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Abaca

auch: Manilahanf

Die Abacafaser (auch Manilahanf genannt) wird aus einer Unterart der Bananenpflanze ausschließlich auf den Philippinen gewonnen und dort zu Meisterwerken ‚primitiver’ Webkunst verarbeitet, so z.B. von dem Naturvolk der Tiboli auf der größten der philippinischen Inseln Mindanao. Aufgrund ihrer Sprödigkeit bedarf es einer großen Fingerfertigkeit bei der Verarbeitung dieser Faser. Außer für Stoffe findet Abaca vor allem für industrielle Produkte wie Seile und Kordeln, Teebeutel, Papier sowie als Verstärkung von Dämmstoffen und Kunststoffen Verwendung.

Abachi

Afrikanisches Holz von gelblich bis gelbgrauem Farbton, wird verwendet als Blindholz, aber auch als Konstruktionsholz für innen, für Leisten, für den Modellbau.

Abakus

Ein Abakus ist eine meist rechteckige oder quadratische Deckplatte, die den oberen Abschluss des (antiken) Kapitells bildet. Der Abakus der dorischen Säule ist ebenflächig und ungegliedert, der des ionischen und korinthischen Kapitells durch Hohlkehle und Leiste profiliert, vielfach auch mit Blattwerk oder anderem Ornament verziert. Beim Kapitell der korinthischen Ordnung und beim Kompositkapitell sind die Seiten des Abakus konkav geschwunden. Während der Abakus in der Baukunst der Antike und den sie nachahmenden Baustilen die Regel ist, tritt in der frühchristlich-byzanthinischen Baukunst häufig ein Kämpferaufsatz an seine Stelle. Bei der sogenannten protodorischen Säule (protodorische Säule) ersetzt der ungegliederte Abakus das Kapitell (Abakussäule). In der mittelalterlichen Baukunst konnte der Abakus ganz entfallen.

Abarco

auch: Jequitibá

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Abarco ist ein südamerikanisches Tropenholz, das dort vor allem in Kolumbien und Venezuela zu finden ist. Der Splint ist hellgrau bis gelblich rosa und etwa 3 bis 6 cm breit. Das Kernholz ist rotbraun und verblasst bei starkem Licht etwas. Nur selten ist es durch unterschiedliche Färbung leicht streifig. Das Holz ist mäßig schwer, der Einschnitt des frischen Holzes verläuft meist ohne Schwierigkeiten. Bei trockenem Holz werden die Werkzeuge aufgrund von Kieseleinlagerungen leicht stumpf. Hobelflächen und Kanten sind von besonderer Glätte. Für Nagelungen und Verschraubungen ist bei Abarco vorzubohren, Verleimungen halten gut. Als Schnittholz wird Abarco für den Innen- und Außenbau verwendet, für Kleinmöbel, Profilbretter, Rahmenhölzer, Leisten, Treppen und Parkett. Als Furnier findet das Holz Anwendung auf Innen- und Außenflächen von Möbeln sowie für Türen und Vertäfelungen.

Abaton

siehe Abort.

Abbauhammer

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Der Abbauhammer ist ein hauptsächlich im Bergbau eingesetztes Werkzeug zur Gewinnung von Kohle. Es wird mit Druckluft betrieben und ist vergleichbar mit einem Drucklufthammer. Die Maschine wird auch für alle möglichen Abbrucharbeiten sowie zum Erarbeiten von Durchbrüchen in Beton verwendet.

abbeilen

auch: behauen, beihauen

Als "Abbeilen" bezeichnet man das Entfernen starker Wurzelanläufe vor dem Fällen eines Baumes. Hierdurch wird das Anlegen eines Fällschnittes begünstigt, außerdem das nachfolgende Rücken, Beladen, der Transport, die Entrindung und der Einschnitt des Stammes im Gatter erleichtert. Das Abbeilen wird mit der Axt vorgenommen (auch als Behauen oder Beihauen bezeichnet). Wird das Fällen mit der Motorsäge durchgeführt, ist Entfernung der Wurzelanläufe damit günstiger.

abbeizen

Abbeizen bezeichnet das Ablösen einer oder mehrerer alter Farbschichten durch Auftragen flüssiger oder pastöser Abbeizmittel. Ist die Farbschicht aufgeweicht, kann sie abgewischt oder mit einem Spachtel abgehoben werden.

Abbeizer

siehe Abbeizmittel.

Abbeizhaube

auch: Abbeizhauben

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Abbeizhauben werden zur Fassadenreinigung eingesetzt. Sie dienen als Spritzschutz beim Dreckfräser, und sorgt für gleichzeitige Absaugung in Verbindung mit einem Nass-/ Trockensauger. Das kostspielige Anbringen von Schmutzwasserfangrinnen wird so überflüssig. Vor allem wenn beim Hochdruckreinigen chemische Zusatzmittel eingesetzt werden, darf das Abwasser nicht in den Boden gelangen. Abbeizreste, auch wenn sie biologisch abbaubar sind, dürfen nicht in die Kanalisation gelangen.

Abbeizmittel

auch: Abbeizer

Als Abbeizmittel werden verschiedene Mittel zum Entfernen von Farbe, Lack oder anderen Anstrichstoffen verstanden. Chemisch sind diese Abbeizmittel entweder alkalisch, sauer oder neutral. Zu den alkalischen Abbeizmitteln zählen z.B. Salmiakgeist (Ammoniak)Natriumhydroxid, oder Kaliumhydroxid. Diese ätzenden Mittel verwendet man zum Abbeizen von Kunstharzfarben. Damit alkalische Abbeizmittel das Holz oder andere Materialien nicht schädigen, muss der Untergrund nach der Anwendung mit schwachen Säuren neutralisiert werden. Zum Schutz vor den beißenden Dämpfen ist auf eine ausreichende Belüftung zu achten. Neben den alkalischen gibt es och lösende Abbeizmittel mit Methylenchlorid und Methanol). Diese sollte jedoch möglichst nicht verwendet werden, das sie sehr giftig sind. Eine Alternative zu Abbeizmitteln stellt die Heißluftpistole dar. Mit ihr lassen sich Lacke und anderen Beschichtungen thermisch lösen. Auch hier ist auf eine ausreichende Belüftung zu achten, da durch die Hitzebehandlung krebserregende Gase freigesetzt werden können, die die Lunge belasten. Daher sollten unbedingt Masken getragen werden und die Dämpfe über einen Aktivkohlefilter abgesaugt werden. Alte Möbel, die nicht mit Kunstharzlacken behandelt wurden, können mit Pflanzenseifen oder Soda behandelt werden. Auch das mechanische Entfernen der Beschichtungen mit einer Ziehklinge oder einem Hobel ist möglich. Es sollte dabei wieder eine Schutzmaske getragen werden, um das Einatmen von Farbstaub oder Holzstaub zu vermeiden. Das Abziehen mit der Ziehklinge bzw. dem Abzieher eignet sich aber nur für große, ebene Flächen.

Abbeizpinsel

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Der Abbeizpinsel besitzt kräftige Nylonborsten, die in einer Kunststofffassung stecken. Dadurch hält er den stärksten Abbeizern stand.

Abbindebeschleuniger

abbinden

Gängige Bezeichnung aus dem Bauwesen für das stufenweise Trocknen von Beton, Mörtel, Estrich, Spachtel, Putzen und dergleichen, bis der Klebevorgang beendet ist und sich die ehemals breiige Masse fest mit dem Untergrund verbunden hat. Je nach Material muss die Abbindezeit genau beachtet werden, bevor eine Weiterverarbeitung erfolgen kann. Bei Fließestrich kann der Vorgang beispielsweise drei Wochen dauern. Bei Beton spricht man nicht von abbinden, sondern von erstarren.

Abbindeverzögerer

Abbindewärme

Abblättern

1. Farbe: Das Ablösen von Farbstücken vom Untergrund, verursacht durch einen Verlust an Haftvermögen und/oder Elastizität.2. Beton: Dünne Schichten lösen nach Frost oder durch Tausalz von der Betonoberfläche ab. Ursachen sind möglicherweise ein zu hoher Wassergehalt der Betonmischung, mangelhafte Vorbehandlung der Schalhaut oder zu frühes Entschalen.

Abbrandgeschwindigkeit

auch: Abbrandgeschwindigkeiten

Die Abbrandgeschwindigkeit bezeichnet die Geschwindigkeit, die zum Beispiel Holzbalken im Brandfall benötigen, um in Holzkohle überzugehen und somit ihre Tragfähigkeit zu verlieren. Die Brennbarkeit von Holz wird durch verschiedene Faktoren wie Holzart, Rohdichte oder Verhältnis Oberfläche zu Volumen beeinflusst. Die oberste Holzkohleschicht bildet dabei aber auch eine Schutzschicht für das darunterliegende Holz. Die Abbrandgeschwindigkeit liegt dadurch für Nadelholz bei etwa 0,7 mm pro Minute. Ein Holzbalken kann somit mit unter länger seine Tragfähigkeit behalten als ein Stahlträger. Dieser versagt auf einen Schlag und nicht allmählich wie ein Holzbalken.

Abbrandrate

Abbrechklingen

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Abbrechklingen sind Bestandteil vieler Universalmesser. Sie bestehen aus einer dünnen, elastischen Schneide unterschiedlicher Breite mit gleichmäßigen Einkerbungen. Sobald die Messerspitze unscharf geworden ist, kann sie abgebrochen und mit der neuen Messerspitze, die aus dem Griff nach vorn geschoben wird, kann dann weitergearbeitet werden. Universalmesser mit Abbrechklingen werden auch als ausgesprochene Billigprodukte angeboten. Hier ist Vorsicht am Platze!

Abbrennen

siehe Flammstrahlen.

Abbrenngerät

auch: Abbrenngeräte

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Abbrenngeräte sind der große Bruder der Heißluftpistole. Sie werden im Malerhandwerk immer dann eingesetzt, wenn große Flächen von Lacken und Altanstrichen zu befreien sind und das Arbeiten mit einem Farbschaber oder der Heißluftpistole zu zeitaufwendig und mühsam ist. Abbrenngeräte verfügen über eine Kaltstufe und unterschiedliche Heizstufen. Sie können jedoch nicht nur zum Abbrennen von Lacken, sondern auch zum schnelleren Trocknen neuer Lackierungen verwendet werden.

Abbrennpistole

auch: Abbrennpistolen

Andere, vor allem im Malerhandwerk geläufigere Bezeichnung für Heißluftpistole.

Abbrennstumpfschweißen

Beim Abbrennstumpfschweißen werden die zu verbindenden Stahlteile unter Strom gesetzt. Bei Annäherung zündet der Lichtbogen, bei Berührung gehen die gegenseitigen Flächen in einen teigigen Zustand über, sie werden dann aufeinander gepresst und dabei lokal gestaucht. Dieses Schweißverfahren findet Anwendung bei dünnen Werkstückanschlüssen, z.B. bei Rohrverbindungen, bei Verbindungen von hochwertigen Stählen mit billigen unlegiertem Stahl, und Schienen (nicht auf der Baustelle).

Abbruch

auch: Abbrüche

Für den bekannten Begriff Abbruch wird in Fachkreisen auch der Begriff „Rückbau“ verwendet. Ein vorhandenes Bauwerk kann generell mit verschiedenen Methoden abgebrochen werden (siehe (%Abbruchverfahren) oder auch durch Sprengung und dann Zerkleinerung der restlichen Teile durch den Einsatz von hydraulischem Gerät). Der „Rückbau“ beinhaltet im Hochbau die exakte Trennung nach Entsorgungsgesichtspunkten und evtl. Wiederverwertung (Recycling) von noch brauchbaren Einzelteilen.

Abbruchbagger

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Ein Abbruchbagger ist ein speziell für Abbrucharbeiten entwickelter Bagger, der natürlich auch beispielsweise für Tiefbauarbeiten verwendet werden kann. Damit er an höhere Gebäude heranreicht, ist er mit einem langen, stabilen Ausleger ausgestattet, an dessen Ende die verschiedenen Anbaugeräte wie Scheren und Greifer befestigt werden. Die Fahrerkabine ist in der Regel hydraulisch kippbar. Dadurch kann der Fahrer den Arbeitsbereich auch bei großen Reichhöhen bestens einsehen und zugleich eine entspannte Körperhaltung einnehmen.

Abbruchgebot

auch: Rückbaugebot, Abbruchgebote

Wird eine Baumaßnahme (z.B. Wohnhaus) gegen die Festsetzungen eines rechtskräftigen Bebauungsplans errichtet, stehen der Bauaufsichtsbehörde folgende baupolizeiliche Möglichkeiten zur Verfügung, den rechtmäßigen Zustand wieder herzustellen: Nach Feststellung des baurechtwidrigen Zustands folgt zuerst die Baueinstellung, dann die Nutzungsuntersagung und als schärfste Waffe die Abbruchanordnung (§ 179 Baugesetzbuch). Mit einem solchen Abbruchgebot, vereinzelt auch als Rückbaugebot bezeichnet, kann die Gemeinde einen Grundstückseigentümer dazu verpflichten, ein Gebäude oder eine andere bauliche Anlage (z.B. eine Stützmauer) ganz oder teilweise wieder zu beseitigen. Von einem Abbruchgebot ist ebenfalls eine baufällige „Bruchbude“ bedroht, wenn durch ein solches Gebäude eine Gefährdung ausgeht und andere Sicherungsmaßnahmen nicht dazu führen, den standsicheren Zustand auf Dauer zu gewährleisten.

Abbruchhammer

auch: Abruchhämmer

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Elektrisch oder mit Druckluft betriebenes Werkzeug für Abbrucharbeiten und Mauerdurchbrüche. Abruchhämmer besitzen meist eine Sechskant-Werkzeugaufnahme für Flachmeissel oder Spitzmeissel. Abruchhämmer haben das gleiche Arbeitsprinzip wie Meißelhämmer, sind aber im Gegensatz zu diesen größer und schwerer. Ausgelegt sind sie für die Arbeitsposition senkrecht nach unten. Abbruchhämmer wiegen etwa 15 bis 30 kg. Ihr Hauptvorteil gegenüber einem Drucklufthammer ist die Anschlussmöglichkeit an das normale Stromnetz oder an mobile Stromerzeuger und damit Unabhängigkeit von schweren Kompressoren und sperrigen Hochdruckschläuchen.

Abbruchkosten

Zu den Abbruchkosten gehören neben den Aufwendungen für den eigentlichen Abbruch (siehe Abbruchverfahren) auch die Kosten für die Beseitigung des Bauschutts und die eventuell zu zahlende Gebühr für die Abbruchgenehmigung. Wird ein Gebäude in Abbruchabsicht erworben, werden die Abbruchkosten den Herstellungskosten dann zugerechnet, wenn der Abbruch mit der Herstellung eines neuen Gebäudes in engem wirtschaftlichen Zusammenhang steht. Bei Nichtbebauung tritt keine steuerliche Entlastung ein. Bei Abbruch eines Gebäudes, das ohne Abbruchabsicht erworben worden ist, sind Abbruchkosten und Restwert als Werbungskosten abzugsfähig. Ein Erwerb ohne Abbruchabsicht wird i.d.R. angenommen, wenn der Abbruch nach Ablauf von drei Jahren seit Abschluss des Kaufvertrages erfolgt.

Abbruchreife

Ein Bauwerk ist dann "abbruchreif", wenn eine Sanierung oder der Unterhalt aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr vertretbar ist. Vorsicht ist bei Grundstücken mit abbruchreifen Gebäuden geboten, wenn diese zu absoluten Schnäppchenpreisen angeboten werden. Der Abbruch von Gebäuderesten kann nämlich weitaus teurer werden, als man dies in der ersten Euphorie für sich veranschlagen mag. Tipp: In solchen Fällen sollte man entweder mehrere Kostenvoranschläge einholen und sich an einem Durchschnittswert aus diesen Kostenvoranschlägen orientieren oder mit dem zu beauftragenden Abbruch- und Entsorgungsunternehmen einen Pauschalpreis vereinbaren. Es gibt auch noch eine weitere preiswerte Art, sich der Reste zu entledigen: Sie kostet lediglich eine Anzeige, in der man den Altbau zum Ausschlachten wieder verwertbarer Baustoffe anbietet. Die Finger sollte ein potenzieller Käufer in jedem Fall dann von einem Grundstück lassen, wenn kein Baurecht besteht, die Erschließung nicht gesichert ist, oder die Belastungen aus dem Grundbuch oder dem Baulastenverzeichnis das gewünschte Bauvorhaben behindern.

Abbruchschere

auch: Abbruchscheren

Die Abbruchschere ist u.a. ein Anbaugerät für den Kompaktlader. Sie dient zum Zerkleinern von Beton und zum Schneiden von Rundstahl, Betonrippenstahl, Drahtgeflecht, Winkeleisen und Doppel-T-Trägern.

Abbruchverfahren

auch: Konventioneller Abbruch, Selektiver Abbruch, Selektiver Rückbau

Prinzipiell wird zwischen drei Abbruchverfahren unterschieden: -Konventioneller Abbruch, beispielsweise mit der Abrissbirne, verursacht sowohl erhebliche Umweltbeeinträchtigungen durch Lärm, Staub und Erschütterungen als auch erhöhte Entsorgungskosten für die anfallenden Baumischabfälle. -Selektiver Abbruch mit einer Trennung von grundsätzlich verschiedenen Materialien bereits auf der Baustelle. Die Zahl der getrennten Fraktionen variiert stark und wird maßgebend durch die lokalen Abfallgebührensatzungen bestimmt. -Selektiver Rückbau , überwiegend durch Demontage in umgekehrter Reihenfolge des Auf- oder Einbaus von Bauwerksteilen, erzielt die höchste Reinheit des Abbruchmaterials und damit auch die besten Wiederverwertungsmöglichkeiten, bedeutet aber gleichzeitig einen erhöhten Einsatz an Arbeitskräften und stellt erhöhte Anforderungen an die Qualifikation.

Abbruchziegel

Abbruchziegel sind Mauerziegel aus Abbruchbauwerken, die für Neubauten oder zur Restaurierung anderer Altbauten wiederverwendet werden. Zuvor müssen die Ziegel sorgfältig von Mörtelresten und Putzen befreit werden. Abbruchziegel waren vor allem nach dem 2.Weltkrieg ein begehrter Baustoff beim Wiederaufbau Deutschlands.

Abbund

Als Abbund wird das das exakte und systemgerechte Zusammenstellen von zugeschnittenen Balken und Hölzern für die Weiterverarbeitung durch den Zimmermann bezeichnet. Abgebunden werden beispielsweise eine Fachwerkwand, Balkenlagen und Dachkonstruktionen.

Abbundseite

siehe Bundseite.

Abbundziffer

Die Abbundziffer dient zur Kennzeichnung der einzelnen Hölzer einer Gefügeeinheit beim Abbund.

Abdachung

Eine Abdachung ist die natürliche Neigung eines Geländes. Sie kann von der Schichtlagerung oder der tektonischen Schrägstellung einer Scholle bedingt sein. In der Holzbearbeitung ist eine Abdachung das Abschrägen des Werkstücks.

Abdeckband

siehe Malerkrepp.

Abdeckfolie

auch: Abdeckfolien

Reißfeste, jedoch sehr dünne Folie aus PVC zum Schutz von Möbeln, Wänden und Boden vor Staub, Farbe, Schmutz und Nässe bei Arbeiten im Innenbereich. Sie ist beispielsweise bei Malerarbeiten unentbehrlich. Durch eine spezielle Folienstruktur werden herunterlaufende Farbtropfen abgebremst. Zudem schmiegt sich die Folie besonders gut dem Untergrund an. Manche Abdeckfolien besitzen ein integriertes Maler-Krepp, so dass die Folie auch gleich festgeklebt werden kann. Bei der Verlegung von Naturstein sollten nur diffusionsoffene, nichtfärbende Materialen zum Einsatz kommen. Spanplatten können unter Umständen wegen ihres Lignin-Gehaltes Verfärbungen bei verschiedenen Natursteinen verursachen. Bei Abdeckungen mit diffusionsdichtem Material kann der entstehende Dampfdruck, während der Austrocknungsphase vor allem schädigen.

Abdeckpapier

auch: Abdeckpapiere

Als Abdeckpapier bezeichnet man Rollenpapier, das beispielsweise bei schwimmendem Estrich (siehe Estrich auf Dämmlage) zur Vermeidung von Schallbrücken als Abdeckung zwischen Dämmung und Estrich gelegt wird.

Abdeckplane

auch: Abdeckplanen

Im Gegensatz zur Abdeckfolie, die aus hauchdünnem, transparentem PVC besteht und vor allem bei Malerarbeiten im Innenbereich eingesetzt wird, ist die Abdeckplane von robusterer Konsistenz. Sie kann aus glasklarem Polyethylen (PE), aus Polyester oder starkem PVC bestehen. Abdeckplanen werden meistens im Außenbereich eingesetzt, um angelieferte Baustoffe vor Nässe zu schützen. Auch als Not-Dachdeckung werden insbesondere Gewebeplanen eingesetzt, die meistens mit Ösen versehen sind und somit ein Festzurren der Planen erlauben. Der Einsatzbereich solcher Planen ist universell von der Abdeckung des Sandkastens bis zum Schutz eines Segelbootes. Der Herausgeber von "baulexikon.de" warnt jedoch ausdrücklich davor, solche Planen als Schwimmbadabdeckung zu benutzen.

Abdeckziegel

Abdeckziegel sind Mauer- oder Dachziegel, mit denen Mauern abgedeckt werden können. Besonders geeignete Dachziegel sind Biberschwanzziegel, Mönch und Nonne, Hohlpfannenziegel und Falzdachziegel.

Abdichtband

auch: Abdichtbänder

siehe Kompriband.

Abdichtung

auch: Abdichtungen

Unter dem Begriff "Abdichtung" werden drei Bereiche verstanden: die Abdichtung von Fugen im Hochbau, die Flachdachabdichtung und die Bauwerksabdichtung. Die Abdichtung dient dem Schutz des Gebäudes vor Wasser und Feuchtigkeit (gemäß DIN 18195). Sie bedeckt oder umschließt gefährdete Bauteile: z.B. werden Kelleraußenwände gegen versickerndes Niederschlagswasser, Bodenfeuchtigkeit und aufsteigendes Grundwasser mittels bituminöser Anstriche, Spachtelmasse oder Bitumenbahnen im Rahmen der sog. Schwarzen Wanne abgedichtet . Für druckwasserdichte Ausführungen empfehlen sich neben der sog. Weissen Wanne aus Beton die K-WANNE . Horizontal erfolgt die Sicherung der Kellerwände durch Horizontalsperren. Flachdächer werden gegen Regen und Schneewasser durch bituminöse Dachbahnen (z.B. Schweißbahnen) oder Polyethylen Folien (PE-Folien) geschützt. Kunststoffolien sind wiederum oft anfällig gegen UV-Strahlen, sie müssen deshalb selbst geschützt werden (z.B. durch eine Bekiesung oder Dachbegrünung). Aufgrund unterschiedlicher Anforderungen sind Dachabdichtungen und Bauwerksabdichtungen zu unterscheiden.

Abdichtungsbahn

auch: Abdichtungsbahnen

Abdichtungsbahnen werden für die Abdichtung von Bauwerken oder Bauteilen unter der Geländeoberkante verwendet. Dabei steht der Schutz vor Bodenfeuchtigkeit, Sicker- oder Schichtenwasser und vor drückendem Grundwasser im Vordergrund. Abdichtungsbahnen sind in der Regel beidseitig mit einer stärkeren Bitumenschicht versehenen. Die Trägerbahn besteht zum Beospiel aus Rohfilz, Jute, Glasvlies, Kupfer- oder Aluminummetallband. Auch PETP-Folie, die mit Feinsand bestreut ist kommt zum Einsatz.

Abdichtungsschleier

Abdichtungstechniken mit denen Gebäude nachträglich durch Injektionen  (Injektageverfahren) mittels Zementleim oder Kunststofflösungen gegen anstehendes oder drückendes Wasser abgedichtet werden, bezeichnet man als Abdichtungsschleier. Undichte Stellen am Bauwerk können durch derartige Techniken nachträglich abgedichtet werden.

Abdichtungsstoffe

Bei der Außenabdichtung kommen heute hauptsächlich (75-80%) kaltverarbeitbare Bitumenemulsionen (Bitumen-Dickbeschichtungen) zum Einsatz. Weiterhin finden mineralische Abdichtungsstoffe wie starre und flexible Dichtungsschlämmen, Sperr- oder Dichtungsputze und der WU-Beton Anwendung. Selbstklebende oder flexible Abdichtungsbahnen werden ebenfalls eingesetzt. Klassische Bitumenanstriche stellen mittlerweile eine Ausnahme dar. Bei der nachträglichen Innenabdichtung kommen überwiegend zementgebundene Abdichtungsstoffe wie Dichtungsschlämmen, wasserundurchlässige Putze, Mörtel oder Stopfmörtel zum Einsatz. Zementgebundene Abdichtungsstoffe haben u.a. den Vorteil, dass sie auf feuchten Untergründen eingesetzt werden können, sich homogen mit dem Baustoff verbinden und somit negativem Wasserdruck standhalten.

Abdrücken

Um die Dichtigkeit von Rohrleitungen zu prüfen, werden flüssige oder gasförmige Medien eingeleitet, was man als Abdrücken bezeichnet. Die Dichtigkeit muss insbesondere im Bereich von Formstücken und Rohrverbindungen überprüft werden.

Abdruckfestigkeit

auch: Abdruckfestigkeiten

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Die Abdruckfestigkeit ist die Eigenschaft eines Anstrichs, dass Gegenstände, die darauf abgestellt werden, keine Eindrücke hinterlassen. Farbe hat eine schlechte Abdruckfestigkeit, wenn in dem Anstrichfilm abgestellte Gegenstände (z.B. Bücher oder Geschirr) einen Abdruck hinterlassen (siehe Foto von Paint Quality Institute). Ursache kann die Verwendung einer seidenglänzenden oder glänzenden Farbe minderer Qualität sein. Ein Abdruck wird auch hinterlassen, wenn eine frisch gestrichene Fläche wieder benutzt wird, bevor sie völlig getrocknet ist.

abdunsten

auch: ablüften

Abdunsten oder auch ablüften ist das teilweise oder völlige Verdunsten  der flüchtigen Anteile von Lacken, ehe die Filmbildung vollendet ist und/oder eine weitere Beschichtung aufgebracht werden kann.

Abdunstzone

auch: Abdunstzonen

Die Abdunstzone ist der Teil der Lackieranlage, in dem frischlackierte Teile abdunsten können, bevor sie gebrannt werden. In der Abdunstzone herrschen Temperaturen von 30 - 50°C. Damit sich ein blasenfreier Film bilden kann, darf die Luftgeschwindigkeit nicht zu groß werden.

Abfackeln

Unter Abfackeln wird das gezielte Verbrennen von Gasmengen bezeichnet, die aus betrieblichen Gründen nicht genutzt werden können (z.B. bei (petro)-chemischen Anlagen oder Faultürmen). Dafür gibt es spezielle Vorrichtungen (Fackeln) im Freien. Je nach Montagehöhe wird zwischen Boden- oder Hochfackeln unterschieden. Um Rauchgasemissionen beim Abfackeln möglichst zu vermeiden, wird häufig Wasserdampf in den Bereich der Flamme eingeblasen.

Abfall

auch: Abfälle

Als Abfall werden alle bewegliche Sachen bezeichnet, deren sich der Besitzer entledigen will oder deren Entsorgung zur Wahrung des Allgemeinwohls geboten ist. Die Entstehung von Abfall sollte vermieden werden (siehe Abfallvermeidung), damit nicht zu viel der Müll Müllverbrennung zugeführt wird. Bei der Entsorgung von Abfällen dürfen die Gesundheit der Menschen sowie Flora, Fauna, Boden, Gewässer und Luft nicht beeinträchtigt werden. Die Belange des Naturschutzes, der Landschaftspflege und des Städtebaus sind zu wahren. Man unterscheidet verschiedene Abfallarten

Abfallarten

Wichtige Abfallarten sind Hausmüll, Sperrmüll, kommunale Abfälle, Gewerbemüll, Klärschlamm, tierische Reststoffe, Altreifen, Autowracks und die Sonderabfälle. Der auf dem Bau anfallende Abfall wird als Bauabfall bezeichnet.

Abfallbeseitigung

Die Beseitigung von Abfällen umfasst neben der endgültigen Ablagerung von Abfällen in Deponien alle vorherigen Behandlungsmaßnahmen. Dazu zählt beispielsweise die mechanische Trennung des Abfalls in verschiedene Fraktionen sowie die Stoffumwandlung durch Verbrennung der Abfälle (Abfallverbrennung). Ziel der geordneten, also entsprechend der Bestimmung des Abfallrechts erfolgenden Beseitigung ist die weitestgehende Isolierung der Stoffe von den Umweltmedien (Erde, Wasser, Luft), wobei mit den Maßnahmen der Abfallbehandlung teilweise eine Verlagerung von Stoffen in andere Umweltmedien einhergeht.

Abfallbörse

auch: Recyclingbörse, Abfallbörsen

Eine Abfallbörse oder Recyclingbörse ist eine Einrichtung, bei der nicht mehr benötigte, aber noch brauchbare Materialien oder Einrichtungsgegenstände abgegeben oder getauscht werden können. Abfallbörsen werden zum Beispiel von den Kommunen oder gemeinnützigen Einrichtungen eingerichtet und unterhalten. Hier können z.B. Möbel, elektronische Geräte oder Kleidungsstücke abgegeben werden. Diese werden bei Bedarf aufgearbeitet oder repariert und relativ preiswert wieder verkauft.

Abfallgrube

auch: Abfallgruben

Abfallgruben werden zur Entsorgung vom Müll im Erdreich angelegt. Abfallgruben gab es wohl schon vor Tausenden von Jahren. Damals wurde einfach alles in einer Grube verbuddelt, was nicht mehr benötigt wird. Das ist heute natürlich nicht mehr möglich. Vielmehr wird der Müll häufig in abgedichteten Deponien gelagert, die auch in einer Senke liegen können. Dies wäre die moderne Form einer Abfallgrube.

Abfallkompostierung

siehe Kompost.

Abfallpresse

siehe Müllpresse.

Abfallsammlung

auch: Abfallsammlungen

Unter Abfallsammlung werden alle Maßnahmen zum Einsammeln und Transportieren von Abfall zur Abfallbehandlungsanlage verstanden. Dabei sollte möglichst umweltschonend und kostengünstig passieren. Die Abfallsammlung erfolgt heutzutage in der Regel nach Abfallarten getrennt. So wird der Restmüll, Papier, Biomüll, Altglas und Abfall mit dem grünen Punkt in der Regel separat eingesammelt. Darüber hinaus gibt es noch Sondermüll oder Bauschutt, der auf Wunsch mit einem Container abgeholt wird.

Abfallsatzung

Jede Stadt, Gemeinde, Kommune oder jeder Kreis hat in der Regel eine Abfallsatzung. In der Abfallsatzung findet man z.B. Regelungen über die Getrennthaltung von Abfällen, den Anschluss- und Benutzungszwang und den Ausschluss von Abfällen von der Entsorgung. Zudem gibt die Abfallsatzung darüber Auskunft, welche Abfallgefäße es gibt, welche Getrenntsammelsysteme angeboten werden und wie die Gebühren erhoben werden. Die Satzung wird in der Verbandsversammlung von allen Mitgliedskommunen beraten und beschlossen.

Abfallschacht

auch: Abfallschächte

Abfalltrennung

Abfalltrennung ist heute allgemein üblich. Nur mit einer sauberen Abfalltrennung ist eine Wiederverwertung von Wertstoffen sichergestellt. Eine Abfalltrennung ist nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus ökonomischen Gründen ratsam. Bei vollständiger Abfalltrennung sind im Vergleich zu der Variante "Alles in die Hausmülltonne" deutliche Einsparungen bei den Entsorgungskosten möglich. Vor allem dann, wenn zusätzlich noch die Recyclinghöfe genutzt werden und vielleicht sogar selbst kompostiert wird. Abfalltrennung fängt beim Papiermüll an, geht weiter bei Glas und Verpackungen und endet noch lange nicht bei Biomüll, Sperrmüll, Elektroschrott und dem Restabfall. Auch Schadstoffe müssen getrennt von restlichen Abfall entsorgt werden. Wer Altmetalle wegwerfen möchte, tut besser daran, diese bei einem Altmetallhandel zu Geld zu machen.

Abfallverbrennung

Abfallverdichter

siehe Müllpresse.

Abfallverdichtung

auch: Ballenpressen, Kastenpressen, Presscontainer, Mehrkammerpressen, Dosenpressen, Fasspressen, Rollverdichter, Schneckenverdichter

Zur Verringerung des Raumbedarfs von Müll ist mitunter eine Abfallverdichtung notwendig. Zudem werden durch das Zusammenpressen von Abfällen Hohlräume vermieden. Zur Abfallverdichtung werden z.B. Ballenpressen, Kastenpressen oder Presscontainer eingesetzt. Zudem kommen Mehrkammerpressen, Dosen- und Fasspressen, Rollverdichter und Schneckenverdichter zum Einsatz. Auch mit stationären Pressen kann eine Abfallverdichtung vorgenommen werden. Das Volumen des Abfalls kann durch eine Verdichtung um bis zu 95 Prozent reduziert werden. Das spart zum einen Kosten und zum anderen ist eine ökonomische Weitervermarktung von Wertstoffen möglich.

Abfallvermeidung

Abfallvermeidung ist ein zentrales Ziel der deutschen Umweltpolitik. Sie wird erreicht durch Reduktion von Restmüll, sinnvolle Mehrwegsysteme, weniger Materialverbrauch bei der Produktion und eine Kreislaufwirtschaft bei unvermeidbaren Abfällen, d. h. durch Sammlung gebrauchter Produkte und anschließendes Recycling.

Abfallverwertung

Die Abfallverwertung umfasst Maßnahmen, die dazu dienen, im Abfall enthaltene Wertstoffe bzw. Energiepotentiale zu verwerten (Recycling, getrennte Sammlung, Sortierung von Müll, Verpackungsverordnung). Wichtige Verfahren zur Nutzung von Wertstoffen sind zum Beispiel Abfallverbrennung, Kompostierung, Pyrolyse. Im Sprachgebrauch, besonders in der Werbung, wird Abfallverwertung oft mit Abfallvermeidung gleichgesetzt, was jedoch falsch ist. Denn Ziel der Abfallvermeidung ist es, Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen, wodurch eine Abfallverwertung überflüssig wird.

Abfallwirtschaft

In der Abfallwirtschaft werden alle Tätigkeiten und Handlungen zusammengefasst, die sich mit dem Vermeiden, Verringern, Verwerten und Beseitigen von Abfällen beschäftigen. Die Abfallwirtschaft hat sich zu einem riesigen Wirtschaftszweig entwickelt und hat sich in den vergangenen 20 Jahren ziemlich gewandelt. Ging es früher allein um die Beseitigung von Abfällen, handelt es sich heute um eine Kreislaufwirtschaft. Die Abfallwirtschaft wurde zur Stoffstromwirtschaft und ihr neues Ziel ist die stoffstromorientierte Ressourcenschonung. Die Vermeidung von Abfällen steht an erster Stelle und wird durch Verminderung der Menge und Schädlichkeit erreicht. Ist dies nicht möglich, muss geschaut werden, ob die Abfälle stofflich oder energetisch verwertet werden können. Die verbleibenden Restabfälle sind dann schließlich gemeinwohlverträglich zu beseitigen.

Abfallzerkleinerer

Abfangung

auch: Abfangungen

Als Abfangung bezeichnet man die Sicherung von Baugruben durch Gräben, Bauteile oder Bauwerke gegen die Gefahr des Einstürzens. Zur Baugrubensicherung werden beispielsweise Spundwände oder Bohrpfahlwände eingesetzt. Bei Gräben kommt es, abhängig von der Bodenart auf den Böschungswinkel an. Bei Sand, Kies oder anderen nichtbindigen Böden darf der Böschungswinkel z.B. höchstens 45° betragen, während er bei Fels 80° sein darf.

Abfasen

siehe Fase

Abflamm-Methode

Die Abflamm-Methode ist ein Verfahren zur Bestimmung der Oberflächenfeuchte. Die Messung erfolgt mit dem AM-Gerät. Hierbei übergießt man das Zuschlagsgemisch mit flüssigem Brennstoff, den man anzündet. Durch die freiwerdende Wärme wird das Oberflächenwasser verdunstet. Durch die anschließende Bestimmung des Gewichtsunterschiedes der feuchten zur trockenen Probe errechnet man den Feuchtegehalt. Im Gegensatz zur Carbid-Methode mit einem CM-Gerät, kann man die Abflamm-Methode für alle Körnungen einsetzen.

Abflanschen

Unter "Abflanschen" wird bei Stahlträgern das Entfernen eines Teils des Flansches bezeichnet. Aber auch Leitungen und Schläuche können ab- und angeflanscht werden, d.h. sie werden entfernt bzw. angeschlossen.

Abflussbeiwert

auch: Abflussbeiwerte

Der Abflussbeiwert wird bei der Dimensionierung z.B. von Kanälen benötigt. Nicht das gesamte Regenwasser landet irgendwann im Kanal, ein Teil davon versickert oder geht irgendwie sonst verloren (z.B. Verdunstung). Dieser Regenwasserverlust wird durch den Abflussbeiwert ausgedrückt. Dieser liegt zwischen Null und Eins. Ist der Abflussbeiwert Null, versickert das ganze Regenwasser, liegt er bei 1, geht kein Regenwasser verloren. Asphalt- oder Betonflächen haben einen Abflussbeiwert von 0,9, es fließt also fast das gesamte Wasser oberflächlich ab. Rasengittersteine liegen mit einem Abflussbeiwert von 0,4 bis 0,5 dazwischen. Der Abflussbeiwert ist dimensionslos.

Abflussrohr

auch: Abflussrohre

Als Abflussrohre kommen heutzutage bei einer Neuinstallation nur noch Kunststoffrohre zum Einsatz. Man findet aber auch immer noch Abflussrohre aus Gusseisen, Stahlblech, Blei und Steinzeug, so wie es früher üblich war. Kunststoffrohr bedeutet, dass die Abflussrohe aus PVC oder PP hergestellt werden, das liegt darin dass beide Kunststoffe weitgehend bruchfest, ungiftig und formstabil sind. Zudem können ihnen Säuren, Laugen und Lösemittel, wie sie im Haushalt vorkommen, nichts anhaben. Verbunden werden die Abflussrohre durch Verbindungsstücke und Dichtungen. Durch verschiedene Rohrbögen, Verzweigungen und Reduzierungen lassen sich die Abflussrohre wie gewünscht führen. Bei Abflussrohren wird zwischen HT-Rohren und KG-Rohren unterschieden.

Abflussspende

Abflussspende ist ein Fachbegriff aus der Wasserwirtschaft. Sie bezeichnet den Quotienten aus dem Abfluss und der Fläche des Einzugsgebietes eines Fließgewässers. Mit der Abflussspende lassen sich verschiedene Einzugsgebiete miteinander vergleichen. So ist in Gebirgsregionen mit geringerer Vegetation in der Regel eine höhere Abflussspende zu beobachten, während sie sich im Flachland verringert (da sich das Einzusgebiet vergrößert und die Niederschlagsmenge verringert). Die Abflussspende wird in Litern pro Sekunde und Quadratkilometer (l/s/km²) angegeben. Zum Vergleich mit dem Niederschlag kann die Abflussspende umgerechnet werden in Millimeter Wasserhöhe pro Stunde (mm/h). Ein mm/h entspricht einer Abflussspende von 277 l/s/km².

Abflussvermögen

Unter Abflussvermögen wird bei einer Wasserleitung, Dachrinne oder anderer wasserführenden Leitung verstanden, wieviel Liter pro Sekunde durch sie durchfließen können. Ist die zu erwartende Wassermenge bekannt (z.B. Regenwasser) lässt sich somit die Größe der Wasserleitung bzw. Dachrinne festlegen. Das Abflussvermögen kann durch verschiedene Dinge beeinflusst werden. Bei Dachrinnen, die ohne Gefälle verlegt werden, kann es zum Beispuel zu einer bis zu 50 prozentigen Verringerung der Abflussmengen kommen. Auch Laubfänge reduzieren das Abflussvermögen um 50 Prozent.

Abgabeleistung

Ein Elektromotor entnimmt dem Versorgungsnetz elektrische Energie und wandelt sie in mechanische um. Dabei entstehen Verluste  (beispielsweise durch Reibung). Die Leistung, die dem Anwender effektiv zur Verfügung steht, nennt man Abgabeleistung.

Abgangserhebung

Die Abgangserhebung ist ein Teil der statistischen Ermittlungen über die Bautätigkeit durch die Bauaufsichtsbehörden im Verbindung mit Baugenehmigungsverfahren. Sie erfasst sämtliche Nutzungsänderungen, Nutzungswegfälle (z.B. durch Brandschaden, bauaufsichtsrechtliche Maßnahmen - Nutzungsuntersagung, Abbruchanordnung) und Abbrüche von Gebäuden und Teilen von Gebäuden.In Verbindung mit einem Abbruchantrag und der daraus resultierenden Genehmigung wird zum Beispiel in Zusammenhang mit der Abgangserhebung die Veränderung oder das Wegfallen von baulichen Nutzeinheiten statistisch erfasst. Statistische Erfassung der Bautätigkeiten Baugenehmigungen Baufertigstellungen Bauüberhang Abgangserhebung. Im Ergebnis zeigen diese Statistiken in Ihrer Gesamtbetrachtung den jährlichen Zuwachs an baulichen Nutzungen (z.B. Wohnungszuwachs).Außerdem ist eine Aussage über die Wohnungs- und Gewerbegrößen, den Verhältnissen zwischen Wohneigentum und Mietwohnungen möglich.

Abgas

auch: Abgase

Bei der Verbrennung von unter anderem fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas oder Kohle abgehende Stoffe aus Feuerungsanlagen der Haushalte, Industrieanlagen und Verbrennungsmotoren. Sie können Stickstoffoxide, Schwermetallstäube, Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid, Wasserdampf, Ruß oder Schwefelverbindungen enthalten. Abgase tragen wesentlich zur Luftverschmutzung bei.

Abgasanlage

auch: Abgasanlagen

Abgasanlagen sind wichtiger Bestandteil jeder Heizungsanlage. Als Abgasanlage bezeichnet man alle Einrichtungen, die Abgase von Feuerstätten (z.B. Heizkesseln) ins Freie führen. Früher war das hauptsächlich der Schornstein. Heutzutage bei den modernen Heizungen werden zunehmend Abgasleitungen verwendet. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es bei Gasheizungen auch möglich die Abgase direkt durch die Außenwand oder das Dach abzuführen.

Abgasanlageneinsatzrohr

auch: Abgasanlageneinsatzrohre

Abgasführung

Mit Abgas bezeichnet man alle gasförmigen Rückstände aus dem Verbrennungsprozess einer Heizung. Sie gelangen über das Abgassystem ins Freie. Bei Heizzentralen im Keller ist das üblicherweise der klassische Schornstein. Sein Querschnitt muss auf die Heizung abgestimmt sein, um sicherzustellen, dass die Abgase auf ihrem Weg ins Freie nicht kondensieren, denn Kondensat zerstört den Schornstein. Bei Heizungen mit Standardkessel oder Niedertemperatur-Kessel sind die Abgase so heiss, dass sie durch den natürlichen Auftrieb nach oben steigen. Die Temperatur der Abgase eines Brennwert-Kessels ist dagegen so niedrig, dass eine Gebläseunterstützung notwendig ist. Dadurch entsteht Überdruck im Schornstein. Zudem kann sich Kondensat bilden. Die Abgasleitung muss daher besonders dicht und unempfindlich gegen Kondensat sein. Bei nachträglichem Einbau eines Brennwert-Kessels zieht man meist ein spezielles Rohr in den vorhandenen Schornstein ein. Bei Brennwertheizungen&160;mit raumluftunabhängiger Betriebsweise verwendet man sogenannte Luft-Abgas-Systeme. Sie bestehen meist aus zwei konzentrisch verlaufenden Rohren (kleines Rohr verläuft in größerem). Innen strömt das Abgas, außen die zur Verbrennung benötigte Luft. Für Gasbrennwertthermen gibt es je nach Geräteaufstellung im Haus eine Vielzahl unterschiedlicher Abgas- bzw. Luft-Abgas-Systeme.

Abgasklappe

auch: Diermayerklappe, Abgasklappen

Die Abgasklappe oder Diermayerklappe (nach ihrem Erfinder) stellt ein kostengünstiges System zur Energieeinsparung dar. Sie wird im Abgasweg der Heizungsanlage eingebaut. Das thermisch und mechanisch gesteuerte Abgasklappensystem ist beim Betrieb der Feuerstätte geöffnet und lässt somit die Abgase durch den Kamin entweichen. Ist der Brenner der Heizung nicht in Betrieb, wird die Abgas-Absperrvorrichtung automatisch geschlossen, um somit die Betriebsbereitschaftsverluste zu verringern. Damit wird verhindert, dass warme Luft das Haus über die Strömungssicherung und den Schornstein entweicht und das Haus auskühlt. Die Größenordnung dieser Wärmeverluste kann bis zu 5000 Kilowattstunden pro Jahr betragen, wenn keine Abgasklappe installiert ist. Die Hersteller versprechen eine Amortisationszeit von ein bis zwei Jahren.

Abgasleitung

auch: Abgasleitungen

Als Abgasleitung bezeichnet man ein Rohrsystem, das die Abgase von Heizungsanlagen abführt. Abgasleitungen müssen dicht und korrosionsbeständig sein. Als Material kommen Metall, Kunststoff, Keramik oder Spezialglas in Frage. Abgasleitungen werden vor allem bei energiesparenden Feuerstätten, die mit geringen Abgasmengen und niedrigen Abgastemperaturen arbeiten verwendet. Dies ist beispielsweise bei Geräten mit Brennwerttechnik der Fall. Die Abgasleitung wird in einen Schacht oder einen nicht mehr benutzten Schornstein eingezogen - eine gute Möglichkeit zur preiswerten Schornsteinsanierung bei der Modernisierung der Heizung. Auch die Verlegung außen an der Fassade ist möglich.

Abgasrohr

siehe Abluftrohr

Abgasschalldämpfer

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Im Brenner einer Heizungsanlage entwickelt sich unvermeidbar ein Luftschall, der oft über den Bereich des Heizungskellers hinaus vernehmbar ist. Um diesen Schall einzudämmen, hat die Industrie Abgasschalldämpfer konstruiert, die den Schallpegel bis etwa 25dB minimieren. Die Montage ist einfach, aber Sache eines Installateurs, da der Schalldämpfer absolut dicht eingebaut werden muss. Die handelsüblichen Abgasschalldämpfer eignen sich für Unter- und Überdruckbetrieb.

Abgastemperatur

auch: Abgastemperaturen

Die Abgastemperatur ist die Temperatur, die unmittelbar nach dem Abgasrohr eines Heizkessels oder einer Heiztherme gemessen wird. Je niedriger ihr Wert liegt, um so weniger Energie geht verloren. Das heisst, um so besser ist der Wirkungsgrad der Heizung. Bei einem Niedertemperatur-Kessel beträgt die Abgastemperatur ca. 160°C. Bei einem Standardkessel kann sie bis 240°C und höher sein. Mit 40°C und weniger liegen die Abgastemperaturen von Heizungen mit Brennwerttechnik am niedrigsten. Konventionelle gemauerte Kamine eignen sich in der Regel nicht für Abgastemperaturen unter 160°C. Hier besteht die Gefahr, dass die Abgase noch im Kamin unter den Taupunkt abkühlen und kondensieren. Der Kamin wird dadurch geschädigt. Man spricht von Versottung. Achtung: Steigt die Abgastemperatur über den normal gemessenen Wert an, ist das ein Anzeichen für die Verschmutzung des Kessels bzw. Wärmetauschers.

Abgasverlust

auch: Abgasverluste

Als Abgasverlust bezeichnet man die Wärmeenergie, die ungenutzt mit dem Abgas durch die Abgasanlage entweicht. Je geringer der Abgasverlust, desto höher ist der Nutzungsgrad der Wärmeerzeugung, und desto weniger klimabelastende Emissionen gelangen in die Atmosphäre. Der Abgasverlust kann mit einer Wärmerückgewinnungs-Anlage minimiert werden. Zudem gibt es Grenzwerte für die zulässigen Abgasverluste von Heizungsanlagen, deren Einhaltung regelmäßig vom Schornsteinfeger überprüft wird.

abgehängte Decke

auch: abgehängte, Decken

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Die abgehängte Decke ist eine nichttragende Decke, die an einer Unterkonstruktion befestigt wird. Die Unterkonstruktion besteht aus Abhängern und Profilen aus Holz oder Metall. Die Profile werden bekleidet mit Profilholz, Gipsfaserplatten, Gipskartonplatten oder speziellen Kassetten aus Aluminium- oder Edelstahlblechen. Der Vorteil einer abgehängten Decke ist, dass Klimakanäle, Installationsleitungen sowie eine Schall- oder Wärmedämmung in die Decke integriert werden können. Voraussetzung für eine Deckenabhängung ist allerdings eine entsprechend große Raumhöhe.

abgehängte Treppe

auch: abgehängte, Treppen, abgehängten, Treppe

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Bei abgehängten Treppen werden die Trittstufen durch Zugstäbe in ihrer Lage gehalten. Auf der Wandseite werden die Trittstufen häufig mit Stahlwinkeln befestigt oder von Bolzen getragen, die in Kunststoffhülsen gelagert sind. Man unterscheidet Treppen mit tragendem Geländerholm und trägerlose Treppen. Treppen mit tragendem Geländerholm haben meist einen bohlenförmigen Handlauf, an dem die Enden der Trittstufe abgehängt sind. Dazu werden Hängestäbe aus Holz, Stahlrohr oder Rundstahl zugfest mit dem Handlauf verbunden. Bei trägerlosen Treppen hängen die Trittstufen an Zugstäben, die an der Decke befestigt sind. Mit einer abgehängten Treppe lässt sich eine filigrane Wirkung erzielen, weshalb sie sehr beliebt ist.

abgesäuert

siehe absäuern.

Abgeschlossenheit

auch: Abgeschlossenheitsbescheinigung

Abgeschlossenheit ist die Voraussetzung für den Kauf einer Wohnung. Sie kann nur erworben werden, wenn sie einen abschließbaren Zugang besitzt. Eine Wohnung gilt als abgeschlossen, wenn sie einen eigenen Zugang von außen hat, wenn sie durch Trennwände oder Decken von anderen Räumen oder Wohnungen getrennt ist und wenn sie über Bad, WC und Kochstelle verfügt. Kellerräume, Speicher oder ähnliche Räume zählen ebenfalls dazu. Abgeschlossenheit ist auch ein wichtiger Aspekt bei der Planung eines Mehrfamilienhauses. Die Festlegung der Abgschlossenheit dient zur sachenrechtlichen Klarheit und zur Klarstellung von Eigentums- und Benutzungsverhältnissen innerhalb des Gebäudes, in welchem sich das Wohneigentum befindet. Im Grundbuchamt wird über die Abgeschlossenheit ein spezielles Grundbuchblatt angelegt (Abgeschlossenheitsbescheinigung).

Abgeschlossenheitsbescheinigung

auch: Abgeschlossenheitsbescheinigungen

Abglätten

Als Abglätten bezeichnet man das Verfahren, Dichtstoffe nach der Verarbeitung in die Fuge zu pressen und somit die Haftung zwischen Dichtstoff und Fugenflanke sicherzustellen. Zudem wird das Aussehen der Fugenoberfläche verbessert. Bei feuchtem Wetter und hoher Temperatur verläuft die Hautbildung bei Dichtstoffen ziemlich schnell, bei kühlem und trockenem Winterwetter eher langsam. Das Abglätten der Dichtstoffe muss also im Sommer wesentlich schneller erfolgen als im Winter. Dafür ist aber die Durchhärtung rascher. Im Winter kann man sich mit dem Abglätten etwas mehr Zeit lassen. Allerdings kann die fertig abgedichtete Fuge erst später, z.B. mechanisch, belastet werden.

Abgraten

siehe Entgraten.

Abgreifen

Abgreifen ist das teilweise oder vollständige Entfernen von Bauwerksteilen mittels mechanischer oder hydraulischer Greifeinrichtungen. Diese fassen das aus dem Verband zu lösende Bauteil zangenförmig und heben es ab. Voraussetzungen: Das zu lösende Bauteil darf nur eine lockere Verbindung mit anderen Bauteilen aufweisen oder muss vorab durch andere Verfahren aus dem Verbund gelöst werden. Es muss ausreichend Platz für das Trägergerät und für den Sicherheitsabstand zur Verfügung stehen Hauptanwendungsgebiet: Abbruch von Mauerwerks- und Holzkonstruktionen. Separieren der Abbruchmaterialien Vorteile: niedrige Kosten, sehr schnell. Nachteile: Das zu lösende Bauteil kann bei dem Abgreifen beschädigt werden; eventuell größere Staubentwicklung.

Abhänger

Abhänger sind Bauteile zum Befestigen von abgehängten Decken. Dabei wird zwischen Direkt- und Noniusabhängern unterschieden. Direktabhänger werden an der Decke befestigt und dienen der Aufnahme von CD-Profilen oder von Holzlatten, an denen wiederum die Deckenverkleidung befestigt wird. Direktabhänger sind nicht höhenverstellbar. Noniusabhänger werden ebenfalls an der Decke befestigt und nehmen ein CD-Profil bzw. eine Holzlatte auf. Sie bestehen aus einem Ober- und Unterteil sowie einer Klammer. Mit diesen Komponenten ist ein Höhenausgleich einstellbar.

Abhängling

siehe Hängezapfen.

Abheizen

Während das "Aufheizen" das "Hochfahren" der Fußbodenheizung auf die geplante maximale Vorlauftemperatur bedeutet, ist das "Abheizen" der gegenteilige Prozess: die schrittweise Temperaturreduzierung auf 25 Grad Celsius im Vorlauf. Viele Risse in Heizestrichen entstehen durch Materialverkürzung während des Abheizens.

Abholzig

Weitere Begriffsdefinition siehe Abholzigkeit.

Abholzigkeit

auch: Abholzig, Vollholzigkeit

Man spricht von Abholzigkeit, wenn sich der Stamm in Richtung Baumkrone zu stark verjüngt ("konische Verjüngung"). Abholzigkeit ist meist bei Randbäumen anzutreffen.In der Stammholzgüteklasse A darf sich der Stamm pro laufendem Meter bis 1 cm bei Nadelholz und bis 2 cm bei Laubholz verjüngen. In der Stammholzgüteklasse B darf sich der Stamm pro laufendem Meter zwischen 1 cm und 2 cm bei einem Nadelbaum und 2 cm bis 3 cm bei einem Laubbaum verjüngen. In allen anderen Fällen, in denen die Abholzigkeit darüber liegt, wird das Stammholz der Güteklasse C zugeordnet. Liegt die Abholzigkeit im Bereich der Güteklasse A, spricht man auch von Vollholzigkeit. Vollholzigkeit wirkt werterhöhend.

Abietinsäure

Abietinsäure (auch Sylvinsäure genannt) ist eine Harzsäure (d. h. Bestandteil des Baumharzes). Deshalb wird sie mitunter auch als Baumsäure bezeichnet. An Holzschutzmitteln begünstigt die Säure die Affinität (das heißt die Stoffverträglichkeit) zu Holz und damit das Bindungsvermögen an die Holzstruktur.

Abisoliermesser

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Das Abisoliermesser, auch als Kabelmesser oder Entmanteler bezeichnet, ist der kleine Bruder der Abisolierzange. Mit ihm können die Ummantelungen der Rundkabel entfernt werden, wobei Abisoliermesser in der Regel auf Kabel und Adern eines bestimmten Durchmessers ausgerichtet sind, der Durchmesser aber auch manuell auf verschiedene Stärken eingestellt werden kann. Das Abmanteln erfolgt durch Drehbewegungen mit der Hand, wobei drehbare Innenmesser das Werk vollenden. Über eine Stellschraube kann die jeweils nötige Schnitttiefe eingestellt werden. Bei Abisoliermessern mit feststehender, sichelförmiger Hakenklinge kommt es auf die Geschicklichkeit des Heimwerkers an, ob er die Entmantelung ohne Beschädigung der Adern bewerkstelligt. Elektriker arbeiten selten mit einem Abisoliermesser.

Abisolierzange

auch: Abisolierzangen

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Die Abisolierzange ist ein Werkzeug zum Abziehen der Aderisolierungen in elektrischen Kabeln. Die Aderisolierungen bestehen aus unterschiedlich farbigen Kunststoffumhüllungen. Bei Billigprodukten muss sich der Heimwerker auf sein Gefühl verlassen, wie fest er die Zange zudrückt, ohne die Ader aus Kupferdraht ernsthaft zu beschädigen. Bei Komfortmodellen kann die Maulweite über eine Justierschraube so eingestellt werden, dass der Leiter dabei nicht beschädigt wird. Elektriker verwenden selbsteinstellende oder automatische Abisolierzangen (Foto). Diese trennen die Isolierung sauber durch, federn aber zurück, wenn sie auf Metall stoßen. Für das Abisolieren von Glasfaserkabeln gibt es spezielle Abisolierzangen, ebenso zum Abisolieren von Flachkabeln.

Abkanten

Beim Abkanten werden Bleche und Bänder um gerade Kanten gebogen. Das Abkanten kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. In der Abkantpresse gibt es ein Werkzeugunterteil und ein Werkzeugoberteil. Das abzukantende Werkstück wird in die Presse eingelegt und durch Pressen kaltverformt. Eine weiter Möglichkeit sind Schwenkbiegemaschinen, bei denen das Blech auf der einen Seite eingespannt und auf der anderen Seite gebogen wird. Dieses Verfahren eignet sich insbesondere auch bei dickeren Blechen mit höherer Zugfestigkeit.

abkeilen

Abkeilen ist ein Begriff aus dem Fachwerkbau. Und zwar werden dort zum Richten des Fachwerks die nicht vernagelten Zapfen mit Keilen aus Hartholz angepresst. Diese Verbindungsart ist sehr stabil und geht auch wesentlich schneller als das Bohren und Sichern der Verbindung mit einem Holznagel. Zapfen ohne Holznagel müssen lediglich 4 cm lang sein (sonst etwa 7cm), damit vereinfacht sich die Arbeit wesentlich.

Abklatschprobe

auch: Abklatschproben

Abklatschproben werden in der Regel für den Nachweis von Schimmelpilzbefall auf Oberflächen verwendet. Mittels spezieller Abklatschschalen (nährbodenhaltig) werden von Verdachtsflächen Proben hergestellt und im Brutschrank aufbewahrt. Die Schalen werden nach definierten Zeitabständen auf Ansiedlung von Pilzkulturen hin untersucht. Häufig befallene Materialien im Innenraum sind z.B. Wandputz, Tapete, Holzteile, Estrich, Gipskarton, Dämmmaterialien und Blumenerde. Je nach Schimmelpilzart und nach Gefährdungspotenzial für die Gesundheit müssen entsprechende Sanierungsarbeiten eingeleitet werden.

Abklebung

Um eine luftdichte Gebäudehülle zu erhalten oder um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern, ist eine Abklebung erforderlich. An der Innenbeplankung sind stets alle Stoßfugen abzukleben. An der Außenbeplankung sind nur Durchdringungen und Anschlüsse abzukleben. Dabei sind nur geeignete Klebebänder zu verwenden.

Abkreiden

siehe Kreiden.

Abkröpfen

auch: Kröpfen

Kröpfen bzw. Abkröpfen ist die Bezeichnung für das Ausrichten (bzw. Ausbiegen) von Profil- oder Stabstahl. Dabei wird der Stahl so ausgebogen, bis sich zur bisherig geraden Form und Verlaufslinie eine parallel verschobene zweite Verlaufslinie bildet.

Abkühlzeit

auch: Abkühlzeiten

Bei Gussasphaltestrichen spricht man nicht von "Trockenzeiten", sondern vielmehr von "Abkühlzeiten", wenn man den Zeitpunkt meint, an dem der Estrich belegfähig ist. Der Vorteil des Gussasphaltes ist von jeher die Tatsache, dass er nach dem Erkalten bereits nutzbar und belegreif ist und in dünnen Schichtdicken eingebracht werden kann. Der Abkühlvorgang darf in diesem Zusammenhang nicht beschleunigt werden.

Ablagerungsgesteine

auch: Ablagerungsgestein

ablängen

Tischlerbegriff für das Kürzen bzw. Zurechtschneiden von Brettern, Latten oder anderem Holz. Dabei werden mit dem Gliedermaßstab und einem Winkel die exakten Maße auf das Werkstück übertragen. Der Zuschnitt erfolgt mit einer zur Aufgabe passenden Säge, z.B. Fuchsschwanz, Kreis- oder Stichsäge.

Ablationsbeschichtung

Eine Ablationsbeschichtung wird insbesondere auf Isoliermaterialien aufgebracht, um diese vor Brandeinwirkung zu schützen. Die Beschichtung ist streich-, roll- und spritzfähig. Eine derartige Brandschutzbeschichtung wird insbesondere auf stromführende Kabel aufgebracht, die durch eine Abschottung von einem Raum in den anderen geführt werden. Ablationsbeschichtungen können jedoch auch auf Oberflächen jeder Art im Sinne des vorbeugenden Brandschutzes aufgetragen werden.

Ablaufarmatur

auch: Ablaufarmaturen

Ablaufarmaturen haben normalerweise die Aufgabe, den Wasserablauf aus Dusche, Waschbecken oder Badewanne zu sperren oder freizugeben. Darüber hinaus verbinden sie den sanitären Einrichtungsgegenstand mit der Abwasserleitung. Zu den Ablaufarmaturen zählen Ablaufventil, Geruchsverschluss und Spülkasten.

Ablaufgehäuse

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Das Ablaufgehäuse ist das Teil wohin Wasser zunächst gelangt, nachdem es von einer Oberfläche in den Abfluss fließt. Ablaufgehäuse gibt es für Balkonabläufe, Kellerabläufe, Dusch- und Badewannenabläufe, Dachabläufe, also überall, wo Wasser im Spiel ist. Entsprechend der unterschiedlichen Aufgabengebiete sind Ablaufgehäuse auch unterschiedlich ausgebildet. Es gibt Gehäuse, da läuft das Wasser oben rein und unten wieder raus. Genauso kann das Wasser aber auch seitlich ablaufen. Zudem gibt es noch Ablaufgehäuse, die zusätzlich einen Zulauf besitzen. Ablaufgehäuse sind oft mit einem Aufstockelement versehen, nämlich dann, wenn ein Bodenaufbau mit Estrich und Fliesen bzw. einem Flachdachaufbau dies erforderlich machen.

Ablaufstelle

auch: Ablaufstellen

Ablaufstellen sind laut DIN 4045 Auffang-, Sammel- und Einleitstellen für den Ablauf von Abwasser in die Entwässerungsanlage, z.B. am Bodenablauf, im Wasch- und Spülbecken, in der Bade- und Duschwanne, im Klosett und Urinal.

Ablaufstopfen

siehe Stopfenventil.

Ablaufventil

auch: Siebventil, Stopfenventil, Standrohr-Ablaufventil, Ablaufventile

Ablaufventile stellen den Anschluss eines sanitären Einrichtungsgegenstands zum Geruchsverschluss her. Ablaufventile sind beispielsweise Siebventil, Stopfenventil oder Standrohr-Ablaufventil. Siebventile sind unabsperrbar und werden dann verwendet, wenn das verschmutzte Wasser aus hygienischen Gründen sofort abfließen soll, wie beispielsweise bei Ärzte-Waschtischen. Soll der Abfluss verschlossen werden können, verwendet man Stopfenventile. Diese öffnet man mit einem Ring oder einer Kette. Verwendet werden Stopfenventile hauptsächlich bei Küchenspülen, Ausgussbecken oder Badewannen. Standrohr-Ablaufventile ermöglichen das Füllen des Beckens oder einer Duschwanne, überschüssiges Wasser kann durch den Überlauf abfließen.

Ablauger

auch: Ablaugmittel

Mit Ablaugern werden Altanstriche oder Beschichtungen mit Acryl- bzw. Öllacken chemisch so umgewandelt, dass sie gelöst und entfernt werden können. Holz kann durch die Verwendung von Ablauger in seiner Struktur geschädigt werden, wenn es zu lange in dem Laugebad verbringt. Generell gilt, dass man das Ablaugen einem Fachmann überlassen sollte. Dies liegt unter anderem daran, dass sowohl in der Lauge als auch in der Farbe (besonders in der alten) giftige Stoffe enthalten sind. Verwendete Ablaugmittel sind z.B. Salmiakgeist (flüssig), Natronlauge (meist verdickte Abbeizpaste), Kalilauge (wässrige Lösung von Kaliumhydroxid). Zu beachten ist: Gerbstoffreiche Hölzer wie z.B. Eiche bilden mit alkalischen Abbeizmitteln gerbstoffsaure Salze von meist grauer bis brauner Färbung. Ablaugmittel wirken durch Verseifung fettsäurehaltiger Beschichtungsstoffe wie Ölfarben, Öllacke und Alkydharzlacke. Nicht verseifbare Bindemittel müssen mit lösemittelhaltigen Abbeizmitteln entfernt werden. Derartig verfärbte Hölzer werden wieder aufgehellt durch Neutralisieren mit verdünnten Säuren (Salz-, Essig-, Schwefel- oder Oxalsäuren). Natronlauge greift vor allem Nadelhölzer an, die faserig werden können. Kalilauge schont das Holz dagegen. Beim Neutralisieren alkalischer Abbeizmittel durch Säuren entstehen Salze, die durch Nachwaschen mit Wasser noch zu beseitigen sind.

Ablaugmittel

siehe Ablauger.

Ableiter

auch: Blitzstrom-Ableiter, Überspannungs-Ableiter

Ableiter sind Überspannungsschutzgeräte aus Löschfunkenstrecken und weiteren Bauteilen. Unterschieden wird dabei in Blitzstrom- und Überspannungs-Ableiter. Blitzstrom-Ableiter sind für das zerstörungsfreie Ableiten großer Energien zuständig. Überspannungs-Ableiter übernehmen den Schutz der Endgeräte. Blitzstrom-Ableiter sind möglichst gebäudenah, Überspannungs-Ableiter möglichst lastnah zu installieren.

Ableitstrom

auch: Schutzleiterstrom

Der Ableitstrom ist derjenige Strom, welcher betriebsmäßig von den aktiven Teilen eines elektrotechnischen Betriebsmittels oder einer Anlage über dessen Betriebsisolierung zu den inaktiven Teilen oder zur Erde fließt. Der auch Schutzleiterstrom genannte Ableitstrom fließt über die Schutzerdung ab.

Ableitung

auch: Ableitungen

Zur Fangeinrichtung von Blitzschutzanlagen gehört die so genannte Ableitung. Eine Ableitung verbindet die Fangeinrichtung mit einem Erder. Solche Ableitungen müssen so kurz wie möglich gehalten werden. Bei Fangeinrichtungen muss pro 20m Gebäudeumfang eine Ableitung montiert werden. Bauelemente an Außenwänden wie etwa Fluchttreppen und Feuerleitern, Regenrinnen und Fallrohre aus Metall sowie durchgehende Metallfassaden etwa aus Wellblech können auch als Ableitungen dienen, nicht jedoch Wasserleitungen aus Metall wie etwa Kupferrohre. Im Stahlskelettbau können die inneren Stahlträger als Ableitung genutzt werden. Dazu gehören unter anderem: Feuerleitern Duchgehende metallene FasadenMetallene Regenrinnen In Gebäuden die in Stahlskelettbauweise errichtet sind darf das innere Stahlskelett als Ableitung verwendet werden. Die Wasserleitungen dürfen jedoch nicht als Ableitung dienen. Diese müssen über den Gebäudepotentialausgleich angeschlossen werden

Ableitwiderstand

auch: Erdableitwiderstand, Ableitwiderstände

Der Ableitwiderstand eines Gegenstandes ist der elektrische Widerstand, der zwischen einer an den Gegenstand angelegten Elektrode und der Masse gemessen wird. Vor allem bei Fußbodenbelägen und Schuhen spielt der Ableitwiderstand eine große Rolle. Ist der Ableitwiderstand zu groß, kommt es zu elektrostatischen Aufladungen (siehe Elektrostatische Aufladung). Elektrostatische Aufladungen bedeuten vor allem dort eine Gefahr, wo sie unter Umständen Zündungen hervorrufen können. Sie treten aber auch an Orten ohne spezielle Brandgefahr unangenehm in Erscheinung und können Unfälle oder technische Störungen verursachen. Diesen elektrostatischen Aufladungen kann durch leitfähige Bodenbeläge  entgegen gewirkt werden. Deshalb sind in einem Labor und anderen Orten, wo eine Elektrostatische Aufladung nicht erwünscht sind, Fußbodenbeläge mit einem geringen Ableitwiderstand gefordert.

Ablöseerscheinungen

Ablöseerscheinungen treten bei der Trennung zweier Schichten voneinander (partiell oder ganzflächig)auf. Bei oberflächenvergütenden Maßnahmen, wie Versiegelungen oder Beschichtungen versteht man in diesem Zusammenhang das Ablösen bzw. "Abblättern" von aufgebrachten Schichten, ausgelöst z. B. durch mangelnden Verbund zum Untergrund und Feuchtigkeitseinwirkung.

Abluft

Als Abluft wird die Luft bezeichnet, die einem Gebäude an der Stelle vor dem Eintritt in ein Lüftungsgerät entzogen wird. Da diese Luft meist aufgeheizt ist, das heißt Zimmertemperatur besitzt, kann sie energetisch in einer Wärmerückgewinnungs-Anlage genutzt werden.

