Das große Holz-Lexikon

Alles zum Thema "H"

Hackberry (Celtis occidentalis)

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Dieser Laubbaum ist im Osten der USA verbreitet und gehört zur Elm-Familie. Der Unterschied zwischen Kern und Splint ist gering: beide sind gelbgrau bis hellbraun mit gelben Streifen. Hackberry ist sehr anfällig für Bläue vor und nach der technischen Trocknung. Das Holz ist gut zu hobeln und zu drechseln. Nägel und Schrauben hält es mittelgut und beizen bzw. polieren läßt es sich befriedigend. Hackberry hat eine recht hohe Schwindung und kann anfällig für Verformungen in der Verarbeitung sein. Das mäßig hart und schwere Holz wird vor allem für Möbel und Küchenschränke, Tischlerarbeiten, Türen und Leisten verwendet.

Hahnbalken

siehe Hahnenbalken

Hahnenbalken

Hahnen- bzw. Hahnbalken ist die Bezeichnung für den obersten horizontal liegenden Querriegel im Kehlbalkendach. Er bildet die horizontale Queraussteifung innerhalb der Sparrengebinde. Die Kehlbalken und die Hahnenbalken stützen die Sparren gegeneinander ab und sind in diese eingezapft. Er wird auch als Hainbalken, Haynbalken oder Spitzbalken bezeichnet. Da die Katze auf diesem Balken durch das Dach laufen kann, wird er mitunter auch Katzenbalken genannt.

Hainbuche

Die Hain- oder Weißbuche ist das schwerste sowie härteste einheimische Holz. Das Holz ist über den ganzen Querschnitt gelblichweiß bis hellgrau und bei starkem Licht vergilbend, alte Stämme sind im Innern oft unregelmäßig bräunlich. Aufgrund eines überdurchschnittlich hohen Abnutzungswiederstandes wird die Hainbuche überwiegend als Vollholz in kleinen Abmessungen dort eingesetzt, wo hohe Festigkeitseigenschaften und eine dichte Oberfläche erforderlich sind: für gefräste, gedrechselte oder geschnitzte Möbelteile, Hocker, Stühle, Teile von Musikinstrumenten, wie Piano- und Klaviermechaniken, Hämmer, Hobelkästen und Hobelsohlen.

Hainbuche (Weißbuche) (Carpinus)

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Die Hain- oder Weißbuche ist das schwerste sowie härteste einheimische Holz. Das Holz ist über den ganzen Querschnitt gelblichweiß bis hellgrau und bei starkem Licht vergilbend, alte Stämme sind im Innern oft unregelmäßig bräunlich. Aufgrund eines überdurchschnittlich hohen Abnutzungswiederstandes wird die Hainbuche überwiegend als Vollholz in kleinen Abmessungen dort eingesetzt, wo hohe Festigkeitseigenschaften und eine dichte Oberfläche erforderlich sind: für gefräste, gedrechselte oder geschnitzte Möbelteile, Hocker, Stühle, Teile von Musikinstrumenten, wie Piano- und Klaviermechaniken, Hämmer, Hobelkästen und Hobelsohlen.

halbe Windelbodendecke

Halbholz

Stammholz wird im Sägewerk zu Kanthölzern und Balken verarbeitet. Dabei unterscheidet man verschiedene Schnittarten. Eine Schnittart neben Ganzholz und Kreuzholz ist Halbholz. Hier werden aus einem Stamm zwei Kanthölzer bzw. Balken geschnitten.

Halbpalisade

Holzpalisade, die senkrecht mittig durchsägt wurde und die dadurch eine flache und eine halbrunde Seite aufweist. Dadurch eignen sich Halbpalisaden für den Zaunbau wie für das Zusammenfügen zu Beetrollis.

Halbrundholz

wie der Name schon sagt, sind darunter halbrund gefräste Hölzer zu verstehen - meistens Zaunlatten.

handgehackt

Handgehackt werden gehobelte Bretter und insbesondere Breitprofile aus Massivholz, wenn das Holz eine besonders rustikale, sozusagen antike Optik bekommen soll. Tischler schlagen dabei mit einer Spezialhacke mehr oder weniger tiefe Kerben in das Holz. Dazu bedarf es großer Übung, denn beim Handhacken darf das Holz nicht splittern.

handgehobelt

Der Hobel ist das traditionelle Tischlerwerkzeug und natürlich wird auch heute noch in jeder Tischlerwerkstatt "handgehobelt". Als handgehobelt werden jedoch speziell Bretter und insbesondere Breitprofile aus Massivholz angeboten, die durch die Handarbeit des Tischlers eine besonders rustikale Optik erhalten haben. Dabei wird bewußt in Kauf genommen, dass ein handgehobeltes Brett nie so gleichmäßig ist, wie ein maschinengehobeltes.

Hard Maple (Acer saccharum,. A. nigrum)

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Diese Ahornart findet man im Osten der USA, vor allem in den Mid-Atlantic und Großen Seen-Staaten. Der bevorzugt das kalte, nördliche Klima. Das Splintholz ist creme-weiß mit leichter rötlich-brauner Tönung. Das Kernholz variiert vom hellen bis dunkel-rötlichen Braun. Hard Maple trocknet langsam mit starker Schwindung und ist daher anfällig für Verformungen in der Verarbeitung. Beim Nageln und Schrauben sollte das Holz vorgebohrt werden. Es lässt sich gut maschinell bearbeiten, drechseln und befriedigend verleimen. Das harte und schwere Holz kann zu einer hervorragenden Oberfläche gebeizt und poliert werden. Verwendung findet Hard Maple für Fußböden, Möbel, Vertäfelungen, Küchenschränke, Werkbänke, Treppen, Geländer und Türen.

Hartfaserplatte

nur etwa 3 bis 4,5 mm dicke Holzfaserplatte, die durch Verdichtung der zerfaserten Zellulosemasse im sog. Naßverfahren hergestellt wird. Die Platten sind mit glatten, genarbten sowie lackierten Oberflächen erhältlich.

Harzgallen

Harzeinschlüsse zwischen den Jahresringen bei Fichten, Kiefern und Douglasien.

HB

Abkürzung für "Holzhärte nach Brinell", siehe auch "Holzhärte"

HDF-Platten

Bei der HDF-Platte handelt es sich um eine Holzwerkstoffplatte, die einer MDF-Platte ähnelt. Das HDF steht hierbei für "High Density Fibreboard" - es handelt sich demnach um eine Hartfaserplatte mit hoher Dichte. Die Hartfaserplatten werden hauptsächlich aus Nadelholz gefertigt, da dieses besonders lange Fasern besitzt. Die Platten besitzen eine glatte und eine rauhe Seite. Die raue Struktur entsteht bei der Herstellung, sie ist der Abdruck des Siebes, der zum Herauspressen des Wassers benötigt wird. HDF-Platten sind im Rohzustand (beidseitig braune Oberfläche), aber auch in zahlreichen Dekoren im Handel erhältlich. Am bekanntesten sind die HDF-Platten wohl für ihre Anwendung als Schrankrückwand. Hier ist dann eine Seite weiß lackiert. Auch Lochplatten oder Türen werden aus HDF hergestellt. Für Türen sind die Platten dann natürlich auf beiden Seiten lackiert.

Heizwert

Anzahl der Kalorien der bei völliger Verbrennung von Material je Mengeneinheit des Materials freiwerdenden Wärme.

Hemlock

Der Hemlock-Baum kommt nur in Nordamerika von Kalifornien bis Alaska und in den Rocky Mountains vor. Der 2 cm schmale Splint ist fast weis bis weiss-gelblich, das Kernholz ist gelbbraun mit einem leichten Rotstich. Hemlock läßt sich mit allen scharfen Werkzeugen gut bearbeiten, ist gut zu sägen, hobeln, schleifen und zu polieren. Leider ist das Holz nicht witterungsfest und läßt sich nur schwer imprägnieren. Hemlock findet als Bauholz für den mäßig beanspruchten Innenausbau und für Verkleidungen, als Blindholz für Leisten und für Verpackungen Verwendung.

Hemlock (Tsuga heterophylla)

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Der Hemlock-Baum kommt nur in Nordamerika von Kalifornien bis Alaska und in den Rocky Mountains vor. Der 2 cm schmale Splint ist fast weis bis weiss-gelblich, das Kernholz ist gelbbraun mit einem leichten Rotstich. Hemlock läßt sich mit allen scharfen Werkzeugen gut bearbeiten, ist gut zu sägen, hobeln, schleifen und zu polieren. Leider ist das Holz nicht witterungsfest und läßt sich nur schwer imprägnieren. Hemlock findet als Bauholz für den mäßig beanspruchten Innenausbau und für Verkleidungen, als Blindholz für Leisten und für Verpackungen Verwendung.

Herzbrett

siehe Kernbrett.

Herzholz

Als Herzholz wird das unmittelbar um die Markröhre befindliche Holz eines Baumstammes bezeichnet. Durch die Markröhre besitzt das Herzholz größere Poren (es ist weitlumiger) und ist damit auch weniger fest als das umschließende Holz. Herzholz bildet sich je nach Holzart und Standort unterschiedlich aus. Für hochwertiges Schnittholz wird es herausgetrennt, da sich bei Herzholz beim Trocknen entlang der Markröhre ein Wulst bilden würde.

HFD-Platte

Hickory

Hickory wächst in Nordamerika und zwar im Südosten der Vereinigten Staaten. Das Kernholz ist hellbraun bis rötlichbraun (rotes Hickory), der Splint ist außergewöhnlich breit und gelblichweiß (weißes Hickory). Das Holz ist hart, vor allem sehr zäh, biegsam, stark schwindend und wenig dauerhaft im Freien. Es ist sehr schwierig zu bearbeiten und schlecht zu leimen, dafür läßt es sich aber gut polieren. Verwendung findet das Holz des Hickorybaums für Werkzeugstiele, Turn- und Sportgeräte, Sitzmöbel und vor allem als Spezialholz für Maschinen- und Wagenbau.

Hickory (Carya glabra sweet)

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Hickory wächst in Nordamerika und zwar im Südosten der Vereinigten Staaten. Das Kernholz ist hellbraun bis rötlichbraun (rotes Hickory), der Splint ist außergewöhnlich breit und gelblichweiß (weißes Hickory). Das Holz ist hart, vor allem sehr zäh, biegsam, stark schwindend und wenig dauerhaft im Freien. Es ist sehr schwierig zu bearbeiten und schlecht zu leimen, dafür läßt es sich aber gut polieren. Verwendung findet das Holz des Hickorybaums für Werkzeugstiele, Turn- und Sportgeräte, Sitzmöbel und vor allem als Spezialholz für Maschinen- und Wagenbau.

