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Bauplan Grillcaddy: Praktisch immer alles dabei

Stellen Sie sich vor: Es ist ein lauer Sommerabend und Sie haben spontan Lust zu Grillen. Schnell noch Steaks und kühles Bier besorgen und dem ganzen steht nichts mehr im Wege. Jetzt muss man alles in den Garten zum Grill schleppen und wahrscheinlich noch einzweimal zurücklaufen um das zu holen was man nicht mehr tragen konnte oder vergessen hat. Währe es da nicht schön einen Wagen zu haben bei dem das Meiste schon an Bord ist und der Rest ohne Probleme dazugepackt werden kann. Wenn man diesen Wagen dann auch noch über kleine Treppen und holpriges Gelände und danach auch wieder zurückziehen kann wird der Grillabend gleich viel entspannter.

Damit man diesen Wagen auch mit einer spärlich ausgestatteten Werkstatt bauen kann sind die Verbin­dungen im Bauplan geschraubt und geleimt. Diejenigen die eine Verbindungsfräse Praktisch immer alles dabei besitzen oder mit einer Dübelschablone umgehen können, können die Verbindungen natürlich auch damit herstellen. Das Material ist eine einfach 18 mm dicke Buchensperrholzplatte, alle sichtbaren Kanten werden gerundet oder gefast. Die Oberfläche kann entweder klar lackiert oder farbig lasiert werden, auf jeden Fall sollte die Oberfläche für den Außenbereich geeignet sein.

Grillcaddy
1.1 Schneiden der einzelnen Bretter und Leisten

1. Schneiden Sie die einzelnen Bretter und Leisten auf die in der Materialliste angegebenen Maße zu. Auf den beiden Seiten (Pos. 3) wird die schräge Kante angezeichnet und mit Hilfe der Handkreissäge mit Führungs­schiene zugeschnitten.
1.2 Rundungen

Mit dem auf dem im Bild gezeig­ten Multifunktionstisch können Sie die Anschlagschiene schräg stellen und das Werk­stück am Tisch fest spannen. So lassen sich auch die Aluminiumprofile für die Beine zuschneiden.
1.3 Aluminiumstangen

Hierbei sollte aber auf jeden Fall das passen­de Sägeblatt (Univer­sal- oder Aluverzahnung) ver­wendet und die Drehzahl redu­ziert werden. Wichtig: Tragen Sie eine Schutz­brille, um Ihre Augen vor Aluminium­spänen zu schützen.
2.1 Aufzeichnen der Löcher

2. Bohren Sie in Front- und Rückwand (Pos. 1 + 2) Löcher D = 3,5 mm für die Spax-Schrau­ben (3,5 x 35) vor. Die vier Bretter, die den Kasten bilden, werden mit Zwingen zusammen­gespannt, ausgerichtet und mit­einander verschraubt.
2.2 Kanten abrunden

Das Frontbrett (Pos. 2) kann entweder vorher mit einer Kreissäge schräg geschnitten oder alternativ schräg gehobelt werden. Auch in der Ablage (Pos. 4) werden 3,5 mm Löcher für die Spax-Schrauben vorge­bohrt.
2.3 Entgraten der Schnittkanten

Zeichnen Sie den Überstand des Brettes unter der Ablage an, richten Sie das Brett auf dem Kasten aus und schrauben Sie es fest.
3.1 Leimen und festschrauben der Rückwand

3. Die vier Teile für den Klapp­rahmen werden mit Dübeln ver­bunden. Wenn möglich sollten Sie Dübel (8 mm x 40 mm) aus wasserfestem Holz (Eiche, Sipo) verwenden. Die Löcher für die Dübelverbindung werden mit einer einfachen Schablone ge­bohrt. Kennzeichnen Sie die Positionen der
3.2 Mit Zwingen fixieren

einzelnen Rahmenteile mit Hilfe des Schreiner­drei­ecks (Infos zur Schablone und zum Schreiner­drei­eck unter www.Kurswerk­statt.de). Bohren Sie zunächst in die kurzen Schmalflächen der Rahmenschenkel (Pos. 6) je­weils zwei 8 mm Dübellöcher (Bohrtiefe halbe Dübellänge + 1mm). Die Löcher sollten vom
3.3 Verschrauben der zweitem Seite

Rand ca. 10 mm entfernt und mög­lichst in der Mitte der Platte sein. Stecken Sie Dübelspitzen in die Löcher und übertragen Sie damit die Mittelpunkte auf die langen Rahmenschenkel (Pos. 5). Das auf dem Tisch gespann­te Brett dient als Anschlag. Bohren Sie auch hier die Löcher mit der gleichen Bohrtiefe.
4.1 Kleben der Rahmenschenkel

