitäten erhältlich. Die Bänder werden mit ihrer Schutzfolie aufgeklebt und gehen mit fast allen Untergründen eine wasserdichte Verbindung ein. Eine interessante Alternative bieten vorkomprimierte Fugendichtbänder aus einem besonders vorbehandelten und mit einer Imprägnierung versehenen Polyurethan-Schaumstoff. Die Imprägnierung sorgt dafür, dass der Schaumstoff sich nach der Montage langsam ausdehnt und so die Fuge zuverlässig abdichtet.

Dichte

Die Dichte eines Stoffes ist im allgemeinen der Quotient aus der Masse zu dem äußeren Volumen eines Körpers. Sie wird zum Beispiel in Gramm pro Kubikzentimeter oder Kilogramm pro Liter angegeben. Die Dichte darf nicht mit dem spezifischen Gewicht (Wichte) verwechselt werden. Während bei der Dichte die Masse im Verhältnis zum Volumen steht, steht beim spezifischen Gewicht an Stelle der Masse die Gewichtskraft. Spezielle Dichtebegriffe in der Technik sind Reindichte, Rohdichte, Darrdichte oder Schüttdichte. Beton wird nach der Trockenrohdichte eingeteilt.

dichte Bauwerke

Dichte Bauwerke sind ein wichtiges Ziel der heutigen Bauwerkskunst. Während es früher schon mal durch alle Ecken zog oder es bei starkem Regen nass in der Hütte wurde, wird das heutzutage komplett unterbunden. Die Bauwerke müssen winddicht abgeriegelt werden, die Wände und Dächer durch Dämmung bestimmte U-Werte erreichen. Und natürlich gehört zu einem dichten Bauwerk auch die Bauwerksabdichtung - also der Schutz des Gebäudes gegen Feuchtigkeit oder Wasser. Dabei wird unterschieden nach Maßnahmen gegen Bodenfeuchtigkeit, nicht drückendes Wasser, von außen drückendes Wasser und von innen drückendes Wasser. Zur Abdichtung verwendet man verschiedene Folien wie PE-Folie, PVC-Folie oder Aluminium-Folie. Auch reines Bitumen, Bitumendachbahnen oder Bitumendickbeschichtung werden zur Bauwerksabdichtung verwendet. Ebenfalls zum Abdichten von Bauwerken verwendet man Dichtschlämme und Unterspannbahnen.

dichte Keller

Dichte Keller verhindern, das Feuchtigkeit, Wasser oder unerwünschte Fremdkörper in das Bauwerk gelangen. Nur durch dichte Keller können Bauwerksschäden vermieden werden. Der Kellerabdichtung kommt daher große Bedeutung zu. Zu dichten Kellern tragen auch eine Perimeterdämmung oder eine Drainage bei.

Dichtgewebe

Dichtgewebe haben nichts mit herkömmlichen Dichtungsbahnen oder Sperrfolien zu, sondern werden auf Deponien aufgebracht, um ein Einsickern des Regenwassers in die meterdicken Müllschichten zu verhindern. Dementsprechend können mit Dichtgeweben Flächen von mehreren tausend Quadratmetern abgedeckt werden. Das Regenwasser wird von den Dichtgeweben so abgeleitet, dass es unbelastet vom "Giftcocktail", der sich in Deponien entwickeln kann, in die Kanalisation fließt.

Dichtkeil

Dichtkleber

Dichtkleber werden verwendet, wenn Folien für eine Dampfsperre oder Dampfbremse an ein Bauteil angeschlossen werden müssen. Die Klebemasse wird in Kartuschen angeboten und mit einer Kartuschenpresse auf dem Bauteil verteilt.

Dichtprofile

auch: Dichtprofil

Dichtprofile aus Kunststoff oder Metall werden zum Abdichten von Bauelementen, z.B. Fenstern oder Wandanschlüssen bei Flachdächern oder Terrassen verwendet. Bei der Auswahl der Dichtprofile und etwaiger darauf zu erfolgender Anstriche muss auf Verträglichkeit geachtet werden. Falsche Auswahl kann Aushärtung, Erweichen der Profile und/oder des Anstrichs und Verklebungen nach sich ziehen.

Dichtschlämme

auch: Dichtungsschlämme, Dichtschlämmen

Dichtschlämme oder Dichtungsschlämme ist eine Mischung aus Quarzsand, Zement und chemischen Zusätzen zur Abdichtung von Bauwerken im Innen- und Außenbereich, wie beispielsweise Kelleraußenwände und Fundamente. Dichtschlämme eignet sich auch zur Verwendung im Verbund mit keramischen Belägen im Innen- und Außenbereich sowie für Wand- und Bodenflächen im Feucht- und Nassbereich. Zur Verarbeitung von Dichtschlämme muss der Untergrund fest, sauber, frei von losen Teilen sowie mattfeucht sein. Wasserabweisende Rückstände (Schalöle, Fette oder Farben) müssen entfernt und der Untergrund gegebenenfalls vorgenässt werden. Dichtschlämme wird praktisch wie Farbe dünn aufgetragen.

Dichtspray

Dichtstoffe

auch: Dichtstoff

Unter die Rubrik "Dichtstoffe" fallen im Bauwesen zahlreiche Produkte. Als Dichtstoffe werden zum Beispiel Folien aus Blei oder Kupfer verwendet, die über die Fuge gelegt und dabei entweder verklebt oder direkt einbetoniert werden. Auch Profile aus Kautschuk, Kunststoff oder Metall in den verschiedensten und auf den Anwendungszweck abgestimmten Querschnittsformen werden als Dichtstoffe eingesetzt. Der hauptsächliche Einsatzbereich von Profilen ist im Bereich von hinterlüfteten Fassadenkonstruktionen. Weiterhin werden auch Fugenbänder als Dichtstoffe eingesetzt. Sie werden überwiegend bei Betonbauwerken eingesetzt. Zu den Massendichtstoffen gehören alle spachtel-, gieß- und spritzfähigen Dichtstoffe, die nach der Verarbeitung fest werden, plastisch bleiben oder auch elastisch sein können. Daher erfolgt eine Unterscheidung nach festen, gussförmigen und elastischen Massendichtstoffen. Zu den festen Massen gehören Mörtel, die mit Kunststoff-Dispersionen versetzt sind und alle Zementmörtel. Weiterhin werden in Standfugen Polyester- und Epoxidharzmassen eingesetzt. Zu den gussförmigen Massen gehören die bituminösen Stoffe, die im Brücken- und Straßenbau für den Fugenverguss eingesetzt werden. Die elastischen Massen sind auch dem Hobbyanwender bekannt, dabei handelt es sich beispielsweise um Acryl oder Silikon; diese Dichtstoffe werden in Kartuschen abgepackt und sind für den Einsatz in Spritzpistolen vorgesehen.

Dichtungsbahn

auch: Dichtungsbahnen

Überall, wo verhindert werden soll, dass Feuchtigkeit, Wind und Staub rein oder raus geht, werden Dichtungsbahnen verwendet. Dies kann im Keller, bei Balkonen, beim Dach oder bei Außenwandbekleidungen sein. Man unterscheidet Bitumenbahnen, Bitumendachbahnen, KSK-Bahnen, Bitumen-Dachdichtungsbahnen, Bitumen-Schweißbahnen, Polymerbitumen-Dachdichtungsbahnen, Metallbahnen, Kunststoff-Dichtungsbahnen oder Unterspannbahnen.

Dichtungseinroller

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Ein Dichtungseinroller ist ein Werkzeug zum Befestigen von Tür- oder Fensterdichtbändern in einem Fenster- oder Türrahmen. Dazu wird das Band in die dafür vorgesehene Nut gelegt und mit dem Dichtungseinroller darüber gerollt. Dadurch wird das Band in die gewünschte Postition gebracht und kann sich nicht so leicht lösen.

Dichtungsmasse

auch: Dichtungsmassen

Zum Abdichten von Fugen, Spalten und Risse an Gebäuden und im Sanitärbereich werden Dichtungsmassen verwendet, die dauerhaft elastisch und dicht sind. Dichtungsmassen verhindern, dass Feuchtigkeit oder Staub eindringen kann und sich Folgeschäden ergeben. Durch ihre Elastizität werden Bewegungen und Erschütterungen von aneinanderstoßenden Bauteilen aufgenommen und abgebremst. Außerdem tragen Dichtungsmassen mit dazu bei, das Aussehen von Objekten zu verbessern. Die Dichtungsmasse muss je nach Belastung dauerhaft plastisch, elastisch oder plastisch-elastisch sein. Plastische Dichtungsmassen sind Butyl-Dichtstoffe und Silicon-Dichtstoffe. Butyl-Dichtstoffe werden zum Abdichten nichtbeweglicher Teile verwendet. Silicon-Dichtstoffe eignen sich für Dehnfugen, zur Glasversiegelung und für Sanitärfugen. Elastische Dichtstoffe sind Thiokol-Dichtstoff und Polyurethan-Dichtstoff. Thiokol-Dichtstoff wird für Anschluss- und Dehnfugen verwendet, Polyurethan-Dichtstoff zur Glasversiegelung. Plastisch-elastische Dichtstoffe sind Acrylatdichtstoffe auf Dispersionsbasis oder auf Lösemittelbasis. Acrylatdichtstoffe auf Dispersionsbasis werden für Anschlussfugen und Putzrisse verwendet, Acrylatdichtstoffe auf Lösemittelbasis verwendet man zur Holzsanierung.

Dichtungsmittel

Das Dichtungsmittel ist ein Betonzusatzmittel, das die Wasseraufnahme des Betons herabsetzt und die Kapillarwirkung vermindert. Sie können dem Beton zudem wasserabweisende (hydrophobe) Eigenschaften geben. Beton, der am Bauwerk gegen aufsteigende Feuchtigkeit und herabfließendes Wasser zusätzlich geschützt werden soll, kann Dichtungsmittel zugegeben werden. Dichtungsmittel in anderer Form werden überall dort eingesetzt, wo eine alterungsbeständige Abdichtung zwischen Metall, Holz, Kunststoffen, organischen Gläsern und Silikatgläsern mit- und untereinander erforderlich ist. Dichtungsmittel sind in diesem Fall Dichtungskitt und Dichtungsstreifen aus einem hochelastischen Kunststoff.

Dichtungsnutfräse

auch: Dichtungsnutfräsen

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Eine Dichtungsnutfräse ist ein spezielles Elektrowerkzeug zum Herstellen von Nuten für Tür- oder Fensterdichtbändern. Das Gerät ist speziell für Holzfenster und Holztüren geeignet. Es ist ausgestattet mit 2 verschiedenen Anschlägen: für gerade oder 45 Grad-Nuten. Ein Aufnahmezapfen ermöglicht ein einfaches Einbohren zu Beginn des Nutvorganges.

Dichtungsring

auch: Dichtungsringe

Dichtungsringe gibt es in den unterschiedlichsten Größen und aus den unterschiedlichsten Materialien. Meist werden jedoch Kunststoffe aus der Gruppe der Elastomere verwendet, mitunter auch Natur-Kautschuk. Aus welchem Material der Dichtungsring ist, hängt davon ab, gegen was er abdichten soll. Aflas hat zum Beispiel eine sehr gute Beständigkeit gegenüber Heisswasser, Wasserdampf, Säuren oder Laugen. Dichtringe aus Butyl-Kautschuk zeichnen sich durch eine sehr geringe Gasdurchlässigkeit sowie eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen die Einwirkung von Sauerstoff und Ozon aus. Die aus Polyurethankautschuk hergestellten Dichtungen zeichnen sich durch eine besonders hohe Leistungsfähigkeit aus: Sie weisen hohe mechanische Werte auf, wie Zerreiss- und Abriebfestigkeit, sehr gute Rückprallelastigkeit, sowie eine hohe Gasdichtigkeit. Das Einsatzgebiet des Silikonkautschuks ergibt sich aus der hervorragenden Temperaturbeständigkeit (- 55° C bis + 200° C), welche allerdings nicht auf Heisswasser oder Dampf übertragen werden darf.

Dichtungsschlämme

auch: Dichtungsschlämmen

Dichtzaun

auch: Dichtzäune

Dickbeschichtung

auch: Dickbeschichtungen

Der Begriff der Dickbeschichtung wird im Baubereich fast nur in Verbindung gebracht mit der Bitumendickbeschichtung.

Dickbettmörtel

Dickbettmörtel ist ein spezieller Mörtel für Fliesen oder Natursteinplatten, die im Dickbettverfahren verlegt werden. Speziell bei Natursteinplatten lassen sich mit einem Dickbettmörtel unterschiedliche Plattendicken ausgleichen. Auch beim Mauern werden Dickbettmörtel verwendet. Sowohl Normal- als auch Leichtmauermörtel sind für Fugenstärken von circa zwölf Millimetern konzipiert – man spricht daher von Dickbettmörteln. Während des Mauerns ermöglicht diese Fugenstärke nachträgliche Korrekturen, wärmetechnisch ist sie aber in aller Regel schlechter als eine Dünnbettfuge.

Dickbettverfahren

Das Dickbettverfahren ist ein Verfahren zum Verlegen von Fliesen. Die Fliesen werden auf einem etwa 1,5 Zentimeter starkem Mörtelbett verlegt. Die wichtigsten Vorteile des Dickbettverfahrens gegenüber dem Dünnbettverfahren bestehen in seiner Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Einwirkungen, sowie in seiner Fähigkeit, sich auch an relativ unregelmäßige Untergründe anzupassen. Die Nachteile oder Anwendungseinschränkungen liegen in erster Linie in der Stärke und dem Gewicht des Mörtelbettes, im höheren Zeitaufwand für einige Arbeitsgänge bei der Verlegung und in der geringeren Widerstandsfähigkeit gegenüber aggressiven chemischen Substanzen.

Dickenhobelmaschine

auch: Dickenhobelmaschinen

Die Dickenhobelmaschine dient zur weiteren Bearbeitung von Vollholz. Bretter und Leisten werden auf der Abrichthobelmaschine gerade und winklig gehobelt. Danach erhalten sie auf der Dickenhobelmaschine die gewünschte Dicke und Breite. In dem stabilen Maschinenständer sind oben eine horizontale Messerwelle mit 2 oder 4 Messern und mehrere Vorschubwalzen eingebaut. Diese sind durch eine Spanhaube abgedeckt, die neben dem Abtransport der Holzspäne auch dem Lärmschutz dient. Eine Rückschlagsicherung verhindert ein Zurückschlagen von Werkstücken. Darunter ist ein höhenverstellbarer Dickentisch auf bis zu vier Tragspindeln angeordnet. Er kann mit Hilfe eines Handrads oder elektrisch angetrieben in der Höhe verfahren werden. Eine Meßskala oder eine Digitalanzeige ermöglichen die genaue Einstellung der Hobeldicke.

Dickenmesser

siehe Dickenmessuhr.

Dickenmessgerät

auch: Dickenmessgeräte

siehe Dickenmessuhr.

Dickenmessuhr

auch: Dickenmessgerät, Dickenmesser, Dickenmessuhren

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Mit einer Dickenmessuhr kann man die Dicke eines Materials sehr genau messen. Die Messgenauigkeit hängt vom Anwendungsbereich ab, kann aber 1/100 mm genau sein. Dickenmessgeräte lassen sich vor Ort einsetzen und werden durch die Auswahl der Messeinsätze auf ihre Aufgabe spezialisiert. Es gibt Dickenmessgeräte, die für ganz spezifische Messaufgaben eingesetzt werden. Draht-, Wellplatten- Teppich- und Foliendickenmessgeräte sind nur einige beispielhafte Vertreter dieser Gruppe.

Dickholz

Dickholz ist die Bezeichnung für mehrlagig über Kreuz verleimte, massive Brettholzelemente, wie sie im Ingenieurholzbau verwendet werden. Dickholz bietet sehr gute bauphysikalische Eigenschaften im Wärmeschutz, Feuchtigkeitsschutz, Brandschutz, Holzschutz und vor allem Schallschutz. Materialien mit sehr hoher Dichte sind in der Regel keine Dämmstoffe. Hinsichtlich des gewünschten langsamen Temperaturdurchgangs sind Holz und Holzwerkstoffe wie Dickholz, gefolgt von Holzfaser-, Zellulosefaserplatten und Gipsbauplatten ideal geeignet. Mit diesen heute im modernen Holzbau verwendeten Baumaterialien lassen sich bei richtiger Planung und Ausführung problemlos Niedrigenergiestandard und guter sommerlicher Wärmeschutz vereinen.

Dickschichtlasur

auch: Dickschichtlasuren, Dickschicht-Lasur, Dickschicht-Lasuren

Lasuren bzw. Holzschutzlasuren(% werden als (%Dünnschichtlasuren und Dickschichtlasuren angeboten. Beide Typen haben ihre Vorteile. Die Dickschichtlasur ist ein offenporiger, durchsichtiger oder durchscheinender Anstrichstoff mit relativ hohem Bindemittelgehalt (über 30 Prozent Festkörperanteil) und lackähnlichen Eigenschaften. Sie bilden einen sichtbaren und fühlbaren Film auf der Holzoberfläche und geben ihr Glanz und Glätte. Die Aufnahme von Feuchtigkeit wird über einen längeren Zeitraum reduziert und somit das Quellen und Schwinden des Holzes. Die Dickschichtlasur ist daher besonders für maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen geeignet.

Diele

auch: Dielen

Unter einer Diele (andere Bezeichnung Flur) wird sowohl der Vorraum eines Hauses oder einer Wohnung verstanden, als auch ein Bodenbelag aus massiven, gehobelten Brettern. Solche rustikalen Böden sind seit Jahrhunderten als fußwarmer Belag bekannt und bewährt, wobei die Dielen bis auf Längen von 350 cm geschnitten wurden. Hobeldielen aus Massivholz erfreuen sich im Rahmen der Rückbesinnung auf ein natürliches Wohnen steigender Nachfrage.

Dielenboden

auch: Dielenböden

siehe Hobeldiele.

Dielenschraube

auch: Dielenschrauben

Diermayerklappe

auch: Diemayerklappen

siehe Abgasklappe.

Dieselbär

auch: Dieselbäre

Der Dieselbär zählt zur Gruppe der Rammbären. Er wird dazu verwendet, Rohre, Spundbohlen oder Betonpfähle durch Rammen in den Boden zu treiben. Im Gegensatz zum Freifallbär oder Zylinderbär kommt zu dem rein mechanischen Schlag des fallenden Schlagkolbens noch eine zusätzliche Schlagwirkung durch die explosionsartige Kraftstoffverbrennung hinzu. Bei gleichgroßer Fallmasse ist die Schlagwirkung der Dieselbären etwa fünfzig Prozent größer als bei Zylinder- oder Freifallbären.

Diethylether

siehe Ethylether

Differenzklima

siehe Klimaklasse.

Diffusion

Unter Diffusion versteht man den Durchgang von Wasserdampf. Luft oder Gasen durch Baumaterialien. Durchgelassen werden die diffundierenden Moleküle beispielsweise durch Wände, Dächer oder Anstrichschichten, wenn genügend weite Poren vorhanden sind wie etwa bei Ziegelsteinen oder Porenbeton. Die weit verbreitete Meinung, dass eine diffusionsoffene Bauweise die Schimmelbildung oder die Feuchtebildung in Wänden oder unter dem Dach verhindert, stimmt bei dieser rigorosen Argumentation so nicht. Wenn Wasserdampf durch ein diffusionsoffenes Mauerwerk wandert, kann in dahinter liegenden Dämmlagen ein Feuchteschaden entstehen. Es ist also alles eine Frage der richtigen Lüftung im Haus.

diffusionsäquivalente Luftschichtdicke

siehe Sd-Wert.

Diffusionsverfahren

Das Diffusionsverfahren ist ein Verfahren zum Aufbringen eines metallischen Überzugs auf ein Werkstück. Hierzu wird das Werkstück in ein Pulver des zur Beschichtung benutzten Metalls eingebettet und in sauerstoffreicher Umgebung aus eine Temperatur unterhalb des Schmelzpunkts erhitzt. Dabei diffundiert das Überzugsmetall in die Oberfläche des zu schützenden Werkstücks ein, so dass dessen Korrosionsschutz verbessert wird.

Diffusionswiderstand

Jeder Stoff leistet mehr oder weniger viel Widerstand gegen die Diffusion. Der Diffusionswiderstand hängt ab von der Durchlässigkeit des diffusionshemmenden Stoffes, ausgedrückt durch die Diffusionswiderstandszahl, und der Dicke der Schicht, durch die hindurch die Diffusion erfolgt. Feuchtigkeitssperren wie Metallschichten, PE-Folie oder Glas haben einen sehr hohen Diffusionswiderstand. Diffusionsoffene Schichten wie Zellulosedämmung, Mineralwolle oder Gipskartonplatten haben einen niedrigen Diffusionswiderstand. Mehr unter Wasserdampfdiffusionswiderstand.

Diffusor

Ein Diffusor ist ein Ausstattungsteil, das an der Frontseite von 1§Leuchte%)n befestigt werden kann. Er dient vor allem zur Abschirmung der Lampe, prägt aber auch das Erscheinungsbild der Leuchte. Zwar wird dadurch die Lichtausbeute verringert und der Leuchtwinkel vergrößert, jedoch die Gleichmäßigkeit in der Ausleuchtung des Aufnahmeobjekts nicht beeinträchtigt.

Diffusschall

auch: Reflexionsschall

Bei der Schallausbreitung unterscheidet man zwischen Direktschall und Diffusschall bzw. Reflexionsschall. Während beim Direktschall der Schall direkt von der Schallquelle (z.B. Stimme oder Lautsprecher) auf das Ohr des Hörers trifft, wwird er beim Diffusschall ein- oder mehrmals reflektiert (z.B. Wände). Mit zunehmender Entfernung zur Schallquelle nimmt der Direktschallanteil ab, während sich die Diffusschallanteile erhöhen. Liegen praktisch nur noch Diffusschallanteile vor, befindet man sich im sogenannten diffusen Schallfeld. Der Einfall der Schallanteile ist dann aus allen Raumrichtungen gleich wahrscheinlich und gleich stark. Eine Lokalisation der Schallquelle ist praktisch nicht mehr möglich.

digitaler Betondruck

siehe Betondruck.

Digitales Zangenmessgerät

auch: Digitale, Zangenmessgeräte

Digitalmaßband

auch: Digitalmaßbände

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Das Digitalmaßband funktioniert wie ein gewöhnliches Maßband auf einer Rolle. Der einzige Unterschied besteht in der Digitalanzeige, auf der man das Messergebnis ganz leicht ablesen kann. Diese Ergebnisse lassen sich speichern und addieren, was beim Hausbau eine große Erleichterung darstellt.

Digital-Multimeter

siehe Multimeter.

Dilatationsfugen

Dimensionsstabilisierung

auch: Dimensionsstabilisierungen

Dimensionstabilisierung ist eine Behandlungsmethode von Holz, um sein Quelllen und Schwinden zu minimieren. Die Dimensionsstabilisierung von Holz erfolgt durch verschiedene Verfahren (z.B. durch Wärmebehandlung, Tränken mit Kunstharz oder Holzvernetzung). Durch die Dimensionsstabilisierung können bei einheimischem Holz Eigenschaften verändert werden, welche die Anwendung in der Außenanwendung erleichtern. Dimensionstabilisierung ist vor allem bei maßhaltigen Holzbauteilen wie Holzfenstern ein Thema.

Dimethylformamid

Dimetyhlformamid ist mit einer weltweiten Produktion von 300 000 Tonnen pro Jahr eines der industriell wichtigsten organischen Lösungsmittel. Außer in der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie kommt es vor allem in der Kunstfaserindustrie zum Einsatz. Das Lösemittel dient zudem als Komplexbildner für Festkörper, Flüssigkeiten und Gase, insbesondere für Anstrichmittel und Pigmente, PVC, Polyamide, Polyurethane, Epoxidharze und Naturharze. Dimethylformamid ist brennbar. Die Dämpfe sind schwerer als Luft und können explosionsfähige Gemische bilden. Dimethylformamid reagiert mit starken Oxidationsmitteln sowie Halogenkohlenwasserstoffen unter Wärmeentwicklung heftig bis stürmisch (Explosionsgefahr).

Dimmaktor

auch: Dimmaktoren

Dimmaktoren sind Teil eines intelligenten Hauses (siehe EIB). Sie werden z.B. in eine Decken-Verteilerdose für eine Lichtleitung eingebaut und dienen zum Dimmen von Lampen. Mittels einem einfachen Einlernverfahren können Schalter/Taster zugeordnet und Zeitfunktionen programmiert werden.

Dimmer

Der Dimmer ist ein Schalter zur stufenlosen Regelung der Lichtstärke eines Beleuchtungskörpers. Dimmer helfen auch Energie zu sparen, wenn sie nicht als dauernden Ersatz für eine Lampe mit geringerer Leistung eingesetzt werden. Sie sollten nur zur gelegentlichen Dämpfung der Helligkeit dienen, wenn die volle Leistung gerade nicht gebraucht wird. Dimmen lassen sich alle Glühlampen und Halogenstrahler. Niedervolt-Halogen-Lampen benötigen einen für den Trafo geeigneten Dimmer.

