Das große Baumarkt Lexikon

Alles zum Thema "B"

Baby-Batterie

auch: Baby-Batterien

Die Baby-Batterie zählt zu den gängigsten Batteriegrößen. Sie besitzt eine Spannung von 1,5V. Die Bezeichnung "Baby" findet man häufig nicht auf der Verpackung, dort stehen Kürzel wie LR14, R14 oder C. LR14 ist die europäische Bezeichnung für eine Alkali-Baby-Batterie, R14 die Bezeichnung für eine Zink-Kohle-Batterie. Dies sind zwei verschiedene Batteriesysteme. C ist schließlich die amerikanische Bezeichnung für eine Baby-Batterie.

Babyschutzgitter

Backdraft

Explosion, die durch die plötzliche Zufuhr von Sauerstoff an einen Schwelbrand ausgelöst wird. Backdrafts treten immer häufiger auf, da die heute im Bauwesen verwendeten modernen Materialien (Kunststoffe, beispielsweise in Form von Matratzen, Polstermöbeln, Teppichen, Vorhängen etc.) vermehrt zu einer Zersetzung durch Hitze neigen. Da gleichzeitig die Wärmedämmung der Objekte immer mehr verbessert wird, kann die bei einem Brand entstehende Wärme nicht mehr rasch genug abfließen. Flashover ist ein weiterer Begriff, der im Zusammenhang mit Brandereignissen immer häufiger auftritt.

Backenbrecher

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Der Backenbrecher ist eine Maschine zur groben Zerkleinerung von Gesteinen, Erzen, Schlacken u.a. Er arbeitet mit einer festen und einer bewegl. 'Brechbacke'. Backenbrecher sind sehr robust und widerstandsfähig. Sie werden in vielen Anlagen der Gesteinsaufbereitung als Vorbrecher eingesetzt. Bei ihnen findet eine Druckzerkleinerung statt, d.h. das zu brechende Gut befindet sich in einem sich abwechselnd verengenden oder erweiternden Spalt zwischen einer feststehenden Druckplatte und einer sich bewegenden Brechplatte. Bewegt sich die Brechplatte mit hoher Geschwindigkeit hin und her, so wird der Übergang zum Schlagbrechen erreicht.

Backenschmiege

siehe Schmiege.

Backsteinbau

auch: Backsteinbauten

Ein Backsteinbau ist ein aus gebrannten Ziegeln (Backsteinen) aufgeführter Bau, dessen Aussenseite oft unverputzt und unverkleidet bleibt. Im Abendland zuerst von den Römern angewendet, wird der Backstein von den Byzantinern übernommen und teils im Wechsel mit Naturstein verwendet, teils zu reinen Backsteinbauten aufgeführt. In Nord- und Nordostdeutschland entwickelt der Backsteinbau seit dem 12. Jh. bis in die späteste Gotik hinein seine schönsten Möglichkeiten. Dabei werden die zerbrechlichen gotischen Zierformen meist vermieden oder vereinfacht und die gekrümmten Profile des Maßwerks, der Fenster- und Portallaibungen aus Formsteinen zusammengesetzt. Der herb-gewaltige Eindruck dieser Bauten rührt von den glatten Riesenflächen her, die großlinig von Blendspitzbögen, Zier- und Quergiebeln (Zwerchdach) aufgelockert werden.

Backsteinziegel

siehe Backstein.

Bäderarchitektur

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In der deutschen Kaiserzeit zwischen 1871 und 1913 bildete sich an der Ostsee, insbesondere auf Rügen und Usedom, eine Mischmasch-Architektur heraus, die fast alle Baustile umfasste. Die wuchtigen mehrgeschossigen Villen wiesen Elemente vom Jugendstil über den Klassizismus bis hin zum Fachwerkhaus und zum sog. Schweizerhaus auf. Erker und Türmchen wie auch griechische Säulen, romanische Fenster­bögen und Loggien gehörten mit zum Stil der Bäderarchitektur. Zu DDR-Zeiten fast verfallen, wurden sie wieder in Stand gesetzt und geben jetzt den "Kaiserbädern" Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin, aber auch anderen Badeorten an der Ostee, den merkwürdigen Charme zurück, den die protzigen Gebäude einst aufwiesen. Auch im ehemaligen Swinemünde (heute Swinoujscie) haben die Polen alles darangesetzt, die alte Bausubstanz der im Stil der Bäderarchitektur erbauten Villen und Hotels zu erhalten.

Badewannenfaltwand

auch: Badewannen-Faltwand

Die Badewannenfaltwand ist keine Wand - vielmehr besteht sie aus meistens drei zusammen schiebbaren, also faltbaren Fensterflügeln. Diese Flügel haben einen Alu-Rahmen, in den Echtglas oder Plexiglas eingelassen ist. Badewannenfaltwände werden an einer Seite mit der Wand verdübelt, während die Faltelemente auf dem Beckenrand aufliegen. Um den Beckenrand nicht zu zerkratzen, ist der Alu-Rahmen unten mit einer elastischen Dichtschiene versehen. Solche Dichtungen befinden sich auch zwischen den Scharnieren der einzelnen Elemente, so dass kein Spritzwasser auf den Badezimmerboden gerät.

Badwärmer

Der Badwärmer ist ein von verschiedenen Hersteller genutzter Begriff für Badheizkörper.

Baffel

auch: Baffeln

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Wenn Akustikdecken noch nicht genügen, um in einem Vortrags­raum oder Konzert­saal eine gute Akustik ohne Nach­hall­effekte zu erzielen, werden Baffeln eingesetzt. Baffeln können rechteckige, in einen Rahmen eingefügte Paneele sein, die wie weiße Handtücher auf einer Wäscheleine aussehen. Es kann sich aber auch um Lamellen oder wurstartige Akustikbaffeln handeln, die vertikal von der Decke abgehängt oder horizontal unter die Decke geklebt werden. Das Material der Baffeln besteht zumeist aus weichem, offenporigem Schaumstoff oder aus kunstharzgebundener Steinwolle.

Bagatellmengen

Von Bagatallmengen wird auf dem Bau bei Arbeiten gesprochen, die so geringfügig sind, dass sie vom Bauunternehmen nicht in Rechnung gestellt werden. Auch bei der Entsorgung von Bauschutt wird mitunter von Bagatellmengen gesprochen. Wer z.B. nur ein, zwei kleine Eimer mit Bauschutt entsorgen möchte, kann darauf hoffen, nichts bezahlen zu müssen, weil es sich um eine Bagatellmenge handelt. Allgemein stellt eine Bagatellmenge also eine so geringfügige Menge dar, die es nicht lohnt, sie weiter zu betrachten.

Bagger

Allgegenwärtiges Baufahrzeug, das zum Lösen und Laden des Bodens eingesetzt wird. Die Arbeitsweise eines Baggers kann sowohl stetig als auch unterbrochen sein. Weiterhin werden Standbagger, Fahrbagger und Flachbagger unterschieden. In zu hartem Fels wird das Gestein durch Bohren und Sprengen oder durch Reißen gelöst.

Bagger-Lader

auch: Baggerlader

Der Bagger-Lader ist ein universell einsetzbares Tiefbau-Fahrzeug, das wie ein Radlader konstruiert ist, jedoch neben der Schaufel hinten auch noch über einen Baggerarm verfügt. Damit kann mit einem Fahrzeug das Erdreich aufgebaggert und anschließend aufgenommen und anderweitig abgeladen werden.

Baggermatratze

auch: Baggermatratzen

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Baggermatratzen sind Konstruktionen aus Hartholz. Sie eignen sich neben dem Einsatz als befahrbare Baustraße für vielfältigste Aufgaben: als Schiffsboden, als Fahrbahndecke auf Stahlträger einer Behelfsbrücke, als Umrandung eines Schüttgutlagers, als Schutz bei extrem belastender Hartgummibereifung von Hebefahrzeugen, für Instandsetzungen zwischen Bahnschienen und überall dort, wo große Lasten auf schwierigem Untergrund schnell und kostengünstig bewegt werden müssen.

Baggerwerkzeug

auch: Baggerwerkzeuge

Werkzeug, das an einen Bagger montiert wird und das zum Lösen des Bodens benötigt wird. Man unterscheidet Hochlöffel, Tieflöffel, Schalengreifer, Schürfkübel oder Schleppschaufel.

Bahn

siehe Breitbahn.

Bahnschwelle

auch: Bahnschwellen

Bajonettkupplung

auch: Bajonettverriegelung, Bajonett-Kupplung, Bajonettkupplungen, Bajonett-Kupplungen

Schnellverschlusskupplung bei der Nasen mit begrenztem Drehwinkel in Schlitzen oder Rillen laufen. Sie wird beispielsweise zur Verriegelung von Rundsteckverbindern oder bei einem Hochdruckreiniger verwendet.

Bajonettsockel

auch: Bajonett-Sockel

Bajonettsockel ist die Bezeichnung für den Sockel einer Glühlampe oder Halogen-Glühlampe. Im Gegensatz zum Edisongewinde, wo geschraubt werden muss, wird die Glühlampe mit Bajonettsockel in die Fassung reingedrückt und durch eine halbe Drehung eingerastet. Solch einen Verschluss findet man häufig bei kleineren Glühlampen für Fahrrad oder Taschenlampe. Ein kleiner Bajonettsockel wird mit B15d, ein größerer mit B22d benannt.

Bajonettverriegelung

auch: Bajonettverriegelungen, Bajonett-Verriegelung, Bajonett-Verriegelungen

BAK

Die Abkürzung BAK steht für Bundesarchitektenkammer. Die Bundesarchitektenkammer vertritt auf nationaler und internationaler Ebene die Interessen von rund 123.900 Architekten gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Mitglieder der BAK sind die Architektenkammern der 16 deutschen Bundesländer.

Bake

auch: Baken

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Baken sind fest installierte oder transportable Warntafeln oder Warnschilder, wie sie einem Autofahrer täglich hundertfach begegnen. Sie warnen vor Bahnübergängen, Straßenverengungen oder Bauarbeiten und sind in der Warnfarbe rot auf weiß gehalten. Transportable Baken sind relativ sturmfest und werden je nach Bedarf aufgestellt - auch zu Absperrzwecken bei Demonstrationen, Karnevalsumzügen und dergleichen. Baugruben werden ebenfalls durch Baken in Verbindung mit Bauzäunen abgesichert. Flatterbänder haben zwar ebenfalls eine Warnfunktion, genügen aber zur Absicherung von Baustellen auf keinen Fall.

Bakterizide

siehe Biozide.

Balancer

auch: Federzug

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Balancer ( Federzüge) halten Werkzeuge scheinbar schwerelos an einer gewünschten Position. Es gibt verschiedene Ausführungen der Federzüge, mit Arretierung, mit Ein-/Ausschalter, mit Schlauchzug und mit Ventil für den automatischen Schraubenanzug. Balancer werden überwiegend mit Druckluft- oder Hochfrequenzwerkzeugen eingesetzt.

Balkenanker

Ein Balkenanker ist ein Metallteil, auf das die Balken einer traditionellen Holzbalkendecke aufgelagert wurde. Balkenlager wurden aus Flacheisen geschmiedet und mit Nägeln und Krampen befestigt. Balkenanker waren häufig auch verziert, sofern sie vor der Außenwand lagen und somit sichtbar waren. Heutzutage erfolgt die Verankerung häufig über Ringbalken aus Stahlbeton. Zudem muss die Verankerung von Holzbalkendecken mit dem Mauerwerk nach DIN 1053 erfolgen.

Balkenbrücke

auch: Balkenbrücken

Balkenbrücken sind sicherlich die älteste Bauform von Brücken überhaupt. Eine Balkenbrücke besteht im einfachsten Fall aus zwei Widerlagern und dem Träger (dem "Balken"), auf dem sich die Fahrbahn befindet. Es sind aber auch Konstruktionen über mehrere Felder und Zwischenauflager möglich. Früher bestand die Fahrbahn bzw. der Gehweg im Normalfall aus Holzbohlen oder noch einfacher aus nebeneinander gelegten Rundhölzern oder aus Bohlen. Heutzutage werden Balkenbrücken aus Stahlbeton, Spannbeton oder seltener aus Stahl hergestellt. Die Balkenbrücke ist heute die Standartkonstruktionsweise für Straßen- und Eisenbahnbrücken. Weit über 90% aller Brücken die wir mit dem Auto, der Eisenbahn, dem Fahrrad oder einfach zu Fuß überqueren, sind Balkenbrücken.

Balkeneisen

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Im traditionellen Fachwerkbau kamen die Zimmerleute ohne Klammern aus Eisen aus. Dennoch wurden im Bedarfsfall Balkeneisen eingesetzt, um die Stabilität zu erhöhen oder um das Holzgefüge z.B. nach Setzungsvorgängen zu stabilisieren. Balkeneisen werden heute vorwiegend aus dekorativen Gründen eingesetzt, um eine Balkendecke aus Zierbalken besonders rustikal erscheinen zu lassen.

Balkenhobel

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Elektrohobel mit einer besonders großen Hobelbreite von 30 cm oder mehr, normal sind etwa 8 cm. Durch die große Breite lassen sich besonders große Flächen hobeln, ohne dass irgendwelche Hobelspuren zu sehen sind. Balkenhobel sind sehr schwer (10-20 kg) umn daher sehr ermüdend in der Handhabung. Der Zimmererhobel ist universell verwendbar zum Hobeln und Abgleichen sichtbarer Balkenoberflächen, zum Beispiel von unverhüllten oder überstehenden Teilen. Geeignet ist er auch zum Hobeln von Bauholz, zum Beispiel für sichtbare Fachwerkkonstruktionen und für andere Zimmerer- und Tischlerarbeiten.

Balkenkopf

auch: Balkenköpfe

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Die jeweiligen Enden von Holzbalken werden als Balkenköpfe bezeichnet. Balkenköpfen muss besondere Beachtung geschenkt werden, wenn sie der Einwirkung von Feuchte ausgesetzt sind. Das Auflager im Mauerwerk ist ein besonders kritischer Bereich. Über das freie Hirnholz des Balkenkopfes ist der Holzquerschnitt besonders stark durch eindringende Feuchtigkeit gefährdet. Die Gefahr von Schädlingsbefall wird dadurch größer. Im Fachwerkbau wird unter einem Balkenkopf auch das über die Außenwand hinausragende, oft mit Holzschnitzereien verzierte Ende eines Deckenbalkens verstanden. Im Holzhandel werden auch separate Balkenköpfe angeboten. Diese sind gedacht zur Montage unter einer Balkendecke, um dieser eine besonders antike Note zu geben. Bei historischen Bauwerken wurden Balkenköpfe häufig künstlerisch geformt und verziert.

Balkenlage

auch: Balkenlagen

Als Balkenlage wird der Verband aller tragenden Holzbalken nach deren Lage im Baukörper bezeichnet. Man unterscheidet Geschossbalkenlage, Dachbalkenlage und Kehlbalkenlage. Die Balkenlage beschreibt in der Regel alle Balken, die in einer Ebene liegen. Je nach Einbaulage werden Binderbalken, Streichbalken oder Leerbalken unterschieden. Nach der Belastung werden Druckbalken, Zugbalken, Biegebalken oder Durchlaufbalken unterschieden.

Balkenmäher

auch: Wiesenmäher

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Diese Rasenmäher haben vor der Achse einen oder zwei Messerbalken. Die einzelnen Messer (verschiedene Anzahl) sind als Dreiecksmesser ausgebildet und leicht nachzuschärfen. Diese Mähertypen sind zum Schnitt von hohem Gras, insbesondere für Blumenwiesen und größere Flächen geeignet. Die Schnitthöhe ist nur schwer regulierbar. Eine geringe Schnitthöhe ist nicht möglich und damit scheidet ihr Einsatz für Spiel- oder Zierrasen aus. Balkenmäher sind aufgrund ihrer geringen Wendigkeit ungeeignet für das Ausmähen von Baumscheiben oder für Bereiche um Sträucher herum.

Balkenplan

auch: Balkenpläne

Anhand eines Balkenplans kann der Bauablauf grafisch dargestellt werden. Die horizontale Achse des Balkenplans zeigt die Bauzeit (z.B. in Arbeitstagen oder Wochen). Auf der vertikalen Achse sind die einzelnen Teilvorgänge in ihrer zeitlichen Abfolge aufgelistet, wobei die Dauer der Vorgänge als horizontale Balken zu sehen ist. Es wird ein Soll- und Ist-Termin angegeben.

Balkenschalung

auch: Balkenschalungen

Stützen, Balken und Unterzüge aus Stahlbeton müssen vor dem Betonieren eingeschalt werden. Dies kann auf herkömmliche Weise mit Schalungsteilen aus Holz oder mit kleineren Elementen der Rahmenschalung geschehen. Zunächst erstellt man einen Schalboden in Höhe der Balkenunterseite. Dieser besteht in der Regel aus Schaltafeln in der Breite des Balkens. Die Schaltafeln liegen auf Querhölzern, die von Längshölzern getragen werden. Stützen tragen die Lasten auf den Untergrund ab. Die beiden seitlichen Schalungsschilder bestehen aus Schaltafeln, die zur Aufnahme des Betondrucks durch horzontale oder vertikale Schalungsträger verstärkt sind. Diese werden auf die Querhölzer gestellt und mit besonderen Balkenzwingen gegen den Schalungsboden gepresst.

Balkenschuh

auch: Balkenschuhe

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Ein Balkenschuh ist ein gebogener Metallwinkel, mit dem ein Deckenbalken an einem anderen Balken oder einer Wand fixiert wird. Sie ersetzen auf wirksame Weise die herkömmliche Zapfen-Kammverbindungen. Eine Schwächung der Holzquerschnitte entfällt, dadurch kann der Holzquerschnitt statisch voll genutzt werden. Bei gleichen Holzquerschnitten sind dadurch wesentlich größere Stützweitren als bei gezapften Verbindungen möglich. Balkenschuhe werden für den Anschluss Nebenträger an Hauptträger sowie für Anschlüsse Nebenträger an Beton, Stahl oder Mauerwerk verwendet. Für senkrechte Pfosten sind Balkenschuhe, wie es der Name schon sagt, ideale Standfüße. Sie halten auch starke Belastungen aus. Als Auflage für einen waagerechten Balken dient ebenfalls ein Schuh. Gleichzeitig sorgt er für Seitenstabilität. Man bekommt ihn für verschiedene Holzstärken und auch mit nach innen abgewinkelten Befestigungslaschen, die eine \"unsichtbare\" Befestigung am Hauptträger ermöglichen. Sie werden hauptsächlich im Eckbereich eingesetzt.

Balkonblenden

Balkon-Formholz

auch: Balkon-Formhölzer, Balkonformholz

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Bezeichnung der Holzwerke und des Holzhandels für Bretter, die "geformt" sind und als hölzerne Gitterstäbe einen Balkon umkleiden. Die Balkon-Formhölzer an Landhäusern speziell in Süddeutschland sind in einem alpenländischen Stil "geformt", die den Eindruck von Handschnitzarbeiten erwecken. Die handelsüblichen Breiten liegen zwischen 60 und 190 mm, die Höhen zwischen 840 bis 980 mm.

Balkonmarkise

auch: Balkonmarkisen

siehe Markise.

Ballen

siehe Ballenware

Ballenpressen

Ballenware

Ballenware ist ein Begriff aus dem GALA Garten- und Landschaftsbau. Darunter werden Büsche und Gehölze verstanden, die in einer Baumschule vorsichtig mit Wurzelballen ausgegraben werden, um an einem anderen Standort eingepflanzt zu werden. Damit die frisch ausgegrabenen Ballen nicht sofort austrocken und damit das Erdreich zwischen den Wurzeln nicht abfällt, wird Ballenware mit einem Jutetuch umhüllt, das beim Einpflanzen nicht entfernt wird, sondern langsam im Erdreich verrottet. Ballenware aus der Baumschule darf nur im Frühjahr und Herbst ausgehoben und verpflanzt werden im Gegensatz zu der sog. Containerware. Laubbäume und Obstbäume werden meistens als Ballenware angeliefert.

Ballfanggitter

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Ballfangzäune, auch Ballfang-Gitterzäune bezeichnet, sind im Prinzip besonders hoch angelegte Gittermattenzäune, die auf Sport- und Bolzplätzen installiert werden, damit die Bälle nicht auf angrenzende Straßen, Grundstücke oder Wege fliegen bzw. rollen. Moderne Ballfanggitter werden zwar schalldämpfend ausgestattet, dennoch gehen von diesen Zäunen erhebliche Lärmbelästigungen aus, wenn sie dicht an Wohngebieten aufgestellt worden sind.

Balmoral Red

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Balmoral Red ist eine Granitart aus Finnland. Wie alle roten Granite ist das Mineral sehr hart und daher für alle Bereiche drinnen und draußen sehr gut geeignet. Balmoral Red lässt sich hervorragend mit anderen Materialien wie Holz oder Metall, aber auch mit feinkörnigen, schwarzen Graniten kombinieren. Verarbeitet wird das Material zu Fliesen, Treppen, Fensterbänke, Bordüren, Küchenarbeitsplatten, Fassadenplatten, Pflaster und vieles mehr.

Balsahobel

auch: Balsa-Hobel

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Ein Hobel dient dem Glätten, also dem Hobeln von Holz. In den Grundkörper eines Holzhobels wird eine Messerklinke geschoben, das sog. Hobeleisen, das mit einem Holzkeil im Hobel eingeklemmt oder bei einem Metallhobel auf diesem festgeschraubt wird. Hobel gibt es in verschiedensten Ausführungen für die unterschiedlichsten Arbeiten. Ein Spezialhobel ist der Balsahobel aus Metall, so genannt nach dem Balsaholz, das speziell im Modellbau verarbeitet wird. Das Werkzeug ist klein und leicht. Das "Hobeleisen" ist in diesem Fall eine Klinge, die an zwei Stellen einsetzbar ist. Dadurch wird der Balsahobel gleichzeitig auch zum Kanten-, Sims- und Winkelhobel.

Balsaholz

Extrem leichtes und sehr gut schwimmfähiges Holz, das z. B. im Flugzeugmodellbau eingesetzt wird. Der Balsabaum wächst vor allem in Südamerika und wird bis 25 m hoch. Der Norweger Thor Heyerdahl segelte 1947 auf einem Balsa-Floß von Peru nach Polynesien, um den Beweis zu erbringen, dass frühe Hochkulturen aus Südamerika auf Entdeckerreisen gegangen sind. Das weiche Holz ist für die Bauwirtschaft absolut ungeeignet, zum Schnitzen aber ideal. In Deko- und Gartengeschäften werden farbenfrohe Tierfiguren aus Balsaholz angeboten, die in Ecuador oder Bali geschnitzt worden sind. Bevor Surfbretter aus Kunstharz entwickelt wurden, bestanden die Surfbretter der Hawaiianer aus Balsaholz.

Balsamterpentinöl

Balsamterpentinöl ist ein farbloses bis hellgelbes ätherisches Öl. Hergestellt wird es durch Destillation des Rindenausflusses geeigneter Kiefernarten. Die Kiefernharze werden in Südeuropa, vornehmlich in Portugal, von lebenden Bäumen gesammelt. Balsamterpentinöl ist das am häufigsten eingesetzte Lösungsmittel für pflanzliche Harze.

Baltic Brown

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Baltic Brown ist ein brauner Granit mit einer hochauflösenden Textur. Wegen seines warmen Farbtons passt er sehr gut zu Holz und Holzmöbeln. Das Gestein ist entweder mit geflammter, polierter oder geschliffener Oberfläche erhältlich. Die polierte Oberfläche ist am wenigsten empfindlich gegen Verschmutzung. Rutschfester wird das Material bei einer geschliffenen Oberfläche. Sehr rauh ist die geflammte Oberfläche. Solche Steine werden vor allem im Außenbereich eingesetzt. Der Stein eignet sich für alle Einsatzbereiche im Innen- und Außenbereich. Er wird verwendet für Bodenbeläge, Fensterbänke, Tische, Pflaster, Terrassen oder Arbeitsplatten.

Baluster

siehe Balustrade.

Bambus

Bambus ist ein schnell und sehr hoch wachsendes Gras, das auch als Riesengras bezeichnet wird. Insbesondere die Gattung "Fargesia", ursprünglich in China beheimatet, ist heute in Mitteleuropa allenthalben verbreitet. Das Bambusrohr kann armdick werden und ist enorm biegsam. In China wird es auch heute für den Gerüstbau eingesetzt. In Deutschland dient es als Sichtschutz und dekorative Bepflanzung von Gärten und Vorgärten, wobei aus dem Rohr auch Sichtschutzmatten gefertigt werden. Möbel aus Bambus werden in Ostasien hergestellt und sind auch hier im Handel. Sogar zu Gartenpavillons wird das sich im Laufe der Zeit verholzende Bambusrohr verwendet. Dünnes Bambusrohr dient auch als Pflanzenstab. Die Parkettindustrie fertigt Bambusparkett und sogar "Frühstücksbrettchen" aus diesem nachwachsenden Rohstoff.

Bambusstab

auch: Bambusstäbe

siehe Bambus

Band

auch: Bänder

Bänder sind zunächst einmal diagonale Balken beim Fachwerkhaus. Ihnen kommt die Aufgabe zu, die Gefache auszusteifen. Der Begriff des Bandes bzw. der Bänder haben im Bauhandwerk jedoch noch andere Bedeutungen. Bänder sind beispielsweise auch bewegliche Beschläge. Ursprünglich liefen zwei Flacheisen oben und unten quer über das Türblatt und mussten die Holzbohlen zusammenhalten. Das herausragende Ende wurde eingerollt und in die in den Türstock eingeschlagene Angel eingehängt. Im Prinzip funktioniert das Heute noch genauso, doch wurden die Bänder den zeitgemäßen Fenstern und Türen angepasst. Nach Form und Anwendung unterscheidet man Aufschraubbänder, Kreuzbänder, Fitschenbänder, Einbohrbänder, Einstemmbänder, Anschweißbänder und Zapfenbänder.

Bandagenverfahren

Das Bandagenverfahren ist ein Holzschutzverfahren. Es dient hauptsächlich dem Nachschutz im Leitungsnetz stehender Leitungsmasten von Post und Elektrizitätsversorgungsunternehmen. Auch ähnliche Rundhölzer wie z.B. Hopfensäulen und Ständern von landwirtschaftlichen Gebäuden in Holzmastenbauweise werden mit dem Bandagenverfahren geschützt. Die Bandagen werden um die Rundhölzer gelegt und reichen von ca. 30 cm über der Erdoberfläche bis 50 cm unter der Erdoberfläche. Die Bandagen verhindern somit einen ständigen Erdkontakt und Feuchtigkeitskontakt. In die Bandagenträger aus Schaumstoff oder anderen porösen Kunststoffmassen ist ein Holzschutzmittel eingearbeitet, das nach dem Anlegen der Bandage in das Holz eindringt und dieses schützt. Nach außen ist die Bandage wasserdicht. Damit von oben und unten keine Feuchtigkeit eindringen kann, wird die Bandage dort mit Spezialklebeband abgedichtet.

Bandbeschichtungslack

auch: Bandbeschichtungslacke

Banderder

Banderder ist die Bezeichnung für einen Fundamenterder, der aus Bandstahl besteht.

Bandmaß

Gleicht dem Rollbandmaß, doch beim Bandmaß ist das Band in der Regel aus Stoff, der mit Kunststoff überzogen und daher flexibel ist.

Bandrolle

Als Bandrolle bezeichnet man das aufgerollte Endstück eines Langbandes, Schippenbandes oder Kreuzbandes. Dieses Endstück wird in den Kloben eingehängt und ermöglicht somit das Öffnen und Schließen von Fenstern, Türen oder Fensterläden.

Bandsäge

auch: Bandsägen

Bandsägemaschine

auch: Bandsäge, Bandsägemaschinen

Eingesetzt werden Blockbandsägen (schwere Sägen mit 180 bis 300 mm Blattbreite) und Trennbandsägen (etwas leichtere Ausführung, Einsatz teilweise für Nadelholz). Die Schnittfugenbreite ist bei Bandsägen deutlich geringe als bei Gattersägen. Der Rollendurchmesser kann bis über 2 Meter betragen. Die Schnittgeschwindigkeit beträgt 60 Meter pro Sekunde und darüber. Die Maschine kann einen Vorschub von 200 Metern pro Minute und mehr leisten. Je nach Aufbau sind Stämme bis zu 3 Meter und darüber einschneidbar. Geschnitten werden kann: - Im Vorlauf des Sägeblockes - Im Vor- und Rücklauf (beidseitig gezahnte Sägeblätter) - Durch mehrere gegenüberliegende oder hintereinander angeordnete Einheiten (dadurch Erhöhung der Leistung der Anlage), im Tandemschnitt wird auch Nadelholz eingeschnitten.

Bandschleifer

auch: Bandschleifmaschine

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Mit dem Bandschleifer können innerhalb kürzester Zeit große Flächen plangeschliffen werden. Allerdings besteht dabei die Gefahr, dass bei ungleichmäßiger Führung Furchen in das Werkstück geschliffen werden. Daher sollte bei breiteren Werkstücken die Fläche leicht schräg zur Maserung abgefahren werden. Im Vergleich zu den anderen Schleifmaschinen bringt der Bandschleifer die höchste Flächenleistung. Ebenes Holz, Balken und Bretter können in mittlerer und grober Schliffgüte geschliffen, Stahlblech entrostet werden. Ein geschlossenes Schleifband wird von der Maschine mit etwa 200 bis 400 Metern pro Minute bewegt. Bei stationärer Verwendung des Bandschleifers können auch kleinere Werkstücke und Leisten bearbeitet werden. In das Gehäuse ist häufig ein Zweithandgriff für die unterstützende Führung integriert. Ein mitgelieferter Staubfangsack bewirkt sauberes und staubarmes Arbeiten. Auch zum schleifen von Parkett werden Bandschleifmaschinen verwendet. Diese sind natürlich wesentlich größer als die Maschine auf der Abbildung. Die Wirkungsweise ist jedoch die gleiche.

Bandschleifmaschine

auch: Bandschleifmaschinen

siehe Bandschleifer.

Bandschlüssel

Der Bandschlüssel ermöglicht das Halten und Drehen von vornehmlich größeren, runden Gegenständen bis zu einem Durchmesser von 160 mm, z.B. von Ölfiltern und Rohrenden. Mit dem Bandschlüssel lassen sich hohe Kräfte auf empfindliche Teile ohne Beschädigungsgefahr übertragen. Der Gurt passt sich dabei so an, dass die Kraft gleichmäßig verteilt wird.

Bandseitensicherung

auch: Bandseitensicherungen

Durch die Bandseitensicherung wird das Aufhebeln der Tür dort erhöht, wo sie angeschlagen ist. Erfahrene Einbrecher wissen, dass bei der Absicherung das Hauptaugenmerk auf der Schlossseite liegt, die Bandseite bleibt unbeachtet. Somit wird ein Aushebeln an der Bandseite allzuoft zum Kinderspiel. Bei vielen modernen Haustüren sind diese Bandseitensicherunge bereits schon integriert. Also bringen Sie Sicherheit an Ihre Türe und sichern Sie Ihre Bänder mit einer Bandseitensicherung. Bandseitensicherungen werden auch zur Fenstersicherungen eingebaut. Bei Fenstern wird sie zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel eingebaut.

Bandstock

auch: Bindestock, Bandstöcke

Als Band- oder Bindestock bezeichnet man beim Reetdach etwa daumendicke, etwa zwei Meter lange Stecken aus Weide, Haselnuss oder Tanne. Mit ihnen werden beim Decken des Reetdachs die Bunde an die Dachlatten gedrückt.

Band- und Tellerschleifmaschine

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Stationäre Kombimaschine, mit der Holz und holzähnliche Werkstoffe sowohl mit einem Tellerschleifer, als auch mit einem Bandschleifer bearbeitet werden können. Je nach Ausstattung kann die Band- und Tellerschleifmaschine (Foto Hersteller Scheppach) für verschiedene Bearbeitungsvorgänge verstellt werden. So kann der Bandschleifer waagerecht oder senkrecht aufgestellt werden, was das Kantenschleifen erleichtert. Über einen neigbaren Schleiftisch sind beim Tellerschleifer Einstellungen bis 45° möglich.

Bandverzinkung

Bei der Bandverzinkung handelt es sich um eine Art der Feuerverzinkung. Die Zinkschicht wird hierbei durch Eintauchen des Stahlbleches in ein geschmolzenes Zinkbad auf das Werkstück aufgebracht. Das Stahlblech passiert hierbei das Zinkbad in Form eines kontinuierlich durch das Bad laufenden Bandes. Bandverzinkte Bauteile sollten wegen der relativ geringen Dicke der Zinkschicht hauptsächlich in trockenen Innenräumen verwendet werden, da sich mit diesem Verzinkungsverfahren kein ausreichender Schutz gegen aggressive Umgebungsluft erreichen lässt. Viele dünne Blechprofile, die z.B. im Bereich des Trockenbaus zum Bau von Ständerwänden oder als Unterkonstruktion von abgehängten Decken Verwendung finden, werden durch Bandverzinkung gegen Korrosion geschützt.

Bandzwinge

auch: Bandzwingen

Eine Bandzwinge wird dazu benutzt, gleichmäßigen Druck auf alle vier Ecken, beispielsweise eines geleimten Bilderrahmens, auszüben. Sie besteht aus einem Nylon- oder Metallband, welches das zu pressende Teil umschließt und einspannt.

Bangkirai

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Tropisches Holz von erheblichem Gewicht und großer Härte. Wird in Bereichen mit hoher Beanspruchung eingesetzt, z.B. zur Deckung von Brücken. Zunehmend findet das dunkel-rötliche Holz Verwendung im Gartenbereich als Terrassenbelag, für hochwertige Gartenmöbel oder für Sichtzäune, weil ihm - ähnlich wie Teak - Regen wenig anhaben kann. Bangkirai neigt aber stark zum Ausbluten.

Bankett

auch: Bankette

Ein Bankett hat nicht nur etwas mit dem Essen zu tun, sondern hat auch im Bauwesen verschiedene Bedeutungen. Zunächst ist Bankett die Bezeichnung für ein Streifenfundament, das zur Aufnahme von Wandlasten dient. Im Straßenbau wird der Seitenstreifen neben der Fahrbahn als Bankett bezeichnet. Der Seitenstreifen dient zur Böschungsbefestigung, zur Aufstellung von Verkehrsschildern oder als Fußweg. Schließlich ist ein Bankett auch eine andere Bezeichnung für Berme.

Bankhaken

Dieses Hilfsmittel aus Metall steckt in einem der "Bankhaken-Löcher" der Hobelbank und dient zum Festspannen der Werkstücke.

Bankradiator

auch: Bank-Radiator, Bankradiatoren, Bank-Radiatoren

siehe Bank-Radiator.

Bank-Radiator

auch: Bank-Radiatoren

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Wie der Name schon sagt, ist ein Bank-Radiator ein Radiator, der wie eine Bank hergestellt ist. Er dient also ebenso der Wärmeangabe, wie auch als Sitzgelegenheit. Ein Bank-Radiator wird mittels einer Konsole direkt im Boden verankert und nicht hängend an der Wand, um das Gewicht der auf der Bank sitzenden Personen abzufangen. Bank-Radiatoren sind in unterschiedlichen Bautiefen und Baulängen erhältlich. Die Sitzplatte besteht üblicherweise aus Naturstein, weil dieser die Wärme am besten aufnimmt und lange speichert.

Baptisterium

Das Baptisterium (lat. Taufgebäude) ist ein selbständiger, häufig achteckiger Zentralbau, der in altchristlicher und mittelalterlicher Zeit (4.-15. Jh) meist westlich von einer Bischofskirche errichtet wurde. Der Bau ist Johannes dem Täufer geweiht. Im Taufbecken wurde der Täufling untergetaucht. Mit dem Verschwinden dieser Sitte setzte sich der Taufstein durch, der seitdem in der Kirche steht.

Bardiglio

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Bardiglio ist ein taubengrauer, italienischer Marmor. Er wird häufig in Bordüren und Mosaiken verwendet und eignet sich sowohl für elegante als auch moderne Designs. Das Material ist in der Untergrundfarbe relativ schwach strukuriert und die Politur sehr empfindlich. Eine auch nur schwach frequentierte Oberfläche wird deshalb schnell durch Kratzer beeinträchtigt werden. Als Bodenbelag, für den Außenbereich oder als Küchenarbeitsplatte ist der Marmor daher fast nicht geeignet.

Barettfeile

auch: Barettfeilen

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Die Barettfeile besitzt einen dreieckigen Querschnitt mit extrabreiter Fläche. Zur Spitze hin läuft die Feile konisch zu. Geeignet ist sie für feine Feil- und Polierarbeiten. Verwendet wird die Barettfeile von Graveuren, Feinmechanikern, Instrumentenmachern, Uhrmachern und Goldschmieden. (Foto: Hersteller BAHCO)

Barghaus

siehe Gulfhaus.

Bariumverbindungen

Bariumverbindungen sind Verbindungen des chemischen Elements Barium. Dazu zählen unter anderem Bariumcarbonat, Bariumchlorid oder Bariumchlorat. Bariumverbindungen werden unter anderem in der Feuerwerkerei, der Glas- und Ziegelindustrie sowie zur Schädlingsbekämpfung verwendet.

Barock

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War der Kunst- und Baustil der Gotik schon auf eine dekorative Ausschmückung insbesondere von Kirchen ausgerichtet, so wurde das alles weit in den Schatten gestellt, als das Barockzeitalter begann, das etwa von 1600 bis 1725 währte und dann vom Rokoko abgelöst wurde. Die Portugiesen nannten Perlen, die nicht ganz kugelrund waren, "barocco". Das Wort nahm im Italienischen den Begriff des Absonderlichen an und wurde so auch als Baroque oder Barock in Frankreich und Deutschland verstanden. Kennzeichnend für den Barock sind überbordende Ausschmückungen von Schlössern und Kirchen (Foto: die Wieskirche), Klöstern und städtischen Palais. Weit geschwungene, vergoldete Ornamente, kostbarste Baumaterialien und alles in allem üppigste Formen von der holzgeschnitzten Kirchenkanzel bis zur Darstellung des menschlichen Körpers sind wesenstypisch für den Barock. Noch heute spricht man von "barocken" Formen, wenn man auf freundliche Weise von einer korpulenten Dame spricht. Solche Formen waren damals ein Schönheitsideal, wie aus den vielen Ölbildern des Peter Paul Rubens ersichtlich wird.

Barrierefreiheit

siehe Barrierefreies Bauen.

Basalt

auch: Basalt-Pflasterstein

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Basalt ist ein vulkanisches Ergussgestein. Die Farbpalette reicht von fast schwarz bis hin zu einem bläulichen oder violetten Einschlag. Das Gestein ist kompakt, dicht, homogen, sehr feinkörnig und schwer zu bearbeiten. Häufige Verwendung für Basalt im Baubereich ist der Einsatz als Schotter und als Zuschlagsstoff bei der Betonherstellung. In basaltreichen Gegenden wird es heute wieder verstärkt als Natursteinpflaster verwendet. Auch für Treppen im Innenbereich, Platten, Verkleidungen oder Grabsteine eignet sich Basalt. Im Garten- und Landschaftsbau ist er zudem Zierstein für die Gestaltung mit Stelen oder wird verwendet als schwarzes Kontrastpflaster.

Basaltlava

Tiefgraues bis blauschwarzes Gestein mit wesentlich geringerer Druckfestigkeit als der echte Basalt. Verwendung findet Basaltlava zum Beispiel bei der Herstellung von Leichtbeton, Treppenstufen, Fußbodenplatten oder Natursteinpflaster. Basaltlava stammt aus der Eifel, Mittelitalien und Sizilien und ist sehr gut manuell zu bearbeiten.

Basaltmehl

Basaltmehl ist ein „Mehl“ aus Basalt, also klein gemahlenes Gestein, weshalb es auch Gesteinsmehl genannt wird. Wird das Gestein zu Körnchen kleiner als 0,1 mm gemahlen, dient es der organisch-biologischen Auflockerung landwirtschaftlich genutzter Böden und fördert auch als Beigabe in Komposthaufen den Zersetzungsprozess. Im Baubereich wird das Basaltmehl zum Verfugen von Pflastersteinen verwendet, und zwar in Korngrößen zwischen 1 und 2 mm. Durch Besprengen mit Wasser verbinden sich die Körner zu einer relativ festen Fugmasse, wobei sich ein Befall mit Unkräutern jedoch auf Dauer nicht verhindern lässt.

Basalt-Pflasterstein

Dunkelgrauer bis dunkelblauer Natursteinpflasterstein mit stärkster Druckfestigkeit, sozusagen unverwüstlich. Mehr Informationen: siehe Basalt.

Basis

auch: Basen

Basis bezeichnet den Fuß einer Säule oder eines Pfeilers. In seiner einfachen Form ist die Basis eine Scheibe aus Stein oder Marmor, deren Durchmesser größer ist als der des Schaftes, der wiederum auf der Basis steht und in deren Innern gefestigt wird. Manchmal hat die Basis die Form einer einfachen Plinthe oder sie verfügt über Ausschmückungen und Verzierungen. Manchmal ist sie auch so weit ausgestaltet, dass die Basis zum eigenständigen figurativen Element wird (z.B. als Tier oder andere Figur). In wieder anderen Fällen fehlt die Basis vollständig.

Basisabdichtung

auch: Basisabdichtungen

Eine Basisabdichtung findet man unter eine Mülldeponie. Sie soll verhindern, dass Sickerwasser, das mit Schadstoffen belastet ist, in den Untergrund und damit das Grundwasser dringt. Die Basisabdichtung besteht aus der eigentlichen Abdichtung und einer Drainage, über die das Sickerwasser abgeleitet wird. Die Basisabdichtung besteht heutzutage meist aus einer dreilagigen Tonschicht von jeweils 20 cm und einer PEHD-Dichtungsbahn (Polyethylen).

Baskül

auch: Basküle

Baskül oder Basküle, siehe Basküleverriegelung.

Baskule

Basküleverriegelung

auch: Basküleverschluss, Baskül, Baskule, Basquill, Basküleverriegelungen

Verriegelung für hohe Fenster oder Türen (z.B. Balkontüren). Dabei wird eine zweigeteilte Riegelstange mit einem Drehgriff nach oben und unten auseinander bewegt und in spezielle Endführungsstücke auf dem Fensterrahmen geschoben. Die beiden Teile der Riegelstange sind in Höhe des Handgriffs über ein Getriebe miteinander verbunden. Für die Basküleverriegelung gibt es zahlreiche weitere Bezeichnungen wie Basküleverschluss, Basküle, Baskül, Baskule, Basquill oder Basquille.

Basküleverschluss

auch: Basküleverschlüsse

Basquill

auch: Basquille

Basquill oder Basquille, siehe Basküleverriegelung.

Basswood

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Diese Laubholzart ist im Osten der USA, insbesondere im Norden und in den Großen Seen-Staaten, weit verbreitet. Der Splint von Basswood ist gewöhnlich sehr breit und creme-weiß. In Richtung des Kernholzes geht die Farbe ins blaßgelbe bis rötlichbraune über. Das Holz läßt sich gut maschinell bearbeiten, auch leicht mit Handwerkszeugen, weshalb es sehr gerne für Schnitzarbeiten verwendet wird. Zudem ist es leicht zu nageln, zu schrauben und recht gut zu verleimen. Basswood besitzt niedrige Festigkeitswerte und ist leicht und weich. Außer für Drechsler- und Schnitzarbeiten wird es für Möbel, Modellbau, Innenausbau und Musikinstrumente verwendet. Ein wichtiger Spezialzweck sind Jalousien.

Bast

siehe Baumstamm.

Bastardfeile

auch: Bastardfeilen

Traditionelle Bezeichnung für Feilen mit grober Zahnung, die sich dementsprechend auch nur für grobe Arbeiten eignen. Bastardfeilen haben die Hiebart 1.

Bastlerstift

auch: Bastlerstifte

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Feine Stahlstifte mit Senkköpfen in Längen zwischen 20 und 50 mm.

Bastlerwinkel

siehe Winkeleisen

Bastzelle

auch: Bastzellen

siehe Baumstamm.

BAT

BAT-Liste

Biologische Arbeitsstoff-Toleranzwerte beschreiben die Konzentration von Arbeitsstoffen in Körperflüssigkeiten beim Menschen. Die Toleranzwerte legen fest, wie schädlich Chemikalien in Dämmstoffen, wie z.B. Borax oder Borsäure, auf den Menschen wirken.

Batterie

auch: Batterien

Batterien sind kaum noch aus unserem Leben wegzudenken. Überall benötigt man die kleinen Stromspender: Fernbedienungen, schnurlose Telefone, Handys und vieles mehr. Der Batteriekauf ist für viele Verbraucher jedoch verwirrend: Steht man im Laden, weiß man oft nicht, welche Batterie man braucht, denn es gibt verschiedene Batteriegrößen und Batteriesysteme.

Batteriegröße

auch: Batteriegrößen

Batterien unterscheidet man nach Batteriegröße und Batteriesystem. Gängige Bezeichnungen für Batteriegrößen sind Micro-Batterie, Mignon-Batterie, Baby-Batterie, Mono-Batterie und E-Block-Batterie.

Batterieschalung

auch: Batterieschalungen

Batterieschalungen werden für die Herstellung von tafelartigen Beton-Fertigteilen eingesetzt. Sie gehören eher in das Gebiet des Formenbaus als in das des Schalungsbaus. Aufgrund der angestrebten hohen Stückzahlen werden im Formenbau ausschließlich Stahlschalungen (-formen) verwendet.

Batteriesystem

auch: Batteriesysteme, Batterie-System, Batterie-Systeme

Benötige ich für meine Taschenlampe eine Zink-Kohle-Batterie oder besser eine Alkali-Mangan? Und für den Blitz an meinem Fotoapparat eine Lithium- oder tut es auch eine Zink-Kohle-Batterie? Nach der Batteriegröße muss das richtige Batteriesystem gewählt werden. Dabei unterscheidet man Primärbatterien und Sekundärbatterien, einfacher gesagt wiederaufladbar oder nicht wiederaufladbar.

Batterietank

auch: Batterietanks

siehe (%Heizöl-Lagertank(%

Batzen

Umgangssprachlicher Wort für einen Klumpen, im Bauwesen ein durchaus geläufiger Begriff. Terrassenplatten können beispielsweise so verlegt werden, dass sie nur von Mörtelbatzen an den Ecken und in der Mitte unter jeder Platte getragen werden - das Wasser, das sich unter einer solchen Konstruktion sammelt, kann also abfließen. Ansetzbinder, mit denen Gipskartonplatten an Wänden befestigt werden, werden gerade zu diesem Zweck üblicherweis zu Batzen geformt. Ursprünglich war der Batzen ein Geldstück; das Soldatenlied "Ein Heller und ein Batzen..." erinnert daran.

Bauablaufplan

auch: Bauablaufpläne

siehe Bauzeitenplan.

Bauabrechnung

auch: Bauabrechnungen

siehe Abrechnung.

Bauanschluss

auch: Bauanschluß

Anschluss eines Bauelements an den Baukörper, wobei zwangsläufig eine Fuge entsteht. Bauanschlußfugen werden beim Fenstereinbau gewöhnlich mit PUR-Schäumen abgedichtet. Dabei ist darauf zu achten, die dem Baukörper zugewandte Seite des Blendrahmens mit mindestens 30 µm Trockenschichtdicke zu beschichten.

Bauberufsgenossenschaft

auch: Berufsgenossenschaft, Bau-Berufsgenossenschaft

Nicht nur die Bauarbeiter, die auf einer Baustelle tätig sind, müssen bei der Bauberufsgenossenschaft angemeldet werden, sondern auch ehrenamtliche Helfer, Freunde und Nachbarn, die bei der Errichtung eines Gebäudes helfen. Die Berufsgenossenschaft deckt das Unfallrisiko ab für Unfälle auf der Baustelle und bei der Anfahrt bzw. Rückfahrt zu bzw. von der Baustelle. Die Bauberufsgenossenschaft ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.

Baubeschreibung

auch: Baubeschreibungen

Die Baubeschreibung ist Bestandteil des Bauantrags, genauer gesagt ist sie eine detaillierte Beschreibung des zu errichtenden Gebäudes. Dabei werden, neben der Art der Bauausführung, die zum Einbau gelangenden Materialien beschrieben und aufgelistet. Außer der allgemeinen Baubeschreibung kann eine Baubeschreibung z. B. auch Feuerungsanlagen (mit Darstellung von Öllagerraum und -menge in Liter, Heizleistung des Heizkessels in KW), einen Abbruch, Werbeanlagen, die Lagerung wassergefährdender Stoffe oder Außen- und Innengestaltung an Kulturdenkmälern beschreiben.

Baubetriebshof

auch: Baubetriebshöfe

siehe Bauhof.

Baubionik

Die Baubionik als größtes Gebiet der Bionik hat viel mit der Rückbesinnung auf die Natur zu tun. Dies bedeutet zunächst einmal die Rückbesinnung auf traditionelle Baumaterialien, die auch in der Biologie verwendet werden (z.B. Tonbacksteine mit Stroh als Armierung, Wärme- und Schalldämmung). Andererseits bedeutet Baubionik aber auch das genaue Beobachten der Natur mit ihren biologischen Konstruktionen. Anregungen können beispielsweise kommen von Seilkonstruktionen (Spinnennetzen), Membran- und Schalenkonstruktionen (biologischen Schalen und Panzern) oder Konstruktionen mit stärker recyclierbaren Materialien als die Technik das bisher kennt, idealen Flächendeckungen (Blattüberlagerungen) und Flächennutzungen (Wabenprinzip). Wichtig sind Abstimmungen von einzelnen Wohnelementen in der Gesamtfläche in ihrer Ausrichtung beispielsweise zur Sonne und Wind in Analogie zu Blattüberdeckungen und Blütenkonstruktionen und anderes mehr.

Bauchhaken

siehe Ausdrehhaken

Bauchsäge

auch: Bauchsägen

siehe Schrotsäge.

Baudarlehen

siehe Darlehen.

Baudezernent

auch: Baudezernentin

Der Baudezernent ist in Kreisverwaltungen und Städten tätig und gehört als Wahlbeamter dem Führungsteam um den Landrat oder Bürgermeister/Oberbürgermeister an. Der Baudezernent ist Dienstvorgesetzter aller Mitarbeiter, deren Tätigkeiten sich im Oberbegriff eines Bauamtes wieder finden. Baudezernenten, auch als Beigeordnete für das Bauwesen bezeichnet, werden meist für die Dauer von zwölf Jahren gewählt. Sie können aber auch vorzeitig durch Votum des Kreistags oder des Stadtrats abberufen werden. Voraussetzung, um Baudezernent zu werden, ist das abgeschlossene Studium im Bereich Architektur oder Bauingenieurwesen, wobei auch eine mehrjährige Erfahrung in leitenden Funktionen aus dem Baubereich erwartet wird.

Baueisen

Baueisen ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die Bewehrung.

Bauentstauber

Bauentstauber sind im Prinzip große Staubsauger, die allerdings für das Trocken- und Nasssaugen ausgestattet sind. Da von herumwirbelnden Baustäuben große Gesundheitsgefahren ausgehen, werden die Bauentstauber auch als Sicherheitssauger bezeichnet und deren Anschaffung von der Berufsgenossenschaft Bau (BG Bau) durch Zuschüsse gefördert. Sicherheitssauger haben ein PET Vliesfilter, das den sicheren Umgang mit Stäuben der Klassse M erlaubt.

Bauernhof

auch: Bauernhöfe

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Auch im Industriestaat Deutschland hat die Landwirtschaft noch einen hohen Stellenwert. Stil und Bauart der Bauernhöfe sind so vielschichtig, wie die Regionen in Deutschland von West bis Ost und von Nord bis Süd. Bauernhöfe wurden vor allem aus aus dem Material erbaut, dass in unmittelbarer Nähe vorhanden war - also aus Holz mit Lehmgefachen wie beim Fachwerkhaus, aus Natursteinen wie besonders in der Eifel und natürlich aus Ton bzw. den aus Ton gebrannten Ziegelsteinen. Die Dacheindeckung erfolgte ebenfalls aus Materialien aus der Umgebung - nämlich aus Reet wie beim Reetdach, aus Schiefer wie beim Schieferdach, aus Holzschindeln und natürlich aus Dachziegeln. Beim Eindachhof (siehe Foto) befindet sich der Wohnbereich vorne - an ihn sind Scheune und Stallungen angebaut. In der Hausfront befindet sich ein halbrundes Tor, durch das die Leiterwagen gezogen wurden. Zweiseithöfe entsprechen vom Grundriss fast einem Winkelbungalow. Sie werden auch Hakenhöfe genannt, denn Wohnhaus und Stallungen sind im Winkel von 90° aneiander gebaut. Zu den Mehrseithöfen gehören der Dreiseit- und der Vierseithof. Beim Dreiseithof sind Wohnhaus, Scheune und Stallungen hufeisenförmig angeordnet. Beim Vierseithof, bei dem Wohnhaus, Scheune und Stallungen wie in einem Quadrat angeordnet sind, handelt es sich fast um eine kleine Burganlage, denn in den Innenhof gelangt man nur durch ein Tor. Die Bauart und die Unterschiedlichkeit der Bauernhöfe wurden schon im 19. Jahrhundert in Architekturbüchern beschrieben.

Bauerntanz

auch: Bauerntänze

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Ein Bauerntanz ist eine Schmuckfigur im Fachwerkbau. Sie wird aus verschiedenen Balken gebildet und besteht aus einer Raute und einem darüber gelegten Andreaskreuz, die Ähnlichkeit mit einem Jägerzaun ist nicht zu leugnen. Bauerntänze in den Randgefachen des Fachwerks findet man in der Barockzeit.

Bauflächen

Bauflächen werden in §1 der Baunutzungsverordnung definiert. Die Einteilung der Bauflächen im Flächennutzungsplan wird wie folgt vorgenommen: Wohnbauflächen (W), Gemischte Bauflächen (M), Gewerbliche Bauflächen (G) und Sonderbauflächen (S). Während im Flächennutzungsplan von Bauflächen die Rede ist, wird im Bebauungsplan von Baugebieten gesprochen.

Bauflaschner

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Bauflaschner fertigen keine Flaschen, sondern verarbeiten Blech aus unterschiedlichen Materialien wie Kupfer, Zink, Aluminium, Blei und Edelstahl. Der Beruf ist ein anerkannter Lehrberuf, die Berufsbezeichnung jedoch vorwiegend im süddeutschen und österreichischen Sprachraum beheimatet. Bauflaschner fertigen vor allem Metalldächer, aber auch Abdeckungen von Mauerkronen, Gesimsen oder Sockeln. Auch Außenfensterbänke aus Blech werden vom Bauflaschner gefertigt. Der Übergang zum Beruf des Dachdeckers ist fließend; grundsätzlich führen auch Dachdecker derartige Blecharbeiten aus. Bei Spezialaufträgen wie der Anfertigung mehrdimensionaler Formstücke ist jedoch das spezialisierte Können des Bauflaschners gefragt. Das Foto zeigt die Mauerabdeckung eines Flachdachs, eine typische Bauflaschnerarbeit.

Bauführer

Ein Bauführer hat im Prinzip die selben Aufgaben wie ein Bauleiter. Er hat jedoch eingeschränkte Befugnisse und ist auf größeren Baustellen meist nur für einen bestimmten Bereich zuständig.

