Am wenigsten Platz benötigt der Hausherr, wenn er seine Wertsachen in einem Wandtresor unterbringt.
Wandtresore gibt es in den unterschiedlichen Widerstandsgraden und Sicherheitsstufen, worüber Sie an dieser
Stelle mehr erfahren können. Grundsätzlich hat ein Wandtresor eine starke, mehrwandige Stahltür, ein Bolzenverriegelungssystem,
ein Sicherheitsschloss und je nach Sicherheitsstufe eine aufbohrsichere Panzerplatte im Schlossbereich. Fest eingemauert, bieten er
bereits durch das Mauerwerk eine Absicherung nach fünf Seiten. Wichtig ist natürlich, welche Stärke die Wand hat, in die der
Tresor eingebaut werden soll. Schließlich gibt es Wandtresore mit Außenmaß-Tiefen zwischen etwa 120 mm bis etwa 580 mm.
"Winzlinge" haben durchaus ihre Berechtigung, wenn man nur ein paar Schmuckstücke und Bargeld verstauen will.
Will man aber auch Aktenordner mit wichtigen Dokumenten diebstahlsicher lagern, muss man die "dickeren Dinger"
einbauen und vorher überprüfen, ob die Innenmaß-Tiefe für die unterzubringenden Unterlagen/Ordner ausreicht.
Der Einbau in eine Außenwand ist möglich, aber absolut nicht sinnvoll. Man würde sich nur eine zusätzliche Wärmebrücke schaffen und sich die Kälte ins Haus holen. Bei Innenwänden ist das Problem, dass sie in der Regel höchstens 24 cm stark sind. Ein Wandtresor lässt sich daher oft nur unter Dachschrägen, Treppen oder neben Kaminen eingebauen. Man kann natürlich auch so tun als ob und unterhalb und oberhalb des Tresors eine Wand aufmauern und einen Kaminzug vortäuschen. Wandtresore mit Ziehharmonika-Effekt eignen sich sehr gut. Das sind Tresore,
deren Stahlblech-Korpus in der Tiefe verschoben werden kann (siehe Zeichnung). Da ein Wandtresor immer von einem 100 mm Betonmantel umhüllt werden muss, ist bei der Berechnung des Verhältnisses von Wandstärke zum Tresor-Außenmaß
auch die Betonschicht zu berücksichtigen.
Bevor wir uns mit dem eigentlichen Einbau beschäftigen, hier noch zwei Sicherheitshinweise:
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Verstecken Sie den Wandtresor nie hinter einem Gemälde, sondern zum
Beispiel hinter einer Schrankwand, deren Rückfront sich partiell verschieben lässt.
Da muss dann zwar ein Schreiner (Ihres Vertrauens) ran, aber der Aufwand kann sich im Ernstfall lohnen.
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Bei Neubauten/Umbauten, bei denen sog. Bauhelfer mitwirken, ist davon
abzuraten, in die Wand gleich die Aussparung für den Wandtresor einbauen zu lassen. Die Nachricht, dass Sie einen Wandtresor einbauen wollen, verbreitet
sich schnell von der Kneipe zu unerwünschten Mithörern. Lassen Sie lieber
pro forma eine Türöffnung einbauen, die sie später selbst auf die Maße des Wandtresors zumauern.
So geht der Einbau eines Wandtresors vonstatten:
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Der Wandtresor muss rundum von einer 100 mm dicken Betonlage
ummantelt werden. Die Aussparung in der Wand muss also rundum 100 mm
größer sein, als das Außenmaß des Wandtresors. Damit der Beton später
die Seitenwände nicht eindrückt, sollten diese mit Kanthölzern ausgesteift werden.
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Da der Wandtresor ja nicht frei in der Luft schweben kann, um mit Beton
unterfüttert zu werden, muss er auf kleine, 100 mm hohe Kanthölzer oder entsprechend hohe Stahlstücke gestellt werden.
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Je "zackiger" und ungleichmäßiger die Aussparung ist, je besser verankert
sich der Beton in der Wand und je schwieriger wird es, den Tresor heraus zu ziehen.
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Da der Wandtresor durch die schwere Tür kopflastig ist, muss er im Mauerwerk
gut verkeilt werden – und zwar absolut lotrecht, wobei die Tür offen zu halten ist.
Ist alles wirklich lotgerecht ausgerichtet, was einige Flüche mit sich bringen kann,
darf die Tür weder zufallen noch sich selbständig nach außen öffnen.
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Rundum muss der Wandtresor verschalt werden, dann kann der
Beton in die Hohlräume eingefüllt werden. Der Beton fließt besser ab,
wenn über dem Tresor eine schräge Zusatzöffnung vorgesehen
wird. In jedem Fall sollte der Beton nur aus einer Richtung
eingefüllt werden, bis er sich unter dem Tresor verteilt hat. Dann kann
auch aus anderen Richtungen eingefüllt werden.
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Der eingefüllte Beton sollte mit einem hakenartigen Werkzeug gestampft
werden, damit keine Hohlräume entstehen. Beim Verfüllen mit Beton soll
die Tür verschlossen bleiben und erst nach 48 Stunden, also nach dem
Aushärten des Betons, geöffnet werden, damit der Tresor auslüften kann.
Welcher Beton ist zu nehmen?
Mischen Sie drei Teile Kies der Körnung
0-32 mit einem Teil Zement P 235 und geben Sie so viel Wasser bei, bis ein
schwach fließender Betonbrei entstanden ist.
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