DIN-EN-Norm

auch: DIN-EN-Normen

DIN-EN-Normen sind die nationale deutsche Ausgabe einer unverändert übernommenen EN-Norm. Das bedeutet im Klartext, dass eine einheitliche Normierungsnummer für ein Produkt sowohl für die DIN als auch für die EN besteht.

DIN-Iso-Normen

auch: DIN-Iso-Norm

DIN-Iso Normen sind ISO-Normen, die direkt als deutsche Normen übernommen wurden.

Diode

auch: Gleichrichterdioden, Dioden

Eine Diode ist ein elektronisches Halbbauleiterelement, das elektrischen Strom nur in eine Richtung fließen lässt. Sie verhält sich unter bestimmten Bedingungen wie ein Isolator (Sperrrichtung) und unter anderen Umständen wie ein Leiter (Durchlassrichtung). Sehr häufig werden Dioden daher als sogenannte Gleichrichterdioden verwendet. Dadurch, dass Dioden Strom nur in eine Richtung durchlassen, erhält man am Ausgang einen pulsierenden Gleichstrom (in Sperrichtung betrieben ist die Ausgangsspannung Null). Es gibt jedoch noch viele weitere Anwendungen in der Elektronik, bei denen es darauf ankommt, dass sehr kleine Steuerströme nur in eine Richtung fließen können.

Diorit

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Diorit hat eine Gefügestruktur, die der von Granit sehr ähnlich ist, sie ist jedoch meist feinkörniger. Das Gestein besteht zu 65-90% aus Quarz und nur zu 10-20% aus Plagioklas, Alkalifeldspäten und Foiden. Die Farbe ist meist dunkelgrau bis dunkelgrün. Diorit findet, mit leichten Einschränkungen, die gleiche Verwendung wie Granit. Angeboten wird das Gestein beispielsweise in Form von Fensterbänken, Fliesen, Bodenplatten und Treppen. Früher gab es viele Diorit-Vorkommen im Odenwald und Ostbayern, jetzt gibt es nur noch eines im Bayerischen Wald. Diorit wird daher zum großen Teil aus Italien, Polen oder Südamerika importiert.

Dioxan

Dioxan ist ein organisches Lösemittel, das nicht zu verwechseln ist mit den sehr viel giftigeren (chlorierten) Dioxinen. Dioxan hat sich im Tierversuch bei höheren Konzentrationen im Trinkwasser als krebserzeugend erwiesen. Es steht im Verdacht, auch beim Menschen Krebs auszulösen oder zu fördern. In hohen Konzentrationen wirken die Dämpfe narkotisch und führen zu schweren Leber- und Nierenschäden. Sie reizen Augen, Atemwege und die Lunge. Dioxan kann über die Haut aufgenommen werden.

Direktabhänger

siehe Abhänger

Direktantrieb

auch: Direktantriebe, Direkt-Antrieb, Direkt-Antriebe

Manche Elektrogeräte, wie beispielsweise Kleinbohrmaschinen oder Dekupiersägen, haben einen Direktantrieb. Die verlängerte Motorenwelle ist gleichzeitig Antriebswelle, ein gesondertes Getriebe entfällt. Es werden Langsamläufer und Schnellläufer unterschieden, je nachdem, ob Drehzahl niedrig oder hoch ist. Manche Maschinen können über 100.000 Umdrehungen pro Minute schnell sein. Langsamläufer sind Windgenerator, Schiffsantrieb oder Seilbahnantrieb. Schnellläufer sind Spindelantrieb für Werkzeugmaschinen oder Textilmaschinen sowie der Vakuumpumpenantrieb.

Direktaufnahme

auch: Direktaufnahmen, Direkt-Aufnahme, Direkt-Aufnahmen

Fehlt bei Schraubern oder Bohrmaschinen der Universalhalter oder das Bohrfutter und die Einsatzwerkzeuge werden direkt in eine Innensechskant-Aufnahme gesteckt, spricht man von Direktaufnahme.

Direktbeschichtung

auch: Direktbeschichtungen

Bei der Direktbeschichtung von Holzwerkstoffplatten werden melaminharzgetränkte und zuvor mit beliebigen Dekoren oder Farben bedruckte Papiere direkt bei der Plattenherstellung aufgebracht. Die Direktbeschichtung von Spanplatten, MDF- und HDF-Platten mit Melaminharz imprägnierten Papieren ist ein Verfahren, das heutzutage bei der Veredelung von Holzwerkstoffplatten nicht mehr wegzudenken ist. So finden sich direktbeschichtete Platten in fast allen Bereichen des Möbel- und Innenausbaus sowie insbesondere als Laminatfußboden wieder.

Direkteinleiter

Direkteinleiter leiten das Abwasser mit Zustimmung der Behörden nicht in eine Kanalisation, sondern direkt in ein Gewässer ein. Direkteinleiter sind meist Gewerbe- und Industriebetriebe, bei denen große Abwassermengen anfallen. Für eine Direkteinleitung des Abwassers ist eine wasserrechtliche Erlaubnis nach dem Wasserhaushaltsgesetz erforderlich. Das direkte Einleiten von Abwässern mit gefährlichen Inhaltsstoffen bedarf einer Einzelgenehmigung der zuständigen Wasserbehörde. In der Regel werden aber solche Direkteinleitungen nicht genehmigt. Direkteinleiter dürfen das anfallende Abwasser natürlich nicht ungereinigt in ein Gewässer leiten. Das Abwasser darf bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten. Gegebenenfalls muss der Betrieb das Abwasser vorbehandeln, bevor er es ins Gewässer leiten darf.

direkte Nebenlüftung

siehe Nebenlüftung.

Direktschall

auch: Hallradius

Von Direktschall spricht man, wenn der Schallpegel bei seiner Ausbreitung direkt von der Schallquelle (z.B. Lautsprecher) zum Hörer gelangt. Wird der Schall z.B. durch Wände reflektiert, spricht man von Diffusschall. Der Pegel des Direktschalls nimmt mit zunehmendem Abstand zur Schallquelle ab, während er beim Diffusschall gleich bleibt. Der Punkt, wo Direkt- und Diffusschallanteil gleich gross sind, bezeichnet man als Hallradius. Eine zu grosse Entfernung zum Beispiel von einem Lautsprecher resultiert immer in einer Unschärfe in der Klangabbildung durch die hohen Diffusschallanteile. Ideal ist daher eine Sitzposition, die sich noch innerhalb des Hallradius befindet.

dispergieren

siehe Dispersion

Dispersion

auch: Dispersionen

Dispersion ist die Bezeichnung für ein Gemisch aus verschiedenen Substanzen, die chemisch nicht miteinander verbunden und nicht in der Flüssigkeit gelöst sind. Bestimmte Klebstoffe sind Dispersionen, z.B. Weißleim oder Dispersionskleber. Hauptsächlich wird aber unter einer Dispersion eine Farbe speziell für die Fassadenbeschichtung verstanden, wobei bestimmte Additive der Dispersionsfarbe oder der Dispersionslackfarbe besondere Eigenschaften verleihen können - zum Beispiel erhöhte Festigkeit gegen Schlagregen. Neben Kleber und Farben gibt es auch noch Dispersionsspachtelmassen.

Dispersionsfarbe

auch: Dispersionsfarben

Dispersionsfarben sind die heute am häufigsten verwendeten Farben. Ihre Bindemittel sind nicht wasserlöslich, sondern als relativ große feste Teilchen im Wasser fein verteilt (dispergiert). Die Farbe selbst dagegen ist wasserverdünnbar. Bindemittel sind Natur- und Kunstharze. Als Kunstharze werden Polyvinylacetat (PVAC), Polyvinylpropionat (PVP), Styrol-Butadien (Latexfarben) und Acrylate verwendet. Bindemittel aus Naturharzen sind beispielsweise Bienen- und Baumwachse, Pflanzengummis und Pflanzenleime. Die Qualität von Dispersionsfarben wird durch Gütebegriffe wie wisch-, wasch-, scheuer- oder wetterbeständig ausgedrückt. Mit steigendem Bindemittelanteil wird Dispersionsfarbe hochwertiger und beständiger. Wischfeste Dispersion ist für Räume geeignet, an die keine hohen Ansprüche gestellt werden. In Kellerräumen oder Garagen ist die preiswerte wischfeste Farbe sicherlich die beste Wahl. Da die Farbe nicht sehr gut deckt, sind meist zwei Anstriche erforderlich. Die Farbe läßt sich durch Abwaschen leicht wieder entfernen. In Wohnräumen ist die waschfeste Dispersion daher eher geeignet. Sie ist hochdeckend, reflexionsfrei und gut mit Pinsel, Rolle oder Spritzpistole zu verarbeiten. Auf Rauhfaser oder Strukturtapeten reicht wegen der hohen Deckkraft meist ein Anstrich. Dispersionsfarben lassen sich immer wieder überstreichen. Daher sind sie gut für stark strapazierte Räume wie Flure oder Küchen. Geliefert werden Dispersionsfarben in der Regel nur weiß pigmentiert. Zum Abtönen gibt es die Volltonfarbe.

Dispersionskleber

Ein Dispersionskleber ist ein Kleber für Fliesen, Parkett oder schwere Textil- oder Metalltapeten. Dispersionskleber eignen sich für eine Verlegung auf nahezu allen Untergründen, auch wenn deren Aushärtung noch nicht abgeschlossen ist - siehe Zementestriche, Porenbeton oder Trockenbauplatten. Im Außenbereich muss auf Frostsicherheit und Wasserbeständigkeit des Klebers geachtet werden. Diese Kleber können auch in Küche und Bad zum Kleben von Tapeten verwendet werden. Für die Fliesenverlegung am Boden werden sie nicht empfohlen, weil die Wartezeiten bis zur völligen Durchtrocknung sehr lang sind. Auch sind Dispersionskleber nur für spannungsarme und quellunempfindliche Parkettsorten geeignet.

Dispersionslackfarbe

auch: Dispersionlackfarben

Dispersionslackfarben unterscheiden sich von üblichen Dispersionsfarben durch die Fließeigenschaften und damit auch in ihren Verarbeitungseigenschaften. Sie werden auf der Grundlage von wässrigen Kunststoffdispersionen, hauptsächlich Rein-Acrylat-Bindemitteln hergestellt, wodurch eine lackähnliche Beschaffenheit der Beschichtungsoberfläche erzielt wird. Dispersionslackfarbe trocknen schnell, haben ein hohes Dehnvermögen, geringe Alterungsneigung, ein gutes Haftvermögen und hohe Wasserdampfdurchlässigkeit. Der Anstrich ist seidenglänzend und lackähnlich und bewährt sich vor allem für Holzflächen, Beton, Mauerwerk und Putz. Die meisten Dispersionslackfarben sind mit dem Blauen Engel des Umweltbundesamtes ausgezeichnet.

Dispersionssilikatfarbe

auch: Dispersionssilikatfarben, Dispersions-Silikatfarbe, Dispersions-Silikatfarben

Zur besseren Verarbeitung wird, im Gegensatz zur Reinsilikatfarbe, bei Dispersionssilikatfarbe neben Wasserglas noch Kunstharzdispersion als Bindemittel eingesetzt. Wie die Reinsilikatfarbe wird die Dispersionssilikatfarbe mit Fixativ verdünnt und ebenso verarbeitet. Anstriche mit Dispersionssilikatfarbe bilden keine Filme, sondern verbinden sich mit dem Untergrund. Sie sind gegen sauren Regen und Industrieabgase weniger empfindlich als Kalkfarben oder Zementfarben. Neben der Fassade wird Dispersionssilikatfarbe vor allem für Innenputze verwendet. Wer die Farbe nach baubiologischen Gesichtspunkten auswählt, sollte eine Reinsilikatfarbe wählen. In Dispersionssilikatfarben können Lösemittel oder Konservierer im erhöhten Maß enthalten sein. Auf gipshaltigen Bauteilen wie Gipskartonplatten oder Gipsputz hält die Farbe ebenfalls nicht. Verwendet werden kann die Farbe bei Kalkputzen, Leichtbeton, Ziegel, Kalksandstein, Naturstein und Rauhfasertapete.

Dispersions-Silikatputz

auch: Dispersionssilikatputze, Dispersions-Silikatputze

Dispersions-Silikatputz auch als Einkomponenten-Silikatputz (1K-Silikatputz) oder Organo-Silikatputz bezeichnet, ist ein auf Wasserglas-Basis formulierter Putz für die Außen- und Innenanwendung, der durch einen Zusatz von Polymerdispersion stabilisiert, leichter verarbeitbar und etwas elastischer eingestellt wird. Vorteilhaft ist bei Dispersions-Silikatputz die gute Haftung auf mineralischen Untergründen infolge Verkieselung, die Nichtbrennbarkeit nach Baustoffklasse A2 (so dass dieser Beschichtungsstoff für die entsprechenden Wärmedämm-Verbundsysteme als Deckbeschichtung eingesetzt werden kann) und die geringe Schmutzaufnahme aufgrund der Oberflächenhärte. Infolge der hohen Alkalität des Bindemittels Wasserglas muss die Auswahl aller Komponenten unter diesem Gesichtspunkt besonders sorgfältig erfolgen, was auch zu Einschränkungen hinsichtlich der verfügbaren Farbtöne führt - es kommen ausschließlich dauerhaft alkalibeständige, anorganische Pigmente in Frage. Andererseits sind bei der Verarbeitung entsprechende Vorsichtsmaßnahmen gegen Verätzungen auf Glas- und Metallflächen zu treffen.

Dispersionsspachtelmassen

Fertig angemischte Spachtelmasse mit Kunstharzdispersionen und Füllstoffen. Es gibt Dispersionsspachtelmassen, die nur im Innenbereich verwendet werden dürfen und welche, die auch für den Außenbereich geeignet sind. Verwendet werden sie zum Spachteln von unebenen und rauhen Putzarten, zum Glätten auf gut haftenden Altanstrichen und kunstharzgebundenen Strukturputzen. Weiterhin werden sie verwendet zum Beispachteln und Ausbessern von kleineren Fehlstellen und Unebenheiten. Auch zum Verfüllen von Löchern und Rissen in Holz kommen Dispersionsspachtelmassen zum Einsatz.

Display

auch: Displays

Das Display ist sozusagen die Anzeigetafel eines Elektrowerkzeugs. Es zeigt den jeweiligen Betriebszustand an und im Dialogfeld lassen sich die gewünschten Betriebskriterien eingeben.

Distanzschraube

auch: Distanzschrauben

distanzschraube.gif

Die Distanzschraube ist ein Befestigungsmittel für spannungsfreie Abstandsmontage von Holzkonstruktionen auf Beton, Mauerwerk oder Holz. Unterkonstruktionen an Decken, Wänden und Böden lassen sich ebenso dauerhaft befestigen wir Blindstöcke und Zargen, Fenster- und Türelemente.

Distanzsperre

auch: Distanzsperren

siehe Sperrbügel.

diy

Abkürzung des Imperativsatzes "Do it yourself!", übersetzt: Mache es selber! Der Satz ist in die deutsche Umgangssprache eingegangen. Die Abkürzung wird gebraucht, wenn man von diy-Magazinen, diy-Bauanleitungen oder auch der ganzen diy-Industrie spricht. Der amerikanische DIY-Store entspricht in etwa unserem deutschen Baumarkt.

DMF

Docke

siehe Bund

Dokumentenrolle

auch: Dokumentenrollen

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Bei der Grundsteinlegung werden üblicherweise Metallzylinder mit eingemauert, die Dokumente zum Bau sowie zur Zeitgeschichte enthalten - eines Tageszeitung wird fast immer mit in den Zylinder gesteckt. Das hat einen symbolischen Charakter, soll aber auch späteren Generationen dann, wenn das Gebäude abgerissen oder saniert werden muss, einen historischen Bezug zum Baujahr herstellen helfen. Ein solcher Zylinder, früher häufig aus Kupferblech oder Blei gefertigt, nennt sich Dokumentenrolle und wird heute aus rostfreiem Edelstahl hergestellt, so dass die darin lagernden Dokumente Jahrhunderte unbeschadet überstehen können.

Dole

auch: Dolen

Dolen waren abgedeckte Gräben, die das Abwasser von der Straße zum nächsten Gewässer leiteten. Diese waren schon bei den Etruskern im 8. Jahrhundert bekannt. Im Mittelalter war die Dole ähnlich wie der Ehgraben Basis der städtischen Abfallentsorgung. Später nahm sie auch Regen- und Abwässer auf und ergab ein weit verzweigtes Kanalisationssystem, das für die Römer als Vorbild für ihre Cloaca maxima diente.

Dolle

Bei der Dolle handelt es sich im Prinzip um einen Holzdübel. Mit ihr lassen sich wirkungsvolle Holzverbindungen herstellen. Die Dolle, die außer aus Holz auch aus Metall oder Kunstholz hergestellt wird, läuft etwas konisch zu. Sie wird durch beidseitiges Einbohren in die zu verbindenden Holzbauteile eingebaut.

Dolomitgestein

auch: Dolomitspat, Rautenspat, Perlspat, Braunspat, Dolomitgesteine

Der Dolimitgestein ist ein Karbonatgestein ganz oder teilweise aus dem Mineral Dolomit (=Calcit mit Magnesium) aufgebaut. Die deutschen Vorkommen im Altmühlgebiet und im Rheinland zeichnen sich durch ihre meist braune Farbe aus. Der Dolomitgestein ist härter und widerstandsfähiger als Kalkstein. Von ihm sind die zahlreichen ausländischen Vorkommen (Spanien, Portugal, Übersee) farblich nicht zu unterscheiden. Es werden auch Gesteine wie das "Anröchter Dolomit" angeboten, die mit einem Dolomit überhaupt nichts zu tun haben. Anwendung findet Dolomitgestein als Pflaster, Mauerstein, Bodenplatten, Mauerabdeckung, Trittstufen, Gestaltungssteine, Wasserbausteine, Edelsplitte für die Betonindustrie, Baumaterial, Bestandteil von Spezialzementen, für die Stahlherstellung und als Rohstoff für die Glasindustrie. Der Dolomitstein ist auch unter den Bezeichnungen Dolomitspat, Rautenspat, Perlspat und Braunspat bekannt.

Dolomitspat

Doppelabkürzkreissäge

auch: Doppelabkürzkreissägemaschine, Doppelabkürzkreissägen,, Doppel-Abkürzkreissägen

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Mit einer Doppelabkürzkreissäge können schnell Schnitte in unterschiedlicher Größe parallel, winkelgenau und mit verleimfähigen Kanten erzeugt werden. Die hohe Genauigkeit dieser Maschinen finden in vielen Bereichen der Holzbearbeitung Anwendung, wie beispielsweise bei den Möbel- und Türenherstellern, im Innen- und Ladenausbau, in Zimmereien und auch in der Verpackungsindustrie. Überall dort, wo besonders hohe Schnittpräzision verlangt wird, sind Doppel-Abkürzkreissägen weiterhin im Einsatz. Zwei gleichzeitig arbeitende Sägeblätter ermöglichen parallele und maßhaltige Schnitte in nur einem Arbeitsgang, der zudem von nur einer Person ausgeführt werden kann.

Doppelabkürzkreissägemaschine

auch: Doppelabkürzkreissägemaschinen

Doppelabzweig

auch: Doppelabzweige

siehe Abzweig.

Doppelbandschleifmaschine

auch: Doppelbandschleifmaschinen, Doppelband-Schleifmaschine, Doppelband-Schleifmaschinen

Doppelbartschlüssel

Der Doppelbartschlüssel wird häufig neben mechanischen oder elektronischen Zahlenkombinationsschlössern bei Tresoren verwendet. Doppelbartschlüssel haben auf beiden Seiten Zähne, was eine hohe Anzahl von möglichen Schließungen erlaubt. Daher gilt dieser Schlüssel auch als sehr sicher.

Doppelboden

auch: Doppelböden

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Doppelböden sind Installationsböden aus Systembauteilen, die aus einer Doppelboden-Unterkonstruktion mit höhenverstellbaren Stahlstützen (je nach Anforderungen durch Stahlprofile verstärkt) und Trägerplatten aus Holzwerkstoff, Kalziumsulfat oder Metall (abhängig von den Anforderungen an Statik, Schall- und Brandschutz) bestehen. Die Oberflächen eines Doppelbodens werden in den meisten Fällen werkseitig mit fertigen Oberbelägen (PVC, Linoleum, Kautschuk, Teppich, Parkett etc.) versehen. Die Trägerplatten haben ein Normalraster von 600 x 600 mm und können an jeder freien Stelle aufgenommen (Doppelboden geöffnet) werden. Doppelböden zeichnen sich durch höchste Flexibilität und den schnellsten Zugriff auf Installationen aus. Bei Doppelböden liegen die Plattenelemente nicht absolut dicht, sondern nur auf Stoß nebeneinander. Übliche Nassreinigungsverfahren dürfen daher nicht zur Anwendung kommen. Doppelböden kommen beispielsweise in Büroräumen, Serverräumen, Rechenzentren oder Foyers von Banken zum Einsatz.

Doppelbügel-Längsverbindung

auch: Doppelbügel-Längsverbindungen, Doppelbügellängsverbindung, Doppelbügellängsverbindungen

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Die Doppelbügel-Längsverbindung ist eine gängige Holz-Längsverbindung. Sie ist ähnlich verwindungssteif wie die Kreuzzapfen-Längsverbindung. Zusätzlich besitzt die Doppelbügel-Längsverbindung bessere Eigenschaften hinsichtlich der Zugkraft. Die Herstellung der Verbindung ist jedoch kompliziert und zeitaufwändig.

Doppeldach

Doppeldeckung

Die Doppeldeckung ist hier kein Begriff aus dem Boxen oder Fußball. Sie ist nämlich auch eine Deckungsart des Dachs beispielsweise mit Biberschwanzziegeln. Bei der Doppeldeckung liegt auf jeder Traglatte eine Biberreihe. Die Biber überdecken sich so, dass die dritte Deckreihe die erste um die Höhenüberdeckung überdeckt. Eine Doppeldeckung gibt es sowohl bei Tondachziegeln oder Schiefer.

Doppeleisen

Das Doppeleisen ist Bestandteil des Doppelhobels. Beim Doppeleisen wurde auf das Hobeleisen noch eine Stahlklappe aufgeschraubt, die direkt hinter der Schnittkante des Hobels eine Stufe ausbildet. In dieser Ausbuchtung wird der Span gebrochen. Es kommt also zu keinem Abreißen des Spans, was die Erzielung einer glatten, ebenen Holzoberfläche erleichtert.

Doppelendprofiler

Der Doppelendprofiler ist eine doppelseitige Profil- und Formatfräse mit mehreren Werkzeugträgern und Transportband. Die Maschinen werden für die Längs- u. Querbearbeitung der Kanten eingesetzt, insbesondere von Holzwerkstoffen (Massivhölzer, Plattenwerkstoffen) sowie von Kunststoffen, mineralischen, metallischen u. Verbundwerkstoffen. Weiterhin werden Doppelendprofiler auch erfolgreich für die Besäum- und Aufteilung von Einzelplatten eingesetzt.

Doppelfalzziegel

Doppelfassade

auch: Doppelfassaden

Doppelfassaden bestehen aus einer wärmedämmenden Glasfassade und einer zweiten Verglasungsebene, die je nach Konzept hinter oder vor der primären Fassade angeordnet wird. Bei Abluftfassaden liegt die zweite Glasebene raumseitig. Beim Konzept der Zweite-Haut-Fassade unterscheidet man Systeme mit und ohne Fensteröffnung in der Primärfassade. Die zweite Glasebene liegt hier jeweils außenseitig. Folgende Vorteile der Doppelfassaden ergeben sich gegenüber konventionellen, einschaligen Glasfassaden: Wirkungsvoller Schallschutz Schutz des Sonnen- und Blendschutzes vor Witterungseinflüssen Fensterlüftung in hohen Gebäuden möglich

Doppelfenster

Doppelfischgrätmuster

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Das Doppelfischgrätmuster ist bei einer Holzverschalung zu finden. Hierbei werden die Bretter oder Paneele wie bei einem Fischgrätmuster in Anzugstoffen diagonal verlegt. Bei einer Fassadenbekleidung ist das Doppelfischgrätmuster nur zu empfehlen, wenn ein konstruktiver Holzschutz vorhanden ist - z. B. ein weit überkragendes Dach. Diese Art der Brettbekleidung wird bevorzugt bei Garagentoren aus Holz ausgeführt.

Doppelflügelschloss

auch: Doppelflügelschlösser

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Ein Doppelflügelschloss dient der Einbruchsicherung. Es wird bei nach innen öffnenden Doppelflügelfenstern und -türen auf dem Mittelsteg montiert und verhindert, dass Fenster bzw. Tür von einem Einbrecher leicht aufgehebelt werden können. Ist kein Mittelsteg vorhanden, müssen andere Sicherungsarten wie zum Beispiel eine Pilzzapfenverriegelung eingesetzt werden.