Abluftanlage

auch: Abluftanlagen

Die einfachste Variante der Wohnraumlüftung sind Abluftanlagen. Dabei gibt es einen zentralen Ventilator, der über ein Rohrsystem aus Bad, WC und Küche Luft absaugt. Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass Luft über Durchlässe aus den anderen Räumen nachströmen kann. In Wohn- und Schlafräumen wird meist in Fensternähe eine Nachströmöffnung angebracht, so dass hier frische Luft, entsprechend der Luftförderung der Abluftanlage eingelassen wird. Vorteil einer Abluftanlage ist das einfache System das trotzdem einen guten Komfort bietet. Nachteil ist, dass die Wärme in der Abluft genauso wie bei der Fensterlüftung verlorengeht. Eine mechanische Lüftung ist daher häufig mit Wärmerückgewinnungs-Anlage gekoppelt. Bei Kantinen und Restaurants sind Abluftanlagen vorgeschrieben, wobei Dampf, Küchengerüche und Fettschwaden über Abluftrohre entsorgt werden, die meistens am Giebel des Hauses montiert sind.

ablüften

siehe abdunsten.

Abluftfassade

auch: Abluftfassaden

Die Abluftfassade ist ein Sonderfall der Doppelfassade. Bei ihr stehen die Luft des Fassadenzwischenraums und des zu belüftenden Innenraums über Öffnungen in der innenliegenden Fassade in Verbindung. Die Höhe des durchlüfteten Bereichs erstreckt sich in der Regel über jeweils ein Geschoss. Die Abluft wird vertikal über den Fassadenzwischenraum mechanisch (Wärmetauscher) abgeführt. Im Fassadenzwischenraum kann es zu Kondensatbildung an der Innenseite der Primärfassade kommen, wenn die Abluftmenge nicht groß genug ist um Oberflächentemperaturen oberhalb der Taupunkttemperatur zu halten.

Abluftfenster

Ein Abluftfenster ist eine Fensterkonstruktion, die aus zwei Fassadenschalen besteht: die äußere Verglasung ist in der Regel mit Isolierglas ausgeführt und die innere als Einfachverglasung. Die Abluft des Raumes wird über den Scheibenzwischenraum des Doppelfensters abgezogen. Funktional gesehen bedingt die Durchströmung des Scheibenzwischenraums mit vorgewärmter Raumluft eine Erhöhung der Oberflächentemperatur der inneren Scheibe, wodurch gerade in der kalten Jahreszeit eine deutliche Komfortverbesserung in Fensternähe erreicht wird. Der Scheibenzwischenraum dient zugleich der Aufnahme des Sonnenschutzes, der witterungsunabhängig auch bei hohen Windgeschwindigkeiten eingesetzt werden kann. Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Abluftfenster liegt im unmittelbaren Abführen der Strahlungswärmegewinne. Es ist allerdings der Einsatz von mechanischer Antriebsenergie zur Durchströmung des Scheibenzwischenraumes erforderlich.

Ablufthaube

Eine Ablufthaube ist eine Dunstabzugshaube, bei der die aufgefangenen Essensdünste nach draußen geleitet werden.

Abluftrohr

auch: Abluftrohre

Abluftrohre sind wesentlicher Bestandteil der Lüftungssysteme im privaten wie gewerblichen Bereich. Sie haben einen Innendurchmesser zwischen 150 und 250 mm und bestehen aus Chromstahl. In Verbindung mit ein- oder vorgebauten Ventilatoren entsorgen sie verbrauchte Luft in die Atmosphäre. Kantinen und Restaurants müssen mit Abluftrohren ausgestattet sein, über die Küchendämpfe und Küchengerüche nach draußen befördert werden. Falls bauseitig keine eigenen Abluftschächte eingebaut worden sind, werden die Abluftrohre an die Fassaden montiert, von denen aus sie über den Dachfirst ragen, um so die Nachbarschaft nicht einzuräuchern. Die Industrie bietet Teleskoprohre an und Rohre, die ineinander gesteckt werden können.

Abluftschacht

auch: Abluftschächte

Abluftwärmepumpe

auch: Abluftwärmepumpen

Eine Wärmepumpe funktioniert im Prinzip wie ein Kühlschrank oder die Klimaanlage in Ihrem Auto nur umgekehrt. Dem Energieträger, hier die Abluft, wird über eine spezielle Kälteflüssigkeit Wärme entzogen. Diese Wärme wird durch die Unterstützung von Hilfsenergie auf ein höheres Temperaturniveau gepumpt. So ist es möglich mit dem Einsatz von 1 kW Hilfsenergie, bis über 4 kW Wärme zu erzeugen. Bei der Abluft-Wärmepumpe wird die Abluft aus Küche, Bad und WC über Abluftkanäle angesaugt, bevor sie das Haus verlässt. Die Abluft-Wärmepumpe entzieht der ca. 20° C warmen Abluft die Wärme, bis herunter auf ca. 0° C. Diese Abluft-Wärme wird auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und dem Heiz- und Brauchwassersystem zugeführt. Dadurch erreichen Sie eine nahezu 100%ige Wärmerückgewinnung der Raumluft und reduzieren den Wärmebedarf des Hauses und somit den Energieverbrauch erheblich. Gleichzeitig haben Sie ständig frische, hygienische, staub- und pollenfreie Luft im Haus. Die bei neuen Häusern gefürchtete Schimmelbildung wird i. d. Regel vermieden.

Abmantelungsmesser

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Messer mit einer gebogenen Hakenklinge, die es in verschiedenen Größen und Ausführungen gibt. Mit dem Abmantelungsmesser können Kabel in Längsrichtung problemlos abisoliert werden. Selbst große Leitungen lassen sich durch die Hakenklinge sicher und schnell abmanteln.

Abmarkung

auch: Neuvermarkung, Grenzfeststellung, Abmarkungen

Für das in Kataster und Grundbuch eindeutig definierte Grundstück sollen auch in der Örtlichkeit die Grenzen klar erkennbar sein. Hierzu werden Grenzpunkte soweit erforderlich durch Grenzzeichen sichtbar gemacht, so dass der Verlauf der Grenze gut überschaubar wird. Diesen Vorgang nennt man "Abmarkung". Abmarkung ist somit das Herstellen einer Gemarkung. Die Grenzfeststellung und Neuvermarkung (Abmarkung) führt ein öffentlich bestellter Vermessungsingenieur oder das zuständige Katasteramt durch.

Abmaß

auch: Abmaße

Die Differenz zwischen dem festgestellten Istmaß und dem Nennmaß eines Bauteils bezeichnet man als Abmaß. Bauteile oder Werkstücke können niemals ganz genau hergestellt werden, das Abmaß legt die Grenzmaße fest, innerhalb dessen sie abweichen dürfen. Durch das Vorzeichen wird festgelegt, ob das Abmaß zum Nennmaß hinzukommt oder abgezogen wird. Das obere Abmaß führt zum erlaubten Höchstmaß, das untere zum Mindestmaß.

abmehlen

Als "abmehlen" wird in der Betontechnik das Versagen der Haftung des Feinstkorns an der Oberfläche des Betons bezeichnet. Um das zu verhindern muss der Wasserverlust des jungen Beton beim Trocknen im Oberflächenbereich so gering wie möglich gehalten werden.

Abnahme

auch: Gebrauchsabnahme

Nach § 640 BGB ist der Bauherr verpflichtet, das vertragsmäßig hergestellte Werk abzunehmen. Die Bauabnahme ist ein ganz wichtiger Zeitpunkt zukünftiger Hausbesitzer. Mit der Abnahme geht unter anderem die Beweislast für eventuelle Baumängel an den Bauherrn über, beginnt auch die Verjährungsfrist zu laufen (Gewährleistung) und wird in der Regel die Schlusszahlung fällig. Um so wichtiger ist es, dabei nichts falsch zu machen. Es wird zwischen behördlicher und privater Bauabnahme unterschieden. Bei der behördlichen Bauabnahme schauen sich das Bauordnungsamt oder andere Behörden wie Denkmalamt oder Wasserwirtschaftsamt den Rohbau (Rohbauabnahme) oder das fertige Haus an und überprüfen, ob es in Übereinstimmung mit den öffentlichen Normen und Verordnungen errichtet wurde. Die private Bauabnahme ist sich vor Fehlern der Handwerker zu schützen. Dabei müssen die einzelnen Bauabschnitte gesondert betrachtet und beurteilt werden. Die VOB unterscheidet folgende Arten von Abnahme: Ausdrückliche Abnahme, Fiktive Abnahme, Stillschweigende Abnahme und Förmliche Abnahme.

Abnahmeprotokoll

Eine Abnahmeprotokoll sollte bei der Übernahme eines neuen Hauses oder einer Mietwohnung angefertigt werden. Wurde auf Grundlage der VOB im Bauvertrag eine förmliche Abnahme vereinbart, sollte das Abnahmeprotokoll bei der Übernahme eines neuen Hauses folgendermaßen aussehen:

  • Titel "Bauabnahme gemäß VOB/B § 12"
  • Adresse des Bauherrn (Anschrift Baustelle, Name des Bauherrn)
  • Adresse des Auftragnehmers (Handwerker, Bauunternehmer usw.)
  • Auftragsnummer und Datum des Bauvertrages
  • Bezeichnung der abzunehmenden Leistung z.B. Elektroarbeiten
  • Teilnehmer der Baubegehung
  • Beginn und Fertigstellung der Bauleistung
  • Datum und Ort der Abnahme
  • Exakte Benennung der bei der Abnahme festgestellten Mängel
  • Terminvorgabe für die Mängelbeseitigung
  • Einwände des Auftragnehmers
  • Unterschrift des Auftraggebers und Auftragnehmers oder deren Vertreter
Bei ausgehandelten Vertragsstrafen muss zusätzlich ins Protokoll kommen, dass sie noch eingefordert werden. Fehlt der Zusatz, geht der Anspruch des Auftraggebers auf Geltendmachung einer Vertragsstrafe verloren. Arbeiten mit kleinen Mängeln können vorbehaltlich abgenommen werden, mit wesentlichen Mängeln kann die Abnahme verweigert. Die vorbehaltliche Abnahme bezüglich Mängelbeseitigung wird auf dem Abnahmeprotokoll vermerkt. So bleibt der Handwerker verantwortlich für Schäden seiner Leistung. Muss Schreiner beispielsweise eine falsche Tür auswechseln und zerkratzt dabei den Parkettboden, geht das auf seine Kappe. Würde der Bauherr die Leistung des Handwerkers vor der Mängelbeseitigung abnehmen, so hätte er den schwarzen Peter und müßte für die Beseitigung des Kratzers zahlen.

Abnahmeverpflichtung

Die Abnahmeverpflichtung verpflichtet den Darlehensnehmer, ein Darlehen innerhalb einer festgelegten Zeit vollständig abzurufen. Besonderes Augenmerk sollte auf diese Abnahmeverpflichtung vor allem beim Kauf von Wohnungen, dessen Baubeginn nicht festgelegt ist, oder bei Bauvorhaben mit unklarer Bauzeit gelegt werden.

abnebeln

Abnebeln ist eine Technik, bei der mit der Farbspritzpistole bei Lacken ein besonderer Matteffekt erzielt werden kann. Zu Zeiten, in denen die Mattlacke noch nicht so ausgereift waren, wurden mit NC-Verdünnung oder mit stark verdünntem Lack und feiner Zerstäubung die Flächen oder Werkstücke aus grösserem Abstand mit der Spritzpistole abgenebelt.

Abnutzwiderstand

Abort

auch: Abtritt, Abaton

Abort ist das, was man heute landläufig als Toilette bezeichnen würde. Allerdings musste man früher an einen abgelegenen Ort gehen, um seine dringenden Bedürfnisse zu erledigen. Abgelegener Ort ist folgerichtig auch genau die Bedeutung des Wortes "Abort", das sich aus dem mittelniederdeutschen Wort "afort" entwickelt hat. Weitere Bezeichnungen für Abort sind Abtritt oder Abaton.

abplatzen

Durch eine rostende Bewehrung, gefrierendes Wasser oder quellfähige Zuschläge können oberflächennahe Betonschichten abplatzen. Das Gleiche gilt auch bei äußerlicher Schlag- oder Stoßeinwirkung. Abplatzungen treten auch bei Innen- und vor allem bei Außenputzen auf. Die Ursachen hierfür können in falscher Aufbringung, falscher Zusammensetzung der Komponenten oder starker Durchfeuchtung liegen.

Abraser

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Der Abraser ist das Standardgerät, um den Abrieb und die Haltbarkeit von Beschichtungen, Keramik, Leder, Bodenbelägen und vieles anderem mehr zu prüfen. Dazu wird eine Probe auf die Drehscheibe des Geräts aufgebracht und dem Druck zweier Abriebräder ausgesetzt. Die dem Abrieb jeweils ausgesetzte Fläche beträgt 30 cm².

Abrasion

Die Abrasion (lat. abrasio = Abkratzung) bezeichnet das Abtragen von Material durch Schleifen, Scheuern oder Strahlen. Das Adjektiv lautet abrasiv. Die Begriffe werden u.a. in folgenden Zusammenhängen verwendet: 1. Abrasive Stoffe werden verwendet als Schleifmittel, Scheuermittel und in der Zahnpasta. 2. Eher unerwünscht ist der abrasive Verschleiß. Dieser führt zu einen vorzeitigen Verschleiß von Werkstoffen, z.B. bei Rohren, Pumpen oder Zentrifugen. Je höher die Geschwindigkeit und härter die Feststoffe sind, desto höher ist die Abrasion. 3. Als Abrasiv bezeichnet man zusätzliche Schneidmittel in der Wasserstrahlschneidemaschine.

abrasives Material

auch: abrasive, Materialien

Material, das sich beispielsweise durch Schleifen abtragen läßt. Abrasive Materialien sind Kalksandstein, Estrich, weiche Schamotte, Putz, Gasbeton, weiche Klinker und Asphalt (siehe auch Abrasion.

Abrechnung

auch: Bauabrechnung, Einheitspreisvertrag, Pauschalpreisvertrag, Stundenlohnvertrag, Selbstkostenerstattungsvertrag

Ganz allgemein ist eine Abrechnung eine abschließende Rechnung. Die Abrechnung von Bauleistungen von der Art des geschlossenen Bauvertrags ab. Die Regelungen für die Bauabrechnungen sind in §14 VOB/B enthalten. Es wird dort zwischen verschiedenen Vertragstypen unterschieden. Standard bei öffentlichen Ausschreibungen oder bei Ausschreibung von Bauleistungen ist der Einheitspreisvertrag. Er basiert auf einem Einheitspreis und die Abrechnung erfolgt durch die Multiplikation des Einheitspreises mit der Menge der erbrachten Leistungen. Es kann aber im Bauvertrag eine Pauschalsumme vereinbart werden. In diesem Fall wird von einem Pauschalpreisvertrag gesprochen. Solche Verträge finden z.B. häufig im Schlüsselfertigbau Anwendung. Bei Arbeiten, deren Umfang schwer abzuschätzen ist, wird hingegen häufig ein Stundenlohnvertrag vereinbart, der Bauherr hat also einen Preis pro Lohnstunde zu bezahlen. Schließlich gibt es noch den Selbstkostenerstattungsvertrag. Er kommt häufig bei Bauleistungen größeren Umfangs zur Anwendung, deren Aufwand nicht einwandfrei beschrieben werden kann. Die Abrechnung erfolgt hier auf Nachweis des Arbeitnehmers.

Abreißbewehrung

auch: Abrissbewehrung, Abreißbewehrungen

Die Abreißbewehrung wird an Deckenrändern oder über statisch tragenden Innenwänden sowie an den Enden von Stahlbetonbalken (jeweils in der oberen Lage) angeordnet, die verhindern soll, dass durch die auch im Stahlbetonbau auftretenden Verformungen zu große Risse an den beschriebenen Stellen, d.h. an der Oberseite dieser Bauteile, auftreten. Weiterhin wird eine Abreißbewehrung bei Betonierfugen (Arbeitsfugen) eingebaut, um eine sichere statische Verbindung zwischen den unterschiedlich alten Betonen zu erzielen.

Abreißfestigkeit

Die Abreißfestigkeit bezeichnet die Oberflächenzugfestigkeit von Beton oder anderen Materialien. Eine Fassade muss zum Beispiel eine bestimmte Abreißfestigkeit besitzen, wenn sie verputzt bzw. wenn sie als Träger eines neuen Fassadensystems dienen soll. Die Abreißfestigkeit lässt sich mit speziellen Geräten messen.

Abricht-Dickenhobelmaschine

auch: Abricht-Dickenhobelmaschinen

Die Abricht-Dickenhobelmaschine ist eine Profimaschine aus der Werkstatt des Schreiners. Die Hobelmaschine vereint die Funktionen von Abrichthobelmaschine und Dickenhobelmaschine.

abrichten

auch: Abrichten

Abrichten hat im Baubereich mehrere Bedeutungen. Zum einen bedeutet es, Holz mit einem Hobel gerade und glatt zu hobeln. Aber auch Sägezähne werden abgerichtet: Mit dem Schränken und Schärfen allein ist die Schnittfähigkeit der Säge noch nicht gewährleistet, da durch wiederholtes Schärfen Zahnform und Zahnhöhe verändert werden. Die ursprünglich in einer geraden Flucht liegende Zahnreihe wird uneben, kürzer gewordene Zähne stehen zurück und können nicht mehr schneiden, die Schnittleistung ist veringert. Um die Bezahnung wieder brauchbar zu machen, wird das Sägeblatt eingespannt und mit einer Flachfeile über die Zahnreihe hinweg gefeilt, bis sich auf jeder Zahnfläche eine kleine Fläche gebildet hat. Anschließend müssen die einzelnen Zähne wieder spitz gefeilt werden.

Abrichthobel

Abrichthobelmaschine

auch: Abrichthobelmaschinen, Abricht-Hobelmaschinen, Abricht-Hobelmaschine

Maschine zum Abrichten von Brettern, Bohlen und Leisten und zur Herstellung von geraden, ebenen Schmalflächen rechtwinklig oder schräg zur Breitfläche. Der massive Maschinenständer trägt den höhenverstellbaren Aufgabetisch und den festen Abgabetisch sowie ein um 45° verstellbares Winkelanschlaglineal. Geschlitzte Tischlippen an der Messerwelle dienen dem Lärmschutz. Die dazwischenliegende Messerwelle besitzt 2 bis 4 Messer, bei modernen Maschinen auch lärmmindernde Spiralmesser. Diese werden mittels Keilleisten oder durch Hydrospannung gehalten. Links neben der Messerwelle ermöglicht eine Falzeinrichtung das Fräsen von Fälzen bis 20 mm Tiefe. Der vordere Teil der Messerwelle wird mit einem Messerwellenschutz automatisch abgedeckt. Bei Hobelarbeiten wird er vom Hobelgut nur soweit wie nötig beiseite geschoben, um eine Berührung der Messerwelle durch den Bediener zu verhindern.

Abriebfestigkeit

auch: Abriebfestigkeit

Die Abriebfestigkeit bezeichnet die Eigenschaft eines Anstrichfilms, einer Fliesenoberfläche, eines Kunststoff-Bodenbelags usw., gegen Scheuern und Reibungen widerstandsfähig zu sein. Diese Beanspruchung wird im Labor durch Abriebprüfgeräte erzeugt. Dabei wird meist eine mit Schleifmaterial  bespannte Fläche oder ein Reibrad elektromotorisch über die Prüffläche geführt. Hauptsächlich wird der Taber Abraser Test verwendet nach DIN 53 754. Ein anderes Grundprinzip ist das Besanden des Anstrichs: Durch ein Röhrchen fällt genormter Sand auf die schräg gestellte Anstrichfläche. Die zum Durchscheuern des Anstrichs benötigte Sandmenge bildet den Massstab für die Abriebfestigkeit. Das Absanden kann durch Pressluftzufuhr intensiviert werden.

Abriebgruppe

auch: Abriebgruppen

Klassifikation von keramischen Fliesen nach ihrer Abriebfestigkeit. Die Einteilung erfolgt in fünf Gruppen, wobei Gruppe I die geringste und Gruppe V die höchste Abriebfestigkeit aufweist. Abriebgruppe 1 Für Räume mit leichter Beanspruchung, z.B. den Barfuss- und Hausschuhbereich in Bädern und Schlafzimmern oder als Wandbelag. Die Abriebgruppe 1 wird heute ausschliesslich im Wandbereich eingesetzt. Abriebgruppe 2 Für Räume mit mittlerer Beanspruchung, wie den allgemeinen Wohnbereich im Wohn- und Esszimmer. Abriebgruppe 2 sollten Sie nur im Badezimmerbereich einsetzen. Abriebgruppe 3 Für Räume mit mittelstarker Beanspruchung, z.B. in Dielen, Fluren sowie auf Terrassen und Balkonen. Abriebgruppe 4 Für Räume mit hoher Beanspruchung, z.B. in Hauseingängen, Küchen, Arbeits- und Wirtschaftsräumen. Abriebgruppe 5 Für höchste Beanspruchung in allen Räumen und auf Flächen, die extrem belastet werden, wie z.B. Garagen,Geschäftsräume usw.

Abrissbewehrung

auch: Abrissbewehrungen

Abrissholz

Als Abrissholz werden Holzbauteile oder Holzwerkstoffe bezeichnet, die beim Abriss oder der Sanierung eines Gebäudes anfallen und die entsorgt werden müssen. Vor einer Deponierung ist zu prüfen, inwieweit das Material mit schädlichen Substanzen (zum Beispiel Holzschutzmitteln) behandelt wurde.

Abrissprobe

auch: Abrissproben

Die Abrissprobe ist eine Prüfung zur Beurteilung der Haftfähigkeit von Altbeschichtungen. Sie wird mit Hilfe von Klebeband durchgeführt. Dabei presst man ein Stück Klebeband fest auf die Altbeschichtung und zieht es ruckartig ab. Sobald Anstrichteile mitgerissen werden, reicht die Haftfähigkeit für eine Neubeschichtung nicht mehr aus.

Abrundfräser

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Fräser für eine Oberfräse. Abrundfräser eignen sich zur Profilierung von Kanten im Gestell- und Rahmenbau, insbesondere an Massivhölzern wie Fichte, Buche, Eiche und Erle. Die Führungshilfen Anlauf-Zapfen und Anlauf-Kugellager ermöglichen es, den Fräser direkt am Werkstück zu führen - auch an geschweiften Kanten. Die Verwendung von Schablonen ist nicht notwendig. Häufige Anwendungen ergeben sich beim Abrunden von Kanten an Fensterrahmen, Schränken, Tischplatten, Regalen und Kamineinfassungen. Problemlose Herstellung von perfekten Rundungen an geschwungenen und runden Teilen - z.B. an Türkanten.

abrüsten

Im Betonbau ist "abrüsten" eine andere Bezeichnung für ausschalen.

absanden

Mit Absanden wird zum einen die Tätigkeit des Sandstrahlens bezeichnet. Zum anderen ist Absanden auch bei Betonoberflächen zu beobachten. Infolge zu geringer Gefügebindung können sich an der Oberfläche des Betons feine Zuschlagkörner ablösen. Die Ursache kann ein zu niedriger Zementgehalt sein. Auch zu schnelles Austrocknen des Betons kann zum Absanden führen. Weitere mögliche Ursachen sind Frost und eine stark saugende Schalung.

Absandung

Körnige Gesteine können durch Verwitterung zu Teilchen sandiger Korngröße zerfallen. Dies bezeichnet man als "Absandung". Dies ist ein Problem bei vielen Bauwerken, die aus Naturstein erbaut wurden.

absäuern

auch: abgesäuert

Bei Feinsteinzeugfliesen bleibt je nach Oberflächenstruktur ein fast unsichtbarer Zementschleier zurück. Dieser bindet jegliche Art von Verschmutzungen und erhöht den Reinigungsaufwand erheblich. Deshalb muss jeder neu verlegte Feinsteinzeugbelag 2-3 Tage nach der Verfugung grundsätzlich abgesäuert werden. Dazu verwendet man Zementschleierentferner, der auf dem vorgenässten Belag verteilt wird. Nach einer Einwirkzeit von etwa 5 Minuten wird der Belag abgeschrubbt und das Schmutzwasser aufgenommen. Anschließend muss mit klarem Wasser nochmals gründlich nachgespült werden. Abgesäuert wird auch die Oberfläche von Betonwerksteinen genannt, von der die oberste Feinmörtelschicht durch Behandlung mit Säure entfernt wurde.

Absaugeklosett

auch: Absaugeklosetts, Absauge-Klosetts

Beim Absaugeklosett fallen die Fäkalien unmittelbar in den Geruchsverschluss und werden von dort durch Saugheberwirkung in die Anschlussleitung gespült. Diese Art von WC-Becken ist vor allem in Amerika, aber auch im europäischen Ausland und in Japan anzutreffen. Charakteristisch für diese Spülung ist das knallende Sauggeräusch, das durch die ruckartige Absaugung hervorgerufen wird. Vor allem viele amerikanische Modelle benötigen bis zu 15 Liter Wasser pro Spülung. Das liegt daran, dass in der Schüssel wesentlich mehr Wasser steht als etwa im Flachspüler oder im Tiefspüler. Durch die große Menge Wasser werden Schmierspuren vermieden. Dadurch ist die Klobürste in Amerika nahezu unbekannt. Wegen des hohen Wasserverbrauchs ist dieser Schüsseltyp in Deutschland aus ökologischen Gründen unüblich. Auf dem Absaugeprinzip basieren übrigens auch viele moderne Zug- und Flugzeugtoiletten. Dort kann man den Knall und das Saugen gut hören.

Absaughammer

Für ein staubfreies Bohren ist ein Absaughammer geeignet. Dies ist ein Bohrhammer, bei dem das Bohrmehl direkt am Bohrloch oder durch einen hohlen Spezialbohrer abgesaugt wird und in einen Staubbehälter transportiert wird.

Absaugmobil

auch: Absaugmobile

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Tragbare oder fahrbare, einem Industriestaubsauger ähnliche Geräte, die speziell im holzverarbeitenden Handwerk zur Absaugung von Holzspänen und feinen Holzpartikeln eingesetzt werden, um die Gesundheitsbelastung der ausführenden Handwerker durch belastete Atemluft zu minimieren. Absaugmobile verfügen über einen langen Absaugschlauch (bis 10 m), so dass die Geräte auch in örtlich schwierigen Situationen eingesetzt werden können.

Absaugung

Unter Absaugung kann im Bauwesen verstanden werden, dass im Falle einer Brand- oder Rauchentwicklung eine Abführung schädlicher Gase nach außen erfolgt - dies kann auch automatisch geschehen bei bauseitig entsprechend ausgerüsteten Gebäuden. In der holzverarbeitenden Industrie ist die automatische Absaugung von Sägespänen und kleiner, ansonsten in die Atemluft entweichender Holz- oder Kunststoffpartikel Vorschrift. Im Heimwerkerbereich sind manche Elektrogeräte für die Holzbearbeitung mit einer Vorrichtung zum Absaugen von Staub oder/und Spänen ausgestattet. Diese Absaugvorrichtung kann direkt im Gerät integriert sein oder an dieses angeschlossen werden, z. B. in Form eines flexiblen Absaugsacks. Ferner werden für den professionellen Einsatz sog. Absaugmobile hergestellt.

Abschaltautomatik

auch: Überlastsicherung

Eine Abschaltautomatik hilft Überlastungsschäden bei Elektrowerkzeugen vorzubeugen. Dabei überwachen bei modernen Geräten Sensoren die Motorstromaufnahme bzw. die Motortemperatur und schalten bei permanenter Überlastung das Elektrowerkzeug ab.

Abschattung

Von Abschattung spricht man, wenn ein Teil einer solartechnischen Anlage von einem Objekt (z.B. Baum, Schornstein, Antenne etc.) verdeckt und damit abgeschattet wird. Da sich dadurch in der Regel die Leistung der Anlage reduziert, sollte eine Abschattung möglichst vermieden werden. Der Schatten einer Antenne kann die Leistung bereits um 30% vermindern.

Abscheider

auch: Benzinabscheider, Heizölabscheider, Schwerflüssigkeitsabscheider

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Abscheider sind Vor­richtungen zum Trennen von Leicht­flüssig­keiten und Abwasser allein durch die Schwerkraft. Dadurch können schädliche Stoffe aus dem Wasser gefiltert werden, bevor es der Kanalisation zufließt. Man unterscheidet z. B. Fett­ab­scheider, Abscheider für Leichtflüssigkeiten (Benzin­ab­scheider, Heizölabscheider), Schwer­­flüssig­keits­­ab­scheider, Stärkeabscheider. Benzinabscheider sind zum Beispiel bei Tankstellen und Werkstätten notwendig. Aber auch überall dort, wo Kraftfahrzeuge gewartet, gewaschen oder betankt werden, sind Benzinabscheider vorgeschrieben. Stärkeabscheider kommen überall dort zum Einsatz, wo mit stärke­mittel­haltigen Lebensmitteln gearbeitet wird. Da Stärke sich in den Abwasserrohren festsetzt, würden diese relativ schnell verstopfen. In Küchenbetrieben von Gäststätten sind Stärkabscheider daher ebenso im Einsatz wie in Konservenfabriken oder Chips- oder Frittierherstellern.

Abscherwert

auch: Abscherwerte

Schrauben bzw. Nägel können außer auf Druck und Zug auch auf Abscheren beansprucht werden. In den beiden ersten Fällen wirken die Kräfte entlang der Schrauben- bzw. Nagelachse. Beim Abscheren hingegen wirken die Kräfte senkrecht zur Achse. Abscherkräfte wirken beispielsweise auf Schrauben, wenn ein Hängeschrank an die Wand geschraubt wird. Nicht jede Schraube oder jeder Nagel kann die gleichen Kräfte aufnehmen. Durch Versuche wird für jeden Typ ein Abscherwert festgelegt. Durch Berechnung kann man somit herausfinden, welcher Schrauben- bzw. Nageltyp für die jeweilige Situation am besten geeignet ist.

Abschirmbeton

Abschirmfarbe

auch: Abschirmfarben

Abschirmfarbe ist eine spezielle Farbe zum Schutz vor Elektrosmog. Die Farbe auf Graphitbasis ist elektrisch leitfähig und schirmt dadurch zuverlässig elektrische Felder ab, wie sie zum Beispiel von Hochspannungsleitungen  und in der Wand verborgenen Kabeln verursacht werden. Sie ist ungiftig, sehr diffussionsfähig und problemlos überstreichbar. Damit sie ihre Funktion erfüllen kann, muss sie geerdet werden. Abschirmfarbe kann problemlos auf Rauhfaser und ähnlichen Tapeten, Putzen, Beton, Steinen und alten verarbeitet werden. Stark saugende Untergründe wie z. B. Gips-, Kalk- und Lehmputze sollen vorher mit Kaseingrundierung grundiert werden. Gipsputze können alternativ mit Alaun-Grundiersalz vorbehandelt werden. Nicht geeignete Untergründe sind z. B. Ölfarbenanstriche, Kunststoffbeschichtungen und kreidende oder abblätternde Altanstriche.

Abschirmputz

auch: Abschirmputze

Abschirmputz ist eine Kombination des klassischen Baustoffes Gips und Carbon. Er wird überall dort eingesetzt, wo die Abschirmung elektrischer und elektromagnetischer Felder gefordert wird. Der Putz kann auf jeden ebenen, tragfähigen Untergrund aufgebracht werden, im Neubau ebenso wie bei der Altbaurenovierung z.B. auf Innenputz, Gipsplatten, Kalkzementputz oder Beton. Zum Ableiten des elektrischen Feldes muss vor dem Aufbringen des Abschirmputzes ein Ableitband am Erdpotential angeschlossen werden. Dies sollte von einem Elektriker gemacht werden.

Abschlagszahlung

auch: Abschlagszahlungen

Der Begriff "Abschlagszahlung" wird im deutschen Sprachgebrauch verschieden verwendet. Zum einen sind Abschlagszahlungen Teilzahlungen auf die Werklohnforderungen des ausführenden Unternehmers/ Auftragnehmers oder auf den Honoraranspruch des Architekten, Ingenieurs, Statikers, u. a. Baubeteiligte für erbrachte und nachgewiesene Leistungen. Zum anderen findet man den Begriff "Abschlagszahlung" auch im Zusammenhang mit der Strom-, Wasser-, oder Gasrechnung. Hier legt das Energieversorgungsunternehmen zu Beginn eines Jahres einen bestimmten Betrag fest, den der Hausherr monatlich zu zahlen hat. Am Ende des Abrechnungsjahres bekommt der Kunde dann entweder Geld zurück, weil er zu viel bezahlt hat oder der Energieversorger kommt mit einer Nachforderung, die dann zusätzlich bezahlt werden muss. Auf Grundlage der Jahresabrechnung werden dann die Abschlagszahlungen des Folgejahres festgelegt. Gerne werden die Abschlagszahlungen von den Energieversorgern etwas höher angesetzt, doch das muss sich der Kunde nicht bieten lassen. Die Abschlagszahlungen dürfen nicht dazu genutzt werden, ungerechtfertigte Zinsgewinne zu erwirtschaften.

Abschluss

auch: Abschlüsse

Abschlüsse sind besondere Ausbildungen von Dachdeckungen, Abdichtungen oder Außenwandbekleidungen an den Rändern der Flächen. Übliche Begriffe für Randabschlüsse sind z. B. First, Ortgang, Traufe, o. ä.

Abschlussgebühr

auch: Abschlussgebühren

Eine Abschlussgebühr wird im Zusammenhang mit einem Bausparvertrag fällig. Jeder, der einen Bausparvertrag abschließt, muss diese entrichten. Die Höhe der Abschlussgebühr hängt von der Höhe der Bausparsumme ab. Erst wenn sie bezahlt ist, gilt der Bausparvertrag als eingelöst.

Abschlussprofil

auch: Wandabschlussprofil, Bodenabschlussprofil

Es sind eine Vielzahl von Abschlussprofilen auf dem Markt erhältlich. Diese Profile bestehen aus verschiedenfarbigen Kunststoffen oder Metallen (Aluminium, Messing, Edelstahl). Durch Abschlussprofile werden Schnittkanten optisch abgedeckt, so dass ein sauberer Übergang entsteht. Neben diesen gestalterischen Aspekten schützen Abschlussprofile die Beläge außerdem vor mechanischen Einwirkungen. Je nach Einsatzgebiet wird zwischen Wand-Abschlussprofilen und Boden-Abschlussprofilen unterschieden.

Abschottung

auch: Kabelschott, Weichschott, Hartschott, Kombischott, Kabelabschottung, Abschottungen

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Der Einbau von Abschottungen in Wände und Decken verhindert, dass sich im Brandfall Flammen und besonders Rauch und Gase von Raum zu Raum oder über Geschosse ausbreiten können. Der Kabelschottbau kann als Weichschott oder Hartschott ausgeführt werden. Ein Weichschott besteht aus den Komponenten Mineralfaserplatte, Brandschutz-Beschichtung und Brandschutzspachtel. Der Hauptbestandteil eines Hartschotts ist ein Brandschutzmörtel. Für größere Kabelschotts bietet sich das Weichschott an. Hier befinden sich die mit Brandschutzbeschichtung versehenen Kabel auf Kabelpritschen. Die Zwickel zwischen den Kabeln werden mit Spachtelmasse fugenlos verschlossen, ebenso die Flächen zwischen den Pritschen und den Schotträndern. Insbesondere für die Durchführung von Einzelkabeln eignet sich das Hartschott. Die beschichteten Kabel werden hierbei von der Mörtelmasse direkt umschlossen. Der durchgehärtete Mörtel kann jederzeit problemlos für die Aufnahme zusätzlicher Kabel durchgebohrt werden. Ebenso können nicht mehr benötigte Kabel entfernt und die entstandenen Öffnungen durch Nachlegen von Mörtelmasse aufgefüllt werden. Sogenannte Kombischotts ermöglichen die gleichzeitige Belegung mit Kabeln, Rohren und Leitungen. Für die Abschottung von Schotts und speziell von Kombischotts eignen sich Brandschutzkissen, Brandschutzmörtel, Brandschutzschaum und Brandschutzsteine.

ABS-Dünnkante

auch: ABS-Dünnkanten

Die ABS-Dünnkante ist eine Spezifizierung im Bereich der Kunststoffumleimer, nämlich ein Kantenband mit einer Materialstärke von 0,5 mm. Die geringe Materialstärke ermöglicht es dem Heimwerker oder Tischler, auch feinere Kaschierungen vorzunehmen - etwa für das Verkleiden von Sockelblenden.

Abseite

auch: Abseitenwand, Anklapp

Bei einer Abseite handelt es sich um den (meist nicht zugänglichen oder nutzbaren) Zwischenraum zwischen einem Kniestock und einer vorgesetzten leichten Trennwand im Dachgeschoss eines Gebäudes. Die Trennwand wird daher auch als Abseitenwand bezeichnet. Soll der Raum hinter der Abseitenwand als Abstellraum genutzt werden, muss eine entsprechende Wandöffnung vorgesehen werden. Wichtig dabei ist jedoch, dass dann die erforderliche Wärmedämmung mit der zugehörigen Dampfsperre in der Dachebene über den Kniestock bis zur Dämmung der Außenwand hinweggeführt wird, damit keine Feuchtigkeitsschäden und/oder Wärmebrücken entstehen.

Abseitenwand

siehe Abseite.

Absenkdichtung

auch: Absenkdichtungen

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Absenkdichtungen werden häufig unter Tür­blättern eingesetzt, um Zugerscheinungen zu vermindern oder um den Schallschutz zu verbessern. Bei letzterem Zweck sollte die Absenkdichtung mög­lichst auf eine (harte) Schiene aufsetzen statt auf einen evtl. weichen Oberbelag.

Absenkkeil

auch: Absenkkeile

Absenkkeile werden in Bereichen eingesetzt, wo bei niedriger Einbauhöhe hohe Lasten, wie Schalung oder Fertigteile abgesenkt werden müssen. Dabei werden mit einem Gewinde zwei keilförmige Backen mit relativ geringem Kraftaufwand so auseinandergedrückt, dass ein Absenkweg dazu führt, dass die Last aus der Stütze oder dem Auflager eines Trägers herausgenommen wird. Danach kann mit geringem Aufwand unter Eigengewicht die Spindel der jeweiligen Stütze weiter abgedreht werden.

Absenktrichter

Wird mittels Pumpen Grundwasser entnommen, geht der Grundwasserspiegel rund um die Pumpe mit der Zeit trichterförmig zurück. Dies wird als Absenktrichter bezeichnet. Das Phänomen des Absenktrichters macht man sich beim Bauen im Grundwasserbereich zunutze. Rund um die Baugrube werden Pumpen installiert, der Grundwasserpegel sinkt und so kann gebaut werden, ohne dass die Baugrube voll Wasser läuft. Nach dem Bau werden die Pumpen wieder entfernt und das Grundwasser steigt an. Der Keller bzw. die Gründung müssen daher wasserdicht erstellt werden, z.B. als Weiße Wanne, Braune Wanne oder Schwarze Wanne.

Absenkziel

Absenkziel ist ein Begriff, der im Zusammenhang mit einer Talsperre verwendet wird. Solange eine Talsperre in Betrieb ist, darf der Wasserspiegel nicht unter das Absenkziel fallen. Unterhalb des Absenkziels schließt sich der Reserveraum an, der vom tiefsten Absenkziel begrenzt wird. Das tiefste Absenkziel wird erreicht, wenn sämtliches Wasser aus der Talsperre ausgeleitet wird. Es verbleibt dann nur noch Wasser in der Sperre, welches sich im Totraum befindet.

Absetzbecken

Absetzcontainer

siehe Absetzmulde.

absetzen

Bei Farben und Lacken bewirken unterschiedliche spezifische Gewichte das Absinken von Pigmentteilchen im Bindemittel. Die daraus resultierenden Farbtondifferenzen können durch ein sorgfältiges Aufrühren des Lacks oder der Farbe vor dem Gebrauch vermieden werden.

Absetzkipper

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Bei Tiefbau- und Abbrucharbeiten kommen Absetzkipper zum Einsatz. Dabei handelt es sich um schwere LKWs, die zwei stählerne Ausleger aufweisen, über deren Kipphaken mit Ketten Container auf dem Erdboden abgesetzt oder angehoben und auf dem Absetzkippper aufgesetzt werden können. Sind die Ausleger als Teleskop-Ausleger eingerichtet, erhöht das die Flexibilität eines Absetzkippers auf Baustellen. Moderne Absetzkipper können nicht nur von der Fahrerkabine aus, sondern auch über eine Fernbedienung gesteuert werden.

Absetzmulde

auch: Absetzcontainer, Absetzmulden

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Eine Absetzmulde ist ein Container, der vor fast jeder Baustelle zu finden ist und in dem der anfallende Bauschutt zwischengelagert und abtransportiert wird. Doch nicht nur Bauschutt lässt sich in solch einen Absetzcontainer packen, auch Baustellenabfall, Garten- und Parkabfall, Verpackungen, Restmüll, Sperrmüll, Altholz, Bodenaushub, Papier, Metallschrott oder Schotter finden darin Platz. Absetzmulden gibt es zudem mit verschließbarem Deckel. Sogenannte "Mülltouristen", die nachts gerne kostenlos ihren Müll loswerden wollen, stehen so vor verschlossenen Türen.

Absetzsäge

auch: Absetzsägen

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Die kleine halbbreite Säge dient zum Absetzen von Zapfen, zum Schneiden von Gehrungen und in der Hauptsache zum Querholzschneiden. Die Absetzsäge hat eine sehr feine Bezahnung. Somit können mit ihr feine Schnitte ausgeführt werden. Die Zähne sind schwach auf Stoß gefeilt. Die Blattlänge beträgt bei Sägeblättern mit Naturangel 700 bis 800 mm und mit Schraubangeln 550 bis 650 mm.

Absetzsägeblatt

auch: Absetzsägeblätter

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Das Absetzsägeblatt ist Sägeblatt zum Absetzen (Schnitt quer zur Faser) von Zapfen. Das Absetzsägeblatt ermöglicht demnach feine Schnitte quer zur Faser.

Absetzteich

auch: Absetzteiche

Form von Abwasserteich.

ABS-Kante

auch: ABS-Kanten

absolute Luftfeuchte

Absorber

Als Absorber bezeichnet man einerseits die Teile einer solartechnischen Anlage, die die Sonnenenergie aufnehmen bzw. absorbieren und sie in Wärme umwandeln. Normalerweise sind die Absorber-Oberflächen mit einer mattschwarzen Farbe versehen, weil diese ein sehr hohes Absorptionsvermögen besitzt. Mit einem hochwertigen Absorber können heute bis zu 90% der Sonneneinstrahlung genutzt werden. Andererseits werden in der Raumakustik unter einem Absorber auch schallschluckende Decken- und Wandelemente verstanden, die Schallenergie in Wärmeenergie oder mechanische Energie umwandeln.

Absorbervlies

auch: Schadstoffvlies, Schafwollvlies, Raumluftvlies, Absorbervliese

Bei einem Absorbervlies handelt es sich um ein spezielles Gewirk aus reiner Schafwolle oder anderen Materialien, die Gerüche absorbieren können (siehe auch Geruchsabsorption, Keratin). Ein Absorbervlies wird z.b. zur Verbesserung der Raumluft verwendet. Bewohnte Innenräume - egal ob beim Massivhaus oder Fertighaus - sind in der Regel mit einem Cocktail aus Fremd- und Reizstoffen belastet. Die Emissionsquellen sind vielfältiger Natur: Neben den eingesetzten Bau- und Werkstoffen kommen insbesondere auch Oberflächenmateralien wie Wand-, Boden- und Wandbeläge, Mobiliar, aber auch direkt vom Menschen verursachte Emissionen wie Zigarettenrauch, Reinigungsmittel, Kochdünste etc. in Betracht. Und ein Absorbervlies kann helfen, diese Gerüche zu eliminieren (siehe auch Chloranisol). Das Absorbervlies wird mittels schonender Webeverfahren komprimiert zu einem leichten, einfach zu verarbeitenden Vlies von nur 1 mm Dicke verarbeitet. Genutzt zur Verbesserung der Raumluftqualität wird der molekularchemische Aufbau der Schafwolle bzw. anderer Keratin-haltiger Materialien. Zahlreiche Luftschad- und Reizstoffe werden von der Proteinfaser "aufgenommen" - Wissenschaftler sagen "sorbiert" - und in einer chemischen Reaktion in ihre Struktur eingebaut. Dadurch werden diese Schadstoffe neutralisiert und der Raumluft entzogen.

Absorption

Strahlungsenergie wird beim Durchgang durch einen Stoff abgeschwächt, d.h. absorbiert. Die Strahlungsenergie wandelt sich dabei in Wärme um. Beim Durchgang durch eine Glasscheibe kommt neben der Absorption noch Transmission und Reflexion hinzu. Nimmt man alles drei zusammen, spricht man von Strahlungsdurchgang.

Absorptionsglas

auch: Absorptionsgläser

Absorptionsgrad

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Der Absorptionsgrad ist ein Kriterium zur Beurteilung von Akustikdecken. Er gibt das Verhältnis von absorbierter zu auftreffender Energie an. Ein Wert von Null entspricht einer totalen Reflektion, ein Wert von Eins entspricht einer totalen Absorption. Diesen Wert nimmt der Absorptionsgrad bei einem schalltotem Raum (siehe schalltoter Raum) an. Normalerweise liegen die Werte je nach Schallschlucksystem aber zwischen 0,20 und 0,80.

Absorptionskälteanlage

Im Gegensatz zu einem normalen Kühlschrank (Kälteerzeugung mittels eines elektrischen Verdichters) produziert eine Absorptionskälteanlage aus zugeführter Solarwärme die Kälte. Als Kältemittel dient eine Ammoniak-Wasser-Lösung, die Temperaturen unterhalb der Gefriergrenze erzeugt. Über eine Eisspeicheranlage erfolgt die Auskoppelung der maschinell erzeugten Kälte zur Gebäudeklimatisierung. Die zum Antrieb der Kältemaschine notwendige Wärmenergie liefern Hochleistungs-Sonnenkollektoren.

Absperrarmatur

auch: Absperrarmaturen

Absperrarmaturen dienen in der Regel zum Absperren der gesamten Trinkwasserinstallation oder zumindest einzelner Leitungsabschnitte. Trinkwasser wird an Absperrarmaturen nicht entnommen. Erforderlich werden kann das Absperren bei Reparatur- und Wartungsarbeiten. Damit die Wasserversorgung des Gebäudes nicht vollständig außer Betrieb gesetzt werden muss, sollte jede Wohnung mindestens eine von der Hausinstallation unabhängige Absperrmöglichkeit besitzen. Die Leitungen können zentral zum Beispiel bei der Kellerverteilung im Hausanschlussraum oder auch innerhalb der Wohnung abgesperrt werden. Als Absperrarmaturen werden hauptsächlich Ventile eingesetzt, aber auch Kolbenschieber und Kugelhähne kommen zum Einsatz. Sollen unter Putz verlegte Leitungen abgesperrt werden, benötigt man Unterputz-Absperrarmaturen.

Absperrband

auch: Absperrbänder

siehe Flatterband

Absperren

In Räumen, in denen viel geraucht wird, dringen die Teerinhaltsstoffe des Rauches in Wände und Decken ein. Bei einer späteren Renovierung lösen sich diese und verursachen auf der Beschichtung braune Schlieren und Flecken. Ein nochmaliges Überstreichen hilft meist wenig. Der Schadstoff schlägt erneut durch. Eine wirkliche Abhilfe lässt sich nur mit sogenannten Absperrmitteln erreichen.

Absperrfurnier

auch: Absperrfurniere

Absperrfurniere sind bei Sperrholz mit mehr als drei Lagen die Furniere unmittelbar unter den Deckfurnieren. Ihre Faserrichtung verläuft rechtwinklig zu derjenigen der Deckfurniere.

Absperrkette

auch: Absperrketten

Absperrketten sind aus robusten und frostfesten roten und weißen Kunststoffgliedern gefertigt und erfüllen im Baubereich eine Warn- und Absperrfunktion.

Absperrlack

auch: Absperrlacke

Absperrlacke sind Absperrmittel, die als Bindemittel in Spiritus gelöste Harze oder Nitrozellulose enthalten und auch pigmentiert sein können. Mit Absperrlacken lassen sich wasserlösliche Stoffe wie Eisensalze in Wasserflecken oder Nikotinflecken absperren.

Absperrmittel

auch: Isoliergrund, Sperrgrund

Absperrmittel, auch als Isoliergrund oder Sperrgrund bezeichnet, sind filmbildende Voranstriche, welche die Einwirkung von Stoffen aus dem Untergrund auf eine Beschichtung (oder zwischen einzelnen Schichten eines Systems) verhindern sollen. Hierzu gehören z. B. das Durchschlagen von Nikotin- oder Wasserflecken oder von Holzinhaltsstoffen aus Hartfaser- und Press-Spanplatten oder astreichen und tropischen Hölzern oder von färbenden Bestandteilen der Deckschicht von Gipskartonplatten. Um ein Durchschlagen sicher auszuschließen müssen derartige Absperrmittel einen porenfreien Film bilden. Bei Absperrmitteln unterscheidet man beispielsweise Absperrsalze, Absperrlacke oder Fluate.

Absperrpfosten

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Absperrpfosten haben vor allem die Aufgabe, PKW-Fahrer daran zu hindern, unbefugtes Gelände, Fußgängerzonen und dergleichen zu befahren. Sind die Pfosten mit Ketten oder einem Quergestänge miteinander verbunden, sollen sie auch Fußgänger daran hindern, Straßen an gefährlichen Stellen zu überqueren. Sportanlagen sind häufig mit Absperrpfosten umzäunt. Die Pfosten werden aus sehr unterschiedlichen Materialien hergestellt: Holz, Aluminiumguss, Stahl oder sogar Edelstahl. In den Fällen, in denen die Pfosten z. B. Feuerwehr oder Krankenwagen an der Einfahrt hindern könnten, werden nur solche eingebaut, die herausschraubbar sind oder aus einer Bodenhülse herausgezogen werden können, wobei zuvor ein Dreikant- oder Zylinderschloß geöffnet werden muss. Umklappbare, verschließbare Absperrpfosten werden vor reservierten Parkplätzen eingebaut.

Absperrsalz

auch: Absperrsalze

Dieses Absperrmittel besteht aus tonerdehaltigen Salzen. Die Salze werden in Wasser gelöst und zur Oberflächenhärtung sowie zum Absperren von Nikotin- und Wasserflecken eingesetzt. Beim Trocknen kristallisieren die Salze aus und bilden gegen wasserlösliche Stoffe eine Sperrschicht.

Absperrschieber

Absperrschieber sind Armaturen, mit denen sich der gesamte Querschnitt einer Wasserleitung oder Gasleitung schließen lässt, so dass kein Wasser oder Gas mehr fließen kann. Man spricht in diesem Fall auch von Wasserschiebern oder Gasschiebern. Ist ein Wasserschieber bei offenen Wasserläufen und Wehren angeordnet, wird er auch als Schütz bezeichnet. Absperrschieber findet man auch Schüttgütern. Solche Schüttgutschieber sind z.B. in Silos oder anderen Behältern eingebaut.

Absplitten

Absplitten ist ein Begriff aus dem Straßenbau. Zur Erhaltung von Straßen wird beim Absplitten Split, also scharfkantige Gesteinskörner, auf der Straße verteilt. Dadurch wird die Griffigkeit der Fahrbahnoberfläche verbessert. Das Verfahren ist nur für kleine Sanierungsflächen geeignet und ist für die Sanierung von Rissen größerer Tiefe ungeeignet. Die Tragfähigkeit der Straße wird durch das Absplitten nicht erhöht und die Ebenheit nicht verbessert. Bei einem starken Verkehrsaufkommen können sich auf der Straßenoberfläche Bindemittel anreichern.

ABS-Starkkante

auch: ABS-Starkkanten

Die ABS-Starkkante ist eine Spezifizierung im Bereich der Kunststoffumleimer, nämlich ein Kantenband mit einer Materialstärke zwischen 1 und 3 mm.

Abstandhalter

Kleine Teile unterschiedlicher Form aus beispielsweise Kunststoff oder Beton. Sie werden an die Bewehrung angebracht und haben die Aufgabe, zwischen der Bewehrung und der Schalung Raum zu schaffen, so dass frisch verdichteter Beton die Stahleinlagen satt umhüllen kann und die vorgeschriebene Betondeckung gewährleistet ist. Abstandhalter werden aber auch noch in anderen Bereichen eingesetzt, z.B. als Lösung für gleichmäßige Abstände bei Befestigungen aller Art, z.B. Treppenhandläufe, Dach-, Decken-, Wand- und Balkonverkleidungen aus Holz, Kunststoff, Eternit, Gipskarton etc.. Diese Abstandhalter aus Kunststoff sind rund und besitzen ein Loch, durch das die Schraube geführt wird. Es gibt Abstandhalter in unterschiedlicher Dicke.

Abstandsfläche

auch: Abstandsflächen

Falls der Bebauungsplan nicht vorsieht, dass direkt auf die Grundstücksgrenze gebaut werden muss oder darf, müssen vor Außenwänden von Gebäuden Abstandsflächen auf dem eigenen Baugrundstück liegen, die von oberirdischen Gebäuden freizuhalten sind. Das sagen die Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer. Die Größe der Abstandsflächen richtet sich nach der Länge und Höhe der Wand sowie nach der Art des Baugebietes. Sie sorgen dafür, dass genügend Tageslicht an die Häuser kommt, dass Feuer nicht von einem anderen Gebäude überpringen kann, dass frische Luft Zugang findet und man vor neugierigen Blicken des Nachbarn geschützt ist. Die Mindesttiefe der Abstandsfläche beträgt bei Wänden über 5 m Breite 2,5 m, bei Wänden unter 2,5 m Breite 2,0 m. Ansonsten ist die Tiefe der einzuhaltenden Abstandsfläche abhängig von der Breite und der Höhe der jeweiligen Außenwand sowie der zulässigen Art der baulichen Nutzung im Baugebiet. Kleinere Vorbauten von Erkern etc. werden nicht angerechnet. Die Abstandstiefe beträgt in der Mehrzahl der Baugebiete 0,6 x Wandhöhe, bei einer Wandbreite bis 16 m nur 0,4 x Wandhöhe. In besonderen Wohngebieten (MB) und Kerngebieten (MK)beträgt die Abstandstiefe generell 0,4 x Wandhöhe, bei einer Wandbreite bis 16 m 0,2 x Wandhöhe. In Gewerbe-, Industrie- und Sondergebieten ist die Abstandsfläche 0,25 x Wandhöhe, bis 16 m Wandbreite 0,125 x Wandhöhe. Abstandsflächen müssen auf dem eigenen Grundstück liegen. Beidseitig anbaubare öffentliche Verkehrs-, Gewässer- oder Grünflächen dürfen zur Hälfte angerechnet werden. Die Wandhöhe berechnet sich folgendermaßen: Die Unterkante der Wand wird in der Ebene bei der festgelegten Geländeoberfläche angenommen, am Hang bei dem Mittelwert zwischen linkem und rechtem Schnittpunkt der Wand mit dem Gelände. Die Oberkante der Wand wird angenommen beim Schnittpunkt der Wand mit der Dachhaut. Die Höhe von Dächern bzw. Giebeln wird bei einer Dachneigung bis 45° nicht angerechnet, bei einer Dachneigung über 45° zu einem Viertel und bei einer Dachneigung über 70° voll angerechnet. Beispiel: Ein Haus liegt im reinen Wohngebiet, die Dachneigung beträgt 30°, das Haus ist 8 m breit und 6 m hoch. Der Regelabstand beträgt somit 0,4 x 6 m = 2,4 m. Dies ist weniger als der Mindestabstand von 2,5 m. Dies ist daher die Abstandstiefe. Weiteres Beispiel: Ein Gebäude liegt im Mischgebiet, die Dachneigung beträgt 50°, Dachhöhe 6 m, Wandhöhe 9 m, die Gebäudebreite beträgt 20 m. Die Abstandsfläche beträgt somit (da Dachhöhe zu 1/4 angerechnet) 0,6 x (9 + 1/4 x 6) = 6,3 m.

Abstandsflächentiefe

Darunter versteht man die Tiefe der Flächen vor Außenwänden, die von baulichen Anlagen freizuhalten sind. Die Abstandsfläche richtet sich nach der Wandlänge und -höhe.

Abstandsmontage

auch: Abstands-Montage

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Montageart eines Dübels. Die Abstandsmontage wendet man z.B. bei Fassadenelementen an, die aufgrund der dazwischenliegenden Dämmung und des erforderlichen Luftraumes in einem bestimmten Abstand vor der Verankerungsfläche fixiert werden müssen. Weitere Montagearten für Dübel sind Durchsteckmontage und Vorsteckmontage.

Abstandsnoppen

Betonsteinpflaster weist vielfach seitlich hervortretende Abstandsnoppen auf, wodurch die Steine eine leichte Ausbuchtung erhalten. Die Noppen sollen zunächst einmal Abplatzungen am eigentlichen Stein verhindern, wie sie beim Transport und bei der Verarbeitung entstehen können. Außerdem sorgen sie für eine Mindest-Fugenbreite, so dass auch der Ungeübte keine Fehler bei der Verlegung machen kann.

Abstauber

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Abstauber ist nicht nur ein Begriff aus dem Fußball, sondern auch das Werkzeug eines Malers. Es wird, wie es der Begriff schon aussagt, zum Entstauben staubiger Untergründe verwendet, die tapeziert oder lackiert werden sollen. Der Abstauber sieht aus wie eine überdimensionale Bürste. In der billigen Variante hat ein Abstauber Kunststoffborsten, bei einer teuren Variante sind es Naturborsten. Sind Griff und Borsten sichelförmig angeordnet, sprechen die Hersteller von einer Abstaub-Sichel.

Abstaubsichel

auch: Abstaub-Sichel

siehe Abstauber

Abstechstahl

auch: Abstechstähle

Ein Abstechstahl ist ein Werkzeug zur Bearbeitung von Holz auf der Drechselbank. Nachdem das Werkstück mit den übrigen Drechselwerkzeugen in die gewünschte Form gebracht worden ist, wird das nicht benötigte Holz mit dem Abstechstahl abgetrennt. Ein Abstechstahl sollte eine Breite von 2 bis 3 mm und ein Schliff in Form einer Sitzkehle besitzen. So gelangt beim Drehen links und rechts eine Spitze zum Schnitt. Beim Abstechen sticht man höchstens 10 mm tief ein und etwa eine halbe Stahltiefe daneben nochmals, um etwas Spiel zu bekommen. Man sticht wiederum im ersten Einstich weiter und wiederholt es im zweiten Einstich. Dadurch vermeidet man, dass der Stahl durch seitliche Reibung erwärmt wird, klemmt oder verläuft. Vor dem Abstechen ist die Handauflage so tief eingestellt, dass eine gedachte Linie von der oberen Kante des Abstechstahls durch die Mitte des Werkstückes verläuft.

Abstecken

Abstecken ist ein Begriff aus dem Vermessungwesen. Er bezeichnet das Übertragen des Bauentwurfs in das Gelände durch Einmessen und Markieren der Achsen oder Konturen eines Bauwerks. Das Abstecken nimmt je nach baurechtlichen Anforderungen ein Vermessungsingenieur, oft auch ein beteiligter Bauhandwerker vor. Die exakte Lage der künftigen Eckpunkte werden mit Farbe, Messmarke, Nagel oder Pflock markiert. Bezogen auf diese Eckpunkte wird häufig ein sogenanntes Schnurgerüst errichtet, das der Markierung der späteren Bauwerkskanten dient.

Absteckungsbescheinigung

Absteifung

auch: Absteifungen

Eine Absteifung dient der Sicherung von Baugruben, Gräben, Bauteilen oder Bauwerken durch Abstützungen gegen die Gefahr des Einstürzens oder Umfallens. Sie stellt eine vorübergehende Maßnahme bis zur Beseitigung der Gefahr dar (z, B. durch Schließung eines Grabens, Fertigstellung eines Bauwerkes). Eine Absteifung ist in der Regel durch einen Statiker zu bestimmen. Besonders sorgfältig ist vorzugehen, wenn in mehreren Etagen übereinander gearbeitet werden muss. Absteifungen sind mit der Statik angrenzender Bauten abzugleichen.

Abstellfläche

auch: Abstellflächen.

Die Abstellfläche ist die zum Abstellen von Fahrzeugen bestimmte Fläche einschließlich der Manövrierfläche.

Abstellraum

auch: Abstellräume

Ein Abstellraum ist ein Stauraum für Nutzgeräte oder Vorräte. Jede Wohnung muss nach geltendem Baurecht einen Abstellraum besitzen. Häufig sind Abstellräume auch in die Garage oder den Carport intergriert. Sie dienen dann häufig als Lagerplatz für Gartengeräte und andere Gartenutensilien.

Abstellung

auch: Abstellungen

Eine Abstellung ist ein seitlicher Abschluss, der ein sauberes und gleichmäßiges Verlegen von Konstruktionen und Belägen wie beispielsweise Estrich im Bereich von Treppenaugen ermöglicht. Abstellungen können bestehen aus Betonaufkantungen, Kanthölzern, Winkeln usw.

Abstrahlungsverlust

auch: Abstrahlungsverluste

Abstrahlungsverluste sind Wärmeverluste in einer Feuerungsanlage, die infolge schlechter Wärmedämmung des Kessels durch direkte Wärmeabgabe an die Umgebung am Aufstellungsort (z.B. im Keller) entstehen. Moderne Heizkessel sind in der Regel gut wärmegedämmt und weisen nur geringe Abstrahlungsverluste auf.

Abstreifgitter

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Das Abstreifgitter ist ein unentbehrliches Hilfsmittel beim Anstreichen. Es dient dem Verteilen und Abstreifen der Farbe auf der Rolle und wird oben in den Farbtopf eingehängt. Es gibt Abstreifgitter aus Kunststoff oder Metall, wobei die Metallabstreifgitter meist einfacher zu handhaben sind.

Abstreuung

auch: Abstreuungen

Bei Gussasphaltestrichen und Verharzungsarbeiten ist es notwendig, die Oberfläche mit geeigneten Materialien (wie z. B. Quarzsand) abzustreuen, um eine Verankerung mit nachfolgenden Materialien (Klebemassen, etc.) zu erreichen.

Abstumpfen von Marmor

Um Marmor und Naturstein in Bädern und auf Terrassen rutschfest zu machen, gibt es verschiedene Verfahren. Am besten dürfte aber sein, dass von Anfang an bruchrauher Marmor oder Naturstein verlegt wird. Marmor und Naturstein lassen sich abstumpfen durch eine chemische Behandlung mit Flußsäure. Das ist allerdings Spezialistenarbeit. Durch die Säurebehandlung werden Hochglanzpolituren je nach Härtegrad des Steins mehr oder weniger stark beeinträchtigt. Durch Laserbehandlung kann derselbe Abstumpfungs-Effekt erzielt werden, allerdings ist dieses italienische Verfahren kaum bis Deutschland vorgedrungen. Eine weitere Möglichkeit ist das Stocken. Auch gesandstrahler Marmor bzw. Naturstein verliert seine "Schlüpfrigkeit".

Absturzbauwerk

auch: Absturzbauwerke

Ein Absturzbauwerk ist in der Siedlungswasserwirtschaft eine Verbindung von Abwasserleitungen oder -kanälen unterschiedlicher Höhenlagen durch eine steile Leitung, in der das Wasser von der einen Höhe in die andere "abstürzt". Je nach Lage des Absturzes bezogen auf einen Schacht spricht man auch von einem außen- bzw. innenliegenden Absturz. Während außenliegende Abstürze im Erdreich neben dem Schacht montiert werden, liegen innenliegende Abstürze innerhalb eines Schachtes. Angepasst an die unterschiedlichen Einbausituationen, Absturzhöhen und Materialien gibt es spezielle Ausformungen der Abstürze. Um bei größeren Höhen die Absturzgeschwindigkeit ggf. zu vermindern und negative Strömungseffekte zu verhindern, gibt es Abstürze mit einem seitlich versetzten Zufluss, so dass das Abwasser sich an der Wand der (senkrechten) Rohrleitung entlang in einem Wirbel nach unten dreht und die Geschwindigkeit durch die innere Verwirbelungen am Auslauf stark abnimmt.

Absturzhöhe

Die Absturzhöhe spielt vor allem bei Treppengeländern und Balkonen eine wichtige Rolle. Bei Treppen in Deutschland darf die Absturzhöhe bei Treppen, die nicht durch eine Geländer gesichert ist, höchstens 100 cm betragen, in Österreich höchstens zwei Stufen, bei privaten Wohngebäuden höchstens 60 cm. Bei einer Absturzhöhe von weniger als 12 m muss ein Geländer mindestens 90 cm hoch sein (in Österreich 100 cm), ab einer Absturzhöhe von über 12 m sind 110 cm vorgeschrieben.

Absturzschacht

auch: Absturzschächte

Ein Absturzschacht verbindet Abwasserleitungen und -kanäle unterschiedlicher Tiefenlagen mit der tieferliegenden Leitung (siehe auch Absturzbauwerk. Das geschieht in der Regel mit einem senkrechten Rohr an oder unmittelbar über der Sohle.

Absturzsicherung

auch: Absturzsicherungen

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Insbesondere bei Metalldächern und Gründächern zählen Wartungs- und Pflegearbeiten zu den immer wiederkehrenden Aufgaben. Diese Arbeiten auf dem Dach5) sind ohne entsprechende Sicherung mit einem hohen Risiko für Leib und Leben verbunden. Als Absturzsicherungen werden daher auf dem Dach Geländerkonstruktionen oder Anseilvorrichtungen installiert. Hier eignen sich besonders Anschlageinrichtungen für persönliche Schutzausrüstungen ähnlich denen eines Bergsteigers. Die sog. Anschlagpunkte (also Befestigungsstellen) müssen angebracht werden, bevor das eigentliche Grün- oder (%Flachdach angelegt wird, denn eine nachträgliche Dachdurchdringung ist zu vermeiden. Bei den Absturzsicherungen unterscheidet man Einzelanschlagpunkte und Seilsysteme. An den Einzelanschlagpunkten wird die Schutzausrüstung vom Benutzer direkt befestigt. Der Bewegungsradius wird durch die Länge des Seils begrenzt. Die Anforderungen an die Unterkonstruktion sind im Allgemeinen höher als bei einem Seilsystem. Bei einem Seilsystem wird ein Stahlseil über mehrere Anschlagpunkte geführt. Der Benutzer befestigt seine persönliche Schutzausrüstung über einen beweglichen Seilgleiter und kann sich so entlang des Stahlseils ungehindert bewegen. Da die Belastungen über mehrere Punkte verteilt sind, werden im Regelfall geringere Anforderungen an die Unterkonstruktion gestellt, als bei den Einzelanschlagpunkten.

Absturzsicherungsmaßnahmen

auch: Absturzsicherungen

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Absturzsicherungsmaßnahmen mussen ergriffen werden bei Arbeiten am Flachdach oder Gründach, wobei bei einer Attikahöhe von mindestens einem Meter keine Sicherungsmaßnahmen nötig sind. Fehlt eine Attika mit dieser Mindesthöhe, müssen in einem Mindestabstand von zwei Metern von der Dachkante Absperrungen mit Seil, Kette oder Geländer vorhanden sein, wobei Flatterbänder alleine nicht ausreichen. Ist von alledem nichts vorhanden, müssen aber Arbeiten am Dach vorgenommen werden, kommen Seilsicherungen zum Einsatz, bei denen sich der Arbeiter in Brustgurte einschnallt. Diese Gurte sind wie bei einem Bergsteiger mit einem Seil verbunden, dessen Ende in einem sog. Anschlagpunkt arretiert wird (siehe Zeichnung). Ab einer Absturzhöhe von drei Metern ist eine Absturzsicherung zwingend vorgeschrieben.

Abstützbock

auch: Abstützböcke

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Beim Ausfüllen einer Schalung mit Fließbeton muss die Schalung bei großen, massiven Konstruktionen bis zum Aushärten des Betons erhebliche seitliche Drücke abfangen. Damit die Schalungselemente diesen Drücken standhalten, werden Abstützböcke eingesetzt. Unsere Zeichnung zeigt zwei Varianten des Herstellers DOKA.

Abteufen

auch: Teufen

Abteufen oder auch Teufen meint das Herstellen eines senkrechten Bohrloches, zum Beispiel im Brunnenbau. Speziell im Bergbau werden Schächte abgeteuft. Für das Abteufen stehen unterschiedlichen Verfahrenstechniken zur Verfügung, wie z.B. Bohr- und Sprengarbeiten.

Abtönen

auch: Nuancieren

Unter Abtönen versteht man in der Lack- und Farbenindustrie die Änderung des Farbtons eines Beschichtungsstoffes, um diesen entsprechend einer Vorlage einzustellen. Dieses auch als Nuancieren bezeichnete Einstellen erfolgt entweder mit entsprechend konzentrierten Pigmentpasten bzw. -präparationen, die sich leicht im jeweiligen Beschichtungsstoff (lösemittelhaltig oder wässrig) verteilen lassen oder häufiger, da oft nur kleinere Mengen bestimmter Buntpigmente benötigt werden, mit sog. Vollton- und Abtönfarben. Diese enthalten Bindemittel und neben dem farbgebenden Pigment noch geringe Mengen an Füllstoffen sowie die erforderlichen Additive. Da hierdurch das Färbevermögen reduziert wird, ist die Dosierung kleiner Mengen einfacher. Vollton- und Abtönfarben können im Vollton, d.h. ohne weitere Zusätze, auch für licht- und wetterbeständige Fassadenanstriche eingesetzt werden.

Abtönfarbe

auch: Abtönfarben

Bezeichnung für zähflüssige Farbkonzentrate in intensiven Farben, die weißen Dispersionsfarben beigemischt werden, um diese abzutönen. Um eine gleichmäßige Abtönung zu erlangen, ist es sinnvoll, die Abtönfarbe mit einem Rührquirl als Einsatz einer Bohrmaschine unter zu mischen. In Baumärkten und Farbenfachgeschäften stehen jedoch auch Farbmischmaschinen, mit denen Farben abgetönt werden können - und zwar in immer derselben Tönung.

