Dampfreiniger sind beim Saubermachen in vielen Bereichen einsetzbar. Ob Hartböden, Bad- und Küchenarmaturen, Kacheln oder Fensterscheiben, vieles lässt sich leicht und gründlich reinigen. Ein besonderer Vorteil bei der Arbeit mit solchen Geräten ist die Möglichkeit, auf chemische Reinigungsmittel vollständig zu verzichten. Damit sind Dampfreiniger eine Alternative für Menschen mit allergischen Problemen, aber auch für alle, die gesundheitsbewusst wohnen und leben möchten.
Die Reinigung mit Wasserdampf sorgt für hygienische Sauberkeit und hinterlässt keinerlei Rückstände auf den behandelten Oberflächen. Gerade bei kleineren Kindern ist das sinnvoll, weil diese Gegenstände gerne in den Mund nehmen. So können Spuren von Reinigungsmitteln aufgenommen werden, die möglicherweise Allergien auslösen.
Doch wie funktioniert die Dampfreinigung eigentlich? Wasser besitzt in Form von heißem Dampf eine nur sehr geringe Oberflächenspannung. So können feinste Tröpfchen unter den Schmutz „kriechen“ und ihn ablösen. Ein zusätzlicher Reinigungseffekt entsteht durch die mechanische Wirkung von Bürsten und Tüchern, mit denen die Oberflächen bei der Dampfreinigung bearbeitet werden. Wasser wird dabei übrigens sehr sparsam verwendet: Aus einem Liter Leitungswasser werden bis zu 1700 Liter Wasserdampf.
Tipps für den Einsatz
Der vielseitige Einsatz von Dampfreinigern wird durch entsprechendes Zubehör ermöglicht. Deshalb empfiehlt es sich, schon beim Kauf auf eine umfangreiche Ausstattung zu achten. Dazu zählen neben einer Fußbodendüse Punktstrahldüsen, Düsen mit Bürstenaufsatz und Mikrofaser-Reinigungstücher.
Wenn bisher mit Reinigungsmitteln gearbeitet wurde, ist zunächst eine Grundreinigung empfehlenswert. Sonst kann es durch Reinigungsmittelreste zu Streifen und Schlieren kommen. Deshalb ist es wichtig, die noch vorhandenen Rückstände zunächst restlos zu entfernen.
Fliesen- Stein- und Kunststoffböden
Am gründlichsten gelingt die Reinigung, wenn ein Mikrofasertuch in die Bodendüse eingespannt wird. Um Fugen sauber zu bekommen, sollte die Düse nicht nur quer, sondern auch diagonal zur Fuge bewegt werden.
Laminat und Parkett
Mit Geräten, die über eine Dampfmengenregulierung verfügen, können (auf niedrigster Stufe) auch empfindliche Laminat- sowie nicht geölte Parkettböden gereinigt werden. Die dampfende Düse wird dabei mit einem Tuch – möglichst vierlagig – überzogen und zügig bewegt. Die Restfeuchte trocknet schnell und streifenfrei auf.
Reinigung im Bad
Chrom- oder Edelstahlarmaturen werden am besten mit Punktstrahldüsen gereinigt. Bei hartnäckigen Verkalkungen und Verschmutzungen, beispielsweise an Rändern von Wannen oder Duschen, kann eine Bürste aufgesetzt werden. Die zu reinigenden Stellen werden dann unter kräftigen Dampfstößen abgerieben.
Reinigung in der Küche
Edelstahloberflächen sind zwar schick, aber in der Küche auch sehr anfällig für Fettablagerungen. Hier kann mit einem Soft-Überzug aus Mikrofaser-Plüschvelour ein besonders gutes Ergebnis erzielt werden. Für ein streifenfreies Ergebnis empfiehlt es sich, die gereinigten Flächen mit einem Mikrofasertuch nachzupolieren.
Reinigung von Kochfeldern
Stark verschmutzte Flächen sollten gut eingedampft und eingeweicht werden. Für eine schnelle und gründliche Arbeit kann die Rundbürste mit einer handelsüblichen Edelstahlspirale überzogen werden. Weil der heiße Dampf wie eine mikroskopische Gleitschicht wirkt, gibt es keine Kratzer auf der Glasfläche.
Bügeln mit dem Dampfreiniger
Eine besonders praktische Zusatzaufgabe ist das Bügeln mit einem Dampfdruckbügeleisen. Der Dampfreiniger sorgt für einen deutlich höheren Dampfdruck als bei einem normalen Bügeleisen. Wer den Unterschied einmal kennengelernt hat, möchte auf diesen Komfort nicht mehr verzichten. Selbst dicke Jeans können problemlos von einer Seite gebügelt werden. Das geht schneller und auch mit weniger Kraftaufwand als sonst üblich. Die Zeitersparnis kann bis zu 50 Prozent betragen.
Mehr Informationen unter www.kaercher.de