Das große Holz-Lexikon

Alles zum Thema "E"

Ebenholz

Extrem hartes, heute sehr seltenes exotisches Holz, das vor allem von Kunsttischlern und im Instrumentenbau (Teile der Violine, schwarze Klaviertasten) eingesetzt wurde. Der Laie setzt Ebenholz gleich mit pechschwarzem Holz, was aber nur bedingt richtig ist - siehe Stichworte Makassar und Koromandelholz.

Echtholz

Umstrittener Begriff, denn lt. Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth aus dem Jahre 1998 versteht der Verbraucher unter Echtholz ein Massivholz. Die Bezeichnung "Echtholz" sei auch dann irreführend, wenn der Zusatz MDF erfolgt sei. Denn diese Bezeichnung für eine mittelharte Holzfaserplatte könne der Verbraucher nicht interpretieren. Dessen ungeachtet werden jedoch immer wieder Echtholz-Paneele im Handel angeboten, bei denen nur das Furnier aus massivem, wenn auch dünnem Holz besteht. Sofern solche Paneele als "Paneele mit Echtholzfurnier" beschrieben werden, wird der Verbraucher auch nicht in die Irre geleitet.

Echtholzpaneele

Holzpaneel aus einem Holzfaser-Trägermaterial (meistens eine MDF-Platte) und einem darauf aufgebrachten Furnier aus "echtem" Massivholz. Juristisch ist der Begriff Echtholz umstritten. Gebräuchliche Furniere sind Ahorn, Birke, Buche, Kirsche, Eiche, Esche und Pinie.

Ehrbarkeit

Traditionsbezeichnung für die Krawatte der auf Wanderschaft befindlichen Zimmergesellen. Man begibt sich in akute Lebensgefahr, wenn man einem ehrbaren (!) fremden Zimmergesellen an die Ehrbarkeit greift!

Eibe

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Die Eibe - auch Taxus genannt - ist vielen Gartenbesitzern als immergrüner Heckenstrauch bekannt. Zwischen den tannenartigen Zweigen wachsen im Sommer rote, hochgiftige Beeren. Allerdings kann ein solcher Heckenstrauch auch sehr langsam zu einem Baum heranwachsen, der einen mächtigen, knorrigen Stamm entwickelt, aber nur eine begrenzte Höhe erreicht. Eiben können wie die Eichen Jahrhunderte alt werden, ihr Holz ist fast so hart wie das der Eiche. Die Eibe ist ein seltener Baum, das Holz ist rißfest und elastisch, aber auch teuer. Eibenholz wird gerne für Drechslerarbeiten verwendet. Es läßt sich unter Dampfeinwirkung gut biegen und wird deshalb gelegentlich in die Stuhlproduktion einbezogen. Auch liefert es Messerfurniere für Vertäfelungen, die jedoch mehr zu den Raritäten gehören.

Eiche

Eichen sind vor allem in Mitteleuropa und Nordamerika zu Hause. Der deutlich sichtbare Jahresringaufbau verleiht der Eiche eine kräftige, gleichmäßige Struktur. Farbtöne variieren von beige bis honiggelb. Das rustikale Eichenholz wird unbehandelt sowie farbig lackiert in allen Wohnbereichen verwendet. Eiche gilt als ideales Holz für Parkett und Bodendielen. Eiche ist witterungsbeständig, hart und dauerhaft, weshalb schon unsere Vorfahren ihre Fachwerkhäuser aus Eichenholz bauten. Diese haben z.T. Jahrhunderte überdauert. Die zwei häufigsten Eichenarten (von etwa 800) sind die Stieleiche und die Traubeneiche. Besonders bekannt bei Gourmets ist die Limousineiche für den Bau von Wein- und Cognacfässsern.

