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Bauplan Grillwagen: Alles an seinem Platz

An einem sonnigen Tag spontan grillen; meist ist das nicht ohne Vorbereitung durchführbar. Der Grill muss aufgebaut, die Holzkohle angezündet und das Grillbesteck organisiert werden. Wie einfach ist es dann, wenn Sie alles an einem Platz, ja sogar auf einem Wagen haben, ohne etwas suchen oder holen zu müssen. Dieser Grillwagen vereint Grill und Arbeitsfläche mit Stauraum für Küchenutensilien. Sie sollten erst den für Sie passenden Grill kaufen und dann die Maße des Wagens darauf anpassen. Die Unterkon­struktion und die Ablageflächen des Grills sind aus fertig gehobelten Douglasie-Brettern. Am einen Ende ist ein Schiebegriff aus einem 30 mm Kiefern Rundstab angebracht, auf der anderen Seite ein Küchenrollenhalter aus einem 28 mm Rundstab.

Um maximale Stabilität im Gestell zu gewährleisten, sind die Kreuzungspunkte mit je zwei Schlossschrau­ben (M8 x 55) verbunden. Zwei einfache Räder mit einem Durchmesser von 190 mm machen den Wagen, wenn er auf einer Seite angehoben wird, fahrbar. Um beim Grillen nicht in der prallen Sonne stehen zu müssen Kann noch einen Sonnenschirm in die obere Ablagefläche eingesteckt werden.

Grillwagen
1.1 Sägen der Bretter nach Schablone

1. Sägen Sie die Bretter auf das in der Materialliste angegeben Maß ab. Die Beine (Pos. 1 + 2) werden an beiden Enden schräg (5 Grad) abgesägt.? Die beiden Traversen werden schmaler gesägt. Die Breite ist so fest­gelegt, dass Sie aus einem Brett zwei Traversen heraus-­sägen können. Bei Längsschnitten sollten Sie in die Kreissäge ein gröberes Sägeblatt einbauen.
1.2 Schlitze in die Traversen sägen

In die Traversen, die langen Beine (Pos. 1) und in die Stützen (Pos. 4) werden mit der Kreis­säge oder der Stichsäge Schlitze gesägt, um die Teile zusammen­stecken zu können. Die Schlitz­breite entspricht der Material­dicke, die Höhe der Schlitze ist die halbe Breite der Traversen. Die entstehende Verbindung ist eine so genante Kreuzüber­plattung.
1.3 Zusägen der Beine

Beim Zusägen der Beine sollten Sie hinter die Werkstücke zusätzlich einen Klotz an den Anschlag der Kreissäge spannen. Dadurch kippeln die Beine beim Schieben nicht und die Größe der Anschlagfläche wird erhöht. Alternativ können die Ausschnitte auch mit einer Stichsäge gesägt werden. Unten in die kurzen Beine wird jeweils ein Loch (12 mm) für die Achse gebohrt.
2.1 Rundungen mit der Stichsäge schneiden

2. Am Endbrett der unteren Ab­lage (Pos. 6), an den beiden Außenbrettern der oberen Ab­lage (Pos. 8) und an den Enden der Auflagebretter werden die Ecken großzügig abgerundet (R = 25 mm). Am Besten sägen Sie die Rundungen mit der Stich­säge und schleifen diese an­schlie­ßend mit einem Band­schlei­fer oder Handschleif­klotz. Für den Griff und für den Küchenrollenhalter
2.2 Abrunden der Kanten

werden Löcher (d = 30 mm) in die Auflagebretter gebohrt. Runden Sie alle sichtbaren Kan­ten ab. Die spätere Position der Bretter wird mit einem Schrei­nerdreieck gekennzeich­net. Zeichnen Sie die Positionen der Kreuzungspunke zwischen den einzelnen Brettern an. Mar­kieren Sie auch gleich die Stellen, an denen die 8 mm Löcher für die Schlossschrauben gebohrt
2.3 Bohren der Löcher für die Gewindeschrauben

werden müssen. Bohren Sie zunächst die Löcher in die Positi­onen 1, 2, und 4. Um gerade zu bohren sollten Sie eine Dübel­bohrschablone oder einen Bohrständer verwenden. Span­nen Sie jetzt die Teile an den Kreuzungspunkten fest und markieren Sie mit einem 8 mm Bohrer die Lochmittelpunkte. Bohren Sie anschließend die restlichen Löcher für die Gewindeschrauben.
3.1 Verschrauben mit Schlosschrauben

