Was wir hier den arrivierten Freizeit-Tischlern zum Nachbau vorstellen, das ist ein Tischkasten bzw. ein Couchtisch, der wie
eine Schatztruhe aussieht. "Verstecken" kann man in dieser Truhe alles Mögliche: Tischdecken ebenso wie Servietten, Gläser oder Flaschen mit Spirituosen.
Geöffnet wird die Schatztruhe von oben - und zwar von zwei Seiten aus. Vier stilechte "Truhenscharniere" sorgen dafür, dass sich die Truhendeckel
aufklappen lassen. Dieses massive Möbelstück passt natürlich ideal in eine bäuerliche Zimmereinrichtung, kann aber auch als Hingucker in jede moderne
Wohnlandschaft integriert werden. Als Material dient Fichte, wer aber ganz "auf antik" machen will und das nötige Kleingeld hat, sollte sich für
Eiche entscheiden. Das wird dann eine Schatztruhe für Generationen!
Ansicht von oben
Seitenansicht
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Die Schatztruhe wird zum überwiegenden Teil aus Fasebrettern hergestellt. Sie sind 9,5 cm breit und haben eine Stärke von 1,8 cm.
An allen vier Längskanten ist eine Fase gehobelt. Die Fasebretter sind im Holzhandel in unterschiedlichen Längen erhältlich. Für die Seiten (2,3) braucht
man jeweils vier Bretter. Die Ecken (1) werden aus einem Kantholz 60 /60 mm geschnitten, welches auf zwei Seiten einen Falz von 20 x 30 mm erhält -
siehe nebenstehende Detailzeichnung. In diese Falze werden jetzt die Bretter der Seiten (2,3) gelegt und mit Linsenkopfschrauben befestigt.
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Bei den zwei Seiten (3) muss in die oberen Bretter ein halbkreisförmiger Ausschnitt gesägt werden, damit man später die Klappen
öffnen kann. Dazu werden jeweils die beiden oberen Fasebretter auf Stoß gegeneinander gelegt und mit zwei Schraubzwingen zusammen gedrückt, als wollte
man sie verleimen. Genau in der Mittelfuge wird jetzt mit einem Forstnerbohrer ein 40 mm Loch gebohrt. Löst man jetzt die Schraubzwingen, befindet
sich in jedem Brett eine "halbes" Loch - eben der halbkreisförmige Ausschnitt, in den man später die Finger stecken und die Truhendeckel
hochheben kann.
Sind alle Bretter der Seiten (2,3) mit den Pfosten (1) verschraubt, können jetzt die vier Auflageleisten (4) für den Boden an das
unterste Brett der Seiten geschraubt werden. Der Boden (5) besteht aus sieben Fasebrettern, wobei jeweils die beiden äußeren Bretter einen Ausschnitt
von 40 /40 mm erhalten, damit sie um den Pfosten (1) passen. Die Bretter werden ebenfalls mit Linsenkopfschrauben (3,5 x 35 mm) befestigt.
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Jetzt wird der Deckel des Tischkastens hergestellt. Er besteht aus zwei Klappen (8,9) und einem Mittelstück (6,7). Sowohl
Klappen als auch Mittelstück werden ebenfalls aus Fasebrettern hergestellt, die Endstücke 6 und 8 erhalten eine Nut, die Zwischenstücke 7 und 9
erhalten an beiden Enden eine Feder. Die Teile 6 und 7 sowie 8 und 9 werden mit Weißleim verleimt. Das Mittelstück wird mit Linsenkopfschrauben
auf die Seiten geschraubt.
Jeweils zwei Truhengriffe und Truhenscharniere zur Auswahl
Die Klappen werden mit Truhenscharnieren am Mittelstück befestigt. Als Füße für die Truhe werden vier Klötze mit einem seitlichen
Überstand unter die Pfosten geschraubt. Zusätzlich können noch Filzgleiter unter die Klötze geklebt werden, damit beim verschieben des Tischkastens am
Fußboden keine Kratzer entstehen
4 stk. Pfosten (1)
Fichte Kantholz
38,0 x 6,0 x 6,0 cm
2 stk. Seiten (2)
Fichte Fasebretter (8 stk.)
70,0 x 9,5 x 1,8 cm
2 stk. Seiten (3)
Fichte Fasebretter (8 stk.)
70,0 x 9,5 x 1,8 cm
4 stk. Auflageleisten (4)
Fichte
64,0 x 4,0 x 4,0 cm
1 stk. Boden (5)
Fichte Fasebretter (7 stk.)
72,0 x 9,5 x 1,8 cm
1 stk. Mittelstück (6,7)
Fichte Fasebretter (2 stk.) Fichte Fasebretter (2 stk.)
19,0 x 9,5 x 1,8 cm 57,0 x 9,5 x 1,8 cm
2 stk. Klappen (8,9)
Fichte Fasebretter (4 stk.) Fichte Fasebretter (6 stk.)
28,5 x 9,5 x 1,8 cm 57,0 x 9,5 x 1,8 cm
4 stk. Füße (4)
Fichte
12,0 x12,0 x 3,0 cm
4 stk. Truhenbänder
siehe Hersteller
2 stk. Truhengriffe
siehe Hersteller
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