Das große Holz-Lexikon

Alles zum Thema "B"

Bahnschwelle

Balken

Schnittholz, dessen größte Querschnittseite mindestens 20 cm breit ist.

Balkeneisen

Im traditionellen Fachwerkbau kamen die Zimmerleute ohne Klammern aus Eisen aus. Dennoch wurden im Bedarfsfall Balkeneisen eingesetzt, um die Stabilität zu erhöhen oder um das Holzgefüge z.B. nach Setzungsvorgängen zu stabilisieren. Balkeneisen werden heute vorwiegend aus dekorativen Gründen eingesetzt, um eine Balkendecke aus Zierbalken besonders rustikal erscheinen zu lassen.

Balkenhobel

Elektrohobel mit einer besonders großen Hobelbreite von 30 cm oder mehr, normal sind etwa 8 cm. Durch die große Breite lassen sich besonders große Flächen hobeln, ohne dass irgendwelche Hobelspuren zu sehen sind. Balkenhobel sind sehr schwer (10-20 kg) umn daher sehr ermüdend in der Handhabung. Der Zimmererhobel ist universell verwendbar zum Hobeln und Abgleichen sichtbarer Balkenoberflächen, zum Beispiel von unverhüllten oder überstehenden Teilen. Geeignet ist er auch zum Hobeln von Bauholz, zum Beispiel für sichtbare Fachwerkkonstruktionen und für andere Zimmerer- und Tischlerarbeiten.

Balkenkopf

Die jeweiligen Enden von Balken werden als Balkenköpfe bezeichnet. Balkenköpfen muß besondere Beachtung geschenkt werden, wenn sie der Einwirkung von Feuchte ausgesetzt sind. Das Auflager im Mauerwerk ist ein besonders kritischer Bereich. Über das freie Hirnholz des Balkenkopfes ist der Holzquerschnitt besonders stark durch eindringende Feuchtigkeit gefährdet. Die Gefahr von Schädlingsbefall wird dadurch größer. Im Fachwerkbau wird unter einem Balkenkopf auch das über die Außenwand hinausragende, oft mit Holzschnitzereien verzierte Ende eines Deckenbalkens verstanden. Im Holzhandel werden auch separate Balkenköpfe angeboten. Diese sind gedacht zur Montage unter einer Balkendecke, um dieser eine besonders antike Note zu geben.

Balkenschuh

Ein Balkenschuh ist ein gebogener Metallwinkel, mit dem ein Deckenbalken an einem anderen Balken oder einer Wand fixiert wird. Sie ersetzen auf wirksame Weise die herkömmliche Zapfen-Kammverbindungen. Eine Schwächung der Holzquerschnitte entfällt, dadurch kann der Holzquerschnitt statisch voll genutzt werden. Bei gleichen Holzquerschnitten sind dadurch wesentlich größere Stützweitren als bei gezapften Verbindungen möglich. Balkenschuhe werden für den Anschluss Nebenträger an Hauptträger sowie für Anschlüsse Nebenträger an Beton, Stahl oder Mauerwerk verwendet. Für senkrechte Pfosten sind Balkenschuhe, wie es der Name schon sagt, ideale Standfüße. Sie halten auch starke Belastungen aus. Als Auflage für einen waagerechten Balken dient ebenfalls ein Schuh. Gleichzeitig sorgt er für Seitenstabilität. Man bekommt ihn für verschiedene Holzstärken und auch mit nach innen abgewinkelten Befestigungslaschen, die eine "unsichtbare" Befestigung am Hauptträger ermöglichen. Sie werden hauptsächlich im Eckbereich eingesetzt.

Balkonbretter

Im Gegensatz zu Balkon-Formholz rechteckige gehobelte Bretter mit oder ohne Fase, jedoch fast immer geriffelt oder in der Oberfläche reihenweise genutet. Die Riffelung oder Nutung verhindert, dass jemand auf feucht gewordenen Brettern ausrutscht. Balkonbretter werden auf einer Unterkonstruktion aus Holz oder Metall verschraubt. Infrage kommen als Balkonbretter nur Hölzer wie etwa Gartenhölzer, die belastbar, resistent und dauerhaft sind. Dazu zählen Robinie und verschiedene tropische Hölzer wie etwa Bangkirai.

Balkonbrüstung

Als Balkonbrüstung bezeichnet man den Sturz-, Witterungs- und je nach Material auch Sichtschutz, der aus einer durchgängigen Platte (etwa aus Stahlbeton, Mauerwerk, Glasbausteine, Acrylglas) besteht. Ein Balkongeländer lässt dagegen zwischen seinen Stäben Raum frei, ebenso ein Balkongitter (etwa aus verzinkten Eisenstäben). Die Mindesthöhe des Schutzes ist in der jeweiligen (Landes)Bauordnung festgelegt, der maximale Abstand der Geländer- oder Gitterstäbe darf nur 14 cm betragen, damit ein Kinderkopf nicht hindurch kommt. Ausserdem darf auf Balkonen als Windschutz nur Sicherheitsglas verwendet werden.

Balkon-Formholz

Bezeichnung der Holzwerke und des Holzhandels für Bretter, die "geformt" sind und als hölzerne Gitterstäbe einen Balkon umkleiden. Die Balkon-Formhölzer an Landhäusern speziell in Süddeutschland sind in einem alpenländischen Stil "geformt", die den Eindruck von Handschnitzarbeiten erwecken. Die handels- üblichen Breiten liegen zwischen 60 und 190 mm, die Höhen zwischen 840 bis 980 mm.

Balsaholz

extrem leichtes und sehr gut schwimmfähiges Holz, das z. B. im Flugzeugmodellbau eingesetzt wird. Der Balsabaum wächst vor allem in Südamerika und wird bis 25 m hoch. Der Norweger Thor Heyerdahl segelte 1947 auf einem Balsa-Floß von Peru nach Polynesien, um den Beweis zu erbringen, daß frühe Hochkulturen aus Südamerika auf Entdeckerreisen gegangen sind. Das weiche Holz ist für die Bauwirtschaft absolut ungeeignet, zum Schnitzen aber ideal. In Deko- und Gartengeschäften werden farbenfrohe Tierfiguren aus Balsaholz angeboten, die in Ecuador oder Bali geschnitzt worden sind. Bevor Surfbretter aus Kunstharz entwickelt wurden, bestanden die Surfbretter der Hawaiianer aus Balsaholz.

Bandsäge

Sägemaschine mit umlaufendem Bandsägeblatt.

