Als es früher noch keine Kühl- und Gefrierschränke gab, wurden Fleisch und andere leicht verderbliche Lebensmittel in Eisgruben und Eiskellern aufbewahrt. Auch Brauereien stachen im Winter Eisschollen von den zugefrorenen Seen brachten sie in ihre Bierkeller. So wurde das Bier bis in den Sommer hinein gekühlt und blieb länger haltbar. Dieses Prinzip der Eislagerung hat jetzt auch in die moderne Wärmetechnik Einzug gehalten. Moderne Eisspeicher verwenden das Eis aus dem Winter, um im Sommer das Haus zu kühlen. Darüber hinaus speichern sie die Hitze des Sommers, mit der im Winter das Haus erwärmt werden kann. So haben diese Eisspeicher zu jeder Jahreszeit ihren Nutzen. Wobei der Begriff „Eisspeicher“ zunächst einmal irreführend ist, da diese je nach Jahreszeit entweder warmes Wasser oder Eis speichern.
Eisspeicher treten immer zusammen mit einer Wärmepumpe auf, das heißt im Behälter sind Wärmetauschersysteme eingebaut. Eine Wärmepumpe produziert sowohl Kälte als auch Wärme, die – wenn sie nicht sofort benötigt wird – irgendwo gespeichert werden muss. Dazu eignet sich ein Eisspeicher bestens, der in der Regel im Garten vergraben wird. Im Winter nutzt die Wärmepumpe den mit warmem Wasser aus dem Sommer gefüllten Eisspeicher als Wärmequelle. Die Wärmepumpe entzieht dem warmen Wasser dabei seine Energie. So kühlt das Wasser immer mehr ab, bis es bis es komplett durchgefroren ist. Dieses Eis kann im Sommer ohne energetischen Zusatzaufwand zur Klimatisierung des Gebäudes verwendet werden. Das ist umweltfreundlich und energiesparend. Nach und nach schmilzt das Eis und das Wasser erwärmt sich. Nun beginnt der Kreislauf wieder von vorne. So kann vereinfacht die Wirkungsweise eines Eisspeichers beschrieben werden.
Um das Wasser im Sommer zu erwärmen, kann zum einen Solarenergie hinzugezogen werden. Zum andern lädt die Umweltwärme den Speicher ständig nach – und zwar auch, wenn es bewölkt ist oder in der Nacht. Zusätzlich wird Wärme dem Gebäude entzogen und dem Eisspeicher zugeführt. Das alles führt dazu, dass die Wärmepumpe merklich entlastet wird und nur wenig Energie von außen zugeführt werden muss. Kohlendioxid-Emissionen können drastisch gesenkt werden. Gut isolierte Eisspeicher können die Wärme bzw. Kälte über Monate speichern. So kann man sicher sein, dass die Kälte auch im Sommer ankommt, und dass im Winter das Haus mit Wärme aus dem Speicher versorgt werden kann. Ein weiterer Vorteil des Eisspeichers ist, dass keine Bohrung wie bei der Geothermie nötig ist. Dadurch bleibt der Eingriff in die Natur minimal. Es muss lediglich der Speicher im Garten eingegraben und mit Wasser befüllt werden. Auch eine Genehmigung ist nicht notwendig. Alles in allem scheint der Eisspeicher also eine zukunftsfähige Technik zu sein. Ob sie sich flächendeckend durchsetzt, wird die Zeit zeigen. Noch sind Eisspeicher eher unbekannt.
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Fotos: isocal
Eisspeicher im Garagenfundament
Als einziger Garagenhersteller Deutschlands bietet ZAPF-Garagen den Eisspeicher im Garagenfundament an. Das ist echt clever. So werden drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum einen bleibt die Garage weiterhin eine Garage. Zum anderen kann mit dem in die Garage integrierten Hydria Energie System nicht nur geheizt, sondern im Sommer auch gekühlt werden. Hier erfahren Sie mehr darüber.