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Bauplan Klapptisch: Für den kleinen Balkon

Ein schöner Morgen, strahlender Sonnenschein, der Kaffee ist fertig und Sie sitzen auf ihrem Balkon und frühstücken. Aber nicht an einem alten Kunststofftisch, sondern an Ihrem selbst gebauten Klapptisch. Wenn die Sonne wandert, drehen Sie einfach den integrierten Sonnenschirm zur Seite. Nachdem der Tisch dann abgeräumt ist wird er platzsparend zusammengeklappt und Sie können Ihre Sonnenliege daneben aufstellen. Der Sonnenschirm bleibt natürlich in der Halterung und spendet weiter Schatten.
Klapptisch

Beim Bau des Tisches wird die Arbeit in einzelne Baugruppen unterteilt: das Grundgestell, die Platte und die beiden Streben. Nach dem Zusägen werden diese Gruppen so markiert, dass man erkennt welche Teile zusammengehören. Für die Verbindungen können witterungsbeständige Dübel benutzt werden. Verklebt wird alles mit witterungsbeständigem PU-Kleber. Der Tisch besteht komplett aus fertig gehobelten Glattkantbrettern, die Sie im Holzfachhandel kaufen können. Die gewählte Holzart sollte witterungsbeständig sein. Wir haben Douglasienholz verwendet.

1.1 Einzelteile des Tisches

1. Sägen Sie die Einzelteile des Tisches auf das in der Material­liste angegebene Maß zu. Die beiden Diagonalstreben (Pos. 8) des Untergestells werden auf beiden Seiten mit einer Schräge von 45 Grad abgesägt. Legen Sie die Einzelteile der Abstütz­ungen (Pos. 8 + 9) so zusammen, wie sie später verklebt werden.
1.2 Orientierung durch Kennzeichnung

Zur leichteren Orientierung werden die Teile mit einem Schreinerdreieck und Ziffern gekennzeichnet. Die Einzelteile der Tischplatte (Pos. 5 + 6 + 7) auch zusammenlegen und mit einem Dreieck kennzeichnen.
1.3 Abstandsklötze

Zwischen die Latten der Tischplatte (Pos. 7) werden 8 mm dicke Abstandsklötze gelegt.
2.1 Verbinden der Gestellteile

2. Zum Verbinden der Gestell­teile werden wasserfeste Dübel mit einer Dicke von 8 mm verwendet. In das Querholz der Streben (Pos. 3 + 4) jeweils zwei Dübellöcher bohren. Um genau bohren zu können ist es hilfreich, eine Dübelschablone zu benutzen. Diese wird von oben auf das Brett aufgesetzt und hat auf der Unterseite Zapfen, um sie exakt zu positionieren.
2.2 Tiefenbegrenzer verwenden

Verdreht man die Schablone bis die Zapfen anliegen, ist das gewünschte Dübelloch genau in der Mitte des Brettes. Bei einer Dübelgröße von 8 x 40 mm werden die Löcher in die Stre­ben ca. 25 mm tief gebohrt und in die Seiten mit 15 mm. Um alle Löcher gleich Tief zu bohren, einen Tiefenbegrenzer verwen­den. Bohren Sie jetzt alle Löcher in die Streben.
2.3 Dübellöcher

Mit den kleinen Zentrierdornen der Schablone, die in die Dübellöcher eingesteckt werden, wird die Position der Löcher auf das Gegenstück übertragen. Zunächst müssen die genauen Positionen der Bretter ange­zeich­net werden. Dann wird mit eingesteckten Spitzen eine Strebe an ihre Position auf der Seite gedrückt. Die so ent­stehen­den Vertiefungen sind
die Mitten der Löcher.
3.1 Dübelschablone verwenden

3. Verstellen Sie die Bohrtiefe und bohren Sie jetzt auch die Löcher in die Seiten (Pos. 1). Damit auch diese Löcher genau senkrecht werden, sollten Sie auch hier die Dübelschablone verwenden. Wenn die Anzahl Ihrer Zwingen begrenzt ist, sollten Sie die einzelnen Ele­mente zeitversetzt verkleben. Das heißt, sobald die
3.2 Kanten abrunden

Dübellöcher in einem Bauele­ment gebohrt sind, werden alle sichtbaren Kanten mit einem Handschleifklotz oder einer Kantenfräse großzügig abge­rundet. Die Verbindungen werden alle mit witterungs­beständigem Leim (D4) oder
PU (Polyurethan) Kleber mitein­ander verklebt. Zunächst werden die Dübel in die
Streben eingeleimt.
3.3 Gestell zusammensteckenn

Schlagen Se die Dübel mit einem Hammer ganz in das Loch ein. In den Gegen­löchern wird auch Kleber angegeben und das Gestell wird zusammengesteckt. Verspannen Sie die Teile mit Zwingen, achten Sie darauf, dass alle Stoßfugen geschlossen sind und das Untergestell rechtwinklig verspannt ist.
4.1 Position der Bretter

4. Bei den restlichen Verbin­dungen ist der Arbeitsablauf der gleiche. Es wird immer zunächst die Position der Bretter zuein­ander angezeichnet. Dann werden mit der Dü­bel­schablone in das Querholz zwei Löcher gebohrt und diese mit Dübelspitzen auf das Gegen­stück übertragen.
4.2 Polyurethankleber

Achten Sie bei allen Bauteilen darauf, dass sie im rechten Winkel miteinander verbunden sind. Nach dem Aushärten wird überschüssiger Kleber mit einem Stemmeisen entfernt.