Bandsägemaschine

Eingesetzt werden Blockbandsägen (schwere Sägen mit 180 bis 300 mm Blattbreite) und Trennbandsägen (etwas leichtere Ausführung, Einsatz teilweise für Nadelholz). Die Schnittfugenbreite ist bei Bandsägen deutlich geringe als bei Gattersägen. Der Rollendurchmesser kann bis über 2 Meter betragen. Die Schnittgeschwindigkeit beträgt 60 Meter pro Sekunde und darüber. Die Maschine kann einen Vorschub von 200 Metern pro Minute und mehr leisten. Je nach Aufbau sind Stämme bis zu 3 Meter und darüber einschneidbar.

Bandschleifer

Mit dem Bandschleifer können innerhalb kürzester Zeit große Flächen plangeschliffen werden. Allerdings besteht dabei die Gefahr, daß bei ungleichmäßiger Führung Furchen in das Werkstück geschliffen werden. Daher sollte bei breiteren Werkstücken die Fläche leicht schräg zur Maserung abgefahren werden. Im Vergleich zu den anderen Schleifmaschinen bringt der Bandschleifer die höchste Flächenleistung. Ebenes Holz, Balken und Bretter können in mittlerer und grober Schliffgüte geschliffen, Stahlblech entrostet werden. Ein geschlossenes Schleifband wird von der Maschine mit etwa 200 bis 400 Metern pro Minute bewegt. Bei stationärer Verwendung des Bandschleifers können auch kleinere Werkstücke und Leisten bearbeitet werden. In das Gehäuse ist häufig ein Zweithandgriff für die unterstützende Führung integriert. Ein mitgelieferter Staubfangsack bewirkt sauberes und staubarmes Arbeiten. Auch zum schleifen von Parkett werden Bandschleifmaschinen verwendet. Diese sind natürlich wesentlich größer als die Maschine auf der Abbildung. Die Wirkungsweise ist jedoch die gleiche.

Band- und Tellerschleifmaschine

Stationäre Kombimaschine, mit der Holz und holzähnliche Werkstoffe sowohl mit einem Tellerschleifer, als auch mit einem Bandschleifer bearbeitet werden können. Je nach Ausstattung kann die Band- und Tellerschleifmaschine (Foto Hersteller Scheppach) für verschiedene Bearbeitungsvorgänge verstellt werden. So kann der Bandschleifer waagerecht oder senkrecht aufgestellt werden, was das Kantenschleifen erleichtert. Über einen neigbaren Schleiftisch sind beim Tellerschleifer Einstellungen bis 45° möglich.

Bangkirai

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Tropisches Holz von erheblichem Gewicht und großer Härte. Wird in Bereichen mit hoher Beanspruchung eingesetzt, z.B. zur Deckung von Brücken. Zunehmend findet das dunkel-rötliche Holz Verwendung im Gartenbereich als Terrassenbelag oder für Sichtzäune, weil ihm - ähnlich wie Teak - Regen wenig anhaben kann.

Bangkirai

Tropisches Holz von erheblichem Gewicht und großer Härte. Wird in Bereichen mit hoher Beanspruchung eingesetzt, z.B. zur Deckung von Brücken. Zunehmend findet das dunkel-rötliche Holz Verwendung im Gartenbereich als Terrassenbelag oder für Sichtzäune, weil ihm - ähnlich wie Teak - Regen wenig anhaben kann.

Barfußdiele

Gehobelte und mit relativ breiten und tiefen Nuten versehene Diele, die für den Bau von Holzterrassen und Bootsstegen vorgesehen ist. Die Nutung sorgt für Rutschfestigkeit, außerdem werden die Schrauben durch die Nut geführt, was Verletzungen am nackten Fuß nahezu ausschließt.

Barfußfliese

Entspricht einer Holzfliese, jedoch ist die Oberfläche des Holzes bearbeitet wie bei der Barfußdiele, also mit Nuten versehen.

Barrique

Faß aus Eichenholz, meistens aus Limousineiche, in dem Rotwein, Cognac und andere Spirituosen heranreifen.

Basralocus

südamerikanisches Hartholz, vorwiegend als Wasserbauholz eingesetzt.

Basswood

Diese Laubholzart ist im Osten der USA, insbesondere im Norden und in den Großen Seen-Staaten, weit verbreitet. Der Splint von Basswood ist gewöhnlich sehr breit und creme-weiß. In Richtung des Kernholzes geht die Farbe ins blaßgelbe bis rötlichbraune über. Das Holz läßt sich gut maschinell bearbeiten, auch leicht mit Handwerkszeugen, weshalb es sehr gerne für Schnitzarbeiten verwendet wird. Zudem ist es leicht zu nageln, zu schrauben und recht gut zu verleimen. Basswood besitzt niedrige Festigkeitswerte und ist leicht und weich. Außer für Drechsler- und Schnitzarbeiten wird es für Möbel, Modellbau, Innenausbau und Musikinstrumente verwendet. Ein wichtiger Spezialzweck sind Jalousien.

Basswood (Tilia americana)

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Diese Laubholzart ist im Osten der USA, insbesondere im Norden und in den Großen Seen-Staaten, weit verbreitet. Der Splint von Basswood ist gewöhnlich sehr breit und creme-weiß. In Richtung des Kernholzes geht die Farbe ins blaßgelbe bis rötlichbraune über. Das Holz läßt sich gut maschinell bearbeiten, auch leicht mit Handwerkszeugen, weshalb es sehr gerne für Schnitzarbeiten verwendet wird. Zudem ist es leicht zu nageln, zu schrauben und recht gut zu verleimen. Basswood besitzt niedrige Festigkeitswerte und ist leicht und weich. Außer für Drechsler- und Schnitzarbeiten wird es für Möbel, Modellbau, Innenausbau und Musikinstrumente verwendet. Ein wichtiger Spezialzweck sind Jalousien.

Bauchsäge

siehe Schrotsäge

Bauerntanz

Ein Bauerntanz ist eine Schmuckfigur im Fachwerkbau. Sie wird aus verschiedenen Fachwerkbalken gebildet und besteht aus einer Raute und einem darüber gelegtem Andreaskreuz. Bauerntänze in den Randgefachen sind typisch für das Fachwerk der Barockzeit.

Bau-Furniersperrholzplatte

Bau-Furniersperrholzplatten (BFU) nach DIN 68 705 bestehen aus mindestens drei kreuzweise aufeinandergeleimten in den Faserrichtungen jeweils um 90 Grad versetzten Holzlagen (Furnieren), sofern die Platte nur Aussteifungszwecken dient – sonst fünf Furnierlagen. Die außen liegenden Decklagen weisen einen gleichgerichteten Faserverlauf auf.

Bauholz

Holz, das im Baubereich für Hilfskonstruktionen wie Schalungen oder Stützen verwendet wird.

