Das große Holz-Lexikon

Alles zum Thema "S"

Säbelwuchs

Bezeichnung für Baumstamm, der krummschäftig und säbelartig gewachsen ist.

Sackung

Bezeichnung für den Vorgang, dass sich aus Holzbohlen hergestellte Wände infolge der natürlichen Trocknungsschrumpfung senken können.

saftfrisch

Saftfrisch bezeichnet die Holzfeuchte eines Rundholzes, das kurz zuvor geschlagen wurde. Saftfrisches Holz hat daher in etwa die Holzfeuchte eines lebenden Stammes.

Sägefurniere

Mit dem Furniergatter oder auf der Furnier- und Fügekreissäge wird das Holz in sehr dünne Scheiben gesägt (Säge). Da das Holz vorher nicht gedämpft wird, sehen Sägefurniere in ihrer Farbe und Maserung genau wie Vollholz aus. Sie sind sehr schön, aber auch sehr teuer. Da viel Verschnitt entsteht, werden sie nur für sehr hochwertige Möbel verwendet.

Sägerauhe Fläche

Oberfläche eines Holzteiles, das nach dem Trocknen der Länge nach geschnitten wurde.

Sapeli

Sapeli ist eine exotische, aber keineswegs seltene Holzart. Das Holz ist über ganz Westafrika bis hin zu Zentralafrika verbreitet. Anfangs rosarot, dunkelt Sapeli im Laufe der Zeit in ein sattes Rotbraun über. Als besonders exklusiv gilt die Wuchsform, bei der kleine Kränze und Verwirbelungen die schlichten Flächen des Holzes umschließen. Sapeli ist ein hartes, leicht zu verarbeitendes Holz, das im Möbel-, Türen-, Paneel- und Parkettbereich zum Einsatz kommt.

Sapeli (Entandrophragma cylindricum)

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Sapeli ist eine exotische, aber keineswegs seltene Holzart. Das Holz ist über ganz Westafrika bis hin zu Zentralafrika verbreitet. Anfangs rosarot, dunkelt Sapeli im Laufe der Zeit in ein sattes Rotbraun über. Als besonders exklusiv gilt die Wuchsform, bei der kleine Kränze und Verwirbelungen die schlichten Flächen des Holzes umschließen. Sapeli ist ein hartes, leicht zu verarbeitendes Holz, das im Möbel-, Türen-, Paneel- und Parkettbereich zum Einsatz kommt.

Sassafras (Sassafras albidum)

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Dieser Laubbaum hat seine Heimat im Osten der USA. Das Kernholz von Sassafras ist blaßbraun bis orangebraun, ähnlich Esche oder Kastanie. Der schmale Splint ist gelblich weiß. Das Holz ist leicht zu bearbeiten und nimmt Anstriche gut an. Es lässt sich gut verleimen und hält Schrauben besser als Nägel. Vor dem Nageln kann Vorbohren erforderlich sein. Da das Holz zum Reißen neigt, sowie zu leichter Verformung bei der Verarbeitung, erfordert die Trocknung große Sorgfalt. Das Holz mit mittleren Festigkeitswerten wird für Möbel, Tischlerarbeiten, Fenster, Türen, Türrahmen oder Küchenschränke verwendet.

Sasse

siehe Blattsasse.

Satiné

Diese Holzart ist im tropischen Südamerika und im Amazonasgebiet heimisch. Der Baumstamm kann bis 35 m hoch werden und einen Durchmesser bis 0.8 m besitzen. Die Farbe des Holzes ist unregelmässig purpurot und gelbrot gestreift, das Splintholz gelblich. Das harte Holz ist fest und schwer. Es lässt sich gut bearbeiten, drechseln, messern und schälen. Gehobelte Flächen werden sehr glatt und glänzend. Satiné lässt sich gut leimen, lackieren und polieren. Das Holz schwindet mässig, ist dauerhaft und beständig. Es wird verwendet im Innenausbau, in der Möbelfabrikation, Luxusgegenstände, Intarsien und in der Furnierindustrie.

Satteldach

Das am häufigsten in Deutschland verbreitete Dach. Das Satteldach liegt in Form eines Dreiecks auf dem Baukörper und schließt entweder mit seinem First parallel zu den beiden Giebeln ab oder es ragt noch über die Giebel hinaus. Satteldächer werden als Pfettendach oder als Sparrendach ausgebildet. Üblich sind Dachneigungen ab etwa 30 Grad (flaches Satteldach) bis über 60 Grad (altdeutsches Dach). Weit verbreitet sind Satteldächer mit etwa 38 bis 45 Grad Neigung. Diese bieten genug Raum für einen Ausbau des Dachgeschosses.

Sattelholz

Als Sattelholz bezeichnet man ein Querholz, das als Auflager für eine Pfette oder den Firstbalken dient. Es hat die Aufgabe der Lastverteilung. Sattelhölzer findet man beispielsweise beim Blockhausbau, wo das Sattelholz in die Blockwand eingearbeitet ist. Im modernen Holzbau wird das Sattelholz einfach aufgelegt und mit Blechformteilen an den lastabtragenden Balken angeschlossen.

Schälfurnier

maschinell mit Messern vom rotierenden Stamm geschälte Furniere, die meist eine dekorative Maserung aufweisen.

Schallern

absingen altüberlieferter Gesänge der ("ehrbaren fremden") Zimmergesellen. Beim Schallern geht es nicht besonders musikalisch, aber sehr laut und nicht unbedingt immer stubenrein zu.

Schalung

Schalungen sind im Gegensatz zu Lattungen flächige Bauteile aus Schalbrettern. Schalungen werden im Baubereich überall benötigt - zum Beispiel als Unterlage für Unterdächer oder als Gußform beim Einbringen von Fließbeton.

Scheerzapfen

siehe Scherzapfen.

