Das große Holz-Lexikon

Alles zum Thema "V"

V 20 - V 100

Kennzeichnung bei Spanplatten. V 20-Platten sind die Standardplatten für den Innenausbau in Räumen mit geringer Luftfeuchtigkeit. V 100-Platten können in Feuchträumen verwendet werden. V 100 G-Platten enthalten Fungizide, durch die diese Platten auch dort eingesetzt werden können, wo eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.

Vakuum-Ölimprägnierung

Unter Vakuum wird ein ölhaltiges Imprägniermittel in das Holz - insbesondere Fichte - eingebracht, wodurch es vor Schädlingsbefall geschützt wird. Derartig imprägniertes Holz kann auch im Innenbereich verwendet werden. Bei Einsatz im Außenbereich sollte das Holz dennoch nicht mit dem Erdreich in Berührung kommen.

Varioschleifer

Der Varioschleifer ist eine kleine, handliche Schleifmaschine. Ein 40 mm breites Schleifband läuft über eine extrem kleine Umlenkrolle und ermöglicht so einen enormen Abtrag auch an Stellen, an denen bisher aufwendige Handarbeit notwendig war. Verwendet wird der Varioschleifer zum Beispiel an Kanten und in Ecken, auf kleinen, verwinkelten Flächen und in engen Nischen.

Verbindungsbeschlag

Verbindungsbeschläge sind unauffällig, verdeckt oder sogar ganz versteckt angebrachte Beschläge, die Bauteile von Möbeln miteinander verbinden. Allgegenwärtig sind die Bodenträger, die Fachböden in einem Regal oder Schrank tragen, aber auch Einhängebeschläge oder Rückwandverbinder.

Verblattung

Zimmermannstechnik für die Herstellung von Eckverbindungen bei Balken und Bohlen.

Vergilbungsblocker

Werden Möbel und Holzfußboden der Sonnenbestrahlung ausgesetzt, vergilben sie. Das ist ein natürlicher Prozess, der meist nicht weiter stören würde, wenn nicht durch partielle Vergilbung der Holzteile, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, eine "zweifarbige" Wirkung entstehen würde. Das Parkett an der Terrassentür wird aufgrund unterschiedlichen Lichteinfalls auf einmal deutlich heller, als das im "Restzimmer". Die Industrie bietet deshalb Holzvergütungspräparate an, die die Vergilbung wenn auch nicht vollständig verhindern, so doch mildern. Vergilbungsblocker sind chemisch so aufgebaut, dass sie auch eine Nachdunklung oder Vergrauung verhindern bzw. vermindern.

Vergrauung

Der Holzbestandteil Lignin kann durch UV-Licht der Sonne abgebaut und dann durch Regen ausgewaschen werden. Durch den Befall von Schimmelpilzen erhält das so abgewitterte Holz eine graue Verfärbung.

Verklauung

Verklauung ist die Verbindung zweier Hölzer, von denen das eine schräg gegen zwei Langseiten des anderen gesetzt ist. Dazu bleibt der eine Balken unverändert, der Balken der aufgesetzt wird, erhält am Fuß einen winkelförmigen Ausschnitt, den sogenannten Geißfuß. Holzverbindungen mit Verklauung sind zum Beispiel beim Sparrengebinde üblich. Auch bei den Kehlsparren oder Gratsparren am Krüppelwalmdach wird die Verklauung angewendet.

Verkleidung

Holzbretter, Tafeln usw. zum Abdecken der Fassade, normalerweise mit einer feingeschnittenen (nicht gehobelten) Oberfläche und Nut- und Spundverbindung.

Verlegeplatte

Spanplatte mit Nut- und Feder an zwei oder an allen vier Seiten. Als Bodenplatten werden sie vielseitig im Privat- und Gewerbebau eingesetzt, und zwar je nach Verleimung auch im Feuchtbereich. Mit Phenolbeschichtung auch für Nassbereiche einsetzbar.

Verlegeplatten aus Holzspänen

Dreischichtplatten aus zwei Deckschichten und einer homogenen Mittelschicht, die sich hauptsächlich aus Nadelholzspänen zusammensetzt, die mit einem Mischharz gebunden worden sind.

