Jedes Kind freut sich über diesen Spielturm, an dem es sich richtig austoben kann. Da lässt es sich von einem Leben
als Ritter, der Drachen tötet, träumen. Und was braucht ein echter Ritter? Ganz klar, seine eigene Burg. In diesem Bauplan
geht es zwar zunächst nur um einen Turm, aber jeder Ritter hat einmal klein angefangen und wer sagt, dass aus einem Turm nicht eine Burg werden
kann. Der Spielturm ist ein wunderbares Projekt für die ganze Familie, bei vielen Arbeitsschritten sind Sie sogar
auf helfende Hände angewiesen und die Arbeit geht gemeinsam natürlich wesentlich schneller.
Wenn der Sandkasten vollständig gefüllt ist kommt der
Turm ohne zusätzlich Bodenbefestigung aus. Der Turm kann natürlich individuell erweitert und angebaut werden,
denkbar sind ein zweiter Turm, eine Brücke oder der Klassiker, eine Rutsche. Um ein dauerhaftes Bauwerk im Garten zu haben, sollten alle Verschraubungen wenn möglich mit Edelstahlschrauben
gemacht werden.
1.1
1. Sägen Sie die Balken (Pos. 1, 2, 3, 4) mit einer Kreissäge auf das passende Maß ab. Falls Sie mit der Säge die
dicken Balken nicht auf einmal durchtrennen können, sollten Sie die Schnittkante vorher genau anzeichnen und
dann mit der Säge genau an dieser Linie von beiden Seiten des Balkens sägen. Die so genannten Knacken (Pos. 5) sind die Winkelaussteifungen des Turms.
1.2

Sie verhindern, dass der Turm wackelt und machen die Konstruktion steifer. Die Knacken werden auf beiden Seiten 45 Grad schräg geschnitten. Der
Firstbalken (Pos. 4) sitzt diagonal auf den Eckpfosten (Pos. 1). Dadurch kann die Plane besser darüber gespannt werden und es sammelt sich kein Wasser darauf. Um den Firstbalken
dauerhaft auf den Pfosten zu
1.3

befestigen, werden die Verbindungen miteinander verzapft. Zunächst wird auf dem First auf jeder Seite eine Nut angezeichnet. Mit einer Handsäge wird an den Linien
dann ein Schnitt gesägt und das Holz zwischen den Schnitten herausgestemmt. Oben auf den langen Eckpfosten wird der Zapfen angezeichnet und
ebenso mit einer Handsäge ausgesägt.
2.1
2. Stecken Sie die Eckpfosten und den First vor dem Weiterbau zusammen und prüfen Sie, ob die Verbindung passt. Die Kanten der Balken werden großzügig
abgerundet. Dadurch sinkt das Verletzungsrisiko und die Farbe kann an den Ecken besser haften. So viele Teile wie möglich, sollten am Boden zusammengebaut
oder eingepasst werden.
2.2

Zwei der späteren vier Wände werden auf Böcken zusammen geschraubt (siehe Schraubentipp). Legen Sie dazu jeweils einen langen und einen kurzen
Balken auf Arbeitsböcke und zeichnen Sie die Positionen der Querbalken (Pos. 3) ein. Bohren Sie die Löcher (6 + 8 mm) für die Schrauben in den
Pfosten und den Knacken vor.
2.3

Achten Sie darauf, die Schraubenlöcher versetzt zueinander zu bohren, damit die Schrauben in den Ecken nicht zusammenstoßen. Spannen Sie die
Wände mit Zwingen zusammen. Mit einem Gummihammer werden die Querbalken eventuell noch einmal ausgerichtet. Wenn dann alles passt,
wird es miteinander verschraubt.
3.1
3. Stellen Sie die beiden fertigen Außenseiten des Spielturmes auf und spannen Sie die anderen Querstreben dazwischen fest. Falls Sie keine Zwingen
mit der passenden Länge besitzen, können Sie alles auch mit einem Spanngurt verzurren oder Sie verschrauben zu zweit eine
3.2

Verbindung nach der Anderen. Bevor Sie die Querstrebe oberhalb der Leiter einbauen, müssen die 30 mm Löcher für die Handgriffe gebohrt
werden. Zeichnen Sie die Positionen an und bohren Sie mit einem so genannten Kunstbohrer die beiden Löcher. Hinter der
3.3