4. Geben Sie PU-Kleber in die Dübellöcher der kurzen Rah­menschenkel und schlagen Sie die Dübel ein. Geben Sie dann
in die Gegenlöcher Kleber und stecken Sie die Rahmenteile zusammen. Der Rahmen wird mit Zwingen verspannt. Mit den Zwingen, die senkrecht auf den
4.2 Festspannen der Füße

Klebefugen sitzen, lassen sich leichte Un­genauigkeiten ausglei­chen. Geben Sie Kleber auf die Auf­lageklötze (Pos. 13) und le­gen Sie die Klötze unten in die Beine ein. Nach dem Ausrichten wer­den die Klötze in beide Rich­tungen mit Zwingen festge­spannt. Nachdem der
4.3 Kanten am Schneidbrett abrunden

Kleber im Rahmen getrocknet ist, werden die Zwingen gelöst und die Verbindungen mit einem Exzenterschleifer und Schleif­papier Körnung P 120 eben ge­schliffen. Die Oberkante des Rahmens wird entweder mit einer Kreissäge oder einem Handhobel abgeschrägt.

Oberfächenbehandlung mit Olivenöl

Sie haben ein Vesper-Brett oder eine Obstschale aus Holz und wissen nicht, wie Sie die Oberfläche behandeln sollen? Bei allen Flächen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, empfiehlt sich die Verwendung von Olivenöl als Oberflächenbehandlung. Es ist wichtig, dass Sie ausschließlich Oberflächenbehandlung mit Olivenöl

kaltgepresstes Öl verwenden,
da dies nicht ranzig wird. Die zu ölende Fläche mit Schleifpapier Körnung P 180 schleifen, dann das Olivenöl satt mit einem Lappen auftragen und über Nacht einziehen lassen. Bei stark beanspruchten Flächen können Sie diese Prozedur mehrmals wiederholen. Oberflächenbehandlung mit Olivenöl

Eine andere Auftragsmethode besteht darin, das geschliffene Werkstück direkt ins Öl einzulegen bis es sich voll gesaugt hat. Wenn es sich um Flächen handelt, die gespült werden, muss man eventuell nach dem Spülen mit einem Küchentuch nachölen. Oberflächenbehandlung mit Olivenöl

Maschinenliste

  1. Tauchsäge
  2. Stichsäge
  3. Akkuschrauber
  4. Exzenterschleifer

Werkzeugliste

  1. Holzbohrer 3,5 mm
  2. Winkel
  3. Hammer
  4. Eisensäge

Werkzeugliste

  •   4.   Feile
  •   5.   Schleifklotz
  •   6.   Zeitaufwand ca. 4 Std.

Materialliste

Pos Anz. Bezeichnung Länge Breite Dicke Material
1 2 Seite 980 370 18 Sperrholz Buche
2 1 Rückwand 514 342 18 Sperrholz Buche
3 1 Boden Unten 514 342 18 Sperrholz Buche
4 1 Boden Mitte 514 248 18 Sperrholz Buche
5 1 Boden Oben 514 148 18 Sperrholz Buche
6 1 Blende Oben 514 118 18 Sperrholz Buche
7 1 Mittelseite 148 90 18 Sperrholz Buche
8 1 Schneidbrett 266 224 18 Leimholz Buche
9 1 Griffstange 534 25 Rohr Alu
10 1 Reling 534 15 Rohr Alu
11 1 Radachse 734 20 Rohr Eisen
12 2 Stellring 14 D = 20 Eisen
13 2 Räder D = 260 85 D = 20 Eisen
14 2 Abdeckkappen D = 20
ca. 50 Spaxschrauben 40 3,5
255 g Holzleim Ponal Super 3
10 g Ponal X-PERT Turbokleber
Alle Maße in Millimeter

Oberflächentipp

Wenn man eine Oberflächenbehandlung haben möchte, die für den Einsatz im Außenbereich geeignet ist, muss man natürlich auch ein geeignetes Mittel benutzen. Dabei müssen Sie sich vorher Gedanken machen, ob man eine farbige oder transparente Oberfläche haben möchte. Bei farbigen Flächen gibt es eine Auswahl an Lasuren die für jeden Geschmack das Passende bieten. Bei transparenten Flächen kann man Lack oder Öl benutzen. Lack bildet die bessere, geschlossenere Oberfläche, neigt aber auch zur Rissbildung und kann dann von eindringendem Wasser unterwandert und abgelöst werden.

Öle haben eine offenere Oberfläche, sind dadurch anfälliger für Schmutz und müssen öfter aufgefrischt werden. Es kann aber nicht zu einer Rissbildung in der Fläche kommen.

Bauplan Grillcaddy

Nachdem Sie sich einen Überblick über die Bauanleitung verschafft haben, können Sie anschließend von unseren Bauplan Gebrauch machen und diesen als Schablone für den Bau ihres Grillcaddy verwenden.

Mit freundlicher Genehmigung von festool.de.

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