Verleimprofilfräser

Verleimprofilfräser sind Fräser, wie sie für eine Oberfräse verwendet werden. Verleimprofilfräser werden für das Profilieren von Kanten beim Fügen und Verleimen von Massivholzbrettern und -bohlen zu größeren Einheiten (z.B. Tischplatten) eingesetzt. Es lassen sich schnell und unkompliziert fehlerfreie, genaue und unverwüstliche Verleimverbindungen in Hart- und Weichholz herstellen. Ideal für Anwendungen bei denen eine Sichere Verbindung über längere Distanzen hergestellt werden soll, z.B. Türen oder Möbel Bauteile. Beim Verleimen hängt die Festigkeit direkt von der Größe der verleimten Fläche ab. Bei dünnen oder schmalen Werkstücken wird deshalb durch eine zick-zack-förmige Profilierung mittels eines Verleimprofilfräsers die Klebefläche vergrößert.

verplatzen

Bezeichnung aus der Forstwirtschaft, wenn ein Baum gefällt wird und der Stamm dabei teilweise oder ganz aufplatzt.

verschiffungstrocken

Holz, das im Herkunftsland so herunter getrocknet worden ist, dass es exportiert werden kann. Nordisches Schnittholz wird z.B. ausschließlich durch Kammertrocknung auf eine Holzfeuchte von 18 % gebracht und dann verschifft.

Verstockung

Eine Verstockung ist eine Verfärbung des Holzes durch Pilzbefall, die insbesondere bei der Rotbuche zu beobachten ist. Die Pilzinfektion tritt bei frisch geschlagenem Stammholz über die Schnittflächen ein. Das Verstocken wird insbesondere durch Schimmelpilze und Bakterien verursacht. Bereits innerhalb weniger Tage nach dem Fällen des Baumes können die intensiven Verfärbungen auftreten. Wird das Holz länger unsachgemäß gelagert, kann zusätzlich ein Befall mit Weißfäulepilzen erfolgen. Hierdurch wird neben der Holzverfärbung auch ein Abbau der Zellwand und damit eine Abnahme der Festigkeit eingeleitet. Um das Buchenholz vor der Verstockung zu schützen, müssen die Oberflächen rasch Abtrocknen, damit der kritische Feuchtebereich, innerhalb dessen eine Pilzinfektion stattfindet, unterschritten wird.

Vertäfelung

Von einer Vertäfelung wird bei Wand- und Deckenverkleidungen aus Holz gesprochen. War eine Vertäfelung ursprunglich aus tafelförmigen Holzelementen, werden auch Verkleidungen aus Holzprofilen oder Paneele als Vertäfelung bezeichnet. Auch kommt durch die Furniertechnik immer weniger Massivholz zum Einsatz. Wichtiges Konstruktionsmerkmal einer Vertäfelung ist die Hinterlüftung. Diese sorgt dafür, dass sich kein Schimmel unter der Verkleidung bildet.

Verzapfung

Verbindungsart von Holzteilen, z.B. Querholz und Höhenschenkel des Fensterrahmens. Ein am Ende des Querholzes angebrachter Zapfen wird in einen entsprechenden Schlitz gesteckt und bildet so die konstruktive Verbindung.

Verzinkung

Tischler- und Zimmermannstechnik, um zwei Holzteile - vornehmlich Bretter - miteinander zu verbinden. Dabei werden die Zinken verleimt. Durch Keilverzinkung und Verleimung von Brettschichtholz können aus kleineren Holzbrettern enorm stabile Leimbinder oder Blockbohlen hergestellt werden.

Vierkantbohlen

siehe Blockbohlen.

Viertelstab

Der Stab ist rein rundes Holzteil von unterschiedlichem Durchmesser und Länge. Wird ein solcher Stab vertikal in vier gleiche Teile gespalten bzw. gesägt, entsteht ein Viertelstab. Viertelstäbe werden, da sie gut in Ecken mit einem Winkel von 90° passen, gerne als Leisten bei Deckenverkleidungen verwendet.

Viertelstabfräser

Ein Viertelstabfräser ist ein Fräser, der für eine Oberfräse verwendet werden kann. Er eignet sich zur Profilierung von Kanten im Gestell- und Rahmenbau, insbesondere an Massivhölzern wie Fichte, Buche, Eiche und Erle. Die Führungshilfen Anlauf-Zapfen und Anlauf-Kugellager ermöglichen es, den Fräser direkt am Werkstück zu führen - auch an geschweiften Kanten. Die Verwendung von Schablonen ist nicht notwendig. Häufige Anwendungen ergeben sich beim Abrunden von Kanten an Fensterrahmen, Schränken, Tischplatten, Regalen und Kamineinfassungen. Zur dekorativen Frontgestaltung von falschen Füllungen und perfekte Rundungen für eine gepflegte Optik - z.B. an Türkanten.

vierzapfige Längsverbindung

Die vierzapfige Längsverbindung ist eine gängige Holz-Längsverbindung. Wenn es mehr auf das Aussehen als auf die Wirksamkeit ankommt, ist die vierzapfige Längsverbindung genau das richtige. Zur Übertragung von Zugkräften ist sie nicht geeignet. Auch wenn das Werkstück auf Biegung oder Drehung beansprucht wird, ist der Querschnitt der Zapfen nicht ausreichend.