Baugenehmigungsfreiheit

auch: genehmigungsfreie Baumaßnahmen

Baugenehmigungsfreiheit besteht, wenn für ein Bauvorhaben keine Baugenehmigung benötigt wird. Das ist zum Beispiel zumeist bei Umnutzungen ohne planungsrechtliche Auswirkungen der Fall. Baugenehmigungsfreiheit kann auch bei kleinen Wohngebäuden oder bei Änderungen oder Neuerrichtung von Bauteilen oder Bauten bestehen, wenn diese keine besondere Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit und Ordnung besitzen. Generell lässt sich jedoch nicht sagen, wann eine Baugenehmigung erforderlich ist oder wann nicht, da Einzelheiten von den jeweiligen Landesbauordnungen abhängen.

Baugeräteführer

auch: Baugeräteführerin

Handwerklicher Lehrberuf mit dreijähriger Ausbildungszeit. Die Baugeräteführerin bzw. der Baugeräteführer kennt sich mit allen Fahrzeugen aus, die man auf der Baustelle braucht. Welches er gerade bedient, hängt von dem Baubereich ab, in dem er arbeitet, ob im Hoch- und Tiefbau oder im Straßen- und Spezialtiefbau. Mit dem Bagger hebt er Baugruben aus, mit dem Radlader transportiert er Baumaterial und mit der Walze sorgt er für ebene Flächen. Mit dem Kran erreicht er auch die höchsten Dächer. Bevor sie ihre Baugeräte einsetzen, transportieren Baugeräteführer diese zur Baustelle, stellen sie auf und stimmen sie wenn nötig auf die örtlichen Gegebenheiten ab. Warten und Pflegen der Baugeräte sowie kleinere Reparaturen und Umrüstungen der Baumaschinen führen sie selbst durch, z.B. durch Auswechseln mobiler Zusatzgeräte. Baugeräteführer sind vor allem bei Betrieben und Unternehmen des Hoch- und Tiefbaus sowie Straßen- und Spezialtiefbaus beschäftigt. Dort arbeiten sie auf Baustellen an wechselnden Einsatzorten, aber auch in stationären Betonmischanlagen oder in der Werkstatt.

Baugeräteliste

auch: BGL

Die Baugeräteliste, kurz BGL, ist ein vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie herausgegebenes Tabellenwerk. In der Liste werden alle gängige Geräte und Maschinen aufgeführt, die zum Herstellen eines Bauwerks benötigt werden. Es werden keine konkreten Modelle genannt, nur Arten von Baugeräten, wie zum Beispiel Geräte zur Materialaufbereitung, Druckluftgeräte oder Schalungen und Rüstungen. Die Geräte werden nach Nummern sortiert und nach verschiedenen Kenngrößen wie Tragkraft, Motorleistund oder Gewicht beschrieben. Darüber hinaus findet man Angaben wie Mittlerer Neuwert, Monatliche Reparaturkosten und monatliche Abschreibungs- und Verzingsbeträge. Bauunternehmen können mit Hilfe der Baugeräteliste die Geräte verwalten, kalkulieren oder Schäden abwickeln.

Baugips

auch: Baugipse

Bei dieser Art von Gipsen unterscheidet man Baugipse ohne werkseitig beigegebene Zusätze wie Stuckgips und Putzgips sowie Baugipssorten, die werkseitig Füllstoffe zugesetzt bekommen. Man unterscheidet Fertigputzgips, Haftputzgips, Maschinenputzgips, Ansetzgips, Fugengips und Spachtelgips.

Baugrubensicherung

auch: Baugrubensicherungen

Ist die Baugrube oder Gräben tiefer als 1,25 m, müssen sie beim Ausheben des Bodens gegen das Einstürzen oder gegen das Nachrutschen von Boden gesichert werden. Auf jeder Seite der Baugrube muss ein mindestens 60 cm breiter Schutzstreifen freigehalten werden, oder es muss dafür gesorgt werden, dass der Mutterboden oder anderer Aushub nicht zurück in die Grube rutschen kann. Je nach Einstufung des Baugrunds in eine der Boden- und Felsklassen darf die Böschung einen bestimmten Winkel nicht überschreiten. Bei leicht und mittelschwer lösbaren Bodenarten (z.B. Sande, Kiese) darf der Böschungswinkel nach DIN 18300 höchstens 45° betragen. Höchstens 60° darf der Böschungswinkel bei schwer lösbaren Bodenarten sein. Bei Fels beträgt der Böschungswinkel 80°. Da solche Böschungen eine Menge Platz erfordern, dürfen Baugrubenwände auch durch einen Verbau gesichert werden.

Baugrunddynamik

Baugrunddynamik ist ein Begriff aus der Bodenmechanik und dem Grundbau. Die Baugrunddynamik befasst sich z.B. mit dem Entstehen und der Ausbreitung von Erschütterungen im Boden. So wird z.B. erforscht, welche Auswirkungen ein Erdbeben auf die Standsicherheit eines Gebäudes hat. Dynamische Erregungen sind auch beim Entwurf und bei der Bemessung von Maschinenfundamenten zu beachten. Und damit Gebäude durch Erdbeben nicht zu Schaden kommen, müssen beim Entwurf verschiedene konstruktive Gesichtspunkte berücksichtigt und bei der Berechnung dynamische Lasteinflüsse beachtet werden.

Baugrundinjektion

auch: Baugrundinjektionen

siehe Injektion.

Baugrundverbesserung

Baugrundverformung

auch: Baugrundverformungen

Baugrundverformung ist ein Begriff aus der Bodenmechanik. Sie bezeichnet die Verformung eines Bodens unter Last. Je nach Bodenbeschaffenheit lässt sich ein Boden bei Belastung mehr oder weniger verformen. Beim Bau eines neuen Gebäudes ist die zu erwartende Bodenverformung mit zu berücksichtigen, da diese eventuell Auswirkungen auf bereits bestehende Gebäude haben kann und auch auf das zu bauende Gebäude selbst. So sind ungleichmäßige oder zu starke Setzungen unbedingt zu vermeiden, da beides zu Schäden am Bauwerk führen kann. Baugrundverformungen können zum Beispiel entstehen, wenn wasserempfindliche Bodenschichten in unterschiedlicher Stärke unterhalb von Fundamenten vorhanden sind. Auch wenn die Fundament in verschiedenen Tiefen gegründet worden sind, kann es zu einer Baugrundverformung kommen. Das Gleiche gilt, wenn unterschiedliche Grundwasserstände unter dem Bauwerk vorhanden sind, wobei der Grundwasserspiegel durch Aufbringen oder Entfernen einer Bodenversiegelung, Geländeeinschnitt (Trassenführung für den Straßenverkehr), Vorflutregulierung, Bepflanzung, Klimabelastung, Flusspegel, Baugruben, Bergbau, usw. beeinflusst wird.

Bauhammer

Volkstümlich gebrauchter Ausdruck für ein elektrisch betriebenes drehschlagendes Baugerät. Eine Unterscheidung zwischen Bohrhammer und Schlaghammer wird nicht vorgenommen. Unter den Begriff "Bauhammer" fällt auch der Presslufthammer, wobei dieser wiederum ein luftbetriebener Schlaghammer ist.

Bauhandwerker

Handwerker, die im Baunebengewerbe als Tischler, Zimmermann, Fliesenleger, Elektro-Installateur, Dachdecker, Klempner, Steinmetz, Maurer, Stukkateur, Glaser, Bodenleger usw. tätig ist. Die Ausübung dieser Berufe setzt in der Regel eine Lehre und die anschließende Gesellenprüfung voraus. Allerdings ist auch der Betonbauer, wie er im Bauhauptgewerbe beschäftigt wird, ein Bauhandwerker, allerdings im Facharbeiterstatus.

Bauhauptgewerbe

Im Bauhauptgewerbe sind die Unternehmen zusammengefaßt, die im Hochbau tätig sind. Das sind in erster Linie Baukonzerne und Bauunternehmen, die Maurer, Betonbauer und Bautischler beschäftigen. Der Ingenieurholzbau, in dem Zimmerleute tätig sind, gehört ebenfalls zum Bauhauptgewerbe. Das Bauhauptgewerbe ist in einem Industrieverband organisiert und Tarifpartner der Gewerkschaften. Die Funktionalität des Bauhauptgewerbes ist nicht denkbar ohne das Baunebengewerbe.

Bauhaus

Das Bauhaus, 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet, war Deutschlands berühmteste Kunst- und Designeinrichtung der Klassischen Moderne. Sie ist durch funktionale Bauteile, werkstoffgerechte Verarbeitung der Baustoffe und Abkehr von Dekor und Ornament gekennzeichnet. Typisch ist beispielsweise die Forderung nach einem Flachdach, welches das Steildach ablösen sollte. Als Lehrer konnte Gropius unter anderem Paul Klee, Wassily Kandinsky und Oskar Schlemmer an das Bauhaus holen. 1925 musste das Bauhaus aus politischen Gründen von Weimar nach Dessau umziehen. 1930 übernahm Ludwig Mies van der Rohe die Leitung des Bauhauses, doch 1933 musste die Hochschule auf Druck der Nationalsozialisten endgültig schließen. Der Bauhausstil orientiert sich an quadratischen und rechteckigen Formaten, runde Fassaden haben Seltenheitswert - es gibt sie aber wie bei einem 4-Sterne-Hotel in Bad Schwalbach. Wenn es den Bauhaus-Architekten auch nicht gelang, das Steildach durch das Flachdach zu ersetzen, wie sie es vorgesehen hatten, so sind jedoch die modernen Pultdachhäuser mit ihrer geringen Dachneigung und großen Fensterflächen, wie sie seit etwa 1995 zusehends populärer geworden sind, durchaus als Weiterentwicklung des Bauhausstils anzusehen. Der Funktionalismus, der die Architektur nach 1945 prägte und dessen Wurzeln auch im Bauhaus gründen, hat hingegen seit Anfang der 90-er Jahre an Bedeutung verloren.

Bauherr

auch: Bauherren

Als Bauherr wird derjenige bezeichnet, der ein Bauvorhaben veranlasst. Das ist sogar in den Landesbauordnungen so verankert. Ein Bauherr hat einige Pflichten. Er ist zum Beispiel dafür verantwortlich, dass die Baumaßnahme dem öffentlichen Baurecht entspricht. Zudem ist er für die Sicherheit auf der Baustelle verantwortlich. Zwar nicht, wenn der Zimmermann vom Dach fällt, doch wenn ein Kind durch mangelnde Sicherheitsvorkehrungen auf der Baustelle zu Schaden kommt. Jeder Bauherr sollte daher vor Baubeginn eine Bauherren-Haftpflichtversicherung abschließen. Auch andere Versicherungen wie die Bauleistungsversicherung ist für den Bauherrn empfehlenswert. Zudem sollte der Bauherr sich bei der Bau-Berufsgenossenschaft anmelden. Nur so sind Helfer auf dem Bau abgesichert. Der Bauherr bestellt den Entwurfsverfasser, den Bauleiter und das Bauunternehmen. Wenn er den Anforderungen genügt, die an die Tätigkeiten auf dem Bau gestellt werden, kann er diese Aufgaben auch selbst übernehmen.

Bauherrengemeinschaft

auch: Bauherrengemeinschaften

Privatpersonen, aber auch Gewerbetreibende können sich zu Bauherrengemeinschaften zusammen schließen, in die jeder einen bestimmten Betrag einzahlt, um ein gemeinsames Bauprojekt zu verwirklichen. Solche Projekte können ein Doppelhaus ebenso sein wie ein Hotelneubau, eine Lagerhalle ebenso wie ein Büroturm. Bauherrengemeinschaften werden meistens initiiert von Bauträgern und Kapitalanlage-Gesellschaften. Dem normalen Bürger wird oft nicht bewusst, dass sich ein Hotel, auf dessen Dach "Interconti" oder "Hilton" leuchtet, gar nicht im Eigentum einer solchen Hotelkette, sondern einer Bauherrengemeinschaft befindet. Die Bauherren dieser Gemeinschaften sind fast immer Gutverdiener, die darauf hoffen, aus der Beteiligung an einer Bauherrengemeinschaft eine vernünftige Rendite erzielen zu können.

Bauherrenmodell

auch: Bauherrenmodelle

Das Bauherrenmodell war eine Erfindung cleverer Juristen und Steuerberater, um gutverdienenden Privatpersonen - nicht zuletzt Ärzten und Zahnärzten - Geld aus der Tasche zu ziehen. Das inzwischen "ausgestorbene", aber über zwei Jahrzehnte gut funktioniende Modell basierte darauf, das sich die Kapitalanleger in einer Bauherrengemeinschaft einfanden, der jedoch ein Treuhänder vorgeschaltet war. Der sorgte dafür, dass zum Wohl seiner eigenen Brieftasche erhebliche Vorkosten produziert wurden durch Provisionen, Baubetreuungsgebühren, Kosten für Werbemaßnmahmen und dergleichen, wobei die Gutverdiener diese Kosten ánteilmäßig steuermindernd in ihren Einkommenssteuererklärungen geltend machen konnten. Genau dieses Argument der Steuerersparnis führte dazu, dass viele Kapitalanleger den Blick für die Realität verloren und am Ende die Dummen waren, wenn das Bauherrenmodell in die Pleite geriet, was oft genug der Fall war. Es gab natürlich auch Bauherrenmodelle, über die beispielsweise ein Ferienpark realisiert und den Kapitalanlegern suggeriert wurde, hohe Renditen aus der Vermietung der Anlage zu erzielen. Das aber traf nur in seltenen Fällen zu.

Bauhilfsstoff

auch: Bauhilfsstoffe

Bauhilfsstoffe sind Hilfsmittel, die zwar zum Bau eines Gebäudes benötigt werden, aber nach Beendigung der Arbeiten nicht in diesen verbleiben. Gerüste oder Schalungen sind zum Beispiel Bauhilfsstoffe. Häufig werden aber auch Dichtstoffe, Klebstoffe, Dichtungsschlämmen, Imprägniermittel oder Trennmittel als Bauhilfsstoffe bezeichnet.

Bauhof

auch: Betriebshof, Baubetriebshof, Stadtpflegebetriebe, kommunaler Bauhof, Bauhöfe

Bauunternehmen lagern auf dem Bauhof ihre Gerätschaften und Baustoffe. Weiterhin werden dort die Geräte gepflegt oder Konstruktionsteile vormontiert. Jede Stadt und jede Gemeinde besitzt ebenfalls einen Bauhof. Hier bekommt der Begriff noch eine weitere Bedeutung. Der Bauhof ist dort innerhalb der Gemeindeverwaltung die Abteilung, die sich um Grünpflege, Winterdienst oder Straßenreinigung kümmert. Weitere Bezeichnungen für einen kommunalen Bauhof sind Betriebshof, Stadtpflegebetrieb oder Baubetriebshof.

Bauhohlglas

auch: Bauhohlgläser

Glassteine, Betonglas oder Glasdachsteine werden aus Bauhohlglas hergestellt. Bauhohlglas ist ein kompaktes Glas, das vor allem durch Pressen hergestellt wird.

Bauholzliste

auch: Bauholzlisten

Eine Bauholzliste wird bei bestimmten Bauvorhaben oder für ein bestimmtes Bauteil aufgestellt. Die Liste macht Angaben über die Holzart, Art des Bauteils (z.B. Dachbalken), Länge, Höhe und Breite des Bauteils, Festigkeitsklasse, Schnittklasse, Sortierklasse, zulässige Bläue und noch einiges mehr. Weitere Angaben bei der Holzbestellung sind über die Qualität des Bauholzes notwendig. So zum Beispiel gibt die Bauholzliste auch darüber Auskunft, ob das Holz sägerauh, ungetrocknet oder eventuell imprägniert geliefert werden soll.

Bauhütte

Ursprünglich die Werkstatt, später die Gemeinschaft der Bauleute und Steinmetzen an einem mittelalterlichen Kirchenbau. Aus dem Zusammenwirken von Architekt, Maurer und Bildhauer erklärt sich der einheitliche Eindruck mittelalterlicher Kathedralen. Aus den deutschen Haupthütten in Straßburg, Köln, Wien, Regensburg und Bern und ihren zahlreichen unterstellten kleineren Bauhütten gehen die Anfänge der Freimaurer hervor. Mit dem Rückgang des Kathedralbaus im 15. Jh. wird die Bauhütte von den Zünften verdrängt.

Baukalender

siehe Bauzeitenplan.

Baukalk

auch: Baukalke

siehe Kalk.

Baukies

auch: Baukiese

siehe Sand

Bauklammer

auch: Maurerklammer

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Eine Bauklammer bzw. Maurerklammer ist eine etwa 30 cm lange, aus Rund- oder Flachstahl geschmiedete Klammer mit spitzen, senkrecht abgewinkelten Enden, die speziell für Verklammerungen im Gerüst- und Dachstuhlbau Verwendung findet. Beim Dachstuhlbau wird die Bauklammer zum Befestigen zweier sich kreuzender Holzbalken benötigt. Die Bauklammer wird dabei mit einem Hammer oder mit Schußgeräten in beide Balken geschlagen. Durch die Klammer sind die Balken gegen Bewegungen gesichert.

Bauklasse

auch: Bauklassen

Unter Bauklassen versteht man die Einteilung der Straßen nach deren Verkehrsbelastung. Dabei ist nicht die Zahl der Fahrstreifen des Straßenquerschnitts von Bedeutung, sondern allein die Anzahl der Fahrzeuge, die in einer bestimmten Zeit den Querschnitt passieren. Insgesamt werden 6 Bauklassen unterschieden. Die Bauklasse wird zur Dimensionierung des Oberbaus einer Straße benötigt.

Baukompressor

auch: Baukompressoren

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Baukompressoren sind spezielle Kompressoren für den Einsatz auf der Baustelle. Sie sind auf einen fahrbaren Untersatz montiert, so dass sie problemlos überall hintransportiert werden können. Die durch den Baukompressor erzeugte Druckluft dient zum Betreiben verschiedenster Geräte wie Bohrhämmer, Reinigungsgeräte, Putzmaschinen, Risseverpressung oder Farbspritzgeräten.

Baukörper

Der Baukörper ist ein Allgemeinbegriff aus dem Hochbau. Unter einem Baukörper kann viel verstanden werden - hauptsächlich jedoch ein Bauwerk als solches, gleichgültig, ob es sich um einen Altbau oder einen Neubau handelt und gleichgültig, ob der Baukörper aus Beton, Ziegelsteinen, Kalksandsteinen und dergleichen besteht.

Baukosten

Die Baukosten sind alle beim Bau anfallenden Kosten. Zu den Baukosten zählen neben den Kosten für das Bauwerk auch Kosten für das Grundstück, die Erschließung und die Außenanlagen. Auch die Baunebenkosten sind zu den Baukosten hinzuzurechnen. Die Baukosten ebenfalls in die Höhe treiben kann die Einrichtung des Hauses.

Baulaser

auch: Bau-Laser

Mit Baulasern werden Vermessungsarbeiten auf der Baustelle durchgeführt. Der Vorteil liegt hauptsächlich darin, dass die Arbeiten von einer Person vorgenommen werden können. Wegen der verschiedenen Bauaufgaben des Hoch-, Ingenieur- und Innenausbaus sowie des Tief- und Strassenbaus wurden unterschiedliche Lasertypen entwickelt, die praxisorientierte Einsatzschwerpunkte abdecken. Im Hochbau kommen vorwiegend Rotationslaser, im Tiefbau Kanalbaulaser zum Einsatz.

Bauleistung

auch: Bauleistungen

Als Bauleistung werden zum einen Bauarbeiten aller Art vom Abbruch des Hauses bis zum Tapezieren der Wand verstanden. Zum anderen wird auch der in Geld ausgedrückte Wert eines in einem bestimmten Zeitraum gefertigte Bauwerk oder Bauteil als Bauleistung bezeichnet.

Baumanbinder

Der Baumanbinder, auch als Softanbinder bezeichnet, ist ein Kabelbinder aus dem besonders elastischen Polyurethan. Er dient dazu, die Stämmchen frisch gepflanzter junger Bäume an Pflanzenstäben oder Weinreben an Gittern zu befestigen.

Baumethoden

siehe Bauverfahren.

Baumischverfahren

Das Baumischverfahren ist ein Verfahren aus dem Straßenbau. Es dient dort zur Bodenverfestigung bzw. Bodenstabilisierung und Bodenverbesserung. Die Bodenverfestigung geschieht direkt vor Ort mit Hilfe spezieller Maschinen - so genannter Bodenstabilisierer. Das Baumischverfahren eignet sich besonders bei der Verfestigung anstehender Böden und bei bindigen Böden. Auch dort, wo Straßenfertiger für den Einbau des Einbaugemischs nicht zur Verfügung stehen, ist das Baumischverfahren geeignet.

Baumkante

auch: Baumkante

Auch Fehlkante oder Waldkante genannt. Gütemerkmal, am besäumten Schnittholz verbliebener Teil der Stammoberfläche. Die Baumkante ist nicht identisch mit der Rinde, sondern gibt bei besäumtem Schnittholz an, wieviel Holz zum rechteckigen Querschnittsmaß fehlt.

Baumsafe

Baumsatzung

auch: Baumsatzungen

Zu den Hoheitsaufgaben der Gemeinden und Städte gehört, Baugebiete auszuweisen und Bebauungspläne zu entwickeln, die sich wiederum an die Vorgaben eines Flächenutzungsplans halten müssen. Auch sind die Kommunen berechtigt, sog. Gestaltungssatzungen festzulegen. Selbst Baumsatzungen werden von manchen Gemeinden oder Städten erlassen und diese greifen dann auch in die private Verfügungsgewalt eines Grundstückbesitzers ein. In solchen Fällen werden bestimmte Baumarten unter besonderen Schutz gestellt - das können Ahornbäume, Gingkobäume, Kiefern oder Eichen sein. Ab einem bestimmten Stammumfang und einer bestimmten Höhe dürfen diese Bäume nicht gefällt werden, auch wenn sie auf einem Baugrundstück stehen und den Bauverlauf behindern. Auch der Baum, der Schatten auf Ihr Grundstück wirft und den "Sonnenertrag" Ihrer Solaranlage auf dem Dach schmälert, aber unter den Schutz der Baumsatzung fällt, darf nicht gefällt werden - es sei denn, er ist krank oder umsturzgefährdet. Das muss dann aber vom örtlichern Gartenamt geprüft werden, sonst gilt das Fällen als illegal und kann mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden.

Baumsäure

siehe Abietinsäure.

Baumscheibe

auch: Baumscheiben

Unter einer Baumscheibe werden zwei völlig unterschiedliche Dinge verstanden. Zum einen eine Scheibe mit Baumrinde, die aus einem Stamm herausgesägt worden ist. Solche Scheiben dienen als Ansichtsmaterial im Biologieunterricht oder sie werden von Hobbykünstlern bemalt oder mit Brandmalereien verziert. Baumscheiben aus Metall jedoch werden insbesondere in den Fußgängerzonen der Innenstädte um (neu gepflanzte) Bäume gelegt, um das Wurzelwerk vor Beschädigungen durch die Reifen von Transportfahrzeugen etc. zu schützen. Solche Scheiben müssen keineswegs rund sein. Es werden auch quadratische und rechteckige "Scheiben" hergestellt, die rechteckig um den Baumstamm gelegt werden. Die Baumscheibe wird häufig mit einem sog. Baumsafe kombiniert.

Baumschutzgitter

auch: Baumsafes

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Rundes Gittergestell aus verzinktem oder kunststoffummanteltem Stahl, das insbesondere in Fußgängerzonen um Bäume montiert wird, um diese vor Beschädigungen zu schützen. Baumschutzgitter, verschiedentlich auch unter der Bezeichnung "Baumsafe" von den Herstellern angeboten, werden häufig ergänzt durch sogenannte Baumscheiben. Beide Maßnahmen sollen auch verhindern, dass Hunde ihr Bein am Baumstamm heben bzw. auf dem Erdreich des Wurzelwerks ihr Geschäft verrichten.

Baumschutzsatzung

Baumstamm

auch: Holzzelle, Borke, Rinde, Verkernung, Kambium, Bast, Bastzelle, Baumstämme

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Bäume sind ein Wunderwerk der Natur. Sie sind die größten Organismen der Erde und die haben die längste Lebensdauer. Das Geheimnis ihrer Kraft liegt im hölzernen Stamm, der ihnen Halt gibt und der fast unbegrenzt wachsen kann. Grund für das Dickenwachstum ist ein dünner Zylinder von Zellen direkt unter der Rinde, der immer neue Zellen bindet und mit zunehmender Dicke auch selber wächst. Dieser Zylinder wird Kambium genannt. In ihm werden während der Wachstumsperiode drei Arten von Zellen gebildet: Die eine Art von Zellen dient zur eigenen Vergrößerung. Auf den Stammquerschnitt bezogen gibt es zudem noch Bastzellen an seiner Außenseite und Holzzellen an seiner Innenseite. Ein Teil der Bastzellen verholzt und wird zur Borke. Bast und Borke bilden die Rinde, wobei die Borke die Bastzone vor äußeren Einwirkungen schützt. Durch das Wachstum reißt die Borke auf, was der Rinde ihr typisches Aussehen gibt. Neues Gewebe wird vor allem nach innen gebildet. In diesem Gewebe verlaufen Leitungsbahnen, die Gefäße. Sie dienen dazu, Wasser und Nährstoffe von den Wurzeln in die Blätter zu transportieren. Auf dem Rückweg befördern die Leitungsbahnen lebenswichtige Stoffwechselprodukte, die in den Blättern gebildet werden, zu den Wurzeln. Im Kern des Stammes verläuft ein Markzylinder, von dem aus sich die Markstraheln bilden. In ihnen ist der Stoffwechseltransport auch in waagerechter Richtung möglich. Bei einem Baumstamm gibt es verschiedene Bereiche. Die äußeren Jahresringe, also das junge Holz, dienen der Saft- bzw. Wasserführung des Baumes. Dieser Teil des Holzes wird Splintholz genannt. Es ist je nach Baumart erkennbar an der helleren Farbe. Manche Baumarten haben nur einen schmalen Splinzholzring, bei anderen geht das Splintholz vom Mark bis zum Kambium durch. Bei vielen Arten von Bäumen tritt mit zunehmenden Alter eine Verkernung des Holzes ein. Die älteren, inneren Jahresringe des Splintholzes stellen die Saft- bzw. Wasserführung ein und werden mit Holzinhalts- oder Ablagerungsstoffen wie Gerb- und Farbstoff, Harz, Wachs und Fett gefüllt. Dadurch arbeitet das Holz weniger, wird schwerer, fester und dauerhafter. Die Gerbstoffe wirken wie eine natürliche Imprägnierung, das Holz ist gegen Pilze und andere holzzerstörende Organismen geschützt. Durch die Gerbstoffe wird das Holz auch deutlich dunkler, man spricht dann von Kernholz. Holz, das verkernt ist, bei dem sich aber keine Gerbstoffe eingelagert haben, nennt man Reifholz. Das ist zwar ebenfalls härter als Splintholz, doch nicht so widerstandsfähig. Nach diesen Bezeichnungen unterscheidet man Splintholzbaum, Kernholzbaum, Reifholzbaum und Kernreifholzbaum.

Baumstammhaus

Andere Bezeichnung für ein Naturstammhaus, also ein Haus aus Naturstämmen.

Baumtreppe

Die Urform einer Treppe ist die Baumtreppe. Sie ist heutzutage allenfalls in Museen zu sehen oder bei Pfahlbauten von Naturvölkern. Sie besteht aus einem schräg gestellten Baumstamm, in den Kerben geschlagen wurden. Diese Kerben dienten als Trittstufen.

Baumwolldämmstoff

auch: Baumwolldämmstoffe,, Baumwolledämmstoffe

siehe Baumwolle.

Baumwolle

auch: Baumwolldämmstoff

Baumwolle eignet sich nicht nur gut für T-Shirts, sondern auch als Wärmedämmung. Sie muss lediglich mit Borax (Borsalz) imprägniert werden, um einen Befall durch Insekten und Nagetiere zu verhindern. Baumwolle besitzt eine feine Faserstruktur und erreicht als Dämmstoff daher sehr gute Wärmedämmwerte. Die Dämmstoffe sind außerdem atmungsaktiv und können sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen. So kann die Baumwolle als Feuchtepuffer zwischen Raumluft und Außenluft dienen und zu einem guten Raumklima beitragen. Verwendung findet Baumwolle bei der Innendämmung oder bei der Trittschalldämmung.

Baumwollputz

auch: Baumwollputze

siehe flüssige Tapete.

Baunaht

auch: Baunähte

siehe Baufuge.

Baunebengewerbe

Während das Bauhauptgewerbe vorzugsweise Baukonzerne und Bauunternehmen umfaßt, die Maurer, Betonbauer und Bautischler beschäftigen, ist das Baunebengewerbe hauptsächlich handwerklich orientiert. Das Baunebengewerbe arbeitet dem Bauhauptgewerbe jedoch nicht nur zu, sondern sorgt auch für die Endfertigstellung von Bauten und deren Funktionalität. Zum Baunebengewerbe zählen Handwerksberufe wie Tischler, Fliesenleger, Elektro-Installateure, Dachdecker, Klempner, Steinmetze, Stukkateure, Glaser, Bodenleger usw. Zimmerleute können sowohl im Baunebengewerbe anzutreffen sein, als auch im Bauhauptgewerbe.

Bauökologie

auch: ökologisch Bauen

Bauökologie bzw. ökologisches Bauen bedeutet, dass durch das Bauen möglichst wenig Eingriffe in die Naturkreisläufe vorgenommen werden. Schonung der Ressourcen ist ein wichtiger Aspekt bei der Bauökologie. Darüber hinaus sollte möglich Energie zur Herstellung, zum Transport und zur Nutzung der verwendeten Materialen verbraucht werden. Bauökologie betrachtet die gesamte Kette von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung. Grundsätzlich werden beim ökologischen Bauen keine die Umwelt oder Gesundheit belastende Materialien verwendet. Eine genaue Vorgabenliste gibt es allerdings nicht, vielmehr müssen regionale Unterschiede bzw. Gegebenheiten mit berücksichtigt werden. Es macht zum Beispiel keinen Sinn Schiefer durch halb Deutschland zu kutschieren, nur weil es ein natürliches Material ist. Neben der Verwendung ökologisch einwandfreier Materialien müssen auch Wärmeschutz und Schallschutz optimiert sein. Beim Heizen sollte die Verwendung erneuerbarer Energien - also das Heizen mit Sonne, Erdwärme oder Holz - oberste Priorität besitzen.

Bauordnung

siehe Landesbauordnung und Musterbauordnung.

Baupapier

siehe Baupappe.

Baupappe

auch: Baupapier, Baupappen

Baupappe und Baupapier werden als Dampfbremse, Rieselschutz bei losen Schüttungen, Unterspannbahn, Trennlagen, Estrichlegerfolie oder Estrichpappe verwendet. Beschichtet oder getränkt werden Baupappen und Baupapier mit Öl, Bitumen, Aluminium, Wachs oder Paraffin. Zudem werden sie gitterverstärkt hergestellt. Damit sie nicht so leicht in Flammen aufgehen oder von Pilzen befallen werden, können sie mit Flammschutzmitteln oder pilzhemmenden Mitteln ausgestattet sein. Kommen Baupappen mit Innenraumluft in Berührung, sollten sie jedoch mit möglichst wenig Chemie behandelt sein.

Baupreisindex

auch: Baupreisindizes

Ein Baupreisindex gibt die Entwicklung der Preise für einen Neubau oder die Instandhaltung von Gebäuden wieder. In Deutschland veröffentlich das Statistische Bundesamt verschiedene Baupreisindizes, so z.B. für den konventionellen Neubau im Hochbau, worunter Wohngebäude, Bürogebäude und gewerbliche Betriebsgebäude fallen. Für den Bau von Fertighäusern gibt es ebenso einen eigenen Baupreisindex wie für Neubauten im Tiefbau - also Brücken, Ortskanäle oder Straßen. Der vierte Baupreisindex wird für die Instandhaltung von Mehrfamiliengebäuden veröffentlicht.

Bauprobe

Die Bauprobe hat nichts mit dem Bauwesen zu tun - es ist eine Bezeichnung aus der Welt des Schauspiels und der Oper. Für eine Uraufführung wird ein Bühnenbildner beauftragt, ein Bühnenbild zu gestalten. Dafür baut er zunächst einmal ein Modell, das er zur Bauprobe mitbrongt. Anhand dieses Modells und in Anwesenheit des Regisseurs bauen die Bühnenarbeiter dann aus Versatzstücken das Modell nach. So gewinnen der Regisseur und der Bühnenbildner einen Eindruck, ob die nach dem Modell zu bauenden Kulissen für den Ablauf der Handlung geeignet sind und den Akteuren nicht im Weg stehen.

Bauqualitätskontrolle

auch: Bauqualitätskontrollen

Mit der Bauqualitätskontrolle wird die Qualität eines Bauwerks durch einen unabhängigen Experten begutachtet. Sie ist ein wirksamer Schutz vor Baumängeln und späteren Schäden. Mit einer Bauqualitätskontrolle, die auch in bestimmten Abschnitten während des Hausbaus erfolgt, kann die Qualität des Hauses gesteigert und oftmals auch teure Rechtsstreitigkeiten vermieden werden. Der Gutachter prüft das Gebäude in den entscheidenden Bauabschnitten von der Bauplanung über die Ausführung bis zur Abnahme und erteilt darüber gegebenenfalls ein Zertifikat.

Baurecht

Unter Baurecht werden alle Normen und Gesetze zusammengefasst, die das Bauen betreffen. Dabei wird zwischen privatem und öffentlichem Baurecht unterschieden. Im privaten Bereich kommt z.B. die Nachbarschaftsgesetze zur Anwendung. Auch ein Architektenvertrag oder der Bauvertrag mit einem Bauunternehmen unterliegen dem Baurecht. Beim öffentlichen Baurecht wird zum Beispiel zwischen Bauplanungsrecht, das die Bebaubarkeit von Grundstücken regelt und dem Bauordnungsrecht unterschieden. Das Bauordnungsrecht befasst sich mit näheren Vorschriften für einzelne Bauvorhaben (z.B. Gestaltungs- und Sicherheitsvorschriften).

Baurichtmaße

Baurichtmaße sind die theoretischen Maße von Bauteilen einschließlich ihrer Fugen. Gemessen wird hierbei von Mitte Fuge bis Mitte Fuge. Bei Mauerwerk ist das Baurichtmaß ein Vielfaches von 12,5 cm. Dies ist ein Achtelmeter, daher die Abkürzung am. Verwendet werden Baurichtmaße für Breiten, Höhen und Stärken.

Baurundholz

Baurundholz bezeichnet nur geschältes ("entrindetes"), nicht geschnittenes rundes Holz. Die Gütebedingungen und die Sortierung sind in der DIN 4074-2 festgelegt. Wegen des durchgehenden Faserverlaufs dürfen gem. DIN 1052-1 bei Rundholz mit ungeschwächter Randzone die zulässigen Biege- und Druckspannungen (parallel zur Faser) um 20 % erhöht werden.

Bausand

auch: Bausande

siehe Sand

Bauschaum

auch: Bauschäume

siehe Montageschaum.

Bauschlosser

Der Bauschlosser ist heute ein Metallbauer - und zwar der Fachrichtung Konstruktionstechnik.

Bauschnittholz

auch: Bauschnitthölzer

Für Bauschnittholz werden aus einem Stamm Kanthölzer mit unterschiedlichen Querschnitten herausgesägt. Geliefert wird Bauschnittholz sägerau. Die Gütebedingungen sind in der DIN 4074-1 geregelt. Die Sortierung erfolgt maschinell oder visuell. Merkmale für die visuelle Sortierung sind z.B. Äste, Risse, Jahrringbreite und Krümmung. Die Sortierklasse ist mit der früheren Güteklasse (GK) gleichzusetzen. Es wird unterschieden zwischen den Sortierklassen S7, S10, S13 (visuell) und die Sortierklassen MS7, MS10, MS13, MS17 (maschinell). Dabei bedeuten die Abkürzungen S7, MS7 ( = GK III) Bauschnittholz mit geringer Tragfähigkeit; S10, MS10 (=GK II) Bauschnittholz mit normaler Tragfähigkeit und S13, MS13, MS17 (=GK I) Bauschnittholz mit überdurchschnittlicher Tragfähigkeit. S7 steht z. B. für eine zulässige Biegespannung von zul sB = 7 N/mm².

Bauschrauber

Bauschreiner

siehe Tischler.

Bauschutt

Beim Bauen fällt eine Menge Abfall an, der sogenannte Bauschutt. Diesen ordnungsgemäss zu entsorgen, ist Aufgabe des Bauunternehmers. Nicht nur aus Kostengründen sollte Bauschutt in verschiedene Abfallarten getrennt werden, soweit möglich recycled sowie gegebenenfalls als Sondermüll entsorgt und bezahlt werden. Dazu zählen z.B. Reste von Farben, Lacken, Lösemitteln, PVC-Materialien, Holzschutzmitteln, Teer-/Bitumen(Pappe), Montageklebern, Montageschäumen und asbesthaltigen Baustoffen.

Bauschutznetz

auch: Bauschutznetze

siehe Auffangnetz.

bauseits

Steht zum Beispiel der Passus "Erdarbeiten bauseits" in einem Bauvertrag, müssen Käufer von schlüsselfertigen Häusern wachsam sein. Denn, was auf den ersten Blick nach einer Leistung des beauftragten Bauunternehmers aussieht, muss in Wirklichkeit der Bauherr selbst erbringen. Am Ende läuft diese Vertragspassage regelmäßig auf einen Extraauftrag für das ausführende Unternehmen hinaus. Der Ablauf ist stets gleich: Kurz vor Baubeginn weist der Unternehmer auf den Passus im Vertrag hin und fragt, wann der Bauherr die Erdarbeiten erledigen lässt. Der Bauherr ist ahnungslos. Er hat natürlich keine andere Firma mit den Erdarbeiten beauftragt, weil er davon ausging, die Erdarbeiten seien im Festpreis enthalten. Damit dennoch zügig mit dem Bau begonnen werden kann, beauftragt er nun - zwangsläufig - seinen Anbieter zusätzlich auch noch mit den Erdarbeiten. Kaum ein Bauherr riskiert an dieser Stelle Verzögerungen oder gar einen Prozess, um die Rechtmäßigkeit dieser Klausel klären zu lassen. Der Bauunternehmer kassiert also über den vertraglich vereinbarten Festpreis hinaus. Das ist ärgerlich, aber legal, denn nur die zum Festpreis angebotenen Leistungen muss er auch erledigen.

Bausparförderung

auch: Bausparförderungen

Unter Bausparförderung sind die Fördergelder gemeint, die als Zuschuss beim Bausparen gewährt werden. Neben der Wohnungsbauprämie ist hier als Bausparförderung die Arbeitnehmer-Sparzulage oder auch Wohn-Riester zu nennen. Wohnungsbauprämien kann jeder ab 16 Jahren erhalten, der mindestens 50 Euro pro Jahr auf einen Bausparvertrag einzahlt. Allerdings darf das zu versteuernde Jahreseinkommen 25.600 Euro bei Singles oder 51.200 Euro bei Ehepaaren nicht übersteigen. Um an die staatliche Arbeitnehmer-Sparzulage zu kommen, müssen vermögenswirksame Leistungen vom Arbeitgeber auf den Bausparvertrag einbezahlt werden.

Bausparguthaben

Zum Bausparguthaben werden alle Bauspareinlagen gerechnet. Es setzt sich aus den Spareinzahlungen, Zinsen, Bausparprämien sowie gegebenenfalls vermögenswirksamen Leistungen und der Arbeitnehmersparzulage zusammen. Mit Annahme der Zuteilung durch den Bausparer wird das Bausparguthaben ausbezahlt.

Bausparprämie

Jeder Bausparer hat auf Antrag Anrecht auf eine Bausparprämie vom Staat. Das zu versteuernde Jahreseinkommen darf bei Ledigen allerdings 25.600 Euro nicht übersteigen. Verheiratete dürfen nicht mehr als 25.600 Euro im Jahr verdienen. Die Bausparprämie oder auch Wohnungsbauprämie beträgt 8,8 % auf maximal 512 Euro Einzahlungen bei Ledigen bzw. 1.024 bei Verheirateten.

Bausparvertrag

auch: Bausparverträge

Bei einem Bausparvertrag handelt es sich um einen Sparvertrag, den ein Anleger (dann Bausparer genannt) mit einer Bausparkasse abschließt. Durch die Zahlung von Bausparbeiträgen erwirbt der Bausparer einen Rechtsanspruch auf ein Bauspardarlehen. Abgeschlossen wird der Vertrag über eine bestimmte Bausparsumme. Bei Zuteilung des Bausparvertrages wird der zur Vertragssumme fehlende Teil als Bauspardarlehen gewährt. Der Bausparer kann somit über die volle Bausparsumme verfügen. Standardmäßig läuft ein Bausparvertrag über 18 bis 20 Jahre, wobei etwa 8 Jahre Ansparzeit zu rechnen sind.

Baustahl

auch: Massenstahl, Baustähle

Als Baustahl wird jeder nicht härtbare Stahl bezeichnet. Auf Baustahl, auch als Massenstahl bezeichnet, entfällt über 90% der Stahlerzeugnisse. Er wird für allgemeine Bauzwecke, aber auch für Maschinenteile verwendet. Hergestellt wird Baustahl legiert oder unlegiert. Unlegierter Baustahl wird als allgemeiner Baustahl bezeichnet. Für seine Verwendung ist die Zugfestigkeit maßgebend. So ist beispielsweise St37 ein Baustahl, dessen Zugfestigkeit je nach Werkstoffdicke zwischen 340 N/mm² und 470 N/mm² liegt.

Baustahlmatte

auch: Baustahlmatten

Baustahlmattenschneider

Baustativ

Auf dem Baustativ werden Baulaser, Theodolit oder Tachymeter befestigt. Es ist wie das bekannte Stativ für Fotoapparate aufgebaut, es ist meist jedoch sehr viel stabiler und enthält zusätzlich noch eine Wasserwaage zum Ausrichten des Baulasers.

Baustelle

auch: Baustellen

Als Baustelle werden alle Plätze verstanden, an denen etwas neu gebaut, umgebaut oder abgerissen wird. Zur Baustelle gehören auch die Flächen, auf denen Material gelagert wird oder die als Arbeitsflächen dienen. Auch die Stellflächen für Aufenthalts- und Sanitärräume sowie Fahrwege, Wendepätze, Magazine oder Werkstätten, die eigens für den Bau eingerichtet wurden, zählen zur Baustelle. Dies ist daher wichtig, weil der Bauherr für die Sicherheit auf der Baustelle verantwortlich ist und haftbar gemacht werden kann, wenn z.B. kleine Kinder auf ihr verunglücken.

Baustellenbeton

Baustellenbeton ist Beton, dessen Bestandteile auf der Baustelle zugegeben und gemischt werden.

Baustellenestrich

auch: Baustellen-Estrich, Baustellen-Estriche, Baustellenestriche

Estrich, der direkt auf der Baustelle gemischt wird.

Baustellenmörtel

Baustellenmörtel wird im Gegensatz zum Werkmörtel auf der Baustelle zusammengesetzt und gemischt.

Baustellenradio

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Auch das gibt es im Bauwesen, nämlich ein eigens gebautes Baustellenradio. Es wird mit gängigen Profi-Akkus betrieben, die "Saft" für eine mehrtägige Spieldauer haben und verfügt über starke Lautsprecher, eine Equalizer-Funktion für einwandfreien Klang und Speicherfunktionen für verschiedene Sender. Auch ein MP3-Player kann angeschlossen werden. Die Bauarbeiter müssen also auf der Baustelle nicht auf Musik oder aktuelle Fußballübertragungen verzichten.

Baustellenräucherung

Die Baustellenräucherung ist ein spezielles Verfahren zur Räucherung von Holz. Hierbei kann bereits verlegtes Parkett in der Wohnung mit Ammoniak, das mit der Gerbsäure im Holz reagiert, geräuchert werden. Der Nachteil bei diesem Verfahren ist, dass auch anderes helles gerbstoffhaltiges Holz im Raum automatisch mitgeräuchert wird, d.h. es wird ebenfalls dunkler. Bei der Baustellenräucherung werden in einem dicht verschlossenen Raum Gefäße mit Salmiakgeist aufgestellt. Der Parkettboden verfärbt sich dann in etwa zwei Tagen an der obersten Schicht. Die Räuchergefäße sollte auf zugespitzten Standbeinen stehen, damit später keine hellen Flecken an den Stellen zu sehen sind, wo die Gefäße standen.

Baustil

auch: Architekturstil, Baustile

Jede Kultur, jede Zeit hat seine eigene Art zu Bauen, man spricht von unterschiedlichen Baustilen bzw. Architekturstilen. Die Griechen hatten ihren Baustil, die Römer und auch Ägypter, wobei innerhalb dieser Völker der Antike natürlich auch noch enorme Unterschiede beim Baustil gibt. Später im Mittelalter kamen dann in der westlichen Welt der romanische (siehe Romanik) und der gotische Stil (siehe Gotik) auf. Darauf folgten in der frühen Neuzeit die Renaissance und der Barock. Später in der Neuzeit waren Klassizismus und Historismus die bevorzugten Baustile. In der Moderne kamen Jugendstil, Expressionismus und Art Déco hinzu. Bekanntester Baustill Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts war der Bauhaus-Stil, aus dem sich der Funktionalismus entwickelte. Häufig lässt sich eine solche Stilepoche erst in der Nachbetrachtung festlegen. Zudem ist zu beobachten, dass sich immer schneller neue Moden durchsetzen. Jeder Architekt möchte etwas noch die dagewesenes in die Welt zaubern. Auch die regionalen Unterschiede im Baustil verschwimmen immer mehr. Mittlerweile wird in den USA ganz ähnlich wie in Europa und in Asien so wie in Australien gebaut.

Baustrahler

Baustrahler sind transportable Beleuchtungskörper, die auf einem Fuß aus Metallrohr stehen und auf Baustellen für eine gute Beleuchtung sorgen. Bauarbeiten finden auch statt, wenn die Sonne mal nicht hell scheint oder bis in die Nacht­stunden durchgearbeitet werden muss. Gerade auch beim Innenausbau oder Roh­bau müssen Licht­quellen her, wenn es noch keine normale Haus­beleuch­tung gibt. Bau­strahler gibt es in klassischer Ausführung, also mit Kabel und Halogen-Leucht­mitteln, aber auch mit Akkus und sogar mit Akku-LED-Spots, so dass es keinen Kabelsalat gibt. Für den Außenbereich gibt es spritzwassergeschützte Ausführungen, wie sie ähnlich auch Polizei und Feuerwehr bei Außeneinsätzen im Regen verwenden.

Baustraße

auch: Baustrasse, Baustrassen, Baustraßen

Provisorisch befestigter Fahrweg zur besseren Durchführung von Bauarbeiten. Die Baustraße gehört zur Baustelle und muss daher entsprechend gesichert werden.

Bautenlack

auch: Bautenlacke

Unter Bautenlacke werden Anstrichstoffe verstanden, die ausschließlich für den Baubereich verwendet werden. Sie werden zur Beschichtung von Holz oder Metall, für Türen, Fenster, Heizkörper oder Fußböden verwendet. Bautenlacke werden meist auf der Basis von Alkydharzen oder Acryldispersionen hergestellt.

Bautenschutzfolie

auch: Bautenschutzfolien

Bei Bautenschutzfolien handelt es sich um Schutzfolien, die im Freien oder unter der Erde liegende Bauteile vor Feuchtigkeitsschäden, Witterungseinflüsse oder Umwelteinwirkungen zu schützen. Hergestellt werden Bautenschutzfolien aus PVC oder PE, sie sind zwischen 0,02 mm und 0,4 mm dick und bis zu 6 Meter breit. PE-Folien bleiben auch bei Frost flexibel, können bei UV-Strahlen aber Schaden nehmen.

Bauterrakotta

siehe Baukeramik.

Bautischler

siehe Tischler.

Bau-Tischlerplatte

Bau-Tischlerplatten können analog zu Bau-Furnierholzplatten betrachtet werden. Sie bestehen jedoch aus beidseitigem Deckfurnier und einer Mittellage aus aneinandergeleimten Holzleisten oder Holzstäben.

Bautreppe

auch: Bautreppen

Bautreppen sind robust gefertigte provisorische Holztreppen oder Metalltreppen in Rohbauten, die später durch die regulären Haustreppen ersetzt werden. Falls der spätere Einbau von Metallfertigtreppen geplant ist, so kann man diese auch schon beim Rohbau mit später auszuwechselnden robusten Dielen verwenden. Komplette Rohbautreppen können mit Geländer gemietet werden. Die Miete bis ca. 1/2 Jahr kostet pro Geschoß rund 200 Euro.

Bautrockner

Unter einem Bautrockner versteht man vorwiegend mit einem Elektromotor betriebene Geräte unterschiedlicher Größe und Leistung, die der feuchten Raumluft das Wasserkondensat entziehen und über Kältemittel wieder in den Urzustand, nämlich in Wasser umwandeln. Das Wasser wird in einem Behälter aufgefangen und dann entsorgt. Bautrockner haben eine wesentlich höhere Entfeuchtungsleistung als normale Entfeuchter und sind auf heutigen Baustellen fast nicht mehr wegzudenken, da die Räume infolge der heutzutage geforderten schnellen Bezugsfertigkeit nicht mehr auf natürlichem, aber zeitraubendem Weg per Fensterbelüftung austrocknen können. Tausende Liter Wasser stecken im Mörtel, im Beton, im Estrich, im Putz oder auch im Tapetenkleister und wabern sehr schnell als feuchte Raumluft in den neuerbauten Räumen herum, wo sich das Kondensat vor allem an den kälteren Stellen niederläßt und zur Schimmelbildung einlädt, wenn die Räume nicht auf maschinell entfeuchtet werden. Auch Gasheizer gelangen als Bautrockner zum Einsatz; das Wirkungsprinzip können Sie unter diesem Suchwort nachlesen.

Bautrocknung

Der Bautrocknung muss vor allem bei einem Neubau große Bedeutung zugemessen werden. Wird nach dem Bauen die Wohnung zu schnell bezogen, kann die Feuchtigkeit nicht mehr entweichen. Um so mehr, da mittlerweile von der Energieeinsparverordnung das luftdichte Haus gefordert ist. Die Folge sind Bauschäden und Schimmelbildung. Ein Neubau aus Mauerwerk oder Beton trocknet nur langsam: man kann z.B. einen Winter dafür veranschlagen. Beschleunigen lässt sich der Vorgang unter Umständen durch einen Bautrockner.

Bauverein

auch: Bauvereine

Moderne Form der Siedlungsgenossenschaft. Bauvereine gibt es quer durch die Republik, wobei die Mitglieder häufig ökologisch orientiert sind. Bauvereine versuchen, von den Gemeinden größere Areale zugewiesen zu bekommen, die die Mitglieder dann in Eigenleistung und unter tätiger Mithilfe der anderen Vereinsmitglieder bebauen. Eine ganze Reihe von Gemeinden unterstützt solche Vorhaben durch Bereitstellung geeigneten Baugrunds, insbesondere dann, wenn die Mitglieder Passivhäuser oder Häuser vorwiegend aus Naturbaustoffen bauen wollen.

Bauverfahren

auch: Baumethoden

Unter Bauverfahren oder auch Baumethode werden alle Vorgänge und Arbeitsweisen zusammengefasst, die zum Herstellen eines Bauwerks oder einer Baukonstruktion nötig sind. Das Bauverfahren darf nicht mit der Bauweise verwechselt werden. Diese beschreibt die festgelegte Anordnung von Bauelementen oder Konstruktionselementen. Von der Wahl des Bauverfahren hängt sehr stark der Bauablauf und die Organisation der Baustelle ab. So macht es einen großen Unterschied, ob ein Haus herkömmlich Stein auf Stein gemauert wird oder aus Fertigteilen gebaut wird, die auf der Baustelle zusammengesetzt werden. Wenn die Fertigteile aus großflächigen Mauerteilen bestehen, ist das Ergebnis ganz ähnlich, doch das Bauverfahren ist völlig verschieden.

Bauvorschriften

Bauvorschriften sind meist örtlicher Natur, sie werden in den Landesbauordnungen der Bundesländer oder in örtlichen Bauvorschriften (z.B. in Bebauungsplänen) festgelegt. Durch Bauvorschriften sollen in der Regel Absichten verwirklicht werden, die sich im Gestaltung, Städtebau oder Ökologie drehen.

Bauwerkinjektion

auch: Bauwerkinjektionen

siehe Injektion

Bauwerksabdichter

auch: Bauwerksabdichterin

Handwerklicher Lehrberuf mit dreijähriger Ausbildung. Die Aufgabe eines Bauwerksabdichters ist der Schutz der Bauwerke vor Luft- und Bodenfeuchtigkeit sowie Sickerwasser. Mit seiner Arbeit wirkt er im Verborgenen. Denn die abgedichtete Fläche wird in der Regel von weiteren Bauabschnitten überlagert. Auf Deponien ist das der Müll, bei Verkehrsflächen wie Straßen und Tunnels kommt Beton und Asphalt darüber und bei anderen Bauwerken steht das Gebäude auf der Abdichtung oder man muss erst auf das Dach steigen. Bauwerksabdichter bewerten Abdichtungsuntergründe auf Beschaffenheit und Eignung und prüfen die Abdichtungsarbeiten auf Zweckmäßigkeit und Qualität. Bauwerksabdichter sind in Betrieben der Bauwirtschaft beschäftigt, etwa in Spezialbetrieben für Abdichtungstechnik oder Flachdachisolierung, in Bauunternehmen des Hoch- und Tiefbaus oder bei Dachdeckereien. Sie arbeiten auf wechselnden Baustellen und häufig auch im Freien.

Bauwerksabdichtung

auch: Bauwerksabdichtungen

Bauwerksabdichtungen sind wasserdichte Abschlüsse von Gebäudeteilen zum Schutz des Bauwerkes gegen Feuchtigkeit oder Wasser. Es gibt Dicht- und Sperrstoffe als Bahnen aus Pappe, Metall- oder Kunststofffolien, sowie gießbare Massen aus mineralischen oder organischen Bestandteilen. Alle Abdichtungen halten Wasser ab, doch nicht alle sind völlig feuchtigkeitsundurchlässig. Manche Dampfsperren zum Beispiel können Wasserdampf durchlassen. Dies ist jedoch kein Mangel, sondern kann durchaus erwünscht sein. Ist ein Bauteil völlig dampfdicht eingepackt, hat eventuell bereits vorhandene Feuchtigkeit überhaupt keine Möglichkeit zu entweichen. Dann ist Schimmelbildung erst recht angesagt. In anderen Fällen muss eine völlige Dampfdichtheit gewährleistet sein. Hier ist eine Alumiumfolie die optimale Lösung, da sie praktisch dampfdicht ist. Ebenfalls zum Abdichten von Bauwerken verwendet man Dichtschlämme und Unterspannbahnen. Bei der Kellerabdichtung wird unterschieden nach Maßnahmen gegen Bodenfeuchtigkeit, nicht drückendes Wasser, von außen drückendes Wasser und von innen drückendes Wasser. Druckwasserdichte Abdichtung von Fugen, Flächen und Rohrdurchdringungen bei Kellerbauwerken (Neubau und Sanierung): Zu den bekannten Keller-Abdichtungen mit Bitumenprodukten gibt es druckwasserdichte Alternativen und Schnittstellen-Lösungen für die Fugenabdichtung von WU-Betonkellern. So kann eine Abdichtung mit verklebten PVC-Bändern bzw. einer PVC-Flächenabdichtung nach DIN 18195 erfolgen. Diese lässt sich schon im Betonfertigteilwerk einbauen, eignet sich aber auch hervorragend für die Eigenleistung, da sie ohne Schichtdickennachweise auskommt, d.h. die Schichtdicke ist durch das PVC vorgegeben und muss nicht, wie bei einer Bitumenbeschichtung, eine bestimmte Dicke erreichen. Ein weiterer Vorteil der Flächenabdichtung mit PVC ist, dass Rohr- und Kabeldurchdringungen sicher und absolut dicht angeschlossen werden können.

