Das große Holz-Lexikon

Alles zum Thema "J"

Jagdzapfen

Ein Jagdzapfen ist eine Art der Holzverbindung. Der an der Stirnseite schräge Jagdzapfen dient dem Einbau eines schrägen Holzes in eine bestehende Konstruktion und ist eine Nebenform des schrägen Zapfens. So wird es durch ihn möglich, ein Kopfband oder eine Strebe nachträglich in ein Gerüst einzufügen. In der Verbindung, die in jedem Fall durch einen Holznagel gesichert werden muss, sind die Zapfenlöcher schräg ausgearbeitet. Der Jagdzapfen findet häufig seine Anwendung als Reparaturverbindung.

Jägerzaun

siehe Scherenzaun.

Jahresring

sich jährlich im Baumstamm bildende Wachstumsschichten

Jahrringmethode

Japansägen

Ein Japansäge zählt zu den traditionellen Sägen für Holzarbeiten, die nur auf Zug arbeiten (Zugsägen). Japansägen sind relativ teuer, die Sägeblätter aus Edelstahl haben unterschiedliche Formen. Die japanische Säge wird immer häufiger im Austausch für die klassische Feinsäge eingesetzt. Durch die spezielle Zahngeometrie liefert die Säge eine hervorragende Schnittqualität und schmale Schnittfugen. Japanische Handsägen hören auf solche Namen wie Ryoba, Kataba, Dozuki (bzw. Douzuki) oder Kariwaku. Die Ryoba eignet sich für tiefe Quer- und Längsschnitte und ist eine zweiseitig verzahnte Säge. Sie besitzt auf der einen Seite eine Trapezverzahnung und auf der anderen Seite eine Dreiecksverzahnung. Die Ryoba ist daher die gebräuchlichste und vielseitigste japanische Säge. Die Dozuki ist eine einseitig verzahnte Säge mit einer Verstärkung am Rücken, die das Blatt versteift und die Führung erleichtert. Das Blatt kann extrem dünn ausgeführt werden, erlaubt jedoch keine tiefen Schnitt. Die Dozuki wird daher für kleinere Arbeiten und Einschnitte verwendet. Auch extrem präzise Holzverbindungen lassen sich mit dieser Säge herstellen. Die Kataba ist ebenfalls nur einseitig verzahnt, besitzt allerdings keinen Rücken, sondern häufig einen Pistolengriff. Sie wird zum Ablängen und für tiefe Schnitte verwendet und ermöglicht ein ermüdungsfreies Sägen auf Zug. Die Kariwaku schließlich ist eine japanische Zimmermannssäge. Sie besitzt eine doppelte Verzahnung ohne Rücken und eignet sich für tiefe und lange Schnitte, bevorzugt quer und diagonal zur Holzfaser.

Jatoba

siehe Courbaril

Jequitibá (siehe Abarco)

http://www.pw-internet.de/images/cms/furnierabarco-g.jpg

Südamerikanisches Tropenholz, das dort vor allem in Kolumbien und Venezuela zu finden ist. Der Splint ist hellgrau bis gelblich rosa und etwa 3 bis 6 cm breit. Das Kernholz ist rotbraun und verblasst bei starkem Licht etwas. Nur selten ist es durch unterschiedliche Färbung leicht streifig. Das Holz ist mäßig schwer, der Einschnitt des frischen Holzes verläuft meist ohne Schwierigkeiten. Bei trockenem Holz werden die Werkzeuge aufgrund von Kieseleinlagerungen leicht stumpf. Hobelflächen und Kanten sind von besonderer Glätte. Für Nagelungen und Verschraubungen ist bei Abarco vorzubohren, Verleimungen halten gut. Als Schnittholz wird Abarco für den Innen- und Außenbau verwendet, für Kleinmöbel, Profilbretter, Rahmenhölzer, Leisten, Treppen und Parkett. Als Furnier findet das Holz Anwendung auf Innen- und Außenflächen von Möbeln sowie für Türen und Vertäfelungen.