Baumkante

Auch Fehlkante oder Waldkante genannt. Gütemerkmal, am besäumten Schnittholz verbliebener Teil der Stammoberfläche. Die Baumkante ist nicht identisch mit der Rinde, sondern gibt bei besäumtem Schnittholz an, wieviel Holz zum rechteckigen Querschnittsmaß fehlt.

Baumsafe

Baumscheibe

Unter einer Baumscheibe werden zwei völlig unterschiedliche Dinge verstanden. Zum einen eine Scheibe mit Baumrinde, die aus einem Stamm herausgesägt worden ist. Solche Scheiben dienen als Ansichtsmaterial im Biologieunterricht oder sie werden von Hobbykünstlern bemalt oder mit Brandmalereien verziert. Baumscheiben aus Metall jedoch werden insbesondere in den Fußgängerzonen der Innenstädte um (neu gepflanzte) Bäume gelegt, um das Wurzelwerk vor Beschädigungen durch die Reifen von Transportfahrzeugen etc. zu schützen. Solche Scheiben müssen keineswegs rund sein. Es werden auch quadratische und rechteckige "Scheiben" hergestellt, die rechteckig um den Baumstamm gelegt werden. Die Baumscheibe wird häufig mit einem sog. Baumsafe kombiniert.

Baumschutzgitter

Rundes Gittergestell aus verzinktem oder kunststoffummanteltem Stahl, das insbesondere in Fußgängerzonen um Bäume montiert wird, um diese vor Beschädigungen zu schützen. Baumschutzgitter, verschiedentlich auch unter der Bezeichnung "Baumsafe" von den Herstellern angeboten, werden häufig ergänzt durch sogenannte Baumscheiben. Beide Maßnahmen sollen auch verhindern, dass Hunde ihr Bein am Baumstamm heben bzw. auf dem Erdreich des Wurzelwerks ihr Geschäft verrichten.

Baumstamm

Bei einem Baumstamm gibt es verschiedene Bereiche. Die äußeren Jahresringe, also das junge Holz, dienen der Saft- bzw. Wasserführung des Baumes. Dieser Teil des Holzes wird Splintholz genannt. Es ist je nach Baumart erkennbar an der helleren Farbe. Manche Baumarten haben nur einen schmalen Splinzholzring, bei anderen geht das Splintholz vom Mark bis zum Kambium durch. Bei vielen Arten von Bäumen tritt mit zunehmenden Alter eine Verkernung des Holzes ein. Die älteren, inneren Jahresringe des Splintholzes stellen die Saft- bzw. Wasserführung ein und werden mit Holzinhalts- oder Ablagerungsstoffen wie Gerb- und Farbstoff, Harz, Wachs und Fett gefüllt. Dadurch arbeitet das Holz weniger, wird schwerer, fester und dauerhafter. Die Gerbstoffe wirken wie eine natürliche Imprägnierung, das Holz ist gegen Pilze und andere holzzerstörende Organismen geschützt. Durch die Gerbstoffe wird das Holz auch deutlich dunkler, man spricht dann von Kernholz. Holz, das verkernt ist, bei dem sich aber keine Gerbstoffe eingelagert haben, nennt man Reifholz. Das ist zwar ebenfalls härter als Splintholz, doch nicht so widerstandsfähig.

Baurundholz

nur geschältes ("entrindetes"), nicht geschnittenes rundes Holz

Bau-Tischlerplatte

Bau-Tischlerplatten können analog zu Bau-Furnierholzplatten betrachtet werden. Sie bestehen jedoch aus beidseitigem Deckfurnier und einer Mittellage aus aneinandergeleimten Holzleisten oder Holzstäben.

Beech (Fagus grandifolia)

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Laubholz, das vor allem im Osten der USA verbreitet ist. Das Splintholz von Beech ist weiß mit einer roten Tönung, während das Kernholz hell bis dunkelbraun ist. Im Vergleich zur europäischen Buche tendiert die amerikanische Buche dazu, etwas dunkler und weniger gleichmäßig auszufallen. Es läßt sich mit den meisten Werkzeugen maschinell und mit der Hand bearbeiten. Das schwere, harte und feste Holz hat gute Nagel- und Leimeigenschaften und kann gebeizt und poliert werden zu einer guten Oberfläche. Das Holz trocknet sehr schnell, aber mit einer starken Tendenz zum Werfen, zum Spalten und zu Oberflächenrissen. Verwendet wird Beech für Möbel, Türen, Fußböden oder den Innenausbau. Besonders geeignet ist das Holz für die Nahrungsmittelverpackung, da es geruchs- und geschmacksfrei ist.

Beetrolli

Bezeichnung für kleinere Halbpalisaden, deren flache Rückseiten durch zwei angetackerte Metallbänder miteinander verbunden sind. Diese speziellen Beeteinfassungen werden - daher der Name - als Rollenware im Handel angeboten und gehören dort zum Standardangebot für Gartenbedarf. Die angehefteten Metallbänder erleichtern einen gleichmäßigen Einbau. Außerdem meistern Beetrollis auch bogen- und kreisförmig angelegte Beete. Wie bei den Holzpalisaden auch, wird zur Anfertugung der Rollis meist imprägniertes Fichtenholz verwendet.

beizen

Holz kann durch Begasung mit Ammoniak oder durch flüssige Beizen in seiner natürlichen Holzfarbe verändert, also gebeizt werden, wobei die Holzstruktur erhalten und sichtbar bleibt.

Besäumen / besäumtes Holz

Besäumen ist das manuelle oder maschinelle Entfernen der Baumkanten (der Baumrinde) oder das Beschneiden krummer (Holz-)Kanten an beispielsweise Brettern, Bohlen oder Kanthölzern. Bei unbesäumtem Holz sind diese Kanten noch vorhanden.

Beschläge

Wichtig bei der Möbelherstellung. Dazu gehören Griffe, Bänder, Schubladenführungen, Scharniere, Schlösser und vieles mehr.

Bewitterung

Unter Bewitterung versteht man die Einwirkung von Sonne und Regen auf Holzbauteile. Je nach Himmelsrichtung werden Holzbauteile unterschiedlich beansprucht.

Bezugsholzfeuchte

Die Bezugsholzfeuchte bezeichnet diejenige Holzfeuchte, die bei Lieferung des Holzes als vereinbart gilt. Die vereinbarte Bezugsholzfeuchte ist deshalb wichtig, weil sich die Holzeigenschaften mit der Änderung der Holzfeuchte verändern können. Dies gilt insbesondere in Bezug zur Festigkeit, Maßhaltigkeit oder Gewicht des Holzes. Auch die Vorschriften und Empfehlungen für den Holzbau müssen sich auf eine theoretische Holzfeuchte beziehen

Biegeholz

Biegeholz aus Buche, Eiche, Esche und Ahorn erhält man durch Dämpfen feuchter Kanthölzer, die dabei in der Länge um 20 % gestaucht, dann eingespannt und getrocknet werden. Danach kann das Holz konventionell bearbeitet und im kalten und trockenen Zustand gebogen werden bis zu einem Radius von 1:10. Aus Biegeholz werden Umleimer für runde Tischplatten, sog. Handlauf-Krümmlinge oder Sockelleisten für Säulen hergestellt.