Doppelgabelschlüssel

auch: Doppel-Gabelschlüssel

Doppelganggewinde

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Insbesondere Holzbauschrauben und Schnellbauschrauben für die Montage von Gipskartonplatten sind mit einem sogenannten Doppelganggewinde versehen. Dieses ist so konstruiert, dass eine doppelte Gewindesteigung möglich ist bei gleicher Gewindezahl an der Schraube. Das verkürzt die Montagezeiten um bis zu 50 %. Unsere Zeichnung zeigt eine Schnellbauschraube mit Doppelganggewinde und zusätzlichem Reibgewinde.

Doppel-Gelenk-Steckschlüssel

auch: Doppelgelenksteckschlüssel, Doppelgelenk-Steckschlüssel

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Der Doppel-Gelenk-Steckschlüssel besitzt auf beiden Seiten ein Gelenk, so dass die Doppelsechskant-Einsätze um 90° schwenkbar sind. Dadurch hat man leichteren Zugang an schwer erreichbaren Stellen. Außer für Sechskant-Schrauben gibt es auch noch Doppel-Gelenk-Steckschlüssel für Torx-Schrauben.

Doppelglashalter

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Der Begriff des Glashalters hat zwei Bedeutungen. Im Sanitärbereich ist damit eine ringförmige Halterung gemeint, in die ein "Glas" eingesteckt wird. Das kann natürlich auch ein Becher aus Kunststoff sein, nämlich der allseits bekannte Zahnputzbecher. Doppelglashalter nehmen also zwei "Gläser" auf (Herstellerfoto Haceka).

Doppelhacke

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Die Doppelhacke ist ein Gartenwerkzeug, das zum Lockern, Häufeln und Jäten verwendet wird. Es besteht aus einem breitem Heck- und Schäufelblatt und zwei bzw. drei spitzen Zinken. Es gibt Doppelhacken, die lediglich mit einem Griff versehen sind und Doppelhacken mit einem langen Stiel. Diese sind dann auch im Stehen zu verwenden.

Doppelhaus

auch: Doppelhäuser

Doppelhaus ist die Bezeichnung für zwei Häuser gleich welcher Bauart und welchen Haustyps, die mit einem Giebel aneinanderstoßen, also eine gemeinsame Trennwand haben. Hinsichtlich der Trennwand sind einige Auflagen zu erfüllen, insbesondere die der Schalldämmung. Eine Doppelhaushälfte ähnelt einem Einfamilienhaus, nur dass sich bei einem Doppelhaus beide Gebäude eine gemeinsame Grundstücks- und Gebäudegrenze teilen. Beim Doppelhaus können Baukosten und Unterhaltungskosten gespart werden. Es ist in der Regel nicht so kostenintensiv, da weniger Energie, Material und Fläche gebraucht werden. Ein Nachteil des Doppelhauses ist, dass beim Bau eventuell Kompromisse eingegangen werden müssen — man hat weniger Freiheit in der Gestaltung des Grundrisses etc.

Doppelhobel

auch: Spanbrecher

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Ein Doppelhobel ist ein Hobel mit einem Doppelhobeleisen. Er wird zur endgültigen Dimensionierung des Bretts und zur Säuberung der Oberfläche verwendet. Eventuell muss das Brett zuvor mit einem Schrupphobel oder Schlichthobel abgerichtet werden (siehe Abrichten). Das "Doppeleisen" dieses Hobels besteht aus dem Hobeleisen und einer aufgeschraubten Klappe. Diese bildet direkt hinter der Schnittkante eine Stufe aus, die als "Spanbrecher" wirkt und ein Ausreißen des Holzes verhindert.

Doppelklinge

auch: Doppelklingen

Ein Doppelklinge findet man zum Beispiel als Aufsatz für einen Akkuschrauber. Sie wird in diesem Fall in das Bohrfutter eingesetzt und besitzt an beiden Enden eine Klinge und zwar üblicherweise je eine für Kreuz- und Längsschlitzschrauben.

Doppelkopfkabelbinder

auch: Doppelkopf-Kabelbinder

Der Doppelkopfkabelbinder ist eine Variante des Kabelbinders. Mit ihm lassen sich zwei Schlaufen bilden, so dass zwei verschiedene Kabelstränge miteinander fest verbunden werden können.

Doppelkopfnagel

auch: Doppelkopfnägel

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Ein Doppelkopfnagel ist ein Nagel mit zwei Köpfen. Er wird bei der Nagelung der Schalung verwendet. Beim Einnageln wird der Nagel bis zum vorderen Kopf in die Schalung geschlagen. Der Nagel steht ein Stück aus der Schalung hervor, so dass mit dem hinteren Kopf ein leichtes Ausziehen (Entnageln) ermöglicht wird.

Doppelkopf-Transportanker

auch: Doppelkopftransportanker

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Der Doppelkopf-Transportanker ist speziell entwickelt für den Einsatz in Spannbetonbindern mit geringer Stegdicke. Er unterscheidet sich vom Kugelkopf-Transportanker dadurch, dass der Fuß kleiner als der Standardfuß ist.

Doppelkremper

Ein Doppelkremper ist ein Krempziegel oder allgemein ein Ziegel mit zwei Krempen. Diese werden zum Beispiel benötigt, um am linken Ortgang die Dachkante zu überdecken. Zwei Krempen besitzt auch der Doppelwulstziegel.

Doppelmaulschlüssel

auch: Maulschlüssel, Gabelschlüssel, Doppelgabelschlüssel

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Ein Doppelmaulschlüssel ist ein Schraubenschlüssel zum Festziehen und Lösen von Sechskantschrauben und Muttern. An seinem Griff befinden sich zwei Mäuler bzw. Gabeln unterschiedlicher Größe. Da nicht die ganze Schraube von dem Maul umschlossen wird, besteht gegenüber dem Doppelringschlüssel eine größere Gefahr des Abrutschens. Der Maulschlüssel wird auch Gabelschlüssel genannt.

Doppelmuldenfalzziegel

auch: Doppelfalzziegel

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Der Doppelmuldenfalzziegel, auch unter dem Namen Doppelfalzziegel bekannt, ist der früheste bekannte Pressdachziegel. Sein geschichtliches Erbe wird durch zahlreiche Eindeckungen historischer Bauwerke in Stadt und Land belegt. Man findet diesen sturmsicheren Dachziegel in fast allen Regionen Deutschlands. Doppelmuldenfalzziegel sind in beiden Richtungen mit Doppelfalz-Ausbildungen versehen, die einerseits für eine ausreichende Regeneintragsicherheit notwendig sind, und andererseits für die Funktionstüchtigkeit der Durchlüftungsräume innerhalb der Dachkonstruktionen sorgen. Das Niederschlagswasser wird von Falz zu Falz oder vom Falz zur wasserführenden Ebene geführt. Gerne wird der Ziegel für Sanierung alter Dachflächen eingesetzt, er paßt jedoch auch hervorragend zu stilbetonten Neubauten.

Doppelmuldenziegel

Doppelparker-Garage

auch: Doppelparker-Garagen, Doppelparkergarage

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Bei der Doppelparker-Garage parken zwei Personenwagen übereinander. Über eine Hydraulik wird eine Stahlplatte eingeschwenkt, auf die der erste PKW gefahren wird. Der Fahrer steigt aus, die Bodenplatte mit dem PKW wird abgesenkt. Auf einer zweiten Bodenplatte, gleichsam in der zweiten Etage, wird dann der zweite PKW abgestellt. Die Garagen des Typs (hier Foto Griesmann-Garagen) sind praxiserprobt und erlauben das Abstellen von zwei PKW's auf der Grundfläche eines PKW's. Allerdings muss derjenige, der seinen PKW auf der unteren Ebene abgestellt hat, immer eine gewisse Wartezeit in Kauf nehmen, bis sein Wagen hochgesetzt worden ist.

Doppelriegelschloss

auch: Doppelriegelschlösser

Doppelringschlüssel

auch: Ringschlüssel

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Ein Doppelringschlüssel ist ein Schraubenschlüssel zum Lösen bzw. Festziehen von Sechskantschrauben und Muttern. Er besitzt zwei ringförmige Öffnungen unterschiedlicher Größe. Mit diesen Öffnungen werden die Schrauben fest umschlossen und es besteht eine geringere Gefahr des Abrutschens als bei Doppelmaulschlüsseln. Doppelringschlüssel gibt es in gerader oder gekröpfter Ausführung.

Doppel-Rollenhalter

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Bei einem Doppel-Rollenhalter sind zwei Rollenhalter entweder nebeneinander oder untereinander angeordnet. Sie dienen der Aufnahme entweder von unterschiedlichem Toilettenpapier oder für die Aufnahme einer Ersatz-Toilettenpapierrolle. Es gibt diese Doppel-Rollenhalter sowohl für die Montage auf der Wand, als auch für die Wandeinbaumontage (siehe Foto).

Doppelscheibenschloss

auch: Doppelscheibenschlösser

Doppelschleifbock

auch: Doppelschleifböcke

Bei einem Doppelschleifbock handelt es sich um ein Elektrogerät mit zwei Schleifscheiben. Eine der Scheiben ist in der Regel aus Sandstein und die andere aus Karborund. Die chemische Bezeichnung für Karborund ist Siliciumcarbid und ist eine Verbindung aus Kieselsäure und Kohlenstoff. Karborund ist fast ebenso hart wie Diamant. Der Doppelschleifbock eignet sich zum Schleifen von Werkzeug wie Hobeleisen, Stechbeitel oder Scheren. Beim Schleifen wird das Werkzeug so am Schleifstein hin und her geführt, dass die gesamte Breite der Scheibe genutzt wird. So lässt sich eine ungleichmäßige Abnutzung verhindern. Durch die Reibung beim Schleifen erhitzt sich die Schneide des Werkzeugs sehr schnell, so dass die Gefahr des Ausglühens besteht. Dadurch verliert das Metall an Härte und das Werkzeug wird sofort wieder stumpf. Damit das nicht geschieht, wird das Werkzeug bereits nach kurzem Kontakt mit der Schleifscheibe in Wasser getaucht. Bereits drei Sekunden können zu viel sein. Ist die Schneide beim Schleifen blau oder gelb angelaufen, ist es bereits zu späte. Dieses Teil des Werkzeugs muss dann vorsichtig abgeschliffen werden, ohne dass der Stahl wieder anläuft.

Doppelschleifmaschine

auch: Elektro-Doppel-Schleifer, Doppelschleifmaschinen

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Die Doppelschleifmaschine ist eine Schleifmaschine mit zwei unabhängig voneinander arbeitenden Motoren. So können zwei verschiedene Schleifsteine gleichzeitig benutzt werden. Die Anwendungsmöglichkeiten sind dementsprechend vielfältig. Die Doppelschleifmaschine wird verwendet zum Schleifen, Entgraten und Schärfen von Werkzeugen aller Art. Eingesetzt wird sie vor allem im Handwerk, in der Landwirtschaft und in Industriebetrieben.

Doppelsimshobel

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Der Doppelsimshobel hat die selbe Aufgabe wie der Simshobel, allerdings besitzt das Hobeleisen eine aufgeschraubte Klappe - eben das Doppeleisen. Dieses bildet direkt hinter der Schnittkante eine Stufe aus, an der der Span gebrochen wird. Dadurch wird ein Ausreißen des Spans verhindert und eine glatte, gleichmäßige Oberfläche erzielt.

Doppelspinnwebschalung

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Eine Doppelspinnwebschalung ist eine Holzverschalung, bei der die Bretter oder Paneele wie das Netz einer Spinne verlegt werden. Diese Art der Brettbekleidung wird bevorzugt als Deckenbekleidung oder bei Garagentoren aus Holz ausgeführt.

Doppelstabmattenzaun

auch: Doppelstabmattenzäune

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Der Doppelstabmattenzaun ist mit dem Gittermattenzaun artverwandt. Er besteht aus starken Stahldrähten oder Stahlstäben, die sich waage- und senkrecht kreuzen und an diesen Stellen miteinander verschweißt werden. Allerdings werden bei diesem Zauntyp die senkrechten Stäbe beidseitig von waagerechten Stäben umfangen - daher der Name Doppelstabmatte. Mattenzäune, die vor dem Verschweißen verzinkt worden sind, rosten im Laufe der Jahre an den verschweißten Stellen. Werden die Mattenzäune jedoch erst nach dem Verschweißen im Tauchbad feuerverzinkt, ist die Korrosionsgefahr weitaus geringer. Doppelstabmattenzäune sind robust und dienen vor allem der Einzäunung von Gewerbegrundstücken; die Stäbe sind 6 bis 8 mm stark.

Doppel-Steckschlüssel

auch: Doppelsteckschlüssel

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Der Doppel-Steckschlüssel besitzt zwei Nüsse unterschiedlicher Größe auf beiden Seiten. Er wird entweder mit einem Drehstift oder einem Maulschlüssel betätigt. Der Drehstift wird in den Doppel-Steckschlüssel eingesteckt. Aus diesem Grunde wird er auch Rohrsteckschlüssel genannt.

Doppelstehfalz

auch: Doppelstehfalze, Doppelsteh-Falz, Doppelsteh-Falze

Doppelstehfalz ist eine Verbindungsart bei Bahnen oder Tafeln aus Metall. Sie ist die übliche Ausführung bei Dachneigungen von weniger als 25 Grad. Beim Doppelstehfalz werden Scharen mit zwei unterschiedlich hohen Aufkantungen durch doppeltes Umlegen des Überstandes in einem bestimmten Abstand miteinander verbunden. Die im Bereich der Aufkantung angeordneten Hafte werden durch das doppelte Verfalzen Bestandteil des Systems und sichern damit die kraftschlüssige Befestigung auf der Schalung.

Doppelstockgaragen

auch: Doppelstockgarage

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Doppelstockgaragen sind in Deutschland relativ selten. Es sind sozusagen zweigeschossige Garagen, die auf zwei unterschiedlichen Höhenebenen und in zwei entgegengesetzten Richtungen befahren werden. Dies ist natürlich nur möglich, wenn der Baugrund ein ausreichendes Gefälle hat und auch von beiden Seiten eine Zufahrtsmöglichkeit besteht.

Doppelstubenhaus

auch: Doppelstubenhäuser

Ein Doppelstubenhaus war ein Zweifamilienhaus, bei dem sich die beiden Familien eine Küche teilten. Die offene Feuerstelle befand sich in der Mitte zwischen den beiden Stuben. Sie diente zum Kochen, gleichzeitig wurden mit ihr aber auch die übrigen Räume geheizt. Das Doppelstubenhaus war in Mitteldeutschland ein typisch ländlicher Haustyp bei Handwerks- und Bauernfamilien.

Doppelsulfat

siehe Alaun.

Doppelter Versatz

auch: Doppelte, Versätze

siehe Versatz.

Doppel-T-Pflaster

Doppelverglasung

auch: Doppelverglasungen

Bei Doppelverglasung sind zwei einfach verglaste Flügel zu einem Flügel miteinander verbunden, eine Doppelverglasung ist daher nicht mit Isolierglas zu verwechseln, wo es nur einen Flügel gibt. Durch das Luftpolster zwischen den Scheiben wird bei der Doppelverglasung eine bessere Wärmedämmung und Schalldämmung als bei einem Einfachglas erreicht. Nachteil der zwei Flügel ist, dass die Zwischenverglasung nur mühsam durch Auseinanderschrauben der Flügelteile zu reinigen ist. Auch beschlagene Scheiben sind keine Seltenheit und loser Fensterkitt sorgt für klirrende Scheiben.

Doppelvorreiber

siehe Vorreiber.

Doppel-V-Schalung

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Die Doppel-V-Schalung ist eine Holzverschalung, bei der die Bretter oder Paneele V-förmig verlegt werden. Bei einer Fassadenbekleidung nur zu empfehlen, wenn konstruktiver Holzschutz vorhanden ist - z. B. ein weit überkragendes Dach. Diese Art der Brettbekleidung wird bevorzugt bei Garagentoren aus Holz ausgeführt.

doppelwandig

Allgemeiner Begriff aus dem Bauwesen. Man spricht zum Beispiel von "doppelwandig", wenn man die Ausführung eines Rauchrohrs beschreibt.

Doppelwulstziegel

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Der Doppelwulstziegel ist ein Ziegel mit zwei Wulsten auf beiden Seiten. Diese Sonderformen von Falzziegeln werden für den linken Ortgang zur Vermeidung sichtbarer Falze und zur Erzielung einer gleichmäßigen Dachflächenansicht verwendet.

Doppelzange

auch: Doppelzangen

Doppelzangen haben bei einem Dachstuhl die Aufgabe, die horizontalen Zugkräfte im Tragwerk aufzunehmen. Die hölzerne Doppelzange wird in der Regel mit Stahlbolzen, Scheibe und Mutter befestigt. Sie umfasst andere Bauteile des Binders und erfordert immer auch einen Dübel zur zusätzlichen Sicherung.

Doppelzapfen

Doppelzapfen-Längsverbindung

auch: Doppelzapfen-Längsverbindungen, Doppelzapfenlängsverbindung, Doppelzapfenlängsverbindungen

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Die Doppelzapfen-Längsverbindung ist eine gängige Holz-Längsverbindung. Dabei sind die Zapfen schachbrettartig angeordnet und die andere Kopfseite ist entsprechend symmetrisch. Diese Verbindung ist für Druck- und Drehbelastungen geeignet.

Doppelzylinder

Dorfgebiet

auch: Dorfgebiete

Dorfgebiet ist eine Bezeichnung aus der städtebaulichen Planung. Dorfgebiete werden auf einem Bebauungsplan mit MD abgekürzt. Häuser dürfen laut Baunutzungsverordnung maximal eine Grundflächenzahl von 0,6 und eine Geschossflächenzahl von 1,6 haben. Dorfgebiete dienen der Unterbringung der Wirtschaftsstellen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe, dem Wohnen und der Unterbringung von nicht wesentlich störenden Gewerbebetrieben sowie der Versorgung der Bewohner des Gebiets dienenden Handwerksbetrieben.

Dorische Ordnung

Die Dorische Ordnung ist eine Entwicklung der Architektur in der Antike (ca 630 v. Chr). Sie ist die älteste der griechischen Säulenordnungen (siehe auch (Ionische Ordnung). Kennzeichnend für die dorischen Säulen ist es, dass die mit Kanneluren und Entasis versehenen Säulen ohne Basis auf dem Stylobat stehen. Das Kapitell besteht aus einem wulstförmigen Kissen (Echinus), und dem quadratischen Abakus (Deckplatte). Auf den Säulen ruht der aus einem glatten Steinbalken bestehende Architrav, der mit einem Fries mit Triglyphen und Metopen verziert ist. Auf dem Architrav bildet ein dreieckiger Giebel mit dem Tympanon den Abschluss.

Dorn

siehe Stechahle

Dornmaß

auch: Dornmaße

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Das Dornmaß ist ein wichtiger Begriff beim Bestellen und Einbauen eines Einsteckschlosses. Es gibt den Abstand vom Mittelpunkt des Türdrückers bzw. des Schlüssellochs bis zum Stulp an. Es sind Türschlösser mit einem Dornmaß von 25 mm bis 100 mm erhältlich. Zimmertüren haben meist ein Dornmaß von 55 mm.

Dosenlibelle

auch: Dosenlibellen

Eine Dosenlibelle ist ein mit einer Flüssigkeit gefüllte Dose mit Luftblase. Der runde, dosenähnliche Glaskörper einer Dosenlibelle besitzt auf der oberen Glasfläche eine oder zwei kreisrunde Einstellmarken. Sie wird zur Horizontierung von Vermessungsinstrumenten benutzt. Das Prinzip ist von der Wasserwaage her bekannt. Dosenlibellen werden dort eingesetzt, wo die örtliche Ausrichtung optischer Gegenstände nicht präzise geprüft werden müssen.

Dosenpressen

Dosensenker

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Dosensenker sind nichts anderes als Hohlbohrkronen. Ihren Namen haben sie daher, dass sie zum Herstellen von Bohrlöchern für Steckdosen verwendet werden. Dosensenker können mit einer Staubabsaugung verbunden werden. Während für das Anbohren einer Wand aus Kalksandstein oder aus Gipsfaserplatten eine Normalausführung ausreicht, setzen Installateure bei härteren oder gefliesten Wänden Diamant-Dosensenker ein.

Douglasie

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Die Douglasie, auch unter Oregon Pine und Douglas Fir bekannt, ist in Nordamerika beheimatet. Aber auch in Europa (besonders in Deutschland) ist der Baum zu finden. Das Kernholz ist frisch gelblich-braun bis rötlich-gelb gefärbt - dunkelt aber im Licht schnell zu einem braunroten Farbton nach. Als eines der festesten Nadelhölzer ist das Holz hart und trocken und damit leicht und gut zu bearbeiten. Wegen der starken Flader- und Streifenzeichnung eignet sich das Holz gut für den dekorativen Innenausbau sowie für den Möbelbau.

Douka

siehe Macoré.

Doussié

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Die Doussié kommt in Westafrika von Guinea bis Angola und Uganda vor. Doussié ist ein sehr markantes Holz von kräftiger, mahagoniroter Färbung und ziemlich grober Struktur. Das harte Holz ist sehr dauerhaft, druck- und biegefest, schwindet wenig, ist säurebeständig und witterungsfest. Es lässt sich messern, schälen und gut verleimen. Doussié ist ein ideales Fenster-, Türen- und Parkettholz. Das Holz wird auch unter der Bezeichnung Afzelia angeboten.

Douziki

Die Douziki ist eine spezielle Japansäge.

Downcycling

Unter Downcycling wird verstanden, wenn hochwertige Produkte nach einer Wiederaufbereitung eine niedrigere Funktion erhalten. Manche Stoffe wie Glas werden bei der Wiederaufbereitung nicht schlechter, da sie sortenrein gesammelt werden können. Bei anderen Materialien wie beispielsweise Kunststoffen ist das nicht der Fall. Aus hochwertigen Plastikartikeln kann nicht wieder das gleiche Produkt hergestellt werden, da nicht sortenrein gesammelt werden kann. Also werden möglichst ähnliche Kunststoffe erhitzt und zu Parkbänken und Zaunpfählen zusammengeklebt. Man spricht in diesem Fall von Downcycling. Ebenfalls Downcycling ist es zum Beispiel, Hochbaustoffe in Tief- und Straßenbau oder als Verfüllmaterial verwendet werden.

Downlights

auch: Deckeneinbauleuchte, Downlight

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Downlights sind Leuchten, die einen senkrecht nach unten gerichteten oder einstellbaren Lichtkegel abstrahlen. Sie werden mit engstrahlender, breitstrahlender, symmetrischer oder asymmetrischer Lichtverteilung angeboten. Engstrahlende Downlights besitzen durch den größeren Abschirmwinkel eine höhere Blendfreiheit. Downlights sind ein universelles Instrument für funktionale, architektonische und akzentuierende Beleuchtung. Einbaudownlights sind unauffällige Architekturdetails. Aufbauleuchten und Pendelleuchten setzen dagegen Akzente im Raum. Sie sollten in der Anordnung und Form mit der Architektur korrespondieren. Downlights sind Deckeneinbauleuchten, das heißt sie werden in die Deckenverkleidung integriert. Sie sollten daher eine geringe Einbautiefe besitzen, damit möglichst wenig Raum verloren geht.

Doziki

Die Doziki ist eine spezielle Japansäge.

DPL-Laminat

auch: DPL-Laminate

DPL ist die Abkürzung für "Direct Pressure Laminat" und kennzeichnet direkt beschichtete Laminatböden. Das Dekorpapier, welches den Holzcharakter darstellt, wird in diesem Verfahren unmittelbar auf die stabile Trägerplatte aufgebracht und dann mit einer Schutzschicht überzogen. DPL-Laminat ist nicht so stark belastbar wie HPL-Laminat (High Pressure Laminat).

Drahtanker

Drahtbinder

Drahtglas

Als Drahtglas bezeichnet man Glasscheiben mit einer Einlage aus dünnem Drahtgeflecht. Es wird häufig aus optischen Gründen eingesetzt, ist aber aufgrund der Glaseigenschaften nicht als Sicherheitsglas eingestuft. Drahtglas wird hergestellt, indem in die heiße Glasmasse mittels einer Eindruckswalze ein Drahtgeflecht, das an den Kreuzungspunkten verschweißt ist, eingedrückt wird. Dieses Drahtgitter hält im Falle eines Bruches die Scheibenteile zusammen und verhindert somit größere Verletzungsgefahren.

Drahthaspel

siehe Haspel.

Drahtputzdecke

auch: Drahtputzdecken

siehe Rabitzwand.

Drahtputzwand

auch: Drahtputzwände

siehe Rabitzwand.

Drahtrödler

Drahtschneider

Ein Drahtschneider ist häufig bei anderen Zangen wie beispielsweise Kombizange oder Abisolierzange integriert. Sobald es jedoch an feine Drahtungen geht, ist ein spezieller Drahtschneider besser geeignet.

