Energie kann bekanntlich nicht vernichtet, wohl aber vergeudet werden - vor allem beim Heizen. Das Gegenteil beweist jetzt
ein Heiz- und Kühlsystem. Lithotherm heizt Räume wesentlich schneller auf als herkömmliche Fußbodenheizungen und kommt dabei mit weit weniger
Energie aus. Zudem wird kein Naßestrich mehr benötigt. "Eine so genannte Lithotherm-Formplatte aus gebrannten Ziegel oder getrocknetem Lehm
wird im Trockenverfahren eingebaut.
Die Heizrohre verlaufen in Rillen an der Plattenoberfläche und übertragen die Wärme direkt an den Fußboden",
erklärt Baubiologe Dieter Schuller von naturbaudirekt.de. Dies ermöglicht ein schnelles Auf- und Abheizen. Das System ist ein nachhaltiger Beitrag
zur CO2-Reduzierung!
Liegt die Fußbodenheizung in einem Estrich, muss zuerst dieser aufgeheizt werden, bevor Wärme für den Raum zur Verfügung steht. Schuller: "Das
Lithotherm-System hingegen erreicht schon nach etwa 25 Minuten seine volle Wirksamkeit. Laut Messungen erzielt eine Bodenheizung mit Estrich im
gleichen Zeitabstand gerade einmal 20 Prozent der abgegeben Leistung des Lithotherm-Systems."
Schneller und sparsamer zu einem behaglichen Raumklima
Durch die Natürlichkeit des Lehms oder Tons, sowie deren wärme- und feuchtigkeitsregulierenden Wirkung kann ein optimales Raumklima entstehen.
Die Strahlungswärme wird direkt an den zu beheizenden Raum abgegeben. Die nach oben offenen Rillen der Formplatten vergrößern die Strahlungsfläche
auf den Bodenbelag zusätzlich um rund 60 Prozent. Der verstärkte Wärmefluss bewirkt eine ausgeglichene Temperatur.
Eine circa 65 Prozent frühere Wirksamkeit der Heizleistung und eine um 40 Prozent höhere Leistungsabgabe in den ersten zwei entscheidenden Stunden
zeichnen das Lithotherm-System aus. Durch die punktgenaue Zuführung von Energie und deren sofortiger Auswirkung auf die Raumtemperatur - im
Zusammenspiel mit Strahlungswärme - können Heizkosten eingespart werden. So liefert das Lithotherm-System schneller ein behagliches Wohnklima
als die meisten anderen Systeme und kann durch seine ausgesprochen niedrigen Vorlauftemperaturen (22 bis 28 Grad) die Effizienz von Brennwert-
oder Solaranlagen sowie Wärmepumpen um rund 30 Prozent steigern.
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