22.09.2011

Ein gut geplanter Aufgang - eine Freude fürs Leben

Wer ein Haus kauft oder neu baut, hat zahlreiche Barrieren zu überwinden. Familiengerecht ist dabei die vorrangigste Sache. Heute sind es die Kinder, denen die volle Aufmerksamkeit gilt – morgen ist es das eigene Alter, denn schließlich will jeder die eigenen vier Wände so lange wie möglich genießen können. Nicht nur der Hauskauf selbst, sondern auch die baulichen Details im Haus sollten daher mit Voraussicht für die Zukunft geplant werden.

Die Treppe als langlebiges Inventar spielt dabei eine besondere Rolle. Denn ob gerade oder gewendelt, mit Spindel oder Podest geplant – sie sollte vor allem eines sein: für lange Zeit bequem und sicher zu begehen!

Die meisten Treppen werden heute einviertel- oder halbgewendelt eingebaut. Damit lässt sich platzsparend und dennoch in gewisser Großzügigkeit planen. Bei nachträglichen Anbauten - insbesondere bei Wintergärten - werden oftmals Spindeltreppen bevorzugt. Besondere Konstruktionen wie Bogen- oder Polygonaltreppen zählen zu den Ausnahmen, nicht zuletzt auch wegen des größeren Platzbedarfs und dem entsprechend hohen Preis.

Eine weitere wesentliche Forderung an den Treppenbau lautet: Die Treppe soll dem individuellen Bau- und Wohnstil gerecht werden. Aufgang und Einrichtung sollen harmonieren, deshalb spielt die Umgebung eine ebenso maßgebende Rolle wie die Grundrissart selbst.

Wenn Treppenhersteller dabei von Trends sprechen, so zählt der klassiche Landhausstil nach wie vor zu den Favoriten. Gefragt sind leichte, offen wirkende Bauweisen. Bei der Holzauswahl besonders beliebt sind vor allem Kernbuche, amerikanischer Nussbaum und Ahorn. Sichtbare Jahresringe, eine ausgeprägte Maserung und lebhafte Strukturen prägen den eigenständigen Charakter dieser Holzarten. Kontrastreich setzt sich inzwischen auch die deutsche Eiche wieder in Szene. Einen besonderen Hauch von Exotik entfalten dunkle Hölzer wie Ovengkol (Amazakoé).

Gestaltungsfreiheit bieten bei Treppenanlagen vor allem unterschiedliche Geländerausführungen. Hier wird viel mit Edelstahl variiert, in diagonaler, vertikaler oder horizontaler Anordnung. Naturbelassene Holztöne sind nach wie vor die Favoriten. Anstriche auf ökologischer Basis (ölen, wachsen) kommen daher immer häufiger zum Zuge. Gerade bei den Ölen haben neue Produktentwicklungen gezeigt, dass sie in Bezug auf Beanspruchung den herkömmlichen Lacken durchaus gleichwertig sind.

Interessante Informationen zur Planung und zur Auswahl von Holztreppen sind im Ratgeber „Treppen-ABC“ enthalten, der kostenlos angefordert werden kann über die Treppenmeister Partnergemeinschaft, Abteilung 7114, Emmingerstr. 38, 71131 Jettingen.

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