Abtönpaste

auch: Abtönpasten

Abtön- bzw. Pigmentpasten sind konzentrierte Zubereitungen von Pigmenten oder Pigmentmischungen, bei sehr hochwertigen und farbstarken organischen Pigmenten evtl. auch in Verbindung mit geringen Mengen an geeigneten Füllstoffen. Sie werden zum nachträglichen Abtönen von weißen Außen- oder Innenfarben oder Kunstharzputzen verwendet. Abtönpasten können bindemittelhaltig oder bindemittelfrei sein. Der größte Vorteil von Abtönpasten ist, dass die jeweiligen Pigmente optimal benetzt und dispergiert sind, so dass auch in den damit abzutönenden Beschichtungsstoffen eine leichte Einarbeitung erreicht und die Flockungsstabilität verbessert wird. Außerdem ist eine staubfreie Verarbeitung möglich und, insbesondere bei sehr farbstarken Pigmenten, eine bessere Dosierung. Pigmentpräparationen kommen auch in Form von nicht staubenden Pulvern, in Granulatform oder als Chips in den Handel. Diese Zubereitungsformen spielen jedoch auf dem Gebiet der Dispersionsfarben und Kunstharzputze praktisch keine Rolle.

Abtrag

Abtrag bezeichnet in der Regel das erforderliche Entfernen von Mutterboden zu Beginn einer Baumaßnahme. Neben der Entnahme des Bodens wird auch der entnommene Boden als Abtrag bezeichnet.

Abtragsleistung

Als Abtragsleistung wird die mechanisch abgetragene Menge Schleifgut beispielsweise durch Winkelschleifer oder Schlaghammer bezeichnet. Man wiegt das zu bearbeitende Werkstück vor Arbeitsbeginn und nach Beendigung der Arbeit. Bei Schlaghämmer wird die abgetragene Menge direkt gewogen. Der ermittelte Wert in Kilogramm wird häufig auf die Stunde bezogen. Die Abtragsleistung (kg/h) ist bei unterschiedlichen Schleifgeräten ein reproduzierbarer Vergleichswert.

Abtraufe

auch: Wasserspeier

Abtraufen sind Auslassrohre aus Stein oder Blech, die das auf Gebäudedächern in Rinnen (Traufen) gesammelte Regen- und Schmelzwasser am Ende des Daches im freien Fall entleeren. Schon in der Antike kannte man die Wasserspeier. Diese waren und gewöhnlich plastisch verziert(beispielsweise mit Löwenköpfen). Auch später wurden die Wasserspeier gerne mit Tier- und Fratzenköpfen verziert. Heutzutage wird das Wasser meist über Dachrinnen abgeleitet, dennoch findet man Abtraufen noch gelegentlich bei alten Häusern oder Kirchen. .

Abtreppung

auch: Abtreppungen

Eine Abtreppung bezeichnet im Baubereich eine stufenförmige Ausbildung der Unter- oder Oberkanten von Fundamenten, Wänden, Stützmauern oder ähnlichem. Gründe für eine Abtreppung sind beispielsweise die Anpassung an einen schrägen Geländeverlauf, unterschiedliche Bodenarten des Baugrundes oder schräge Flächen angrenzender Bauteile (z. B. Dächer).

Abtretmatte

auch: Abtretmatten

Abtretung

Abtretung bedeutet zunächst allgemein die Übertragung von Rechten oder Ansprüchen auf einen Dritten. Dieser Begriff kommt häufig bei der Finanzierung von Wohneigentum vor. Denn mit der Abtretung von Ansprüchen kann ein Darlehnen abgesichert werden. So kann der Kreditnehmer beispielsweise seine Ansprüche aus einem Bausparvertrag oder aus einer Lebensversicherung an die Bank abtreten.

Abtritt

siehe Abort.

Abtropfnase

auch: Abtropfnasen

siehe Wassernase.

Abtropfprofil

auch: Abtropfprofile

Abtropfprofile sind ganz allgemein Profile, die dafür sorgen, dass herablaufendes Wasser aufgehalten wird und nach dem Profil auf den Boden tropft, ohne weiter das Bauteil zu berühren. Abtropfprofile findet man bei Duschkabinen aber vor allem auch bei Fenstern und Fassaden. Durch die Profile bleiben Fenster und Fassaden länger sauber, da kein verschmutztes Regenwasser mehr herunterlaufen kann.

abwalmen

Beim Abwalmen wird das Dach mit einem Walm versehen, d.h. es bekommmt auch an der Giebelseite eine Dachschräge. Man unterscheidet Walmdach und Krüppelwalmdach.

Abwärme

Mit der Abwärme wird diejenige Wärme bezeichnet, welche von einem technischen Gerät oder einer technischen Anlage erzeugt, jedoch nicht genutzt wird. Oft kann ein technisches Gerät oder eine technische Anlage nicht betrieben werden, ohne dass Abwärme erzeugt wird. Die Abwärme muss meistens in geeigneter Form abgeleitet werden um das Gerät oder die Anlage nicht zu überhitzen oder, bei geschlossenen Anlagen, den Ausgangspunkt des Kreislaufmediums  wiederherzustellen (z.B. Wärmepumpe). Ein anschauliches Beispiel für Abwärme ist die Motorwärme beim Auto. Diese wird über den Kühler an die Umgebungsluft abgegeben. Auch der Kühlschrank produziert Abwärme, die an der Rückseite an den Raum abgegeben wird. Genutzt werden für Fernwärme kann die Abwärme bei einem Wärmekraftwerk. Alternativ wird die Wärme über Kühltürme abgegeben. Abwasserabwärme aus der Kanalisation kann wegen seiner gleichmäßigen Temperatur zu einem rentablen Heizungsbetrieb einer Wärmepumpe  beitragen.

Abwasser

Als Abwasser wird alles verschmutzte oder unverschmutzte Wasser bezeichnet, das aus einem Grundstück und den darauf erstellten Bauten, aus Wohnstätten, industriellen, gewerblichen oder landwirtschaftlichen Betrieben oder anderswoher abfließt. Man unterscheidet z.B. Schmutzwasser, Regenwasser, Fremdwasser, Mischabwasser und Kühlwasser.

Abwasserbehandlung

auch: Abwasserbehandlungen

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Die Abwasser­behand­lung bezeichnet ganz allgemein eine gezielte Veränderung der Abwasser­beschaffen­heit. Dies kann Reinigung, Neutralisation oder Kühlung bedeuten. Die Abwasser­behandlung erfolgt in der Regel in einer Kläranlage. Manches Abwasser muss aber bereits bevor es dem Kanal zugeführt wird, vorbehandelt werden. In Autowaschanlagen oder bei Tankstellen ist daher ein Abscheider notwendig, der das anfallende Öl/Benzin entfernt. Bei der Abwasser­behand­lung werden mechanische, biologische, physikalische und chemische Reinigungsverfahren unterschieden.

Abwasserbelüftung

Abwasserbelüftung ist ein Begriff aus der Abwassertechnik. In der Kläranlage wird im Belebungsbecken Sauerstoff eingebracht, um die Sauerstoffaufnahme aus der Luft zu vergrößern. Es werden dabei Oberflächenbelüftung, Druckbelüftung und Sauerstoffbegasung unterschieden.

Abwasserbeseitigung

Abwasserbeseitigung bezeichnet ganz allgemein die Fortleitung des Abwassers durch die Kanalisation. Von dort wird es einer Kläranlage zugeführt oder in einen Vorfluter eingeleitet. Weitere Möglichkeiten der Abwasserbeseitigung sind Versickerung, der Transport zum Meer (Verklappung) oder das Eindampfen und Verbrennen des Abwassers. Bevor Abwasser beseitigt wird, muss es zuvor durch eine Abwasserbehandlung gereinigt werden.

Abwasserfaulraum

auch: Abwasserfaulräume

Abwassergebührensatzung

In der Abwassergebührensatzung werden die kommunalen Abwassergebühren für die Benutzung der Kanalisation und der Kläranlage festgesetzt. Die Abwassergebührenordnung ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Häufig wird sie von den Gemeinden im Internet veröffentlicht.

Abwasserhebeanlage

auch: Abwasserhebeanlagen

siehe Hebeanlage.

Abwasserleitung

auch: Abwasserleitungen

In Abwasserleitungen wird das anfallende Abwasser zum Kanal transportiert. Bei einem Trennsystem gibt es zwei vollständig voneinander getrennte Leitungssysteme. Bei einem Mischabwasser fließen Regenwasser und Schmutzwasser in einer Leitung, wobei sie erst außerhalb des Gebäudes in der Grundleitung zusammengeführt werden. Egal ob Mischabwasser oder Trennsystem: Abwasserleitungen müssen geschlossen, dicht und (soweit erforderlich) zum Reinigen eingerichtet sein. Das mit der Dichtheit ist häufig insbesondere bei älteren Häusern mit veralteten Leitungen ein Problem. Über Leckagen kann mit Schadstoffen belastetes Abwasser ausdringen und das Grundwasser verunreinigen.

Abwasserrohre

auch: Abwasserrohr

Abwasserrohre zur Ableitung von Abwasser gibt es aus Beton, Stahlbeton, Kunststoff, Gusseisen, Spannbeton oder Faser-Zement mit unterschiedlichen Querschnitten (z.B. Kreis-, Ei-, Maulquerschnitt). Das Abwasser wird über die Abwasserrohre in der Kanalisation zur Kläranlage oder zum Vorfluter geleitet.

Abwasserrückgewinnung

Unter der Abwasserrückgewinnung wird das Reinigen von Abwasser zum Beispiel in einer Kläranlage verstanden, so dass es wieder als Trinkwasser oder Brauchwasser verwendet werden kann.

Abwasserteich

auch: Abwasserteiche

Abwasserteiche werden für die dezentrale Abwasserentsorgung kleiner Gemeinden im ländlichen Raum eingesetzt. Der biologische Abbau der Abwasserinhaltsstoffe wie Kohlenstoffverbindungen und Stickstoff kann durch Mikroorganismen unter aeroben und anaeroben Bedingungen erfolgen. Die Mikroorganismen befinden sich als suspendierte Biomasse im freien Wasserkörper und als Biofilm auf Aufwuchsflächen. Der Sauerstoffeintrag bei natürlich belüfteten Teichen erfolgt über die Oberfläche und durch die Photosyntheseleistung der Algen. Zur Erhöhung der Reinigungsleistung und zur Verringerung des Platzbedarfs kann er zusätzlich belüftet werden. Die belüfteten Teiche sind zumeist durch den Einbau einer künstlichen Sauerstoffbegasung aus überlasteten unbelüfteten Teichen entstanden. Die Belüftung sichert eine weitgehend von natürlichen Gegebenheiten unabhängige Durchmischung und Sauerstoffversorgung. Dadurch wird mehr Bakterienmasse als in unbelüfteten Teichen in Schwebe gehalten.

Abwasserverordnung

Die Abwasserverordnung bestimmt die Anforderungen, die bei der Erteilung einer Erlaubnis für das Einleiten von Abwasser in Gewässer festzusetzen sind. In der Abwasserverordnung werden für unterschiedliche Abwasserarten die technischen Standards, wie verbindliche Grenzwerte, festgelegt. Die Verordnung gehört zu den ersten Maßnahmen zur Umsetzung der im November 1996 in Kraft getretenen 6. Novelle des Wasserhaushaltsgesetzes. Sie regelt unter anderem die Anforderungen für das Einleiten von Abwasser im Rahmen der kommunalen Abwasserbehandlung und setzt europarechtliche Anforderungen an den Gewässerschutz um. Es gibt insgesamt 54 Anhänge mit spezifischen Regelungen für häusliche Abwässer und verschiedene Industriebranchen.

Abwasserzweckverband

auch: Abwasserzweckverbände

Ein Abwasserzweckverband ist der Zusammenschluss von zwei oder mehr Kommunen mit der Aufgabe der gemeinsamen Ableitung und Behandlung des Abwassers. Gründe für einen solchen Zweckverband gibt es einige: Fehlendes Kaptal, fehlendes Geld oder fehlendes Know-How sind zum Beispiel drei Gründe. Der Abwasserzweckverband besitzt eine Satzung. Die Politiker oder Bürgermeister der Region sind in der Regel in den Aufsichtsgremien. In diesen Verbänden können auch natürliche und juristische Personen des Privatrechts wie Grundstückseigentümer, Bergwerke oder Industriegebiete Mitglieder sein bzw. zwangsweise beigezogen werden.

Abweichstein

auch: Abweichsteine

siehe Radabweiser.

Abweiser

Abweiser haben im Baubereich mehrere Einsatzgebiete. Auf Maschinentischen von Elektrowerkzeugen wie zum Beispiel einer Tischkreissäge oder Oberfräse haben sie die Aufgabe zu verhindern, dass kurze Abschnitte oder Werkstücke ins Sägeblatt oder den Fräser gelangen. Weiterhin sorgen Abweiser dafür, dass Staubsaugerschlauch oder Kabel nicht ins Werkzeug gelangen und dabei beschädigt werden. Bei Deckendurchbrüchen, Fahrtreppen oder Bahnsteigen sorgen Abweiser dafür, dass Menschen nicht in Gefahr geraten. Dort sind Abweiser mehr als Absperrgitter zu verstehen. Wenn Abweiser Mauerwerk oder Tore vor Beschädigungen durch Räder schützen sollen, spricht man auch von Radabweiser.

Abwitterung

Abwitterung tritt bei Bauteilen im Außenbereich auf, die Wind und Wetter ausgesetzt sind. Diese Bauteile können durch die einwirkenden Witterungseinflüsse beschädigt werden oder ihre Form, Farbe und Aussehen verändern. Anfällig durch die Einflüsse der Witterung sind zum Beispiel Stahl- und Eisenteile, bei denen Korrosion  sichtbar wird. Bei Außenputze ist ein Absanden, bei Farb- und Lackanstrichen ein Abblättern der Farbe zu verzeichnen. Bauteile aus Holz können hingegen durch den Einfluss der Witterung ihre Farbe verändern (Vergrauung), quellen oder modern.

Abziehbohle

auch: Abziehbohlen

Eine Abziehbohle ist ein Gerät oder Vorrichtung, mit der man die Frischbeton-Oberfläche glättet. Es gibt Einfach- oder Doppelbohlen, die durch Pendelbewegungen oder Vibration den Frischbeton ebnen. Die Abziehbohle wird auch als Abziehbrett bezeichnet. Abziehbohlen gibt in Längen von 3 m, 4 m und 5 m Länge mit einer Tiefenwirkung auf Beton bis 15 cm. Abziehbohlen werden vor allem bei der Herstellung von in Ortbeton hergestellten plattenartigen, liegenden Bauteilen (z.B. Stahlbetondecken, Bodenplatten oder Fahrbahndecken von Tiefgaragen) verwendet. Jedoch müssen nicht nur Betonoberflächen möglichst eben abgezogen werden, sondern auch nahezu alle Estriche oder Putze.

Abziehbrett

siehe Abziehbohle

Abziehen

Tätigkeit, bei der die Oberfläche des Frischbetons mit Hilfe einer Abziehbohle geebnet wird. Jedoch müssen nicht nur Betonoberflächen möglichst eben abgezogen werden, sondern nahezu alle Estriche oder Putze. Auch hierbei wird von "Abziehen" gesprochen.

Abzieher

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Der Abzieher ist im Bauwesen ein Begriff mit mehreren Bedeutungen. Bei der Fensterreinigung wird ein Abzieher dazu verwendet, das Wasser von der Fensterscheibe zu entfernen. Hier ist der vordere Teil aus Gummi. Im Gartenbau dient ein Abzieher dem Glätten und Begradigen von Erdoberflächen. Hier besitzt der Abzieher ein Vorderteil aus Stahl. Auch Frischbeton muss geglättet werden. Dazu verwendet man eine Abziehbohle. Zum Entfernen von Lack auf Möbeln oder zum Glätten von Holz kommt die Ziehklinge zum Einsatz.

Abziehklinge

siehe Ziehklinge.

Abziehlack

auch: Abziehlacke

Abziehlack ist ein Lack auf Kunststoffbasis, der nach dem Aufspritzen oder Aufstreichen einen dichten hautartigen Überzug bildet und eine wesentlich höhere Eigenfestigkeit als Haftfestigkeit am Untergrund besitzt und daher, falls erforderlich, abgezogen werden kann. Abziehlack wird verwendet zum Überziehen von Metallteilen in der Lackiererei, die nicht lackiert werden, wie Scharniere, Fenster und Türgriffe, Maschinenteile usw. aus Eisen, Aluminium, Kupfer, Messing, aber auch für glasierte Flächen oder Glas usw.; zum Schutz gegen Verunreinigungen und leichte mechanische Einflüsse.

Abziehlatte

auch: Abziehlatten

Eine Abziehlatte ist ein Werkzeug zum Abziehen großer Putz- und Fließestrichflächen. Es kann aus Aluminium oder Holz gefertigt sein. In Aluminiumausführung ist es in Längen von 1 bis 5 m erhältlich. Ein sehr gerade zugeschnittenes Holzbrett von 8-10 cm Breite kann den gleichen Zweck erfüllen.

Abziehstein

auch: Abziehsteine

Je nach Anforderung an die Endqualität eines Schleifvorgangs werden nach der Arbeit mit dem Schleifstein noch Abziehsteine eingesetzt. Diese sind sehr feinkörnige Schleifsteine für das sog. Feinschleifen. Feingeschliffen werden z. B. Hobelklingen, Stechbeitel oder Schnitzmesser. Künstliche Abziehsteine sind aufgebaut wie Schleifscheiben, natürliche Abziehsteine sind der belgische Brocken oder der Arkansasstein. Abziehsteine werden niemals trocken genutzt. Bei belgischen Brocken wird Wasser und bei Arkansassteinen Öl zum Schleifen verwendet. Zur optimalen Verwendung wird ein dickes Brett ausgehöhlt und der Stein hineingelegt, so dass dieser Halt findet. Beim Schleifen mit dem Abziehstein besteht immer die Gefahr, dass er nicht über die ganze Fläche gleichmäßig in Anspruch genommen wird. Wird nur im mittleren Bereich geschliffen, entsteht mit der Zeit eine Vertiefung in der Mitte und der Abziehstein wird unbrauchbar.

Abzweig

auch: Doppelabzweig, Parallelabzweig, Eckabzweig, Kombinationsabzweig, Abzweige

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Nicht nur Straßen, sondern auch Abwasserrohre besitzen Abzweige. Dort treffen ein oder mehrere Abwasserrohre unter verschiedenen Winkeln auf ein anderes Abwasserrohr. Auf den Abbildungen sieht man einen Abzweig mit einem 45°-Winkel, einen Doppelabzweig und einen Parallelabzweig. Darüber hinaus gibt es noch Eckabzweige und Kombinationsabzweige.

Acetaldehyd

Hauptsächlich dient Acetaldehyd als Zwischenprodukt in der chemischen Industrie. So wird es als Bestandteil von Farben, zur Herstellung von Parfümen und Färbemitteln, in der Gummi-, Papier- und Gerbeindustrie, als Konservierungsstoff von Früchten und Fisch, als Geschmacksstoff, zur Gelatinehärtung und als Treibstoffbeimischung eingesetzt. Acetaldehyd dient auch zur Herstellung von Essigsäure sowie Pentaerythrit. Im menschlichen Körper entsteht Acetaldehyd als Zwischenprodukt beim Abbau von Ethanol. Acetaldehyd kann technisch aus Ethylen durch homogen katalytische Oxidation nach dem sogenannten Wacker-Verfahren hergestellt werden.

Aceton

Aceton wird als Lösemittel in Farben, Lacken und als chemisches Zwischenprodukt genutzt. Aceton ist eine farblose, aromatisch riechende Flüssigkeit. Sie ist mit Wasser vollständig mischbar. Die Substanz ist sehr leicht flüchtig und bildet mit Luft ein explosives Gemisch.

Achatscheibe

Achat ist ein Halbedelstein, der insbesondere in Idar-Oberstein abgebaut wird und im Baubereich gelegentlich als Polierscheibe für spezielle Putze Verwendung findet, insbesondere für den marokkanischen Tadelakt-Lehmputz. Mit der Achatscheibe wird der Putz in kreisenden Bewegungen auf Hochglanz poliert.

Achsfahrmasse

siehe Achslast.

Achslast

auch: Achsfahrmasse, Achslasten

Die Achslast ist die durch eine Achse mit zwei Rädern an die Verkehrsfläche abgegebene Belastung aus Eigengewicht und Nutzmasse (Nutzlast) eines Fahrzeugs. Die höchstzulässige Achslast in Deutschland nach der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) beträgt bei Einzelachsen 11 t (ab 1992 11,5 t) und bei Doppelachsen 18 t (ab 1992 19 t).

Acrylate

Unter Acrylate werden Kunststoffdispersionen oder Kunstharzlösungen auf der Basis so genannter Acrylharze bzw. der Polyacrylharze  zusammengefasst. Ungesättigte Acrylate sind Hauptkomponenten in strahlenhärtenden Farben, Lacken und Klebstoffen (Strahlenhärtung). Die chemische Vernetzung, Polymerisation, verläuft über die Acrylsäuregruppe. Diese Art von Farben wird hauptsächlich im industriellen Bereich eingesetzt. Acrylfarben für den Heimwerkerbedarf enthalten gesättigte Acrylate, die entweder in organischen Lösemitteln gelöst sind oder – umweltfreundlicher – als Dispersion in Wasser vorliegen.

Acrylatharz

auch: Acrylatharze

Als Acrylatharz werden Synthesefasern und Kunstharze aus Polyacrylnitril, Polyacrylat und Polymethacrylat bezeichnet. Man verwendet sie beispielsweise als Bindemittel bei der Herstellung von Beschichtungssystemen oder Laminat. Acrylatharz in der Farbe sorgt für einen hohen Korrosionsschutz. Acrylatharz im Laminat hat den Vorteil, dass es formaldehydfrei ist und somit gewährleistet ist, dass auch nach der Verlegung keine schädlichen Dämpfe auftreten.

Acrylatklebeband

auch: Acrylatklebebänder

Klebeband mit Gewebeeinlage zur Vermeidung von Überdehnung. Zur sicheren und dauerhaften Verklebung von Dampfsperren und Dampfbremsen aus Polyäthylen und Aluminium. Hohe Klebkraft auf staubfreien, glatten und trockenen Oberflächen.

Acryl-Badewanne

auch: Acryl-Badewannen

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Acryl wird seit Beginn der 70er Jahre bei der Herstellung von Badewannen verwendet. Mit führend auf dem Gebiet von Acryl-Badewannen war seit Anbeginn die Firma Hoesch. Endlich konnten die Designer ihrer Fantasie freien Lauf lassen und Wannen in allen erdenklichen Formen erschaffen. Trotz der Formenvielfalt sind Wannen aus Acryl im Vergleich günstiger als Email-Badewannen. Zudem wiegen sie weniger, was bei Altbausanierungen durchaus Vorteile mit sich bringen kann. Die Wannen sind komplett durchgefärbt, so dass kleinere Kratzer optisch weniger ins Gewicht fallen. Die Farbe bleibt auch nach Jahren gleich. Die warme Oberfläche von Sanitäracryl sorgt von Beginn an für das richtige Wohlgefühl beim Baden. Allzu scharfe Reinigungsmittel mag der Kunststoff allerdings nicht. Auch manche Badezusätze können für Verfärbungen sorgen. Bei diesen müssen gleich nach dem Bad mit klarem Wasser die Reste wegspült werden. Haben Brandflecke oder Kratzer der Wanne zugesetzt, lassen sie sich mit feinem Sandpapier entfernen. Einfach die porenfrei glatte Oberfläche schleifen und mit Autopolitur oder mit von der Industrie angebotenen Spezialreinigern den alten Glanz wieder herstellen.

Acrylglas

auch: Acrylgläser

Acrylglas hat die chemische Bezeichnung PMMA Polymethylmethacrylat. Der Begriff Plexiglas ist das Markenzeichen der Fa. Röhm, wobei Plexiglas nichts anderes als Acrylglas ist.

Acrylharz

auch: Acrylharze

Acrylharz ist ein in vielen Lacken, Dispersionsfarben, Montageklebern und Kunststoffputzen enthaltenes Kunstharz. Es gibt ihnen bei der Aushärtung eine besondere Festigkeit und Dauerhaftigkeit, kann aber auch durch flüchtigen Lösemittel, insbesondere beim Aufbringen und in der Härtungsphase Kopfschmerzen beim Menschen verursachen.

Acryl-Hohlkammerplatte

auch: Acryl-Hohlkammerplatten

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Diese Hohlkammerplatten werden aus hochwertigem, schlagzähem Acrylglas hergestellt. Die Platten haben eine porenfreie glatte Oberfläche, einen hohen Isolierwert, eine lange Lebensdauer und sind witterungsbeständig. Sie werden für Dacheindeckungen, Terrassenüberdachungen, Wandverkleidungen, Wintergärten, Pergolen oder Carports verwendet. Acryl-Hohlkammerplatten lassen sich auch einfach vom Heimwerker selbst montieren. (Foto: Hersteller Gutta)

Acryllack

auch: Acryllackdispersionsfarbe, Acryllacke, Acryl-Lack, Acryl-Lacke

Lacke auf Acrylbasis sind in allen Variationen erhältlich. So gibt es Klarlacke, Grundierungen, Decklacke in verschiedenen Glanzgraden und Lasuren. Acryllacke weisen eine sehr hohe Elastizität auf, wodurch jedoch die Blockfestigkeit beeinträchtigt wird. Die Farbtonbeständigkeit ist ebenso wie die Glanzhaltung sehr gut, dafür ist die Fett- und Handschweißbeständigkeit nicht optimal. In Verbindung mit einer Alkydharzimprägnierung ist der Acryllack für Holz sehr gut geeignet. Acrylharze zeichnen sich durch besondere Witterungsbeständigkeit aus. Sie werden entweder in Lösemitteln gelöst oder in Wasser dispergiert. Die enthaltenen Lösemittel dienen als Emulgatoren und Filmbildehilfsmittel. Enthalten Acryllacke viel Wasser und wenig Lösemittel, können sie das Umweltzeichen Blauer Engel erhalten. Dafür dürfen sie jedoch nur eine geringe Menge Konservierungsstoffe und keine bleihaltigen Hilfsstoffe enthalten. Acryllacke werden häufig auch zur Lackierung von Heizkörpern genutzt, da sie keine so starke Geruchsbelästigung wie z.B. Alkydharzlacke hervorrufen. Bei der Verarbeitung ist auf eine gute Durchlüftung zu achten, da große Mengen an Lösemitteln freigesetzt werden. Wird die Heizung mit Acryllack gestrichen, sind in den ersten Heizstunden hohe Ausdunstungen zu erwarten, auch wenn der Anstrich schon Wochen oder gar Monate zurückliegt. Daher sollte direkt nach dem Anstrich geheizt und gleichzeitig gut gelüftet werden.

Acryllackdispersionsfarbe

auch: Acryllackdispersionsfarben

siehe Acryllack.

Acryllasur

auch: Acryllasuren

Acryllasuren werden beispielsweise zum Marmorieren von Zimmerwänden oder zum Schutz von Holz im Außenbereich verwendet. Acryllasuren sind wässrige Anstrichmaterialien, die im Gebinde oft trüb aussehen und bei Aufstrich zunächst ein irisierend trübes Aussehen zeigen. Diese Erscheinung geht im Trocknungsverlauf zurück. Nach Trocknung resultiert ein klarer, durchscheinender Lasurfilm. Die Trübung im Naßzustand ist kein Qualitätsmangel. Die wasserlöslichen Acryllasuren sind im Vergleich zu den lösemittelhaltigen Alkydharz-Lasuren umweltfreundlicher und daher häufig mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Allerdings neigen Acryllasuren bei längerer Bewitterung zum Reißen und Abschuppen. Der dann erforderliche Renovierungsaufwand ist viel größer.

Acrylnitril

Acrylnitril wird durch katalytische Oxidation von Propylen und Ammoniak durch Luft hergestellt. Es wird bei Klebern, Farbstoffbinder oder Lösungsmitteln verwendet. Acrylnitril ist ein Rohmaterial für die Herstellung von Kunstfasern, Kunststoffen und synthetischem Kautschuk. Acrylnitril ist ein leicht entzündlicher, giftiger Stoff. Dämpfe und Flüssigkeit können auch über die Haut aufgenommen werden. Sie reizen die Schleimhäute, die Haut und besonders die Augen. Acrylnitril kann Nerven, Atmungssystem und Verdauungsorgane schädigen. Im Tierversuch löste der Stoff Krebs aus; Acrylnitril gilt außerdem als "stark wassergefährdender" Stoff.

Acryl-Polyurethan-Lack

auch: Acryl-Polyurethan-Lacke

Acryl-Polyurethan-Lack hat die gleichen Eigenschaften wie der Acryllack, enthält jedoch die zusätzliche Bindemittelkomponente Polyurethan. Hierdurch verbessern sich die Oberflächenhärte und die Blockfestigkeit. Acryl-Polyurethan-Lack wird vorwiegend als Weißlack für innen angeboten, da diese Bindemittelkombination zur Kreidung neigt.

Acyrldichtstoffe

auch: Acryldichtmassen

Acryldichtstoffe sind 1-komponentige zähflüssige Dichtmassen, die im Bau- und Heimwerkerbereich vor allem als Fugendichtstoff eingesetzt werden, wobei sie nach dem Erstarren ihre Elastizität verlieren. Die Industrie bietet je nach Art der Baustoffe, deren Fugen abgedichtet werden müssen, spezielle (auch eingefärbte) Acryldichtstoffe an - etwa hitzebeständige für die Fugen zwischen Ofenkacheln oder gesandete für Ausbesserungen an Putzen. Im Gegensatz zu Silikon können Acryldichtstoffe im ausgehärteten Zustand überstrichen oder sogar geschliffen werden. Das als Acrylglas bezeichnete Polymethylmathacrylat, umgangssprachlich auch als Plexiglas bekannt und auch Ausgangsmaterial von Schüsseln oder Badewannen, hat mit dem Klebstoff außer gewisser identischer chemischer Substanzen nichts zu tun.

Additive

auch: Aktivator, Antiblasenmittel, Mattierungsmittel, Lackhilfsmittel

Additive sind Stoffe, die Anstrichmitteln in kleinen Mengen zugesetzt werden, um bestimmte Eigenschaften zu verbessern, unerwünschte Eigenschaften zu verhindern oder chemische Reaktionen gewollt einzuleiten. Dabei kann ein Additiv, je nach dessen Einsatzbereich unterschiedlich oder vielseitig wirken: Aktivatoren - Beschleuniger, Härter, Katalysatoren Antiabsetzmittel - gegen das Absetzen der Mattierungsmittel; Antiblasenmittel - zur Entlüftung des Lackes; Mattierungsmittel - für seidenmatte bis stumpfmatte Lacke; Schleifmittel - für eine bessere Schleifbarkeit der Grundierungen; UV-Zusatz - Lichtschutzstabilisator; Verlaufmittel - Silikonöle, Hochsieder

Aderendhülsen

auch: Aderendhülse

Aderendhülsen werden verwendet, um die abisolierten Enden von Litzenleitungen zu schützen. Die Leitungen können dann ohne Beschädigung der Einzeldrähte in Klemmen angeschlossen werden. Beim Anschluss von Geräten und Deckenlampen kommen meist flexible Leitungen zum Einsatz. Die abisolierten Enden dürfen bei Schraubverbindungen nicht einfach verdrillt oder verlötet werden. In Lüsterklemmen können sich solche Verbindungen schnell lösen und bauen hohe Übergangswiderstände auf. Flexible Einzeladern sind deshalb mit Aderendhülsen zu versehen, welche danach mit speziellen Aderendhülsenzangen verpresst werden.

Aderendhülsen-Presszange

auch: Aderendhülsen-Presszangen

Aderendhülsenzange

auch: Aderendhülsen-Presszange, Aderendhülsenzangen, Aderendhülsen-Zange, Aderenhülsen-Zangen

Mit der Aderendhülsenzange werden Aderendhülsen befestigt. Diese Hülsen verhindern im Wechsel- und Starkstrombereich das Aufplatzen der Aderenden und gewährleisten dem Kupferdrähtchen einen optimalen elektrischen Kontakt. Je nach Qualität und Hersteller verfügen die Zangen über unterschiedliche Eigenschaften. Die Form der Endhülse kann nach dem Pressen zum Beispiel ein Trapez, Rechteck, Quadrat oder Sechseck sein. Die Zangen können mit Zwangspressung, definiertem Pressdruck, Ver- und Entriegelung oder wechselbaren Matrizen ausgestattet sein.

Adhäsion

Im Gegensatz zu Kohäsion bezeichnet Adhäsion das Aneinanderhaften zweier verschiedener Stoffe aufgrund molekularer Kräfte. Dies passiert, wenn die Moleküle an der entsprechenden Grenzfläche dicht genug aneinander sind. Die Adhäsion spielt zum Beispiel bei Lacken eine große Rolle, sie ist entscheidend für Lackeigenschaften wie Korrosionsschutz und mechanische Beständigkeit. Voraussetzung für gute Haftung einer Lackschicht ist eine gut gereinigte Substratoberfläche. Die Lackzusammensetzung, insbesondere die verwendeten Bindemittel haben großen Einfluss auf die Haftfestigkeit zwischen Untergrund und Lackschicht.

Ädikula

auch: Aedikula

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Eine Ädikula ist im weiteren Sinne jede rechteckige Nische zur Belebung einer Wand. In dieser Nische wurden in der Antike beispielsweise Statuen und Kultbilder aufgestellt. Oft ist sie mit einem Giebel und Pfeilern oder Halbsäulen verziert. Bei Portalen und Fenstern dient die Rahmung als architektonischer Schmuck. Das Foto zeigt beispielsweise das Portal der evangelischen Kirche von Olpe. Große Mauerflächen werden ebenfalls durch die Ädikula gegliedert. Auch in der Möbelkunst (Schränke, Türen) ist sie zu finden. Ädicula heißt im übrigen vom Lateinischen ins Deutsche übersetzt nichts anderes als "kleines Häuschen".

ADI-Wert

ADI ist die Abkürzung für: Acceptable daily intake = tolerierbare tägliche Aufnahme. Die Menge eines Stoffes, die ein Mensch bei täglicher Einnahme sein Leben lang einnehmen kann, ohne dass ein gesundheitlicher Schaden ,zu befürchten ist. Die ADI-Werte sind keine verbindliche Festsetzung, sondern ausschließlich eine Empfehlung. Die Werte können bei Kindern, Erkrankten, Schwangeren oder älteren Menschen nicht angewendet werden.

Adobe

auch: Ägyptischer Ziegel

Adobe ist getrockneter, ungebrannter Lehmziegel. Volkstümlich wurde er auch Ägyptischer Ziegel genannt. Die Ziegel sind etwa 230 bis 380 mm lang, 115 bis 190 mm breit und 50 bis 180 mm hoch. Der Nachteil der ungebrannten Adobe-Ziegel liegt darin begründet, dass die Dauerhaftigkeit gegenüber den hierzulande bekannten gebrannten Ziegeln längst nicht so groß ist und sich die Lehmziegel bei länger anhaltendem Regen oder Feuchtigkeitseinwirkungen wieder in ihre ursprüngliche Form zurückentwickeln, d.h. wieder zu losem Erdreich zerfallen.

Adsorbentien

Adsorbentien sind Stoffe, die aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften hohe spezifische Oberflächen aufweisen und durch große Oberflächenkräfte (Kapillarkräfte) den Dampfdruck des zu adsorbierenden Stoffes absenken. Die darauf eintretende Kondensation verstärkt die Trennwirkung des Adsorbats. Adsorbentien werden beispielsweise zur Abgas- oder Abwasserreinigung eingesetzt. Das wohl bekannteste Adsorbtionsmittel ist die Aktivkohle.

Adsorptionstrockengerät

auch: Adsorptionstrockengeräte

Adsorptionstrockengeräte saugen Luft an und leiten diese durch einen hoch hygroskopischen Trockenstoff (meist Silicagel), der das Wasser bindet. Diese Mittel kennen wir auch eingeschlossen in kleinen, weißen Tüten, welche der Verpackung von elektronischen Geräten beigelegt werden, um diese trocken zu halten. Im Anschluss wird das Wasser durch Trocknung aus dem Stoff wieder entfernt, sodass dieser erneut einsatzfähig ist. Diese Methode ist verhältnismäßig teuer und kommt deshalb im Baugewerbe meist nur dann zum Einsatz, wenn extrem niedrige Luftfeuchtigkeitswerte erreicht werden sollen, die mit Kondensationstrockengeräten nicht zu erzielen sind. Als unerwünschten Nebeneffekt kann im ungünstigen Fall die Verwendung der Adsorptionsmethode evtl. jedoch "Übertrocknung" und damit einhergehend vermehrten Materialschwund und Rissbildung nach sich ziehen.

aerob

Aerob ist die Bezeichnung für die Lebensweise von Organismen, die zum Leben Sauerstoff benötigen oder chemische Reaktionsweisen, die nur unter Sauerstoffzufuhr möglich sind (Mikroorganismen). Die aerobe Abwasserreinigung erfolgt z.B. in einer Belebungsanlage durch Mikroorganismen unter Zuführung von Sauerstoff (z.B. durch Sauerstoffbegasung). Als aerober Zustand wird ein Zustand des Wassers bezeichnet, in dem genügend gelöster Sauerstoff vorhanden ist, so dass aerobe Bakterien lebensfähig sind.

Aerosol

auch: Aerosole

Neben den Treibhausgasen haben auch Aerolsole einen Einfluss auf das Klima. Aerosole sind kleine Partikel oder Tropfen, die in der Atmosphäre schweben. Ihr Radius beträgt zwischen 0.01 und 0.1 Mikrometer. Natürliche Aerosolquellen stellen Meeressalz, vulkanischer Staub, mineralischer Staub und die Verbrennung von Biomasse dar. Anthropogene Aerosolquellen entstehen durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe. Aerosole absorbieren und reflektieren solare Strahlung und beeinflussen somit das Strahlungsgleichgewicht direkt. Sie sind aber auch in der Lage, die Eigenschaften der Wolken zu verändern (ihr Reflexionsvermögen oder ihre Lebenszeit) oder chemische Reaktionen zwischen Atmosphärenkomponenten beschleunigen und greifen daher auch indirekt in den Strahlungshaushalt der Erde ein. Es wird heute davon ausgegangen, dass Aerosole in Summe einen kühlenden Effekt auf die Erdoberfläche haben. Die Unsicherheit in der Quantifizierung der Aerosoleffekte ist aber wesentlich größer als jene der Treibhausgase. Neben Nebel und Rauch ist auch der Lacknebel im Sprühstrahl einer Spritzpistole ein Aerosol.

Afara

siehe Limba.

Aflas

Aflas ist ein Spezialkautschuk und gehört zu den neueren Generationen von Fluorelastomeren. Aflas Dichtungsringe zeigen eine außergewöhnlich gute Beständigkeit gegenüber eine Vielzahl spezifischer Medien und Chemikalien wie z.B.: Heisswasser, Wasserdampf, Säuren, Laugen, Ammoniak, Bleichmittel, Sour (H S) Gasen und Ölen sowie Aminen, insbesondere Medien mit aminhaltigen Additiven und Korrosionsinhibitoren, legierten Motoren- und Getriebeölen, Bremsflüssigkeiten und oxidierten Medien. Die Einsatztemperaturen sind ähnlich denen der Fluorelastomere von -30° C bis + 200° C.

Afri Kulu

siehe Mukulungu.

Afrormosia

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Afrormosia findet man in Afrika an der Küste Guineas, von Zaire bis zur Elfenbeinküste und vor allem in Ghana. Das Holz des bis zu 50 Meter hohen Baumes hat einen bräunlich bis olivfarbenen Kern und weisses Splintholz. Das Holz ist hart, dicht und feinfaserig. Es lässt sich gut verarbeiten, schäken, drehen und polieren. Das Furnierholz des Afrormosia wird vor allem für Innenausbau und Möbelherstellung verwendet. Als Konstruktionsholz braucht man Afrormosia im Innen- und Außenbereich, Sitzmöbel, Türen, Treppen oder Parkett.

Afzelia

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siehe Doussié.

Agglo-Marmor

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Agglo-Marmor ist ein Kunststein, in den Granit oder Marmor eingearbeitet wurde. Er ist robust und pflegeleicht und damit für den öffentlichen und privaten Bereich in Innenräumen geeignet. Im Gegensatz zu Terrazzo, das mit Zement gebunden wird, ist das Bindemittel bei Agglo-Marmor Kunstharz. Deshalb wird er gelegentlich auch als Kunstharz-Marmor bezeichnet. Es ist in fast jeder Farbvariante erhältlich.

Agglomerat

auch: Agglomerate

Ein Agglomerat ist allgemein eine Zusammenballung von einzelnen Partikeln zu einem größeren Partikel. So kann ein Agglomerat zum Beispiel ein vulkanisches Auswurfprodukt aus fest verbackenen Gesteinsbrocken sein. Im Bereich von Farben und Lacken sind Agglomerate Zusammenballungen von trockenen Pigment- oder Füllstoffteilchen, die durch Oberflächenkräfte zusammengehalten werden, wobei die Zwischenräume mit Luft gefüllt sind. Durch hohe Scherkräfte in Verbindung mit Dispergiermitteln können diese Verbände wieder in Einzelpartikel getrennt werden. Falls nicht sorgfältig genug dispergiert wurde, können sich Agglomerate auch in flüssigen Beschichtungsstoffen finden. Die Zerteilung von Buntpigment-Agglomeraten ist besonders wichtig, weil sich erst dadurch die volle Farbstärke entwickeln kann.

Aggloplatte

auch: Aggloplatten

Bei Aggloplatten handelt es sich um Kunststoff-Werkstein (siehe auch Agglo-Marmor). Zerkleinerte Naturgesteine, z.B. Granit oder Quarz (meist mit geringerer Korngröße als bei Betonwerksteinen) werden mit Kunstharzen (wie Polyurethan) vermischt und zu großen Blöcken gegossen. Hieraus können dann die professionellen Verarbeiter mit Spezialwerkzeugen Platten beliebiger Größe sägen.

Aggregat

auch: Aggregate

Ein Aggregat ist allgemein ein Gebilde, das sich aus mehreren Teilen zusammensetzt, die erst dadurch ihren Zweck erfüllen. In der Chemie ist es ein lockerer (nicht stark gebundener) Zusammenhang von Ionen, Molekülen oder anderen Teilchen. Bei Farben und Lacken sind Aggregate flächig aneinander gelagerte Zusammenballungen von Pigmenten und Füllstoffen, deren gesamte Oberfläche kleiner ist, als die Summe der Oberflächen der Primärteilchen. Bei Agglomeraten findet die Zusammenballung dagegen über Kanten und Ecken statt, so dass hier die gesamte Oberfläche nicht wesentlich verschieden ist von der Summe der Oberflächen aller Primärteilchen.

Agraffe

auch: Agraffen

Die Agraffe ist ursprünglich eine Gürtel- und/oder Mantelschließe bzw. Spange, die bei fürstlichen Herrschaften oft mit Edelsteinen verziert wurden. Das Metall- und Drahtkörbchen, das einen Sektkorken umschließt, wird von den Champagnerkennern ebenfalls Agraffe genannt. Im Baubereich werden darunter spangenähnliche Metallhalterungen verstanden, die rückseitig an Fassadenplatten angebracht sind und in ein Schienensystem einrasten. Dadurch werden die Platten an dem tragenden Mauerwerk befestigt.

Ägyptischer Ziegel

auch: Ägyptische, Ziegel

siehe Adobe.

Ahle

siehe Stechahle

Ahorn

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Die europäischen Ahornarten des Berg- und Spitzahorns wachsen in Mittel- und Südosteuropa. Ahornholz verfügt über eine helle, fast weißliche Farbe und läßt sich gut polieren, beizen und durchfärben. Ahorn wird oft für Ausstattungszwecke im Möbel- und Innenausbau verwendet und kommt als Kontrastholz zu dunklen Möbeln und in Kombination mit Farbe zum Einsatz. Kunsttischlern dient das Ahornholz für die Herstellung feinster Möbel, wobei es auch für Intarsienarbeiten (Einlegearbeiten) Verwendung findet. Ahornparkett gilt als besonders wertvoll und zeichnet sich durch einen hohen Abnutzungswiderstand aus. Für den Treppenbau ist Ahorn gut geeignet. Starke Äste und krumme Stämme gehen als Industrieholz in die Spanplattenindustrie oder sind als Brennholz begehrt. Drechsler, Schnitzer und Bildhauer verwenden für ihre Arbeiten gerne Ahornholz. Auch für Haus- und Küchengeräte, für Sport-, Mess- und Zeichengeräte wird das helle Holz gebraucht. Die Spielwarenindustrie nutzt massives Holz für kleine Spielgeräte, Eisenbahnen, Häuschen und Tierfiguren. Platten für Laubsägearbeiten der Kinder haben mindestens eine Ahornschicht.

Aielé

siehe Canarium.

Airless

auch: Airless-Spritzverfahren

Beim Airless Farbspritzverfahren wird Lack durch hohen hydraulischen Druck und eine kleine Düse ohne Zuluft (airless) zerstäubt. Vorteile des Airless-Spritzens sind hohe Flächenleistungen, geringer Lackverbrauch und perfekte Oberflächen ohne Bläschen. Allerdings kann mit dem Airless-Farbspritzeverfahren nicht gebeizt und patiniert werden. Ferner kann man während des Spritzens die Auftragsmenge nicht regulieren.

Airlift

siehe Mammutpumpe.

Air-Mix-Spritzverfahren

Im Gegensatz zum Airless-Spritzverfahrenwird der Lack durch Druck der Pumpe, aber auch durch Beimischung von Luft über die Sprühpistole auf das zu lackierende Werkstück gesprüht. Das Verfahren garantiert eine glatte Oberfläche bei Verwendung von Acryl-Lacken und Alkydharzlacken und gleichzeitiger Reduzierung des Oversprays.

Airpool

Der Airpool ist eine Variante des Whirlpools, bei der der Nutzer durch eine Luftmassage aus Düsen am Wannenboden massiert wird. Ein Airpool kann je nach Funktionseinstellung entspannend oder anregend wirken.

Akanthus

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Der Akanthus ist ein Schmuckelement und nach dem Blatt einer Distel stilisiert. In der griechischen Architektur zierten die Blattornamente die korinthischen Säulen an Kapitellen. Auch Bildhauer verzierten ihre Werke mit den Ranken der Diestel, obwohl sie eigentlich überhaupt kein Rankgewächs ist. In der späteren europäischen Kunst findet man das Motiv auf Möbeln aus der Zeit der Renaissance und des Barocks wieder.

Akku

auch: Akkus

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Akkus heißen eigentlich Akkumulatoren und sind wiederaufladbare Zellen. Dazu wird allerdings noch ein Ladegerät benötigt, das je nach Ausführung an das Stromnetz oder an den Zigarettenanzünder im Kraftfahrzeug angeschlossen wird. Im Baubereich findet man Akkus beispielsweise bei Bohrmaschinen oder elektrischen Schraubern. Es gibt unterschiedliche Typen von Akkus, die nach den verwendeten Materialien benannt werden, z.B. Bleiakku, Nickel-Cadmium-Akku oder Lithium-Ionen-Akku (siehe Foto). Die Ladungsmenge, die ein Akkumulator speichern kann, wird in Amperestunden (Ah) angegeben und als "Kapazität" (Nennkapazität) bezeichnet. Diese darf nicht verwechselt werden mit der Kapazität eines Kondensators, die anders definiert ist und in der Einheit Farad (F) angegeben wird. Die beim Akku entnehmbare Kapazität hängt vom Entladeverfahren ab, also vom Entladestrom, von der Entladeschlussspannung des Akkus (der Spannung, bei der die Entladung beendet wird) und selbstverständlich vom Ladezustand. Seit einigen Jahren haben sich die Lithium-Ionen-Akkus als neuer Standard bei den Akkus etabliert und lösen damit herkömmliche Nickel-Cadmium (NiCd)- bzw. Nickel-Metallhydrid (NiMH)-Akkus ab. Die Lithium-Ionen-Technologie unterscheidet sich grundsätzlich von den Akkus auf Nickelbasis. Da die Lithium-Ionen-Akkuzellen eine dreimal so hohe Spannung wie die herkömmlichen Nickel-Akkus besitzen, braucht man nur noch ein Drittel der Akkuzellen bei gleichbleibender Leistung. Die Elektrowerkzeuge können so deutlich kompakter gebaut werden oder haben bei gleicher Größe eine deutlich gesteigerte Leistung. Des weiteren gibt es bei den Lithium-Ionen-Akkus nur noch eine geringe Selbstentladung, weshalb die Akkus auch nach monatelangem Lagern noch einsatzfähig sind. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Lithium-Ionen-Akkus jederzeit geladen werden können, unabhängig davon, wie der Ladezustand des Akkus ist.

Akku-Blechschere

auch: Akku-Blechscheren

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Mit einer Akku-Blechschere lassen sich Gerad- und Kurvenschnitte herstellen. Wegen der Unabhängigkeit vom Netz werden akkubetriebene Scheren und Nager vorzugsweise im Fahrzeugbau, Küchenbau, in der Klimatechnik und im dachdeckenden Bereich eingesetzt. Gemeinsames Merkmal sind die außerordentlich gute Handlichkeit und das Fehlen eines Anschlusskabels, welches erfahrungsgemäß sehr empfindlich gegen die scharfen Schnittränder von Blechen ist. Die Schnittgeschwindigkeit entspricht dem der netzbetriebenen Geräte, in der Regel wird dasselbe Schneidwerkzeug verwendet. Die Vorschubgeschwindigkeit ist so zu halten, dass die Hubzahl beim Schneiden nicht zu stark zurückgeht. Wegen des relativ geringen Leistungsbedarfes genügen für die Scheren und Nager Betriebsspannungen von 9,6 Volt, was der Handlichkeit zugute kommt.

Akku-Bohrhammer

auch: Akku-Bohrhämmer

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Ein Akku-Bohrhammer hat im Vergleich zu einem klassischen netzbetriebenen Bohrhammer ein deutlich niedrigeres Gewicht und durch die Unabhängigkeit von der Steckdose ist er so besonders gut für schwierige Einsatzbedingungen (z.B. beim Bohren über Kopf oder bei Arbeiten im Außenbereich) geeignet.

Akkubohrschrauber

auch: Akku-Bohrschrauber

siehe Akkuschrauber.

Akku-Drehschlagschrauber

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Akku-Drehschlagschrauber werden bevorzugt bei Montagetechniken eingesetzt, welche hohe Drehmomente erfordern: Festziehen und Lösen von Maschinenschrauben im Metallbau, Fahrzeugbau, Apparatebau. Daneben auch für Schraubverbindungen mit langen Holzschrauben, z. B. zusammen mit Rahmendübeln. Im Drehschlagschrauber erzeugt ein Rotationsschlagwerk schlagartige Drehimpulse hoher Intensität, wodurch mit relativ kleinem Leistungsbedarf hohe Drehmomente erzeugt werden können. Die Drehmomente wirken durch die Massenentkopplung im Schlagwerk nahezu rückdrehmomentfrei auf das Werkzeug (Schrauberbit oder Steckschlüssel) ein, wodurch die hohen Drehmomente vom Anwender sehr gut beherrscht werden können. Akku-Drehschlagschrauber können deshalb trotz hoher Drehmomentabgabe sehr handlich ausgeführt werden. Als wichtigste Bauform dominiert der Mittelhandgriff.

Akku-Exzenterschleifer

Akku-Grasschere

auch: Akku-Grasscheren

siehe Grasschere.

Akku-Handlampe

auch: Akku-Handlampen

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Akkubetriebene Handleuchte, die für vielfältige Zwecke rund um Haus, Garten und Auto verwendet werden kann. Sie wird häufig im Set mit einem Akkuschrauber angeboten und kann in der gleichen Ladestation aufgeladen werden.

Akkuhobel

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Akkuhobel stellen eine sinnvolle Ergänzung dar, wenn es um kleinere Abricht- und Einpassarbeiten geht. Damit eignen sie sich besonders in der Montage von Einbaumöbel, Innenausstattung, Laden- und Messebau. Akkubetriebene Hobel haben einen Spandickenbereich bis ca. 1,5 mm. Ihre Hobelleistung entspricht etwa derjenigen von netzgespeisten Geräten des unteren Leistungssegmentes. Aus Gründen der Handlichkeit ist die Betriebsspannung meist im oberen Bereich, z. B. ab 18 Volt.

Akku-Kappsäge

auch: Akku-Kappsägen

Akku-Ladegerät

auch: Akku-Ladegeräte

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Damit Akkus wieder aufgeladen werden können, bedarf es eines Ladegerätes. Diese Ladegeräte gibt es in verschiedenen Ausführungen, für Netzbetrieb oder für den Betrieb über den Zigarettenanzünder im Kraftfahrzeug und als Solarlader. Alle diese Geräte wandeln die Betriebsspannung in die erforderliche Ladespannung um. Akku-Schnellladegeräte sind konstruktiv so beschaffen, dass sie weniger als eine Stunde zum Laden benötigen (im Gegensatz zu Standardladegeräten, die bis fünf Stunden brauchen. Je kürzer der Ladevorgang, desto höher die Lebenserwartung des Akkupacks. Eingebaute Leuchtdioden können die verschiedenen Betriebs- oder Ladezustände anzeigen.

Akku-Langsamladegerät

Akku-Laterne

auch: Akkulaterne, Akku-Laternen, Akkulaternen

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Die Akku-Laterne ist eine helle und praktische Lichtquelle für Camping, Fischen, Segeln, Reparaturen am Auto und Freizeit. Manche Modelle sind sogar wasserdicht und schwimmfähig oder besitzen eine Infrarot-Fernbedienung. Die Akku-Laterne ist immer wieder aufladbar mit einem 230V-Netzadapter oder einem 12V Zigarettenanzünderkabel.

Akku-Magazinschrauber

Akkumulator

auch: Akkumulatoren

Akkumulator ist das ausgeschriebene Wort für Akku.

Akku-Nager

Akku-Rohraufweiter

siehe Rohraufweiter.

Akku-Säbelsäge

auch: Akku-Säbelsägen

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Akku-Säbelsägen sind ideal geeignet, um Ablängarbeiten im Montagebetrieb durchzuführen. Die Unabhängigkeit vom Netzanschluss gestattet die Durchführung auch an unzugänglichen Stellen und im Außenbereich. Weitere Anwendungsgebiete sind Gartenbaubetriebe (Entasten von Bäumen) und der Installationsbereich. Ähnlich der Akku-Stichsägen entsprechen die Eigenschaften der Akku-Säbelsägen denjenigen der netzgespeisten Säbelsägen. Auch hier sind Kurbeltrieb und Antriebsstrang (Motor, Getriebe) für den Akkubetrieb optimiert. Gegenüber der netzgespeisten Variante sind Akku-Säbelsägen jedoch deutlich kleiner (und handlicher). Um zufriedenstellende Sägeleistungen zu bekommen sind leistungsfähige Akku-Säbelsägen meist nur im oberen Betriebsspannungssegment (18 V) vertreten. In idealer Form haben Akku-Säbelsägen umschaltbare Hublängen. Akku-Säbelsägen mit umschaltbarem Hub können optimal auf die Arbeitsaufgabe eingestellt werden.

Akku-Schlagschrauber

Akku-Schnellladegerät

Akkuschrauber

auch: Akkubohrschrauber

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Ein Akkuschrauber ist ein elektrischer Schrauber, der ohne Kabel auskommt. Ist keine Steckdose in der Nähe (z.B. im Garten) entfällt das lästige Hantieren mit Verlängerungskabeln oder Kabeltrommeln. Bohren gehört bei den meisten Akkuschraubern mittlerweile auch zum Repertoire. Auch Akku-Bohrschrauber mit Schlagfunktion haben die meisten Hersteller in ihrem Programm. Ein wesentlicher Punkt eines Akkuschraubers ist natürlich der Akku. Er sollte eine hohe Speicherkapazität besitzen und lange halten. Seit einigen Jahren haben sich Lithium-Ionen-Akkus als neuer Standard bei den Akkus etabliert und lösen damit herkömmliche Nickel-Cadmium (NiCd)- bzw. Nickel-Metallhydrid (NiMH)-Akkus ab. Die Lithium-ionen-Technologie unterscheidet sich grundsäztlich von den Akkus auf Nickelbasis. Da die Lithium-Ionen-Akkuzellen eine dreimal so hohe Spannung wie die herkömmlichen Nickel-Akkus besitzen, braucht man nur noch ein Drittel der Akkuzellen bei gleichbleibender Leistung. Die Elektrowerkzeuge können so deutlich kompakter gebaut werden oder haben bei gleicher Größe eine deutlich gesteigerte Leistung. Desweiteren gibt es bei den Lithium-Ionen-Akkus nur noch eine geringe Selbstentladung, weshalb die Akkus auch nach monatelangem Lagern noch einsatzfähig sind. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Lithium-Ionen-Akkus jederzeit geladen werden können, unabhängig davon wie der Ladezustand des Akkus ist

Akku-Schwingschleifer

Typisches Einsatzgebiet für den Akku-Schwingschleifer sind kleinere Schleifarbeiten bei schlecht zugänglichen Arbeitssituationen sowie überall dort, wo kein Netzanschluss vorhanden ist, wie beispielsweise bei Arbeiten an Fahrzeugen oder Booten. Die Schleifgeräte mit Akkubetrieb sind in erster Linie klein und handlich. Ihre Schleiffläche entspricht deshalb eher dem unteren Segment der Schleifgeräte. Um das Gerätegewicht in Grenzen zu halten beträgt die Betriebsspannung meist 14,4...18 Volt.

Akku-Stabschrauber

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Der Akku-Stabschrauber ist ein kabelloses Schraubwerkzeug. Mit ihm lassen sich alle Schraubarbeiten schnell und auch in Serie verrichten. Verschiedene Abknickstellungen ermöglichen Arbeiten in jeder Position. Durch den Rechts-/ Linkslauf lassen sich sowohl Schrauben eindrehen als auch entfernen. Manche Modelle besitzen ein Lampe, so dass selbst im Dunkeln gearbeitet werden kann. Akku-Stabschrauber sind eine wertvolle Hilfe beim Umzug oder beim Aufbau von neuen Möbeln.

Akku-Stichsäge

auch: Akku-Stichsägen

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Obwohl die Sägeleistungen von Akku-Stichsägen bezüglich der Geschwindigkeit und der Schnitttiefe durchaus mit dem entsprechenden Netzgerät vergleichbar sind, ist die Schnittlänge und damit die Arbeitszeit wegen dem relativ geringen Energieinhalt des Akkus begrenzt. Man sollte Akku-Stichsägen deshalb nur bei kleineren und mittleren Arbeitsaufgaben anwenden. Sie stellen, insbesondere bei größeren Arbeitsaufgaben, keinen vollwertigen Ersatz für netzgespeiste Stichsägen dar.

Akku-Strauchschere

auch: Akkustrauchschere, Akkustrauchscheren, Akku-Strauchscheren

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Die Akku-Strauchschere ist ein kabelloses Gartenwerkzeug, dass geeignet ist für den klassischen Formschnitt sowie zum Trimmen und Stutzen von Büschen und Sträuchern. Eine Akku-Strauchschere hat idealerweise ein geringes Gewicht, so dass man auch höhere Sträucher formschön schneiden kann. Es gibt dabei mehrere Modelle von Akku-Strauchscheren mit unterschiedlich langen Schnittmessern und unterschiedlich langen durchschnittlichen Akkulaufzeiten. Durch die Bauweise einer Akku-Strauchschere ist das Wechseln der Schnittmesser in der Regel recht einfach und mit wenigen Handgriffen erledigt. Einige Strauchscheren sind dabei auch umrüstbar zur Akku-Grasschere.

Akku-Universalschere

auch: Akku-Universalscheren

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Typische Einsatzbereiche der akkubetriebenen Universalschere sind das Trennen und Besäumen von Bodenbelägen, das Bearbeiten von Leder, Pappe und von Stoffgeweben. Universalscheren verfügen über ein vieleckiges, kreisförmiges Messer, welches an einem feststehenden Gegenmesser entlang das zugeführte Material trennt. Das Messer ist quer zur Werkzeugachse angeordnet und wird über ein Winkelgetriebe angetrieben. Da der Leistungsbedarf gering ist, genügt eine Betriebsspannung von 7,2 Volt. Dadurch sind Akku-Universalscheren außerordentlich leicht und handlich. Als Systemzubehör sind Parallel- und Winkelanschläge gebräuchlich. Parallelanschläge gestatten exaktes Besäumen und das Schneiden von Streifen. Winkelanschläge ermöglichen ein passgenaues Besäumen von Bodenbelägen entlang von Wänden und Fußbodenleisten.

Akku-Winkelbohrmaschine

auch: Akku-Winkelbohrmaschinen, Akkuwinkelbohrmaschine, Akkuwinkelbohrmaschinen

Akku-Winkelbohrschrauber

Akkubetriebener Winkelbohrschrauber.

Akku-Winkelschleifer

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Akku-Winkelschleifer eignen sich für kleinere Trennarbeiten an Metallprofilen, metallbeschichteten Verbundplatten und für Trennarbeiten an dünnen Blechen (z. B. Dachbedeckungen, Fahrzeugbau, Küchenbau, Messebau). Akku-Winkelschleifer haben typischerweise einen maximalen Scheibendurchmesser von 100 mm, weil größere Scheibendurchmesser wegen des größeren Hebelarmes am Umfang einen zu hohen Leistungsbedarf hätten. Akkuspannungen von 24 Volt wären für den Leistungsbedarf zwar günstig, sind aber wegen ihres Gewichtes und ihrer Größe der Handlichkeit des Schleifers abträglich. Die üblichen Betriebsspannungen liegen deshalb im Bereich 14,4...18 Volt.

Akku-Winkelschrauber

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Der Akku-Winkelschrauber ist ein unentbehrliches Werkzeug bei Schreinerarbeiten, Installationsarbeiten, Autoreperaturen, beim Aufstellen von Möbeln, etc. Er ist überall dort optimal einsetzbar, wo es auf eine geringe Bauhöhe ankommt. Mit ihm spart man Zeit und Kraftaufwand. Aufgrund der Winkelbauweise ist eine „verkrampfte” Arbeitsweise an engen Stellen nicht mehr notwendig.

AK-Lack

auch: AK-Lacke

siehe Alkydharzlacke

Akom

siehe Limba.

Aktivator

auch: Aktivatoren

siehe Additive.

aktive Sonnenenergienutzung

auch: aktiven, Sonnenenergienutzung

Im Fall der Aktiven Sonnenenergienutzung werden, im Unterschied zur passiven Sonnenenergienutzung, technische Systeme (Solarkollektoren bzw. Solarzellen) genutzt, um Sonnenenergie zu erschließen. Solar-Kollektoren wandeln die Energie der Sonne in Wärme (Solarthermie) und Solarzellen in Strom (Photovoltaik) um.

Aktivkohle

auch: Kornkohle, Pulverkohle

Aktivkohle dient meist der Reinigung von Wasser und Luft von organischen Schadstoffen. In Wasserwerken wird sie häufig zur Filterung des Rohwassers verwendet. Die poröse Kohle bindet durch ihre große Oberfläche Schadstoffe, die sich biologisch nur sehr schwer oder gar nicht abbauen lassen. Aktivkohle kann als Pulverkohle vor einer Filteranlage oder als Kornkohle auf oder in Filtern (siehe Aktivkohlefilter)eingesetzt werden. Kornkohle kann nach Erschöpfung (= Beladung) regeneriert und wieder verwendet werden. Neue Aktivkohle wird aus Steinkohle, Braunkohle, Torf oder Kokosnuss-Schalen hergestellt.

Aktivkohlefilter

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Aktivkohlefilter kommen bei einer Dunstabzugshaube oder allgemein bei Luftreinigern zum Einsatz. Dieser Filter besteht aus einer meist schwarzen Matte, die zur Beseitigung von unangenehmen Gerüchen, Gasen und Rauchpartikeln dient. Mit dem Aktivkohlefilter werden Moleküle organischer Herkunft absorbiert. Beim Einsatz des Filters ist die Konsistenz anfangs eher weicher und wird im Laufe der Zeit immer rauher und härter. Für die effektive Funktion sollte der Aktivkohlefilter immer rechtzeitig gewechselt werden.

Aktor

auch: Aktuator, Aktoren

Ein Aktor oder auch Aktuator ist ein Wandler, der elektrische Signale (z.B. vom Steuerungscomputer ausgehende Befehle) in mechanische Bewegung oder andere physikalische Größen (z.B. Druck, Temperatur) umsetzt. Aktoren sind Befehlsempfänger, z.B. Dimmer oder Schaltausgänge, die im EIB Datentelegramme empfangen und die gewünschte Aktion, z.B. Dimmen oder Schalten, ausführen. Aktoren sind quasi das Gegenstück zu Sensoren, die Befehlsgeber sind.

Aktuator

auch: Aktuatoren

siehe Aktor.

Akustik

Akustik ist die Lehre vom Schall und seinen Wirkungen. Sie beschreibt, wie Schallwellen sich ausbreiten und wie sie reflektiert und absorbiert werden können. Teilgebiete der Akustik sind Bauakustik und Raumakustik. Diese sind im Bauwesen von besonderer Bedeutung. Die Akustik eines Raumes kann insbesondere durch Akustikdecken beeinflusst werden.

Akustikbaffel

siehe Baffel

Akustikdecke

auch: Akustikdecken

Akustikdecken sind leichte Deckenbekleidungen und Unterdecken, die die auftretenden Schallwellen in möglichst hohem Maße absorbieren und eine Schallreflexion nur bedingt zulassen. Man unterscheidet verschiedene Arten von Akustikdecken. Zum einen verwendet man poröse Decklagenelemente aus schallschluckenden, offenporigen, homogenen Materialien wie Holzwolleleichtbauplatten, Leichtspanakustikplatten oder Mineralfaserplatten. Zum anderen kommen perforierte Decklagenelemente aus gelochten Trägerschalen mit hinterlegtem Schallschluckmaterial zum Einsatz. Auch auf Fuge angeordnete Decklagenelemente mit aufgelegtem Schallschluckmaterial und unterseitig schwarzer Vlieskaschierung werden, können Bestandteil einer Akustikdecke sein.

Akustiklaminat

auch: Akustik-Laminat

Akustiklaminat ist die Bezeichnung für einen Laminat-Boden, der mit schalldämmenden Materialien ausgestattet worden ist, um den Trittschall zu dämpfen. Solche Materialien können Akustikmatten sein, die auf die Unterseite des Bodenbelags aufgeklebt worden sind. Es kann sich aber auch um spezielle schalldämpfende Materialien handeln, die als Zwischenschicht in den Belag eingebracht worden sind. Die Hersteller versprechen eine Minderung des Trittschalls um 12 bis 20 dB. Gleichzeitig soll bei Verlegung des sog. Akustiklaminats eine Trittschalldämmfolie bzw. -matte überflüssig werden.

Akustikputz

auch: Akustikputze

Akustikputze werden wegen ihrer schallabsorbierenden Wirkung in Innenräumen eingesetzt. Sie werden aus einem Werktrockenmörtel hergestellt. Die Oberfläche ist porig und schwächt gemeinsam mit einem entsprechenden Unterbau den Schall ab. Durch die poröse Struktur ist die Oberfläche allerdings stoßempfindlich. Akustikputz wird daher im Allgemeinen nur bei Flächen eingesetzt, die nicht stark beansprucht werden, wie z. B. bei Decken. Durch ein Überstreichen des Akustikputzes geht die Funktion der Schallabsorbierung weitgehend verloren.

Akustikziegel

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Akustikziegel sind spezielle Ziegel zur Lärmreduzierung. Sie besitzen besonders viele Löcher, die verhindern, dass sich der Luftschall ausbreitet. Vielmehr wird der Schall in den Löchern der Akustiksteine "gefangen" und in Wärmeenergie umgewandelt. Die Schallenergie der maßgebenden Frequenzen wird absorbiert. Die Ausbreitung von Körperschall können sie allerdings nicht verhindern. Wenn jemand Nägel in die Wand schlägt, ist das dennoch im ganzen Haus zu hören. Akustikziegel werden vor allem verwendet für Lärmschutzwände an Straßen und Plätzen, Tunnelwände, Innenwände von Parkgaragen und Fabrikgebäuden.

akustischer Alarm

Akustischer Alarm kann über verschiedene Arten der Sicherheitstechnik ausgelöst werden - je nachdem, wie eine Alarmanlage konfiguriert worden ist. Sobald etwa über eine Lichtschranke oder durch einen Ultraschallmelder ein Alarm ausgelöst wird, ertönt ein Signalton. Das kann auch der an- und abschwellende Ton einer Sirene sein. Ganoven, die auf ein Grundstzück oder in ein Haus eingedrungen sind, ergreifen dann meistens die Flucht. Sofern der akustische Alarm nur die Nachbarschaft alarmiert, die möglicherweise gerade verreist ist oder Karneval feiert, ist der Sicherheitsaffekt begrenzt, zumal sich die Sirene im Außenbereich nach 180 Sekunden abschalten muss. Wirklich auf "Nummer Sicher" geht nur, wer den akustischen Alarm gleichzeitig mit einer Meldung an einen Sicherheitsdienst gekoppelt hat.

Akzentbeleuchtung

Die Akzentbeleuchtung hebt durch die Schaffung von Lichtinseln mit höheren Beleuchtungsstärken als die Allgemeinbeleuchtung einzelne Einrichtungsobjekte und besondere Raumzonen hervor. Besonders geeignet sind Strahler für Deckeneinbau oder -aufbau, drehbar, schwenkbar oder starr, zur Wandmontage oder auf Stromschienen, die ein einfaches Verschieben und flexibles Verändern der Beleuchtungskörper erlauben.

Akzentlicht

auch: Akzentlichter

Akzentlicht ist ein Begriff aus der Beleuchtungsindustrie. Wie der Name schon sagt, sollen Akzentlichter Lichtakzente setzen, also keineswegs Räume voll ausleuchten. Einen Beleuchtungseffekt haben sie natürlich dennoch und zwar in dem Sinne, dass sie für stimmungsvolle Atmosphäre sorgen oder in Gängen oder auf Wegen bei Nacht die Orientierung erleichtern bzw. überhaupt erst ermöglichen. Der Begriff "Akzentlicht" ist nicht auf einen bestimmten Beleuchtungskörper zu reduzieren. Bodeneinbauleuchten, Solarleuchten, Pollerleuchten usw. können ebenso diesem Bereich zugeordnet werden, wie Bilderleuchten oder Niedervolt-Einbauleuchten in einer Deckenverkleidung.

