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Bauplan Frühbeet: Kinderstube für die Pflanzen

Schon im März können Sie die ersten Pflanzen in unserem Frühbeet säen. Wer direkt ins Freiland säen und pflanzen möchte, muss sich noch bis Mitte Mai gedulden. Im Sommer ist das hochgelegte Beet ein idealer Platz, um Gartenkräuter und Gartenwerkzeug unterzubringen: bei der Kräuterpflege entfällt das Bücken, beim Werkzeug das Suchen. Die meisten Teile unseres Beetes bestehen aus 18 mm dicken wasserfest verleimten Sperrholzplatten, die Massivholzleisten sind idealerweise aus Lärche.

Aluminium L-Profile bilden die Beine. Die einstellbaren Tellerfüße gleichen Unebenheiten aus und verhin­dern das Versinken im Boden. In kälteren Gegenden sollte man anstatt der Acrylglasscheibe eine besser isolierende Stegdoppelplatte verwenden. In der Übergangszeit kann man als zusätzliche Isolierung noch eine Styroporplatte auf den Rost im Kasten legen.

Frühbeet
1.1 Schneiden der einzelnen Bretter und Leisten

1. Schneiden Sie die einzelnen Bretter und Leisten auf die in der Materialliste angegebenen Maße zu. Auf den beiden Seiten (Pos. 3) wird die schräge Kante angezeichnet und mit Hilfe der Handkreissäge mit Führungs­schiene zugeschnitten.
1.2 Leisten miteinander verleimen

Mit dem auf dem im Bild gezeig­ten Multifunktionstisch können Sie die Anschlagschiene schräg stellen und das Werk­stück am Tisch fest spannen. So lassen sich auch die Aluminiumprofile für die Beine zuschneiden.
1.3 icherheitsmaßnahmen

Hierbei sollte aber auf jeden Fall das passen­de Sägeblatt (Univer­sal- oder Aluverzahnung) ver­wendet und die Drehzahl redu­ziert werden. Wichtig: Tragen Sie eine Schutz­brille, um Ihre Augen vor Aluminium­spänen zu schützen.
2.1 Front- und Rückwand

2. Bohren Sie in Front- und Rückwand (Pos. 1 + 2) Löcher D = 3,5 mm für die Spax-Schrau­ben (3,5 x 35) vor. Die vier Bretter, die den Kasten bilden, werden mit Zwingen zusammen­gespannt, ausgerichtet und mit­einander verschraubt.
2.2 Frontbrett

Das Frontbrett (Pos. 2) kann entweder vorher mit einer Kreissäge schräg geschnitten oder alternativ schräg gehobelt werden. Auch in der Ablage (Pos. 4) werden 3,5 mm Löcher für die Spax-Schrauben vorge­bohrt.
2.3 Frontbrett festschrauben

Zeichnen Sie den Überstand des Brettes unter der Ablage an, richten Sie das Brett auf dem Kasten aus und schrauben Sie es fest.
3.1 Klapprahmen

3. Die vier Teile für den Klapp­rahmen werden mit Dübeln ver­bunden. Wenn möglich sollten Sie Dübel (8 mm x 40 mm) aus wasserfestem Holz (Eiche, Sipo) verwenden. Die Löcher für die Dübelverbindung werden mit einer einfachen Schablone ge­bohrt. Kennzeichnen Sie die Positionen der
3.2 Rahmen

einzelnen Rahmenteile mit Hilfe des Schreiner­drei­ecks (Infos zur Schablone und zum Schreiner­drei­eck unter www.Kurswerk­statt.de). Bohren Sie zunächst in die kurzen Schmalflächen der Rahmenschenkel (Pos. 6) je­weils zwei 8 mm Dübellöcher (Bohrtiefe halbe Dübellänge + 1mm). Die Löcher sollten vom
3.3 Rahmenschenkel

Rand ca. 10 mm entfernt und mög­lichst in der Mitte der Platte sein. Stecken Sie Dübelspitzen in die Löcher und übertragen Sie damit die Mittelpunkte auf die langen Rahmenschenkel (Pos. 5). Das auf dem Tisch gespann­te Brett dient als Anschlag. Bohren Sie auch hier die Löcher mit der gleichen Bohrtiefe.
4.1 Kleben der Rahmenschenkel

