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Die Satire des Monats April 2010 in unserem Online-Baumarkt

Unser Autor berichtet von einem ehemaligen Berufskollegen, der kostenlos in den Besitz eines Gartenhauses gekommen ist. An diesem Fall sieht man, dass der Versandhandel seine Tücken haben kann.

Wie man kostenlos an ein Gartenhaus kommt

Werner ist ein ehemaliger Berufskollege von mir. Er ist vor vier Jahren nach Kaltenkirchen verzogen und ich sollte ihn schon immer mal besuchen. Aber wann kommt man mal nach Kaltenkirchen - und dann auch noch freiwillig? Diesmal lag Kaltenkirchen aber auf dem Weg.

Ich besuchte also Werner und fand ihn in aufgeräumter Stimmung vor. Voller Stolz führte er mich an sein neues Gartenhaus, das (unter uns gesagt) mehr ein preiswerter Geräteschuppen aus Holzbohlen ist. Jedenfalls halte ich es für gewagt, das Objekt von Werners Stolz als "Haus" zu bezeichnen.

Also, mein Ex-Kollege hatte das Gartenhaus bei einem Online-Versender bestellt. Es wurde gut verpackt in Einzelteilen angeliefert. Und Werner hat dann alles schön ausgepackt und auf der Wiese ausgelegt. Und dann stellte er fest, dass ihm das falsche Häuschen geliefert worden war.

Der Versender ließ das Häuschen wieder abholen, was erheblichen Ärger gab, da die Männer von der Spedition nun eine Menge unverpackter Einzelteile mitnehmen mussten.

Zwei Wochen später kam die Ersatzlieferung. Werner hat also wieder alles ausgepackt, wieder alle Teile auf der Wiese ausgelegt - und wieder musste er feststellen, dass der falsche Haustyp angeliefert worden war.

Wissen Sie, was der Versender gesagt hat, als Werner zum zweiten Mal bat, das gelieferte Gartenhaus abzuholen? Er hat lt. Werner gebrüllt:

"Behalten Sie das Scheißhaus, ich schenke es Ihnen. Wenn wir das Haus wieder abholen und wieder eines neues liefern, dann habe ich bares Geld draufgelegt."

Und dann hat er noch gebrüllt "Ich drehe hier noch durch und bringe gleich zwei Mann um!" Und hat dann den Hörer aufgelegt.

Und ich? Was habe ich mit all dem zu tun? Nun, ich habe mir von Werner die Adresse des Versenders geben lassen. Ich könnte nämlich auch ein neues Gartenhaus gebrauchen.

Wolfram Dübbel

Die Redaktion distanziert sich mit aller Verschiedenheit vom Inhalt der Dübbel'schen Satire und weist jede Haftung für den Klarheitsgehalt der aufgestellten Behauptungen mit größter Verschlossenheit zurück.
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