Scheit

siehe Holzscheit

Scherblatt

siehe Scherzapfen.

Scherenzaun

auf die Trägerbalken oder -latten (je eine/r oben und unten) werden zugespitzte Halbstäbe ("Palisaden") genagelt, und zwar überkreuz und schräg in einem Winkel von ca. 45°.

Scherzapfen

Die Holzverbindung mit Schlitz und Zapfen ist seit Jahrhunderten gebräuchlich. Die obere Verbindung der Sparren in einem Sparrendach erfolgte beim historischen Fachwerkhaus über sog. Scherzapfen. Dabei wurden die Sparren mit einem etwa 15 mm großen Loch durchbohrt, in das anschließend ein Holznagel getrieben wurde. Weitere Bezeichnungen für den Scherzapfen sind Scheerzapfen, Gabelzapfen, Zapfenschere oder Scherblatt. Der Scherzapfen ist einfach anzufertigen, kann allerdings keine Zugkräfte aufnehmen und hat offene Fugen.

Schichtholz

Balken, Bögen und Stützen aus mehreren Holzschichten, die parallel zur Längsachse eines Bauelementes angeordnet sind. Die Schichten sind annähernd parallel zu ihrer Faserstruktur zu einem größeren Querschnitt zusammengeleimt.

Schiffchen

siehe Schiffskehle.

Schiffsboden

Bei einem Schiffsboden handelt es sich um ein Mehrschicht- oder Fertigparkett, das der traditionellen Beplankung von Schiffsböden nachempfunden ist. Der Schiffsboden ist die klassische Verlegeart für Parkett und Dielen. Dabei müssen nicht unbedingt immer gleich lange Parkettstäbe zum Einsatz kommen, auch unterschiedlich lange Stäbe sind möglich. Der Fachmann spricht hier von fallenden Längen. Besonders interessant ist Schiffsboden in echter Schiffsdeckoptik mit Adern und Dübeln.

Schiffskehle

Die Schiffskehle bzw. das Schiffchen ist eine Verzierung an einem Fachwerkhaus. Genauer gesagt ist die Schiffskehle eine Schnitzerei in Form eines umgekehrten Schiffsrumpfes. Sie ist an den Stockwerkschwellen als Füllholz zwischen den auskragenden Balkenköpfen zu finden. Die Schiffskehle ist ein typisch norddeutsches Profil und kommt bereits Mitte des 16. Jahrhunderts bei den Fachwerkbauten in Norddeutschland vor.

Schiften

Schiften bezeichnet im Zimmermannshandwerk das Ermitteln der Maße, Winkeln und Formen von schräg aufeinander stoßenden Hölzern. Anhand dieser Daten schneidet der Zimmermann die Dachbalken zu, gratet sie ab und fügt sie wieder zusammen. Das fachgerechte Schiften ist die Grundlage dafür, dass auf der Baustelle alle Hölzer eines Dachstuhls ein stabiles Gefüge ergeben. Auch im Zeitalter der computergestützten Arbeit ist die Beherrschung dieser Kunst für den Zimmermann unverzichtbar.

Schlafzimmerlänge

Holzhandel, Sägewerke und Tischler sprechen von einer Schlafzimmerlänge, wenn Rundholz oder Brettzuschnitte eine Länge zwischen 2,60 und 3,20 m haben.

Schlangenholz

sehr hartes und sehr teures, rotbraunes Tropenholz aus Südamerika, das für den Bau von Musikinstrumenten oder z.B. für luxuriöse Schatullen, Stock- und Messergriffe genutzt wird.

Schleifzapfen

Der Schleifzapfen ist eine traditionelle Reparaturverbindung der Zimmerleute. Die originale Holzverbindung wird wiederhergestellt. Die Verlängerung des Zapfenloches wird durch die Ausfachung abgedeckt, so dass die Reparatur nicht sichtbar ist. Es ist auch denkbar, das Zapfenloch nach unten zu verlängern. Ebenso kann der Schleifzapfen an allen Bauteilen mit Zapfen zur Reparatur eingesetzt werden, z.B. an Ständern oder Streben. Wird ein Riegel mittels Schleifzapfen eingebaut, ist diese Reparatur hinsichtlich der Lastabtragung aus den Gefachen der Originalverbindung gleichzusetzen.

Schlitz und Zapfen

Schlitz und Zapfen ist eine gebräuchliche Rahmeneckverbindung. Sie eignet sich vor allem zum Herstellen von Möbel- und Fensterrahmen. Auch bei der Sparrenverbindung am Firstpunkt (ohne Firstpfette) wird diese Verbindung verwendet. Die aufrechten Rahmenteile erhalten in der Regel Schlitze, die waagerechten Rahmenteile Zapfen. Die am meisten verwendete Verbindung ist der einfache Zapfen. Aus statischer Sicht trägt diese Verbindung nicht viel. Die Schlitz- und Zapfenverbindung bietet jedoch eine gewisse Sicherheit gegen das Verdrehen der Hölzer. Nachteil: Wenn die Hölzer leicht verwunden sind, bringt diese Verbindung Schwierigkeiten beim Aufstellen. Der Zapfen soll lediglich die Verbindung zweier stumpf aufeinander stoßender Hölzer schaffen. Bei besonders belasteten Eckverbindungen oder bei dicken Rahmenhölzern werden Verbindungen mit Doppelzapfen hergestellt. Dient der Rahmen zur Aufnahme von Holz- oder Glasfüllungen, erhält er meist an der Innenkante einen Falz. Füllungsstäbe halten die Füllung im Falz. Die Füllung kann in diesem Fall ausgetauscht werden. Sollen die Füllungen fest im Rahmen eingebaut sein, wird der Rahmen mit einer Nut versehen.