Akzent-Quadrate

auch: Akzent-Quadrat, Akzentquadrat

Alabaster

auch: Marienglas

Alabaster ist eine Natursteinart, die durch Ausfällung von Gips in ausgetrockneten Meeresteilen entstanden ist. Das Material ist feinkristallin und meist rein weiß oder hell gebändert. Es ist sehr weich und wird nur für Kleinkunst aller Art verwendet. Schon die Etrusker verarbeiteten vor 2500 Jahren Alabaster zu kunstvollen Amphoren und Salbgefäßen. Tischplatten aus Alabaster bekommen einen Kunstharzüberzug. Vor der Erfindung von Glas wurde das perlmutglänzende und durchscheinende Material häufig als Fensterfüllung verwendet. Weitere Bezeichnungen für Alabaster sind Marienglas oder Jungfernglas. Was in Ägypten Alabaster genannt wird, ist Onyx

Alabastergips

Alabastergips ist ein fein gemahlener Stuckgips bestehend aus Alabaster. Er wird bei feinen Stukkaturarbeiten, ei Gipsfertigputzen oder für Skulpturen verwendet. Die Oberfläche von Alabastergips erinnert an Porzellan oder Marmor. Skulpturen aus Alabastergips eignen sich nur für den Innenbereich.

Alabasterglas

Mattgeschliffenes Milchglas

Alarmanlage

auch: Einbruchmelder, Überfallmelder, Alarmierungsarten, Überwachungsarten, Externalarm, Internalarm, Einbruchmeldeanlage, Alarmanlagen

Alarmanlagen bzw. Einbruchmeldeanlagen sind ein elektrisches Hilfsmittel zur Sicherung von Gebäuden, Autos oder anderen Wertgegenständen. Bei Gebäuden stehen mechanische Sicherungen, wie beispielsweise einbruchshemmende Türen, Rolläden oder Fenster an erster Stelle. Sie können dem Täter einen Widerstand entgegensetzen und einen Einbruch unter Umständen verhindern. Einbruchmeldeanlagen können dagegen den Einbruch nur melden. Sie verhindern zwar keinen Einbruch, können jedoch abschreckend wirken. Durch die Meldewirkung wird das Risiko für einen Einbrecher, entdeckt zu werden, wesentlich erhöht. Am besten ist es, die mechanische Sicherungstechnik mit der elektronischen Überwachung sinnvoll zu kombinieren. Grundsätzlich sollte die Alarmanlage so erweitert werden, dass auch ein Überfallalarm ausgelöst werden kann. Bei der Überwachung gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Zum einen die Fallenüberwachung, bei der bestimmte Bereiche durch Bewegungsmelder überwacht werden. Zum anderen die Außenhautüberwachung, bei der insbesondere Fenster und Türen mit Kontakten überwacht werden. Welche Überwachungsart am geeignetsten ist, klärt man am besten in einem Beratungsgespräch mit einem Fachmann oder man wendet sich direkt an eine(Kriminal-)Polizeiliche Beratungsstelle. Weiterhin gibt es verschiedene Alarmierungsarten. Der Externalarm soll durch entsprechende optische und akustische Signalgeber vor Ort den Täter abschrecken bzw. die Nachbarn aufmerksam machen. Mithilfe des Fernalarms wird ein Alarm an eine hilfeleistende Stelle weitergeleitet. Auch die Kombination der beiden Alarmierungsarten ist möglich. Der Internalarm dient zur Information der Bewohner bei Anwesenheit und interner Scharfschaltung der Anlage. Schließlich gibt es noch Alarmanlagen in verschiedenen Klassen, unterteilt nach A, B und C. Die Klassen machen Aussagen darüber, welche Elektronik in welchen Objekten eingesetzt werden sollte. Entscheidend für den Privathaushalt ist die Klasse A. Klasse B wäre beispielsweise beim Schutz von größeren Werten interessant und C, wenn das Leben und nicht nur Sachwerte bedroht sind. Herz einer Einbruchmeldeanlage ist die Einbruchmeldezentrale.

Alarmgeber

Alarmgeber werden an allen Schwachstellen (Fenster, Türen usw.) eines Gebäudes installiert. Sie erfassen und melden den Einbrecher. Sie arbeiten nach verschiedenen Prinzipien, z.B. Bewegungsmelder (melden immer wieder), Kontaktmelder (melden nur einmal) usw. Welcher Melder an welcher Stelle eingesetzt wird, hängt vom jeweiligen Objekt ab.

Alarmglas

Unter Alarmglas versteht man ein Einscheiben-Sicherheits-Glas (ESG-Scheibe), das über eine Alarmschleife (Alarmspinne) verfügt und an eine Alarmanlage angeschlossen ist. Weil eine ESG-Scheibe bei Beschädigung stets über die gesamte Fläche bricht, wird dabei auch die Alarmschleife unterbrochen und damit die angeschlossene Alarmanlage ausgelöst. Logischerweise muss die ESG-Alarmscheibe für eine sinnvolle Funktionsfähigkeit an der Angriffseite, also üblichweise außen, positioniert werden.

Alarmierungsarten

siehe Alarmanlage.

Alaun

auch: Doppelsulfat, Kalialaun

Alaun ist ein auch als Kalialaun oder Doppelsulfat bekanntes weißes Salz. Es wurde früher aus dem bitumenhaltigen Alaunschiefer gewonnen, was aber erhebliche Umweltschäden zur Folge hatte. Viel umweltschonender gewinnt man Alaun heute aus Bauxit und Kaolin. In entwässerter Form ist es als mildes Ätzmittel in Gebrauch und wurde bei der Papierherstellung und zum Gerben und Färben eingesetzt. Bei Zement wirkt Alaun abbindebeschleunigend und bei Gips festigkeitserhöhend. Zudem wirken Alaunlösungen feuerhemmend auf Holz. Zudem ist Alaun auch als Absperrmittel im Einsatz. Es eignet sich durch die gute Wasserlöslichkeit nur für innen. Es wird hauptsächlich auf mineralischem Innenputz wie Gips eingesetzt.

Alaungips

siehe Marmorgips.

Albfuß

siehe Drudenfuß.

Alcantara

Alcantara ist ein Bezugsstoff für Polstermöbel mit lederähnlicher Wirkung. Alcantara besteht aus sehr feinen, samtig-weichen Fasern. Ein Faden von 10.000 Meter Länge wiegt weniger als ein Gramm. Das Material ist reiß- und scheuerfest, formbeständig, schmutz- und wasserabweisend. Alcantara ist pflegeleicht, es lässt sich auch in lauwarmem Wasser in der Waschmaschine waschen. Mit einer weichen Bürste pflegt man das natürliche Aussehen. Flecken können relativ problemlos entfernt werden.

Algenbewuchs

auch: Veralgung

Algenbewuchs auf Fassaden sind vielen Hausbesitzern ein Gräuel. Dabei gehören Algen zum natürlichen Bestandteil unserer Umwelt und sind fast überall anzutreffen. Außer auf Fassaden sind Algen auch auf Verkehrsschildern häufig zu finden. Feuchtigkeit ist unbedingt notwendig für den Algenbewuchs, weshalb auf Nordfassaden, die nicht so schnell abtrocknen, besonders häufig Algen zu finden sind. Auch verschattete Bereiche durch dichte Bebauung oder Baumbewuchs sind besonders gefährdet. Algenwachstum wird abhängig von der Qualität des Wärmeschutzes (Verringerung der Oberflächentemperatur) an allen Fassadenkonstruktionen beobachtet. Algenbewuchs auf Bauteilen (Sichtmauerwerk - Putzflächen - Beton) führt nicht zu einer Beschädigung der betroffenen Bauteile, sondern zu einer optischen Veränderung und Qualitätsminderung an den Oberflächen. Die auf die Oberflächen einwirkenden schwach säurehaltigen Organismen der Algen können zu leichten farbigen Rückständen auf den betroffenen Stellen führen.

Algizide

Algizide ist die Sammelbezeichnung für Wirkstoffe unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung zur Bekämpfung von Algen, Flechten und Moosen. Algizide gehören zu den sogenannten Filmkonservierungsmitteln, das sind solche Substanzen, die z. B. in einer Kunstharzputz-Beschichtung in geringen Mengen enthalten sind, um über einen längeren Zeitraum Algenwachstum zu verhindern bzw. zu hemmen. Die betreffenden Wirkstoffe sind deshalb auch nur begrenzt wasserlöslich. Entsprechend den gestiegenen Anforderungen an eine möglichst hohe Wirksamkeit bei möglichst geringer Giftigkeit ist die Toxizität heutiger Algizide für höhere Lebewesen nur sehr gering.

Alkalibeständigkeit

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Unzureichende Alkalibeständigkeit kann Ursache für den Farbverlust und die generelle Verschlechterung des Anstrichfilms an frischem Mauerwerk sein (siehe Foto von Paint Quality Institute). Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn eine kunstharzbasierende Farbe oder Vinylacrylat-Farbe auf neues Mauerwerk aufgetragen wurde, das kein ganzes Jahr trocknen konnte. Frisches Mauerwerk enthält meist Kalk, der stark alkalisch ist. Wenn der Kalk noch keine Möglichkeit hatte, mit dem Kohlendioxid der Luft zu reagieren, bleibt die Alkalität des Mauerwerks so hoch, dass die Integrität des Anstrichfilms angegriffen wird.

Alkalien

auch: Pottasche

Alkalien ist die Bezeichnung für Substanzen, deren Lösung alkalische (basische) Reaktionen zeigen, bitter schmecken und die Haut reizen. Alkalien werden zur Glasherstellung verwendet. Sie setzen den Schmelzpunkt herab und vermindern die Härte. Dadurch wird die Verarbeitbarkeit zwar verbessert, doch zu alkalireiche Gläser bekommen gerne die Glaskrankheit. Wichtige Alkalien sind Soda (mineralisches Alkali) und Pottasche (aus Pflanzenasche gewonnenes Pflanzen-Alkali).

Alkali-Kalkglas

Alkali-Kalkglas ist die Bezeichnung für eine Glasart, die einen hohen Gehalt von Siliciumdioxid und kleinere Gehalte von Alkalioxiden, Calciumoxid, Magnesiumoxid und Aluminiumtrioxid enthält. Zu den Alkali-Kalkgläsern gehören Natron-Kalkglas, Kalknatronglas und Kali-Kalkglas.

Alkali-Mangan-Batterie

auch: Alkali-Mangan-Batterien

Für Alkali-Mangan-Batterien spricht die relativ hohe Belastbarkeit bei gleichzeitig hoher Stromleistung. Seit den 80er Jahren ist dieser Batterietyp in Europa der Meistverkaufte. Netzunabhängige Geräte wie MP3-Player oder PDAs, aber auch tragbare Telefone und Camcorder werden häufig mit einer Alkali-Mangan-Batterie betrieben. Diese modernen Geräte benötigen große Stromreserven - und die kann die Alkali-Mangan-Batterie im Bedarfsfall liefern.

Alkalireaktion

auch: Alkalitreiben

Die Alkalireaktion sollte bei der Herstellung von Beton möglichst gering gehalten werden. Bestimmte Zuschläge wie z.B. der in bestimmten Gebieten Norddeutschlands vorkommende Opalsandstein und der dort ebenfalls, aber selten vorkommende poröse Flint können in feuchter Umgebung mit den Alkalien des Betons reagieren. Das kann unter ungünstigen Umständen zu einer Volumenvermehrung im Beton und zu Schäden in Form von Ausscheidungen, Abplatzungen und Rissen führen. In diesem Fall muss der wirksame Alkaligehalt des Betons durch Verwendung von Zement mit niedrigem wirksamen Alkaligehalt (NA-Zement) und durch Begrenzung des Zementgehalts vermindert werden.

Alkalitreiben

Alkoven

Das Wort Alkoven stammt aus dem arabischen und bedeutet übersetzt "Höhle" oder "Nische". In der maurischen Architektur ist der Alkoven eine als Bettstatt dienende überwölbte Mauernische. Bei uns ist er ein fensterloser Nebenraum, der zumeist als Schlafgemach Verwendung findet.

Alkylphenolethoxilat

Alkylphenolethoxilat ist ein auf Erdöl basierendes Waschmitteltensid, das biologisch sehr schlecht abbaubar ist. In Deutschland und anderen Ländern daher verboten.

Alkylpolyglucoside

Alkylpolyglucoside sind Waschsubstanzen, die auch als Zuckertenside bezeichnet werden. In Kombination mit anderen Tensiden bieten sie eine zufriedenstellende Waschleistung. Sie werden in Waschmitteln, Geschirrspülmitteln und Reinigungsmitteln verwendet. Sie sind hydrolysebeständig, besitzen ein gutes Schmutzlöse- und Schmutztragevermögen. Zudem sind sie preiswert in der Herstellung, biologisch abbaubar und haben eine geringe Toxizität.

Allergikerhaus

auch: Allergikerhäuser

Immer mehr Menschen leiden unter Allergien. Umso wichtiger ist es, dass man sich zumindest in den eigenen vier Wänden beschwerdefrei aufhalten kann. Da es so viele allergieauslösende Stoffe gibt und jeder Mensch anders reagiert, kann man auch nicht von dem Haus für Allergiker sprechen. Jedes Haus muss individuell auf seine Bewohner abgestimmt werden. Was auf alle Fälle Bestandteil eines Allergikerhauses sein sollte, ist eine mechanische Wohnraumlüftung. Sie sorgt dafür, dass die Pollen draußen bleiben und Schimmelbildung verhindert wird. Beides kann Auslöser für Allergien sein. Auch bestimmte (natürliche) Stoffe im Holz (vor allem harzreichem Holz), können Ursache für eine allergische Reaktion sein. Wer gegen Hausstaub allergisch ist, muss dafür sorgen, dass sich die Hausstaub-Milben nicht zu stark ausbreiten. Auch Staubaufwirbelungen sind für den Hausstaub-Allergiker Gift.

Allgemein anerkannter Stand der Technik

Es gibt keine gesetzliche Definition der Begriffe "Allgemein anerkannter Stand der Technik" bzw. „anerkannte Regeln der Technik”. Die Begriffe haben jedoch insbesondere im privaten Baurecht eine weitreichende Bedeutung erlangt. Sowohl in Klauselsammlungen (wie z. B. der VOB/B) als auch direkt im Gesetzestext wird auf anerkannte Regeln der Technik Bezug genommen. Anerkannte Regeln der Technik sind eigendynamische Regelungen, die sich in ständiger Weiterentwicklung befinden. Sie müssen nicht immer schriftlich fixiert sein. Mit dem Begriff werden alle Anleitungen für handwerkliche und industrielle Verfahrensweisen zur Herstellung oder Verwendung von technischen Anlagen, Geräten, Maschinen, Bauwerken und dergleichen erfasst. Es handelt sich um Regeln, die in der Wissenschaft als theoretisch richtig anerkannt sind und in die in dem Kreis der nach neuestem Erkenntnisstand vorgebildeten Techniker durchweg bekannt und aufgrund praktischer Erfahrung als technisch geeignet anerkannt sind. Ein großer Teil dieser Regelungen ist in den DIN-Normen niedergelegt. Aber auch die DVGW-Arbeitsblätter oder Montageanleitungen der Hersteller enthalten anerkannte Regeln der Technik.

Allgemeinbeleuchtung

Unter einer Allgemeinbeleuchtung versteht man die einheitliche Beleuchtung eines gesamten Raums ohne besondere Berücksichtigung einzelner Sehaufgaben, d.h. sie schafft eine gleichmäßige Ausleuchtung des Raumes. Sie dient also in erster Linie der Übersichtlichkeit und Orientierung und sorgt dafür, dass Architektur, Menschen und Gegenstände erkannt werden können. Die Ansprüche besonderer Sehaufgaben, wie z.B. am Schreibtisch, im Badezimmer oder im Showroom werden von der Allgemeinbeleuchtung nicht berücksichtigt. Zum Zwecke der Allgemeinbeleuchtung finden hauptsächlich Leuchten Verwendung, die das Licht gleichmäßig in alle Richtungen senden, meist in Form satinierter oder opaler Glaskörper. Sie geben Licht ab, die Leuchtquelle selbst ist aber nicht sichtbar, dadurch kommt es auch nicht zu Blendungen.

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung

Das Deutsche Institut für Bautechnik, Berlin, erteilt die "Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung" für neu auf den Markt gekommene Baustoffe, wenn der Hersteller die Verwendbarkeit von Bauprodukten und Bauverfahren nachgewiesen hat. Diese Zulassung bietet jedoch keine Gewähr dafür, dass die neuen Produkte nicht doch über nicht erkannte Mängel verfügen - etwa gesundheitsbelastende Ausgasungen. Die vom Berliner Institut zugelassenen Bauprodukte und Bauarten sind in der Bauregelliste veröffentlicht.

Allgemeines Wohngebiet

auch: Allgemeine, Wohngebiete, Allgemeinen, Wohngebiet

Allgemeines Wohngebiet ist eine Bezeichnung in einem Bebauungsplan. Dort werden Allgemeine Wohngebiete werden mit WA abgekürzt. Häuser in einem solchen Wohngebiet dürfen laut Baunutzungsverordnung maximal eine Grundflächenzahl von 0,4 und eine Geschossflächenzahl von 1,2 haben. Im städtebaulichen Bestand sind allgemeine Wohngebiete meist entweder (z.B. durch Lärm) belasteter als "reine Wohngebiete" oder aber sie beinhalten in Teilen Nutzungen, die im "reinen Wohngebiet" nicht zulässig sind (meist Geschäfte, Lokale und andere Einrichtungen zur Nahversorgung).

Allstrommotor

Allzweckdübel

auch: Allzweck-Dübel

Allzweckdübel sind universell einsetzbare Kunststoff- oder Metalldübel. Sie können sich sowohl in Vollmauerwerk und Beton spreizen als auch in Hohlräumen verknoten. Die Dübel sind somit für nahezu jeden Baustoff geeignet. Sie sind abgestimmt auf Holz-, Gipskarton-, Gipsfaser- und Spanplatten sowie für die Vorsteckmontage und Durchsteckmontage geeignet.

Allzwecksauger

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Der Allzwecksauger ist ein Gerät, das von Staub, über Schmutz bis hin zu Wasser oder sogar Abbruchabfall und kleinere Steine alles aufsaugen kann. Den Allzwecksauger kann man auch mit einer Fräse, Säge, Schleif- oder Bohrmaschine verbinden und der anfallende Dreck wird beim Arbeiten direkt abgesaugt.

Almendrillo

Bezeichnung in Bolivien für Cumarú.

Alphawinkel

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Der Alpahwinkel ist ein Werkzeug des Zimmermanns oder Schreiners. Das Gerät wird zum schnellen Anreißen bei allen Abbundarten verwendet. Der Alphawinkel hat sich sowohl beim Anreißen von Schiftern, Gratsparren und geraden Treppen, als auch beim Anreißen von einfachen und doppelten Versätzen bewährt. Stellschmiegen und ähnliche Hilfsmittel werden nicht mehr benötigt. (Abbildung: Merk)

Altablagerung

auch: Altablagerungen

Unter einer Altablagerung wird eine stillgelegte Deponie oder Müllkippe (wilde, ungeordnete Mülllagerung) verstanden. Soll auf einer nicht mehr betriebenen Müllkippe oder Deponie gebaut werden, kann dies mitunter zu Problemen führen, da der Boden verseucht sein kann. Im Sinne des Gesetzes ist eine Altablagerung eine Altlast, von der durch schädliche Bodenveränderungen Gefahren für den Einzelnen oder die Allgemeinheit ausgehen.

Altan

altan.jpg

Altan ist die Bezeichnung für einen balkonartigen Anbau. Im Unterschied zur Loggia wird der Altan von einem darunter liegenden Gebäudeteil oder von Säulen bzw. Pfeilern getragen. Im Unterschied zur Loggia liegt er nicht innerhalb des Baukörpers sondern davor oder darauf. Vom Altan zu unterscheiden ist der vor dem Baukörper auskragende Balkon. Altane sind n. a. ein typisches Merkmal venezianischer Häuser und werden auch als Söller bezeichnet.

Altbaufenster

altbaufenster.jpg

Altbaufenster ist ein Begriff aus dem Holzfensterbau speziell für Fenster, die originalgetreu nachgebaut und in Altbauten, insbesondere in denkmalgeschützte Häuser, eingebaut werden. Dabei müssen aber die Fensterbauer das Kunststück fertig bringen, die "alten neuen Fenster" so zu konstruieren, dass sie der Energieeinsparverordnung gerecht werden. Allgemein betrachtet sind Altbaufenster alle Fenster in Altbauten.

Altbausanierung

auch: Altbausanierungen

siehe Sanierung.

Altdeutsche Deckung

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Als Königin der Schiefer-Deckarten gilt die Altdeutsche Deckung. Sie zählt zu den handwerklich schwierigsten Dacheindeckungen überhaupt. Vor allem in Deutschland bekannt, zeichnet sich die Altdeutsche Deckung durch die Verwendung von Dachsteinen unterschiedlicher Breite und Höhe aus. Von der Traufe zum First werden die Dachsteine immer kleiner, was die Ästhetik für den Betrachter unbewußt erhöht. Pro Quadratmeter kostet die Altdeutsche Deckung inklusive der Verlegung etwa 80 Euro.

Altdeutsche Pfanne

auch: Altdeutsche, Pfannen

siehe Krempziegel.

Altdeutscher Verband

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Beim Altdeutschen Verband sind wie beim Englischen Verband die Parkettstäbe parallel und versetzt zueinander angeordnet. Der Unterschied liegt darin, dass die Stäbe doppelt nebeneinander gelegt werden. An den Kopfstößen wird ein verkürzter, um 90 Grad gedrehter Stab dazwischen verlegt, wodurch ein Flechtmuster entsteht. Verwendet man hierfür eine andere Holzart, lassen sich besonders reizvolle Wirkungen erzielen. Beim Burgunder Verband bilden zwei Stäbe den Zwischenraum.

Altenwohnung

auch: Altenwohnungen

Alter Deutscher

siehe Krempziegel.

Altglas

Altglas ist Verpackungsglas, welches zum Zweck der Wiederverwertung gesammelt wird. Altglas wird über die Depot-Wertstoffcontainer erfasst und entsorgt. In den Altglascontainern werden ausschließlich Flaschen und Behältergläser gesammelt – und zwar nach den Farben Weiß, Grün und Braun getrennt. Neue Glasbehältnisse können fast zu 100 % aus Altglas hergestellt werden. Bei fast jeder Art der Glasproduktion wird 35 % weniger Energie und weniger Rohstoffe benötigt, wenn Altglas eingesetzt wird.

Altholz

auch: Althölzer

Altholz ist zum einen ein Holz, das schon einmal für Bau- oder Möbelzwecke verbaut worden war und nach einem Aufarbeitungsprozess wieder verwendet wird. Zum anderen wird der Begriff "Altholz" aber auch für gebrauchtes Holz verwendet, das nicht mehr brauchbar ist, weil es durch Schädlingsbefall, chemische oder mechanische Einflüsse geschädigt ist. Man muss also genau unterscheiden, von welcher Art von Altholz gerade gesprochen wird. Bei wiederverwendbarem Altholz liegt es auf der Hand, solches Holz als Antikholz zu bezeichnen - aber dieser Begriff ist für Keloholz geprägt worden. Jedenfalls wird Altholz, wenn es z.B. für den Bau eines Blockhauses wieder verwendet werden soll, unter Wasserdampf ausgekocht, dann luftgetrocknet und schließlich per Kammertrocknung auf die vorgesehene Restfeuchte gebracht. Trotz des Auskochens verändert sich die Holzstruktur nicht. Es entstehen keine Risse und das Holz arbeitet auch nicht mehr, da die Holzzellen eine stabile Form angenommen haben. Das so gewonnene Altholz kann gefräst, gedrechselt oder gehobelt werden. Das Ergebnis hinterlässt in jedem Fall einen besonders edlen und warmen Eindruck.

Altlasten

Altlasten sind Verunreinigungen und Belastungen des Bodens aus einer früheren Nutzung oder schädlichen Einträgen aus belasteten Nachbargrundstücken. Altlasten bergen erhebliche und häufig nicht abschätzbare Risiken für den Bauherrn. Sie müssen in der Regel mit hohem finanziellen Aufwand entsorgt werden. Wenn Anhaltspunkte für Altlasten vorhanden sind, sollte in jedem Falle vor dem Kauf des Grundstücks ein Bodengutachten eingeholt werden. Bei Altlasten kann es sich um Öle, Produkte aus chemischen Prozessen, aber auch um bitumenhaltige oder steinkohlenteerpechhaltige Baustoffe handeln. Derartige Altlasten zählen zu den Gefahrenstoffen, dürfen nur unter besonderen Schutzmaßnahmen ausgebaut und nur auf zugelassenen Deponien gelagert werden.

Altlastenkataster

Das Altlastenkataster dient der Erfassung von Flächen innerhalb des Stadtgebietes, bie denen der Verdacht auf Bodenverunreinigungen durch betriebliche Altstandorte (Tankstellen, chemische Reinigungen, metallverarbeitende Betriebe o.ä.) oder Altablagerungen (Hausmüll, Gewerbemüll o.ä., z.B. in verfüllten Bombentrichtern) besteht. Das Altlastenkataster ist im Bauamt zu erfragen.

Altlayer Schiefer

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In Deutschland wird seit Jahrhunderten und auch heute noch Schiefer abgebaut, wobei die Schieferabbaugebiete dem dort gewonnenen Naturstein den Namen gaben (Ausnahme Moselschiefer). Der Altlayer Schiefer wird im Rheinischen Schiefergebirge in 120 m Tiefe abgebaut. Er hat eine feinschuppige Struktur und eine Farbgebung von dunkelblau bis anthrazit. Seine zu erwartende Lebensdauer liegt bei über 100 Jahren.

Altöl

Bereits ein Liter Altöl reicht aus, um eine Million Liter Trinkwasser unbrauchbar zu machen. Deshalb darf Altöl nie in den Abfluss oder in die Landschaft gelangen. Grundsätzlich gilt: Das Altöl in verschließbaren Behältnissen sammeln und dem Handel gegen Vorlage der Kaufqittung zurückgeben. Die Kosten für die Rücknahme sind im Kaufpreis enthalten.

Altpapier

Papier ist ein wertvolles, natürliches Material, das problemlos recycelt werden kann. Altpapier, Kartonagen und Verpackungsmaterial aus Papier werden in Altpapier-Containern oder in der Blauen Tonne gesammelt und so der Wiederverwertung zugeführt. Nicht zur Verwertung geeignet sind beschichtete Papiere wie beispielsweise Postkarten, Tapetenreste, Aktenordner und stark verschmutztes Altpapier. Diese gehören in die Restmülltonne.

Altpapierdämmstoff

auch: Altpapierdämmstoffe

Altpapierdämmstoffe werden die aus Altpapier hergestellten Zellulosefasern genannt. Meist wird Altpapierdämmstoff in Form von Flocken in Hohlräume der Wände geblasen oder auf offene, angefeuchtete Flächen gesprüht. Durch die Herstellung von Platten aus diesem Dämmstoff ist auch eine flächenmäßige Verwendung möglich, wobei die Einschränkung zu machen ist, dass die Druckfestigkeit nicht sehr hoch ist. Verwendung findet Altpapierdämmstoff bei Außenwänden, Innenwänden, Decken und Dächern. Für die Imprägnierung der Dämmstoffe gegen Brandgefahr und Schädlingsbefall werden Borsalze eingesetzt. Die umweltfreundliche Herstellung von Altpapierdämmstoffen durch das Recyclingprodukt Altpapier wird dadurch noch verstärkt, dass auch die Wiederverwertung des Dämmstoffes selbst später ebenfalls problemlos möglich ist. Der Dämmstoff ist diffusionsfähig, normal entflammbar, beständig gegen Schimmel und Ungeziefer, Wärmeleitfähigkeit ca. 0,045 W/(m K).

Altpflaster

Altpflaster ist die Bezeichnung für Natursteinpflaster, das im Gegensatz zu Neupflaster aus Straßenaufbrüchen oder Lagerbeständen stammt und als Großpflaster, Normalpflaster, Mittelpflaster, Quadratpflaster, %)Kleinpflaster%) und Mosaikpflaster im spezialisierten Baustoffhandel erhältlich ist.

Alu-Bitumenband

auch: Alu-Bitumenbänder

Alu-Bitumenband ist ein weiches und sehr elastisches Klebe- und Dichtungsband aus Bitumen, das mit einer reißfesten Aluminium-Polyester-Folie unlösbar verbunden ist. Zum Abdichten und Kleben von Metallen, Kunststoffen, Beton, Ziegel und Holz. Zum wasserdichten Abkleben von Fugen, Regenrinnen, Traufblechen, Kehlblechen, Lüftungs- und Entwässerungsrohren, Anschlüssen an Fenstern, Türen, Fassaden, Profilen, Lichtkuppeln, Antennen und Dachständern.

Alu-Butylband

auch: Alu-Butylbänder

Alu-Butylband besteht aus einer selbstklebenden plasto-elastischen Butylkautschukmasse mit hoher Klebkraft. Das Band ist einseitig kaschiert mit einer einreißfesten, UV- und witterungsbeständigen Aluminiumfolie. Es wird Verwendung findet Alu-Butylband zudem zum Abdichten von Anschlüssen, Nähten oder Stößen, bei denen eine gas- und wasserdampfdiffusionsdichte Abdichtung erforderlich ist (z.B. Fenster- und Fassadenbau).

Alukaschierung

auch: Aluminiumkaschierung, Alukaschierungen

Dämm-Materialien (in Matten oder Rollenform), die mit einer dünnen Folie aus Aluminium überzogen sind, bezeichnet man als Aluminiumkaschierung. Die Beschichtung mit der Aluminiumfolie verleiht den Materialien eine dampfdiffusionsdichte Eigenschaft und wird vor allem als Dampfsperre eingesetzt, wobei die kaschierte Seite in Richtung des zu dämmenden Raumes eingebaut werden muss.Die Dicke der Aluminiumfolie muss zur Erreichung der Dampfdichtheit nach DIN jedoch mindestens 0,05 mm betragen. Die Überlappung ist separat abzukleben, da vorhandene Ausführungen nicht ausreichend sind.

Alumarkise

auch: Alumarkisen

Markisen, die aus einer Konstruktion aus Aluminiumprofilen bestehen.

Aluminat

auch: Aliminate

Aluminate sind Salze des Aluminat-Ions. Beispielsweise entstehen das durch Lösen von Aluminium in Natronlauge Natrium-Aluminate, die in der Wasserreinigung als Fällungsmittel eingesetzt werden können. Calcium- und Bariumaluminate sind Bestandteile von Klinker und Zement.

Aluminium

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Aluminium ist das häufigste Metall auf der Erde. Gewonnen wird Aluminium meist aus Bauxit. Seine Pluspunkte sind die hohe Witterungsbeständigkeit, hohe Zugfestigkeit und das geringe Gewicht. Aluminium ist im Bauwesen als Blech, Band, Folie, Profil oder Gußplatte erhältlich. Es kann z. B. für Außen- und Innenwandverkleidungen, zur Dacheindeckung und zur Herstellung von Fenstern (auch in Kombination mit Holz) und Türen eingesetzt werden. Auch Rolladen, Leitern, Treppen, Markisen und Dachrinnen können aus Aluminium bestehen. Durch Eloxierung kann man die Oberfläche von Aluminiumteilen farblich gestalten und vor Korrosion schützen; auch Anstriche und Beschichtungen (Emaille, Kunststoff) können zu diesem Zweck aufgebracht werden. Der Heimwerker kann dieses Metall sehr gut selbst bearbeiten, denn es läßt sich einfach sägen und schrauben. Auf der Abbildung sehen Sie eine Aluminiumtür von Weru.

Aluminiumband

auch: Aluminiumbänder

Ein Aluminiumband ist ein mit einem alterungsbeständigen Acrylatkleber beschichtete Reinaluminiumfolie. Es wird zum Verkleben von alukaschierten Dämmmaterialien und Isolieren von Rohrleitungen verwendet. Ein weiteres Einsatzgebiet von Aluminiumbändern ist das Reparieren und Abdichten von Metall-Untergründen.

Aluminiumblech

auch: Aluminiumbleche

Aluminiumbleche erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Das liegt zum einen am vergleichsweise geringen Gewicht. Zum anderen lässt es sich auch relativ einfach bearbeiten. Eisen oder Stahl lassen sich zum Beispiel wesentlich schwieriger zersägen oder durchbohren. Darüber hinaus sind Aluminiumbleche dauerhaft haltbar, UV-beständig und korrosionsbeständig. Sie sind anodisiert oder farbbeschichtet erhältlich und aus dem Fahrzeugbau überhaupt nicht mehr wegzudenken. Auch auf dem Bau finden sich zahlreiche Anwendungsgebiete wie beispielsweise als Formbleche oder vorgefertigte Profilbleche für Dachdeckungen. Auch Fassaden, Fensterbänke, Gesims- und Attikabekleidungen, Dachan- und Dachabschlüsse werden aus Aluminiumblech hergestellt.

Aluminiumbronze

Aluminiumbronze bezeichnet eine Kupferlegierung mit einem Anteil von bis zu 10 % Aluminium. Sie besticht durch ihre warme, goldgelb und dennoch metallisch-technoid wirkenden Farbe. Aluminiumbronze ist eine sehr feste säurebeständige Legierung, die hohe Dauerfestigkeit auch in korrodierenden Umständen aufweist. Die Legierung hat eine gute Beständigkeit gegen Kavitation und gegen Erosion. Verwendet wird sie zum Beispiel für Maschinenteile in Chemie-, Nahrungsmittel- und Ölindustrie sowie im Bergbau und Schiffsbau, für Propeller, für Schnecken- und Zahnumfänge, für Heizdampfausrüstungen, für Gleitplatten und Schrauben. Im Baubereich wird Aluminiumbronze beispielsweise bei der Herstellung von Fensterprofilen verwendet.

Aluminiumdach

auch: Aluminiumdeckung, Aluminiumdächer, Aluminium-Dach, Aluminium-Dächer

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Aluminiumdächer bewähren sich schon seit Jahrzehnten bei Neu- und Altbauten sowie für Warmdach- und Kaltdachkonstruktionen. Walzblankes Aluminium bildet mit dem Sauerstoff der Luft eine beständige Schutzschicht. Diese wird im Laufe der Jahre immer härter und erneuert sich, wenn sie mechanisch entfernt worden ist. Oft haben Aluminiumdächer eine Farbbeschichtung. So kann man das Dach der Umgebung anpassen. Diese Beschichtungssysteme bieten aber auch Schutz vor der Umwelteinflüssen wie beispielsweise saurem Regen. Farbaluminium zeichnet sich gegenüber anderen Flächenbekleidungen durch seine Korrosionsbestädigkeit aus. Die Dacheindeckung erfolgt mit Aluminiumblechen, die unterschiedliche Querschnitte und Profile besitzen. Bei Kontakt mit anderen Bauteilen oder Befestigungsmitteln aus Stahl, Zink, Messing, Kupfer oder Blei besteht die Gefahr der Kontaktkorrosion. Aluminium ist sehr leicht. Die Anforderungen an die Statik der Unterkonstruktion fallen dementsprechend niedriger aus. Durch großflächige Alu-Dach-Elemente läßt sich ein schneller und einfacher Fortschritt erzielen. Zu steil darf das Dach allerdings nicht sein. Dacheindeckungen aus Aluminium sind bis zu einer Dachneigung von 10 Grad möglich.

Aluminiumdeckung

auch: Aluminiumdeckungen

siehe Aluminiumdach.

Aluminiumdielen

auch: Alu-Dielen

Aluminiumdielen oder kurz: Alu-Dielen sind teleskopartig ausziehbare Dielen in verschiedenen Längen bis ca. 4,50 Meter. Verwendung finden diese meist im Innenausbau für Bau- und Montagearbeiten und hier häufig im sogenannten Trockenbau aber auch im Maler-, Gipser, Schreiner oder im sonstigen Baugewerbe. Alu-Dielen sind leicht, rutschsicher, bestimmte Modelle auch teilbar, leicht zu reinigen und verfügen über eine lange Lebensdauer.

Aluminiumfarbe

auch: Aluminiumfarben

Aluminiumfarbe ist ein Gemisch aus Bindemitteln und Aluminium-Pigmenten. Alternativ wird auch eine Aluminiumpaste mit Blättchenstruktur verwendet. Dabei bilden die in mehreren Schichten übereinander liegende Aluminiumblättchen eine geschlossene Metallschicht mit hohem Reflexions- und Deckvermögen.

Aluminiumfeile

auch: Aluminiumfeilen

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Eine Aluminiumfeile ist keine Feile aus Aluminium, sondern aus Stahl. Sie dient der Bearbeitung von Aluminium. Aluminiumfeilen haben einen Kreuzhieb, wobei die Hiebe so ausgeführt sind, dass sich beim Feilen keine Späne an der Feile sammeln.

Aluminiumfenster

Fenster aus Aluminium sind langlebig, wert- und witterungsbeständig sowie nahezu wartungsfrei. Darüber hinaus sind Aluminiumfenster sehr leicht und dennoch stabil. Es gibt Fenster in vielen verschiedenen Farben. Die Farbe verändert sich selbst nach jahrelanger Sonneneinstrahlung nicht. Bei der Herstellung der Fenster wird allerdings sehr viel Energie verbraucht. Auch die Dämmeigenschaften sind schlechter als bei Holzfenstern und Kunststofffenstern. Die Wärmedämmung kann durch den Einbau von Kunststoff oder den Verbund mit Holz verbessert werden. Aluminiumfenster sind teurer als Holz- oder Kunststofffenster. Dies wird durch die längere Lebenserwartung jedoch ausgeglichen. Die Oberfläche des Aluminiums wird auf verschieden Weise behandelt, wie Einbrennlackieren, Eloxierung und Pulverbeschichtung. So wird einerseits der Korrosionsschutz sichergestellt und andererseits das Aluminium eingefärbt.

Aluminium-Folie

auch: Aluminium-Folien, Aluminiumfolien

Aluminium-Folie findet im Baubereich vor allem als Dampfsperre Verwendung. Sie lässt sich aufkleben oder auf Dämmplatten und -matten kaschieren. Wird verwendet bei Dächern und Außenwänden, wenn Feuchtigkeitstransport nicht erwünscht ist. Zudem ist die Folie alterungsbeständig.

Aluminium-Holz-Fenster

Aluminiumhydroxid

Aluminiumhydroxid ist ein weißer kristalliner, aus übersättigter Natriumaluminatlösung gewonnener Feststoff. Durch den polaren Charakter ist das Produkt leicht in Wasser dispergierbar, was die Einarbeitung in dispersionsgebundene Farben und Lacke erleichtert. Aufgrund der Tatsache, dass bei erhöhten Temperaturen, wie sie z. B. im Brandfall auftreten, Wasser abgespalten wird, findet Aluminiumhydroxid zudem Verwendung als halogenfreies Flammschutzmittel. Es ist inert, nicht toxisch und entzieht bei der Zersetzung und der damit verbundenen Freisetzung von Wasserdampf dem Verbrennungsvorgang erhebliche Wärmemengen, so dass die Rauchdichte reduziert wird und die Verbrennungstemperatur sinkt.

Aluminiumkaschierung

auch: Aluminiumkaschierungen

Aluminiumoxid

Aluminiumoxid ist eine Aluminiumverbindung mit Sauerstoff und tritt in mehreren Modifikationen auf, die teilweise in der Natur vorkommen wie der farblose bis schwarze Korund, der sehr hart ist und als Schleifmittel verwendet wird. Technisch wird Korund heute als Elektrokorund durch Aufschmelzen von Bauxit hergestellt, welches Ausgangsstoff für feuerfeste Produkte ist. So werden beispielsweise Tiegel, Schutzrohre und feuerfeste Steine als Sinterkorund hergestellt.

Aluminium-Pulver

Unter Aluminiumpulver sind im Allgemeinen feinste Blättchen oder "Schuppen" aus Aluminium zu verstehen, die beispielsweise durch das Mahlen von Folienresten hergestellt werden. Die Teilchendicke (ca. 1,3 - 0,13 µm) ist wesentlich geringer als ihr Durchmesser, der zwischen 1 und 100 µm liegen kann. Aluminium-Pulver kommt im Baubereich in rostschützenden Anstrichen oder zur Herstellung von Porenbeton zum Einsatz. Weiterhin findet Aluminium-Pulver als Sintermetall sowie in der Pyrotechnik und zum Thermitschweißen Anwendung. In der Raumfahrt dient Aluminiumpulver als Raketentreibstoff.

Aluminiumschindel

auch: Aluminiumschindeln, Alu-Schindel, Alu-Schindeln

Aluminiumsulfat

Aluminiumsulfat wird zum einen als Brandschutzmittel und zum anderen in Verbindung mit Tallharz zur Hydrophobierung der Dämmplatten eingesetzt. Aluminiumsulfat ist biologisch unbedenklich und kommt z.B. in Badesalzen und Badetabletten zum Einsatz. Die Wasserwerke nutzen es zur Reinigung und zum Einstellen des pH-Wertes von Trinkwasser.

Aluminiumtapete

auch: Aluminiumtapeten

siehe Metalltapete.

Aluminiumtür

auch: Aluminiumtüren

Unter einer Aluminiumtür wird in der Regel eine Haustür aus Aluminium verstanden. Es gibt aber auch Aluminiumtüren, die als Feuerschutztür oder Kellereingangstür eingesetzt werden. Aluminiumtüren werden meist ganz unproblematisch in Serienfertigung hergestellt, was sie sehr preiswert macht. Auch die Füllungen werden in großen Mengen hergestellt, wer eher auf ein Einzelstück steht, sollte sich daher eher für eine Haustür aus Holz entscheiden. Aluminiumtüren haben eine pflegeleichte und robuste pulverbeschichtete Oberfläche, dies macht sie nahezu wartungsfrei.

Aluminium-Türgriffe

auch: Aluminium-Türgriff

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Aluminium-Türgriffe werden aus hochwertigen, korrosionsbeständigen Hüttenlegierungen hergestellt. Die Oberflächenvergütung erfolgt im Eloxalverfahren: Durch einen gezielt gesteuerten, künstlich unter Einsatz von Strom und Schwefelsäure hervorgerufenen Oxidationsprozess (Vereinigung des Werkstoffes mit Sauerstoff) wird aus dem Produkt heraus eine schützende Oberflächenschicht gebildet (=Oxidschicht), welche die Produkte gegen äußere Einflüsse wie Handschweiß, Luftfeuchtigkeit und leichte mechanische Beanspruchung schützt. Darüber hinaus können Aluminium-Beschläge auch in einem Pulverbeschichtungsverfahren in RAL-Farbtönen angefertigt werden. Eine besondere Pflege benötigt der Werkstoff Aluminium nicht. Schmutzflecken können mit einem weichen Tuch und Wasser entfernt werden.

Alurabot

auch: Alu-Rabot

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Das Alurabot ist ein Werkzeug für den Gipser. Das auch als Gipserhobel bekannte Alurabot dient als Handschleifgerät für verschiedene Untergründe und ist mehreren Stahlklingen ausgestattet. Damit lassen sich sehr schnell und einfach Putzreste von der Oberfläche entfernen.

Amarant

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Amarant ist ein in Süd- und Zentralamerika heimisches Holz. Es besticht durch eine prächtige purpurrote bis violette Farbe, das Splintholz ist weisslich. Das Holz ist sehr hart, dicht und spröde. Es lässt sich gut Bearbeiten, messern und spalten. Das Holz schwindet kaum und ist im Freien wie im Wasser sehr dauerhaft. Verwendet wird es als Furnierholz, im Musikinstrumentenbau, für Möbel, im Innenausbau und für Einlegearbeiten. Auch im Brücken-, Wasser- und Schiffsbau ist Amarant im Einsatz.

Amboina Maser

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Amboina Maser wächst in Strauchform in Südostasien, Kamerun und Nigeria. Die Holzfarbe ist purpurbraun bis lederfarbig. Ein besonderes Merkmal sind die dicht aneinandergereihten Masern und die ziemlich grob und zerstreut angeordneten Gefäße. Das ziemlich harte Holz ist feinfaserig, dicht und fest. Es lässt sich gut bearbeiten, messern, schnitzen und drehen. Verwendet wird es als Messerfurnier für exklusive Möbel oder in massiver Form für Pfeifenköpfe und Kunstgegenstände.

Amboss

auch: Ambosse, Amboß, Amboße

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Ein Amboss ist das typische Werkzeug des Schmieds, der darauf glühendes Metall bearbeitet und formt. Er besitzt in der Regel eine typische Form mit (Rund-)Horn und glatter Bahn, die es erlaubt, verschiedene Bearbeitungen möglichst einfach auszuführen. Größere Modelle haben Aufnahmen für weitere Einsteck-Aufsätze, um spezielle Schmiede- oder Treibarbeiten durchführen zu können.

Amboss-Astschere

auch: Amboss-Astscheren

siehe Astschere.

Ambossschere

auch: Ambossscheren

siehe Astschere.

Ameisensäure

Die Ameisensäure ist eine farblose, ätzende und in Wasser lösliche Flüssigkeit. Sie zählt zu den gesättigten Carbonsäuren und wurde ursprünglich aus toten Ameisen isoliert, wodurch sie ihren Namen erhielt. Sie wird heutzutage chemisch mit Hilfe von Natriumhydroxid oder Methanol und Kohlenmonoxid hergestellt. In der Natur ist Ameisensäure in Tieren und Pflanzen zu finden, die sie zu Verteidigungs- oder Angriffszwecken nutzen. Waldameisen, Quallen und Brennnesseln sind einige Beispiele. Ameisensäure wird in verschiedenen Bereichen verwendet. Hierzu zählen Medizin, Textil- und Lederindustrie oder chemische Industrie. In der Imkerei ist sie ein bewährtes Mittel zur Bekämpfung der Varroamilbe. Ameisensäure ist eine stark ätzende Chemikalie und reizt bei Kontakt mit der Flüssigkeit oder ihren Dämpfen die Atemwege und Augen. Auf der Haut führt sie ab einer Konzentration über zehn Prozent zu teils schweren Verätzungen und Blasen. Beim Zerfall von Ameisensäure kann des Weiteren giftiges Kohlenmonoxid entstehen. Die Säure kann darüber hinaus zu Hautallergien oder Leber- und Nierenschäden führen. Aus diesem Grunde ist bei der Handhabung von Ameisensäure äußerste Vorsicht geboten und ausreichende Schutzkleidung wie Schutzbrille, säurefeste Handschuhe und langärmelige Kleidung sollte immer verwendet werden.

American Tulipwood

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Tulipwood ist eines der am weitest verbreiteten Laubhölzer Ostamerikas. Das Splintholz des America Tulipwood ist weiß bis gelblich, das Kernholz hellbraun bis hellgrün, manchmal sogar violett gestreift. Durch seine weiche, ebenmäßige Faser, hat Tulipwood eine einheitliche Struktur und eignet sich hervorragend zur maschinellen Verarbeitung. Außerdem wird dieses Holz aufgrund seiner Geschmacksneutralität häufig in der Verpackungsindustrie verwendet. Aber auch im Bereich der Innenausstattung findet Tulipwood immer wieder Verwendung. Charakteristisch für Tulipwood ist, dass es sehr leicht ist. Trotzdem handelt es sich um ein sehr hartes und relativ steifes Holz, was nach seiner Trocknung eine hohe Stabilität aufweist.

AM-Gerät

Mit dem AM-Gerät wird die Oberflächenfeuchte von Zuschlaggemischen mit beliebigem Größtkorn ermittelt. Die Ermittlung erfolgt mit der Abflamm-Methode.

Aminoplastharz

auch: Aminoplastharze

Aminoplastharz wird als Klebstoff für tragende Holzbauteile verwendet. Zudem kommt es zum Beispiel auch in der Spanplatte als „Spanplattenleim“ vor. Es entsteht durch eine Kondensreaktion zwischen aminogruppenhaltigen Verbindungen wie Harnstoff, Thioharnstoff, Melamin oder ähnlichen Substanzen, allein oder in Verbindung miteinander, mit Formaldehyd.

Ammoniak

auch: Salmiakgeist

Ammoniak ist ein farbloses, stechend riechendes Gas. Es ist leichter als Luft und in wässeriger Lösung als Lauge (Salmiakgeist) im Handel. Ammoniak findet Verwendung in Kälteanlagen, Lichtpausereien sowie zur Herstellung von Düngemitteln, Natriumcarbonat, Salpetersäure, Ammoniumsalzen oder Salmiakgeist. Es wirkt auf Haut und Schleimhäute stark ätzend und ist giftig beim Einatmen.

Ammoniakwasser

siehe Salmiakgeist.

amorphe Kunststoffe

auch: amorpher, Kunststoff

Als amorphe Kunststoffe werden diejenigen Thermoplaste bezeichnet, die bei normalen und tiefen Temperaturen hart und teilweise glasklar sind. Bei höheren Temperaturen werden diese gummiartig weich und bei weiterem Temperaturanstieg plastisch fließend. Beispiele für amorphe Kunststoffe sind beispielsweise Acrylglas und Polystyrol.

Amortisationszeit

Amortisation bezeichnet den Prozess, in dem anfängliche Aufwendungen für ein Objekt durch dadurch entstehende Erträge gedeckt werden. Die Dauer dieses Prozesses wird Amortisationszeit genannt. Investitionsgüter wie Heizungen, Wärmedämmungen usw. haben eine bestimmte technische Lebensdauer, bis sie ersetzt werden müssen. Diese technische Lebensdauer ist meist größer als die Amortisationszeit. In der Energietechnik bezeichnet die Amortisationszeit die Zeitspanne, die ein Kraftwerk benötigt, um genauso viel Energie zu produzieren, wie bei seinem Bau und Betrieb benötigt werden.

Ampelschirm

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Der Ampelschirm ist ein Gartenschirm, der von einem weit auskragenden seitlichen Arm gehalten wird. Unter einem solchen Schirm, der auch "Freiarmschirm" genannt wird, kann man Tisch und Stühle aufstellen, ohne dass das sonst übliche mittige Schirmrohr im Wege steht. Unabhängig vom Verwendungszweck gilt für alle Ampelschirme ein grundlegender Systemaufbau. In der Regel bestehen Tragkonstruktion und Schirmgestell komplett aus pulverbeschichteten Aluminium- oder Stahlprofilen mit integrierter Kurbel zum unproblematischen Öffnen und Schließen des Schirmes. Die Kurbel ist zusätzlich mit einem Sicherungssystem ausgestattet, das ein unfreiwilliges Abklappen des Schirmes verhindern soll. Die Fixierung und Befestigung des Ständers wird durch Betonplatten oder mitgelieferter Fußkonstruktion erreicht. Ampelschirme gibt es mit zahlreichen Zusatzfunktionen. Während die Neigungsverstellung bei einem Großteil der Ampelschirm-Anbieter bereits zum Standardprogramm zählen, stellen Axial-Drehbarkeit, Luftabzug, Schwenkbarkeit und Vollimprägnierung zusätzliche Highlights dar. Der Ampelschirm selbst kann eine runde, vier-, sechs- bis zu acht- und mehreckige Form besitzen.

Ampere

Ampere ist die Maßeinheit für die Stromstärke mit der Abkürzung A. Das Ampere ist nach dem französischen Physiker André Marie Ampère (1775-1836) benannt. Nach dem internationalen Einheitensystem ist das Ampere die Einheit für den elektrischen Strom mit dem Formelzeichen I. Ein Ampere ist definiert als der Strom, der zwischen zwei parallelen Drähten von unendlicher Länge, die sich in einem Abstand von einem Meter im freien Raum befinden, eine Kraft von 2exp-7 Newton pro Längenmeter hervorruft.

Amphibischer Bereich

auch: Amphibische, Bereiche

anaerob

Anaerob ist zum einen die Bezeichnung für die Lebensweise von Organismen, die zum Leben keinen freien Sauerstoff benötigen. Zum anderen bezeichnet anaerob chemische Reaktionsweisen, die unter Ausschluss von Sauerstoff ablaufen. Eine anaerobe Abwasserreinigung findet vor allem bei hochbelasteten Abwässern statt, z.B. aus der Lebensmittelindustrie (Zuckerfabriken, Stärkefabriken, Molkereien, Gemüseverarbeitung, Fleischverarbeitung und Brauereien) sowie aus der Zellstoffindustrie mit einem hohen Anteil an leicht abbaubaren organischen Substanzen (Zuckern, Alkoholen und Fettsäuren). Die anaerobe Abwasserreinigung geschieht in Faultürmen. Das bei dem Faulungsprozess entstehende Gas (Biogas) kann zum Heizen verwendet werden. Eine Vollreinigung des Abwassers ist jedoch auf diesem Wege nicht möglich.

Analog-Digital-Wandler

Mit einem Analog-Digital-Wandler werden analoge Signale in digitale Signale umgewandelt. Messdaten wie beispielsweise Stromstärke oder Temperatur liegen häufig in analoger Form vor. Zur Übertragung, Speicherung oder Verarbeitung der Messdaten mit dem Computer, sind diese Messwerte aber häufig in digitaler Form gewünscht.

analoges Zangenmessgerät

auch: analoge, Zangenmessgeräte

Anamnese

Die Anamnese (griechisch: „Erinnerung“) bezeichnet im Allgemeinen das "In-Worte-Bringen" von Vergangenem (z.B. etwaigen Erkrankungen, Allergien, usw.). Sie stellt also eine Art Krankengeschichte dar. Auch im Bereich alter Bauwerke gibt es eine Amanese, sie stellt also die "Krankengeschichte" des Gebäudes dar. Im Bereich der Mauerwerkstrockenlegung und Kellersanierung wird hiermit die Information über ein Gebäude, der Mauerwerkskonstruktion und bisherige Nutzung beschrieben, damit im Rahmen der geplanten Sanierung, Instandsetzung oder Modernisierung das bisherige und neue Nutzungskonzept aufeinander abgestimmt wird. Des weiteren lässt sich durch eine Anamnese die Ursache und Herkunft von Bauschäden besser eingrenzen.

Anastylose

Anastylose ist ein Begriff, mit dem sich Restaurateure, Steinmetze oder Archäologen auseinandersetzen müssen. Er bezeichnet die Rekonstruktion eines bestehenden Bauteils bzw. Bauwerks mit Originalteilen (Steine, Ziegel etc.). Einsturzgefährdete Bauwerke können auch Stein für Stein abgetragen, nummeriert und danach wieder aufgebaut werden. Zusätzliche neue Elemente und Materialien (Beton, Stahlträger u.ä.) werden nur in Ausnahmefällen verwendet, z.B. aus statischen Gründen, also um die Struktur zu stärken, oder weil sonst die originalen Teile nicht wieder aufgebaut werden könnten. Die neuen Elemenet werden dabei möglichst „unsichtbar“ eingebaut, also verdeckt durch Originalteile.

Anbau

auch: Anbauten

Bei einem Anbau handelt es sich um die Erweiterung eines bestehenden Gebäudes. Anbauten können sowohl ein- oder mehrgeschossig als auch unter- und/oder überirdisch hergestellt werden. Zu Anbauten zählen neben Wohnhauserweiterungen auch Wintergärten, Balkone oder Garagen. Um einen Anbau realisieren zu können, ist in der Regel eine Baugenehmigung erforderlich, im sogenannten freistellungsverfahren ist die Zulässigkeit eines Anbaus abhängig von den Vorgaben eines für das Baugebiet gültigen Bebauungsplans sowie der jeweiligen Länderbauordnung. Neben einer Baugenehmigung, der eine fachgerechte Planung vorausgeht, sind vor Errichtung des Anbaus die zugehörigen bautechnischen Nachweise zur Standsicherheit („Statik“), zur Energieeinsparung (nach EnEV 2002), ggf. zum Schall- und zum konstruktiven Brandschutz erforderlich.

Anbaubalkone

auch: Anbaubalkon

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Anbaubalkone sind die kostengünstige Balkon-Variante für Neubauten bzw. Nachrüstungen bei vorhandenen Gebäuden. Diese werden frontseitig durch Stützen getragen und wandseitig durch Konsolen mit dem Gebäude verbunden. Das Ergebnis: Eine neue, attraktivere Gebäude-Optik und mehr individuelle Lebensqualität führen zu mehr Wohn- und Mietwert bei einer bislang balkonlosen Immobilie. Die Bodenplatte von Anbaubalkonen ist aus Stahlbeton oder Aluminium. Auch Anbaubalkone aus Holz sind möglich.

Anbaudumper

Der Anbaudumper ist ein Anbaugerät für den Kompaktlader. Er ist schnell zu beladen. Das spart Zeit beim Transport von mehr Material bei weniger Fahrten zum Zielort.

Anbaufräse

auch: Anbaufräsen

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Anbaufräsen werden - ähnlich wie beim Anbauverdichter oder Verdichterrad - an die Hydraulik eines Bagger-Greiferarms montiert und kommen dann speziell im Kanal- und Tunnelbau zum Einsatz, um Gesteinsschichten zu zermalmen. Auch bei Abbrucharbeiten von Betonbauten werden sie eingesetzt. Die Fräsleistung variiert je nach Modell und kW-Leistung.

Anbaugerät

auch: Anbaugeräte

Als Anbaugeräte bezeichnet man im Bauwesen Geräte, die das Anwendungsgebiet einer Maschine erweitern. So kann beispielsweise ein Drucklufthammer durch verschiedene Anbaugeräte auch als Druckluftspaten oder Meißel fungieren. Insbesondere im Tiefbau und im GaLabau kommen Anbaugeräte zum Einsatz, die auf die Greif- und Hebearme von Raupenbaggern montiert werden. Solche Anbaugeräte sind Asphaltfräsen, Bodenverdichter, Erdbohrer, Greifer, Zangen, Hydraulikhämmer, aber auch Dunggabeln, Kehrmaschinen, Schaufeln oder Felslöffel.

Anbauküche

auch: Anbauküchen

siehe Küche.

Anbauverbot

Das Anbauverbot ist eine gesetzliche Auflage. Das Anbauverbot sagt aus, dass in einem bestimmten Abstand von einer Straße keine Gebäude oder sonstige bauliche Anlagen errichtet werden dürfen. Dieser Abstand wird für Fernstraßen (Bundesautobahnen und Bundesstraßen) im Fernstraßengesetz und für Landes- und Kreisstraßen in den jeweiligen Ländergesetzen (Straßen- und Wegegesetze) geregelt. Für Fernstraßen gelten größere Abstände als für Landes- oder Kreisstraßen. Das manche Gebäude trotzdem näher an der Straße liegen, hat oft die Ursache darin, dass als das Gebäude errichtet worden ist, diese Straße beispielsweise eine Landesstraße war und diese dann zu eine Bundesstraße hochgestuft wurde. Diese Gebäude werden dann dort toleriert, obwohl sie gegen das entsprechende Gesetz verstoßen. Die Anbaubeschränkung gilt nur auf der freien Strecke und nicht in den Ortsdurchfahrten.

Anbauverdichter

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Bei einem Anbauverdichter handelt es sich um eine Rüttelplatte, die an die Hydraulik eines Bagger-Greiferarms angebaut werden kann. Der Anbauverdichter dient der Verdichtung speziell von Kanalgräben. Er verfügt über eine Vibrationsplatte. Der Einsatzort auf der Baustelle kann mühelos gewechselt werden.

Anbetonieren

Anbetonieren ist das Betonieren von Bauteilen an bereits bestehende Bauteile. Erforderlich wird dies, wenn aus zeitlichen oder arbeitstechnischen Gründen das Weiterbetonieren an einem Bauteil über mehrere Tage oder sogar Wochen unterbrochen werden muss. Die dadurch entstehende Trennung, dieser im zeitlichen Versatz betonierten Bauteile, wird als Arbeitsfuge bezeichnet.

Anblasprüfung

auch: Anblasprüfungen

Mit der Anblasprüfung wird die Dichtheit von Schweißnähten bei PVC-Dichtungsbahnen. Hierbei wird die Schweißnahtkante mit einem Handgerät für Warmgasschweißungen angeblasen. Die Temperatur des Warmgases soll, ca. 5 mm von der Düse gemessen, max. +150° C betragen. Zur Anblasprüfung sollte eine Runddüse oder eine höchstens 20 mm breite Flachdüse verwendet werden. An schlecht verschweißten Stellen hebt sich die obere Bahn deutlich von der unteren ab. Diese Stellen werden markiert und anschließend nachgeschweißt.

Anbohren

auch: Anbohrstufe

Zum Anbohren von schwer bohrbaren Materialien, besitzen manche Bohrmaschinen eine Anbohrstufe. Bei dünnen Blechen kann es zum Beispiel beim Ankörnen zur Beschädigung der Oberfläche kommen. Stellt man die Bohrmaschine auf eine sehr niedrige Drehzahl ein, lässt sich auch ungekörntes Blech ohne Abrutschen bohren. Diese elektronisch einstellbare Drehzahl nennt man Anbohrstufe.

Anbohrhilfe

auch: Anbohrhilfen

Eine Anbohrhilfe ist ein Werkzeug für exaktes Ansetzen beim handgeführten Bohren. Die Anbohrhilfe ist somit eine Art handgeführter Bohrständer und dient zum Fixieren (Zentrieren) des Bohrers. Beim Anbohren sollte mit einer Hand die Anbohrhilfe gegen das zu bohrende Material gepresst werden bis der Bohrer gefasst hat. Viele Anbohrhilfen können in Verbindung mit einem Staubsauger (auch für Flüssigkeiten) als Absaugung eingesetzt werden. In diesem Fall saugt sich die Anbohrhilfe, egal ob auf rauhen oder glatten Oberflächen, am zu bohrenden Material fest.

Anbohrschutz

siehe Aufbohrschutz.

Anbohrstufe

auch: Anbohrstufen

siehe Anbohren.

Anderkonto

Andreaskreuz

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In den Gefachen eines Fachwerkhauses sieht man oft das fachwerk-typische Andreaskreuz. Es hat nicht nur stabilisierende, sondern auch dekorative Zwecke. In Konstruktionen aus einzelnen Stäben mit gelenkigen Verbindungen müssen rechteckige Formen durch schräge Stäbe ausgesteift werden, damit sie sich nicht verformen können. Wenn die aussteifenden Bauteile nur Zugkräfte aufnehmen können (z. B. Stahlseile) oder nur Druckkräfte (z. B. traditionell verbundene Holzbalken), dann können durch eine Aussteifung in Form des Andreaskreuzes alle Horizontalkräfte in der Ebene des Elementes aufgenommen werden. Das Andreaskreuz hat aber auch schmückenden Charakter und wird manchmal nur in zweiter Linie oder gar nicht zur Aussteifung des Gebäudes benötigt. Eine Ausschmückung in Form eines Andreaskreuzes findet sich häufig in Brüstungsgefachen unterhalb der Fenster der oberen Stockwerke. Sind die Balken geschweift, wird auch von einem Feuerbock gesprochen. Hauptsächlich in Fachwerkhäusern des 19. Jahrhunderts wurden auch geschosshohe Gefache mit Andreaskreuzen in hoher gestreckter Form ausgeführt.

Andruckrolle

auch: Andruckrollen

Die Andruckrolle ist ein unentbehrliches Werkzeug beim Tapezieren. Eine Andruckrolle braucht man zum Glattstreichen der Bahnen, damit sie blasen- und faltenfrei auf der Wand sitzen. Andruckrollen gibt es auch zum starken, gleichmäßigen Andrücken von mit Klebstoff oder Leimen bestrichenen Furnieren, Folien, Kanten usw.

Andrückrolle

Für das Verschweißen von PVC-Planen mittels einer Heißluftpistole wird eine Andrückrolle benötigt, aber auch zum Andrücken eines Bitumenbands, Kantenumleimers und dergleichen.

Andrückspachtel

Anemometer

auch: Thermo-Anemometer, Hitzedraht-Anemometer

Ein Anemometer ist ein Gerät zur Messung der Windgeschwindigkeit, das im Baubereich vor allem beim Blower-Door-Test eingesetzt wird. Hier werden mit dem Gerät leckverdächtige Stellen, Fugen, Anschlüsse und Durchdringungen abgesucht. Genauer gesagt wird beim Blower-Door-Test ein Thermo-Anemometer (auch Hitzedraht-Anemometer) verwendet. Mit einem solchen Gerät kann man nicht nur die Geschwindigkeit messen, sondern auch die Temperatur der durchströmenden Luft. Damit kann eine Aussage getroffen werden bezüglich der Güte der luftdichten Gebäudehülle. Innerhalb des Messfühlers des Anemometers ist ein Hitzedraht installiert, der durch die zuströmende Luft gekühlt wird. Ein solches Gerät enthält keine beweglichen Teile, ist also gut für den Einsatz im rauen Baustellenalltag geeignet.

Anergie

Jedes technische System, das seine Energie ändert, erzeugt einen Wärmestrom während es arbeitet. Meist ist diese Wärme für eine weitere Nutzung verloren. In der Energiebilanz wird diese verlorene Wärme als Anergie bezeichnet. Im Gegensatz zu Exergie, die eine in das System ein- und ausströmende nutzbare Energie bezeichnet. Die erste Energie, die einem System zugeführt wird, ist stets eine Exergie, das heißt die Energie wird genutzt. Erst im Verlauf von Energiewandlungen wird diese Exergie stufenweise in Anergie umgesetzt. Das letzte System der Kette setzt die verbleibende Exergie schließlich unter Nutzung der verrichteten Arbeit ebenfalls in Anergie um. Dabei entsteht aber immer ein Nutzen bzw. es wird ein Bedürfnis befriedigt. Beide Teile zusammen sind konstant. Die Exergie kann in Anergie umgewandelt werden (meist indem die Energieform genützt wird), umgekehrt geht es nicht. Beispiel: Die wertvollste Energieform ist der elektrische Strom. Er ist im Prinzip zur Gänze Exergie, das heißt die Energie kann vollständig genutzt werden, z.B. um Wärme, Licht oder Bewegung zu erzeugen. Ist die elektrische Energie allerdings einmal in Wärme umgewandelt, dann ist sie für eine weitere Nutzung verloren, sie kann nicht mehr von Anergie in Exergie zurückverwandelt werden. Aus diesem Grund ist eine Kilowattstunde Strom auch teurer als eine Kilowattstunde Fernwärme.

Anerkannte Regeln der Technik

Anfall

siehe Anfallspunkt.

Anfallspunkt

auch: Anfall, Anfallspunkte

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Der Anfallspunkt ist der Punkt an einem Walmdach oder anderen Dach, an dem First und zwei Grate zusammentreffen. Es treffen an diesem Punkt mindestens drei Dachflächen aufeinander. Wegen der Gefahr des Windsoges ist dieser Punkt auf dem Dach besonders kritisch.

Anfänger

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Der Anfänger oder Anfänger­stein ist ein spezieller Mauerziegel, der als erster in einer Reihe vermauert wird. Er ist an der sichtbaren Seite geschliffen und dadurch glatt, wodurch saubere Tür- und Fensterlaibungen ganz leicht hergestellt werden können. Der Anfängerziegel, auch Kämpfer­stein genannt, ist ein "Bruder" des Eckziegels, mit dem saubere Eckverbindungen gemauert werden können. Anfängerziegel sind meist 24,7, Eckziegel 12,3 cm lang. Der auf dem Foto gezeigte Mauerziegel weist einseitig eine Stoßfugenverzahnug auf, was das Vermauern erleichtert und die Stabilität der Mauer erhöht.

Anfängerstein

auch: Anfängersteine

siehe Kämpferstein.

Anfangshaftung

Die Anfangshaftung bezeichnet die Geschwindigkeit, in der eine Klebermasse oder etwa ein Dichtband an einem Bauprodukt haftet. Bei einem Sekundenkleber beträgt die Anfangshaftung, wie der Name schon sagt, wenige Sekunden. Die Endfestigkeit kann jedoch bei ein oder zwei Tagen liegen.

Anfangsklammer

auch: Anfangsklammern

Die Anfangsklammer ist eine spezielle Paneelklammer oder Fugenkralle für das erste Paneel bei der Verkleidung von Wänden oder Decken mit Profilbrettern.

Anfangstilgung

Die Anfangstilgung bezeichnet die Tilgungsleistung der allerersten Rate, die an den Darlehensgeber bezahlt werden muss. Bei Annuitätendarlehen steigert sich die Tilgungsleistung mit jeder Rate ein kleines Stück. Genaue Zahlen liefert ein Tilgungsplan. Standardmäßig liegt die Anfangstilgung bei 1%. Allerdings sollten die Tilgungsleistung so hoch wie möglich gewählt werden, da sich dadurch die Ablösung des Darlehens erheblich beschleunigt.

Anfangswertfeststellung

auch: Anfangswertfeststellungen

Bei baulichen Sanierungsmaßnahmen kann es insbesondere im Hinblick auf die Finanzierung durch Geldinstitute erforderlich werden, den Wert der Immobilie noch vor Beginn der Sanierung festzustellen. Man spricht dann von Anfangswertfeststellung. Eine Anfangswertfeststellung wird in der Regel durch das Gutachten eines Sachverständigen vorgenommen. Ist die Sanierungsmaßnahme abgeschlossen, kann aus den gleichen Gründen eine Endwertfeststellung erforderlich werden.

anfasen

siehe Fase.

Anfeuerung

Anfeuerung gibt es nicht nur beim Fußball, sondern auch bei Lacken. Unter Anfeuerung versteht der Parkettleger die Intensivierung/Betonung der Holzfarbe durch den Lack. Die Holzmaserung wird durch das Auftragen von Lacken, Lasuren und Ölen kontrastreicher und lebendiger. Besonders starke Anfeuerung erreicht man mit lösemittelhaltigen Öl-Kunstharz-Systemen oder PU-Lacken, doch auch wässrige Grundierungen oder Wasserlacke können anfeuernd eingestellt sein.

angarnieren

Der Fachmann spricht von "angarnieren", wenn am Rand von Terrassen- oder Balkonplatten aus Beton Abplatzungen aufgetreten sind, die repariert werden müssen. An der abgebrochenen Kante wird zu diesem Zweck ein Schalbrett angebracht. Danach erfolgt ein Einschlämmen mit einer speziellen Haftbrücke und daraufhin die Feinspachtelung mit Betonspachtelmasse.

