Jeder Gärtner kennt und braucht sie. Sie ist nichts anderes, als das Zusammenwirken von Roll- und Hebelprinzip. Obwohl sie sich in Ihrer Art über
Jahrzehnte entwickelt und bewährt hat, so ist sie doch bei vielen Arbeiten ein Kompromiss. Im Grunde ist die Wanne
einer Schubkarre für Schüttgut aller Art bestens geeignet. Geht es aber um lange oder kubische Teile ist sie nur ein
Kompromiss. Unsere Schubkarre ist mit einer Plattform und seitlich einsteckbaren Bordwänden wohl am ehesten
eine Alternative für Arbeiten im Garten.
Für den Transport von Strohballen, Brennholz, Reisig und Ästen ist sie unschlagbar. Durch die integrierten
Löcher für Spanngurte kann man bei großem Volumen wie Reisig oder ausgefallenen Formen das Transportgut sicher befestigen. Ein kleines Fach an
der Rückseite sorgt dafür, dass kleines Gartenwerkzeug und Gurte immer zur Hand sind. Die tragenden Teile sind aus 25 und 18 mm dickem,
wasserfest verleimten Sperrholz. Die hintere Strebe ist aus einem 30 mm Alurohr oder einem Kiefer
Rundstab. Das Rad ist ein Standart Schubkarrenrad (D= 400 mm) mit einer 20 mm Stahlachse. Für die
Verschraubungen werden Edelstahl Spax verwendet.
1.1
1. Zeichnen Sie eines der beiden Gestellseiten (Pos. 1) auf das Sperrholz auf. Als Zirkel können Sie entweder eine
Leiste, mit einer Schraube als Drehpunkt und einem durchgesteckten Bleistift (oder Bleistiftminen), oder einen Faden benutzen. Zeichnen Sie auch die Mittelpunke der Bohrlöcher und
die Positionen der Streben an.
1.2

Nehmen Sie sich beim Anzeichnen ausreichend Zeit, da Fehler die Sie jetzt machen, später eine Menge Nacharbeit bedeuten. Schneiden Sie die Konturen
mit einer Stichsäge aus. Benutzen Sie die erste Seite als Schablone um die zweite anzuzeichnen und schneiden Sie
dann die zweite Seite aus. Die beiden Seiten werden zusammenge-
1.3

spannt um mit einem Band- oder Exzenterschleifer die Kanten zu schleifen. Schneiden Sie mit einer Tisch oder Handkreissäge die
vordere und die untere Querstrebe (Pos. 4 + 3) auf das angegebene Maß zu. Die untere Strebe wird an den beiden kurzen Schmalflächen schräg
abgeschnitten.
2.1
2. Bohren Sie die Schraubenlöcher in der vorderen Strebe vor. Bohren Sie ebenfalls für die hintere Strebe die
Löcher in den Seitenteilen vor. Verschrauben Sie dann das Untergestell. Zeichnen Sie die Schräge an, mit der Sie die vordere Aussparung in die
Seitenteile schneiden müssen. Diese Aussparung können Sie mit einer schräg
2.2

gestellten Stichsäge oder einer Handsäge sägen. Parallel zu der Mittelstrecke der Bohrlöcher werden Bretter fest
gespannt. Diese dienen der besseren Orientierung beim Bohren. Bohren Sie die 20 mm Löcher für die Achse und die 30 mm Löcher für den hinteren Querstab. Das Untergestell wird nun wieder
auseinander geschraubt.
2.3

Die Einzelteile der Plattform (Pos. 5 + 6 + 7) werden mit einer Hand- oder Tischkreissäge zugeschnitten. Die Stoßkanten werden jeweils an der Winkelhalbierenden
schräg geschnitten. Um lange Gartengeräte einfacher transportieren zu können, können Sie zwei halbkreisförmige Ausschnitte in die hintere Plattformwand
schneiden.
3.1
3. Alle Kanten werden mit einer Oberfräse oder einem Handschleifklotz großzügig gerundet. Messen Sie die
Länge der Aluminiumstangen für die hintere Strebe und für die Achse. Schneiden Sie beide mit einer Eisensäge ab. Die Schnittkanten werden mit einer
Feile oder mit
3.2

Schleifpapier entgratet. Befestigen Sie das Rad mittig auf der Achse mit zwei Klemmringen. Positionieren Sie die beiden Rohre in den
Löchern. Von
unten werden beide Stangen
mit Schrauben fixiert. Bohren Sie dazu 4 mm Löcher ins Holz bis zum
Rohr und 3 mm Löcher
3.3

ins Rohr. Verschrauben Sie beides mit Spax Schrauben (4 x 40). Schrauben Sie die einzelnen Plattformteile auf dem Gestell
fest. Auf den Stoßkanten wird wasserfester Leim oder Kleber angegeben.
4.1
4. An die Plattform können seitlich einsteckbare Bordwände befestigt werden. Halten Sie dazu eine Sperrholzplatte
außen an die Plattform und zeichnen Sie die Unterkante darauf an. Schneiden Sie die Bordwand an diesem Strich entlang aus. Zum Feststecken
werden an der Plattform y- förmige
4.2

