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Risikofällungen am besten durch einen Treewalker

Die Redaktion von "baumarkt.de" hat sich wiederholt mit Problemen rund um den Baum im Garten beschäftigt. Einmal ging es um den Problemkreis, ob man selbst (oder der Nachbar) überhaupt einen Baum fällen darf. Ein anderer Beitrag beschäftigt sich mit der Haftung, wenn Bäume umstürzen oder abknicken. Wenn ein Baum im Garten oder Vorgarten gefällt werden muss, kann das mit erheblichen Risiken verbunden sein. Im Anzeigenteil der Zeitungen, aber auch im Internet bieten viele Firmen oder Privatpersonen an, auch Risikofällungen vorzunehmen. Leider gibt es in dieser Branche viele Dilettanten. Um Bäume zu fällen, braucht man eben keine Ausbildung – noch nicht einmal an der Kettensäge. Unser Tipp: Fragen Sie als erstes, ob die Firma einen Treewalker beschäftigt. Und ob sie eine "Stubbenfräse" besitzt und den Wurzelstock im Erdreich zerkleinern kann. So scheidet sich schnell die Spreu vom Weizen!

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Der Treewalker ist stets mehrfach gesichert.

Der Treewalker ist - wörtlich übersetzt - ein Baumwanderer. Die sinnvollste Bezeichnung wäre in Anlehnung an den Bergsteiger der "Baumsteiger". Aber dieser Begriff hat sich nicht etabliert. Wie ein Bergsteiger trägt er Schutzhelm und vor allem einen Auffanggurt, der mit Schulter- und Hüftgurt sowie Beinschlaufen ausgestattet ist. Einen Eispickel braucht er natürlich nicht, wohl aber ein Seil und eine Kettensäge, die er an einem anderen Seil befestigt hat. Die Säge hängt, wenn der Treewalker klettert, immer tief unter ihm an diesem Seil und wird erst dann hoch gezogen, wenn gesägt werden soll.

Das Fällen eines Baums, der 25 m hoch geworden ist und eine Krone von 15 und mehr Metern gebildet hat, ist immer mit Risiken verbunden. Nicht nur, dass der Baum bei dilettantischer Sägearbeit in die falsche Richtung kippen und andere Bäume oder Nachbarhäuser (oder das eigene Haus) beschädigen kann. Auch das etappenweise kappen dicker Äste birgt Gefahren. Ein schwerer Ast durchschlägt problemlos ein Flachdach und zertrümmert ein Gartenhaus.

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Chronologie des Baumfällens

Unsere Fotos (oben) zeigen, wie ein Treewalker vorgeht. Eine Esche musste gefällt werden, weil sie sich in zweieinhalb Meter Höhe verzweigt und zwei mächtige, buchstäblich baumdicke Seitenäste gebildet hatte mit eigenen Kronen. An der Verzweigungsstelle hatte sich schon ein Riss gebildet.

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Dieser Riss hätte gefährlich werden können.
Bei jedem Winddruck vergrößerte sich der Riss, so dass er, wie sich später beim Absägen des Baumstumpfes in Wurzelhöhe (siehe Foto links) heraus stellte, schon den ganzen Stamm bis zu den Wurzeln durchzogen hatte. Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn der Baum in der Mitte durchgebrochen ware. Treewalker sind zweifach gesichert. Sie klettern bis in die Baumkrone und sägen dann einen Ast nach dem anderen ab. Wie auf den Fotos gut zu sehen, umwickeln sie das untere Ende des Astes um ein Seil und lassen dann den Ast langsam herab, assistiert von Helfern, die das Seil halten. Zug um Zug wird der Baum kahler und kleiner, bis er endgültig gefällt ist. Und dann kommt die "Stubbenfräse" zum Einsatz, die den Baumstumpf zu Mulch verarbeitet.



Alle Fotos: www.fotografen-online.de
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