Angel

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Eine Angel hat im allgemeinen Sprachgebrauch mehrere Bedeutung. Zunächst ist eine Angel ein Gerät zum Fischen. Weiterhin ist eine Angel der Beschlag einer Tür, der den Türrahmen mit der Zarge verbindet. Eine weitere Bedeutung betrifft die Feile. Die Angel ist nämlich jener Teil einer Feile, der in ein Kunststoff- oder Holzheft eingelassen wird. Die Angel erhält bei der Herstellung der Feile noch eine besondere Nachbehandlung, damit sie aufgrund des Druckes beim Feilen nicht genau an der Schulter, also dem Übergangsteil zwischen Angel und Körper (der Feile) bricht. Das Maß der Feile wird, wenn nichts anderes erklärt wird, ab Schulter bis Feilenspitze gemessen.

Angelfeile

auch: Angelfeilen

siehe Feilenangel

Angélique

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Die Holzart Angélique hat ihre Heimat im nördlichen Teil von Südamerika in Brasilien, Guyana und Surinam. Der Splint ist am frischen Holz hellgrau, später gelblich bis hellbraun. Das Kernholz ist deutlich abgesetzt, rosa bis hellrötlich braun, vereinzelt auch mit dunkleren Streifen. Angélique gehört zu den wenigen Holzarten, die wegen ihrer hohen Widerstandsfähigkeit gegen holzzerstörende Tiere des Meerwassers eine Sonderstellung einnehmen. Wegen seiner Härte muss das Holz mitHartmetallwerkzeugen bearbeitet werden. Verwendet wird es im Außenbau beispielsweise für Verbretterungen, Tore, Fenster, Türen sowie für Beläge auf Rampen, Stegen, Pontons und Brücken. Im Innenausbau wird es für Treppen und Parkett, im Bootsbau für Spanten, Beplankungen und Decks (riftgeschnitten) sowie für den chemischen Behälterbau verwendet. Auch ein Verwendung als Sperrholz für besondere Beanspruchungen im Boots und Containerbau ist möglich.

Angelzapfen

siehe Kloben.

angemauerte Bekleidung

Die angemauerte Bekleidung ist eine nichttragende Außenwandverkleidung, bei der Riemchen oder Sparverblender in Dicken von 30 mm bis 70 mm mittels einer Mörtelhaftbrücke an die tragende Wand gesetzt werden. Diese Außenschale muss durch nichtrostende Drahtanker und horizontale Abfangungen gesichert werden. Bauphysikalisch ist die angemauerte Bekleidung problematisch.

angemörtelte Bekleidung

Die angemörtelte Bekleidung ist eine nichttragende Außenwandverkleidung aus keramischen Platten, keramischen Spaltplatten oder Naturwerkstein-bzw. Betonwerksteinplatten. Die Bekleidung ist kraftschlüssig mit der tragenden Außenwand verbunden. Bauphysikalisch problematische Außenwandkonstruktion.

Angießen

Nach der Pflanzung von Stauden und Gehölzen sollten diese kräftig gegossen werden, damit sich Hohlräume im Erdreich schließen und die Wurzeln Bodenkontakt erhalten. Das Angießen sollte so ausgiebig erfolgen, dass der gesamte Wurzelballen der Pflanze richtig nass wird. So erhöht sich die Chance auf ein gutes weiteres Wachstum in den Wochen und Monaten nach der Pflanzung.

Anhängevibrationswalze

auch: Anhängevibrationswalzen

siehe Anhängewalze.

Anhängewalze

auch: Anhängevibrationswalze, Anhängewalzen

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Anhängewalzen haben ihre Einsatzgebiete im Erd-, Straßen- sowie Deponie- bzw. Dammbau zum Verdichten von Sand, Schotter, Erde oder anderen ungebundenen Materialien. Anhängewalzen werden an eine Baumaschine angehängt und so über das zu verdichtende Material geführt. Durch das Gewicht der Walze wird der Boden verdichtet. Anhängevibrationswalzen verdichten den Boden zusätzlich durch Vibration, wobei Vibrationswalzen mit einer Technik arbeiten, die auf in entgegengesetzter Richtung schwingenden Unwuchten basiert.

Anhörungsverfahren

Anhörungsverfahren ist ein Begriff aus dem Baurecht. Laut §3(1) des Baugesetzbuches ist das Anhörungsverfahren eine vorgezogene Bürgerbeiligung im Bauleitplanungsverfahren. Die Anhörung erfolgt während der Vorentwurfplanung. Dabei findet eine Unterrichtung und Erörterung statt. Ein Anhörungsverfahren ist nach BauGB § 13 nicht erforderlich, wenn die Grundzüge der Planung nicht berührt werden. Eingeschränkt in seiner Rechtswirkung ist das Verfahren durch den § 214 des Baugesetzbuches.

Anhydrit

Anhydrit ist ein, dem Gipsstein ähnliches, natürlich vorkommendes chemisches Sedimentgestein in weißgrauer Farbgebung ohne jegliche Bindung von Kristallwasser. In Pulverform ist Anhydrit Bestandteil von Zement. Zudem wird es bei der Produktion von Schwefelsäure und Porenbeton eingesetzt. Um Anhydrit in einem Estrich verarbeiten zu können, muss ein "Anreger" zugesetzt werden. Dies ist in der Regel Kaliumsulfat (K2SO4), kann aber auch Kalk (CaO) oder Zement sein. Der Anreger, dessen Anteil am Bindemittel 3-15% beträgt, beschleunigt die Wassereinlagerung (Schnellbinder), wodurch sich Anhydrit zu Gips umwandelt. Allerdings erfolgt die Umwandlung Anhydrit zu Gips nur zu ca. 65%. Dieses Verhältnis "Anhydrit zu Gips" sorgt zum einen für eine schnelle Trocknung (Gips bindet Wasser) und höhere Festigkeit (Anhydrit als Gerüst).

Anhydritestrich

auch: Anhydrit-Estrich, Anhydrit-Fließestrich, Anhydritestriche

Anhydritestrich war in den vergangenen Jahren stark im Kommen. Das liegt daran, dass der Estrich eine kürzere Bauzeit (früh begeh- und belastbar) benötigt, ökologisch und biologisch unbedenklich ist und sich sauber und ohne extremen körperlichen Einsatz einbringen lässt. Anhydrit-Fließestrich (AFE) eignet sich hervorragend als Heizestrich, da er optimale Wärmeleit- und Wärmespeicherfähigkeit besitzt und nicht brennbar sowie spannungsarm ist. Zudem kann schon nach sieben bis zehn Tagen mit der Aufheizung begonnen werden. Nicht geeignet ist der Estrich für den Außenbereich, da er empfindlich gegen Feuchtigkeit ist. Dementsprechend darf er auch nicht in Naßräumen, als Nutz-Estrich ohne Belag oder als Verbund-Estrich bei Dampfdiffusion aus dem Untergrund verwendet werden. Anhydrit-Estrich besteht aus Wasser, Sandkies 0-8 mm und Anhydrit-Binder. Der Estrich wird in vier Festigkeitsklassen von AE 12 bis AE 40 angeboten. Im Wohnungsbau wird der Estrich AE 20 verwendet. Die Ziffern bezeichnen wiederum die Druckfestigkeit in N/mm².

Anhydrit-Estrich

Anhydrit-Fließestrich

Anilinfarbe

auch: Anilinfarben

siehe Teerfarbe.

Aningre blanc

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Die Holzart Aningre blanc ist in Liberia, der Elfenbeinküste oder Ghana beheimatet. Splint und Kernholz sind im frischen Zustand meist gelblich grau und ohne deutliche Begrenzung. Bei der Trocknung und bei der Furnierherstellung in den hellen Partien oft gelblich, rosa bis rosagrau, dabei an Schnittstellen und Rissen leicht durch Einlauf grau bis blaß rotbraun verfärbend. Aningre ist in seiner Anwendung auf Möbel und den Innenausbau beschränkt. Als Vollholz wird es im Gestellbau für Sitzmöbel, stark profilierte oder geschnitzte Möbelteile und für Leisten eingesetzt. Im Innenausbau wird es auch wegen der guten Kantenfestigkeit für Fußleisten, Türfutter, Bekleidungen sowie als Profilbrett für Decken- und Wandbekleidungen verwendet. Als Furnier wird es in Naturfärbung, gebeizt, durchgefärbt oder bedruckt als Austauschholz für Nußbaum (Black Walnut), in blaß rosa Qualitäten für Kirschbaum oder für helle Hölzer, wie Birke oder Ahorn, verarbeitet.

Anisotropie

Anisotropie ist die Bezeichnung für die Richtungsabhängigkeit von physikalischen Eigenschaften wie Härte, thermische Ausdehnung, elektrische Leitfähigkeit, Wärmeleitung, usw. Diese zeigen bei Manchen Materialien in verschiedene Richtungen eine unterschiedliche Intensität. Anisotropie tritt beispielsweise bei Walzerzeugnissen aus Stahl, besonders Blech, auf. Besonders in Dickenrichtung sind die Zähigkeitswerte niedriger als längs und quer zur Walzrichtung. Alle Minerale sind anisotrop.

Anker

Der Anker sorgt nicht nur dafür, dass Schiffe im Meer an der gewünschten Stelle bleiben, auch im Baubereich hat er mehrere Bedeutungen. Zunächst ist Anker die Bezeichnung für ein in die Gebäudefassade eingelassenes oder angebrachtes Hilfsmittel für die Befestigung der Gerüsthalter. Anker sind zudem meist stabförmige Bauelemente mit Gewinde, die aufgrund ihrer Zugfestigkeit in der Lage sind, verschiedene Bauteile miteinander zu verschrauben, wobei spezielle Muttern eingesetzt werden. Nicht zuletzt sind Anker Stahlteile in festgelegten Ausführungsformen, welche z.B. die Zarge einer (Feuerschutz-)Tür mit dem angrenzenden Bauteil verbinden. Nach deren Lage an der Zarge werden Seitenanker und Sturzanker unterschieden. Für besondere Anwendungen wie etwa der Verbindung eines Klettergriffs mit einer Wand aus Lochsteinen werden Injektions-Anker eingefügt.

Ankerbalken

Ein Ankerbalken ist ein in Längsrichtung einer Mauer eingemauerter starker Holzbalken zur Versteifung bzw. "Verankerung" des Mauerwerks. Ankerbalken fanden vor allem im Hochmittelalter Verwendung. Er wurde im historischen Holzbau mit Zapfenschloss und Keil oder mit einer Kammverbindung angeschlossen. Das Balkenschloss ragt über die Außenwand hinaus und muss daher unbedingt mit einem Wetterschutz versehen werden. Ankerbalken nehmen die horizontalen Zugkräfte auf.

Ankerbalkenbauweise

Die Ankerbalkenbauweise ist die älteste Art der Geschossbauweise bei einem Fachwerkhaus. Dabei sind die Deckenbalken mit langen, durchgehenden Zapfen an den Ständern befestigt und mit Ankerbalkenschlössern gesichert. Die Enden der (über alle Geschosse laufenden) Ständer sind mit einem Hochrähm verbunden, auf dem die Sparren aufliegen. Der Rähm liegt hoch über dem Deckenbalken. Diese Konstruktion wird daher auch als Hochrähmkonstruktion (Hochrähmgefüge, Hochrähmverzimmerung) bezeichnet. Eine Variante der Hochrähmkonstruktion ist die Oberrähmkonstruktion (Oberrähmgefüge, Oberrähmverzimmerung). Dabei liegt der Rähm direkt über dem Deckenbalken, der mit einer Einhälsung mit dem Ende des Ständers verbunden ist. Eine weitere Variante ist die Unterrähmkonstrukion (Unterrähmgefüge, Unterrähmverzimmerung). Bei dieser Stockwerksbauweise wird Stockwerk auf Stockwerk aufeinandergesetzt. Der Rähm liegt jeweils unter dem Deckenbalken, daher Unterrähmkonstruktion.

Ankerhülse

auch: Ankerhülsen

Ankerkopf

auch: Ankerköpfe

Mit einem Ankerkopf lassen sich ein Verpressanker und das zu sichernde Bauwerk miteinander verbinden. Der Ankerkopf ist so ausgebildet, dass ein Lageausgleich des Widerlagers und die Fixierung einer Ankervorspannung möglich wird. Ankerköpfe können horizontal oder vertikal ausgerichtet sein. Damit sie schraubbar bleiben, ist ein Mindestabstand einzuhalten. Werden die Ankerköpfe zum Verankern von Spundwänden, Schlitzwänden oder Pfahlwänden in Baugruben verwendet, müssen sie gegen drückendes Grundwasser abgedichtet werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Wasser durch die Löcher in die Baugrube läuft.

Ankernagel

auch: Ringnagel, Ankernägel

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Ankernägel werden vorrangig zur sicheren Befestigung von Stahlblechen und Stahlblechformteilen (Balkenverbindern) mit Holz in tragenden Konstruktionen verwendet. Sie bieten aufgrund ihres Widerhakenprofils die Gewähr für eine hohe statische Sicherheit. Durch die kreisförmigen Widerhaken ergibt sich ein bis zum vierfachen erhöhter Widerstand, der das Herausziehen des Nagels erschwert. Von der Seite betrachtet, hat so ein auch als Ringnagel oder Kammnagel bezeichneter Nagel beidseitig Zacken. Der gängige Durchmesser dieser von Zimmerleuten und Heimwerkern oft benutzten Nägel liegt bei 4 mm, die üblichen Längen reichen von 40 bis 60 mm.

Ankerplatte

auch: Ankerplatten

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Ankerplatten kann man sich wie eine größere Schraubmutter vorstellen. Sie werden auf beiden Seiten des Ankerstabs aufgeschraubt. Somit wird verhindert, dass die Schalung beim Einfüllen des Betons auseinandergeht. Ankerplatten aus Stahl werden jedoch in einem anderen Bereich des Betonbaus auch eingegossen, wobei Kopfbolzen dafür sorgen, dass Zug-, Schrägzug- und Querkräfte in den Beton übertragen werden. Derartige Ankerplatten (Foto Hersteller HALFEN-DEHA) dienen dazu, dass Stützen, Träger und andere Bauteile aus Stahl angeschweißt werden können.

Ankerschiene

auch: Halfenschiene, Ankerschienen

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Ankerschienen werden bei der Herstellung von Betonfassaden gleich mit in den Beton eingegossen, wobei rückseitige Kopfbolzen für eine feste Verankerung im Beton sorgen. An die Ankerschienen, nach einem bekannten Herstellerwerk auch allgemein "Halfenschienen" genannt, können dann Fassadenplatten, Verblendmauerwerk, Versorgungsleitungen usw. befestigt werden. Die Abbildung zeigt eine Ankerschiene des Herstellers HALFEN-DEHA.

Ankerschraube

siehe Kammschraube Die Kammschraube, auch Ankerschraube genannt, wird eingeschlagen wie ein Nagel. Sie besteht aus verzinktem Stahl und verfügt über hohe Auszugswerte. Im Gegensatz zum Kammnagel kann eine mit Kammschrauben hergestellte Holzverbindung jedoch zerstörungsfrei wieder demontiert, also "zurückgeschraubt" werden. Das liegt an einem speziellen Steigungsgewinde. Mit der Kammschraube sind auch nachträgliche Justierungen möglich. Die üblichen Längen liegen zwischen 40 und 60 mm.

Ankerstab

auch: Spannstab, Ankerstäbe

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Der Ankerstab wird durch die Betonschalung geschoben und von beiden Seiten mit einer Ankerplatte festgehalten. Ankerstäbe müssen die Kräfte aufnehmen, die der Beton auf die Schalung ausübt. Sie halten die Schalung zusammen. Ankerstäbe gibt es in verschiedenen Längen.

Ankerverpresspfahl

Ankerwand

auch: Ankerwände

Bei einer Ankerwand handelt es sich um eine aus Pressankern bestehende Wand. Ankerwände werden zum Beispiel zur Sicherung von Bergabschnitten eingesetzt, um z.B. zu verhindern, dass Steine und Geröll auf die Fahrbahn fallen. Auch bei Uferschutzwänden und im Hafenbau kommt die Ankerwand zum Einsatz.

Ankerzugglied

auch: Ankerzugglieder

Das Ankerzugglied stellt beim Verpressanker die Verbindung zwischen dem Ankerkopf und dem Verpresskörper her. Ausgebildet ist das Ankerzugglied als Einstabanker, Bündelspannglied oder Litzenspannglied. Das Ankerzugglied überträgt die Kräfte vom Anker in den Boden.

Anklapp

siehe Abseite.

ankohlen

Im Bauhandwerk versteht man unter "ankohlen" eine natürliche Methode des Holzschutzes z.B. bei hölzernen Dachrinnen. Bereits in der Steinzeit versuchten Menschen, Bauholz durch vorbeugende Maßnahmen zu schützen. Die älteste, hier angewandte Methode war das Ankohlen des Holzes. So wurden z.B. beim Pfahlbau die Holzspitzen der Pfähle angekohlt. Für dauerhafte Bauwerke ist die Methode des Ankohlens allerdings weniger geeignet.

ankörnen

auch: Ankörnen, Ankörnung

Unter "ankörnen" versteht man eine Hilfsmaßnahme, damit beim Bohren in glatten, bohrfähigen Materialien wie Glas, Fliesen, Naturstein oder Keramikplatten der Bohrer nicht "wegtanzt". Beim Ankörnen wird die Oberfläche des Materials mit einem kleineren Bohrer bei niedrigster Drehzahl der Bohrmaschine "angekörnt" oder mit einem Nagel oder der Spitze eines Bohrers leicht angekratzt, so dass sich eine kleine Vertiefung ergibt.

Anlagenaufwandszahl

Für die Erzeugung von elektrischem Strom, die Aufbereitung von Brennstoffen wie Heizöl, Erdgas oder Holzpellets und für den Transport dieser Energieträger wird bereits ein Teil der eingesetzten Energie verbraucht. Auch im Haus selbst wird ein weiterer Teil der eingesetzten Energie verbraucht, z.B. für den Betrieb der elektrischen Pumpen, bei der Wärmeerzeugung im Heizkessel und die Abgasverluste über dem Kamin. Alle diese Verluste gehen über die so genannte Anlagenaufwandszahl (Abkürzung ep) in die Berechnung des Jahresprimärenergiebedarfs ein. Sie stellt das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen (z.B. eingesetzter Brennstoff zu abgegebener Wärmeleistung) eines gesamten Anlagensystems dar. Je kleiner die Anlagenaufwandszahl, desto höher ist der Wirkungsgrad eines Energiesystems. Bei besonders umweltfreundlichen Anlagen wie Stückholz- oder Pelletsheizungen liegt die ep-Zahl in einem Bereich von etwa 0,5 bis 0,6. Bei einer Wärmepumpe liegt der ep-Wert bei etwa 1,0 bis 1,1, bei modernen Brennwertkesseln liegt die Anlagenaufwandszahl bereits bei etwa 1,3 bis 1,4, bei einer Elektro-Direktheizung bei über 3,0.

Anlagen-Aufwandzahl

auch: Anlagenaufwandzahl

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist die korrekte Bezeichnung für einen Gas- und Wasserinstallateur.

Anlaufhülse

auch: Anlaufhülsen

Eine Anlaufhülse ist ein Metallring, der in die Tischunterseite der Hand-Oberfräse eingebaut wird. Er ermöglicht kopierendes Arbeiten auch mit Fräsern ohne Anlaufring.

Anlaufstrom

auch: Anlaufstrombegrenzer, Anlaufströme

Anlaufstrom ist der Spitzenstrom, der beim Start eines Elektromotors benötigt wird und in einer sehr kurzen Zeitspanne auftritt. Je nach Motorenart liegt der Anlaufstrom bei leerlaufenden Motoren beim eineinhalbfachen bis zweieinhalbfachen des Nennstroms. Er kann bei schwer anlaufenden aber auch das Fünffache des Nennstroms betragen. Geräte mit einem hohen Anlaufstrom wie Elektromotoren oder Klimaanlagen besitzen daher einen Anlaufstrombegrenzer, der solch hohe Spitzenströme verhindert.

Anlaufstrombegrenzer

siehe Anlaufstrom.

Anlaufverzögerer

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Soll beispielsweise neben einer Kreissäge, Hobelmaschine oder Stichsäge eine Absaugung oder ein Arbeitslicht betrieben werden, sorgt der Anlaufverzögerer dafür, dass beim Einschalten die Sicherung nicht überbelastet wird. Nach dem Einschalten des Masters wird das Zusatzgerät nach ca 1-2 sek. automatisch zugeschaltet. Nach dem Abschalten des Masters wird das Zusatzgerät mit einer Verzögerung von ca. 3-4 sek. automatisch abgeschaltet. So kann z.B. Reststaub abgesaugt werden.

Anlauger

Anlauger sind Spezialreiniger, um Untergründe sauber, fettfrei und haftfähig für eine anschließende Lackierung vorzubereiten. Als Pulver oder in gebrauchsfertiger Form anzuwenden, eigenen sie sich für alle Altanstriche wie Öl- und Lackfarbenflächen, wasch- und scheuerbeständige Dispersionsfarbenanstriche auf Holz, Metall, Putz und Mauerwerk sowie den meisten Kunststoffen.

Anlegeleiter

auch: Anlegeleitern

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Anlegeleitern werden zu ihrer Benutzung angelegt. Sie können aus einem Stück oder aus mehreren Einzelteilen bestehen, die entweder zusammengesteckt oder zusammengeschoben werden. Dabei muss stets die obere über der unteren zum Liegen kommen. Anlegeleitern dürfen höchstens 8 m lang sein. Früher waren Anlegeleitern meist aus Holz, heutzutage ist Aluminium das bevorzugte Material.

Anleimer

Ein Anleimer bezeichnet eine Leiste aus Massivholz, die an die Kanten von Holz- oder Holzwerkstoffplatten geleimt wird, um diese zu schützen und das Blindholz zu verdecken. Anleimer findet man beispielsweise auch an den Längskanten einer Sperrtür. Man unterscheidet verdeckte und unverdeckte Anleimer. Beim unverdeckten Anleimer ist die Fuge zwischen Anleimer und Decklage zu erkennen. Beim verdeckten Anleimer wird die Decklage überdeckt.

Anliegerbeitrag

auch: Anliegerbeiträge

Anliegerkosten

Anliegerstraße

Eine Anliegerstraße ist eine Gemeinde- oder Privatstraße, die hauptsächlich für den Zugang oder die Zufahrt zu den an ihr gelegenen und dem Wohnen oder der wirtschaftlichen Betätigung dienenden Grundstücke bestimmt ist.

Anlöseprobe

Die Anlöseprobe ist eine Prüfung zur Beurteilung der Haftfähigkeit von Altbeschichtungen. Wird eine Altbeschichtung vom Löse- und Verdünnungsmittel des Beschichtungsstoffes angegriffen, ist eine sichere Neubeschichtung nicht mehr möglich. Die Altbeschichtung muss zuvor entfernt werden. Bei der Anlöseprobe benetzt man die Altbeschichtung mit dem Lösemittel des darauf aufbauenden Beschichtungsauftrages und überprüft die Verträglichkeit.

Anmachwasser

auch: Zugabewasser

Um einen verarbeitungsfähigen Putz, Fließestrich oder Mörtel zu erzielen, muss das sogenannte Anmachwasser beigegeben werden. Die Dosierung muss exakt erfolgen, damit kein überwässern eintritt.

Annuitätendarlehen

Das Annuitätendarlehen ist die häufigst genutzte Form der Kreditaufnahme bei Immobilien. Bei Annuitätendarlehen wird eine konstante Rate, die Zins- und Tilgungsanteil beinhaltet, gezahlt. Durch den in der Rate enthaltenen Tilgungsanteil erfolgt mit fortschreitender Laufzeit eine Erhöhung desselben, da sich die Zinsen bei schrittweiser Tilgung verringern.

Anodisierung

Anodisierung ist eine andere Bezeichnung für Eloxierung.

anorganisch

Anorganisch sind Stoffe, die nicht tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sind (z.B. Minerale). Die anorganische Chemie befasst sich mit den chemischen Elemente und Reaktionen der Stoffe, die nicht von organischem Leben erzeugt werden. Anorganisch belastete Abwässer fallen in zahlreichen Produktionsverfahren z.B. der der Oberflächenveredelung an. Ziel einer Abwasserbehandlung ist daher die Umwandlung der unerwünschten Inhaltsstoffe(Nitrit, Chromat und Cyanid) in weniger giftige Substanzen. Man bedient sich hierzu der chemischen Oxidation und/oder Reduktion.

Anorthosit

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Anorthosit ist ein seltenes, in Europa nicht auftretendes Tiefengestein aus der Familie der Gabbro. Charakteristisch sind die grell schillernden Feldspat-Kristalle darin. Anorthosit ist ein kostbares Bekleidungs- und Fliesenmaterial, von dem etwa 10 Sorten aus Finnland, Ukraine, Saudiarabien, Angola und Kanada eingeführt werden.

anoxisch

Anoxisch heisst "nicht oxidierend", bzw. "keinen Sauerstoff enthaltend". In der Abwassertechnik ist anoxisch ein üblicher Begriff zur Beschreibung eines Milieus, in dessen (wässriger) Umgebung kein gelöster, aber chemisch gebundener Sauerstoff (z. B. in Form von Nitrat) vorhanden ist. Der Ausdruck „anoxisch“ wird besonders zur Charakterisierung der Umgebung von Lebewesen wie Gewässer, Gewässersedimente, Böden und künstliche Anlagen verwendet. In einem anoxischen System können nur Organismen aktiv sein, die nicht auf Sauerstoff angewiesen sind (Anaerobier). Anoxische Meeresbecken sind durch die vollkommene Abwesenheit von Sauerstoff in größeren Wassertiefen gekennzeichnet. Anstelle von Sauerstoff existiert hier Schwefelwasserstoff (H2S), welcher aufgrund seiner Toxizität das Vorkommen höherer Lebewesen nicht erlaubt.

anpicken

Wie beim ankörnen ist das Anpicken eine Vorbereitung auf einen weiteren Arbeitsschritt. Beim Anpicken werden zum Beispiel mit einem Dachziegelschneider die Oberflächen von Dachziegel angepickt, um dann an den angepickten Stellen sauber abgebrochen werden zu können. Da Dachziegel gewölbt sind, können keine Geräte wie etwa eine Fliesenschneidemaschine eingesetzt werden, die glatte, gerade Fliesen anritzt.

Anpralllasten

Mitunter sind bei der statischen Berechnung Anpralllasten mit zu berücksichtigen, wobei es bei einer Anpralllast um eine dynamische Beanspruchung handelt. Solche Anpralllasten können z.B. bei Stützen, Pfeilern oder Säulen in Tiefgaragen dadurch entstehen, dass sie von einem Fahrzeug gerammt werden. Auch bei Schrammborden, Brückengeländern, Betonschutzwänden oder Brückenpfeilern ist häufig eine Anpralllast zu berücksichtigen.

Anpressdruck

auch: Anpreßdruck, Anpressdrücke, Anpreßdrücke

Anpressdruck bezeichnet im Zusammenhang mit einer Bohrmaschine den Druck, der auf einen Bohrer mit der Hand ausgeübt werden muss, um einen optimalen Arbeitsfortschritt zu erzielen. Bei manchen Bohrern wie dem Schlagbohrer ist der richtige Anpressdruck sehr wichtig, bei pneumatischen oder mechanischen Hämmern spielt er keine so große Rolle.

Anpresslatte

auch: Anpresslatten

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Anpresslatten sind eigentlich ganz normale Dachlatten. Sie sind bei der Herstellung der Luftdichtheit von Gebäudehüllen, wie sie die Energieeinsparverordnung vorschreibt, ein wichtiges Hilfsmittel. Sie werden dazu verwendet, den Anschluss einer Dampfsperre an die Giebelwand herzustellen. Die Dampfsperre wird auf die Giebelwand etwas überlappend verlegt. In die Fuge zwischen Dachfläche und Giebelwand wird ein vorkomprimiertes Fugenband gelegt und darauf kommt die Anpresslatte. Diese wird angeschraubt oder angenagelt. Dabei wird zwar die Dampfsperre beschädigt. Der dabei entstehende Schaden ist jedoch so gering, dass keine Beeinträchtigung der Funktion der Dampfsperre zu befürchten ist. Alternativ zur Anpresslatte werden vermehrt auch Klebstoffe angeboten, welche die gleiche Funktion übernehmen sollen. Allerdings ist bei Klebstoffen nicht immer die Dauerhaftigkeit gegeben. Die Luftdichtheit soll aber ein ganzes Gebäudeleben anhalten.

Anrainer

Anrainer ist eine andere Bezeichnung für Grundstücksnachbar oder Anlieger. Auf staatlicher Ebene sind Anrainer angrenzende Länder, die auch als Anrainerstaaten bezeichnet werden.

Anreger

Anreger beschleunigen das Abbinden von Beton oder Estrich. Als Anreger dienen basische Stoffe, wie z.B. Baukalk, salzartige Stoffe oder basische und salzartige Stoffe gemeinsam. Fließestriche benötigen zur Erhärtung beispielsweise einen Anreger. Eine selbständige Erhärtung des Anhydrits ohne Anreger ist nicht möglich. Als Anreger wird im Estrichbau üblicherweise Kaliumsulfat verwendet.

Anreißen

auch: Anrißarbeiten, Anriss

Bei der Metall- oder Holzbearbeitung bedeutet Anreißen die Festlegung einer Führungslinie, der während des gesamten Arbeitsvorgangs zu folgen ist. Auf dem Holz bzw. Blech werden demnach Muster, Formen und Maße von Werkstücken eingezeichnet. Das Anreißen erfolgt meist mit einem Bleistift oder mit speziellen Anreißwerkzeugen wie Vorstecher, Anreißnadel oder Anreißzirkel.

Anreißnadel

auch: Reißnadel, Anreißnadeln, Anreissnadel, Anreissnadeln

Mit einer Anreißnadel, auch Reißnadel genannt, markiert man Sägelinien, Bohrstellen und ähnliches auf Metall, Holz, Kunststoff und härterem Material. Das Werkzeug besteht meist aus gehärtetem Stahl oder aus Messing.

Anreißzirkel

auch: Spitzzirkel

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Der Anreißzirkel unterscheidet sich vom normalen Schulzirkel nur darin, dass er eine gehärtete Spitze anstatt einer Bleistiftmine besitzt. Er wird zum Anreißen von Bogen auf Holz oder anderen Werkstoffen verwendet. Der Anreißzirkel wird auch Spitzzirkel genannt.

Anriss

auch: Anrisse

siehe Anreißen.

Anrißarbeiten

auch: Anrissarbeiten, Anrissarbeit, Anrißarbeit

siehe Anreißen.

Anrufschranke

auch: Anrufschranken

Bei einer Anrufschranke handelt es sich um eine Bahnschranke, die nur bei Anruf geöffnet wird. Die restliche Zeit ist die Schranke unten und für den Straßenbenutzer nicht passierbar. Anrufschranken gibt es meist bei wenig befahrenen Bahnübergängen, die zudem meist abseits liegen und nicht vom zuständigen Schrankenwärter eingesehen werden können. Über eine Wechselsprechanlage meldet der Verkehrsteilnehmer, dass er den Bahnübergang passieren möchte. Sofern kein Zug kommt, öffnet der Schrankenwärte daraufhin die Schranke. Das darauf folgende Schließen der Schranke wird vom Wärter über die Sprechanlage angekündigt.

Ansatzfeile

auch: Ansatzfeilen

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Die Ansatzfeile wird zum Feilen flacher Oberflächen, Abrunden scharfer Kanten und zum Entgraten verwendet. Speziell in hochlegierten Stählen sollte eine Feile mit Kreuzhieb eingesetzt werden. Die Feile kann auch zum Schärfen schwerer Werkzeuge verwendet werden. Sie hat eine hohe Abtragungsleistung.

ansatzfreie Tapete

auch: ansatzfreie, Tapeten

Bedruckte Tapeten, bei denen das Muster so gezeichnet ist, dass keine seitlichen Verschiebungen sichtbar sind, werden als ansatzfreie Tapten bezeichnet. Dadurch wird das Tapezieren erleichtert und es gibt wenig Verschnitt. Ansatzfrei sind auch Streifentapeten und Rauhfaser-Tapete oder Raufaser-Tapete, wie sie nach der neuen Rechtschreibung richtig geschrieben wird.

Anschaffungskosten

Als Anschaffungskosten bezeichnet man die Summe aller Aufwendungen, die im Falle eines (Immobilien-)Kaufs aufgewendet werden müssen. Diese setzen sich in der Regel zusammen aus dem Kaufpreis für die Immobilie, den Kosten für eine Vertragsvermittlung (Maklergebühr) sowie den Kosten für den Vertragsabschluß (Notar- und Gerichtskosten, Grundbuchgebühren). Ferner kann man eventuell anfallende Steuern (Grunderwerbsteuer) sowie anschaffungsnahe Aufwendungen dazu zählen. Diese Anschaffungskosten können gegebenenfalls abgeschrieben werden.

anschäften

auch: schäften

Anschäften bzw. schäften ist die Verlängerung eines Kant- oder Rundholzes durch Ansetzen eines anderen Holzes mit gleichem Querschnitt, wobei die Richtung der Achse beibehalten wird. Es ist darauf zu achten, dass bei Hölzern, die Knicklasten aufzunehmen und zu übertragen haben, die Schäftung möglichst nicht im mittleren Bereich des Holzes, wo die Kräfte am größten sind, anzubringen ist. Die Schäftung ist nach DIN 1052 eine zugelassenen Verbindung des Holzleimbaus.

Anschießer

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Anschießer sind breite, hauchdünne Pinsel, bei denen Fehhaare (beste Haar von den Schweifen russischer und kanadischer Eichhörnchen) zwischen zwei Pappstreifen eingeleimt. Der Anschießer wird von Restaurateuren oder Kunstmalern zum Vergolden benutzt. Das Blattgold wird mit dem Anschießer aufgenommen und auf das zu vergoldende Objekt aufgebracht. Das geschieht, indem man den Anschießer flach auf das Blattgold auflegt, das dann an den Haaren haften bleibt. Das Andrücken des Blattgolds erfolgt mit einem Fehhaarpinsel.

Anschiftung

Anschiftung ist die Bezeichnung für das Anlehnen des Schifters an den Grat- und Kehlsparren.

Anschlag

auch: Anschlagen

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Als Anschlag bezeichnet man im Fenster- und Türenbau keineswegs jenen Teil einer Zarge, an den die Türblätter oder Fensterflügel beim Schließen anschlagen im Sinne von gegen schlagen, sondern ganz im Gegenteil jenen Teil, an dem sich die Bänder befinden. Wenn also bei einer Tür von „DIN links“ gesprochen wird, so hängt diese links „in den Angeln“, wie es volkstümlich ausgedrückt wird, der Türgriff zum Öffnen der Tür befindet sich aber rechts. Bei „DIN rechts“ ist es genau umgekehrt.

Anschlagarten

auch: Anschlagart

Es gibt verschiedene Arten des Anschlags bei Fenstern, Türen, Toren. Bei Fenstern unterschiedet man Stumpfanschlag, Außenanschlag und Innenanschlag.

Anschlagdämpfung

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In die entsprechenden Nute von Zargen bei Hauseingangs­türen und Innentüren werden elastische Anschlag­dämpfungsprofile ("Schläuche") aus Gummi oder Kunststoff eingedrückt, die den Anschlag bei schwungvollen Schließen oder Zuknallen der Türen dämpfen. Derartige Profile können auch vor Türschwellen geschraubt oder geklebt werden. Neben der Geräuschminimierung hat die Anschlagdämpfung auch eine Wirkung auf den Wärmeschutz, da sie dazu beiträgt, warme Luft im Raum zu lassen und Durchzug zu verhindern.

Anschlagmauerziegel

auch: Anschlagziegel, Türanschlagziegel

Anschlagmauerziegel sind eine spezielle Art des Formmauerziegels. Sie dienen der Herstellung eines Anschlags bei Fenstern und Türen. Gegenüber der herkömmlichen Mauertechnik, den Anschlag im kleinformatigen Mauerverbund herzustellen, ermöglichen diese Ziegel einen wärmetechnisch besseren Abschluss der Wand im Laibungsbereich und somit der Abdichtung des Fensterblendrahmens. Weitere Bezeichnungen sind Anschlagziegel, Türanschlagziegel und Fensteranschlagziegel.

Anschlagmittel

Als Anschlagmittel bezeichnet man alle Hilfsmittel, die zum Heben und Transportieren von Lasten beispielsweise mit dem Kran notwendig sind. Anschlagmittel sind z.B. Drahtseile, Seilgehänge, Anschlagseile, Haken oder Schäkel.

Anschlagpunkte

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Anschlagpunkte dienen dem Anschluss von Anschlagmitteln. Anschlagpunkte sind hohen Belastungen in alle Richtungen ausgesetzt. Diesen Belastungen müssen sie bezüglich ihrer Bauweise gewachsen sein. Es gibt schraubbare und schweißbare Anschlagpunkte. Als Anschlagpunkt wird aber auch derjenige Punkt bezeichnet, auf den Tür- oder Fensterflügel beim Schließen treffen. Das kann der Rahmen oder die Zarge sein, das kann aber auch ein "Pfosten" sein, also ein vertikales Element, an das zwei- oder mehrflügelige Fensterrahmen anschlagen.

Anschlagseil

auch: Anschlagseile

Ein Anschlagseil ist ein Stahllitzenseil, das eine Verbindung zwischen Tragmittel und Last oder Tragmittel und Lastaufnahmemittel herstellt. Anschlagseile besitzen an beiden Enden Schlaufen, an denen Haken befestigt sind oder die in Haken eingeklinkt werden. Ein solches Seil hat eine gute Verformbarkeit und eignet sich für allgemeine Einsätze. Die geschmeidigste Art des Anschlagseil ist das Kabelschlagseil.

Anschlagwinkel

Ein Anschlagwinkel ist ein Werkzeug aus Metall (seltener aus Holz) zum Messen und Prüfen rechter Winkel sowie zum Ausrichten verschiedener Elemente zueinander. Beim Anschlagwinkel ist der kurze Schenkel dicker ist als der lange. Dadurch kann dieser an eine Kante angelegt = angeschlagen werden. Der Anschlagwinkel findet vorwiegend bei Tischlern und Schlossern Verwendung. Die Winkel aus Stahl gibt es in den Toleranzklassen 00, 0, 1 und 2 sowie als Werkstattwinkel, wobei 00 die genaueste Toleranz darstellt.

Anschlagziegel

Anschliff

auch: Anschliffe

Je nach Art des Materials benötigen Bohrer, aber auch Hobel, Drechslerwerkzeuge oder Fräser, damit sie funktionieren einen unterschiedlichen Anschliff. Vollhartmetallbohrer werden je nach Schneidenform im Vierflächenschliff oder Kegelmantelschliff ausgeführt. Steinbohrer bekommen wiederum einen anderen Anschliff als Holzbohrer. Zum Schleifen von Bohrern gibt es spezielle Bohrerschleifmaschinen. Der Anschliff ist ein hochkomplizierte Angelegenheit, für die es früher mit den Werkzeugschleifern eine eigene Berufsgruppe gab.

Anschluss

auch: Anschlüsse

Anschlüsse sind besondere Ausbildungen von Dachdeckungen, Abdichtungen oder Außenwandbekleidungen an angrenzende oder durchdringende Bauteile oder Bauelemente. Insbesondere bei Dachdeckungen unterscheidet man zwischen seitlichen, firstseitigen und traufseitigen Anschlüssen.

Anschlussbewehrung

auch: Anschlussbewehrung, Anschluß-Bewehrung, Anschluss-Bewehrung

Die Anschlussbewehrung ist die ineinandergreifende Bewehrung von Bauteilen, um eine Verbindung zwischen ihnen zu gewährleisten. Bei Betonfertigteilen bezeichnet die Anschlussbewehrung die übergreifende Bewehrung zum späteren kraftschlüssigen Verbinden mit Bauteilen aus Ortbeton oder Wänden aus Mauerwerk. Bewehrungsstähle, die als Anschlussbewehrung eingebaut werden, nennt man auch Anschlusseisen.

Anschlussbiber

Anschlussbiber sind Biberschwanzziegel, die als ganze oder geschmälerte Biber z. B. an den Ausspitzern anschließen.

Anschlussfahne

auch: Anschlussfahnen

Die Anschlussfahne ist das Verbindungsstück zwischen dem Fundamenterder und der Potenzialausgleichsschiene für den Hauptpotenzialausgleich, der Ableitung einer Blitzschutzanlage oder sonstigen Konstruktionsteilen aus Metall. Die Anschlussfahne des Fundamenterders ist an der Hausanschlusswand oder -nische herauszuführen. Die Länge der Anschlussfahne soll ab Eintrittsstelle in den Raum mindestens 1,5 m betragen

Anschlussfinanzierung

Hypotheken und Darlehen zur Finanzierung eines Hausbaus werden grundsätzlich zu festgeschriebenen Zinsen für einen bestimmten Zeitraum gewährt. Während der Laufzeit des Darlehens kann der Zinssatz weder gesenkt noch erhöht werden. Rückt das Ende der Laufzeit und damit ein Ende der Zinsfestschreibung in greifbare Nähe, muss sich der Bauherr um eine Anschlussfinanzierung bemühen. Diese kann über eine ganz andere Hypothekenbank oder ein ganz anderes Geldinstitut erfolgen, muss also nicht beim bisherigen Darlehnsgeber verlängert werden. Bei der Anschlussfinanzierung sollte der Bauherr die Konditionen der Geldinstitute vergleichen. Schon ein niedrigerer Zinssatz von nur 0,1 % kann - je nach Laufzeit des Darlehens - schon eine Ersparnis von einigen tausend Euro bringen.

Anschlusskanal

Der Anschlusskanal ist der Kanal zwischen dem öffentlichen Abwasserkanal und der Grundstücksgrenze bzw. der ersten Reinigungsöffnung auf dem Grundstück. Die erste Reinigungsöffnung kann zum Beispiel der Übergabeschacht auf der Grundstücksgrenze, ein Revisionsschacht am Haus oder eine Revisionsöffnung im Keller sein. Je nach Entwässerungssystem gibt es einen oder zwei Hausanschlüsse an die öffentliche Kanalisation. Beim sogenannten Mischsystem werden Schmutzwasser und Regenwasser über einen Anschlusskanal abgeleitet. Im Trennsystem wird das Regenwasser von Dachflächen und befestigten Flächen separat gesammelt, abgeführt und anschließend in den städtischen Regenwasserkanal eingeleitet. Das Schmutzwasser (Spül-, Wasch- und Toilettenwasser) fließt über einen zweiten Anschlusskanal in den städtischen Schmutzwasserkanal ab. Beim Trennsystem sind somit zwei städtische Kanäle vorhanden. Dies ist an den zwei, jeweils dicht nebeneinander liegenden Schachtdeckeln in der Straße gut zu erkennen. Grundleitungen und Anschlusskanäle innerhalb des privaten Grundstücks sind generell vom Grundstückseigentümer zu bauen, zu warten und instand zu halten. Für den Anschlusskanal innerhalb der öffentlichen Straße (zwischen Grundstücksgrenze und städtischem Kanal) gibt es unterschiedliche Regelungen, die in der Entwässerungssatzung der Gemeinde festgelegt sind. Die Herstellung erfolgt jedoch meist von der Kommune. Die Kosten trägt der Grundstückseigentümer.

Anschlussleitung

auch: Anschlussleitungen

Anschlussleitungen findet man bei der Abwasserableitung, der Wasserversorgung, Gasverbrauchseinrichtungen oder beim Blitzschutz. Bei der Abwasserableitung verbindet die Anschlussleitung den Geruchsverschluss eines Entwässerungsgegenstandes und die weiterführende Leitung bzw. die Abwasserhebeanlage. Bei der Wasserversorgung stellt die Anschlussleitung eine Verbindung zwischen der Versorgungsleitung und z.B. dem Wasserzähler oder der Hauptabsperrarmatur her. Beim Blitzschutz ist eine Anschlussleitung die Verbindung zwischen Auffangeinrichtungen oder Metallteilen außerhalb oder innerhalb der Gebäude untereinander oder mit oberirdischen Leitungen.

anschuhen

Als "anschuhen" bezeichnet der Zimmermann das Ersetzen von beschädigten oder verloren gegangenen, nicht mehr tragfähigen Holzteilen. Das Ersetzen erfolgt mit den entsprechenden Reparaturverbindungen wie Blattverbindungen oder Stoßverbindungen.

Anschweißband

auch: Anschweißbänder

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Das Anschweißband ist ein zweiteiliges Bewegungsband. Es stellt die bewegliche Verbindung des Türblatts aus Stahl- bzw. Aluminium mit der Stahlzarge her. Es ist aus Flachstahl gerollt oder einem Spezialprofil gefertigt. Die Anschweißkanten der beiden Bandlappen sind zum Anschweißen vorbereitet.

Anschweißflansch

auch: Anschweißflansche

siehe Klebeflansch.

Anschweißmutter

auch: Anschweißmuttern

Anschweißmuttern sind Muttern, die auf die Unterlage angeschweißt werden. Somit ist ein Gegenhalten beim Anziehen der Schraube nicht notwendig. Sie werden bei schwer zugängigen Stellen zum Beispiel im Karosseriebau verwendet. Mittlerweile gibt es auch Anschweißmuttern zum Kleben (z.B. mit Epoxyd-, anaerobe- oder Cyanacrylat-Klebstoffen). Warum diese Anschweißmuttern nicht Anklebmuttern heißen? Keine Ahnung.

Ansetzbinder

auch: Klebespachtel

Ansetzbinder - auch Klebespachtel genannt - werden zu einer halbsteifen, flexiblen Masse angerührt und wie beispielsweise der Ansetzgips als umlaufender Klebestreifen oder als Batzen auf der Rückseite einer Bauplatte, insbesondere der §12§Gipskartonplatten%) aufgebracht. Die Platte kann danach direkt an die Wand "angesetzt" werden; nach dem Abbinden ist der Klebevorgang abgeschlossen.

Ansetzgips

auch: Ansetzgipse

Ansetzgips ist ein Spezialgips zum Ankleben von Gipskarton- und Gipsfaserplatten sowie Dämmstoffen, der sich auch für die Verarbeitung auf Putzträgern eignet. Spezielle Mittel im Ansetzgips bewirken ein langsames Versteifen, erhöhtes Wasserrückhaltevermögen und eine bessere Haftung an Gipskartonplatten.

Ansicht

auch: Ansichten

Die Anfertigung einer Ansicht, nämlich einer Ansichtszeichnung, gehört zu den Aufgaben eines Bauzeichners bzw. eines Architekten oder Bauingenieurs. Die Ansicht ist der Aufriss von Fassaden auf Bauplänen, wobei alle Seiten eines Hauses "aufgerissen" werden. Neben Grundriss und Schnittzeichnung ist die Ansicht in der Regel Bestandteil eines Bauantrags.

Ansprechschwelle

Ansprechstelle ist ein Fachausdruck aus dem Bereich der Licht- und Sicherheitstechnik. Die Ansprechschwelle ist kein fest fixierter, sondern ein individuell einstellbarer Wert. So kann etwa ein Dämmerungsschalter individuell auf den Helligkeitswert eingestellt werden, an dem sich die Leuchte ein-oder ausschaltet, also auf die Intensivität des Umgebungslichts "anspricht". Auch die Reichweite und der Erfassungswinkel eines Bewegungsmelders kann als Ansprechschwelle bezeichnet werden: Die Leuchte oder Alarmanlage springt dann an, wenn sich in einer bestimmte Distanz oder in einem bestimmten Überwachunsgwinkel Personen bewegen.

Anspritzbegrünung

Anspritzbegrünung (Hydro-Seeding oder auch Nass-Saat) ist ein ingenieurbiologisches Verfahren zur schnellen Begrünung von Flächen. Eingesetzt wird dieses Verfahren bei fehlendem Mutterboden (bei der Rekultivierung), oder an durch Erosion gefährdeten Hängen zur schnellen Stabilisierung der Bodenoberflächen. Dabei werden auf den jeweiligen Vegetationsstandort abgestimmte Zuschlagstoffe wie Saatgut, Dünger, Bodenverbesserer und Mulch im sogenannten Hydroseeder (Spritzgerät) unter Zugabe von Wasser gemischt und in den erforderlichen Arbeitsgängen auf die zu begrünenden Flächen aufgespritzt.

Anstellbalkon

auch: Anstellbalkone

siehe Fertigbalkon.

Anstett-Probe

Die Anstett-Probe ist ein Verfahren zur Prüfung der Sulfatbeständigkeit des Zements. Hydratisierter Zement (Hydratation) wird zu einem feinen Pulver vermahlen, mit einer gleichen Menge Gipspulver vermischt und mit Wasser angerührt. Diese Masse wird unter einem Druck von 2 N/mm² zu einem zylindrischen Körper zusammengepreßt und anschließend feucht gelagert. Bleibt der Körper unverändert, so ist der Zement sulfatbeständig (HS-Zement).

Anstrichaufbau

Unter Anstrichaufbau versteht man die Reihenfolge, in der aufeinander abgestimmte Anstrichmaterialien aufgetragen werden. Im Regelfall Imprägnierung bzw. Grundierung als Haftvermittler, dann erforderlichenfalls die Zwischen- und schließlich die Schlussbeschichtung. Um ein einwandfreies Arbeitsergebnis zu erzielen, sollte man immer Komponenten eines Herstellers, die aufeinander abgestimmt sind, verwenden.

Anstrichbläue

Als Anstrichbläue wird die blassblaue bis schwarze Verfärbung des Splintholzes von Nadelbäumen bezeichnet, die von einer Gruppe holzbewohnender Pilze (Ascomycetes oder Fungi imperfecti) hervorgerufen wird. Diese Pilze befallen bereits (natürlich oder künstlich) getrocknetes, dann aber erneut durchfeuchtetes Holz (z.B. Fenster).

Anstrichmittel

siehe Anstrichstoff.

Anstrichstoff

auch: Anstrichmittel, Anstrichstoffe

Als Anstrichstoffe bzw. Anstrichmittel bezeichnet man alle Mittel zur Beschichtung von Oberflächen (Holz, Metall, Mauerwerk, Tapete usw.), sei es zum Schutz oder zur Verschönerung. Zu den Anstrichstoffen zählen Lacke, Lasuren und Farben. Ein Anstrichstoff setzt sich grundsätzlich zusammen aus: Bindemittel, Farbmittel bzw. Pigment, Füllstoff, Lösungsmittel, sowie eventuellen Zusatzstoffen wie Verdickungsmittel, Dispergiermittel und Konservierungsmittel. Anstrichmittel, die Pigmente (Weißpigmente oder Buntpigmente) enthalten, werden als Anstrichfarbe oder Malfarbe bezeichnet.

Antennendurchgang

auch: Antennendurchgänge

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Als Antennendurchgang wird ein spezieller Durchgangsziegel für Antennenmasten und Satellitenempfangsmasten für Steildächer bezeichnet. Das Dach bleibt somit winddicht. Es gibt Antennendurchgänge in der Form verschiedener Dachpfannen oder universell einsetzbare Antennendurchgänge, die zwischen die anderen Dachpfannen geklemmt werden. (Foto: Hersteller Klöber)

Antiabsetzmittel

Antiabsetzmittel zählen zu den Additiven. Sie kommen bei Farben, Lacken, Spachtelmassen oder Putzen zum Einsatz. Antiabsetzmittel homogenisieren Füllstoff- bzw. Pigmentpartikel und verhindern dadurch das Absetzen von Bodensätzen oder das Aufrahmen von Inhaltsstoffen. Mittel, die die Rheologie beeinflussen, wie Verdickungsmittel eignen sich ebenfalls als Antiabsetzmittel.

Antiblasenmittel

siehe Additive.

Antiblockmittel

Antiblockmittel sind Zusätze unterschiedlichster Art, die die Adhäsion eines Materials zu sich selbst oder zu anderen Materialien reduzieren und damit das unerwünschte Aneinanderhaften von Oberflächen verhindern. Dies können zum Beispiel Folien oder mit Lack oder Farbe beschichtete Oberflächen sein. Als Antiblockingmittel werden z.B. Talkum, Kreide, Kieselsäuren, nichtschmelzbare Polymere, Paraffin, Polyethylenwachs, Wachsester oder Siliconöle verwendet.

Antidröhnband

Das Antidröhnband ist ein einseitig selbstklebender Bitumenstreifen mit hoher Festigkeit. Er wird zum Entdröhnen und Schalldämmen von Fensterbänken, Fassaden, Verkleidungen und Trennwänden verwendet.

Antidröhnbelag

auch: Antidröhnbeläge

Außenliegende Blechflächen wie zum Beispiel eine Aluminiumfensterbank sind generell mit einem Antidröhnbelag zu versehen. Als Antidröhnbelag werden alle Maßnahmen bezeichnet, die das beanspruchte Blech entdröhnen, das heißt die Lärmentwicklung (z.B. durch Regen) abmindern. Als Antidröhnbelag kommen Dämmstoffbeschichtungen oder Dämmstoffunterlagen, besondere Spachtelungen oder Lackierungen zum Einsatz. Die Entdröhnung z.B. Dämpfung von Blechschwingungen kann auch durch losen Sand erfolgen.

Antidröhnbeschichtung

auch: Antidröhnbeschichtungen

Antifoulingfarbe

auch: Antifoulingfarben

Antifoulingfarben sind Stoffe oder Zubereitungen zur Verhinderung des Bewuchses durch Mikroorganismen, Pflanzen oder Tieren an Schiffskörpern oder sonstigen Geräten oder Einrichtungen, die völlig oder teilweise im Wasser untergetaucht werden. Allerdings enthalten die Farben meistens Biozide, die ein Abtöten der Wasserorganismen zur folge haben. Der Bewuchs von Muscheln und Algen am Unterschiff soll damit verhindert werden. Mittlerweile gibt es Antifoulingmittel, die auf biozide Wirkstoffe verzichten. Diese Mittel enthalten Mischungen aus Schellack und verschiedenen Harzen, die nach dem Kontakt mit dem Wasser schnell abgebaut werden.

Anti-Kabelverdrehsystem

Ein Anti-Kabelverdrehsystem ist eine Vorrichtung an einer Kabeltrommel, die ein Verdrehen und Verdrillen des aufzuwickelnden Kabel verhindert. Je länger das Kabel, je wichtiger ein solches System.

Anti-Kalk-System

auch: Anti-Kalk-Systeme

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Wasser ist häufig ziemlich kalkhaltig. Dadurch lagert sich Kalkstein an den Wasserleitungen ab und behindert den optimalen Wasserabfluss. Auch Waschmaschinen, Kaffeemaschinen und Geschirrspülmaschinen werden durch kalkhaltiges Wasser geschädigt. Mit einem Anti-Kalk-System wird all dies verhindert. Durch das starke Magnetfeld des Systems wird die Struktur des Wassers geändert und Kalk kann sich nirgendwo mehr niederschlagen. Durch ein Anti-Kalk-System kann sogar alter Kalkstein abgebaut werden.

Antikes Baumaterial

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Antikes Baumaterial ist ein Sammelbegriff für Baumaterialien aller Art, die zumeist aus Hausabbrüchen stammen. Der Antikhandel bezeichnet alles als antik, was über 100 Jahre alt ist, wobei die Grenzen allerdings verschwimmen. Für antike Baumaterialien hat sich ein Markt entwickelt, in dem etwa achtzig bundesdeutsche Händler aktiv sind - häufig mit Spezialisierung auf antike Hauseingangstüren oder Bodenplatten. Angeboten werden im Handel darüber hinaus alte Feldbrandsteine, Dachziegel, Kamingewänder, gußeiserne Geländer, Innentüren, Fenster mit Bleiverglasungen, steinerne Brunnen und vor allen Dingen altes Fachwerkgebälk. Besonders wichtig ist dieses Gebälk für Sanierungsarbeiten an alten Fachwerkhäusern, da sich altes Holz nicht mit frischem "verträgt". Das abgebildete Fachwerkhaus wurde auf einem bestehenden Bruchsteinsockel komplett neu aufgebaut unter Verwendung antiker Eichenbalken.

Antikglas

auch: Restaurationsglas, Tiffanyglas, Antik-Glas

Antikglas bzw. Tiffanyglas wird in modernen Produktionsverfahren bewusst mit unregelmäßigen Oberflächen und Blaseneinschlüssen gefertigt, um eine "antike" Handfertigung vorzutäuschen. Der Fachmann kennt jedoch noch die Unterscheidung zum Echt-Antikglas. Das stammt zwar nicht aus der echten Antike, wird aber wie bei unseren Vorfahren aus aufgeschnittenen und gestreckten, mundgeblasenen Hohlglaszylindern mit eingeschlossenen Luftblasen hergestellt. Solches Glas wird auch heute noch benötigt, wenn Burgen, alte Fachwerkhäuser und dergleichen stil- und werkgerecht restauriert werden sollen. Zu den Varianten des Antikglases zählen Crackled Glas, Danziger Glas und Überfangglas.

Antikholz

auch: Antikhölzer

siehe Keloholz.

Antikwachs

Antikwachs ist die Bezeichnung für ein Holzwachs, das speziell zur Pflege und zum Schutz von älteren Möbelstücken und Holzskulpturen entwickelt wurde. Das Wachs kann natürlich nur auf Holzgegenstände aufgetragen werden, die nicht zuvor schon anderweitig behandelt worden sind - es sei denn, es handelt sich um eine Auffrischung von Antikwachs. Derartige Wachse werden in farblosen, hellen und dunklen Holztönen angeboten. Bei Hölzern, die stärker beansprucht werden und vor Nässeflecken von Bier, Wein und dergleichen bewahrt werden sollen, ist eine Vorbehandlung mit farblosem Wachs ratsam.

Antimon

Antimon ist ein Metall, das durch gewerbliche Abwässer ins Trinkwasser gelangen kann. Das Verschlucken von Antimon und seinen schwerlöslichen Verbindungen führt selten zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Aber leichter lösliche Antimonverbindungen (z.B. Antimonkaliumtartrat = Brechweinstein) können schon bei Einnahme sehr kleiner Mengen tödlich sein. Eingeatmeter Antimonrauch kann vermutlich Herzschäden verursachen, Antimon(III)oxid erzeugt im Tierversuch Krebs. Antimon wird besonders zur Herstellung niedrigschmelzender Legierungen, zum Beispiel Lettermetall, Lötzinn und Hartblei benötigt. Verwendung findet er auch bei der Herstellung von Akkumulatoren und als Lagermetall.

Antipanikfunktion

auch: Antipanikfunktionen

Die Antipanikfunktion bewirkt beispielsweise bei einem Einsteckschloss, dass sich die Falle zusammen mit dem vorgeschlossenen Riegel bei abgezogenem Schlüssel durch Betätigung des Türdrückers zurückziehen lässt. Eine Antipanikfunktion ist zum Beispiel bei Notausgängen notwendig, damit die Tür im Brandfall oder anderen Notfällen jederzeit geöffnet werden kann.

Antipanikschloss

auch: Antipanikschlösser

Ein Antipanikschloss ist ein Türschloss mit einer Antipanikfunktion.

Anti-Rutsch-Anstrich

auch: Anti-Rutsch-Anstriche

Ein Anti-Rutsch-Anstrich ist ein einfach aufzurollender, transparenter Anstrich für sicheren Halt in Badewannen, Duschen und auf allen glatten Böden. Der Anstrich erhöht die Sicherheit auf glatten Böden wie Emaille, Fliesen, Marmor, Holz, Metall, Beton, Stein und Acryl. Jährlich, so die amtliche Statistik, rutschen hunderttausende Menschen aus. Tatort: Bad, Küche, WC, Veranda, Terrasse, Treppe u.v.m. Der gesamten Volkswirtschaft und den Krankenkassen entstanden so bisher erhebliche finanzielle Verluste, ganz zu schweigen von den schmerzhaften Verletzungen der Gestürzten, oft Kinder und Senioren. Schäden und Unfälle, die jetzt mit dem Anti-Rutsch-Anstrich zu vermeiden sind.

Anti-Rutsch-Beschichtung

auch: Anti-Rutsch-Beschichtungen

Antirutscheinlage

Antirutscheinlagen werden in Teppichkantenprofile eingeschoben. Sie bestehen aus PVC und haben - je nach Ausführung - eine geriffelte Oberfläche. Dadurch wird insbesondere an Treppenstufen, die mit Teppichboden belegt sind, die Stolpergefahr gemindert. Antirutscheinlagen sind meistens schwarz, werden aber auch in anderen Einfärbungen angeboten.

Anti-Rutsch-Lack

auch: Anti-Rutsch-Lacke, Antirutschlack, Antirutschlacke

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Anti-Rutsch-Lack ist eine gummielastische Beschichtungsmasse zum Tauchen, Streichen oder Rollen. Die Anti-Rutsch-Beschichtung ist ideal zum Herstellen von rutschsicheren Flächen an Trittleitern, Trittbrettern, Werkzeugen, Gartengeräten usw.

Antirutschmatte

auch: Antirutschmatten, Anti-Rutschmatte, Anti-Rutschmatten

Anti-Rutschmatten halten rutschende Teppiche, Brücken und Läufer zuverlässig am Boden - auch auf sehr glatten Untergründen wie Parkett oder Fliesen. Sie sind nicht selbstklebend und können jederzeit rückstandfrei entfernt werden. Antirutschmatten lassen sich auf das gewünschte Maß zuschneiden und sind auch bei Fußbodenheizungen anwendbar. In der Logistik haben Antirutschmatten, die meist aus recyceltem Gummi hergestellt werden, eine große Bedeutung zur Sicherung von Lkw-Ladungen. Derartige Matten im Kleinformat werden auch für die Sicherung von Pkw-Ladungen angeboten.

Antirutschprofil

auch: Antirutschprofile

Antirutschprofile verhindern das Ausrutschen auf Treppen. Je nach Treppenbelag (Naturstein, Betonwerkstein oder keramische Fliesen) kommen unterschiedliche Profile zum Einsatz. Nur bei gegossenen Betonwerkstein-Stufen sind eingegossene Profile möglich. Bei Natursteinstufen sind häufig gestrahlte oder gestockte Antirutschprofile anzutreffen. Allerdings verschmutzen solche Profile in den Laufzonen schneller. Bei einer nachträglichen Sanierung von Treppenstufen aus Naturstein, Betonwerkstein oder mit keramischen Belägen kommen häufig Klebeprofile zum Einsatz. Im Außenbereich muss durch eine zusätzliche Versiegelung der Flanken darauf geachtet werden, dass keine Feuchtigkeit unter das Profil dringen kann. Pilzprofile können in Treppenstufen aus Natur- oder Betonwerkstein eingearbeitet werden. Treppenprofile mit Aluminiumkern und rutschhemmender Kunststoff-Leiste bilden den vorderen Abschluss der Auftritte von Treppen, die mit Keramik- oder Natursteinfliesen belegt sind.

Antischall

Unter Antischall wird umgangssprachlich künstlich erzeugter Schall verstanden, der mittels destruktiver Interferenz störenden Schall (Lärm) auslöscht. Dazu wird ein Signal erzeugt, das dem des störenden Schalls mit entgegengesetzter Polarität exakt entspricht. Erfolgreiche Anwendungen sind Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung und aktive bzw. hybride Schalldämpfer in Kanälen (Lüftung, Abgase).

Antischaummittel

auch: Entschäumer

Antischaummittel bzw. Entschäumer verhindern die Schaumbildung bei der Herstellung von Lacken und Dispersionen. Vor allem beim Mischen von Dispersionsfarben mit Rührwerken hoher Drehzahl, kann so die Schaumbildung unterdrückt werden. Als Antischaummittel werden höhere Alkohole und Silikonöle verwendet.

Anti-Slip-Oberfläche

Eine Anti-Slip-Oberfläche ist ein aus dem englischen Sprachraum stammender Universalbegriff für die Beschichtung oder Bearbeitung von Oberflächen, die rutschfest gemacht worden sind. Insbesondere Naturstein und Bodenfliesen, die in Naßbereichen eingesetzt werden, sind mit solchen Oberflächen ausgestattet, aber auch Gartenparkett aus Holz.

Antistatik

auch: antistatisch

Antistatik bezeichnet die Eigenschaft bestimmter Stoffe, sich nicht elektrisch aufzuladen, wie es zum Beispiel bei Kunststoffböden oder Teppichböden häufig der Fall ist. Im Handel sind zum Beispiel Antistatikmatten erhältlich, die verhindern, dass sich elektrische Spannungen durch Drehbewegungen der Stuhlrollen aufbauen. Auch andere Gegenstände wie Bürostühle gibt es mit antistatischer Ausrüstung. Zur elektrischen Aufladung von textilen Bodenbelägen kommt es hauptsächlich durch Begehen mit Schuhen, die Gummi- oder Kunststoffsohlen aufweisen. Besondere Bedeutung haben antistatisch ausgerüstete Beläge in Räumen, die mit Computern ausgestattet sind. Hier sollte daher immer auf das Symbol "Antistatik" Wert gelegt werden, da durch die statische Aufladung im schlimmsten Fall Computer zerstört werden können.

antistatisch

siehe Antistatik.

Antrieb

auch: Antriebe

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Antrieb ist ein Begriff, der im Baubereich bzw. Bautechnik mehrere Bedeutungen hat. Zunächst bezeichnet er die Technik des auf einen Körper übertragenen Impulses, durch den der Bewegungszustand des Körpers gegen äußere Widerstände (v.a. Reibung) aufrechterhalten oder verändert (Beschleunigung oder Verzögerung) wird; i. w. S. auch eine Kraftmaschine, ebenso die Art der Impuls- und Energieübertragung (Kraftübertragung). Weit verbreitete Antriebsart ist z.B. der elektrische Antrieb (durch Elektromotor). Die zweite Bedeutung stammt aus der Verbindungstechnik. Schrauben haben einen Schraubenkopf mit unterschiedlichen Antrieben. Allgemein bekannt ist der Schlitz oder Kreuzschlitz in einem Schraubenkopf. Mit einem entsprechenden Schraubendreher wird dann die Schraube "angetrieben". Die Vignetten zeigen (von links nach rechts) die Antriebe für den Schlitzschraubendreher, den Kreuzschlitzschraubendreher, den Außen-Sechskantschraubendreher, den Innen-Sechskantschraubendreher und den Innen-Torxschraubendreher

Antritt

Antrittpfosten

Als Antrittposten wird der erste Pfosten eines Treppengeländers bezeichnet. Der letzte Pfosten eines Treppengeländers ist hingegen der Austrittpfosten.

Antrittstufe

Anwärmbrenner

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Der Anwärmbrenner ist eigentlich ein Dachdeckergerät und wird in dieser Eigenschaft zum Verschweißen von Bitumenbahnen z.B auf einem Flachdach verwendet. Andere Einsatzmöglichkeiten für den Anwärmbrenner sind das großflächige Unkrautflammen, Auftauen, Schrumpfen, Trocknen und Anwärmen. Anwärmbrenner werden mit Propangas betrieben. Mit einem Regler läßt sich die Flamme individuell nach dem Anwendungsgebiet einstellen.

Anwendungsnorm

auch: Anwendungsnormen

Auch im Baubereich ist fast alles nach Normen geregelt - die bekanntesten dürften die DIN-Normen sein, die zunehmend als DIN-EN-Normen daher kommen. Anwendungsnormen sind Regeln für den fachgerechten Einbau von Bauteilen verschiedenster Art. Sie regeln Konstruktionen, die für die bauliche Anwendung nachgewiesen sind. Diese Konstruktionen setzen sich aus genormten Produkten zusammen und fallen somit unter den Begriff offene Systeme.

Anziehdrehmoment

auch: Anziehdrehmomente

siehe Anziehmoment.

Anziehen

Anziehen bezeichnet den merklichen Beginn des Trocknungsvorganges eines Beschichtungsstoffes, Betons oder Mörtel. Ausgelöst wird das Anziehen durch Lösemittel- oder Wasserverdunstung oder den Anfang einer chemischen Vernetzung oder oxidativen Trocknung. Mit Anziehen kann auch das festziehen einer Schraube gemeint sein. Bei bestimmten Schraubverbindungen ist dabei das Anziehmoment zu beachten.

Anziehmoment

auch: Anziehdrehmoment, Anzugsdrehmoment, Anzugsmoment, Anziehmomente

Ein bestimmtes Anziehmoment bzw. Anziehdrehmoment wird gebraucht um Schrauben oder Muttern mit einem bestimmten Kraftaufwand anzuziehen. Wenn eine Schraube zu fest angezogen wird, kann es vorkommen, dass diese sich aus der Verbindung löst. Daher wird bei bestimmten Verbindungen ein Drehmoment vorgeben. Für genormte Schrauben gibt es Tabellen zum Anzugsmoment. Diese enthalten meistens die max. Vorspannkraft, sowie das maximale Anziehdrehmoment. Diese beiden Größen sind abhängig von der Gewindegröße, der Schraubenqualität, sowie der Reibungszahl im Gewinde, aber auch von der Reibung an der Auflagefläche.

Anzuchttopf

auch: Anzuchttöpfe

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Anzuchttöpfe werden aus Kokosfasern oder meistens aus einem biologisch abbaubarem Zellulosegemisch mit geringem Torfanteil in verschiedenen Formen und Größen gepresst. Keimlinge, die etwa aus einem Zimmer-Gewächshaus entnommen und vereinzelt werden, kommen meistens in Anzuchttöpfe, wo sie weiter heranwachsen können, ehe sie im Garten ins Erdreich eingegraben werden, wo die Fasern verrotten.

Anzugsdrehmoment

auch: Anzzugsdrehmomente

siehe Anziehmoment.

Anzugsmoment

auch: Anzugsmomente

siehe Anziehmoment.

Aperturfläche

auch: Aperturflächen

Der Begriff Aperturfläche kann bei einem Solarkollektor mit solarer Eintrittsfläche übersetzt werden und wird bei Flachkollektoren von der durchsichtigen Glasfläche gebildet (die Glasauflage auf dem Rahmen wird nicht mit hinzugerechnet, da hier keine Strahlung in den Kollektor eintritt). Werden z.B. Spiegel eingesetzt, um die Solarstrahlung auf einen Kollektor oder einem Punkt zu konzentrieren, ist der Spiegel die Aperturfläche.

Apfelbaum

Das Holz des in Mitteleuropa, Indien, Australien und Nordamerika heimischen Apfelbaums ist rötlichbraun, das Splintholz hellrötlich. Das feine Holz ist hart, dicht, oft drehwüchsig und wiederspänig, schwer spaltbar, stark schwindend und wenig dauerhaft. Es lässt sich gut bearbeiten, drehen, schnitzen, messern, beizen und polieren.