3. Die beiden Seitenteile werden mit Schlossschrauben mitein­ander verschraubt. Verschrau­ben Sie die langen und die kurzen Seiten (Pos. 9 + 10) des Kastens miteinander und befes­tigen Sie von unten die Boden­bretter (Pos. 11). Der Abstand zwischen den Brettern wird fol­gendermaßen errechnet: alle Bretter aneinander auf den Kasten legen und
3.2 Errechnen der Maße der Bretter durch die Anzahl der Zwischenräume

das Restmaß durch die Anzahl der Zwischenräume teilen. Zeichnen Sie auf dem Kasten die Position der Beine an und spannen Sie den Kasten zwi­schen den Beinen fest. Stecken Sie die beiden Traversen von oben in die Beine und die Stützen ein und legen Sie den Grillwagen auf die Seite. Bohren Sie die 8 mm Löcher und ver­schrauben Sie die Seiten
3.3 Unterlegscheibe

und den Kasten. Schieben Sie die Achse ein und schneiden Sie sie auf die passende Länge ab. Zwischen Rad und Holz kommt jeweils noch eine Unterleg­scheibe M12. Wenn Sie eine Hakenreling am Grillwagen haben wollen, müssen Sie in die beiden Traversen auf einer Seite jeweils ein 15 mm Loch bohren und einen 15 mm Rundstab mit einbauen.
4.1 Festschrauben der unteren Auflagen

4. In die Auflagen (Pos. 6 + 7 + 8) werden die Löcher für die Schrau­ben vorgebohrt. Um das Anzeichnen der Löcher zu be­schleunigen, können Sie ein Streichmaß einsetzen.

Schrauben Sie zunächst die kurzen unteren Auflagen (Pos. 7) zwischen den Beinen und den Stützen fest.

4.2 Festschrauben der oberen Auflagen

Beim Festschrauben der rest­lichen Bretter werden als Ab­standshalter 6 mm dicke Holz­stückchen dazwischen­gelegt. Setzen Sie die beiden Traverse von oben in die Schlitze ein. Bohren Sie in jeder Überplattung von oben ein Loch vor und schrauben Sie die Traversen fest. Jetzt können auch die oberen Auflagebretter festgeschraubt werden.
4.3 Flaschenhalter

Auf den Kasten kann ein Fla­schenhalter aufgeschraubt werden. Dafür wird in zwei der Bodenbretter jeweils ein Halb­kreis mit der Stichsäge ausge­schnitten und mit einem Hand­schleifklotz oder einem Band­schleifer geschliffen. Dann müssen Sie die Kanten noch runden und schon können Sie den Flaschenhalter von oben anschrauben.
5.1 Küchenrollenhalter

5. Schneiden Sie den Handgriff (Pos. 12) und den Rundstab für den Küchenrollenhalter (Pos. 13) ab. Die Schnittkanten werden großzügig abgerundet. Stecken Sie den Handgriff in die Löcher ein und schrauben Sie ihn von unten mit zwei Schrauben fest.
5.2 Halterung Küchenrolle

In den Küchenrollenhalter wird auf beiden Seiten jeweils ein 8 mm Loch für die Dübel (8 x 50) gebohrt. Einer dieser beiden Dübel wird fest eingeklebt, der andere ist zum Herausnehmen, wenn die Küchenrolle getauscht werden muss. Wenn Sie in der oberen Ablage ein Loch (26 mm) bohren und am langen Bein
5.3 Sonnenschirm

einen Holzklotz mit dem gleichen Loch festschrauben, haben Sie einen Halter für einen Sonnen­schirm, der nur noch von oben eingeschoben werden muss. Je nach Gasgrill sollten Sie noch Befestigungen auf die untere Auflage schrauben, dass der Grill während des Transports nicht verrutschen kann.
6.1 Schleifen der rohen Flächen