Schmiege

Eine Schmiege ist ein Messwerkzeug aus Holz und/oder Stahl. Sie wird von Schreinern zum Übertragen von Winkeln verwendet. Im Gegensatz zum Gehrungsmaß lassen sich bei einer Schmiege die Winkel mit Anschlag und Zunge beliebig einstellen. Im Holzbau bezeichnet man als eine Schmiege auch eine schräge Fläche, mit der sich ein Holz an ein anderes anlehnt (anschmiegt). Je nach Art und Lage werden Fußschmiege, Lotschmiege und Backenschmiege unterschieden. Das Verfahren, diese Schmiegen festzustellen, heißt Schiften, wenn es Dachkonstruktionen betrifft.

Schnittklassen

Bauschnitthölzer wie Kanthölzer, Bretter, Bohlen oder Latten werden häufig in Schnittklassen unterteilt. Die Schnittklassen sagen etwas über die Qualität des Holzes aus, genauer gesagt, wie stark Baumkanten sichtbar sind. Die DIN 68365 unterscheidet die Schnittklassen A, B, C und S, wobei das S für scharfkantig steht. Bei Schnittklasse S ist keine Baumkante zulässig. Bei Schnittklasse A darf die Fläche der Baumkante 1/8, bei Schnittklasse B 1/3 nicht überschreiten. Bei Schnittklasse C darf eine Baumkante über die ganze Schnittfläche vorhanden sein, jedoch muss die jede Seite in ganzer Länge mindestens noch von der Säge gestreift sein.

Schnittrichtung

Richtet sich nach dem Aufbau und der Art des Stammes bzw. nach der zugedachten Verwendung. Es gibt den Querschnitt ("Hirnschnitt"), den Fladerschnitt ("Tangentialschnitt") und den Radialschnitt ("Spiegelschnitt", "Riftschnitt").

Schnitzleisten

Bezeichnung für Holz, das sich besonders zum (maschinellen) Schnitzen von Lisenen oder Gesimsaufsätzen eignet.

Schnürboden

siehe Reißboden.

Schraubennagel

siehe Sondernagel

Schraubenwuchs

Bezeichnung für Baumstamm, der krummschäftig und schraubenförmig gewachsen ist.

schroten

siehe Schrotholz.

Schrotholz

Schrotholz ist grob mit der Axt gehauenes Holz, vergleichbar mit Schrotkorn, das grobgemahlenes Korn ist. Schrotholz wurde in einigen Gegenden wie der Oberlausitz oder Oberschlesien seit Menschengedenken zum Bauen von Häusern und sogar Kirchen verwendet. Nach einer Statistik vom Jahr 1929 standen in West- und Oberschlesien 130 Schrotholzkirchen. Beim Bauen mit Schrotholz wurden Kiefernstämme mit dem Schrotbeil zu groben vierkantigen Balken gehauen und in Blockbauweise zusammengefügt. Ein besonderes Merkmal von Schrotholzhäusern ist die glatte Außenwand. Sie besteht aus Balken, die fugenlos aufeinanderliegen. Das unterscheidet Schrotholzhäusern vom ursprünglichen Blockhaus, das aus Rundhölzern zusammengefügt ist. Erst vor etwa einem Jahrhundert wurden Schrotholzhäuser im Gebiet der Oberlausitz allmählich durch Ziegelbauten ersetzt.

Schrotsäge

Eine Schrotsäge ist eine von zwei Mann bediente Säge. Sie wirkt beiderseitig und wird zu den anfangs aufgeführten Arbeiten ("Fällen der Bäume, Ablängen der Stämme und Arbeiten des Zimmermanns") benutzt. Für Schrotsägen sind weitere Bezeichnungen wie Bauchsägen oder Schrottsägen im Umlauf.

schüsseln

Man spricht von "schüsseln" oder "aufschüsseln", wenn sich Bretter oder andere Bauteile aus Holz durch Quellen oder Schwinden - also durch Aufnahme oder Abgabe von Feuchtigkeit - verformen. Dabei wölbt sich die marknahe Seite hoch, die rindennahe Seite wird hohl. Der Fachmann spricht auch von Querkrümmung, da das Schwindmaß in radialer und tangentialer Richtung unterschiedlich ist. Das Problem des Schüsselns tritt zum Beispiel bei Massivholzdielen oder Terrassenhölzern auf. Dabei wird zwischen Konkav-Schüsselung und Konvex-Schüsselung unterschieden. Bei der konkaven Schüsselung wölbt sich das Brett an beiden Seiten nach oben. Bei der konvexen Schüsselung ist die Mitte des Brettes nach oben gewölbt.

Schwammholz

Haben holzzerstörende Pilze ein Stück Holz befallen und geschädigt, spricht der Fachmann von Schwammholz. Im verbauten Zustand muss Schwammholz mit geeigneten Maßnahmen, die von der Art des Pilzes abhängt, zu sanieren. Wird Schwammholz im Sägewerk entdeckt, ist es auszusortieren und darf nicht mehr für tragende Bauteile verwendet werden.

Schwarte

Schwarte ist ein Begriff aus der Holzwirtschaft. Stammholz wird im Sägewerk mit der Vollgatter zu Bohlen und Brettern verarbeitet. Die Schwarte ist das jeweils äußere Randbrett. Sie besitzt nur eine glatte Seite. Schwarten sind nur für untergeordnete Konstruktionen wie Blindschalungen verwendbar. Die Rinde der Schwarte sollte auf jeden Fall entfernt werden.

Schwarzweide

nordafrikanische Spezies unserer Weide, aus der sich jedoch Möbel, Türfüllungen und Innenbekleidungen machen lassen.