Drahtschotterkasten

auch: Drahtschotterkästen

Der geläufigere Begriff für Drahtschotterkorb bzw. Drahtschotterkasten heißt in Fachkreisen Gabionen.

Drahtschotterkorb

auch: Drahtschotterkörbe

Der geläufigere Begriff für Drahtschotterkorb bzw. Drahtschotterkasten heißt in Fachkreisen Gabionen.

Drahtseil

auch: Drahtseile

Drahtseilklemme

auch: Drahtklemmen

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Drahtseilklemmen werden eingesetzt, um vor allem dünnere Stahldrahtseile in einer Schlaufe "auslaufen" zu lassen. Die Schlaufen können dann in Haken eingelegt werden. Auch dienen Drahtklemmen dazu, das "Aufdröseln" eines Stahldrahtseiles zu verhindern.

Drahtseilschere

auch: Drahtseilscheren

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Drahtseilscheren sind speziell für das Trennen von Drahtseilen entwickelte Werkzeuge. Es gibt Drahtseilscheren für unterschiedliche Dicken von Seilen. Der große Hebelarm gewährleistet ein einfaches Durchtrennen der Seile.

Drahtstift

auch: Drahtstifte

Drahstift ist die Bezeichnung für schmale, kleine Nägel mit kleinem Nagelkopf. Drahtstifte werden z. B. zum Annageln von Holzschalung genutzt. Oft wird der Begriff auch als Synonym für Nagel verwendet. Dann sind alle Nägel egal welcher Kopfforum und Durchmesser mit Flachkopf, Senkkopf und Stauchkopf gemeint.

Drahtzaun

auch: Drahtzäune

Unter einem Drahtzaun wird in aller Regel ein Maschendrahtzaun verstanden.

Drainage

auch: Drainagen

Die Drainage oder Dränung ist eine Maßnahme, um unerwünschtes Wasser von Gebäuden und Erdoberflächen fernzuhalten. Auf wasserundurchlässigen Böden können nur dann Sport- und Spielplätze angelegt werden, wenn zuvor eine Drainage angelegt worden ist. In diesem Fall werden Sicker- und Filterschichten eingebaut, aus denen das Wasser in perforierte Flexrohre aus PVC oder aus Ton, sogenannte Dränrohre läuft, um dann über die Kanalisation oder spezielle Sickerbrunnen abgeleitet zu werden. Auch Bauteile - üblicherweise der Keller -, auf die Schichten-, Hang- oder Sickerwasser eindringen kann, sollten eine Dränung erhalten. Durch Einbau von Dränsteinen, Dränmatten oder Dränplatten wird dabei das Wasser in Drainrohre geleitet, um von dort ebenso "entsorgt" zu werden, wie bereits geschildert.

Drainagestein

auch: Drainagesteine

siehe Dränstein.

Drainageverbundstoffe

auch: Drainageverbundstoff

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Drainageverbundstoffe werden im privaten wie im gewerblichen Baubereich eingesetzt, um zu verhindern, dass Wasser in die Kellerwand oder an Bauteile wie etwa das Fundament eines Gewerbeobjektes dringt. Auf das entsprechende Bauteil werden deshalb Drainageverbundstoffe geklebt, die einerseits eine Absperrfunktion gegenüber drückendem Wasser erfüllen, andererseits aber auch ein Ablaufen dieses Wassers in ein Drainagesystem ermöglichen. Das Foto zeigt die Auskleidung eines Fundaments mit Drainageverbundstoff des Herstellers Terram.

Drain-Back-System

Eine Solarregelung mit Drain-Back-System (drain-back, engl.: Rückentleerung) sorgt für die automatische Entleerung des Solarkreislaufs, wenn die Anlage abgeschaltet wird oder die Kollektortemperatur außerhalb eines bestimmten Temperaturbereichs liegt. Die Umwälzpumpe schaltet sich in so einem Fall ab und das Wasser fließt in einen Auffangbehälter. Durch ein solches Drain-Back-System werden sowohl das Einfrieren als auch die Überhitzung der Anlage vermieden. Der Einsatz von Chemikalien - z.B. Glykol - als Frostschutz erübrigt sich somit und die Anlage kann mit Wasser betrieben werden.

Drainbeton

siehe Dränbeton.

Drainmatte

auch: Drainmatten

siehe Dränmatte.

Drainplatte

auch: Drainplatten

siehe Dränplatte.

Drainrohr

auch: Drainrohre

siehe Dränrohr

Drainschicht

auch: Drainschichten

siehe Dränschicht.

Drainstein

auch: Drainsteine

siehe Dränstein.

Drainung

auch: Drainage

siehe Dränung.

Drallfänger

siehe Seilwirbel.

drallfreies Seil

auch: drallfreie, Seile

Ein Stahldrahtseil ist drallfrei, wenn beim Auslegen oder Montieren kein Drall im Seil vorhanden ist. Ein drehungsfreies Seil ist nicht unbedingt drallfrei, sollte es aber sein. Aber auch ein nichtdrehungsfreies Seil sollte drallfrei sein.

Drallhaftschraube

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Drallhaftschrauben werden insbesondere für die Befestigung von Fußbodenbrettern und Spanplatten mit oft welchselnder Druckbelastung eingesetzt. Die Schrauben werden mit dem Hammer eingeschlagen, wobei sich das Gewinde im unteren Teil des Schraubenschaftes in das Holz dreht, während die Widerhaken im oberen Teil ein Lösen der Schrauben verhindern. Drallhaftschrauben haben einen Senkkopf und bestehen aus Stahl. Die üblichen Längen liegen zwischen 35 und 100 mm.

Drallnagel

auch: Drallnägel

Drallnägel sind Nägel mit einem gewindeähnlichen Schaft. Sie sind besonders geeignet für Span- und andere Holzwerkstoffplatten. Beim Einschlagen drehen sich Drallnägel durch ihr Gewinde wie eine Schraube im Material fest. Sie lassen sich somit nicht so einfach herausziehen wie andere Nägel. Der Drallnagel ist nicht zu verwechseln mit dem Drillnagel.

Drall-Schlagschraube

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Drall-Schlagschrauben werden ständig von Schreinern, Zimmerleuten, Dachdeckern und Bodenbauern benutzt, weil sie mit dem Hammer eingetrieben werden können, also rationell zu verarbeiten sind, und stabile Verbindungen in harten wie weichen Hölzern herstellen. Drall-Schlagschrauben besitzen im unteren Teil des Schaftes ein Schraubgewinde, das sich "auf Drall", also auf Schlagwirkung, in das Holz bohrt. Übliche Längen liegen zwischen 50 und 150 mm. Auch das Befestigen unterschiedlicher Materialien auf leichtem Mauerwerk und Ziegelsteinen ist mit Drall-Schlagschrauben möglich.

Dränasphalt

Dränasphalt ist ein spezieller Straßenbelag mit einer wasserdurchlässigen Deckschicht. Dränasphalt wird verwendet, wenn Niederschlagswasser wegen zu geringer Längs- und Querneigung nicht schnell genug abfließen kann und in der Deckschicht abgeführt werden muss. Dadurch wird die Bildung von Sprühbahnen und Aquaplaning vermindert. Dränasphalt verschmutzt aufgrund des Hohlraumreichtums schneller als übliche Asphaltdecken.

Dränbeton

auch: Drainbeton, Filterbeton

Dränbeton ist ein spezieller Beton mit vielen Hohlräumen. Durch diese Poren kann Wasser durchlaufen, Dränbeton übernimmt also Entwässerungsaufgaben. Die Einzelkörner des Dränbetons sind nur an den Kontaktstellen durch eine dünne Zementschicht miteinander verbunden. Die Zuschlagskörner sind zudem alle etwa gleich große, entstammen z.B. der Korngruppe 5/8 mm. Wie bereits erwähnt, werden solch haufwerksporige Betone für Entwässerungsaufgaben (Filterbeton) eingesetzt. Darüber kommt Dränbeton für lärmreduzierende Maßnahmen wie Flüsterbeton zum Einsatz. Auch Lärmschutzwände, Filtersteine, Filterplatten oder Betonfilterrohre werden aus Dränbeton hergestellt. Insbesondere eignet sich Dränbeton jedoch als Fahrbahn-Deckschicht im Straßenbau, wo der hohe Hohlraumanteil eine schnelle Entwässerung der Fahrbahn gewährleistet. Als angenehmer Nebeneffekt sorgt Dränbeton für eine Reduzierung der Fahrgeräusche.

Dränmatte

auch: Drainmatte, Dränmatten

Mit einer Dränmatte lässt sich die Dränschicht einer Gebäudedränung ausführen. Die aus Kunststoff hergestellten Matten sind zwischen 10-50 mm stark und bestehen aus Geotextilien, PE-Noppenbahnen, Fadengeflechtmatten oder Schaumstoffflocken. Vorteilhaft ist das geringe Gewicht und die einfache Verlegung, da das Material meist als Rollenware geliefert werden kann. Dränmatten sorgen an der isolierten Kellermauer bzw. am Fundament für einen optimalen Wasserabfluss. Zum Schutz vor dem Zusetzen sind sie mit Filtervlies bekleidet und leiten die anfallende Feuchtigkeit gezielt zu den Dränrohren hin.

Dränplatte

auch: Drainplatte, Dränplatten

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Eine Dränplatte ist eine Möglichkeit, die Dränschicht einer Gebäudedränung auszuführen. Dränplatten werden vollflächig verlegt und punktweise auf die Abdichtung geklebt. Bei Dränplatten, die keine Feuchtigkeit aufnehmen wie beispielsweise aus bitumengebundenen Polystyrolkugeln oder geschlossenzellige Dämmplatten aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaum, kann zusätzlich noch eine wärmedämmende Wirkung erzielt werden.

Dränrohr

auch: Dränrohre

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Dränrohre oder Drainrohre sind wichtiger Bestandteil einer Drainage. Dränrohre bestehen entweder aus Ton oder aus Kunststoff. Dränrohre aus Ton weden grobporig gebrannt. Sie lassen zwar Sickerwasser durch, nicht aber Sand, Schlamm und Verschmutzungen. Die Rohre sind üblicherweise 330 cm lang und haben Nennweiten von 65, 80, 100 und 130 mm. Nachteil ist, dass die Tonrohre im Gegensatz zu den Flexrohren aus PVC-U nicht flexibel sind. Dränrohre aus PVC-U werden als Rollenware geliefert. Sie sind ziehharmonika-mäßig gefertigt. Mit ihnen können mühelos Bogen in unterschiedlichen Radien bewältigt werden. PVC-Dränrohre sind perforiert, damit sie das Sickerwasser aufnehmen können. Damit sich die Perforationslöcher nicht zusetzen, müssen die Rohre mit einem Filtervlies umkleidet werden. Das bringt erhöhten Aufwand mit sich, weil diese Arbeit bei Tonrohren entfällt - es sei denn, man entscheidet sich direkt für Dränrohre mit Filterummantelung, die als Vollfilterrohre bezeichnet werden. Die Fotos zeigen links ein Dränrohr aus Ton, welches auch als Weinlagerziegel genutzt werden kann und rechts ein Dränrohr aus PVC-U.

Dränschicht

auch: Drainschicht, Dränschichten

Um anfallendes Sickerwasser so schnell wie möglich an einem unter der Erde liegenden Gebäude vorbeizuleiten, ist eine Dränschicht notwendig. Diese besteht aus einer Filterschicht und einer Sickerschicht. Dränschichten können als Stufenfilter und Mischfilter sowie mit Dränelementen wie Dränsteinen, Dränplatten oder Dränmatten hergestellt werden.

Dränstein

auch: Entwässerungsstein, Drainagestein, Drainstein, Dränsteine

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Ein Dränstein ist eine Möglichkeit, die Dränschicht einer Gebäudedränung auszuführen. Dränsteine sind Hohlkörper und werden aus einem porösen Spezialbeton ohne kapillare Saugwirkung hergestellt. Sie wirken sowohl als Sickerschicht als auch als Filterschicht. Zusätzlich schützt die Außenabdichtung des Kellers vor mechanischer Beschädigung. Dränsteine werden im Verband ohne Vermörtelung an das Mauerwerk angelegt. Danach kann sofort das Erdreich maschinell angefüllt werden.

Dränung

auch: Drainung

siehe Drainage

Drechselbank

auch: Holz-Drehmaschine, Drechselbänke

Die Drechselbank ist eine Maschine zum Herstellen von Rotationskörpern aus Holz oder seltener Horn oder Elfenbein. Beispiele für Drechselerzeugnisse sind Rundstäbe oder Schalen. Das Werkstück wird in die Maschine eingespannt und dreht sich. Mit dem Drechslerwerkzeug wird der Rohling durch drechseln. in Form gebracht. Moderne Drechselbänke werden mit einem Elektromotor angetrieben. Früher war für den Antrieb noch Muskelkraft gefragt.

Drechselbeitel

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Drechselbeitel ist der Oberbegriff für Werkzeuge, die zum Bearbeiten des Werkstoffes beim Drechseln verwendet werden. Drechselbeitel sind beispielsweise Hohlbeitel, Stechbeitel oder Abstechstahl.

drechseln

Beim Drechseln wird das Holz drehend mit einer Drechselbank bearbeitet. Durch das Drechseln lassen sich beispielsweise Schalen, Schüsseln und Kerzenständer herstellen. Das Drechseln zählt zu den ältesten handwerklich-produktiven Tätigkeiten des Menschen; es ist überhaupt das älteste mechanische Handwerk. Das Handwerk verbreitete sich von Ägypten und Griechenland über das römische Reich und Asien nach Mitteleuropa und Amerika. Im Ursprung diente es allein zum Herstellen von Gerätschaften, Gefäßen und Möbeln für den natürlichen Lebensbedarf. Doch schon sehr früh wurden die erkannten Verzierungsmöglichkeiten genutzt, um das einfache Gebrauchsgerät zu einem Repräsentations- und Prunkgegenstand zu kreieren.

Drechsler

auch: Elfenbeinschnitzer

Handwerklicher Lehrberuf mit dreijähriger Ausbildung. Der Drechsler fertigt nach Skizzen zum Beispiel Stuhl- und Tischbeine, Schachfiguren, Tabakpfeifen, Treppengeländer, Sportgeräte oder Spielzeug an. Der typische Werkstoff für sie ist das Holz. Außer Holz bearbeitet er aber auch Meerschaum, Horn, Bernstein und weitere Materialien. Mit Schruppröhre, Formröhre oder Flachmeisel werden die Formen aus den auf der Drehbank rotierenden Werkstoffen herausgearbeitet. In der Serienproduktion werden zusätzlich Drehautomaten eingesetzt. Der Drechsler kann sich entscheiden, ob er lieber Gebrauchsgegenstände herstellt oder eher Arbeiten mit künstlerischem Touch ausführt und beispielsweise Elfenbeinschnitzer wird. Dies ist neben dem Drechsler die zweite Fachrichtung, die gewählt werden kann.

Drechslerwerkzeug

auch: Drechslerwerkzeuge, Drechsler-Werkzeug, Drechsler-Werkzeuge

Um auf der Drechselbank die Drechselarbeiten herstellen zu können, sind spezielle Werkzeuge notwendig. Dies sind beispielsweise Schlichtstahl, Schruppröhre, Formröhre, Flachmeissel oder Abstechstahl.

Dreckfräse

auch: Dreckfräsen

Die Dreckfräse ist ein Aufsatz (Düse) für einen Hochdruckreiniger. Sie erzeugt einen rotierenden oder oszillierenden Hochdruckstrahl, dessen Leistung die einer normalen Hochdruckreinigungsdüse bei weitem übersteigt. Bei der Arbeit mit einer Dreckfräse ist Vorsicht geboten, denn es besteht die Gefahr, dass etwas durch den harten Wasserstrahl beschädigt wird.

Drehbank

auch: Drehbänke

siehe Drehmaschine.

drehbohren

Unter Drehbohren wird das Bohren mit einer Bohrmaschine im 1. Drehgang verstanden. Damit kann ein Verreißen des Bohrers vermieden werden. Baustoffe mit porigem Gefüge und Platten lassen sich im Drehgang bohren. Die spiralförmige Schneide des Bohrers reicht aus, um das Material abzutragen.

Drehfeldrichtungsanzeiger

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Drehstromsteckdosen müssen so angeschlossen werden, dass sich ein Rechtsdrehfeld ergibt, wenn man die Steckdose von vorn im Uhrzeigersinn betrachtet. Der Drehfeldrichtungsanzeiger zeigt die Phasenfolge in einem Drehstromnetz und somit die Drehrichtung für elektromotorische Verbraucher an. Mit Hilfe zusätzlicher Phasenkontrollleuchten läßt sich außerdem überprüfen, ob alle Außenleiter Spannung führen und ob keine Verwechslung von Null- und Außenleiter vorliegt.

Drehfenster

Drehflügelfenster

auch: Drehfenster, Flügelfenster

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Das Drehflügelfenster ist die Standardform eines Fensters. Der Flügelrahmen ist an einer Seite mit dem Blendrahmen durch eine Drehbeschlag verbunden. Sie öffnen sich entweder nach innen oder nach außen. Die nach innen aufgehenden Fenster überwiegen, da sie große Vorteile bei der Reinigung bieten und die Beschläge wettergeschützt innen liegen. Der Drehflügel ist die bei älteren Fenstern gebräuchlichste Art der Befestigung der Fensterflügel. Er hat mindestens 2 Scharniere, rechts oder links im senkrechten Teil des Fensters eingebaut, und an den Seiten gegenüber dem Verschluss zur Bedienung Fensters.

Drehflügeltor

auch: Drehflügeltore

Drehflügeltor ist die technisch korrekte Bezeichnung für das Flügeltor. Wenn von einem Flügeltor gesprochen wird, wird allgemein unterstellt, dass es sich nicht um ein Schiebe- oder Schwingtor oder eine andere Konstruktionsart handelt, sondern eben um ein Drehflügeltor.

Drehflügeltür

auch: Flügeltür, Drehflügeltüren, Drehflügeltüre

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Drehflügeltür ist die bautechnische Beschreibung einer normalen Tür, die einen Flügel (=Türblatt oder Türrahmen) hat, der bis 180° drehbar ist. Dabei geht die Tür entweder nach aussen oder innen auf. Ist aus platztechnischen Gründen kein Raum für eine Drehflügeltür vorhanden, wird häufig eine Schiebetür verwendet.

Drehgriff-Knarre

Die Drehgriff-Knarre ist eine Knarre, die für Links- und Rechtsbetrieb durch einen durchsteckbaren Antriebs-Vierkant geeignet ist. Durch Drehen am Griffstück erfolgt eine Drehbewegung des Antriebs-Vierkant, was das Verschrauben an beengten Stellen erleichtert. Dieses Werkzeug ist auch für herkömmliches Ratschen gut geeignet.

Drehgriff-Ratsche

auch: Knüppelratschen

Drehhalter

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Drehhalter sind Vorrichtungen zum Befestigen von Dachrinnen. Dachrinnen werden mit sog. Rinnenhaltern am Traufbrett bzw. der Traufbohle des Daches befestigt. Beim Drehhaltersystem wird jedoch zunächst ein C-Profil aufgeschraubt. In dieses Profil (Zeichnung: Rheinzink) wird dann der "Rinnendrehhalter" des halbkreisförmigen Ringhalters eingeschoben und durch Drehbewegung eingeklickt. Dadurch ist es möglich, den Ringhalter in beliebige Positionen schieben zu können.

Drehkippfenster

auch: Drehkippflügelfenster

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Das Drehkippfenster ist die in Deutschland die gebräuchliche Fensterversion, bei der sich ein Fensterflügel sowohl drehen als auch kippen lässt. In Drehstellung kann das Fenster leicht gereinigt werden. In Kippstellung entweicht die verbrauchte Luft durch die obere Öffnung, während an den Seiten frische Luft von außen nachströmt. Witterungseinflüsse werden gut vom Innenraum abgehalten. Das Drehkippfenster ist mit einem kombinierten Beschlag ausgerüstet, der es ermöglicht, den Flügel entweder durch Drehen oder Kippen zu öffnen. Dabei ist das zentrale Bedienungselement der Drehgriff (oder die Olive), mit dem man bestimmt, ob ein Fenster verschlossen, aufgedreht oder gekippt wird.

Drehkippflügelfenster

Drehkippfunktion

Fenster und Türen, insbesondere Balkon- und Terrassentüren, können mit Dreh-Kipp-Beschlägen ausgestattet sein - also eine Drehkippfunktion besitzen. Die Fenster bzw. Türen lassen sich dementsprechend "drehen" - ein Flügel kann also komplett geöffnet werden. Bei Nutzung der Kippfunktion, die über den Fenster- bzw. Türgriff gesteuert wird, kippt der obere Teil des Flügels leicht nach innen, der untere Rahmen bleibt dabei arretiert. Die sog. Kippstellung von Fenstern ist die am meisten gebräuchliche, aber uneffektivste Form der Wohnungsbelüftung. Durch Arretiertung der Beschläge kann verhindert werden, dass sich die Fensterflügel drehen. Dies wird aus Sicherheitsgründen bei Hotel-Hochhäusern und ähnlichen Gebäuden allgemein gehandhabt.

Drehkreuz

auch: Handdrehkreuz, Elektrodrehkreuz, Drehkreuze

An Ein- bzw. Ausgängen zu Schwimmbädern, Hallen oder Fußballstadien findet man häufig Drehkreuze. Dabei unterscheidet man Handdrehkreuze und Elektrodrehkreuze. Handdrehkreuze lassen sich nur in eine Richtung drehen. Elektrodrehkreuze haben mehrere Funktionen: Einzelfreigabe in Aus- und Eingangsrichtung. Sperrung in Ein- oder Ausgangsrichtung. Dauersperrung in Ein- und Ausgangsrichtung. Dauerfreigabe in Ein- und Ausgangsrichtung. Bei Stromausfall wird die Ausgangsrichtung automatisch freigeschaltet. Personen im Drehkreuzbereich können dieses nach außen hin verlassen. Bei elektrischen Drehkreuzen kann der Durchgang mit einer Karte geregelt werden, die in ein Lesegerät geschoben werden muss. So ist ein geordneter und geregelter Durchgang ohne Personal möglich.

Drehleier

Drehmaschine

auch: Drehmaschinen

Was für die Holzbearbeitung die Drechselbank, ist für die Metallbearbeitung die Drehmaschine. Die Drehmaschine, früher auch Drehbank, wird auch die "Königin der Werkzeugmaschinen" genannt, weil sie so vielfältig einsetzbar ist. Früher ein Profiwerkzeug, steht eine Drehmaschine mittlerweile bereits bei vielen Heimwerkern in der Werkstatt. Mit entsprechendem Zubehör sind folgende Anwendungen möglich: Drehen, Fräsen, Bohren, Teilen, Gewinde schneiden, Federn wickeln, Hobeln, Stoßen, Drücken und Pressen.

Drehmoment

Als Drehmoment bezeichnet man die physikalische Größe, die bei der Beeinflussung einer Drehbewegung wirkt. Wirkt auf einen starren Körper eine Kraft, so wird er beschleunigt: Seine Geschwindigkeit wird verändert. Er führt eine geradlinige oder (z.B. unter Einfluss der Gravitation) gekrümmte Bewegung = Translationsbewegung aus. Wird der Körper an einem Punkt festgehalten, so ist keine Translationsbewegung mehr möglich. Die Bewegungsmöglichkeit des Körpers reduziert sich dann auf Rotationsbewegungen (Drehungen) um diesen Punkt. Die Größe, die diese Drehbewegung beeinflusst, d.h. die Änderung der Rotationsgeschwindigkeit verursacht, heißt Drehmoment. Im Baubereich spielt das Drehmoment bei statischen Berechnungen eine wichtige Rolle.

Drehmomentschlüssel

Mit einem Drehmomentschlüssel lassen sich Schraubenverbindungen mit dem dafür vorgesehenen Drehmoment (Kraft mal Hebelarm mit der Maßeinheit Newtonmeter) anziehen. Es werden zwei Arten von Drehmomentschlüsseln unterschieden. Bei der einen Art lässt sich das augenblickliche Drehmoment ablesen, während bei der anderen Art mit einer Einstellschraube das zu erreichende Drehmoment eingestellt wird. Wird das Moment überschritten, rastet der Schlüssel aus, wodurch ein zu festes Anziehen oder Abbrechen der Schraube verhindert wird.

Drehriegel

Ein Drehriegel ist Teil einer Fenster- oder Türverriegelung. Er ist aus Holz oder Metall und lässt sich um eine Achse in der Mitte oder am Ende drehen. Dabei fällt er in eine Lasche oder auf einen Haken und arretiert gleichzeitig den Fensterflügel oder das Türblatt. Ein Beispiel für einen Drehriegel ist der sogenannte Vorreiber.

