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Die Satire des Monats Juli 2010 in unserem Online-Baumarkt

Die Bundesregierung hat ein rigoroses Sparprogramm auf den Weg gebracht. Wo soll gespart werden? Natürlich nicht an den Bezügen der Minister, Staatssekretäre oder Bundes- und Landtagsabgeordneten. Nein, nein! Es soll eigentlich überall gespart werden, wenn man davon absieht, dass Hotelbetreiber ihre ermäßigte Umsatzsteuer behalten sollen. Denn das wirkt sich für den Verbraucher segensreich aus, wie am Beispiel des Sofitel-Hotels in München zu sehen ist, wo das Frühstück 28 € kostet - nicht für die ganze Familie, nein: für eine Person. Unser Autor hat sich Gedanken gemacht, wie denn die Heimwerker sparen können.

Das zukunftsweisende Heimwerker-Sparprogramm

Wir Heimwerker und Häuslebauer müssen dazu beitragen, das gespart wird. Unser Staat ist mit über einer Billion verschuldet. Eine Billion, das sind 1.000.000.000.000 Euro. Das sind achtundzwanzig Güterzüge voll mit 100-Euro-Scheinen - eine schöne Vorstellung.

Wie und wo können wir sparen? Meine Vorschläge:

  • alle Regalbretter werden um 100 mm gekürzt. Dadurch werden jährlich 5.783 Festmeter Holz eingespart. Die legen wir vor dem Reichstag in Berlin ab.


  • Alle Schrauben über 40 mm Länge werden abgeschafft - was noch an längeren Schrauben vorrätig ist, wird verschrottet. Der Erlös geht nach Berlin.


  • Die Fugen beim Einbau neuer Fenster werden mit getrocknetem Moos ausgestopft. Die Aufwendungen für den eingesparten Montageschaum überweisen wir nach Berlin.


  • Jeder Heimwerker füllt mit seinen Mörtelresten die durch den harten Winter entstandenen Schlaglöcher. Der Stadtkämmerer wird es ihm danken.


  • Unsere Terrassen und Balkone stellen wir kostenlos Randgruppen zu Verfügung, die sich dort häuslich niederlassen können. Das entlastet die öffentlichen Haushalte bei den Sozialaufwendungen.


Nur bei den Vorschlaghämmern, da wollen wir nicht sparen. Die müssen bleiben, wie sie sind. Damit werden wir die Mitglieder unserer derzeitigen Regierung ungespitzt in den Boden schlagen.

Wolfram Dübbel

Die Redaktion distanziert sich mit aller Verschiedenheit vom Inhalt der Dübbel'schen Satire und weist jede Haftung für den Klarheitsgehalt der aufgestellten Behauptungen mit größter Verschlossenheit zurück.
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