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Grundsätzliche Vorbemerkung über die Holzfassaden
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Holzhäuser haben naturgemäß eine Holzfassade, wie sie in Skandinavien allseits üblich und landschaftstypisch ist. Auch in Deutschland hat die Holzbauweise mehr und mehr Anhänger gefunden, im branchenführenden Portal www.fertighaus.de werden alleine rund 400 Beispiele aufgezeigt. Durch die verschiedenfarbige Lackierung einer Fassade mit Stülpschalung (Beispiel im Foto: Schwörer-Haus) können besondere architektonische Akzente gesetzt werden, wodurch die deutsche Wohnlandschaft fröhlicher und bunter wird. Der Holzhandel bietet allerdings auch dem Altbaubesitzer Möglichkeiten, seine unansehlich gewordene Fassade aus Putz oder Klinker mit einer Holzverschalung aufzuwerten.
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Üblich ist bei uns die vorgehängte hinterlüftete Verschalung, was mehrere positive Folgen hat. Zum einen hält die vorgehängte hinterlüftete Holzverschalung das tragende Mauerwerk oder die Holzrahmenkonstrukion im Fertigbau trocken und trägt zur Verbesserung der Wärme- und Schalldämmung bei. Mindestens zwei, besser jedoch vier Zentimeter Hinterlüftung sollten jedoch berücksichtigt werden.
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Zum anderen wird das trocken eingebaute Holz (maximal 20 % Holzfeuchte) auch schnell wieder trocken, falls es einmal "tüchtig eingeregnet" worden sein sollte. Nässe schadet dem Holz nur, wenn es dauernd durchnässt wird und aufgrund der fehlenden Hinterlüftung nicht abtrocknen kann. Aus diesem Grund sollte die Holzverkleidung auch etwa 30 cm über einem Spritzwassersockel aus Mauersteinen oder Beton enden A Ist jedoch eine Kiesdrainage angelegt und diese mit einem Rost abgedeckt worden B , kann die Verbretterung auch bis ca. 10 cm herabgeführt werden. Von Vorteil ist auf jeden Fall der konstruktive Holzschutz, also das möglichst weit überkragende Dach. Dies ist jedoch heutzutage schon eine Selbstverständlichkeit.
Wenn wir (an anderer Stelle) als durchaus angebrachte Möglichkeit aufgezeigt haben, ein unansehliches Haus durch eine vorgesetzte Fachwerkkonstruktion auch optisch aufzuwerten, so gilt das erst recht für die "Verbretterung", zumal sich mit den Farbtönen von Holzschutz-Lasuren oder mit deckenden Farben optisch sehr anspruchsvolle Variationen zaubern lassen. So kann sich ein Haus mit grauer, verschmutzter Putzfassade oder mit "geflickten" Ziegelsteinmauern zu einem echten Schmuckstück mausern. |
Die verwendeten Hölzer sind meistens nordische Fichte oder sibirische Lärche. Auch einheimische Kiefer und Douglastannen sind gut geeignet. Natürlich kommt auch Laubholz infrage, scheidet aus Kostengründen jedoch meistens aus. Hölzern aus nordischen Ländern wird zu recht eine besondere Langlebigkeit nachgesagt. Diese hängt aber auch von der Wetter- und Nässebelastung ab, dem das Holz bei uns ausgesetzt wird und von der Frage: Holzschutz ja oder nein? Bei optimalem konstruktiven Holzschutz kann das Holz zwar unbehandelt bleiben - es bildet sich dann unter der UV-Einwirkung eine graue Patina. Diese verteilt sich aber nicht etwa gleichmäßig, so daß die Holzverschalung sehr schnell nicht mehr zur Aufwertung, sondern zur Abwertung Ihrer Fassade führen kann. Wir sagen also "ja" zum chemischen Holzschutz im Außenbereich, um von vornherein Pilzbefall auszuschließen und die Lebensdauer Ihrer Holzfassade zu erhöhen.
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Kommen wir nun zur Frage, w e l c h e Konstruktionsart sinnvoll ist. Die Stülpschalung ist in Skandinavien allgegenwärtig. Die Bretter werden waagerecht auf der Unterkonstruktion befestigt, und zwar so, daß sich das nächsthöhere Brett jeweils über das nächstuntere "stülpt". So kann das Wasser ablaufen wie bei einer Dacheindeckung mit Ziegeln, die ja auch übereinander "gestülpt" werden. Sinnvoll ist, die unteren Kanten zu hinterschneiden, um "Tropfnasen" zu vermeiden.
Unser Foto des Profilholzlieferanten Pinus zeigt eine horizontale Verbretterung mit Vollprofilzholz im Stil einer Stülpschalung.
Bei der Boden-Deckel-Schalung werden Bodenbretter senkrecht und mit Zwischenraum untereinander auf die Unterkonstruktion genagelt. Die Zwischenräume werden dann überdeckt durch Deckelbretter. Je nachdem, wie breit oder schmal die Deckelbretter sind, wird der Holzfassade ein eher gedrungenes oder eher leichtes Aussehen verliehen.
Statt der Bretter mit allseits stumpf gesägten Kanten, die man natürlich immer noch in jeder Holzhandlung kaufen oder bestellen kann, werden im Holzhandel verschiedene Systeme angeboten. Unser Foto zeigt das Fassadenprofil "Combi" der Firma Pinus.
Solche Profile sehen optisch wie echte Stülp- oder Boden-Deckel-Schalungen aus, verfügen jedoch über eine Profilierung mit Feder und Nut, über gefaste oder abgerundete Kanten oder gerillte Oberflächen. Das alles erleichert dem Selbermacher die Arbeit oder verschönert das Ergebnis dieser Arbeit. Nicht uninteressant ist für den unentschlossenen Sanierer, daß er auch mit Anstrichen endbehandelte Profile kaufen kann, um deren Farbwirkung am Haus schon vorher zu beurteilen.
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Hersteller OSMO bietet zum Beispiel "Colorholz" an, also Fassadenhölzer, die in sechs Standardfarben beschichtet sind. Sonderfarben sind auch möglich, hier ist der Holzfachhandel der kompetente Ansprechpartner.

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Ob nun die Verbretterung in Eigenleistung farbbehandelt wird oder nicht - der Bauherr bzw. Sanierer stellt sich natürlich die Frage, wo oft er "nachstreichen" muß. Die Antwort kann nur eine "in-etwa-Antwort" sein, denn das hängt erstens von der Qualität der Lasuren bzw. Farben ab und zweitens von der Wetterbelastung. Jedermann versteht, daß die Schlagregenseite öfters nachbehandelt werden muß. Bei Dünnschichtlasuren sind Überholungsanstriche nach zwei bis drei Jahren fällig, bei Dickschichtlasuren nach drei bis fünf Jahren, bei deckenden Anstrichen nach fünf bis acht Jahren.
Konstruktions- und Selbstbauanleitung für Holzfassaden
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