Auch die schönsten Fliesen in Bad oder Küche werden irgendwann einmal unansehnlich. Was also
tun? Alte Fliesen raus und neue rein? Das wäre eine Möglichkeit, aber mit einem enormen Zeitaufwand und jeder Menge
Lärm und Schmutz verbunden. Eine Alternative ist die fugenlose Fliese von Kreativwand.com, die sich schnell und
leicht verarbeiten lässt. Die fugenlose Fliese überdeckt alte Fliesen sowohl an der Wand als auch am Boden.
Geeignete Oberflächen sind aber auch Tapeten, Gipskartonplatten, Holz, Kork, Estrich, Laminat, Parkett, Terrazzo
sowie verputzte oder gestrichene Wände. Kurzum, die Produktpalette von Kreativwand bietet alles, was zum Renovieren
und Gestalten von Wänden, Decken und Böden benötigt wird. Auf glatten Oberflächen wird ein spezieller Haftgrund
verwendet. Die weiße Grundfarbe kann beliebig mit diversen Abtönfarben verändert werden. Ein Granulat in den
verschiedensten Farben sorgt für individuelles Design. Eine abschließende Versiegelung macht die Oberfläche glatt,
robust und leicht zu reinigen.
Zum Verarbeiten von Kreativwand werden keine Spezialwerkzeuge benötigt. Zum Abkleben und
Abdecken kommen Klebeband und Abdeckfolie bzw. Backpapier zum Einsatz. Weiterhin werden Pinsel, Farbwalze,
Abstreifgitter, Zahnspachtel und ein Eimer zum Mischen des Granulats benötigt. Wer ein Muster an die Wand zaubern
möchte, kann sich noch eine Schablone kaufen oder selbst entwerfen.
Damit die Farbe auch nur auf die gewünschten Flächen aufgetragen wird, sollten Fenster, Türen, Spiegel, Waschbecken
oder Möbel mit einem Abdeckband abgeklebt werden. Ist dies erledigt, kann mit dem Auftrag des Haftgrunds begonnen
werden. Dieser ist standardmäßig weiß, kann aber mit den verschiedensten Abtönfarben farblich verändert werden.
Die Grundierung bzw. der Haftgrund wird mit einer Farbwalze oder einer kleinen Rolle gleichmäßig und deckend "im
Kreuzgang" (Walze von links nach rechts und von oben nach unten führen) aufgetragen. Es muss in Etappen von maximal
einem Quadratmeter gearbeitet werden, da das einzustreuende Granulat sonst nicht haftet.
Bevor das Granulat an die grundierte Wand gestreut wird, muss es zunächst nach eigenen
Wünschen gemischt werden. Das Granulat gibt es in den unterschiedlichsten Farben und auch mit goldenem oder
silbernem Glittereffekt. Wer eine Bordüre oder ein anderes Muster haben möchte, geht folgendermaßen vor: Erst die
Bordüre abkleben, dann grundieren und das Granulat sofort einstreuen.
Das Granulat wird aus ca. einem Meter Entfernung aus der lockeren Hand auf die noch feuchte, grundierte Wand
gestreut. Dabei immer von unten nach oben streuen. Dabei zunächst immer nur ganz wenig Granulat in die Hand nehmen.
So arbeitet man sich Quadratmeter für Quadratmeter voran: Erst Haftgrund auftragen und dann Granulat in die noch
feuchte Grundierung streuen.
Der letzte Arbeitsgang ist das Versiegeln der Wände. Dadurch wird die Oberfläche wasser- und schmutzabweisend. Ist
eine Struktur erwünscht, wird die Granulat-Wand vor dem Versiegeln leicht abgekehrt, damit etwaige
Granulat-Übersteher abfallen.
Soll die Oberfläche glatt und ohne Struktur sein, muss sie mit einem feinkörnigen Schleifpapier überschliffen und
abgekehrt werden. Die Wände sollten zweimal versiegelt werden. Die Versiegelung muss zwischen beiden Arbeitsgängen
gut abtrocknen.
