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Heizungs-Check zeigt Einsparmöglichkeiten auf

IWO
Heizungs-Check zeigt Einsparmöglichkeiten aufSchon kleine Optimierungen an der Heizungsanlage bringen beachtliche Sparerfolge. Überdimensionierte Pumpen etwa, eine mangelhafte Isolierung der Warmwasserrohre, veraltete Thermostatventile oder ein fehlender hydraulischer Abgleich können die Gesamteffizienz einer ansonsten akzeptabel arbeitenden Heizung in den Keller ziehen. Die Folge: überhöhter Verbrauch und damit unnötig hohe Heizkosten. Der neue, standardisierte und DIN-genormte Heizungs-Check, den speziell geschulte Fachleute anbieten, deckt solche und andere energievergeudende Schwachstellen innerhalb des gesamten Heizsystems auf. Anhand eines Punkte-Systems kontrolliert der Handwerker nicht nur den Heizkessel, sondern auch das Rohrleitungssystem und die Heizkörper im ganzen Gebäude.

Nach dem etwa einstündigen Heizungs-Check weiß ein Hausbesitzer, wie es um die Effizienz und damit um die Wirtschaftlichkeit seiner Heizung bestellt ist. Im Prüfprotokoll findet er auch konkrete Vorschläge für lohnende Nachbesserungen, die unterm Strich Energie und Geld sparen.

Empfehlenswert ist der Check für Heizungsanlagen ab einem Alter von zehn Jahren. Für Anlagen, die noch vor den 90er Jahren installiert worden sind, ist er im Grunde ein Muss. Denn gerade bei älteren Heizungen schlummern die größten Energieeinsparpotenziale. Nicht zuletzt, weil sich seit ihrer Inbetriebnahme die Heiztechnik wesentlich verbessert hat. Ein Beispiel: Während frühere Heizkesselgenerationen mit konstant hoher Kesseltemperatur gerade mal zwei Drittel des Brennstoffs in Nutzwärme umsetzen, erreichen moderne Öl-Brennwertgeräte Nutzungsgrade von nahezu 100 Prozent. Folglich verbrauchen sie bis zu 30 Prozent weniger Heizöl als ältere Kessel. Da macht sich die Investition in ein neues Öl-Brennwertgerät innerhalb weniger Jahre bezahlt, erst recht vor dem Hintergrund steigender Energiekosten.

Welche Energieeinsparreserven in deutschen Heizungskellern verborgen sind, verdeutlicht das Ergebnis eines Praxistests zum Heizungs-Check, den der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) in Hessen initiiert hat. Nur zehn Prozent der 500 dort überprüften Heizanlagen arbeiten einwandfrei. Bei rund der Hälfte sind energetische Verbesserungen empfehlenswert, die relativ geringe Investitionen erfordern. Und bei jeder vierten Anlage ist eine Heizkesselmodernisierung die wirtschaftlich vernünftigste Zukunftsinvestition.

Entwickelt wurde der Heizungs-Check von der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft (VdZ) mit wissenschaftlicher Begleitung des Instituts für technische Gebäudeausrüstung Dresden und der Fachhochschule Gießen. Die Inspektion lässt sich auch gut mit anderen Servicearbeiten verbinden, etwa einer Kessel- und Brennerwartung.
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