Hirnendenschutz

in die Stirnseiten von Schnittholz eingeschlagene Metallbänder, die ein Einreißen des Holzes bei der Trocknung verhindern sollen.

Hirnholz

Bezeichnung für Holz, das quer zur Stammachse bzw. zum Faserverlauf geschnitten wurde. Hirnholz wird z.B. als Holzpflaster im Außenbereich verwendet. Die deutlich sichtbaren Jahresringe sorgen für eine interessante Optik.

Hirnholzpflaster

siehe Holzpflaster.

Hobel

Dient zum glätten von Holz. Der Grundkörper besteht aus Holz, der eine Messerklinke aufnimmt. Dieses Werkzeug gibt es in verschiedensten Ausführung für die unterschiedlichsten Arbeiten. Man unterscheidet folgende Hobel: Grundhobel, Nuthobel, Profilhobel, Putzhobel, Schlichthobel, Wangenhobel, Zahnhobel, Hirnholzhobel, Doppelhobel, Raubank, Simshobel, Schrupphobel, Grathobel, Schiffhobel, Schabhobel und Reformputzhobel.

Hobeldiele

Hobeldielen sind seit Jahrhunderten ein bewährter Bodenbelag aus massivem Holz. Hobeldielen heutiger Produktion haben ein Nut-Feder-System und sog. Entlastungsnute. Die Brettstärke liegt - je nach Holzart und Dielenlänge - zwischen 20 und 33 mm, die Breiten beginnen ab 96 mm bis 280 mm. Üblich sind Breiten von 121 oder 146 mm. Die Längen liegen bei den meisten Holzarten fallend ab 2 m, jedoch werden Hobeldielen speziell aus Fichte oder Douglasie auch in Maßen bis ca. 5 m angeboten.

Hobelware

Bei fast jedem Holzhändler ist eine Abteilung mit Hobelware zu finden. Jeder geht mit dem Begriff ganz selbstverständlich um, die wenigsten können aber erklären, was denn Hobelware genau ist und wofür sie verwendet wird. Grob gesagt wird bei Hobelware zwischen Profilholz, Rauspund, Hobeldielen, Glattkantbretter, Leisten und Fassadenprofile unterschieden. Allein diese Aufzählung zeigt, dass Hobelware für optische Zwecke verwendet wird – sei es als Fassaden-, Wand- oder Deckenbekleidung, als Bodenbelag oder als Wandabschluss. Auch handelt es sich bei Hobelware um Massivholz und nicht um einen Holzwerkstoff. Das „Hobel“ in der Hobelware bedeutet, dass das Holz durch Hobeln in eine bestimmte Form gebracht wird.

Hochkantlamellenparkett

senkrecht gestellte, den Abmessungen des Mosaikparkett entsprechende Holzlamellen. Diese Parkettart wird bevorzugt im gewerblichen Bereich eingesetzt und in Verlegeeinheiten verklebt.

Hohlkehlfräser

Fräser für eine Oberfräse. Hohlkehlfräser dienen zur Kantenprofilierung (z.B. mit Hohlkehlen), zur Konstruktion von Sekretären (Scharnierverbindungen mit Hohlkehlprofilen), zur Herstellung dekorativer Ziernuten, zur Strukturierung von Oberflächen, zum Fräsen von Saftrinnen und zum Einsatz in Kopierfräsmaschinen. Die Führungshilfen Anlauf-Zapfen und Anlauf-Kugellager ermöglichen es, den Fräser direkt am Werkstück zu führen - auch an geschweiften Kanten.

Holländer

Bezeichnung für eine Variante der Klompen, bei denen der Holzschuh vorne hochgezogen und zugespitzt ist.

Holunder

Holunder ist in Europa, Kaukasus und Kleinasien beheimatet. Das Holz des Baumes ist gelblich bis dunkelgrau, das Splintholz weiss bis hellgelb. Es ist dicht, hart, mittelschwer und leicht spaltbar. Verwendet wird es für Pfeifenköpfe, Einlegearbeiten und Drechslerarbeiten.

Holzalterbestimmung

Holzarten

Holz findet man überall am und im Haus, wobei je nach Einsatzgebiet unterschiedliche Holzarten gebräuchlich sind. Beim Innenausbau (Fußböden) verwendet man hauptsächlich die einheimischen Holzarten wie Buche, Eiche, Esche oder Ahorn, wobei Buche und Eiche die härtesten sind. Nussbaum, Kirsche und andere Edelhölzer werden trotz ihrer hervorragenden Qualitäten aus preislichen Gründen nur noch wenig verwendet. Für ein Fachwerkhaus bieten sich mehrere Holzarten an. Eiche ist sehr haltbar, aber wie gesagt sehr teuer. Nordamerikanische Douglasie oder europäische Lärche sind die etwas günstigere Alternative. Dachstühle wiederum werden hauptsächlich aus Fichte oder Tanne errichtet.

Holzartenbestimmung

Ein routinierter Schreiner kann viele Holzarten auf den ersten Blick bestimmen. Die Holzartenbestimmung erfolgt dann durch eigene Kenntnisse und Erfahrungen, kann aber auch mit definierten Vergleichsmustern erfolgen. Helfen diese makroskopischen Methoden nicht weiter, hilft ein Mikroskop weiter. Jede Holzart hat nämlich einen charakteristischen Feinaufbau, die sich nur unter dem Mikroskop erschließt. Die mikroskoopische Identifikation einer Holzart erfolgt durch Vergleich mit Schnittpräparaten. Eine Holzart lässt sich zum Beispiel durch Faserverlauf, Farbe, Jahrringaufbau, Spätholzanteil, Textur oder auch den Geruch bestimmen. Darüber hinaus können physikalisch-technische Eigenschaften wie Festigkeit, wärmetechnische und elektrische Eigenschaften, Rohdichte oder Sorptionseigenschaft zur Holzartenbestimmung herangezogen werden. Im Baubereich ist das Bestimmen der Holzart zum Beispiel bei Gebäuden im Bestand von Bedeutung, wenn verschiedene Holzarten zum Einsatz kamen oder eine bestimmte Holzart vermutet wird.

Holzausformung

Bei der Holzausformung werden frisch gefällte Bäume entastet, entrindet, zerlegt und nummeriert, so dass nur noch die eigentlichen Baumstämme übrig bleiben. Die Stämme werden nach Stärke des Durchmessers in Derbholz oder Nichtderbholz eingeteilt.

Holzbadewanne

In den Badestuben des Mittelalters badete man in Badewannen aus Holz, die von einem Böttcher gebaut wurden. Solche Bottiche überdauerten Generationen und vielleicht hätte Napoleon 20 Jahre länger auf St. Helena gelebt, wenn er nicht in einer Wanne mit Bleiauskleidung gebadet hätte. Möglicherweise wurde der Kaiser der Franzosen nicht ermordet wie lange Zeit vermutet, sondern ist an einer Bleivergiftung gestorben. In den vergangenen Jahren tauchten auch wieder vereinzelt Holzbadewannen in den Badezimmern auf. Diese werden hauptsächlich aus Lärchen- und Kambalaholz fertigt. Beide Holzsorten haben ein badefreundliches Quell- und Schwindverhalten und eignen sich daher hervorragend zur Herstellung von Holzbadewannen.

Holzbalkendecke

Holzbalkendecken sind Geschossdecken, deren tragende Elemente, die Balken, aus Holz sind. Neben der Holzbalkendecke aus Vollholz oder Konstruktionsvollholz werden auch Balkendecken aus Brettschichtholz, Furnierschichtholz oder Furnierstreifenholz hergestellt. Die Balken liegen auf den Außenwänden und den tragenden Innenwänden auf, eventuell auch auf speziellen Kragsteinen, die aus der Wand innen hervorragen. Der Abstand der Balken ist sehr unterschiedlich. In Wohngebäuden reichen sie üblicherweise von 0,50 m bis 1,20 m, wobei jüngere Gebäude tendenziell geringere Abstände haben. Den oberen Abschluss, also die begehbare Fläche der Holzbalkendecke, bilden in der Regel die Dielen. Zudem sind verschiedene Estricharten vom Trockenestrich über Zementestrich und Gussasphaltestrich bis hin zum Magnesiaestrich und Anhydrit-Estrich möglich. Zur Schall- und Wärmedämmung müssen bei Holzbalkendecken einige Maßnahmen ergriffen werden. Bei älteren Holzbalkendecken besteht die Füllung entweder aus Hochofenschlacke oder Sand, der auf einen so genannten Blindboden aus Holzbrettern liegt. Dieser Aufbau wird auch als Fehlboden bezeichnet. Andere Arten der Füllung sind Formelemente aus Gips oder gebranntem Ton. Moderne oder modernisierte Decken haben zusätzlich eine Dämmung z.B. aus Mineralwolle. Auch Perlite findet als Ausgleichsschüttung unter Trockenestrich seinen Einsatz. Holzbalken bleiben von unten entweder sichtbar (wie auf der Abbildung), oder es wird eine Verkleidung angebracht. Hierfür eignen sich besonders Gipsbauplatten oder Holzpaneele.

Holzbau

Zum einen kann unter Holzbau ein Holzhaus verstanden. Zum anderen (hauptsächlich) wird unter Holzbau der Ingenieur-Holzbau verstanden.

Holzbauschraube

Schraube, die speziell für die schnelle Montage von Spanplatten und Holztafeln auf Unterkonstruktionen hergestellt wird. Der Schraubenkopf hat einen Senkkopf und kann mit Fräsrippen ausgestattet sein. Der Unterschied zwischen einer Holzschraube und einer Holzbauschraube ist nicht eindeutig definiert. Vielfach haben Holzbauschrauben aber (Foto: 5K-Holzbauschraube des Herstellers Bierbach) ein Hochtief-Doppelganggewinde, welches das Eindrehen erleichtert, gleichzeitig aber für hohe Auszugswerte bürgt.