Apfelsinenschaleneffekt

Apotheker-Öffnung

Die Apotheker-Öffnung ist eine spezielle Türenfunktion für Apotheken und andere Einrichtungen, bei denen es auf die Sicherheit ankommt und wo der Einbau einer Durchreiche nicht möglich ist. Bei der Apotheker-Öffnung wird die automatische Schiebetür durch eine zusätzliche Funktion nur so weit geöffnet, dass das Hindurchreichen von beispielsweise Medikamenten möglich ist. Eine Person kann sich allerdings nicht durch diese Öffnung quetschen. Damit die Tür in dieser Stellung nicht aufgedrückt werden kann, wird sie mit einem zusätzlichen Verriegelungsbolzen in dieser Position arretiert.

Applikation

auch: Applikationsverfahren, Applikationen

Applikation ist im Lackierbereich der Fachausdruck für den Auftrag von Beschichtungen mit Lacken, Farben oder Lasuren. Applikationsverfahren sind zum Beispiel Tauchen, Fluten, Spritzen, aber auch Rollen und Streichen.

Applikationsverfahren

siehe Applikation.

Apside

auch: Apsiden

siehe Apsis.

Apsis

auch: Koncha, Apside, Exedra, Tribuna, Presbyterium

Eine Apsis ist eine halbrunde oder eckige Altarnische am äußersten Ende des Chores in vorgeschichtlichen Tempeln bzw. christlichen Kirchen. Überwölbt ist die Apsis von einer Halbkuppel, der Koncha. Weitere Bezeichnungen für Apsis sind Apside, Exedra, Tribuna und Presbyterium. Die Apsis christlicher Kirchen ist meist nach Osten orientiert – als Sinnbild der „neuen Sonne“ bzw. der Auferstehung Christi. Seit der byzantinischen Zeit ist sie der Ort für den Altar und den Priester während des Gottesdienstes. In der Spätantike wurde sie häufig mit einer hölzernen oder gemauerten Priesterbank versehen.

Aqua Regia

siehe Königswasser.

Aquatischer Bereich

auch: Aquatische, Bereiche

Als aquatischer Bereich wird bei einem Gewässerbett der Bereich bezeichnet, der fast ständig mit Wasser bedeckt ist. Die Formulierung "aquatischer Bereich" stammt aus der DIN 4047. Im aquatischen Bereich haben z.B. Fische oder Flusskrebse ihren Lebensraum. Zudem ist er der Siedlungsraum im Larvenstadion von vielen Insekten, z.Bsp. Libellen, Steinfliegen, Eintagsfliegen, u.a. Für viele Vögel und Säugetiere des Fließgewässers stellt der aquatische Bereich eine Nahrungsgrundlage dar. Weitere Lebensräume in und an Fließgewässern sind der amphibische Bereich und der terrestische Bereich. Der amphibische Bereich liegt zwischen Mittel- und Niedrigwasser. Es fließt also nicht ständig Wasser in diesem Bereich, der Lebensraum einer Vielzahl geschützter Pflanzen und Tiere ist. Beim terretrischen Bereich handelt es sich um gewässertypische Auenwälder mit Eschen, Stileichen, Hainbuchen, Weiden oder Pappeln. Durch Flussregulierungen sind solche Auewiesen seltener geworden.

Aquiclude

Aquifer

Aquiferspeicher

Aquiferspeicher dienen der langfristigen, saisonalen Speicherung von Wärme (aber auch von Kälte zum Kühlen im Sommer) in unterirdischen Hohlräumen und Wasserschichten. Aquiferspeicher bestehen in der Regel aus zwei Bohrungen bzw. Bohrungsgruppen, die den gleichen Grundwasserleiter erschließen. Der Grundwasserleiter besitzt zwei "Wasserblasen". Eine Blase ist mit kaltem Wasser, die andere mit warmen Wasser gefüllt. Rohrleitungssysteme ermöglichen das Einlagern und die Entnahme von Energie. Das aus der "kalten" Bohrung entnommene Wasser wird im Sommer mit Wärme (aus Kühlprozessen, Solaranlagen, der Kraft-Wärme-Kopplung usw.) beladen und in die "warme" Bohrung injiziert, wo sich im Aquifer eine sogenannte Wärmeblase bildet. Im Winter wird diese Wärmeblase dann mit umgekehrter Strömungsrichtung abgefördert.

Aquifuge

Ar

Der Ar ist eine historische, aber heute noch gültige Maßeinheit, wie man sie auch im Grundbuch findet. Der Ar - abgekürzt (a) - ist 100 Quadratmeter groß. Die nächst größere Maßeinheit für Flurstücke in Feld, Wald und Bauwesen ist der Hektar.

Arabescato

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Arabescato ist eine italienische Marmorart. Der weiße Marmor wird als Wandtafel oder Fliese vorwiegend in Bädern verwendet. Durch seine ausdrucksvolle Äderung wirkt er vor allem in der Fläche eindrucksvoll. Insgesamt ist er so, wie man sich einen klassischen Marmor vorstellt: Zeitlos, elegant und niemals langweilig. Dafür bürgt bereits der Name Arabescato. Dieses italienische Wort bedeutet nichts anderes als verspielt und verschnörkelt. Die verschiedenen Typen wie Arabescato vagli, Arabescato cervaiole, Arabescato corchia, u.v.a.m. weichen mehr oder weniger stark in Farbe und Struktur voneinander ab.

Arbeiten

Mit Arbeiten bezeichnet der Tischler Spannungsvorgänge im Holz, die durch Aufnahme von Feuchtigkeit oder Trocknung entstehen. Als naturgewachsener Werkstoff reagiert Holz auf Temperatur und besonders auf Feuchtigkeitsschwankungen mit Schwinden, Quellen, Verziehen, Reißen oder Werfen. Kurz gesagt: Es arbeitet. Aber auch bei diesen Bewegungen folgt das Holz bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Wenn man diese kennt, kann man seinen "Bewegungsdrang" in der Regel erfolgreich eindämmen. Zunächst einmal muss man beachten, dass Holz beim Trocknen an Volumen verliert, es schwindet. Getrocknetes Holz, wie man es für Ausbauarbeiten im Innenbereich verwendet, kann aber auch wieder Feuchtigkeit und damit Volumen aufnehmen: In diesem Fall spricht man vom Quellen des Holzes. In Faserrichtung bewegt sich das Holz dabei übrigens kaum (maximal 1,5 Prozent Längenänderung). Die Hauptbewegung erfolgt quer zur Faser. Dabei kommt es zu charakteristischen Verformungen, da - vom Kern aus betrachtet - die Schwundneigung des Holzes nach außen hin stetig zunimmt.

Arbeiterhaus

auch: Arbeiterhäuser,, Arbeiterhäuschen

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Im Verlauf der Industriealisierung wurden Arbeiter gesucht, die meistens bis Ende des 1. Weltkriegs nur Tagelöhner waren oder etwa als Heimweber den Fabrikanten zuarbeiteten. Die Typisch für ein Arbeiterhaus war, dass es keinen Windfang gab, sondern man von der Haustür über einen kurzen, dunklen Flur gleichsam in das Wohnzimmer, das Schlafzimmer oder die Küche "fiel". Kinderzimmer gab es selten und wenn, dann unter dem Dachboden. Immerhin hatten Arbeiterhäuser seit etwa 1880 einen Wasseranschluss. Gewaschen hat man sich in der Küche, dort auch gebadet in einer Zinkwanne, wobei das Wasser erst in Kesseln auf dem Ofen erhitzt werden musste. Die Toilette, das viel zitierte "Plumpsklo", befand sich im hinteren Teil eines kleinen Gartens, wobei die Grube intervallmäßig von Kleinstunternehmern geleert wurde, die mit Eimern an langen Stielen die Fäkalien heraus hoben und in Kübeln und mit einem Pferdegespann abtransportierten. Einige wenige sozial eingestellte Fabrikanten ließen für ihre Arbeiter aber auch ganze Arbeitersiedlungen errichten. Hunderttausende Arbeiterhäuschen sind auch heute noch bewohnt - sie wurden freilich durch An- und Ausbauten auf einen modernen Standard gebracht.

Arbeitersiedlung

auch: Arbeitersiedlungen

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Bezeichnung für Siedlungen mit Häusern in Reihenbebauung, wie sie in der Kaiserzeit von verschiedenen "Fabrikherren" für ihre Arbeiter errichtet wurden. Beispielhaft sind die Arbeitersiedlungen der Krupp-Dynastie, die in Essen auch ein Krankenhaus für ihre Arbeiterschaft errichtete. Auch die damalige Reichsbahn ließ für ihre Arbeiter und Beamten im unteren Dienst solche Siedlungen erbauen. Die Ausstattung der Siedlungshäuser entsprach der eines damals üblichen Arbeiterhauses. Hinter allen Siedlungshäusern befand sich ein kleiner Garten. In den Arbeitersiedlungen entwickelte sich ein bemerkenswertes Sozialgefüge. Die Männer arbeiteten am Hochofen oder unter Tage, die Frauen versorgten Haushalt und Kinder. Wurde eine der Hausfrauen krank, verstand es sich von selbst, dass die Kinder solange in der Nachbarschaft verteilt wurden, bis "Muttern" wieder gesund war.

Arbeitgeberdarlehen

Ein Arbeitgeberdarlehen ist ein Darlehen, dass ein Arbeitgeber seinen Angestellten für den Hausbau, Wohnungskauf oder andere größere Anschaffungen gewährt. Solch ein Darlehen ist in der Regel zinsgünstiger, gleichzeitig erhofft sich der Arbeitgeber, dass der Arbeitnehmer nicht bei nächstbietender Gelegenheit sich einen neuen Job sucht. Hinsichtlich der Lohnsteuer ist eine Arbeitgeberdarlehen unerheblich. Etwas anderes gilt jedoch für Zinsersparnisse, die dem Arbeitnehmer wegen des unter Umständen im Vergleich zum Markt günstigeren Effektivzinses erwachsen. Auch Barzuschüsse zu Fremddarlehen sind steuerlich relevant. Erlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Rückzahlung des Darlehens, ist darin regelmäßig steuerpflichtiger Arbeitslohn zu sehen.

Arbeitnehmersparzulage

Die Arbeitnehmersparzulage ist eine staatlich gewährte Geldzulage zur Vermögensbildung von Arbeitnehmern. Mit der Arbeitnehmersparzulage kann zum Beispiel ein Bausparvertrag angespart werden. Bis zu 470 Euro können Arbeitnehmer jährlich vermögenswirksam sparen. Vom Staat gibt es zusätzlich die Arbeitnehmersparzulage von 9 Prozent obendrauf. Sie ist allerdings abhängig vom Einkommen des Arbeitnehmers. Bei Ledigen liegt die Grenze bei 17.900 Euro des zu versteuernden Jahreseinkommens, bei Verheirateten ist diese Grenze bei 35.800 Euro.

Arbeitsbock

auch: Arbeitsböcke

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Der Arbeitsbock ist ein Verwandter des Sägebocks. Er verfügt über zwei rechteckige Seitenteile, auf die eine Arbeitsplatte gelegt wird. Arbeitsböcke bestehen aus Holz oder Metall. Die Konstruktion der Seitenteile ist unterschiedlich. Es kann sich um einen einfachen Holzrahmen handeln, der auf Querfüßen ruht. Erst durch das Auflegen der Arbeitsplatte bekommt diese Konstruktion Halt. Bei anderen industriell gefertigten Holzböcken aus Metall bestehen die tragenden Seitenteile aus zwei gegenüber liegenden dreieckigen Metallstäben, die durch einen Querstab miteinander verbunden sind. Auf zwei dieser Dreieckskonstruktionen kann dann ein Arbeitsbrett abgelegt werden.

Arbeitsbühne

auch: Arbeitskorb, fahrbare Arbeitsbühne, Arbeitsbühnen

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Arbeitsbühnen sind Podeste aus Metall mit Sicherheitsgeländer, um Bauarbeitern, Malern und anderen Handwerkern ein sicheres Arbeiten auch in großen Höhen zu ermöglichen. Arbeitsbühnen sind immer am Endstück eines Teleskopauslegers oder eines Scherenhubsystems (Foto Hersteller Lissmac) angebracht. Je nach System können Arbeitsbühnen oder Arbeitskörbe bis in Höhen von 40 und mehr Metern ausgefahren werden. Wenn im Baubereich von "fahrbaren Arbeitsbühnen" gesprochen wird, so sind damit Arbeitsbühnen gemeint, deren Tragesystem auf einen Anhänger oder ein Spezialfahrzeug montiert ist. Diese fahrbaren Arbeitsbühnen werden allüberall bei der Montage und Wartung von Peitschenampeln, Oberleitungen und dergleichen eingesetzt.

Arbeitsfugen

auch: Arbeitsfuge

Arbeitsfugen entstehen als gewollte Fugen in Bauteilen aus Beton, Stahlbeton oder Spannbeton, wenn frischer Beton gegen eine mehr oder weniger erhärtete Betonlage, also bei zeitlicher Unterbrechung des Betoniervorgangs betoniert wird. Bei Arbeitsfugen die ständig oder zeitweise im Bereich von Grundwasser, Hangwasser oder auch Oberflächenwasser entstehen (z.B. Außenwände aus Ortbeton im Kellerbereich) ist eine sichere wasserundurchlässige Abdichtung der Fuge notwendig. Arbeitsfugen ergeben sich auch, wenn die zu betonierende Fläche oder Höhe des Bauteils ohne Dehnfugenteilung (Dehnfuge) das Betonieren "an einem Stück" nicht zulässt. Da die Bewehrung an der Arbeitsfuge nicht unterbrochen wird, entsteht keine Beeinträchtigung der Standsicherheit der Konstruktion, jedoch sind bei der Ausführung von wasserdichtem Beton zusätzliche Dichtungsmaßnahmen im Bereich der Arbeitsfugen zu treffen.

Arbeitsgerüst

auch: Arbeitsgerüste

Arbeitsgerüste sind Gerüste, die als Arbeitsplatz dienen. Sie müssen außer den beschäftigten Personen und deren Werkzeuge auch für die jeweils erforderlichen Baustoffe Platz bieten und diese tragen. Arbeitsgerüste sind beispielsweise Steckrahmengerüste, Bockgerüste, Auslegergerüste oder Konsolgerüste.

Arbeitskorb

auch: Arbeitskörbe

siehe Arbeitsbühne.

Arbeitsplatte

auch: Arbeitsplatten

Arbeitsplatten sind in der Küche im Dauereinsatz. Neben der Funktionalität entscheidet Material und Design darüber, welchen Stempel einer Küche aufgedrückt werden soll. Die Auswahl an verschiedensten Materialien, Farben und Dekoren wird immer größer. Es gibt Arbeitsplatten aus Schichtstoff, Massivholz, Naturstein, Kunststein oder Edelstahl. Schichtstoffplatten bestehen aus einer Spanplatte mit einer aufgeleimten Schichtstoffauflage aus Hochdrucklaminat (HPL). Diese so genannten HPL-Platten sind ausgesprochen hart und stark beanspruchbar. Aufgrund der grossen Auswahl an Dekoren und des günstigen Preises zählen sie zu den am häufigsten verwendeten Küchenarbeitsplatten. Arbeitsplatten aus Massivholz werden immer beliebter. Ebenso wie Platten mit Schichtstoffoberfläche sind aber auch sie nicht kratz- und schnittfest und nicht sehr hitzebeständig. Bei offenporigem Massivholz kommt hinzu, dass es – wird es nicht regelmässig gewachst – schnell Flecken bekommt. Andererseits bieten Massivholzplatten den Vorteil, dass die Oberfläche abgeschliffen werden kann, wenn sie unansehnlich geworden ist. Wer eine Arbeitsplatte aus Naturstein in der Küche hat, muss sich um Kratzer, Messerschnitte und heisse Töpfe keine Gedanken machen. In der Regel werden Granitplatten verwandt. Marmor ist dagegen nicht zu empfehlen. Er ist zu weich und auch nicht säurefest. Einziger Nachteil bei Granit: Er ist sehr schwer, der Einbau ist aufwändig und fällt Ihnen etwas aus der Hand und auf die Platte, geht es garantiert zu Bruch. Edelstahlplatten, die man früher nur aus Grossküchen kannte, gibt es inzwischen auch für den privaten Gebrauch. Sie sind sehr hygienisch, hitzebeständig und leicht zu pflegen. Aber auch Edelstahlplatten haben einen Nachteil: Sie sind genau wie HPL-Platten und Massivholz nicht kratzfest. Am schönsten wirkt die glatte, glänzende Oberfläche frisch poliert. Denn leider hinterlässt jeder Arbeitsschritt und jeder Wassertropfen darauf seine Spuren.

Arbeitsplattform

auch: Montageplattform, Arbeitsplattformen

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Für länger andauernde Arbeiten - zum Beispiel an Decken und Wänden - eignet sich ein Gerüstbock mit Arbeitsplattform besser als eine Sprossenleiter. So ein „Laufsteg“ bietet wesentlich mehr Bewegungsfreiheit bei der Arbeit als auf einer Leiter und eine besonders bequeme Standfläche. Die Arbeitsplattform selbst ist eine rutschsichere Siebdruckplatte mit Seitenprofilen (Gewicht ca. 10 – 20 kg) die Arbeitsfläche sollte mindestens 200 * 60 cm betragen, damit neben dem Nutzer auch noch ausreichend Platz für Eimer, Werkzeuge, Farbtöpfe und andere Utensilien vorhanden ist. Nach Gebrauch sind sie zum Transport oder zur Lagerung platzsparend zusammenklappbar. Durch den Einsatz von Aluminium sind solche Arbeitsplattformen relativ leicht, das reine Gerüstbockgestell wiegt je nach Hersteller und Typ nur ca. 6 kg und ist gleichzeitig belastbar mit mindestens 150 kg.

Arbeitsplatzbeleuchtung

auch: Arbeitsplatzbeleuchtungen

siehe Beleuchtung.

Arbeitsplatzleuchte

auch: Arbeitsplatzleuchten

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Arbeitsplatzleuchten sind Leuchten, die das Licht nach unten auf eine Arbeitsfläche abgeben. Sie werden mit engstrahlender oder breitstrahlender Lichtverteilung angeboten. Bei Arbeitsplatzleuchten kommt es vor allem auf blendfreies Licht an. Zudem sollte der Lichtkegel eine weiche Kante besitzen, damit die Augen nicht so schnell ermüden. Ein weiteres Kriterium einer Arbeitsplatzleuchte ist die gute Schwenk- und Drehbarkeit.

Arbeitsraum

Der Arbeitsraum ist ein Raum, der bei Bauarbeiten freigehalten werden muss, damit die Arbeiten auszuführen sind. Ein Arbeitsraum wird z.B. zum Anbringen von Abdichtungen oder einer Perimeterdämmung notwendig. Bei diesen Arbeiten unter Geländeoberfläche ist ein Arbeitsraum zwischen Außenseite des Bauwerks und der Baugrubenwand notwendig. Um die Sicherheit zu gewährleisten, müssen betretbare Arbeitsräume mindestens 50 cm breit sein. Nur so ist auch ein einwandfreies Arbeitsergebnis möglich. Bei abgeböschten Baugruben bezieht sich dieser Abstand auf den Böschungsfuß.

Arbeitsschutz

Arbeitsschutz ist wichtig, um Unfälle von Personen auf der Baustelle zu verhüten und vermeiden. Dazu sind auf der Baustelle geeignete Einrichtungen, wie z.B. Gerüste herzustellen und andere Vorkehrungen zu treffen. Für alle die gerne heimwerken: Schutzhelme, Handschuhe, Gehörschutz, Schutzbrillen und Atemschutzmasken mindern zahlreiche Gefahren bei der Arbeit mit den unterschiedlichsten Werkzeugen. Geregelt wird der Arbeitsschutz durch Unfallverhütungs- und Arbeitsschutzvorschriften, deren Einhaltung von den Gewerbeaufsichtsämtern überwacht werden und die allgemein verbindlich sind. Wichtig auch für alle Bauherren: Rechtlich gesehen ist der Bauherr für den Arbeitsschutz auf seiner Baustelle verantwortlich. Und dabei spielt es keine Rolle, ob der Bauherr in Eigenregie tätig wird oder ob er Firmen mit der Bauausführung beauftragt.

Arbeitsspiel

Das Arbeitsspiel ist eine Abfolge von Teilvorgängen, die mehrmals in der gleichen Reihenfolge wiederholt werden. Bei einem Betonmischer sind diese Vorgänge beispielsweise Füllen, Mischen, Entleeren und Rückstellen. Unterbrechungen wie Fahrtzeiten oder Stillstandzeiten werden beim Arbeitsspiel nicht mit berücksichtigt.

Arbeitsstättenrichtlinien

Arbeitsstättenverordnung

Die Arbeitsstättenverordnung legt fest, was der Arbeitgeber beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten in Bezug auf die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten zu beachten hat. Geregelt werden z.B. Anforderungen an Arbeitsräume, Pausen-, Bereitschafts- und Sanitärräume, Beleuchtung, Belüftung und Raumtemperatur. Zu einzelnen Vorschriften gibt es so genannte Arbeitsstättenrichtlinien, die genauere Definitionen und Auslegungen unbestimmter Rechtsbegriffe enthalten. Die Arbeitsstättenverordnung einschließlich der Arbeitsstättenrichtlinien ist bundesweit gültig.

Arbeitsvorbereitung

Die Arbeitsvorbereitung ist ein wichtiger Bereich innerhalb des Baubetriebs. Sie bezeichnet alle Maßnahmen, die eine wirtschaftliche und termingerechte Bauausführung gewährleisten. Durch die Arbeitsvorbereitung wird dafür gesorgt, dass Arbeitskräfte, Baustoffe und Bauhilfsstoffe sowie Maschinen und Geräte zur rechten Zeit in der erforderlichen Zahl und Menge am richtigen Ort verfügbar sind. Die Auswahl der Bauverfahren, die Planung des zeitlichen Bauablaufs sowie die Planung der Baustelleneinrichtung sind die wesentlichen Punkte der Arbeitsvorbereitung.

Arbeitswerkzeug

auch: Arbeitswerkzeuge

Arbeitszahl

Die Arbeitszahl bzw. Jahresarbeitszahl ist die wichtigste Kenngröße zur Beurteilung der Effizienz einer Wärmepumpe. Sie ist definiert als das Verhältnis von Wärme am Ausgang zu Strom am Eingang. Die Jahresarbeitszahl ist daher der Quotient aus Wärmeabgabe und aufgenommener elektrischer Energie bei Betrieb über ein ganzes Jahr. In Formel ausgedrückt bedeutet dies: JAZ = Qab / Qel = Abgegebene Wärme / zugeführte elektrische Energie. Um Primärenergie und damit das schädliche Kohlendioxid einzusparen, ist eine Arbeitszahl von beträchtlich über 2,7 erforderlich, um die hohen Zusatzinvestitionen gegenüber einem Brennwertkessel von 8.000 – 16.000 Euro zu rechtfertigen und um überhaupt einen nennenswerten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Architekt

auch: Architekten, Architektin, Architektinnen

Architekt(in) ist ein innerhalb der EU geschützter Beruf, den nur jemand ausüben darf, der auf einer Fachhochschule (FH), einer Technischen Universität (TU) oder einer Hochschule für Gestaltung studiert und ein Staatsexamen abgelegt hat. Das Studium dauert in der Regel auf Fachhochschulen acht, auf Technischen Hochschulen zehn Semester. Der Architekt erhält zwar während seiner Ausbildung ein umfassendes Wissen über Baumaterialien, Bauphysik und Konstruktionsverfahren, das Schwergewicht seiner Arbeit liegt aber im Gegensatz zur Tätigkeit eines Bauingenieurs im gestalterischen, also kreativen Bereich. Architekten, die freiberuflich tätig werden wollen, müssen zuvor die Vorlagenberechtigung erlangen. Ferner müssen sie Mitglieder der Architektenkammer sein und eine Pflichthaftplichtversicherung abgeschlossen haben, wonach diese bei Schäden eintritt, die der Architekt bei der Bauplanung oder Bauüberwachung verursacht haben kann. Der Architekt hat Anspruch auf eine gesetzlich festgelegte Vergütung nach den in der HOAI festgelegten Leistungsphasen.

architektenfrei

Architektenfrei ist ein Begriff aus dem Maklerwortschatz. Er betrifft Grundstücke, die zum Verkauf stehen und bei denen eine Bebauung nicht an einen bestimmten Architekten "gebunden" ist.

architektengebunden

Architektengebunden ist ein Begriff aus dem Maklerwortschatz. Er betrifft Grundstücke, die zum Verkauf stehen, bei denen aber die Bebauung an einen bestimmten Architekten "gebunden" ist.

Architektenhaus

auch: Architektenhäuser

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Jedes Haus ist ein Architektenhaus, da von einem Architekten entworfen. Ausnahme: Holzhäuser und Fachwerkhäuser, die in einigen Bundesländern auch vom Zimmermann ohne Hinzuziehung eines Architekten gebaut werden dürfen. Was aber heutzutage unter einem "Architektenhaus" verstanden wird, sind individuelle Häuser mit einem besonderen Design und möglicherweise kühnen Konstruktionen aus Metall, Glas, Naturstein, Holz usw.

Architektenhonorar

auch: Architektenhonorare, Architekten-Honorar, Architekten-Honorare

Architektenhonorar ist ein gesetzlich geregelter Anspruch des Architekten auf Entlohnung seiner Leistungen für Planungs-, Ausschreibungs- und Bauleitungsaufgaben. Das Honorar bemisst sich nach dem Wert und dem Schwierigkeitsgrad des Bauwerks und ist in verschiedenen Stufen zahlbar. Ab wann das Architektenhonorar anfällt, ist von Architekt zu Architekt unterschiedlich. Die Grenze zwischen kostenfreier Akquisitionsphase und honorarpflichtigem Planungsprozess ist oft fließend. Das erste Treffen mit dem Architekten ist für Bauherren in der Regel kostenlos. Beide Parteien müssten dabei testen, ob sie überhaupt miteinander arbeiten können und möchten. Auch weitere Treffen und erste Arbeiten am Projekt betrachten manche Architekten noch als Eigenwerbung. Ab wann Kosten anfallen, wird bei jedem Projekt neu festgelegt. Wenn der Kunde davon ausgeht, dass ihn die Beratung nichts kostet, sollte er das auch deutlich sagen. Umgekehrt müssen auch Architekten klare Ansagen machen, ab welchem Zeitpunkt sie Honorar verlangen.

Architektenkammer

Architektenkammern gibt es in allen Bundesländern. Sie sind auf der Grundlage von Gesetzen Körperschaften öffentlichen Rechts und nehmen Aufgaben der Selbstverwaltung des Berufsstandes und als mittelbare Staatsverwaltung öffentliche Aufgaben wahr. Die Mitgliedschaft in den Kammern ist eine Pflichtmitgliedschaft insoweit die geschützte Berufsbezeichnung geführt werden soll und hat grundsätzlich die Eintragung in die Architektenliste zur Voraussetzung.

Architektenklinker

Architektenklinker sind eigentlich Ausschussware, da sie hinsichtlich der Form, Farbe und Oberflächengestaltung von der gewünschten Zielsetzung abweichen. Aber gerade darin liegt auch ihr Reiz, da sich viele reizvolle Effekte damit erzielen lassen. Sie werden daher als bewusstes Stilmittel eingesetzt. Früher bei der handwerklichen Ziegelherstellung waren große Abweichungen die Regel, heute geschieht das mit Torfbrandziegeln.

Architektenliste

Die Architektenliste wird bei der Architektenkammer des jeweiligen Bundeslandes geführt. Aus den Listen ist neben der Fachrichtung des Eingetragenen ersichtlich, ob er freiberuflich, baugewerblich, angestellt oder im öffentlichen Dienst tätig ist. In eine Architektenliste kann auf Antrag eingetragen, wer auf Grund beruflicher Ausbildung und Praxis im Bauwesen tätig ist. Sinngemäß ist diese Definition anwendbar auf Innenarchitekten und Garten- und Landschaftsarchitekten. Über den Antrag zur Eintragung in die Architektenliste entscheidet der Eintragungsausschuss.

Architektenvertrag

Wenn ein Architekt einen Neubau planen und dessen Erstellung überwachen soll, muss mit ihm ein Bauvertrag abgeschlossen werden. Solche Verträge orientieren sich meistens an den Musterverträgen der Architektenkammern; der Bauherr ist aber gut beraten, sich solche Verträge genau anzusehen. Der Architektenvertrag ist ein Werkvertrag, durch dessen Unterzeichnung der Architekt dem Bauherrn die Erstellung eines fehlerfreien Gesamtbauwerks oder einzelner, genau definierter Teilleistungen zusichert. Im Vertrag ist auch die Gewährleistungsfrist festgelegt, sie beträgt in der Regel fünf Jahre. Während dieser Zeit haftet der Architekt für eigene Planungsfehler. Auch für Ausführungsmängel kann der Architekt in Anspruch gemommen werden - dann nämlich, wenn er als Bauleiter erkennbare Mängel geduldet oder seine Aufgabe als Bauleiter generell nicht intensiv genug wahrgenommen hat. Je nach Gestaltung des Architektenvertrags kann der Bauherr verpflichtet werden, bei Baumängeln zunächst den Handwerker in Regress zu nehmen.

Architekturelemente

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Natürlich ist alles, was an vorgefertigten Teilen für den Haus- oder Gewerbebau verwendet wird, ein Element, also auch ein Architekturelement. Verstanden wird darunter jedoch ein designbetontes, dekoratives Element, das sich hinsichtlich Material und Optik deutlich vom Standard absetzt. Architekturelemente können besondere Wandaußenleuchten (Foto links) ebenso wie besonders gestaltete Türschilder oder Gegensprechanlagen aus Bronze (Foto rechts) sein. Es bleibt dem Hersteller solcher oder ähnlicher Produkte überlassen, ob er sie als Architektur- oder Designelemente bezeichnet. Insofern gilt das Recht der eigenen Selbsteinschätzung wie beim Begriff des Architektenhauses.

Architekturseil

auch: Architekturseile, Architekturseilen

Architekturseile sind Stahldrahtseile, die wesentlich filigraner gearbeitet sind, als Seile für Kräne, Seilbahnen oder Hängebrücken. Architekturseile findet man meist als ganzes System mit Spannschloss oder Verankerung. Sie haben, im Gegensatz zu anderen Seilen, nicht nur die Aufgabe etwas zu halten, heben oder zu ziehen. Architekturseile sind immer auch etwas für das Auge. Beispielsweise müsste man als Geländerfüllung keine Stahldrahtseile verwenden. Man tut es aber dennoch, da die Seile offen und leicht wirken. Architekturseile findet man auch bei der Fassadenbegrünung, als Abhängung von Vordächern oder Decken. Manchmal stehen sie auch unter Strom, nämlich dann, wenn Niedervolt-Halogenlampen damit zum Leuchten gebracht werden.

Architekturstil

auch: Architekturstile

siehe Baustil.

Architrav

Historisch ist er aus dem Holzbau abgeleitet und meist durch Leisten oder Streifen verziert. Er trägt den Oberbau des Gebäudes. In der römischen Baukunst und in späteren von der Antike beeinflussten Baustilen kann der Architrav auch auf Pfeilern oder Bogenstellungen ruhen. In frühchristlichen Basiliken kann ein auf Säulen liegender Architrav die Oberwand des Mittelschiffs tragen. Von Pfeilern oder Pilastern flankierte Portale, Türen oder Fenster können ebenfalls durch einen Architrav abgeschlossen werden.

Areal

auch: Areale

Bei einem Areal handelt es sich um ein größeres unbebautes oder nur gering bebautes Grundstück oder um eine Industriebrache. Das Wort wird jedenfalls in diesem Sinne von Architekten und Mitarbeitern der Baubehörden verwendet. Die Größe eines Areals wird in Hektar und Ar, bei besonders großen Gebieten auch in Quadratkilometern angegeben. Areale, die in der Zukunft bebaut oder nicht bebaut werden dürfen, sind im Flächennutzungsplan und im Bebauungsplan ausgewiesen.

AR-Glasfaser

auch: AR-Glasfasern

AR-Glasfasern werden zur Verstärkung von Putz, Estrich, Beton oder Mörtel verwendet. Das "AR" bei AR-Glasfaser steht für "alkaliresistent". Nur alkaliresistente AR-Glasfasern können dem korrosiven Angriff des bei der Zementreaktion freigesetzten Kalkhydrats ohne Festigkeitsverlust dauerhaft standhalten und sind daher in der Lage, praktisch unbegrenzt lange verstärkend zu wirken. Obwohl die AR-Glasfasern in Estrichen keine statische Funktion übernehmen müssen, bringen sie wegen ihrer Dauerhaftigkeit auch bei Betonböden und Estrichen Vorteile, weil sie die Rissbildung über die Erhärtungsphase hinaus auch bei der Austrocknung verhindern können. Die kurzen AR-Glasfasern werden dem Beton oder Mörtel bereits während des Mischprozesses oder im Zuge der Verarbeitung, z.B. beim Stahl- oder Glasfaserspritzbeton, zugegeben. Sie verteilen sich je nach Verfahren zwei- oder dreidimensional über den gesamten Bauteilquerschnitt. Die Verstärkung besonders beanspruchter Zonen wird hingegen mit gezielt und gerichtet eingelegter Bewehrung erreicht. Der Vorteil textiler Glasfaserbewehrungen besteht u.a. darin, dass sie unmittelbar in der meist beanspruchten, oberflächennahen Randzone des Bauteiles angeordnet werden können, da sie nicht rosten und deshalb auch keine Betondeckung benötigen.

Argon

Argon gehört zur Gruppe der Edelgase. Wegen seiner Reaktionsträgheit ist Argon ein Füllgas, das in reiner Form oder als Gemisch mit anderen Gasen für Leuchtstoffröhren eingesetzt wird. Beim Lichtbogenschweißen von leicht oxidierbaren Metallen wie Aluminium oder Magnesium wird Argon als Schutzgas verwendet. Im Zwischenraum von Isolierglas bzw. Wärmeschutzglas befindet sich ebenfalls Argon. Das Gas verbessert den Wärmeschutz der Scheibe.

Arkaden

auch: Bogengang, Arkade

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Eine Arkade ist ein in den Baukörper eines großen Gebäudes, zum Beispiel eines Grandhotels oder eines "Kaufpalastes" einbezogener oder vorgesetzter, überdachter Bogengang. Arkaden kannten schon die alten Ägypter, in Luxor sind prächtige, wuchtige Säulengänge noch heute zu bewundern. Über Griechenland, wo das sagenumwobene Traumland Arkadien liegt, kamen die Säulengänge nach Rom. In Mitteleuropa wurden ebenfalls große Gebäudekomplexe mit Arkaden gebaut. Bern verfügt in seiner Altstadt über 6 km Bogengänge, von den Schweizern freilich "Lauben" genannt. Bekanntestes Bauwerk mit Arkaden dürften in Deutschland die Alsterarkaden sein, die von 1842-1843 als Ladenpassage gebaut wurden. Der Unterschied zwischen Arkaden und Kolonnaden besteht darin, dass bei Kolonnaden die Säulen eine gerade Decke stützen und dementsprechend auch keine Bogenform aufweisen.

Arkansasstein

auch: Arkansassteine, Arkansas-Stein

Der Arkansasstein ("Arkansas Stone") ist ein Quarzgestein, das - wie der Name schon sagt - im US-Bundesstaat Arkansas abgebaut wird. Ähnlich wie der Belgische Brocken wird der Stein zum Schleifen und Abziehen von Messern und hochwertigen Metallwerkzeugen benutzt. Als Schleifmittel dient allerdings im Gegensatz zum Belgischen Brocken nicht Wasser, sondern ein Ölgemisch. Arkansassteine werden auch in der Chirurgie und in der Zahnmedizin zum Nachschleifen von Instrumenten benutzt. Da er sehr hart ist, nutzt sich der Arkansasstein im Gegensatz zu anderen Naturschleifsteine weniger ab und hält lange die Form. Die Härte schwarzer Steine ist höher als die der weißen.

Armatur

auch: Armaturen

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Armatur ist ein Sammelbegriff nicht nur aus dem Baubereich für Hebel, Griffräder, Schalter und artverwandte Bedienelemente, die als Funktionseinheit hergestellt werden - dazu gehört auch das Armaturenbrett in einem Kraftfahrzeug. Im Bauwesen wird unter einer Armatur hauptsächlich die Sanitärarmatur und hier wiederum ganz speziell die Badarmatur verstanden. Die Fotos zeigen links eine Heizungsarmatur des Herstellers SCHELL, rechts eine Wannenbatterie des Herstellers GROHE für den Einbau unter Putz.

Armaturengeräusche

Armaturengeräusche können ziemlich lästig sein und sind neben Leitungseigengeräusche, Füllgeräusche, Gurgelgeräusche und Aufprallgeräusche(% eine Geräuschquelle bei sanitären Anlagen. Armaturengeräusche entstehen durch Umlenkungen und Wirbelbildungen in der (%Armatur sowie durch Druckschläge beim Öffnen und Schließen der Armatur. Ursache sind zum Beispiel bei Auslaufarmaturen die hohen Fließgeschwindigkeiten, die durch Querschnittsverengungen oder Richtungsänderungen hervorgerufen werden. Beim schnellen Öffnen und Schließen von Armaturen wird Bewegungsenergie in Schall umgewandelt. Verstärkt wird die Geräuschentwicklung durch hohen Druck in der Leitung. Geräusche, und zwar Rattergeräusche, gibt die Armatur auch bei beschädigten Dichtungen und losen Spindeln von sich.

Armaturenzange

auch: Armaturenzangen

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Die Armaturenzange funktioniert so ähnlich wie eine Wasserpumpenzange. Sie wird jedoch verwendet zum schonenden und sicheren Greifen von Muttern an wertvollen, hochglanzveredelten Armaturen. Dies gewährleisten glatte, parallel spannende Kunststoffbacken, die austauschbar sind.

Armieren

auch: Armierung

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Unter Armieren versteht man die Verstärkung eines Objekts durch ein anderes, um die Druck- und Zugfestigkeit bzw. die Haltbarkeit zu erhöhen. Ein spezielles Armierungs­gewebe wird auf die Stoßkanten und Brüche angebracht und durch Armierungs­putz mit dem Werkstück verbunden. Dadurch können Risse in der Fassade, Fliesen, Putz oder ähnlichem vermieden werden. Armierung und Bewehrung sind dieselben Prozesse, wobei der Begriff Bewehrung eher im Betonbau gebräuchlich ist.

Armierungsfarbe

auch: Armierungsfarben

Eine Armierungsfarbe ist eine Dispersionsfarbe, die neben Pigmenten und Füllstoffen noch Kunststoff-Fasern aus Polyester oder Acryl enthält. Die Farbe hat dadurch eine armierende Wirkung und dient dem dauerhaften Überbrücken von Haarrissen auf mineralischen Untergründen. Armierungsfarben sind wasserdampfdurchlässig. Der Anstrichfilme weist auch bei sehr niedrigen Temperaturen noch ein hohes Dehnvermögen auf. Durch die UV-Strahlen-Einwirkung des Sonnenlichts wird die Filmoberfläche zusätzlich ausgehärtet, sodass die Verschmutzung des Filmes durch Oberflächenkleber verhindert wird.

Armierungsgewebe

Armierungsgewebe ist ein Gewebe aus Glasfasern oder Kunststoff, das zur Rissüberbrückung oder bei Wärmedämmverbundsystemen eingesetzt wird. Bei WDV-Systemen verwendet man Glasfasergittergewebe, die durch eine spezielle Beschichtung alkaliresistent, schiebefest und nicht wasserquellbar ausgerüstet sind und in den Armierungsspachtel oberhalb des Dämmstoffes eingebettet werden. Ihre Aufgabe ist es, im System eventuell auftretende Spannungen aufzunehmen. Maschenweite, Reißfestigkeit und Flächengewicht sind in weiten Bereichen variabel und werden entsprechend den jeweiligen Anforderungen des Systems ausgewählt. Sie sind damit fester Bestandteil eines geprüften und bauaufsichtlich zugelassenen Systemaufbaus. Für gerissene oder rissgefährdete Fassaden werden dagegen auch Kunststoff-gewebe oder -vliese vollflächig oder streifenweise als sog. „Rissbrücken" eingesetzt und in die dafür geeigneten, speziellen Elastiksysteme eingebettet. Das Armierungsgewebe wird vollflächig mit Armierungsputz bedeckt bevor abschließend eine Deckschicht aufgetragen wird.

Armierungskleber

Der Armierungskleber ist eine zähflüssige Masse, mit der Putzrisse geschlossen und Bauplatten aus Polystyrol an mineralische Untergründe geklebt werden können. Weitere Anwendungsgebiete sind das Anbringen von Fassadenstuck heutiger Produktionsart und das Einbetten von Armierungsgeweben.

Armierungsmörtel

Während der Armierungsputz nicht nur Risse an einer Fassade überbrückt, sondern gleichzeitig auch eine neue Putzschicht darstellt, dient der Armierungsmörtel der Überarbeitung von gerissen, aber tragfähigen Altputzen - er gilt also als Renovierungsmörtel. Er wird aber auch als Kleber in Verbindung mit Armierungsgeweben zur Herstellung einer Armierungsschicht bei WDVS-Systemen verwendet.

Armierungsputz

auch: Putzarmierung, Armierungsputze

Armierungsputz wird benötigt bei der Überarbeitung von Fassadenrissen oder wenn die Gefahr der Rissbildung besteht. Dies ist beispielsweise bei Mischmauerwerk oder bei Rollladenkästen neben EPS-Platten der Fall. Weiterhin ist Armierungsputz Teil eines Wärmedämmverbundsystems. Der Armierungsputz muss das Armierungsgewebe vollständig bedecken, ehe eine Deckbeschichtung aufgetragen wird.

Armierungsstahl

Als Armierungsstahl wird Stahl bezeichnet, der zur Bewehrung von Bauteilen aus Stahlbeton verwendet wird. Als Armierungsstahl kommt z.B. Betonstabstahl zum Einsatz.

Aromaten

auch: aromatenarm, aromatenfrei, Aromat

Aromaten werden fast ausschließlich aus Kohle und Erdöl durch thermische oder katalytische Prozesse gewonnen. Sie gehören mit zu den verbreitetsten chemischen Rohstoffen und sind gewichtsmäßig zu 30 % in allen Kunststoffen, zu 60 % in allen Synthesekautschukprodukten und zu 70 % in allen Chemiefasern vertreten. Als Lösungsmittel werden sie in großem Umfang z. B. in Farben, Lacken und Klebstoffen eingesetzt. Es gibt sie in verschiedenen Varationen, von denen viele stark giftig sind. Wenn möglich sollte man daher darauf achten, dass die verwendeten Produkte aromatenfrei bzw. zumindest aromatenarm sind. Aromatenarm sind zum Beispiel alle lösemittelhaltigen Lacke, deren Aromatenanteil im Lösungsmittel weniger als 25% ist. Aromatenfrei dürfen sich lösemittelhaltige Lacke nennen, die einen Aromatenanteil von weniger als 1% im Lösemittel besitzen. Diese Lacke sind auch fast geruchslos.

aromatenarm

siehe Aromaten.

aromatenfrei

siehe Aromaten.

Arrondierung

Arrondierung bedeutet die Einbeziehung bebauungsnaher Flächen in Baugebiete, die die Peripherie der Bebauung abrunden und vorhandene Infrastruktur nutzen können. Gleichzeitig damit sind nachhaltige städtebauliche Qualitäten erreichbar. Insbesondere kann die Erschließung sinnvoll ergänzt und die Tragfähigkeit von öffentlichen und privaten Versorgungseinrichtungen verbessert werden. Im kleineren Bereich bezeichnet Arrondierung die Einbeziehung von angrenzenden Flächen eines Grundstückes. Sie ist meist mit einer neuen Grenzziehung und entsprechenden Änderungen im Grundbuch verbunden, kann aber auch dadurch vorgenommen werden, dass mehrere Grundstücke ohne Änderung der Grenzen oder Grundbucheinträge in der Hand eines Eigentümers vereinigt werden.

Artesischer Brunnen

Ein artesischer Brunnen ist ein Brunnen, der allein durch den Druck des Grundwassers fließt. Natürliche artesische Brunnen sind in Wüstenoasen häufiger anzutreffen. Artesische Brunnen befinden sich immer in einer Region, die tiefer liegt als die Umgebung. Weist eine wasserführende Gesteinsschicht eine Senke auf, drückt das Wasser an der tiefsten Stelle von selbst nach oben, wenn diese Schicht offenliegt oder angebohrt wird. Nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren steigt das Wasser maximal bis zur höchsten Stelle des Grundwassers in der wasserführenden Schicht. Der artesische Brunnen lässt im Druck nach, wenn der obere Zufluss geringer ist als der Auslauf, wenn also der Grundwasserspiegel in der wasserführenden Schicht aufgrund der Wasserförderung absinkt.

Arve

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Arve ist ein Nadelholz, das in den Gebirgen Europas heimisch ist. Die Farbe des Holzes ist hellrötlich und stark nachdunkelnd, das Splintholz gelblichweiss. Charakteristisch sind die zahlreichen eingewachsenen dunklen Äste. Es ist ein dekoratives Holz, das aus einem Bergrestaurant nicht wegzudenken ist. Arve lässt sich gut bearbeiten, schnitzen, drehen, leicht spalten und ist dauerhaft. Verwendung findet das Holz für Möbel,Decken- und Wandbekleidung sowie Schnitzereien. Weitere Bezeichnungen für Arve sind Zirbelkiefer oder auch Zirbe.

Asbest

Asbest ist ein faseriges, silikatisches, äußerst feuerfestes Mineral. Es wird (bzw. wurde) für Dichtungen, Bremsbeläge, feuerfeste Gewebe, Baustoffe, Filter für Getränke und Arzneimittel verwendet. Da es der Asbeststaub krebserregend ist, wird das Material heute kaum noch verwendet. Probleme bereitet vor allem auch der Rückbau von asbestverseuchten Gebäuden (siehe Asbestsanierung). Anstatt Asbest werden heutzutage Ersatzstoffe verwendet (siehe Asbestersatz).

Asbestersatz

Leider ist Asbest krebserregend, denn kaum ein anderer Stoff ist so vielfältig einsetzbar. Es gibt daher nicht den einen Asbestersatz, sondern mehrere Ersatzstoffe. Da bei Asbest die Faserform das entscheidende Produktmerkmal ist, müssen auch die Ersatzstoffe faserförmig sein. Zunächst verwendet man anorganische Faserstoffe wie beispielsweise textile und nichttextile Glasfasern (Glaswolle, Gesteinswolle, keramische Wolle, Kohlenstofffasern oder Metallwolle). Weiterhin werden organische Faserstoffe wie Polyacrylnitril, Polyolefine oder Polyamidfasern als Asbestersatz eingesetzt. Schließlich werden als Ersatz für Asbest in Faserzementprodukten Polyacrylnitril- und Polyvinylalkohol-Fasern verwendet.

Asbestsanierung

auch: Asbestsanierungen

Da Asbest krebserregend ist, müssen in vielen Gebäuden Sanierungsmaßnahmen eingeleitet werden. Die Kosten hierfür gehen in den zweistelligen Millarden-Euro-Bereich. Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten der Asbestsanierung. Erstens kann man asbestverseuchte Bauteile räumlich abtrennen, zweitens beschichten und drittens entfernen. Die dritte Möglichkeit ist sicherlich die wirkungsvollste, zumal das Problem der Asbestentsorgung bei einem Abriss des Gebäudes wieder auftaucht. Das Entfernen von asbesthaltigen Produkten sollten dem Fachmann überlassen werden, der sich beispielsweise um die Demontage von - Asbestschnüren- oder pappen - asbesthaltigen Wärme- und Brandschutzverkleidungen - Brandschutzplatten - Well- und Planasbest - Nachtspeicheröfen kümmert.

Asbestzement

Asbestzement ist ein Gemisch aus fein aufgeschlossenem Asbest, Portlandzement und der für die Hydratation des Zements notwendigen Wassermenge. Verwendet wird bzw. wurde Asbestzement u.a. für Dachplatten, Dachrinnen, Abflußrohre, Behälter, Abgasrohre, Luftkanäle oder Kabelschutzrohre. Asbestzement ist sehr widerstandsfähig gegen chemische Angriffe, Frost-Tau-Wechsel und Feuer. Wegen des gesundheitlichen Risikos (Lungengängigkeit von Asbestfaserfeinstaub) wird Asbest seit Anfang der 80er Jahre mehr und mehr durch andere Fasern ersetzt.

Asbestzementrohr

auch: Asbestzementrohre

Asbestzementrohre sind Rohre aus Asbestzement, die zum Wasser-, Abwasser- und Schlammtransport Verwendung finden. Sie sind relativ leicht und widerstandsfähig gegen aggressive Wässer. Asbestzementrohre bestehen aus einer Mischung von Fasern des Minerals Asbest (natürliche Silikatfaser), Zement und Wasser. Der Anteil von Asbest in der Gesamtmischung beträgt etwa 12 %.

Aschekasten

Ein Aschekasten - auch Aschelade genannt – bezeichnet den Sammelbehälter für die Asche beim Kaminofen. Je größer der Aschekasten, desto länger die Betriebsdauer ohne zwischenzeitliche Leerung. Besonders für Brikettfeuerung ist ein großer Aschekasten sinnvoll, da Brikettasche sehr voluminös ist und verglichen mit Holzfeuerung in zehnfacher Menge anfällt. Achtung – Aschekasten nicht in die (Kunststoff-)Mülltonne entleeren – Brandgefahr! Wer einen Kaminofen betreibt, benötigt eine genügend große Aschetonne aus Metall, in die keine anderen Abfälle geworfen werden dürfen. Dort kann die Asche dann gefahrlos abkühlen, bis sie endgültig verwendet resp. entsorgt wird.

Aschenlade

siehe Aschenkasten.

Ash

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Ash ist ein Laubholz aus dem Osten der USA. Es ähnelt im Aussehen der europäischen Esche. Der Splint ist hell bis fast weiß, das Kernholz variiert von graubraun bis hellbraun, auch blaßgelb mit braunen Streifen. Im allgemeinen ist das Holz geradfaserig mit einer gleichmäßigen groben Struktur. Ash läßt sich gut maschinell bearbeiten, ist gut zu nageln, zu schrauben und zu verleimen. Es hat sehr gute Festigkeitswerte, eine ausgezeichnete Druckfestigkeit und läßt sich unter Dampf gut biegen. Verwendung findet American Ash für Möbel, Fußböden, Türen, hochwertige Tischlerarbeiten und Leisten sowie Werkzeuggriffe und Drechslerarbeiten.

Aspen

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Aspen ist ein in den ganzen USA verbreitetes Laubholz. Es besitzt einen weißen Splint, der ins hellbraune Kernholz übergeht, wobei der Unterschied gering ist. Das Holz hat eine feine, gleichmäßige Struktur und ist geradfaserig mit einer geringen Biegefestigkeit und Steifigkeit und einer mittleren Druckfestigkeit. Aspen spaltet nicht beim Nageln und lässt sich gut maschinell bearbeiten. Zudem ist es leicht zu drechseln, bohren und schleifen. Aspen ist eine echte Pappel und besitzt daher ähnliche Merkmale und Eigenschaften wie Cottonwood und europäische Pappel. Verwendet wird das Holz beispielsweise für Türen, Leisten, Bilderrahmen und Spielzeug. Wichtige Spezialzwecke sind Saunalatten wegen der niedrigen Hitze-Leitfähigkeit und Eßstäbchen.

Asphalt

auch: Asphaltbinderschicht, Asphaltträgerschicht, Asphaltdeckschicht

Asphalt ist ein natürliches oder künstliches Gemisch von Bitumen und Mineralstoffen. Asphalt wurde im 19. Jahrhundert entwickelt, um gegen den Staub auf den Strassen anzukämpfen. Asphalt passt sich an die Bodenunebenheiten an und weist ein ausgezeichnetes Haftvermögen sowie eine gute Widerstandsfähigkeit gegenüber chemischen Produkten auf. Wie bei Beton bilden die Mineralstoffe als Zuschlag den Hauptbestandteil des Asphalts. Sie haben daher auch großen Einfluss auf die Asphalt-Eigenschaften. Verwendet wird Asphalt im Straßenbau, Wasserbau oder beim Bau von Flughäfen. Je nach Verwendungszweck und Belastung der Verkehrsfläche werden verschiedene Asphaltschichten maßgeschneidert paketartig aufeinander gebaut, um die jeweilige Belastungen dauerhaft aufnehmen zu können. Die Asphalttragschicht ist 8-22 cm dick, nimmt hohe Belastungen auf und verteilt die Verkehrslasten auf die Unterlage. Sie ist eine gleichmäßige und standfeste Unterlage für die darüberliegenden Schichten. Die 4-8 cm dicke Asphaltbinderschicht erhöht die Ebenheit der Unterlage und nimmt die Schubspannungen aus der Verkehrsbelastung auf. Die Asphaltdeckschicht ist für die Oberflächenigenschaften der Verkehrsfläche verantwortlich (Griffigkeit, Lärmreduzierung usw.). Sie ist 1-4 cm dick und je nach Anforderungen und Wünschen in Textur und Farbe variabel gestaltbar.

Asphaltbeton

Asphaltbeton wird im Straßenbau als Deckschicht verwendet. Er ist für alle Belastungen geeignet und wird daher am häufigsten eingesetzt. Er besteht aus Edelsplitt, Edelbrechsand, Natursand, Füller und Bitumen. Die Korngröße des mineralischen Anteils kann dabei bis zu 16 mm betragen. Damit die Decke aus Asphaltbeton die geforderte Rauheit bzw. Anfangsgriffigkeit bekommt, muss sie abgestumpft werden. Zum Abstumpfen wird Splitt auf die noch heiße Deckschicht gestreut und mit Walzen fest eingedrückt. Abstreumaterial, das nicht gebunden wurde, muss anschließend entfernt werden.

Asphaltbinderschicht

siehe Asphalt.

Asphaltdeckschicht

siehe Asphalt.

Asphaltkitt

Asphaltkitt ist ein Dichtungskitt auf der Basis von Asphalt. Er wird beispielsweise gegen aufsteigende Feuchtigkeit und in Kanalisationen verwendet. Er besteht aus hochfließendem Bitumen mit Zusätzen von Kalk, Quarz, Zement, Asbest oder aber auch Ölen.

Asphaltlack

auch: Asphaltlacke

Mit Asphaltlack bezeichnet man eine dunkelbraune bis schwarze Mischung aus Wachs, Harz und Asphalt. Sie ist leicht schmelzbar und löst sich in organischen Lösungsmitteln wie Benzin, Petroleum oder Terpentin. Wegen seiner Beständigkeit gegen Säuren wird Asphaltlack als Abdeckschicht in Ätzprozessen bei der Herstellung von Druckformen verwendet. Seit der Antike dient Asphaltlack zudem als Korrosionsschutz. Als Lasurfarbe verdünnt wurde der Lack als Metallfärbungsmittel zur patinierenden Brünierung von Bronzestatuen verwendet.

Asphaltmastix

auch: Mastix

Asphaltmastix ist ein Gemisch aus Bitumen, Gesteinsmehl und Sand mit einem Massenanteil an Bitumen von 13 bis 22 %. Asphaltmastix verwendet man hauptsächlich zur Herstellung von Gussasphalt und Asphaltplatten. Im Wasserbau wird Asphaltmastix auf Böschungen mit größeren Neigungen meist zur Verfüllung von Steinschüttungen oder Setzsteinen verwendet und bildet mit dem Steinwerk die wasserdichte Lage. Auch zum Schutz vor Erosion am Boden von Gewässern kann Asphaltmastix mit speziellen Verlegemaschinen selbst unter Wasser eingebaut werden. Auf Grund des dichten und hohlraumfreien Aufbaus härtet das Bindemittel nicht nach und die Eigenschaften der Gemische bleiben dauerhaft erhalten.

Asphaltpappe

auch: Teerpappe

Asphaltpappe bzw. Teerpappe ist mit Asphalt beschichtete Pappe, die beim Teerpappendach Einsatz findet. Asphaltpappe wird umgangssprachlich meist als Dachpappe bezeichnet.

Asphaltplatte

auch: Asphaltplatten

Asphaltplatten sind strapazierfähige und hochbelastbare Fußbodenbeläge mit einer Abmessung von 25 x 25 cm und Dicken zwischen 3 und 5 cm. Sie bestehen aus pulverförmig gemahlenem und erhitztem Naturasphalt oder aus Naturstein mit Bindemitteln, deren Oberflächenschicht mittels Metalloxiden dunkelrot,grün oder grau eingefärbt sein kann. Asphaltplatten besitzen eine hohe Elastizität und Trittsicherheit. Aufgrund ihrer strapazierfähigen Oberfläche werden Asphaltplatten überwiegend im gewerblichen Bereich als Fußbodenbelag eingesetzt.

Asphaltplattenbelag

auch: Asphaltplattenbeläge

Asphaltträgerschicht

siehe Asphalt.

Ast

auch: Astigkeit, Äste

Äste sind die wichtigsten Merkmale der Gütesortierung von Rund- und Schnittholz. Bei der Beurteilung der Qualität von Stammholz ist dessen Astigkeit ein wesentliches Merkmal. In 80-90% der Fälle ist die Astigkeit sortierungsentscheidend mit entsprechendem Einfluss auf den Verkaufspreis. Bei Schnittholz werden als Äste die Teile ehemaliger Äste bezeichnet, die im zugeschnittenen Holz verblieben sind (siehe auch Durchfallast Schwarzast, Verwachsener Ast, Flügelast, Punktast, Astquirl).

Asteiche

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Jeder Baum hat Äste, natürlich auch die Eiche. Eine spezielle Baumart "Asteiche" gibt es also nicht. Wohl aber sprechen vor allem Holzhändler und Denkmalpfleger von Asteiche, wenn Massivholzdielen eingebaut werden sollen, die besonders astig und damit rustikal wirken und historischen Vorbildern entsprechen sollen. Die Asteiche ist somit eine handsortierte Hobeldiele. Die Breiten liegen zwischen 200 und 480 mm und die Längen bis etwa 4,20 m bei einer Brettstärke von 35 mm. Dielen mit wirklich schadhaften Ästen werden natürlich aussortiert oder es werden die Äste ausgebohrt und repariert.

Astflickautomat

auch: Astflickautomaten

astgetrocknetes Holz

auch: astgetrocknete, Hölzer

Von astgetrocknetem Holz spricht man, wenn der gefällte Stamm etwa zwei Monate im Wald verbleibt, um dort 50 % seiner Holzfeuchte zu verlieren. Dieses Holz ist witterungsbeständiger und neigt weniger dazu, zu reißen, sich zu verdrehen oder zu verwinden. Astgetrocknetes Holz ist wertvoller als kammergetrocknetes (das heißt technisch getrocknetes) Holz. Beim Bau von Blockhäusern ist das von besonderer Wichtigkeit.

Astigkeit

siehe Ast.

Astlochbohrmaschine

auch: Astlochbohrmaschinen

Mit der Astlochbohrmaschine können Äste ausgebohrt, Querholzzapfen hergestellt und Beschläge eingebohrt werden. Astlochbohrmaschinen gibt es in Ständerbauweise oder als Wandmaschine. Sie besitzen in der Regel drei bis fünf Bohrspindeln. Diese können einzeln nach unten und mit einer Feder in die Ausgangslage zurückbewegt werden. Eine Weiterentwicklung stellt der Astflickautomat dar. Dieser bohrt den Ast automatisch aus, spritzt Leim ein und presst anschließend den Zapfen oder Dübel ein.

Astlochdübel

Astlochstopfen

auch: Astlochdübel

Astlochstopfen sind kleine, runde Holzstückchen, die an Stelle von ausgebohrten Ästen eingesetzt werden, damit eine optisch einwandfreie Oberfläche entsteht. Die Astlochstopfen sind dabei natürlich aus dem selben Holz, wie das zu reparierende Holzbauteil. Nach dem Einsetzen des Astlochstopfen kann die Oberfläche ganz normal weiterbearbeitet werden (gehobelt, geschliffen usw.). Die bearbeitete Stelle ist dann kaum noch zu erkennen.

Astquirl

auch: Astquirle

Von einem Astquirl wird bei einem Baum gesprochen, wenn eine Reihe von Ästen alle auf der gleichen Höhe am Stamm sternförmig abzweigen. Diese Zeichnung ist zum Beispiel bei einer Fichte häufig zu beobachten und allgemein nur bei Nadelhölzern zu finden.

Astsäge

auch: Astsägen

Astsägen haben ein gekrümmtes Sägeblatt und arbeiten auf Zug. Wie der Name bereits sagt, werden sie zum Sägen von Ästen verwendet. Dies funktioniert kraftsparend selbst bei dicken Ästen in großer Höhe. Dafür gibt es Astsägen häufig mit einem Teleskop-Arm. Neben den mit der Hand zu benutzenden Astsägen gibt es auch elektrische Astsägen. Bei elektrischen Astsägen ist eine Konstruktion, die einer kleinen Kettensäge ähnelt, an einer Teleskopstange montiert. Auf Knopfdruck rotieren Kreissägeblatt oder Sägekette (je nach Bauart) und schnell kann der Heimgärtner auch höher liegende Äste schneiden. Der Motor einer Astsäge funktioniert in aller Regel mit einem leistungsfähigen Akku oder mit Anschluss an das Stromnetz.

Astschere

auch: Amboss-Astschere, Teleskop-Astschere, Ambossschere, Astscheren

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Eine Astschere ist ein Gartengerät mit langen Hebeln, die das Schneiden auch von dickeren Ästen ermöglicht. Astscheren gibt es als Amboss-Astschere oder Bypass-Astschere. Junges, grünes und weniger hartes Schnittgut wird am besten mit der Bypass-Astschere geschnitten. Hier haben beide Klingen eine Schneide und sorgen für einen glatten, präzisen Schnitt. Bei trockenem Gehölz und stärkeren Ästen sollte dagegen eine Amboss-Schere zum Einsatz kommen. Dabei drückt eine Klinge auf einen fixierten Amboss. Das Schnittgut wird so während des Schneidens festgehalten und kann nicht mehr ausweichen oder verrutschen. Mit einer guten Astschere können selbst stärkere Äste von bis zu etwa 40 mm Durchmesser mühelos durchtrennt werden. Noch dickere Äste sollten besser mit einer Baumsäge bearbeitet werden. Astscheren müssen sehr stabil sein und gleichzeitig nicht zu schwer, weil häufig mit nach oben gestreckten Armen gearbeitet wird. Damit auch länger andauernde Arbeiten nicht zu anstrengend werden, besitzen einige Modelle eine Hebelübersetzung, die eine spürbare Kraftersparnis bewirkt. Eine weitere Verbesserung des Arbeitskomforts versprechen Klingen mit einer Teflonbeschichtung. Sie verhindert, dass Schnittgut und Schmutz haften bleiben und ermöglicht so ein leichteres Arbeiten und auch eine schnellere Reinigung des Werkzeuges nach dem Einsatz. Um auch Äste erreichen zu können, die etwas weiter entfernt sind, sollten Teleskop-Astscheren verwendet werden. Deren Griffe lassen sich mit einem einfachen und sicheren Rastmechanismus herausziehen und verlängern. Ein Balanceakt auf Zehenspitzen ist nicht nötig. Gleichzeitig wird durch die längeren Schäfte auch die Hebelwirkung verstärkt.

Atemschutz-Halbmaske

auch: Atemschutz-Halbmasken

Atemschutzkissen

Atemschutzkissen werden im Brandfall mit dem Handballen gegen den Mund gepresst, wobei Daumen und Zeigefinger die Nase fest zudrücken müssen. Ähnlich wie die Brandfluchthauben schaffen sie eine Überlebenszeit von 15 Minuten, da in das Kissen ein Aktivkohlefilter eingebaut ist, der der einzuatmenden Luft die Brandgase entzieht. Gegen eine Bereithaltung dieses relativ preiswerten Hilfsmittels in Privathäusern ist sicherlich nichts einzuwenden, denn gerade hier ereignen sich die meisten tödlichen Brandunfälle.

Atemschutzmaske

auch: Atemschutz-Halbmaske, Atemschutzmasken

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Werden bei Tätigkeiten Stäube, Gase oder Dämpfe frei und ist keine effektive Absaugung dieser Gefahrenstoffe vorhanden, muss Atemschutz getragen werden. Beim Bohren, Fräsen, Schleifen und Sägen werden Stäube freigesetzt. Fasern treten bei Verlegen oder Abreißen von Dämm-Material auf. Beim Schweißen entstehen Rauche. Um diese und andere Gefahrenstoffe aus der Atemluft zu filtern, werden Atemschutzmasken als partikelfiltrierende Halbmasken oder Halb- und Vollmasken eingesetzt. Atemschutzmasken mit höherer Schutzfunktion sind nach der europäischen Norm EN149 in die Schutzstufen FFP1, FFP2 und FFP3 (filtering face piece; in den USA N-95- und N-99-Filter) eingeteilt. Die Filterklassifikation bezieht sich auf die Schutzwirkung vor Partikelgrössen (max. 0.6 μm). Sie liegt bei FFP2-Masken bei min. 95% und bei FFP3-Masken bei min. 99%.

ätherische Öle

Ätherische Öle werden durch Auspressen, Wasserdampfdestillation oder Extraktion gewonnen - und zwar auch aus verschiedenen Holzarten. Ätherische Öle sind vielfach den sog. Naturfarben beigegeben. Aus Zedern- oder Kiefernholz extrahierte ätherische Öle, als Zedernholzöl oder Pineöl erhältlich, können als natürlicher Holzschutz dienen, da sie "pilzwidrig" wirken und Schädlinge fern halten.

atmende Baustoffe

auch: atmender, Baustoff

"Atmende" Baustoffe sind ein sehr allgemein gehaltenes Schlagwort für die Fähigkeit etwa von Porenbeton oder Ziegelsteinen, feuchte Raumluft - also den Wasserdampf - aufzunehmen, nach einiger Zeit wieder abzugeben (dann nämlich, wenn der Raum frei von Dampf geworden ist) oder ihn ganz nach draußen zu befördern. Diese wundersame Wirkung der Diffusion stimmt so allerdings nur eingeschränkt. Richtig ist, dass sich an den sogenannten gasdichten Baustoffen feuchte Raumluft nieder lässt, die bei richtigen Belüftungssystemen aber auch wieder verschwindet. Genauso richtig ist, dass überhaupt keine "Atmung" mehr stattfindet, wenn vor die diffusionsoffenen Bauteile eine Wärmedämmung oder gar eine Dampfbremse eingebaut worden ist. Der Sanierputz ist auch diffusionsoffen. Es ist richtig, ihn anzubringen, wenn Feuchte im Keller herrscht.

Atmosphäre

Atmosphäre nennt man die Lufthülle, die unsere Erde umgibt. Sie besteht aus Stickstoff (ca. 78%) und Sauerstoff (ca. 21%) sowie Spurengasen. Außerdem enthält sie Staub sowie Wasser, das sie aus der Verdunstung der Meere, Seen und Flüsse aufnimmt und bei Überschreitung des Sättigungsgrades als Niederschlag an die Erde zurückgibt. Bedeutsam ist auch das in der oberen Atmosphäre enthaltene Ozon als Filter gegen die harte UV-B-Strahlung der Sonne.

atmosphärischer Brenner

auch: atmosphärische, Brenner

Gas-Spezial-Heizkessel können mit einem Gebläserbrenner oder einem atmosphärischen Brenner ausgestattet sein. Diese kommen ohne aufwendige Mechanik aus und sind deshalb vergleichsweise robust. Die zur Verbrennung notwendige Primärluft wird allein auf Grund des natürlichen Überdrucks in der Gasleitung angesaugt und noch vor dem Brennerrohr mit dem Gas zusammengeführt. Deshalb bezeichnet man solche Geräte auch als Vormischbrenner. Durch winzige Löcher am Brennerkopf tritt das Gemisch aus und wird elektronisch gezündet. Diese Technik wird bei modernen Geräten noch durch eine modulierende Brennerregelung optimiert. Je nach aktuellem Wärmebedarf passen die modulierenden Brenner ihre Leistung automatisch an den jeweiligen Wärmebedarf an, sind also immer optimal ausgelastet. Dadurch sinkt die Zahl der Brennerstarts, und der Kessel setzt weniger Schadstoffe frei. Zur sauberen Verbrennung trägt zudem eine vergrößerte Brennoberfläche bei. Das Gas verbrennt dadurch bei niedrigeren Temperaturen und ist deshalb sauberer.

Atmungsfähigkeit

Bei Baustoffen wird häufig von Atmungsfähigkeit gesprochen. Dies ist nicht korrekt, nur Lebewesen können atmen. Eigentlich ist jedoch gemeint, dass die Baustoffe wasserdampfdiffusionsfähig sind. Das bedeutet, dass Wasserdampf in dem Maße ungehindert durch einen Wandaufbau diffundieren kann, damit es nicht zu einem Feuchtigkeitsstau, zur Blasenbildung oder zu anderen negativen Erscheinungen wie Schimmelpilzbildung kommt. Durch Auftragen eines mineralischen Putzsystems oder eines Kunstharzputzes wird das Diffusionsvermögen eines Wandaufbaus nicht beeinträchtigt, da alle Arten - mit Ausnahme von Buntsteinputz, der im allgemeinen außen nur im wasserdichten Sockelbereich verwendet wird - gut wasserdampfdurchlässig sind. Selbst das Anbringen eines dickschichtigen Wärmedämm-Verbundsystems wirkt nachweislich nicht so stark dampfbremsend, als dass dadurch die erforderliche Diffusionsfähigkeit beeinträchtigt werden würde. Ein wünschenswerter Aspekt bei diffusionsfähigen Materialien ist die Feuchtepufferung. Sie ermöglicht porösen und hygroskopischen Wänden, dass sie einen Teil der Feuchtigkeit aufnehmen und die Feuchtespitze dadurch dämpfen können. Dadurch kann die schwankende Feuchteproduktion in Wohnräumen durch Kochen, Duschen, etc. abgemildert werden.