Drehriegelverschluss

Drehschloss

auch: Drehschlösser

Drehschloss

Ein Drehschloss ist eine im Jahre 2007 erfundene Variante der Öffnung speziell von Innentüren, wobei sich der Schlosskasten samt Drückergarnitur um 360° wie bei einer Drehtür um eine in das Türblatt eingelassene Achse dreht. Der Türgriff wird mit der rechten oder linken Hand erfasst und herunter gedrückt. Während des Aufziehens der Tür beginnt das Drehschloss die Drehung um die eigene Mittelachse, während sich gleichzeitig die Tür um die Achse der Aufhängung dreht. Das Drehschloss dreht sich also beim Durchschreiten der Tür mit, die Hand bleibt in der ursprünglichen Stellung am Griff, die Tür kann ohne Absetzen der Hand geschlossen werden.

Drehschrauber

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Ein Drehschrauber ist ein meist druckluftbetriebener Schrauber für professionelle Anwendungen wie beispielsweise Fließbandarbeit. Beim Drehschrauber lässt sich ein bestimmtes Drehmoment voreinstellen, so dass jede Schraube gleich fest angezogen wird.

Drehstangenschloss

auch: Espagnolettenverriegelung, Espagnolettenverschluss, Espagnolette, Drehstangenverschluss, Drehstangenverriegelung, Drehriegelverschluss, Drehstangenschlösser

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Dieses Möbelschloss verschließt die Möbeltür an mindestens zwei Punkten. Die wichtigsten Teile sind auf der von Hettich zur Verfügung gestellten Abbildung zu sehen. Drehstangenschlösser bestehen aus dem Schlosskasten, der Drehstange und den Schließhaken. Die Schließ- bzw. Greifhaken sind am oberen und unteren Ende der Drehstange angebracht. Sie fassen hinter die Schließbolzen, die im Ober- und Unterboden des Möbelstücks eingeschraubt sind. Bei Schrankwänden können beispielsweise Drehstangenschlösser auch mit einem Drehgriff ausgestattet sein . Ein Schlüssel ist dann nicht vorhanden. Der Drehstangenverschluß ist unter sehr vielen weitern Bezeichnungen bekannt: Espagnolettenverriegelung, -verschluss, Espagnolette, Drehriegelverschluss, Drehstangenverriegelung.

Drehstangenverriegelung

Drehstangenverschluss

Drehstift

auch: Drehstifte

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Ein Drehstift ist ein (häufig abgestufter) Metallstab, der zum Betätigen von Doppel-Steckschlüsseln verwendet wird. (Foto: Hersteller BAHCO)

Drehstrom

Beim 230 V-Wechselstrom gibt es 2 Leiter. Der Drehstrom benutzt drei Leiter und zusätzlich noch den Nullleiter, bei denen die drei Phasen verschoben sind. Die Spannungen zwischen den Leitern und dem Nulleiter nennt man Strangspannungen. Die Effektivspannung zwischen den Leitern, die effektiven Außenleiterspannungen, kann man durch Vektoraddition der effektiven Strangspannungen ermitteln. Die Außenleiterspannungen sind um den Faktor größer als die Strangspannungen. Da man den Drehstrom gut transformieren kann und Drehstrommotoren klein, kompakt, wartungsarm und billig hergestellt werden können, sind heute alle öffentlichen Stromnetze Drehstromnetze. Innerhalb eines Haushaltes sind für gewöhnlich nur der Elektroherd und der Durchlauferhitzer an alle drei Phasen angeschlossen – die Steckdosen hingegen führen nur eine der drei Phasen und den Neutralleiter.

Drehstromgenerator

auch: Drehstromgeneratoren, Drehstrom-Generator, Drehstrom-Generatoren

Der Aufbau eines Drehstromgenerators ähnelt dem des Drehstrommotors. Allerdings muss der Generator durch eine äußere Kraft, z. B. eine Turbine, angetrieben werden. Ein Drehstromgenerator erzeugt gleichzeitig drei Wechselströme, die um jeweils 120° zueinander versetzt sind. In jedem der drei Wechselstromgeneratoren befindet sich eine Spule, in welcher ein Magnet enthalten ist. Dreht sich der Magnet, so ändert sich sein magnetisches Feld – und eine elektrische Spannung wird erzeugt. Je schneller sich der Magnet dreht, desto größer ist die entstehende elektrische Spannung.

Drehstrommotor

auch: Drehstrommotoren

Der Drehstrommotor ist der weltweit am meisten eingesetzte Elektromotor. Sowohl Werkzeugmaschinen, Hebezeuge oder Gebläse mit kleinerer oder mittlerer Leistung, als auch Magnetschwebebahnen und Wasserwerkspumpen mit einer größerer Leistung werden mit einem Drehstrommotor angetrieben. In einem Drehstrommotor sind drei Spulen sternförmig in einem Winkel von jeweils 120° zueinander angeordnet. Werden diese Spulen mit Drehstrom versorgt, so wird in jeder Spule ein Magnetfeld aufgebaut. Durch die vorliegende Phasenverschiebung der einzelnen Ströme werden die Magnetfelder entsprechend zeitlich nacheinander aufgebaut. Dadurch wird ein Drehmoment erzeugt, dass den Motor antreibt. Tauscht man zwei Leiter an einem Drehstrommotor aus, so kehrt sich seine Drehrichtung um.

Drehstromsteckdose

auch: CEE-Steckdose, Drehmstromsteckdosen

Drehstromsteckdosen bzw. CEE-Steckdosen sind "Kraftstrom-Steckdosen". An diesen Steckdosen liegen 400 Volt an. CEE-Steckdosen werden z.B. für Schweißgeräte, Waschanlagen, Kräne, Hebebühnen etc. verwendet. Durch die spezielle Steckvorrichtung kann der Stecker nur in einer Position in die Kupplung gesteckt werden. Bei Maschinen kann so die Drehrichtung nicht verwechselt werden.

Drehteller

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Drehteller gibt es im Bauwesen für die unterschiedlichsten Werkzeuge. Dank eines Drehtellers kann der Schraubstock beispielsweise in die Position gebracht und arretiert werden, die man zur Bearbeitung des Werkstücks braucht. Drehteller gibt es beispielweise aber auch bei der Kapp- und Gehrungssäge oder der Laser-Wasserwaage.

Drehtor

auch: Drehtore

andere Bezeichnung für ein Flügeltor.

drehungsarmes Seil

auch: drehungsarme, Seile

Ein Stahldrahtseil ist drehungsarm, wenn es unter Einwirkung einer ungeführten Last sich etwas um die eigene Längsachse dreht bzw. ein kleines Drehmoment auf die Endbefestigungen ausübt. Drehungsarme Seile werden beispielsweise für mehrsträngige Kräne mit kurzem Hubweg verwendet.

drehungsfreies Seil

auch: drehungsfreie, Seile

Die wichtigste Entscheidung bei der Auswahl eines Stahldrahtseiles lautet drehungsfreies oder nichtdrehungsfreies Seil. Ein Stahlseil ist drehungsfrei, wenn das Seil unter Einwirkung einer ungeführten Last sich nicht oder kaum um die eigene Längsachse dreht, bzw. ein sehr geringes Drehmoment auf die Endbefestigungen ausübt. Dies wird dadurch erreicht, dass bei drehungsfreien Seilen der Seilkern eine entgegengesetzt gerichtete Schlagrichtung zur Schlagrichtung des Seiles aufweist. Bei Belastung entstehen somit zwei entgegengesetzt gerichtete Drehmomente. Drehungsfreie Seile müssen verwendet werden beim Heben einer ungeführten Last mit mehreren Seilsträngen und großen Hubhöhen. Turmdrehkräne und andere Kräne arbeiten beispielsweise mit drehungsfreien Seilen. Um so höher ein zu errichtendes Gebäude, desto wichtiger ist es, dass sich die Last am Haken nicht dreht. Die Seile dürfen mit oder ohne Seilwirbel arbeiten.

Drehwuchs

auch: Wechseldrehwuchs, Linksdrehwuchs, Rechtsdrehwuchs

Wenn die Fasern wie eine Spirale um die Stammachse eines Baums gewachsen sind, spricht der Holzfachmann von Drehwuchs. Am Rundholz ist Drehwuchs nur an den äußeren Stammpartien und an der Rinde zu erkennen. In geringem Umfang weist fast jedes Holz Drehwuchs auf, dabei unterscheidet man Linksdrehwuchs und Rechtsdrehwuchs. Bei Rechtsdrehwuchs verläuft die Faser am stehenden Stamm von links unten nach rechts oben, bei Linksdrehwuchs ist es genau umgekehrt. Der Grad der Faserneigung entscheidet über den Gebrauchswert des drehwüchsigen Holzes. Von Wechseldrehwuchs spricht man, wenn Links- und Rechtsdrehwuchs sich abwechseln. Durch den Wechsel der Fasern sind die Spannungen im Schnittholz weitgehend ausgeglichen, es verzieht sich in der Regel nur wenig. Die spanende Bearbeitung beispielsweise mit einem Hobel ist dagegen schwieriger, weil einmal mit und einmal gegen die Fasern gearbeitet werden muss. Wechseldrehwuchs findet man häufig bei tropischen und subtropischen Holzarten.

Dreieckroller

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Dreieckroller bestehen aus einer dreieckig zugeschnittenenen Sperrholzplatte, die in der Regel mit einem rutschhemmenden Kunststoffbezug umkleidet ist, und drei darunter verschraubten Lenkrollen. Mit zwei Dreieckrollern, unter einen Schrank geschoben, lassen sich auch schwere Teile mühelos transportieren. Die Lenkrollen verfügen entweder über Polyamidräder oder über Vollgummireifen. Je nach Ausführung, können Dreieckroller Gewichte bis 120 kg tragen.

Dreieck-Schleifer

auch: Dreieckschleifer

Dreiecksfeile

auch: Dreiecksfeilen

Die Dreiecksfeile ist eine Verwandte der Dreikantfeile und besitzt einen dreieckigen Querschnitt aus Stahl oder Chrom. Alle drei Seiten der Feile können mit einem identischen Hieb versehen sein - es werden aber auch Dreiecksfeilen angeboten, die auf zwei Seiten einen feinen und auf einer Seite einen gröberen Hieb haben. Dreiecksfeilen weisen einen Winkel von 60° auf, wodurch sie für das Schärfen von Sägezähnen mit Zahnungen im Keilwinkel von 60°, wie man ihn bei den meisten Handsägen vorfindet, sehr gut geeignet sind.

Dreiecksgaube

auch: Dreiecksgauben

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Häufig wird die Spitzgaube als Dreiecksgaube bezeichnet. Sie kann aber auch völlig anders und etwas futuristisch aussehen. In diesem Fall ist die Gaube wie eine Pyramide ausgebildet. Zwei Seiten sind verglast und zwei Seiten sind eingedeckt. Dadurch ergeben sich vielfältige und sehr effektvolle Möglichkeiten der Licht- und Raumgestaltung.

Dreiecksonnensegel

auch: Dreieck-Sonnensegel

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Bei einem Dreiecksonnensegel handelt es sich um ein dreieckiges Sonnensegel. Sofern solch ein Sonnensegel aus einem wasserabweisenden Stoff besteht, kann es auch als Regenschutz verwendet werden. Gespannt wird das Dreiecksonnensegel in der Regel mit elastischen Spanngurten. Wo Befestigungsmöglichkeiten für die Spanngurte fehlen, kommen auch Metallstangen zum Einsatz.

Dreieckstreben-Bauträger

siehe DSB-Träger.

dreifach Fischgrät

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Dreifach Fischgrät ist eine Verlegeform von Parkett, speziell von Stabparkett. Es bedeutet, dass jeweils drei Parkettstäbe nebeneinander angeordnet werden. Das Fischgrätmuster entsteht durch senkrechte Anordnung weiterer Dreifach-Stabblöcke.

Dreifachsteckdose

auch: Dreifach-Steckdose

Dreifachverglasung

Die Glashersteller reagieren auf die gestiegenen Wärmeschutz-Ansprüche der Energieeinsparverordnung, indem sie die schon bekannte Zweischeiben-Energiesparverglasung zur Dreifachverglasung aufstocken. Diese weist zwischen drei Glasscheiben zwei getrennte Zwischenräume auf. Durch diese Aufteilung wird die Konvektion unterbrochen und somit der Energietransport reduziert. Bei größeren Abständen verschlechtert sich jedoch durch die eintretende Konvektion die Wärmedämmung. Die Gläser werden in Passivhäusern meist in Form von Wärmeschutzgläsern eingesetzt, die den erhöhten Wärmeschutzanforderungen entsprechen. Die Scheiben können mit Edelmetallen oder Metalloxiden beschichtet sein (=Wärmestrahlungsanteil reduziert) und mit einem wärmedämmenden Edelgas gefüllt (=Wärmeleitung und Konvektion reduziert).

Dreifallenschloss

auch: Dreifallenschlösser

Bei einem Dreifallenschloss handelt es sich um eine besondere Art von Türschloss. Es besitzt - wie der Name bereits sagt - drei Fallen bzw. Schlösser. Neben dem herkömmlichen Schloss sind oben und unten Schlösser mit jeweils einer Falle angeordnet, die beim Schließen der Tür einschnappen. Die drei Fallen sind mit einem Gestänge untereinander verbunden, so dass beim Betätigen des Türgriffs alle drei Fallen zugleich zurückgezogen werden. Bei Feuerschutztüren der Feuerwiderstandsklasse T 90 sind Dreifallenschlösser vorgeschrieben.

Dreifüllungstür

auch: Dreifüllungstüren

Der Name sagt es bereits, eine Dreifüllungstür ist eine Tür mit drei Füllungen, die allerdings unterschiedlich angeordnet sein können. Die drei Felder können entweder alle gleich groß sein oder es wechseln sich große und kleine Felder ab. Dabei sind das obere und untere Feld jeweils gleich groß. Als weitere Variante gibt es noch Dreifüllungstüren mit zwei nebeneinander liegenden langen schmalen Füllungen und eine Füllung über die ganze Breite. Als Füllung kommen Glas oder Holz in Frage.

Dreigelenkbogen

Bei einem Dreigelenkbogen handelt es sich um ein Tragwerk in der Baustatik. Der Dreigelenkbogen besteht aus zwei gebogenen Teilträgern, die durch ein Gelenk mit einander verbunden sind und der zudem auf beiden Seiten gelenkig gelagert ist. Auf diese Weise ist das System statisch bestimmt, d.h. die Lagerreaktionen können allein mit den Gleichgewichtsbedingungen aus der äußeren Belastung berechnet werden. Brücken, Hallen und Dächer werden mit einem Dreigelenkbogen als statischem System erbaut. Wie beiden einzelnen Bogen geformt sind und wo sie aufeinandertreffen ist dabei egal. Die Träger können Viertelkreise, Kreisstücke oder Ellipsenstücke sein. Werden aus den gebogenen Trägern Geraden, spricht der Fachmann von Dreigelenkrahmen bzw. Dreigelenktragwerk.

Dreigelenkrahmen

Dreigelenktragwerk

Dreikant-Bandsägefeile

auch: Dreikant-Bandsägefeilen

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Die Dreikant-Bandsägefeile ist eine Sägefeile mit dreieckigem Querschnitt zum Schärfen von Bandsägeblättern. Die Kanten der Feile sind abgerundet.

Dreikantfeile

auch: Dreikantfeilen

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Die Dreikantfeile besitzt einen dreieckigen Querschnitt. Alle drei Seiten der Feile sind mit einem identischen Hieb versehen. Sie eignet sich besonders zum Entgraten und Feilen in Winkeln und einspringenden Ecken. Aufgrund der konisch zulaufenden Flächen ist die Dreikantfeile auch sehr gut zum Planfeilen geeignet

Dreikanthof

auch: Dreikanthöfe

siehe Dreiseithof.

Dreikantsägefeile

auch: Dreikantsägefeilen, Dreikant-Sägefeile, Dreikant-Sägefeilen

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Die Dreikantsägefeile ist eine Sägefeile mit dreieckigem Querschnitt, der sich zur Spitzen hin meistens leicht verjüngt. Verwendet wird diese Feile zum Schärfen von Sägen mit Universal-Zahnung und mit 60° Zahnwinkel. Die Kanten der Dreikantsägefeilen sind geschärft und gehauen. Dreikantsägefeilen gibt es in sehr vielen Typen. Wichtig ist, beim Feilen von Handsägen den richtigen Feilentyp auszuwählen.

Dreikantschaber

auch: Löffelschaber

Der Dreikantschaber ist ein Schaber für gekrümmte, schlecht zugängliche Flächen wie beispielsweise Bohrungen. Die Schabkanten des Dreikantschabers haben eine Keilwinkel zwischen 60° und 80°.

dreiläufig zweimal abgewinkelte Treppen

siehe mehrläufige Treppen.

Drei-Liter-Haus

auch: Dreiliterhaus, Dreiliterhäuser, Drei-Liter-Häuser

Das Drei-Liter-Haus braucht pro Quadratmeter und Jahr nicht mehr als 30 Kilowattstunden an Heizenergie. Das entspricht rund drei Litern Öl oder drei Kubikmetern Erdgas. Es schneidet dadurch bezüglich des Energieverbrauchs im Vergleich zum Passivhaus schlechter, im Vergleich zum Niedrigenergiehaus besser ab. Bei einem solchen Gebäude ist daher im Gegensatz zum Passivhaus noch eine zusätzliche Heizungsanlage erforderlich, die aus einer konventionellen Heizung oder eine Wärmepumpe bestehen kann. Ein Drei-Liter-Haus kann nur durch den Einbau von zusätzlichen Wärmedämmschichten (wie z.B. eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) an den Außenwänden und Fenster mit verbesserten U-Werten) erreicht werden. Ebenso wie bei „normal“, d.h. nach EnEV-Standard gedämmten Häusern, kommt der luftdichten Gebäudehülle eine herausragende Bedeutung zu, um Bauschäden und Schimmelpilzbildung zu vermeiden. Dies bedingt eine fachlich einwandfreie Planung und eine konsequente Bauüberwachung und Qualitätskontrolle, da mangelhaft ausgeführte Wärmebrücken schnell zu teuren Folgeschäden führen können.

Dreilochbatterie

auch: Dreilochbatterien, 3-Loch-Batterie

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Seit das Bad zu einem Nostalgie- und Designobjekt geworden ist, sind Dreilochbatterien wieder gefragt, obwohl sie umständlicher zu bedienen sind und auch einen größeren Wasserverbrauch verursachen. Bei der Dreilochbatterie wird die Zufuhr des warmen und kalten Wasser über separate Griffe herbeigeführt. Unsere Fotos zeigen oben eine Batterie des Herstellers JÖRGER mit nostalgischen Kreuzgriffen, unten eine Dreilochbatterie von HANSGROHE mit nicht weniger nostalgischen Hebelgriffen. Allerdings werden Dreilochbatterien auch in ganz modernem Design hergestellt.

Dreiriegelschloss

auch: Dreiriegelschlösser,, Drei-Riegel-Schloss,, Drei-Riegel-Schlösser

Bei einem Dreiriegelschloss handelt es sich um eine Art Türschloss. Solche Schlösser besitzen drei Riegel, was einen hohen Schutz vor Einbrechern verspricht. Durch drehen des Schlüssels werden die Riegel in der Regel zweitourig ausgefahren. Bei älteren Dreiriegelschlössern wurden die beiden zusätzlichen Riegel auch durch Verdrehen des Türdrückers ausgeschlossen. Die Sicherheit von Dreiriegelschlössern wird insbesondere auch deshalb gewährleistet, weil der Einbrecher von außen außen nicht sehen kann, an welchen Stellen sich die Riegel befinden.

Drei-Säuler

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Ein Drei-Säuler ist ein im Heizungsbau und innerhalb der Herstellerbranche geläufiger Begriff für einen Radiator bzw. speziell für einen Säulenradiator, der aus mehreren Stahlrohrelementen besteht, die in drei "Säulen" unterteilt sind (siehe Zeichnung). Zwischen den einzelnen Säulen kann Luft zirkulieren, was den Wirkungsgrad dieser Konvektionsheizung erhöht.

Dreischeiben-Schleifmaschine

auch: Dreischeibenschleifmaschine, Dreischeibenschleifmaschinen, Dreischeiben-Schleifmaschinen

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Die Dreischeiben-Schleifmaschine ist als Allround-Maschine zu betrachten. Sowohl Holzböden als auch Natursteinböden lassen sich mit der Maschine schleifen. Sie ist leistungsstärker als die Einscheiben-Schleifmaschine und zeichnet sich durch die meist vorhandene Kontrarotation der drei Schleifteller mit einem hervorragendem Schleifbild aus. Die Maschine wird von der Unterbodenbehandlung über den Grob- und Planschliff bis zum Mittel-, Fein- und Polierschliff eingesetzt.

Dreischichtplatte

auch: Dreischichtplatten

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Dreischichtplatten sind äußerst belastbare, großflächige Platten mit drei Lagen, bestehend jeweils aus kreuzweise miteinander verleimten Holzlamellen. Das Einsatzgebiet der 3S-Platten ist vor allem der Innenausbau, wobei Nadelholzplatten als Fußbodenelemente und Laubholzplatten im Möbelbau eingesetzt werden. Die Holzindustrie liefert auch 3S-Platten mit farbig beschichteten Oberflächen.

Dreiseitenkipper

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Der Dreiseitenkipper ist ein LKW, bei dem sich die Ladefläche hydraulisch mit einem Kippzylinder in drei Richtungen kippen lässt. Somit kann Schüttgut wie Kies, Schotter oder Sand ohne große Wendemanöver an jede gewünschte Stelle gebracht werden. Auch das Beladen mit Maschinen oder Schüttgut geht auf diese Weise einfacher.

Dreiseithof

auch: Dreikanthof, Vierkanthof, Vierseithof, Dreiseithöfe

Im Erzgebirge, dem Vogtland und seinem Vorland gibt es verschiedene Gehöftformen. Meist hat sich ein Bauernhof aufgrund seiner wirtschaftlichen Entwicklung im Laufe der Zeit auch baulich verändert. Dort, wo die Natur reichere landwirtschaftliche Erträge ermöglichte, verbreiteten sich in ganz Mitteldeutschland Drei- und Vierseithöfe. Ein Dreiseithof setzt sich aus einem Wohnstallhaus (Wohnhaus mit Rinderstall), einem gegenüberliegendem Seitengebäude (Auszugshaus mit Pferdestall sowie Wagenschuppen) und eine Scheune an der Rückseite des Hofes zusammen. Nach der Straße zu war dieser Hof entweder offen oder durch ein Torhaus bzw. eine Mauer mit Tor abgeschlossen. Ein Vierseithof hingegen hat zwei Seitengebäude rechts und links vom Wohnhaus und eine Scheune gegenüber. Bei den Baukörpern handelt es sich um überwiegend zweigeschossige Gebäude mit längsgestrecktem klaren Grundriss. Das Wohnhaus ist meist in Firstrichtung rechtwinklig zur Straße. Die freistehenden Nebengebäude sind hofraumbildend und dem Hauptgebäude mit gestalterischer Verwandtschaft untergeordnet.

Dreispänner

Dreispänner ist im Baubereich die Bezeichnung für eine Bauzeile aus Reihenhäusern, die nur aus einem Mittelhaus sowie rechts und links zwei "angespannten" Eckhäusern besteht. Der Begriff "Dreispänner" ist vor allem im süddeutschen Raum geläufig.

Dreivierteldachziegel

Dreiviertelziegel

auch: Dreivierteldachziegel

Unter einem Dreiviertelziegel kann entweder ein Dachziegel oder Mauerziegel verstanden werden. Der Dreivierteldachziegel wird eingesetzt, um bei der Verlegung im Verband eine übrig verbleibende Fläche an den Dachkanten zu überbrücken. Als Ziegel in einem Mauerverband hat er drei Viertel der Länge eines normalen Ziegels. Er wird benötigt, um zu verhindern, dass Stoßfugen durch zwei oder mehr Ziegelreihen gehen.

Dreizugkessel

Beim Dreizugkessel wandern die Verbrennungsgase im Heizkessel durch drei – statt zwei – Zonen (Züge). Sie halten sich infolgedessen weniger lang in der heißesten Zone, dem Brennraum auf. Das unterstützt die Reduzierung der giftigen Stickoxide. Allerdings lässt sich der Stickioxid-Anteil in den Abgasen durch andere moderne Methoden wie z.B. Abgasrückführung bereits auf ein absolutes Minimum reduzieren. Die aufwändige Dreizugkessel-Technik kann das Ergebnis kaum weiter verbessern.

Drempel

siehe Kniestock.