Holzbauwinkel

Holzbauwinkel aus rostfreiem Edelstahl sind in verschiedenen Größen auf dem Markt und können für unterschiedliche Zug- oder Druckanschlüsse eingesetzt werden bei der Verbindung Holz/Holz oder Holz/Beton. Zur Erhöhung der Biegesteifigkeit verfügen sie über Sicken im Winkelbereich. Nach DIN 1052 sind die Nagelabstände genormt, die Art der Ausnagelung zur Faserrichtung ist genau vorgeschrieben.

Holzbeschichtung

Holzbeschichtungen müssen sich den örtlichen Gegebenheiten anpassen. Es ist auf Dehnbarkeit, Quellbarkeit und Feuchtigkeitsaufnahme des Holzes zu achten. Die Beschichtungen sollten dehnbar und wasserdampfdurchlässig sein. Hölzer im Innenbereich haben weniger Bewegung als solche im Außenbereich. Holzteile wie Fenster und Türen sind der Witterung von außen und der Wärme des Innenbereich ausgesetzt und benötigen deshalb unterschiedliche Behandlungsweisen. Zu den Holzbeschichtungen zählen Fensterlack, Holzlacke, Holzbeizen, Holzlasuren und Holzschutzlasuren.

Holzbild

Alle Farb- und Strukturmerkmale, die zusammen das Aussehen einer Holzart ergeben. Dies kann beispielsweise die Holzmaserung oder die Farbe des Splint und des Kerns sein.

Holzbinder

Dach-Trägerelemente aus Vollholz oder aus Leimholz. Binder aus Vollholz kommen vor allem im Wohnungsbau zum Einsatz. Insbesondere Leimholzbinder sind statisch stark belastbar, sie überspannen auch große Weiten zum Beispiel in Sporthallen.

Holzblocktafel

Mehrschichtiges, wandähnliches Holzelement, das für den Wandaufbau von Holzhäusern, aber auch als Holzdecke eingesetzt wird.

Holzbriketts

Holzbriketts werden aus entrindeter Fichte hergestellt. Das Holz wird auf unter 6 % Restfeuchte getrocknet und dann unter hohem Druck zu brikettförmigen, handlichen Stücken gepresst. Der Heizwert übertrifft den des Kaminholzes, das eine Restfeuchte von etwa 18 % besitzt, bei weitem. Holzbriketts verbrennen sauber und verhindern weitgehend ein Verrußen der Kaminofenscheiben.

Holzdübel

siehe Runddübel.

Holzfarben

Mit dem Begriff Holzfarbe kann sowohl der Farbton gemeint sein, den Schnittholz oder Furniere haben, wenn sie verarbeitet werden oder verarbeitet worden sind, wobei eine solche "Holzfarbe" natürlich nie gleichmäßig ist, selbst dann nicht, wenn es sich um Holz ein- und desselben Holzstammes handelt. In aller Regel werden aber unter "Holzfarben" Lasuren, Beizen und Lacke verstanden, die speziell für die Beschichtung von Holz im Innen- und Außenbereich entwickelt worden sind.

Holzfärbung

innerhalb einer Holzart kann die Färbung stark variieren. Das Kernholz ist meist dunkler als das Splintholz.

Holzfaserplatte

Sammelbegriff für Platten aus Holzwerkstoff (Fasern). Man unterscheidet zwischen Faserdämmplatten (HFD), Hartfaserplatten (HFH und KH) und MDF-Platten.

Holzfassaden

Die Holzfassade ist eine Fassade mit einer vorgesetzten Schale. Diese ist auf eine Grund- und Traglattung aufgenagelt oder geschraubt, wobei zwischen die Latten der Grundlattung meistens eine Wärmedämmung eingebracht wird. Zwischen Grundlattung/Wärmedämmung und der "Brettbekleidung" muß immer eine Hinterlüftung erfolgen. Die Brettbekleidung erfolgt üblicherweise als Stülpschalung oder als Boden-Deckel-Schalung. Im Handel sind neben naturbelassenen Profilhölzern auch farbig endbehandelte Bretter erhältlich.

Holzfäule

Die Holzfäule bezeichnet eine von Pilzen verursachte Zerstörung des Holzes. Dabei sind für verbautes Holz folgende Vertreter am gefährlichsten: Die Zellulose abbauenden Braunfäuleerreger (z. B. Echter Hausschwamm, Weißer Porenschwamm, Kellerschwamm und Blättlinge), für lagernde Laub- und Nadelhölzer die Lignin und Zellulose abbauenden Weißfäuleerreger sowie die Moderfäuleerreger.

Holzfenster

Fenster aus Holz sind das klassische Fensterbaumittel. Sie stehen für Behaglichkeit. Das Verhältnis von hoher Festigkeit und geringem Gewicht ist sehr günstig. Weiterhin sind Holzfenster atmungsaktiv und bieten eine gute bis sehr gute Wärmedämmung. Es eignet sich allerdings nur Holz mit bestimmten Eigenschaften. Es muß gleichmäßig gewachsen und von geringer Astigkeit sein. Zudem muß es eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Pilze, Insekten, Witterungseinflüsse und mechanische Einwirkungen sowie ein gutes Stehvermögen aufweisen. Weitere Qualitätskriterien sind: Das Holz muß genügend fest, gut zu bearbeiten, gut zu imprägnieren und sich gut anstreichen lassen. Weitgehend diese Eigenschaften haben die Holzarten Kiefer, Fichte, Douglasie oder Sipo-Mahagoni.

Holzfestigkeit

Die Holzfestigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, so zum Beispiel von der Art der Beanspruchung (Zugbeanspruchung, Druckbeanspruchung, Biegebeanspruchung), der Rohdichte, der Feuchtigkeit oder der Holztemperatur. Aber auch der Wuchs spielt bei der Holzfestigkeit eine Rolle. So lässt sich die Festigkeit eines Holzbalkens nie genau vorhersagen, so können die Festigkeitseigenschaften von Holzbalken zu Holzbalken bis zu 300 Prozent schwanken. Definiert wird die Holzfestigkeit durch die Biegefestigkeit, Druckfestigkeit, Zugfestigkeit und Scherfestigkeit, die durch Versuche ermittelt werden können. Entsprechend seiner Verwendung wird das Bauholz in Sortierklasscn (Festigkeitsklassen) eingeteilt (siehe Holzsortierung).

Holzfeuchte

Die Holzfeuchte gibt an, wieviel Wasser im Holz vorhanden ist. Errechnet wird die Holzfeuchte aus dem Unterschied zwischen Nass- und Darrgewicht (Trockengewicht). Angeben wird sie in Prozent ). Bei frisch geschlagenem Holz beträgt die Feuchtigkeit zwischen 40% und 60%. Für die weitere Verwendung muß das Holz einer natürlichen oder technischen Trocknung unterzogen werden. Die Holzfeuchte sollte beim Einbau in etwa der (%Ausgleichsfeuchte entsprechen. Parkett sollte beispielsweise mit einer Holzfeuchte von 9% eingebaut, sichtbare Balken mit einer Holzfeuchte von 15% eingebaut werden. Bauschnittholz darf höchstens eine Feuchte von 20% besitzen, es sei denn, es wird in Konstruktionen eingesetzt, in denen es ungehindert nachtrocknen kann und deren Bauteile nicht empfindlich gegenüber den hierbei auftretenden Verformungen sind. In diesem Fall darf das Holz mit einer Holzfeuchte bis 30% eingebaut werden. Da Holz, wie erläutert, mit einer bestimmten Holzfeuchte verarbeitet werden muß, ist es wichtig, diese vorher genau zu bestimmen. Dies erfolgt mit dem Holzfeuchtemesser%).

Holzfeuchtemesser

Mit einem Holzfeuchte-Messgerät wird die Holzfeuchte von Laminat, Balken, Furnieren, Fensterrahmen oder Waldholz ermittelt. Es gibt mehrere Methoden, die Holzfeuchte zu messen, die einen erfolgen zerstörungsfrei, die anderen sind mit Zerstörung verbunden. Beim zerstörungsfreien Messen muß man das spezifische Gewicht des zu untersuchenden Produkts eingeben. Das Gerät wird auf das Material aufgesetzt und mittels eines Sensors wird die absolute Feuchtigkeit ermittelt. Die Bedienung ist relativ einfach und die Ermittlung der Holzfeuchte geht schnell, doch es muß, wie gesagt, das spezifische Gewicht des Holzes bekannt sein. Am genauesten läßt sich die Holzfeuchte mit der Darrprobe ermitteln. Wie der Name bereits sagt, muß dabei eine Probe entnommen werden, das Verfahren ist nicht zerstörungsfrei. Auch mit Nadeln läßt sich die Holzfeuchte ermitteln. Zwei Messelektroden werden in das Holz eingetrieben. Nach dem Eintreiben wird von den Messgeräten sofort der ermittelte Messwert angezeigt. Gemessen wird dabei der elektrische Widerstand, der sich im Holz einstellt, bei einer bestimmten Feuchte und Holztemperatur. Ungleiche Feuchteverteilung im Meßgut, Klebstofffugen, Oberflächenbehandlungen oder schlechter Kontakt der Elektroden können zu Fehlmessungen führen.

Holzfeuchte-Messgeräte

Mit einem Holzfeuchte-Messgerät wird die Holzfeuchte von Laminat, Balken, Furnieren, Fensterrahmen oder Waldholz ermittelt. Es gibt mehrere Methoden, die Holzfeuchte zu messen, die einen erfolgen zerstörungsfrei, die anderen sind mit Zerstörung verbunden. Beim zerstörungsfreien Messen muss man das spezifische Gewicht des zu untersuchenden Produkts eingeben. Das Gerät wird auf das Material aufgesetzt und mittels eines Sensors wird die absolute Feuchtigkeit ermittelt. Die Bedienung ist relativ einfach und die Ermittlung der Holzfeuchte geht schnell, doch es muss, wie gesagt, das spezifische Gewicht des Holzes bekannt sein. Am genauesten läßt sich die Holzfeuchte mit der Darrprobe ermitteln. Wie der Name bereits sagt, muss dabei eine Probe entnommen werden, das Verfahren ist nicht zerstörungsfrei. Auch mit Nadeln lässt sich die Holzfeuchte ermitteln. Zwei Messelektroden werden in das Holz eingetrieben. Nach dem Eintreiben wird von den Messgeräten sofort der ermittelte Messwert angezeigt. Gemessen wird dabei der elektrische Widerstand, der sich im Holz einstellt, bei einer bestimmten Feuchte und Holztemperatur. Ungleiche Feuchteverteilung im Meßgut, Klebstofffugen, Oberflächenbehandlungen oder schlechter Kontakt der Elektroden können bei dieser Methode allerdings zu Fehlmessungen führen.