Atrium

Atrium ist die aus dem Lateinischen stammende Bezeichnung für einen Innenhof, der von einem Gebäude umschlossen ist. Diese Bauweise der alten Römer erfüllte vor allen den Zweck, sommerliche Hitze erträglicher zu machen, da immer eine Hälfte des Atriumhauses im Schatten lag. Die Außenmauern speicherten zudem die Hitze und gaben sie nachts langsam wieder an die kühlere Außentemperatur ab. Das Atrium war zudem begrünt, in ihm sprudelte meistens ein Brunnen. Das alles hatte nicht nur optische, sondern vor allem Klimatisierungsgründe.

Atrium-Bungalow

auch: Atrium-Bungalows, Atriumbungalow

Ein Atrium-Bungalow ist ein Bungalow mit Atrium. Typisch für den Atrium-Bungalow ist der von Mauern bzw. Wohnhaus umgebene Innenhof. Diese Bauweise war in den 60-er und 70-er Jahren populär, damals entstanden viele Siedlungen mit derartigen Bungalows in Reihenhausbauweise, wobei das Atrium meist von zwei Seiten eines Winkelbungalows und zwei einzelnen Mauern oder der Giebelwand eines Nachbar-Bungalows umgrenzt wurde.

Atriumhaus

auch: Atriumhäuser

Haus mit einem Atrium. Atriumhäuser mit umbautem Innenhof kamen in der 60-er Jahren auch in der Bundesrepublik auf, meistens in der Bauform eines Atrium-Bungalows. Die teuren Grundstückspreise und ein verändertes Empfinden für Bauformen und Baustile haben jedoch dazu geführt, dass Atriumhäuser kaum mehr gebaut werden. Die ursprünglich von den alten Römern in Deutschland eingeführte Bauform läßt sich auch heute noch in Deutschland begutachten, z. B. in der antiken Römervilla in Mehring an der Mosel.

Attika

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Eine Attika ist eine niedrige Wand über dem Haupt-Gesims eines Gebäudes, mit der das Dach verdeckt werden soll. In der klassischen Baukunst wurde eine Attika häufig mit Figuren bekrönt. Von der Renaissance über Barock bis zum Klassi­zis­mus war die Attika ein beliebtes dekoratives Architekturelement. Im modernen Bauwesen ist eine Attika nur noch die mit Blech verkleidete Erhöhung am Rand eines Flachdachs, siehe Foto.

ätzen

Ätzen ist ein chemischer Vorgang, bei dem durch Zugabe von Säure Metall, Glas und andere Werkstoffe in ihrer Oberflächenbeschaffenheit verändert werden können. Werbeembleme und Schriftzüge können dauerhaft in Metalloberflächen geätzt werden, wodurch eine dezente Werbewirkung entsteht, die die Optik einer Metallfassade nicht beeinträchtigt. Durch Behandlung von Floatglas mit Flußsäure kann ein glänzendes, mattes oder frostiges Dekor erzielt werden. In alten Kaffeehäusern sieht man gelegentlich in das Glas geätzte Darstellungen. Heutzutage werden solche nostalgischen Effekte in der Regel durch Farbaufdruck im Siebdruck erzielt.

Ätzglas

auch: Ätzgläser

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Möglichkeit, Glas dekorativ zu gestalten. Bei Ätzglas wird durch die Ätzung des Glases mit Flußsäure das Motiv aus einer Kombination von durchsichtigen und matten Stellen gebildet. Es wird als Negativzeichnung mit Asphaltlack oder Wachs abgedeckt und die Glasplatte dann geätzt. Durch mehrfache, aufeinander folgende Ätzungen können vielfache Schattierungen erzeugt werden, die teilweise zusätzlich eingefärbt werden.

Ätzkali

ähnlich wie: Natriumhydroxid

Ätzkalk

auch: Ätzkalke

siehe Branntkalk.

Ätznatron

Aufbaudownlights

auch: Aufbaudownlight

Aufbaukollektoren

auch: Aufdachkollektoren

Bei der Montageart von Solarkollektoren unterscheidet man Indachkollektoren, Aufbaukollektoren und Fassadenkollektoren. Der Aufbaukollektor bzw. Aufdachkollektor wird entweder auf einem Flachdach aufgeständert oder mittels Schienensystem auf einem geneigten Dach montiert. Da der Kollektor auf das Dach montiert wird ist die transparente Abdeckung des Kollektor dabei nicht (im Gegensatz zu Indachkollektoren) die witterungsbeständige Dachhaut. Der Kollektorrahmen muss aber witterungsbeständig sein. Die Modulgrößen für Aufdachkollektoren liegen zwischen 1,5 und 3 m² (Bruttokollektorfläche). Bei der Nachrüstung einer Solaranlage in bestehende Gebäude mit Schrägdächern ist eine Aufdachmontage preisgünstiger als eine Dachintegration da die bestehende Ziegeleindeckung nur an wenigen Punkten durchbrochen wird, ohne die Dichtigkeit des Daches zu gefährden.

Aufbauleuchte

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Aufbauleuchte ist die Bezeichnung der Lichttechniker und Elektriker für eine Leuchte, die nicht irgendwo eingebaut, sondern auf eine Wand montiert, also "aufgebaut" wird. Aufbauleuchten gibt es tausenden Varianten für den Einsatz im Innen- und Außenbereich. Unser Foto zeigt die Aufbauleuchte "Mike Tango 1" der Fa. Nimbus.

Aufbereitung

Aufbeton

Als Aufbeton bezeichnet der Betonbauer auf ein bereits vorhandenes Bauteil aufgebrachter Frischbeton beliebiger Dicke. Das vorhandene Bauteil kann beispielsweise Ziegeleinhängedecke oder ein Betonfertigteil sein. Insbesondere bei Elementdecken findet planmäßig eine Ortbetonergänzung statt. Durch den Aufbeton wird die Tragfähigkeit der Decke erhöht. Besondere Aufmerksamkeit muss der Verbundfuge gegeben werden. Diese muss insbesondere frei von Verunreinigungen durch Fremdstoffe sein, und der Altbeton sollte vorgenässt sein.

Aufboden-Installationskanal

auch: Aufboden-Installationskanäle

Aufboden-Installationskanäle sind Kabelkanäle für die Bodenmontage. Genauer gesagt werden sie auf dem fertigen Fußboden befestigt. Das unterscheidet sie von den Unterflur-Installationskanälen. Die Systeme für die Aufbodenmontage sind sehr flach konstruiert und haben zum Raum hin eine Neigung. Darüber hinaus sind sie so stabil, dass man auf sie treten kann. Um ein harmonisches Bild zu haben, werden die Aufbodenkanäle mit dem Teppichboden des Raums beklebt. Beide Systeme, das Unterboden- und das Aufbodensystem, sind aus Metall und müssen sauber geerdet sein.

Aufbodenkanal

auch: Aufbodenkanäle

Aufbohrschutz

auch: Anbohrschutz

Ein Anbohrschutz verhindert das leichte Aufbohren eines Schließzylinders bei einem Türschloss. In der Regel ist der Aufbohrschutz so realisiert, dass durch den Schließzylinder ein Stahlstift geführt wird. Dieser sitzt vor den Stiften, die die Schließung des Zylinders steuern. Neben diesem mechanischen Aufbohrschutz gibt es auch noch den elektronischen Aufbohrschutz. Hier wird vor den Zuhaltungen, gegebenenfalls um das gesamte Objekt, ein elektrischer Leiter (Draht, Folie) verdeckt aufgebracht, durch den ein Strom fließt. Diese Ruhestromschleife wird an eine Alarmanlage angeschlossen.

Aufbrennen

Unter Aufbrennen versteht man das starke Absaugen von Anmachwasser durch den Untergrund nach Aufbringen von Putz, Mörtel oder Farbe. Bei stark oder unterschiedlich saugenden Untergründen entnimmt der Trägerbaustoff ( z.B. Porenbeton oder Mischmauerwerk) zum Beispiel dem noch feuchten Putz in einer ungleich höheren Geschwindigkeit freies ungebundes Wasser, als das dieser in der Lage ist, dieses ungebundene Wasser (beim Gipsputz) chemisch zum Gipsstein zu binden. Dadurch wird in der Randzone des Putzes zum Trägerbaustoff hin eine "wasserarme" Zone geschaffen, die das nicht ausreichende Aushärten des Putzes begünstigt. Der Gipsstein haftet nicht an der Wand, sondern löst sich. Auch Mörtel und Farbe können aufbrennen, das heißt ihnen wird zu schnell Feuchtigkeit entzogen. Auch hier ist ein zu stark oder unterschiedlich saugender Untergrund die Ursache. Um das Aufbrennen zu verhindern, muss der Untergrund mit einer Grundierung wie beispielsweise eine Aufbrennsperre vorbehandelt werden. Mögliche Folgen des Aufbrennens sind Störungen der Verbundfestigkeit, Rissbildung sowie Unebenheiten.

Aufbrennsperre

auch: Aufbrennsperren

Eine Aufbrennsperre ist eine spritz- und streichfertige Spezial-Grundierung zur Vorbehandlung von stark saugenden Untergründen. Insbesondere Porenbetonsteinen müssen vor dem Auftragen von Putz mit einer Aufbrennsperre angestrichen werden. Sie verhindert das Aufbrennen des Putzes.

Aufdach

siehe Dachreiter.

Aufdachkollektoren

Aufdachrinne

auch: Aufdachrinnen

Aufdampfglas

auch: Aufdampfgläser

Als Aufdampfglas wird spezielles Glas auf der Basis von Borsilicat-und Calcium-Alumosilicatglas bezeichnet, das im Vakuum festhaftende Schutzschichten für Edelmetallbeschichtungen liefert.

aufdoppeln

siehe Aufdoppelung

Aufdoppelung

auch: Aufsattelung, Aufdoppelungen

Unter einer Aufdoppelung bzw. Aufsattelung versteht man das Aufnageln, Aufschrauben oder Aufkleben eines Holzteiles auf einen Balken o.ä., um eine zu geringe Aufbauhöhe auszugleichen. Eine Aufdoppelung kann auch beispielsweise bei Dachsparren notwendig sein, um die Tragfähigkeit zu erhöhen oder um eine Balkenhöhe zu erhalten, zwischen der man auch Dämmlagen von 160 und mehr Millimeter einbauen kann.

Auffangnetz

auch: Bauschutznetz, Auffangnetze

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Auffangnetze haben sich beim Verlegen großformatiger Elemente für die Dacheindeckung ebenso wie als Auffangeinrichtung auf oder unter Deckenöffnungen bewährt. Ihr Vorteil gegenüber Fanggerüsten besteht darin, dass bei einem tatsächlichen Absturz eine Person im Netz weicher aufgefangen wird als durch den harten Belag eines Fanggerüstes. Beim Aufprall auf dessen Holz- oder Metallbelag sind auch schwerere Verletzungen nicht ausgeschlossen. Damit das Bauschutznetz auch seiner Funktion als Absturzsicherung gerecht werden kann, müssen die Vorgaben der berufsgenossenschaftlichen Einsatzregeln BGR-179 beachtet werden.

auffüttern

Nicht immer passt im Stahl- oder Holzbau so alles zusammen, wie es sollte. Daher müssen Stahlbleche, Keile, Latten oder Bretter aufgeschweißt, aufgenietet, aufgelegt oder aufgenagelt werden, um die erforderliche Höhe zu bekommen. Dies nennt man "auffüttern".

aufgedoppelte Brettertür

siehe Brettertür.

Aufgehendes Mauerwerk

Damit wird das Mauerwerk oberhalb des Sockels bezeichnet. Der Sockel ist der Wandbereich von der Geländeoberkante bis 30 cm aufwärts. Unter dem Begriff aufgehendes Mauerwerk werden demnach Aussen- und Innenwände sowie die das Gebäude aussteifenden Innenwände verstanden.

aufgelöste Bohrpfahlwand

auch: aufgelöste, Bohrpfahlwände

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Eine Möglichkeit der Bohrpfahlwand ist die aufgelöste Bohrpfahlwand. Sie kann eingesetzt werden, wenn kein Grundwasser ansteht und sich im Boden im Bereich zwischen den Pfählen eine natürliche Gewölbestützwirkung ausbildet. Der Pfahlabstand ist abhängig von der Bodenart. Der freie Boden kann zusätzlich durch Aufbringen von Spritzbeton gesichert werden. Bei der aufgelösten Bohrpfahlwand sind alle Pfähle bewehrt, der Achsabstand ist je nach statischen und geologischen Erfordernissen wesentlich größer als der Bohrpfahldurchmesser.

aufgesattelte Treppe

auch: aufgesattelte, Treppen

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Bei aufgesattelten Treppen werden die Trittstufen rechts und links auf Tragholme aufgesetzt. Die geneigten Tragholme benötigen daher eine waagerechte Auflage. Die waagerechte Auflage kann auf unterschiedliche Weise hergestellt werden. Die erste Möglichkeit ist, dass die Tragholme treppenartig ausgeschnitten sind. Die Maße der Wangenausschnitte entsprechen dabei den Steigungshöhen und Auftrittsbreiten der Treppe. Anstatt Tragholmen aus Holz werden auch stufenförmig verschweißte Vierkantstahlrohre als Treppenträger verwendet. Eine weitere Möglichkeit ist, auf die Tragholme Konsolen aufzudübeln. Die Konsolen, auf denen die Trittstufen aufliegen, sind meist schmaler als die Tragholme.Die Trittstufen können auch Stützfüße bekommen. Dann liegt die Trittstufe an der einen Seite auf den Tragholmen und an der anderen Seite auf zwei Stützfüßen. Diese sind auf der unteren Trittstufe befestigt. Die Stützfüße können aus Metall oder Holz sein.

aufgesetzter Warmwasserspeicher

Der aufgesetzte Warmwasserspeicher wird auf den bodenstehenden Kessel gesetzt und benötigt somit keinen eigenen Stellplatz. Kessel und Speicher bieten ein geschlossenes Gesamtbild ohne sichtbare Verbindungsleitungen. Wegen der kurzen Verbindungswege sind die Rohrleitungsverluste minimal.

aufgesetzte Sprossen

auch: aufgesetzten, Sprossen

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Aufgesetzte Sprossen sind eine Variante des Sprossenfensters. Bei diesem Sprossensystem wird bereits bei der Produktion der Isolierglasscheiben eine aus Aluminium- oder Kunststoffprofilen gefertigte Abstandhalterkonstruktion mit der vorgegebenen Sprossenaufteilung im Scheibenzwischenraum positioniert. Nachdem der Fensterflügel verglast ist, werden auf die Innen- und die Außenseite der Isolierglasscheibe die Sprossen in einer Flucht mit dem zwischen den Scheiben befindlichen Kreuz aufgeklebt. Diese Variante vermittelt den Eindruck echter durchgehender Sprossen.

Aufgrabung

auch: Aufgrabungen

Aufgrabung ist ein Begriff aus dem Straßenbau. In diesen länglichen Aufgrabungsschacht werden Leitungen verlegt (Wasser, Strom, Gas, Telefon usw.). Ist die Ausgrabung tiefer, müssen die Wände mit Holz stabilisiert werden. Ist sie weniger als 40 cm breit, darf die Ausgrabung laut Gesetz nicht betreten werden. Nach dem Verlegen der Leitungen, wird die Aufgrabung wieder lagenweise zugeschüttet und verdichtet. Abschließen wird die Oberfläche (z.B. in Form von bituminösen Belägen oder Pflastersteinen) wieder hergestellt.

Aufguss

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Aufguss ist ein Begriff aus dem Saunavokabular. Um in einer Sauna Dampf zu erzeugen, wird Wasser aus einem hölzernen Schöpflöffel auf die Steine des Saunaofens geschüttet. Das aufgegossene Wasser, daher der Name Aufguß, das häufig mit ätherischen Ölen versetzt ist, zischt dabei auf und verdampft sofort.

Aufhaldung

Die Aufhaldung zählt zu den einfachsten Lagerungsarten von Schüttgut. Bei ihr werden mit Austragebändern die einzelnen Produkte wie beispielsweise Kies oder Sand von der Anlage wegtransportiert und zu Kegeln geschüttet. Sind die Bänder um eine vertikale Achse schwenkbar, so erhält man großvolumige Nierenhalden.

Aufhängebewehrung

Unter einer Aufhängebewehrung werden Bewehrungselemente (Bügel oder Schrägstäbe) verstanden, die die Kräfte eines Bauteils in ein anderes einleiten. Diese nimmt dann die Kräfte auf. Eine Aufhängebewehrzng muss bei indirekter Auflagerung eines Bauteils im Kreuzungsbereich der Bauteile vorgesehen werden.

Aufhängenase

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Die Aufhängenase ist Teil eines Falzziegels (siehe Abbildung N). Sie dient dem Einhängen des Dachziegels in die Dachlatten.

Aufheizen

Als Aufheizen wird das Hochfahren der Fußbodenheizung bezeichnet. Dies geschieht nach vorgegebenem Heizschema auf die geplante Vorlauftemperatur nach einer bestimmten Liegezeit des Estrichs. Damit Heizestriche schadensfrei betrieben werden können, ist es notwendig, diese auf- und auszuheizen, bevor z. B. Bodenbeläge verlegt werden.

Aufheizprotokoll

Das Aufheizprotokoll ist das vom Heizungsbauer anlässlich der Inbetriebnahme einer Warmwasser-Fußbodenheizung zu erstellende Protokoll. Es muss folgende Angaben enthalten: - Aufheizdaten mit den jeweiligen Vorlauftemperaturen - Erreichte maximale Vorlauftemperatur - Betriebszustand und Außentemperatur bei Übergabe

Aufholz

siehe Obholz.

Aufkeilrahmen

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Flach geneigte Dächer bieten wenig Kopffreiheit. Damit man auch hier bequem am Fenster stehen und die Aussicht genießen kann, gibt es den Aufkeilrahmen. Er wird, wie der Eindeckrahmen, zwischen Dachhaut und Dachflächenfenster montiert und ist besonders geeignet für Dächer mit einer Neigung von weniger als 35º. Er erhöht die Neigung des Dachwohnfensters um 10º und schafft so zusätzlichen Raumgewinn, da mehr Wohnfläche mit voller Stehhöhe entsteht. Zusätzlich fällt bei gleicher Fensterfläche durch die steilere Neigung mehr Morgen- und Abendlicht ein, ohne dass die Menge des Mittagslichtes größer wird.

auf Kipp stellen

"Auf Kipp stellen" ist die umgangssprachliche Floskel, wenn ein Drehkippfenster in die sogenannte Kippstellung gebracht werden soll. Die Kippstellung ist wesentlich ineffizienter als die sog. Stoßlüftung. Da millionenfach Fenster über Stunden oder sogar permanent "auf Kipp" stehen, wird erhebliche Heizenergie sinnlos an die Außenluft abgegeben.

Aufklauung

auch: Überklauung, Klauenverbindungen

Aufklauung bezeichnet eine zimmermannsmäßige Holzverbindung. Eine Aufklauung findet man häufig bei den Sparren von Dächern. Dieser Begriff ist von einem gespreizten zweizehigen Huf abgeleitet, dementsprechend wird bei einer Klaue durch einen Einschnitt das Holzende gespreizt. Bei einer Lagesicherung sind aber oftmals zusätzliche Sicherungen (Holznägel und Eisennägel) notwendig. Von einer Aufklauung spricht man, wenn die Klaue an einem Holzende angebracht wird. Überkreuzen sich Hölzer wird von einer Überklauung gesprochen.

Aufladelöscher

Beim Aufladelöscher als Variante eines Feuerlöschers befinden sich Löschmittel und Treibgas in zwei getrennten Behältern. Erst im Einsatzfall wird der sonst drucklose Löschmittelbehälter “aufgeladen”, d.h. durch das Treibgas unter Betriebsdruck gesetzt. Dieses System ist modern und wartungsfreundlich. Bei der Druckprüfung muss hier lediglich das Gewicht der Treibmittel (CO2-) Patrone ermittelt werden. Sie gelten als zuverlässiger und verursachen in Folge geringere Wartungskosten. In der Anschaffung sind Aufladelöscher teurer als Dauerdrucklöscher.

Auflager

Die Fläche, auf der die resultierende Lasten von horizontal gelagerten Bauteilen (Balken, Träger, Platten, Decken), einwirken bzw. aufliegen, nennt man Auflager. Die Kräfte, die auf dieses Auflager einwirken, werden als Auflagerkräfte bezeichnet. Es werden feste Auflager bzw. Auflagergelenke, bewegliche Auflager und fest eingespannte Auflager unterschieden. Bewegliche Auflager erlauben Drehungen des Tragwerks um den Lagerpunkt und Verschiebungen in Richtung der Bewegungsbahn. Gesperrt wird die Verschiebung senkrecht zur Bewegungsbahn. Da sie einen Freiheitsgrad aufheben, werden sie als einwertig bezeichnet. Feste Auflager oder Auflagergelenke erlauben, wie die beweglichen Auflager, eine Drehbarkeit um den Auflagerpunkt. Jedoch unterbinden sie die horizontale und vertikale Verschiebungsmöglichkeit. Da das feste Lager zwei Freiheitsgrade aufhebt, wird es als statisch zweiwertig bezeichnet. Bei eingespannten Auflagern wird jede Bewegungsmöglichkeit (Drehung und Verschiebung) gesperrt. Da sie drei Freiheitsgrade aufheben, werden sie als dreiwertig bezeichnet.

Auflassung

auch: Auflassungsverfügung

Unter einer Auflassung wird die Einigung zwischen Verkäufer und Käufer verstanden, dass eine Immobilie den Besitzer wechseln soll. Die Auflassung ist Bestandteil des notariellen Kaufvertrags und wird im Grundbuch eingetragen. Das kann aber Monate dauern. Solange die Auflassung im Grundbuch nicht erfolgt ist, gilt der Verkäufer noch als Eigentümer. Folglich sollte der Käufer erst dann zahlen, wenn er auch als Eigentümer im Grundbuch vermerkt ist oder - was der ganz normale Vorgang ist - eine Auflassungsvormerkung vereinbart und diese eingetragen worden ist, was im Gegensatz zur Auflassung schnell geschieht.

Auflassungsverfügung

siehe Auflassung.

Auflassungsvormerkung

Die im Grundbuch eingetragene Auflassungsvormerkung gibt dem Käufer die Sicherheit, mit dem Bauvorhaben beginnen und den Kaufpreis zahlen zu können, auch wenn die eigentliche Auflassung noch nicht im Grundbuch eingetragen ist. Es gehört zu den Standardformulierungen im Notarvertrag, dass der Kaufpreis erst bei Vorliegen der Fälligkeitsvoraussetzungen zahlbar ist - und diese Voraussetzung ist eben der Eintrag der Auflassungsvormerkung. Erst dann sollte der Kaufpreis überwiesen werden, wobei der Käufer darauf achten muss, dass zuvor etwaige im Grundbuch verzeichnete Grundschulden gelöscht sind. Ist der Kaufpreis auf dem sog. Notaranderkonto eingegangen, wird die Löschung der Auflassungsvormerkung beantragt und vollzogen. Damit hat der Eigentümerwechsel stattgefunden.

Auflaufstütze

auch: Auflaufstützen

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Auflaufstützen findet man bei Gartentoren, genauer gesagt bei Doppeltoren. Sie werden in die Mitte zwischen den beiden Torflügeln in den Boden geschraubt bzw. betoniert. Im geschlossenem Zustand liegen die Tore auf der Auflaufstütze auf und werden dort arretiert. Neben den festen gibt es auch versenkbare Auflaufstützen. Bei diesen Stützen ist das Anschlagteil in der Höhe verstellbar und lässt sich bei geöffnetem Tor mit einem Handgriff in das in den Boden eingelassene Gehäuse versenken.

aufliegende Dachrinne

auch: aufliegende, Dachrinnen

Aufliegende Dachrinnen sind Aufdachrinnen, auch Liegerinnen genannt, und Sonderformen. Die aufliegende Dachrinne verläuft, um das nötige Gefälle zu erreichen, auf der Dachfläche schräg oberhalb der Traufe. Sie ist in Abhängigkeit von der Dachneigung mit ausreichendem Gefälle zu verlegen. Das Gegenteil zur aufliegenden Dachrinne ist die vorgehängte Dachrinne.

Aufmaß

auch: Aufmaße

Als Aufmaß bezeichnet man die mit Maßen versehene zeichnerische Darstellung der Bauleistungen vor Beginn der Arbeiten bzw. nach Abschluss der Arbeiten. In letzterem Fall bildet das Aufmaß, bei dem Fläche, Länge oder Volumen der Bauleistung ermittelt wird, die Grundlage für die Abrechnung der erbrachten handwerklichen Leistungen. Das Aufmaß erfolgt nach der Verdingungsordnung für Bauleistungen VOB und dem Leistungsverzeichnis (LV). Eine Abrechnung, die auf einem Aufmaß beruht, kann für den Laien schwer nachvollziehbar sein, da z. B. bei Malerleistungen Fensteröffnungen je nach Größe nicht berücksichtigt oder aber rechnerisch abgezogen werden.

Aufnahmedorn

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Stahlstift in einer Polierscheibe, einem Polierball und dergleichen. Der Aufnahmedorn wird in das Bohrfutter gesteckt, so dass die Bohrmaschine als Poliermaschine eingesetzt werden kann.

Aufpfropfung

siehe Pfropfung.

Aufprallgeräusche

Ist das Wasser aus Waschbecken, Dusche, Waschmaschine oder Badewanne auf dem Weg in die Kanalisation, wird es bekanntlich zu Abwasser. Und dieses verursacht Aufprallgeräusche, wenn es bei Richtungsänderungen auf die Rohrwandungen stürzt. Die Aufprallenergie bringt Rohre zum Schwingen. Dünnwandige Rohre mit geringer Materialdichte, z.B. aus Kunststoff, schwingen dabei stärker als dickwandige Metallrohre, wie z.B. aus Grauguss. Aufprallgeräusche sind neben Armaturengeräuschen, Leitungseigengeräuschen, Füllgeräuschen und Gurgelgeräuschen eine Geräuschquelle bei sanitären Anlagen. Die Aufprallgeräusche sind besonders hoch, wenn senkrechte Rohre auf waagerechte Rohre treffen. Dies sollte vermieden werden. Daher arbeitet man bei Richtungswechseln nicht mit einem rechten Winkel (90 Grad), sondern mit zwei 45-Grad-Umlenkungen. Bei einem rechten Winkel bestünde darüber hinaus die Gefahr von Stauungen oder Nachsaugungen.

Aufputz

Aufputz ist eine Bezeichnung, die in Verbindung mit Bauteilen verwendet wird, die direkt auf der Wand oder auf der Decke - sozusagen also "auf dem Putz" - montiert werden. Der Begriff Putz ist dabei nicht wörtlich zu nehmen. Eine Aufputz-Kopfbrause kann natürlich auch auf Fliesen montiert werden, ein Aufputz-Lichtschalter auf einer mit Holzpaneelen verkleideten Wand. Das Gegenteil von Aufputz ist Unterputz. In Kellergeschossen, Garagen, Lagerhallen und dergleichen werden Leitungen und vielfach auch die wasserführenden Rohre "auf Putz" verlegt, weil in diesen Räumen keine ästhetischen Vorbehalte zu berücksichtigen sind. Generell hat die Aufputzmontage natürlich den Vorteil, dass bei Reparaturen keine Wände aufgestemmt zu werden brauchen und Lecks schneller zu finden sind.

Aufputz-Einstrahlzähler

Aufputzinstallation

auch: Feuchtrauminstallation, Bündelinstallation

Bei der Aufputzinstallation werden Kabel, Leitungen oder Rohre direkt auf den Putz oder mit Abstandsschellen über dem Putz verlegt. In feuchten Räumen wird die Aufputzinstallation auch als Feuchtrauminstallation, bei Bündelung der Kabel auch als Bündelinstallation bezeichnet. Die moderne Vorwandinstallation ist im Grunde genommen eine Aufputzinstallation, aber verkleidet, und im Regelfall mit wandhängenden Sanitäreinrichtungen kombiniert.

Aufputzverteilerschrank

auch: Aufputz-Verteilerschrank, Aufputz-Verteilerschränke, Aufputzverteilerschränke

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Aufputzverteilerschränke haben dieselbe Funktion, wie die Verteilerschränke. Allerdings werden sie nicht in die Wand eingebaut, sondern auf die Wand (sozusagen auf den Putz) montiert oder (siehe Zeichnung) vor der Wand aufgestellt. Im Gegensatz zum Wandeinbaukasten befinden sich die vorgestanzten Löcher für die Durchführung von Kabeln und Rohren natürlich im Rückteil.

Aufputzzähler

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Ein Aufputzzähler ist ein Wasserzähler, der auf die Wand montiert wird. Er eignet sich sowohl für jeden Neubau als auch bequem und ohne großen Aufwand für die Nachrüstung in Altbauten. Er ist ideal für die Erfassung kleiner Verbrauchsmengen, z. B. in Appartmentwohnungen. Verschiedene Baulängen ermöglichen den problemlosen Austausch von bereits eingebauten Zählern.

Aufriss

Der Aufriss liefert als Bauzeichnung im Gegensatz zum Grundriss eine frontale Ansicht eines Gebäudes. Er dient entweder zur Darstellung der Gliederung der Fassade oder als vertikaler Schnitt durch den Bau zur Darstellung des inneren Aufbaus der Stockwerke oder innerer Wandgliederungen.

Aufsalzung

Aufsalzung nennt man die Erhöhung der Salzfracht eines Gewässers durch bei der Abwasserreinigung nicht entfernbare Salze bei der Einleitung des Abwassers. Als Stellmittel oder durch Neutralisation von Säuren und Laugen gelangen Salze in das Abwasser. Die anorganischen Substanzen tragen zur Aufsalzung der Gewässer bei, da sie nicht biologisch abgebaut werden können. Eine Folge der Aufsalzung ist die Artenverarmung der Gewässer.

Aufsattelung

auch: Aufsattelungen

siehe Aufdoppelung.

Aufsatzband

auch: Aufsatzbänder

Aufsatzkranz

siehe Lichtkuppel

Aufsatzofen

auch: Aufsatzöfen

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Als Aufsatzofen bezeichnet man eine zwei- oder mehrteilige Ofenkonstruktion aus Gusseisen oder Keramik. Zur Verbesserung der Heizleistung ist dem Ofen ein Aufsatz hinzugefügt. Dieser kann, wie bei dem Modell von Ruka, ein Kasten sein. Es gibt aber auch Ausführungen als Säule oder als umgekehrtes V mit oder ohne Verbindung der Rauchzüge.

Aufsatz-Rollladen

auch: Aufsatzrolladen, Aufsatzrollladen, Aufsatz-Rolladen

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Der Aufsatz-Rollladen wird auf dem Fensterblendrahmen zusammen mit dem Fenster montiert. Es kann bei jeder beliebigen Mauerkonstruktion, egal ob Fertighaus oder Massivhaus, problemlos und zeitsparend eingebaut werden. Das System stellt eine zukunftsweisende Alternative zum herkömmlichen Mauerkasten dar. Es eignet sich hervorragend im Neubau und bei der Renovierung. Der Rolladenkasten lässt sich bei Wartungsarbeiten raumseits öffnen.

Aufsatzrollo

Aufsatzwaschtisch

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bzw. mit seinem Rand über die Platte hinausragt, in die dieser Wasch"tisch" eingebaut worden ist. Aufsatzwaschtische sind inzwischen auch zu einem Designobjekt geworden. Sofern sie eine Kugelform haben und tatsächlich nicht eingebaut sind, sondern aufliegen, wird auch von einem Waschbrunnen gesprochen. Das Foto zeigt einen Aufsatzwaschtisch des Herstellers DURAVIT.

Aufschieberaum

Als Aufschieberaum wird diejenigen Fläche bezeichnet, die bei freitragenden Schiebetoren und Rollenschiebetoren zur Verfügung stehen muss, um den aufzuschiebenden Torflügel aufzunehmen. Aufschieberäume dürfen nicht zugestellt und nicht zugeparkt werden.

Aufschiebfenster

siehe Hebefenster.

Aufschiebling

auch: Aufschieblinge

Ein Aufschiebling ist ein keilförmiger Sparrenaufsatz im Traufbereich des Daches. Er hat die Aufgabe im Traufbereich die Dachneigung flacher zu gestalten bzw. den Knick zwischen Sparren und Balkenkopf auszugleichen. Dadurch lässt sich das von der Dachfläche strömende Regenwasser oder abrutschenden Schnee leichter in die Dachrinne ableiten. Bei der heute im allgemeinen üblichen Ausbildung eines Sparrendaches mit Betonauflager ist die konstruktive Notwendigkeit für die Anordnung eines Aufschieblings nicht mehr gegeben.

Aufschnittdeckung

auch: Aufschnittdeckungen

Eine Aufschnittdeckung ist eine Deckungsart von Dachziegeln. Zum Einsatz kommen Hohlpfannenziegel mit Kurzschnitt. Am Schnittpunkt von vier Ziegeln liegen diese vierfach übereinander. Die Regeldachneigung beträgt 35°. Die Mindestüberdeckung ist abhängig von der Dachneigung. Bei einer Dachneigung zwischen 35 und 40 Grad beträgt sie 10 cm, bei 40 bis 45 Grad 9 cm und bei über 45 Grad 8 cm.

Aufschraubband

auch: Aufsatzband, Aufschraubbänder

Aufschraubbänder sind zweiteilige,längliche Möbelbänder, die zur Gruppe der Bewegungsbänder zählen. Sie können gerade oder gekröpfte Lappen aufweisen. Solche mit geraden Lappen werden für stumpf einschlagende Türen verwendet,die mit Kröpfung für überfälzte Türen. Für besonders schwere Türen sind die Bänder zusätzlich mit Tragzapfen ausgestattet. Die Bänder werden auf das betreffende Möbelteil aufgeschraubt. Aufschraubbänder sind meist aus Flachstahl geschmiedet, an den Aufhängeösen gerollt und zeichnen sich dadurch durch eine hohe Festigkeit und Tragfähigkeit aus. Sie sind meist nur noch bei der Restaurierung alter Bausubstanz üblich, sie wurden gänzlich von versenkten, bzw. eingelassenen Bändern, wie Einstemmband, Einbohrband oder Fitschenband abgelöst.

Aufschraubhülse

auch: Aufschraubhülsen

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Die Aufschraubhülse ist eine Verwandte des Pfostenankers und besteht aus feuerverzinktem Stahl. Sie wird auf eine Balkenunterkonstruktion wie etwa eine Schwelle aufgeschraubt oder auf ein Beton-Streifenfundament aufgedübelt und nimmt senkrechte Posten auf, die rundum mit der Hülse verschraubt werden. Eingesetzt werden diese Bodenanker beim Bau eines Holzzauns, eines Gerätehauses, einer Pergola und dergleichen.

Aufschraubkloben

siehe Plattenkloben.

Aufschraubscharnier

auch: Aufschraubscharniere

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Das Aufschraubscharnier ist ein universell einsetzbares Scharnier, das überall dort angeschraubt werden kann, wo keine Bohrung für ein Topfscharnier möglich ist. Die Montage geht leicht von der Hand, Bohrungen sind nicht notwendig. Der Handel hält Aufschraubscharniere mit oder ohne Feder für verschiedene Anschlagarten bereit.

Aufschraubschloss

auch: Aufschraubschlösser

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Das Aufschraubschloss ist ein Möbelschloss, das auf die Rückseite der Tür geschraubt wird. Der Riegel greift in ein Schließblech, das in die Möbelseite oder die Türumrahmung eingelassen ist. Bei Doppeltüren faßt der Riegel hinter die zweite Tür. Diese ist an dieser Stelle meistens verstärkt. Die Schließungsart des Aufschraubschlosses kann unterschiedlich sein. Je nachdem, wieviel Wert auf die Sicherheit gelegt wird, gibt es Buntbartschlösser, Zuhaltungsschlösser oder Zylinderschlösser . Auf der Abbildung, die uns vom Spezialisten für Möbelbeschläge Hettich zur Verfügung gestellt wurde, ist die Anbringungsweise eines Aufschraubschlosses zu sehen.

aufschüsseln

auch: Aufschüsselung

Aufschüsseln ist ein Fachbegriff aus der Holztechnik. Der Naturbaustoff Holz enthält Holzfeuchte, wobei auch bei industrieller Trocknung immer eine bestimmte, je nach Anwendungszweck des Holzes leicht unterschiedliche Restfeuchte erhalten werden muss, zum Beispiel beim Parkett. Nur so erreicht Holz eine lange, sogar jahrhundertelange Haltbarkeit. Trocknet das Holz jedoch aus, weil nicht für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit gesorgt wird, schüsselt es sich an den Schmalseitern auf - es verbiegt sich schüsselförmig nach oben. Dies kann auch bei Spanplatten geschehen, weshalb diese bis zur Verarbeitung in der Verpackung gelassen oder abgedeckt werden sollen, um dann möglichst schnell weiterverarbeitet zu werden - zum Beispiel durch Aufkleben eines Bodenbelags.

Aufschwimmen

Unter "Aufschwimmen" wird das Anreichern von Pigmenten an der Oberfläche eines Beschichtungsstoffs unter einer Beschichtung verstanden. Der Begriff "Aufschwimmen" wird zudem bei der Tauchlackierung verwendet. Wenn Werkstücke spezifisch leichter sind als der Lack, schwimmen sie auf. Aufschwimmen kann zu deutlichen Farbveränderungen während der Trockenphase führen.

Aufsetzkranz

auch: Aufsetzkränze

Aufsetzkranz ist die Bezeichnung für eine kranzförmige Unterkonstruktion zur Aufnahme von Lichtkuppeln für den Einbau in Flachdächern. Aufsetzkränze sind zur Erlangung einer ordnungsgemäßen Dachabdichtung notwendig. Sie werden auf der Dachkonstruktion (z. B. Betondecke, Holzbalken mit Schalung) befestigt und in die Dachdichtung eingeklebt. Für Aufsetzkränze von Lichtkuppeln kommen verschiedene Werkstoffe zum Einsatz. Aufsetzkränze, die keine tragende oder ausstreifende Funktion für die übrige Dachfläche haben, werden überwiegend aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) oder PVC hergestellt. Seit einiger Zeit werden speziell für Stahltrapezdächer und Dächer mit Metalldeckungen Lösungen aus Stahlblech, Aluminium oder Stahlblech-Aluminium-Verbund-Konstruktionen angeboten. Neben dem Werkstoff kann auch der Fußflansch unterschiedlich sein. Bei einem Flachdach ist er flach, bei einem Trapezblechdach oder einer Faserzementwell-Deckung ist der Fußflansch profiliert. Ein Beispiel hierfür ist auf der Abbildung zu sehen. Weiterhin teilt man Aufsetzkränze nach ihrer Höhe ein. Aufsetzkränze aus Kunststoff und flachem Flansch gibt es 15, 30 oder 50 cm hoch. 30 oder 40 cm hoch sind Aufsetzkränze mit flachem Flansch aus Metall. Speziell für die Sanierungen sind Aufstockelemente, beispielsweise aus PVC, in den Höhen 10, 15 oder 30 cm erhältlich. Diese werden auf die vorhandenen Aufsetzkränze gestülpt, um die Lichtkuppelkonstruktion auch nach der Sanierung aus der Dachebene hervorzuheben. Zum Maßausgleich zwischen einem vorhandenen alten Aufsetzkranz und einer neuen Lichtkuppelschale sind Anpassrahmen oder Stufenlüfterrahmen lieferbar.

Aufsitzmäher

Der Aufsitzmäher ist, wie der Name bereits vermuten lässt, ein Rasenmäher zum Aufsitzen. Aufsitzmäher eignen sich für größere Flächen. Sie haben größere Mähbreiten, als zum Beipiel der Sichelmäher, Mulchmäher oder Spindelmäher und erlauben damit eine rationellere Arbeit. Sie sind allerdings nicht wendig genug, um damit Grundstücksecken oder Baumscheiben ausmähen zu können. Ein zusätzlicher handgeführter Rasenmäher oder Freischneider ist daher erforderlich.

Aufspanndorn

auch: Aufspanndorne

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Ein Aufspanndorn wird zur Aufnahme von Trennscheiben, Schleifscheiben oder Polierscheiben sowie von Kreissägeblättern benötigt. Dient als Ersatz für eine stehende Welle. Der Aufspanndorn lässt sich beispielsweise in eine Bohrmaschine einspannen. Damit werden die oben genannten Scheiben auch für die Bohrmaschine nutzbar.

Aufsparrendämmsystem

auch: Aufsparrendämmsysteme

Aufsparrendämmung

Aufstandsfläche

auch: Aufstandsflächen

Aufstandsflächen sind im Baubereich konstruktive Bauteile, welche die Eigenlast einer Fassenbekleidung aufnehmen. Diese können zum Beispiel Fundamentvorsprünge, thermisch getrennte Deckenstreifen, nichtrostende oder korrosionsgeschützte Stahlkonsolen sein. Aus statischer Sicht muss die Aufstandsfläche genügend tragfähig sein.

Aufstecksenker

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Eine gute und schnelle Möglichkeit Löcher zu bohren und gleichzeitig (in einem Arbeitsgang) zu senken, bietet der Aufstecksenker. Er ist ähnlich aufgebaut wie Kegelsenker, besitzt aber anstelle des Schaftes eine Bohrung zur Aufnahme eines Spiralbohrers. Mittels einer Schraube wird der Aufstecksenker im gewünschten Abstand zur Bohrerspitze fixiert. Für jeden Bohrerdurchmesser muss ein spezieller Senker verwendet werden.

Aufstellanker

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Der Aufstelleanker zählt zu den Transportankern. Er dient dem Aufstellen und Wenden dünnwandiger Bonfertigteile (Wände, Balken). Er ist besonders geeignet für die Fertigung ohne Kipptisch.

Aufstockelement

auch: Aufstockelemente

Ein Aufstockelement wird überall dort eingesetzt, wo ein Bauteil aufgestockt werden muss. Mit Aufstockelementen werden Bodenabläufe verlängert und in den Estrich mit integriert. Auch bei Flachdacheinläufen, Lichtkuppeln, Kontrollschächten usw. gibt es Aufstockelemente. Immer werden sie benötigt, um auf das erforderliche Bodenniveau zu kommen. Da es Aufstockelemente für so viele Bereiche gibt, sind sie natürlich auch unterschiedlich ausgebildet. Manchmal (wie für den Bereich des Dachs) ist eine Wärmedämmung mit integriert. In anderen Fällen kommt es darauf an, dass ein Aufstockelement besonders gut abdichtet.

Aufstockung

auch: Aufstockungen

Aufstreichkelle

auch: Zahnkelle, Gezahnte Glättekelle, Aufstreichkellen

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Die Aufstreichkelle ist ein Werkzeug des Fliesenlegers. Sie besteht aus einer rechteckigen Metallplatte und einem Arbeitsgriff aus Holz. Die Metallplatte besitzt auf ein bis zwei Seiten eine Zahnung. Zunächst wird mit der glatten Seite der Fliesenkleber glattgestrichen und anschließend mit der gezahnten Seite durchkämmt. Und zwar in der Menge, dass die Fliesen nur noch leicht angedrückt werden müssen und auf soviel Fläche, wie der Fliesenleger in einer bestimmten Zeit verarbeiten kann. Sonst ist der Kleber schnell angetrocknet und kann nicht mehr richtig binden. Je nach Fliesengröße wird eine andere Zahnung verwendet. Die Zahnung 6 x 6 wird zum Beispiel für kleinere Fliesen, die Zahnung 10 x 10 für solche mit Kantenlänge von 30 cm und mehr verwendet.

Auftausalz

siehe Tausalz.

Auftragsverfahren

auch: Auftragsverfahren

Unter Auftragsverfahren versteht der Maler oder Lackierer das jeweilige Verfahren, mit dem Anstrichmaterialien auf den Untergrund aufgebracht werden. Die verschiedenen Verfahren sind beispielsweise Streichen, Rollen, Spritzen, Fluten oder Gießen. Als Streichwerkzeuge kommen Pinsel zum Einsatz. Lammfellwalzen werden zum Rollen, eine Farbspritzpistole zum Spritzen von Farbe bzw. Lack verwendet.

Auftragsvergabe

Unter einer Auftragsvergabe wird im Bauwesen verstanden, dass ein Architekt nach Anfertigung einer Ausschreibung und Prüfung der Angebote im Namen des Bauherrn einen Bauauftrag an den günstigsten Anbieter vergibt. Insofern ist die Auftragsvergabe auch wichtiger Bestandteil der Leistungsphasen innerhalb der HOAI, nämlich der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Dabei gliedert sich die Auftragsvergabe in zwei Phasen, nämlich die Vorbereitung der Auftragsvergabe und die Mitwirkung bei der Vergabe. Dafür sind 10 bzw. 4 % der in der HOAI festgelegten Gebühren zu zahlen.

Auftritt

auch: Auftritte

Auftritt bezeichnet im Treppenbau die die Tiefe der Stufe, also Vorderkante bis Vorderkante der nächsten Stufe. Eine Treppe lässt sich nur dann bequem begehen, wenn die Breite des Auftritts genügend groß sowie bei allen aufeinanderfolgenden Stufen gleichmäßig breit und das Steigungsverhältnis nach der Treppenformel ausgelegt ist.

Aufweitbacke

auch: Aufweitbacken

siehe Rohraufweiter.

Aufweitkopf

auch: Aufweitköpfe

siehe Rohraufweiter.

Aufwindkraftwerk

Ein Aufwindkraftwerk ist ein, von der Sonneneinstrahlung betriebenes, solares Kraftwerk. Vor allem in den sonnenreichen Gegenden der Erde könnte seine Anwendung von Bedeutung sein. Es dient einer, fast ohne Ressourcen brauchenden, Erzeugung von elektrischer Energie. Es stellt also einen umweltfreundlichen Alternativweg zur heutigen Energiegewinnung dar. Aufwindkraftwerke machen sich die Eigenschaft zu Nutzen, dass warme Luft nach oben steigt. Ein Aufwindkraftwerk besteht aus einer großen überdachten Fläche (Kollektor) mit einem hohen Kamin in der Mitte. Scheint die Sonne auf das Glas- oder Plastikdach, erwärmt sich die Luft darunter. Die erwärmte Luft strebt im Kamin nach oben, kühlere Luft strömt von den Rändern des Daches nach. Eine im Kamin eingebaute Turbine wandelt die aufsteigende Luft (Windenergie) mit Hilfe eines Generators in Strom um.

Aufziehen

Unter Aufziehen versteht man das flächige Aufbringen von Dekorputz oder Grundputz mit einer Traufel. Nach dem Aufziehen wird der Putz beispielsweise mit einer Kartätsche oder dem Richtscheit verteilt werden.

Aufziehglätte

auch: Französische Aufziehglätte

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Eine Aufziehglätte ist im Prinzip eine Traufel. Je nach Griff unterscheidet man Französische und Schweizer Aufziehglätte.

Aufzug

auch: Aufzüge

Aufzüge und Lifte dienen der senkrechten oder schrägen Beförderung von Personen und Lasten. So weit die Definition. Weiterhin werden sie nach der Art unterschieden in Seilaufzüge, Hydraulikaufzüge und Seilhydraulikaufzüge. Nach der Verwendung unterscheidet man Personenaufzüge, Fassadenaufzüge, Panoramaaufzüge, Lastenaufzüge oder Behindertenaufzüge, wobei in den einzelnen Bereichen weitere Unterscheidungen vorgenommen werden. Laut Landesbauordnungen müssen in Neubauten mit mehr als einer bestimmten Anzahl von Vollgeschossen oder einer bestimmten Gebäudehöhe Aufzüge eingebaut werden. Die Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen sagt unter anderem folgendes zum Thema Aufzüge: "In Gebäuden mit mehr als fünf Geschossen über der Geländeoberfläche müssen Aufzüge in ausreichender Zahl eingebaut werden, von denen einer auch zur Aufnahme von Kinderwagen, Rollstühlen, Krankentragen und Lasten geeignet sein muss; das oberste Geschoss ist nicht zu berücksichtigen, wenn seine Nutzung einen Aufzug nicht erfordert oder wenn durch den nachträglichen Ausbau des Dachgeschosses Wohnungen geschaffen werden. Fahrkörbe zur Aufnahme einer Krankentrage müssen eine nutzbare Grundfläche von mindestens 1,10 m x 2,10 m haben; ihre Türen müssen eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 0,90 m haben. Vor den Aufzügen muss eine ausreichende Bewegungsfläche vorhanden sein. Zur Aufnahme von Rollstühlen müssen bestimmte Aufzüge eine nutzbare Grundfläche von mindestens 1,10 m x 1,40 m haben und von allen Wohnungen in dem Gebäude und von der öffentlichen Verkehrsfläche stufenlos erreichbar sein; ihre Türen müssen eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 0,90 m haben".

Aufzugkübel

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Der Aufzugkübel ist der kleine Bruder eines Schüttsilos. Er wird zum Transport des flüssigen Betons zur Einbaustelle verwendet. Aufzugkübel werden in den Kran eingehängt und sind so konstruiert, dass sich beim Öffnen des Riegels die Schwerpunktlage des Bügels verschiebt und der Kübel dadurch automatisch entleert wird.

Augenschraube

auch: Augenschrauben

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Augenschrauben bzw. Ringschrauben besitzen als Kopf anstatt eines Sechskants oder eines Schlitzes einen Ring. Augenschrauben eignen sich hervorragend für Einsatzzwecke, bei denen in sich bewegliche Verbindungen erforderlich sind. Augenschrauben gibt es in verschiedenen Größen und sowohl für Metall- als auch für Holzverbindungen (d.h. mit Holzgewinde).

Augung

Als Augung wird eine Zeichnung von Holz bzw. des Furniers bezeichnet, die an eine Auge erinnert. Eine Augung ist speziell bei Vogelaugenahorn zu finden.

Ausbaufacharbeiter

auch: Ausbaufacharbeiterin

Ausbaufacharbeiter ist ein handwerklicher Lehrberuf mit zweijähriger Ausbildungszeit. Der Ausbaufacharbeiter kommt ins Spiel, wenn der Rohbau fertig ist. Beim Innenausbau arbeitet er Hand in Hand mit anderen Berufen aus der Bauwirtschaft. In welchem Bereich der Ausbaufacharbeiter arbeit, hängt vom gewählten Schwerpunkt ab: Man kann wählen zwischen Zimmererarbeiten, Stuckateurarbeiten, Fliesen-, Platten- und Mosaiklegearbeiten, Estricharbeiten, Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten und Trockenbauarbeiten. Zu den Aufgabenbereichen zählen außerdem das Absichern der Baustelle, die Vermessung der Räume und Bauteile und der Aufbau von Gerüsten. Nach der Ausbildung kann der Ausbaufacharbeiter noch ein Jahr Lehre draufsatteln und sich zum Estrichleger, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Stuckateur, Trockenbaumonteur, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer oder Zimmerer qualifizieren.

Ausbauhaus

auch: Ausbauhäuser

Das Ausbauhaus - gelegentlich auch Mitbauhaus genannt - ist generell ein Fertighaus, dessen Innenausbau vom Bauherren ganz oder teilweise selbst vorgenommen wird. Soweit ist die Sache verständlich. Aber welche sonstigen Leistungen müssen denn nun bei einem Ausbauhaus "vorschriftsmäßig" vom Hersteller erbracht werden? Es gibt in dieser Hinsicht k e i n e Vorschriften, jedenfalls nicht in Deutschland. Der Hersteller hat also einen "Gestaltungsrahmen", was er unter einem Ausbauhaus versteht und vertraglich zusichert. Umgekehrt kann sich natürlich der Bauherr denjenigen Hersteller aussuchen, der die meisten Leistungen in den Begriff "gepackt" hat. Generell kann man aber davon ausgehen, dass ein Ausbauhaus diese Leistungen umfassen sollte: Auf die vorhandene Kellerdecke wird ein komplettes Haus aufmontiert, das logischerweise aus allen Wänden, einem eingedeckten Dach, der fertiggestellten Dachuntersicht und einem Schornstein besteht. Natürlich müssen die Außenwände wärmegedämmt sein, die Fassade muss fertig verputzt oder verkleidet sein. Ferner gehören zum üblichen Lieferbestandteil die fertig einmontierten Fenster samt Rolladen oder Schlagläden, die Haustür mit Schließanlage und die Türe zur Terrasse, meistens eine Hebe-Schiebetüranlage. Üblicherweise sind die Leerrohre für die elektrischen Leitungen angelegt, die Rohre für Wasser-, Abwasser- und Gasanschlüsse bereits vormontiert. Der Bauherr erhält also ein regendichtes und wärmegedämmtes Haus, dessen Innenausbau er nun witterungsunabhängig Schritt für Schritt vornehmen kann - sogar im stärksten Winter, sofern er eine Heizungsanlage anschließt oder anschließen lässt. In Österreich ist mit der ÖNORM B 2310 geregelt, welche Mindestleistung der Anbieter eines Ausbauhauses erbringen muss, wobei in Österreich Ausbau-Begriffe wie belagsfertig oder fassadenfertig bestehen.

Ausbaukeller

siehe Fertigkeller.

Ausbaupakete

Für den Ausbau eines Ausbauhauses oder eines Selbstbauhauses kann der Bauherr von den Fertighausherstellern bzw. Bausatzhaus-Herstellern sog. Ausbaupakete beziehen. Das sind bedarfsgerecht zusammengestellte Einheiten, mit denen z.B. die Wärmedämmung und der weitere Ausbau des Dachgeschosses bewerkstelligt werden kann. Es gibt die unterschiedlichsten Ausbaupakete, sogar den Einbau der Heizungsanlage und der kompletten sanitären Installation betreffend. Beim Selbstbauhaus, auch Bausatzhaus genannt, beinhalten die einzelnen Ausbaupakete praktisch alles, um Stein auf Stein ein Haus in Eigenregie zu erbauen. Beim Ausbauhaus ist die Situation anders: Der Hersteller baut die komplette Haushülle auf incl. Türen und Fenster - die Ausbaupakete betreffen dementsprechend den Innenausbau. Der Bauherr kann sich in diesem Fall natürlich seine Ausbaupakete auch selbst zusammenstellen und die benötigten Einzelteile und Materialien im Baustoffhandel kaufen.

Ausbauplatte

auch: Ausbauplatten

Bei Neubau und Sanierung von Häusern im Trockenbau werden Ausbauplatten verwendet. Sie bestehen aus faserverstärktem Gips oder Zement, Holz, Holzfaser, Pressspan, Stroh aus einer Mischung dieser Materialien. Ihr Einsatzbereich ist Boden, Wand, Decke, Dach und Fassade. Sie werden zum Wärme-, Trittschall- und Sichtschutz verwendet. Ausbauplatten werden zudem häufig verwendet, um einem Raum nachträglich gewünschte Eigenschaften (niedrigere Decke, Wandverkleidung, Lärmschutz usw.) zu verleihen. Ihr großer Vorteil ist die leichte Verarbeitung und die trockene Bauweise.

Ausbaureserve

Als Ausbaureserve wird bei Häusern häufig das Dachgeschoss bezeichnet. Dieses kann als zusätzlicher Wohnraum bei Bedarf (z.B. bei Nachwuchs) noch nachträglich ausgebaut werden. Häufig reichen auch beim Bau des Hauses auch die finanziellen Mittel nicht aus, um es komplett bereits fertigzustellen. Dann bleiben Keller oder Dachgeschoss als Ausbaureserve erst einmal nur notdürftig (zum Beispiel mit Wärmedämmung versehen) ausgebaut.

Ausbaustufe

auch: Ausbaustufen

Ausbauhäuser werden in verschiedenen Ausbaustufen geliefert. So kann der Bauherr, je nach Zeit und handwerklichem Können, unterschiedliche Arbeiten am Haus selbst übernehmen. Je mehr der Bauherr in Eigenleistung übernimmt, desto mehr Geld kann er einsparen. In wievielen Ausbaustufen ein Haus angeboten wird, hängt vom Hersteller und vom Haustyp ab.

Ausblasgitter

siehe Mauerkasten

Ausbleichen

Ausbleichen ist ein Sammelbegriff für Farbveränderung an Beschichtungen, Textilgeweben und Holz durch starke Belichtung, vor allem durch Sonnenlicht. Um Holz vor Ausbleichung zu schützen, gibt es Mittel mit sogenanntem UV-Filter. Bereits ausgeblichenes, unbehandeltes Holz kann mit verschiedenen Ölen wieder die ursprüngliche Farbe zurückgegeben werden. An Fassaden ist, hauptsächlich an südlich ausgerichteten Flächen mit viel Sonnen, häufig ein frühzeitiges und/oder übermäßige Ausbleichen des Anstrichfarbtons zu beobachten. Gründe für das Ausbleichen des Farbtons auf der Fassade können sein: • Verwendung einer Innenfarbe im Außenbereich. • Verwendung einer Farbe geringer Qualität, was zu einer schnellen Degradation (Kreidung) des Anstrichfilms führt. • Benutzung eines Farbtons, der besonders empfindlich gegen UV-Strahlung ist (vor allem bestimmte hellrote, blaue und gelbe Farbtöne). • Abtönen einer weißen Farbe, die nicht zum Abtönen geeignet ist, oder das zu starke Abtönen einer leichten oder mittleren Grundfarbe. Lösungsansätze:• Wenn das Ausbleichen oder die schlechte Farbtonhaltung auf Kreidung zurückzuführen ist, muss soviel wie möglich von der Kreide entfernt werden (siehe Kreidung). Beim Neuanstrich muss unbedingt eine hochqualitative Reinacrylat-Fassadenfarbe in Farbtönen verwendet werden, die für den Außenbereich empfohlen werden.

Ausblickhaus

auch: Ausblickhäuser

Ein Ausblickhaus ist ein von Bauträgern und Maklern um das Jahr 2000 erfundener Begriff, um Hausbauprojekte blumiger zu umschreiben. Da jedes Haus einen Ausblick haben muss, wäre also jedes Haus ein Ausblickhaus. Hauptsächlich wird darunter aber ein Haus verstanden, das einen schönen Ausblick zumindest aus dem Wohnzimmer, dem Schlafbereich oder von einem Balkon aus bietet. Der "schöne Ausblick" ist natürlich sehr individuell zu sehen. Für den einen ist der Ausblick auf einen Friedhof ein schöner Ausblick, da viele Bäume zu sehen sind. Für den anderen löst ein solcher Ausblick eher Depressionen aus.

ausblühen

Von Ausblühen wird bei frisch eingebrachtem Beton gesprochen, wenn bei kühler und nasser Witterung Kalk an der Betonoberfläche ausscheidet. Durch die Kälte und Nässe wird der Erhärtungsverlauf des Betons verzögert. Dadurch lösen sich die Kalkbestandteile des Betongemischs besser aus dem Gefüge und werden mit dem Anmachwasser an die Oberfläche geschwemmt. Chemisch gesehen handelt es sich um ein Kalziumhydroxid, das an der Oberfläche durch Reaktion mit Kohlensäure zu Kalziumkarbonat wird. Dies ist dann das, was jedem Betrachter als weißer Schleier sofort ins Auge springt.

Ausblühsalz

auch: Ausblühsalze

Als Ausblühsalze werden Salze verstanden, die das Auftreten von Ausblühungen fördern. Beispiele sind Kalium- und Natriumsulfate. Dagegen ist das Kalziumsulfat (Gips) so wenig und so schwer löslich, dass es allein nur sehr selten Ausblühungen verursacht. Lediglich bei ungewöhnlicher Feuchteeinwirkung (massiver Durchfeuchtung) oder sehr großen Anteilen tritt auch Gips als Ausblühsalz auf.

Ausblühung

auch: Kalkausblühung, Salpeterausblühung, Salzausblühung, Ausblühungen

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Ausblühungen sind verkrustete weiße Salzablagerungen, die aus Putz, Mörtel oder Mauerwerk ausgelaugt werden, wenn Wasser von innen nach außen wandert (siehe Foto Paint Quality Institute). Ausblühungen können beispielsweise auch auftreten, wenn frühere Ausblühungen nicht vollständig entfernt wurden. Um Ausblühungen entfernen zu können, muss erst die Quelle für die nach außen wandernde Feuchtigkeit gefunden werden und anschließend die Feuchtigkeitswanderung unterbunden werden. Erst dann ist es sinnvoll, die Ausblühungen zu entfernen. Dies geschieht mit einer Drahtbürste, einer Bohrmaschine mit Bürstenaufsatz oder einem Hochdruckreiniger. Danach muss die Oberfläche gründlich abgespült werden. Anschließend trägt man einen Sperrgrund auf Wasser- oder Lösemittelbasis oder eine entsprechende Grundierung auf. Nach dem vollständigen Trocknen folgt ein Anstrich mit hochqualitativer (100%-Reinacrylat-) Fassadenfarbe, Maueranstrichfarbe oder Elastomer-Wandbeschichtung. Häufig werden Ausblühungen ganz allgemein als ,"Salpeter" oder , "Mauersalpeter" bezeichnet. Diese Bezeichnung trifft nur auf die heute relativ seltenen Nitratausblühungen zu. Salpeterausblühungen findet man beispielsweise in Kuhställen, wenn Harn und Exkremente oxidieren und mit dem Kalk des Mörtels reagieren. Die meisten Ausblühungen sind Karbonate oder Sulfate, auch Chloride. Ausblühungen treten auch auf frisch betonierten Betonoberflächen bei kühler und nasser Witterung auf, wenn der Erhärtungsvorgang gestört wird. Mehr dazu unter ausblühen.

ausbluten

Ausbluten ist ein Begriff aus der Holzwirtschaft und dem Tischlerhandwerk. Er bezeichnet die Eigenschaft vieler frisch geschnittener Holzarten, im Holz enthaltene Holzinhaltsstoffe wie z. B. das Tannin abzusondern. Ausblutungen können zu Verfärbungen führen und das Beizen, Lasieren oder Lackieren des Holzes beeinträchtigen.

Ausbreitmaß

auch: Ausbreitmass

Das Ausbreitmaß ist eine Kenngröße zur Ermittlung der Verlaufseigenschaften von Beton, kunstharzgebundenen Beschichtungsmassen oder Mörteln. Dabei wird ein bestimmtes Volumen fließfähigen Materials auf eine ebene Oberfläche aufgegossen, welches man ohne Mithilfe von Werkzeug oder äußeren Kräften verfließen lässt. Der Durchmesser des "Fladens" ist gleichzeitig das Maß des Ausbreitens.

Ausdehnungsgefäß

auch: Membran-Ausdehnungsgefäß, Expansionsgefäß

Das Ausdehnungsgefäß bzw. Expansionsgefäß dient zur Aufnahme von Heizungswasser bei der Volumenänderung durch Aufheizen bzw. der Abgabe von Heizungswasser beim Abkühlen der Anlage. Es gibt offene und geschlossene Ausdehnungsgefäße. Offene Ausdehnungsgefäße sind vorwiegend bei alten Kohlekesselanlagen vorhanden. Anstelle eines offenen Ausdehnungsgefäßes ist grundsätzlich ein geschlossenes Membran-Ausdehnungsgefäß einzubauen. Ein Membran-Ausdehnungsgefäß ist ein geschlossenes Ausdehnungsgefäß, dessen Gasraum vom Flüssigkeitsraum durch eine Membran getrennt ist und dessen Vordruck von der Anlagenhöhe abhängig ist. Ein Ausdehnungsgefäß gehört zu den Sicherheitseinrichtungen einer solaren Brauchwasseranlage.

Ausdrehhaken

Der Ausdrehhaken ist ein Drechselwerkzeug speziell für das Bearbeiten von Hirnholz. Es erlaubt feine und glatte Schnitte. Der Ausdrehhaken ist auch zur Innenausformung des Werkstückes geeignet. Bei manchen Fabrikaten ist mittels einer Markierung die Stellung des Hakens während der Dreharbeit ersichtlich. Es wird zwischen geraden und gekröpften Ausdrehhaken unterschieden. Gerade Ausdrehhaken werden für die gängigsten Arbeiten wie beispielsweise Aushöhlen von Vasen und Dosen verwendet. Gekröpfte Ausdrehhaken eignen sich besonders gut für schwer zugängliche Stellen und das Hinterdrehen.

Ausdrückliche Abnahme

Bei der ausdrücklichen oder auch erklärten Abnahme wird vom Bauunternehmer oder Handwerker mündlich oder schriftlich mitgeteilt, dass die Bauleistung fertiggestellt und eine Abnahme möglich sei. Nun hat der Bauherr 12 Werktage Zeit, sich das vollendete Werk anzuschauen. Wird die Frist vom Bauherren überschritten, gilt die Bauleistung als abgenommen und man spricht von einer fiktiven Abnahme. Als Bauherr sollte man diese Frist nicht verstreichen lassen und nicht darauf hoffen, dass schon alles in Ordnung ist. Besser ist es, sich alles ganz genau anschauen und einen Termin mit dem Handwerker ausmachen. Bei diesem Abnahmetermin sollte ein gemeinsames Abnahmeprotokoll angefertigt werden.

Ausfachung

auch: Ausfachungswand, Ausfachungen

Zu einem Fachwerkhaus gehört, wie der Name schon verrät, ein "Fach" - oder wie die Zimmerleute sagen: ein Gefach. Ein Gefach bezeichnet also den Zwischenraum zwischen Ständern, Schwellen, Rähmen und Riegeln. Ein solches Gefach muss ausgefacht werden - es sei denn, man setzt eine Tür oder ein Fenster ein. Ausfachungen im Fachwerkbau werden klassisch ausgeführt mit Ziegeln als Sichtmauerwerk oder durch eine Holzstakung, die mit Lehm beworfen wird, der dann seinerseits verputzt wird. Bei modernen Fachwerkbauten werden für Ausfachungen auch Leichtbetonsteine verwendet, die anschließend ebenfalls verputzt werden. Von einer Ausfachung ist aber auch die Rede, wenn im modernen Stahlbetonbau die Flächen zwischen Stahlbetonsäulen ausgemauert werden. Auch bei reinen Stahlbauhallen können die Flächen zwischen den Eisenträgern ausgefacht werden.

Ausfachungswand

auch: Ausfachungswände

siehe Ausfachung.

Ausfallkörnung

auch: Ausfallkörnungen

Fehlen innerhalb einer Körnung einer Kies- oder Sandmischung eine oder mehrere Korngruppen zwischen der feinsten und der gröbsten Gruppe, so bezeichnet man das Gemisch als Ausfallkörnung. Die Sieblinie ist unstetig. Sie würde im Bereich der fehlenden Gruppen dann waagerecht verlaufen, wenn kein entsprechendes Überkorn und Unterkorn vorhanden ist. Ausfallkörnungen können vorteilhaft sein. Es muss jedoch geprüft werden, ob ein gut verarbeitbarer Beton entsteht.

Ausfällung

auch: Fällung

Ausfällung ist die Überführung gelöster Stoffe mit Hilfe chemischer Reaktionen in unlösliche Stoffe. Auch durch Veränderung des pH-Werts oder Überschreiten des Löslichkeitsprodukts lässt sich eine Fällung auslösen. Bei der Trinkwasseraufbereitung oder Abwasserreinigung ist Ausfällung ein Verfahren der Wasserenthärtung oder Phosphateliminierung. Bei der Abwasserreinigung spricht man auch von Flockung mit Fällungsmitteln oder Flockungsmitteln (siehe Ausflockung).

Ausfaserung

auch: Ausfaserungen

Als Ausfaserung wird ein Zerfallprozess der Holzoberfläche bezeichnet. Dabei lösen sich einzelne Holzfasern aus dem sonst festen Faserverbund der Holzstruktur. Ausfaserung führt zum Verlust der Oberflächenfestigkeit und im Extremfall zur Zerstörung des Holzbauelementes.

Ausflockung

auch: Flockung

Ausflockung ist ein Verfahren der Trinkwasseraufbereitung. Es dient der Reduzierung vorhandener Trübungen. Dabei werden dem Wasser Flockungsmittel bzw. Flockungshilfsmittel zugeben, die dafür sorgen, dass unlösliche Stoffe sich zu Flocken zusammenfinden und durch die Schwerkraft nach unten sinken. Zugegeben werden z.B. Aluminium- und Eisensalze in Form von Chloriden und Sulfaten.

Ausformung

Ausformung ist ein Begriff aus dem Forstwesen. Man spricht von "ausformen", wenn Bäume entrindet, auf Länge eingeschnitten und nach Stammdurchmesser sortiert werden. Je strenger die Qualitätskriterien in den Sägewerken werden, umso wichtiger ist eine optimale Ausformung des Holzes. Relativ einfach ist das noch bei vollholzigen, langschaftigen Stämmen. Schwierig wird es aber, wenn die Holzqualität im Bestand gering ist. Dazu gehören etwa Grobastigkeit, krumme Stammformen oder sichtbare Fäulnis. Durch Ausformung muss der Forstarbeiter dafür sorgen, dass trotzdem ein Maximum an Holzqualität erzeugt wird.

Ausfugung

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Die Ausfugung ist das Schließen von Fugen zwischen Mauersteinen mit Fugenmörtel. Dies ist aus bauphysikalischen Gründen notwendig. Bei Sichtmauerwerk bzw. Verblendmauerwerk hat das Ausfugen auch optische Gründe. Vor dem Verfugen müssen die Fugen gereinigt und vorgenässt werden. Je nach Fabrikat kann diese Vornässung auch entfallen. Der Fugenmörtel wird sodann portionsweise auf eine Traufel gegeben, mit dem Fugeisen aufgenommen, in die Fugen gedrückt und mit dem Fugeisen dann geglättet. Beim Verfugen von alten Fugen sind diese zuvor mit einem kurzen Fugeisen auszukratzen oder mit einem zugeschnittenen Hartholzstab, wie diese Zeichnung des KS-Herstellerverbandes verdeutlicht.

