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Der sanfte Abschied von der Glühbirne - Der EU-Stufenplan
greift erst 2016 voll

Der Countdown zum Abschied von der Glühlampe in der Europäischen Union läuft. Am 1. September 2009 tritt die erste Stufe des Ausstiegplans in Kraft. Er bedeutet das Aus für Glüh- und Halogenlampen ab 100 Watt sowie für alle matten Glüh- und Halogenlampen. Die Zukunft gehört modernen LED- und Energiesparlampen.
EU-Plan für energiesparende Lampen Abschied von Glühbirne
Bereits gekaufte Lampen dürfen aufgebraucht und Lagerbestände in Geschäften abverkauft werden. Spezielle Glühlampen für Kühlschränke, Backöfen und Infrarotlicht sind nicht betroffen. Eine gesonderte Regelung für Reflektorlampen und Strahler soll erst 2010 kommen. "Nach heutigem Stand der Technik werden die meisten Glühbirnen durch Energiesparlampen abgelöst", ist Christoph Seidel vom Energiesparlampen-Hersteller Megaman überzeugt. "Es gibt eine große Auswahl von Modellen in Birnenform, in vielen modernen Designs, mit angenehm warmweißer Lichtfarbe und sogar in dimmbaren Ausführungen." Hamsterkäufe von Glühlampen müssen jedoch nicht sein. Befristet sind Klarglas-Glühlampen weiterhin zu kaufen. Als Alternative gibt es energieoptimierte Halogenlampen in Glühbirnen- und Kerzenform sowie mit Stecksockeln. Sie sollen bis 2016 noch sparsamer werden und dürfen bleiben. In LED-Lampen sieht Seidel noch keine Alternative für den Ersatz von Glühlampen: „Die wenigen guten LED-Modelle in Birnenform sind bis zu zehnmal teurer als hochwertige Energiesparlampen und rechnen sich für Privathaushalte zurzeit nicht.“ Der Glühlampenausstieg erspart nach Angaben der EU-Kommission die Leistung von zehn 500-Megawatt-Kraftwerken sowie 15 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr. Mit einem Sparpotenzial von bis zu 80 Prozent gegenüber konventionellen Glühlampen lohnt sich die Umstellung auch für die Verbraucher. "Durch den Ersatz von zehn 60-Watt-Glühlampen durch zehn Energiesparlampen mit 11 Watt kann ein Haushalt mehr als 88 Euro Stromkosten pro Jahr einsparen", hat Christoph Seidel von Megaman errechnet. Detaillierte Informationen gibt es unter www.megaman.de.

Fotos:epr/Megaman
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