Das große Holz-Lexikon

Alles zum Thema "L"

Lagerholz

Bei einem Lagerholz handelt es sich zum einen um eine Stapellatte, zum anderen aber auch um das vierkantige Schnittholz, das als Unterlage für Holzfußböden verlegt wird. Lange Parkettstäbe und Dielen werden auf den Lagerhölzern direkt verschraubt, für Stabparkett wird ein Blindboden aus Brettern auf den Lagerhölzern befestigt. Soll der Parkett verklebt werden, kommen Span- oder OSB-Platten zum Einsatz. Als Abstand zwischen den Lagerhölzern werden bei Stabparkett ab einer Dicke von 22 mm 30-40 cm empfohlen, bei Dielen gleicher Stärke liegt der Abstand bei 45-60 cm. Dieser Abstand muss verringert werden, wenn mit erhöhten Verkehrslasten oder Einzellasten (z.B. durch einen Flügel) zu rechnen ist. Die Richtung der Lagerhölzer ergibt sich aus der Richtung des späteren Belages. Wird der Belag diagonal im Raum verlegt, muss auch die Lagerholzkonstruktion diagonal verlegt werden. Jede Lage muss 90° versetzt zur unteren Lage verlegt werden.

Lamellenwand

eine Wand aus massiven Brettern, die so aufgebaut ist, daß im Innern zahlreiche Hohlräume entstehen. Dadurch wird eine gute Wärmedämmung bei gleichzeitiger hoher statischer Belastbarkeit erzielt.

Lamelliertes Holz

mehrlagige, miteinander verleimte Bretter, aus denen z.B. "lamellierte Blockbohlen" gemacht werden.

Laminat

Grundsätzlich ist ein Laminat eine Platte, die aus einer Trägerplatte, z.B. einer MDF-Platte sowie einer Verschleißschicht, einer Gegenzugschicht und einer meist mit Holzdekoren bedruckten Dekorschicht besteht. Die Gegenzugschicht verhindert, daß sich die Platte verzieht, die Verschleißschicht - auch Overlay genannt - verhindert, daß die Dekorschicht beschädigt wird. Umgangssprachlich wird aber unter Laminat ein Fußbodenbelag verstanden, der häufig als Ersatz für das teurere Parkett eingesetzt wird. Laminatböden zeichnen sich durch eine hohe Beanspruchbarkeit aus, die in verschiedenen Beanspruchungsklassen klassifiziert ist. Heutzutage werden fast nur noch Laminatböden hergestellt, die eine leimlose Verlegung zulassen, meistens in Form von Klicklaminat, bei dem ein Paneel in das andere einrastet. Der Name Laminat leitet sich ab von dem Verb "laminieren". Bücher, Dokumente, Landkarten und dergleichen werden vielfach laminiert, also mit einem Schutzüberzug versehen.

Laminateinpasser

Mit einem Laminateinpasser kann die letzte Laminatplanke genau angezeichnet werden, so dass sie exakt zugeschnitten werden kann und exakt in den verbleibenden Zwischenraum bis zur Mauer passt. Auch die Maßübertragung bei schrägen oder gebogenen Wänden stellt kein Problem dar, wobei der Laminateinpasser auch gleich die wichtige Dehnungsfuge mit berücksichtigt. Das Gerät kann natürlich auch für echte Holzdielen verwendet werden.

Lamparkett

siehe Massivparkett.

Landhausdiele

besonders beliebte Form des Mehrschicht- oder Fertigparketts.

Landhausprofil

Bezeichnung für ein Profilbrett, das durch Bearbeitung mit Hobel- und Fräsmaschine zierleistenähnliche Einkerbungen erhalten hat.

Langfurniere

parallel zur Stammachse geschnittene Furniere.

Langholz

Holz mit der generellen Mindestlänge von drei Metern. Dieses Maß wird aber auch unterschritten, denn bei Güteklasse A beträgt diese mindestens zwei Meter.

Längsschnitt

Schnitt parallel zur Baumstammachse oder längs der Faserrichtung.

Längsverband

siehe Windrispe.