Bauwerksbegrünung

auch: Bauwerksbegrünungen

Als Bauwerksbegrünung wird die Kombination unbelebter, künstlicher Baukörper mit lebenden Pflanzen bezeichnet. Man unterscheidet verschiedene Techniken wie Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung. Begrünungen der Gebäudehaut haben wämedämmende Eigenschaften und verbessern das Raumklima (siehe auch Gründach bzw. Fassadenbegrünung).

Bauwerksgründung

auch: Bauwerksgründungen

Unter einer Bauwerksgründung wird zum einen das Fundament eines Gebäudes und zum anderen die Herstellung des Fundaments an sich verstanden.

Bauwesen

Unter Bauwesen werden Architektur und Bauingenieurwesen zusammengefasst. Es bezeichnet also das Fachgebiet, das sich mit dem Bauen - das heißt Errichten - von Bauwerken befasst. Und das aus den verschiedensten Blickwinkeln. Während der Bauingenieur mehr für die technische Umsetzung des Baus verantwortlich ist, bearbeitet der Architekt die gestalterischen Aspekte und die Nutzung. Zu den Akteuren des Bauwesens zählen auch die Bauherren, die den Bau in Auftrag geben, ausführende Unternehmen, Bauleitung und Bauüberwachung sowie Baugenehmigungsbehörden.

Bauwirtschaft

Zum Wirtschaftszweig der Bauwirtschaft werden Baugewerbe und Bauindustrie gezählt. Auch die Baustoffindustrie, der Stahlbau, Architektur- oder Ingenieurbüros oder das Bauausbaugewerbe werden mitunter der Bauwirtschaft hinzugerechnet.

Bauzeitenplan

auch: Baukalender, Bauablaufplan, Bauzeitenpläne

In einem Bauzeitenplan wird der Zeitablauf eines Bauvorhabens niedergeschrieben bzw. in Balken dargestelllt, die der Zeitdauer des Bauabschnitts entsprechen. Beim Bau eines Gebäudes sind viele Gewerke beteiligt, das fängt beim Maurer an endet beim Maler oder Estrichleger. Damit sich die einzelnen Gewerke nicht ins Gehege kommen, ist ein Bauzeitenplan notwendig, der vom Bauleiter aufgestellt wird. Aus dem Bauzeitenplan ist sofort ersichtlich, wann der eine Handwerker aufhört und der andere Handwerker anfängt. Dementsprechend ist dem Bauzeitenplan auch zu entnehmen, wie lange das gesamte Bauvorhaben insgesamt dauert. Da es im Bauablauf immer Störungen gibt, ist der Bauzeitenplan kein starres Gebilde, sondern entwickelt sich dynamisch während der Bauzeit. Es ist dann Aufgabe des Bauleiters, die einzelnen Handwerker zu informieren, wenn diese früher oder später anfangen müssen. Eventuell müssen auch andere Gewerke vorgezogen werden, um im vorgegebenen Zeitplan zu bleiben. Der Bauzeitenplan wird in Zeiten moderner Technik heute meist mit einer entsprechenden Software erstellt. Im Studium lernen (so war es zumindest in den 1990er Jahren) Bauingenieurstudenten allerdings noch, wie man solch einen Plan mit der Hand entwickelt und auf etwaige Verzögerungen im Bauablauf reagiert. Der Bauzeitenplan wird auch als Baukalender oder Bauablaufplan bezeichnet.

Bayrische Maurerkelle

auch: Bayrische, Maurerkellen

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Die Bayrische Maurerkelle hat wie die Berliner Maurerkelle regional eine große Bedeutung. Sie weist ein größeres Kellenblatt als die herkömmliche Maurerkelle auf und eignet sich besonders für großflächige Arbeiten. Sie hat eine dreieckige Form und eine abgerundete Spitze. Das handelsübliche Modell der Bayrischen Maurerkelle hat eine Länge von 180 mm bis 220 mm. Von der Berliner Maurerkelle unterscheidet sie sich hauptsächlich an der Form des Halses. Die Bayrische Maurerkelle hat einen weitestgehend geraden Hals, während der Hals der Berliner Maurerkelle S-förmig ist.

BBergG

Beanspruchung

auch: Beanspruchungen

Von einer Beanspruchung spricht der Baufachmann bei der Belastung des Materials einer tragenden Konstruktion. Es werden statische dynamische Beanspruchungen unterschieden. Bei der statischen Beanspruchung handelt es sich um vorwiegend ruhende Belastungen eines Bauwerks. Das kann z.B. das Eigengewicht der Konstruktion sein oder eine Schneelast. Bei einer dynamischen Belastung kommt die Beanspruchung immer wieder, mal mehr und mal weniger. Große Maschinen können eine dynamische Beanspruchung darstellen. Ganz unabhängig ob statisch oder dynamisch wird noch zwischen Druck-, Zug-, Biege-, Schub- und Torsionsbeanspruchung unterschieden.

Beanspruchungsgruppe

auch: Beanspruchungsgruppen

Baumaterialien werden gerne in verschiedene Beanspruchungsgruppen unterteilt. Beanspruchungsgruppen findet man z.B. bei Fliesen, Holzleimen, Verglasung von Fenstern oder Türblättern. Türblätter werden auf ihre mechanische Beanspruchung hin in drei Beanspruchungsgruppen N normal, M mittel und S stark untergliedert. Wohnungsinnentüren sollten den Beanspruchungsgruppen N bzw. M entsprechen. Bei Holzleimen werden 4 Beanspruchungsgruppen unterschieden (alte Bezeichnung B1, B2, B3 und B4, neue Bezeichnung D1, D2, D3 und D4). Die Beanspruchungsgruppen ordnen die Leime nach ihren Mindestscherfestigkeitswerten und ihrem Verhalten unter Feuchtigkeits- und Wassereinwirkung, wobei B4 bzw. D4 die höchste Beanspruchung garantiert. Glasierte, keramische Fliesen und Platten sind in fünf (I–V) unterschiedliche Beanspruchungsgruppen eingeteilt. Glasierte Bodenfliesen, welche ausschließlich die Anforderungen an Beanspruchsgruppe I und II erfüllen, werden nur noch ganz selten gefertigt. Fliesen der Beanspruchungsgruppe V können den höchsten Belastungen standhalten. Neben den hier aufgeführten, gibt es noch andere Baustoffe, die nach Beanspruchungsgruppen unterteilt werden.

Beanspruchungsstufen

Innentüren werden hinsichtlich ihrer mechanischen Beanspruchung in verschiedene Beanspruchungsstufen eingeteilt. Die Beanspruchungsstufe "N" steht hierbei für eine normale Beanspruchung, wie man sie bei Wohnungsinnentüren, bei Türen zu Küche, Bad und WC, zu nicht ausgebauten Dachgeschossen oder zum Keller hin findet. Die Beanspruchungsstufe "M" steht für mittlere Beanspruchung. Solche Türen findet man als Wohnungsabschlusstüren oder bei Innentüren im gewerblichen Bereich. Schließlich gibt es auch noch Innentüren der Beanspruchungsstufe "S" - wie starke Beanspruchung. Solche Türen findet man in Schulen, Kindergärten und öffentlichen Verwaltungen.

Bebauung

Als Bebauung wird die Art und Umfang der baulichen Nutzung eines Gebiets bezeichnet. Wie ein Baugebiet genutzt werden darf, wird im Bebauungsplan dargelegt.

Bebauungsentwurf

auch: Gestaltungsplan, Bebauungsentwürfe

Der Bebauungsentwurf bzw. Gestaltungsplan kann dem Bebauungsplan beigefügt werden. Er zeigt eine beispielhafte Bebauung und Durchgrünung des überplanten Gebiets. Er zeigt prinzipielle Bebauungsformen und Haustypen. Es wird zeichnerisch die Dachform oder Anzahl der Geschosse dargelegt. Man kann sehen, wo die Straßen verlaufen, wo Freiräume, Hauseingänge oder Stellplätze geplant sind. Der Bebauungsentwurf ist also Teil der städtebaulichen Planung und zeigt schon sehr detailliert, wie es später aussehen soll.

bebeilen

Bebeilen bezeichnet im Holzbau das abschlagen geschädigter Bereich an einem Holzbauteil. Diese Maßnahme sollte nur getroffen werden, wenn es keine Alternativen dazu gibt, da doch einiges von der Ästhetik des Bauwerks verloren geht. Bei tragenden Bauteilen ist abzuklären, ob das Bebeilen die Tragfähigkeit beeinträchtigt.

Bedarfsausweis

auch: Bedarfsausweis

siehe Energieausweis.

bedienen

Fachausdruck aus dem Bankgewerbe, der jeden Kredit und insbesondere die Hypothek betrifft, die monatlich oder vierteljährlich "bedient" werden muss. Geschieht das nicht, werden also die vereinbarten Tilgungen und Zinsen nicht zurückgezahlt und die Hypothek nicht bedient, folgt im Endeffekt die Zwangsversteigerung der Immobilie.

Bedingung

auch: Bedingungen

Im Rahmen eines Bauantragsverfahrens kann die Baubehörde Bedingungen festschreiben, wonach z. B. die Baugenehmigung erst dann wirksam wird, wenn zuvor die Erschließungskosten bezahlt worden sind.

Beech

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Laubholz, das vor allem im Osten der USA verbreitet ist. Das Splintholz von Beech ist weiß mit einer roten Tönung, während das Kernholz hell bis dunkelbraun ist. Im Vergleich zur europäischen Buche tendiert die amerikanische Buche dazu, etwas dunkler und weniger gleichmäßig auszufallen. Es läßt sich mit den meisten Werkzeugen maschinell und mit der Hand bearbeiten. Das schwere, harte und feste Holz hat gute Nagel- und Leimeigenschaften und kann gebeizt und poliert werden zu einer guten Oberfläche. Das Holz trocknet sehr schnell, aber mit einer starken Tendenz zum Werfen, zum Spalten und zu Oberflächenrissen. Verwendet wird Beech für Möbel, Türen, Fußböden oder den Innenausbau. Besonders geeignet ist das Holz für die Nahrungsmittelverpackung, da es geruchs- und geschmacksfrei ist.

Beeteinfassung

auch: Beeteinfassungen

Sammelbegriff für alle Maßnahmen, ein Beet einzugrenzen. Dies kann durch Kleinpalisaden aus Beton geschehen oder durch kurze Holzpalisaden und sog. Beetrollis. Weitere Möglichkeiten bestehen im senkrechten Einbau von Ziegelsteinen, in der Abgrenzung mit Natursteinen oder durch Setzen eines Bordsteines. Angeboten werden auch Beeteinfassungen aus gewelltem Kunststoff.

Beetrolli

auch: Beetrollis

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Bezeichnung für kleinere Halbpalisaden, deren flache Rückseiten durch zwei angetackerte Metallbänder miteinander verbunden sind. Diese speziellen Beeteinfassungen werden - daher der Name - als Rollenware im Handel angeboten und gehören dort zum Standardangebot für Gartenbedarf. Die angehefteten Metallbänder erleichtern einen gleichmäßigen Einbau. Außerdem meistern Beetrollis auch bogen- und kreisförmig angelegte Beete. Wie bei den Holzpalisaden auch, wird zur Anfertugung der Rollis meist imprägniertes Fichtenholz verwendet.

Befestigungstechnik

Befestigungstechnik beinhaltet alle Möglichkeiten und Techniken, zwei oder mehrere Bauteile miteinander zu verbinden. Befestigungstechnik ist der Oberbegriff für alle erforderlichen Bohr- und Verbindungsarbeiten im Hoch- und Tiefbau, an Natur- oder Kunstgestein. Das geschieht mit Hilfe von Bohrwerkzeugen mit und ohne Absaugung zum Setzen von Dübeln,Selbstbohrankern, Stahlspreizdübeln,Schwerlastankern, Klebeankern u. a.

Befliegung

Die Befliegung ist ein Begriff aus dem Beamtendeutsch. Bei einer Befliegung wird mit dem Flugzeug eine Stadt oder Gemeinde überflogen. Aus der Vogelperspektive wird dann ermittelt, wo jemand auf seinem Grundstück einen Anbau oder "versiegelte Flächen" in Form einer Terrasse oder einer Zufahrt angelegt haben könnte, die noch nicht abwassermäßig erfasst worden ist. Daraus resultiert die Niederschlagswassergebühr.

Begasung

Unter Begasung wird die Bekämpfung von holzzerstörenden Insekten mit Gasen verstanden. Gase werden im Holzschutz fast ausschließlich zur Behandlung von kulturhistorischen Gegenständen, Möbeln, Skulpturen, Kassettendecken, Inneneinrichtungen von Kirchen und von Museen mit vielen Holzgegenständen eingesetzt. Soweit sich befallene Gegenstände transportieren lassen, sollten sie einem dafür geeigneten Raum begast werden. Die Begasung von Wohnhäusern bzw. -räumen stellt eine Ausnahme dar und muss in jedem Einzelfall durch ein unabhängiges Gutachten stichhaltig begründet werden. Es werden zwei Gruppen von Gasen verwendet. Die eine Gruppe ist sehr giftig und erfordert den Nachweis einer besonderen Befähigung des Anwenders. Die zur Bekämpfung holzzerstörender Insekten verwendeten toxischen Gase sind Methylbromid, Blausäure, Phosphorwasserstoff und Sulfuryldifluorid. Je nach Art des Gases sowie der räumlichen und klimatischen Verhältnisse dauert die Begasung 3 bis 5 Tage und die anschließende Belüftung 1 bis 5 Tage. Die zweite Gruppe bekämpft die Holzschädlinge durch Erstickung. Stickstoff, Kohlendioxid oder Argon wirken 3 bis 6 Wochen auf das befallene Holz ein. Da die Eier dadurch nur unzureichend abgetötet werden, muss nach zwei bis vier Monaten der Vorgang wiederholt werden. Dieses Verfahren funktioniert nur bei gasdicht abgeschlossenen Räumen oder gasdicht verpackten Gegenständen.

Begasungsmittel

Begasungsmittel sind Stoffe und Zubereitungen mit denen Begasungen durchgeführt werden. Es dürfen nur solche Begasungsmittel verwendet werden, die von der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft zugelassen sind. Dazu zählen folgende Stoffe: Brommethan (Methylbromid), Cyanwaserstoff (Blausäure), Ethylenoxid, Phosphorwasserstoff und Phosphorwasserstoffentwickelnde Stoffe (Phosphide) sowie Formaldehyd.

Begrenzungsring

Behaglichkeit

In der Wohnung ist es unangenehm kühl, obwohl die Heizkörper seit Stunden voll aufgedreht sind - dieses Phänomen beklagen vor allem viele Menschen, die im Altbau wohnen. Zugleich zieht es aus allen Ritzen und die Luft ist staubtrocken. Auch wenn die meisten Leute glauben, dass dafür die Heizkörper verantwortlich sind, liegt die Ursache vor allem im schlechten Wärmeschutz der Außenwände und der Fenster des Hauses begründet. Wenn es an der richtigen Dämmung fehlt, bleiben nämlich diese Flächen selbst dann vergleichsweise kalt, wenn die Raumtemperatur längst über die 20 °C-Marke geklettert ist. Bei ungedämmten Altbauten liegen im Winter die Temperaturen der Wände meist bei maximal 15 °C, oft sogar bei lediglich 5 °C. Mit den ihn umgebenden Wandflächen steht der Mensch aber in ständigem Strahlungsaustausch. Er strahlt also Wärme ab und nimmt gleichzeitig Wärme auf. Je größer das Gefälle zwischen Körper- und Wandtemperatur, umso mehr Wärme liefern die Bewohner zwangsläufig ab. Der Negativeffekt ist das erwähnte Fröstelgefühl. Für die Behaglichkeit ist also nicht nur die erzielte Lufttemperatur von Belang. Ebenso wichtig ist auch die Temperatur aller den Raum umgebenden Flächen, worunter auch die Fenster zu verstehen sind. Optimal ist es, wenn Luft- und Wandtemperatur nur um maximal 2 °C differieren. Der Temperaturunterschied zwischen Außen- und Innenwänden sollte maximal 5 °C betragen.

Behälteraufzug

siehe Güteraufzug

Behangziegel

auch: Wandbehangziegel

Behangziegel sind spezielle Dachziegel, die für die Fassadenbekleidung eingesetzt werden. Der Ziegel wird an die Außenwand gehängt und dient meist als Schutz vor Regen und Wind an der Wetterseite. Früher wurden hierfür normale Dachziegel wie beispielsweise Biberschwanzziegel, Krempziegel, Hohlpfannen oder Falzdachziegel verwendet. Heute gibt es spezielle Fassadenziegel für diesen Zweck.

behauen

siehe abbeilen.

Behelfsabdichtung

auch: Behelfabdichtunge

Unter Behelfsabdichtung versteht man den vorübergehenden Schutz einer Konstruktion oder Bauteilfläche, um das Gebäude vor Feuchtigkeit zu schützen und beispielsweise eine Weiterarbeit im Gebäudeinneren zu ermöglichen. Behelfsabdichtungen sind zumindest für einige Zeit der Witterung ausgesetzt. Die verwendeten Werkstoffe und die Art der Ausführung müssen hierfür geeignet sein. Je nach Art und Ausführung können auch Dampfsperren oder erste Lagen von mehrlagigen Dachabdichtungen als Behelfsabdichtung verwendet werden.

Behelfsdeckung

auch: Behelfsdeckungen

Unter Behelfsdeckung versteht man den vorübergehenden Schutz einer Konstruktion oder Bauteilfläche, um das Gebäude vor Feuchtigkeit zu schützen und beispielsweise eine Weiterarbeit im Gebäudeinneren zu ermöglichen. Behelfsdeckungen sind zumindest für einige Zeit der Witterung ausgesetzt. Die verwendeten Werkstoffe und die Art der Ausführung müssen hierfür geeignet sein. Je nach verwendetem Material und ggf. mit zusätzlicher Wind-Sog-Sicherung kann beispielsweise eine Vordeckung als Behelfsdeckung dienen.

Behinderten-Senkrechtaufzug

auch: Behinderten-Senkrechtaufzüge

Behördenschloss

auch: Behördenschlösser

Das Behördenschloss bezeichnet ein Einsteckschloss mit erhöhtem Einbruchschutz nach Klasse 4, DIN 18251. Es sollte für Türen mit sehr starkem Publikumsverkehr und entsprechend häufiger Betätigung verwendet werden. Auch bei Türen mit hohem Sicherheitsanspruch zur Vermeidung von Einbrüchen wird das Behördenschloss verwendet.

Beigeordneter für das Bauwesen

auch: Baudezernentin

siehe Baudezernent

beihauen

siehe abbeilen.

Beil

auch: Beile

Beile sind seit der Steinzeit bekannt. Moderne Beile verfügen über eine keilförmige Schneide aus gehärtetem Spezialstahl und einen kurzen Stiel. Die Stiele sind aus Eschen- oder Buchenholz. Die im Haushalt gebräuchlichen Beile nennen sich deshalb auch Haushalts- oder Küchenbeile. Der Begriff Küchenbeil erklärt sich daraus, dass früher die Küche nicht nur das Koch-, sondern auch das "Heizzentrum" eines Hauses war. Mit dem Küchenbeil wurde "Anmachholz" gespalten. In ländlichen Bereichen war es gang und gäbe, mit dem Küchenbeil das Federvieh zu enthaupten. Im Handwerk haben Spezialbeile wie das Zimmermannsbeil auch heute noch ihren Stellenwert.

Beileger

siehe Beilegerofen.

Beilegger

siehe Beilegerofen.

beilen

auch: gebeilt

Die Ständer, Schwellen und Rähme eines Fachwerkhauses wurden von den Zimmerleuten nicht aus dem runden Stamm gesägt, sondern gebeilt. Die Zimmermann benutzte dafür das speziell für das Beilen geformte Zimmermannsbeil. Einen 10 oder 15 m hohen Ständer gleichmäßig und gerade zu beilen, erforderte eine hohe Geschicklichkeit, da ein falscher Hieb das auch zu Zeiten unserer Vorfahren teure Eichen- oder Buchenholz irreparabel schädigen konnte. Ständer, die (immer) in Faserrichtung des Holzes gebeilt werden, sind weniger anfällig gegen Feuchteschäden und Befall von Ungeziefer, als gesägtes Holz. Auch heute beherrschen noch einige Zimmerleute das exakte Beilen, das insbesondere dann gefordert wird, wenn denkmalgeschützte Fachwerkbauten saniert werden müssen.

Beilhammer

Der Beilhammer eignet sich zum Eintreiben von Nägeln, wie es zum Beispiel beim Erstellen von Lattungen oder beim Montieren von Schalungen vorkommt. Der Hammer ist mit einer Vorrichtung zum Ausziehen von Nägeln ausgestattet, die sich jedoch meist nur für kleinere Nägel eignet. Der Beilhammer lässt sich zudem als leichtes Beil einsetzen und leistet beispielsweise gute Dienste beim Entrinden von Latten.

Beinglas

Ein Milchglas, dem im Herstellungsverfahren Knochenasche bzw. Knochenmehl beigemischt worden ist. Die Bezeichnung lehnt sich an die frühere Bezeichnung für Knochen an, nämlich "Bein". Bekanntlich wurden früher Korsettstäbchen aus Fischbein hergestellt. Auch heute noch ist ein "Falzbein", eine Hilfe beim Papierfalzen, bei den Druckern in Gebrauch.

Beischlag

Terrasse mit Brüstung und Freitreppe in der ganzen Frontbreite des Hauses an der Straßenseite. Ersetzt im Ostseeraum den Garten des Stadthauses und schützt Erdgeschoss und Hauseingang mit Diele vor Überschwemmungen.

Beitel

Hochwertiges Handwerkzeug für Tischler und insbesondere Holzbildhauer, siehe auch Stechbeitel und Hohlbeitel

Beize

auch: Holzbeize, Beizen

Farbliche Veränderung des Holzes durch Auftragen von pulverisierten oder flüssigen Beizen, die den Farbton des Holzes verändern, wobei die Holzstruktur ("Maserung") jedoch sichtbar bleibt. Man unterscheidet die Farbstoffbeize und die chemische Beize.

beizen

Holz kann durch Begasung mit Ammoniak oder durch flüssige Beizen in seiner natürlichen Holzfarbe verändert, also gebeizt werden, wobei die Holzstruktur erhalten und sichtbar bleibt.

Beizpinsel

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Rechteckiger, schmaler Pinsel mit Kunststoff- statt Metallfassung, da Beize auf der Basis von Ammoniak nicht mit Metall in Berührung kommen darf.

Belästigung

Im Baubereich wird unter einer Belästigung nicht der Nachbarschaftsstreit um den Gartenzwerg verstanden, durch den sich ein Nachbar belästigt fühlt. Vielmehr geht um Belästigungen, die von Werbeanlagen herrühren. Nach den Landesbauordnungen liegt eine Belästigung dann vor, wenn Werbeanlagen die Ruhe und Erholung spürbar beeinträchtigen oder sonst ein Ärgernis bilden. Eine grelle Lichtreklame, die z. B. in die Zimmer des gegenüberliegenden Hauses strahlt, stellt zweifelsfrei eine Belästigung dar. Insofern hat die Baubehörde, die eine Baugenehmigung für solch eine Werbeanlage erteilen soll, besondere Prüfpflichten.

Belastungsalter

Zeitraum nach dem Herstellungsdatum eines Bauteils, der eine schadensfreie Belastung zuläßt. Bei Beton ist das Belastungsalter im wesentlichen abhängig von der Zementfestigkeitsklasse und der Erhärtungstemperatur.

Belastungsdreieck

Ein Belastungsdreieck ist oberhalb von Türöffnungen, Fensteröffnungen oder anderen Wandöffnungen zu finden. Dieses Belastungdreieck muss der Statiker bei der Ermittlung der Lasten berücksichtigen, die auf Stürze oder Abfangträger über besagten Wandöffnungen wirken. Das Belastungsdreieck darf aber nur zur Berechnung angenommen werden, wenn es keine weiteren Öffnungen gibt, die die Gewölbewirkung stören könnten.

Belastungsumordnung

Eine Belastungsumordnung müssen Statiker mitunter vornehmen, um die Berechnung der Statik zu vereinfachen. Bei symmetrischen Tragwerken kann jede beliebige Belastung in einen symmetrischen und antimetrischen Lastfall aufgespalten werden - die Belastung wird also anders geordnet bzw. umgeordnet.

Belastungsversuch

auch: Belastungsversuche

Belastungsversuche werden durchgeführt, um das tatsächliche Verformungsverhalten und die Tragfähigkeit eines Bauwerks oder eines Bauteils zu ermitteln. Die Versuche können einer Versuchsanstalt oder auch vor Ort (z.B. bei Pfählen, Verpressankern oder Bodennägeln) stattfinden.

Belebtschlamm

Belebtschlammverfahren

frühere Bezeichnung für Belebungsverfahren.

Belebungsbecken

Teil einer Kläranlage. Behälter, in dem Abwasserinhaltsstoffe mit Hilfe von Belebtschlammflocken umgewandelt werden. Das Becken kann belüftete Zonen enthalten (aerobe Milieuverhältnisse). Zonen, in denen der Beckeninhalt ohne Belüftung umgewälzt wird, dienen zur Bereitstellung anaerober oder anoxischer Milieubedingungen. Durch Zudosieren von Chemikalien können in dem Becken auch chemische Umwandlungsreaktionen durchgeführt werden (z.B. Phosphatfällung).

Belebungsgraben

Ringförmiges Belebungsbecken zur aeroben Abwasserbehandlung, dem ein Nachklärbecken nachgeschaltet ist.

Belebungsverfahren

auch: Belebtschlamm

Das Belebungsverfahren ist ein spezielles Verfahren der biologischen Abwasserreinigung. Bei diesem Verfahren wird Belebtschlamm (mit lebenden Organismen angreicherter Schlamm) zum Abbau der organischen Inhaltsstoffe des Abwassers herangezogen wird. Im Nachklärbecken wird der Belebtschlamm vom Abwasser getrennt und als Rücklaufschlamm in das Belebungsbecken zurückgeführt, während der Überschußschlamm abgezogen und weiterbehandelt (entwässert, getrocknet) wird. Für das Wachstum der Kleinstlebewesen im Belebtschlamm ist eine künstliche Sauerstoffzufuhr notwendig.

Beleuchtung

auch: Innenbeleuchtung, Außenbeleuchtung, Arbeitsplatzbeleuchtung, Beleuchtungen

Unter Beleuchtung wird die künstliche Erhellung eines Raumes oder eines Objektes verstanden. Wenn Sonnenlicht z.B. mit Spiegeln auf eine bestimmte Stelle gerichtet wird, kann ebenfalls von Beleuchtung gesprochen werden. Man unterscheidet Außenbeleuchtung und Innenbeleuchtung. Die Beleuchtung kann mit Kerzen, Fackeln oder ganz allgemein mit Feuer erfolgen. Üblicherweise erfolgt die Beleuchtung mit elektrischen Leuchtmitteln wie Glühlampen (noch), Halogenlampen oder LEDs. Auch eine Taschenlampe kann zur Beleuchtung verwendet werden. Im Außenbereich findet man Beleuchtungen z.B. in Form von Straßenlaternen, Flutlichten bei Sportstätten oder als Werbebeleuchtung. Bei elektrischen Beleuchtungsanlagen im Freien besteht wegen der feuchten Umgebung eine Gefahr der Gefährdung. Deswegen gelten hier besondere Anforderungen für die elektrischen Anlagen. Ein weiterer Aspekt bei der Beleuchtung ist der Energieverbrauch. Da Glühlampen jede Menge Energie benötigen, werden diese jetzt langsam abgeschafft. Viele Städte testen zudem die Straßenbeleuchtung mit Leuchtdioden. Der Arbeitsplatzbeleuchtung kommt ebenfalls eine besondere Bedeutung zu, ist sie doch ein Thema des Arbeitsschutzes. Der Beurteilung erfolgt nach den verschiedensten Kriterien von der Beleuchtungsstärke oder dem Reflexionsgrad, über die Leuchtdichte oder Farbwiedergabe bis hin zur Lichtfarbe und Blendung. Wird die Arbeitsplatzbeleuchtung nicht richtig gewählt, kann dies zu einer Überanstrengung von Augen, Nackenbeschwerden oder Kopfschmerz führen.

Belgischer Brocken

auch: Belgische, Brocken

Beim Belgischen Brocken handelt es sich um ein in Belgien abgebautes gelbliches Sedimentgestein. Eingelagert sind unzählige kleine Granaten. Der Granat ist ein sehr preiswerter, weltweit vorkommender Edelstein, der in seiner Härte dem Diamanten und dem Edelkorund folgt. Infolge der Härte und der natürlichen Rundung der Körner besitzt der Belgische Brocken hervorragende Schleifeigenschaften auch für Werkzeuge aus Edelstahl. Er wird deshalb insbesondere als Abziehstein benutzt, wobei beim Schleifen Wasser als "Schmiermittel" zugeführt wird. Belgische Brocken kommen als rechteckige Schleifsteine in den Handel.

belüftete Luftschicht

auch: belüftete, Luftschichten

Belüftungsschicht

auch: Belüftungsschichten

Belüftungssysteme

auch: Belüftungssystem

Bemessungshochwasserabfluss

auch: Bemessungshochwasserabflüsse

Bemessungslast

auch: Bemessungslasten

Wenn ein Statiker die Belastungsfähigkeit eines Bauwerks berechnet, rechnet er immer mit der Bemessungslast und nicht mit der Last, die tatsächlich auf das Gebäude einwirkt. Die Gebrauchslast wird mit einem Lastsicherheitsfaktor multipliziert, woraus sich die Bemessungslast ergibt. Bei jedem Bauwerk wird also noch eine Sicherheitsreserve mit eingerechnet.

Bemessungsregen

auch: Bemessungsregenspende

Der Bemessungsregen bzw. die Bemessungsregenspende ist eine Kenngröße, die bei der Planung und Berechnung wassertechnischer Anlagen herangezogen wird. Bei der Dachentwässerung ist der Bemessungsregen zum Beispiel ein Regenereignis mit einer statistischen Häufigkeit von fünf Jahren und einer Regendauer von fünf Minuten. Der Bemessungsregen kann von Ort zu Ort unterschiedlich sein und wird anhand von statistischen Auswertungen ermittelt. Die Einheit des Bemessungsregens ist Liter pro Sekunde und Hektar. Für Deutschland beträgt der Mittelwert 311 Liter pro Sekunde und Hektar.

Bemessungswasserstand

auch: Bemessungshochwasserabfluss, Bemessungswasserstände

Auf Grundlage des Bemessungswasserstandes wird die Höhe von Hochwasserschutz- und Küstenschutzanlagen festgelegt. Er gibt also die Wasserhöhe an, bei der ein Bauwerk noch ganz sicher stehen bleibt und nicht gefährdet ist, aufzuschwimmen oder einzustürzen. Aber auch in nicht hochwassergefährdeten Gebieten wird mit dem Bemessungswasserstand gerechnet. Hier gibt der Bemessungswasserstand den Grundwasserstand an, für den das Bauwerk bemessen wird. Alle Bauteile unterhalb des Bemessungswasserstandes sind wasserdicht und auftriebsicher herzustellen und auf Wasserdruck zu bemessen. Höhere Wasserstände als der Bemessungswasserstand dürfen nicht auftreten, sonst wird die Sicherheit des Gebäudes beeinträchtigt. Zur Vermeidung unzulässig hoher Grundwasserstände dient eine Sicherheitsdränung. Falls bei extremen Grundwasserhochständen der Bemessungswasserstand überschritten wird und gleichzeitig das Sicherheitsdränsystem nicht oder nicht in ausreichendem Maß funktioniert, sollte das Bauwerk geflutet werden. Die Alternativen zur Flutung: Aufschwimmen eines Bauwerks wegen Verlust der Auftriebssicherheit oder Überbeanspruchung mit starker Rissbildung (dauerhafte Undichtigkeit) führen in der Regel zu einem größeren Schaden.

Benetzungsprobe

auch: Benetzungsproben

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Die Benetzungsprobe ist Teil der Untergrundprüfung von Beton, bevor dieser verputzt werden soll. Zur Untergrundprüfung zählen optische Prüfung, Wischprobe, Kratzprobe, Benetzungsprobe, CM-Prüfung und Temperaturmessung. Da der Zustand des Putzuntergrundes bei Beton im allgemeinen nach Augenschein und durch Wisch- und Kratzprobe allein nicht ausreichend beurteilt werden kann, ist stets die Benetzungsprobe an mehreren Stellen erforderlich. Dabei wird sauberes Wasser mit einer gut angenässten Deckenbürste gleichmäßig aufgetragen. Perlt das Wasser nach wenigen Minuten vom Beton noch ab oder erfolgt nicht sofort der Umschlag von hell auf dunkel, so kann daraus geschlossen werden auf: a) Rückstände von Schalungsmitteln,b) noch feuchten Beton,c) dichte Sinterhaut, d) Nachbehandlungsmittel Maßnahmen: Eine durch Trennmittel verschmutzte Oberfläche mit Wasser und Bürste unter Zusatz von geeignetem Beton-Reinigungsmittel behandeln und abschließend mit klarem Wasser nachwaschen. Auch Reinigen mit dem Dampfstrahler ist möglich. Vor der Verwendung von Betonkontakt muss eine ausreichende Trocknung erfolgt sein. Bei noch feuchtem Beton ist mit dem Beginn der Putzarbeiten zu warten. Dichte Sinterhaut mit dem Stahlbesen aufrauhen bzw. wundkratzen, evtl. sandstrahlen. Anschließend sind die Flächen mit Betonkontakt vorzubehandeln. (Abbildung:Knauf)

Bentonit

Bentonit ist ein Gestein, das aus verschiedenen Tonmineralien besteht. Benannt wurde es nach seinem ersten Fundort Fort Benton in Wyoming (USA). Bentonit entsteht bei der Verwitterung von Vulkanasche und enthält neben Quarz, Feldspat und Glimmer zu 60 bis 80 Prozent Montmorillonit, das seine Eigenschaften wesentlich bestimmt. Bentonit ist sehr wasseraufnahmefähig und quellfähig, als Bentonit-Suspension zeigt es thixotropes Verhalten: Schüttelt man es in einem Glas, reagiert es wie eine Flüssigkeit, es fließt. Lässt man das Bentonit einen Moment zur Ruhe kommen, kann man das Glas umdrehen, und nichts wird herauslaufen: Im Ruhezustand bleibt es fest. Wegen dieser Eigenschaften kommt Bentonit in vielen Bereichen zum Einsatz. In der Bautechnik beispielsweise als Stützflüssigkeit im Schildvortrieb und bei der Herstellung von Schlitzwänden. In der Landwirtschaft wird es häufig zur Bodenverbesserung eingesetzt, weil es Wasser und Nährstoffe bindet. Weinen und Fruchtsäften wird Bentonit als Klär- und Fällmittel zugefügt. Verwendung findet es auch als Katzenstreu – wegen seiner Quellfähigkeit. Als Heilerde hat es für den Menschen entgiftende Wirkung.

Bentonit-Bahn

auch: Bentonit-Bahnen, Bentonitbahnen

In der Bautechnik werden Bentonit-Bahnen verwendet, um Kelleraußenwände gegen Feuchte abzudichten. Bentonit-Bahnen bestehen aus einer äußeren und inneren Bahn aus Geotextilien, zwischen die in einem besonderen Verfahren Bentonit eingebracht worden ist. Dadurch ist es möglich geworden, den Bentonit ähnlich wie eine bituminöse Dichtungsbahn zu verlegen. Die äußere Bahn der Geotextilie läßt Feuchtigkeit durch, wodurch das Betonit aufquellen und einen rißfreie Abdichtung bilden kann.

Benzin

findet Verwendung als Vergaserkraftstoff und in der von Benzol und Blei gereinigten Form auch als Entfettungs- oder Lösemittel.

Benzinabscheider

benzinabscheider.jpg

siehe Abscheider.

Benzin-Rasenmäher

siehe Rasenmäher.

Benzoe

Benzoe ist das Harz von Styrax-Sträuchern. Das Naturharz wird als Bindemittel zur Herstellung von natürlichen Politur- und Spirituslacken genutzt. Als Lösemittel verwendet man Alkohol und Ether. Benzoe ist auch ein wohlriechender Räucherstoff.

Benzol

Farblose Flüssigkeit mit charakteristischem aromatischem Geruch. Unter Normalbedingungen ist Benzol brennbar, chemisch stabil und in Wasser mässig löslich. Verwendet wird Benzol als Lösungsmittel für Farben Lacke, Klebstoffe, Putzmittel und Abbeizmittel. Auch bei der Verbrennung oder Verdunstung von Kraftstoffen entsteht Benzol. Die Dämpfe führen zu Schleimhautreizungen, können zur Schädigung des Knochenmarks und Veränderungen des Blutbilds führen. Auch Blutkrebs, Schäden an Leber, Nieren und Milz sind mögliche Spätfolgen.

Beobachtungsmethode

auch: Beobachtungsmethoden

Die Beobachtungsmethode findet in der Baugeologie Anwendung. Sie besteht aus einer Kombination aus geotechnischen Untersuchungen mit der messtechnischen Kontrolle eines Bauwerks oder des Baugrunds. Die Beobachtungsmethode kann während der Herstellung des Bauwerks oder auch bereits während der Nutzung zum Einsatz kommen. Angewandt wird sie, wenn allein durch Baugrunduntersuchungen und rechnerischen Nachweisen keine zuverlässigen Vorhersagen möglich sind oder wenn dies alles zu unwirtschaftlich wäre. Durch die Beobachtungsmethode wird zunächst ein vertretbar höheres Risiko eingegangen, indem Annahmen getroffen werden.

Beräumung

Fachchinesische Bezeichnung für das Abräumen insbesondere von Kies auf einem Kiesdach, wenn auf dieser speziellen Konstruktionsart eines Flachdachs Reparaturen anfallen, inbesondere ein Leck gesucht wird.

Bereitschaftsverluste

Bereitstellungsverluste

Für die Bereitstellung der Brennstoffe für eine Heizung muss Energie für deren Gewinnung, Umwandlung und Transport aufgebracht werden. Diesen Aufwand nennt man Bereitstellungsverluste. Sie werden durch den Primärenergie-Faktor berücksichtigt. Wird der Brennstoff- bzw. Energieverbrauch mit diesem Faktor multipliziert, erhält man die tatsächlich verbrauchte Menge an Primärenergie und dadurch ein Maß für die der Erde entnommene Energie. Die Primärenergiefaktoren betragen bei Öl und Gas 1,1, bei der Elektro-Wärmepumpe – abhängig von der genutzten Wärmequelle – zwischen 0,6 und 0,8 und können bei der reinen Stromheizung auch den Wert 3 (im Bundesdurchschnitt) ausmachen.

Bereitstellungszinsen

Bereitstellungszinsen spielen im Zusammenhang mit der Finanzierung einer Wohnung oder eines Hauses eine wichtige Rolle. Sie werden z.B. fällig, wenn beim Hausbau oder beim Wohnungskauf die Zusage über ein Darlehen eines Kreditgebers vorliegt, der Kredit jedoch nicht abgerufen wird, weil sich z.B. der Beginn des Hausbaus verzögert. Bereitstellungszinsen werden ebenfalls erhoben, wenn die Zahlung der Erstellungskosten für das Haus nicht auf einen Schlag erfolgt, sondern abhängig vom Fortgang der Baumaßnahmen in Raten. Der Grund dafür, dass Bereitstellungszinsen erhoben werden, liegt darin, dass die Bank mit der Kreditzusage verpflichtet ist, die gesamte Kreditsumme bereitzuhalten. Wird der Kredit nicht zum vereinbarten Zeitpunkt abgerufen, lassen sich die Banken das bezahlen. In vielen Kreditverträgen werden Bereitstellungszinsen für noch nicht in Anspruch genommene Darlehensbeträge vereinbart. Wann diese Bereitstellungszinsen erhoben werden, ist sehr unterschiedlich. Die Höhe der Bereitstellungszinsen kann bis zu 0,25% der Darlehenssumme pro Monat betragen.

Berg-Ahorn

Der Berg-Ahorn ist die am meisten verbreitete Ahornart in Mitteleuropa. Er gedeiht in Mittelgebirgslagen, aber auch fast bis auf 2.000 m Höhe in den Alpen, wobei er eine Wuchshöhe von über 30 m erreichen kann. Holzbauteile aus Berg-Ahorn wie etwa Parkett gelten als besonders wertbeständig.

Berliner Gewölbe

siehe Kappendecke

Berliner Maurerkelle

auch: Berliner, Maurerkellen

berliner-maurerkelle.jpg

Die Berliner Maurerkelle hat wie die Bayrische Maurerkelle regional eine große Bedeutung. Sie weist ein größeres Kellenblatt als die herkömmliche Maurerkelle auf und eignet sich besonders für großflächige Arbeiten. Sie hat eine dreieckige Form und eine abgerundete Spitze. Das handelsübliche Modell der Berliner Maurerkelle hat eine Länge von 180 mm bis 220 mm. Von der Bayrischen Maurerkelle unterscheidet sie sich hauptsächlich an der Form des Halses. Die Berliner Maurerkelle hat einen S-Hals, während der Hals der bayrischen Maurerkelle weitestgehend gerade ist.

Berliner Platte

Gehwegplatte aus Beton nach DIN 485 mit verschiedenartig bearbeiteten Oberflächen. Diese werden gewaschen, gesandstrahlt oder diamant-geschliffen, unbehandelte Platten werden jedoch auch angeboten. Die Standardgröße beträgt 35 x 35 cm, diese Quadratplatte wird ergänzt durch Eckplatten und Kreuzungsplatten sowie Bischofsmützen. Die Berliner Platte eignet sich für stark beanspruchte Flächen wie Bahnsteige, Radwege und Parkplätze.

Berliner Verbau

Baugrubenverkleidung durch ausgefachte Stahlträger. Im Abstand von 2-3 m werden Stahlträger in den Boden gerammt, danach wird mit dem Aushub der Baugrube begonnen. Mit zunehmender Tiefe werden Holzbohlen zwischen die Stahlträger geschoben, um den Einsturz des Erdmaterials zu verhindern. Den Namen hat die Baugrubenverkleidung vom U-Bahnbau in Berlin, die auf diese Weise hergestellt wurde.

Berliner Zimmer

Auf den vor allem in Berlin tätigen, weltberühmten Baumeister und "Oberlandbaudirektor" Karl Friedrich Schinkel zurückgehende Eigentümlichkeit, zwischen Vorderhaus und Seitenflügel ein Eckzimmer vorzusehen, das dann als "Berliner Zimmer" in die Architekturgeschichte einging. Während Schinkel's Museen und Palais allenthalben Anklang fanden, war er als Bauherr von Wohnhäusern umstritten - u.a. wegen des Berliner Zimmers.

Berme

auch: Bermen

Als Berme wird ein annähernd waagerechter Absatz in einer Böschung bezeichnet. Gestaffelte Baugruben gibt es beispielsweise mit schmaler oder breiter Berme. Nach den deutschen Unfallschutzvorschriften müssen Bermen mindestens 0,60 m breit sein. Bermen, die zum Auffangen abrutschender Teile dienen, müssen sogar mindestens 1,50 m breit sein. Bermen dienen der Sicherheit vor herabfallenden Gegenständen. Sie nehmen aber auch Ringleitungen der Grundwasserabsenkungsanlage auf.

Berner Putzkelle

auch: Berner, Putzkellen

Die Berner Putzkelle besitzt eine kantige Blattform und eignet sich für kleinere Ausbesserungsarbeiten und als Alternative zur Stuckateurkelle. Sie ist mit einem Fassungsvermögen von 120 mm oder 140 mm allerdings kleiner als diese.

Bernoullische Hypothese

Die Bernoullische Hypothese findet in der Baustatik ihre Anwendung. Sie besagt, dass ebene Querschnitte bei Formänderung eben bleiben und rechtwinklig zur Stabachse stehen. Diese Hypothese gilt nur bei kleinen Formänderungen und nur bei benachbarten Querschnitten. Nur unter Annahme der Bernoullischen Hypothese kann die Formel der reinen Biegung angewandt werden. Bei der reinen Biegung existiert nur das Biegemoment, alle anderen Schnittgrößen sind gleich Null. Die Bernoullische Hypothese ist eine der wichtigsten Annahme der Festigkeitslehre.

Bernstein

auch: Bernsteine

Bernstein ist das Harz vorweltlicher Nadelbäume. Dieses Naturharz hat eine hellgelbe bis schwarzbraune Färbung. Als Bindemittel wird es zur Herstellung dunkler Lacke verwendet. Als Lösemittel dienen verschiedene Öle und Alkohol. Bernstein läßt sich auch kunstvoll zu Schmuck verarbeiten. Das im zweiten Weltkrieg verschollene und inzwischen wieder nachgebaute Bernsteinzimmer dürfte jedem ein Begriff sein.

Berstscheibe

auch: Berstscheiben

Die Berstscheibe ist eine Sicherheitsarmatur, die bei Anlagen und Rohrleitungen Anwedung findet, wenn ein starker Druckanstieg in einem kurzen Zeitraum zu bewältigen ist. Nach dem Bersten der Scheibe und dem Druckabbau in die Umgebung muss die gesamte Anlage still gelegt werden und eine neue Berstscheibe eingebaut werden.

Berufsgenossenschaft

Berührungschutz

Viele Elektrowerkzeuge wie beispielsweise Kreissägen, Winkelschleifer oder Oberfräsen besitzen einen Berührungsschutz. Dieser reduziert die Verletzungsgefahr beim Umgang mit den Elektrogeräten erheblich. Der Berührungsschutz verhindert, dass man mit den mechanisch bewegten Antriebswellen in Berührung kommt.

Beryllium

Moderator in Kernreaktoren, wird zur Herstellung von Legierungen und Oxidkeramiken benutzt.

besandet

Dachbahnen werden meistens in besandeter Ausführung auf den Markt gebracht, aber auch beschiefert. Der Sand wird dabei unter Hitzeeinwirkung in die Oberseite der Dachbahn gepresst. Die Besandung hat drei Gründe. Zum einen wirkt das Quarzmaterial als ein zusätzlicher Hitzeschutz. Zum anderen verhindert es, dass die in Rollenform angelieferten Bahnen verkleben und drittens trägt es auch dazu bei, dass eine unter Hitzeinwirkung plastisch gewordene Bahn begehbar bleibt und nicht etwa an der Schuhsohle klebt.

Besandete Bitumen-Dachdichtungsbahn

auch: Besandete, Bitumen-Dachdichtungsbahnen

Rollbare Bahn, die aus einer Trägereinlage besteht, welche mit Bitumen getränkt und auf beiden Seiten mit einer Deckschicht aus Bitumen versehen und gleichmäßig mit mineralischen Stoffen aus vorwiegend gedrungenem (kugeligem) Korn mit einer Größe bis etwa 1 mm bestreut ist (siehe auch besandet).

Besandete Glasvlies-Bitumenbahn

Rollbare Bahn, die aus einer Trägereinlage aus Glasvlies besteht, welche mit Bitumen getränkt und auf beiden Seiten mit einer Deckschicht aus Bitumen versehen und gleichmäßig mit mineralischen Stoffen aus vorwiegend gedrungenem (kugeligem) Korn mit einer Größe bis etwa 1 mm bestreut ist (siehe auch besandet).

Besandete Polymerbitumen-Dachdichtungsbahn

Rollbare Bahn, die aus einer Trägereinlage besteht, welche mit Bitumen oder Polymerbitumen getränkt und auf beiden Seiten mit einer Deckschicht aus Bitumen versehen und gleichmäßig mit mineralischen Stoffen aus vorwiegend gedrungenem (kugeligem) Korn mit einer Größe bis etwa 1 mm bestreut ist (siehe auch besandet).

besäumen

auch: besäumt

Besäumen ist das manuelle oder maschinelle Entfernen der Baumkanten (der Baumrinde) oder das Beschneiden krummer (Holz-)Kanten an beispielsweise Brettern, Bohlen oder Kanthölzern. Bei unbesäumtem Holz sind diese Kanten noch vorhanden.

Besäumkreissäge

auch: Besäumkreissägen

Besäumkreissägemaschine

auch: Besäumkreissäge, Besäumkreissägemaschinen

Mit dieser Kreissäge werden Baumkanten vom Vollholz abgetrennt und Bretter auf Breite gesägt.

Besäumtes Holz

siehe Besäumen

Beschichtung

auch: Beschichtungen

Oberbegriff für eine oder mehrere in sich zusammenhängende, aus Beschichtungsstoffen hergestellte Schichten auf einem Untergrund. Die Beschichtung kann nach verschiedenen Verfahren und mit unterschiedlichen Materialien aufgebracht werden. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe Anstrich, Beschichtung und Lackierung wahlweise verwendet. Beschichtungsstoffe sind Anstrichstoffe, Lacke, Kunstharzputze, Spachtel- oder Füllerschichten oder Spezialbeschichtungen. Sie bestehen aus Bindemittel, Farbmittel wie zum Beispiel Pigmenten, Lösemittel und Zusatzmittel, welche die Eigenschaften der Beschichtung verbessern. Je nach Anforderung und Beschichtungssystem werden Beschichtungen als Ein-, Zwei- oder Dreischichtanstrich ausgeführt. Im Korrosionsschutz sind weitere Schichten üblich. Traditionell besteht eine Beschichtung aus einer Grundierung, einem Zwischen- und einem Deckanstrich.

Beschichtungswerkstoffe

auch: Beschichtungswerkstoff

Sammelbegriff für natürliche Beschichtungsstoffe, z. B. Furniere und für chemische Beschichtungen wie z.B. Farben und Lacke und für feste Beschichtungen wie z.B. Melaminharzfilme.

Beschicker

Im Tiefbau sprechen die Fachleute von einem "Fertiger" und einem "Beschicker". Beim Straßenbau wird der fertig gemischte Asphalt mit LKW's und Sattelzügen angeliefert und in sog. Beschicker geschüttet, die ihrerseits parallel zu den Fertigern fahren und den Asphalt berührunglos und parallel zur Fahrgeschwindigeit des Fertigers in eben diesen abkippen.

beschiefert

Dachbahnen werden meistens in besandeter Ausführung auf den Markt gebracht, aber auch "beschiefert". Körnig gemahlener Schiefer wird dabei unter Hitzeeinwirkung in die Oberseite der Dachbahn gepresst. Die Beschieferung hat - ebenso wie die Besandung - drei Gründe. Zum einen wirkt das feine Stein- bzw. Quarzmaterial als ein zusätzlicher Hitzeschutz. Zum anderen verhindert es, dass die in Rollenform angelieferten Bahnen verkleben und drittens trägt es auch dazu bei, dass eine unter Hitzeinwirkung plastisch gewordene Bahn begehbar bleibt und nicht etwa an der Schuhsohle klebt.

Beschieferte Bitumen-Dachdichtungsbahn

Rollbare Bahn, die aus einer Trägereinlage besteht, welche mit Bitumen getränkt und auf beiden Seiten mit einer Deckschicht aus Bitumen versehen ist. Sie ist ferner auf der Oberseite mit mineralischen Stoffen aus vorwiegend schuppenförmigem Korn mit einer Größe von etwa 1 mm bis 4 mm (siehe auch beschiefert) und auf der Unterseite mit mineralischen Stoffen aus vorwiegend gedrungenem (kugeligem) Korn mit einer Größe bis etwa 1 mm bestreut (siehe auch besandet).

Beschieferte Bitumen-Schweißbahn

Rollbare Bahn, die aus einer Trägereinlage besteht, welche mit Bitumen getränkt und auf beiden Seiten mit einer Deckschicht aus Bitumen versehen ist. Sie ist ferner auf der Oberseite mit mineralischen Stoffen aus vorwiegend schuppenförmigem Korn mit einer Größe von etwa 1 mm bis 4 mm (siehe auch beschiefert) und auf der Unterseite mit Talkumpulver bestreut. Die Bahn darf anstelle der Talkumbestreuung auch mit einer leicht ablösbaren oder abschmelzbaren Trennfolie versehen sein.

Beschieferte Glasvlies-Bitumenbahn

Rollbare Bahn, die aus einer Trägereinlage aus Glasvlies besteht, welche mit Bitumen getränkt und auf beiden Seiten mit einer Deckschicht aus Bitumen versehen ist. Sie ist ferner auf der Oberseite mit mineralischen Stoffen aus vorwiegend schuppenförmigem Korn mit einer Größe von etwa 1 mm bis 4 mm (siehe auch beschiefert) und auf der Unterseite mit mineralischen Stoffen aus vorwiegend gedrungenem (kugeligem) Korn mit einer Größe bis etwa 1 mm bestreut (siehe auch besandet).

Beschieferte Polymerbitumen-Dachdichtungsbahn

Rollbare Bahn, die aus einer Trägereinlage besteht, welche mit Bitumen oder Polymerbitumen getränkt und auf beiden Seiten mit Deckschichten aus Polymerbitumen versehen ist. Sie ist ferner auf der Oberseite mit mineralischen Stoffen aus vorwiegend schuppenförmigem Korn mit einer Größe von etwa 1 mm bis 4 mm (siehe auch beschiefert) und auf der Unterseite mit mineralischen Stoffen aus vorwiegend gedrungenem (kugeligem) Korn mit einer Größe bis etwa 1 mm bestreut (siehe auch besandet).

Beschlagbohrer

beschlagbohrer.jpg

Bohrer zum Herstellen von maßhaltigen und ausrissfreien Öffnungen für Möbelbeschläge. Mit dem Beschlagbohrer werden nur flache Sackbohrungen in Vollholz, Holzwerkstoffen und Kunststoff durchgeführt.

Beschleuniger

Beschneiden

Beschneiden ist ein Begriff aus dem Malerhandwerk. Der Maler bezeichnet als "Beschneiden" das vorsichtige Vorbeistreichen mit dem Pinsel an einer Kante (zum Beispiel Fensterscheibe).

Beschränkte Ausschreibung

auch: Beschränkte, Ausschreibungen

Bei einer beschränkten Ausschreibung kann nur eine beschränkte Zahl an Bewerber ein Angebot auf eine Ausschreibung abgeben. Die beschränkte Ausschreibung ist in der VOB so vorgesehen. Das nicht offene Verfahren kommt nur in begründeten Ausnahmefällen zur Anwendung. Da hier der Wettbewerb eingeschränkt ist, muss ein Unternehmen dem Auftraggeber schon bekannt sein, damit es aufgefordert werden kann, ein Angebot abzugeben. Sind dem Auftraggeber selbst nur wenige potenzielle Lieferanten bekannt, sieht das beschränkte Verfahren die Einschaltung der Auftragsberatungsstellen der Bundesländer vor.

Beschussschutz

auch: Beschuss-Schutz

Gebäude wie etwa die Privathäuser und -wohnungen von hochrangigen Politikern sowie Botschaftsgebäude im Ausland erhalten einen Beschussschutz, der vor allem die Fenster und Türen bzw. Eingangsportale betrifft. Diese sind kritische Punkte bei Angriffen mit herkömmlichen Schusswaffen; weshalb Verbund-Sicherheitsglas als Glasscheiben verwendet wird.

Besenspritzputz

auch: Besenspritzputze

siehe Besenwurfputz.

Besenstrich

besenstrich.jpg

Der sogenannte "Besenstrich" wird bei der Oberflächengestaltung von Beton angewendet. Er ergibt eine gerichtete Struktur, die in der Rauhigkeit bzw. Grobheit variabel gewählt werden kann. Der Besenstrich wird vor allem zur Verbesserung der Griffigkeit ausgeführt, ganz gleich, ob dies nun eine Betonfahrbahn oder eine Treppenstufe aus Beton ist. Verwendet wird dazu ein spezieller Besen, der die Rillen in die Oberfläche kratzt.