Eichenwirrling

Der Eichenwirrling zählt zu den holzzertörenden Pilzen, wenngleich auch nicht zu den gefährlichsten. Wie der Name bereits sagt, befällt der Eichenwirrling vor allem Eichenholz, aber auch Robinie, Kastanie oder Rotbuche. Vor allem Hölzer im Außenbereich sind durch den Eichenwirrling gefährdet, bei lang anhaltender Feuchtigkeit findet man den Pilz aber auch im Innenbereich, z.B. im Fachwerkbau, bei Grubenholz, Pfählen oder Parkett. Die Schadstellen müssen abgeschnitten werden.

Eiche (Quercus robur etc.)

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Eichen sind vor allem in Mitteleuropa und Nordamerika zu Hause. Der deutlich sichtbare Jahresringaufbau verleiht der Eiche eine kräftige, gleichmäßige Struktur. Farbtöne variieren von beige bis honiggelb. Das rustikale Eichenholz wird unbehandelt sowie farbig lackiert in allen Wohnbereichen verwendet. Eiche gilt als ideales Holz für Parkett und Bodendielen. Eiche ist witterungsbeständig, hart und dauerhaft, weshalb schon unsere Vorfahren ihre Fachwerkhäuser aus Eichenholz bauten. Diese haben z.T. Jahrhunderte überdauert.

Einbringverfahren

Einbringverfahren sind Verfahren zum Auf- und Einbringen von Holzschutzmitteln. Dabei können Holzschutzmittel je nach Holzart, Holzfeuchte, Größe der Holzteile, geforderter Eindringtiefe und Verwendung im handwerklichen Verfahren durch Streichen, Spritzen, Tauchen und Tränken aufgebracht bzw. eingebracht werden. Daneben gibt es industrielle Verfahren, bei denen Tief- und Vollschutz durch Kesseldruckverfahren erreicht wird.

Einschnittmaß

Das Einschnittmaß ist das Maß, das beim „Einschneiden“, also beim Sägen im Sägewerk, maschinell für Bretter, Bohlen und Kanthölzer eingestellt worden ist. Frisch eingeschnittenes Holz, das luftgetrocknet wird, verliert natürlicherweise durch die Trocknung an Volumen – aus einem Kantholz 100 x 100 mm kann also eins mit den Maßen 98 x 97 mm entstehen. Auch bei kammergetrockneten Hölzern ist ein geringfügiger Schwund möglich. Im Holzhandel liegt der Berechnung von Schnittholz immer das Einschnittmaß zugrunde.

Einseitig und an zwei <br>Kanten gehobeltes Holz

Holzteil mit rechteckigem Querschnitt, dessen Seiten mit Ausnahme einer langen Seite gehobelt sind.

Einstelltränkung

Einstelltränkung ist ein Verfahren des chemischen Holzschutzes. Das Verfahren kommt sowohl beim bekämpfenden als auch beim vorbeugenden Holzschutz zum Einsatz. Bei der Einstelltränkung wird das zu behandelnde Holz in einen Behälter aus Holzschutzmittel gestellt. Das Holzschutzmittel dringt in das Holz ein und bleibt solange im Behälter, bis die gewünschte Eindringtiefe erreicht ist. Danach wird das Holz zum Abtropfen herausgehoben. Das Verfahren kommt nach DIN 68800 u.a. bei Masten, Bahnschwellen oder Pfählen zum Einsatz. Auch ausgebautes, gefähretes Altholz kann durch Einstelltränkung behandelt und danach wieder eingebaut werden.

Eisenbahnschwelle

mit Teeröl gegen Verrottung imprägnierte eckige Balken aus Eiche oder Buche, die als Altschwellen insbesondere in Privatgärten und auf Kinderspielplätzen eingebaut wurden als Stufen oder Palisaden. Wegen der vom Teeröl WEI Typ A ausgehenden Krebsgefährdung ist diese Nutzung nicht mehr zulässig.

