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Tapezieren leicht gemacht


Ärgern Sie sich schon seit Monaten über die hässlichen Tapeten an Ihren Wänden? Zögern Sie die Renovierung nur deshalb hinaus, weil Sie sich daran erinnern, wie anstrengend die Arbeit beim letzten Mal war? Dann sind Sie hier genau richtig! In Zusammenarbeit mit tesa erläutern wir Ihnen, was Sie beim Tapezieren beachten sollten. Mit dem richtigen Material macht's sogar richtig Spaß! Kaufen können Sie das Material zum Tapezieren bei einem der spezialisierten Händler der EUROBAUSTOFF-Gruppe, die es überall in Deutschland gibt.

Die richtige Tapete



Tapete ist nicht gleich Tapete. Die verschiedenen Tapetenarten werden nach Zweck, Material und Oberflächenbeschaffenheit unterschieden. Die verschiedene Eigenschaften, Anfertigungs- und Verarbeitungsmerkmale werden durch Symbole gekennzeichnet. Zu sehen sind die Symbole am Anfang und Ende jeder Tapetenrolle. Was die Symbole bedeuten, erfahren Sie hier.

Wieviel Tapete muss es sein?



Ihren Tapetenbedarf können Sie den folgenden Tabellen entnehmen. Fenster und Türen werden dabei mitgerechnet, um einen ausreichenden Vorrat für Verschnitt und zur Ausbesserung sicherzustellen. Hinter dem Begriff 'Eurorolle' verbirgt sich das heute gängigste Tapetenformat. Eine Eurorolle ist 0,53 m breit und 10,05 m lang.

Bedarfsermittlung bei Eurorollen (10,05 x 0,53 m):



Raumumfang in Metern Anzahl der Eurorollen bei einer Raumhöhe von
2,10 - 2,35 m 2,40 - 3,05 m 3,10 - 4,00 m
6 3 4 5
10 5 7 8
12 6 8 10
15 7 10 13
18 9 11 15
20 10 12 17
24 11 15 21


Bedarfsermittlung bei Raufasertapeten (33,5 x 0,53 m):



Raumumfang in Metern Anzahl der Eurorollen bei einer Raumhöhe von
2,10 - 2,35 m 2,40 - 3,05 m 3,10 - 4,00 m
6 1 3 3
10 2 3 3
12 2 3 4
15 3 3 4
18 3 4 5
20 3 4 5
24 4 5 7

Das richtige Werkzeug



Für optimale Ergebnisse braucht man natürlich das richtige Werkzeug:
  • Tapeziertisch
  • Leiter
  • Quast und Eimer
  • Tapezierbürste
  • Moosgummi-Rolle
  • Nahtroller
  • Zollstock
  • Bleistift
  • Tapetenschere
  • Cuttermesser
  • Lot
  • Tapeziermesser

Alte Tapeten von der Wand entfernen - wie geht's einfach?



Bevor Sie sich daran machen, Tapeten von der Wand zu entfernen, prüfen Sie zunächst einmal, auf welchem Untergrund die Tapete überhaupt klebt. Sollte diese auf einer Gipskartonplatte kleben, sollten Sie
diese Spezialinformation lesen.

Im Normalfall klebt die Tapete direkt auf Putz. Hat dann der "erste Ankleber" eine Grundierung aufgetragen, haben Sie nur noch die halbe Arbeit. Hat er das nicht getan, was sehr oft der Fall ist, müssen Sie etwas mehr Energie aufbringen. Wie immer im Leben, gibt es verschiedene Möglichkeiten, der Tapete (oder mehreren, über einander klebenden Tapetenschichten) zu Leibe zu rücken.

Methode Tapetenablöser



Das ist die Methode, die die Baumärkte und Farbenfachgeschäfte am meisten freut, denn auch eine Dose Tapetenlöser bringt Umsatz. Den Tapetenlöser satt mit einem Quast, einer Rolle oder einem Sprühgerät auftragen. Nach etwa 15 Minuten läßt sich die Tapete abziehen, wenn man Glück hat sogar bahnenweise. Wenn man Pech hat, muß man mit dem Spachtel nachhelfen. Übrigens: Für das Entfernen alter Tapeten gibt es einen speziellen Raufaser-Ablöser.

Methode heißer Wasserdampf



In Heimwerker-Büchern und -Heften wird oft dazu geraten, die Tapete mit heißem Wasserdampf aufzuweichen. A b e r erstens hat nicht jeder eine "Dampfmaschine", zweitens kann man sich (oder andere) verbrühen und drittens wabert der erkaltete Dampf durch den Raum, setzt sich als Tau hinter Ihre Möbel und reift dort zum Schimmelpilz heran.

Methode Malermeister



Der Malermeister rückt mit seinen Gesellen und einem Spritzgerät an (der allseits bekannten GLORIA-Gartenspritze). Heißes Wasser, mit ein paar Tropfen Spülmittel versetzt, wird dann auf die alte Tapete gesprüht. Die paar Tropfen Spülmittel erfüllen denselben Zweck, wie ein Tapetenablöser! Sobald das Wasser eingezogen ist, kann die Tapete abgehoben/abgezogen werden. Wenn nicht, muß der Vorgang wiederholt werden - je nach Art der Tapete und der Dicke der übereinander klebenden Tapetenbahnen.