Drempelstütze

auch: Kniestockstütze, Drempelstützen

Drempelstützen dienen zur Aussteifung bei einem gemauerten Kniestock. Sie werden zwischen der obersten Stahlbetondecke und dem auf dem Kniestock horizontal verlaufenden Ringanker aus Stahlbeton angebracht. Die betonierten und bewehrten Drempelstützen werden in Abständen zwischen ca. 2 m und bis zu etwa 5 m Abstand (je nach statischen Erfordernissen) vertikal eingebaut und biegesteif sowohl mit der Stahlbetondecke als auch mit dem Ringanker verbunden. Sowohl die Drempelstützen als auch der Stahlbetonringanker müssen zur Außenseite hin (zur Außenluft) jeweils mit hochwertiger Wärmedämmung von mindestens 5 bis 6 cm Dicke gedämmt werden, um Wärmebrücken und damit Feuchtigkeitsschäden an der Innenseite der Bauteile zu verhindern. Eine Drempelstütze ist statisch nur dann sinnvoll, wenn als oberer Wandabschluss ein Ringanker oder Ringbalken angeordnet wird.

Drillbohrer

auch: Bohrer

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Drillbohrer sind Handbohrer und funktionieren nach dem Prinzip des Brummkreisels, wie er für Kleinkinder heute noch hergestellt wird. Durch Auf- und Runterdrücken einer Gewindestange gerät der Kreisel in Bewegung. Beim Drillbohrer wird dadurch das Bohrgewinde in Bewegung gesetzt und senkt sich in das zu bearbeitende Holz. Wie bei einer Bohrmaschine werden Bohrer unterschiedlicher Stärken und Längen in eine Spannzange (also dem Bohrfutter) eingesteckt. Drillbohrer gibt es seit 1823. Genutzt werden sie heutzutage eigentlich nur noch im Modellbau.

Drilldrahtbinder

Der Drilldrahtbinder oder auch Drahtbinder oder Drahtrödler ist ein bohrerähnliches Werkzeug mit einem Haken am Ende und einem beweglichen Griff. Er dient zum Zusammendrehen der Enden eines um zwei Bewehrungsstähle zur Verbindung der Kreuzungsstellen herumgelegten Bindedrahtes.

Drilling

siehe Gabelwuchs.

Drillnagel

auch: Drillnagel

Der Drillnagel eignet sich zur Befestigung der Unterlattung bei Paneelen oder Wandverkleidungen oder anderen Zimmermannsarbeiten in Porenbeton. Er besitzt einen rechteckigen Querschnitt, der in sich verdreht, also verdrillt ist. Die keilförmige Spitze verhindert das Spleißen des Holzes. Der Nagel wird, ohne Vorbohren, rechtwinkelig zur Holzfaser eingeschlagen. Mit zunehmender Einschlagtiefe erhöhen sich die Auszugswerte.

Drillruhepunkt

Drittelschale

auch: Drittelschalen

siehe Halbschale.

Drosselklappe

auch: Drosselklappen

Ganz allgemein sind Drosselklappen kreisrunde Klappen, die das Versperren eines Rohr-Querschnitts zu ermöglichen. Drosselklappen findet man nicht nur beim Motor, wo sie den Luftstrom im Saugrohr regulieren. Auch im Ofenbau gibt es Drosselklappen, die dort den Schornsteinzug regulieren. Durch Schließen der Drosselklappe lässt sich der Abzug der Abgaswärme reduzieren, wenn der Brennraum voll Glut ist. Auch bei Regenüberläufen findet man Drosselklappen, die in diesem Fall den Wasserablauf regulieren lassen.

Drosselventil

auch: Drosselventile

Drosselventile werden in Rohrleitungen strömender Medien eingebaut, um Temperatur, Druck und Menge des durchlaufenden Mediums durch Drosselung zu regeln. Drosselventile gibt es z.B. zur Reduzierung der durch ein Rohr laufenden Ölmenge. Auch in der Wasserversorgung oder bei Kühlschränken oder Klimaanlagen kommen Drosselventile zum Einsatz.

Druckbegrenzer

Ein Druckbegrenzer sorgt dafür, dass der Druck in einem Gerät nicht zu groß wird und es dabei Schaden nimmt. Bei druckluftbetriebenen Geräten kann die Druckbegrenzung durch Abschalten oder belüften des Druckerzeugers erfolgen. Bei Hochdruckreinigern wird die Druckerzeugerpumpe meist über einen Bypass kurzgeschlossen und damit die Druckzufuhr unterbrochen.

Druckbewehrung

Obwohl Beton sehr hohe Druckkräfte aufnehmen kann, ist die Aufnahmefähigkeit nicht unbegrenzt. Wird die Druckfestigkeit (speziell bei Druckgliedern wie beispielsweise Stützen) des Betons überschritten, müssen zusätzliche Stahleinlagen für mehr Halt sorgen - die sogenannte Druckbewehrung. Bügel sorgen dafür, dass diese Druckstäbe nicht Ausknicken.

Druckbohren

siehe Rotary-Bohren.

drücken

Druckentwässerung

Die Druckentwässerung ist ein nicht schwerkraftgebundenes Entwässerungsverfahren für die Schmutzwasserableitung(im Gegensatz Freigefälleentwässerung). Das Schmutzwasser gelangt innerhalb der Gebäude bzw. der Grundstücke über Gefällegrundleitungen in einem Sammelschacht mit Förderanlage. Die Förderanlage pumpt das Schmutzwasser über Anschluss- und Sammelleitungen bis zu einem beliebigen drucklosen Ausmündungspunkt des Systems in den Bereich der Kanalisation, der nach dem Prinzip der Freispiegelleitungen betrieben wird. Eine zentrale Niederschlagswasserableitung erfolgt bei diesem Entwässerungssystem nicht.

Drückergarnitur

auch: Türgarnitur, Drückergarnituren

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Drückergarnitur ist die gängige Bezeichnung für einen Türgriff, der zusammen mit zwei Rosetten oder zwei Türschildern als Verpackungseinheit verkauft wird. Drückergarnituren werden wie der Türgriff aus verschiedenen Materialien wie Messing, Aluminium, Stahl oder Kunststoff gefertigt. Die Einzelteile sind in ihrem Design und in Ihrem Oberflächenfinish aufeinander abgestimmt. Das Foto zeigt eine Drückergarnitur der Fa. Zawadski.

Druckerhöhungsanlage

auch: Druckerhöhungsanlagen

Druckerhöhungsanlagen sind bei Gebäuden notwendig, bei denen der vorhandene Wasserdruck nicht ausreicht, um diese zu versorgen. Dies ist häufig bei Hochhäusern der Fall. Bei Druckerhöhungsanlagen wird mittels Pumpen der Druck in den Trinkwasserleitungen erhöht, so dass das Wasser auch in obere Stockwerke gelangt. Auch bei Anlagen, für deren Anschluss eine unmittelbare Verbindung mit Trinkwasserleitungen nicht zulässig ist oder bei Feuerlösch- und Brandschutzanlagen, kann eine Druckerhöhungsanlage erforderlich werden. Diese ist so auszulegen, auszuführen, zu betreiben und zu unterhalten, dass weder die öffentliche Wasserversorgung noch andere Verbrauchsanlagen störend beeinflusst werden.

Drückerstift

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Kleiner als ein halber Bleistift, hat der aus Stahl gefertigte, konisch zulaufende Drückerstift eine wichtige Funktion. Er hält nämlich die mittels eines geschlitzten Vierkantstabs (auch Drückerstab genannt) oder durch besondere Hülsen miteinander verbundenen Griffe einer Drückergarnitur zusammen, indem der Stift (in der Zeichnung rot markiert) in der Bohrung der Hülse oder im Schlitz des Vierkantstabes durch sanfte Hammerschläge arretiert wird.

Druckfestigkeit

Im Allgemeinen wird unter der Druckfestigkeit die unter einachsiger, kurzzeitiger Druckbelastung gemessene Bruchfestigkeit des Betons oder anderer Werkstoffe wie Stahl oder Gestein verstanden. Ist die Druckspannung größer als die Druckfestigkeit eines Körpers, so wird er zerstört. Beim Beton beeinflussen verschiedene Einflußgrößen wie Festigkeit des Zementsteins, Zusammensetzung des Betons, Verdichtung des Betons oder Alter und Lagerungsverhältnisse die Druckfestigkeit.

Druckglieder

Druckglieder sind Bauteile, deren gesamter Querschnitt auf Druck beansprucht wird, wie z.B. Stützen. Die Bezeichnung wird vor allem in der Baustatik verwendet. Die Tragfähigkeit von Druckgliedern wird umso mehr durch ihre Verformungen beeinflusst, je schlanker sie sind. Deshalb sind die Verformungen bei schlanken Druckgliedern bei der Schnittgrößenermittlung zu berücksichtigen (Theorie II. Ordnung) und es der Nachweis zu führen, dass unter Berücksichtigung der Tragwerksverformungen (und von Imperfektionen) ein stabiler Gleichgewichtszustand möglich ist, ohne dass die Querschnittstragfähigkeit an irgendeiner Stelle überschritten wird.

Druckhöhe

Die Druckhöhe ist u.a. ein Begriff aus dem Wasserbau. Demnach wird in der Hydromechanik die Druckhöhe als Quotient aus dem Druck und dem Produkt aus Dichte des Wassers und der Fallbeschleunigung berechnet. Auch in der Fliegerei wird mit Druckhöhen gerechnet. Dort ist die Druckhöhe eine rechnerische Höhenangabe auf Basis des Luftdrucks. Dabei wird genaugenommen keine Höhe, sondern ein Luftdruck angegeben. So entspricht z.B. eine Druckhöhe von 2000 ft immer einem Luftdruck von 942 hPa - unabhängig von den herrschenden atmosphärischen Bedingungen.

Druckholz

auch: Buchs, Druckhölzer

Druckholz ist die Bezeichnung für Holz, das sich durch Wuchsfehler (z.B. Schiefstellung am Hang, Winddruck usw.) verzogen hat und schlecht zu bearbeiten ist. Druckholz kommt bei Nadelhölzern vor und wird auch als Rotholz oder Buchs bezeichnet. Rotholz wird es deshalb genannt, weil sich das Holz an den Stellen erhöhten Drucks rot färbt. Druckholz unterscheidet sich vom übrigen Holz durch hohe Dichte und starkes Schwinden bzw. Quellen. Das Holz arbeitet sehr stark und Bretter mit hohem Druckholzanteil verwerfen sich leicht.

Druckinjektionen

Druckinjektionen sind eine Möglichkeit einer nachträglichen Horizontalabdichtung. Sie werden insbesondere an stark durchfeuchteten oder kapillargesättigten Mauerwerken eingesetzt, da auch Porenräume mit Injektionsmittel gefüllt werden können, die kapillar nicht zugänglich sind. Die Bohrlöcher werden dazu in einem Abstand von 10 bis 12 cm und einem Durchmesser von 14 bis 25 mm gebohrt. Das Bohrloch wird schräg nach unten mit einem Bohrloch­winkel bis 20° gebohrt. Wenn die Fugen eine ausrei­chende Stabilität aufweisen ist es aber üblich, die Bohrlöcher waagerecht zu bohren. Aufgrund der Injektion mit Druck und einer zu erwarteten größeren radialen Ausbreitung des Injektionsmittels um das Bohrloch können Druckinjektionen einreihig ausgeführt werden.

Druckknopfmelder

siehe Feuermelder.

Druckknopfzange

auch: Druckknopfzangen

Die Druckknopfzange ist eine Verwandte der Revolver-Lochzange. Mit der Druckknopfzange können Druckknöpfe problemlos in vorgestanzten Löchern befestigt werden. Der Heimwerker braucht diese Zange etwa für Abdeckplanen um einen Gartengrill oder um ein Sonnensegel je nach Sonneneinstrahlung partiell zu öffnen oder zu schließen.

Druckkraft

auch: Druckkräfte

Eine Druckkraft entsteht beispielsweise, wenn ein Stab zusammengedrückt wird. Auch wenn ein Fundament durch eine Hauswand belastet wird, so muss es Druckkräfte aufnehmen. Im Fundament entstehen Druckspannungen. Die Druckfestigkeit ist bei den verschiedenen Werkstoffen unterschiedlich groß. Sie nimmt mit der Dichte und der Zähigkeit des Werkstoffs zu. Zur Aufnahme von Druckkräften sind die Baustoffe Beton, Stahl, Naturstein, Mauersteine und Holz geeignet. Hohe Druckfestigkeiten sind vor allem für Fundamente, tragende Wände, Pfeiler und Stützen erforderlich.

Druckluft-Blaspistole

auch: Druckluft-Blaspistolen

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Die Druckluft-Blaspistole wird mit einem Schlauch an ein Druckluftsystem angeschlossen. Durch das Betätigen eines Hebels entweicht Druckluft. Diese eignet sich zum Abblasen von Spänen, Staub oder Ernterückständen.

Druckluftbohrer

auch: Pressluftbohrer, Druckluft-Bohrer

Ein Druckluftbohrer ist eine Bohrmaschine, die mit Druckluft, beispielsweise aus einem Kompressor betrieben wird. Der Druckluftbohrer ist vor allem für professionelle Anwender geeignet.

Druckluft-Exzenterschleifer

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Ein Druckluft-Exzenterschleifer ist ein Exzenterschleifer für Präzisionsschleifarbeiten und für den Feinschliff an Rundungen und Wölbungen. Diese Profimaschine wird hauptsächlich im Kfz-Handwerk und in Lackierbetrieben verwendet.

Druckluftförderer

Beim Druckluftförderer handelt es sich um Maschine zum Fördern von fließfähigen, plastischen Materialien. Als Fördermedien kommen Zementestriche in Frage sowie Leichtbeton, plastischer Calciumsulfatestrich, Beton, Sand, Kies, Pflanzenerde oder Lehm-/Strohgemische. Die maximale Zuschlagskörnung ergibt sich primär aus dem Durchmesser des Kesselabgangs. Druckluftförderer gehören zur Gruppe der unstetigen Strömungsförderer. In einem Misch- und Förderbehälter wird der Estrichmörtel zunächst wie in einem Zwangsmischer miteinander vermengt. Nach Beendigung dieses Vorgangs wird der Mischbehälter, der als Druckbehälter ausgestaltet ist, mit Druckluft beaufschlagt. Die Druckluft wird typischerweise mit einem Schraubenverdichter erzeugt und tritt zu einem Teil als Oberluft bzw. Kesselluft in den Druckbehälter ein. Zu einem anderen Teil wird die Druckluft als Unterluft bzw. Schlauchluft in die Druckleitung oder Förderleitung gegeben. Das Fördermedium wird durch das Mischwerk zum Kesselabgang geschoben und dort mit Hilfe der Unterluft in einzelne Materialpakete zerteilt und gefördert. Dabei schiebt die Druckluft das Fördermedium, ähnlich einer Rohrpostanlage, in vielen, einzelnen Pfropfen durch die Druckleitung.

Druckluftgründung

auch: Druckluftgründungen

Drucklufthammer

auch: Drucklufthämmer

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Der besser unter dem Namen Presslufthammer bekannte Drucklufthammer dürfte wegen seiner Lautstärke schon manchem auf die Nerven gegangen sein. Es wird, wie der Name schon sagt, mit Druckluft angetrieben und beispielsweise für Mauerdurchbrüche oder zur Betonbearbeitung verwendet. Mit verschiedenen Tools lässt er sich aber noch für viele weitere Zwecke verwenden. So lassen sich mit dem Drucklufthammer alte Fliesen, Putze und Bodenbeläge abstemmen. Bei Einsatz des entsprechenden Tools können sie sogar zum Verdichten, zum Stocken (Aufrauhen) und sogar zum Graben verwendet werden.

Druckluftheber

siehe Mammutpumpe.

Druckluftlanze

auch: Druckluftlanzen

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Die Druckluftlanze ersetzt mühselige Muskelarbeit, wie sie zum Beispiel mit einem Pickel notwendig ist, durch müheloses Arbeiten mit Druckluft. Sie besitzt zahlreiche Einsatzgebiete: - Versorgungsleitungen freilegen- Unterqueren und Freilegen von Fundamenten- Sondier-Schachtungen- Aufbrechen von Mineralbeton- Entleeren von offenen vorgertriebenen Stahlrohren- Moosige Flächen reinigen- Fugen ausblasen- Grobreinigung von Baumaschinen- Freilegen und Belüften von Wurzelwerk im Garten- und Landschaftsbau

Druckluft-Nadelabklopfer

auch: Druckluft-Nadelabklopfer

Aufsatz für einen Drucklufthammer. Er ist besonders geeignet zum Entrosten, entschlacken von Schweißnähten, entfernen von Mörtel, alter Farbe und anderen Rückständen, auf glatten und unebenen Stellen, speziell auch in Ecken und Winkeln. Der Nadelabklopfer besteht aus einzelnen Nadeln, die auch einzeln ausgetauscht werden können.

Druckluftnagler

auch: Druckluft-Nagler

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Der Druckluftnagler ist, im Gegensatz zum Kombinagler, nur zum Nageln geeignet. Er ist dennoch speziell im Innenausbau eine große Hilfe, da sehr viel schneller und ohne die Gefahr eines blauen Daumens gearbeitet werden kann. Auch bei der Verlegung von Holzschindeln greift der Dachdecker gerne zu diesem praktischen Gerät.

Druckluft-Ratschenschrauber

auch: Druckluftratschenschrauber

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Der Druckluft-Ratschenschrauber ist geeignet für alle Einsatzbereiche, bei denen geschraubt werden muss. Er ist vergleichbar mit einer Handratsche, man benötigt allerdings keinen Raum beim Ratschen. Daher ist der Druckluft-Ratschenschrauber hervorragend für unzugängliche Stellen geeignet.

Druckluft-Schlagschrauber

auch: Druckluftschlagschrauber

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Der druckluftbetriebene Schlagschrauber eignet sich für Reifenwechsel in der Autowerkstatt oder absichtliches Abdrehen von Schrauben bei alten Auspuffanlagen. Der Druckluft-Schlagschrauber wird aber auch im Holzbau zum Einbringen starker Schrauben verwendet.

Druckluft-Schwingschleifer

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Der druckluftbetriebene Schwingschleifer ist eine Profimaschine, die in der Kfz-Reparatur, der Möbelindustrie, Schlosserei oder Schreinerei eingesetzt wird. Druckluft-Schwingschleifer gibt es in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Arten der Staubabsaugung wie über einen Industriestaubsauger oder einer Zentralabsaugung. Manche Geräte besitzen auch eine Eigenabsaugung.

Druckluftspaten

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Ein Druckluftspaten arbeitet quasi wie ein Presslufthammer und erleichtert Grabarbeiten an schlecht zugänglichen Stellen(wo ein Minibagger zu groß ist)und schweren Böden. Für den Druckluftspaten sind außer Grabwerkzeugen aber auch noch andere Werkzeuge wie Meißel, Verdichterplatten oder Schabebleche erhältlich. So lassen sich auch Beton, Mauerwerk oder Fliesen bearbeiten oder lösen. In engen Bereichen kann der Druckluftspaten mit den Verdichterplatten auch zur Bodenverdichtung eingesetzt werden. Mit den Schabeblechen kann beispielsweise Teppichboden, PVC-Boden bzw. deren Kleberreste entfernt oder Tapeten und Dämmplatten gelöst werden.

Druckluft-Stabschleifer

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Der Druckluft-Stabschleifer ist ein druckluftbetriebener Schleifer für alle Anwendungsbereiche zum Schleifen, Trennen und Polieren an Kanten, Ecken und Formen. Für das Entgraten filigraner und komplexer Konturen sind übliche Schleifgeräte aufgrund der relativ großen Schleifscheibendurchmesser in aller Regel ungeeignet und entsprechen nicht den spezifischen Anforderungen. Eine bedarfsgerechte Lösung bietet in diesen Fällen der Einsatz von Stabschleifern. Mit Druckluft angetriebene Stabschleifer sind bei vergleichbarer Leistung in der Regel wesentlich leichter als Elektro-Stabschleifer. Zudem erlaubt der Druckluftantrieb über den kompletten Drehzahlbereich eine stufenlose Drehzahlregelung. Für den Einsatz in Verbindung mit einem Druckluft-Stabschleifer gibt es eine große Palette an Werkzeugen. Dazu zählen unter anderem Mini-Fiber- und -Vlies-Scheiben, Mini-Trenn- und -Schrupp-Scheiben sowie Hartmetall-Frässtifte.

Drucklufttacker

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Drucklufttacker funktionieren ähnlich wie Elektrotacker, der Antrieb des Schlagbolzens erfolgt aber durch einen Druckluftzylinder. Da die Einschlagenergie schlagartig zur Verfügung stehen muss, ist bei Drucklufttackern ein Druckluftreservoir im Gerät untergebracht. Dadurch hat dieser Tacker große Abmessungen und auch der Druckluftschlauch macht den Tacker unhandlich. Er wird daher nur dort eingesetzt, wo eine sehr große Schlagkraft notwendig ist wie beispielsweise in der holzverarbeitenden Industrie oder im Zimmereihandwerk.

Druckluft-Winkelschleifer

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Der druckluftbetriebene Winkelschleifer ist eine Profimaschine, die in Schlossereien oder Karosseriebetrieben verwendet wird. Der Druckluft-Winkelschleifer kann mit handelsüblichen Schleif-, Schrupp- und Trennscheiben verwendet werden.

Druckminderer

Druckminderer haben bei Trinkwasseranlagen die Aufgabe, z.B. einen zu hohen Druck in der Anschlussleitung auf den zulässigen Druck in der Verteilungsleitung herabzusetzen. Sie sind erforderlich, wenn der Ruhedruck an der Entnahmestelle 5 bar überschreitet und gleichzeitig Schallschutz gefordert ist. Ebenfalls wird ein Druckminderer benötigt zur Begrenzung des Betriebsüberdruckes in den Verbrauchleitungen. Schließlich kommt er noch zum Einsatz, wenn der Ruhedruck vor einem Sicherheitsventil 80 % seines Ansprechdruckes überschreiten kann und zur Bildung von Druckzonen in Hochhäusern. Druckminderer werden in der Regel zentral in die Kaltwasserleitung hinter der Wasserzähleranlage eingebaut.

Drucksonde

auch: Drucksonden

Mit einer Drucksonde lassen sich vor Ort Aufschlüsse über den vorhandenen Baugrund ziehen. Die Drucksonde wird hierzu mit gleichbleibender Geschwindigkeit in den Boden eingedrückt. Dann werden Mantelreibung, Spitzendruck und eventuell der Porenwasserdruck gemessen. Aus diesen Daten und unter Berücksichtigung der verschiedenen Schichten des Baugrunds können Rückschlüsse auf die Festigkeit und Zusammendrückbarkeit des Bodens gezogen werden.

Drucksprühgerät

auch: Drucksprühgeräte

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Das Drucksprühgerät eignet sich zum Versprühen von dünnflüssigen Reinigigungsmitteln. Anwendungsbereiche sind: Reinigung von Sanitäranlagen in öffentlichen Gebäuden, auf Baustellen, Reinigungsarbeiten in Frei- und Hallenbädern, Waschstraßen sowie unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten im Baugewerbe wie beispielsweise Entfernen von Zementresten auf Fliesen und Klinker.

Druckspüler

Zum Spülen von WC-Schüsseln kommen Druckspüler oder Spülkästen zum Einsatz. Ihre Verwendung hängt vom WC-Typ und den Anforderungen ab, die an Platzbedarf und Wunsch nach sofortiger Spülwiederholung gestellt werden. Druckspüler gibt es in Aufputz- und Unterputz-Ausführung. Die Wasserentnahme erfolgt direkt aus dem Netz, der Druckspüler ist somit stets spülbereit. Die Spülmenge ist dosierbar und die Spülkraft ist sehr hoch, wobei der Leitungsdruck zum Spülen der Toilette verwendet wird. Dementsprechend hoch ist auch die Geräuschentwicklung und es sind schallmäßig nur Druckspüler der Armaturenklasse I zulässig.

Druckströmungsentwässerung

Druckzone

auch: Druckzonen

In der Baustatik wird der Teil eines Bauteils als Druckzone bezeichnet, in dem Druckkräfte wirken. Biegt sich ein Bauteil unter der Eigenlast oder einer fremden Last, wird es auf der einen Seite gestaucht (hier ist die Druckzone) und auf der anderen Seite gezogen (hier ist die Zugzone). Irgendwo im Bauteil findet der Wechsel zwischen Stauchen und Ziehen statt. An dieser Stelle geht die Druckzone in die Zugzone über. Im Stahlbetonbau ist es wichtig zu wissen, wo die Druck- und wo die Zugzone sich befindet, da entsprechend die Bewehrungseisen verteilt werden müssen. Da Beton Druckkräfte sehr gut, Zugkräfte hingegen sehr schlecht aufnehmen kann, muss die Zugzone mit Eisen verstärkt werden, die Zugkräfte sehr gut aufnehmen können.

Drudenfuß

auch: Drudenkreuz, Albfuß, Pentagramm, Pintakel

Einen Drudenfuß findet man z.B. als Schmuckelement im Holzbau. Bei einem Drudenfuß handelt es sich um einen fünfzackigen Stern, dem allerhand Mystisches anhaftet. Er steht für die Vollkommenheit oder auch für ein Geheimnis, z.B. bei alten Bauhütten. Weitere Bezeichnungen für Drudenfuß sind Drudenkreuz, Pintakel, Pentagramm oder Albfuß.