Leiter wird keine Knacke eingebaut, sonst kann die Leiter nicht sicher benutzt werden. Sobald die drei fehlenden Knacken eingeschraubt sind,
ist das Grundgestell fertig.
4.1
4. Um die Wände zu verkleiden, werden zunächst die Leisten der Unterkonstruktion (Pos. 9) an die Querbalken angeschraubt.
Die Wandverkleidung wird unten 15 Grad schräg gesägt, dadurch kann herablaufendes Wasser nicht ins Holz einsickern. Um die Knacken zu verkleiden und die Optik noch mehr
einer Ritterburg anzugleichen, werden die beiden äußeren Bretter mit einer
4.2

45 Grad Schräge abgesägt. Auch hier wieder alle Kanten, außer der unteren, mit einer Kantenfräse oder einem Handhobel abrunden. Das erste Brett
wird parallel zum Eckpfosten ausgerichtet und von innen durch die Unterkonstruktion festgeschraubt. Die Schraubenlöcher werden zuvor mit einem
Bohrer (D = 3,5 mm) in der Unterkonstruktion
4.3

vorgebohrt. Es ist hilfreich, wenn Sie jetzt einen zweiten Akkuschrauber oder einen Bohrmaschine zur Verfügung haben. Das Wandbrett am Klettergerüst ist
schmäler als die anderen und muss zuvor zurechtgeschnitten werden.
5.1
5. Die Seitenteile der Leiter (Pos. 6) werden auf das angegebene Maß abgesägt. Zeichnen Sie die Positionen der Löcher auf den Seiten an und
bohren Sie diese mit einem 30 mm Bohrer. Längen Sie die Sprossen auf das passende Maß ab und entgraten Sie die Schnittkanten. Nachdem alle Kanten
abgerundet sind, wird
5.2

die Leiter zusammengesteckt und von hinten in jede Sprosse mit zwei Schrauben fixiert. Unten an die Leiter werden die Abstandsklötze
zum Befestigen am Sandkasten angeschraubt. Die Leiter wird von hinten am Querbalken festgeschraubt. Die genaue Länge des
Fußbodenbelages (Pos. 11) wird am Gestell ausgemessen.
5.3

Die Fußbodenbretter werden zugeschnitten. Auch hier die Schnittkanten entgraten. Das erste und letzte Brett mit der Stichsäge so aussägen, dass es
bündig mit der Außenkante der Querstreben abschließt. Die Löcher für die Handgriffe werden auf dem ersten Bodenbrett angerissen und gebohrt.
6.1
6. Die Handgriffe oben in die Löcher der Querstrebe einstecken und unten mit dem ersten Bodenbrett in Position schieben.
Von außen die Griffe gegen verdrehen mit Schrauben sichern. Verschrauben Sie den Bodenbelag mit den Querbalken. Sägen Sie die Seitenteile
(Pos.14) des Sandkastens auf das angegebene Maß ab. An den Ecken werden die Seiten jeweils
6.2

bis zur Hälfte eingesägt. Der Schnitt ist genau so breit wie die Seiten dick sind. Dadurch können die Seitenteile zusammengesteckt
werden. Messen Sie den Boden des Sandkastens genau aus und sägen Sie ihn zu. In die oberen Ecken kommen Dreiecke (Pos. 16) als Abstützungen für
die Sitzfläche (Pos. 14). Diese wird aus den gleichen Brettern wie
6.3

die Wandverkleidung zugesägt. Hinter der Leiter wird mit der Stichsäge eine Aussparung in die Sitzfläche gesägt. Dadurch
entsteht keine Stolperfalle. Stecken Sie die Sandkastenseiten innerhalb des Grundgestells zusammen und schrauben Sie die Eckverstärkungen ein. Nun die Sitzfläche ausrichten und festschrauben.
7.1
7. Heben Sie den Sandkasten an und legen Sie von unten den Boden ein. Der
Boden wird durch die Seiten von außen festgeschraubt. Senken Sie den Sandkasten wieder ab und schrauben Sie ihn
am Grundgestell fest. Der Firstbalken wird auf die Eckpfosten aufgelegt und beide werden zusammengesteckt. Von oben wird der First mit zwei Schrauben
fixiert. Das Dach besteht aus einer LKW
7.2

Plane, die an den vier Ecken mit Ösen in den kurzen Eckpfosten und im Firstbalken eingedrehten Schrauben eingehängt wird. Schneiden Sie die Kletterwand
(Pos.12) auf das angegebene Maß ab und runden Sie die Kanten. Die Kletterwand wird mit Scharnieren am Gesell befestigt. Dadurch kann sie zum
Rasenmähen nach oben geklappt werden.
7.3