Besenwurfputz

auch: Besenspritzputz, Besenwurfputze

Spezielle Technik beim Putzen mit Kalkmörtel, die seit dem 17. Jahrhundert üblich war. Beim Besenwurfputz wurde ein Reisigbesen in Putzmörtel getaucht und danach gegen ein Holz geschlagen. Der Mörtel verteilte sich somit fein auf dem Untergrund. Die Reisigbesen wurden später durch sogenannte Putzhexen ersetzt, das sind spezielle Spritzputzapparate.

Besiedlungsdichte

Besiedlungsdichte ist ein Begriff aus dem Städtebau. Sie bezeichnet das Verhältnis der Einwohnerzahl zu einem begrenzten Gebiet. Sie wird in Einwohner pro Hektar (E/ha) angegeben. Die Kenntnis der Besiedlungsdichte eines Gebiets hilft dem Städtplaner bei der Planung der Infrastruktur.

Bestandsimmobilie

auch: Bestandsimmobilien

Als Bestandsimmobilie bezeichnen Makler und Hypothekenbanken ein Haus oder Wohngebäude, das nicht erst erbaut werden muss, sondern bereits "besteht". Die Bestandsimmobilie ist also der Gebrauchtwagen unter den Gebäuden. Banken finanzieren den Kauf einer solchen Bestandsimmobilie (nach gründlicher Inspektion) besonders gern, weil sie damit weniger Risiken eingehen, als bei einem Neubau. Oft verlangen Sie von einem Hauskäufer auch ein wesentlich geringeres Eigenkapital, als von einem Bauherrn. Wird der Hauskäufer zahlungsunfähig, hat die Bank ein weitgehend intaktes Gebäude als Sicherheit. Bei einem Neubau kann hingegen vieles schief gehen - der Bauherr kann insolvent werden, wenn erst der Rohbau steht oder am Neubau können große Bauschäden auftreten, die einen Weiterverkauf erschweren oder gar unmöglich machen.

Bestätigungsprüfung

Mit Hilfe einer Bestätigungsprüfung soll nachgewiesen werden, dass ein eingebauter Estrich die in der Leistungsbeschreibung geforderten Eigenschaften besitzt. Neben der Festigkeit wird häufig auch die Dicke oder gegebenenfalls andere Eigenschaften wie z. B. der Verschleißwiderstand eingebauter Calciumsulfat-, Magnesia-, Kunstharz- oder Zementestriche (nur bei direkt genutzten Estrichen) überprüft.

Bestich

auch: Rapputz

Bestich oder auch Rapputz ist ein einlagiger Putz, der durch Anwerfen oder Aufziehen des Mörtels und anschließendes Glätten mit der Mörtelkelle oder mit einem breiten Pinsel entsteht. Er wird heutzutage meist als Kellenwurfputz bezeichnet.

Bestoßhobel

bestosshobel.jpg

Dieser Hobel wird speziell zum Bestoßen von Hirnholzflächen verwendet. Bestoßen bedeutet, dass die Holzteile rechtwinklig und maßgerecht bearbeitet werden. Bestoßen wird allerdings nicht nur mit dem Bestoßhobel, sondern mit allen Hobeln

Betätigungsstange

siehe Panikstange.

Bété

siehe Mansonia.

Bethel White

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Bethel White ist eine sehr elegant wirkende und helle Granitart. Da der Stein Wasser zieht, sollte er im Außenbereich nicht verwendet werden und im Innenbereich nur, wenn er imprägniert wird. Zudem sollte er in einer Dichtschlämme verlegt werden und zum Verfugen sollte ein geeignetes Fugenmaterial verwendet werden, das ein Verfärben der Randbereiche ausschließt. Im Innenbereich wird das Material zum Beispiel als Bodenbelag, für Treppen, Küchenarbeitsplatten oder Fensterbänke verwendet.

Beton

Beton ist ein im Bauwesen vielfältig verwendeter Baustoff. Er wird hergestellt aus einem Gemisch aus Zement, Wasser und Zuschlag. Diesem Gemisch können Zusatzmittel beigefügt werden, die die Konsistenz oder Verarbeitbarkeit positiv beeinflussen. Beton ist zwar ein Baustoff, ohne den die moderne Bauwirtschaft nicht bestehen könnte, aber er ist kein moderner, sondern ein historischer Baustoff - schon die alten Römer stellten Beton her. Selbst ökologische Bauweisen kommen ohne Beton nicht aus. Mindestens die Bodenplatte eines Holzhauses ist...aus Beton! Sieht man von Einfachst-Betonierungen ab (Loch für Gartenzaun mit Beton verfüllen), muss vor dem Einbringen von Beton eine Schalung hergestellt werden. Beton, der nicht nur konstruktive, sondern auch optische Aufgaben hat ähnlich dem Sichtmauerwerk, wird Sichtbeton genannt. Wegen seiner relativ hohen Druckfestigkeit kann Beton für Bauteile, die auf Druck beansprucht sind, gut und wirtschaftlich eingesetzt werden. Andererseits ist Beton wegen seiner geringen Zugfestigkeit für Bauteile, die auf Biegung oder Zug beansprucht werden, nur beschränkt verwendbar. Durch Verbindung mit Stahl zu Stahlbeton- oder Spannbetonkonstruktionen wird er jedoch zu einem universellen Baustoff.

Betonabbruch

Betonabbruch ist das Material, das bei Umbau- oder Abbruchmaßnahmen von Betonbauwerken anfällt. Dabei kommen zum Beispiel Hydraulikhämmer oder große Diamantsägen zum Einsatz. Der so entstandene Bauschutt kann in einer Recyclinganlage wieder aufbereitet werden.

Betonanker

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Betonanker ermöglichen vielseitige Direktbefestigungen in Mauerwerk, Beton sowie in Voll- und Naturstein. Herkömmliche, zeitintensive Dübelbefestigungen sind weitgehend überflüssig. Die Montagezeit wird dadurch verkürzt und die Kosten gesenkt. Wegen der vielfältigen Einsatzbereiche gibt es Betonanker mit unterschiedlichen Kopfformen, damit für jeden Anwendungsfall ein optimaler Befestiger ausgewählt werden kann. Das Bohrloch ist cirka 15 mm tiefer als die Einschlagtiefe auszuführen und die Einschlagtiefe im festen Untergrund sollte etwa 40 mm betragen. Betonanker eignen sich besonders zur Befestigung von Lattenkonstruktionen auf Beton, Voll- und Naturstein. In Verbindung mit Klemmplatten lassen sich aber auch Gewebematten an erosionsgeschädigten, sanierungsbedürftigen Felshängen befestigen.

Betonaufbereitung

siehe Beton

Betonaufbruch

Betonaufbruch ist das Material, das beim Aufbruch von Fahrbahndecken aus Beton im Straßenbau anfällt. Wie der Betonabbruch kann auch der Betonaufbruch in einer Recyclinanlage aufbereitet und als Mineralstoff wieder verwendet werden.

Betonaufrauhmittel

Ein Betonaufrauhmittel ist die Bezeichnung für einen Erstarrungsverzögerer, der an der Schalungsinnenseite aufgestrichen wird und das Abbinden der Oberfläche verzögert. Nach dem Ausschalen kann der nicht abgebundene Zementleim abgebürstet und nachgespült werden. Auf diese Weise entsteht Waschbeton.

Betonbau

Unter einem Betonbau wird landläufig ein Bauwerk aus Stahlbeton verstanden, vor allem Büro- und Industriegebäude. Der Begriff "Betonbau" steht aber auch für einen ganzen Wirtschaftszweig, nämlich die Betonbauindustrie, zu der die großen Baukonzerne zu zählen sind. Beispielhaft heißt es dann z.B. in der Fachpresse "Der Betonbau hat sich erholt" oder "Der Betonbau stagniert".

Betonbauer

Betonbaustein

auch: Betonbausteine, Beton-Baustein, Beton-Bausteine

Betonstein ist ein Sammelbegriff für aus Beton hergestellte Pflastersteine und für Steine zur Herstellung von Mauerwerk.

Betonbauteil

auch: Betonbauteile

Als Betonbauteile werden alle Bauteile aus Beton bezeichnet. Das können ebenso Wandelemente für einen Fertigkeller, Elemente für einen Balkon oder fabrikmäßig hergestellte Säulen sein. Betonbauteile können je nach statischer Belastung eine Bewehrung aufweisen.

Betonbeissen

auch: Betonbeißen

In Gebäuden, wo keine große Technik eingesetzt werden kann und erschütterungsfrei gearbeitet werden muss, wird das Betonbeissen angewandt. Dies ist vor allem bei der Altbausanierung häufig der Fall. Dafür gibt es verschiedene Geräte wie beispielsweise den Cracker, die aber alle das Ziel haben, zwischen zwei zusammengepreßten Spitzen den angepackten Beton zu spalten. Stückweise wird das Gerät angesetzt und beißt sich mit hydraulischem Preßdruck durch die Betonplatte.

Betonbeisser

siehe Cracker.

Beton B I

Betongruppe der Festigkeitsklasse ≤ B 25 mit geringen Anforderungen an die Baustelle und die Überwachung.

Beton B II

Betongruppe der Festigkeitsklasse ≥ B 35 und im allgemeinen Betone mit besonderen Eigenschaften und besonderen Anforderungen an die Baustelle und an die Überwachung.

Betonbohrer

auch: Beton-Bohrer

Betonbohrer sind spezielle Bohrer für Beton. Spezielle Betonbohrer haben an den Spitzen 130° Winkel, normale Steinbohrer 120°. Da Beton ziemlich hart ist, benötigen Betonbohrer eine Schneide aus Hartmetall. Diese Hartmetallbohrer nennt sich Widia, weshalb Betonbohrer auch unter der Bezeichnung Widiabohrer im Handel erhältlich sind.

Betonbruch

Sammelbegriff für Betonabbruch oder Betonaufbruch.

Betondachstein

auch: Betondachsteine

siehe Dachstein.

Betondecke

auch: Stahlbetondecke, Betondecken

Ein Großteil der Decken im Wohnungs- oder Gewerbebau besteht heutzutage aus Beton. Bei der Herstellung wird dabei meist mit Fertigteildecken gearbeitet. Dies geht schneller, da das zeitaufwändige Einschalen auf der Baustelle entfällt. Um die auftretenden Lasten (Gebäudelasten, Eigenlasten und Gebrauchslasten) aufnehmen zu können, muss die Betondecke zudem mit Bewehrungseisen (bzw. Betonstahlmatte) versehen werden. Wie bei allen Betonteilen liegen die Bewehrungseisen hauptsächlich dort, wo Zugkräfte auftreten. Dies ist in den Auflagerbereichen in der oberen Hälfte des Betonquerschnittes und in Plattenmitte die untere Hälfte des Betonquerschnittes. Betondecken finden sich aber nicht nur im Hochbau, sondern auch im Straßenbau. Vor allem Autobahnen werden häufig mit einer Betondecke versehen. Hier muss die Betondecke natürlich ganz anderen Beanspruchungen gerecht werden. Die Belastungen von schweren Lkw's aber auch von Frost müssen von der Betondecke ertragen werden.

Betondeckung

Die Bewehrung muss zur Sicherung des Verbundes, des Korrosionsschutzes und zum Schutz gegen Brandeinwirkung eine ausreichend dicke und dichte Betondeckung erhalten. Als Betondeckung wird der Abstand der äußersten Bewehrungsstäbe, z.B. der Bügel, von der Schalung bzw. der Sauberkeitsschicht bezeichnet. Abhängig ist die erforderliche Betondeckung vom Stabdurchmesser, von den Umweltbedingungen und der Betonfestigkeitsklasse. In Gebäuden sollte die Betondeckung mindestens 2 cm, im Freien 3 cm betragen. Für die Einhaltung der erforderlichen Betondeckung sorgen Abstandhalter. Die Betondeckung setzt sich aus Mindestbetondeckung und Vorhaltemaß zusammen.

Betondeckungs-Messgerät

auch: Betondeckungs-Messgeräte

bmessgeraet.jpg

Mit diesem Messgerät läßt sich die Betondeckung eines Stahlbetonbauwerks über dem Bewehrungseisen unabhängig von dessen Durchmesser messen. Eine ausreichende Betondeckung ist notwendig, damit das Bewehrungseisen nicht rostet. Weiterhin kann das Bewehrungseisen seine Aufgabe (die Zugkräfte abzuleiten) bei nicht ausreichender Betondeckung nicht übernehmen. Der Beton bekommt Risse und es kommt zu Abplatzungen.

Betondichtungsmittel

Betondichtungsmittel sollen die Wasserundurchlässigkeit des erhärteten Zementsteins und damit des Betons verbessern. Dies geschieht zum Teil durch eine gewisse wasserabstoßende Wirkung des Betonzusatzmittels, das auch begrenzt quellfähige Substanzen enthalten kann. Die dichtende Wirkung von DM-Mitteln ist häufig zeitlich begrenzt, und es ist sinnvoll, dichten Beton durch einen entsprechenden Aufbau des Betons (geringer Wasserzementwert; gute Verdichtung und Nachbehandlung) zu erreichen.

Betondruck

auch: Frischbetondruck, Betondruck-Verfahren, digitaler Betondruck, Betondrücke

Als Betondruck wird der Druck bezeichnet, den noch nicht erstarrter Beton auf eine Schalung ausübt. Der Betondruck kann enorm groß werden, weshalb beim Einschalen viel Erfahrung und Wissen notwendig ist. Der Betondruck wird in der Regel über entsprechende Stützen abgefangen. Ein ganz anderes Thema ist digitaler Betondruck. Dabei werden bunte Motive auf den grauen Beton gedruckt. So lassen sich Lärmschutzwände oder andere Betonteile verschönern. Schließlich gibt es auch noch das Betondruk-Verfahren. Mit diesem Verfahren lassen sich Oberflächen von frisch aufbereitetem und gegossenem Beton bearbeiten. So bekommt Beton das Aussehen von Stein, Platten, Fliesen, Schiefer, Granit, Ziegel oder sogar Holz.

Betondruck-Verfahren

siehe Betondruck.

Betoneignungsprüfung

Die Betoneignungsprüfung bezeichnet eine oder mehrer Prüfungen, um vor der Verwendung festzustellen, wie der Beton zusammengesetzt sein muss, um im frischen und erhärteten Zustand unter Berücksichtigung der zu verwendenden Ausgangsstoffe und der besonderen Bedingungen auf der Baustelle alle geforderten Eigenschaften zu erfüllen.

Betonersatz

Üblicherweise werden Stoffe oder Mörtel in der Betoninstandsetzung, die kein Beton nach DIN 1045 sind, als Betonersatz bezeichnet. Betonersatz wird zum Schließen von Löchern und Lunkern verwendet. Weiterhin findet Betonersatz Einsatz beim Egalisieren von Betonflächen und zur Dünnbeschichtung von senkrechten und waagrechten Flächen in Trinkwasserbehältern aus Beton.

Betonersatzsystem

auch: Betonersatzsysteme

Betonersatzsystem ist die Bezeichnung für ein System zum Schutz und zur Instandsetzung von Betonbauteilen, bestehend aus Baustoffen des Betonersatzes und in der Regel aus der Haftbrücke sowie gegebenfalls aus dem Korrosionsschutz und dem Feinspachtel.

Betonerzeugnisse

Betonerzeugnisse sind in einem Werk hergestellte Gegenstände aus unbewehrtem Beton, Stahlbeton oder Spannbeton. Dabei kann es sich um Betonfertigteile wie zum Beispiel Treppen, Betonwaren wie Pflaster oder Palisaden oder Betonwerksteine handeln. Betonerzeugnisse werden immer im bereits erhärtetem Zustand eingebaut. Dies ist der Unterschied zum Ortbeton.

Betonfertigteile

auch: Beton-Fertigteil, Betonfertigteil, Beton-Fertigteile

Fertigteile aus unbewehrtem Beton, Stahlbeton oder Spannbeton, die in Betonwerken hergestellt werden. Aus Fertigteilen werden beispielsweise Rohbautreppen, Treppenstufen, Deckenplatten oder Wände hergestellt.

Betonfestigkeit

Bei Normalbeton wird die Betonfestigkeit hauptsächlich über den Wasserzementwert bestimmt. Je größer der Wasserzementwert ist, desto geringer wird nach dem Aushärten die Betonfestigkeit sein.

Betonfestigkeitsklassen

auch: Festigkeitsklassen, Betonfestigkeitsklasse, Beton-Festigkeitsklasse, Beton-Festigkeitsklassen

Der Beton ist je nach Anforderungen im Bauteil in verschiedene Festigkeitsklassen eingeteilt. Je nach dem, ob nach deutscher oder europäischer Norm bemessen wird, sind die Bezeichnungen unterschiedlich. Die DIN hat die Bezeichnungen B 5 bis B 55. In der europäischen Norm gehen die Bezeichnungen von C 12/15 bis C 50/60.

Betonfirst

siehe Firststein.

Betonfläche

auch: Betonflächen

Betonflächen ist die Bezeichnung für die, je nach baulichen Gegebenheiten sichtbar oder nicht sichtbar bleibenden, Oberflächen von Bauteilen aus Ortbeton- und Betonfertigteilflächen. Sie stellen das Spiegelbild der Schalhaut oder das Ergebnis nachträglicher Bearbeitung und/oder Behandlung dar. Demnach werden unterschieden: Betonflächen ohne besondere Anforderungen, Betonflächen mit Anforderungen an das Aussehen, Betonflächen mit technischen Anforderungen.

Betonflächen mit Anforderungen an das Aussehen

Bezeichnung für Sichtbeton im Fachjargon der Baufachleute.

Betonflächen mit technischen Anforderungen

Betonflächen mit technischen Anforderungen sind Betonflächen, die bestimmte technische Funktionen zu erfüllen haben und/oder Nachfolgegewerke dienen. Dabei sind die jeweils zu berücksichtigenden Anforderungen in der Leistungsbeschreibung zweifelsfrei zu formulieren.

Betonflächen ohne besondere Anforderungen

Betonflächen ohne besondere Anforderungen sind Betonflächen, deren Herstellungs- und Schalungsart dem Auftragnehmer überlassen bleibt. Eine Oberflächenbearbeitung und -behandlung wird hierbei nicht verlangt.

Betonfräse

auch: Betonfräsen

Betongelenk

auch: Gelenkkopf, Gelenkhals, Betongelenke

Unter einem Betongelenk wird eine Einschnürung bei einem Querschnitt aus Stahlbeton verstanden. Ein Betongelenk lässt eine begrenzte Verdrehung ohne nennenswerte Biegebeanspruchung zu. Insbesondere im Brückenbau stellt das Betongelenk eine preisgünstige Alternative zu einem teuren und unverschieblichen Linienkipplager dar. Im Bereich der Einschnürung - dem sogenannten Gelenkhals - ist die Festigkeit des Betons aufgrund einer dreiachsigen Druckbeanspruchung wesentlich höher. Daher besitzt das Betongelenk eine ausreichend hohe Tragwirkung. Im Bereich des Gelenkhalses muss ein Betongelenk nicht bewehrt werden. Die daran angrenzenden Bereich - die Gelenkköpfe - benötigen hingegen eine kräftige Bewehrung, um die großen Druck- und Querkräfte aufnehmen zu können. In Deutschland werden Betongelenke bei Brücken von einer Spannweite bis 15 Meter eingesetzt.

Betonglas

Spezielles Glas, das zur Herstellung von Glasstahlbeton benötigt wird. Der gepresste Glaskörper ist quadratisch oder rund, mit massiver oder einseitig offener Form. Betonglas wird im Pressverfahren in einem Stück oder aus zwei durch Verschmelzen fest verbundenen Teilen hergestellt. Betongläser ergeben einen lichtdurchlässigen Abschluss gegen die Außenluft und sind in der Regel nicht statisch mitwirkend.

Betonglättmaschine

auch: Betonglättmaschinen

Betonglättmaschinen werden zum Glätten von nicht ausgehärteten, frischen Betonböden eingesetzt. Aufgrund der besseren Oberflächenverdichtung erhalten maschinell geglättete Böden eine höhere Qualität und eine längere Lebensdauer. Sie werden mit Benzin- oder Elektromotoren betrieben. Glättflügel und/oder Glättteller werden dabei zum Glätten eingesetzt.

Betongruppe

auch: Betongruppen

Es werden zwei Betongruppen B I und B II unterschieden. B I umfasst die Festigkeitsklassen B5, B10, B15 und B 25, in der Gruppe B II sind die Festigkeitsklassen B 35 und höher enthalten. Die Festigkeitsklassen B 5 und B10 sind nur für unbewehrten Beton zugelassen.

Betongüte

Betongüteklasse

auch: Betongüteklassen

Betonhaftbrücke

auch: Betonhaftbrücken

siehe Haftbrücke.

Betonierabschnitte

auch: Betonierabschnitt

Manche Teile aus Ortbeton können aus herstellungstechnischen oder zeitlichen Gründen nicht "in einem Guß" gefertigt werden. Es sind verschiedene Betonierabschnitte notwendig und es entstehen Arbeitsfugen. Diese sind so auszubilden, dass alle auftretenden Beanspruchungen aufgenommen werden können.

Betonieren

Unter Betonieren versteht man das Fördern und Verarbeiten des Betons auf der Baustelle oder dem Fertigteilwerk.

Betonierfuge

auch: Betonierfugen

Beton wird in Lagen eingebracht. Gibt es längere Betonierpausen beim Betonieren der einzelnen Schüttlagen, bleibt eine Betonierfuge sichtbar, die bei Sichtbeton einen Mangel darstellt.

Betoninstandsetzung

auch: Betonsanierung, Betonrisse

Betonschäden müssen irgendwie beseitigt werden. Dafür gibt es verschiedene Methoden der Instandsetzung für unterschiedliche Betonschäden. Risse und Hohlräume werden mit Reaktionsharzen, Zementleim oder Zementsuspension gefüllt. Dadurch werden durchlässige Bauteile abgedichtet und das Eindringen korrosionsfördernder Stoffe verhindert. Zudem dient es dem Wiederherstellen eines monolithischen Bauteilverhaltens. Örtlich begrenzte Fehlstellen werden mit zement- oder reaktionsharzgebundenen Mörten und Betonen gefüllt. Sie dienen dem Wiederherstellen der ursprünglichen Bauteiloberfläche. Sie kann als alleinige Maßnahme eingeleitet werden, wenn der Schaden nicht durch eine korrodierende Bewehrung hervorgerufen wurde. Der Auftrag erfolgt von Hand, im Spritzverfahren oder in Schalung. Beton und Mörtel werden zur Betoninstandsetzung auch flächig aufgetragen. Die Mörtel oder Betone können dabei mit oder ohne Kunststoff-Modifizierung sein. Ziel des flächigen Auftragens ist eine Vergrößerung der Betondeckung und ein Verstärken des Betonquerschnitts. Der Auftrag erfolgt als Ortbeton (nicht horizontale Flächen in Schalung) oder im Spritzverfahren (Wände, Stützen, Untersichten). Auch Hydrophobierung, Imprägnierung und Beschichtung werden zur Betoninstandsetzung eingesetzt. Eine Imprägnierung mit Acrylat, Epoxidharz oder Polymerdispersion verhindert weitgehend das Eindringen flüssiger oder gasförmiger Stoffe in den Beton. Sie dient zudem als Grundierung, um den Untergrund zu verfestigen oder die Haftung zur nächsten Schicht zu verbessern. Eine Beschichtung des Betons erfolgt mit gelöstem Acrylat, Epoxidharz, Polyurethan, Polymerdispersion oder zementösen Schlämmen. Ein Beschichtung hat die Aufgabe, das Eindringen flüssiger Stoffe zu verhindern und das Eindringen gasförmiger Stoffe zu behindern. Zudem schützt sie vor mechanischen und chemischen Beanspruchungen und überbrückt Risse.

Betonkernkühlung

Bei der Betonkernkühlung werden in den Beton Kühlrohre einbetoniert, durch die eine Kühlflüssigkeit läuft. Als Kühlmedium kann aber auch die für das Gebäude ohnehin erforderliche Außenluft verwendet werden. Die Betonkernkühlung mit Zuluft vereint neben der Kühlung der Decke zwei weitere den Komfort positiv beeinflussende Merkmale. Mit der Zuluft wird zusätzlich auch die Raumluft mit einem Raumluftwechsel von 2.5 – 3 1/h mit gefilterter, vortemperierter und im Sommer entfeuchteter Außenluft erneuert. Durch die Betonkernkühlung kann eine übliche Klimaanlage entfallen. Das Konzept der Betonkernkühlung erlaubt eine monolitische Bauweise (keine Verkleidungen, keine abgehängte Decke etc..

Betonkontakt

auch: Betonkontakte

Flüssige Kunstharzdispersion für die Vorbehandlung von Putzgründen im Innen- und Außenbereich. Diese Spezialgrundierung dient als Haftvermittler bei dichten, nicht saugenden Untergründen wie beispielsweise Beton.

Betonkorrosion

Die Betonkorrosion ist eine von der Oberfläche ausgehende Zerstörung des Werkstoffes durch chemische bzw. biochemische Reaktionen mit der Umwelt. Etwa 80 bis 90% der Korrosionsschäden wird durch die atmosphärische Korrosion verursacht, was vorwiegend auf das Schwefeldioxid zurückzuführen ist. Die SO2-Konzentration ist in den Industriegebieten sehr hoch und nimmt mit zunehmender Entfernung ab. Ein dichter und undurchlässiger Beton ist vor der Korrosion besser geschützt als ein poröser, daher muss der Wahl der Betonzusammensetzung und der Zuschlagstoffe große Beachtung geschenkt werden. Kalksteine oder Sandsteinarten werden relativ leicht durch das Einwirken von aggressiven Mitteln zerstört.

Betonkübel

Mit einem Betonkübel wird der Beton (z.B. vom Mischer) zur Einbaustelle gebracht. Betonkübel sind meist konisch geformte, oben offene Behälter, die unten zum Entleeren mit einem Verschluß versehen sind. Sie werden an ein Hebewerkzeug, auf der Baustelle häufig einen Turmdrehkran, angehängt.

Betonlasur

auch: Betonlasuren

Die Betonlasur ist eine einkomponentige Kunststoffdispersion, die die Oberfläche des Betons schützen und vor allem als Carbonatisierungsbremse wirken soll. Die Betonlasur ist wasserdampfdiffusionsfähig und in der Regel lösemittelfrei. Die Industrie bietet die Lasuren auch in verschiedenen Farben an.

Betonmast

auch: Betonmaste

Betonmaste sind mit Betonstahl bewehrte oder vorgespannte Maste, die in Rüttel- oder Schleuderbetonbauweise werkmäßig hergestellt werden und für Starkstrom- und Fernmeldefreileitungen, für Fahrleitungen, Beleuchtungs- und Lautsprecheranlagen, für Maste als Antennenträger und ähnliches angewendet werden.

Betonmischer

Unter einem Betonmischer wird ein Mischer für Beton und Mörtel verstanden. Das kann das Modell für den Heimwerker sein, das auf der Baustelle steht oder das auf einem Fahrzeug montiert ist. Dann gibt es natürlich noch die großen Betonmischer in Betonwerken. Doch ganz gleich, um was für einen Betonmischer es sich handelt, es geht immer darum Zement, Kies und Zuschlagstoffen zu mischen. Es werden jedoch je nach Art des Mischgefäßes und des Mischvorgangs z.B. Kipptrommelmischer, Umkehrtrommelmischer, Fahrmischer, Zwangsmischer, Chargenmischer, Stetigmischer oder Trogmischer unterschieden.

Betonnachbehandlung

Betonnachbehandlung ist die Bezeichnung für Maßnahmen, den Beton bis zum genügenden Erhärten seiner oberflächennahen Schichten gegen schädliche Einflüsse zu schützen, z.B. gegen starkes Abkühlen oder Erwärmen, Austrocknen (auch durch Wind), starker Regen, strömendes Wasser, chemische Angriffe, ferner gegen Schwingungen und Erschütterungen, sofern diese das Betongefüge lockern und die Verbundwirkung zwischen Bewehrung und Beton gefährden können.

Betonnagel

auch: Betonnägel

Kompakter Nagel mit gerilltem Schaft zum Einschlagen in Beton.

Betonnest

auch: Betonnester

Hohlraum im Beton, der infolge ungenügenden Verdichtens beim Einbringen des Betons in die Schalung, durch schlecht gemischten Beton oder falsche Körnungen des Zuschlagstoffes entsteht. Betonnester stellen ein große Gefahr hinsichtlich der Dichtigkeit von Bauwerken dar.

Betonoberbau

Betonoberbau ist ein Begriff aus dem Straßenbau. Es handelt sich dabei um eine Straße, deren Straßendecke aus einer geschlossenen Betonschicht besteht. Zum Betonoberbau zählen neben der Betondecke noch gegebenenfalls eine Binderschicht sowie mehrere Tragschichten. Straßen mit Betonoberbau findet man häufig bei Autobahnen, da diese belastungsfähiger sind als Straßen mit Asphaltdecke.

Betonpalisaden

auch: Betonpalisade

Betonpalisaden erfüllen den selben Zweck wie Holzpalisaden, im Gegensatz zu diesen reissen, splittern und verrotten sie aber nicht. Der Einbau von Betonpalisaden erfordert jedoch besondere Aufmerksamkeit, da Beton ein wesentlich höheres Gewicht hat als Holz. Auch können Betonpalisaden nicht in den Erdboden geschlagen werden; sie müssen vielmehr in ein Fundament eingelassen werden. Unproblematisch ist der Einbau von Kleinpalisaden als Beeteinfassung, problematisch ist hingegen der Einbau, wenn mit Betonpalisaden steilere Hänge und Böschungen abgefangen werden sollen. Im Einzelfall können dafür statische Berechnungen erforderlich werden. Betonpalisaden werden neben der betonfarbenen Standardausführung auch in brauner Einfärbung angeboten. Erhältlich sind sie in runder und eckiger Ausführung. Die Maße reichen von 30 cm bis 150 cm Länge mit einem Durchmesser bis zu 20 cm.

Betonpflaster

Beton-Pflastersteine

auch: Betonpflastersteine

Betonplatte

auch: Betonplatten

Kleinformatige Platten in unterschiedlichen Formen und Formaten, die in Ortbeton oder als Betonfertigteile hergestellt werden wie etwa die bekannten Waschbetonplatten. Im Prinzip sind Betonplatten, wenn sie für Garten, Terrasse oder Gehweg verwendet werden, der größere Bruder des Betonsteinpflasters. Unter Betonplatte kann natürlich auch eine große Boden- oder Deckenplatte verstanden werden, die jedoch aufgrund ihrer Größe und statischen Belastbarkeit eine Bewehrung hat und dann im Fachjargon Stahlbetonplatte heißt.

Betonpressen

Betonpressen ist eine Methode, die immer dann angewendet wird, wenn ein bewehrtes oder unbewehrtes Betonteil erschütterungsfrei abgebrochen, es sozusagen geräuschlos gesprengt werden soll. Dazu verwendet man hydraulische Betonspaltgeräte, sogenannte Druckpressen. Zunächst werden Kernbohrungen durchgeführt, dann die Presse eingeführt und mit einem Kraft-Presszylinder Bodenplatten, Fundament und Wände in Einzelteile zerlegt.

Betonpumpe

auch: Betonpumpen

Betonpumpen sind Geräte zum Fördern und Einbringen von Beton auf der Baustelle. Sie eignen sich besonders bei größeren Mengen von Beton und ersetzen dabei die Betonkübel. Der Beton wird kontinuierlich gefördert und somit wesentlich schneller an seinen Einbauort gebracht. Bei Dämmschalungen und Dämmsteinen ist ein sauberes und gleichmässiges Ausfüllen der Zwischenräume mit Fließbeton ohne Betonpumpeneinsatz kaum möglich.

Betonrippenstahl

Betonrisse

Risse im Beton kennt jeder. Sie werden hervorgerufen durch nachlässige Verarbeitung, seismische Bewegungen im Erdreich und Bohrungen durch und im Beton. Das Schließen der Risse siehe Betoninstandsetzung.

Betonrüttler

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Betonrüttler werden eingesetzt, um die beim Mischen und Schütten des Betons entstandenen Lufteinschlüsse zu beseitigen. Das geschieht mit sondenartigen Geräten, die in den frischen Beton gesteckt werden und dort Schwingungen auslösen, durch die Überschusswasser und die Lufteinschlüsse an die Oberfläche gelangen. Der "entlüftete" Beton kann sich dadurch besser mit den Bewehrungsstäben verbinden, außerdem wird ein besserer Verbund zwischen mehreren hintereinander geschütteten Betonschichten erreicht. Betonrüttler gibt es als Stand- und als tragbare schlauchlose Maschinen, die im letzteren Fall mit einem Benzinmotor angetrieben werden (Foto Röder Maschinenbau).

Betonsanierung

Betonsauger

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Beim Betonieren, aber auch beim Trennen von Natursteinen fallen Stäube an, die gesundheitsgefährdend sein können. Betonsauger haben spezielle Filter, selbstreinigende Dauerfilter, die eine staubarme Entsorgung möglich machen.

Betonsäule

auch: Betonsäulen

Betonsäulen siehe Säulen und Betonbauteile

Betonschäden

Bei der Ursache von Betonschäden muss man zwischen Umwelteinflüssen und Herstellungsmängeln unterscheiden. Umwelteinflüsse können Abgase, saure Niederschläge, Frost und Tausalze sein, die den Beton angreifen. Dabei werden die chemischen Eigenschaften so verändert, dass die Stahlbewehrung im Beton zu rosten beginnt. Rost nimmt ein größeres Volumen ein als nicht korridierter Stahl. Druckspannungen sind die Folge. Der überdeckende Beton bekommt Risse und wird abgesprengt. Schwindrisse, Sanden, Kiesnester und zu geringe Betondeckung sind typische Herstellungsmängel. Netzartige Schwindrisse und eine sandende Oberfläche entstehen, wenn die Betonoberfläche trocknet, bevor der Beton abgebunden hat. Die Betonoberfläche sollte deshalb möglichst mit Wasser feucht gehalten oder mit Folie abgedeckt werden, bis der Beton abgebunden. Risse oder abgeplatzte Stellen breiten sich aus, wenn die Bewehrung zu dicht unter der Oberfläche liegt und deshalb zu rosten beginnt. Im Hochbau ist daher eine Betondeckung von mindestens 20 mm vorgeschrieben. Zur Beseitigung der Betonschäden gibt es verschiedene Methoden der Betoninstandsetzung.

Betonschalstein

auch: Betonschalsteine

Anders als bei Schalungssteinen aus gepressten Holzspänen oder aus Hartschaum, können Betonschalsteine auch höhere statische Anforderungen erfüllen, da sie durch Stahlarmierungen zusätzlich stabilisiert werden. Betonschalsteine werden wie andere Schalungssteine aufeinander geschichtet und mit Fließbeton ausgefüllt. Betonschalsteine kommen insbesondere da zum Einsatz, wo die Platzverhältnisse eng sind und Mauerscheiben etwa zur Hangbefestigung nicht hin transportiert werden können.

Betonschalung

auch: Betonschalungen, Beton-Schalung, Beton-Schalungen

siehe Schalung.

Betonschalungsplatte

auch: Betonschalungsplatten

Betonschalungsplatten sind in der Regel wetterfest verleimte und mit Kunstharzfilmen oberflächenbeschichtete oder -beharzte Platten, die zumeist als Vorsatzschalung verwendet werden.

Betonschleifer

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Ein Betonschleifer eignet sich zum Schleifen von Beton, Estrich, Terazzo, Granit oder Sandstein. Außerdem kann dieses, der Familie der Winkelschleifer zugehörige, Elektrowerkzeug für das Entgraten von Sichtbeton, das Beseitigen von Uebenheiten und zum Reinigen von Betonoberflächen vor dem Anbringen von Schutzanstrichen verwendet werden. Der Schliff erfolgt trocken und mit hohen Umdrehungszahlen. Wegen des Trockenschliffs und der sehr hohen Abtragskraft ist die Staubentwicklung sehr hoch. Betonschleifer sind daher mit einer geschlossenen Absaug-Schutzhaube ausgestattet und dürfen nur zusammen mit einer leistungsstarken Absaugung verwendet werden.

Betonschraube

auch: Schraubdübel

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Betonschrauben aus gehärteten Stählen können natürlich nicht direkt in Beton gebohrt werden, vielmehr muss mit einem Hammerbohrer ein Bohrloch in den Beton gebohrt werden. Als Verankerungsgrund kommen infrage neben Beton auch Kalksandstein, Vollziegel, Vollklinker und Naturstein, aber auch Leicht- und Porenbeton. In Porenbeton bis Güte G4 braucht nicht vorgebohrt zu werden. Betonschrauben sind so konstruiert, dass sie im Verankerungsgrund einen stabilen Formschluß bilden. Auf das Setzen von Dübeln kann also verzichtet werden, wodurch sich die Montagezeiten erheblich verkürzen. Betonschrauben werden mit verschiedenen Antrieben und Schraubenköpfen hergestellt (Foto und Zeichnung Hersteller Bierbach).

Betonsilo

siehe Silo

Betonsplitt

Betonzuschlag, der aus der Aufbereitung von Betonbruch gewonnen wird.

Betonspritzmaschine

auch: Betonspritzmaschinen

Betonspritzmaschinen werden vor allem bei Arbeiten mit Spritzbeton eingesetzt, um dünnflüssigen Beton auf bewehrte Bauteile zu spritzen. Durch die freie Formung von Bewehrungen, z.B. Halbkugelschalenform und das Spritzen von Beton auf derartige Formen sind Betonbauwerke in allen erdenklichen Ausführungen möglich.

Betonstabstahl

auch: Querrippenstahl, Rippenstahl, Stabstahl

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Betonstabstahl dient zur Bewehrung von Stahlbeton-Bauteilen. Die Oberfläche von Betonstabstahl ist durch zwei Reihen Schrägrippen gekennzeichnet. Diese Rippen sind wichtig für die Verbundwirkung von Stahlbeton. Nur so können die Zugkräfte, die auf das Bauwerk wirken, auf den Stahl übertragen werden. Betonstabstahl kommt beispielsweise beim Unterzug oder bei Stützen aus Stahlbeton zum Einsatz. Entsprechend der vorhandenen Belastung werden Betonstabstähle verschiedener Durchmesser verwendet. Die Berechnung von Lage, Anzahl und Durchmesser der Stahlstäbe ist Aufgabe des Statikers. Betonstabstahl wird meist mit einer Nenndruckgrenze von 500 N/mm2 (BSt 500) und mit Durchmessern von 6 bis 28 mm angeboten. Wird als legierter, schweißbarer, warmgewalzter (mit oder ohne anschließender Nachbehandlung aus der Walzhitze) oder kaltverformter Stahl (Verwinden oder Recken) mit gerippter Oberfläche hergestellt.

Betonstahl

Der für die Bewehrung des Betons verwendete Stahl wird als Betonstahl bezeichnet. Man unterscheidet zwischen Betonstabstahl und Betonstahlmatten.

Beton-Stahlhaken

auch: Betonstahlhaken

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Der Beton-Stahlhaken ist ein runder Stahlhaken aus gehärtetem und geriffeltem Material (Fotos: Bierbach). Die Haken haben eine Durchmesser von 4 bis 5 mm bei Längen zwischen 40 und 100 mm (Foto: Bierbach). Beton-Stahlhaken können mit kräftigen Schlägen in Beton eingeschlagen werden; dazu bedarf es aber erheblicher Routine und Schlagkraft. Üblicherweise wird deshalb heutzutage ein Dübel in den Beton gesetzt und eine Schraubverbindung hergestellt.

Betonstahlmatte

auch: Matte, Baustahlmatte, Betonstahlmatten

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Matte aus sich kreuzenden Längs- und Querstäben von kaltverformtem, geripptem Betonstahl. An den Kreuzungspunkten sind die Stäbe miteinander verschweißt. Sie wird zur Bewehrung von flächigen Bauteilen wie Decken, Fundamenten und Wänden verwendet. Die DIN 488/4 unterscheidet Lagermatte, Listenmatte und Zeichnungsmatte.

Betonstampfer

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Mit einem Betonstampfer lässt sich erdfeuchter Beton mit der Hand verdichten. Auf diese Weise wurde Beton bis in die zwanziger Jahre des 20.Jahrhunderts verdichtet. Um die unvermeidlichen Stampffugen und Kiesnester zu vermeiden, wurde teilweise der Wassergehalt des Betons so weit erhöht, bis der Beton in die Schalung floss. Dies ging auf Kosten der Betonqualität. Heute muss der Frischbeton vollständig verdichtet werden, um die Bewehrung dicht zu umhüllen und die Anforderungen an den Festbeton zu erfüllen. Deshalb werden meist Innenrüttler verwendet. Betonstampfer dürfen nur in Ausnahmefällen, wenn es nicht so sehr auf die Betonqualität ankommt, verwendet werden.

Betonsteinpflaster

auch: Betonpflaster

Betonsteinpflaster gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben. Sie lassen daher eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten zu. Unterschiedliche Oberflächen und Festigkeiten geben die Möglichkeit, Betonpflaster z.B. für Parkplätze, Radwege, Hofflächen oder Ufer- und Böschungsbefestigungen zu verwenden. Pflastersteine aus Beton werden zweischichtig hergestellt. Der sog. Kehrbeton bildet die Unterschicht und nimmt etwa 90 % des gesamten Steinvolumens in Anspruch. Die restlichen 10 % bildet die Vorsatzschicht aus Beton, in den bestimmte Zuschlagstoffe eingemischt worden sind, um den Stein optisch aufzuwerten und gegen Abrieb unempfindlich zu machen. Ein solcher Zuschlagstoff ist Edelsplitt.

Betonstein- und Terrazzohersteller

Handwerklicher Lehrberuf mit einer dreijährigen Ausbildung. Betonstein- und Terrazzohersteller fertigen Beton- und Stahlbetonteile an, bearbeiten und gestalten die Betonoberflächen und montieren Betonfertigteile bzw. verlegen, versetzen und verankern diese. Den Arbeiten aus diesem Beruf begegnen wir fast auf Schritt und Tritt. Sie zeigen sich in Form von Treppen oder Bodenbelägen - in öffentlichen Gebäuden wie in Operationsräumen. Auch im Garten-, Landschafts-, Straßen- und Tiefbau kommen die Betonteile zum Einsatz.

Betontemperatur

Die Temperatur spielt beim Betonieren eine sehr wichtige Rolle. Niedrige Temperaturen verzögern, hohe Temperaturen beschleunigen den Erhärtungsverlauf. Auch das Erstarrungsverhalten des Frischbetons wird durch die Temperatur beeinflußt. Die Betontemperatur muss deshalb beim Betonieren während extrem kalter und extrem warmer Außentemperaturen sorgfältig beobachtet werden.

Betontreppe

auch: Betontreppen

Betontreppen werden schon vorgefertigt auf die Baustelle geliefert und sind sofort begehbar. Solange sie ein sicheres Geländer haben, sind sie schon im Hausrohbau begehbar.

Beton- und Estrichfräse

auch: Beton-, und, Estrichfräsen

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Beton- und Estrichfräsen eignen sich zur Bearbeitung von mittelgroßen Bodenflächen aus Beton, Stein oder Asphalt. Mit ihnen lassen sich Beton aufrauhen, Oberflächen reinigen, Beschichtungen abfräsen, Metallflächen wie Rampen und Podeste entrosten und sonst noch einiges mehr.

Beton- und Mörtelzusatzmittel

Beton- und Reparaturspachtel

Beton- und Reparaturspachtel ist eine Spachtelmasse zur Reparatur schadhafter Betonflächen wie Löcher, Ausbrüche, ausgetretene Treppenstufen, schadhafte Betonstützen und Garagenböden. Auch zum Schließen der Fugen bei Fertigteildecken kann Beton- und Reparaturspachtel verwendet werden.

Beton- und Stahlbetonbauer

Dreijähriger handwerklicher Lehrberuf, der körperliche Robustheit und Schwindelfreiheit voraussetzt, da Betonbauer auch Schalungen herstellen oder Schaltafeln zusammensetzen, die bei Industriebauten oder Bürogebäuden in sehr große Höhen führen können. Der Beton- und Stahlbetonbauer lernt nicht nur den Umgang mit dem Beton und seinen Zuschlägen, sondern muss auch die Bewehrungen fachgerecht auslegen bzw. montieren und den Beton nachbearbeiten können. Es wird darüber hinaus auch präzies Arbeiten verlangt, insbesondere bei der Herstellung von Sichtbeton.

Betonverdichtung

siehe Verdichten.

Betonverflüssiger

auch: Verflüssiger

Dieses Betonzusatzmittel setzt die Oberflächenspannung des Wassers herab und ermöglicht dadurch eine Verminderung der Wasserzugabe um bis zu 10 %. Dadurch wird die Verarbeitbarkeit des Betons verbessert. Ein Betonverflüssiger ermöglicht aber auch durch Wassereinsparung bei gleichbleibendem Zementgehalt eine Erhöhung seiner Festigkeit.

Betonversiegelung

Betonversiegelung ist ein Oberflächenschutz für Betonfußböden gegen Abnutzung, Staub- und Rissbildung. Verwendet werden dazu vor allem Kunstharz- und Kunstkautschuklacke, die harte Oberflächen bilden, aber elastisch bleiben.

Betonware

auch: Betonwaren

Sammelbegriff für Betonerzeugnisse wie Pflastersteine, Mauer- und Dachsteine, für Gehwegplatten, Rohre usw.

Betonwaren

Sammelbegriff für Betonerzeugnisse, wie Pflaster-, Mauer- und Dachsteine, für Gehwegplatten, Rohre usw. Betonwaren werden im Werk hergestellt, charakteristisch ist, dass sie direkt nach der Fertigung ausgeschalt werden.

Betonwerkstein

auch: Terrazzoplatten, Betonwerksteine

Vorgefertigtes Erzeugnis aus bewehrtem oder unbewehrtem Beton nach DIN 18 500. Als Ersatz für den teuren Naturstein werden sie für stark beanspruchte Freiflächen verwendet. Das Erscheinungsbild wird stark beeinflußt durch die Zuschläge und die Oberflächenbehandlung (Polieren, Schleifen, Sandstrahlen). Auch verschiedene Farbgebungen sind möglich. Anwendungsgebiete sind beispielsweise Bodenbeläge, Ausbauelemente, Treppen oder Fassadenplatten.

Betonzange

auch: Betonzangen

siehe Rabitzzange.

Betonzaun

auch: Betonzäune

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Betonzäune sind eine interessante Alternative zu Holz- oder Metallzäunen, sind sie doch pflegeleicht und langlebig. Betonzäune gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Höhen. Sie können farbig und ein Nachbildung von Holz sein, so wie auf den Fotos. Sie können aber auch aussehen wie Naturstein oder wie eine Nachbildung alter, verschnörkelter Metallzäune, wie man sie noch bei vielen alten Villen findet. Der Fantasie ist praktisch keine Grenze gesetzt. Diese wird vom Material, dem Beton, vorgegeben. Ein feingliedriger Zaun ist natürlich nicht möglich. Die formgebenden Bewehrungseisen müssen schon mindestens zwei bis drei Zentimeter mit Beton überdeckt werden. Betonzäune werden entweder im üblichen Betongrau oder durchgefärbt geliefert. Sie können bei Bedarf auch angestrichen werden.

Betonzusammensetzung

Beton setzt sich in der Hauptsache zusammen aus Zuschlag, Zement, Wasser und Zusatzmitteln. Je nach gewünschter Festigkeit oder Eigenschaft ist die Zusammensetzung sehr unterschiedlich.

Betonzusatz

auch: Betonzusätze

Um bestimmte Eigenschaften des Betons zu beeinflussen, werden Betonzusätze zugegeben. Nach Art und Zugabemenge unterscheidet man Betonzusatzmittel und Betonzusatzstoffe.

Betonzusatzmittel

auch: Zusatzmittel, Beton- und Mörtelzusatzmittel

Durch Betonzusatzmittel lassen sich die Eigenschaften des Frisch- und Festbetons beeinflußen. Diese Zusatzmittel sind flüssige oder pulverförmige Stoffe, die beispielsweise Auswirkungen auf die Verarbeitbarkeit oder den Erstarrungbeginn haben. Gängige Betonzusatzmittel sind: Betonverflüssiger, Luftporenbildner, Dichtungsmittel, Erstarrungsverzögerer, Erstarrungsbeschleuniger, Einpresshilfen und Stabilisierer.

Betonzusatzstoffe

auch: Zusatzstoffe, Betonzusatzstoff

Betonzusatzstoffe sind mineralische und organische Stoffe, die bestimmte Betoneigenschaften beeinflussen. Sie müssen als Volumenbestandteile berücksichtigt werden. Betonzusatzstoffe sind z.B. Flugasche, Gesteinsmehl, Kunstharzzusätze oder Farbmittel zum färben des Betons.

Betonzuschlag

auch: Betonzuschläge

siehe Zuschlag.

Betriebshof

auch: Betriebshöfe

siehe Bauhof.

Bettung

Gehwegplatten, vor allem aber Pflastersteine und Ziegelpflaster werden "eingebettet" in eine Schicht aus Sand oder feinem Splitt (Körnung 3/7 bis 4/8). Im Tiefbau bezeichnet man diesen Vorgang als Bettung. Die Bettungsschicht wird vor dem Pflastern entsprechend dem gewünschten Gefälle über Lahrlatten abgezogen. Die eigentliche "Einbettung" des Pflasters erfolgt dann so, dass dieses etwa 1 cm über Sollhöhe liegt. Mit der Rüttelplatte werden dann die Steine in die Splitt- oder Sandschicht eingerüttelt.

Bettungsmaterial

Sammelbegriff für das "Material", das vor allem für die Bettung von Pflastersteinen und Ziegelpflaster verwendet wird. Dies kann Sand sein, ist meistens jedoch Splitt der Körnung 3/7 oder 4/8.

Beulen

Beulen ist ein Begriff aus der Baustatik. Das Beulen bezeichnet hier das Ausweichen einer dünnen Platte oder auch Schale rechtwinklig zu ihrer Ebene. Hervorgerufen wird das Beulen durch eine Druckbeanspruchung in Plattenebene. Zusätzlich entsteht eine Biegebeanspruchung. Längsdruckkräfte werden hingegen abgebaut.

Bevölkerungsdichte

Die Bevölkerungsdichte gibt an, wieviele Einwohner in einem Umkreis von einem Quadratkilometer leben.

Bewegliche Gitter

Bewegliche Gitter werden z.B. bei Schaufenstern zum Schutz vor Einbrechern eingesetzt. Dabei wird zwischen Rollgittern und Scherengittern unterschieden. Wichtig für den Sicherheitswert von beweglichen Gittern ist eine ausreichende Stärke des Materials, eine stabile Befestigung des Gitters und eine sichere Verschlußtechnik.

Bewegungsflächen

Bewegungsflächen sind beim barrierefreien Bauen ein ganz wichtiges Thema. Bewegungsflächen bezeichnen den freien Raum, der zu Verfügung stehen muss und der frei von Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen zu halten ist. Körperlich eingeschränkte Menschen - insbesondere wenn sie im Rollstuhl sitzen - brauchen mehr Platz als nicht eingeschränkte Personen, um sich selbständig bewegen zu können. Die DIN 18022 sowie 18024 und 18025 regeln, wie groß die Flächen im Bad oder bei Rampen, Türen und Aufzügen sein müssen. Die Mindestabmessungen der Dusche betragen z.B. 120 mal 120 Zentimeter, bei Rollstuhlfahrern muss die Bewegungsfläche 150 mal 150 Zentimeter groß sein. Und auf einer Seite des WC müssen laut DIN 95 Zentimeter, auf der anderen Seiten mindestens 30 Zentimeter freie Fläche vorhanden sein.

Bewegungsfugen

auch: Dilatationsfugen, Bewegungsfuge

Bewegungsfugen sind in bestimmten Abschnitten des Bauteils vorgeplante Bauteilunterbrechungen. Sie erlauben das gegenseitige Verschieben benachbarter Bauwerksteile. So werden beispielsweise Dehnungen durch Erwärmung im Sommer und Verkürzungen durch Kälte im Winter von den Fugen aufgenommen. Bei Heizestrichen sieht man beispielsweise in der Regel ca. alle 8 m Plattenlänge, in Türdurchgängen, sowie zwischen unterschiedlich beheizten Heizkreisen Bewegungsfugen vor. Bei der Verlegung von Parkett oder Laminat ist es ähnlich. Auch hier sind in Türdurchgängen und alle 8 m Bewegungsfugen vorzusehen. Bewegungsfugen haben die Aufgabe die Spannungen in Bauteilen so zu verringern, dass Wände, Decken, Estriche oder auch Fliesen durch diese Spannungen nicht geschädigt werden. Bewegungsfugen werden auch als Dilatationsfugen bezeichnet. Der Begriff "Dilatation" stammt aus dem lateinischen "dilatare" und bedeutet soviel wie "ausbreiten" oder "dehnen".

Bewegungsfugenprofil

auch: Bewegungsfugenprofile

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Profil zur Ausbildung von Bewegungsfugen. Bewegungsprofile können beispielsweise die Druck-, Zug- und Scherspannungen von Estrichfeldern aufnehmen (siehe Abbildung von Schlüter Systems). Sie werden aber auch bei Wärmedämmverbundsystemen eingesetzt. Dazu wird zunächst eine lotgrechte Fuge in die Dämmschicht gefräst. Die Profilschenkel werden gegeneinander gedrückt, die Fugenbandschleife wird in die Fuge geschoben und das Profil wird ins vorbereitete Armierputzbett eingesetzt und verspachtelt.

bewehren

Einlegen von Baustahl in Beton.

bewehrte Erde

siehe bewehrter Erdkörper.

Bewehrte Erdkörper

auch: bewehrter, Erdkörper

Bei einem bewehrten Erdkörper oder bewehrter Erde handelt es sich um einen Verbundkörper, der aus Boden, Bewehrungselementen und einer Außenhaut besteht. Als Bewehrung kommen Stahlstäbe, Kunststoffstäbe, Bänder oder Geotextilien zum Einsatz. Die Außenhaut besteht z.B. aus Stahlbeton-Fertigteilen oder Stahlblechen. Insgesamt bildet der bewehrte Erdkörper bzw. die bewehrte Erde eine Stützmauer. Einen Sonderfall bewehrter Erde bildet die Polsterwand. Bei ihr bestehen sowohl die Außenhaut als auch die Bewehrungselement aus Geotextilien, die lagenweise auf der Luftseite zurückgeschlagen und mit Boden befüllt werden.

bewehrter Beton

siehe Stahlbeton und Spannbeton.

bewehrtes Mauerwerk

Mauerwerk kann bewehrt werden, um die Biegezugfestigkeit zu verbessern. Das Mauerwerk kann dann nicht nur Belastungen von oben, sondern auch von der Seite besser aufnehmen. Die Bewehrung des Mauerwerks kann horizontal oder vertikal erfolgen. Bei einer horizontalen Bewehrung werden Stabstähle in die Mörtelfuge eingelegt. Die Bewehrung in vertikaler Richtung erfolgt durch spezielle Formstein, in denen das Stahl eingelegt wird. Danach werden die Mauersteine mit Beton vergossen. Kann die Bewehrung mit feuchter Luft in Berührung kommen, muss diese korrosionsgeschützt sein.

Bewehrung

auch: Stahlbewehrung

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Im Stahlbetonbau werden Beton und Stahl zu Stahlbeton verbunden. Die Bewehrung erfolgt mit Betonstabstahl oder Betonstahlmatten. Die Bewehrung nimmt Zugkräfte auf, erhöht die Druck­fest­igkeit des Betons und schränkt die Rißbildung am Bauteil ein. Damit erhöht die Bewehrung auch deutlich die Belastbarkeit der damit ausgestatteten Bauteile.