Kreativwand kann auch auf Wänden ohne Fliesen verwendet werden. Die Wände müssen allerdings
trocken, frei von Staub und Fett sein und dürfen keine poröse Oberfläche besitzen. Grundierung bzw. Haftgrund wird
mit 10 Prozent Wasser verdünnt und mit einem Roller aufgetragen. Wie bei den Fliesen wird das Granulat in die noch
feuchte Grundierung gestreut. Dabei kann der Anwender wieder entscheiden, ob er eine Struktur haben möchte oder
nicht. Abschließend wird zweimal die mit 10 Prozent Wasser verdünnte Versiegelung mit einem Roller aufgetragen.
Bei Fliesenwänden muss der mit Wasser verdünnte Haftgrund zweimal aufgetragen. Zunächst müssen die Fliesen
allerdings angeschliffen und gesäubert werden. Nach dem ersten Auftrag muss der Haftgrund erst gut durchtrocknen,
bevor der zweite Auftrag erfolgt. Soll die geflieste Wand fugenlos werden, muss vor dem zweiten Auftrag von
Haftgrund die Wand mit einer Wandspachtelmasse gespachtelt werden. Nach Durchtrocknung und Überschleifen mit
Schleifpapier kann dann der zweite Auftrag des Haftgrunds erfolgen. Dies geschieht wieder in Etappen von einem
Quadratmeter, damit das Granulat in der noch feuchten Grundierung haftet. Abschließend wird wieder die mit 10
Prozent Wasser verdünnte Versiegelung zweimal aufgetragen.
Kreativwand kann auch auf dem Boden verwendet werden. Ein ungefliester Boden (z.B. Estrich)
sollte zunächst mit einer Bodenausgleichsmasse verspachtelt werden. Der Untergrund muss trocken, frei von Staub
und Fett sein und darf keine poröse Oberfläche besitzen.
Beim Boden kann das Granulat entweder vollflächig oder teilweise eingestreut werden. Bei einer teilweisen
Einstreuung des Granulats ist der weiße oder eingefärbte Grundton sichtbar. Dieser Grundton entsteht durch
zweimaligen Auftrag des Haftgrunds, der zuvor mit 10 Prozent Wasser verdünnt wurde. Nach dem ersten Auftrag muss
der Haftgrund wieder gut durchtrocknen, bevor beim zweiten Auftrag wieder Haftgrund und Granulat in kleinen
Etappen aufgebracht werden. Danach wird das lose Granulat abgekehrt und abgesaugt und der Boden leicht mit
Schleifpapier abgeschliffen. Anschließend erfolgt eine dreimalige Versiegelung.
Soll das Granulat vollflächig aufgebracht werden, wird zunächst die Versiegelung nur einmal mit 10 Prozent Wasser
verdünnt aufgetragen. Nach Trocknung der ersten Schicht, wird eine zweite Schicht mit dem Feinzahnspachtel oder
einem Roller aufgetragen. In die noch feuchte Versiegelung wird vollflächig Granulat gestreut. Anschließend muss
alles sehr gut durchtrocknen, ehe loses Granulat abgekehrt und der Boden leicht angeschliffen werden kann. Wichtig
ist, den Boden insgesamt dreimal zu versiegeln.
Schwere Gegenstände dürfen auf dem beschichteten Boden nicht verschoben werden, um eventuelle Kratzer und Dellen
zu vermeiden.
Soll ein Fliesenboden mit Kreativwand renoviert werden, müssen die Fliesen zunächst
sorgfältig mit Schleifpapier angeschliffen und gesäubert werden. Nach Auftrag einer Schicht Haftgrund, wird der
Boden mit einer Ausgleichsmasse verspachtelt (die Schicht sollte mindestens 3 mm betragen). Anschließend erfolgen
alle weiteren Arbeitsschritte wie zuvor beschrieben.
Mit Kreativwand beschichtete Oberflächen können problemlos repariert oder korrigiert werden. Beschädigungen können
ausgebessert werden, indem Wand oder Boden sorgfältig angeschliffen und etwas Versiegelung aufgetragen wird. Das
Granulat wird in die noch feuchte Versiegelung gestreut. Anschließend die Wand trocknen lassen (eventuelle
anschleifen, um Übersteher zu entfernen) und erneut versiegeln.
Um optische Korrekturen vorzunehmen, kann Granulat in die noch feuchte Versiegelung nachgestreut werden. Danach
die Versiegelung trocknen lassen und erneut versiegeln.