Das große Holz-Lexikon

Alles zum Thema "F"

Falschkern

durch Pilzbefall verursachter Wuchsfehler bei Laubhölzern, durch den das Holz nicht mehr verwertbar wird.

Falz

Längsaussparungen an den Kanten zum passenden Übereinandergreifen der Holzteile.

Falzfräser

Fräser für eine Oberfräse. Falzfräser sind vor allem für die Herstellung von Möbeln und im Rahmenbau (Fenster, Türen, Bilder) einsetzbar und zum Fräsen von Holz und Holzwerkstoffen. Gestellbau und Innenausbau (z.B. Einfälzen von Korpusrückwänden, Fräsen von Glasfalzen in Bilderrahmen. Sie werden für rechtwinklige Abstufungen und Ausfräsungen an Werkstückkanten benutzt. Als Führung dient ein Zapfen oder ein Kugellager. Die Führungshilfen Anlauf-Zapfen und -Kugellager ermöglichen es, den Fräser direkt am Werkstück zu führen. In Verbindung mit Kugellagern verschiedener Größe lassen sich unterschiedliche Falztiefen erzielen.

Faschinen

Reisigbündel von 2 bis 4 m Länge und 15 bis 30 cm Durchmesser. Faschinen werden vor allem zur Uferbefestigung eingesetzt.

Fase

wenn eine "scharfe" Holzkante abgeschrägt wird, dann ist die Kante "gefast". Die Abschrägung bezeichnet man demnach als Fase.

Faseprofil

Bezeichnung für ein Profilbrett, das durch Bearbeitung mit Hobel- und Fräsmaschine abgeschrägte Kanten erhalten hat.

Faserdämmplatte

auch poröse Holzfaserdämmplatte (HFD) bezeichnet. Die Fasern werden mit oder ohne Klebstoff vermischt und nur mit geringem Druck gepresst, so daß eine weiche, formbare Platte entsteht, die zur Schall- und Wärmedämmung eingesetzt wird.

Fasersättigungspunkt

Grenzwert, bei dem Holz eine maximale Menge an gebundenem Wasser enthält. Der Fasersättigungspunkt wird normalerweise bei einem Feuchtegehalt von 25 bis 30% erreicht.

Faulbaum

Der Name leitet sich ab von dem fauligen Geruch der Rinde und ebenso der reifen, schwarzen Beeren. Der Faulbaum ist ein hoher Strauch, selten ein Baum, der bis 6 m hoch werden kann. Die erst grünen, dann roten, später schwarzen Beeren sind giftig. Das Holz ist für die Holzwirtschaft nicht verwertbar, wohl aber die Baumrinde für die Homöopathie.

Feder

an der Schmalseite vorstehende, aus dem Brett gefräste Leiste, die sich nahtlos in die Nut einfügt. Federn können jedoch auch Einzelleisten sein, durch die die Verbindung zwischen zwei genuteten Brettern hergestellt wird.

Fehlkante

siehe Baumkante

Feinjährigkeit

Wenn die Jahresringe eng und gleichmäßig beieinander liegen, spricht man von "feinjährigem Holz". Dieses ist qualitativ besonders hochwertig.

Fertigparkett

Festmeter

1 cbm Holzmasse ohne Zwischenräume

Fichte

Die Fichte ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Nordamerika stark verbreitet. Das Fichtenholz hat eine gelblichweiße bis rötlichweiße Farbe und ist sehr harzig. Das Holz der Fichte gilt als wichtigstes Bauholz. Zudem wird es zur Papierherstellung und für Tischlerarbeiten verwendet.

Fichte (Piceae abies)

http://www.pw-internet.de/images/cms/furnierfichte-g.jpg

Die Fichte ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Nordamerika stark verbreitet. Das Fichtenholz hat eine gelblichweiße bis rötlichweiße Farbe und ist sehr harzig. Das Holz der Fichte gilt als wichtigstes Bauholz. Zudem wird es zur Papierherstellung und für Tischlerarbeiten verwendet.