Ausführungsplanung

auch: Ausführungsplanungen

Die Ausführungsplanung ist Teil der Arbeit eines Architekten. Nach dem Erteilen der Baugenehmigung beginnt für einen Architekten die fünfte Leistungsphase, die in der HOAI geregelt wird. Unter Durcharbeiten der Ergebnisse der Leistungsphasen 3 und 4 wird die ausführungsreife Lösung in Form von Werkplänen hergestellt. Wegen der Fülle notwendiger Informationen werden Grundrisse, Deckenuntersichten, Wandabwicklungen, Schnitte und Fassaden, die für die Ausführung notwendig sind, mit allen Maßangaben im Maßstab 1:50 konstruiert. Die Architektenzeichnungen und Systemdarstellungen bilden die Arbeitsgrundlage für alle am Verfahren beteiligten Fachplaner. Kritische Bereiche machen auch größere Darstellungsmaßstäbe erforderlich, bis hin zum Detail 1:1. 25 Prozent der Gebühren nach HOAI werden für die Ausführungsplanung fällig.

ausfuttern

Ausfuttern ist nicht nur ein Begriff aus der Küche, sondern er wird auch im Stahlbau verwendet. Dort ist "ausfuttern" die Bezeichnung für das Auffüllen von Zwischenräumen bei Stahlkonstruktionen durch Blechstreifen oder Flachstahl.

ausgasen

Ausgasen ist die Bezeichnung für einen chemischen Vorgang, bei dem in einem kürzeren oder längeren Zeitraum Schadstoffe aus Farben, Lacken, Klebern usw. entweichen und in die Raumluft abgegeben werden. Eine Ausgasung muss nicht gesundheitsgefährdend sein, weil es auf die Konzentration, die Art der Chemikalie und auf das Lüftungsverhalten in geschlossenen Räumen ankommt. Ausgasungen gehen insbesondere von Lösemitteln aus. Baustoffe, die absolut emissionsfrei sind, gibt es nicht - auch nicht, wenn "Bio" oder "Natur" auf dem Etikett steht.

Ausgebäude

Ausgebäude ist eine ältere Bezeichnung für den Erker.

ausgewaschen

auch: auswaschen

Wird beispielsweise bei Betonwerkstein die oberste Feinmörtelschicht in einer Tiefe von mehr als 2 mm entfernt, spricht man von ausgewaschen bzw. auswaschen.

Ausgleichbeton

Um eine bestimmte Höhenlage zu erreichen, ein Gefälle zu erzeugen oder Unebenheiten auszugleichen, wird auf die bereits bestehende Betonschicht Ausgleichbeton aufgebracht.

Ausgleichestrich

Ein Ausgleichestrich wird auf den tragenden Untergrund aufgebracht, um Unebenheiten auszugleichen, bevor der eigentliche Estrich verlegt wird. Als Ausgleichsestrich kommen schnell härtende Ausgleichsmassen (Spachtelmassen) oder Trockenschüttungen zum Einsatz. Die Bezeichnung Ausgleichestrich wird auch im Zusammenhang mit Fußbodenheizungen verwendet. Hier wird die umhüllende Schicht der Heizelemente als Ausgleichestrich bezeichnet.

Ausgleichsanstrich

auch: Ausgleichsanstriche

Ausgleichsbehälter

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Ausgleichsbehälter sind in jedem Heizungskeller anzutreffen. Sie sind aus 2 mm dickem Stahl gefertigt. Ein Ausgleichsbehälter wird benötigt, um durch temperaturbedingte Ausdehnung, Verdunstung oder Verdampfung eines flüssigen oder gasförmigen Betriebsmittels dessen Verlust zu kompensieren, im Falle der Temperaturausdehnung wird das schwankende Volumen des Wassers in der Heizungsanlage ausgeglichen. Für größere Anlagen wurden die Membran-Ausdehnungsgefäße zu Automatensystemen weiterentwickelt. Eine Automatik vergrößert oder verkleinert das Luftpolster je nach Erfordernis durch das Zuführen oder Ablassen von Luft. Konstant gehalten wird der Druck dabei von einem Kompressor.

Ausgleichschicht

Ausgleichsfeuchte

auch: Holzausgleichsfeuchte, Gebrauchsfeuchte, Ausgleichsfeuchten

Ausgleichsfeuchte hat vor allem bei Holz eine Bedeutung. Holz hat die Fähigkeit, Wasser aufzunehmen und abzugeben. Das Volumen verändert sich, das Holz schwindet und quillt. Dies geschieht bei Änderung der Temperatur oder der Luftfeuchtigkeit. Mit der Zeit nimmt das Holz auch einen anderen Wert an. Die dem jeweiligen Klima angepasste Holzfeuchte ist die Ausgleichsfeuchte des Holzes. Je nach Nutzung und Bauwerksart stellt sich folgende Gebrauchs- bzw. Ausgleichsfeuchte ein: Bauwerkskategorie Ausgleichsfeuchte geschlossene Bauten mit Heizung ca. 9% geschlossene Bauten ohne Heizung ca. 12% offene und teilweise offene Bauten ca. 15% freistehende Tragwerkeohne Wetterschutz ca. 18%

Ausgleichsmasse

auch: Ausgleichspachtel, Ausgleichsmassen

Eine Ausgleichsmasse ist eine zähflüssige bis pastöse Masse, die insbesondere ausgebracht wird, um Bodenunebenheiten in alten Estrichen auszugleichen. Je nach Konsistenz kann eine Ausgleichsmasse auch ein selbstverlaufender Fließspachtel sein. Und je nach bauchemischer Zusammensetzung der Ausgleichsmasse kann diese auch auf unebenen und alten Holzuntergründen eingesetzt werden, damit darauf ein neuer Oberbelag verlegt werden kann.

Ausgleichspachtel

Ausgleichsputze

Mit Ausgleichsputzen lässt sich unebenes Mauerwerk ausgleichen. Besonders bei der nachträglichen Vertikalabdichtung mit bahnenförmigen Abdichtungsstoffen oder bei Sanierputzsystemen spielen sie eine Rolle. Bei der Ausgleichsschicht im erdberührten Bereich unter Abdichtungsschichten müssen diese Ausgleichsputze in der Regel eine Druckfestigkeit von 10 N/mm² besitzen. Unter Sanierputzen haben Ausgleichsputze sanierputzähnliche Eigenschaften.

Ausgleichsschüttung

auch: Schüttung, Ausgleichsschüttungen

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Eine Ausgleichsschüttung, die gleichzeitig auch immer eine Schüttdämmung ist, wird erforderlich, wenn unebene Geschossdecken, insbesondere die in Altbauten vielfach anzutreffenden Holzdecken, bei Renovierungsmaßnahmen ausgeglichen werden sollen. Für Ausgleichsschüttungen, auf die in der Regel ein Trockenestrich ausgebracht wird, bietet die Industrie unterschiedliches Schüttgut an, z.B. Blähton, Perlite, Blähglas-Granulat, Zelluloseflocken oder Korkgranulat. Je nach Beschaffenheit des Schüttguts muss dieses 5 oder 10 cm hoch ausgebracht und dann verdichtet werden. Die Zeichnung zeigt eine Ausgleichsschüttung bei großen Niveau-Unterschieden.

Ausgleichsziegel

Ausguss

siehe Ausgussstein.

Ausgussbecken

siehe Ausgussstein.

Ausgussbeton

auch: Ausgussbetone

Bei Ausgussbeton läuft der Betoniervorgang anders ab als bei herkömmlichem Beton. Zunächst wird der Zuschlag in die Schalung gegeben und anschließend der Zementmörtel in die entstandenen Hohlräume gepresst bzw. gegossen. Durch die punktförmige Berührung der Zuschlagkörner schwindet Ausgussbeton nicht so stark. Weiterhin ist der Beton sehr dicht, weshalb er insbesondere als Unterwasserbeton oder Abschirmbeton Anwendung findet.

Ausgussstein

auch: Gossenstein, Spülstein, Schüttstein, Ausguss, Ausgussbecken, Ausgusssteine

Bevor es eine Kanalisation gab, hatte jedes Haus einen Ausgussstein. Diese mit einem Becken und einer Ausgussrinne versehene Steinplatte wurde in die Außenwand der Küche eingemauert. Wenn in der Küche etwas gesäubert oder gewaschen wurde, floss das Abwasser direkt auf die Straße bzw. Gosse, weshalb auch der Ausdruck "Gossenstein" gebräuchlich ist. Weitere Bezeichnungen sind Schüttstein bzw. Spülstein.

Aushalsung

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Aushalsung ist ein Begriff aus der Sanitär- und Heizungstechnik. Genauer gesagt bezeichnet er das Herstellen eines T-Abgangs bei einer Rohrleitung. Dabei wird zunächst ein ellipistisches Vorloch ins Rohr eingebracht. Dann wird das Aushaltswerkzeug (z.B. Rohraushalser) mit ausgefahrenen Fingern aus dem Rohr gezogen. Dabei wird das Material nach außen gewölbt und die Aushalsung entsteht. Abschließend wird die Aushalsung plan gedreht. Nun kann ein weiteres Rohr an die Aushalsung gelötet oder geschweißt werden.

Aushebeschutz

Ein Aushebeschutz ist eine Fenstersicherung, die zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel eingebaut wird. Der Aushebeschutz erschwert insofern das Aufhebeln eines Fensters erheblich, weil spezielle Dorne oder Pilzzapfen mit dem Schließen des Fensters aus dem Fensterflügel in den Fensterrahmen gleiten. Zusammen mit einem Fensterschloss wird damit ein erhöhter Einbruchschutz gewährleistet.

Aushub

auch: Aushubboden

Aushub ist die Bezeichnung für die Erd- und Gesteinsmassen, die beim Auskoffern einer Straße oder bei der Anlage einer Baugrube oder eines Kanalschachts anfallen. Der Ausbub wird in der Regel sofort abgefahren, wobei der Mutterboden getrennt verwertet wird oder auf dem Gelände für die spätere Anlage des Gartens verbleibt. Der Aushub kontaminierter Böden ist ein Sonderfall. Belastete Böden werden entweder getrennt entsorgt oder industriell gereinigt und aufbereitet. Für die Verfüllung der Baugrube darf nur humusfreier Boden ohne Schutt und Steine verwendet werden, da sonst die Kellerabdichtung beschädigt werden kann.

Aushubboden

siehe Aushub.

Aushubmulde

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Nicht immer lassen es die räumlichen Verhältnisse zu, dass Bagger und LKW nebeneinander auf einer Baustelle stehen können. In diesen Fällen wird beispielsweise der Aushub einer Baugrube zunächst in eine Aushubmulde gekippt, die dann von einem Kran hochgezogen wird. Aushubmulden sind so konstruiert, dass sie aufgrund eines klappbaren Aufzugbügels nur von einem Mann bedient werden können. Aushubmulden sind in der Regel stapelbar.

ausklinken

auch: Ausklinkung

Den Begriff "ausklinken" gibt es sowohl im Stahlbau als auch im Holzbau und beides Mal wird das gleiche gemeint, nämlich Querschnittsänderungen (Höhenänderungen) von Trägern und Balken im Bereich von Auflagern und Stößen (z.B. bei einer Verblattung). Das eine Mal wird Formstahl, das andere Mal wird Holz bearbeitet. Aus statischer Sicht ist zu beachten, dass an der Stelle der Ausklinkungen gefährliche Querzugspannungen entstehen können, die durch besondere Verstärkungen aufgenommen werden müssen.

Ausklinkung

siehe ausklinken.

Ausknicken

Ausknicken ist ein Begriff aus der Baustatik. Rahmen, Säulen und Stützen, also sehr schlanke Baukörper, neigen bei zu großen Belastungen zum seitlichen Ausweichen im mittleren Bereich. Dies muss bei der statischen Bemessung mit berücksichtigt werden. Neben der Bemessung für die Schnittgrößen ist daher für solche Baukörper auch die Tragfähigkeit unter Berücksichtigung der Stabauslenkung zu berücksichtigen.

auskoffern

auch: Auskofferung, Koffer, Auskofferung

Auskoffern bezeichnet im Bauwesen, v.a. im Gleis- und Straßenbau, den Vorgang des Bodenaushubs bis zur für den Unterbau nötigen Tiefe. Der Begriff leitet sich von der länglichen Form der anzulegenden Grube ab. Das Wort hat auch Einzug in andere Bereiche des Bauwesens gefunden, so wird das Ausheben einer Kellergrube und insbesondere das Ausbaggern von kontaminierten Erdreich (z. B. bei Altlasten), das prinzipiell unabhängig von einer bestimmten Mindestaushubtiefe ist, ebenfalls als „Auskoffern“ bezeichnet.

Auskofferung

siehe auskoffern.

Auskragung

auch: Ausladung, Auskragungen

Als Auskragung oder Ausladung werden alle frei über ein Auflager hinausgehende Bauteile bezeichnet, wie zum Beispiel ein Balkon oder ein Träger. Auch Erker oder Geschosse können auskragen. Bei Auskragungen besteht verstärkt die Gefahr von Wärmebrücken. Am Anschluss von Balkonen, Podesten und auskragenden Decken an Sohlplatten, Kellerdecken und Decken zwischen beheizten Geschossen können starke Wärmebrücken entstehen. Besonders hoch ist der Wärmeabfluss -wenn beide Bauteile aus gut wärmeleitendem Material wie z.B. Beton oder Stahl bestehen. - wenn der Bauteilanschluß große Querschnitte hat, weil er statische Kräfte übertragen muss und - wenn zwischen beiden Bauteilen eine große Temperaturdifferenz ansteht, wie dies z.B. zwischen außenluftumspülten Balkonplatten und inneren Decken zwischen beheizten Räumen der Fall ist.

Auskühlzeit

Für ein behagliches Wohnklima ist es wichtig, dass die eingebrachte Wärmeenergie möglichst lange im Mauerwerk gespeichert und nur möglichst langsam wieder abgegeben wird. Dieser Vorgang wird durch den Begriff Auskühlzeit definiert. Die Auskühlzeit charakterisiert somit das Auskühlverhalten eines Außenbauteiles im Winter bzw. der Aufwärmung im Sommer. Wohnräume werden um so behaglicher beurteilt, je länger ihre Auskühlzeit andauert. Ziegel weisen unter den Wandbaustoffen im Vergleich die längsten Auskühlzeiten auf.

Ausladung

auch: Ausladungen

siehe Auskragung.

Auslassdose

auch: Auslassdosen

An Auslassdosen werden Telefon, Internet, PC, TV oder Radio angeschlossen. Es gibt Auslassdosen für den Unterflur-Einbau oder für den Einbau in Hohlwänden. Beim Einbau von Hohlböden wird der Zugriff auf die verkabelten Bereiche mit Hilfe von Auslassdosen gewährleistet, die an beliebiger Stelle gebohrt werden können oder bereits bei Estricheinbau ausgespart werden. Es hat sich gezeigt, dass diese häufig den Schallschutz kaum beeinträchtigen, wenn sie ausreichenden Abstand voneinander haben.

Auslaufarmatur

auch: Auslaufarmaturen

Als Auslaufarmaturen werden alle sanitären Armaturen bezeichnet, an denen Trinkwasser entnommen werden kann. Das kann am Waschbecken, Spülbecken, Badewanne oder Dusche sein. Man unterscheidet Auslaufventile, Mischbatterien und Gesteuerte Armaturen.

Auslaufbauwerk

auch: Auslaufbauwerke

Auslaufbauwerk ist ein Begriff aus der Abwassertechnik. Ein Auslaufbauwerk findet man an der Auslaufstelle von Kanälen oder Abwasserleitungen in einen Vorfluter. Auch bei Poldern findet man Auslaufbauwerke. Hier dient das Bauwerk primär der Entleerung des Polders und der Steuerung der Polderfüllung. Es kann im Bedarfsfall zur Anfangsfüllung genutzt werden.

Ausläufer

Ausläufer ist ein Begriff aus dem GaLa-Bau. Viele Pflanzenarten, aber auch Gehölze wie Kirsch- oder Zwetschgenbäume, Robinien oder Bambus oder etwa Himbeerbüsche breiten sich über unterirdische Ausläufer aus und können somit ohne genetische Vermehrung rasch eine größere Fläche besiedeln. Oberirdische Ausläufer sind meist Rankgewächse wie der kriechende Hahnenfuß oder der Efeu, der keineswegs nur an Mauern hochklettert. Wenn Gärten und Vorgärten mit Bodendeckern bepflanzt werden sollen, setzen sich Pflanzen, die Ausläufer bilden, meistens gegen Unkräuter durch.

Auslaufrohr

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Das Auslaufrohr ist jener Teil der häuslichen Wasserversorgung in Bad oder Küche, aus der das Kalt- oder Warmwasser fließt. Auslaufrohre sind sehr verschiedenartig geformt. Je nach Einsatzgebiet sind sie schwenkbar oder ausziehbar. Auslaufrohre werden für den normalen Einsatz mit einem Universalanschluß ausgestattet, für den Einsatz im gewerblichen Bereich auch mit einem sog. Industrieanschluss.

Auslaufventil

auch: Auslaufventile

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Auslaufventile dienen zur Wasserentnahme aus der Trinkwasserleitung. Sie besitzen nur eine Anschlussmöglichkeit an die Kaltwasser- oder Warmwasserleitung. Mischen lässt sich das Wasser innerhalb der Armatur nicht, dafür benötigt man eine Mischbatterie. Auslaufventile verwendet man hauptsächlich als Kaltwasserarmatur wie beispielsweise Ausguss- oder Handwaschbecken. Auch als Schlauchventil für die Gartenbewässerung werden Auslaufventile verwendet.

Auslaugung

auch: Auslaugungen

Auslaugungen sind weiß-gräuliche, wasserunlösliche Verfärbungen an Mauerwerksflächen, meist in Verbindung mit nicht oder schwach saugenden Klinkern. Verursacht werden sie durch grobe Verarbeitungsfehler, z.B. hohlfugiges Vermauern, unvermörtelte oder nicht haftschlüssig ausgefüllte Fugen. Zur Beseitigung werden die Fugen oberhalb der Auslaugung freigelegt und mit verdichtungsfähigem Fugenmörtel unter starkem Druck geschlossen. Die Verfärbungen müssen mit einem Spachtel abgestoßen werden. Anschließend wird mit einem geeigneten Steinreiniger nachgearbeitet.

Ausleger

auch: Lastausleger

Der Ausleger ist das mehr oder weniger waagerechte Teil eines Kranes, an dem die Lasten hängen. Manchmal läßt sich der Ausleger auf und ab bewegen, manchmal läßt er sich knicken und manchmal läßt sich das Lastseil auf dem Ausleger hin- und herfahren. Man unterscheidet beim Turmdrehkran Nadelausleger, Laufkatzausleger und Knickausleger.

Auslegergerüst

auch: Auslegergerüste

Ein Auslegergerüst ist ein Gerüst, das aus dem Bauwerk auskragt. Dazu werden Stahlprofile in der Stahlbeton-Massivdecke verankert. Verwendete Stahlträger sind beispielsweise: I 80, I 100, IPE 80 oder IPE 100. Die Auskragung darf maximal 1,30 m betragen. Die Belagebene muss vollflächig mit Brettern oder Bohlen der Mindestdicke 3,5 cm ausgelegt sein. Einfache Auslegergerüste werden ohne weitere Abstützung aus dem Bauwerk ausgekragt. Ist das Auslegergerüst abgestützt, benötigen die auskragenden Tragglieder eine zusätzliche Abstützung. Diese wird durch Zug- oder Druckstreben realisiert.

Auslegeware

Auslegeware ist der Sammelbegriff für Teppichböden, die als "Endlos"-Ware auf Rollen geliefert und in der Wohnung bzw. im Objektbereich ausgelegt (daher der Name) und dann zugeschnitten wird. Als Untergrund muss ein Estrich vorhanden sein; die Verlegung auf anderen Untergründen ist möglich, aber problematisch. Auslegeware kann lose verlegt und mit Verlegebändern oder Klettbändern fixiert, wie auch vollflächig verklebt oder mittels Holzrahmen verspannt werden. Wie alle Textilien, kann auch Auslegeware speziell "ausgerüstet" werden, etwa indem ihr Fungizide beigemischt werden, um sie gegen (Schimmel)Pilzbefall resistent zu machen.

Auslegungsverfahren

Auslegungsverfahren ist ein Begriff aus dem Baurecht, genauer gesagt aus dem Baugesetzbuch. Nach §3 (2) werden die Bürger beim Auslegungsverfahren an der Bauleitplanung beteiligt. Die Bürger können beim Auslegungsverfahren die Bauleitplanung sich anschauen und ihre Bedenken äußern oder Anregungen liefern, die bei der Planung nicht berücksichtigt wurden. Diese Bedenken und Anregungen müssen der höheren Genehmigungsbehörde vorgelegt werden. Werden dann größere Änderungen an der Bauleitplanung vorgenommen, wird das Auslegungsverfahren wiederholt. Im Vergleich zum Anhörungsverfahren besteht beim Auslegungsverfahren eine größere Rechtswirksamkeit.

Ausleitungskraftwerk

Auslichtungsschnitt

auch: Auslichtungsschnitte

Bäume benötigen eine ständige Pflege. Das Beschneiden des Baumes ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen überhaupt. Hat sich die Baumkrone in den ersten Jahren optimal entwickelt, wird es alle 3-5 Jahre notwendig, mit einem Auslichtungsschnitt für ausreichend Lichtzufuhr zu sorgen. Nur so können Triebe, Blätter und Früchte sich auch weiterhin gesund entwickeln. Um insbesondere die unteren Kronenpartien zu entlasten und mit ausreichend Licht zu versorgen, werden nach innen wachsende Triebe sowie Seiten-, Steil- und Konkurrenztriebe ausgelichtet. Zu dichtes und zu schwaches Geäst wird entfernt. Neben einer besseren Lichtzufuhr sorgt ein Auslichtungsschnitt auch für eine bessere Wasser- und Nährstoffzufuhr.

Auslucht

auch: Utlucht

Auslucht bzw. Utlucht bezeichnet einen erkerartigen Vorbau des Erdgeschosses oder mehrer Geschosse an einer oder beiden Seiten der Haustür. Als Sonderform des Erkers ist die Auslucht nicht auskragend, sondern beginnt ebenerdig. Ausluchten findet man besonders an den Wohnhäusern der niedersächsischen Renaissance.

Ausmagerung

Ausmagerung ist ein Begriff aus dem Straßenbau. Bei der Ausmagerung werden bituminöse Bindemitteö oder Mörtel aus der Fahrbahnoberfläche herausgelöst und dadurch Mineralstoffkörner freigelegt. Diese Mineralstoffkörner lösen sich dann und die Straße wird geschädigt. Ursache der Ausmagerung kann eine fehlerhafte Mischgutzusammensetzung sein. Auch kann der Belag beim Asphalteinbau nicht ordnungsgemäß gewalzt worden sein.

Ausnutzungsgrad

Ausnutzungsgrad ist ein Begriff aus der Heiztechnik. Er bezeichnet einen Faktor, der den gesamten Wärmegewinn auf den nutzbaren Anteil reduziert. Neben der eigentlichen Heizungswärme werden vermehrt aus innere und solare Gewinne, also Personen, elektrische Geräte und Sonneneinstrahlung genutzt. Diese werden mit dem Ausnutzungsgrad angegeben. Diese zusätzlichen Heizquellen können über die Heizperiode nicht zu 100 Prozent genutzt werden. Scheint tagsüber z.B. sehr stark die Sonne, muss eventuell das Fenster geöffnet werden, um die Hitze rauszulüften. Der Ausnutzungsgrad liegt dann schon nicht mehr bei 100 Prozent. Auch eine träge Heizungsanlage bzw. Heizungsregelung wirken sich negativ auf die Höhe des Ausnutzungsgrades aus.

Auspresspistole

auch: Auspresspistolen

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Eine Auspresspistole wird benötigt, um Eck-, Anschluss- oder Sanitärfugen aufzutragen. Damit ist ein zügigeres und sauberes Arbeiten garantiert, was bei der Benutzung von Tubenware oder Kartuschen mit Drehpinsel nicht der Fall ist. Außer für Silikonkartuschen sind Auspresspistolen sind auch zum Auspressen dauerelastischer Kitte (z.B. Silikonkautschuk), beim Abdichten von Fußbodenrändern und Dehnungsfugen geeignet. Ferner kann man die Pistole zum Auspressen dauerelastischer Fugenmassen auf Acrylbasis bei Rissen, Spalten und beim Zusammenstoßen unterschiedlicher Bauteile benutzen. Die Auspresspistole gehört somit zu den unerlässlichen Werkzeugen zum Auspressen von Dichtstoffen aus Kartuschen.

Ausreiber

siehe Versenker.

ausreißen

Holz kann beim beim Bohren, Fräsen oder Sägen durch unsachgemäße Handhabung des Werkzeugs ausreißen. Gleiches kann passieren, wenn der Bohrer oder Fräser auf der Rückseite des Werkstücks austritt. Bei Sägen mit der Stichsäge kann ein sogenannte Splinterschutz das Ausreißen des Werkstückes an der Oberfläche verhindern.

Ausreißkraft

auch: Ausreißkräfte

Schrauben können sehr leicht oder sehr schwer aus ihrer Verankerung gerissen werden. Das liegt an der Art des Gewindes, der Gewindelänge oder der Einschraubtiefe, aber auch am Material der Schraube selbst und auch an dem Baustoff, in den die Schraube getrieben worden ist. Die Ausreißkraft spielt eine Rolle bei der statischen Beurteilung, wie fest mit Schrauben zusammengehaltene Bauteile miteinander verbunden sind.

Ausrollgrenze

auch: Nässegrenze, Ausrollgrenzen

Ausrollgrenze ist ein Begriff aus der Geowissenschaft. Die Ausrollgrenze bezeichnet bei bindigen Böden den Übergang zwischen halbfester und plastischer Konsistenz des Bodens. Ermittelt wird die Ausrollgrenze durch Ausrollen einer Erdprobe mit der Hand. Sie kann z.B. Auskunft über die Belastbarkeit eines Bodens geben und gilt als technologische Nässegrenze. Wird die Nässegrenze, d.h. ein bestimmter Bodenwassergehalt überschritten, hemmt dies das Wachstum von Kulturpflanzen oder die Bodenbearbeitung.

Ausrüsten

siehe Ausschalen.

ausschalen

Um ein Bauteil aus Frischbeton herstellen zu können, ist eine Schalung notwendig. Ist der Beton ausreichend erhärtet, wird das Bauteil ausgeschalt, das heißt, die Schalung entfernt. Das Bauteil darf erst ausgerüstet oder ausgeschalt werden, wenn der Beton ausreichend erhärtet ist. Dann ist die Festigkeit des Betons so, dass sie die Lasten alle tragen kann, die zum Zeitpunkt des Ausschalens auf das Bauwerk einwirken. Tritt während des Erhärtens Frost ein, müssen die Ausschalfristen mindestens um die Frostdauer zu verlängert werden. Um Zweifel auszuschließen, kann eine Erhärtungsprüfung durchgeführt werden. Hilfsstützen müssen stehen bleiben, um Schäden durch zu große Durchbiegung, Risse oder Einsturz zu vermeiden. Solche Hilfstützen sollten höchstens einen Abstand von vier Metern besitzen.

Ausschalfrist

auch: Ausschalfristen

Ausschalfrist ist eine Bezeichnung aus dem Stahlbetonbau. Nach dem Betonieren dürfen Bauteile erst ausgeschalt werden, wenn der Beton ausreichend erhärtet ist. Dies ist dann der Fall, wenn die zum Zeitpunkt des Ausschalens auf das Bauteil einwirkenden Lasten aufgenommen werden können, ohne dass sich unzulässige Risse im Beton bilden würden. Je nach Festigkeitsklasse des Zements und Art des Bauteils kann die Ausschalfrist zwischen einem Tag und drei Tagen betragen.

Ausschalungsfrist

auch: Ausschalungsfristen

Ausscheidungsgesteine

auch: Ausscheidungsgestein

Ausscheidungsgesteine zählen zu den Sedimentgesteinen. Sie sind durch Auskristallisieren von in Wasser gelösten Verwitterungsprodukten entstanden. Auch durch Organismen entstandene Ablagerungen zählen zu den Ausscheidungsgesteinen. Ausscheidungsgesteine sind z.B. Gipsstein, Salz, Kreide.

Ausschreibung

auch: Ausschreibungen

Bevor Bauaufträge erteilt werden, die über kleinere Maßnahmen wie dem Decken eines Garagendachs hinausgehen, erfolgt immer eine Ausschreibung. Bei Bauvorhaben von Behörden und öffentlichen Körperschaften ist dieses sogar eine gesetzlich verankerte Pflicht. Durch die Ausschreibung soll der billigste Anbieter gefunden werden. Ob dieser auch der Beste ist, steht auf einem anderen Blatt. Insbesondere bei der Ausschreibung von großen Bauaufträgen für die sog. "öffentliche Hand" kommt es immer wieder zu Schmiergeldzahlungen, die bei einer Aufdeckung in Strafprozesse wegen Bestechung münden.

Ausschwimmen

Als Ausschwimmen bzw. Aufschwimmen wird die sichtbare, partielle Entmischung eines Beschichtungsstoffes wie z.B. Lack oder Dispersionsfarbe bezeichnet. Das geschieht bei Beschichtungsstoffen, deren Farbton aus mehreren unterschiedlichen Buntpigmenten zusammengesetzt ist, und zwar entweder während der Lagerung oder unmittelbar vor der Filmbildung in der flüssigen Phase. Ursachen dafür sind meist größere Dichteunterschiede zwischen den verwendeten Pigmenten oder die Tendenz zur Bildung sog. „Benard-Zellen" durch Strömungsdifferenzen im Bindemittel. Abhilfemöglichkeiten bestehen durch Erhöhung der Viskosität, Reduzierung der Dichteunterschiede bei den eingesetzten Pigmenten und Maßnahmen zur Optimierung der Oberflächenspannung durch geeignete Additive. Ausschwimmerscheinungen treten bei lösemittelhaltigen Beschichtungsstoffen wesentlich häufiger auf als bei wässrigen, bedingt vor allem durch die größere Beweglichkeit von Einzelkomponenten infolge der im allgemeinen niedrigeren Viskosität im ersteren Fall.

Ausschwitzen

auch: Auswandern

Als Ausschwitzen bzw. Auswandern wird das Wandern von Weichmachern oder anderen Bestandteilen einer Beschichtung (z.B. Lacke) auf die Beschichtungsoberfläche bezeichnet. Dadurch können Glanz- und Farbtonveränderungen entstehen. Dieser Effekt kann schon nach sehr kurzer Zeit im Bereich von Stunden oder erst nach längerer Zeit im Bereich von Monaten auftreten.

Außenabdichtung

auch: Außenabdichtungen

Unter einer Außenabdichtung versteht man eine Flächen- oder Vertikalabdichtung auf der erdberührten Seite des Grund- oder Kellermauerwerkes. Eine Außenabdichtung stellt die beste Form einer Vertikalabdichtung dar und ist einer Innenabdichtung, wenn objektbezogen, technisch und wirtschaftlich möglich, immer vorzuziehen. Für die Außenabdichtung werden entweder bituminöse Systeme mit entsprechender Flexibilität in Form von Bitumendickbeschichtungen, Bitumen- oder Kunststoffbahnen oder zementgebundene Systeme in Form so genannter Sperrputze oder mineralische Dichtungsschlämmen eingesetzt. Sie werden auch in Kombination eingesetzt. Der Putz bzw. die Dichtungsschlämme dienen dann als Dichtungsträger, die bituminöse Beschichtung übernimmt die Abdichtungsfunktion und ist eine zusätzliche Sicherung gegen Rissbildungen in der Gesamtabdichtung. Alternativen sind nur zulässig, wenn sie sich langfristig bewährt haben. Schutz-schichten dürfen sowohl beim Verfüllen als auch durch Setzungen keine Schäden an der Abdichtung hervorrufen. Bei Auftreten von Stau- oder Sickerwasser (auch sporadisch) muss eine Drainage angeordnet werden. Ist eine Wärmedämmung vorgesehen, so kann diese auf die erdberührten Wandflächen (Perimeterdämmung) erfolgen. Konstruktionsbedingt übernimmt dieses System neben der Wärmedämmung auch eine Schutz- oder eine Dränfunktion.

Außenanlage

auch: Außenanlagen

Innerhalb eines Flächennutzungsplanes wird auch festgelegt, an welcher Stelle Außenanlagen anzulegen sind. Das sind in erster Linie Kinderspielplätze und öffentliche Grünanlagen. Im privaten Wohnungsbau werden unter "Außenanlagen" Gärten, Terrassen, Wege, Außentreppen oder Zaunanlagen verstanden. Auch die Leitungen und Rohre für Strom, Wasser, Telekommunikation und Gas zählen zu den Außenanlagen, soweit sie sich außerhalb des Wohngebäudes befinden.

Außenanschlag

auch: Außenanschläge

Der Außenanschlag ist eine Anschlagart bei einem Fenster. Beim Außenanschlag besitzt die Laibung außen eine Aussparung. Der Rahmen kann daher nur von außen und an der vorspringende Kante der Aussparung befestigt werden. Diese Anschlagart ist äußerst selten.

Außenbau

auch: Außenbau

Als Außenbau werden Bereiche bezeichnet, in denen Bauteile den Witterungseinflüssen, wie Regen, Sonne u. a. ausgesetzt sind wie z.B. Fassaden (siehe auch: Witterungsfestigkeit). Zum Außenbau zählen auch Vordächer, Balkone, Treppen, Fensterläden, Wintergärten, Carports oder Gartenhäuser

Außenbeleuchtung

auch: Außenbeleuchtungen

siehe Beleuchtung.

Außenbereich

auch: Aussenbereich

Unter Außenbereich wird planungsrechtlich jene Fläche verstanden, die nicht geschlossen bebaut ist und für die auch kein Bebaungsplan vorliegt. Hier die Baugenehmigung für einen privat genutzten Neubau zu erlangen, ist außerordentlich schwierig. Der Gesetzgeber will grundsätzlich verhindern, dass die Landschaft zersiedelt wird. Aus diesem Grund werden von den dafür zuständigen Landesregierungen immer mehr Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzgebiete ausgewiesen, in denen Neubaumaßnahmen bis auf solche ausgeschlossen sind, bei denen es sich um sog. privilegierte Bauvorhaben handelt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter Außenbereich all das verstanden, was sich außerhalb eines Hauses befindet. Zum Außenbereich zählen z.B. Garten, Terrasse, Balkon, Fassade usw.

Außendämmung

auch: Aussendämmungen

Als Außendämmung wird diejenige Dämmung bezeichnet, die aussen an der Fassade angebracht wird. Geeignet zur Fassadendämmung sind nahezu alle Fassadendämmplatten oder -matten aus Kork, Polystyrol, PUR, Mineralwolle, Holzfaser etc.. Häufig werden auch komplette Wärmedämmverbundsysteme verwendet. EPS und PUR-Dämmplatten haben einen hohen Dampfdiffusionswiderstand. Es ist darauf zu achten, dass anfallendes Kondensat im Sommer wieder abtrocknen kann. Die Dämmstoffe werden auf der Fassade aufgebracht. Für den nötigen Schutz sorgen Putzschichten oder andere wetter- und windabweisende Schichten. Die Aussendämmung hat im Vergleich zur Innendämmung oder Kerndämmung die meisten Vorteile, so dass ihr, wenn möglich, den Vorzug gegeben werden sollte. Da bei der Aussendämmung die massive Wand auf der warmen Innenseite liegt, ist man vor Schäden durch Tauwasserbildung in der Regel sicher. Sollte die Heizung mal streiken, bleibt das Gebäude länger warm. Fensterbänke, Außentür- und Fensterlaibungen können in die Dämmung mit einbezogen werden. Bestehende Wärmebrücken können weitgehend beseitigt werden.

Außendichtung

auch: Innendichtung, Oberflächendichtung, Deichertüchtigung, Außendichtungen

Von einer Außendichtung bzw. Oberflächendichtung wird bei Deichen gesprochen, deren Dichtung auf der wasserseitigen Böschung eingebaut wurde. Die Außendichtung besteht aus natürlichen oder künstlichen Baustoffen wie zum Beispiel Tondichtungsbahnen oder Geotextilien. Auch eine Bepflanzung kann zur Außendichtung beitragen. Eine Außendichtung ist vor allem zur Sanierung von alten Deichen eine bevorzugte Methode. Neben der Außendichtung kommt zur Deichertüchtigung noch die Innendichtung infrage. Innendichtungen sind zum Beispiel Spundwände, Einphasenschlitzwände, Schmalwände, Injektionswände und spezielle Verfahren der Bodenvermörtelung.

Außenfensterbank

auch: Außenfensterbänke

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Außenfensterbänke haben vor allem die Aufgabe, das darunterliegende Mauerwerk sicher vor dem vom Fenster ablaufenden Wasser zu schützen. Sie sollen das Wasser so von der Wand ableiten, dass es nicht zu Streifenbildung und Verfärbungen unter dem Fenster am Außenmauerwerk kommt. In der Vergangenheit wurden die Außenfensterbänke gemauert und verputzt. Bei Verblendermauerwerk wird diese Arbeitsweise infolge vorhandener Formstücke wieder stärker angewandt. Außenfensterbänke werden aus speziellem Beton, Naturstein, Kunststein, Faserzement, Pressholz oder Aluminium hergestellt. In Verbindung mit einem Gesims können sie eine Fassadengestaltung erheblich aufwerten.

Außenfühler

Außenfurnier

auch: Aussenfurniere, Aussenfurnier, Außenfurniere

Außenfurniere sind Deckfurniere. Benannt werden sie nach ihrem Verwendungszweck, wie beispielsweise für Außenflächen von Möbeln. Das Außenfurnier wird nach zwei verschiedenen Methoden hergestellt, als gemessertes Furnier und als Schälfurnier. Gemessertes Furnier ist teurer als geschältes Furnier, da bei der Herstellung mehr Verlust anfällt. Von der Qualität her gibt es keinen technischen Unterschied, es ist ausschließlich eine Frage von Aussehen und Preis.

Außenhautüberwachung

Die Außenhautüberwachung im Privatbereich konzentriert sich auf die Überwachung aller Fenster, Kellerschächte, Türen, Lichtkuppeln usw., wobei hier in erster Linie Magnetkontakte zum Einsatz kommen, über die gemeldet wird, welche Türen und Fenster nicht verschlossen sind. Im gewerblichen Bereich, insbesondere in Räumen, in denen Wertsachen gelagert werden, also Banken, Speditionen, Juweliergeschäfte usw., gehört zur Außenhautüberwachung auch die Überwachung von Wänden und Decken hinsichtlich von Wanddurchbrüchen. Zum Einsatz kommen hier Körperschallmelder oder Alarmdrahttapeten.

Außenjalousie

auch: Außenjalousien

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Außenjalousien funktionieren nach demselben Prinzip wie alle Jalousien, allerdings werden die Lamellen nur aus verzinktem Eisen- oder Aluminiumblech gefertigt. Außenjalousien kommen an Gebäuden mit Glasfassaden und vielen Fenstern wie Kranken- und Bürohäusern zum Einsatz, wobei die Bedienung durch elektrische Steuerung und eine automatische Verschattung durch Sensoren erfolgen kann. Außenjalousien können auf diesem Weg im oberen Teil auf Lichtflutung, im unteren Teil auf Verschattung gestellt werden. Von Außenjalousien kann bei Wind eine spürbare Geräuschbelästigung ausgehen, die Reinigung etwa von Taubendreck ist umständlich.

Außenküche

siehe Gartenküche

Außenladen

auch: Zierfensterladen, Außenläden

Ein Außenladen ist die hauptsächliche Variante eines Fensterladens. Er wird im Gegensatz zum Innenladen außen an einem Gebäude angebracht. Außenläden haben nicht nur einen praktischen Nutzen, sondern sind häufig auch eine Zierde für die Fassade. Darüber hinaus gibt es auch reine Zierfensterläden. Diese werden fest mit der Außenwand verdübelt, sind nicht klappbar und können auch von Laien leicht selbst montiert werden. Diese Zierfensterläden gibt es in den unteschiedlichsten Silrichtungen von urig bayrisch oder friesisch herb über mediterran bis hin zu nordisch kühl.

Außenleiter

auch: Phase, Phasenleiter

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Der Außenleiter, auch Phasenleiter oder Phase genannt, ist eine Elektroleitung, die den Strom aus dem Netz zum Schalter oder zur Steckdose führt. Er hat eine braune oder schwarze Ummantelung. Das Kurzzeichen für Außenleiter ist das "L".

außenliegendes Arbeitsfugenband

auch: außenliegende, Arbeitsfugenbänder

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Ein außenliegendes Arbeitsfugenband ist ein Fugenband aus thermoplastischem Kunststoff, das wie ein außenliegendes Dehnungsfugenband, jedoch ohne Hohlkörper oder Schlaufe ausgebildet ist. Es wird so eingebaut, dass seine Außenfläche mit der Oberfläche des Betonbauteils bündig abschließt. Seine Einsatzmöglichkeiten sind beispielsweise für Arbeitsfugen im Betonbau, z. B. unter Sohlenplatten, Sohle-Wand Anschluß.

außenliegendes Dehnungsfugenband

auch: außenliegende, Dehungsfugenbänder

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Das außenliegende Dehnungsfugenband ist ein Fugenband aus thermoplastischem Kunststoff mit einer unprofilierten, glatten Außenseite, das auf der Innenseite mit einem in der Längsachse angeordneten, schlauchförmigen Hohlkörper oder mit einer Schlaufe sowie parallelen Profilierungen an den Dichtteilen versehen ist. Es kann kann mit Nagellaschen für die Befestigung an der Betonschalung versehen sein und wird so eingebaut, dass seine Außenfläche mit der Oberfläcge des Betonbauteils bündig abschließt. Außenliegende Dehnungsfugenbänder werden für Bewegungsfugen (Raum- und Pressfugen) im Betonbau, z. B. unter Sohlplatten eingesetzt.

Außenluft

Von Außenluft wird bei der automatischen Belüftung gesprochen. Sie bezeichnet die aus der Umgebung angesaugte Luft, ist also die Luft, wie sie an der Außenseite des Gebäudes vorkommt. Da die Außenluft verunreinigt (durch Pollen usw.) sein kann, darf man Außenluft nicht mit Frischluft gleichsetzen. Frischluft ist nämlich die Luft, die letztendlich beim Hausbewohner ankommt und die dieser einatmet. Außenluft kann aber zunächste z.B. durch einen Pollenfilter laufen oder auf andere Weise aufbereitet werden. In der Regel entnimmt man die Außenluft auch auf der Seite des Gebäudes, wo sie am wenigsten verunreinigt ist. Außenluft wird nach Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation in drei Kategorien unterteilt: Kategorie ODA-1: Die Vorgaben der WHO werden eingehalten, d. h. Außenluft darf nur zeitweise staubbelastet sein (Pollen) Kategorie ODA-2: Die Vorgaben der WHO werden max. um Faktor 1,5 überschritten, d. h. Außenluft mit hoher Konzentration an Staub oder Feinstaub und/oder gasförmigen Verunreinigungen Kategorie ODA-3: Die Vorgaben der WHO werden mehr als Faktor 1,5 überschritten, d. h. Außenluft mit sehr hoher Konzentration an gasförmigen Verunreinigungen, Staub und/oder Feinstaub. Die Ermittlung des tatsächlichen für den Gebäudestandort geltenden ODA- Werts setzt eine Schadstofferfassung der Außenluft voraus. Anschließend folgt eine komplexe Berechnung zur Bestimmung der Konzentration von Schwefeldioxid (SO2), Ozon (O3), Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstäuben.

Außenputz

auch: Fassadenputz, Außenputze

Außenputze sollen die Haushülle vor Witterungsschäden bewahren und insbesondere das Eindringen von Nässe in die Fassade verhindern. Dabei darf die Beanspruchung durch Nässe, Frost und Sonnenbestrahlung nicht zur Zerstörung des Putzes führen. Als Außenputz kommt sowohl mineralischer Putz als auch Kunstharzputz infrage. Bevorzugt wird jedoch der Putz auf mineralischer Grundlage, also aus einer Mischung von Kalk- und Zementmörteln. Beim Kunstharzputz kann insbesondere auf der stark bewitterten Fassadenseite eine Algenbildung auftreten, die zu einer Grünfärbung führt.

Außenrüttler

auch: Schalungsrüttler, Aussenrüttler, Außen-Rüttler, Aussen-Rüttler

Außenrüttler (Schalungsrüttler) sind elektrische Geräte, die zum Verdichten von Beton verwendet werden. Der Außenrüttler wird von außen auf die Schalung gesetzt. Die Verdichtungswirkung beträgt in der Tiefe nur etwa 25 cm. Diese Verdichtungsart eignet sich daher vorwiegend für schlanke Bauteile wie beispielsweise Wände, Balken und Bauteile mit hochwertigen Sichtbetonflächen. Außenrüttler werden hauptsächlich bei der Herstellung von Betonfertigteilen und im Betonwerk eingesetzt. Außenrüttler werden an Rütteltischen, Rüttelböcken, Schalungen, Formen, Platten oder Bohlen befestigt.

Außenschale

Bei einem zweischaligen Mauerwerk wird die äußere Steinschicht als Außenschale bezeichnet. In der Regel ist die Außenschale nicht tragend. Damit sie nicht umkippt, wird die Außenschal meist durch nichtrostende Drahtanker mit der tragenden Innenschale verbunden.

Außenschalung

auch: Außenschalungen

Unter einer Außenschalung wird eine Fassadenverschalung mit Holzbrettern oder Holzpaneele verstanden. Es handelt sich also um ein anderes Wort für Holzfassade.

Außen-Sechskantschraubendreher

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Ein Außen-Sechskantschraubendreher ist ein Schraubendreher für Schrauben mit einem außen auf dem Schraubenkopf befindlichen Sechskantantrieb.

Außensperrholz

auch: Außensperrholz

Außensperrholz ist speziell verleimtes Sperrholz für den Außenbereich oder für Feuchträume, Nassräume und Kühlräume. Es ist heißwasserfest verleimt, begrenzt wetterfest und hat die Verleimungsart AW 100 (AW heisst außen wetterfest verleimt). Es ist aber zu beachten, dass sich die Wetterbeständigkeit nur auf die Verleimung bezieht. Das Holz ist als organischer Stoff nach wie vor verrottbar. Nur für den Innenbereich hingegen ist Innensperrholz geeignet.

Außen-Temperaturfühler

Außentreppe

auch: Außentreppen, Aussentreppe, Aussentreppen

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Außentreppen gehören zu den repräsentativen Bauteilen eines Gebäudes und sind den Einflüssen von Hitze, Kälte und Wasser ausgesetzt. Dies führt dazu, dass es bei unfachgerechter Ausführung zu Abplatzungen und Frostschäden kommen kann. Außentreppen an Wohngebäuden sind meist aus massiven Stufen aus Beton oder Naturstein. Bei der Stufenform unterscheidet man zum Beispiel zwischen Blockstufen und Winkelstufen. Außentreppen an gewerblich genutzten Gebäuden bestehen meistens aus Edelstahl, die Stufen aus Gitterrosten, was die Frostbildung erschwert und die Rutschsicherheit erhöht. Generell kommt bei Außentreppen der Frage der Rutschsicherheit eine große Bedeutung zu.

Außentür

auch: Außentüren

Als Außentür bezeichnet man eine Tür an der Außenwand eines Gebäudes oder einer Einfriedung. Außentüren können beispielsweise Wohnungseingangstüren, Hauseingangstüren, Garagentore, Balkon- und Terrassentüren, Stalltüren, Scheunentore, Hoftüren oder Hoftore sein. Außentüren müssen generell Witterungs- und Einbruchsschutz bieten. Außen sind sie mit einem witterungsfesten Anstrich zu schützen bzw. auch durch Schlagregenschutzmaßnahmen. Schlösser, Verankerungen und Beschläge müssen vor Einbruch schützen.

Außenverkleidung

auch: Außenverkleidungen

Andere, verkürzte Bezeichnung für Außenwandbekleidung

Außenwand

auch: Außenwände, Aussenwand, Aussenwände

Die Außenwand stellt die schützende Hülle eines Gebäudes dar und ist eines der wichtigsten und kompliziertesten Bauteile. Eine Außenwand schließt zur Außenluft, zum Erdreich oder zum Nachbargebäude ab und muss dementsprechend frostbeständig und gegen Niederschlag widerstandsfähig aufgebaut sein. Auch Schall- und Wärmedämmung sowie Brandschutz spielen bei der Außenwand eine sehr große Rolle. Die entsprechenden bautechnischen Anforderungen sind in einer Vielzahl von Gesetzen, Regeln und Normen niedergelegt. einschaliges Mauerwerk und zweischaliges Mauerwerk sind die üblichen Varianten einer Außenwand. Wärmedämmverbundsysteme spielen in den Fällen eine wichtige Rolle, in denen die Außenwände von Altbauten mit einer zeitgerechten Wärmedämmung ausgestattet werden sollen.

Außenwandbegrünung

Bei einer Außenwandbegrünung wird die Fassade mit Kletterpflanzen begrünt. Dies kann aus optischen Gründen geschehen, um den Schlagregenschutz zu verbessern, Staub abzuhalten oder um das Innenraumklima zu verbessern. Bei einer Außenwandbegrünung, die direkt auf der Fassade haftet, kann mit der Zeit der Putz beschädigt werden. Vor allem dann, wenn versucht wird, die fest anhaftenden Kletterpflanzen zu entfernen.

Außenwandbekleidung

auch: Außenwandverkleidung, Außenwandbekleidungen

Außenwandbekleidungen werden an tragenden Wandkonstruktionen aus schuppen- oder tafelförmig angebrachten ebenen oder profilierten klein- oder großformatigen Elementen hergestellt. Sie werden auch Fassadenbekleidung, Außenwandverkleidung oder nur Außenverkleidung genannt. Außenwandbekleidungen erbringen den Regenschutz, schützen gegen andere Einwirkungen aus der Atmosphäre sowie gegen mechanische Beanspruchungen und dienen der Gestaltung und verbessern die Wärmedämmung. Die Außenwandbekleidung kann direkt auf der Fassade befestigt werden oder hinterlüftet hergestellt werden. Bei einer Hinterlüftung werden die Bekleidungen auf einer Unterkonstruktion aus Holz (im Einfamilienhausbau) oder aus Metall (im Gewerbebau) befestigt. Unterschieden werden die sichtbare Befestigung und die verdeckte Befestigung einer Außenwandbekleidung.

Außenwandverkleidung

auch: Außenwandverkleidungen

Außenwhirlpool

auch: Garten-Whirlpools

Außenziegel

Außenziegel sind Mauerziegel, die in einer Außenwand vermauert werden. Die Anforderungen an Außenziegel sind höher, da sie statisch stärker belastetet werden und im Gegensatz zu Innenziegeln der Witterung ausgesetzt sind.

äußerer Blitzschutz

auch: äußeren, Blitzschutz

Äußerer Blitzschutz besteht aus der Fangeinrichtung, der Ableitungseinrichtung und der Erdungsanlage. Eine Ableitungsanlage mit Fangstangen und meist maschenförmig verlegten Fangleitungen auf dem Dach eines Gebäudes sorgt im Fall der Fälle dafür, dass der Blitz gefahrlos in den Erdboden geleitet wird. Perfekt auf das Gebäude abstimmen lässt sich der Blitzschutz jedoch nur, wenn er bereits in der Planungsphase vom Architekten berücksichtigt wird. Im Nachhinein lässt sich ein wirklich wirksamer Blitzableiter nur noch mit unverhältnismäßig großem Aufwand realisieren. Besonders wichtig: Wegen der hohen Spannungen beim Einschlag, muss die Blitzschutzanlage einen Sicherheitsabstand zu allen Strom-, Kommunikations-, Wasser und Lüftungsleitungen im Gebäude haben.

Aussintern

Aufgrund von Ausführungsmängeln oder undichten Stellen im Beton oder Mauerwerk, kann Wasser in Bauteile eindringen. Auf seinem Weg durch das Bauteil löst das Wasser Bestandteile aus dem Zementmörtel oder den Betonzuschlägen und transportiert diese an die Oberfläche. Das wird als "Aussintern" bezeichnet. Bei der Verdunstung bilden sich daraufhin Flecken und Einfärbungen. Vor allem stark kalkhaltige Zemente neigen zum Aussintern, dies lässt sich durch die Zugabe von Trass oftmals einschränken oder vermeiden

ausspänen

auch: Ausspänungen

Unter Ausspänen wird das Verschließen von Rissen in Holzbauteilen verstanden. Die Risse entstehen durch Nachtrocknen des Bauteils und werden mit Holzspänen des gleichen Holzes verschlossen. Diese Holzspäne müssen besonders trocken und möglichst aus Kernholz handgespalten sein. Auch mit etwas weicherem Holz, das sich dem Riss anpasst, ist ein Ausspänen möglich. Will man es perfekt machen, ist das Ausspänen eine langwierige Arbeit, muss doch das einzusetzende Holzteil individuell geschnitzt und angepasst werden. Schwierig ist es, wenn die Holzrisse nicht sehr gerade verlaufen. Die Ausspänungen sollten so eingepasst werden, dass sie fest sitzen durch leichtes Anschlagen. Außen muss der Holzspan ebenbündig sein, straffe Presswirkung ist nicht notwendig.

Aussparungen

auch: Ausparung

Bei einem Stahlbetonbauteil sind Ausparungen planmäßig hergestellte Öffnungen, beispielsweise für Rohrdurchführungen oder die Kabelinstallation. Eine Ausparung kann unter anderem auch dadurch hergestellt werden, dass ein Ausparungskörper mit einbetoniert wird. Bei Mauerwerk dürfen Aussparungen nur im gemauerten Verband hergestellt werden. Nachträglich dürfen sie nur gefräst werden.

Aussparungskörper

Ein Aussparungskörper ist ein Hohlkörper, der zur Herstellung von Aussparungen mit in die Betondecke einbetoniert wird. Aussparungskörper für Betonfertigteile sind in nahezu allen Formen lieferbar. Sie werden in der Regel vor dem Betoniervorgangs in die Schalung montiert und nach dem Erhärten des Betons wieder entfernt.

Ausspitzer

Ausspitzer sind Dachziegel, die in Richtung des Gratsparrens angearbeitet werden (rechte bzw. linke Ausspitzer). Der Ausspitzer ist der letzte, oberste Stein unterhalb des Firstes. Ausspitzer sind gegen Abrutschen zu befestigen. Früher wurden Ausspitzer im Bereich von Graten mit Löchern versehen oder eingekerbt und mit Draht gegen das Abrutschen gesichert. Heute löst eine Raupe aus PU-Schaum die Problematik des Abrutschens.

Ausstakung

siehe Holzstakung.

Ausstattungsleuchte

auch: Ausstattungsleuchten

Man unterscheidet Außenleuchten im Eingangs- bzw. Außenbereich in Ausstattungsleuchten, Gartenleuchten, Mastleuchten und Scheinwerfer. Meist werden Ausstattungsleuchten im Hauseingangsbereich an der Wand angebracht. Bei der Anbringung ist insbesondere darauf zu achten, dass das Licht nicht blendet und nach unten abstrahlt. Ausstattungsleuchten gibt es sowohl in Kombination mit Klingel-, Hausnummer- und Briefkastenbeleuchtung als auch für Balkone, Terrassen und kleine Vorplätze.

aussteifende Wand

auch: aussteifende, Wände

Die meisten größeren Gebäude benötigen aussteifende Wände zur Erhaltung der Stabilität. Genauer gesagt verhindern aussteifende Wände, dass die tragenden Wände ausknicken oder ausbiegen oder durch waagerechte Belastung (Windlast, Erddruck) umfallen. Denn eigentlich sind Wände im Verhältnis Wanddicke zu Wandhöhe zu schlank. Aussteifende Wände werden rechtwinklig zu der Wand angeordnet, die sie stützen sollen. Die aussteifende Wand sollte mindestens 1/5 der Geschossehöhe lang sein und mindestens 11,5 cm stark sein. Aussteifende Wand und auszusteifende Wand müssen druck- und zugfest miteinander verbunden sein, damit die gewünschte Wirkung eintritt. Der Verbindung erfolgt entweder durch eine Verzahnungstechnik wie Stockverzahnung, liegende Verzahnung oder Lochverzahnung oder es kommt die Stoßtechnik zum Einsatz. Dabei werden ca. 30cm lange Flachstahlanker beim Mauern in die auszusteifende Wand eingelegt. Die aussteifende Wand wird dann später gemauert, wobei die Flachstahlanker dann in die Lagerfugen der Wand übergreifen und so eine druck- und zugfeste Verbindung ergeben. Die Stumpfstoßtechnik kann bei allen Wänden angewandt werden. Bei Außenwandecken sollte jedoch weiterhin eine konstruktive Verzahnung vorgenommen werden.

Aussteifung

auch: Austeifungen

Eine Aussteifung hat insbesondere bei der Schalung die Aufgabe, diese zu stabilisieren und die Unverschieblichkeit zu garantieren. Sie werden beispielsweise zur Erhöhung der Querbelastbarkeit von Hüllrohren an Unterstützungsstellen eingesetzt. Weiterhin dient eine Aussteifung der Sicherung von Bauteilen, Konstruktionssystemen oder Bauwerken gegen Zusammenstürzen, Umfallen oder ähnlichem durch die Anordnung von z. B. Streben, Pfeilern, Wänden. Eine Aussteifung erfolgt nach innen oder innerhalb eines Konstruktionssystems, eine Absteifung nach außen. Bei einem Bauwerk sind Aussteifungen insbesondere für die Aufnahme von Wind- oder Erddruckkräften erforderlich.

Aussteifungsstütze

auch: Aussteifungsstützen

Wenn kein Platz für eine aussteifende Wand ist oder diese ganz einfach fehlt, kann eine Aussteifungsstütze die Alternative sein. Dabei handelt es sich um eine Stahlbeton- oder Stahlstütze, die gelenkig gelagert oder fest eingespannt sein kann. Sie dient als horizontale Halterung tragender Wände.

Aussteller

auch: Klappläden

Als Aussteller werden Klappläden bezeichnet, deren Füllung "ausgestellt", also nach außen aufgekippt und arretiert werden kann.

Ausstellladen

auch: Ausstellläden, Ausstell-Laden, Ausstell-Läden

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Der Ausstellladen ist eine Sonderform des Klappladens. Dabei kann die Füllung, die aus Lamellen, einer Holzkassette oder einer sonstigen Konstruktion bestehen kann, "ausgestellt", also in Kippstellung gebracht werden. Wie bei einem Fenster in Kippstellung, dient auch der ausgestellte Klappladen dazu, eine Dauerbelüftung zu gewährleisten. Dies wird beim sog. Jalousieladen sowieso schon erreicht. Ist die Füllung bei einem Ausstellladen identisch mit der eines Jalousieladens, wird sozusagen ein Optimum an Belüftung erreicht bei gleichzeitigem Sichtschutz von außen nach innen.

Ausstich

Der Ausstich ist eine ältere Bezeichnung für den Erker. Diese Bezeichnung ist heutzutage allerdings nicht mehr gebräuchlich. Im Zusammenhang mit Dachziegeln allerdings schon. Hier handelt es sich beim Ausstich um die seitliche Auskerbung an einem Ortgangziegel. In diesem Bereich überlappen sich zwei übereinander liegende Ortgangsziegel, ohne dass dabei ein klaffende Fuge entsteht, durch die dann Niederschlagswasser in die Unterkonstruktion des Daches eindringen kann. Es gibt Ortgangziegel mit langen oder kurzen Ausstich für unterschiedliche Dachlattenabstände.

Ausstiegsfenster

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Ausstiegsfenster müssen, wo behördlich vorgeschrieben, als Notausstieg für einen zweiten Fluchtweg eingebaut werden. In Gefälle- und Steildächern ist der Einbau außerordentlich sinnvoll, falls sich unter dem Fenster ein Balkon oder das Flachdach eines Anbaus befindet, auf das man sich im Brandfall retten kann. Auch bei Flachdächern von Bungalows ist der Einbau eines Ausstiegsfensters sinnvoll. Solche Fenster sind mit einem Notausstiegshebel versehen, der den Fensterflügel selbständig anhebt. Angeboten werden auch Ausstiegsfenster mit einer Türfunktion. Der Fensterflügel klappt dann nicht hoch, sondern zur Seite.

Austauschfenster

Fenster, die besonders der Sonnenstrahlung sowie Regen, Schnee oder Hagel ausgesetzt sind - und dazu gehören insbesondere die Dachfenster - haben eine kürzere Lebensdauer als nomale Fenster. Sind besonders strapazierte Dachfenster erneuerungsbedürftig, bieten verschiedene Hersteller Austauschfenster an. Diese haben die gleichen Größen und Innenfutter-Nutmaße wie die ursprünglichen Fenster, die relativ einfach ausgebaut und durch Austauschfenster ersetzt werden können.

Austauschholz

auch: Austauschhölzer

Austauschholz ist eine im Holzhandel und im Tischlerhandwerk übliche Bezeichnung für Holzarten, die einer anderen Holzart in Struktur und Härte ähneln und desweiteren ähnlich aussehen oder durch Beizen ähnlich gemacht werden können. Typische Austauschhölzer für die Douglasie sind zum Beispiel die Kiefer oder die Lärche. Austauschhölzer werden besonders in der Möbelindustrie eingesetzt, wenn die "ausgetauschten" Hölzer wesentlich preiswerter sind, als die echten Hölzer, deren Optik nachempfunden werden soll.

Austritt

Austrittpfosten

Als Austrittpfosten wird der letzte Pfosten eines Treppengeländers bezeichnet.

Austrittstufe

auch: Treppenstufen

Auswandern

siehe Ausschwitzen.

auswaschen

siehe ausgewaschen.

Auswaschversuch

auch: Auswaschversuche

Beim Auswaschversuch handelt es sich um eine Prüfmethode in der Baustoffkunde. Mit dem Auswaschversuch wird der Gehalt an abschlämmbaren Bestandteilen des Zuschlags bzw. der Gesteinskörnung von Mörtel oder Beton ermittelt. Abschlämmbare Bestandteile sind kleiner als 0,063 Millimeter und bestehen aus Gesteinsmehl oder tonigen bzw. schluffigen Bestandteilen. Mit einer herkömmlichen Siebanalyse lassen sich die abschlämmbaren Bestandteile nicht ausreichend genau bestimmen, weshalb der Auswaschversuch durchgeführt wird. Für den Versuch sind zwei gleich schwere und gleich feuchte Proben notwendig. Die eine Probe wird bei 105 Grad getrocknet und die Trockenmasse bestimmt. Bei der anderen Probe werden die kleinen Bestandteile herausgesiebt. Dazu wird die Probe zunächst für vier Stunden unter Wasser gelagert. Danach wird sie durch drei Prüfsiebe mit 8 mm, 1 mm und 0,063 mm gewaschen. Dies wird so häufig gemacht, bis das Wasser vollkommen klar ist. Aus den Rückständen auf den Sieben lässt sich dann der Gehalt an abschlämmbaren Bestandteilen berechnen.

Auswitterung

auch: Auswitterungen

Auswitterungen treten bei Gesteinen und Mörteln auf. Dabei lösen sich durch Witterungseinflüsse Bestandteile aus dem Gestein oder Mörtel und es kommt zu Ausblühungen. An der Oberfläche von Lavaströmen finden sich häufig Auswitterungen von Schwefel, Gips, Kochsalz oder Salmiak.

Auswurfgestein

auch: Auswurfgesteine

Auswurfgesteine zählen zu den Erstarrungsgesteinen. Bei Vulkanausbrüchen wurden sie als vulkanische Asche ausgeschleudert und sind daher wenig verfestigt. Beispiele für Auswurfgesteine sind Tuff und Bims. Die industriell hergestellten Gesteinskörnungen Blähton und Blähschiefer sind von ihren Eigenschaften mit Auswurfgesteinen vergleichbar.

Ausziehversuch

Mit dem Ausziehversuch wird der Haftverbund zwischen Baustahl und Beton überprüft. Dabei wird eine Metalleinlage in einem bestimmten Abstand von der Schalung einbetoniert. Nach Erhärten des Betons wird die Metalleinlage mit einem hydraulischen Ausziehgerät herausgezogen. Die zum Herausziehen erforderliche Höchstkraft wird durch die wirksame Bruchfläche geteilt und das Ergebnis als Ausziehfestigkeit angegeben.

Auszugswert

auch: Auszugswerte

Der Auszugswert gibt an, wieviel Kraft nötig ist, um eine Schraube oder einen Nagel aus der Wand zu ziehen. Dabei ist es gleichgültig, ob dabei der Dübel mit aus der Wand kommt, die Schraube oder der Nagel bricht oder das Mauerwerk versagt. Der Auszugswert ist ein Anhaltspunkt dafür, wie stark Schraube, Nagel oder Dübel senkrecht auf Zug beansprucht werden dürfen. Besonders wichtig ist der Auszugswert beispielsweise bei der Befestigung von Schwerlasten an der Decke.

Auszugtreppe

eine von mehreren Bezeichnungen für Dachbodentreppe

Autobahnpapier

Wie schon der Name sagt, stammt der Begriff "Autobahnpapier" aus dem Straßenbau. Das Papier wird auf der unbefestigten Tragschicht verlegt, um zu verhindern, dass bei einer frische Betondecke die Feuchtigkeit zu schnell nach unten entweicht. Ein rasches Austrocknen des Betons würde zu verstärkter Rissbildung führen. Das ist speziell bei einer Betonfahrbahn natürlich nicht erwünscht.

Autoklave

auch: Autoklaven

Autoklaven sind verschliessbare Druck-Kessel. Sie dienen in der Industrie zum Erreichen von chemischen Reaktionen unter hohem Druck. Verwendung finden sie beispielsweise bei der Polymerisation, Holzimprägnierung oder Kalksandsteinherstellung.

Autokran

auch: Autokrane

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Ein Autokran besitzt meist zwei Antriebsmotoren, einen im Fahrgestell für die Fortbewegung und einen für die Kranbewegungen. Im Gegensatz zum Mobilkran besitzt der Autokran auch zwei Führerhäuser, so dass von zwei getrennten Baugruppen gesprochen werden kann. Der Aufbau mit seinem Wippausleger ist dabei über ein Drehkranzlager auf dem Unterbau gelagert. Die Anzahl der Fahrzeugachsen wird durch die Eigenlast des Kranes und die gesetzlich zulässigen Achslasten bestimmt. Das Modell auf der Abbildung von Liebherr besitzt beispielsweise acht Achsen. Die maximale Traglast beträgt 800 Tonnen. Will man dieses Gewicht heben, darf die Ausladung höchstens 3 m betragen. Die maximale Ausladung beträgt allerdings 126 m und die maximale Hubhöhe 146 m. Der Autokran wird vor allem bei Bau- und Montagearbeiten im Hochbau und Brückenbau eingesetzt. Autokrane gibt es sowohl in Fachwerkbauweise mit Gittermastausleger als auch als Mehrfachteleskopausleger in Kastenbauweise. Gittermastausleger kommen vor allem bei großen Hubhöhen zum Einsatz, um die Windbelastung und das Eigengewicht zu reduzieren.

Automatik-Körner

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Um ein Loch in Metall wirklich passgenau bohren zu können, muss die Stelle gekörnt werden. Dies geschieht normalerweise mit einem Stahlstift, dem Körner, der mit einem Hammer eingeschlagen wird. Es entsteht eine kleine Mulde, die den Bohrer zentriert. Für das Arbeiten an schwer zugänglichen Stellen ist oft kein Platz für den Einsatz des Hammers vorhanden. Hier hilft der Automatik-Körner, denn er kann mit einer Hand angewendet werden. Beim Eindrücken der Spitze wird eine Feder gespannt, die nach Erreichen der stufenlos einstellbaren Schlagkraft auslöst und so über einen Schlagbolzen die Körnerspitze bewegt.

Automatikschloss

auch: Automatikschlösser

Das Automatikschloss mach das zusätzliche Abschließen überflüssig, da es schon beim einfachen Zuziehen der Tür den oberen und unteren Schwenkriegel verriegelt. Dabei greifen die Schwenkriegel in die entsprechende Schließplatte und verhindern so das Aufstemmen der Tür. Die Schwenkriegel befinden sich bei einer geöffneten Tür in Ruhestellung. Erst wenn die Tür geschlossen wird, wird die Verriegelung durch einen Steuermechanismus aktiviert. Ein zusätzliches Sichern durch die übliche Schlüsselumdrehung entfällt bei dieser neuen funktionellen Technik. Hinzu kommt, dass trotz dieser gesteigerten Sicherheit die Tür von innen wie gewohnt über die Türklinke geöffnet werden kann.

Automatiktür

auch: Automatiktüren

Als Automatiktüren werden alle Türen bezeichnet, die mit einem automatisch reagierenden Türantrieb versehen sind, die also automatisch öffnen, wenn man vor sie tritt bzw. fährt und die dann auch wieder automatisch schließen. Automatiktüren können als Schiebetüren oder ein- oder zweiflügelige Türen konzipiert sein. Aber auch Hubtore, Teleskopwände oder Sektionaltore sind mitunter mit einer Automatiktür ausgestattet. Automatiktüren findet man beispielsweise bei Kaufhauseingängen, Krankenhäusern und anderen öffentlichen Gebäuden, Kinos, Banken, Bahnhöfen oder Flughäfen. Im Privatbereich sind Garageneinfahrten und Garagenausfahrten häufig mit einer Automatiktür ausgestattet (siehe auch Torantrieb).

Autostellplatz

auch: Stellplatznachweis

Unter einem Autostellplatz wird kein öffentlicher Parkplatz, sondern ein befestigter Platz auf einem Privatgrundstück verstanden, auf dem Autos abgestellt werden können. Allerdings dürfen Stellplätze nicht willkürlich angelegt werden, sondern müssen bereits Bestandteil eines Bauantrags sein. Es ist ein sogenannter Stellplatznachweis zu führen. Bei späterer Errichtung muss eine Bauanzeige, gegebenenfalls sogar ein Bauantrag erfolgen, sonst kann auch ein Autostellplatz ein Schwarzbau sein. Grundsätzlich legen die Landesbauordnungen fest, wieviele Stellplätze pro Wohnung oder Gewerbeeinheit überhaupt anzulegen sind. Dabei wird von einer 1,5-Regelung ausgegangen, also pro Wohnung eineinhalb Stellplätze, da auch potentielle Besucher, die mit dem PKW kommen, einen Parkplatz finden sollen. Die Zufahrt zu einer Garage, sofern diese auf einem Privatgrundstück liegt, gilt als Stellplatz, so dass im Regelfall bei einem Einfamilienhaus mit einer Garage die Forderungen der Landesbauordnungen erfüllt sind. Eine Garage ist generell natürlich auch ein Autostellplatz. Wird ein solcher überdacht, spricht man von einem Carport.

Aval

auch: Bankbürgschaft, Bürgschaft