Schwelle

eckiger, immer horizontal eingebrachter Balken, der als Auflager für Holzkonstruktionen dient - z.B. bei Dachstühlen und im Fachwerkbau. Da sich bei einem Fachwerkhaus die Tür immer über einer Schwelle befindet, wird die Redensart erklärlich: "Der kommt mir nicht über meine Schwelle!"

Schwellenkranz

Der Schwellenkranz ist beim Fachwerkhaus die gesamte Schwellenlage eines Geschosses.

Schwertlatte

siehe Windrispe.

Schwertung

Die Schwertung ist ein aussteifendes Bauteil im Fachwerkbau. Genauer gesagt, entstand sie beim Übergang von der Pfostenbauweis zur Ständerbauweise. Die Schwertung schützt die Ständer gegen Verwindung und erstreckt sich meist über mehrere Stockwerke des Fachwerkhauses. Sie verbindet mehrere Ständer miteinander. Die Schwertung wird verblattet.

Schwinden

Verringerung der Abmessung des Holzes infolge einer Feuchtigkeitsabnahme (siehe auch "Quellung").

Schwindmaß

Schwindverformung

Unter Schwindverformung sind Verformungen zu verstehen, die beim Austrocknen des Holzes entstehen können. Jedes Holz enthält natürliche Holzfeuchte. Bestimmte Feuchtegehalte dürfen nicht unterschritten werden, wenn z.B. das massive Parkett nicht schwinden und sich dadurch verformen soll. Leimholz ist weitestgehend sicher vor einer Schwindverformung. Das Schwindmaß ist in die verschiedenen Richtung sehr unterschiedlich. So beträgt das durchschnittliche Längenschwindmaß etwa 0,4 Prozent, während das Radialschwindmaß in etwa 4,3 Prozent beträgt. Tangential ist das Schwindmaß sogar etwa 8,2 Prozent groß. Das Schwindmaß bezieht sich auf das fasergesättigte Holzvolumen.

Seitenbrett

Stammholz wird im Sägewerk mit der Vollgatter zu Bohlen und Brettern verarbeitet. Seitenbretter sind die Bretter aus dem äußeren Teil des Baumstamms. Sie besitzen liegende Jahresringe, dementsprechend größere Formänderungen haben sie im Vergleich zu Mittelbrettern oder gar dem Kernbrett.

selbstbohrende Holzschraube

Sen

Laubholz, das in den nicht-tropischen Wäldern Ostasiens beheimatet ist. Aufgrund seines hellen und strukturreichen Holzbildes wird es als dekoratives Furnier oder Vollholz wie Esche, Rüster oder helle Eiche verwendet. Der Splint ist fast weiß bis milchfarben. Das Kernholz ist hell gelblich-grau bis blaß bräunlich und mit mattem Glanz. Eine Verwendung des Vollholzes in Bereichen mit starker Belastung oder Verschleiß ist vor allem wegen der geringen Druck- und Biegefestigkeit zu vermeiden. Verwendung findet Senholz für großflächige Vertäfelungen, Paneele und für kleinere Flächen bei Möbeln.

Sen (Harigiri) (Kalopanax pictus)

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Laubholz, das in den nicht-tropischen Wäldern Ostasiens beheimatet ist. Aufgrund seines hellen und strukturreichen Holzbildes wird es als dekoratives Furnier oder Vollholz wie Esche, Rüster oder helle Eiche verwendet. Der Splint ist fast weiß bis milchfarben. Das Kernholz ist hell gelblich-grau bis blaß bräunlich und mit mattem Glanz. Eine Verwendung des Vollholzes in Bereichen mit starker Belastung oder Verschleiß ist vor allem wegen der geringen Druck- und Biegefestigkeit zu vermeiden. Verwendung findet Senholz für großflächige Vertäfelungen, Paneele und für kleinere Flächen bei Möbeln.

Setzholz

Name des freistehendes Pfostens bei zwei- oder mehrflügeligen Fenstern.

Sichelzapfenverbindung

Die Sichelzapfenverbindung ist eine gängige Holz-Längsverbindung. Sie wird verwendet, wenn Zugkräfte übertragen werden sollen. Dabei gibt es verschiedene Varianten, vom einfachen über den doppelten Sichelzapfen bis hin zum Sichelzapfen mit Kreuzblatt. Beim Sichelzapfen handelt es sich um die asiatische Variante des Schwalbenschwanzes. Dadurch, dass der Zapfen nicht spitz zuläuft, besteht bei Druckkräften keine Gefahr des splittern oder reißen des Holzes. Beim Sichelzapfen mit Kreuzblatt wird der Zapfen mittels einer Überblattung mit dem Gegenstück verbunden. Zusätzlich kann in die Überblattung noch ein Zapfen gesägt sein. Man spricht dann von einem Sichelzapfen mit Kreuzzapfen und Kreuzblatt. Diese Verbindung lässt sich leicht lösen, ist aber dennoch stabil und somit ideal für die Bautischlerei. Besonders stabil gegen Dreh- und Biegebelastungen ist der doppelte Sichelzapfen, keilförmig angeschnitten. Bei so vielen Zapfen und Einschnitten ist es nicht verwunderlich, dass die Verbindung unbeweglich ist.

Sichtfachwerk

Von einem Sichtfachwerk wird bei einem Fachwerkhaus gesprochen, dessen Fachwerk ursprünglich ohne verputztes oder verkleidetes Holztragwerk errichtet wurde. Es gab auch Fachwerkhäuser, bei denen das Fachwerk nicht sichtbar war, weil es verputzt oder mit Schiefer verkleidet wurde. Nicht immer ist es vorteilhaft, nachträglich ein Sichtfachwerk herstellen zu wollen, indem man den Putz oder die Verkleidung entfernt.

Sichtholz

Als Sichtholz werden Holzoberflächen bezeichnet, bei denen Farbe und natürliche Maserung des Holzes sichtbar bleiben.