Firstbalken

Firstbalken sind ein typisches Produkt der Unternehmen, die Brettschichtholz und insbesondere Leimholzbinder herstellen, wobei korrekterweise der Leimbinder eigentlich Brettschichtholzbinder heißen müßte. Der trapezförmige Firstbalken aus Brettschichtholz kann Dachspannweiten bis 40 m überbrücken; er wird deshalb für den Bau von Industrie- oder Sporthallen verwendet und hat eine sehr hohe Stabilität und Tragkraft. Je nach Architektur und statischen Anforderungen wird der Firstbalken auch als "umgekehrter Firstbalken" eingebaut.

Fischgrätmuster

Das Fischgrätmuster zählt zu den klassischen Verlegemustern bei Parkett. Es produziert interessante Lichtspiele und hat seinen Namen, weil es an die Gräten von Fischen erinnert. Fischgrätmuster werden auch als Doppel- und Dreifachfischgrät ausgeführt, wo immer zwei oder drei Stäbe nebeneinander angeordnet werden (siehe auch Abbildung). Das Fischgrätmuster eignet sich besonders für große Räume. Auch eine Art dieses Musters, das französische Fischgrät, ist ein überaus schönes Muster für Parkett. Es besteht aus Parkettstäben, die beidseitig um 45° abgeschrägt sind. Angebracht wird es dann als Zopfreihen, zwischen denen eine durchgehende Kopf-Fuge verläuft.

Fladerfurniere

Fladerfurniere zeigen eine typische ovale Zeichnung, da sie tangential vom Baumstamm geschnitten werden.

Flaschenbaum

Der Flaschenbaum trägt seinen Namen wegen der "bauchigen" Form des unteren Stammes, in dem er auch große Mengen Wasser speichern kann. Aus diesem Grund wird er auch Wasserpalme genannt, obwohl es sich bei diesem subtropischen Gehölz nicht um eine Palme handelt. Ein anderer Name ist "Elefantenfuß". Der Flaschenbaum kommt ursprünglich aus Mexiko, ist aber auch in anderen Ländern zu finden. Er wird bis 20 m hoch, das Holz eignet sich aber für keine holzwirtschaftliche Verarbeitung. Speziell kultivierte kleine Flaschenbäume sind beliebte und anspruchslose Pflanzen für unsere Wintergärten.

Flechtmuster

Das Flechtmuster ist ein Verlegemuster für Parkett. Beim Flechtmuster werden die Parkettstäbe so angeordnet, dass eine Flechtoptik entsteht. Aufgrund dieser Optik sind Flechtmuster sehr beliebt. Beim klassischen Flechtmuster werden jeweils drei gleich lange Parkettstäbe zu einem Quadrat angeordnet und umschließen eine kleine Quadratform. Daneben gibt es Flechtmuster im Würfelverband, wobei hier vier gleich lange Paare von Parkettstäben, bestehend aus jeweils drei Stäben, eine kleine Quadratform umschließen und so ein Würfelgeflecht bilden. Beim so genannten Flechtmuster im altdeutschen Verband werden zwei gleichlange Parkettstäbe horizontal angeordnet und dann von einem vertikal verlaufenden Stab in doppelter Breite begrenzt.

Floßholz

Früher wurden häufig frisch geschlagene Rundhölzer auf dem Wasserweg transportiert. Dieser Transport erfolgte in der Regel über Flöße bzw. das Rundholz wurde zu Flößen gebunden und dann dorthin gebracht, wo es weiterverarbeitet wurde (z.B. nach Holland zum Schiffsbau). Von Floßholz wurde gesprochen, wenn es mindestens acht Wochen im Wasser verbracht hatte.

Flüssiges Holz

Reparaturmasse aus Schleifstaub und Nitrozelluloselack, mit der Bearbeitungsfehler behoben oder kaschiert werden.

Folienummantelung

spezielle MDF-Platten werden mit einer Folie überzogen, so daß Flächen und Kanten "wie aus einem Stück" aussehen. Die Folien werden in verschiedenen Farben und Holznachbildungen angeboten. Die ummantelten Platten haben eine relativ gute Widerstandsfähigkeit.

Formatkreissäge

Tischkreissäge mit schwenkbarem Sägeblatt und Schiebeschlitten.