Lärche

Die Lärche ist in Europa beheimatet. Lärchenholz hat einen rötlichbraunen, stark nachdunkelnden Kern und einen gelblich weißen Splint (siehe Splintholz). Der farbliche Unterschied zwischen Früh- und Spätholz ist vor allem im Kern auffallend groß, wodurch das Holz eine sehr lebhafte Zeichnung erhält. Lärchenholz ist noch dichter, härter, zäher, harzreicher und witterungsbeständiger als Kiefernholz und eignet sich besonders für Außenarbeiten, z.B. für den Schiffs- und Brückenbau.

Lärche (Larix decidua)

http://www.pw-internet.de/images/cms/furnierlaerch-g.jpg

Die Lärche ist in Europa beheimatet. Lärchenholz hat einen rötlichbraunen, stark nachdunkelnden Kern und einen gelblich weißen Splint. Der farbliche Unterschied zwischen Früh- und Spätholz ist vor allem im Kern auffallend groß, wodurch das Holz eine sehr lebhafte Zeichnung erhält. Lärchenholz ist noch dichter, härter, zäher, harzreicher und witterungsbeständiger als Kiefernholz und eignet sich besonders für Außenarbeiten, z.B. für den Schiffs- und Brückenbau.

Latte

Regelquerschnitte 2.4/4.8-3/5 und 4/6cm, Querschnitte nicht größer als 32qcm und einer Breite bis 80mm.

Lattenzaun

einfachste Form eines Zaun. Mindestens zwei Querlatten werden auf die Trägerbalken genagelt.

Lattung

äußerer Teil einer Unterkonstruktion, an der z.B. eine Dachdeckung oder die Holzverkleidung einer Fassade eingehängt bzw. befestigt wird.

Lauan

Die ausschliesslich auf den philippinischen Inseln beheimatete Holzart Lauan besitzt eine rötlichbraune Holzfarbe mit einem hellgrauen Splint. Das mässig harte Holz ist dauerhaft und witterungsfest. Es lässt sich leicht bearbeiten, gut messern und schälen, normal Leimen und polieren. Der Holzstaub verursacht Hautreizungen. Verwendung findet das Holz als Furnierholz in der Sperrholzindustrie, für Fenster, Türen, Parkbänke und hochbeanspruchte Konstruktionen. Außerdem ist es als Ersatzholz für Mahagoni im Einsatz.

Laubholz

Holz von laubtragenden Bäumen.

Laubholzsortierung

Laubstab

Bei einem Laubstab handelt es sich um eine geschnitzte Verzierung an Schwellen und Ständern von Fachwerkhäusern. Als Schnitzwerk kamen Blattornamente mit Ranken, die sich z.B. in der ganzen Länge der Schwelle windet. Bei den Blättern kann es sich um Eichenlaub, Efeu oder Distellaub handeln. Der Laubstab wird als gotisches Stilelement angesehen, da er die typische Naturverbundenheit dieser Epoche zum Ausdruck bringt. Diese Naturverbundenheit ist auch bei vielen Steinbauten dieser Zeit zu bewundern.

Leatherwood Tree

der "Lederblattbaum" (eucryphia lucid) wächst in Tasmanien, wird 10 bis 15 m hoch (in Ausnahmefällen auch 30 m) und kann bis 250 Jahre alt werden. Seinen Namen verdankt der Baum seinen lederartigen Blättern. Das Wichtigste aber: Der Baum treibt im tasmanischen Frühjahr tausende weiße Blüten aus, aus denen der reinste und teuerste Bienenhonig der Welt gewonnen wird. Das Holz wird deshalb nur selten eingeschlagen. Wenn, dann werden daraus Intarsienarbeiten und einzelne Möbelstücke gefertigt.

Lebensbaum

oder Thuja, in Asien und in Nordamerika in zahlreichen Varietäten vorkommender immergrüner Baum aus der Familie der Zypressengewächse, der kegelförmig wächst und in freier Natur bis 20 m hoch werden kann, sich jedoch nicht als Bauholz eignet. Die in Deutschland angebotenen Sorten werden vorwiegend als Heckenpflanzen eingesetzt.

