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Klassisch und schlicht: Bauplan Gartenklapptisch

Gartenklapptisch

Ein selbstgebauter Klapptisch aus Holz, klassisch und schlicht in seiner Form, ist doch sicherlich ein Möbelstück das auch Ihre Terrasse oder Garten bereichern kann. Das Prinzip des Klapptisches ist schon recht alt. Dieser Tisch ist der Versuch die klassische Form aufzunehmen und mit neuen Materialien und Arbeitstechniken ein modernes Möbelstück daraus zu machen. Um Ihnen die Wahl des Holzes einfacher zu machen, haben wir am Ende des Textes einen Holztipp angefügt. Für den gezeigten Tisch wurde Robinie verwendet. Der Kleber ist von Ponal und heißt „X-PERT Turbokleber“. Die Spax - Schrauben sind alle aus Edelstahl. Bei den Gewindeschrauben können Edelstahl- oder Messingschrauben verwendet werden.

1.1 Leisten zuschneiden

1. Schneiden Sie die Leisten auf das in der Materialliste angege­be­ne Maß zu. Bei Schnitten quer zur Faser, sollte man ein feines Sägeblatt (Vielzahn- bzw. Fur­nier­sägeblatt) benutzen. Die Aussteifung für das Untergestell (Pos. 6)
1.2 Nummern den Leisten zuweisen

wird auf beiden Seiten schräg (25 Grad) abgeschnitten. Um
die Leisten einfacher zuordnen zu können, werden sie mit der Nummer aus der Materialliste gekennzeichnet. Zunächst werden die 8 mm Bohrlöcher
für den Klappmechanismus
1.3 Position der Löcher

gebohrt. Zeichnen Sie die genauen Positionen der Löcher an. Beim Bohren der Löcher sollten Sie ein Abfallholz unterlegen, um Ausrisse am Bohrloch zu verhindern.
2.1 Bohrlöcher setzten

2. Mit einem Kegelsenker wer­den die 8 mm Bohrlöcher auf beiden Seiten ausgerieben. Zeichnen Sie dann die Mittel­punkte der 20 mm Löcher an. Beim Bohren der beiden Löcher für die Rastpunkte der Höhen­verstellung sollten Sie, um Aus­risse zu verhindern, entwe­der von beiden Seiten bis zur Hälfte
2.2 Bohrtiefe

bohren oder die Leiste auf einem Restholz festspannen. Bei den beiden Sacklöchern, in die der Aluminiumstab (Pos. 8) einge­klebt wird, müssen Sie die Bohrtiefe (10 mm) möglichst genau einhalten. Montieren Sie dazu entweder einen Tiefen­anschlag an den Bohrer oder messen Sie während des Bohrens nach.
2.3 Materialdicke

Die Verbindungen am Unter­gestell sind so genannte Über­plattungen. Das heißt, man arbeitet auf jedem Brett die halbe Materialdicke aus und steckt am Schluss beide Teile zusammen. Zeichnen Sie die genauen Positionen dieser Verbindungen auf den Beinen (Pos. 3 + 4) und auf den Streben (Pos. 5, 6 + 7) an.
3.1 Verschiedene Varianten

3. Es gibt verschiedene Varian­ten um die Verbindungen aus­zuarbeiten. In den folgenden Bildern sind drei Arten gezeigt. Je nach dem welche Maschinen Sie zur Verfügung haben und welche Arbeitsweise Ihnen besser liegt, können Sie ent­weder: eine Handsäge und ein Stemmeisen benutzen, mit
3.2 Zwischenraum

auchsäge und Schiene arbeiten oder eine Tischkreissäge be­nutzen. Beim Arbeiten mit den Handwerkzeugen, wird zunächst am Strich entlang nach unten gesägt und dann der Zwischen­raum mit einem Stemmeisen herausgearbeitet. Beim Arbeiten mit Tauchsäge und Schiene werden die Leisten zusammen­-
3.3 Arbeitsweisen anwenden

gespannt und dann mit der Tauchsäge mit mehreren Schnitten die Verbindung herausgesägt. Auch bei den Ausschnitten an den Streben können Sie die beiden zuvor genannten Arbeitsweisen anwenden oder Sie benutzen wie gezeigt eine Tischkreissäge.
4.1 Rundungen mit einem Zirlel aufzeichnen

4. Die Querleisten unter der Platte (Pos. 2) und die Beine (Pos. 3 + 4) werden an den Ecken jeweils abgerundet. Zeichnen Sie dazu mit einem runden Gegenstand oder einem Zirkel die Rundungen an. Mit einer Stichsäge und einem feinem Kurvensägeblatt werden die Rundungen ausgesägt.
4.2 Verkleben des Untergestells

Alle Längskanten am Unter­gestell werden mit einem Schleif­klotz oder einer Kanten­fräse gerundet. Runden Sie nicht die Stellen, an denen später die Verbindungen sind. Zum Verkle­ben des Untergestells wird ein schneller PU- Kleber benutzt. Er ist wasserfest und hat eine Aushärtezeit von ca. 5 Minuten.
4.3 Aluminiumrohr

Kleben Sie zunächst in beiden Beinen das Aluminiumrohr ein und verkleben Sie anschließend die untere Strebe. Verspannen Sie alles mit Zwingen. Das zweite Gestellteil wird auf die gleiche Art und Weise verklebt.
5.1 Rasterungen für die Höhenverstellung

