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Echt natürlich: Mit Lehmplatten Innenräume verkleiden

Lehm ist ein ganz alter Baustoff, der in den vergangenen Jahren wieder neu entdeckt wurde. Er kann vor allem vieles, was moderne Baustoffe auch gerne können würden. Er bindet Schadstoffe, reguliert die Luftfeuchtigkeit, ist Wärmespeicher und unbegrenzt wieder verwendbar. Und Lehm ist als natürlicher Baustoff natürlich auch selbst schadstofffrei. Ein Nachteil hat Lehm allerdings, nass aufgebracht dauert es mehrere Wochen, ehe der Lehmputz trocken ist. Doch es geht auch einfacher und schneller – mit Lehmplatten. Diese vorverputzten Platten werden einfach an die Wand oder eine Unterkonstruktion geschraubt und nur die Plattenstöße müssen verspachtelt werden. Nach zwei bis drei Tagen ist alles erledigt. Und wer will, kann sich mit den Platten auch gleich eine Flächenheizung an die Wand schrauben. Die Lehmplatten gibt es nämlich auch mit integrierter Wandheizung. Am Beispiel der Lehmplatten von Naturbo zeigen wir, wie die Montage funktioniert.

Verarbeitungsanleitung des trockenen Lehmputzes

In sieben Arbeitsschritten lässt sich der Wohnraum mit naturbo clima Lehmplatten verkleiden. In zwei bis drei Tagen ist der Raum wohnfertig.

Die Naturbo-Lehmplatten können mit jeder gängigen Säge auf Maß geschnitten werden. Eine Platte misst 625 mm in der Breite und 1150 mm in der Höhe. Eine lotrechte Ausrichtung der Platten ist unbedingt empfehlenswert, um die Montage anschließender Platten zu erleichtern.

An der Flachkante wird die Lehmplatte an der Unterkonstruktion befestigt. Im nächsten Schritt muss das Fugenarmierungsband in die Flachkanten – also die Stöße benachbarter Platten – gelegt und befestigt werden (z.B. mit einem Tacker). Das Band verhindert die Bildung von Rissen.

Damit sich die Lehmspachtelmasse besser mit den Lehmplatten verbindet, werden die Flachkanten mit einem Pinsel oder einer Sprühflasche mit Wasser befeuchtet. Naturbo-Fugenfix wird nach Anleitung angerührt und in die Flachkante planeben eingespachtelt. Eventuelle Überstände können im trockenen Zustand abgerieben werden.

Veredeln der Oberfläche:

Bereits einen Tag nach dem Verspachteln kann die Lehmputzwand ihr endgültiges Aussehen erhalten. Als Finishing-Putz steht naturbo decor standardmäßig in zwei unterschiedlichen Oberflächenstrukturen zur Verfügung. Wenn die Oberfläche einen Farbton erhalten soll, wird sie anschließend im gewünschten Farbton gestrichen.








Verarbeitungsanleitung Lehmplatten mit Flächenheizung

In fünf einfachen Arbeitsschritten wird die Verarbeitung von naturbo therm Lehmplatten erklärt. Das ausgeklügelte Steck-Modulsystem macht es extrem einfach, die Wandheizung flexibel, unkompliziert und schnell zu verarbeiten.

Man beginnt mit der Montage von naturbo therm Platten und füllt die Restflächen mit naturbo clima Platten. Um Kreuzfugen zu vermeiden, werden naturbo therm Platten wechselweise in zwei verschiedenen Längen verarbeitet. Die unteren Platten müssen mit der Fertigfußbodenhöhe abschließen. Um die dies zu erreichen, sind gegebenenfalls Abstandsklötze zu verwenden.

Auf die oberen Heizungsrohre der Zwischenplatte werden Presskupplungen aufgesteckt. Nun kann die naturbo therm Endplatte über die Zwischenplatte gehoben und vorsichtig in Postion gebracht werden.

Einfacher geht die Montage der Platten zu zweit. Während der eine die Platte hält, führt der andere die Heizungsrohre in die aufgesteckten Presskupplungen ein. Sitzt die Platte, müssen die Anschlussstellen von einem Heizungsfachmann verpresst und auf Dichtigkeit geprüft werden.

Jetzt werden die Pressfenster der Anschlussstellen mit den mitgelieferten Trockenbauklötzchen gefüllt und wie gewohnt verspachtelt (siehe oben). Damit gefahrlos z.B. Aussparungen für Steckdose oder Schalter gebohrt werden können, ist der Verlauf der Heizungsrohre an der Oberfläche der naturbo therm Platte gekennzeichnet.

Lehmplatten in Bereich der Fenster anbringen

In acht einfachen Arbeitsschritten wird die Verarbeitung von naturbo-windows an Fensterleibungen erklärt. Das System erlaubt eine so flexible Montage, dass trotz Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen später keine Risse entstehen.

Zunächst wird das Fensteranschlussprofil an die Außenkante des Fensterstocks geklebt. Das geht ganz einfach, weil das Profil auf der Rückseite selbstklebend ist. Ist das Fensteranschlussprofil befestigt, kann Maß für die Anschlussplatte genommen werden. Maßgeblich ist dafür die Außenkante des Profils, ab dort wird also gemessen. Nach dem Zuschneiden kann die Platte wie bekannt montiert werden.

Um die Materialausdehnung von Platte und Holz auszugleichen, wird ein Dichtungsband an die Decke geklebt. So werden dann Risse vermieden. An der Leibungsseite benötigt die Anschlussplatte zum Einspachteln des Eckwinkels eine Flachkante. Diese Flachkante lässt sich mit einem Trockenbauhobel problemlos ausbilden.

Im nächsten Arbeitsschritt wird das Fensterbrett eingesetzt. Um Beschädigungen zu vermeiden, sollte der Fenstersims sogleich gut abgedeckt werden. Nun wird die Leibungsplatte eingesetzt. Dazu wird sie nach Maß zugeschnitten und mit der Nut in das Fensteranschlussprofil am Fensterrahmen geschoben.

Befestigt an der Anschlussplatte wird die Leibungsplatte mit Klammern oder Schrauben. Anschließend kann die Eckschiene mit Gewebeband aufgesetzt und befestigt werden. Dabei bedeckt das breitere Gewebeband die Leibungsplatte, während die schmalere Seite in der Flachkante liegt. Nun kann die Fensterleibung wie zuvor beschrieben mit naturbo Fugenfix verspachtelt werden.

Mehr Informationen gibt es unter www.naturbo-lehmputz-lehmbauplatten.de.

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