V-Nutfräser

Fräser für eine Oberfräse. V-Nutfräser werden zum Abfasen bzw. zur Herstellung von feinen Schriftnuten und dekorativen Ziernuten in Massivholz oder Plattenwerkstoffen eingesetzt.

Vogelaugen

ringförmige Zeichnungen im Furnier, besonders bekannt ist der Vogelaugenahorn.

Vogelaugenahorn

Der Vogelaugenahorn ist als "geaugte" Maser-Variante des nordamerikanischen Zuckerahorns im Nordosten Amerikas verbreitet. Überwiegend helles, feinporiges Holz, auf dem sogenannte Vogelaugen mit ca. 3-5 mm Durchmesser auftreten. Das Holz eignet sich sowohl für den Innenausbau, als auch für Verzierungen und Ausschmückungen im Wohnmöbelbereich.

Vogelaugenahorn (Acer saccharum)

http://www.pw-internet.de/images/cms/furniervogela-g.jpg

Der Vogelaugenahorn ist als "geaugte" Maser-Variante des nordamerikanischen Zuckerahorns im Nordosten Amerikas verbreitet. Überwiegend helles, feinporiges Holz, auf dem sogenannte Vogelaugen mit ca. 3-5 mm Durchmesser auftreten. Das Holz eignet sich sowohl für den Innenausbau, als auch für Verzierungen und Ausschmückungen im Wohnmöbelbereich.

Vollflächendämmung

Vollflächendämmung ist die Bezeichnung für eine vollflächige Verlegung von Dämmstoffen an Mauerwerk oder auf Dächern. Dort wird sie auch als Aufsparrendämmung bezeichnet. Bei einer Aufsparrendämmung werden die Dämmplatten oberhalb der Sparren, wie der Name schon sagt, vollflächig verlegt. Es folgen Unterspannbahn, Konterlattung und Dachlatten und schließlich die Dachziegel. Die Vollflächendämmung oberhalb der Sparren hat einige Vorteile gegenüber der herkömmlichen Zwischensparrendämmung: Durch die vollflächige Verlegung entfallen die Wärmebrücken im Bereich der Sparren, was natürlich im Zuge der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) von sehr großer Bedeutung ist. Zudem ist die Sparrenhöhe nur nach statischen Erfordernissen zu bemessen.

Vollgatter

siehe Gattersäge.

Vollgewindeschraube

Bei einer Vollgewindeschraube handelt es sich um eine selbstbohrende Holzschraube, die insbesondere im konstruktiven Holzbau verwendet wird. Grundsätzlich können Vollgewindeschrauben überall in Bauteilen eingesetzt werden, wo Zug- bzw. Druckkräfte übertragen werden müssen, wo die Tragfähigkeit des Holzes insbesondere rechtwinklig zur Faserrichtung nicht ausreichend ist. Beispiele für querzuggefährdete Bauteile sind ausgeklinkte Trägerauflager, Trägerdurchbrüche und Queranschlüsse. Im Vergleich zu anderen Schrauben muss bei Vollgewindeschrauben nichts vorgebohrt werden. Die Herstellung von zugfesten Anschlüssen wird somit um einiges vereinfacht.

Vollholz

Fachbezeichnung für massives Holz in seiner gewachsenen, natürlichen Struktur. Vollholz wird zu Brettern, Bohlen, Balken, Leisten, Pfählen, Masten usw. gesägt bzw. verarbeitet.

Vollholzigkeit

siehe Abholzigkeit.

Vollholzumleimer

Die edelsten Kantenumleimer sind Vollholzumleimer. Diese werden in der Regel mit unverdünntem Leim stumpf angeleimt. Damit das Holz sich nicht verzieht, dürfen Vollholzumleimer wie die Platte nur eine Holzfeuchtigkeit von 6% bis 9% besitzen. An Ecken schneidet man die Umleimer auf Gehrung. Bei Rundungen werden gerundete Kanten oder gerade Vollholz-Zwischenstücke mit falscher Gehrung über Eck eingesetzt, die anschließend gerundet werden können. Vollholzumleimer haben den Vorteil, dass man sie nachträglich bearbeiten kann. Die Kanten lassen sich schleifen, nuten oder profilieren. Dazu benötigt man allerdings spezielle Werkzeuge wie die Kantenanleimmaschine. Mit dieser Maschine können sowohl Vollholz- und Furnierumleimer als auch Kunststoffumleimer angeleimt werden.

Vollschutz

wenn Holz von einem Holzschutzmittel voll durchtränkt worden ist, spricht man in der Holzwirtschaft von einem Vollschutz.

Vollspanplatte

Eine Vollspanplatte ist eine Spanplatte, die durch und durch aus gepressten und verleimten Holzspänen besteht.