5. An den Querleisten (Pos. 2) werden die Rasterungen für die Höhenverstellung mit einer Handsäge oder einer Stichsäge ausgeschnitten. Runden Sie jetzt alle Leisten der Tischplatte (Pos. 1). Legen Sie dann die Leisten mit der Oberseite nach unten auf eine rechtwinklige Unterlage und schieben Sie diese zusammen. Eine Querleiste (Pos. 2) wird auf einer Seite bündig aufgelegt und mit einem Meterstab wird
5.2 Verschrauben der Platte

der Überstand gemessen. Teilen Sie dieses Maß durch die Anzahl der Leistenzwischenräume. Das Ergebnis ist das genaue Maß des Zwischenraumes zwischen den Leisten der Platte. Schneiden Sie Abstandsklötze mit diesem Maß zu die beim Verschrauben der Platte benutzt werden. Spannen Sie die erste Leiste mit einer Längskante und einer Querkante bündig an der Außenkante der Unterlage fest.
5.3 Verschrauben der Leisten

Legen Sie alle Leisten zusammen und zeichnen Sie den Abstand der Querleisten von Außen ein. Schrauben Sie zunächst die erste und die letzte Leiste fest. Legen Sie dann die anderen Leisten nach und nach mit den Abstandsklötzen dazwischen ein, bohren 4,5 mm Löcher in den Querleisten vor und schrauben Sie die Leisten mit Spax 4 x 60 fest.
6.1 Klebereste abschleifen

6. Entfernen Sie alle Kleberreste mit einem scharfen Stemmeisen und schleifen Sie raue Stellen mit einem Exzenterschleifer und einem Handschleifklotz nach. Der letzte Schliff vor der Ober­flächenbehandlung sollte mit Körnung P 180 ausgeführt werden. Mit einem witterungs­beständigen Öl wird der Tisch zunächst einmal komplett behandelt. Wenn dieser erste Auftrag trocken ist, wird mit Schleifpapier Körnung P 240
6.2 Scheiben

geschliffen. Danach werden noch ein bis zwei weitere Ölschichten mit einem Lappen aufgetragen. Zum Verschrauben der Gestellteile werden Edel­stahl-­ oder Messing-Schloss­schrauben, bzw. Maschinen­schrauben verwendet. An den Stellen, wo die Mutter das Holz berührt und zwischen den beiden beweglichen Teilen des Untergestells, werden Scheiben unterlegt. Benutzen Sie Sicherungs­muttern oder
6.3 Sicherungen

legen Sie unter die Muttern Federringe, um einem selbstständigen Lösen der Muttern vorzubeugen. Um den Tisch auch tragen zu können, müssen zwei Holzklötze (Pos. 9) als Sicherungen unter die beiden Rasterungen geschraubt werden. Diese Klötze werden jeweils nach vorne oder hinten gedreht und verhindern, dass das Aluminiumrohr aus der Rasterung herausrutschen kann.

Maschinenliste

  1. Handkreissäge
  2. Akkuschrauber
  3. Exzenterschleifer
  4. Stichsäge

Werkzeugliste

  1. Handsäge
  2. Stemmeisen
  3. Hammer
  4. Bohrer 4,5 mm
  5. Bohrer 8 mm

Werkzeugliste

  •    6.   Bohrer 20 mm
  •    7.   Kegelsenker
  •    8.   Zwingen
  •    9.   Schraubenschlüssel 13 mm

Materialliste

Pos Anz. Bezeichnung Länge Breite Dicke Material
1 15 Leiste Tischplatte 1100 45 20 Robinie
2 2 Querleiste 800 45 20 Robinie
3 2 Bein (mit Diagonalstrebe) 930 45 20 Robinie
4 2 Bein 930 45 20 Robinie
5 2 Querstrebe kurz 742 45 20 Robinie
6 1 Diagonalstrebe 845 45 20 Robinie
7 2 Querstrebe lang 784 45 20 Robinie
8 1 Rohr Strebe 764 D = 20 Alu Rohr
9 2 Sicherungsklotz 70 20 15 Robinie
10 4 Schlossschraube 50 M8 VA oder Me
11 8 Scheibe M8 VA oder Me
12 4 Ferderring M8 VA oder Me
13 4 Mutter M9 VA oder Me
14 30 Spax-Schrauben 60 4 Edelstahl
15 2 Spax-Schrauben 30 3,5 Edelstahl
Alle Maße in Millimeter

Holztipp

Das Holz für Gartenmöbel sollte auf jeden Fall eine gute Witterungsbeständigkeit aufweisen. Unter den einheimischen Bäumen gibt es einige deren Holz in Frage kommt. Unter den Laubbäumen sind dies: Robinie, Eiche und Edelkastanie. Bei den Nadelbäumen: Lärche, Douglasie, Kiefer und mit leichten Einschränkungen Fichte. Die Eigenschaften der drei Laubbäume sind ungefähr gleich, bei den Nadelbäumen nimmt die Beständigkeit der Aufzählung nach ab.

Die genannten Laubholzarten sind schwerer als die Nadelhölzer was gerade bei Gartenmöbeln, die doch öfter bewegt werden, eine Rolle spielt. Bei Nadelhölzern ist es, neben anderen Inhaltstoffen, das Harz, das für die Beständigkeit verantwortlich ist. Harz hat aber den Nachteil, dass es bei sommerlichen Temperaturen fließt.

Bauplan Gartenklapptisch

Nachdem Sie sich einen Überblick über die Bauanleitung verschafft haben, können Sie anschließend von unseren Bauplan Gebrauch machen und diesen als Schablone für den Bau ihres Gartenklapptisches verwenden.

Mit freundlicher Genehmigung von festool.de.

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