Drudenkreuz

siehe Drudenfuß.

DSB-Träger

DSB-Träger ist die Abkürzung für "Dreieckstreben-Bauträger". Zwei flache Holzgurte werden bei DSB-Trägern mit einem eingeleimten Strebensystem verbunden und ergeben so eine Fachwerkkonstruktion, die als Dachträgerelement bis zu 18 m lang sein kann. DSB-Träger kommen z.B. als Parallelträger, als Pultdach- oder Satteldachträger zum Einsatz. Durch den materialsparenden Querschnitt des Trägers besitzen diese ein geringes Eigengewicht, durch die flachliegende Gurte jedoch eine hohe Standsicherheit. Weitere Vorteile des Fachwerkträgers sind: Viel Platz für Dämmung und Installationsleitungen, gute Längs- und Querbelüftung (keine Tauwasserbildung). Das nachträgliche Erstellen von Durchbrüchen entfällt.

Dübel

Bei Dübeln unterscheidet man zwischen Verbindungsmitteln für Vollholz und Holzwerkstoffe sowie Dübeln zum Anbringen von Schrauben an der Wand. Die einen sind zumeist stabförmig und aus Holz (siehe Runddübel), Metall oder Kunststoff, die anderen aus Kunststoff oder Metall mit unterschiedlichen Formen, je nach dem wo etwas und was angebracht werden soll. Gebräuliche Dübelarten sind beispielsweise Rahmendübel, Allzweckdübel, Spreizdübel, Hohlraumdübel und Dämmstoffdübel. Eine Sonderform stellt der Spiralendübel dar. Holzverbindungen werden mit Runddübel und Flachdübeln hergestellt.

Dübelautomat

auch: Dübelautomaten

Der Dübelautomat ist ein Werkzeug zur Herstellung der Dübelbohrung und der jeweiligen Gegenbohrung bei Brettern in einem Arbeitsgang. Die Bretter werden dazu bündig aufeinandergelegt, das Gerät mittels einer Zwinge befestigt und 2x gebohrt. Auch beim Bohren auf Flächen gibt es keine Probleme. Zuerst werden die stirnseitigen Bohrungen vorgenommen, dann die Dübel eingesetzt. Die Dübel sind ein exakter Anschlag für die Gegenbohrung.

Dübelbohrer

In ihrem Aufbau ähneln Dübelbohrer den Spiralbohrern mit Zentrierspitze. Die ein oder zwei Spannuten sind allerdings steiler angeordnet, damit die Späne schneller aus dem Bohrloch transportiert werden. Mit dem Dübelbohrer werden überwiegend Sacklöcher in Vollholz und Holzwerkstoffen hergestellt. Dübelbohrer sind aber auch eine Hammerbohrerart. Sie finden ihre Anwendung beim leichten bis mittelschweren Bohrhammer zum Bohren von Dübeln und sonstigen Befestigungslöchern in Gesteinen.

Dübellochbohrmaschine

auch: Dübellochbohrmaschinen

Die Dübellochbohrmaschine ist ein Profigerät zum Herstellen von flächigen und stirnseitigen Dübellöchern, zum Bohren von Lochreihen und Beschlagsbohrungen. Die Maschinen haben teilweise über 20 Spindeln, mit denen ebensoviele Löcher gleichzeitig gebohrt werden können. Zum Bohren wird das Werkstück auf einem festen Auflagetisch mit variablen Anschlagschienen fixiert. Die Maschine wird mit einem Fußschalter betätigt.

Dübellochfräser

auch: Konstruktionsfräser

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Der Dübellochfräser ist ein Fräser für eine Oberfräse. Dübelloch- bzw. Konstruktionsfräser sind für passgenaue und belastbare Verbindungen von Massivholz im Rahmenbau geeignet. Sie besitzen eine Bohrspitze, die sich sauber in das Werkstück bohrt. Dübellochfräser gibt es für alle gängigen Holzdübeldurchmesser von 5 bis 10 mm.

Dübelmontage

Es gibt drei Arten der Dübelmontage: Vorsteckmontage, Durchsteckmontage und Abstandmontage. Bei der Vorsteckmontage wird der Dübel in das Bohrloch gesteckt und anschließend der zu montierende Gegenstand angeschraubt. Für die Durchsteckmontage werden längere Rahmendübel benötigt. Diese werden durch den Montagegegenstand in das Bohrloch gesteckt. Die Durchsteckmontage eignet sich besonders für die Montage von Gegenständen mit mehreren Befestigungspunkten. Soll der zu befestigende Gegenstand in einem bestimmten Abstand zur Wand angedübelt werden, kommt die Abstandsmontage zum Einsatz.

Dübelsäge

auch: Dübelsägen

Bei der Dübelsäge ist das Sägeblatt besonders schmal. Die Säge wird zum sauberen Abschneiden von Holzdübeln, Holznägeln oder Zapfen direkt auf der Holzfläche verwendet. Die Zähne der Dübelsäge sind nicht geschränkt, um die Holzoberfläche nicht zu zerkratzen.

Dübelschraube

auch: Dübelschrauben

Dübel werden auch mit passenden (vormontierten) Dübelschrauben angeboten. Diese Schrauben besitzen ein in der Länge auf den Dübel angepasstes Teilgewinde (z.B. Durchsteckdübel mit langem Schaft), das einen möglichst hohen Anpressdruck des Dübels im Bohrloch erlaubt, ohne dass der Kunststoff des des Dübels zerschnitten wird. Die Schrauben sind mit einem Senkkopf (als Sicherheitsschrauben mit einem TORX-Senkkopf) oder Sechskantkopf versehen.

Düker

auch: Rohrleitungsdüker

Bei einem Düker handelt es sich um ein Kreuzungsbauwerk, genauer gesagt wird ein Gewässer unter einem anderen Gewässer durchgeführt. Auch unter Hindernissen oder einen Geländeeinschnitt kann ein Düker hindurchführen. Neben den Dükern für Gewässer gibt es auch Rohrleitungsdüker. Das sind Kreuzungsbauwerke zum Unterführen von Rohrleitungen für Gase oder Flüssigkeiten, die unter einem Gewässer geführt werden müssen. Auch Kabel können in einem Düker unter Gewässer hindurch geführt werden.

duktiler Pfahl

auch: duktile, Pfähle

siehe Rammpfahl

Duktilität

Duktilität ist das Vermögen eines Werkstoffes, sich vor stark Verformen zu können, ohne dass er sofort versagt. Glas besitzt beispielsweise keine bzw. eine kaum wahrnehmbare Duktilität, es versagt, ohne dass dies vorher sichtbar ist. Stahl hingegen besitzt eine hohe Duktilität und kann sich je nach Stahlsorte um bis zu 26 Prozent plastisch verformen. Extrem duktil ist Gold, dass sich bis auf wenige Atomlagen austreiben lässt. Nur so lässt sich das Blattgold herstellen. Früher stand Duktilität für Schmiedbarkeit, allgemein sind duktile Stoffe gut kalt formbar, z. B. durch Tiefziehen, Biegen oder Recken.

Dumper

auch: Kettendumper, Raupendumper

Ein Dumper ist ein wendiges Kleinfahrzeug auf Baustellen, das optisch einem Rasentraktor ähnelt. Vor dem Fahrersitz befindet sich jedoch eine Mulde zur Aufnahme von Erdreich, Schutt und dergleichen. Neben Dumpern mit Reifen gibt es auch Dumper mit Ketten (Kettendumper oder Raupendumper). Auch große Muldenkipper werden mitunter als Dumper bezeichnet.

Dunkelstrahler

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Dunkelstrahler werden als Deckenheizung unter die Decken von Fabrik- und Lagerhallen montiert. Es sind dies direkt mit Gas befeuerte Geräte, bei denen mit einem Gasbrenner ein Strahlungsrohr auf 180 bis über 400° erhitzt wird. Dieses Strahlungsrohr aus einer Kesselstahllegierung gibt die aufgenommene Energie in Form von Wärmestrahlung wieder ab. Dunkelstrahler werden in Längen bis 60 m montiert. In dem Zusammenhang spricht man von Strahlungsbändern. Weil die Rohre zwar Wärme, aber im Gegensatz zum Hellstrahler kein durch katalytische Verbrennung entstehendes Licht abgeben, also "dunkel" bleiben, hat sich der Begriff des Dunkelstrahlers herausgebildet.

Dunkelvergilbung

siehe Vergilbung.

Dünnbettmörtel

auch: Dünnbett, Mörtel

Dünnbettmörtel besteht aus Zement, Wasser und Feinsand mit einem Größkorn von einem Millimeter. Er enthält zudem chemische Zusätze, die ihn plastischer machen und ein zu starkes Aufsaugen von Wasser aus dem Mörtel durch die Mauersteine verhindern. Dünnbettmörtel werden den Zementmörtel zugerechnet. Dünnbettmörtel werden zur Vermauerung von Mauersteinen mit sehr geringen Maßabweichungen (den sogenannten Plansteinen) verwendet. Die Herstellung dieses Mauerwerkes darf nur mit Werktrockenmörtel erfolgen. Die Dicke der mit Dünnbettmörtel vermörtelten Fuge beträgt 1 -3 mm. Das Aufbringen des Mörtels erfolgt mit einem Mörtelschlitten.

Dünnbettverfahren

Zum Verkleben von Fliesen ist das Dünnbettverfahren die am weitesten verbreitete Methode. Auf einer dünnen Kleberschicht (etwa 3 Millimeter) werden die Fliesen aufgelegt (siehe auch Fliesenkleber). Auch Plansteine, beispielsweise aus Porenbeton, werden im Dünnbettverfahren verlegt. Dazu wird die erste Reihe an Steinen in eine dicken Mörtelschicht gelegt und waagerecht, senkrecht und in der Höhe ausgerichtet. Alle weiteren Reihen werden mit Dünnbettmörtel verklebt, das heißt es gibt nur eine Fuge von 1-3 mm.

Dünnformat

auch: Dünnformate

Das Dünnformat ist ein in Deutschland gebräuchliches Maß für Mauersteine. Die Steine sind entweder im Normalformat (NF), im Dünnformat (DF) oder eines vielfachen dessen (2DF, 3DF). In einem Schuhkarton der Größe 2 DF könnten Sie beispielsweise 2 Mauersteine der Größe DF vermauern und kommen auf einen Stein der Größe 2 DF. Das Gleiche könnten Sie auch mit 4, 8, 16 Steinen des Grundformats DF machen, um die gewünschte Steingröße zu erreichen. Bei einem Stein der Größe 3 DF würde das zwar nicht gelingen, doch drei Steine der Größe DF nehmen inklusive des Mörtels den gleichen Raum ein wie ein Stein der Größe 3 DF. Das Dünnformat hat eine Größe von 5,2 cm x 11,5 cm x 24 cm (Höhe x Breite x Länge). Das Format 2DF besitzt eine Größe von 11,3 cm x 11,5 cm x 24 cm, 3DF = 11,3 cm x 17,5 cm x 24 cm, 8DF = 23,8 cm x 24 cm x 24 xm, 16DF = 23,8 cm x 24 cm x 48 cm.

Dünnglas

auch: Dünngläser

Als Dünnglas wird besonders dünnes Floatglas bezeichnet, das nicht für Bauzwecke verwendet wird. Dünnglas wird eingesetzt für Bilderrahmungen, als Objektträger in der Mikroskopie, in der Mess- und Regeltechnik usw. Dünngläser gibt es mit einer Dicke von nur 0,03 mm. Ähnlich einer Folie lässt sich Dünnglas bis zu einem gewissen Grad an einen Biegeradius anpassen.

Dünn-MDF

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Dünn-MDF sind extradünne nach dem Kalanderverfahren hergestellte mitteldichte Faserplatten mit feinfasriger, gleichmäßiger Oberfläche. Es kommen hauptsächlich Nadelhölzer wie Fichte, Tanne und Kiefer zum Einsatz, für Sonderzwecke können bis zu 10 % Laubholz (z. B. Buche) beigemengt werden. Als Bindemittel wird dabei ein hitzehärtender, formaldehydarmer, melaminharzverstärkter Harnstoff/Kunstharzleim verwendet. Zum Einsatz kommen die Platten beispielsweise bei Möbelrückwänden, Schubladenkästen oder Faltelementen.

Dünnputz

auch: Dünnputze

Dünnputz ist ein Putz, der wie der Name bereits erahnen lässt, in dünnen Schichten unter 5 mm zur Erzielung einer ebenen Oberfläche aufgezogen wird. Dünnputze gibt es als Gips-Dünnputz, Kalk-Dünnputz, kunststoffvergüteter Dünnputz oder Beton-Dünnputz. Sie werden im Innenbereich verwendet. Dünnputze kamen in den letzten Jahrzehnten durch die Veränderungen in der Bauweise auf. Exakt dimensionierte planebene Steine, mit Dünnbettmörtel verklebt, oder ebene Betonfertigteile verlangen keine dicke, Unebenheiten ausgleichende Putzschicht mehr. Der Putzauftrag dient vielmehr zur Optimierung der Oberflächenqualität und kann auch als Oberbelag bestehen bleiben.

Dünnschichtdeckputz

auch: Dünnschichtdeckputze

Bei Dünnschichtdeckputz handelt es sich um einen Putz, der nur in einer dünnen Schicht aufgetragen zu werden braucht, um dann seine Funktion als deckender Putz zu erfüllen. Dünnschichtdeckputze werden für den Innen- und Außenbereich hergestellt, und zwar als mineralischer Putz oder als Kunstharzputz. Erhältlich sind sie als pastöse Massen in Gebindeeimern, wobei die deckende Funktion durch Farbbeimischung oder durch die Struktur des Putzes selbst erfolgt, insbesondere bei Buntsteinputzen. Dünnschichtdeckputze bilden häufig die letzte Lage eines sog. WDVS-Systems.

Dünnschichtlasur

auch: Dünnschichtlasuren, Dünnschicht-Lasur, Dünnschicht-Lasuren

Lasuren bzw. Holzschutzlasuren(% werden als Dünnschichtlasuren und (%Dickschichtlasuren angeboten. Beide Typen haben ihre Vorteile. Die Dünnschichtlasur ist ein offenporiger, durchsichtiger oder durchscheinender Anstrichstoff mit geringerem Bindemittelgehalt als Dickschichtlasuren. Dünnschichtlasuren lassen sich daher leichter verarbeiten. Sie dringen sehr tief ein und neigen deshalb nicht zum Abblättern. Allerdings verhindern Dünnschichtlasuren nicht, dass das Holz Feuchtigkeit aufnimmt. Sie werden daher vornehmlich für nicht maßhaltige Bauteile wie Verkleidungen, Zäune oder Pergolen eingesetzt. Die Nachbehandlung mit Dünnschichtlasuren erfolgt ohne größeren Aufwand.

Dünnschichtsolarzelle

auch: Dünnschichtsolarzellen

Dünnschichtzelle

auch: Dünnschichtsolarzelle, Dünschichtzellen

Den meisten sind Solarzellen und die daraus hergestellten Solarmodule schon eine ganze Weile vertraut. Jeder kennt die bläulich schimernden Scheiben aus Silizium. Doch es gibt auch noch Solarzellen aus anderen Materialien. Diese sind nur wenige µm dick und werden Dünnschichtzellen genannt. Über 80 Prozent dieser dünnen Zellen bestehen auch aus Silizium – in seiner amorphen Form. In letzter Zeit werden aber verstärkt Anstrengungen unternommen andere Materialien ebenfalls "solartauglich" zu machen. Man verspricht sich von Dünnschichtsolarzellen eine starke Verringerung der Herstellungskosten. Dies kann erreicht werden, da bei Dünnschichtzellen viel weniger Material verbraucht wird als bei Silizium-Zellen und die Herstellungstechnologie wesentlich einfacher und energieeffizienter ist.

Dünnspanplatte

auch: Dünnspanplatten

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Eine Dünnspanplatte ist eine dünne Spanplatte mit besonders feiner Oberfläche und sehr guten Fräseigenschaften. Die Platten werden vielseitig verwendet wie z.B. im Türen- oder Möbelbau, in der Verpackungsindustrie oder für Rundbogenanwendungen. Sie können, je nach Verleimung, auch im Feuchtbereich eingesetzt werden.

Dunstabzug

Dunstabzugshaube

auch: Dunstabzug, Wrasenabzug, Inselhaube, Wandhaube, Inselesse, Dunstabzugshauben

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Ein Dunstabzug, auch Wrasenabzug oder Dunstabzugshaube genannt, saugt die beim Kochen entstehenden Dämpfe (Wrasen), Gerüche, Fettdünste und Wärme ab. In einem Dunstabzug befinden sich Fett- und Geruchsfilter, die regelmäßig gereinigt beziehungsweise ausgetauscht werden müssen. Ein Dunstabzug ist entweder direkt über dem Elektro- oder Gasherd oder in der Küchendecke angebracht. Dunstabzugshauben werden entweder mit Umluft oder Abluft betrieben. Wenn es die örtlichen Gegebenheiten zulassen, ist auf jeden Fall die Abluftlösung vorzuziehen. Denn erstens ist die Reinigungsleistung deutlich höher und die Geräuschentwicklung in der Regel niedriger. Zweitens werden keine Aktivkohlefilter benötigt, die alle 3-6 Monate erneuert werden müssen. Schließlich spart man sich bei der Anschaffung die Kosten für das benötigte Umluftset. Die Umluftlösung ist nur dann die bessere Wahl, wenn die Verluste im Abluftkanal 40% übersteigen (der Kohlefilter/Umluft verursacht ca. 30% Verlust) oder wenn ein Abluftkanal nicht installiert werden kann oder darf (z.B. in einer Mietwohnung). Weiterhin wird bei Dunstabzugshauben zwischen Insel- und Wandhauben unterschieden. Wesentliche technische Unterschiede zwischen beiden bestehen nicht. Die richtige Wahl hängt von den räumlichen Gegebenheiten und dem Küchengrundriss ab. Einer offenen Küchenarchitektur und einer freistehende Kochfläche entspricht am besten eine Inselhaube (Inselesse). Wenn sich hingegen rückseitig der Kochstelle eine Wand befindet, wählt man eine Wandhaube. In aller Regel haben Inselhauben einen etwas höheren Preis aufgrund ihres aufwendiger und stabiler konstruierten Kamins und ihres größeren Glasschirms.

Dunstrohr

auch: Dunstrohre

Dunstrohrmanschette

auch: Dunstrohrmanschetten, Dunstrohr-Manschette, Dunstrohr-Manschetten

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Bei Durchdringungen kann Luft in das Gebäude gelangen. Dies muss jedoch verhindert werden, da nach der Energieeinsparverordnung Häuser winddicht gebaut werden müssen. Die Dunstrohrmanschette sorgt für den winddichten Anschluss von Rohrdurchführungen an jede Art von Unterspann- und Unterdeckbahn.(Foto: Hersteller Klöber)

Duobalken

auch: Triobalken

Duo- und Triobalken sind mehrteilig aus technisch getrockneten Bauholzquerschnitten geklebte Balken und werden auch als Balkenschichtholz, Lammellenschichtholz oder Lamellenbalken bezeichnet. Die Balken werden standardmäßig gehobelt und gefast und erhalten üblicherweise eine helle Leimfuge durch den Einsatz von modifiziertem Melaminharz- oder Polyurethanleim. Einzelquerschnitte werden mit einer maximalen Abmessung von 80 mm x 240 mm und einer maximalen Querschnittsfläche von 150 cm² aus Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche, Douglasie oder anderen nach DIN 1052-1 zugelassenen Holzarten hergestellt. Die zu verklebenden Bohlen oder Kanthölzer müssen aus Vollholz nach DIN 1052-1 mindestens der Sortierklasse S 10 nach DIN 4074 bestehen. Je nach Querschnitt werden Duo- und Triobalken in Längen bis 18 m hergestellt. Sie gelten als Alternative zum Bauholz, Konstruktionsvollholz und Brettschichtholz. Architekten interessieren sich zunehmend für Duobalken, weil sie im Erscheinungsbild dem Vollholz näher kommen als Leimbinder.

Duo-Balken

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Duo-Balken wie auch Trio-Balken werden auch Balkenschichtholz, Lamellenschichtholz oder Lamellenbalken genannt. Beim Duo- bzw. Trio-Balken werden zwei oder drei Lamellen, die längs mit Keilzinkenverbindungen verbunden sind, flachseitig miteinander verklebt. Durch die Leimverbindung zwischen den Lamellen besitzen Duo-/Trio-Balken bessere technische Eigenschaften als Massivholz. Die Balken sind besonders geeignet für Bauteile mit hoher Formstabilität, bei denen gestalterisch der Vollholzcharakter erhalten bleiben soll. Sie dürfen in Innenräumen und im überdachten Außenbereich eingesetzt werden. (Nutzungsklasse 1 und 2 nach DIN EN 386) Wie bei Vollholz sollte eine extreme klimatische Wechselbeanspruchung, wie z.B. direkte Bewitterung, vermieden werden. Duo-Balken sind in den Holzarten Douglasie, Fichte, Lärche oder Kiefer möglich.

Duodach

auch: Duodächer

Das Duodach ist eine Sonderform eines Flachdachs. Es stellt eine Kombination von nichtbelüfteten einschaligem Dach (Warmdach) und Umkehrdach dar. Das Duodach wird besonders bei älteren Dächern angewendet, die wohl noch dicht sind, aber deren Wärmeschutz aus heutiger Sicht unzureichend ist. Ist die ursprüngliche Dachkonstruktion schadhaft geworden, steht mit dem Duodach eine einfache und wirksame Sanierungsmöglichkeit zur Verfügung.

Duplex-Tragegriff

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Der Duplex-Tragegriff ist eine Tragehilfe für Gegenstände, insbesondere zugeschnittene Kunststoff- und Blechplatten sowie Holzplatten, sofern diese zwischen die geriffelten Klemmbacken des Tragegriffs passen. Beim Anheben pressen sich die Klemmbacken automatisch zusammen, beim Absetzen lösen sich diese ebenso automatisch.

Durchbluten

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Von Durchbluten spricht man bei Verfärbungen oder Fleckenbildung bei Anstrichstoffen, die durch Wanderung vom Untergrund durch den Anstrichfilm entstanden sind. Dies können Holzinhaltsstoffe (siehe Foto Paint Quality Institute), Wachse oder Rost gewesen sein. Durchbluten kommt meistens auf Hölzern, wie z.B. Redwood (Rotholz), Zeder und Mahagoni vor oder beim Überstreichen von Astlöchern bei bestimmten Holzarten, wie z.B. Kiefer. Flecken können auch durch wachsige Substanzen in Kunstholzprodukten, wie beispielsweise Spanplatten oder MDF entstehen. Wenn der Untergrund gestrichen wird, bluten diese verfärbenden Substanzen durch die Farbe hindurch. Sie können sogar durch normale Grundierungen bluten und führen dann zur vermehrten Schmutzaufnahme, Schimmelbildung und/oder zu einer schlechten Haftung der Farbe. Beim Durchbluten von Rost spricht man von Nagelrost.

Durchbolzung

Von einer Durchbolzung wird gesprochen, wenn aus konstruktiven Gründen und zur Minimierung von Setzungsvorgängen im Blockhausbau Gewindestangen vertikal an den Hausecken, den sog. Kreuzecken, durch die aufgebauten Bohlen geführt und angezogen werden.

Durchbrandofen

auch: Durchbrandöfen

Durchbruchbohrer

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Der Durchbruchbohrer ist ein Hammerbohrer mit einer sehr kurzen Wendel. Dadurch neigt er bei tiefen Durchbruchbohrungen weniger zum Klemmen. Der Bohrmehltransport ist allerdings durch die kurze Wendel beeinträchtigt. Dadurch ist der Bohrer weniger für Sacklöcher, sondern mehr für Durchbrüche geeignet. Durchbrüche gehen aber aufgrund der geringen Reibung in der Bohrung schneller. Mit einem Durchbruchbohrer lassen sich Löcher mit einem Durchmesser von 45 bis 80 mm und einer Länge von 500 bis 850 mm herstellen.

Durchbruchhemmende Verglasung

auch: Durchbruchhemmende, Vewrglasungen

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Eine Sonderform des Verbund-Sicherheitsglases ist das sog. durchbruchhemmende Glas, das als B-Klasse eingeordnet ist. In einem Prüfverfahren wird getestet - siehe Foto aus dem Beschussamt Ulm der Landesgewerbeanstalt Baden-Württemberg - , ob das Glas einer 2000 g schweren, maschinell geführten Axt widerstehen kann, deren Schläge ein 400 x 400 mm großes Loch verursachen sollen. B 1 = niedrige Durchbruchhemmung (30 - 50 Schläge sind notwendig, um den Durchbruch zu erzielen), B 2 mittlere Durchbruchhemmung (51 - 70 Schläge)und B 3 = hohe Durchbruchhemmung (über 70 Schläge).