Eisenholz

siehe Königsholz

Elefantenfuß

siehe Flaschenbaum

Elsbeere

Die Elsbeere wächst in sonnigen Lagen Mittel- und Südeuropas, vor allem in Frankreich. Das feinporige Holz ist gleichmäßig strukturiert, mit zarter Zeichnung ausgestattet und geht farblich ins rosa. Elsbeere ist gut zu lackieren und zu färben und ist ein beliebtes und hochwertiges Ausstattungsholz für Möbel und Innenausbau.

Elsbeere (Sorbus torminalis)

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Die Elsbeere wächst in sonnigen Lagen Mittel- und Südeuropas, vor allem in Frankreich. Das feinporige Holz ist gleichmäßig strukturiert, mit zarter Zeichnung ausgestattet und geht farblich ins rosa. Elsbeere ist gut zu lackieren und zu färben und ist ein beliebtes und hochwertiges Ausstattungsholz für Möbel und Innenausbau.

Emissionsklassen

Holzwerkstoffplatten sind in Emissionsklassen unterteilt. Dabei geht es um den Anteil an Formaldehyd. E 0 = absolut formaldehydfrei. E 1 = kann unbedenklich, also auch unversiegelt, verarbeitet werden, E 2 = Platte sollte, um Emissionen zu vermeiden, beidseitig beschichtet werden, E 3 = Platte muß komplett beschichtet sein, damit kein Formaldehyd entweichen kann.

Englischer Verband

Die Bezeichnung Englischer Verband wird bei Holzböden für die Verlegung von größeren Parkettstäben in einer Richtung verwendet. Genauer gesagt, werden beim Englischen Verband die Parkettstäbe um die Hälfte versetzt zueinander verlegt. Beim Oxford-Verband sind die Parkettstäbe um zwei Drittel zueinander versetzt angeordnet (siehe Abbildung). Sind die Parkettstäbe parallel, aber wild zueinander angeordnet, so spricht der Fachmann von Schiffsboden-Verband oder auch Wildem Verband. Optisch werden so die Planken auf einem Schiffsdeck dargestellt.

entharzen

Entfernen von Harz durch Seifenlauge, Lösungsmittel und mechanische Bearbeitung.

Entlastungsfugen

Entlastungsnut

Speziell in die Unterseite von massiven Hobeldielen werden Nute gefräst, um Spannungen im Holz abzubauen.

Entlastungsschnitte

Entlastungsschnitte findet man zum Beispiel häufig auf der Unterseite breiterer Dielenbretter oder von Sichtschalungen. Diese sollen verhindern, dass das Holz schüsselt oder reißt. Bei den Entlastungsschnitten oder auch Entlastungsfugen handelt es um schmale Nuten, die in einem bestimmten Abstand zueinander eingefräst werden. Sie helfen, Spannungen zu kompensieren.

Erkerdecke

Unter einer Erkerdecke wird eine Holzkonstruktion verstanden, die entsprechend dem Grundriß des Erkers rund, sechs- oder achteckig ist. Die üblichen achteckigen Erkerdecken verfügen in ihrem Zentrum über eine Erkerscheibe. Der Holzhandel bietet vorgefertigte oder auf Maß gefertige System-Erkerdecken an, die ähnlich wie Holzpaneele in Eigenleistung montiert werden können. Der Einbau von Erkerdecken bietet sich besonders in rustikalen Landhäusern an, aber auch bei Sanierungsarbeiten in Burgen und Schlössern.

Erkerscheibe

Im Zentrum einer Erkerdecke aus Holz befindet sich meist eine handwerklich oder industriell gefertigte, achteckige Erkerscheibe. Diese ist entweder tellerförmig ausgebildet oder aber sie verfügt über eine erhabene Füllung, die mit Schnitzereien verziert ist.