Leimholz

Leimholz übernimmt, im Gegensatz zum Brettschichtholz, keine tragende Wirkung. Es wird beispielsweise für Möbel, Raumteiler oder Verkleidungen verwendet. Leimholz ist zu Platten verleimtes Massivholz. Das Holz ist so verleimt, daß es nur noch wenig arbeitet und daher fast wie Plattenmaterial verwendet werden kann.

Leimholzbinder

Der Leimholzbinder ist die statisch besonders trag- und biegefeste Variante des Holzbinders. Er besteht aus Leimholz, fachlich richtig auch Brettschichtholz genannt. Leimholzbinder werden im Leimholzbau eingesetzt, um große Dachkonstruktionen mit Breiten von 20, 30 und mehr Metern zu tragen. Im spezialisierten Holzhandel sind Leimholzbinder bis zu Stärken von 20 x 44 cm und Längen bis 16 m ab Lager lieferbar, größere Formate werden eigens angefertigt.

Leimholzplatte

Massivholzplatten aus einzelnen, miteinander verleimten Holzlamellen. Gut geeignet für den Möbelbau.

Leiste

12-38mm starkes und 25-63mm breites Holzteil.

Limba

http://www.pw-internet.de/images/cms/furnierlimba-g.jpg

Limba wächst in West- und Zentralafrika. Splint und Kern sind hellgelb oder der Kern ist dunkelbraun bis olivgrau, wobei das Holz noch nachdunkelt. Es ist kurzfaserig und besitzt eine seidigglänzende Oberfläche. Das mäßig harte, feste und elastische Holz läßt sich leicht messern und schälen. Es besitzt ein gutes Stehvermögen, schwindet nur mäßig und ist besonders gut zu beizen. Da es nicht witterungsfest und nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall ist, wird es hauptsächlich für den Innenausbau, Sperrholz und Furniere verwendet. Weitere Bezeichnungen für Limba sind Afara, Fraké, Akom oder Ofram.

Limba

Limba wächst in West- und Zentralafrika. Splint und Kern sind hellgelb oder der Kern ist dunkelbraun bis olivgrau, wobei das Holz noch nachdunkelt. Es ist kurzfaserig und besitzt eine seidigglänzende Oberfläche. Das mäßig harte, feste und elastische Holz läßt sich leicht messern und schälen. Es besitzt ein gutes Stehvermögen, schwindet nur mäßig und ist besonders gut zu beizen. Da es nicht witterungsfest und nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall ist, wird es hauptsächlich für den Innenausbau, Sperrholz und Furniere verwendet. Weitere Bezeichnungen für Limba sind Afara, Fraké, Akom oder Ofram.

Limousineiche

edle Cognacs und wertvolle Rotweine werden in Barriques aus Limousineiche gelagert, dadurch verbessert sich die Farbe und gewinnt einen Mahagoni-Schimmer. Die Limousineiche hat ihren Namen von der Region Limousin in Zentralfrankreich, die von dichten Wäldern durchzogen ist. Bekannteste Stadt im Limousin ist die Porzellanstadt Limoges.

Linde

Die Linde ist in Europa und Weissrussland beheimatet. Ihr Holz ist gelblichweiss glänzend, oft rötlich bis bräunlich. Es ist weich, leicht, biegsam und wird leicht von Pilzen und Insekten befallen. Es lässt sich gut bearbeiten leicht spalten und schwindet wenig. Verwendet wird das Lindenholz beispielsweise für Zeichenbretter, Holzschuhe, Spielwaren, Musikinstrumente, Zündholzfabrikation und Holzwolle. Zudem ist es ein beliebtes Holz für Schnitzerarbeiten.

Lufttrockung

Auch als natürlich Trocknung bezeichnet, ist das älteste Verfahren der Holztrocknung, bei der das Schnittholz durch geeignete Lagerung (Stapelung) im Freien oder im offenen Schuppen unter einer Überdachung dem örtliche Klima ausgesetzt wird. Feuchteentzug und erreichbare Restfeuchte sind vorwiegend von den jahreszeitlichen Klimaschwankungen abhängig. Für viele Verwendungsarten müssen die Hölzer nach der Freilufttrocknung noch in Trockenkammern auf eine niedrigere Endfeuchte fertiggetrocknet werden.