Styrotect-S von Rigips ist die optimale Wärmedämmung für die einfache Verlegung zwischen den Sparren. Dies ist auch die bevorzugte Variante der Dachdämmung für alle Selbermacher, die nicht gerne auf dem Dach rumklettern, um eine Dämmung vollflächig auf den Sparren aufzubringen.
Das Styrotect-S System besteht aus Dämmplatten, die durch die umlaufende
Nut und Feder sehr einfach von einer Person verlegt werden können. Styrotect-S ist unabhängig vom Sparrenabstand und der jeweiligen Dachneigung problemlos einsetzbar. Für die Verlegung genügen einfache Werkzeuge wie Hammer, Metermaß
und Stichsäge. Das sollte jeder Heimwerker zuhause haben.
1. Die Feder der ersten Platte an der Längsseite abschneiden. Bei lichtem Sparrenabstand von mehr als 59 cm zwei Platten zusammenstecken.
Beim Vermaßen 1% Überstand einrechnen (Sparrenabstand
= 600 mm, Platteneinheit = 606 mm).
2. Um einen geraden Schnitt zu erhalten und damit einen guten Anschluss der Platte am Sparren zu gewährleisten, an einer Führungslatte entlang sägen. Die Latte lässt sich durch Nagelspitzen, die an der Unterseite herausragen, gut fixieren.
3. Mit der Verlegung der Dämmplatten immer unten beginnen und für eine sichere Auflage sorgen. Die Querkante der ersten, untersten Platte durch Zuschneiden an den Fußpunkt oder die Fußpfette anpassen.
4. Dämmplatten immer mit der Nut nach oben einklemmen. Die Platteneinheit mit einer Seite am Sparren ansetzen, leicht biegen und press bzw. bündig zwischen die Sparren drücken.
5. Eine Holzlatte in die Nut einlegen und die Platte mit leichten Hammerschlägen nach unten treiben, bis Nut und Feder mit der unteren Platteneinheit
dicht schließen.
6. Jedes Reststück wird für die folgende Platteneinheit verwendet. Ist eine Dämmplatte nur geringfügig schmaler als der Sparrenabstand, wird die Platte halbiert, um mit handlichen Reststücken weiterarbeiten zu können.
7. Dämmplatten in Höhe der hinteren Mittelpfettenkante durchtrennen, die Plattenteile jedoch dicht an der Mittelpfette anschließen. Den unteren Plattenteil zuerst einbauen. Den Plattenteil, der über der Mittelpfette eingebaut wird, entsprechend anschrägen.
8. Zum Einbau des Plattenteils unterhalb der Mittelpfette die eingebaute Dämmplatte an der Nutseite nach unten ziehen. Den unter der Pfette einzubauenden Plattenteil exakt an der Mittelpfette anlegen. Nut und Feder zusammenstecken, beide Teile bündig eindrücken.
9. Die Dämmplatte rund um die Zange exakt ausschneiden. Die Schnittflächen bei Bedarf mit einer Holzraspel nacharbeiten. Den passend geschnittenen Plattenteil zuerst einsetzen. Anschließend das zweite Plattenteil von oben einschieben.
10. Auch für das Einfügen der Dämmplatte zwischen den Zangen wird die erste Platteneinheit wieder auf leichte Überbreite zugeschnitten. Am Stoß die Dämmplatte entsprechend der Dachneigung passend anschrägen.
11. Beim Anschluss an die Firstpfette die Dämmplatte auf Gehrung zuschneiden und dann entsprechend der Firstpfettenform ausschneiden.Oberhalb der Feder wird der Plattenzuschnitt angeschrägt. Einbau wie in Bild 8 gezeigt.
12. Mit zwei Spachteln, die zwischen Sparren und Dämmplatten eingeschoben werden, lassen sich eingebaute Platten justieren. Undichte Pass-Schnitte werden mit polystyrolverträglichem Montageschaum geschlossen.
Be- und Entlüftung
Auf jeder Dachseite muss eine Zuluftöffnung von mindestens 200 cm² pro
laufendem Meter Traufe vorgesehen werden. Auch bei durchhängender
Unterspannbahn müssen diese Anforderungen erfüllt werden. Bei Dächern
mit einer Dachneigung von über 10° muss die Abluftöffnung nach außen
(z.B. durch Lüftungsziegel) an First und Grad mindestens 0,5 ‰ der gesamten
zu entlüftenden Dachfläche betragen. Die Anforderungen für Zu- und Abluftöffnungen
sind in der DIN 4108, Teil 3 festgelegt.
Mit Hinterlüftung
Der Lüftungsquerschnitt zwischen Dämmplattenoberseite und diffusionsdichter
Unterspannbahn bzw. Holzschalung oder Ziegel sollte von der Traufe bis zum First durchgehend mindestens 2 cm betragen, so dass eine effiziente Hinterlüftung auf Dauer gewährleistet ist.
Vollsparrendämmung
Bei einer Vollsparrendämmung (die Dämmplattendicke entspricht dabei der vorhandenen Sparrenhöhe) muss von außen auf die Dachsparren oder die Holzschalung eine diffusionsoffene Unterspannbahn verlegt werden. Der weitere Dachaufbau erfolgt mit einer Konterlatte und darauf die Lattung für die Ziegeleindeckung.
Dachausbau
Eine von innen vor die Dämmplatten gespannte Unterspannbahn, z.B. PE-Folie
mind. 0,2 mm dick, die an die Sparren befestigt wird (Überlappungen
verklebt), gewährleistet die Wind- und Staubdichtigkeit. Danach können
Innenverkleidungen wie Gipskartonplatten oder Nut- und Federbretter angebracht werden.
Wohngesunde Dämmwirkung
Styrotect-S dämmt hervorragend, ist alterungsbeständig, verrottungssicher und dauerhaft funktionstüchtig. Bei der Herstellung und Konfektionierung der Dämmplatten wird kein FCKW verwendet. Dadurch sind die Platten bei
der Verlegung und im eingebauten Zustand gesundheitlich absolut unbedenklich.
Das Material ist sauber, leicht zu schneiden und durch handliche
Plattenabmessungen einfach zu handhaben.
Technische Hinweise
Styrotect-S Dämmplatten werden von Holzschutzmitteln auf Basis von wässrigen
Salzlösungen nicht angegriffen. Bei Verwendung von anderen Holzschutzmitteln
sind die jeweiligen Herstellervorschriften zu beachten.
Technische Daten und Lieferformate
Bündelinhalt in Quadratmeter |
Dicke mm |
Plattenmaß m² |
Nutzmaß m² |
Bündelinhalt Platten |
| 80 |
3,738 |
3,565 |
6 |
| 100 |
3,115 |
2,971 |
5 |
| 120 |
2,492 |
2,376 |
4 |
| 140 |
1,869 |
1.782 |
3 |
| 160 |
1.869 |
1,782 |
3 |
| 180 |
1,869 |
1.782 |
3 |
| 200 |
1,246 |
1,188 |
2 |
Material: EPS 040 DZ
Baustoffklasse B1, schwerentflammbar
Plattenmaß: 1000 x 623 mm
Nutzmaß: 982 x 605 mm