4. Geben Sie PU-Kleber in die Dübellöcher der kurzen Rah­menschenkel und schlagen Sie die Dübel ein. Geben Sie dann
in die Gegenlöcher Kleber und stecken Sie die Rahmenteile zusammen. Der Rahmen wird mit Zwingen verspannt. Mit den Zwingen, die senkrecht auf den
4.2 Festspannen der Beine

Klebefugen sitzen, lassen sich leichte Un­genauigkeiten ausglei­chen. Geben Sie Kleber auf die Auf­lageklötze (Pos. 13) und le­gen Sie die Klötze unten in die Beine ein. Nach dem Ausrichten wer­den die Klötze in beide Rich­tungen mit Zwingen festge­spannt. Nachdem der
4.3 Schleifen der Oberkanten

Kleber im Rahmen getrocknet ist, werden die Zwingen gelöst und die Verbindungen mit einem Exzenterschleifer und Schleif­papier Körnung P 120 eben ge­schliffen. Die Oberkante des Rahmens wird entweder mit einer Kreissäge oder einem Handhobel abgeschrägt.
5.1 Festschrauben der Leisten

5. Legen Sie die Leisten (Pos. 9) des unteren Rostes zusammen. Bohren Sie die vier Löcher zum Befestigen der ersten und letzten Leiste in der Auflage­leiste vor. Schrauben Sie die beiden Leisten bündig mit den Außenecken fest. Dann schieben Sie alle Leisten zusammen und messen den Abstand zur äu­ßeren Leiste. Dieses Maß wird durch die Anzahl
5.2 Bohren und verschrauben

der Abstände (7) geteilt. So erhalten Sie das genaue Ab­standsmaß. Schneiden Sie sich eine Leiste mit diesem Maß zu und legen Sie diese beim Ver­schrauben als Abstandshalter dazwischen. Um rationeller zu arbeiten, können Sie mehrere Leisten mit Abstandsklötzen dazwischen miteinander ver­spannen, vorbohren und verschrauben.
5.3 Auflageleisten festbohren

Der obere Rost wird auf die gleiche Art gebaut. Wichtig ist hier, dass die beiden Außen­leisten um das Abstandsmaß nach innen versetzt werden. Bohren Sie dann in die Auflage­leisten des oberen Rostes 3,5 mm Löcher und schrauben Sie den Rost am Kasten fest.
6.1 Einstellbaren Füße

6. Für die einstellbaren Füße werden runde Scheiben (Pos. 16) aus Sperrholz mit einer Stichsäge ausgeschnitten. Brechen (entgraten) Sie die Kanten mit einem Handschleif­klotz. Auf der Unterseite der Scheiben werden 30 mm Löcher gebohrt, die Bohrtiefe entspricht dem Kopf der Maschinenschrau­be (M 10 x 80) und einer Beilag­scheibe.
6.2 Halterung für die Scheiben

Bohren Sie dann das 10 mm Durchgangsloch für die Schrau­ben. Auf die Gegenseite komm­en zunächst eine Beilagscheibe und eine Mutter. Ziehen Sie die Mutter mit einem Ring- oder Gabelschlüssel fest an. In den Beinen werden als Gegengewin­de zu den Scheiben Einschraub- oder Einschlagmuffen einge­bohrt.
6.3 Einschlagmuffen

Die Bohrtiefe entspricht der Länge der Maschinenschraube. Der Bohrdurchmesser hängt von der Muffenart und vom Hersteller ab. Wenn Sie die leichter zu verarbeitenden Einschlagmuffen verwenden, sollten Sie diese nach dem Einschlagen zweimal durchbohren und mit Spax-Schrauben 3,5 x 35 gegen Herausrutschen sichern.
7.1 Höhenverstellung
der Klappe

7. Bohren Sie in den Verschluss (Pos. 7) die Löcher (8 mm) für die Höhenverstellung der Klap­pe. Senken Sie die Löcher großzügig mit einem Kegelsen­ker. Positionieren Sie auf der oberen Schmalfläche des Ver­schlusses das Scharnier und richten Sie es mittig mit der langen Kante bündig an der Verschlusskante aus. Stechen Sie die Schraubenlöcher
7.2 Befestigung der Schaniere

mit einem Vorstecher vor und schrauben Sie die Spax-Schrau­ben 3,5 x 25 mm ein. Befestigen Sie mit 50 mm Ab­stand von den Ecken und an der Unterseite die beiden Scharniere bündig an der Klappe. Das Vor­stechen der Schrau­benlöcher hilft die Schrau­be mittig im Befesti­gungs­loch zu positionieren, so dass das Scharnier beim Fest­schrauben nicht auf eine Seite
7.3 Verwendung von Spax-Schrauben

verrutscht. Legen Sie die Klappe mit der Oberseite nach unten auf die Ablage, richten diese an den Seiten bündig aus und spannen sie fest. Mit Spax-Schrauben werden Klappe und Kasten miteinander verbunden. Bohren Sie in den Beinen (Pos. 14 + 15) Schraubenlöcher (D = 3,5 mm) vor und schrauben Sie die Beine am Kasten fest.
8.1 Acrylglasplatte

