Die Bauder-Gruppe - Spezialist fürs Dach - hat auf einem ausgedienten, aber noch fahrtüchtigen Stuttgarter Bus eine Dachbegrünung entstehen lassen. Das Ganze ist vorerst eine Werbe-Gag für "85 Jahre Omnibusverkehr", aber unser Autor denkt weit voraus.
Bei Verkehrsstau raus aufs Autodach in den Dachgarten
In Stuttgart ist man dagegen, den Hauptbahnhof unter die Erde zu legen. Das regt die Gemüter seit Monaten auf. Beruhigend ist, dass der erste Feldversuch mit der Begrünung eines Omnibusdaches offenbar gelungen ist. Eine Vegetationsmatte wurde auf dem Dach ausgelegt, darauf eine Schicht Substrat. Und nun grünt es schön vor sich hin.
Was im Großen möglich ist, sollte auch im Kleinen gelingen. Mancher kleine Vorgarten ist schöner anzuschauen, als der zehnmal größere Garten hinter dem Haus. Ein Mini mit kleinem Dachgarten, das könnte sogar meiner Gattin gefallen. Sie fährt sowieso Mini ohne Schiebedach.
Auch Kleinwagen haben eine Dachfläche, auf der sich mindestens ein Klappstuhl aufstellen lässt. Da kann man sich bei einem Verkehrsstau in den eigenen Dachgarten setzen.
Ich werde mir eine Stretchlimousine zulegen - da passen ein Liegestuhl, ein Grill und ein Sonnenschirm drauf. Und meine Gattin, die ich auf eine Luftmatratze betten werde. So werden wir einen dreistündigen Stau zu Beginn und zum Ende der großen Ferien ganz bequem überstehen.
Auf die Cabriofahrer, denen die pralle Sonne auf die Birne knallt, werde ich hohnlächelnd herab sehen.
Gewässert wird der Garten bei Regenmangel an der Tankstelle. Natürlich kann ich mit meinem Dachgarten nicht durch die Waschstraße. Und auf Hängepflanzen, die drei Meter hinter mir her wehen würden, werde ich auch verzichten müssen.
Aber was ist das alles gegen das gute Gefühl, die Treibstoff-Emissionen durch den eigenen Dachgarten zu egalisieren?
Ihr Wolfram Dübbel |