Die Klettergriffe werden mit Einschlagmuffen an der Wand befestigt. Dafür wird zunächst ein 12 mm Loch in das Brett gebohrt und dann von hinten die
Muffe eingeschlagen. Der Griff wird dann mit einer Gewindeschraube von vorne in der Muffe befestigt. Zusätzlich sollten Sie die Schraube noch mit Kleber
im Gewinde gegen selbstständiges herausdrehen sichern.
Maschinenliste
- Kreissäge
- Stichsäge
- Akkuschrauber
- Evtl. Kantenfräse
- Evtl. Bohrmaschine
Werkzeugliste
- Zwingen
- Gummihammer
- Handhobel
- Handsäge
- Messer
Werkzeugliste
- 6. Bohrer 30 mm
- 7. Bohrer 8 mm
- 8. Bohrer 6 mm
- 9. Bohrer 4,5 mm
Materialliste
| Pos |
Anz. |
Bezeichnung |
Länge |
Breite |
Dicke |
Material |
| 1 |
2 |
Eckpfosten lang |
3300 |
80 |
80 |
Fichte |
| 1 |
2 |
Eckpfosten lang |
3300 |
80 |
80 |
Fichte |
| 3 |
8 |
Querbalken |
1040 |
80 |
60 |
Fichte |
| 4 |
1 |
Firstbalken |
2500 |
80 |
80 |
Fichte |
| 5 |
7 |
Knacke |
400 |
80 |
80 |
Fichte |
| 6 |
2 |
Leiter Seite |
1500 |
55 |
55 |
Fichte |
| 7 |
7 |
Leiter Sprosse |
425 |
|
D=30 |
Kiefer Rundstab |
| 8 |
2 |
Handgriffe |
660 |
|
D=30 |
Kiefer Rundstab |
| 9 |
|
Unterkonstruktion Wandverkleidung |
ca. 6,2 lfm |
|
40 |
30 Fichte |
| 10 |
|
Wandverkleidung |
ca. 24 lfm |
150 |
20 |
Douglasie |
| 11 |
8 |
Bodenbelag |
1145 |
145 |
30 |
Lärche |
| 12 |
1 |
Kletterwand |
1550 |
590 |
25 |
Seekiefer Sperrholz |
| 13 |
4 |
Sandkasten Sitzfläche |
1040 |
150 |
20 |
Douglasie |
| 14 |
24 |
Sandkasten Seite |
1150 |
230 |
21 |
Seekiefer Sperrholz |
| 15 |
1 |
Sandkasten Boden |
998 |
998 |
21 |
Seekiefer Sperrholzl |
| 16 |
4 |
Eckverstärkung Sandkasten |
100 |
100 |
21 |
Seekiefer Sperrholz |
| 17 |
1 |
Dach |
1550 |
1550 |
|
LKW-Plane |
| 18 |
|
Klettergriffe |
|
|
|
|
| 19 |
2 |
Schanier |
80 |
|
|
Edelstahl |
| 20 |
1 |
Hanfseil |
3500 |
|
D=28 |
|
| Alle Maße in Millimeter |
Oberflächentipp
Bei einem so großen Objekt und gerade wenn Sie es bunt gestalten möchten ist es ratsam die sich zuvor schon Gedanken über die farbige Gestaltung zu
machen und die Einzelteile vor dem Zusammenbau zu streichen. Als Anstrich kommen nur Farben, die für den Einsatz im Außenbereich und zur
Verwendung auf Kinderspielzeug geeignet sind, in Frage. Die Oberflächenbehandlung sollte mindestens in zwei Schritten erfolgen. Farbige Öle
bilden im Vergleich zu Lasuren keine geschlossene Oberfläche, dadurch sind sie schmutzempfindlicher und färben auch in trockenen Zustand
leichter ab. Lasuren bilden eine geschlossen unempfindlichere Oberfläche, reißen aber durch das Arbeiten des Holzes schneller ein und blättern dann durch eindringendes
Wasser leichter ab.
Schraubentipp
Zum verschrauben von Balken gibt es spezielle Schrauben mit großem flachen Kopf. Diese Spezialform heißt Tellerkopfschraube. Durch den großen Kopf
werden die Balken mit mehr Zugkraft zusammengehalten. Moderne Schraubentypen sind mit speziellen Spitzen und Fräsrippen ausgestattet und
dringen dadurch leichte und mit weniger Kraftaufwand in das Holz ein. Durch die verbesserte Form der Spitzen wird weniger
Spannung innerhalb des Holzes erzeugt und die Balken platzen an der Schraubstelle nicht mehr so schnell auf.
Bauplan Spielturm
Nachdem Sie sich einen Überblick über die Bauanleitung verschafft haben, können Sie anschließend von unseren Bauplan Gebrauch machen und diesen als Schablone für den Bau ihres Spielturms verwenden.
Mit freundlicher Genehmigung von festool.de.