Bilinga

Westafrikanisches Tropenholz mit einem im frischen Zustand gelblich orange Kernholz, das stark nachdunkelt, deutlich abgesetzt vom schmalen, weißlich-gelben Splint. Bilinga ist ein mittelschweres bis schweres Holz mit entsprechenden Festigkeitseigenschaften, die etwas über denen von Buche und Eiche liegen. Verwendung findet es als Konstruktionsholz im Innen- und Außenbau, auch im Hafenbau für tragende Bauteile mittlerer mechanischer Beanspruchung und für Decks von Molen. Auch für den Brückenbau, Schwimmstege, Schwellen, Lärm- und Sichtschutzwände, Zaunanlagen sowie für normal bis stark beanspruchte Fußböden findet Bilinga Anwendung.

Bilinga (Nauclea diderrichii)

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Westafrikanisches Tropenholz mit einem im frischen Zustand gelblich orange Kernholz, das stark nachdunkelt, deutlich abgesetzt vom schmalen, weißlich-gelben Splint. Bilinga ist ein mittelschweres bis schweres Holz mit entsprechenden Festigkeitseigenschaften, die etwas über denen von Buche und Eiche liegen. Verwendung findet es als Konstruktionsholz im Innen- und Außenbau, auch im Hafenbau für tragende Bauteile mittlerer mechanischer Beanspruchung und für Decks von Molen. Auch für den Brückenbau, Schwimmstege, Schwellen, Lärm- und Sichtschutzwände, Zaunanlagen sowie für normal bis stark beanspruchte Fußböden findet Bilinga Anwendung.

Billian

siehe Ulin.

Bindeholz

Bindehölzer sind für Holzprofile das, was Bindebleche für Stahlprofile sind. Sie dienen zur Verbindung der Einzelhölzer bei mehrteiligen Druckstäben.

Binder

siehe Holzbinder

Biozid

Wirkstoff in einem Schutzmittel, der dazu bestimmt ist, Schadorganismen unschädlich zu machen oder zu zerstören.

Birke

Die Birke wächst in Nord- und Mitteleuropa. Das besonders hochwertiges Holz kommt aus Finnland und Rußland. Das Birkenholz ist sehr hell, fast weiß und hat feine Jahresringe. Die Maserung variiert von schlicht über bunt bis geflammt. Das Holz wird vor allem im Stilmöbelbau und für Decken- und Wandverkleidungen eingesetzt.

Birke (Betula verrucosa)

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Die Birke wächst in Nord- und Mitteleuropa. Das besonders hochwertige Holz kommt aus Finnland und Rußland. Das Birkenholz ist sehr hell, fast weiß und hat feine Jahresringe. Die Maserung variiert von schlicht über bunt bis geflammt. Das Holz wird vor allem im Stilmöbelbau und für Decken- und Wandverkleidungen eingesetzt.

Birnbaum

Der Birnbaum ist in ganz Europa mit Ausnahme des Mittelmeergebietes, sowie in Nordafrika und im Mittleren Osten verbreitet. Der Splint und das Kernholz weisen keinen Unterschied auf. Beide sind blass grau bis rötlich braun und dunkeln bei älteren Bäumen rotbraun nach. Das Holz ist hart und mit allen Werkzeugen leicht und sauber zu bearbeiten. Es eignet sich sehr gut zum drechseln, zum schnitzen und zum polieren und es ist gut messerbar. Durch Dämpfen vertieft sich die Färbung, das Holz wird rosarot und bräunt später nach. Birnbaum findet vielfältige Verwendung als Ausstattungsholz im Möbel- und Innenausbau. Auch für Sitzmöbel, als Drechslerholz für fein profilierte Erzeugnisse, für den Flötenbau und als Bauholz für Werkzeuge und Zeichengeräte eignet sich Birnbaum hervorragend.

Birnbaum (Pyrus communis, var. sativa)

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Der Birnbaum ist in ganz Europa mit Ausnahme des Mittelmeergebietes, sowie in Nordafrika und im Mittleren Osten verbreitet. Der Splint und das Kernholz weisen keinen Unterschied auf. Beide sind blass grau bis rötlich braun und dunkeln bei älteren Bäumen rotbraun nach. Das Holz ist hart und mit allen Werkzeugen leicht und sauber zu bearbeiten. Es eignet sich sehr gut zum drechseln, zum schnitzen und zum polieren und es ist gut messerbar. Durch Dämpfen vertieft sich die Färbung, das Holz wird rosarot und bräunt später nach. Birnbaum findet vielfältige Verwendung als Ausstattungsholz im Möbel- und Innenausbau. Auch für Sitzmöbel, als Drechslerholz für fein profilierte Erzeugnisse, für den Flötenbau und als Bauholz für Werkzeuge und Zeichengeräte eignet sich Birnbaum hervorragend.

Black-Cherry

Der amerikanische Black-Cherry-Baum ist in den nordöstlichen Gebieten der USA beheimatet. Wie beim europäischen Kirschbaum ist auch das Black-Cherry-Holz feinporig und gleichmäßig mit einem typischen seidenmatten Glanz. Allerdings ist der amerikanische Kirschbaum etwas dunkler. Das Holz weist gute Festigkeitswerte auf und verfügt über gute Beiz-, Mattier- und Poliereigenschaften. Black-Cherry ist ein gefragtes Möbelholz und wird für edle Möbel, Holzvertäfelungen, Wand- und Deckenverkleidungen eingesetzt.

Black-Cherry (Prunus serotina)

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Der amerikanische Black-Cherry-Baum ist in den nordöstlichen Gebieten der USA beheimatet. Wie beim europäischen Kirschbaum ist auch das Black-Cherry-Holz feinporig und gleichmäßig mit einem typischen seidenmatten Glanz. Allerdings ist der amerikanische Kirschbaum etwas dunkler. Das Holz weist gute Festigkeitswerte auf und verfügt über gute Beiz-, Mattier- und Poliereigenschaften. Black-Cherry ist ein gefragtes Möbelholz und wird für edle Möbel, Holzvertäfelungen, Wand- und Deckenverkleidungen eingesetzt.