Silberweide

in Deutschland am meisten verbreitete Weide.%)

Sipo

Sipo ist ein afrikanisches Laubholz und wird auch Sipo-Mahagoni genannt. Das Splintholz ist hellgrau bis rot, das Kernholz bräunlich nachdunkelnd. Das Holz ist sehr hart und mit geringer Festigkeit, witterungsbeständig, gut zu bearbeiten und beständig gegen Insekten und Pilze. Verwendet wird Sipo-Holz vor allem für Furniere, den Innen- und Außenbau sowie für Fenster- und Bootsbau.

Sipo (Entandophragma Utile), auch Sipo-Mahagoni genannt

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Sipo ist ein afrikanisches Laubholz. Das Splintholz ist hellgrau bis rot, das Kernholz bräunlich nachdunkelnd. Das Holz ist sehr hart und mit geringer Festigkeit, witterungsbeständig, gut zu bearbeiten und beständig gegen Insekten und Pilze. Verwendet wird Sipo-Holz vor allem für Fenster- und Bootsbau, weil das Quell- und Schwindverhalten längs und quer zu den Jahresringen gleichmäßig verläuft. Mit einem Wort: Sipo "verzieht" sich nicht.

Sitka

Fichtenart, die an der Westküste von Nordamerika beheimatet ist. Der Splint ist gelblichweiß bis weißlichgrau. Kernholz ist schwach hellbraun bis rosabraun, leicht nachdunkelnd und darum im Gegensatz zu einheimischer Fichte vom Splint noch unterscheidbar. Sitka wird im Innenausbau als Vollholz für Wand und Deckenverkleidungen, einschließlich Saunaräumen sowie für leichte Rahmenkonstruktionen, Leisten und Bekleidungen, im Musikinstrumentenbau für Orgeln und Resonanzböden verwendet. Als Messerfurnier findet das Holz hauptsächlich für laminierte Teile besonders leichter, tragfähiger Konstruktionen Verwendung.

Sitka (Picea sitchensis)

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Fichtenart, die an der Westküste von Nordamerika beheimatet ist. Der Splint ist gelblichweiß bis weißlichgrau. Kernholz ist schwach hellbraun bis rosabraun, leicht nachdunkelnd und darum im Gegensatz zu einheimischer Fichte vom Splint noch unterscheidbar. Sitka wird im Innenausbau als Vollholz für Wand und Deckenverkleidungen, einschließlich Saunaräumen sowie für leichte Rahmenkonstruktionen, Leisten und Bekleidungen, im Musikinstrumentenbau für Orgeln und Resonanzböden verwendet. Als Messerfurnier findet das Holz hauptsächlich für laminierte Teile besonders leichter, tragfähiger Konstruktionen Verwendung.

Soft Maple (Acer rubrum, A. saccharinum)

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Diese Ahornart ist im ganzen Osten der USA und in geringerem Maße an der Westküste verbreitet. Das Holz von Soft Maple ist in vieler Hinsicht sehr ähnlich dem von Hard Maple. Infolge seiner weiten Verbreitung ist es örtlichen Farbschwankungen unterlegen. Allgemein ist das Splintholz jedoch gräulich weiß, manchmal mit dunkleren Markflecken. Das Kernholz variiert von hell bis dunkel rötlich braun. Soft Maple lässt sich maschinell gut bearbeiten und ergibt gebeizt und poliert eine ausgezeichnete Oberfläche. Zu nageln, schrauben und verleimen ist das Holz befriedigend. Verwendung findet Soft Maple für Möbel, Vertäfelungen, Innenausbau, Küchenschränke, Leisten, Türen oder Drechslerarbeiten. Oft wird das Holz als Austauschholz für Hard Maple verwendet oder gebeizt, damit es anderen Holzarten ähnelt wie beispielsweise Cherry. Die physikalischen und Bearbeitungseigenschaften machen auch einen Austausch mit Buche möglich.

Sondernagel

Sondernägel sind spezielle Nägel, die sich vom herkömmlichen Nagel durch einen schraubenförmigen oder gerillten Schaft unterscheiden. Diese profilierten Schäfte sorgen dafür, dass sich der Nagel nicht so leicht herausziehen lässt. Sondernägel gibt es in drei Tragfähigkeitsklassen. Sondernägel mit einem schraubenförmigen Schaft werden auch als Schraubnägel bezeichnet. Sie kommen insbesondere für Verbindungen zwischen zwei Hölzern oder zwischen Holz und Holzwerkstoffen zum Einsatz. Besitzen die Sondernägel einen gerillten Schaft, werden sie auch Rillennägel genannt. Eingesetzt werden diese Nägel z.B. für Verbindungen zwischen Stahlblechen und Holz.

Sortierung von Laubholz

Sortierung von Nadelholz

Spannriegel

Spannriegel ist ein Begriff aus dem Fachwerkbau oder allgemein aus dem Holzbau. Bei einem Spannriegel handelt es sich um ein waagerecht verbaut Holz, das Druckkräfte aufnimmt. Er kann auf unterschiedliche Weise eingebaut werden. Bei Hängewerken ist der Spannriegel zwischen den Köpfen der Hängesäulen angeordnet. Bei Dachstühlen findet man Spannriegel zwischen den oberen Enden der Stuhlsäulen und bei Sprengwerken zwischen den oberen Strebenenden. Gesichert werden Spannriegel mit Stahllaschen und Stahlbolzen.

Spanplatten

Bestehen aus feinen Holzspänen unterschiedlicher Stärken, die unter hohem Druck mit Bindemitteln zu Platten gepreßt werden. Sie sind preiswert, universell einsetzbar und leicht zu verarbeiten. Spanplatten sind die meistverkauften Holzwerkstoffplatten überhaupt und aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

Sparren

massive Holzbalken ("Dachsparren"), die von der Traufe bis zum Dach führen und vom Zimmermann parallel zum Ortgang eingebaut werden. Sparren tragen die wesentlichen Lasten von Dacheindeckungen, Gauben und Dachfenstern.