Holzfliese

Bezeichnung für eine vorgefertige Rahmenkonstruktion, auf die schmale Bretter aufgeschraubt wurden. Holzdielen gibt es vor allem in quadratischen Maßen von 50 x 50 und 60 x 60 cm, aber auch andere Maße wie z.B. 60 x 120 cm werden angeboten. Holzfliesen können auf einer Unterkonstruktion oder einem verdichteten, ebenen Kiesbett zu einer Holzterrasse zusammengesetzt werden. Die Oberfläche der Bretter ist meistens geriffelt.

Holzfliesen

Gängige Bezeichnung für einen wetterfesten Terrassenbelag aus Holz. Die vorgefertige Rahmenkonstruktion mit aufgeschraubten schmalen Brettern wird in quadratischen, handlichen Formaten angeboten, daher der Name "Fliese". Holzfliesen gibt es vor allem in den Maßen 25 x 25, 30 x 30, 45 x 45, 50 x 50 und 60 x 60 cm, aber auch rechteckige Formate wie z.B. 60 x 120 cm werden angeboten. Holzfliesen können auf einer Unterkonstruktion oder einem verdichteten, ebenen Kiesbett zu einer Holzterrasse zusammengesetzt werden. Die Oberfläche der Bretter ist meistens geriffelt. Als Holz wird für einfache Holzfliesen kesseldruckimprägniertes europäisches Nadelholz verwendet. Der Holzhandel bietet aber auch Holzfliesen aus tropischen Hölzern an. Auf dem Markt sind auch Produkte, die durch eine Steckverbindung aneinander gefügt werden, so dass die Holzfliesen nicht verrutschen können. Zu Irritationen führt, dass Holzfliesen auch als Terrassenfliesen beworben werden.

Holz-Gefährdungsklassen

Begriff aus DIN 68 800 und (der neueren) DIN EN 335 zur Einteilung von Holz und Holzprodukten nach den unterschiedlich starken Beanspruchungen und Gefährdungen. Es werden fünf Gefährdungsklassen unterschieden: Gefährdungsklasse 0 für innen verbautes Holz, das ständig trocken ist, d.h., das bei maximalen Luftfeuchten bis 70 % ständig unter 20 % Holzfeuchte aufweist und mit Bedingungen, die den Befall durch holzzerstörende Insekten ausschließen. In der Gefährdungsklasse 0 ist kein chemischer Holzschutz erforderlich. Gefährdungsklasse 1 für innen verbautes Holz, das ständig trocken ist, d.h., das bei maximalen Luftfeuchten bis 70 % ständig unter 20 % Holzfeuchte aufweist und mit Bedingungen, die einen Befall durch holzzerstörende Insekten nicht ausschließen. In der Gefährdungsklasse 1 ist ein insektenvorbeugender Schutz (Iv) notwendig. Gefährdungsklasse 2 für Holz, das vorübergehenden Befeuchtungen, aber nicht dem Erdkontakt, direkter Bewitterung oder Auswaschung ausgesetzt ist. Bei der Gefahrenklasse 2 ist insektenvorbeugender und pilzwidriger (Iv, P) Holzschutz notwendig. Gefährdungsklasse 3 für der Witterung oder Kondensation, aber nicht dem Erdkontakt ausgesetztes Holz. Bei der Gefährdungsklasse 3 ist witterungsbeständiger, insektenvorbeugender und pilzwidriger (Iv, P, W) Holzschutz notwendig. Gefährdungsklasse 4 für Holz mit dauerndem Erdkontakt und/oder ständiger starker Befeuchtung. Bei der Gefährdungsklasse 4 ist witterungsbeständiger, moderfäulewidriger, insektenvorbeugender und pilzwidriger (Iv, P, W, E) Holzschutz notwendig.

Holzhärte

Zur Bestimmung der Holzhärte wird in einem Meßgerät (siehe auch "Brinell")eine Stahlkugel von 10 mm Durchmesser mit 500 N bei langsam steigendem Druck in das Holz gedrückt. Aus dem mehr oder weniger großen Eindruck errechnet sich die Holzhärte oder Brinellhärte. Buche (34 N/mm²) und Eiche (34 - 41 N/mm²) gelten z.B. als harte Hölzer, Robinie oder einige tropische Hölzer als sehr harte Hölzer. Für die Parkettherstellung werden harte bis sehr harte Hölzer verwendet.

Holzhaus

Unter Holzhaus wird vorzugsweise ein Haus verstanden, dessen tragendes Element eine Holzkonstruktion ist, die beidseitig z.B. mit Holzwerkstoffplatten oder Gipskartonplatten beplankt wird, wobei der Wandzwischenraum mit Dämmmaterial ausgefüllt wird. Die Fassade ist meistens mit einer Vorsatzschale aus Profilholz in Stülpschalung oder Boden-Deckel-Schalung versehen. Insofern ist das Holzhaus in aller Regel ein Fertighaus, dessen Wandelemente incl. der eingebauten Holzfenster in den Werkhallen der Fertighaushersteller oder Holzbaubetriebe (Zimmereien) gebaut und auf der Baustelle entweder auf einer Kellerdecke oder einer Bodenplatte montiert wird. Das Holzhaus ist in Skandinavien, dem Baltikum und Russland allgegenwärtig und hat sich dort seit Jahrhunderten auch bei schlechtesten Klimabedingungen bewährt. In Deutschland werden Holzhäuser wegen des gesunden Wohnklimas und der warmen Ausstrahlung von Holz auch in den Innenräumen immer beliebter. Zur Gruppe der Holzhäuser gehören auch die Wohnblockhäuser.

Holzhof

zentraler Ausformungs- und Verladeplatz in den Forstwirtschaftsbetrieben der ehemaligen DDR, die teilweise heute noch - zum Teil privatisiert - in Betrieb sind.

Holzhofholz

ausgeformtes Holz, das auf einem Holzhof lagert.

Holzimprägnierung

Imprägniermittel gibt es als farbige und farblose Lasur, mit und ohne Fungizidanteil. Für pilzanfällige Hölzer sollte ein Imprägniermittel mit fungiziden Zusätzen verwendet werden. Die Imprägnierung ist gleichzeitig die Grundlage für die Verbindung von Holz und einer weiteren Beschichtung.

Holzingenieur

Umgangssprachliche Bezeichnung für Diplom-Ingenieure der Fachrichtungen Holztechnik und Holzbau. Holzingenieure sind bevorzugt auch im Holzingenieurbau tätig.

Holzingenieurbau

Der Holzingenieurbau unterscheidet sich vom Ingenieurbau dadurch, daß die für den Bau eines Gebäudes verwendeten Materialien, insbesondere die tragenden Bauteile, aus Holz sind, nicht zuletzt aus Leimholzbindern. Im Holzingenieurbau werden zum Teil riesige Gebäude errichtet, insbesondere in den skandinavischen Ländern, wo Flughäfen, Konzerthäuser, ja sogar Brücken errichtet worden sind, deren tragende und gestaltende Elemente aus Holz sind.

Holz-Ingenieurbau

Holzinhaltsstoffe

Holzeigene Stoffe, im wesentlichen Fette, Öle, Wachse, Gerb- und Farbstoffe, die Aussehen und Geruch des Holzes bestimmen.

Holzkitt

Für problemloses Verfugen oder Verfüllen von Rissen, Rillen oder Löchern in Holz. Holzkitt kann beispielsweise für Reparaturen an Fenstern und Türen verwendet werden. Er kann mit allen handelsüblichen Abtönfarben eingefärbt werden und läßt sich daher auch sehr gut für Restaurierungen an Holzmöbeln verwendet werden.

Holzkorrosion

Als Holzkorrosion oder Mazeration wird das Auflösen des Zellgefüges des Holzes verstanden. Dabei können sich Teile (je nach Grad der Schädigung) des Holzes ablösen, die eine faserige bis wollige Struktur aufweisen. Ursache der Holzkorrosion ist eine chemische und/oder chemisch-physikalische Reaktion bei Wechselwirkung mit der Umgebung. Die Schädigung ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie Holzart, Feuchtigkeit, Temperatur oder Dauer der Einwirkung. Holzkorrosion findet man besonders häufig bei Gebäuden der chemischen Industrie oder bei Stallungen.

Holzlacke

Alle Mittel, mit denen Holz beschichtet werden kann, fallen unter den Oberbegriff Holzlacke. Auch Holzlasuren, Holzschutzlasuren und Dispersionslacke zählen zu den Holzlacken. Es gibt lösungsmittelhaltige Holzlacke und mit Wasser verdünnbare. Im Innenbereich finden Holzlacke für Möbel, Türen oder für den Schutz von Parkett und Holzdielen Verwendung. Im letzteren Fall wird auch von Versiegelung gesprochen, wenn der Holzfußboden mit einem speziellen Klarlack vor Nässe und Abrieb geschützt werden soll. Lacke für den Außenbereich sollten Fungizide enthalten, damit das Holz vor Pilzbefall und Insektenschäden geschützt wird. Holzlacke gibt es farblos oder in jeder gewünschten Farbe, die im Handel angemischt werden kann.

Holzlagerung

Die Holzlagerung stellt sicher, dass das Holz später beim Einbau (z.B. als Dachbalken, als Holzständer usw.) die richtige Holzfeuchte besitzt. Das Holz darf weder zu feucht noch zu trocken sein, es darf also weder durch die Sonne austrocknen noch ständiger Feuchtigkeit (durch Bodenfeuchte, Spritzwasser, Niederschlag usw.) ausgesetzt sein. Wer einen Kaminofen oder offenen Kamin sein Eigen nennen darf, für den ist die Kaminholzlagerung wichtig.

