Keller selbst mauern mit Planblocks aus Porenbeton
YTONG bzw. Porenbeton ist ein moderner Baustoff. Er besteht aus den natürlichen
Bestandteilen Sand, Kalk, Zement und Wasser. Durch Millionen von Luftporen erhält Porenbeton die hervorragende
Wärmedämmung und das geringe Eigengewicht. Dies ermöglicht großformatige Vollsteine, die von Hand ergonomisch
zu verlegen sind. Das Nut- und Federsystem ersetzt die Stoßfugenvermörtelung.
YTONG-Planblock ist mit einfachen
Werkzeugen leicht und schnell zu bearbeiten. Verarbeitet werden die Steine mit Dünnbettmörtel, der als
Trockenmörtel in Säcken angeliefert wird.
Der Keller muß absolut trocken sein
Der Keller beeinflußt die Bauqualität des
gesamten Hauses. Massives, gut abgedichtetes Mauerwerk ist deshalb sehr wichtig. Aber bevor Sie anfangen, muß
erst die Baugrube ausgehoben werden. Wenn Sie das auch in Eigenleistung machen wollen, so lesen Sie
erst einmal bitte nach, was zu beachten ist.
Kellerwände mauern
Herstellen des Kellermauerwerks und Abdichtungsmaßnahmen sind zwei nicht voneinander zu trennende Arbeiten. Zum
Anlegen der ersten Schicht dient Ihnen der Ausführungsplan für das Kellergeschoß. Auf die bereits vorgenommene
Abdichtung bringen Sie eine Lage Kalkzementmörtel der Mörtelgruppe II (1 Teil Zement, 2 Teile Kalkhydrat, 8 Teile
Sand) auf, den Sie auch in feuchter oder trockener Form bei Ihrem Baustoffhändler bekommen. Auf dieser Mörtellage
richten Sie nun den ersten YTONG-PLANBLOCK so aus, daß er mit seiner Außenecke lotrecht unter dem Schnittpunkt der
Spannschnüre liegt. Danach legen Sie jede weitere Ecke in gleicher Weise an, wobei darauf zu achten ist, daß alle
Steinoberkanten auf gleicher Höhe liegen.
Verbinden Sie dann die Ecksteine mit einer Richtschnur und mauern die Zwischenräume aus. Die Stoßfugen brauchen
durch das Doppel-Nut- und Federsystem nicht vermörtelt zu werden. Mit dem YTONG-Gummihammer sind die Steine parallel
und höhengleich zur Richtschnur in ihre endgültige Lage zu bringen. So arbeiten Sie weiter, bis eine vollständige
Schicht um das Gebäude gelegt ist.
Vor Beginn der nächsten Schicht, die im Verband mit einer Mindestüberdeckung der Stoßfugen von 8 cm zu versetzen ist,
können geringfügige Unebenheiten mit dem YTONG-Schleifbrett abgeglichen werden. Der Schleifstaub ist abzukehren. Nun
führen Sie die Ecken unter Verwendung von YTONG-PLANBLOCK-Mörtel auf die Lagerfugen bis auf Gerüsthöhe hoch, wobei
Sie abwechselnd immer eine Schicht überstehen lassen. Danach ziehen Sie zwischen den Ecken mit Hilfe der Richtschnur
die volle Wandfläche ein.
Innenwandanschlüsse können Sie, falls statisch erforderlich, als stehende Verzahnung durch abwechselndes Einbinden bzw.
stumpfes Stoßen herstellen. Die Einbindetiefe muß mindestens 10 cm betragen.
Die Überdeckung von Öffnungen erfolgt kontinuierlich mit dem Hochziehen der Wände mit tragenden bzw. nichttragenden
YTONG-Stützen. Die Errichtung des Schornsteins setzt bei Ummantelung aus 12,5 cm dicken YTONG-Planplatten ebenfalls
abwechselndes Einbinden bzw. stumpfes Stoßen der Ummantelung mit der Anschlußwand voraus. Das Rauchrohr erstellen Sie
am zweckmäßigsten aus vorgefertigten keramischen Schamotte-Formstücken, die mindestens mit einer 3 cm dicken Dämmschicht
ummantelt sein müssen. Die Lage der Öffnungen für Rohranschlüsse und Reinigung sollten Sie mit dem Heizungsbauer
absprechen. Nach Fertigstellung der Kelleraußenwände bis Unterkante Decke versetzen Sie auf der Außenkante des Mauerwerks
noch einen YTONG-Deckenrandstein mit Wärmedämmung. Zusammen mit der späteren Decke bildet diese Abmauerung die Abschalung
des Ringankers. Danach beginnen Sie mit dem hochziehen sämtlicher tragender Innenwände.
Herstellung von Schlitzen
Die Herstellung von Schlitzen in tragenden und aussteifenden Wänden und Pfeilern wird durch die DIN 1053 geregelt und geht
aus den Ausführungsplänen hervor. Schlitze für Fall-Leitungen sparen Sie am zweckmäßigsten bereits beim Hochziehen der
Wände aus. Kleinere Schlitze für die Wasser- und Stromversorgung können nachträglich mit dem YTONG-Rillenkratzer hergestellt
werden. Nach Möglichkeit sollte man mehrere Leitungen in größeren Schlitzen zusammenfassen. Die Maßnahme setzt jedoch
Vorgespräche mit den einzelnen Installationsfirmen voraus.
Gegen seitliche Bodenfeuchte abdichten
Für die senkrechte Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bitumenbahnen oder Bitumenspachtel
(mit Gewebe) sind bituminöse Abdichtungen nach DIN 18195. Auf einen Putz nach DIN 18550 oder Streichputz kann verzichtet
werden. Der einwandfreie Schutz gegen Bodenfeuchtigkeit und die kontinuierliche Austrocknung der Wand ist mit dieser Lösung
gewährleistet.
Kleine Setzungsrisse können schadensfrei überbrückt werden. Bei nichtbindigem und kein Wasser führendem Boden sind
vorgesetzte Bitumen- oder Asbestzement-Wellplatten eine gute Lösung. Die Wand trocknet relativ schnell aus. Kunststoffgebundene
Spachtelmassen haben sich in einzelnen Fällen gut bewährt. Sie sollten jedoch vorher sorgfältig auf ihre Eignung
geprüft werden. Kein dauerhafter Schutz gegen Bodenfeuchtigkeit sind Dichtungsanstriche auf rohem Mauerwerk oder
sogenannten Sperrputzen. Hinterfüllung: Für die Bodenhinterfüllung ist große Sorgfalt angebracht. Die Dichtung darf
nicht durch groben Bauschutt beschädigt werden. Schadstellen in den Abdichtungen können zur Durchfeuchtung der Wand
führen.
Abdichtung gegen seitlich eindringende Feuchtigkeit
Bei nichtdrückendem Wasser empfehlen wir die YTONG-Dichtungsbahn oder den Bitumenspachtel "Dichter Keller".
Wenn Sie mit dem Gedanken liebäugeln, ein Fertighaus oder Holzhaus zu kaufen
oder an einem Grund- stück interessiert sind, sollten Sie das
Portal www.fertighaus.de besuchen mit
über 2.000 Häusern von rund 90 Fertighaus-Anbietern.