Black Walnut

Dieser Laubbaum ist im ganzen Osten der USA verbreitet. Der Splint ist creme-weiß, während das Kernholz hellbraun bis dunkel-schokoladenbraun ausfällt. Gelegentlich besitzt es einen purpurnen Einschlag mit dunkleren Streifen. Walnut ist maschinell und mit der Hand leicht zu bearbeiten. Es lässt sich gut nageln, schrauben und verleimen. Es hält Farben und Beizen sehr gut und kann zu einer ausgezeichneten Oberfläche poliert werden. Walnut ist ein zähes Holz mittlerer Dichte von mäßiger Biege- und Stoßfestigkeit und geringer Steifigkeit. Verwendet wird das Holz für Möbel, Einbaumöbel, Design-Innenausbau, hochwertige Tischlerarbeiten, Türen, Fußböden und Vertäfelungen. Das dunkle Walnut bildet einen hervorragenden Kontrast zu helleren Hölzern.

Black Walnut (Juglans nigra)

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Dieser Laubbaum ist im ganzen Osten der USA verbreitet. Der Splint ist creme-weiß, während das Kernholz hellbraun bis dunkel-schokoladenbraun ausfällt. Gelegentlich besitzt es einen purpurnen Einschlag mit dunkleren Streifen. Walnut ist maschinell und mit der Hand leicht zu bearbeiten. Es lässt sich gut nageln, schrauben und verleimen. Es hält Farben und Beizen sehr gut und kann zu einer ausgezeichneten Oberfläche poliert werden. Walnut ist ein zähes Holz mittlerer Dichte von mäßiger Biege- und Stoßfestigkeit und geringer Steifigkeit. Verwendet wird das Holz für Möbel, Einbaumöbel, Design-Innenausbau, hochwertige Tischlerarbeiten, Türen, Fußböden und Vertäfelungen. Das dunkle Walnut bildet einen hervorragenden Kontrast zu helleren Hölzern.

Blattsäge

Die meisten Sägen gehören zur Familie der Blattsägen. Auch der Fuchsschwanz ist eine Universalsäge, die in der professionellen Holzbearbeitung ebenso wie in Haushalt und Heimwerkerwerkstatt eingesetzt wird. Je nach Art des Sägeblattes bewältigt er mühelos dickere Bretter, Bohlen oder Kanthölzer, aber auch Gipskartonplatten und . Auch Kurvenschnitte lassen sich mit ihm ausführen.

Blattsasse

Bei der Blattsasse oder Sasse handelt es sich um den unteren Teil einer Überblattung. Die Sasse ist dabei genauer gesagt die Aussparung im Holz, die ein Blatt aufnehmen kann. Beide Hölzer bilden dann eine Ebene. Sasse bedeutet im Niederdeutschen "kleine Mulde". Im traditionellen Fachwerkbau wird das Blatt in der Blattsasse durch einen Holznagel gesichert. Der Begriff "Sasse" wird auch allgemein für alle Ausnehmungen wie Zapfenloch, Kamm oder Versatz verwendet. Eine weitere Bezeichnung für Blattsasse ist Blattsitz.

Blattsitz

siehe Blattsasse.

Bläue

Blauschwarzer Pilz, der das Holz dunkel verfärbt und zu Anstrich- und damit zu Holzschäden führen kann.

Bläuepilze

Bläupilze sind holzverfärbende Pilze, die insbesondere im Splintholz bestimmter Nadelhölzer wie Tanne, Fichte oder Kiefer blaue bis schwarze Verfärbungen unterschiedlicher Intensität und Tiefe verursachen. Dies führt nicht zu einer wesentlichen Veränderung der mechanischen Eigenschaften, kann aber die Durchlässigkeit erhöhen. Gerade an Fassaden oder am Sichtschutz wirkt diese Bläue sehr unansehnlich. Für den Bläueschutz werden Bläueschutzmittel verwendet.

Bläueschutzmittel

Holzschutzmittel mit spezieller Wirksamkeit gegen Bläuepilze. Dabei werden zwei große Klassen unterschieden. Zu der einen Klasse zählen Präparate zum temporären Schutz von Rund- und Schnittholz. Die andere Klasse beinhaltet Grundieranstrichmittel zur Verhinderung von Bläuebefall in verarbeitetem Holz. Rohe bläuegefährdete Hölzer im Außenbereich sowie bei Innen- und Außenseiten von Fenstern und Außentüren müssen mit einem Bläueschutzmittel vorbehandelt werden. Dies gilt sowohl für die Erstbeschichtung als auch für die Renovierung - und zwar nur für das rohe Holz. Eine Gefährdung durch Bläuepilze besteht für die einheimischen Holzarten Lärche, Tanne, Kiefer und Fichte. Bläueschutzmittel werden durch Tauchen, Streichen, Fluten oder Rollen aufgebracht. Ist ein Holz erst einmal mit Bläuepilzen befallen, dann ist es bereits zu spät, da vorhandener Befall nicht reduziert werden kann. Bläueschutzmittel müssen daher rechtzeitig eingesetzt werden.

Blaufäule

Blaufäule ist die falsche Bezeichnung für den Befall von Hölzern mit Bläuepilzen. Falsch in der Hinsicht, dass das Holz nicht verfault und auch nicht zerstört wird. Es wird lediglich verfärbt.

Blendrahmen

Der Blend- bzw. Blindrahmen ist eine bestimmte Bauart des Fenster- bzw. Türrahmens. Er wird dem Baukörper vorgeblendet und nicht wie der Blockrahmen oder der Zargenrahmen in die Wandöffnung hineingeschoben. Er dient der Befestigung der Fensterflügel oder des Türblatts. Seine Rahmenhölzer besitzen einen liegendrechteckigen Querschnitt. Der Vorteil eines Blendrahmen ist, dass die gesamte lichte Breite und Höhe der Wandöffnung genutzt werden kann.

Blindholz

Sammelbegriff für Holz, das als nicht sichtbares Konstruktionsholz verwendet wird, z.B. als Trägermaterial von Furnieren. Blindholz findet man z.B. zwischen den Decklagen von Tischlerplatten.

Blindrahmen

siehe Blendrahmen.

Blockbandsäge

Im technischen Aufbau und der Arbeitsweise funktioniert die Blockbandsäge wie eine Bandsäge. Sie ist lediglich größer gebaut und arbeitet mit Sonderbandsägeblättern. Sie dient zum Auftrennen von Stämmen und blockverleimten Mittellagen. Die Vorteile der Blockbandsäge liegen vor allem in der Erzeugung von qualitativ hochwertigem Schnittholz. Blockbandsägen werden für große Durchmesser und individuellen Einschnitt genutzt. Eingeschnitten werden insbesondere Laubhölzer, Nadelholz großer Dicke aber auch dünnere Durchmesser mit Trennbandsägemaschinen und entsprechender Anordnung der Sägen.