Holz-Längsverbindung

Manchmal reichen in der Möbeltischlerei oder im Baubereich die Holzlängen nicht aus, das Holz muss verlängert werden. Dabei müssen die Verbindungen die auftretenden Kräfte aufnehmen und übertragen können. Je nach Belastung können Druck-, Zug-, Biegekräfte oder Verdrehungen auftreten. Dementsprechend müssen die Verbindungen unterschiedlich ausgebildet sein. Solange keine Biegekräfte, sondern nur reine Druckkräfte auftreten, würde eine einfache Überblattung oder ein stumpfer Stoß ausreichen. Da dies aber nicht so ist, werden in das Holz Schlitze und Zapfen gesägt oder gefräst. Dies geschieht heutzutage meist mit Maschinen, doch früher mussten die Verbindungen mit Säge und Stemmeisen hergestellt werden. Gebräuchlich Holz-Längsverbindungen sind Bügelzapfen-Längsverbindung, Sichelzapfenverbindung, Doppelzapfen-Längsverbindung, Doppelbügel-Längsverbindung, Kreuzzapfen-Längsverbindung und vierzapfige Längsverbindung.

Holzlauge

Massivholzmöbel, insbesondere aber auch Hobeldielen oder Schlossdielen, erhalten durch die Behandlung mit einer Holzlauge, die herstellerseits leicht pigmentiert ist, eine hellere Optik. Für Laubhölzer bzw. Nadelhölzer werden Holzlaugen angeboten, die sich in der chemischen Zusammensetzung unterscheiden. Dementsprechend wird unterschieden zwischen Hartholzlauge und Weichholzlauge. Die wesentlichen Bestandteile einer Holzlauge sind natürlichen Ursprungs, der Hauptbestandteil ist sowieso Wasser. Holzlauge darf nur auf sehr sauberes, trockenes Holz aufgetragen werden - und zwar mit Nylonpinsel in Längsrichtung des Holzes. Dringend empfohlen wird von allen Herstellern, einen Probeanstrich zu machen. Nach dem Trocknen kann die Behandlung wiederholt werden, um einen noch höheren Bleicheffekt zu erzielen. Gelaugtes Holz kann bei mäßiger Beanspruchnung mit einer Holzseife nachbehandelt werden, bei stärkerer Beanspruchung ist das Auftragen eines Holzöls empfehlenswert.

Holzleim

Bei Holzleimen wird zwischen vollsynthetischen Leimen (Kunstharzleim) und Leimen pflanzlicher (z.B. Stärkeleim) oder tierischer (Knochenleim, Lederleim, Kaseinleim) Herkunft unterschieden. Die Auswahl eines geeigneten Holzleims richtet sich nach dem jeweiligen Verwendungszweck. Neben den bisher genannten physikalisch abbindenden werden auch chemisch abbindende Leime als Holzleim eingesetzt, u.a. solche auf der Basis von Harnstoff-, Melamin-, Phenol- od. Kresolharzen. Mit derartigen Holzleimen sind auch wasserfeste Verleimungen von Holz möglich. Der wichtigste Einsatzzweck von Holzleim am Bau ist das Verkleben von Holzfußböden. Wobei das vollflächige Verkleben von Parkettböden nur noch in den seltesten Fällen vorgenommen wird. Für Selbermacher ist die schwimmende Verlegung sowieso die geeignetere Methode. Das vollflächige Verkleben von Parkett oder Massivholzdielen sollte man dem Fachmann überlassen

Holzleimbau

Der Holzleimbau ist Teil des Holzingenieurbaus. Typische Gebäude, die vor allen unter Verwendung von hochbelastbaren und große Weiten überspannenden Leimholzbindern hergestellt werden, sind Tennis- und Sporthallen. Die Leimholzbinder haben im Holzleimbau dieselbe Funktion, wie ansonsten im Hochbau die Stahlträger.

Holzleiter

Holzleitern sind die Vorgänger der heute üblicherweise verwendeten Alu-Leitern. Sie werden jedoch nach wie vor industriemäßig oder handwerklich von Leitermachern als Sprossenstehleitern, Obstleitern, Malerleitern sowie als Anlege- und Schiebeleiter hergestellt. Als Material dient nur astfreies Massivholz. Die Holmen und Sprossen bestehen bei hochwertigen Leitern aus Hartholz, verarbeitet wird jedoch auch Fichtenholz und für die Sprossen Eschenholz. Lange Leitern aus Holz werden wegen des relativ hohen Gewichtes heute nur noch sehr selten eingesetzt. Holzleitern vertragen Nässe und Frost, müssen jedoch ansonsten in trockenen Räumen abgestellt oder aufgehängt werden.

Holzlochplatte

Was als Lochblech allseits bekannt ist, inzwischen aber nach DIN "Lochplatte" genannt wird, hat einen Mitbewerber, nämlich die Holzlochplatte. Diese dient vielfältigen dekorativen Aufgaben und ist aus einer Holzwerkstoffplatte gefertigt, auf die beidseitig ein Echtholzfurnier aufgebracht wurde. Haupteinsatzzweck ist das Anfertigen von Trennwänden in Restaurants, Friseursalons und dergleichen, um einen gewissen Sichtschutz herzustellen. Vielfältig wie Holz allgemein, ist auch das Farbspektrum der Holzlochplatten. Es gibt diese von hellem Ahorn bis zum dunklen Tropenholz. Auch lackierte Holzlochplatten werden angeboten.

Holzlos

Als Holzlose werden in der Forstwirtschaft Holzmengen gleicher Güte und Sortierung bezeichnet. Diese werden dann in einer Gesamtheit verkauft. Unterschieden werden beispielsweise B-Holzlose, Langholzlose oder Schadholzlose.

Holzmehl

Holzmehl ist eine durch das Mahlen von Sägespänen und anderen Holzspänen gewonnene Masse, die zum Beispiel bei zur Herstellung von Linoleum oder als Füllmittel für Pressmassen verwendet wird.

Holznagel

Zylindrischer Holzstab (meistens) aus Eiche. Holznägel sind entweder eckig oder rund und laufen vorne konisch zu. Sie werden in vorgebohrte Löcher getrieben und sorgen durch die dabei entstehende Verformung für eine feste Verbindung. Nägel aus Holz wurden schon vor Jahrhunderten im Fachwerkbau, bei Holzskelett-Bauweisen sowie beim Möbelbau eingesetzt. Auch die Schiffsbauer zu Zeiten von Christoph Columbus wären ohne Holznägel nicht in der Lage gewesen, Schiffe zu konstruieren, die den Ozean überqueren können. Mittlerweile haben rostfreie Stahlnägel den Holznagel in weiten Bereichen abgelöst. Vor allem im Fachwerkbau oder bei der Fachwerksanierung werden Holznägel jedoch noch heute verwendet. Das hat nicht nur mit Tradition, sondern auch mit rein physikalischen Überlegungen zu tun. Metall hat im Gegensatz zu Holz die Eigenschaft, kälter zu sein. Dadurch bildet sich am kalten Metall Tauwasser, was zu Schäden am Holz führen kann. Eine Metallverbindung kann zudem durch Bewegung locker werden. Dies ist bei einem Holznagel nicht der Fall.

Holzofen

Holzöfen bieten eine günstige Alternative zu Gas-, Öl und Elektroheizungen. Sie sind eine Weiterentwicklung des Warmluftofens und werden mit Scheitholz oder Holzbrickets befeuert. Holzöfen vereinen die Vorteile des Warmluftofens eines "normalen" Kaminofens mit großer Warmhalteplatte. Nicht zum Heizen werden Holzöfen in Bäckereien und Pizzerien verwendet. Dort sind es Backöfen, die mit Holz oder Kohle betrieben werden und die der Pizza oder dem Brot den leicht rauchigen Geschmack verleien.

Holzöl

Holzöl dient der Behandlung von rohen oder gelaugten Laub- und Nadelhölzern und hat eine ähnliche Wirkung wie die Holzseife. Holzöl verleiht dem Holz eine seidige, pflegeleichte und strapazierfähige Oberfläche. Das Auftragen des Öls verlangt etwas Geschick. Nach der Einwirkzeit muß überflüssiges Öl mit einem Gummischieber abgezogen werden. Der noch feuchte Ölfilm muß mit einer handgeführten Poliermaschine (grünes Polierpad) poliert und die Fläche danach mit einem Lappen trocken gerieben werden.

Holzpalisade

Palisaden, ob rund, eckig, halbrund, gespitzt, gefast (gefaste Kante = abgeschrägt) oder als Beetrollis (mit Drähten zu Einheiten geheftet), bestehen aus heimischer Fichte oder nordischer Kiefer. Bei der geschälten Palisade bleibt die Stammform mit unterschiedlichen Durchmessern erhalten, wogegen bei der rundgefrästen und hobelglatten Palisade ein einheitlicher Durchmesser anzutreffen ist. Auf jeden Fall sollte bei der Holzpalisade auf das RAL-Gütezeichen geachtet werden, denn nur dieses garantiert eine korrekte Holzschutzbehandlung. Wegen des ständigen Erdkontaktes nach dem Einbau der Palisaden ist dieser Schutz unerlässlich. Im Fachhandel sind die gängigen Holzpalisadenlängen von 30 bis 400 Zentimetern zu erhalten.

Holzpaneele

Schmale, lange Profilhölzer für den Innenausbau. Die Paneele werden unterschieden in Massivholzpaneele, Echtholzpaneele und Dekorpaneele.

Holzpellets

Aus Restholz gefertigte Stäbchen und Kügelchen für das alternative Beheizen von Häusern.

Holzpfahl

Holzpfähle sind ein geradezu historisches Baumaterial, siehe dazu unter Pfähle. Sie werden auch heutzutage vielfach eingesetzt, z. B. als Gartenholz, für den Bau von Spielgeräten und -burgen auf öffentlichen Spielplätzen, für die Anlage von Weidezäunen, für Tierschutzzäunen entlang vielbefahrener Straßen und auch für die Böschungs- und Küstenbefestigung sowie als Wellenbrecher an den Meeresküsten. Anstatt von einem Holzpfahl wird seit etwa zwei Jahrzehnten immer mehr von der Palisade gesprochen, Unterschiede zwischen Pfählen und Palisaden sind kaum auszumachen und erklären sich allenfalls daraus, dass Holzpfähle (auch) einzeln gesetzt werden, während Palisaden im Verbund - etwa als Wand aus Palisaden - zur Geltung kommen. Holzpfähle werden im Holzhandel oben und unten gerade zugeschnitten oder mit einer Einschlagspitze unten angeboten. .