Sparrendach

Ein Sparrendach ist neben Pfettendach und Kehlbalkendach eine Bauweise eines Dachstuhls. Das Sparrendach ist entstanden aus der Dachhütte des nordeuropäischen Raumes. Es besteht aus einer Aufeinanderfolge von jeweils in sich standfesten Sparrenbindern (Gespärre). Am First sind die Sparren kraftschlüssig verbunden und bilden mit der darunter liegenden Decke ein unverschiebliches Dreieck. Die Kräfte aus Wind und Auflast werden über die Sparren nach unten geleitet. Dort werden sie von einem Widerlager aufgenommen und entweder direkt oder über einen Kniestock (Drempel) in die Decke eingeleitet. Der Kniestock darf bei einem Sparrendach nicht gemauert werden, da er wegen der großen Lasten abknicken würde. Er wird daher in Einheit mit der Decke geschalt. Der große Vorteil eines Sparrendachs ist, dass keine Balken den Dachraum stören, der Dachausbau ist sehr einfach möglich. Allerdings können keinen keine größeren Gauben oder Dachflächenfenster verwendet werden, da die Sparrenpaare immer direkt gegenüber angebracht werden müssen und keine Verschiebung der einzelnen Sparren möglich ist. Auch ein großer Dachüberstand und breitere Grundrisse sind beim Sparrendach nicht so einfach zu bewerkstelligen. Ein Sparrendach sollte mindestens eine Dachneigung von 20° haben, da sonst die Kräfte an First und Sparrenfußpunkt zu groß für eine Holzverbindung werden

Sparrennagel

Sparrennägel sind spezielle Nägel mit rillenförmiger Schaftausbildung, die als Holzverbindungsmittel für tragende Holzbauteile verwendet werden. Sparrennägel kommen beispielsweise zur Befestigung von Dachsparren, Pfetten, Dachbindern usw. zum Einsatz. Einsatzgebiete sind achkonstruktionen, Fachwerkbauten, Holzabdeckungen und anderen Holzverbindungen. Vor Einschlagen der Sparrennägel muss vorgebohrt werden. Die Länge der Vorbohrung beträgt: Länge des Sparrennagels weniger 8 Zentimeter(das entspricht in etwa der Länge des gerillten Schaftteils). Sparrennägel sind standardmaäßig zwischen 80 und 360 Millimeter lang.

Sparschalung

siehe Traglattung.

Spatel

flaches, abgerundetes Holzstäbchen, mit dem der Arzt die Zunge herunterdrückt, um seinen Patienten in den Rachen schauen zu können. Spatel werden aus Pappel- oder Weidenholz gemacht und nach Gebrauch entsorgt.

Spätholz

Die im Spätsommer und Herbst gebildeten Holzzellen nennt man Spätholz. Durch die geringere Nährstoffzufuhr sind diese Zellen enger und dickwandiger als die Frühholzzellen. Ihre Ringe sind in der Regel schmaler.

Sperrholz

Sammelbegriff für Holzplatten, die aus mindestens drei miteinander verleimten Holzlagen bestehen, wobei die Lagen gegeneinander meist um 90° versetzt - also "abgesperrt" - sind. Neben den Holzlagen aus Furnieren, Stäben oder Stäbchen besteht aus unterschiedlichen Klebstoffen und gegebenenfalls Schutzstoffen gegen Schädlinge oder Feuer. Die Verleimung der einzelnen Sperrholzlagen kann mit formaldehydhaltigen Leimen erfolgen. Bau-Sperrholzplatten sind besonders für tragende Konstruktionen im Holzbau geeignet, als mittragende bzw. aussteifende Beplankungen sowie für Dachschalungen. Sie weisen im Vergleich zu den anderen Holzwerkstoffplatten die höchsten Elastizitätsmodule und Festigkeiten und somit auch die höchsten zulässigen Spannungen auf. Ihre Anwendung ist dann zweckmäßig, wenn die höheren Festigkeiten oder die größere Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen auch tatsächlich ausgenutzt werden, da sie meist teurer als Spanplatten oder Holzfaserplatten. Desweiteren wird zwischen Außensperrholz und Innensperrholz unterschieden.

Spezialspanplatten

Bezeichnung für Platten, die je nach Anforderung bestimmte Kriterien wie schwere Entflammbarkeit, hohe Tragfähigkeit, Feuchtebeständigkeit oder Resistenz gegen Pilzbefall aufweisen.

Splintholz

Das hellere Holz, welches das Kernholz einschließt, meist ein Mantel zwischen 30 und 50mm. Splintholz ist qualitativ geringwertiger als Kernholz.

Splintholzbäume

Baumarten, die bis auf einen kleinen Kern hauptsächlich aus Splintholz bestehen. Dazu zählen Tanne, Birke oder Ahorn.

Sprengwerk

Das Sprengwerk ist im Holzbau eine Konstruktion, bei der die vertikale Lasten über schräge Stützen auf die äußere Auflager abgeleitet werden. Auch beim Bau von Stahlbrücken oder Stahlbetonbrücken gibt es Sprengwerke. Hängt die Last unterhalb des Tragwerks, wird sie als Hängewerk bezeichnet, ruht die Last auf dem Tragwerk, ist es ein Sprengwerk.

Springerlesmodel

ein Model mit vier, sechs, acht oder mehr Motiven in einem Brett.%)

Spritzwasser

Als Spritzwasser wird der Teil des Niederschlags bezeichnet, der nach Auftreffen auf den Boden zurück an die Fassade, Außentreppe oder den Balkon spritzt. Der Spritzwasserbereich ist etwa 30 cm oberhalb des Bodens anzusetzen. Da die vom Spritzwasser hervorgerufenen Bereiche besonders durch Feuchtigkeit belastet sind, ist ihnen bei der Konstruktion besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Besonders bei Holzbauwerken ist darauf zu achten, dass das unterste Holzbauteil 30 cm über der Spritzwasserzone liegt.

