Glühbirnen sind bald Geschichte, und auch den Halogenlampen geht es an den Kragen. Bis 2016 sind beide Arten von Leuchtmitteln vom Markt verschwunden. Die Verbraucher müssen sich also langsam nach Alternativen umschauen. Unheimlich in den Vordergrund geschoben haben sich in den vergangen Jahren LED-Leuchten. Das ist nicht verwunderlich, überzeugen diese doch durch eine extrem hohe Lebensdauer, sehr große Energieersparnis und nahezu keine Wärmeentwicklung. Sie stellen also das genaue Gegenteil einer Glühbirne dar, die den Großteil der genutzten Energie in Wärme umwandelt und nur den geringsten Teil in Licht. Früher kannte man LED meist nur als rotes oder grünes Standby-Lämpchen an Fernsehern oder anderen elektrischen Geräten. Doch diese Zeiten sind längst vorbei – heute sind sie ebenso gut in Wand- und Deckenleuchten sowie Einbaustrahlern einsetzbar. Auch Scheinwerfer von Autos kommen immer häufiger mit LED-Beleuchtung daher.
Gab es LEDs lange Zeit nur in Gelb, Grün, Blau oder Rot, hat die Entwicklung von weißen LEDs ganz erheblich dazu beigetragen, dass die LED-Technik alltagstauglich wurde. Die Abkürzung LED steht für Licht emittierende Diode. Zur Erzeugung von Licht wird Strom über einen Halbleiter geführt, wobei eine Leuchtdiode aus mehreren Schichten halbleitendem Material besteht. Die Farbe des Lichtes hängt vom verwendeten Material des Halbleiters ab. Die LED funktioniert im Prinzip umgekehrt wie eine Solarzelle. Bei der Solarzelle fällt das Licht auf eine Silizium-Scheibe und wird dabei in Strom umgewandelt. Bei der LED hingegen wird der Gleichstrom im Silizium-Halbleiter in Licht umgewandelt, das über die Linse abgestrahlt wird. Zur Erzeugung von weißem Licht muss hingegen „getrickst“ werden. Entweder werden Leuchtdioden verschiedener Farben so kombiniert, dass sie sich zu einem weißen Licht mischen oder es wird mit Leuchtstoffen gearbeitet. Dies ist die am meisten verwendete Methode. Das Leuchtmittel befindet sich in einer meist blauen Leuchtdiode. Ähnliches kennt man bereits von Leuchstoffröhren. Jedenfalls lässt sich mit den Leuchtstoffen die Farbe des Lichtes steuern und so verschiedenartiges weißes Licht erzeugen, wie z.B. Warmweiß, Neutralweiß oder Daylight.
Das Licht einer Leuchtdiode kommt dem Licht einer Glühbirne damit schon recht nahe. Das nimmt Vielen vielleicht die Angst vor dem Ende der Glühlampe. Es sind also keine Hamsterkäufe notwendig, um auch zukünftig seinen Krimi bei gewohntem Licht lesen zu können. Vielleicht hilft auch die Tatsache darüber hinweg, dass mit einer LED etwa 90 Prozent der Energiekosten gespart werden können. Und das bei einer Betriebsdauer von bis zu 50.000 Stunden. Wer befürchtet, seine liebgewonne Nachttischlampe oder den Kronleuchter im Wohnzimmer wegschmeißen und durch eine LED-taugliche Lampe austauschen zu müssen, kann ebenfalls beruhigt werden. LED-Leuchten gibt es mittlerweile mit allen gängigen Sockeln und Fassungen. Es gibt die Leuchten mit dem GU10-Sockel für den Ersatz von 230V Halogen-Lampen oder mit dem GU5,3 Sockel für die Standard-Fassung der 12V Halogen-Strahler. Und auch mit Schraubsockeln gibt es LED-Leuchten natürlich – und das in verschiedenen Größen wie E27 oder E14. Selbst Leuchtstoffröhren können durch LED-Leuchten ersetzt werden.
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