Holzpflaster

Holzpflaster werden zum Beispiel zur Flächenentsiegelung eingesetzt, wenn es als Rundholz verwendet wird. Sie bestehen aus imprägnierten Hölzern, die auf einem wasserdurchlässigen Untergrund ausgelegt und mit Splitt oder Sand ausgefugt werden. Gartenwege aus Holzpflaster haben eine warme Ausstrahlung, es gibt Pflaster aus Kantholz und Rundholz sowie in verschiedenen Größen, Stärken und Durchmessern. Bei Nässe kann die Oberfläche von Holzpflastern allerdings rutschig werden. Die Versickerungsleistung beträgt etwa 50 Prozent. In einem geschlossenen Verband verlegt (Holzpflaster in rechteckiger Form), findet man Holzpflaster in Werkhallen, aber auch in privaten Wohnräumen. Beim Holzpflaster stehen die Fasern immer senkrecht, weshalb es mitunter auch als Hirnholzpflaster bezeichnet wird. Hirnholz ist widerstandsfähiger und besser gegen Abnutzung und Eindrücke geschützt.

Holzpfropfen

Lose und nicht gesunde Äste (siehe Durchfallast) schwächen das Holz und werden in Holzbauteilen daher in der Regel ausgebohrt. Nach dem Ausbohren wird das Holz mit einem Holzpfropfen verschlossen (siehe auch Astlochstopfen).

Holzprüfgerät

Mit diesen Geräten wird z.B. ermittelt, ob Bäume von Moderfäule befallen sind oder ob Holzdichte und Festigkeit an totem oder lebendem Holz den Regeln entsprechen.

Holzprüfgeräte

mit diesen Geräten wird z.B. ermittelt, ob Bäume von Moderfäule befallen sind oder ob Holzdichte und Festigkeit an totem oder lebendem Holz den Regeln entsprechen.

Holzrahmenbauweise

Die Holzrahmenbauweise und das Fertighaus gehören zusammen, wie der Wind und das Meer. Jedenfalls ist sie die ursprüngliche Konstruktionsform für Fertighäuser. Die Wände bestehen aus rahmenartig zusammengefügten Holzständern. Beplankt werden sie beidseitig mit Holzwerkstoffplatten oder Gipskartonplatten, wie auf diesem Foto mit der Gipsfaserplatte "Rigidur H". Diese Beplankung trägt im Gegensatz zur Skelettbauweise auch die Lasten teilweise mit ab.

Holzraspel

Eine Raspel ist ein Handwerkszeug zur groben Bearbeitung von Holz und Holzwerkstoffen, aber auch von Kunststoff oder Metall. Sie wird für Vorarbeiten oder zum Herausarbeiten von Kurven und Linien verwendet. Sie ist besonders für Stellen geeignet, an die der Hobel nicht hinkommt. Die Raspel ist fast vollständig mit Zähnen ausgestattet, die viel ausgeprägter als die der Feile sind. Es gibt das Werkzeug in verschiedenen Feinheitsgraden. Man spricht dabei von feinen, mittleren und groben Hieben.

Holzrohre

Holzrohre gab es bereits um 1500 in der lybischen Wüste oder um 1615 in London, sie stellen die älteste Bauweise zur Beförderung von Flüssigkeiten und insbesondere von Wasser dar. Bei den ursprünglichen Holzrohren handelte es sich um ausgebohrte Baumstämme, die stirnseitig mit Eisenringen zu einer Leitung verbunden wurden. Bei den modernen, auch heute eingesetzten Holzrohren handelt es sich fast ausschließlich um Holzdaubenrohre, deren Herstellung ähnlich wie bei Fässern funktioniert. Das Holzrohr ist aus vielen, gegeneinander versetzten Bohlen zusammengefügt. Die Bohlen werden mit Stahlringen zusammengehalten. So entsteht ein leichtes, endloses Rohr ohne durchgehende Stöße. Die Rohre werden in einem Graben auf Kies verlegt oder oberirdisch auf Böcken aus Holz oder Beton. Die am häufigsten verwendeten Holzarten für Holzrohre sind wegen des hohen Harzgehaltes Kiefer, Douglasie oder Lärche, es kommen aber auch Eiche oder Ulme zum Einsatz. Holzrohre sind resistent gegen Säuren und Laugen und andere aggressive Stoffe. Da sich in den Rohren eine schleimige Schicht bildet, gibt es keine Reibungsverluste. Holzrohre kommen zum Beispiel als Turbinenleitungen, für Wasserversorgungsanlagen (z.B. für Heilwässer) oder für den Transport von Laugen, Solen und verdünnten Säuren zum Einsatz.

Holzrollladen

Ursprünglich kannte man nur Holzrollläden. Die Rollläden wurden in ausgesparte Öffnungen über den Fenstern montiert. Sie liefen vor den Fenstern in Führungsschienen aus Stahl. Oft waren diese Laufschienen aus Ausstellerschienen ausgelegt, der Rolladen ließ sich dann im unteren Bereich nach außen drücken, die Lüftung wurde dadurch wesentlich verbessert. Ab etwa 1965 werden auch Rolladen aus Kunststoff und Aluminium eingebaut. Holzrollladen haben eine Lebensdauer von mehr als 50 Jahren, wenn die einzelnen Rollladenstäbe mittels Drahtgliedern verbunden sind. Wenn sie nicht gepflegt werden, werden sie im Laufe der Jahre unansehnlich und verrotten.

Holzrost

Holzroste sind vorgefertigte, rechteckige Holzelemente, wobei schmale Bretter auf einer Rahmenkonstruktion mit Querriegeln aufgeschraubt worden sind. Gängige Maße sind 50 x 50, 60 x 60, 50 x 100, 60 x 120 und 60 x 180 cm. Aneinander gefügt, ergeben solche Holzroste einen Terrassenbelag, wobei als Untergrund schon ein eben planiertes und gut verdichtetes Kiesbett genügt, das Oberflächenwasser schnell aufnimmt und ableitet. Holzroste werden aus druckimprägnierter Fichte oder Kiefer, aber auch aus tropischem Bangkirai oder anderen Holzarten sowie aus Thermoholz hergestellt. Die Hersteller solcher Roste, vor allem aber der Handel bezeichnen Holzroste inzwischen als Terrassenfliesen, was eine unkorrekte Bezeichnung ist.

Holzscheit

Mit der Axt aus dem Holzstamm zerteilte Holzstücke für die Befeuerung von Kaminen und Kaminöfen. Siehe auch Kaminholz.

Holzschindel

Holzschindeln haben in den Alpenregionen eine große Tradition - und zwar als Material für die Dacheindeckung und die Fassadenbekleidung. Sie werden auch heute noch in handwerklichen Spezialbetrieben gefertigt - und zwar durch Spaltung aus einem Holzstammabschnitt von Eichen-, Buchen-, Lärchen-, Fichten-und vor allem auch aus Zedernholz.

Holzschraube

Zum Verschrauben von Holz werden Senkkopfschrauben, Halbrundkopfschrauben und Linsensenkkopfschrauben verwendet. Sonderformen stellen die Ingenierbauschrauben dar, deren Schraubenköpfe auch anders gestaltet sein können. Die handelsüblichen Stärken einer Holzschraube liegen zwischen 1,4 und 6,0 mm bei Längen bis 200 mm. Die Längenangaben betreffen den ins Holz ragenden Teil, bei Senkkopfschrauben also die ganze Schraube. Bei Halbrundkopfschrauben nur den Schaft ohne Kopf. Die Antriebe der Holzschrauben können sehr unterschiedlich sein, siehe Suchwort Schraubenköpfe. Das Standardmaterial der Holzschraube ist Stahl. Werden Schrauben im Außenbereich verwendet, müssen diese aus rostfreiem Edelstahl sein. Diese Schrauben hinterlassen z.B. an Douglasie-/Lärcheterrassen keine sichtbaren Reaktionsspuren

Holzschutz

Maßnahmen gegen schädliche Einflüsse auf Holzbauteile wie Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Pilze, Mikroorganismen etc. Unterschieden wird zwischen konstruktivem Holzschutz, chemischem Holzschutz und physikalischem Holzschutz. Für tragende Bauteile im Bauwesen ist Holzschutz gesetzlich vorgeschrieben.

Holzschutzmittel

Als Holzschutzmittel werden verstanden wasserlösliche, ölige, lösemittelhaltige, pastenförmige oder gasförmige Produkte zur vorbeugenden und/oder bekämpfenden Behandlung von Holz oder Holzwerkstoffen gegen Witterungseinflüsse, Pilze, Insekten oder Meerwasserschädlinge verstanden. Der Begriff Holzschutzmittel ist gesetzlich nicht festgelegt und die Zahl der Produkte kaum zu überblicken. Die eingesetzten Wirkstoffe haben die Eigenschaft auszugasen und auf diese Weise die Raumluft zu belasten. Im Innenbereich von Wohnungen oder Häusern ist der Einsatz von chemischen Mitteln zum Holzschutz unnötig, da hier keine günstigen Lebensbedingungen für Pilze oder Insekten vorherrschen. Im Außenbereich können vor allem konstruktive Maßnahmen wie ausreichende Dachüberstände, gemauerte Sockel und die Hinterlüftung von Fassaden das Holz schützen. Völlig auf eine Behandlung des Holzes verzichten sollten Sie immer bei Saunen, Kinderspielzeug und Sandkästen. Für statisch tragende und aussteifende Holzbauteile wie z.B. Dachstühle, Decken und Balken regeln bautechnische Vorschriften den Einsatz von chemischem Holzschutz.

Holzseife

Holzseife, von einigen Herstellern auch "Holzbodenseife" genannt, dient der Nachbehandlung von gelaugten Hölzern. Holzseife wird als flüssiges Konzentrat geliefert. Die Inhaltsstoffe sind fast ausschließlich natürlichen Ursprungs. Wesentlicher Bestandteil ist Pfanzenfett.

