
Mit RENOfloor gibt es ein Sanierungssystem für Balkone, Terrassen und Treppen, mit dem es möglich ist, dass feuchte und durchnässte Untergründe trotz neuem Belag wieder austrocknen.
Eine dauerhafte Abdichtung wird mit einer hochelastischen und verrottungsfesten Flachdachabdichtung erreicht. RENOfloor besteht aus kleinen Quarz-
oder Marmorsteinchen, die werkseitig in ein transparentes Reaktionsharz eingebunden und auf einem Trägerpapier zu Fertigelementen zusammengesetzt
sind.
Die offene Kornstruktur lässt im Außenbereich das Wasser mühelos abfliesen. Selbst bei starker Nassbelastung entsteht kein Aqua Planing, da
durch das Körpergewicht des Begehenden das Wasser in die Poren des Steinchengefüges gedrückt wird. Durch die lose Verlegung des Steinchenteppichs
können die in vielen Farben erhältlichen Fertigelemente jederzeit ausgewechselt werden. Das schafft der Heimwerker ebenso mühelos wie das Einbinden
verschiedener vom Hersteller angebotener Intarsien wie Stern, Blume oder das Ying und Yang Symbol.

Untergrund vorbereiten vor Verlegung des Sanierungssystems
Untergrund reinigen
Der Untergrund muss fest, sauber, trocken, ebenflächig, ohne Grate und frei von
trennenden, z.B. fetthaltigen Substanzen sein.
Vor Arbeitsbeginn ist es daher sehr wichtig, die Fläche sorgfältig zu entstauben, zu entfetten und
von losen Substanzen zu reinigen. Ohne die Reinigung gibt es keine exakte Verbindung zum Untergrund.
Untergrund ausgleichen / Sockelbereich verputzen
Ausgebrochene Putz- und Betonteile müssen neu eingemauert werden. Lose Fliesen
eventuell entfernen und mit einer Spachtelmasse neu egalisieren (Ausgleichsmasse A 46). Tiefe und ausgewaschene Fliesenfugen sind im
Überlappungsbereich der Abdichtungsbahn bündig abzuspachteln, damit eine geschlossene Verschweißung der übereinanderliegenden Folie möglich ist.
Damit die wannenartige Sockelabdichtung sich gut verklebt, muss der Sockelbereich einen Feinputz erhalten, der vor der Beklebung noch zu grundieren
ist.
Voranstrich bei stark saugendem Untergrund
Bei stark saugenden Untergründen, z. B. aus Porenbeton, Holz, Putz oder Estrich, ist eine porensättigende Grundierung als
Voranstrich erforderlich. Dies gilt auch dann, wenn keine Abdichtung wie bei einer Terrasse, sondern nur Fertigelemente verlegt werden.
Profile für den Abschluss von Balkon oder Terrasse anbringen
Für den Abschluss von Balkon und Terrasse - aber auch für Sockel, Aussparungen oder
Dehnfugen - gibt es verschiedene Arten von Profilen.
Die Profile können je nach Untergrund und Anwendungsbereich gedübelt, geklebt oder mit
Schlagnieten befestigt werden. Die Profile werden mit der Metallsäge (eventuell mit Gehrungsschnitten) passend gesägt.
Hat das Profil die richtige
Größe, wird es aufgelegt und mit dem Bohrer die Löcher für die Dübel gebohrt.
Die Stöße der Profile sind sorgfältig mit elastischem, klebestarkem Dichtband
abzudichten. Dieses wird mitgeliefert.
Vor dem Abdichten der Profilstöße müssen die Profiloberseiten mit Universalreiniger vom Fett befreit werden.
Vor dem Andübeln die Fläche mit PU-Kleber versehen, in die dann das Profil eingebettet wird. Anschließend dann das Profil anschrauben.
Bitumen-Latex-Abdichtungsbahnen auf dem Balkon verlegen
Auf Balkonen ist eine Abdichtungsbahn unter dem Belag notwendig. Die kaltverschweißte und selbstklebende Abdichtungsfolie
kann in der Regel ohne Verwendung von Heißluft oder Propangasflamme verarbeitet werden. Aus Sicherheitsgründen sollten nach der kompletten Verlegung
alle Stöße mit einem Heißföhn nachgewärmt und mit dem Andrückroller mit starkem Druck nachgerollt werden (nur wenn die Verlegung bei Temperaturen
unter +5 °C durchgeführt wird).
Wichtig ist auch, dass die Abdichtung nicht in der prallen Mittagssonne durchgeführt werden sollte. Diese ist
entweder am Morgen oder späten Nachmittag aufzubringen. Die Abdichtungsfolie muss immer in Gefällerichtung verlegt werden. Bei deutlichem Gefälle
können die Abdichtungsbahnen auch in Längsrichtung verlegt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die erste Bahn am Profil (dem tiefsten Punkt)
angelegt und überlappend nach oben verlegt wird.
Ähnlich wie beim Tapezieren werden die einzelnen Abdichtrollen
entsprechend der Tiefe und Länge des Balkons vorbereitet. Nun auf die Abdichtungsbahn stellen oder setzen, denn diese darf nicht verrutschen.
Ca. 20 cm umschlagen (siehe rechtes Bild).