Hat man keine Gartenspritze, kann man mit einem Quast oder einer Rolle nässen.

Schwierigkeitsgrad Latextapeten und -farben



Bei Latextapeten oder Tapeten, die mit Latexfarben beschichtet wurden, muß der "Igel" ran. Das ist eine Stachelwalze, die man in jedem Baumarkt oder Farbenfachhandel kaufen kann. Mit diesem Igel muß die alte Tapete aufgeritzt werden, dann erst kann man mit dem Einweichen beginnen. Da es das entspannte Wasser trotz der aufgeritzten Stellen schwer hat, an die eigentliche Papierträgerschicht heranzukommen, kann es notwendig werden, das Einweichen drei bis fünfmal zu wiederholen.

Putzschäden beseitigen



Ist die alte Tapete oder der alte Anstrich ab, müssen Putzschäden und Risse geglättet werden. Besonders einfach und problemlos geht das mit einem Gips-Reparaturspachtel. Zunächst müssen alle lockeren Putzreste aus der Schadstelle mit dem Spachtel oder einer groben Bürste entfernt werden. Staub und lockere Teilchen entfernen Sie am saubersten mit einem Staubsauger. Dübellöcher können mit Instant-Spachtelmassen aus der Tube geschlossen werden. Diese ist gebrauchsfertig und kann sofort eingesetzt werden auf neuem und alten Putz, Beton, Mauerwerk, Natur- und Kunststein, Dämmplatten und auf Styropor. Risse und Fugen bis 3 mm sowie Nagel- und Dübellöcher lassen sich aber auch schnell und einfach mit einer Rissbrücke schließen. Der hochelastische Vliesträger kann sofort übertapeziert und gestrichen werden.

Tapezieruntergrund vorbereiten



alte Tapete Belag entfernen und den darunter liegenden Putz mit einer dünnen Kleistermischung vorkleistern (Hinweise dazu finden Sie in der Anrührtabelle auf Ihrer tesa Kleister-Packung).
Leimfarben Mit Wasser und Tapetenablöser abwaschen, danach mit lösemittelfreiem Tiefengrund behandeln.
Öl-/Lackfarben Anschleifen, mit wasserverdünntem Lackanlauger abwaschen und anschließend Rollenmakulatur kleben.
Löcher, Risse Lose Teile entfernen, mit Füllspachtel alle Schadstellen ausfüllen und glätten oder einfach tesa Rissbrücke nehmen.
Größere Putzunebenheiten Mit der Glättkelle großflächig Füllspachtel auftragen, glätten und nach dem Trocknen abschleifen.
Sandende Untergründe Den Putz mit Tiefgrund festigen.
Rauhe Putze Vollflächig spachteln oder Rollenmakulatur kleben.
Stark saugende Untergünde Vorkleistern oder Tiefengrund auftragen.
Gipskarton Lösemittelfreien Tiefengrund auftragen oder mit Tapetenwechselgrund vorbehandeln.
Rost-/ Wasserflecken Fleckendecker oder Isolierfarbe auftragen.
Schimmel Untergrund reinigen und mit Anti-Schimmel-Grundierung behandeln.
Um die Tapete senkrecht zu verkleben, halten Sie eine Bahn an und zeichnen den Verlauf mit einem Bleistift nach. Nach der Weichzeit folgt das Anbringen der ersten Tapetenbahn entlang der Bleistiftlinie. Die nächsten Bahnen einfach in der Reihenfolge kleben, in der Sie sie eingekleistert haben. Arbeiten Sie immer "mit dem Licht", d.h. vom Fenster weg. Eventuelle Überlappungen werfen dadurch später keine Schatten. Drücken Sie die Bahn von oben nach unten und von der Mitte zu den Seiten blasenfrei an. Arbeiten Sie dann mit der Tapezierbürste nach. Zum Andrücken von Gewebetapeten sollte die Andruckwalze aus Moosgummi eingesetzt werden.

Um die Ecke tapezieren



Messen Sie zunächst an mehreren Stellen den Abstand vom Rand der letzten geklebten Bahn zur Ecke. Zum größten Abstand geben Sie noch 1 cm zu, denn mit der nächsten Bahn müssen Sie ungefähr 1 bis 2 cm über die Ecke hinauskommen. Schneiden Sie nun die Bahn in die gewünschte Breite. Sie verwenden beide Teile der Tapetenbahn. Zunächst wird der ausgemessene Streifen wie die bisherigen Bahnen nach links ausgerichtet verklebt. Die Bahn muß in der Ecke gut und möglichst faltenfrei eingepaßt werden. Entstehen dabei Falten, muß man diese sofort einschneiden und übereinander kleben. Der Reststreifen wird entlang einer lotrechten Anschlaglinie ausgerichtet. Diese Anschlaglinie müssen Sie zuvor mit Senklot, Bleistift und Lineal konstruieren. Dabei müssen Sie sorgfältig vorgehen, da am Reststreifen alle übrigen Bahnen der neuen Wand ausgerichtet werden.
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