Sprühtunnelverfahren

Das Sprühtunnelverfahren ist ein Verfahren des chemischen Holzschutzes. Beim Sprühtunnelverfahren wird das Holz in einem Sprühtunnel stationär mit einem Holzschutzmittel behandelt. Die verwendeten Mittel werden durch ringförmig angeordnete Sprühdosen auf das Holz aufgetragen. Dieses wird auf einer Art Laufband automatisch durch den Tunnel gefahren. Die nicht vom Holz aufgenommene Imprägnierflüssigkeit wird in einer Bodenwanne aufgefangen und Kreislauf erneut zugeführt. Im Vergleich zum normalen Sprühen sind daher geringere Verluste zu verzeichnen, wobei es durch den Sprühnebel trotzdem Verluste gibt. Verwendete Holzschutzmittel sind HF-Salze, SF-Salze, B-Salze, CFA-Salze, lösemittelhaltige Mittel oder ölartige Mittel.

Spunden

ein Brett mit Nut und Feder versehen, siehe auch Rauhspund.

Spundverbindung

siehe gespundetes Holz

Stabbauweise

Die Stabbauweise ist eine historische Holzbauweise, die insbesondere in Form der skandinavischen Stabkirchen Bekanntheit erlangt hat. Im Vergleich zur Blockbauweise, werden die einzelnen Hölzer bei der Stabbauweise sind waagerecht, sondern senkrecht angeordnet. Eine Variante der Stabbauweise ist, dass die senkrechten Balken oben und unten in jeweils einem waagerechten Balken enden, der mit einer Nut versehen ist. Eine andere Möglichkeit zur Befestigung der Hölzer war die Verankerung im Boden. Die so gezimmerten Wand- und Deckenscheiben sicherten eine gute Aussteifung, so dass keine Bänder oder Streben notwendig waren.

Stäbchensperrholz

Wie Stabsperrholz, jedoch wurden statt der Stäbe maximal 8mm breite Stäbchen verarbeitet.

Stabkirche

siehe Stabbauweise.

Stabparkett

besteht aus 14 - 22 mm starkem Vollholz. Es werden Parkettstäbe und Parkettriemen unterschieden (siehe entsprechende Stichworte.) Stabparkett kann je nach Untergrund geklebt oder genagelt werden.

Stabprofil

Bezeichnung für ein Profilbrett, das durch Bearbeitung mit Hobel- und Fräsmaschine mit einer Art Rundstab ausgestattet wurde.

Stabsperrholz

Weist eine Mittellage aus miteinander verpressten und verleimten, höchstens 30mm breiten Holzstäben auf.

Staketenzaun

auf die Trägerbalken oder -latten (je eine/r oben und unten) werden Staketen senkrecht und in gleichem Abstand aufgenagelt.

Staketen-Zaunlatten

halbrund gefräste Latten, deren Kopfenden spitz "gekegelt" sind.

Ständer-Bohrmaschine

stationäre Bohrmaschine mit Spannvorrrichtung für präzise Bohrvorgänge.

Ständerstellung

Die Ständerstellung, also der Abstand zwischen zwei Ständern bei einem Fachwerkhaus sagt etwas über die Region und das Baujahr aus, in dem das Haus gebaut wurde. Frühe ländliche Haustypen werden durch eine weite Ständerstellung gekennzeichnet. Sie ist ein Zeichen für Sparsamkeit. Stehen die Ständer hingegen eng beiander und wurden starke Hölzer verwendet, deutet dies auf Reichtum und eine hohe gesellschaftliche Stellung hin.

Stapel

Frisch geschnittene Hölzer werden zum Trocknen in der Regel mit Abstandhaltern (Stapellatten) schichtweise gestapelt. Dies dient der Belüftung. Damit die Luftbewegung nicht gehemmt ist, sollte der Lagerplatz möglichst frei liegen. Dabei ist auch die hauptsächliche Windrichtung zu beachten. Das Holz sollte in einem Winkel von 45 bis 90 Grad dazu lagern. Der Untergrund muss eben und trocken sein, er ist daher am besten mit Schotter oder Kies abzudecken. In einem Stapel sollten sich nur Bretter gleicher Länge befinden, da sie sich sonst verziehen und die längeren Bretter sonst vermehrt der Verwitterung ausgesetzt sind. Um den Stapel vor Regen, Schnee oder Sonneneinstrahlung zu schützen, muss er abgedeckt werden. Dazu sollte kein Holz verwendet werden. Die Abdeckung soll ein genügendes Gefälle haben und windsicher verankert sein.

Stapellatte

Stapellatten sind die Abstandhalter beim Stapeln von frisch geschnittenem Holz. Um eine ungleichmäßige Belastung der Stapel und dadurch mögliches Verziehen des Holzes zu verhindern, müssen die Stapellatten möglichst genau übereinander angeordnet werden. Für jeden Stapel sollten gleichstarke Latten verwendet werden. Die Latten sollten in der Länge möglichst exakt der Stapelbreite entsprechen. Sind sie zu kurz, wölben sich i.d.R. alle Bretter, die nicht auf ganzer Breite aufliegen. Zu lange Latten bergen die Gefahr, dass benachbarte Stapel beschädigt werden. Bei manchen Holzarten wie Ahorn, Buche natur, Birke, Erle, Esche oder Kiefer besteht die Gefahr, dass im Bereich der Latten Stapelflecken entstehen. Deshalb gibt es auf dem Markt Stapellatten mit gewellter Fräsung. Diese Fräsungen gewährleisten eine gleichmäßige Durchlüftung und dadurch eine schnellere Trocknung des Holzes.