Durchdringung

auch: Wanddurchdringung, Durchdringungen

Durchdringungen sind Bauteile oder Elemente in runder oder eckiger Form, die bei einer Aussparung in der Bauteilfläche erforderlich werden, z. B. Dachausstiege, Dachgully, Antennendurchgänge, Abwasserrohre Hausanschlusskabel bzw. Rohre u. ä. Ein Problem stellen Durchdringungen bei Brandwänden dar, da bei mangelhafter Ausführung Rauch oder Feuer sich ausbreiten können. Durchdringungen müssen immer sowohl wind- als auch wasserdicht an die Konstruktion angeschlossen werden. Das geschieht zum Beispiel mit speziellen Klebebändern oder Systemelementen, die speziell für solche Durchdringungen - als Schnittstellenlösungen zwischen Rohr/Kabel zur Abdichtungsebene - zugeschnitten sind.

Durchfahrtsrecht

siehe Wegerecht

Durchfallast

auch: Durchfalläste, Durchfall-Ast, Durchfall-Äste

Als Durchfallast werden zum größten Teil schwarze Äste bezeichnet, die keine Verbindung zum umgebenden Holz haben. Wird das Holz zu Brettern verarbeitet, fallen die Durchfalläste nach der Trocknung aus den Brettern heraus. Um Löcher in einem Brett zu vermeiden, werden Durchfalläste in der Regel bei der Herstellung ausgebohrt und durch einen Astlochdübel bzw. Astlochstopfen ersetzt.

Durchflussbegrenzer

Der Durchflussbegrenzer ist eine einfach nachrüstbare Vorrichtung für Wasserhähne und Duschen zur Verringerung der durchfließenden Wassermenge. Dabei mischt der Durchflussbegrenzer dem Wasser Luft bei und macht den harten Wasserstrahl weicher. Was gleichzeitig bewirkt, dass weniger Wasser im gleichen Zeitraum fließt und somit Wasser gespart wird. Durchflussbegrenzer arbeiten in der Regel rein mechanisch und sind mit Außengewinde oder Innengewinde zum aufschrauben oder einschrauben. Die winzige Düse im Durchflussbegrenzer sorgt dafür, dass die Wassermenge aus der Leitung stets konstant bleibt – unabhängig vom Leitungsdruck. Die gängigen Modelle lassen 6 bis 12 Liter Wasser pro Minute durch Dusche oder Wasserhahn – statt der üblichen doppelten Menge.

Durchflusserhitzer

Durchflussmengenregler

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Durchflussmengenregler dienen dazu, unabhängig vom Leitungsdruck eine definierte Durchflussmenge konstant zu halten. Die Anwendungsbereiche reichen von Waschtischarmaturen und Duschen über Durchlauferhitzer bis zu Getränkeautomaten. Mengenregler werden überall dort eingesetzt, wo Wasser sinnvoll und gleichmäßig verteilt werden muss, insbesondere in Gegenden mit stark schwankenden Leitungsdrücken. Werden Mengenregler zusammen mit Strahlreglern als Wassersparerneingesetzt, wird der Wasserverbrauch ganz ohne Komfortverlust reduziert.

Durchflusswassererwärmer

auch: Durchfluss-Wassererwärmer, Durchflußwassererwärmer, Durchfluß-Wassererwärmer

Durchgangsprüfer

Ein Durchgangsprüfer ist ein Werkzeug zur Kontrolle, ob eine nicht angeschlossene oder abgeschaltete elektrische Leitung zwischen Prüfpunkten unterbrochen ist. Durchgangsprüfer können zum Beispiel dazu verwendet werden, um die korrekte Verdrahtung einer Installation zu prüfen oder Störungen in einer bestehenden Installation aufzufinden. Oft sind Durchgangsprüfer in Form eines dicken Stiftes ausgeführt und tragen eine der Prüfspitzen fest montiert an einem Ende. Der zweite Prüfanschluss ist teilweise auch mit einer Krokodilklemme versehen, um einhändig arbeiten zu können.

durchgrünt

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"Durchgrünt" ist ein Begriff aus der Sprache der Makler und Archtekten und bezeichnet eine Wohnlage, in der die Häuser rundum von Gärten, Wiesen, Bäumen und Hecken umgeben sind. Makler dehnen den Begriff gerne aus, aber ein Straßenzug mit Bäumen vor einzelnen Häusern muss nicht unbedingt als durchgrünt gelten. Ein Park ist zwar grundsätzlich durchgrünt, aber nicht bebaubar.

Durchhaus

auch: Durchhäuser

Durchhaus ist eine in Österreich übliche Bezeichnung für ein "Durchgangshaus", also ein Haus mit einem Durchgang zu einem Hinter- oder Innenhof oder zu einer anderen Straße oder Gasse. Durchhäuser findet man nicht nur in Salzburg, Innsbruck oder Wien, sondern in allen Metropolen der ehemaligen Donaumonarchie. Rundum bebaute Innenhöfe, deren Zugang durch ein Durchhaus erfolgt, sind heutzutage oftmals insofern reizvoll umgestaltet, als sich in den Erdgeschossen kleine Boutiquen, Handwerksbetriebe und Restaurants angesiedelt haben.

Durchlassdachziegel

auch: Durchlassdachziegel, Durchlaß-Dachziegel, Durchlass-Dachziegel

Ein Durchlassdachziegel ist ein spezieller Dachziegel mit einer runden Aussparung, durch das z.B. ein sogenanntes Dunstrohr, Solar-Anschlussleitungen oder Satelliten-Antennen geführt wird.

Durchlässigkeit

Von Durchlässigkeit wird im Zusammenhang mit Böden gesprochen. Sie bezeichnet die Eigenschaft, die Strömung von Flüssigkeiten oder Gasen zu ermöglichen. In der Regel ist jedoch das Versickern von Regenwasser gemeint. Bindige Böden wie Ton oder Schluff haben eine geringe Durchlässigkeit. Bei solchen Böden als Baugrund ist meist eine Drainage notwendig, damit das Wasser nicht an den Kellerwänden stehen bleibt und diese eventuell schädigt. Bei sandigen Böden, die eine gute Durchlässigkeit besitzen, ist keine Drainage notwendig.

Durchlassziegel

auch: Durchlassziegel

Siehe Durchlaßdachziegel

Durchlaufbecken

Das Durchlaufbecken ist ein Regenüberlaufbecken mit einem Überlauf für geklärtes Abwasser und vorgeschaltetem Regenüberlauf. Ein Drosselorgan im Ablaufbauwerk begrenzt die Wassermenge, die zur Kläranlage weitergeführt wird, auf die Leistungsfähigkeit dieser Kläranlage. Das Durchlaufbecken dient dem Rückhalt und der mechanischen Reinigung von Mischwasser. Die Besonderheit beim Durchlaufbecken ist, dass der gesamte Abwasserstrom durch das Becken geleitet wird. Durchlaufbecken werden im Gegensatz zu Fangbecken gebaut, wenn die Größe des Einzugsgebietes erwarten lässt, dass die Verschmutzung über einen längeren Zeitraum auftritt und daher kontinuierlich behandelt werden muss.

Durchlaufbehälter

Ein Durchlaufbehälter ist ein Wasserspeicher, der zwischen Wasserwerk und den Verbrauchern, also dem Wasserversorgungsgebiet liegt. Durch den Durchlaufbehälter wird sämtliches benötigtes Wasser geleitet. In dem Behälter wird aber auch Wasser gesammelt, um Schwankungen im Wasserverbrauch ausgleichen zu können. Durch einen freien Einlauf kann im Durchlaufbehälter zudem ein höherer Druck abgebaut werden. Schließlich kann im Auslauf auch noch eine Aufteilung in verschiedene Druckzonen erfolgen.

Durchlauferhitzer

auch: Durchflusserhitzer, Gas-Durchlaufwasserheizer

Im Durchlauferhitzer bzw. Durchflusswassererwärmer wird das Trinkwasser während der Entnahme beim Durchfließen durch den Heizkörper erwärmt, wobei die notwendige Wärmemenge während der Zeit der Warmwasserentnahme geliefert werden muss. Die Erwärmung des Wasser erfolgt mittels Strom, Gas oder Öl. Wird der Hahn geöffnet, kommt es zu einem Druckabfall im Zuleitungsrohr. Dies registriert das Gerät und schaltet automatisch die Energiezufuhr ein, welche das Wasser erwärmt. Beim Aufdrehen das Warmwasserhahnes tritt zuerst immer kälteres Wasser aus, weil sich dieses noch im Rohr als Restwasser befindet. Kurze Zeit später kommt das heiße Wasser dann aus dem Hahn. Wird der Hahn wieder zugedreht, registriert das Gerät, dass der Wasserdruck wieder stimmt und schaltet sich automatisch wieder aus. Ein Nachteil der Durchlauferhitzer ist der enorm hohe Energieverbrauch.

Durchlaufplatte

auch: Durchlaufplatten

Durchlaufplatte ist ein Fachbegriff aus der Baustatik. Bei der Durchlaufplatte handelt es sich um eine einachsig gespannte Stahlbetondecke, die über mindestens zwei Felder verläuft. Zwei Felder bedeutet z.B. zwei Zimmer, die durch eine tragende Wand unterbrochen werden. Statisch gesehen ist die Konstruktion unbestimmt und ist mit einem Durchlaufträger zu vergleichen. Eine Durchlaufplatte ist eine wirtschaftliche Deckenkonstruktion.

Durchlaufsystem

auch: Durchlaufsysteme

Das Durchlaufsystem ist ein Verfahren zur Warmwasserbereitung. Dabei wird das Wasser erwärmt, während es durch das Gerät fließt. Ohne Wartezeit oder Unterbrechung steht sofort die maximale Wassermenge zur Verfügung. Wie groß die Wassermenge ist, hängt von der Leistung des Gerätes und der Temperatur des Wassers ab. Geräte, die im Durchlaufsystem arbeiten, sind kompakt und werden in der Regel an der Wand installiert. Sie bieten sich vor allem an, wenn der Warmwasserbedarf nicht so hoch ist bzw. nicht mehrere Zapfstellen gleichzeitig versorgt werden müssen. Sie können mit Strom oder Gas arbeiten.

Durchlaufträger

auch: Mehrfeldträger

Durchlaufträger ist ein Begriff aus der Baustatik und ist eine rechnerische Idealisierung für eine Brücke, die Decke eines Gebäudes oder irgendein anderes Bauteil. Zur Vereinfachung wird das Bauteil als Durchlaufträger berechnet, was ein Balkentragwerk über mehr als zwei Abstützungen ist. Das System ist statisch unbestimmt und daher schwerer zu berechnen, hat jedoch auch Vorteile gegenüber einem statisch bestimmten Einfeldträger. Seine statische Berechnung ist unabhängig vom Baumaterial (z. B. Stahl, Stahlbeton, Normalbeton oder Leichtbeton, Holz oder anderem Baumaterial), die Bemessung und konstruktive Ausbildung hängt jedoch maßgebend vom Baustoff ab.

Durchreiche

auch: Durchreichen

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Durchreichen ermöglichen das Übergeben von Geld oder Waren zwischen Angestelltem und Kunden. Sie dienen der Sicherheit, weil kein direkter Kontakt besteht, da die Durchreiche normalerweise in der Mitte durch eine Glasscheibe getrenn istt. Eine besondere Form einer Durchreiche ist die Schiebemulde. Sie besitzt einen verfahrbaren Muldenwagen, wodurch die Sicherheit deutlich erhöht wird.

Durchschlag

Ein Durchschlag ist eine Art spitzer Meißel, mit dem man Löcher in Bleche, Leder oder Pappe schlägt. Das Werkzeug aus Stahl wird auch zum Herausschlagen von Bolzen aus Löchern verwendet.

Durchschlagen

Mit diesem Ausdruck wird nach DIN 55945 das Sichtbarwerden von Bestandteilen aus dem Untergrund oder von Verunreinigungen aus vorherigen Beschichtungen nach dem Auftragen und Trocknen eines Beschichtungsstoffes bezeichnet. Beispiele sind das Ausbluten von Holzinhaltsstoffen insbesondere bei tropischen Hölzern, das Durchschlagen von färbenden Rindenanteilen oder Ästen in Holzspanplatten, Teer-, Nikotin- und Wasserflecken usw. Auch bestimmte lösliche Farbstoffe können in einen nachfolgenden Anstrich durchschlagen, ebenso Weichmacher. Je nach Art der zum Durchschlagen neigenden Substanz kann diese durch Auftragen eines speziellen wässrigen oder lösemittelhaltigen Beschichtungsstoffes, eines sog. „Sperrgrundes", isoliert werden, wobei ein porenfreier Film Voraussetzung für die angestrebte Wirksamkeit ist.

Durchschläger

Durchschusshemmende Verglasung

auch: durchschußhemmendes, Glas

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Eine Sonderform des Verbund-Sicherheitsglases ist das sog. durchschusshemmende Glas, das in der Widerstandsklasse C kategorisiert ist. Die einzelnen Widerstandsklassen haben ihrerseits wieder eine Unterteilung, so muss z.B. ein Sicherheitsglas der Kategorie C5 dem Beschuß mit Hartkernmunition aus dem Natogewehr G 3 widerstehen. Das Foto aus dem Beschussamt Ulm der Landesgewerbeanstalt Baden-Württemberg zeigt ein solches Sicherheitsglas nach dem Testbeschuss.

Durchsichtsklasse

auch: Durchsichtsklassen

siehe Gussglas

Durchsprechöffnung

auch: Durchsprechöffnungen

Durchsprechöffnungen finden sich in der Verglasung von Pförtnerkabinen, insbesondere aber im Sicherheitsglas an Bank- und Postschaltern. Während früher in die Glasscheibe ein Metalltürchen eingesetzt war, wird heute das Glas in Sprechhöhe mehrfach durchbohrt. Schalterfenster ohne Sicherheitsanforderungen können mit Durchsprechvorrichtungen ausgestattet werden. Bis zur Sicherheitsvorschrift nach "UVV-Kassen" sind überdeckte Sprechschlitze möglich. Die Sicherheitsnorm nach DIN-EN lassen Durchsprechöffnungen am Schalter nicht zu, so dass elektronische Schaltersprechanlagen eingesetzt werden müssen.

Durchstanzen

Durchstanzen ist ein Begriff aus der Baustatik. Als Durchstanzen wird das lokale Querkraftversagen einer Platte aus Stahlbeton im Bereich von Stützen oder Einzellasten bezeichnet, bei dem ein kegelförmiger Bruchkörper aus der Platte herausgetrennt wird. Es ist daher ein gesonderter Nachweis der Sicherheit gegen Durchstanzen zu führen. Zur Erhöhung der Durchstanztragfähigkeit werden Stahlbetondecken häufig mit Schubbewehrung wie z. B. Bügeln oder Doppelkopfbolzen ausgeführt.

Durchsteckknarre

auch: Durchsteckknarren

siehe Knarre.

Durchsteckmontage

auch: Durchsteck-Montage

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Durchsteckmontage ist eine Montageart eines Dübels. Im Gegensatz zur Vorsteckmontage wird das Dübelloch in einem Arbeitsgang durch die Löcher des Anschluss-Bauteils gebohrt. Beide haben also den gleichen Durchmesser. Der Dübel wird durch das Bauteil in das Bohrloch gesteckt und verspreizt. Es gibt Dübel, die können i.d.R. nur in Durchsteckmontage eingebaut werden, andere hingegen eignen sich nicht für die Durchsteckmontage. Die Bohrtiefe bei Durchsteckmontagewird nicht von der Baustoffoberfläche aus gemessen, sondern zweckmäßigerweise ab Oberfläche Anbauteil. Das bedeutet: Ist ein Anbauteil dünner als die maximale Nutzlänge des Dübels, kann dennoch mit der gleichen Bohrtiefe gearbeitet werden. Der Dübel sitzt dann tiefer im Baustoff als erforderlich, was aber niemals schädlich ist.

Durchwurfanlage

auch: Durchwurfanlagen

Durchwurf-Briefkasten

auch: Durchwurf-Briefkästen, Durchwurfbriefkasten, Durchwurfbriefkästen

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Der Durchwurf-Briefkasten ist ein Gehäuse aus Stahlblech, in das ein oder mehrere Briefkästen integriert sind. Dabei kann die Bezeichnung mißverstanden werden. Denn Briefe usw. werden nicht etwa durch die Mauer durchgeworfen und landen dann auf dem Fußboden. Vielmehr sind auch diese Briefkästen rückseitig mit einer Öffnungstür versehen. Durchwurf-Briefkästen bilden, sofern in die Fassade eingebaut, eine große Kältebrücke.

Durchwurfhemmende Verglasung

auch: Durchwurfhemmende, Verglasungen

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Eine Sonderform des Verbund-Sicherheitsglases ist das sogenannte durchwurfhemmende Glas, das als A-Klasse eingeordnet ist. In einem Prüfverfahren wird getestet - siehe Foto aus dem Beschussamt Ulm der Landesgewerbeanstalt Baden-Württemberg - , ob das Glas einer 4110 g schweren Metallkugel aus unterschiedlicher Fallhöhe widersteht. A 1 = niedrige Durchwurfhemmung (Fallhöhe 3,5 m), A 2 mittlere Durchwurfhemmung (Fallhöhe 6,5 m) und A 3 = hohe Durchwurfhemmung (Fallhöhe 9,5 m).

Durchwurzelungsschutz

Wurzeln haben eine unheimliche Kraft, mit der sie sogar Beton sprengen können. Beim Anlegen eines Gründachs ist daher auf guten Durchwurzelungsschutz zu achten. Es werden folgende Arten des Durchwurzelungsschutzes unterschieden: - Dach-und Dichtungsbahnen - Beschichtungen im Flüssigauftrag - wasserundurchlässiger Beton Der Durchwurzelungsschutz kann durch eine zusätzliche Wurzelschutzschicht oberhalb der Dachabdichtung oder bei entsprechender stofflicher Zusammensetzung durch die Dachabdichtung selbst erfolgen.

Duromere

auch: Duromer

siehe Duroplaste.

Duroplaste

auch: Duromere, Duroplast

Duroplaste bzw. Duromere sind Kunststoffe, die sich im ausgehärteten Zustand auch bei stärkerer Erwärmung nicht mehr erweichen und schmelzen lassen. Sie zeichnen sich durch ihre Härte und Steifigkeit aus. Der geringe Ausdehnungskoeffizient bringt eine hohe Maßstabilität. Auch das Brandverhalten ist vorteilhaft. Duroplastische Kunststoffe lassen sich durch Sägen, Feilen und Hobeln spanend bearbeiten. Man kann sie kleben und aufschäumen, aber nicht schweißen. Eine besondere Bedeutung im Bauwesen haben die Kunststoffschäume. Diese werden beispielsweise aus Phenolharz oder Polyurethanharz hergestellt. Weitere wichtige Duroplaste im Bauwesen sind Harnstoffharz, Ungesättigte Polyesterharze und Epoxidharze.

Duschabtrennung

auch: Duschabtrennungen

Eine Duschabtrennung ist eine fest eingebaute Wand z. B. aus Glasbausteinen oder eine aus Aluminium-Profilen bestehende Rahmenkonstruktion mit Acrylglasfüllung. Sie ist entweder fest installiert oder nur einseitig wandbefestigt. In diesem Fall lässt sich sich auffalten, aufschieben oder aufklappen. Es gibt auch Duschabtrennungen aus Ganzglas. Der Begriff ist im übrigen nicht eindeutig definiert. Manchmal wird darunter auch eine Duschkabine verstanden.

Duschkabine

auch: Duschkabinen

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Eine Duschkabine ist eine meist aus Aluminium-Profilen bestehende Rahmenkonstruktion mit Acrylglasfüllung, die als festes Gehäuse auf eine Duschwanne aufgesetzt wird. Duschkabinen können mit Schiebe- oder Pendeltüren ausgestattet sein, je nach Konstruktion können auch zwei Seitenteile verschoben werden, so dass ein Eckeinstieg entsteht. Besteht eine solche Duschkabine aus Ganzglas, hat sich der Begriff der Ganzglasdusche durchgesetzt. Die Abbildung zeigt ein besonders augenfälliges Exemplar mit Holzprofilen (Hersteller: Breuer).

Duschpaneel

auch: Duschpaneele

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Duschpaneel ist die Bezeichnung für eine längliche, dekorativ gestaltete Ganzkörperdusche, die mit verschiedenen Düsen bestückt ist, aus denen Wasser seitlich herausströmt oder mit hohem Druck herausspritzt. Duschpaneele können sehr unterschiedliche Ausstattungselemente aufweisen, unter anderem Massagedüsen und Handbrausen. Auch die Formen können unterschiedlich sein. Das Foto zeigt ein Modell des Herstellers ARTWEGER; es werden aber auch ovale oder abgerundete Paneele hergestellt und insbesondere solche, die sich speziell für den Eckeinbau eignen.

Duschrinne

auch: Duschrinnen

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Duschrinnen kommen bei bodengleichen Duschen zum Einsatz, also dort, wo auf den Einbau einer Duschwanne verzichtet wird. Im Prinzip sind Duschrinnen Lochbleche aus rostfreiem Edelstahl. Sie sind etwa 70 mm breit und werden als schmaler Schacht über dem Bodenablauf eingebaut und mit diesem verlötet oder verklebt. Beim Einbau einer Duschrinne muss der Bodenbelag (meistens Fliesen) natürlich ein gleichmäßiges Gefälle in Richtung der Rinne aufweisen, damit diese ihre eigentliche Aufgabe erfüllen kann, nämlich während des Duschens eine Pfützenbildung in der Dusche zu vermeiden. Duschrinnen verfügen über feine Schlitze oder Löcher, die Fremdkörper daran hindern, in den Ablauf zu gelangen.

Duschsitz

auch: Duschsitze

Ein Duschsitz kommt vorzugsweise in barrierefreien Bädern zum Einsatz. Wer schlecht auf den Beinen oder beim Duschen gar auf Hilfe angewiesen ist, empfindet einen Duschsitz als große Erleichterung. Aus Sicherheitsgründen ist die Montage durch einen Fachmann empfehlenswert. In den meisten Fällen reichen Platz sparende Klappsitze aus. Es gibt auch verschiebbare Duschsitze, die an stabilen Wandschienen befestigt sind.

Duschstrahl

auch: Duschstrahlen

Duschstrahl ist nicht einfach Duschstrahl. Die Anbieter von Duschbrausen sind sehr kreativ, was die Bezeichnung der Strahlart angeht. Standard ist der Normalstrahl, der wie weicher Regen wirkt. Multifunktionsbrausen bieten zusätzlich einen weichen Strahl, der durch Luftbeimischung entsteht, und einen pulsierenden Massagestrahl. Darüber hinaus gibt es bei den Handbrausen noch Sonderausführungen mit Turbo- und Streichelstrahl.

Duschtasse

auch: Duschtassen

Andere Bezeichnung für Duschwanne.

Duschwanne

auch: Brausewanne, Duschwannen

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Eine Duschwanne ist eine aus Stahl-Emaille, Acryl oder Kunststein bestehende Wanne mit unterschiedlich hohem Rand, in der das Duschwasser aufgefangen und aus der es auch abgeleitet wird. Duschwannen können sehr unterschiedliche Höhen haben, die hochgezogenen Wannenränder dienen meistens als Auflager für Duschkabinen.

Dusch-WC

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Ein Dusch-WC ist eine WC-Schüssel, in deren Rückwand eine Wasserdüse eingebaut wurde, aus der warmes Wasser genau an die Stelle des Gesäßes sprüht, die in Mitteleuropa normalerweise mit Papier gereinigt wird. Der Wasserduck und die Dauer des Reinigungsvorgangs ist individuell einstellbar (Foto: Temtasi). Die Hersteller solcher Toilettenbecken verweisen richtigerweise darauf, dass die Wasserstrahlreinigung erstens hygienischer ist, als die mit Papier und zweitens in weiten Teilen der Welt, insbesondere im Orient, als Normalfall gilt.

Düsenstrahlverfahren

Das Düsenstrahlverfahren ist ein Verfahren zur Verbesserung des Baugrunds. Der wenig tragfähige Untergrund wird dabei durch einen Erdbeton ersetzt. Das geschieht durch durch das Aufschneiden und Lösen des Bodens mit einem Hochdruckwasser- oder Suspensionsstrahl und Vermörtelung mit Zementsuspension. Das Düsenstrahlverfahren kommt bei nichbindigen und bindigen Böden zum Einsatz und da es erschütterungsfrei ist, kann es auch im Gebäude angewandt werden. Mit dem Verfahren können z.B. vorhandene Fundamente zur Tieferlegung benachbarter Baugruben unterfangen werden. Auch setzungsgefährdete Bausubstanz kann mit dem Düsenstrahlverfahren gerettet und Fundamente verstärkt werden, wenn ein Gebäude zum Beispiel aufgestockt werden soll. Als Abdichtungsohle, dichte Baugrubenumschließung kommt das Verfahren ebenso zum Einsatz wie im Tunnelbau oder für Neugründungen. Düsenstrahlkörper sind dauerhaft und können auch für bleibende Anwendungen genutzt werden.

dynamische Intensivverdichtung