Bewehrungsanschluss

Bewehrungsdraht

Glatter oder profilierter Betonstahl (BSt 500 G und BST 500 P) von 4 bis 12 mm Durchmesser, der als Ring hergestellt und werkmäßig zu Bewehrungen weiterverarbeitet wird.

Bewehrungselemente

Bewehrungselemente sind vorgefertigte, bereits einbaufähige Teile, die zur Bewehrung bei Stahlbeton verwendet werden. Bei den Bewehrungselementen kann es sich um Bewehrungskörbe oder um zugeschnittene Bewehrungsstäbe und Betonstahlmatten handeln. In Bewehrungszeichnungen werden die Elemente durch eindeutige Positions- und Stahlnummern gekennzeichnet.

Bewehrungsführung

Als Bewehrungsführung bezeichnet der Fachmann Vorgaben über die Lage der Bewehrung innerhalb eines Bauteils. Nur bei der optimalen Lage kann das Bewehrungseisen seine Aufgabe im Zusammenwirken mit dem Beton so erfüllen, wie es der Statiker ermittelt hat. Die Bewehrungsführung wird im Bewehrungsplan eingezeichnet.

Bewehrungskorb

Ein Bewehrungskorb ist ein Geflecht von Bügeln und Haupttrageisen aus Betonstabstahl und Bewehrungsdraht. Verbunden wird beides mit einem Bindedraht. Einsatzgebiete sind beispielsweise Stürze, Balken oder Stützen aus Stahlbeton.

Bewehrungsplan

auch: Bewehrungszeichnung, Bewehrungspläne

In einem Bewehrungsplan sind Bauteile aus Stahlbeton mit ihrer Bewehrung eingezeichnet. Der Bauarbeiter bekommt mit einem Bewehrungsplan die Vorgaben, wie er die Bewehrung einzubauen hat. Zudem lässt sich aus dem Bewehrungsplan ersehen, wieviel Bewehrung verwendet werden muss. Bewehrungszeichnungen sind vermaßt und müssen nach normativen Vorgaben erstellt werden.

Bewehrungsrückbiegeanschluss

auch: Bewehrungsrückbiegeanschlüsse

Bewehrungsstab

auch: Bewehrungsstäbe

Bewehrungsstoß

auch: Stoß, Bewehrungsstöße, Bewehrungsstoss, Bewehrungsstösse

Eine Bewehrung kann aus Transport- und arbeitstechnischen Gründen nur in begrenzten Längen eingebaut werden. Damit die Kräfte des Stahls übertragen werden können, müssen die Betonstabstähle und Betonstahlmatten sich über eine bestimmte Länge überlappen, das heißt sie müssen nebeneinander liegen. Dies bezeichnet man als indirekten Stoß. Der direkte Stoß wird durch Schweißen oder mit Hilfe von Schrauben und Muffen hergestellt.

Bewehrungsstreifen

auch: Papierfugendeckstreifen, Glasfasergitterstreifen, Glasfaserstreifen, Glasfaserbewehrungsstreifen

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Bei der Verspachtelung von Gipsplattenstößen müssen Bewehrungstreifen verwendet werden. Bewehrungsstreifen sind beispielsweise Papierfugendeckstreifen, Glasfaserstreifen und Glasfasergitterstreifen. Der Papierfugendeckstreifen bietet den Vorteil, dass er bei "Übereck-Verspachtelung" der Innen- und Außenkanten von Gipsplatten einfach abgekantet werden kann. Der Gitterstreifen kann ohne Verspachtelung auf trockenem Untergrund direkt aufgeklebt und danach überspachtelt werden. Dabei ist auf ein Schließen von eventuell offenen Plattenfugen mit Spachtelmaterial zu achten.

Bewehrungszeichnung

Bewirtschaftungskosten

Diese Kosten haben nichts mit "Bewirtungskosten" zu tun, vielmehr handelt es sich um die Kosten, die im Zusammenhang mit der "Bewirtschaftung" einer Immobilie anfallen. Dazu gehören Abschreibungen, Betriebskosten, Instandhaltungskosten usw. Die Ermittlung u.a. dieser Kosten wird in der Wertermittlungsverordnung (WertV) festgeschrieben.

Bewitterung

Dieser Fachbegriff steht für die Einwirkung von Sonne, Regen und (umweltbelasteter) Luft auf unterschiedliche Bauteile. Je nach Himmelsrichtung, in der die Bauteile Sonne und Regen ausgesetzt sind, können die Folgen der Bewitterung unterschiedlich sein. Die Bewitterung kann bei Beton-Dachsteinen und bei Kunstharzputzen zur Moos- und Algenbildung führen, Kunststoff- und Holzbauteile können sich verfärben. Im Falle der Dachsteine, der Kunstharzputze und vor allem der Holzbauteile können geeignete Schutzanstriche und Beschichtungen die Folgen der Bewitterung minimieren. Andererseits gibt es auch Bewitterungsfolgen, die durchaus erwünscht sind, z. B. beim Kupferdach.

Bezugsholzfeuchte

Die Bezugsholzfeuchte bezeichnet diejenige Holzfeuchte, die bei Lieferung des Holzes als vereinbart gilt. Die vereinbarte Bezugsholzfeuchte ist deshalb wichtig, weil sich die Holzeigenschaften mit der Änderung der Holzfeuchte verändern können. Dies gilt insbesondere in Bezug zur Festigkeit, Maßhaltigkeit oder Gewicht des Holzes. Auch die Vorschriften und Empfehlungen für den Holzbau müssen sich auf eine theoretische Holzfeuchte beziehen

BGF

siehe Bruttogrundfläche.

BGL

BHKW

Bianco Carrara

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Bianco Carrara ist der wohl bekannteste Marmor, wenn nicht sogar der bekannteste Naturstein. Der Marmor wird in zahlreichen Steinbrüchen rund um die italienische Region Carrara abgebaut. Selbst wenn das Material aus einem Bruch stammt, weicht es von Lieferung zu Lieferung farblich und in seiner Struktur ab. Das Gestein wird in Farb- und Struktursortierungen unterteilt von schwach bis stark geadert geliefert. Dabei gilt die Faustregel: Je heller der Untergrund, desto teurer ist das Material. Wie alle hellen Marmorsorten ist Bianco Carrara empfindlich gegen Verfärbungen, die zum Beispiel durch Wasser eindringen können. Der Marmor wird überall dort verwendet, wo ein edles und exklusives Ambiente erwünscht ist. Besonders gut eignet sich das Mineral als Bordüre oder Wand- oder Bodenfliesen. Aber auch im Bad als Waschtisch findet es Verwendung.

Bianco Perlino

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Bianco Perlino ist ein heller beigefarbener, schwach strukturierter Kalkstein, also kein Marmor, auch wenn er landläufig als solcher bezeichnet wird. Er eignet sich für dezente, elegante Designs und wird gerne in Bordüren oder Marmormosaiken verwendet. Die Oberfläche des italienischen Steins ist sehr kratzempfindlich. Bei Temperaturschwankungen und mechanischer Belastung durch Begehen kann es dazu kommen, dass sich Gefügebestandteile des Materials aus der polierten Oberfläche herauslösen. Durch eine spezielle Oberflächenbehandlung kann dieses Problem jedoch umgangen werden. Das Material kann dann sogar auf Fußbodenheizungen verwendet werden.

Bianco Sardo

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Eine Granit-Art mit hell- und dunkelgrauer Textur, wobei das Helle überwiegt (daher auch der Name). Der helle Naturstein aus Sardinien erfreut sich bei uns großer Beliebtheit, nicht zuletzt auch wegen seines günstigen Preises. Wie alle Granite ist er strapazierfähig, langlebig, leicht zu verlegen und reinigen. Der Stein eignet sich besonders für Bodenbeläge, Küchenarbeitsplatten, aber auch als Pflaster oder für Terrassen wird er verwendet. Die Oberfläche ist entweder geflammt, poliert oder geschliffen. Die polierte Oberfläche ist am wenigsten empfindlich gegen Verschmutzung. Rutschfester wird das Material bei einer geschliffenen Oberfläche. Sehr rauh ist die geflammte Oberfläche. Solche Steine werden vor allem im Außenbereich eingesetzt.

Biberschwanzdeckung

Das besondere an einer Biberschwanzdeckung - also einer Dacheindeckung mit Biberschwanzziegeln - ist, dass durch die ebenen Ziegel keine besondere Führung des Niederschlagswassers möglich ist. Es muss bei der Deckung darauf geachtet werden, dass immer mindestens zwei Ziegelreihen übereinander liegen. Bei der Biberschwanzdeckung werden Biberschwanzkronendeckung, Biberschwanzdoppeldeckung und Biberschwanzeinzeldeckung unterschieden.

Bibliothekstreppe

auch: Büchertreppe, Bibliothekstreppen

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Seit es Bücher gibt, die in hohen Regalen eingeordnet sind, gibt es Bibliothekstreppen. In modernen Bibliotheken ist an den Regalen dicht unter der Decke eine Führungsschiene aus Metall angebracht, in die eine einer Leiter ähnliche Treppe eingehakt ist, die eine genormte Neigung 66° aufweist und über Rollen verschiebbar ist. Das Personal kann über diese Treppe mit 90 mm breiten Stufen gefahrlos auch Regalfächer über Kopfhöhe erreichen. Klassische Bib­lio­theks­treppen werden heutzutage nachgebaut(Foto).

Bicottura

Bidet

auch: Bidets

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Der Begriff "Bidet" stammt aus dem Französischen, das Bidet selbst jedoch stammt aus dem Orient hat eine mehrtausendjährige Geschichte als Spül- und Reinigungsbecken für die unteren Körperregionen. Im Prinzip ist das Bidet eine Waschschüssel, auf der der Benutzer hockt. Bidets gehören heutzutage zur Standardausstattung eines jedes Badezimmers und werden aus Sanitärkeramik gefertigt. Transportable Bidets aus Kunststoff und ohne Anschluß für Armaturen werden auch heute noch in südlichen Ländern im Handel für Haushaltswaren angeboten. Die Kunststoffbecken ruhen in diesem Fall in einem Alu- oder Stahlgestell.

biegbare Feile

auch: biegbare, Feilen

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Biegbare Feilen haben eine gefräste Zahnung und eignen sich besonders für die schnelle Materialabnahme auf Gußeisen, Bronze, Blei, Aluminium, Zink, vergütetem Werkzeugstahl und verschiedenen Kunststoffen. Biegbare Feilen haben keine Angel, sondern werden in spezielle Feilenhalter eingespannt.

Biegefeder

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Mit einer Biegefeder, die man über das Rohr der Wasserversorgung schiebt, lassen sich Leitungen biegen, um z.B. über eine Raumecke zu laufen. Es gibt Biegefedern für unterschiedliche Arten von Rohren und in verschiedenen Größen. Eine Biegefeder verhindert, dass das Rohr beim Biegen beschädigt wird (knickt) und sorgt zugleich für eine gleichmäßige Rundung. Bei Rohren mit größerem Außendurchmesser (ab 10mm) ist aber ein ziemlich großer Kraftaufwand nötig, darum sieht man dann schon den Unterschied zu Rohren die mit einem richtigen Rohrbieger gebogen wurden. Kleinere Rohre (bis 8mm) sind aber problemlos zu biegen.

Biegefestigkeit

auch: Biegefestigkeiten

Zum Bruch eines festen Materials führende Beanspruchung (N/mm²) auf Biegung.

Biegegerät

auch: Biegegeräte

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Werkzeug zum sauberen und maßgerechten Biegen - ohne Oberflächenveränderung - von Blechen, Flacheisen, Eisenstäben und Winkeleisen. Das Biegegerät wird in einen Schraubstock eingespannt und schon kann gearbeitet werden.

Biegeholz

auch: Biegehölzer

Biegeholz aus Buche, Eiche, Esche und Ahorn erhält man durch Dämpfen feuchter Kanthölzer, die dabei in der Länge um 20 % gestaucht, dann eingespannt und getrocknet werden. Danach kann das Holz konventionell bearbeitet und im kalten und trockenen Zustand gebogen werden bis zu einem Radius von 1:10. Aus Biegeholz werden Umleimer für runde Tischplatten, sog. Handlauf-Krümmlinge oder Sockelleisten für Säulen hergestellt.

Biegeriss

auch: Biegerisse

Biegerisse sind häufig bei Bauwerken aus Stahlbeton anzutreffen. Sie entstehen zum Beispiel an der Unterseite von Betonbalken in Gebäuden oder Brücken, bei einer Belastung von oben. Biegerisse beginnen am äußeren Rand der Zugzone, wo sie auch am größten sind und enden in der Nullzone (Druck- und Zugkräfte heben sich in der Nullzone gegenseitig auf). Biegerisse sind in dem Sinne ein Problem, dass Wasser in die Konstruktion eindringen kann und es zu einer Korrosion des Stahls im Stahlbeton kommt.

Biegesperrholz

Biegesperrholz ist ein besonders leichter und biegsamer Holzwerkstoff. Er besteht aus einer Kombination einer sehr dünnen Mittellage aus Schälfurnier und zwei dickeren Decklagen. Es ist parallel zur Faserrichtung der Mittellage leicht zu biegen. Verwendet wird Biegesperrholz zum Beispiel für gerundete Formen, Säulenverkleidungen oder Schalungen. Im Theken- und Messebau hat das Material ebenso seine Einsatzgebiete wie im Boots- und Fahrzeugbau.

Biegewelle

auch: Biegewellen

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Biegewellen werden eingesetzt, um an schwer zugänglichen Stellen bohren oder schleifen zu können. Die biegsame Welle wird in die Bohrmaschine oder den Akkuschrauber eingespannt. Zwei ineinander stehende, gegenläufige Spiralfedern übertragen die mechanische Energie zu einem Spannfutter. Installateure lösen mittels Biegewellen Verstopfungen in Abwasserrohren. Schonsteinfeger benutzen Biegewellen mit einem Bürsten-Endstück, um Abgasrohre auch an schwer zugänglichen Stellen reinigen zu können.

Biegezange

auch: Biegezangen

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Eine Biegezange ist ein Profiwerkzeug von Heizungs- und Sanitär-Installateuren oder Kühltechnikern. Mit ihr lassen sich Rohre aus Weichstahl, Kupfer oder Messing gradgenau biegen. Es gibt Biegezangen, die nur für einen bestimmten Rohrdurchmesser verwendet werden können und kombinierte Biegezangen. Mit diesen lassen sich Rohre mit unterschiedlichem Durchmesser biegen.

biegsame Welle

siehe Biegewelle

Bienenwachs

Bienenwachs wird nicht nur seit alters her zur Herstellunmg von Kerzen verwendet, sondern von allen, die Wert auf ökologisch unbedenkliche Produkte legen, auch als Möbelpolitur eingesetzt. Bienenwachs dient auch der Nachbehandlung und Ausbesserung von bereits mit Ölen, Wachsen oder Lasuren behandelten Hart- und Weichholzmöbeln im Innenbereich.

Bierlasur

auch: Bierlasuren

Ruß, gebrannte und geriebene Steine oder Indigo sind Grundstoffe, die für die Bierlasur gebraucht werden. Mit abgestandenem Bier als Bindemittel werden die Pigmente zu einem Brei gerührt und mit einem feuchten Schwamm aufs Holz aufgetragen. Die Bierlasurmalerei, eine fast vergessene Methode, verleiht auch Profanem wie der Kiefer einen Hauch von edlem Mahagoni oder Wurzelholz.

Bietergemeinschaft

Bei einer Bietergemeinschaft schließen sich mehrere (mindestens zwei) Bauunternehmen oder Handwerker zusammen, um einen Auftrag zu ergattern. Bekommen sie den Auftrag, gründen sie eine Arbeitsgemeinschaft. Bietergemeinschaften haben vor allem den Vorteil, dass auch kleinere oder mittlere Unternehmen an Wettbewerben teilnehmen können. Mitglieder der Bietergemeinschaft können nicht als Einzelgesellschaft noch ein weiteres Angebot abgeben.

Biforium

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Das Biforium bezeichnet in der gotischen Architektur ein durch eine Mittelsäule gegliedertes zweibogiges Fenster. Die beiden Bögen können wiederum von einem Rundbogen übergriffen werden. Die dabei entstehende Fläche kann z.B. durch ein Okulus durchbrochen sein. Diese mittelalterliche Fensterform war auch in späteren Epochen, insbesondere im Historismus sehr beliebt.

Bigbag

auch: Big-Bag, Big-Bags, Bigbags

siehe Superbag.

Bilanz U-Wert

Sonne scheint bekanntlich durch Glas. Dadurch erwärmt sich das Innere des Gebäudes. Doch nicht überall scheint die Sonne gleichlang und mit gleicher Intensität. Geht das Fenster z.B. in Richtung Norden, bekommt man Sonne höchstens mal schräg von der Seite. Deshalb wird in Abhängigkeit von der Himmelsrichtung ein Strahlungskoeffizient festgelegt. Darüber hinaus lät nicht jedes Glas gleich viel Sonne durch. Maßgebend hierfür ist der g-Wert. Der Bilanz U-Wert setzt sich dementsprechend zusammen aus dem U-Wert des Fensters, dem Strahlungskoeffizienten S und dem g-Wert.

Bilderglas

Besonders dünnes Floatglas, das speziell für Einrahmungen verwendet wird und zur Gattung der Dünngläser gehört.

Bilderhaken

siehe Stahlhaken

Bilderleisten

auch: Bilderleiste

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Die klassische Bilderleiste besteht aus Holz, wobei auch Bilderleisten aus Kunststoff, pulverbeschichtetem Aluminium, Edelstahl oder Silber hergestellt werden. Bilderleisten sind in ihrer Optik sehr unterschiedlich, haben aber eines gemeinsam - nämlich ein Profil, in das die Verglasung und/oder das Bild bzw. Gemälde eingefügt werden muss, sobald aus der Leiste ein Bilderrahmen gefertigt worden ist. Während moderne Grafik durchaus in einen farbigen Metall- oder Kunststoffrahmen paßt, gehören zum klassischen, auf einen Keilrahmen ausgezogenen Ölgemälde Bilderleisten aus Holz (Foto des Herstellers SPAGL, Bilderleiste mit Barock-Profil). Bilderleisten aus Holz können sehr unterschiedlich und aufwendig ausgestattet sein. Sie können aus Massivholz oder furniertem Holz bestehen, lackiert oder sogar blattvergoldet sein.

Bilderleuchte

auch: Bilderleuchten

Sollen Bilder an der Wand besonders hervorgehoben werden, kommen Bilderleuchten zum Einsatz, die für ein Akzentlicht sorgen. Das Angebot im Handel an Bilderleuchten ist groß. Die klassische Bilderleuchte hat in der Regel eine längliche Form und ist mit einer Leuchtstoffröhre oder mehreren Glühlampen bestückt, um das Bild flächenmäßig auszuleuchten. Auch Schienen- und Seilsysteme sowie einzelne Leuchten kommen zum Einsatz. Für eine optimale Anstrahlung hat sich ein Einfallswinkel von 60° bewährt. Bei einem zu spitzen Winkel, bei dem das Bild extrem von oben angestrahlt wird, können bei Gemälden unter anderem die Textur der Leinwand, der Farbauftrag und andere Unregelmäßigkeiten der Oberfläche unangenehm hervorgehoben werden. Ist dagegen der Winkel zu flach, dann kann der Betrachter durch Reflexionen geblendet werden. Bilderleuchten findet man vor allem in Museen und Galerien aber auch in Privatgebäuden.

Bilderrahmeneffekt

auch: Sheen-Effekt, Bilderrahmeneffekte, Bilderrahmen-Effekt, Bilderrahmen-Effekte

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Von Bilderrahmeneffekt spricht man bei Ungleichmäßigkeit des Farbtons, die auftreten kann, wenn eine Wandfläche mit einem Farbroller und die Ränder mit dem Pinsel gestrichen werden (siehe Foto von Paint Quality Institute). Die gepinselten Bereiche wirken im Allgemeinen dunkler und ähneln damit einem „Bilderrahmen“. Auch gespritzte Bereiche können dunkler erscheinen, als benachbarte Stellen, die mit dem Pinsel oder mit der Rolle gestrichen wurden. Bilderrahmeneffekte können auch auf “Sheen-Effekte” zurückzuführen sein. Um Bilderrahmeneffekte zu vermeiden muss die Farbe mit dem Pinsel oder mit dem Farbroller immer gleich stark verteilt wird. Nicht den ganzen Raum an den Rändern streichen, bevor dann die Wandflächen mit dem Farbroller gestrichen werden. Lieber abschnittsweise arbeiten, um einen „nassen Übergang“ zu gewährleisten. Bei abgetönten Farben muss die richtige Kombination zwischen Abtönfarbe und Grundfarbe beibehalten werden. Werksseitige Tönungen sowie Abtönfarben sollten zum Zeitpunkt des Verkaufs bzw. vor dem Gebrauch gründlich geschüttelt werden.

Bildtapete

auch: Bildtapeten

siehe Fototapete.

Bilegger

siehe Beilegerofen.

Bilinga

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Westafrikanisches Tropenholz mit einem im frischen Zustand gelblich orange Kernholz, das stark nachdunkelt, deutlich abgesetzt vom schmalen, weißlich-gelben Splint. Bilinga ist ein mittelschweres bis schweres Holz mit entsprechenden Festigkeitseigenschaften, die etwas über denen von Buche und Eiche liegen. Verwendung findet es als Konstruktionsholz im Innen- und Außenbau, auch im Hafenbau für tragende Bauteile mittlerer mechanischer Beanspruchung und für Decks von Molen. Auch für den , Zaunanlagen sowie für normal bis stark beanspruchte Fußböden findet Bilinga Anwendung.

Billegerofen

auch: Bileggeröfen

siehe Beilegerofen.

Bi-Metall

auch: Bi-Metalle

Bi-Metall ist ein Verbundwerkstoff aus zwei Metallen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Im Verbundwerkstoff werden die (guten) Eigenschaften der beiden Metalle kombiniert. Aus Bi-Metall werden beispielsweise Sägeblätter für Stichsägen oder den Fuchsschwanz mit langer Lebensdauer und für extreme Belastungen gefertigt.

Bimetalllochsäge

auch: Bimetalllochsägen

siehe Lochsäge.

Bims

auch: Naturbims

Bims oder Bimsstein ist ein Gestein vulkanischen Ursprungs. Es ist ein sehr porenreiches und somit auch leichtes Material mit in sich abgeschlossenen Luftporen. Es besitzt sehr gute Wärmedämmeigenschaften. Bims wird häufig in der Bauindustrie verwendet und dient beispielsweise als Zuschlag bei der Herstellung von Bims-Leichtbeton. Das einzige abbauwürdige Vorkommen auf dem europäischen Festland ist im Neuwieder Becken in der Nähe von Koblenz. Deshalb konzentriert sich die Herstellung von Baustoffen und Bauteilen in diesem Gebiet.

Bimsbeton

Bimsbetondiele

auch: Bimsbetondielen

siehe Bimsdiele

Bimsdiele

auch: Bimsdielen

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Wie der Name schon sagt, ist die Bimsdiele eine Diele aus Bimsbeton. Mit Bimsdielen lassen sich Trennwände herstellen, z.B. für Abmauerungen von Badewannen, Abseitenwänden unter Dachschrägen und Bekleidungen aller Art. Nach dem Krieg wurden zudem mehrere Millionen Quadratmeter „Bimsdielen“ als tragende Dachkonstruktionen verbaut, die inzwischen wegen undichter Dachabdichtungen zur Sanierung anstehen.

Bimskies

Bimskies ist Kies in Korngrößen von 4 bis 32 mm als Feinkies und in Korngrößen von 32 bis 63 mm als Grobkies. Bimskies ist ziemlich fest, leicht und infolge seiner Porosität ein schlechter Wärmeleiter. Zudem ist Bimskies gut mörtel- und zementbindend. Er findet Verwendung zu besonders leichten Bausteinen, Dämmsteinen, Leichtbeton und Leichtmörtel.

Bims-Leichtbeton

Bims-Leichtbeton entsteht aus einem Gemisch von Bims, Zement, Sand und Wasser. Durch das Bims ist der Baustoff besonders leicht. Durch seine eingeschlossenen Luftporen besitzt er sehr gute Wärmedämmeigenschaften. Besondere Anforderungen an die Tragfähigkeit werden durch die Zugabe von natürlicher Schaumlava erreicht, die ebenfalls ein poriger, vulkanischer Rohstoff ist. Damit werden die Anforderungen an die Druckfestigkeit bis Festigkeitsklasse 20 erfüllt. Außerdem ist Bims-Leichtbeton schalldämmend und hat ein günstiges Verhalten in Bezug auf die Schalllängsleitung. Bims-Leichtbeton ist frostsicher und feuerbeständig bis Widerstandsklasse F 190 A und auch als Brandwand einsetzbar. Mit seiner hohen Wärmespeicherfähigkeit und seinem langen Auskühlverhalten gleicht der Bimsstein Temperaturschwankungen aus.

Bimssand

Bimssand ist Bims in Korngrößen von 0 bis 1 mm als Feinsand und in Korngrößen von 1 bis 4 mm als Grobsand mit Eigenschaften und Einsatzgebiet wie Bimskies.

Bimsstein

auch: Bimssteine

Künstliche Bimssteine werden aus Bims-Leichtbeton hergestellt. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und Formaten. Für den Hausbau sind ausgefeilte Baukastensysteme auf dem Markt, die sich besonders gut für den Selbstbau eignen. Bauteile aus Bimsstein haben sehr gute Wärme- und Schalldämmeigenschaften sowie eine hohe Wärmespeicherfähigkeit. Bims gibt es in Deutschland nur im Neuwieder Becken in der Nähe von Koblenz. Der natürliche Bimsstein ist überall dort zu finden, wo Vulkane tätig waren oder sind, denn der Stein entsteht, wenn heiße Lava in die Luft geschleudert wird und sich dort mit Luft und Gasen vermischt, wodurch der Stein extrem leicht und sogar schwimmfähig wird. Natürlicher Bimsstein wird auch heute noch zum Entfernen von Kalkrückständen auf sanitärkeramischen Gegenständen und als Scheuerstein bei hartnäckiger Verschmutzung der Hände benutzt. Das antike Pompeji wurde beim Ausbruch des Vesuv zunächst von Bimssteinen "beregnet", und zwar in solcher Menge, dass sich der leichte Bimsstein zu tonnenschweren Lasten aufhäufte und die Dächer zum Einsturz brachte.

Bindeblech

auch: Bindebleche

Bindebleche sind meist rechteckige Bleche, die zum Verbinden von zwei oder mehreren Stahlprofilen verwendet werden. Die Bindebleche werden an das Profil geschweißt, geschraubt oder genietet.

Bindedraht

Damit die Bewehrung beim Betonieren an der ihr zugedachten Stelle bleibt, wird sie mit Bindedraht zusammengeknüpft. Bindedraht ist auch unter der Bezeichnung Rödeldraht bekannt.

Bindeholz

auch: Bindehölzer

Bindehölzer sind für Holzprofile das, was Bindebleche für Stahlprofile sind. Sie dienen zur Verbindung der Einzelhölzer bei mehrteiligen Druckstäben.

Bindemittel

Flüssige Substanzen, die die Eígenschaft haben, Farbpigmente so zu binden, dass sie streichfähig werden. Bindemittel tragen wesentlich dazu bei, dass Farben und Lacke während der Beschichtung elastisch bleiben und nach der Beschichtung schnell aushärten und einen dauerhaften Schutzfilm bilden. Ohne Bindemittel gäbe es keine Gemälde. Die alten Meister verwendeten u.a. Gummi Arabicum, Leinöl, Eigelb, Lein- oder Walnußöl als Bindemittel. Beim Fresko übernahm der feuchte Putz die Aufgabe des Bindemittels. Heute übernehmen vorwiegend die künstlich hergestellten Alkydharze diese Funktion. Bindemittel sind auch im Bauwesen allgegenwärtig. Bekanntestes Bindemittel dürfte der Zement sein, durch den die unterschiedlichen Zuschlagstoffe des Betons miteinander verbunden werden. Bindemittel findet man in Mörteln, Klebern und vor allem in Farben und Lacken. Sie verbinden hierbei die Pigmentteilchen - siehe auch Pigmentierung - untereinander und mit dem Untergrund und bilden gemeinsam mit diesen die fertige Beschichtung. Als Trägerstoff sind Bindemittel auch ausschlaggebend für Eigenschaften wie Trocknung, Oberflächenbeständigkeit oder den Glanz von Lacken und Farben.

Binder

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Der "Binder" hat im Bauwesen mehrere Bedeutungen. Der Binder ist beispielsweise ein Mauerstein, von dem man beim gemauerten Verband lediglich die Kopfseite sieht. Ist der Mauerstein von der Seite zu sehen, spricht man von einem Läufer. Binder sind aber auch Trägerelemente aus Holz. Mehr darüber siehe Holzbinder. Weiterhin ist Binder die Kurzbezeichnung für Bindemittel.

Binderschicht

auch: Binderschichten

Binderschicht hat im Bauwesen mehrere Bedeutungen. Im Mauerwerksbau ist eine Binderschicht eine horizontale Schicht aus Mauersteinen, die nur aus Bindern besteht. Im Straßenbau ist die Binderschicht eine bituminöse Schicht aus Asphaltbindern (siehe auch Asphalt). Die 4-8 cm dicke Asphaltbinderschicht erhöht die Ebenheit der Unterlage und nimmt die Schubspannungen aus der Verkehrsbelastung auf. Sie stellt den Übergang von der Deckschicht zur Tragschicht her und kann hohe Schubkräfte aufnehmen.

Binderverband

auch: Binderverbände

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Ein Binderverband besteht, wie der Name schon sagt, aus Bindern, deren Schichten gegeneinander mit einem Überbindemaß von ½ am versetzt sind. Dieser Verband wird bei klein- und mittelformatigen Steinen weniger verwendet, es ergibt sich jedoch eine Wandstärke von 24 cm. Bei großformatigen Steinen treten dagegen häufig reine Binderverbände auf, wie beispielsweise bei 36,5 cm dicken Wänden.

Bindestock

siehe Bandstock.

Binnenböschung

Als Binnenböschung wird der zum Land zeigende Teil eines Deiches bezeichnet.

Biochemischer Sauerstoffbedard

Biofilter

Ein Biofilter ist ein Filter in Abluftreinigungsanlagen, bei denen der Schadstoffabbau durch Mikroorganismen erfolgt, die auf einem festen Träger wie z.B. Kompost, Humus oder Torf angesiedelt sind. Die Schadstoffe werden von den Mikroorganismen hauptsächlich zu Wasser und Kohlendioxid abgebaut. Die Betriebssicherheit solcher Filter hängt wesentlich von der Einhaltung bestimmter, für die Biologie erforderlichen Milieubedingungen ab, wie: Temperatur, Feuchtigkeit, Homogenität usw.

Biogas

auch: Faulgas, Sumpfgas

Biogase sind zwar "anrüchig", aber eine ernst zu nehmende Energiequelle - nicht zuletzt in den Ländern der dritten Welt. Biogas entsteht durch den Verwesungsprozess von totem tierischem und pflanzlichem Material, dazu gehören vor allem Gülle und Dung. In Viehmastbetrieben sind Biogasanlagen schon in Betrieb. Biogas enthält vor allem Methan, und zwar je nach Ausgangsmasse zwischen 40 und 75 %. Das Gas kann in Heizenergie umgewandelt werden, wobei ein Kubikmeter Biogas etwa dem Heizwert von 0,6 Liter Heizöl entspricht. Entwicklungshelfer haben in Afrika zahlreiche solcher Anlagen in Betrieb genommen, allerdings nicht für Heizzwecke, sondern als "Kochgas" für die Essenszubereitung und das Wasser-Abkochen in Krankenhäusern usw. In der Bundesrepublik stehen die ersten Biomethan-Anlagen, in denen aus Pflanzen und sogar aus Essensresten Biogas gewonnen wird. Eine solche Anlage in Klein Wanzleben liefert Strom für 6.000 Familien und Wärme für 1.200 Haushalte.

Bioheizöl

Bioheizöl basiert auf dem umweltschonenden Heizöl EL schwefelarm, dem derzeit bis zu 20 Prozent verestertes Pflanzenöl, besser bekannt als Biodiesel, beigemischt ist. Solche Bioheizöle können in fast allen bestehenden Ölheizungen verwendet werden, ohne dass diese technisch umgerüstet werden müssen. Das haben mehrjährige Testreihen an Hochschulen, Forschungslabors sowie in Feldanlagen ergeben. Erste Hersteller haben ihre neuen Heizgeräte und Tanks bereits ausdrücklich für den Betrieb mit Bioheizöl freigegeben. Wie hoch der Bioanteil eines Bioheizöls ist, lässt sich an der Produktbezeichnung ablesen. Die korrekte Bezeichnung für eine Zumischung von beispielsweise fünf bis zehn Prozent Biokomponenten lautet: Heizöl EL A Bio 10 (A steht für Alternativ). Als Kurzform wird häufig Bio 10 oder B10 verwendet. Voraussetzung für den Einsatz von Biobrennstoffen ist aus Sicht der Mineralölwirtschaft, dass diese nachhaltig produziert wurden.

Biokläranlage

auch: Biokläranlagen

Biokläranlagen sind Kleinkläranlagen, die das Abwasser auf biologische Weise reinigen. Diese Reinigung erfolgt bei Biokläranlagen in drei Phasen. In der Aufstau- und Belüftungsphase wird das Wasser in die Anlage eingeleitet und aufgestaut. Gleichzeitig wird das Abwasser belüftet und umgewälzt. Die sich dadurch bildenden Bakterien übernehmen als Belebtschlamm die Reinigung des Abwassers. In der zweiten Phase, der Absetzphase wird die Belüftung abgeschaltet. Der sich in der Anlage befindliche Schlamm setzt sich im Bodenbereich ab. Im oberen Bereich entsteht eine Klarwasserzone. Hier befindet sich nun das gereinigte Wasser. In der dritten Phase, der Ablaufphase wird nun das gereinigte Abwasser mittels eines Lufthebers herausgefördert. Der Belüftungsprozess kann erneut beginnen.

Biologische Arbeitsstoff-Toleranzwerte

auch: Biologischer, Arbeitsstoff-Toleranzwert

Diese beschreiben die Konzentration von Arbeitsstoffen in Körperflüssigkeiten beim Menschen. Die Toleranzwerte legen fest, wie schädlich Chemikalien in Dämmstoffen, wie Borax oder Borsäure, auf den Menschen wirken.

Biologischer Sauerstoffbedarf

Der Biologische Sauerstoffbedarf (BSB, auch Biochemischer Sauerstoffbedarf) gibt die Menge an Sauerstoff an, die zum biotischen Abbau im Wasser vorhandener organischer Stoffe unter bestimmten Bedingungen und innerhalb einer bestimmten Zeit benötigt wird. Insbesondere dient der Biologische Sauerstoffbedarf als Schmutzstoffparameter zur Beurteilung der Verschmutzung von Abwasser. Üblicherweise wird der BSB5 verwendet. Dieser Wert ist der Bedarf an Sauerstoff in mg/l, den Bakterien und andere im Wasser vorhandene Mikroorganismen bei einer Temperatur von 20° Celsius innerhalb von fünf Tagen zum Abbau von biologisch abbaubaren organischen Stoffe benötigen. Daneben wird gelegentlich noch der BSB2 und der BSB∞ bestimmt, die den Sauerstoffbedarf zum Abbau der organischen Stoffe innerhalb von zwei Tagen bzw. zum Abbau aller enthaltenen, biotisch abbaubaren organischen Stoffe angeben. Als Faustregel gilt: BSB5 = ca. 70% · BSB∞.

Biomasse

Die Biomasse gehört zum Sammelbegriff regenerierbare Energien und ist selbst ein Sammelbegriff für alle Naturprodukte, die erstens erneuerbar sind und zweitens in Energie umgewandelt werden können. Afrikanische oder indische Bauern erzeugen aus getrocknetem Kuh- oder Kuhmist einen Brennstoff zum Kochen - auch das ist Biomasse. Ebenso die Gülle, die in Millionen Hektolitern anfällt und aus der Gas gewonnen werden kann. Auch Bio-Hausmüll oder Holz ist Biomasse. Problematisch ist der Anbau von Mais als Biomasse für die Biogas- oder Treibstoffgewinnung, weil Mais ein wichtiges Lebensmittel ist.

Biomasseheizung

auch: Biomasseheizungen

Wegen des als unangenehm empfundenen Verbs "vergasen" im Begriff des Holzvergaserkessels setzt sich immer mehr díe Bezeichnung Biomasseheizung durch. Das hört sich freundlicher und ökologischer an. In einer Biomasseheizung können je nach Bauart Holzpellets, Hackgut oder Stückholz verfeuert werden.

Biomethan

Methan ist Hauptbestandteil des Erdgases, Propan ein Nebenprodukt. Beide Gase eignen sich zu Koch- und Heizzwecken. Biomethan ist die exakte Bezeichnung für Biogas.

Biometrie-Schloss

Um Einbrechern das Handwerk zu erschweren, werden neben Haustüren oder Eingangstüren von Betrieben Biometrie-Türschloss montiert. Das muss allerdings in einem witterunsgeschützten Bereich passieren, womit schon gesagt wird, dass die Schlösser durch Sabotage funktionsunfähig gemacht werden können. Bei den Biometrie-Türschlössern werden die mechanischen Profilzylinder gegen elektronisch gesteuerte ausgetauscht, was ohne Bohren erfolgt. Zugang erhält nur der, dessen Fingerabdruck zuvor gescannt worden ist. Unabhängig davon sind Biometrie-Türschlösser auch über einen Geheimcode zu öffen, weshalb die Schlösser über einen Touchscreen mit numerischem Tastaturfeld verfügen sowie über ein mechanisches Notschloss, falls der eingebaute Manipulationsschutz doch überlistet worden ist.

Biosphäre

auch: Hydro-Biosphäre, Geo-Biosphäre

Der gesamte von Organismen bewohnte Raum der Erde wird als Biosphäre bezeichnet. Er umfasst im engeren Sinne den erdnahen Luftraum, den Boden, Höhlensysteme und Gewässer. Im weiteren Sinne kommen zur Biosphäre noch der untere Bereich der Atmosphäre als Flugraum der Vögel und Verbreitungsraum für Pollen und Sporen hinzu. Werden allein die Lebensräume der Gewässer betrachtet, spricht man von der Hydro-Biosphäre, bei den Landlebensräumen von der Geo-Biosphäre. Die Biosphäre ist ein wichtiger Motor für den kurzfrisigen Kohlenstoffkreislauf.

Biotit

siehe Glimmer.

Biotop

Biotop nennt man den Lebensraum oder Standort von Tieren und Pflanzen. Das kann zum Beispiel ein Trockenhang, Seeufer oder eine Almwiese sein. Er beherbergt eine bestimmte Lebensgemeinschaft (Biozönose).

Biozide

auch: Bakterizide

Oberbegriff für alle Arten von Konservierungsmitteln (Film- und Lagerkonservierung). Chemische Verbindungen oder Kombinationen, die Mikroorganismen, welche für den Befall und den Abbau organischer Materialien verantwortlich sind, unwirksam machen können, wie z.B. Bakterien, Hefen, Pilze und Algen. Zu den Bioziden gehören Algizide, Bakterizide, Fungizide, Herbizide und Insektizide u.a., deren Einsatzmengen im allgemeinen nur sehr gering sind und zwischen 0,1 und 0,5 %, bezogen auf den fertigen Beschichtungsstoff, liegen.

Biozönose

Die Biozönose ist eine Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren in einem bestimmten Lebensraum (Biotop). In einer Biozönose sind die einzelnen Lebensformen aufeinander angewiesen.

Birke

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Die Birke wächst in Nord- und Mitteleuropa. Das besonders hochwertiges Holz kommt aus Finnland und Rußland. Das Birkenholz ist sehr hell, fast weiß und hat feine Jahresringe. Die Maserung variiert von schlicht über bunt bis geflammt. Das Holz wird vor allem im Stilmöbelbau und für Decken- und Wandverkleidungen eingesetzt.

Birkenmodler

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Birkenmodler sind breite, sehr dünne Pinsel, bei denen sich die Borsten in einer gewellten Blechzwinge befinden. Die Breite beträgt zwischen 60 mm und 150 mm. Der Birkenmodler wird stupfend für Birkenimitationen verwendet.

Birnbaum

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Der Birnbaum ist in ganz Europa mit Ausnahme des Mittelmeergebietes, sowie in Nordafrika und im Mittleren Osten verbreitet. Der Splint und das Kernholz weisen keinen Unterschied auf. Beide sind blass grau bis rötlich braun und dunkeln bei älteren Bäumen rotbraun nach. Das Holz ist hart und mit allen Werkzeugen leicht und sauber zu bearbeiten. Es eignet sich sehr gut zum drechseln, zum schnitzen und zum polieren und es ist gut messerbar. Durch Dämpfen vertieft sich die Färbung, das Holz wird rosarot und bräunt später nach. Birnbaum findet vielfältige Verwendung als Ausstattungsholz im Möbel- und Innenausbau. Auch für Sitzmöbel, als Drechslerholz für fein profilierte Erzeugnisse, für den Flötenbau und als Bauholz für Werkzeuge und Zeichengeräte eignet sich Birnbaum hervorragend.

Bischofsmütze

auch: Bischofsmützen

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Ähnlich wie bei Dachziegeln (Mönch und Nonne), müssen auch bei Gehweg- und Terrassenplatten kirchliche Begriffe als Namensgeber herhalten. Die Bischofsmütze ist eine Platte, deren Format an eine Mitra (so der korrekte Name), also an eine "Bischofsmütze" erinnert. Mit der Bischofsmütze aus Beton lassen sich bestimmte Verlegemuster erzielen.

Bit

auch: Bits

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Kurze Form einer Schraubendreherklinge für Federringsicherung. Sie werden passend zu allen Schraubenkopfarten wie beispielsweise Schlitz, Kreuzschlitz oder Torx angeboten. Bits gehören beispielsweise zur Ausstattung eines Steckschlüsselsatzes. Auch eine Bohrerspitze aus Hartmetall bei Gesteinsbohrern wird als Bit bezeichnet.

Bitis

auch: Madhuca

Die hochgiftige Gabunviper wird auch Bitis genannt, hat aber mit dem Laubholz gleichen Namens nichts zu tun. Die Giftschlange lebt in Afrika, der Baum stammt aus Südasien. Das Holz ist von dunkelroter Farbe, sehr hart und aufgrund seiner Dauerhaftigkeit für Außenkonstruktionen geeignet.

Bit-Knarre

Knarre mit einer Bit-Direktaufnahme.

Bit-Ratsche

Knarre mit einer Bit-Direktaufnahme.

Bitschraubendreher

auch: Bit-Schraubendreher

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Der Bitschraubendreher besteht aus dem Schraubendrehergriff, an dessen Ende sich der Klingeneinsatz zur Aufnahme der verschiedenen Bits befindet. Das Foto zeigt einen solchen Schraubendreher des Herstellers Lux. Das Werkzeug ist bis 1000 Volt schutzisoliert. Ohne Bits macht natürlich ein solcher Schraubendreher keinen Sinn, weshalb er meistens in einem Set verkauft wird zusammen mit den Bits für die verschiedenen Antriebe.

Bittersalz

auch: Magnesiumsulfat

Bittersalz (Magnesiumsulfat) ist ein spezielles Magnesium- und Schwefeldüngemittel, das vorwiegend als Blattdünger in Landwirtschaft und Gartenbau Verwendung findet. Im modernen Ackerbau werden ein- und mehrmalige Bittersalzspritzungen in 5%iger Lösung (5 kg Bittersalz/100 Liter Wasser) zur schnellen Beseitigung eines Magnesium- und Schwefelmangels eingesetzt. Bittersalz hat sich auch auf Böden mit ausreichenden Magnesiumgehalten zur Blattdüngung bewährt, da es ansonsten in der Phase höchsten Mg-Bedarfs zu Versorgungslücken kommt. Auf solchen Standorten sichert die Bittersalzspritzung hohe Qualitätsansprüche.

Bitukies

siehe Bitumenkies.

Bitumen

Bitumen wird in einem besonderen Destillationsverfahren aus schwerem, zähflüssigem, asphaltbasischem Rohöl gewonnen. Bitumen wird im Bauwesen vielseitig eingesetzt. Vermischt mit Mineralstoffen, wird daraus Asphalt für den Straßenbau. Bitumen ist auch Ausgangsstoff für Dachbahnen und Schutzanstriche. Dafür ist es aufgrund seiner wasserabstoßenden und korrosionsschützenden Eigenschaften hervorragend geeignet.

Bitumenbahnen

auch: Bitumenpappe, Bitumenbahn

Nackte Bitumenbahnen sind Dichtungsbahnen ohne Deckschichten. Sie werden an Ort und Stelle mit Bitumen verklebt. Die nackte Pappe dient dabei nur als Träger der Abdichtung. Die eigentliche Abdichtung wird durch das Bitumen bewirkt. Bitumenbahnen werden beispielsweise zur Abdichtung gegen Grundwasser oder zur Dachabdichtung verwendet. Bitumenbahnen gibt es in den unterschiedlichsten Ausführung und mit verschiedenen Trägereinlagen. Gebräuchliche Trägereinlagen sind z.B. Polyestervlies, Glasgewebe, Glasvlies, Metallbänder oder Metall-Kunststoff-Verbund. Die verwendeten Bitumenbahnen werden mit Kurzzeichen gekennzeichnet. So steht PYE z.B. für Elastomerbitumen und PYP für Plastomerbitumen. KSP ist hingegen das Kurzzeichen für Kaltselbstklebende Polymerbitumenbahn.

Bitumenband

auch: Bitumen-Band

Bitumenbänder sind selbstklebende Dichtungsbänder mit einer Alu-Schutzfolie. Die Bänder dienen dazu, kleinere Löcher und Risse in Dachrinnen, aber auch schadhafte Anschlußstellen bei Dachabdeckungen, Dachfenstern, Lichtkuppeln oder Gewächshäusern zu reparieren. Bevor die Bänder aufgeklebt werden, müssen die Reparaturstellen frei von Schmutz, Staub oder Rost, trocken und fettfrei sein. Etwaige Luftblasen sollen mit einem Tuch oder einer Rolle seitlich weggedrückt werden.

Bitumendachbahn

auch: Bitumendachbahnen

siehe Dachbahn.

Bitumen-Dachdichtungsbahn

auch: Bitumen-Dachdichtungsbahnen, Bitumendachdichtungsbahnen, Bitumendachdichtungsbahn

Bitumen-Dachdichtungsbahnen zeichnen sich durch eine dickere beidseitige Deckschicht aus Bitumen aus. Die mittlere Dicke beträgt mindestens 3,5 mm. Als Trägerbahn kommen Rohfilzpappe, Jutegewebe, Polyestervlies, Glasgewebe, Glasvlies, eventuell eine Einlage aus Kupfer- bzw. Aluminiumband oder eine Kunststofffolie in Frage. Bitumen-Dachdichtungsbahnen verwendet man beispielsweise als waagerechte und senkrechte Sperrschicht bei Wänden zum Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit. Die Dachdichtungsbahnen werden auch als Abdichtung gegen nichtdrückendes Wasser oder Sickerwasser bei Dächern und Wänden verwendet.

Bitumenemulsion mit Rapsölzusatz

siehe Rapsasphalt.

Bitumenfilz

auch: Bitumenfilze

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Bitumenfilze werden aus langfaseriger Jute, Holzfasern und Bitumen zu einem Vlies verarbeitet. So entsteht ein geschmeidiger, widerstandsfähiger und hochbelastbarer Dämmfilz. Bitumenfilze kommen beispielsweise als Schalldämmstreifen zwischen Wänden und Decken zur Unterbrechung der Schallausbreitung zum Einsatz. Weitere Einsatzfelder sind die Entdröhnungs- und Schutzlage unter Blechdächern, Schalldämmstreifen in selbstklebender Ausführung bei Montageleichtwänden zur Unterbindung der Schalllängsleitung, Gleitschicht unter Gussasphalt sowie die Trennschicht zwischen Holzbauteilen, um beispielsweise das Knarren bei Holzfußböden zu unterbinden.

Bitumen-Kaltkleber

auch: Bitumenkaltkleber

Bitumen-Kaltkleber ist ein schwarzer, lösemittelhaltiger, kalt zu verarbeitender Kleber auf Bitumenbasis. Er dient zur Verklebung von Bitumen-Dachbahnen und -Dichtungsbahnen; vorzugsweise für Nahtverklebungen und zum Eindecken und Ausbessern kleiner Dachflächen. Der Kleber kann auf allen Untergründen, wie alten Dacheindeckungen, Putz, Mauerwerk und Beton verwendet werden. Weiterhin dient er zur Beschichtung von neuen und alten Dachflächen mit und ohne Gewebeeinlage sowie Lochfliesbahnen und auf Metalldächern. Der Kaltkleber ist beständig gegen Wasser- und Witterungseinflüsse, Industriegase und zahlreiche verdünnte Säuren und Laugen.

Bitumenkies

auch: Bitukies

Bitumenkies oder kurz Bitukies ist ein Gemisch aus Bitumen und Kiessand. Es wird beispielsweise als Trag- und Nutzschicht für Straßen und Hofflächen verwendet.

Bitumenkitt

Dichtmasse zum Abdichten von beispielsweise einer Spundwand. Dazu werden die Spundwandschlösser vor dem Rammen bzw. Einfädeln der Spundbohlen verfüllt. Dies geschieht mit Spachtel, Fugeisen oder Handdruck- bzw. Druckluftspritze auf den gestrahlten Stahluntergrund. Bitumenkitt kann aber auch zum Abdichten von Verglasungen verwendet werden.

Bitumenkorkfilz

auch: Bitumenkorkfilze

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Bitumenkorkfilze werden aus langfaseriger Jute, expandiertem Korkschrot und Bitumen zu einem Vlies verarbeitet. So entsteht ein geschmeidiger, widerstandsfähiger und hochbelastbarer Trittschall-Dämmfilz. Er eignet sich beispielsweise zur Trittschall- und Wärmedämmung unter Plattenbelägen und unter schwimmenden Estrichen, insbesondere von Industrieböden mit hoher Verkehrslast. Der Einsatz ist zur Schallentkopplung von Holz- und Massivbauteilen, sowie Holzmassivböden ebenso möglich wie zur Entkopplung von Trennfugen und Konsolenauflagen bei Massiv- und Holzbauteilen oder auch als Endauflager von Stahlbeton- und Hohlkörperdecken. Eine Schallentkopplung von Betonfertigteilen (Treppenkonsolen) ist ebenso möglich.

Bitumenkorrosion

Bitumenkorrosion wird durch Abbauprodukte des Bitumens hervorgerufen, die bei Bewitterung in erster Linie durch den Einfluß der UV–Strahlung entsehen. Die stark sauren Abbauprodukte sind wasserlöslich und bilden bei geringem Wasserfluß (Tau / Nebel) hohe Säurekonzentrationen, die die Metalle wie z. B. Aluminium, Blei, Stahl, Zink und Kupfer angreifen und partiell zerstören. Die Metalle unterhalb bituminöser Dachflächen müssen deshalb durch geeignete Schutzanstriche vor Bitumenkorrosion geschützt werden.

Bitumenlack

auch: Bitumenlacke

Bitumen dient bei Bitumenlacken als Bindemittel, gelöst wird es in Testbenzin oder aromatischen Lösemitteln. Bitumenlacke haften sehr gut und bilden nach der Trocknung einen absolut wasserundurchlässigen Film, der sehr widerstandsfähig gegen Salze, Säuren und Laugen ist. Wegen ihrer Wasser- und Wetterfestigkeit werden die Farben als Schutzanstrich an Fundamenten gegen die Erdfeuchte eingesetzt. Auch Innenanstriche von Dachrinnen werden mit Bitumenlack gemacht.

Bitumenpapier

Beim Bitumenpapier befindet sich zwischen zwei Lagen Papier eine Bitumenschicht. Das Bitumenpapier zeichnet sich dadurch aus, dass es eine hohe Wasserdichtigkeit besitzt und nur in geringem Maße Wasserdampf durch das Papier diffundiert. Aufgrund dieser Eigenschaften wird es speziell bei korrosionsgefährdeten Packgütern eingesetzt. Bitumenpapier hat lediglich eine wasserabweisende Funktion, ist dabei jedoch nicht wasserdampfdicht. Im Bauwesen kommt es beispielsweise als Rieselschutz zum Einsatz.

Bitumenpappe

siehe Bitumenbahnen.

Bitumenschindeln

auch: Bitumenziegel, Bitumenschindeln

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Bitumenschindeln bestehen aus einer Trägerschicht aus Glasvlies, auf die beidseitig Bitumen aufgebracht worden ist. Die oberste Deckschicht ist ein Mineralgranulat, das in verschiedenen Farben eingefärbt ist. Dadurch kann Leben auf's Dach oder auf den Hausgiebel gebracht werden. Daß ganze Dachflächen mit Bitumenschindeln gedeckt werden, ist möglich, aber eher die Ausnahme. Bevorzugt eingesetzt werden Bitumenschindeln bei der Deckung von Carports, Gartenhäusern, Vordächern und dergleichen, wobei eine Dachneigung ab minimum 15° vorhanden sein sollte. Angeboten werden auch Bitumenschindeln, die sich durch Einwirkung der Sonnenbestrahlung selbst verkleben. Üblich ist jedoch das Annageln und Verkleben.

Bitumen-Schweißbahn

auch: Bitumen-Schweißbahnen, Bitumenschweißbahn, Bitumenschweißbahnen

Diese Dichtungsbahnen sind mit einer Stärke von 4 mm bis 5 mm noch dicker als Bitumen-Dachdichtungsbahnen. Als Trägermaterial fungieren Glasgewebe, Jutegewebe oder Glasvlies. Bei Schweißbahnen ist die Deckmasse so bemessen, dass sie lediglich durch Schmelzen der Deckschicht verklebt werden können. Es muss keine zusätzliche Klebemasse verwendet werden, wie das bei anderen Bahnen der Fall ist. Das Schmelzen der Schweißbahnen erfolgt z.B. mit Propangasbrennern. Dabei wird die dem Bauteil zugewandte Deckschicht mit der Flamme angeschmolzen und auf den Untergrund gedrückt. Die weiche, klebrige Bitumen- oder Teerpechschicht verbindet sich mit dem Untergrund und wird bei Abkühlung fest. Schweißbahnen werden z.B. bei Flachdächern zur Abdichtung gegen Oberflächenwasser verwendet.

Bitumenspachtel

Bitumenspachtel dient zur Bauwerksabdichtung im erdberührten Bereich gegen Bodenfeuchtigkeit, nicht drückendes Wasser auf Kelleraußenwände und Fundamente. Weiter wird Bitumenspachtel zur Isolierung und Erhaltung von bituminösen Dacheindeckungen gegen Feuchtigkeit und Nässe sowie zum Ausbessern und Abdichten von Fehlstellen bei Durchbrüchen, Anschlüssen und Rohrdurchführungen eingesetzt. Geeignete Untergründe sind: Beton, Mauerwerk, Putz, Metall, Holz, Flächen mit alten Bitumenanstrichen sowie bituminöse Dachdichtungsbahnen.

