Der eigene Energievorrat gibt nicht nur ein sicheres Gefühl, er wird künftig auch immer wichtiger.
Aber warum, wo doch der Energiebedarf im Haus insgesamt sinkt? Denn ein energetisch saniertes Einfamilienhaus
beispielsweise braucht nur noch sehr wenig Heizenergie. Es ist von einer dicken Wärmedämmung ummantelt, dadurch
geht kaum kostbare Wärme verloren. Auf dem Dach wurde im Idealfall eine Solaranlage installiert, so dass die
Sonne gratis für warmes Wasser sorgt. Im Frühjahr und im Herbst hilft die Solarwärme zusätzlich bei der Raumheizung.
An einem kalten, bewölkten Wintertag sorgt ein möglichst effizienter Heizkessel für warme Räume und heißes Wasser.
Denn trotz Wärmedämmung und Solaranlage kann ein Wohnhaus nicht auf eine konventionelle Heizung verzichten.
Der zusätzliche Heizenergiebedarf fällt in wenigen, kalten Wintermonaten an. Da ist es sinnvoll,
eine Energie zu nutzen, die einfach und kostengünstig bevorratet werden kann. Heizöl hat diese
Eigenschaft, denn es wird im eigenen Tank gelagert. Und die Bevorratung verursacht keine nennenswerten
laufenden Kosten. Anders hingegen Energie, die durch ein Leitungsnetz ins Haus gelangt. Für die sogenannten
leitungsgebundenen Energien wie Strom und Gas fallen auch dann Grundgebühren an, wenn sie gar nicht genutzt werden.
Optimaler Langzeit-Energiespeicher Ein weiterer Vorteil ist der hohe Energiegehalt von Heizöl:
Zehn Kilowattstunden (kWh) Energie stecken in einem Liter. Was das bedeutet, veranschaulicht der
Vergleich von drei Energiespeichern: In einem 1000 Liter fassenden Warmwasserspeicher können maximal
90 kWh Energie bevorratet werden. Allerdings gehen pro Tag fünf Prozent der Energie wieder verloren.
Eine Batterie, also ein Stromspeicher, mit einem Volumen von 1000 Litern speichert 400 kWh. Der Energieverlust
liegt bei etwa einem Prozent pro Monat. In einem gefüllten 1000-Liter-Heizöltank stecken dagegen 10.680 kWh Energie.
Und wenn gerade kein Heizöl verbraucht wird, bleibt die Energie im Tank über ein sehr langen Zeitraum erhalten.
"Derzeit ist keine Alternative absehbar, die an die Speicherfähigkeit von Heizöl heranreicht",
erklärt Prof. Christian Küchen vom Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO). "Unter wirtschaftlichen
und technischen Gesichtspunkten ist der Heizöltank derzeit einer der besten Energiespeicher." Daher empfiehlt
sich langfristig die Nutzung dieses Brennstoffs zur Gebäudebeheizung – gerade weil der Energiebedarf sinkt.
Mehr Informationen unter www.oelheizung.info