Achtung: Es muss auf die Parallelität zur Außenkante oder zur vorhergehenden Bahn geachtet werden.
Die Abdichtung am Stirnflächenprofil oder an der Wand ausrichten und ca. 1,5 m abrollen.
Das Trägerpapier abziehen und (wie auf dem rechten Foto zu sehen) unter die Abdichtungsrolle schieben.
Die Abdichtungsbahn vorsichtig aufkleben.
Wichtig: Mit dem PU-Kleber eine kleine Wulst entlang der Profilleiste ziehen und mit dem Finger oder einer Spachtel die Profilkante anschrägen.
Jetzt kann die Abdichtungsbahn vollständig auf das Profil geklebt
werden (bis zur äußersten Rille). Mit einem Cuttermesser entlang der äußersten Rille des Stirnflächenprofils den Überstand abschneiden und abziehen.
Beim weiteren Abrollen der Bahn stets darauf achten, dass diese immer auf Zug gehalten wird.
Den Rest der Abdichtungsbahn umklappen und das Trägerpapier abziehen.
Die Bahn vorsichtig aufkleben. Schutz- bzw. Schweißfolie (zur Überlappung) abziehen.
Beim Sockel darauf achten, dass die Abdichtbahn "satt" in der Ecke anliegt.
Mit dem Cuttermesser den Überstand abschneiden und abziehen.
Neue Bahn ausrichten, Trägerpapier wie beschrieben 20 cm umschlagen, Schutz- bzw. Schweißfolie der vorherigen Bahn abziehen und wie gehabt aufkleben. Auf Parallelität achten und den Klebewulst am Profil nicht vergessen.
Anschließend mit dem Andrückroller die Verschweißung (Überlappung) abrollen.
Jetzt werden die vorhandenen Pfosten mit Coelastic-Flüssigkunststoff und dem mitgelieferten Actyl-Vlies eingedichtet.
Der Flüssigkunststoff wird ca. 5 cm um den Pfosten aufgetragen.
Anschließend aus dem Acryl-Vlies eine Manschette schneiden und in den vorgestrichenen Pfosten einarbeiten.
Das Acryl-Vlies so dick einpinseln, bis kein Gewebe mehr erkennbar ist.
Die Renofloor-Fertigelemente verlegen
Die Renofloor-Fertigelemente haben auf der Rückseite ein schwarzes Trägerpapier. Das verrottungsfeste Trägerpapier wird nur bei einer Wand- oder Sockel-Verkleidung entfernt.
Damit bei der Verlegung die Plattenstöße nicht mit den Stößen der Abdichtung übereinstimmen, sollte auf der Seite begonnen werden, wo mit der
Dichtbahn aufgehört wurde.
Beginnend von der Vorderkante werden die Elemente in das Profil eingeschoben. Die weiteren Elemente werden Stoß an Stoß
aneinander gereiht. Die Kanten der Fertigelemente, die später eingespachtelt werden, müssen per Hand über eine stabile Kante gebrochen werden.
Somit ist der Übergang homogener. Um eine Sollbruchstelle zu erhalten, wird das schwarze Trägerpapier auf der Rückseite mit dem Cuttermesser
eingeschnitten. Die anschließend zu verspachtelnden Aussparungen sollen mindestens
15-20 mm breit sein.
Das Zuschneiden der Fertigelemente kann mit einem Fliesen-Nassschneider oder mit einem Winkelschleifer mit Diamantscheibe von der Rückseite erfolgen.
Das mechanische Zuschneiden ist allerdings nur beim Zuschneiden von Sockel- oder Randelementen zu empfehlen, die in die Profilleiste eingeschoben
werden.
Sockel herstellen und verspachteln
Vor dem Ankleben der Sockelelemente sollte das rückseitige schwarze Trägerpapier abgezogen werden. Die Sockelelemente werden
auf der Rückseite mit einem PU-Klebewulst versehen und auf den bereits abgedichteten Sockel (wie zuvor beschrieben) geklebt. Damit keine Feuchtigkeit
hinter die Sockelelemente und die Abdichtung gelangen kann, sollte die die Sockeloberkante zusätzlich mit
PU-Kleber abgespritzt werden.
Ausschnitte, Ränder oder Geländerpfosten spachteln
Nachdem der komplette Belag verlegt ist, werden die vorhandenen Bruchkanten und Ränder, die nicht im Winkel sind sowie Aussparungen und Einschnitte an Geländerpfosten mit dem Granulat-Mörtel zugespachtelt. Hierfür wir loses Granulat mit 1-komponentigem Flüssigkunststoff PU zu einem Mörtel angemischt. Der Mörtel besteht aus 10 Teilen Granulat und einem Teil Flüssigkunststoff. Es sollten immer kleine Mischungen hergestellt werden.
Tipps, die beim Spachteln beachtet werden sollten:
- eventuell den fertigen Belag abkleben, um Verschmutzungen zu vermeiden.
- die Kelle gleitet beim Spachteln besser, wenn sie zuvor mit Universalreiniger benetzt wurde.
- Sollte nach Fertigstellung des Belages noch PU-Bindemittel übrig sein, kann dies entsorgt werden, indem damit am nächsten Tag das
Kunstharz als Kopfversiegelung über den gespachtelten Belag gerollt wird.