Polyurethankleber kann nicht wie Leim im feuchten Zustand mit Wasser entfernt werden.

4.3 Waschverdünnung oder Aceton

Wenn Sie den Kleber im feuchten Zustand entfernen möchten, geht dies nur mit Waschverdünnung oder Aceton.
5.1 Letzter Schliff

5. An den oberen Schmalflächen der Abstützungen wird mit der Stichsäge jeweils eine Aus­sparung gesägt. Alle Kanten und Flächen sollten mit einem Exzen­terschleifer oder einem Hand­schleif­klotz geschliffen werden. Letzter Schliff Körnung P180. Wenn Sie den Tisch farbig gestalten möchten, müssen die Einzelteile vor dem Zusammen­bau gestrichen werden.
5.2 Abstützungen am Gestell befestigen

Spannen Sie das Gestell des Tisches mit der Oberseite nach unten auf dem Arbeitstisch fest. Legen Sie die Platte mit der Oberseite nach unten davor und verbinden Sie beide Teile mit zwei Scharnieren. Befestigen Sie auch an den Abstützungen jeweils zwei Scharniere. Die Abstützungen werden jetzt am Gestell befestigt.
5.3 Festspannen der Schaniere

Spannen Sie dazu die Scharniere mit einer Zwinge fest. Es ist hilfreich, die genaue Mitte der Löcher mit einem Spitzbohrer vorzustechen. Die erste Abstützung wird mit der Vorderkante der Scharniere bündig am Gestell befestigt. Die zweite muss so weit von der Vorderkante zurückstehen, dass sich beide beim Zusammenklappen nicht behindern.
6.1 Abdeckplatte

6. Es wird für jede Abstützung mit einem Anschlagklotz (Pos. 11) ein Endpunkt festgelegt. Ein kleiner Keil (Pos. 12) auf der Innenseite verhindert einerseits das unbeabsichtigte zurück­schieben der Abstützungen mit dem Knie, andererseits erleich­tert er das Ausklappen. In die Abdeckplatte wird ein Loch gebohrt, durch das die Stange eines Sonnenschirms passt.
6.2 Loch für den Sonnenschirm

Jetzt kann die Abdeckplatte (Pos. 2) mit Schrauben (Spax 3,5 x 35) von unten mit dem Gestell verbunden werden. Die Schraubenlöcher werden mit einem 3,5 mm Bohrer vorge­bohrt. Dann wird das Loch für den Sonnenschirm auch durch die darunter liegende Strebe gebohrt. Als Endpunkt für den Sonnenschirm dient
6.3 Mit Schrauben am Balkon festklemmen

ein Klotz (Pos. 10) mit dem gleichen Loch, der auf der unteren Strebe angeschraubt wird. Bei Holzgeländern wird der Tisch durch die hintere Strebe am Geländer festgeschraubt. Bei Metallgeländern wird der Tisch mit einem Brett von Außen und durchgehenden Schrauben festgeklemmt.

Maschinenliste

  1. Hand oder Tischkreissäge
  2. Akkuschrauber
  3. Evtl. Exzenterschleifer

Werkzeugliste

  1. Winkel
  2. Dübelspitzen 8 mm
  3. Hammer
  4. Vorstecher

Werkzeugliste

  •    5.   Zwingen
  •    6.   Bohrer 25 mm
  •    7.   Bohrer 8 mm

Materialliste

Pos Anz. Bezeichnung Länge Breite Dicke Material
1 2 Seite 760 110 20 Douglasie
2 1 Abdeckplatte 900 150 20 Douglasie
3 1 Strebe oben 820 90 20 Douglasie
4 2 Strebe hinten 820 80 20 Douglasie
5 2 Tischplatte Rahmen lang 900 80 20 Douglasie
6 2 Tischplatte Rahmen kurz 900 80 20 Douglasie
7 5 Tischplatte Latten 740 80 20 Douglasie
8 4 Abstützung senkrecht/wagerecht 480 80 20 Douglasie
9 2 Diagonalstrebe 400 80 20 Douglasie
10 1 Aufnahme für Sonnenschirm 80 40 40 Douglasie
11 2 Anschlagklotz 60 20 20 Douglasie
12 2 Holzkeil 45 10 20 Douglasie
13 6 Scharnier 80 VA oder Eisen
Alle Maße in Millimeter

Oberflächentipp

Wenn man eine Oberflächenqualität möchte, die für draußen geeignet ist, muss man natürlich auch ein geeignetes Mittel benutzen. Dabei müssen Sie sich vorher entscheiden, ob Sie eine farbige oder transparente Oberfläche haben möchten. Bei farbigen Flächen gibt es eine Auswahl an Lasuren, die für jeden Geschmack das Passende bieten. Bei transparenten Flächen kann man Lack oder Öl benutzen.

Lack bildet eine bessere, geschlossene Oberfläche, neigt aber zur Rissbildung und kann dann durch eindringendes Wasser unterwandert und abgelöst werden. Öle haben eine offenere Oberfläche, sind dadurch anfälliger für Schmutz und müssen öfter aufgefrischt werden. Es kommt aber zu keiner Rissbildung.

Bauplan Klapptisch

Nachdem Sie sich einen Überblick über die Bauanleitung verschafft haben, können Sie anschließend von unseren Bauplan Gebrauch machen und diesen als Schablone für den Bau ihres Klapptisches verwenden.

Mit freundlicher Genehmigung von festool.de.

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