Blockbohlen

durch Hobeln oder Drechseln hergestelltes, massives, mindestens 70 cm dickes Baumaterial, das hauptsächlich für den Bau von Wänden verwendet wird. Blockbohlen können aus einem Stamm hergestellt werden oder aus mehrlagigen, verleimten Massivbrettern. Mit Doppelnut und -feder versehene Blockbohlen werden auch für den Bau von Decken verwendet.

Blocken

Verkleben zwei frisch gestrichene Oberflächen miteinander, so nennen dies die Fachleute "blocken". Im weiteren Sinne wird dieser Begriff aber nicht nur bei einem Lack-zu-Lack-Kontakt, wie z. B. bei gestrichenen Holzfenstern (Rahmen gegen Fensterflügel) gebraucht, sondern auch für den Kontakt zwischen einer beschichteten Fläche und einem anderen, nicht lackierten Material (NC-Lack gegen Weich-PVC-Folie), wenn dies zu einem merklichen Anhaften aneinander führt. : vom leichten Blocken, bei dem sich die beiden Flächen ohne sichtbaren Defekt leicht wieder voneinander trennen lassen, bis zum sehr starken Blocken, bei dem die Beschichtung der einen Seite beim gewaltsamen Trennen vom betreffenden Untergrund abgerissen wird und mit der Beschichtung der anderen Seite praktisch untrennbar verbunden bleibt. Die Blockfestigkeit muss hierbei auch unter dem Gesichtspunkt der jeweiligen Schichtstärke einer Beschichtung, von Trocknungstemperatur und –zeit gesehen werden. Es gibt verschiedene Additive, welche die Blockfestigkeit verbessern können; ihre Wirksamkeit beruht im allgemeinen darauf, dass sie während der Trocknungsphase eines Beschichtungsstoffes an dessen Oberfläche wandern. Hierzu gehören z. B. Paraffin, Wachse, Stearate, mikrokristalline PE- und PP-Präparationen.

Blockhaus

Ursprünglich Bezeichnung für ein Wohngebäude, das aus aufgeschichteten Baumstämmen oder aus dem Stamm geschnittenen Bohlen, den sog. Blockbohlen errichtet wird. In Deutschland versteht man unter einem Blockhaus jedoch häufig ein Gartenhaus oder eine Jagdhütte dieser Bauweise. Als Wohnblockhäuser bezeichnet man jene Blockhäuser, die wie ein normales Haus ausgestattet sind und wie Masssiv- oder Fertighäuser dauerhaft bewohnt werden können. Blockhäuser und Wohnblockhäuser werden aus Blockbohlen, also Vierkanthölzern, aus Rundstammbohlen und aus Leimholzbohlen hergestellt.

Blockhausprofil

Bezeichnung für ein Profilholz mit einer gewölbten Außenseite, wodurch der optische Eindruck eines Holzhauses aus Rundstämmen entsteht.

Blockrahmen

Als Block- bzw. Stockrahmen wird heutzutage ein Fenster- bzw. Türrahmen aus Kanthölzern mit nahezu quadratischem Querschnitt bezeichnet. Im Gegensatz zum Blendrahmen wird er in das lichte Maß der Fenster- bzw. Türöffnung hineingestellt. Am Blockrahmen werden Fensterflügel oder Türblatt beweglich befestigt. Baugeschichtlich hat der Blockrahmen eine andere Bedeutung. Bis ins 16. Jahrhundert war er ein Konstruktionselement, das als tragendes Element einer Fachwerkwand oder in der Massivbauweise fest eingemauert war. Gleichzeitig diente er der Tür oder dem Fenster als Anschlag.

Blockständerbau

Blockständerbau bzw. Bohlenständerbau ist eine Bauweise, bei der liegende und stehende Balken miteinander zu einem Haus vereint werden. Einfach gesagt ist es eine Mischung zwischen Blockbau und Fachwerkbau. Zum Einsatz kam diese Technik zum Beispiel beim berühmten Schwarzwaldhaus aber auch in Gegenden der Schweiz. Beim Blockständerbau wird zunächst der Schwellenkranz unter Verzapfung und Verkeilung verbunden. An den Hausecken und an allen Stellen der Fassade, an denen innere Wände anstoßen, stehen Pfosten. Diese sind mit Nuten versehen, in die Bohlen als Füllhözer eingreifen. Wenn man so will, werden die Gefache mit Holz und nicht wie beim Fachwerkbau mit anderen Materialien wie Lehmstaken oder Mauersteinen geschlossen.

Blockstapel

siehe Holzstapel.

Blockverleimung

Mehrlagig verleimte Massivhölzer geeignet für die Rahmenbauweise. Gegenüber dem Massivholz bietet sie ein erhöhtes Standvermögen gegen Verzug.

Boden-Deckel-Schalung

Wand- und Fassadenbekleidung, bei der die Bretter vertikal so angebracht werden, daß über dem Abstand zwischen zwei "Bodenbrettern" ein drittes Brett als "Deckel" montiert wird.

Bodenschleifer

Schleifgerät zum Abschleifen von Parkett, Massivholzdielen und anderen massiven Holzfußböden. Man unterscheidet Dreischeiben-Schleifmaschine, Einscheiben-Schleifmaschine, Bandschleifer oder Randschleifmaschine.

Bogenholz

Bogenhölzer sind Kanthölzer und Bestandteile von Wandschalungen. Sie dienen senkrecht stehend zur Befestigung der davor einzubringenden Schalhaut. Auf die Außenseite der Bogenhölzer werden werden rechtwinklig dazu Gurthölzer aufgebracht.

Bohle

Diele von mindestens 40mm Stärke und einer Breite von mehr als dem Doppelten der Stärke.

Bohlenbalken

Bezeichnung für einen tragenden Balken.

Bohlenbalkendecken

Bohlenbalkendecken sind Holzdecken, die aus massiven Holzbohlen und Zwischenbalken bestehen - genauer gesagt, werden die Bohlen seitlich in die Balken eingenutet. Solche Decken findet man häufig in älteren Fachwerkhäusern, auch große Säle lassen sich mit einer Bohlenbalkendecke überbrücken. Häufig ist die Decke leicht segmentbogig gewölbt.

Bohlenständerbau

Bohlenzaun

Der Bohlenzaun ist die zivilisiertere Variante des Rancherzauns. Die Bohlen sind vierseitig gehobelt, die Kanten sind gerundet oder gefast. Bei Brettstärken um die 25 mm, Brettbreiten um die 200 mm und Brettlängen bis 5 m haben die einzelnen Bohlen ein erhebliches Gewicht. Dementsprechend massiv müssen die Trägerpfosten sein, an denen die Bohlen aufgenagelt werden. Aus Stabilitätsgründen werden auch Verschraubungen mit Muttern ausgeführt.

