Es sieht so aus, dass unser Autor nach seiner Maulwurf-Bekämpfungskampagne (siehe Monat April 2011) und seiner Applaus-Heischerei (siehe Monat Mai 2011) wieder bei klarem Sinn und Verstand ist. Denn er hat sich dem Thema der modernen Rost-Optik im heimischen Garten gewidmet.
Wenn der Rost schon verbrauchsfertig mitgeliefert wird
Die Industrie, die Baumärkte und den Fachhandel mit Produkten für Haus und Garten beliefert, muss sich ständig etwas Neues einfallen lassen. Wie bei Tchibo, wo ja auch alle Nase lang ein neues Produkt vorgestellt wird, das eigentlich kein Mensch wirklich braucht. Ich brauche zum Beispiel keinen Schlafanzug von Tchibo, weil ich nackt schlafe.
Was die Nacktschnecke im Salat, bin ich in meinem Bett. Aber was rede ich da? Es geht ja nicht um Schlafanzüge, sondern um Rost.
Rost muss man bekämpfen, sagen Hersteller und Händler von Rostschutzmitteln. Aber "nein!" sagt da ein Hersteller von Beeteinfassungen. Rost-Look auf dem "Antik-Stahl" ist angesagt, damit die Blumen- und Kräuterbeete so wirken, als lägen sie seit Großvaters Zeiten im Garten und nicht erst seit neulich.
Der Trick bei der Sache ist, dass die gerillten Bleche aus Corten-Stahl nur oberflächlich anrosten, sonst aber witterungsbeständig bleiben. Was das Ganze soll, weiß ich auch nicht. Aber vielleicht ergibt sich da ein neuer Trend?
Rost-Optik auf der Karosserie eines Porsches. Rost-Optik als Tapete auf der Wand. Rost-Optik auf den Gesichtern der Frauen durch Verwendung einer Tagescreme mit Rostpartikeln.
Mich kümmert das herzlich wenig. Ich befinde mich in einem Lebensabschnitt, in dem die Menschen von alleine Rost ansetzen. Damen können sich davon nach vorheriger Absprache gerne überzeugen, wenn meine Gattin ihren nächsten Wellness-Urlaub bucht.
Wie gesagt - ich schlafen nackt und nicht im Tchibo-Schlafanzug. Ich werde dann mein Bett mit 1.000 Watt anstrahlen, damit meine Rost-Optik gut zur Geltung kommt. Wie bei der Beeteinfassung ist mein Rost nur oberflächlich. Ansonsten ist mein Body witterungsbeständig. Wie die Beeteinfassung.
Können Sie das fassen? Ich nicht!
Ihr Wolfram Dübbel |