6. Schleifen Sie die Flächen und alle rauhen Stellen mit einem Exzenterschleifer oder einem Handschleifklotz. Der letzte Schliff sollte mit Körnung P180 erfolgen. Für die Behandlung der Oberfläche wird die Achse noch einmal ausgebaut. Streichen Sie die Flächen mit einem wasser­festen Holzöl oder einer Lasur. Um wirklich glatte Flächen
6.2 Zwischenschliff mit Körnung P240

zu erreichen, müssen Sie zwi­schen dem ersten und zweiten Auftrag des Anstrichs einen Zwischenschliff mit Körnung P240 machen. Montier­en Sie am Schluss die Achse wieder an den Grillwagen, stecken Sie eine Küchenrolle in die Halterung und stellen Sie den Grill in Position. Schon kann das Grillvergnügen beginnen.
6.3 Gasflasche

Falls Sie einen Grill mit einer großen Gasflasche benutzen, müssen Sie im oberen Bereich der Flasche noch ein Brett an das hintere Bein Anbringen. In dieses Brett werden zwei Löcher gebohrt, durch die die Flasche mit einem Expander befestigt werden kann.

Materialtipp

Das Holz für Gartenmöbel sollte auf jeden Fall eine gute Witterungsbeständigkeit aufweisen. Unter den einheimischen Bäumen gibt es einige, deren Holz in Frage kommt. Unter den Laubbäumen sind dies: Robinie, Eiche und Edelkastanie. Bei den Nadelbäumen: Lärche, Douglasie, Kiefer und mit Einschränkungen Fichte. Die Haltbarkeit der drei Laubbäume ist ungefähr gleich, bei den Nadelbäumen nimmt die Beständigkeit der Aufzählung nach ab. Die genannten Laubholzarten sind schwerer als die Nadelhölzer, was gerade bei Gartenmöbeln, die doch öfters bewegt werden, eine Rolle spielt.

Bei Nadelhölzern ist es neben anderen Inhaltstoffen das Harz, das für die Beständigkeit verantwortlich ist. Harz hat aber den Nachteil, dass es bei sommerlichen Temperaturen anfängt zu fließen. Die verwendeten Douglasie-Bretter bekommt man fertig gehobelt im Holzfachhandel in einer guten Qualität und Auswahl. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Bretter möglichst gerade und die Äste fest mit dem Holz verwachsen sind.

Grillwagen mit Sonnenschirm

Maschinenliste

  1. Kreissäge
  2. Akkuschrauber
  3. Stichsäge
  4. Evtl. Kantenfräse
  5. Exzenterschleifer

Werkzeugliste

  1. Hammer
  2. Zwingen
  3. Eisensäge
  4. Feile
  5. Evtl. Streichmaß
  6. Schleifklotz

Werkzeugliste

  •   7.   Bohrer 30 mm
  •   8.   Bohrer 12 mm
  •   9.   Bohrer 8 mm
  • 10.   Bohrer 3,5 mm
  • 11.   Evtl. Bohrer 26 mm

Materialliste

Pos Anz. Bezeichnung Länge Breite Dicke Material
1 2 Beine lang ca. 870 100 20 Douglasie
2 2 Beine kurz ca. 650 100 20 Douglasie
3 2 Auflagebrett 1000 100 20 Douglasie
4 2 Stützen 266 100 20 Douglasie
5 2 Traver 510 48 20 Douglasie
6 7 Auflage unten lang 440 100 20 Douglasie
7 2 Auflage unten kurz 390 100 20 Douglasie
8 5 Auflage oben 510 100 20 Douglasie
9 2 Seite lang Kasten 800 100 20 Douglasie
10 2 Seite kurz Kasten 350 100 20 Douglasie
11 9 Boden Kasten + Flaschenhalter 390 100 20 Douglasie
12 1 Handgriff 450   D = 30 Kiefer
13 1 Küchenrollenhalter 450   D = 28 Kiefer
14 2 Rad     D = 190  
15 1 Achse     D = 12 Eisen
Alle Maße in Millimeter

Bauplan Grillwagen

Nachdem Sie sich einen Überblick über die Bauanleitung verschafft haben, können Sie anschließend von unseren Bauplan Gebrauch machen und diesen als Schablone für den Bau ihres Grillwagens verwenden.

Mit freundlicher Genehmigung von festool.de.

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