Bitumenwellplatte

auch: Bitumenwellplatten

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Bitumenwellplatten sind kostengünstig, wartungsfrei und besitzen eine lange Lebensdauer. Die Platten gibt es in verschiedenen Farben. Sie werden für Dacheindeckungen, Wandverkleidungen und zur Altdachsanierung verwendet. Ihr geringes Gewicht und die selbsthilfefreundliche Verlegung tragen dazu bei, dass der Heimwerker Bitumenwellplatten ohne große Fachkenntnisse verarbeiten kann. Er braucht dazu lediglich Säge, Hammer, Richtschnur und Nägel. (Foto: Hersteller Gutta)

Bitumenziegel

bituminös

Bituminös ist die Eigenschaft von Stoffen, die zu einem gewissen Prozentsatz Bitumen oder Teer enthalten. Dies können zum Beispiel Dachabdichtungen oder Straßenbeläge sein.

bituminöse Schlämme

Eine bituminöse Schlämme ist ein Gemisch aus Mineralstoffen, Wasser und Bitumenemulsion. Sie wird als Schutzschicht für Oberflächen verwendet. Bituminöse Schlämmen kommen z.B. im Straßenbau zum Versiegeln verschlissener Fahrbahnoberflächen zum Einsatz.

bivalente Trinkwassererwärmung

Im bivalenten Betrieb wird Trinkwasser von zwei unterschiedlichen Wärmeerzeugern erwärmt. Bei Häusern mit einem Solar-System wird das Brauchwasser abwechselnd oder gemeinsam durch Sonnenenergie oder Energie vom Heizkessel erwärmt. Für dieses wirtschaftliche und umweltfreundliche System der Trinkwassererwämung ist ein spezieller Solarspeicher erforderlich.

Black-Cherry

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Der amerikanische Black-Cherry-Baum ist in den nordöstlichen Gebieten der USA beheimatet. Wie beim europäischen Kirschbaum ist auch das Black-Cherry-Holz feinporig und gleichmäßig mit einem typischen seidenmatten Glanz. Allerdings ist der amerikanische Kirschbaum etwas dunkler. Das Holz weist gute Festigkeitswerte auf und verfügt über gute Beiz-, Mattier- und Poliereigenschaften. Black-Cherry ist ein gefragtes Möbelholz und wird für edle Möbel, Holzvertäfelungen, Wand- und Deckenverkleidungen eingesetzt.

Black Walnut

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Dieser Laubbaum ist im ganzen Osten der USA verbreitet. Der Splint ist creme-weiß, während das Kernholz hellbraun bis dunkel-schokoladenbraun ausfällt. Gelegentlich besitzt es einen purpurnen Einschlag mit dunkleren Streifen. Walnut ist maschinell und mit der Hand leicht zu bearbeiten. Es lässt sich gut nageln, schrauben und verleimen. Es hält Farben und Beizen sehr gut und kann zu einer ausgezeichneten Oberfläche poliert werden. Walnut ist ein zähes Holz mittlerer Dichte von mäßiger Biege- und Stoßfestigkeit und geringer Steifigkeit. Verwendet wird das Holz für Möbel, Einbaumöbel, Design-Innenausbau, hochwertige Tischlerarbeiten, Türen, Fußböden und Vertäfelungen. Das dunkle Walnut bildet einen hervorragenden Kontrast zu helleren Hölzern.

Blähschiefer

Blähschiefer wird aus dem natürlichen Rohstoff Schiefer mit Hilfe eines thermischen Prozesses hergestellt. Blähschiefer zeichnet sich durch sein geringes Gewicht bei gleichzeitiger großer Kornfestigkeit aus. Die kubische Kornform begünstigt die Kornfestigkeit des Materials. Diese Eigenschaft ist besonders günstig für den Einsatz im Leichtbeton. Blähschiefer mit geschlossener Oberfläche zeichnet sich durch eine relativ geringe Wasseraufnahme aus. Rauhe Oberflächen gewährleisten einen guten Haftverbund mit der Zementsteinmatrix im Leichtbeton. Für den Einsatz als Pflanzsubstrat eignen sich besonders offenporige Körner, da sie als Wasserspeicher wirken. Blähschiefer ist der Brandschutz-klasse A1 zugeordnet, also nicht brennbar. Er zeichnet sich weiterhin durch seine gute Wärmedämmung, das große Schallabsorptionsvermögen sowie die Beständigkeit im Hinblick auf Frost und Feuchtigkeit aus. Die chemische Beständigkeit ist ebenfalls gegeben. Blähschiefer fault, schimmelt und verrottet nicht.

Blankette

Bezeichnung für einen vervielfältigten Ausschreibungstext, den der Architekt den Bauunternehmen und den an einem Bauvorhaben beteiligten Handwerkern aushändigt, damit diese für die genau beschriebenen und geforderten Leistungen ihre Angebotspreise eintragen können.

Blasenbildung

auch: Blasenbildungen

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Anstrichstoffe können stellenweise die Haftung verlieren und es kommt zur Blasenbildung (siehe Foto von Paint Quality Institute). Die Ursachen für den Haftungsverlust sind unterschiedlich: Anstreichen einer warmen Oberfläche im direkten Sonnenlicht oder Auftrag einer Kunstharz- oder Alkydharz-Farbe auf nassem oder feuchtem Untergrund. Blasen können sich auch durch Feuchtigkeit bilden, die durch die Außenwände entweicht. Dies ist weniger wahrscheinlich bei Acrylatfarben als bei Kunstharz- oder Alkydharzfarben. Auch die Aussetzung einer Latexfarbe mit Tau, starker Feuchtigkeit oder Regen kurz nach dem Trocknen des Anstrichs kann zu Blasenbildung führen. Vor allem, wenn der Untergrund nicht nicht richtig vorbehandelt wurde.

Blasgerät

auch: Blasgeräte

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Mit Blasgeräten lassen sich Grundstücke, Gehwege, Parkplätze sowie Straßenverkehrsflächen schnell und effektiv reinigen. Damit gehört die zeitraubende Arbeit mit Besen und Rechen der Vergangenheit an. Blasgeräte sind häufig mit einer Saugeinrichtung versehen und funktionieren somit ähnlich wie Laubsauger.

Blattaluminium

Blattaluminium ist ein Blattmetall, bestehend aus dünn gewalztem, reinem Aluminium. Es dient als metallisches Überzugsmittel für innen und außen. Es ist wetterbeständig und wird daher häufig als Ersatz für Blattsilber verwendet.

Blattgold

Blattgold ist ein extrem dünn ausgewalztes Blattmetall. Es kann bis auf wenige Atomlagen dünn hergestellt werden. Ein Gramm Gold ergibt eine Fläche von bis zu 10 m². Im Baubereich findet es beispielsweise Anwendung zum Vergolden von Kuppeln oder Denkmälern.

Blattgold-Imitation

Blattmetall

auch: Blattmetalle

Blattmetalle sind hauchdünn gewalzte oder geschlagene Metallfolien, mit denen Untergründe überzogen werden, um ihnen das Aussehen der verwendeten Metalle zu verleihen. Qualitativ hochwertige Arbeiten mit Blattmetallen sind sehr aufwendig. Einige Blattmetalle, besonders Blattgold, sind zudem sehr teuer. So werden Blattmetalle häufig für wertvolle Arbeiten, z.B. in der Restauration, eingesetzt. Man unterscheidet Blattgold, Blattsilber, Blattaluminium und Kompositionsgold.

Blattsäge

auch: Blattsägen

Die meisten Sägen gehören zur Familie der Blattsägen. Auch der Fuchsschwanz ist eine Universalsäge, die in der professionellen Holzbearbeitung ebenso wie in Haushalt und Heimwerkerwerkstatt eingesetzt wird. Je nach Art des Sägeblattes bewältigt er mühelos dickere Bretter, Bohlen oder Kanthölzer, aber auch Gipskartonplatten und . Auch Kurvenschnitte lassen sich mit ihm ausführen.

Blattsasse

auch: Sasse, Blattsitz, Überblattungen

Bei der Blattsasse oder Sasse handelt es sich um den unteren Teil einer Überblattung. Die Sasse ist dabei genauer gesagt die Aussparung im Holz, die ein Blatt aufnehmen kann. Beide Hölzer bilden dann eine Ebene. Sasse bedeutet im Niederdeutschen "kleine Mulde". Im traditionellen Fachwerkbau wird das Blatt in der Blattsasse durch einen Holznagel gesichert. Der Begriff "Sasse" wird auch allgemein für alle Ausnehmungen wie Zapfenloch, Kamm oder Versatz verwendet. Eine weitere Bezeichnung für Blattsasse ist Blattsitz.

Blattsilber

Blattsilber ist ein Blattmetall, das auf Hitze und schweflige Verunreinigungen in der Luft sehr empfindlich reagiert. Es muss deswegen stets mit einem Lacküberzug geschützt werden. Daher kommt als Ersatz für Blattsilber häufig Blattaluminium zum Einsatz.

Blattsitz

siehe Blattsasse.

Blattstück

siehe Rähme

Blattziegel

siehe Krempziegel.

Blaublech

auch: Blaubleche

Ein Blaublech ist eine besondere Art von Feinblech. Genauer gesagt handelt es sich bei einem Blaublech um ein kaltgewalztes Feinblech mit einer fest haftenden Eisenoxidschicht. Durch diese Oxidschicht wird zum einen ein optischer Effekt erzielt durch das dunkelblaue Aussehen. Zum anderen schützt die Schicht vor Beschädigungen der Oberfläche. Blaubleche findet man bei Ofenrohren, Backformen oder Heizaggregaten.

Blaudämpfen

Blaufäule

Blaufäule ist die falsche Bezeichnung für den Befall von Hölzern mit Bläuepilzen. Falsch in der Hinsicht, dass das Holz nicht verfault und auch nicht zerstört wird. Es wird lediglich verfärbt.

blaupassiviert

Auf den Packungen von Schrauben findet man häufig die Beschreibung "blaupassiviert", das heißt, die Schraube wurde einer Passivierung bzw. Chromatisierung unterzogen. Passivierung nennt man die Ausbildung einer sehr dünnen, porenfreien oxidischen Deckschicht, die sich nur sehr langsam auflöst. In dieser Deckschicht ist die Korrosionsgeschwindigkeit äußerst gering. Verantwortlich für die Deckschichtbildung sind chemische oder elektrochemische Vorgänge. Durch die Passivierung wird der Korrosionsschutz einer Verzinkung erhöht.

Blausäure

Blauschmauchen

Blaustein

auch: Blausteine

Historisch kam der als Terrassenbelag auch heute noch geschätzte Blaustein aus Bergwerken in St. Vith in Belgien und aus dem benachbarten Aachen. Sie werden dort heute nicht mehr abgebaut. Als Ersatz dient der „Belgisch-Granit“, der zwar „Granit“ im Namen trägt, aber in Wirklichkeit ein Kalkgestein ist. Das Gestein wird auch heute noch an zwei Standorten in Belgien abgebaut.

Blausud

siehe Lüstersud.

Blech

auch: Feinstblech, Mittelblech, Edelstahlblech, Kupferblech, Bleche

Bleche sind dünn gewalzte Bahnen aus Metall, die zur Unterscheidung von Riffelblechen, Hammerschlagblechen, Noppenblechen usw. auch als Glattbleche bezeichnet werden. Mit einer Blechschere oder einer Stichsäge können Bleche getrennt werden. Bleche werden für die Verwendung im und am Bau aus Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer, Zink oder Blei hergestellt, können natürlich aber auch aus Gold, Silber oder anderen Metallen gewalzt werden. Bleche können gebogen und anderweitig verformt werden. Spengler und Dachdecker kanten z. B. Bleche ab, wenn sie Metalldächer herstellen. Trapezbleche oder Wellprofile sind ein augenfälliges Beispiel dafür, wie Bleche abgekantet bzw. geformt werden können. Sehr oft werden Sicken in Bleche geprägt, um z.B. einem Garagentor aus Blech ein gefälligeres Aussehen zu geben. Speziell das Ausbilden von Sicken erhöht jedoch auch die Stabilität und die Belastbarkeit eines Bleches um ein Mehrfaches. Bleche sind aus dem Bauwesen nicht wegzudenken. Aus optischen Gründen oder um die Resistenz gegen Witterungseinflüsse zu erhöhen, werden Bleche auch als Verbundbleche angeboten. Im dekorativen Bereich kommen Dekorbleche zum Einsatz mit unterschiedlichsten Beschichtungen und Prägungen. Nach ihrer Materialstärke werden Stahlbleche in Feinstblech (bis 0,5 mm), Feinblech (0,5 mm - 3 mm), Mittelblech (3 mm - 4,75 mm) und Grobblech (> 4,75 mm) unterschieden.

Blechdach

auch: Blechdächer

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"Blechdach" ist der allumfassende Begriff für Dachbedeckungen, für die Bleche statt Reet, Dachziegel oder Schindeln verwendet werden. Solche Bleche können Stahlbleche sein, das Kupferdach und das Aluminiumdach ist natürlich auch ein Blechdach. In unterentwickelten Ländern dienen Stahlbleche sehr oft als Dachdeckung, wobei solche Bleche kaum eine Beschichtung haben und vor sich hin rosten. Das ist gelgentlich auch bei Dächern aus Stahlblech (siehe Foto) in Deutschland zu beobachten. Dachbleche aus Stahl sind heutzutage korrosionsgeschützt. Sie sind verzinkt und haben eine Polyesterbeschichtung. Meistens werden Blechdächer mit Trapezblechen gedeckt, wobei die seitlichen Stoßteile unterschiedliche Höhen haben und in ganz niedriger Höhe als Sandwichdach bezeichnet werden, weil die Unterseiten eine Schutzfolie aufweisen.

Blechhafte

auch: Blechhaften

Blechhafte sind Blechstreifen, die zur Fixierung von Blechfalzdeckungen auf der Unterkonstruktion dienen. Auf der Unterkonstruktion wird der eine Schenkel des Hafts befestigt, während der andere in die Blechverfalzung einbindet.

Blechkaltkleber

Zähflüssige Masse, die mit einem Rillenspachtel auf Dächern und Mauern aufgebracht wird, bevor diese mit Blech gedeckt bzw. mit Blech umkleidet werden. Blechkaltkleber verhindern, dass Windsogkräfte die Blechteile abheben, außerdem tragen sie zu einer Geräuschdämpfung bei Regen und Hagel bei.

Blechknabber

siehe Nager.

Blechknabberzange

siehe Knabberzange

Blechnager

siehe Nager.

Blechner

Veraltete landsmannschaftliche Bezeichnung für Klempner

Blechnibbler

siehe Nager.

Blechprofilrost

auch: Blechprofilroste

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Blechprofilroste sind c-profilförmige gekantete und profilierte Bauelemente. Durch scharfkantige, gegebenfalls sägezahnartige Ausbildung der aufgewölbten Ränder vom Ausstanzungen kann bei Blechprofilrosten eine erhöhte Rutschhemmung erreicht werden. Im Unterschied zu Gitterrosten werden Blechprofilroste aus einem Stück gefertigt und durch Stanzen und Abkanten in Form gebracht. Sie zeichnen sich durch eine hohe Tragfähigkeit in der Längsrichtung aus, weshalb sie bestens für Laufstege geeignet sind. In der Regel sind Blechprofilroste verzinkt oder in Edelstahl erhältlich. Ein zusätzlicher Oberflächenschutz kann durch Tauchen der bereits verzinkten Roste in Bitumen oder durch Kunststoffüberzüge erreicht werden. Eingesetzt werden sie unter anderem als Trittstufen im Nutzfahrzeug-Bereich, als Laufstege für Tankfahrzeuge oder im Industriebau.

Blechschälbohrer

auch: Blechschäl-Bohrer

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Blechschälbohrer werden zum Durchbohren von dünnen Stahlblechen verwendet. Sie sind konusförmig und haben einen stetig steigenden Durchmesser. Dadurch wird das Material kontinuierlich aufgerieben und ein Durchbrechen vermieden, was beim schlagartigen Blockieren der Antriebsmaschine zu Unfällen führen kann.

Blechschere

auch: Blechscheren

Werkzeug zum Zuschnitt von Blechprofilen und Blech. Man unterscheidet Elektro-Blechscheren und Hand-Blechscheren.

Blechschraube

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Blechschrauben können sehr unterschiedliche Schraubenköpfe und Schraubengewinde haben. Die Schraubengewinde sind jedoch so konstruiert, dass sie das Gewinde im Blech selbst schneiden.

Blech-Trennmeißel

auch: Blechtrennmeißel

Meißel zum Trennen von Metall.

Blei

Blei ist das schwerste und dichteste Gebrauchsmetall. An der Luft bildet sich schützendes Bleioxid. Blei und Bleiverbindungen sind giftig. Legiert wird Blei mit Antimon zu Hartblei (Dachdeckerblei). Aufgrund seiner Beständigkeit ist Bleiblech ein wichtiges Schutzblech auf Dächern und Fassaden. Blei-Kupfer-Legierungen dienen zur Herstellung von Kabelummantelungen, Dichtungen, Isolierungen und Rohrleitungen. Im Strahlenschutz wird Blei zur Absorption von Röntgen- und Gammastrahlen verwendet.

Bleibacke

auch: Bleibacken

Die Bleibacke ist das seitliche Flügelteil der H-förmigen Bleirute. Sie dient zur Aufnahme der Glaskante bei einer Bleiverglasung.

Bleiblech

auch: Bleiverwahrung, Bleieindeckung, Bleibleche

Bleche aus Blei zählen zu den ältesten und haltbarsten Baumaterialien überhaupt. Im Laufe der Zeit wurden sie für vielfältige Anforderungen und Anwendungsbereiche durch neue Legierungen ständig weiter entwickelt und verbessert. Bleibleche sind zum Beispiel schon seit Jahrhunderten auf Dächern zuhause. Viele berühmte Bauwerke hat Blei vor aggressiven atmosphärischen Umwelteinflüssen geschützt. Die Anwendung als Verwahrung reicht von Kaminverwahrungen, über Abdeckungen von Brandmauern bis hin zu Kehlen und Maueranschlüssen. Auch Dacheindeckungen und Fassadenbekleidungen werden aus Bleiblech hergestellt. Neben Anwendung auf Dächern und Fassaden hat sich Bleiblech aufgrund seiner hohen Dichte auch im Bereich des Strahlen-und Schallschutzes bewährt. Bereits mit geringer Materialstärke kann ein wirkungsvoller Strahlenschutz erzielt werden. Aufgrund der leichten Verformbarkeit können auch runde und eckige Schallkörper schnell und wirtschaftlich isoliert werden.

Bleichbeizen

Bleichbeizen ist das Bleichen und Beizen in einem Arbeitsgang mit Wasserstoffperoxid + Katalysator + peroxybeständiger Wasserbeizlösung. Der Auftrag erfolgt mit Becherpistole in einem Spritzgang. Mit diesem Verfahren kann z.B. amerikanischer Nussbaum in einem Spritzgang den Farbton von französischem Nussbaum erhalten.

Bleichen

Unter Bleichen versteht man die mehr oder weniger starke Zerstörung von farbigen Inhaltsstoffen bei Holz, Textilien und anderen Produkten. Man unterscheidet: Teilbleichung - Aufhellen der Inhaltsstoffe Totalbleichung - vollständiges Ausbleichen der Inhaltsstoffe Pseudobleichung - optische Aufhellung durch Einlagerung von Weispigmenten in die Holzfaser oder Spezialkombinationen von Bindemitteln ohne Pigmente

Bleicherde

andere Bezeichnung für Bentonit.

Bleichromat

Bleichromat ist ein gelbes Farbpigment, das auch unter dem Namen Chromgelb bekannt ist. Maler wie van Gough benutzten dieses Pigment wegen seiner intensiven Farbgebung sehr gerne. Auch in Rostschutzanstrichen wurde es früher gerne verwendet. Allerdings ist Bleichromat giftig, so dass es heutzutage nicht mehr verwendet werden darf.

Bleidach

auch: Bleideckung, Bleidächer

Bleidächer - also Dächer mit einer Bleideckung - wurden bereits in Schriften des Mittelalters erwähnt. Ein Bleidach findet man vor allem bei Kirchen so wie z.B. beim Kölner oder Aachener Dom. Ein Bleidach hat einige Vorteile zu bieten. Blei bildet zum Beispiel eine Patina und ist daher gegen Korrosion geschützt. Da Blei bereits bei niedriger Temperatur (327°C) schmilzt und als Blech sehr geschmeidig ist, eignet es sich sehr für eine Verarbeitung mit einfachen Mitteln. Ein Bleidach ist viel leichter als ein Ziegeldach, außerdem brennt es nicht, wenn ein Feuer ausbrechen würde. Ein Bleidach hält auch viel länger als ein Ziegeldach. Aber Wetter und schmutzige Luft zerstören die Bleischicht mit der Zeit.

Bleideckung

auch: Bleideckungen

siehe Bleidach.

Bleieindeckung

auch: Bleieindeckungen

siehe Bleiblech.

Bleifolie

auch: Bleifolien

Bleifolien werden seit Jahrzehnten für die Horizontalabdichtung im Mauerwerksquerschnitt eingesetzt. Dabei verwendet man entweder metallische Bleifolien oder heute bevorzugt - bitumenkaschierte Bleifolien. Da Blei sehr flexibel ist, lassen sich derartige Folien gut im Sägeschnitt unterbringen. Da Blei des weiteren eine relativ hohe Beständigkeit hat, sind derartige Folien den Aluminiumfolien vorzuziehen.

Bleihammer

Bleihöhensprosse

auch: Bleihöhensprossen

Senkrechte Bleisprosse einer Bleiverglasung.

Blei-(II)-Karbonat

siehe Bleiweiß

Bleikrankheit

Kann hervorgerufen werden durch langjährigen Wasserkonsum aus Bleirohren. Blei ist giftig, es lagert sich in den Knochen ab. Die Krankheit führt zu Muskelschwäche, Blässe, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Napoleon badete während seiner Verbannung auf St. Helena täglich und stundenlang in einer mit Bleiblech ausgekleideten Holzbadewanne. Inzwischen geht man davon aus, dass er nicht mit langsam wirkenden Giften von den Engländern umgebracht wurde, sondern an einer Bleivergiftung gestorben ist.

Bleikristall

Bleihaltiges Glas, insbesondere Hohlglas, das unter anderem für die Herstellung hochwertiger Gläser oder Glasvasen verwendet wird. Aus Bleikristall werden auch die geschliffenen runden, ovalen oder tropfenförmigen Glasteile hergestellt, die kettenförmig an einem Lüster hängen.

Bleimennige

Bleimennige, Mennige, Bleirot, Pariser Rot, Saturnrot oder Mineralorange ist ein leuchtend rotes Farbpigment, das aus Bleiverbindungen gewonnen wird. Bereits in der Antike kannte man das Pigment und nutzte es auch zum Färben des Zirkussandes, damit die blutigen Spuren der Wettkämpfe nicht zu erkennen waren. Im 16. Jahrhundert wurde Bleimennige erstmals fabrikmäßig hergestellt. Das schwere und weiche Pulver läßt sich gut mit allen Bindemitteln verarbeiten. Es besitzt eine hervorragende Deckfähigkeit. Weiterhin wird Bleimennige bei der Ölvergoldungstechnik verwendet. Dort können Goldgründe bei Außenarbeiten mit Bleimennige angelegt werden. Mennige wird immer noch als Rostschutzfarbe verwendet, wegen seiner bekannten Toxizität allerdings immer seltener. So ist beispielsweise der charakteristische rote Farbton der Golden Gate Bridge auf die ursprüngliche Verwendung eines Mennigeanstrichs zurückzuführen. Bleimennige als Rostschutz ist in Deutschland verboten. Seit Januar 2005 verbietet das Chemikaliengesetz auch in der Schweiz den Einsatz von Bleimennige.

Bleiquersprosse

auch: Bleiquersprossen

Waagerechte Bleisprosse einer Bleiverglasung.

Bleirot

siehe Bleimennige.

Bleirute

auch: Bleiruten

Bleiruten sind Fassungsstege und zugleich Rahmen aus Blei, mit denen einzelne Glasteile zu einer ganzen Scheibe oder zu einem Glasbild zusammengefügt werden. Butzenscheiben und Kirchenfenster sind typische Objekte für die Verglasung mit Bleiruten. Eine Bleirute besteht aus zwei dünnen Bleistreifen, den Bleibacken, die durch einen Bleisteg in H-Form verbunden sind. Die Flügel oder Backen des H-Profils bilden zusammen mit dem Steg oder Kern einen Falz, der die Kanten des Glases aufnimmt.

Bleisprosse

auch: Bleisprossen

Bleisprossen sind geradlinige Fenstersprossen aus Blei, die größere Glasfelder unterteilen. Man unterscheidet die waagerechten Bleiquersprossen und die senkrechten Bleihöhensprossen. Bleisprossen kamen im 17. Jahrhundert auf gemeinsam mit Holzsprossen als die Flächen von Glas produktionsgemäß größer geworden waren.

Bleistiftmethode

Mit der Bleistiftmethode wird bei textilen Bodenbelägen die Florrichtung bestimmt. Dazu legt man ein Blatt Papier auf den Teppichboden und rollt darauf einen Bleistift hin und her. Die Richtung, in die sich das Papier bewegt, ist die Florrichtung.

Bleiverwahrung

auch: Bleiverwahrung

siehe Bleiblech.

Bleiweiß

Dieses weiße Farbpigment wird unter der Einwirkung von Essigsäure aus Blei hergestellt. Chemisch wird es als Blei-(II)-Karbonat bezeichnet. Historisch wurde das Pigment dadurch gewonnen, dass Blei monatelang in Tongefäßen über Essig gelagert wurde. Dabei wurden die Töpfe in Kuh- oder Pferdemist eingegraben. Durch den Temperaturanstieg des fermentierenden Mists reagierte das Blei mit Essigdämpfen und Kohlendioxyd und bildete Bleiweiß. Das Pigment wurde dann abgekratzt, getrocknet und gemahlen. Es reagiert sehr gut mit Leinöl, schützt dadurch Metalle vor Korrosion und Farbe sowie darunter liegende Stoffe wie Holz vor Pilzen, Bakterien und Insekten. Da Bleiweiß allerdings sehr giftig ist, wird es heute kaum mehr verwendet.

Bleiwerkzeuge

auch: Bleiwerkzeug

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Bleiwerkzeuge bestehen nicht aus Blei, sondern dienen der Herstellung von Bleiverglasungen, die seit Jahrhunderten nur in handwerklicher Art hergestellt werden können. Der Verglaser nutzt Bleihammer und spezielle Messer, um die Glasstücke in die Bleiruten einzufügen bzw. um die Bleiruten abzulängen. Unser Foto zeigt einen Werkzeugsatz der Glasmalerei Stettler aus der Schweiz.

Blendbogen

Ein Blendbogen ist ein Bogen, der keine Öffnung in der Mauer überbrückt, sondern der geschlossenen Wand nur vorgeblendet, das heißt aufgelegt ist. Der Blendbogen ist besonders in der romanischen und gotischen Baukunst ein beliebtes Mittel zur Wandgliederung. In den die Romanik und Gotik aufnehmenden Stilformen des Historismus findet er seinen Widerhall.

Blende

auch: Blenden

Mit Blende bezeichnet man senkrechte oder nahezu senkrechte Abdeckungen aus Metall an Traufe oder Ortgang, z. B. unterhalb des Metalldachabschlussprofils, unter vorgehängten Dachrinnen oder als Bekleidung innenliegender Dachrinnen (siehe vorgehängte Dachrinne). Blenden dienen auch dem Sonnen- oder Sichtschutz oder allgemein zur optischen Schließung oder Verkleinerung einer Öffnung.

Blendladen

auch: Blendläden

In südlichen Ländern allgegenwärtiger Rollladenersatz und meist aus Blech angefertiger Fenstervorsatz, in dessen Rahmen bewegliche Lamellen eingelassen sind. Aus diesem Grund spricht man auch von Jalousieläden. Blendläden schützen vor direkter Sonneneinstrahlung, vor den Blicken neugieriger Passanten oder Nachbarn und in geringem Maße auch vor Einbruch. Durch das Verstellen der Lamellen kann der Lichteinfall ins Zimmer reguliert werden bis zur absoluten Verdunkelung. In Deutschland werden Blendläden meistens aus Holz gefertigt.

blickdicht

Unter dem Begriff "blickdicht" lassen sich alle Bauelemente und Materialien zusammenfassen, die den Durchblick von außen verhindern, während von innen der Durchblick möglich ist und dementsprechend auch Tageslicht "durchgelassen" wird, wenn auch in gedämpfter Form. Es gibt blickdichtes Sichtschutzglas und Sichtschutzfolien, aber auch PVC-Gewebe für die Montage an Metallzäunen. Auch Jalousien sind blickdicht, wenn die Lamellen entsprechend eingestellt werden.

blickfeste Farbe

auch: blickfeste, Farben

Scherzhafte Bezeichnung aus dem Bereich des Malerhandwerks und der Einkäufer bei Baumarktgruppen für eine besonders billige, im Prinzip minderwertige Wandfarbe für Innenräume. Eine solche Farbe ist weder wisch- noch waschfest, sondern eben nur "blickfest". "Eimerware" mit "blickfester" Farbe wird immer wieder als Lockvogelangebot in der Werbung platziert. Solche Ware ist schnell anhand der geringen Nassabriebbeständigkeit - nämlich Klasse 5 - identifiziert.

Blindbalken

Blindboden

siehe Fehlboden.

Blindenleitplatte

auch: Blindenleitplatten

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Betonplatten, deren Abmessungen und Qualität durch die DIN 485 vorgeschrieben sind. Sie werden vorzugsweise in der quadratischen Größen von 35 x 35 cm gefertigt und insbesondere vor Bordsteinkanten und anderen "Stolperfallen" verlegt. Durch ihre geriffelte Struktur signalisieren Sie dem Blinden mit seinem Blindenstock, dass er sich einem Hindernis nähert, zum Beispiel einem von Kleinpalisaden umsäumten Beet oder einer Bordsteinkante.

Blindnieten

auch: Nietmutter, Einnietmutter

Mit Hilfe von Blindnieten oder Einnietmuttern werden Bauteile unterschiedlicher Materialien unlösbar oder lösbar miteinander verbunden. Der Vorteil einer Blindniete ist, dass sie an nur einseitig zugänglichen Stellen "blind" eingesetzt werden kann. Bei starken Vibrationen oder wenn dünne Materialien dauerhaft miteinander verbunden werden sollen. Deshalb werden Flugzeuge genietet und nicht geschraubt. Es gibt eine Vielzahl von Blindniet-Ausführungen wie Senk-, Flachkopf-, Einnietmuttern sowie Einnietbolzen. Um eine dauerhafte und sichere Verbindung herzustellen, müssen Niet-Material, Durchmesser und Länge auf den Werkstoff abgestimmt sein. Ein Handwerkzeug zur Herstellung von Blindnietverbindungen ist die Blindnietzange. Nietmuttern gibt es in den verschiedenen Größen M4, M5 und M6 und aus Aluminium und Stahl. Für die Auswahl der richtigen Nietmutter ist neben dem Gewindedurchmesser auch die Dicke des Materials bzw. die Klemmdicke ausschlaggebend. In die befestigte kann anschließend eine Schraube gedreht werden, das unterscheidet sie von einer Blindniete.

Blindnietzange

auch: Blindnietzangen

Werkzeug zum Zusammennieten dünner Materialien wie beispielsweise steifem Leder oder zumeist Metallblechen. Die nietbare Materialstärke liegt bei etwa 1 mm bis 9 mm, wobei dafür verschiedene Nieten verwendet werden müssen. Zunächst muss ein Loch mit dem Durchmesser der Niete durch die zu verbindenden Werkstücke gebohrt werden. Die Niet steckt man in die geöffnete Zange und dann in das Loch. Nun wird die Zange zusammengedrückt. Dabei bricht die Niet ab und es bildet sich an der Unterseite eine Verdickung, die beide Teile fest zusammenhält.

Blindrahmen

siehe Blendrahmen.

Blindschwelle

auch: Blindschwellen

Die Blindschwelle ist eine Türschwelle, die nur vorläufig beim Transport und Einbau eines Türrahmens dem Zusammenhalt dessen senkrechter Hölzer dient und die später von der eigentlichen Schwelle überdeckt oder ersetzt wird.

Blindstrom

Viele elektrische Verbraucher verursachen induktiven Blindstrom beim Aufbau ihrer magnetischen Felder, z. B. Motoren, Aufzüge, Transformatoren, Schweißautomaten oder die Drosseln von Leuchtstofflampen. Der so generierte Blindstrom pendelt im Wechselstromnetz ständig zwischen Verbraucher und Stromerzeuger hin und her. Den Mehraufwand stellen die Versorgungsnetzbetreiber in aller Regel in Rechnung.

Blindtür

auch: Blindtüren

siehe Blendtür.

Blitzkugelverfahren

Zur Ermittlung der notwendigen Auffangeinrichtungen eines Gebäudes stehen dem qualifizierten Blitzschutz-Fachbetrieb drei Verfahren zur Auswahl. Das Maschenverfahren, das Schutzwinkelverfahren und das Blitzkugelverfahren. Das Blitzkugelverfahren ist das maßgebliche Verfahren zur Ermittlung von Stellen, die für einen direkten Blitzeinschlag in Frage kommen. Es basiert auf dem Blitzkugelmodell, das den durch einen Blitz gefährdeten Bereich als Kugel mit festgelegtem Durchmesser definiert. Jede Stelle der Anlage, die von der Blitzkugel berührt werden könnte, ist durch direkten Blitzeinschlag gefährdet. Die gefährdeten Stellen können mit maßstäblichen Modellen ermittelt werden.

Blitzmörtel

Blitzmörtel werden zur Rissverpressung oder der nachträglichen Vertikalabdichtung sowie als Schnellstopfmittel bei Abdichtungsarbeiten gegen drückendes Wasser eingesetzt. Sie haben die Aufgabe, bei kurzfristig auftretenden Leckagen das Mauerwerk abzudichten und den Wasseraustritt zu verhindern, so dass eine durchgehende Vertikalabdichtung ausgeführt werden kann. Eingesetzt werden organisch vergütete Mörtel, die aus hoch hydraulischen und schnell abbindenen Zementen und einer Silicatkomponente bestehen.

Blitzschutzmast

auch: Blitzschutzmaste

Blitzschutz-Potentialausgleich

Über die Anforderungen des Potentialausgleichs hinaus müssen Maßnahmen ergriffen werden, um auch einen Blitzschutz-Potentialausgleich zu erzielen. Das wird erreicht durch Verbindung der Blitzschutzanlage mit Installationen aus Metall und geerdeten Starkstrom- und Fernmeldeanlagen und sonstigen geerdeten Bauteilen. In Hochhäusern über 30m Höhe muss der Blitzschutz-Potentialausgleich in Abständen von max. 20m Höhe wiederholt werden

Blitzschutzsystem

auch: Blitzschutzsysteme

Ein Blitzschutzsystem ist das gesamte System für den Schutz einer baulichen Anlage gegen die Auswirkungen des Blitzes. Es besteht sowohl aus dem Äußeren als auch aus dem Inneren Blitzschutz (siehe äußerer Blitzschutz, innerer Blitzschutz.

Blitzstrom-Ableiter

siehe Ableiter.

Blitzzementmörtel

Blochholz

auch: Blochhölzer

Österreichische Bezeichnung für Rundholz

Blockbandsäge

auch: Blockbandsägen

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Im Technischen Aufbau und der Arbeitsweise funktioniert die Blockbandsägemaschine wie eine Bandsägemaschine. Sie ist lediglich größer gebaut und arbeitet mit Sonderbandsägeblättern. Sie dient zum Auftrennen von Stämmen und blockverleimten Mittellagen. Die Vorteile der Blockbandsäge liegen vor allem in der Erzeugung von qualitativ hochwertigem Schnittholz. Blockbandsägen werden für große Durchmesser und individuellen Einschnitt genutzt. Eingeschnitten werden insbesondere Laubhölzer, Nadelholz großer Dicke aber auch dünnere Durchmesser mit Trennbandsägemaschinen und entsprechender Anordnung der Sägen. Im Gegensatz zu der herkömmlichen Gattersäge ist das Schnittbild feiner und der Stamm kann optimaler ausgenutzt werden, da der minderwertige Kernholzanteil durch die Bandsägetechnik fast vollständig wegfällt. Neben den stationären Blockbandsägen von Sägewerken gibt es auch mobile Blockbandsägen. Hier ist die Säge auf einem Anhänger montiert und kann überall dorthin gefahren werden, wo sie benötigt wird.

blocken

auch: verblocken

Verkleben zwei frisch gestrichene Oberflächen miteinander, so nennen dies die Fachleute "blocken". Im weiteren Sinne wird dieser Begriff aber nicht nur bei einem Lack-zu-Lack-Kontakt, wie z. B. bei gestrichenen Holzfenstern (Rahmen gegen Fensterflügel) gebraucht, sondern auch für den Kontakt zwischen einer beschichteten Fläche und einem anderen, nicht lackierten Material (NC-Lack gegen Weich-PVC-Folie), wenn dies zu einem merklichen Anhaften aneinander führt. : vom leichten Blocken, bei dem sich die beiden Flächen ohne sichtbaren Defekt leicht wieder voneinander trennen lassen, bis zum sehr starken Blocken, bei dem die Beschichtung der einen Seite beim gewaltsamen Trennen vom betreffenden Untergrund abgerissen wird und mit der Beschichtung der anderen Seite praktisch untrennbar verbunden bleibt. Die Blockfestigkeit muss hierbei auch unter dem Gesichtspunkt der jeweiligen Schichtstärke einer Beschichtung, von Trocknungstemperatur und –zeit gesehen werden. Es gibt verschiedene Additive, welche die Blockfestigkeit verbessern können; ihre Wirksamkeit beruht im allgemeinen darauf, dass sie während der Trocknungsphase eines Beschichtungsstoffes an dessen Oberfläche wandern. Hierzu gehören z. B. Paraffin, Wachse, Stearate, mikrokristalline PE- und PP-Präparationen.

Blockfestigkeit

Wenn zwei lackierte Flächen mit Druck aufeinandergepreßt werden und nicht verkleben, sind sie blockfest. Dieses ist bei Fensteranstrichen wichtig, da hierbei im Bereich der Falz genau diese Verklebung vorkommen kann. Alkydharzlacke sind immer blockfest. Bei Acryllacken ist das nicht immer gegeben, es müssen entsprechende Hinweise beachtet werden.

Blockheizkraftwerk

auch: BHKW, Blockheizkraftwerke

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) besteht aus einem stationären Motor, der nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung sowohl elektrischen Strom als auch Wärme produziert. Betrieben werden BHKWe entweder mit Gas, Öl oder Holz (Holzvergasung), aber auch mit Raps-Methyl-Ester. Die Effektivität von Blockheizkraftwerken beruht auf der Nutzung der Abwärme, die in anderen Kraftwerken über das Kühlwasser ungenutzt in Flüsse geleitet wird. Stark vereinfacht ausgedrückt: Ein BHKW ist ein Heizkessel, der Strom erzeugt. BHKW werden häufig zur Nahwärmeversorgung herangezogen.

blockierbares Thermostatventil

auch: blockierbare, Thermostatventile

Blockrahmenfenster

siehe Blockrahmen.

Blockschloss

In das Türblatt einer Hauseingantstür wird ein Blockschloss eingebaut, wenn alle Türen und Fenster im Haus mit den Sensoren einer Einbruchmeldeanlage ausgestattet sind. Das Blockschloss dient zum Scharf- und Unscharfstellen der Alarmanlage, funktioniert aber nur, wenn alle Türen und Fenster geschlossen sind und alle Sensoren dann die Freigabe zum Scharfschalten melde. Durch diese sinnvolle Konstruktion werden Fehlalarme vermieden. Sofern Einbrecher versuchen, den Schlossdeckel eines Blockschlosses anzubohren, wird Alarm ausgelöst.

Blockschnitt

siehe Scharfschnitt.

Blockstabel

auch: Holzstapeln

siehe Holzstapel.

Blockstein

auch: Blocksteine

Bei einem Blockstein handelt es sich um einen großformatigen Mauerstein. Ein Blockstein kann meist nur mit beiden Händen oder gar nur mit einem Hebegerät versetzt werden. Um Gewicht zu sparen oder zur Wärmedämmung, kann ein Blockstein mit Hohlkammern versehen sein. Es gibt aber auch Vollstein, Vollblöcke oder Vollblocksteine, die nur Grifflöcher haben. Die Maße eines Blocksteins werden als Vielfaches des Dünnformats (DF) angegeben. Ein DF beträgt 240/115/52 mm, bei einem Stein mit 10 DF sind die Maße 300/240/238 mm.

Blockstufe

auch: Klotzstufe, Blockstufen

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Blockstufen sind Stufen mit rechteckigem oder annähernd rechteckigem Querschnitt. Die massiven Stufen aus Holz, Beton oder Naturstein werden meist bei Außentreppen, seltener auch bei Innentreppen verwendet. Die einzelnen Blockstufen überlappen sich zumeist ein wenig. Sie sind die stabilste Stufenform, andere Stufenformen sind zum Beispiel die Legstufe und die Stellstufe. (Abbildung: Paul Wolff)

Blockstufentreppe

auch: Klotzstufentreppe, Blockstufentreppen

Die Block- bzw. Klotzstufentreppe ist eine spezielle Bauart einer Treppe. Im Gegensatz zur Wangentreppe besteht die Blockstufentreppe aus massiven quaderförmigen oder dreieckigen Blockstufen oder Klotzstufen. Deren Stufenkörper liegt auf der Hinterkante der unteren Stufe. Meist sind Blockstufentreppen aus Stein, seltener aus Holz.

Blockverband

auch: Blockverbände

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Bei mindestens einem Stein dicken Erdgeschoßwänden wird häufig der Blockverband gesetzt. Bei ihm wechseln sich Läufer- und Binderschichten regelmäßig miteinander ab. Begonnen wird mit einer Binderschicht, die darüberliegende Schicht besteht aus zwei nebeneinander liegenden Läufern. Bei 24 cm dicken Wänden und bei der Verwendung von kleinformatigen Steinen sind die Läufer um das Maß ½ am gegenüber den Bindern versetzt. Das Gleiche gilt bei 30 cm Wanddicke und der Verwendung von mittelformatigen Steinen. Auf der Abbildung sehen Sie drei Anordnungsmöglichkeiten für unterschiedliche Wanddicken.

Blockverleimung

Mehrlagig verleimte Massivhölzer geeignet für die Rahmenbauweise. Gegenüber dem Massivholz bietet sie ein erhöhtes Standvermögen gegen Verzug.

Blockware

Blockware sind unbesäumte Stammstücke aus Laub- oder Nadelschnittholz, die in der Schweiz auch Klotzware genannt werden. Die Blockware findet Verwendung z.B. bei Fenster-, Treppen-, Leistenherstellern. Die Qualität des verwendeten Holzes muss in der Regel sehr gut sein.

Blockzarge

auch: Blockzargen

Blockzargenrahmen

auch: Blockzarge

Der Blockzargenrahmen bzw. die Blockzarge stellt eine Variante eines Fenster- oder Türrahmens dar. Genauer gesagt ist er eine Zwischenform zwischen Blockrahmen und Zargenrahmen. Der Blockzargenrahmen hat sich vom konstruktiven Fachwerkgerüst getrennt. Die einzelnen Hölzer bekommen unterschiedliche Querschnitte. Die Blockzarge wird in die lichte Maueröffnung gesetzt und ist tiefer als breit. Der Blendrahmen hingegen ist breiter als tief. Vorteile einer Blockzarge beim Fenster sind geringerer Holzverbrauch und größere Lichtausbeute.

Blue Pearl

Blume

auch: Blumen

Als "Blumen" werden in der Holzwirtschaft unterschiedliche Farbzonen oder Strukturen verstanden wie z.B. Porenringe. Blumen mindern den Wert des Holzes.

Blumenfenster

Ein Blumenfenster ist kein feststehender bautechnischer Begriff, obwohl er in den Bauplänen von Architekten auftaucht. In der Regel wird unter einem Blumenfenster ein breites Fenster verstanden, das im Ess- oder Wohnzimmer eingebaut wird, damit auf der Fensterbank Blumentöpfe aufgestellt werden können. Befindet sich unter der Heizung ein Radiator, beeinträchtigt die warme Luft das Wachstum der Pflanzen.

Blumenkastenhalter

auch: Blumenkästen-Halter, Blumenkasten-Halter

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Blumenkästen bieten eine Gefahrenquelle ersten Ranges, wenn sie in oberen Stockwerken mittels Haltevorrichtungen an Fensterbänken oder an Balkonbrüstungen angebracht sind. Stabile Blumenkastenhalter mit tellerförmigen, variablen Distanzstücken (Foto) können diese Gefahr minimieren, sofern die Halterungen fest in der Fassade verdübelt werden. Doch das allein genügt nicht - auch die Kästen selbst müssen in oder an den Blumenkastenhaltern verankert werden, damit sie nicht durch eine Windböe weggeschleudert werden.

Blumenkelle

auch: Gartenkelle, Blumenkellen

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Die Blumen- oder Gartenkelle ist, wie der Name bereits sagt, ein Werkzeug für die Gartenarbeit. Sie ist praktischer Helfer in Garten, auf Balkon und Terrasse oder bei der Grabpflege: An- und Umpflanzen, Balkonpflanzen oder Zwiebeln setzen, ...

Blumenkrippe

Pflanzkasten in Krippenform, wobei die Längsseiten aus Blockbohlen bestehen. Blumenkrippen wirken nur vor ländlichen, speziell alpenländischen Anwesen.

Bluten

Siehe Entmischen.

Bockgerüst

auch: Bockgerüste

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Bockgerüste werden aus stählernen oder hölzernen Gerüstböcken und darüber gelegter Bohle zusammen gefügt. Sie werden als Arbeits- und Schutzgerüst verwendet. Bockgerüste werden bei Mauer- und Putzarbeiten eingesetzt, um bis an die Decke des Erdgeschosses und dann weiter von Stockwerk zu Stockwerk mauern zu können.

Bockleiter

auch: Bockleitern

Bodenabschlussprofil

auch: Bodenabschlussprofile

Bodenaushub

Beim Bodenaushub handelt es sich um den Teil der Erde, der beim Aushub einer Baugrube anfällt. Da ein Großteil des Bodenaushub nach Beendigung der Baumaßnahme nicht mehr benötigt wird, muss er entsorgt werden. Sauberer Bodenaushub darf uneingeschränkt für andere Zwecke verwendet oder auch bei der örtlichen Deponie abgegeben werden. Bereits bei schwach belastetetem Bodenaushub gibt es bei der Verwertung bestimmte Einschränkungen. Die Verwertungsmöglichkeit hängt vom Gehalt an Schadstoffen, den Nutzungen und den Einbaubedingungen ab. Verschiedene Gesetze und Regelungen beschäftigen sich mit dem Bodenaushub: Das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, die Technische Richtlinie Boden der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall, das Bundesbodenschutzgesetz und die Bundesbodenschutzverordnung.

Bodenaustauschverfahren

Das Bodenaustauschverfahren ist ein Verfahren zur Bodenverbesserung und kommt vor bei besonders gering tragfähigen oder nicht anderweitig verbesserungsfähigen Bodenschichten zur Anwendung. Der Bodenaustausch kann auf verschiedene Weise wie zum Beispiel durch Verdrängen, mit dem Seitenschildgerät oder dem Vorschubgerät erfolgen. Beim Kastenbodenaustauschverfahren werden oben und unten offene Stahlkästen über den auszutauschenden Boden gestellt. Hier wird dann der Boden in dem Kasten bis zu einer bestimmten Tiefe ausgetauscht. Dieses Verfahren kommt z.B. beim Gleisbau zum Einsatz. Vor allem Hochgeschwindigkeitszüge benötigen einen extrem tragfähigen und belastbaren Untergrund. Unterschiede beim Bodenaustausch entstehen auch durch die hydrologischen Verhältnisse. Ist der Boden trocken, kann beim Bodenaustausch ganz anders vorgegangen werden als bei einem nassen Boden. Steht kein Wasser an, wird der Boden in der Regel durch Radlader, Bagger oder Schubraupen ausgehoben und mit LKWs abtransportiert. Beim Bodenaustausch im Nassen wird der Boden mechanisch oder durch eine Kombination mit Spülhilfen gelöst und mit schwimmenden Behältern oder – sofern spülfähig – in Rohrleitungen abtransportiert. Der Einbau des Austauschmaterials sollte möglichst schnell erfolgen, da der anfallende Schlick so verkleben kann, dass ein neuerlicher Aushub notwendig wäre.

Bodendecker

Bodendecker ist ein Begriff aus dem GaLa-Bau. Bodendecker werden gepflanzt, um schnell größere Flächen mit "Immergrün" abzudecken und dadurch z. B. das Rasenmähen zu ersparen. Das Johanniskraut, der Frauenmantel, die Hebe, der Hahnenfuß oder der Efeu, der keineswegs nur an Mauern hochklettert, sind Bodendecker-Pflanzen.

Bodendurchschlagsrakete

auch: Bodendurchschlagsraketen

siehe Erdrakete.

Bodeneinbauleuchte

auch: Uplights, Bodeneinbauleuchten

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Bodeneinbauleuchten sind Leuchten, die in den Fußboden eingelassen werden und eine eine nach oben gerichtete Lichtabstrahlung besitzen. Sie werden mit engstrahlender, breitstrahlender, symmetrischer oder asymmetrischer Lichtverteilung angeboten. Dabei dienen engstrahlige rotationssymmetrische Lichtkegel zur akzentuierenden Beleuchtung von Objekten. Sie werden als Gegenstück der Downlights auch als Uplights bezeichnet. Anwendung findet die Bodeneinbauleuchte als Akzentbeleuchtung bzw. flutende Beleuchtung zum Beispiel für Theater, repräsentative Bereiche oder Verkaufsräume. Für den Außenbereich sind Bodeneinbauleuchten besonders widerstandsfähig konstruiert, da sie überfahren werden können und außerdem absolut wasserdicht sein müssen. Das rechte Foto zeigt jeweils eine Bodeneinbauleuchte mit nach oben strahlendem bzw. seitlichem Lichtaustritt.

Bodenerkundung

auch: Bodenprobe, Bodenerkundungen

Vor Beginn einer Baumaßnahme kann es erforderlich sein, die Beschaffenheit des Bodens durch Bodenproben zu erkunden. Das geschieht durch verschiedenartige Verfahren, um entweder Altlasten aufzuspüren oder die Tragfähigkeit von Bodenschichten für den Straßen- und Wegebau oder für Bauwerksgründungen zu ermitteln. Die Maßnahmen zur Bodenerkundung reichen vom Einschlagen von Stutzen über Bodenproben durch Schürfen oder Rammkernsondierungen bis zu Rammsondierungen. Zur Bodenerkundung kann auch eine Bodenluftuntersuchung erforderlich sein.

Bodenerosion

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Der Begriff Erosion wurde aus dem Lateinischen abgeleitet und bedeutet soviel wie "Abnagung". Damit ist die Erosion aber auch sehr gut beschrieben, denn tatsächlich "nagt" fließendes Wasser seit Jahrtausenden an Landschaften und selbst Felsformationen. So sind Täler und Schluchten entstanden. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Bodenerosion in vielen Teilen der Erde durch Umweltschäden, die der Mensch verursacht hat, erheblich verstärkt. Das unkontrollierte Abholzen riesiger Waldgebiete, aber auch die zunehmende Verdichtung des Bodens durch flächendeckende Bebauung führt dazu, dass das Wasser nicht mehr von den Wäldern aufgenommen wird bzw. nicht mehr ins Grundwasser versickern kann. Die Folge sind Felsrutsche, wie sie fast jedes Jahr aus den Alpen vermeldet werden, aber auch eine Zerklüftung und Auswaschung angeblich "felsenfester" Hänge z. B. an der Algarve in Portugal, siehe Foto. Der Baugrund tausender Häuser in Hanglage ist dort mittelfristig von der Bodenerosion bedroht. Die Ferienhäuser laufen Gefahr, eines Tages ins Meer zu rutschen. In den Alpen versucht man, der Erosion mit der Anlage von Schutzmauern und Gabionen entgegen zu wirken. In den südlichen, vom Tourismus gepägten Ländern geht man daran, durch Küstenbefestigungsmaßnahmen, aber auch durch Rückbau von großen Hotelanlagen das Schlimmste zu verhüten.

Bodenfeuchtigkeit

Die Bodenfeuchtigkeit spielt im Zusammenhang mit der Kellerabdichtung eine Rolle. Als Bodenfeuchtigkeit wird im Erdboden vorhandenes, kapillargebundenes und durch Kapillarkräfte hochsteigendes Wasser verstanden. Man unterscheidet hierbei Bodenfeuchte, Saugwasser, Haftwasser und Kapillarwasser. Bodenplatten und Kellerwände müssen durch geeignete Abdichtungen (z.B. durch Bitumenbahnen, Folien zwischen Wärmedämmung und Bodenplatte, wasserundurchlässigen Beton) vor der Bodenfeuchtigkeit geschützt werden, um zu verhindern, dass sich die Feuchtigkeit auf kapillarem Wege im Gebäude ausbreitet. Neben der Bodenfeuchtigkeit werden nach DIN 18195-4 noch folgende Lastfälle der Feuchtebelastung unterschieden: nichtstauendes Sickerwasser, vorübergehend aufstauendes Sickerwasser und drückendes Wasser.

Bodenfräse

auch: Bodenfräsen

Die Bodenfräse ist u.a. ein Anbaugerät für den Kompaktlader. Sie gräbt und lockert Böden auf, mischt Kompost und anderes Material unter vorhandenen Boden. Motorgetriebene Handgeräte werden vor allem im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt, um verdichteten Boden umzupflügen.

bodengleich

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Fachausdruck speziell aus dem Sanitärbereich, der dann zur Anwendung kommt, wenn von "bodengleichen" Duschen die Rede ist (siehe auch barrierefreies Bad). Dabei geht es um den Einbau von besonders flachen Duschwannen oder Duschtassen, die so im Boden versenkt werden, dass sich fast eine Ebene mit dem restlichen Bodenbelag ergibt. Allerdings liegt die Wanne immer tiefer als der Boden oder aber sie liegt "bodengleich", weist dann aber eine kurze Schürze auf, so dass von einer absoluten Ebene nicht gesprochen werden kann und immer noch eine Stolpergefahr besteht, wenn auch eine sehr geringe. Absolute Bodengleichheit läßt sich nur erzielen, wenn der Boden aus Fliesen oder Naturstein eine Ebene bildet, also auf den Einbau einer Wanne verzichtet wird, wie das in Erlebnisbädern (siehe Foto) oder in den Duschräumen von Schulen und Sportvereinen üblich ist. Beim bodengleichen Einbau müssen die Leitungsrohre, die durch die Decke führen, mit Manschetten oder speziellen Einbauteilen brandgeschützt werden. Der Planer muss insbesondere beachten, ob innerhalb des Bodenaufbaus ein genügendes Gefälle für den Abfluß des sog. Kriechwassers vorhanden ist. Natürlich müssen auch bodengleiche Duschen mit Fliesen- oder Natursteinboden so verlegt werden, dass ein Gefälle zum Bodenablauf entsteht. Bei dieser Arbeit ist auch der geübte Heimwerker in der Regel überfordert.

bodengleiche Dusche

auch: bodengleiche, Duschen

siehe bodengleich

Bodenhülsentopf

auch: Bodenhülsentöpfe

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Holzzäune und Sichtschutzelemente werden an Holzpfosten befestigt, die ihrerseits einen sicheren Stand haben müssen. Dazu dienen Pfostenträger und Pfostenanker, Einschlagbodenhülsen und der Bodenhülsentopf. Er besteht aus verzinktem Stahlblech und wird auf ein Streifenfundament, eine Mauer oder ähnliche feste Untergründ aufgeschraubt.