Framire

Framire gehört, wie das bekanntere Limba, der gleichen botanischen Gattung Terminalia an. Der Splint ist blaß gelblich und vom feuchten Kernholz kaum unterscheidbar. An Licht dunkelt das Holz goldgelb bis hellbraun nach. Framire ist gut zu leimen, zu schrauben und zu nageln und ergibt haltbare Verbindungen jeder Art. Aufgrund der guten Verarbeitseigenschaften und Witterungsfestigkeit, des vorteilhaften Stehvermögens und der eichenähnlichen Färbung ist Framire vielseitig einsetzbar. Im Außenbau wird das Holz für Fenster, Fensterläden, Tore, Türen, Zierschalungen und Verbretterungen sowie für Holzhäuser (Fertigbau) verwendet. Im Innenbau werden Treppenwangen, Stoßstufen, Rahmenkonstruktionen, Bekleidungen, Fußbodenleisten sowie Wand- und Deckenverkleidungen aus Framire hergestellt.

Framire (Terminalia ivorensis)

http://www.pw-internet.de/images/cms/furnierframire-g.jpg

Framire gehört, wie das bekanntere Limba, der gleichen botanischen Gattung Terminalia an. Der Splint ist blaß gelblich und vom feuchten Kernholz kaum unterscheidbar. An Licht dunkelt das Holz goldgelb bis hellbraun nach. Framire ist gut zu leimen, zu schrauben und zu nageln und ergibt haltbare Verbindungen jeder Art. Aufgrund der guten Verarbeitseigenschaften und Witterungsfestigkeit, des vorteilhaften Stehvermögens und der eichenähnlichen Färbung ist Framire vielseitig einsetzbar. Im Außenbau wird das Holz für Fenster, Fensterläden, Tore, Türen, Zierschalungen und Verbretterungen sowie für Holzhäuser (Fertigbau) verwendet. Im Innenbau werden Treppenwangen, Stoßstufen, Rahmenkonstruktionen, Bekleidungen, Fußbodenleisten sowie Wand- und Deckenverkleidungen aus Framire hergestellt.

Französisches Parkett

siehe Tafelparkett.

Freilufttrockung

Auch als natürlich Trocknung bezeichnet, ist das älteste Verfahren der Holztrocknung, bei der das Schnittholz durch geeignete Lagerung (Stapelung) im Freien oder im offenen Schuppen unter einer Überdachung dem örtliche Klima ausgesetzt wird. Feuchteentzug und erreichbare Restfeuchte sind vorwiegend von den jahreszeitlichen Klimaschwankungen abhängig. Für viele Verwendungsarten müssen die Hölzer nach der Freilufttrocknung noch in Trockenkammern auf eine niedrigere Endfeuchte fertiggetrocknet werden.

Friesenzaun

Zaun aus Holzlatten, die in dichtem Abstand vertikal und parallel zueinander auf die Querriegel aufgeschraubt oder genagelt sind. Die Latten sind oben abgerundet. Auch eine bogenförmige Anordnung und die weiße Lackierung sind typisch für Friesenzäune.

Frostleiste

durch Überwallung von Frostrissen verursachter Wuchsfehler, der den Nutzwert des Holzes vermindert.

Frühholz

Um im Frühjahr Blätter, Blüten und Früchte mit ausreichend Nährstoff zu versorgen, müssen die Holzzellen in dieser Jahreszeit besonders großporig und weich sein, man spricht dann von Frühholz. Zum Herbst hin nimmt die Saftzufuhr ab und die Holzzellen werden räumlich immer enger und härter.

FSC

Abkürzung für Forest Stewardship Council. Gütesiegel für Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die in Mexiko beheimatete Organisation kontrolliert über 1.000 Verarbeitungsbetriebe und ist auch in Deutschland vertreten.

Fuchsschwanz

Der Fuchsschwanz ist eine Universalsäge, die in der professionellen Holzbearbeitung ebenso wie in Haushalt und Heimwerkerwerkstatt eingesetzt wird. Je nach Art des Sägeblattes bewältigt er mühelos dickere Bretter, Bohlen oder Kanthölzer, aber auch Gipskartonplatten und Gasbetonsteine. Auch Kurvenschnitte lassen sich mit ihm ausführen.