Bohrwiderstandsmessung

Die Bohrwiderstandsmessung ist eine zerstörungsarme Untersuchungsmethode für Vollholz. Mit ihr lassen sich Risse, Fäule oder andere Strukturschäden im Holz ermitteln. Die Bohrwiderstandsmessung erfolgt über eine Bohrnadel mit einer Bohrspitze mit Schneiden und Zentrierspitze. Diese dringt mit gleichmäßigem Vorschub in das Material ein. Über den Bohrwiderstand in Abhängigkeit zur Eindringtiefe lassen sich dann Schäden anhand von Messkurven ermitteln.

Bonanzazaun

Von verschiedenen Sägewerken und Holzhändlern benutzte Bezeichnung für den Rancherzaun. Der Name wurde abgeleitetet von der amerikanischen Wild-West-Fernsehserie "Bonanza", die in den 60-er Jahren auch über deutsche Sender lief.

Bongossi

extrem hartes Holz aus Zentralafrika. Der Baum wird bis 40 m hoch, sein Holz wird für Brückenkonstruktionen, Schleusen usw. eingesetzt. Anderer Name ist Azobé.

Borneo Ironwood

siehe Ulin.

Böttcher

alter Handwerksberuf, der heute nur noch selten ausgeübt wird. Der Böttcher fertigt Wannen, Tröge und Bottiche (daher der Name) aus Eichenholz. Im Gegensatz zum Küfer fertigt der Böttcher offene Behältnisse. Das vom Böttcher verwendete Holz bezeichnet der Fachmann als Dauben.

Brasilkiefer

Das Holz der Brasil- bzw. Paranakiefer ist das in Europa am häufigsten verwendete südamerikanische Nadelholz. Es kommt hauptsächlich im brasilianischen Bundesstaat Parana vor, sowie in Paraguay und im Norden Argentiniens. Der Splint ist gelblich bis gelblich-grau. Das Kernholz gelblich braun und vom Splint nur schwer zu unterscheiden, teils mit dunkelbraunen oder roten, unregelmäßigen Streifen, wodurch es für ein Nadelholz eine ungewöhnliche farbige Zeichnung erhalten kann. Holz ist nicht alterungsbeständig und verfügt nur über mittlere Biege- und Druckfestigkeit bei geringer Schlagfestigkeit. Sehr schwierig zu trocknen mit der Tendenz, an den dunkleren Stellen zu reißen. Kann bei sorgloser Trocknung sehr stark arbeiten. Verwendung findet das Holz im lnnenausbau, insbesondere Treppen. Weiterhin wird es für Möbelrahmen, Ladenausstattungen und im Fahrzeugbau verwendet.

Brasilkiefer (Araucaria angustifolie)

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Das Holz der Brasil- bzw. Paranakiefer ist das in Europa am häufigsten verwendete südamerikanische Nadelholz. Es kommt hauptsächlich im brasilianischen Bundesstaat Parana vor, sowie in Paraguay und im Norden Argentiniens. Der Splint ist gelblich bis gelblich-grau. Das Kernholz gelblich braun und vom Splint nur schwer zu unterscheiden, teils mit dunkelbraunen oder roten, unregelmäßigen Streifen, wodurch es für ein Nadelholz eine ungewöhnliche farbige Zeichnung erhalten kann. Holz ist nicht alterungsbeständig und verfügt nur über mittlere Biege- und Druckfestigkeit bei geringer Schlagfestigkeit. Sehr schwierig zu trocknen mit der Tendenz, an den dunkleren Stellen zu reißen. Kann bei sorgloser Trocknung sehr stark arbeiten. Verwendung findet das Holz im lnnenausbau, insbesondere Treppen. Weiterhin wird es für Möbelrahmen, Ladenausstattungen und im Fahrzeugbau verwendet.

Braunfäule

Nach Art der Holzzerstörung durch Pilze werden Braunfäule, Weißfäule und Moderfäule unterschieden. Die Braunfäule tritt meist am verbautem oder lagerndem Holz auf. Dabei wird vorzugsweise die Zellulose im Holz abgebaut. Das Holz verfärbt sich braun, weil das braune Lignin übrig bleibt. Die Festigkeit und Rohdichte des Holzes ist bei fortgeschrittener Braunfäule drastisch gemindert. Typisch ist die Bildung von Rissen im Holz, die quer und parallel zur Faserrichtung verlaufen und als Würfelbruch bezeichnet werden. Die Braunfäule wird häufig auch als Destruktionsfäule bezeichnet.

Breitbandschleifmaschine

Profimaschine mit umlaufendem Schleifband zur Erzielung eines Feinschliffs.

Breithobel

Elektrisch betriebener Hobel mit einer extra großen Hobelbreite. Dadurch ist ein schnelleres Arbeiten möglich. Der Hobel ist somit ideal für große Flächen, wo eine große Abtragleistung erforderlich ist.

Breitprofil

Bezeichnung für ein Holzpaneel, das eine Breite von 30 oder 40 cm hat. Solche Breitprofile werden in unterschiedlicher Oberflächenbearbeitung angeboten und insbesondere für den Innenausbau von Bauernstuben und ähnlich rustikalen Räumen verwendet.

Brennholz

siehe Kaminholz.

Brennholz-Wippkreissäge

Mit dieser Säge lässt sich Rundholz schnell, einfach und kraftsparend zu Brennholz verarbeiten. Durch die angenehme Arbeitshöhe man auch schweres Meterholz gut aufladen und die Wippe leicht zum Sägeblatt bewegen.

Brett

mindestens 8mm dickes, aber weniger als 4cm starkes Holzteil von mindestens 8cm Breite.

Bretterdach

Als Bretterdach wird ein Dach mit einfacher Deckung aus Brettern bezeichnet, im Gegensatz zum Weichdach aus Stroh oder Reet und dem Hartdach aus Dachziegeln. In Kombination mit Asphaltpappe verdrängte es als Teerpappendach zwischen 1860 und 1900 insbesondere in Schleswig-Holstein das traditionelle Weichdach.

Brettschichtholz

Häufig wird Brettschichtholz als Leimholz bezeichnet. Dies ist jedoch nicht korrekt. Bauteile aus Leimholz haben keine Tragwirkung, die aus Brettschichtholz dagegen schon. Brettschichtholz besteht aus einzelnen flachkantigen Brettern, die aufeinandergeschichtet und miteinander verleimt werden. Brettschichtholz besteht meistens aus Fichtenholzbrettern, die auf eine gleiche Holzfeuchte getrocknet werden, damit später keine Schwindverformungen auftreten. Die Bretter werden gehobelt und nach strengen Qualitätsrichtlinien sortiert. In die Endstücke werden zinkenförmige Profile gefräst und die Bretter werden dann miteinander verleimt, so daß theoretisch eine unendliche lange Lamelle entsteht. Die Lamellen werden gekürzt, verleimt, aufeinander gestapelt und mit hohem Druck verpreßt. Dadurch entstehen Holzbauteile von sehr hoher Festigkeit und Tragfähigkeit, die die guten Eigenschaften des Vollholzes noch übertreffen. Während des Herstellungsverfahrens ist es durchaus möglich, auch gekrümmte Bauteile anzufertigen.

