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Heizungsableser: Oftmals wird zuviel kassiert

Der Besuch des Heizungsablesers ist jedes Jahr bei den meisten Mietern obligatorisch. Sofern keine Ablesung über Funk möglich ist, muss der Mieter auch noch persönlich anwesend sein – und das bei so „genauen“ Angaben wie „zwischen 8 und 16 Uhr“. Das sorgt zum ersten Mal für Frust. Die zweite Frust­attacke folgt beim Studieren der Nebenkostenabrechnung. Da muss man dann lesen, dass für das Ablesen der Heizung 60 Euro und mehr zu zahlen sind. Und das für fünf Minuten, die der Heizungsableser in der Wohnung verbracht hat. Da fühlt man sich schon ziemlich leer im Kopf, zumal man diesen Kosten hilflos ausgeliefert zu sein scheint. Doch man kann etwas dagegen tun.

Schließlich ist es beim täglichen Einkauf oder der Wahl des Stromanbieters selbstverständlich: Die Preise werden verglichen, und das lukrativste Angebot wird gewählt. Für den Service der Messdienstleister, die einmal im Jahr den Verbrauch der Heizung ablesen, zahlen deutsche Mieter hingegen pro Jahr im Schnitt 13 Euro zuviel. Das geht aus einer Untersuchung von 12.500 Heizkostenabrechnungen der gemein­nützigen co2online GmbH hervor. „Vermieter sind kaum motiviert, einen günstigen Anbieter zu suchen, weil sie die Mehrausgaben mit der Heizkostenabrechnung an ihre Mieter weiterreichen“, sagt co2online-Geschäftsführer Dr. Johannes D. Hengstenberg.

Ein Problem ist zudem, dass sich der Ablesemarkt unter wenigen großen Anbietern aufteilt. „Drei Unter­nehmen haben 75 Prozent des Marktes unter sich aufgeteilt, bei Gewinnmargen von bis zu 40 Prozent“, sagt Hans Weinreuter von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Das ist praktisch eine Monopol­stellung, und die wenigen Anbieter können die Preise künstlich hoch halten. Und sich natürlich selbst den Geldbeutel mehr als prall füll. Dem kann jeder entgegenwirken, indem er den Vermieter darauf drängt, einen günstigeren Anbieter zu nehmen. Denn es ist keineswegs so, dass man einen bestimmten Anbieter einfach so hinnehmen muss. Es macht schon einen Unterschied, ob man für eine 70 Quadrat­meter-Wohnung 38,50 Euro oder 65,10 Euro zahlen muss. Und das für fünf Minuten Arbeit.

Wer zukünftig den Anblick der Nebenkostenabrechnung besser ertragen möchte: co2online bietet auf www.heizspiegel.de die Möglichkeit, die Preise verschiedener Messdienste zu vergleichen.

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