Holzskelettbauweise

Diese Holzbauweise ist in Deutschland als Fachwerkbau allgegenwärtig, Architekten und Zimmerleute sprechen auch von Ständerbauweise. Während beim klassischen Fachwerk das Skelett viel engmaschiger ist, bestimmen bei der modernen Ständerbauweise große Abstände zwischen den Holzpfeilern das Erscheinungsbild. Die senkrechten Ständer und die horizontalen "Schwellen" und "Rähme" sind die tragenden Teile dieser Großrasterkonstruktion, wobei unter Einbezug der nichttragenden, raumabschließenden Elemente außerordentlich vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten entstehen können. Im klassischen Fachwerkbau wurden die Ausfachungen mit Lehm oder Ziegeln ausgefüllt, im heutigen Fachwerkbau werden moderne Dämm-Materialien verwendet, die von außen verputzt oder mit Riemchen versehen werden. Der Vorteil der Holzskelettbauweise liegt darin, daß die Innen- und Außenbekleidungen keine tragende Funktion haben und die Trennwände daher überall erstellt und wieder entfernt werden können. In der Grundrissgestaltung sind Sie damit sehr variabel und flexibel, ebenso wie bei der Gestaltung der Außenwand. Die Wände können mit Dämmstoffen verfüllt, mit Holzwerkstoffplatten und Gipsbauplatten verkleidet und anschließend verputzt werden. Außerdem können die Wände ausgemauert, gedämmt und verklinkert oder mit Glasfronten versehen werden. Das moderne Fachwerkhaus mit sichtbarer Holzkonstruktion, verputzten oder ausgemauerten Gefachen und großen Fensterfronten erfreute sich großer Beliebtheit.

Holzsortierung

Warum ist eine Holzsortierung notwendig? Holz wächst in der Natur in großer Vielfalt und unter verschiedenen Bedingungen heran. Die Holzeigenschaften können sich daher von Baum zu Baum erheblich unterscheiden. Die Streuung kann bei unsortiertem Schnittholz so stark sein, dass die Festigkeit des stärksten Kantholzes oder Brettes das Zehnfache der Festigkeit des schwächsten Stückes beträgt. Bei der Verwendung des Holzes für tragende Zwecke wäre das denkbar ungünstig. Alle Teile müssen den auftretenden Belastungen zuverlässig standhalten. Deshalb müssen sich die Bemessungsvorschriften an den schwächsten Hölzern orientieren. Die Holzsortierung erfolgt bei Nadelhölzern nach elf Sortierkriterien, wobei im Normalfall nur wenige der elf Kriterien in der Praxis entscheidend sind. Die Sortiermerkmale und Sortierkriterien der Laubholzsortierung entsprechen weitestgehend denen für Nadelholz. Allerdings bleiben die Jahrringbreite und das Reaktionsholz bei der Sortierung von Laubholz unberücksichtigt. Somit müssen Laubhölzer nur neun Kriterien erfüllen und nicht elf wie Nadelholz.

Holzspachtelmasse

Spachtelmassen speziell für Holz. Holz, als Naturwerkstoff, unterliegt durch verändernde Temperaturen ständigen Volumenschwankungen. Um sich den permanenten Formschwankungen des Holzes anzupassen, müssen Spachtelmassen hierfür eine hohe Flexibilität aufweisen.

Holzspalter

Holzspalter sind Maschinen, die ähnlich wie eine Guillotine arbeiten. Ein Spaltmesser saust auf einen Holzklotz bzw. Stammabschnitt herunter und spaltet diesen je nach Maschinengröße mit einem Druck von 7 bis 25 Tonnen. Der Stammabschnitt wird dabei von sog. Spannpratzen sicher in Griff gehalten. Da Holzspalter weder sägen noch hacken, sondern parallel zur Holzfaser spalten, dürfen die Stammabschnitte niemals quer zur Faser eingespannt werden. Holzspalter sind inzwischen nicht nur in forstwirtschaftlichen Betrieben im Einsatz, sondern werden zunehmend auch von Privatleuten angeschafft, denen das Spalten mit der Axt zu mühsam ist.

Holzspan-Schalungsstein

Der Holzspan-Schalungsstein oder auch Holzspandämmstein ist ein Schalungsstein mit einer Hülle aus Holzspänen und einem Styroporeinsatz als Wärmedämmung. Die einzelnen Holzspan-Schalungssteine werden bei einem Selbstbauhaus ohne zu kleben oder zu mörteln, trocken aufeinander gesetzt. Der Hohlraum in der so entstandenen Wand wird anschließend mit Beton verfüllt. Alternativ dazu werden für ein Ausbauhaus auch auch ganze Wandelemente auf die Baustelle geliefert und dort ebenfalls mit Beton verfüllt. Holzspanndämmsteine überzeugen durch eine sehr gute Wärmedämmung. Durch den Holzanteil sind die Wände zudem in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen. Das wirkt sich positiv auf das Raumklima aus. Durch den Betonkern wird ein ausgeglichenes Temperatur- und Klimaverhalten erreicht, d.h. die Wärme geht tagsüber langsam in den Betonkern und wird in der kühleren Nacht wieder an die Räume zurückgegeben. Die Kombination aus Holzspänen und Betonkern sorgt zudem für eine ausgezeichnete Schalldämmung. Das wird hauptsächlich durch das hohe Wandgewicht erreicht.

Holzsprosse

Eine Holzsprosse ist eine schmale hölzerne Leiste mit Falz, die die Glasfläche innerhalb eines fest stehenden oder beweglichen Rahmens konstruktiv unterteilt. Je nach Lage spricht man von Quersprosse, Längssprosse oder Kreuzsprosse durch Kreuzung zweier Sprossen. Sie verdrängte ab dem 19. Jahrhundert die Bleisprosse.

Holzstakung

Die Holzstakung (andere Schreibweise auch Staakung) besteht aus Hölzern, die senkrecht zwischen in die Gefache eines Fachwerkhauses eingelassen und anschließend mit Ruten umflochten werden. So entsteht ein natürliches "Trägerrost", welches mit Lehm beworfen wird. Fie Fachleute bezeichnen das Verfahren als Lehmschlag. Holzstakungen werden auch heute noch bei der Restaurierung historischer Fachwerkhäuser angefertigt. Auch neuerbaute Fachwerkhäuser können, wenn der Bauherr dies wünscht, mit Staken ausgebaut werden, dann sind aber, was die Innendämmung betrifft, erhebliche Auflagen nach der EnEV zu erfüllen. Dass ein mit Lehmschlag ausgekleides Gefach natürlich auch mit einem Lehmputz verputzt werden muss, ist selbstverständlich.

Holzstapel

Holzstapel werden zur Lagerung und Trocknung von Schnittholz benötigt. Holzstapel sollten überdacht sein, damit keine Feuchtigkeit ans Holz kommt. Der Stapel sollte zudem so ausgerichtet sein, dass er vom Wind gut durchlüftet wird. Weiterhin muss das Holz auf einem Sockel aus Mauersteinen oder Beton etwa 30 bis 40 cm hoch gelagert werden, damit es nicht von unten feucht wird. Zwischen den Bohlen sorgen Lagerhölzer dafür, dass das Holz gut austrocknen kann. Direkte Sonnenbestrahlung muss aber vermieden werden, da das Holz dann zu schnell austrocknet und reißen kann. Hölzer lassen auf unterschiedliche Art und Weise stapeln. Wird der Baum eingeschnitten,ist zunächst noch Borke, Bast und gegebenenfalls Splintholz vorhanden. Möchte man den Baum als ganzen Stamm stapeln, um die Bretter beieinander zu halten, so nennt man diese Art des Stapels Blockstapel. Werden besäumte Bretter gestapelt, bei denen es unwesentlich ist, welche Bretter zueinander gehören, so spricht man von einem Kastenstapel.

Holzstifte

Holzstifte sind sehr kleine Holznägel, die zum Beispiel im klassischen Schuhmacher-Handwerk zum Einsatz kommen. Vor allem Massschuhe werden traditionell so gefertigt. Aber auch andere Schuhe, wie beispielsweise Berg- und Treckingstiefeln, werden mit mit Holzstiften ausgesteift. Durch die Stifte wird der Boden mit dem Oberleder und der Brandsohle verbunden. Dieses Verfahren ist 1818 in Amerika erfunden und kurz darauf nach Europa gebracht worden. Die Holzstifte werden in vorgebohrte Löcher mit zwei kurzen, schnellen Schlägen eingeschlagen und festgeklopft. Dabei muss der Nagel so lang sein, dass seine Spitze die Brandsohle noch durchstößt. Die herausstehenden Enden der Stifte werden abgeraspelt, damit eine glatte Innensohle entsteht.

Holztafel

Eine Holztafel ist eine Verbundkonstruktion von Rippen aus Bauschnittholz, Brettschichtholz oder Holzwerkstoffen und der Beplankung aus Vollholz oder Holzwerkstoffen, die ein- oder zweiseitig angeordnet sind. Holztafeln werden als tragende Wand-, Decken- oder Dachtafeln verwendet.

Holztafelbau

siehe Tafelbauweise.

Holztreppe

Holz und Holzwerkstoffe sind ein perfekter Werkstoff für Treppen. Zum einen ist Holz (realtiv)leicht und läßt sich gut maschinell bearbeiten, zum anderen sieht Holz sehr schön aus. Die Treppe übernimmt dadurch auch gestalterische Aufgaben. Eine große Rolle spielt dabei das verwendete Holz. Alle einheimischen Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer, Lärche oder Douglasie weisen die erforderliche Biegefestigkeit auf. Auch viele europäische Laubhölzer wie Ahorn, Esche oder Nussbaum sind für den Treppenbau besonders geeignet. Für die stark beanspruchten Trittstufen verwendet man besonders harte Hölzer wie Eiche oder Rotbuche. Neben dem verwendeten Holz spielt auch die Bauart eine Rolle. Nach Art und Lage der Stufenunterstützung unterscheidet man Wangentreppen, aufgesattelte Treppen, Einholmtreppen, abgehängte Treppen und Spindeltreppen.

Holztrocknung

Man unterscheidet bei der Holztrocknung die natürliche und die künstliche Holztrocknung. Die natürliche Holztrocknung wird dadurch gewährleistet, dass genügend vertikale Schächte unter dem Stapel vorgehalten werden, um für eine ausreichende Luftzirkulation zu sorgen. Wird dieses vernachlässigt, kann es zu einem Feuchtegefälle und unterschiedlichen Schwindmaßen im Holz kommen, die zu Verwerfungen und Verkrümmungen führen können. Bei der natürlichen Holztrocknung kann eine Holzfeuchte nicht unter u = 18 % erreicht werden. Die künstliche Holztrocknung wird meistens dann vorgenommen, wenn Bretter für Leimholz verwendet werden sollen. Dem zum Zeitpunkt der Verleimung bestehenden Feuchtegehalt ist wegen der Beständigkeit der Leimverbindung und der Vorsorge gegen Rissbildung durch nachträgliches Schwinden besondere Bedeutung beizumessen.

