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Die Satire des Monats Oktober 2010 in unserem Online-Baumarkt

Wurst, Käse, Milch, Obst und Gemüse, Kaffee oder sonstige Getränke und vieles mehr, was zu den Grundnahrungsmitteln gehört, findet der Verbraucher in den verschiedenen Discountern. Aber auch die Heimwerker-Front ist stark begehrt. Wohin unser Herr Dübbel auch schaute, sprangen ihm in letzter Zeit in den diversen Handzetteln der Discounter Angebote von Heimwerkermaschinen ins Auge. Dies veranlasste unseren Autor, das Zusammenspiel zwischen Nahrungsmittel und Werkzeug näher zu beleuchten.

Der Akku-Schrauber vom NETTO-Discounter

Blutrot leuchtet es mir entgegen, das Schweineschnitzel ganz oben auf Seite 1 im Handzettel des NETTO Marken-Discounters. Statt 2,99 Euro nur 2,39 Euro, also 20 % billiger, wie fett über das Schnitzel gedruckt worden ist.

Und was sehen meine müden Augen neben dem Schweineschnitzel? Einen Akku-Bohrschrauber für 19,98 Euro incl. Koffer!

Gleich unter dem Bohrschrauber wird der MÜLLER-"Joghurt mit der Ecke" beworben und daneben eine Schinken-Zwiebel-Mettwurst.

Aus der Zeitung quillt mir ein weiterer Discounter-Handzettel entgegen, der von LIDL. Da geht es kaum noch um Lebensmittel, wie man an sich vermuten sollte, sondern ausgiebig um Heimwerker-Zubehör. Angepriesen wird u. a. eine Tischkreissäge mit Untergestell für weniger als 100 Euro.

Welche Marketingstrategie dahinter steckt, weiß ich nicht. Möglicherweise soll die Hausfrau die Schweineschnitzel erst mal am Küchenschrank festschrauben, denn Fleisch sollte ja immer gut abgehangen sein.

Möglicherweise soll sie auch tief gefrorene Ware mit der Tischkreissäge in handliche Portionen schneiden. Oder Möhren auf Gehrung zurecht sägen und sie dann als optisches Highlight auf dem Teller dekorieren.

Nun ja, nun ja, beim Discounter kauft man ein für den täglichen Bedarf. Und ich kenne genug Leute, die täglich einen neuen Akku-Bohrschrauber brauchen - Sie etwa nicht?

Was allerdings fehlt, das ist das Verfallsdatum auf den Werkzeug-Verpackungen. Für Lebensmittel ist das gesetzliche Vorschrift. Für Heimwerkermaschinen nicht.

Der "Einkaufschef non food" (so nennen sich die Leute tatsächlich) eines bekannten Discounters tat dazu im engen Freundeskreis mit stolzer Stimme kund:

"Das Verfallsdatum unserer Maschinen ist unbegrenzt, solange man sie nicht benutzt."

Wolfram Dübbel

Die Redaktion distanziert sich mit aller Verschiedenheit vom Inhalt der Dübbel'schen Satire und weist jede Haftung für den Klarheitsgehalt der aufgestellten Behauptungen mit größter Verschlossenheit zurück.
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