Bodenkanalheizung

auch: Unterkanalheizung, Bodenkanalheizungen

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Bodenkanalheizungen bestehen aus flachen, mit Konvektorelementen ausgestatteten Blechwannen, die oberkantenbündig in den Estrich eingebaut werden. Insbesondere in Verbindung mit einer Fußbodenheizung können sie eine gewisse Abschirmung von Verglasungen übernehmen. Fußbodenheizung und Bodenkanal-Konvektorheizung ergänzen sich auch insofern, als die Bodenkanalheizung in den Übergangszeiten (Frühjahr/Herbst) die Raumheizung übernehmen kann, ohne die träge reagierende Fußbodenheizung in Betrieb nehmen zu müssen.

Bodenkeramik

siehe Bodenfliesen.

Bodenklinkerplatte

auch: Bodenklinkerplatten

Bodenklinkerplatten werden aus Ziegelton im Flachpressverfahren meist in größeren Dicken als die Fliesen und Spaltplatten gepresst. Bodenklinkerplatten zählen daher zur Grobkeramik. Aufgrund der höheren Schwindmaße des Ziegeltons haben sie größere Maßtoleranzen als Steingutfliesen, aber auch eine höhere Festigkeit. Sie sind sehr strapazierfähig und weisen eine hohe Witterungsbeständigkeit auf. Meist sind die Bodenklinkerplatten auch dicker als Steinzeugfliesen, da sie in Bereichen eingesetzt werden, wo sie stark belastet werden (z.B. KFZ-Werkstatt, Maschinenfundamente). Sie werden sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt.

Bodenleger-Glättekelle

auch: Bodenleger-Glättekellen, Bodenlegerglättekelle, Bodenlegerglättekellen

Bodenluftuntersuchung

auch: Bodenluftuntersuchungen

Vor Beginn einer Baumaßnahme kann es erforderlich sein, die Beschaffenheit des Bodens durch Bodenluftuntersuchungen zu erkunden. Dies ist insbesondere dann angezeigt, wenn auf einem Baugelände chemische Altlasten befürchtet werden oder gar mit Ausgasungen aus einer aufgelassenen Deponie zu rechnen ist. Eine Bodenluftuntersuchung geschieht entweder durch das Einrammen spezieller Stitzsonden oder durch Bodenluftmeßstellen, wobei die flüchtigen Substanzen aufgefangen und später im Labor chemisch untersucht werden.

Bodenmechanik

Die Bodenmechanik ist ein Fachgebiet, mit dem jeder angehende Bauingenieur es während seines Studiums zu tun bekommt. Sie beschäftigt sich - ganz vereinfacht gesagt - mit dem Boden und seiner Eignung als Baugrund. Anhand von Berechnungen oder Versuchen wird z.B. ermittelt, ob ein Gebäude auf dem anstehenden Boden standfest ist. Zudem stellt die Bodenmechanik Berechnungsverfahren, die den auf Bauwerken lastenden Erddruck zu ermitteln. Sie beschäftigt sich mit der Scherfestigkeit, Zusammendrückbarkeit oder Durchlässigkeit von Böden. Auch die Ermittlung der Standfestigkeit von Erdbauwerken wie Böschungen zur Aufgabe der Bodenmechanik.

Bodenmelioration

siehe Melioration.

Bodennagel

auch: Bodennägel

Mit einem Bodennagel lassen sich bewehrte Erdkörper herstellen und somit z.B das Abrutschen von Hängen vermeiden. Der Bodennagel als Zugglied aus Stahl wird in einen vorbereiteten Hohlraum in den Boden eingebracht und mit Mörtel ausgefüllt. Bodennägel werden meist in Raster über eine größere Fläche angeordnet. Neben der Böschungssicherung sind Sicherung von Baugrubenwänden oder Verbesserung der Standsicherheit von Stützmauern weitere Einsatzgebiete. Bodennägel werden entweder als temporäre Nägel mit einer Einsatzdauer von höchstens zwei Jahren oder als Permanentnägel, die eine längere Einsatzzeit haben, eingesetzt.

Bodennivelliermasse

auch: Boden-Nivelliermasse, Boden-Nivelliermassen, Bodennivelliermassen

siehe Nivellierspachtel.

Bodenprobe

auch: Bodenproben

Bodenrichtwert

auch: Bodenrichtwerte

Nach dem Baugesetzbuch sind Gemeinden und Städte verpflichtet, jährlich mindestens die Bodenrichtwerte für bebautes und unbebautes Land zu ermitteln, wobei bei baureifem Land die Richtwerte zu unterscheiden sind nach Wohnbauflächen, gemischten Bauflächen und gewerblichen Bauflächen. Für andere Flächen, zum Beispiel Bauerwartungsland, können ebenfalls Bodenrichtwerte erhoben werden. Die Bodenrichtwerte werden ermittelt von einem gesetzlich eigens definierten Gutachterausschuss anhand der Preise, die die "beurkundende Stelle" (also der Notar) anhand einer Kaufvertragsabschrift weiterleiten muss. Die Bodenrichtwerte werden von den Kataster- und Liegenschaftsämtern in sog. Bodenrichtwertkarten eingetragen. Bodenrichtwerte bilden eine Bemessungsgrundlage für die Ermittlung von Grundstücks-Verkehrswerten, sind aber in keiner Weise für den Verkäufer von Grund und Boden bindend. Grundsätzlich müssen die Behörden jedem Bürger Auskunft über die Bodenrichtwerte geben (so steht es im Gesetz). Nichts steht im Gesetz davon, dass dafür Gebühren zu erheben sind, was aber viele Gemeinden dennoch tun - zumindest bei schriftlicher Auskunfterteilung.

Bodenrichtwertkarte

auch: Bodenrichtwertkarten

Nach dem Baugesetzbuch sind Gemeinden und Städte verpflichtet, jährlich mindestens die Bodenrichtwerte für bebautes und unbebautes Land zu ermitteln, wobei bei baureifem Land die Richtwerte zu unterscheiden sind nach Wohnbauflächen, gemischten Bauflächen und gewerblichen Bauflächen. Für andere Flächen, zum Beispiel Bauerwartungsland, können ebenfalls Bodenrichtwerte erhoben werden. Die Bodenrichtwerte werden ermittelt von einem gesetzlich eigens definierten Gutachterausschuss anhand der Preise, die die "beurkundende Stelle" (also der Notar) anhand einer Kaufvertragsabschrift weiterleiten muss. Die Bodenrichtwerte werden von den Kataster- und Liegenschaftsämtern in sog. Bodenrichtwertkarten eingetragen. Die Abgabe dieser Karten mit farbig unterschiedlich gekennzeichten Bezirken und Ortsteilen ist gebührenpflichtig. In der Regel verlangen die Katasterämter dafür Preise ab 120 €.

Bodenschätze

auch: Bodenschatz

Eben so wenig, wie der Luftraum über einem Grundstück dem Grundstückseigentümer gehört, gehören Bodenschätze, die sich im Erdreich befinden, demjenigen, der als Grundstückseigentüpmer eingetragen ist. Das betrifft nicht nur sagenumwobene Goldfunde, also richtige Schätze, sondern auch "Bodenschätze" in Form von Granit, Jura-Marmor, Schiefer, Lava, Kies, Kohle, Sande usw., usf. Um den Abbau solcher Bodenschätze betreiben zu dürfen, sind Genehmigungsverfahren erforderlich, die im Bundesberggesetz geregelt sind. Das betrifft auch Bodenschätze, die im Tagebau gewonnen werden. Der Abbau wird heutzutage nur nach komplizierten Planungsverfahren genehmigt, wobei zwischen dem ökologischen Aspekt der Landschaftserhaltung und dem wirtschaftlichen Aspekt am dringenden Bedarf eines bestimmten "Bodenschatzes" abgewogen wird. Ist der Abbau genehmigt worden, sind damit erhebliche Auflagen zur späteren Rekultivierung verbunden.

Bodenschleifer

Schleifgerät zum Abschleifen von Parkett, Massivholzdielen und anderen massiven Holzfußböden. Man unterscheidet Dreischeiben-Schleifmaschine, Einscheiben-Schleifmaschine, Bandschleifer oder Randschleifmaschine.

Bodenschwelle

auch: Bodenschwellen

Die Schwelle ist der horizontale unterste Balken beim Fachwerkhaus. Insofern ist die Bezeichnung "Bodenschwelle", die immer wieder mal genutzt wird, überflüssig. Eine Schwelle ist grundsätzlich eine Bodenschwelle.

Bodenstabilisierung

Die Bodenstabilisierung ist ein Verfahren, mit dem sich die Verdichtbarkeit eines bindigen Bodens verbessern lässt. Dazu wird Feinkalk, Kalkhydrat oder auch Zement dem Boden zugemischt und die Tragfähigkeit dadurch dauerhaft erhöht, weil dem Boden Feuchtigkeit entzogen wird. Im Vergleich zum Bodenaustausch ist die Bodenstabilisierung ein schnelles und effizientes Verfahren. Die Bodenverbesserung findet z. B. bei der Herstellung von Dämmen und Böschungen oder bei Verfüllungen Anwendung.

Bodentor

auch: Bodentore

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Bodentore werden dort eingesetzt, wo einerseits durch einen Vertikaltransport Bodendurchbrüche nötig sind und andererseits im offenen Zustand ein einwandfreier Unfallschutz vorausgesetzt wird. Sie bestehen meist aus Stahl und sind sehr stabil. Nicht nur die Tragkraft, sondern auch die Abdeckung ist frei wählbar. Es genügt ein trittsicheres Stahlblech, ein Parkettbelag, Asphalt oder es werden Keramik-Platten und sogar Natursteine eingelegt.

Bodenträger

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Ein Verbindungsbeschlag, der in einem Regal oder Schrank den sogenannten Boden oder Fachboden trägt. Diese kleinen Beschläge, die aus Kunststoff oder Metall bestehen, haben entweder ein flaches Kopfteil, auf dem der Boden aufliegt, oder sie sind (siehe Foto) so gefertigt, dass das Endstück wie ein Schließbolzen in eine Metallhalterung greift, die in die Rückseite des Bodens eingelassen worden ist. Bodenträger werden üblicherweise in das Seitenteil geschraubt oder in vorbereitete Halteschienen oder Bohrlöcher gesteckt.

Bodentürpuffer

siehe Türpuffer

Bodentürschließer

Bodentürschließer unterstützen und steuern den Schließvorgang einer Tür aus dem Untergrund, da sie in den Fußboden eingelassen sind. Die Produktpalette an Bodentürschließern umfasst Systeme für geringe und hohe Flügelgewichte sowie Türschließer zur Verwendung an Feuer- und Rauchschutztüren. Weiterhin gibt es Bodentürschließer für Pendeltüren bzw. ein- und zweiflügelige Türen.

Bodenverbesserung

auch: Baugrundverbesserung

Um die Tragfähigkeit eines Bodens zu erhöhen, kann der Boden mechanisch verdichtet, hydraulische Bindemittel (Kalk) eingemischt oder entwässert werden. Auch das Bodenaustauschverfahren trägt zur Bodenverbesserung bei. Nicht oder wenig tragfähiger Baugrund kann zudem durch Tiefenrüttelverfahren, Stoßverdichtungsverfahren oder chemische Bodenverfestigung durch Injektionen verbessert werden.

Bodenverdichter

Bodenverdichter werden vor allem im Wegebau und bei der Anlage von Plätzen und Terrassen eingesetzt. Durch ihr Eigengewicht, vor allem aber auch durch vibrierende, rüttelnde Stöße, die über eine Rüttelplatte auf den Untergrund übertragen werden, werden Kies-, Splitt- und Sandschichten verdichtet und somit für die eigentlichen Belagsarbeiten vorbereitet. Bodenverdichter sind als "Rüttler" bekannt. Insbesondere bei Pflasterarbeiten wird das verlegte Pflaster mit dem Bodenverdichter gleichmäßig in das Sandbett eingerüttelt.

Bodenverfestigung

auch: Verfestigung

Bei der Bodenverfestigung wird durch die Zugabe eines hydraulischen Bindemittels, wie beispielsweise Kalk, die Widerstandsfähigkeit des Bodens gegen die Beanspruchung aus Verkehr und Klima, insbesondere der Frostbeanspruchung, langfristig erhöht. Der Boden wird dauerhaft tragfähig, wasserunempfindlich und frostbeständig.

Bodenwasser

Als Bodenwasser wird die flüssige Komponente der Bodenbestandteile bezeichnet. Das Bodenwasser besteht überwiegt aus dem Regen. Verschiedene Formen des Bodenwassers sind Sickerwasser und Haftwasser. Während sich das Sickerwasser durch die Erdoberfläche in Richtung Grundwasser bewegt, bleibt das Haftwasser (durch Kapillarkräfte oder Adsorptionskräfte gehalten) unbewegt im Boden.

Bogen

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Unter einem "Bogen" versteht man in der Fachsprache des Installateur- und Dachdeckerhandwerks ein gebogenes Rohrteil, das als Zwischen- oder Endstück von Steigrohren, Abwasserrohren und Fallrohren, aber auch von Wasser- oder Gasleitungen eingesetzt wird. Je nach Einsatzzweck wird das Rohr in den Bogen gesteckt oder mit diesem verpresst (siehe Pressfittings), verlötet, verschweißt oder durch Rohrschellen zusammengehalten. Die Zeichnungen zeigen Bögen im Winkel von 30, 45 und 88°.

Bogenfries

auch: Bogenfriese

siehe Fries.

Bogengang

siehe Arkaden.

Bogenholz

auch: Bogenhölzer

Bogenhölzer sind Kanthölzer und Bestandteile von Wandschalungen. Sie dienen senkrecht stehend zur Befestigung der davor einzubringenden Schalhaut. Auf die Außenseite der Bogenhölzer werden werden rechtwinklig dazu Gurthölzer aufgebracht.

Bogenstaumauer

Bogentreppe

auch: Bogentreppen

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Bogentreppen sind nicht zu verwechseln mit Spindeltreppen, die sich um eine senkrechte Achse "wendeln". Bogentreppen winden sich in elegantem Schwung von einem Stockwerk ins andere, und zwar sowohl freitragend, als auch einseitig an einen runden oder halbrunden Baukörper geschmiegt. Um eine Bogentreppe zu bauen, bedarf es schon besonderen Geschicks und der Erfahrung spezialisierter Handwerksbetriebe. Bogentreppen werden als Außentreppen aus Metall gefertigt, für Innenräume aus Holz.

Bogenverzahnung

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Spezielle Ausführung der Hiebe an einer Feile. Die Verzahnung in Kurvenform verläuft über die gesamte Feilenoberfläche. Feilen mit bogenverzahntem Hieb sind Spezialwerkzeuge für den Karosseriebauer.

Bohlenbalkendecke

auch: Bohlenbalkendecken,, Bohlen-Balken-Decken

Bohlenbalkendecken sind Holzdecken, die aus massiven Holzbohlen und Zwischenbalken bestehen - genauer gesagt, werden die Bohlen seitlich in die Balken eingenutet. Solche Decken findet man häufig in älteren Fachwerkhäusern, auch große Säle lassen sich mit einer Bohlenbalkendecke überbrücken. Häufig ist die Decke leicht segmentbogig gewölbt.

Böhme-Scheibe

auch: Böhmescheiben,, Böhme-Scheiben

Die Böhme-Scheibe ist ein Instrument zur Prüfung des Schleifverschleißes von Nutzestrichen, mineralisch gebundenen Industrieböden und bei Natursteinen (DIN 52108 08/88 "Prüfung anorganischer nichtmetallischer Werkstoffe, Verschleißprüfung mit der Schleifscheibe nach Böhme"). Bei der Prüfung setzt man quadratische Prüfkörper auf eine Schleifbahn bzw. Schleifscheibe auf - das sogenannte "Verschleiß-Prüfgerät nach Böhme" - auf die ein Norm-Schleifmittel (Korund) aufgestreut wurde. Unter Drehung der Schleifscheibe wird der Probekörper einer definierten Verschleißlast von 294 N ausgesetzt. Nach einer vorgegebenen Anzahl von Umdrehungen ermittelt man anhand des Volumenverlustes des Prüfkörpers pro 50 cm2 den Verschleißwiderstand nach Böhme. Dieser kann auch als Dickenverlust des Prüfkörpers bestimmt werden (z.B. bei Einstreuungen). Das Haupteinsatzgebiet der Böhmescheibe bilden Hartstoffe nach DIN 1100 bzw. Hartstoffestriche nach DIN 18560 Teil 7 sowie Einstreuungen. Vorteil: Mit diesem Prüfverfahren lassen sich gute und schlechte Materialien eindeutig unterscheiden. Allerdings ist die Anwendung auf mineralische Systeme begrenzt. Für Kunstharzestriche eignet sich dieses Verfahren also nicht.

Böhmische Kappe

Bei der Böhmischen Kappe handelt es sich um eine Gewölbeform. Sie ist eng verwandt mit der Hängekuppel. Die Böhmische Kappe lässt sich in der Regel als ein Ausschnitt aus der Schale einer Hängekuppel verstehen. Das hat zur Folge, dass die Bögen, die das Gewölbefeld begrenzen, nicht halbkreisförmig geführt werden. Sie sind ein Bogensegment. Die Böhmische Kappe wird auch als Platzelgewölbe oder Stutzkuppel bezeichnet.

Böhmisches Kristallglas

siehe Kreideglas.

Bohrbrunnen

Brunnen, der durch eine Bohrung hergestellt wird. Das Bohrrohr wird durch die wasserführende Schicht des Grundwassers hindurch bis auf den Grundwasserträger abgeteuft und danach wieder gezogen. Im Grundwasser bleibt ein gelochtes oder geschlitztes Brunnenfilterrohr, an das sich ein vollwandiges Rohr bis zur Erdoberfläche anschließt, durch welches das Wasser mittels einer Pumpe gefördert wird.

Bohrerschärfgerät

auch: Bohrer-Schärfgerät, Bohrer-Schärfgeräte, Bohrerschärfergäte

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Schleifmaschine, die das Nachschleifen von Spiralbohrern bis zu einem Durchmesser von 13 mm ermöglicht.

Bohrfutter

auch: Spannfutter

Teil der Bohrmaschine, in den der Bohrer eingespannt wird. Das Bohrfutter muss das Einsatzwerkzeug (Bohrer, Bit, Lochsäge usw.) mit der Bohrmaschine kraftschlüssig verbinden. Man unterscheidet Schnellspann-Bohrfutter und Zahnkranz-Bohrfutter.

Bohrfutterschlüssel

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Schlüssel zum Drehen des Zahnkranzes beim Zahnkranz-Bohrfutter.

Bohrhammer

auch: Bohrhämmer

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Elektrowerkzeug, das zusammen mit einem Hammerbohrer speziell zum Bohren in hartem Material wie Beton, Mauerwerk, Naturstein oder Kunststein bestimmt ist. Bohrhämmer arbeiten mit Rotation und Schlag. Die Einzelschlagstärke ist sehr hoch, die Schlagzahl mit 1.000 bis 5.000 Schlägen pro Minute dagegen gering. Je härter das zu bohrende Gestein ist, umso effektiver arbeiten Bohrhämmer. Ein Bohrhammer hat ein integriertes Hammerwerk, das bei manchen Geräten abschaltbar ist, so dass man sie als Bohrmaschine verwenden kann. Verfügt der Bohrhammer auch noch über eine Drehstopp-Funktion, kann er auch noch für leichte Meißelarbeiten wie ein Schlaghammer eingesetzt werden.

Bohrkern

auch: Bohrkerne

Ein Bohrkern ist eine zylindrische Probe, die mit einer Kernbohrmaschine aus dem erhärteten Estrich bzw. Beton herausgebohrt wird und der Überprüfung von Festigkeiten, Feuchtigkeitsgehalten oder zur Ermittlung von Rissursachen dienen kann. Eine ungeeignete Entnahme kann das Bohrkerngefüge beeinträchtigen. Vor jeglicher Entnahme von Probekörpern aus der Betonplatte ist grundsätzlich der Statiker einzuschalten, um die Tragfähigkeit dieses Bauteils nicht zu gefährden.

Bohrkrone

auch: Trockenbohrkrone, Nassbohrkrone, Bohrkronen

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Mit einer Bohrkrone, wie sie in einen handelsübliche Schlagbohrmaschine eingespannt wird, wird nur ein Ringspalt gebohrt. Der Kern bleibt stehen und wird später ausgebrochen. Soll der Kern mit ausgebrochen werden, muss eine Kernbohrmaschine mit entsprechender Kernbohrkrone eingesetzt werden, die ja nach Beschaffenheit des zu durchbohrenden Materials mit Diamanten bestückt ist, siehe Diamant-Bohrkrone. Es gibt Bohrkronen zum Trockenbohren und zum Nassbohren. Da Trockenbohren hauptsächlich bei weicheren Werkstoffen angewendet werden, haben Trockenbohrkronen andere Segmentgrößen als Nassbohrkronen, die für härtere Werkstoffe wie Beton eingesetzt werden.

Bohrlochtränkung

Die Bohrlochtränkung ist ein Verfahren des chemischen Holzschutzes, das insbesondere bei der Behandlung von Gefahrstellen eingesetzt wird. Vor der Bohrlochtränkung werden im gefährdeten Bereich rastermäßig Bohrungen angelegt. Dabei ist statisch zu prüfen, ob die Bohrungen zulässig sind. In die Bohrungen werden anschließend drucklos Holzschutzmittel eingebracht. Für die Bohrlochtränkung werden hochkonzentrierte Salzlösungen oder lösemittelhaltige Holzschutzmittel verwendet. Weiterhin kommt Bohrsalz als Paste oder Pressling zum Einsatz.

Bohrlochverfahren

Das Bohrlochverfahren ist ein Verfahrung zur Mauertrockenlegung. Dabei wird wird mittels Druck oder auch drucklos ein chemisches Mittel eingebracht in Bohrlochreihen eingebracht. Das chemische Mittel muss sich in im Wandquerschnitt lückenlos verteilen, um durch Verkieselung, Verstopfung der Kapillaren, Hydrophobierung u.ä. eine durchgehende Sperrschicht zu erzeugen. Verwendete chemische Mittel sind zum Beispiel Kieselsäure, Kunstharze und Paraffine. Allerdings werden chemische Injektagemittel zunehmend kritisch beurteilt. Anfänglich als gesundheitlich unbedenklich eingestufte Substanzen haben sich nach einigen Jahren als gesundheitsgefährdend erwiesen. Auch die Langzeitstabilität im feuchten Mauerwerk unter dem Einfluss von Salzen, Säuren und anderen chemischen Verbindungen lässt oft zu wünschen übrig. Das ist sicher auch ein Grund, dass ständig neue Injektagemittel am Markt erscheinen. Die Erfolgsquote ist hier recht bescheiden, da hier viele Fehlerquellen vorhanden sind.

Bohrloch-Verfüllmörtel

Bohrmaschine

auch: Bohrmaschinen

Bohrmaschinen arbeiten ausschließlich mit Rotation. Zusammen mit Hartmetall-Mehrzweckbohrern eignen sie sich hervorragend zum Bohren von Löchern in weichem Gestein wie Kalksandstein, Ziegel oder Hohlblocksteine. Auch ausrissfreie Löcher in Kacheln lassen sich mit der Bohrmaschine bohren. Bohrmaschinen sind häufig mit einer anderen Nutzung gekoppelt und heißen dann Bohrschrauber, Schlagbohrmaschine oder Bohrhammer. Es gibt neben den handgrführten jedoch auch feststehende Bohrmaschinen wie die Ständerbohrmaschine, die Astlochbohrmaschine, die Langlochbohrmaschine oder die Dübellochbohrmaschine. Solche Geräte findet man meist nur bei Profis in der Werkstatt.

Bohrmaschinen-Vorsatzpumpe

auch: Bohrmaschinen-Vorsatzpumpen

siehe Vorsatzpumpe.

Bohrmuldenschloss

auch: Bohrmuldenschlösser

Das Bohrmuldenschloss ist eine Unterform des Stiftschlosses. Bei diesem Schloss weist der Schlüssel auf den flachen Seiten eingebohrte Vertiefungen auf, in welche die Stifte rutschen (siehe Wendeschlüssel. Die Verwendung der flachen Seite als Schließfläche ermöglicht die Benutzung von 10 und mehr Stiften und erschwert gleichzeitig die Verwendung normalen Öffnungswerkzeugs.

Bohrmuldenschlüssel

Bohrpacker

Bohrpfahl

auch: Bohrpfähle

Bohrpfahlwand

auch: Bohrpfahlwände

Eine Bohrpfahlwand besteht aus Ortbetonpfählen, die mit oder ohne Bewehrung als aufgelöste Bohrpfahlwand, tangierende Bohrpfahlwand oder überschneidende Bohrpfahlwand ausgeführt wird. Bohrpfahlwände haben zum einen eine gute Standfestigkeit, zum anderen aber auch hohe Herstellungskosten. Deshalb werden sie in der Regel als tragende Elemente in das Bauwerk mit einbezogen. Eine Weiterentwicklung der Bohrpfahlwand ist die Schlitzwand.

Bohr-Rührmaschine

auch: Bohr-Rührmaschinen

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Elektrowerkzeug, mit dem man nicht nur bohren, sondern auch rühren kann. Die Bohr-Rührmaschine ist eine besonders langsam laufende Maschine und ist daher bestens geeignet zum Durchrühren oder Mischen von Mörtel, Fertigputzen, Fliesenkleber, Farben usw.

Bohrsäule

auch: Bohrsäulen

Die Bohrsäule unterscheidet sich vom Bohrständer allenfalls durch konstruktive Details. Im Grunde ist "Bohrsäule" nur eine andere Bezeichnung für Bohrständer.

Bohrschraube

auch: Bohrschrauben

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Schraube, die sich beim Eindrehen ihr Gewinde und Loch selbst schneidet. Wie die herkömmliche Schraube gibt es Bohrschrauben mit unterschiedlichem Kopf wie beispielsweise Senkkopf, Linsensenkkopf oder Sechskantkopf.

Bohrschutz

auch: Ziehschutz

Unter einem Bohrschutz versteht man den mechanischen Schutz eines Schlosses oder des Außenschildes eines Türbeschlags und dessen Verbindungselementen. Der Schutz erfolgt beispielsweise durch die Verwendung von gehärteten, bohrerabweisenden Materialien. Auch beim Schließzylinder kann durch spezielle Maßnahmen das Aufbohren erschwert werden. Dabei unterscheidet man mehrere Varianten. Ein standardmäßiger Bohrschutz beinhaltet die Ausstattung des Zylinders mit mindestens einem Stiftpaar aus gehärtetem Stahl. Bei gefährdeten Innen- und Außentüren kann der Bohrschutz erhöht werden, indem mehrere Hartmetallstifte bzw. Hartmetallkugeln in das Gehäuse eingelassen sind, die besonders den Bereich der Zuhaltungsfedern schützen sollen. Sind die Türen besonders gefährdet, können die Profilzylinder mit einem gepanzerten Bohrschutz versehen werden. Hier sind zusätzlich im Kernbereich in unmittelbarer Nähe der Schlüsselführungskanäle Hartmetallstifte oder paarweise andere Elemente versetzt angeordnet. Bei dieser Variante des Bohrschutzes spricht man auch von einem Bohr- und Ziehschutz.

Bohrsenker

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Mit dem Bohr­senker, eingespannt in eine Bohr­maschine, werden in einem Arbeits­gang Bohr­löcher hergestellt und diese zum bündigen Versenken des Schraubenkopfes angesenkt. Der Bohrsenker verfügt über eine scharfe Zentrierspitze und kräftige Seitenschneiden, womit auch Terrassendielen aus Hartholz bearbeitet werden können. Sinnvollerweise sollten Bohrsenker mit einem Tiefenanschlag 4eingesetzt werden (siehe Foto), damit Schraube und Schraubenkopf exakt positioniert werden können.

Bohrspindel

auch: Bohrspindeln

Antriebswelle der Bohrmaschine. Sie dient zur Aufnahme des Bohrfutters.

Bohrständer

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Mit einem Bohrständer wird im Bereich des Heimwerkens aus einer Bohrmaschine eines stationäres Gerät. In eine Halterung spannt man die Bohrmaschine ein. Der Bohrständer ist fest mit der Werkbank verbunden. Entweder kann man ihn festschrauben oder er wird mit Schraubzwingen befestigt. Vor allem für präzise Bohrungen ist der Bohrständer ein wichtiges Hilfsmittel. Natürlich gibt es auch Bohrständer für den professionellen Einsatz im Außenbereich, beispielsweise für den Einsatz einer Kernbohrmaschine, mit der Löcher durch Wände aus Mauerstein oder Beton gebohrt werden. Derartige Profi-Bohrständer werden mit Befestigungssets ausgeliefert, um den Bohrständer mit Spreizankern und/oder Einschlagankern "bombenfest" an einer Wand oder einer Betondecke zu fixieren. Auch werden Profi-Bohrständer mit einstellbarem Spannkopf zum Verspannen zwischen Decke und Boden oder zwischen zwei Wänden geliefert.

Bohrstaubfänger

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Der Bohrstaubfänger ist eine Vorrichtung, die den Bohrstaub während des Bohrens auffängt und somit verhindert, dass Kleidung, Wände, Tapeten und Teppiche verschmutzen. Es sind unterschiedliche Systeme auf dem Markt. Der eine Bohrstaubfänger wird einfach auf das Saugrohr des Staubsaugers aufgesetzt und eingeschaltet. Der Bohrstaubfänger saugt sich auf der Stelle fest - an der Wand oder an der Decke. Der Bohrstaub wird direkt während des Bohrens abgesaugt. Andere Bohrstaubfänger werden direkt auf die Bohrmaschine aufgesetzt. Dabei wird der beim Bohren entstehende Staub durch den Drall des Bohrers direkt aus dem Bohrloch in einen Staubfänger befördert. Dieser hat eine so große Auffangkapazität, dass viele Löcher ohne Entleerung gebohrt werden können.

Bohrtiefenanschlag

Mit einem Bohrtiefenanschlag lässt sich die Tiefe einer Bohrung einstellen. Das ist bei einer Schlagbohrmaschine oder einem Bohrhammer sehr praktisch beim Bohren von Dübellöchern. Wird zu tief gebohrt, verschwindet der Dübel im Bohrloch, mit dem Tiefenanschlag wird das verhindert. Bei dem Tiefenanschlag handelt es sich um einen verstellbaren Metallstab, der sich neben oder über dem Bohrfutter befindet. Wer keine Maschine mit Bohrtiefenanschlag besitzt, kann sich auch dadurch helfen, dass er sich ein Kreppband um den Bohrer wickelt. Das Klebeband markiert dann die Tiefe des Dübellochs.

Bohrtiefenbegrenzung

auch: Begrenzungsring

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Um sicher zu gehen, dass der Bohrer garantiert nicht tiefer bohrt wie vorgesehen, kann am Bohrer eine Bohrtiefenbegrenzung befestigt wird. Der Begrenzungsring wird einfach auf den Bohrer aufgeschoben und mit einem Innensechskant-Schlüssel befestigt.

Bohr- und Ziehschutz

Unter einem Bohrschutz versteht man den mechanischen Schutz eines Schlosses oder des Außenschildes eines Türbeschlags und dessen Verbindungselementen. Der Schutz erfolgt beispielsweise durch die Verwendung von gehärteten, bohrerabweisenden Materialien. Auch beim Schließzylinder kann durch spezielle Maßnahmen das Aufbohren erschwert werden. Dabei unterscheidet man mehrere Varianten. Ein standardmäßiger Bohrschutz beinhaltet die Ausstattung des Zylinders mit mindestens einem Stiftpaar aus gehärtetem Stahl. Bei gefährdeten Innen- und Außentüren kann der Bohrschutz erhöht werden, indem mehrere Hartmetallstifte bzw. Hartmetallkugeln in das Gehäuse eingelassen sind, die besonders den Bereich der Zuhaltungsfedern schützen sollen. Sind die Türen besonders gefährdet, können die Profilzylinder mit einem gepanzerten Bohrschutz versehen werden. Hier sind zusätzlich im Kernbereich in unmittelbarer Nähe der Schlüsselführungskanäle Hartmetallstifte oder paarweise andere Elemente versetzt angeordnet. Bei dieser Variante des Bohrschutzes spricht man auch von einem Bohr- und Ziehschutz.

Bohrwiderstandsmessung

auch: Bohrwiderstandsmessungen

Die Bohrwiderstandsmessung ist eine zerstörungsarme Untersuchungsmethode für Vollholz. Mit ihr lassen sich Risse, Fäule oder andere Strukturschäden im Holz ermitteln. Die Bohrwiderstandsmessung erfolgt über eine Bohrnadel mit einer Bohrspitze mit Schneiden und Zentrierspitze. Diese dringt mit gleichmäßigem Vorschub in das Material ein. Über den Bohrwiderstand in Abhängigkeit zur Eindringtiefe lassen sich dann Schäden anhand von Messkurven ermitteln.

Bohrwinde

auch: Bohrwinden

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Die Bohrwinde ist sozusagen ein Vorläufer der elektrischen Bohrmaschine. An einem Ende besitzt sie einen Knopf, in der Mitte einen Griff und am anderen Ende lassen sich die verschiedenen Bohrer einspannen. Um ein Loch zu bohren, dreht man den u-förmigen Bügel im Uhrzeigersinn.

Bois durci

Bois durci kommt aus dem französischen und bedeutet "hartes Holz". Es bezeichnet eine Kunstholzmasse aus harzreichen Sägespänen, Wasser und Blut, die nach dem Trocknen gemahlen und dann in Stahlmatrizen unter Erhitzen hydraulisch in Form gepresst wird. Das Fertigungsverfahren wurde 1855 von dem Franzosen F. C. Lepage patentiert und stellt eine Ebenholz-Imitation dar. Vornehmlich wurden Zierleisten mit diesem Verfahren hergestellt, galt aber auch als Ersatz für aufwändige Schnitzarbeiten.

Bolzenanker

auch: Bolzenanker

Bolzenanker sind Stahlanker (galvanisch verzinkt, Edelstahl oder Sonderedelstahl), die sich im Bohrloch verankern und an denen man an ihren Außengewinde Gegenstände befestigen kann. Als Verankerungsgrund kommen Beton bzw. Stahlbeton sowie hochfeste Natursteine in Frage.

Bolzenschneider

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Wenn andere Zangen wie Seitenschneider oder Kombizange versagen, kommt der Bolzenschneider zum Einsatz. Er wird zum Entfernen oder Zerteilen von dicken Bolzen, Drähten oder Kabeln verwendet. Das Werkzeug besitzt zwei keilförmige Schneiden und zwei lange Hebel. Durch diese können auch dickere Gegenstände ohne großen Kraftaufwand zerteilt werden.

Bolzenschweißen

Beim Bolzenschweißen werden Stifte, Gewindebolzen, Drähte und Flachstäbe an Metallflächen stirnseitig angeschweißt. Als Wärmequelle fungiert ein elektrische Lichtbogen, wobei zwischen Hubzündung und Spitzzündung unterschieden wird. Die Hubzündung wird bei Bolzen bis 30 mm Durchmesser angewandt. Für runde Teile mit einem Durchmesser bis 10 mm eignet sich die Spitzzündung.

Bolzensetzgerät

auch: Bolzensetzgeräte

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Das Bolzensetzgerät ist ein Werkzeug zum Verarbeiten von Nägeln unterschiedlicher Länge. Die Nägel werden in ein Magazin gegeben und dann quasi in das zu befestigende Werkstück geschossen. Schalungen lassen sich somit schnell und bequem positionieren, Stützen können zuverlässig gesichert werden. Aber auch die Befestigung von Isolationen und Stahlbauteilen gehört zum Anwendungsspektrum des Geräts, weiterhin das Anbringen von Dampfsperren oder Trockenbauschienen.

Bolzen-Vornschneider

auch: Bolzenvornschneider

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Vornschneider zum Abtrennen vorstehender Bolzen, Stifte und Drähte. Durch eine optimale Übersetzung und durch gehärtete Schneiden läßt sich dies ohne großen Kraftaufwand bewerkstelligen.

Bombierung

auch: Bombierungen

Die Bombierung ist nicht mehr und nicht weniger als eine Wölbung bei, an oder auf unterschiedlichen Materialien. Bei der sog. Klingschrotverbindung bei Wohnblockhäusern ermöglicht die Bombierung der Zinkenverbindung, dass die Blockbohlen an den Hausecken besonders fest sitzen. Von der Bombierung wird auch im Straßen- und Wegebau gesprochen, wenn von der Mitte her nach rechts und links ein leichtes Gefälle angelegt wird, damit das Oberflächenwasser ablaufen kann.

Bommerband

auch: Bommerbänder

Bongossi

siehe Azobe.

Bootslack

auch: Bootslacke

Bootslack ist ein wetter- und wasserfester Klarlack für den Grund-, Zwischen- und Schlußanstrich auf Holzuntergründen, innen und außen (z. B. Sitzbänke, Regale, Möbelaußenflächen, Türen, Vertäfelungen, Dachuntersichten, Holzboote, die sich nicht permanent im Wasser befinden bzw. keine Antifoulingfarbe benötigen). Er zeichnet sich durch eine hohe Elastizität, gute Fülle und Wasserfestigkeit (seewasserfest) aus. Bootslack trocknet langsam durch den hohen Ölgehalt.

Borax

auch: Natriumtetraborat

Borax ist ein natürliches Mineral (Natriumtetraborat), das sich gelöst im Wasser bestimmter Salzseen findet. Borax wird vielfältig verwendet, z.B. als Zusatzstoff gegen Verrottung von pflanzlichen oder animalischen Dämmstoffen wie beispielsweise Hanf oder Schafwolle, als Holzschutzmittel oder als mildes Alkali zum Aufschluss von Casein. Als Holzschutzmittel wirkt Borax bzw. Bor-Verbindungen vorbeugend gegen Insekten- oder Pilzbefall sowie Bläue.

Bördeleisen

auch: Umschlageisen

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Das Bördeleisen ist ein Werkzeug zur Blech­be­arbei­tung. Mit ihm lässt sich die Blechkante um 180 Grad voll um­schla­gen - es wird mitunter deshalb auch als Um­schlag­eisen be­zeich­net. Das Blech wird dabei versteift und die Blech­kante ent­schärft, so dass man sich nicht an ihr verletzen kann. Das Bördeleisen erinnert an einen krummen, breiten Meißel, es besitzt jedoch keine Schneide, sondern abgerundete Kanten.

Bördelgerät

auch: Bördelgeräte

Das Bördelgerät ist ein Werkzeug zum Bördeln von Leichtmetall- oder Kupferrohren. Mit dem Gerät wird der äußere Rand der Rohre umgebogen und ausgeweitet. Hauptsächlich findet man Bördelgeräte in der Kfz-Technik, aber auch in der Klima- und Kältetechnik wird das Gerät für Rohranschlüsse verwendet.

bördeln

Wenn eine Blechkante um 180° voll umgeschlagen oder maschinell umgebogen wird, spricht man von einer Bördelung. Das Blech wurde dann "gebördelt". Das Bördeln von Blech und Dekorblech dient dazu, das Blech gegen Durchbiegung zu versteifen. Vor allem aber wird durch die Bördelung die Blechkante entschärft, so dass man sich an der Kante nicht verletzen kann.

Bordstein

auch: Bordsteine

Bordsteine sind Steine zur Begrenzung von Verkehrsflächen, meist zur Abgrenzung zwischen Fahrbahn und Gehweg. Bordsteine werden aus Naturstein (Granit) oder Beton hergestellt, im frischen Unterbeton versetzt und nach Flucht und Höhe mit Schnur bzw. Tafeln ausgerichtet. Sie werden vor der Herstellung der eigentlichen Verkehrsflächen versetzt und dienen dann bei Herstellung dieser Verkehrsflächen als Begrenzung. Nach deren Form und deren Kantenausbildung werden Hochbordsteine, Tiefbordsteine, Rundbordsteine oder Flachbordsteine unterschieden.

Bordziegel

Bordziegel sind speziell geformte Dachziegel, die den Abschluss am Ortgang des Daches bilden. Während der horizontale Schenkel des Bordziegels die benachbarten Dachpfannen übergreift, überdeckt der senkrechte Schenkel das Hirnholz der Dachlatten. Der Bordziegel ist eine optisch ansprechende Alternative zum Ortgangbrett.

Borke

siehe Baumstamm.

Bornitrid

auch: CBN

Material, aus dem Schleifkörner hergestellt werden. Das besser unter der Abkürzung CBN bekannte kubische Bornitrid ist ein rein synthetisches Produkt und nach Diamant das zweithärteste Schleifmittel. CBN widersteht Temperaturen von bis zu 1.300°C und wird daher zur Bearbeitung schwer spanbarer Stähle mit hohen Legierungs- und Härteanteilen eingesetzt. Die Herstellung findet wie beim synthetischen Diamanten unter extremem Druck und Wärme statt. Ausgangsmaterial ist allerdings nicht Graphit, sondern hexagonales Bornitrid.

Borosilicatglas

auch: Borosilicatgläser

Diese Gläser haben im Vergleich zu anderen Glasarten wie Kalknatronglas oder Bleiglas einen höheren Anteil an Kieselsäure und dadurch eine höhere Toleranz bei Temperaturunterschieden sowie bei chemischen Einwirkungen. Die Gläser werden speziell als Verpackung pharmazeutischer Produkte, aber auch für Glühlampen und hitzebeständiges Geschirr gefertigt.

Borsalz

auch: Borverbindung, Borsalze

Borsalz ist ein vorbeugendes Holzschutzmittel gegen Pilz- und Insektenbefall. Mit Borsalz behandelte Hölzer werden von holzzerstörenden Pilzen und Insekten gemieden. Borsalz ist geruchlos, gast nicht aus, ist leicht löslich, dringt gut in das Holz ein und ist leicht zu verarbeiten. Zudem ist Borsalz ungiftig und unterliegt keinerlei Anwendungsbeschränkungen laut Bundesgesundheitsamt. Das zu schützende Holz muss unbehandelt und saugfähig sein. Empfohlen wird von den Herstellern, vor dem Auftrag bei trockenem, glatt geschliffenem Holz von unter 15 % Holzfeuchte gleichmäßig mit Wasser anzufeuchten. Bei Eiche und Exotenhölzern wird ein Probeanstrich empfohlen. Borsalz wird bei vielen naturnahen Dämmstoffen als Flammschutzmittel eingesetzt.

Borsäure

Borsäure ist eine anorganische Säure, die aus dem Element Bor (Borium, Boron, Boracium) und Sauerstoff besteht. Die Borsäure findet sich in der Natur teils als Borsäurehydrat, in kleinen kristallinischen Schüppchen, Sassolin genannt, teils in Verbindung mit verschiedenen Basen, namentlich Natron (als Borax oder Tinkal), mit Kalk (als Borocalcit) und Magnesia (als Boracit und Staßfurtit). Diese Mineralien werden auch da, wo sie sich in größerer Menge finden, auf Borax (s. bei diesem) und Borsäure verarbeitet, so der Staßfurtit oder fein kristallinische Boracit in Leopoldshall bei Staßfurt. Ferner kommen nicht unbedeutende Mengen von Borocalcit und Boronatrocalcit (Tiza), ein natronhaltiger borsaurer Kalk, aus Südamerika, der Westküste Afrikas und Neuschottland nach England und Hamburg, dort auch Boraxkreide genannt. Die Salze der Borsäure heißen Borate. Das Sie werden wegen der toxischen und konservierenden Wirkung auch als Holzschutzmittel gegen tierische Schädlinge und gegen Pilzwachstum eingesetzt. Die Borsäure ist giftig und wird daher auch als Desinfektionsmittel eingesetzt (früher auch zur Lebensmittelkonservierung). Beim Erhitzen gibt Borsäure Wasser ab (Flammenschutzmittel). Viele Dämmstoffe aus naturnahen Materialien enthalten daher Borsalze als wirksames Brandschutzmittel. Weiterhin wird Borsäure als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Borsilikatgläsern, Porzellan und Emaille verwendet.

Borsilikatglas

auch: Borosilikatglas

Borsilikatglas, auch Borosilkatglas genannt, ist unter verschiedenen Handelsnamen im Markt - der bekannteste dürfte Jenaer Glas sein als Synonym für ein chemikalien- und temperaturfestes Glas, das vor allem für Glasbehälter in Laboren und im Haushalt verwendet wird. Aber auch im Bauwesen kann Borsilikatglas zum Einsatz kommen, dann nämlich, wenn es wie Floatglas zu flachen Scheiben gegossen wird, um als Fensterglas oder Glaswand Hitzebereiche vom restlichen Baukörper abzuschirmen. Borsilikatglas ist auch der Rohstoff für Glas-Granulat. Solche Granulate werden im Gartenbereich wie Zierkies eingesetzt.

Borsten

auch: Borste

Naturborsten, synthetische Borsten und Borsten aus Metall sind an vielen Geräten und Maschinen zu finden. Schleifscheiben und Schleifköpfe mit unterschiedlichen Borsten dienen dem Polieren von Werkstücken, dem Entrosten oder dem Farbentfernen. Borsten sind Wesensbestandteil eines jeden Pinsels.

Borte

auch: Borten

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Borten bestehen aus fertig geschnittenem Tapetenmaterial und sind auf eine oder mehrere Tapeten abgestimmt. Sie sind für die dekorative Gestaltung an Decke, Fußleiste, Tür, Fenster oder der Wände gedacht und geben dem Raum den letzten Pfiff. Ursprünglich kam der Begriff "Borten" aus dem Textilbereich. Dort schmückten die reich verzierten Stoffstreifen Halsausschnitte, Mantelsäume und Ärmel. Im Bereich der Tapeten sind Borten das, was die Bordüren im Bereich der Fliesen sind.

Borverbindung

auch: Borverbindungen

siehe Borsalz.

Böschungssickerschicht

auch: Böschungssickerschichten

Eine Böschungssickerschicht ist Bestandteil der Maßnahmen zur Straßenentwässerung. Sie wird am Fuße von Böschungen angeordnet, um ein Abrutschen der Böschung zu vermeiden und die Straße zu sichern. Mit der Böschungssickerschicht wird das an der Böschung austretende Schichtwasser abgefangen und über einen Sickerstrang abgeleitet.

Bosse

auch: Bossenwerk, Bossenstein

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Bosse aus Fleisch und Blut gibt es zwar auch im Bauwesen, aber ansonsten wird darunter die rauh bearbeitete Außenfläche eines Quadersteines verstanden. Die Steinfläche wird mit einem Bossiereisen bossiert. Eine weitere Bezeichnung für Bosse ist Bossenstein oder Bossenwerk. Der Begriff leitet sich ab aus dem Mittelhochdeutschen (bozen = schlagen).

bossen

auch: bossiert

Bossen bedeutet, einer Natursteinoberfläche mit einem Spitzeisen (Spitzmeißel) und einem Fäustel eine grob struktuierte Oberfläche zu verleihen. Bossierte Platten werden dadurch rutschfest, bossierte Mauersteine erhalten dadurch ein rustikales Aussehen. Bosse kennt man schon seit altersher, die Ritter der Stauferzeit verwendeten bossierte Steine für den Burgenbau.

Bossenstein

siehe Bosse.

Bossenwerk

siehe Bosse.

Bossieren

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Steinmetzartige Oberflächenbearbeitung einer Betonoberfläche oder von Natursteinen: manuell mit einem Bossierhammer und Setzeisen oder maschinell mit Bohrhammer bzw. Meißelhammer unter Verwendung von Spezialwerkzeugen. Bossiertes Mauerwerk fand man bereits an römischen Bauten, im Mittelalter zuerst an den Wehrbauten der Stauferzeit. Das wuchtig wirkende Bossenwerk wendet man vor allem im untersten Geschoss der Gebäude, häufig auch an Ecken an.

Bossierhammer

Werkzeug zur groben Bearbeitung von Steinflächen oder Betonoberflächen (siehe auch Bossieren.

Bötofen

auch: Bötöfen

siehe Beilegerofen.

Böttcher

Historischer, heute nur noch selten ausgeübter Handwerksberuf. Der Böttcher baut vornehmlich aus Eichenholz Bottiche und offene Gefäße. Sein Beruf ist mit dem des Küfers verwandt. Der Böttcher hat mit dem Bauwesen allenfalls im Bereich der Badgestaltung zu tun, denn tatsächlich werden seit den 90-er Jahren des vorigen Jahrhunderts Holzbadewannen nach- und in moderne Badezimmer eingebaut.

Botticino

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Botticino ist ein sehr beliebter beigefarbener, leicht strukturierter Kalkstein. Er wird überall dort eingesetzt, wo gemütliche nicht aufdringlich wirkende Natursteinflächen gewünscht werden. Häufig wird das Material auch in Bordüren und Marmormosaiken verwendet. In der Innenarchitektur verwendet man den italienischen Naturstein für Wandbekleidungen, Bodenbeläge und Arbeitsplatten.

Bouclé

siehe Schlingenflor.

Bouletfalzziegel

auch: Bouletziegel

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Der Bouletziegel bzw. Bouletfalzziegel ist ein historischer Falzziegel in kleineren Abmessungen als der sonst übliche Falzdachziegel. Er kam um 1880 in Holland, Belgien und Frankreich auf den Markt. Seine Besonderheit ist die keilförmige Erhebung in der Ziegelmitte, die am Ziegelfuß in eine Kugel übergeht.

Bouletziegel

Boulevard

auch: Boulevards

Der Begriff Boulevard kommt zwar aus dem Französischen, ist aber seit Generationen eingedeutscht. Der Boulevard ist ein Bürgersteig, der eine gewisse Breite hat, so dass darauf viele Fußgänger in beiden Richtungen flanieren und sog. Boulevard-Cafés darauf Tische und Stühle platzieren können. Wenn hier von einer "gewissen Breite" gesprochen wird, so kann dazu nur gesagt werden, dass die Breite eines Boulvards nicht genormt ist. In Städten wie Paris oder Nizza sind Boulevards oft breiter, als eine PKW-Fahrspur. Städte wie Düseldorf sind stolz auf ihre Boulevards, auf denen sich bei gutem Wetter bis in die späten Abendstunden das Leben abspielt. Auch Boulevards werden ebenso wie die Bürgersteige von den Städten angelegt, die Kosten auf die Besitzer der angrenzenden Häuser umgelegt. In welchem Ausmaß Gastronomen ihr Lokal auf einen Boulevard ausdehnen dürfen, legen die einzelnen Kommunen fest. Das gilt auch für Rollständer mit Textilien oder Verkaufsschütten, mit denen Einzelhändler Kunden anlocken wollen.

Bram

Andere Bezeichnung für Giebelspieß. BRAM steht aber auch für Brennstoff aus Müll.

Brandabschnitt

auch: Brandabschnitte

Um die Ausbreitung von Feuer im Gebäude zu verhindern oder um sicherzustellen, dass das Feuer im Brandfall nicht auf das Nachbargebäude übergreift, werden Gebäude in Brandabschnitte unterteilt. Diese Abschnitte können entweder vertikal oder horizontal begrenzt (Wände und Decken) ausgebildet werden. Die Brandausbreitung auf angrenzende Abschnitte wird durch feuerbeständige Bauteile verhindert. Im Allgemeinen beinhaltet ein Brandabschnitt alle Geschosse eines Gebäudes und wird direkt von oben bis nach unten durchgezogen. Treffen zwei Brandabschnitte aufeinander, so ist dort eine Brandwand notwendig. Einzelne Brandabschnitte dürfen in der Regel höchstens 40 m lang und 40 m breit sein, umfassen also eine Grundfläche von 1600 m². Erfordert eine Nutzung größere Flächen, ist auch eine Überschreitung dieser Maße möglich.

Brandgase

Bei jeder Verbrennung entstehen neben Wärme und Licht auch Brandgase. Die wesentlichsten Bestandteile von Brandgasen sind Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, (bei Kunststoffbränden u.a. auch Chlor und Ammoniak) sowie Wasserdampf und Ruß als Schwebstoff. Brandgase sind giftig, reizen die Augen und Atmungsorgane und behindern die Sicht. Bei Vorgehen in verqualmte Brandräume ist daher immer umluftunabhängiger Atemschutz (schwerer Atemschutz) erforderlich. Die Brandfluchthaube ist eine Schutzmöglichkeit zum Verlassen des brennenden Gebäudes über verqualmte Gänge und Stiegen. Die in die Haube eingearbeitete Sichtscheibe schützt Gesicht und Augen gegen Hitze und kurzzeitige Flammeneinwirkung und gegen augenreizenden Brandrauch. Das Filter reinigt die Atemluft von Schweb- und Schadstoffen und hat eine wirksame Einsatzzeit von ca. 15 Minuten. Diese Zeit ist für die Flucht aus Gebäuden im Normalfall ausreichend. Fluchthauben sind nur für die Einmalbenützung vorgesehen.

Brandgasmelder

Brandgasmelder haben wie Rauchmelder die Aufgabe, vor Bränden zu warnen. Brandgasmelder haben gegenüber Rauchmeldern allerdings den Vorteil, dass sie auch in sehr warmen oder sehr staubigen Räumen eingesetzt werden können. Rauchmelder würden unter solchen Bedingungen möglicherweise versagen. Brandmelder schlagen Alarm, wenn in einem Raum die Konzentration an Verbrennungsgasen wie Kohlenstoffmonoxid oder Kohlenstoffdioxid einen bestimmten Wert überschreitet und die Gefahr einer Rauchvergiftung besteht.

Brandgefahr

auch: Brandrisiko, Brandgefahren

Als Brandgefahr wird ganz allgemein das mögliche Ausmaß eines Personen- oder Sachschadens durch Feuer beschrieben. Die Brandgefahren sind im Haushalt sehr vielfältig. Ein Kochtopf mit Speiseresten, bei dem vergessen wurde, die Herdplatte auszuschalten, birgt ebenso Gefahren wie eine Fettexplosion (hervorgerufen durch ein Friteuse oder durch Fett in einem Topf), die noch wesentlich gefährlicher ist. Rauchen im Bett stellt ebenfalls eine große Brandgefahr dar. Wie schnell ist man mit brennender Kippe weggedöst. Gefahren drohen auch von Fernsehgeräten, die in manchen Familien im Dauereinsatz sind. Und immer wieder sind Kinder Ursache eines Brandes, wenn sie mit Streichhölzern oder Feuerzeugen rumspielen. Eltern sollten ihren Kinder daher den Umgang mit Feuer rigoros verbieten. Eine große Brandgefahr birgt auch die Elektrizität im Haushalt. Dies kann Geräte wie Bügeleisen, Heizstrahler oder Herd betreffen aber auch eine unsachgemäße Verkabelung mit behelfsmäßigen Steckdosen. Auch ein Kaminbrand ist häufige Ursache eines Brandes, wenn z.B. Holz unsachgemäß verbrannt wird. Offene Kamine oder Kaminöfen bergen ebenfalls eine natürliche Brandgefahr. Wer in seiner Garage oder im Keller ölige Putzlappen, Lackreste, Holzvorräte, Lösungsmittel, Benzinrasenmäher oder andere brandgefährliche aufbewahrt, macht diese ebenfalls zu einer großen Gefahrenquelle. Eine Brandbombe kann auch ein Karton mit alten Kleidern, Zeitungen oder alte Autoreifen sein. Da ist es besser, sich rechtzeitig von seinem alten Kram zu trennen.

Brandlast

auch: Brandlasten

Brandlast ist ein Begriff aus dem Brandschutz und der Sicherheitstechnik von Gebäuden. Als Brandlast wird die Energie bezeichnet, die beim Verbrennen eines Teils der Gebäudeeinrichtung bzw. Gebäudes frei wird. Genauer gesagt: Brutto- oder spezifische Verbrennungswärme, die bei Verbrennung aller brennbaren Stoffe in einem bestimmten Bereich frei werden könnte. Wobei Bekleidungen von Böden, Wänden, Trennwänden oder Decken dazugezählt werden. Das Wissen über die Brandlast ist notwendig, um geeignete Schutzmaßnahmen für den Brandfall vornehmen zu können. Im bauphysikalischen Sinne wird unter der Brandlast bzw. Brandbelastung der flächenbezogene Heizwert verstanden. In Formeln ausgedrückt: Energie/m² (kWh/m²).