Holztrocknungsanlage

Die meisten Holzprodukte müssen für die Weiterverarbeitung trocken sein. Holzfeuchtigkeitswerte von unter 15% sind in unseren Breitengraden nur mit einer technischen Holztrocknung möglich. In einer Trockenkammer wird bei Temperaturen von 50 bis 70 °C das Holz einem trockenen Klima ausgesetzt und so die Feuchtigkeit entzogen. Dabei muss aufgepasst werden, dass das Holz nicht nur außen trocken wird (Verschalung, Risse). Wenn das eintritt (dauernde Überwachung), muss Wasser in die Kammer eingespritzt werden, um die äußere Holzschicht wieder durchlässig zu machen.

Holzverbinder

Holz muß im Baubereich immer mit Holz, Mauerwerk oder Beton verbunden werden. Holz an Holz zu nageln oder zu schrauben, ist die einfachste Form der Verbindung. Der Tischler und der Zimmermann kennen auch metallfreie Verbindungen, z.B. das Zapfen. Unter Holzverbindern werden landläufig jedoch Metallteile verstanden wie Winkel- und Lochplattenverbinder, Aufschraubhülsen, Balkenschuhe oder Sparren-Pfettenanker.

Holzverbindung

Überall, wo zwei Holzteile aufeinanderstoßen und eine Verbindung eingehen sollen, muß eine Holzverbindung geschaffen werden. Dies kann ganz einfach mit einer Überblattung geschehen oder aber auch mit Zapfen, Dübeln, Zinken oder Federn. Man unterscheidet Holz-Längsverbindung, Kasteneckverbindung und Rahmeneckverbindung. Treffen Hölzer schräg aufeinander, so spricht man von Versatz. Holzverbindungen findet man im Möbelbau oder bei der Holzrahmenbauweise, insbesondere beim Fertighaus oder beim Fachwerkhaus.

Holzveredelung

Unter Holzveredelung werden Verfahren zusammengefasst, die das Holz bezüglich verschiedener Eigenschaften verbessern. Verbesserte Holzeigenschaften können sich bezüglich Bearbeitbarkeit, Tragfähigkeit oder Feuersicherheit einstellen. Häufig ändert sich mit der Holzveredelung auch die Holzstruktur oder die Holzfarbe. Bei der Holzveredelung wird das Holz zum Beispiel getränkt, gepresst, gedämpft, gewässert, versiegelt, laminiert oder gefärbt. Beispiele für Holzveredelung sind Thermoholz, Pressholz, Holzvernetzung oder Furfurylierung.

Holzvergütung

Holzvernetzung

Holzvernetzung ist ein Verfahren zur Dimensionsstabilisierung von Holz. Hierbei wird ein Vernetzungsmittel im Wechsel von Vakuum und Druck in herkömmlichen Behandlungsanlagen eingebracht und anschließend in Heißdampftrocknern zur Reaktion mit der Holzzellwand gebracht. Neben der Verbesserung der Dimensionsstabilisierung wird durch die Holzvernetzung eine Erhöhung der Dauerhaftigkeit gegen holzabbauende Pilze erreicht. Das erheblich reduzierte Quell-Schwindvermögen des modifizierten Holzes führt im Verlaufe der Außenbewitterung zu einer deutlichen Abnahme von Rissen im Holz. Hierdurch wird die Oberflächenhaftung von Lack- und Beschichtungssystemen erhöht und Niederschlagswasser kann weniger stark ins Holz eindringen, was zu einer verbraucherfreundlichen Verlängerung von Pflege- und Wartungsintervallen führt.

Holzwerkstoffe

Platten und Formteile, die aus verleimten, verklebten oder verpressten Holzlagen, Holzspänen oder Holzfasern bestehen.

Holzwerkstoffplatte

Holzwerkstoffplatten bestehen im wesentlichen aus zerkleinerten Holzteilen bzw. Schälfurnieren, Stäben, Stäbchen und Bindemitteln, die zu einer Platte verpresst werden. Im wesentlichen unterscheidet man Spanplatten (OSB-Platten), Holzfaserplatten und Sperrholz. Holzwerkstoffplatten sind genormte Werkstoffe. Je nach Typ finden sie im Trockenbau Anwendung für Innen- und Außenwände, Decken, Bekleidungen, Dachschalungen und Fußböden. In Abhängigkeit von Aufbau und Herstellungsbedingungen können die Platten für tragende, aussteifende und nichttragende Bauteile verwendet werden.

Holzwolle-Platten

Holzwolle wird in Holzwollemaschinen aus Holzstämmen gehobelt, mit Zement oder Magnesit vermischt und zu Holzwolle-Platten verarbeitet. Sie werden sehr vielseitig für den Wärme-, den Schall- und den Brandschutz eingesetzt - und zwar im Innen- und Außenbereich, z. B. zur Fassadendämmung.

Holzzaun

Holzzaun ist die Bezeichnung für alle Zäune, die aus Holz hergestellt werden. Sichtschutzzäune werden z.B in der Regel aus Holz gefertigt. Typische Holzzäune sind allerdings eher der Jägerzaun, Lattenzaun oder Staketenzaun. Damit die Zäune möglichst lange halten, müssen sie regelmäßig (in der Regel alle zwei Jahre) mit Holzschutzmitteln behandelt werden. Darüber hinaus kann ein Gartenbesitzer den Zaun auch streichen oder beizen. Durch das Beizen behält das Holz sein natürliches Aussehen. Ein Lackanstrich ist hingegen wetterbeständiger und man muss nicht so viel Aufwand mit der regelmäßigen Pflege des Gartenzauns betreiben. Wer unbedingt seinen Holzzaun beizen möchte und dennoch einen optimalen Schutz haben möchte, kann auf die Beize auch noch einen Klarlack auftragen.

holzzerstörende Insekten

Pochende sowie kratzende Geräusche oder gar Löcher im Gebälk sind für viele Hausbesitzer der blanke Horror. Schnell heißt es dann: "Ich habe den Holzwurm". Dies ist allerdings nicht ganz richtig, denn einen Holzwurm gibt es überhaupt nicht. Was als Holzwurm angesehen wird, sind Larven von holzzerstörenden Insekten, die dickere oder dünnere Gänge durch das Holz fressen. Daher wird manchmal vom großen und kleinen Holzwurm gesprochen. Der große Holzwurm ist dann der Hausbock und der kleine Holzwurm der Nagekäfer und seine Familie. Zu den Trockenholz-Insekten, und diese findet man hauptsächlich in Häusern und Gebäuden, zählt auch der Splintholz-Käfer. Hausbock, Nagekäfer und Splintholz-Käfer sind die drei Arten, die wirklich gefährlich sind. Sie können an Dachstühlen, Deckenbalken, Parkett, Möbeln, Treppen, Bilderrahmen oder Schnitzereien erhebliche Schädigungen verursachen. Besonders gefährlich wird es, wenn dabei die Statik des Gebäudes beeinträchtigt wird. Durch Vorsorge und Verwendung von Brettschichtholz oder Konstruktionsvollholz kann die Insektenplage zwar verringert werden, auszuschließen ist sie dennoch nicht. Die modernen Holzwerkstoffe sind glatt und frei von Rissen. Schlechte Zeiten also für die Weibchen der Insekten, die kein Platz für ihre Eier finden.

holzzerstörende Pilze

Holzzerstörende Pilze sind nicht nur die wichtigste Gruppe der pflanzlichen Holzschädlinge, vielmehr sind die durch sie hervorgerufenen Schäden auch noch ungleich höher als die durch tierische Zerstörer wie beispielsweise Hausbock oder Nagekäfer. Sie bauen die Zellwände der Holzzellen ab und verursachen die Zerstörung des befallenen Holzes. Der Aufbau dieser Pilze ist relativ einfach. Der eigentliche Vegetationskörper besteht aus einem Geflecht bandförmiger bzw. röhrenförmiger Zellfäden, die als Hyphen bezeichnet werden. Die Hyphen sind reich verzweigt und sehr fein und daher nur unter dem Mikroskop erkennbar. Die Gesamtheit der Hyphen wird als Myzel bezeichnet. Je nach Pilzart ist die Aufgabe des Myzels bzw. der Hyphen, entweder Zellinhaltsstoffe aufzuschließen oder Zellwandsubstanzen aufzulösen. Hierdurch wird das Holz bis hin zur völligen Zerstörung zersetzt. Die wichtigsten holzzerstörenden Pilze sind der Echte Hausschwamm, der Braune Kellerschwamm und der Weiße Porenschwamm. Bei Pilzen kann zwischen Ort des Auftretens und nach Art des Schadens unterschieden werden. Nach Ort des Auftretens werden Stammfäule, Lagerfäule und Hausfäule unterschieden. Stammfäule tritt am lebenden, daher saftfrischen, Baum auf. Lagerfäule findet man an (unsachgemäß) gelagertem Holz mit hoher Feuchte. Bei der Hausfäule werden Holz, Holzwerkstoffe oder andere zellulosehaltigen Materialien innerhalb von Gebäuden zerstört. Nach Art des Schadens werden Braunfäule, Moderfäule, Weißfäule und Weißlochfäule unterschieden.

Honduras-Palisander

Palisanderart, die nach dem Artenschutzabkommen nicht mehr eingeschlagen und gehandelt werden darf. Das purpurbraune, von schwarzen Streifen durchzogene Holz gibt es nur noch vereinzelt in den Lagerbeständen der Holzblasinstrumentenbauer.

Horizontalgatter

Beim Horizontalgatter läuft der Sägerahmen im Gegensatz zur Vertikalgatter mit nur einem waagerechten Sägeblatt vor und zurück und schneidet Bohlen oder Bretter von dem darunterliegenden Stamm scheibenweise ab. Die Vorteile bestehen in geringerem Schnittverlust durch dünnere Sägeblätter, größerem Durchlaß (bis 2 m) und der Möglichkeit, die Brettstärke nach jedem Durchgang der Holzqualität anzupassen.

HPL-Laminat

HPL ist die Abkürzung für "High Pressure Laminat" und wird auch als Hochdrucklaminat bezeichnet. Anders als beim DPL-Laminat werden mehrere "Overlays" (Schutzschichten) mit dem Dekorpapier zu einer Einheit verschmolzen und anschließend unter hohem Druck auf die Trägerplatte gebracht. HPL-Laminate sind deshalb besonders widerstandsfähig.