Fugendeckleiste

gehobeltes bzw. profilgehobeltes Holzteil zum Abdecken und Schutz von Fugen zwischen verschiedenen Materialien und Oberflächen.

Furfurylierung

Furfurylierung ist ein Modifizierungsverfahren zur Verbesserung der Holzeigenschaften (wie z.B. auch Hitzbehandlung, Acetylierung oder Holzvernetzung). Durch die Behandlung von Holz mit Furfuryalkohol wird dessen Widerstandsfähigkeit verbessert. Genauer gesagt erhöht die Furfurylierung die Rohdichte und reduziert die Kriechverformung, das relative Kriechen und die Holzfeuchte. Modifiziertes Holz kriecht signifikant weniger als unbehandeltes Holz. Allerdings sinkt die Bruchschlagarbeit deutlich, im Falle von furfuryliertem Kiefernsplintholz um 19-37%. Durch Furfurylierung entsteht quasi eine "neue Holzart". So lassen sich dann Holzarten, die eigentlich nicht im Freien verwendet werden können, auch z.B. als Gartenholz verwenden.

Furnier

maschinell vom Stamm "gemesserte" Holzschicht (zumeist teurer, insbesondere tropischer Hölzer), die auf anderes, preiswerteres Massivholz oder Holzwerkstoffplatten geklebt und verpresst wird.

Furnierbild

Je nach Verarbeitung entstehen unterschiedliche Furnierbilder. Beim Einblattfurnier bedeckt das blumige Holzbild beispielsweise die gesamte Paneelfläche. Beim mittig gestürzten Furnier ergibt sich ein symmetrisches, blumiges Furnierbild. Beim fallenden Furnier werden blumige oder gestreifte Bilder erzeugt - oder beides gemischt.

Furniersperrholz

Furniersperrholz ist ein Sperrholz, das aus kreuzweise aufeinandergeleimten Schälfurnieren besteht. Dadurch können die einzelnen Furnierschichten nicht mehr ungehindert arbeiten; sie sind gegeneinander abgesperrt. Furniersperrholz hat eine höhere Festigkeit, Maßhaltigkeit und Formbeständigkeit als Vollholz. Furniersperrholz kann wie Vollholz bearbeitet werden, wie z.B. gesägt, gefräst, gebohrt und geschliffen werden. Außerdem können Furniersperrholzplatten beschichtet, furniert oder oberflächenbehandelt werden. Sie sind selbst an den Kanten noch nagelfähig.

Furnierumleimer

Ebenfalls für eine Holzoptik wie der Vollholzumleimer, aber für mehr Flexibilität sorgen Furnierumleimer bzw. Furnierkanten, die üblicherweise eine Breite zwischen 15 und 45 mm haben. Diese Kantenumleimer gibt es in fast allen erdenklichen Holzarten, wobei der Fachmann unterscheidet zwischen Starkfurnierkanten und Dünnfurnierkanten. Je dünner das Furnier, desto flexibler ist natürlich die Handhabung. Rundungen lassen sich problemlos mit Umleimer versehen, auch gewölbte Kanten sind mit dünnen Furnierkanten kein Problem. Furnierkanten sind auf der Rückseite häufig mit einem Schmelzkleber versehen, so dass sie unter Hitzeinwirkung (z.B. Heißluftpistole oder Bügeleisen) befestigt werden können. Auch Vlieskaschierungen oder Splitterschutz können auf der Rückseite der Furnierkanten aufgebracht sein. Die Vorderseite kann mit einer UV-Lackierung oder PUR-Lackierung versehen sein. Eine UV-Lackierung wird bei einer geraden und schnellen industriellen Kantenbearbeitung verwendet. Furnierumleimer mit einer PUR-Lackierung finden Verwendung für verformbare Kantenbearbeitung, schwierigen Profilen und engen Radien.

Fußwalmdach

Walmdach, bei dem die Walmfläche nur im unteren Bereich des Giebels angeordnet ist.