8. Schrauben Sie den Ver­schluss mittig am Klapprahmen fest und bohren Sie das obere Loch mit einem 8 mm Bohrer bis in den Kasteninnenraum. Die Kanten der Acrylglasplatte werden mit einer Ziehklinge oder Schleifpapier entgratet. Zeichnen Sie die Bohrlöcher auf der Schutzfolie an und bohren Sie sie mit einem 3,5 mm Holzbohrer mit Zentrierspitze. Senken Sie die Löcher mit
8.2 Kegelsenker

einem Kegelsenker. Beim Fest­schrau­ben der Scheibe werden Kunststoffunterleg­scheiben zwischen Rahmen und Scheibe gelegt. Befestigen Sie eine Kette seitlich am Kasten und unten an der Klappe. Als Verschluss wird ein 8 mm Aluminiumstab (Pos. 17) benutzt. Schneiden Sie diesen auf 60 mm ab und bohren Sie an einem Ende ein 4,5 mm Loch, durch das ein Schlüsselring
8.3 Alustab

(D = 30 mm) gefädelt wird. An diesen Ring kommt eine Kette, mit der der Alustab an der Klappe oder am Kasten befestigt wird. Zur Oberflächenbehand­lung sollten Sie das Beet wieder zerlegen und mit einem Exzenterschleifer schleifen, letzter Schliff Körnung P 180. Lasieren Sie den Kasten und Rahmen farbig und die Massiv­holzteile transparent.

Maschinenliste

  1. Handkreissäge
  2. Stichsäge
  3. Akkuschrauber
  4. Exzenterschleifer

Werkzeugliste

  1. Bohrer 30 mm
  2. Holzbohrer 3,5 mm
  3. Bohrer 11 mm
  4. Hammer
  5. Schleifklotz

Werkzeugliste

  •   6.   Zwingen
  •   7.   Ziehklinge
  •   8.   Vorstecher
  •   9.   2 x Schraubenschlüssel

Materialliste

Pos Anz. Bezeichnung Länge Breite Dicke Material
1 1 Rückwand 900 380 18 Sperrholz
2 1 Front 900 279 18 Sperrholz
3 2 Seite 540 380 18 Sperrholz
4 1 Ablage 960 130 18 Sperrholz
5 2 Rahmenschenkel lang 960 130 18 Sperrholz
6 2 Rahmenschenkel kurz 350 80 18 Sperrholz
7 1 Verschluss 270 60 18 Sperrholz
8 4 Stellfuß rund D = 120 18 Sperrholz
9 8 Leisten Gitter unten 900 50 20 Lärche
10 2 Auflageleisten Gitter unten 576 50 20 Lärche
11 7 Leisten Gitter oben 864 50 20 Lärche
12 2 Auflageleisten Gitter oben 540 20 20 Lärche
13 4 Auflageklotz 150 46 46 Lärche
14 2 Bein lang 956 50/50 4 Alu Winkel
15 2 Bein kurz 862 50/50 4 Alu Winkel
16 1 Scheibe 840 390 5 Acrylglas
17 1 Bolzen mit Ring und Kette 60 D = 8 Alu Stab
18 1 Kette für Klappe ca. 650 Eisen
19 3 Scharnier 60 VA
20 10 Unterlegscheiben M6 Kunststoff
21 4 Einschlagmuffen M10 Eisen
22 4 Maschinenschrauben 80 M10 VA
23 4 Muttern M10 VA
24 8 Unterlegscheiben D = 20 M10 VA
Alle Maße in Millimeter

Bauplan Frühbeet

Nachdem Sie sich einen Überblick über die Bauanleitung verschafft haben, können Sie anschließend von unseren Bauplan Gebrauch machen und diesen als Schablone für den Bau ihres Frühbeetes verwenden.

Mit freundlicher Genehmigung von festool.de.

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