Brinell

Maßeinheit zur Berechnung der Holzhärte, so genannt nach dem Erfinder des Meßverfahrens, dem schwedischen Metallurgen J. A. Brinell (1849 - 1925).

Bruyèreholz

Aus der bis 30 cm dicken Wurzelknolle der Baumheide, einem bis 3 m hoch wachsenden Strauch, der nur im Mittelmeerraum vorkommt, wird das Bruyèreholz gewonnen, das - nach besonderer Vorbehandlung - enormen Temperaturen widerstehen kann und deshalb das ideale Material für Pfeifenköpfe ist. Aus dem aufregend gemaserten Holz werden auch kleine Schalen gedrechselt sowie Holzschmuck hergestellt. Bruyére-Furnier findet in sehr kleinem Rahmen Verwendung - beispielsweise für Pfeifenständer.

Bubinga

Der Bubinga-Baum wächst in der Äquatorialzone Westafrikas. Bubinga zählt zu den dekorativsten afrikanischen Holzarten, dabei wird zwischen schlichter, streifiger und "bunter" Zeichnung unterschieden. Die Farbskala reicht von rosa über braunrot bis zu violett geädert. Bubinga zählt zu den schweren und harten Hölzern, läßt sich aber problemlos verarbeiten. Das Holz ist sowohl in der Möbelfabrikation als auch im Laden- und Innenausbau einsetzbar. Auch Innenausstattungen von Autos, sowie Musikinstrumente sind oft aus Bubingaholz.

Bubinga (Guibourtia sp.)

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Der Bubinga-Baum wächst in der Äquatorialzone Westafrikas. Bubinga zählt zu den dekorativsten afrikanischen Holzarten, dabei wird zwischen schlichter, streifiger und "bunter" Zeichnung unterschieden. Die Farbskala reicht von rosa über braunrot bis zu violett geädert. Bubinga zählt zu den schweren und harten Hölzern, läßt sich aber problemlos verarbeiten. Das Holz ist sowohl in der Möbelfabrikation als auch im Laden- und Innenausbau einsetzbar. Auch Innenausstattungen von Autos, sowie Musikinstrumente sind oft aus Bubingaholz.

Buche

Buchen erstrecken sich über West- und Mitteleuropa. Das sanft-gelbe bis rosé farbene Buchenholz ist eines der härtesten, schwersten und strapazierfähigsten Hölzer. Idealen Einsatz findet das Holz im Innenausbau für Fußböden und Wandverkleidungen, Möbel und Gebrauchsgegenstände. Zudem gilt Buche als das Brennholz mit dem höchsten Heizwert.

Buche (Fagus sylvatica)

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Buchen erstrecken sich über West- und Mitteleuropa. Das sanft-gelbe bis rosé farbene Buchenholz ist eines der härtesten, schwersten und strapazierfähigsten Hölzer. Idealen Einsatz findet das Holz im Innenausbau für Fußböden und Wandverkleidungen, Möbel und Gebrauchsgegenstände. Zudem gilt Buche als das Brennholz mit dem höchsten Heizwert.

Buchsbaum

sehr langsam wachsender, strauchartiger Baum, der in Deutschland nur als Ziergehölz gepflanzt wird ("Friedhofsstrauch"). In den Mittelmeerländern wird er immerhin wenige Meter groß. Das Holz ist hart und gut polierbar, starke Stammquerschnitte kommen kaum in den Handel. Das Holz gilt als Traumholz für Drechslerarbeiten.

Bügelzapfen-Längsverbindung

Die Bügelzapfen-Längsverbindung ist eine gängige Holz-Längsverbindung. Sie ist stabiler als eine Überblattung. Dazu muss der Zapfen mindestens ein Drittel der Breite der zu verbindenden Werkstücke besitzen. Bei breiteren Querschnitten ist ein doppelter Zapfen ratsam. Jeder Zapfen ist dann ein Viertel der Breite der zu verbindenden Werkstücke. Diese Verbindung eignet sich hauptsächlich zur Übertragung von Druckkräften. Um die Stabilität gegenüber seitlicher Biegebelastung zu erhöhen, kann man die Bügel auf Gehrung sägen. Durch eine abwechselnde Bügelzapfen-Längsverbindung wird die Leimfläche der zu verbindenden Kopfteile erhöht.

Bumerangbalken

Der Bumerangbalken ist ein gebogener Balken und als solcher ein Produkt der Unternehmen, die Brettschichtholz und insbesondere Leimbinder herstellen, wobei korrekterweise der Leimbinder eigentlich Brettschichtholzbinder heißen müßte. Der Bumerangbalken aus Brettschichtholz, der seinen Namen seinem bumerangförmigen Aussehen verdankt, kann Dachspannweiten bis 30 m überbrücken; er wird deshalb für den Bau von kleineren Industrie- oder Sporthallen verwendet und hat eine sehr hohe Stabilität und Tragkraft.

Bündigfräser

Fräser für eine Oberfräse. Für das Bündigfräsen und Abfasen von Furnieren und beschichteten Plattenwerkstoffen, Holzbalken und Kantenleisten (Kunststoff oder Furnier) im Möbel- und Ladenbau. Als Anschlag dient dabei ein Führungskugellager am unteren Fräserende, das denselben Durchmesser hat wie der Flugkreis der Fräserschneiden. Die Führungshilfen Anlauf-Zapfen und Anlauf-Kugellager ermöglichen, den Fräser direkt am Werkstück zu führen, für saubere Schreinerarbeiten bei Vitrinen und Küchenschränken.

Burgunder Verband

Bürstenholz

Begriff aus dem Holzhandel. Bei Holzauktionen prüfen Bieter, welche Stämme für die Anfertigung hochwertiger Bürsten ersteigert werden sollen. Als Bürstenholz wird fast ausschließlich Buche verwendet. Der auf solche Hölzer spezialisierte Handel bietet dann Rohlinge für über 100 Bürstenarten an. So gibt es z. B. Kleider-, Baby-, Bäcker-, Grillpinsel- oder Eckenbürstenhölzer.

Butterbaum

oder: Shea-Butterbaum, ein Baum ohne Bedeutung für die Holzwirtschaft. Wächst in der afrikanischen Savanne. Aus den Nüssen wird eine "Butter" gewonnen, aus der kosmetische Produkte hergestellt werden.