Stauchbruch

Stauchbrüche bzw. Querrisse sind am lebendem Baum als Wulstbildung zu erkennen, können aber auch später noch im eingebauten Zustand entstehen. Grund für Stauchbrüche ist eine Überschreitung der Längsdruckfestigkeit. Verursacher sind z.B. ein Sturm oder eine zu hohe Schneelast. Auf Längsflächen lassen sich Querrisse an den unregelmäßig geknickten Fasern erkennen. Durch Stauchbrüche geschädigtes Holz ist für mechanische Belastungen nicht mehr verwendbar.

Stechpalme

Die Stechpalme hat ihre Heimat in Mittel- Süd- und Westeuropa, in Kleinasien und in Nordpersien. In unseren Breitengraden findet man die Stechpalme in den Alpen, dem Schwarzwald und den Vogesen. Das Holz ist fast weiss mit grünlichem Ton. Splint und Kern sind nicht zu unterscheiden. Es ist hart, sehr dicht, feinfaserig und zäh, schwindet stark und wirft sich. Es lässt sich schwer spalten, normal und glatt hobeln, sehr gut drehen, beizen und polieren, lässt sich nicht schälen, gibt aber schöne Messerfurniere. Verwendung findet es für Drechsel- und Einlegearbeiten, Instrumente und Gebrauchsartikel, Werkzeugstiele und Spazierstöcke. Gebeizt wird es als Ebenholz Imitation verwendet.

Stegträger

Bei einem Stegträger handelt es sich um einen Holzträger in Doppel-T-Form. Wie auch bei Stahlträgern, ist bei Stegträgern vor allem die Einsparung von Masse ein Vorteil. Sie sind einfach leichter als von der Tragfähigkeit ähnliche Vollquerschnitte. Stegträger werden beim Errichten von Decken, Wänden oder Dächern verwendet. Sie sind entweder komplett aus Vollholz oder die Stege werden aus Holzfaserplatte, Sperrholz, OSB-Platten oder ähnlichem hergestellt.

Stellbrett

Alternative zur Ausmauerung zwischen den Dachsparren an der Wandaussenkante. Stellbretter können senkrecht, waagerecht oder auch winkelrecht zum Sparren eingebaut werden.

Stieleiche

Die Stieleiche hat ihren Namen nicht etwa daher, dass ihr Stamm stielartig in die Höhe wächst. Vielmehr wächst bei der Stileiche die Frucht - also die Eichel - einzeln an einem Stiel im Gegensatz zur Traubeneiche. Der Stamm der Stileiche erscheint ziemlich kurz, da er sich hinter dem Astansatz verzweigt. Die Stieleiche ist die heutzutage am meisten vertretene Eichenart in Deutschland.

Strangpressplatte

Die Strangpressplatte zählt zu den Holzspanwerkstoffen, d.h. sie wird unter hohem Druck und Hitze aus Holzspänen und Kunstharzkleber hergestellt. Strangpresplatten können als Vollplatten und Röhrenplatten gefertigt sein. Die Rohplatten werden zur Herstellung von Türen und Wandelementen verwendet. Dazu müssen die Strangpressplatten mit verschiedenen Hölzern furniert werden. Sie sind nicht wetterbeständig.

Streifenfurniere

Über den Querschnitt des Furnierstammes werden Streifenfurniere gesägt. Dadurch resultiert die typische, streifige Zeichnung.

Stülpschalung

Wand- und Fassadenbekleidung, bei der die Bretter horizontal in der Form anmontiert werden, daß sich das nächst höhere Brett wenige Zentimeter über das untere "stülpt".

Stürzerbrett

Das Deckbrett an einer Stürzerdecke

Stürzerdecke

Eine Stürzerdecke ist aufgebaut wie eine Boden-Deckel-Schalung. Auf eine Decken-Unterkonstruktion aus meist gefasten Brettern werden dabei in unterschiedlichem Abstand Deckbretter - sogenannte Stürzerbretter - montiert, was der Deckenverkleidung eine besonders rustikale Note verleiht. Die Industrie bietet verlegefreundliche Stürzerdecken mit Nut-Feder-Verbindungen an.

Sucupira

Diese südamerikanische Baumart kann bis zu 60 m hoch werden und einen Stammdurchmesser bis 2 m besitzen. Das Kernholz ist rot bis braunrot und mit helleren gelblichen Parenchymadern durchzogen. Das Holz ist hart, schwer, fest und sehr dauerhaft. Es lässt sich schlecht bearbeiten. Verwendung findet es als Bau- und Konstruktionsholz im Innen- und Außenbereich. Zudem wird es zur Herstellung von Eisenbahnschwellen, Fenstern, Türen, Möbel und Messerfurnieren verwendet.

Sycamore (Platanus occidentalis)

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Dieser Laubbaum ist im ganzen Osten der USA verbreitet. Der Splint von Sycamore ist weiß bis hellgelb, während das Kernholz hell- bis dunkelbraun ist. Das Holz hat ähnliche Merkmale wie die europäische Platane und ergibt schöne Kontraste mit anderen Hölzern. Sycamore läßt sich gut maschinell bearbeiten, benötigt aber schnelllaufende Messer, um Ausreißen zu vermeiden. Das Holz ist gut zu verleimen und gebeizt sowie mit Vorsicht poliert ergibt es eine ausgezeichnete Oberfläche. Bezüglich Gewicht, Härte und Steifigkeit zeigt Sycamore mittlere Werte. Verwendung findet das Holz für Möbel, Möbelteile, Tischlerarbeiten, Vertäfelungen, Fußböden, Küchenartikel oder Funierpaneele.