Erle

Die Erle findet man beinahe überall in Mitteleuropa. Charakteristisch für das Erlen-Laubholz ist die gleichmäßige, strukturierte Maserung mit blaß-gelblich-brauner bis rötlich-brauner Färbung. Erle ist ein weiches Holz, das sich durch die hervorragende Annahme von Polituren und Beizen auszeichnet. Erlenholz wird vor allem im Möbelbau und als Ersatz für Edelhölzer, wie Kirschbaum, Nußbaum und Mahagoni eingesetzt.

Erle (Alnus glutinosa)

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Die Erle findet man beinahe überall in Mitteleuropa. Charakteristisch für das Erlen-Laubholz ist die gleichmäßige, strukturierte Maserung mit blaß-gelblich-brauner bis rötlich-brauner Färbung. Erle ist ein weiches Holz, das sich durch die hervorragende Annahme von Polituren und Beizen auszeichnet. Erlenholz wird vor allem im Möbelbau und als Ersatz für Edelhölzer, wie Kirschbaum, Nußbaum und Mahagoni eingesetzt.

Esche

Die Esche ist nahezu über gesamt Europa verbreitet. Auch Nordamerika ist ein bedeutendes Wuchsgebiet. Durch deutlich sichtbare Jahresringe und stark gefladerte oder gestreifte Zeichnungen ist die gelblichweiß schimmernde Esche von ausdrucksvoller Struktur. Das schwere, harte Holz ist ein beliebtes Ausstattungsfurnier im Möbelbau und wird gern für großflächige Wand- und Deckenverkleidungen verwendet.

Esche (Fraxinus excelsior)

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Die Esche ist nahezu über gesamt Europa verbreitet. Auch Nordamerika ist ein bedeutendes Wuchsgebiet. Durch deutlich sichtbare Jahresringe und stark gefladerte oder gestreifte Zeichnungen ist die gelblichweiß schimmernde Esche von ausdrucksvoller Struktur. Das schwere, harte Holz ist ein beliebtes Ausstattungsfurnier im Möbelbau und wird gern für großflächige Wand- und Deckenverkleidungen verwendet.

Espe

Die Espe ist ein Laubbaum, der vor allem in Europa, Westasien und Nordafrika verbreitet ist. Sie gehört zur Gattung der Pappeln und wird mitunter auch als Zitter-Pappel bezeichnet. Hier kommt wahrscheinlich auch der Ausdruck "wie Espenlaub zittern" her. Espenholz ist sehr stabil, splittert nicht so schnell und ist harzarm und astarm. Das Holz hält zugleich Feuchtigkeit und hohe Temperaturschwankungen aus, weshalb es gerne im Saunabau verwendet wird. Hinzu kommt, dass das Espenholz auch optisch durch seine reine und helle Anmutung überzeugen kann. Da es darüber hinaus eine geringe Wärmeleitfähigkeit besitzt, wird es gerne für den Innenausbau der Sauna verwendet. Einfach gesagt, verbrennt man sich auf einer Bank aus Espenholz weniger leicht das Hinterteil.

Eukalyptus

dieser australische Baum, der in etwa 600 Arten vorkommt, ist ein wahres Naturwunder. Er wächst sehr schnell, wird meterdick, bis zu 40 m hoch und treibt sogar nach verheerenden Buschbränden schnell wieder aus. Aus den Blättern werden Heilöl und Aromastoffe gewonnen, die Koala-"Bären" leben nur von Eukalyptusblättern. Der Eukalyptus wurde seit Mitte des 19. Jahrhunderts auch im Mittelmeerraum kultiviert, durch ihn wurden ganze Sumpfgebiete trockengelegt und dadurch malariafrei. Aus den Arten "eukalyputs rostrata" und "eukalyptus globulus" wird ein Parkett von großer Härte und mit geringer Neigung zur Rißbildung hergestellt.

exzentrischer Wuchs

Wuchsfehler, durch den sich das Mark nicht im Mittelpunkt des Stammquerschnittes befindet, was dazu führt, daß sich Schnittholz verzieht.