Alle Satiren lesen

Die Satire des Monats Juni 2009 in unserem Online-Baumarkt

Seit eine CD-Rom mit den Spesenabrechnungen britischer Parlamentsmitglieder in die Hände der Presse gelangt ist, steht ganz England Kopf. Eine Zeitung bringt hohnlachend und Tag für Tag Beispiele dafür, wie die Herren Parlamentarier den britischen Steuerzahler schröpfen. Beliebt war die Renovierung eines Zweitwohnsitzes auf Staatskosten und der anschließende gewinnbringende Verkauf der Eigentumswohnung. Aber auch lächerliche Arbeiten wie das Auswechseln von Glühbirnen ließen sich bisher Parlamentarier vom Steuerzahler vergüten. Das hat unseren Satiriker auf den Plan gerufen.

Dumm wie zwei kurze Bretter

Wer britischer Parlamentsabgeordneter ist und einen Garten hat, der lässt 550 Sack Viehmist auf seinem Grundstück verteilen, damit die Rosen schön wachsen. Die Kosten stellt er dann via Spesenabrechnung dem britischen Staatshaushalt in Rechnung. Auch die Reinigung des Swimmingpools eines Abgeordneten bezahlt der Steuerzahler und den Kronleuchter für eine Londoner Zweitwohnung gleich auch noch.

Besonders doofe Parlamentarier sind nicht in der Lage, Glühbirnen auszuwechseln. Ausgerechnet der Wissenschafts- und Technologiesprecher der konservativen Oppositionspartei rechnete 125 Pfund bei der Staatskasse ab, weil Handwerker in seiner Wohnung 25 Glühbirnen eingedreht hatten.

Solche Ausgaben summieren sich, so dass ich jetzt auf Einladung von Premierminister Brown das erste Seminar "How to change a lightbulp" durchgeführt habe - auf Deutsch "Wie man eine Glühbirne auswechselt". Das Seminar verlief erfolgversprechend, sieht man von kleinen Zwischenfällen ab.

Der Abgeordnete James M. musste in Krankenhaus, weil er vergessen hatte, den Strom abzuschalten und mit nassen Fingern in die Fassung gelangt hatte. Er erlitt einen Stromstoß, ist aber auf dem Weg der Besserung.

Der Abgeordnete Harold R. wurde in eine Klinik für psychosomatische Störungen eingeliefert, weil er die Birne stundenlang entgegen dem Uhrzeigersinn einschrauben wollte und wegen der Erfolglosigkeit seiner Bemühungen einen Nervenzusammenbruch erlitt.

Der Abgeordnete William P. wurde von mir aus dem Seminar herausgeschmissen, nachdem er vier Glühbirnen mit der Hand zerdrückt und sich Schnittverletzungen zugezogen hatte.

Den Rausschmiss musste ich natürlich begründen und ich schrieb in das Seminarprotokoll: "Mr. P. is as thick as two short planks." "Thick" heißt nicht nur dick, sondern in diesem Zusammenhang auch dumm. Mr. P. ist also so dumm wie zwei kurze Bretter, was dem deutschen Sprichwort entspricht: "Er ist dumm wie Bohnenstroh!".

Der Schatzmeister des britischen Parlaments hat an der Bewertung keinen Anstoß genommen und mir das volle Honorar ausgezahlt. Meinen Versuch, meine Zweitwohnung in London auf Staatskosten mit einem neuen Teppichboden auszustatten, hat er aber abgelehnt. Halten Sie das für fair?

Wolfram Dübbel

Die Redaktion distanziert sich mit aller Verschiedenheit vom Inhalt der Dübbel'schen Satire und weist jede Haftung für den Klarheitsgehalt der aufgestellten Behauptungen mit größter Verschlossenheit zurück.
Alle Satiren lesen
  Suchen:
Wenn Sie mit dem Gedanken liebäugeln, ein Fertighaus oder Holzhaus zu kaufen oder an einem Grund-
stück interessiert sind, sollten Sie das Portal www.fertighaus.de besuchen mit über 2.000 Häusern von rund 90 Fertighaus-Anbietern.