Brandrisiko

auch: Brandrisiken

siehe Brandgefahr.

Brandschutzabstand

auch: Brandschutzabstände

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Brandschutzabstände sind insbesondere bei der Aufstellung eines Kaminofens zu beachten. Nach der DIN 18891 müssen die Seiten- und Rückwände der Öfen einen Mindestabstand von 20 cm (A) haben zu brennbaren Materialien wie etwa Tapeten oder Holz­pan­e­elen. Im Strahlungsbereich der Feuerraumöffnung (Kamintür) müssen brennbare Teile mindestens 80 cm entfernt sein. Brennbare Fußbodenbeläge wie Teppichböden, Laminat, Parkett oder Kunststoff müssen mindestens 50 cm (B) vor und 30 cm (C) neben dem Ofen mit einer nicht brennbaren Brandschutz­platte abgedeckt werden, siehe auch Zeichnung. Es versteht sich von selbst, dass Vorhänge so angebracht werden müssen, dass sie auf keinen Fall etwa bei einem Windstoß mit der Feuerstelle in Berührung kommen können.

Brandschutzmörtel

Spezieller Mörtel für Wand- und Deckendurchführungen zur Erhöhung der Feuerwiderstandsdauer von Kabeln, Kabelbündeln, Rohren und Kabeltragesystemen, die durch ein sog. Kombischott gelegt worden sind. Brandschutzmörtel haftet auf Stahl, Beton und Mauerwerk. Der Mörtel schwindet nicht beim Abbinden und unter Feuereinwirkung. Er ist dicht gegen Feuer und Rauchgase, temperaturabbauend, raumabschließend, spritzwasserfest und löschwasserstrahlfest.

Brandschutzsteine

auch: Brandschutzstein

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Spezielle, für Wand- und Deckendurchführungen zur Erhöhung der Feuerwiderstandsdauer für Kabel, Kabelbündel, Kabeltragesysteme entwickelte Steine, mit denen ein Kombischott abgedichtet werden kann, wobei der Begriff "Stein" nur für die Form gilt. Denn Brandschutzsteine bestehen nicht aus einem mineralischen Werkstoff, sondern aus einem 2-komponentigen Polyurethanschaum, der im Brandfall aufschäumt. Der Stein kann leicht mit herkömmlichem Werkzeug zugeschnitten werden. Werden Brandschutzsteine eingebaut, kann bei brennbaren Rohren auf die sonst erforderliche Brandschutzmanschette verzichtet werden.

Brandstang

Andere Bezeichnung für Giebelspieß.

Branntkalk

auch: Ätzkalk, Branntkalke

Branntkalk, volkstümlich auch Ätzkalk genannt, ist gebrannter Kalk, der durch Erhitzen von Kalkstein hergestellt und danach meist zu Pulver gemahlen wird. Branntkalk stellt die Basis für Putze und Mörtel dar.

Brant

Andere Bezeichnung für Giebelspieß.

Brasilkiefer

auch: Paranakiefer

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Das Holz der Brasil- bzw. Paranakiefer ist das in Europa am häufigsten verwendete südamerikanische Nadelholz. Es kommt hauptsächlich im brasilianischen Bundesstaat Parana vor, sowie in Paraguay und im Norden Argentiniens. Der Splint ist gelblich bis gelblich-grau. Das Kernholz gelblich braun und vom Splint nur schwer zu unterscheiden, teils mit dunkelbraunen oder roten, unregelmäßigen Streifen, wodurch es für ein Nadelholz eine ungewöhnliche farbige Zeichnung erhalten kann. Holz ist nicht alterungsbeständig und verfügt nur über mittlere Biege- und Druckfestigkeit bei geringer Schlagfestigkeit. Sehr schwierig zu trocknen mit der Tendenz, an den dunkleren Stellen zu reißen. Kann bei sorgloser Trocknung sehr stark arbeiten. Verwendung findet das Holz im lnnenausbau, insbesondere Treppen. Weiterhin wird es für Möbelrahmen, Ladenausstattungen und im Fahrzeugbau verwendet.

Brauneisenstein

auch: Brauneisenerz

siehe Limonit.

bräunieren

andere Bezeichnung für brünieren.

Braunkohle

Braunkohle hat einen Kohlenstoffanteil von 60 bis 70 %. Sie hat damit und wegen des höheren Wasser- und Aschegehaltes einen niedrigeren Heizwert als Steinkohle. Der Heizwert liegt je nach Zusammensetzung zwischen 6.000 und 13.000 Mega-Joule je Tonne (entspricht ca. 25 bis 50 Prozent des Heizwertes von Steinkohle). In Deutschland liegen ca. 40 Milliarden Tonnen Braunkohle unter der Erde. Die Hälfte davon befindet sich im rheinischen Revier im Städtedreieck Aachen/Köln/Mönchengladbach, in dem auch die großen Tagebaue Hambach, Inden und Garzweiler sind. Ein weiteres großes Revier liegt in der Lausitz bei Cottbus. Die Braunkohle wird in beiden Revieren, wie fast überall weltweit, im Tagebau gewonnen. Die hauptsächliche Verwendung der Braunkohle liegt in der Stromerzeugung. Jedes Jahr werden ca. 100 Mio. Tonnen an Braunkohle gefördert. Davon werden rund 85 % zur Stromerzeugung in Kraftwerken verwendet, die Übrigen 15% werden zu Briketts, Braunkohlestaub oder –koks verarbeitet. Braunkohle hatte 1998 einen Anteil von 25% an der gesamten deutschen Stromerzeugung

Braunspat

Braunwasser

siehe Schwarzwasser.

Brausenset

siehe Brausegarnitur

Brausewanne

auch: Brausewannen

siehe Duschwanne.

Breccia

frühere Bezeichnung für Brekzie.

Breccia Aurora

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Breccia Aurora zählt zu den Brekzien. Diese Gesteinsart hat technisch gesehen ähnliche Eigenschaften wie Marmor oder Kalkstein. Wie bei den Kalksteinen kann es zu Ausblühungen kommen. Diese erkennt man daran, dass die Oberfläche matt wird, weil mit der Untergrund-Feuchtigkeit aus dem Material heraus kommende Stoffe an der Luft zu Kalkstein umgewandelt werden. Es müssen in jedem Falle schnellabbindende Verlegesysteme verwendet werden. Das Material sollte zudem nicht bei feuchten Untergründen (Keller) verwendet werden. Diese Steine sind nur unter Umständen für Fußbodenheizungen geeignet, das es eventuell zu Rissbildungen kommt. Gut geeignet ist Breccia Aurora im Innenbereich für Fliesen, Wandplatten oder Bordüren.

Breccia Oniciata

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Breccia Oniciata zählt zu den Brekzien. Diese Gesteinsart hat technisch gesehen ähnliche Eigenschaften wie Marmor oder Kalkstein. Wie bei den Kalksteinen kann es zu Ausblühungen kommen. Diese erkennt man daran, dass die Oberfläche matt wird, weil mit der Untergrund-Feuchtigkeit aus dem Material heraus kommende Stoffe an der Luft zu Kalkstein umgewandelt werden. Es müssen in jedem Falle schnellabbindende Verlegesysteme verwendet werden. Das Material sollte zudem nicht bei feuchten Untergründen (Keller) verwendet werden. Diese Steine sind nur unter Umständen für Fußbodenheizungen geeignet, das es eventuell zu Rissbildungen kommt. Gut geeignet ist Breccia Oniciata im Innenbereich für Fliesen, Wandplatten oder Bordüren.

Breccia Pernice

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Breccia Pernice zählt zu den Brekzien. Diese Gesteinsart hat technisch gesehen ähnliche Eigenschaften wie Marmor oder Kalkstein. Wie bei den Kalksteinen kann es zu Ausblühungen kommen. Diese erkennt man daran, dass die Oberfläche matt wird, weil mit der Untergrund-Feuchtigkeit aus dem Material heraus kommende Stoffe an der Luft zu Kalkstein umgewandelt werden. Es müssen in jedem Falle schnellabbindende Verlegesysteme verwendet werden. Das Material sollte zudem nicht bei feuchten Untergründen (Keller) verwendet werden. Diese Steine sind nur unter Umständen für Fußbodenheizungen geeignet, das es eventuell zu Rissbildungen kommt. Gut geeignet ist Breccia Pernice im Innenbereich für Fliesen, Wandplatten oder Bordüren.

Brecheisen

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Universalwerkzeug zum Brechen, Anheben, Ziehen, Öffnen und Zurichten. Das Brecheisen gehört zum Standardgerät der Feuerwehr ebenso wie der Handwerker, die am Bau bei Sanierungs- oder Abbrucharbeiten Teile auseinander nehmen müssen. Brecheisen bestehen aus Hartstahl mit geschmiedeter Hebelspitze und der sog. Klaue. Dieses gebogene Endteil ist gleichzeitig als Nagelzieher ausgestattet, mit dem insbesondere große Nägel aus Balken gezogen werden. Da Brecheisen immer bogenförmig geformt sind, wodurch der manuelle Kraftaufwand bei der Handhabung reduziert wird, eignen sie sich gut zum Aufbrechen von verschlossenen oder verklemmten Türen und Fenstern. Das Brecheisen ist deshalb auch ein Standardwerkzeug der Einbrecher.

Brecher

Der Brecher ist eine Baumaschine, die zum Zerkleinern von Steinen oder Bauschutt eingesetzt wird. Man unterscheidet unterschiedliche Arten von Brechern, die das Material auf verschiedene Weise klein machen, z.B. durch Schlagen oder Quetschen. Es gibt z.B. Hammerbrecher, Backenbrecher, Kegelbrecher, Walzenbrecher oder Prallbrecher.

Brechpunkt

Der Brechpunkt kennzeichnet das Verhalten des Bitumens bei niedrigen Temperaturen. Er gibt diejenige Temperatur an, bei der eine auf einem Stahlblech aufgebrachte dünne Bitumenschicht bei gleichmäßiger Abkühlung bricht oder Risse bekommt, wenn sie unter festgelegten Bedingungen gebogen wird.

Brechsand

auch: Quetschsand, Brechsande

Brechsand ist kein natürlich entstandener Sand. Die Körner sind nicht rund, sondern ähnlich wie bei Split mit Ecken und Kanten versehen. Die Korngröße beträgt bis 2 mm. Brechsand wird aus gesprengtem Gestein oder oder aus grobem Betonbruch bzw. Bauschutt in mehreren Arbeitsgängen durch Zerkleinerung in Brechmaschinen gewonnen. Er kann als Zuschlag für Beton und bituminöses Mischgut verwendet werden. Zudem wird Brechsand als Fugenmaterial verwendet, da er eine bessere Verzahnung als Natursand aufweist.

Breitbahn

auch: Bahn, Schmalbahn

Die Breitbahn, auch Bahn genannt, ist die größere Schlagfläche eines Hammers. Das andere Ende ist die Schmalbahn, auch Finne oder Pinne genannt.

Breitbandkabel

auch: Breitbandkabelnetz

Unter einem Breitbandkabel kann zum einen das Kabel an sich gemeint sein oder zum anderen das Netz aus Breitbandkabeln. Beim Kabel handelt es sich um ein Koaxialkabel, das private Haushalte mit verschiedenen Dienstanbietern verbindet. Über das Breitbandkabelnetz wurde ursprünglich nur das Kabelfernsehen und verschiedene Radiosender übertragen. Mittlerweile dient das Breitbandkabelnetz auch als Kommunikationsnetz, über das Internet und Telefon laufen.

Breitbandschleifmaschine

auch: Breitbandschleifmaschinen, Breitband-Schleifmaschine, Breitband-Schleifmaschinen

Zum Schleifen von Vollholzflächen, rohen und furnierten Holzwerkstoffen sowie lackierten Oberflächen eignet sich die Breitbandschleifmaschine. Bei dieser stationären Maschine sind waagrecht ein oder mehrere endlose Schleifbänder untergebracht. Die Schleifbänder können eine unterschiedliche Körnung besitzen, so dass unterschiedliche Schliffe in einem Durchgang gemacht werden können. Die Schleifbänder oszillieren während des Schleifvorgangs. Dies erhöht die Schleifqualität und verhindert ungleichmäßige Abnutzung der Bänder. Holzwerkstoffe sind häufig unterschiedlich dick. An der Breitbandschleifmaschine können sie auf eine einheitliche Dicke geschliffen werden. Durch Schleifen mit unterschiedlichem Anpressdruck läßt sich zudem die Oberflächengüte beeinflussen.

Breithobel

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Elektrisch betriebener Hobel mit einer extra großen Hobelbreite. Dadurch ist ein schnelleres Arbeiten möglich. Der Hobel ist somit ideal für große Flächen, wo eine große Abtragleistung erforderlich ist.

Breitkopfnagel

auch: Breitkopfnägel

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Breitkopfnägel besitzen einen besonders großen Kopf. Sie werden zur Vernagelung von Schieferplatten, Dachpappe, Plastmaterialien, Presspappe und Gipskartonplatten eingesetzt. Durch den großen Kopf wird ein Durchziehen des Nagels ausgeschlossen. Für maschinelle Vernagelung sind diese Nägel nicht vorgesehen.

Breitmeißel

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Der Breitmeißel ist im Vergleich zu einem Flachmeißel oder gar einem Spitzmeißel ein Meißel mit einer sehr breiten Schneide. Diese kann zwischen 40 mm und 100 mm breit sein. Er ist universell geeignet zum Entfernen von Putz und Fliesen. Breitmeißel gibt es beispielsweise für Drucklufthämmer oder Bohrhämmer.

Breitprofil

auch: Breitprofile

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Breitprofile sind Profilhölzer für den Innenausbau mit Breiten von 300 mm und mehr. Breitprofile sind also Paneele, diese werden in Massivholzpaneele, Echtholzpaneele und Dekorpaneele unterschieden. Sie sind in einer Vielzahl von Holzarten und Dekoren auf dem Markt. Wesensmerkmal der Holzpaneele und also auch der Breitprofile sind Nut-Federverbindungen, wodurch die Montage erleichtert wird.

Breitschild

auch: Breitschilder

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Das Breitschild ist eine Abdeckung, mit der die Bohrungen für Türgriff und Schlüsselloch verkleidet werden. Breitschilder bestehen aus Metall, nämlich aus Aluminium, Edelstahl oder Messing und werden zusammen mit den Türgriffen als Drückergarnituren in den Handel gebracht. Breitschilder sind ausnahmslos breiter, als die eigentlichen Türgriffe, die sonst üblicherweise mit Langschildern kombiniert werden. Breitschilder werden vorzugsweise im Objektbereich eingesetzt, insbesondere in Kliniken, wo aus Hygienegründen der Griffbereich häufig desinfiziert werden muss.

Brekzie

auch: Brekzien

Brekzie ist eine grobklastische Verkittung von eckigen Gesteinstrümmern, häufig sehr bunt und mit imposanter Textur. Neben diesen "sedimentären Brekzien" sind als Dekorationsstein die "tektonischen Brekzien" viel bedeutsamer. Es handelt sich um zu Bruch gegangene Kalkgesteinsmassen, die bei nur geringfügiger Lageveränderung wieder durch (Calcit-)Einlagerung verfestigt worden sind. Die dabei gebildeten Adernetze bewirken die Textur und die Buntheit. Viele Sorten von Brekzien findet man in Italien, Griechenland, Portugal und Serbien.

Bremsklappenhalter

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Anders als bei der Klappenstütze werden Bremsklappenhalter nicht unter eine Platte, sondern auf eine Platte montiert. Üblicher Verwendungszweck sind die Klappen an Damensekretären oder an den Barfächern eines Wohnzimmerschranke. Es gibt einarmige Bremsklappen­halter, üblich sind jedoch zweiarmige, wobei ein Arm als Führungsschiene dient. Damit die Klappe beim Öffnen nicht herunter knallt, haben diese Beschläge einen Bremswiderstand, der entweder durch Schrauben individuell eingestellt werden kann oder der durch eine Gasfeder bewirkt wird. Die einfachste Form eines Klappenhalters ist ein Seil oder eine Kette, allerdings fällt dabei natürlich die Bremswirkung fort.

Brenngas

auch: Brenngase

Unter Brenngasen werden die Gase zusammengefasst, die als Brennstoff im Einsatz sind. Das bekannteste und am häufigsten verwendete Brenngas ist das Erdgas. Weitere häufig verwendete Brenngase sind Flüssiggase wie Propan und Butan. Auch Biogas gewinnt immer mehr an Bedeutung. Verfeuert werden Brenngase üblicherweise in Gasbrennern, aber auch der Gasgrill wird mit Brenngas betrieben. Brenngase verbrennen in der Regel "reiner" als feste und flüssige Brennstoffe. Es entstehen weniger Luftschadstoffe und keine Asche. Das liegt auch daran, dass schädliche Stoffe bereits vorher rausgefiltert werden können.

Brennholz

auch: Brennhölzer

siehe Kaminholz.

Brennholz-Wippkreissäge

auch: Brennholz-Wippkreissägen

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Mit dieser Säge läßt sich Rundholz schnell, einfach und kraftsparend zu Brennholz verarbeiten. Durch die angenehme Arbeitshöhe man auch schweres Meterholz gut aufladen und die Wippe leicht zum Sägeblatt bewegen.

Brennschneiden

Das Brennschneiden gehört zu den thermischen Schneidverfahren, das mit einer Brenngas-Sauerstoff-Flamme (Heizflamme) und Sauerstoff (Schneidflamme) ausgeführt wird. Der Werkstoff wird fortlaufend verbrannt. Die Schneidschlacke (Oxide vermischt mit Schmelze) wird vom Sauerstoffstrahl ausgetrieben. Das Brennschneiden erfordert ähnliche Einrichtungen und Betriebsstoffe wie das Gasschweißen. Der wesentliche Unterschied besteht im Aufbau des Düsensystems. Das Brennschneiden ist das universellste thermische Trennverfahren für un- und niedriglegierte Stähle. Die schneidbare Werkstückdicke liegt zwischen 2 und 3000 mm. Wirtschaftlich sinnvoll ist der Einsatz dieses Verfahrens bei Dicken im Bereich von 100 mm bis 300 mm.

Brennstoff aus Müll

Mit BRAM wird Brennstoff aus Müll abgekürzt. Damit Müll zu einem Brennstoff wird, darf er nur aus bestimmten Abfällen bestehen. Er darf z.B. nur einen niedrigen Wassergehalt besitzen und einen niederen Gehalt an Schadstoffen wie Schwermetalle, Schwefel oder Chlor. Sind diese Voraussetzungen gegeben lässt sich BRAM in bereits vorhandenen konventionellen Feuerungssystemen verbrennen. Eine zusätzliche Reinigung des Rauchgases ist nicht notwendig. Bei der Herstellung von BRAM wird der Anteil mit hohem Heizwert rausgefiltert und zu Briketts gepresst. Zu großen Teilen bestehen diese Briketts aus Papier und Pappe, wobei kleine Anteile von Kunststoff enthalten sein können.

Brennstoffzelle

auch: Brennstoffzellen

Die Brennstoffzelle gilt als einer der Wege, unsere Energiequellen besser zu nutzen und neue, regenerative Wege zu erschließen. Das Prinzip der Brennstoffzelle ist bereits seit über 160 Jahren bekannt: Wasserstoff als Energieträger wird über eine kontrollierte chemische Reaktion in Strom und Wärme umgesetzt. Übrig bleibt reines Wasser – Stickoxide oder andere Schadstoffe, wie sie bei der herkömmlichen Verbrennung entstehen, fallen nicht an. Das Bestechende an der Brennstoffzelle ist, dass sie sehr vielseitig nutzbar ist. Brennstoffzellen können annähernd überall da eingesetzt werden, wo Energie umgesetzt wird. Die Palette reicht von großen Kraftwerken und stationären Heizgeräten für die Hausenergieversorgung über Antriebe für Autos und Schiffe bis hin zur Stromversorgung von Laptops und Camcordern. Zwar wird in allen Bereichen kräftig experimentiert, zur Marktreife hat es die Brennstoffzelle allerdings noch nicht gebracht.

Brett

auch: Bretter

Besäumtes oder unbesäumtes Schnittholz, das mindestens 80 mm breit, 8 mm dick und wenigstens 400 mm lang ist, siehe auch Bohlen, Balken oder Kantholz. Bretter werden sägerauh und ein- bzw. zweiseitig oder allseitig gehobelt ausgeliefert, wobei die Kanten scharfkantig, gefast oder durch Fräsung gerundet sein können. Je nachdem, aus welchem Teil des Baumstammes das Brett gesägt wurde, spricht man von Mittelbrett, Kernbrett, Seitenbrett oder Schwarte.

Brettbekleidung

auch: Brettbekleidungen

siehe Holzverschalung

Bretterdach

auch: Bretterdächer

Als Bretterdach wird ein Dach mit einfacher Deckung aus Brettern bezeichnet, im Gegensatz zum Weichdach aus Stroh oder Reet und dem Hartdach aus Dachziegeln. In Kombination mit Asphaltpappe verdrängte es als Teerpappendach zwischen 1860 und 1900 insbesondere in Schleswig-Holstein das traditionelle Weichdach.

Bretterdecke

auch: Bretterdecken

Unter einer Bretterdecke wird die Deckenverkleidung mittels Holzpaneele verstanden. Diese können gespundet, gefedert, überfälzt, überschoben oder überluckt sein. Die Bretter werden vorwiegend verdeckt mittels Profilbrettklammern an der Unterkonstruktion befestigt.

Bretterladen

auch: Bretterläden

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Der Bretterladen ist eine spezielle Bauart des Fensterladens. Er wird aus Brettern gefertigt und vor einem Glasfenster befestigt. Die Bretter sind in der Breite stumpf oder gestäbt, d.h. genutet, gefedert oder gespundet, aneinander gesetzt. Zur Stabilität sind die Bretter mit Querleisten versteift. Bretterläden werden mit Langband und Kloben angeschlagen.

Brettertür

auch: aufgedoppelte Brettertür, einlagige Brettertür, Brettertüren

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Diese Türen aus vertikal angebrachten Holzbrettern konnten sehr massive Abmaße annehmen, vor allem bei Burgen, Schlössern und Kirchen. Die Bretter wurden in der Regel von zwei horizontalen Gratleisten mittels Schwalbenschwanzverbindung zusammengehalten. Wird jedes Brett mit nur einem Nagel je Gratleiste fixiert, so kann sich dieses beim Arbeiten an der Gratleiste wie auf Schienen bewegen, es muss also keinen Riß bilden, um schwinden oder sich ausdehnen zu können. Um Fugen zwischen den Brettern zu vermeiden, wurden häufig fremde Federn eingearbeitet, das sind flache Holzleisten, die jeweils zur Hälfte in den Nuten zweier benachbarter Bretter stecken. Als Hauseingangstüren wurden Brettertüren häufig aufgedoppelt, das heißt, dass die Außenseite mit einer weiteren Bretterschicht versehen wurde. Diese bot freies Spiel für vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Klassische Beispiele sind die Sonnentür, oder das Fischgrätenmuster.

Brettschichtholz

auch: Brettschichthölzer

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Häufig wird Brettschichtholz als Leimholz bezeichnet. Dies ist jedoch nicht korrekt. Bauteile aus Leimholz haben keine Tragwirkung, die aus Brettschichtholz dagegen schon. Brettschichtholz besteht aus einzelnen flachkantigen Brettern, die aufeinandergeschichtet und miteinander verleimt werden. Brettschichtholz besteht meistens aus Fichtenholzbrettern, die auf eine gleiche Holzfeuchte getrocknet werden, damit später keine Schwindverformungen auftreten. Die Bretter werden gehobelt und nach strengen Qualitätsrichtlinien sortiert. In die Endstücke werden zinkenförmige Profile gefräst und die Bretter werden dann miteinander verleimt, so dass theoretisch eine unendliche lange Lamelle entsteht. Die Lamellen werden gekürzt, verleimt, aufeinander gestapelt und mit hohem Druck verpreßt. Dadurch entstehen Holzbauteile von sehr hoher Festigkeit und Tragfähigkeit, die die guten Eigenschaften des Vollholzes noch übertreffen. Während des Herstellungsverfahrens ist es durchaus möglich, auch gekrümmte Bauteile anzufertigen.

Brettschnitt

Brettwurzeln

auch: Brettwurzeln

Rippenartige Wurzelanläufe bis 3 m Höhe.

Brettziegel

siehe Biberschwanzziegel.

Bride

auch: Briden

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Briden sind Verbindungselemente im Rohrleitungsbau. Als Rohr- und Übergangsbriden sorgen sie für eine sichere Verbindung druckloser Leitungen aus gleichen oder aus verschiedenen Materialien wie PE, Stahl oder Gusseisen. Briden haben einen rostfreien Mantel und im Innenring eine Dichtmanschette aus Kautschuk. Dadurch können Durchmesser-Differenzen und Vibrationen ausgeglichen und der Schall in einem Rohrsystemen gedämpft werden.

Briefkasten

auch: Briefkästen

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Briefkästen gehören zu jedem Haus. Bei Mietshäusern steht jeder Partei ein abschließbarer Briefkasten zu. Diese sollten so groß bemessen sein, dass auch ein Briefumschlag des Formates DIN B4 eingeschoben werden kann. Nach DIN 32617 ("Briefkasten-Norm") muss der Einwurfschlitz mindestens eine Breite von DIN C4 (230 mm) oder DIN C quer (325 mm) und eine Schlitzhöhe von mindestens 30 mm haben. Briefkästen können auf einem Ständer neben dem Hauseingang stehen, an die Wand geschraubt oder aber in die Hauswand eingelassen werden. Bei älteren Häusern findet man auch noch die Variante, dass sich in der Haustür eine Durchwurfblende oder -klappe befindet und ein Briefkasten an die Rückseite der Tür angeschraubt worden ist. Fabrikmäßig werden Briefkästen heute aus Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kunststoff und sogar aus Holz (meistens Teakholz) hergestellt, wobei Nostalgie-Briefkästen aus Gußeisen gefertigt werden. Die Industrie bietet ferner zu bestimmten Briefkästen auch eine Zeitungsbox oder ein rückseitiges Zeitungsfach an. In modernen Türkommunikationsanlagen ist der Briefkasten häufig in ein Gesamtsystem aus Sprechanlage, Klingelanlage und/oder Videoüberwachung integriert. Das Foto zeigt einen Briefkasten aus gebürstetem Edelstahl in Kombination mit einer Sprechanlage.

Briefkastenanlage

auch: Briefkastenanlagen

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Mehrere Briefkästen in Büro- und Mietshäusern, entweder frei stehend montiert (Foto) oder aber außen oder innen an die Hauswand geschraubt oder in diese als Durchwurf-Briefkästen eingebaut.

Briefkastenschlitz

Brinellhärte

Die Härteprüfung nach Brinell kommt im Gegensatz zur Vickershärte bei weichen bis mittelharten Metallen (DIN 1605) wie zum Beispiel unlegiertem Baustahl oder Aluminiumlegierungen, bei Holz (ISO 3350) und bei Werkstoffen mit ungleichmäßigem Gefüge wie etwa Gusseisen zur Anwendung. Dabei wird eine Stahlkugel oder eine Hartmetallkugel mit einer festgelegten Prüfkraft in die Oberfläche des zu prüfenden Werkstückes gedrückt. Nach dem letzten Stand der Normung ist eine Stahlkugel allerdings nicht mehr zulässig. Nach einer Belastungszeit von mindestens 10 Sekunden wird der Durchmesser des bleibenden Eindrucks im Werkstück gemessen und daraus die Oberfläche des Eindrucks bestimmt. Das Verhältnis von Prüfkraft zur Eindruckoberfläche multipliziert mit dem Zahlenwert 0,102 bezeichnet man als die Brinellhärte.

Bronze

auch: nichtrostende, Stähle

Bronze ist nicht nur eine Legierung aus Kupfer und Zinn, sondern auch die Sammelbezeichnung für Statuen aus eben diesem, seit Jahrhunderten bekannten Material. Aus ihm wurden und werden zum Beispiel Armleuchter, Grabplatten und Kirchentüren gegossen.

Brötchenpflaster

umgangssprachliche Bezeichnung für rechteckiges Betonsteinpflaster.

Bruchdehnung

siehe Grenzwerte.

Bruchlast

Die Bruchlast ist diejenige Belastung, bei der die Tragfähigkeit eines Bauteils erschöpft ist und der Bruch einsetzt.

Bruchmosaik

auch: Bruchmosaike

Ein klassisches Mosaik wird immer aus Mosaik"steinchen" zusammengesetzt, die ihrerseits aus größeren Polygonalplatten herausgebrochen worden sind. Was jedoch hauptsächlich im Fliesengewerbe unter einem Bruchmosaik verstanden wird, sind Fliesen mit fabrikmäßig aufgetragenem Mosaikmuster. Diese gibt es als rechteckige oder quadratische Fliesen oder in einer "verzahnten" Version (siehe Foto). Aneinandergelegt wirkt ein solcher Fliesenverband wie ein großes, aus Einzelsteichen zusammengesetztes Mosaik.

Bruchstauchung

siehe Grenzwert.

brünieren

auch: brüniert

Als "brünieren" bezeichnet man die Oberflächenbehandlung von Metallen mit oxidierend wirkenden Salzlösungen. Diese werden auf das Metall aufgetragen und eintrocknen gelassen. Durch Behandlung mit kochendem Wasser und Dampf entsteht anschließend eine oxydische Schutzschicht, die braun oder schwarz sein kann. Neben dem Schutz vor Korrosion wird die Oberfläche dadurch auch veredelt. Beispielsweise werden Zierbeschläge brüniert.

Brunnen

auch: Vertikalbrunnen, Horizontalbrunnen

Ein Brunnen ist eine technische Anlage zum Gewinnen von Grundwasser und Uferfiltrat. Unterschieden werden Brunnen nach ihrer Herstellungsart: vertikal oder horizontal. Ein Vertikalbrunnen besteht aus einem senkrechten Rohr, das nur im Bereich einer wasserführenden Schicht gelocht und mit Kies umhüllt ist. Der Horizontalbrunnen hingegen besteht aus einem bis zur wasserführenden Schicht reichenden geschlossenem Rohr oder Schacht, an dessen Ende horizontal verlegte gelochte Filterrohre das Wasser "sammeln". Nach der Art der Herstellung werden z.B. Bohrbrunnen, Rammbrunnen oder Spülbrunnen unterschieden. Desweiteren gibt es noch Förderbrunnen, Sickerbrunnen oder Artesischer Brunnen und Energiebrunnen. Die Energiebrunnen bestehen aus einem Förderbrunnen und einem Sickerbrunnen oder Schluckbrunnen. Hier wird das Grundwasser zur Energiegewinnung über Wärmepumpen genutzt. Das Grundwasser weist einen spezifischen Chemismus auf, was zu Ablagerungen und Inkrustationen führen kann und Wassermangel zur Folge hat. Mit einer einfachen Brunnenreinigung bzw. –pflege in größeren Zeitabständen gewinnt man die ursprüngliche Leistung zurück. Aus dem Park, dem heimischen Garten oder Wohnzimmer kennt man Zimmerbrunnen oder Springbrunnen. Wobei wir beim umgangssprachlichen und volkstümlichen Verständnis von Brunnen wären. Hier ist ein Brunnen ein Behältnis, in das fortlaufend Wasser hineinplätschert. Dieses Behältnis kann ein ausgehöhlter Baumstamm sein, es kann jedoch auch aus Keramik, Gußeisen oder Naturstein bestehen. Die Sanitärindustrie hat sich des Wortes Brunnen bemächtigt und bietet darunter eine Vielzahl von Waschtischen an, die eine runde, bauchige Form haben und insbesondere Designeransprüche befriedigen. Solche Brunnen bestehen aus Sanitärkeramik, Edelstahl, Steinguss, Naturstein oder Glas.

Brunnenbauer

Der Brunnenbauer erlernt sein Handwerk in einer dreijährigen Ausbildung in einem Tiefbau- oder Brunnenbauunternmehmen. Das Bohren von Brunnen ist nur eine Aufgabe. Eingesetzt werden Brunnenbauer auch, um hohe Grundwasserstände zu senken, damit Bauwerke gegründet werden können. Im Zusammenhang mit dem Bau der Regierungsgebäude im wasserreichen Berlin waren Brunnenbauer im Dauereinsatz. Brunnenbauer führen auch Bohrungen durch, die nichts mit der Wasserförderung oder dem Wasserabpumpen zu tun haben - beispielsweise Bohrungen für geologische Zwecke. Ein relativ neues Aufgabenfeld ist auf die Brunnenbauer hinzugekommen durch die Energiegewinnung aus Grundwasser oder Erdreich durch Wärmepumpen und den dadurch erforderlich werdenden Bau von Bohrbrunnen und Schluckbrunnen.

Brunnenring

auch: Brunnenringe

siehe Schachtring.

Brustblech

auch: Brustbleche

Das Brustblech verbindet die Dachfläche mit einer Dachdurchdringung wie zum Beispiel Schornstein oder Gaube. Dachdurchdringungen sind eine ganz heikle Stelle auf dem Dach, da dort häufig Feuchtigkeit in den Dachraum gelangt. Dies zu verhindern ist Aufgabe des Brustblechs. Das Anbringen des Brustbleches ist eine der Aufgaben eines Klempners.

Brüstungshöhe

Mit der Brüstungshöhe (BRH) wird die Höhe des Mauerwerks unterhalb eines Fensters bezeichnet. Sie beträgt in der Regel mindestens 80 cm. Wo die Brüstungshöhe gemessen wird steht im Bauplan/Werkplan. Für den Maurer ist das Maß von Oberkante Rohdecke (ohne Estrich) bis Oberkante Brüstungsmauer wichtig.

Brüstungskanal

auch: Brüstungskanäle

siehe Wandkanal.

Brüstungsriegel

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Horizontaler Balken beim Fachwerkhaus, der unterhalb eines Fensters eingebaut ist.

BSB

Bubinga

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Bubinga zählt zu den dekorativsten afrikanischen Holzarten, dabei wird zwischen schlichter, streifiger und "bunter" Zeichnung unterschieden. Die Farbskala reicht von rosa über braunrot bis zu violett geädert. Bubinga zählt zu den schweren und harten Hölzern, läßt sich aber problemlos verarbeiten. Das Holz ist sowohl in der Möbelfabrikation als auch im Laden- und Innenausbau einsetzbar. Auch Innenausstattungen von Autos, sowie Musikinstrumente sind oft aus Bubingaholz.

Buche

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Buchen erstrecken sich über West- und Mitteleuropa. Das sanft-gelbe bis rosé farbene Buchenholz ist eines der härtesten, schwersten und strapazierfähigsten Hölzer. Idealen Einsatz findet das Holz im Innenausbau für Fußböden und Wandverkleidungen, Möbel und Gebrauchsgegenstände. Zudem gilt Buche als das Brennholz mit dem höchsten Heizwert.

Büchertreppe

Buchs

siehe Druckholz.

Buchsbaum

Seit der Antike bekannte Strauch- und Baumart von langsamem Wuchs, maximale Höhe in Europa etwa 4 - 5 m bei Durchmessern von höchstens 20 cm. Dementsprechend nicht als Bauholz zu verwerten, wohl aber wegen seiner Härte und seiner gleichmäßigen Struktur früher sehr oft, heute nur noch selten für den Bau von Musikinstrumenten, für Drechslerarbeiten, Schmuckkästchen und dergleichen verwendet. Buchsbaum-Sträucher finden sich als Beetbegrenzungen in Privat- und Schlossgärten sowie auf Friedhöfen.

Bug

siehe Kopfbandbalken.

Bügel

Bügel sind Teil der Bewehrung. Sie werden meist aus Bewehrungsdraht geschnitten und zu quadratischen, recht-, sechs-, oder achteckige Bewehrungselementen gebogen. Sie umschließen, ganz oder teilweise, die Hauptbewehrung z.B. bei Stützen und Balken aus Stahlbeton und dienen als Schubbewehrung und zur Sicherung der richtigen Lage der Hauptbewehrung.

bügeln

Auch im Bauwesen und im Heimwerkerbereich wird gebügelt. Umleimer, die an einer Seite mit einer Selbstklebemasse beschichtet sind, werden mit dem Bügeleisen auf die Kanten von Holzplatten oder Holzwerkstoffplatten gebügelt. Bei der Arbeit mit dem Fugeisen wird der Fugenmörtel ebenfalls gebügelt, also glattgestrichen.

Bügelsäge

auch: Bügelsägen

Es gibt keine Baustelle, auf der nicht auch die Maurer eine Säge einsetzen müssen. In jedem Bauwagen ist sie deshalb zu finden - die Bügelsäge. Die Zimmerleute haben sie im Dauereinsatz, wenn sie schnell ein Kantholz ablängen müssen. In dem dreiseitig gebogenen Bügel (meist aus Stahlrohr) ist unten das Sägeblatt eingespannt, das durch die natürliche Spannung des Metalls straff gehalten wird. Metallsägen sind ausnahmslos Bügelsägen und die Laubsägen sowieso. Bügelsägen haben in der Regel einen Schnellspannhebel und eine nachstellbare Blattspannung. Natürlich gibt es Sägeblätter auch für relativ feinere Schnitte, aber durch die sägetypische Vibration des Sägeblattes liegt hier die Betonung auf "relativ".

Bügelschelle

auch: Bügelschellen

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Bügelschellen sind bügelförmige Halterungen aus Metall, die in C-Profile eingehängt werden. Sie dienen der Befestigung von Kabeln und Elektrorohren an den Profilen. Durch Anziehen der Schraube wird die Druckwanne an das Kabel bzw. Rohr gepresst. In einer etwas anderen Ausführung gibt es auch Bügelschellen zum Befestigen von Holzzäunen an Metallpfosten.

Bügelzapfen-Längsverbindung

auch: Bügelzapfen-Längsverbindungen

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Die Bügelzapfen-Längsverbindung ist eine gängige Holz-Längsverbindung. Sie ist stabiler als eine Überblattung. Dazu muss der Zapfen mindestens ein Drittel der Breite der zu verbindenden Werkstücke besitzen. Bei breiteren Querschnitten ist ein doppelter Zapfen ratsam. Jeder Zapfen ist dann ein Viertel der Breite der zu verbindenden Werkstücke. Diese Verbindung eignet sich hauptsächlich zur Übertragung von Druckkräften. Um die Stabilität gegenüber seitlicher Biegebelastung zu erhöhen, kann man die Bügel auf Gehrung sägen. Durch eine abwechselnde Bügelzapfen-Längsverbindung wird die Leimfläche der zu verbindenden Kopfteile erhöht.

Bulldozer

siehe Planierraupe.

Bumerangbalken

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Der Bumerangbalken ist ein gebogener Balken und als solcher ein Produkt der Unternehmen, die Brettschichtholz und insbesondere Leimbinder herstellen, wobei korrekterweise der Leimbinder eigentlich Brettschichtholzbinder heißen müßte. Der Bumerangbalken aus Brettschichtholz, der seinen Namen seinem bumerangförmigen Aussehen verdankt, kann Dachspannweiten bis 30 m überbrücken; er wird deshalb für den Bau von kleineren Industrie- oder Sporthallen verwendet und hat eine sehr hohe Stabilität und Tragkraft.

Bund

auch: Stieg, Schock, Bunde

Als Bund bzw. Schoof, Schaube, Docke oder Garbe bezeichnet man ein Bündel aus Reet. Das Bündel hat einen Umfang von 30 cm bis 40 cm am Wurzelende und einen Durchmesser von 16 cm. Es wird mit einem festen Seil oder Draht zu einem Bund geschnürt. In der Fachsprache ergeben dann 20 Bunde einen Stieg und 60 Bunde einen Schock.

Bundesarchitektenkammer

siehe BAK

Bundesberggesetz

Das Bundesberggesetz (BBergG) regelt alle Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Abbau von Bodenschätzen - und zwar sowohl den Tagebau als auch den Abbau unter Tage betreffend. Zu den Bodenschätzen zählen z.B. Lava aus der Eifel aber auch Ton vom Niederrhein oder Schiefer, Granit, Solnhofer Platten usw. Ohne behördliche Zustimmung dürfen derartige Bodenschätze nicht abgebaut werden. Ist die Genemhigung aufgrund eines (sehr komplizierten) Antragsverfahrens erteilt, wird der Betreiber nach demselben Gesetz auch verpflichtet, ausgeräumte Gruben und Steinbrüche einer Rekultivierung zu unterziehen.

bündig

Bündig sind zwei Flächen, wenn sie in ein und derselben Ebene liegen.

Bündigfräser

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Fräser für eine Oberfräse. Für das Bündigfräsen und Abfasen von Furnieren und beschichteten Plattenwerkstoffen, Holzbalken und Kantenleisten (Kunststoff oder Furnier) im Möbel- und Ladenbau. Als Anschlag dient dabei ein Führungskugellager am unteren Fräserende, das denselben Durchmesser hat wie der Flugkreis der Fräserschneiden. Die Führungshilfen Anlauf-Zapfen und Anlauf-Kugellager ermöglichen, den Fräser direkt am Werkstück zu führen, für saubere Schreinerarbeiten bei Vitrinen und Küchenschränken.

Bundseite

auch: Abbundseite

Seite einer Fachwerkwand, an der die Holzbauteile bündig in einer Flucht verlaufen, selbst wenn unterschiedlich dicke Hölzer bei der Konstruktion verwendet werden. Manchmal steht die Bundseite aber als Kurzform von Abbundseite. Hier stehen dann die Aufriß- und Abbundziffern. Im fertigen Fachwerkhaus zeigt die Bundseite nach außen bzw. bei Innenwänden in der Regel zu einem Verbindungsraum (Flur, Diele).

Bundständer

Bundständer sind im Fachwerkbau aussteifende Ständer, die über mehrere Gefache hinwegreichen und an die im Innern eine Zwischenwand anschließt.

Bundwerk

Bundwerk ist ein altes Handwerk zur Verschönerung von Holzfassaden. Es ist neben dem Fachwerkbau und dem Blockbau die dritte große Holzbautechnik, aber bei weitem auch die unbekannteste. Beim Bundwerk verschmelzen reine Zimmermannstechnik mit künstlerischer Darstellung, es entsteht ein Gesamtkunstwerk, an dem Maler und Schnitzer mitwirken. durch Schnitzkunst und/oder Malerei. Dies gilt vor allem für die Blütezeit des Bundwerks zwischen 1830 bis 1860. Die bäuerlicher Baukultur war insbesondere in der Alpenregion sehr weit verbreitet und schmückte Wohngebäude und Ställe gleichermaßen. Das Formenreichste und Farbigste, was Zimmerleute in Mitteleuropa jemals geschaffen haben, ist das Stadelbundwerk im nordöstlichen Oberbayern. Das Bundwerk ist außen sichtbar und besitzt keine Gefachfüllung, wie es beim Fachwerk üblich ist. Von innen wird das Bundwerk verschalt oder offen genutzt.

Bunker

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Bunker sind Schutzbauten aus dicken, zum Teil meterdicken Betonmauern, die über oder unter der Erde errichtet wurden, um bei kriegerischen Auseinan­der­setzungen der Bevölkerung einen gewissen Schutz vor Bombardements zu bieten. Bunker wurden vor allem während des sog. Dritten Reichs errichtet und stehen zu einem erheblichen Teil noch heute in den deutschen Städten - meistens durchnässt und mit Rostfahnen der Bewehrung verunziert. Um Bunker zu sprengen, sind gewaltige Sprengladungen nötig, was Evakuierungen der Bevölkerung in einem Radius von einem Kilometer nötig machen würde. Um das zu vermeiden, haben die Stadte ihre Bunker einfach stehen gelassen. Teilweise können Bunker als Lagerräume, manchmal auch als Wohngebäude genutzt werden (siehe Foto). In solchen Fällen sorgen die dicken Betonmauern zwar im Hochsommer für kühle Innenräume, im Winter aber für Kälte und erhebliche Heizkosten.

Buntbartschlüssel

Der Buntbartschlüssel zeichnet sich durch die verschiedenen Formen des Schlüsselbartes aus. Die Verwendung eines Buntbartschlosses findet man meistens bei Innentüren. Diese Schlossart entspricht nicht mehr dem heutigen Sicherheitsstandard.

Buntfarben

auch: Buntfarbe

Bezeichnung für fertig abgetönte Dispersionsfarben, wie sie als Wandfarben im Innenbereich eingesetzt werden. Buntfarben geben dem Anwender die Sicherheit, auch beim Nachkauf eines Farbeimers immer dieselbe abgetönte Farbe zu erhalten und auftragen zu können.

Buntglas

Als Buntglas wird jede Art von Glas bezeichnet, dessen Farbe in Abhängigkeit von seinen Rohstoffen farbig ist. Bei Flaschen findet man meist findet grünes oder braunes Glas. Im Bauwesen wird buntes Glas aber auch in fast allen anderen Farben verwendet wie zum Beispiel bei Glasmosaiken oder Fensterbildern. Um die Farbe beim recyceln beizubehalten können, wird das Buntglas getrennt gesammelt.

Buntmetall

auch: Buntmetalle

Mit Buntmetall werden die "farbigen" Metalle bezeichnet, in erster Linie Kupfer mit seinen Legierungen, aber auch Zink, Blei, Nickel, Zinn, Chrom u.a.. Die Kupferlegierungen zeigen je nach Cu-Gehalt Farben von gelb bis rotbraun. Im einzelnen unterscheidet man: - Messing (Kupfer-Zink-Legierung ggf. mit Blei und anderen Zusätzen), - Tombak (Messing mit über 67 % Kupfer), - Bronze (Kupfer und Zinn) - Rotguss (Kupfer, Zink und Zinn). Buntmetalle werden gerne als Verzierungen oder Beschläge verwendet.

Buntsteinputz

auch: Buntsteinputze

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Buntsteinputz ist eine besonders dekorative Variante eines Kunstharzputzes bei unterschiedlichen Korngrößen zwischen 1 und 2 mm. Technisch gehört er zu den sogenannten Dünnschichtdeckputzen. Durch naturfarbene Marmorkörnungen, eingefärbte Quarzkörner oder kleingemahlenen Kies unterschiedlicher Färbung entsteht ein "Multicolor"-Effekt. Durch Zugabe von Glimmer kann dieser Effekt noch gesteigert werden. Buntsteinputze sind unempfindlich und abwaschbar und werden deshalb gerne in Treppenhäusern von Mehrfamilienhäusern angebracht. Das Einsatzgebiet liegt also vorwiegend im Innenbereich. Es sind jedoch auch Buntsteinputze für Fassaden, Außensockel und dergleichen im Handel. Andere Bezeichnungen für den Buntsteinputz sind Mosaikputz und Natursteinputz.

Bürgerbeteiligung

Das Baugesetzbuch sieht die Beteiligung der Bürger an der Bauleitplanung vor. Diese erfolgt in zwei Phasen: Im Rahmen einer öffentlichen Anhörung werden dem Bürger die allgemeinen Ziele und Zwecke einer Planung erörtert. Hier können direkt alternative Planungsvorschläge eingebracht werden oder es kann Kritik geäußert werden. Ort und Termin teilt die öffentliche Presse mit. In einem zweiten Schritt erfolgt eine öffentliche Auslegung des überarbeiteten Planentwurfs. Er kann vier Wochen lang vom Bürger eingesehen werden. In dieser Zeit können Anregungen schriftlich eingereicht werden. Ort und Zeit der öffentlichen Auslegung stehen im Amtsblatt der jeweiligen Kommune sowie in den Tageszeitungen. Die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein informiert betroffene Unternehmen zusätzlich mit direktem Anschreiben.

Bürgerhaus

auch: Bürgerhäuser

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Unter einem Bürgerhaus wird mehrheitlich ein Gebäude verstanden, in dem vor allem in den Weltstädten wie Paris, Wien, Budapest oder Berlin das sog. Großbürgertum zur Miete wohnte, wobei sich die Bürgerhäuser durch Fassadenstuck, Erker, große und hohe Zimmer und durch ein Zimmer für das "Hausmädchen" auszeichneten. Hausmädchen, das waren Mädchen vom Lande, die froh sein durften, in der Stadt in Stellung gehen zu können. Bürgerhäuser dieser Art wurden ab etwa 1870 errichtet und dienten dem gehobenen Bürger-, Beamten- und Kaufmannstum als Heimstätte, wobei die Familien oft eine ganze Etage für sich in Anspruch nahmen. Bürgerhäuser mit mehreren Etagen wurden schon Ende des 19. Jahrhunderts mit Aufzügen ausgestattet. In Paris wurden im Souterrain Hausmeisterwohnungen eingebaut, in denen (oft noch bis heute) eine Concierge ihres Amtes waltet. Das Gegenstück zu einem Bürgerhaus sind Patrizierhäuser, die meist nur von einer wohlhabenden Familie bewohnt wurden und Arbeiterhäuser, wie sie im Zuge der Industrialisierung in den städtischen Randgebieten entstanden, teilweise aber auch von den Fabrikanten für ihre Mitarbeiter gebaut wurden, wobei Arbeitersiedlungen entstanden sind, die heute teilweise unter Denkmlaschutz stehen.

Bürgersteig

Ein Haus ohne Bürgersteig gibt es in Deutschland eigentlich nicht. Der Bürgersteig ist ein befestigter Gehweg, der an Häuserfroten vorbei führt und Fußgängern vorbehalten bleibt, obwohl Bürgersteige oft auch halbseitig zugeparkt werden oder als Fahrradwege dienen. Damit nicht jeder Bürgersteigabschnitt vor jedem Haus auf andere Art gepflastert oder plattiert wird, übernimmt die Stadtverwaltung den Bau der Gehwege und legt die Kosten dafür auf die Hausbesitzer um. Diese sind dann auch verpflichtet, bei Schnee und Glatteis den Bürgersteig zu räumen. Über die Breite eines Bürgersteigs gibt es keine Normen. In historischen Innenstädten können Bürgersteige so schmal sein, dass darauf nur ein Hungerkünstler Platz hat. Andererseits können Bürgersteige vor allem in Städten mit Prachtstraßen und viel Tourismus auch die Breite eines Boulevards einnehmen, wobei diese Breite ebenfall sehr unterschiedlich sein kann.

Burgunder Verband

Bürocontainer

Der Bürocontainer ist ein Systemcontainer, der für Bürozwecke ausgestattet ist und vorübergehend aufgestellt wird, wenn etwa Unternehmen ganz oder teilweise einen Brandschaden hatten oder wenn wegen unerwarteter Auftragslage schnell zusätzlicher Büroraum benötigt wird.

Büroturm

auch: Bürotürme

Der Büroturm ist eine Variante des Hochhauses. Bürotürme sind jedoch mehrheitlich keine "Rundtürme", sondern quadratische oder relativ schmale rechteckige Bauwerke.

Bürste

auch: Bürsten

Bürstendichtung

auch: Bürstendichtungen

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Bürstendichtungen finden vor allem Verwendung bei Schiebetüren, wo sie in den Türrahmen eingebaut werden, um als Puffer zu wirken und Luftzug zu unterbinden bzw. einzuschränken.

Bürstenholz

auch: Buerstenholz

Begriff aus dem Holzhandel. Bei Holzauktionen prüfen Bieter, welche Stämme für die Anfertigung hochwertiger Bürsten ersteigert werden sollen. Als Bürstenholz wird fast ausschließlich Buche verwendet. Der auf solche Hölzer spezialisierte Handel bietet dann Rohlinge für über 100 Bürstenarten an. So gibt es z. B. Kleider-, Baby-, Bäcker-, Grillpinsel- oder Eckenbürstenhölzer.

Bürstenmolch

siehe Molch.

Bürstenstreichverfahren

Das Bürstenstreichverfahren ist ein Verfahren zur Verarbeitung von Bitumenbahnen. Allerdings wird dieses Verfahren heute nicht mehr angewendet. Beim Bürstenstreichverfahren werden Dachdichtungs- und Dachbahnen verwendet. Folienkaschierte Bahnen sind nicht dafür geeignet. Zur Verarbeitung im Bürstenstrich verfahren wird die Heißbitumenklebemasse vor die Bahn in Bürstenstrichbreite quer zur Verlegerichtung so reichlich aufgetragen, dass beim Einrollen der Bahn vor der Rolle in ganzer Bahnenbreite ein Klebemassenwulst entsteht. Dazu muss die aufzuklebende Bahn fest aufgerollt sein. Der Einsatz eines Wickelkerns ist zu empfehlen. An den Bahnenrändern längs und quer muss die Bitumenklebemasse sichtbar heraustreten. Bei Unter- und Zwischenlagen sollte das austretende Klebebitumen glattgestrichen werden. Bei fabrikmäßig bestreuten Bitumenbahnen ist das an der sichtbaren Kante herausgequollene Bitumen durch geeignete Maßnahmen zu entfernen oder es ist in die noch heiße Klebemasse gleiches Bestreuungsmaterial einzustreuen.

Bürstentechnik

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Lasurtechnik, um der Wand ein unverwechselbares Aussehen zu geben. Bei der Bürstentechnik wird mit einer Bürste gearbeitet, je nach angestrebtem Effekt wird mit dick- oder dünnflüssiger Farbe gearbeitet. Die Farbe wird großflächig aufgetragen und später weggebürstet, wodurch die Effekte entstehen.

Buschlage

auch: Buschlagen

Butan

auch: Butangas

Farb- und geruchloses Flüssiggas, das bei der Erdölverarbeitung anfällt.

Butylband

auch: Butylklebeband, Butylbänder

Beidseitig selbstklebendes Dichtungsband auf Butylkautschukbasis mit elastoplastischer Eigenschaft. Zum Abdichten von Dampfbremsen bzw.-sperren, Folienanschlüssen im Fenster-und Fassadenbau. Verklebung von Folien- und Unterspannbahnen zu Metallen, Holz, Kunststoffen, Beton und Stein. Butylklebebänder sind auch für den Außenbereich geeignet.

Butyl-Kautschuk

auch: Butylkautschuk

Dieser Kautschuk zählt zur Gruppe der Elastomere. Der Kunststoff zeichnet sich der durch Beständigkeit gegen Heißluft, Bewitterung und Ozoneinfluß aus. Das Elastomer zeigt geringe Gasdurchlässigkeit, gute Chemikalienbeständigkeit sowie bis 100°C sehr guten Dämpfungseigenschaften gegen Schwingungs- und Stossenergie. Im Niedertemperaturbereich bleibt Butylkautschuk bis -70°C elastisch. Die Haupteinsatz- und Anwendungsgebiete für Butylkautschuk sind Luftschläuche und Reifeninnenseelen, Heizbälge, Dampfschläuche und Behälterauskleidungen. Weitere Einsatzgebiete sind Folien, Membranen und unvulkanisierte Dichtmassen und Bänder.

Butylklebeband

siehe Butylband.

Bypass

auch: Beipass

Was im Winter sehr gut ist, kann an einem heißen Sommertag auch mal unerwünscht sein: die Wärmerückgewinnung aus Abluft. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung können daher mit einem Bypass bzw. Beipass ausgestattet sein. Dieser zweigt vom Umluftkanal ab und ermöglicht es, einen Teil der Umluft oder Mischluft am Wärmetauscher vorbeizuleiten. Dies kann vollautomatisch geschehen, indem der Bypass die Temperaturen in den Lufströmen misst.

Bypassdiode

auch: Bypassdioden

Die Bypassdiode ist ein Halbleiterbauteil, das antiparallel zur Solarzelle geschaltet ist. Sie hat den Sinn, den von belichteten Solarzellen erzeugten Strom an den z.B. durch Schattenwurf oder Schmutz unbelichteten Solarzellen vorbeizuleiten. Ohne Bypassdioden käme der Strom nur mit Verlusten durch die Zellen durch.