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Die Satire des Monats Mai 2011 in unserem Online-Baumarkt

Unser Autor leidet darunter, dass seine vielfältigen handwerklichen Hilfestellungen weder in seinem eigenen noch im Haushalt seiner Tochter richtig gewürdigt werden. Er nennt als Beispiel die Politiker, die für jede schlappe Rede von ihren Anhängern mit Applaus überschüttet werden.

Ohne Applaus geht bei mir jetzt gar nichts mehr

Schön, schön - wenn ich bei meiner Tochter zum zehnten mal den Abfluss in der Küche von Verstopfungen befreit habe, dann reicht mir meine allerliebste Tochter ein Tässchen Kaffee und bedankt sich auch "Du bist der liebste aller Väter!"

Na ja, ist ja schon mal was. Aber Applaus wurde mir noch nie gespendet. Mit ist aufgefallen, dass im Wahlkampfjahr 2011 mit sieben Wahlkämpfen die Politiker auf ihren Kundgebungen immer nur heiße Lust verabreichen. Da wird geschwafelt, dass sich ein deutscher Eichenbalken nur so biegt. Und ist die Rede zu Ende - was dann?

Dann wird die Politikerin oder der Politiker mit Applaus überschüttet. Und dann nun steht die Führungsriege der jeweiligen Partei auch noch auf und applaudiert. Wem? Sich selbst? Oder dem Publikum, weil es seinerseits applaudiert hat?

Und wenn ich meiner Enkelin ein Schränkchen für Labtop und CD-Rom's getischlert habe - wer applaudiert mir? Und wenn ich dafür gesorgt habe, dass die Tür zum "Bügelzimmer" meiner Frau nicht mehr über den Teppichboden schleift - wer applaudiert mir?

Dieser Tage ruft mich meine Tochter an, die - wie Sie wissen - mit einem Oberarschloch von Schwiegersohn verheiratet ist. Bei ihr in der Garage da lägen Schneebesen, Schneeschaufel und Eisschaufel herum und ob ich diese nicht mit Haken an der Wand festmachen könne. Ich habe mir verkniffen, über ihren Gatten zu spotten, der zu dumm ist, eine Tapete an die Wand zu kleistern.

Ich habe erklärt: "Wenn ihr in der Garage Stühle aufbaut und mir zu Beginn der Arbeit und nach der Arbeit applaudiert, dann komme ich!"

Meine Tochter hat das Telefonat abgebrochen. Ohne Kommentar. Da kann sie grün und blau vor Wut werden - ohne Applaus geht bei mir gar nichts mehr.

Ihr

Wolfram Dübbel

Die Redaktion distanziert sich mit aller Verschiedenheit vom Inhalt der Dübbel'schen Satire und weist jede Haftung für den Klarheitsgehalt der aufgestellten Behauptungen mit größter Verschlossenheit zurück.
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