Aluminiumprofile festgeschraubt. Diese Profile werden vorher auf die passende Länge abgeschnitten und entgratet. Auf der Ober und Unterseite werden
Schraubenlöcher vorgebohrt und gesenkt. Mit jeweils 3 Schrauben werden die Alu-Profile an der Plattform befestigt. An der vorderen Schräge der
4.3

Bordwand wird eine Leiste angeschraubt. Dadurch wird verhindert, dass die Bordwand beim Abkippen aus der Halterung rutschen kann. In das
vordere Querstück werden zwei 30 mm Löcher gebohrt, durch die später Spanngurte zum Befestigen der Ladung geführt werden können.
5.1
5. An der hinteren Bordwand (Pos. 7) können Sie außen noch einen einfachen Halter für Kleinwerkzeuge befestigen.
Er besteht aus einem Brett das außen mit zwei schrägen Abstandshaltern an der Bordwand befestigt ist. In der nach unten enger
5.2

werdenden Schräge werden die Werkzeuge durch Ihr eigenes Gewicht festgeklemmt. Um dem Schubkarren
auch in den Arbeitspausen eine sinnvolle Verwendung zu geben, gibt es für die Wanne einen Einsatz in den man Blumen als Dekoration
5.3

einstellen kann. Er besteht aus einem Brett mit Löchern, welche der Größe der Blumentöpfe entsprechen und zwei darunter geschraubten
Seiten mit denen das Gestell auf den Wannenboden aufgestellt wird.
Maschinenliste
- Akkuschrauber
- Stichsäge
- Handkreissäge
Werkzeugliste
- Eisensäge
- Feile
- Hammer
- Schleifklotz
Werkzeugliste
- 5. Zwingen
- 6. Bohrer 30 mm
- 7. Bohrer 20 mm
- 8. Bohrer 4 mm
- 9. Kegelsenker
Materialliste
| Pos |
Anz. |
Bezeichnung |
Länge |
Breite |
Dicke |
Material |
| 1 |
1 |
Seite (2 Seiten aus eine Platte) |
ca. 1600 |
ca. 1250 |
25 |
Sperrholz |
| 2 |
1 |
Querstrebe hinten |
425 |
100 |
25 |
Sperrholz |
| 3 |
1 |
Querstrebe vorne |
600 |
80 |
25 |
Sperrholz |
| 4 |
1 |
Plattfrom vorne |
620 |
485 |
18 |
Sperrholz |
| 5 |
1 |
Plattform mitte |
620 |
515 |
18 |
Sperrholz |
| 6 |
1 |
Plattform hinten |
620 |
260 |
18 |
Sperrholz |
| 7 |
2 |
Bordwand |
950 |
260 |
18 |
Sperrholz |
| 8 |
1 |
Rundstab |
600 |
|
D = 30 |
Alu oder Holz |
| 9 |
1 |
Achse |
330 |
|
D = 20 |
Stahl |
| 10 |
1 |
Rad |
D = 400 |
100 |
|
|
| 11 |
8 |
Alu Y-Profil |
100 |
|
|
Aluminium |
| 12 |
28 |
Spax-Schrauben |
50 |
|
4 |
Edelstahl |
| 13 |
24 |
Spax-Schrauben |
16 |
|
3,5 |
Edelstahl |
| 14 |
2 |
Klemmringe D innen 20 mm |
|
|
|
Stahl |
| Alle Maße in Millimeter |
Klebertipp
Polyurethanklebstoffe eignen sich wegen ihrer hohen Witterungsbeständigkeit besonders gut für den Einsatz im Außenbereich. Man kann Sie in Tuben,
Kartuschen (wie Silikon) oder in Flaschen kaufen. Sie eignen sich zum Verkleben von Holz auf Holz, Holz auf Kunststoff, Holz auf Metall, Holz auf Beton usw. Wichtig ist, dass eine der beiden Klebeflächen saugfähig ist. Pu- Kleber reagieren mit Feuchtigkeit
um auszuhärten. Dadurch eignen sie sich auch für Verklebungen von feuchtem Holz.
Es gibt ebenfalls Weißleime die, je nach DIN-Klassifizierung (siehe unten), für dauerhaften oder kurzfristigen Einsatz auch im Außenbereich geeignet sind.
• B1 oder D1: Geeignet für den
Innenbereich, wobei die Holzfeuchte
unter 15 % bleiben muss.
• B2 oder D2: Geeignet für den
Innenbereich mit gelegentlicher,
kurzzeitiger Wasser- bzw. Kondenswassereinwirkung,
wobei die Holzfeuchte
maximal 18 % erreichen darf.
• B3 oder D3: Geeignet für den
Innenbereich mit häufig kurzzeitiger
Wassereinwirkung oder höherer
Luftfeuchte. Geeignet für den Außenbereich
ohne Aussetzung einer direkten
Bewitterung.
• B4 oder D4: Geeignet für den
Innenbereich mit häufig und lang
anhaltender Einwirkung von abfließendem
Wasser bzw. Kondenswasser.
Außen, der Witterung ausgesetzt mit
angemessenem Oberflächenschutz.
Mit freundlicher Genehmigung von festool.de.